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Liebe Leserin, lieber Leser

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chon lange schreiben wir uns die Finger dafür wund, dass die Hauseigentümer, die sich einen professionellen Sanierungsfahrplan für ihr Haus erstellen lassen, unterstützt werden. Seit 1. Juli 2017 gibt es diese sinnvolle Förderung. Jetzt sind Sie an der Reihe. Nutzen Sie die Möglichkeit, die Gebäudesanierung in vorher festgelegten sinnvollen Schritten anzugehen. An Wänden, Fenstern, Heizungen und Dächern gibt es viel zu planen – oft über viele Jahre hinweg. Hier hilft der neue Sanierungsfahrplan, den die Deutsche Energie-Agentur (dena) im Konsortium mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung und dem Passivhaus Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entwickelt hat: Er fasst anschaulich die Ergebnisse einer Energieberatung zusammen und verschafft Hauseigentümern schnell einen Überblick über die geplanten Effizienzmaßnahmen. Der Fahrplan wird im Rahmen der Vor-Ort-Beratung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Ergebnis einer Energieberatung anerkannt und gefördert. Der Sanierungsfahrplan legt potenziellen Bauherren die auf die persönliche Situation abgestimmten Möglichkeiten für die Schritt-fürSchritt- oder Gesamtsanierung in einem Zug dar. Die farbgeleitete Darstellung des aussagekräftigen Sanierungsfahrplans lehnt sich dabei an die bereits bekannte Farbskala im Energiebereich an. Sie soll Hauseigentümern helfen, die Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes leicht zu verstehen. Die Zusammenstellung der Sanierungsmaßnahmen richtet sich nach dem Gebäude, den individuellen Bedürfnissen und persönlichen Wünschen des Hauseigentümers. Das BAFA zahlt bis zu 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal jedoch 800 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser und 1100 Euro für Wohngebäude mit drei und mehr Wohneinheiten. Für Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es zusätzlich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Energieberatungsbericht in Wohnungseigentümerversammlungen erläutert wird. Und jetzt viel Freude beim Lesen unseres Magazins!

Kurt Jeni, Chefredakteur


I N H A LT ALTHAUS M ODE RNISIERE N

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Ehemaliger Gutshof

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Titelhaus

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Bauernhaus

Aufstockung

R EPORTAGEN

R AT G E B E R

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Sanierung Mit einem auf die Modernisierung alter Häuser spezialisierten Planer und Architekten haben die Haus- besitzer einem maroden Gutshof neues Leben eingehaucht. 18 Umbau Frank Jürgen Hintzenstern sah in einem Zweifamilienhaus von 1938 einen Rohdiamanten. Als Architekt konnte er ihn selbst schleifen. 24 Aufstockung Das ursprüngliche Walmdachhaus aus den 1960er-Jahren war alles andere als ein Schmuckstück. Nach der Sanierung steht an dieser Stelle ein moderner Baukörper. 76 Bauernhaus Nach Garmisch-Partenkirchen passt ein Bauernhaus mit Stall und Heu- boden oder dieses Ferienhaus.

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Schiefer von A bis Z Ganz nah am Bodensee entstand ein Design-Objekt in markantem schwarzen Schiefer-Look. Fassadendämmung Eine professionell geplante und ausgeführte Dämmung spart Energie. Haustür & Eingang Wer die Tür auswechselt, sollte die komplette Neugestaltung des Eingangs in Erwägung ziehen. Flächenheizung Die unsichtbaren Fußboden- und Wandheizelemente sorgen für eine behagliche Strahlungswärme. Live vor Ort: Smart Home Bauherr Marc Humme setzt bei sich zu Hause auf die digitale Zukunft. Live vor Ort: Saunaeinbau Ein mittelalterliches Fachwerkhaus hält so manche Überraschung parat.


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Küchen

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Mauerwerksanierung

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Haustüren

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Dämmung

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Flächenheizung

PRO D UKT E UN D S E R VI C E

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Dachschiebefenster Die mit einem Dachschiebefenster renovierte Loggia bietet einen herrlichen Ausblick über Altona. Mauerwerksanierung Feuchtigkeit setzte dem Gewölbe- keller von Harald Müller-Rohde gewaltig zu. Jetzt kann er darin sogar wieder Billard spielen. Live vor Ort: Fußbodenheizung Testerfamilien haben über zwölf Monate ihre Erfahrungen mit einem speziellen System notiert. Hilfe bei Kalk & Rost Gewinnen Sie das Wasserbehand- lungssystem Aquabion inklusive Einbau im Wert von 1999 Euro. Küchen Moderne Einbauküchen präsentieren sich als Kommunikationszentren. Wir zeigen neue Ideen für Ihr Zuhause.

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Aktuell Neues & Interessantes

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Schaufenster Erlesene Produkte

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Auf der Richtung Süden ausgerichteten Hofseite befinden sich die SolarhybridModule. Sechs Velux-Fenster auf dieser Seite bringen Licht und Luft ins Dachgeschoss.

Gut durchdacht Die Sanierung eines verfallenen Gutshofes in Brandenburg beweist, dass Energieeffizienz auch im Altbau möglich ist. Das alte Haus wurde mit viel Eigenleistung in ein modernes und klimaneutrales Gebäude verwandelt.

Wo es nur ging, blieb das alte Gebälk erhalten. Die drei kleinen Fotos zeigen, dass es ein weiter Weg war, bis das etwa 50 Quadratmeter große Wohnzimmer den einzigartigen Charme ausstrahlen konnte, den das Bild rechts vermittelt.

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REPO RTA GE SANIE RUNG

Mit der „Pinselputz“-Technik, hier kommt der Feinputz direkt auf die gereinigte Oberfläche, erstrahlt die alte Mauer in neuem Glanz. Links kommt ein Kaminofen ins Bild, der im Winter zusätzlich für wohlige Wärme sorgt.

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Viel Tageslicht durch die Dachfenster und alte Holzbalken machen das Wohnzimmer wohnlich und gemütlich.

Rechts Mitte: Dank der Helligkeit durch die Dachfenster wirkt das Schlafzimmer trotz niedriger Decke nicht beengt. Zum Schlafen verdunkeln die außen liegenden Rollläden den Raum. Rechts: Nach dem Duschen oder Baden kann die feuchte Luft schnell durch das Fenster entweichen.


REPO RTA GE SANIE RUNG

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Foto: Knauf/Stephan Klonk

Foto: Knauf/Bernd Gallandi

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Links: Die Küche befindet sich im Erdgeschoss und hat direkten Zugang zur Terrasse und Garten. Unten links: Mit dem maschinell aufgebrachten Knauf Rotkalk Grund ließen sich Unebenheiten im alten Mauerwerk kompensieren. Für die Beschichtung der Wände wählten die Bauherren Knauf Rotkalk. Der Kalkputz erfüllt hohe bauphysikalische Ansprüche an Raumhygiene, Raumluft und Wohnqualität. Unten: Montagewände vor den historischen tragenden Wänden schafften im Bad den Platz für die Installationen nach heutigen Komfortmaßstäben. Der Trockenbau bot hier die elegante Möglichkeit, ebenso dekorative wie nützliche Nischen in die Wand zu integrieren.

A

ls die Familie Randewig 1997 den seit Jahrhunderten im Familienbesitz befindlichen Gutshof endlich zurückerhielt, mischte sich in die Freude auch Frust: Fast 50 Jahre Fremdnutzung und anschließender Leerstand hatten ihre Spuren hinterlassen und das schöne Gebäude in eine Bauruine verwandelt. Randewigs ließen sich nicht entmutigen und beschlossen, den alten Gutshof von 1881 schrittweise zu sanieren. „In dem Haus wurden mein Vater und mein Großvater geboren“, erzählt Timm Randewig. „Wir wollten sicher sein, dass alles genau so umgesetzt wird, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir nutzten die Möglichkeit, an den Wochenenden und in unserer Freizeit viel selber zu machen.“ Das Haus steht zwar nicht unter Denkmalschutz, zählt aber zur erhaltenswerten Bausubstanz. Ziel war es, den Charme des Hauses wiederherzustellen und trotzdem nicht auf modernste Technik verzichten zu müssen, energetisch sollte das Haus auf dem neuesten Stand sein. Als erstes mussten die Wände im Keller,

Foto: Knauf/Stephan Klonk

Foto: Knauf/Alexander Laljak

dessen alte Feldsteine vom Bau des

Hauses erzählen, und die Außenwände trockengelegt werden. Auch die Decken waren stark beschädigt. Der Dachstuhl wurde so verstärkt, dass die Wärmedämmung mit 30 Zentimeter Platz hatte. Dem Umbau des bisher ungenutzten Dachbodens zum Wohnraum stand nun nichts mehr entgegen. Das Dachgeschoss ist heute Prunkstück des neuen Zuhauses, es beherbergt nun Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Insgesamt 11 Dachfenster, verteilt auf beide Seiten des Daches, lassen das Tageslicht in das Dachgeschoss herein, denn: „Uns ist ein gesundes Raumklima sehr wichtig“, sind sich Liv und Timm Randewig einig. Dass dafür Tageslicht und frische Luft eine entscheidende Rolle spielen, war beiden klar. Im Wohnzimmer, dessen Decke zum Teil bis in den 12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 11


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vorher

Dachfirst geöffnet wurde, lassen nun sechs große Velux-Fenster das Tageslicht herein. Dadurch, dass der Raum an der Dachseite so hoch ist, konnten je zwei der 1,40 Meter hohen Dachfenster übereinandergesetzt werden. Das Tageslicht fällt so bis in die Mitte des 50 Quadratmeter großen Raumes. Ursprünglich wollten Randewigs eine kleinere Dachfensterlösung wählen, sind nun aber glücklich, auf den Rat ihres Architekten eingegangen zu sein. „Es ist einfach unglaublich, wie hell und freundlich unser Wohnzimmer dadurch ist, die sechs Dachfenster schaffen eine ganz neue Raumerfahrung“, schwärmt Timm Randewig. So profitieren auch das Schlaf- und das Badezimmer von großen Fenstern. Ein eventuelles Aufheizen der Räume im Sommer wird durch außen liegende, elek-

trisch bedienbare Rollläden reguliert. Sie dunkeln die Räume bei Bedarf ab und sorgen dafür, dass die Sonnenstrahlen gar nicht erst auf die Fensterscheibe treffen. Die Wärmeeinstrahlung durch ein 12 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Dachfenster lässt sich um bis zu 92 Prozent reduzieren. Im Zusammenspiel mit der neuen Dachdämmung bleiben die Räume in der Regel daher angenehm temperiert. Aber auch zum Lüften spielen die Fenster eine wichtige Rolle. „Besonders am Abend genießen wir es, die Dachfenster auf beiden Seiten zu öffnen und schnell frische und kühle Luft ins Dachgeschoss hereinzulassen. Und dass nach dem Duschen ordentlich gelüftet wird, um die feuchte Luft loszuwerden, versteht sich von selbst“, betonen Randewigs, „schließlich haben wir den Schimmel gerade erst beseitigt“. Zur Gewährleistung eines konstanten Luftwechsels haben Randewigs zwar eine Be- und Entlüftungsanlage installiert, aber gerade nach dem Duschen funktioniert die Fensterlüftung viel schneller. Für ein gesundes Raumklima verzichten Randewigs auch auf Tapeten an den Wänden. Die Wände sind mit offenporigem Kalkputz verputzt und nur an einigen Stellen mit einer passenden Farbe


Ganz links: Auf der Straßenseite blieb das historische Bild mit der typischen alten Teilung der Fenster und dem grünen Putz erhalten. Es entstand somit eine an das ursprüngliche Aussehen angelehnte Architektur, hinter der sich aber eine energetische Modernisierung zum Energie-Plushaus im Bestand verbirgt: Der Altbau von 1881 produziert heute mehr Endenergie als er selbst verbraucht. Links: Die drei Randewigs fühlen sich in ihrem frisch sanierten Zuhause pudelwohl.

WOHNEN

Rechts: Das ausgebaute Dachgeschoss bietet nun Platz für ein großes Wohnzimmer sowie ein Schlaf- und ein Badezimmer. BAD

SCHLAFEN

ALT ABBRUCH NEU DÄMMUNG

DACHGESCHOSS

Auch in den unteren Etagen gibt es nach der Sanierung auf der Hofseite große Fens-

terfronten, zur Straßenseite hin blieb das historische Bild mit der typischen alten Teilung der Glasflächen und dem grünen Putz erhalten. Aber nicht nur die Optik war Randewigs wichtig, auch die Haustechnik sollte auf dem neuesten Stand und vor allem nachhaltig sein. Randewigs nutzen weder Öl noch Gas, sondern nur erneuerbare Energien: Photovoltaik, Solarthermie und

Geothermie sind die Energiequellen des Hauses. Herzstück ist dabei eine Erdwärmepumpe, deren vier Sonden jeweils 60 Meter tief in die Erde reichen. Auf der nach Süden ausgerichteten Dachseite sind Solarhybrid-Module installiert: Über Photovoltaik-Zellen erzeugen sie Strom, über Solarthermie Wärme. Ein Niedertemperaturheizsystem, eine Fußbodenheizung mit der Option zum Heizen und Kühlen und eine Sole/Wasser-Wärmepumpe sind die wesentlichen Komponenten, die aus dem Altbau ein energieeffizientes Gebäude machen. Solare Energiegewinne im Winter – vor allem durch die Dachfenster auf der Südseite des Hauses – tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Randewigs sind sich sicher, dass sich die Investition in so viel Technik lohnt: „Die Behaglichkeit des Hauses wird erhöht. Wir haben das auch genau durchdacht und durchgerechnet. Und auf lange Sicht brauchen wir uns um Preissteigerungen bei Strom und Gas nicht mehr zu sorgen“, meint Liv Randewig. I

FAK TEN Baujahr:1881 Wohnfläche: 280 m2 Ausführung WärmedämmVerbundsystem/Innenputz: Ensminger Putz- und Fassadenbau, Nennhausen; Fachberatung: Frank Plener, Jens Schmeer, Ralf Lehmann (Knauf Gips KG), Harry Kliebe (Knauf Insulation) Dachfenster: Vier Schwingfenster in Kunststoffausführung, Größe 78 x 118 cm, sechs Schwingfenster in Kunststoffausführung, Größe 78 x 140 cm, jeweils ausgerüstet mit IntegraElektro-Rollladen. Ein Ausstiegsfenster in Kunststoffausführung, Größe 55 x118 cm (alle Velux) Architektur: Integra Planen und Gestalten GmbH, Dipl.-Ing. Ulrich Zink, Freier Architekt www.integraberlin.de

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Fotos, wenn nicht anders angegeben: Velux Deutschland GmbH

gestrichen. Dieses natürliche Kalk-Putzsystem trägt durch seine raumluftaktiven Eigenschaften zu einem gesunden Raumklima bei. An einer Giebelseite im Wohnzimmer haben sich Randewigs für den sogenannten „Pinselputz“ entschieden. Dabei wird der Feinputz direkt auf das gereinigte Mauerwerk aufgetragen und die alte Bausubstanz so zu neuem Leben erweckt. Im Zusammenspiel mit den alten Holzbalken werden hier der Geist und das Ambiente des alten Hauses auf schöne Art und Weise wiederbelebt.


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Früher wurde im Winter nicht gebaut. Heute wird das ganze Jahre hindurch betoniert, gemauert, verputzt und Estrich gegossen. Möglich machen das milde Winter, moderne Baustoffe und mobile Heizungssysteme. Die Baustoffe müssen allerdings nach Herstelleranund -vorgabe eingesetzt werden. Nicht alle Baufirmen beachten die Gebrauchsanweisungen, so die Erfahrung von Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB). „Das Bauen bei fallenden und winterlichen Temperaturen hat seine Tücken“, weiß der Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg/ Südbaden. „Viele Baustoffe haben eine vom Hersteller vorgegebene Verarbeitungstemperatur. 14 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Die meisten Baustoffe können bis 5 Grad Celsius eingesetzt werden. Darunter nicht mehr.“ Das Problem sind die Abbinde- und Trocknungszeiten. Ein Estrich oder Putz beispielsweise braucht mehrere Tage zum Abbinden (zu erhärten) und mehrere Wochen um durchzutrocknen. In dieser Zeit darf die Temperatur nicht unters Limit sacken. „Das klappt oft nicht“, weiß Marc Ellinger. „Gerade bei Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, beobachten wir bei den Baukontrollen später häufig frostbedingte Schäden. Dazu gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, sprich Hohlstellenbildung.“ Maßgeblich für die Verarbeitungstem-

peratur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außen- und die Bauteiltemperatur, also eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen. Damit die Temperatur nicht unter die kritische Marke sinkt, hilft nur Heizen. „Damit muss die Baufirma rechtzeitig anfangen“, mahnt der Sachverständige, „sonst kühlt der Bau erst aus und muss dann wieder unter Einsatz von viel Energie aufgeheizt werden.“ Das Heizen der Baustelle kann teuer werden. Normalerweise sollte die Baufirma die Kosten dafür tragen. „Besser ist aber, das Thema vor Vertragsschluss zu besprechen und eindeutig zu regeln“, empfiehlt Marc Ellinger. www.vpb.de

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WERTARBEIT AUS LAHR Grohe, der weltweit führende Hersteller von Sanitärarmaturen, ist weiterhin auf Wachstumskurs und hat in sein Werk in Lahr, BadenWürttemberg, investiert. Der Ausbau der Galvanik-Anlage, mit der sich Kunststoffteile wie Duschköpfe verchromen lassen, ermöglicht eine Kapazitätssteigerung in der KunststoffVerchromung am Standort um bis zu 70 Prozent. Mehr als 40 neue Arbeitsplätze entstehen vor Ort. In Lahr steht somit das größte Grohe-Werk in Deutschland. Mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen unter anderem dafür, dass täglich über 20 000 Duschbrausen das Werk in Lahr verlassen – und von hier aus in die ganze Welt verschickt werden. Die Nachfrage nach Brausen und Duschsystemen des Herstellers wächst stetig. Zu den im Werk hergestellten Produkten zählt die erfolgreiche Handbrause Tempesta und die AquaSymphony, eine der luxuriösesten Duschen der Welt. Zudem produziert Grohe sein neues Wassersicherheitssystem „Sense Guard“ in Lahr: eine Wassersteuerung, die selbst kleinsten Wasserverlust frühzeitig erkennt. Im Ernstfall eines Rohrbruchs kann sogar die Wasserversorgung automatisch durch das System abgestellt und somit ein größerer Schaden vermieden werden. www.grohe.de

B.I.G. MESSE-HIGHLIGHT FÜR BAUHERREN & GARTENFANS Vom 31. Januar bis 4. Februar 2018 ist in Hannover wieder B.I.G.-Time. Die B.I.G. ist Norddeutschlands größte Messe rund um die Themen Bauen, Immobilien, Garten und Einrichten. Besucher finden eine breite Produktvielfalt, Foren mit kostenlosen Vorträgen sowie kompetente Beratung von Experten zu aktuellen Themen wie Einbruchschutz/Sicherheit, Energieeffizientes Bauen oder Smart Home. Die B.I.G. 2018 findet wieder parallel zur abf statt, Norddeutschlands größter Freizeitmesse, und bietet den Besuchern somit noch mehr Programm für ein Messe-Ticket. Nicht verpassen: Das Planerdeck der Architektenkammer Niedersachsen. Hier stehen den Besuchern Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsplaner für kostenlose Gespräche und unabhängige Beratung zur Verfügung. Im Forum Wohnen und Energie geht es um energetisches Bauen und Sanieren. Außerdem stellen die Dachdeckerinnungen aus der Region ihr Leistungsspektrum vor, genau wie das Umweltzentrum Hildesheim. Brandaktuell ist das Thema Einbruchschutz: Auf der B.I.G. können die Besucher sich kostenlose Tipps vom Landeskriminalamt Niedersachsen und der Polizeidirektion Hannover zu Sicherungsmaßnahmen holen, außerdem gibt es eine große Auswahl an Alarm- und Videotechnik, Sicherheitstüren u. v. m. Unter dem Titel Garten & Ambiente präsentieren zahlreiche Aussteller eine Auswahl an Accessoires, Gartenmöbeln und anderen Dingen, die das Leben im Garten, auf der einrichten möchten, sind auf der B.I.G. ebenfalls richtig. Auf über 1500 Quadratmetern bieten Aussteller aus der Region Hannover eine große Auswahl an Polstermöbeln, Tischen, Küchen, Lampen, Accessoires. www.big-messe.de

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Terrasse und dem Balkon einfach schöner machen. Besucher, die sich lediglich neu


DESIGN AWARD HERAUSRAGEND GESTALTET Gleich mehrere Heiztechniklösungen des Systemexperten Buderus erhalten den German

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Design Award 2018 für einzigartiges Produktdesign. Ausgezeichnet in der Kategorie Excellent Product Design werden die Luft/Wasser-Wärmepumpe Logatherm WLW196i AR T und die Logano plus Serie mit ihren Öl- und Gas-Brennwertkesseln im Titaniumglas-Design. Das Control Center ConnectPRO, ein Ferndiagnose-Portal, das nur Heizungsinstallateure nutzen, wird in der Kategorie Excellent Communications Design prämiert. Die Jury des jährlichen Wettbewerbes kürt Produkte, die auf ihre Art wegweisend in der internationalen Designlandschaft sind. Die Preisverleihung des German Design Award 2018 ist Teil der Konsumgütermesse Ambiente im Februar in Frankfurt am Main. www.buderus.de

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TIPPS ZUR BAUFINANZIERUNG Wer seinen Hausbau oder Immobilienkauf optimal finanzieren möchte, sollte einige grundlegende Regeln beachten. Welche das sind, erläutert das neue Ratgeberblatt „Baufinanzierung“, das der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) aktuell in Kooperation mit dem Verbraucherratgeber Finanztip veröffentlicht hat. Übersichtlich fasst das neue Ratgeberblatt die wichtigsten Themen der Baufinanzierung in zehn Tipps zusammen. Die Punkte reichen von der Kalkulation, der Auswahl des geeigneten Kredits und der Laufzeitvereinbarung bis hin zur Nutzung öffentlicher Förderprogramme. Die Tipps helfen angehenden Bauherren, die richtigen Weichen bei der Finanzierung zu stellen und folgenschwere Fallstricke zu vermeiden. Auf diese Weise gewinnt man langfristige Planungssicherheit und spart nicht zuletzt bares Geld. Das Ratgeberblatt Nummer 51 steht auf der Homepage des BSB kostenlos zum Download zur Verfügung. Zum Ratgeberblatt: https://www.bsb-ev.de/verbraucherservice/ratgeber-aktuell Mit 50 000 bautechnischen und baurechtlichen Verbraucherberatungen ist der Bauherren-Schutzbund Deutschlands größte gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation für private Bauherren und Immobilienkäufer. Finanztip ist mit durchschnittlich mehr als 3 Millionen Besuchen im Monat Deutschlands größter gemeinnütziger Verbraucherratgeber.

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Der etwas andere Look Ausgangspunkt war ein Zweifamilienhaus, Baujahr 1938. Über die Jahrzehnte war nur wenig an der Struktur und an Details des Gebäudes geändert worden, sodass es der Architekt Frank Jürgen Hintzenstern effizient an die Bedürfnisse seiner Familie anpassen konnte. Heute präsentiert es sich individuell gestaltet und fit für die Zukunft.

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Viel Licht bis tief in den Raum: Die Stürze aller Fenster im Haus wurden erhöht.

ALTE HÄUSER SIND ROHDIAMANTEN Was sind die Geheimnisse einer gelungenen Modernisierung? Fragen an den Architekten und Bauherrn. Was waren die wichtigsten Punkte, die für den Kauf des Hauses sprachen? Meine Frau und ich suchten ein Haus am Ort, in einer gewachsenen Gegend. In einem Neubaugebiet zu bauen kam nicht in Frage, da uns die gewachsene Struktur viel mehr zusagte. Für diese Immobilie sprach auch, dass im Laufe der Jahre nichts Signifikantes an der Substanz verändert worden war, und sich unser ideales Raumprogramm würde umsetzen lassen. Welche Überlegungen gab es zum energetischen Konzept? Zunächst strebten wir Passivhausstandard an. Daraus wurde dann der sehr gute KfW-Effizienzhaus-40-Standard. Eine Pelletheizung ließ sich leider nicht realisieren, im Keller wäre beim gewünschten Raumprogramm nicht

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Platz genug für einen Tank gewesen. Die Installation einer vollflächigen Photovoltaik-Anlage schied bisher aus optischen Gründen aus, ist aber vorbereitet. Mit der Solaranlage decken wir jetzt zirka 50 Prozent des jährlichen Energiebedarfs. Was raten Sie Bauherren, die vor der Entscheidung stehen, ein gebrauchtes Haus zu erwerben? Obligatorisch sollte sein, einen kompetenten Fachmann hinzuzuziehen. Gründliche Prüfung der Substanz muss dann ausschließen, dass sich beim Modernisieren kostspielige Überraschungen ergeben. Auch sollte die Immobilie so strukturiert sein, dass sich die Vorstellungen der Bauherren optimal realisieren lassen. Bei unserem Haus war es zum Beispiel sehr gut möglich, horizontale und vertikale Durchlässigkeit in Form von Lufträumen und vergrößerten Fenstern zu schaffen. Auch bot sich unterm steilen Dach potenziell eine hohe Raumqualität.

Frank Jürgen Hintzenstern, Partner im Architekturbüro GHS, Münsingen


Die intensiv genutzte, frei stehende Terrasse erweitert als vorgesetzte Stahlkonstruktion den Wohnraum ins Grüne.

vorher

Hinter der schicken Außenhaut sitzen unter anderem die in den Vollwärmeschutz integrierten Rohre der Lüftungsanlage.

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REPO RTA GE U MBAU

ben Jahren noch eine homogene Optik. Kontrastierend dazu sind ein Teil der Leisten nach einem stringenten Schema rot angelegt, hier wurde die Farbe der mit Dickschichtlasur gefinishten, dreifach verglasten Holzfensterrahmen zitiert. Hellgrau engobierte Tonziegel von Creaton wiederum bilden die formal schlüssige Dachdeckung.

vorher

Ein altersgerechtes Mehrgenerationenhaus sollte entstehen, schon der Eingangs-

ALT DÄMMUNG NEU

KIND

WOHNEN

ESSEN

Die frühere Bühne wurde mit ausgebaut. Neu eingebrachte Hölzer nivellieren den Boden, die Gefache sind mit Zellulose gedämmt und mit OSB-Platten beplankt.

FAK TEN Baujahr:1938 Wohnfläche vorher: 200 m2 Wohnfläche heute: 250 m2 Dämmung: 20 cm Vollwärmeschutz (Mineralwolle), verstärkter Dachstuhl mit Zellulosedämmung und Holzweichfaserplatten im Aufbau Haustechnik: Gasheizung, kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, Solarthermie (25 m2)

KIND

Energiestandard: KfW-Effizienzhaus 40

TERRASSE FLUR

WINDFANG

FLUR WC VORRAT

KOCHEN

ERDGESCHOSS

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ELTERN HWR

OBERGESCHOSS

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Architekt: Frank Jürgen Hintzenstern Gehr Hintzenstern Schmid Architekten und Ingenieure Schillerstraße 20 72525 Münsingen Telefon 07381/929890 www.ghs-architekten.net

Fotos und Text: Bernhard Müller, Reutlingen

S

chon von Weitem fällt das Haus auf, und hebt sich ab von den umgebenden Gebäuden, die in den 1930er- bis 1950er-Jahren entstanden. Aus dem Rahmen fallen vor allem die straßenseitigen, als spangenförmige Einheit entworfenen Zubauten – der Carport und der überdachte Vorplatz – sowie die mit Flächen aus rhombusförmigen Lärchenleisten rhythmisierten Fassaden. Die Hölzer wurden mit einer Vergrauungslasur behandelt, und bieten auch nach sie-

bereich trägt diesem Ziel Rechnung: Geschützt durch die in Stahlrahmen gefasste Pressstapeldecke, gelangt man zur Haustür und in den neuen Anbau, der eine sechsstufige Treppe beherbergt. „Dort lässt sich bei Bedarf problemlos ein Treppenlift installieren“, sagt Frank Jürgen Hintzenstern. Mit dem weiteren Raumprogramm hat die fünfköpfige Familie für die Zukunft alle Optionen: Wohnen die Kinder heute noch im Obergeschoss, die Eltern im Dachgeschoss (Schlafzimmer), können die Eltern später ins barrierefreie Erdgeschoss ziehen, und eines oder mehrere der Kinder zum Beispiel die Einliegerwohnung nutzen. Auch außen wird sich bis dahin etwas ändern: Für die Terrasse ist eine gläserne, horizontale Überdachung geplant, ähnlich konstruiert wie das Dach des Carports. Die baulichen Voraussetzungen I sind schon geschaffen. 


REPO RTA GE A UFST OCK UNG

Vom Altbau zum vorher

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Für das Haus sprach ein weitläufiges Grundstück, das mit unverbaubarem Blick ins Grüne in ein kleines Wäldchen ausläuft: im urbanen Einzugsbereich ein absoluter Glücksgriff.


Energiesparhaus Als Altimmobilie gekauft, entwickelte sich das unauffällige Walmdach-Haus aus den 1960er-Jahren im Zuge seiner Sanierung zum modernen Bauhaus-Entwurf, dessen Anblick seine Bewohner immer noch begeistert. 12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 25


REPO RTA GE A UFST OCK UNG

Oben: Große Glasflächen lassen an zwei Seiten das angenehm schattige Licht des Waldes ein, dessen schöne Stimmung man auch in einem gemütlichen Sitzfenster mit Blick ins Tal genießen kann. Rechts: Die Übergänge zwischen den einzelnen Funktionszonen sind offen, die Verbindung zur Küche lässt sich durch satinierte Glasschiebetüren schließen.

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vorher

Oben: Auf HÜhe der Bäume gelegen, ist vor allem das Wohnensemble ein attraktiver Aufenthaltsbereich. Links: Es war wichtig, Aufstockung und Bestand, Holzbau und Mauerwerk handwerklich sauber zu verbinden.

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REPO RTA GE A UFST OCK UNG

Ganz oben: Besonders attraktiv ist auf der unteren Ebene das rund 18 m2 große vordere Zimmer mit seiner Glasschiebetür in den Garten. Oben: Diese Treppe führt zum Bad und den Schlafräumen, von denen man auf kurzen Wegen auf die Aussichtsterrasse gelangt.

Rechts oben: Das komfortable Bad im Dachgeschoss ergänzt die dort ebenfalls platzierten Individualräume.

Rechts: Die bodengleiche Dusche setzt bereits die Anforderungen ans barrierefreie Bad um.

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D

er moderne Entwurf bietet auf drei klar in Funktionsbereiche gegliederten Ebenen eine außergewöhnliche Wohnqualität. Um an diesen Punkt zu gelangen, wurden bei Planung und Ausführung einige Hürden genommen. Für erstere zeichnete Michael Rau von Glashaus Architekten in Aachen verantwortlich, für letztere die ZimmerMeisterHaus-Manufaktur Kampshoff im münsterländischen Bocholt. Architekt Michael Rau: „Wenn man solch eine Immobilie modernisiert, muss man

immer langfristig planen. Das schließt auch den Gedanken an den Wiederverkauf mit ein. Hier war es zum Beispiel wichtig, eine dem Grundstück entsprechende Wohn- und Nutzfläche in der Immobilie zu schaffen. Denn wenn sich später jemand für das Haus interessiert, erwartet er auch ein entsprechendes Raumprogramm.“ Michael Rau schlug der Baufamilie deshalb eine Aufstockung des flachen Walmdachs vor. Eine Idee, die auch deshalb Sinn machte, weil Beate und Michael Schatzschneider sich eine großzügige Schlafebene mit separat nutzbaren Individualräumen wünschten.

FAK TEN Baujahr:1960er-Jahre Wohnfläche: 241 m2 Hersteller: ZimmerMeisterHaus Stauffenbergstraße 20 74523 Schwäbisch Hall Telefon 0800/9640266 info@zmh.com www.zmh.com Planung: Dipl.-Ing. Michael Rau Glashaus Architekten PSG Alexanderstraße 69/71 52062 Aachen Telefon 0241/403070 info@glashaus-architekten.de www.glashaus-architekten.de Werkplanung und Ausführung: Kampshoff GmbH Winterswijker Straße 76 46399 Bocholt Telefon 02871/27110 info@kampshoff-holzbau.de www.kampshoff-holzbau.de ALT ABBRUCH NEU

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Text und Fotos: Dr. Joachim Mohr/Zimmermeisterhaus

vorher

Als Baustoff für diese Aufstockung kam praktisch nur Holz in Frage: Zum einen war die bestehende Betondecke über dem Erdgeschoss nur bedingt dazu in der Lage, ein weiteres Geschoss zu tragen. Zum anderen legte die Baufamilie großen Wert auf Klimaeffizienz. Hier war Holz praktisch alternativlos, „weil Holz ein nachwachsender, recycelbarer und ökologisch sinnvoller Baustoff ist und weil man hier mit vergleichbar geringem Aufwand jeden beliebigen Energiestandard realisieren kann. Natürlich haben wir auch den Bestand gedämmt, aber da war der Aufwand deutlich höher. Teilweise so hoch, dass wir eine Stufe zurückgehen mussten, um das Projekt bezahlbar zu halten.“ Als mögliche Firmen für den Holzbau inklusive der Fassade aus Trespa-Platten schlug Michael Rau der Baufamilie mehrere Zimmereien vor, auch die ZimmerMeisterHaus-Manufaktur Kampshoff, die er bereits aus früheren Projekten kannte: „Dabei hatte ich ihre Erfahrung, ihre gute Logistik, ihre professionelle Werkplanung und die hohe Ausführungsqualität schätzen gelernt. Deshalb bekam sie am Ende auch den Auftrag, zumal ihr Angebot preislich im Rahmen lag.“ Im Rückblick sind Architekt und Baufamilie mit dieser Entscheidung „uneinI geschränkt zufrieden“. 


L I V E VO R ORT DACHSANIE RUNG

Ein architektonisches Juwel am Bodensee: Das mit Schiefer verkleidete Haus von Familie Schwarz.

Nur wenige hundert Meter vom Ufer des Bodensees entfernt erfüllte sich Familie Schwarz ihren ganz persönlichen Wohntraum. Aus einer schlichten Nachkriegs­ immobilie entstand ein Design-Objekt in markantem Schiefer-Look.

Schwarz ist Programm

I

rgendwann wurde es ihm zu bunt. Fortan trug er schwarz. „Ist doch praktisch!“, sagt er. Die Lieblingsfarbe seiner Kleider spiegelt sich auch im Beruf wider. Als Architekt trägt er die Farbe nicht nur vom Schuh bis zum Kragen und im Namen – Uwe Schwarz setzt auch beruflich voll auf edle dunkle Töne. Zu seinen favorisierten Materialien zählt Schiefer. Aus Leidenschaft und Überzeugung erfüllte er sich mit seiner Familie seinen privaten Haustraum: Dach und Fassade zieren nach dem Umbau einer fast 60 Jahre alten Immobilie rechteckige Schie30 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

ferplatten. „Sind zeitlos schön. Und praktisch“, lacht er (siehe Interview rechte Seite). Und sie passen perfekt zum modern-minimalistischen Stil, den sich die Familie für ihr Eigenheim wünschte. Der Bodensee gehört nicht unbedingt zu den günstigsten Wohnlagen in Deutschland. „Ein gutes Grundstück ist schwer zu bekommen“ – selbst für einen, der täglich mit dem Thema zu tun hat. Die Suche gestaltete sich langwierig. Dann stieß Familie Schwarz „eines Samstagsmorgens“ im Internet auf die immobilie – knapp 250 Meter Alt­

vom eigenen Reihenhaus entfernt: Versteckt hinter hohen Bäumen und einer schmalen Einfahrt lag das eher unscheinbare und von drei Parteien bewohnte Gebäude, sichtbar in die Jahre gekommen und längst nicht nur außen ein umfangreicher Sanierungsfall. „Das kam uns gerade recht“, erinnert sich Uwe Schwarz an die erste Besichtigung. Die Fenster mit Einscheibenglas stammten noch aus dem Jahr 1960, durch die verwitterten Rahmen pfiff der Wind und an vielen Stellen bröckelte der Putz. Was andere Interessenten abschreckte („zu alt, zu groß,


„ABSOLUT COOLES MATERIAL“ Herr Schwarz, Schiefer ist in der BodenseeRegion ein eher ungewöhnliches Baumaterial. Was mögen sie an Schiefer? Es ist ein absolut cooles Material. Schieferplatten sind zeitlos schön und praktisch. Und sie passen perfekt zum modern-minimalistischen Stil, den sich meine Familie für unser Eigenheim wünschte. Und man kann schön mit Farbkontrasten arbeiten. Genau. Ich habe mit den Kontrasten gespielt. Helle Terrassenplatten stehen im Einklang mit dunklem Schiefer. Ich finde die schwarzblaue Farbe, die Langlebigkeit und den seidigen Glimmer an der Oberfläche des Schiefers einfach klasse.

Sie haben gemeinsam mit den RathscheckTechnikern und dem Dachdecker die sogenannte Dynamische Deckung entwickelt. Was gefällt Ihnen an dieser Fassadenbekleidung? Diese Art der Fassadenbekleidung wirkt zeitlos und modern. Das geradlinige, aber unregelmäßige Deckbild entsteht durch die Verwendung unterschiedlich breiter Steinformate und erinnert an die Optik eines Schichtmauerwerkes. Die Fassade ist absolut wartungsarm, schirmt die Außenwanddämmung perfekt ab und verändert mit dem Sonnenstand die Farbe vom schimmernden Anthrazit bis zum edlen Blaugrau.

Uwe Schwarz, Architekt und Hausbesitzer, freut sich über sein mit Schieferplatten verkleidetes Eigenheim.

vorher Die alte Putzfassade ist passé. Die neuen Schiefer­ platten von Rathscheck verwandeln das Eigenheim in ein echtes ästhetisches Highlight.

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12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 31


L I V E VO R ORT DACHSANIE RUNG

vorher

zu heruntergekommen“), spornte Architekt Schwarz an: „Das alte Gemäuer hatte durchaus Potenzial.“ Aus „drei mach eins“ lautete der Plan, aber es war ein steiniger Weg. Die meisten Innenwände wurden entfernt, die Haustechnik musste komplett erneuert werden, das Dach ebenfalls. Die Idee, durch eine asymmetrische Giebelkonstruktion im obersten Geschoss sowohl Wohnraum als auch einen rundum geschützten Innenhof zu schaffen, verleiht dem Gebäude nicht nur besonderen Pfiff – sie garantiert den Bewohnern auch uneinsehbares wie windgeschütztes Verweilen. Bei der Fassadenverkleidung und Dacheindeckung entschied sich der Architekt für Schieferplatten. Die Liebe zum Urgestein entdeckte der Schwabe (53) vor gut einem Jahrzehnt. Ein 400 Millionen Jahre alter Stein aus den Tiefen der Natur, die schwarzblaue Farbe, die Langlebig32 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

keit, der seidige Glimmer an der Oberfläche – das fand der Architekt sehr ansprechend. Zu hausbacken erschienen ihm aber die klassischen geschwungenen Schieferformate, wie sie seit Jahrhunderten Kirchen, Klöster und Schlösser zieren. Deshalb experimentierte der Hausbesitzer mit neuen Rechteckformaten, die er auf einer Messe gesehen hatte: „Wir wollten daraus etwas Ungewöhnliches machen.“ Erste Verlege-Versuche fanden auf dem Hof vor dem Büro statt. Mit Unterstützung der technischen Experten von Rathscheck Schiefer sowie des beteiligten Dachdeckers entwickelte sich daraus die „Dynamische Deckung“ – eine Fassadenbekleidung, die modern ist, zeitlos wirkt und lange hält. Da war es letztlich keine Frage, dass das eigene Haus rundum in die lebhafte Dynamische Deckung und das Dach in eine sehr harmonische Rechteck-Doppel­

deckung gehüllt wurde, die der Architekt noch einmal nach eigenen Vorstellungen mit unterschiedlich breiten Steinen abwandelte. „Hier ist ein Haus üblicherweise massiv gemauert und verputzt“, schmunzelt der Baumeister. Inzwischen überzeugte er zahlreiche andere Bauherren von den technischen wie optischen Vorzügen des Natursteins. Die sanierte Nachkriegsimmobilie ist heute ein echtes Unikat inmitten klassischer Siedlungsumgebung und ein Gebäude mit besonderem Charakter, das auch für Gesprächsstoff gut ist. Kritikern begegnet Uwe Schwarz dabei gern mit einem Zitat des schwäbischen Dichter-Fürsten und Rebellen Friedrich von Schiller, das er sich in Eisen gebrannt in den Garten gestellt hat: „Kannst du nicht allen gefallen durch deine Tat und dein Kunstwerk, mach es wenigen recht; vielen gefallen ist schlimm.“ Adressen Seite 83 I 

Fotos: Rathscheck

Die schwarzblaue Farbe und der seidige Glimmer macht Schiefer – neben anderen Vorteilen – zu einem sehr attraktiven Naturbaustoff.


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SCH IE F E R- D E C K A R T E N Rechteckige Schieferplatten halten in der modernen Architektur immer häufiger Einzug. Geradlinige Rechteck-Deckungen für Dächer und Fassaden erfüllen alle Ansprüche an minimalistische Ästhetik. Die Dynamische Deckung mit unterschiedlich großen rechteckigen Steinen verbindet modernes Design mit einem lebhaften Deckbild. Die Unterlegte Deckung ermöglicht rechteckige oder quadratische Ansichtsflächen, die einzelnen Schiefer werden dabei mit sichtbaren Edelstahlklammern befestigt. Bei der Symmetrischen Deckung werden die Schiefersteine mit Edelstahlklammern oder Hinterschnitt-Ankern in eine Aluminium-Unterkonstruktion eingehängt. Mehr Infos zu modernen Schiefer-Deckarten, kostenlosen eBooks zum Thema Sanierung und kurzen Filmbeiträgen: www.schiefer.de. Infos zur Architektur: www.hildebrand-schwarz.de

leise. Selbst für sensible Ohren.

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RAT G EBER FASSADENDÄMM UNG

Schön warm einpacken Wer Energiekosten sparen möchte, kommt an einer Sanierung der Gebäudehülle nicht vorbei. Bei alten Häusern geht besonders viel Wärme über die Außenwände

W

enn Außenwände nicht gedämmt sind, fühlen sie sich innen kalt an, sie strahlen die Kälte regelrecht ab und in der Wohnung wird es ungemütlich. Abgesehen davon schlägt sich an kalten Stellen gerne Feuchtigkeit nieder und das kann zu Schimmel führen. Die Heizungswärme geht 34 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

durch die Wände nach draußen und die Heizkosten steigen. Gut gedämmte Außenwände haben diese Nachteile nicht. Im Sommer wirkt eine gedämmte Wand umgekehrt. Die Wärme bleibt draußen. Im Innenraum ist es angenehm kühl. Sonnenwärme, die über die Fenster in den Raum gelangt,

wird von den kühlen Wänden zwischengespeichert und abends wieder abgegeben. Diese Speicherfähigkeit ist ein großer Vorteil der Massivbauweise. Außenwand

ist

natürlich

nicht

gleich Außenwand: Über eine lange

Tradition verfügt die sogenannte Klinkerfassade, die auch höchste

Foto: Adobe Stock, ronstik

verloren. Pflicht: eine gut geplante und professionell ausgeführte Dämmung.


Interaktive

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Anbringen einer Wärmedämmung mit einem sogenannten Schlagdübel. Er ist wärmebrückenfrei, Dübelabzeichnungen sind dadurch ausgeschlossen. Sto

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Beispielhafter Aufbau eines Wärmedämm-Verbundsystems auf ein vorhandenes Mauerwerk: 1 Kleber, 2 Dämmstoff (hier Mineralwolle), 3 Armierungsmasse, 4 Armierungsgewebe, 5 Oberputz. Sto

Baufinanzierung – Ist mein Haus finanzierbar? 13.12.2017 – 19 Uhr Barrierearm bauen und umbauen 24.01.2018 – 19 Uhr

Ansprüche an den Wärmeschutz erfüllt. Im Gegensatz zur „monolithischen“ Bauweise handelt es sich dabei um eine zweischalige Bauweise aus zwei massiven Mauerschalen mit einer dazwischen liegenden Wärmedämmschicht. Verklinkerte Wände bieten dadurch auch einen hohen Schutz vor Witterungsein-

flüssen. Auch bestehende Gebäude können im Zuge einer energetischen Modernisierung nachträglich verklinkert werden. Dabei wird die vorhandene Außenwand mit Dämmplatten versehen und davor eine zweite Wand aus Vormauersteinen (Klinker) gemauert („Verblendschale“).

Rechts-ABC – Das neue Bauvertragsrecht

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RAT G EBER FASSADENDÄMM UNG

Mineralschaum
 Mineralschaum-Dämmplatten wurden auf der technologischen Grundlage von Porenbeton entwickelt. Sie sind mineralisch, deshalb nicht brennbar und diffusionsoffen. Mineralschaum-Dämmplatten werden vor allem als Innendämmung, aber auch in außenseitigen Wärmedämm-Verbundsystemen eingesetzt. Die erreichbare Wärmeleitfähigkeitsstufe ist 045. Das Gewicht ist 100–120 kg/m3 (ähnlich wie Mineralwolle).

Dämmstoffe im Detail Die hier vorgestellten Dämmstoffe sind für die Außenwand geeignet. Eine höhere Wärmeleitfähigkeitsstufe bedeutet im Vergleich eine dickere Dämmschicht.

Holzfaser


1

Holzfaserdämmplatten (auch als Holzweichfaser-Dämmplatten oder Weichholzfaserplatten bezeichnet) werden aus zerfasertem Nadelholz (z. B. Fichten-, Tannenholz) und damit aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Sie sind brennbar (normal entflammbar). Es gibt sie bis zu einer Wärmeleitfähigkeitsstufe 040. Sie sind schwerer als andere Dämmstoffe (160–250 kg/m3), können verputzt werden und eignen sich so für die außenseitige Fassadendämmung (Wärmedämm-Verbundsystem).

36 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

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Mineralwolle

3

Mineralwolle bezeichnet einen Werkstoff aus künstlich hergestellten mineralischen Fasern. An Fassaden kommt in der Regel sogenannte Steinwolle zum Einsatz. Zur Herstellung werden Steine wie Basalt, Kalkstein, Feldspat oder Dolomit geschmolzen. In einem speziellen Spinnprozess wird anschließend aus der Schmelze eine feste Wolle hergestellt und zu Platten geformt. Platten, in denen die Fasern parallel zur Plattenebene liegen, heißen „Mineralwolle-Platten“. Noch höhere Abreiß- und Druckfestigkeiten werden mit senkrecht zur Plattenebene stehenden Fasern erreicht. Solche Platten werden als „Lamellen“ bezeichnet. Mineralwolle ist ein universeller Dämmstoff, der sich besonders durch seine nicht brennbare Eigenschaft (Euroklasse A1) auszeichnet. Mineralwolle schützt somit nicht nur vor Wärme und Kälte, sondern bietet auch einen optimalen Brandschutz. Mineralwolle-Platten und -Lamellen sind schwerer als Polystyrolplatten und verfügen durch ihr relativ hohes Flächengewicht verbunden mit der schallschluckenden Wollstruktur über ein gutes Schalldämmverhalten. Mineralwolle ist bis zur Wärmeleitfähigkeitsstufe 035 erhältlich, bei vorgehängten Fassaden bis 032. Die heute hergestellte Mineralwolle ist biolöslich und gesundheitlich unbedenklich.


Bei Polystyrolplatten (auch als expandiertes Polystyrol (EPS) oder Styropor bezeichnet) handelt es sich um einen geschäumten Kunststoff. An der Außenwand sind Polystyrolplatten in Deutschland der am häufigsten eingesetzte Dämmstoff. Technisch zeichnen sie sich durch ihre Unempfindlichkeit gegen Feuchte, ihre leichte Verarbeitbarkeit, ihre niedrige Wärmeleitfähigkeit und ihre hohe Wirtschaftlichkeit aus. EPS ist brennbar (schwer entflammbar) und kann im Brandfall brennend abtropfen. Um die Entflammbarkeit zu reduzieren, wird dem Polystyrol ein Flammschutzmittel zugesetzt. Seit 2014 wird dafür in Deutschland das für Mensch und Umwelt unbedenkliche Flammschutzmittel „Polymer-FR“ eingesetzt. Polystyrolplatten sind „von Natur aus“ weiß, werden aber zunehmend auch als graue Platten angeboten: Graue Platten sind mit Grafit modifiziert, wodurch sich die wärmedämmenden Eigenschaften weiter verbessern. Während mit weißen Platten die Wärmeleitfähigkeitsstufe 035 erreicht wird, lässt sich mit grauen Platten auch die Wärmeleitfähigkeitsstufe 032 erreichen.

Phenolharz-Hartschaum

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Phenolharz-Hartschaumplatten (auch als Resolharzplatten bezeichnet) gehören zu den Dämm-Materialien aus organischsynthetischen Dämmstoffen. Die Phenolharz-Hartschaumplatte zeichnet sich insbesondere durch ihre niedrigen Wärmeleitfähigkeitsstufen von 022 bis 025 aus. Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit sind die Platten vor allem für die Anwendungen geeignet, bei denen platzsparend gedämmt werden muss. Das Gewicht liegt mit 35–40 kg/m3 im Bereich der Polyurethan-Schäume. Phenolharz-Hartschaumplatten sind zwar brennbar (in der Regel schwer entflammbar), tropfen im Brandfall aber nicht brennend ab.

Polyurethan-Hartschaum

Polyurethan-Dämmplatten (auch als PUR- oder PIR-Dämmplatten bezeichnet) gehören zur Gruppe der künstlich-organischen Dämmstoffe. Es handelt sich um einen geschlossenzelligen Hartschaum. Für die Verwendung in Wärmedämm-Verbundsystemen werden Dämmplatten aus großen Blöcken herausgesägt. Das Gewicht ist etwa 30 kg/m3 (geringfügig schwerer als Styropor). Da Polyurethan-Dämmplatten bis zur sehr günstigen Wärmeleitfähigkeitsstufe 026 erhältlich sind, können sie bei gleicher Dämmwirkung dünner ausgeführt werden als andere Dämmstoffe. Polyurethan-Dämmplatten sind zwar brennbar (in der Regel normal entflammbar), tropfen im Brandfall aber nicht brennend ab.

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Bei der vorgehängten Fassade sind Funktionen Witterungsschutz und Wärmedämmung konstruktiv voneinander getrennt. Erst kommt die Außenwand, darauf der Dämmstoff und dann mit einem gewissen Abstand zur Dämmstoffoberfläche der Witterungsschutz. In diesem Abstand kann die Luft frei zirkulieren. Deshalb heißt der richtige Fachbegriff auch „vorgehängte hinterlüftete Fassade“. Als Wärmedämmung kommt häufig Mineralwolle zum Einsatz. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade ist praktisch für alle Gebäudetypen geeignet und wird sowohl im Neubau als auch in der Modernisierung eingesetzt. Gemeinsam mit der Hinterlüftung schützt der diffusionsoffene Wandaufbau zudem vor Tauwasserbildung, wodurch besonders alte Bausubstanz schneller austrocknen kann. Der erforderliche Aufwand (Erstinvestition) ist – verglichen mit anderen Außenwandkonstruktionen – höher. Dem gegenüber stehen jedoch die lange Lebensdauer und der geringe Wartungs- und Instandhaltungsaufwand. Sehr gefragt sind WärmedämmVerbundsysteme (abgekürzt WDVS). Sie bestehen aus Dämmplatten, die an den Außenwänden eines Gebäudes befestigt und anschließend mit

die

12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 37

Alle Fotos: Sto

Polystyrol-Hartschaum (EPS)


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Da Vormauersteine (Klinker) mindestens 9 Zentimeter breit sein müssen und ein zusätzliches Fundament benötigen, erfordert diese Bauweise entsprechend Platz. Als Dämmplatten kommen bei der Verklinkerung am häufigsten Produkte aus Mineralwolle zum Einsatz. Aber auch andere Materialien sind möglich. Die Dämmplatten werden in der Regel von sogenannten Drahtankern gehalten und weder verklebt noch gedübelt.


RAT G EBER FASSADENDÄMM UNG

Wärmeleitfähigkeit: Jedes Material hat die Eigenschaft, Wärme weiterzuleiten. Ein Maß dafür ist die Wärmeleitfähigkeit. Als Formelzeichen wird der griechische Buchstabe λ (gesprochen: Lambda) verwendet. Die Einheit ist W/(mK) (gesprochen: Watt pro Meter und Kelvin). Praktisch gesehen ist die Wärmeleitfähigkeit die Wärmemenge, die in einer Sekunde durch eine 1 m dicke Schicht ein und desselben Materials der Fläche 1 m2 fließt, wenn die Temperatur sich auf beiden Seiten des Materials um 1 Kelvin (entspricht 1 Grad C) unterscheidet. Vergleich: Für einen Dämmstoff beträgt der λ-Wert zum Beispiel 0,035 W/(mK) und für Beton etwa 2,1 W/(mK). Das heißt: Durch einen Dämmstoff fließt wenig Wärme, während ein ungedämmter Beton die Wärme 60-mal besser leitet. Wärmeleitfähigkeitsstufe: Häufig wird bei Dämmstoffen nur die Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) genannt. Ein λ-Wert von 0,035 W/(mK) entspricht der Wärmeleitfähigkeitsstufe 035. Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert): Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert, bezieht sich immer auf ein ganzes Bauteil, zum Beispiel eine Außenwand, die aus Putz, Mauermörtel und Dämmung besteht und die eine bestimmte Dicke hat. Die Einheit ist W/(m2K) (gesprochen: Watt pro Quadratmeter und Kelvin). Der U-Wert beschreibt den Wärmestrom, der je m2 Wand durch die betrachtete Wand fließt, wenn der Temperaturunterschied auf beiden Seiten 1 K (entspricht 1 Grad C) beträgt. Eine ungedämmte Außenwand aus Kalksandsteinmauerwerk weist zum Beispiel einen U-Wert von 2,5 W/(m2K) auf. Durch eine 14 cm dicke Dämmung verbessert sich dieser Wert um mehr als das Zehnfache auf 0,21 W/(m2K). Kleine U-Werte bedeuten hohen Wärmeschutz, große U-Werte bedeuten schlechten Wärmeschutz.

ANF ORD E RU N G E N A N D E N B R ANDSCHUTZ In Deutschland gibt es Brandschutzanforderungen, die eingehalten werden müssen. Die Anforderungen an den baulichen Brandschutz sind in der Musterbauordnung (MBO) sowie den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer geregelt. Die Einteilung richtet sich nach der Art, Höhe und Fläche des Gebäudes. Generell gilt: Je größer ein Gebäude ist und je mehr Menschen es nutzen, desto strenger sind die Anforderungen. Verklinkerte Fassaden sind unabhängig vom verwendeten Dämmstoff nicht brennbar. Hochwärmedämmendes Mauerwerk mit mineralischem Putz ist ebenfalls nicht brennbar. Einen Sonderfall stellen Wärmedämm-Verbundsysteme dar. Bei marktüblichen WärmedämmVerbundsystemen werden sowohl brennbare als auch nicht brennbare Dämmstoffe eingesetzt. Entscheidend ist jedoch das Brandverhalten des Gesamtsystems und dessen Klassifizierung. Es gibt WärmedämmVerbundsysteme, die als „nicht brennbar“ eingestuft sind, aber auch solche, die als „brennbar“ eingestuft sind. Mit Ausnahme von Sonderbauten wie Hochhäusern spricht in der Regel nichts gegen den Einsatz brennbarer Baustoffe. Holz, eines der am weitesten verbreiteten Materialien, ist brennbar. Auch Wärmedämm-Verbundsysteme auf der Basis von Polystyrol, die heute einen Großteil des Marktes ausmachen, gehören zur Gruppe der brennbaren Baustoffe. Das Gleiche gilt für Wärmedämm-Verbundsysteme mit Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Innerhalb der brennbaren Baustoffe wird noch einmal abgestuft. Während Holz und Dämmstoffe aus Holz in der Regel als „normal entflammbar“ (B2) eingestuft sind, gilt Polystyrol als „schwer entflammbar“ (B1).

38 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Wärmedämm-Verbundsysteme bestehen aus Komponenten, die vom

Hersteller aufeinander abgestimmt und geprüft werden. Dafür gibt es Prüfzeugnisse und allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Deshalb dürfen auch nur Komponenten eines zugelassenen Systems miteinander kombiniert werden. Und nur die fachlich richtige Verarbeitung durch einen in die Handwerksrolle eingetragenen Meisterbetrieb garantiert, dass ein Wärmedämm-Verbundsystem dauerhaft schadenfrei und schön bleibt und gleichzeitig den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Komponenten eines Wärmedämm-Verbundsystems sind vielfäl-

Foto: FMI

DIESE BEGRIFFE SOLLTEN SIE KENNEN

dem zugehörigen Putzsystem verputzt werden. Das Putzsystem besteht aus einem Armierungsputz mit Gewebeeinlage und einem Oberputz. Je nach Aufbau und Untergrund können die Dämmplatten eines WDVS auf den Untergrund geklebt (Klebemörtel) und/oder gedübelt (Spezialdübel) oder mittels Schienen (Halteleisten) befestigt werden. Wenn als Dämmung Polystyrolplatten eingesetzt werden, sind an genau vorgeschriebenen Stellen Brandriegel aus nicht brennbaren Materialien, in der Regel Mineralwolle, einzubauen. Sind die Dämmplatten an der Wand befestigt, kommt darauf zunächst der zugehörige „Armierungsputz“. Das ist ein Putz, der mit einem Glasfasergewebe verstärkt wird. Dabei wird das Glasfasergewebe in den frischen Mörtel eingebettet. Darauf folgen ein dekorativer und später sichtbarer Oberputz oder andere Oberflächen.


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Falls Sie als Hausbesitzer mit dem Gedanken spielen, das Eigenheim zu modernisieren, fragen Sie sich wahrscheinlich: Rechnet sich zum Beispiel eine energetische Sanierung? Und wenn ja, wie schnell? Eine Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz München (FIW) legt jetzt Beispiele vor: Für die Außenwanddämmung mit einem WärmedämmVerbundsystem ergibt sich, entsprechend den Anforderungen der Energieeinsparverordnung, ein großer Schwankungsbereich. Prinzipiell gilt: Je schlechter der energetische Ursprungszustand der Wand ist, desto schneller amortisiert sich eine Fassadendämmung. Laut Studie ergeben sich im Durchschnitt die folgenden Amortisationszeiten: Bei Außenwänden, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung (WSchV) 1977 errichtet wurden, ergibt sich eine Amortisationszeit zwischen 4 und 10 Jahren. Am wahrscheinlichsten sind 6 Jahre. Die nachträgliche Dämmung von zwischen 1977 bis 1995 gebauten Außenwänden amortisiert sich in der Regel zwischen 9 und 22 Jahren, typischerweise rechnet sie sich nach 14 Jahren.


RAT G EBER FASSADENDÄMM UNG

WER L E GT DI E D Ä M M S T O F F D I CK E FEST? Bei Neubauten ergibt sich die erforderliche Dämmstoffdicke aus der Energieeinsparverordnung (EnEV). Wird eine Außenwand im Rahmen einer energetischen Modernisierung nachträglich gedämmt, so muss man drei Fälle unterscheiden: Fall 1 Nachträgliche Dämmung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS): Erfolgt die nachträgliche Wärmedämmung mit einem WDVS, kann die Dämmstoffdicke so gewählt werden, dass sie den Bauwerksbedingungen und den Wünschen des Bauherren optimal entspricht. Die Anforderungen der EnEV gelten dann nicht. Genauso verhält es sich übrigens bei einer nachträglich eingebauten Innendämmung. Fall 2 Nachträgliche Wärmedämmung mit anderen Alternativen: Wenn die nachträgliche Dämmung nicht mit einem WDVS erfolgt, sondern zum Beispiel mit einer vorgehängten Fassade, so muss die erforderliche Dämmstoffdicke den Mindestanforderungen der EnEV entsprechen, ist also nicht frei wählbar. Fall 3 Nachträgliche Wärmedämmung bei Total-Modernisierung: Wird vor dem Aufbringen einer nachträglichen Wärmedämmung der vorhandene Putz (Altputz) über die ganze Fläche abgeschlagen und damit praktisch wieder der Rohbauzustand hergestellt, so muss die erforderliche Dämmstoffdicke den Mindestanforderungen der EnEV entsprechen, ist also nicht frei wählbar. In diesem Fall wird auch nicht mehr unterschieden, ob die nachträgliche Dämmung mit einem WDVS oder einer anderen Alternative erfolgt.

Links: die Frontansicht des unsanierten Einfamilienhauses in Ingelheim.

tig. Besonders umweltfreundliche Wärmedämm-Verbundsysteme werden mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Diese Art der Dämmung findet sowohl im Neubau als auch bei der energetischen Modernisierung bestehender Gebäude Anwendung. Wärmedämm-Verbundsysteme gibt es seit über 50 Jahren. Sie haben ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Die Hersteller haben die Systeme ständig weiterentwickelt und sie unterliegen im Rahmen des bauaufsichtlichen Zulassungsverfahrens strengsten Prüfungen. Die Nutzungsdauer liegt bei rund 40 Jahren, in der Praxis gibt es Beispiele, dass sie deutlich länger halten. Im Fall der Fälle kann ein Wärmedämm-Verbundsystem auch überarbeitet oder aufgedoppelt werden, was die Lebensdauer nochmals erhöht. Immer wieder stellen sich Moderni-

40 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Dämmung nicht die Außenwand dicht machen, ob sie damit nicht Schimmelschäden heraufbeschwören. Schimmel entsteht, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Das ist zum Beispiel im Bereich kalter Wandoberflächen der Fall. Aber genau die werden durch eine Dämmung verhindert. Es sei denn, dass die Dämmung nicht sorgfältig ausgeführt wurde und es Wärmebrücken gibt. Das können Bereiche sein, in denen die Dämmung weggelassen oder zu dünn ausgeführt wurde. Hier kann sich dann Schimmel bilden. Aber es kann auch sein, dass Feuchtigkeit auf ganz anderem Weg in die Wand eindringt und zu feuchten Stellen und Schimmel führt, zum Beispiel durch unsachgemäße oder zu geringe Lüftung. Dann müssen diese Ursachen beseiAdressen Seite 83 I tigt werden. 

Text und Quelle: VDPM

Fotos: Dena

Unten: Das Gebäude hat sich zu einem Effizienzhaus entwickelt. Die Eigentümer ließen neben den Außenwänden auch die Keller- und die oberste Geschossdecke dämmen. Darüber hinaus entschieden sich die Bauherren für dreifach verglaste Fenster.

sierer die Frage, ob sie mit einer


Wer seine Sanierung auf die lange Bank schiebt, verschenkt bares Geld. Ein sehr lukratives Zinsniveau und hohe Zuschüsse machen die energetische Sanierung so attraktiv wie lange nicht. Für eine erste Auskunft und für wichtige Tipps zu Fördermaßnahmen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine Hotline eingerichtet. Sie erreichen diese bequem unter: 0180/0115000. Fakt ist: Bund, Länder, Kreise, Kommunen und andere Institutionen haben insgesamt mehrere Tausend Förderpro­gramme für die energetische Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern gestartet. Diese sind zum Beispiel in der regelmäßig aktualisierten Online-Förderdatenbank der Informationskampagne „Die Hauswende“ (www.die-hauswende.de) enthalten. Auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) gibt einen Überblick über die wichtigsten Fördertöpfe. Bei der Suche nach der individuell passenden Fördermöglichkeit für das eigene Haus hilft zudem die Online-Förderdatenbank. Ob Komplettsanierung, Fenstermodernisierung, Wärmedämmung oder Heizkesseltausch – viele Hausbesitzer nutzen das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ der staatlichen KfW-Bank (www.kfw.de). Eine energetische Rundumsanierung der eigenen vier Wände unterstützt die KfW zum Beispiel mit einem Zuschuss von bis zu 30 000 Euro. Dabei gilt: Je mehr Energie durch die Sanierung eingespart wird, desto höher fällt die Fördersumme aus. Unterstützt werden aber auch einzelne Maßnahmen, etwa die Modernisierung des Heizkessels mit einem Zuschuss von bis zu 7500 Euro sowie eine Wärmedämmung oder der Austausch alter Fenster mit jeweils bis zu 5000 Euro. Hausbesitzer haben die Wahl zwischen einem direkten Investitionszuschuss oder einem KfW-Förderkredit zu sehr günstigen Konditionen – meist übernimmt der Staat dabei einen Teil der Zinslast. Da die KfW-Bank keine Filialen unterhält, kann die Förderung bei fast allen Hausbanken beantragt werden. Wichtig ist: Der Förderantrag muss vor Beginn der Sanierungsarbeiten gestellt werden.

Foto: fotolia, Daniel Fuhr

GE L D VOM S TA AT

Weil man schon mal etwas vergisst.

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Die Aluminium-Haustüren „ThermoSafe“ und „ThermoCarbon“ gibt es raumhoch in einer Höhe von bis zu 2,5 und 3 Metern. Damit unterstützen sie ein modernes Erscheinungsbild des Eingangsbereiches. Hörmann

Die Haustür ist längst weg vom Image der „schnöden Eingangstür“. Heute kommen immer neue, raffiniert durchgestylte Eingangspforten auf den Markt, die gleichzeitig den Komfort erhöhen, die Energiekosten senken und die schwerer aufzubrechen sind. Klare Linien und eine Vielzahl an Funktionen liegen dabei im Trend.

M

oderne Haustüren entsprechen aktuellen Bautrends, bei denen das Haus sowohl funktionell ist, als auch individuelle Atmosphäre ausstrahlt. Bei der Auswahl der Haustür, als elementares Gestaltungselement der Fassade, geht es daher nicht nur um die Erfüllung der Anforderungen an Sicherheit und Energieeffizienz: Mit der Wahl des Haustüren-Designs soll auch ein Stück der eigenen, individuellen Persönlichkeit verwirklicht werden. „Auch Haustüren müssen die oft formulierten Ansprüche an Ganzheitlichkeit erfüllen“, so Ulrich 42 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Tschorn, Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Die angesagten Haustürmodelle bestechen durch ihre Geradlinigkeit,

einen schlichten, aber doch durchdachten Auftritt und eine zeitlose

Eleganz. Dafür sorgen unter anderem flächenbündige Füllungen und natürlich anmutende Oberflächen zum Beispiel aus Stein, Holz und Beton. Kontraste werden durch einen optischen Material-Mix gesetzt,

Die innovativen wärmeeffizienten Haustürfüllungen sind auch mit Extras wie elektronischer Überwachung oder innovativen LED-Lichtbändern erhältlich. epr/Rodenberg


so unter anderem durch partielle Beschichtungen mit Dekorfolien mit täuschend echt aussehenden Holzstrukturen. Ebenfalls im Trend liegt der natürliche Lichteinfall – ganz so wie bei Fenstern und Fenstertüren. „Gefragt ist ein natürlicher Lichteinfall durch großzügig dimensionierte Hauseingänge mit Ganzglasseitenteilen, die optisch für ein harmonisches Gesamtbild sorgen“, berichtet Tschorn. Für Privatheit sorgt bei Bedarf ein Sichtschutz durch mattierte Gläser, die die Blicke aussperren, das Licht aber hereinlassen. Abgerundet wird die zeitgemäße Haustür durch in die Modelle eingelassene, integrierte Griffschalen so-

wie Griffe und Türschwellen mit einer eine besondere Stimmung bewirkenden LED-Beleuchtung. Angesichts stetig steigender Einbruchszahlen wird auch das Thema

Sicherheit bei Haustüren groß geschrieben. Intelligente Smart-HomeTechnologien kommen da gerade recht. Dazu zählen unter anderem moderne Fingerprint-Systeme, Einlasskontrollen und Videosysteme, die dezent in den Türgriff integriert werden können und so nicht weiter

Integrierte Gesteinsapplikationen diverser Schiefer- und Sandsteinarten sowie Beton oder Holz fügen sich perfekt in die Gestaltung der Aluminium-Haustür ein. epr/Weru

IHR STIL, IHR BAD Entdecken Sie ein neues Konzept, basierend auf drei Designlinien, Round, Soft und Square. Wählen Sie das Design, das Sie am besten definiert oder kombinieren Sie einfach alle drei. Das Ergebnis wird immer harmonisch und schön sein. Das ist die Magie von Inspira. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Inspira Broschüre. Fordern Sie diese kostenlos an unter: info.roca@de.roca.net

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RAT G EBER H A USTÜREN

auffallen. Dazu kommen besonders ausgeklügelte Automatik-Verriegelungen, die aktiviert werden, sobald die Haustür ins Schloss fällt. „Abgerundet wird die sichere Haustür durch eine geprüfte Einbruchschutzausstattung der Resistance Class RC 2 und RC 3“, so der VFFGeschäftsführer. Neben all der Sicherheit kommt

Hochwertige Haustüren gibt es in den verschiedensten Materialien – von Aluminium und Holz über Aluminium-Holz bis Kunststoff und Aluminium-Kunststoff. So trifft innovatives Design auf neuen Komfort und einen hohen Sicherheitsstandard. Kneer Mit dem HaustürDesigner zielt der Füllungshersteller auf designorientierte Hausbesitzer. Die Menüführung geschieht intuitiv entweder über ein Ausklappmenü oder über Pfeiltasten. Dpi

Abschirmendes Vordach: So ist eine gleichermaßen einladende wie praktische Hausfront erst richtig komplett. Gutta „secuENTRY“: Jeder Zutrittsberechtigte entscheidet sich für „sein“ Medium. Pincode oder Fingerprint, Smartphone oder Transponder stehen dabei zur Wahl. Burg-Wächter

44 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

zu kurz. „Immer mehr Kunden fragen danach und wünschen neben perfekt dämmenden Fenstern auch eine Tür, die modernen Energieeinsparanforderungen gerecht wird. Erreicht wird die hohe Energieeffizienz moderner Haustüren durch eine besonders gute Wärmedämmung“, so der Experte. Richtig nachhaltig werden Haustüren aber durch ihre Langlebigkeit: Diese wird durch die hoch spezialisierte Herstellung, pflegeleichte Oberflächen und qualitativ hochwertige Materialien wie Kunststoff, Holz und Metall erreicht. Außerdem sorgt eine zukunftsorientierte Ausstattung wie eine barrierefreie Ausführung dafür, dass eine Haustür viele Jahrzehnte ihren Dienst verAdressen Seite 83 I richten kann.

Quelle: VFF

auch das Thema Nachhaltigkeit nicht


Die europäische Norm DIN EN 1627 definiert die Widerstandsfähigkeit von einbruchhemmenden Bauteilen. Die Widerstandsklassen werden mit dem englischen Begriff „Resistance Class“, kurz: RC, gekennzeichnet. Es wird zwischen den Klassen RC 1 N bis RC 6 unterschieden. Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen nur einen geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf. Die Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 werden für Wohnungen und Häuser empfohlen. Die Klassen RC 4 bis RC 6 finden meist in gewerblich genutzten Gebäuden wie Banken Anwendung. Bei Haustüren mit Seitenteilen und/ oder Oberlichtern sollte darauf geachtet werden, dass auch diese der Widerstandsklasse der Tür entsprechen. Hörmann

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Wohlige Heizwärme aus Boden und Wand Moderne Öl- und Gas-Brennwertkessel, Solaranlagen und Wärmepumpen arbeiten in Kombination mit einer Flächenheizung besonders energiesparend. Die unsichtbaren Fußboden- und Wandheizelemente sorgen zudem für behagliche Strahlungswärme. Maßgeschneiderte Renovierungssysteme erleichtern den nachträglichen Einbau.

F

zurecht, während Heizkörper meist 55 bis 80 Grad benötigen. Deshalb harmonieren die großflächigen Wärmeverteilsysteme hervorragend mit Brennwertgeräten, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen, weil diese umso effizienter arbeiten, je

niedriger die Heizwassertemperaturen sind. Dadurch verursachen die modernen Wärmeerzeuger spürbar niedrigere Energiekosten. Flächenheizsysteme

bieten

aber

noch weitere Vorteile: Die groß-

flächige, gleichmäßige und milde

Foto: Schlüter-Systems

ußboden- und Wandheizungen besitzen im Vergleich zu Heizkörpern eine sehr große Wärmeübertragungsfläche. Dadurch kommen sie mit geringen Heizwasservorlauftemperaturen von maximal 30 bis 35 Grad Celsius

46 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018


Flach- oder Dünnschicht-Fußbodenheizungen mit sehr geringen Aufbauhöhen lassen sich auch auf vorhandenen Böden installieren. Bei den Nasssystemen ermöglicht eine schnell trocknende Vergussmasse die rasche Verlegung des Fußbodenbelags. Uponor

Beim Renovierungs-Nasssystem (links) mit dem leicht zu verlegenden KlettHeizungsrohr reichen 5 bis 20 Millimeter Rohrüberdeckung durch den Estrich aus. Das Renovierungs-Trockenbausystem (rechts) hat eine Aufbauhöhe von nur 35 bis 40 Millimetern (inklusive Bodenbelag). Die Basis bildet eine EPS-Systemplatte mit Aluminium-Wärmeleitblechen. Purmo

Wärmeabstrahlung sorgt für eine ausgeglichene Temperaturverteilung und geringe Luftgeschwindigkeiten in den Räumen. Dadurch wird der Staubtransport im Raum vermindert. Zudem entziehen beheizte Fußböden die wichtigste Lebensgrundlage von Staubmilben und Bakterien: die Feuchtigkeit. Sehr angenehm für den Althausbesitzer ist, dass er sich um Themen wie Platzierung, Optik und hygienische Reinigung der Heizflächen nicht kümmern muss. Bei den Warmwasser-Flächenheizsystemen unterscheidet man gene-

rell zwei Aufbaubauarten: Nass- und Trockensysteme. Bei den Nasssystemen wird auf der Rohbetondecke zunächst eine Hartschaumschicht mit Abdeckfolie zur Wärme- und Trittschalldämmung aufgebracht. Dann erfolgen das Auslegen und Fixieren der Heizrohre, wobei spezielle Systemplatten mit Haltenoppen, vorgefrästen Nuten oder Kletthaltefolie die Montage erleichtern. Als Werkstoffe für die Heizrohre kommen vor allem sauerstoffdichte Kunststoffrohre sowie Verbundrohre und Kupferrohre mit unterschiedlichen Durchmessern zum Einsatz. Abschließend wird die

komplette Unterkonstruktion mit einem Heizestrich abgedeckt, der gleichzeitig als Wärmespeicher, Lastverteilschicht und als Untergrund für den Bodenbelag dient. Abhängig von der Estrichart müssen bestimmte Abbindezeiten und Aufheizphasen eingehalten werden, die insgesamt bis zu etwa 17 bis 28 Tage dauern können. Erst wenn die sogenannte Belegreife erreicht ist, darf der Oberboden verlegt werden. Wenn es ohne Wartezeit gehen muss und die Randbedingungen stimmen, kann alternativ Gussasphalt als Heizestrich eingesetzt werden. Wo es in der Renovierung beim Fußbodenaufbau auf jeden Höhenmillimeter ankommt, bietet sich der Einsatz von Flach- oder Dünnschichtsystemen an: mit Aufbauhöhen ab zirka 15 Millimetern (inklusive Ausgleichsschicht, aber ohne Bodenbelag) und mit einem geringen Gewicht. Sofern der vorhandene Boden geeignet ist und entsprechend vorbehandelt wurde, wird ein flaches Träger- oder Noppenelement ausgelegt und mit Heizrohren bestückt. Danach erfolgt die Verfüllung mit einer speziellen Ausgleichsmasse, die oft nur wenige Tage zum Trocknen benötigt.

Nachdem die Heizrohre in den Alu-Wärmeleitblechen des Trockenbausystems fixiert sind, verlegt der Handwerker die Trockenestrichplatten; dann folgt der Bodenbelag. Flächensysteme, die das BVF-Siegel des Bundesverbandes Flächenheizungen und Flächenkühlungen tragen, signalisieren hohe Qualitäts- und Sicherheitsansprüche.

Noch einfacher und schneller gelingt der Einbau mit einem Trocken-

estrichsystem. Basiselement ist häufig eine Trägerplatte, die mit Aluminium-Wärmeleitlamellen zur Aufnahme der Heizrohre bestückt wird. Auf eine Abdeckfolie werden dann die Trockenestrichplatten schwimmend gelegt. Danach lässt sich der Bodenbelag quasi ohne Wartezeit aufbringen. Bereits einige Tage später ist die Fußbodenheizung somit 12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 47


RAT G EBER FLÄCHENHEIZUNG

Gerade beim nachträglichen Dachausbau in Verbindung mit zu kleinen Bodenflächen oder bei vorhandenen, hochwertigen Bodenbelägen sind Wand- und DeckenHeizsysteme praktische Problemlöser. Aquatherm

Falls im Altbau kein weiterer Fußbodenaufbau möglich ist: Mittels einer staubabsaugenden Spezialmaschine lassen sich die Kanäle zur Aufnahme der Heizrohre auch in einen glatten, ebenen Estrich einfräsen. Rotex

einsatzbereit. Praktisch im Altbaubereich ist außerdem, dass die Aufbauhöhe bei lediglich zirka 30 bis 50 Millimetern liegt (ohne Belag). Zudem ist die Konstruktion aufgrund ihres relativ geringen Flächengewichts besonders für alte Beton- und Holzbalkendecken geeignet, die nur eine geringe statische Belastung zulassen. Trockenbausysteme haben zudem eine schnellere Reaktionszeit als konventionelle Nasslösungen, sind in der Regel aber teurer. Falls in einem Altbau kein weiterer Fußbodenaufbau möglich ist, kann eine nachträglich in den vor-

handenen Estrich eingefräste Fußbodenheizung zum Problemlöser werden: Nach dem Entfernen des Oberbelags fräst ein Fachmann mit einer Spezialmaschine, die eine effektive Staubabsaugung besitzt, passende Kanäle in den glatten, ebenen Estrich. In diesen Nuten verlegt und fixiert er später die Heizrohre. Der Bodenbelag lässt sich entweder direkt oder nach dem Aufbringen einer dünnen Ausgleichsschicht (mit kurzer Trocknungszeit) aufbringen. Bei diesem Verfahren entfallen übrigens die Anpassungsarbeiten bei Absätzen oder Türübergängen.

Vor allem im Bad möchten Fußbodenheizungsbesitzer auf einen zusätzlichen Heizkörper nicht verzichten. Denn dieser bietet Platz zum Ablegen und Aufhängen von Hand- und Badetüchern sowie anderen Textilien, um sie vorzuwärmen oder zu trocknen. Manche Heizkörpermodelle lassen sich bei Bedarf zusätzlich mit Kleiderablagen, Einzelhaken, Spiegel und Beleuchtungselementen bestücken. So lässt sich der meist enge Stauraum im Bad besser nutzen. Praktisch ist, dass sich der Badheizkörper über ein Spezialventil direkt mit dem Fußbodenheizkreis verbinden lässt. Für den Heizbetrieb in der Übergangszeit oder an kühlen Sommertagen bietet sich ein optionaler elektrischer Heizeinsatz an. Alternativ gibt es auch rein elektrisch beheizte Modelle, falls der Fußbodenheizungsanschluss nicht möglich sein sollte.

48 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Foto: Kermi

EI N P L AT Z F Ü R S H A N D T U C H


gebräuchlichen Bodenbeläge einsetzbar. Achten sollte man dennoch auf eine entsprechende Kennzeichnung durch den Hersteller – dies gilt insbesondere für textile Bodenbeläge wegen ihres relativ hohen Wärmeleitwiderstands. Sehr gut einsetzbar sind insbesondere Platten aus Natur- oder Betonstein sowie keramische Fliesen, da sie die Wärme optimal leiten. Auch Holz und Parkett sind grundsätzlich geeignet, sofern die Materialstärke nicht zu dick ausfällt und weitere Randbedingungen, wie ein niedriges Quellund Schwundverhalten, eingehalten werden. Ähnliches gilt auch für Laminat und elastische Beläge aus Linolium, PVC und Kork. Darüber hinaus müssen beim Verlegen bestimmte, vom Bodenbelag abhängige Vorgaben und Regeln beachtet werden, um spätere Schäden zu vermeiden. Als Ergänzung zur Fußbodenheizung bieten sich die Wandheizsysteme immer dann an, wenn die verfügbare Fußbodenfläche nicht ausreicht, um den Raumwärmebedarf zu decken. Zum Beispiel in kleinen Bädern oder in Wohnräumen mit Belägen mit erhöhtem Wärme-

Fachmännisch geplant und installiert, sorgen die unsichtbaren Flächenheizsysteme sowohl für eine sparsame Heizweise als auch für ein behagliches Wärmegefühl. Und in Verbindung mit einer Wärmepumpe ergibt sich ein weiterer KomfortVorteil: An heißen Sommertagen kann das Flächenheizsystem Wärme aus den Räumen aufnehmen und abführen und die Lufttemperaturen so um einige Grad abkühlen. Adressen Seite 83 I 

K O MFOR TAB LE EINZELR AUMR EGLER Nicht nur gesetzlich in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben, sondern auch mit Blick auf die Energieeffizienz und den Wärmekomfort sinnvoll, ist der Einsatz eines Einzelraumregelsystems. Spezielle Modelle für Flächenheizsysteme eignen sich als Funkvariante für die problemlose Nachrüstung im Althaus. Dabei sendet die Thermostat- oder Fühlereinheit im Raum entsprechende Signale an die Regelventile, die im sogenannten Heizkreisverteiler platziert sind. Dort laufen sämtliche Rohrenden der verschiedenen Fußbodenheizkreise aus den Wohnräumen zusammen. Hochwertige Einzelraumregler verfügen über eine Touchscreen-Einheit, um bequem die Temperatur- und Heizzeiten-Einstellungen für alle Räume vorzunehmen und zu kontrollieren. Weitere Funktionen wie Restwärmeanalyse, Schnellaufheizung und Absenkbetrieb sowie ein (optionaler) Fernzugriff per App und PC erhöhen zusätzlich den Wärme- und Bedienkomfort für die Hausbewohner. Besonders innovative Einzelraumregler können den (zwingend notwendigen) hydraulischen Abgleich der Heizkreise sogar automatisch übernehmen.

12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 49

Foto: Viega

Bei Fußbodenheizungen sind alle

durchlasswiderstand, wie bei Holzdielenböden. Die Wärmeübertragung ist meist höher, da es keinen „bremsenden“ Belag gibt. Zum alleinigen Problemlöser wird die Wandheizung, wenn im Altbau ein hochwertiger Bodenbelag, wie Parkett oder Marmor, erhalten bleiben soll. Oder falls die verfügbare Fußbodenhöhe nicht ausreicht oder die Raumhöhe sonst zu niedrig wird. Der Schichtaufbau der Wandheizsysteme ist prinzipiell ähnlich wie auf dem Boden. Es gibt eine Vielzahl von Putz- und Trockensystemen, auch in Elementbauweise, die sich an die jeweiligen baulichen Gegebenheiten anpassen und rasch montieren lassen. Tabu sind allerdings Bereiche mit dichter Möblierung, zum Beispiel Schrankwände oder Flächen für die Befestigung größerer, schwerer Gegenstände. Reicht die frei verfügbare Wandfläche nicht aus, kann man auch noch die Decke miteinbeziehen. Für die senkrechte Montage besonders gut geeignet sind vorgefertigte

Systemplatten, in die die Heizrohre schon eingebettet sind. Bei Bedarf ist übrigens auch die Kombination von Wand- und Deckenheizelementen mit einer innen liegenden Wärmedämmung möglich. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise nachträglich ausgebaute oder modernisierte Schrägdachwohnungen effizient mit Heizwärme versorgen.

Text: Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Wendnagel

Das Heizrohr ist bei diesem Trockenbausystem in das Gipskartonplatten-Element integriert. Es lässt sich deshalb leicht an Wand und Decke montieren. Uponor


L I V E VO R ORT SM ART HOM E Bauherr Marc Humme nutzt zur Steuerung der SmartHome-Funktionen das Tablet oder sein Smartphone.

Bei der Sanierung seines Einfamilienhauses setzt Bauherr Marc Humme konsequent auf eine Smart-Home-Steuerung.

Alles schön vernetzt

Ü

ein Viertel der Bundesbürger benutzen nach einer Studie bereits mindestens ein SmartHome-Produkt in ihrem Haushalt. Auch bei der energetischen Sanierung eines Einfamilienhauses in Hagen setzte der Bauherr bewusst auf Vernetzung, um seinen Wohn- und Bedien-Komfort für eine digitale Zukunft zu rüsten. Die Doppelhaushälfte der Bauherren Andrea und Marc Humme

wurde 1961 gebaut. Eine Grundsanierung bot sich nach dem Kauf der zweigeschossigen Immobilie an und war auch notwendig. „Für uns war klar: wenn wir jetzt umfassend 50 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

sanieren, sollen auch smarte Steuerungen hinzukommen – für wichtige Funktionen wie Heizung, Licht, Fensterkontakte oder Rollläden ist das fast selbstverständlich. Wir haben dabei auf ‚wibutler‘ gesetzt. Das System ist zukunftssicher und das Produktangebot für unsere Anforderungen absolut gut, denn es gibt mehrere Ausbaustufen – ganz nach Geschmack und Notwendigkeit“, so erklären Marc Humme und seine Lebenspartnerin ihre Wahl. Hinzu kommt, dass „wibutler“ unterschiedliche Funkstandards beherrscht (EnOcean, Z-Wave, ZigBee) und diese systemübergreifend verknüpft.

Die zentrale Steuerungseinheit ist der „wibutler pro‘“ Die kleine kompakte Box steuert die Kommunikation aller smarten Produkte im Haushalt, kann wie ein Übersetzer agieren und die vorgenannten Standards interpretieren und Geräte verschiedenster Hersteller einbinden. Die Eigentümer nutzen die smarten Funktionen zum Beispiel für die gesamte Lichtsteuerung im Haus. Hinzu kommen Fensterkontaktschalter von Winkhaus, die dem Hausbesitzer zum Beispiel via App auf dem Smartphone mitteilen, wenn ein Fenster offen oder geschlossen ist: eine wichtige Funk-


tion, die auch Sicherheit gegenüber Einbrechern gibt. Die Möglichkeit, die Fensterkontaktschalter schnell und einfach nachzurüsten, überzeugte den Bauherrn zusätzlich. Sicherheit geben auch die smarten Rauchmelder, die als kombinierte Rauch- und Bewegungsmelder im Brand- oder Einbruchsfall Alarm schlagen. Ergänzt wird das System durch elektrische Rollläden, die entweder per Schalter oder über die App am Smartphone oder Tablet gesteuert werden können. Der innovative Heiztechnikhersteller Remeha aus Emsdetten setzt ebenfalls auf „wibutler“. Bauherr Marc Humme entschied sich für eine Kombination aus einer GasBrennwerttherme, Typ Remeha Tzerra 25 DS mit 25 Kilowatt Nennheizleistung und bewährter Modulbauweise und einen Remeha BL Warmwasserspeicher mit 150 Litern Volumen. Die Wärmeverteilung er-

folgt über Flächenheizkörper mit Hora-Thermostatventilen, die eine Einzelraumregelung ermöglichen. Als zusätzliche Wärmequelle steht ein Kaminofen mit 5 Kilowatt Heizleistung im Wohn- und Esszimmer. Durch die Positionierung der Einzelraumfühler, die – anders als bei einer

konventionellen Steuerung über einen Außenfühler – in jedem Wohnraum integriert sind, lässt sich die Heizungsanlage effizient und bedarfsgerecht steuern. Das System erkennt über Sensoren die tatsächliche Raumtemperatur, nimmt Veränderungen wahr und kann die erforderliche Vorlauftemperatur entsprechend einregulieren. Das heißt: Wärme wird nur erzeugt, wenn sie auch wirklich im jeweiligen Wohnraum benötigt wird. Intelligente Stellantriebe von Remeha ermöglichen dann die individuelle Temperaturregelung für jeden Raum. Eine Lösung, die Heizkosten senkt und

die Wirtschaftlichkeit der Heizungsanlage für das sanierte Wohnhaus deutlich erhöht. Die Entscheidung, ihr Wohnhaus „smart“ werden zu lassen, wird Bauherren bei einer umfassenden Sanierung oder im Neubau leicht gemacht. Denn die Aufwände, die dafür betrieben werden müssen, sind überschaubar. Hinzu kommt, dass eine Integration durch Systeme wie „wibutler“ einfach und schnell möglich ist. Beim vorgestellten Projekt kam sogar der Elektroinstallateur zu dem eindeutigen Fazit: „Installation und Funktion konnten uns voll überzeugen!“ Der modulare Aufbau der smarten Produkte, die Remeha Heizsysteme eingeschlossen, hält die Technik auf der Höhe der Zeit und bietet dank der Zukunftssicherheit für die kommenden Jahre zahlreiche Optionen zur Erweiterung und zur Anpassung Adressen Seite 83 I des Systems.

1 Auch die Dunstabzugshaube ist in das smarte Konzept eingebunden: sie funktioniert aus Sicherheitsgründen nur, wenn der WinkhausFensterkontakt (2) mitteilt: das Fenster ist offen. 3 Die Rollläden lassen sich, genauso wie das Licht, auch manuell schalten. 4 Das Thermostatventil steuert den Durchfluss direkt am Heizkörper. So wird die Raumtemperatur in jedem Wohnraum separat geregelt.

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Text: Pressebüro Last; Fotos: Remeha; Installation Elektrotechnik: Knoop, Hagen

Links im Bild: Das Herzstück ist die kompakte „wibutler pro Box“. Sie steuert die Kommunikation aller smarten Produkte untereinander. Durch Funkmodul und Antenne werden auch der Wärmeerzeuger Tzerra und die Thermostatventile „smart“.


L I V E VO R ORT SAUNAEINBAU

Mitten in den Altstadtgassen von Schwäbisch Gmünd liegt das mittelalterliche Fachwerkhaus.

Gabi und Thomas Hörner sind voll des Lobes: „Genau so haben wir uns das Ergebnis vorgestellt – die Sauna ist wirklich das Tüpfelchen auf dem i für unser Projekt.“

Probe aufs Exempel Mit viel Liebe zum Detail: Familie Hörner hat beim Modernisieren des Fachwerkhauses in der Schwäbisch Gmünder Altstadt sehr darauf geachtet, so viele historische Details wie nur möglich zu erhalten. Deshalb stellten Gabi und Thomas Hörner das Unternehmen Klafs diesbezüglich auf eine harte Probe: Unter der kleinen Dachschräge im zweiten Geschoss ihres mittelalterlichen Stadthauses wollte das Ehepaar eine hochmoderne Sauna einbauen lassen. „Althaus modernisieren“ begleitete diese spannende Probe aufs Exempel mit der Kamera.

52 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018


Ob schräge Wände oder verwinkelte Erker: Der Marktführer im Saunabereich, die Firma Klafs, sieht in allen noch so schwierig erscheinenden Einbausituationen nichts anderes als eine willkommene Herausforderung.

E

s brauchte schon viel Fantasie und noch mehr Mut, sich der Renovierung des alten Fachwerkhauses zu stellen. „Viele unserer Freunde und auch unsere Kinder haben nur mit dem Kopf geschüttelt“, erinnern sich Gabi und Thomas Hörner lachend zurück. Kein Wunder – schließlich haben die Hörners ihr schmuckes Eigenheim vor den Toren der Stadt vermietet, um sich in das Abenteuer Restauration eines halb verfallenen, mittelalterlichen Fachwerkhauses zu stürzen. Heute, rund fünf Jahre später, wissen die beiden – es war

Qualität durch Sorgfalt: Damit die hochwertigen Elemente der Sauna absolut unbeschadet beim Kunden ankommen, sind sie aufwendig verpackt.

die richtige Entscheidung: „Wir haben schon immer davon geträumt, eines der mittelalterlichen Häuser in der Altstadt von Schwäbisch Gmünd zu unserem Alterswohnsitz umzubauen. Das Ziel war dabei, das Haus technisch auf den neuesten Stand zu bringen – und dennoch den historischen Charme weitestgehend zu erhalten. Und das ist uns dank der richtigen Experten und der hervorragenden Arbeit unseres Architekten Thomas Müller von SSM-Architekten auch gelungen“, freuen sie sich. Was ihnen jetzt noch zum vollkommenen

Wohnglück fehlte, war eine Sauna. „Wir hatten in unserem vorherigen Haus seit 30 Jahren eine Sauna von Klafs im Keller und wollten die vielen positiven Effekte des regelmäßigen Saunabadens natürlich auch in Zukunft nicht missen“, erklärt das sportliche Ehepaar, das sich unter anderem mit Radfahren und Skilanglauf fit und gesund hält. Sportlich ist dieser Wunsch auch für die Saunaexperten des Herstellers aus dem nahe gelegenen Schwäbisch Hall. Frank Jakob hat schon viele schwierige Einbauorte und Einbausituationen gesehen. „Aber

Für jede Sauna erstellt Klafs nach dem Aufmaß durch den Projektberater eine detaillierte technische Zeichnung, die für alle Stationen – von der Angebotskalkulation über die Fertigung bis hin zur Montage – als exakter Leitfaden für sämtliche Arbeiten dient. Das zweite Foto von links verdeutlicht: Das A und O für einen perfekten Aufbau ist die fachgerechte Montage des Bodenrahmens.

12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 53


L I V E V OR O RT SAUNAE INBAU

Oben links: Passgenau geplant – im wahrsten Sinne des Wortes: In diesem Fall ist die Montage des Ofens echte Millimeterarbeit. Oben: Nun folgt die Installation der technischen Komponenten, hier zu sehen die Temperaturanzeige, der Temperaturfühler und die Saunaleuchte. Ganz links: Steuern lässt sich das alles ganz bequem und komfortabel per Fingerdruck auf das Touch-Display der Steuerung „18029“. Links: Noch ein letztes Mal fordert das Fachwerkhaus das handwerkliche Können des Monteurs. Um den Höhenversatz des Dachbalkens von rund acht Zentimetern über die Breite der Sauna auszugleichen, passt er vor Ort die Unterkonstruktion für die Frontverblendung exakt an.

Beim exakten Aufmaß vor Ort forderte aber noch ein ganz anderer, für

mittelalterliche Häuser aber durchaus charakteristischer Punkt Frank Jakobs überragendes Fachwissen: „Schon der Boden ist natürlich alles 54 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

andere als ‚im Wasser‘. Er hat ein stattliches Gefälle von drei Prozent, das wir ausgleichen mussten – was durch unseren speziellen Bodenrahmen aber glücklicherweise gut machbar ist.“ Noch extremer war der Höhenversatz des Dachbalkens. Acht Zentimeter über die Breite der Saunakabine machten die Montage der Frontverkleidung zu einer im wahrsten Sinne des Wortes schrägen Angelegenheit. Die Fotos dieser Reportage vermitteln einen Eindruck davon, wie der Monteur Alexander Neuber diese Herausforderung mit sehr viel Sorgfalt im Detail gemeistert hat. I

FAK TEN

Sauna: Modell „Premium“ von Klafs, Maße (B x H x T): 230 x 206,5 x 160 cm, Innenverkleidung aus HemlockProfilen, „Pluris“-Ofen mit 6 kW Leistung, Saunasteuerung „18029“ mit TouchDisplay und WLAN-Modul für Fernzugriff per Sauna-App Planung & Realisation: Klafs GmbH & Co. KG Erich-Klafs-Straße 1–3 74523 Schwäbisch Hall Telefon 0791/5010 www.klafs.de Architekt: SSM-Architekten Dipl.-Ing. Thomas Müller BDA Stuttgarter Straße 3 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon 07171/927280 www.ssm-architekten.de

Fotos: Klafs GmbH & Co. KG

dieses Projekt war schon eine ganz besondere Herausforderung“, räumt der erfahrene Projektberater ein. Schon das Anliefern der Bauteile durch die enge und teils zufahrtsbeschränkte Altstadt von Schwäbisch Gmünd zum Fachwerkhaus der Hörners und dann durch das enge und verwinkelte Treppenhaus in das Dachgeschoss, wo die Sauna ihren Platz finden sollte, musste genau geplant werden.


L E S E R S E RV I C E

FASZINATION ZUHAUSE! HEADLINE Smarthomes TITELTHEMA Bautrends

REPORTAGE DACHAUSBAU

WEGWEISER FÜR

ZukunftsHÄUSER

Das Farbkonzept der Fassaden korrespondiert mit seinen warmen Grautönen und dem dunklen Rot der vorstehenden Elemente mit den anderen Häusern in der unmittelbaren Umgebung.

Text: Susanne Neutzling

Wie wollen wir wohnen? Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Menschen, die man fragt. Trotzdem gibt es Themen, die viele bewegen: Wohngesundheit und bezahlbare Familienhäuser, aber auch intelligent vernetzte Haus- und Sicherheitstechnik stehen bei Bau-Interessenten hoch im Kurs. Aus Sicht der Architekten sind EnergieEffizienz und nachhaltiges Bauen die Trend-Themen für 2017 – das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Bau-Info-Consult. Wir zeigen auf den folgenden Seiten fünf Häuser, die diese Aspekte beispielhaft umsetzen.

In einer typischen Tübinger Häuserzeile wurden Petra Herrig und Ulrich Conzelmann

Pure Lebensqualität

fündig: Sie verwandelten ein verwahrlostes, altes und verschachteltes Gebäude in eine wahre Wohnperle.

6 ALTHAUS MODERNISIEREN 2/3 2017

ES GIBT VIELE GRÜNDE ... … von einem eigenen Zuhause zu träumen. Und viele Ideen, wie die Träume Realität wer-

Pool

SchluSSpunkt 2/3 2017 ALTHAUS MODERNISIEREN 7

40 Hausbau

1/2 - 2017

Feine adressen

Wenn die außergewöhnliche Gestaltungsqualität eines der führenden Innenarchitektur-Büros und die handwerkliche und technische Perfektion ausgesuchter Partner zusammentreffen, dann entstehen Ergebnisse wie dieses – Vorhang auf für ein Wellnessrefugium der Extraklasse. Fotos: SSF.Pools by KLAFS · Text: Peter Lang

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Althaus modernisieren als Ideengeber für die Sanierung und Erweiterung der gebrauchten Immobilie. unter „Fachschriften“

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L I V E VO R ORT DACHSCHIE BEFE NST E R

vorher

Genussvoller Blick in den Himmel über Altona Die mit einem Dachschiebefenster renovierte Loggia bietet den Bewohnern jetzt auch bei Wind und Wetter einen tollen Ausblick. Der Einbau erforderte Millimeterarbeit.

56 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Auch im geschlossenen Zustand glänzt das „Premium“-Dachschiebefenster mit attraktiver Optik und einem idealen Platz an der Sonne.


Der Reihe nach: Gemeinsam mit seinem Kollegen Udo Petersen musste Dieter Demuth von der Zimmerei Dachwerk Nord zuvor an Ort und Stelle die bereits bestehende Loggia gründlich sanieren. Früher war sie mit ihren 4 x 2,5 Metern Dachöffnung ein Prunkstück des Wohnhauses. Doch der Zahn der Zeit hinterließ deutliche Spuren und führte zu einigen Undichtigkeiten. Schnell stellte sich heraus, dass ein zweiflügeliges „Premium“-Dachschiebefenster hier optimal passt, denn die Dachöffnung sollte nur so wenig wie möglich verkleinert werden. So fiel die Entscheidung zugunsten der größten Ausführung mit den Maßen von 3060 Millimeter Breite und 2560 Millimeter Höhe.

Eine Besonderheit der Konstruktion besteht darin, dass die zu öffnenden Fensterflächen über ein Schienensystem auf dem Dach zur Seite geschoben werden. Dadurch können die Nutzer einen ungestörten Ausblick genießen. Tatsächlich erwies sich der Auftrag als anspruchsvolle Millimeterarbeit: Zur einen Seite war der Platz durch einen historisch anmutenden Giebel begrenzt. Zur anderen Seite gab es bereits ein Dachflächenfenster, das die Profis von Lideko und Dachwerk Nord für die Installation berücksichtigen mussten. Inklusive der Schienen, auf denen die beiden Fenster sanft zur Seite gleiten, um den Blick auf das beschauliche Stadtpanorama freizugeben, misst das Element 5766 Millimeter in der Horizontalen. Dank akkurater Planung blieben zum anderen Fenster am Ende noch ganze fünf Millimeter „Luft“ – ausreichend, um das großzügige Dachschiebefenster fachgerecht zu montieren. Dann war es so weit: Von innen wurden zunächst alle sanierungsbedürftigen Materialien aus der Loggia entfernt. In den meisten Fällen muss für ein neues Fenster erst noch eine

Dachöffnung geschaffen oder vergrößert werden. Hier brauchten die Handwerker die durch die Loggia bereits vorgegebene Öffnung für den Einbau des Wechsels nur ein wenig anzupassen. Die Montage am Folgetag klappte „wie am Schnürchen“. Unter der Anleitung des erfahrenen Lideko-Mitarbeiters Daniel Lüdeke installierten Dieter Demuth und Udo Petersen das Dachschiebefenster innerhalb weniger Stunden. Jetzt musste nur noch die Markise installiert werden, um den Nutzern der Loggia ein jederzeit wohltemperiertes Plätzchen zu bieten. Dafür ist die elektrische „Solexa“-Markisensteuerung zuständig: Sie lässt sich einfach auf einen Temperaturwert programmieren, ab welchem sie selbsttätig für Verschattung sorgt. Regen- und Windwächter reagieren auf die sich verändernden Witterungsverhältnisse und schaffen so Sicherheit für die Markise. Ein leises Tröpfeln des Regens auf die Fensterscheiben gehört für die Bewohner des Dachgeschosses heute genauso zum Genuss wie der großzügige Ausblick an freundlichen SommerAdressen Seite 83 I tagen. 

Fotos von links: Vor dem Einbau des Dachschiebefensters stand die Sanierung der undicht gewordenen Loggia. Per Kran wird das inklusive der Schienen fast 5,8 m lange Dachschiebefenster auf das Dach in rund 20 m Höhe transportiert. Bei der Platzierung des Fensters auf dem vorbereiteten Wechsel gehen Daniel Lüdeke (rechts) und Udo Petersen (links) besonders sorgfältig vor. Das Dachschiebefenster wird mit dem Wechsel fest verschraubt.

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Fotos: lideko.de; Text: Frank Beushausen

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er im beschaulichen Westen Hamburgs ein Dachgeschoss bewohnt, will den Ausblick jederzeit genießen können. So geht es auch den Bewohnern eines fünfstöckigen Gebäudes im Stadtteil Altona. Hier hat der Osnabrücker Hersteller Lideko ihnen mit seinem Dachschiebefenster „Premium“ im Rahmen einer Renovierung zu einem großzügigen Ausblick verholfen.


L I V E VO R ORT MAUERWERK SANIE RU NG

Feuchte bedrohte den charmanten Gewölbekeller eines alten Gutsgebäudes. Erst eine professionelle Innenabdichtung machte die Nutzung auch fürs Billardspiel wieder möglich.

Feuchte raus: Jetzt macht der Gewölbekeller wieder Spaß

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arald Müller-Rohde ist Eigentümer eines traumhaft gelegenen Gutshofes, der auf eine bewegte Geschichte seit dem Mittelalter zurückblicken kann. MüllerRohdes Familie ist nun bereits in dritter Generation Eigentümer des Anwesens. Sie erhielten das damals völlig marode Gut mit rund 100 000 Quadratmeter Fläche mehr oder weniger „unfreiwillig“ als Tauschobjekt für Grundstücke, die an anderer Stelle zum Autobahnbau benötigt 58 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

wurden. Zum Kern des Anwesens gehören heute ein Herrenhaus und eine Stallung, die beide vermietet sind, und das von der Eigentümerfamilie bewohnte „Kavaliershaus“, das im Jahr 1835 errichtet wurde. „Alles, was wir an Miete und Pacht hier einnehmen, fließt seit Jahr-

zehnten in die Sanierung und Instandsetzung des Anwesens“, erzählt Harald Müller-Rohde. Da sich jetzt glücklicherweise neue finanzielle Spielräume ergaben, nahm der

Eigentümer auch gleich das nächste Projekt in Angriff. Der schöne Gewölbekeller des von seiner Familie bewohnten Kavaliershauses war inzwischen so feucht, dass von den Flaschen der dort gelagerten kostbaren Weine die Etiketten abfielen und die Korken schimmelten. Der Raum musste also dringend abgedichtet werden. Die geplante Nutzung? „Ein schöner Raum mit Billardtisch, Dartscheibe und selbstverständlich auch


Oben: Die Etiketten der Weinflaschen waren im feuchten Keller nicht mehr zu erkennen. Rechts oben: Stefano Neputé erläutert dem Hausbesitzer Harald Müller-Rohde (links) einige fachliche Details. Rechts Mitte: Nach der gründlichen Reinigung der Wände mit einem Sandstrahler wird hier die erste Schicht mit Dichtputz aufgebracht. Rechts unten: Zum professionellen Arbeiten gehören auch entsprechende Schutzmaßnahmen.

zur Nutzung als Weinkeller“, so Harald Müller-Rohde. Seine umfangreichen Recherchen in verschiedenen Medien führten ihn zur Abdichtungstechnik Neputé & Büning GmbH in Wiesbaden, einem Isotec-Fachbetrieb. Die Vor-Ort-Analyse von Stefano Neputé ergab: Da der gesamte Ge-

wölbekeller in der Erde steht, hatte sich hier sowohl seitlich eindringende als auch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit massiv ausgebreitet. ▲


L I V E VO R ORT MAUERWERK SANIE RU NG

Oben: Trotz moderner Maschinentechnik ist gerade bei der Feuchtigkeitssanierung auch noch viel Handarbeit gefragt. Rechts: Vor der Sanierung und nach der Arbeit mit dem Sandstrahler bieten die Wand- und Deckenoberflächen kein einheitliches Bild. Individuelle Lösungen sind gefragt.

„Hier war eine vollflächige Innenabdichtung von Wänden und Gewölbedecke erforderlich – als Schutz vor der eindringenden Feuchte und um auch langfristig eine stabile Luftfeuchtigkeit zu schaffen“, so der Experte Stefano Neputé. „Eine zusätzliche Horizontalsperre mit der bewährten Paraffininjektion, die zum Isotec-Standard-Portfolio gehört, hätte hier keinen Sinn 60 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

ergeben, da sich die Feuchte weiterhin darüber und darunter ihren Weg gesucht hätte.“ Das vorgeschlagene Konzept überzeugte Harald Müller-Rohde, sodass

er schnell den Auftrag erteilte. Im 50 Quadratmeter großen Gewölbekeller wurde auf knapp 120 Quadratmetern Wand- und Deckenfläche eine professionelle Innenabdichtung eingebracht.

Der Ablaufplan: Zunächst wurden die alten Bodenplatten aus Sandstein ausgebaut, gereinigt und wieder eingesetzt. In einem weiteren Schritt wurde eine Bitumenschweißbahn zwischen Sohle und Wand – dem sogenannten Wand-Sohlen-Anschluss – überlappend eingefügt und anschließend mit Dichtungsschlämmen abgedichtet. Damit konnte eine Problemzone zwischen


Oben links: Mit einem Oberflächenfeuchtemessgerät kann der Fachmann erkennen, ob sich eine neuerliche Schimmelbildung ausschließen lässt. Oben: Die Treppenstufen und die alten Bodenplatten aus Sandstein wurden gereinigt.

Fußboden und Innenwänden, durch die häufig Feuchtigkeit von der Bodenplatte ins Mauerwerk eindringt, fachgerecht in die Abdichtung einbezogen werden. Um ein optimales Sanierungsergebnis zu erzielen, brachten die Fachleu-

te weiterhin die Innenabdichtung in vier Schritten ein. Zunächst wurden die Innenwände inklusive der Gewölbedecke mit einem Sandstrahler

über eine Woche lang gründlich gereinigt, um die Oberflächen für die eigentliche Abdichtung optimal vorzubereiten. Im Anschluss konnte das Team den Dichtputz in zwei Lagen auftragen. Im dritten Schritt kam die Kombiflexabdichtung von Isotec zum Einsatz, bevor zuletzt ein Schutzputz zur mechanischen Sicherung der Innenabdichtung eingebracht wurde.

Die Abdichtungsmaßnahme dauerte insgesamt knapp vier Wochen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Wir freuen uns schon darauf, hier bald schöne Abende mit guten Weinen, spannenden Billard-Partien und Dart-Wettbewerben zu verbringen“, so Harald Müller-Rohde. Die Zeit verschimmelter Weinflaschen ist damit endgültig vorbei. Adressen Seite 83 I  12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 61

Fotos: www.isotec.de; Text: Dirk Paulus

Links: Lange Jahre kaum vorstellbar, dass sich der muffige Gewölbekeller jemals wieder so schön präsentieren kann. Ohne Angst davor dass Feuchtigkeit den Billardtisch zerstören könnte, dürfen sich Hausbesitzer und Gäste dem Spiel hingeben.


L I V E VO R ORT FUSSBODENHEIZ UNG

Bei Testerfamilie Fleege war die geringe Aufbauhöhe von „Bekotec-Therm“ entscheidend, weil in ihrem Altbau sonst keine Fußbodenheizung hätte eingebaut werden können.

Im Alltag bewährt Spannend: In einem rund zwölfmonatigen Alltagstest des unabhängigen OnlinePortals Premiumtest wurde die Fußbodenheizung „Bekotec-Therm“ von sechs Testerfamilien zu Hause auf Herz und Nieren geprüft. Das innovative Heizsystem überzeugte sowohl beim Thema Energieersparnis als auch durch den schnellen Einbau sowie die behagliche, gleichmäßige Wärme und die kurze Reaktionszeit. Christian und Nina Fleege aus Neuenkirchen gehörten zu den Testern.

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Bereits nach 24 Stunden ist der Estrich begehbar, sodass mit der Verlegung der zum System gehörenden Entkopplungsmatte begonnen werden kann. Darauf können anschließend ohne weitere Wartezeit die Fliesen im Dünnbettverfahren verlegt werden. Schon sieben Tage nach der Fertigstellung kann die Fußbodenheizung in Betrieb genommen und die Belagsfläche genutzt werden. Der Keramik-Klimaboden ist hoch belastbar und bleibt dauerhaft frei von Rissen und Verwölbungen. Logischerweise ergeben sich in dieser Konstellation heiztechnische Vorteile, da der Wärmeaustausch zwischen Heizrohren und Bodenbelag unmittelbar an der Estrichoberfläche erfolgt. In Kombination mit

den kommunizierenden Luftkanälen der Entkopplungsmatte zwischen der relativ geringen Estrichmasse und Fliesen wird die Wärme schnell und gleichmäßig an die Keramik abgegeben und verteilt. So entsteht ein effektiver und schnell reagierender Keramik-Klimaboden, mit dem bereits mit Vorlauftemperaturen von rund 30 Grad Celsius die gewünschten Raumtemperaturen für ein behagliches Raumklima erreicht werden können. Und je geringer die benötigte Vorlauftemperatur, desto geringer ist auch der Energiebedarf. Bei solch niedrigen Temperaturen lassen sich regenerative Energiequellen wie Erdwärme mit Wärmepumpen oder Solarenergie ideal nutzen. Geringe Aufbauhöhe im Altbau entscheidend: Da die Raumhöhen in Bestandsimmobilien oft begrenzt sind, kommt es bei Sanierungen und Renovierungen häufig auf jeden Millimeter an. Mit „BekotecTherm“ lässt sich bereits ab 20 Millimeter Höhe ein beheizter Estrich erstellen. Das bedeutet wiederum, dass deutlich weniger Masse pro Quadratmeter aufgeheizt werden muss. Dadurch wird der Boden schneller warm, und die Kosten für Einbau und Betrieb werden gesenkt. Auch auf die Statik wirkt sich die wesentlich geringere Materialmenge positiv aus – ein Aspekt, der gerade bei der Sanierung von Altbauten wichtig sein kann. Die kompakte Fußbodenkonstruktion lässt sich auch auf bestehenden Belägen und Estrichen sowie auf Holzböden verlegen. Die Ergebnis- und Erfahrungsberichte der Testerfamilien sind online unter www.fussbodenheizung.jetzt mittels sogenannter Bautagebücher Adressen Seite 83 I aufbereitet. 

Fotos: Schlüter-Systems, www.fussbodenheizung.jetzt

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ärme in kürzester Zeit und trotzdem energiesparend heizen? Das verspricht das „Bekotec-Therm“-System der Schlüter-Systems KG. Diese Fußbodenkonstruktion bietet alle Vorteile einer ökonomisch und ökologisch effizienten Fußbodenheizung, die ein behagliches Raumklima schafft und darüber hinaus schnell und Material sparend eingebaut werden kann – und das alles mit einem System aus einer Hand. Kernprodukte des Systems sind Platten aus Folienmaterial oder Polystyrol mit einer speziellen Noppenstruktur, die über konventionelle Dämmstoffplatten verlegt werden. Die Heizrohre werden dann selbstklemmend im vorgegebenen Abstand zwischen den Noppen verlegt. Als nächstes wird auf diese Noppenplatte ein konventioneller Estrichmörtel oder Fließestrich aufgebracht, der die Rohre lediglich um mindestens 8 Millimeter überdecken muss.

Die Fotos stammen von der Renovierungsmaßnahme im Haus der Testerfamilie Fleege aus Neuenkirchen. Sie ist besonders beeindruckt vom schnellen Einbau der Fußbodenheizung und gibt an: „Wir konnten viel früher einziehen.“ Aufgrund der ausgeklügelten Bodenkonstruktion entfallen mit „Bekotec-Therm“ die sonst üblichen langen Wartezeiten auf das Trocknen und die Belegreife des Estrichs. Man kann sofort mit anderen Gewerken weitermachen. Das verkürzt die Bauzeit um bis zu sechs Wochen.

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64 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

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Beide Fotos: Rendering von pbb Planungsbüro Beier GmbH

Feuersicht. www.ofenwelten.de/gutbrod

66 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018


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Die sehr kompakte Oberflächenkollektion „DuriTop-

Per Hand oder motorisch werden die „cero“-Schiebeelemente

Collection“ umfasst gerade einmal 19 Dekore, ver-

leise geöffnet oder geschlossen. Vorteil der elektronischen Bedie-

spricht jedoch, den Großteil der aktuellen Wünsche zu

nung: Bei einer Anlage mit mehreren Schiebeelementen lässt sich

bedienen. Gefragt sind besondere Ideen. So wirkt die

mithilfe eines Gruppensteuergeräts die Öffnungsreihenfolge

„Concrete“ wie eine reale Sichtbetonfläche.

nach einem individuell definierten Ablauf festlegen. Zudem ist

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70 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

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RAT G EBER KÜCHE N

Entspannen beim Kochen Küchen sind keine abgeschlossenen Räume mehr, sie entwickeln sich, wie es früher schon einmal üblich war, zum Kommunikationszentrum für die ganze Familie. Damit das Kochen auch noch gelingt, dafür gibt es eine Menge guter Ideen.

72 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018


Kompakt und mit allem nötigen Komfort ausgestattet, eröffnet die Y-Küche, die aus der Hand des Designers Michael Hilgers stammt, neue Perspektiven des Wohnens und ein völlig neues Raumgefühl. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, überzeugt frei stehend genauso wie wandseitig platziert. Ballerina

Die „glasline G192“, hier mit mattem, lavaschwarzen Glas, System 78 cm, überzeugt mit der grifflosen Ausführung. Die Arbeitsplatte „K500 Ellmau“ ist eine Eiche-Nachbildung. Besonderheiten: der hoch eingebaute Backofen und Geschirrspüler, Hochschrank mit Etagenauszug. Schüller

Nahtlos integriert: Die Einbauhaube „Firstline Unseen“ wird ihrem Namen gerecht. Berbel

Neue Freiräume: Das „inductionAir System“ verbindet Kochfeld und Dunstabzug. Siemens

„ewe50“ passt sich dem Umfeld an, besticht mit authentischer Haptik und bringt wohnliches Flair an den Herd. Großer Planungsspielraum dank durchgängiger Farbe und einer Kombinationsvielfalt bei Griffmulde, Tischgestell, L-Borden und Glas-Rahmenfronten. Ewe

Ein moderner Kühlschrank ermöglicht es, mit ihm digital zu interagieren. Liebherr

„Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Deshalb bietet sich ein effizienter Umgang mit der Zeit und den neuen smarten Technologien an“, so der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) Kirk Mangels. Kurzum, ein ortsunabhängiges, flexibles Zeitund Haushaltsmanagement. Premium- und hochwertige Markengeräte sind heute mit viel Intelligenz ausgestattet, damit sie ihren Besitzern nicht nur die meisten Arbeitsabläufe vollautomatisch abnehmen, sondern auch immer stärker auf ihre Wünsche, Vorlieben und Anforderungen individuell eingehen können. Kaum zu glauben, was inzwischen alles machbar ist: Vom Sofa oder von unterwegs aus jederzeit in den Kühlschrank schauen – das geht dank integrierter Kameras, die beim Schließen der Kühlschranktür Fotos aufnehmen und sie verschlüsselt auf das Smartphone weiterleiten. Oder: Smarte Dunstabzugshauben und Kochfelder spielen sich im Automatikmodus alle relevanten Infos für ein optimales Küchenklima laufend gegenseitig zu. Das ist möglich, weil sich die sensorgesteuerte Lüfterleistung der Haube genau auf die jeweils vorherrschenden Kochprozesse abstimmt. Besonders Profi-like wird es, wenn das neue intelligente, mit speziellen Sensoren zum Kochen und Braten ausgestattete Induktionskochfeld über die App Zugang zu interessanten Online-Rezeptewelten hat. Denn sobald ein Rezept auf dem Smartphone oder Tablet ausgewählt wurde, beginnt die App sofort mit der hoch entwickelten Sensorik zu kommunizieren, damit beispielsweise das Steak auf den Punkt genau, die Pasta al dente oder frittiertes Gebäck wie vom Profikoch gelingen. 12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 73

Quelle: AMK

Haushaltsgeräte


RAT G EBER KÜCHE N

Fronten und Arbeitsplatten des Programms „Paradiso XTreme“ sind farb- und strukturgleich in vier Marmor-Reproduktionen erhältlich. Durch das lebendige Marmor-Dekor lassen sich die Elemente ganz hervorragend mit Uni-Farbtönen oder Holz kombinieren, zum Beispiel als farbharmonische Kochinsel. Beckermann

Die Küche im Wintergarten schafft ein einzigartiges Ambiente. Prasselnder Regen, tanzende Schneeflocken – jede Laune der Natur macht das Kochen zum Event. Und auch das Kochen unterm Sternenhimmel können von Jung und Alt so herrlich weiterhin zelebriert werden.

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Der Markenhersteller präsentiert mit „Verve“ ein elegantes Rahmenprogramm in einer leichten, modern wirkenden Variante. In vollkommener Harmonie dazu steht der warme Farbton „ombre naturelle moyenne“. Raumbildend und einladend wirkt die Brüstung aus charaktervollem Echtholz mit integrierter Bank. Leicht


Das „Cronos“-Becken erinnert an traditionelle Keramik-Spülsteine, wie sie von jeher in ländlichem Ambiente zu Hause sind. Blanco

Den Trend zu Edelmetallen in der Küche aufgegriffen: die elegant aufeinander abgestimmte „Kupfer Edition“. Franke

Metall- und Grautöne sind beliebt. Hier passen sowohl der Farbton als auch das Material perfekt zum angesagten Industrial Look: „Ferro“ in der Variante Cortenstahl, grifflos durch MatrixArt und mit passend abgestimmter Arbeitsplatte und Seitenverkleidungen – für eine Optik „wie aus einem Guss“. Nolte Küchen

Eines ist den neuen Spülzentren trotz aller Material-, Form-, Größen- und Farb-Varianz gemeinsam: eine hohe Funktionalität sowie ein elegant-minimalistisches, sehr klar strukturiertes, ausgewogenes und dezentes Produktdesign, das sich harmonisch in die neuen KüchenWohnlandschaften integriert. So vielfältig wie die individuellen Lifestyles, so groß sind die planerischen Möglichkeiten für eine raffinierte Installation der eigenen „Lieblings-Wasserquelle“. Ob ausreichend Platz für eine dieser neuen attraktiven und ergonomisch sehr gut durchdachten Spülcenter in der eigenen Küche zur Verfügung steht oder nicht, darüber braucht man sich als Käufer nicht den Kopf zu zerbrechen. Denn das Angebot reicht von der kompakten Slim-Ausführung bis hin zur Deluxe-Spüle im XL-Format. Bei den Küchenarmaturen rät die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche zu einem hochwertigen Markenprodukt mit ausziehbarer Schlauchbrause, das hinsichtlich Funktion und Ergonomie voll auf die täglichen Gewohnheiten und Vorlieben seiner Nutzer abgestimmt ist. Auch berührungslose Armaturen oder jene Neuen, bei denen ein Knopfdruck per Handrücken oder Ellbogen ausreicht, damit Wasser sprudelt, sind eine Überlegung wert. Wenn man beispielsweise beide Hände voller Teig oder Küchenabfälle hat, wird man diese komfortable Funktion zu schätzen wissen. Weiterhin im Trend bleiben Armaturen, aus denen auf Knopfdruck entweder kochendes oder mit Sprudelwasser versetztes Wasser verfügbar ist.

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Quelle: AMK; Adressen Seite 83

Spülen


REPO RTA GE BAUERNHAUS

Das alte Gebäude wurde im Zuge des Umbaus komplett entkernt und auch der Dachstuhl zum Teil erneuert. Neue Gauben und Dachfenster versorgen die Räume unter dem Dach nun mit ausreichend Tageslicht. Zudem wurde die Nord-Ost-Fassade des ehemaligen Heubodens fast vollständig bis in den Dachfirst hinauf verglast.

vorher

In ländlicher Tradition Als Georg und Marianne Gruber in Garmisch-Partenkirchen das erste Mal vor dem alten Bauernhaus mit Stall und Heuboden standen, waren sie vor allem von der tollen Lage mit Blick auf den Garmischer Panoramaberg Wank und die Wallfahrtskirche St. Anton begeistert. Deshalb war sich das Ehepaar auch schnell einig, das zum Verkauf stehende, baufällige Gebäude in ein Wochenend- und Ferienhaus zu verwandeln.

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12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 77


REPO RTA GE BAUERNHAUS Links: Blick vom Esstisch Richtung Wohnen und Küche. Der auffällig gestaltete Heizkamin im Fernseher-Look passt gut in die Szene. Rechts: Highlight ist der nach oben offene Wohn-, Ess- und Kochbereich mit den Dachfenstern auf beiden Seiten des Daches.

Links neben dem Eingangsbereich befindet sich das große Elternschlafzimmer mit einer frei stehenden Badewanne.

Das Bad mit den beiden an alte Traditionen erinnernde Waschbecken befindet sich direkt neben dem Schlafzimmer.

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REPO RTA GE BAUERNHAUS

Oben links: Über eine Treppe gelangt man ins Dachgeschoss, wo die offene, lichtdurchflutete Galerie zum Entspannen einlädt. Oben: Im Dachgeschoss bietet die gemütliche Sitzecke einen traumhaften Ausblick auf den Wank, den „Hausberg“ von Garmisch-Partenkirchen. Außerdem hat der siebenjährige Benjamin unter dem Dach sein eigenes kleines Reich. Links: Mit Deko-Details im Landhaus-Stil wurde der traditionelle Charme im rundum modernisierten Bauernhaus bewahrt.

Das alte Bauernhaus mit Stall und Heuboden war eigentlich ein Fall für die Abrissbirne. Die letzte Renovierung lag bereits mehr als 30 Jahre zurück und auch bei der veralteten Haustechnik handelte es sich noch um die Original-Installation.

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Dank

der

vollständigen

Entkernung

konnte das Ehepaar die Raumaufteilung

im Inneren gemeinsam mit Architekt Josef Schmid ganz neu planen und strukturieren. So sind durch die Umwandlung von Stall und Heuboden 200 Quadratmeter zusätzlicher Wohnraum entstanden. Neben der Maisonette-Wohnung der Grubers haben im alten Bauernhof nun zwei kleinere Ferienwohnungen im Erdgeschoss sowie eine weitere zweigeschossige Wohnung im Ober- und Dachgeschoss Platz gefunden und bieten Feriengästen Erholung. Vom Erdgeschoss geht es über eine Treppe hinauf in die helle Wohnung der vierköpfigen Familie. Oben angekommen liegt links neben dem Eingangsbereich das große Elternschlafzimmer mit Ankleide und Bad. Der besondere Clou

im Schlafzimmer ist die frei stehende Badewanne. Herzstück der Wohnung ist der großzügige, nach oben offene Wohn-, Ess- und Kochbereich. Hier sorgen je drei Velux-Dachfenster auf den gegenüberliegenden Seiten des Daches in Verbindung mit dem bis hinauf in den First verglasten Giebel auch an trüben Tagen für viel Tageslicht. Zudem ermöglicht die Positionierung der elektrisch betriebenen Dachfenster auf beiden Seiten des Giebels eine besonders effektive Querlüftung. Dabei zieht die warme verbrauchte Luft durch die Fenster auf der einen Seite des Daches ab, während frische Luft durch die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite nachströmt.

FAK TEN Baujahr:

Wohnfläche: 350 m2,verteilt auf vier Einheiten Heizung: Gaszentralheizung, Wand- und Fußbodenheizung, Heizkamin Dachfenster: Sechs Integra-Solarfenster aus Holz, 66 x 98 cm, zwei Klapp-Schwingfenster aus Holz, 66 x 118 cm, zwei Verdunklungs-Rollo Duo (alle Velux)

Ein großer Balkon lädt im Sommer zum Verweilen ein und im Winter sorgt ein Heizkamin für wohlige Wärme und eine gemütliche Atmosphäre. „Für mich sind die vielen Fenster und die Helligkeit im Wohn-Essbereich der reinste Luxus. Das faszinierende Spiel von Licht und Schatten und die frische Luft sind jeden Tag aufs Neue ein wirklicher Genuss“, freut sich Marianne Gruber. Der Ausbau des alten Hofs hat sich auf jeden Fall gelohnt. „Es ist unglaublich, was Tageslicht aus einem Raum machen kann, der dunkel und ungenutzt war“, so Georg Gruber. „Wir freuen uns die ganze Woche darauf, am Wochenende wieder in unsere Ferienwohnung zu kommen.“ I

Dachaufbau: Zimmerei Saffer GmbH 82491 Grainau www.saffer-bau.com Dacheindeckung: Bobinger + Sohn 82496 Oberau/Loisach www.dachdeckerbobinger.de Architekt: Architekturbüro Josef Schmid 82467 GarmischPartenkirchen www.bauschmiede.com

KINDER

WC

BAD/ WC

etwa 1910

Fotos: Velux Deutschland GmbH, Vorher-Fotos: Architekturbüro Josef Schmid

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er über 100 Jahre alte Bauernhof in Garmisch-Partenkirchen war eigentlich nicht mehr zu retten. Doch aufgrund der schönen Kubatur des Hauses und der Grenzbebauung entschieden sich die Grubers gegen einen Abriss. Also wurde das alte Gebäude zunächst komplett entkernt. Dabei konnten die als Bruchsteinmauerwerk errichteten Außenmauern zum Großteil erhalten werden. Anschließend wurden neue Stahlbetondecken eingezogen. Auch der Dachstuhl wurde im Zuge des Umbaus zum Teil erneuert und das Dach mit anthrazitfarbenen Betonziegeln eingedeckt. Heute erinnern nur noch wenige Details wie die Rundbögen über den Fenstern an den alten Bauernhof mit seinem dunklen, kargen Heuboden. Neue Gauben und Dachfenster versorgen die Räume unter dem Dach mit viel Tageslicht und frischer Luft. Für Wärme im Inneren sorgt eine effiziente Gaszentralheizung in Verbindung mit einer Wandheizung im ehemaligen Stallbereich und einer Fußbodenheizung in allen anderen Bereichen des modernisierten Gebäudes.

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Das Obergeschoss der neuen Wohnung ist geprägt vom großen Elternschlafzimmer mit Ankleide und Bad sowie dem großzügigen, nach oben offenen Wohn-, Ess- und Kochbereich und einem Kinderzimmer.

12/1 2018 ALTHAUS MODERNISIEREN 81


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In Zeiten, in denen Baugrundstücke rar und teuer sind, lohnt sich der Blick nach oben: Unter vielen Dächern schlummern nämlich Wohnraumreserven, die es wachzuküssen gilt. Wie schön das Leben unter der Schräge sein kann, zeigen unsere Reportagen.

Die Vielzahl an Bodenbelägen macht die richtige Wahl oft nicht einfach. Wer fürs Wohnzimmer das perfekte Material sucht, bekommt eine Menge Tipps.

Die Wärmewende wird einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Unser Fachautor stellt für Sie optimierte Heizungstechnik vor, die sich aber in erster Linie noch auf Gas und Öl stützt.

Die nächste Ausgabe erscheint am 27. Januar 2018. 82 ALTHAUS MODERNISIEREN 12/1 2018

Ob nun die Einbruchszahlen steigen oder nicht: Vorsorge ist das oberste Gebot, um mehr Sicherheit zu erreichen.


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Althaus modernisieren Fachschriften-Verlag GmbH & Co.KG, Höhenstraße 17, 70736 Fellbach Telefon (0711) 5206-1, Redaktion -211 Telefax Redaktion (0711) 5206-300 E-Mail: info@fachschriften.de www.fachschriften.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch, Christian Schikora CHEFREDAKTION: Kurt Jeni (verantwortlich) REDAKTION: André Schneider, Ute Schwammberger (Assistenz), E-Mail: althaus@fachschriften.de ZEICHNUNGEN: Susanne Kronenberg LAYOUT: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart, Ulrike Schuck, HERSTELLUNG: Anja Groth (Ltg.) ANZEIGEN: Wolfgang Loges (Anzeigenleiter), Claudia Pastor, E-Mail: loges@fachschriften.de DRUCK: Oberndorfer, A-5110 Oberndorf VERTRIEB: PARTNER Medienservices GmbH, Julius-Hölder-Str. 47, 70597 Stuttgart ABONNEMENT-SERVICE: Abonnementensercive „Althaus modernisieren“, Postfach 1363, 82034 Deisenhofen, Telefon (089) 85853-865, Telefax (089) 85853-62865, E-Mail: abo@fachschriften.de PREIS: Einzelheft 3,50 Euro (inkl. MwSt.). Direktbestellung im Verlag zuzüglich Versandkosten. Jahresabopreis (6 Hefte) 21,00 Euro inkl. Porto und MwSt. Ausland 28,80 Euro. Mindestbezugszeitraum 1 Jahr. BANKKONTO: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147 321 116 Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, sind vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren – sowie Speicherung und Wiedergabe durch Datenverarbeitungsanlagen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Das Führen der Zeitschrift im Lesezirkel sowie der Export und Vertrieb im Ausland ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Artikel, die mit Autoren-Namen gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Kontrolle der Auflagenhöhe erfolgt duch die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) ISSN-Nummer 0943-061x Im Fachschriften-Verlag erscheinen: Hausbau, bauen!, Schwimmbad & Sauna, Bauen & Renovieren, ProFertighaus, Kamine & Kachelöfen, küche+architektur, ARCHITEKTUR+KÜCHE, Exklusive Traumbäder, DIE NEUEN BÄDER, EffizienzHäuser, KomfortHäuser, ARCHITEKTUR+ÖFEN, HausTräume, Das intelligente Haus BAKA Bundesverband Altbauerneuerung e.V., Berlin

Aquabion – ION Deutschland, 40629 Düsseldorf, Tel. (0211) 61870-0, Fax 61870-69, www.aquabion.de

EWE, 4600 Wels, Österreich, Tel. (0043) 7242/237-0, Fax 7242/237-1221, www.ewe.at

Logoclic – Bauhaus, 68167 Mannheim, Tel. (0621) 3905490, Fax 373290, www.logoclic.info

Aquatherm, 57439 Attendorn, Tel. (02722) 950-0, Fax 950-100, www.aquatherm.de

Fermacell, 47259 Duisburg, Tel. (0203) 60880-8210, Fax 60880-8299, www.fermacell.de

Mitsubishi Electric, 40880 Ratingen, Tel. (02102) 486-0, Fax 486-1120, www.mitsubishi-les.de

Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK), 68163 Mannheim, Tel. (0621) 8506100, Fax 8506101, www.amk.de

FMI – Fachverband Mineralwolleindustrie, 10117 Berlin, Tel. (030) 27594452, Fax 28041956, www.der-daemmstoff.de

Neputé & Büning, 65193 Wiesbaden, Tel. (0611) 5290506, www.isotec.de

Ballerina, 32289 Rödinghausen, Tel. (05226) 599-0, Fax 599-211, www.ballerina.de Bauherren-Schutzbund (BSB), 10178 Berlin, Tel. (030) 3128001, Fax 31507211, www.bsb-ev.de Becker 360, 59964 Medebach, Tel. (02982) 9214-0, Fax 9214-14, www.becker360.de Beckermann, 49692 Cappeln, Tel. (04478) 88-0, Fax 88-95, www.beckermann.de Berbel, 48432 Rheine, Tel. (0800) 5606060, Fax (05971) 80809-10, www.berbel.de Blanco, 75038 Oberderdingen, Tel. (07045) 4481100, Fax 4481299, www.blanco-germany.com/de Brötje, 26180 Rastede, Tel. (04402) 80-0, Fax 80-583, www.broetje.de Buderus – Bosch Thermotechnik, 35576 Wetzlar, Tel. (06441) 418-0, Fax 418-610, www.buderus.de Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), 65760 Eschborn, Tel. (06196) 908-0, Fax 908-800, www.bafa.de

Focus Kamine, www.focus-kamin-design.de Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) München, 82166 Gräfelfing, Tel. (089) 858000, Fax 8580040, www.fiw-muenchen.de Franke, 79713 Bad Säckingen, Tel. (07761) 52-0, Fax 52-294, www.franke.de Grohe, 32457 Porta Westfalica, Tel. (0571) 3989-333, Fax 3989-999, www.grohe.de Gutbrod, 89423 Gundelfingen, Tel. (09073) 99750-0, Fax 2030, www.gutbrod-keramik.de Gutta, 77746 Schutterwald, Tel. (0781) 609-0, Fax 609-3200, www.gutta.com Hager, 66440 Blieskastel, Tel. (06842) 945-0, Fax 945-7666, www.das-intelligente-zuhause.de Heroal – Johann Henkenjohann, 33415 Verl, Tel. (05246) 507-0, Fax 507-222, www.heroal.de Hörmann, 33803 Steinhagen, Tel. (05204) 915-0, Fax 9152-77, www.hoermann.de Hora, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock, Tel. (05207) 8903-0, Fax 8903-2000, www.hora.de

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI), 10115 Berlin, Tel. (030) 18615-0, www.bmwi.de

Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), 69121 Heidelberg, Tel. (06221) 4767-0, Fax 4767-19, www.ifeu.de

Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF), 44149 Dortmund, Tel. (0231) 61812130, Fax 61812132, www.flaechenheizung.de

Integra Planen und Gestalten, 13187 Berlin, Tel. (030) 499898-0, Fax 499898-11, www.integraberlin.de

Burg-Wächter, 58300 Wetter, Tel. (02335) 965-30, Fax 965-390, www.burg-waechter.de

Isotec, 51515 Kürten-Herweg, Tel. (0800) 1121129, Fax (02207) 8476-511, www.isotec.de

Creaton, 86637 Wertingen, Tel. (08272) 86-0, Fax 86-500, www.creaton.de

Jeld-Wen, 22303 Hamburg, Tel. (040) 85409-0, Fax 85409-500, www.jeld-wen.de

Dachwerk Nord, 24960 Glücksburg, Tel. (04631) 9429838, Fax 4058505

Kermi, 94447 Plattling, Tel. (09931) 501-0, Fax 3075, www.kermi.de

Deutsche Energie-Agentur (Dena), 10115 Berlin, Tel. (0800) 736734, Fax (030) 726165-699, www.dena.de

KfW Bankengruppe, 60325 Frankfurt, Tel. (0800) 5399002, Fax (069) 7431-2944, www.kfw.de

Deutsches Institut für Bautechnik (DiBt), 10829 Berlin, Tel. (030) 78730-0, Fax 78730-320, www.dibt.de

Knauf Gips, 97346 Iphofen, Tel. (09323) 31-0, Fax 31-277, www.rotkalk.de

DPI Türdesign, 46485 Wesel, Tel. (0281) 9524-0, Fax 8519401, www.dpi-tuerdesign.de DuoTherm, 53947 Nettersheim-Zingsheim, Tel. (02486) 8008-0, Fax 8008-20, www.duotherm-rolladen.de Elektrotechnik Knoop, 58091 Hagen, Tel. (02331) 362482, Fax 362483, www.elektrotechnik-knoop.de Ensminger Putz- und Fassadenbau, 14715 Nennhausen/OT Bamme, Tel. (03381) 3279471, Fax 3279472, www.ensbau.de

Knauf Insulation, 84353 Simbach, Tel. (08571) 40-0, Fax 40-241, www.knaufinsulation.de Kneer, 72589 Westerheim, Tel. (07333) 83-0, Fax 83-240, www.kneer-suedfenster.de

Nolte Küchen, 32584 Löhne, Tel. (05732) 899-0, Fax 899-265, www.nolte-kuechen.de Passivhaus-Institut Dr. Feist, 64283 Darmstadt, Tel. (06151) 82699-33, Fax 82699-34, www.ig-passivhaus.de Purmo – Rettig, 38690 Goslar, Tel. (05324) 808-0, Fax 808-999, www.purmo.de Rathscheck, 56727 Mayen-Katzenberg, Tel. (02651) 955-0, Fax 955-100, www.schiefer.de Remeha, 48282 Emsdetten, Tel. (0800) 1015867, Fax (02572) 9161102, www.remeha.de Roca, 56424 Staudt, Tel. (02602) 9361-0, Fax 9361-22, www.de.roca.com Rodenberg, 32457 Porta Westfalica, Tel. (05731) 768-0, Fax 768-180, www.rodenberg.ag Rotex, 74363 Güglingen, Tel. (07135) 103-0, Fax 103-222, www.rotex.de Schlüter-Systems, 58640 Iserlohn, Tel. (02371) 971-0, Fax 971-111, www.schlueter.de, www.bekotec-therm.de Schüco, 33609 Bielefeld, Tel. (0521) 783-0, Fax 783-451, www.schueco.de Schüller, 91567 Herrieden, Tel. (09825) 83-0, Fax 83-1210, www.schueller.de Siemens – BSH, 81739 München, Tel. (089) 4590-00, Fax 4590-2347, www.bsh-group.de Solarlux, 49324 Melle, Tel. (05422) 9271-0, Fax 9271-8200, www.solarlux.de Sto, 79780 Stühlingen, Tel. (07744) 57-0, Fax 57-2178, www.sto.de Uponor, 97437 Haßfurt, Tel. (09521) 690-0, Fax 690-105, www.uponor.de VDPM – Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel, www.vdpm.info Velux, 22527 Hamburg, Tel. (040) 54707-0, Fax 54707-723, www.velux.de Verband Fenster + Fassade (VFF), 60594 Frankfurt, Tel. (069) 955054-0, Fax 955054-11, www.fensterratgeber.de Verband Privater Bauherren (VPB), 10115 Berlin, Tel. (030) 278901-0, Fax 278901-11, www.vpb.de Viega, 57439 Attendorn, Tel. (02722) 61-0, Fax 61-1415, www.fussbodenheizung-wissen.de

Leicht, 73550 Waldstetten, Tel. (07171) 402-0, Fax 402-300, www.leicht.com

Warema, 97828 Marktheidenfeld, Tel. (09391) 20-0, Fax 20-4299, www.warema.de

Lideko – Amelingmeyer, 49076 Osnabrück, Tel. (0541) 9106712, Fax 127540, www.lideko.de

Weru, 73635 Rudersberg, Tel. (07183) 303-0, Fax 303-370, www.weru.de

Liebherr-Hausgeräte, 88416 Ochsenhausen, Tel. (07352) 928-0, Fax 928-408, www.liebherr.com

Winkhaus, 48291 Telgte, Tel. (02504) 921-0, Fax 921-340, www.winkhaus.com

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Mehr als eine Heizung. Ein Heizsystem mit Zukunft. Solide. Modular. Vernetzt. Die Heizsysteme der Titanium Linie sind immer eine weg­ weisende Systemlösung. Hochwertige Materialien und intelligente Produktdetails sorgen für eine besondere Lang­ lebigkeit und Energieeffizienz. Ihr modularer Aufbau ermöglicht zukünftige Erweiterungen und ihre Vernetzung über das Internet garantiert Ihnen eine komfortable Bedienung auch von unterwegs – mit dem Buderus Control Center Connect. www.buderus.de/neue-produkte

Die Klassifizierung zeigt die Energieeffizienz des Buderus Systems bestehend aus Logamax plus GBH192iT150S PNR400, Systembedieneinheit Logamatic RC310 plus 4 Stück Flachkollektoren Logasol SKT 1.0. Die Klassifizierung kann je nach Komponenten oder Leistungsgrößen eventuell abweichen.


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Individualität ist Ausdruck der Persönlichkeit – und gerade, wenn es um das eigene Zuhause geht, ist es wichtig eine Wahl zu haben. Darum bieten unsere flexiblen und maßgeschneiderten Produkte nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. So schaffen Sie Räume, die Ihren Stil genau widerspiegeln. Mit höchster Design- und Farbvielfalt sind unsere flexiblen Aluminiumlösungen „Einfach. Besser.“ auf Sie und Ihr Zuhause zugeschnitten – egal wie Sie leben. Erfahren Sie mehr www.heroal.de/architektur

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kubischen Formen und großflächigen Fassadenbereichen, aber auch bei

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or allem bei der aktuellen Architektursprache im Neubausektor mit ihren

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FENSTER PRÄGEN FASSADEN

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nerhalb der Fassadenfläche. Und damit tragen Fenster und Glas erheblich zur Ausgestaltung, Struktur und Optik der Gebäudehülle bei. Wir präsentieren Ihnen in diesem Themenheft individuelle Einbaulösungen und spektakuläre Hausbeispiele, stellen ein Gebäude vor, das mit einer besonderen Glas-Faltanlage für maximale Offenheit sorgt, zeigen, wie im Schrägdach mit großen Fenster-Varianten das Wohnen zu einem echten Tageslicht-Event werden kann und gehen auch auf das Thema Sonnenschutz ein, das gerade bei Großverglasungen immer wichtiger wird. Und auch das Thema Technik kommt nicht zu kurz. Hier dann aktuelle Entwicklungen und Neuheiten. Ihre Redaktion ARCHITEKTUR + FENSTER

INHALT

ARCHITEKTUR +FENSTER

IDEEN Gewusst wie!: Einbau-Varianten und Besonderheiten

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OBJEKTREPORT Provokante Note: Filigrane Fensterlösung im XXL-Format

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ANSICHTEN Glas à la carte: Individuell und mit viel Glas gebaut

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DACHLÖSUNGEN Der Himmel ist das Limit: Mehr Tageslicht fürs Dachgeschoss

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SONNENSCHUTZ Raum und Klima: Im Schatten von Rollladen und Co.

18

TECHNIK Sicher, schick und smart: Fensterdetails mit Mehrwert

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Perfekter Sicht- und Lichtschutz Effektiv gegen Sonnenhitze im Sommer Verhindert Wärmeverlust im Winter Hilft Energie zu sparen Verbessert die Raumakustik

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Impressum Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG, 70731 Fellbach, Verlagsleitung: Christian Schikora, Tilmann Münch, Redaktion: Elmar Haag-Schwilk (verantwortlich), Martin Kurz, Marion Zeisel, Anzeigen: Ute Hänle, Layout: Dolde Werbeagentur GmbH, Stuttgart, Henryk Psiuk, Druckerei: PVA, Landau, Titelfoto: Solarlux


A R C H I T E K T U R +F E N S T E R I D E E N Mit der Hebeschiebetür Slimeline 3S aus Holz-Alu bietet BECKER 360 die weltweit erste Hebeschiebetür mit einer Rahmenbreite von lediglich 50 mm an. Damit wird die übliche Rahmenbreite halbiert und der Lichteinfall um zirka 15 Prozent optimiert. Das schlanke Design des Rahmens schafft große Glasflächen und eine lichtdurchflutete Architektur. Mit den Hebeschiebetüren lassen sich auch komplette Glasfronten mit profillosen Ausbildungen in Form von rahmenlosen Ganzglasecken bis zum Boden realisieren. Selbst in Pfosten-Riegel-Fassaden sind die Hebeschiebeflügel integrierbar. Auch bodenund deckenbündige Anlagen bis drei Meter Höhe sind möglich. www.becker360.de

Die sogenannten Vertikal-Schiebefenster von SORPETALER – aus Holz oder Holz/Alu – sind interessante Alternativen zum normalen Fenster. Sie lassen sich wie etwa Hebeschiebetüren schieben, jedoch nicht zur Seite, sondern ganz einfach nach oben. Dabei wird der untere Fensterflügel beim Öffnen in einer Führung über einen weiteren Flügel oder eine Festverglasung nach oben geschoben. Die Fenster bleiben dabei in jeder Stellung stehen und zum Lüften muss die Fensterbank nicht freigeräumt werden. Das Fenster kann auch bei Durchzug nicht mehr ungewollt zuschlagen. Außerdem sorgt es für mehr Platz, da kein Flügel in den Raum öffnet. www.sorpetaler.de

Die Öffnungen an der Ost- und Westseite dieses Hauses bilden Einschnitte in der sonst eher geschlossen wirkenden Holzfassade. In diese Nischen wurden raumhohe Holzfenster von KNEER nach hinten versetzt eingebaut. Die Holzfenster sind in der Form der Dachneigung angepasst. Diese Lösung bildet im Obergeschoss eine Loggia beziehungsweise einen geschützten Eingangsbereich im Erdgeschoss. www.kneer-suedfenster.de

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Die Glasbrüstung VisioNeo von WAREMA, die an bodentiefen Fenstern unerlässlich ist und direkt zusammen mit Raffstoren oder Rollladen geplant werden kann, dient als fast unsichtbare Absturzsicherung. Sie besteht aus einer fest integrierten Glasscheibe, welche die Optik der bodentiefen Fenster nicht beeinträchtigt und gleichzeitig zuverlässig vor einem Sturz bewahrt. Die Glashalterung ist dabei perfekt in die Führungsschienen für den Sonnenschutz integriert. www.warema.de

Raffinierte Integration: Übereck-Lösungen sind im Trend. Hier einmal eine Variante in Holzbauweise. Während die eigentliche Ecksituation festsitzende Scheiben bilden, ergänzen in einem gemeinsamen Holzrahmen eingebaute Drehfenster das Ganze zu einer stimmigen Einheit. www.proholzfenster.de


Bodengehend, sturzfrei und der Dachschräge folgend – diese Variante einer Giebelverglasung besticht alleine schon durch die Größe der Scheibe. Dank des schmalen Rahmens ist maximale Tageslichtausbeute garantiert. Denn der Dachüberstand schluckt doch einiges weg. Optisch passt sich der helle Bodenbelag der Dachunterseite an. www.parador.de

Mit ein wenig Fantasie könnte man die aus zehn Dachfenstern bestehende VELUX Tageslichtlösung als „Krone aus Glas“ bezeichnen. Sie verwandelt das Treppenhaus des Wohnhauses von einem sonst alltäglichen Hauselement zu einem lichtdurchfluteten Lieblingsplatz. Egal zu welcher Jahreszeit lassen die Fenster viel Licht und Luft ins Haus und schenken beim Hochschauen das herrliche Gefühl, unter freiem Himmel zu stehen. Die Firstverglasung erhellt aber nicht nur das Treppenhaus, sondern auch die Galerie mit offenem Übergang zu einem Atrium, das Kinderzimmer, das Büro und die Ankleide. Dank Solarantrieb können die Fenster inklusive der Markisen mittels eines Control Pads per Fingertipp geöffnet und geschlossen werden. www.velux.de

Hier hat eine Architektin zwei Baukörper raffiniert zu einem Ensemble zusammengeführt. Dabei bildet eine schmale gerasterte Glasfuge das Bindeglied zwischen alt und neu. Diese läuft senkrecht beginnend über beide Dachflächen, um auf der Rückseite wieder unten zu enden. Die Verbindung der Räume im OG schafft eine filigrane stählerne Brücke. www.missfeldtkrass.de

Mitten in der Natur und trotzdem gut geschützt: Mit den Wintergartensystemen von FINSTRAL lässt sich dieser Anspruch problemlos erfüllen. Möglich machen das die luftund wasserdichte Konstruktion und eine optimale Isolierung – egal ob mit 2-fach-Isolierglas oder mit maximal dämmendem 3-fach-Glas. Insbesondere die neuen attraktiven Öffnungselemente unterstützen die puristische, klare Optik – darunter die Hebeschiebetür. Hier ergänzen sich maximale Glasflächen, schmale Profilansichten und barrierefreien Schwellen zu einem faszinierenden Gesamtsystem. www.finstral.com

Für Bauherren, die das Individuelle mögen, eröffnet sich mit der neuen Glas-Faltwand von SOLARLUX ein ganz neuer Gestaltungsspielraum. Jede Anlage wird eigens konfiguriert und nach Wunsch mit unterschiedlichsten Merkmalen ausgestattet. Auch jeder Farbton lässt sich realisieren. Daneben werden Ansprüche an eine zeitgemäße Energieeffizienz ebenso erfüllt und der Wärmedämmwert der neuen Glas-Faltwände entspricht sogar den Richtlinien für Passivhaustauglichkeit. Mit der Widerstandsklasse RC 2 weist die Verglasung schließlich auch eine hohe Einbruchhemmung auf. www.solarlux.de

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A R C H I T E K T U R +F E N S T E R O B J E K T R E P O RT

Der Bau aus Sichtbeton, Glas und Alucobond scheint förmlich über dem Garten zu schweben. Die Architektur setzt gleichermaßen auf Reflektion und Transparenz.

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PROVOKANTE NOTE Dieser Neubau fällt auf mit ungewöhnlicher Architektur. Das Einfamilienhaus wirkt wie ein schillernder Kubus. Wenn die Sonne auf den Baukörper fällt, reflektiert die Fassade Licht und strahlt hell. Ganz anders verhält sich die raumhohe Verglasung: Sie verbindet mit ihrer Lichtdurchlässigkeit und Offenheit die Architektur mit der Umgebung.

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ntworfen hat das Wohnhaus in Berg, nordöstlich des Starnberger Sees, die Architektin Uta Di Simone. „Ziel war es, einen Solitär mit etwas provokanter Note zu schaffen“, so die Architektin. Die Mission ist geglückt: Auffällig und eigenwillig präsentiert sich heute das rund 300 Quadratmeter große Einfamilienhaus. Die Materialauswahl beschränkt sich auf wenige Komponenten: Sichtbeton, Sichtestrich für den Bodenbelag, weiß gekalkte Eiche und schwarzes Linoleum für Möbel und Türen. Der konsequente Einsatz der Materialien lässt den Wohnraum ruhig und klar wirken, die Einrichtung spiegelt diesen Minimalismus wider. Erschlossen wird das gesamte Haus über das Sockelgeschoss. Ins Gelände integriert: „Rampe, Stufenanlage und der überdachte Vorplatz vor dem gezackten Sockelgeschoss sind, begünstigt durch die Hanglage, in das Gelände geschnitten. Durch diesen Negativraum erfährt das Sockelgeschoss eine entsprechende Bedeutung und Belichtung“, so die Architektin. „Durch das zurückgezogene und schwarz verkleidete Sockelgeschoss scheint das Obergeschoss über dem Gelände zu schweben.“ Zentral im Obergeschoss, das den Hauptwohnbereich des Hauses bildet, ist ein Lichthof integriert, um den sich alle Räume gruppieren und der so den Mittelpunkt des Gebäudes darstellt. Die Natur wird durch die Tageslicht bringende Öffnung und der Ausbettung mit Kies und Grünpflanzen quasi direkt in das Leben einbezogen. Durch die raumhohe Verglasung macht der Lichthof seinem Namen alle Ehre. Für die Architektin war es die logische Schlussfolgerung des Gesamtkonzepts, sämtliche Verglasungen, ob innerhalb des Gebäudes oder die Öffnungen der Fassade, auf dieselbe Art und Weise raumhoch auszuführen. Zwischen Innen und Außen: Die Idee, mit diesem speziellen Schiebefenster zu arbeiten, kam von Frau Di Simone selbst. „Die Wahrnehmung des Außenraumes im Innenraum ist von zentraler Bedeutung. Der Bezug zur Natur, zur Umgebung, der freie Himmel – das Äußere nach innen zu holen entspricht dem Bedürfnis der meisten Menschen. Um diesen Effekt noch zu verstärken, wurden beim Objekt in Berg überall raumhohe Fenster eingesetzt – die Trennung und Verbindung nach draußen bildet nur noch das rahmenlose Schiebefenster.“ Dank der hohen Glasscheiben ist der Blick ins Grün

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A R C H I T E K T U R ++ÖF EF N E NS TDEERS IOG BNJ E K T R E P O R T

Der Blick von innen heraus zeigt, wie gekonnt die weitflächige Verglasung die Umgebung integriert. Von allen Seiten leiten die großen Glasflächen des Schiebefensters Licht in den Wohnraum.

der Natur nahezu von jedem Winkel des Hauses möglich. „Wir verbringen heute viel Zeit in Innenräumen, unsere Arbeitswelt spielt sich hauptsächlich drinnen ab. Daher wird es für uns immer wichtiger, viel Zeit in der Natur zu verbringen.“ Mit dem Entwurf für das außergewöhnliche Haus ist es gelungen, auch innen mehr von außen zu genießen. Hierfür zeigt sich die Schiebefenster-Lösung wie geschaffen. In der Praxis: Die über 2,5 Meter hohen Glaselemente lassen sich leicht bedienen. Ein Element kann ja immerhin bis zu 15 Quadratmeter groß sein. Die Verglasung lässt sich überraschend leicht per Hand öffnen und schließen, jedoch auch ganz komfortabel elektrisch. Bei der Wahl für die recht offene Architektur des Hauses stand auch der Sicherheitsaspekt ganz besonders im Fokus – auch deshalb bot sich die Verglasung perfekt an: Alle Elemente sind gemäß Einbruchschutzklasse RC3 zertifiziert und können zudem mit Spezialgläsern ausgestattet und an eine Alarmanlage angeschlossen werden. Wie komfortabel die mit dem System erreichte Transparenz ist, lässt sich an seinem hohen Grad an Wärmedämmung ablesen: So ist die dreifach verglaste Variante III auf Passivhaus-Niveau mit einem U-Wert ≤ 0,80 W/m²K wärmegedämmt. Insgesamt sieben dieser Anlagen wurden bei diesem Bauvorhaben verbaut, sie wurden als Öffnungen und Festverglasungen sowohl über Eck als auch in dem schmalen, innenliegenden Lichthof realisiert. Mehr als die Summe der einzelnen Teile: In punkto Konsequenz steht die Verglasung dem gesamten Entwurf in nichts nach. Doch wie ist es zu der Idee des bewusst polarisierenden Hauses gekommen? Zwei Eingabepläne waren notwendig, um inmitten der etwas lieblosen Umgebungsbebauung diesen Paukenschlag zu setzen. Die Architektin setzte diesen in Perfektion um. Entstanden ist ein Kubus aus Glas, Sichtbeton und Alucobond – schnörkellos und konsequent. Viel Licht – auch an dunklen Winter-

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Der Wohnraum verbindet sich gleichermaßen mit dem Lichthof und dem Garten.


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Auch der Lichthof wurde mit der filigranen Rahmen-Glas-Technik realisiert.Die Verglasung setzt einen gekonnten Kontrast zum Sichtbeton.

tagen im Voralpenland – garantiert die raumhohe Verglasung in allen Räumen. Der zentrale begrünte Lichthof lockert den Wohnbereich zusätzlich auf. Neben den hellen und offenen Räumen war ebenfalls die Lage entscheidend: Außen ist das Grundstück in leichter Hanglage mit Rasen- und Kiesflächen sowie Staudenpflanzen begrünt. Der Blick auf die Zugspitze ist frei geblieben, der See ist fußläufig erreichbar. Das Zusammenspiel des Gebäudes mit der Umgebung, die Nähe zur Natur und die dennoch stadtnahe Lage machen das außergewöhnliche Einfamilienhaus zu einem einzigartigen Objekt an einem besonderen Ort. Fenster-Technik: Zum Einsatz kam hier das System Cero. Dieses ist eine Marke von www.solarlux.de. Weitere Informationen unter www.cero.de. Besonderheiten: Ein einzelner Cero-Flügel darf bis zu 6 m hoch und 4 m breit sein und bis zu 15 m2 messen. Dank motorischer Steuerung öffnen und schließen sich die Elemente mit einem Knopfdruck. Auch ohne Motor gleiten sie mühelos zur Seite. Die Aluminium-Profile sind gerade mal 34 mm breit, so breit also wie zwei Finger.

Fotos: Solarlux

Gewicht bis zu 1000 Kilogramm leise auf

Lenken Sie mit WAREMA Außenjalousien ganz nach Ihren Vorlieben Tageslicht in den Raum und freuen Sie sich auf ein einzigartiges Lichtambiente und eine echte Wohlfühlatmosphäre – bei maximaler Energieeffizienz. Dank der neuen Außenjalousie mit ProVisio sind Sie außerdem vor neugierigen Blicken geschützt und genießen dabei beste Sicht nach draußen. Erleben Sie Wohnkomfort ganz neu – mehr auf www.warema.de/draussen-drinnen 9


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Eckenbetonte Architektur Geradlinig und doch dynamisch: Die in der filigranen Holzfassade sitzenden Holz-Aluminium-Fenster durchschneiden die Vertikalen und bringen mit ihrer Übereck-Anordnung die Statik nur optisch ins Wanken. Das Dach stellt sich selbstbewusst steil auf und zitiert das Eck-Thema auf seine Weise. Der anthrazitfarbene EG-Wandbereich reicht aus als tragende Basis. www.josko.de

GLAS À LA CARTE Jedes Gebäude unserer Auswahl glänzt mit Glas und markanten Fensterlösungen. Und diese prägen dann ansichtsbestimmend Fassade und Gebäudestruktur. Fenster von heute sind mehr als nur Funktionsgeber für Licht und Luft.

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aus-Ansichten der transparenten Art: Mit viel Glas und großen Fensterflächen wird die heutige Gebäudearchitektur maßgeblich bestimmt. Herkömmliche Fassadenflächen in Form von Mauerwerk und Putz- beziehungsweise anderen Materialoberflächen verschwinden und machen Platz frei für geschosshohe, geschossbreite oder gar geschossübergreifende Lösungen aus Glas. Aufbrechen der Fassade, Verfremden traditioneller Baumuster, Gliedern der Gebäudehülle, Öffnen nach draußen – moderne Fenster wechseln die Rolle, steigen um vom Statisten zum Protagonisten, bringen sich ein mit Dominanz und Fulminanz. Und was an der Fassade zum spektakulären Auftritt wird, erleben die Bewohner im Inneren als Wohnkomfort und Wohlgefühl. Helligkeit der Superlative, Ausblicke der Extraklasse, Wohnen als Tageslicht-Erlebnis – dank großzügiger Glasanteile und grenzenloser Transparenz. Lassen Sie sich von unseren Traumhäusern inspirieren und erleben Sie moderne Architektur in ihrer individuellen Vielfalt, ihrer atemberaubenden Formgebung und ihrer maximalen Offenheit.

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Durchgängige Glasfassade Bungalow mit Staffelgeschoss: Maximale Transparenz und optimale Lichtausbeute – die raumhohen Fensterschiebetüren schaffen in beinah allen Wohnbereichen einen fließenden Übergang nach draußen und verwöhnen das Rauminnere mit viel Tageslicht. www.davinci-haus.de

Eingeschnittenes Fünfeck Modernes Wohnhaus mit klarer Formensprache. Die Fassadenhülle umspannt den Korpus und integriert eine tiefsitzende Loggia mit kompletter Giebelverglasung. Der Schwebeeindruck des Obergeschosses entsteht durch die ÜbereckVollverglasung des Erdgeschosses. www.baumeister-haus.de

Raffinierte Schräglage

Eingefasstes Fensterband

Spektakulär und mit hoher Ingenieurskunst gebaut besticht diese Villa durch ihre einmalige Frontansicht. Eine schräge Fassadenlinie durchbricht die Glasfassade und sorgt zugleich für den Geschossversatz, ohne die eigentliche Gesamtsymmetrie zu beschädigen. Zugrunde liegt dabei übrigens eine Stahlkonstruktion. www.seele.com

Eine schlichte Quaderform in schwarzem Schmalleistenkleid setzt auf rostfarbene Akzente und sorgt mit einer „Zange“ aus Cortenstahl für eine gekonnte Inszenierung des mittleren Fenterbands. Der Cortenstahl kommt dann auch wieder am Balkon der Südseite zum Einsatz sowie sehr markant am freischwebenden Badezimmer-Erker der Nordseite. www.baufritz.de

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Verbundene Geschosse

Foto: Massiv mein Haus/Lon Godin

Eine großzügige zweigeschossige Verglasung löst die Grenzen auf zwischen unten und oben und lässt einen wunderbaren Blick frei in den Garten. Das in massiver Bauweise erstellte Gebäude nimmt sich in diesem Bereich vornehm zurück, übernimmt aber am Überhanggeschoss wieder eine tragende Rolle und dient dem Großflächen-Schiebefenster gleichzeitig als markanter Rahmen. www.dgfm.de

Erweiternder Glasraum Markant allein schon das Walmdach, doch dank des mittig angesetzten Erweiterungsbaus mit breiter Glasfront und Glasdach gewinnt das Gebäude nicht nur mehr Raum und Licht, es setzt auch optisch ein markantes Zeichen. Und mit der nahezu rahmenlosen und weit zu öffnenden Rundumverglasung wird der Wohnraum zum naturnahen Refugium. www.cero.de

Aufgegliederter Baukörper Trotz seiner fassadenübergreifenden Verglasung gliedert sich das Gebäude raffiniert in drei Einzelbereiche auf. Links ein frech schwebender Vorbau mit eigenständiger Großverglasung, dann der vom Balkon abgetrennte EG-Bereich und schließlich der rahmenumspielte Hauptteil. Was das Gebäude dann wieder zusammenhält, sind die zweistöckige Mittelverglasung und die einheitliche Bekleidung mit Wellenprofilplatten aus vorbewittertem Zink. www.vmzinc.de

Verzahnte Etagen Lang gestreckter Baukörper, dessen zweigeschossiger„Familienbereich“ sich raffiniert mit dem ebenerdigen Refugium der Großeltern verzahnt. Hierbei spielt auch die Verglasung eine entscheidende Rolle: Die Mittelachse bildet im Inneren einen zweigeschossigen Luftraum, die Verglasung fungiert als Klammer. www.schueco.de

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Kontrastierende Glasanteile Dieser Erweiterungsbau setzt auf Überraschung und Wirkung. Oben ein XXL-Giebel mit Überstand und breiter Komplettverglasung, die die scheinbare Übergröße schnell wieder zu reduzieren versteht, unten hingegen begnügt sich das Erdgeschoss mit fünf schmalen bodenstehenden Glasspalten, die besonders abends zu raffinierten Leuchtbändern werden. Das verbindende Element stellt dann die einheitliche Fassadengestaltung aus beschichteten Aluminiumpaneelen dar. www.prefa.com

Umspielte Fensterbänder Weit weg von einem klassischen Baukörper – dieses Wohngebäude zaubert nur eine Konturlinie in die Landschaft, mehr nicht. Der Betrachter ergänzt den Baukörper ganz für sich. Alleine die mäanderförmige weiße konstruktive Klammer hält die Fassadenverglasung zusammen. Das konsequente Fensterraster bleibt der minimalistischen, klarlinigen Grundidee treu. www.architekten-spiekermann.de

Symmetrische Flügel Der auf einer U-Form basierende eingeschossige Bungalow besticht durch seine symmetrische Anordnung sowie durch die ebenso gleichartige Fensterbestückung. Zentral im überhöhten Mittelbau der Eingangsbereich mit gartenseitiger Großverglasung, rechts und links der Schlaf- beziehungsweise Wohnbereich – beide sich nach vorne und zum Innenhof öffnend mit Hilfe breiter Übereckfenster. www.gussek.de

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Mit Breiten von bis zu zwölf Metern gewähren Schiebefenster einen Panoramablick, der seinesgleichen sucht. Durch viel Tageslicht und einen ungetrübten Blick entsteht auch im Innenraum ein einzigartiges Wohngefühl. www.sunshine.de

DER HIMMEL IST DAS LIMIT Keine Grenzen scheint es oben im Dach zu geben. Und was Größe, Kombinationsmöglichkeiten und Öffnungsvarianten anbelangt, sind Fensterlösungen für die Dachschräge heutzutage eher im XXL-Bereich angesagt. Vor allem, wenn Wohnräume mit Tageslichtkomfort gefragt sind.

Das Panorama-Dachfenster Azuro eröffnet mit seinem beeindruckenden Format völlig neue Perspektiven unterm Dach. Auf Knopfdruck gleiten die Fensterflügel elegant zur Seite und machen aus dem Dach eine echte Loggia. www.roto-dachfenster.de

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Noch mehr Licht von der Seite und eine schöne Aussicht nach unten – auch bequem heraus aus der Sitzposition – versprechen ergänzende Kniestockverglasungen, wie hier gezeigt an einer Zweierkonstellation. www.roto-dachfenster.de

Für großzügige Ausblicke, viel Tageslicht und rundum maximalen Komfort durch leichtgängige Bedienung und solide Ausführung sorgen diese „Premium“ Dachschiebefenster. Es gibt sie einflügelig (oben) oder als zweiflügelige Variante (Bild rechts). www.lideko.de

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icht nur an der Fassade werden die Anteile an Glas und Fenstern größer, auch im Dachbereich ist eine Tendenz in Richtung größer und heller zu erkennen. Im Neubau, aber auch im Fall eines nachträglichen Dachausbaus beziehungsweise einer Dachgeschoss-Sanierung sind deshalb immer Überlegungen dahingehend sinnvoll, wie sich die Wohnsituation nach erfolgter Maßnahme darstellen soll. Während man sich früher meist mit einer kleinformatigen Dachfensterlösung begnügt hat – in Bädern und Schlafräumen zum Teil auch heute noch Standard – ist die maximale Tageslichtausbeute heutzutage nicht nur ein Aspekt für mehr Licht, sondern auch für mehr Wohlbefinden insgesamt. Denn signalisieren großflächige Dachverglasungen nicht doch spürbar mehr Freiheit, mehr Weite und mehr Wohnkomfort? Ganz sicher! Und wer es so kennt, möchte es nicht mehr missen! Sogar auch Institutionen wie das Sentinel Haus stellen fest: „Dachflächenfenster haben einen vielfältigen Einfluss auf die gesundheitlichen Bedingungen der Wohn- und Arbeitsräume, die sie

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Drei imposante Balkonfenster nebeneinander: Nach außen ergibt sich ein Panoramablick, innen wird der begehbare Bereich dank ausklappbarer Elemente vergrößert. Aus einem einfachen Zimmer wird so ein architektonisch spannendes Raumerlebnis mit Wohlfühlfaktor. www.fakro.de Die Lichtgaube ist eine Fertiggaube, die aufsetz- und anschlussfertig einfach in das Bestands- oder Neubaudach eingebaut wird und seitlich wie oberhalb ebenfalls mit Glasflächen ausgestattet ist. Je nach Raumgröße lassen sich auch mehrere Einzelgauben einplanen. www.luxia.de

Hier kann man sogar auf einen Balkon hinaustreten. Die Dreiergruppe bringt viel Licht herein, die Vertikalfenster öffnen nach außen und bieten im geschlossenen Zustand perfekten Ausblick – auch in Sitzhöhe. www.velux.de Quartett statt Solist: Wenn hier nur ein Dachfenster vorhanden wäre, hätte dieser Raum nicht diese Qualitäten. Auch weiße Fensterfutter tragen übrigens zur Raumhelligkeit bei. www.velux.de Mehr Raum und Helligkeit bietet diese gaubenartige Dachfensterlösung „Raum“ mit steiler gestellten Fenstern und verbreitertem Deckenbereich. Die Fenster trennt ein integrierter vorgesetzter Hilfssparren. www.velux.de

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Auch ein Flachdach kann belichtet werden. Mit Flachdachfenstern holt man sich zusätzlichen Himmel in den Raum. www.velux.de


Die allerneueste Dachfensterlösung ist die Variante „Panorama“. Hierbei stehen die kombinierten Fenster steiler und werden durch überkopf verbaute Dachfenster ergänzt. Kein Sparren ist mehr im Weg. www.velux.de

belichten. In vielen Fällen machen Wohndachfenster eine Nutzung des Dachraums erst möglich. Die gesundheitlichen Faktoren betreffen sowohl das Produkt und sein Zubehör selbst, als auch seine Funktion als Spender für Tageslicht und Luftaustausch.“ Wie können nun aber moderne Großflächen-Lösungen aussehen? Das Maximum sind dann beispielsweise Riesen-Elemente zum Verschieben, sodass gar kein Fensterrahmen mehr zu sehen ist. Einfachere Lösungen sind Kombinationen aus mehreren Einzelfenstern, getrennt beispielsweise durch umkleidete Sparren. Eine ganz neue Konstruktion sind etwas steiler stehende Fenster mit raumbildendem Deckenabschluss oder gar zusätzlichen Überkopffensterflügeln. Auch rundum verglaste Gauben können die Tageslichtsituation deutlich verbessern. Zu überlegen wäre auch, unterhalb von Dachflächenfenstern mit fassadenanschließenden Glaselementen zu ergänzen.


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Perfekter Sonnenschutz mit Übereck-Senkrechtmarkise: Durch die Kopplung der Tücher (ohne störende Führungselemente in der Ecke) per Reißverschluss und Beschwerungsschiene erreicht die Lösung Panovista Max auch die höchste Windklasse gemäß DIN-EN 13561. www.renson.de

Wer Liebhaber von gutem Design ist, der kommt bei der Markise MX-1 auf seine Kosten. Der extravagante Look der Kassette ist ebenso ein Blickfang wie die formschöne Blende, die sich gut mit moderner, purer Architektur versteht. Eine zusätzliche Senkrechtmarkise schützt bei tiefstehender Sonne. www.markilux.com

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Stylische Innenbeschattung: Das Wabenplisse Duette kommt auch mit Sonderformen und Großflächen zurecht und sorgt aufgrund ihrer Hohlkammern (Luftpolster) für einen effektiven Hitzeschutz – bei aller Transparenz und Wohnlichkeit. www.duette.de


Spezielle Wintergartenmarkisen sind für alle Modelle erhältlich: Ob innen oder außen angebracht, ob kleine oder große Glasflächen, ob klassische oder abgewalmte Dächer. Und alle bieten die richtige Mischung aus Sonnenschutz, Design und Technik. Hier z. B. ergänzen noch Senkrechtmarkisen an den Fenstern die Gebäudeansicht zu einer stimmigen Einheit. www.markilux.com

Mit einer außenliegenden Senkrecht-Beschattung aus der VertiTex Serie bietet sich eine Lösung für Sonnenschutz, Blendschutz, Windschutz und Sichtschutz in einem. Tuch und Technik sind in einer extrakleinen, zierlichen Kassette untergebracht, dennoch lassen sich große Flächen damit beschatten. Die Markise ist je nach Windbelastung und Anforderung in unterschiedlichen Ausführungen, Farben und Tuchqualitäten erhältlich. Die VertiTex Zip ist zusätzlich in Seitenschienen geführt. www.weinor.de

Individuelle Lichtlenkung: Statt den Raum komplett abzudunkeln, erlauben die doppelwandigen Aluminium-Lamellen LC das Licht individuell zu lenken. Jede Lamelle kann einzeln positioniert werden – aber auch die abschnittsweise Verdunklung ist möglich. So werden die Vorteile von Rollladen und Raffstore in einem System gebündelt. www.heroal.de

Das Rollladen- und Sonnenschutzsystem RS hybrid (Bild unten) schafft mit seiner Rollladen-Textil-Kombination eine behagliche Atmosphäre. Außen sorgen Aluminium-Lamellen für größtmöglichen Sonnenschutz, innen ist das System mit wasser- und schmutzabweisendem Textilgewebe versehen. www.heroal.de

RAUM UND KLIMA Mit der Größe des Glases kommt schnell auch die Wärme in den Raum. Im Sommer lassen entsprechende Außen- und Innenbeschattungen die Sonne draußen und viele Lösungen ergänzen sogar perfekt die moderne Fassadenansicht.

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Raffrollo als Sonnenschutz: Die sogenannten Folds bestehen aus gewebtem Papier und sind in verschiedenen Verdunklungsgraden erhältlich: Die semitransparente Variante ist lichtdurchlässig und dunkelt das Innere nur geringfügig ab, während das Modell Dim-Out den Lichteinfall stärker reduziert und dabei abblendend wirkt. Die Version Black-Out schließlich erzeugt eine komplette Verdunklung und lässt keinen Lichtstrahl mehr in den Raum. www.jasnoshutters.de

Aluminium-Rollläden haben eine dämmende Funktion und bewirken, dass es im Wintergarten im Sommer nicht zu heiß werden kann: Aufgrund seiner isolierenden Eigenschaften reflektiert das Aluminium die Lichtstrahlen, bevor diese auf das Fensterglas treffen. Übrigens: Sonderformen sind kein Problem bei der Umsetzung individueller Sonnenschutzlösungen. www.schanz.de

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Der Raffstore ProVisio garantiert nicht nur Hitzeschutz, Blendschutz und Sichtschutz, sondern verbindet diese Eigenschaften mit optimaler Durchsicht. Trick dabei: Die Neigung der Lamellen wird über die komplette Behanghöhe fließend verändert. Dabei orientiert sie sich am menschlichen Blickwinkel, sodass das Auge von oben nach unten immer die beste Sicht nach draußen hat. www.warema.de

Der Sonnen- und Blendschutz Integralmaster besteht aus einem plissierten Folienrollo und einer eigens entwickelten Glasleiste, die den Behang vollständig verdeckt liegend aufnimmt. Er ist nur sichtbar, wenn er im Einsatz ist. Zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung ist der Behang SHGS 03 mit HochleistungsReflexionsfolie eine gute Wahl. www.schueco.de


cero öffnet Räume in beeindruckender Dimension: Glasflächen bis zu 15 m² lösen die Grenzen zwischen innen und außen auf. Präzision und intelligente technische Details garantieren trotz schmaler Ansichten optimale Wärmedämmung, höchste Sicherheit und ein flexibles Systemdesign. cero – für größte Gestaltungsfreiheit. www.cero.de. cero by Solarlux


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Fenster im Erdgeschoss sollten mindestens der Widerstandsklasse RC 2 entsprechen. Heroal macht es Einbrechern jetzt doppelt so schwer. Die Kombination aus einem W 72 oder W 77 Fenster und dem Edelstahlrollladen RS 37 RC 3 entspricht der Widerstandsklasse RC 4. www.heroal.com

Mehr Tageslicht – hohe Energieeffizienz: SolarXPlus lässt mehr Licht (Lichttransmission (LT) = 77 %) und mehr solare Energie (g-Wert = 60 %) in den Raum als andere Dreifach-Verglasungen mit Wärmeschutzbeschichtungen. www.internorm.com Lautstarke Abschreckung: Der Einbruchschutz FSA 2020 erzeugt beim Aufhebeln des Fensters ein akustisches Warngeräusch. Seine stabilen Schwenkriegel passen auf Fenster- und Türrahmen aus Stahl, Kunststoff, Aluminium und Holz. Eine Montagebreite von 23 Millimeter reicht aus. Der Alarm eignet sich auch als Kindersicherung. www.burg.biz

SICHER, SCHICK UND SMART Fenstertechnik schlägt sich besonders in Details nieder. Schlanke Lüftung: Das Airfox-System für Kombination mit Rollläden, Raffstores und sonstigen Außenbeschattungen ist vielseitig einsetzbar dank schlanker und clever platzierter Lüftungsgitter im Fenstersturz oder in der Laibung. www.beck-heun.de

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Dabei geht es um die wichtigen Themen wie Sicherheit, Optik, Effizienz und Komfort. Unsere Neuheiten und Trends geben beispielhaft wieder, was Fenster an praktischem und optischem Mehrwert mit sich bringen können.


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Mit der Deckschale TopAlu lässt sich die exzellente Wärmedämmung und Dichtigkeit von Kunststofffenstern kombinieren mit der hohen Widerstandsfähigkeit und edlen Optik von Aluminium. www.schueco.de Sie nennen sich nicht nur „smart“ – sie sind es auch: Die motorischen Antriebe und Lüftungssysteme von Siegenia. Mit der kostenlosen Comfort App lassen sie sich in der Smart-Variante bequem via Smartphone oder Tablet bedienen und bieten so noch mehr Wohnkomfort. www.siegenia.com Das Profil-System Kömmerling 88 (Bautiefe: 88 mm) erreicht mit einem Uf -Wert von 0,95 W/(m2K) bereits in der Standardversion die Wärmedämmung für Passivhäuser. Zudem bietet es eine elegante Ansicht und ermöglicht große Glasflächen. Ergänzend dazu gibt es auch Aluminium-Vorsatzschalen. www.profine-group.com Das dezentrale, sensorgesteuerte Lüftungssystem Endura Twist ist ein modulares Baukastensystem. Mit einem Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung von über 80 % bei 30 m³/h Luftleistung erreicht das System die beste Effizienzklasse A+. www.renson.de

Jetzt ist es da – das erste intelligente Fenster, das außer seinen Standardfunktionen die Möglichkeit bietet, Fernsehen zu schauen, das Internet zu nutzen und über eine drahtlose Schnittstelle zu arbeiten. Der LCD-Bildschirm ist in einer Doppelverglasung eingeschlossen. Das Fenster ist mit einem energieeffizienten Prozessor ausgestattet und besitzt Schnittstellen zur drahtlosen Kommunikation, die auf den neuesten Standards wie Wi-Fi (802.11n), Bluetooth (4.1) und Bluetooth Low Energy basieren. An das Fenster kann man einen USB-Stick anschließen, eine externe Festplatte mit Multimediadateien, eine Tastatur sowie eine Maus. www.drutex.de

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Weil behagliche Wärme so wichtig ist – nicht nur für den Nachwuchs: Das Fenster W 77 von heroal erfüllt nicht nur die Anforderungen der EnEV 2016, sondern auch die der KfW 55, KfW 40 („nearly zero energy buildings“) und ist passivhauszertifiziert. Schallschutz bis SK 5, Einbruchhemmung bis RC 4 und eine Auswahl von mehr als 500 RAL-Tönen runden das Gesamtpaket für Ihren Wohnkomfort „Einfach. Besser.“ ab. Erfahren Sie mehr www.heroal.de/architektur

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