FAMILOTEL® | Familienmagazin 12/2025

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Familien WUNDERLAND

LESEN, SPIELEN & GANZSPASSVIEL

Viel Spaß beim

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Familien-Urlaub im Schnee: Familotel-Hotels für Pisten-Fans

Tipps für einen Advent voller besonderer Familienmomente

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Geschenktipps für die ganze Familie – mit großem Gewinnspiel

Neuigkeiten aus den Familotel-Hotels: Hier wurde für euch umgebaut

beim Lesen!

URLAUBSTIPPS

41 besondere Locations in Gletscheroder Familienskigebieten

FAMILOTEL URLAUBSKATALOG 2026

Hast du schon den Neuen? Jetzt digital lesen oder per Post anfordern

VIEL SPASS IM SCHNEE!

Die wichtigsten Tipps zur perfekten Vorbereitung eures Skiurlaubs

NEUE FAMILOTEL-HIGHLIGHTS

Für magische Familienmomente: Diese Hotels wurden liebevoll modernisiert

EIN ADVENT VOLLER NÄHE

Gemeinsame Zeit statt Schokolade: 24 Ideen für den Adventskalender

GESUND NASCHEN

Plätzchenbacken mit Xylit und Erythrit: Zuckeralternativen im Test

GUTE VORSÄTZE, DIE BLEIBEN

Mit diesen Tipps starten Familien besser ins neue Jahr

WEIHNACHTSGEWINNSPIEL

Ausgesuchte Geschenkideen –und viele gibt‘s auch zu gewinnen!

RICHTIG ATMEN – GESUND LEBEN

Atem-Wissen und Übungen für die kalte Jahreszeit

ENDLICH ZEIT ZUM LESEN

Buchtipps und Leseproben für Kinder und Erwachsene

Der neue Katalog ist da: Jetzt gemeinsam Urlaub planen

Familienurlaub im Schnee

FAMILOTEL-HOTELS

FÜR PISTEN-FANS

41 besondere Locations in schneesicheren oder beschneiten Gletscher- oder Familienskigebieten

FAMILOTELS IM ALLGÄU

ALPHOTEL

Das Alphotel im Herzen des Kleinwalsertals auf 1.200 m Höhe bietet Familien mit Kindern (0–14 Jahre) eine professionelle Kinderbetreuung, eine OutdoorErlebniswelt für Kinder und direkt am Haus ein Übungsgelände fürs Skifahren. Ruhe finden Eltern im hauseigenen Wellnessbereich, während die Kinder im Hallenbad oder auf dem Spielplatz aktiv sind.

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HOTEL BAVARIA

Das Familotel Bavaria im Allgäu bietet als 4-Sterne Familienhotel eine Rundum-Versorgung mit All-Inclusive-Premium, professioneller Kinderbetreuung und großem Outdoor-Spiel-/Naturgelände – ideal für Familien mit Kindern von 0–12 Jahren. Eingebettet in die Berglandschaft rund um Pfronten genießen Eltern Wellness und Panorama, während Kinder Spiel, Abenteuer und Natur erleben.

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beschneiten

Familienskigebieten

ALLGÄUER BERGHOF

Das familienfreundliche 4-Sterne-Superior-Hotel Allgäuer Berghof liegt auf 1.200 m Höhe in Alleinlage im Allgäu und bietet mit Panoramaausblick, riesiger Spiel- und Erlebniswelt sowie großzügigen Indoor-Pools das perfekte WinterUrlaubsziel für Familien. Das Küchenteam setzt auf frische, regionale Zutaten — so wird auch das kulinarische Erlebnis zum Highlight für Groß und Klein.

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SPA- & FAMILIEN-RESORT KRONE

Das Spa- & Familien-Resort Krone im idyllischen Allgäu vereint Generationenurlaub mit herzlicher Gastlichkeit – von liebevoll betreuter Kinderbetreuung über Reitschule bis zum Panorama-Hallenbad mit eigenem Kinderbereich. Das Resort bietet Eltern eine stilvolle Wellnesswelt mit Zirben-Sauna und Beauty-Oase –Familienfreude und Erholung besonders im Winter inklusive.

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FAMILOTEL IM SAUERLAND

HOTEL SONNENPARK

Das „Familienhotel Sonnenpark“ im Hochsauerland bietet auf 18.000 qm ein Rundum-Familienurlaubserlebnis mit großzügiger Bade- und Wasserwelt, exklusivem Panorama-Spa sowie über 1.000 qm Indoor-Abenteuerlandschaft für Kinder. Der perfekte Familienurlaub in direkter Nähe zu Wintersportangeboten in der Region.

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FAMILOTELS IM SCHWARZWALD

HOTEL ENGEL

Das 4-Sterne-Familienhotel Engel in Todtnauberg im Hochschwarzwald liegt auf über 1.000 m Höhe und vereint Natur, Komfort und Familienglück. Kinderbetreuung ab 0 Jahren, Indoor- und Outdoor-Spielwelten, Hallenbad sowie All-InclusivePremium-Verpflegung machen das Hotel zum idealen Ausgangspunkt für einen sorglosen Familienurlaub im Schnee.

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FELDBERGER HOF

Das familiengeführte 4-Sterne-Superior-Hotel Feldberger Hof, hoch oben auf 1.300 m im Naturschutzgebiet Feldberg im Schwarzwald gelegen, bietet auf über 4.000 qm Indoor-Funpark, ein großzügiges Bade- und Wellnessparadies sowie Rund-um-Betreuung für Babys, Kinder und Teens – perfekt für einen entspannten Familienurlaub mit Abenteuern in verschneiter Landschaft

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FAMILOTEL IM ERZGEBIRGE

ELLDUS RESORT

Das 4-Sterne-Familienresort Elldus Resort in Oberwiesenthal im Erzgebirge begeistert Familien mit geräumigen Apartments, einem 2.000 qm großen „Elldus Spa“ samt Kinder-Wellnessbereich und einer riesigen Spielscheune inklusive Ponyhof sowie All-Inclusive-Premium-Verpflegung – ideal für Abenteuer und Erholung gerade in den Wintermonaten.

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FAMILOTEL IM FICHTELGEBIRGE

HOTEL MEIN KRUG

Das familiengeführte 4-Sterne-Familienhotel Mein Krug im idyllischen Fichtelgebirge in Bayern bietet mit großem Hallenbad (330 qm), abwechslungsreichem Kinder- und Baby-Betreuungsprogramm sowie All-Inclusive-PremiumVerpflegung aus regionalen Zutaten perfekten Urlaub für Eltern und Kinder –inmitten von Wäldern, Seen und sanften Bergen.

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FAMILOTEL IM STUBAITAL

ALPENHOTEL KINDL

Das stilvolle Alpenhotel Kindl im idyllischen Stubaital in Tirol bietet Familien mit Kindern von 0–16 Jahren liebevolle Betreuung, Bauernhof-Erlebnisse und Wasserspaß mit Röhrenrutschen. Zudem erwartet Sie eine elegante Wellnesswelt für Erwachsene und ein abwechslungsreiches All-Inclusive-Programm im alpinen Panorama der verschneiten Bergwelt.

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FAMILOTELS IM SALZBURGER LAND

FAMILIENHOTEL OBERKARTEIS

Das 4-Sterne-Familienhotel Familienhotel Oberkarteis im Großarltal kombiniert Bauernhof-Atmosphäre mit modernem Familienkomfort: Dazu gehören ein riesiger Abenteuerspielplatz, eigene Tiere und ein Panorama-Hallenbad mit Kinderbereich. Im Winter erleben Familien Skispaß, beleuchtete Naturrodelbahn, geführte Schneeschuhwanderungen sowie Pferdeschlittenfahrten durch die verschneite Bergwelt.

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HOTEL AMIAMO

Das Boutique-Hotel amiamo – Familotel Zell am See im malerischen Salzburger Land bietet Familien ein Rundum-Sorglos-Erlebnis mit All-Inclusive alkoholfrei, 300 qm Indoor-Playbereich, hoteleigenem Badestrand am Zeller See sowie Top-Lage direkt an Piste & Gondelbahn – ideal für Familien mit Kindern von 0-15 Jahren.

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WELLNESS- & FAMILIENHOTEL EGGER

Das 4-Sterne-Familienhotel Wellness- & Familienhotel Egger in Saalbach-Hinterglemm bietet Familien rundum Betreuung (0–15 J.), eine 1.480 qm grosse Bade- und Wellnessoase mit Indoor- und Outdoorpools sowie direkte Anbindung an das Wintersportgebiet im Salzburger Land. Direkt an der Skipiste gelegen bietet das Hotel Familien unvergesslichen Winterspaß mit Einstieg in den Skicircus direkt vor der Tür.

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POST FAMILY RESORT

Das 4-Sterne-Superior-Hotel POST Family Resort bietet Abenteuer- und Freizeitgelände mit Naturbadesee, Outdoor-Pools, Reiterhof sowie Riesenrutsche –parallel dazu gibt’s ein Adults-Only Dach-Spa-Refugium, täglich bis zu 11 Std. Kinderund Babybetreuung. Familien erwartet im Winter ein wahres Schnee-Erlebnis mit Übungslift direkt am Haus und zwei schneesicheren Skigebieten in der Nähe.

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ZAUCHENSEEHOF

Das 4-Sterne-Familienhotel Zauchenseehof im Salzburger Land ist auf 1.350 m im Hochtal des Zauchensees gelegen und begeistert mit direktem Pisten- und Skipistenanschluss. Familien erwarten über 1.000 qm Indoorspielwelt auf vier Etagen, 57 Stunden/Woche Kinderbetreuung sowie ein modernes Wellness- und Badeparadies inkl. 19-m-Becken, Rutschen und Adults-Only–Spa.

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HOTEL SONNGASTEIN

Das 4-Sterne-Superior-Hotel Familienhotel Sonngastein bietet mit der größten KinderErlebnishalle Österreichs (1.700 qm), Indoor- und Außenpools mit Thermalwasser sowie einem umfassenden Betreuungs- und Jugendprogramm (mindestens 42 Std./ Woche) ein Rundum-Erlebnis für Familien. Familien genießen Skispaß auf über 220 km Pisten, Schneeschuh- und Winterwanderungen direkt ab der Haustüre.

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HABACHKLAUSE FAMILIEN BAUERNHOF RESORT

Das 4-Sterne-Familienhotel Habachklause Familien Bauernhof Resort kombiniert ein liebevoll geführtes Bauernhof-Resort mit Tieren mit einer gelungenen Familienwelt: 4.000 qm Outdoor-Abenteuer- und Wasserspielplatz, umfangreiche Kinder- und Babybetreuung sowie All-Inclusive alkoholfrei-Verpflegung. Im Winter wird das Hotel zum Skiparadies mit eigenem Ski- und Rodelhang inkl. Seillift direkt vor dem Hotel.

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FAMILOTEL IN DEN KITZBÜHELER ALPEN

LANDGUT FURTHERWIRT

Das 4-Sterne-Familienhotel Landgut Furtherwirt in den Kitzbüheler Alpen verbindet Bio-Bauernhof mit Reitstall, Naturbadeteich und großzügiger Spiel- und Betreuungsoase (mind. 70 Std./Woche) für Kinder. Gleichzeitig genießen Eltern All-Inclusive Premium Verpflegung, ein modernes Wellness- und Erlebnisbad sowie ideale Wander- und Wintersportlage.

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FAMILOTELS TIROLER ZUGSPITZARENA

HOTEL TIROLERHOF

Das 4-Sterne-Familienhotel Hotel Tirolerhof liegt auf 1.000 m Höhe in Ehrwald und empfängt Familien mit großartigen Natur- und Outdoor-Erlebnissen. Mit Kinder- und Babybetreuung, Familiensuiten mit Bergblick und Kinderzimmern sorgt das Hotel für entspannten Familienurlaub voller Herzlichkeit und Abenteuer. Der Winterspaß beginnt direkt vor der Tür mit Skipiste, Rodelbahn und Schneeschuh-Wanderungen.

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HOTEL KAISERHOF

Das 4-Sterne-Familienhotel Hotel Kaiserhof in Berwang bietet Familien mit Kindern eine liebevolle Rund-um-Betreuung. Mit Familiensuiten, All-Inclusive alkoholfrei, direktem Skigebiet vor der Tür (Piste, Rodelbahn und Winterwanderwege) und einer Erlebniswelt mit Indoor-Murmelbahn, Wasserspielplatz und Outdoor-Abenteuerspielplatz kommt hier jeder auf seine Kosten.

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FAMILOTEL IN OBERÖSTERREICH

AIGO WELCOME FAMILY

Das 4-Sterne-Superior-Hotel AIGO welcome family im sonnigen Böhmerwald bei Aigen-Schlägl bietet auf rund 40.000 qm ein riesiges Familien- und Wellnessparadies mit 3.000 qm Indoor-Funpark, 2.500 qm Spa-Welt, professioneller Kinderbetreuung und All-Inclusive-Verpflegung für Kinder 0–16 Jahre. Im Winter profitieren Familien von direktem Zugang zu Loipen, Rodelbahnen und Skigebieten.

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FAMILOTELS IN TIROL

HOTEL LÄRCHENHOF

Das 4-Sterne-Familienhotel Familotel Lärchenhof in Obsteig liegt idyllisch auf dem Mieminger Sonnenplateau und überzeugt mit großzügiger Natur- und Spielumgebung, Indoor- und Outdoorspielplätzen sowie liebevoller Kinderbetreuung. Familien erwarten Kinderskikurse am Hausberg Grünberg mit Zauberteppichen, Schlepplift, Rodelbahnen und Langlauf-Loipen — perfekter Familienschnee-Spaß.

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ALMFAMILYHOTEL SCHERER

Das familiengeführte 4-Sterne-Superior-Almfamilyhotel Scherer in Obertilliach thront auf 1.450 m Höhe und verbindet alpine Idylle mit großzügiger Familienbetreuung (mind. 42 Std./Woche) sowie einer Wasser- und Erlebniswelt mit Infinity-Pool und Triple-Slide-Rutsche. Im Winter genießen Familien direkten Zugang zu Skiliften, Loipen und Rodelbahnen.

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FAMILOTELS IN PITZTAL

KINDERHOTEL STEFAN

Das moderne 4-Sterne-Familienhotel Stefan im wunderschönen Pitztal ist ideal für Familien: Mit Kinder- und Babybetreuung, Panorama-Infinity-Pool, Indoor-Spielwelten sowie Wohlfühl-Zimmern erleben Familien sorgenfreie Urlaubstage. Im Winter locken schneesichere Skigebiete wie der Hochzeiger und der Pitztaler Gletscher (bis 3.440 m) mit Kinderschule, Rodelbahnen und Winterwanderwegen.

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KINDERHOTEL SAILER

Das charmante Kinderhotel Sailer im Pitztal bietet Familien eine herzliche Atmosphäre, großzügige All-Inclusive-Verpflegung und liebevolle Betreuung. Im Winter freuen sich Gäste auf schneesichere Skigebiete wie den Hochzeiger und den Pitztaler Gletscher bis 3.440 m sowie auf Rodelbahnen, Winterwanderungen und einen kostenlosen Skibus.

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FAMILOTEL IN OBERBAYERN

DAS BAYRISCHZELL

Das 4-Sterne-Superior-Familienhotel Das Bayrischzell im oberbayerischen Alpenvorland vereint moderne Move-&-Relax-Philosophie mit großzügiger Kinderbetreuung für 0–16 Jährige und All-Inclusive-alkoholfrei-Verpflegung. Im Winter genießen Familien das nahegelegene Skiparadies Sudelfeld mit 31 Pistenkilometern, Snowpark, Tubing und Rodelspaß – sowie Skibus-Zugang in direkter Nähe.

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FAMILOTELS IN KÄRNTEN

RAMSI EUER FAMILIENHOTEL

Das 4-Sterne-Familienhotel Ramsi liegt auf einem 100.000 qm großen Sonnenplateau zwischen Bergen und Seen und bietet fantasiereiche Spielwelten, liebevoll betreute Kinderprogramme sowie Bauernhof-Erlebnisse. Im Winter erleben Familien direkten Zugang zum Skiparadies Nassfeld (ca. 5 Min. entfernt) mit 110 Pistenkilometern, Snowpark, Kinderskischule und Naturrodelbahnen — inkl. kostenlosem Hotel-Skibus.

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HOTEL ALPENGASTHOF HOCHEGGER

Das 4-Sterne-Familienhotel Hotel Alpengasthof Hochegger auf dem 1.530 m hohen Klippitztörl bietet Familien liebevolle Betreuung ab 3 Jahren, zahlreiche Indoor- und Outdoor-Spielwelten sowie All-Inclusive-alkoholfreies VerwöhnPaket. Im Winter beginnt das Schneevergnügen direkt vor der Haustür mit Sessellift, Skischule, Tellerlift und gratis Zauberteppich im Kinderskicenter.

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DER KIRCHHEIMERHOF – SUPERIOR REFUGIUM

Das 4-Sterne-Superior-Hotel Der Kirchheimerhof – Superior Refugium im Biosphärenpark Nockberge begeistert Familien mit Familiensuiten, Indoor- und Outdoorareal, Bauernhoftieren und einer 2.000 qm Wellnesswelt. Im Winter genießen Gäste Ski-In-/ Ski-Out-Anlage direkt an den Pisten von Bad Kleinkirchheim mit rund 100 Pistenkilometern, Zauberteppich für Kinder, Rodelbahnen und Snow-Tubing-Hügeln.

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FAMILOTEL IN MALBUN

FAMILIENHOTEL GORFION

Das 4-Sterne-Familienhotel Familienhotel Gorfion in Liechtenstein liegt auf 1.600 m Höhe und begeistert mit großzügigem Kinder- und Baby-Betreuungsprogramm (80 Std./Woche), Indoor-Baumhaus, Kletterwand und Softplayanlage. Im Winter ist das Haus direkt im Skigebiet Malbun mit 23 Pistenkilometern gelegen –Übungshänge, Zauberteppich und Kinderskischule sind nur wenige Schritte entfernt.

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FAMILOTEL IN SEEFELD/TIROL

HOTEL DAS KALTSCHMID

Das 4-Sterne-Familienhotel Das Kaltschmid vereint zentrale Lage in der Fußgängerzone mit großzügiger Familienwelt – inklusive Panorama-Hallenbad mit Wasserrutsche, Kinderclub ab 3 Jahren und Vollverpflegung mit Kids All Inclusive. Im Winter genießen Familien direkten Zugang zu über 48 km präparierten Pisten, Zauberteppichen für Kinder, gratis Skibus sowie Langlauf-Loipen direkt vor der Tür.

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FAMILOTEL IN DER STEIERMARK

DER PONYHOF – FAMILIENHOTEL UND REITERPARADIES

Der Ponyhof – Familienhotel und Reiterparadies im Hochplateau im Joglland bietet Familien liebevolle Kinderbetreuung, Ponys & Pferde inkl. Reitunterricht, Spielplätze und Bauernhof-Erlebnis in einmaliger Natur. Die Kleinen starten im Winter direkt am Haus auf dem Zauberteppich mit ihrem ersten Ski-Kurs, dazu warten Rodelspaß am Hotelhang, Eislaufen im Freien und herrliche Winterwanderwege.

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FAMILOTEL IN SERFAUS-FISS-LADIS

ADLER FAMILIEN- & WOHLFÜHLHOTEL

Das 4-Sterne-Familienhotel Adler Familien- & Wohlfühlhotel begeistert mit Panoramalage auf 1.400 m Höhe, Familiensuiten, Kinderbetreuung (mind. 42 Std./Woche) und einem kombinierten Familien- & Adults-Wellnessbereich. Im Winter warten unvergessliche Tage im familienfreundlichen Skigebiet mit 214 Pistenkilometern, kindgerechten Hängen, Zauberteppichen und vielseitigem Winter-Aktivangebot.

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FAMILOTEL IN VORARLBERG

HOTEL SONNE BEZAU

Das 4-Sterne-Familienhotel Sonne Bezau im Bregenzerwald begeistert mit liebevoller Betreuung (mindestens 35 Std./Woche), naturnahen Spiel- und Bewegungswelten sowie einer regionalen Küche. Im Winter erwartet Familien eine schneesichere Landschaft – inkl. familienfreundlicher Skigebiete, gratis Skibus-Haltestelle direkt vor dem Hotel sowie Rodelbahnen und Winterwanderwege in unmittelbarer Umgebung.

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FAMILOTEL IM ALPBACHTAL

GALTENBERG FAMILY & WELLNESS RESORT

Das 4-Sterne-Superior-Galtenberg Family & Wellness Resort bietet Familien ein umfassendes Erlebnis: großzügige Kinder- & Babybetreuung (mind. 84 Std./Woche), über 2.500 qm Wellness- & Wasserwelt mit Rutschen und Außenbecken sowie Familiensuiten. Das Resort liegt direkt an den Pisten des Skigebiets Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau (145 Pistenkilometer), mit Übungslift und Zauberteppich am Haus.

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FAMILOTELS IN SÜDTIROL

ALPURA RETREAT

Das luxuriöse 5-Sterne-Familien-Retreat Alpura Retreat in Ratschings verbindet moderne Holzelemente und stilvolle Chalets mit großzügigen Wellness- und Erlebniswelten. In der Winterzeit erwartet Familien ein schneesicheres Skigebiet mit direkter Anbindung, kostenlose E-Shuttle zu den Liften sowie abwechslungsreiche Winteraktivitäten durch die verschneite Bergwelt.

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HOTEL BELLA VISTA

Das familiengeführte Familienhotel Bella Vista auf 1.530 m im Stilfserjoch-Nationalpark bietet moderne Familiensuiten mit Panoramablick, einen beheizten Infinity-Außenpool sowie eine umfassende Kinderbetreuung. Im Winter erwartet Familien ein direkter Einstieg in das Skigebiet bei Trafoi mit Übungshang vor der Haustür, 20 Pistenkilometern, dazu Rodelbahn, Langlaufloipen und geführte Schneeschuhwanderungen.

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HOTEL HUBER

Das familiengeführte Familienhotel Huber in Vals/Mühlbach auf 1.350 m Höhe liegt direkt im Skigebiet Gitschberg-Jochtal mit 55 Pistenkilometern – ideal für Ski In & Out, Rodeln, Langlauf und Winterwanderungen. Neben dem Schnee-Abenteuer wartet auf Familien ein Erlebnisbauernhof mit Spielscheune, Alpakas und Waldpark sowie ein großer Indoor- und Outdoor-Spaß-Bereich für Kinder und Eltern.

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HOTEL ENGEL GOURMET & SPA

Das elegante Familienresort Engel Gourmet & Spa in Welschnofen vereint eine 2.500 qm große Wellness- und Wasserwelt mit hochwertiger Gourmetküche und großzügigen Familiensuiten. Im Winter locken die umliegenden Skigebiete rund um Carezza mit 90 Pistenkilometern sowie Rodelbahnen, Schneeschuh- und Winterwanderungen – perfekt für aktive Familientage im Schnee.

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ALPENHOF DOLOMIT FAMILY

Das familiär geführte Alpenhof Dolomit Family in Rasen/Antholz, kombiniert komfortable Familiensuiten und eine großzügige Wellness- und Spielwelt mit herzlicher Tiroler Gastlichkeit. Im Winter lockt das Haus mit direkter Lage zum Skigebiet am Kronplatz mit über 116 Pistenkilometern, Kinderskikursen, Rodelbahn und Winterwanderwegen durch die verschneite Berglandschaft.

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FAMILY HOME ALPENHOF

Das Family Home Alpenhof in Meransen auf 1.400 m Höhe bietet mit großzügiger Wasser- und Spielwelt, liebevoller Baby- und Kinderbetreuung sowie familiengerechten Apartments ideale Urlaubsbedingungen. Das Skivergnügen startet bereits 200 m vom Hotel beim Anfängerlift, dazu gibt es einen kostenfreien Ski-Shuttle ins Skigebiet Gitschberg-Jochtal samt Rodeln, Schneeschuh- und Winterwanderwegen.

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Hast du schon

schon den Neuen?

Einfach online durchblättern

Per Post bequem nach Hause

Gemeinsam

Entspannen, Neues entdecken und miteinander eine gute Zeit haben bei uns beginnt euer Urlaub schon bei der Planung.

Den Familotel Urlaubskatalog 2026 gibt‘s gratis auf der Familotel-Website: digital lesen oder gleich per Post anfordern unter www.familotel.com/de/urlaubskatalog

Familotel-Website:

www.familotel.com/de/urlaubskatalog

Viel Spaß im Schnee!

Ein Familien-Skiurlaub ist immer dann am schönsten, wenn die wichtigsten

Punkte

vor der Abfahrt erledigt sind. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

DIE PERFEKTE VORBEREITUNG

Erfahrene Skihasen wissen: Entscheidend ist, dass die Skischule frühzeitig gebucht wird. Gerade in Ferienzeiten sind Anfänger- und Kindergruppen schnell voll, oft bereits zwei bis drei Wochen vorher. Auch die Prüfung der Ausrüstung vermeidet unnötigen Stress auf der Piste und gibt ein Sicherheitsgefühl: Sitzen die Skischuhe gut? Ist die Jacke (noch) wasserdicht? Sind Helm und Skibrille noch in Ordnung? Ein kurzer „Anprobe-Abend“ zu Hause ist ein wunderbares Event, das hilft, Druckstellen oder fehlende Teile festzustellen, bevor es hektisch wird. Schon gewusst? Für Helme gilt die Norm DIN EN 1077; ältere Modelle erfüllen diese manchmal nicht mehr.

Wer mit dem Auto anreist, sollte natürlich schauen, wie weit Unterkunft, Skibus oder Parkplatz voneinander entfernt liegen. Viele Regionen bieten Shuttle-Services direkt bis zum Lift – das erleichtert besonders an volleren Tagen den Start. Auch die begehrten Skipässe lassen sich fast überall online kaufen, was Warteschlangen vor Ort vermeidet

DIE EWIGE GRETCHENFRAGE ZUR

AUSRÜSTUNG: LEIHEN ODER KAUFEN?

Für Kinder lohnt sich der Kauf eigener Ski- und Schuhsets meist kaum, da sie innerhalb von ein bis zwei Saisons herausgewachsen sind. Viele Familien entscheiden sich deshalb für Leihmaterial im Skigebiet oder eine saisonweise Miete im Sportgeschäft am Wohnort. Wichtig ist, die Skischuhe zuerst auszuwählen und gut anpassen zu lassen. Schuhe, die drücken, sind einer der Hauptgründe für früh abgebrochene Skitage. Erst im zweiten Schritt sollten Ski in der passenden Länge und Härte ausgesucht werden. Das erspart Diskussionen in der Skischule und schont die Energie der Kinder.

ORGANISATION VOR ORT

Eine einfache Routine erleichtert den Alltag: Alle Skipässe kommen immer in dieselbe Jackentasche. Handschuhe werden abends zum Trocknen direkt ausgebreitet, idealerweise im Skiraum oder auf einem Schuhtrockner. Wer sich kurz vor dem

Schlafengehen schon bereitlegt, was am nächsten Morgen angezogen wird, spart Diskussionen beim Losgehen.

EIN TOLLER SKITAG – MIT KINDERN

Ein sinnvoller Pistentag beginnt mit einer leichten Abfahrt zum Aufwärmen. Danach folgt am besten eine Stunde geführtes Fahren oder Kurszeit. Spätestens nach 60 bis 90 Minuten tut eine Pause gut. Kinder ermüden schneller – häufig reicht eine kurze warme Schokolade oder ein kleiner Snack, um die Stimmung stabil zu halten. Anschließend sind noch ein bis zwei gemütliche Abfahrten möglich. Es lohnt sich, den Tag zu beenden, bevor die Erschöpfung einsetzt. Gute Pausen und ein rundes Ende sorgen dafür, dass Kinder am nächsten Morgen freiwillig wieder auf die Ski steigen.

UND WENN ETWAS NICHT NACH PLAN LÄUFT?

Dann ist das kein Problem. Kinder reagieren stark auf Kälte, Geschwindigkeit und Höhe, daher kann es sein, dass sie am zweiten oder dritten Tag weniger Lust haben. Ein Nachmittag im Schnee ohne Ski – Schneeballschlacht, Bau eines kleinen Iglus, Spaziergang zum nächsten Café – kann oft mehr Entspannung bringen als das Durchziehen eines rigiden Programms. Beim Skiurlaub mit Kindern dreht sich alles um Energiehaushalt, nicht um Pistenkilometer.

WAS GEHÖRT IN DEN KOFFER?

Für den Körper funktioniert das Drei-SchichtenPrinzip am besten: Funktionsunterwäsche direkt auf der Haut, eine wärmende Schicht aus Fleece oder Merino darüber und eine wind- und wasserabweisende Jacke und Hose außen. Skisocken sollte man in ausreichender Anzahl einpacken, da sie langsam trocknen. Ein zweites Paar Handschuhe ist besonders hilfreich, weil nasse Handschuhe ein häufiger Stimmungskiller sind. Am Hals eignet sich ein Schlauchschal besser als ein normaler Schal, weil er nicht verrutscht. Helm und Skibrille sollten mitreisen oder vor Ort fest reserviert werden.

Für den Tag auf der Piste hat sich ein kleiner Rucksack bewährt. Darin sind ein Müsliriegel oder etwas Obst, etwas zu trinken, ein kleines Brillenputztuch, Lippenpflege und Sonnencreme sinnvoll. In der Unterkunft sorgen Hausschuhe, Badesachen und ein vertrautes Hörspiel oder Buch abends für Ruhe und Struktur.

Neue Familotel-Highlights FÜR KLEINE & GROSSE ENTDECKER

Familotel möchte Familienmomente permanent und unkomplizierter machen. Nachhaltigkeit, freundlichkeit gehen dabei Hand in Hand. wieder liebevoll modernisiert. So entstehen denen Kinder spielen, Eltern durchatmen

Ihr wollt kuschelig schlafen wie zuhause, oder Planschen und Entspannen in großzügigen

Hier kommen drei Beispiele aus dem umfangreichen

Familotel-Highlights

permanent noch magischer, gemütlicher Nachhaltigkeit, Komfort und durchdachte FamilienHand. Daher werden zahlreiche Häuser immer entstehen einzigartige, erholsame Räume, in durchatmen und alle gemeinsam genießen können.

zuhause, zusammen schlemmen im Restaurant großzügigen Wasser- und Wellnessbereichen? umfangreichen Familienangebot.

Bild: Familienhotel Oberkarteis

Familienhotel Oberkarteis

DIE LIEBLINGSADRESSE IM SALZBURGER LAND WÄCHST WEITER

Urlaub bei Familie Viehhauser: „Herzlich willkommen im Tal der Almen im Großarltal im Salzburger Land! Ihr wollt Urlaub auf einem urigen Bauernhof und gleichzeitig nicht auf 4-Sterne-Komfort verzichten? Macht keine Kompromisse und verbringt euren Familienurlaub bei uns im Familienhotel. Abschalten, die ursprüngliche Bergwelt und unsere herzliche und persönliche Wohlfühl-Atmosphäre genießen.“

Hier wird nicht nur renoviert, hier entsteht noch mehr Freiraum für Familienzeit. Das ist alles neu:

• Neues Restaurant & Buffetbereich (mit Spielezone auf Augenhöhe der Kinder)

• 24-Stunden-Saftbar & Eisstation (die Eltern und Kinder glücklich macht)

• Neuer Happy-Club & Kids-Wasserwelt

• E-Bike-Verleih und Ladestationen für umweltbewusste Abenteurer

Hinzu kommen derzeit ein erweiterter Wellness- & Spa-Bereich (Adults only, hallo Tiefenentspannung), Panorama-Saunen, Zirbenduft, Dampfbad, Eisbrunnen, neue Familienzimmer & moderne Spielterrasse mit Spielturm und Holzpferden und ein neuer Fitnessraum mit Aussicht.

Ramsi

DAS KLEINE FAMILIENUNIVERSUM IN KÄRNTEN

Urlaub bei Familie Ramsbacher: „Willkommen im Familienhotel Ramsi – ein Ort, der mehr ist als nur ein Hotel. Hier seid ihr nicht nur Gäste, sondern Teil der großen Ramsi-Familie. Ob gemeinsame Naturabenteuer, Spiel und Spaß oder erholsame Auszeiten, bei uns findet jeder seinen perfekten Urlaubsmoment. Und natürlich sorgt auch unser Wichtel Ramsi dafür, dass euer Aufenthalt unvergesslich wird!“

Wo sonst findet man acht (!!) fantasievolle Themenspielplätze – vom Märchenwald bis zur Ritterburg? Dazu zwei Hallenbäder und ein Outdoor-Pool mit Rutsche, ein 800 qm großes Indoor-Spieleparadies, eine eigene Sporthalle, ein Funcourt und sogar ein Showroom mit Kino.

Wer zwischendurch kurz „Nur-Erwachsene-sein“ möchte, freut sich aufs Adults-only Alpen-Spa mit Panoramasaunen und Infrarotschwebeliege. Für kleine Abenteurer gibt’s Ponyreiten, Tiertrekking & eine Windelskischule ab 2,5 Jahren direkt am Hotel. Im Winter wartet das schneesichere Nassfeld mit 110 Pistenkilometern – im Sommer die Regions-Card inklusive Bergbahnen und See-Eintritt.

Zauchenseehof

NOCH MEHR GLÜCKSMOMENTE IM SALZBURGER LAND

Euer Urlaub bei den Walchhofer’s: „Wir sind die Walchhofers! Wir sind ein Family-Business seit 1968 und sind als große Familie gerne für Familien mit Kindern da. Unser Motto lautet: Alleine sind wir großartig. Gemeinsam unschlagbar! Wir freuen uns, euch bei uns im Familotel Zauchenseehof, im wunderschönen Ski- und Wanderparadies Zauchensee, willkommen heißen zu dürfen.“

Der Zauchenseehof verwandelt sich – und wie! Familien bekommen einen neuen Restaurant- und Buffetbereich, 63 moderne, großzügige Familienzimmer bieten viel Raum für viel Entspannung und Abenteuer. Alle Badefans werden sich noch lange an das große Familienbad mit eigenem Kinderschwimmbad erinnern.

Spaßgarantie für Kinder:

• Wasserspielzone mit 50- und 20-Meter-Rutsche

• Kinder-Textilsauna & Dampfbad

• Softplayanlage & Kletterturm

• Liebevolle Betreuung im Happy-Club

Zeit für Erholung für Erwachsene:

• Komplett neu gestalteter Wellnessbereich auf über 1.500 qm

• Exklusiver Adults-only Panorama-Spa mit InfinityAußenpool und Ruhebereichen

Man braucht nur den richtigen Ort – und Menschen, die wissen, was Familien glücklicher macht. Und davon gibt es bei Familotel gerade immer mehr.

Jetzt anschauen unter www.familotel.com oder im Katalog (s. Seite 20)

Ein Advent voller Nähe

GEMEINSAME ZEIT

STATT SCHOKOLADE

In der Vorweihnachtszeit zählt nicht, wie viele Türen ein Kalender hat – sondern was dahinter geschieht. Statt Süßes gibt es in diesem Kalender Zeit, Lachen, Wärme und gemeinsame Erinnerungen. Kleine Abenteuer, die festhalten, was wirklich bleibt: Das Gefühl, zusammen zu sein. Tag für Tag ein Moment, der das Herz ein bisschen weiter öffnet.

Advent Nähe

FENSTERBILDER MALEN

Ein bisschen Farbe, ein paar Pinsel – und plötzlich leuchtet die Straße zurück. Fensterbilder sagen: „Hier wohnen Menschen, die an Weihnachten glauben.“ Nicht an Perfektion, sondern an Licht.

ABENDLICHER STADTBUMMEL

Wenn die Häuser leuchten, sieht die Stadt aus wie ein Märchenbuch. Und man erkennt: Zuhause ist genau hier.

STIEFEL PUTZEN

FÜR DEN NIKOLAUS

Der alte Brauch macht Vorfreude sichtbar. Und ja –Mama darf auch einen Stiefel rausstellen.

WEIHNACHTSGESCHICHTEN

LESEN

Ein Sofa, ein Buch. plötzlich wird es still.

WUNSCHZETTEL

SCHREIBEN

Wünsche verraten, wer wir sind. Und manchmal steht zwischen Lego und Kuscheltier ein Traum, der größer ist. Das Schönste daran: zuzuhören.

PLÄTZCHEN BACKEN

Mehlstaub in der Luft, Kinderhände voller Teig, und am Ende duftet das ganze Haus nach Weihnachten. Beim Backen entstehen keine perfekten Plätzchen – sondern perfekte Erinnerungen. Und manchmal ist die krumme Ausstecher-Rakete viel schöner als der sternklare Engel.

SALZTEIGSTERNE FÜR DEN BAUM

Salzteig riecht nach Kindergartenzeit – und genau das macht ihn so wunderbar. Gemeinsam kneten, ausrollen, ausstechen und anmalen: Hier entstehen kleine Schätze, die jedes Jahr wieder an diese Adventszeit erinnern.

GEMEINSAMER KOCHABEND

Jeder hilft. Jeder kostet. Jeder lacht. Das Essen wird zweitrangig –die Zeit zusammen unbezahlbar.

WEIHNACHTSFILMABEND

Eine Decke, Popcorn, ein Klassiker. Und mindestens ein Kind, das auf jemandes Arm einschläft. So fühlt sich Weihnachten an.

SPIELZEUG

AUSSORTIEREN & SPENDEN

Kinder lernen: Teilen bedeutet nicht Verlust –sondern Liebe in Bewegung.

VOGELHAUS

BAUEN & BEFÜLLEN

Weihnachten ist für alle da. Wer Vögeln ein Zuhause gibt, schenkt

Glück im Garten – und ein kleines Stück Verantwortung.

WEIHNACHTSMARKTBUMMEL

Lichterketten über dem Kopf, warme Mandeln in der Hand und Musik, die man eigentlich nur im Dezember erträgt. Und doch fühlt es sich jedes Jahr wieder richtig an.

KINDERPUNSCH

SELBER MACHEN

Dampfende Tassen, warme Wangen und ein Duft von Zimt und Liebe. Kinderpunsch selber zu machen, heißt: Freude ziehen lassen. Es geht nicht um das perfekte Rezept – sondern um das Miteinander beim Rühren, Abschmecken und „Noch ein bisschen mehr Orange!“.

verbindet

WEIHNACHTSGESCHICHTEN

ein Tee, Und still.

WEIHNACHTSKARTEN SCHREIBEN Worte sind Geschenke. Eine handgeschriebene Karte ist wie eine Umarmung per Post.

FOTOALBUM

FÜR OMA & OPA BASTELN

Ein Album ist mehr als Bilder: Es ist ein „Wir haben dich lieb“ zum Blättern.

ADVENTSKRANZ BASTELN

Tannenzweige, Kerzen, Bänder – und viel „Das hält doch so nicht!?“. Und dann hält es doch. Ein selbstgemachter Adventskranz trägt nicht nur Kerzen, sondern Erinnerungen. Jede Woche wird das Licht heller –und die Vorfreude auch

CHRISTBAUM KAUFEN

WEIHNACHTSLIEDER SINGEN

Man muss nicht gut singen können. Nur gemeinsam. Und laut. Und fröhlich. Singen verbindet Herzen über Generationen hinweg.

Groß, klein, buschig, schief – jeder Baum hat Charakter. Und der perfekte Baum ist nicht der schönste, sondern der, über den man gemeinsam lachen kann.

SCHLITTSCHUHLAUFEN GEHEN

Es ist ein Tanz zwischen Standhalten und Loslassen. Und egal wie oft jemand wackelt oder fällt –gemeinsam wird gelacht. Vielleicht das schönste Wintergefühl, das es gibt.

GROSSES FAMILIENAUFRÄUMEN

Nicht putzen – vorbereiten. Platz schaffen für Wärme, Gäste, Weihnachten. Und für ein bisschen innere Ruhe.

CHRISTBAUM SCHMÜCKEN

Jeder hängt etwas auf –und jedes Teil hat eine Geschichte. Der Baum wird zum gemeinsamen Erinnerungsbaum.

WOHNUNG

GEMEINSAM SCHMÜCKEN

Jetzt wird es richtig weihnachtlich: Lichter, Sterne, Deko, Liebe. Das Zuhause wird zum schönsten Ort der Welt.

WINTERSPAZIERGANG IM WALD

Gemeinsam unterwegs sein bedeutet: reden, schweigen, staunen. Vielleicht entdeckt jemand ein Reh. Vielleicht nur die eigene Ruhe. Beides ist ein kleines Wunder.

FAMILOTEL-KATALOG DURCHSCHAUEN & URLAUB PLANEN

Träumen ist erlaubt – und heute Pflicht. Alle erzählen, was sie sich für den nächsten Urlaub wünschen. Vielleicht Berge. Vielleicht See. Hauptsache: zusammen.

WIR WÜNSCHEN EUCH ALLEN FROHE WEIHNACHTEN!

So gesund kann naschen

Wenn es in der Küche nach Vanille, Butter und Kindheit duftet, beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres: Plätzchenbacken! Selbst Ernährungsspezialistin Jeanette Siegenthaler spricht sich fürs Naschen – zum richtigen Zeitpunkt –aus (siehe Seite 42).

Leider hat der viele Zucker oft einen faden Beigeschmack – wortwörtlich. Denn zu viel davon lässt nicht nur den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren, er sorgt bei Kindern (und Eltern) für kurze Energiehochs und lange Müdigkeitsphasen. Auf der Waage lässt sich der ungezügelte Zuckerkonsum bekanntlich ebenfalls ablesen. Zucker ist durchaus wichtig, doch es macht Sinn, sich mit süßen Alternativen zu befassen. Cleverer Zuckerersatz basiert auf Xylit und Erythrit. Also: Eines der zwei natürlichen Süßungsmittel in die Schüssel, die beim Backen genauso lecker sind – und schon nascht ihr gesünder. Aber auch hier gilt es, das Maß zu halten, um bei übermäßigem Verzehr Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall zu vermeiden. Vorsicht bei Tieren, da kann Xylit eine starke Insulinausschüttung und lebensgefährliche Unterzuckerung auslösen. So süß die Fellnase auch schaut, die Plätzchen sind kein Leckerli. Auch im entspannten Familotel-Urlaub mit Kind, Kegel und Schnauze nicht.

WAS WIRKLICH DAHINTER STECKT

Xylit, auch „Birkenzucker“ genannt, wird aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen und hat rund 40 % weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker. Er schmeckt angenehm süß, ohne bitteren Nachgeschmack, und lässt den Blutzucker kaum ansteigen – perfekt also für Familien, die bewusster essen möchten. Erythrit bringt sogar null Kalorien mit und wird vom Körper fast vollständig wieder ausgeschieden. So entstehen kein Heißhunger und keine Schuldgefühle nach dem Naschen.

GUT FÜR ZÄHNE UND DEIN BAUCHGEFÜHL

Ein weiterer Pluspunkt: Xylit und Erythrit sind zahnfreundlich! Bakterien, die sonst Karies verursachen, können diese Zuckeralternativen nicht verwerten –sie verhungern quasi an der Süße. Auch der Ver-

naschen sein

dauung tun sie meist gut, da sie langsamer verstoffwechselt werden und den Insulinspiegel kaum beeinflussen. Das Ergebnis: mehr Energie, weniger Schwankungen – und ein stabileres Wohlgefühl. Perfekte Voraussetzung für jeden Familienurlaub.

WIE SCHMECKT DAS JETZT?

Keine Sorge, selbst Oma wird’s kaum merken. Ob Kekse (siehe Rezept Seite 56), Vanillekipferl, Zimtsterne oder Kokosmakronen – mit Zuckerersatz gelingen Plätzchen genauso aromatisch wie mit klassischem Zucker, nur eben leichter und ausgewogener. Die Magazin-Redaktion hat verschiedene Xucker Produkte ausprobiert, weil wir den Namen cool fanden. Der Teig lässt sich genauso gut verarbeiten, karamellisiert schön im Ofen und sorgt für das vertraute, goldene Knuspergefühl.

NOCH MEHR REZEPTE?

Viele familienfreundliche Rezepte mit Xylit und Erythrit findet ihr beispielsweise auf xucker.de. Viel Spaß beim gesunden Backen und Kochen!

Gute Vorsätze, die bleiben

WIE FAMILIEN LEICHTER

INS NEUE JAHR STARTEN

Vorsätze, bleiben

Gute Vorsätze für 2026?

Am besten, ihr sprecht darüber mit der ganzen Familie. 25 Gesprächsfragen zur Inspiration.

1. Welche Momente aus diesem Jahr waren besonders schön – und warum?

2. Was hat uns als Familie stärker gemacht?

3. Was hat uns als Familie gestresst oder erschöpft?

4. Was würde unseren Alltag leichter machen?

5. Welche gemeinsamen Rituale wollen wir starten? (z. B. Sonntagsfrühstück, Spaziergang, Spielabend)

6. Welche Rituale dürfen gehen, weil sie uns eigentlich belasten?

7. Wann hatten wir zuletzt richtig viel Spaß – was hat dazu geführt?

8. Wobei möchten wir uns 2026 öfter Zeit lassen?

9. Wann möchte jeder von uns mehr gesehen oder gehört werden?

10. Welche gemeinsamen Erlebnisse wünschen wir uns?

11. Was wäre ein Traumziel, das wir als Familie erreichen wollen? (klein oder groß)

12. Wie können wir uns gegenseitig mehr unterstützen?

13. Welche Familien-Regel ist uns wirklich wichtig?

14. Welche können wir mit gutem Gefühl lockern oder verändern?

15. Wovon möchten wir weniger in unserem Alltag? (Hektik, Streit, Bildschirmzeit…)

16. Wovon möchten wir mehr? (Zeit draußen, Kreativität, Ruhe…)

17. Was kann jede/r Einzelne beitragen, ohne Druck, sondern mit Freude?

18. Wie möchten wir miteinander sprechen, wenn es schwierig wird?

19. Wie können wir Streit oder Tränen schneller in Nähe verwandeln?

20. Was wäre ein Mut-Moment, den wir gemeinsam ausprobieren wollen?

21. Wo darf gelacht werden – viel öfter als bisher?

22. Welches Wort begleitet uns als Familien-Motto 2026? (z. B. „Langsam“, „Gemeinsam“, „Abenteuer“)

23. Welche Reise oder Ausflugsidee lässt unser Herz direkt hüpfen?

24. Welche Tradition wollen wir neu erfinden?

25. Wie möchten wir uns am Ende von 2026 fühlen –miteinander?

Warum scheitern gute Vorsätze

oft schon bis 6. Januar – und wie machen wir es 2026 besser?

Ernährungsspezialistin und erpse

Institut Co-Geschäftsführerin Jeanette Siegenthaler kennt die Antworten aus ihrer täglichen Beratung:

Kleine Schritte statt großer Pläne, mehr Freude statt Druck – und Essen darf richtig gut schmecken. Ein Gespräch über Achtsamkeit, Familienessen, Sport, Fasten und warum Urlaubskilos eigentlich kein Drama sind.

Jeanette, jedes Jahr das Gleiche: Wir nehmen uns viel vor – und ein paar Tage später ist alles wieder dahin. Warum ist das so?

Weil wir oft mit zu großen Zielen starten. „Ab 8. Januar gehe ich fünfmal pro Woche ins Fitnessstudio“ klingt motiviert – ist im Alltag aber unrealistisch. Besser ist: „Ich gebe Bewegung wieder mehr Platz in meinem Leben“ und beginne mit zwei festen Terminen pro Woche. Kleine Schritte, die Freude machen, halten länger. Und alles, was mit „Ich muss …“ beginnt, kann direkt von der Vorsatzliste gestrichen werden.

Was sollte eine Familie sich grundsätzlich fragen, bevor sie Vorsätze plant?

Nicht: „Was sollten wir verbessern?“

Sondern: „Nach was sehnen wir uns?“

Oft sind es Nähe, Ruhe, gemeinsames Essen, weniger Hektik. Wenn wir Vorsätze wählen, die uns gut tun, statt Druck erzeugen, bleiben wir viel eher dran.

Viele Eltern sagen: Wir haben eigentlich keine Zeit für gesundes Essen. Was rätst du?

Bewusstsein dafür, dass wir unseren Kindern Ernährung vorleben. Wenn Mama und Papa nie frühstü-

cken, machen es die Kinder irgendwann genauso. Gemeinsame Mahlzeiten sind wie kleine FamilienInseln im Tag. Sie geben Halt, Bindung und Struktur. Auch wenn Sport, Schule und Termine viel Raum einnehmen – ein gemeinsames Frühstück oder Abendessen lohnt sich wirklich.

Und was ist mit sportlichen Kindern, die ständig in Bewegung sind?

Da sehen wir häufig das Gegenteil: Sie essen zu wenig! Sportliche Kinder verbrauchen enorm viel Energie. Da darf und soll es auch mal Kuchen oder Schokolade nachmittags sein. Wichtig ist: genug und regelmäßig essen – sonst steigen Verletzungsrisiko und Erschöpfung.

Andere Kinder bewegen sich zu wenig. Wie geht man damit um, ohne Druck aufzubauen?

Über Freude statt Pflicht. Bewegung darf erlebt werden, nicht verordnet. Wald, Turnhalle, Trampolin, Tanzküche – was Spaß macht, wird wiederholt.

Wie sieht es mit Ernährungstrends aus?

Sie kommen und gehen. Mal ist alles „low carb“, mal „high protein“. Die Grundregel bleibt: frisch, bunt,

ballaststoffreich, nicht zu kompliziert. Essen darf Freude machen.

Viele Familien nehmen im Urlaub zu. Ist das ein Problem?

Nein. Urlaub lässt Stress sinken – das allein tut dem Körper gut. Wenn alle gemeinsam essen, regelmäßig frühstücken und nicht „den ganzen Tag warten bis abends“, bleibt das Gewicht oft erstaunlich stabil. Und selbst wenn ein Kilo mehr mit nach Hause kommt: Es ist das ganze Jahr, das zählt – nicht zehn Urlaubstage.

Und Fasten im Januar?

Für manche Menschen ist eine Fastenwoche eine wunderbare Möglichkeit, Körper und Stoffwechsel neu zu ordnen – besonders nach einem intensiveren Dezember. Wichtig ist: nicht im Stress fasten, sondern bewusst. Deshalb empfehlen wir oft: Fasten direkt nach dem Urlaub oder in einer ruhigen Woche. Und das langsame Aufbauen danach ist genauso wichtig wie das Fasten selbst.

Zurzeit sprechen viele über Abnehmspritzen. Wie steht das erpse dazu?

Wir nennen es: eine Krücke für eine begrenzte Zeit. Wir begleiten Menschen dabei so, dass sie lernen, wie sie ihr Gewicht nach dem Absetzen halten können – ohne Mangel und ohne eingefallenes Gesicht. Bei uns geht es um Zellgesundheit, nicht um schnellen Gewichtsverlust.

Was unterscheidet das erpse Institut von anderen Angeboten?

Bei uns darf man essen. Wir verbessern zuerst den Stoffwechsel – dann verändert sich das Gewicht fast wie von selbst. Nicht „weniger essen“, sondern „richtig essen“. Das fühlt sich gut an, ist alltagstauglich und familienfreundlich.

Mehr Infos für ganzheitliche Gesundheit rund um Training, Ernährung und Psyche unter www.erpse.com und www.erpse-academy.com

Ausgesuchte Geschenkideen

UND VIELE GIBT‘S AUCH ZU GEWINNEN!

Für Groß oder Klein, Genießer, Abenteurer und Karaokefans. Wir haben sinnvolle Geschenktipps für die ganze Familie zusammengestellt, die Freude schenken und Erinnerungen schaffen –natürlich eignen sich alle für den nächsten Familotel-Ferien. Und das Beste: Einige könnt ihr sogar gewinnen und die Urlaubskasse schonen. Mitmachen lohnt sich!

MITMACHEN UND GEWINNEN

Schicke einfach eine E-Mail mit deinem Vor- und Zunamen, der aktuellen Adresse und deinem Wunsch-Gewinn zusammen mit dem Stichwort „Familotel“ an mms@hup.de. Teilnahmeschluss ist der 31.12.2025. Bitte schaue dir die Teilnahmebedingungen an und los geht‘s. Viel Glück!

Teilnahmeberechtigt sind alle über 18 Jahren. Die Daten werden nach Ende des Gewinnspiels gelöscht und nicht zu Werbezwecken an Dritte weitergegeben. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Versand der Gewinne erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands und nach Österreich. Unter allen richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter von Familotel und HUP sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Datenschutzerklärung: www.hup.de/datenschutzerklaerung/#gewinnspiele

Wer gut zuhört, gewinnt!

Jedes Kind liebt Geschichten – und Vorlesen und Zuhören bieten zahlreiche Lernmöglichkeiten. Wenn die Geschichte auch noch zu einer spannenden Suche einlädt, bei der das eigene Kombinationsvermögen gefragt ist, sind Kinder besonders motiviert – und hier kommt „Fehler, Fehler, Erbsenzähler“ buchstäblich ins Spiel. Mit 48 Geschichten schulen Kinder ab 5 Jahren genaues Zuhören, Konzentration und Merkfähigkeit einfach und spielerisch. Passt auch in jeden Urlaubskoffer.

www.friedrich-verlag.de

Der Hit für jeden Urlaub

So wird aus dem Hotelzimmer eine Karaoke-Bühne: Beim Kidi Super Star DJ Studio von Vtech steckt das Mikrofon auf einem höhenverstellbaren Ständer. Das Studio bietet eine coole Karaoke-Funktion. Mit der StimmenUnterdrückungsfunktion kann der Gesang bei fast allen Songs entfernt werden. Über das eingebaute DJ-Pult kannst du die vorinstallierten und die eigenen aufgenommenen Lieder mit vielen coolen Effekten und Funktionen bearbeiten und vieles mehr. Das DJ-Pult ist abnehmbar, so hast du die Möglichkeit, auch unterwegs zu üben oder mit deinen Freundinnen und Freunden aufzunehmen. Nur die 4 benötigten Mignon (AA) Batterien sind bei dem Komplettset nicht dabei.

www.vtech.de

Manchmal gewinnt, wer einfach gelassen bleibt

Genau darum geht es bei LAMA. Der Name steht übrigens für: Lege Alle Minuspunkte Ab. Klingt einfach? Ist es auch – und trotzdem steckt viel Taktik drin. Gespielt wird mit farbenfrohen Karten von 1 bis 6 und natürlich mit dem berühmten Lama. Ziel ist es, möglichst alle Handkarten loszuwerden, denn jede übrige Karte zählt am Ende Minuspunkte. Besonders fies: Ein Lama bringt gleich 10 davon!

Reihum legt man Karten ab – entweder mit dem gleichen Wert oder einer Zahl höher. Die 6 führt wieder zum Lama, das wiederum zurück zur 1 springt. Perfekt, um die eigene Kartenhand clever zu leeren. Wem das jedoch zu riskant wird, der kann auch freiwillig aussteigen, bevor sich die Chips häufen.

LAMA ist schnell erklärt, schnell gespielt und sorgt für viele „Nur noch eine Runde!“-Momente. Kein Wunder, dass es 2019 zum Spiel des Jahres nominiert wurde und bis heute Familien und Spielrunden begeistert. Ein Spiel, das Groß und Klein verbindet –lässig, fröhlich und mit viel Humor.

www.amigo-spiele.de

3x

Willkommen am Zauberberg

Dort erwartet Magier Balduin seine Zauberlehrlinge – doch aufgepasst: Auch listige Hexen wollen den Weg ins Tal finden! Mit funkelnden, „murmelnden“ Irrlichtern rollen die Spielenden farbige Kugeln den geheimnisvollen Berg hinab. Treffen sie unterwegs eine Figur, wandert diese ein Stück weiter Richtung Ziel. Doch wohin rollt die Kugel – zu den Lehrlingen oder aus Versehen zu den Hexen?

Hier ist Teamarbeit gefragt: Gemeinsam wird beraten, welcher Startpunkt der richtige ist, um die Lehrlinge sicher ins Tal zu führen. Nur wenn vier Zauberlehrlinge vor drei Hexen beim Magier ankommen, ist das Spiel gewonnen.

Zauberberg besticht durch seinen besonderen 3D-Spielplan und den einfachen, aber cleveren Spielmechanismus. Als Kinderspiel des Jahres 2022

fördert es gemeinsames Überlegen, erste taktische Entscheidungen und das Gefühl, zusammen etwas geschafft zu haben. Ein magisches Abenteuer für die ganze Familie.

Geschichten in völlig neuem Licht

Der neue tolino vision color eReader mit 7-ZollFarbdisplay zeigt bis zu 4.096 Farben – perfekt für liebevoll illustrierte Kinderbücher auf der FamilotelReise, Kochideen für Zuhause oder inspirierende Reiselektüre beim Familienurlaub. Natürlich bleiben klassische Romane weiterhin kontrastreich in Schwarz-Weiß lesbar. Neu ist auch die Möglichkeit, mit dem tolino stylus handschriftliche Notizen direkt ins eBook oder in ein digitales Notizbuch zu schreiben – ideal für Gedanken, Markierungen und kreative Ideen.

Wer lieber hört als liest, genießt Hörbücher jetzt einfach über Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher. Praktische Blättertasten, automatische DisplayRotation und das ergonomische Design machen das Lesen unterwegs besonders bequem. Die smartLight-Beleuchtung passt sich Tageszeiten an –von hell am Morgen bis warm am Abend.

Mit 32 GB Speicher, wochenlanger Akkulaufzeit und Wasserschutz ist der tolino vision color ein perfekter Begleiter für Alltag, Urlaub und gemütliche Badewannen-Momente. Und wie immer gilt: eBooks kaufen Sie frei bei dem Buchhändler Ihres Vertrauens.

www.mytolino.de

Zuhören und Genießen

1. FÜR KLEINE UND GROSSE KINDER:

ZUM TRÄUMEN, SCHMUNZELN UND STAUNEN

Hase und Igel könnten kaum unterschiedlicher sein – und genau darum sind sie so gute Freunde. In diesem liebevoll erzählten Hörbuch erleben Kinder kleine, abgeschlossene Abenteuer mit den beiden und ihren Freunden aus dem Wald: Eichhörnchen, Biber, Wiesel und Dachs. Mit viel Wärme und feinem Humor zeigen die Geschichten, wie schön es ist, verschieden zu sein – und wie wichtig Zusammenhalt, Freundschaft und die kleinen Wunder des Alltags sind.

2. EINE FREUNDSCHAFT VOLLER BEWUNDERUNG, GEHEIMNISSE – UND LEISER GEFAHR

Weimar 1979: Renée erfüllt sich ihren Traum vom Architekturstudium. Dort begegnet sie Uta – brillant, wild, voller Fantasie. Renée, selbst aus einfachen Verhältnissen, lässt sich von Utas Energie mitreißen und entdeckt neue Welten jenseits vermeintlicher Grenzen. Doch je näher sie sich kommen, desto deutlicher spürt Renée den dunklen Schatten, der über Uta liegt.

3.

DREI FRAUEN, DREI LEBEN,

EINE FRAGE

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Louise Pelt:

Die Halbwertszeit von Glück

Gelesen von Regine Lange Lübbe Audio

740 Minuten 19,99 €

ISBN:

978-3-7540-1286-4

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Darf Glück bleiben, wenn Schuld und Vergangenheit schwer wiegen? Zwischen Paris 2019, dem DDR-Grenzgebiet 1987 und Los Angeles 2003 entfalten sich drei Schicksale, die auf berührende Weise miteinander verknüpft sind. Mylène, Johanna und Holly suchen nach Identität, Vergebung und innerer Freiheit. Louise Pelt erzählt ihre Geschichten eindringlich und zart – über Zweifel, Mut und die Sehnsucht, wieder glücklich sein zu dürfen.

Michael Engler: Wir zwei –Geschichten zum Einkuscheln Gelesen von Nana Spier Lübbe Audio

127 Minuten 9,99 €

ISBN: 978-3-7540-2186-6

2 Michaela Beck: Das Laute im Leisen Gelesen von Ilka Teichmüller Lübbe Audio, 685 Minuten, 19,99 €

ISBN: 978-3-7540-1618-3

www.bastei-luebbe.de

Gemütliche Momente mit Kaffee und Kakao

Köstlicher Espresso oder feinste Caffè Crema, allein oder zu zweit – doppelt schmeckt es doch gerade jetzt in der Winter-Weihnachtszeit einfach am besten! Wie gut, dass der Tchibo Vollautomat „Esperto2 Caffè“ im eleganten Hingucker-Design für Kaffee-Fans gleich alles in petto hat! Dank seiner Double Cup-Funktion und Doppio-Taste zaubert er auf Knopfdruck zwei Getränke gleichzeitig oder die doppelte Getränkemenge.

Auch top: Da das Kaffeemehl pur aus der Maschine kommt, kann es nach dem Aufbrühen aus dem extra großen Tresterbehälter entnommen und anschließend als Dünger oder zur Insektenabwehr von Pflanzen genutzt werden. Bereits 30 % der Deutschen haben es laut Tchibo Kaffeereport auf diese Art schon kreativ genutzt. Dazu nachhaltige Bohnen und den neuen Induktions-Milchaufschäumer für cremigen Milchschaum oder Kakao für die Kids – fertig ist der Genuss für die ganze Familie! Erhältlich ist der „Esperto2 Caffè“ ab ca. 352 Euro, Milchaufschäumer mit Kakao-Funktion ab ca. 89 Euro und Kaffees ab je ca. 18 Euro bei Tchibo.

Lust auf gemütliche Adventsmomente mit einem köstlichen Kaffee oder Kakao? Zu gewinnen gibt es den Vollautomat „Esperto2 Caffè“ inklusive Kaffeevorrat und Induktions-Milchaufschäumer von Tchibo im Wert von ca. 480 Euro.

www.tchibo.de/vollautomat

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Geniale Lifehacks für den perfekten Kaffee aus dem Vollautomaten gibt es im Tchibo Podcast „Fünf Tassen täglich“.

Einfach hier bei YouTube reinhören!

TIPP

Richtig atmen –gesund leben

ATEM-WISSEN UND ÜBUNGEN FÜR DEN WINTER

Ein Gespräch mit Beststellerautorin und Therapeutin Tatjana Strobel über Atmung, Alltag und einfache Übungen für die ganze Familie – besonders in der kalten Jahreszeit.

Sie sagen: „Richtiges Atmen ist Gesundheitsvorsorge.“ Was meinen Sie damit? Atmung versorgt jede einzelne Zelle mit Sauerstoff. Wenn wir langsam und durch die Nase atmen, beruhigt sich das Nervensystem, die Konzentration steigt und der Körper kann sich besser regulieren. Das zeigt sich nicht nur in der Gesundheit, sondern oft auch im Hautbild und der Ausstrahlung. Man kann sich sozusagen sogar schön atmen.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass man „falsch“ atmen kann. Was läuft oft schief?

Sehr viele atmen zu schnell, zu flach und durch den Mund. Die optimale Alltagsatmung ist ruhig, gleichmäßig und durch die Nase. Eine einfache Richtlinie ist die 4–6-Atmung: 4 Takte einatmen, 6 bis 8 Takte langsam ausatmen, das bringt den Körper aus dem Stressmodus.

Warum ist die Nasenatmung so wichtig – besonders im Winter?

Die Nase ist unser natürliches Atemorgan: Sie wärmt, befeuchtet und filtert die Luft. Kalte, trockene Winterluft kann die Atemwege reizen, vor allem bei Menschen mit Asthma oder COPD. Durch den Mund eingeatmete Luft ist kalt und ungefiltert – das kann Husten, Engegefühl und Atemnot fördern.

Was hilft im Alltag bei Kälte oder trockener Heizungsluft?

Ganz einfache Dinge:

• Schal vor Mund und Nase → wärmt die Luft vor

• Durch die Nase einatmen, langsam aus

• Regelmäßig Stoßlüften, um die Luftfeuchte zu regulieren

• Raumklima verbessern: z. B. Luftbefeuchter, feuchte Tücher auf der Heizung oder Zimmerpflanzen

• Draußen bewegen: gern etwas langsamer und mit Nasenatmung

Gibt es ein paar leichte Übungen für Kinder und Erwachsene?

Zwei, die immer funktionieren:

• 1-Minute-Nasenatmung: 4 Takte ein – 6 Takte aus → beruhigt und wärmt.

• Bienenatmung („Summen“): Nase ein – beim Ausatmen summen → entspannt, fördert Nasenatmung und wirkt sogar bei Prüfungsstress.

Für Loslassen von Anspannung:

• Löwenatmung: Nase ein – über den Mund kräftig ausatmen.

Atmung beeinflusst den Stoffwechsel. Wie genau?

Sauerstoff wird in den Mitochondrien zur Energiebildung genutzt. Wenn wir flach atmen, bekommen Zellen weniger Sauerstoff – das kann sich als Müdigkeit, Brain Fog, weniger Belastbarkeit oder auch geringere Stoffwechselaktivität bemerkbar machen.

Und wie erkenne ich, wie gut meine Atmung aktuell ist?

Ein einfacher Check ist der Buteyko-Atemtest: Normal ausatmen, Luft anhalten und zählen, bis der erste Impuls zum Einatmen kommt. Unter 10 Sekunden bedeutet: eine Verbesserung lohnt sich, 20 bis 40 Sekunden sind solide, länger & entspannt sehr gut. Aber bitte ohne Druck – Atmung ist Regulierung, kein Wettkampf.

Viele wollen „sofort etwas merken“ – geht das?

Ja. Atmung wirkt sofort. Eine einzige Minute 4 bis 6-Atmung kann den Körper merklich beruhigen –auch bei Kindern, vor Präsentationen, beim Einschlafen, unterwegs.

Ihr wichtigster Tipp für Familien?

Mach’s klein – und mach’s oft. Zehnmal am Tag kurz wahrnehmen: Atme ich durch die Nase? Wenn nein: zurück zur Nasenatmung. Das allein verändert schon viel für Gesundheit, Ruhe und Energie. Ich wünsche allen Familien einen wunderbaren Urlaub und eine erholsame Winterzeit.

Tannenbaum Kekse

Mehr leckere Rezeptideen findet ihr auf www.oetker.de

BENÖTIGT WERDEN

MÜRBETEIG

• 200 g Weizenmehl

• ½ gestr. TL Dr. Oetker Original Backin

• 1 Pck. Dr. Oetker Original Puddingpulver Schokolade

• 100 g Zucker

• 1 Pck. Dr. Oetker Vanillin-Zucker

• 1 Ei (Größe M)

• 125 g weiche Butter oder Margarine

ZUM VERZIEREN

• 150 g Puderzucker

• etwa 2 EL Zitronensaft oder Wasser

• Dr. Oetker Back- und Speisefarbe grün und blau

• 2 Pck. Dr. Oetker Lustige Zuckeraugen

• Dr. Oetker Zuckerschrift mit Schokoladen-Geschmack

Wie backe ich Tannenbaum-Kekse?

VORBEREITEN

Backblech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen. Ober- und Unterhitze: etwa 200 °C | Heißluft: etwa 180 °C

MÜRBETEIG ZUBEREITEN

Mehl mit Backin in einer Rührschüssel mischen. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) zu- nächst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig flach drücken und abgedeckt etwa 30 Min. kalt stellen.

MÜRBETEIG AUSSTECHEN UND BACKEN

Teig portionsweise auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen. Verschieden große Tannenbäume aus- stechen. Tannenbäume auf das Backblech legen und backen. Einschub: Mitte | Backzeit: etwa 9 Min. Tannenbaum-Kekse mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost ziehen und erkalten lassen.

TANNENBAUM-KEKSE VERZIEREN

Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft oder Wasser nach und nach zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Puder- zuckerguss mit grüner und wenig blauer Speisefarbe einfär- ben. Die Tannenbaum-Kekse mit dem Guss bestreichen und auf den größeren Tannenbäumen sofort die Zuckeraugen be- festigen. Puderzuckerguss trocknen lassen. Mit Zuckerschrift Münder und auf den kleinen Tannenbäumen Augen aufmalen. Die Zuckerschrift ebenfalls fest werden lassen.

38 SEITEN LESEPROBEN

URLAUB Endlich Zeit

URLAUB Zeit zum Lesen

Lesetipps für kalte Tage

Anne Scheller: Wem gehört eigentlich der Weltraum?

Beltz & Gelberg, 62 Seiten, 16 Euro

Lesealter: ab 7 Jahren

ISBN: 978-3-407-75274-1

KINDERBUCH

VON WELTRAUMMÜLL UND DER UNENDLICHEN GRÖSSE DES ALLS

Liveübertragungen, Wettervorhersage, GPS-Navigation – so nutzen wir täglich den Weltraum. Und er wird immer wichtiger. In Zukunft könnten wertvolle Metalle im All abgebaut werden, vielleicht leben Menschen irgendwann auf dem Mars. Aber wer kümmert sich um den Müll, der dabei entsteht? Und wer entscheidet, wie der Weltraum genutzt werden darf? Dieses Buch zeigt die Zusammenhänge zwischen Forschung und Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft.

Martin Baltscheit & Christoph Mett: Der Bartdieb

dtv, 48 Seiten, 16 Euro

Lesealter: ab 5 Jahren

ISBN: 978-3-423-76588-6

KINDERBUCH

DER BART IST AB! EIN RAFFINIERT EINFACH GEREIMTES BUCH

Bergsteiger, Zwerge, Matrosen – selbst vor dem Weihnachtsmann macht der Bartdieb nicht halt! Die Polizei rätselt, welcher Ganove für die fiesen Diebstähle verantwortlich ist. Dabei versteckt er sich doch auf jeder Seite! Die Spur des Diebes führt schließlich zu jemandem, mit dem niemand gerechnet hat …

Colleen Hoover: All das Ungesagte zwischen uns

dtv, 448 Seiten, 16 Euro

ISBN: 978-3-423-22149-8

Viveca Sten: Lügennebel

dtv, 528 Seiten, 22 Euro

ISBN: 978-3-423-28495-0

ROMAN

ÜBER FAMILIE, DIE ERSTE LIEBE UND

ZWEITE CHANCEN

Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...

Die Verfilmung von Colleen Hoovers Bestseller läuft seit dem 23. Oktober in den deutschen Kinos.

KRIMI

BESTE FREUNDE. DUNKLE GEHEIMNISSE.

EIN SKIURLAUB, DER

TÖDLICH ENDET.

Eine klirrend kalte Januarwoche im schwedischen Bergdorf Åre: Sechs Studenten verbringen die Skiferien in einem abgelegenen Ferienhaus. Sie feiern ausgelassen, spielen »Wahrheit oder Pflicht« und lassen sich auf immer riskantere Abfahrtsmanöver ein. Eines Morgens liegt eine junge Frau aus der Gruppe tot im eisigen Schnee. War es ein Unfall oder kaltblütiger Mord? Mit jeder ungeklärten Frage steigt die Spannung unter den Freunden. Alle spielen sich gegeneinander aus, niemand kann glaubhaft darlegen, was in jener verhängnisvollen Nacht geschah. Auch die Bewohner von Åre machen sich verdächtig: Ihnen sind die rücksichtslosen Städter schon lange ein Dorn im Auge. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog stehen vor ihrem härtesten Fall. Denn wie gelangt man an die Wahrheit, wenn alle lügen?

Lee Onhwa: Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei

FISCHER Scherz, 272 Seiten, 20 Euro

ISBN: 978-3-651-02522-6

S. FISCHER, 464 Seiten, 25 Euro

ISBN: 978-3-10-397180-4

DIE MAGIE DES RICHTIGEN GEBÄCKS

ZUR RICHTIGEN ZEIT

Als Yeonhwa von ihrer Großmutter das Hwawoldang, eine Konditorei für koreanisches Gebäck erbt, ist sie etwas ratlos. Denn es gibt zwei Bedingungen: Yeonhwa muss das Hwawoldang mindestens für vier Wochen weiterführen – und geöffnet wird nur von 22 Uhr bis um Mitternacht. Das bleibt allerdings nicht die einzige Kuriosität im Zusammenhang mit der Konditorei, denn Yeonhwa merkt schnell, dass ihre Kunden nicht ganz lebendig sind, und das nicht nur in dem Sinne, dass sie nur einen Kaffee benötigen … Mit Hilfe von Yeonhwa, ihrem Gebäck und einer magischen schwarzen Katze versuchen die Verstorbenen ihren Liebsten eine Nachricht zu schicken, um so ihren Frieden zu finden. Und auch Yeonhwa stößt dabei auf ein Geheimnis …

ROMAN

ERZÄHLUNG

VON

LIEBE, SUCHT UND UNERMESSLICHEM VERLUST

Im Jahr 2000 lernt Elizabeth Rayya kennen. Erst sind sie Freundinnen, dann Seelenverwandte. Die beiden werden ein Paar, leben ihre einzigartige Liebe. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe – und müssen nach einer verheerenden Diagnose den gemeinsamen Weg des Abschieds gehen. Wie in „Eat Pray Love“ erzählt die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell ihre vielleicht wichtigste Geschichte und davon, was im Leben wirklich zählt.

Elizabeth Gilbert: All the Way to the River
ROMAN

Leseprobe für Kids

SIEH DICH VOR, WENN FELIX

VOR ETWAS WARNT ...

... denn meistens wird wahr, was er vorhersagt. Doch niemand glaubt seinen Warnungen, im Gegenteil, alle geben ihm die Schuld an den Unglücksfällen. Erst in London an der Magischen Meile, einer geheimen Schule für Traumweber und Geisterseher im Dienst der Regierung, erkennt man sein Talent. Doch ein Dunkler Geist bedroht die Schule. Ist Felix vielleicht der Einzige, der sich dem Dämon in den Weg stellen kann? Oder hat er diesmal wirklich etwas mit der Katastrophe zu tun?

Will ich haben!

Hier gibt‘s alle Infos zum Buch

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent dtv, Hardcover, 288 Seiten, 16 Euro, ISBN: 978-3-423-76598-5

Lesealter: ab 10 Jahren

KAPITEL 1

Es ist sein Blick, der mich wie ein Schlag in den Magen trifft. Ich habe diesen Blick so oft gesehen, dass ich ihn überall erkennen würde. Als ich Seb anspreche, blähen sich seine Nasenflügel leicht auf. Seine grünen Augen sind vor Angst aufgerissen und er starrt suchend über meine Schulter, ob jemand in der Nähe ist, der ihm helfen kann.

Seb Thompson ist mindestens zehn Zentimeter größer als ich und auch ein ziemliches Stück breiter. Als Star des Basketballteams an unserer Schule könnte er mich mit einem Nieser umpusten. Und trotzdem hat er panische Angst vor mir.

Ich blicke auf den Boden und versuche, mich kleinzumachen. Ich möchte wirklich niemanden erschrecken, aber ich habe festgestellt, dass es wohl dazugehört, wenn man in die Zukunft sehen kann.

»Es tut mir leid, Seb«, sage ich leise. »Ich will dir keine Angst machen. Aber dir wird heute nach der Schule etwas passieren. Dir wird jemand wehtun und deine Tasche klauen. Können deine Eltern dich später abholen?«

Sebs Augenbrauen zucken nervös und auf seiner Oberlippe bilden sich Schweißperlen. Er sieht mich an wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

Ich fühle mich schrecklich. Aber ich kann auf gar keinen Fall mit dem Wissen leben, dass jemand verletzt wird, ohne dass ich etwas dagegen unternehme.

Das habe ich schon einmal getan.

Und es darf mir nie wieder passieren.

»Seb, alles gut?«, höre ich Jacob Tolleys Stimme hinter mir.

»Ich … ich weiß nicht … «, sagt Seb. »Felix … benimmt sich schon wieder so komisch.«

»Hey, lass ihn in Ruhe!« Jacob versetzt mir einen Stoß an die Schulter. »Wir haben die Schnauze voll von dir  – du FREAK !«

»Bitte«, sage ich zu Seb und merke selbst, wie verzweifelt meine Stimme klingt. »Pass heute Abend einfach auf, wenn du nach Hause gehst, okay?«

»Drohst du ihm etwa?« Jacob schubst mich noch mal. »Komm ihm bloß nicht zu nah, sonst bist du ein toter Mann, Green!« Er legt Seb die Hand auf den Rücken. »Lass uns hier abhauen.«

Sie drehen sich um und gehen weg, aber Seb wirft noch schnell einen Blick zurück. Ich glaube, er will sichergehen, dass ich ihnen nicht folge.

Es ist so: Irgendwie verstehe ich es. Ich weiß, wie das alles klingt. Ich weiß, warum mich alle in meiner Schule für einen Lügner halten. Weil jedes einzelne Ereignis, vor dem ich die Leute gewarnt habe, eingetreten ist. Und wenn ich ehrlich bin, würde ich mir auch nicht glauben.

Alles begann mit meinem Grandad Jim, als ich fast elf Jahre

alt war. Da warnte er mich, dass Mum und Dad bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen würden. Er hielt meine Hand und ich sah alles so klar vor mir wie am hellen Tag, aber so bedrohlich wie in einem Albtraum. Unser Auto, das auf eine Eiche zufährt. Die Windschutzscheibe, die in eine Million Scherben zerspringt, als sich der Wagen überschlägt. Das überwältigende, grauenhafte Gefühl, dass es meinen Eltern schlecht geht.

Es ist jetzt ein Jahr her, als ich die beiden anflehte, das Haus nicht zu verlassen. Ich versuchte, Mum davon zu überzeugen, dass etwas Furchtbares passieren würde und sie und Dad in Gefahr wären, aber sie meinte, wahrscheinlich wäre ich beim Fernsehen nur wieder mal eingeschlafen und hätte schlecht geträumt. Da sagte ich ihnen, dass Grandad Jim mich gewarnt hätte.

Aber Mum legte mir die Hand auf die Stirn und meinte, wahrscheinlich würde ich Fieber bekommen. Bestimmt hatte sie recht  – es klang ja auch logisch. In der Nacht zuvor hatte ich ziemlich stark geschwitzt. Krank zu werden, war eine viel überzeugendere Erklärung als diese unvorstellbar schreckliche Sache, die sich in meinem Kopf abspielte. Gran saß bei mir, als sie aufbrachen.

Grandad war auch da. Er hatte die Augen weit aufgerissen vor Angst.

Mum und Dad sagten mir, dass sie mich lieb hätten und bald wieder zurück wären. Dad meinte, ich solle schlafen gehen. »Bis zum Spiel am Samstag muss es dir unbedingt besser gehen, Felix – da ist das Manchester Derby!«

Mum gab mir einen Kuss auf die Wange, ein paar Strähnen ihrer dicken, widerspenstigen Haare streiften mein Ge-

sicht und ich konnte ihr nach Blumen duftendes Parfum riechen.

Ihre Schritte wurden leiser.

Die Tür schlug zu.

Der Motor sprang an.

Ich schlief.

Um 23: 54 Uhr klopfte es an unserer Haustür.

Noch bevor Gran sie öffnete, wusste ich, worum es ging.

Es war die Polizei.

Gran sank wie eine Stoffpuppe auf dem Boden zusammen, als sie es ihr sagten. Wie ich reagiert habe, weiß ich nicht mehr.

Danach begann Grandad Jim, mich auch vor anderen Situationen zu warnen. An der Kletterwand in der Turnhalle seien einige der oberen Stangen lose. Chris Lennon werde runterfallen und sich ein Bein brechen. In der Schulmensa werde es verdorbenes Hühnchen zum Mittagessen geben und die halbe Schule werde sich eine Lebensmittelvergiftung holen. Ich begann, den Leuten seine Botschaften mitzuteilen und sie vor dem, was passieren würde, zu warnen. Und wenn es dann so weit kam, sagten sie, die einzige Erklärung dafür sei, dass ich dahinterstecke.

»Bedrohliches und aggressives Verhalten.« So nennt mein Direktor es. Ich bin so oft in Mr Purcells Büro, dass man meinen könnte, ich würde dort wohnen. Er hat mir eine Verwarnung nach der anderen erteilt. »Noch ein Vorfall«, fuhr er Grandma an, nachdem ich Lily Vance gewarnt hatte, dass sie sich die Finger in der Bibliothekstür einklemmen würde – und zwar, kurz bevor es dann wirklich geschah. »Noch ein weiterer Vorfall und ich werde Felix von der Schule ausschließen müssen.«

Mein Verhaltensprotokoll liest sich, als wäre ich auf der Überholspur ins Gefängnis. Die Gerüchte verfolgen mich wie Wespen. Schon beschweren sich die ersten Eltern. Lehrer gehen mir aus dem Weg, wenn ich ihnen im Gang begegne. Und meine Klassenkameraden sehen mich genauso ängstlich an wie gerade eben Seb.

Felix Green kann jeden Moment ausflippen.

Felix Green hat die Stangen gelockert – und Chris ist runtergefallen – , der Typ hat doch ein Rad ab.

Felix Green hat etwas ins Mensaessen getan  – diesen Jungen muss man einsperren und den Schlüssel wegwerfen.

Felix Green hat absichtlich Lilys Hand in der Tür eingeklemmt – der ist doch wahnsinnig.

Felix Green wusste, dass seine Eltern sterben würden  – ich wette, er hat was mit dem Motor des Autos gedreht  – , was für ein Psycho.

Felix Green ist ein Freak.

Felix Green … Geisterjunge.

Wenn ich sie so reden höre, zucke ich zusammen. Aber mit der letzten Bezeichnung haben sie recht.

Mein Grandad J im – der Vater meiner Mum – starb schon vor vielen Jahren, als sie noch ein kleines Mädchen war.

Mein Grandad Jim ist ein Geist.

KAPITEL

2

Am nächsten Morgen werde ich zu Mr Purcell gerufen. Der Direktor meiner Schule ist ein sehr großer Mann mit krausen Haaren und einer Hautfarbe wie ein Schinkensandwich. Er trommelt mit seinen Wurstfingern auf den Schreibtisch und presst dabei den Mund so angewidert zusammen, als würde er einen ganzen Zitronenhain aufsaugen.

Grandma ist auch da. Ich glaube, seit sie gestern Abend den Anruf mit der Aufforderung für das heutige Treffen bekam, ist sie noch grauer geworden. Sie tätschelt mir aufmunternd das Knie und sieht mich mit ihrem Alles-wird-gut-Blick an. Schuldgefühle regen sich in mir. Ich muss der am schwierigsten zu erziehende Zwölfjährige aller Zeiten sein. Immer wieder enttäusche ich meine Großmutter und ich hasse es. Sie allein trägt die ganze Verantwortung und ist ständig erschöpft von den unzähligen Schicksalsschlägen, die ihr das Leben versetzt hat. Mr Purcell räuspert sich laut, er will das Treffen eröffnen.

Natürlich weiß ich ganz genau, worum es gehen wird.

»Felix«, sagt Mr Purcell, »wie dir sicher bewusst ist, wurde

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent

Seb Thompson gestern Abend im Park überfallen. Man hat ihm seine Tasche gestohlen und jetzt liegt er mit einem komplizierten Handgelenkbruch im Krankenhaus. Sein Bruder sagte, eine vermummte Person habe ihn auf den Kopf geschlagen und seine Sachen gestohlen. Und Seb und Jacob haben beide bestätigt, dass du ihn gestern in der Mittagspause exakt damit bedroht hast.«

»Nein … ich … ich habe sie doch nicht bedroht … Ich habe sie davor gewarnt«, stammele ich. »Ich  … ich habe ihnen nur gesagt, was passieren wird … Ich hatte es am Tag zuvor in einer Vision meines Großvaters gesehen … «

»Das reicht!«, schnauzt Mr Purcell mich an. »Ich dulde keine einzige deiner niederträchtigen Lügen mehr. Ich verstehe, was du durchgemacht hast, Felix. Und es tut mir auch aufrichtig leid um deine Eltern. Aber dein Verhalten stellt eine Gefahr für die anderen Schüler dieser Schule dar.«

Dass er meine Eltern ins Spiel bringt, schnürt mir die Kehle zu. Und dass er auch noch ihren Tod für Dinge verantwortlich macht, die er ungerechterweise mir anhängt, macht mich total wütend. Ich balle die Hände, presse sie aber fest auf die Knie und versuche, meine Wut in den Griff zu kriegen, indem ich ruhig atme.

Mr Purcell sieht Grandma an. »Es tut mir leid, Mrs Ross«, sagt er, »aber wir haben keine Wahl. Felix kann den Unterricht an dieser Schule nicht fortsetzen.«

»Wenn mein Enkelsohn eins nicht ist«, sagt Grandma sehr bestimmt, »dann ein Lügner. Klären Sie erst mal, was wirklich passiert ist, bevor Sie beschließen, ihn von der Schule zu verweisen. Ich hoffe aufrichtig, dass es Seb gut geht, dem armen Kerl. Aber es war nicht mein Felix, der ihn verletzt hat!«

»Und wie erklären Sie sich dann diese Ereignisse?«, fragt Mr Purcell. »Wollen Sie mir etwa sagen, dass Sie auch an seine Geistergeschichten glauben?«

Grandma öffnet und schließt den Mund, als müsste sie überlegen, was sie antworten soll. Ich weiß nicht, ob sie mir das mit Grandad ganz abnimmt, aber sie möchte es gerne  – das kann ich in ihren Augen sehen. Sie fragt mich doch immer »Hat er mir etwas ausrichten lassen?«. Oder »Sag ihm, dass ich ihn liebe, ja? Sag ihm, dass ich ihn vermisse«. Aber so funktioniert es nicht. Grandad setzt sich einfach auf meine Bettkante, hält meine Hand und dann schwebt die Vision in meinen Kopf. Wahrscheinlich ist es so etwas wie eine Prophezeiung oder Vorahnung. Ein geisterhafter Blick in die Zukunft.

»Sie geben mir also recht, Mrs Ross?«, sagt Mr Purcell schließlich. »Uns bleibt tatsächlich nichts anderes übrig. Felix wird noch heute die Graystone High School verlassen und auch nicht mehr hierher zurückkehren.«

Mir wird ganz schlecht, als ich sehe, dass diese Nachricht Grandma wie ein Hammerschlag trifft. Für mich wäre es, ehrlich gesagt, kein großer Verlust, nicht mehr in die Schule zu gehen. Meine Lese-Rechtschreib-Schwäche hat nämlich zur Folge, dass ich zu vielen Fächern gar keinen richtigen Zugang finde, und meine Lehrer haben alle zu viel Angst, um mir wirklich zu helfen. In den letzten Monaten habe ich mich irgendwie durchgeschlagen, immer verfolgt von misstrauischen Blicken und dem ständigen Gefühl zu versagen. Nichts wäre mir lieber, als endlich von hier wegzukommen, aber das möchte Grandma nicht. Und dass es ihr gut geht, ist für mich wichtiger als alles andere auf der Welt.

»Positiv zu vermerken«, unterbricht Mr Purcell meine Ge-

danken, »ist allerdings, dass wir diese Situation schon vorhergesehen und Pläne gemacht haben, damit Felix eine andere, geeignetere Schule besuchen kann, die seinen Bedürfnissen eher entspricht. In Kürze wird jemand hier eintreffen, der ein Gespräch mit ihm führen möchte. Felix kann sich glücklich schätzen, dass wir das einrichten konnten.«

Ich kann mich vor Wut kaum zurückhalten. Von allen Adjektiven, mit denen ich diese Situation beschreiben würde, ist glücklich ungefähr das letzte auf der Liste.

Purcell hebt eine seiner buschigen Augenbrauen und sieht mich an. »Es muss eine solche Erleichterung für Sie sein, Mrs Ross«, fähr t er mit aalglatter Stimme fort, »dass es für Felix vermutlich einen Platz an der Sparkleton High School geben wird  – einer Einrichtung, deren einziges Ziel es ist  … nun ja … herausfordernde Schüler zu unterrichten.«

Grandma erstarrt. Wenn Blicke töten können, wäre Purcell jetzt erledigt.

»Lydia Amaechi, die Sie heute noch kennenlernen werden, ist eine der erfahrensten Lehrerinnen an dieser Londoner Schule.«

Mein Herz rutscht mir in die Hose. Am liebsten würde ich ihn anschreien: London? Haben Sie nicht mehr alle? Ich kann nicht nach London ziehen! Ich lebe hier, bei meiner Großmutter!

Purcell redet immer noch, meine Verzweiflung geht voll an ihm vorbei. »Sie besitzt ausgezeichnete Zeugnisse als Spezialistin für das Unterrichten eher problematischer Kinder«, sagt er, ohne Grandmas tödlichen Blick zu bemerken. »Und sie kam sogar auf uns zu. Offenbar nimmt man dort schwierige Kinder von Schulen aus dem ganzen Land auf – eine spezielle Einrichtung der Regierung.«

Ich schlucke das mir inzwischen so vertraute Schamgefühl runter und blicke zu Boden. Hätte ich für jedes Mal, wenn ich als »schwierig«, »herausfordernd« oder »problematisch« bezeichnet wurde, Geld bekommen, würde ich längst in einer Villa in New York leben.

»Das ist die Chance, deinen guten Ruf wiederherzustellen, Felix«, sagt Purcell jetzt zu mir. »Nutze den heutigen Tag. Beeindrucke Miss Amaechi, indem du Verantwortung für dein Verhalten übernimmst und aufhörst zu lügen  – nutze diesen Neuanfang als Gelegenheit, dich zu bessern.«

»Sie täuschen sich in mir!« Jetzt schreie ich wirklich. Ich schreie einen Lehrer an! Das kann nicht gut gehen, aber das alles hier ist so unfair und meine Gefühle brechen aus mir hervor wie heiße Lava. Ich schiebe meinen Stuhl so heftig zurück, dass er krachend zu Boden fällt. Mr Purcell sieht schockiert aus.

»Na, na, na!«, sagt Grandma und legt ihre Hand auf meine, um mich zu beruhigen. »Heb deinen Stuhl wieder auf, Felix«, sagt sie. »Und setz dich. Das kannst du besser.«

Und schon wieder fühle ich mich schuldig. Ich tue, was sie sagt, werde aber rot vor Wut und Scham.

Im gleichen Moment klopft es an der Bürotür, die Sekretärin führt Lydia Amaechi in den Raum und stellt sie uns vor. Miss Amaechi trägt einen grünen Trainingsanzug mit drei Streifen und hat schulterlange Afrolocken. Für eine Toplehrerin mit jeder Menge Erfahrung im Umgang mit »schwierigen« Schülern kommt sie mir sehr jung vor. Wirklich SEHR jung. Ich würde sagen, sie ist nur ein paar Jahre älter als ich. Manchmal lässt sich das Alter von Menschen ja schwer schätzen, aber sie danach zu fragen, wäre unhöflich, also sage ich lieber nichts.

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent

Miss Amaechi macht einen Schritt auf mich zu, strahlt mich an und hält mir ihre Hand hin. »Freut mich sehr, dich kennenzulernen, Felix«, sagt sie.

Ich erwidere ihren Händedruck nur zaghaft. »Freut mich auch.«

»Schön, Sie können dann mein Büro nutzen, um sich kennenzulernen. Viel Glück!«, sagt Mr Purcell und dann leiser zu Miss Amaechi: »Das werden Sie bei dem hier auch brauchen.«

Er hebt die Hand, winkt ihr über die Schulter zu, als wollte er sagen: ›Der ist jetzt Ihr Problem‹, und die Tür fällt hinter ihm ins Schloss.

Miss Amaechi wendet sich an Grandma. »Sie können Felix für das Interview mit mir allein lassen, Mrs Ross, wenn das für Sie in Ordnung ist? Möchten Sie vielleicht am Empfang warten? Dann bleiben wir hier.«

Grandma zögert. »Kommst du auch zurecht, Felix?«

Ehrlich gesagt bin ich mir da nicht sicher. Aber ich will sie nicht noch mehr beunruhigen und sage: »Na klar – bis gleich.«

Grandma nimmt ihre Sachen und verlässt hinter Purcell den Raum. Miss Amaechi sieht mich an und grinst.

»Gut«, sagt sie und setzt sich auf einen der Stühle, die um einen Tisch herum gruppiert sind. »Deine Großmutter scheint ja echt nett zu sein, aber ich bin froh, dass Purcell gegangen ist. Er hat mir gestern das Ohr abgekaut, als ich ihn anrief. Er kann kein Ende finden, stimmt’s?«

Ist das ein Trick? Ich weiß nicht, was ich sagen soll, deshalb zucke ich nur mit den Schultern und sehe auf meine Schuhe.

»Felix«, sagt Miss Amaechi, »was, wenn ich dir sagen würde, dass du nicht der einzige junge Mensch bist, der … anders ist?«

Ich erstarre, denn ich kann jetzt schon sehen, worauf das Ganze rausläuft. »Ich weiß, Miss Amaechi«, sage ich seufzend. »Es gibt viele Menschen mit Legasthenie, die richtig erfolgreich sind … und … «

»Bitte sag Lydia zu mir«, unterbricht sie mich. »Mit Förmlichkeiten kann ich nichts anfangen. Und es geht mir auch nicht um deine Legasthenie. Die ist deine größte Stärke  « Sie bemerkt meinen verblüfften Ausdruck, spricht aber weiter. »Felix«, sagt sie leise. »Ich weiß, dass du bestimmte Dinge siehst  … in Visionen. Ich weiß, dass du Vorahnungen gehabt hast. Und ich weiß auch, dass du« – sie beugt sich näher zu mir und flüster t – »Geister sehen kannst.«

Da haben wir’s. Operation Reparieren wir das kaputte Gehirn dieses Jungen kann starten. Purcell hat ihr offensichtlich alles erzählt. Ich versuche, es zu erklären. »Ich  … ich sehe wirklich Ereignisse voraus. Es ist  … mein Großvater  … Er besucht mich, um mir bestimmte Dinge mitzuteilen. Ich weiß nicht, warum das passiert und wieso ich es kann, aber ich schwöre, ich sage die Wahrheit.« Die Worte strömen nur so aus mir heraus und schon spüre ich das Jucken am Hals – rote heiße Flecken, die sich bei Stress bis zum Kinn ausbreiten. Als Lügner bezeichnet zu werden, wenn man die Wahrheit sagt, ist einfach nur ätzend.

Lydia hebt eine Hand, um mich zu stoppen, und grinst. »Ich glaube dir, Felix.«

»Wirklich?« Ich sehe sie misstrauisch an.

»Ja, tue ich«, sagt sie entschieden. »Und ich möchte es dir beweisen, okay?«

Ich nicke.

»In genau dreißig Sekunden«, sagt sie, »wirst du das Tele-

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent

fon am Empfang läuten hören. Dann wird ein Junge namens

Billy Wainwright den Gang entlangrennen, an die Glasscheibe klopfen und dir die Zunge rausstrecken. Mr Purcell wird rufen: ›He, Billy, geh sofort zurück in den Unterricht!‹ Danach wird er den Kopf bei uns reinstecken und sagen: ›Tut mir leid für die Störung. Lauter Chaoten hier.‹ Die Sekretärin wird Mr Purcell, noch während er drüben in der Tür steht, zurufen: ›Mr Purcell, das war gerade Ihre Frau am Telefon. Sie möchte wissen, ob Sie das Entwurmungsmittel für die Katze abgeholt haben. Und sie meinte, wenn die Katze Würmer hat, ist es gut möglich, dass die ganze

Familie auch welche hat, deshalb schauen Sie doch auf dem Rückweg von der Schule bitte in der Apotheke vorbei und besorgen ein Medikament, denn sie meint, das könnte Ihren juckenden Po von heute Morgen beim Frühstück erklären.‹ Bevor Purcell sich entschuldigt und geht, wird er sehr rot werden, was wir beide sehr genießen, und dann wird er, weil er es so eilig hat wegzukommen, auch noch über deine Schultasche stolpern, die du an der Tür stehen gelassen hast.«

Mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Ist das irgendein

Streich von den fiesen Kids an unserer Schule? Ich bin daran gewöhnt, draußen im Schulhof rumgeschubst zu werden, aber das hier wäre selbst für sie eine Steigerung. Plötzlich denke ich, dass Lydia vielleicht in eine der höheren Klassen geht und das Ganze ein abgekartetes Spiel ist. Gibt es vielleicht irgendwo eine versteckte Kamera? Sitzt Purcell in seinem Arbeitszimmer und lacht sich auf meine Kosten kaputt? Mir reicht’s jetzt. Ich lasse mich nicht verarschen. Ich spüre, wie die altbekannte Wut in mir hochkommt, und springe auf, um zu gehen. Aber kurz vor der Tür höre ich es.

Klingelingeling.

»Graystone High School, Mary am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?«

Ich mache auf dem Absatz kehrt und schaue Lydia an. Sie lächelt und zwinkert mir zu.

Klopf, klopf, klopf.

Ich blicke hoch und sehe Billy Wainwright am Fenster, der mir die Zunge rausstreckt. »He, Billy«, höre ich Mr Purcell sagen, »geh sofort zurück in den Unterricht.«

Aber als Mr Purcell jetzt auch noch das Büro betritt und sagt: »Tut mir leid für die Störung. Lauter Chaoten hier«, bin ich wirklich platt.

»Mr Purcell«, klingt Marys Stimme durch den Gang, »das war gerade Ihre Frau am Telefon. Sie möchte wissen, ob Sie das Entwurmungsmittel für die Katze abgeholt haben. Und sie meinte, wenn die Katze Würmer hat, kann es sein, dass die ganze Familie auch welche hat, deshalb schauen Sie doch bitte auf dem Rückweg von der Schule in der Apotheke vorbei und besorgen ein Medikament, denn sie meint, das könnte Ihren juckenden Po von heute Morgen beim Frühstück erklären.«

Mr Purcell wird röter als eine Tomate und Lydia hatte recht – ich genieße es wirklich. Er dreht sich um, stolpert über meine Tasche und landet krachend auf seinem offenbar juckenden Hinterteil. »Äh, lassen Sie sich nicht stören … machen Sie einfach weiter!«, poltert er und stürzt zur Tür.

Einen Moment lang bin ich sprachlos. Ein Teil der verrückten Ereignisse, die sich gerade hier abgespielt haben, hätten erraten oder eben auch geplant sein können. Lydia könnte Billy dazu gebracht haben, den Gang hinunterzurennen. Sie hätte mit Mr Purcell absprechen können, dass er ins Büro kommt und sich entschuldigt. Aber dass er sich absichtlich vor

mir so blamiert? Auf gar keinen Fall. Das heißt aber, dass Lydia die Wahrheit sagt.

»Also  … bin ich nicht der Einzige, der Ereignisse vorhersieht?«, frage ich. »Das können andere auch?«

»Oh ja«, sagt Lydia sachlich. »Ich zum Beispiel habe Vorahnungen, seit ich ungefähr elf war. Sie fingen als Tagträume an – wie der, den du eben miterlebt hast. Ich habe schon heute Morgen jedes Detail von allem gesehen, was sich hier gerade abgespielt hat.« Sie macht eine Pause und sieht mich fest an. »Aber du kannst auch schlimme Dinge vorhersehen  – Katastrophen – , nicht wahr, Felix?«

Bei der Erinnerung an den Unfall meiner Eltern zucke ich zusammen und sehe wieder auf meine Füße, aber Lydia entschuldigt sich sofort.

»Es tut mir leid, Felix. Ich wollte dich nicht vor den Kopf stoßen. Ich wollte lediglich sagen, dass deine Fähigkeit, Ereignisse vorauszusehen, ungewöhnlich stark zu sein scheint. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass du das jüngste Medium bist, das uns je begegnet ist.«

»Medium?«, frage ich. »Was ist das?«

»Das ist jemand, der Botschaften aus der Welt der Geister empfangen kann, ein Geistersprecher«, sagt Lydia so selbstverständlich, als ob sie mir erzählen würde, dass der Himmel blau ist.

»Aber ich dachte, viele Leute sehen Geister? Darüber hört man doch ständig Geschichten … «

»Nur ein paar wenige können es wirklich«, sagt Lydia. »Vor allem Kinder. Vorschulkinder sind am ehesten mit der Geisterwelt verbunden, bevor ihre Gehirne durch den Alltag abgestumpft werden. Aber du bist anders, Felix.«

Ich sehe sie offenbar völlig verwirrt an, denn Lydia lacht und sagt: »Du bist anders, weil du Vorahnungen aus dem Jenseits empfangen kannst. Und das ist eine ganz und gar einzigartige Fähigkeit.«

Das muss ich erst mal sacken lassen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Unheilüberbringer sein möchte. »Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich das frage«, sage ich, »aber wie alt bist du eigentlich?«

»Siebzehn«, sagt sie lächelnd. »Zum Glück wirke ich ein bisschen älter und kann als Lehrerin durchgehen, sonst könnte ich nicht so problemlos als Talentsucherin arbeiten.«

»Als Talentsucherin? Was macht man da? Und warum bist du überhaupt hier und unterhältst dich mit mir?«

»Gut, dass du mich endlich fragst«, sagt Lydia. »Nimm deine Tasche und deine Jacke – wir fahren nach London.«

KAPITEL 3

Nach dem »Interview« hat Lydia meiner Grandma gesagt, dass sie glaube, meine Begabung läge in Bereichen, mit denen normale Schulen nichts anfangen könnten.

»Was meinen Sie denn da – so etwas mit Computern?«, hat Gran ein wenig verwirrt nachgefragt.

»So etwas in der Art.« Lydia hat gelächelt und mir heimlich zugezwinkert. Dann sagte sie, dass sie mich gerne zu einer Probestunde an die Schule mitnehmen würde, für die sie arbeite –die Sparkleton High School; die sei allerdings in London. Grandma war anfangs besorgt, aber als Lydia ihr erklärte, dass die Schule sich auf die Förderung der besonderen Begabungen jedes einzelnen Kindes konzentriere und nicht so strikt nach Lehrplan arbeite, wurde sie nachgiebiger. Und ich war sowieso begeister t – ich möchte nämlich unbedingt wissen, warum ich mit meinem verstorbenen Großvater sprechen kann, und ich habe das Gefühl, dass Lydia weiß, wie man mir helfen kann, das alles zu verstehen. Ich glaube, Grandma stimmte Lydias Vorschlag schließlich zu, weil ich so enthusiastisch war – aller-

dings mit der strikten Anweisung, sie regelmäßig auf dem Laufenden zu halten.

Die Zugfahrt von Bangor nach London dauerte eine Ewigkeit und auf dem Weg meinte Lydia, es sei am besten, in der Öffentlichkeit nicht über besagtes Thema zu sprechen. Auf der vierstündigen Fahrt unterhielten wir uns also hauptsächlich über unser Leben und unsere Hobbys. Wie sich rausstellte, sind wir beide große Fußballfans, aber Lydia ist Fan von Manchester City und ich von Manchester United, und Lydia meinte scherzend, dann könnten wir leider keine Freunde mehr sein.

Lydia kommt aus Moss Side, einem Innenstadtviertel von Manchester  – und hat sich, genau wie ich, in der Schule schwergetan. Ich mag sie. Sie beruhigt mich. Bei ihr fühle ich mich zur Abwechslung mal wohl in meiner Haut. Lydia hat ADHS – die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstör ung  – und sagt, dass die ihr Konzentrationsvermögen stark beeinträchtigt.

»Das bedeutet nämlich alles oder nichts«, erklärt sie mir, als wir die Straße entlanggehen, nachdem wir mit dem Taxi vom Bahnhof ins Zentrum von London gefahren sind. »Entweder bin ich 150-prozentig auf eine Sache konzentriert und kann an nichts anderes mehr denken oder ich kann nicht einmal den Gedanken ertragen, auch nur damit anzufangen. Früher haben mich die Lehrer immer wegen meiner Vergesslichkeit und Tagträumerei ausgeschimpft, aber inzwischen nenne ich diese Eigenschaften meine Superkraft. Da, wo wir jetzt hingehen, betrachtet man sie nämlich nicht als etwas Negatives. Man fördert sie sogar. Aber hier auf der Straße kann ich dir nicht so viel verraten.«

Vor einem alten Herrenhaus aus rotem Backstein in der

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent

Nähe des St. James’ Parks bleiben wir stehen. Es ist wunderschön. Deutlich kleiner als die anderen Gebäude in der Straße, aber total gepflegt. Es sieht aus wie ein Haus, das früher mal reichen Leuten in Zylinder, Frack und edlen Ballkleidern gehört haben könnte. Und eins weiß ich ganz sicher: Dieses Haus ist keine Schule. Kinder sind hier nirgendwo zu sehen und es wirkt auch eher wie ein Wohnhaus. Auf den Fensterbänken stehen zierliche Blumentöpfe und die roten Dachziegel glänzen und spiegeln die frühe Herbstsonne wie Glas.

Als wir auf den Eingang zugehen, wird Lydias Gesicht ernst. »Was ich dir jetzt erkläre, ist ganz ganz wichtig«, sagt sie. »Und es tut mir leid, dass ich dir so schnell so viel zumute, aber ich muss dich warnen  – sobald du dieses Gebäude betrittst, darfst du keine der Informationen, die du dort erhältst, mit irgendjemandem teilen.« Sie sieht sich vorsichtig um und flüstert: »Am Empfang wird man dich auffordern, die Vereinbarung zur Wahrung von Staatsgeheimnissen zu unterschreiben.«

Meine Handflächen beginnen zu schwitzen. Was kann in diesem vornehmen Haus mitten in London schon so Ernstes geschehen?

»Felix«, sagt Lydia in beruhigendem Ton, weil sie mein Unbehagen spürt. »Ich hätte dich nicht mit hierhergenommen, wenn ich mir nicht absolut sicher wäre, dass dir das, was wir hier tun, helfen wird, dich und die Erfahrungen, die du bisher gemacht hast, besser zu verstehen. Und aufgrund deiner besonderen Fähigkeiten glaube ich, dass du bei unserer Arbeit absolut herausragend sein wirst.«

Ich kaue nervös auf der Innenseite meiner Wange. Was hat das alles zu bedeuten? Vielleicht sind in dem Haus ja Außer-

irdische! Wir befinden uns ziemlich in der Nähe der Parlamentsgebäude. Auf dem Weg hierher sind wir mit dem Taxi daran vorbeigekommen. Und ich habe mal gehört, dass die Regierung jede Menge Details über UFO -Sichtungen streng geheim hält. Vielleicht gehe ich gleich durch diese Tür und am Empfang sitzt ein leuchtend grüner Klecks mit achtundzwanzig Armen.

Trotzdem bin ich auch neugierig. Und jetzt, wo ich Zeuge gewesen bin, dass auch Lydia Visionen hat, möchte ich mehr darüber erfahren, was genau mir da immer passiert.

»Viel habe ich ja nicht zu verlieren, oder?«

Schnell tippe ich noch eine Nachricht an Grandma. Sind gut angekommen! Gehen jetzt gleich in die Schule. Meld mich später. Hab dich lieb xx

Lydia drückt auf einen Knopf an der Wand neben der Eingangstür und eine männliche S timme antwortet höflich:

»Guten Tag, Verein der Teetassensammler. Wie kann ich Ihnen helfen?«

»Hier ist Lydia Amaechi«, sagt Lydia. »Ich komme wegen der … speziellen Teekannenlieferung.«

Verein der was? Ich glaub, ich träume. Oder schlimmer noch – vielleicht spielt mein Verstand mir einen Streich.

Lydia sieht wohl, dass ich etwas blass werde, denn sie sagt: »Felix, ich weiß, dass dir das alles komisch vorkommt, aber vertrau mir, okay?«

Ich schlucke. »Okay.«

Das Schloss der schweren Holztür klickt und wir werden in einen Empfangsraum vorgelassen, den ich nur als die Szenerie der Teeparty des verrückten Hutmachers aus »Alice im Wunderland« beschreiben kann. Hunderte von Teetassen hängen

Rachel Morrisroe: Felix Green – Geisterseher und Geheimagent

an kleinen Haken von der Decke und stapeln sich in den vielen Regalen. Einige stehen auf Untertassen, andere sind wie Tiere geformt, manche sind gestreift und wieder andere haben die Form von Gesichtern.

»Hallo, kommt doch rein und schließt die Tür hinter euch. Ich bin Wilbert Williams.« Der Mann vor mir sitzt an einem riesigen Schreibtisch in Form einer Teetasse. Er trägt einen Anzug mit einem Muster aus lauter winzigen Teetassen und starrt mich an, als hätte er gerade ein Einhorn gesehen. »Es ist sooo schön, dich kennenzulernen.« Er kommt um den Schreibtisch herum und öffnet sein Jackett. »Darf ich euch eine Tasse Tee anbieten?«

Am Innenfutter seiner Jacke sind mehr Teebeutel befestigt, als ich zählen kann. »Wir haben hier die Geschmacksrichtungen English Breakfast, Darjeeling, Pfefferminz, Fruchtige Beere, Schokocreme-Toast, Gummibärenglück, Lecker Zitronenbrötchen, Burger und Pommes, Sonntagsbraten, Fisch und Chips oder Chinesisches Festtagsessen … «

Ich werfe Lydia einen verwirrten Blick zu, aber sie sagt: »Nur zu, die sind wirklich köstlich.«

»Danke«, sage ich zu Wilbert. »Dann nehme ich gerne einen Burger-und-Pommes-Tee.« Ich bin ein bisschen aufgeregt, immerhin werde ich jetzt gleich einen Tee mit Burger-und Pommes-Geschmack probieren  – und wenn ich ehrlich bin, grummelt mein Magen etwas bei der Vorstellung. Aber da Wilbert über die Teesorten, die ich kenne, so schnell hinweggegangen ist, wäre er bestimmt enttäuscht, wenn ich nicht eine der spannenderen Geschmacksrichtungen versuchen würde.

»Ausgezeichnete Wahl«, sagt er lächelnd und löst den Teebeutel von seiner Jacke. »Und jetzt such dir bitte noch einen

Becher aus.« Wilbert deutet um sich, und ich entscheide mich für eine Tasse in Kürbisform.

Er klatscht. »Wieder eine fabelhafte Entscheidung.« Er lässt den Teebeutel in den Becher fallen und gießt heißes Wasser darüber, bevor er ihn mir reicht. »Vorsicht, heiß. Solange er abkühlt, werde ich schon mal die Papiere holen.« Er geht hinter seinen Teetassen-Schreibtisch, nimmt eine Akte heraus, schlägt sie auf und reicht mir einen Stift mit Teetasse als Kappe zum Unterschreiben.

Ich stelle meinen Tee ab und will gerade nach dem Stift greifen, da hält Lydia mich an der Schulter zurück.

»Ich muss ganz sichergehen, dass du verstehst, worauf du dich hier einlässt«, sagt sie. »Und ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, dass alle Informationen in diesem Gebäude vertraulich bleiben. Wenn irgendetwas, das du tust, dazu führt, dass die Öffentlichkeit von unserer Arbeit erfährt, wirst du auf der Stelle hier rausgeworfen. Sobald du unterschrieben hast, musst du alles, was du erlebst, von jetzt an bis zu deinem Lebensende geheim halten.«

Ich zögere einen Moment lang. Das klingt ziemlich endgültig. »Wird meine Großmutter dabei irgendwie in Gefahr sein?«

»Absolut nicht«, sagt Lydia. »Aber du darfst ihr nicht von uns erzählen. Alles, was in diesem Gebäude passiert, bleibt auch in diesem Gebäude.«

Ich nehme den Stift in die Hand. Alles ist besser, als wieder an meine alte Schule zu gehen. Ich kritzele Felix Green ganz unten auf das Dokument und schon habe ich die Vereinbarung zur Wahrung von Staatsgeheimnissen unterschrieben.

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Lo Blacklock wagt einen Neuanfang: Obwohl die traumatischen Erlebnisse auf dem Kreuzfahrtschiff vor vielen Jahren sie noch immer begleiten, ist die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz ihre Chance endlich ins Berufsleben als Reisejournalistin zurückzukehren.

Das Hotel am Ufer des Genfer Sees ist traumhaft und Lo hofft, dort ein Interview mit dem exzentrischen Hotelbesitzer Marcus Leidmann ergattern zu können. Als sie eines Nachts überraschend in sein Hotelzimmer eingeladen wird, ist Lo zwar skeptisch – doch ihre Neugier ist stärker.

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Will ich haben!

Hier gibt‘s alle Infos zum Buch

Ruth Ware: The Woman in Suite 11 dtv, Paperback, 416 Seiten, 17 Euro

ISBN: 978-3-423-26444-0

Im Traum war ich gefangen. Eingesperrt in einer Zelle tief unter Wasser, wo niemand meine Schreie hörte. Es gab keinen Ausweg; ich konnte nur in dem kleinen Raum von einer Seite zur anderen taumeln. Ich kratzte mit den Fingernägeln an der verschlossenen Tür, riss den orangefarbenen Nylonvorhang an der Wand zurück, doch dahinter war kein Fenster – nur eine Plastikplatte, die mich grausam verhöhnte.

Verzweifelt sah ich mich nach etwas um, das mir helfen konnte, hier rauszukommen – einem Stück Holz, mit dem ich die Tür aufstemmen, etwas Schwerem, mit dem ich das Schloss zerschlagen konnte. Aber da war nichts – nur eine Metallkoje, die an die Wand geschraubt war, und ein gummiüberzogenes Tablett auf dem Boden.

Die Tür war passgenau, es gab keine hilfreiche Lücke, in die ich meine Finger zwängen, keinen Spalt am Boden, wo ich hindurchspähen oder durch den ich etwas rufen könnte.

Während ich mit abgebrochenen, blutigen Nägeln am erbarmungslosen Plastik kratzte, wurde mir klar: Es gab keinen Weg hinaus. Ich war vollkommen und unwiderruflich gefangen. Die Erkenntnis drohte mich zu überwältigen.

Als ich aufwachte, überkam mich ungeheure Erleichterung. Ich lag mit geschlossenen Augen da, mein Herz hämmerte, das Blut rauschte in meinen Ohren. Es war nur ein Traum gewesen – der alte Albtraum, den ich schon unzählige

Male gehabt hatte. Nur ein dummer, wiederkehrender Albtraum – die Erinnerung an ein Grauen, dem ich längst entkommen war. Ich war in Sicherheit, zu Hause, wo mir niemand etwas tun konnte.

Aber … war ich das? Noch bevor ich die Augen öffnete, spürte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich lag nicht zu Hause in meinem bequemen Bett, meinen Mann neben mir, keine Kinderfüßchen bohrten sich in meinen Bauch. Ich lag allein auf einer dünnen, harten Matratze, mit Schmerzen in Rücken und Hüften. Auch die Geräusche waren anders – nicht das freundliche Klappern unserer alten Klimaanlage, kein Autohupen oder Sirenengeheul in der New Yorker Nacht.

Nein, ich hörte nur das Schlagen von Türen, Schritte, zornig erhobene Männerstimmen.

»Wenn du nicht endlich Ruhe gibst – «, rief jemand, dann noch etwas Unverständliches.

Ich setzte mich auf, öffnete angsterfüllt die Augen, als ich mich an die Ereignisse des Vortags erinnerte. Es gab hier keine Fensterattrappe, keine cremeweiße Platte hinter einem Nylonvorhang. Und die Tür war nicht aus Plastik. Aber es gab eine Tür. Vergittert und aus Metall. Und definitiv abgeschlossen.

Mein Traum war kein Traum gewesen. Ich war tatsächlich gefangen. Saß in einer Zelle. Und hatte keine Ahnung, wie ich rauskommen sollte.

Ich betrat das Schlafzimmer und zog scharf die Luft ein. Es sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Herausgezogene Schubladen, Decke und Kissen auf dem Boden, ein kleiner Beistelltisch umgekippt auf dem Bett, Stühle lagen umher, als hätte jemand mit ihnen Bowling gespielt. Kleidungsstücke waren überall auf dem Boden verstreut, auf dem Nachttisch, baumelten vom Fenstergriff. Der Teppich war kaum noch zu sehen. Inmitten des Chaos putzte sich Delilah, meine alte Tigerkatze, gelassen auf einem Haufen ehemals sauberer, gefalteter Wäsche.

Es gab nur zwei Erklärungen. Entweder war heute Nacht jemand eingebrochen und hatte mit beängstigender Entschlossenheit nach etwas gesucht. Oder Judah hatte den Jungs erlaubt, sich selbst für die Schule anzuziehen, und das war das Ergebnis. Ich war mir relativ sicher, welche zutraf.

Seufzend richtete ich die Stühle auf, holte Teddys Trinkbecher unter seinem Bettchen hervor und scheuchte Delilah von der zerdrückten Wäsche herunter. Dann stopfte ich Elis Kleider wieder in seine Kommode. Du bist gigantisch toll! stand auf einem kleinen Hoodie mit aufgenähtem brüllendem Dinosaurier, das auf dem Boden lag. Warum gab es für Erwachsene keine Kleidung mit solch ermunternden Sprüchen? An manchen Tagen hätte ich durchaus einen lächelnden T-Rex gebrauchen können, der mir sagte, dass er an mich glaubte – Tagen wie diesem.

»Wie war das Vorstellungsgespräch?« Judah nahm die Kopfhörer ab und schaute vom Laptop hoch, als ich den Trinkbecher auf die Arbeitsplatte stellte. Es machte mich jedes Mal glücklich, unser Wohnzimmer zu betreten – deswegen hatten wir uns überhaupt nur für die Wohnung entschieden.

Es erstreckt sich fast über die gesamte Länge des alten Gebäudes, hat einen dunklen, polierten Holzboden und hohe Fenster, durch die man auf die benachbarten Dächer blickt. Und heute war es voll Herbstsonne und tanzenden Staubflocken.

Als wir die Wohnung kauften, hatte sie zwei Schlafzimmer, eins für uns und ein Arbeits- und Gästezimmer. Doch dann war ich schwanger geworden, und aus dem Arbeitszimmer war ein Kinderzimmer für zwei kleine Jungs geworden. Jetzt arbeiteten wir – nun ja, vor allem Judah – meist am Küchentisch, der in einer kleinen Nische des Wohnzimmers stand.

Er hatte gerade einen Zoom-Call gehabt, als ich nach Hause kam, doch jetzt wirkte er, als könnte er eine Ablenkung vertragen.

Ich schüttelte den Kopf. »Ganz okay, aber ich glaube nicht, dass ich die Stelle bekomme. Das Mädchen, mit dem ich gesprochen habe, war wirklich nett, aber sie sagte, ich sei überqualifiziert. Und zwar gleich zweimal.«

»Im Klartext: Du bist ihnen zu teuer«, sagte Judah achselzuckend und schob die Lesebrille in die Stirn. »Ich hab’s dir ja gesagt – du solltest dir höhere Ziele setzen.«

»Gut und schön, aber ich bin schon so lange aus dem Job raus.« Ich versuchte, den Ärger in meiner Stimme zu unterdrücken, doch es gelang mir nicht ganz. Judah hatte gut reden – er hatte kurz vor der Pandemie eine angenehme Festanstellung bei der New York Times bekommen. Es war das journalistische Äquivalent zu einem Lotteriegewinn – dass er

das wusste, machte es mir auch nicht einfacher, unsere sehr unterschiedlichen Karrieren auszublenden. »Festanstellungen sind dünn gesät, Jude, vor allem, wenn man eine Lücke von fünf Jahren im Lebenslauf hat.«

»Ich weiß«, sagte Judah, stand auf und nahm mich in die Arme. »Tut mir leid, es sollte nicht klingen, als würden solche Jobs auf Bäumen wachsen. Ich denke nur manchmal … dass du dich unterschätzt.«

»Ich weiß mich durchaus zu schätzen, glaub mir. Aber ich habe seit Elis Geburt kaum gearbeitet. Und für viele ist das ein automatisches Stoppzeichen.«

Eli war kurz vor der Pandemie geboren worden. Damals hatte ich mich im Erfolg meines bisher einzigen Buches Dunkle Wasser gesonnt, das von meinen albtraumhaften Erfahrungen auf dem Kreuzfahrtschiff Aurora in den norwegischen Fjorden handelte. Judah hatte gerade die Stelle bei der New York Times bekommen. Von dem Buchvorschuss und seinem neuen Gehalt hatten wir diese Wohnung im trendigen Tribeca-Viertel von Manhattan gekauft. Der logische nächste Schritt schien, es mit der Familiengründung zu versuchen.

Aus irgendeinem Grund hatte ich die Vorstellung gehabt, dass der Versuch Monate, wenn nicht gar Jahre dauern würde. Doch Eli war schneller da gewesen, als wir beide erwartet hatten, und das Leben mit einem Neugeborenen hatte uns völlig aus der Spur geworfen. Es schien unmöglich, dass ein so winziger Mensch zwei geordnete Leben so restlos durcheinanderbringen konnte. Die Tatsache, dass ich fünftausend Kilometer von meinem Heimatland und meiner Mutter entfernt lebte, machte es mir besonders schwer. Eine Zeit lang hatte sich unser Leben sehr holprig gestaltet – ich hatte gefürchtet, meine psychische Gesundheit könnte in finstere Tiefen zurücksinken, da die alten Medikamente

nicht mehr wirkten und die neuen unerwartete Nebenwirkungen und Dosierungsprobleme mit sich brachten. Doch irgendwie schafften wir es. Der Hormon-Tsunami legte sich. Eli gewöhnte sich an einen festen Tagesablauf. Judah und ich bekamen unser Leben in den Griff, und ich fand den richtigen Cocktail aus Antidepressiva, der mich wieder ins Lot brachte. Und gerade als ich mit dem Gedanken spielte, ein Kindermädchen zu suchen und wieder arbeiten zu gehen, schlug die Pandemie zu.

Ich hätte es niemals offen zugegeben, doch ich war irgendwie auch froh gewesen. Natürlich war es schlimm – die Isolation, die Sorgen um meine Mutter, die an einem Ort lebte, den der Guardian als »Pestinsel« bezeichnete. Aber es hatte mich auch aus der Verantwortung genommen – Schulen und Kindergärten waren geschlossen, sodass ich zwei wunderbare Jahre zu Hause mit Eli verbringen konnte, ohne nach einer Vollzeitstelle suchen zu müssen. Als dann Teddy zur Welt kam, wurde die Uhr erneut zurückgestellt, und ich war wieder im Babyland, wenn auch mit optimierter Medikation und mehr Erfahrung.

Jetzt aber waren plötzlich sechs Jahre vergangen. Eli ging in den Kindergarten. Teddy hatte gerade mit der Spielgruppe begonnen. Der Buchvorschuss war für unseren Lebensunterhalt draufgegangen. Und Judah und ich waren uns einig, dass ich mich wieder in den Sattel schwingen sollte.

Nur war es schwierig, das Pferd einzufangen.

Ich hatte ziemlich viel frei gearbeitet – hier in den Staaten und auch für frühere Auftraggeber und Kontakte in Großbritannien. Doch ich träumte von einer Festanstellung mit Renten- und Krankenversicherung. Zumindest war ich jetzt amerikanische Staatsbürgerin, was mir eine gewisse Sicherheit verlieh. In der Zeit meiner postnatalen Angstzustände hatte ich obsessive Albträume davon, dass meine Greencard

abgelaufen war und die Einwanderungsbehörde uns die Tür eintrat. Der Gedanke hatte mich verfolgt, sooft Judah auch schwor, dass das nicht passieren konnte, dass man mich als Frau eines US -Bürgers und Mutter von zwei amerikanischen Kindern nicht ausweisen würde. Doch auch wenn ich jetzt einen kostbaren amerikanischen Pass besaß, war mir klar, dass ich ziemlich am Ende wäre, wenn Judah etwas zustieße. Unser Leben hier, unsere Krankenversicherung, unsere Hypothekenzahlungen, alles hing an seinem Job. Und das wollte ich nicht mehr. Nicht nur meinetwegen – ich wollte auch nicht, dass die Sorge für unsere kleine Familie allein auf Judahs Schultern lastete.

Ich schlang die Arme fester um ihn, legte die Stirn kurz an seine breite Brust. Dann richtete ich mich auf und lächelte.

»Ach, alles wird gut. Ich finde schon was – ich muss nur an genügend Türen klopfen, oder?«

»Genau.« Judah strich mir die Haare aus dem Gesicht und lächelte auf mich herunter. »Der Job bei der Times war für mich auch absolut unerreichbar, bis es dann plötzlich geklappt hat. Du kannst wahnsinnig gut schreiben und hast ziemlich eindrucksvolle Referenzen. Irgendwas wird sich ergeben. Und bis dahin arbeitest du eben weiter frei. Irgendwann geht die richtige Tür für dich auf, das weiß ich.«

»Ich liebe dich, Judah Lewis«, sagte ich. Und ich meinte es zutiefst ernst.

»Ich liebe dich, Laura Blacklock«, sagte er mit seinem schiefen Lächeln, das mir immer ans Herz ging. Wir schauten einander eine lange Minute in die Augen, und ich dachte wie schon tausend Mal zuvor, was für ein Glück ich doch gehabt hatte – mit diesem Mann, den ich liebte, bei dem auch nach zehn Jahren mein Herz noch schneller schlug, mit zwei Kindern, einer wunderschönen Wohnung, die wir

uns in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft hatten. Mein Leben hätte in einem wässrigen Grab in Norwegen enden können. Das hatte es um ein Haar auch. Seither war jeder Tag für mich ein Geschenk, für das ich ewig dankbar war.

Wir lösten uns lächelnd voneinander, als Judahs Laptop sich mit einem Piepton meldete.

»Tut mir leid. Mein Kalender. Ich habe um halb ein Teamgespräch.«

»Du musst ja unser täglich Brot verdienen«, sagte ich. Und dann, als mein Blick auf den Poststapel auf dem Tisch fiel: »Ach, ich hab übrigens die Post raufgebracht. Da sind ein paar Päckchen für dich. Ich glaube, in einem sind die Hemden, die du bestellt hast.«

Judah nickte und ging die Ansammlung aus Werbebriefen, Päckchen und Rechnungen durch, bevor er stöhnend einen dicken geprägten Umschlag hochhielt.

»Die nächste Hochzeit, nehme ich an. Nicht zu glauben, dass du immer noch unverheiratete Freundinnen hast. Wer ist es diesmal?« Er warf mir das Kuvert zu.

Stirnrunzelnd betrachtete ich es. Es sah tatsächlich wie eine Hochzeitseinladung aus – steifes, teures cremefarbenes Papier. Ein europäischer Poststempel, aber nicht aus Großbritannien. Ich konnte das Land nicht zuordnen. Auf dem Stempel stand Helvetia, was irgendwie skandinavisch klang. Der Umschlag war mit schwarzer Tinte und in kalligrafierter Handschrift an Mme Laura Blacklock adressiert.

Es gab nur einen Weg, es herauszufinden.

Ich riss den Umschlag auf, wobei ich mich an der Papierkante schnitt, zog die Karte heraus und leckte mir beim Lesen das Blut vom Finger.

Marcus Leidmann und die Leidmann Group geben sich die Ehre, MmeLauraBlacklock zur Presseeröffnung des Grand Hôtel du Lac in Saint-Cergue les Bains Genfer See, Schweiz von Montag, den 4. November, bis Donnerstag, den 7. November, einzuladen.

U. A. w. g. press@theleidmanngroup.ch

Auf der Rückseite stand derselbe Text auf Französisch, darunter ein diskreter QR -Code mit dem Vermerk Weitere Informationen/Plus d’informations.

Judah musste etwas gemerkt haben, denn als ich zu Ende gelesen hatte, sah er mich neugierig an.

»Doch keine Hochzeitseinladung?«

»Nein. Eine Pressesache.« Ich reichte ihm die Karte. Er las sie und tippte dann auf den Namen ganz oben.

»Von dem hab ich schon gehört. Marcus Leidmann, der CEO der Leidmann Group. Kennst du die?«

Ich nahm die Karte zurück und schüttelte den Kopf. »Ist das ein Reiseunternehmen?«

»Die machen von allem etwas – wie eine kleinere Version von Tata Steel. Sie haben mit Schwerindustrie angefangen und dann in alle Richtungen von Eisenbahnen bis Kommunikation diversifiziert. Ich wusste allerdings nicht, dass sie auch in der Hotelbranche aktiv sind. Das muss neu sein.«

Ich zuckte mit den Schultern. »Ist vermutlich ein guter

Zeitpunkt, um in die Reisebranche einzusteigen. Viele Firmen sind in der Pandemie pleitegegangen, da gibt es jede Menge günstige Gelegenheiten für gewiefte Investoren. Jedenfalls eine nette Gelegenheit für irgendwen, es sich auf Kosten dieses Marcus gut gehen zu lassen.«

Ich wollte die Karte gerade in den Müll werfen, als Judah mich zurückhielt.

»Was meinst du? Es wäre eine nette Gelegenheit für dich.«

Ich lachte. »Ich kann doch nicht in die Schweiz fahren, Judah! Wer würde die Jungs in den Kindergarten bringen? Und abholen?«

»Ähm … ich?« Er sah ein bisschen gekränkt aus. »Wie zum Beispiel heute Morgen, als du beim Vorstellungsgespräch warst, falls du dich erinnerst. Das haben wir auch überlebt.«

Ich wollte gerade erwähnen, dass das nur ein Morgen gewesen war und das Zimmer der Jungs danach wie ein Kriegsgebiet aussah, machte aber den Mund wieder zu. Ich wollte keine dieser Frauen sein, die herummeckern, wenn ihr Mann etwas auch nur ein bisschen anders macht als sie selbst. Und vermutlich war es ganz gut für die Jungs, ein wenig selbstständiger zu werden – wenn auch schade, dass sie ihr Zimmer dabei ins komplette Chaos versetzten.

»Aber was bringt mir das?«, fragte ich stattdessen. »Ich habe keinen Auftrag, darüber zu berichten. Ein kostenloser Urlaub wäre natürlich nett, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob er wirklich kostenlos ist. Vermutlich müsste ich den Flug selbst bezahlen.«

»Erstens«, Judah zählte an den Fingern ab, »erzählst du mir seit zwei Jahren, dass du endlich mal wieder deine Mutter besuchen willst. Selbst wenn du den Flug selbst bezahlen musst, kannst du die Reise nach Europa von der Steuer absetzen, was auch nicht schlecht ist. Zweitens ist der Laden vermutlich voller Reisejournalisten und -redakteure, sodass du wunderbar

netzwerken kannst. Vielleicht begegnest du sogar alten Bekannten. Drittens, Lo, sitzt du seit sechs verdammten Jahren mit den Kindern zu Hause. Falls irgendwer einen kostenlosen Urlaub verdient hat, dann du. Das Universum will dir damit sagen, dass du wieder in den Sattel springen sollst. Und es ist auch ziemlich schmeichelhaft, dass sie an dich gedacht haben, oder?«

Ich schaute auf die Karte in meiner Hand, die jetzt ein bisschen blutverschmiert war. Es gab alte Bekannte, denen ich nicht gern begegnen wollte, aber ansonsten hatte Judah völlig recht. Ich würde meine Mutter sehr gerne sehen, hatte die Reise viel zu lange aufgeschoben, und mit der letzten Bemerkung hatte er ins Schwarze getroffen. Es war tatsächlich schmeichelhaft, dass jemand an mich gedacht hatte. Nach der Veröffentlichung von Dunkle Wasser hatte ich im Bereich Reisejournalismus eine gewisse Berühmtheit erlangt, wurde regelmäßig zu Eröffnungen neuer Resorts und Luxuszugreisen eingeladen. Während der Pandemie war der Strom allmählich versiegt. Es war schön zu wissen, dass mein Name noch irgendwo da draußen in einem Rolodex stand – falls noch jemand einen Rolodex benutzte.

Ja, es war ziemlich schmeichelhaft, dass man an mich gedacht hatte. Es machte mir bewusst, dass ich, wie ich mich auch nach dem Vorstellungsgespräch gefühlt haben mochte, kein Niemand war. Vielleicht steckte mehr von einem gigantisch tollen T-Rex in mir als gedacht. Und womöglich hatte Judah recht, und das Universum wollte mir genau diese Botschaft senden.

Mummy!« Eli schoss wie eine kleine braunhaarige Rakete aus der Kindergartentür, rammte mir den Kopf in den Bauch und umarmte mich so heftig, als wäre ich eine Woche weg gewesen. »Ich hab dich soooo vermisst.«

»Du hast mich doch gestern Abend noch gesehen, als ich dich ins Bett gebracht habe!«

»Aber heute Morgen warst du weg. Bevor ich wach geworden bin!« Er klang vorwurfsvoll.

Teddy, der an meinem anderen Arm hing, nickte eifrig. »Du bist weggegangen!«

»Aber Daddy hat sich doch um euch gekümmert, oder?«

»Wir mussten uns alleine anziehen.« Elis Gesichtsausdruck war geradezu tragisch, als hätte Judah ihn über Nacht im Stich gelassen, statt ihn lediglich zu bitten, sein T-Shirt selbst anzuziehen. »Ich hab ihm gesagt, dass du immer meine Hose aussuchst, aber er hat gesagt, ich bin ein großer Junge und kann das allein.«

»Können wir endlich geeeeehn«, rief Teddy und hopste aufgeregt herum. »Ich will in den Park. Können wir in den Park? Kriegen wir Candy?«

Ich konnte mich nie daran gewöhnen, dass meine eigenen Kinder amerikanische Wörter benutzten, aber sie waren natürlich auch Judahs Kinder und wurden mit jedem Tag amerikanischer. Als Eli in die Spielgruppe kam, war sein Akzent meinem noch sehr ähnlich gewesen, weil er die meiste Zeit

mit mir verbracht und ich ihn stetig mit Peppa Wutz und den Oktonauten versorgt hatte. Doch nach ungefähr fünf Minuten in der Spielgruppe besaß er einen makellosen New Yorker Akzent, fast so breit wie Judahs Brooklyner Tonfall. Jetzt wechselte er mühelos hin und her – Amerikanisch mit seinen Freunden, ein bisschen englischer mit mir und bei den ZoomAnrufen bei seiner englischen Oma. Bei Teddy war es ähnlich. Immerhin hatte ich durchgesetzt, dass wir bei »Mummy« blieben. Andere Frauen waren Moms. Ich nicht. »Nein, keine Süßigkeiten. Aber …« Ich schaute aufs Handy, dann zum Himmel, der Regen versprach. Egal. Judah hätte eine Stunde mehr zum Arbeiten, und falls es regnete, waren wir kleidertechnisch gerüstet. »Na gut, wir gehen in den Park. Aber nur eine halbe Stunde.«

In dem kleinen Park stiegen die Jungs aufs Klettergerüst, baumelten von den Stangen, planschten durch Pfützen und verausgabten sich nach Leibeskräften, während ich ein Auge auf sie hatte und zwischendurch versuchte, am Handy überzeugende E-Mails an meine wenigen verbliebenen beruflichen Kontakte aufzusetzen, um ihnen einen Artikel über das Grand Hôtel du Lac schmackhaft zu machen. Ein Problem bestand darin, dass die Plus d’informations, die sich hinter dem QR -Code verbargen, nicht sonderlich aufschlussreich gewesen waren. Genützt hätte mir irgendein Aufhänger oder ein Alleinstellungsmerkmal – das erste CO 2-neutrale Hotel der Schweizer Alpen vielleicht. Oder das einzige Hotel in Europa mit einem Swimmingpool aus massivem Gold. Gut, das war unwahrscheinlich, aber angesichts der Fotos auf der Internetseite erschien es mir nur unwesentlich unwahrscheinlicher als CO 2-Neutralität. Das Hotel war wunderschön. Man hatte offensichtlich weder Kosten noch Mühen gescheut: nicht beim Gebäude, bei dem es sich um ein hinreißendes

Château aus dem 18. Jahrhundert am Ufer des Genfer Sees handelte, und auch nicht bei der Ausstattung, die unfassbar teuer aussah und von handgefertigten Delfter Kacheln in den Badezimmern bis zu einem gewaltigen gläsernen Infinity Pool mit Seeblick reichte. Ich erwartete nicht, im November dort viel zu schwimmen, konnte mir aber sehr gut vorstellen, mich an einem der antiken Kachelöfen einzukuscheln, die in den Salons und Lounges des Hotels standen, oder mich mit einem Martini in der holzgetäfelten Cocktailbar aus den 1920er-Jahren niederzulassen. Die Website versprach alles von winterlichen Schlittenfahrten bis Heliskiing im nahe gelegenen Morzine, was das Hotel klar als Ganzjahresziel für Superreiche positionierte. Ich war mir nur nicht sicher, ob das einen Artikel wert war.

Das andere Problem bestand darin, dass so viele Printmagazine eingestellt worden waren, seit ich zuletzt einen ernsthaften Pitch aufgesetzt hatte. Geblieben waren meist nur auf Hochglanz getrimmte Blogs, die nicht das nötige Budget besaßen. Als die dritte ähnliche Antwort zurückkam – Ja zum Artikel, aber »wir können leider kein hohes Honorar anbieten« – , schloss ich seufzend das Mailprogramm. Judah meinte, das Universum wolle mir sagen, ich solle wieder in den Sattel springen, und vielleicht stimmte das auch, aber ich wünschte mir, die Botschaft würde von einem fetten Scheck begleitet. Die angebotenen Honorare würden nicht einmal die Flugkosten decken.

Trotzdem war es verlockend und außerdem die Gelegenheit, meine Mum zu besuchen, die zwei Jahre vor der Pandemie ihren Mann verloren hatte und seit einer Hüft-OP im vergangenen Jahr zunehmend gebrechlich wirkte. Vielleicht sollte ich einfach »Was soll’s« sagen und so viel Positives wie möglich daraus ziehen? Es war nicht gerade der knallharte Investigativjournalismus, von dem ich mal geträumt hatte, aber immerhin

eine Veröffentlichung mit meinem Namen drüber, und das war vielleicht alles, was an diesem Punkt zählte.

Teddy riss mich aus meinen Gedanken, indem er von der Schaukel fiel und laut losheulte. Die Jungs waren müde, bereit für heißen Kakao, Bluey und Abendessen. Als ich den schluchzenden Teddy aufsammelte, das Pfützenwasser von ihm wischte und in meinem Beutel nach einem Dino-Riegel suchte, um ihn zu trösten, traf ich meine Entscheidung. Es war Zeit. Ich würde zusagen.

Wir hatten den Park fast verlassen, als mein Handy eine Nachricht meldete. Ich rechnete mit Judah, der wissen wollte, wann wir zum Essen kämen. Aber es war die Antwortmail einer früheren Kollegin, die jetzt laut LinkedIn in der Feature-Redaktion der Financial Times arbeitete. Sie war bei Velocity, dem Reisemagazin, bei dem ich vor zehn Jahren angefangen hatte, meine Chefin gewesen. Ich hatte keine Ahnung, ob sie noch im Reisebereich arbeitete, und hatte die Mail auf gut Glück geschrieben, ohne wirklich auf eine Antwort zu hoffen. Ich klickte drauf, rechnete mit der üblichen Absage. Aber nein. Nicht ganz.

Lo, toll, von dir zu hören, schön, dass du wieder dabei bist. Sorry, aber ich glaube, der Artikel über das Hotel wäre nicht ganz unsere Linie. Klingt nett, aber ohne einen Aufhänger hat es nicht das nötige Gewicht. Wenn du allerdings ein Interview mit Marcus Leidmann bekommen könntest, würde ich das DEFINITIV unterbringen. Wir reden von einem großen Profil, 2000 Wörter oder mehr, je nachdem, was er zu sagen hat. Er ist bekannt für seine extreme Zurückgezogenheit, also klappt das vielleicht nicht. Ich wollte es nur erwähnt haben.

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt, oder?

Rowan

Es hatte zu regnen begonnen, die Tropfen rannen mir über die Stirn und klatschten aufs Display, während ich dastand und Rowans Nachricht wieder und wieder las.

»Muuuuummy«, sagte Eli und hüpfte von einem Fuß auf den anderen. »Können wir gehen, ich muss mal, ganz dringend!«

»Tut mir leid, Schatz.« Ich steckte das Handy weg. »Das war wegen der Arbeit. Gehen wir nach Hause.«

Doch auf dem Heimweg, bei dem mir der Regen von der Nase tropfte und Teddy über seine nasse Hose jammerte und dass sein Hintern wehtat, stahl sich immer ein Lächeln in mein Gesicht. Ich war wieder da. Im Sattel. Und das tat gut.

IMPRESSUM

Das Familotel Ferien Magazin erscheint online 4x im Jahr im Auftrag der Familotel AG, Am Oberfeld 5, 83026 Rosenheim

E-Mail an die Agentur WAHN&SINNIG / HUP GmbH: boris.udina@hup.de

HERAUSGEBER

WAHN&SINNIG / HUP GmbH

CHEFREDAKTEUR

Boris Udina

PROJEKTLEITUNG

Melanie Moschinsky

GESTALTUNG

Silvia Murauer // Creative Arts

VERMARKTUNG

WAHN&SINNIG / HUP GmbH, Familotel AG

DISTRIBUTION

Familotel-Netzwerk und weitere Kanäle

WAHN&SINNIG, Marketingagentur und Teil der HUP GmbH, unterstützt Unternehmen, Medienhäuser, Autoren und Influencer mit Marketing-, Digitalisierungsund Vertriebs-Know-how in den Bereichen Consulting, Concepts, Content, Corporate Publishing, Cooperations und Creation.

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