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FACH SCHRIFTEN VERLAG

ARCHITEKTUR. ÖKOLOGIE. TECHNIK.

a r t x E Seiten

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12/01-2019

12/01 bauen.

Dezember/Januar 2019 € 3,50 • A 3,90 €/ CH 6,90 sfr • Benelux 4,20 € • I/E/P (cont); 4,80 € • SLO/ SK 4,80 € • GR 5,40 € • FIN 5,50 € • S 49,00 skr

Holzfertigbau heute

Individuell & sicher

..

Kamine & Ofen: Gemütlich, stylisch & ökologisch

Das richtige Dach: Flach oder steil? Einbruchschutz: Clever & effektiv

SCHÖNE HÄUSER Exklusive Architektur für modernes Wohnen


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EDITORIAL•

Wie viel

Luxus

dürfen wir uns noch leisten?

Liebe Leserin, lieber Leser, Titelthema dieses Heftes sind exklusive Einfamilienhäuser. Häuser mit einem gewissen Extra an Ausstattung, einem Mehr an Platz und an Komfort: kurz luxuriöse Domizile. Wer bei Wikipedia nachliest, bekommt für „Luxus“ sinngemäß folgende Definition: Luxus bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über den üblichen Lebensstandard bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Maß hinausgehen – aber dennoch für die Bezugsgruppe als erstrebenswert gelten. Die Frage, die sich die Redaktion in diesem Zusammenhang stellte, war: Darf man als politisch, gesellschaftlich und ökologisch verantwortungsvoller Mensch heute noch über „das notwendige Maß“ hinausgehen? Ist in Zeiten des Klimawandels und der steigenden sozialen Ungerechtigkeit, nicht weniger mehr, der Verzicht auf Unnötiges angesagt? Unsere Antwort auf diese Frage lautet, Ihnen Häuser vorzustellen, die definitv luxuriös sind. Aber: In ihrer Bauweise und technischen Ausstattung zeigen sie ein Mehr an ökologischem Bewusstsein oder sind besonders gesund und nachhaltig gebaut. Sie nutzen kleine, innerstädtische Grundstücke optimal aus oder versprechen aufgrund ihrer hohen gestalterischen Qualität, sehr lange mit Freude bewohnt zu werden – was ihre Ökobilanz bezogen auf ihre Nutzungsdauer wiederum steigert. Wir glauben, dass Sie sich als Bauherr auch heute noch Ihren persönlichen Luxus erlauben dürfen – wenn Sie die Möglichkeiten technischer Innovation zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks nutzen und dank guter Architektur und anspruchsvollem Design Gebäude mit lang anhaltendem Mehrwert schaffen. Gönnen Sie sich nun den Luxus, diese bauen. in aller Ruhe zu lesen! Herzlichst

Astrid Barsuhn, Chefredakteurin

„Ein Haus mit dem wunderbaren Werkstoff Holz schenkt seinen Bewohnern ein unnachahmliches Raumklima, eine Quelle der Kraft, und einen Ort, an den man sich sicher und geborgen fühlt.” INFOS: Tel.: +49 2247 9172-30 www.stommel-haus.de


I NHA LT

So baut man heute Kamine & Öfen:

WOHLIGE NESTWÄRME

62 Exklusive Architektur: Wohnen auf hohem Niveau

12

4  bauen. 12/1-2019


36 Architektur Exklusive Häuser 12 Reportage: Raffiniertes Landhaus 20 Wissen: Auf höchstem Niveau 28 Reportage: Modern und gesund

46 DAS KÖNNEN MODERNE FERTIGHÄUSER

s ch af t s d i e n st Freund bau e n. vo n

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Kamine & Öfen 62 Reportage: Mit viel Nestwärme 68 Wissen: Design meets Technik

Ökologie Dach

GUT BEDACHT

Schön & schlau in Form und Ausführung

36 Reportage: Schön und schlau 42 Wissen: wohl bedacht

44. Jahrgang, Dezember/Januar 2019 Die Titel-Aufnahme zeigt das Kundenhaus „Rudolph“ von Zimmermeisterhaus, das wir ab Seite 88 zum Thema Wärmepumpe vorstellen.

Moderne Fertighäuser 46 Reportage: Familientradition 52 Wissen: So baut man heute 58 Reportage: Gutes Beispiel

Technik

bauen. digital lesen. Abos fürs Tablet unter Jetzt bei

Einbruchschutz 74 Reportage: Aber sicher! 80 Wissen: Zu Hause geborgen

Wärmepumpe 88 Reportage: happy end! 94 Wissen: Heizen mit Luft

Geld & Recht 32

Abnahme & Mängelbeseitigung: Vorsicht am Bauende!

Service 03 Editorial 06 Magazin 83 Adressen 84 Ihre regionalen Baupartner 99 Vorschau/Impressum

unter „Fachschriften“

74

Sicheres Zuhause


MAGAZIN•

Traumhafte EinfamilienhausArchitektur und Inspirierendes für schöneres Wohnen zeigt Ihnen das neue Sonderheft „Hausträume“. Für 6,80 Euro am Kiosk oder zzgl. Versand unter › www.buecherdienst.de

Moderner Klassiker Klassische Verlegemuster, allen voran Fischgrät, erleben eine Renaissance. Die v-förmig, im 90-Grad-Winkel ausgerichteten Holzstücke sind ausdrucksstark, wirken hochwertig – und machen sich sehr gut in modernen Gebäuden. Auch Designbeläge können im Fischgrät-Muster verlegt werden. „Expona Domestic“ bietet dafür spezielle Dekore in attraktiven Eicheoptiken mit unterschiedlichen Oberflächendesigns und in zwei verschiedenen Formaten. > www.objectflor.de

Willkommen mit Le Corbusier

!

Der Schweizer Architekt Le Corbusier hat nicht nur Gebäude geschaffen, die bis heute die Architektur prägen, sondern auch ein architektonisches Farbsystem. Heroal bietet im Rahmen der exklusiven Partnerschaft mit „Les Couleurs® Le Corbusier“ erstmalig auch Haustürfüllungen an. Diese Füllungen sind optimal auf das Haustürsystem „Heroal D 72“ angepasst. So entstehen ästhetisch hochwertige Haustüren für Bauherren mit besonderem Designanspruch. > www.heroal.de

Das neue Bauvertragsrecht ist seit 1. Januar 2018 in Kraft und gilt für alle Verbraucherbauverträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Es bringt Transparenz und Verbesserungen für private Bauherren: Dazu gehört die Begrenzung der Abschlagszahlungen an den Bauunternehmer auf 90 Prozent des Werklohns. In Schlüsselfertigbauverträgen sind fast immer Abschlagszahlungspläne enthalten, die zwar theoretisch frei verhandelbar sind, aber tatsächlich von den Unternehmen vorgegeben werden. Nach unseren Erfahrungen werden dabei für die ersten Raten oft zu hohe Abschläge vorgesehen. Private Bauherren gehen dann unfreiwillig in Vorlage, weil sie von Anfang an mehr bezahlen, als den Gegenwert dessen, was bereits auf der Baustelle steht. Gefährlich wird das im Falle einer Insolvenz – dann verlieren sie das zu viel bezahlte Geld. Aber selbst wenn der Bau zufriedenstellend läuft, haben sie zum Schluss kein Druckmittel mehr in der Hand, um die Baufirma zum schnellen Beseitigen eventueller Mängel zu motivieren. Deshalb dürfen ab sofort nur noch maximal 90 Prozent per Abschlagszahlung verlangt werden. Die übrigen zehn Prozent bleiben bei den Bauherren, bis zur Abnahme und Schlussrechnungsübergabe. Bei Abnahme erkannte Mängel berechtigen den Bauherren, regelmäßig das Doppelte ihrer Beseitigungskosten einzubehalten, bis der Bau tatsächlich mängelfrei und fertig ist. Und das gilt zusätzlich zur Fertigstellungssicherheit von fünf Prozent, auf die die Bauherren schon länger ein Anrecht haben, was auch weiterhin gilt. Die neue Vorschrift schützt allerdings nur bedingt vor überhöhten ersten Raten im Abschlagszahlungsplan. Ob nämlich eine Rate überhöht oder angemessen ist, das erkennen Laien in der Regel gar nicht. Sie erfahren es nur, wenn ein unabhängiger Bausachverständiger vor Vertragsunterschrift den Zahlungsplan für sie prüft. Gegebenenfalls müssen sie dann nachverhandeln. Weitere Informationen zum neuen Bauvertragsrecht finden Sie online unter > www.vpb.de

6  bauen. 12/1-2019

VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag, Berlin

Anschriften Seite 83

ABSCHLAGSZAHLUNGEN AUF 90 PROZENT BEGRENZT


Schwörer Haus

GESTALTEN. ENTFALTEN. SCHÖN WOHNEN. ®

Hier bin ich daheim.

Fotos: Heiner Orth

Individuelle Architektur, freie Planung, barrierearme Wohnkonzepte, hochwertige Materialien, angenehmes Raumklima, guter Schallschutz oder clevere Haustechnik – so individuell wie unsere Lebensentwürfe sind auch die Anforderungen an das eigene Zuhause und die Vorstellungen vom schönen Wohnen. Wir bauen Ihnen Ihr Traumhaus „Made in Germany“ aus einer Hand, in höchster Qualität und mit der Erfahrung aus über 65 Jahren und rund 40.000 gebauten Kundenhäusern. Damit Sie schon bald über die Türschwelle Ihres neuen Hauses treten, sich in Ihren vier Wänden umschauen und fühlen: Hier bin ich daheim.

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MAGAZIN•

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Smarthome ist der Trend – aber was ist ein Smarthome und was kann es tatsächlich? Alle, die es genau wissen wollen, sollten sich die aktuelle Ausgabe des Magazins „Das intelligente Haus“ besorgen. Es kostet 4,80 Euro und informiert u.a. darüber, wie sich mithilfe moderer Technik nicht nur viel Energie sparen, sondern auch fürs eigene E-Mobil sinnvoll nutzen lässt. Erhältlich am Kiosk oder zzgl. Versand unter > www.buecherdienst.de

Zertifiziert nachhaltig

Grafik: ww w.lebensra

Nachhaltig vom Wald bis zum Endprodukt: Jetzt hält die Regnauer Gruppe den Beweis in den Händen, dass die Aussage des Herstellers von ökologischen Holzfertighäusern im Privatbereich und im Gewerbebau stimmt: In Anwesenheit von Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer PEFC Deutschland e.V. (rechts), überreichte Horst Gleißner, geschäftsführender Gesellschafter der Zertifizierungsstelle HW-Zert GmbH (links), ein PEFC-Chainof-Custody-Zertifikat an Michael Regnauer, Geschäftsführer des Chiemgauer Traditionsunternehmens. > www.regnauer.de

Lebensraum Ziegel be für wortet

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Geplant: pro Kind / Jah r 1.200 Euro | Laufzeit 10 Jahre | Star t: 1.1.2018 | End Bearbeiter: KfW e:

31.1 2.2020 |

Anzahl der Kinder max. zu versteuerndes Einkommen inkl. Freibetrag

Baukindergeld

90.000 €

105 .000 €

120.000 €

135.000 €

12.000 €

24.000 €

36.000 €

48.000 €

Weitere Fördermittel mit

aktuellen Konditionen unt

ww w.lebensraum-ziegel

.de

er

Seit dem 18. September 2018 können Familien und Alleinerziehend e das Baukindergeld bei der KfW Bankengruppe online beantragen. Den Zuschuss von 1 200 Euro je Kind und pro Jahr gibt es für die erstmal ige Neuscha ffung selbst genutzten Wohneigentums, wenn die Kinder im Haus wohnen. Gefördert werden Familien mit bis zu 75000 Euro zu versteue rndem Haushaltsein kommen pro Jahr, pro Kind kommt ein Freibetrag von 15 000 Euro dazu. Baukindergeld wird rückwirkend ab dem 01. Januar 2018 gewährt , der vorerst letztmögliche Termin zur Antragstellung ist der 31. Dezember 2020. Baukindergeld wird erst nach Einzug beantragt und einmal im Jahr ausgeza hlt und ist mit den KfW-Förderprogrammen kombin ierbar. > www.kf w.de/baukindergeld

Die dunklen Wintermonate kann man mit der Planung des nächsten Sommers sinnvoll verbringen: Besonders viel Spaß macht das mit der App „Warema Designer“. Sie arbeitet mit der Kamera des Handys oder Tablets und simuliert per „Augmented Reality“ ein maßgeschneidertes 3-D-Modell der Wunschmarkise oder des Lamellendachs am eigenen Haus. Weitere Informationen unter > www.warema.de/designer 8  bauen. 12/1-2019

Anschriften Seite 83

Fit für den Sommer 2019


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MAGAZIN•

Neu in Leipzig Die Musterhausausstellung Ungerpark in Schkeuditz bei Leipzig ist um zwei Attraktionen reicher: Kürzlich eröffnete Fingerhaus hier sein neues Musterhaus „UNO 2.0“ (links), das Bauherren besonders viele Möglichkeiten zum attraktiven Preis und als KfW-Effizienzhaus 40 Plus den derzeit höchsten Energieeffizienz-Standard bietet. > www.fingerhaus.de Auch das neue Musterhaus von Rensch-Haus (oben) ist ein Effizienzhaus 40 Plus. > www.rensch-haus.com Das Satteldachhaus mit leuchtend rotem FlachdachAnbau ist wie alle Häuser der Ausstellung mitttwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. > www.unger-park.de

Ein schönes Bad ersetzt so manchen Kurzurlaub – eine entsprechende Gestaltung und Ausstattung vorausgesetzt. Wie diese aussehen kann, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Exklusive Traumbäder“. Das bekommen Sie für 5,80 Euro im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder zzgl. Versand unter > www.buecherdienst.de

T ERMINE imm Cologne: 14.-20.01.2019. Messe Köln. Die internationale Einrichtungsmesse öffnet ihre Tore an den Publikumstagen Freitag bis Sonntag auch für den Interessierten Verbraucher. > www.imm-cologne.de

Haus + Garten + Touristik: 11.-13.01.2019. Bad Salzuflen. Ostwestfalens größte BauFachmesse – die Hallen 21 und 22 sind der Garten- und Touristikmesse vorbehalten – alles unter einem Dach. > www.haus-garten-touristik.de

Baumesse: 18.-20.01.2019. Messe Offenbach. Bauen, Wohnen, Renovieren und Energiesparen sind hier die zentralen Themen. > www.baumesse.de

Fertighaus & Energie: 12.01.-13.01.2019. Die Ausstellung „Rund ums Bauen“. Regensburg, RT-Halle Oberer Wöhrd, Eintritt ist frei. > www.fertighausmesse.de

Lange Nacht der Architektur 18.01.2019. München Der nächtliche Streifzug durch die Münchner Architekturwelt führt an Architektur Interessierte zu sehenswerten und spektakulären Gebäuden in München. > www.lange-nacht-der-architektur.de

Anschriften Seite 83

Heim + Handwerk: 28.-02.12.2018. Messe München. Verbrauchermesse rund ums Bauen, Einrichten, Wohnen. > www.heim-handwerk.de


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A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

Raffiniertes

Landhaus

Im ländlichen Unterfranken errichtete eine junge Baufamilie mit Wolf-Haus ein exklusives Landhaus. Bauausführung und -ausstattung sind hochwertig und durchdacht. 12  bauen. 12/1-2019


Ein großer Heizkamin sorgt am Essplatz für Gemütlichkeit hinten links gelangt man in den Elternschlafbereich.

Geschickt zoniert: Das Wohnzimmer liegt drei Stufen tiefer als das übrige Erdgeschoss.

12/1-2019

bauen. 13


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

B

eim Bau des Eigenheims die eigene Fachkompetenz einbringen zu können, um sich sein Traumhaus in Perfektion zu schaffen – das ist sicher ein Idealfall. Dieses exklusive Landhaus in Unterfranken, nahe dem Firmenstandort von Wolf-Haus, entstand genau in einer solchen Konstellation. Der Bauherr konnte als Inhaber eines Unternehmens für Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen bei der Haustechnik seine berufliche Kompetenz mit privatem Interesse verbinden. Viel Platz drumherum, lang gezogene Dächer, viel Glas und eine edle moderne Gestaltung vermitteln schon von außen einen großzügigen und wertigen Eindruck. Drei Volumen formen das Gebäude: Ein zweistöckiges Bauteil bildet das Zentrum, umgeben von zwei eingeschossigen Elementen, alle „behütet“ von Satteldächern.

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Im „Eingangsvolumen“ sind neben der Garage Windfang, Garderobe und Gäste-WC angeordnet, ergänzt von Hauswirtschaftsraum und dem „Jagdraum“. Vom Windfang aus gelangt man in den offen gestalteten, aber durch Nischen, Niveauversprünge und unterschiedliche Raumhöhen raffiniert unterteilten Lebensbereich.

Fast unsichtbare Raumteiler Der große Esstisch ist zentral platziert, darüber erstreckt sich der Raum bis zum First. Daneben liegt die Küche. Sie verfügt über einen großen Durchgang zum Essplatz, die über eine Schiebetür geschlossen werden kann – eine geschickte Lösung, um die Küche je nach Bedarf zu integrieren oder vom offenen Wohnen zu trennen. Einige Stufen führen von der Küche zum Wintergarten. mit Verbindung nach draußen in den Garten.


Der Wohn- und Essbereich ist bis unter den First geöffnet. Durch diese Höhe erhält der große Raum perfekte Proportionen und seinen repräsentativen Charakter.

Über dem Essbereich fällt durch ein Dachflächenfenster optimal gestreutes Licht direkt auf den Tisch. Der Durchgang zwischen Küche und Essplatz lässt sich mit einer großen Milchglas-Schiebetür schließen.

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bauen. 15


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

Raffinierte Details wie das Treppengeländer mit integrierter Beleuchtung und die Treppenwange mit Holzeinlage kennzeichnen das Domizil.

Der zurückgezogenere Charakter der Sitzecke wird ebenfalls durch einen Niveauversprung markiert, sie liegt in einem abgesenkten Bereich. Eine Leseecke bildet wie eine Schleuse der Entschleunigung den Übergang zu den Privaträumen der Bauherren, einem großzügigen Schlafzimmer mit Ankleide und direkt verbundenem Wellnessbad.

Flexible Nutzung Im Obergeschoss befindet sich das Reich des Kindes der jungen Baufamilie mit Kinderschlafzimmer, dem über eine runde, gepolsterte Öffnung damit verbundenem Spielzimmer und eigenem Bad. Später kann hier ein eigenständiges und separat erschlossenes Appartment für den Nachwuchs entstehen oder auch viel später bei Bedarf eine Pflegekraft untergebracht werden – ein gutes Beispiel für die Flexibilität des Fertigbaus.

Großzügig gestaltet und fein im Detail

Eine fürstliche Badewanne, oval unterm Kronleuchter, Sauna und Austritt ins Freie charakterisieren das Wellnessbad.

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A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

Für niedrige Heizkosten im optimal gedämmten Effizienzhaus 40 sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, deren Wärme über eine Fußbodenheizung verteilt wird. Eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung vervollständigt das ökologische Haustechnik-Konzept.

Für heute und die Zukunft

Eine kreisrunde Öffnung führt vom Kinderschlafzimmer in die „Spielhöhle“ – sie erinnert an die Eingangstür zu Bilbo Beutlins Hobbithöhle in „Herr der Ringe“.

Die Innenräume sind von hochwertigen Materialien gekennzeichnet. Geölte Massivholzdielen aus Eiche sind in den Wohnbereichen durchgängig verlegt und unterstreichen den fließenden Raumeindruck, in Entree und Bädern von großformatigen Fliesen aus Feinsteinzeug ergänzt. Durch geschickte räumliche Gestaltung sowie nachhaltige Technik und Bauweise ist dieses moderne und exklusive Landhaus für das Jetzt auf seine Bewohner maßgeschneidert und dabei flexibel auf die Zukunft ausgerichtet. av •

ANKLEIDE 12,5

BAD 20,5

SCHLAFEN 15

GAST 20,5

ESSEN 34

WC/DU 6,5

HWR/VORRAT 16,5 FLUR 1,5

LESEN 15

16,25 m

18,60 m JAGDRAUM 8,5

KIND 9

WINDF 16

FLUR 8 KOCHEN 21

SPEIS 6,5

WC 4,5

KOCHEN/ESSEN/ WOHNEN 45,5

GARD 7

WINTERG 12,5 WOHNEN 29,5

ERDGESCHOSS

• WOHNFLÄCHEN:

EG 249 m2, 1. OG 61 m2

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruktion, diffusionsoffene Bauweise, Trespa- und Putz-Fassade auf 80 mm Holzweichfaserdämmung, 220 mm massives Holzständerwerk mit 220 mm Steinwolledämmung, 12 mm baubiologische OSB-Platte, 60 mm Lattung (Installationsebene), 12,5 mm Gipskartonplatte, U-Wert der Außenwand 0,115 W/ m2K; Dreifach-Verglasung Ug-Wert 0,5 W/ m2K; 22 Grad geneigtes Satteldach, U-Wert Dach 0,134 W/m2K

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• TECHNIK:

Sole-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 10,85 kWh/m2a Effizienzhaus 40

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

• HERSTELLER:

Wolf-Haus GmbH Koppenmühle 97705 Burkardroth-Zahlbach Tel. (09701) 9111-0, www.wolf-haus.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Wolf-Haus ist ein inhabergeführter Familienbetrieb in der 4. Generation. Der aus einer Zimmerei entstandene HolzhausHersteller fühlt sich bis heute Tradition und Handwerkskunst verpflichtet, als Handwerksbetrieb im besten Sinne. Spezialisiert ist der Anbieter aus Unterfranken mit seinen rund 130 Mitarbeitern auf individuell geplante und energieeffiziente Holzhäuser.

• LIEFERRADIUS:

Deutschland und Luxemburg Weitere ausgewählte Entwürfe von WolfHaus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/wolfhaus

Anschriften Seite 83

Haus „Edition Select 316“

Illu: Designed by Harryarts / Freepik

& FAKTEN

Fotos: Wolf-Haus

DATEN

OBERGESCHOSS


Wohlfühl-Wohnen Wo mitteleuropäische Verlässlichkeit auf südländische Lebensfreude trifft, ist Rubner Haus daheim. Mit Traditionsbewusstsein und Innovationskraft tritt das Südtiroler Unternehmen den Beweis an, dass Häuser aus Holz einfach mehr können.

I

mmer mehr Menschen wählen beim Hausbau den Baustoff Holz und zwar aus gutem Grund: Er ist umweltverträglich, wertbeständig, energieeffizient und er schafft wie kein anderes Material eine behagliche und gesunde Wohlfühlatmosphäre. Oft denkt man bei einem Haus aus Holz an traditionelle Blockhütten oder klassische Holzverschalungen, aber Holzhäuser sind wesentlich variantenreicher. Das zeigt Rubner Haus bei jedem einzelnen seiner mittlerweile ca. 25 000 realisierten Häuser. Ob Holz- oder Putzfassade, traditionell oder modern: Jedes Holzhaus ist so individuell wie seine Besitzer und wird nach Maß geplant und gefertigt. Mit höchster Flexibilität und Verlässlichkeit werden so sehr unterschiedliche bautechnische und hohe ästhetische Ansprüche erfüllt.

mit Holz

„Das Haus der unbegrenzten Möglichkeiten: Behaglichkeit, Gestaltungsvielfalt, Wertbeständigkeit und perfekt in Kombination mit anderen Materialien.“ Dabei können Bauherren können unter vier unterschiedlichen Ausbaustufen wählen.

Ausbaustufe nach Wunsch Die erste – „Basic“ – umfasst die fertige Gebäudehülle inklusive Dämmung, Verputz, Lehrverrohrungen etc., um den Innenausbau kümmert man sich selbst. Der Grundriss und die Form des Hauses können vom Bauherrn oder seinem Architekten individuell geplant werden. „Bei uns dreht sich seit 1926 alles um die flexible Erfüllung individueller Ansprüche rund um das Bauen mit Holz.“ Peter, Stefan, Joachim und Alfred Rubner

Weitere Informationen finden Sie online unter > www.rubner.com/haus

„Experience“, die zweite Ausbaustufe, umfasst das bezugsfertige Haus. Das Haus wird auf die Fundamentplatte (nicht im Leistungsumfang enthalten) aufgesetzt und alle notwendigen Innenausbauten, wie Elektroinstallationen, sanitäre Anlagen oder das Verlegen von Fliesen und Böden werden erledigt. In der dritten Ausbaustufe „Advanced“ wird zusätzlich zum bezugsfertigen Haus der Keller oder die Fundamentplatte inklusive der Erd- und Betonarbeiten, Abdichtungen und Entwässerungen angeboten. Bei der Komplett-Lösung „Studio“, der vierten Ausbaustufe, bietet Rubner Haus einen nahezu unbegrenzten Lieferumfang. Ein persönlicher Projektleiter erfüllt Bauherrn und Architekten von der Planung bis zum Bezug jeden Wunsch – von besonderen Ausführungsdetails, der Organisation spezieller Materialien, über die Einrichtung bis hin zum Wellnessbereich oder der Gartengestaltung mit Pool. • 12/1-2019

bauen. 19


A R C H I T E K T U R • WISSEN • Ex k l u s i ve Hä u ser

Auf höchstem

Niveau

20  bauen. 12/1-2019


Fotos: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Wo Form und Funktion eine nahezu perfekte Symbiose eingehen und hochwertige Materialien und Komfortlösungen keinerlei Wünsche offen lassen, wird Wohnen zum exklusiven Erlebnis.

Diese eindrucksvolle Villa bauten Harder Groh Architekten für eine sechsköpfige Familie in bester Münchner Lage. Zurückversetzt von der Straße, entstanden ein kleiner Garten gen Süden und ein weiterer gen Norden. Markant sind die dynamische Klinkerfassade und die monolithische Kubatur. Das Innere ist im Gegensatz zur rauen Schale von hellen, glatten Oberflächen geprägt. Hier stehen der Familie rund 400 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung – hochwertig und zeitlos mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Ein KNX- System macht das Architektenhaus zum modernen Smarthome. > www.gira.de > www.hardergroh.de

Angenehmer Komfort Nicht nur stilvoll, sondern auch komfortabel, effizient und sicher: Gekoppelt mit einem BusSystem, ist die Fußbodenheizung flexibel und bedarfsabhängig per Einzelraumsteuerung regelbar. Intelligent vernetzt sind darüber hinaus auch Beleuchtung, Sonnenschutz, Türkommunikation mit Videofunktion, HomeEntertainment und Sicherheitstechnik. Im Gira Home-Server laufen alle Fäden zusammen. Über fest installierte Touchdisplays können alle Komponenten bedient werden.


A R C H I T E K T U R • WISSEN • Ex k l u s i ve Hä u ser

An einem Südhang am Hauptkamm des Taunus gelegen und mit Blick bis auf die Skyline Frankfurts, war dieses Grundstück prädestiniert für ein nahezu komplett verglastes Holzskeletthaus. Durch die Glasfassade über drei Geschosse werden Ausblick und Naturnähe zu prägenden Elementen der Wohnatmosphäre. Die Außenanlagen sind in fünf terrassierte Ebenen mit unterschiedlichen Funktionsbereichen gegliedert. > www.huf-haus.de

Lichtes Naturerlebnis

22  bauen. 12/1-2019

Wo durch große Glasflächen viel Offenheit entsteht, ist besonders wichtig, dass der umgebende Garten im Einklang mit der Architektur des Hauses steht. Das Unternehmen Gartenart der Firmengruppe Huf Haus bietet erstklassige Gartenplanungen, passend zum Haus. So sind Gebäude und Außenanlagen perfekt aufeinander abgestimmt und es entsteht ein harmonisches Ganzes. Garten und Terrasse erweitern den Wohnraum nach außen und bieten Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten.


„Stil ist die Harmonie schöner Dinge.“

Natürlich achte ich auf Nachhaltigkeit. Vor allem beim Hausbau.

Aba Assa, Essayistin

Mein Haus. Meine Welt.

Verantwortung übernehmen. Für sich, die Familie, die Umwelt. Mit dem Pionier für nachhaltiges Bauen treffen Sie die richtige Wahl. Ökologisch, partnerschaftlich, fair. weberhaus.de

Wohnmedizinisch empfohlen von der Gesellschaft für Wohnmedizin, Bauhygiene und Innenraumtoxikologie e. V.


A R C H I T E K T U R • WISSEN • Ex k l u s i ve Hä u ser

Wahrer Luxus ist nicht laut, schreit nicht,

Mit viel Gefühl für Materialien, Formen und Farbe schuf Architektin Anja Engelshove dieses charakterstarke, kubische Flachdachgebäude. Da die Planerin auch bei der Garten- und Innengestaltung involviert war, entstand ein stimmiges Gesamtensemble. Mit Pool und privatem SpaBereich wird das großzügige Wohnhaus in Ziegelbauweise zum idealen Rückzugsort. Raumhohe Verglasungen schaffen im gesamten Haus eine lichte, wohnliche Atmosphäre. Durchdachte Lichtplanung und designtes Interieur sorgen für spannende Akzente und den angemessenen Komfort bietet ein kabelloses Hausautomationssystem. > www.engelshove.de

24  bauen. 12/1-2019

Carsten K. Rath, Unternehmer, Hotelier u. Autor

Fotos: Deutsche Poroton/Arnt Haug

wahrer Luxus flüstert.


Luxus-Oase Wellness- und Spabereiche machen aus privatem Raum wahre Entspannungs-Refugien, in denen man ganz zu sich kommen und abschalten kann. Dieses Gebäude präsentiert sich zur Straßenseite dezent geschlossen und eröffnet erst auf der Gartenseite und im Inneren seinen wahren Schatz: Ein attraktiver Spa-Bereich bietet auf der Hälfte der Erdgeschossfläche echtes Entschleunigungspotenzial und hat hier auch direkten Zugang zur sichtgeschützten Terrasse mit Pool.

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A R C H I T E K T U R • WISSEN • Ex k l u s i ve Hä u ser

Eleganz ist ungezwungen,

Geste einer gehobenen Seele. Sully Prudhomme, französischer Notar u. Lyriker

Mit einem erhöhten Blick auf den Hafen und atemberaubenden Raumeindrücken beeindruckt dieses Wohnhaus in einer der ältesten Prachtstraßen Hamburgs. Architekt Walter Gebhardt gelang die harmonische Einbindung zwischen denkmalgeschütztem Gebäudebestand, bei gleichzeitiger Umsetzung moderner Formensprache. Da das schmale Grundstück eine geschickte Raumanordnung verlangte, wird erst ab dem ersten Obergeschoss gewohnt. In der obersten Etage befindet sich ein fünf Meter hoher Wohnbereich mit Küche, Essplatz und angrenzender Dachterrasse. > www.gebhardtarchitekt.com

26  bauen. 12/1-2019


WER EIN HAUS BAUT, SETZT EIN ZEICHEN. Bauen Sie ein Haus, das Ihren individuellen Vorstellungen entspricht und in dem Sie sich richtig wohlfühlen. Weil es einfach gut zu Ihrem Leben passt: www.rensch-haus.com

Fotos: Dornbracht/Jochen Stüber Fotografie

Eine effektive Ausnutzung vorhandener Fläche schafft unter dem Einsatz hochwertiger Materialien und ausgeklügelter Details höchste Raumund Wohnqualität. So wurden in der Hamburger Stadtvilla zum Beispiel ein sandfarbener Terrazzo-Boden und Nussbaumholz für Einbauten und Türen eingesetzt. Im nur 1,50 Meter breiten Bad bietet ein maßangefertigter Waschtisch mit edlen Armaturen stilsicheren Komfort.

Anschriften Seite 83

Hochwertig bis ins Detail


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

Modern

und gesund

Klar und kubisch präsentiert sich das „Weald House“. Die Dachterrasse, mit weitem Blick in die Umgebung, ist ein Highlight des Hauses. Filigran und leicht verbinden bequem begehbare, geradläufige Treppen alle Ebenen im Haus.

28  bauen. 12/1-2019


Modern, naturnah, gemütlich, offen – so lässt sich dieses kubische, aber elegante Haus treffsicher beschreiben. Eine Wohnsituation, die eigentlich nur Freunde finden kann...

M

oderne Architektur, kombiniert mit hohem ökologischen sowie wohngesunden Ansprüchen, vereint dieses moderne Holzfertighaus in England. Das zweigeschossige Flachdach-Gebäude besticht durch seine drei verschiedenen Fassadenmaterialien, die dem Winkelhaus seine spannende Optik verleihen – die Abwechslung von naturbelassener Holzverschalung, weißem Mineralputz und grauen Fassadenplatten entwickelt ihren ganz eigenen Charme. Auf der Südseite wurde der Baukörper zur Aussicht in die Natur geöffnet. Hier lassen große, bodentiefe Fenster viel Licht in die Innenräume. Eine Terrasse mit direktem Zugang zum Wohnbereich

12/1-2019

bauen. 29


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • Ex k l u s i ve Häuser

bietet als erweiterter Wohnraum Entspannung im Grünen. Ein Beton-Sichtschutz sorgt dabei für Privatheit. Auf der Nordseite ist das Gebäude dagegen fast komplett verschlossen. Nur einzelne kleine Fenster strukturieren die Fassade. Im Erdgeschoss verwöhnt der offene, aber klug zonierte Wohn-, Ess-, und Kochbereich mit viel Platz und einer relaxten Atmosphäre. Eine schwarze Trennwand grenzt Wohn- und Kochbereich räumlich und auch optisch voneinander ab. Da das Raumensemble offen in den Eingangsbereich übergeht, profitiert dieser ebenfalls von der üppigen Belichtung durch die Südverglasung. Das Obergeschoss wird von dem großzügigen Privatbereich der Bewohner dominiert, bestehend aus Schlafbereich, Ankleide und eigenem Badezimmer. Außerdem finden auf dieser Wohnebene zwei Kinderzimmer, ein Gästezim-

WASCHEN 11,5

BAD 5,5

WOHNEN 28,5

EINGANG 34,5

SCHLAFEN 17

SCHLAFEN 14

FLUR 14

ARBEITEN 12,5

KOCHEN/ ESSEN 59 BAD

SPK. 6,5

GAST 14

ANKLEIDE 15

SPIELEN 20,5

WC 3,5 GARD. 2

DUSCHE 3,5

AR 11,5

17,58 m

TECH. 9,5

17,58 m

15,70 m

Offen verbunden, aber funktional zoniert: die einzelnen Bereiche fürs Wohnen, Essen und Kochen. Zwischen Essplatz und Polsterlandschaft gibt es eine Wandscheibe, die auf beiden Seiten einen ungestörten Aufenthalt ermöglicht.

13,5 OBERGESCHOSS

SCHLAFEN 23,5

OBERGESCHOSS

ERDGESCHOSS

Weald House

• WOHNFLÄCHEN:

EG 175,5 m², OG 144 m², DG 24,5 m²

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruk­tion, biologische Hobelspan-Dämmung, Holz-Putzfassade und Fassadenplatten, Flachdach, dreifach verglaste Fenster, Ug-Wert 0,5 W/m2K, Uw-Wert 0,8 W/m2K, 300,5 cm lichte Raumhöhe, Elektrosmogschutzhülle, abgeschirmte Leitungen

• TECHNIK:

Gas-Brennwertheizung, Solaranlage, Fußbodenheizung, automatische Lüftungsanlage

30  bauen. 12/1-2019

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 30 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 34 kWh/m2a Effizienzhaus 55

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

• HERSTELLER:

Bau-Fritz Alpenweg 25, 87746 Erkheim Tel. 08336/900-0, www.baufritz.com

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Der Familienbetrieb, der 1896 als Zimmerei gegründet wurde, baut mit ca. 350 Mitarbeitern am Produktionsstandort

Erkheim wohngesunde, schadstoffgeprüfte Ein- und Mehrfamilienhäuser, Objekt- und Gewerbebauten sowie Ausbauhäuser unter der ausschließlichen Verwendung hochwertiger, zertifizierter Baustoffe; Serviceangebote u.a. Grundstücksanalyse und Gesundheitsberatung

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande Weitere Entwürfe von Bau-Fritz finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/baufritz

Anschriften Seite 83

& FAKTEN

Fotos: Baufritz

DATEN


mer, ein zweites Bad, ein Arbeitszimmer und ein Waschraum Platz. Als dritte Wohnebene wurde auf dem Dach eine Bibliothek mit Studiocharakter eingerichtet, die Zugang auf eine Dachterrasse mit ausgesprochen privatem Flair bietet.

Prima Wohnklima Eine Gasbrennwerttherme sorgt mit Unterstützung durch eine thermische Solaranlage für behagliche Raumtemperaturen und warmes Wasser. Beheizt wird das Gebäude über eine Fußbodenheizung mit angenehmer Strahlungswärme und verspricht als Effizienzhaus 55 geringe Energiekosten. Dazu trägt die sehr effektive, patentierte Hobelspan-Dämmung bei, die übrigens auch dafür sorgt, dass sommerliche Außentemperaturen erst mit einer Verzögerung von 14 Stunden in das Dachgeschoss eindringen. Für ein ganz besonderes Wohlgefühl sorgt bei den Bewohnern dieses Hauses aber auch das Wissen, dass alle verwendeten Baustoffe – typisch für Baufritz – baubiologisch einwandfrei sind und sie in einem garantiert gesunden Fertighaus leben. og/ab •

/hufhaus

Gute Aussichten kann man auch vom Schlafzimmer aus genießen, das zusammen mit einem Badezimmer und einer Ankleide den Bewohnern einen privaten Rückzugstrakt im Obergeschoss bildet.


G E L D & RECHT • WISSEN • A bn a h me u n d Mäng elb eseitig ung

Vorsicht am Die „Übergabe“ eines Bauwerkes vom Bauunternehmer an den Bauherren erfolgt mit der sogenannten Abnahme. Rechtsanwalt Ingo Kolms erklärt, worauf Bauherren dabei achten müssen.

D

Rechtsanwalt Ingo Kolms ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein

Im Internet, unter www.arge-baurecht.com, finden Sie weitere hilfreiche Expertentipps, Ratgeber und Urteilsbesprechungen rund ums Thema Bauen. 32  bauen. 12/1-2019

ie Abnahme stellt für den Bauherrn einen besonders wichtigen Schritt auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden dar. Zum einen ist das Bauvorhaben zu diesem Zeitpunkt bereits im Wesentlichen fertiggestellt und zum anderen gehen mit der Erklärung der Abnahme rechtlich relevante Folgen einher: Die Frist für die Gewährleistungsansprüche des Bauherrn beginnt und die Vergütung des Bauunternehmers wird fällig. Der Bauherr sollte daher ein besonderes Augenmerk auf die Abnahme legen und sowohl die Inanspruchnahme eines Sachverständigen als auch eine rechtliche Beratung in Betracht ziehen.. In der Regel fordert der Bauunternehmer den Bauherren dazu auf, das Bauwerk abzunehmen, wenn dieses fertiggestellt wurde. Dieser ist gut beraten, auf die Abnahmeaufforderung zu reagieren, denn ein Schweigen könnte unter Umständen nachteilige Folgen für ihn haben, denn die Abnahmewirkungen können auch ohne eine ausdrückliche Erklärung des Bauherrn eintreten. So kommt etwa eine Ingebrauchnahme – also

der Einzug und das Bewohnen des neuen Hauses ohne Beanstandungen – einer ausdrücklich erklärten Abnahme gleich. Aber auch wenn der Bauherr die vom Bauunternehmer zur Abnahme gesetzte Frist einfach so verstreichen lässt, gilt das Gebäude als abgenommen, wenn die Vertragsparteien die förmliche Abnahme inklusive gemeinsamer Begehung und Protokollierung von Mängeln nicht ausdrücklich vertraglich vereinbart haben.

Ein Mangel genügt Der Bauherr kann diese Rechtsfolge nur dadurch verhindern, dass er innerhalb der gesetzten Frist die Abnahme unter Angabe mindestens eines Mangels verweigert. Es genügt dafür nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) die Angabe der Mangelerscheinung; mögliche Ursachen des Mangels müssen nicht erforscht und benannt werden. Nach der Gesetzesbegründung würde es auch genügen, wenn der Bauherr einen eher zu vernachlässigenden Mangel, z.B. geringfügige optische Beeinträchtigungen rügt. Ob der


gerügte Mangel tatsächlich vorliegt ist unerheblich. Aber: Weil nach der neuen Gesetzeslage nicht zwischen wesentlichen und unwesentlichen Mängeln unterschieden wird, gilt übrigens auch ein Werk als abgenommen, das wesentliche Mängel aufweist, wenn der Bauherr die Abnahme nicht innerhalb der Frist verweigert und einen Mangel benennt. Durch das Nennen eines Mangels kann der Bauherr aber lediglich die sogenannte fiktive Abnahme, also die Abnahme allein durch Ablauf der Frist, verhindern.

Experten hinzuziehen! Um wirkliche Klarheit zu erlangen empfiehlt es sich, das Bauwerk mit der Unterstützung eines Sachverständigen auf mögliche Baumängel hin zu überprüfen. Er kann in der Regel besser als der Bauherr einschätzen, ob das Gebäude im Wesentlichen mangelfrei ist und gibt eine Einschätzung dazu ab, ob Abnahmereife gegeben ist. Die Abnahme selbst muss durch den Bauherren erklärt werden – der Sachverständige selbst kann dies nicht rechtsverbindlich tun. Hat der Sachverständige Mängel festgestellt oder ist das Werk noch nicht im Wesentlichen fertiggestellt, so liegen bereits die Voraussetzungen für eine Nicht-Abnahme vor. Der Bauherr kann die Abnahme verweigern und zwar so lange, bis die Mängel behoben sind, beziehungsweise die Restleistungen ausgeführt wurden. Kommt der Sachverständige hingegen zu dem Ergebnis, dass keine oder nur geringfügige Mängel vorliegen, ist der Bauherr von Gesetzes wegen zur Abnahme verpflichtet.

Allerdings sollten auch geringfügige Mängel in einem Abnahmeprotokoll vermerkt und die Abnahme dann ausschließlich unter dem Vorbehalt der Beseitigung dieser protokollierten Mängel erfolgen. Anderenfalls könnte der Bauunternehmer später einwenden, der Bauherr habe das Bauwerk abgenommen, obwohl er den Mangel kannte. Der Bauherr könnte dann, laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB), keine Ansprüche wegen dieser Baumängel mehr geltend machen. Ist die Abnahme erfolgt – unerheblich davon, ob diese ausdrücklich erklärt, durch Zeitablauf oder ein schlüssiges Verhalten eintritt, beginnt die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche.

Verjährungsfrist startet Ist im Bauvertrag die Wirksamkeit der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/B) vereinbart, endet die Verjährungsfrist nach vier Jahren. Ohne Vereinbarung der VOB/B, gelten die Vorschriften des BGB, und die Verjährungsfrist bei Bauwerken endet fünf Jahre nach Abnahme. Tritt innerhalb der Verjährungsfrist ein Mangel auf, muss der Bauunternehmer zu deren Beseitigung binnen einer angemessenen Frist aufgefordert werden. Die Aufforderung zur Mangelbeseitigung sollte der Bauherr dem Unternehmer in jedem Fall schriftlich, also per Brief zukommen lassen, denn in einem möglichen Rechtsstreit trägt der Bauherr die Beweislast für den Zugang der Mangelrüge beim Unternehmer. Hierfür empfiehlt sich eine Zustellung per Boten oder im Beisein eines Zeugen, der den Inhalt des Briefs wahrgenommen hat.

Die Schlussabnahme eines Bauwerkes erfolgt in der Regel nach der Fertigstellung aller erforderlichen Bauarbeiten. Außerdem sollte die Funktion der haustechnischen Anlagen wie z.B. der Heizung, der Lüftung oder der Kaminanlagen bescheinigt werden, sodass dokumentiert ist, dass auch diese fertiggestellt und für die Nutzung bereitstehen. Mit der offiziellen Bauabnahme gehen alle Gefahren und Risiken auf den Bauherrn über. D.h.: Vor der Abnahme muss der Unternehmer beweisen, dass seine Leistungen mängelfrei sind. Nach der Abnahme obliegt es dem Bauherren nachzuweisen, dass ein Mangel vorliegt und der Unternehmer dafür verantwortlich ist. Mit der Abnahme beginnt außerdem die Gewährleistungsfrist.

12/1-2019

bauen. 33

foto: Amy Walters, adobestock.com

Foto: Christina, adobestock.com

Bauende!

Bauabnahme in Kürze


G E L D & RECHT • WISSEN • A bn a h me u n d Mäng elb eseitig ung

Das neue Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Es ist Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Das BGB behandelte einen Bauvertrag bislang als normalen Werkvertrag. also ähnlich wie z.B. eine Autoreparatur. Weil dies der Komplexität des Bauens nicht gerecht wurde, gab es eine Neuregelung, die u.a. auch den sogenannten „Verbraucherbauvertrag“ beinhaltet, der dem privaten Bauherrn besseren Schutz bieten soll. Auch rund um die Abnahme gibt es nun etliche neue Regelungen:

Foto: calvste, adobestock.com

- Nach § 640 Abs. 2 BGB gilt die sogenannte Abnahmefiktion, d.h. das Gesetz fingiert die Abnahme als erfolgt, wenn Bauherren auf die vom Unternehmer nach Fertigstellung des Werks gesetzte, angemessene Frist zur Abnahme, nicht reagieren oder diese ohne Erklärung bzw. Angabe von Mängeln verweigern. Die Abnahmefiktion gilt nur, wenn der Unternehmer die Bauherren vorab in Textform (z.B. per E-Mail) über die Rechtsfolgen informiert hat. - Bei Verweigerung der Abnahme aufgrund von Mängeln ist der Bauherr verpflichtet, auf Verlangen des Unternehmers an einer gemeinsamen Zustandsfeststellung mitzuwirken. Bauherren sollten diesen Termin möglichst mit ihrem Sachverständigen wahrnehmen. Bleiben sie fern, darf der Unternehmer den Bauwerkszustand einseitig feststellen.

34  bauen. 12/1-2019

In dem Schreiben an den Bauunternehmer ist der Mangel so konkret wie möglich zu beschreiben. Insbesondere muss die Örtlichkeit angegeben werden, wo sich der Mangel befindet.

Mängel dokumentieren Die genaue Dokumentation von Mängeln, die nach der Abnahme entdeckt werden, ist sehr wichtig, denn die Beweislast liegt im Falle eines Rechtsstreites bei dem Bauherrn, das heißt, dass er das Vorliegen eines Mangels vor Gericht zu beweisen hätte. Vor der Abnahme hingegen trägt der Bauunternehmer die Beweislast dafür, dass das Werk mangelfrei ist und hätte in einem Rechtsstreit auch einen Vorschuss für die Begutachtung der Mängel durch einen gerichtlichen Sachverständigen zu bezahlen. Welche Frist zur Beseitigung des Mangels angemessen ist, bestimmt sich im Einzelfall insbesondere nach dem für die Mangelbeseitigung erforderlichen Zeitaufwand. Demnach ist zum Beispiel bei der Bemessung der Frist zu berücksichtigen, ob etwa das Aufstellen eines Gerüsts oder andere Vorarbeiten erforderlich sind und ob die Arbeiten bei der herrschenden Witterung überhaupt ausgeführt werden können. Sollte die Frist zur Beseitigung des Mangels zu kurz bemessen sein, beginnt allerdings nach der Rechtsprechung des BGH eine den Umständen entsprechend angemessene Frist. Beseitigt der Unternehmer den Mangel, ist dem Bauherren zu raten, die ausgeführten Arbeiten je nachdem, um was für einen Mangel es sich handelt, durch einen Sachverständigen zu überprüfen. Sollte der Auftragnehmer den beanstandeten Mangel nach Ablauf der Frist nicht beseitigt haben, kann der

Bauherr den Mangel durch ein anderes Unternehmen beseitigen lassen und die Kosten hierfür von dem Bauunternehmer – notfalls gerichtlich – ersetzt verlangen (Selbstvornahme). Die Beweissicherung kann entweder durch ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren erfolgen oder durch einen Privatgutachter. Das gerichtliche Beweisverfahren dauert zwar erfahrungsgemäß länger, hat aber insbesondere den Vorteil, dass die darin getroffenen Mangelfeststellungen von dem Unternehmer nicht bzw. nur schwer widerlegbar sind. Dagegen kann ein Privatgutachten im Prozess bestritten werden. Durch die Zustellung der Klage, des Antrags auf Beweissicherung oder eines Mahnbescheids beim Unternehmer wird die Verjährungsfrist gehemmt. Liegen die voraussichtlichen Kosten für die Mangelbeseitigung über 5 000 Euro, was bei Baumängeln die Regel ist, muss der Bauherr sich vor Gericht anwaltlich vertreten lassen.

Der Rechtsweg Es besteht auch die Möglichkeit eine Kostenvorschussklage zu erheben. Hierdurch wird der Bauherr nicht zusätzlich mit der Vorfinanzierung der Mangelbeseitigung belastet. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn die voraussichtlichen Mangelbeseitigungskosten besonders hoch geschätzt werden und kein sofortiger Handlungsbedarf besteht, denn bei Rechtsstreitigkeiten in Bausachen ist bei den Landgerichten erfahrungsgemäß frühestens nach einem Jahr mit einem Urteil zu rechnen. Um diese langwierigen, ärgerlichen und meist auch teuren Streitigkeiten vor Gericht zu vermeiden, sollten Bauherren sich am besten bereits vor der eigentlichen Schlussabnahme, aber spätestens rechtzeitig vor Ablauf der Gewährleitungsfrist, von einem kompetenten Sachverständigen beraten und begleiten lassen. • Ingo Kolms

Anschriften Seite 83

Die Abnahme nach neuem Bauvertragsrecht


STUTTGART

FRANKFURT

MÜNCHEN

200

MUSTER HÄUSER


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • D a c h

1 Traditionell werden Holzschindeln als Dachdeckung oder Fassadenverkleidung verwendet. Ungewöhnlich ist der Rundumeinsatz als schützende Hülle. 2 Das Architektenpaar hat sich nicht nur intensiv mit der Materialauswahl beschäftigt, es hat auch einen Großteil der Schindeln selbst angebracht.

1 2

Schön 36  bauen. 12/1-2019


und schlau Holzschindeln aus Alaska-Zeder hüllen das Eigenheim eines Architekten-Ehepaares in der Pfalz rundum ein, Dach und Fassade gleichermaßen. 12/1-2019

bauen. 37


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • D a c h

„Wir erfreuen uns jeden Tag an unserem Haus.“ Tamara Wehrheim, Bauherrin und Architektin

1 2

1 Loft-Charme: Roher Sichtbeton an der Decke und stählerne Säulen werden mit natürlichen Elementen wie Holz und Fellen kombiniert. 2 An den Wänden und Decken wechseln sich Sichtbeton und Kalkputz ab, zum Streichen wurde diffusionsoffene und wohngesunde Kalkfarbe verwendet

38  bauen. 12/1-2019


3 4

3 Der geräumige Koch-, Ess- und Wohnbereich erstreckt sich über die ganze Länge des Hauses und erhält von drei Seiten Tageslicht.

D

4 Beim Kochen haben die Hausherren durch die raumhohen Verglasungen direkten Kontakt zur umgebenden Natur. Um das Haus zieht sich ein Holzdeck.

as Eigenheim von Architekten ist immer eine besondere Bauaufgabe mit besonderer Themenstellung. Ihr selbst genutztes Bauprojekt mitten im Pfälzerwald wollte das Architektenduo Tamara Wehrheim und Matthias Friedrich aus Kaiserslautern harmonisch in die Umgebung einfügen und dabei gleichzeitig einen optischen Reiz setzen. „Holzschindeln verleihen einem Gebäude ein sehr charmantes Erscheinungsbild und fügen sich zudem ideal in die Naturlandschaft ein“, sagt Matthias Friedrich, der Bauherr. Und so wurde der moderne geradlinige Entwurf komplett in eine Deckung mit Holzschindeln gehüllt. Die verwendete Alaska-Zeder ist witterungsbeständig, kommt ganz ohne Holzschutz aus und ändert im Laufe der Jahre ihr Erschei-

nungsbild von naturfarben zu silbergrau. Der beabsichtigte Effekt ist, dass Fassade und Dach dank der gleichmäßig verlegten Schindeln optisch miteinander zu verschmelzen scheinen. Dieser Eindruck wird von außen zusätzlich durch die vier großen Zwerchhäuser – also quer zum Hauptdach eingeschobene Dachaufbauten – verstärkt, die beidseitig aus der Fassade ins Dach ragen. Durch ihre geringere Dachneigung entsteht im Inneren eine großzügige Raumwirkung.

Klar und geräumig Eine klare Raumaufteilung und viel Licht kennzeichnen das Interieur. Das Entree mit zugeordneter Garderobe, Gäste-WC und Treppe nach oben bildet den Vorbereich des großzügigen 12/1-2019

bauen. 39


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • D a c h

2

1

1 Im Bad sind die Wände mit Kalkspachtel in MarmorinoTechnik gestaltet. Nach dem Duschen lässt sich das Flachdach-Fenster über der Dusche per Funk zum effektiven Lüften öffnen. 2 Der Flur im Obergeschoss wird durch die versetzt angeordneten Dachflächenfenster von Velux optimal ausgeleuchtet.

FLUR 6

KIND 16,5

KIND 18

BAD 7

ELTERN 23

& FAKTEN

Haus „Alaska-Zeder“

• WOHNFLÄCHEN:

EG 79 m2, OG 70,50 m2

• BAUWEISE:

Holzrahmenbauweise, Fassade Holzschindeln aus Alaska-Zeder gesägt, dreilagig; Dämmung 40 mm Holzweichfaserplatte, 180 mm Zellulose-Einblasdämmung, 60 mm Schafwolledämmung, U-Wert Außenwand 0,16 W/m2K; Holzfenster mit Dreifachverglasung U-Wert 0,91 W/m2K; Satteldach 40 Grad geneigt, Pfettendach mit Holzschindeln aus Alaska-Zeder, U-Wert Dach 0,16 W/m2K, Dachflächenfenster U-Wert 0,63 W/m2K

40  bauen. 12/1-2019

• TECHNIK:

Photovoltaik-Anlage, Luft-WasserWärmepumpe, Kaminofen

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 50,8 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 11,6 kWh/m2a Endenergiebedarf: 19,5 kWh/m2a

13,40 m 8,00 m

DATEN

EINGANG/GARD 8,5

ESSEN/WOHNEN 52

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage bei den Architekten

• ENTWURF:

Wehrheim Friedrich Architekten Karl-Marx-Str. 37-39 67655 Kaiserslautern Tel. 0631/31090690 www.wehrheim-friedrich.de

ERDGESCHOSS

KOCHEN 16,5

WC 2

Fotos: Velux Deutschland GmbH Anschriften Seite 83

OBERGESCHOSS


und loftartig gestalteten Koch-, Ess- und Wohnraums, der den übrigen Teil des Erdgeschosses einnimmt. Die Atmosphäre ist kommunikativ und offen, von der frei stehenden Kochinsel über den Essplatz bis hin zum Wohnbereich und der loungigen Kaminecke. Der omnipräsente Ausblick auf den nahen Wald durch die großen Fensterflächen lässt die Grenzen zwischen innen und außen, erst recht bei geöffneten Schiebetüren, verschwimmen.

Viel Licht von oben Im Obergeschoss liegen die Privaträume. Drei Schlafzimmer, jeweils mit Fensteröffnungen nach zwei Seiten für optimalen Ausblick sowie das geräumige Familienbad werden von einem zentralen, über Oberlichter erhellten Flur erschlossen. Das Bad ist mit glatt gespachtelten Wänden und Schieferboden puristisch in Grautönen gestaltet. Auf die Installation einer zentralen mechanischen Lüftungsanlage verzichtete das Architektenpaar ganz bewusst. Die natürliche Lüftung über die Fenster spart Platz und Wartungsauf-

wand, zudem lässt sich ein „Kaminffekt“ nutzen, wenn Fenster auf mehreren Geschossen gleichzeitig geöffnet werden: Die warme, verbrauchte Luft steigt auf und entweicht aus den Dachfenstern, ein Sog lässt kühle unverbrauchte Luft aus dem geöffneten Fenster im unteren Geschoss nachströmen. Regensensoren, Funksteuerung und automatisch einstellbare Lüftungsintervalle sorgen für den nötigen Komfort bei dieser Art der Fensterlüftung. Das effektiv gedämmte Domizil ist mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgestattet, unterstützt von einem Kaminofen, der auch in der Übergangszeit für wohlige Wärme sorgt und das Outdoor-Feeling im Wald noch unterstreicht. Im „Haus Alaskazeder“ steckt viel Arbeit seiner Bauherren – Überlegungen, Planung und Eigenleistung. Den Großteil der Schindeln hat das Architektenehepaar unter Anleitung eines jungen Zimmermannes selbst angebracht, insgesamt wurden über 27 000 Nägel verbraucht. Man könnte auch sagen, viel Herzblut und Liebe zum Detail. Und das merkt man dem Haus im Wald an jeder Stelle an. av •

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Foto: www.huf-haus.com

Ö KO LO G I E • WI SSEN • D a c h

wohl bedacht Das Dach schützt nicht nur vor Regen, Hitze und Kälte: es prägt ganz entscheidend die Anmutung eines Hauses und ist ein wichtiges architektonisches Gestaltungselement. Doch längst nicht jede Dachform passt zu jedem Bauprojekt und ist auch nicht überall zugelassen.

PULTDACH Ein Pultdach ist eine Dachform aus nur einer geneigten Dachfläche. Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Zu beiden Seiten befinden sich die Ortgänge. Als relativ einfache Konstruktion ist sie in der Regel eine kostengünstige Dachform und verleiht Gebäuden eine moderne Ausstrahlung. Das Dach dieses modernen Einfamilienhauses wurde mit 60 mal 60 Zentimeter großen und einen Zentimeter dicken Platten aus einem seltenen grünen Schiefer in symmetrischer Deckung gestaltet. >www.rathscheck.de

42  bauen. 12/1-2019


SATTELDACH Ein Satteldach oder Giebeldach ist die klassische Dachvariante eines Hauses. Es besteht aus zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die an der höchsten Stelle, dem Dachfirst, aufeinander treffen. Seine Neigung, die Weite der Dachüberstände und die Höhe der Kniestöcke (Höhe der traufseitigen Außenwand im Dachgeschoss) lassen seine Optik von modern bis traditionell variieren. Satteldächer gelten als robust und witterungsbeständig und sind relativ schnell und kostengünstig auszuführen. Sie lassen sich durch Gauben oder Quergiebel variieren - was die Ausführung aber komplizierter und somit teurer macht.

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as Dach eines Hauses hat nicht nur die wichtige Funktion, die darunterliegenden Wohnräume vor Witterungseinflüssen, wie Regen, der Kälte des Winters aber auch Sommerhitze sicher zu schützen, sondern prägt ebenso wie die Form des Baukörpers und die Fassadengestaltung, die Gesamtanmutung des Gebäudes ganz wesentlich. Aber auch die Nutzungsmöglichkeiten eines Wohnhauses und seine Kosten werden von der Dachform beeinflusst. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Steildächern mit einer Neigung von größer als 20 Grad und Flachdächern mit unter 10 Grad Dachneigung. Als Faustformel gilt: Je einfacher die Konstruktion, desto günstiger das Dach: Alle Besonderheiten, wie Gauben, zusätzliche Giebel, innen liegende

Energiequelle Dach

Der Entwurf „Ponticelli“ von Gussek Haus zeigt ein klassisches Satteldach mit Dachüberständen. Es ist gleichermaßen attraktiv und preiswert. Weitere Infos zu diesem Haus unter > www.gussek-haus.de

Entwässerung z.B. bei dem Verzicht auf Dachüberstände etc. treiben die Kosten in die Höhe. Das Flachdach bildet hierbei eine Besonderheit: Sieht einfach aus, ist aber aufwendig im Detail und daher in der Regel vergleichsweise teuer.

Dachflächen werden heutzutage zunehmend für die Energiegewinnung genutzt. Mithilfe von thermischen Solaranlagen und vor allem Photovoltaik-Anlagen kann je nach System ein Großteil des häuslichen Energiebedarfes gedeckt werden. Mit geschickt in die Dach­fläche eingefügten Systemen lassen sich optisch ansprechendere ­Lösungen erzielen. Wichtige Voraussetzung für einen ordentlichen Ertrag ist die richtige Ausrichtung und Neigung der Dachflächen und eine bedarfsgerechte Dimensionierung vom Fachmann.

Was ist zulässig? Aber nicht nur Ihr individueller Geschmack und Ihr Baubudget sind ausschlaggebend bei der Wahl des Dachs: Weil es entscheidend für die äußere Erscheinung des Neubaus ist und nicht nur das einzelne Haus, sondern auch seine Umgebung maßgeblich beeinflusst, gibt es in vielen lokalen Bauverordnungen Vorschriften zur Dachgestaltung. Diese sind in der Regel im Bebauungsplan festgeschrieben. Hier können verbindliche Vorgaben für die Dachform und -Neigung, die Firstrichtung sowie die Traufhöhe, die Art und Größe von Gauben

Liefert Strom und sieht gut aus: „Autarq Solarziegel“ sind von normalen Dachziegeln kaum zu unterscheiden. Das PV-Modul wird direkt auf die Oberfläche des Glattziegels „Domino“ aufgebracht. > www.creaton.de Oben: Im Gegensatz zu gewöhnlichen Solarmodulen ersetzt das „Ennogie Solardach“ als Indachlösung völlig die herkömmliche Dachdeckung. > www.ennogie.com

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • D a c h

Foto: www.velux.de

ZELT- & WALMDACH

Licht unterm Dach

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Natürliches Tageslicht ist wichtig für unser Wohlbefinden und Wohnräume müssen sogar laut Landesbauordnungen deswegen mit ausreichend Fensterfläche versehen sein. Im Dachgeschoss helfen spezielle Dachflächenfenster dabei, dass nicht nur die Giebelfassaden, sondern auch die Dachflächen mit Fenstern versehen werden können. Sie bringen sogar eine wesentlich höhere Lichtausbeute als senkrechte Fassadenfenster. Für Flachdächer gibt es spezielle Flachdachfenster.

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Ein Zeltdach ist eine Dachform, die sich durch vier gleiche, gegeneinander geneigte Dachflächen auszeichnet, die in einer Spitze zusammenlaufen. Der Grundriss eines Hauses mit Zeltdach ist in der Regel quadratisch. Bei rechteckigen Hausgrundrissen wird aus der Spitze an der die vier Dachflächen zusammentreffen eine Firstlinie, dann spricht man von einem Walmdach. Sie gehören zu den aufwendigeren und daher kostspieligeren Dachkonstruktionen.

oder Dachfenstern, ja sogar für Deckungsmaterial und -farbe festgelegt worden sein. Diese Vorgaben sind in der Regel nicht verhandelbar und müssen beim Entwurf Ihres Hauses berücksichtigt werden. Ausnahmen bedürfen individueller Verhandlungen mit der zuständigen Baurechtsbehörde und können sehr langwierig sein. Gibt es keinen Bebauungsplan, muss man sich häufig an der Nachbarbebauung orientieren. In jedem Fall sollte man sich vor Beginn jeder Planung zunächst genau informieren, welche Dachformen und Höhen zulässig sind.

Sorgfältig planen Denn die Dachform bestimmt nicht nur maßgeblich die Optik Ihres Hauses, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten des neuen Gebäudes: Je nach Dachneigung und Höhe des Kniestockes verringert sich bei geneigten Dächern die Wohnfläche im Obergeschoss zum Teil erheblich. Räume unter Dachschrägen werden zwar von vielen Menschen als besonders gemütlich empfunden, bei der Grundrissgestaltung und der Möblierung lassen sie aber häufig Probleme entstehen, wie etwa schlecht nutzbare Zwickel in den niedrigeren Bereichen unter den Dachschrägen. Da das Dach eines Hauses in der Regel einen großen Teil der Außenhaut eines Gebäudes bildet, muss es

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ebenso wie die Außenwände, Fenster und Türen gegen Wärmeverluste geschützt werden.

Ein Muss: Dachdämmung Für die Dachdämmung bieten sich ganz unterschiedliche Materialien an: Wichtig ist, dass die Dämmung zur Dachform und der daraus resultierenden Konstruktion und zum Dämmstandard des übrigen Hauses passt und ohne Schwachpunkte, sogenannte Wärmebrücken, ausgeführt wird. Bei der Dämmung von Steildächern haben Bauherren in der Regel die größte Außwahl an Dämmstoffen, Besonders effektiv ist die Aufsparrendämmung, bei der

FLACHDACH Moderne Architektur mit Flachdach zeigt das „Vitalhaus Schwabach“ von Regnauer Hausbau. Mehr dazu > www.bautipps.de/regnauer


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1 Das „Musterhaus Köln“ von Fingerhut Haus zeigt ein Zeltdach par exzellence. Mehr dazu unter > www.bautipps.de/fingerhut 2 Damit Dachziegel bei starken Stürmen nicht vom Dach wehen, werden sie mit Sturmklammern gesichert. > www.braas.de

über die gesamte Dachfläche eine geschlossene Haube aus Dämmelementen verlegt wird. Nachteil bei strengen Vorschriften zur Traufund Firsthöhe: Im Inneren kann wertvoller Wohnraum verloren gehen. Alternativ bietet sich dann eine Zwischensparrendämmung an. Hier bestimmt allerdings die vorgeschriebene Stärke und Qualität des Dämmstoffs die Höhe der Sparren. Dadurch fallen die Sparren meist höher aus, als es statisch nötig wäre. Außerdem entstehen durch Sparren und Wände Wärmebrücken, die die Dämmleistung verschlechtern. Die sogenannte Kombidämmung aus beiden ge-

nannten Methoden verbessert die Schwachpunkte der Zwischensparrendämmung und ermöglicht trotzdem relativ schlanke Dachkonstruktionen. Das Flachdach stellt auch an die Wärmedämmung die höchsten Anforderungen: Sie muss hier nicht nur gegen Hitze und Kälte schützen, sondern auch feuchteresistent sein und mechanische Belastungen, zumindest denen durch das Begehen von Dachdeckern standhalten. Dafür bietet es aber auch große Chancen: Es lässt sich – bei entsprechender Ausführung begrünen oder als Dachterrasse nutzen.

Materialfrage Für die Deckung bzw. Dichtung von Dächern gibt es die unterschiedlichsten Materialien. Während bei geneigten Dächern Tonziegel, Betondachsteine, Betonfaserplatten oder Metalle wie z.B. Zink den Witterungsschutz bilden, verwendet man bei Flachdächern vornehmlich Dichtungsbahnen aus speziellen Kunststoffen oder Bitumen.  ab • 1 2 3

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Der wohngesunde Wohlfühlboden

5 6 Diese Grafik zeigt ein zweilagiges Bitumen-AbdichtungsSystem für ein Flachdach mit 1 Abdichtungsoberlage: BauderKARAT, 2 Abdichtungslage: BauderTEC KSA DUO, 3 Dämmstoff: BauderPIR FA, 4 Dampfsperre: Bauder Super AL-E Plus mit Bauder Schaumkleber, 5 Voranstrich und 6 der tragenden Betondecke. > www.bauder.de

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Das Flachdach ist ein mehrschichtiger Dachaufbau, der nur ein sehr geringes Gefälle aufweist und somit von außen betrachtet flach aussieht. Es wird von Bauherren bevorzugt, die eine moderne Optik ihres Hauses wünschen und ermöglicht eine maximale Nutzung der Räumlichkeiten im Dachgeschoss. Die Detailplanung eines Flachdaches bedarf ebenso großer Sorgfalt, wie die Auswahl der Materialien für den Aufbau. Diese sollten von höchster Qualität sein und sehr sorgfältig verarbeitet werden, um nachhaltig ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Konstruktion zu verhindern. Das Flachdach zählt zu den teureren Dachformen.

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s c h af t s d Freund bau ienst e n. von www.facebook.com/bauen.magazin

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Für Familie Zarmutek war klar: Das zweite sollte ihr persönliches Traumhaus werden – und darum wieder ein Fertighaus von Weberhaus.

ben e l h a n r Natu rnen e d o m im s Holzhau

Die Holz-PutzKombination der Fassade lockert das Gesamtbild des geradlinigen Flachdachgebäudes angenehm auf. Sie verleiht ihm einen einladend warmen Charakter.


Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • Mo d e r n e Fe r t i ghäuser

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ür Tanja und Kim Zarmutek stand von Anfang an fest, dass sie ihr neues Haus wieder mit dem badischen Fertighaushersteller Weberhaus bauen: Nicht nur, dass sie davor selbst schon in einem Weberhaus gelebt hatten, auch Verwandte von Tanja Zarmutek hatten ein paar Jahre zuvor erfolgreich mit dem Haushersteller gebaut. Da zudem auch der Vater bzw. Schwiegervater aus jahrelanger Beschäftigung bei Weberhaus nur Positives zu berichten hatte, lag es auf der Hand: Auch das zweite Haus wurde in moderner Holzfertigbauweise mit dem Hersteller gebaut. „Qualität und Professionalität haben uns einfach überzeugt“, ist sich das Paar einig. So leben die Zarmuteks heute Tür an Tür mit Cousin und Cousine – jeder in seinem eigenen Weberhaus. Über eine von Bäumen gesäumte Auffahrt gelangt man zu dem idyllisch gelegenen Domizil der vierköpfigen Familie. Tanja und Kim Zarmutek träumten von einem modernen

und gleichzeitig behaglichen Zuhause im Bauhausstil, das ihren Wohnvorstellungen voll entsprechen sollte. Ein großer Wohnbereich mit bodentiefen Fenstern stand ebenso wie ein Partyraum ganz oben auf der Wunschliste.

Für jeden ein Lieblingsplatz Das Ehepaar entschied sich für ein frei geplantes Architektenhaus, das heute auf rund 210 Quadratmetern Wohnfläche praktisch all ihre Wünsche erfüllt: Herzstück des Erdgeschosses ist der große, offene Koch-Ess-Wohnbereich, der sich über die gesamte Hausseite in Richtung Garten erstreckt. Hier wohnen vier weitere Familienmitglieder: Kurzhaarschafe, die die Familie vor ihrem letzten Gang rettete und die hilfreich bei der Pflege der rund 2 000 Quadratmeter großen Rasenfläche sein sollen. „Mittlerweile bringt unsere Tochter ihnen Kunststücke bei,“ erzählt der Familienvater. Für ihn und Sohn Paul ist hingegen

umDas Tra s ist real hau n geworde

Das Farbkonzept wurde auch im Hausinneren konsequent beibehalten: Weiß und Grau werden hier in ausgewogenem Verhältnis mit massivem Holz kombiniert.

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Große Glasschiebetüren erfüllen die Räume mit viel Tageslicht und erweitern den Wohnraum zur Terrasse und in den großen, umliegenden Garten.

Viel Plat zf ganze Faür die milie

„Wir sind mehr als zufrieden mit der Arbeit von Weberhaus. Von Anfang bis Ende war alles top organisiert.“

Mit jeweils 20 Quadratmetern sind ihre großzügigen eigenen Zimmer mit gemeinsamem, angrenzendem Balkon die Lieblingsplätze von Emma und Paul.

Jeder in hat se eigenes Reich

Kim Zarmutek, Bauherr

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die kleine Tribüne mit roten Stadionsitzen im hauseigenen Heimkino das absolute Highlight. „Damit habe ich mir einen kleinen Traum erfüllt.“ Auch die privaten Rückzugsräume sind wahre Wunscherfüller: So teilt sich das Obergeschoss in einen großzügigen, 35 Quadratmeter umfassenden Elternbereich, zwei große Kinderzimmer und ein separates Kinderbad. Zudem ist hier der Hauswirtschaftsraum untergebracht, so dass die Wäsche auf kürzestem Weg in die Waschmaschine gelangen kann. Neben der gelungenen Raumaufteilung sind die Hausbesitzer auch vom guten Raumklima begeistert, für das die hoch dämmende Gebäudehülle „ÖvoNatur“ ebenso sorgt wie für einen geringen Energieverbrauch. Familie Zarmutek ist rundum zufrieden und freut sich jeden Tag, dass sie ihre großen und kleinen Wohnträume im neuen Haus verwirklichen konnte. cm •

ater v i r p t i M Fan-Kur ve Hier schauen Vater Kim und Sohn Paul mit Freunden auf großer Leinwand jedes Champions League- und DFB-Pokalspiel.

GARAGE

PARTYRAUM 21

WC 2,5

GARD 4

DIELE 12

BAD 6

HWR 8

SPK 5,5 KIND 20

BAD 8,5

ANKL. 12

FLUR 12

KOCHEN 19,5 KIND 19,5

SCHLAFEN 14

10,49 m

WOHNEN/ ESSEN 43

13,80 m

Haus Zarmutek

• WOHNFLÄCHEN:

EG 107,5 m2, OG 100 m2

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruktion, Wandstärke 30 cm, 100 mm Holzfaserdämmplatte, 160 mm mineralische Dämmung, Putz-Fassade im Erdgeschoss, Lerchenholzverschalung im Obergeschoss, U-Wert der Außenwand 0,15 W/m2K; Kunststofffenster mit Dreifachverglasung, Ug-Wert: 0,6 W/m2K; Flachdach, U-Wert Dach 0,15 W/m2K

• TECHNIK:

Sole-Wasserwärmepumpe mit Erdbohrung, Fußbodenheizung

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

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• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 58,1 kWh/m2a Endenergiebedarf: 22,3 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 55

• ARCHITEKT:

Bernd Neu Heinrich-Bone-Str. 35 57489 Drolshagen

• HERSTELLER:

Weberhaus GmbH & Co. KG Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx Tel. 07853/83830, www.weberhaus.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Seit mehr als 55 Jahren familiengeführtes Unternehmen mit derzeit über 1  100 Mitarbeitern. Experte beim Bau energieeffi-

zienter Häuser. Präsentierte 2006 als erstes Fertighaus-Unternehmen ein tragfähiges Plus-Energie-Konzept. Bietet frei geplante Architektenhäuser bis hin zu flexiblen Baureihen in ökologischer und nachhaltiger Bauweise

• LIEFERRADIUS:

Anschriften Seite 83

& FAKTEN

OBERGESCHOSS

Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Frankreich Weitere ausgewählte Entwürfe von Weberhaus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/weber

Fotos: Weberhaus

DATEN

ERDGESCHOSS


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So baut

Moderner Wohnkomfort: Viele Haushersteller arbeiten mit Systemanbietern zusammen und bieten smarte Hausautomation inklusive entsprechender vernetzter Komponenten gleich mit an. > www.schwoererhaus.de

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1

man heute Der moderne Fertigbau steht anderen Bauweisen heute in nichts mehr nach. Tatsächlich konnte er sich sogar in den letzten Jahren in einigen Bereichen besonders positiv hervortun. Hier die Top-Pluspunkte für ein Haus in Holzfertigbauweise.

Individuell und innnovativ Entgegen hartnäckiger Vorurteile, bietet der moderne Fertigbau vielfältige Gestaltungsund Umsetzungsmöglichkeiten. Zwar gibt es auch sogenannte Typenhäuser und Basisentwürfe, bei denen nur geringe Änderungen möglich sind, doch darüber hinaus werden auch Fertighäuser meistens ganz individuell, bis ins letzte Detail nach Bauherrenwünschen vom Architekten geplant und realisiert. Es sind also wie bei jeder anderen Bauweise sämtliche Architekturen – vom Bungalow bis zum mehrgeschossigen Stadthaus – in sämtlichen Formen und Abmessungen möglich. Dabei ist es der Branche gelungen, durch bauliche wie technische Anpassungen, Optimierungen und vielfältige eigene Entwicklungen, sehr hohe Standards etablieren und anbieten zu können. So ist der Holzfertigbau heute nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern dieser oft sogar einen Schritt voraus.


2

Vorfertigung im Werk

Oft aus einstigen Familienunternehmen wie Schreinereien oder Sägewerken entstanden, beschäftigen heutige Holz-FertighausHersteller Hunderte spezialisierte Mitarbeiter und verfügen über riesige Werkshallen. Hier werden die Fertighäuser trocken, wetterunabhängig und dank modernster Technik millimetergenau vorgefertigt. Die komplett vorbereiteten Wände und Dachteile werden später per LKW auf die Baustelle geliefert und innerhalb kurzer Zeit, meist in ein bis zwei Tagen, wetterfest montiert. Bei der Vorfertigung im Werk kann die Qualität sehr gut überwacht und gewährleistet werden. Außerdem ist der Hausbau auf diese Weise genau planbar. Daher ergeben sich auch sehr kurze Bauzeiten: Vom Vertragsabschluss bis zur Montage vergehen in der Regel vier bis sechs Monate. Für den Feinschliff im Hausinneren rechnet man etwa noch sechs bis zwölf Wochen dazu.

In den Bemusterungszentren können alle auszuwählenden Materialien live angesehen, angefasst und in Kombination mit anderen Ausstattungsteilen optimal abgestimmt werden. > www.viebrockhaus.de

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Die einzelnen Bauteile werden im Werk exakt und komplett vorgefertigt: Dämmung, Fenster und Türen sind bei der Montage bereits fester Teil von Wand und Dach. > www.fingerhaus.de > www.fertigbau.de

Alles aus einer Hand

Von der Bodenplatte bis zur Dacheindeckung gibt es beim schlüsselfertigen Fertigbau nur einen Ansprechpartner für alle Gewerke. Dies gewährleistet einen reibungslosen Ablauf, jeglicher Stress und Zeitverzögerungen durch Abstimmungsfragen entfallen. Zudem bieten viele Fertighausfirmen auch den Kellerbau an oder verweisen auf ein Partnerunternehmen. Der Innenausbau ist je nach Ausbaustufe ebenfalls Teil des Leistungsumfangs. Ausstattungsobjekte, Materialien und Bauteile – vom Dachziegel über Innentüren bis hin zur Duscharmatur – werden mithilfe kompetenter Fachberater bei der sogeannten Bemusterung festgelegt. Einige Hersteller bieten darüber hinaus auch passgenaues (Einbau-)Mobiliar und übernehmen die Licht-, Garten- und Küchenplanung, sodass ein maßgefertigtes Zuhause wie aus einem Guss entsteht.

Neben Küchenplanung und -beratung bietet z.B. Weberhaus individuell gefertigte Treppen aus eigener Produktion sowie über seine Partnerschreinerei Kleinhans optimal angepassten Innenausbau und Mobiliar an. > www.weberhaus.de

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Ö KO LO G I E • WI SSEN • Mo d e r n e Fe r t i gh ä u s er

Von Schwörer Haus gab es kürzlich ein Pilotprojekt zum Thema „Gesünderes Ausbauhaus“. Kooperationspartner waren das Sentinel Institut mit dem TÜV Rheinland und Bauhaus-Baumarkt. > www.schwoererhaus.de

Ökologisch & wohngesund

Sparen beim Selbstausbau Übernimmt die Hausfirma den kompletten Innenausbau, spricht man vom schlüsselfertigen Bauen, sogenannte Eigenleistungen werden beim Bau eines Ausbauhaus erbracht. Viele Hersteller bieten beides an, oft in mehreren Ausbaustufen. Handwerklich versierte Bauherren können so zehn bis 20 Prozent der Baukosten sparen, und der Wert der Eigenleistung wird von vielen Banken zum Eigenkapitalanteil hinzugerechnet. Es gibt zwar Posten, die Haushersteller durch große Pakete so günstig anbieten können, dass sich mit der Eigenleistung kaum sparen lässt, Belagsarbeiten an Wänden und Böden, in der Stufe „fast fertig“, lohnen sich aber meistens. Denn hier ist das Material relativ günstig und die Lohnkosten sind hoch. Wichtig ist, dass Arbeitsaufwand und Kostenersparnis zusammenpassen und das Zeitbudget nicht überschätzt wird. Wer viel selbst machen möchte, aber wenig Erfahrung hat, sollte vorab klären, welchen unterstützenden Service der Hersteller z.B. durch professionelle Bauleitung, Workshops oder Online-Tutorials bietet.

Wohlgefühl und Geborgenheit entstehen vor allem in einem Haus, das gesundheitsbewusst entsteht. Zusammen mit dem Sentinel Haus Institut hat Schwörer Haus daher anhand 650 gebauter Häuser untersucht, wie gesünderes Bauen und Wohnen gelingt. Die Ergebnisse sowie praktische wohngesunde Alltags-Tipps gibt es in „Gesünder bauen und wohnen“. Für 19,80 Euro auf > www.buecherdienst.de

Holz hat viele gute Eigenschaften: Der natürliche Baustoff hat eine hohe Tragfähigkeit, er kann die Raumluftfeuchte regulieren und verfügt über gute Wärmedämmeigenschaften. Außerdem ist er ein nachwachsender, heimischer Rohstoff und CO2-Speicher. Viele Hersteller setzen zudem beim gesamten Wandaufbau auf natürliche Rohstoffe und wählen neben Holz aus heimischer, zertifizierter Forstwirtschaft, Holzfaser- und Zellulosedämmung. Diese umweltfreundlich hergestellten Baustoffe schonen in der Regel Umwelt und Mensch, d.h., die ökologische Bauweise ist oft auch baubiologisch sehr zuträglich. Doch auch künstliche, schadstoffgeprüfte Baumaterialien können die Anforderungen an ein wohngesundes Heim erfüllen. So verpflichtet die Satzung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) grundsätzlich zu umwelt- und gesundheitsverträglichen Baulösungen. Und einige Hersteller gehen sogar noch weiter und bieten eine Raumluftmessung jedes gebauten Hauses an.

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Baufritz setzt ausschließlich schadstoffgeprüfte Baustoffe ein, wie die nature-plus-zertifizierte und vom Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit (IBN) empfohlene HolzSpäne-Dämmung Hoiz. Eine Spezialplatte schützt zudem vor Elektrosmog. > www.baufritz.de


KFW 40 Plus-Häuser produzieren über die Photovoltaikanlage mehr Strom als die Bewohner für Heizung und Warmwasser benötigen. > www.fertigbau.de

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Weil sie wissen, dass ihre Häuser den Praxistest auch bestehen, garantieren viele Fertighausanbieter einen hohen Effizienzhausstandard. Dieser kann sich – ist die Investition zunächst auch höher – durch dauerhaftes Energiekostensparen sowie die staatliche KfW-Förderung auf jeden Fall lohnen. Da Technikausstattung und Haushülle bei Fertighäusern ein vielfach erprobtes Gesamtsystem ergeben, können nicht nur die Kosten für die Technik selbst, sondern auch zu erwartende Einsparungen durch geringen Energiebedarf gut kalkuliert werden. Das ist wichtig, weil man die staatliche Förderung für besonders energieeffiziente Bauweise nur erhält, wenn das Zusammenspiel von Haus und Technik tatsächlich so effizient ist wie geplant. Für viele Fertighaushersteller kein Problem: 2017 entsprachen mehr als die Hälfte aller Fertighäuser den Anforderungen Effizienzhaus 55, je 16 und 15 Prozent hatten den Effizienzhaus-Standard 40 und 40 Plus. Und oft übernehmen die Hersteller sogar den Papierkram rund um die Förderanträge.

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Energieeffizienz

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Weitere wichtige und gängige Komponenten im modernen Fertighaus sind Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie elektrisch, mit hauseigenem Solarstrom betriebene Wärmepumpen. > www.tecalor.de

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In Musterhaus-Ausstellungen können Häuser verschiedener Hersteller besichtigt werden, es gibt regelmäßige Infoveranstaltungen, Gastronomieangebote und Kinderspielplätze. Die Hausberater beantworten Fragen zur Bauweise und Ausstattung. > www.weberhaus.de

Musterhäuser

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sta erk Fo t

Rund um den eigentlichen Hausbau müssen auch jede Menge andere Dinge organisiert und geregelt werden: Fertighausfirmen unterstützen ihre Kunden von Anfang an mit Rat und Tat. Gleichzeitig weisen sie die künftigen Bauherren darauf hin, um welche notwendigen Leistungen sie sich selbst kümmern müssen und welche zusätzlichen Kosten auf sie zukommen. Eine Finanzierungsberatung, die Bauplatzsuche sowie Planungs- und Genehmigungsablauf gehören in der Regel zum Standard. Alle tatsächlich angebotenen und im Umfang enthaltenen Leistungen stehen in der Bau- und Leistungsbeschreibung. Nur was hier schriftlich festgehalten ist, kann im Streitfall verlangt werden. Je detaillierter sie ist, desto besser. Wer sich bei der Beurteilung unsicher ist, findet Unterstützung bei unabhängigen Bauberatern, zum Beispiel der Verbraucherzentralen.

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Bevor es zur Vertragsunterzeichnung kommt, sollten angehende Bauherren möglichst viele Informationen einholen und alle offenen Fragen klären. Wer beim Lesen und Vergleichen des Vertragswerks inklusive Bau- und Leistungsbeschreibung Hilfe braucht, findet diese auch beim Bauherrenschutzbund und dem Verband privater Bauherren.

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Service & Zusatzleistungen

Zahlreiche Musterhaus-Ausstellungen bieten deutschlandweit die Gelegenheit, sich in fertig gebauten und voll ausgestatteten Einfamilienhäusern inspirieren zu lassen und einen realen Wohneindruck zu bekommen. Größe, Raumaufteilung, Möblierungsmöglichkeiten und wohnliche Baumaßnahmen wie Erker oder Galerie lassen sich hier viel besser beurteilen als am Computer oder in Grundrisszeichnungen. Die insgesamt 1  000 Häuser der Fertighausund Massivhausanbieter stehen entweder auf den jeweiligen Firmengeländen oder sind in größeren Ausstellungsparks zusammengefasst. In Letzteren lassen sich die Angebote der verschiedenen Hausfirmen gut vergleichen und herausfinden, was beim eigenen Haus wichtig ist. Neben Größe, Energieeffizienz und Wohngesundheit geht es auch um Bauqualität und Service – und in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit bekommt man hier auch schon mal ein gutes Gefühl.

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Die vollständig möblierten Beispielhäuser verschaffen einen guten Eindruck über Raumgrößen und -proportionen, zeigen clevere Ausbaudetails und bieten auch ein Gespür für Raumklima und Schallschutz. > www.fertighaus-keitel.de

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Feste Preise & Termine

Jederzeit beruhigt schlafen können – dank Weru!

Schon lange bevor dies mit der Einführung des Bauvertragsrechts 2018 zur Pflicht wurde, haben Fertighaushersteller ihren Bauherren Festpreisgarantien und fixe Fertigstellungstermine geboten. Meist gilt die Festpreisgarantie für einen bestimmten Zeitraum von bis zu zwölf Monaten, manche Hersteller gewähren ihn auch bis zur Hausfertigstellung. Das gibt Bauherren maximale Sicherheit. Unvorhergesehene Preisaufschläge und Mehrkosten müssen so nicht befürchtet werden. Auch der Termin zur Hausübergabe steht auf den Tag genau fest – sodass der Umzugstermin exakt planbar ist. Doch Achtung: Beide Punkte, Fertigstellungstermin und Festpreis, müssen schwarz auf weiß im Bauvertrag bzw. der Bau- und Leistungsbeschreibung festgehalten sein.

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Mehr Informationen zu den Prüfkriterien der Gütesiegel gibt es im Internet unter > www.ral-holzhaus.de sowie unter > www.fertigbau/bdf/wer-wir-sind/ qualitaetsgemeinschaft/

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Der einwandfreie Fertigungsprozess und die entsprechende, geprüfte Bauqualität werden auch beim Fertighausbau durch Label belegt. So gibt beispielsweise das „RAL Gütezeichen Holzhausbau“ Sicherheit darüber, dass sowohl die Fertigung im Werk als auch die Montage auf der Baustelle regelmäßig durch unabhängige Sachverständige überwacht wird. Außerdem verpflichten sich viele renommierte Hausfirmen durch ihre Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) zur Einhaltung der Satzungsvorschriften der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF). Diese besteht seit 1989 und wird regelmäßig an die rechtlichen und bautechnischen Entwicklungen angepasst: So zählen zu den Prüfkriterien des QDF höchste Ansprüche an Energieeffizienz, Umweltschutz und Vertragsgrundlagen – weit über den gesetzlichen Anforderungen.

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Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • Mo d e r n e Fe r t i ghäuser

Mit klarem, großzügigem Grundriss und innovativem Energiekonzept wird dieses Musterhaus zum inspirierenden Vorbild.

Gutes

Beispiel

S

o unterschiedlich wie Familien sind, so individuell sind die Ansprüche und Bedürfnisse an ihren Lebensraum. Einige Dinge, wie flexibel nutzbare Räume, ausreichend Stauraum, kurze Wege und praktische Detaillösungen, bieten sich zwar immer an, doch nicht jede Familie besteht beispielsweise aus Vater, Mutter und zwei Kindern. So zeigt das neue Fingerhut-Musterhaus in der Ausstellung Eigenheim und Garten in Fellbach bei Stuttgart, ein inspirierendes Hausbeispiel auch für größere Familien. Mit zwei Vollgeschossen und dank einer Geschosserhöhung von zehn Zentimetern bietet das geräumige Haus besonders weitläufig

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wirkenden Wohnraum für bis zu sechs Familienmitglieder. Im Erdgeschoss liegt der große, lichtdurchflutete Wohn- und Essbereich, der offen angelegt, übereck in die Küche mit angrenzendem Hauswirtschaftsraum übergeht. Dazu kommt ein Zusatzzimmer mit danebenliegendem Duschbad: Es kann sowohl als Büro dienen, als auch zum Gäste- oder weiteren Kinderzimmer gemacht werden.

Positive Gesamtbilanz Im Obergeschoss sind eingangsseitig das Elternschlafzimmer, Ankleide und Bad untergebracht, auf der Gartenseite liegen die drei Kin-


Offen konzipiert, hat die Küche mit Kochhalbinsel direkten Bezug zum Essplatz. Im angrenzenden Hauswirtschaftsraum kommen Vorräte nahegelegen unter.

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Das stattliche Musterhaus bietet mit über 200 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen viel komfortablen Raum für eine große Familie.

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Ö K O L O G I E • RE PORTAG E • Mo d e r n e Fe r t i ghäuser

derzimmer: Das größte in der Mitte, die anderen zwei dafür jeweils mit eigenem kleinen Balkon und Blick ins Grüne. Doch nicht nur das Raumangebot betreffend, auch energetisch liegt das Gebäude im Plus: Hierfür sorgen eine thermisch optimierte Haushülle mit ausgeklügeltem Dämmsystem und optimal aufeinander abgestimmte Komponenten wie eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher (4,5 kWh), die einen Großteil des Energiebedarfs unmittelbar abdeckt und damit aus dem Gebäude ein Effizienzhaus 40 Plus machen. Wirklich mustergültig. cm •

& flexibel zient effi

HWR 15,5

ANKLEIDE 9,5

BÜRO/ GAST 15

DIELE 21,5

SCHLAFEN 17,5

KOCHEN/ ESSEN 28

FLUR 9

KIND 1 14,5

11,25 m

WOHNEN 32

13,50 m

ERDGESCHOSS

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BAD 17

OBERGESCHOSS

KIND 2 16,5

KIND 3 14,5

Fotos: Fingerhut Haus

DU/WC 6,5

Anschriften Seite 83

Drei geräumige, in etwa gleich große Kinderzimmer bieten vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Außerdem hält das Gästezimmer im Erdgeschoss Platz für ein viertes Kind oder zur flexiblen Nutzung bereit.


„Die intelligente Raumaufteilung und Energieeffizienz machen dieses Musterhaus zu etwas ganz Besonderem.“

Praktisch ist der direkte Übergang vom Schlafzimmer in die Ankleide und von dort ins Badezimmer.

Holger Linke, Geschäftsführer

DATEN

& FAKTEN

Musterhaus Stuttgart

• WOHNFLÄCHEN:

EG 118,5 m2, OG 98,5 m2

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruktion mit 180 mm Holzrahmenfachwerk mit dazwischen liegender Mineralwolledämmung („ECOSETechnologie“/Blauer Engel), Wärmedämmverbundsystem und Putz-Fassade, U-Wert der Außenwand 0,14 W/m2K; Kunststofffenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert: 0,5 W/m2K; Satteldach, 18 Grad geneigt, U-Wert Dach 0,172 W/m2K

• TECHNIK:

Luft-Wasser-Wärmepumpe, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlage, Hausbatterie

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 12,13 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 16,79 kWh/m2a Endenergiebedarf: 8,98 kWh/m2a Effizienzhaus 40 Plus

• BAUKOSTEN:

Schlüsselfertig inklusive Bodenplatte 453 300 Euro

ALLERGIE? „ICH WILL EIN GARANTIERT GESUNDES HAUS, IN DEM ICH ENDLICH WIEDER FREI DURCHATMEN KANN.“

• HERSTELLER:

Fingerhut Haus Hauptstraße 46 57520 Neunkhausen Tel. 02661/9564-0 www.fingerhuthaus.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Firmengründung 1903 durch die Gebrüder Schupp als Zimmereibetrieb, 1950 Erwerb der Produktionsstätte durch Friedrich Fingerhut, 1960 Umstellung auf Fertigbau; 2009 Modernisierung der Produktion, November 2011 Eröffnung des neuen „Kreativzentrums“ zur Bemusterung; Geschäftsführung: Holger Linke und Thomas Wallmeroth; individuelle Einfamilien- und Doppelhäuser, barrierefreie Bungalows, Büro- und Gewerbebauten

• LIEFERRADIUS:

Deutschland und Luxemburg Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Fingerhut Haus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/fingerhut

NACHWEISLICH UNERREICHTE WOHNGESUNDHEIT UND PREISGEKRÖNTES DESIGN – DAS KANN NUR BAUFRITZ.

www.baufritz-bau.de


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • K a mi n e & Öfen

Mit viel

In ihrem kleinen Haus auf der Schwäbischen Alb schuf sich eine junge Familie ein Zuhause mit viel Raum, Wärme und Geborgenheit.

E

in geräumiges und gemütliches Zuhause zu schaffen, ist keine Frage der Quadratmeterzahl. Der beste Beweis ist dieses Haus einer jungen Familie auf der Schwäbischen Alb. Dank guter Raumproportionen, klarer Gliederung sowie mit einem durchgehenden Farbkonzept ist ein Häuschen mit jeder Menge Platz für gemütliches Wohnen entstanden. Mit weißem Putz und sandelholzfarbener Verkleidung, die einen angenehmen Kontrast zu den schwarz engobierten Dachziegeln bilden, wirkt bereits das Äußere freundlich und einladend. Diese Farbkombination aus viel Weiß und warm anmutendem Holz- und Cappucino-

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Nestwärme Viel Weiß und warme Holzund Erdtöne dominieren auch im Hausinneren. Helle Eichendielenböden verbinden die unterschiedlichen Wohnbereiche und schaffen zusammen mit dem Kamin eine gemütliche Wohnatmosphäre – die perfekte Kuschelzone.

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bauen. 63


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • K a mi n e & Öfen

Tönen wurde im Hausinneren konsequent fortgeführt. Doch nicht nur die optische Anmutung sorgt für Behaglichkeit: Auch das gute Gefühl, in einem Haus aus ökologischen Baustoffen zu leben – wie es bei diesem Holzhaus in diffusionsoffener Bauweise mit „natureplus“-zertifizierter Holzfaserdämmung der Fall ist – trägt zum Wohlgefühl bei.

Garantiertes Wohlfühlwohnen Darüber hinaus punktet das Familienhäuschen mit zahlreichen durchdachten Lösungen: Allem voran mit der individuellen Anpassung des Kitzlinger Beispielhauses „Kids“ an die gegebenen Anforderungen und Bedürfnisse. Da nämlich wegen des felsigen Baugrunds auf einen Keller verzichtet werden musste, brachte das Architektenteam Technikraum und Lagerfläche kurzerhand im Erdgeschoss sowie in einem im Carport integrierten Geräteraum unter. Das ur-

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Einfach natürlich.

„Das Zusammenspiel von Formen, Farben und Zuschnitt sind für die Wirkung und das Wohngefühl von entscheidender Bedeutung.“ Nathalie Becker, Innenarchitektin bei KitzlingerHaus

broetje.de

Der gesamte WohnEssbereich kann dank mehrerer Glastüren mit direktem Zugang zum Garten und viel Tageslicht aufwarten. Die Küche verfügt zudem mit angrenzender Speisekammer sowie einer großen Kücheninsel über reichlich Stauraum und Arbeitsfläche.

Die neuen Wärmepumpen von BRÖTJE. Besonders leise und unglaublich effizient – die neuen Wärmepumpen von BRÖTJE bieten die optimale Lösung für zukunftsfähigen Heizkomfort. Die LuftWärmepumpe BLW NEO und die Sole-Wärmepumpe BSW NEO verfügen über hohe Heizleistungen und optimale Vorlauftemperaturen. Gleichzeitig sind sie extrem leise und können nahezu überall platziert werden. Bei BRÖTJE nennen wir das: Einfach näher dran.


A R C H I T E K T U R • REPORTAG E • K a mi n e & Öfen

DATEN

& FAKTEN

Haus Erkenbrechtsweiler

• WOHNFLÄCHEN:

• HERSTELLER:

EG 80 m2, OG 69 m2

• BAUWEISE:

Diffusionsoffene Holzverbundkonstruktion mit Putz- und Holzfassade, Holzfaserdämmung, U-Wert 0,154 W/m2K; Kunststofffenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,95 W/m2K; Satteldach 30 Grad geneigt, Kniestock 120 cm

• TECHNIK:

Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußboden-heizung, PhotovoltaikAnlage mit 5,5 kWp Leistung

Kitzlinger Haus Meboldstraße 7 72172 Sulz am Neckar Tel. 07454/961070 www.kitzlinger.de

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO: Vor über 120 Jahren als Zimmerei gegründet, wird das Familienunternehmen heute in der vierten Generation geführt. Der Haushersteller entwickelt, plant und baut zeitgemäße, individuelle Holzhäuser in hoher ökologischer Qualität

• LIEFERRADIUS:

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 24,7 kWh/m a Heizwärmebedarf: 38,37 kWh/m2a Endenergiebedarf: 10,3 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 55 2

• BAUKOSTEN:

Auf Anfrage beim Hersteller

Baden-Württemberg und angrenzende Regionen und Länder Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Kitzlinger Haus finden Sie im Internet unter www.bautipps.de/kitzlinger

BAD 12

SCHLAFEN 13

sprünglich im Erdgeschoss vorgesehene Büro wanderte ins Obergeschoss. Neben der klassischen Aufteilung von zentralem Kommunikationsraum im Erdgeschoss und privaten Rückzugszimmern im Obergeschoss, bietet das Familienhaus zudem vor allem viele praktische und schöne Details: So sind Waschmaschine und Trockner im Bad in einem extra angefertigten Holzschrank verborgen, die Speisekammer neben der Küche schafft Platz für Vorräte und eine versteckt liegende Garderobe rückt den erfahrungsgemäß eher unordentlichen Dielenbereich aus dem Blickfeld. Im offenen Wohn-/Esszimmer sorgt der Erker für eine klare Zonierung und bietet viel Raum für einen hellen, wohnlichen Essplatz. Raumgliedernd wirkt auch der große Kaminofen. Hauptsächlich dem Sofabereich zugewandt, ist sein Flammenspiel dank Übereckverglasung auch vom Essplatz einsehbar. Geheizt wird mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach teilweise mit selbst erzeugtem Sonnenstrom betrieben wird, und eine Fußbodenheizung versorgt das Haus mit angenehmer Strahlungswärme – genau wie der Kamin, der im Winter und der Übergangszeit im Wohnbereich einen echten Lieblings-Platz mit viel Atmosphäre schafft. So trägt er maßgeblich zum Wohlfühlwohnen der Familie bei.  cm/ne •

FLUR 7

KIND 12

KIND 12 GAST/ BÜRO 13

8,73 m

11,10 m

WC 2 GARD. 4,5

TECHNIK/ HWR 12,5 FLUR 8,5 WOHNEN/ ESSEN/ KOCHEN 48,5

ERDGESCHOSS

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SPEIS 4

GERÄTE

Fotos: Kitzlinger Haus

Anschriften Seite 83

OBERGESCHOSS


Le s e r s e r v ice

FASZINATION ZUHAUSE! HEADLINE Smarthomes TITELTHEMA Bautrends

REPORTAGE DACHAUSBAU

WEGWEISER FÜR

ZukunftsHÄUSER

Das Farbkonzept der Fassaden korrespondiert mit seinen warmen Grautönen und dem dunklen Rot der vorstehenden Elemente mit den anderen Häusern in der unmittelbaren Umgebung.

Text: Susanne Neutzling

Wie wollen wir wohnen? Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die man fragt. Trotzdem gibt es Themen, die viele bewegen: Wohngesundheit und bezahlbare Familienhäuser, aber auch intelligent vernetzte Haus- und Sicherheitstechnik stehen bei Bau-Interessenten hoch im Kurs. Aus Sicht der Architekten sind EnergieEffizienz und nachhaltiges Bauen die Trend-Themen für 2017 – das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Bau-Info-Consult. Wir zeigen auf den folgenden Seiten fünf Häuser, die diese Aspekte beispielhaft umsetzen.

In einer typischen Tübinger Häuserzeile wurden Petra Herrig und Ulrich Conzelmann

Pure Lebensqualität

fündig: Sie verwandelten ein verwahrlostes, altes und verschachteltes Gebäude in eine wahre Wohnperle.

6 ALTHAUS MODERNISIEREN 2/3 2017

ES GIBT VIELE GRÜNDE ... … von einem eigenen Zuhause zu träumen. Und viele Ideen, wie die Träume Realität wer-

Pool

SchluSSpunkt 2/3 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 7

40 Hausbau

1/2 - 2017

Feine adressen

Wenn die außergewöhnliche Gestaltungsqualität eines der führenden Innenarchitektur-Büros und die handwerkliche und technische Perfektion ausgesuchter Partner zusammentreffen, dann entstehen Ergebnisse wie dieses – Vorhang auf für ein Wellnessrefugium der Extraklasse. Fotos: SSF.Pools by KLAFS · Text: Peter Lang

den können. Die Magazine des FachschriftenVerlags bringen Traum und Raum zusammen und unterstützen Sie dabei, Ihre Visionen zu verwirklichen: mit Häusern, lebendigen Wohnszenen und authentischen Baufamilien, die ihre sympathischen Geschichten erzählen. 146 schwimmbad + sauna 11/12-2015

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SIEBEN HEFTE, SIEBEN STYLES: profertighaus für die schnelle Information mit aktuellen Hausbeispielen und Bewertungen. Hausbau bietet große Bildstrecken, seriöse Hintergrundinformationen und Hausvergleiche. bauen. zeigt Architekturtrends, moderne Haustechnik und Öko-Tipps. EffizienzHäuser präsentiert zukunftsfähige Energiesparhäuser und nachhaltige Bauweisen. Schwimmbad+Sauna für die Gestaltung von privaten Pool- und Wellnessanlagen.

Alle Magazine des FachschriftenVerlages erhalten Sie aktuell beim Zeitschriftenhändler oder unter www.bautipps.de/zua

Althaus modernisieren als Ideengeber für die Sanierung und Erweiterung der gebrauchten Immobilie. unter „Fachschriften“

Bauen & Renovieren ist bei Renovierungen hautnah dabei und zeigt viele Arbeitsabläufe im Detail.

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bauen. 67


A R CHI T E KT U R • WISSEN • K a mi n e & Ö fe n

Design

meets Technik

www.ofenwelten.de/camina

Öfen sind nicht nur architektonische Design-Elemente im Haus. Sie können wesentlich mehr, als nur schön auszusehen. Sie bieten ein reichhaltiges technisches Innenleben, entsprechen den gesetzlichen Vorschriften, kommunizieren über Apps und müssen mit Schornsteinsystemen kompatibel sein.


HEIZLEISTUNG OPTIMAL GESTEUERT Die Heizleistung muss dem tatsächlichen Wärmebedarf angepasst sein und richtet sich nach der Größe des Aufstellraumes, der zu beheizenden Wohnfläche und der Gebäudeart beziehungsweise Wärmedämmung. Bei einem Neubau mit guter Wärmedämmung rechnet man mit 0,7 Kilowatt. Um diesem geringen Wärmebedarf gerecht zu werden, bieten viele Hersteller mittlerweile auch Geräte mit geringer Heizleistung an. Bei diesen Öfen regelt eine elektronische Abbrandsteuerung das Zusammenspiel von Luftzufuhr, Brennstoff und Abbrandphase, sodass auch bei einem geringen Wärmebedarf stets wenig Emissionen entstehen.

Bei kalten Außentemperaturen ist es ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll mit einem holzbefeuerten Kamin oder Pelletofen das Heizsystem zu unterstützen. > www.kaufmann-keramik.de

Mit einer Abbrandsteuerung erreicht man ein perfektes Kaminfeuer mit einem hohen Wirkungsgrad und niedrigen Emissionswerten. > www.ofenwelten.de/drooff

EIN GUTES DUO In Deutschland wird mittlerweile in vielen Neubauten eine Luftwärmepumpe eingesetzt. Der Grund: Mit einem Kilowatt elektrischen Strom erzeugen sie im Jahresmittel rund das Vierfache an Wärmeenergie. Strombetriebene Luftwärmepumpen entziehen der Außenluft die vorhandene Wärme und wandeln sie in Heizenergie um. Dabei hängt die Effizienz von der Umgebungsund der gewünschten Heiztemperatur ab. Bei starkem Frost – wenn der Wärmebedarf am größten ist – können Luftwärmepumpen nicht mehr effizient arbeiten. In diesem Fall schaltet sich ein elektrischer Heizstab ein, der Wasser und Heizung erwärmt, dabei aber zu höheren Stromkosten führt. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der installiert ein sogenanntes wasserführendes Festbrennstoffgerät mit Wärmetauscher. Sobald das Kaminfeuer den Aufstellraum erwärmt hat, wird ein Großteil der erzeugten Energie dem Heizungskreislauf zugeführt und steht als Raumheizung sowie Warmwasser zur Verfügung.

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A R CHI T E KT U R • WISSEN • K a mi n e & Ö fe n

WÄRME EFFEKTIV GENUTZT Häuser mit sehr effektiver Wärmedämmung benötigen nur wenig Wärme, um selbst an kalten Wintertagen angenehm temperiert zu sein. Kamine mit großflächigen Sichtscheiben geben häufig viel Wärme in kurzer Zeit ab und sind in diesem Fall ungeeignet. Lösung für Niedrig-Energie-Häuser: Speicherstätten – wie Grundöfen oder Geräte mit Wassertechnik. Diese haben die Fähigkeit, die Wärme über einen längeren Zeitraum gestreckt abzugeben und sich auch auf mehrere Räume zu verteilen. Ein Grundofen wärmt noch lange, nachdem das Holz im Ofen schon abgebrannt ist.

Grundöfen geben ihre Wärme über einen langen Zeitraum ab. > www.ofenwelten.de/seyffarth

FEINSTAUB & UMWELT Moderne Holzfeuerstätten erfüllen die neuen, verschärften Umwelt-Anforderungen: sie emittieren heute rund 80 Prozent weniger Staub als vor 40 Jahren. Der Austausch alter Geräte, die die Anforderungen nicht mehr erfüllen, ist deshalb sinnvoll und wird vom Gesetzgeber auch vorgeschrieben. In jedem Fall tragen eine fachgerechte Bedienung durch den Betreiber, die richtige Brennstoffqualität und moderne Technik, wie zum Beispiel eine automatische/elektronische Verbrennungsluftregelung, zu einem effizienten und umweltfreundlichen Betrieb bei.

Moderne Feuerstätten erfüllen die 2. Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung. > www.ofenwelten.de/spartherm

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TRANSPARENZ BEIM OFENKAUF Einheitlich gestaltete und abgestufte Energielabels – von Grün über Gelb und Orange bis Rot – zeigen auf einen Blick, was ein Haushaltsgerät leistet und inwieweit es den Energieverbrauch senkt und die Umwelt entlastet. Ab dem 1. Januar 2018 muss auch jede industriell gefertigte Feuerstätte wie ein Kaminofen, Heizkamin, Kachelofen mit Heizeinsatz und Pelletofen mit dem Energielabel versehen werden. Unter die Verordnung fallen alle Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung unter 50 Kilowatt, die gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe in Wärme umwandeln. Die Energieklassen von A++ bis G werden durch eine abgestufte Farbskala von Grün bis Rot optisch ergänzt. Unter der Skala ist zudem die Wärmeleistung in Kilowatt angegeben. Und damit die einzelnen Label jedem Gerät genau zugeordnet werden können, sind diese mit dem Namen des Herstellers und der genauen Gerätebezeichnung versehen.

Wirkungsgrad und der ökologische Brennstoff Holz sind wichtige Qualitätskriterien beim Ofenkauf. > www.hki-online.de

ELEKTRONISCHE OFENSTEUERUNGEN

Intelligente Steuerungen reagieren maßgeschneidert auf jeden Betriebszustand und regeln ihn entsprechend ein. > www.ofenwelten.de/leda

Bei Pellet- und Gaskaminen schon lange Standard, werden elektronische Ofensteuerungen auch bei Scheitholzöfen zu einer gerne georderten Option: Eine Elektronik, die stets eine optimale Verbrennung gewährleistet – und auch noch Bescheid gibt, wenn Brennholz nachgelegt werden soll. Bei einigen Kaminöfen sind mittlerweile solche Steuerungen ab Werk integriert, bei handwerklich individuell geplanten Kachelöfen und Kaminöfen kann der Ofenbauer verschiedene Lösungen anbieten.


A R CHI T E KT U R • WISSEN • K a mi n e & Ö fe n

PLANUNG MIT KOLLEGE COMPUTER Eine flüchtige Handskizze, die viele Ofenbauer immer noch an den Beginn einer Entwurfsarbeit stellen, kann schon einen groben Eindruck der Kubatur vermitteln. Für die detaillierte Planung ist Unterstützung durch „Kollege Computer“ inzwischen auch im Ofenbau an der Tagesordnung. Ähnlich wie Architekten und Innenarchitekten nutzen Ofenbauer seit vielen Jahren CAD-Software (CAD = Computer Aided Design), um Öfen zu entwerfen. Die damit erstellten Entwürfe lassen sich zur Visualisierung überzeugend in fotorealistische 2-D- und 3-DDarstellungen umwandeln.

Ob der Ofen auch zu Hause gut aussieht, kann über CAD-Software dargestellt werden. > www.ofenwelten.de/buderus

KOMFORTABEL

Erlaubt ist, was gefällt: Holzimitate oder Ausgestaltung des Brennerraumbodens mit weißen oder schwarzen Kieseln. > www.ofenwelten.de/spartherm

72  bauen. 12/1-2019

Anschriften Seite 83

Gaskamine gibt es in verschiedenen Bauformen – vom kleinen Gaskaminofen bis zum mehrere Meter langen Design-Gaskamin im Breitbandformat. Die Merkmale: Maximaler Bedienkomfort durch elektronische Zündung und Flammenregulierung (in der Regel mit Fernbedienung), schnelle Wärme, Sauberkeit im Abbrand und dank geschickter Brennerkonstruktion bei vielen Geräten nicht mehr von einem richtigen Holzfeuer zu unterscheiden.


EIN GUTER ZUG Die Entwicklung vom klassisch gemauerten Hausschornstein zum zwei- oder dreischaligen Systemschornstein in Montage- oder Geschossbauweise hat im Neubaubereich eine wesentliche Bedeutung. Ein- bis mehrzügige, feuchteunempfindliche Systeme mit keramischen Innenrohren gewähren Flexibilität bei dem Einsatz zeitgemäßer und zukünftiger Wärmekonzepte. Mit Abgastemperaturen bis 400 Grad Celsius, Säure- und Rußbrandbeständigkeit sowie Abständen bis zu 50 Millimetern umlaufend zu brennbaren Baustoffen lassen sich Kaminofen, Festbrennstoff- oder Brennwertanlage an diese Schornsteinsysteme problemlos anschließen. Auf Wunsch ist auch ein Leerschacht für notwendige Installationsleitungen (zum Beispiel Solarversorgungsleitungen) integriert. Je nach Anforderung und Eignung sind auch Systeme mit EdelstahlInnenrohr einsetzbar.

Zweischaliges Schornsteinsystem mit Thermo-Luftzug und integrierter Wärmedämmung für alle Heizsysteme einsetzbar. > www.ofenwelten.de/ schiedel

Weiterführende Lektüre Das Special „Kamine & Kachelöfen“ mit rund 200 Seiten dient Ofenfreunden als komplette Informationsquelle. Dazu gibt es ein Verzeichnis erstklassiger Ofenbauer. Für 7,80 Euro plus Porto über Telefon 0711/5206306 oder > www.bücherdienst.de zu bestellen.


T E C H N I K • REPORTAG E • Ei n br u c h sc h u t z

„Dieses Plus-Energie-Haus verbindet traditionelles Handwerk, moderne Architektur und innovative Technik: Es verbraucht weniger Energie als es erzeugt, lässt sich per Smartphone oder Stimme steuern und bietet optimalen Einbruchschutz.“ Georg Hammerstingl, Vertriebsleiter und Prokurist bei Kampa

Freiheit des Raumes: Der Luftraum über dem Essplatz reicht bis unter den First und erzeugt ein besonders großzügiges Ambiente.

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Aber sicher!

Das Haus „Lanos“ in der Ausstellung Eigenheim und Garten in Bad Vilbel bei Frankfurt zeigt, wie moderne Architektur perfekt mit einem zukunftsfähigen Energiekonzept und hohem Einbruchschutz harmoniert.

K

lassisch ist seine Grundform mit zwei Geschossen und flachem Satteldach. Aber dank geschosshoher Fenster und dem Anbau mit Schiefer-Fassade erhält „Lanos“ einen modernen Touch. Seine wahren Werte offenbart das Gebäude aber erst bei genauerem Hinsehen: Das neue Kampa-Musterhaus in der Ausstellung Eigenheim und Garten in Bad Vilbel ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie moderne Technik den Wohnalltag nicht nur ökologischer und komfortabler, sondern vor allem auch sicherer machen kann. Ein großer Eigangsbereich mit Garderobe bildet den Empfang. Durch ein raumhohes Fens-

ter natürlich belichtet, führt er rechter Hand in den Anbau mit Arbeitszimmer und Haustechnikraum. Links betritt man das Haupthaus. Hier flankieren zunächst Gästezimmer und -Bad sowie der Hauswirtschaftsraum die Diele, bevor sich der Raum weitet und den Blick in den großen Wohnund Essbereich mit offener Küche freigibt. Die von einer geschlossenen Brüstung angenehm gefasste Treppe führt von hier aus ins Obergeschoss auf eine Galerie, die die Schlafzimmer und Bäder im Obergeschoss erschließt. 12/1-2019

bauen. 75


T E C H N I K • REPORTAG E • Ei n br u c h sc h u t z

Der Blick von der Diele in den großen Ess- und Wohnbereich, der durch die unterschiedlichen Raumhöhen eine angenehme Zonierung erfährt.

Von der bis unter den First offenen Dachschräge hängen die Leuchten bis hinab über den Esstisch und betonen so die Höhe, des über zwei Geschosse zum Garten hin verglasten Essbereiches. Ähnlich wie die Küche erhält der Wohnbreich durch seine „geringere“ Deckenhöhe eine intimere Ausstrahlung. Neben dem modernen Grundriss und dem bis ins Detail sehr sorgfältigen Innenausbau ist aber auch das neue „MultiTec“-Wand- und Fassadensystem bemerkenswert, das die Grundlage für den sehr niedrigen Energiebedarf des Hauses bildet. Die Haushülle erreicht nahezu Passivhaus-Niveau wobei besonders auf die Verwendung von ökologisch hochwertigen Bau- und Dämmstoffen geachtet wurde. Zusammen mit Passivhaus-Fenstern, einer serienmäßig installierten Photovoltaik-Anlage, der Lithium-IonenHausbatterie und dem intelligenten EnergieEin Teil der Küche ist zum Wohnraum geöffnet, der Arbeitsbereich verschwindet hinter einer Wandscheibe, die Speisekammer schließt direkt an.

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Sicherheit

3

1 2

3

Wenn Einbrecher ohne Chance und Wachhunde ohne Arbeit sind: Dann ist es Raumkomfort. Wo SIEGENIA zu Hause ist, bleiben Einbrecher draußen. Denn unsere Mehrfachverriegelungen verschließen Türen kompromisslos und bereits beim Zuziehen. Aufhebeln nahezu ausgeschlossen! Mit SIEGENIA Komfortpilzbolzen gilt das auch für Ihre Fenster, die sich durch unsere VdS-geprüften Magnetschalter auch in Ihr Alarmsystem einbinden. So braucht es keinen Wachhund, um selbst leiseste Einbruchsversuche zu erkennen. www.siegenia.com

➊ Automatisch mehrfach gesicherte Türen

➋ Überwachung für Fenster und Schiebetüren

➌ Wirksamer Schutz gegen das Aufhebeln der Fenster

SIEGENIA Fenstersysteme · Türsysteme · Komfortsysteme


T E C H N I K • REPORTAG E • Ei n br u c h sc h u t z

Fotos: Kampa GmbH, naypong, adobestock.com

Der Master-Bedroom erhält seine besondere Atmosphäre durch die große, übereck geführte Verglasung. Über die benachbarte Ankleide erreicht man direkt das Elternbad.

Anschriften Seite 83

blind ruhiges Arbeitszimmer haben sich die Bauherren im „Penthouse“ eingerichtet. Die Dachterrasse ist von Pflanzkübeln eingerahmt, die Sicht- und Windschutz bieten.

Auf der Galerie oberhalb des Essplatzes wurden zwei Arbeitsplätze mit großzügiger Aussicht nach draußen eingerichtet.

78  bauen. 12/1-2019


DATEN

& FAKTEN

Lanos - Musterhaus Bad Vilbel

• WOHNFLÄCHEN:

• BAUKOSTEN:

EG 133,5 m2, OG 87 m2

management erreicht das Haus den höchsten förderfähigen Effizienzhaus-40-Plus-Standard. Damit sich Bewohner rundum geborgen fühlen, bietet „Lanos“ aber auch einen hohen Sicherheitsstandard. Das beginnt bei der mechanischen Grundsicherung gegen ungebetene Gäste: Alle Fenster sowie die Hauseingangs- und Nebentüren entsprechen der von der Kriminalpolizei empfohlenen Schutzklasse RC2 bzw. RC2N. Elektrisch betriebene Rollläden sind mit einem Aufschiebeschutz versehen und die Tür-Sprechanlage ist ebenfalls im Standard enthalten. Das Musterhaus ist zudem mit der smarten Haussteuerung „By-Me“ von Vimar ausgestattet: Sie ermöglicht nicht nur die Steuerung aller angeschlossenen Funktionen per Sprachbefehl, sondern ergänzt den mechanischen Einbruchschutz durch weitere smarte Komponenten, wie die automatische Rollladen- und Lichtsteuerung. Aber auch eine Alarmfunktion kann einfach in das Smarthomesystem integriert werden. So bietet „Lanos“ einen mustergültigen Rundumschutz. ab •

Auf Anfrage beim Hersteller

• BAUWEISE:

Holzverbundkonstruktion „MultiTec“ mit Putz- und Schiefer-Fassade, UWert Außenwand 0,09 W/m²K; zwei Vollgeschosse; Satteldach 22 Grad geneigt; Passivhaus-Fenster mit DreifachVerglasung, Ug-Wert 0,5 W/m2K

• MUSTERHAUS:

• TECHNIK:

• UNTERNEHMEN & PORTFOLIO:

Luft-Wasser-Wärmepumpe, kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Kühlfunktion, Photovoltaik-Anlage, Lithium-IonenEnergiespeicher, Hausautomationssystem, elektrisch betriebene Rollläden, Alarmanlage

• ENERGIEBEDARF:

Primärenergiebedarf: 11,6 kWh/m2a, Heizwärmebedarf: 30,00 kWh/m2a Endenergiebedarf: 6,5 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 40 Plus

• HERSTELLER:

Kampa GmbH Kampa Platz 1, 73432 Aalen Tel. 07367/92092-0, info@kampa.de

„Lanos“ ist mittwochs bis sonntags von 11- 18 Uhr in der Ausstellung Eigenheim und Garten Bad Vilbel, LudwigErhard-Straße 70 zu besichtigen. Mehr unter www.musterhaus-online.de Kampa ist eine bekannte Marke für Premium Einfamilienhäuser in nachhaltiger und energieeffizienter Holz-Fertigbauweise. Jedes Kampa Haus wird als Plusenergie-Gebäude ausgelegt, verbraucht also weniger Energie als es auch selbst erzeugt. Firmenzentrale in Aalen/Waldhausen, Produktionsstätten in Bad Saulgau und Freiwalde, über 430 Mitarbeiter in der Gruppe.

• LIEFERRADIUS:

Deutschland, Italien, Benelux, Österreich, Ungarn Ein ausführliches Firmenporträt sowie weitere ausgewählte Entwürfe von Kampa finden Sie unter www.bautipps.de/kampa

ERDGESCHOSS 8,61 m

OBERGESCHOSS TECHNIK 11,5

14,10 m

SPEIS 5

KOCHEN 11,5

WOHNEN/ ESSEN 40

HWR 5,5

BAD 5,5 DIELE 8,5

WINDFANG/ GARD 12

ANKLEIDE 9,5 ARBEITEN 21,5

GAST 12,5

SCHLAFEN 17

BAD 8,5

BAD 3,5 KIND 1 14

GALERIE 19 KIND 2 15,5 LUFTRAUM

ARCHITEKTUR FÜR DIE SINNE

®

T +49 2747 8009-0 hallo@davinci-haus.de

www.davinci-haus.de

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bauen. 79


T ECH N I K • W I SSEN • Ei n br u c h s c h u t z

Zu Hause Auch wenn die Einbruchszahlen in Deutschland rückläufig sind: Ihr neues Heim sollten Sie wirksam gegen Einbrecher schützen. Das ist weder besonders teuer noch kompliziert oder aufwendig – bringt aber viel Sicherheit!

80  bauen. 12/1-2019

geborgen J

edes Jahr Ende Mai veröf­ fentlich das Bundeskriminal­ amt die Polizei­liche Kriminal­ statistik (PKS) für das jeweilige Vorjahr. Vor allem in Bezug auf Woh­ nungseinbrüche fiel die, auf den von den 16 Landeskriminalämtern gelieferten Landesdaten basieren­ de Auswertung positiv aus: 2017 wurde 23 Prozent – oder in konkre­ ten Zahlen 34 725 mal – weniger oft in Wohnungen und Einfamilienhäu­ ser eingebrochen als 2016. Ein Trend, der sich hoffentlich fort­ setzt – einen aber nicht in trügeri­ sche Sicherheit wiegen sollte. Denn immer noch wurden 2017 sage und schreibe 116  540 Einbruchsdelikte

von der Polizei erfasst – von denen leider nur 17,8 Prozent aufgeklärt werden konnten.

Leicht vermeidbar Als schlimmste Folge von Woh­ nungseinbrüchen beschreiben viele Opfer übrigens nicht den Ver­ lust von Wertgegenständen und den Vandalismus der Täter. Am schwersten wiegt für viele der Ver­ lust des Sicherheitsgefühls in den eigenen vier Wänden infolge eines Einbruchs. Die gute Nachricht ist: Man kann sich relativ einfach und gut gegen Einbrecher schützen. Vor allem beim Neubau eines Hauses ist ein


Vor allem wenn Garagen einen direkten Zugang zum Wohnraum bieten, sollten sie über einen erhöhten Einbruchschutz verfügen. Dieses Tor bietet TÜVgeprüft Sicherheit dank hoher Materialstärke, Biegefestigkeit und stabilen Führungsschienen. > www.heroal.de

guter, den Empfehlungen der Kri­ minalpolizei entsprechender Ein­ bruchschutz weder besonders kompliziert noch sonderlich teuer.

Gelegenheit macht Diebe Die meisten Einbruchsdelikte sind sogenannte Gelegenheitstaten: Das heißt, die Gangster sind nicht gezielt auf der Suche nach sehr wertvollen Gegenständen. Sie bre­ chen vorzugsweise dort ein, wo es einfach ist und nehmen alles mit, was irgendwie zu Geld zu machen ist. Interessant für Täter sind alle Immobilien, bei denen Sie sich ver­ sprechen einfach, schnell und un­ gestört Beute machen zu können. Wer sich schützen will, muss es „Ede“ also einfach schwerer ma­ chen, an sein Ziel zu kommen! Da Einbrecher vorzugsweise über Fenster und Türen eindringen, ste­ hen sie beim Einbruchschutz ganz

1

Aktuelle Zahlen und Fakten Währen die Wohnungseinbruchszahlen über viele Jahre stetig anstiegen, sind sie 2017 erstmals deutlich gefallen.

oben auf der To-Do-Liste. Die Kri­ minalpolizei empfiehlt, alle leicht erreichbaren Türen und Fenster – das schließt Kellerfenster sowie Fenster und Fenstertüren an er­ reichbaren Balkonen oder über Ga­ ragen ein – mit nach DIN EN 1627 geprüften, einbruchhemmenden Gesamtkonstruktionen (Rahmen, Beschlag, Verglasung bzw. Tür­ blatt, Zarge, Schloss und Beschlag) auszustatten. Dabei ist mindestens die Widerstandsklasse RC 2 an­ zustreben (siehe S. 82). Diese hält zwar keinem schweren Einbruch­ werkzeug stand, leistet aber ausrei­ chend Widerstand, um den durch­ schnittlichen Gelegenheitsdieb von seinem Vorhaben abzubringen. Zusätzlich wirkt alles abschre­ ckend, was zu einer Entdeckung der Straftat führen könnte. Hier kann mithilfe smarter Technik einiges be­ wirkt werden. Bewegungsmelder,

Laut PKS 2017 stieg die Zahl der Einbruchsversuche hingegen von 38,2 auf 45 Prozent an.

1 Fenster werden oft zum Lüften in Kippstellung gelassen. Eine Einladung für Einbrecher! Eine Lüftungsanlage vermeidet dieses Risiko: Sie sorgt bei geschlossenen Fenstern für frische Luft. > www.siegenia.com 2 Das neue „activPilot Kippspatelschließblech“ mit Eckumlenkung bietet einen verbesserten von außen unsichtbaren Aushebelschutz von Fenstern. > www.winkhaus.com

2

41 Prozent der Einbrüche wurden bei Tag begangen. Umfangreiche Informationen rund um den Schutz Ihrer Immolbilie vor Einbruch sowie die Adressen ihrer nächstgelegenen Beratungsstelle der Kriminalpolizei, finden Sie im Internet unter > www.k-einbruch.de

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bauen. 81


T ECH N I K • W I SSEN • Ei n br u c h s c h u t z

Resistance Class Die Widerstandsklassen werden nach der Einführung der europäisch geltenden Normen im Jahr 2011 mit dem englischen Begriff „Resistance Class“, kurz: RC, gekennzeichnet. Es wird zwischen den Klassen RC 1N bis RC 6 unterschieden. Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen nur einen geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf. Deswegen empfiehlt die Kriminalpolizei mindestens Widerstandsklasse RC 2 N/RC 2.

Diese neue Full-HD-Außenkamera schickt nicht nur Bilder aufs Handy, sondern verfügt über eine 110-Dezibel laute Sirene die Einbrecher das Fürchten lehrt. > www.somfy.de

die z.B. auch vor schlecht einsehba­ ren Keller- oder Terrassentüren bei jeder registrierten Bewegung Licht einschalten. Auch lässt sich schon mit einfa­ chen Mitteln die Anwesenheit von Bewohnern simulieren – selbst wenn gar niemand zu Hause ist. Zum Bei­ spiel, indem die Rollläden nach Son­ nenuntergang automatisch runterfahren oder das Licht in unterschied­ lichen Zimmern nach programmier­ ten Szenen ein- bzw. ausgeschal­ tet wird. Beides ist bereits mit einer einfachen Smarthome-Installation problemlos machbar. Auch Fens­

ter- und Türkontakte, die während Abwesenheit der Bewohner un­ befugte Öffnungen regis-trieren und daraufhin z.B. eine SMS an den Hausbesitzer schicken oder einen akustischen Alarm auslösen um Ein­ brecher zu verschrecken, können in ein Smarthome-System integriert werden. Die Kriminalpolizei weist aber darauf hin, dass SmarthomeLösungen allein kein durchgängiges und damit zuverlässiges Einbruch­ meldesystem darstellen. Diese müs­ sen der DIN VDE 0833 entsprechen und von einem Fachmann installiert werden. ab •

Produkte mit der Widerstandsklasse RC 3 müssen mindestens fünf Minuten standhalten, wenn der Täter versucht, zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß das Bauteil aufzubrechen. Sichere Türen und Tore sowie weitere Tipps finden Sie unter > www.hoermann.de

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Das „Smart Guard“-Modul wird im Blendrahmen von Fenstern oder Terrassentüren verbaut. Ein Bewegungsmelder registriert Bewegungen nahe vor dem Fenster. Ein akustisches Signal schreckt den Einbrecher ab und die integrierte LED signalisiert ihm, dass er entdeckt wurde. > www.rehau.com

Anschriften Seite 83

Fotos: Hörmann

Ein Bauteil dieser Resístance Class muss mindestens 3 Minuten einem Gelegenheitstäter standhalten, der versucht, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das Bauteil aufzubrechen.


ADRESSEN•

A B

Arge Baurecht Deutscher Anwalt Verein Littenstr. 11, 10179 Berlin Tel. 030/726152-0 www.arge-baurecht.com Paul Bauder GmbH & Co. KG Korntaler Landstr. 63 70499 Stuttgart Tel. 0711/8807-0 www.bauder.de BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Frankfurter Str. 29-35 65760 Eschborn Tel. 06196/908-0 www.bafa.de Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896 Alpenweg 25 87746 Erkheim Tel. 08336/900-0 www.baufritz-bau.de BDF Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. Flutgraben 2 53604 Bad Honnef Tel. 02224/9377-0 www.fertigbau.de Bosch Thermotechnik GmbH Buderus Deutschland Sophienstr. 30-32 35576 Wetzlar Tel. 06441/418-0 www.buderus.d Bosch Thermotechnik GmbH Junkers Deutschland Sophienstraße 30–32 35576 Wetzlar Tel. 06441/4180 www.junkers.com Braas GmbH Frankfurter Landstr. 2–4 61440 Oberursel Tel. 06171/61-014 www.braas.de August Brötje GmbH Werke für Heizungstechnik August-Brötje-Str. 17 26180 Rastede Tel. 04402/80-0 www.broetje.de BWP Bundesverband Wärmepumpe e.V. Hauptstraße 3 10827 Berlin Tel. 030/208799711 www.waermepumpe.de

C

Camina & Schmid Feuerdesign und Technik GmbH & Co.KG Gewerbepark 18 49143 Bissendorf Tel. 05402/7010-10 www.camina-schmid.de

D

Davinci Haus GmbH & Co. KG Talstr. 1 57580 Elben Tel. 02747/8009-0 www.davinci-haus.de Dimplex – Glen Dimplex Deutschland GmbH Am Goldenen Feld 18 95326 Kulmbach Tel. 09221/709-201 www.gdts.one

Hörmann KG Upheider Weg 94–98 33803 Steinhagen Tel. 05204/915-0 www.hoermann.de

Drooff Kaminöfen GmbH & Co. KG Keffelker Str. 40 59929 Brilon Tel. 01805/827373 www.drooff-kaminofen.de

E

Engelshove Bau GmbH Ing.-Büro Architektur Bauunternehmen Dieselstr. 3 48485 Neuenkirchen Tel. 05973/90923-0 www.engelshove.de Ennogie ApS - Vertrieb Deutschland Drosselsteig 17 39110 Magedburg Tel. 0391/24309916 www.ennogie.com

F

FingerHaus GmbH Auestr. 45 35066 Frankenberg/Eder Tel. 06451/504-0 www.fingerhaus.de

I

Huf Haus GmbH & Co. KG Franz-Huf-Straße 56244 Hartenfels Tel. 02626/761-0 www.huf-haus.de www.huf-haus.com Industrieverband Haus-,Heizund Küchentechnik e.V.(HKI) Lyoner Straße 9 60528 Frankfurt/M. Tel. 069/256268-0 www.hki-online.de www.ratgeber-ofen.de

K

KAMPA GmbH KAMPA Platz 1 73432 Aalen/Waldhausen Tel. 07367/92092-0 www.kampa.de

Fingerhut Haus GmbH & Co. KG Hauptstr. 46 57520 Neunkhausen Tel. 02661/9564-0 www.fingerhuthaus.de

Kaufmann Keramik GmbH Otto-Hahn-Str. 1 95111 Rehau Tel. 09283/89806-0 www.kaufmann-keramik.de www.kaufmann-green.de

Gira Giersiepen GmbH & Co. KG Dahlienstr. 12 42477 Radevormwald Tel. 02195/602-0 www.gira.de

Keitel Haus GmbH Reubacher Str. 23 74585 Rot am See-Brettheim Tel. 07958/9805-0 www.fertighaus-keitel.de

G

Glatthaar-Fertigkeller GmbH & Co. KG Joachim-Glatthaar-Platz 1 78713 SchrambergWaldmössingen Tel. 07402/9294-0 www.glatthaar.com Gussek Haus Franz Gussek GmbH & Co. KG Euregiostr. 7 48527 Nordhorn Tel. 05921/174-0 www.gussek-haus.de

H

Hamacher GmbH Diepenbroich 11 51491 Overath Tel. 02206/3007 www.hamacher-holzbau.de Hanwha Q-Cells GmbH OT Thalheim Sonnenallee 17 - 21 06766 Bitterfeld-Wolfen Tel. 03494/6699-0 www.q-cells.de Harder Groh Architekten PartG mbH Steinstraße 27 81667 München Tel. 089/20070785 www.hardergroh.de Heinz von Heiden GmbH Chromstr. 12 30916 Isernhagen Tel. 0511/7284-0 www.heinzvonheiden.de heroal - Johann Henkenjohann GmbH & Co.KG Österwieher Str. 80 33415 Verl Tel. 05246/507-0 www.heroal.de/bauen

KfW Bankengruppe KOMP Kommunikation Palmengartenstr. 5–9 60325 Frankfurt Tel. 0800/5399002 www.kfw.de Kitzlinger Haus GmbH & Co. KG Meboldstr. 7 72172 Sulz am Neckar Tel. 07454/9610-0 www.kitzlinger.de

L M

Leda Werk GmbH & Co. KG Groninger Str. 10 26789 Leer Tel. 0491/6099-0 www.leda.de Meisterstück-Haus – Otto Baukmeier Holzbau – Fertigbau GmbH & Co. KG Otto-Körting-Str. 3 31789 Hameln Tel. 05151/9538-0 www.meisterstueck.de Mitsubishi Electric Europe B.V. Niederlassung Deutschland Mitsubishi-Electric-Platz 1 40880 Ratingen Tel. 02102/486-0 www.mitsubishielectric.de www.ecodan.de

O

Objectflor Art und Design Belags GmbH Wankelstraße 50 50996 Köln Tel. 02236/96633-0 www.objectflor.de

R

RAL Deutsches Institut für Gütesicherung u. Kennzeichnung e.V. Fränkische Str. 7 53229 Bonn Tel. 0228/688950 www.ral.de, www.ral-farben.de

Rathscheck Schiefer und Dachsysteme KG St.-Barbara-Str. 3 56727 Mayen-Katzenberg Tel. 02651/955-0 www.rathscheck.de Regnauer Hausbau GmbH & Co. KG Pullacher Str. 11 83358 Seebruck/Chiemsee Tel. 08667/72-222 www.regnauer.de Rehau AG + Co. Rheniumhaus Otto-Hahn-Str.2 95111 Rehau Tel. 09283/77-0 www.rehau.com, www.rehau.de Rensch-Haus GmbH Mottener Str. 13 36148 Kalbach/Rhön Tel. 09742/91-0 www.rensch-haus.com Rubner Haus AG Bauzentrum Poing Senator-Gerauer-Str. 25 85586 Poing/Grub Tel. 089/94384250 www.haus.rubner.com

S

Schiedel GmbH & Co. Lerchenstr. 9 80995 München Tel. 089/35409-0 www.schiedel.de SchwörerHaus KG Hans-Schwörer-Str. 8 72531 Hohenstein-Oberstetten Tel. 07387/16-0 www.schwoererhaus.de Seyffarth Keramik GmbH Marktplatz 11–17 95473 Creußen Tel. 09270/206 www.seyffarth-keramik.de

Siegenia-Aubi KG Industriestr. 1–3 57234 Wilnsdorf Tel. 0271/3931-0 www.siegenia.com Somfy GmbH Felix-Wankel-Str. 50 72108 Rottenburg Tel. 07472/930-0 www.somfy.de www.somfy-smarthome.de Spartherm Feuerungstechnik GmbH Maschweg 38 49324 Melle Tel. 05422/9441-0 www.spartherm.com www.ebios-fire.com Stiebel Eltron GmbH & Co. KG Dr.-Stiebel-Str. 33 37603 Holzminden Tel. 05531/702 702 oder 01803/702015 www.stiebel-eltron.de Stommel Haus GmbH Sternstr. 28 53819 Neunkirchen-Seelscheid Tel. 02247/91723-0 www.stommel-haus.de

T

V

Vaillant GmbH Berghauser Str. 40 42859 Remscheid Tel. 02191/18-0 www.vaillant.de VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. Robert-Koch-Platz 4 10115 Berlin Tel. 030/278744080 www.vdzev.de www.intelligent-heizen.info Velux Deutschland GmbH Gazellenkamp 168 22527 Hamburg Tel. 040/54707-0 www.velux.de Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) Chausseestr. 8 10115 Berlin Tel. 030/278901-0 www.vpb.de Viebrockhaus AG Grashofweg 11 b 21698 Harsefeld Tel. 04164/8991-0 oder 0800/8991000 www.viebrockhaus.de Viessmann Werke GmbH & Co. Viessmannstr. 1 35108 Allendorf/Eder Tel. 06452/70-0 www.viessmann.de

W

Warema Renkhoff SE Hans-Wilhelm-Renkhoff-Str. 2 97828 Marktheidenfeld Tel. 09391/20-0 www.warema.de Weberhaus GmbH & Co. KG Am Erlenpark 1 77866 Rheinau-Linx Tel. 07853/83-0 www.weberhaus.de Weru GmbH Zumhofer Str. 25 73635 Rudersberg Tel. 07183/303-0 www.weru.de Aug. Winkhaus GmbH & Co.KG August-Winkhaus-Str. 31 48291 Telgte Tel. 02504/921-0 www.winkhaus.com Wolf-Haus GmbH Koppenmühle 97705 Burkardroth-Gefäll Tel. 09701/9111-0 oder 0800/1172081 www.wolf-haus.de

Z

ZimmerMeisterHaus Vereinigung ZMH Stauffenbergstr. 20 74523 Schwäbisch Hall Tel. 0791/949474-0 oder 0800/9640266 www.zmh.com

Tecalor GmbH Fürstenbergerstr. 77 37603 Holzminden Tel. 05531/99068-95082 www.tecalor.de

12/1-2019

bauen. 83


IHRE REGiONALEN ❤

Die besten Adressen von der Waterkant bis zum Alpenland

Auf den folgenden Seiten finden Sie Partner für den Hausbau – auch in Ihrer Nachbarschaft. In jeder Ausgabe stellt die Redaktion außerdem eine andere Region detailliert vor, informiert über Besonderheiten, Fördermöglichkeiten und Termine.

Tach in NRW TERMINE IN NRW

Stadtansicht von Warburg in Westfalen

Haus Garten Touristik Hochzeit: 11.–13.01.19 Messezentrum Bad Salzuflen Ostwestfalens größte Ausstellung über die Bereiche Bauen, Renovieren, Heizung, Sanitär, Klima, Ideen für Balkon, Terasse und Garten. www.messen.de 50-Plus – Freude am Leben Ratingen: 13.–14.01.19 Stadthalle Ratingen Mehr als 70 Aussteller präsentieren Produkte, Dienstleistungen und Informationen rund um die Themenbereiche Gesundheit, Freizeit, Fitness, Wohnen und mehr. www messen.de Baumesse Rheinberg: 25.–27.01.19 Messe Niederrhein Rund 300 Aussteller präsentieren die neusten Trends und Themen rund ums Haus, Bauen, Wohnen, Renovieren und Energie sparen. www baumesse.com Bau- und Immobilienmesse Gummersbach: 26.–27.01.19 Halle 32, Steinmüllerallee 10 Messe für Kaufen, Bauen und Sanieren. Zahlreiche Aussteller präsentieren Produkte und Dienstleistungen rund um die Themenbereiche Neubau und Immobilien, Energie, Heiz- und Haustechnik.  www.bau-immobilien- gummersbach.messe.ag

M

it fast 18 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland. Das Gebiet ist bekannt für die zahlreichen Bergwerke und das Ballungszentrum Ruhrgebiet. Das Bundesland mit einem der größten Ballungsräume Deutschlands bietet viele Arbeitsplätze, abwechslungsreiche Topografie, diverse Städte und Kleinstädte und natürlich eine ganz eigene Lebenskultur. Zu den größten Arbeitgebern des Bundeslandes zählen die Energiekonzerne E.ON und RWE, die Handelsunternehmen Metro, Aldi und REWE sowie die Deutsche Telekom und die Deutsche Post. Weitere große Traditionsunternehmen mit Firmensitz in Nordrhein-Westfalen sind Thyssenkrupp, Bayer und Henkel.

So vielfältig wie das Land sind auch seine Architektur und Baustile. Von Herrenhäusern im Villenstil an der Peripherie der Großstädte über ländliche Fachwerkhäuser mit Schieferfassade im Bergischen Land bis zu traditionellen Reihenhaussiedlungen im „Backsteinexpressionismus“ – in den rheinisch-westfälischen Industriegebieten verfügt NRW über eine vielseitige Immobilienlandschaft. Trotz der dichten Besiedlung ist der Weg ins Grüne nirgendwo richtig weit. Wer also


BAUPARTNER bauen.

EffizienzHäuser

Hausbau

FÖRDERUNG

Baulandpreise im Westen Düsseldorf am Rhein

Ausgewählte Städte in NordrheinWestfalen

von

bis

häufigster Wert

Aachen

300

600

400

Bielefeld

190

420

250

Bottrop

150

400

295

Castrop-Rauxel

185

275

230

Dortmund

160

550

300

Düsseldorf

275

1 550

600

Essen

120

750

360

Gelsenkirchen

150

350

200

Hagen

170

260

220

Iserlohn

160

250

210

Köln

420

1 200

560

80

200

160

300

1 300

600

Paderborn

210

480

280

Siegen

160

220

180

40

185

75

260

450

330

Lüdenscheid Münster

Warstein Wuppertal dort ein Haus bauen möchte, kann sich glücklich schätzen, denn hier kann man die zahlreichen Angebote der Metropolen nutzen und gleichzeitig mitten in der Natur sein Zuhause finden. Darüber hinaus gibt es in NRW ländliche Regionen wie die Eifel, das Bergische Land, den Teutoburger Wald oder das Münsterland, wo ein Haus fernab der Großstadthektik aber dennoch in unmittelbarer Stadtnähe mit dem entsprechenden Freizeit- und Arbeitsplatzangebot für Landfreunde seinen geeigneten Platz findet. Wie unsere Grafik zeigt, sind die Grundstückspreise auch hier standort- und lageabhängig – mit teilweise gravierenden Unterschieden – selbst innerhalb einer Stadt.

Nachfolgend die wesentlichen Rahmendaten für die Eigenheimförderung für Neubauten in Nordrhein-Westfalen:

Baugrundstücke €/m2

Gefördert werden nur noch Immobilien in Gemeinden mit “hohem bzw. überdurchschnittlichem Bedarfsniveau”. 1. Was wird gefördert? - der Neubau von selbstgenutzten Eigenheimen oder Eigentumswohnungen - der Ersterwerb schlüsselfertiger selbstgenutzter Eigenheime oder Eigentumswohnungen vom Bauträger 2. Wer wird gefördert? Alle Haushalte (auch Lebensgemeinschaften), die bestimmte Einkommensgrenzen einhalten und - mindestens ein Kind haben oder - zu denen ein schwerbehinderter Angehöriger (Grad der Behinderung mindestens 50) gehört. Hierbei kann es sich auch um einen Einpersonenhaushalt handeln 3. Wie wird gefördert? - durch zinsgünstige Darlehen - Zinsen: 0,5 % p.a. fest für 10 Jahre, danach einkommensabhängig - laufender Verwaltungskostenbeitrag 0,5 % p.a. - Tilgung 1 % p.a. zzgl. ersparter Zinsen - Tilgung Starterdarlehen: 5 % p.a - Auszahlung: 99,6 % 4. Wie hoch wird gefördert? - je nach Lage der Immobilie kann die Förderung für beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern bis zu 123 000 Euro betragen (hängt von der genauen Lage der Immobilie ab)

Blick auf Baldeneysee in Essen im Frühling

5. Was ist besonders zu beachten? - Anträge müssen vor Kauf oder Baubeginn gestellt werden - die Fördermittel müssen unter Umständen im Rahmen der Gesamtfinanzierung zwischenfinanziert werden Ansprechpartner: Stadt- oder Kreisverwaltung; NRW-Bank (www.nrwbank.de)

Monschau im Sonnenuntergang

Siedlung Margarethenhöhe in Essen

Fotos: jktu_21, mojolo, jotily, dietwalther, Simon, sehbaer_nrw; adobestock.com

präsentiert von

Quelle: LBS


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Häuser, für das Leben gemacht! Dieser Leitsatz bringt den Anspruch der Büdenbender Hausbau auf den Punkt. Das Familienunternehmen baut seit über 70 Jahren und inzwischen in 4. Generation qualitativ hochwertige Häuser, die exakt den Wünschen und Bedürfnissen der Bauherren entsprechen. Das Büdenbender-Herz schlägt im südwestfälischen Siegerland. Dort, in einer der waldreichsten Regionen Europas, ist man der Natur ganz nah. Aus dieser Verwurzelung entstand auch die Liebe zum Rohstoff Holz, welcher die Basis jedes BüdenbenderHauses und dessen Wohlfühlatmosphäre ist. Liefergebiet:xxxxxx Liefergebiet: Deutschland, Luxemburg

Büdenbender Hausbau GmbH Firma GmbH & Co. KG Vorm Eichhölzchen Musterstraße 12 8-10 57250 12345 Netphen Musterstadt Tel. Tel. 02737/98540 (01234) 5678-0 info@buedenbenderwww.firma.com hausbau.de. www.buedenbenderhausbau.de.de

Weitere Infos zu Büdenbender Hausbau finden Sie auf www.bautipps.de/buedenbender

I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N B E R L I N In den Havelauen Werder folgen zehn namhafte Unternehmen dem Gedanken der Nachhaltigkeit und haben die verschiedensten Häuser in der grünen Musterhausausstellung Unger-Park einladend gruppiert. Die Hausbaufirmen bieten Einblicke in eine breite Facette an modernster, vielfältiger Architektur und legen dabei viel Wert auf bewussten Umgang mit Energie und Ökologie. Die Ausstellung ist weder an das Fernwärme- noch Gasnetz angeschlossen, große Teile ihres Energiebedarfs decken die Musterhäuser selbst und produzieren teilweise mehr Energie als sie selbst verbrauchen. Ein Besuch lohnt sich. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Eintritt frei

UNGER-Park Berlin/ Werder In den Havelauen Werder An den Hainbuchen Ecke Mielestraße 14542 Werder (Havel) info@unger-park.de www.unger-park.de

I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N Ö S T E R R E I C H Blaue Lagune präsentiert Werner Sobeks Aktivhaus Das innovative Modulbaukonzept, das Architekt Werner Sobek mit Unternehmer Klaus Fischer entwickelte, ist jetzt in der Blauen Lagune zu besichtigen. Die Rolle der Blauen Lagune als Europas führendes Ausstellungszentrum und internationaler Trendsetter rund um Bauen, Architektur und Innovation wird somit ausgebaut. Lagune-Eigentümer Erich Benischek trug als Berater der AH Aktiv-Haus GmbH wesentlich dazu bei, das Konzept für die Serienreife weiterzuentwickeln und einen Produzenten zu finden. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag geschlossen, Eintritt frei

Ausstellungszentrum Blaue Lagune 2351 Wiener Neudorf/ Österreich A2 Südautobahn, Abfahrt Mödling/SCS Tel. 0043/(0)1 526 11 03 www.blauelagune.at office@blauelagune.at


I H R E R EG I O N A L E N BAU PA R T N E R I N BA D E N -W Ü R T T E M B E R G

Bittermann & Weiss Holzhaus GmbH BEWUSST LEBEN – BEWUSST BAUEN Holzbautradition seit 1861: Bittermann & Weiss aus Gerchsheim baut Ein- und Zweifamilienhäuser in diffusionsoffener Holzverbundbauweise. Jedes Haus wird mit den Bauherren individuell geplant und mit größter Sorgfalt kostengünstig gebaut. B&W-Häuser zeichnen sich durch beste Wärmedämmung und ein gesundes Wohnklima aus. Als regionaler Baupartner realisieren wir mit Ihnen partnerschaftliches „Miteinanderbauen“. Besuchen Sie unsere Musterhäuser in Mannheim, Fellbach und Gerchsheim/Firmensitz.

Bittermann & Weiss Holzhaus GmbH Am Geißgraben 6 97950 Gerchsheim Tel. 09344/9209-0 info@bw-holzhaus.de www.bw-holzhaus.de

Weitere Infos zu Bittermann & Weiss Sie auf www.bautipps.de/bittermannweiss

Ins Grüne ziehen Was ist Ihr Traum? In was für einem Zuhause möchten Sie leben? Wir spüren: Die alte Sehnsucht, ins Grüne zu ziehen, ist heute relevant wie nie. Weil es um viel mehr geht, als nur ein bisschen Garten ums Haus herum zu haben. „Ins Grüne“ steht sinnbildlich für Werte, die unsere Zukunft lebenswert gestalten: Ökologie, Nachhaltigkeit, Natur, Gesundheit und Vertrauen. Als Familienunternehmen in der vierten Generation bauen wir individuelle Häuser aus Holz, die genau diesen Werten verpflichtet sind. Ziehen Sie mit uns in Grüne? www.kitzlinger.de Liefergebiet: Baden-Württemberg und angr. Länder

Weitere Infos zu KitzlingerHaus finden Sie auf www.bautipps.de/kitzlinger

Hauser kombiniert die Schnelligkeit und Trockenheit des Fertigbaus mit der Lebensdauer sowie den Dämm- und Schallschutzwerten des Massivbaus. Profitieren auch Sie von den 38 Jahren Erfahrung des Familienunternehmens ohne Rechtsstreit und der massiven trockenen Fertigteilbauweise, d.h. Rohbauerstellung innerhalb einer Woche mit getrockneten Liapor-Fertigteilelementen in KfW-55-Bauweise inkl. Weißer Wanne. Besuchen Sie unser Musterhauszentrum, wir freuen uns jeden Sonntag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr auf Ihr Kommen. Liefergebiet: Baden-Württemberg

Hauser Massivbau GmbH Robert-Bosch-Str. 18 72189 Vöhringen Tel. 07454/9594-0 Fax 07454/9594-30 www.hausermassivbau.de

Weitere Infos zu Hauser Massivbau finden Sie auf www.bautipps.de/hausermassivbau

Moderne Architektur mit Pultdach – außen und im Inneren ein großer Raum als Lebensmittelpunkt für die ganze Familie: Diese Vorstellungen verwirklicht das Unikat 112 von Talbau-Haus. Im Erdgeschoss bietet der geräumige Windfang nicht nur Platz für eine Garderobe. Von hier aus öffnet sich der Eingangsbereich zum Herzstück des Hauses. Auf über 53 m2 bilden Küche, Ess- und Wohnbereich eine Einheit, die sich in L-Form über eine Quer- und Längsseite des Hauses erstreckt. Oben kommen die Vorteile des Pultdaches zum Vorschein: Platz bis unters Dach, mit hohen Stellflächen und großzügiger Atmosphäre. Liefergebiet: Baden-Württemberg, Bayern

KitzlingerHaus GmbH & Co. KG Meboldstraße 7 72172 Sulz am Neckar Tel. 07454/9610-70 beratung@kitzlinger.de www.kitzlinger.de

TALBAU-Haus In der Zangershalde 6 71554 Weissach im Tal Tel. 07191/361-177 info@talbau.de www.talbau.haus

Weitere Infos zu Talbau-Haus finden Sie auf www.bautipps.de/talbau-haus


T E C H N I K • REPORTAG E • Wä r me pu mpe

Zum Garten hin öffnet sich das Holzhaus mit einer großen, zweigeschossigen Glasfassade. Die Terrasse am großen Teichbiotop erweitert den Essbereich bei schönem Wetter nach draußen.

happy end! 88  bauen. 12/1-2019


Neun Jahre dauerte es vom Grundstückskauf bis zum Einzug der Familie Rudolph in ihr persönliches Traumhaus. Ihre Beharrlichkeit hat sich gelohnt: Ihr neues Heim überzeugt heute durch hohe ökologische und gestalterische Wohnqualität.

12/1-2019

bauen. 89


T E C H N I K • REPORTAG E • Wä r me pu mpe

Z

wei Kuben, der eine flach, lang gestreckt und verputzt, der andere über zwei Geschosse hoch aufragend und mit einer feinen, waagerecht strukturierten Lärchenholzfassade versehen, bilden das heutige Wohnensemble von Mirjam und Dirk Rudolph. Bevor das Paar ins Grüne zog, lebte es in dem weiträumigen Ambiente eines Wohn- und ArbeitsLofts – diese Atmosphäre wünschten sich die Rudolphs auch in ihrem neuen Heim. Als sie das Grundstück erwarben, stand dort noch ein Bungalow, den die Rudolphs zunächst gemäß ihren Vorstellungen umbauen wollten. Ein Vorhaben, dass nach Aussage der Bauherren in einem „Desaster“ und schließlich mit dem Abbruch des Altbaus endete. Nachdem Mirjam und Dirk Rudolph drei Sommer in einem Bauwagen auf Ihrem Grundstück verbracht hatten, reifte der Entschluss, es mit einem Neubau noch einmal zu versuchen, heran. Zusammen mit dem Berliner Architekten Gerald Wehner entwickelten sie sorgfältig das Konzept für ihr neues Zuhause. Das Raumprogramm und der Grundriss orientieren sich dementsprechend genau an den

Glanzpunkt im großen Koch- und Essbereich ist der frei stehende „goldene“ Küchenblock. Seine schimmernde Oberfläche bildet einen spannenden Kontrast zur Holzdecke, der Sichtbetonwand, die die Geschosstreppe verbirgt sowie dem betongrau verspachtelten Fußboden.

90  bauen. 12/1-2019

Lebensgewohnheiten und Bedürfnissen des Zweipersonen-Haushalts. So kommt der Entwurf weitgehend ohne Türen aus, der private Rückzugsbereich im Obergeschoss wird durch eine gerade Treppe von der Küche aus erreicht. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Wohn- und Essbereich ein großer Hauswirtschaftsraum, ein Gästebad und das große Atelier des selbstständig und zu Hause arbeitenden Bauherren. In dem lediglich rund 34 Quadratmeter großen Obergeschoss befinden sich die privaten Räume der Rudolphs, das Schlafzimmer nebst Ankleide und Bad ergänzt durch eine lauschige Dachterrasse. Bemerkenswert ist der hohe Glasanteil. Zum Garten öffnet sich das Haus nahezu komplett, der Essbereich im Erdgeschoss ist sogar nach beiden Seiten vollverglast. „Wir leben hier zu jeder Tages- und Jahreszeit in enger Verbindung mit der Natur“, schwärmt Bauherr Dirk Rudolph. Die große Naturverbundenheit der Bauherren spiegelt sich auch in der Bauweise und der Wahl der Haustechnik wider. Die überwiegende Verwendung von Holz als konstruktives Ma-


Die Dachterrasse erweitert das Schlafzimmer der Bauherren im Obergeschoss um einen Lieblingsplatz nach draußen. Die umlaufende Pergola fasst den Freisitz und fasst ihn optisch ein.

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Gegenüber dem Essplatz mit Küche präsentiert sich der Wohnbereich als privater Rückzugsort. Der Blick vom Atelier zum Wohnraum zeigt eine der sorgfältig geplanten und umgesetzten Blickachsen durchs Haus.

Baden mit Aussicht können die Rudolphs in ihrer Wellnessoase im Obergeschoss, die direkt neben Schlafzimmer und Ankleide liegt.

Haus Rudolph

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Diffusionsoffene Holzverbundkonstruktion, 200 mm Zellulose und 60 mm Holzfaserdämmung, Holz- und Putzfassade, U-Wert 0,14 W/m2K; Holzfenster mit Dreifach-Verglasung, Ug-Wert 0,7 W/m2K; Flachdach im EG mit Dachbegrünung, U-Wert Dach EG 0,16 W/m2K, DG 0,17 W/m2K

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Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Thermosolaranlage für Heizungsunterstützung und Warmwasser

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Primärenergiebedarf: 50,23 kWh/m2a Heizwärmebedarf: 56,25 kWh/m2a Endenergiebedarf: 19,32 kWh/m2a KfW-Effizienzhaus 40

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Gründung 1987, Netzwerk aus bundesweit rund 100 Holzbau-Unternehmen, sogenannte Zimmermeisterhaus-Manufakturen, die regional, unter gemeinsamer Güte- und Qualitätssicherung, selbstständig sowie unabhängig arbeiten und individuelle Einund Zweifamilienhäuser in Holzbauweise, Aufstockungen, Anbauten, Sanierungen, Objektbauten anbieten. Die ZMH-Gruppe nutzt fachliche Weiterbildung und intensiven Erfahrungsaustausch zur steten Verbesserung ihrer Bau- uns Serviceleistungen

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& FAKTEN

Fotos: Guido Schäfer/Zimmermeisterhaus; Illu: adobestock.com, mochipet

DATEN

terial, aber auch in der Fassade und in Form von Zellulose sowie Holzfasern für die Dämmung zeugen davon. Die hoch gedämmte Bauweise sorgt für den niedrigen Heizwärmebedarf des Gebäudes. Ideale Voraussetzungen für die LuftWasser-Wärmepumpe, die die natürliche Wärmequelle – also die Umgebungsluft - optimal ausnutzen und per Fußbodenheizung an die Wohnräume abgeben kann. Unterstützt wird sie von einer thermischen Solaranlage. So präsentiert sich das Haus Rudolph gestalterisch sowie in puncto Konstruktion und Haustechnik rundum naturverbunden. ne/ab •


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Heizen mit Luft Wärmepumpen, welche die Außenluft als Wärmequelle nutzen, lassen sich bei Bedarf platzsparend im Freien aufstellen. > www.ecodan.de

Heizwärmepumpen, die die Außenluft als Wärmequelle nutzen, werden immer beliebter. Wir zeigen, worauf Baufamilien bei Planung, Technik, Produktwahl und Installation achten müssen, damit ein zuverlässiger und kostensparender Betrieb gelingt. 94  bauen. 12/1-2019

B

ei den 2017 genehmigten Wohngebäuden sind Wärmepumpen mit einem Anteil von 43 Prozent erstmals das beliebteste Heizungssystem. Sie liegen damit knapp vor den Gas-Brennwertheizungen, die 42 Prozent der Baufamilien einsetzen – Tendenz: weiter steigend. Denn zum einen benötigen diese Wärmeerzeuger weder Brennstofflager noch Gasanschluss. Und zum anderen lassen sich die energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) mit Wärmepumpen relativ einfach und kostengünstig erfüllen.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 rund 78  000 Heizwärmepumpen verkauft. 71 Prozent aller Hausbesitzer wählten ein Wärmepumpenmodell, welches die Außenluft als kostenlose Wärmequelle nutzt. Erdwärmepumpen wurden mit einem Anteil von 29 Prozent deutlich weniger nachgefragt.

Günstig & beliebt Woran liegt das? Die sogenannten Luft-Wasser-Wärmepumpen sind relativ günstig in der Anschaffung. Zudem lässt sich die Wärmequelle Außenluft vergleichsweise kostengünstig erschließen. Bei den Sole-Wasser-Modellen fallen dafür


mehrere Tausend Euro an, insbesondere in Verbindung mit einer genehmigungspflichtigen Erdsondenbohrung. Preislich günstiger ist der Einsatz von Erdkollektoren und Energiekörben, die jedoch eine bestimmte Gartengröße und umfangreichere Erdarbeiten erfordern. Unterm Strich arbeiten erdgekoppelte Wärmepumpen jedoch spürbar effizienter, weil ganzjährig relativ konstante Temperaturen im Erdreich herrschen. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen schwanken Außenlufttemperaturen im Tages- und Jahresverlauf stark und fallen gerade während der leistungshungrigen Heizperiode relativ niedrig aus. Deshalb benötigen sie mehr Antriebsstrom, um die prinzipiell kostenfreie Umweltenergie auf ein für Heizzwecke geeignetes Temperaturniveau zu bringen. Grundsätzlich gilt: Je höher dabei der Anteil der erneuerbaren Umweltenergien im Jahresverlauf ist, desto preiswerter wird das Heizen, weil verhältnismäßig weniger Strom benötigt wird. Luft-Wasser-Wärmepumpen lassen sich flexibel aufstellen: Bei der Innenaufstellung steht das komplette Aggregat im Gebäude. Vorteilhaft hierbei sind vor allem die Frostfreiheit, die kurzen Leitungswege und es gibt weder eine Beeinträchtigung des Außenbereichs, noch eine Geräuschbelästigung der Nachbarn.

Förderung nutzen!

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Flexibel und platzsparend Allerdings ist ein geeigneter Aufstellbereich im Gebäude notwendig. Am besten geeignet ist meist ein Kellerraum, günstig ist hierbei eine Eckaufstellung weil für die die Außen- und Abluftführung größere Wanddurchbrüche für notwendig sind. Zudem ist penibel darauf zu achten, dass es keine Körperschallübertragungen an die Bausubstanz gibt. In nicht unterkellerten Häusern lassen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen auch im Hauswirtschaftsraum oder in einem geeigneten Dachbodenbereich installieren. Dort wo umbauter Raum knapp und eine Mindestgrundstücksgröße verfügbar ist, wird die Luft-WasserWärmepumpe platzsparend im Freien aufgestellt: Bei der Monoblockbauweise steht das komplette 1 Luft-Wassser-Wärmepumpen in Splitbauweise bestehen aus einer Außenund Inneneinheit. > www.gdts.one 2 Komplett im Gebäudeinneren installierte Wärmepumpe (l.) mit optisch passendem Speicher. > www.stiebel-eltron.de

2

3 Split-Wärmepumpen lassen sich auch in einem Hauswirtschaftsraum aufstellen. > www.nibe.de

Auch Baufamilien können staatliche Zuschüsse aus dem BAFA-Marktanreizprogramm nutzen, das vor allem für Modernisierer gedacht ist. Allerdings nur im Rahmen der „Innovationsförderung“ mit strengen Voraussetzungen. Die pauschalen Basisförderungen im StandardEigenheimbereich betragen

3

• bei Luft-Wasser-Wärmepumpen: 1 300 Euro oder 1 500 Euro (leistungsgeregelt und/oder monovalent) • bei Sole-Wasser-Wärmepumpen (also erdgekoppelte Systeme): 4 000 Euro oder 4 500 Euro (mit Erdsonden). Obendrauf gibt es zusätzlich noch verschiedene Boni. Achtung: Fördervoraussetzung ist z.B. eine sehr gute Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 4,5. Und der Förderantrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Mehr unter > www.bafa.de

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Strom sparen! Hausbesitzer, die ihre Stromkosten an sehr kalten Tagen verringern wollen, können einen wasserführenden Holz- oder Pellet-Ofen im Wohnraum installieren lassen. Über den integrierten Wärmeübertrager wird der Großteil der Biowärme im Winter ins Zentralheizsystem eingespeist. Zum ökologischen Stromsparen trägt auch die eigene Photovoltaikanlage bei: Mit dem Solarstrom lässt sich die Wärmepumpe phasenweise betreiben. Für beide Varianten notwendig sind ein entsprechend großer Heizwasserpufferspeicher und ein geeigneter Systemregler. Übrigens: Im Sommer lässt sich überschüssiger Sonnenstrom mit bestimmten Luft-Wasser-Wärmepumpen und einer Flächenheizung auch zum Kühlen der Wohnräume nutzen. Mehr unter > www.waermepumpe.de

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Aggregat außerhalb des Gebäudes. Split-Wärmepumpen bestehen aus einer (etwas kleineren) Außen- und einer Inneneinheit. Bei beiden Bauweisen sind lediglich Wanddurchführungen mit kleinem Durchmesser für die Verbindungsleitungen erforderlich. Allerdings muss bei der Außenaufstellung schon während der Produktauswahlphase darauf geachtet werden, dass das Wärmepumpenmodell und der geplante Standort zueinander passen. Denn es gilt unbedingt zu vermeiden, dass weder die Hausbewohner selbst, noch die Nachbarn durch die technologisch bedingten Luftschallemissionen gestört werden – sonst ist der Rechtsstreit programmiert. Mindestens einzuhalten sind die zulässigen Schallemissionsgrenzwerte der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA-Lärm), die

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nachts deutlich niedrigere Immissionsrichtwerte fordert. Die Wärmepumpenhersteller haben bereits darauf reagiert und bieten nun auch geräuschärmere Gerätegenerationen an, die zudem keine störenden Brumm- oder Fiep-Töne emittieren. In Einzelfällen hilfreich, wenn auch teuer, können Schalldämmhauben sein. Tipp: Ein passender Wärmepumpen-Sichtschutz ist akustisch zwar meist neutral, doch mit Blick auf einen empfindlichen Nachbarn psychologisch vorteilhaft.

Energieeffizienz schwankt Abgebildet wird die Wirtschaftlichkeit des gesamten Wärmepumpensystems in der Jahresarbeitszahl (JAZ). Eine JAZ von 3 bedeutet zum Beispiel, dass unter Einsatz von einem Teil Strom drei Teile Wärme entstehen. Grundsätzlich gilt: Je größer die JAZ, desto niedriger fallen die Stromkosten aus. Doch wie hoch liegen die JAZ im praktischen Betrieb? Im Rahmen des Fraunhofer-Feldtestprojekts „WP-Monitor“ erreichten die neueren Luft-Wasser-Wärmepumpen eine JAZ von 3,2 und die erdgekoppelten Systeme kamen auf 4,3. Allerdings handelt es sich hierbei um Durchschnittswerte. Erst der Blick auf die Einzelwerte zeigt, wie stark die Stromkostenhöhe bei ähnlich 1 Eine Photovoltaikanlage kann im Jahresverlauf für eine gewisse Stromersparnis beim Wärmepumpenbetrieb sorgen. > www.viessmann.de 2 Wichtig ist ein geeigneter Wärmepumpen-Standort, damit weder die Hausbewohner noch die Nachbarn von den Schallemissionen belästigt werden. > www.vaillant.de 3 Um die Effizienz im Blick zu haben empfiehlt es sich, die Einstellungen und Verbrauchswerte regelmäßig zu kontrollieren – dies funktioniert oft auch per App. > www.junkers.com

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effizienten Wärmepumpen von der Installation und der Betriebsweise beeinflusst wird. So schwankten die JAZ-Ergebnisse bei den untersuchten Luft-Wasser-Wärmepumpen zwischen 2,5 und 4,3.

Stromsparender Betrieb Doch wie lässt sich eine möglichst hohe JAZ erreichen? Sehr günstige Voraussetzungen bietet ein hoher energetischer Gebäudestandard, kombiniert mit einem Flächenheizsystem, welches mit niedrigen Heizwassertemperaturen zurechtkommt. Damit das Zusammenspiel energetisch optimal gelingt, muss der Handwerker bei der Inbetriebnahme vor allem die Heizkurve am Wärmepumpenregler exakt einstellen, sowie einen hydraulischen Abgleich an den Regelventilen der Heizkreise durchführen. Wichtig ist zudem, dass der Fachmann das Wärmepumpensystem

richtig dimensioniert und leistungsmäßig nicht zu groß auslegt. Denn zum einen steigen dadurch die Investitionskosten. Zum anderen besteht die Gefahr, dass die Wärmepumpenanlage zu häufig einund ausschaltet. Diese taktende Betriebsweise verschlechtert nicht nur die Effizienz, sondern kann auch den Verschleiß erhöhen. Und last but not least: Ergänzend zu einer professionellen Planung, einer hohen Produktqualität sowie einer fachgerechten Montage und Inbetriebnahme trägt auch eine aufmerksame Betriebsweise durch die Nutzer zu einem niedrigen Energieverbrauch bei. Damit der Hausbesitzer die Effizienz regelmäßig im Blick hat, sollte er einen Strom- und Wärmemengenzähler einbauen lassen und deren Werte regelmäßig auswerten – dies funktioniert bei vielen Herstellern auch automatisiert per App. jw • Advertorial

Wohlige Wärme durch Heizen mit Holz

Intelligent heizen. Das lohnt sich!

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it dem nachwachsenden Brennstoff Holz ist klimaschonendes Heizen ganz einfach. Moderne Kamin- und Kachelöfen sind echte Multitalente und lassen sich gut mit anderen Energiequellen kombinieren. Ausgestattet mit einem Wasserwärmetauscher kann eine Holzheizung sogar ein ganzes Haus beheizen. Ein Teil der Heizenergie wird an einen Pufferspeicher abgegeben. Das reduziert die Kosten für Heizung und Warmwasserbereitung

Weg von Öl und Gas „Wird außerdem eine Solarthermieanlage an den Pufferspeicher angeschlossen, kommt man fast ohne zusätzliche Kosten für Öl oder Gas aus“, erklärt Kerstin Vogt, Leiterin der Geschäftsstelle des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik VdZ. Bei einer

solchen Hybridanlage gebe intelligente Regeltechnik regenerativen Energiequellen stets den Vorrang vor der Öl- oder Gasheizung. „Der reduzierte Wärmebedarf eines Effizienzhauses lässt sich durch die Kombination erneuerbarer Energien größtenteils oder sogar komplett decken“, betont Vogt.

Vielfalt zum Wohlfühlen Ob Heizkamin, Grund- oder Pelletofen – alle lassen sich individuell auf Vorlieben und Räumlichkeiten zuschneiden. Bauherren sollten dabei auf die Kompetenz eines Ofen- und Luftheizungsbauers setzen. Gerade bei Effizienzhäusern kommt es auf die richtige Dimensionierung, die Luft- und Abgasführung und die optimale Vernetzung mit anderen Energieerzeugern an. Der Experte sorgt außerdem dafür, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden.

Weitere Informationen zum Heizen mit Holz bietet das Serviceportal: www.intelligent-heizen.info 12/1-2019 12/1-2019

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Photovoltaik boomt In diesem Jahr werden erstmals weltweit deutlich über 100 Gigawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut – der Anteil der Photovoltaik (PV) unter den Erneuerbaren Energien wächst vor allem in China, Indien und den USA, aber auch in Europa. Aufgrund stark fallender Preise werden Photovoltaik und Batteriespeicher schon bald die wichtigsten Pfeiler der erneuerbaren Energien im Strommix sein. Experten erwarten für den europäischen Photovoltaikmarkt in diesem Jahr ein Wachstum von mehr als 30 Prozent. Sonnenwärme gilt als die zukunftsträchtigste erneuerbare Energiequelle der Welt: Nach Berechnungen der IEA (Internationale Energieagentur) könnten Solarkraftwerke auf weniger als 1 Prozent der Landfläche den Strombedarf der gesamten Erde decken. Auch immer mehr Hauseigentümer rüsten ihr Dach zur eigenen Energietankstelle auf. Die Technologie ist da, die Anreize auch. Foto: www.e-v-o.de

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E-mail: info@fachschriften.de, bauen+renovieren@fachschriften.de www.fachschriften.de, www.renovieren.de, www.bautipps.de Verlagsleitung: Christian Schikora, Tilmann Münch Chefredakteur: Elmar Haag-Schwilk (verantw.) Redaktion: Jürgen Wendnagel, Martin Kurz, Marion Zeisel (Assistenz)

Professor Timo Leukefeld, Mitglied des Vorstands des Sonnenhaus-Institut e.V., wird mit dem Deutschen Solarpreis 2018 ausgezeichnet. Die renommierte Auszeichnung erhält Leukefeld zusammen mit Uwe Emmerling, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen 1902, in der Kategorie „Solare Architektur und Stadtentwicklung“. Sie werden für ihr gemeinsames Projekt zweier vernetzter energieautarker Mehrfamilienhäuser in Cottbus geehrt. Die Jury hat vor allem das innovative Konzept der Pauschalmiete mit Energie-Flatrate überzeugt. Es wird durch die großen Solarthermie- und Solarstromanlagen mit Energiespeichern ermöglicht. Leukefeld hat dieses Konzept entwickelt. Die eG Wohnen wird ihren Mietern die Pauschalmiete mit Energie-Flatrate zehn Jahre lang anbieten. Gebaut werden die Häuser von der Helma Eigenheim Bau AG. Timo Leukefeld hat das Energiekonzept geplant und begleitet die bauliche Umsetzung. Er arbeitet bereits an den nächsten Projekten.

Layout: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart Herstellung: Anja Groth (Ltg.) Anzeigenleitung: Wolfgang Loges E-mail: loges@fachschriften.de Anzeigenverwaltung: Ute Hänle E-mail: haenle@fachschriften.de Alle Ratschläge in diesem Heft sind sorgfältig erwogen und geprüft, eine Garantie kann aber nicht übernommen werden. Die Haftung von Autoren und Verlag für Personen-, Sach- und Ver­ mögensschäden ist ausgeschlossen.

Fotos: Timo Leukefeld

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Titelfoto: AdobeStock, Khorzhevska

Impressum

Deutscher Solarpreis 2018

Bau-Stand Ende August 2018 auf der Baustelle in Cottbus. Bis Ende des Jahres sollen die vernetzten energieautarken Mehrfamilienhäuser bezugsfertig sein. www.sonnenhaus-institut.de, www.eg-wohnen.de, www.helma.de, www.cottbus-sonne.de.

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Dieses energieautarke Musterhaus verfügt über ein Komplett-Energiedach aus Photovoltaik-Modulen und Solarthermie-Elementen. www.helma.de

Private Kraftwerke Die meisten Hausbesitzer ärgern sich über die hohen und ständig steigenden Strompreise. Zunehmend mehr wünschen sich deshalb eine Möglichkeit, um ihr Eigenheim vom öffentlichen Stromnetz (teilweise) abzukoppeln. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um als Hausbesitzer zum Kraftwerksbetreiber zu werden?

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as Eigenheim auch als Kraftwerk zu nutzen, erfreut sich bei Hausbesitzern vor allem aus zwei Gründen zunehmender Beliebtheit: An erster Stelle steht der Wunsch, unabhängig(er) vom öffentlichen Stromnetz zu werden, um dadurch auch Energiekosten einzusparen. Und um sich vor den regelmäßig steigenden Stromkosten (teilweise) abzukoppeln. Hinzu kommt, dass die Eigenheim-Kraftwerksbetreiber aktiv zum Umweltschutz und zur CO2-Vermeidung beitragen wollen. Doch welche Technologien eignen sich für den Eigenheimbereich? Ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala stehen Photovoltaiksysteme. Interessant

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E n e r g i e - A u ta r k i e

sind auch kleine Kraft-Wärme-KopplungsAnlagen, die meist mit Gas befeuert werden. Allerdings müssen diese Systeme zum Verbrauchsprofil des Gebäudes passen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Zudem gibt es aktuell nur noch ein eingeschränktes Produktangebot (siehe Kasten). Kleinwindkraftanlagen für den Eigenheimbereich sind (derzeit) nicht massentauglich.

Solarstromanlage sorgfältig planen Warum ist gerade das eigene Dachkraftwerk so beliebt? Es ist zum einen das vergleichsweise einfache Funktionsprinzip und die relativ unkomplizierte Tech-

nik: Die in den Photovoltaikmodulen integrierten Solarzellen sorgen dafür, dass aus der natürlichen Sonneneinstrahlung elektrische Energie entsteht. Der dabei erzeugte Gleichstrom wird von einem Wechselrichter in netzüblichen Wechselstrom umgewandelt, der dann im eigenen Haushalt sofort verbraucht, in Batterien gespeichert sowie ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann. Die Module lassen sich sowohl oberhalb den vorhanden, funktionstüchtigen Dachsteinen montieren, als auch architektonisch ansprechend in die Dachhaut integrieren. Entscheidenden Einfluss auf den Ertrag hat zum einen der Standort, der möglichst


komplett und ganzjährig verschattungsfrei sein sollte. Denn hohe Bäume und Sträucher, aber auch Schornsteine und Dachvorsprünge können den Ertrag im Jahresverlauf (drastisch) schmälern. Empfehlenswert ist zudem eine Ausrichtung des Daches nach Südwest bis Südost bei einer Neigung von 20 bis 40 Grad. Bei großzügigen Dachflächen und großen Photovoltaikanlagen bieten sich auch eine Ost-West Ausrichtung an. Vorteil hierbei: In den weniger starken Einstrahlungs-

zeiten, also im Herbst und Frühjahr, fällt der Ertrag höher aus. Generell wichtig ist jedoch eine sorgfältige Anlagenplanung, die auch eine Simulations- und Wirtschaftlichkeitsberechnung beinhalten sollte.

Was kostet eine Photovoltaikanlage? Damit eine komplette Solarstrom-Eigenversorgung rein rechnerisch möglich ist, muss die Photovoltaikanlage mindestens so groß sein, dass sie den Strombedarf des

gesamten Haushalts decken kann. Den gilt es in der Planungsphase zu ermitteln. Beispiel: Ein Haushalt mit vier Personen benötigt jährlich durchschnittlich etwa 4000 Kilowattstunden Strom (ohne Heizstrom). Um diese zu decken, wäre eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 4 bis 6 Kilowatt erforderlich, was einer Modulfläche von etwa 20 bis 36 Quadratmetern entspricht. Die Anschaffungskosten für ein komplett installiertes Solarstrom-Aufdachsystem liegen durchschnittlich derzeit bei

Aufdachlösung: Hier wurden die PhotovoltaikModule oberhalb einer funktionstüchtigen Dacheindeckung montiert. www.lg.com

Bei dieser IndachLösung können nicht aktive Bereiche mit optisch identischen Blindmodulen eingedeckt werden. www.ennogie.com Hier werden die In-Dach-Solar­ module direkt auf den Dachlatten befestigt. Die Module bilden mit den Dachziegeln eine homogene Dachhaut. Nässe kann nicht eindringen. www.solarwatt.de

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Diese Solardachziegel werden als montagefertige Einheiten mit einer Deckbreite von acht Ziegeln geliefert. www.nelskamp.de

etwa 1300 bis 1600 Euro (netto) pro Kilowatt Leistung. Hinzu kommen noch laufende Kosten für Versicherung, Wartung und eventuelle Reparaturen von etwa 120 Euro bis 150 Euro pro Jahr.

Attraktive Solarrenditen sind möglich Neben der (Teil-)Autarkie bietet eine fachgerecht geplante und montierte Solarstromanlage ihrem Eigentümer auch eine attraktive Rendite, sofern die Eigenverbrauchsquote stimmt. Denn die gesetzlich garantierte Vergütung für die Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz, die 20 Jahre lang (plus Inbetriebnahmejahr) gezahlt wird, ist im Vergleich zum Netzstrompreis mit etwa 26 Cent (netto) relativ niedrig. Ende 2018 lag sie zum Beispiel bei 11,83 Cent pro Kilowattstunde. Somit wird der Anteil des selbst genutzten Solarstroms für den Hausbesitzer zum wichtigsten und selbst zu beeinflussenden SolarrenditeFaktor. Die Zeitschrift Finanztest hat in Heft 10/2018 dazu einige Beispielfälle berechnet: Mit einer Photovoltaikanlagenleistung von 6 Kilowatt (Anschaffungskosten: 7500 Euro) lässt sich bei einem Eigenverbrauchsanteil von 0 Prozent eine Rendite von knapp 2,6 Prozent (vor Steuern) erzielen. Bei einem durchaus üblichen, durchschnitt-

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Ohne Wechselrichter würde die Photovoltaik-Anlage nicht funktionieren. Er wandelt den erzeugten Gleichstrom in netzüblichen Wechselstrom um. www.solarmax.com

lichen Eigenverbrauchsanteil von 25 Prozent klettert die Rendite auf 7,2 Prozent. Übrigens: Jede weitere Steigerung des Eigenverbrauchsanteils um 5 Prozent bedeutet ein Renditeplus von etwa 0,7 Prozent. Und wie sieht die Rendite in Verbindung mit einem Solarstromspeicher aus? Dazu meint Finanztest: „Unsere Berechnungen zeigen: Eine Solarstromanlage mit Speicher zu betreiben ist zwar weniger rentabel als ohne, positive Renditen sind aber durchaus möglich. Abhängig vom Stromertrag sind

bei einem Preis von 2200 Euro pro Kilowatt Leistung und einem Eigenverbrauch von 50 Prozent 1,8 bis 3,9 Prozent Rendite möglich.“ Tipp: Individuelle Werte kann man zum Beispiel mit dem Photovoltaik-Rechner (Excel-Datei) der Stiftung Warentest ermitteln, der sich kostenfrei unter www.test.de herunterladen lässt. Mit welchen Strategien lassen sich möglichst hohe Solarstrom-Eigenverbrauchsanteile im Eigenheim erreichen, um die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und die Solarrendite zu steigern? Das erfahren Sie ab Seite 20.


AUTARKIE

INFO Die stromerzeugende Heizung Das Kellerkraftwerk ist eine weitere Möglichkeit, um die Stromkosten zu senken und sich unabhängiger vom Energieversorger zu machen. Bei den sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWKAnlagen) wird ein Generator angetrieben, der Strom erzeugt. Dabei entsteht im KWK-Aggregat gleichzeitig Wärme, die sich über einen Wärmeübertrager in einen Heizwasserpufferspeicher auskoppeln und zum Heizen nutzen lässt. Im Gegensatz zur Photovoltaikanlage ist die elektrische Leistung einer KWK-Anlage im Eigenheim vergleichsweise niedrig und limitiert, weil sonst die entstehende Abwärme nicht abgeführt werden kann. Aufgrund einer Marktbereinigung in den letzten Jahren ist das Produktangebot für das Standard-Eigenheimbereich sehr begrenzt. Verfügbar sind quasi nur noch

Gas-Brennstoffzellen-KWK-Systeme haben meist einen höheren Wirkungsgrad als motorbetriebene Modelle und produzieren weniger Abwärme. www.senertec.de einige gasbefeuerte Brennstoffzellengeräte mit elektrischen Leistungen bis etwa 1,5 Kilowatt mit Basis-Wärmeleistungen von unter einem Kilowatt. Um das Gebäude komfortabel mit Wärme versorgen zu können, ist deshalb eine (Gas-)Zusatzheizung erforderlich. Die Kosten für eine Mikro-KWK-Anlage liegen – je nach Modell – zwischen etwa 18 000 und 28 000 Euro (inklusive Speicher, Zusatzheizgerät und Montage), wobei hohe staatliche Zuschüsse verfügbar sind – zumindest noch bis Ende 2018 für den Kauf einer Brennstoffzelle im Rahmen des „Anreizprogramm Energieeffizienz“ (www.bafa.de). Für den selbst produzierten KWK-Strom erhält der Betreiber insbesondere eine vom Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz garantierte Vergütung (zum Beispiel für

10 Jahre): 8 Cent je kWh gibt es für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom und 4 Cent je kWh für den selbst verbrauchten Strom. Wichtig ist, schon in der Angebotsphase genau zu prüfen, ob das Eigenheim den erforderlichen Mindest-Jahreswärme­ verbrauch aufweist, damit die KWKAnlage möglichst viele Betriebsstunden erreicht, um generell wirtschaftlich arbeiten zu können. Anzuraten ist dann eine Wirtschaftlichkeitsanalyse auf Basis konkreter Material- und Montagekosten sowie unter Berücksichtigung von Fördergeldern.

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25.09.2018 15:06:28

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S O N NENH AUS- K O NZE PT

Sonnenhaus mit Smart Home-Technik In Oberfranken hat Matthias Gemeinhardt ein weitgehend solar beheiztes Eigenheim mit intelligenter Haustechnik gebaut. Heizungstechnik, Beleuchtung, Belüftung und vieles mehr werden über die von ihm selbst programmierte Smart Home-Technik geregelt und mit Sprachbefehlen gesteuert.

M

atthias Gemeinhardt ist ein Vollblut-Techniker, der sich mit seinem Eigenheim einen Traum erfüllt hat: ein Sonnenhaus, das auch ein Smart Home ist. Durch große Solarwärme- und Solarstromanlagen auf dem Süddach und den entsprechenden Energiespeichern im Haus und im Garten kann die dreiköpfige Familie einen Großteil ihres Energiebedarfs solar decken. Die Komponenten für die vernetzte, intelligente Haustechnik hat Gemeinhardt selbst zusammengestellt und programmiert.

KfW 40 – ohne Außendämmung Zunächst zum Sonnenhaus-Konzept: Ein Gebäude, das weitgehend solar beheizt werden soll, braucht eine gute Dämmung, um den Energiebedarf zu reduzieren. Das Einfamilienhaus mit 230 Quadratmetern

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beheizter Wohnfläche hat KfW-Standard 40, aber keine Außendämmung. Es ist außen mit Energiesparziegeln (Wandstärke 42,5 cm) und innen mit Schwerziegeln mit besonders hoher Dichte gemauert. Mit der konventionellen monolithischen Bauweise passt es gut in den Ortskern. Das Satteldach ist mit 49 Grad Neigung steiler als in Döhlau üblich. Das ist dem errechneten solaren Deckungsgrad von 75 Prozent geschuldet. Mit dem steilen Winkel erzeugt die 40 Quadratmeter große Solarthermieanlage im Winter bei tief stehender Sonne deutlich mehr Heizenergie, als es bei einem flacheren Winkel der Fall wäre. Zu dem hohen solaren Deckungsgrad für die Raumheizung und Warmwasserbereitung trägt aber auch die Wärmespeicherung bei. Hierfür hat Gemeinhardt, der seit zehn Jahren Mit-


dem Photovoltaik-Solarthermie-System, das anstelle von Dachschindeln für Dachdichtigkeit sorgt und gleichzeitig Energie für Wärme, Strom und Elektromobilität produziert. Zunächst wird die Technik im Haus mit Strom vom eigenen Dach versorgt. Überschüssiger Strom wird im PhotovoltaikBatteriespeicher zwischengespeichert. Das modulare Speichersystem mit Lithium-Ionen-Akkus hat eine maximale Speicherkapazität von 13 Kilowattstunden (kWh). Zurzeit sind Akku-Module mit 10 kWh Kapazität in Betrieb. Für die Wärmepumpe, die selten läuft, wird nur überschüssiger Solarstrom genutzt. Solarstrom, der im Haus nicht benötigt wird, nutzt Gemeinhardt auch für den Tesla-Sportwagen, den er seit zwei Jahren fährt.

Die Wärmepumpe ist im Garten aufgestellt und unter­irdisch mit dem Haus verbunden.

glied im Sonnenhaus-Institut ist, sich ein besonderes Konzept überlegt.

Erdtank im Garten Um Fläche im Gebäudeinneren zu sparen, platzierte er einen großen Langzeitwärmespeicher im Garten. Der Druckstahltank mit 10 000 Liter Fassungsvermögen und 2,50 Meter Durchmesser ist neben dem Seiteneingang im Erdreich vergraben. „Das kann jeder machen, es darf nur kein Problem mit dem Grundwasser geben“, erklärt Gemein-

Die gesamte intelligente Haustechnik wird mit Hilfe von Smart Home Technik gesteuert. Überschüssiger Strom wird im Photovoltaik-Batteriespeicher im Keller des Hauses zwischengespeichert.

hardt. Zusätzlich hat er im Technikraum im Haus einen Pufferspeicher mit 1000 Liter Fassungsvermögen aufgestellt. Die Solarthermie-Anlage liefert die Wärme an den kleineren Vorschaltpuffer, und erst wenn dieser voll ist, an den großen Wärmespeicher im Garten. Sind beide leer, schaltet sich die Luft-Wärmepumpe mit bis zu 12 Kilowatt Leistung ein. Sie ist im Garten aufgestellt und mit einer unterirdischen Leitung mit dem Haus verbunden. Die elektrisch erzeugte Wärme liefert sie direkt an den kleinen Speicher und an die Flächenheizung im Haus. In den großen Speicher schickt sie keine Heizenergie. Mit solarthermischer Bauteilaktivierung hat Gemeinhardt den Speicherbedarf reduziert. Die Zwischenwände im ersten Obergeschoss, die Wände des Gäste-WC und die Betontreppe vom Erdgeschoss ins Obergeschoss sind mit Kunststoffrohren durchzogen. Über Leitungen sind sie mit dem Pufferspeicher verbunden. So kann die Wärmeenergie aus der Solaranlage in die Bauteile geschickt und von hier aus nach Bedarf verteilt werden.

Solarstrom zur Eigenversorgung Durch das einheitliche Raster ist die Photovoltaikanlage mit 6,5 Kilowattpeak Spitzenleistung von der Solarthermie-Anlage kaum zu unterscheiden. „Eine schöne Optik war mir wichtig“, sagt der Bauherr zu

Alles vernetzt „Guten Tag, Gemeinhardts. Die Außentemperatur beträgt 25 Grad, die Innentemperatur 22 Grad. Die Photovoltaikanlage erzeugt momentan 5225 Watt Strom. Der Stromspeicher ist zu 72 Prozent gefüllt.“ Mit diesen und weiteren Status-Durch­ sagen begrüßt ein Sprachsystem Matthias Gemeinhardt, wenn er das Haus betritt. Über eine Chipkarte, die er anstelle eines Schlüssels nutzt, erkennt das System den Hausherrn und liefert die Informationen, die er per Programmierung bestellt hat. Als Vollblut-Techniker war für den Bauherren klar, dass er die neueste Smart Home-Technologie nutzen will. Hierfür hat er Komponenten von zwei Herstellern zusammengestellt und sie über die Software eines dritten Herstellers vernetzt. Erst so war das System für ihn optimal. Temperatur, Beschattung, Beleuchtung, Entlüftung, Bewegungsmelder, Türöffner, Wetterbericht, Haushaltsgeräte, Gartenbewässerung, Feuchtigkeits- und CO2-Regulierung im Haus und die Beladung des Elektroautos: All dies wird über die Smart Home-Steuerung geregelt. „Die Heizungsanlage spricht mit der Gebäudetechnik, mit der Beleuchtung und der Verschattung“, so umreißt Matthias Gemeinhardt die Vernetzung. Programmiert hat der Ingenieur alles selbst. Dafür wurde er 2016 mit dem „Deutschen TGA Award“ ausgezeichnet. E n e r g i e - A u ta r k i e

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Fotos: Sonnenhaus-Institut/Udo Geisler

Mit dem steilen Satteldach lässt sich mehr Solarstrom ernten als mit einem flacheren.


P HOTOVOLTAIK - FA SSA DE

Auch im bereits dicht bebauten Wohngebiet ist eine Fassaden-Solaranlage sinnvoll machbar.

Leistungsstarke Modul-Hülle Das Einfamilienhaus im schweizerischen Würenlos mit seiner in der Fassade perfekt integrierten Solaranlage zeigt, dass auch im bereits dicht überbauten Einfamilienhausquartier PV-Module an der Fassade möglich sind und durchaus optisch sehr ansprechend aussehen können. In Verbindung mit großflächigen Eternitplatten und eloxierten filigranen Alu­ miniumabschlussblechen überzeugt das Gesamtbild. Architekt Matthias Oldani berichtet.

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ei der Planung war eines der obersten Ziele, die Kosten der Fassade durch das Hinzuziehen der PV-Module nicht massiv zu erhöhen. Nur so können wir ein Zeichen setzen, dass PV Module in der Fassade durchaus sinnvoll sind. Daher wollten wir von Anfang an ein PV-Modul in Standardgröße einsetzen. So sind die Kosten überschaubar. In Österreich haben wir bei der Firma PVP (www. pvp.co.at) ein perfekt passendes Modul gefunden. Nicht nur die Abmessungen des 60-Zellen Moduls sind optimal, auch der Aufbau als rahmenloses Glas-Glas-Modul ist perfekt für die Fassadenintegration. Der etwas breitere Abstand von Solarzelle zum

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Glasrand und die feinen Abschlussbleche verhindern eine unnötige zusätzliche Verschattung. Hinzu kommt, dass das Deckglas aus einem reflexionsarmen „Albarino“ Spezial-Solarglas besteht, sodass die umliegenden Parzellen nicht übermäßig stark geblendet werden. Die Kosten von umgerechnet 133 CHF pro Quadratmeter (0.85 Franken pro Wp) sprechen da für sich. Zusammen mit dem Fassadenbauer der Firma Salm aus Schinznach Dorf haben wir nach einer Montagekonstruktion für die Fassadenmodule gesucht. Leider gab es kein optisch perfektes Produkt oder die Preise dieser Konstruktionen lagen weit neben unseren Vorstellungen. Wir haben dann

entschieden, dass wir die Module genau gleich wie die restlichen Eternitplatten auf die thermisch getrennte Aluminium-Unterkonstruktion aufkleben. Die­se Montage ist äußerst einfach und da die PV Module gleich dick sind wie die Eternitplatten, gelingt die Integration perfekt. Vom Handling her sind sie für den Fassadenbauer wie eine normale Glas- oder Fassadenplatte.

Jedes Modul kann einzeln geprüft und behandelt werden Um die Fehlersuche bei einem Modul­ defekt zu erleichtern, haben wir alle Verbindungskabel der einzelnen Module hinter die Brüstungen oder Storenkästen


den String einzeln direkt auf einen MPPTracker der beiden Wechselrichter. Diese sorgen für einen optimalen Arbeitspunkt auch wenn in den Fassaden bei tiefem Sonnenstand eine Teil-Verschattung auftritt.

Fassade günstiger trotz Doppelfunktion Die totalen Erstellungskosten der Solarfassade inklusive Module, Montage, Verkabelung und Wechselrichter lagen schlussendlich bei rund 230 CHF pro Qua-

dratmeter. Hätten wir diese Flächen mit Eternit­platten belegt, hätte der Preis dafür bei 187 CHF gelegen. Rechnen wir jetzt noch die Einmalvergütung dagegen, ist diese Solar­fassade günstiger als eine Fassade ohne Doppelfunktion, vom Nutzen über die nächsten mehr als 30 Jahre noch komplett abgesehen. An der Ost-, Süd- und Westfassade wurden je zirka 6 kWp montiert plus auf dem kleinen Attikageschossdach weitere 6 kWp in flacher Ost-West-Ausrichtung. Mit dieser Anordnung haben wir eine perfekte Verteilung der produzierten Energie über den ganzen Tag und nicht wie so häufig einen hohen Mittagspeak. Die Eigenverbrauchsoptimierung wird dadurch massiv vereinfacht. An einem schönen Frühlingstag haben wir bereits kurz nach Sonnenaufgang um 8 Uhr die ersten zirka 3 kW zur Verfügung. Um den Mittag steigt die Leistung bis auf 10 kW an und auch nach 18 Uhr haben wir immer noch über 3 kW.

Erdsonden-Wärmepumpe

Die Module wurden genau gleich wie die Faserzementplatten auf die thermisch getrennte Unterkonstruktion aufgeklebt.

An der Ost-, Südund Westfassade wurden die Photovoltaik-Anlagen vorbildlich in die Fassade integriert.

Das Haus wurde mit einer ErdsondenWärmepumpe mit Inverter-Technologie ausgestattet. Die Erdsonde wurde 270 Meter tief gebohrt, um möglichst warmes Wasser zu gewinnen. Sondentemperaturen von über zehn Grad Celsius sind dadurch keine Seltenheit. Die Invertertechnologie der Wärmepumpe ermöglicht eine sehr gute Eigenverbrauchsoptimierung, auch im Winter bei kleiner Sonneneinstrahlung. Der IBricks Homeserver ist mit allen Elektrogeräten im Haus verbunden und steuert diese in Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung automatisch. So kann ein sehr hoher Eigenverbrauchsanteil erzielt werden. Natürlich wurden ausschließlich LED Leuchtmittel im ganzen Haus eingebaut. In den Decken wurden spezielle hoch effiziente LED-Deckenspots, die jeweils einzeln gedimmt werden können, montiert. Bei der Auswahl haben wir auf einen hohen Farbwidergabeindex (>95) geachtet. Diese Deckenspots bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Farbtemperatur von Warm- bis Kaltweiß einzustellen. Dies wird automatisch tageszeitabhängig oder szenenabhändig durch den Homeserver erledigt. E n e r g i e - A u ta r k i e

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Fotos: www.architekt-oldani.ch

geführt. So kann jedes Modul bei einem Defekt ohne Demontage einzeln ausgemessen und dann überbrückt oder ersetzt werden. Um das ganze System so einfach wie möglich zu halten, haben wir bewusst auf Leistungsoptimierer oder Modulwechselrichter verzichtet, man kennt es leider, Elektronik fällt zu häufig aus. Die Strings haben wir so groß wie möglich geplant, um eine hohe Systemspannung mit hoher Effizienz zu erhalten und wir führen je-


F L A CH D ACH - LÖS U NG

Umweltschutz ohne Verzicht Auf dem Flachdach eines neu errichteten Bungalows mit luxuriöser Ausstattung erzeugt eine Photovoltaikanlage umweltfreundliche Energie. Überschüssiger Solarstrom wird in einem Lithium-Ionen-Akku zwischengespeichert.

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as neue Eigenheim von Karin und Heinz Jörg Göbert fällt aus dem Rahmen. In ihrer Siedlung in Rüsselsheim sind sie von klassischen Ein- und Mehrfamilienhäusern mit roten Satteldächern und Gauben umgeben. Göbert und seine Frau hingegen haben sich bei ihrem Neubau für einen eingeschossigen Bungalow entschieden. Seit Juni 2014 leben sie ebenerdig auf 240 Quadratmetern und lassen es sich gut gehen in ihrem Heim. Neben den großzügigen Wohnräumen haben sie zum Beispiel einen Swim spa, der eine Kombination aus Pool und Whirlpool ist, und eine Sauna. Das alles braucht viel Energie, im Jahr 2015 waren es knapp 13 000 Kilowattstunden. Die Hälfte davon konnten sie mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeichersystem decken. Die Passanten auf der Straße ahnen nichts: Die Solarstrommodule mit rund 16 Kilowatt Leistung sind hinter einer Attika auf dem Flachdach versteckt. Im Technikraum speichert der Lithium-IonenBatteriespeicher den Solarstrom, der gerade nicht im Haus verbraucht werden kann.

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Das Energiesystem, das eine hohe Gebäudeautonomie gewährleistet, sei eine betriebswirtschaftlich motivierte Entscheidung gewesen, sagt Göbert. „Wir wollten Kosten einsparen und dabei die Umwelt schützen, ohne Verzicht zu üben.“

Module auf dem Flachdach Um einen Teil des benötigten Stroms mit erneuerbaren Energien zu decken, ließ Göbert von dem Solarfachbetrieb Sonnenkönig aus Nieder-Olm eine Photovoltaik­ anlage montieren. 69 Module des Typs Panasonic HIT N240 haben zusammen eine Spitzenleistung von 16,56 Kilowattpeak. Nach Berechnungen der Anlagenplaner sollten sie jedes Jahr rund 15 000 Kilowattstunden Strom erzeugen, davon sollten die Bewohner – auch dank der Zwischenspeicherung – etwa 37 Prozent selbst nutzen können. So die Prognose. Der Strom wird vorrangig im Haushalt verbraucht oder in einem Batteriesystem gespeichert. Der Akku hat eine Speicher­ kapazität von 11 Kilowattstunden (kWh). Der Strom, der nicht direkt im Haus verbraucht und auch nicht in der Batterie ge-

speichert werden kann, wird gegen eine Einspeisevergütung in das öffentliche Netz eingespeist. In den weniger lichtstarken Monaten von November bis Februar kann der Solarstrom vollständig selbst genutzt werden. Im Frühjahr, Sommer und Herbst erfolgt die Einspeisung des Strom-Überschusses ins öffentliche Netz. Wenn die Anlage, zum Beispiel nachts, keinen Strom produziert, und auch im Speicher kein Solarstrom mehr ist, bezieht Göbert elektrische Energie aus dem Netz.

Zwischenbilanz nach zwei Jahren Seit zwei Jahren leben Heinz Jörg Göbert und seine Frau nun in dem neuen Haus und haben dank des Energiemanagementsystems, einem Sunny Home Manager von SMA Solar Technology einen lückenlosen Überblick über ihre Energieströme sowie die Verbrauchs- und Erzeugungsdaten. Familie Göbert kommt auf eine Autarkiequote von 51 Prozent (Jahresverbrauch / Eigenversorgung). Ihre Eigenverbrauchsquote liegt bei 43 Prozent. (= Eigenverbrauch vom Jahresertrag). Diese Zahl


bezeichnet den Anteil des SolarstromJahresertrags, der verbraucht wurde, sei es durch die Versorgung der elektrischen Verbraucher im Haus, die Beladung des Speichers oder der Verluste, die bei der Umwandlung des Stroms in dem Energiekreislauf anfallen. Zu den hohen Autarkie- und Eigenverbrauchsquoten trägt auch die Tatsache bei, dass die Anlage

mit den Photovoltaikmodulen HIT von Panasonic mehr Solarstrom erzeugt als prognostiziert.

Luft-Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen Für die Raumheizung und die Erwärmung des Dusch- und Trinkwassers ist eine LuftWärmepumpe (Aquarea) von Panasonic

installiert. Sie nutzt die Umgebungsluft als kostenfreie Energiequelle, um das Gebäude zu erwärmen beziehungsweise zu kühlen. Auch bei Familie Göbert funktioniert sie im Umkehrbetrieb. Im Winter heizt die Wärmepumpe, im Sommer kühlt sie. Die Wärme bzw. Kälte wird über eine Fußbodenheizung im Raum verteilt. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Splitsystem. Das Außengerät wird im Freien aufgestellt, in diesem Fall steht es im Garten am Grundstücksende in einer Nische. Das Hydromodul, das dazu­ gehört, steht im Technikraum. Auch das Energiesparen und die Energieeffizienz haben ihren Platz in dem in Holzständerbauweise errichteten Bungalow. So lassen zum Beispiel große Fensterfronten viel Licht in das Gebäude. Durch Oberlichter wird der Energiebedarf für die Beleuchtung weiter reduziert. Für den verbleibenden Bedarf sorgen energieeffiziente LED-Leuchten. Bei den Haushaltsgeräten achtete das Paar auf eine gute Energie­ effizienzklasse.

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Fotos: www.eu-solar.panasonic.net

Auf dem Flachdach des neu erbauten Bungalows befinden sich Solarstrommodule. Sie sind hinter einer Attika versteckt und so von der Straße aus nicht zu sehen. Der Akku hat eine Speicherkapazität von 11 Kilowattstunden.


S PEICH ER- EINBAU

Stolze Besitzer des 100 000sten Stromspeichers in Deutschland: Familie Keller aus Eichwalde bei Berlin.

100 000 Stromspeicher in Deutschland Ende August wurde bei Familie Keller in Eichwalde bei Berlin der 100 000ste Stromspeicher in Deutschland installiert – ein MyReserve von Solarwatt. Die Montage wurde von der Firma Sybac Solar Berlin durchgeführt, die bereits seit vielen Jahren Solaranlagen für den Eigenverbrauch verbaut und Premiumpartner von Solarwatt ist.

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nwesend waren bei der Einweihung am 28. August neben Familie Keller auch Thomas Bareiß, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW Solar) sowie Detlef Neuhaus, Geschäftsführer der Dresdner Solarwatt GmbH. „Die Zahl 100 000 zeigt, wie groß der Zuspruch der Menschen zu grüner Energie ist“, sagt Detlef Neuhaus. „Anstatt darauf zu warten, dass der Strom aus der Steckdose endlich nicht mehr aus fossilen Quellen gewonnen wird, erzeugen sie ihren Strom einfach selbst – sauber und umweltfreundlich.“ Ziel des Einbaus: Familie Keller wollte unabhängiger werden von anbietern, deren Energie imden Strom­ mer teurer wird, wie René Keller betont.

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„Jede Kilowattstunde, die wir selbst erzeugen und verbrauchen, ist ein Schritt nach vorn. Außerdem ist es eine Kilowattstunde weniger, die wir vom Versorger kaufen müssen.“

Erst die Optimierung durch einen Haushaltsplan René Keller hatte seine hohe Stromrechnung massiv geärgert. Vor einem Jahr hat er sich deshalb eine Photovoltaik-Anlage angeschafft. Die Investition habe sich gelohnt: Die Stromrechnung der dreiköpfigen Familie hatte sich bereits um die Hälfte verringert. „Wir haben die Waschmaschine bedient, wenn Sonne da war, um das ein bisschen zu optimieren. Es wurde ein strenger Haushaltsplan für alle Beteiligten hier aufgestellt und an den wurde sich gehalten

– das hat funktioniert. Dann ging es aber um nachts.“ Der modular aufgebaute Batterie­ speicher wurde in einem kleinen Haus­ anschlussraum der Familie Keller verbaut. Auf der rechten Seite des ungefähr ein Meter breiten Raumes befindet sich der Zählerschrank und der Wechselrichter. Zusätzlich wurde ein Unterverteiler hingesetzt, um den AC-Sensor des Speichers, den EnergyManager und Absicherungen installieren zu können. Links wurde der MyReserve installiert, bestehend aus einer Kontrolleinheit und zwei Batteriemodulen mit einer Gesamtkapazität von 4,6 kWh. Hendrik Krause von Sybac Solar Berlin: „Die Entscheidung für den MyReserve wurde auch durch die Beschaffenheit des Anschlussraums bedingt. Wir hatten kei-


nerlei Möglichkeit, ein System auf dem Fuß zu installieren, weil keine Fußbodenfläche vorhanden war. Insofern musste es zwingend ein System sein, das an der Wand aufgehängt wird. Und da bietet Solarwatt sehr gute Möglichkeiten.“ Da die PVAnlage bereits ein Jahr zuvor installiert wurde, benötigte Familie Keller darüber hinaus einen Speicher, der nachträglich installierbar ist, also sich gut in Bestandsanlagen integrieren lässt.

Batteriespeicher plus Energiemanager Neben dem Batteriespeicher wurde zudem noch ein Energiemanagement-System von Solarwatt installiert – ein EnergyManager X. „Das ist das Herzstück, das Gehirn. Das verteilt den Strom sinnvoll, wo er gerade gebraucht wird“, freut sich René Keller. Per Computer kann er jetzt die Energieflüsse beobachten und genauestens verfolgen, wie viel Energie seine PVAnlage gerade produziert, wie viel verbraucht und gespeichert wird und wie viel Strom möglicherweise dazugekauft werden muss: „Ich sitze seit heute Vormittag vor meinen Computer und gucke, ob ich

zukaufen muss oder nicht und freue mich, dass da immer noch die blaue Null steht“, sagt Keller. Eigentümer René Keller: „Ich bin rundum glücklich, dass das System jetzt so läuft. Das wurde in den letzten Tagen installiert und jetzt bin ich fast autark von der Außenwelt, vom Energieversorger. Ich habe heute noch nicht eine Kilowattstunde dazukaufen müssen, da meine Anlage alles so verarbeitet, dass ich meinen Eigenbedarf selbst decken kann. Ich hatte die Nase voll von der Abhängigkeit von den Energieversorgern. Deswegen haben wir mit der Photovoltaik-Anlage als Einstiegsmodell begonnen und jetzt noch den passenden Speicher installiert.“ Ein Speicher „Made in Germany“ war für Familie Keller wichtiges Kriterium – das wurde mit dem gewählten Speicher erfüllt. Alle Produkte des Herstellers rund um die Erzeugung und die Speicherung des Stroms sowie das Energiemanagement werden im eigenen Haus entwickelt und in Deutschland produziert. Detlef Neuhaus, CEO von Solarwatt: „Nach unserer Erkenntnis kaufen die Menschen Heimspeicher, weil sie zum einen

ihre laufenden Kosten senken wollen, indem sie ihre Eigenversorgung erhöhen. Der zweite Grund ist Unabhängigkeit – sie wollen sich unabhängig machen von Energieversorgern mit einem größtmöglichen Anteil. Und der dritte Grund ist ein ökologischer Aspekt, da man zur Energiewende etwas beiträgt.“ Der Hauseigentümer hat für die Installation des Speichers auf eine staatliche Förderung verzichtet, also keinen Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW-Bank aufgenommen. Damit liegt Familie Keller im Trend. Wie die KfW-Bank im August 2018 mitteilte, werden aktuell nur noch rund 20 Prozent der installierten Speicher bezuschusst. Das zeige, dass sich die Speicher mehr und mehr wirtschaftlich selbst tragen, sagte Thomas Bareiß, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, im Rahmen der Einweihungsveranstaltung des 100 000sten Batteriespeichers Ende August in Eichwalde. Mittlerweile werde bereits jede zweite neue Photovoltaik-Anlage in Deutschland mit passendem Batteriespeicher verbaut. Die Speicherpreise sind seit Mitte 2013 um etwa die Hälfte gesunken – auch dank der Förderung.

Solarwatt MyReserve mit einer Kontrolleinheit (in Schwarz) und zwei Batteriemodulen.

Fotos: www.solarwatt.de

Ein Installateur der Firma Sybac Solar Berlin nimmt letzte Anpassungen vor. Thomas Bareiß, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, signiert den 100 000sten Stromspeicher im Beisein von Anlagenbesitzer René Keller. E n e r g i e - A u ta r k i e

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S T R O M - COM M UNIT Y

Zur schon vorhandenen Solarthermie­ anlage kam noch eine 9,28 kWpPhotovoltaik-An­ lage der Sonnen­ stromfabrik mit 32 PV-Modulen auf das Dach.

Lösung mit Speicher und Cloud Selbst produzierter Sonnenstrom kann in diesem Zweifamilienhaus sofort genutzt oder in einer Batterie gespeichert werden. Und wenn diese voll ist, gehen die weiteren Erträge

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uf dem Dach des Hauses, in denen Herr und Frau Trinks sowie ihr Sohn mit Frau und zwei Kindern wohnen, war bereits seit längerem eine Solarthermieanlage mit 14 Quadratmetern Kollektorfläche installiert. Die Nachbarn hätten wohl anfänglich gemeint, dass sich das nicht lohne, der Bauherr war aber von Anfang an begeistert, dass auch an sonnigen Wintertagen heißes Wasser vom Dach kam. Nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen mit der Solarthermie haben die Hausbesitzer dann entschieden, auch eine Photovoltaikanlage zu installieren. Über ein Informationsportal im Internet kam der Kontakt zu Senec und zur Firma eniosol zustande. Für einen Speicher hat sich der Bauherr entschieden, weil die Einspeisevergütung deutlich zurückgegangen ist und nicht mehr so üppig ist – allein die Einspeisevergütung hätte als wirtschaftliches Argument nicht gereicht.

Energie-Community Sehr wichtig war ihm die Unabhängigkeit in der Stromversorgung, daher auch die Entscheidung für die Senec.Cloud. Die

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Cloud-Lösung hat im Vergleich das bes­te Aus Sicht des Installateurs war es eine Herausforderung, die benötigte Anzahl an Ergebnis gebracht, um zukünftig steigende Stromkosten möglichst zu vermeiModulen auf dem Dach unterzubringen, den. Die Mitglieder der Cloud versorgen da die Solarthermieanlage wie üblich mitten auf dem Dach installiert war. Das verihr Zuhause ganzjährig mit selbst produbleibende Dach musste also kreativ ausgeziertem Strom. Die Solarstromüberschüsse nutzt werden – was auf dem großen Bild sammeln sie automatisch in einer Energiewolke. Steht an wolkenverhangenen Tagen gut zu sehen ist! oder im Winter nicht genügend Sonnenstrom zur Verfügung, erhalten Sie ihre in der Cloud gespeicherte Energie zurück. (Siehe auch Seite 20 ff.) Angesichts des Jahresstromverbrauchs von 7 500 kWh musste die PV-Anlage entsprechend dimensioniert sein und sollte zugleich aber unter der Marke von 10 kWp bleiben, damit der Hausherr Zur Solarthermieanlage kam noch eine 9,28 kWp- Anlage mit keine EEG-Umlage auf 32 PV-Modulen der Sonnenstromfabrik aufs Dach. Der Senec den selbst verbrauchHome Speicher hat eine Kapazität von 7,5 kWh. Der Wechsel­ richter und Optimierer ist von Solar Edge. ten Strom zahlen muss.

Quelle: Senec/Louis Zuchtriegel. www.senec-ies.com

automatisch in eine virtuelle Energiewolke – die sogenannte Cloud.


F ERT IG H AUS- F EL DT E ST

Später wird die Technik mit einer passenden Verkleidung abgedeckt. Quelle: hps-philipp-boegle.

Das Managen der Heiztechnik des Fertighauses ist per App möglich. Im Bild links: Familie Karadeniz, Andreas Bayer, Geschäftsführer von Weberhaus und Zeyad Abul-Ella, Geschäftsführer von HPS.

Kundenhaus als Vorreiter Ein energieautarkes Haus zu besitzen, ist der Wunsch vieler Bauherren. HPS Home Power Solutions hat ein System entwickelt, das zu 100 Prozent unabhängige, elektrische Energie erzeugt, speichert und bei Bedarf zur Verfügung stellt.

www.weberhaus.de, www.homepowersolutions.de

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as HPS-System Picea ist das weltweit erste Kompaktgerät zur ganzjährigen Stromversorgung aus der eigenen Solaranlage. Nun ist Weberhaus ein Pilotprojekt mit dem Berliner Anbieter eingegangen. „Seit Gründungsbeginn ist Weberhaus innovativer Vorreiter. Da ist es selbstverständlich, dass wir auch im Bereich Energieversorgung neue Wege beschreiten“, sagt Geschäftsführer Andreas Bayer. „Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir Teil dieses besonderen Projekts mit HPS sind.“ Deutschlandweit gibt es mehrere PiceaFeldtests, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert. Der erste Neubau ist das Eigenheim von Familie Karadeniz im Sauerland. Ihr Haus aus der Baureihe „Cit Life“ ist mit dem System von HPS ausgestattet. Der Bauherr Fatih Karadeniz war nach einem Besuch der

Produktionsstätte in Berlin schnell von der Anlage begeistert. Picea ist Energiespeicher, Heizung und Belüftung in einem Produkt, was es so weltweit noch nicht gibt. Die Photo­ voltaikanlage produziert elektrische Energie, die entweder sofort verwendet oder in Wasserstoff umgewandelt und gespeichert wird. Die gespeicherte Energie ist nachts oder an sonnenarmen Tagen abrufbar.

Einzigartige Speicherkombination Picea verfügt über eine einzigartige Speicherkombination: Der integrierte Batteriespeicher als elektrischer Kurzzeitspeicher wird ergänzt durch den saisonalen Wasserstoffspeicher, der in den Sommermonaten je nach Standort zirka 1 000 kWh zur un­abhängigen Versorgung in den Winter­ monaten speichert.

Picea biete hundertfach mehr Speicherkapazität als marktgängige Batterie­ lösungen im Hausspeichermarkt und garantiere die größtmögliche Unabhängigkeit von Energiepreisentwicklungen, so Zeyad Abul-Ella, Geschäftsführer und Gründer von HPS. Picea stellt für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt die vollständige Stromversorgung bereit. „Wir garantieren unseren Kunden, dass ihre Energie zu 100 Prozent aus der eigenen Anlage stammt und sie ihren Bedarf an sauberer elektrischer Energie im Einfamilienhaus aus Selbstversorgung vollständig decken können“, sagt Abul-Ella. Das Managen der Heiztechnik ist mit einer benutzerfreundlichen App möglich. Eine architektonisch passende Verkleidung verhüllt den Speicher, der beim Ehepaar Karadeniz außerhalb des Hauses steht. E n e r g i e - A u ta r k i e

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S T R O M - H EIZUNG

Wärme „pumpen“ „Ich heize mit Strom“. Wer diesen Satz noch vor zehn Jahren sagte, erntete bestenfalls ein mitleidiges Lächeln. Hauseigentümer, die dagegen heute selbstbewusst „Ich heize mit Strom“ sagen, sind stolz darauf, als besonders innovativ und wirtschaftlich zu gelten. Doch die Aussagen unterscheiden sich nicht nur unterschiedliche Technologien, die beim Heizen zum Einsatz kommen.

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eizen mit Strom galt lange als teuer, ineffizient und unkomfortabel. Der Grund dafür lag in der Funktionsweise der Nachtspeicheröfen. Schließlich wurde hier einfach in der Nacht ein Speicherstein direkt mit Strom aufgeheizt. Dieser gab seine Wärme dann kontinuierlich in den Raum ab – ohne die Möglichkeit dies zu beeinflussen. Darüber hinaus wurde der Strom in der Regel in Kohle- oder Atomkraftwerken erzeugt. Heute kommt der Strom dagegen immer mehr aus erneuerbaren Energieträgern – wie zum Beispiel Wind- und Wasserkraftwerken oder Photovoltaik-Anlagen. Strom wird dadurch immer „grüner“ und das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 völlig unabhängig von der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern zu sein. Parallel dazu hat sich die Wärmepumpen-Technologie weiterentwickelt. Sie nutzt zu rund drei Vierteln in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie zur wirtschaftlichen Erzeugung von Wärme. Nur noch zirka ein Viertel muss in Form von Strom als Antriebs­ energie zugeführt werden – eine mehr als überzeugende Rechnung für Hauseigentümer. Und gleichzeitig ein

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Das Heizen mit Strom ist durch innovative Wärmepumpen-Technologie bei Hauseigentümern beliebt geworden. Mit einer eigenen PhotovoltaikAnlage kann der selbst erzeugte Strom zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Wärmepumpen wie beispielsweise das Ecodan-System bieten hierfür die besten Voraussetzungen.

wichtiges Statement in puncto Unabhängigkeit. Denn während fossile Brennstoffe nicht nur immer teurer werden, sondern auch immer öfter aus politisch unsicheren Drittstaaten kommen, haben Hauseigentümer mit einer Wärmepumpe es sogar in der Hand, den benötigten Strom besonders umweltschonend mit einer Photo­ voltaik-Anlage selbst zu erzeugen.

Wärmevorrat im effizienten Pufferspeicher Innovative Wärmepumpen wie das Ecodan-System von Mitsubishi Electric können dann zum Beispiel über ModBusAdapter und verschiedenste marktübliche, intelligente Strommanager den selbst erzeugten Strom für die Erzeugung von Wärme einsetzen. Und der Eigenverbrauch des Stroms ist in jedem Fall kostengünstiger als die geringe Einspeisevergütung. Deswegen nutzen aktuelle Strommanager den jeweils zur Verfügung stehenden Strom so gut aus, dass Wärme auch mal „auf Vorrat“ produziert und in einen Pufferspeicher eingelagert werden kann. Das passiert insbesondere dann, wenn gerade mehr Strom produziert als gebraucht wird.

Doch Ecodan Wärmepumpen gehen noch einen Schritt weiter und bieten zusätzlichen Komfort, denn sie können bereits in die intelligenten Stromnetze der Zukunft eingebunden werden. Smart Grid – kurz SG – ist die englische Bezeichnung für ein intelligentes Stromnetz. Hierin sind Stromerzeuger, Speicher, elektrische Verbrauchsgeräte und Netzbetriebsmittel miteinander verbunden. So soll eine effiziente und zuverlässige Stromversorgung sichergestellt werden. Für Verbraucher kann die Anbindung ihres Haushaltes an ein Smart Grid finanzielle Vorteile aus der effizienten Nutzung der in diesem Netzwerk verteilten, elektrischen Energie bedeuten. Wärmepumpen, die bereits Teil dieses intelligenten Stromnetzes sein können, werden mit dem SG-Ready-Label ausgezeichnet – wie das Ecodan-System. Gleichzeitig wird die Anschaffung einer Wärmepumpe mit SG-Ready-Label bei Kombination mit einem entsprechend dimensionierten Speicher mit einer staatlichen Förderung von 500 Euro begünstigt – zusätzlich zu der Basisförderung im Marktanreiz­ programm des BAFA.

Foto: www.ecodan.de

um zehn Jahre, sondern auch um völlig


S O L A R- ZIEG EL

Energie-Pfannen Als Alternative zu Photovoltaik-Modulen bietet der deutsche Hersteller Autarq seit

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ie Solardachziegel werden laut Anbieter passend zu den vorhandenen Dachpfannen gefertigt und mit dem Solarmodul zu einem robusten Bauteil verbunden. Die Langlebigkeit entspricht denen der Original­ziegel, Was­ serführung und Dichtigkeit bleiben erhalten. Am Dach selbst sind keine Änderungen notwendig: Das Gewicht entspricht etwa dem Originalziegel, die Dachstatik wird nicht beeinträchtigt, Kabel und Steckkontakte liegen unter der Dachhaut und sind so gegen Witterungseinflüsse geschützt. In Verbindung

mit der ungefährlichen Schutzkleinspannung bietet Autarq damit ein Produkt für Sanierung und Neubau an. Durch eine Parallelschaltung ist das System unempfindlich gegenüber Verschattungen. Dachfenster, Kamine, Lüftungsrohre oder Antennen haben wenig Einfluss auf die Installation und den Betrieb einer solchen Anlage. Der Dachdecker führt die Installation der Solardachziegel durch, verlegt die Kabel-

bäume und deckt dann die neuen Solarziegel im Verbund mit den übrigen Dachziegeln ein. Die Elektroarbeiten im Haus erfolgen unabhängig von den Montage­ arbeiten auf dem Dach anschließend durch den Elektroinstallateur.

www.autarq.com

mehreren Jahren Solardachziegel an.

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Entscheiden Sie sich lieber für einen Dachs.

Der Dachs.

Das Kraftwerk für Wärme und Strom.

Der Dachs erzeugt nicht nur Wärme und Warmwasser, sondern auch Strom. Und das höchst energieeffizient, denn mit einem Dachs geht so gut wie keine Energie verloren. Ein Dachs eignet sich übrigens auch bestens zur effizienten Haussanierung, denn er sorgt für Bestnoten im Energieausweis, auch bei schlecht gedämmten Häusern und denkmalgeschützten Gebäuden. Mit dem Dachs senken Sie Ihre Energiekosten, verdienen an der Stromproduktion – und staatlich gefördert wird er auch.

E n e r g i e - A u t a r k i e 19 Jetzt informieren unter: www.senertec.de


S YS T EM TECH NIK

Der Weg zur Autarkie Der Wunsch nach (mehr) Unabhängigkeit vom Netzstrom lässt sich im Eigenheimbereich am einfachsten mit einer Photovoltaikanlage realisieren. Um dieses Ziel sowie hohe, renditefördernde Eigenverbrauchsquoten zu erreichen, sind ergänzende Strategien notwendig. Dazu zählen vor allem ein intelligentes Energiemanagement, angepasste Verbrauchsstrategien, ein passender Batteriespeicher sowie die Mitgliedschaft in einer „Strom-Cloud-Community“.

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ie Photovoltaik-Anlage eines typischen Eigenheims kann normalerweise nicht an jedem Tag des Jahres den kompletten Strombedarf eines Haushalts decken. Zum einen scheint nachts keine Sonne und im Jahresverlauf schwankt die Solarernte witterungsbedingt. Hinzu kommt, dass das Solarstrom­angebot und der Strombedarf im Haus öfter nicht deckungsgleich sind. Aus diesen Gründen sind Eigenversorgungsan-

Eigenverbrauchsanteile bis etwa 60 % sind in der Regel nur in Verbindung mit einem leistungsfähigen Batteriespeicher möglich. www.vaillant.de

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teile von etwa 20 bis 25 Prozent typisch für ein durchschnittliches Eigenheim. Um Eigenverbrauchsanteile bis etwa 40 Prozent zu erreichen, ist ein gewisser Mehraufwand notwendig: eine bedarfsgerechte Anlagenplanung, eine aktive Verbrauchsanpassung durch die Bewohner und ein abgestimmtes Lastmanagement mittels spezieller Energiemanager-Systeme. Diese steuern den Einsatz der einzelnen Stromverbraucher im Haushalt entsprechend den Gerä-

teanschlussleistungen und dem Solar­ertrag der Photovoltaikanlage. So gehen zum Beispiel mit Wäsche bestückte Waschmaschinen und Trockner dann automatisch in Betrieb, wenn ein entsprechend großes Solarstromangebot zur Verfügung steht. Manche Energiemanager-Systeme können sogar Handlungsempfehlungen errechnen. Sie verknüpfen dazu das erlernte Verbrauchs­ profil des Haushalts mit der SolarstromErzeugungsprognose, basierend auf einem


Energiemanager überwachen, steuern und regulieren sämtliche Energieflüsse eines Haushaltes und sorgen für eine optimale Eigenverbrauchsrate. www.solarwatt.de

Neben unterschiedlich dimensionierten bodenstehenden Batterien werden auch kleinere Wandspeicher-Modelle angeboten, die sich sogar auch im Wohnumfeld sehen lassen können. www.sonnen.de

Bei den Batterie-Technologien konkurrierten bis vor einiger Zeit noch Blei- und Lithium-Ionen basierte-Modelle miteinander. Klar durchgesetzt hat sich im Eigenheimbereich inzwischen die Lithium-Ionen-Technologie. Sie bieten vor allem technische Vorzüge, wie deutlich höhere Wirkungsgrade und Entladetiefen, mehr Be- und Entladezyklen sowie niedrigere Selbstentladung. Außerdem sind Lithium-Ionen-Batterien kompakter und einfacher zu installieren. Allerdings darf dabei die potenzielle Brandgefahr nicht außer Acht gelassen werden. Speziell für Lithium-Ionen Heimspeicher gibt es deshalb einen Sicherheitsleitfaden.

Wettervorhersage-Tool für den jeweiligen Anlagenstandort. Hilfreich sind zudem anschauliche Auswertungsmöglichkeiten des Stromverbrauchs über Apps und SoftwareTools, damit die Hausbewohner bei Bedarf auch ihr eigenes Verbrauchsverhalten solarstromoptimiert anpassen können.

Zwischenlager für den Solarstrom Durchschnittliche Eigenverbrauchsanteile bis etwa 60 % sind in der Regel nur in Verbindung mit einem leistungsfähigen Batteriespeicher möglich. Diese nehmen in einstrahlungsstarken und verbrauchsarmen Phasen den überschüssigen Solarstrom auf, der sich dann zeitversetzt während der schwächeren Einstrahlzeiten nutzen lässt.

Unterschiedliche Lösungen ermöglichen, dass in den sonnigen Monaten nicht nur die Energiespeicher für den Haushalt immer gut gefüllt sind, sondern auch das Elektroauto geladen und sogar das Warmwasser mit PV-Strom erzeugt wird. www.fronius.com E n e r g i e - A u ta r k i e

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S YS T EM TECH NIK

Der Eigenverbrauch lässt sich auch mit Hilfe eines Elektrofahrzeuges steigern. Es kann beim Energiemanagement als zusätzlicher Speicher fungieren. www.sonnen.de

Auch wenn ein Batteriespeicher im Haus ist, können Elektro­ geräte wie Waschmaschinen und Wäschetrockner ins System eingebunden werden. www.senec-ies.com

Lithium-Ionen-Speichersysteme gibt es in den verschiedensten Größen. Für den Eigenheimbereich typisch sind Batterien mit 2 bis 8 Kilowattstunden Nennspeicherkapazität. Die durchschnittlichen Endverbraucherpreise sind rasant gefallen: seit Mitte 2013 von über 2600 auf etwa 1300 Euro pro Kilowattstunde (inklusive Leistungselektronik und Mehrwertsteuer) im Jahr 2017. Allerdings gibt es eine hohe Preisspannweite bei den Heimspeichersystemen – abhängig von Hersteller, Ausstattung, Dimensionierung und Funktionalität, also ob zum Beispiel eine Art „Notstromversorgungs-Funktionalität möglich ist. Übrigens: Eine bundesweite staatliche Förderung ist über das KfW-Programm Nr. 275 „Erneuerbare Energien – Speicher“ noch bis zum 31.12.2018 möglich.

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Beispiel für 100 Prozent Autarkie: Im virtuellen Stromspeicher Q.Home Cloud (ab Anfang 2019) von Q Cells wird der überschüssige Solarstrom, den der Heimspeicher nicht mehr fassen kann, gespeichert. Alle Teilnehmer an dieser virtuellen Cloud können den Strom später (im Bedarfsfall) wieder abrufen. Je nach individuellem Strombedarf gibt es diverse Paket­größen. Sollte ein Hausbesitzer am Jahresende mehr Strom eingespeist haben als im Tarif vorgesehen, bekommt er die Differenz zum vereinbarten Einspeisetarif ausgezahlt. www.q-cells.de

Die Speicher-Dimensionierung muss individuell erfolgen. Zu den entscheidenden Kriterien gehören die Größe und Ausrichtung der Photovoltaikanlage, der Jahresstromverbrauch des Haushalts sowie das Nutzungsverhalten. Simulationsberechnungen helfen dabei, die Auswirkungen zu verdeutlichen und die jeweils optimale Speichergröße zu ermitteln.

Weitere Maßnahmen und Strategien Hausbesitzer, die einen Eigenverbrauchsanteil oder Autarkiegrad von über 60 bis zu 100 Prozent anstreben, müssen in zusätzliche Maßnahmen und Strategien investieren. Dazu gehören sehr großzügig dimensionierte Photovoltaikanlagen und Heimspeicher oder auch Elektrofahr-

zeuge, die gleichzeitig als Speicher und Verbraucher für den selbst produzierten Stroms fungieren. Und in Niedrigenergiehäusern bietet sich der Einsatz von Elektro-Wärmepumpen und eventuell weiterer oder alternativer Produktlösungen an, um überschüssigen Solarstrom in Wärme („Power-to-heat“) umzuwandeln und in großen Heizwasserpufferspeichern zwischenzulagern. Voraussetzung dafür ist jedoch ein geeignetes Energiemanagement-System, welches das Solarstromangebot intelligent mit den Haushaltsstromverbrauchern und den Wärmeerzeuger(n) verknüpft. Zudem kann es vor allem in der kühleren Jahreszeit für einen hohen Autarkiegrad förderlich sein, wenn die Hausbewohner ihre Nutzungs- und Heizgewohnheiten ebenfalls entsprechend anpassen. Dazu gehört zum


ADRESSEN

AUTARKIE

INFO Erträge immer prüfen Bei regelmäßigen, wissenschaftlichen Auswertungen von Photovoltaiksystemen zeigt es sich immer wieder, dass manche Anlagen im Jahresverlauf zu wenig Solarstrom erzeugen, oder der Eigenverbrauchsanteil zu niedrig ist. Ursachen dafür könnten zum Beispiel sein: übermäßige Verschattung der Solarmodule, mangelhafte Installation, vorzeitige Alterung oder Beschädigung der Module, ein nicht richtig oder optimal funktionierendes Energiemanagement oder schlechte Be- und Entladestrategien in Verbindung mit dem Batteriespeicher. Wichtig ist deshalb, dass der Betreiber den Stromertrag und die Höhe des Eigenstromverbrauchs seines Photovoltaiksystems regelmäßig überprüft. Denn nur dann kann der Fachmann nach Fehlern oder Defekten suchen oder die Einstellungen nachjustieren. Neben der individuellen Auswertung der Daten von entsprechenden Messeinrichtungen und Sensoren mittels eines geeigneten Softwaretools empfiehlt es sich zudem, über Online-Monitoringportale die Daten auch mit anderen Anlagenbesitzern (regional) abzugleichen. Neben dem Angebot von Herstellern gibt es auch frei zugängliche Datenbanken, wie zum Beispiel www.pv-ertraege.de.

Beispiel, dass an kalten Tagen weniger intensiv und entsprechend dem solaren Wärmeangebot geduscht und gebadet wird. Wer eine faktisch komplette Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromversorger anstrebt, sollte sich die Angebote bestimmter Batteriespeicherhersteller, Energieversorger und Energiedienstleister genauer anschauen: Im Zeitalter der „Sharing-Economy“ bieten sie Hausbesitzern Zugang zu sogenannten Energie-, Strom- und CloudCommunities an. Dabei wird der eigene Batteriespeicher Teil eines großen, virtuellen Stromspeichernetzes, welches Solarstromüberschüsse aufnimmt und bei Bedarf an die Mitglieder wieder abgibt. Für das gemeinsame Teilen des selbsterzeugten Stroms gibt es spezielle Vergütungen und Vorteile bis hin zur Stromflatrate, bei der

Energiemanager zur Überwachung und Steuerung der Anlage helfen dabei, das System im Auge zu behalten und gegebenenfalls rasch reagieren zu können. www.sharp.de

das Eigenheim im Bedarfsfall kostenlos mit (Rest-)Strom von den Community-/Netzwerk-Partnern versorgt wird. Zudem garantieren manche Anbieter, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Es zeichnet sich bereits ab, dass es weitere und veränderte Sharing-Angebote geben wird, die ergänzend das Betanken von Elektrofahrzeugen oder die Stromversorgung einer Zweitwohnung oder eines Ferienhauses ermöglichen. Auch Miet- und Pachtmodelle für Photovoltaikanlage und Batteriespeicher sind im Kommen.

Autarq Brüssower Allee 87, 17291 Prenzlau, Tel. (040) 40187860, www.autarq.com BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Frankfurter Str. 29-35, 65760 Eschborn, Tel. (06196) 908-0, www.bafa.de BSW – Bundesverband Solarwirtschaft Lietzenburger Straße 53, 10719 Berlin, Tel. (030) 2977788-0, www.solarwirtschaft.de Ecodan – Mitsubishi Electric Europe B.V. Mitsubishi-Electric-Platz 1, 40880 Ratingen, Tel. (02102) 486-0, www.mitsubishi-les.de, www.ecodan.de eG Wohnen 1902 Heinrich-Albrecht-Str. 16, 03042 Cottbus, Tel. (0355) 75280, www.eg-wohnen.de, www.cottbus-sonne.de Eniosol Hauptstraße 42, 88167 Grünenbach, Tel. (08383) 9228094, www.eniosol.de Ennogie ApS – Vertrieb Deutschland Drosselsteig 17, 39110 Magedburg, Tel. (0391) 24309916, www.ennogie.com EVO VertriebDeutschland Robert-Bosch-Straße 2 - 6, 88487 Mietingen, Tel. (0800) 2505050, www.e-v-o.de Fronius International Froniusplatz 1, 4600 Wels/ ÖSTERREICH, Tel. (0043) 7242/2413100, www.fronius.com Hanwha Q Cells Sonnenallee 17 - 21, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. (03494) 669910121, www. hanwha-qcells.com/de Helma Eigenheimbau Zum Meersefeld 4, 31275 Lehrte, Tel. (05132) 8850-0, www.helma.de HPS – Home Power Solutions Carl-Scheele-Straße 16, 12489 Berlin, Tel. (030) 51695810, www.homepowersolutions.de Leukefeld, Timo – Energie verbindet Halsbrücker Straße 34, 09599 Freiberg, Tel. (03731) 4193860, www.timo-leukefeld.de LG Electronics Deutschland Berliner Str. 93, 40880 Ratingen, Tel. (02102) 7008-0, www.lg.com Nelskamp Dachziegelwerke Waldweg 6, 46514 Schermbeck, Tel. (02853) 91300, www.nelskamp.de Oldani Architektur & Bauberatung Klostermatt 2, 5522 Tägerig/SCHWEIZ, Tel. (0041) 56/4706384, www.architekt-oldani.ch

Panasonic Electric Works Europe Robert-Koch-Straße 100, 85521 Ottobrunn, Tel. (089) 45354-1000, www.eu-solar. panasonic.net PVP Photovoltaik Wernersdorf 111, 8551 Wels/ÖSTERREICH, Tel. (0043) 3466/430300, www.pvp.co.at Q-Cells Sonnenallee 17 - 21, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. (03494) 66990, www.q-cells.de Salm Fassadenbau Veltheimerstraße 2, 5107 Schinzach-Dorf, Tel. (0041) 56/4604080, www.fassadenbausalm.ch Senec.ies – Deutsche Energieversorgung Wittenberger Str. 15, 04129 Leipzig, Tel. (0341) 870570, www.senec-ies.com SenerTec Carl-Zeiß-Str. 18, 97424 Schweinfurt, Tel. (09721) 651-0, www.senertec.de Sharp Energy Solutions Europe Nagelsweg 33 -35, 20097 Hamburg, www.sharp.de SMA Solar Technology Sonnenallee 1, 34266 Niestetal, Tel. (0561) 9522-0, www.sma.de SolarEdge Technologies Werner-Eckert-Str. 6, 81826 München, Tel. (089) 4545970, www.solaredge.com/de Solarenergie-Förderverein Deutschland – SFV Frère-Roger-Str. 8–10, 52062 Aachen, Tel. (0241) 511616, www.sfv.de, www.pv-ertraege.de Solarmax Zur Schönhalde 10, 89352 Ellzee, Tel. (03733) 507840, www.solarmax.com Solarwatt Maria-Reiche-Str. 2a, 01109 Dresden, Tel. (0351) 88950, www.solarwatt.de Sonnen Am Riedbach 1, 87499 Wildpoldsried, Tel. (08304) 92933-400, www.sonnen.de Sonnenhaus-Institut e.V. Nordweg 11, 94469 Deggendorf, Tel. (0991) 2909844, www.sonnenhaus-institut.de Sonnenstromfabrik CS Wismar An der Westtangente 1, 23966 Wismar, Tel. (03841) 30490, www.sonnenstromfabrik.com/de Sybac Berlin Normannenstraße 40, 10367 Berlin Vaillant Berghauser Str. 40, 42859 Remscheid, Tel. (02191) 180, www.vaillant.de Weberhaus Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx, Tel. (07853) 83-0, www.weberhaus.de

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