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KÄRNTNER

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Niederösterreichisches Pressehaus; Fotos: Archiv, LPD, Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten

N AC H R I C H T E N Nr. 3 • 59. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, Januar 2013

Aus dem Inhalt: ■

Interview mit LH Gerhard Dörfler: Klares Bekenntnis zu Wehrpflicht und Zivildienst Seite 2/3 ■ Interview mit LHStv. Kurt Scheuch: Das Bundesheer hat uns immer geholfen! Seite 8/9 ■ Skandalös: Pensionserhöhung erstmals unter Inflationsrate, aber Politikerbezüge werden in Wien erhöht! Seite 20/21


2 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

INTERVIEW

20. Jänner: Volksbefragung LH Gerhard Dörfler appelliert: Nutzen Sie Ihr Mitbestimmungsrecht und gestalten Sie die Zukunft des Bundesheeres mit! Das Bundesheer und die Zivildiener haben uns immer geholfen, jetzt helfen WIR ihnen! Der Kärntner Landeshauptmann setzt sich für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht ein. Herr Landeshauptmann, in wenigen Tagen findet die Volksbefragung über die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes statt. Ist dieser Tag ein Lostag für die Zukunft des Bundesheeres? LH Dörfler: Dieser Tag ist einer der wichtigsten Tage in der 2. Republik. Die Bundesregierung, sowohl SPÖ wie auch ÖVP, haben sich dazu verpflichtet, das Ergebnis als bindend anzuerkennen. Das heißt, die Österreicher entscheiden mit ihrer Stimme, wie die innere, äußere und soziale Sicherheit Österreichs geregelt sein wird. Deshalb muss am 20. Jänner für alle Stimmberechtigten die Devise gelten: Hingehen und Mitentscheiden! Denn die Zukunft des Bundesheeres liegt in unser aller Hand. Ist die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht in Österreich noch zeitgemäß? LH Dörfler: Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass sie zeitgemäßer ist, denn je. Die Wehrpflicht in Österreich bedeutet Solidarität mit Österreich, Solidarität mit Kärnten und Solidarität mit dem eigenen Land. Diese breite Verankerung und damit Akzeptanz des Militärs bei der Österreichischen Bevölkerung steht auch für die Identität Österreichs. Außerdem lernen junge Männer während ihres Dienstes beim Bundesheer bzw. im Zivildienst Mitverantwortung für das Land und für das Gemeinwesen zu tragen. Das ist ein solidarischer Dienst an der Gesellschaft, aber auch eine stark prägende Phase im Leben der jungen Männer. Die während des Wehrdienstes vermittelte Wertekultur von Kameradschaft über Teamgeist, Solidarität bis hin zum Gemeinschaftsdenken ist im positiven Sinn prägend für das ganze Leben. Sie erteilen einem Berufsheer also eine klare Absage? LH Dörfler: Für mich wäre ein Berufsheer der vollkommen falsche Weg und ich habe große Zweifel an den von Bundesminister Darabos präsentierten Zahlen. Die Berechnungen sind meines Erachtens nichts anderes als Gedankenspiele und haben nichts mit den Tatsachen zu tun. Aus der Zukunft des Bundesheers und damit mit dem Sicherheitsbedürfnis Österreichs darf kein Experiment gemacht werden! Und wer meint, den Dienst am Land abzuschaffen, liegt falsch. Zu wichtig und Systemerhaltend sind die Leistungen des Bundesheeres und der Zivildiener. Vom Katastrophenschutz, der Sicherheitspolitik des Landes über den Zivildienst als wichtige soziale Einrichtung bis hin zur Militärmusik oder den Kasernen als Wirtschaftsstandorte in den Regionen. Und wer mit dem Argument der Freiwilligkeit einer Berufsarmee kommt, dem sei gesagt: Bereits heute können junge Männer entscheiden: Wer nicht zum Militär will, meldet sich zum Zivildienst. Beide Funktionen sind wichtige Stützen in unserer Gesellschaft. Nachdem die SPÖ, die Grünen und das BZÖ für die Abschaffung der Wehrpflicht eintreten, stellt sich die Frage, wie Sie das Votum in Kärnten sehen? LH Dörfler: Mit diesem Dreier-Gespann aus SPÖ, Grünen und BZÖ sieht man klar, wer zu Kärnten steht. Kaiser, Holub und Bucher jedenfalls nicht. Von mir als Landeshauptmann von Kärnten und auch ganz persönlich gibt es ein klares JA zum


INTERVIEW

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zur allgemeinen Wehrpflicht Bundesheer, ein klares JA zur Wehrpflicht und ein klares JA zum Zivildienst. Dabei bin ich auch einer Meinung mit BP Heinz Fischer, den Nachbar-Landeshauptleuten Franz Voves und Gabi Burgstaller, den ehemaligen Militärkommandanten Gunther Spath und Gerd Ebner wie auch mit dem Roten Kreuz Präsidenten Peter Ambrozy. Allein aus dieser Namensliste wird sichtbar: Es gibt Politiker mit Verantwortung in der SPÖ, die klar Position bezogen haben. Sie werden also am 20. Jänner für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes stimmen? LH Dörfler: Meine Position steht fest. Ich schätze und anerkenne die Leistungen des Bundesheeres und der Zivildiener. Sie leisten im Katastrophenfall schnelle und unbürokratische Hilfe – man denke nur an das verheerende Hochwasser in 1960er Jahren, die Schneekatastrophe im Gailtal, das Sturmtief Paula oder die erst kürzlich schweren Vermurungen in Zell Pfarre. Das Bundesheer ist im Bereich der Sicherheit und Katastrophenschutzes und die Zivildiener sind im Bereich der sozialen Dienste unverzichtbar für Österreich, unverzichtbar für Kärnten. Deshalb werde ich auch am 20. Jänner mit Überzeugung für die Wehrpflicht stimmen und ich bin zuversichtlich, dass die tausenden Stimmberechtigten in Kärnten ebenfalls ein klares Votum für die Zukunft der allgemeinen Wehrpflicht abgeben werden.


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ZIVILDIENST

Unverzichtbare Stärke im SozialLandeshauptmann Gerhard Dörfler lud Partnerorganisationen des Landes zu Zivildienstgipfel. Der Zivildienst ist unverzichtbar, ein freiwilliges Sozialjahr wäre keine Alternative für ihn. Das war der klare Tenor beim Zivildienstgipfel, zu dem Landeshauptmann Gerhard Dörfler verschiedene Organisationen und Institutionen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich eingeladen hatte. Mit dabei war auch Feuerwehrreferent LHStv. Kurt Scheuch. Die Teilnehmer betonten alle, dass sie mit der Leistung ihrer Zivildiener sehr zufrieden seien und dass diese durch die gemachten Erfahrungen menschlich wachsen würden.

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Die gesellschaftliche Solidarität ist stark in den Zivildienst verpackt!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler

Kärntens Rot Kreuz-Präsident Peter Ambrozy sagte beim Gipfel: „Am angenehmsten und besten wäre es, wenn die Situation so bleiben würde, wie sie ist.“ Das ist für Dörfler ein klarer und wesentlicher Standpunkt. „Durch das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer vorgeschlagene freiwillige Sozialjahr würden wichtige Werte verlorengehen. Für Wehrpflicht und Zivildienst gibt es keine Alternative in Österreich“, betonte der Landeshauptmann.

Den Zivildienst bezeichnete Dörfler als unverzichtbare Säule im Sozial und Gesundheitsbereich. Er dürfe daher nicht leichtfüßig aufs Spiel gesetzt werden. In Kärnten orte er für die Volksbefragung am 20. Jänner jedenfalls eine Befürwortung der Menschen von Wehrpflicht und Zivildienst. Reformen der Aufgaben und Inhalte werde es jedoch geben müssen, egal wie die Befragung ausgehe. Wie beim Gipfel ebenfalls betont wurde, solle der Zugang für Frauen zu freiwilligen Leistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich erleichtert werden. „Der Dienst an der Allgemeinheit durch unsere Zivil-

und Präsenzdiener ist ein kostbares Gut, das Technokraten oft gar nicht bewerten. Vor allem erlernen die jungen Menschen auch soziale Verantwortung. Es ist für sie

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Am angenehmsten und besten wäre es, wenn die Situation so bleiben würde, wie sie ist.“ Dr. Peter Ambrozy, Präsident des Roten Kreuzes


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ZIVILDIENST

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Die Zivildiener sind ein totaler Gewinn für unser Haus und werden auch dringend benötigt!“ Wolfgang Müller, Verwaltungsdirektor des Deutsch Ordens KH Friesach

langjährige Freiwillige bei uns“, so Ambrozy. Aus Umfragen wisse man, dass 96 Prozent über den Zivildiener beim Roten Kreuzes von einer „guten Zeit“ sprechen würden.

& Gesundheitsbereich

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Der Zivildienst ist ein guter Wegbereiter für die jungen Menschen in den Sozialbereich.“ Caritas-Direktor Viktor Omelko

Herzens- und Kompetenzbildung“, meinte der Landeshauptmann. Er stellte dies als Wettbewerbsvorteil für Österreich dar. Allen Organisationen und Institutionen dankte er für ihre engagierte Arbeit für Kärnten.

Rot Kreuz-Präsident Ambrozy sagte, dass die Zivildiener wertvoll für das Rote Kreuz seien und als vollwertige Rettungssanitäter eingesetzt würden. „Diese Gemeinwesenarbeit ist für die jungen Menschen sehr gut und 50 bis 70 Prozent bleiben nach dem Zivildienst als

Arno Kampl von der Sozialabteilung des Landes rechnete vor, dass bei einem Wegfall des Zivildienstes Mehrkosten von zehn Millionen Euro pro Jahr für das Sozialbudget zu erwarten wären. Der Katastrophenschutzbeauftragte des Landes, Egon Rauter, meinte, dass man von jungen Menschen auch verlangen könne, dem Staat etwas zurückzugeben. Er verwies darauf, dass das Ansehen der Zivildiener in der Gesellschaft enorm gestiegen sei.

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Die Zivildiener sind unsere verlässlichen Partner!“ Johann Zmölnig, Landesfeuerwehrverband Kärnten

Am Gipfel teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter von Diakonie de La Tour, Sozialhilfeverband St. Veit, Jugendnotschlafstelle Klagenfurt, Heimstätte Birkenhof, Landespolizeidirektion Kärnten – Schulwegsicherung, Hilfswerk Kärnten, Katholische Jugend Kärnten, Johanniter, Deutsch Ordens Krankenhaus Friesach, Deutsch Ordens Pflege GmbH – „Haus Suavitas“, Volkshilfe, AVS, Rettet das Kind Kärnten, KABEG, Caritas, Samariterbund, Rotes Kreuz und Feuerwehr.


8 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

INTERVIEW

LHStv. Kurt Scheuch: „Wir stehen hinter der allgemeinen Wehrpflicht!“ Am 20. Jänner 2013 findet in Österreich die Volksbefragung zur Wehrpflicht statt. An diesem Tag sind auch alle Kärnterinnen und Kärntner aufgerufen, über die Einführung eines Berufsheers oder den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht abzustimmen. Für die Freiheitlichen in Kärnten und deren Parteiobmann könnte ihre Position nicht klarer sein: Die allgemeine Wehrpflicht ist eine der größten Errungenschaften und muss bestehen bleiben! Die „Kärntner Nachrichten“ haben mit LHStv. Scheuch über dieses Thema gesprochen. KN: Herr Scheuch, warum ist Ihnen die allgemeine Wehrpflicht so wichtig? LHStv. Scheuch: In den vergangenen Jahren hat sich bei verschiedenen Naturkatastrophen wie Stürmen, Hochwasser oder Lawinen immer wieder gezeigt, welch wichtige Rolle die Grundwehrdiener bei humanitären Hilfseinsätzen spielen. Das Experiment „Berufsarmee“ würde auch das Ende der österreichischen Neutralität einläuten und Österreich letztendlich auch in die NATO führen. KN: Wie sieht es mit den Kosten für den Steuerzahler aus? LHStv. Scheuch: Eine Berufsarmee würde dem Steuerzahler unterm Strich mehr kosten als das derzeitige Modell und diese könnte viele oben genannter Einsätze nicht bewältigen. KN: Wie würde es nach der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht mit dem Zivildienst weitergehen? LHStv. Scheuch: Wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird, fällt auch der Zivildienst. Ob Rotes Kreuz, Pflegedienst oder Behinderteneinrichtungen – sie alle hätten mit massiven Personalproblemen zu rechnen. Ohne die Wehrpflicht ist die Zukunft unseres Sozial- und Gesundheitssystems nicht mehr sicherzustellen. Alleine für Kärnten würde dies Mehr-

kosten in Höhe von 10 Millionen Euro bedeuten. KN: Bundesweit wird über ein freiwilliges Sozialjahr als Alternative nachgedacht. Was halten Sie davon? LHStv. Scheuch: Gar nichts! Ein bezahltes Sozialjahr kann den Zivildienst nicht

ersetzen. Wenn man die knapp 14.000 Zivildiener in Österreich angemessen bezahlen müsste, sprechen wir von Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro. KN: Viele junge Menschen berichten über eine spannende Grundwehrdienerzeit? Wie war das bei Ihnen?


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INTERVIEW LHStv. Scheuch: Ich erinnere mich sehr gerne an meine Zeit beim österreichischen Bundesheer. Ich war in der TürkKaserne in Spittal an der Drau stationiert und war Gebirgsjäger beim Jägerbataillon 26. Gerade die Abenteuer in der Oberkärntner Natur werden mir ewig in Erinnerung bleiben. Ich denke, dass unser Bundesheer neben Hilfe bei Katastropheneinsätzen auch vor allem Wertevermittlung und Kameradschaft für junge Generationen bedeutet. KN: Sie geben also eine Wahlempfehlung pro Wehrpflicht ab? LHStv. Scheuch: Ja absolut! Das Bundesheer hat uns immer geholfen, nun ist es an der Zeit, dass wir ihm helfen. Ich fordere jede Kärntnerin und jeden Kärntner auf, von seinem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und an der bevorstehenden Befragung teilzunehmen und für die allgemeine Wehrpflicht und gegen ein Berufsheer zu stimmen. KN: Hätte eine Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht auch Auswirkungen auf das Ehrenamt?

LHStv. Scheuch: Ja, das wäre ein großer Schlag. Die Freiheitlichen in Kärnten haben sich immer sich klar zum Ehrenamt bekannt und werden das auch weiterhin tun. Die vielen Kärntnerinnen und Kärntner, die sich durch ihr Engagement im Bereich der Freiwilligenarbeit auszeichnen, leisten einen unschätzbaren Beitrag für unser Land. Wir setzen uns dafür ein, dass Rahmenbedingen geschaffen werden, welche die ehrenamtlichen Tätigkeiten fördern. Die Freiheitlichen in Kärnten haben z.B. schon mit der Novellierung des Kärntner Feuerwehrgesetzes die Aufstellung der Katastrophen-Züge und der Doppelmitgliedschaft wichtige Initiativen gesetzt. KN: Wie schätzen Sie die Wahl be teiligung bei der Volksbefragung ein? LHStv. Scheuch: Ich hoffe, dass möglichst viele Österreicherinnen und Österreicher ihrer Bürgerpflicht nachkommen, die Wichtigkeit dieses Themas erkennen und am 20. Jänner die richtige Entscheidung für den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht treffen werden. KN: Danke für das Gespräch!

Entschiedener Befürworter der allgemeinen Wehrpflicht: Kärntens Jugendreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Ing. Kurt Scheuch.

Kärntner Nachrichten TV: Täglich um 19 Uhr auf You Tube!


10 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

NEUJAHRSEMPFANG

Neujahrsempfänge im Zeic Grosse Sympathien für die

Mit den traditionellen Neujahrsempfängen sind die Kärntner Freiheitlichen mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler in das Super-Wahljahr 2013 gestartet. Der enorme Besucherandrang bei Veranstaltungen in Klagenfurt, Spittal an der Drau, Velden und im Lavanttal zeigt, wie stark die Sympathien sind, die

d i e Menschen den FPK-Regierungsmitgliedern entgegen bringen. In Grußbotschaften wies der Landeshauptmann und Spitzenkandidat der Kärntner Freiheitlichen Gerhard Dörfler auf die bevorstehende Herausforderung, weiterhin in Kärnten die Nummer 1 zu bleiben hin. Die stolze Bilanz des freiheitlichen Regierungsteams seit dem Jahre 2008 sei die

beste Basis für einen Wahlerfolg am 3. März 2013. LH Gerhard Dörfler verwies nicht ohne Stolz auf jüngste Zahlen des Arbeitsmarktes, die Kärnten im guten Mittelfeld der österreichischen Bundesländer sehen. Auch der Schuldenstand sei etwa im Vergleich zu Salzburg und Niederösterreich deutlich geringer. „Wir können gemeinsam Stolz auf Kärnten sein!“, rief auch FPK-Landesparteiobmann LHStv. Kurt Scheuch den hunderten Besuchern bei den Neujahrsempfängen zu. Gemeinsam mit den Festgästen wurde mit einem kräftigen „Glück auf!“ in freundlichem Rahmen auf ein erfolgreiches und gutes Jahr 2013 angestoßen!


NEUJAHRSEMPFANG

Januar 2013 I K채rntner Nachrichten 11

hen des Wahljahres 2013: Freiheitlichen in K채rnten!


12 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

POLITIK

LH Dörfler: Staatsbesuch bei Janez Jansa in Slowenien! Startschuss für neue Gemeinsamkeit. Zusammenarbeit soll weiter intensiviert werden. „Man kann von einem historischen Treffen sprechen“, meinte Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler nach dem ersten offiziellen Arbeitsgespräch mit dem slowenischen Ministerpräsident Janez Jansa in Laibach. Daran teilgenommen hat auch die Vizepremierministerin und Ministerin für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak. Die beiden Regierungschefs besprachen viele Zukunftsthemen, wobei eine gute Chemie zu spüren war. Übereinstimmend wurde festgehalten, dass in Kärnten eine neue Qualität des Miteinanders zwischen slowenischer Volksgruppe und Mehrheitsbevölkerung herrsche. „Dieser Umstand ist der positiven Politik Dörflers zuzuschreiben“, so

Jansa. Er dankte dem Landeshauptmann, der sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten für die Volksgruppe eingesetzt habe. Nun seien die Voraussetzungen geschaffen, dass eine harmonische Nachbarschaftspolitik entwickelt und gelebt werden könne, meinte der Ministerpräsident. Der Landeshauptmann meinte, dass ohne Lösung der Ortstafelfrage ein erfolgreiches Arbeitsgespräch schwierig gewesen wäre. Zweite Röhre für Karawankentunnel Weiters besprochen wurden Themen aus den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft, Sport und Zusammenarbeit. Man war sich einig, dass der Bau der zweiten Vollröhre des Karawankentunnels, aber auch die geplante Verkehrsachse CilliBleiburg-Griffen als Autobahnanbindung wichtige kurzfristige Infrastrukturziele seien. Auch an der kürzlich zwischen

Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit dem slowenischen Premierminister Janez Jansa. Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto gegründeten Euregio „Senza Confini“ zeigte Jansa großes Interesse. Spannend wird auch die Bewerbung von Planica und Villach für die Nordische Ski-WM.


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JUGEND

Kärntner Jugendstartgeld auch 2013! Das Projekt Jugendstartgeld wurde im Jahr 2010 erfolgreich gestartet und wird auch heuer fortgesetzt. Jugendliche des Jahrgangs 1994 können ab sofort ihr Kärntner Jugendstartgeld beantragen! Im Rahmen der Initiative „Kärntner Jugendstartgeld“ können Jugendliche förderwürdige Aufwendungen, die sie zwischen dem 17. und 20. Lebensjahr getätigt haben, einreichen und dabei aus drei Förderbereichen wählen. „Die Förderbereiche sind: Führerscheinausbildungskosten, Weiterbildungskosten und Heim-, Wohnungs- und Mietkosten für Schüler, Lehrlinge und Studenten“, erklärt Jugendreferent LHStv. Kurt Scheuch. Ab 1. Jänner 2013 können Kärntner Jugendliche des Jahrgangs 1994 ihren Antrag stellen. Jugendliche des Jahrganges 1993 haben noch bis 31.03.2013 die Möglichkeit, ihr Jugendstartgeld zu beantragen. Ins Leben gerufen wurde das Jugendstartgeld vom Jugendreferenten des Landes Kärnten. Antragsteller können aus drei Förderbereichen wählen,

pro Bereich werden maximal 300 Euro ausbezahlt. Die Förderbereiche sind Führerscheinausbildung, Weiterbildung, die der beruflichen Höherqualifizierung dient und Heim-, Wohnungs- und

Neuer Webauftritt von LHStv. Kurt Scheuch!

Mietkosten für Schüler, Lehrlinge und Studenten (wenn aus ausbildungsund/oder entfernungstechnischen Gründen tatsächlich ein eigener Wohnsitz notwendig ist).

Wie komme ich zum Jugendstartgeld? Das Formular gibt es beim Kärntner Landesjugendreferat, bei den Gemeindeämtern oder unter www.jugendstartgeld.at. Nach Bestätigung durch die Heimatgemeinde kann das Formular ordnungsgemäß ausgefüllt und mit sämtlichen Rechnungen, Belegen und Bestätigungen jederzeit beim Kärntner Jugendreferat eingereicht werden. Info-Hotline: 050 536 / 30 000 www.jugendstartgeld.at

Mit einer völlig neu konzipierten Homepage ermöglicht der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Kurt Scheuch den Zugriff auf zahlreiche Informationen. Das Webportal ist unter www.kurtscheuch.at erreichbar und bietet News, Terminen und Informatives über die tägliche politische Arbeit. „Ziel meiner

Website ist es, den Kärntnerinnen und Kärntnern umfassende Informationen über meine politische Tätigkeit zu ermöglichen“, sagt Scheuch. Neben Terminen und News gibt es auch Informationen über politische Schwerpunkte, aktuelle Aussendungen sowie Fotos von Veranstaltungen.

Diesen QR-Code scannen und direkt auf der Homepage von Kurt Scheuch landen!


14 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

VERKEHR

EU-Parlament gab grünes Licht für Baltisch-Adriatischen Korridor LH Dörfler: Weitere wichtige Hürde geschafft, intensive Vorarbeiten haben sich gelohnt. Vor etwas mehr als einem Jahr, am 19. Oktober 2011 fiel in der Europäischen Kommission die Entscheidung über das zukünftige Kernnetz der Europäischen Union. Im Vorschlag der Kommission ist auch die Baltisch-Adriatische Achse von Helsinki bis Bologna mit dem Herzstück, der neuen Südbahn mit Semmering- und Koralmtunnel enthalten. Über den Vorschlag der Kommission wurde jetzt im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments abgestimmt, womit die nächste Instanz über das zukünftige Europäische Kernnetz entschieden hat, gab Landeshauptmann Gerhard Dörfler bekannt. „Es freut mich besonders, dass über dieses für Europa und speziell für Österreich so wichtige Projekt im Verkehrsausschuss positiv abgestimmt wurde und damit der nächste Schritt in Richtung

Europäisches Kernnetz gemacht wurde. Damit werden finanzielle Zuschüsse der Europäischen Union bei den österreichischen Projekten entlang der Achse wie dem Koralmtunnel oder dem Semmeringbasistunnel möglich. Die intensiven Bemühungen Kärntens haben sich ausgezahlt und es zeigt sich, dass auch ein kleines Bundesland mit großen Zielen in Brüssel etwas durchsetzen kann“, sagt der Landeshauptmann. Kärnten arbeitet bereits seit 2004 intensiv am Projekt Baltisch-Adriatischer Korridor. „Damals haben wir anlässlich des Eisenbahn Infrastrukturgipfels in Villach eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung dieses Korridors unterschrieben und damit gilt dieser Infrastrukturgipfel als Geburtsstunde des BaltischAdriatischen Korridors. Seither habe ich zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Anrainerstaaten, der Wirtschaft und auch einige Termine in Brüssel absolviert, um dieses Projekt auf allen Ebenen vorzustellen und zu forcieren. Höhepunkt war sicherlich das gemeinsame Treffen der Regionsvertreter mit dem EU-Ver kehrs kom missar Siim Kallas und mit EU-Kommissar Johannes Hahn. Diese inten-

sive Überzeugungsarbeit hat wesentlich zur Entscheidung der Kommission, den Baltisch-Adriatischen Korridor an oberste Stelle zu reihen, beigetragen“, erklärt der Landeshauptmann. „Kärnten ist in Brüssel gut vernetzt und ich möchte mich bei allen, die sich für den Baltisch-Adriatische-Korridor eingesetzt haben bedanken. Speziell auch bei Verkehrskommissar Siim Kallas und bei Generaldirektor Matthias Ruete, die das Potential dieses Korridors erkannt haben. Aber natürlich auch bei den EU-Abgeordneten Jörg Leichtfried, Hubert Pirker und Andreas Mölzer, die den Entscheidungsprozess im Parlament positiv begleitet haben“ so der Landeshauptmann. Die Baltisch-Adriatische Achse ist sowohl für den europäischen Raum und im speziellen für Österreich und Kärnten besonders wichtig, verbindet sie doch die Adria mit dem Baltikum. Damit werden einerseits die Erreichbarkeitsverhältnisse im Personenverkehr speziell in Kärnten grundlegend verändert, wodurch Kärnten an einen riesigen Markt in der EU angeschlossen wird und damit auch große Chancen für den Tourismus entstehen. Andererseits werden zukünftig Warenströme auf direktem Weg, schnell und umweltfreundlich von den wichtigen Häfen in der Adria und der Ostsee ins Zentrum von Europa transportiert werden können. Um das entsprechende Netzwerk zwischen den Anrainerstaaten entlang der Achse auf- und auszubauen, hat man das EU-Projekt Batco gestartet, bei dem das Land Kärnten Lead-Partner ist.


Januar 2013 I Kärntner Nachrichten 15

NATURSCHUTZ

In Kärnten ist der Bär los! Die Bären sind wieder heimisch in den Kärntner Bergen. Wie viele davon in unserer Heimat umherstreifen ist nicht genau bekannt aber für den Fall einer Begegnung gibt es nun auf Initiative von Naturschutzreferent LHStv. Kurt Scheuch eigens angefertigte Hinweisschilder, damit man sich im Falle des Falles auch richtig verhält.

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Experten mit LHStv. Kurt Scheuch.

Ich freue mich, dass Meister Petz wieder heimisch ist in Kärnten. Jede Kärntnerin und jeder Kärntner sollte allerdings auch genau Bescheid wissen, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Bären zu verhalten habe.“ LHStv. Ing. Kurt Scheuch Naturschutzreferent

Lange waren sie in unserer Heimat nicht mehr zu sehen. Nun sind Bären wieder heimisch geworden in Kärnten und man kann in rund 30 Kärntner Gemeinden kann man mit ihnen rechnen. Damit man im Falle des Falles auch richtig reagiert und sich korrekt verhält wurde auf Initiative von Naturschutzreferent LHStv. Kurt Scheuch nun die Initiative „Bärenhinweistafeln“ geschaffen. „Ich freue mich, dass Meister Petz wieder heimisch ist in Kärnten. Jede Kärntnerin und jeder Kärntner sollte allerdings auch genau Bescheid wissen, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Bären zu verhalten hat“, betont Scheuch. Gemeinsam mit dem Kärntner Bärenanwalt Berhard Gutleb ist das Land Kärnten bestrebt, den Bären in Kärnten eine Heimat zu bieten. Kärnten Bärengebiet Die ersten „Bärengebiet“-Tafeln wurden bereits in der Gailtaler Gemeinde Feistritz aufgestellt. Gerade hier kommt es sehr häufig zu Sichtungen. Wenn Menschen und Bären aufeinandertreffen gibt es einige wichtige Verhaltensregeln. Genau da setzen Scheuch Bärentafeln an. „Auf den Tafeln sind grundlegende Regeln im Umgang mit Bären dargestellt. Mit diesen Tafeln wollen wir aber die Bevölkerung auch für die anderen Wildtiere sensibilisieren, die wie die

Bären auch ein Mindestmaß an Ruhe in ihrem Lebensraum benötigen“, erklärt der Naturschutzreferent. Sollte man das Schauspiel einer Bärenbegegnung miterleben können, sollte man dieses Ereignis aber in erster Linie genießen.

Hinweisschilder und Pickerl ab sofort erhältlich! Die Hinweistafeln wurden bereits an alle 30 Kärntner Gemeinden ausgeliefert und sind dort für Grundbesitzer kostenlos erhältlich. Zusätzlich gibt es auch gelbe „Kärnten Bärenland“-Hinweispickerl. Sie können ab sofort gratis im Büro von Büro von Naturschutzreferent LHStv. Scheuch unter 050 536-22212 oder kurt.scheuch@ktn.gv.at angefordert werden.


16 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

JUGEND

Projekt „time2gether“ soll Generationen verbinden!

Viele Jugendliche möchten sich gerne im Sozialbereich engagieren, finden dazu aber oft schwer einen geeigneten Zugang. Mit dem Projekt „time2gether“ haben Jugendreferent LHStv. Kurt Scheuch und Sozialreferent LR Christian Ragger ein Projekt ins Leben gerufen, das nicht nur Jung und Alt vernetzen sollen, sondern auch Wertschätzung für die ehrenamtliche Tätigkeit darstellt. Gerade in der heutigen Zeit, wo Social media, iPhone, iPad und die virtuelle Welt allgegenwärtig ist wird es immer wichtiger die „echte“ zwischenmenschliche Kommunikation nicht aus den Augen zu verlieren. Das Projekt time2 gether soll dazu dienen, die Kommunikation zwischen Jung und Alt zu verbessern und das gleichzeitig das freiwillige Engagement von Jugendlichen zu fördern. Viele Seniorinnen und Senioren freuen sich über Besuche von Jugendlichen, die ihnen ein wenig Zeit schenken. Dieses Engagement dient allen Beteiligten. Jugendliche profitieren von dem Wissen und der Erfahrung der älteren Generation. Diese wiederum haben Anteil an der Lebensweisheit der Jungen und bleiben so am Puls der Zeit.

Wie läuft die Aktion ab? Im Rahmen von time2gether können Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren in einem Altenwohnheim ihrer Nähe mit den Seniorinnen und Senioren in Absprache mit dem Projektverantwortli-

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Durch das Projekt time2gether profitieren Jugendliche von der Lebenserfahrung der Senioren und diese wiederum bleiben up to date!“ Jugendreferent LHStv. Kurt Scheuch

chen vor Ort Spaziergänge machen, basteln oder gemeinsame Spiel- und Singnachmittage durchführen, gemeinsame PC- und Internetaktivitäten gestalten, Haustiere mitnehmen und ähnliches. „Für jede geleistete Stunde erhalten die Jugendlichen vom Projektverantwortlichen vor Ort einen Jeton. Je mehr Stunden ein Jugendlicher macht, desto mehr Jetons erhält er. Ab drei Jetons können diese dann im Landesjugendreferat gegen verschiedene Gutscheine, wie zum Beispiel Kinogutscheine, Konzertkarten oder Gutscheine von Einkaufzentren, eingelöst werden“, erklärt Jugendreferent Kurt Scheuch. Sozialbereich kennenlernen Noch ein anderer Aspekt soll durch diese


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JUGEND

Sozialreferent Christian Ragger überzeugt. Und das Engagement ist sicher auch ein Pluspunkt bei künftigen Bewer bungs gesprächen der Teilnehmer/innen.

Aktion gefördert werden. „Für die Teilnahme am Projekt sind der respektvolle Umgang mit alten Menschen, Höflichkeit, Geduld sowie Einfühlungsvermögen notwendig. Jugendliche haben dadurch auch die Möglichkeit zu erkunden, ob der Sozialbereich auch eventuell als zukünftiges Arbeitsfeld für sie geeignet wäre“, ist

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Für die Teilnahme am Projekt sind der respektvolle Umgang mit alten Menschen, Höflichkeit, Geduld sowie Einfühlungsvermögen notwendig. Jugendliche haben dadurch auch die Möglichkeit zu erkunden, ob der Sozialbereich auch eventuell als zukünftiges Arbeitsfeld für sie geeignet wäre.“ Sozialreferent LR Christian Ragger

Win-Win-Situation Durch die Besuche von Jugendlichen in Seniorenheimen und Seniorentagesstätten profitieren beide Seiten. Die älteren Generationen bekommen Abwechslung in ihren Alltag. „Ob Jugendliche mit den Senioren nun gemeinsam Karten spielen, Spaziergänge machen oder ihnen die Welt des Internets näher bringen bleibt ihnen selbst überlassen“, so Kurt Scheuch. Die Jugendlichen hingegen werden dabei von der Erfahrung und dem Wissen der älteren Generationen profitieren, ist sich Ragger sicher.

Mach mit! Um teilzunehmen, können sich Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren ab 1. Jänner das Anmeldeformular unter www.jugend.ktn.gv.at/Veranstaltungen downloaden und mit einem Foto an das Landesjugendreferat senden. Ist dieser Schritt getan, bekommen die Teilnehmer ihren time2gether Ausweis und weitere Informationen zugesandt.

Weitere Facts: • TIME2GETHER ist am 1. Jänner 2013 gestartet und dauert bis 31. Dezember 2013. • Die Jetons können bis spätestens 31. März 2014 beim Landesjugendreferat Kärnten gegen Gutscheine eingelöst werden. • Eine Barablöse der Jetons ist nicht möglich. • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. • Aufträge gemäß §17 des Kärntner Jugendschutzgesetzes und vorgeschriebene Pflichtpraktika oder Ähnliches sind ausgeschlossen. Kontakt: Landesjugendreferat Kärnten Adlergasse 20, 9020 Klagenfurt Tel. 050 536 16141 E-Mail: alfred.wrulich@ktn.gv.at


18 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

WIRTSCHAFT

Salzburger „Zockerl“: Rot-schwarze Finanzjongleure verjuxten 2,5 Milliarden Steuergeld! as los wäre, wenn der aktuelle Finanzskandal aus Salzburg in Kärnten passiert wäre? Das beschrieb Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler zu Jahresende mit drastischen Worten: „Da würden über der Landesregierung fünf Abfangjäger kreisen und ein Black Hawk über dem Landtag. Die „Zeit im Bild“ würde aus einem „Sonderstudio in der Portierloge“ berichten und ich würde am nächsten Tag am Scheiterhaufen verbrannt.“ Bisher einzigartig in der Geschichte der 2. Republik ist der Umstand, dass ein ganzes Bundesland auf der Suche nach verschwundenen Milliardenbeträgen ist. Insgesamt sollen es mittlerweile 2,7 Milliarden an offenen Krediten sein, die sich unter der Führung der roten Landeshauptfrau Gaby Burgstaller, des roten Landesrates David Brenner und diverser schwarzer Verantwortlicher in den letzten Jahren angesammelt haben. Mit zumindest 597 Millionen Euro soll eine noch vor Jahresende als „Spitzenkraft“ bezeichnete Landesbeamte schwunghaft und offensichtlich ohne jeden Kontrollmechanismus hochriskante Spekulationsgeschäfte betrieben haben. Ohne Genierer wurden dafür, so jüngste Medienberichte, auch Mittel aus dem Topf der Bundesfinanzierungsagentur herangezogen. Die Bundesfinanzierungsagentur, die Kreditstelle für die Bundesländer dient freilich nicht der Finanzierung dubioser Wertpapiergeschäfte, sondern beispielsweise der Finanzierung von Wohnbauprojekten. Im roten Salzburg sah man das offensichtlich anders und bediente sich aus den Kreditmitteln des Bundes ungeniert für Geschäfte, deren Hintergründe bis heute nicht bekannt sind. Die Salzburger Landesregierung weiß bis heute nicht Bescheid, wo ein Gutteil der Steuermillionen verblieben ist!

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Zwischenzeitlich ist der Salzburger Spekulationsskandal nicht nur eine politische Mega-Affäre, sondern bereits ein echter

Haben fertig: Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und ihr zurückgetretener Finanzreferent LHStv. David Brenner haben ein Milliarden-Desaster zu verantworten. Die SPÖ Salzburg droht im Sumpf zu versinken. Im schwarzen Niederösterreich von Erwin Pröll tickt gleichfalls eine Finanzbombe. Kriminalfall. Die politische Verantwortung wird wohl in vorgezogenen Neuwahlen des Landtages geklärt werden können. Wie lange die Gerichte brauchen werden, um Licht in das unglaublich komplexe Konstrukt an Wertpapier- und Derivatkäufen zu bringen, steht auch nach diversen Suspendierungen in der Landesregierung in den Sternen. Auffällig ist, dass der Kriminalfall in der Salzburger Landesregierung von den Medien nach wie vor sehr flach gehalten wird. Die SPÖ, in Kärnten und auf Bundesebene nie verlegen um gröbste Kritik an ihren politischen Gegnern, ist geschockt. Gabi Burgstaller ließ sich nach einer groben Finanzaffäre im Milieu der Salzburger Festspiele ein weiteres Mal als rote Kronprinzessin entzaubern. Im Superwahljahr 2013 droht nicht nur der Verlust des Landeshauptfrau-Sessels, sondern wohl auch Auswirkungen auf die Bundesebene. Ähnlich geht es im Übrigen auch den

Schwarzen, deren Rolle im Salzburger Spekulationskrimi nach wie vor unklar ist, und die derzeit alle Hände voll zu tun haben, um die tickende Milliardenbombe in Niederösterreich (Stichwort Hypo und Wohnbauförderung) zu entschärfen. Sollte auch Erwin Pröll die Verwicklung seines Landes in Spekulationen nachgewiesen werden können, könnte auch der schwarze Kaiser von St. Pölten ins Trudeln kommen. Wohltuend ist bemerkbar, dass auch die kritischsten Geister klein beigeben und zugeben müssen, dass Kärnten im Vergleich zu den roten und schwarzen Skandalländern hervorragend gearbeitet hat: keine Spekulationsgeschäfte mit Steuergeld, keine Affären mit Wohnbaugeldern, kein Anstieg der Landesschulden, sondern ganz im Gegenteil: nach Durchführung einer grundlegenden Verwaltungsreform eine deutliche Verringerung der Landesverschuldung, die stark unter der Maastricht-Kriterien liegt!


Januar 2013 I Kärntner Nachrichten 19

KULTUR

Landesmuseum Rudolfinum: Fahrplan zur Sanierung steht Landeshauptmann Gerhard Dörfler lud zur Aussprache. Auffassungsunterschiede ausgeräumt. Nach der vor Weihnachten entbrannten Diskussion rund um das Landesmuseum Kärnten lud Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler kürzlich zu einem Runden Tisch in die Landesregierung ein. Neben den politischen Vertretern, dem Landesmuseumsdirektor Thomas Jerger, dem ehemaligen Landesmuseumsdirektor Erich Wappis und Vertretern der Landesimmobiliengesellschaft wurden auch die zuständigen Abteilungsvorstände eingeladen, um Auffassungsunterschiede auszuräumen. Finanzreferent Landesrat Harald Dober-

nig hat nach den Beratungen auch die gesamte Kreditsperre beim Landesmuseum aufgehoben. „Damit können alle Personalkosten abgedeckt werden, die Androhung eines Mitarbeiterabbaus erweist sich als unbegründete Panikmache“, so Dobernig. Landeshauptmann Gerhard Dörfler einigte sich mit Museumsdriektor Thomas Jerger darauf, dass dieser binnen einer Woche ein schlüssiges Konzept mit Kostenangaben für Sanierungsmaßnahmen vorlegt. Nach Prüfung der geforderten Detailzahlen wolle man umgehend die benötigten Mittel sicherstellen. In einem weiteren Schritt soll dann ein Kon-

zept für eine Zentraldepotlösung sowie ein Gesamtkonzept für ein „Rudolfinum Neu“ erarbeitet werden. Finanzreferent LR Dobernig zeigte sich erfreut darüber, dass beim Runden Tisch eine Gesamtlösung besprochen wurde. „Es ist nunmehr klargestellt, dass das Museum alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen sofort durchführen kann und es keinen Personalabbau geben wird!“, so Dobernig. Neben dem Landesmuseum hat der Finanzreferent übrigens auch beim Kärntner Landesarchiv die Kreditsperre aufgehoben.


20 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

POLITIK

Kein Geld für eine Pensionse das rote Wien erhöht Polit Schlag ins Wasser für alle österreichischen Pensionisten! Die Pensionserhöhung fällt heuer erstmals so niedrig aus, dass nicht einmal die Inflationsrate damit abgedeckt werden kann! Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist erbost: „Es ist ungeheuerlich, dass die rot-schwarze Bundesregierung und die rot-schwarzen Pensionistenvertreter tatsächlich die Stirn haben, die Renten heuer erstmals um nur 1,8 Prozent anzuheben. Millionen werden verprasst oder in dubiose EURettungsaktionen gesteckt, aber bei der Generation, die Österreich wieder aufgebaut hat, wird der Sparstift angesetzt!“

ten, dass die Pensionsanpassung um weitere 0,8 Prozent sinken wird. Sollte die Inflationsrate weiter bei etwa 2,8 Prozent liegen, werden die Pensionen nur mehr um 1 Prozent angehoben. „Das bedeutet einen realen Einkommensverlust für Österreichs Rentner in Höhe von fast zwei Prozent! Hier besteht akuter Handlungsbedarf!“, warnt Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Zwischen August 2011 und Juli 2012 betrug die Inflation in Österreich bereits besorgniserregende 2,8 Prozent. Stark gestiegen ist daneben auch der Verbraucherpreisindex! So gut wie alles ist in Österreich teurer geworden, Löhne und Pensionen aber sind nicht gestiegen. Die „gefühlte Inflation“ ist noch weit höher als das, was die nackten Zahlen hergeben. Der sogenannte „kleine Warenkorb“ ist für viele Österreicherinnen und Österreicher, aber vor allem für viele Pensionistinnen und Pensionisten schon fast nicht mehr leistbar. Finanz- und Wirtschaftsexperten rechnen uns bereits vor, dass sich die Situation keineswegs entspannen wird! Für 2014 ist zu erwar-

Charakterlos: Politbezüge in Wien angehoben! Nicht anders als „charakterlos“ kann der Kärntner Landeschef die Tatsache bezeichnen, dass ausgerechnet heuer vereinzelte Bundesländer die Bezüge für Politiker anheben: „Kein Mensch kann verstehen, dass etwa Wiens roter Bürgermeister Häupl mit 1. Jänner 2013 eine Anhebung der Politikergagen um 1,8 Prozent durchzieht! Auch in der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland werden Politiker heuer mehr verdienen als jemals zuvor! Das ist eine einzigartige Frechheit!“, ärgert sich Dörfler, der selbst mit gutem Beispiel


Januar 2013 I Kärntner Nachrichten 21

POLITIK

rhöhung, aber ikerbezüge! vorangeht. „Es gibt keine Ausreden. „Kärnten hat die Politikerbezüge seit dem Jahre 2011 unverändert gelassen. Auch im Jahr 2013 haben wir uns eine Nulllohnrunde verordnet! Wir geben Geld für soziale Maßnahmen aus. Teuerungsausgleich, Jugendstartgeld, Baby- und Müttergeld – das sind Positionen, die Kärnten nicht aufgeben wird!“, erklärt Dörfler im Gespräch mit den KN. Politgagen: Österreich ist das Paradies! Allgemein ist bekannt, dass der Bezug des österreichischen Bundeskanzlers im Spitzenfeld dessen liegt, was Regierungschefs auf der ganzen Welt verdienen. 20.767 Euro landen monatlich auf dem Konto von Werner Faymann, 23.259 Euro streift der Bundespräsident ein. Um den „kleinen Warenkorb“ oder die gestiegenen Benzinpreise brauchen sich unsere Politspitzen ja nicht wirklich Sorgen zu machen! Beim Hofer oder an der Tankstelle sieht man die Herrschaften ja nicht. Schließlich steht der vorgeheizte Dienstwagen mit Chauffeur täglich vor der Türe. Und das Mittagessen findet meist beim Nobel-Italiener statt, Mutti braucht nicht mehr zu kochen!

Me in Fre und Jörg! Wenn ich, mein Freund, hier oben stehe, wo Gedanken ungestört schweifen können. Im gleißenden Licht eines kalten Wintertages, die Täler tief unten. Da nn, mein Freund, denk ich an Dich. An gemeinsam e Touren, an Kraftanstrengu ngen hier oben und da dra ußen, bei den Menschen in unserem geliebten He imatland. Wir haben von einem freien Land geträum t! Von freien Menschen, die ohne Druck und ohne Zw ang von Parteien leben, arb eiten, Familien gründen , Wohlstand schaffen sollte n. So frei, wie wir hier ob en waren! Viele Jahre sind sei tdem vergangen, viel habe n wir erreicht und uns be müht, auch seitdem du fort gegangen bist! Wir sind ein stolzes Land, in dem es den Menschen gut, ja besse r geht als noch vor Jahren . Wir haben gesunde Betrie be – es werden immer me hr, wie uns die Statistik zei gt. Die Arbeitslosigkeit lieg t, gottlob, deutlich unter de m österreichischen Durch schnitt. Junge Menschen haben tolle Möglichkeiten , in Kärnten eine perfekte Au sbild mit Matura konnten wir du ung zu erhalten: Lehre rchsetzen. Die Qualität un serer Fachhochschulen wurde gesteigert. Unse re Universität und die übrig en Kaderschmieden blühe n. Vielleicht gelingt es, auch eine medizinische Unive rsität in Kärnten zu etabli eren. Gerhard, Christian, Harald und ich – ja, wir arbeit en hart an dem Programm , das wir, mein Freund, ge meinsam geschrieben ha ben. Auch die Standorte unser er Krankenanstalten konn ten wir erhalten; aus dem LK H haben wir das über un sere Grenzen hinaus sehr ange sehene Klinikum Klagenfu rt am Wörthersee gemacht. Es geht uns gut! Babyge ld, Müttergeld – Du hast es erfunden – gibt es weiterhi n für unsere Familien. Den Teuerungsausgleich (weiß t Du noch, wie schwierig es war, das durchzusetzen?), das Jugendstartgeld, die Brennholzaktion kann sic h Kärnten leisten! Denn wir haben gespart, wo es mö glich war, um uns zu leisten , was wichtig ist! Wir habe n überall in Kärnten gebaut, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeit für Kärnt en zu sichern. Der Koral mtunnel, für den wir geme insam gekämpft haben, wir d Wirklichkeit. Unser Land rückt näher an die große n Zentren heran und bleibt doch so ursprünglich un d schön, wie Du es wolltest. Wir sind 2013 sogar unter den Top-10 der besten Ur laubsregionen der Welt! Auf das alles sind wir stolz! Ge rhard, Harald, Christian un d ich werden weiter arbeiten . Gemeinsam mit vielen, vie len Freunden im ganze n Land. Wir werden we iter bauen an der guten Zuku nft des Landes! Wir passe n auf Dein Kärnten auf, me in Freund – der uns so feh lt! De in Kurt Sche uch La ndespa rte iobma nn de r Fre ihe itli chen in Kä rnten


22 Kärntner Nachrichten I Januar 2013

DIES & DAS

Hemmaland: Zertifikate für 95 ausgebildete Pfleger nlässlich einer gemeinsamen Abschlussfeier im Deutsch Ordens Spital Friesach erhielten kürzlich insgesamt 95 Frauen und Männer ihr Zertifikat zum sog. „Demenzbegleiter“.

A

Die Initiatorin, Sozialstadträtin und Hemmalandobfrau Wilma Warmuth organisierte in der Stadtgemeinde Althofen für 50 Personen eine 56-stündige Ausbildungsschiene für pflegende Angehörige, Hauskrankenhilfen und Hospizhelfer. Ziel dabei sei, so Warmuth, durch umfassendes Wissen zur Demenzerkrankung ein Rüstzeug für den Lebensalltag von Patienten und Betreuenden anzubieten. Dabei wurden diese Startseminare zur Gänze von Soziallandesrat Mag. Christian Ragger finanziert. Auch das Deutsch Ordens Spital und das Altenwohn- und Pflegeheim „Suavitas“ ermöglichte 45 Mitarbeitern die Fortbildung „Mit Demenz und Alzheimer umgehen lernen“ als

wichtiges Grundwissen für zukunftsorientierte Pflegeerfordernisse. „Wir wollen mit dem Kurs Mut machen, auf altersverwirrte Menschen zuzugehen, sie ernst zu nehmen, ohne die eigenen Bedürfnisse der pflegenden Personen zu vernachlässigen. Dadurch kann die Lebensqualität für alle positiv verändert werden!“ betont die Seminarleiterin Prof. Mag. Renate Kreutzer engagiert. Unter den Besuchern des stimmungsvollen Abschlussfestes wurde u. a. gesichtet: Geschäftsführer Dir. Wolfgang Müller, GF Dir. Ulrike Pirolt, Prim Dr. Felix Waidmann (Ärztlicher Leiter), der Althofener Sozialausschuss-

obmann GR Rüdiger Nagy, Dr. Michaela Miklautz (Land Kärnten), die Pflegedirektorinnen Edith Juritsch und Barbara Galler, Diakon Franz Fischer („Hospiz-Friesach“) sowie die Künstlerin Corinna Kuhs und Buchautorin Hermine Semmler.

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte:

Österreichische Lotterien unterstützen die Jahreskarte des KHM auch 2013 ie Österreichischen Lotterien unterstützen auch im Jahr 2013 die Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums Wien. Sie ermöglichen damit Kulturliebhabern weiterhin den Genuss, die Attraktionen des KHM und seiner sieben Standorte immer wieder aufs Neue zu erkunden.

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Das Kunsthistorische Museum setzt laufend neue Akzente und überrascht seine Besucher stets mit großartigen neuen Ideen. Die Österreichischen Lotterien fördern diese Ideen und sind seit zwei Jahrzehnten Partner des Museums. Sie verlängerten diese Partnerschaft, indem sie die Jahreskarte auch im Jahr 2013 unterstützen. Ein Höhepunkt des neuen Jahres ist die Eröffnung der Kunstkammer, welche die weltweit bedeutendste ihrer Art ist. Sie präsentiert herausragende Goldschmiedearbeiten, meisterhafte Bronzestatuetten und filigrane Elfenbeinarbeiten und öffnet am 1. März ihre Pforten. Mit der Jahreskarte zum Preis von 34 Euro können Kulturliebhaber an 365 Tagen im Jahr das

Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Österreichische Lotterien, und Dr. Sabine Haag, Generaldirektorin Kunsthistorisches Museum, vor der Tür zur Kunstkammer, die sich im März 2013 wieder öffnet. Foto: Achim Bieniek KHM und seine sieben Standorte immer wieder neu entdecken. Die Österreichischen Lotterien waren von Anfang an überzeugt, dass dieser Weg, den das Kunsthistorische Museum beschritten hat, ein vielversprechender ist. „Das Schöne an der Jahreskarte ist die Tatsache,

dass man jederzeit guten Gewissens und ohne das Gefühl, etwas versäumt zu haben, das Museum verlassen kann“, so Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner. „Was man nicht gesehen hat, kann man jederzeit nachholen, ohne neu Eintritt zahlen zu müssen.“


Kartenbüro ab sofort geöffnet!



Kärntner Nachrichten 02.2013 Sonderausgabe