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Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. · P.b.b. 16Z040680 M · Karfreitstraße 4 · 9020 Klagenfurt am Wörthersee · Nr. 04/2016

Bekenntnis zur Einheit und Freiheit:

Die Würde des 10. Oktobers erhalten:

Kritik an HETA-Lösung:

Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer nahm an den Feierlichkeiten zum 10. Oktober teil.

FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz kritisiert die Vereinnahmung des 10. Oktober durch die SPÖ.

Die Einigung der HETAGläubiger bedeutet auch neue Milliarden-Schulden für Kärnten.

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INTERVIEW

KÄRNTNER NACHRICHTEN

Landesrat Gernot Darmann beim Anschlag für die beiden letzten Tunnelbauwerke der Koralmbahn (Tunnel Stein und Lind nahe Grafenstein). Das Verkehrsprojekt zählt zu den wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der letzten Jahrzehnte und bringt eine verbesserte Anbindung Kärntens an die wirtschaftlichen Zentralräume.

Der freiheitliche Landesparteiobmann über Masseneinwanderung, CETA und neue wirtschaftliche Perspektiven

Darmann: „Kärnten als Herzstück von Silicon Austria!“ KN: Herr Landesrat, Sie haben am 4. Juni dieses Jahres die Führung der FPÖ-Landesgruppe Kärnten übernommen. Was ist seitdem passiert?

Darmann: Natürlich. Ich bin Obmann der zweistärksten Partei im Lande und wir sind die einzige ernstzunehmende Opposition im Landtag.

Darmann: Ich habe das Glück, eine harmonische und vor allem ungeheuer engagierte Partei übernommen zu haben. Das hervorragende Ergebnis unseres freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer in Kärnten hat gezeigt, dass das Potential an Bürgern, die mit der derzeitigen Stillstandskoalition in der Landesregierung nicht einverstanden sind, ungeheuer groß ist.

KN: Wo sehen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen der Linie der FPÖ und der Politik der Kenia-Koalition?

KN: Sie selbst sehen sich als Herausforderer von Peter Kaiser.

kontrollierten Einwanderungswelle überschwemmt wurde und dass in Kärnten gegen den Willen der betroffenen Gemeinden Asyl-Großquartiere eingerichtet wurden, weil der Bund von seinem Durchgriffsrecht Gebrauch gemacht hat. KN: Was ist Ihr Standpunkt?

Darmann (lacht): : Da gibt es eine ganze Menge davon. Aber eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale ist zweifelsohne die Ausländerpolitik. Landeshauptmann Peter Kaiser ist einer der maßgeblichen Vertreter der uneingeschränkten Willkommenspolitik. Er und seine Partei sind hauptsächlich dafür verantwortlich, dass auch Kärnten im Vorjahr von einer un-

Darmann: Ganz klar: die Freiheitlichen stehen für einen Zuwanderungsstopp. Wir brauchen nicht über die Höhe von Quoten zu diskutieren, denn Österreich und Kärnten vertragen keine weitere unkontrollierte Massenzuwanderung unter dem Deckmantel des Asyls. Wir wissen ja bis heute noch nicht, wieviele Menschen im Jahr 2015 tatsächlich zu


INTERVIEW

uns gekommen sind, wie viele hier geblieben sind und wie viele angesichts des Totalversagens der Bundesregierung die Möglichkeit genützt haben, sich eine neue Identität zuzulegen, um die eigene kriminelle Vergangenheit zu verschleiern. KN: Immer wieder warnen Sie auch vor den zusätzlichen Kosten, die mit der Einwanderungswelle verbunden sind. Darmann: Es ist eine politische Frechheit, bei den eigenen Leuten kräftig einzusparen, aber über den Zuwanderern das Füllhorn auszuleeren. Auch hier steht Landeshauptmann Peter Kaiser in der ersten Reihe jener, die noch weitere Vergünstigungen für Zuwanderer verlangen. Ein Hohn, dass die Unterbringung von unbegleiteten Minderjährigen, die kriminell geworden sind, in privilegierten Betreuungseinrichtungen erfolgen soll. Die Kosten für diese Sonderbetreuung belaufen sich auf 150 Euro täglich. KN: Die FPÖ stellt die Kosten für Flüchtlinge in Relation zu den Einkommen und Pensionsansprüchen der Österreicher. Ist das legitim? Darmann: Nochmals: jene Leute, die im Vorjahr in unkontrollierter Zahl über die Grenzen nach Österreich gekommen sind, sind überwiegend keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention, sondern Zuwanderer auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Wir Freiheitlichen fühlen uns aber verpflichtet, für die Interessen und das Wohlergehen der Österreicherinnen und Österreicher zu kämpfen. Es ist politischer Wahnsinn, dass es unseren Leuten immer schlechter geht, während die Regierung auf unsere Kosten eine Parallelgesellschaft finanziert, die weder mit unserer Kultur noch mit unseren Lebensformen etwas zu tun hat und zu tun haben will. KN: Was meinen Sie damit? Darmann: Ich warne davor, dass in den Städten ganze Viertel mit ausländischer Kultur entstehen, in denen die Österreicher immer mehr zurückgedrängt werden. Das ist nicht nur ein Phänomen in den Metropolen.

KÄRNTNER NACHRICHTEN

KN: Sie sprechen sich vehement gegen das Schächten von Tieren aus. Darmann: Das ist meine Verpflichtung als Europäer und als Tierfreund. Wir leben im 21. Jahrhundert. Wo kommen wir denn da hin, dass auf unseren Weiden Schafen mit dem Hirtenmesser ohne Betäubung die Kehlen durchgeschnitten werden, wie das zuletzt in der Steiermark bei 79 Tieren passiert ist. Wo Kreaturen leiden müssen, ist die Grenze der Glaubensfreiheit erreicht. Ich habe daher an die Kärntner Landesregierung appelliert, einer Resolution für das österreichweite Verbot des Schächtens zuzustimmen. KN: Als Jagdreferent geraten Sie naturgemäß in Konflikt mit dem Tierschutz. Darmann: Sicher nicht! Unsere bestens ausgebildeten Jägerinnen und Jäger erfüllen einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Lebensgemeinschaft Wald. Ich bin eher beunruhigt, wenn populistische Politiker der ÖVP, die von der Jagd keine Ahnung haben, plötzlich für den Abschuss von Bären, Wölfen und Luchsen plädieren, obwohl diese strengstens geschützten Tiere bei uns nicht heimisch sind. Kommt es dennoch einmal zu Schäden durch einen Bär, werden diese von der Versicherung der Jägerschaft bzw. dem Kulanzfonds des Landes abgegolten. Auch bei den Fischottern, die zu einer Bedrohung für die heimischen Fische geworden sind, haben wir gezeigt, dass man tierschonend regulieren kann, indem man Lebendfallen aufstellt. KN: In wenigen Wochen finden in Kärnten Landwirtschaftskammerwahlen statt. Wie sieht Ihre Prognose aus? Darmann: Hier geht es nicht um Prognosen sondern um Programme und handlungsstarke Personen, die mithelfen können, das Bauernsterben zu stoppen. Ich denke, dass die Freiheitlichen hier mit Manfred Muhr und seiner jungen, kompetenten Mannschaft gut aufgestellt sind. Eines ist klar: wer wie ÖVP und SPÖ den Freihandelsabkommen CETA und TTIP vorbehaltlos zustimmt, hat jeden Anspruch verwirkt, die Interessen der Bauern ver-

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treten zu wollen. Denn mit CETA werden ausschließlich die Möglichkeiten für Konzerne erleichtert, aber die kleinstrukturierte Landwirtschaft bleibt auf der Strecke. Es wird dem Bauernbund nicht gelingen, sich von der ÖVP zu distanzieren. Es sind die ÖVP-Agrarreferenten, die ÖVP-Landwirtschaftsminister und die schwarzen EU-Kommissare, die mit ihrer Politik schon bisher für das Sterben der Höfe verantwortlich sind. KN: Gibt es einen Ausweg aus der Krise? Darmann: Es geht in erster Linie um faire Preise für die perfekte Qualität der Produkte unserer Bauern. Derzeit kostet ein Liter Milch weniger als ein Liter Mineralwasser. Das kann nicht so weiter gehen. Das Jahreseinkommen der Kärntner Landwirte ist allein im letzten Jahr um 25 Prozent gesunken und liegt nach Abzug der enormen Sozialversicherungsbeiträge bei unter 10.000 Euro im Jahr. Noch dramatischer ist die Situation bei den bäuerlichen Pensionen. Ein Altbauer bekommt heute rund 650 Euro Pension, aber die Mindestsicherung für einen Asylanten, der in Österreich noch keinen einzigen Tag gearbeitet, geschweige denn Abgaben oder Steuern gezahlt hat, liegt bei deutlich mehr als 800 Euro. Hier sieht man das ganze Dilemma der rot-schwarzen Bundesregierung und ihrer Politik der letzten Jahre. KN: Was haben Sie für Kärnten vor? Darmann: Mir geht es politisch darum, das Bundesland Kärnten wirtschaftlich wieder nach vorne zu bringen. Dazu gehört ein neues Selbstbewusstsein ebenso wie ein energisches Auftreten bei den Zentralstellen in Wien. Wenn ich etwa höre, dass für das Konzept Silicon Austria Investitionsförderungen des Bundes in Höhe von 80 Millionen Euro zur Verfügung stehen, dann erwarte ich mir vom Landeshauptmann, dass er einen entsprechenden Anteil für Kärnten einfordert und das neue Forschungszentrum im Bereich Elektronik und Mikroelektronik nach Kärnten holt. Denn wir haben mit der Universität, den Fachhochschulen, mit dem Lakeside Park oder mit Firmen wie Infineon oder Mahle die besten Voraussetzungen, ein Herzstück dieser Initiative zu werden.


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10. OKTOBER

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Landtagspräsident Josef Lobnig führte gemeinsam mit LR Gernot Darmann und zahlreichen Vertretern der FPÖ-Spitze den 3. Präsidenten des Nationalrates Norbert Hofer zur militärischen Abstimmungsfeier auf dem Klagenfurter Friedhof Annabichl.

10. Oktober als Gedenktag an Abwehrkampf und Volksabstimmung erhalten! Anlässlich der 96. Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung betonte der Kärntner FPÖ-Obmann Landesrat Gernot Darmann, dass der 10. Oktober als Gedenktag an den Abwehrkampf und die Kärntner Volksabstimmung auch in Zukunft erhalten bleiben müsse. ir dürfen nie vergessen, dass am 10. Oktober 1920 und dem vorausgehenden Abwehrkampf Kärnten zur jungen Republik Österreich gestanden ist. Es stimmt bedenklich, dass der Regierungskoalition dieses Gedenken offensichtlich nichts mehr wert ist, da sie die höchst umstrittene Angebotsannahme der HETA-Gläubiger auf eine Stufe mit der Volksabstimmung und dem Kärntner Abwehrkampf stellt, bei welchem hunderte Kärntner für Freiheit und Einigkeit des

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Landes ihr Leben lassen mussten!”, so LR Gernot Darmann.

Großer Zuspruch bei der Klagenfurter Bevölkerung für Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer

Für den Kärntner FPÖ-Obmann ist die Botschaft des Kärntner Landesfeiertages aktueller denn je. „Damals haben die Menschen selbst über ihre Zukunft, ihr Schicksal und jenes der kommenden Generationen entschieden. Und sie haben richtig entschieden. Auch heute sollte es den Österreicherinnen und Österreichern ermöglicht werden, selbst über die ihr Leben bestimmenden Themen entscheiden zu dürfen“, tritt Darmann für die längst fällige Stärkung der direkten Demokratie in Österreich ein. Derzeit würden sich Regierungspolitiker viel zu oft über die Meinung des eigenen Volkes hinwegsetzen, wie man am Beispiel der unkontrollierten Massenzuwanderung unter dem Deckmantel des Asyls leider sehen könne. Darmann tritt entschieden gegen jede Slowenisierung der Kärntner Landes-

verfassung etwa durch die generelle Verankerung von Slowenisch als zweiter Amtssprache mit allen daraus resultierenden Folgen ein. Darüber hinaus dürfe es auch keine Benachteiligung von rein deutschsprachigen Lehrern bei der Besetzung von Direktoren-Posten im Geltungsbereich des Minderheitenschulwesens geben. „Die slowenische Volksgruppe in Kärnten wird bereits mit großzügigsten Förderungen des Bundes, des Landes und der Gemeinden bedacht, ganz im Gegensatz zu den Altösterreichern in Slowenien. Daher lehne ich auch das ständige unverantwortliche Zündeln seitens einiger selbsternannter und unbelehrbarer Vertreter der Minderheit ab“, weist der Kärntner FPÖ-Chef jüngste Forderungen von Rudi Vouk nach weiteren zweisprachigen Wegweisern und Ortstafeln sowie einer Ausweitung der zweisprachigen Gerichtsbarkeit in Kärnten zurück.


10. OKTOBER

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LANDWIRTSCHAFTSKAMMER-WAHL

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Freie Hand für`n Bauernstand! Unsere Hand für`n Bauernstand! Manfred Muhr und das Team der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft Kärnten haben sich entschlossen, bei den Landwirtschaftskammerwahlen am 6. November anzutreten und die absolute Mehrheit des schwarzen Bauernbundes zu brechen. Viele Bäuerinnen und Bauern fühlen sich von der bisherigen Agrarpolitik verraten und verkauft. Jetzt gilt es, der Wahrheit ins Auge zu schauen und den Bauern die Hand zu reichen!

Faires Einkommen für ein sicheres Auskommen Die Agrarpolitik der Bundesregierung und der EU schränkt die Freiheit des Bauern weitgehend ein. Innerhalb der festgelegten Rahmen ist es beinahe unmöglich geworden, ein vernünftiges Familieneinkommen zu erwirtschaften. Während Auflagen und Kosten immer stärker steigen, verfallen die Preise für beste bäuerliche Erzeugnisse. Ungeachtet dessen verzeichnen die heimischen Konsumenten enorm hohe Lebensmittelkosten, obwohl die bäuerlichen Ein-

kommen immer stärker sinken. Teures Bauerngeld versickert in nicht nachvollziehbaren Marketingmaßnahmen. Wir sagen: Der Bauer muss wieder die Möglichkeit haben, die Preise selbst zu gestalten. Dafür braucht es die Unterstützung einer echten Interessensvertretung.

Unternehmen Bauernhof statt Abspreisung mit Subventionen Wir sehen den Bauernhof als kleines, aber funktionierendes Unternehmen, das Gewinn abwerfen soll. Die Agrarpolitik der letzten Jahre hat den Bauern immert mehr Entscheidungen aus der Hand genommen. Der freie Bauer wurde zum Subventionsempfänger degradiert und vom Fördertropf abhängig gemacht. Wir sagen: so wie die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der übrigen Wirtschaft gefördert wird soll dies auch für die Landwirt-

schaft gelten. Wir brauchen sichere und kalkulierbare Einkommen sowie eine gerechte, soziale Heimat für die weichende Generation.

Faire Preise für heimische Qualität! Derzeit müssen die Bäuerinnen und Bauern hohe Werbebeiträge an die AMA (Agrarmarkt Austria) abliefern. Das AMA-Zeichen ist aber in den letzten Jahren vom Qualitäts- zum BilligSiegel geworden. Mit dem AMA-Siegel versehene Produkte bester österreichischer Qualität sind mittlerweile billiger als die Eigenmarken der Supermarkt-Ketten. Wir wollen wieder faire Preise für heimische Qualitätserzeugnisse!


LANDWIRTSCHAFTSKAMMER-WAHL

Gerechte Bauernpensionen statt Asylanten-Millionen! Während ältere Bäuerinnen und Bauern, die ihr Leben lang auf ihren Höfen hart gearbeitet und damit einen wertvollen Beitrag für die österreichische Volkswirtschaft geleistet haben, heute im Durchschnitt nur 620 Euro Pension bekommen, erhalten Asylanten und Einwanderer aus der sogenannten Grundsicherung des Staates wesentlich mehr. Wir stehen für gerechte Bauern-Pensionen statt AsylantenMillionen!

Das Resultat schwarzer Agrarpolitik: Weniger Einkommen, mehr Belastungen! Statt den Bäuerinnen und Bauern in Folge der stark gesunkenen Einkommen wirksam zu helfen, hat die schwarze Agrarpolitik auf Bundesebene mit kräftiger Unterstützung der schwarzen Landwirtschaftskammern zuletzt die Einheitswerte massiv erhöht. Nun stehen den Bäuerinnen und Bauern enorme Mehrbelastungen, etwa bei der Sozialversicherung ins Haus. Und das, obwohl die Bäuerliche Sozialversicherung derzeit jährlich auch noch staatliche Zuschüsse in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro braucht. So kann es nicht weitergehen! Die Agrarpolitik muss dem Bauernstand die Hand reichen und Entlastungen umsetzen, statt neue Belastungen zu erfinden.

Natura 2000: Nein zur stillen Enteignung der Kärntner Bauern! Angesichts der Liste von weiteren 30 sogenannten Natura-2000Schutzgebieten, die die Kärntner Landesregierung samt ÖVP-Agrarreferent Benger und Koalitionspartner Holub (Grüne) durchboxen will, warnt die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft vor einer stillen Enteignung der heimischen Bauern. Natura2000-Gebiete sind nur dann sinnvoll,

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wenn die Landwirte als Grundeigentümer von vorneherein in die geplante Grenzziehung eingebunden sind und das Land die Garantie dafür übernimmt, dass die bisherige Wertschöpfung der Bauern nicht beeinträchtigt wird.

TTIP und CETA bedeuten Todesstoß für Kärntner Bauern! Die österreichische Agrarpolitik hat sich mit Haut und Haar der Europäischen Union untergeordnet. Und die EU steht unter dem Druck der USA und Kanada, möglichst rasch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA zu beschließen. Wie es aussieht, soll mit juristischen Tricks das Einstimmigkeitsprinzip innerhalb der EU umgangen werden. Sollte die österreichische Bundesregierung in dieser Frage vor Brüssel und Straßburg in die Knie gehen, bedeutet dies den endgültigen Todesstoß für die klein-strukturierte Kärntner Landwirtschaft. Nur die Freiheitlichen mit HC Strache und Norbert Hofer sind in dieser Frage glaubwürdige und ernstzunehmende Gegner von TTIP und CETA.

Service und konkrete Hilfe statt Sand in die Augen streuen! Manfred Muhr und die Kandidatinnen und Kandidaten der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft wollen den Kärntner Bäuerinnen und Bauern auch weiterhin auf Augenhöhe begegnen und mit Rat und Tat, mit Herz und Hand zur Verfügung stehen. Genug geschwafelt! Jetzt muss es auch in der Kärntner Landwirtschaftskammer zu einem Umdenken im Sinne der Bauern kommen!

Das Team der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft mit Spitzenkandidat Manfred Muhr und Landesrat Gernot Darmann. Wahlziel ist das Brechen der absoluten Mehrheit des ÖVP-Bauernbundes.

FPÖ beharrt auf CETAVolksabstimmung! Weil die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP immer deutlicher von ihrem Versprechen, das höchst umstrittene Freihandelsabkommen CETA zu unterzeichnen, abrücken, sehen sich die Freiheitlichen mit EU-Abgeordneten Franz Obermayer und Nationalratspräsident Norberet Hofer weiterhin den Österreichern und vor allem der heimischen Landwirtschaft im Wort. „Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass aufgrund meiner Haltung der Widerstand von Juncker und Kollegen gegen meine Wahl massiv anhalten wird, aber ich werde meine Linie nicht aufgeben. Diesem Druck werde ich standhalten, denn ich sehe mich auf der Seite der österreichischen Bevölkerung“, bekräftigt Hofer, der seinen grünen Mitbewerber um das Bundespräsidentenamt ersucht, eine klare Aussage zu tätigen, ob er den CETA-Staatsvertrag unterschreiben werde. Bundeskanzler Kerns offensichtlich geplante Zustimmung zu CETA dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das europäisch-kanadische Abkommen nach wie vor zahlreiche Probleme in sich berge und in Wahrheit „TTIP durch die Hintertür“ darstelle. Mit CETA fallen auch Umweltstandards und Arbeitnehmerrechte. Außerdem wird der Privatisierung der Wasserversorgung Tür und Tor geöffnet.

Veranstaltungshinweis EU-Abgeordnmeter Franz Obermayer und FPÖ-Agrarexperte KV Manfred Muhr diskutieren am 20. Oktober um 19:30 Uhr im Kulturhaus Afritz über die CETAProblematik.

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NORBERT HOFER

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Bundespräsidentschaftskandidat Ing. Norbert Hofer

WÄHLEN war noch nie so WICHTIG wie jetzt Die Welt befindet sich im Umbruch. Brutaler Islamismus, blutiger Terror und das Leid Unschuldiger sind alltäglich geworden. Auch Österreich ist aufgrund einer verantwortungslosen Zuwanderungspolitik und jahrelanger Einsparungen bei der Sicherheit des Landes in echter Gefahr. enn unser Land den falschen Weg fortsetzt, dann werden es unsere Kinder in Zukunft sehr schwer haben. Jetzt können Sie aber mit Ihrer Stimme das richtige Signal setzen. Wählen wir mit Norbert Hofer einen Bundespräsidenten, der Österreich schützt und durch seine politische Erfahrung in hohen Funktionen sowie durch seine Stärke in der Verhandlungsführung bestmögliche Ergebnisse für unser Land erzielt.

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Norbert Hofer hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Leitbetrieben in

Österreich einen Weg zu finden, um unsere Wirtschaft wieder zu stärken und neue Arbeitsplätze im Land zu schaffen. Klein- und Mittelbetriebe müssen von bürokratischen Hürden befreit werden. Und wer auf Dauer Steuern senken will, der braucht eine effiziente Verwaltung und kluge Organisationsabläufe. Die Vorschläge des Rechnungshofs müssen umgesetzt werden. Norbert Hofer schützt Österreich zudem vor dem umstrittenen Freihan-

NORBERT HOFER

BUNDESPRÄSIDENT

Einer mitten im Leben

„ Sport – am besten in der Natur – ist für mich ein wichtiger Ausgleich. Da kann ich abschalten und zugleich frische Energie tanken für meine politische Arbeit für unser Österreich.

Geboren 1971, ist verheiratet und hat vier Kinder Nach Abschluss der HTL für Flugtechnik war er etwa Systemtechniker und Bordingenieur bei der Lauda Air 1994 Einstieg in die Politik und Dritter Präsident des National-rates seit 2013 Ein schwerer Unfall 2003 beim Paragleiten: Trotz schlechter Prognosen kämpft er sich mit eisernem Willen aus dem Rollstuhl heraus und kann heute wieder gehen Seine Stärken sind Willenskraft und Optimismus Seine Lebensphilosophie lautet: Hart in der Sache, verbindlich im Ton

delsabkommen TTIP, das den heimischen Konsumenten schaden würde. Er wird TTIP als Bundespräsident nicht unterschreiben, sondern er will darüber die Österreicher befragen. Die direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz ist ihm ein echtes Anliegen. Damit gibt er den Bürgern ihre Stimme zurück. Norbert Hofer ist ein positiver Mensch, der unser Vertrauen verdient. Er wird ein besonnener und durchsetzungsfähiger Präsident sein, der auf der Seite der Österreicher steht!


… uns Österreicher gegen die Gefahren einer falschen Zuwanderungspolitik verteidigt. Wir Österreicher haben ein Recht auf unsere Heimat und auf Schutz vor Islamismus und Gewalt. … Österreich respektvoll und selbstbewusst in der Welt vertritt. Österreich muss souverän sowie selbstbestimmt handeln und soll Partner statt reiner Befehlsempfänger der EU-Kommission sein. … für eine bürgernahe Europapolitik eintritt und nicht zulässt, dass wir für die Schulden anderer Länder haften müssen. Österreich muss seine eigenen Finanzen für künftige Generationen in Ordnung bringen. … nicht zulässt, dass unser Sozialsystem missbraucht und zerstört wird. Die Grünen wollen noch mehr Menschen aus dem Ausland nach Österreich holen, die keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben und von der Mindestsicherung leben. … unsere Arbeitsplätze und unsere Betriebe gegen Verdrängung und Lohndumping schützt. Unsere Betriebe sind erstklassig und unsere Arbeitnehmer leisten echte Wertarbeit. Das soll sich in Zukunft auch wieder lohnen. … dafür sorgt, dass unser Bundesheer wieder gestärkt wird und unsere Polizisten bei ihrer gefährlichen Arbeit mehr Unterstützung erfahren. Unsere Straßen und Plätze sollen wieder sicherer werden. … Frauen und Kindern besonderen Schutz zukommen lassen will. Gewalt gegen Frauen und Kinder verdient keine Toleranz. … das Freihandelsabkommen TTIP nicht unterschreibt und gleichzeitig unser Recht auf einen umfassenden Gebrauch von Bargeld verteidigt. … sich wirklich für uns einsetzt, anstatt nur davon zu reden. Das gilt für die Sicherheit der Pensionen, für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, für die Pflege alter und behinderter Menschen und für die kommenden Generationen. … für eine Senkung von Steuern plädiert, anstatt neue Steuern zu fordern. … weiß, dass in einer Demokratie die Menschen die höchste Instanz sind. Politiker folgen erst danach. Deshalb steht er auch für mehr direkte Demokratie und gibt den Österreichern damit ihre Stimme zurück. … die alltäglichen Sorgen der Menschen im Land versteht und aufgrund seines schweren Unfalls vor vielen Jahren weiß, wie man mit einem Schicksalsschlag umgehen kann.

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Ich mag ‚Maschinen‘ aller Art und bastle und schraube gerne – als gelernter Flugzeugtechniker kein Wunder. Und als Frühaufsteher kann ich in meinem Büro schon viel erledigen.

„ Ja, ich bin ein leidenschaftlicher Familienmensch. Meine Frau und meine Kinder geben mir Kraft und Sicherheit und sind mein sicherer Hafen gerade in schweren Zeiten. Und Jessi passt auf uns alle auf.

Wir Österreicher vertrauen Norbert Hofer, weil nur er ...

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NORBERT HOFER


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AUSLÄNDER

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Bei Kärntnern wird gespart, aber für Asylwerber ist kein Aufwand zu teuer Die Ergebnisse der Landesflüchtlingsreferentenkonferenz sind für den Kärntner FPÖ-Obmann Landesrat Gernot Darmann eine "weitere Selbstbeweihräucherung ohne tatsächlichen Nutzen für die heimische Bevölkerung". andeshauptmann Peter Kaiser habe es wieder einmal verabsäumt, die Interessen der Kärntnerinnen und Kärntner zu vertreten.

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"Anstatt endlich die Abschaffung des Durchgriffsrechts des Bundes zur Unterbringung von Asylwerbern zu fordern, hat LH Kaiser die Fortsetzung der fatalen Willkommenskultur erneut abgenickt", kritisiert Darmann.

Für den Kärntner FPÖ-Obmann muss das offene Umgehen der geltenden Zuwanderungsbestimmungen endlich

beendet werden. "Es gibt keine Alternative zu einem absoluten Asyl-und Zuwanderungsstopp. Alles andere ist unserer Bevölkerung nicht mehr zumutbar", so Darmann unter Verweis auf die Milliardenkosten für die österreichischen Steuerzahler. Darmann kritisiert insbesondere die geplante Erhöhung des Tagessatzes für Asylwerber mit speziellem Betreuungsbedarf auf 150 Euro.

Schächten ist Tierquälerei:

Darmann fordert österreichweites Verbot! Kompetenz zählt

Tierschutzreferent Landesrat Gernot Darmann lehnt die rituelle Schlachtung von Tieren ohne vorausgehende Betäubung, das sogenannte Schächten, generell ab.

Am 7. und 8. November 2016 treten Dr. Andreas Skorianz und die Liste AUF bei den Personalvertretungswahlen im Landesdienst an. Der Öffentliche Dienst leistet für unsere Bevölkerung täglich hervorragende Arbeit. Die Infrastruktur des Landes muss jeden Tag in Schuss gehalten werden. Entscheidungen werden trotz komplizierter Gesetze rasch und unbürokratisch erledigt. „Meine juristische Erfahrung möchte ich mit ganzer Kraft in der Personalvertretung einbringen”, sagt Dr. Andreas Skorianz, der in der letzten Periode als Vorsitzender des Rechtsausschusses gemeinsam mit den Vertretern der anderen Fraktionen Vieles bewegen konnte. Seine Kompetenz zählt im Landesdienst.

„Tierquälerei bleibt Tierquälerei und darf nicht durch gesetzliche Bestimmungen relativiert werden. Da die Argumente gegen das Schächten augenscheinlich sind, bin ich guter Dinge, dass wir in der kommenden Regierungssitzung eine einheitliche Linie finden und eine Resolution an die Bundesregierung für ein Verbot des

Schächtens verabschieden können“, so Darmann. In anderen europäischen Ländern wie der Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweden, Dänemark, den Niederlanden oder Polen hat sich diese Haltung bereits durchgesetzt. Ein Tiermassaker in der Steiermark hat zuletzt für große Empörung in der Bevölkerung gesorgt.


OFFENER BRIEF

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Die FPÖ protestierte mittels offenem Brief gegen die Landtagssitzung am 10. Oktober 2016

Klubobmann Mag. Christian Leyroutz: Offener Brief an Kärntens Landtagspräsident Rohr Sehr geehrter Herr Landtagspräsident Reinhart Rohr! Die für den 10. Oktober, dem Kärntner Landesfeiertag, anberaumte Landtagssitzung, die nur den Tagesordnungspunkt „Bericht des 1. Präs. Ing. Rohr über das Ergebnis des II. Angebotes betreffend den Erwerb von landesbehafteten Schuldtiteln durch den Kärntner Ausgleichszahlungs-Fonds mit anschließender Debatte“ beinhaltet, stellt für uns FPÖ-Abgeordnete einen Missbrauch des „Hohen Hauses“ dar und ich appelliere eindringlich an Sie, diese SPÖ-Inszenierung abzusagen. Wir protestieren entschieden gegen die politische Vereinnahmung des Kärntner Landesfeiertages durch die SPÖ. Am 10. Oktober gilt es dem Abwehrkampf und der Volksabstimmung zu gedenken. Wir sehen es als Affront an, die Angebotsannahme der Heta-Gläubiger auf eine Stufe mit dem Kärntner Landesfeiertag zu stellen, an dem wir all jenen die Ehre erweisen, die ihr Heimatland Kärnten mit Leib und Leben verteidigt haben. Zudem gibt es am 10. Oktober weder etwas über die Heta-Lösung zu berichten was Neuigkeitswert hätte, noch etwas was zu feiern wäre. Im Gegenteil, wir wissen bereits durch den Kärntner Ausgleichszahlungsfonds, dass Heta-Gläubiger 98,4 Prozent der Anleihen eingereicht haben. Bekanntlich hat auch nicht LH Peter Kaiser oder Finanzreferentin Gabriele Schaunig-Kandut das Angebot an die Gläubiger verhandelt, sondern Finanzminister Schelling. Kärntens verantwortliche Politiker haben alle Vorgaben lediglich kritiklos abgenickt und umgesetzt. Landeshauptmann Peter Kaiser muss sich den Vorwurf gefallen lassen und auch mit seinem Gewissen vereinbaren, rechtlich nicht einmal überprüft zu haben, ob Kärnten überhaupt haftbar ist. Er hat sogar den einstimmigen Landtagsbeschluss ignoriert, dies zu tun. Kärnten wird nun, mit zusätzlichen 1,2 Milliarden Euro verschuldet, obwohl wir auch durch die Ergebnisse des Hypo-Untersuchungsausschusses nachweislich wissen, dass die Bundesregierung die Hypo ohne Notwendigkeit verstaatlicht und für die Zeit danach rund fünf Milliarden Euro an Verlusten zu verantworten hat. Kärnten kennt bis dato die Konditionen des Kredites nicht und hat auch keinen Plan, wie diese Kreditrückzahlung zu bewerkstelligen ist. Wenn man weiß, dass Kärnten in dieser Legislaturperiode ohne Heta-Belastung anstatt Schulden abzubauen rund 500 Mio. Euro neue Schulden angehäuft hat, so weiß man auch, dass Kärnten mit dieser Angebotsannahme nichts zu feiern hat, sondern Jahrzehnte am Gängelband des Bundes hängen wird. Diese Tatsachen, die nicht wegzuleugnen sind, im Zuge des Kärntner Landesfeiertages bejubeln zu wollen, erachten wir Freiheitliche als Missbrauch des Hohen Hauses, für den wir nicht zur Verfügung stehen wollen. Einen Vorgeschmack hat uns LH Kaiser bereits gegeben, indem er den kommenden 10. Oktober als „Tag der Befreiung Kärntens aus einer das Land erstickenden Zwangsjacke“ bezeichnet hat. Mit freundlichen Grüßen

Mag. Christian Leyroutz Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten

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AGRAR POLITIK

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Landwirtschaftskammer-Wahl im Zeichen massiver Einkommensverluste der Bauern! Der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, sowie der Fraktionssprecher der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft, LK-Vorstand Manfred Muhr zeigen sich über die Rückmeldungen der FPÖ-Gemeindevertreter betreffend die Erstellung der LK-Wählerverzeichnisse alarmiert. ach wie vor kann eine korrekte Vorgehensweise der kommenden LK-Wahl am 6. November nicht garantiert werden, erklärte Leyroutz, der auch auf entsprechende Stellungnahmen des Städte- und Gemeindebundes verweist. Bekanntlich sind in der neuen Wahlordnung die Wahlberechtigung für Familienangehörige wie Ehepartner, Lebensgefährten mitarbeitende Kinder und Altbauern

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Mitte Oktober, um Liquiditätsproblemen auf den Höfen entgegen zu wirken. Im nächsten Jahr wäre auch die Möglichkeit gegeben, das Programm der gemeinsamen Agrarpolitik zu evaluieren. Damit wäre es wieder möglich eine gekoppelte Mutterkuhprämie und Milchkuhprämie einzuführen, schlägt Muhr vor.

neu definiert. Die neue LK-Wahlordnung ist aus der Sicht der Freiheitlichen „nicht umsetzbar“. Die massiven Einkommensverluste der Bauernschaft von 25 Prozent innerhalb nur eines Jahres (von 2014 auf 2015) thematisierte LK-Vorstand Manfred Muhr. Er forderte die Vorverlegung der Auszahlungstermine für ÖPUL-Ausgleichszulage und Betriebsprämie auf

HETA-„Lösung“: BLITZ LICHT

Fest der Freiheit Labg. Franz Pirolt besuchte als Vertreter des FPÖ-Landtagsklubs das Fest der Freiheit von KABLandesobmann LAbg. a.D. Fritz Schretter. Mit dabei auch der Obmann der „Istriani“, Dr. Massimiliano Lacotta. Bei der Festveranstaltung sprachen sich Vertreter des Abwehrkämpferbundes erneut für eine rasche Anerkennung und finanzielle Förderung der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien aus.

Sicher kein Tag zum Jubeln!

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Verbot der Aufrechnung allfälliger eigener Ansprüche des Landes Kärnten gegen Forderungen des Bundes vereinbart wurde.

Der Landesrat verweist darauf, dass der Kärnten auferlegte Betrag von 1,2 Mrd. Euro ohne jede Besserungsklausel zugunsten Kärntens für den Fall einer besseren Verwertung der HETA-Assets fixiert wurde, dass es keine Informationsrechte für das Land Kärnten gegenüber dem Bund gibt und dass ein

Der Kärntner FPÖ-Chef kritisiert einmal mehr, dass seitens SPÖ, ÖVP und Grüne bisher kein Finanzierungskonzept vorgelegt wurde. „Die Kärntnerinnen und Kärntner wissen noch immer nicht, wie die Regierungskoalition von SPÖ, ÖVP und Grünen ihnen in den nächsten 30 Jahren das Geld aus der Tasche ziehen wird. Diese wichtige Information der Rückführung eines 1,2 Milliarden Euro Kredites ist bis dato von Kaiser, Schaunig und Co bewusst verschwiegen worden. Jene Personen, die im Jahr 2004 aktiv zu den Landeshaftungen beigetragen haben, gerieren sich jetzt als große Befreier. Das ist ein Treppenwitz der Geschichte!“, kritisiert Darmann.

ie nahezu 100-prozentige Mehrheit bei der Annahme des HETA-Angebotes zeigt, dass das Land Kärnten bei der Erstellung des Angebotes von Finanzminister Schelling über den Tisch gezogen wurde und wir für die Verfehlungen der Bundesregierung gerade stehen müssen, betont der Kärntner FPÖ-Obmann Landesrat Gernot Darmann unter Hinweis darauf, dass die Gläubiger in wenigen Wochen 90 Prozent des ursprünglichen Nominalwertes in bar kassieren können.


KOMMUNALES

KÄRNTNER NACHRICHTEN

Bürgermeister Max Linder hat mit ruhiger Hand die Hochwasserkatastrophe von Afritz gemanagt. Im Bild Landesrat Gernot Darmann und WK-Vizepräsident Günter Burger mit Vertretern des Bundesheeres und der Feuerwehr. Mit dabei auch RFJObmann Roman Linder, der als Kandidat für die Landwirtschaftskammerwahlen auch auf die schwierige Lage der betroffenen Landwirte aufmerksam machte.

Sicherheitsfrage in Kärnten noch ungeklärt Das im Rahmen des 63. Österreichischen Gemeindetag durch Innenminister Wolfgang Sobotka vorgestellte Projekt „Gemeinsam. Sicher in Österreich“ stößt bei der FPÖ auf harsche Kritik. onkret geht es darum, in den Gemeinden eine Sicherheitsstruktur aufzubauen. Sicherheitsbeauftragte aus der Bevölkerung sollen als Schnittstelle zur Polizei dienen und das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung damit stärken. Für Kärntens Gemeindebund-Vizepräsident und FPÖ-Bürgermeister aus Afritz, Max Linder, ist dies jedoch nichts anderes als das Abschieben von Verantwortung an die Gemeinden über die Hintertüre. „Für die Sicherheit ist der Bund zuständig und das sollte auch so bleiben“, zeigt sich Linder überzeugt.

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„Einerseits streicht man Polizeidienststellen, und auf der anderen Seite sollen dann die Bürger vor Ort für ihre eigene Sicherheit Sorge tragen“, bringt Linder die Intention des Pilotprojektes auf den Punkt. Die Forderung Sobot-

kas nach einem Paradigmenwechsel bzw. seine Aussage, dass künftig das gemeinsame Arbeiten mit der Bevölkerung in die polizeiliche Kultur und das öffentliche Leben einziehen soll, bezeichnet Linder als gefährliche Drohung. „Jeder Bürger kann sich bisher immer und überall an die Polizei wenden. Das Problem ist jedoch, dass Polizeidienststellen immer dünner gesät sind. Dieses Manko und diese Fehlentwicklung gilt es zu beseitigen“, so Linder. Die Gemeinden sind mit immer höheren finanziellen Belastungen vor allem in den Bereichen Gesundheit, Asyl und Mindestsicherung konfrontiert, die es auszugleichen gilt. „Das muss auch beim Finanzausgleich zum Tragen kommen“, verlangt Linder für die FPÖGemeindepolitiker.

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Mölltaler Bürgermeister beklagen Behinderungen beim Hochwasserschutz Für heftige politische Turbulenzen sorgte ein verzweifelter Brief des Wasserverbandes Mölltal an die Mitglieder der Kärntner Landesregierung. In diesem schildern sieben Bürgermeister des Mölltales, wie umständlich und schwerfällig die Genehmigung von Schutzbauten erfolgt. Wörtlich klagen die Bürgermeister: „Wenn Entwässerungsmaßnahmen zur Rutschungs- oder Hangstabilisierung vorzunehmen sind, sind derzeit im naturschutzrechtlichen Verfahren aufwändige Erhebungen und Kartierungen zur Feststellung von Ersatzleistungen durchzuführen. Anschließend müssen die betroffenen Gemeinden die Kosten für Ersatzlebensräume tragen bzw. Ersatzgeldbeiträge zahlen.“ Die Mölltaler Bürgermeister fordern daher eine dringende Korrektur. Sie und der Gemeindebund beklagen, dass die Naturschutz-Bürokratie sogar die Errichtung von Schutzbauten verteure und verkompliziere.

Es sei absurd, wie unter GrünenLandesrat Holub die Naturschutzgesetze vollzogen werden und für die Bevölkerung lebenswichtige Baumaßnahmen unter anderem im Mölltal verbürokratisiert werden, erklärt dazu der Oberkärntner FPÖ-Abgeordnete Christoph Staudacher. Ein Gesetz, das jahrelang klaglos funktioniert hat, sei jetzt dringend reparaturbedürftig, weil die Grünen es seit drei Jahren so anwenden, dass nicht einmal der Hochwasserschutz gelinge.

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GRENZSCHUTZ

KÄRNTNER NACHRICHTEN

KURZ MELDUNGEN

Almkirchtag Stammgäste auf dem traditionellen Kirchtag auf der Mühldorfer Alm sind KO Mag. Christian Leyroutz und LR Mag. Gernot Darmann. Bürgermeister NR Erwin Angerer konnte auch heuer wieder hunderte Wanderer begrüßen. Sein „Getränkeautomat“ mit Durchlaufkühler aus kristallklarem Bergwasser wurde kärntenweit bekannt.

Villacher Kasernen erhalten! Traditionstag in der Villacher Rohr-Kaserne mit prominenten Besuchern: LAbg. Roland Zellot und Stadtrat Erwin Baumann gedachten gemeinsam mit den Gemeinderäten Mag. Katrin Nießner, Willi Fritz und Alfred Waldner der Soldaten. Politisch sprach sich der FPÖ-Gemeinderatsklub mit Klubobfrau Elisabeth DieringerGranza erst kürzlich für den Erhalt aller drei Villacher Kasernenstandorte aus. Stadtparteiobmann Erwin Baumann verlangte konkrete Aufklärung über immer wiederkehrende Aussagen, das Verteidigungsministerium werde in der Draustadt eine neue Großkaserne errichten.

Keine weitere Aufnahme von Migranten! Neue Fluchtrouten über Italien erfordern strenge Grenzschutzmaßnahmen. In Afrika machen sich hunderttausende Menschen auf den Weg nach Europa. ach jüngsten Berichten über eine neue Asyl-Route über den Plöckenpass und immer häufigere Aufgriffe von Schwarzafrikanern auf der Südautobahn und rund um Udine, appelliert der Kärntner FPÖ-Obmann Landesrat Gernot Darmann an die Bundesregierung, endlich alle notwendigen Grenzschutzmaßnahmen zu ergreifen. „Weiteres Zusehen ist unverantwortlich. Heuer zählt Italien schon über 130.000 Migranten aus Afrika, die illegal den gefährlichen Seeweg nehmen und dann weiter nach Österreich oder Deutschland wollen. Binnen einer Woche wurden von der italienischen Küstenwache weitere 10.000 Migranten aus dem Mittelmeer aufgelesen und entgegen jeder Vernunft nach Italien anstatt zurück in ihr Ausgangsland gebracht. So wird auch die Schlepperei weiter gefördert“, kritisiert Darmann, der auch von Sicherheitsreferent LH Peter Kaiser endlich Initiativen gegen weitere Zuwanderung erwartet.

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Nach den alarmierenden Berichten aus Italien seien wirkungsvolle Grenzschutzmaßnahmen ein Gebot der Stunde. „Nach geltenden nationalen und internationalen Vereinbarungen, darf es für Personen, die aus einem sicheren Drittstaat kommend in Österreich um Asyl ansuchen wollen, kein Betreten des Staatsgebietes geben.

Diese sind an der Grenze zurückzuweisen. Bisher wurde politisch viel zu wenig unternommen. Die Regierung muss dringend die notwendigen Personalressourcen zur Verfügung stellen, um mit Bundesheer und Exekutive unsere Grenzen wirksam kontrollieren zu können“, so der Kärntner FPÖ-Obmann. Österreich vertrage keine weitere unkontrollierte Massenzuwanderung unter dem Deckmantel des Asyls. „Leider hat sich auch bei der Konferenz der Landeshauptleute und bei der Diskussion um den Stundenlohn für Arbeitsleitungen der Asylwerber wieder gezeigt, dass SPÖ und ÖVP Probleme lieber verwalten wollen, anstatt diese endlich abzuschaffen. Eine weitere Massenzuwanderung ist unserer Bevölkerung nicht mehr zumutbar“, betont Darmann unter Verweis auf die Milliardenkosten für das österreichische Sozialsystem, die hohe Arbeitslosigkeit und die bereits bestehenden Sicherheitsrisiken. „Auch die Polizei bestätigt, dass in Kärnten aufgegriffene Migranten kurz darauf wieder untertauchen und niemand weiß, wohin sie gehen. Das ist ein unhaltbarer Zustand im Hinblick auf die Sicherheit unserer Bevölkerung“, so der FPÖ-Chef.


KLAGENFURT

KÄRNTNER NACHRICHTEN

Fachhochschule in der Klagenfurter Innenstadt:

Von Leerflächen zu Lehrflächen! In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Klagenfurter Vizebürgermeister Christian Scheider und Stadtrat Wolfgang Germ präsentierte der Kärntner FPÖ-Obmann Landesrat Mag. Gernot Darmann kürzlich seine Idee von der Umsetzung eines Bildungszentrums in der Klagenfurter Innenstadt. ir ist seitens des Landes Kärnten die Bildung als entscheidendes Zukunftsthema ein besonderes Anliegen. Meine Vision für die Innenstadt von Klagenfurt ist es, die Entwicklung von derzeit bestehenden Leerflächen zu Lehrflächen zu schaffen. Eine Fakultät der Universität könnte in die Innenstadt ziehen, um damit auch die Studenten in die Stadt zu bringen, so Darmann.

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Klagenfurt sei in Österreich die einzige Universitätsstadt, wo sich das studentische Leben ausschließlich am Stadtrand und nicht in der Innenstadt abspiele. „An Städten wie Graz, Wien, Salzburg, Innsbruck oder Leoben sieht man den positiven Einfluss auf die Belebung der Innenstadt, wenn Universitäten oder Fachhochschulen vor Ort sind. Auch in Kärnten ist es mit der FH Spittal in Zentrumsnähe gelungen, Leben in die dortige Innenstadt zu bringen. Wenn das Gerücht stimmt, dass in Klagenfurt die Fachhochschule vom Südring in Richtung Universität verlegt werden soll, begeht Klagenfurt den nächsten Stadtplanungsfehler. Bürgermeisterin Mathiaschitz muss sich dafür einsetzen, dass die FH ihren Standort in der Innenstadt bekommt“, so Landesrat Darmann, der hier mit dem ehemaligen KTZ-Gebäude auch einen möglichen Standort nennt. „Dieser Standort wäre aber neben anderen Gebäuden nicht nur als Bildungsstandort, sondern aufgrund der Größe zugleich auch als Standort für Studentenwohnungen

geeignet. Wenn wir die Idee von Studentenwohnungen in der Innenstadt umsetzen können, haben wir hier auch ständige Wertschöpfung“, betont Darmann, dem auch eine neue Gründerkultur vorschwebt. „In Klagenfurt könnte auf Fachhochschul- oder Universitätsebene ein ´Master of Entrepreneurship & Innovation´ entwickelt werden, wie es ihn etwa in St. Pölten gibt. Meine Vision ist es, in Klagenfurt Jungunternehmer auszubilden und gemeinsam mit Investoren bzw. Förderern hier auch auf das Know-how dieser Jungunternehmer zurückzugreifen, eine neue Unternehmerphilosophie anzuregen und damit auch wieder für Kärnten etwas zu gewinnen“, so der FPÖ-Obmann.

KURZ MELDUNGEN

Reit-Turnier Stark besetztes Reit-Turnier in St. Margarethen. Auch LAbg. Harald Trettenbrein und LWK-Kammerrätin Rosemarie Schein besuchten gemeinsam mit LR Gernot Darmann die Veranstaltung und überreichte im Auftrag von HC Strache einen Siegerscheck.

Englischer Ball “Very british” hieß das Motto einer Ballveranstaltung im ehrwürdigen Spittaler Schloß Porcia, an dem u.a. auch Vizekanzler a.D. Mag. Herbert Haupt, dessen Gattin und der Oberkärntner FPÖ-Landtagsabgeordnete Christoph Staudacher teilnahmen.

Boule-Turnier Martin Stermitz, Obmann des 1. Kärntner Boule-Clubs und sein prominenter Teampartner KO Christian Leyroutz konnten auch in der diesjährigen Saison zahlreiche Turniere des hierzulande immer beliebter werdenden Sports gewinnen.

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Kärntner Nachrichten  

Ausgabe 04/2016

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