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Winter 2008

StippVisite Das Patientenmagazin der Gesundheit Nordhessen

Den Gang zum Arzt nicht scheuen Behandlungsmöglichkeiten bei Volkskrankheit Depressionen sind gut Am Gesundheitsfonds scheiden sich die Geister Hochkarätige Referenten zu Gast beim 2. Kasseler Gesundheitsforum Hilfe bei tiefgreifenden Knorpelschäden Behandlung mit Transplantation von körpereigenem Gewebe

Tagsüber Reha, abends nach Hause Reha-Zentrum mit 15 Jahren Erfahrung in der ambulanten Rehabilitation


Herzlich willkommen!

Die letzten Tage des Jahres sind angebrochen und damit die Zeit der Vorbereitungen und der Vorfreude auf das Weihnachtsfest, auf besinnliche Tage und Zeit für Familie, Freunde und Bekannte. Doch nicht alle Menschen können diese Freude empfinden. Geschätzte vier Millionen Menschen in Deutschland leiden derzeit an einer behandlungsbedürftigen Depression, die sich unter anderem durch einen Verlust der Lebensfreude bemerkbar machen kann. Über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei dieser Erkrankung äußert sich im Interview der neue Chefarzt des Ludwig-Noll-Krankenhauses, Privatdozent Dr. Martin Ohlmeier. So wie er haben in den vergangenen Monaten zwei weitere neue Klinikdirektoren angefangen, die wir Ihnen in den nächsten Ausgaben der StippVisite vorstellen: Prof. Dr. Rainer Gradaus, der die Medizinische Klinik II im Klinikum Kassel mit Prof. Dr. Jörg Neuzner leitet, und Dr. Karoly Lakatos, Chefarzt für Kinderradiologie im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld. Falls Sie die StippVisite auch nach Ihrem Krankenhausaufenthalt lesen möchten, können Sie gern auf unserer Internetseite www.gesundheit-nordhessen.de unter dem Stichwort „Aktuelles“ ein kostenloses Abo bestellen. Oder rufen Sie an: 0561/980-4807. Außerdem informiert Sie unser Newsletter auf elektronischem Weg über Aktuelles aus den Unternehmen der Gesundheit Nordhessen. Für die Bestellung schicken Sie einfach eine E-Mail an newsletter@gesundheit-nordhessen.de Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß mit der StippVisite, ein gesegnetes Weihnachtsfest und natürlich Gesundheit für das Jahr 2009. Ihre StippVisite-Redaktion

Impressum Herausgeber: Gesundheit Nordhessen Holding AG, Mön­che­berg­straße 48 E, 34125 Kassel, Tel.: (05 61) 9 80-48 07, Internet: www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nord­hessen.de und Juwi Mac­Mil­lan Group GmbH, Bockhorn 1, 29664 Walsrode, Tel.: (0 51 62) 98 15-0, E-Mail: info@juwimm.com Redaktion und Konzept: Juwi Mac­Mil­lan Group GmbH, Tel.: (0 51 62) 98 15-0 Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Juwi MacMillan Group GmbH, Peter Jungblut-Wischmann, Gisa Stämm Redaktion: Birgit Russell (überr. Teil), Anette von Löwenstern (ver­antwort­lich für diese Ausgabe), Gabriele Nioduschewski Producer: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Klein­­schmidt Layout und Satz: Juwi MacMillan Group GmbH, Heiko Kleinschmidt, Christian König, Nicole Laroche, Jessica Rodewald Anzeigen: Juwi MacMillan Group GmbH, Jürgen Wolff, Tel.: (0 51 62) 98 15-42, Jes­­sica Rodewald, Tel.: (0 51 62) 98 15-73 Fotos: Juwi MacMillan Group GmbH, Cor­­­ne­lius van Vel­zen, Paavo Blofield, Bea Ricken (HNA), Gi­sa Stämm Druck: Sponholtz Druck, Hemmingen Erscheinungsweise: quartalsweise Auflage StippVisite Kassel: 13.500 Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich. Der Nach­druck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf, auch auszugsweise, der ausdrücklichen Genehmigung der Herausgeber. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen.

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StippVisite

Inhalt 2. Kasseler Gesundheitsforum mit kurzweiligen Vorträgen

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Priv.-Doz. Dr. Martin Ohlmeier über die Volkskrankheit Depression

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Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe des Klinikums

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Faszinierender Spaziergang durch den Darm

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Knorpelzelltransplantation im Krankenhaus Bad Arolsen

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Noch bessere Diagnosemöglichkeiten in der Radiologie Hofgeismar

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Therapiespektrum ausgebaut – Doppeljubiläum im Reha-Zentrum

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Für Beschwerden und Anregungen: Das IMPULS-System

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25 Jahre Hebammenschule am Klinikum Kassel

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Prof. Dr. Jürgen Pausch geht in den Ruhestand

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Einsatz für Organspende – Klinikum Kassel ausgezeichnet

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Wolfhager Babys füllten die Stadthalle

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Essstörung und Gesellschaft

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Faszinierender „Krümel“ beim freuNde-Sommerfest

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Das StippVisite-Kreuzworträtsel

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Reisequiz: Das Falkensteiner Hotel Grand Spa in Marienbad

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen

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Am Fonds scheiden sich die Geister 2. Kasseler Gesundheitsforum mit kurzweiligen Vorträgen Der Gesundheitsfonds, der ab ­Januar 2009 die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen neu organisiert, stand im Mittelpunkt des 2. Kasseler Gesundheitsforums. Die spannenden und herausfordernden Entwicklungen in der Medizin und der Gesundheitswirtschaft verfolgen und darüber ins Gespräch kommen – mit diesem Ziel hat der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen, Dr. Gerhard M. Sontheimer, im April 2008 das Kasseler Gesundheitsforum ins Leben gerufen. Um ein besonders komplexes Thema ging es bei der 2. Auflage im November: die Finanzierung des Gesundheitswesens, insbesondere den 2009 startenden Gesundheitsfonds. In den Räumen der E.ON Mitte AG folgten an die 200 Akteure des nordhessischen Gesundheitswesens – Mediziner, Krankenhausmanager, Krankenkassenvertreter, Politiker und Wirtschaftsvertreter – den fachkundigen, aber gleichzeitig kurzweiligen Vorträgen der hochkarätigen Referenten. Einig waren sich alle Redner in der Sorge, dass das neue System im Jahr 2009 noch etliche Unwägbarkeiten mit sich bringe, die eine verlässliche Finanzplanung für die Beteiligten derzeit erschwere, wenn nicht unmöglich mache. Ab Januar 2009 wird die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung neu organisiert. Dann gilt für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung der gleiche Beitragssatz, der auf 15,5 Prozent festgelegt wurde. Die Beiträge fließen zusammen mit Steuermitteln in den Gesundheitsfonds.

Kennen sich bestens mit der komplexen Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens aus (von links): Prof. Dr. Herbert Rebscher, Prof. Dr. Günter Neubauer, Dr. Rolf Koschorrek, Dr. Gerhard Sontheimer und Moderator Siegmar Eligehausen mit Hausherr Dr. Henrich Wilckens, Vorstandsvorsitzender E.ON Mitte AG.

Die Krankenkassen erhalten pro Versicherten eine Pauschale, wobei je nach Alter, Geschlecht und Erkrankung noch Zu- bzw. Abschläge gezahlt werden. Der einheitliche Beitragssatz war einer der wesentlichen Kritikpunkte beim 2. Kasseler ­Gesundheitsforum. Prof. Dr. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK, monierte, den Krankenkassen würde durch die staatliche Preisfestsetzung die existenzielle Grundlage genommen, ihre Preise selbst zu gestalten. Ob die aktuell festgelegten 15,5 Prozent etwas mit der Realität zu tun hätten, werde sich erst 2009 zeigen. Mit dem Einheitsbeitrag werde der Wettbewerb der Krankenkassen untereinander beseitigt, meinte auch Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor des Institutes für Gesundheitsökonomik in München, der das viel Bürokratie verursachende Sys­tem komplett falsch angelegt sieht. Dass es kein Patentrezept zur Finanzierung der steigenden Kosten gibt,

betonte Dr. Rolf Koschorrek, Zahnarzt und Mitglied des Bundestages (CDU): „Wir haben keine eierlegende Wollmilchsau.“ Zwangsläufig sei der Gesundheitsfonds ein Kompromiss innerhalb der Großen Koalition, „aber wir mussten etwas tun“. Um das hohe Niveau in der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu halten, müsse künftig die Eigenverantwortung der Patienten und Leistungserbringer gestärkt werden. Langfristig müsse es für die Politik nachrangig sein, ob die Behandlung eines Patienten ambulant, teilstationär oder stationär erfolge. Dies setze allerdings ganz andere Finanzierungsstrukturen im Gesundheitswesen voraus. Neben dem einheitlichen Beitragssatz kamen noch etliche andere Änderungen zur Sprache, die zum 1. Januar greifen und deren Folgen noch gar nicht im Detail abzusehen sind. Sie alle wurden nach den Vorträgen in persönlichen Gesprächen ausführlich diskutiert. StippVisite

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Den Gang zum Arzt nicht scheuen

Priv.-Doz. Dr. Martin Ohlmeier über die Volkskrankheit Depression In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression, das sind rund vier Millionen Menschen. Zwei- bis dreimal so groß ist die Zahl der Menschen, die im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. Trotz der Häufigkeit der Erkrankung ist es für die Betroffenen nach wie vor oft schwierig, darüber zu sprechen. Die StippVisite sprach mit Priv.-Doz. Dr. Martin Ohlmeier, Direktor des LudwigNoll-Krankenhauses, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikum Kassel. Herr Dr. Ohlmeier, in den Industrienationen ist die Häufigkeit der depressiven Erkrankungen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Woran liegt das?

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Ohlmeier: Die Ursachen sind vielfältig. Ein wesentlicher Punkt sind sicherlich die sich ändernden Umweltbedingungen wie die gestiegenen Anforderungen im Beruf, aber auch im Privatleben. Gibt es bestimmte Gruppen, die besonders häufig an einer Depression erkranken? Grundsätzlich sind Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen und Schichten betroffen. Es gibt eine Häufung bei Menschen, die in Berufen mit einer besonders hohen psychischen Beanspruchung arbeiten, beispielsweise in helfenden Berufen. Frauen erkranken häufiger an Depressionen als Männer, meistens im mittleren und fortgeschrittenen Alter. Auch eine familiäre Vorbelastung kann eine Rolle spielen.

Gibt es verschiedene Formen von Depressionen? Ja, in der Regel unterscheidet man mehrere Gruppen. Eine bedeutende Form ist die endogene Depression, die zur großen Gruppe der affektiven Psychosen gehört. Hier wird eine biologische Ursache angenommen, die insbesondere als Dysregulation der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin interpretiert wird. Zu einer weiteren Gruppe gehören die neurotisch bedingten Depressionen, die sich vor einem bestimmten persönlichen und biografischen Hintergrund und in einem belastenden Umfeld entwickeln. Von reaktiver Depression sprechen wir, wenn die Erkrankung unmittelbar auf belastende Ereignisse wie den Verlust des Jobs oder des Partners folgt. Auch das aktuell häufig zitierte Burnout-Syndrom ist eine Form


dieser Erschöpfungsdepression durch belastende äußere Umstände, beispielsweise die langjährige Pflege eines Angehörigen. Daneben gibt es auch noch die saisonale Depression, die typischerweise im Herbst oder Winter beginnt und vermutlich auf einen Mangel an Sonnenlicht zurückzuführen ist. Als eine Sonderform wird häufig die Altersdepression genannt, die im Zusammenhang mit zunehmender Vereinsamung des Betroffenen zu sehen ist. Angesichts der älter werdenden Bevölkerung wird diese eine immer größere Rolle spielen. Welches sind die Symptome einer Depression? Die wichtigsten Kernsymptome sind: • Depressive Stimmungsschwankungen • Antriebsstörungen • Appetitmangel • Anhedonie – die Unfähigkeit, Glück, Genuss und Lust zu empfinden • Ein- und Durchschlafstörungen • Früherwachen • Gedanken an Selbsttötung In der Regel liegen mehrere dieser Symp­tome in unterschiedlicher Ausprägung vor. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Das hängt von der Art der Depression ab. In erster Linie sind unterschiedliche

Formen der Psychotherapie zu nennen, die häufig ambulant erfolgen können. Gegebenenfalls ist eine zusätzliche medikamentöse Behandlung notwendig. Ein Klinikaufenthalt kann bei schweren Verläufen der Erkrankung oder bei einer Therapieresistenz angezeigt sein. Auch im Ludwig-Noll-Krankenhaus des Klinikums werden viele Patienten mit depressiven Erkrankungen behandelt. Wir arbeiten mit einem multidisziplinären Ansatz und bieten beispielsweise neben Psychotherapie auch Ergotherapie und Kunsttherapie an. Besonderen Wert legen wir bei der Psychotherapie auf eine tiefenpsychologisch ausgerichtete Behandlung, welche die Biografie der Patienten in den Vordergrund rückt. Wie sind die Heilungschancen bei einer Depression? Insgesamt gut. Es kommt entscheidend darauf an, im ersten Schritt die richtige Diagnose zu stellen und dann konsequent die Behandlung einzuleiten. Wie bei anderen Krankheiten auch trägt ein frühzeitiger Therapiebeginn dazu bei, eine Chronifizierung zu vermeiden. Lässt sich einer Depression vorbeugen? Ja, indem man im allgemeinen Sinn ein möglichst gesundes Leben führt – sich auch Zeit für sich selbst nimmt, ausrei-

Idyllisch gelegen: das Ludwig-Noll-Krankenhaus in der Dennhäuser Straße in Kassel.

chend Sport treibt und versucht, sich ein verlässliches soziales Umfeld zu schaffen. Ist die Depression immer noch ein Tabuthema? Teilweise schon, so wie auch andere psychische Erkrankungen noch stigmatisiert werden, weil die Betroffenen vorübergehend nicht leistungsfähig sind und die Symptome der Erkrankungen für viele fremd und schwer verständlich erscheinen. Aber es gibt große Fortschritte, heute ist es wesentlich leichter als vor 20 Jahren, darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist es, weiter für Aufklärung über Depressionen zu sorgen. Wer unter den genannten Symptomen leidet, sollte sich nicht scheuen, zu seinem Arzt zu gehen. Es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten. Kontakt: Ludwig-Noll-Krankenhaus, Dennhäuser Straße 156, 34134 Kassel, Telefon 0561/4804-0

Neuer Chefarzt im Ludwig-Noll-Krankenhaus Priv.-Doz. Dr. Martin D. Ohlmeier ist seit Sep­tember Direktor des Ludwig-Noll-Krankenhauses, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikum Kassel. Er hat die Nachfolge von Dr. Johannes Kipp angetreten, der in seiner Funktion als Priv.-Doz. Dr. Martin Ohl- Chefarzt des Ludwig-Noll-Krankenmeier hauses in den Ruhestand gegangen ist, jedoch zwei weitere Jahre Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bleibt, die er aufgebaut hat. Priv.-Doz. Dr. Ohlmeier, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, war zuvor Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen

Hochschule Hannover (MHH). Ihm oblag die ärztliche Leitung einer psychiatrischen Akut- und Suchtstation sowie die Leitungsvertretung der Psychiatrischen Institutsambulanz. Der 43-Jährige leitete an der MHH außerdem die Spezialambulanz für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter. Der neue Chefarzt stammt aus Freiburg und hat an der Herder-Schule in Kassel sein Abitur gemacht. Nach dem Medizinstudium in Göttingen hat er die Ausbildung zum Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main absolviert. Seit 1999 ist er an der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der MHH tätig und seit 2003 Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 2008 habilitierte er sich an der MHH für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie.

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Bunte Bäuche, viele Infos Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe des Klinikums „Guck mal, hier bist du geboren!“ Mit großen Augen sah sich der kleine Oliver an Mamas Hand im Kreißsaal der Frauenklinik im Klinikum Kassel um und bestaunte das große, runde Bett. Dort sollte demnächst auch das Geschwisterchen zur Welt kommen, daher nutzten die Eltern beim Tag der offenen Tür die Gelegenheit zu einem Besuch der geburtshilflichen Abteilung. Beim Rundgang durch die liebevoll dekorierten Räume hatten sie die Gelegenheit zum ausgiebigen Gespräch mit Hebammen, Ärzten und (Kinder-)Krankenschwestern. Mehrere hundert werdende Mütter und Väter informierten sich über die vielen

direkt gegenüber dem Haupteingang Service rund um Arzneimittel Verleih von Intervallmilchpumpen Verleih von Babywaagen

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Angebote der Abteilung, angefangen bei Akupunktur und Geburtsvorbereitungskursen über Stillberatung bis zur Rückbildungsgymnastik. Sie erhielten wertvolle Tipps für die richtige Ernährung in der Schwangerschaft, übten das Binden des Tragetuches und vieles mehr. Sehr beliebt bei den Schwangeren: das Bemalen des Bauches und Bauchmasken aus Gips.

Damit es mit dem Stillen klappt: Solveig Nagler und Marion Heidemann-Gerner vom Geburtshilfe-Team der Frauenklinik im Klinikum beraten Melanie Siegel; vorn rechts Anja Ronshausen.

Der Tag der offenen Tür stand in Zusammenhang mit der Weltstillwoche, die unter dem Motto „Stillen fördern – goldrichtig“ stand. „Für ein Baby ist Muttermilch die beste Ernährung, genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt“, so die leitende Hebamme Bettina Wüst. „Sie schützt das Kind zum Beispiel vor Infektionskrankheiten und Allergien. Außerdem schafft Stillen sehr schnell eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind. Daher unterstützen wir im

Klinikum Kassel die Mütter nach Kräften darin, eine erfolgreiche Stillbeziehung aufzubauen.“ Wer den Tag der offenen Tür verpasst hat: Die Frauenklinik im Klinikum bietet jeweils donnerstags um 20 Uhr Informationsabende für werdende Eltern an (Infocenter des Klinikum Kassel, Mönchebergstraße 41–43). Information: Kreißsaal, Tel. 0561/980-3121, Station Tel. 0561/980-3120.

Faszinierender Spaziergang durch den Darm Wie entsteht Darmkrebs und wie wird er behandelt? Wie groß werden Polypen, was sieht man bei einer Darmspiegelung? All diese Fragen beantworteten bei der Kasseler Herbstausstellung die Fachleute der Gesundheit Nordhessen (auf dem Foto Dr. Anke Langenkamp von der Medizinischen Klinik I des Klinikum Kassel) am begehbaren Darmmodell. Das sechs Meter lange Modell war einer der Hingucker am Stand der Gesundheit Nordhessen, an dem sich die einzelnen Unternehmen mit einem vielfältigen und interessanten Programm präsentierten. Vorträge über moderne Therapie- und Operationsverfahren, die Demonstration von Untersuchungen und viele Gesprächsmöglichkeiten mit den Experten zogen die Besucher an.


Hilfe bei Knorpelschäden Knorpelzelltransplantation im Krankenhaus Bad Arolsen Zur Behandlung von KnorpelSchäden am Kniegelenk bietet das Krankenhaus Bad Arolsen neuerdings ein weiteres Verfahren an: die Knorpelzelltransplantation mit körpereigenem Gewebe (autologe Chondrozyten-Transplantation, ACT). Dabei werden Knorpelzellen des Patienten entnommen, im Labor vermehrt und an der defekten Stelle wieder eingesetzt. Diese Therapie ist bei Patienten bis zu einem Alter von ca. 50 Jahren möglich, die örtlich begrenzte Knorpeldefekte haben. Gelenkknorpel besteht aus Knorpelzellen, den Chondrozyten. An den Gelenken schützen die Knorpelüberzüge die Knochen vor Abrieb, der bei jeder Bewegung entsteht. Da sich Knorpel nur in begrenztem Umfang selbst wieder aufbaut, verursachen Verletzungen am Knorpel durch Stürze oder Überbeanspruchung bleibende Schäden. Mit der Knorpelzelltransplantation sollen diese behoben werden, um das Fortschreiten von Knorpelschäden zu verlangsamen, Schmerzen zu beseitigen und den Einsatz einer Kniegelenksprothese zu vermeiden oder zumindest hinauszuzögern. Rund 15 Patienten hat Dr. Peter Wotzlaw, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Bad Arolsen, bisher mit dem neuen Verfahren behandelt und sehr gute Erfahrungen gemacht: „Alle Patienten sind schmerzfrei. Bei einem Patienten wurde wegen unklarer Beschwerden eine Kontrollarthroskopie durchgeführt. ­Diese zeigte jedoch ein regelrecht eingeheiltes Knorpeltransplantat. Die Beschwerden hatten andere Ursachen.“ Für die autologe Chondrozyten-Transplantation sind zwei Eingriffe erforderlich: Zunächst werden bei einer

ambulanten Gelenkspiegelung Knorpelzylinder aus einem nicht geschädigten Bereich entnommen, erläutert Dr. Wotzlaw. In einem Speziallabor werden sie drei Wochen lang vermehrt. Im zweiten Schritt erfolgt die Transplantation in das Kniegelenk, was mit einem drei- bis fünftägigen stationären Aufenthalt verbunden ist. Zunächst säubert der Operateur den Knorpeldefekt. Um den gezüchteten Knorpel aufbringen zu können, wird eine Membran aufgenäht, die mit der patienteneigenen Knorpelzellen-Suspension getränkt ist. Die Nachbehandlung erstreckt sich nach Angaben Dr. Wotzlaws über zwölf Wochen: Das Gelenk dürfe teilbelastet werden und müsse täglich mobilisiert werden. „Nach etwa einem halben Jahr ist einer fester, belastungsfähiger Knorpel nachgewachsen, der dem natürlichen Knorpel in der Umgebung entspricht.“ Weil mit zunehmendem Alter die Vitalität des Knorpels nachlasse, komme das Verfahren in der Regel bei Menschen bis zu einem Alter von 50 Jahren zum Einsatz, deren Menisken und Knochenbänder außerdem intakt sein sollten. Möglich sei die Behandlung zudem nur bei tiefgreifenden Knorpeldefekten,

Dr. Peter Wotzlaw, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Bad Arolsen.

die örtlich begrenzt sind, also nicht bei großflächigem Gelenkverschleiß. Die Chirurgen im Krankenhaus Bad Arolsen bieten verschiedene Behandlungen bei Knorpelschäden an, je nach deren Art und Ausprägung. Dr. Wotzlaw nennt beispielsweise die Mikrofrakturierung für die Behandlung sehr kleiner Knorpeldefekte. Dabei wird der Knochen unter dem Knorpel etwas aufgebrochen, sodass aus dem Knochenmark Ersatzknorpel wächst. Dieser ist jedoch nicht so belastbar wie der ursprüngliche Knorpel und kann daher nur kleine Knorpeldefekte ausgleichen. Information: Dr. Peter Wotzlaw, Tel. 05691/800-210

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Neue Geräte, digitale Technik Diagnosemöglichkeiten weiter verbessert Die Radiologieabteilung in der Kreisklinik Hofgeismar ist zu großen Teilen erneuert worden. Mit modernen Geräten ist die technische Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht worden, durch einige Umbauten konnten die Arbeitsabläufe verbessert werden. Neues Mobiliar sowie renovierte Räume sorgen für eine moderne, freundliche Umgebung. Damit wurde in Hofgeismar die ­erste große Neuanschaffung im Rahmen einer bundesweit einmaligen Technologiepartnerschaft zwischen der Gesundheit Nordhessen und GE Healthcare verwirklicht. Seit Mai 2008 ist GE Healthcare mit der Bereitstellung, regelmäßigen Erneuerung, Prüfung und Instandsetzung aller radiologischen Systeme an den sechs Klinikstandorten der Gesundheit Nordhessen beauftragt. Zuvor wurden die Geräte einzeln gekauft und auch die Wartungsaufträge einzeln vergeben. „Durch die Zusammenarbeit ist sichergestellt, dass in den Kliniken Geräte nach dem neuesten Stand der Technik vorhanden sind und eine fast 100-prozentige Verfügbarkeit garantiert wird“, so der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen, Dr. Gerhard M. Sontheimer. Der über

zehn Jahre laufende Vertrag hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro. Die Kreisklinik Hofgeismar hat nach Angaben von Geschäftsführer Klaus Herrmann zwei konventionelle Röntgengeräte einschließlich Durchleuchtungsgerät gegen Modelle der neuesten Generation getauscht, welche die diagnostischen Möglichkeiten dank gestiegener Bildqualität weiter verbessern. Die zum Röntgen verschiedener Organe einsetzbaren Geräte verfügen zudem über digitale Bildverarbeitung statt der herkömmlichen Filmentwicklung. Auch das Mammografiegerät wurde auf digitale Speicherfolien umgestellt. Damit ist der Weg frei für die digitale Speicherung der Röntgenbilder und das „filmlose Krankenhaus“, so die leitende Ärztin der Radiologieabteilung, Dr. Dorothea Emmerich. Die digitalen Röntgenbilder werden in naher Zukunft dank elektronischer Übertragung und Speicherung in den Abteilungen der Kreisklinik Hofgeismar sowie den anderen Kliniken der Gesundheit Nordhessen für die Behandlung der Patienten verfügbar sein. Daraus resultieren eine Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit, Einsparungen an Ar­chiv­raum sowie im Hol- und Bringdienst.

Verbesserte Diagnosemöglichkeiten in der Kreisklinik Hofgeismar: die leitende Ärztin der Radiologieabteilung, Dr. Dorothea Emmerich, am neuen Durchleuchtungsgerät, als „Patientin“ Arzthelferin Ute Le Clerch.

„Mithilfe der digitalen Technik lassen sich die Aufnahmen besser auswerten, Details deutlicher herausarbeiten“, so Dr. Emmerich. „Für die Patientinnen und Patienten bringt das eine noch größere Diagnosesicherheit mit sich.“ Das Mammografie- und das Durchleuchtungsgerät der radiologischen Abteilung, die bislang im gleichen Raum standen, befinden sich nach einigen Umbauten nun in getrennten Räumen und sind somit gleichzeitig nutzbar. Darüber hinaus wurden die Räume renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Für Umbau, Renovierung und Einrichtung hat die Kreisklinik rund 200.000 Euro investiert.

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Therapiespektrum ausgebaut Doppeljubiläum im Reha-Zentrum Gleich zwei Jubiläen kann in diesem Jahr das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen begehen: Das 15-jährige Bestehen des Reha-Zentrums im Klinikum und das 5-jährige Bestehen des Standortes im Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91. Das Reha-Zentrum hat sich auf die ambulante Rehabilitation bei verschiedenen Erkrankungen spezialisiert. Diese hat gegenüber dem Aufenthalt in einer Reha-Klinik unter anderem den Vorteil, dass die Patienten abends

tienten auf den Stationen. „Dann wurde das Reha-Zentrum als eigenständige Gesellschaft gegründet“, berichtet Dr. Werner Brand, von Beginn an Geschäftsführer. Die Ausgliederung war notwendig, um die „Erweiterte Ambulante Physiotherapie“ anbieten zu können und somit die Patienten auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter kompetent betreuen zu können. Inzwischen verfügt das Reha-Zentrum über 15 Jahre Erfahrung in der gezielten Rehabilitation und Nachbehandlung bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Geräte- und Ausdauertraining – hier unter Anleitung des leitenden Sportlehrers Andreas Hake – ist Bestandteil der ambulanten Rehabilitation bei verschiedenen Indikationen.

nach Hause in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können. Das Reha-Zentrum bietet außerdem Rezeptbehandlungen (Krankengymnastik, Massage) sowie Präventionssport an und betreut die Patienten auf den Stationen des Klinikums. Bis 1983 betreute die Physiotherapeutenabteilung des Klinikums (damals Städtische Kliniken) die Pa-

Eine Vorreiterfunktion übernahm das Reha-Zentrum gleich nach der Gründung mit dem Angebot des Präventionssportes. „Dadurch können die ehemaligen Patienten nach Abschluss der Rehabilitation sowie sonstige Interessierte aktiv etwas für ihre Gesundheit tun“, erläutert Brand. Im Herbst 2003 öffnete das RehaZentrum den zweiten Standort im

Geschäftsführer Dr. Werner Brand

Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee. In der Folge konnte das Therapiespektrum ausgebaut werden: Seit 2007 bietet das Reha-Zentrum als einzige Einrichtung bundesweit die ambulante Rehabilitation für Patienten mit Krebserkrankungen von Prostata, Niere, Blase und Hoden an. Seit Kurzem liegt außerdem die Zulassung aller Kostenträger zur ambulanten Rehabilitation von Herzpatienten vor. Die ambulante orthopädische Rehabilitation wird im Gesundheitszentrum mittlerweile von einer gemeinsamen Gesellschaft mit der Orthopädischen Klinik Kassel angeboten. Die Zahl der Patienten in der ambulanten Rehabilitation liegt bei fast 700 jährlich, rund 3.500 Rezeptbehandlungen wie Krankengymnastik, Massagen, Lymphdrainage und Wärmetherapie werden durchgeführt. Die ständige Weiterentwicklung des Reha-Zentrums macht sich auch bei der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bemerkbar, die von 14 auf inzwischen über 60 angestiegen ist. Information: Reha-Zentrum Wilhelmshöher Allee (ambulante Rehabilitation, Rezeptbehandlungen), Tel. 0561/98794-0 Reha-Zentrum im Klinikum Kassel (Rezeptbehandlung, Betreuung der stationären Patienten, Präventionssport), Tel. 0561/98794-13 StippVisite

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Liebe Patientinnen und Patienten, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden haben für uns höchste Priorität. Wir unternehmen alles, um Ihnen den Aufenthalt in unseren Häusern so angenehm wie möglich zu gestalten. Aber wir wissen auch, dass es manchmal nicht so abläuft, wie es sollte. Daher bemühen wir uns ständig, noch ein bisschen besser zu werden. Dabei können Sie uns helfen: Teilen Sie uns mit, falls Sie etwas geärgert hat oder Sie Verbesserungsvorschläge haben. Natürlich freuen wir uns auch über Lob. Für alle eingehenden IMPULSE gibt es in der Gesundheit Nordhessen ein EDV-gestütztes Beschwerdemanagementsystem („IMPULS“), das die systematische und einheitliche Bearbeitung der Beschwerden und Anregungen sicherstellt. Wie können Sie uns Ihre Kritik und Ihre Anregungen zukommen lassen? Selbst-

verständlich können Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansprechen oder sich direkt an die Beschwerdebeauftragten wenden. Darüber hinaus erhalten Sie in allen Krankenhäusern der Gesundheit Nordhessen – das sind das Klinikum Kassel mit dem Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, das Krankenhaus Bad Arolsen sowie die Kreiskliniken in Wolfhagen, Hofgeismar und Bad Karlshafen-Helmarshausen  – bei der Aufnahme unseren IMPULS-Bogen, der auch in den Aufnahmebereichen ausliegt. Den ausgefüllten Bogen können Sie in die Briefkästen auf den Stationen oder in den Ambulanzen werfen oder bei einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin abgeben. Die IMPULSE werden von den Beschwerdebeauftragten der Kliniken erfasst und bearbeitet. Wenn Sie eine Rückmeldung wünschen, geben Sie bitte Ihre Adresse auf dem IMPULS-Bogen an.

„Mit dem IMPULS-System wird die Bearbeitung und die Auswertung viel einfacher und wir können besser erkennen, bei welchen Themen Patientinnen und Patienten bei uns Schwächen, aber auch Stärken feststellen“, so Svenja Ehlers, Leiterin Qualitätsmanagement im Zentralbereich Unternehmensentwicklung. „Somit können wir zielgerichteter auf eine weitere Erhöhung der Patientenzufriedenheit hinarbeiten.“ Unsere Beschwerdebeauftragten sind: Klinikum Kassel: Rosemarie Würfel, Tel. 0561/980-2209; Kinderkrankenhaus Park Schönfeld: Sabine Ortelt, Tel. 0561/ 9285-150; Krankenhaus Bad Arolsen: Bianca Viesehon, Tel. 05691/800361, Kreisklinik Wolfhagen: Michaela Herberger, Tel. 05692/40600; Kreisklinik Hofgeismar: Andrea Tarara, Tel. 05671/81221; Kreisklinik Helmarshausen: Annemarie Feuring, Tel. 05672/99895400

Kliniken Bad Wildungen

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Fach- und Rehabilitationsklinik für Innere, Herz-, Kreislauferkrankungen und Neurologie Telefon (05621) 704-03 Brunnenallee 39, 34537 Bad Wildungen fuerstenhof.badwildungen@asklepios.com

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„Einfach ein toller Beruf“ 25 Jahre Hebammenschule am Klinikum Kassel Die Hebammenschule am Klinikum Kassel hat Grund zum Feiern: Seit 25 Jahren erhalten hier die Absolventinnen eine hoch qualifizierte Ausbildung, um Mutter und Kind während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett zu unterstützen und zu begleiten.

nen am 1. Oktober 1983 ihre Ausbildung, von denen zwei nach wie vor im Geburtshilfeteam des Klinikums tätig sind: Elke Jansen und Senay Cihan, damals die erste türkische Hebamme in Hessen.

Die Ausbildungsinhalte seien in den vergangenen 25 Jahren an das veränderte Es ist einer der ältesten BeBerufsbild der Hebammen rufe der Welt und das Inangepasst worden, erläuVon Anfang an dabei: Senay Cihan und Elke Jansen vom ersten Ausbilteresse daran riesig: 1.500 dungskurs (vorn von links) mit Astrid Herber-Löffler, dahinter von links tert Astrid Herber-­Löffler. junge Frauen aus ganz Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Hebammenschülerin Linda Ortiz Vives und Be- Beispielsweise arbeiten leghebamme Ursula Martin, ebenfalls vom ersten Ausbildungskurs. Deutschland haben sich zuHeb­ammen heutzutage viel und hygienisch einwandfreien Bedinletzt auf die 18 Ausbildungsplätze der häufiger als früher freiberuflich, entgungen entbinden. Gleichzeitig diente Hebammenschule am Klinikum Kassprechend gehöre der mehrwöchige diese Einrichtung der praktischen Aussel beworben. Rund ein Drittel der in Einsatz bei einer freiberuflich tätigen bildung von Hebammen und angeNordhessen tätigen Hebammen dürfte Hebamme mittlerweile zur dreijährigen henden Ärzten. denn auch am Klinikum Kassel ausgeAusbildung. bildet worden sein, schätzt Astrid HerEin akuter Hebammenmangel Anfang Für das große Interesse am Hebamber-Löffler, die die Schule mit Prof. Dr. der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts menberuf nennt Herber-Löffler mehThomas Dimpfl, Direktor der Frauenkliführte dann zur Gründung der heurere Gründe: ein Beruf mit hoher Vernik, leitet. Rund 160 Hebammen haben tigen Hebammenschule am Klinikum. antwortung, bei dem man sehr viel seit der Eröffnung im Oktober 1983 ihIn ganz Deutschland konnten damals Freude erlebt, die Möglichkeit, angeren Abschluss an der Schule gemacht  – die Krankenhäuser ihre Hebammenstellt und/oder freiberuflich zu arausschließlich Frauen, obwohl sich seit stellen nicht besetzen, daher stieg inbeiten und damit verbunden die gute Mitte der 80er-Jahre Männer zum Entnerhalb von wenigen Jahren die Zahl Vereinbarkeit von Familie und Beruf. bindungspfleger ausbilden lassen dürder Hebammenschulen von rund 30 „Kurz und gut: Es ist einfach ein toller fen. Die intensive Zusammenarbeit von auf über 50. 18 junge Frauen beganBeruf.“ Hebammenschule und Frauenklinik ermögliche eine sehr enge Verzahnung von Theorie und Praxis, hebt Prof. Dimpfl hervor. Dadurch habe stets ein sehr hoher Qualitätsstandard in der Ausbildung sowie in der geburtshilflichen Abteilung erreicht werden können. Die Hebammenausbildung in Kassel hat einen Vorläufer im 18. Jahrhundert: Bereits 1763 wurde ein Accouchierhaus eröffnet, das 24 Jahre Bestand hatte. Dort konnten schwangere Frauen unter fachlicher Aufsicht StippVisite

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Ein Fachmann für Leber und Darm Prof. Dr. Jürgen Pausch im Ruhestand Der langjährige Direktor der Medizinischen Klinik I im Klinikum Kassel, Prof. Dr. Jürgen Pausch, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. 19 Jahre stand der Fachmann für Leberund Darmerkrankungen an der Spitze der Klinik, die im Krankenhaus der Maximalversorgung die Bereiche Gastroenterologie, Hepatologie, Allgemeine Diabetologie und Infektionskrankheiten betreut. Seit seinem Amtsantritt 1989 hat Prof. Pausch die Medizinische Klinik I als anerkanntes Zentrum für Lebererkrankungen fortgeführt und im Laufe der Jahre die Gastroenterologie kontinuierlich ausgebaut. Er hat sich immer mit Erfolg dafür eingesetzt, frühzeitig moderne Verfahren – beispielsweise die Kapsel-Endoskopie oder die Doppelballon-Enteroskopie zur Untersuchung des Dünndarms – im Klinikum anzubieten und für die entsprechende Geräteausstattung auf dem neuesten Stand der Technik gesorgt. Die jährlich mehr als 3.000 Patientinnen und Patienten der Medizinischen Klinik  I schätzten neben seinem Fachwissen insbesondere seine zugewandte, menschliche Art. Großen Wert legte der 65-Jährige zudem stets auf die Fortbildung. So rief er in Kassel die Gastroenterologischen Gespräche ins Leben, in denen sich viermal jährlich Klinik- und niedergelassene Ärzte zum Austausch treffen. Zusätzlich zu den insgesamt 72 Gastroenterologischen Gesprächen kann Prof. Pausch auf jährliche Symposien zur Hepatologie (im Frühjahr) und zur Gastroenterologie (im Herbst) zurückblicken.

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Alles Gute für den Ruhestand: Prof. Dr. Jürgen Pausch und seine Frau Dr. Adelheid Pausch mit Prof. Dr. Rolf Effert, Klinikum-Geschäftsführerin Edda Hogrebe-Flake und Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel (von links).

Prof. Rolf Effert, Ärztlicher Geschäftsführer des Klinikums, würdigte in seiner Laudatio die menschliche und mitfühlende Art des ausscheidenden Direktors. Der Patient habe bei ihm zu jeder Zeit im Vordergrund gestanden. Auch für seine Mitarbeiter habe er immer ein offenes Ohr gehabt. Sie hätten bei ihm eine sehr gute Ausbildung genossen: Neun seiner Oberärzte hätten heute Chefarzt- bzw. leitende Funktionen inne. Prof. Pausch hat sich schon während des Studiums in Mainz auf Lebererkrankungen spezialisiert. Für seine Forschungen zur Entstehung von Leberzellkrebs erhielt er 1981 den Theo­ dor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. 1983 wurde der Mediziner zum Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg berufen und leitete dort mehrere Jahre die gastroenterolo-

gische Endoskopieabteilung sowie die gastroenterologische Sprechstunde. 1989 erfolgte der Wechsel auf die Direktorenstelle der Medizinischen Klinik I im Klinikum Kassel. Neben der medizinischen Weiterentwicklung der Abteilung fiel in die Wirkenszeit von Prof. Pausch auch die Umstrukturierung der Klinik, die früher auf mehrere Gebäude verteilt war. „Ich freue mich rückblickend besonders über den Ausbau und die bessere Ausstattung der Endoskopie-Abteilung“, so Prof. Pausch. Trotz aller Änderungen und Sparzwänge im Gesundheitswesen sei es stets gelungen, eine medizinische Betreuung auf hohem Niveau anbieten zu können. Nachfolger von Prof. Pausch wird ab 2009 Prof. Dr. Frank Schuppert, kommissarisch leitet Dr. Dorothee Dorlars die Klinik.


Einsatz für Organspende Klinikum Kassel für Engagement ausgezeichnet Das Klinikum Kas ­s el ist für sein vorbildliches Engagement im Be­reich der Organspende ausgezeichnet worden. Bei der Jahrestagung der Transplantations„Herz-Dame“: beauftragten der die Auszeichnung der Deutschen Deutschen Stif­ Stiftung Organtung Organtranstransplantation. plantation (DSO) in Mainz nahmen die vier Transplantationsbeauftragten des Klinikum Kassel – Dr. Petra Wegermann (leitende Oberärztin der Operativen Intensivstation), Martina Wetzel-Heuckeroth (Fachkrankenschwester Intensivpflege), Dr. Michael Hartwich (Oberarzt der Neurologisch-Neurochirurgischen Intensivstation) und Paolina

Alfonso (Fachkrankenschwester Intensivpflege) – sowie Hans-Peter Schmied als Vertreter der Geschäftsführung und Pfarrerin Ursula Josuttis von der Klinikseelsorge den Preis entgegen. Zu den Aktivitäten des Klinikums in Sachen Organspende gehört beispielsweise ein Qualitätszirkel, der Anfang 2007 ins Leben gerufen wurde. „Wir treffen uns regelmäßig mit den Kollegen aus allen Fachbereichen, die mit Organspende zu tun haben, um die Abläufe immer weiter zu optimieren und Probleme anzusprechen“, erläutert die Vorsitzende des Qualitätszirkels, Dr. Wegermann, die auch Mitglied einer Steuerungsgruppe des Hessischen Sozialministeriums zur besseren Umsetzung des Transplantationsgesetzes ist. Die Transplantationsbeauftragten versuchen, Transparenz für das Thema Organspende

herzustellen, bieten Fortbildung und Unterstützung an und koordinieren gemeinsam mit der DSO die Organspenden im Klinikum. „Nach wie vor brauchen wir mehr Organspender. Die Situation ist kritischer denn je, immer noch besteht großer Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung über das Thema“, so Dr. Wegermann. Einen Sonderpreis erhielt die Roberts Marken & Kommunikation GmbH aus Kassel für die Kampagne „Schatz, wir müssen reden“. Die Agentur hat eine Kampagne initiiert, um die Zahl der Inhaber von Organspendeausweisen in Stadt und Kreis Kassel zu erhöhen. Mit den Sponsoren Land Hessen, Gesundheit Nordhessen, VW Originalteile und Rotary wurden im Frühjahr und Herbst über 200.000 Postwurfsendungen mit je drei Ausweisen an Haushalte in Stadt und Kreis Kassel verteilt.

Wolfhager Babys füllten die Stadthalle Das war ein Trubel in der Wolfhager Stadthalle: 130 Babys mit Eltern und Geschwistern waren der Einladung des Geburtshilfeteams der Kreisklinik Wolfhagen zum 2. Babytreffen gefolgt. Die Hebammen, Ärzte und Schwestern hatten alle neuen Erdenbürger eingeladen, die innerhalb der vergangenen zwölf Monate in der Kreisklinik das Licht der Welt erblickt hatten. Sie wollten erleben, wie sich ihre einstigen Schützlinge entwickelt haben, und auch den Eltern Gelegenheit zum Wiedersehen geben. Dass dieses Angebot ankam, davon zeugte die bis auf den letzten Platz besetzte Stadthalle, die die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Auf riesige Resonanz stieß das 2. Babytreffen der Kreisklinik Wolfhagen.

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Was ich wert bin, sagt mir die Waage Teil 4: Bin ich schön? Essstörung und Gesellschaft In den letzten drei Ausgaben haben wir ausführlich über die einzelnen Krankheitsbilder Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie), Essattacken (Binge-Eating) und deren Therapie informiert. Im letzen Teil dieser Serie wird der Zusammenhang zwischen Essstörung und Gesellschaft beleuchtet. Warum haben die verschiedenen Formen von Essstörungen in den letzten vier Jahrzehnten so rapide zugenommen? Materielle Vorraussetzung für die Entwicklung von Essstörungen ist zunächst die Überflussgesellschaft mit einem kontinuierlichen Überangebot an verfügbaren Nahrungsmitteln. Erst vor diesem Hintergrund ist die seit den 60er-Jahren zunehmende Besessenheit vom Schlankheitsideal der westlichen Industrienationen zu verstehen. Einerseits nehmen die Deutschen immer mehr zu. So lag der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI = kg/m²) 1960 bei 21, während er 2000 bereits 26 betrug und für 2040 ein BMI von 30 prognostiziert wird. Andererseits wird die ideale Frau immer schlanker. War noch in den 50er-Jahren Marilyn Monroe mit einem BMI von 26 idealtypisch, so hatten bereit in den 80erund 90er-Jahren 70 Prozent der Playboy-Bunnys einen BMI von weniger als 18,1 und das Supermodel Kate Moss nur noch einen BMI von 17. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Magersucht bereits ab einem BMI von 17,5 definiert. Ist unser Schönheitsideal bereits krank? Ja, das könnte man tatsächlich so sehen. Die Gesellschaft kritisiert insbesondere bei Frauen Übergewicht – häufig sogar schon Normalgewicht – und bewertet es negativ. Das übertriebene Schlankheitsideal vom perfekten Körper kam 1959 sinnbildlich mit der Bar-

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biepuppe auf den Markt: Beine bis zum Hals, blonde Haare bis zur Wespentaille. Dieses Ideal ist unerreichbar geblieben. Die meisten Frauen sind schon von ihrer Konstitution her nicht in der Lage, diesem Schönheitsideal zu entsprechen. Dennoch herrscht in den Medien eine Überrepräsentation dünner Frauen, und damit wird eine enge Definition körperlicher Schönheit mit Dünnsein als „goldener Standard“ präsentiert. Auch im Internet findet sich seit mehreren Jahren zunehmend eine Berichterstattung über Essstörungen mit Aufforderungs- und Vorbildcharakter, wie z. B. sogenannte „Thinspirations“ (thin = dünn, inspiration = Inspiration), Videoclips, die perfekt gestylte, ausgehungerte Körper zeigen und die Anorexie und Bulimie auf verführerische Weise zum Lifestyle „verklären“. Auch die Werbung suggeriert jungen Frauen, dass sie nur schlank erfolgreich sein können. Schlanksein und Dicksein werden plötzlich mit Eigenschaften gekoppelt, die eigentlich nichts damit zu tun haben. So wird Dicksein mittlerweile mit Disziplinlosigkeit, Ablehnung und Armut in Verbindung gebracht, während auf der anderen Seite die fatale Gleichsetzung dünn = schön = sozialer Erfolg stattfindet.

Dieses unrealistische Körperideal führt zu Körperunzufriedenheit und Schlankheitsstreben und bereitet gleichzeitig einen „fruchtbaren“ Boden für Essstörungen. Entscheidend für die Entstehung einer Essstörung ist ein krankhaft verzerrtes Körperbild, das sich zwar individuell entwickelt, jedoch gesellschaftlich mitgeprägt wird. Was ist ein Körperbild? Unter einem Körperbild oder Körperschema können wir das Bild unseres Körpers, das wir im Geist formen, verstehen. Dieses Bild bezieht sich sowohl auf die Wahrnehmung unserer Körpergrenzen als auch auf die mit dem Körper und seinen einzelnen Zonen verbundenen Gefühle und Verhaltensweisen. Unser Selbstbild und unsere Identität hängen eng mit dem Körperbild zusammen und werden von unseren Gedanken und Gefühlen, die wir in Bezug auf unser Aussehen haben, stark beeinflusst. Wichtig ist die Feststellung, dass unser Körperbild nicht


statisch, sondern sehr wandel- und veränderbar ist und im Hinblick auf das Schönheitsideal auch stark manipulierbar. Wie zufrieden oder unzufrieden wir mit unserem Körper sind, spiegelt sich insbesondere in einem positiven oder negativen Körperbild wider.

Sicherheit und Selbstbewusstsein. Allerdings spielen neben den gesellschaftlichen Faktoren auch noch die familiären und persönlichen eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung. Diese führen unter anderem zu einem ausgeprägten Perfektionismus.

Wie entsteht eine Körperbildstörung? Der Schlankheitswahn ist der gesellschaftliche Boden, auf dem Essstörungen gedeihen: Die Betroffenen orientieren sich an unerreichbaren Vorbildern und bewerten sich danach. Essstörungen wie Anorexie oder Bulimie repräsentieren damit extreme Ausprägungen körperlicher Unzufriedenheit. Körperbild- und Essstörungen stellen also eine Art „Überanpassung“ an die in Industrienationen herrschende Schlankheitsnorm dar.

Frauen mit Essstörungen verfügen fast immer über ein negatives Körpergefühl. Die eigenen Proportionen werden als völlig überdimensioniert und wesentlich dicker wahrgenommen, als sie in Wahrheit sind. Die Körperbildstörung im eigentlichen Sinn ist geboren: „Ich fühle mich zu dick, egal wie viel ich wiege.“ Neben dieser eher visuellen Störung der Wahrnehmung des eigenen Körpers reagieren die Erkrankten auch nicht auf andere Signale des Körpers wie Hunger, Schwäche oder Müdigkeit.

Woran messe ich, dass ich mich als zu dick empfinde? Natürlich an dem Ideal, das ich im Kopf habe – und das ist untergewichtig. Gerade in der Phase der Selbstfindung kann dieses Schönheits­ ideal zu einer starken Verunsicherung führen. Es bleibt nur noch die Kontrolle über das Gewicht als letzter Anker von

Wie findet Heilung statt? Ansatzpunkte zur Behandlung ­einer Essstörung sind deshalb nicht nur die gezielte Gewichtszunahme, sondern insbesondere die Wiederherstellung eines gesunden Körperbildes, was als notwendige Voraussetzung für einen langfristigen Therapieerfolg gilt. So zielt die Therapie auf eine differenzierte

Wahrnehmung des Körpers und der Gefühle, um eine Normalisierung des verzerrten Körperbildes zu erreichen. Auch gesellschaftlich werden mittlerweile Anstrengungen bezüglich eines gesünderen Körperbildes unternommen. So wurden in Italien und Spanien schon vor einigen Jahren Laufstegmodels mit einem BMI von unter 18,5 verboten. Auch in Deutschland wirbt die Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit „Leben hat Gewicht“ (www. leben-hat-gewicht.de) für ein gesünderes Schönheitsideal unter Einbeziehung der modeschaffenden und gesellschaftlichen Vorbilder. Auch der ehemalige eng umrissene Begriff des Idealgewichts ist der mittlerweile breiten Zone des Normbereichs BMI (19–25) gewichen und gibt somit mehr Raum für eine eher breite individuelle und nicht konform idealisierte Sichtweise. Annette Eisenmann Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Klinikum Kassel

Krümel faszinierte die „freuNde“ Zum mittelalterlichen Spectaculum hatte der Verein „freuNde“ – Freunde und Förderer der Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrischem Zentrum am Klinikum Kassel e. V. – beim Sommerfest eingeladen. Trotz des Regens waren die Besucher von den vielen Attraktionen begeistert. Großen Andrang gab es bei den Bogenschützen des Schützenvereins Niederkaufungen, wo Nachwuchs-Robin-Hoods sogar mit Pokalen belohnt wurden. Die absolute Sensation war allerdings Krümel, das Hängebauchschwein. Zum Ausklang gab die blinde Sabine Ackermann noch Kostproben ihres Repertoires am Keyboard. Der Verein „freuNde“ unterstützt Familien mit neurologisch kranken Kindern, also Kindern mit Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven und Muskeln. Dazu gehören zum Beispiel Epilepsien, Verhaltensstörungen und Bewegungsstörungen. Fast alle Formen körperlicher, geistiger und seelischer Behinderung kommen dabei vor. Information: Verein freuNde, 1. Vorsitzender Dr. Rudolf Funke, Neuropädiatrie am Klinikum Kassel, Mönchebergstraße 41-43, 34125 Kassel, www.kinderneuro-freun.de.vu Spendenkonto: 1210007928 bei Kasseler Sparkasse, BLZ 520  503  53 StippVisite

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Das StippVisite Kreuzworträtsel

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Das Lösungswort des Kreuzworträtsels aus der Herbstausgabe 2008 der StippVisite hieß „WC-Kultur“. Ein Balena-Dusch-WC haben gewonnen: W. und C. Schwarz aus Leipzig. Herzlichen Glückwunsch!

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Wellness, Beauty und Heilbäder

Mit fitREISEN in das Falkensteiner Hotel Grand Spa in Marienbad

Grand SPA! Das ist die jahrhundertealte Kur- und Gesundheitstradition Marienbads neu interpretiert. Erholungssuchende können hier mit FITREISEN, dem ­Veranstalter für gesundes Reisen, ein Gesundheitsangebot vom Feinsten genießen. Der ­Acquapura SPA- und Wellnessbereich erstreckt sich auf über 2.500 Quadratmetern. Eine exklusive Welt des Wohlbefindens. Umgeben vom Zauber eines ganz besonderen Ortes. Das elegante Vier-Sterne-Grandhotel bietet seinen Gästen neben großzügigem Wohnkomfort in stilvoll eingerichteten Zimmern und Suiten den idealen Rahmen für ein ausgewogenes Wellness-Verwöhnprogramm. In der Kurabteilung mit hauseigener Heilquelle kümmert sich ein professionelles Team ausschließlich um Wellness- und Bäderkuren. Ob „Relax Weekend“, „Präventive Bäderkur ‚Alexandra‘“ oder „5 Energie-Tage Thalasso“ – FITREISEN hält in seinem neuen Jahreskatalog 2009 Angebote zum Relaxen, Regenerieren und Vitalisieren bereit. Auch neu im Programm: der acht- beziehungsweise fünfzehntägige „Marienbader Kururlaub“ – ein ganzheitliches Arrangement mit klassischen Bad- und Kuranwendungen. Entspannungssuchende können aus einem umfangreichen Portfolio von Anwendungen, wie beispielsweise Unterwassermassage, Sauerstoff-Therapie, Lymphdrainage, Lavatherm, Kopfmassage oder Shiatsu, ihren individuellen Kurplan zusammenstellen. Darin enthalten ist außerdem ein Quellwasserbad, ideal auch bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und Rückenproblemen. Darüber hinaus enthält das Programm eine ärztliche Eingangsuntersuchung zur Überprüfung von Kontraindikationen sowie eine Alexandra- und Marienbader Trinkkur. Dieses Angebot ist exklusiv über FITREISEN buchbar. Informationen erhalten Sie im Reisebüro oder ­direkt bei FITREISEN, Ravensteinstraße 2, 60385 Frankfurt/Main, Tel. (0 69) 40 58 85-0, Fax (0 69) 40 58 85-12, www.fitreisen.de E-Mail: info@fitreisen.de Mit dem Jahreskatalog 2009 präsentiert ­FITREISEN, Spezialveranstalter für gesundes Reisen, sein neu­es Angebot: Für das Jahr 2009 haben FIT-­Gäste die Möglichkeit, auf 292 Seiten aus über 1.000 An-

geboten für Wellness-, Beauty- sowie Kurreisen in insgesamt 323 Hotels, an 175 Orten in 31 Ländern zu wählen. FIT erweitert sein Portfolio um 40 Angebote, darunter gleich elf neue Hotels in Deutschland. Weitere 29 Häuser in Irland, Italien, Kroatien, auf den Malediven, in Österreich, auf den Philippinen, in Slowenien, Spanien, Thailand, Tschechien, in der Türkei, in Ungarn und auf Zypern sind 2009 erstmals buchbar. Oder möchten Sie einen Verwöhnaufenthalt im Falkensteiner Hotel Grand Spa Marienbad gewinnen? Das Falkensteiner Hotel Grand Spa Marienbad verlost zusammen mit FITREISEN einen Gutschein für zwei Übernachtungen mit Falkensteiner Wohlfühlpension – Frühstücksbuffet, Mittagssnack, abends 3-Gang-Wahlmenü – für zwei Personen inklusive einem Entspannungsbad nach Wahl. Beantworten Sie bitte folgende Fragen: • Wo liegt das Falkensteiner Hotel Grand Spa? • Welchen schönen Namen hat der SPA- und Wellnessbereich? • Wie heißt das ganzheitliche Arrangement mit Bad- und Kuranwendungen? • Über welchen Veranstalter sind die Wellness­Arrangements buchbar? Antworten mit Adresse und Telefonnummer an: Redaktion StippVisite, Bockhorn 1, 29664 Walsrode. Einsendeschluss ist der 15.02.2009. Viel Glück! Gewinner des Reisequiz der letzten Ausgabe der StippVisite ist R. Siemsen aus Kiel. Sie gewinnt ein dreitägiges „Ayurveda-Tage-Programm“ für zwei Personen mit zwei Übernachtungen im Vier-Sterne ­Vital- & Wellnesshotel Albblick. Herzlichen Glückwunsch. StippVisite

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Kontaktliste Gesundheit Nordhessen Holding AG

www.gesundheit-nordhessen.de, E-Mail: info@gesundheit-nordhessen.de

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Klinikum Kassel GmbH

Mönchebergstraße 41–43, 34125 Kassel, Tel. 0561/980-0 Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie Dr. Hermann Sons

Tel. 980-3061

Klinik für Neurochirurgie Prof. Dr. Wolfgang Deinsberger

Tel. 980-3086

Tel. 980-3901

Frauenklinik Prof. Dr. Thomas Dimpfl Interdisziplin. Brustzentrum IBZ Kreißsaal

Klinik für Neurologie Prof. Dr. Andreas Ferbert

Tel. 980-3091

Tel. 980-3042 Tel. 980-3100 Tel. 980-3121

Klinik für Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrischem Zentrum PD Dr. Bernd Wilken

Tel. 980-3096

Hautklinik Prof. Dr. Rainer Rompel

Tel. 980-3051

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie PD Dr. Michaela Nathrath Tel. 980-3380

Geschäftsführung Wolfgang Schwarz (Hauptgf.) Birgit Dilchert Edda Hogrebe-Flake Prof. Dr. Rolf Effert

Tel. 980-2201 Tel. 980-4801 Tel. 980-2301 Tel. 980-2203

Augenklinik Prof. Dr. Rolf Effert

HNO-Klinik Prof. Dr. Ulrike Bockmühl (ab Jan.) Tel. 980-3056 Institut für Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner

Tel. 980-2276

Institut für Pathologie Prof. Dr. Irina Berger Prof. Dres. G. F. Walter

Tel. 980-4001

Kinderklinik Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer

Tel. 980-3066

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie Prof. Dr. Jürgen Faß Darmzentrum

Tel. 980-3036 Tel. 980-3719

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Tryba Tel. 980-3001

Klinik für Plastische-, Ästhetische und Handchirurgie Dr. Thomas Giesler Tel. 980-3811 Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Dr. Johannes Kipp Tel. 980-3838 Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie Dr. Manfred Raible

Tel. 980-4026

Klinik für Urologie Dr. Patrick de Geeter (komm.)

Tel. 980-4031

Ludwig-Noll-Krankenhaus Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Dennhäuser Straße 156 Tel. 4804-0 PD Dr. Martin Ohlmeier Tel. 4804-401

Kinderkrankenhaus Park Schönfeld

Medizinische Klinik I Dr. Dorothee Dorlars (komm.) Tel. 980-3071 Medizinische Klinik II Prof. Dr. Rainer Gradaus Prof. Dr. Jörg Neuzner Tel. 980-3076 Medizinische Klinik III Prof. Dr. Jörg Plum Tel. 980-3081 Medizinische Klinik IV Prof. Dr. Martin Wolf Tel. 980-3046 Strahlentherapeutische Gemeinschaftspraxis Tel. 980-2730 Zentrum für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Prof. Dr. F.-P. Kuhn Tel. 980–4016 Neuroradiologie Dr. Ralf Siekmann Tel. 980-2407 ZMV: Labormedizin PD Dr. Karl H. Reuner Tel. 980-2746 Neurochirurgie Dr. Annette Kailing Mehrdad Salehi Tel. 980-3087 Nuklearmedizin PD Dr. Knut Liepe Tel. 980-4011 Appartements Tel. 980-2224 Bildungszentrum Tel. 980-2381 Blaue Helferinnen Tel. 980-2825 Diebetes- u. Ernährungsberatung Tel. 980-2955 Klinikseelsorge Tel. 980-2820 (ev)/-2822 (kath) Sozialdienst Tel. 980-2800

Frankfurter Straße 167, Tel. 0561/9285-0

Leitung Ingo Baltrusch

Tel. 9285-166

Kinderchirurgie Dr. Peter Illing

Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer

Tel. 9285-313

Anästhesie und Intensivmedizin Dr. Thomas Fischer Tel. 9285-138

HNO-Heilkunde Jens Böe Tel. 7015936 , Lutz Schäfer Tel. 3161177

Standort Klinikum Kassel Mönchebergstraße 41–43

Standort Gesundheitszentrum Wilhelmshöher Allee 91 Tel. 0561/98794-0

Tel. 9285-124

Kinderradiologie Dr. Karoly Lakatos

Tel. 9285-143

Reha-Zentrum Geschäftsführer Dr. Werner Brand

Tel. 0561/98794-0

Krankenhaus Bad Arolsen GmbH Geschäftsführer Manfred Schweitzer

Tel. 0561/98794-13

Große Allee 50, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691/800-0

Tel. 800-360

Chirurgie Dr. Peter Ahrens, Dr. Peter Wotzlaw Tel. 800-222

Innere Medizin Walter Knüppel, Dr. Bertolt Linder Tel. 800-161

Anästhesie Dr. Ulrich Lehmann, Hermann Wohn Tel. 800-0

Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. H.-Achim Hertig Britt-Marie Jansson Dr. Ulrich Streich

Kreisklinik Hofgeismar

Kreisklinik Wolfhagen

Tel. 2057

Kreiskliniken Kassel GmbH Geschäftsführer Klaus Herrmann

Tel. 05671/81-200

Kreisklinik Helmarshausen Am Kleinen Fahlenberg 2–8 34385 Bad Karlshafen Innere Medizin Dr. Alois Kubek Andreas Hebbeker

Tel. 05672/998-0

Tel. 998-187

Liebenauer Straße 1 34369 Hofgeismar

Innere Medizin Dr. Ulrich Braner Dr. Wilhelm Schmidt

Tel. 81-400

Chirurgie Axel Schneider Dr. Thomas Sürig

Tel. 81-300

Chirurgie Dr. Wolfgang Müller Dr. Dietrich Wilke

Tel. 998-181

Gynäkologie/Geburtshilfe Joachim Kuhl

Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Adam Wozniak

Tel. 998-173

Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Stefan Mähler

Seniorenwohnanlagen Kassel siehe rechte Seite

StippVisite

Tel. 05671/81-0

Tel. 2006 Tel. 81-500

Am kleinen Ofenberg 1 34466 Wolfhagen Tel. 05692/40-0 Innere Medizin Dr. Hans-Joachim Griesche Tel. 40-150 Chirurgie Dr. Peter-Josef Frings Tel. 40-500 Gynäkologie/Geburtshilfe Dr. Marion Reif-Kaiser Dr. Werner Prinz, Dr. Axel Vetter Tel. 988550 Anästhesie/Intensivmedizin Dr. Uwe Hecht Tel. 40-504 Dr. Cengiz Cetegen Tel. 40-505 HNO-Heilkunde Frank Dastych, Uwe Simon, Martin Stahl Tel. 2270


Liebe Patientin, lieber Patient, die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher in den Kliniken • prüfen Anregungen und Beschwerden der Patienten und der Angehörigen, • wenden sich mit deren Einverständnis an die zuständigen Stellen und versuchen zu vermitteln,

Marlies Rohrbach, Klinikum Kassel

• nehmen gern auch positive Erfahrungen entgegen und geben sie weiter. Klinikum Kassel: Marlies Rohrbach, Sprechzeiten donnerstags 14.30 bis 16 Uhr, Haus 14, Eingang A, Zimmer 2, Tel. 0561/980-2811, Briefkasten im Eingangsbereich von Haus 14, der aber nicht täglich geleert wird Ludwig-Noll-Krankenhaus: Gudrun Burlon, mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr, Haus 2, Dachgeschoss Kinderkrankenhaus Park Schönfeld Iris Zaeske, dienstags 14.30 bis 15.30 Uhr, 4. Stock, Tel. 0561/9285-192 Krankenhaus Bad Arolsen: Gerda Schmalz und Ursula Halbich, montags von 11 bis 12 Uhr, Raum gegenüber Patientenaufnahme, Tel. 05691/800-172

Gudrun Burlon, Ludwig-Noll-Krankenhaus

Iris Zaeske, Kinder­ krankenhaus Park Schönfeld

Ursula Halbich, Gerda Schmalz, Krankenhaus Bad Arolsen Krankenhaus Bad Arolsen

Brigitte Briel, Kreisklinik Hofgeismar

Kreisklinik Hofgeismar: Brigitte Briel, dienstags von 15 bis 17 Uhr, Tel. 05671/81-95555 Kreisklinik Wolfhagen: Elke Oppermann, mittwochs 9 bis 11 Uhr, Tel. 05692/40-440 Kreisklinik Helmarshausen: Eckhart Deutsch, Sprechzeiten: dienstags 15 bis 18 Uhr, telefonisch über Zentrale 05672/998-0

Elke Oppermann, Kreisklinik Wolfhagen

Eckhart Deutsch, Kreisklinik Helmarshausen

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Stippvisite 04/2008