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Publikation der medalp Group

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Magazin der MEDALP GROUP TIROL für Gesundheit, Sport und Lifestyle

2019/20 I.P.

HOTLINE Imst: +43 699 16119988 Zillertal: +43 664 2884000 med19 digital

365 Tage geöffnet. Open 24/7. www.medalpgroup.at


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Inhalt Von der Freiheit, zu tun: Von Wagnissen, vom Wagen und über das Abwägen

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Warum wir fliegen: medalp-Ärzte in der Luft und was sie dorthin treibt

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Der bewegte Mensch: Ein Plädoyer für mehr Mitte im Sport

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medalp macht Zukunft: Innovationen brauchen Menschen, Zeit und Raum

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Klinik macht Kunst: Die medalp-Galerie Präsentiert: Das Leistungsangebot der medalp Group

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The mountains are calling - and I must go … John Muir

www.medalp.com/imustgo2

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Liebe Leserin, lieber Leser! „Über den Wolken ...“ Wissen Sie, wie Reinhard May weiter­ singt? Freiheit ist das Leitthema dieser med-Ausgabe. Die Frei­ heit über den Wolken.Auf dem Berg, wo grenzenlose Freiheit einfach geht. Momente, wie sie die Titelseite zeigt, laden uns ein, in die Ber­ ge zu gehen. Zu fliegen. Mit Skiern oder dem Mountainbike, dem Kletterseil oder einfach wandernd Freiheit, die glücklich macht, zu erleben. Diese Momente machen uns gleicherma­ ßen ehrfürchtig und motivieren uns, auf diese Welt aufzupas­ sen, sorgfältig mit den Ressourcen umzugehen und das Risiko beim Bergsport, auf den Pisten und auch auf dem Rasen so einzuschätzen, dass die Freude an Freiheit nachhaltig bleibt. Wir in der medalp erleben all diese Aspekte – Freiheit, ­Klima, Risiko – aus verschiedenen Perspektiven. Wenn wir frei haben, sehnen wir uns auch nach dieser Freiheit. Einige von uns über den Wolken. Andere auf den Tiroler Bergen, auf den Greens rund um Innsbruck oder im Zillertal und an den Seen – über 25.000 von letzteren gibt es alleine in Ös­ terreich. Und Winter lieben wir, wenn’s richtig viel Schnee hat. Die schönsten der 256 Skigebiete in Österreich befinden sich in unserer Nachbarschaft. Einhergehend mit diesen Le­ bensfreuden machen wir Energiewende - so gut wir können. Sie ist für unsere „grünen Kliniken“ Routine. Seit nunmehr fast 20 Jahren. Ein Patient schrieb in einem Feedback an uns: „Als Gast ist dieses Land das Paradies … und wenn man sich verletzt, sollte man das in Tirol machen.Von über den Wolken kam der Ret­ tungsarzt, nachdem die Pistenretter professionelle erste Hilfe leisteten.“ Die Freiheit, das Klima und die Reparatur, wenn das Risiko einmal unterschätzt wurde, das sind unsere Anliegen.

 

Ihre medalp-Geschäftsführer Dr. Alois Schranz, Dr. Hermann Köhle, Dr. Manfred Lener, Mag. Horst Grassegger, Dr. Herwig Kunczicky

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Von der Freiheit, zu tun Wer wären wir ohne Angst? Wie könnten wir überleben, wie könnten wir leben ohne die Notwendigkeit, ab und an über uns hinauswachsen zu müssen? Warum brauchen wir das Risiko? Und wodurch unterscheiden wir uns ­darin von Extremsportlern, deren Wagnisse scheinbar so groß sind? Eine Spurensuche.

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Bergsteigend öffnet sich uns ein au­ßerordentlich in­tensiviertes Sein. Ulrich Aufmuth, Psychologe

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Selbstfindung „Uns alle leitet der menschliche Instinkt, die Neigung zur absoluten Schönheit, die Lust, die Messlatte immer weiter nach oben zu verschieben, um herauszufinden, was man alles aushalten kann. Es ist die bedingungslose Liebe zu den Bergen, die Suche nach dem Berg, den vor dir noch keiner berührt hat, oder die Suche nach dem Zauber, den vor dir keiner erlebt hat. Immer getrieben von der Überzeugung, die wahrscheinlich einer Illusion nahe kommt, dass man aufgrund dieser Momente eine bessere Person sein kann und, einmal heimgekehrt, auch andere an dieser Magie teilnehmen lassen kann, die einen selbst berührt hat.“ Tamara Lunger Südtiroler Alpinistin und Skibergsteigerin

Tirol ist Berg. Und die Berge, sie sind unser Spielplatz: Sie bieten atemberaubende Möglichkeiten, sie zu entdecken, fesseln uns mit ihrer Magie, ihrer schroffen Schönheit, ihrem majestätischen Antlitz, das je nach Jahres- und Tageszeit, je nach Witterung konträre und mannigfaltige Ausdrücke offenbart. Sie bieten uns die Freiheit, jederzeit zu gehen. Sie zu erwandern, zu er­ klettern, sie zu erklimmen und zu bezwingen – oder auch einfach nur, in ihnen zu ruhen. Die Vielfalt der Berge ist ihr Zauber, ihm erliegen wir, die wir dort oben doch stets nur Gast sind. Denn die Welt in den Bergen folgt eigenen Regeln – und die gilt es zu beachten. Der Berg gehört dir erst dann, wenn du wieder unten bist, davor gehörst du ihm, hat Alpinist Hans Kammerlander einmal gesagt. Diese gern und oft zitierte Aussage enthält in ihrem Kern das, was viele übersehen, allzu leicht und leichtfertig ignorieren. Durch Aufstiegshilfen, modernstes Equipment und mithilfe ausgefeilter Technik gelangt heute jeder auf die Berge. Das ist gut so, denn der Zugang zur alpinen Welt sollte prinzipiell jedem offenstehen. Doch zu viel Lu­ xus verleitet auch zur Unvorsichtigkeit. „Das Bergstei­ gen, der Weg in die Berge wird leichter gemacht, des­ halb gibt es auch viele Situationen, in denen Menschen es maßlos übertreiben oder sich selber überschätzen“, sagt Josef Fiegl, Obmann der Bergrettung Sölden. Die Berge sind zu einem für jeden erreichbaren Spielplatz geworden – aber das Spiel folgt ernsten Regeln. Auch der beste Bergschuh bringt keine Tritt­

◄ Wer nie aufbricht, wird nie ankommen. Risiken einzugehen, liegt ein Stück weit in der Natur des Menschen. Jedes Mal, wenn eine riskante Situation erfolgreich überstanden wird, wächst der Mut, und jedes Mal, wenn wir scheitern, das Sich-selbst-Erkennen.

sicherheit, wenn man selbst unsicher auf den Beinen steht, die tollste Navigations-App nützt nichts, wenn es kein GPS-Signal gibt, die schnittigste Kleidung schützt nicht vor Gewittern und Karbon macht keine Kondition. Berge sind Abenteuer – und jedes Aben­ teuer birgt Risiken. WAS IST RISIKO und warum wollen es die einen vermeiden, während die anderen es – im wahrsten Sinne – scheinbar um jeden Preis suchen? Warum haben die einen Angst und die anderen nicht? Der ungarische Psychoanalytiker Michael Balint lieferte dazu bereits 1959 eine Erklärung, die zumindest Aufschluss über die zugrundeliegende Motivation gibt. Er unterschied zwischen dem ok­ nophilen und dem philobaten Typ. Ersterer sucht die Sicherheit, meidet die Gefahr. Zweiterer ist das ge­ naue Gegenteil. Er sieht vor allem den Gewinn, den er duch das Risiko erreichen kann, er will seinen Lebensraum erweitern. Ein Paradebeispiel dieses Typus sind Risikosportler. Die in den letzten Jahrzehnten merklich ansteigende Zahl an Menschen, die sich in extremen oder risiko­ reichen Sportarten betätigen, sei, so erklärte es der Psychologe Ulrich Aufmuth bereits in den 1980ern, den „Mangelerscheinungen seelischer Natur“ ge­ schuldet. Der Luxus der heutigen Zeit entbindet den Menschen großer Anstrengungen, macht ihm nahezu alles leichter, entfremdet ihn quasi von sich selbst. Das „Sicht-selbst-Spüren“ leidet darunter. Deshalb sei gerade der Extremalpinismus ein möglicher Ausweg. „Bergsteigend öffnet sich uns ein außerordentlich intensiviertes Sein“, führt Aufmuth aus. Angst hat der Sportler dabei durchaus, doch vermag er sie zu bän­ digen, bzw. ist es gerade sein Können, das die Angst nicht nur in Schach hält, sondern durch die Begeg­ nung mit der Angst und deren Überwindung auch permanent wächst. Nicht die Angst zu negieren oder zu ignorieren ist das Ziel, sondern an ihr zu wachsen. Stichwort Selbstvertauen.  →

Die Bezeichnung „philobat“ ist eine Wortbildung aus phílos = Freund, philein = lieben und akrobátes = der auf den äußersten Zehenspitzen geht. Damit wird ein Menschentypus beschreiben, der Wagnisse eingeht und diese genießt.

Selbstvertrauen „Ich stelle mir vor, wie es sein wird, wenn ich wieder zurückkehre, um meine Ausrüstung aus dem Winterraum zu holen. War ich dann erfolgreich? Komme ich vom Gipfel zurück oder doch wieder vom Wandfuß? Ich weiß es nicht. Oder komme ich etwa gar nicht mehr zurück? Nein, dafür habe ich zu viel Selbstvertrauen. Ich bin vollgepumpt mit einer Mischung aus Motivation, Tatendrang und Glauben an mich selbst. Diese Mischung wird mir die nötige Ruhe, Konzentration und Kraft geben.“ Hansjörg Auer (1984–2019), Ötztaler Kletterer und Bergsteiger, über die Free-Solo-Begehung der 1.200 Meter langen Route „Weg durch den Fisch“ (7b+) in der Marmolata-Südwand in den Dolomiten am 27. April 2007

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Gehen, sich bewegen, auf einen Berg steigen und wieder absteigen – das ist eine Parallele zum Leben. So gesehen hat der Berg große Symbolkraft und Bedeutung. Peter Habeler (*1942), Tiroler Extrembergsteiger, bestieg mit Reinhold Messner vor 40 Jahren erstmals den Mount Everest ohne Sauerstoffgerät

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Gegen die Angst In angstauslösenden Situationen haben sich verschiedene Entspannungstechniken bewährt: Mit autogenem Training versetzt man sich über Autosuggestion quasi in Selbsthypnose. Mit der progressiven Muskelentspannung erreicht man durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen einen Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers. Auch verschiedene Visualisierungstechniken helfen, sich gedanklich in eine angenehme, entspannende Situation zu versetzen. Yoga, insbesondere YinYoga, in welchem man lange Zeit in passiven Dehungshaltungen verharrt, hilft dabei, Gelassenheit in beängstigenden Situationen zu entwicklen.

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WIE OFT SAGEN WIR „Normalsterblichen“ über jene, die scheinbar unkalkulierbare Risken ein­ gehen: „Die sind doch verrückt.“ Und wenn dann tatsächlich etwas passiert, dann denken wir: „Das musste ja so kommen.“ Tatsache ist, dass Risikosport­ ler alles andere als lebensmüde sind und sehr genau wissen, wie weit sie gehen können – und wo sie anhalten oder gar umdrehen müssen. „Ich bin wahr­ scheinlich nur so alt geworden, wie ich bin, weil ich ein sehr gutes Risikomanagement habe – darin hat Selbstüberschätzung keinen Platz“, sagt der dreifache Vizeweltmeister im Freeriding, Flo Orley. „Vor je­ dem Start, vor jeder Line, vor jedem Sprung gehe ich durch:Was habe ich vor, was kann passieren? Dabei spielen die Worst-Case-Szenarien eine entscheidende Rolle:Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Gibt es für diesen Fall einen Plan B? Es kann immer etwas schiefgehen, aber es muss auch immer einen Ausweg daraus geben. “ Wenn es keinen möglichen Ausweg gibt, ist der Plan nicht gut. Diese Planbarkeit ist es auch, die die Angst im Zaum hält – denn natürlich gehört Angst dazu. „Angst hatte ich immer wieder, sie ist auch zu einem ­Instrument geworden“, sagt Orley. „ Wenn ich beispielweise kurz vor der Abfahrt auf einem Berg stehe, der Countdown über Funk eingeläutet wird und ich plötzlich Angst bekomme, breche ich sofort ab und begebe mich auf Spurensuche.Woher kommt die Angst? Ist die Lawi­ nengefahr zu hoch? Ist ein Felsen, über den ich drüber­ springen will, nicht so wie gedacht? Ich gehe alle Mög­ lichkeiten durch, bis ich weiß, woher die Angst kommt. Finde ich den Parameter und kann ich ihn ändern, starte ich. Kann ich es nicht, starte ich nicht. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld alle Worst-Case-Szenarien durchzuspielen, weil man die Angst dann instrumenta­ lisieren kann und genau weiß, wie man reagieren muss, wenn Plan A nicht funktioniert.“ Doch natürlich gibt es sie, die Situationen, in denen auch Plan B nichts nützt. „Die Weltbesten in ihren Sportarten bewegen sich auf einem Niveau, wo das Restrisiko immer größer wird und der Spielraum immer kleiner“, sagt Orley. Doch es ist gerade diese letzte kleine, aber entscheidende Unplanbarkeit, die das Wagnis ausmacht, das ist die Faszination. Ein Rest­ risiko bleibt immer. Es bleibt auch in einem Auto mit

Airbag, es bleibt beim Skifahren und Mountainbiken mit Helm. Es bleibt im Leben.Wer sich jedes Risiko versagt, versagt sich auch jede Freiheit. ALS IM APRIL 2019 die Tiroler AusnahmeAlpinisten David Lama und Hansjörg Auer bei einem Lawinenabgang am Howse Peak in den Rocky Moun­ tains ihr Leben verloren, erschütterte das nicht nur die Szene. „Nicht nur Situationen, in denen man selbst in Gefahr ist, sondern eben auch solche Ereignisse schockieren einen zutiefst“, sagt die Südtiroler Berg­ steigerin Tamara Lunger. „Natürlich stellt man sich dann die Frage, ob es das wert ist. Hätte ich in diesem Moment zu einer Expedition aufbrechen müssen, wäre ich vermutlich nicht gegangen. So etwas braucht seine Zeit, man erholt sich wieder und bricht wieder auf. Irgendwann ist das Bedürfnis vielleicht aber auch weg, vielleicht will man irgendwann auch nicht mehr gehen. Entscheidend für mich ist, auf mich zu hören und nicht stumpf Jahrespläne oder ein Programm zu verfolgen. Ich will ehrlich zu mir selbst sein und Dinge tun, die in dem Moment auch stimmig sind.“ Das kann auch Rückzug bedeuten. Und der ist nicht einfach, sondern braucht genausoviel Mut wie der Aufbruch.  →

Selbstkenntnis „Man bereitet sich natürlich extrem lange auf ein Projekt vor, geht alle möglichen Szenarien durch. Je realistischer und je weniger emotional man dabei ist, desto klarer wird das Bild und desto weniger Überraschungen gibt es dann. Das Planen hilft dabei, in kritischen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen und den größten Feind des Alpinisten im Zaum zu halten: die Angst. Angst ist nichts, was akut entsteht. Doch die akute Form, die Panik, muss man so gut wie möglich vermeiden, denn dann kann man keine rationalen Entscheidungen mehr treffen, man arbeitet nicht mehr ­lösungsorientiert.“ Alpinist David Lama (1990–2019) im Interview mit der med 2016

Oben re.: Die Tiroler Ausnahme-Alpinisten David Lama ► (re.), Hansjörg Auer (M.) und Peter Ortner bei der Masherbrum-Expedition in Pakistan 2014. Profi-Snowbarder Flo Orley im Steilhang (o. li.). Alpinistin Tamara Lunger am Kanchenjunga, 2017, Lager 2. (Mitte li.) Waghalsige Stunts am Bike im Rahmen der Crankworx-Tour in Innsbruck (unten li.) . Auch die Retter riskieren ihr Leben (unten re.): Josef Fiegl, Obmann der Bergrettung Sölden (li.), mit Team.


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An der Größe eines Augenblicks lässt sich die Größe eines Lebens messen. Viktor Frankl, Psychologe

Die Lust an der Verschmelzung „Sensation seeking“ wird als Motiv für Risikosport oft genannt. Dieser Theorie zugrunde liegt die Annahme, dass jeder Mensch einen anderen Grad der optimalen, also als positiv empfundenen Erregung hat. Dieser wird durch Situationen erreicht, die der Betreffende als bereichernd und positiv erlebt. Dieselbe Situation ist für einen anderen furchteinflößend und bedrohlich. Forschungsergebnisse zeigen deutlich, dass es Risikosportlern nicht in erster Linie um den Kick geht. Vielmehr stehen das Verschmelzen mit der Natur und den Naturgewalten, die damit verbundene völlige Freiheit und das Spielen mit den eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen im Mittelpunkt. Letzteres sind die Basis, um Risiken eingehen zu können. Fehlendes Know-how, mangelhafte Ausrüstung oder schlechte Vorbereitung sind für Profis tabu.

Fotos: Ale D´Emilia, Zangerl, Polzer, Bause, Manuel Ferrigato

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Flo Orley Flo Orley ist einer der besten Snowboarder der Welt. Mit zehn Jahren stand er das erste Mal auf dem Board. Er wurde Vizeweltmeister 2011, 2014 und 2016 und Dritter bei der WM 2008 und 2015. Er war 17 Jahre lang als Profi tätig. Der Inns­ brucker lebt derzeit mit seiner Frau und seinen zwei Kindern auf einem Katamaran, mit dem die Familie die Welt umsegeln will – eine Open-End-Reise, die ebenso Risiken beinhaltet. Auch diese Reise hat Orley – genauso wie jedes seiner Abenteuer – sorgfältig geplant. Foto: Julia Türtscher

Tamara Lunger Geboren 1986 in Bozen, ­probierte Tamara viele Sportarten, darunter auch Leichtathletik (2-fache italienische Vize-Meisterin im Diskuswurf). 2002 fängt sie mit dem Skibergsteigen an. Als Mitglied der italienischen Nationalmannschaft wird sie 2006 und 2008 Staatsmeisterin, 2007 Vize-Staatsmeisterin. Sie gewinnt die Pierra Menta in den Jahren 2007 und 2008, und wird auch Weltmeisterin auf der Marathondistanz. Ab 2009 beginnt ihr alpinistischer Weg. 2010 war sie die jüngste Frau auf dem Lhotse. 2014 erreicht sie als zweite Frau Italiens in der Geschichte des ­Alpinismus den K2.

www.medalp.blog – blog55: So funktioniert die Rettungskette beim Skiunfall – blog60: Unfall im Urlaub, in der Freizeit: Wie vermeiden? Was ist zu beachten? – blog62: Notfallaus­rüstung am Berg

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Foto: Michael Colella

WAGNIS KOMMT VON wagen und gleichzeitig auch von abwägen:Wer nichts wagt, gewinnt nichts, wer nicht abwägt, verliert. „Ich sehe das Wagnis als einen sehr wichtigen Impulsgeber für das aktive Ge­ winnen von Lebensqualität und kämpfe energisch gegen die verbreitete Verwechslung von sinnleerem Risikohandeln und werthaltigem Wagnisverhalten. Ich unterscheide streng zwischen Risikofetischisten und Wertesuchern“, sagt Wagnisforscher Siegbert A. Warwitz in einem Interview mit bergundsteigen, dem Magazin des Österreichischen Alpenvereins. Natürlich bleibt eines unveränderlich. Die Gefahr, in die sich Extremsportler begeben, ist, unabhängig von der Herangehensweise, eine reale und mitunter auch lebensgefährliche. Doch was man ihnen oft genug zum Vorwurf macht, betrifft in Wahrheit nahezu jeden

von uns, und uns oft noch wesentlich mehr als sie, die Gefahr bewusst suchen. Denn das größte Risiko ist nicht das, welches geplant ist, sondern jenes, das man aus Unkenntnis, Unwissenheit oder Selbstüberschät­ zung eingeht. Dann werden Risiken unkalkulierbar. Der Skifahrer, der rücksichtslos mit Hochgeschwin­ digkeit eine stark frequentierte Piste abfährt. Der Bergsteiger, der trotz Gewitterwarnung in den Klet­ tersteig einsteigt. Der Wanderer, der sich im weglosen Gelände ohne Kompass verirrt. Der Skitourengeher, der sich ohne Aneignung von Sachkenntnissen im freien Gelände bewegt. Der Mountainbiker, der sich ohne Schutzausrüstung in einen Trail stürzt. „Wir ­rücken immer wieder zu Einsätzen aus, die ver­ meidbar gewesen wären“, sagt Bergretter Josef Fiegl. Doch es ist egal, ob der Hilfesuchende selbst schuld an seinem Unglück ist oder nicht. „Als Retter macht man keinen Unterschied. Natürlich ärgert es einen manchmal auch, aber das sind Momente.Wenn bei uns der Notruf eingeht, dann helfen wir, egal, worum es geht – das stellt man nicht in Frage.Würde man das tun, wäre man falsch in diesem Job.“ Auch die Retter begeben sich in Gefahr, gehen oft notgedrungen Risiken ein, die nicht bis ins letzte Detail kalkulierbar sind. „Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen sind ein Muss. Ein Risiko bleibt immer, aber man versucht, es soweit wie möglich einzugrenzen.Wissen und Erfahrung sind dafür un­ abdingbar“, erklärt Fiegl. Die „rote Linie“, wie er es nennt, werde dennoch immer wieder überschritten bei den riskanten Rettungseinsätzen. „Wir haben oft genug Glück, dass wir mit heiler Haut davonkom­ men.“ Was ist die Motivation dahinter? Die einen riskieren ihr Leben, um Freiheit zu finden, doch was ist der Beweggrund der Retter? „Die Kameradschaft bei der Bergrettung und auch in anderen Vereinen, die freiwillige Hilfsarbeit leisten, ist sicher ein we­ sentliches Motiv. Hier treffen sich Menschen, die das leben, was sie in die Wiege gelegt bekommen haben: Man will einfach helfen.“ BEIM FREIKLETTERN in Marokko stürzt Flo Orley 15 Meter in die Tiefe, er bricht sich beide Bei­ ne. Seitdem sind 16 Jahre vergangen, für den jungen, waghalsigen Orley war genau das ein entscheidender Wendepunkt. „Seit damals bin ich Risiken sehr viel rationaler begegnet.“ Freiheit funktioniert auch mit einem sicheren Rahmen, braucht sogar einen Boden, auf dem sie sicher stehen kann, von dem ausgehend sie sich entfalten kann, weil er der Panik keinen Raum bietet.Wo sich Waghalsigkeit, oder nennen wir es Risikofreude, und Umsicht treffen, ergibt sich Freiraum.Wo sie getrennt voneinander sind, wird der Raum und damit das Risiko undefiniert und unabwägbar. Gestatten wir es uns, frei zu sein, Mut zu haben, unseren Ängsten zu begegnen – und sicher ■ anzukommen. 


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Routine: Markus Kopriva Unfallchirurg Markus Kopriva verwirklichte seinen Traum vom Fliegen bereits während des Medizinstudiums. Heute ist er regelmäßig als Flugarzt mit dem Christophorus zu Einsätzen unterwegs. „Angst hatte oder habe ich dabei nie enpfunden. Bei einem Rückflug, wenn wir keinen Patienten an Bord haben, kann ich das Fliegen sogar richtig genießen. Über die Tiroler Berge zu fliegen, ist unglaublich schön. Nervenkitzel verspürt er insbesondere bei jedem Notarzteinsatz, der etwas außerhalb der Norm ist und deshalb auch Risiken bergen kann. „Das Risiko ist aber kalkulierbar und das ganze Team professionell geschult, und da es um unmittelbare Hilfe für den Patienten geht, sind das Risiken, die man bewusst in Kauf nimmt.“

Was uns in die Höhe treibt Die medalp geht in die Luft: Ob im Rettungshubschrauber oder privat, das Fliegen ist eine Leidenschaft vieler medalpÄrzte. Wir haben nachgefragt, was sie in die Luft treibt, ob sie dabei Angst empfinden und wo sie Risiken sehen.

On the way: Katja Tecklenburg Begonnen hat der Traum vom Fliegen für Katja Tecklenburg bereits bei ihren ersten Reisen mit ihren Eltern, beide passionierte Segler. „Das Fliegen mit dem Kite ist dann erst zur faszination geworden, als ich das erste Mal spüren konnte, wie ein Kite beim Sprung kraftvoll in die Luft steigen kann.“ Fliegen bedeutet für sie heute zweierlei.„Einerseits die in Hinblick auf die Umweltthematik eher verwerfliche Seite des Fliegens – mit einem Flugzeug zu reisen, um weltweit Vorträge bei Kongressen zu halten und Erfahrungen bei anerkannten Kniespezialisten zu sammeln, wie zum Beispiel 2008 im Rahmen eines sechsmonatigen Fellowships in Melbourne. Andererseits bietet mir das Reisen und Fliegen die Möglichkeit, die Welt und ihre windigen Ecken im Rahmen meiner großen Passion, dem Kitesurfen, zu erkunden.“ Am liebsten verbindet sie aber beides, wie etwa bei einer Reise nach Kapstadt zu einem Kongress der renommierten ACL Study Group. „Dort habe ich es geschafft, mir einen kleinen Traum zu erfüllen: vom Kiteboard direkt ans Rednerpult im Vortragssaal. An diesem Tag wolllte ich meinen lang vorbereiteten Vortrag vor einem Publikum aus den besten Kniespezialisten der Welt halten, dementsprechend groß war meine Nervosität. Genau an diesem Tag herrschten aber beste Windverhältnisse draußen am Surfstrand von Kapstadt. Also rein in den Neoprenanzug und raus zum Sunset Beach... dort konnte ich eine Stunde lang Atlantikwellen und tollen Wind genießen. Danach musste ich am Strand meine Ausrüstung gegen weiße Bluse und Anzugshose tauschen. Mit noch feuchten Haaren und diesem gewissen Glitzern in den Augen, das jeder Sportler nach einem tollen Tag kennt, hielt ich meinen Vortrag.“

Nervenkitzel: Manfred Lener Der Traum vom Fliegen begleitet medalp-Geschäftführer Manfred Lener seit der ­Jugend. Es begann mit dem Modellfliegen, dann folgte der Flugschein für Motorsegler, schließlich der Privatpilotenschein, die Ausbildung zur Berechtigung für mehrmotorige Flugzeuge, die Nachtsichtflug- und die Instrumentenflugausbildung. „Angst hatte ich eigentlich nie. Wenn Angst da wäre, kann man nicht fliegen“, sagt Lener. Anspannung habe er hingegen oft empfunden, speziell beim Instrumentenfliegen. „Muss man das Flugzeug ohne Autopilot, ohne Sicht nach außen, stabil halten, ist man froh, wenn man den Autopiloten wieder aktivieren kann.“ Am Anfang sei man ­verleitet, dem sogenannten „Hosenbodengefühl“ zu folgen – jenen Sinneseindrücken, die durch die Schwerkraft und Beschleunigung auf den Körper einwirken und über die Lage des Flugzeugs einen komplett falschen Eindruck geben. Würde man diesen Eindrücken folgen, käme das Flugzeug in einen komplett instabilen Flug­zustand, aus dem man nicht mehr korrigieren kann. „Nervenkitzel ist natürlich dabei, ich würde aber niemals bewusst ein Risiko eingehen. Fliegen ist deshalb relativ sicher, weil man während der Ausbildung viele Risiken durchspielt und alles checkt – wenn man es richtig macht.“

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Zur Mitte führt auch ein Weg Zu viel, zu wenig: In Sachen Sport und Bewegung wird das Mittelfeld gern gemieden, dabei ist es dort am gesündesten. Die Experten der medalp plädieren für ein gutes Mittelmaß, doch das scheint angesichts der unzähligen Trends gar nicht so einfach zu finden sein.

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Bei zu viel Sport gerät der Hormon­ haushalt aus den Fugen, die Entzündungs­ parameter im Blut steigen, die Emotio­ nen sind im Keller. Peter Leo, Sportwissenschaflter medalp Imst und sportclinic Zillertal

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Man weiß es ja. Sport tut gut. Bewegung verändert – nicht nur den Körper, sondern auch das Denken und die Psyche.Wenn man es richtig macht – und richtig meint in diesem Fall: richtig dosiert. Und damit ha­ pert es bei vielen. „Überlastungserscheinungen sehen wir sehr häufig bei unseren Klienten“, sagt medalpSportwissenschaftler Armin Wierer. Menschen, die sich keine Regeneration gönnen, „weder dem Kopf noch dem Körper. Aber Pausen sind enorm wichtig. Man muss dem Körper die Gelegenheit geben zu regenerieren“. Der vermeintliche Leistungsverlust ist ein Trug­ schluss: „Wer sinnvolle Pausen macht, ist beim näch­ sten Training leistungsstärker und ausdauernder.“ Superkompensation nennt sich das: Nach einer Bela­ stung bereitet sich der Körper darauf vor, beim näch­ sten Mal noch mehr leisten zu können.Während einer Erholungsphase nimmt er dafür Anpassungen vor: Er repariert Strukturen, bringt die Energiespei­ cher wieder in Schuss, baut Fett ab und Muskelmasse auf. Er sorgt dafür, dass er für die nächste Anstren­ gung besser vorbereitet ist. Das bedeutet: Nach dem Training ist für uns vielleicht zwar Schluss, für den Körper aber nicht. Fortschritte machen wir also nur, wenn wir dem Körper auch die Zeit geben, sich an Belastungen zu gewöhnen. „ÜBERTREIBT MAN ES, kann es zu einem Überlastungssyndrom kommen“, erklärt medalpSportwissenschaftler Peter Leo. Mit diesem Begriff werde allerdings recht inflationär umgegangen. „Letztendlich kann dieses nur durch einen Sportme­ diziner seriös festgestellt werden.“ Ein überdosiertes Training wirke sich auf mehreren Ebenen aus, so­ wohl physisch als auch psychisch: „Zum einen gerät der Hormonhaushalt aus den Fugen, die Entzün­ dungsparameter im Blut steigen über den Referenz­ bereich an, die Emotionen sind im Keller und vieles mehr“, so Leo. Da bei Menschen, die sich derart verausgaben, auch meistens das Gefühl für den eigenen Körper nicht vorhanden oder aber einfach ignoriert wird, braucht es oft Hilfe von außen. Denn Übertraining kann gefährlich sein, wie Armin Wierer betont: „Manche trainieren auch dann noch weiter, wenn sie bereits krank sind. Irgendwann streikt der Körper, und eine

Gesundes Maß Das American College of Sports Medicine gibt jährlich eine Empfehlung ab, welche sportlichen Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil notwendig sind. Der tatsächliche Aufwand ist relativ überschaubar: The American College of Sports Medicine recommends 150 minutes of exercise per week – just about 30 minutes, five days a week. More is better, but this seems to be the sweet spot.

2,5 Stunden pro Woche zu je 5 mal 30 Minuten an mittlerer Ausdauerintensität reichen demnach aus, um das Soll für einen gesunden Lebensstil zu erfüllen. Die Sportwissenschaftler der medalp empfehlen dazu zweimal wöchentlich ein Ganzkörperkrafttraining.

Herzmuskelentzündung kann die Folge sein. Das ist lebensbedrohlich.“ AUF DER ANDEREN SEITE – die gibt es im­ mer – ist es das Zuwenig, das den Körper lähmt. „Bei zu wenig Sport funktioniert das Körperfeedback re­ lativ gut“, sagt Peter Leo.Wenn die Hose nicht mehr passt oder das Hemd spannt – und nicht die kräftige Brustmuskulatur der Grund dafür ist. „Man kann lei­ der beobachten, dass mittlerweile sogar Kinder schon motorische Defizite haben“, konstatiert Armin Wierer. Bewegungsmangel zeigt sich nicht nur an der Kleidergröße, sondern vor allem in klassischen Alltagssituationen, die dann nur mehr schwer zu be­ wältigen sind. „Menschen davon zu überzeugen, sich Pausen sind existenziell für Leistungssteige- ► rung: Nur dann kann sich der Körper an die ­Belastungen anpassen, nachjustieren, feintunen, aufbauen. Wer sich keine Pause gönnt, versagt dem Körper die Möglichkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.


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Knochensprung Im vergangenen Jahr versuchte ein interdisziplinäres Team aus Chirurgen und Sportwissenschaftlern ein Sturzpräventionsprogramm zu initiieren, welches nachhaltig das Sturzrisiko und die Anzahl an Oberschenkelhalsfrakturen bei Senioren mit Osteoporose reduzieren soll. Etwa 28 bis 35 Prozent der Senioren im Alter ab 65 stürzen mindestens einmal jedes Jahr. Zudem besitzen Senioren mit Osteoporose aufgrund mikroarchitektonischer Veränderungen im Knochenaufbau und einer reduzierten Knochendichte ein erhöhtes Frakturrisiko. Beide Faktoren belegen die große Bedeutsam- und Notwendigkeit spezieller Interventionen. Zusammen mit dem Fliplab Wien, Innsbruck, Graz und Zürich, seines Zeichens der modernste Trampolin-, Parkour- und Freestylepark, wurde ein spezifisches Trainingsprogramm auf dem Trampolin für Senioren mit Osteoporose durchgeführt. Bisherige Ergebnisse der Studie konnten zeigen, dass das Training auf dem Trampolin den Knochenmineralstoffwechsel äußerst positiv stimuliert und daher gut geeignet ist, einer weiteren Verminderung der Knochendichte vorzubeugen. Zudem konnte durch das Springen auf dem Trampolin das Sturzrisiko deutlich reduziert und Zunahmen im Bereich Kraft und Gleichgewicht erzielt werden. www.fliplab.at

▼ Seit Dezember 2017 betreut die medalp Group das Tirol Cycling Team in medizinischen und sportwissenschaftlichen Belangen. Sportwissenschaftler Mag. Armin Wierer (3. v. re.), Sportwissenschaftler Mag. Peter Leo (2. v. li.) und Physiotherapeut Jan Keijzer (re.) begleiten das Team im ­Hinblick auf Trainings­ planung und -steuerung.

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back2sport Für Menschen, die aufgrund einer Verletzung aus ihrem (sportlichen) Alltag geworfen wurden, bietet die medalp mit dem back2sport-Programm ein probates Instrument an. Es verbindet auf einzigartige Weise das Know-how der medalp Group. Die Fachbereiche Unfallchirurgie, Physiotherapie und Sportwissenschaft bilden die Basis des Programms, welches diese drei kombiniert und miteinander verzahnt. Ziel ist es, den Patienten von der Diagnose und der darauf folgenden Behandlung über die Rehabilitation hinaus ganzheitlich zu betreuen und ihm nicht nur schmerzfreie Bewegung zu ermöglichen, sondern ihn wieder fit für seine gewohnte (sportliche) Routine zu machen. Konkrete Zielvorgaben, die mit dem Patienten Schritt für Schritt erarbeitet werden, bilden dabei die wissenschaftlich fundierte Grundlage. Das Programm eignet sich für Patienten jedes Alters und ist nicht abhängig vom körperlichen Fitnesszustand der Personen.

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sportlich mehr zu betätigen, ist genauso schwierig, wie übermotivierte Sportler auf ein gesundes Maß zu bringen“, sagt Peter Leo. Selbstmotivation und Eigenverantwortung sind gerade bei inaktiven Men­ schen schwer aktivierbar – seitens eines Trainers seien diese Faktoren kaum beeinflussbar. Am Anfang steht das Wollen – und das ist gerade im Sport immens wichtig. WAS HINGEGEN SEHR hinderlich für ein Vorankommen ist, ist Ungeduld, wie Armin Wierer betont. „In acht Wochen wird niemand zum Adonis. Fatal ist ein gewisses Körperbild, das viele anstreben, ein Ideal, das es so ja nicht gibt, dem aber viele nach­ jagen und sich dafür kasteien – mit Diäten und Trai­ ning und alles hochintensiv. Das geht in eine kom­ plett falsche Richtung.“ Die goldene Mitte ist aber gar nicht so einfach zu finden. Die Informationsflut, die in Wahrheit zu einem Teil aus Fehlinformationen und Mythen besteht, trägt zu völlig falschen Erwar­ tungshaltungen bei – und das mündet letztendlich im Frust. Menschen schwören im einen Moment auf High-Fat-Ernährung und Ausdauersport, wenige Monate später ist Intervallfasten gepaart mit hoch­ intensivem Training das Allheilmittel, dann wieder ketogene Ernährung und gar keinem Sport. „Mitt­ lerweile gibt es so viele Trends, dass die meisten keine Ahnung mehr haben, was gut und richtig und wich­ tig ist“, so Armin Wierer. „Die Fitnessindustrie ist sehr einfallsreich und pro­ biert durch neue Begrifflichkeiten Altbewährtes neu zu erfinden“, sagt Peter Leo. „Ein Beispiel dafür ist das hochintensive Intervalltraining (HIT) das in den letzten Jahren zum Boom geworden ist. Die Idee da­ für stammt aber schon aus den 1950er Jahren, wo der erfolgreiche tschechische Läufer und Olympiasieger Emil Zatopek diese Intervallmethoden für sein Trai­ ning nutzte.“ JEDEM TREND NACHZUEIFERN liegt eine traurige Wahrheit zugrunde: „Wir verlieren immer mehr den Bezug zum Körper, sowohl im Alltag als auch im Sport“, konstatiert Leo. „Signale des Kör­ pers, sowohl auf psychischer als auch physischer Ebene, werden ignoriert und das kann fatale Folgen haben. Durch den technischen Fortschritt, der in Form von Fitnesstrackern auch im Breitensport an­ gekommen ist, stehen nur mehr Zahlen und Daten im Vordergrund. Das subjektive Empfinden wird dabei oft nicht ausreichend mittrainiert, was aber laut diversen Studien ein wichtiger Garant für die rich­ tige Intensitätssteuerung im Training ist.“ Eine hilfreiche Methode, um gezielt das Körper­ gefühl zu trainieren, sei zum Beispiel eine „ver­ blindete“ Trainingseinheit. „Konkret heißt das, dass Trainingsdaten wie Puls,Watt oder Geschwindigkeit

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zwar aufgezeichnet werden, dem Sportler während der kompletten Trainingseinheit die Daten aber ver­ borgen bleiben, beispielsweise durch Abkleben des Displays der Sportuhr.“ Oft ist man dann überrascht davon, wie weit – oder wie weniger weit – man geht, indem man einfach nur auf das subjektive Empfinden achtet. Denn: Die Uhr weiß nichts da­ rüber, wie das Befinden des Menschen an diesem Tag ist, wie hoch der Stresslevel, wie reichhaltig die Ernährung war, wieviel man getrunken hat, wie man auf ­Außentemperaturen reagiert, was sich im Kopf abspielt. Die ­Tagesverfassung und ein Gefühl dafür, was man ­leisten kann und soll, sind wesentliche­ ­Parameter. UM ÜBERHAUPT EIN GEFÜHL dafür zu bekommen, wo man steht und wo man sich hinbe­ wegen sollte, ist eine fundierte Leistungsdiagnostik empfehlenswert. „Grundsätzlich ist das eine Stand­ ortbestimmung über den Ist-Zustand der körper­ lichen Verfassung und macht für jeden gesunden Menschen Sinn“, erklärt Leo. „ Je ambitionierter man ist, desto besser sollte man sich überlegen, wel­ che Aussage man sich von einer Leistungsdiagnostik erwartet.“ Informationen über den Trainingszustand und das leistungssportliche Potenzial können dann zur individuellen Trainingssteuerung herangezogen werden. „Wichtig dabei ist, dass man den Leistungs­ test in der Sportart absolviert, in der man primär trainiert. Einem Radfahrer einen Laufbandtest zu empfehlen, macht wenig Sinn, da er das kaum trai­ niert und nur eine geringe Aussage über seinen Trai­ ningsstatus zulässig ist.“

Fatal ist ein gewisses Körperbild, das viele anstreben – ein Ideal, das es so nicht gibt, dem aber viele nachjagen und sich dafür kasteien. Armin Wierer, Sportwissenschaftler medalp Imst und sportclinic Zillertal

Die Sportwissenschaftler der medalp erarbeiten im Rahmen einer Leistungsdiagnostik und Trainings­ planung in Zusammenarbeit mit Sportärzten und bei Bedarf auch mit Physiotherapeuten (etwa im Rahmen von back2sport) ein fundiertes Programm, das den Trainierenden begleitet, ihn im rechten Maß fordert und dorthin bringt, wo er sein möchte.Wie­ rer und Leo setzen dabei auf konstantes und ausge­ wogenes Training, das alle Bereiche abdeckt – auch ein Punkt, den Hobbysportler gerne vernachlässigen, denn ein guter Mix ist wichtig. „Maßnahmen zur Verletzungsprävention im Ausdauersport – in erster Linie durch gezieltes Krafttraining – werden meines Erachtens am öftesten vernachlässigt“, berichtet Leo aus seiner täglichen Praxis. Training braucht Zeit, Motivation und auch „Biss“. Doch der Vorteil von Bewegung ist: Irgendwann wird sie quasi zum Selbstläufer, weil die positiven Effekte spür- und sichtbar werden und sie zur Gewohnheit wird, die man nicht mehr missen will. Damit geht eine Lebensqualität einher, die so viel mehr Leben bringt, dass man weniger Leben einfach nicht mehr ■ haben will. 

medalp.blog – blog58: Das passiert mit deinem Körper, wenn du täglich Planks machst.


Wir denken machen Zukunft Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt immer nur das, was er schon ist. Henry Fords Worte fassen gut zusammen, worum es in der medalp geht – immer schon gegangen ist: das Weiterdenken und Weitergehen, im Sinne der Patienten und Mitarbeiter und als gesellschaftliche Verantwortung. Die Basis dafür ist eine Umgebung, die Ideen fördert und auch den Raum dazu gibt.

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Innovation is an idea in Action. Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker

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Ideen brauchen Raum – um zu entstehen, um sich zu entfalten, um weiter verfolgt, um Wirklichkeit zu werden. Solche Räume sind rar, weil sie mehrerlei Faktoren bedürfen: Menschen, die motiviert sind, Dinge zu verändern oder zu verbessern, ein Umfeld, das sie in ihrem Denken fördert und das gewillt ist, Ressourcen, sowohl in zeitlicher als auch finanzieller Hinsicht, freizusetzen, um Ideen auf die Welt zu hel­ fen. ALS DIE MEDALP GEGRÜNDET wurde, wurde das Konzept der Tagesklinik kritisch betrach­ tet. Im Lauf der folgenden Jahre ist eine Gruppe mit vier Standorten erwachsen, ein wesentliches Binde­ glied in der medizinischen Versorgung, mit nahezu 200 Mitarbeitern und tausenden bestens versorgten ­Patienten. Knappe zwei Jahrzehnte, in denen die Zeit nie stillgestanden ist, sondern in welchen gerade in­ nerhalb der medalp viele Dinge vorangetrieben wur­ den. Das Innovieren gehört zur medalp genauso wie modernstes Equipment.Was als unfallchirurgische Einrichtung begann, hat sich zu einem Kompetenz­ zentrum entwickelt, das seinen Kernkompetenzen treu geblieben ist, diese aber laufend auf höchstem Niveau erweitert und nachhaltig und sinnvoll er­ gänzt. Das zugrundeliegende „One-Stop – OneShop“-Prinzip ist Dreh- und Angelpunkt, was die Patientenversorgung anbelangt. Von der Diagnostik über die (chirurgische) Behandlung und die die postoperative Betreuung bis hin zur anschließenden Physio- oder Ergotherapie wird alles aus einer Hand angeboten – kurze Wege, unkomplizierte (weil bis ins kleinste Detail durchdachte, gesicherte und struktu­ rierte) Abläufe. Jede Disziplin für sich wird sowohl im Hinblick auf technische Ressourcen als auch in strukturellen Belangen permanent weiterentwickelt, auch die Verzahnung der Bereiche untereinander wird vorangetrieben. Einen der wichtigsten Fortschritte der medalp stellt genau dieses Denken im Verbund dar.Wenn an einer Stelle am Rad gedreht wird, dreht sich alles mit. Darf und soll sich mitdrehen. Das ist der dem Wort immanente Sinn von Fortschritt. NICHT NUR DAS SICHTBARE unterliegt die­ sem Streben.Was nach außen scheint, muss irgendwo einen Kern haben. Und den hat die medalp in ihren Mitarbeitern.Viele von ihnen sind schon jahrelang Teil des Teams, manche sogar schon von Anfang an. Dass für jeden alles rund läuft, wird eben nicht nur durch detaillierte Abläufe in der Qualitätssicherung und regelmäßige Teamsitzungen und Weiterbildungen erreicht, sondern eben auch durch ein Miteinander, das unterstützt und eine angenehme Atmosphäre schafft. Patienten erwähnen in ihren Feedbacks oft den überaus freundlichen und mitfühlenden Um­ gang der Mitarbeiter, gerade auch in naturgemäß angespannten und stressigen Situationen. Das kommt nicht von ungefähr, ist doch der kollegiale und ge­

förderte Umgang unter- und miteinander einer der wesentlichsten Pfeiler, der sich schließlich auch in der Begenung mit den Patienten widerspiegelt. Hermann Köhle erinnert sich an eine Episode in der Gründerzeit der medalp, als er mit Alois Schranz und Manfred Lener die Idee mit Dr. Chri­ stian Schenk diskutierte. Dieser sagte damals zu den Ärzten und heutigen Geschäftsführern: „Ich garantiere euch, ihr werdet Erfolg haben, weil ihr die Menschen mögt.“ Und damit hatte er den grundlegenden Wesenskern erfasst. Was an der Basis geschaffen wird, kann weiter gebaut werden. Der medalp-Gedanke lebt durch und in den beteiligten Menschen und macht so erst möglich, was in der ­medalp Alltag ist: das zu lieben, was man tut, und sich mit Bestehendem nur dann zufrieden zu geben, wenn es auch zufriedenstellend ist. DABEI GEHT ES NICHT NUR um das Kern­ geschäft der ­medalp, sondern auch darum, welche Grundlage man für dieses schafft – in mehrfacher Hinsicht. Als die medalp 2011 – zehn Jahre nach Gründung – ihr neues Quartier bei der Trofana an der Autobahn in Imst bezog, wurden auch in ener­ gietechnischer Hinsicht entsprechende Strukturen geschaffen. Der Energiehaushalt wurde damals zur Chefsache erklärt. Geschäftsführer Manfred Lener beschäftigt sich seit Jahrzehnten damit, Energie so effizient wie möglich einzusetzen. „Das war immer schon mein Anliegen – auch privat“, so der Unfall­ chirurg. Dieser Leidenschaft ist es zu verdanken, dass die ­medalp in Sachen Energie neue Maßstäbe setzen kann. Der komplette Energiehaushalt ist durchdacht und wird laufend überwacht und angepasst. Auch das ist ein Prozess, der nie endet und der für das Gesamte einen wesentlichen Unterschied macht - nicht nur, was die Kosten anbelangt, die aufgrund der ressour­ censchonenden und sinnvollen Maßnahmen stark reduziert werden können, sondern auch um dem Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, den man sich auf die Fahnen geheftet hat. Man will bewahren, was man wertschätzt. Man wertschätzt, was gegeben ist. Dieses Motto gilt auch im täglichen Tun. Um das Erhalten geht es nämlich auch in den OP-Räumen der medalp. Die minimalinvasive Chirurgie ist hier seit Anbeginn Standard.Wann immer das Verletzungs­ muster es zulässt, kommt die schonende Methode zum Einsatz, die auf große Schnitte verzichtet und dadurch körpereigene Strukturen schont und erhält. Auch bei gewissen Formen der Kreuzbandruptur, ei­ ner sehr häufigen Verletzung bei Skifahrern, setzt das Chirurgenteam auf den Erhalt der Sehne statt diese zu ersetzen. Denn nur so bleiben auch die Funkti­ onen derselben nahezu vollumfänglich erhalten. „Es ist phänomenal, wenn ich daran zurückdenke, was sich seit Gründung der medalp 2002 in unseren Bereichen Unfallchirurgie und Anästhesie an Neuem

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Ich garantiere euch, ihr ­werdet Erfolg haben. Weil ihr die Menschen mögt. Dr. Christian Schenk

www.medalp.blog – blog50: Die Stiege, die zum ­Patienten kommt – blog52: Innovative Ergo & Logo

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Research Unit: medalp und Uni Innsbruck forschen Die medalp ist auch im Bereich der Wissenschaft und klinischen Forschung tätig. Durch Neugründung eines eigenen Research Unit in ­Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck ist man stetig auf der Suche nach neuen Erkenntnissen im Bereich der ­Verletzungsprävention, angewandten klinischen Forschung und Rehabilitation. Studienergebnisse werden standardisiert dokumentiert und in anerkannten und renommierten Fachzeitschriften publiziert. Das Ziel dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens ist es, Risikofaktoren in bestimmten Sportarten (Schwerpunkt Alpinsport) zu eruieren und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu initiieren, die medizinische Behandlung künftiger Patienten nach einem Unfall zu optimieren und aktuelle postoperative Rehabilitationsstrategien wissenschaftstheoretisch zu reflektieren. www.medalp.blog/research

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Es ist phänomenal, was sich seit Gründung der medalp in unseren Bereichen Unfallchirurgie und Anästhesie an Neuem entwickelt hat. Hermann Köhle, GF medalp

redmaMed.com: Reden wir über Medizin Kommunikation zwischen Medizinern – weitergedacht Die Neugier auf Neues hat in der medalp Tradition. Als die medalp vor 20 Jahren entstand, war der damalige Magnetresonanztomograph einer der modernsten im ganzen Land. Mittlerweile wurde das Hochleistungsgerät bereits zweimal ersetzt – immer am modernsten Stand der Technik. Um ­Diagnostik weiterzudenken und Ärzte und Patienten sinnvoll miteinander zu verbinden, wurde schließlich die digitale Plattform my.medalp.com installiert. Patienten erhalten mittels eines individuellen Codes Zugang zu Befunden, Röntgenbildern, Arztbriefen und Trainingsanweisungen auf Video.

Mattenspiele Kreativität und Erfindungsreichtum kommen in der Physiotherapie und Sportwissenschaft und in der Logopädie nicht zu kurz. Für ihre Patienten lassen sich die medalp-Therapeuten einiges einfallen. Ob gezielt nach eigenen Vorstellungen angefertigte Trainingsmatten, die auch im Rahmen des back2sport-Programms zum Einsatz kommen, oder selbst entwickelte Spiele der medalp-Logopädinnen – Therapie muss auch Spaß machen und motivieren, dann sind Erfolge schneller erreichbar.

Das jüngste Kind der medalp ist nun redmaMed.com – eine Plattform, die dem Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer zwischen Ärzten und externen Kollegen dient. Impulsgeber dazu war medalp-Gründer und Geschäftsführer Dr. Alois Schranz, der sich nicht nur stets für neue Ideen begeistert, sondern diese auch vorantreibt. Dr. Stefan Waldhof, Unfallchirurg an der medalp, ist für die Programmgestaltung und die Moderation von redmaMed verantwortlich, IT-Mann Martin Hechenblaiker für die technische Umsetzung. Und der Haustechniker Gebi Juen, seines Zeichens ein handwerkliches Multitalent, hat ein mit Fernbedienung steuerbares Stativ für die vier großen Monitore entwickelt. www.redmamed.com

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entwickelt hat“, sagt Hermann Köhle. „Wir waren immer bestrebt, neue Behandlungsmethoden und Techniken so rasch wie möglich zu übernehmen und umzusetzen, natürlich im Hinblick auf eine Quali­ tätssteigerung für die Patienten, eine kürzere Aufent­ haltsdauer im Haus und – nicht unbedeutend – eine raschere Heilungsphase.“ Sowohl neue Operations­ techniken fanden rasch Eingang in den medalp-Alltag als auch kleine, feine Innovationen, die für den Pati­ enten einen großen Unterschied machen, beispiel­ weise die mobile Therapietreppe (siehe Infobox).

Stufen zum Erfolg Die erste Reha-Einheit startet in der medalp w ­ enige Stunden nach z. B. einer Kreuzband-OP. Das „Stiegensteig-Programm“ ist dabei Standard. Lange Treppen sind für Frischoperierte jedoch ein schier nicht zu bewältigendes Problem, auch mental. Deshalb hat das Team der medalp Rehaclinic Imst unter PT Maximilian Pall die Haustechniker beauftragt, eine spezielle Stiege mit Auf- und Abgang zu bauen. Der Weg der kleinen Ziele steht dabei psychologisch und physiologisch im Fokus der Therapie. Dass die Techniker das ganze „Stiegenwerk“ auf Teleskopräder montiert haben, ist eine Idee von Dr. Manfred Lener, ärztlicher Leiter der Rehaclinic. So kann die Stiege mit nur einem Handgriff direkt zum Patienten gefahren werden. So geht Innovation, die nicht technisch, nicht teuer und auch nicht hochkompliziert sein muss. Sie muss nur den Patienten zur schnelleren Genesung verhelfen.

▲ Know-how-Transfer in der Vorbereitung der Winterolympiade 2022 in Peking: Im Rahmen des Projekts „snowhow China“ ist Dr. Alois Schranz (re.im Bild) als Vordenker der Medizin und Management Consultant in in der Skiwelt in China.

www.snowhowchina.com

DER DIENST AM MENSCHEN endet eben nicht nach der operativen Versorgung. Über das Tool my.medalp.com, auch eine Innovation der medalp Group, begleitet die Klinik ihre Patienten auch nach deren Entlassung. Auf Wunsch können notwendige Reha-Maßnahmen direkt in der angeschlossenen Rehaclinic absolviert werden, mit dem enormen Vor­ teil des Schulterschlusses zwischen Ärzten, Physio­ therapeuten und Sportwissenschaftlern, die im Sinne des Patienten individuell sinnvolle Möglichkeiten er­ arbeiten können. Diese Zusammenarbeit endet nicht im klinischen Raum, sondern hat bereits vor Jahren den Zusammenschluss mit der Wissenschaft vollzo­ gen. Die medalp ist auch im Bereich der klinischen Forschung tätig. Durch Neugründung einer eigenen Research-Abteilung in Kooperation mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck ist man stetig auf der Suche nach neuen Erkenntnissen im Bereich der Verletzungsprävention, angewandten klinischen Forschung und Rehabilitation. Studiener­ gebnisse werden standardisiert dokumentiert und in anerkannten und renommierten Fachjournalen publi­ ziert. „Das Ziel dieses interdisziplinären Forschungs­ vorhabens ist es, Risikofaktoren in bestimmten Sport­ arten mit Schwerpunkt Alpinsport zu eruieren und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu initiieren, die medizinische Behandlung künftiger Patienten nach einem Unfall zu optimieren und aktuelle post­ operative Rehabilitationsstrategien wissenschaftsthe­ oretisch zu reflektieren“, erklärt Markus Posch vom Institut für Sportwissenschaft.

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medalp Akademie Die medalp Akademie bietet ein individuelles Weiterbildungsprogramm für das Team der medalp. Berufliche wie private Kompetenzen werden darin gleichermaßen ­gefördert. ISO Die Kliniken der medalp Group gehören zu den ersten Häuser ihrer Art im Alpenraum, die Qualitätsmanagement nach EN ISO 9001:2008 ­betreiben.

All diese Dinge, die in der medalp Alltag geworden sind – begeisternder Alltag –, sind nur möglich, wenn jemand die Idee hat, wenn er oder sie einen Bedarf oder eine Möglichkeit erkennt und im Be­ wusstsein handelt, etwas anstoßen zu können. Das geht, wenn das Umfeld ein wertschätzendes ist, das ­Ressourcen in jeder Hinsicht hochhält. Und die wichtigste Ressource, die es gibt, ist der begeisterte und begeisternde Mensch. Hier, wo tagtäglich so viele Menschen aufeinandertreffen, wo es Inspira­ tion zuhauf gibt, hier werden Ideen geboren, hier entstehen Funken, die nicht im luftleeren Raum ersticken, sondern die genährt werden. Das ist das ■ medalp-Prinzip. 

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Klinik macht Kunst Die medalpGalerie ist keine Galerie im klassischen Sinn, sondern ein Service für Künstler und Kunstinteressierte, denen die medalp Raum und Zeit zur Verfügung stellt. Um Kunst zu bestaunen oder darüber zu diskutieren, um Smalltalk zu machen oder einfach, um die Ärzte und Mitarbeiter der medalp zu besuchen, ohne einen medizinischen Grund dafür zu haben. Die mittlerweile bereits sechste medalpGale­ rie, die im November 2018 eröffnet wurde, unterhielt das Publikum gleich mit zwei Überraschungen: Die erste war ein Künstler, der das Bild nicht mit dem ersten Pinsel­ strich beginnt, sondern lange vorher, wenn die Grundlage für seine Werke in den unter­ schiedlichsten Schattierungen zu oxidieren beginnt und er als Maler ein Teil dieser Kette an Ereignissen ist. Stefan Rizk – auch als Rostpinsel bekannt –, präsentierte 70 farb- und ausdrucksstarke Bilder vom Leben, der Arbeit und vom Sport in Tirol, auf drei Stockwerke der medalp Imst verteilt. Die zweite Überraschung der Galerieerröffnung waren vier „Typen“, das Vokal-Ensemble Quart Fiss, das nicht nur eingeladen war, um den Besuchern eine lange Laudatio zu er­ sparen. Quart Fiss war in erster Linie da, um die Bilder zu besingen – nicht zu erklären. Dabei haben die Liedtexte neue Perspekti­ ven eröffnet.Von der starken Wirkung dieser speziellen Bilder im Mix mit dem VokalEnsemble waren alle Anwesenden höchst angetan. Warum die medalp Kunst macht? „Weil wir mehr sind als nur eine Klinik, als Ärzte oder Pfleger, als Patienten“, sagt medalp-Geschäfts­ führer Alois Schranz. Die medalp ist ein Be­ gegnungsort. „Bilder dieser Art haben zudem eine sehr positive Wirkung auf Patienten.“ ■

Das Vokal-Ensemble Quart Fiss begleitete die Ausstellungseröffnung musikalisch.

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medalpGalerie Die Ausstellung kann während der Geschäftszeiten der medalp besucht werden.

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Qualität braucht Organisation MEDALP GESCHÄFTSFÜHRUNG

UNFALLCHIRURGIE

ÄSTHETISCHE CHIRURGIE

EMPFANG PATIENTENAUFNAHME

BACKOFFICE Versicherungsabkärung, Arztbriefe, Entlassungspapiere, Organisation, Krankentransport

ANÄSTHESIE BUCHHALTUNG, FAKTURIERUNG ORTHOPÄDIE QUALITÄTSMANAGEMENT (QM) ORDINATION (Kassa) MARKETING BILDGEBUNG MRT, CT, Röntgen IT, TECHNIK BETTENSTATION AUFWACHSTATION HAUSTECHNIK INSTRUMENTE-STERILISATION REINIGUNG REHA Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Training

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BEAUFTRAGTENBEREICHE Hygiene, Brandschutz, Strahlenschutz, Sicherheit, Medizinprodukteüberwachung


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Der ganze Ablauf INFORMATION KONTAKT ANMELDUNG

I

AMBULANTE / KONSERVATIVE BEHANDLUNGEN

K

REHABILITATION

D TRIAGE AMBULANTE AUFNAHME & DIAGNOSTIK

R

O

PRÄOPERATIVE BEHANDLUNG

B2S

BACK2SPORT

OPERATION POSTOPERATIVE VERSORGUNG

Die Teams der medalp group

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Gründer und Geschäftsführer der medalp

Dr. Alois Schranz

Dr. Hermann Köhle

Dr. Manfred Lener

Unfallchirurgen

Dr. Christian Dallapozza

Dr. Schahin Dehbalaie

Dr. Fabian Gerber

Dr. Christian Klimmer

Dr. Markus Kopriva

Dr. Alexej Skackov

Priv. Doz. Dr. Katja Tecklenburg

Dr. Stefan Waldhof

Dr. Christoph Westreicher

Leiter medizinische Bereiche

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Dr. Ulrike Butz

Priv. Doz. Dr. Werner Tiefenthaler

Leitung Orthoclinic medalp

Leitung Anästhesie medalpGroup

Dr. Eva Zechmann

Dr. Josef Rihanek

Dr. Kenneth Helle

Leitung Ordination

Leitung medalp Sölden

Leitung Station


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365 Tage geöffnet Die beiden Sportclinic-Standorte der medalp Group in Imst und in Mayrhofen im Zillertal haben auch im Sommer an a­ llen sieben Tagen der Woche sowie an ­Feiertagen geöffnet. Das One-Stop-Prinzip gilt an allen Tagen. Entsprechend dem One-Stop-Konzept wird in der medalp Group ganzheitliche und fachkompetente Versorgung unter einem Dach angeboten. Speziell bei Sport- und Unfallverletzungen sind eine schnelle Erstversorgung und eine unmittelbare diagnostische Abklärung

Unter den medalp-intergrHotlines +43 699 16119988 +43 664 2884000 können bereits beim Anmeldetelefonat wichtige Vorinformationen mitgeteilt werden.

mittels Röntgen, CT oder MRT für eine unverzügliche Diagnose und den optimalen Verlauf der Behandlung und der Therapie wichtig. Ein Operationsteam steht bereit und kann dringliche Operationen noch am selben Tag durchführen. Mit den Öffnungszeiten an sieben Tagen in der Woche auch im Sommer kommen die med­ alp-Standorte der großen Nachfrage von Freizeit- und Vereinssportlern sowie des steigenden Sommertourismus nach. An den medalp-Standorten Imst und Mayrhofen sind Erstuntersuchung, Röntgen, MRT und Diagnostik an sieben Tagen in der Woche möglich. Auch am Samstag und am Sonntag werden frischverletzte Patienten und akute Fälle prompt behandelt. Nachbehandlungen, Routine- und Kontrolluntersuchungen werden weiterhin während der Woche nach Terminvereinbarung durchgeführt. Die unfallchirurgische Ordination in Imst ist die fachärztliche Kassenpraxis Dr. Schranz. In Mayr­hofen gibt es die fachärztliche Wahlarztpraxis, in der eine Kostenrückerstattung vonseiten der Sozialversicherungen für die Erstversorgungsleis­tungen möglich ist. Im Falle einer notwendigen Operation wird mit der privaten Kranken- oder Unfallversicherung abgerechnet. Dabei bietet die medalp Group den Service der Versicherungsabklärung, die für alle Patienten direkt vom medalp-Sekretariat erledigt wird. Es bestehen zahlreiche Verträge mit Versicherungen im In- und Ausland.

%

Für Fragen steht Ihnen das Team der medalp gern zur Verfügung. medalp IMST: Tel. +43 5418 511 00 Mail: info@medalp.com Sportclinic ZILLERTAL: Tel. +43 5285 784 85 Mail: office@sportclinic.at 23


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medalp group: Das Angebot

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Ordination

Diagnostik

Practice

Diagnostics

Operation

Rehabilitation

Surgery

Rehabilitation


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Winteröffnungszeiten

Die Philosophie der medalp Group entspricht dem One-Stop-Shop-Prinzip. Patienten werden von der Erstbehandlung über die Operation bis zur Rehabilitation in der

medalp Imst, medalp Sölden, Sportclinic Zillertal: täglich geöffnet

postoperativen ­Behandlung vom selben Team betreut. Erstuntersuchung, Röntgen und Diagnostik werden in der Ordination durchgeführt und sind somit in Imst (Kassenpraxis) für jeden Versicherten zugänglich. Das Ärzteteam ist auf

Sommeröffnungszeiten

Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats spezialisiert. Spezielle Diagnose-, Operations- und Rehabilitationsleistungen werden in der Klinik

medalp Imst: Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa & So 10–18 Uhr

durchgeführt und können über Unfall- und Privatversicherungen abgewickelt werden.

Sportclinic Zillertal: Mo–Fr 9–18.30 Uhr Wochenende 10–18.30 Uhr

Für Fragen steht Ihnen das Team der medalp Group gern zur Verfügung. medalp IMST: Tel. +43 5418 511 00 // Mail: info@medalp.com Sportclinic ZILLERTAL: Tel. +43 5285 784 85 // Mail: office@sportclinic.at

medalp group: one-stop-shop The philosophy of the medalp group subscribes to the one-stop-shop principle. The same team

www.medalp.com/open

cares for the patient from the first visit, during surgery and through post-op treatment and rehabilitation.

Winter Opening Times

The first visit, x-rays and diagnostics take place at the (public insurance) practice, and are there-

medalp Imst, medalp Sölden, Sportclinic Zillertal: open daily

by accessible to all insured patients. Our physicians specialize in injuries to and diseases of the musculosceletal system. Special diagnostic, surgical and rehabilitation services and treatments take place at the clinic, and are covered by accident and private insurances.

Summer Opening Times

Please contact the medalp group if you have any questions. medalp IMST: tel. +43 5418 511 00 // info@medalp.com Sportclinic ZILLERTAL: tel. +43 5285 784 85 // office@sportclinic.at

medalp Imst: Mon to Fri 08:00–18:00 Sat & Sun 10:00–18:00 Sportclinic Zillertal: Mon to Fri 09:00–18:30 weekends 10:00–18:30

Feedbacks Wir laden unsere Patienten ein, uns Rückmeldungen über ihren Aufenthalt in der medalp zu geben. Vielen Dank! www.medalp.com/feedback We like to invite our patients to leave us feedback on their stay at medalp. Thank you! www.medalp.com/feedback

Impressum Herausgeber: medalp Group GmbH – Innsbruck Verlag: eco.nova corporate publishing KG, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Redaktion: Sonja Niederbrunner, Stefan Schranz Grafik: Sonja Niederbrunner Fotos: Andreas Friedle, medalp, Sepp Mallaun, Stefan Schranz, Shutterstock ­Auflage: 128.000 Stück Sämtliche Personenbezeichnungen dieser Ausgabe beziehen sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

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Diagnostik und Bildgebung Diagnostics and imaging Der Diagnostikbereich umfasst neben den gängigen bildgebenden Verfahren – digitales Röntgen, Magnetresonanztomographie und Ultraschall – auch die Computertomographie für eine noch bessere und schnellere Diagnostik bei Knochenbrüchen und Gelenksverletzungen. Im Regelfall werden so schnell wie möglich – am selben Tag – die fachärztliche Diagnose durch klinische Untersuchung und komplexe Bildgebung erstellt und mit dem Patienten die konservativen und operativen therapeutischen Möglichkeiten besprochen. Aside from the established imaging methods like digital X-ray, MRI and ultrasound, our diagnostics department also has a CT scanner available. This way we can diagnose fractures and joint injuries even faster and more accurately. Using clinical examinations and complex imaging, our specialists diagnose the injury as quickly as possible. We then discuss the various conservative, surgical and therapeutic possibilities with the patient – normally all within one day.

Orthoclinic Orthoclinic Mit der Orthoclinic Imst wurde mit Anfang 2019 eine eigene Abteilung an der Imster Medalp geschaffen. Die neue Einrichtung ist spezialisiert auf die Untersuchung und Therapie bei Funktionsstörungen am Bewegungsapparat, insbesondere der Wirbelsäule. Durch die enge Zusammenarbeit der Ärzte in der Orthoclinic mit der Bildgebung im Hause (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall) sowie der Kooperation mit der Medalp Rehaclinic und der sportwissenschaftlichen Abteilung wird eine ganzheitliche, hochqualitative Behandlung unter einem Dach angeboten. Die Patienten profitieren vor allem durch die enge Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen mit der Medalp Orthoclinic. In der Orthoclinic werden sämtliche konservative Therapieverfahren, insbesondere Chiropraxis sowie auch eine ambulante und stationäre Schmerztherapie angeboten.

The Imst Orthoclinic, opened at the beginning of 2019, constitutes a separate unit at medalp in Imst. The new facility specializes in the ­assessment and therapy of functional disorders of the locomotor system, in particular the spine. Thanks to the close collaboration of the Orthoclinic physicians with the medalp X-ray department (X-ray, CT, MRT, ultrasound), as well as the medalp Rehaclinic and the sport science department, we are able to provide holistic, high-quality diagnostics and treatment under one roof. The patients profit above all from the perfect teamwork between the individual departments and the medalp Orthoclinic. The latter offers not just all the conservative therapeutic methods, such as osteopathy, but also outpatient and inpatient pain therapy.

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Anästhesie und Operation Anesthesia and surgery In der ambulanten Anästhesie hat die Patientensicherheit höchste Priorität. Auch auf ein Wohlfühlambiente vor und nach der Operation wird großer Wert gelegt. Die Operationsräume entsprechen den neuesten internationalen Standards in Bezug auf technische, hygienische und sicherheitsrelevante Belange. Durch die hohe Patientenfrequenz (120.000 in den ersten zehn Jahren) und das enge Behandlungsspektrum haben die medizinischen Teams eine hohe Kompetenz und große Routine bei der Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen am Bewegungsapparat. Mit bester technischer Ausstattung wird in voll digitalisierten OPs gearbeitet und sämtliche Operationen werden zum Zweck der Qualitätskontrolle und Transparenz video- und fotodokumentiert. Weiterbehandelnde Ärzte und Therapeuten haben dadurch wichtige Grundlagen für die weitere Behandlung. Selbst die Licht-, Farb- und Klangstimmungen werden während der Operation auf die individuellen Vorlieben der Operationsteams abgestimmt, um unter besten Bedingungen arbeiten zu können. The safety of the patient is the main priority at the outpatient anesthesia department. We also take care to create a pleasant atmosphere before and after surgery. The operating rooms comply with the highest international standards regarding technical, hygienic and safety needs. Because of the wide range and high patient frequency (120.000 patients during the first ten years), our medical teams have collected an immense wealth of expertise and experience in treating traumas and conditions of the musculoskeletal system. We work with state-of-the-art technical tools in fully digitalized operating rooms. All procedures are recorded (photo and video) for transparency and quality control purposes. This way, we can supply physicians and therapists who do follow-up treatment with important documentation. The medical team can even change the light, color and sound settings in the operating room to create an ideal working ambiance.

Sicher schmerzfrei Dr. Werner Tiefenthaler, Bereichsleiter Anästhesie in der medalpGroup Imst, Sölden, Zillertal, Innsbruck, informiert: Prinzipiell unterscheidet man zwei Varianten der Anästhesie, zum einen die Allgemeinanästhesie unter kompletter Ausschaltung des Bewusstseins und Schmerzempfinden, zum anderen die Regionalanästhesie bzw. die Blockade einzelner Nerven beim völlig wachen Patienten. Bei der Regionalanästhesie bleibt der Patient unter kompletter Schmerzfreiheit bei Bewusstsein. Diese Lokalanästhesien werden ultraschallgezielt durchgeführt, wodurch zusätzliche Sicherheit gewährleistet ist, und kommen beispielweise auch im Rahmen einer postoperativen Schmerztherapie erfolgreich zum Einsatz. Status quo in der medalp ist die Kombination beider Verfahren: Mittels Allgemeinanästhesie wird der Patient in Schlaf versetzt, die Regionalanästhesie wird parallel dazu an jenen Arealen eingesetzt, die betäubt werden sollen. Dadurch wird eine hundertprozentige Schmerzkontrolle und -ausschaltung unabhängig vom Bewusstseinsgrad erreicht. Der Vorteil der Kombination beider Varianten liegt darin, dass sie schonender für den Patienten ist und auch die Schmerzausschaltung länger anhält, obwohl der Patient bereits wieder bei Bewusstsein ist.

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Plastisch-Ästhetische Chirurgie Plastic-aesthetic surgery Die Plastisch-Ästhetische C ­ hirurgie nimmt in der Sportclinic Zillertal einen besonderen S ­ tellenwert ein. Die hohe Ausstattung der OP-Einheit, die w ­ underbare Landschaft des Z ­ illertals und das angenehm individuelle Ambiente der Sportclinic liefern optimale Voraussetzungen. In einem ganzheitlichen Konzept werden die medizintechnischen Einrichtungen mit modernen Behandlungskonzepten verschmolzen, wodurch einzigartige Regenerations-, Ästhetik- und Präventionsprogramme an­geboten werden können. Plastic-aesthetic surgery plays a major role at the Sportclinic Zillertal. The stateof-the-art equipment of the OR unit, the wonderful

In diesem medizinischen Joint Venture sind ganzheitliches

landscape of the Zillertal valley, and the comfortably

Denken, interdisziplinäre Zusam-

individual atmosphere of the Sportclinic provide the

menarbeit sowie organisatorische

optimal setting.

und menschliche Kooperation

In keeping with a thoroughly holistic approach, med-

notwendig. Wir verstehen uns

ical engineering here merges with modern treatment

als Vorreiter in teamorientierter

concepts to enable us to offer unique regeneration, aesthetic, and prevention programs. Holistic thinking,

­Organisation und modernem Netzwerkdenken.

interdisciplinary collaboration, and organizational as well as human cooperation are indispensible in this medical joint venture. We see ourselves as pioneers in team-oriented organization and modern joined-up thinking. Aesthetic medicine: liposuction, breast corrections, reshaping and firming operations, wrinkle treatments, eye corrections Varicose vein treatment:

Fettabsaugung, Brustkorrekturen, Straffungsoperationen, Falten­ behandlungen, Augenkorrekturen Venenbehandlung Unsere modernen, minimal invasiven Verfahren reichen dabei von der sogenannten Invaginations- oder

Our modern, minimally invasive procedures include

PIN-Extraktion über die Schaumsk-

the so-called invagination or PIN extraction, foam scle-

lerosierung bis zum e ­ ndoluminalen

rotherapy, as well as the endoluminal closure method.

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Ästhetische Medizin:

CLOSURE-Ver­fahren.


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Postoperative Behandlung Post-surgery treatments Im Aufwachbereich wird der Patient nach

In the recovery room, the patient is

der Operation von einem eigenen Team

cared for by a private team of physi-

aus Schwestern, Pflegern und Ärzten

cians, nurses and orderlies. After the

überwacht. Nach der postoperativen

post-op recovery phase, the patient

Überwachungsphase verbringt der Pati-

spends the following hours at a pri-

ent die weiteren Stunden in einer priva-

vate aftercare unit. Individual meals in

ten Nachbetreuungseinheit. Kulinarische

accordance with medical needs and

Verpflegung nach Wunsch und in Ab-

patient’s wishes, satellite TV, and bed-

stimmung mit dem Betreuungsteam, Sat-

side Internet are medalp conveniences

TV und Internet am Bett begleiten die

that make the time spent in recovery as

medalp-Patienten wieder in ihren Alltag.

pleasant as possible. Peace and quiet,

Ruhe, gutes Service und die Möglichkeit,

good service and the opportunity to

von den Angehörigen jederzeit besucht

have visitors anytime are other factors

werden zu können, sorgen für Wohlbefin-

that contribute to general well-being

den und gute Genesung.

and quicker recovery.

my.medalp.com Die Entwicklung der my.medalp.com war im Jahr 2006 das

zu den Standardbefunden werden bei Bedarf auch intraope-

digitale Service-Projekt der medalp. Zweck von my.medalp

rative Bilder und Videos patientenbezogen zur Verfügung

ist einerseits die Optimierung der postoperativen Betreuung

gestellt. Weiters überprüft ein Abfrageschema die subjektive

der Patienten durch eine lückenlose internetbasierte Kom-

Befindlichkeit des Patienten. Im Falle eines unerwünschten

munikation zwischen Klinik, nachbehandelnden Ärzten und

Heilungsverlaufs erhalten die medalp-Kliniken in Imst, Mayr-

Physiotherapeuten sowie Rehabilitationseinrichtungen. Ande-

hofen und Sölden einen Warnhinweis mit der Aufforderung,

rerseits bietet das Patientenportal individuelle, auf den Pati-

mit dem Patienten in Kontakt zu treten.

enten abgestimmte, praktische Anweisungen zum richtigen Verhalten und entsprechenden Training nach der Operation.

Der Initiator des Projekts, Dr. Alois Schranz, Unfallchirurg und

Physiotherapeutische Empfehlungen als Text, Bild und auch in

Geschäftsführer der medalp, hatte bereits in den 90er Jahren

Form von Videos werden ebenso wie Anweisungen zur Medi-

die Vision einer internetgestützten Patientenbetreuung dieser

kamenteneinnahme vorgeschlagen.

Art. Heute gilt diese Plattform in Branchenkreisen als Blaupause und State of the Art. Dass dieser digitale Informations-Ser-

Für die nachbehandelnden medizinischen Einrichtungen,

vice zwischen Klinik und Patient eine derart große Dynamik

Ärzte und Kliniken sind in der my.medalp ausführliche Infor-

und Beliebtheit entwickeln würde, vermutete vor zehn Jahren

mationen, wie digitale Röntgen-, MRT- und CT-Bilder sowie

niemand, hat aber erfreulicherweise zur Folge, dass das Portal

Laborbefunde und Arztberichte, jederzeit abrufbar. Zusätzlich

laufend weiterentwickelt wird.

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Rehabilitation In der medalp Rehaclinic in Imst werden Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Unterwassertherapie – in einem großzügigen Reha-Schwimmbad – bei orthopädischen, unfallchirurgischen und neurologischen Problemstellungen angeboten. Die hohe Kompetenz der Therapeutenteams und das Wohlfühl-­Setup der Rehaclinic garantieren ein optimales Therapieergebnis. Die räumliche und interdisziplinäre Kooperation mit den Ärzten der medalp, den Krankenhäusern und den Ärzten in den umliegenden Bezirken bietet den Therapeuten den großen Vorteil, sich auf die individuellen Erfordernisse der Patienten konzentrieren zu können. Info: Die Abrechnung der Therapie erfolgt auf Wahlarztbasis. Die Verrechnungsabwicklung von Leistungen der orthopädischtraumatologischen Rehabilitation und der neurologischen Rehabilitation kann gerne für Sie vom Sekretariatsteam der Rehaclinic durchgeführt werden. In the medalp Rehaclinic in Imst, we offer physiotherapy, ergotherapy, logotherapy and underwater therapy (in a large rehabilitation pool) to treat conditions of an orthopedic, surgical or neurological nature. The expertise of our therapeutic teams, combined with the facility’s pleasant atmosphere, are two important reasons for optimal therapy results. The spatial and interdisciplinary cooperation of medalp’s physicians, the hospitals and other physicians in the surrounding re­gions allows our therapists to fully concentrate on our patients’ individual needs. Information: Therapy billing is made on a private basis. If you like, the office of the Rehaclinic will process your bills from orthopedic-trauma and neurological therapy.

Physiotherapie Physical therapy In der Rehaclinic Imst und im Aqua Dome in Längenfeld: Das Ziel der Physiotherapie ist die Wiederherstellung, Verbesserung bzw. Erhaltung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers. Rehabilitation und Therapie bei Wirbelsäulenproblemen, nach Verletzungen, nach Operationen, bei neurologischen Beschwerden und als Prophylaxe. Therapeutische Leistungen: Mobilisierende Physiotherapie, Individuelle Trainingstherapie und Leistungsdiagnostik, Heilmassagen, Lymphdrainagen, Elektrotherapie, Ultraschalltherapie, Fangobehandlungen u.v.m. Physical therapy at the Rehaclinic Imst and at the Aqua Dome in Längenfeld: At the Rehaclinic Imst and at the Aqua Dome in Längenfeld, the goal of physiotherapy is the rehabilitation, improvement and/or the maintenance of the body’s movement and function. It is used to counter spinal conditions after surgeries, injuries, pain, but also as prophylactic treatments. Therapeutic treatments: Mobilizing physiotherapy, individual training therapy, medical massages, lymph drainage, electrotherapy, ultrasound therapy, Fango applications, and much more.

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Unterwassertherapie Underwater therapy Im Reha-Schwimmbad der medalp: Die Unterwassertherapie wird bei Verletzungen bzw. nach Operationen an Gelenken durchgeführt, um eine frühfunktionelle Mobilisation zu erreichen. Durch die Beschaffenheit des Wassers können Patienten Bewegungsabläufe leichter erlernen und somit Alltags­tätigkeiten wieder schneller durchführen. Erfolgreich eingesetzt wird die Unterwassertherapie auch bei Wirbelsäulen- und neurologischen Problemen. Underwater therapy in medalp‘s own rehab pool: We use underwater therapy after traumas and surgeries in order to quickly and gently mobilize the injured joints. Because motions are easier to practice in water, we find that our patients can return to everyday chores faster after having trained in water. Underwater therapy has also proven successful in treating spinal and neurological conditions.

AlterG

Rückenschule

Das Antischwerkraft-Laufband ­AlterG® – der neue Therapiestandard in Rehabilitation und Training: Die einzigartige Differenz-Luftdruck-Technologie des Antischwerkraft-Laufbands sorgt nicht nur für sichere und angenehme Therapie, sondern fördert gleichzeitig die Wiederherstellung eines natürlichen Gangbilds.

Die medalp-Rückenschule ist ein neues Programm, das sich an all jene Menschen richtet, die unter Rückenschmerzen leiden. Es umfasst zehn Therapieeinheiten à 45 Minuten in der Gruppe (max. 9 Teilnehmer), wobei die erste Therapieeinheit der Erhebung des Ist-Zustands dient. Das Therapeutenteam (Arzt, Physiotherapeut, Sportwissenschaftler) erhebt in einem Eingangsbefund die Problematik. Patienten, die ernsthafte Rücken­erkrankungen aufweisen, wird eine gesonderte Therapie empfohlen. In der Rückenschule wird individuell auf die Beschwerden der Teilnehmer eingegangen. Infos und Anmeldung unter www.medalp.com

®

The anti-gravity Treadmill AlterG® – the new standard of care in rehabilitation and conditioning: The unique air-pressure lifting force technology of the anti-gravity Treadmill e ­ nables a safe and pleasant therapeutic workout while promoting a natural gait pattern.

The medalp back school is a new program that is aimed at all those suffering from backaches. It consists of ten therapy units of 45 minutes each (with groups of no more than nine), the first of which is dedicated to ascertaining the status quo. In a first diagnostic step, the therapy team (physician, physiotherapist, sport scientist) defines the individual problem. Patients presenting with serious back illnesses are referred to special therapy. The back school individually addresses the participants' complaints. For information and registration please go to www.medalp.com

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Ergotherapie Occupational therapy Die Ergotherapie unterstützt und begleitet ­Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit im Alltag eingeschränkt sind. Das Ziel der Ergotherapie ist das Erhalten, Erlangen und Verbessern von persönlichen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten für größtmögliche Selbstständigkeit. Ergotherapie in der Neurologie: nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Tumor, bei Verletzungen wie Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittlähmung u.v.m. Ergotherapie in der Handrehabilitation: Frakturen, Nerven- und Bandverletzungen, bei R ­ heuma, ­Arthrose u.v.m. Weitere ergotherapeutische Leistungen: Anfertigung und Anbringung von Schienen, Paraffinbäder u.v.m. Occupational therapy supports and helps people of all ages who have a reduced capacity to handle everyday chores. The goal is to maintain, obtain and improve personal, mental and physical functions in order to reach as much personal autonomy as possible. Occupational therapy in neurological cases: after strokes, in cases of multiple sclerosis, tumors, cranio-cerebral injuries, paraplegia, and much more Occupational therapy is also used for hand rehabilitation: fractures, nerve and ligament injuries, rheumatism, arthrosis, and more Further occupational therapy services include: manufacturing and fitting of braces, wax baths, and more

Logopädie Speech and language therapy Kommunikation gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen und stellt einen der wichtigsten Bestandteile des menschlichen Zusammenlebens dar. Das Ziel der logopädischen Behandlung ist die Wiederherstellung, Verbesserung oder Kompensation bei Problemen der Stimme, der Sprache, des Sprechens oder der Schluckfunktion. Logopädische Therapie bei: Sprachstörungen bei Kindern und Erwachsenen, Schluckstörungen, Stimmstörungen, Störungen der Sprache nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen To communicate is a basic human need, and it is one of the most important components of human interaction. The goal of speech and language therapy is to rehabilitate, improve or compensate problems regarding the voice, language, speaking or swallowing functions. Speech and language therapy is used to correct speech imperfection in both adults and children, swallowing dysfunctions, voice problems, or to treat problems with speaking e.g. after a concussion, a cranio-cerebral injury, a stroke or other neurological conditions.

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Mit Programm back2sport The program back2sport In der medalp Imst, rehaclinic Imst und in der Sportclinic Z ­ illertal: Das neue Programm back2sport verbindet auf einzigartige Weise das Know-how der medalp Group. Die Fachbereiche Unfallchirurgie, Physiotherapie und Sportwissenschaft bilden die Basis des Programms, welches diese drei kombiniert und miteinander verzahnt. Ziel ist es, den Patienten von der Diagnose und der darauf folgenden Behandlung über die Rehabilitation hinaus ganzheitlich zu betreuen und ihm nicht nur schmerzfreie Bewegung zu ermöglichen, sondern ihn wieder fit für seine gewohnte (sportliche) Routine zu machen. Konkrete Zielvorgaben, die mit dem Patienten Schritt für Schritt erarbeitet werden, bilden dabei die wissenschaftlich fundierte Grundlage. Das Programm eignet sich für Patienten jeden Alters und ist nicht abhängig vom körperlichen Fitnesszustand der Personen. At medalp Imst, Rehaclinic Imst and at the Sportclinic Zillertal: In a thoroughly unique manner, the new program back2sport utilizes the entire know-how of the medalp group. The specialist fields of trauma surgery, physical therapy and sport science form the basis of the program, which combines all three and links them up. The goal is to take care of the patient holistically, from the diagnosis and the treatment following and all the way through rehab, and to enable them not only to move free of pain, but also to make them fit again for their customary (sporting) routine. Concrete objectives, developed step by step together with the patient, provide the scientifically corroborated basis. The program is suited for patients of all ages and is not dependent on a person's physical fitness.

Leistungsdiagnostik Performance Diagnostics Sportdiagnostik ist die Grundlage jedes professionellen Trainings für Leistungssowie Hobbysportler. Ziel ist es, Athleten und Einsteiger nach modernsten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen zu beraten und ihr Training zu optimieren, sodass Trainingseinheiten, die nicht den gewünschten Erfolg bringen, der Vergangenheit angehören und realistische Ziele in Angriff genommen werden können. Mithilfe der Sportdiagnostik und der einfachen Methode einer Atem­ gasanalyse kann das Ausgangsniveau bestimmt werden, das auch eine weitere Trainingssteuerung ermöglicht. Egal ob Trainingsneuling, Hobbysportler oder Profi, für jeden gibt es eine individuelle Lösung sowie Tipps und Tricks für den Trainingsalltag.

Sport diagnostics are the basis of every professional training for professional as well as hobby athletes. The objective is to advise experienced athletes and beginners according to the latest insights gained in sports science and to optimize their training, so that training units not bringing the expected success belong to the past and realistic targets can be envisaged. Sports diagnostics and the simple method of a respiratory gas analysis help determine the base level that also enables further training guidance. Be it training novice, hobby athlete, or professional, there is an individual solution for everyone as well as tips and tricks for the everyday training routine.

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Sport in der Box Sport in the box Die Kraftbox wird im Rahmen der Rehabilitation für die medizinische Trainingstherapie verwendet und ermöglicht zusätzlich zur klassischen Reha ein breites Protfolio an individuellen Reha- und Trainingsmöglichkeiten. Nicht selten wird bereits zu Beginn einer Therapie die Kraftbox für bestimmte Trainingssequenzen aufgesucht. Darüber hinaus bildet sie auch sehr oft die Schnittstelle zwischen Reha und sportwissenschaftsbetreutem Aufbautraining. Dass die Kraftbox also primär ein Trainingstool für Sportler ist, ist ein Trugschluss. Die Movebox – kleines Tool mit großer Wirkung – ist ein echtes Allroundtalent und bietet unzählige Übungsvariationen im Sinne eines umfassenden Ganzkörpertrainings in einem Trainingsgerät. Koordinatives Training mittels Balanceboard in Kombination mit elastischen Bändern, Sprungübungen, sportlich anspruchsvolle Übungen, Übungen im Sitzen sind für Profis und Beginner gleichermaßen geeignet und kommen in der medalp auch im therapeutischen Training zum Einsatz. The Kraftbox (lit. strength box) is used for medical training therapy in the context of rehabilitation and, in addition to traditional rehab, enables a wide portfolio of individual rehab and training options. Not infrequently, the Kraftbox is even visited for certain training sequences at the beginning of a therapy. Moreover, it also forms an interface between rehab and physical training overseen by sports science. It would be a false conclusion, therefore, to assume that the Kraftbox was a training tool only for athletes. The Movebox, a small tool with great effect, is a true all-rounder and offers countless exercise variants within a single training device, in the spirit of a comprehensive full-body training. Coordinative training by way of a balance board, in combination with elastic bands, jumping exercises, challenging sports exercises, and sitting-down exercises, are suitable for professionals and beginners alike, and employed at medalp also for therapeutic purposes.

Yoga Die heilsame, aktivierende und kräftigende Wirkung von Yoga ist hinlänglich bekannt. Wurde Yoga in der medalp anfänglich von externen Yoga-Lehrerinnen angeboten, wird es mittlerweile aufgrund der großen Nachfrage im Rahmen des Traingingsprogramms das ganze Jahr über angeboten. Drei Yogalehrerinnen begleiten Kunden, Patienten und Mitarbeiter der medalp an Morgen- oder Abendterminen auf dem Weg der Entspannung. The healing, activating and strengthening effect of yoga has been known for a long time. While in the beginning yoga was offered at medalp by external yoga teachers, it now, due to the great demand, is part of the regular training program all year round. In morning and evening sessions, three yoga teachers accompany clients, patients and medalp employees on their path to relaxation.

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medalp macht Sport Prävention ist ein wichtiges Thema in der medalp – und das wird nicht nur mit Worten vermittelt: Ein vielseitiges Programm an Kursen und Trainingsprogrammen bietet einen perfekten (Wieder-)Einstieg in den sportlichen Alltag.

fit4winter

fit4summer

back2sport

Vorbereitungstraining für Wintersportler: Ziele sind die Weiterentwicklung von Ausdauer und Kraft, die Optimierung der koordinativen Kompetenz und die Prävention gegen potenzielle Schneesportverletzungen.

Eine ideale Vorbereitung für die zahlreichen sportlichen Spielarten des Sommers: Ob Radfahren, Bergwandern, Schwimmen oder anderes, der Körper wird fit gemacht für eine aktive Saison.

back2sport verbindet auf einzigartige Weise das Know-how der medalp Group. Die Fachbereiche Chirurgie, Physiotherapie und Sportwissenschaft arbeiten gemeinsam an Ihrer Rückkehr in den sportlichen Alltag. EINZEL-COACHINGS

Aqua-Training

Sling-Training

Rücken-Training

Wasser ist ein ideales Medium für das gesundheitsorientierte Training. Durch den Auftrieb des Wassers werden Gelenke und Bänder beim Aqua-Training geschont und Überlastungen vermieden.

Sling-Training ist eine Ganzkörper-Trainingsmethode mithilfe von Seil- und Schlingensystemen. Dabei wird mit dem eigenen Körpergewicht als Trainingswiderstand gearbeitet. Im Fokus liegt die Kraftausdauer.

Ein Team der medalp hat ein spezielles Programm entwickelt, das auf Prävention und – im Fall von Schmerzen – auf gezielte Therapie, Übungen und Trainings setzt. Das Training beginnt mit einer medizinischen Diagnose.

Pilates

Yoga

Individual

Pilates ist eine Ganzkörper-Trainingsmethode, welche sich aus Kräftigungs-, Dehnungs-, Koordinations- und Entspannungsübungen zusammensetzt. Im Mittelpunkt aller Bewegungen steht immer die Sicherung und Stärkung der Wirbelsäule.

Yoga ist für alle, die ganzheitlich Körper, Geist und Seele in Einklang bringen wollen. Die korrekte Ausübung gelingt unter Anleitung einer Trainerin schneller und präziser. Angeboten werden Yoga-Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Über unser Trainingsprogramm hinaus bieten wir auch individuelle und bedarfsbezogene Beratung und Trainingsbegleitung an. Infos und Terminvereinbarung unter der Telefonnummer +43 5418 51100470

Leistungsdiagnostik Die Leistungsdiagnostik liefert die relevanten Daten für den Zuschnitt Ihrer individuellen Trainingsplanung. Trainingsplanung Sie haben ein sportliches Ziel? Die gemeinsame Trainingsplanung und eine eigene App wird Sie auf Ihrem Weg begleiten. Trainings-Coaching Das Trainings-Coaching basiert auf einer individuellen Betreuung zwischen Ihnen, den medalp-Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten.

Infos zum medalpSportprogramm und zu den nächsten Terminen unter www.medalp.com/training

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sportclinic therapie training sportclinic therapie training sportclinic therapie training

KUFSTEIN KUFSTEIN

unfallchirurgie therapie lifestyle KUFSTEIN Tannheim

Tannheim REUTTE

REUTTE Tannheim

REUTTE

Achensee Perisau Achensee

Bichlbach

Ehrwald Biberwier Bichlbach Ehrwald Seefeld Lermoos Stanzach Ehrwald Fernpass Elmen Stanzach Biberwier Lermoos Seefeld Nassereith Biberwier Seefeld Fernpass ElbigenalpElmen Elmen Nassereith Fernpass TELFS Nassereith Holzgau Elbigenalp ElbigenalpIMST TELFS Stanzach

Bichlbach Lermoos

Kramsach

SCHWAZ Jenbach Jenbach SCHWAZ

Kundl

Kramsach

Achensee PerisauJenbach Kramsach Perisau

Kundl Kundl

WÖRGL WÖRGL Brixen

WÖRGL

Brixen

Brixen

Fügen INNSBRUCK SCHWAZ Kaltenbach Fügen INNSBRUCK Fügen Wattens INNSBRUCK Kaltenbach Zell a. Ziller HALL Wattens Hochfügen Kaltenbach Wattens Gerlos Hochfügen TELFS Zell a. Ziller HALL Arzl Ötz Kühtai T I R O L Hochfügen Zell a. Ziller Holzgau HALL IMST Ellbögen Wenns St. Anton am ArlbergHolzgau Gerlos IMST Jerzens MAYRHOFEN Gerlos T I R OO LL ArzlArzl ÖtzÖtz Kühtai Zams Matrei Tux Kühtai T I RFulpmes Ellbögen Umhausen Wenns St. AntonSt.am Arlberg Ellbögen LANDECK MAYRHOFEN Wenns Jerzens Anton am Arlberg MAYRHOFEN Jerzens Zams Fulpmes Hintertux Matrei Fulpmes Matrei Tux Tux Ladis Zams Prutz St. Leonhard Umhausen Steinach Umhausen LANDECK See LANDECK LÄNGENFELD Neustift Kappl Fiss Hintertux Serfaus LadisLadis PrutzPrutzSt. Leonhard St. Leonhard Steinach Hintertux Steinach See See LÄNGENFELD Neustift Neustift LÄNGENFELD Ischgl Kappl Kappl Fiss Fiss Ried Serfaus Serfaus Kaunertal SÖLDENsportclinic Ischgl Ischgl sportclinic sportclinic Ried Ried Kaunertal Kaunertal Pfunds Galtür imst sölden zillertal SÖLDEN SÖLDEN Mittelberg Pfunds Galtür Pfunds

Galtür

sportclinic imst

Mittelberg A-6460 Imst / Medalp Platz 1 (A12, Exit 136) Mittelberg A-6450 Sölden/Ötztal / Dorfstrasse 160 Nauders Tel. +43 5418 51100 / Fax +43 5418 51100 Tel. +43 5254 30 003 / Fax +43 5254 30 003 11 Vent111 Obergurgl Nauders Nauders sportclinic sportclinic info@medalp.com soelden@medalp.com Obergurgl Vent Hochgurgl Obergurgl Hochgurgl sölden Vent zillertal

Stillupklamm 830 / A-6290 Mayrhofen Tel. +43 5285 78485 / Fax +43 5285 78485 99 office@sportclinic.at / www.sportclinic.at

Hochgurgl

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