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eco.nova SPEZIAL Architektur 2025

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N° 04

ARCHITEK TUR & LIFES T YLE

MAI 2025 | P.B.B. VERLAGSPOSTAMT 6020 INNSBRUCK | ZNR. GZ 02Z030672 M | EURO 3.00

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eco.nova-Herausgeber Sandra Nardin (re.) und Christoph Loreck mit Chef­ redakteurin Marina Bernardi

WIE GEHT ZUKUNFT?

GANZ BEI IHNEN.

Die Zukunft des Wohnens, Arbeitens und Lebens liegt in einer Architektur, die Verantwortung übernimmt.

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n einer Zeit, die von sozialen, ökologischen und technologischen Umbrüchen geprägt ist, steht auch die Architektur vor einer tiefgreifenden Transformation. Die Frage, wie wir in Zukunft leben und wohnen werden, beschäftigt nicht nur Stadtplaner*innen und Architekt*innen, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes. Dabei rücken besonders nachhaltige, flexible und gemeinschafts­orientierte Konzepte in den Fokus. Wir haben uns in dieser Ausgabe auf die Suche nach Projekten begeben, die stellvertretend für das große Potenzial stehen, das in der Architektur von morgen liegt. Wir haben in revitalisierte Dachböden geschaut, uns intensiv mit Stadtmarketern über Atmosphäre und nachhaltige Stadtentwicklung unterhalten, uns angesehen, was die Zukunftsperspektive Rattenberg aus Tirols kleinster Stadt gemacht hat und wie das Haus der Zukunft ausschauen kann, soll und muss. Unter anderem haben wir dafür Bauherren gefragt, was sie heute anders machten, würden sie noch einmal bauen, und was für sie ganz genau richtig war. So ist ein buntes Potpourri an Häusern, Wohnungen und ganzen Quartieren entstanden, das zeigt, wie vielfältig, kreativ, innovativ und mutig in Tirol gebaut, geplant, gewohnt und gelebt wird. Und dass auch Architekt*innen einen großen Anteil daran haben. Zukunft passiert nicht. Zukunft ist, was wir daraus machen. Ihre Redaktion der eco.nova

HER AUSGEBER & MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088,

redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SLEITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin CHEFREDAK TION: Marina Bernardi AUTOR*INNEN DIESER AUSGABE: Marian Kröll, Caterina Molzer-Sauper, Doris Helweg, Alexandra Keller, Michael Kordovsky ANZEIGEN­V ERK AUF: Ing. Christian Senn, Matteo Loreck L AYOUT: Tom Binder LEK TOR AT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-BergerPrint GmbH A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner

COVER: Villa in Innsbruck; Architektur: U1 Architektur, Innsbruck; Ausführung: Holzbau Aktiv, Ranggen; Foto: Moritz Orgler. Mehr dazu auf Seite 58. UNTERNEHMENS GEGENS TAND: Die Herstellung, der Verlag und Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen

Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Well­ness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE S ABO: EUR 25,00 (14 Ausgaben) // Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BE Z AHLTE ANZEIGEN.

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Claudia Elzenbaumer

claudia.elzenbaumer@raiffeisen-immobilien-tirol.at +43 664 6211156

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eco.inhalt

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FOTOS: MIRIAM RANEBURGER, MARIAN KRÖLL, PETER PHILIPP, WOLFGANG RETTER, ALEX MOLING, SWAROVSKI KRISTALLWELTEN

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eco.inhalt

ARCHITEKTUR 6

OBEN WOHNEN

Der Dachgeschossausbau zählt zu den elegantesten Formen der innerstädtischen und dörflichen Nachverdichtung. Wir zeigen stimmige Umsetzungen.

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STADT ENTWICKELN

Stadtentwicklung ist ein Prozess, der nie aufhört. In Rattenberg haben wir ein gelungenes Beispiel gefunden, das „Quartier am Brandgut“ in Wattens zeigt, wie Quartiersenwicklung sinnvoll funktionieren kann. Und welche Rolle spielt das Stadtmarketing dabei?

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AUSGEZEICHNET!

ARC H I TE KTU R FÜR DI E Z UKU N F T 48 Haus der Zukunft Die Ansprüche an Häuser haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wie wohnen wir in Zukunft? 54 Ein Zuhause mit Geschichte … erzählt von denen, die darin leben. 66 Licht macht Wohnen Es macht Sinn, das Licht bereits in der Planung mitzudenken. 72 Ganz schön sonnig Sonnenenergie ist gut fürs Klima. Photovoltaik geht dabei auch richtig schön. 86 Macht der Wiederholung Man mag serielles Bauen für langweilig halten, doch es hat durchaus seine Berechtigung. Welche Rolle spielen dabei Architekt*innen?

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GÄRTEN DES JAHRES

Ein Garten ist nicht einfach ein Stück Land vorm Haus. Ein Garten ist Lebensqualität.

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UNSICHTBARE FRAUEN

Unverschämt spät rücken sie ins Rampenlicht, die ersten Architektinnen, die ihre Spuren in Tirol hinterlassen haben.

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TIROLS IMMOBILIENMARKT

Preistrends, Marktveränderungen, Chancen und Risiken.

LIFESTYLE

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EIN AUTOHAUS BAUT UM

Der Automobilmarkt ist gesamthaft im Umbruch und auch bei Porsche Inter Auto (PIA) Tirol werden die Weichen neu gestellt.

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HIDEAWAYS

Wer während des Jahres schön wohnt, will das auch im Urlaub. Unsere Tipps.

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IRGENDWAS IST IMMER

Kultur im Kufsteinerland und die neuen Wunderkammern der Kristallwelten.

03 EDITORIAL 34 FLÄCHENNUTZUNG IN TIROL 104 DRAUSSEN ZUHAUSE 122 FEIN DAHEIM 126 IN KLEINEN DOSEN 138 DIE KLUGE SEITE 140 LIFE & STYLE 168 KÜCHENGEFLÜSTER 192 IM.GESPRÄCH

ARCHITEKTEN, PLANER & AUSFÜHRER DER AUSGABE

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Prisma Unternehmensgruppe Tigewosi Planlicht Neue Heimat Tirol proHolz Tirol

unsere lieblingszeit im jahr? wenn man wieder draußen sitzen kann. wir sehen uns auf grander‘s (beheizter) terrasse!

HÄUSER DES JAHRES

Einfamilienhäuser stehen seit jeher für den Traum vom Eigenheim. Wir zeigen die schönsten.

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Der Buchhammerhof Martinsbach im Kaunertal zeigt, wie in kreativer Zusammenarbeit zwischen Bauherren und Architekt*innen Großartiges entstehen kann. Plus: weitere ausgezeichnete Bauten.

94 Vom Stängel zum Stock Das GROWNlab der Uni Innsbruck forscht an Werkstoffen der Zukunft.

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eco.architektur

BEEIN DRUCKENDE

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TRANSFORMA TIONEN. Der Dachgeschoßausbau zählt zu den elegantesten Formen der innerstädtischen und dörflichen Nachverdichtung. Er verwandelt ungenutzte oder wenig genutzte Dachräume in hochwertigen Wohnraum – lichtdurchflutet, ruhig und oft mit beeindruckenden Ausblicken. Architektonisch eröffnet der Ausbau vielfältige Möglichkeiten, von der subtilen Erweiterung bestehender Gebäude bis zur markanten Neugestaltung des Dachprofils. Dabei geht es nicht nur um zusätzliche Fläche, sondern um eine bewusste Auseinandersetzung mit Raum, Lichtführung, Proportion und Materialität. Der Dachgeschoßausbau steht im Spannungsfeld von Alt und Neu – und kann, sensibel geplant, zu einem harmonischen Dialog zwischen Bestand und zeitgenössischer Architektur führen. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R


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DACHBODEN HALL

E I N DAC H B O D E N B I RGT N ICHT N U R R AUM , SON DER N ERINNERUNG – SEINE R E V I TA L I S I E R U N G I S T S T E T S AUCH E I N B EH UTSA MES WEITERERZÄHLEN DER GESCHICHTE.

Im Dachraum eines denkmalgeschützten Gebäudes in der historischen Altstadt von Hall wurde verborgenes Potenzial freigelegt, und zwar in Form einer Transformation eines ungenutzten Dachbodens zu einem modernen, lichtdurchfluteten Loft. Die planerische Herausforderung bestand darin, eine großzügige, offene Raumstruktur zu schaffen – und dies unter strengsten denkmalpflegerischen Auflagen: Weder an der Gebäudehülle noch an der Dachform durften sichtbare Veränderungen vorgenommen werden. Die Erschließung erfolgt über eine kompakte Wendeltreppe, die auf eine geschickt eingeschnittene, von außen uneinsehbare Dachterrasse führt. Diese fungiert zugleich als Entrée des Lofts. Eine filigrane Glasfassade bildet die Schwelle zum Wohnraum und bringt Licht tief ins Innere. Der Grundriss folgt einem fließenden Raumkonzept: Garderobe, Wohnund Schlafbereich sowie das integrierte Bad gehen nahtlos ineinander über, ohne durch Trennwände unterbrochen zu werden. Die historische Dachstuhlstruktur aus Holz wurde freigelegt, sorgfältig sandgestrahlt und geölt. Sie bildet das identitätsstiftende Gerüst des neuen Wohnraums. Im Kontrast dazu stehen die klar definierten, modern materialisierten Einbauten, die sich bewusst vom Bestand absetzen und so den Dialog zwischen Alt und Neu sichtbar machen. A R C H I T E K T U R : ROECK Architekten Innsbruck F O T O S : Birgit Köll


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8 DACHBODEN IMST

Inmitten von Imst wurde ein bestehender Dachboden als wertvolle Form innerstädtischer Nachverdichtung neu interpretiert. Unter dem markanten Zeltdach eines seit Generationen in Familienbesitz befindlichen Hauses entstand ein zeitgemäßes Zuhause für eine vierköpfige Familie mit rund 100 Quadratmetern Wohnfläche und zusätzlicher Galerieebene. Im Zentrum des Entwurfs steht die behutsame Freilegung und Aufbereitung der traditionellen Holzkonstruktion, die dem Raum Charakter und Geschichte verleiht. Herzstück der neuen Wohnwelt ist ein großzügiger, lichtdurchfluteter Wohn-Ess-Bereich mit offener Küche und direktem Zugang zur geschützten Loggia – ein intimer Außenraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Eine sanierte Wendeltreppe aus Stahl führt auf die Galerieebene, wo sich private Rückzugsbereiche sowie eine Terrasse mit weitem Ausblick befinden. Die Raumorganisation folgt einer effizienten Logik: Eltern- und Kinderzimmer gruppieren sich funktional um die zentrale Wohnzone, wobei die Verkehrsflächen auf ein Minimum reduziert wurden. Der Altbestand bleibt bewusst erlebbar, wird jedoch durch moderne Elemente wie geschliffene Betonböden, großflächige Verglasungen und eine reduzierte Möblierung in ein zeitgemäßes Gestaltungskonzept eingebettet. So entsteht ein feinsinniger Dialog zwischen Alt und Neu – getragen von hochwertigen Materialien, klaren Linien und einem architektonischen Feingefühl, das Tradition und Gegenwart stimmig vereint. A R C H I T E K T U R : ROECK Architekten Innsbruck F O T O S : Dominik Rossner


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D A C H B O D E N K E S S L E R S TA D L M AT R E I I N O S T T I R O L

10 WO SO M A N C H E L E E R S TA N D S E H E N , BEGINNT FÜR ANDERE DIE ZUKUNFT IM B E S TA N D .

Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, lange als Veranstaltungshaus vom Österreichischen Alpenverein genutzt, wurde 1989 vom Künstler und Tischler Josef Brugger in einer eigenwilligen Handschrift saniert. Diese besondere Atmosphäre blieb auch nach dem Eigentümerwechsel 2018 durch Gertraud Brugger bewusst erhalten – mit dem Ziel, das angrenzende Stall- und Wirtschaftsgebäude neu zu nutzen und behutsam weiterzuentwickeln. In einer ersten Bauphase entstand im ehemaligen Dachboden eine großzügige Ferienwohnung für bis zu neun Personen. Die originalen Fichtenholzverkleidungen und Möbeleinbauten aus der Sanierung der 1980er-Jahre blieben erhalten, neue architektonische Eingriffe wurden bewusst zurückhaltend und materialkontrastierend mit dunklen Multiplex-Siebdruckplatten umgesetzt. So bleibt der gestalterische Schichtenaufbau der Innenräume nachvollziehbar und prägt den unverwechselbaren Charakter des Ensembles. Großformatige Verglasungen öffnen den Raum und bringen Tageslicht in den ehemals dunklen Dachstuhl. Wohnraumlüftung und moderne Haustechnik garantieren zeitgemäßen Komfort auf technisch hohem Niveau. Die Gruppenwohnung mit Gemeinschaftsbereich, zwei hochwertigen Schlaflagern mit zugehörigen Bädern, Küche, großem Stauraum und mehreren Freibereichen ist über einen diskreten Zugang auf der Rückseite erschlossen – von außen kaum erkennbar, im Inneren jedoch ein vielseitig nutzbarer Rückzugsort mit besonderer Atmosphäre. Das Projekt steht exemplarisch für eine sensible Auseinandersetzung mit historischer Substanz – mit Respekt vor dem Bestehenden und einem Gespür für zeitgemäße Wohnformen.

A R C H I T E K T U R : Madritsch&Pfurtscheller Architekten Innsbruck F O T O S : Miriam Raneburger


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DACHBODEN LEITLHAUS RUM

Im Herzen der Gemeinde Rum, gegenüber dem Rathaus, ist mit der behutsamen Revitalisierung des historischen Leitlhauses ein bemerkenswertes Beispiel gemeinwohlorientierter Architektur entstanden. Anstatt das jahrhundertealte Bauernhaus abzureißen, entschied sich die Gemeinde für den Erhalt und die Umnutzung des ortsbildprägenden Ensembles – ein klares Bekenntnis zur Baukultur und zur Identität des Ortes. Das Leitlhaus mit seinem traditionellen Obstgarten ist nicht nur ein bedeutender baulicher Zeitzeuge, sondern tief in der Geschichte und Erinnerung der Dorfgemeinschaft verwurzelt. Nach der Sanierung dient es nun als barrierefreier Treffpunkt für lokale Vereine, Seniorengruppen und die Jugend. Der ehemals private Garten wurde in einen öffentlichen Aufenthaltsraum überführt, die historische Tenne zur Kunstgalerie umfunktioniert. Ein zentraler Aspekt des Projekts war der breit angelegte Beteiligungsprozess: Alle Gemeindebürger*innen konnten ihre Vorstellungen einbringen, die anschließend in die architektonische Gestaltung integriert wurden. So entstand nicht nur ein Gebäude, sondern ein identitätsstiftender Ort des sozialen Austauschs. Ein Highlight des Umbaus ist der neu geschaffene Multifunktionsraum im Dachgeschoss: technisch modern ausgestattet, mit Terrasse und flexibel nutzbar – ideal für Veranstaltungen, Workshops oder kulturelle Formate. Das U1-Architektenteam verantwortete die Projektentwicklung und Planung, während die Gemeinde Rum die Bauleitung selbst übernahm – ein weiterer Ausdruck des starken kommunalen Engagements. Das neue Leitlhaus zeigt exemplarisch, wie durch kluge Planung und partizipative Prozesse historische Substanz neu belebt und gleichzeitig soziale Infrastruktur geschaffen werden kann. Ein Projekt, das weit über Rum hinaus als Vorbild für nachhaltige Ortsentwicklung gelten darf. A R C H I T E K T U R : U1architektur ZT GmbH, Innsbruck F O T O S : Moritz Orgler


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Michael Gsaller, Leiter des Stadtmarketings Hall und Präsident des Dachverbandes Stadtmarketing Austria (re.) mit Vizepräsidentin und Geschäftsführerin der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding Daniela Limberger und Vorstandsmitglied Edgar Eller

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eco.architektur

„ATMOSPHÄRE KANN MAN NICHT MESSEN“ Atmosphäre lässt sich jedoch erzeugen. Das ist die Hauptaufgabe eines zeitgemäßen Stadtmarketings, das sich als Dreh- und Angelpunkt im Netzwerk der Urbanität versteht. Koordinierend, beratend, innovierend. Stadtmarketing spielt zunehmend auch in der Stadtentwicklung eine wichtige Rolle. Worauf es ankommt, haben wir mit Michael Gsaller, dem Präsidenten des Dachverbandes Stadtmarketing Austria, Vizepräsidentin Daniela Limberger und Vorstandsmitglied Edgar Eller ausgelotet. INTERVIEW & FOTOS: MARIAN KRÖLL

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ECO.NOVA: Beginnen wir gleich mit der Frage nach der Daseinsberechtigung des Stadtmarketings. Wozu braucht es das überhaupt? MICHAEL GSALLER: Im Zusammenleben einer Gemeinde gibt es etliche Aufgaben, die eine einzelne Institution sehr schwer allein bewältigen kann. In Kooperation funktioniert es. Unser ganzes Tun ist von Zusammenarbeit geprägt. Das klingt einfach, bedeutet praktisch hingegen oft das Bohren dicker Bretter. Man kann weder einen Event, noch eine Betriebsansiedlung noch ein Verkehrskonzept machen, ohne alle Partner*innen eingebunden zu haben.

Ist das Aufgabenspektrum des Stadtmarketings seit dessen einsetzender Professionalisierung in den 1990er-Jahren über die Jahrzehnte hindurch breiter geworden? DANIELA LIMBERGER: Ja. In den 1990er-Jahren hat man zunächst erkannt, dass vor allem der stationäre Handel in den Städten eine übergeordnete Organisation braucht, die vorrangig koordinierende Tätigkeiten übernimmt. An den Stadträndern haben sich damals die ersten Einkaufszentren angesiedelt, die Innenstädte mussten mit einem eigenen, abgestimmten Programm

dagegenhalten. Unter Stadtmarketing hat man sich einen Koordinator vorgestellt, vergleichbar mit einem Centermanager. Im Lauf der Zeit hat sich gezeigt, dass wir unsere Innenstädte nicht mehr nur durch die Brille des Konsums betrachten dürfen. Um sie lebendig zu gestalten, braucht es mehr. Es braucht Menschen, die darüber nachdenken, was die Menschen, die hier leben und arbeiten, genauso wie die Gäste brauchen und wie diese Bedürfnisse miteinander in Einklang gebracht werden können. Wenn ein Gefüge gut funktioniert, steckt meistens viel Arbeit dahinter. Um Stadtmarketing gut betreiben zu können, braucht es ein Gespür dafür, wie die Stadt tickt. Stadtmarketing ist demnach wesentlich eine Aufgabe, die mit der atmosphärischen Stadtgestaltung zusammenhängt. Kann man eine Stadt bewerben, die nicht lebt, aus deren Stadtkern die Bewohner*innen hinausdrängen und die damit einen beinahe musealen Charakter bekommt? EDGAR ELLER: Bewerben könnte man sie schon, allerdings als Museum. Venedig ist wohl das berühmteste Beispiel dafür. Damit eine Stadt lebendig wird, braucht es

die Menschen, die dort sind und von dort sind. Das können auch Gäste sein, primär geht‘s natürlich um die Einheimischen. Für die Lebendigkeit braucht es Leute, die dort leben, die Stadt als ihre erkennen und gestalten wollen. Die Gebäude sind nicht die Stadt.

Wann sind Sie als Stadtmarketer der Ansicht, Ihre Arbeit gut gemacht zu haben? GSALLER: Wir denken die Stadt von ihren Bürger*innen her. Unser Anliegen ist es, atmosphärisch positiv Stadt zu gestalten. LIMBERGER: Das ist ein bisschen das Dilemma, in dem wir stecken. Für uns definieren wir für unseren Erfolg Kriterien, die nicht so einfach zu messen sind. Atmosphäre kann man nicht messen. Das ist nicht so einfach, wenn es um die Formulierung von Zielvereinbarungen geht. Es funktioniert nicht, einfach am Kommunalsteueraufkommen ablesen zu wollen, wie gut ein Standortmarketing seinen Job macht. Das ist eine Herausforderung. Es macht sich vielleicht nicht kurzfristig, aber zumindest mittelfristig bemerkbar, wenn das Stadtmarketing vernachlässigt wird oder man gar darauf verzichtet. ELLER: Unter Politiker*innen gibt es das Missverständnis, zu glauben, die Stadt


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wäre so etwas wie ein Unternehmen. Dabei ist sie eher wie eine Familie. Die Stadt ist ein Gefüge von Menschen, ein sozialer Organismus. Wer unternehmerische Maßstäbe anlegt, kann nur scheitern.

Kommen Institutionen des Stadtmarketings deswegen öfters in Rechtfertigungsnotstand? GSALLER: Jeder in der Stadt hat seine Partikularinteressen und das ist auch gut so. Wir unterstützen das Unternehmertum und begrüßen, dass Interessen artikuliert werden. Unsere Aufgabe ist es, daraus einen positiven gemeinsamen Nenner zu finden, der zukunftsträchtig ist. Kooperation ist schwierig, anstrengend und mit täglichem Erklärungsbedarf verbunden. Funktioniert etwas, freuen sich dagegen letztlich alle darüber und wir gewinnen dadurch alle an Lebensqualität.

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Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Wie bearbeitet man im Stadtmarketing dieses Thema? GSALLER: Nachhaltigkeit liegt in unserer DNA. Und das nicht erst, seit überall darüber gesprochen wird. Nehmen wir den Veranstaltungsbereich: Natürlich bediene ich mich da in der Region, bei regionalen Anbietern. Das ist naheliegend. Ich finde es interessant, wie viele grüne Plaketten man sich mittlerweile anstecken könnte für Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. ELLER: Es ist immer verdächtig, wenn über ein Thema ganz viel und demonstrativ geredet wird. Über das, was einem ohnehin selbstverständlich erscheint, redet man normalerweise nicht. So geht es uns mit der Nachhaltigkeit. Ist von Stadtentwicklung die Rede, stehen dabei meist planerische Aspekte im Fokus. Welchen Beitrag kann Stadtmarketing zu einer gelungenen Stadtentwicklung leisten? ELLER: Geht es um die Planung der gebauten Umwelt, wird gern mit Renderings gearbeitet. Da ist immer etwas los, da sind Familien abgebildet, da herrscht Bewegung. Unser Job beginnt, wenn die Gebäude stehen und mit Leben

DACHVERBAND STADTMARKETING AUSTRIA Der Dachverband Stadtmarketing Austria ist Österreichs zentrales Kompetenzzentrum für vernetztes Denken und Handeln in der Orts- und Stadtentwicklung. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 in Salzburg setzt sich der Verband aktiv für die Stärkung urbaner Lebens- und Wirtschaftsräume ein. Mit einem Netzwerk von rund 80 Mitgliedsstädten und -gemeinden aus Österreich und Südtirol sowie zahlreichen Wirtschaftspartnern fördert Stadtmarketing Austria den interkommunalen Austausch und den Wissenstransfer. Durch verschiedene Veranstaltungsformate wie die „DenkwerkStadt“, Praxistage oder gemeinsame Fachstudienreisen sowie eine hochwertige Contentschiene mit einem seit 2012 geführten Fachblog und einem Podcast schafft Stadtmarketing Austria Plattformen für Wissensvermittlung und Inspiration. Seit Anfang des Jahres ist Michael Gsaller, Leiter des Stadtmarketings Hall, Präsident des Verbandes. Mit Thomas Ebner, Geschäftsführer von Standortmarketing Kufstein, ist als Kassier ein zweiter Tiroler im Vorstand. www.stadtmarketing.eu

„ U M S TA D T M A R K E T I N G G U T B E T R E I B E N Z U KÖ N N E N , B R AU C H T E S E I N G E S PÜ R DA F Ü R , W I E D I E S TA D T T I C K T. “ Da n iela L i mber ger

zu füllen sind. Im Idealfall sind wir natürlich in der Planungsphase von Anfang an mit eingebunden, weil der gebaute Ort immer ein Spiegel dessen ist, was einem wichtig erscheint. Atmosphäre lässt sich besser gestalten, wenn sie im Bauprozess mitgedacht wird. Gebäude ohne Menschen sind tote Materie. LIMBERGER: Das Verständnis für die konstruktive Rolle, die wir in der Stadtentwicklung einnehmen können, kommt in den letzten Jahren immer mehr. Ich werde in meiner Stadt zu den Sitzungen des Gestaltungsbeirats eingeladen und bin bei jedem Quartiersentwicklungsprojekt von Anfang an eingebunden. Das ist großartig. Es war nicht immer so. Man hat verstanden, dass wir Wissen und ein tiefes Verständnis dafür mitbringen, wie die Stadt tickt. GSALLER: Die meisten Stadtmarketingorganisationen sind bei uns in den 1990er-Jahren aus Werbevereinen hervorgegangen und aus einem zentralen Bedürfnis heraus entstanden. Wir in Hall machen Stadtmarketing durch Stadtbelebung, durch Veranstaltungen, durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Stadt zu attraktivieren. Die Haller Altstadt – es ist die größte Westösterreichs – können wir nicht beleben, wenn wir nur „Hallerisch“ denken. Wir haben zu wenig Einwohner*innen, um diese Altstadt nachhaltig zu beleben. Wir müssen zumindest die Umlandgemeinden mitdenken, besser noch den ganzen Raum zwischen Innsbruck und Schwaz. Dort leben 300.000 Menschen, die wir ansprechen können. Wir können uns als Ortsteil in diesem Ballungsraum verstehen. Wenn ich so denke, ergeben sich plötzlich ganz neue Perspektiven. Wir müssen uns als übergeordnetes Standortmarketing begreifen, um uns weiterentwickeln zu können. Kirchturmdenken bringt uns nicht weiter. Und auch der Einwohner hat eine ganz andere Landkarte im Kopf, die vor Gemeindegrenzen natürlich nicht Halt macht. Vom Touristen ganz zu schweigen. Umfassendes Standortmarketing in jeglicher Hinsicht ist die Zukunft des Stadtmarketings. Herr Gsaller, Sie sind Präsident des Vereins Stadtmarketing Austria, dem mittlerweile über 80 Stadtmarketingeinrichtungen aus dem ganzen Land angehören. Daniela Limberger ist die Vizepräsidentin. Sie beide haben vorhin den Wert der Kooperation betont. Wie sieht es damit im Verein aus? GSALLER: Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie proaktiv und freundschaftlich der Austausch zwischen unseren Mitgliedern funktio-


eco.architektur

niert. LIMBERGER: Der Wissensaustausch geht schnell und unkompliziert, binnen kürzester Zeit habe ich bei Bedarf Informationen darüber, wie die Dinge im gesamten Bundesgebiet gehandhabt werden. Bei meiner ersten DenkwerkStadt im Rahmen des Vereins habe ich mit einem gewissen Konkurrenzdruck gerechnet, aber jeder gibt bereitwillig Auskunft und man hilft einander weiter. GSALLER: Das Beste, was mir als Standortmarketer passieren kann, sind gute Mitbewerber*innen. Ein Problem bekomme ich nur, wenn die Kolleg*innen umliegender Stadtmarketings keine gute Arbeit machen würden. Ist der Mitbewerber gut, dann spornt uns das alle zu noch besseren Leistungen an. Wir profitieren alle davon, uns gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. ELLER: Das wirkt auch dem Trend entgegen, die Stadt schlechtzureden. Je besser die Städte funktionieren, desto lieber gehen Menschen dorthin. Wenn Innsbruck urban lebendig ist, profitiert auch Hall. Kommt es vor, dass frische Ideen zunächst als Spinnerei abgetan werden? LIMBERGER: Man muss den richtigen Zeitpunkt finden, die Idee den richtigen Personen in der richtigen Reihenfolge vorzutragen. Ideen können auch nicht im luftleeren Raum stehen bleiben. Man muss darlegen, welchen Zielen sie dienen. GSALLER: Wir haben uns früher die Frage gestellt, ob unsere Tätigkeit auf die Marke der Stadt einzahlt. Heute sind wir im Dachverband der Meinung, dass eine Stadt keine Marke ist, sondern dass eine Stadt Identitäten hat – und zwar durchaus mehrere. Deshalb ist für uns heute die Frage handlungsleitend, ob unser Tun eine Identität stärkt. Dafür haben wir über die Jahre ein feines Sensorium

„W I R A R B E I T E N A N D E R AT M O S P H Ä R E . D A S I S T U N S E R J O B .“ Mich ael G s a l ler

entwickelt. Wir scheuen uns auch nicht davor, Projekte oder Veranstaltungen wieder zu streichen oder eben neue zu entwickeln. So haben wir zum Beispiel in der Coronazeit die Gastgarten-Wandermusik „erfunden“ – und sie danach sehr erfolgreich weiterentwickelt. Neben Fachwissen braucht es dazu also auch ein verlässliches Bauchgefühl. Eine große Stärke des Stadtmarketings ist es, Nein sagen zu können, Bestehendes sein zu

lassen und Neues zu probieren. Nicht jede vermeintlich gute Idee stärkt die Identität.

Identitätsstiftende oder -stärkende Aktivitäten müssen folglich authentisch sein und zum Geist des Ortes und seiner Menschen passen? ELLER: Ja. Und das ist auch eine große Stärke eines professionalisierten Stadtmarketings, das nicht Diener eines einzigen Herren ist und nicht nur Partiku-

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wusste. Jüngere Städte können dagegen auf Grundlage der Bedürfnisse der Gegenwart gebaut werden. Das geht in Hall nicht. Hier muss man mit der Substanz arbeiten. Dafür ist das sehr nachhaltig. LIMBERGER: Reine Copy-paste-Ansätze funktionieren im Stadtmarketing nicht. Man kann Anleihen an bestehenden Modellen nehmen, sie aber nicht eins zu eins übertragen. Wer vor Ort ist, den Alltag lebt und miterlebt, wird am besten wissen, was der Ort braucht. GSALLER: Wenn man hier in Hall durch die Gassen geht, dann wird an den Proportionen ersichtlich, dass die Stadt für Fußgänger gebaut wurde. So sehr man derzeit noch der Meinung ist, dass die Autos auch in der Altstadt gebraucht werden, so sehr sieht man, dass sie eigentlich ein Fremdkörper sind.

„ E S M AC HT S I C H B E M E R K BA R , W E N N D A S S TA D T M A R K E T I N G VE R N AC H L Ä S S I GT W I R D O D E R M A N 20

G A R D A R A U F V E R Z I C H T E T. “ Da n iela L i mber ger

larinteressen vertritt, sondern das große Ganze im Blick haben darf.

Es ist eine globale Entwicklung, dass der stationäre Handel seit Jahren unter Druck ist. Das manifestiert sich auch in innerstädtischen Leerständen. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um? ELLER: Einzelhandel in dieser Dimension ist eine historische Anomalie gewesen, die das Stadtleben für ein paar Jahrzehnte geprägt hat. Wir sind momentan in einer Transformation, die völlig normal ist. Dass der Handel sich zu einem niedrigeren Niveau zurückbewegt, kann man absolut nicht als Niedergang der Städte interpretieren. Es gab eine Zeit, in der man wohl dachte, dass der Einzelhandel der vorrangige Existenzgrund der Stadt ist. Diese Zeit ist vorbei. Es gibt Platz für Neues. Was kann dieses Neue sein? GSALLER: Wir sind Verfechter der sogenannten 15-Minuten-Stadt, die alle wichtigen Lebensbereiche – Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit – im unmittelbaren Umfeld konzentriert. Das widerspricht der Konzeption, nach der

man viele Jahrzehnte Städte geplant und gebaut hat, nämlich mit einer rigiden Trennung all dieser Funktionen. Das hat viel Verkehr erzeugt und daraus ist die sogenannte „autogerechte Stadt“ entstanden. Diese hat auch abseits der Verkehrsbelastung massive Nachteile. Wir fühlen uns dem Konzept einer Stadt der kurzen Wege verpflichtet.

Hat die historisch gewachsene Stadtstruktur, wie es sie in Hall gibt, Vorteile gegenüber einer Stadt, die irgendwann im vorigen Jahrhundert streng nach Funktionen getrennt auf die grüne Wiese geklatscht wurde? ELLER: Ich würde sogar sagen, dass es historisch gebaute Städte schwerer haben, weil sie aus einer Zeit kommen, die von der Moderne noch nichts

Welche Rolle spielen Kunst- und Kulturangebote in Ihrer Arbeit? LIMBERGER: Die Sichtbarkeit von Kunst und Kultur ist für den Standort ein sehr relevanter und identitätsstiftender Faktor. Daran zeigt sich, wie eine Stadt sein möchte und wie sie sich selbst begreift. ELLER: Der öffentliche Raum muss keine Galerie sein. Kunst und Kultur sind zum einen elementare Bestandteile der menschlichen Zivilisation, objektiv betrachtet andererseits auch ein Standortvorteil. Daran zeigt sich, dass auch auf geistiger Ebene Betriebsamkeit herrscht. Findet in einer Stadt ein Festival statt, greift diese Atmosphäre auf die Bevölkerung über. Die Leute ziehen sich anders an, benehmen sich anders und werden zwei Zentimeter größer. Man darf das allerdings nicht instrumentalisieren, die Kultur muss tatsächlich gelebt werden. Was begreifen Sie gegenwärtig als größte Herausforderungen? LIMBERGER: Aus Sicht unseres Vereins sicherlich den Support für unsere Mitglieder. Die Kommunen müssen gerade finanzielle Löcher stopfen, die öffentlichen Haushalte stehen stark unter Druck. Da wird zunächst bei Ausgaben gespart, die nicht zwingend anfallen. Wer beim Stadtmarketing zu sehr spart, bekommt dafür später die Rechnung präsentiert. Langjährige Aufbauarbeit kann man sehr schnell zunichte-

„UNSER GANZES TUN I S T VO N ZU SA M M E N A R B E I T G E P R Ä G T. “ Mich ael G s a l ler


We t s c h e r Wo h n g a l e r i e n im Zillertal.

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machen. Dafür wollen wir Bewusstsein wecken. ELLER: Wir sind in den Städten in einer Phase des Umbruchs. Neuen Zeiten sollte man nicht mit alten Rezepten begegnen. „More of the same“ geht nicht mehr. GSALLER: Das sehe ich auch so. Es gibt viele externe Faktoren, die wir nicht steuern können. Was wir beeinflussen können, sind unsere lokalen Gegebenheiten. Wir wollen gestalten, wo wir es können, und uns darauf konzentrieren. Gemeinsam mit den Bürger*innen haben wir in unserer unmittelbaren Umgebung Gestaltungsmacht und Gestaltungsspielräume. Die sollten wir nutzen.

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Was schätzen Sie am städtischen Leben? GSALLER: Eine Motivation, in die Stadt zu gehen, ist die Irritation. Das mögen die Menschen. In der Haller Altstadt kann ich mich auf eine beliebige Bank setzen und werde viele Dinge sehen, die mich eigentlich irritieren. Dinge, die mich stören, genauso wie Dinge, die ich toll finde. Das ist der Reiz der Städte. Wenn ich geordnete Verhältnisse haben will, gehe ich in den Wald. Ich glaube, dass der Mensch das Städtische immer nachfragen wird, wenn es gut gemacht ist. Es ist unsere Aufgabe, dazu beizutragen. ELLER: Es

„G E BÄU D E O H N E M E N S C H E N S I N D T O T E M AT E R I E . “ Ed g a r E l ler

geht auch darum, der Stadt Wertschätzung entgegenzubringen. Natürlich braucht es Irritation und Überraschung, das sind Elemente des menschlichen Zusammenlebens. Daneben braucht es auch Wertschätzung und das Gefühl, angenommen zu werden. Wenn man das Gefühl hat, den Verantwortlichen ist alles egal, dann überkommt mich als Einwohner*in oder Besucher*in das Gefühl, dass ich denen auch egal bin. GSALLER: Wir arbeiten an der Atmosphäre. Das ist unser Job.

Der öffentliche Raum soll Begegnung ermöglichen. Dazu braucht es neben gastronomischen Angeboten auch konsumfreie Zonen. Wie sehen Sie das? GSALLER: Städte sind die pulsierenden Herzen der Demokratie. Demonstrationen finden meist an den großen Plätzen der Städte statt und nicht irgendwo im Vorort. Wir müssen die Stadt als Ort dieser demokratischen Aushandlungs-

prozesse stärker betonen. Dazu braucht es den konsumfreien Raum. Man spricht – vor allem in Italien, zunehmend aber auch bei uns – von einer „Cappuccinoisierung“ der Innenstädte, bei der Kaffeehäuser mit ihren Schirmlandschaften die Plätze zuwuchern. Das ist eine fortschreitende Kommerzialisierung des an und für sich öffentlichen Raumes. Darüber wird zu reden sein. ELLER: Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, in der es zu viele konsumfreie Räume gegeben hätte. Es ist wichtig, sich irgendwo hinsetzen zu können, ohne dabei konsumieren zu müssen. Die Leute dazu zu nötigen, sich in ein Kaffeehaus zu setzen, wenn sie einmal kurz ihre Beine ausstrecken wollen, finde ich fast übergriffig. LIMBERGER: Wir in Leonding haben sicher kein gastronomisches Überangebot. Da gibt es dieses Problem nicht. Bei einer Quartiersentwicklung muss man aber sehr sensibel dafür sein, dass das Verhältnis zwischen Gastronomie und konsumfreien Räumen stimmt. GSALLER: Mir ist noch eines aufgefallen: Wenn es in Innenstädten Schulen gibt, dann erobern sich die Kinder den öffentlichen Raum. Jede Stadt, die Schulen und Kindergärten im Zentrum hat, ist dadurch aufgewertet. Das sorgt für Wirbel und eine gewisse Lebendigkeit, für ein positives urbanes Grundrauschen. Vor diesem Hintergrund sehe ich die Praxis, Schulen an den Stadträndern zu bauen, kritisch. Die Themen gehen Ihnen als Stadt- bzw. Standortmarketer sichtlich nicht aus. LIMBERGER: Das stimmt, und es ist sehr positiv, dass sich das Diskussionsniveau über die Stadt in den vergangenen Jahren stark gehoben hat. Die Menschen interessieren sich für die Stadt und ihre Entwicklungsperspektiven. Das kommt uns zugute.

„ J E B E S S E R D I E S TÄ D T E FU N KTION IER EN , DESTO LIEB ER G E H E N M E N S C H E N D O R T H I N .“ Ed g a r E l ler

Das hat womöglich mit der Pandemie zu tun. Während der Lockdowns ist die Sehnsucht nach Begegnung, nach öffentlichen Räumen, nach Urbanität bei vielen Menschen gestiegen. Das hat einen anderen Stellenwert bekommen. LIMBERGER: Das könnte sein. Es gibt eine viel unmittelbarere Betroffenheit. Viel mehr Menschen als früher können mit dem, was wir tun, etwas anfangen.


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Impressum: Medieninhaber & Hersteller: ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, ERGO Center, Businesspark Marximum / Objekt 3, Modecenterstraße 17, 1110 Wien. Druck: Riedeldruck GmbH, Bockfließerstraße 60, 2214 Auersthal, Stand: 12.2024

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MACHEN STADT Stadtentwicklung ist ein immerwährender Prozess, der nie aufhört. Orte pulsieren, verändern sich, passen sich an. Und das ist gut so. Doch irgendwann braucht es einen Anfang, eine Initialzündung, um diese Entwicklung überhaupt erst anzustoßen. In Rattenberg wurde die vor rund 20 Jahren gesetzt.

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attenberg ist mit 0,11 Quadratkilometern, also elf Hektar, die kleinste Stadt Tirols – und auch eine der ältesten. Tatsächlich erhielt Rattenberg bereits 1393 das Stadtrecht von Herzog Stefan III. verliehen. Wurden die Fassaden der historischen Altstadt dabei immer instand gehalten, so sah es dahinter nicht immer so aus. Anfang der 2000er-Jahre war Rattenberg fast vom Aussterben bedroht, viele leerstehende Wohnungen waren in teils desolatem Zustand. Die untertags von Tourist*innen rege frequentierte Stadt lief Gefahr, zur reinen Kulisse zu verkommen. Daran war die Politik nicht ganz unschuldig, hatte man jungen Familien und Kindern von Ratterberg im Osten der Stadt doch günstige Baugründe zur Verfügung gestellt, was für diese zwar schön, die Stadt allerdings suboptimal war. Unterm Strich hat sich dies als Bumerang für Rattenberg herausgestellt, weil der Stadt schlicht die Einwohner abhandenkamen. So war Rattenberg zwar attraktiv für Besucher*innen, doch es fehlten die Leute – und zwar jene, die die Stadt zwischen den touristischen Stoßzeiten belebten. 2003 lenkte der damalige und mittlerweile leider verstorbene Bürgermeister Franz Wurzenrainer dagegen, schrieb ein Stadtentwicklungskonzept aus und initiierte einen Bürger*innenbeteiligungsprozess, um abzufragen, was Rattenberg brauche, um wieder lebenswert zu werden. Ein kluger Schachzug. Maßgeblich an diesem Prozess beteiligt war der Rattenberger Architekt Josef Wurzer, der in Gerhard Rainalter dafür einen kongenialen Partner fand. Beide kannten sich aus der Vergangenheit und trafen Jahre später für dieses ganz besondere Projekt

wieder aufeinander – Wurzer als Architekt und Projektentwickler, Rainalter als Marketer und Moderator. Aus einer kreativ-spannenden Gemengelage wurde die Zukunftsperspektive Rattenberg. Viele regionale Protagonist*innen brachten sich aktiv ein und setzten sich intensiv damit auseinander, woran es der Stadt fehlt und wo die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung liegen. Daraus ergaben sich unterschiedliche Themenschwerpunkte. „Die Sitzungen waren insofern spannend, als dass

die Begeisterung sehr hoch war und die Identifizierung mit der Aufgabe von allen Beteiligten sehr ernst genommen wurde. Das war echt gewaltig“, blickt Wurzer zurück. „Auf diese Weise hatten die Leute das Gefühl, es sei IHR Projekt. Wir haben die Kompetenzen aus Politik, Wirtschaft, Architektur und dem Rechtsbereich gebündelt, doch das Wichtigste war, dass die Bevölkerung mitgemacht hat. Ein solches Projekt ohne die Zustimmung der Leute umsetzen zu wollen, ist unsinnig.“

B O U T I Q U E H O T E L R AT T E N B E R G

Eingebettet in das Stadtbild steht direkt an der Innpromenade ein Gebäude aus dem 11. Jahrhundert. Von den unterschiedlichen Architekturstilen der Romanik, Gotik über Renaissance und Barock bis zum Historizismus geprägt, beherbergt das einstige Wirts- und spätere Geschäftshaus heute ein kleines, feines Boutiquehotel.


eco.architektur

GROSSE PROJEKTE FÜR EINE KLEINE STADT Auf der Wunschliste der Rattenberger stand folglich der Zuzug neuer Bürger*innen und Unternehmen ganz oben. Dazu kam die Bitte nach einem Veranstaltungsbereich, die Ansiedelung gehobener Gastronomie und Hotellerie sowie Qualitäts- anstelle von Massentourismus. „Da blieb natürlich einiges beim Wunsch, doch Verbesserungsmöglichkeiten gibt es überall“, sagt Wurzer. Auch ein Lift auf den Schlossberg stand auf der Agenda. In verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Bereichen Wohnen, Arbeit, Kultur und Tourismus entstanden entsprechende Konzepte, die fleißig nach außen kommuniziert wurden. Wurzer erinnert sich: „Zu einer Gemeindeveranstaltung fanden sich an die 80 Leute im Schulsaal ein. Das klingt nach nicht sonderlich viel, aber bei einer damaligen Einwohnerzahl von 350 ist das ein unvorstellbarer Erfolg und ein gewaltiges Commitment.“ Die Bürger*innen wurden stets am Laufenden gehalten, auch die Presse hat das Projekt mit Interesse verfolgt und begleitet. Das Entscheidende jedoch sei gewesen, dass man laufend Kontakt zur Tiroler Landesregierung gehalten habe, ist Wurzer überzeugt. Das führte in der Folge dazu, dass zu aller fachlichen Unterstützung für die ersten beiden konkreten Umsetzungsschritte 1,7 Millionen Euro aus dem Gemeindeausgleichsfonds lukriert werden konnten und zusätzliche 340.000 Euro aus der Revitalisierungsförderung. „Für eine Weiterentwicklung braucht es Konzepte, die umgesetzt werden und die nicht in der Schublade verschwinden. Um wirklich unabhängig zu sein und Projekte voranzutreiben, haben wir beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen“, erzählt Wurzer, der mit dem Juristen Alfred Schmidt hierfür einen weiteren kongenialen Partner gefunden hat. Für den Erneuerungsprozess wurde schließlich die Stadtentwicklung Rattenberg GmbH gegründet, in der neben den beiden Initiatoren Josef Wurzer und Gerhard Rainalter auch Vertreter*innen aus der Wirtschaft, die Stadt Rattenberg und die Sparkassenstiftung mit dabei sind. Eine runde Sache also. Auch die Bevölkerung hätte sich beteiligen können. „In Rattenberg ist es anders als anderswo“, sagt der architektonische Mastermind: „In Rattenberg mit seinen 100 Häusern hat jedes einzelne davon großes Gewicht und es ist entscheidend, wie die Häuser saniert bzw. auch mit neuen Inhalten belegt werden. Anfangs waren externe Investoren jedenfalls rar. Allein der

MALERWINKEL

Das Ensemble Malerwinkel/alte Turnhalle war neben dem ehemaligen Gasthof Post das erste Projekt, das im Zuge der Zukunftsperspektive Rattenberg umgesetzt wurde. Der gläserne Lift wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt installiert.

„ DA S D E N K M A L A MT I S T N I C H T DA ZU DA , U M ZU VERHINDERN, SONDERN UM MÖGLICHKEITEN Z U S C H A F F E N .“ Josef Wu r zer

Prozess, der vor der konkreten Umsetzung stattgefunden hat, hat gezeigt, wie sehr es die Stadt notwendig hat, Attraktivität zu erzeugen – um auch bestehende Attraktivitäten längerfristig erhalten zu können.“ So wurden zu Beginn mit dem Ensemble Malerwinkel/alte Turnhalle und dem ehemaligen Gasthof Post zwei Gebäude erworben und revitalisiert, die von den Architekten Wurzer Nagel sorgsam und unter Berücksichtigung der langen Historie zu einem Seminar- und Veranstaltungszentrum bzw. Wohnungen und Büros umgebaut wurden. „Das Areal der Post ist rund 1.200 Quadratmeter groß, der Malerwinkel 1.500. Hier können wir die Agenden und Wünsche der Bevölkerung bereits zu einem Gutteil umsetzen“, so Wurzer, der im Post-Gebäude selbst wohnt und arbeitet. Außerdem ist dort ein Maklerbüro untergebracht, ein Zahnarzt, zwei Tops mit weiteren Architekten und Wohnungen: „Die alte Post ist ein Vorzeigemodell, wie sich ein leerstehendes Stadthaus, das seine Funktion als ehemaliges Gasthaus verloren hat, ins Heute transferieren lässt. Die Grundstruktur und die Fassade sind mit Ausnahme von westseitigen Balkonen gleich geblieben, das Innere wurde modernisiert und schafft damit einen unglaublichen Mehrwert.“ Quasi zeitgleich hat man sich des Malerwinkels angenommen, aus dem unter anderem ein Veranstaltungszentrum wurde. Im unteren Bereich entstand hochwertige Gastronomie, „damit sind wir gleich zu Beginn

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eco.architektur

D I E Z U K U N F T S P E R S P E K T I V E R AT T E N B E R G H AT S E I T 2 0 0 3 V I E L E W E R T E R H A LT E N D E M A S S N A H M E N E N T W I C K E LT U N D U M G E S E T Z T. Z A H L R E I C H E H Ä U S E R W U R D E N R E V I TA L I S I E R T, L E E R S TÄ N D E A U S G E B A U T U N D M I T N E U E M L E B E N G E F Ü L LT.

Architekturbüro hat wesentlich zur Erhaltung und der modernen Nutzung des architektonischen Erbes von Rattenberg beigetragen. In dessen Sog investierten indes auch viele Privatpersonen in ihre Immobilien. Auch das ist ein gutes Stück der Zukunftsperspektive zu verdanken, die durch ihre Initiative die Revitalisierungsförderung nach Rattenberg gebracht hat, eine hochdotierte Förderung des Landes, die dem jeweiligen Eigentümer zugeschrieben wird und heute noch unter bestimmten Voraussetzungen abgerufen werden kann, wenn man Leerstände mobilisiert. Fängt einer an, ziehen andere nach.

NAHEZU UNVERHUNZT

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INNGASSE

Das Haus in der Inngasse wurde behutsam wieder zum Leben erweckt. Ganz oben entstand eine Dachgeschosswohnung mit Stil, Flair und Ausblick. einem Wunsch der Bevölkerung nachgekommen“, im oberen Bereich ist das Gemeindeamt untergebracht. „Was wir außerdem geschafft haben, ist den Punkt umzusetzen, einen Lift zum Schlossberg zu bauen“, erklärt Wurzer. Ganz so einfach war das nicht, doch selbst der Glaslift ließ sich in Einklang mit dem Bundesdenkmalamt umsetzen. Einen Lift hätte es ob der barrierefreien Erschließung des Ensembles ohnehin gebraucht, also hat man diesen außen auf die öffentlich zugängliche Dachterrasse geführt. Von dort aus geht eine Brücke fast geradeaus zum Schlossberg. Durch den öffentlichen Mehrwert des Lifts gab das Denkmalamt grünes Licht. „Dass wir aus den Projekten keine gewaltigen Profite machen werden, war uns allen bewusst“, ist Wurzer reflektiert. „Jeder

Einzelne von uns war motiviert, die Stadt vorwärtszubringen. Aus einer Idee im inneren entstand ein Feuer im außen.“ Im Jahr 2007/08 war der erste Schritt in Sachen Zukunftsperspektive abgeschlossen. „Wir haben nicht gewusst, wohin uns die Reise führt, doch es ist unglaublich schön zu sehen, dass Eigeninitiative als Motor für die Zukunft Stadt funktioniert hat“, so Wurzer. Sein

Bis heute konnten in dem seit 2013 unter Ensembleschutz stehenden historischen Kern viele weitere Häuser einer neuen Verwendung zugeführt werden. Auch die Kirche hat sich in den Reigen der Werterhalter eingebracht und ihr altes gotisches Mesnerhaus revitalisiert. Die positive Entschlossenheit der Bauherrin, eine Baudokumentation, die die 700-jährige Braugeschichte des Mesnerhauses hervorhob und ein ambitioniertes Zusammenspiel von Architektur, Statik, Denkmalschutz und Bandverhütung machen aus dem Gebäude ein benutzbares bauhistorisches Juwel. Das frühere Wohnhaus wurde behutsam für die neuen Funktionen als Pfarrkanzlei samt Pfarrsaal und Mehrzweckraum für Jugend und Chor sowie kleinere vermietbare Flächen adaptiert. Gerade ist eine Wohnung für den Pfarrer im Entstehen. „Das Mesnerhaus war ein nahezu unverhunztes gotisches Gebäude. Das haben wir bewusst so gelassen“, erklärt Wurzer. „Wenn man hineingeht, hat man das Gefühl, man tritt in die Vergangenheit. Jedes Mal wieder ist es eine kleine Zeit-

„ D I E P R O J E K T E I N R AT T E N B E R G FÜGEN SICH WIE PUZZLESTEINE A N E I N A N D E R .“ Josef Wu r zer


eco.architektur

A LT E S R A T H A U S

Im Alten Rathaus am Westeingang von Rattenberg ist kürzlich Winklers Cuisine eingezogen – unten Tagesbar, oben exklusiver Chef’s Table.

MESNERHAUS

Das direkt an die Kirche angrenzende Mesnerhaus ist in mehreren Etappen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert entstanden. Zwischen 2014 und 2017 wurde es von Wurzer Nagel sorgsam revitalisiert und dabei die Atmosphäre weitestgehend erhalten.

reise. Man geht hinein und lässt die Atmosphäre einfach auf sich wirken.“ Ein gelungenes Beispiel des Prozesses ist außerdem das Boutiquehotel Rattenberg von Martin Partoll, ebefalls begleitet von Wurzer Nagel. Mit viel Respekt vor der bedeutsamen Vergangenheit hat man bei der Revitalisierung das Hauptaugenmerk auf die Erhaltung der historischen Strukturen gelegt. In aufwändiger Arbeit wurden alte Steinmauern, Wandmalereien, gotische Holzbalkendecken und Kreuzgewölbe sowie andere wertvolle Relikte aus vergangenen Zeiten stil- und materialgerecht wiederhergestellt. Außerdem wurde das ehemalige Gasthaus Traube in ein Gästehaus verwandelt, das demnächst eröffnen wird. „Ein wesentlicher Beitrag für die Stadt“, findet Wurzer. Bereits geöffnet ist das jüngste Werk von Wurzer Nagel. Aus dem ehemaligen Rathaus, dem ersten Gebäude auf der linken Seite von Westen kommend, wurde das Winklers Cuisine von Spitzenkoch Christian Winkler und seiner Frau Sigrid. Im unteren Bereich befindet sich eine lässige Tagesbar (kosten Sie unbedingt einen der Kuchen aus der Vitrine oder die großartige Currywurst mit getrüffelten Pommes frites!), im oberen Bereich ist der Chef’s Table zu Hause. Zum Sommer ist unter den Kastanien ein Biergarten geplant, der als neues westliches Entree in die Stadt fungieren soll. Zur Zeit wird außerdem die Sparkasse Rattenberg umgebaut und erfindet sich auf 1.500 Quadratmetern neu, vor einiger Zeit wurde die Schule im Ort erweitert und zu einer Neuen Mittelschule ausgebaut. Entstanden ist ein modernes Gebäude aus Beton – ebenfalls in Abstimmung mit dem Denkmalamt und als sichtbares Zeichen, dass auch in alten Städten moderne Architektur neue Impulse setzen kann. „Der Ensembleschutz zeigt die Wertschätzung gegenüber dem Alten, ignoriert jedoch nicht das Neue“, sagt Wurzer. Rattenberg zeigt, wie es gehen kann: „Urbaner Wandel durch Engagement, durchdachte Nutzungskonzepte, verbunden mit qualitätsvoller Architektur sind die Voraussetzung für lebenswerte Orte, die von Einheimischen und Besuchern gerne angenommen werden. Das war das Ziel des Prozesses und soll es auch weiterhin sein“, beschreibt Wurzer, der in der Stadt noch viel vorhat. Im Moment beschäftigt er sich mit einem innovativen Energiekonzept, das derzeit zwar auf Eis liegt, von ihm aber nicht aufgegeben werden will. „Wir schwimmen auf bis zu 40 Meter dickem Grundwasser. Was liegt da näher, als hinunterzubohren und es für die ganze Stadt zu nutzen. Konzepte gibt es bereits. Es wäre ein Leuchtturmprojekt für Tirol und darüber hinaus, eine mittelalterliche Stadt mit klimaneutraler Energie zu versorgen, deren Quelle so unmittelbar nahe liegt“, gibt er einen Einblick. Vielleicht ist irgendwann die Zeit dafür.

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PRISMA

S TA N D O R T E M I T I D E N T I TÄT G E S TA LT E N

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Standortentwicklung und Standortmanagement als Kernkompetenz der PRISMA Unternehmensgruppe.

W

ie gelingt es, urbane Arbeits- und Lebensräume zu schaffen, die Menschen dauerhaft begeistern? Die Antwort darauf liefert die PRISMA Unternehmensgruppe und gestaltet Orte vielfältig, lebendig, zukunftsfähig. Und das mit innovativen Quartiers- und Zentrumsentwicklungen für Städte, Gemeinden und Regionen. Ihre über 41 Standorte in Österreich und Süddeutschland verbinden Wirtschaftskraft mit architektonischer Qualität, sozialem Miteinander und nachhaltiger Nutzung – regional verankert, zukunftsorientiert gedacht.

Die von der PRISMA entwickelten Standorte sind keine anonymen Funktionsflächen – sie sind pulsierende, durchdachte Lebensräume. Ob Arbeiten, Wohnen, Gastronomie oder Gesundheitsangebote: Durch eine gezielte Nutzungsdurchmischung entsteht ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität und Identifikation, umgesetzt durch das PRISMA Standortmanagement.

VOM RAUM ZUR LEBENSQUALITÄT

Mit einem integrativen Ansatz sorgt die PRISMA dafür, dass neue Quartiere nicht nur ent-

stehen – sondern auch während des Betriebs zukunftsfähig geführt werden. Dabei geht es nicht allein um Architektur, sondern um die langfristige Qualität im Zusammenspiel von Raum, Mensch und Nutzung. PR

PRISMA ZENTRUM FÜR STANDORT- UND REGIONALENTWICKLUNG GMBH Competence Center INNSBRUCK Grabenweg 3, 6020 Innsbruck Tel. 0512 390296 tirol@prisma-zentrum.com

„ N AC H H A LT I G K E I T E N T S T E H T D U R C H L A N G L E B I G K E I T – U N D D I E B E G I N N T B E I D E R A K T I V E N G E S TA LT U N G V O N R A U M , N U T Z U N G U N D I D E N T I TÄT. G E B Ä U D E S O W I E D E R E N I N F R A S T R U K T U R MÜ S S E N AU F D I E Z U K Ü N F T I G E N E R FO R D E R N I S S E D E R N U T Z E R R E AG I E R E N . M I T U N S E R E R E R FA H R U N G A U S E N T W I C K L U N G , U M S E T Z U N G U N D D E R L A N G J Ä H R I G E N S TA N D O R T B E T R E U U N G , V E R S U C H E N W I R F Ü R U N S E R E K U N D* I N N E N VO R AU S S C H AU E N D A U F D I E S E V E R Ä N D E R U N G E N Z U R E AG I E R E N .“ St ef a n Hechenbla ick ner, G esch ä f t s f ü h r er PR I S M A T i r ol


PRISMA

COMPETENCE CENTER INNSBRUCK: SYNERGIEN ERLEBEN

Die PRISMA schafft mit dem Competence Center INNSBRUCK ein modernes Kompetenz- und Dienstleistungszentrum. Der in den Jahren 2003 und 2007 architektonisch hochwertig umgesetzte Standort setzt auf Flexibilität und Multifunktionalität – mit Raum für Innovation, Dienstleistung und Kulinarik. Seit Entstehung des Competence Center INNSBRUCK betreut die PRISMA mit ihrem Standortmanagement – von der Vermarktung und Verwaltung bis zu den Facility Services – die Unternehmen am Standort. P L A N U N G : Aicher Architekten ZT GmbH

EASTLINE INNSBRUCK: G E L U N G E N E R S TA N D O R T M I X

Mit starkem Zukunftspotenzial: Das EASTLINE INNSBRUCK verbindet Büroflächen für international tätige Unternehmen mit einem offenen Nutzungsmix aus Bäckerei-Café, Eventräumlichkeiten und ergänzenden Dienstleistungen. Durch einen gelungenen Relaunch, mit Attraktivierung der Erschließungskerne und Integration des Ruetz Bäckerei & Cafés, öffnete sich der Standort für mittelständische Unternehmen. Die geplante Integration einer Kleinbürostruktur, die Veränderung von Büroeinheiten für Unternehmen sowie die Adaptierung der technischen Infrastruktur mit E-Schnellladestationen oder der Optimierung des Brunnenwassers für die Kühlung erhöhen auch zukünftig die Attraktivität des Standorts.

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P L A N U N G : Aicher Architekten ZT GmbH und RT Architekten Ziviltechniker KG

ANTON-MELZER-STRASSE 10: WOHNEN UND ARBEITEN I N S TÄ D T I S C H E R Q U A L I TÄ T

Der Standort Anton-Melzer-Straße 10 in Innsbruck kombiniert attraktives Wohnen mit modernen Gewerbeflächen – inmitten eines dynamischen Stadtteils. Der Gebäudekörper mit hochwertiger Architektur und nachhaltiger Nachverdichtung wurde am Standort einer ehemaligen Tankstelle errichtet. Die Anton-Melzer-Straße 10 vereint eine hohe Wohnqualität mit kurzen Wegen zum Stadtteil Wilten und direkter Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Die PRISMA hat hierbei in Kooperation mit der TIGEWOSI die Leistungen der weiterführenden Planung, Umsetzung und Vermarktung erbracht.

P L A N U N G : Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH

FOTOS: © PRISMA UNTERNEHMENSGRUPPE, WERNER STREITFELD, NORMAN RADON


eco.architektur

VOM B Ü RO B LO C K ZUM

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Architektur im Wandel: Das Quartier am Brandgut zeigt, wie durch intelligente Planung und sensiblen Umgang mit Bestand neue urbane Qualitäten entstehen.

FOTOS: © EGLO IMMO UND IMMOSENCE


eco.architektur

S TA D T Q U A R T I E R

DER

ZUKUNFT Das „Quartier am Brandgut“ in Wattens verbindet Wohnen, Arbeiten, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu einem multifunktionalen Lebensraum im Bestand. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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I

n Wattens, einer Tiroler Marktgemeinde mit Industriegeschichte, ist mit dem Quartier am Brandgut ein bemerkenswertes Beispiel zukunftsweisender Architektur- und Stadtentwicklung entstanden. Wo früher ein funktionaler Bürokomplex mit acht Baukörpern stand, findet sich heute ein multifunktionales Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Bildung, Gesundheit, Inklusion und Tourismus auf beispielhafte Weise vereint. Der Bestand in der Lindenstraße 1 bot rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche auf drei bis vier Geschossen. Ein zentraler Erschließungsstrang verband sechs der acht Gebäude – eine Struktur, die während der Revitalisierung klug ergänzt wurde: Zwei neue Haupteingänge und ein klar gegliederter Innenhof erhöhen nun sowohl die Flexibilität der Grundrisse als auch die Aufenthaltsqualität. Das Ziel war ambitioniert: Die bauliche Hülle blieb weitgehend erhalten, doch im Inneren entstand ein völlig neues Nutzungskonzept. Heute finden sich im Quartier am Brandgut nicht nur moderne Büroflächen, sondern auch 36 Wohnungen, eine Kinderkrippe, ein Hotel, inklusive Werkstätten für betreutes Wohnen, Arztpraxen und ein vielfältiges Gastronomieangebot.


eco.architektur

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G E M E I N S C H A F T L E B E N : DA S Q UA RT I E R A M B R A N D G U T S E T Z T M A S S S TÄ B E F Ü R I N K L U S I V E S TA D T E N TW I C K L U N G M I T S O Z I A L E M M E H R W E R T.

Die Philosophie dahinter: Synergien schaffen. So nutzt etwa das angrenzende Hotel nicht nur Synergien mit Geschäftsreisenden aus den Büros, sondern auch mit dem öffentlichen Leben im Quartier. Die Kinderkrippe steht sowohl Bewohnern als auch Beschäftigten offen, während Patientinnen und Patienten aus der unmittelbaren Nähe zu medizinischer Versorgung profitieren. Das schafft kurze Wege und soziale Nähe.

VORZEIGEPROJEKT IN SACHEN EFFIZIENZ

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Thema Nachhaltigkeit, was bereits beim Umgang mit der Bausubstanz beginnt: Doppelböden, Trennwände und andere Elemente wurden wiederverwendet und angepasst – ein Beispiel für kluges Recycling im Bauwesen. Gleichzeitig wurde die Energieversorgung komplett umgestellt: Zwei Grundwasser-Wärmepumpen ersetzen die alten Gaskessel, ergänzt durch CO₂-neutrale Fernwärme. Im Sommer sorgt das Grundwasser auch für Kühlung, ohne dass energieinten-

BMSTR. ING. DANIEL KOSTENZER, GF EGLO-IMMOBILIEN:

„Für mich als Eigentümervertreter und gleichzeitig Gemeindebürger von Wattens war das Projekt von Beginn an auch ganz persönlich eine Herzensangelegenheit, da ich unweit davon wohne und das Gebäude großteils ungenutzt war. Die nachhaltige Quartiersentwicklung mit multifunktionaler Nutzung und Schaffung eines spannenden Arbeits- und Lebensumfeldes ist in der heutigen Zeit für mich unumgänglich. Besonders im Bauwesen sollte verantwortungsvolles Handeln eine Selbstverständlichkeit sein. Dem Gebäude wurde im wahrsten Sinne des Wortes wieder Leben eingehaucht.“


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S TA D T E N T W I C K L U N G O H N E N E U E N BO DE NVE R B R AUCH : I M QUA RTI E R AM BR ANDGUT WIRD KLAR, WIE sive Kältemaschinen notwendig sind. Ein weiterer Meilenstein: die Photovoltaikanlagen mit 385 kWp auf den Dächern und weiteren 145 kWp in Planung. Der erzeugte Strom bleibt zu großen Teilen im Quartier – ein Schritt in Richtung Energieautarkie. Hinzu kommen intelligente Lichtlenkung, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und eine smarte Gebäudesteuerung. Städtebaulich beeindruckend ist die Nachverdichtung ohne zusätzliche Bodenversiegelung: Durch Unterkellerung und Umnutzung entstanden zusätzliche Flächen, während neue Grünzonen und begrünte Fassaden das Mikroklima verbessern. Der Fußabdruck des Projekts bleibt klein, die Lebensqualität hoch. Ökonomisch brachte die Transformation handfeste Vorteile: Die vermietbare Fläche stieg von 63 auf 87 Prozent, durch optimierte Erschließung wurden über 1.300 Quadratmeter für neue Nutzungen frei. Das stärkt nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Attraktivität des Quartiers als Arbeitsplatz und Wohnort. Auch die soziale Dimension wurde mitgedacht. Das Quartier ist barrierefrei, kinderfreundlich und vielseitig nutzbar. Es gibt Duschen für sportlich aktive Angestellte, Car-Sharing-Angebote, Fahrradabstellplätze und eine Paketstation. Der direkte Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr rundet das Bild ab. Das Quartier am Brandgut zeigt, wie nachhaltige Sanierung, soziale Vielfalt und ökonomische Weitsicht gemeinsam wirken können. Es ist ein Prototyp für die urbane Transformation im Bestand – nicht nur in Tirol, sondern weit darüber hinaus.

KLIM ASCHUTZ , RESSOURCENSCHONUNG U N D L E B E N S Q U A L I TÄT I M B E S TA N D HAND IN HAND GEHEN.

33 ARCH. DI MELANIE PETERS, PLANUNG EGLO-IMMOBILIEN:

„Die Vielfältigkeit der Planungsaufgaben im Zuge der Umstrukturierung des gesamten Komplexes, speziell unter den Gesichtspunkten des zirkulären Bauens sowie der Aspekte der Nachhaltigkeit, macht das Projekt für mich einzigartig. Während der Planung und Umsetzung ist dabei für mich besonders wichtig, stets die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen innerhalb der einzelnen Einheiten – von der Kinderkrippe bis zum Hotel – zu berücksichtigen. Nur dann ist es möglich, das bestmögliche Ergebnis aus dem Bestand heraus zu erzielen.“


WOHNEN, ARBEITEN, FREIZEIT, NATUR Wie kaum ein anderes Thema polarisiert und beherrscht das Thema Flächennutzung die Tiroler Politik. Letztlich geht es darum, Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen zu verhindern bzw. zu lösen und den vorhandenen Grund und Boden möglichst effizient und umweltschonend zu nutzen.

27 %

40 %

DER LANDESFLÄCHE TIROLS SIND MIT WALD BEDECKT.

22 %

TIROLS UMFASST DAS SO GENANNTE ÖDLAND.

VON TIROL BESTEHEN AUS DEN ALPEN.

DARUNTER FALLEN STRASSENVERKEHRSFLÄCHEN, ABBAUFLÄCHEN, BAHNGRUND, DEPONIEN, WERKSGELÄNDE, FREIZEITFLÄCHEN, FRIEDHÖFE, FELS UND GERÖLL, VEGETATIONSARME FLÄCHEN.

34

12,9 %

0,8 %

ENTFALLEN AUF GEWIDMETE WOHNGEBIETE.

27 %

DER TIROLER LANDESFLÄCHE SIND ALS SCHUTZGEBIETE AUSGEWIESEN.

DER GESAMTFLÄCHE TIROLS SIND DAUERSIEDLUNGSRAUM

DIESE BEINHALTEN NATURSCHUTZGEBIETE, NATURPARKS, RUHEGEBIETE, LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIETE, NATURA 2000.

0,5 %

VON TIROL SIND MIT GEBÄUDEFLÄCHEN VERSIEGELT.

0,15 %

DER GESAMTFLÄCHE SIND GEWIDMETE GEWERBE- UND INDUSTRIEGEBIETE.

DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN BEZIRKEN SIND DABEI GROSS 34,3 %

INNSBRUCK STADT

13,6 %

INNSBRUCK LAND

7,9 %

IMST

7,3 %

LANDECK

9,7 %

REUTTE

11,8 %

SCHWAZ

28,6 %

KUFSTEIN

23,8 %

KITZBÜHEL

8,8 %

LIENZ

8,6 %

DER FLÄCHE STEHEN FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT ZUR VERFÜGUNG. 2,9 % DER FLÄCHE WERDEN ALS LANDWIRTSCHAFTLICHE VORSORGEFLÄCHEN ZURÜCKGEHALTEN.

93 Quelle: Wirtschaftskammer Tirol | Wirtschaftspolitik, Innovation und Nachhaltigkeit, Factsheet Flächennutzung

SKIGEBIETE GIBT ES IN TIROL. DIESE NEHMEN RUND 4 % DER GESAMTFLÄCHE EIN.


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AUS GE ZE CH NET SO GEHT BAUEN.


eco.architektur

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eco.architektur

DIE ZAHLREICHEN 38

H A N D W E R K S D E TA I L S I M BUCHHAMMERHOF LASSEN E R A H N E N , DA S S D E R WICHTIGSTE LEHRMEISTER eit dem Jahr 1967 verleiht die ZV-Zentralvereinigung der Architekt*innen Österreichs einmal jährlich den Bauherr*innenpreis. Denn hinter jedem realisierten Projekt stehen nicht nur Architekt*innen und ausführende Unternehmen, sondern auch mutige, innovative, zukunftsorientierte Auftraggeber*innen. Mit dem Preis werden herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen der letzten drei Jahre gewürdigt, die sich besonders durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Bauherr*innen und Architekt*innen auszeichnen. Ein Großteil der mehr als 300 bisher ausgezeichneten Bauten ist zu einem fixen Bestandteil des Kanons der österreichischen Architekturgeschichte der jüngeren Vergangenheit geworden. Der Preis ist im deutschsprachigen Raum einmalig und honoriert Persönlichkeiten oder Personenkreise, die sich um die Baukultur in besonderer Weise verdient gemacht haben. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 119 Projekte eingereicht, aus denen die Nominierungsjurys in den Bundesländern 23 Projekte ausgewählt haben. Aus diesen wiederum ermittelte die Hauptjury, bestehend aus Gabriele Kaiser (Architekturpublizistin, Wien), Armin Pedevilla (Architekt, Bruneck) und Yves Schihin (Architekt, Zürich), die Preisträger*innen des ZV-Bauherr*innenpreises 2024. Die prämierten Projekte sind dabei nicht nur architektonisch überzeugend, sondern jedes auf seine ganz eigene Art zukunftsweisend und nachhaltig. Die Bauten sind nicht

FÜ R DEN SEN SI B LEN UMBAU D A S H A U S S E L B S T WA R .

Selbstzweck, sondern liefern auf unterschiedliche Weise einen Mehrwert für die Gesellschaft, die Umwelt oder die Baukunst, kurzum für die Baukultur. „Der 1967 erstmals vergebene ZV-Bauherr:innenpreis ist vielleicht der einzige Preis in Österreich, der eine erweiterte Sicht auf Architektur explizit einfordert. Diese erweiterte Perspektive hat ihre Aktualität nicht eingebüßt: Auch in der aktuellen Ausgabe steht der Preis für die Überzeugung, dass Architektur ihre gesellschaftliche Relevanz am wirksamsten in einer Kultur des Dialogs entfalten kann, in der sich die Vorstellungen von Auftraggeber*innen bzw. Nutzer*innen und die konkreten Planungsleistungen von Architekturschaffenden gegenseitig stärken“, so ein Auszug aus dem Resümee der Hauptjury. In Tirol wurde neben dem Ágnes-Heller-Haus der Universität Innsbruck (siehe Anschluss) der Buchhammerhof Martinsbach im Kaunertal ausgezeichnet. Der Hof zeigt exemplarisch, wie eine kreative Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn, konkret der Familie Buchhammer, den Architekten Harald Kröpfl und Peter Nagelschmiedt sowie dem Bundesdenkmalamt gelingen kann.


eco.architektur

„ E S KO M MT N I C H T O F T VO R , DA S S E I N B AU E R N H O F VO R JA H R E N I N SEINER ZEIT STEHEN GEBLIEBEN UND IN DIESER URSPRÜNGLICHEN F O R M E R H A LT E N I S T. E S WA R E I N WA H R E S G L Ü C K , D A S S D E R BAU H E R R D I E S E R K A N N T E U N D E I N E ZU KU N F T S V I S I O N VO R AU G E N H AT T E . E S K O M M T A U C H N I C H T O F T V O R , D A S S E I N B A U H E R R A U S E I G E N E M W I L L E N U M D E N K M A L S C H U T Z A N S U C H T. “

NEUES LEBEN IN ALTEN GEMÄUERN Das Verschwinden bäuerlicher Strukturen wird häufig beklagt, aber selten verhindert. Im Kaunertal hat ein privater Bauherr mit großer Passion für das Kulturerbe der Region die Initiative ergriffen und einem brachliegenden Doppel-Paarhof neues Leben eingehaucht. Der 1890 hangparallel über gemauertem Steinsockel errichtete Holzblockbau zeigt in seiner Anordnung zweier spiegelgleicher Haushälften die für das Tiroler Oberland typische Realteilung in der Erbfolge, bei der ein Hof unter allen Nachkommen aufgeteilt wurde – in diesem Fall für zwei Söhne. Ein Nachfahre der Familie Falkeis (ihr Name ist über zwei Kammertüren verewigt) bewirtschaftete den Hof bis 2009, danach stand er verwaist. „Ich musste Haus und Hof einfach retten“, sagt der handwerklich universal begabte Wilhelm Buchhammer, der die Liegenschaft 2017 erwerben konnte, weil er als Fischzüchter selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Heute birgt der Hof eine hauseigene Schnapsbrennerei im Keller, drei Ferienwohnungen im Erd- und Obergeschoß sowie die eigene Familienwohnung unter dem Dach. Da die zunächst eingeholten Vorschläge eines Tourismusplaners überhaupt nicht den Vorstellungen einer sanften Wiederbelebung entsprachen, wandte sich Buchhammer an ein Architekturbüro, von dem er viel Positives über „den Umgang mit alten Häusern“ gehört hatte. Man verstand sich auf Anhieb und holte als dritten Partner das Bundesdenkmalamt in Person von Michaela Frick und Walter Hauser an Bord. Diese proaktiv eingeleitete Unterschutzstellung ist dem Bauherrn ein besonderes Anliegen: „Der Hof kann jetzt nicht mehr abgerissen werden, keiner kann ihn mehr kaputtmachen.“ Für eine zeitgemäße Nutzung des Bestands waren nur wenige Eingriffe nötig: Eine zusätzliche Erschließung liegt an der nördlichen Traufseite, eine Stahltreppe schreibt in der Mitte des Hauses die ursprüngliche Teilungsidee des Hofs fort. Zwei neue Fensteröffnungen mit vorgelagertem Sitzbereich geben die neue Nutzung nach außen zu erkennen, hinter dem Lattenkleid des Ostgiebels weitet ein Panoramafenster den Blick übers Tal. Auch im Inneren wurde alles noch Verwendbare vom Bauherrn und seinem Vater eigenhändig und mit Sachverstand hergerichtet: die getäfelten Kammern, die Holzbalkendecken, die Riemenböden und die bauzeitlichen Öfen und Möbel. In dieser schrittweisen Erneuerung wurde bäuerliches Kulturerbe – unprätentiös und ohne Hang ins Museale – in die Gegenwart überführt.

© PETER PHILIPP

k r öpf l a r ch it ek t en

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BUCHHAMMERHOF MARTINSBACH, KAUNERBERG B A U H E R R : Wilhelm Buchhammer

A R C H I T E K T U R : kröpfl architekten, Harald Kröpfl und

Peter Nagelschmiedt, Landeck, www.arch-kroepfl.at F E R T I G S T E L L U N G : 2023 www.buchhammerhof-martinsbach.at


© DAVID SCHREYER

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D

as Ágnes-Heller-Haus, das nach einer ungarischen Philosophin und Ehrendoktorin der Universität Innsbruck benannt ist, meistert einen zweifachen Vernetzungsanspruch: Es führt die vormals verstreuten Institute der geistes-, kultur- und bildungswissenschaftlichen Fakultäten an einem zentralen Standort zusammen und es begreift die Bildungseinrichtung Universität als integralen Bestandteil der Stadt. Diese stadträumliche und institutionelle Integrität nach innen und außen hat schon in einem EU-weit offenen einstufigen Realisierungswettbewerb überzeugt. Den Fußabdruck auf dem Areal so klein wie möglich zu halten, war den Architekten ein zentrales Anliegen. „Wo eigentlich auch ein Gebäude stehen könnte, wollten wir einen Park schaffen“, sagen sie. Sie komprimierten die Kubatur zugunsten einer frei zugänglichen Campuswiese – und schufen damit einen offenen städtischen Grünraum am Inn, der sofort mit Leben erfüllt war. Das kompakte Gebäude mit einer tragenden Fassade aus Stahlbetonfertigteilen (deren Farbton sich auf die in Innsbruck häufig verbaute rote Höttinger Brekzie bezieht) folgt mit seinem Modulmaß von 4,5 Metern einem sachlichen Duktus; ein zehngeschossiger Trakt verankert den Bau an der Straßenkante sichtbar im Stadtraum. Im hellen Sichtbetonsockel begleiten einladende Gesten den Weg: Die bogenförmigen Öffnungen und das von Peter Sandbichler im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Wettbewerbs skulptural facettierte Riesenportal des Haupteingangs verfehlen ihre Sogwirkung nicht. Wiesenseitig führt eine breite Grüntreppe zu den

U N I V E R S I TÄ T I N N S B R U C K – ÁGNES-HELLER-HAUS B A U H E R R I N : BIG Bundesimmobiliengesellschaft und Leopold-Franzens-Universität Innsbruck A R C H I T E K T U R : mohr niklas architekten, Wien, www.mohr-niklas.at F R E I R A U M P L A N U N G : Kieran Fraser Landscape Design, Wien, www.kieranfraser.com T R A G W E R K S P L A N U N G : Alfred Brunnsteiner – dibral, Natters, www.dibral.at F E R T I G S T E L L U N G : 2023

beiden eingesenkten großen Hörsälen hinunter, die Mensa im Erdgeschoß öffnet sich mit ihrem Gastgarten Richtung Inn. Im zenital belichteten Atrium – dem Herzstück des Baus – werden Student*innen und Besucher*innen von einer Kaskade vorgespannter Betontreppen und Stege empfangen, die die Institute frei im Raum vernetzen. Interne Sicht- und Wegbeziehungen zwischen den Fachbereichen, temporären Arbeitsplätzen, Gruppenräumen und der Bibliothek verstärken das Selbstverständnis einer Universität als kollaboratives Wissenslabor. Die Zusammenarbeit zwischen Bauherrin und Architekturbüro lässt sich vielleicht am besten mit dem Wort „Zusammenhalt“ charakterisieren. Die Coronakrise, der Konkurs des Trockenbauers und ein Starkregenereignis während der Bauzeit haben dem Projekt stark zugesetzt, doch am Qualitätsanspruch haben alle Beteiligten bis zum Schluss festgehalten.


Der WAU-Effekt. creativbeton.at

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Unterbergerstraße 1 A 6020 Innsbruck tel +43 512 / 281501 www.ueins.at


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BAUKULTURFÖRDERUNG NE BA UES UE N

Alle zwei Jahre zeichnet das Land Tirol gemeinsam mit der Kammer der Ziviltechniker*innen | Arch+Ing Tirol und Vorarlberg – Sektion Architekt*innen, der ZV – Zentralvereinigung der Architekt*innen Österreichs, dem Landesverband Tirol und dem aut. architektur und tirol vorbildliche Bauten in Tirol aus. 2024 wurden 60 Projekte zur „Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen“ eingereicht. 42

T

irol ist jenes Bundesland, das mit 12,4 Prozent seiner Landesfläche den geringsten Anteil an Dauersiedlungsraum in Österreich hat. „Dem sensiblen und nachhaltigen Umgang mit Grund und Boden kommt insofern eine wesentliche Bedeutung zu, als diese Ressource nicht vermehrbar ist und auf dieser geringen Landesfläche alle wesentlichen Lebensbereiche konzentriert sind: vom Wohn- und Erholungsraum für die Bevölkerung über den Tourismus, die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion bis hin zu Gewerbe, Industrie und den notwendigen Infrastrukturen. Auch das stete Bevölkerungswachstum muss innerhalb dieser Fläche berücksichtigt werden, weswegen der Politik, Raumplanung und Architektur eine zentrale Bedeutung im Umgang mit dieser Frage zukommt, die Konfliktpotenziale in sich birgt und intelligent gelöst werden sollte“, heißt es im Vorwort der Jury in der Broschüre, die parallel zur „Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen 2024“ erschienen ist. Insgesamt wurden 60 Projekte dazu eingereicht, aus denen die Jury, bestehend aus Valentin Bearth (Bearth & Deplazes, Chur), Werner Neuwirth (Architekt, Wien) und

OBERHOFEN WEIST IN SEINER B A U S U B S TA N Z , DEN G RÜ N R ÄUMEN UND DURCHWEGUNGEN EINEN NOCH WE ITG EH EN D E R H A LT E N E N DÖRFLICHEN C H A R A K T E R A U F.

Helena Weber (Berktold Weber Architekten, Dornbirn), 20 Bauwerke in die engere Auswahl nahm: „Wir verfolgen als Jury das übergeordnete Ziel, Projekte auszuwählen, die beispielhafte und nachhaltige Antworten auf die aktuellen Herausforderungen formulieren und damit in mehrfacher Hinsicht Vorbildcharakter haben. Bei der Sichtung der Einreichungen fiel uns auf, dass die Bandbreite der Projekte in Bezug auf ihre unterschiedlichen Maßstäbe und die Themenstellungen groß war. Wir konnten aber auch erkennen, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Themen der Zeit wie dem Umgang mit dem Bestand, der Ressourcenfrage, der Nachverdichtung und ganz allgemein mit der Nachhaltigkeit stattfindet. In diesem Sinne wählten wir 20 Projekte aus, die wir an zwei Tagen vor Ort besichtigten, um sie kritisch zu befragen und gemeinsam darüber zu reflektieren, wie die Bauwerke auf den städtebaulichen oder ortsspezifischen Kontext reagieren, wie sie materialisiert wurden, welche Detaillösungen vorhanden sind und welche architektonische Antwort auf die gestellte Frage gegeben wurde.“ Letztlich wurden sieben Projekte ausgezeichnet – darunter das Rimml-Areal in Oberhofen.


eco.architektur

Oberhofen weist in seiner Bausubstanz, den Grünräumen und Durchwegungen einen noch weitgehend erhaltenen dörflichen Charakter auf. Zentral im Dorfkern liegt das aus einem ehemaligen Gasthof samt großer Tenne, einem Pavillon und einer Außenkegelbahn sowie einem Wohnhaus bestehende Rimml-Areal, ein einzigartiges Zeugnis historischer Oberländer Baukultur. Der auf die Anfänge des 17. Jahrhunderts zurückgehende Gasthof wurde in den 1970er-Jahren zugesperrt und der gesamte Gebäudekomplex verfiel zusehends, bis die Gemeinde sich vor circa zehn Jahren zum Kauf entschied und der Gasthof in Folge unter Denkmalschutz gestellt wurde. Parallel dazu steht die Gemeinde vor der Herausforderung, dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen gerecht zu werden. Und auch die in einem aus den 1970er-Jahren stammenden Gebäude untergebrachte Gemeindeverwaltung entsprach nicht mehr heutigen Anforderungen. Um eine Lösung zu finden, wie die im Ort benötigten Nutzungen in den vorhandenen gemeindeeigenen Liegenschaften optimal untergebracht werden könnten, wurde mit der Dorferneuerung ein partizipativer Entwicklungsprozess initiiert und Harald Kröpfl und U1architektur mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes beauftragt, beschreibt Claudia Wedekind vom Innsbrucker aut und weiter: Geplant und moderiert wurde diese „Planungsstudie im Dialog“ mit Einbeziehung der Bevölkerung von U1coop – Ruth Buchauer. In einem ersten Schritt wurde das Rimml-Areal als Gemeindeamt revitalisiert, in einem zweiten Schritt soll der dadurch frei gewordene Raum im ehemaligen Gemeindeamt für die Kinderkrippe adaptiert und der angrenzende Kindergarten umgebaut und erweitert werden. Bei der Transformation des 400 Jahre alten Ensembles verfolgten die Architekten die Prämisse, die Bedürfnisse von heute in zeitgemäßer Form mit der Ursprünglichkeit und den Erzählungen des Bestandes zu kombinieren. Der denkmalgeschützte Gasthof blieb außen weitestgehend unverändert erhalten, lediglich im Südosten wurde ein Liftturm errichtet. Für diese Neuorganisation der nunmehr barrierefreien Erschließung wurde das alte Stiegenhaus des Mittelflurhauses abgebrochen und eine beidseitig belichtete Erschließungszone geschaffen. Ansonsten wurde im Inneren die ursprüngliche Raumaufteilung größtenteils beibehalten, die ehemalige Gaststube im Erdgeschoß etwa für

© NICOLAS HAFELE

DORFREVITALISIERUNG

RIMML-AREAL, OBERHOFEN R E V I T A L I S I E R U N G : 2020–2023

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B A U H E R R I N : Gemeinde Oberhofen

A R C H I T E K T U R : Harald Kröpfl, Landeck, in Zusammenarbeit

mit U1architektur, Innsbruck T R A G W E R K S P L A N U N G : CK Ziviltechniker, Steinach das Bürgerservice adaptiert und ein früher für Theateraufführungen genutzter Raum im Obergeschoß in den Sitzungssaal umgewandelt. Charakteristische Bauelemente wie Fenster und Türen wurden erhalten, Gewölbedecken restauriert und die unzähligen vorgefundenen Farbschichten unter Absprache mit dem Bundesdenkmalamt freigelegt und in das neue Konzept integriert. Notwendige neue Einbauten wurden klar und zeitgemäß in Stein, Beton, Holz und Stahl ausgeführt und damit in Materialien, die schon im Bestand verwendet wurden. Im zugehörigen Gastgarten wurde der Pavillon restauriert und neu mit handgeschnitzten Schindeln gedeckt und die überdachte historische Kegelbahn – eine der wenigen noch in Tirol erhaltenen – in Stand gesetzt. Die große Holztenne mit ihrer früher als Stallung genutzten, gemauerten Sockelzone wurde zu einem Kulturstadl umfunktioniert, der über eine zukünftig geplante Verbindungsbrücke ebenfalls barrierefrei zugänglich sein wird. Mit dem Ziel, einen Raum für Veranstaltungen zu schaffen, der Schutz vor Wind und Wetter bietet, aber

nicht thermisch perfekt sein muss, wurden in erster Linie Bestandssicherungsmaßnahmen durchgeführt, aber etwa auf eine Dämmung verzichtet. So ist die neue Funktion von außen nur durch die Öffnung des alten Scheunentors erahnbar. In Verbindung mit dem Garten sollen hier in Zukunft Feste gefeiert, Märkte abgehalten und Konzerte oder Theaterstücke aufgeführt werden.

INFO Zur Auszeichnung erschien eine Broschüre, in der alle ausgezeichneten Bauten umfassend vorgestellt und von der Jury kommentiert werden. Die nominierten Projekte sowie sämtliche Einreichungen sind mit jeweils einem Foto vertreten. Zum Downloaden der Broschüre scannen Sie bitte den QR-Code.


BLACK DIAMOND CHALET

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SHINY MOMENTS Was Caro Reindl in ihre Hände nimmt, beginnt im wahrsten Sinne des Wortes zu funkeln. So wie auch das kürzlich errichtete Black Diamond Chalet, das aus einem Kuhstall in ein Hideaway für besondere Ansprüche und funkelnde Augenblicke verzaubert wurde. T E X T : D O R I S H E LW E G


BLACK DIAMOND CHALET

hr ausgeprägtes Faible für stilvoll Schönes verwirklicht Caro Reindl gleich in mehreren Bereichen. Aus der Schmuckproduktion kommend, hat sie ihre Affinität zu Kristallen mehr in den Interieurbereich verlagert und mit Luxor Crystal vor mehr als zehn Jahren ein Business gegründet, das auf exklusiver Ebene höchste Ansprüche trifft. Von mit funkelnden Kristallen veredelten Riedel®-Glaswaren bis hin zu gesamten Lichtplanungen und Interieurs für stilvolle Lebensbereiche haucht sie mit ihren Kreationen Räumen etwas ganz Besonderes ein, nämlich Eleganz und Exklusivität. Ausgeklügelte Innenarchitektur, innovative Beleuchtungskonzepte und Highlights aus hochwertigen Kristallen in verschiedensten Größen, Farben und Formen schaffen ein Raumgefühl, das genau zu den hohen Ansprüchen ihrer Aufraggeber passt. Mit Crystal Art ist es zudem möglich, Bilder oder Fotos kunstvoll und funkelnd in Szene zu setzen und so ganz persönliche Unikate zu schaffen. Nicht klotzig oder protzig, sondern gediegen elegant. Der kleine, feine und vor allem exklusive Unterschied, den man sonst nirgends bekommt, schon gar nicht im Internet. Vielmehr finden sich die schmucken Interieurs in zahlreichen 5-Sterne-Hotels in Österreich, Südtirol, Deutschland, der Schweiz und sogar in Dubai. Oder eben im Black Diamond luxury hideaway in Mils, wo sich Reisende oder Besucher über Airbnb oder auch direkt einbuchen und den kleinen Hauch von Luxus inmitten ländlicher Idylle genießen können. Mit einem atemberaubenden Weitblick über umliegende Felder, Wiesen und Berge ist das schmucke Chalet nicht nur eine Ruheoase für entspannte Momente, sondern auch Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen in der Umgebung zu jeder Jahreszeit. Während im Erdgeschoss die Werkstatt ihres Unternehmens Luxor Crystal angesiedelt ist und hier gerade ein neuer Schauraum eingerichtet wird, erhebt sich auf der ersten Etage das exklusiv eingerichtete Hideaway und besticht mit einem Mix aus Geradlinigkeit gepaart mit heimeligen Materialien. Es ist definitiv Caros Handschrift, die sich in

© MARCEL PARDELLER

Mit einem atemberaubenden Weitblick über umliegende Felder, Wiesen und Berge ist das schmucke Chalet nicht nur eine Ruheoase für entspannte Momente, sondern auch Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen.

DA S C H A L E T I S T E I N EC H T E R H I N G U C K E R AUS JEDER PERSPEKTIVE , OB IM E I N Z I G A RT I G B E S T Ü C K T E N BA D, I M GEMÜTLICHEN ESSBEREICH ODER IM KUSCHELIGEN SCHL AFBEREICH.

dem stilvoll verwandelten alten Gemäuer wiederfindet. Gekrönt mit ein paar formvollendet inszenierten funkelnden Elementen ist das Chalet ein echter Hingucker aus jeder Perspektive, ob im einzigartig bestückten Bad, im gemütlichen Essbereich oder im kuscheligen Schlafbereich, der sich über dem Wohnbereich erhebt und einen weitläufigen Ausblick auf die umliegende Natur freigibt. Unaufdringliche kristalline Beleuchtungselemente verleihen dem luxuriösen Cottage das gewisse Etwas, ohne jedoch kitschig oder überladen zu wirken. Und weil Caro mit ihren Revitalisierungsprojekten so richtig Feuer gefangen hat, zaubert sie schon an weiteren sechs stilvollen crystal homes mit dem gewissen Etwas und ihrer ganz persönlichen Handschrift, in denen sich die neuen Mieter ab 2026 so richtig wohlfühlen werden. www.luxorcrystal.com www.blackdiamondchalet.at

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DESIGN. CULINARY. FOCUS.

KXT MISSION: Restaurant Stiar Ischgl


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ARCHITEKTUR FÜR GENUSS

Fotocredit: @ David Johansson

Was früher rein zweckorientiert war, wird heute als gestalterischer Raum verstanden und als Teil des architektonischen Gesamtkonzepts gedacht. Klumaier x Tanner inszeniert Gastronomieküchen durchdacht und zukunftsweisend – für maximale Performance und echten Genuss. Anspruchsvoll gestaltet für alle, die mehr von ihrer Küche erwarten. #gastrotrends

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eco.architektur

ZUKUNFTS-

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FÄ HI G. Die Ansprüche an Häuser haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und einem wachsenden Bewusstsein für Nachhaltigkeit rücken energieeffizientes Bauen, intelligente Gebäudetechnologien und die Verwendung umweltfreundlicher(er) Materialien in den Fokus. Holzbau, Smart-Home-Technologien, serielles Bauen oder innovative Energiekonzepte gewinnen dabei stark an Bedeutung. Die Zukunft des Bauens liegt in der Kombination verschiedenster Ansätze, um den Anforderungen von Bewohner*innen, Umwelt und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden. TEXT: MARINA BERNARDI


eco.architektur

E I N Z U K U N F T S FÄ H I G E S H AU S V E R E I N T Ö KO LO G I S C H E , Ö KO N O M I S C H E U N D SOZI A LE A S PE KTE . E S I ST FLE X I B E L , aut der „Traumhaus-Studie 2024“ von Gallup im Auftrag von Raiffeisen Immobilien ist die Traumimmobilie der Österreicher*innen ein Einfamilienhaus mit 100 bis 150 Quadratmetern Wohnfläche, zwei Schlafzimmern, ein bis zwei Bädern und einem Arbeitszimmer – und das am besten in einem kleinen Ort am Land, am liebsten alleinstehend, also ohne unmittelbare Nachbarn. Der Wunsch nach Wohnen im Grünen zieht sich dabei bis zu den Ausstattungsmerkmalen. So haben im Vergleich zu 2018 Keller (von 73 auf 56 Prozent gefallen) und Dachboden (von 41 auf 28 Prozent gesunken) deutlich an Attraktivität verloren, der eigene Garten jedoch ist von 70 auf 74 Prozent gestiegen und führt das Ranking der Traumimmobilien-Merkmale mittlerweile an. Dahinter folgen Terrasse, der erwähnte Keller sowie Balkon/ Loggia, der 2024 erstmals abgefragte Pool bzw. Schwimmteich landete mit 45 Prozent auf Anhieb auf Platz fünf.

E N E R G I E E F F I Z I E N T, R E S S O U R C E N SCHONEND UND FÖRDERT GLEICHZEITIG DA S WO H L B E F I N D E N D E R B E WO H N E R* I N N E N .

WOHNZUKUNFT

Wohnen ist ein hochemotionales Thema. Neben den harten Fakten wie Kosten und Quadratmetern geht es dabei immer auch um Lebensentwürfe, Träume und Idealbilder. Allen Debatten über Bodenverbrauch und -versiegelung, CO2-Fußabdruck und steigenden Energiekosten zum Trotz, ist der unangefochtene Wohntraum hierzulande immer noch das klassische Einfamilienhaus im Grünen. Ganz pragmatisch betrachtet, kann das Einfamilienhaus sowohl aus ökologischer, sozialer und auch wirtschaftlicher Perspektive durchaus kritisch gesehen werden, sollte es künftig doch vermehrt darum gehen, platzsparender, ressourcenschonender und gemeinschaftlicher zu bauen. Doch es gibt Bereiche, in denen Emotion die Ratio schlägt. Wohnen ist ein solcher. Deshalb gilt es, für das Haus der Zukunft ganzheitliche Ansätze für nachhalHäuser der Zukunft sind mehr als energieeffiziente Gebäude. Nur durch einen umfassenden Ansatz lässt sich sicherstellen, dass die Gebäude von heute auch die Herausforderungen von morgen meistern.

HAUS DER ZUKUNFT Barbara Brubacher Callwey Verlag, 224 Seiten, EUR 61,70 Das Buch ist der umfassende Ratgeber für alle, die sich mit dem Thema Fertighausbau auseinandersetzen, und zeigt in aller Ausführlichkeit, wie klimafreundliche und zukunftssichere Neubauten umgesetzt werden können. Leser*innen werden anhand von ausgewählten Beispielprojekten durchs Haus – vom Dach bis zum Keller, vom Baumaterial bis zur Haustechnik – geführt. Die Projekte werden dabei ausführlich mit Skizzen, Grundrissen, Daten und Fakten sowie Informationen zu den jeweiligen Produkten, den neuesten Entwicklungen und ihrem spezifischen Beitrag zum nachhaltigen Bauen vorgestellt.

ALLE BILDER ZU DIESEM BEITRAG STAMMEN AUS DEM BUCH „HAUS DER ZUKUNFT“, CALLWEY VERLAG

tiges Wohnen zu finden. Dies betrifft die unterschiedlichsten Aspekte. Zukunftsfähige Häuser müssen weit mehr leisten, als nur Energie zu sparen. Sie sollen flexibel, gesund, wirtschaftlich, sicher und sozial verträglich sein – und sohin der ureigensten Definition von Nachhaltigkeit entsprechen. Sie vereinen ökologische, ökonomische und soziale Faktoren zu einem ganzheitlichen Konzept. „Den meisten Menschen ist klar, dass es Anpassungen altbewährter Lebensund auch Bauweisen bedarf; und dass der Wandel einer Konsum- bzw. zum Teil auch noch einer Wegwerfgesellschaft hin zu einem bewussten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen persönlich und allgemein guttut. Jetzt ist die Zeit, in der wir Häuser für die Zukunft planen und bauen. Qualität, Nachhaltigkeit und Komfort bleiben dabei wesentlich“, so Prof. Dr. Mathias Schäfer und Norbert Röhl im Vorwort zum Buch „Haus der Zukunft“, erschienen im Callwey Verlag, das aktuelle Lösungen, Fachbeiträge und Expert*innenwissen zum Thema zukunftsorientiertes Bauen liefert. Dem Fertigteilhaus kommt im Buch dabei eine besondere Bedeutung zu (einen Beitrag zum Thema „serielles Bauen“ finden Sie auf Seite 86), davon ausgehend liefert es noch viele weitere Ansätze für kluges Bauen. Eine andere Quintessenz daraus: Ein Mehr an Holzbau ist unausweichlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Generell haben sich die Anforderungen an zukunftsfähige Häuser, getrieben durch Klimawandel, steigende Energiepreise sowie ein steigendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit, aber auch die ständige Erweiterung der technischen Möglichkeiten, in den letzten Jahren gewandelt. Die Häuser der Zukunft erfordern Konzepte, die Effizienz und Komfort vereinen. Dass vor allem

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© D&M KG / ROMA KG

eco.architektur

Treppen und Böden sind die verbindenden Elemente im Haus. Holz schafft dabei immer ein angenehmes Wohnklima. Im Materialmix mit Stein oder Metall fühlt es sich besonders wohl. In diesem Fall wird die Geschosstreppe von raumhohen Metallstreben eingefasst, die damit selbst zum Gestaltungselement werden.

„ DA S H AU S D E R ZUKUNFT VEREINT B E WÄ H R T E BAUTR A DITION M I T I N N O VAT I V E N PRODUKTEN. ES VEREINT N A C H H A LT I G K E I T MIT GENUSS U N D K O M F O R T. “ Norber t Röh l

PLANEN FÜR JEDE LEBENSPHASE

Vor allem die Wohlfühlräume des Hauses – Küche und Bad – sollten klug geplant werden. Und bei der Planung gibt es gerade in diesen Räumen viel zu beachten, denn oft fallen Schwachstellen erst auf, wenn alles fertig ist. Nachträgliche Änderungen sind gerade dort jedoch oft schwierig und teuer. In der Küche sind es meist fehlende Stauräume oder Ablage- und Arbeitsflächen, beim Bad geht es vor allem um dessen Funktion. Wie viel Platz möchte man dem Bad ganz grundlegend einräumen, soll es separate Elternund Kinderbäder oder eine eigene Gästetoilette geben, soll es eine Art Wellnessbereich werden oder reicht ein funktionelles Duschbad? Das alles hat Einfluss auf den Grundriss und ist nachträglich schwer bis unmöglich zu ändern. Sinn macht es natürlich auch, Beleuchtungs- und Beschattungslösungen gleich von Beginn an mitzudenken. Letztere gewinnen in Hinblick auf den Klimawandel immer mehr an Bedeutung. Auch in Sachen Digitalisierung gibt es einiges zu bedenken. Smart-Home-Systeme können dabei helfen, Ressourcen effizienter zu nutzen. Wenn digitale Technologien Verbräuche transparent machen, ist dies eine entscheidende Voraussetzung für mehr Energieeffizienz. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie smart das Home in anderen Bereichen sein soll. Wie sehr will man sein Haus digital vernetzen, wie sehr soll es zentral gesteuert werden können? Intelligente Lösungen © BMI DEUTSCHLAND/BRAAS

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der Baustoff Holz dabei eine Renaissance erlebt, hat gute Gründe. Er ist nachwachsend, bindet während seines Wachstums CO2 und überzeugt durch hervorragende Dämmeigenschaften. Moderne Holzbauweisen ermöglichen mittlerweile mehrgeschossige Gebäude mit hoher Tragfähigkeit und Brandschutzsicherheit. Darüber hinaus lassen sich Bauteile präzise vorfertigen, was die Bauzeit verkürzt und Kosten spart. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft kann Holz außerdem am Ende seines Lebenszyklus recycelt oder energetisch genutzt werden. Überhaupt sollte das Ende der Lebensdauer beim Bauen künftig mehr mitgedacht werden. Das Cradle-to-CradlePrinzip sieht dabei vor, dass Materialien nach ihrer eigentlichen Nutzung entweder (vollständig) wiederverwertet oder schadstofffrei abgebaut werden können. Die Nutzung von Grauwasser, also aufbereitetem Dusch- oder Spülwasser für die Gartenbewässerung, kann zusätzlich zur Ressourceneffizienz beitragen. Auch verschiedene Smart-Home-Konzepte zahlen auf die Effizienz und Kostenkontrolle ein. Ergänzt durch innovative Energiekonzepte können Gebäude damit nicht nur klimaneutral, sondern auch wirtschaftlich attraktiv gestaltet werden. Intelligente Heizungs-, Beleuchtungs- und Lüftungssysteme, die sich an die Nutzungsbedürfnisse und -muster der Bewohner*innen sowie die Wetterbedingungen anpassen, senken den Energieverbrauch erheblich. Zudem ermöglichen sie die Integration erneuerbarer Energien, die so weit gehen können, aus einem Haus ein Plusenergiehaus zu machen, das

unterm Strich sogar mehr Energie produziert, als es verbraucht.

Unterschiedlichste Faktoren werden künftig zu eher kleineren als größeren Häusern führen. Je kleiner das Haus, desto mehr sorgen große Fensterflächen für gefühlt Freiraum. Vor allem in Hinblick auf steigende Temperaturen wird intelligenten und stylischen Beschattungselementen deshalb künftig noch mehr Bedeutung zukommen.


eco.architektur

„ G E R A D E J E T Z T B E F I N D E N W I R U N S I N E I N E R Z E I T, I N D E R A L L E S A U F D E M P R Ü F S TA N D D E R T R A N S F O R M AT I O N S T E H T – N AT Ü R L I C H A U C H D E R G E B Ä U D E S E K T O R . “ Mat h ia s S ch ä fer

können das Leben zuhause auf viele Arten komfortabler, bequemer und auch sicherer machen … oder es ins Gegenteil verkehren. Unbedingt mitdenken sollte man, dass sich die Bedürfnisse der Bewohner*innen im Laufe der Zeit nicht nur verändern können, sondern es quasi naturgemäß tun werden. Häuser der Zukunft müssen also darauf reagieren können. Flexible Grundrisse und modulare Bauweisen ermöglichen es, Räume relativ unkompliziert anzupassen oder zu erweitern. Bewegliche Trennwände oder vorinstallierte Anschlüsse für künftige Erweiterungen machen das ohne großen Aufwand möglich. Wenn man frühzeitig daran denkt. Zimmer können so je nach Bedarf und Lebenssituation genutzt werden – heute Kinderzimmer, morgen ein Raum für die Pflegekraft. Für Barrierefreiheit und Inklusion sorgen stufenlose Eingänge, breite Türen oder barrierefreie Badezimmer, höhenverstellbare Küchenmodule gehen noch einen Schritt weiter. Unterm Strich ist es die Kombination aus vielem, die Häuser zukunftsfähig und lebenswert macht: flexible Grundrisse, nachhaltige Materialien, intelligente Technologien, innovative Energiestrategien … und natürlich ein Konzept, das auf die persönlichen und individuellen Bedürfnisse der Bewohner*innen Rücksicht nimmt. Damit man sich am besten den Rest seines Lebens darin wirklich zuhause fühlt.

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HÄUSER WEITERGEDACHT

In einer Welt, in der Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer größere Bedeutung erlangen, rückt auch die Gestaltung von städtischen Landschaften in den Fokus. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Dächer der Gebäude, die weit mehr sein können als ein Schutz vor den Elementen. Unter dem Motto „vom Schutzdach zum Nutzdach“ eröffnen sich Architek*innen, Planer*innen und Bauherren neue Möglichkeiten, um die Zukunft der Städte nachhaltig zu gestalten. Flachdächer können eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen.

5 Wege zu leistbarem Wohnraum in Tirol

Patrick Weber Landesinnungsmeister

bau.aktuell.tirol


© TIGEWOSI, GÜNTER WETT

TIGEWOSI

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Architektonisch ansprechend präsentieren sich die Projekte des renommierten Bauträgers, wie beispielsweise die kürzlich fertiggestellten Wohnanlagen Archengasse in Schwaz, Pfarrgasse in Imst und Kaiserjägerstraße in Kufstein.

S TA B I L E S ÄU L E Die Intention, leistbaren Wohnraum zu schaffen, war selten so brandaktuell wie heute. Als gemeinnütziger Bauträger ist die TIGEWOSI seit ihrer Gründung im Jahr 1949 insbesondere in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Player am heimischen Markt und setzt traditionell neben Funktionalität auf zeitgemäße Architektur.

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ie Nachfrage ist größer denn je und der gemeinnützige Wohnbau hat sich seit Jahrzehnten als stabile Größe in der Branche etabliert. „Wir sind aktuell sehr aktiv und versuchen mit unseren Objekten die derzeit missliche Situation im Tiroler Wohnungsmarkt zumindest ein wenig abzufedern“, betonen die beiden TIGEWOSI-Geschäftsführer Dir. Ing. Franz Mariacher und Ing. Mag. Edgar Gmeiner. „Herausfordernd gestaltet sich auch nach wie vor der Erwerb von Grundflächen für den sozialen Wohnbau.“

Mit Jänner 2025 wurde – wie in der Branche üblich – bei der TIGEWOSI eine Doppelspitze installiert, einerseits um den stetig wachsenden Herausforderungen und Spezialisierungen gerecht zu werden, andererseits, um eine zeitgerechte Übergabe einzuleiten. Mit Ende des Jahres plant der langjährige Direktor Franz Mariacher, in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Nach insgesamt 44 Jahren in der gemeinnützigen Baubranche und 18 Jahren als alleiniger Geschäftsführer der TIGEWOSI fungiert er seit

2016 zudem als Obmann der Tiroler Gemeinnützigen und bringt seine geschätzte Expertise ein. An seiner Seite zeichnet seit Jahresbeginn Ing. Mag. Edgar Gmeiner für die kaufmännische Geschäftsführung verantwortlich. Er ist seit 1999 bei der TIGEWOSI tätig, zuletzt als Prokurist und Leiter des Finanz- und Rechnungswesens. „Da wir nach dem Kostendeckungsprinzip bauen, müssen wir vorausschauend und wirtschaftlich kalkulieren“, betont Gmeiner und ergänzt: „Um günstigen Wohnraum schaffen


zu können, brauchen wir auch Kapital für Grundankäufe, die Finanzierung der Baukosten sowie Sanierungskosten des Bestandes.“ Nach den streng geregelten Grundprinzipien der Wohnungsgemeinnützigkeit wie etwa Kostendeckung, Gewinnbeschränkung und Vermögensbindung ist der erzielte Überschuss für gemeinnützige Zwecke gebunden.

© BLICKFANG PHOTOGRAPHY

TIGEWOSI

SICHERES VERMIETEN

WOHN - UND KOMMUNALBAUTEN

Neben der Wohnraumbeschaffung und -bewirtschaftung hat sich die TIGEWOSI über Jahrzehnte als wertvolle Partnerin für kommunale Einrichtungen etabliert. Angefangen von Kinderkrippen über Kindergärten, Schulen, Schüler- und Studentenwohnheime, Wohn- und Pflegewohnheime, öffentliche Verwaltungsgebäude sowie Gemeindezentren zählen zahlreiche ansprechende und funktionelle Bauten zu den Referenzen des gemeinnützigen Bauträgers. „Auf Grund unserer Unternehmensstruktur und unserer qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiter*innen können wir kurz-, mittel- und langfristige Projekte für den Betreiber kostengünstig errichten“, sagt Mariacher.

TIGEWOSI-Geschäftsführer Ing. Franz Mariacher und Ing. Mag. Edgar Gmeiner haben neben den Grundsätzen der Gemeinnützigkeit immer auch ein Auge auf zeitgemäße Architektur.

D I E T I G E WO S I E R R I C H T E T U N D V E R WA LT E T A L S G E M E I N N Ü T Z I G E R B A U T R ÄG E R L E I S T B A R E N W O H N R A U M , D E R E I N E Z E I TG E M Ä S S E Q U A L I TÄT A U F W E I S T.

ARCHITEKTONISCH ANSPRUCHSVOLL Neben den hohen qualitativen Standards und Anforderungen im gemeinnützigen Bau setzt die TIGEWOSI traditionell auf anspruchsvolle Architektur. Mittels Architektur- oder Bauträgerwettbewerben gemeinsam mit Architekturbüros wird neben der wirtschaftlichen und funktionellen Nutzbarkeit großes Augenmerk auf architektonische Ästhetik gelegt. Auch im Bereich Nachhal© ADAMER RAMSAUER

Zur Beschaffung von neuem Wohnraum zählt bei der TIGEWOSI auch, leerstehende Wohnungen für den Wohnungsmarkt zu aktivieren. Als exklusiver Projektpartner für das Land Tirol liegt der Schwerpunkt der Initiative darin, privaten Vermieter*innen Unsicherheitsfaktoren wie Mietausfälle oder allfällige Schäden am Objekt auszuräumen und Verwaltungsarbeiten sowie technische, rechtliche und administrative Sicherheiten zu bieten. Die gesamte Mietverwaltung wird somit als Rundum-Sorglospaket ohne zusätzlichen Kostenaufwand in die Hände von Sicheres Vermieten gelegt.

tigkeit, Sanierung und Reconstructing von Bestandsbauten ist die TIGEWOSI voll auf Kurs. So wird beispielsweise derzeit mit der Sanierung des AZW und der fhg eine weitgehend klimaneutrale Bildungseinrichtung geschaffen. „Mittels thermischer Fassadenund Dachsanierung sowie der Errichtung einer Photovoltaikanlage, einer Grundwasserwärmepumpe sowie gebäudetechnischer Sanierungsmaßnahmen und Dämmungen können wir hier 95 Prozent CO2-Einsparung gegenüber dem vorigen Gebäudezustand erzielen“, erklärt der technische Geschäftsführer Franz Mariacher und weiter: „Die Vorbereitungen für diese komplexen Maßnahmen haben gemeinsam mit einer großen Expertenrunde zwei Jahre in Anspruch genommen.“ Die TIGEWOSI errichtet und verwaltet als gemeinnütziger Bauträger leistbaren Wohnraum, der eine zeitgemäße Qualität im Hinblick auf Größe, Ausführung, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit im Betrieb und in der Instandhaltung aufweist. PR

Der Spatenstich für das Studentenwohnheim Kufstein ist kürzlich erfolgt.

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Ein Zuhause mit Geschichte … E R Z Ä H LT V O N D E N E N , D I E DA R I N L E B E N . T E X T E : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

H

äuser erzählen Geschichten – von Materialien, von Räumen, vom Wandel über die Jahre. Doch am lebendigsten werden sie durch die Menschen, die in ihnen wohnen. In dieser Bauherrenstory geben die Bewohner*innen selbst Einblick in ihr Zuhause: Sie erzählen von ihren Wünschen, Herausforderungen und Entscheidungen auf dem Weg zum fertigen Haus. Von der ersten Idee über die Zusammenarbeit mit Planer*innen und Handwerker*innen bis hin zum Gefühl, das entsteht, wenn man das erste Mal die Tür zum neuen Heim aufschließt. Eine persönliche Perspektive auf Architektur – aus dem Innersten des Hauses heraus. Wir haben uns auf die Suche nach Menschen und deren ganz persönlichen Erfahrungen mit ihrem Zuhause gemacht. Was macht ein Zuhause zu etwas ganz Besonderem? Wo sind Ihre Lieblingsplätze? Was würden Sie potenziellen Bauherrschaften raten? Was würden Sie heute eventuell anders machen? Auf die Frage haben alle interessanterweise sehr ähnlich geantwortet: Ausreichend Zeit für eine intensive Planungsphase und das Konzentrieren auf das Wesentliche sind beispielsweise Empfehlungen, die alle Befragten als äußerst wichtig einstufen.


© MARTIN TUSCH

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DAS MODERNE E I N FA M I L I E N H A U S I M G R Ü N E N

Der Entwurf des Einfamilienhauses von Architektin Michaela Mair in Innsbruck reagiert sensibel auf das anspruchsvolle, am Waldrand gelegene Hanggrundstück mit großem Höhenunterschied. Ein Split-Level-System schafft vielfältige Ausblicke und eine spannende Raumabfolge, ergänzt durch ein Atrium, das Architektur und Natur verbindet. Die Eingangsebene beherbergt neben Technik und Garage einen flexiblen Kinderbereich, der später barrierefrei nutzbar wäre. Die oberen Ebenen folgen der Topografie und reichen vom Elterntrakt bis zum offenen Wohnbereich unterm Dach mit Panoramaausblick. Beton und Massivholz, kombiniert mit Lehmputz und Glas, prägen das naturnahe Wohnkonzept. Technisch überzeugt das Haus mit Wärmepumpe, Kühldecke, Lüftung und Photovoltaikanlage – ökologisch durchdacht und ästhetisch stimmig.

DAS SAGEN DIE BAUHERREN:

„Unser Haus ist individuell auf unsere Familie zugeschnitten, verbindet naturnahes Wohnen mit Privatsphäre und fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Natürliche Materialien, große Glasflächen und moderne Haustechnik sorgen für ein gesundes, effizientes Wohnklima. Unsere Lieblingsplätze im Haus wechseln je nach Jahreszeit und Stimmung, doch der offene Wohn-, Koch- und Essbereich mit 360-Grad-Ausblick, Holz, Lehm, Hängesessel und altem Ledersofa ist zentraler

Treffpunkt. Wir Eltern schätzen die schattige Nordterrasse am Waldrand, die Kinder lieben den Pool und ihre eigenen Zimmer. Gründliche Planung und intensive Vorbereitung waren für unser Bauprojekt entscheidend: Wir verglichen Entwürfe mehrerer Architekt*innen, besuchten das Grundstück zu allen Jahreszeiten und planten Details frühzeitig. Regionale Handwerker*innen, Mitdenken auf der Baustelle und vorausschauendes Bauen machten unser Hausprojekt erfolgreich – inklusive schöner Zufallsfunde wie den Findlingen im Garten. Daher ein Tipp für alle Bauherren, denen es zeitlich möglich ist: So viel wie möglich und so oft wie möglich auf der Baustelle sein, dann gibt es keine unliebsamen Überraschung. Denn trotz bester Planung sieht die Realität oft ganz anders aus und man muss noch kleine Änderungen vornehmen und kurzfristig weitreichende Entscheidungen treffen. Alles in allem lieben wir das Leben in unserem individuellen Haus mit Patina.“

B ETON U N D M A SSIVHOL Z , KO M B I N I E R T M I T L E H M P U T Z U N D G L A S , PR ÄG E N DA S N AT U R N A H E W O H N K O N Z E P T.


eco.architektur

Zu Beginn dieses individuellen Projekts der Familie Zingerle in Wattens stand die Frage: Erhalten oder abreißen? Drei Generationen beauftragten das Architekturbüro Madritsch & Pfurtscheller, ein gemeinsames, modernes und funktionales Wohnkonzept zu entwickeln, das maßgeschneidert auf deren Lebenssituation sein sollte. Das alte Elternhaus, in dem viel Herzblut steckte, blieb erhalten und wurde mit Fingerspitzengefühl und Know-how umgebaut: Die Eltern zogen in ein neues Gartenhaus, die Kinder übernahmen das Obergeschoss des Bestandsgebäudes und die Großmutter lebte bis zu ihrem Tod bestens umsorgt darunter im Erdgeschoss. Eine gemeinsame Terrasse verbindet alle, darunter befinden sich Bootslager und Sauna. Das neue, helle Gartenhaus ist ein verglaster Betonwinkel, der perfekt auf die Bedürfnisse seiner Bewohner*innen abgestimmt wurde. Das Bestandshaus wurde neu eingekleidet, funktional ergänzt und architektonisch zusammengeführt. Inzwischen eroberte auch die vierte Generation längst das gesamte Ensemble.

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© WOLFGANG RETTER

E I N FA M I L I E N E N S E M B L E F Ü R G E N E R AT I O N E N


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DAS SAGEN DIE BAUHERREN: „Unser Haus ist mit seinem Innenhof-Feeling gleichzeitig wie ein Urlaubsdomizil für uns alle. Besonders für die Kinder ist das entstandene Refugium mit der engen Verbindung aller Generationen ein perfektes Zuhause zum Austoben, Zurückziehen und den sozialen Austausch. Dadurch, dass wir als jüngere Generation oben wohnen und die Eltern auf Gartenniveau, sind wir zwar miteinander verbunden, können jedoch auch ganz für uns sein. Nachhaltigkeit und ein sparsamer Energieverbrauch waren uns sehr wichtig, weshalb wir uns für eine Erdwärmesonde, eine Wärmepumpe mit Wärmetauscher und Puffer sowie eine Solaranlage für beide Häuser entschieden haben. Unser Rat an zukünftige Hausbauer: Einfach denken, vieles anschauen, sich nicht mit zu viel Technik belasten und mit einem Planer seines Vertrauens intensiv an den eigenen Wünschen und Möglichkeiten arbeiten. Nachdem wir sehr handwerksaffin sind und auch gerne selbst Hand anlegen, sind kleine Nachbesserungen und Adaptierungen eher eine willkommene Herausforderung für uns.“


© MORITZ ORGLER

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DIE VILLA A M R A N D E D E R S TA D T

Eine junge Familie erhielt die Chance, eine 100 Jahre alte Villa in bester Lage und mit schönem Garten mithilfe des Architektenteams von U1architektur ZT GmbH mit neuem Leben zu füllen. So manche Um- und Zubauten aus vergangenen Jahrzehnten wurden wieder entfernt und der ursprüngliche Charakter des Hauses freigelegt. Die Organisation der Grundrisse musste an die neuen Anforderungen angepasst werden. Insbesondere das Dachgeschoss wurde zur zukünftigen besseren Nutzbarkeit thermisch verbessert. Die Fassaden wurden restauriert, die Fenster erneuert und eine neue Heizung eingebaut. Wie ein Denkmal, dem man neues Leben, Leichtigkeit und viel Wohnkomfort eingehaucht hat, bietet die Villa mit ihrem flexiblen Grundriss viele Möglichkeiten des miteinander Wohnens. Man könnte sagen, das Haus ist fit für die nächsten 100 Jahre. Für die Ausführung der Holzbauarbeiten zeichnete Holzbau Aktiv aus Ranggen verantwortlich.

DAS SAGEN DIE BAUHERREN:

„Wir lieben das neue, große Wohnzimmer mit Gartenzugang, was besonders in den Frühlings- und Sommermonaten besonders herrlich ist. Auch das ausgebaute und jetzt

WIE EIN DENKMAL, DEM M A N N EU ES LEB EN E ING EH AUCHT H AT, B I E T E T D I E V I L L A V I E L E MÖGLICHKEITEN.

voll nutzbare Dachgeschoss bereitet uns große Freude. Die Verbindung aus dem Charme vergangener Zeiten mit dem Wohnkomfort von heute ist für uns eine große Freude und macht unser Haus zu etwas ganz Individuellem. Auch die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre und Jahrzehnte bringen einen großen Mehrwert. Wir würden allen Bauherren raten, sich sehr, sehr viel Zeit für die Planung zu nehmen, großzügig umzudenken, Gewohnheiten auch mal zu überdenken und im Falle einer Altbausanierung mit der einen oder anderen Überraschung zu rechnen. Auch das gehört zur Erhaltung bestehender Bausubstanz und da heißt es, flexibel zu sein. Wir haben lange überlegt, was wir heute eventuell anders machen könnten, und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir wieder ganz gleich entscheiden würden.“


Foto © Christof Simon

HOLZHÄUSER DACHSANIERUNGEN AUFSTOCKUNGEN DACHSTÜHLE

HOLZBAU AKTIV GmbH - Ranggerstr. 12 - 6179 Ranggen HOLZBAU AKTIV GmbH 12 - 6179 Ranggen - Tel. +43 (0) 52 32 / 200 22 - E-mail: office@holzbau-aktiv.at Tel. +43 (0) 52 32 / 200 22 -- Ranggerstr. E-mail: office@holzbau-aktiv.at

WWW.HOLZBAU-AKTIV.AT


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WOHNEN IN TIROLS ERSTEM Z E R T I F I Z I E R T E N PA S S I V H A U S IN HOLZBAUWEISE

DAS SAGEN DIE BAUHERREN:

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„Um vor Jahren schon ein zertifiziertes Passivhaus in Holzbauweise und im Klimaaktivhaus-Gold-Standard in Tirol zu verwirklichen, waren unsere Architekten und wir als Holzbauprofis natürlich gefordert. Schon in der Entwurfsphase haben wir uns ein möglichst einfaches Gebäude gewünscht, das von den Architekten in attraktiver Art und Weise umgesetzt werden kann. Unsere wichtigsten Säulen waren Einfachheit, Klarheit, gute Verbrauchswerte und beste ökologische

Werte sowie die Verwendung heimischer Holzarten. Durch den Zertifizierungsprozess haben wir natürlich auch viel Erfahrung für unsere tägliche Arbeit gesammelt. Was den Wohnkomfort und unsere Lieblingsplätze betrifft, möchten wir niemals mehr auf unsere begehrten Lümmelfenster, den offenen, hellen Wohnraum und die gut geschützte Terrasse verzichten. Das richtige Bewusstsein für die Größe und Pflegeleichtigkeit eines Hauses ist im Planungsprozess nicht zu unterschätzen. Natürlich hat sich gerade auf dem Gebiet der Passivhausbauweise in den letzten Jahren vieles getan und so würden wir heute eventuell mit Lehm als Puffer arbeiten und die neueste Wärmepumpen-Technologie einbauen. Zudem würden wir elegante Weißtanne für die Innenräume und ein schützendes Vordach andenken. Die Jahre haben uns aber gezeigt, dass wir mit unserer Bauweise die für uns absolut richtige Entscheidung getroffen haben.“ © ELI@ZWEIRAUM

Das Einfamilienhaus der Familie Glatzl-Krismer in Natters, geplant von teamk2 architects aus Innsbruck und ausgeführt von Holzbau Schafferer, ist zugleich ein Referenzprojekt für die beiden Holzbau-Experten Verena Krismer und Hermann Glatzl und demonstriert eindrucksvoll, wie energieeffizienter und ressourcenschonender Holzbau auch schon vor einigen Jahren aussah. Umso spannender also, was die beiden heute zu ihrem eigenen Zuhause im Schindelmantel sagen. Dank Passivhaustechnik, Wärmepumpe mit Tiefenbohrung, Photovoltaik und durchdachter Details erzeugt es jährlich mehr Energie, als es verbraucht. Die Konstruktion aus sichtbaren Massivholzelementen ist mit Zellulose gedämmt und durch Lärchenschindeln witterungsgeschützt – auf Bitumen und Blech konnte weitgehend verzichtet werden. Innen sorgen unterschiedliche heimische Hölzer, Filz- und Glattflächen für Funktionalität und Atmosphäre. Die nachhaltige Ausrichtung spiegelt sich auch in der Lage wider: Nah an der Natur und gleichzeitig bestens an den öffentlichen Verkehr angebunden. Solche Gebäude zeigen, dass Energieeffizienz und Komfort keinen Widerspruch darstellen.


Foto: Forma Photography/Schafferer Holzbau GmbH

ALL-IN-ONE Wir bieten die Komplettlösung: Alles aus einer Hand – durch unser All-in-One-Paket erfüllen wir Ihren Wohntraum – stressfrei und zum Fixpreis. Arbeitsplätze für motivierte Mitarbeiter und Tourismusprojeke für zufriedene Gäste. Foto: Forma Photography/Schafferer Holzbau GmbH

Foto: Christian Flatscher / Mahore Architekten

Foto: Philipp Huber/Schafferer Holzbau GmbH

Foto: Forma Photography/Schafferer Holzbau GmbH

www.schafferer.at

SCHAFFERERnatürlichMassivHolzHaus

A-6145 Navis, Außerweg 61b T +43/(0)5273/64 34 info@schafferer.at Besuchen Sie uns in unserem Musterhaus im Energiehauspark in Innsbruck. (Ausfahrt DEZ)


eco.architektur

DIE WEITERENTWICKLUNG H I S T O R I S C H E R B A U S U B S TA N Z

Ein Projekt gelebter Baukultur: In enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Bauleuten und dem Team von SNOWArchitektur wurde der denkmalgeschützte Zollerhof in Patsch, ein ehemaliges Zollhaus aus dem 16. Jahrhundert, behutsam weiterentwickelt. Das architektonische Konzept zielt darauf ab, nicht nur den Charakter des Bestehenden zu erhalten, sondern über eine material- und raumbezogene Interpretation eine neue narrative Schicht hinzuzufügen. Restauratorische Maßnahmen und bauliche Ergänzungen wurden im ständigen Dialog erarbeitet, Herausforderungen der Bauphase gemeinsam gelöst. Der Altbau bleibt mit originalen Fenstern, restaurierten Malereien und Kalkputzen authentisch erlebbar. Ein zurückhaltender Neubau aus Sichtbeton ergänzt den Bestand, innen trifft Handwerkskunst auf klare Gestaltung. Auch die Prozessionskapelle wurde würdevoll restauriert – ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Tradition und zeitgemäßer Architektur.

DAS SAGEN DIE BAUHERREN:

„Die Idee zu diesem Projekt entstand vor über zehn Jahren – als Vision eines naturnahen Lebens in den Bergen. Während intensiver Berufsjahre blieb sie lange unberührt, bis wir 2018 erkannten, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war. Unsere Suche galt keinem fertigen Konzept, sondern einem gemeinsamen Weg – den fanden wir bei SNOW Architektur. Das erste Gespräch mit Thomas Krämer begann nicht mit Plänen, sondern mit Fragen zu unserem Leben. Gemeinsam entdeckten wir den Zollerhof in Patsch. Die besondere Lage und die historische Substanz erforderten Respekt und Fingerspitzengefühl. Während sich der Erwerb über ein Jahr zog, konnten wir mit den Architekten die

Planung schärfen und weiterentwickeln. Trotz pandemiebedingter Herausforderungen koordinierte das Team alle Bereiche kompetent – von Denkmalschutz bis Bauleitung. Das Ergebnis ist mehr als ein Haus: ein Ort mit Strahlkraft für die Gemeinde, wo Geschichte und Gegenwart mit der Architektur verschmelzen. Die restaurierte Kapelle wurde wieder zugänglich gemacht und der Zollerhof erzählt heute von Transformation, Respekt und einer Partnerschaft auf Augenhöhe. Es lässt sich wunderbar in den alten Mauern wohnen und wir sind sehr dankbar und glücklich, dass wir dem Gebäude wieder Leben eingehaucht haben.“ © LUKAS SCHALLER

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PLANLICHT

H I G H L I G H T S F Ü R AU G E N & O H R E N Als Tiroler Familienunternehmen mit fast 40 Jahren Erfahrung setzt PLANLICHT Maßstäbe in der Entwicklung innovativer Lichtlösungen. Mit der quietProduktlinie verbindet das Unternehmen exzellente Beleuchtung mit moderner Akustiktechnologie und schafft so ein rundum angenehmes Raumgefühl.

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ie Art und Weise, wie wir Räume wahrnehmen, wird maßgeblich von Licht und Akustik beeinflusst. Während Licht Atmosphäre schafft und die Raumnutzung unterstützt, kann eine unangenehme Geräuschkulisse das Wohlbefinden und die Konzentration erheblich beeinträchtigen.Studien belegen, dass eine optimierte Raumakustik nicht nur die Produktivität steigert, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Kommunikation verbessert. Mit den Akustikleuchten p.forty.quiet, pure 3.quiet, quadro.quiet und sinus.quiet bietet PLANLICHT eine Lösung, die Lichtqualität und Schallabsorption intelligent kombiniert. Die Leuchten reduzieren Nachhall, filtern störende Geräusche und sorgen so für eine ruhige, angenehme Atmosphäre – perfekt für anspruchsvolle Arbeits- und Aufenthaltsräume.

pure 3.quiet (li.) und sinus.quiet sorgen für die perfekte Beleuchtung und Raumakustik.

FARBEN, DIE MEHR ALS NUR DESIGN BIETEN Mit den felt.quiet Akustikabsorbern setzt PLAN­LICHT auf hochwertige Schallabsorption mit ästhetischem Anspruch. In sechs sorgfältig ausgewählten Farben – vom eleganten Anthracite Melange über das neutrale Pebble bis hin zum frischen Lime, dem natürlichen Olive Green, warmen Rust oder tiefen Blueberry – bieten sie nicht nur effektiven Schallschutz, sondern fügen sich nahtlos in jedes Raumkonzept ein. Für noch mehr Individua-

lität stehen zudem ORGANOID®-Oberflächen zur Verfügung, die mit natürlichen Materialien ein einzigartiges Design ermöglichen. Mit der quiet-Produktlinie bringt PLANLICHT Licht und Akustik in perfekte Balance. Das Zusammenspiel aus erstklassigem Lichtdesign und innovativer Schallabsorption schafft Räume, die in jeder Hinsicht begeistern.

NACHHALTIGE QUALITÄT – MADE IN AUSTRIA

Neben Design und Funktionalität legt PLAN­LICHT großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Produktion erfolgt in Österreich unter höchsten Qualitätsstandards, mit langlebigen Materialien und kurzen Lieferwegen – ein klares Bekenntnis zu umweltbewusstem Wirtschaften. Dank flexibler Fertigung sind zudem maßgeschneiderte Lösungen möglich, die sich exakt an individuelle Projektanforderungen anpassen lassen. PR

PERFEKTE BELEUCHTUNG FÜR JEDEN MOMENT

PERSÖNLICHE BERATUNG FÜR IHRE ANLIEGEN

Suchen Sie nach der idealen Beleuchtung für Ihr Zuhause? PLANLICHT bietet Ihnen hochwertige, nachhaltig gefertigte LED-Leuchten aus Österreich, die ganz nach Ihren individuellen Wünschen gestaltet werden. Unsere flexiblen Lösungen schaffen eine einladende Wohlfühlatmosphäre und lassen Ihre Räume im idealen Licht erstrahlen.

Unser erfahrenes Team von Lichtberater:innen steht Ihnen bei der Planung und Auswahl der optimalen Beleuchtung gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besuchen Sie uns in unserem Shop & Showroom in der Zentrale in Vomp und tauchen Sie in die strahlende Welt von PLANLICHT ein.

WWW.PLANLICHT.COM

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© ALBA COMMUNICATIONS

VÖPE VEREINT D I E S TÄ R K S T E N DER BRANCHE

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Auch wenn sie selbst meist im Hintergrund bleiben, die Ergebnisse ihrer Arbeit sind umso sichtbarer: Immobilienentwickler gestalten das Stadtbild, die Freizeit- und Bildungseinrichtungen sowie die Arbeits- und Wohnräume. Um nach außen mit einer Stimme zu sprechen und ein konkretes Gegenüber der Politik in Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen zu sein, wurde die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) gegründet. Heuer feiert sie ihr fünfjähriges Bestehen.

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© ALBA COMMUNICATIONS

ie gewerblichen Immobilienprojektentwickler sind der Motor, wenn es um die Schaffung von Wohnräumen, Büroräumen, Infrastruktureinrichtungen, Freizeit- und Bildungsräumen in der Stadt und am Land geht. Hohe qualitative Standards, nachhaltige Bauweise und der Einsatz zukunftsweisender Technologien bilden die Basis für echte Lebensqualität. So entsteht hochwertiger und durchdachter Wohnraum, der sich am Bedarf der Menschen orientiert und unterschiedlichste Nutzungskonzepte miteinschließt.

VÖPE WIRKT

KLARE VERANTWORTUNG ALS INTERESSENVERTRETUNG

Angesichts der wirtschaftlichen und bürokratischen Herausforderungen ist die VÖPE wichtiger denn je. Sie setzt sich mit starker Stimme für die Interessen und Anliegen ihrer

Mitglieder ein und sieht es als zentrale Aufgabe darin, langfristig zu planen und zu handeln. „Die VÖPE wächst seit 2020 stetig und besteht aus mittlerweile knapp 100 Mitgliedsunternehmen. Diese positive Entwicklung zeigt, wie wichtig eine gemeinsame, starke Stimme für unsere Branche ist. Die VÖPE ist nur so gut wie ihre Mitglieder, auch dank der Kraft unserer Bundesländerorganisationen. Die Stärksten unserer Branche sind in der VÖPE vereint“, sagt Präsident Andreas Köttl.

VÖPE-Präsident Andreas Köttl

Im Juni 2024 kam es auf Initiative der VÖPE zu einem historischen Schulterschluss: Erstmals sind gewerbliche und gemeinnützige Bauträger mit Bausozialpartnern gemeinsam aufgetreten und haben zwölf für die Konjunkturbelebung der Branche notwendige Anforderungen formuliert und in weite-


© ALBA COMMUNICATIONS

rer Folge in die Regierungsverhandlungen eingebracht. Dass sich gleich acht davon im Regierungsprogramm wiederfinden, ist laut VÖPE-Präsident Köttl ein wichtiger Schritt. Darunter die Novellierung des Bauträgervertragsgesetzes, die Vereinfachung und Beschleunigung von Bauverfahren, Vorrang von Flächenrecycling vor Neuwidmung und Vorrang von Sanierung vor Neuerrichtung. „Die Regierung ist gefordert, schnell ins Laufen zu kommen. Konkrete Maßnahmen sind zeitnah notwendig“, so Köttl. PR

© BERNHARD SCHÖSSER

VÖPE

Tirols Landeshauptmann Anton Mattle mit VÖPE-Präsidiumsmitglied Philipp Resl (re.) und Nikolaus Resl (beide P&R Verwaltungs GmbH)

„G U T E Z U SA M M E N A R B E I T U N D I N N O VAT I V E A N S ÄT Z E SIND IN ZEITEN WIE DIESEN B E S O N D E R S W I C H T I G .“ Ph i l ipp Resl , VÖPE-P r ä sid iu m sm it g l ied

W Abgeordneter zum Nationalrat Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft BAU-HOLZ, VÖPE-Präsident Andreas Köttl, Klaus Baringer, Verbandsobmann des GBV – Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – Revisionsverband, und Peter Krammer, Obmann des Fachverbandes Bauindustrie der WKO.

D I E V Ö P E H A T V I E L F Ä LT I G E A N G E B O T E U N D F O R M AT E , D A R U N T E R :

VÖPE BACKSTAGE

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe erhalten Mitglieder auf den Projektbaustellen anderer Mitglieder zum richtigen Zeitpunkt exklusive und spannende Insights aus erster Hand und können so voneinander profitieren.

VÖPE-AUSSCHÜSSE

Um die Expertise der Mitglieder hervorzuheben und zu strukturieren, sind Ausschüsse zu den wesentlichen VÖPEThemen eingerichtet. Diese tagen in regelmäßigen Abständen zum Wissenstransfer und zur aktiven Bearbeitung der aktuellen Themen und Herausforderungen.

VÖPE NEXT

Alle U40-Mitarbeiter von VÖPE-Mitgliedern nehmen kostenfrei an einem High-Potential-Programm teil. Das beliebte Eventformat „Keynote with Keypeople“ fördert zudem den Austausch und das Networking.

Jetzt VÖPE-Mitglied werden!

ährend sich auf Bundesebene und in Wien in puncto Projektentwicklung bereits ein reger und befruchtender Dialog zwischen gewerblichen und gemeinnützigen Bauträgern sowie der Politik etabliert hat, besteht in Tirol Aufholbedarf. Auch wenn die Stimmung zwischen den Bauträgern und der Tiroler Politik derzeit etwas unterkühlt scheint, so liegt es doch im Interesse aller und insbesondere der Bevölkerung, innovative Ansätze für die Lebensräume unserer Zukunft zu gestalten und zu schaffen. Das Thema Wohnen hat in Tirol einen sehr großen Stellenwert, deshalb ist ein Blick auf das große Ganze so wichtig. Denn die Immobilienwirtschaft ist ein Wirtschafts- und Jobmotor für unterschiedlichste Branchen und trägt somit auch eine hohe soziale Verantwortung. Insofern ist aus unserer Sicht ein Diskurs zwischen allen handelnden Akteuren von größter Bedeutung. Das Leben und Wohnen wird sich verändern, eine Mischung aus gewerblicher Nutzung durch Geschäfte im Erdgeschoss, Arztpraxen und Kanzleien mit Wohnungen in den darüberliegenden Etagen sorgt einerseits für eine ideale Flächennutzung und orientiert sich andererseits an den Bedürfnissen der Bewohner*innen. Mir ist es ein großes Anliegen, alle Beteiligten auf einen Austausch auf Augenhöhe zu bewegen. So wie der Immobilienstammtisch im Jänner 2025 auf Einladung der P&R Verwaltungs GmbH mit 280 Gästen sämtliche hochkarätigen Persönlichkeiten der Immobilienbranche zu einem fachlichen Austausch in der Wirtschaftskammer Tirol zusammenbrachte und im Rahmen des Halbtagessymposiums in Vorträgen und Diskussionen ein positiver Blick in die Zukunft der Branche geworfen wurde. Der große Erfolg unterstreicht auch die Bedeutung der Immobilienwirtschaft für die regionale Entwicklung des Landes und des Austauschs zwischen Branchenexperten, Politik und Wirtschaft.

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eco.architektur

Licht macht Wohnen Eine durchdachte Lichtplanung ist essenziell fürs Wohnen, weil sie maßgeblich zur Atmosphäre, Ästhetik, Funktionalität und ganz pragmatisch auch zur Energieeffizienz beiträgt. Beim Hausbau stehen indes meist die Architektur, Materialien und Raumaufteilung im Vordergrund. Die Beleuchtung wird oft erst nachträglich bedacht. Dabei macht es in vielerlei Hinsicht Sinn, sie bereits bei der Planung mitzudenken.

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eco.architektur

hne (künstliches) Licht sitzen wir im Dunkeln. Es beeinflusst unser Wohlbefinden und den Biorhythmus. Natürliches und gut abgestimmtes künstliches Licht kann die Konzentration fördern und die Stimmung heben. Warmes Licht sorgt für Gemütlichkeit, während kühleres Licht aktivierend wirkt. Dennoch wird dem richtigen Licht in der Praxis oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, vielmehr konzentriert man sich auf Möbel und Farben. Vielfach ist das Licht in der Planung nicht mehr als ein Nebenschauplatz. Das kann sich rächen, denn mit der Wahl der passenden Beleuchtung kann man einen Raum mit verhältnismäßig geringem (finanziellen) Zusatzaufwand eben ins rechte Licht rücken oder aber x-beliebig aussehen lassen. Licht- und Schattenspiele verleihen Räumen Tiefe und Struktur, mit Licht lassen sich Zonierungen schaffen, die je nach Stimmung und Zweck unterschiedlich ausgeleuchtet werden können. Licht schafft Atmosphäre. Das meiste davon passiert unbewusst, doch um genau diese natürliche Stimmung zu erzeugen, braucht es die richtige Planung. Gute Lichtplanung ist weit mehr als nur hell oder dunkel, eine bewusste Auseinandersetzung mit Licht kann das Wohnen auf ein völlig neues Niveau heben.

WOHLFÜHL - WOHNEN

Licht hat neben der nüchternen Funktion des Ausleuchtens auch ganz viel mit Emotion zu tun und ist vor allem dann perfekt geplant, wenn man es fühlt und nicht sieht. Vielfach wird unterschätzt, welchen Einfluss die Beleuchtung auf unser Wohlbefinden hat – sowohl körperlich als auch emotional. Letztlich ist Licht ein fundamentales Element eines Raumes, das das Interieur maßgeblich beeinflusst und unterstützt. Lichtquellen sollten den Raum bestmöglich ausleuchten, ohne zu blenden und die Atmosphäre zu stören. In überbeleuchteten Räumen fühlt sich niemand wohl, was besonders im persönlichen Zuhause entscheidend ist. Deshalb ist es wichtig, das Lichtdesign von Anfang an in den Planungsprozess mit einzubeziehen. Gute Lichtkonzepte erzeugen eine Dramaturgie im Raum, heben Materialien hervor, setzen Haptiken in Szene, Licht kann FOTOS: © PLANLICHT

architektonische Highlights betonen oder Räume optisch vergrößern. Lichtdesign-Expert*innen können dabei unterstützen, die beste Beleuchtungslösung für jede Wohnsituation zu entwickeln, denn jeder Wohnbereich hat andere Anforderungen. Arbeitsbereiche brauchen helles, blendfreies Licht, während Entspannungszonen weicher beleuchtet sein sollten. Eine gut durchdachte Mischung aus Grund-, Akzent- und Zonenlicht sorgt für Komfort und Anpassungsfähigkeit. Detaillierte Lichtkonzepte stimmen die Lichtfarbe, Helligkeit, Positionierung der Leuchten sowie smarte Steuerungsmöglichkeiten optimal aufeinander ab. „Die richtige Beleuchtung ist weit mehr als eine Frage des Designs – sie trägt maßgeblich zur Wohnqualität bei, steigert das Wohlbefinden und reduziert langfristig den Energieverbrauch. Smarte Technologien, dynamische Lichtlösungen und individuelle Konzepte sorgen dafür, dass jeder Raum ideal beleuchtet ist“, so Felicitas Kohler, Inhaberin und CEO von PLANLICHT. Als Spezialist für architektonische Leuchten und Lichtlösungen entwickelt das Tiroler Familienunternehmen perfekt abgestimmte Konzepte, die höchste Qualität mit modernster LED-Technologie verbinden, und setzt dabei auf innovative,

flexible und nachhaltige Lösungen, die exakt auf die jeweiligen Anforderungen der Bewohner*innen und Nutzer*innen eingehen. Stetig voranschreitende Innovationen in Technik und Design sorgen diesbezüglich für eine immer smartere Lichtsteuerung, die Komfort und Effizienz miteinander vereint. „Moderne Lichtsteuerungssysteme ermöglichen es, die Beleuchtung individuell an den Tagesablauf und persönliche Bedürfnisse anzupassen. Ob per App, Sprachbefehl oder Automatisierung – smarte Beleuchtungssysteme bieten höchsten Komfort und sorgen gleichzeitig für eine effiziente Energienutzung“, erklärt Felicitas Kohler. Mit vordefinierten Lichtszenen lässt sich die Atmosphäre im Handumdrehen verändern. Auch die Außenbeleuchtung kann intelligent gesteuert werden, sodass sie sich bei Einbruch der Dunkelheit automatisch einschaltet oder bei Abwesenheit für mehr Sicherheit sorgt. Neben einem Plus an Lebensqualität trägt die Technologie dazu bei, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden und damit die Umwelt zu schonen. Durch den gezielten Einsatz von Sensoren lässt sich Beleuchtung noch effizienter gestalten. Bewegungssensoren zum Beispiel sorgen dafür, dass Licht nur dann eingeschaltet wird, wenn es tatsächlich benötigt wird – eine clevere Lösung für Flure, Treppenhäuser oder Außenbereiche.

LICHT ALS NATÜRLICHER TAKTGEBER

Licht indes hat nicht nur mit Wohlbefinden zu tun, sondern auch mit unserer Gesundheit, denn Licht ist der stärkste Taktgeber für unseren Biorhythmus und beeinflusst unseren Tag-Nacht-Rhythmus maßgeblich. Morgens und tagsüber sorgt kühles, blauhaltiges Licht dafür, dass die Produktion des Schlafhormons Melatonin gehemmt und stattdessen Cortisol ausgeschüttet wird – ein Hormon, das uns wach und konzentriert

„Wer frühzeitig intelligente Beleuch­ tungs­lösungen integriert, schafft ein harmonisches Wohnambiente, erhöht den Komfort und reduziert langfristig den Energieverbrauch.“ F E L IC I TA S KOHL E R , G E S C H Ä F T S F ÜHR UNG P L A NL IC H T

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eco.architektur

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hält. Am Abend hingegen beginnt der Körper sich auf die Nacht vorzubereiten. Mit dem Einbruch der Dunkelheit steigt die Melatoninproduktion, was uns müde macht und für erholsamen Schlaf sorgt. Doch genau hier liegt eine Herausforderung der modernen Welt: Künstliches Licht, insbesondere mit hohem Blaulichtanteil – wie es von Bildschirmen, Handydisplays oder Fernsehern ausgestrahlt wird –, kann diesen Prozess stören. Für eine gesunde Balance sollte am Abend deshalb auf warmweiches, gedimmtes Licht gesetzt werden. In der Nacht fördert völlige Dunkelheit die optimale Melatoninproduktion. Daher sollte künstliches Licht wie digitale Anzeigen im Schlafzimmer vermieden und äußere Lichtquellen – etwa der Schein von Straßenlaternen durch das Fenster – bestmöglich abgeschirmt werden. Wer folglich bewusst mit Licht umgeht, kann nicht nur seinen Schlaf verbessern, sondern auch sein allgemeines Wohlbefinden steigern. Human Centric Lighting (HCL) greift dieses Prinzip auf und ahmt den natürlichen Verlauf des Tageslichts nach. „Leuchten mit HCL-Technologie ermöglichen eine dynamische Lichtsteuerung, die sich automatisch dem Tagesverlauf anpasst“, beschreibt es Gerald Kohler, COO von PLANLICHT, und weiter: „Besonders in Wohnräumen mit wenig natürlichem Licht oder in den dunkleren Jahreszeiten kann eine solche Beleuchtungslösung das Wohlbefinden erheblich steigern. Gerade in Arbeits-, Wohnund Schlafbereichen entfaltet HCL seine positiven Effekte und schafft eine angenehme, gesunde Lichtumgebung. Dies reduziert nicht nur den Stromverbrauch, sondern optimiert auch die Lichtqualität im Innenraum. Wer auf solche Technologien setzt, spart Energiekosten und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“ TIPP: Neben einer sorgfältigen Planung

spielt auch die Qualität der Leuchten eine entscheidende Rolle. Hochwertige Leuchten zeichnen sich durch langlebige Materialien, energieeffiziente LED-Technologie und

eine präzise Lichtlenkung aus. Sie sorgen für eine gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung und bieten oft zusätzliche Features wie Dimmbarkeit oder Farbtemperaturanpassung. Wer in qualitativ erstklassige Leuchten investiert, profitiert von einer langlebigen und nachhaltigen Beleuchtungslösung, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt.

TIPPS FÜR DIE PERFEKTE BELEUCHTUNG: Funktionalität: In Arbeitsbereichen wie Küche, Bad oder Homeoffice ist eine helle, blendfreie Beleuchtung essenziell.

Stimmungsvolle Akzente: Wohn- und Schlafbereiche profitieren von dimmbaren, warmen Lichtquellen, die eine behagliche Atmosphäre schaffen.

Akzentuierte Lichtgestaltung: Indirekte Beleuchtung durch LED-Stripes, Spots und Strahler setzt architektonische Highlights gezielt in Szene. Außenbeleuchtung mit Mehrwert: Smarte Außenleuchten mit Sensoren oder Zeitschaltfunktionen sorgen für Sicherheit und ein einladendes Ambiente.

INDIVIDUELLE LICHTPLANUNG Wer bereits in der Bauphase die richtige Infrastruktur für moderne Lichtkonzepte berücksichtigt – sei es durch Steckdosen, Dimmfunktionen oder smarte Steuerungen – vermeidet spätere aufwendige Anpas­sungen und schafft die perfekte Basis für eine flexible, zeitgemäße Beleuchtung.

„Jeder Raum stellt unterschiedliche Anforderungen an die Be­leuch­tung. Eine wohlüberlegte Lichtplanung verbindet funk­tio­nale Aspekte mit ästhetischen Akzenten und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild.“ GERALD KOHLER, GESCHÄFTSFÜHRUNG PLANLICHT


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GIRA

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HIGHTECH ERLEBBAR GEMACHT Willkommen in der smarten Welt von Gira.

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mart-Home-Pionier und Gebäudetechnikspezialist Gira steht für Erstklassigkeit – das gilt für Produktqualität, zeitloses Design, hohe Funktionalität und durchdachte Markenführung gleicherma-

ßen. Genau das unterstreicht und beweist das deutsche Familienunternehmen auch mit dem kürzlich eröffneten Gira Experience Center in Salzburg eindrucksvoll. In Österreich sind Gira-Produkte bei Architekt*in-

nen, Planer*innen, dem Elektrohandwerk und auch bei Endkund*innen besonders beliebt und stark nachgefragt – die Alpenrepublik ist nach dem deutschen Heimmarkt der wichtigste Absatzmarkt.


GIRA

E U R O PA S Z U R Z E I T WA H R S C H E I N L I C H M O D E R N S T E S E X P E R I E N C E C E N T E R F Ü R I N T E L L I G E N T E G E BÄU D E T EC H N I K U N D S M A RT H O M E B E F I N D E T S I C H I M S A L Z B U R G E R „ H E L I X “ : DA S N E U E G I R A E X P E R I E N C E C E N T E R I S T A U F J E D E N FA L L E I N E R E I S E W E R T.

FOTOS: © GIRA

und alle Sicherheitssysteme scharf stellt. Im Tagesverlauf regulieren sich Heizung und Licht je nach Bedarf, die Gira-App gibt jederzeit Auskunft über den Status im Haus – auch von unterwegs. Für ein sicheres Gefühl sorgen Türkommunikation, Präsenzmelder und Kamerasysteme. Smart Home heißt hier: Alltag intuitiv einfacher, komfortabler und effizienter machen. All das ist möglich, sorgt für mehr Wohnkomfort, Energieeffizienz und Sicherheit. www.gira.at PR

Gira-Geschäftsführer Dominik Marte und Alfred Mölzer, Geschäftsführer Gira Austria

SMART LIVING Welche Möglichkeiten bietet modernes „Smart Living“? Was ist heute im Smart Home bereits möglich und was auch morgen noch Stand der Technik? Wie gelingt es, Gebäude, Wohnanlagen, Hotels, Wohnungen oder Industriebauten mit intelligenter Technik auszustatten? Wie lassen sich Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit gezielt steigern? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt es im neuen Gira Experience Center – praxisnah, anschaulich, zukunftsweisend und, wie wir finden, auch mit sehr viel Stil. Auf über 600 Quadratmetern wird modernste Gebäudetechnik erlebbar: von energieeffizienter Heizungssteuerung über

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smarte Beleuchtungskonzepte bis hin zu KNX-basierten Sicherheitslösungen. Im Fokus steht dabei der Nutzen im Alltag – verständlich präsentiert für Fachpublikum als auch für private Bauherr*innen, Hoteliers oder Investor*innen.

INTELLIGENTES WOHNEN

Morgens öffnen sich die Jalousien automatisch. Im Schlafzimmer startet sanft das Lichtszenario, das Bad hat die perfekte Raumtemperatur und über das Soundsystem erklingt der Lieblingssender. So beginnt ein smarter Tag mit Gira, gesteuert durch ein einziges System. Licht aus im gesamten Gebäude beim Verlassen des Hauses, das per Knopfdruck in den Energiesparmodus fährt

INSPIRATION FÜR ARCHITEKTUR UND PLANUNG Das Gira Experience Center im Salzburger „Helix“ ist ein Ort der Begegnung für Architekt*innen, Planer*innen, Elektroprofis und Systemintegrator*innen. Donnerstags können auch Endkonsument*innen nach vorheriger Terminbuchung das Gira Experience Center besuchen. Interaktive Exponate, realitätsnahe Szenarien und wohnlich gestaltete Showrooms machen Technologie greifbar. Designlinien, Materialien und Funktionalitäten können vor Ort erlebt und verglichen werden – ideal als Inspiration für moderne Architektur- und Bauprojekte. Termin buchen unter gira.at/experiencecenter oder dem QR-Code.


eco.architektur

GANZ SCHÖN

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er 3. Mai, der Tag vor dem Star Wars Day („May the force/4th be with you“) steht alljährlich ganz im Zeichen der Sonne. Es ist dies ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. 2024 wurden in Tirol 780.000 Quadratmeter an Photovoltaik-Modulfläche errichtet und die installierte Leistung auf rund 550 Megawatt-Peak erweitert. Damit kann in Tirol über ein Jahr betrachtet aktuell so viel Strom erzeugt werden, wie rund 153.000 Haushalte durchschnittlich benötigen. Im Jahr 2023 waren es noch 112.000. Der Trend geht allgemein in Richtung mehr Leistung auf kleinerer Fläche, weil die Module effizienter werden. Die Tiroler Ziele sind ambitioniert: Bis 2050 soll die Kraft der Sonne für eine jährliche Stromproduktion von rund 4.500 Gigawattstunden sorgen, was fast einem Drittel des für 2050 prognostizierten Stromverbrauchs entspricht. Der Kurs stimmt. Das hängt vermutlich auch mit dem Umstand zusammen, dass längst nicht mehr nur Dachflächen für die Ausrüstung mit PV-Paneelen in Frage kommen, sondern zunehmend auch Fassaden, Balkongeländer oder Carportdächer.

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NNIG

Zweifellos ist das Ernten von Sonnenergie eine gute Sache für das Klima ebenso wie für die angestrebte Tiroler Energieautonomie. Außerdem kann Photovoltaik durchaus auch ästhetisch sein, wenn sie in der Architektur von Anfang an mitgedacht wird. Als Agri-PV hat sie auch Zukunft auf den heimischen Feldern, wie Hilber SolarGeschäftsführer Thomas Hilber argumentiert. TEXT: MARIAN KRÖLL

BIS 2050 SOLL IN TIROL DIE KR AFT DER SONNE FÜR EINE JÄHRLICHE STROMPRODUKTION V O N R U N D 4 . 5 0 0 G I G AWAT TS T U N D E N S O R G E N , WA S FA S T E I N E M D R I T T E L D E S F Ü R 2050 PROGNOSTIZIERTEN S T ROMV E R B R AU C H S E N T S P R I C H T.


eco.architektur

„IN NICHT ALLZU FERNER ZUKUNFT WIRD FA S T J E D E R B E S I T Z E R E I N E R PV-A N L AG E AU C H EINEN SPEICHER ZU H AU S E H A B E N .“ T hom a s Hi lber

Mit Agri-PV-Anlagen und Solarzäunen besteht für Landwirte die Möglichkeit, neben Obst und Gemüse auch Sonnenenergie zu ernten.

setzte Photovoltaikanlage hingegen keiner besonderen Beliebtheit, wird sie doch als weitgehend unästhetisch empfunden. Mit BIPV könnte sich das ändern. „Solararchitektur ist nicht nur Technik, sondern auch Gestaltung. Photovoltaik kann ein ästhetisches Element sein, wenn sie von Anfang an in den Entwurf integriert wird“, argumentiert der österreichische Architekt Georg W. Rheinberg in seinem Buch „Architektur für eine solare Zukunft“. In seinem Vorwort schreibt Architekturtheoretiker Matthias Boeckl: „‚Solare Architektur‘ wird erst dann zur breit gelebten Baukultur avancieren, wenn sie es mit ihren Technologien zuwege bringt, die berechtigten emotionalen Bedürfnisse

BAUSTOFF DER ZUKUNFT

Tirols modernes Krankenhaus und Ärztezentrum comdesign.net & Duschek Werbeagentur

Photovoltaik und Ästhetik ist kein Widerspruch mehr, es gibt elegante Vollglas- ebenso wie farbige PV-Module. Am Vormarsch ist auch die sogenannte gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV – building integrated photovoltaic), bei der nicht mehr allein die Energiegewinnung, sondern auch eine architektonische, bauphysikalische und konstruktive Einbindung von PV-Elementen im Zentrum stehen. Dabei erfüllen die Module auch Funktionen wie Witterungsschutz, Wärmedämmung, Abschattung und Schalldämmung und setzen nicht zuletzt ästhetische Akzente. Mittels BIPV lassen sich sogar Kosteneinsparungen beim Bau realisieren, weil Baustoffe wie Dachziegel oder Materialien, die der Verkleidung der Gebäudehülle dienen, durch Module ersetzt werden können. Eine PV-Fassade ist mit zunehmender Nutzungsdauer irgendwann sogar günstiger als eine verputzte Fassade, wie verschiedene Berechnungen zeigen. Zudem hat sie genauso wie der PV-Zaun den Vorteil, dass im Winter auf den vertikalen Flächen kein Schnee liegen bleibt. Bei der gebäudeintegrierten Photovoltaik verschmilzt Architektur mit Klimaschutz. Unter Architekten erfreut sich die aufge-

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eco.architektur

PV-Paneele erobern zunehmend auch Carportdächer, Fassaden oder Balkongeländer.

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der Nutzer nach vielfältigsten Raumformen, nach dem ‚Luxus zweckfreier Elemente‘, nach konsequent individualisierbaren Bautypen, Bautechniken und Bauformen zu erfüllen.“ Man dürfe dabei, so Boeckl, „mit dem Raum nicht verschwenderisch umgehen, aber auch keine trostlosen Landschaften aus Kisten mit Solarpaneelen produzieren.“ Bei Neuund grundlegenden Umbauten gibt es naturgemäß größere Gestaltungsspielräume als bei der Nachrüstung, wo in der Regel auf einfach zu montierende Aufdachsysteme gesetzt wird.

IN TRINS GEHT DIE SONNE AUF

Ein Traditionsunternehmen in Sachen Solarenergie ist die Trinser Firma Hilber Solar, die bereits 1991 von Franz Hilber gegründet und seit 2019 von Thomas Hilber geführt und weiterentwickelt wird. In Trins hat man sich auf die Entwicklung ganzheitlicher, skalierbarer Energielösungen fokussiert, von den dort entwickelten Produkten kann man sich im firmeneigenen Innovationspark übrigens selbst ein Bild machen. Dazu gehören innovative mobile Off-Grid-Systeme ebenso wie Agri-PV-Systeme oder Carport-Anlagen, die auf einem patentierten Hybridfundament stehen können. Das Unternehmen arbeitet als Alternative zu konventionellen Stahlkonstruktionen an tragenden Bauteilen für PV-Carports, Fassaden und Agri-PV aus nachwachsenden Rohstoffen. „Dabei werden Materialien wie Flachs oder Holzfaser in innovativen Verfahren so verarbeitet, dass sie eine außergewöhnliche Tragfähigkeit mit filigraner Formensprache

vereinen“, erklärt Hilber, dem die Natur als gestalterisches und statisches Vorbild dient: „Die organisch geformten Trägerstrukturen erinnern an natürliche Wuchsformen wie Baumstämme oder Äste und eröffnen völlig neue ästhetische Ansätze in der Architektur.“ Apropos Wuchs: Bei der Agri-Photovoltaik ist das Unternehmen über eine sogenannte DIN SPEC in die Entwicklung von DIN-Standards involviert. Thomas Hilber hat eine These, warum das Konzept Agri-PV in Tirol bislang nicht Fuß gefasst hat: „Weil es uns, was die Bodenqualität anbelangt, in Tirol noch sehr gut geht. An anderen Orten ist das anders, dort profitieren die zu trockenen Böden davon, dass Agri-PV

wesentlich zu einem besseren Mikroklima beitragen kann.“ Mit 15 Jahren einschlägiger Erfahrung und mittlerweile fünf Produktgruppen gehört das Unternehmen aus Trins zu den Vorreitern bei dieser Technologie, die Energieerzeugung und landwirtschaftliche Produktion zum wechselseitigen Nutzen vereint. Es steht zu erwarten, dass mit dem Fortschreiten des Klimawandels auch in Gunstlagen die Nachfrage nach Agri-PV steigen wird, mit der man zudem zukünftig dem für den Obstbau so bedrohlichen Frühjahrsfrost zu Leibe rücken können soll. „Wir arbeiten gerade daran, dieses Problem in den Griff zu bekommen“, sagt Hilber, der dabei auf Module setzt, die mechanischen Belastungen durch Unwetter und vor allem Hagel widerstehen können. „Wir haben eine Energiekrise hinter uns, vor uns steht eine Ernährungskrise, die noch weit gravierender ausfallen kann“, sagt Hilber, der es aus diesem Grund für geboten hält, dass es in der Nahrungsmittelproduktion größtmögliche Autonomie gibt. Dazu will er mit seinen Agri-PV-Lösungen einen Beitrag leisten. Die Bodenversiegelung wird durch die Hybridfundamente zum einen minimiert und zum anderen reversibel gemacht. „Wir haben dieses System 2019 patentieren lassen“, sagt Hilber, dessen Produktentwicklung gesamthaft maßgeblich von den praktischen Anforderungen seiner Kund*innen getrieben ist.

GANZ SCHÖN PRAKTISCH

Ästhetik ist für Thomas Hilber bei allem energetischen Pragmatismus freilich auch ein Thema: „Wir wollen nicht überall wahllos PV-Paneele platzieren, sondern auch in Zu-

Solarcontainer haben laut Hilber Solar großes Potenzial. Das mobile und flexible PV-System kann binnen weniger Stunden am Projektstandort in Betrieb genommen werden und mit Batteriespeichern kombiniert im Inselbetrieb laufen, um zum Beispiel bei Events für eine stabile Stromversorgung zu sorgen.


FIEGL+SPIELBERGER

S AU B E R E E N E R G I E F Ü R E I N E N A C H H A LT I G E Z U K U N F T © CORNELIA HOSCHEK

In Zeiten wachsender Bedeutung erneuerbarer Energien setzt Fiegl+Spielberger auf innovative Photovoltaiklösungen für Gewerbebetriebe und Privathaushalte.

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ie saubere und rentable Stromerzeugung gewinnt angesichts des Klimawandels zunehmend an Relevanz. Photovoltaikanlagen liefern kontinuierlich Strom – selbst nach 30 Jahren beträgt der Wirkungsgradverlust im Schnitt nur etwa 10 Prozent. Dabei sind die optimale Ausrichtung der Module sowie die intelligente Verknüpfung elektrotechnischer Komponenten entscheidend für eine effiziente Stromproduktion. Eine gut geplante Anlage ermöglicht es, Stromkosten signifikant zu senken, sich unabhängiger von Strompreisschwankungen zu machen und den Wert der eigenen Immobilie zu steigern. EIN ZUSÄTZLICHER VORTEIL: Überschüssiger

oder gespeicherter Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist und somit gewinnbringend verkauft werden.

MEHR EIGENVERBRAUCH – MEHR UNABHÄNGIGKEIT

Je nach Größe der Photovoltaikanlage und dem Strombedarf im Gebäude können durchschnittlich 30 bis 40 Prozent des erzeugten Stroms direkt selbst verbraucht werden. Mit einer intelligenten Eigenverbrauchsoptimierung – etwa durch Lastverschiebung oder automatische Steuerung energieintensiver Geräte – lässt sich dieser Anteil gezielt steigern. Ein Stromspeicher bringt zusätzlichen Nutzen: Er speichert den tagsüber erzeugten Überschuss und stellt ihn zu einem spä-

teren Zeitpunkt zur Verfügung – etwa am Abend oder in der Nacht. Dadurch lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage nochmals verbessert. Fiegl+Spielberger bietet auch Photovoltaik-Carports an, die nicht nur als überdachter Parkplatz dienen, sondern gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugen. Diese cleveren Lösungen nutzen vorhandene Flächen optimal und tragen wesentlich zur Stromversorgung von Gebäuden bei. Zusätzlich bieten sie Schutz vor Witterungseinflüssen und angenehmen Schatten für Fahrzeuge.

Der erzeugte Strom kann entweder direkt genutzt, gespeichert oder in das Stromnetz eingespeist werden. Besonders Elektrofahrzeuge profitieren von der Kombination mit einer E-Ladestation – für nachhaltige Mobilität direkt vor der Haustür. Der zweite EAG-Fördercall 2025, der am 23.06. startet, bietet attraktive finanzielle Unterstützung für Photovoltaikanlagen und Speicher (Kategorien A–D). Fiegl+Spielberger plant und realisiert Photovoltaiklösungen mit maximalem Wirkungsgrad und individueller Beratung – inklusive Unterstützung bei der Förderabwicklung. PR

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THINK ELECTRIC

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eco.architektur

B E I D E R G E B Ä U D E I N T E G R I E R T E N P H O T O V O LTA I K

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sammenarbeit mit Architekten oder Kunden dafür sorgen, dass der Faktor Design entsprechende Berücksichtigung findet“, sagt er. Ziel ist immer ein Gebäude, das nicht nur funktional ist, sondern auch noch ansprechend aussieht. „Wir haben in Tirol bereits architektonisch anspruchsvolle Projekte umgesetzt und sind immer offen für den Dialog mit Architekten.“ Photovoltaikelemente würden sich sehr gut als Gestaltungselemente eignen, meint Elisabeth Hilber. Und: „Es gibt auch diskrete Lösungen für Fassaden in jeder RAL-Farbe, die nicht auf den ersten Blick als PV-Paneele zu identifizieren sind“, erklärt sie. Gegenüber transparenten Paneelen müsse man allerdings einen Effizienzverlust von 15 bis 20 Prozent in Kauf nehmen. „Je weniger man sieht, dass es sich um PV handelt, umso geringer ist die Effizienz“, weiß Hilber. Im Umkehrschluss lässt sich allerdings durchaus behaupten, dass sich gegenüber einer nichtsolaren Fassade jedenfalls ein beträchtlicher Energiegewinn verbuchen lässt. Wie andere Expert*innen sieht auch Thomas Hilber die Zukunft in der Speichertechnologie. Daher sei es sinnvoll, die PV-Anlage so groß wie möglich zu dimensionieren. „In nicht allzu ferner Zukunft wird fast jeder Besitzer einer PV-Anlage auch einen Speicher zu Hause haben“, meint Hilber, der entsprechende Konzepte parat hat. Bei den Batteriespeichern kann man in den letzten Jahren von einem Preisrutsch sprechen und es deutet wenig darauf hin, dass es nicht noch einmal wesentlich billiger wird. Deswegen

KI-GENERIERTE BILDER

VERSCHMIL ZT ARCHITEKTUR MIT KLIM ASCHUTZ .

Hilber Solar arbeitet aktuell an Alternativen zu konventionellen Stahlkonstruktionen an tragenden Bauteilen etwa für PV-Carports, Fassaden und Agri-PV. Materialien wie Flachs oder Holzfaser werden dafür in innovativen Verfahren so verarbeitet, dass sie eine hohe Tragfähigkeit mit filigraner Formensprache vereinen.

ist es auch sinnvoll, PV-Module auf Nebengebäuden wie Carports zu installieren. In Trins hat man eigens dafür ein PV-Carport entwickelt, das sich beliebig erweitern und an die Anforderungen der Nutzer*innen anpassen lässt. „Wir wissen, dass bei Carports manchmal das Fundament gleich viel kostet wie alles Übrige“, so Hilber, der deshalb auf alternative Fundamentierungsvarianten gesetzt hat, mit Hybridfundament oder verlorener Schalung.

ENERGIE AUS DEM CONTAINER

Großes Potenzial sieht Thomas Hilber auch im Solarcontainer, einem mobilen und flexi-

PHOTOVOLTAIK IN TIROL Anzahl netzgekoppelter PV-Anlagen in Tirol Ende 2024 Anlagenzubau 2024

Anlagenzubau 2024 gegenüber 2023

Leistung netzgekoppelter PV-Anlagen in Tirol Ende 2024 Leistungszubau 2024

Leistungszubau 2024 gegenüber 2023

Stromerzeugung netzgekoppelter PV-Anlagen 2024 PV-Stromerzeugungs-Zielwert 2050

Rechnerisch mit PV-Strom versorgte durchschnittliche Tiroler Haushalte 2024

Installierte PV-Anlagenfläche in Tirol Ende 2024

32.365

7.635

+ 31 Prozent

547,8 Megawatt-Peak

155,6 Megawatt-Peak + 40 Prozent

rund 535 GWh 4.507 GWh/a rd. 153.000

rd. 2,7 Millionen m2

blen PV-System, das binnen weniger Stunden am Projektstandort in Betrieb genommen werden und per Bahn, Schiff oder LKW transportiert werden kann. „Es gibt in Tirol sehr große Parkflächen bei Bergbahnen, die im Sommer frei sind und dann zur Energieerzeugung genutzt werden könnten“, so Hilber. Trafostationen zur Einspeisung seien bei Seilbahnanlagen ohnehin vorhanden. Diese Container können auch mit Batteriespeichern kombiniert im Inselbetrieb laufen, um bei Events für eine stabile Stromversorgung zu sorgen, die abseits des Stromnetzes (Off-Grid) stattfinden. Zukünftig will Hilber mit seinem Unternehmen sich auch verstärkt um Energiegemeinschaften kümmern sowie vermehrt Augenmerk auf den Designaspekt legen. „Ganz gleich, ob es um gemeinschaftliche Energieerzeugung, Autarkie oder Design geht, wir wollen für alle Anwendungsfälle die passende Lösung entwickeln“, gibt er die Richtung vor. „Zudem bietet die Agri-PV für Landwirt*innen die Möglichkeit, neben Obst und Gemüse auch Sonnenenergie zu ernten und damit ein Zusatzeinkommen zu generieren“, ergänzt Elisabeth Hilber. Was die Energiewende betrifft, meint der Unternehmer: „Das Potenzial ist da, wir müssen es nur gemeinsam umsetzen.“ In diesem Sinne bleibt nur zu sagen: Möge die Macht der Sonne mit uns sein!


RAIFFEISEN REGENERATIVE

ENERGIEWENDE G E S TA LT E N U N D T E A M P L AY E R W E R D E N Mit der Vision, als zentrale Plattform für die Energiewende in Tirol zu fungieren, bietet die Raiffeisen Regenerative maßgeschneiderte Energielösungen für Unternehmer*innen und Private.

A

ktiv zur Energiewende beitragen und dabei auch noch profitieren. Das ist die große Mission der Raiffeisen Regenerative, einem Team, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Unternehmen und Haushalte auf ihrem Weg zu erneuerbarer Energie aktiv zu unterstützen. Und zwar in Form von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEG) und als Partner für Photovoltaiklösungen.

ENERGIEGENOSSENSCHAFTEN

Das Genossenschaftswesen zählt zu den Kernkompetenzen von Raiffeisen. „Mitglieder können vom genossenschaftlichen Prinzip profitieren und die Energiewende aktiv mitgestalten“, erklärt Martin Tschurtschenthaler, Geschäftsführer der Raiffeisen Regenerative. „Unsere Energiegenossenschaften ermöglichen es Unternehmen, Privatpersonen und Gemeinden, Teil einer gemeinschaftlichen Energieerzeugung und -nutzung zu werden. Durch die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft profitieren alle Mitglieder von attraktiven Stromtarifen, die quartalsweise zu einem fairen Preis festgelegt werden, sowie von reduzierten Netzentgelten und Abgaben, deren Einsparungen sich auf bis zu 28 Prozent der Netzkosten belaufen können. Neben einer nachhaltigen Energieversorgung mit Strom aus regionalen, erneuerbaren Energiequellen profitieren die sogenannten Teamplayer zudem noch von der Befreiung bestimmter Abgaben. Mit einem einmaligen Beitrag von lediglich zehn Euro können Sie Mitglied werden und von diesen Vorteilen profitieren.“ Dabei legt die Energiegemeinschaft selbst den Strompreis fest und ermöglicht stabile Energiepreise. Somit erhalten Verbraucher einen fairen Preis, der unabhängig vom Marktpreis ist, und Erzeuger eine attraktive Vergütung für ihre Einspeisung in die EEG. Da die EEG auf den aktuellen Stromanbieter aufsetzt, ist auch im Fall eines Ausfalles garantiert, dass den Mitgliedern nicht das Licht ausgeht.

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EIGENE ENERGIEQUELLEN NUTZEN Großartige Unterstützung leistet die Raiffeisen Regenerative auch für Interessenten, die selbst Energieerzeuger werden wollen. Dank des kostenlosen PV-Planers und des Komplettservice von der Planung über die Installation bis zur Inbetriebnahme durch qualifizierte Partnerfirmen sowie attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten durch Mietkaufmodelle und Unterstützung bei Förderanträgen reduzieren Selbsterzeuger nicht nur ihre Energiekosten, sondern leisten zudem einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. PR

RAIFFEISEN REGENERATIVE Raiffeisen Regenerative steht für regionale Stärke, nachhaltige Lösungen und wirtschaftlichen Erfolg. Gemeinsam mit Ihnen gestalten wir die Energiezukunft Tirols. Besuchen Sie uns unter www.regenerative.at und starten Sie noch heute Ihre persönliche Energiewende. Raiffeisen Regenerative – WIR macht Energiewende möglich.


© FLORIAN LECHNER

IKB

FA S Z I N AT I O N SONNENKRAFT Das Thema erneuerbare Energien ist angekommen, bei Unternehmen ebenso wie in der Bevölkerung. Dank technologischer Weiterentwicklungen und der stetigen innovativen Vorreiterrolle der IKB werden Photovoltaikanlagen sowohl technisch als auch optisch immer ansprechender.

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Ing. Oliver Trager und Ing. Lukas Giner MSc, Geschäftsführer der IKB Sonnenstrom GmbH


IKB

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rst aus der Vogelperspektive wird klar, welches Ökostrompotential auf den Dächern und Fassaden unseres Landes schlummert und welches bereits genutzt wird. Die IKB treibt den Ausbau von Photovoltaik (PV)-Anlagen insbesondere in Innsbruck stetig voran. Bereits mehr als 40 Millionen Kilowattstunden PV-Strom versorgen rund 16.700 Haushalte im Jahr. Zu den 35 von der IKB bereits betriebenen Photovoltaikanlagen sind aktuell sechs weitere in Planung. Diese wachsende Zahl an Anlagen stellt allerdings auch das Stromnetz vor ziemliche technische Herausforderungen, denn jede neue Einspeisung bedeutet auch eine zusätzliche Netzbeanspruchung. Als Innsbrucks Netzbetreiber investiert und wartet die IKB das Innsbrucker Stromnetz laufend und ist für den Ausbau der Photovoltaikanlagen bestens gerüstet. Gut zweitausend PV-Anlagen sind derzeit an das IKB-Stromnetz angebunden und es werden stetig mehr.

PV KANN AUCH ATTRAKTIV

Technologische Weiterentwicklungen vor allem im Speicherbereich und neue Möglichkeiten in der Ausgestaltung der Module machen den Einsatz der erneuerbaren Energiequelle zunehmend attraktiver. „Auch wenn die Nachfrage am industriellen Sektor nach dem großen Hype 2022 und 2023 etwas zurückgegangen ist, ist Photovoltaik ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit und vor allem auch in puncto Ausfallsicherheit“, erklärt Ing. Lukas Giner M.Sc., Geschäftsführer der IKB Sonnenstrom GmbH, kurz ISG. „Wir errichten derzeit sowohl in Betrieben als auch in Wohnanlagen die unterschiedlichsten Lösungen, von Aufdach-, Fassaden-, fassadenintegrierten bis zu freiflächigen Anlagen gibt es mittlerweile vielfältige Möglichkeiten, die Module auf, an oder um die Objekte zu integrieren.“ Dabei werden die Lösungen auch architektonisch immer ansprechender und spannender. So wie beispielsweise am Dach des Hauses der Musik in Innsbruck oder an der Fassade des Umspannwerks Ost der IKB,

„ P H OTO V O LTA I K I S T E I N G R O S S E R SCHRITT IN RICHTUNG UNABHÄNGIGKEIT U N D V O R A L L E M I N P U N K TO A U S FA L L S I C H E R H E I T.“ Lu k a s Gi ner

wo schwarze Module durchaus als architektonisch ansprechende Elemente fungieren.

VOM TAL BIS ZUR BERGSPITZE

Vom Tal bis zur Bergspitze realisiert die IKB Sonnenstrom GmbH Photovoltaikanlagen, immer auf der Suche nach nachhaltigen Energiequellen. Als zwei der höchstgelegenen PV-Anlagen Tirols nehmen aktuell zwei Projekte auf über 2.000 Metern Seehöhe Gestalt an: zum einen auf dem Innsbrucker Hausberg Patscherkofel, zum anderen im Kühtai, wo unter herausfordernden Bedingungen durch die intensivere Sonneneinstrahlung in Höhenlagen mehr Energie erzeugt werden kann als in tieferliegenden Regionen. „Solche extremen Bedingungen erfordern genau durchdachte Planungen. Starker Wind, hohe Schneelast und extreme Wetterverhältnisse verlangen den Anlagen eine besonders robuste Bauweise ab und stellen besondere Anforderungen an die verwendeten Materialien und die Montage“, erklärt Ing. Oliver Trager, ebenfalls Geschäftsführer der ISG.

STETIGE WEITERENTWICKLUNG

Generell bringt es der stetige technologische Fortschritt in diesem Bereich mit sich, dass viele innovative Lösungen mit Projektpartnern umgesetzt und im Echtbetrieb laufend weiterentwickelt werden. „Derzeit rüsten wir bestehende Anlagen mit möglichst wenig Aufwand um, damit sie notstrom- und speicherfähig werden. Diese Entwicklung ist vor allem dahingehend interessant, da Batteriespeicher schon heute effizienter als Dieselaggregate sind und im Katastrophenfall die Stromversorgung aufrechter-

„MIT EINEM SPEICHER UND S C H WA R Z S TA R T FÄ H I G K E I T KÖ N N E N S T R O M A U S FÄ L L E J E D E N FA L L S FÜR EINE GEWISSE ZEIT Ü B E R B R Ü C K T W E R D E N .“ Ol iver T r a ger

halten können. Denn während Benzin- und Dieseltanks irgendwann leer sind, lädt sich der Batteriespeicher durch die PV-Anlage immer wieder auf. Zudem müssen Dieseltanks immer wieder abgelassen und neu befüllt werden“, erklärt Giner die Vorteile moderner Batteriespeicher gegenüber herkömmlicher Dieselaggregate. Die Brandgefahr moderner Stromspeicher hält er dabei für sekundär, da diese mittlerweile in sich gepufferten Systeme mit Fehlermeldungen versehen sind. „Der Sicherheitsaspekt hat aber auch für Privatkunden große Bedeutung, seien es Tiefkühlgeräte oder beispielsweise elektrische Sauerstoffgeräte. Mit einem Speicher und Schwarzstartfähigkeit können Stromausfälle jedenfalls für eine gewisse Zeit überbrückt werden“, so Trager.

GEWISSENHAFTE PLANUNG

„Vor allem im Neubau sollte man auf schwarzstart- und notstromfähige Anlagen setzen und bereits in der Planungsphase einen PV-Planer ins Boot holen, damit die Ausrichtung der Dachflächen mit möglichst wenig Verschattung sowie der Raumbedarf für Speicher und etwaige Ladeinfrastrukturen frühzeitig berücksichtigt werden können“, raten die beiden Geschäftsführer der IKB Sonnenstrom GmbH. Schwarzstart bedeutet, dass die Anlage bei einem Ausfall automatisch und sofort wieder losstartet, sobald Sonneneinstrahlung vorhanden ist. Dabei muss nicht immer die Sonne scheinen, auch bei Bewölkung produziert die Anlage noch Strom, wenn auch etwas weniger. Ob nun für Einfamilienhaus, Mehrparteienhaus, Gewerbebetrieb oder öffentliche Einrichtungen: Das fundierte Projektmanagement der IKB Sonnenstrom GmbH beinhaltet eine gewissenhafte Begleitung von der Besichtigung, Angebotslegung, Planung und Projektabwicklung bis hin zur Inbetriebnahme der PV-Anlagen. Wer als Bauherr die Investitionskosten scheut, ist mit den Contracting-Modellen bestens beraten. Auch Mieterstrommodelle hat die IKB als Vorreiter österreichweit bereits erfolgreich in Tirol umgesetzt. Es ist und bleibt also spannend im Bereich der erneuerbaren Energien. www.ikb.at PR

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eco.architektur

N E U E E N E RG I E Das Beyond-Banking-Start-up Raiffeisen Regenerative verfolgt das Ziel, mit der Kraft der Sonne die Energiewende voranzutreiben: dezentral, erneuerbar und gemeinschaftlich. Dazu setzt man auf das Modell Energiegenossenschaft und Finanzierungen von der Kreditfinanzierung über den Mietkauf bis hin zum Contracting. Dabei besteht die Möglichkeit, größere Dachflächen an das Unternehmen zu vermieten. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL

ECO.NOVA: Was war der Antrieb hinter der

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Gründung der Raiffeisen Regenerative? MARTIN TSCHURTSCHENTHALER: Als Tochterunternehmen der Raiffeisen Landesbank Tirol ist es unsere Aufgabe, die Kompetenzen, die wir im Bereich der erneuerbaren Energien aufgebaut haben, zu bündeln und diese den Tiroler Raiffeisenbanken zur Verfügung zu stellen. Nachhaltigkeit und Regionalität sind Kernanliegen von Raiffeisen, mit unseren Dienstleistungen gestalten wir die Energiewende aktiv mit. Wir müssen raus aus Öl und Gas, die Erneuerbaren haben zudem den Vorteil, dass sie bei uns in der Region zur Verfügung stehen. Wir helfen dabei, die Stromerzeugung zu dezentralisieren und in die Regionen zu bringen. Mit Photovoltaik kann heutzutage jeder zum Stromproduzenten werden. Die Energiewende ist auch mit Investitionen verbunden, bei deren Finanzierung wir behilflich sein wollen. Das geht über das klassische Kerngeschäft einer Bank hinaus. M T: Ja. Wir wollen, dass jeder Tiroler von der Energiewende profitieren kann. Unser Tun ist eine Beyond-Banking-Lösung. Wir sind ein selbständiges Unternehmen, gewissermaßen ein Start-up, das kostendeckend arbeiten soll. Das schaffen wir sowohl als Berater, Planer, Dienstleister als auch Umsetzer von Projekten für Energiegemeinschaften bzw. Energiegenossenschaften, wie wir sie nennen. Das Genossenschaftsmodell passt von jeher hervorragend zu Raiffeisen.

Wie lange hat es von der Idee zur Gründung der Raiffeisen Regenerative gedauert? MT: Es gibt uns nun seit Anfang 2024, die ersten Pläne für ein solches Unternehmen sind Mitte 2023 entstanden. Ich bin im Dezember 2023 dazugestoßen und kann mit meinem Co-Geschäftsführer Universitätsprofessor Johann Füller auf einen kenntnisreichen Sparringspartner zählen. Das erste Halbjahr 2024 war vom Aufbau geprägt, vom Learning by Doing, im 2. Halbjahr ist Photovoltaikexperte Erich Huber zu uns gestoßen. Wir haben seitdem bereits als Geburtshelfer von 15 Energiegemeinschaften fungieren dürfen, die 16. ist eben in Gründung.

Wie geht die Gründung einer solchen Energiegenossenschaft vonstatten? MT: Vor Ort gibt es in der Regel einen Initiator, eine Gemeinde, eine lokale Raiffeisenbank oder einen Tourismusverband. Theoretisch kann das auch ein Unternehmen sein. Wir unterstützen bei der Gründung der Energiegemeinschaft, kümmern uns um alles Technische, Organisatorische und Rechtliche. Dafür haben wir mitt-

lerweile einen standardisierten Prozess. Ist die Energiegemeinschaft eingerichtet, stellen wir eine Plattform zur Verfügung, auf der sich Stromabnehmer aus der Region der jeweiligen Energiegemeinschaft registrieren können. Wir bringen damit Erzeuger und Verbraucher zusammen. Das können sowohl Privatpersonen als auch juristische Personen bzw. Unternehmen sein. Wir liefern zudem den Support und führen die Abrechnung durch. Das ist unser Dienstleistungspaket für die Energiegenossenschaft und das Fundament. Wir wollen perspektivisch aber auch neue Energien in das Thema hineinbringen.

Wie sieht das konkret aus? MT: Wir arbeiten aktiv an Energielösungen, an einem Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch. Dafür sind wir auf der Suche nach Dachflächen, die wir mit Photovoltaik bespielen können. Wir nutzen Speicher, die den Tagstrom speichern und in den Abend- und Nachtstunden abgeben können, und sind bestrebt, in der regionalen Energiezelle ein gesamtes Ökosystem herzustellen, das im Gleichgewicht

„W I R M Ü S S E N R A U S A U S Ö L U N D G A S , DIE ERNEUERBAREN HABEN ZUDEM DEN VO RT E I L , DA S S S I E B E I U N S I N D E R R E G I O N Z U R V E R F Ü G U N G S T E H E N .“ Ma r t i n Tschu r t schent h a ler


HINEINBRINGEN

© ANDREAS FRIEDLE

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Erich Huber ist ausgewiesener Photovoltaikexperte, der Raiffeisen-Regenerative-Geschäftsführer Martin Tschurtschenthaler in facheinschlägigen Angelegenheiten unterstützt.


eco.architektur

„ DIE ABDECKUNG DES EIGENEN E N E RG I E V E R B R AU C H S I S T N AC H W I E VO R E I N S I N N VO L L E S ZI E L U N D I M M E R N O C H A M EFFEKTIVSTEN. MIT DEN EEGS GIBT E S Z U D E M D I E M Ö G L I C H K E I T, A L S L I E FE R A N T AU F ZU T R E T E N U N D DA M I T G E L D Z U V E R D I E N E N .“ Er ich Huber

ist. Wir vernetzen dazu bestehende Anlagen, gehen aber auch in die Vermittlung, die Investition in Neuanlagen und selbst den Anlagenbau, obwohl das nicht unser Kerngeschäft ist. Darum kümmert sich im Unternehmen mein Kollege Erich Huber. Wir sehen uns in erster Linie als Investor, Projektentwickler und Generalunternehmer, der auf regionale Umsetzungspartner zurückgreift.

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Wie sollte ein Einfamilienhausbesitzer heute seine PV-Anlage idealerweise dimensionieren? Früher wurde dazu geraten, sich am Eigenverbrauch zu orientieren. Mit der Einführung des Modells „Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft“ (EEG) ist dieser Rat wohl obsolet geworden, weil man dadurch als Energielieferant für andere auftreten kann. ERICH HUBER: Die Abdeckung des eigenen Energieverbrauchs ist nach wie vor ein sinnvolles Ziel und immer noch am effektivsten. Mit den EEGs gibt es zudem die Möglichkeit, als Lieferant aufzutreten und damit Geld zu verdienen. Der Strombedarf wird zukünftig allerdings weiter steigen, durch neue Verbraucher wie das Elektroauto, Wärmepumpen, das Smart Home und das Internet of Things. Wir raten dazu, das bei der Dimensionierung der hauseigenen PV-Anlage zu berücksichtigen. MT: Die Orientierung am Eigenverbrauch ist nicht obsolet, noch sinnvoller ist bei EEGs jedoch die Orientierung am Gemeinschaftsverbrauch und zukünftigen Bedarfssteigerungen. Wir verfügen über die entsprechende Beratungskompetenz.

Was hat man als Privatperson davon, Mitglied in einer Energiegenossenschaft zu werden? MT: Die Mitgliedschaft soll so einfach und niederschwellig wie möglich sein. Wenn man einen Geschäftsanteil von zehn Euro zeichnet, ist man Mitglied. Ein Austritt ist jederzeit wieder möglich. Das Onboarding funktioniert digital. Als Genossenschaftsmit-

glied kann man dann sowohl Strom liefern als auch beziehen und den Strom nutzen, der vor Ort produziert wird. Der Strombezug aus einer EEG ist etwas günstiger als der „normale“ Strom über einen konventionellen Energieversorger.

Sie werben mit einem Sparpotenzial zwischen sechs und 40 Prozent. Wie errechnet sich das? MT: Die sechs Prozent gelten für einen typischen Haushalt, der als Verbraucher bei der Energiegemeinschaft dabei ist und 30 bis 40 Prozent seines Stroms über diese bezieht. Das maximale Einsparungspotenzial lässt sich erreichen, wenn man über eine PV-Anlage den größten Teil seines Energieverbrauchs selbst deckt und den Rest an die Energiegemeinschaft liefert. EH: Wer eine eigene PV-Anlage besitzt, spart sich ein Drittel der Energiekosten, kombiniert mit einem Speicher sind es bereits zwei Drittel und an manchen Tagen deutlich mehr. Eine PV-Anlage ist vor allem im Verbund mit Speicherbatterie und Wärmepumpe sehr sinnvoll. Finanzieren Sie auch solche? EH: Wir machen fast kein Projekt mehr ohne Speicher. Da ist eine enorme Dynamik entstanden. Speicher werden immer günstiger und können das Tag-Nacht-Gefälle sehr gut ausgleichen. Intelligente Batteriespeicher – dazu zählt auch das Elektroauto – werden unser Stromnetz zukünftig maßgeblich entlasten. Wärmepumpen haben wir noch nicht im Portfolio, auch deshalb, weil wir uns noch im Aufbau befinden. Irgendwann ist das gesamte Ökosystem vorstellbar, das intelligente Haus, das Strom erzeugt, speichert und abgibt.

Der Staatshaushalt ist deutlich aus dem Ruder gelaufen. Ist die Energiewende aus Ihrer Sicht auch ohne massive staatliche Förderungen möglich? EH: Wir können Gemeinden, Unternehmen und Privaten die jeweilige Kosten-Nutzen-Rechnung trans-

parent und nachvollziehbar vorlegen und dadurch Klarheit schaffen. Wenn man es richtig macht, kann man auch heute schon eine PV-Anlage ganz ohne Förderungen wirtschaftlich umsetzen. Gibt es Förderungen, nimmt man diese natürlich in Anspruch, aber es rechnet sich auch ohne.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Unternehmen, Kommunen und Private, die ihre brachliegenden Dachflächen zur Stromgewinnung nutzen möchten? Gibt es neben der klassischen Kreditfinanzierung und einem Mietkaufmodell auch die Möglichkeit, Dachflächen gewissermaßen an die Raiffeisen Regenerative bzw. an eine von ihr betreute Energiegenossenschaft zu vermieten? MT: Grundsätzlich ja. Es gibt immer die Option, die Anlage klassisch zu finanzieren. Wir haben den direkten Draht zur lokalen Raiffeisenbank vor Ort und achten darauf, dass die Kalkulation unabhängig vom Einspeisetarif auf soliden Beinen steht. Zudem bieten wir ein Mietkaufmodell an, das wie ein Immobilienleasing funktioniert. Das bietet sich an, wenn man die Investitionskosten nicht über einen Kredit stemmen kann oder möchte. Das kann man auch als Contracting bezeichnen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass wir eine Dachfläche mieten und dort die PV-Anlage aufstellen und betreiben. Es gibt kein Pauschalkonzept, keine Schablone. Dafür müssen einige Parameter passen und die in Frage kommende Dachfläche braucht eine gewisse Größe. Wir reden dabei von gewerblichen Flächen und vom mehrgeschossigen Wohnbau, wo der am Dach erzeugte Strom im Objekt verbraucht wird. Dadurch belastet man nicht das Stromnetz. Bei PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden können sich via EEG auch Bürger beteiligen, die zu Hause nicht die Voraussetzungen für eine solche Anlage haben. Es gibt viele Möglichkeiten, in die Stromerzeugung mit Photovoltaik einzusteigen. Finanzieren Sie auch Photovoltaik-Fassaden, -Balkone und -Zäune? EH: Ja, wenn sie eine gewisse Größe aufweisen. Unser Hauptfokus liegt aber sicher auf der Dachfläche.

Wie steht es um die Agri-Photovoltaik und Freiflächenanlagen? MT: Das Konzept Agri-PV wird öffentlich kontrovers diskutiert und bei der Freifläche gibt es in Tirol begrenzte Flächen, wo so etwas sinnvoll ist. Früher oder später wird es dafür Konzepte geben, wir konzentrieren uns zunächst einmal auf die nutzbaren Dachflächen. Hier hat Tirol noch enormes Potenzial.


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Mit 229 Bautengruppen im Passivhausstil zählt die NEUE HEIMAT TIROL (NHT) zu den führenden Bauträgern im Bereich des nachhaltigen Wohnbaus in Österreich.

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Der Neubau der Südtiroler Siedlung in Pradl-Ost ist eines der größten Wohnbauprojekte in der Landeshauptstadt. Bei den letzten beiden Bauabschnitten setzt die NHT erstmals auf ein sogenanntes Mieterstrommodell.

E

in Vorzeigeprojekt ist dabei die neue Südtiroler Siedlung in Pradl-Ost, eines der größten Wohnbauprojekte in der Tiroler Landeshauptstadt. Insgesamt wurden in mehreren Baustufen bereits 448 moderne Wohnungen übergeben. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 80 Millionen Euro.

NEUE WEGE Bei den letzten beiden Bauabschnitten in Pradl-Ost setzt die NHT erstmals auf ein sogenanntes Mieterstrommodell. „Mit dem auf den Dächern produzierte Sonnenstrom decken wir nicht nur den Allgemeinbedarf der Wohnanlage – der verbleibende Überschussstrom wird auch auf die teilnehmen-

den Haushalte verteilt, und zwar für die Bewohner*innen kostenlos“, erklärt NHT-Geschäftsführer Johannes Tratter. Insgesamt vier Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen (GEA) mit einer Gesamtleistung von 300 Kilowatt-Peak stehen für eine nachhaltige und leistungsstarke Energieversorgung vom Dach. Auch bei einem kürzlich übergebenen


Bisher waren Photovoltaikanlagen vor allem auf Einfamilienhäusern zu finden. Mittlerweile ist es möglich, diese etwa auch auf Wohnanlagen gemeinschaftlich zu betreiben.

NACHHALTIGKEIT ALS GRUNDPRINZIP

NHT- REFERENZPROJEKT

lagen mit einer Gesamtleistung von 1.600 kWp installiert – das entspricht beeindruckenden 1,6 Millionen kWh Strom pro Jahr. Mit der erzeugten Strommenge könnte man den durchschnittlichen Jahresbedarf von 535 Haushalten (bei einem Verbrauch von 3.000 kWh pro Haushalt) decken. Fortsetzung folgt. PR © NHT/FORCHER

© NHT/FORCHER

„Für das Erreichen der Energiewende und der Klimaziele ist es entscheidend und absolut richtig, vorhandenen Dachflächen sinnvoll zu nutzen,“ betont NHT-Geschäftsführer Markus Pollo. „Da die Einspeisung ins öffentliche Netz angesichts des wachsenden Stromüberschusses wirtschaftlich immer unattraktiver wird, gehen wir einen neuen Weg und stellen die überschüssige Energie unseren Bewohner*innen direkt und kostenlos zur Verfügung.“ Bis Ende 2024 hat die NEUE HEIMAT TIROL Photovoltaikan-

© NHT/OSS

Bauvorhaben in Imsterberg wurde dieses Modell erfolgreich umgesetzt. Künftig wird die NHT bei jedem neuen Mietwohnprojekt auf Mieterstrom setzen. Schon vor einigen Jahren war die NHT einmal mehr Vorreiter und hatte gemeinsam mit dem lokalen Energieversorger IKB eine erste Pilotinitiative gestartet. Dabei wurden 133 Solarmodule auf dem Dach eines NHT-Wohngebäudes in der Innsbrucker Reichenauer Straße installiert. Mit dem produzierten Strom können bis zu 20 Prozent des durchschnittlichen Verbrauchs der teilnehmenden Haushalte abgedeckt werden.

© NHT/ROBERT SCHOBER

NEUE HEIMAT TIROL

Die sinnvollste Nutzung des Sonnenstroms ist der direkte Verbrauch vor Ort. Bisher waren Photovoltaikanlagen vor allem auf Einfamilienhäusern zu finden. Mittlerweile ist es möglich, dass so eine Anlage auch gemeinschaftlich betrieben werden kann. Man spricht in diesem Fall vom sogenannten „Mieterstrommodell“. Im Kern geht es darum, Strom lokal zu erzeugen und direkt vor Ort zu verbrauchen. Mit ihrem Bauvorhaben in Pradl Ost hat die NHT erstmals ein Mieterstrommodell in dieser Größenordnung erfolgreich umgesetzt.

DIE VORTEILE

DER VERBLEIBENDE

F Ü R DA S E R R E I C H E N

ÜBERSCHUSSSTROM

DER KLIMAZIELE IST

W I R D AU F D I E

ES ENTSCHEIDEND

TEILNEHMENDEN

U N D A B S O LU T R I C H T I G ,

H A U S H A LT E V E R T E I LT,

D I E VO R H A N D E N E N

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Bewohner*innen profitieren gleich mehrfach vom Solarstrom: • Der auf dem Dach erzeugte Strom deckt den Bedarf an Allgemeinund Technikstrom und sorgt so für eine spürbare Entlastung bei den Betriebskosten. • Zusätzlich können teilnehmende Haushalte den überschüssigen Solarstrom kostenlos für den eigenen Verbrauch nutzen.

NEUE HEIMAT TIROL Gumppstraße 47, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/3330, nhtirol@nht.co.at

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MACHT DER WIEDERHOLUNG Man mag serielles Bauen für langweilig halten, für repetitiv, es mit der Monotonie und Tristezza des Plattenbaus assoziieren. Das ist eine mögliche Denkungsart. Es gibt jedoch auch eine andere, welche die „Lego-Bauweise“ als Hebel gegen Wohnungsnot und Schlüssel zu leistbarerem Wohnraum betrachtet. Ökologisch, ökonomisch und zeitnah. Was in größeren Stückzahlen produziert wird, will gut geplant und vorbereitet sein. Diese Tätigkeit wird, ist Hanno Vogl-Fernheim, Architekt und Präsident der Kammer der Ziviltechniker*innen für Tirol und Vorarlberg, überzeugt, weiterhin Aufgabe der Architekt*innen sein. TEXT: MARIAN KRÖLL


eco.architektur

D E R WO H N U N G SM A R KT I ST G E R A D E I N S TÄ D T I S C H E N U N D S TA D T N A H E N L A G E N H E U T E SC H O N PR E K Ä R . E S W I R D N AC H em seriellen Bauen bzw. dem industriellen Wohnungsbau kam insbesondere nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Funktion zu. Die Wohnungsnot war groß, der Wiederaufbau musste schnell gehen. Im Sozialismus feierte die Serienproduktion auch nach den ersten Nachkriegsjahren noch fröhliche Urständ. Der Plattenbau war in der DDR das Maß der Dinge. Diesen hat man schlechterdings auch heute noch vor Augen, wenn es ums serielle Bauen geht. Geschwindigkeit und Kosteneffizienz wurden wichtiger genommen als Qualität und Ästhetik. Durch Modul- und Elementvorfertigung umschiffte man zudem den Fachkräftemangel, der mitnichten ein neues Phänomen ist. Die Motivlage für die serielle Fertigung hat sich im Laufe der Zeit gar nicht wesentlich geändert. Billiger und schneller möge das Bauen werden, so lautet auch heute der Wunsch. Die tatsächliche Kostenersparnis durch serielles Bauen ist allerdings umstritten, die Bandbreite ist groß, bei so mancher Kalkulation scheint auch Wunschdenken mitzuspielen. Theoretisch ergeben sich durch die industrielle bzw. serielle Vorfertigung Kostenvorteile, die es allerdings erst einmal über die Ziellinie zu retten gilt, so dass das Bauen unterm Strich tatsächlich signifikant günstiger wird. Die Idee, in Serie zu bauen, lässt sich gut mit dem in Walter Gropius’ Bauhaus von dessen Nachfolger Hannes Meyer ausgegebenen sozialen Anspruch verbinden: „Volksbedarf statt Luxusbedarf“. Dieser Slogan ist von zeitloser Aktualität, denn auch im Hier und Jetzt wird vielerorts am Bedarf vorbei gebaut. Ob das vonseiten der Bauträger bewusst so gemacht wird – Stichwort Betongold – oder unabsichtlich, ist eine andere Diskussion. Meyer räumte der Befriedigung der Grundbedürfnisse, allen voran des Wohnbedürfnisses, Vorrang vor künstlerischen Überlegungen ein. Dessen berühmter Nachfolger Ludwig Mies van der Rohe legte dagegen den Schwerpunkt klar auf die Ästhetik. Serielles Bauen ist nicht per se hässlich und muss nicht unbedingt Anonymität und Sterilität aus Betonfertigteilen, aufgefädelt zu trostlosen Trabantenstädten, bedeuten. Es soll außerdem auch gar nicht wenige Einzelbauten geben, die außerordentlich geschmacklos und hässlich sind und aufdringlich aus der sie umgebenden Landschaft hervorstechen.

WIEDERHOLUNG ALS GESTALTUNG

Auch das Thema Wiederholung ist in der Architektur keineswegs neu. In den 1920er-Jahren konstituierte sich in Mailand eine Bewegung, die später als „razionalismo“ bekannt werden sollte. Die Proponenten dieser Strömung waren überzeugt, dass sich Archi-

W I E VO R I N D I V I D U E L L G E PL A N T U N D A U S G E F Ü H R T, O B W O H L AN UND FÜR SICH BEREITS S TA N D A R D I S I E R T E A N G E B O T E U N D B AU V E R FA H R E N Z U R VERFÜGUNG STÜNDEN.

tektur an die Ordnung der Vernunft halten müsse. Sie propagierten einen „reinen Rhythmus“, der sich an der seriellen Wiederkehr einzelner Elemente als gestalterischer Grundlage orientierte. Repetitive Strukturen prägen das ästhetische Erscheinungsbild von Gebäuden und sind darüber hinaus oftmals für komplexe Planungs- und Bauprozesse maßgeblich – etwa als Kombination einzelner Module oder anderer industriell vorgefertigter Elemente. Der Wohnungsmarkt ist gerade in städtischen und stadtnahen Lagen heute schon prekär. Es wird nach wie vor individuell geplant und ausgeführt, obwohl an und für sich bereits standardisierte Angebote und Bauverfahren zur Verfügung stünden. Die Vorfertigung beschränkt sich bis heute auf Fertig- oder Halbfertigteile raumbildender Bauteile, die technische Gebäudeausrüstung wird auch weit überwiegend vor Ort in Handarbeit vorgenommen. Diese alten – und vielleicht sogar bewährten – Praktiken führen aber zu an und für sich vermeidbaren Fehlerkosten, die letztlich auf den Endpreis durchschlagen.

ENORME ZEITERSPARNIS

Wir haben mit Hanno Vogl-Fernheim, Architekt und Präsident der Kammer der Ziviltechniker*innen für Tirol und Vorarlberg, über das serielle Bauen und dessen Chancen und Herausforderungen gesprochen. In der Betrachtung des Status quo stelle sich die Frage, wie weit die serielle Fertigung hierzulande bereits gehe. „Hybridbau, eine Mischbauweise aus Beton- und Holzbau, die die Vorzüge beider Bauweisen und Materialien miteinander kombiniert, ist gerade bei sozialen Wohnbauträgern schon sehr verbreitet“, weiß Vogl-Fernheim. „Die komplette Vorfertigung von Modulkörpern in industriellen Prozessen in Fabriken ist aber noch ungewöhnlich. In Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt es aber schon einige Anbieter und speziell im Hotelbau tut sich in dieser Hinsicht in

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eco.architektur

„ES WIRD IMMER PL ANUNG B R A U C H E N U N D K R E AT I V I TÄT. I C H H A B E VO N DA H E R K E I N E A N G S T, D A S S U N S D I E S E R T R E N D Ü B E R R O L LT UND WIR ARCHITEKT*INNEN A R B E I T S LO S W E R D E N .“ Ha n no Vog l-Fer n hei m

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Europa schon recht viel. Modulbauweise ist speziell bei vorgefertigten Badezimmern schon seit Jahren eine Option, auf die wir bei einem Projekt im Seniorenheim Absam bereits gesetzt haben.“ Die Badezimmermodule würden vorgefertigt und an der Baustelle nur noch an Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen angeschlossen. „Die Vorfertigung fasziniert mich, weil sie theoretisch rund um die Uhr stattfinden kann und man beim Einbau von Modulen auf der Baustelle nicht der Witterung ausgesetzt ist. Die Zeitersparnis auf der Baustelle ist dadurch enorm“, sagt Vogl-Fernheim, der die Potenziale des seriellen Bauens mit der Autoindustrie vergleicht. „Würde man Autos heute noch so bauen wie wir derzeit noch Häuser, dann würden sie ein Vermögen kosten und dadurch völlig unleistbar werden. Fokussiert man sich auf Modulbauweise und geht damit in die Serienfertigung, lässt sich eine konstant hohe Qualität bei gleichzeitiger Einsparung bei der Materialität und Arbeitszeit erreichen.“ Doch dazu gilt es, vorher gute Entwicklungsarbeit zu leisten, denn andernfalls multipliziert man nur den Pfusch. „Die Planung ist extrem wichtig, weil man auf der Baustelle nicht improvisieren und nichts mehr ändern kann. Die Module kommen just in time dort an und müssen umgehend eingebaut werden.“ Beim seriellen Bauen muss man mehr vor- als nachdenken, könnte man auch polemisch sagen. Der Architekt sieht auch großes Potenzial für Automatisierung, wieder analog zur Autoindustrie, wo der Schweißroboter schon in den 1960er-Jahren den schwitzenden Menschen abgelöst hat.

LEGO - ARCHITEKTUR?

Wird in großem Stil modular geplant und gebaut, verändert sich auch die Rolle der Architekt*innen. Ob dadurch etwas Essentielles in der Architektur oder

vielmehr im Beruf des Architekten verloren zu gehen droht, ist zumindest diskussionswürdig. „Ich habe meine Probleme damit“, räumt Hanno Vogl-Fernheim ein. „Man arbeitet in einem Baukastensystem, wie beim Legospielen. Es gibt eine begrenzte Anzahl an Steinen, die man zum Bauen verwenden kann, etwas anderes gibt es dann einfach nicht. Punkt.“ Außerdem ist der Architekt von der Qualität diverser Fertigteile auf Grundlage eigener Erfahrungen aus der Vergangenheit noch nicht restlos überzeugt. Doch wie man weiß, ändert sich die Qualität mit der produzierten Menge – zunächst meist zum Besseren. Die Grenzen des technisch und kostenmäßig vernünftig Umsetzbaren sind beim seriellen Bauen enger als beim individuellen. Das setzt auch dem Gestaltungsspielraum Grenzen. Vogl-Fernheim nennt als negatives Beispiel ein, zwei oder maximal drei vorab genau definierte, vorgefertigte Balkontypen. „Das hat natürlich einen großen Einfluss auf die Architektur. Durch solche vordefinierten Elemente ist man in der Gestaltung eingeschränkt“, erklärt der Kammerpräsident, der diesen Umstand mit dem Plattenbau assoziiert. Der Vorfertigung sind auch durch logistische Herausforderungen Grenzen gesetzt, denn nur das, was letztlich auch auf den Straßen und auf der Schiene transportiert werden kann, erreicht die Baustelle. Modulare und serielle Bauformen hält Vogl-Fernheim für temporäre Unterkünfte und Ausweichquartiere für sehr gut geeignet, da diese Gebäude verhältnismäßig schnell errichtet und ebenso wieder rückgebaut werden können. Hanno Vogl-Fernheim hegt indes nicht die Befürchtung, dass Architekt*innen durch das Voranschreiten des seriellen Bauens obsolet werden könnten. „Es wird immer Planung brauchen und Kreativität. Ich habe von daher keine Angst, dass uns dieser Trend überrollt und wir Architekt*innen arbeitslos werden“, sagt er.


experten.tipp

DIE ESSENZ DER ARCHITEKTUR Der gebaute Raum bietet uns nicht nur Schutz, Sicherheit und Orientierung, sondern er beeinflusst auch, wie der Mensch ist, der ihn bewohnt. Zeig mir, wie du wohnst, und ich sage dir, wer du bist. Architektur als Raumgestaltung ist ein menschliches Grundbedürfnis, Architektur als Kultur eine Denkmöglichkeit. Ein hehrer Anspruch, der beim individuellen Bauen sehr häufig nicht eingelöst werden kann. Was ist überhaupt Architektur? Der österreichische Architekt Hans Hollein formulierte das in seinem Vortrag „Zurück zur Architektur“ bereits Anfang der 1960er-Jahre so: „Sie ist ein geistiges Ereignis. Sie ist ein sinnliches Ereignis. Sie ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Sie ist Bauen, um zu bauen, abstraktes Bauen. Architektur ist eine geistige Ordnung, verwirklicht durch Bauen.“ Einverstanden? Billigeres und serielleres Bauen ist gewiss keine Garantie für Hässlichkeit, aber schöner wird’s dadurch auch nicht von allein. „Die Verbilligung der Häuser hat sie nicht schöner gemacht, sondern schäbiger: Der Bauschmuck wurde seriell produziert, vulgär oder gar ganz weggelassen, die Fertigteile wurden gestalterisch dominant und prägten die Häuser mit ihrer additiven Beliebigkeit, Fenster und Türen von der Stange verliehen noch dem elegantesten Bau eine universelle Klobigkeit. Und vor allem: Die Ästhetik des Klapprigen ist zur allgegenwärtigen Metapher einer Wegwerfarchitektur geworden, deren allmählichen Zerfall man Jahr für Jahr miterleben kann. Billig ist auf längere Sicht zu teuer, sozial diskriminierend und nahezu ausnahmslos hässlich“, schreibt Vittorio Magnago Lampugnani, Architekt und Professor für Geschichte des Städtebaus. Er lässt kaum ein gutes Haar an den Fertigteilen, will aber auch vom Überfluss nichts wissen: „Was nicht bedeutet, Luxus sei ausnahmslos schön; im Gegenteil. Architektur gewinnt fast immer, wenn sie sich auf die Essenz besinnt, wenn sie einiges, was im Entwurf vorgesehen war, aufgeben muss. So entstehen die vielleicht schönsten Bauten; aber billig, wirklich billig im vordergründigen Sinn sind sie nicht.“ Der Spruch „Wer billig baut, baut zweimal“ ist weniger ausgefeilt, geht aber argumentativ auch in diese Richtung.

BILLIGERES UND SER IELLER ES BAU EN IST GEWISS KEINE

Dr. Lukas König ist öffentlicher Notar in Innsbruck.

WERTSICHERUNGSK L AU S E L N I N MIETVERTRÄGEN Rechtlich sicher oder tickende Zeitbomben?

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ie jüngsten Entwicklungen am Immobilienmarkt zeichnen ein differenziertes Bild: Bei Immobilienkäufen bleibt das Transaktionsniveau verhalten, gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach Mietobjekten zu und es rückt ein Vertragsbaustein in den Fokus: die Wertsicherungsklausel im Mietvertrag. Wertsicherungsklauseln sind Regelungen, die dazu dienen, den Mietzins an die tatsächliche Geldentwertung anzupassen und so den Realwert der Miete zu sichern. Besonders bei Mietverhältnissen zwischen unternehmerischen Vermietern und Verbrauchern (B2C) sind solche Vereinbarungen juristisch alles andere als ein Selbstläufer. Jüngere Entscheidungen des OGHs zur (Un-)Zulässigkeit von diesen Klauseln haben zu Rechtsunsicherheiten geführt. Der OGH hat deutlich gemacht, dass nicht jede Formulierung einer gerichtlichen standhält. Verbraucherschutzrechtliche Bestimmungen rücken nun in den Fokus von Verfahren, wobei die Entwicklungen in der Rechtsprechung noch nicht abschätzbar sind. Eine „Sanierung“ durch den Gesetzgeber steht im Raum. Der OGH hat zwar bestätigt, dass die in der Praxis etablierte Anknüpfung am VPI grundsätzlich zulässig ist und nicht gegen das Sachlichkeitsgebot verstößt. Doch selbst bei sachlich gerechtfertigten Anpassungsparametern verbergen sich rechtliche Fallstricke, die zur Unwirksamkeit dieser Vereinbarung führen können. Sollte sich eine Wertsicherungsvereinbarung als unzulässig erweisen, drohen dem Vermieter erhebliche finanzielle Konsequenzen: Die Unwirksamkeit der Wertsicherungsvereinbarung führt nämlich nicht nur dazu, dass der Vermieter künftig „bloß“ den ursprünglich vereinbarten Mietzins verlangen darf. Vielmehr kann der Mieter, die zu viel geleisteten Wertsicherungsbeträge vom Vermieter zurückfordern – aufgrund der Rechtsprechung des EUGHs womöglich sogar für die letzten 30 Jahre. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich bei der Vertragsgestaltung von einer rechtlichen Expertin oder einem Experten – etwa Notar*in – beraten lassen. Auch bestehende Verträge sollten überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu bleiben. PR

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eco.architektur

D E R H O L ZBAU I S T F Ü R D I E VO R FE RT I G U N G GER ADEZU PR ÄDESTINIERT UND BIETET ALS MODUL ARER L E I C H T B A U D E N V O R T E I L , D A S S M A N B E S TA N D S G EBÄU DE LE ICHT AU FSTOCK EN K A N N .

Gänzlich etwas anderes ist es, das enge Normenkorsett aufschnüren zu wollen, wie es in Deutschland mit dem Gebäudetyp E – das E steht wahlweise für einfach oder experimentell – geschehen ist. Ähnliche Bestrebungen gibt es auch in Österreich. „Du verzweifelst mittlerweile beim Planen, weil so viele Normen und Bestimmungen einzuhalten sind“, sagt Vogl-Fernheim, der für mehr Logik und Eigenverantwortung plädiert. Der Vorfertigungsansatz des seriellen Bauens ist damit durchaus kompatibel.

KREATIVITÄT IN SERIE

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Hanno Vogl-Fernheim ist der Meinung, dass Kreativität und serielles Bauen sich nicht ausschließen. Er glaubt, dass man auch beim seriellen Bauen kreativ sein und Qualität schaffen kann, wenn man die Möglichkeiten nutzt. „Es ist unsere Aufgabe, aus den gegebenen Umständen und Ressourcen das Beste zu machen.“ Die Essenz der Architektur kann auch in der Serie wirken. Serialität hat zudem das Zeug dazu, eine neue Ästhetik zu prägen, wenn man offensiv mit ihr umgeht und nicht versucht, sie zu verstecken. Das gelingt nämlich ohnehin nicht und macht einen verschämten Eindruck. Schließlich hat auch der Brutalismus nicht versucht, seine Knochen aus Stahlbeton vor den Beobachter*innen und Bewohner*innen zu verstecken, sondern seine ungeschminkte Rohheit zum Stil erhoben. „Oft ist der Rohbau, bevor er verkleidet wird, das eigentlich Interessante und Spannende“, sagt Vogl-Fernheim, der die oft beliebige Verkleidung dieser Baukörper bedauert. „Es ist gut, ehrlich zu zeigen, womit man baut.“ Das Bauen von der Stange steht, so die Einschätzung Vogl-Fernheims, der Berücksichtigung der räumlichen und ortstypischen Umstände nicht im Weg. Sofern es seitens der Ausführenden eine entsprechende Sensibilität für die Umgebung – den Genius Loci, wenn man so will – gibt. Es gehört nämlich auch zu den grundlegenden Aufgaben von Architekt*innen, Ortsbezug herzustellen. Ein Baukörper ist kein Prestigeobjekt, das im luftleeren Raum steht. Ein Gebäude muss in der Umgebung wirken und „funktionieren“. Raumordnung und -planung, Widmungen und Bebauungspläne

B E IM SER IELLEN BAU EN MUSS MAN MEHR VO R- A L S N AC H D E N K E N .

sorgen meist dafür, dass es nicht vogelwild zugeht. „Man kann beispielsweise nicht einfach ein riesiges Volumen beliebig und gefühllos in einen Dorfkern hineinstellen“, erklärt Vogl-Fernheim. Allerdings möchte er die überdimensionierten Projekte, die es zweifellos auch in Tirol gibt, nicht pauschal den Planern anlasten. Vielmehr sieht er auch ökonomische und politische Vorgaben als verantwortlich dafür. Echte Sorge bereitet dem Architekten nicht das serielle Bauen, sondern die Künstliche Intelligenz. „Die Gefahr ist die, dass Unkreative mittels KI auf einmal mit schönen Bildern daherkommen, in der Umsetzung aber scheitern, weil ihnen für die Detailplanung das nötige Handwerkszeug fehlt.“ Software als Hilfsmittel, als Werkzeug, befürwortet er grundsätzlich, nur dürfe man das Heft im Gestaltungsprozess nicht aus der Hand geben. Übrigens bedeutet serielles Bauen nicht, dass man sich zur Gänze mit industrieller Massenware abfinden muss. Es gibt weiterhin Platz für Individualität, die man in der Gestaltung der Innen- bzw. Wohnräume ausleben kann. Der niederländische Architekt John Habraken plädierte für Mitbestimmung, für kundenindividuelle Massenproduktion (mass customization). Standardisierung darf nicht zur Einheitswahrnehmung, zur geistigen Gleichmacherei, führen. Serielle Architektur soll einen Rahmen bieten, nicht determinieren. Architektur als Infrastruktur für das Leben – nicht als abgeschlossenes Objekt. Serie und Modularität sind Werkzeuge, nicht Dogmen. Entscheidend ist nicht das System, sondern das, was das System ermöglicht: Teilhabe, Variation und Bedeutung. Tirols Baufirmen sind bereits auf den Zug aufgesprungen und haben in den letzten Jahren vermehrt Zimmereibetriebe zugekauft. Der Holzbau ist für die Vorfertigung geradezu prädestiniert und bietet als modularer Leichtbau den Vorteil, dass man – eine entsprechende Statik vorausgesetzt – Bestandsgebäude leicht aufstocken könne, was wiederum den Grundverbrauch minimiert. Manches Unternehmen ist zudem im Betonfertigteilbau aktiv, der auch seinen Platz und seine Anwendungen hat. „Serielles Bauen kann durchaus ein Gewinn sein. In Tirol ist man aber insgesamt noch nicht so richtig auf das Thema aufgesprungen“, sagt Hanno Vogl-Fernheim, der seriell produzierte Gebäude nicht verstecken würde und schließlich meint: „Es ist doch schön, wenn die innere Struktur des Gebäudes auch außen spürbar ist.“ Die grundlegende Frage bleibt: Werden wir in Zukunft alle in Modulhäusern leben oder wird das individuelle Bauen bestehen bleiben?


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BEEINDRUCKENDES HANDWERK proHolz Tirol verlieh erneut die „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol 2025“ für herausragende Projekte an der Schnittstelle von Design, Architektur und Tischlerkunst. Sechs Auszeichnungen, fünf Anerkennungen und 14 Nominierungen zeigen die Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten. T E X T : C AT E R I N A M O L Z E R - S A U P E R

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Mit dieser Auszeichnung rückt proHolz Tirol nicht nur das Holz als Werkstoff in den Fokus, sondern auch das kreative und handwerkliche Potenzial, das in seiner Bearbeitung steckt – ein starkes Signal für Qualität, Regionalität und zukunftsweisendes Design. Geehrt wird dabei stets das gesamte Team aus Bauherr*innen, Planer*innen und Ausführenden. Die feierliche Preisverleihung fand Anfang März in der Hypo Tirol Bank am Bozner Platz in Innsbruck statt. „Das Niveau der eingereichten Arbeiten war außergewöhnlich hoch. Die Qualität der Diskussionen in der Jury spiegelte die Tiefe und Vielfalt der gestalterischen Zugänge wider“, so Grall. Die prämierten Projekte stehen exemplarisch für das Zusammenspiel aus innovativer Gestaltung, funktionalem Anspruch und meisterhaftem Tischlerhandwerk. PR Weitere Informationen unter: www.proholz-tirol.at

W O H N E N I N PA R I S © TISCHLEREI KIRCHMAIR

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um vierten Mal würdigte proHolz Tirol mit der „Auszeichnung für Gestaltung & Tischlerhandwerk Tirol“ Projekte, die Handwerkskunst und gestalterische Qualität auf besondere Weise verbinden. In Kooperation mit der Landesinnung der Tischler und Holzgestalter Tirol sowie der Kammer der Ziviltechniker*innen Tirol und Vorarlberg wurden kreative, technisch ausgefeilte und in ihrer Ausführung überzeugende Beiträge gesucht und gefunden. 76 Projekte wurden eingereicht – von privaten Innenausbauten über architektonisch anspruchsvolle Umbauten bis hin zu gewerblichen Gestaltungen. Die Jury, geleitet von Designprofessor Günther Grall, hatte die anspruchsvolle Aufgabe, aus dieser Fülle die überzeugendsten Arbeiten zu filtern. Der Juryprozess erfolgte in mehreren Stufen: 25 Nominierungen, davon 6 Auszeichnungen und 5 Anerkennungen in 6 Kategorien gingen aus den Einreichungen hervor.

Ein Gesamtkunstwerk, das durch hohen Detaillierungsgrad und stringente Ästhetik überzeugt. Die Möbel der zweigeschossigen Wohnung in einem etwa 400 Jahre alten Haus in Paris wurden passend zum bestehenden Fischgrätparkett in schlichtem Eichenholz furniert ausgeführt. Die einzelnen Tischlerelemente ziehen sich in ihrer Formensprache ausdrucksstark und elegant durch die gesamte Wohnung und schaffen ein Paradebeispiel für Minimal Living auf kleinem Raum. Der hohe Detaillierungsgrad sowie smarte Ideen für an die Gegebenheiten angepasste Möbel, die viel Platz schaffen, zeugen vom hohen Anspruch aller Beteiligten an Funktion und Optik. AUSZEICHNUNG, KATEGORIE: Export PROJEKTSTANDORT: Paris

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In einem ehemaligen Lager ist diese Kinderkrippe/Kindergarten im Osten der Stadt situiert. Die alten Lagerräume mit charmanten Trapezblechdecken und bestehender Raumstruktur wurden mit wenigen und einfachen Mitteln in EVI verwandelt. Transluzente Wandelemente und erlebbare Möbeleinbauten bilden die atmosphärische Basis für die integrative Kinderbetreuung. NOMINIERUNG, KATEGORIE: Innenraumgestaltung PROJEKTSTANDORT: Innsbruck

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Ein echtes Raumwunder mit versteckten Qualitäten in ansprechender Ausführung. Jedes Detail und jedes Möbelstück scheinen in dieser Wohnung ihren Platz zu haben. Die Küchenwand aus heller Eiche bildet das zentrale Element der Wohnung und ist beidseitig mit Stauräumen und Einbauten ausgestattet. Die Tischlerarbeit überzeugt durch eine äußerst gelungene Ausführung und japanisch anmutende Elemente. Dazu passend komplettieren Keramik, Glas, Geflecht und Stoff die Holzmöbel.

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AUSFÜHRUNG: Tischlerei Decker

J U N G E TA L E N T E IM RAMPENLICHT Der Gestaltungspreis für Gesellenstücke des Tischlerhandwerks wurde Anfang Mai zum sechsten Mal vergeben und würdigte die besten Nachwuchstalente Tirols.

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Auszeichnung im Bereich Tischlereitechnik: Tobias Kleebauer Ausbildungsbetrieb: Türtscher – die Schreinereimanufaktur

n enger Zusammenarbeit mit den Fachberufsschulen fördern die Landesinnung der Tischler und proHolz Tirol Kreativität und Design in der Ausbildung. Von 32 eingereichten Projekten schafften es 18 in die engere Auswahl, zehn wurden vor einer Fachjury präsentiert. Insgesamt wurden mehrere Auszeichnungen und Anerkennungen vergeben. Der Preis motiviert junge Tischler*innen, innovative Arbeiten auf hohem handwerklichem Niveau zu schaffen. „Jeder Teilnehmer ist ein Sieger“, resümiert Architekt Wolfgang Pöschl als Vorsitzender der Jury, „denn alle Arbeiten zeugen von hohem handwerklichem Können und kreativer Gestaltung. Die Vielfalt der Ansätze und Ideen, die die Auszubildenden einbringen, ist beeindruckend und zeigt, wie lebendig und zukunftsorientiert unser Handwerk ist.“

Anerkennung im Bereich Tischlerei: Bohdan Prohasko Ausbildungsbetrieb: Norer Tischlerei GmbH


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DIE NATUR IST EIN

SCHALK! Valentine Troi ist mit jeder Faser ihres Körpers Werkstoffforscherin. Zur Materialtechnologie ist sie über die Architektur gekommen, denn auch dort spielen innovative Baustoffe eine wichtige Rolle. In ihrem GROWNlab an der Universität Innsbruck arbeitet sie mit Naturfasern wie Hanf und Flachs ebenso wie mit Myzelien und sogar Kombucha an den nachwachsenden Werkstoffen der Zukunft. TEXT & FOTOS: MARIAN KRÖLL

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s ist mittlerweile in Europa so gut wie Konsens, dass es den fossilen Brenn- und Rohstoffen allmählich an den Kragen gehen soll und bestehende Stoffe – Stichwort Kreislaufwirtschaft – möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten werden sollen. Darüber hinaus sollen

Werkstoffe mit größerem ökologischen Fußabdruck – meist auf fossiler Basis – sukzessive durch Materialien ersetzt werden, die natürlicher sind. An der Universität Innsbruck, genauer gesagt am Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, im Arbeitsbereich für Materialtechnologie, wurde zu die-

sem Zweck das GROWNlab als Arbeitsgruppe gegründet. Hier, gut versteckt in einem Kellergeschoss am Campus Technik, arbeitet federführend Valentine Troi mit ihrem interdisziplinären Team daran, nachwachsende Rohstoffe in Materialien zu verwandeln, mit denen und auf die man bauen kann.


eco.architektur

VOM STÄNGEL ZUM STOCK Troi ist Architektin und hat vor 15 Jahren ein Haus weiter als wissenschaftliche Assistentin gearbeitet. Aus dieser Zeit rührt auch ihre Faszination für natürliche Baumaterialien her. Parametrisches Design, das damals in Innsbruck von Zaha-Hadid-Weggefährte Patrik Schumacher maßgeblich vorangetrieben wurde, sei „in der Software einfach zu erzeugen, in der praktischen Umsetzung aber eine mittlere Katastrophe“ gewesen, erinnert sich Troi. „Meine Aufgabe in der Lehre war es damals, den Studierenden zu erklären, dass sie sich zuerst über die Materialeigenschaften im Klaren sein sollten und ihre Entwürfe daran auszurichten hätten“, sagt Troi. Eine mühsame Aufgabe, bei der sie an Grenzen stößt, mit denen sie sich jedoch nicht abfinden will: „Wenn es die Industrie nicht macht, dann produziere ich eben einen Werkstoff, der sich den Anforderungen des parametrischen Designs entsprechend biegen lässt, zunächst weich und beliebig formbar ist und dann aushärtet.“ Gesagt, getan. Und zwar zunächst noch in Form eines glasfaserverstärkten Kunststoffs, den sie später gemeinsam mit der Universität Innsbruck patentieren lässt. „Ich bin damit recht schnell in der Industrie gelandet“, so Troi, die das von ihr in diesem Zusammenhang gegründete Start-up vor einigen Jahren verkauft hat, um sich anderen Dingen zu widmen, die ihr ökologisch sinnvoller, ja nachhaltiger, erschienen. Glasfaser und Carbon sind nämlich in der Produktion ausgesprochen energieintensiv und kaum recycelbar. Also geriet die Naturfaser in den Fokus der Forscherin. „Flachs war damals ein großes Thema in einer kleinen Nische. Und das Interesse an Hanf ist in den letzten Jahren auch stark gewachsen.“ Mit Sportartikelhersteller Salewa, der eine eigene Alpine-Hemp-Produktlinie erschaffen hat, bastelt Troi an einem Skistock aus Hanf. „Das war schwieriger als gedacht, aber ich bin drangeblieben.“ Und siehe da, der steile Weg vom fasrigen Hanfstängel zum unbeugsamen Skistock war geebnet. Die Standortagentur Tirol wird daraufhin auf Valentine Troi aufmerksam und beauftragt sie mit der Bildung eines Netzwerks, um – analog zur Tirolwool für das Schaf – den alpinen Hanf nutzbar zu machen. Dieses Netzwerk Alpenhanf 360° besteht nach wie vor.

DIE HANFFLÜSTERIN

Mit ihrem GROWNlab, für das es vom Land Tirol eine Anschubfinanzierung von 245.000 Euro gab, hat sich Valentine Troi an der Fa-

95 „ U M E I N E N G E WA C H S E N E N ROH STOFF OPTIM A L VERWERTEN Z U KÖ N N E N , M U S S M A N I H N V E R S T E H E N .“ Va lent i ne T r oi

kultät für Technische Wissenschaften im von Roman Lackner geleiteten Arbeitsbereich für Materialtechnologie angesiedelt, weil dort die für ihre Forschung notwendigen Gerätschaften zur Verfügung stehen. Zusätzlich hat Troi bislang 750.000 Euro an Drittmitteln einwerben können. „Die Industrie interessiert sich zur Zeit brennend für die sogenannten biobasierten Materialien“, sagt Troi, wohlwissend, dass der Begriff nicht ganz glücklich gewählt ist. Die Arbeitsgruppe Biobasierte Materialien, die sie leitet und welche am universitären Forschungsschwerpunkt Functional Materials Science beteiligt ist, hat mittlerweile mehrere Projekte am Laufen, drei davon finden im europäischen Kontext statt. Im GROWNlab sind das spezifisch das HORIZON-Projekt RAW sowie SPARE und hemp4performance. Dabei geht es unter anderem um Altholz, Biopolymere und schnellwachsende Fasern.

Valentine Troi sieht für letztere derzeit aus mehreren Gründen mehr Potenzial in Industrieanwendungen als in der Architektur. Im und um das GROWNlab herum forscht heute ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Architekt*innen, Mikrobiolog*innen, Nanowissenschaftler*innen und Landwirt*innen, und zieht wissenschaftlich an einem Strang. Aus Hanffasern, so wie es sich gehört. Bei der Kommerzialisierung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse fängt nicht immer der frühe Vogel den Wurm. Es besteht wie bei anderen Gütern auch bei den biobasierten Materialien eine gewisse Gefahr, dass in unseren Breiten bis zur Marktreife geforscht und entwickelt wird, die Massenware dann aber von ganz woanders herkommt. Besonders in China gibt es große Anbauflächen für Hanf und Co. Valentine Trois Hauptaugenmerk liegt auf dem Hanf, am Flachs forscht sie in erster Linie deshalb, „weil er den Stand der


eco.architektur

herren gibt es meist kaum noch Spielraum für biobasierte Materialien, die teurer und weniger verbreitet sind.

MULTITALENT MYZEL

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Technik definiert.“ Außerdem baut sie auf drei Versuchsflächen Hanf, Flachs, Gerste, Roggen, Sonnenblumen und – obwohl meist die ganze Pflanze als Tierfutter siliert wird – auch Mais an. Allesamt mit dem Ziel, die Fasern der Pflanzen derart zu verarbeiten, dass sie sich für industrielle und architektonische bzw. bauliche Anwendungen eignen. „Faserplatten kann man grundsätzlich aus all diesen Pflanzen pressen“, sagt Troi. Die Forscherin hält den Anbau für unabdingbar, weil man die Pflanzen in all ihren Entwicklungsstadien kennen- und verstehen lernen müsse. „Um einen gewachsenen Rohstoff optimal verwerten zu können, muss man ihn verstehen. Der richtige Erntezeitpunkt ist bei diesen Pflanzenfasern immens wichtig.“ Erntet man zu früh, sind die Fasern zu fein, bei verspäteter Ernte wird die Faser „holzig und bockig“. Valentine Troi sucht nach dem Sweet Spot, dem kurzen Zeitraum, in dem die Fasern ideal zur Weiterverarbeitung in sogenannte Composites bzw. Faserverbundwerkstoffe sind. Die Anbaubestimmungen, etwa was den gesetzlich ohnehin schon äußerst niedrig angesetzten maximalen THC-Grenzwert für Nutzhanf betrifft, empfindet sie nach wie vor als praxisfern, ebenso wie die strengen Kontrollen und Dokumentationspflichten für das Saatgut. Das trägt wohl dazu bei, dass sich noch nicht mehr Landwirt*innen für den großflächigen Anbau der Pflanze erwärmen können.

SCHÄBIG UND FASRIG

Für den Bausektor sind derweil noch die Schäben interessanter als die Fasern. Sie machen beim Hanf etwa 50 bis 60 Prozent des Stängels aus, bei Flachs ist der Anteil der

Schäben mit 45 bis 55 Prozent etwas geringer. Damit sind diese das mengenmäßig umfangreichste Produkt des Faseraufschlusses. Roman Lackner forscht mit seinem Team im Rahmen eines Projekts an den Einsatzmöglichkeiten der Schäben. „Die Schäbe hat momentan im Bauwesen mehr Impact als die Faser“, sagt Troi und präzisiert: „Im Industrieprodukt in Form von Platten und Ziegeln, vor allem aus Hanfbeton, auch Hempcrete genannt. Ich glaube, dass dieses Material beim Wiederaufbau der Ukraine – bekanntermaßen ein sehr fruchtbares Land – eine bedeutende Rolle spielen kann.“ Die Zukunft der Faser sieht Troi im Bauwesen dagegen eher in der Dämmung. „Wobei es derzeit noch sehr schwer ist, preislich beispielsweise gegen Styropor anzukommen.“ Sie hat aufgrund dieses Kostennachteils bereits vielversprechende Start-ups scheitern sehen. „Es ist aber sicher ein Henne-Ei-Problem. Für bessere Prozesse braucht es größere Abnahmemengen.“ Die Economies of Scales – oder besser noch die Economy of Shives – haben bei den nachwachsenden Rohstoffen und insbesondere deren Weiterverarbeitung noch nicht zu wirken begonnen. Bauen ist außerdem auch mit konventionellen Materialien eine kostenintensive Angelegenheit. Bei den Bau-

Fasern sind längst nicht das einzige wissenschaftliche Feld, das Valentine Troi mit ihrem Team im GROWNlab bestellt. Sie forscht auch an sogenannten Myzelien. Als Myzel wird die Gesamtheit aller fadenförmigen Zellen eines Pilzes bezeichnet. Ihm kommt die Aufgabe zu, die biobasierten Rohstoffe aneinanderzubinden, es übernimmt gewissermaßen die Rolle des Klebstoffs. „Das funktioniert bereits relativ gut“, sagt die Forscherin. Es handelt sich dabei um einen Speisepilz, dessen Fruchtkörper irgendwann sogar den Weg auf den Teller finden könnte. „Unten wächst der Baustoff, oben der Austernseitling.“ Das ist Dual Use vom Feinsten, nur eben für kulinarische und industrielle Anwendungen. Im GROWNlab wächst bereits heute das heran, was irgendwann einmal auch gestalterische Zwecke erfüllen können soll. „Ich werde oft gefragt, warum ich nicht lieber fabriziere und gestalte. Bevor man das tun kann, braucht es Grundlagenforschung, und das, was wir hier beforschen, ist spektakulär.“ So arbeitet sie auch mit dem Kombucha-Pilz, der einen Deckel aus bakterieller Zellulose bildet, der aushärtet und als Werkstoff dienen kann. Ein ähnliches Phänomen lässt sich übrigens auch bei naturtrübem Apfelessig beobachten. Was es damit tatsächlich auf sich hat, wäre wohl noch näher zu erforschen.

ZUKUNFTSMODELL ODER NISCHENROMANTIK

Doch zurück zur Faser: „Es tut sich momentan wirklich sehr viel in diesem Bereich“, freut sich Valentine Troi über die gegenwärtige Dynamik bei biobasierten Materialien. An diese stellt sie hohe Anforderungen: „Es muss mindestens so lange halten wie ein Konkurrenzprodukt. Sonst bringt es nichts.“ Hohe Haltbarkeit bei gleichzeitiger biologischer Abbaubarkeit ist so etwas wie der Heilige Gral der biobasierten Materialforschung. Hier zeigt sich, ob die entwickelten Werkstoffe das Potenzial für den Massen-

I M G R O W N L A B WÄ C H S T B E R E I T S H E U T E D A S H E R A N , WA S I R G E N D WA N N E I N M A L A U C H G E S TA LT E R I S C H E Z W E C K E E R F Ü L L E N KÖ N N E N S O L L .


eco.architektur

markt haben oder bloß dazu dienen, sich gelegentlich ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Dabei gibt es noch einige Hürden zu überwinden. „Naturfasern reagieren auf Wasser anders als mineralische oder fossile Fasern“, nennt Troi ein Beispiel. Damit sich diese überhaupt für die Weiterverarbeitung eignen, braucht es zudem eine gleichbleibend hohe und reproduzierbare Qualität. Die Bereitstellung selbiger ist gleichermaßen Herausforderung wie Chance, der sich die Landwirtschaft stellen kann, sind doch damit auch Erwerbsmöglichkeiten verbunden. „Wir sehen die Lösung im Potential kaskadischer Nutzung von Rest- und Abfallstoffen aus landwirtschaftlichen Konzepten, die Bodengesundheit und Biodiversität forcieren“, heißt es auf der Website des GROWNlab. In der Praxis kann das bedeuten, dass „die schlechtere Qualität in der Dämmung zum Einsatz kommt, bessere im textilen Filz und die beste Qualität als Langfaser für Composite-Materialien in der Performance-Anwendung. Man muss ganzheitlich denken und die Prozesse ganzheitlich verstehen.“ Der Herausforderung, für den Bausektor relevanter zu werden, will sich Valentine

H O H E H A LT B A R K E I T B E I G LE ICHZE ITIG ER B IOLOG I SCH ER A B B A U B A R K E I T I S T S O E T WA S WIE DER HEILIGE GR AL DER B I O B A S I E R T E N M AT E R I A L F O R S C H U N G .

Troi mit ihrem Team stellen. „Wer in die Massenproduktion will, ist in der Baustoffindustrie sicher am richtigen Platz. Diesen Maßstabssprung auf die Baustelle wollen wir langfristig schaffen.“ Die Zeit wird zeigen, ob es sich bei den wissenschaftlichen Aktivitäten rund um die Naturfaser um ein – wie Troi in ähnlichem Kontext sagt – „Zukunftsmodell oder aber um Nischenromantik“ handelt. „Wir sind klein, wir sind agil, aber das heißt noch lange nicht, dass man unsere Ergebnisse beliebig skalieren kann.“ Damit die biobasierten Materialien reüssieren können, braucht es Kostenwahrheit, für die im Gebäudesektor ein Lebenszykluskosten-Ansatz inklusive Rückbau und Entsorgung sorgen könnte. Nicht zuletzt

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wird auch die Politik gefordert sein, sich zu deklarieren und biobasierte Baustoffe gegenüber fossilen – in welcher Form auch immer – besserzustellen. Ein anderer positiver Aspekt zeigt sich bereits jetzt: „Diese gewachsenen Rohstoffe bringen einen neuen Drive in die Materialtechnologie. Das Forschungsfeld wird viel weiblicher. Sobald es um nachwachsende Rohstoffe geht, liegt der Frauenanteil bei mindestens 50 Prozent.“ Dem Forschungsdrang rund um die Naturfaser scheinen bei Valentine Troi kaum Grenzen gesetzt. Dabei wird man mitunter auch mit wundersamen Ergebnissen belohnt. Oder wie die Architektin, die zur Materialforscherin geworden ist, mehrmals betont: „Die Natur ist ein Schalk!“

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DIE RENAISSANCE DES GARTENS Ein Garten ist nicht einfach ein Stück Land vorm Haus. Ein Garten ist Lebensqualität – praktisch und wohltuend, schön und gut.


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DER SIEGER

Der 2.500 Quadratmeter große Garten am Stadtrand von Krefeld im deutschen Nordrhein-Westfalen wurde von der Jury zum „Garten des Jahres 2025“ gekürt und überzeugte gleich in mehrfacher Hinsicht: „Der Entwurf des Landschaftsarchitekten Burkhard Damm ist herausragend im Umgang mit Material und Pflanze, besticht aber vor allem durch seine geschickte gestalterische Zonierung mit einem vorbildlichen Übergang in die freie Landschaft des Niederrheins. Von der Straße aus schafft der Vorgarten mit intensiver Bepflanzung eine einladende Atmosphäre und einen gestalterischen Übergang zum privaten Bereich. Wohnhaus und Garten bilden in Material, Gestalt, Form und Farbe eine nahezu mustergültige Einheit“, so Landschaftsarchitekt und Jurymitglied Jens Spanjer in seiner Laudatio. G A R T E N G R Ö S S E : 2.514 m2

P L A N U N G S B Ü R O : Burkhard Damm Landschaftsarchitektur, D – Kempen, www.damm-refugium.de A U S F Ü H R U N G : Zanders Garten- und Landschaftsbau, D – Viersen, www.zanders-gartenbau.de F O T O G R A F I E : Sabrina Rothe Photography, D – Köln, www.sabrina-rothe.de

GÄRTEN DES JAHRES 2025

Die 50 schönsten Privatgärten 2025, Konstanze Neubauer & Stephan Lenzen Callwey Verlag, 320 Seiten, EUR 61,70 Die Dokumentation zum gleichnamigen Wettbewerb bietet einen einzigartigen Überblick über die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum. Landschaftsarchitekt*innen, Gartengestalter*innen sowie Garten- und Landschaftsbauer werden dabei jährlich aufgerufen, besonders gelungene, realisierte Privatgärten einzureichen, die von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert werden. Das Buch zeigt eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster Projekte anhand von über 400 Farbabbildungen und Gartenplänen. Detaillierte Angaben zu Besonderheiten des Grundstücks, des Konzepts, der verwendeten Materialien und der Auswahl der Pflanzen runden die Gartenporträts ab. Der Wettbewerb zählt zu den wichtigsten Branchenevents. 2025 werden bereits zum zehnten Mal die Sieger gekürt. Zum siebten Mal wurden dieses Jahr außerdem die besten Produktinnovationen in Architects’ Choice gekürt. www.gaerten-des-jahres.com

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DER TIROLER

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er Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum. Meint der Schweizer Landschaftsarchitekt Dieter Kienast. Und dem ist durchaus etwas abzugewinnen. So ist es wenig verwunderlich, dass der Garten seit geraumer Zeit seine Renaissance erlebt. Garteln ist wie Yoga, nur mit Dreck unter den Nägeln. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, sehnen sich viele Menschen nach einem Gegenpol zum hektischen Alltag, und der Garten bietet genau das: Er ist ein Ort der Ruhe, der Entschleunigung und des bewussten Erlebens. Das Säen, Pflegen und Ernten erfordert Geduld und Hingabe – eine wohltuende Abwechslung zur digitalen und oft oberflächlichen Schnelllebigkeit. Auch die zunehmende Sensibilität für Umwelt und Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. „Ein Garten kann als Ort der Reflexion des Wertes von urbaner Natur angesichts des Klimawandels und der Verdichtungen in der Stadt dienen. Der Garten ist gleichzeitig Zeitlichkeit, Symbol der Jahreszeiten, der Veränderung, konkretes Aufeinandertreffen mit Natur und auch bei aller Virtualität der heutigen Zeit eben ein realer Raum“, schreibt Stephan Lenzen, freischaffender Landschaftsarchitekt und Präsident des BDLA – Bund Deutscher Landschaftsarchitekt*innen, in der Einleitung zum Buch „Gärten des Jahres 2025“, das jährlich begleitend zum vom Callwey Verlag ausgelobten gleichnamigen Wettbewerb erscheint.

DIE SCHÖNHEIT DES DRAUSSEN

Gärtnern ist eine Form des kreativen Ausdrucks. Das Gestalten von Beeten, das Arrangieren von Blumen und das Schaffen kleiner Rückzugsorte gibt Menschen die Möglichkeit, aktiv etwas mit ihren Händen zu tun. Studien zeigen, dass die Arbeit im Garten Stress reduzieren kann und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Die Kombination aus körperlicher Betätigung, frischer Luft und dem Erfolgserlebnis einer blühenden Oase wirkt wie Balsam für die Seele. Die Freude, selbst geernte-

Kann man auf 7 x 7 Metern eine ganze Landschaft gestalten? Man kann, wie Ludwig Stangelmayer beweist, der aus einem winzigen Reihenhausgarten in Innsbruck einen Ort der Ruhe und Kontemplation nach ostasiatischem Vorbild gestaltet hat. Es ist ein Garten, dessen schöne Details Aufmerksamkeit verlangen, der mit Symbolen arbeitet, die einiges Wissen über japanische Gärten verlangen. Ein fließender Übergang vom Innen ins Außen schafft Großzügigkeit. G A R T E N G R Ö S S E : 49 m2

P L A N U N G S B Ü R O : Ludwig Stangelmayer, Inngärten, Hall, www.inngaerten.at F O T O G R A F I E : Ludwig Stangelmayer

tes Obst und Gemüse auf dem Teller zu haben, schafft außerdem ein neues Bewusstsein für Qualität und Wertschätzung von Lebensmitteln. Doch selbst wenn im Garten nichts gezielt angepflanzt wird, entfaltet er eine besondere Schönheit. Wilde Wiesen und Blumen, natürliche Teiche oder von Moos bewachsene Steine schaffen eine ganz eigene Atmosphäre. Solche Gärten laden dazu ein, einfach nur da zu sein. Das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Blätter und das Spiel von Licht und Schatten wirken beruhigend und schenken eine tiefe Zufriedenheit. Die Natur erinnert uns daran, dass Schönheit nicht immer geplant oder perfekt sein muss, um zu berühren. Letztlich ist die Wiederentdeckung des Gartens Ausdruck eines tieferen Wandels: die Sehnsucht nach einer bewussteren, nachhaltigeren und menschlicheren Lebensweise. Sie zeigt, dass der Wunsch nach Erdung und Natürlichkeit in einer digitalen Welt lebendiger ist denn je.

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R AU M F Ü R MÖGLICHKEITEN Ein Garten ist ein Ort, an dem der Alltag ein Stück leiser wird. Zwischen Blumen, Sträuchern, Beeten und Rasenflächen entsteht ein Raum, der sich individuell gestalten lässt – mal nützlich, mal verspielt oder beides zugleich.

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b als Rückzugsort für ruhige Stunden, als Treffpunkt für Familie und Freunde oder als kreatives Projekt für Hobbygärtner*innen: Ein Garten bietet viele Möglichkeiten, den eigenen Lebensstil unter freiem Himmel fortzusetzen. Schon das einfache Draußensein hat seinen Reiz – barfuß über das Gras laufen, die Hände in die Erde stecken, die Jahreszeiten mit allen Sinnen erleben. Ein Garten entschleunigt. Er verbindet auf natürliche Weise mit der Umgebung und schafft einen Gegenpol zur

oft schnelllebigen Welt außerhalb des eigenen Zuhauses.

ALLTAGSPAUSE

Und dann ist da der Pool – ein Element, das alles ergänzt, was der Garten ohnehin schon bietet, und den Raum um eine besondere Qualität erweitert. Schnell wird er zum Mittelpunkt des Sommers: Hier startet man morgens erfrischt in den Tag, kühlt sich an heißen Tagen ab, spielt mit den Kindern oder sitzt abends entspannt am Wasser–

der Pool macht den Garten zum persönlichen und unmittelbaren Naherholungsgebiet. Kein Verkehr, keine Menschenmassen, keine Anfahrt. Johannes Wammes kennt sich aus mit dem Draußen. Seit vielen Jahren plant er individuelle Gärten, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Nutzer*innen orientieren und jede Raumsituation optimal bespielen. Kompakt oder weitläufig, opu­ lent oder modern und klar, ganz natürlich oder nützlich-funktional. Jeder Garten ist


© BIOTOP, VICTOR LISKA, GARTEN WAMMES

GARTEN WAMMES

Dank zahlreicher Optionen lässt sich der Pool perfekt an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anpassen: Variantenreiche Treppen erleichtern den Einstieg, eine Dusche sorgt für Erfrischung und die Unterwasserbeleuchtung auch im Dunkeln für ein stimmungsvolles Ambiente. Die Lammellenabdeckung schützt vor Schmutz und hält die Wärme, wenn es wieder kühler wird. In Kombinition mit einer Beheizung, die sich unkompliziert mit der Hausheizung kombinieren oder unabhängig mittels Luft-Wärmepumpe ausführen lässt, kann die Badesaison im Freien so um mindestens zwei Monate verlängert werden.

der Spiegel der Bewohner*innen. Garten Wammes ist außerdem einer von rund 80 Lizenzpartnern von Biotop und hat über die Jahre bereits zahlreiche Biopools umgesetzt, die ebenso einzigartig sind wie jeder einzelne Garten. Auf kleinen Flächen und auf großen, im Freien und indoor. Diese Naturpools kommen gänzlich ohne giftige Chemikalien und Chlor aus und sind deshalb absolut geruchlos. Einmal befüllt, kann das Wasser dank einer speziellen Filtertechnik außerdem über Jahre im Pool bleiben. Die hält es stets klar und lebendig, sodass sich jeder Aufenthalt im Pool wie ein Bad in einem kristallklaren Bergsee anfühlt. Und das mitten im eigenen Garten. Sogar im Winter kann das Wasser im Becken bleiben, so werden die Pools von Garten Wammes zu echten Meistern der Nachhaltigkeit. Ein eigens entwickeltes Living-Pool-Converter-System ermöglicht es, auch bereits verbaute, klassische Pools entsprechend nachzurüsten und sie ohne großen Aufwand auf biologischen Betrieb umzustellen. „Wir durften in der Vergangenheit bereits zahlreiche Projekte für unsere Kund*innen umsetzen und sehen aus dieser Erfahrung, dass die biologischen Pools auch nach Jahren tatsächlich dauerhaft und nachhaltig funktionieren“, sagt Johannes Wammes. „Wir konnten auch schon einige Indoor-Varianten installieren – die Nutzer*innen sind begeistert.“

NEUE WOHLFÜHL - DIMENSION

„ J E D E R N AT U R - P O O L WIRD SPEZIELL G E F E R T I G T. D I E G E S TA LT U N G S MÖGLICHKEITEN S I N D V I E L FÄ LT I G . DURCH ZAHLREICHE O PT I O N E N W I R D JEDER POOL SO ZUM INDIVIDUELLEN E I N Z E L S T Ü C K .“ Joh a n nes Wa m mes

Jeder von Garten Wammes geplante Pool ist ein Unikat und wird für jeden Kunden individuell gefertigt. Wenn es schnell(er) gehen soll, kann er sogar als Fertigteilbecken im Ganzen angeliefert werden. Verschiedenes optionales Zubehör macht ihn dazu zur absoluten Wohlfühl- und Entspannungsoase. Wer es sportlich mag, integriert eine Gegenstromanlage, Massagedüsen sorgen für die Extraportion Wellness (die Kombination aus beiden macht den Garten quasi zum kleinen Home-Spa). Unterwasserlautsprecher bringen die Lieblingsmusik nach draußen, eine Treppe erleichtert den Einstieg und eine Lamellenabdeckung in Kombination mit einer Heizung verlängert die Outdoorsaison. Natürlich ist auch das Drumherum frei gestaltbar – Pflanzen, Relaxzonen, Dusche, alles geht. Und mit der entsprechenden Beleuchtung wird der Pool zur kunstvoll-beruhigenden Skulptur, sobald es draußen dunkel wird und man bei einem gemütlichen Glas Wein den Tag ausklingen lässt. PR

GARTEN WAMMES Johannes Wammes Schlierenzau 37, 6425 Haiming Tel.: 05266/87 173 info@gartenwammes.at

www.gartenwammes.at

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WOHLFÜHL- DRAUSSEN

Lichterketten sind die perfekten Stimmungsmacher. Diese handgeflochtene Bambusvariante von Madam Stoltz sorgt mit ihren acht Leuchten für eine ganz besondere Atmosphäre. Eigentlich ist sie eher für innen gedacht, uns gefällt sie auch draußen außerordentlich gut, ist dann allerdings gern unter Dach. Um 69,95 Euro gesehen im APFIs in Wattens.

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Happy Gardening G RÜ N E R DAU M E N , G U T E L AU N E: S O M AC H T DA S D R AU S S E N F R E U D E .


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„IN DEN KLEINSTEN DINGEN ZEIGT D I E N AT U R D I E G R Ö S S T E N W U N D E R . “ C a rl von L i n né

MIT LIEBE

Eiswürfelformen sind ein echtes Sommer-Must-have. Die von Eulenschnitt mögen wir besonders. Um 11,95 Euro erhältlich im APFIs in Wattens.

LOUNGEN UND CHILLEN MULTIFUNKTIONAL

POETISCH

Modedesigner Jean-Charles de Castelbajac kennt sich zwar eher mit Stoffen aus, kann jedoch offensichtlich auch Metall ganz gut. Für fermob hat er „Ange“ designt und dem ikonischen Stuhl 1900 eine poetische Anmutung verpasst. Verschiedene Farben um je 475 Euro. fermob gesehen bei Virsalis in Innsbruck.

Gartenbank und Schubkarre in einem, also quasi Ruheliege und Arbeitsgerät. Die rollbare Bank ist aus robustem Eichenholz gefertigt und ein praktischer, mobiler Sonnenplatz. Gesehen in Roswitha Gundolfs Rosalon in Hall um 698 Euro.

Anfang April hat Wetscher nach Fügen geladen und ist mit einem großen Fest in die Outdoorsaison gestartet. Zahlreiche Designliebhaber waren bei der Eröffnung der neuen Gartenmöbelausstellung dabei. Die Wetscher Wohngalerien standen dabei vom Braukeller bis zum Rooftop ganz im Zeichen der warmen Jahreszeit, Haubenkoch Thomas Grander verwöhnte dazu mit kulinarischen Köstlichkeiten der Saison. Wer sich selbst inspirieren lassen möchte: Die neue Gartenmöbelausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

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BLUME DES JAHRES

Sollen Sie noch überlegen, welches Blümchen sich gut in Ihrem Garten macht: Die „Qualität Tirol“-Gärtner*innen wählten heuer die Petunia Mini Vista „Hot Pink“ zur Blume des Jahres. Unter dem Namen „YOKO“ begeistert diese besondere Petunie mit ihrer leuchtend pinken Blütenpracht, einer langen Blütezeit und einer beeindruckenden Widerstandsfähigkeit – ein echtes Statement für Lebensfreude und Naturschönheit.

STYLISH ARBEITEN

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Gartenarbeit geht auch richtig stylisch. Mit den lässigen Gartenutensilien zum Beispiel, die wir im House of Ambacht in Innsbruck entdeckt haben. Der neue Conceptstore von Anna Wieser hat erst vor Kurzem geöffnet und wir sind schon Fans. Gartenschere um 39 Euro, Kräuter-/ Blumenschere um 36 Euro, Handgrubber und Schaufel um je 59 Euro. Alle Produkte sind aus hochwertigem Carbonstahl und in Japan handgemacht.

WER EINEN G A R T E N B E S I T Z T, H AT A L L E S , WA S E R B R A U C H T.

VOGELFREUDEN

Vogeltränken dienen Vögeln als Trink- und Badequelle besonders in heißen und trockenen Zeiten. Die Version, die wir im Rosalon in Hall gesehen haben, ist auch richtig chic. 59 Euro.

ITALIENISCH FÜR FORTGESCHRITTENE

Im vergangenen Jahr hat Wetscher in Fügen Österreichs größtes Poliform-Studio eröffnet. Mit dabei sind auch wirklich lässige Outdoormöbel wie die Kollektion Mad Out von Marcel Wanders, bei der vor allem die raffinierte Flechttechnik ins Auge fällt. Sessel und Sofas sind individuell kombinierbar und passen sich jedem Platzangebot an.

COOL BLEIBEN

Wenn’s draußen so richtig heiß wird, haben wir einen Tipp für Sie: die lässigen Handfächer von Be Famous nämlich. Die sind aus Stoff und nachhaltigem Holz und eignen sich auch perfekt, um auf der Terrasse vor sich hin zu fächeln. Schon seit Jahrhunderten sind Fächer DAS Accessoire für starke Frauen – praktisch und elegant zugleich und mit einem coolen Spruch gleichzeitig ein Statement. In jeder Verpackung ist außerdem eine stylische Handykette mit dabei. Verschiedene Varianten gesehen im Büro im Laden in Hall. 17,50 Euro pro Stück.


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UNSICHTBARE FRAUEN


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Unverschämt spät rücken jene ersten Architektinnen ins Rampenlicht, die ihre Spuren im Land Tirol hinterlassen haben. Wie in zahlreichen Bereichen des Lebens und der Kunst haben viele von ihnen ein Schattendasein geführt – neben oder hinter ihren Männern. TEXT: ALEXANDRA KELLER

ZAHA HADIDS SPUREN IN INNSBRUCK WERDEN FÜR IMMER G R O S S E S T R A H L K R A F T B E H A LT E N . E I N S T R A H L E N , DA S A N D E R E N ARCHITEKTINNEN, TIROLER hre Werke prägen die Tiroler Landeshauptstadt auf ziemlich beeindruckende Weise. Mit der Bergiselschanze auf der einen und der Hungerburgbahn auf der anderen Seite des Inns hat Zaha Hadid (1950–2016) zwei Bauwerke hinterlassen, die Innsbruck regelrecht in eine ästhetische Zange nehmen. Mit prächtigen Kurven, dynamischen Formen und einem durchwegs machtvollen Charakter, der nicht nur den ihren, sondern auf Umwegen auch den der Innsbrucker Alt-Bürgermeisterin Hilde Zach widerzuspiegeln scheint. Auf ihre Art waren sie wohl beide wilde Weiber. Der wilden Hilde stand der visionäre Sinn jedenfalls nach neuen Blickfängen und neuen Zeichen, mit der ihre Stadt strahlen sollte. Für gleich zwei große bauliche Pulsgeber heuerte sie eine Architektin an, die sich mit ihrer löwinnenhaften Art und einer Formensprache, die so manchen Architektenmann verdutzt kuschen ließ, an die Spitze dieser Profession gebaut hat. Wird von Hadid gesprochen oder geschrieben, kommt der Hinweis auf ihr Temperament und ihre Launenhaftigkeit fast wie das Amen im Gebet. Wird über männliche Architekten gesprochen oder geschrieben, finden sich derartige Seitenhiebe auf mutmaßliche Charakterschwächen so gut wie nie. Das Werk zählt. Und aus. Zaha Hadid wird es wohl egal gewesen sein, was da so alles über sie gedacht, gemunkelt oder geschrieben wurde. 2004 erhielt sie als erste Frau den Pritzker-Preis, die bedeutendste Ehrung in der Welt der Architektur. Auch ewige Anerkennungen wie diese tragen dazu bei, dass Hadids Innsbru-

ARCHITEKTINNEN DER ERSTEN ODER ZWE ITE N STU N DE N , VE RWE H RT G E B L I E B E N I S T.

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FRAUEN -ARCHITEKTUR Rund elf Prozent der Architekten in Tirol und Vorarlberg sind weiblich, was die Vermutung, dass Architektur nach wie vor männerdominiert ist, recht nüchtern mit nackten Zahlen bestätigt. Als die Innsbrucker reiter design gmbh zu einem Gespräch „über Frauen und Männer, Architektur und das Bauen“ in das damals gerade im Bau befindliche Motel One – am Kopfende des Innsbrucker Hauptbahnhofs – lud, stellten die Tiroler Architektinnen Barbara Poberschnigg, Iris Reiter, Teresa Stillebacher und Julia Matt-Schatz fest, dass „wir Frauen noch immer viel mehr Einsatz bringen müssen, um annähernd dieselbe Akzeptanz zu erreichen wie die männlichen Kollegen“. Im rohen Rahmen wurde auch in den Raum gestellt, dass Architektinnen „anscheinend zu wenig John-Wayne-Mentalität haben“ und das Licht noch immer zu häufig unter den Scheffel gestellt werde. Eine doch bittere Tradition angesichts der gestalterischen Urkräfte, die Architektinnen entfalten beziehungsweise – seit sie „dürfen“ – entfaltet haben.

cker Spuren für immer große Strahlkraft behalten. Ein Strahlen, das anderen Architektinnen, Tiroler Architektinnen der ersten oder zweiten Stunden, verwehrt geblieben ist. „Sie waren oft besser als die Männer“, sagt Arno Ritter. Der Leiter des aut.architektur und tirol weiß, wovon er spricht, und spricht er von den Männern, so meint er im Fall der ersten Architektinnen des Landes meist ihre Männer. „Da hat es einige Kombinationen gegeben. Ich denke da an Charlotte und Karl Pfeiler oder Christa und Hermann Zelger“, verweist Ritter etwa auf zwei große Namen, deren Bauspuren sich durch das Land ziehen, wobei der Anteil der Frauen meist unerwähnt geblieben ist oder auf schwer lesbare Fußnoten verbannt. Kaum jemand weiß, dass Verena Achhammer (1927–2012), die Frau des Gründers von ATP architekten ingenieure, ebenso Architektin gewesen war. Ihren späteren Mann hatte sie während des Architekturstudiums in Zürich kennen gelernt, ihn im Abschlussjahr 1952 geheiratet und ihr großes Raumgespür nur erstmals im 1956 errichteten Wohn- und Bürohaus in Innsbruck Sadrach umgesetzt. „Bis das aut daran ging, sie sichtbar zu machen, waren diese Architektinnen alle nicht bekannt. Sie sind wirklich hinter den Büros gestanden, in den Küchen und in den Kinderzimmern und haben in der Nacht


© ARNO RITTER

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Liane Zimbler plante im Auftrag des österreichischen Schriftstellers Walter Eidlitz dessen Berghaus in Gnadenwald. 1938 wurde es fertiggestellt.

gezeichnet. Nur Liane Zimbler kannte man, doch sie hatte eine andere Geschichte“, weiß die Innsbrucker Architektin Elisabeth Senn, die hinter Margarethe Heubacher-Sintobe das älteste weibliche Mitglied der heimischen Architekt*innen-Kammer ist. Liane Zimbler war 1892 im böhmischen Prerau zur Welt gekommen und hatte als außerordentliche Hörerin – offiziell wurden Frauen in Österreich erst ab 1919 an den Technischen Hochschulen zugelassen – an der TH Wien studiert. Bereits 1918 wurde das erste von ihr geplante Haus in Bad Aussee gebaut, ab 1924 arbeitete sie in ihrem eigenen Atelier und 1938 legte Liane Zimbler als erste Frau in Österreich die Ziviltechnikerprüfung ab. In diesem Jahr wurde auch das Berghaus fertiggestellt, das sie im Auftrag des österreichischen Schriftstellers Walter Eidlitz in Gnadenwald geplant hatte. Arno Ritter hatte die Gelegenheit, dieses Holzhaus mit Satteldach nicht nur von außen, sondern auch von innen zu betrachten – und zu bewundern. Er sagt: „Das räumlich Komplexe mit den vielen Innenraumdetails – da spürst du den Loos-Einfluss. Echt schön.“ Es war wohl das letzte echt Schöne, das Liane Zimbler in Österreich beziehungsweise Europa umsetzen konnte. „Sie war Jüdin und

emigrierte noch 1938 nach Los Angeles, wo sie dann hauptsächlich als Innenarchitektin arbeitete“, erzählt Arno Ritter.

JA, WO SIND SIE DENN, DIE FRAUEN?

Diese schlimme ist die andere Geschichte, die Elisabeth Senn meinte. Sie beschäftigt sich intensiv mit den Tiroler Frauen im wie am Bau, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. Das Sichtbarmachen der Architektinnen prägte auch ihre Zeit in der Kammer der Ziviltechniker*innen. Arch+Ing | Tirol und Vorarlberg, in der sie 2004 die

Gründung des Ziviltechnikerinnenausschusses initiiert hatte. Auf den entscheidenden Tiroler Schritt folgte die Einrichtung von Ziviltechnikerinnenausschüssen auch in den anderen Länderkammern sowie in der Bundeskammer und der Funke, der all dies auslöste, spricht Bände für den Kampf um Wahrnehmung, den Frauen auch in dieser Profession führen mussten beziehungsweise müssen. Elisabeth Senn hatte beim Land – der Geschäftsstelle Dorferneuerung – nachgefragt, warum nicht mehr Frauen, Architektinnen, Kolleginnen zu den geladenen Wettbewerben eingeladen werden: „Der Herr, mit dem ich da gesprochen habe, fragte: Ja, wo sind sie denn, die Frauen? Da dachte ich, okay, jetzt machen wir uns sichtbar. Ich bin dem Herrn, wer immer das war, sehr dankbar.“ „Ihre Arbeiten sind unbekannt, unterschätzt und überraschend“, sagt Arno Ritter zu den immer mal wieder entdeckten Bauwerken der Pionierinnen im Schatten, die ihm ein erkennendes und vor allem anerkennendes „Ja hoi!“ entlocken. Was die ersten Tiroler Architektinnen verbindet, was der rote Faden ihrer Biografien ist, meint Elisabeth Senn schlicht: „Das Trotzdem.“ Das Kämpferische dieses Wortes klingt fast zu sympathisch, selbst wenn es für viele der ersten Architektinnen „halt so war“, dass die Männer in der Öffentlichkeit standen und sie die Nacht nutzen mussten, um zu zeichnen. Vor diesem Hintergrund und durch eine aufgeklärte Brille betrachtet, wirkt das Erbe der 2019 verstorbenen Architektin Christl Stigler da besonders trist. „Es tut mir sehr leid, dass sie zu Lebzeiten nie die Anerkennung bekommen hat, die sie verdient hätte“, sagt Arno Ritter. Christl Stigler war die Schwiegertochter Wilhelm Stiglers, der neben Lois Welzenbacher, Clemens Holzmeister oder Franz

„ B I S DA S AU T DA R A N G I N G , S I E S I C H T B A R Z U M A C H E N , WA R E N VIELE ARCHITEKTINNEN NICHT B E K A N N T. S I E S I N D W I R K L I C H H I N T E R D E N B Ü R O S G E S TA N D E N , I N D E N KÜCHEN UND IN DEN KINDER ZIMMERN U N D H A B E N I N D E R N AC HT G E Z E I C H N E T. “ E l i s abet h S en n


© ARCHIV FÜR BAUKUNST DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK

Baumann als einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts in Tirol gilt. Die Markthalle in Innsbruck gehört zu den bekanntesten Gebäuden des Architekten, dessen Sohn Willi Stigler jun. 1954 in das Architekturbüro des Vaters eintrat und 1956 Christl Powondra heiratete, die damit den Namen Stigler annahm. Das Lebenswerk ihres Schwiegervaters umfasste laut einer 2018 erschienenen Publikation über 900 Entwürfe. „Es heißt, dass Christl Stigler eigentlich die meisten Entwürfe im Büro gemacht hat“, erzählt Elisabeth Senn Erstaunliches über die Zeit, nach der die Schwiegertochter im Architekturbüro der Familie mitarbeitete. Wenn es Christl Stigler aber gelungen ist, aus den mächtigen Schatten herauszutreten, dann zeigte sie noch Erstaunlicheres. Und Großes. Kurz bevor Anfang 2024 am Innsbrucker Franziskanerplatz das Haus Museumstraße 1 abgerissen wurde und eine bizarre Blicklücke hinterließ, hatte Elisabeth Senn eine Verabschiedung der echt anderen Art organisiert. Ein bauliches Kleinod wurde dort gewissermaßen zu Grabe getragen. Denn in der Museumstraße 1 war Christl Stigler mit dem Bau der Be-Be-Bar 1966 ein architektonisches Meisterwerk gelungen, das ihre späteren Kollegen nachhaltig faszinierte. „Sie dachte anders, verwendete Materialien neu, Materialien, die eigentlich einen ganz anderen Sinn hatten“, sagt Elisabeth Senn. Ein verbales Chapeau! wid-

© ARCHITEKTURZENTRUM WIEN/MARGHERITA SPILUTTINI

eco.architektur

Die Medienpräsenz, die dem Haus Larcher am Weerberg von Architektin Margarethe Heubacher-Sentobe zuteil wurde, ist außergewöhnlich. Medial schaffte es das Haus bis nach Japan.

OFFIZIELL WURDEN FR AU EN IN ÖSTERREICH ERST AB 1919 AN DEN TECHNISCHEN HOCHSCHULEN ZUGEL ASSEN.

mete auch der Innsbrucker Architekt Rainer Köberl der Planerin der Be-Be-Bar. Für das aut-Magazin hielt er in einem Artikel mit dem Titel „christl stigler im schatten – ihr ‚bebe‘ – ein kleinod“ fest: „Ich wäre gerne einmal im Original drinnen gesessen, habe aber leider nur ‚hineingespechtelt‘, vielleicht hat mir die Klientel damals nicht gefallen. Jedenfalls war diese Arbeit Christl Stiglers ein Highlight in Innsbruck, vielleicht sogar bedeutender als die sehr wohl beachteten Gasträume ihrer Kollegen.“ Die Decke aus sichtbar belassenen, Mann an Mann verlegten „Katzenbergerträgern“ habe mit den leicht gewellten Flächen aus Drahtglas vor weißen oder grau gemalten Wänden kontrastiert sowie den Aluminium- und Chromflächen – je nach Funktion geordnet – und dem warmen braunen Leder für Bänke, Sessel und Barhocker. „Alles auf schwarzem Schieferboden und hinten, nach den kräftigen, gemauerten Betonsteinlaibungen und den Alutafeltüren, die WCs in hellgrauem Kleinmosaik“, schrieb Köberl. Alles nicht mehr da. „Ein Haus von ihr gibt es noch, in Patsch“, weiß Arno Ritter. Auch dieses 1973/74 entstandene Ferienhaus, das Haus Faistenberger, besticht durch eiArchitektin Christl Stigler, Schwiegertochter von Wilhelm Stigler, schuf mit der Be-Be-Bar 1966 ein architektonisches Meisterwerk in der Innsbrucker Museumstraße, das viele ihrer Kollegen nachhaltig faszinierte.

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„ DI E BAUWER K E DER A RCH ITEKTON I SCH EN PIONIERINNEN S I N D U N B E K A N N T, U N T E R S C H ÄT Z T U N D Ü B E R R A S C H E N D.“ A r no R it t er

ne feine Eleganz und eine superfeinsinnige Verwertung alter Baumaterialien – etwa mit dem Ofen, der aus alten Abbruchziegeln gefertigt wurde. Ritter: „Es steht jetzt unter Schutz. Sonst ist von ihr als Autorin aber nichts mehr vorhanden.“ Jedenfalls nichts, auf dem ihr Vorname steht.

WEIBLICHE ARCHITEKTURSPUREN

© ARNO RITTER

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Das Haus Faistenberger in Patsch besticht durch eine feine Eleganz und eine feinsinnige Verwertung alter Baumaterialien. Geplant hat es Architektin Christl Stigler, entstanden ist es in den Jahren 1973/74.

Aus dem sich nur mühsam lichtenden Nebel erster weiblicher Architekturspuren in Tirol sticht die 1945 in Schwaz geborene und dort auch wohnhafte Margarethe Heubacher-Sentobe heraus – wie ein Highlight aus den dunklen Bauschatten. Arno Ritter bezeichnet Margarethe Heubacher-Sentobe als „die einzige Tiroler Architektin der älteren Generation, die weltweit anerkannte Projekte gemacht hat“ – und immer noch aktiv ist. Recht außergewöhnlich – von Österreich über Italien bis Japan reichend – war etwa die Medienpräsenz, die ihr für das Haus Larcher zuteil wurde, das sie für den Pianisten in Innerst am Weerberg geplant hatte. „Ich habe sie im Landeskulturrat für den Großen Preis vorgeschlagen, weil ich einerseits ihre bekannten Projekte sehr schätze, sie aber auf der anderen Seite viele Umbauten von Dachböden und Wohnungen im ganzen Land gemacht hat, was nicht unwesentlich ist für eine Veränderung von Gestaltungskultur“, hebt Ritter den starken Einfluss hervor, den die Architektin neben ihren High-End-Zeichen mit Basisarbeit geleistet hat. Von der Kunstkritikerin, Journalistin und Autorin Liesbeth Waechter-Böhm wurde Margarethe Heubacher-Sentobe im Rahmen eines Interviews mal auf die Schwierigkeiten angesprochen, die Frauen früher gehabt haben müssen, um in der Architekturszene mitzumischen. Sie antwortete: „Für mich kann ich das nicht bestätigen. Ich habe deswegen nie Schwierigkeiten gehabt.“ Das ist vielleicht das größte TROTZdem.


NATURAL ACOUSTIC

Individuell anpassbar, ästhetisch überzeugend und rundum wirksam: Mit FRAMY bringt Natural Acoustic ein Akustiksystem auf den Markt, das Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit vereint.

N AT Ü R L I C H E S T I L L E F Ü R M O D E R N E R ÄU M E In Zeiten offener Bürolandschaften, Co-Working-Spaces und flexibler Raumkonzepte wird gute Akustik zur Grundlage für Konzentration, Effizienz und Wohlbefinden. Die Antwort auf diese Herausforderung kommt aus Tirol – konkret aus Mutters bei Innsbruck. T E X T : D O R I S H E LW E G

N

atural Acoustic plant Raumakustikkonzepte und produziert nachhaltige Akustiklösungen aus natürlichen Materialien. Durch innovative Kombinationen von Wolle, Filz, Flachs, Hanf und Holz entstehen Schallabsorber für Wand und Decke, Raumteiler sowie Trennwände, die nicht nur störenden Nachhall reduzieren, sondern gleichzeitig das Raumklima auf natürliche Weise verbessern. Gegründet im Februar 2020 von Franco Riedl (Design & Produktentwicklung) und Thomas Häder (Marketing & Vertrieb), vereint das Unternehmen Handwerk, Design und Umweltbewusstsein zu einer klaren Mission: Räume hörbar besser machen. Zahlreiche Unternehmen wie die Tirol Werbung, die Tiroler Versicherung, Gutmann, die Hypo Tirol oder Tiroler Sparkasse vertrauen bereits auf die natürlichen Akustiklösungen von Natural Acoustic.

OPTIMALE RAUMAKUSTIK MIT FRAMY

Mit der brandneuen Produktlinie FRAMY bietet Natural Acoustic eine ebenso wirksame wie ästhetische Lösung für eine optimale Raumakustik. Die innovativen Schallabsorber

FLEXIBEL UND VIELSEITIG

Franco Riedl und Thomas Häder, Gründer und Geschäftsführer der Natural Acoustic

bestehen aus Schurwolle, Flachs und Holzfaser – Materialien, die nachhaltig sind und funktionale Vorteile bieten. Durch ihre natürliche Struktur absorbieren sie störende Schallwellen über ein breites Frequenzspektrum und schaffen ein angenehmes akustisches Umfeld.

FRAMY ist so flexibel wie die Anforderungen moderner Raumkonzepte: Als Wandabsorber, mobiler Raumteiler, hängende Akustiklösung oder verbindbares Trennwandsystem – das modulare Design ermöglicht individuelle Konfigurationen für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Ob Büro, Besprechungsraum, Lounge oder Bibliothek – FRAMY lässt sich so gut wie überall maßgeschneidert integrieren. Die mobilen Varianten sind wahlweise mit Rollen, Holzfüßen oder Holzbeinen erhältlich, hängende Elemente können mit Drahtseilen von der Decke abgehängt werden. So wird nicht nur die Akustik verbessert, sondern auch die Zonierung von Räumen elegant gelöst.

FUNKTION TRIFFT GESTALTUNG

Neben der akustischen Wirksamkeit überzeugt FRAMY zudem mit seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Die Absorber sind bepinn- und bedruckbar, ideal für Logos, Visualisierungen oder kreative Statements. Erhältlich in verschiedenen Größen, Formen und Stoffen fügt sich FRAMY harmonisch in jedes Raumkonzept ein – ob ruhig und zurückhaltend oder bewusst als gestalterisches Element. www.natural-acoustic.at PR

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DIFFERENZIERTE Wie entwickelt sich der Tiroler Immobilienmarkt in diesem Jahr? Zwei Immobilienexperten analysieren aktuelle Preistrends, Marktveränderungen und beleuchten Chancen und Risiken für Käufer*innen und Investor*innen. TEXT: MICHAEL KORDOVSKY

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aut Statistik Austria hat sich der Rückgang des Häuserpreisindex in Österreich von 2023 auf 2024 von –2,9 auf –0,2 Prozent verlangsamt. Neuer Wohnraum verteuerte sich 2024 bereits um 2,7 Prozent nach –0,3 Prozent im Jahr 2023, während sich bestehender Wohnraum noch immer rückläufig entwickelte. Die Wohnungspreise in Tirol stiegen indes leicht an. Wie es in Tirol heuer weitergeht, dafür beschreibt Ingmar Schwabl, Geschäftsführer s REAL Tirol, eine durchwachsene Entwicklung: „In urbanen Gebieten wie Innsbruck haben sich die Preise konsolidiert, während in B- und C-Lagen leicht fallende Preise zu beobachten sind. Die stärkere Nachfrage konzentriert sich auf Bestandsimmobilien, wobei Lage und Situierung der Immobilie sowie die Größe und das jeweilige Preissegment entscheidend sind. Die demografische Entwicklung, das begrenzte Angebot und die Zinsentwicklung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewinnen zunehmend an Bedeutung.“ Er zeigt dazu folgende regionale Unterschiede: „Auf der regionalen Ebene zeigt sich ein durchaus gemischtes Bild für Tirol. In innerstädtischen Lagen bleiben die Preise für Wohnungen stabil bzw. steigen derzeit schon wieder leicht an. In den ländlichen Regionen ist mit einer Stagnation bzw. einem leichten Rückgang der Preise zu rechnen. Bauträgerfähige Grundstücke sind derzeit nur mit wesentlich längeren Vermarktungszeiträumen zu veräußern, auch ist der Grundanteil pro Quadratmeter Wohnfläche gesunken. Trotzdem bleibt Bauland, allein anhand der Topografie, ein rares Gut und die Preise bleiben auf hohem Niveau – in Abhängigkeit der möglichen Bebauungsdichten.“


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B E T R AC H T E T M A N D E N K AU F VO N S E I T E N D E R A N L EG E R * I N N E N , DA N N S I N D K L A S S I S C H E A N LEG E RWO H N U N G E N I N I N N S B RU C K D E R ZE IT ALLES ANDERE ALS GÜNSTIG.

Auf „ein differenziertes Bild, das sowohl von makroökonomischen Rahmenbedingungen als auch von regionalen und lokalen Gegebenheiten geprägt ist“, verweist Lorenz Sigl, Leiter Immobilien Infina: „Besonders auffällig ist die immer noch verlängerte Vermarktungsdauer, die aktuell im Durchschnitt zwischen drei und sechs Monaten liegt. Bei speziellen oder hochpreisigen Immobilien kann sich dieser Zeitraum auch auf mehr als sechs Monate erstrecken. In städtischen Ballungsräumen wie Innsbruck bleibt die Nachfrage nach gut erhaltenen Bestandswohnungen in zentralen Lagen hoch, was zu moderaten Preissteigerungen führt. Neubauobjekte hingegen sind aufgrund des anhaltend hohen Zinsniveaus für langfristige Zinsabsicherungen, politischer Unsicherheiten und der eingeschränkten Leistbarkeit weniger gefragt. Interessent*innen prüfen Finanzierbarkeit und laufende Belastungen zunehmend kritisch, wobei die Gesamtkosten inklusive Betriebskosten und zukünftiger Sanierungsbedarf den Ausschlag geben. Die Bedeutung professioneller Finanzierungsberatungen und individuell zugeschnittener Strategien nimmt weiter zu.“ Ein wichtiger Marktindikator sind zudem die Transaktionszahlen, aus denen sich entsprechend der Preisentwicklung Kauf- oder Verkaufsdruck ablesen lässt. Hier zeigt sich ein deutlicher Rückgang. „Die Zahl der Verbücherungen für Einfamilienhäuser und Wohnungen ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 15 Prozent gesunken. Besonders stark betroffen ist der Neubaubereich, während sich der Markt für Bestandsimmobilien bereits stabilisiert“, so Sigl. Bezüglich Baugründe vermerkt er, dass die Preisvorstellungen vieler Grundstückseigentümer noch geprägt von den Rahmenbedingungen der Niedrigzinsphase angesichts gestiegener Baukosten und Finanzierungskosten zunehmend unrealistisch erscheinen. Ein spürbarer Verhandlungsdruck zwischen Käufer*innen und Verkäufer*innen ist die Folge. Zusätzlich kann in einigen Gemeinden eine zunehmend restriktive Auslegung der Bebauungsbestimmungen die Nutzbarkeit von Grundstücken erschweren. Die Folge: „Im ersten Quartal 2025 verzeichnete der Markt für Baugrundstücke in Tirol einen Rückgang der Verbücherungen um über 30 Prozent, was die angespannte Marktstimmung verdeutlicht“, so Sigl.

ENTWICKLUNG

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Betrachtet man den Kauf von Seiten der Anleger*innen, dann sind klassische Anlegerwohnungen in Innsbruck derzeit alles andere als günstig. Zu genauen Zahlenangaben sagt Schwabl: „Die Mietpreise für Wohnungen im Neubausegment liegen bei etwa 20 Euro pro Quadratmeter und mehr exklusive Betriebskosten. Bei Kaufpreisen von im Schnitt von über 8.500 bis 9.000 Euro pro Quadratmeter ergibt sich eine Mietrendite von ca. 2,5 bis 2,7 Prozent. Die reine Anlegerwohnung, die eine hohe Mietrendite verspricht, wird aktuell im Neubausegment im urbanen, städtischen Gebiet von Innsbruck sehr schwer zu finden sein. Dennoch ist eine Investition in der Hauptstadt von Tirol langfristig eine sichere Sache.“ Auch der Innsbrucker Bestandsmarkt (Sekundärmarkt, gebrauchte Wohnungen) hat seine Preise: „Die Mietpreise für Bestandswohnungen liegen bei ca. 16 bis 20 Euro pro Quadratmeter exklusive Betriebskosten abhängig von Lage und Größe. Bei Kaufpreisen im Durchschnitt von ca. 5.800 Euro pro Quadratmeter ergibt sich eine Mietrendite von etwa 2,5 bis 3,0 Prozent. Allerdings kann durch eine entsprechende Renovierung/Sanierung hier eine höhere Mietrendite erzielt werden“, quantifiziert Schwabl und ergänzt: „Generell kann man sagen, dass Tirol am Immobilienmarkt auch in Zukunft interessante Möglichkeiten für Investoren bieten wird. Aufgrund der demografischen und topografischen Situation ergeben sich hier diverse Möglichkeiten, ein wertstabiles Investment zu tätigen.“

VERHANDLUNGSSPIELRÄUME

Die Angebotspreise für Immobilien, die in diversen Immobilienportalen, Aushängen und Zeitungen zu finden sind, sind in der Regel nicht in Stein gemeißelt. Je nach Marktsituation bestehen unterschiedliche Verhandlungsspielräume, so Sigl: „Der Verhandlungsspielraum auf dem Tiroler Immobilienmarkt ist 2025 spürbarer als in den Jahren der Hochkonjunktur, bleibt bei marktgerecht bewerteten Immobilien jedoch überschaubar. In städtischen Lagen wie Innsbruck sind Preisnachlässe von bis zu fünf Prozent teilweise realistisch. Höhere Abschläge treten in der Regel nur bei deutlich überhöhten Angebotspreisen oder erhöhtem Verkaufsdruck auf.“ Größere Preisnachlässe ließen sich insbesondere bei Immobilien mit erheblichem Sanierungsbedarf oder bevorstehenden Modernisierungsmaßnahmen erzielen. In weniger gefragten ländlichen Regionen

© S REAL

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„ M A N K A N N D AV O N A U S G E H E N , D A S S EINE WERTSTEIGERUNG IN TIROL V O R A L L E M D O R T Z U E R WA R T E N S E I N W I R D, WO E I N E S T RU K T U R E L L E H O H E N AC H FR AG E E X I S T I E RT U N D DA S A N G E B O T L I M I T I E R T I S T. “ Ing m a r S chw abl

oder Randlagen seien Abschläge von bis zu zehn Prozent möglich, insbesondere bei älteren Objekten oder Grundstücken mit eingeschränkter Nutzbarkeit. „Der tatsächliche Verhandlungsspielraum wird maßgeblich beeinflusst durch die Makro- und Mikrolage, das Verhältnis zwischen Angebotspreis und realistischem Marktwert sowie die Verhandlungsbereitschaft des Eigentümers. Verkäufer zeigen sich zunehmend bereit, Preiszugeständnisse zu machen, um Transaktionen zeitnah abzuschließen, insbesondere bei renovierungsbedürftigen Immobilien oder eingeschränkter Infrastruktur-Anbindung. Bei Baugrundstücken sind Abschläge in gut erschlossenen Gemeinden geringer. In peripheren Lagen oder bei problematischen Grundstücken, etwa mit starker Hanglage oder fehlender Aufschließung, sind auch Preisnachlässe von über zehn Prozent durchsetzbar“, glaubt Sigl.

ENDE DER KIM - VERORDNUNG

Die KIM-Verordnung, die am 1. August 2022 in Kraft trat und eine maximale Loanto-Value-Ratio von 90 Prozent (inklusive Nebenkosten rund 20 Prozent Mindesteigenmittel beim Wohnungskauf), einen maximalen Schuldendienst von 40 Prozent des Nettoeinkommens und eine maximale Kreditlaufzeit von 35 Jahren vorsieht und

dabei zuletzt den Banken eine Ausnahmequote von 20 Prozent des in einem Halbjahr neu vergebenen Immobilienkreditvolumens zugestand, läuft heuer am 30. Juni aus. Zu möglichen Auswirkungen äußert sich Sigl: „Das offizielle Auslaufen der KIM-Verordnung sollte einen positiven Impuls auf den Tiroler Immobilienmarkt ausüben. Die bis dahin geltenden strengen Kreditvergaberichtlinien, insbesondere hinsichtlich Eigenkapitalquote, Haushaltsbelastung und maximaler Kreditlaufzeiten, hat vor allem junge Käufer*innen und Familien erheblich eingeschränkt.“ Nach der Lockerung können Banken wieder etwas flexibler agieren, wenngleich sich interne Risikostandards laut Oesterreichischer Nationalbank und FMA weiterhin an den bisherigen Regelungen der KIM-V orientieren sollten. Insbesondere in städtischen Regionen wie Innsbruck sei laut Sigl ein Anstieg der Nachfrage und der Finanzierungsanfragen bereits deutlich spürbar: „Die Marktbelebung durch das Ende der KIM-V ersetzt jedoch keine nachhaltige Wohnbaupolitik. Politische Maßnahmen, die leistbares Eigentum und geförderte Wohnmodelle unterstützen, bleiben unerlässlich.“

MIETZINSBREMSE DER REGIERUNG

In Altbauwohnungen sowie in Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen dürfen die Mie-


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TIROLER WOHNHANDBUCH Alles rund ums Wohnen zusammengefasst in einem Buch: Die zehnte Auflage des Tiroler Wohnhandbuchs liegt vor und präsentiert sich 2025 in einem neuen, erweiterten Umfang – nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch. Unter der redaktionellen Leitung von Hannes Gschwentner, Gerda Embacher und Georg Gridling wurde das traditionsreiche Nachschlagewerk umfassend überarbeitet. Enthalten sind Statistiken zum Wohnbau und der Tiroler Wohnbauförderung, Analysen, Hintergrundberichte und zukunftsgerichtete Bewertungen. Erschienen im Linde Verlag, 128 Seiten, EUR 36,–

IMMOWISSEN K O M PA KT DER RICHTIGE KAUFPREIS Für die Veräußerung einer Immobilie ist der Kaufpreis entscheidend – dieser muss klar fundiert und gut recherchiert sein. Nur dann kann man mit der richtigen Strategie den höchstmöglichen Gewinn am Immobilienmarkt erzielen. Ist der Kaufpreis zu hoch angesetzt, finden sich keine Interessenten und das Objekt bleibt monatelang am Markt. Potenzielle Käufer haben den Markt genau im Auge und bekommen den Eindruck, dass mit dem Objekt etwas nicht stimmt. Setzt man den Kaufpreis zu niedrig an, verschenkt man bares Geld. Mit dem richtigen Preis gewinnt man innerhalb kürzester Zeit viele Interessenten und kann so den höchstmöglichen Preis lukrieren. Sie möchten wissen, ob und wie das für Ihre Immobilie funktionieren kann? Melden Sie sich noch heute bei uns für einen unverbindlichen Beratungstermin. Geschäftsführerin Anna Jenewein

© Anja Ruetz

ten heuer nicht angehoben werden. Im Jahr 2026 ist eine Erhöhung von höchstens einem Prozent zulässig, 2027 sind maximal zwei Prozent erlaubt. Ab dem Jahr 2028 wird der bisherige Verbraucherpreisindex für alle Mietverhältnisse – also auch für frei vereinbarte, nicht regulierte Mieten – durch einen neuen Index ersetzt. Übersteigt dieser neue Inflationswert drei Prozent, dürfen Vermieter*innen nur die Hälfte des übersteigenden Wertes weitergeben. Beträgt die Inflation etwa sechs Prozent, darf die Miete somit höchstens um 4,5 Prozent steigen. Dazu Schwabl: „Die Mietzinsbremse, die nun eingeführt wurde, soll dazu beitragen, die steigenden Wohnkosten zu stabilisieren und eine Verteuerung zu bremsen. Es bleibt abzuwarten, ob diese neuen Regulatorien hinsichtlich Mietpreisbremse den gewünschten Effekt erreichen können. Vermieter*innen im regulierten Sektor können Mieten nicht entsprechend der Inflation anpassen, was zu geringeren Einnahmen führt. Dies könnte Investitionen in Instandhaltung und Sanierung von Wohngebäuden beeinträchtigen. Auch könnte dieser Umstand zu einer nicht zweckmäßigen Nutzung von Wohnbedarf sowie mittelfristig zur zusätzlichen Verknappung am Mietmarkt führen.“ Und Sigl kommentiert: „Die beschlossene Mietzinsbremse hat im Tiroler Immobilienmarkt bislang nur begrenzte Auswirkungen entfaltet, da ein erheblicher Teil der Mietverträge in den Bereich der freien Mietzinsbildung fällt. Kurzfristig könnte die Mietzinsbremse eine leichte Entlastung im Bereich der Richtwertmieten sowie bei gemeinnützigen Wohnbauträgern bewirken. Langfristig besteht jedoch das Risiko, dass

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„ DER TIROLER IMMOBILIENM ARKT ZEIGT SICH 2025 IN EINER PHASE D E R KO N S O L I D I E R U N G . D E R M A R K T E N T W I C K E LT S I C H Z U N E H M E N D I N R I C HTU N G E I N E R AU SG E WOG E N E N VER H A N DLU NG SBA SI S, AU F DER K ÄU FER U N D VER K ÄU FER 118

IN FOR MIERTE ENTSCH E IDU NG EN AU F AU G E N H Ö H E T R E F F E N .“ L or en z Sig l

private Vermieter und Investoren zurückhaltender agieren, wenn die Renditechancen durch regulatorische Eingriffe sinken. Die Reduktion der Investitionsbereitschaft könnte insbesondere im unteren und mittleren Mietpreissegment zu einer weiteren Angebotsverknappung führen.“

CHANCEN UND RISIKEN AM TIROLER WOHNIMMOBILIENMARKT

Als Gebiete mit dem größten Wertsteigerungspotential sieht Schwabl Innsbruck inklusive Speckgürtel (Igls, Rum, Hall): „Innsbruck und die umliegenden ‚Vororte‘ werden auch in den nächsten Jahren stark nachgefragt sein. Wohnungen in innerstädtischen A-Lagen werden weiterhin ein großes Potential der Wertsteigerung bieten. Hier speziell im Neubausegment bzw. im sanierten Altbau. In den nächsten Jahren wird der Faktor der Energieeffizienz (z. B. Energieausweis) weiter an Bedeutung gewinnen.“ Er weist außerdem auf „Einfamilienhäuser und Wohnungen mit Freizeitwohnsitzwidmung“ als „besonders gefragt“ hin und resümiert: „Man kann davon ausgehen, dass

eine Wertsteigerung in Tirol vor allem dort zu erwarten sein wird, wo eine strukturell hohe Nachfrage existiert und das Angebot limitiert ist. Zusätzliche Faktoren wie Lagequalität, Infrastruktur und Freizeitwert spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Sigl in einer zeitnahen Betrachtung: „Stärkere Preissteigerungen sind derzeit vor allem bei kleinen Eigentumswohnungen in zentralen Lagen wie Innsbruck zu beobachten. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitig knappem Angebot führt zu stärkeren Preiserhöhungen. In touristischen Regionen wie Kitzbühel, Seefeld und im Zillertal ist ebenfalls eine Preissteigerung zu verzeichnen, besonders bei Immobilien mit Freizeitwohnsitzwidmung.“ Bezogen auf die Zukunft äußert sich Sigl: „Innsbruck bleibt ein attraktiver Markt für Anleger*innen, vor allem für kleinere, gut vermietbare Einheiten. Die stabile Nachfrage durch Studierende, junge Berufstätige und Familien sorgt für verlässliche Renditen, auch wenn die Einstiegspreise im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen sind. Im ländlichen Raum hängt die Attraktivität von der Lage und der Nutzungsmöglichkeit

der Immobilie ab. In touristisch relevanten Gebieten, die über eine Freizeitwohnsitzwidmung oder die Möglichkeit der Kurzzeitvermietung verfügen, bieten sich interessante Perspektiven für Anleger*innen.“ Doch es gibt auch sogenannte „Problemimmobilien“: „Größere Korrekturen betreffen insbesondere sanierungsbedürftige Altobjekte und in Eigenregie renovierte Häuser. Käufer*innen sind hier zunehmend preissensibler, insbesondere bei denkmalgeschützten Immobilien oder Objekten mit Ortsbildschutz, da die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zusätzliche Kosten verursachen. Auch Einfamilienhäuser in entlegenen Tälern, die mit einer eingeschränkten Infrastruktur und einer niedrigeren Nachfrage zu kämpfen haben, zeigen größere Preisrückgänge. Grundstücke mit Einschränkungen wie Hanglagen oder solche mit Infrastruktureinschränkungen erfahren ebenfalls stärkere Korrekturen, da potenzielle Käufer*innen den hohen Wert des Grundstücks in Anbetracht der Nutzungsmöglichkeiten und der damit verbundenen Investitionen nur noch bedingt erkennen können“, erklärt Sigl. Für Anleger*innen indes ist die Vermietbarkeit eines Objekts ein zentraler Aspekt. Hier spielen neben der Mikro- und Makrolage auch der Grundriss, die Ausstattung und das Mietniveau eine Rolle. Wesentlich ist zudem, dass die Mietpreisentwicklung sowie die langfristige Rentabilität der Immobilie gewährleistet sind. „Rechtliche Aspekte wie die Widmung der Immobilie und das Mietrecht, insbesondere ob es sich um einen freien oder gebundenen Mietzins handelt, sind entscheidend für die langfristige Rentabilität. Auch steuerliche Rahmenbedingungen und die Finanzierungsstrategie müssen sorgfältig geprüft werden, da eine solide Finanzierung und langfristige Kostenplanung die Grundlage für eine erfolgreiche Investition bilden“, so Sigl. „Darüber hinaus ist es wichtig, die laufenden Kosten wie Instandhaltung, Verwaltung und Rücklagenbildung richtig einzuschätzen. Ein stabiler Mieterbestand mit langfristigen Mietverhältnissen ist wertvoller als kurzfristige, hohe Mieteinnahmen.“ Deshalb sollte von Anfang an eine Exitstrategie mitgeplant werden, um im Fall eines Verkaufs oder einer späteren Eigennutzung eine wirtschaftlich sinnvolle Verwertung der Immobilie zu ermöglichen. „Auch wenn sie nicht Teil der primären Investitionsstrategie ist, stellt sie eine wichtige Option dar, um auf veränderte Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können“, so Sigl abschließend.


WIRTSCHAFTSKAMMER

ENERGIEEFFIZIENT

© DIE FOTOGRAFEN

Energieverbrauch senken, Wohnkomfort erhöhen: Ein energieeffizientes Eigenheim ist keine Zukunftsvision mehr. Bei der Umsetzung dieser komplexen erneuerbaren Energiesysteme kommt den Ingenieurbüros und beratenden Ingenieuren eine tragende Rolle zu.

DI Martin Nothdurfter ist Obmann der Fachgruppe der Tiroler Ingenieurbüros der Wirtschaftskammer Tirol.

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nergieeffizienz beginnt bei der durchdachten Planung und mündet in mehr Wohnkomfort dank individueller Lösungen, die optimal auf den jeweiligen Standort und den Energiebedarf des Objektes abgestimmt sind. Nachhaltige Konzepte für Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und Elektroinstallationen minimieren den Energieverbrauch und helfen dabei, erneuerbare Energien effizient zu nutzen und somit eine ressourcenschonende Gebäudetechnik einzusetzen. „Insbesondere im privaten Bereich bieten gut geplante Maßnahmen erhebliche Einsparpotentiale“, weiß DI Martin Nothdurfter, Obmann der Fachgruppe der Tiroler Ingenieurbüros. „Wer heute in nachhaltige Technik investiert, profitiert nicht nur von langfristigen Kosteneinsparungen, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Die Umsetzung ist mitunter jedoch komplex und es bedarf fachkundiger Expertise für die Realisierung maßgeschneiderter, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Gesamtkonzepte, die im Idealfall alle ineinandergreifen. Wärmepumpen in Kombination mit Solarthermie sorgen für eine nachhaltige Wärmeversorgung, moderne Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach ermöglichen eine Eigenproduktion von Strom, während intelligente Speicherlösungen dafür sorgen, dass überschüssige Energie effizient genutzt wird. Smarte Steuerungssysteme fördern die effiziente Energienutzung und ermöglichen eine weitestgehende Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Eine Auflistung aller Ingenieurbüros, die als starke Partner bei Fragen zur Energieeffizienz beraten und unterstützen, finden Sie im Mitgliederverzeichnis auf www.ingenieurbueros.at. PR

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INVESTITIONEN I N I M M O B I L I E N

AUS

STEUERLICHER 120

S I C H T.

Immobilieninvestitionen waren in der Vergangenheit als Kapitalanlage sehr beliebt. Die geänderten Baukosten und finanziellen Rahmenbedingungen haben einen Rückgang der Nachfrage nach Immobilien ausgelöst und benötigen eine neue Analyse dieser beliebten Anlageinvestition. TEXT: PHILIPP HAGELE

A

us steuerlicher Sicht ist im Rahmen des Vermögensaufbaues zunächst zu überlegen, wer die Immobilie anschafft. Eine natürliche Person als Käuferin versteuert die Mieteinnahmen mit bis zu 55 Prozent Einkommensteuer, währenddessen eine (Immobilien-)GmbH die Erträge aus der Vermietung nur mit 23 Prozent Körperschaftsteuer versteuert. Aus diesem Grund erwägen vor allem Besserverdiener, die Investition im Rahmen von Immobilien-GmbHs durchzuführen, zumal anstelle von 50 bis 55 Prozent Einkommensteuer für jeden weiteren Euro eine GmbH mit 23 Prozent Körperschaftsteuer auf alle Erträge günstiger erscheint, solange keine Ausschüttung vollzogen wird und somit die Geld auf Ebene der GmbH bleibt. Doch der Vergleich der laufenden Steuerbelas-

tung aus den Mieteinnahmen ist auch eine Frage der Strategie. Bei einer sogenannten „Buy-and-hold-Strategie“ ist eine GmbH ertragsteuerlich hinsichtlich der Besteuerung der Mieteinnahmen günstiger, bei einer „Buy-and-sell-Strategie“, bei der die Immobilien nach einer absehbaren Zeit mit Gewinn verkauft werden sollen, ist die Besteuerung auf Ebene von natürlichen Personen in Hinblick auf die 30-prozentige Immobilienertragsteuer günstiger.

EIGENKAPITALQUOTE

Das geänderte Zinsniveau macht es notwendig, aus betriebswirtschaftlicher Sicht zumindest 50 Prozent an Eigenmitteln für eine Immobilieninvestition beizustellen. Andernfalls müssen die Mieteinnahmen ausschließlich


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G E N E R E L L G I LT : J E G R Ö S S E R DIE INVESTIERTE SUM ME , DESTO HÖHER SIND DIE STEUERLICHEN EFFEKTE. DIE UNTERSCHIEDLICHEN ÜBERLEGUNGEN BEI IMMOBILIENK Ä U F E N S O L LT E N S T E T S STEUERLICH GEPRÜFT WERDEN.

zur Zahlung der Zinsen verwendet werden. Erhält ein Vermieter eine Bruttorendite von 3,5 Prozent vom Mieter und muss 3,5 Prozent an Zinsen an die Bank zahlen, dann kann rein aus dem Cashflow der Immobilie keine Tilgung des Bankkredites vorgenommen werden. Bei steigenden Zinsen muss unter Umständen sogar aus anderen Einkommensquellen die Rückzahlung subventioniert werden. Eine höhere Eigenkapitalquote gelingt letztlich durch hohes Einkommen, wer zumindest kurzfristig weniger Steuern bezahlt, hat ein höheres Einkommen zur Verfügung. In diesem Zusammenhang sind Holdinggesellschaften oft beliebte Konstellationen, um Gewinne aus operativen Unternehmen ohne Belastung mit Kapitalertragsteuer an eine Holding-GmbH transferieren zu können. Unter Ausnutzung dieser Konstellation wird das Einkommen lediglich mit 23 Prozent Körperschaftsteuer belastet.

ZWISCHENERGEBNIS

Für Unternehmer mit operativ finanzkräftigen Firmen ist eine Holdingstruktur unter Vermeidung der KESt auf Ausschüttungen für die Bildung von Eigenkapital eine sinnvolle Variante. Darüber hinaus werden die laufenden Mieteinnahmen wiederum nur mit 23 Prozent Körperschaftsteuer belastet und dies ist im Vergleich zur Steuerbelastung von natürlichen Personen vorteilhafter. Das hier dargestellte Modell ist insbesondere bei einer „Buy-and-hold-Strategie“ vorteilhaft. Hinsichtlich Holdinggesellschaften darf auf den Artikel „Vermögensaufbau in Holdinggesellschaften“ im eco.nova-Spezial Steuern 12/2024 verwiesen werden.

WELCHE IMMOBILIE

Unabhängig von der dargestellten Käuferstruktur stellt sich in weiterer Folge die Frage, welche Immobilien aus rein steuerlicher Sicht vorteilhaft sind. Der Erwerb einer neuen Immobilie vom Bauträger kann grundsätzlich „ohne Umsatzsteuer“ erfolgen, was erfahrungsgemäß abhängig vom sogenannten Grundanteil zu einem Preisnachlass von sechs bis zehn Prozent vom Privatkundenpreis führt. Die Bemessungsgrundlage der Nebenkosten wird hierdurch jedoch um 20 Prozent erhöht, das

DR. PHILIPP HAGELE ist Gerichtssachverständiger sowie Steuerberater bei Bangratz & Hagele in Innsbruck und beschäftigt sich intensiv mit dem Themen Kalkulation und Umgründungen im Rahmen von Vermögensaufbau und Betriebsübergabe.

www.bangratz-hagele.at

bedeutet, dass Grunderwerbsteuer und Eintragungsgebühren sowie Rechtsanwaltskosten vom Bruttopreis zu berechnen sind. Es hängt somit vom Preisnachlass ab, ob die Option in die Umsatzsteuer sinnvoll ist. Der Kaufpreis einer neuen Wohnung sowie deren Kaufnebenkosten sind steuerlich auf 67 Jahre im Rahmen der Abschreibung abzusetzen. Zu überlegen ist deshalb der Erwerb einer gebrauchten Immobilie, die einerseits nicht mehr mit Umsatzsteuer belastet ist und andererseits durch den Erwerber saniert werden kann. Die Sanierungskosten sind für GmbHs sowie bei vermieteten Geschäftsräumlichkeiten sofort abzugsfähig, für natürliche Personen in der Regel auf 15 Jahre verteilt steuerlich abzugsfähig und führen somit zu einer geringeren Ertragsteuerbelastung. Allfällige Förderungsmöglichkeiten bestehen für derartige Sanierungen ebenso, wobei bundeslandabhängig in der Folge beispielsweise in Wien nur verringerte Mietpreise verrechnet werden dürfen, während in Tirol derzeit soweit ersichtlich keine derartigen Regulierungen bestehen. Die Sanierung einer gebrauchten Immobilie kann somit steuerlich vorteilhaft sein, was Nebenkosten und schnellere Abschreibungsmöglichkeiten der Gesamtinvestition betrifft.

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LIVING THE GOOD LIFE LEBEN SIE IHR BESTES LEBEN!

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FRISCHER SÜDWIND

Martin Wetscher vom gleichnamigen Einrichtungshaus in Fügen war auch heuer wieder am Salone del Mobile in Mailand. Mitgebracht hat er zahlreiche Eindrücke … und natürlich wieder seinen Trendbericht. „Was man in Mailand jedes Jahr aufs Neue erwarten darf: das Unerwartete. Auch wenn wir im ersten Quartal schon einige Trends gesehen haben – der Salone del Mobile hat immer noch Neues in petto, überrascht mit Unbekanntem und verblüfft mit spannenden Innovationen“, schreibt er. Zu sehen war neue Eleganz, lässige Bequemlichkeit und berauschend-fröhliche Lebensfreude, fließende amorphe Formen, Naturmaterialien und Möbel zum Entspannen. „Yoga für den Raum“ nennt es Wetscher. Dazu ein Hauch von Japan und kunstvolle Insznierungen. Den gesamten Bericht gibt’s hinter dem QR-Code.


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DREIERLEI

Die mundgeblasenen Glasvasen von Affari of Sweden sind auch einzeln richtig schön, zu dritt aber noch ein bisserl mehr. Gesehen ab 24,95 Euro im APFIs in Wattens.

TRAGENDE ROLLE

BEIGESTELLT

Einen Nachttisch zu finden, der praktisch und funktional ist und gleichzeitig auch optisch was hermacht, ist gar nicht so einfach. Ligne Roset hat’s hinbekommen. Ca. 1.400 Euro. Ligne Roset ist über das Einrichtungshaus Kranebitter in Innsbruck zu haben.

Weil deren Halter ebenso wichtig sind wie die Kerzen selbst, greifen wir immer wieder gern zu den zauberhaften Exemplaren von Madam Stoltz. Diese hier haben wir um je 29,95 Euro im APFIs gefunden.

TÜRKOMMUNIKATION

Die farbenfrohen Türhänger von Puki Wuki (schon der Labelname macht gute Laune) gitb’s mit jeweils einem gegenteiligen Spruch, der ganz klar macht, welche Stimmung hinter der Tür wartet – happy oder sad, chill oder work, hero oder zero, ! oder ?. Gesehen in Katrin Stillers Büro im Laden in Hall, wo ganz prinzipiell immer „HAPPY“ zu Hause ist. 9,95 Euro pro Stück.

„ E I N FAC H H E I T I S T D I E U LT I M AT I V E R A F F I N E S S E .“ L eon a r do d a Vi nc i

ERLEUCHTUNG

Die flexible Federzugleuchte haben wir in verschiedenen Ausführungen im Rosalon in Hall entdeckt. Die passen immer und überall. Ab 475 Euro.

PLAYFUL, SOFT, EASY

USM ist immer eine gute Wahl – eigentlich egal, wofür. Ab sofort werden die stylischen Möbel zu echten Softies. Mit textilen Panels nämlich. Die sind mit Magneten versehen und lassen sich so ganz einfach in die Rohrstruktur des Möbelbausystems klicken – ohne Montageaufwand oder zusätzliche Vorrichtung. So lassen sich die Möbel immer wieder neu und kreativ gestalten. mg interior aus Innsbruck ist unser USM-Experte des Vertrauens.

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AUSZEIT

„Ob Power-Nap oder Winterschlaf, ausgeruht sind Sie die beste Version Ihrer selbst“, finden die Wohnexpert*innen von wohndesign freudling aus Fügen. Stimmt, finden wir. Das Schlafzimmer „Sol“ von Anrai zeigt, wie es gehen kann. freudling plant für Sie.

CANDLE- LIGHT

Kerzen werten jedes Zuhause auf – besonders dann, wenn sie so schön sind wie jene, die wir im neuen House of Ambacht in Innsbruck entdeckt haben. Die handgemachten Bienenwachskerzen stammen aus einer deutschen Manufaktur. 45 Euro pro Paar.

KISSENSCHLACHT

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Ein Sofa ohne Kissen? Möglich, aber textillos. Im APFIs in Wattens kleiden wir unsere Couch immer wieder neu ein – am liebsten mit den natürlich-unkomplizierten Varianten von House Doctor. 59,95 Euro.

CALM YOUR MIND

Die edlen Duftkerzen von Sojourn strahlen wohltuende Gelassenheit aus und entspannen den Geist, während ihre sanfte Energie für innere Ruhe sorgt. Die Kerzen werden in Österreich handgefertigt und kommen in einem Gefäß aus kupferbeschichtetem Metall daher. Um 80 Euro unter www. sojourn-xo.com.

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DIE NEUE OFFENHEIT

Vor Edra hatten Sofas eine steife Struktur und eine feste Form: hier die Rückenlehne, dort die Sitzfläche. Edra hat ihre Struktur auseinandergesetzt und sie nicht nur für die Bedürfnisse, sondern auch für die Gewohnheiten und Gesten des Benutzers funktional gemacht. „On The Rocks“ ist inspiriert von mit Flechten und Moos bewachsenen Felsen am Meer, an denen sich Menschen sonnen. Es gibt kein vorne und hinten, das macht das Sofa ideal für Räume mit verschiedenen Blickwinkeln. Edra erhältlich bei mg interior in Innsbruck.


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Beim Möbelkauf zählt Qualität. Und stets ein gutes Gefühl dabei zu haben. föger: Immer schon ehrlich bei Produkt, Beratung & Service.

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Kurz BÜNDIG a rc h i te k t u r & d e s i g n | ku l t u r & ku l i n a r i k | l i fe s t yl e & t re n d s

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Eine Marke entwickelt ihren Glanz erst dann, wenn sie zum Leben erweckt wird. Christian Mühlthaler hat das mit der dänischen Audio- und Lifestylemarke Bang & Olufsen in Tirol definitiv geschafft. Begonnen hat Mühlthaler auf 20 Quadratmetern in einer kleinen Werkstatt in der Höttinger Gasse in Innsbruck, heute zählt IQ-TEC unter anderem zu den ältesten B&O-Händlern Österreichs und ist mittlerweile an der Bundesstraße in Rum zu Hause. Vor einigen Jahren haben die Söhne Philipp und Clemens Mühlthaler das Unternehmen übernommen. Die Aufgabenfelder sind klar verteilt: Philipp ist für die Elektroinstallationen zuständig, Clemens für den B&O-Produktverkauf. Seit genau einem Jahrhundert steht Bang&Olufsen für ikonischen Sound und zeitlose Ästhetik. Ob Lautsprecher, Kopfhörer oder Heimkino – jedes Produkt ist eine Hommage an die Harmonie von Technik und Stil. Um dies zu unterstreichen, eröffnete IQ-TEC kürzlich seinen neuen Showroom und gibt den Produkten somit den gebührenden Raum. Auch für Planung und Beratung ist ausreichend Platz. www.iq-tec.at

© BLICKFANG PHOTOGRAPHY

LIFE & STYLE

Clemens Mühlthaler ist bei IQ-TEC für das Bang&OlufsenPortfolio zuständig.


#BEERAIFFEISEN

© ANA TURCAN

SO BRINGEN WIR TIROL ZUM BLÜHEN © RAIFFEISEN/OSS

Die #beeraiffeisen-Kampagne der Tiroler Raiffeisenbanken für mehr Artenvielfalt geht in ihr fünftes Jahr.

„Wir möchten möglichst viele Tiroler*innen dazu inspirieren, ihre Gärten, Balkone oder Terrassen naturnaher und insektenfreundlicher zu gestalten“, so Christine Hofer, Geschäftsführerin Raiffeisen Werbung Tirol.

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ir bringen Tirol zum Blühen – mit diesem Aufruf starteten die Tiroler Raiffeisenbanken erstmals vor fünf Jahren eine Kampagne für mehr naturnahen Lebensraum und mehr Artenvielfalt in unseren Gärten und lobten dafür mit dem #beeraiffeisenAWARD einen eigenen Preis aus. „Mit diesem Preis wollen wir Projekte vor den Vorhang holen, die Wildbienen und anderen Insekten einen entsprechenden Lebensraum bieten. Gleichzeitig möchten wir damit möglichst viele Menschen in unserem Land dazu inspirieren, die eigene Garten- und Lebensraumgestaltung naturnaher und insektenfreundlicher anzulegen“, so Christine Hofer, Geschäftsführerin der Raiffeisen Werbung Tirol und Projektleiterin von #beeraiffeisen.

NACHHALTIGKEIT BEGINNT JETZT

GASTFREUNDSCHAFT NEU GEDACHT

Die Tiroler (Interior-)Designerin Nina Mair, deren kreativen Output wir wirklich sehr mögen, hat mit ihrem Architektur- und Designbüro ein Hotelprojekt in der Toskana gestaltet. Das ehemalige Weingut Colle ai Lecci blickt auf eine 800-jährige Geschichte zurück und wurde von Nina Mair gemeinsam mit Ana Turcan mit zeitloser Schlichtheit und moderner Eleganz neu interpretiert. Aus einer klaren Vision und der behutsamen architektonischen Umwandlung ist ein Ort geworden, der ein neues Gastfreundschaftskonzept des Zusammenlebens und Kooperierens in den Fokus stellt. Dafür wurden drei einfache italienische Bauernhäuser aus Naturstein im Herzen der Toskana als Borgo wiederbelebt. Entstanden ist ein entzückendes kleines Dorf mit Ferienwohnungen, Ateliers, Werkstatt, Biogarten und Olivenhainen. Reinklicken unter www.colleailecci.it

Wenn wir unseren kostbaren Lebensraum für uns und unsere Kinder gesund und resilient erhalten wollen, müssen wir jetzt handeln. Jede und jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten. Etwa durch kleine Wildblumen-„Jausenstationen“ auf Fensterbrettern und Balkonen, die Gestaltung von naturnahen Gärten, durch das Anlegen von Blühstreifen auf brachen Flächen oder an Wegrändern, durch die Ansiedlung von Wildbienen in Wildbienenhotels. Machen auch Sie mit. Ihr Garten ist bereits jetzt eine Schmetterlingsweide, ein Tummelplatz für Insekten? Sie engagieren sich schon länger gemeinsam mit anderen für Artenvielfalt und naturnahen Lebensraum – zum Beispiel mit Initiativen in Ihrer Gemeinde, der Schule oder Ihrem Unternehmen? Dann zeigen Sie uns Ihr Projekt und machen Sie mit beim #beeraiffeisenAWARD 2025. Die Einreichfrist für den Award 2025 endet am 30. Juni. www.beeraiffeisen.at

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QUELLE: PROHOLZ AUSTRIA

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N A C H H A LT I G G E D Ä M M T

Seit Jahrzehnten vergibt das Klimaschutzministerium das Österreichische Umweltzeichen und hat damit ein wertvolles Gütesiegel etabliert. Ausgezeichnet werden ausschließlich jene Produkte, die höchste ökologische, gesundheitliche und qualitative Anforderungen erfüllen. Zahlreiche Dämmstoffe von Steinbacher aus Erpfendorf dürfen das Umweltzeichen bereits tragen, kürzlich wurden auch die beiden Fassadendämmplatten steinopor ® EPS-F plus und steinopor ® EPS-F plus flexx mit dem Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet. Damit ist Steinbacher Österreichs erster und bisher einziger Hersteller mit einer Umweltzertifizierung auf EPS-F-plus-Produkte. Pluspunkt: Die Wohnbauförderung des Landes Tirol vergibt an Dämmstoffe, die das Österreichische Umweltzeichen tragen, eine höhere Förderung. © FRANZ OSS

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WA L D - W I S S E N

Schafft Wald Luft? Ja! Es ist der Wald, der uns die Luft zum Atmen gibt, und auch ein Baum atmet. Doch das tut er sozusagen in die verkehrte Richtung. Während wir uns aus der Atemluft den Sauerstoff holen, holen sich Bäume und alle anderen Pflanzen aus der Atemluft den Kohlenstoff. Den Sauerstoff, den wir so nötig brauchen, atmen sie aus. Das ist eine über Jahrmillionen gewachsene Symbiose. Jedes Jahr am 21. März findet der „Internationale Tag des Waldes“ statt, um über die große Bedeutung der Wälder zu informieren und ihre wichtigen Leistungen für Mensch und Umwelt anzuerkennen. 1971 wurde dieser Tag erstmals von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ausgerufen. Alljährlich wird zeitgleich der „Baum des Jahres“ vorgestellt. Heuer ist dies die Mehlbeere, bei uns eher bekannt als Vogelbeere. Dank ihrer hohen Trockenheitstoleranz wird sie als idealer Zukunftsbaum für Städte und Alleen geschätzt.

Künstler Hubert Scheibl und Galeristin Ingeborg Freudenthaler

VISIONEN FÜR KUNST IM ALPENRAUM Anfang April hat die Unternehmerin und nunmehrige Galeristin Ingeborg Freudenthaler mit der Vernissage „cosmic cooking“ des renommierten Künstlers Hubert Scheibl ihre „Galerie im Salzbau“ in Zirl eröffnet. „Die Idee dazu entstand aus der Überzeugung, dass Kunst einen bedeutenden gesellschaftlichen Wert hat. Sie lehrt uns, mit neuen Blickwinkeln umzugehen, sie fordert unser Einfühlungsvermögen und gibt uns die Möglichkeit, innezuhalten – Fähigkeiten, die heute wichtiger denn je sind. Zudem ist Kunst eine der wenigen Investitionen, die man täglich sehen und erleben kann, sie schafft Atmosphäre und inspiriert“, so Freudenthaler. Die Galerie im Salzbau ist im gleichnamigen Bürogebäude der Familienholding beheimatet, das 2023 anlässlich des 50-jährigen Bestehens fertiggestellt wurde. www.salzbau.at


© FLO MITTERGGER

ROWA - MOSER

129 ROWA-MOSER-Geschäftsführer und Inhaber Stefan Moser (2. v. l.) mit den drei zukünftigen Prokuristen Juniorchef Daniel Hochschwarzer, CFO Markus Mühlsteiger und Martin Kowar

E R FA H R U N G T R I F F T Z U K U N F T – R O WA - M O S E R W I R D 4 0 Das heurige Jahr ist ein ganz besonderes für ROWA-MOSER. Das Tiroler Familienunternehmen feiert 2025 sein 40-jähriges Bestehen und stellt gleichzeitig die Weichen für eine ebenso erfolgreiche Zukunft.

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eit vier Jahrzehnten steht ROWAMOSER als Tiroler Fachgroßhändler, Projektant und Hersteller in der Elek­ tro- und Gebäudetechnik für hochwertige und individuelle Lösungen, Verlässlichkeit und Handschlagqualität. Das Sortiment reicht von der Kabelführung über Beleuchtung, Doppel- und Hohlraumböden, Elektro-Heizungssysteme bis zu Unterflur- und Officemanagement. Dabei deckt das Team sämtliche Bereiche von der Beratung über die Planung bis zur Montage ab. Damit ist ROWA-MOSER ein verlässlicher Partner für Elektriker als auch Gewerbe- und Industriekund*innen, für öffentliche Projekte und den Tourismus – von alltäglich-unkomplizierten bis hin zu anspruchsvoll-komplexen Lösungen.

TRADITION TRIFFT INNOVATION

ES WIRD GEFEIERT!

ROWA-MOSER ist seit jeher fest in der Region verankert und will dies auch bleiben. Kürzlich hat das Traditionsunternehmen kräftig in seine Zukunft investiert und die Unternehmenszentrale in Innsbruck umfassend umgebaut – modernisierte Büroflächen und neu konzipierte Schauräume über mehrere Etagen inklusive. „Was wir in den 40 Jahren aufgebaut haben, führen wir gemeinsam im Team weiter. Mit Herz“, sagt Firmengründer, CEO und Inhaber Stefan Moser, der nunmehr von drei Prokuristen in der Führung unterstützt wird. Mit Daniel Hochschwarzer, Sohn von Stefan Moser, steht dabei seit einiger Zeit bereits die nächste Generation mit an der Spitze des Unternehmens.

Vier Jahrzehnte erfolgreiches Wirtschaften gehören gefeiert. ROWA-MOSER tut dies ausgiebig und umfangreich. Am Donnerstag, 22. Mai, startet das Jubiläumsfest mit einer exklusiven After-Work-Party als Warm-up in entspannter Atmosphäre, ehe sich tags darauf Tirols Wirtschaft und Politik sowie Mitarbeiter*innen, Partner*innen und Freunde des Hauses zum großen Festakt treffen. Ab 15 Uhr verwandelt sich die frisch renovierte Firmenzentrale in Innsbruck dabei in eine einzigartige Eventlocation und bietet tiefe Einblicke in die Räumlichkeiten und das Schaffen des Unternehmens. Und auch die Standorte in Allhaming, Guntramsdorf und Klagenfurt feiern mit. PR


GALERIE NOTHBURGA

Li.: Die Malerei von WOO YING MIN ist gekennzeichnet durch kraftvolle Pinselführung und Spontanität. In rhythmischer Dynamik entstehen Landschaftsbilder (Tuschezeichnung auf handgeschöpftem Maulbeerpapier), die durch ihre Lebendigkeit und Lockerheit faszinieren. Re.: In ihren Sumuk-Zeichnungen gelingt es HEYEKYUNG AN, mit wenigen Pinselstrichen das Charakteristische jedes Menschen darzustellen. Auch in ihrer Naturmalerei entwickelte sie einen eigenständigen Stil, der im Gegensatz zum traditionellen Sumuk kräftig und farbenfroh ist.

Rise from the Ashes Vom 24. Juni bis 5. Juli 2025 sind mit Woo Ying Min, Heyekyung An, Lee Ji-Jeon und Soohoon Lee vier südkoreanische Künstler*innen in der Galerie Nothburga zu Gast, die jeweils ihren ganz eigenen Blick auf die Welt werfen.

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RAUM FÜR IDEEN Mit dem Spatenstich Mitte April begann ein neues Kapitel in der Geschichte der PEAKUnternehmensgruppe: Im Ortskern von Ebbs entsteht auf einem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Weggabelung zwischen Wildbichler Straße und Theaterweg ein hochmodernes Firmengebäude. Dort werden künftig PEAK Logistics, Peakmedia mit ihren Tochterunternehmen, Monitorwerbung sowie Soda Zitron unter einem Dach vereint. Bislang auf vier Standorte in Ebbs verteilt, werden die Firmen nun an einem Ort zusammengeführt, insgesamt werden rund 120 Arbeitsplätze geschaffen. Konzipiert wurde das Gebäude von Wurzer & Nagel Architekten aus Rattenberg, die moderne Architektur mit ökologischer Verantwortung vereinen. Das Investitionsvolumen liegt bei 11,5 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für Herbst 2026 geplant.

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or 60 Jahren galt Südkorea noch als wirtschaftliches Ödland. Mittlerweile hat es sich zu einer echten Wirtschaftsmacht sowie einer lebendigen Demokratie und aufstrebenden kulturellen Kraft entwickelt. In dieser Aufbruchstimmung entwickelten Woo Ying Min, Heyekyung An, Lee Ji-Jeon und Soohoon Lee eine eigenständige Bildsprache. Die Künstler*innen stehen im Spannungsfeld zwischen traditioneller Sumuk-Malerei und individueller künstlerischer Ausdrucksweise und schaffen damit ihre eigene kreative Welt. Die Austellung unter der Leitung von Lee Seungmi, Direktorin von Shinan-gun Art, ist vom 24. Juni bis 5. Juli 2025 in der Galerie Nothburga zu sehen

GALERIE NOTHBURGA

Innrain 41, 6020 Innsbruck, info@galerienothburga.at

GELUNGENE PREMIERE

www.galerienothburga.at

Mi. bis Fr. von 16 bis 19 Uhr, Sa. von 11 bis 13 Uhr

Li.: LEE JI-JEON ist Meisterin der Sumuk-Zeichnung und Malerei. Von der Natur inspiriert, gestaltet sie sensible, poetische Landschaftsbilder, die harmonisch und lebendig die Welt voller Zauber und Anmut widerspiegeln. Re.: Der junge Künstler SOOHOON LEE lebt seit 2019 in Wien und verkörpert in seiner Kunst die bunte Welt eines modernen Südkorea. Das Werk „Keyring Tower“ symbolisiert eine Anhäufung seiner unzähligen Gedanken und Erinnerungen. Für ihn ist es nicht nur ein Objekt, sondern ein Spiegel seines Inneren und ein Kompass, der ihm den Weg zeigt.

In Pertisau wurde vor Kurzem ein beeindruckendes Infrastrukturprojekt erfolgreich abgeschlossen: Eine neue, 52 Tonnen schwere Anlegestelle wurde in den Achensee gehoben und montiert. Das Besondere daran: Es handelt sich um einen sogenannten Schwimmsteg – eine schwimmende Plattform, die flexibel auf den Wasserstand reagiert und damit ganzjährig nutzbar ist. Bevor der neue Schwimmsteg montiert werden konnte, musste die alte Anlegestelle entfernt werden. Mit der Flotte der Achenseeschifffahrt wurden dafür alte Verankerungen – sogenannte Piloten – aus dem Wasser gezogen. Parallel dazu wurde die Uferpromenade erneuert. Nach Ankunft der neuen Anlegestelle wurde der Ponton am Ortseingang mit zwei Großkränen vorsichtig in den Achensee gehoben. Im nächsten Schritt montierte das Team der ÖSWAG die Brücke, das Verbindungsstück zwischen Land und Ponton. In millimetergenauer Abstimmung wurde die Stahlkonstruktion per Kran auf den Schwimmsteg gesetzt und dort fixiert.


ENNEMOSER

WIR STELLEN ALLES IN DEN SCHATTEN Seit über 50 Jahren steht Ennemoser Sonnen- und Wetterschutz GmbH für Qualität, Innovationen und Service.

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oderne Sonnen- und Wetterschutzanlagen wie Markisen, Rollläden, Raffstore und Co ermöglichen die individuelle Regulierung von Licht und Schatten. Zugleich schützen sie vor neugierigen Blicken, verfügen zum Teil über sehr gute Dämmeigenschaften und setzen durch die Vielfalt an Modellen und Farben als architektonisches Gestaltungselement markante Akzente im Innen- und Außenbereich. Das Produktprogramm von Ennemoser hat dabei für jede Anforderung die optimale Lösung. „Besonders großen Wert legen wir auf die hohe Qualität und lange Lebensdauer unserer Produkte, auf Kundennähe, persönliche Beratung und perfekten Service vor Ort. Zuverlässigkeit und hohes fachliches sowie handwerkliches Können gepaart mit Innovationsbereitschaft sind für uns die Grundlagen unseres Erfolgs“, so Firmeneigentümer Remo Ennemoser.

INNOVATIVE LÖSUNGEN MIT MEHRWERT

Große Erwartungen setzt man bei Ennemoser in die Smart-Home-Technologie und deren Vorteile wie Klimaschutz, Komfort, Sicherheit und Raumklima. Intelligent gesteuerte Rollläden, Jalousien und Markisen sorgen für ein angenehmes Raumklima im Inneren des Hauses. Besonders effizient ist die dynamische Steuerung des funkmotorisierten Sonnenschutzes über Smart-Home-

dachung wird Ihr Garten bzw. Ihre Terrasse zu einem Ganzjahreserlebnis. Erweitert um senkrechte Elemente wird aus jedem Terrassendach ein geschlossener Raum, der auch vor seitlichem Wind und Regen schützt.

INTELLIGENTE SOLARANTRIEBE

Das Verkaufsteam Christian Thaler und Andreas Bauhof

Systeme. In Kombination mit intelligenten Wettersensoren werden die Behänge dabei je nach Tageszeit und Wetterlage automatisch in die optimale Position bewegt. Auf Wunsch ist auch eine manuelle Bedienung mittels Funksender, App oder Sprachassistent möglich.

OUTDOOR LIVING

Outdoor-Living-Produkte punkten mit robusten Konstruktionen, elegantem Design, innovativer Technik und vielen Extras. Seitenverkleidungen und Transparentrollos sorgen für einen zusätzlichen Sicht- und Wetterschutz, Heizstrahler und LED-Beleuchtung verwöhnen mit wohliger Wärme und angenehmem Licht in den Abendstunden. Die Bedienung der Elemente kann bequem per Handsender, Tablet oder Smartphone erfolgen. Mit einer Terrassenüber-

Solar-Rollläden werden von einem Elektromotor im Rollladenkasten angetrieben. Dieser ist mit einem Photovoltaik-Panel verbunden, das in der Regel auf dem Rollladenkasten angebracht wird. Der akkubetriebene Plug-&-Play-Gleichstrommotor bezieht seine Energie über das leistungsfähige Solarpanel, das auch bei fehlender Sonneneinstrahlung einen reibungslosen Betrieb von mindestens 45 Tagen gewährleistet. Auch für Senkrechtmarkisen bietet Somfy einen solarbetriebenen Antrieb, der die textilen Behänge energieautark motorisiert. PR

ENNEMOSER SONNEN - UND WETTERSCHUTZ GMBH Haller Straße 125a 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 88 28 firma@ennemoser-sonnenschutz.at

www.ennemoser-sonnenschutz.at

Sonnen- und Wetterschutz GmbH

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eco.architektur

KUNST AUF REISEN

Irina Staud, Günther Villgrattner und Nina Safi eint ihre Leidenschaft fürs Reisen. Und ihre Liebe zur abstrakten Malerei. Gemeinsam laden sie zur Ausstellung „Deep Vision“ in die Räumlichkeiten von mg interior in Innsbruck. Jede der Arbeiten ist ein Spiegel persönlicher Erfahrungen, Begegnungen und sozialer Engagements – sei es in Afrika, Amerika, Europa oder auch in Asien. „Auf unseren Reisen und Lebensabschnitten engagierten wir uns nicht nur für unsere vor Ort erstellten Bilder, sondern auch für soziale Projekte“, sagt Irina Staud. Mit der Vernissage am 23. Mai ab 18 Uhr wird nicht nur Kunst präsentiert, sondern auch eine symbolische Brücke geschlagen zwischen Kultur, sozialem Engagement und internationalem Austausch. Ausstellung und Verkauf auch tags darauf zwischen 14 und 18 Uhr.

© ELISA MOOSBRUGGER

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DREIECK MIT AUSSICHT Mit ihren Tichas (Tipichalets), zusammengewachsen zum Collis Hill Mountain Resort, hat sich Katrin Polentz in Kals am Großglockner einen Traum erfüllt. Unverwechselbar und dennoch harmonisch fügen sich die Tichas in A-Form mit den markanten Schleppgauben im Obergeschoss in die Umgebung des landwirtschaftlich geprägten Ortsteils Lesach ein. Sie prägen die Ansicht, ohne dabei je aufdringlich zu sein, und wirken gerade so, als ob sie schon immer dort gestanden haben könnten. Nicht nur uns hat das Projekt begeistert (Mehr dazu finden Sie in unserer Spezial-Ausgabe „Wohnen“ aus dem Herbst 2023 oder hinter dem QR-Code), sondern auch viele andere. Kürzlich wurden die Tichas mit dem German Design Award 2025 ausgezeichnet, 2024 erhielt Polentz den Iconic Award in den Kategorien „Innovative Architecture“ sowie „Innovative Material“ und auch aktuell ist sie für viele Auszeichnungen nominiert. Der Fokus in Collis Hill liegt auf Familie und der Freude am Zusammensein. Ich möchte, dass die Menschen wieder lernen, am offenen Feuer zu sitzen und Geschichten zu erzählen, den Ursprung des Lebens zu erkennen und zu lieben. „Mein Ziel ist es, ein Zuhause zu schaffen, das minimalistisch und offen gestaltet ist. Statt vieler Räume schaffen wir einen Raum zum gemeinsamen Schlafen und Essen, wo jeder sein eigenes Nest schätzt und die Natur wieder mehr in den Alltag integriert wird“, sagt Ticha-Erfinderin Katrin Polentz .

SLOW DESIGN

Mitte April eröffnete Anna Wieser in der Innsbrucker Wilhelm-GreilStraße ihr „House of Ambacht“ und mit ihm einen wunderbaren Ort der schönen Dinge. Ambacht ist niederländisch für Handwerk und würdigt die Wurzeln der Besitzerin, die selbst halbe Niederländerin ist. Dass Wieser ursprünglich im Designbereich zuhause ist, merkt man ihrem Laden im positivsten aller Sinne an. Die Architektur ist wohldurchdacht, unaufdringlich und richtig schön, die Produkte sind sorgfältig kuratiert. „Nur Produkte, die durch hohe Qualität und zeitloses Design überzeugen, machen langfristig Freude“, ist Wieser überzeugt. Entsprechend findet sich im Ambacht eine besondere Auswahl an Alltagsgegenständen, die möglichst lange leben und im Herzen bleiben. Weil Design und Funktion stimmen. Sie also schön und gut sind. Mit ihrem Slow Design verfolgt die Innsbruckerin damit bewusst einen Gegentrend zur aktuell grassierenden WegwerfGesellschaft. Bald sollen auch kulinarische Feinheiten dazukommen. Künftig sollen hier außerdem Veranstaltungen und Workshops stattfinden. Eine lässige Werkbank im hinteren Raum zeigt schon mal, wo es langgehen kann. Infos gibt’s auf Instagram unter @house.of.ambacht.


VOLKSBANK TIROL

DIE FLEXIBLE VORSORGE F Ü R D E N S TA R T I N S L E B E N Sind Sie auch auf der Suche nach einer Möglichkeit, für Ihre Kinder, Enkel oder Patenkinder vorzusorgen?

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inemöglicheLösungistKindersparERGO!, eine flexible Lebensversicherung für ein Kind mit vielen USPs, die überzeugen. Als Elternteil, Pate oder Oma/Opa haben Sie die Möglichkeit, bereits ab 30 Euro monatlich für ein Kind vorzusorgen. Diese Prämie kann jederzeit erhöht werden, auch Zuzahlungen sind möglich.

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Eine Besonderheit: Sie können grundsätzlich zwischen zwei Terminen – wir nennen sie Versorgungszeitpunkte – wählen: Alter 18 oder 25 des Kindes1. Mindestlaufzeit ist jedoch zehn Jahre. Zum Versorgungszeitpunkt kann das dann erwachsene Kind entscheiden: den Vertrag weiterführen2 oder nicht. Gut zu wissen: Entscheidet sich Ihr Kind für KindersparER GO!, läuft die Versicherung lebenslang weiter. Mit oder ohne Prämienzahlung. Ihr Kind kann dann jederzeit Geld entnehmen oder auch zuzahlen. Es hat eine Vorsorge, die es ein Leben lang begleitet – auch bis zur Pension.

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ist uns ein einzigartiges Produkt gelungen“, so Christian Noisternig, ERGO-Vorstand für Vertrieb und Marketing. „Und das Beste daran: Unsere Kunden haben von der Geburt bis hin zum jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihrem Nachwuchs Zukunft zu schenken. Denn KindersparER GO! ist für Kinder bis 15 Jahre möglich. Und: Bis 30. Juni erhalten unsere Kunden bei Abschluss einer KindersparER GO! ein Bobbycar3.“ PR

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Sie entscheiden, wie die Prämie veranlagt werden soll: 100 Prozent klassisch, 100 Pro-

F R AG E N S I E I H R E Christian Noisternig, ERGO-Vorstand für Vertrieb und Marketing

zent in nachhaltigen Fonds oder ein Mix aus beiden – alles ist möglich. Und Sie können jederzeit kostenlos die Veranlagung ändern – für zukünftige Prämien und selbstverständlich auch für das bereits vorhandene Kapital. „Mit der Kombination unseres Erfolgsprodukts ‚ERGO fürs Sparen‘ mit unserem besonderen Sicherheitsnetz aus Ablebensschutz und Schutz bei schwerer Krankheit

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© SIMON RAINER

BARRIEREFREI

Die neue Zentrale der TIROLER VERSICHERUNG punktet als erstes Holzhochhaus mit begrünter Fassade in der Innsbrucker Innenstadt nicht nur mit ökologischer, sondern auch mit sozialer Nachhaltigkeit: Mitte April ging dort der erste Changing Place Österreichs in Betrieb – eine speziell ausgestattete Sanitäranlage für Menschen mit schweren Behinderungen und ihre Betreuungspersonen. Die Einrichtung umfasst unter anderem ein Decken-Lifter-System, eine höhenverstellbare Pflege- und Versorgungsliege, eine höhenverstellbare Toilette mit Haltegriffen, einen höhenverstellbaren Wickeltisch sowie eine in jeder Hinsicht barrierefreie Duschmöglichkeit. In Ländern wie Großbritannien oder Deutschland gehören Changing Places in großen Städten oder an Flughäfen bereits zur Standardausstattung, in Österreich gibt es bislang noch keine einzige vergleichbare Einrichtung. Der Raum ist ab sofort rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche mit einem Eurokey benützbar, den alle Inhaber*innen eines Behindertenpasses mit Zusatzantrag bekommen können.

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Der urbane Raum ist im steten Wandel und das ist gut so. Es stellt allerdings auch vor Herausforderungen. Als in der Innsbrucker Altstadt die Pflasterarbeiten begannen, galt es, trotz umfangreicher Baustelle die Aufenthaltsqualität in der Stadt beizubehalten. So wurde aus einer Baustellensituation ein Labor zur Erprobung neuer städtischer Aufenthalts- und Lebensqualitäten. Mit dem Projekt „Urban Blooms“ entstanden als temporäre Zwischenlösung bunte, konsumfreie Verweil- und Spielflächen sowie Grünund Interaktionszonen mit farbiger Bodengestaltung und mobilen Stadtmöbeln. Die Installation besteht aus modularen Holzelementen, die als Sitzgelegenheiten, Pflanzgefäße oder Spielbereiche genutzt werden können. Entstanden ist das Projekt aus einer Idee des Innsbruck Tourismus und des Architekturbüros Snøhetta und hat sich schnell von einer spontanen Pop-up-Gestaltung zu einer langfristigen und dynamischen Initiative verwandelt. Gestartet wurde in der Kiebachgasse, in der durch die Arbeiten und einen Baustopp brache Flächen mitten in der Altstadt entstanden. Bodenbemalung und Stadtmöblierung zonierten den Raum neu und ließen ihn wieder aufleben. Seit März 2025 sind die Urban Blooms am Innsbrucker Marktplatz zu finden. In bester Lage als zentraler Platz Innsbrucks, aber durch die Notwendigkeit permanenter Flexibilität durch hohe Veranstaltungsdichte mangelte es dem Platz lange an konsumfreien Aufenthaltsmöglichkeiten. Mit ihrem Platz-im-PlatzKonzept lösen die Urban Blooms diesen Mangel auf und wandeln den Marktplatz zu einem lebendigen Ort des Verweilens. Wir sind gespannt auf weitere Einsätze zur Stadtaufblühung.

© MOHR NIKLAS ARCHITEKTEN

E I N E S TA D T B L Ü H T A U F

Blick von Nordwesten auf das Haus der Physik

MEHR PLATZ FÜR DIE WISSENSCHAFT Die speziell in Quanten-, Ionen- und Astrophysik international erfolgreichen und damit stetig wachsenden Physikinstitute der Universität Innsbruck sind aktuell am Campus Technikerstraße verteilt und brauchen dringend mehr Platz. Im neu entstehenden Haus der Physik, das derzeit von der Bundesimmobiliengesellschaft errichtet wird, bekommen sie den. Konzipiert ist das Haus für rund 850 Student*innen und 500 Mitarbeiter*innen, die Investitionssumme beträgt rund 230 Millionen Euro. Geplant wurde der Neubau vom Architekturbüro Mohr Niklas Architekten. Auf rund 28.000 Quadratmetern sind ein lichtdurchfluteter Eingangsbereich, ein zweistöckiger Hörsaal, Seminarund Praktikumsräume, Büros und Laborflächen vorgesehen. Die Labore nehmen dabei die größte Fläche ein und verteilen sich auf vier Ebenen. Zwei Innenhöfe sorgen für natürliches Licht, teilweise bis ins Untergeschoss. Das „Grüne Auditorium“ in Form des Campus Hain vor dem Haus der Physik schafft konsumfreie Bereiche im Schatten, die in Pausen, der Freizeit und zum Studieren genutzt werden können und zur Interaktion einladen. Der Neubau am Campus Technikerstraße soll mit Wintersemester 2028 in Betrieb gehen.


GO VERTICAL

EBORA ist vor allem durch seine Kochfeldabzugssysteme zum Gattungsbegriff für Kochfelder mit integriertem Dunstabzug geworden. Mit der Entscheidung für ein eigenes Produktionswerk in Niederndorf setzt das Unternehmen zwei große Statements: Erstmals investiert man in eine eigene Fertigung und produziert selbst, zum zweiten hat sich BORA ganz bewusst für die Investition in den heimischen Standort in Tirol entschieden. Die Produktion in Niederndorf soll schon im zweiten Halbjahr 2026 anlaufen. Anfang April wurde offiziell der Grundstein gelegt, die Bauarbeiten hatten bereits im November 2024 gestartet. „Um den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten, wird der Herstellungsprozess vertikal angeordnet – also in mehreren Stockwerken übereinander. Dadurch ergibt sich eine Flächenersparnis von rund 60 Prozent im Vergleich zur klassischen horizontalen Anordnung von Produktionslinien“, erklärt Christoph M. Achammer von ATP architekten ingenieure. Die neue Fabrik hat eine Grundfläche von rund 6.000 Quadratmetern und eine gesamte Bruttogeschossfläche von 20.000 Quadratmetern.

© ATP ARCHITEKTEN INGENIEURE

eco.architektur

© SARAH DAVIES

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Gemeinschaftsarbeit zur Biodiversität

Künstlerische Artenvielfalt Von 8. bis 19. Juli 2025 zeigt die Galerie Nothburga die Ergebnisse des internationalen Keramik-Symposiums in Mils 2024.

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ergangenes Jahr trafen sich die Künstler*innen Saravut Vongante (Thailand), Boris Roce (Kroatien), Nani Puspasari (Indonesien), Kostas Karakitsos (Griechenland) und Tamman Hammoud (Syrien) sowie Theresa Bodner, Jara Lettenbichler, Eugen Walser, Elisabeth Ehart-Davies und Elisabeth Melkonyan aus Österreich, um sich künstlerisch mit den unterschiedlichen Aspekten der Artenvielfalt und Biodiversität auseinanderzusetzen. Sie bedienten sich dabei der alten Raku-Brenntechnik, die im 16. Jahrhundert im japanischen Raum entwickelt wurde. Die entstandenen Werke der

Künstler*innen mit ihren Formen, lebhaften Farben und Glasuren sollen vor allem ein Bewusstsein für den Schutz der Natur und all ihrer Vielfalt schaffen. Die Galerie Nothburga präsentiert im Juli für zehn Tage die entstandenen Keramikexponate zu Biodiversity/Artenvielfalt.

GALERIE NOTHBURGA, Innrain 41, 6020 Innsbruck, info@galerienothburga.at, www.galerienothburga.at Mi. bis Fr. von 16 bis 19 Uhr, Sa. von 11 bis 13 Uhr


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

W O H N R AU M MIT LEBEN FÜLLEN Das Thema Wohnen hat in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert zurückerobert. Mit der richtigen Raumausstattung kann man bestehendem wie neuem Wohnraum besondere Akzente einhauchen. Ein schöner Beruf, der in jeglicher Hinsicht Freude schafft. T E X T : D O R I S H E LW E G

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ohnen muss jeder. Wie man wohnt, wird vor allem seit Pandemiezeiten wieder bewusster wahrgenommen, und so kommt auch der Raumgestaltung wieder mehr Augenmerk zu. Dabei erlebt insbesondere die Gestaltung von Wänden gegenwärtig ein fulminantes Revival. Ob klassische Streifentapete, wie man sie aus „Ein echter Wiener geht nicht unter“-Zeiten kennt, oder strukturierte Vinyl-Wandbilder: Die Gestaltung von Wänden ist wieder zu einem wesentlichen Einrichtungselement avanciert. Auch das Upcycling von Möbelstücken liegt derzeit im Trend. Dabei geht es immer um individuelle Gestaltungselemente, die je nach persönlichen Vorlieben in Muster und Farbe entweder

neu angefertigt werden oder bestehenden Möbelstücken wieder neuer Glanz eingehaucht wird. Ein sehr facettenreiches und vielfältiges Handwerk, das sich in die Berufsgruppe der Tapezierer und Dekorateure eingliedert. Derweilen kommt die Bezeichnung Raumausstatter dem Berufsbild weitaus näher, denn neben der Wandgestaltung und Polsterung verlegen die versierten Handwerker*innen auch Böden, errichten Sonnenschutzsysteme innen wie außen oder schaffen mit den richtigen Vorhängen nicht nur einen Sichtschutz, sondern setzen damit auch gestalterische Akzente. „Das Schöne an unserem Beruf ist es, im persönlichen Kontakt mit den Kund*innen deren Spirit und Geschmack herauszufinden und sie

dann umfänglich zu beraten“, erklärt Josef Miller, Innungsmeister-Stellvertreter und Berufsgruppensprecher der Tapezierer in der Wirtschaftskammer Tirol. Spannend findet er dabei auch, wie sich Räume durch kleinere wie größere Akzente verändern können. Es geht um Menschen und ihre Lebensräume, um Farben und Stoffe, um das Fühlen, Sehen und Erkennen von gestalterischen Möglichkeiten, die einen Raum letztendlich so erscheinen lassen, wie es sich Auftraggeber*innen vorstellen. Es geht aber auch um die fundierte Beratung, was möglich ist und Sinn macht. Denn die schönsten Vorstellungen nutzen wenig, wenn der Wunsch technisch nicht umsetzbar ist.


WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL

VIELFÄLTIGES GESCHICK Ob privates Eigenheim, Restaurant, Hotelzimmer oder Arztpraxis, es sind die unterschiedlichsten Räumlichkeiten, die vom Boden bis zum Sonnenschutz von den Fachkräften qualitätsvoll ausgestattet werden. Denn es bedarf schon ein wenig mehr an handwerklichem Geschick, angesagte Wandgestaltungen anzubringen oder eine Eckbank neu zu bepolstern, einen Boden klussenfrei zu verlegen oder Vorhänge stilvoll in Szene zu setzen. Es braucht vor allem das Auge für das Schöne, das Einfühlungsvermögen in die Wünsche der Kund*innen und die handwerklichen Fähigkeiten, die Ausstattungen dann auch vor Ort auszuführen.

„Raumausstattung ist ein sehr breites und vielschichtiges Berufsbild. Die vielen persönlichen Kontakte bereichern mich dabei ebenso wie die Freude, etwas Schönes zu schaffen. So verschieden die Geschmäcker der Kund*innen sind, so abwechslungsreich lassen sich Räume gestalten“, brennt der Unternehmer und Funktionär für sein Handwerk. Was sich über all die vielen Jahre seiner Tätigkeit verändert hat, ist die Spezialisierung der Betriebe. Während Miller in seiner Lehrzeit noch alle Bereiche vom Tapezieren über Polstern und Bodenlegen auch in der Praxis ausreichend erlernt hat, so sind die Betriebe heute vermehrt auf einen Bereich

Josef Miller ist Berufsgruppensprecher der Tapezierer in der Wirtschaftskammer Tirol.

spezialisiert, was die umfassende Ausbildung ein wenig erschwert. „Wie auch in anderen Handwerken basiert unsere Arbeit auf Übung und Erfahrung. Moderne Tapeten beispielsweise sind sehr schwer zu verarbeiten und man benötigt dafür auch die entsprechenden Werkzeuge. Auch das Rendering wird zunehmend digitaler und entsprechende Visualisierungen ermöglichen zwar den Kunden eine bessere Veranschaulichung, bedürfen natürlich aber auch entsprechendes Wissen und Zeit“, weiß Miller. Je nach Region sind es Tourismusbetriebe und öffentliche Auftraggeber*innen, die auf die fachkundige Expertise der Raumausstatter*innen zurückgreifen. „Im privaten Bereich beraten wir mehr Zweit- oder Dritteinrichter im Alter ab Mitte 40, die nach den Jahren der Kindererziehung ihr Zuhause wieder auffrischen beziehungsweise auch mehr in die Gestaltung ihres Eigenheims investieren möchten“, sagt der erfahrene Raumausstatter und resümmiert: „Es ist ein schöner Beruf, wenn man tagtäglich Menschen mit Akzenten für ihr Zuhause oder ihre beruflichen Räumlichkeiten Freude bereiten kann.“ PR

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eco.architektur

DIE KLUGE SEITE „Wenn ein Architekt einen Fehler macht, lässt er Efeu darüber wachsen. Wenn ein Arzt einen Fehler macht, lässt er Erde darauf schütten. Und wenn ein Koch einen Fehler macht, gießt er ein wenig Sauce darüber und sagt, dies sei ein neues Rezept.“ PAUL BOCUSE

„Hola!“ DIE WALDFEE, 23, LERNT SPANISCH

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„Die Architektur besteht aus Traum, Phantasie, Kurven und leeren Räumen.“ OSCAR NIEMEYER

Zwei Architekten in Pisa. „Willst du den Turm wirklich so hoch bauen?“ „Was soll schon schief gehen?“

„Der Unterschied zwischen guter und schlechter Architektur ist die Zeit, die man dafür aufwendet.“ DAVID CHIPPERFIELD

Wenn ich dir recht gebe, liegen wir beide falsch.

Architekten studieren jahrelang, um dann einen Lichtschalter für das Treppenhaus direkt unter die Klingel des Nachbarn zu setzen.

Wer am Montag zerknittert zur Arbeit kommt, hat die ganze Woche lang Zeit, sich zu entfalten. „Ich finde, dass Architektur eine grundsätzlich optimistische Kunst ist. Als Architekt musst du an die Zukunft glauben.“ DANIEL LIBESKIND

Zu viel nachdenken ist wie schaukeln. Man ist zwar beschäftigt, kommt aber kein Stück weiter.

„Ich liebe Kritik, aber ich muss damit einverstanden sein.“ MARK TWAIN

„Ich verstehe nicht, warum Leute Architekten beauftragen und diesen dann sagen, was sie zu tun haben.“ FRANK GEHRY


eco.architektur

„Die Grundlage ist das Fundament der Basis.“ LE CORBUSIER

„Der Architekt ist hoch verehrlich, obschon die Kosten oft beschwerlich.“

„Das interessiert mich nicht!“ DIE BOHNE

„Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Leute damit beschäftigen.“ HENRY FORD

WILHLEM BUSCH

Dummheit kennt keine Grenzen, aber sehr viele Leute.

„Ich werde oft gefragt, woher meine Ideen kommen. Von nirgends. Ich habe nur mehr Zeit als andere zu warten, bis doch etwas kommt.“ PETER BICHSEL

„Ein Architekt kann nicht so arrogant sein und behaupten, dass er sich zu 100 % sicher ist, was er tut.“ RENZO PIANO

Manche Menschen stehen mit beiden Beinen fest auf dem Schlauch. Ich habe mich endlich selbst gefunden. Stand einfach so neben mir.

„Wenn niemand mehr zeichnen kann? Dann werden in allen Städten der Welt gleich aussehende Kisten gebaut. Kleider machen Leute, Architektur macht Städte.“ PROF. GUSTAV PEICHL

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Style up your life Machen Sie sich’s schön(er): Inspirationen für Stil, Komfort und Lebensfreude.


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Die Brillen von Dick Moby werden aus recycelten Materialien gefertigt und tragen allesamt Namen von Städten, die in irgendeiner Weise mit dem Meer verbunden sind. Das macht schon beim Tragen Lust auf Urlaub. Das runde Modell Amsterdam haben wir besonders ins Herz geschlossen. Dick Moby ist vor Kurzem im Sehenswert von Tanja Schaffenrath in Wattens eingezogen.

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DESIGN - FLOHMARKT 14_Edle_Zeitmesser_13_01_Welcome_Magazin_210x280mm_RZ.indd 1 Vor einiger Zeit hat eine Gruppe engagierter Frauen ihre Kleiderschränke durchforstet und einen Garagenverkauf organisiert. Ziel war es, gut erhaltene Kleidung und Accessoires günstig anzubieten und gleichzeitig einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Von Anfang an war es den Organisatorinnen wichtig, den Erlös der Aktion einer Institution zukommen zu lassen, die auf Spenden angewiesen ist. Einhellig wurde beschlossen, das Geld an den Verein Sindbad zu übergeben (www.sindbad.co.at), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten miteinander zu verbinden. Durch ein 1:1-Mentoring werden Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren beim Übergang von der W E I T E R E I N F O R M AT I O N : Pflichtschule in die weiterführende Ausbildung begleitet. Junge Erwachsene im Alter von 20 bis 35 Jahren sind Diese Uhr und viele weitere Unikate renommierter Marken hier als ehrenamtlich tätige Mentor*innen im Einsatz. sind verfügbar in unserer B O U T I Q U E in Innsbruck, mg interior hat die großartige Location zur Verfügung Palais Trapp, Maria-Theresien-Straße 38 und online. gestellt. Wir hoffen auf viele weitere Projekte. www.edlezeitmesser.at


eco.life

SCHREIB MAL WIEDER!

Je digitaler die Zeiten, desto schöner sind ein paar handgeschriebene Zeilen. Mit den Stiften von Eulenschnitt geht’s ganz locker von der Hand. Um je 9,95 Euro im APFIs in den Einkaufskorb gelegt.

I CAN BUY MYSELF FLOWERS

Das Label Blumenkind aus Kärnten hat kürzlich in Petra Kaminskys Conceptstore in Hall ein neues Zuhause gefunden und wir sind schon ganz verliebt. Statement-Earrings aus geschliffenen Glasperlen je 49,95 Euro, Armbänder ab 29,95 Euro.

IN SILVER WE SHINE

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Die Colmar-Revolution-Spring/ Summer-Kollektion kommt heuer klar, modern und komfortabel daher. Wie die Bomberjacke aus glänzendem und strapazierfähigem Nylongewebe in Satinoptik und dem charakteristischen Stil des japanischen Designers Yosuke Aizawa. 365 Euro, einen Store finden Sie in den Innsbrucker RathausGalerien.

HALLO!

Bei so manchem wäre ein „Herzlich willkommen“ fast übertrieben, wir allerdings mögen Gäste und begrüßen sie mit einem freundlichen „Hey“. Kokos-Fußmatte von Eulenschnitt um 32,95 Euro zu haben im APFIs.

OUTDOOR-SOUND

Mit Musik geht vieles leichter. Die LifestyleDänen Bang & Olufsen stehen dabei seit jeher für perfekten Sound, der im Besound Explore schön handlich verpackt daherkommt. Den OutdoorBluetooth-Lautsprecher gibt’s um 250 Euro bei den B&O-Experten von IQ-TEC in Rum.

SCANDI -SOMMER

Stilvoll, modern und mit einem feinen Gespür für bold minimalism – die Spring/SummerKollektion von Copenhagen Studios vereint Leichtigkeit, Stilgefühl und einen Hauch edgy flair. Die Sandalen (149,90 Euro) haben wir bereits unter www.copenhagenstudios. com bestellt, ausgewählte Stücke der Herbstkollektion sind dann wieder bei Petra Kaminsky in Hall zu haben.

KLEIDSAM

Petra Kaminsky kennt sich aus mit schönen Dingen und hat seit einiger Zeit auch ihr eigenes Label. Die Teile werden in Italien produziert, die Sommerkollektion kommt in Kürze. Mit dabei ist das lässige schwarze Kleid, das um 69 Euro – quasi selbstredend – in ihrem Conceptstore zu haben ist.


IQ TEC

MASSGESCHNEIDERTE EXZELLENZ Bang & Olufsen öffnet zu seinem 100-jährigen Jubiläum mit dem Atelier ein neues Kapitel in der Welt personalisierter Audiokunst und interpretiert maßgeschneiderten Luxus damit ein weiteres Mal neu.

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eit jeher steht Bang & Olufsen für feins- Aluminiumoberflächen entsteht ein einzigarten Klang, perfekte Qualität und höchste tiges Produkt, das exakt nach Kundenwunsch Präzision in der Verarbeitung. Mit „Ate- maßgefertigt wird und gleichzeitig ganz im lier“ gehen die Dänen nun noch einen Schritt Zeichen der B&O-DNA steht: herausragender weiter und machen ihre Ikonen zu echten In- Klang, zeitloses Design und kompromisslose dividualisten. Handwerkskunst – kombiniert mit maximaler Zur Feier des Atelier-Launches kommen mit Freiheit zur persönlichen Entfaltung. Atelier ist den Atelier Editions viele legendäre Designs in Bang &Bang Olufsens exklusivstes Format,Atelier geschaffen Erlebe & Olufsen limitierten Editionen und unerwartet-experi- für all jene, die nicht nur ein Produkt suchen, mentellen Farbvarianten daher. Jedes Produkt sondern ein echtes Statement. Angesiedelt ist ist mit einer individuellen Nummer versehen das Atelier im dänischen Struer, dem Hauptsitz und wird so zum echten Sammlerstück. Das Ate- von Bang & Olufsen. Die Fertigung erfolgt unter lier-Herzstück indes ist die einzigartige Mög- anderem in der renommierten Factory 5, die für lichkeit, direkt mit den Meisterhandwerkern ihre hochpräzise Aluminiumverarbeitung bevon Bang & Olufsen seinen eigenen, ganz per- kannt ist. Hinter dem QR-Code wartet die Mögsönlichen Lautsprecher zu kreieren. Aus über lichkeit, Ihr ganz persönliches Meisterstück zu 500.000 verschiedenen Kombinationsoptionen gestalten – das komplette Atelier-Erlebnis ervon Farben, Materialien sowie Stoff-, Holz- und wartet Sie bei IQ-TEC in Rum. PR

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INVESTITION MIT SIGNALWIRKUNG Der Automobilmarkt ist gesamthaft im Umbruch und auch bei Porsche Inter Auto (PIA) Tirol werden die Weichen neu gestellt. Einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag nimmt das Unternehmen für umfassende Investitionen in die Standorte Innsbruck Haller Straße und Mitterweg in die Hand. Am Mitterweg entsteht derzeit das modernste Porsche Zentrum Österreichs, der traditionsreiche Standort Haller Straße wird mit neuem Reifenlager und Karosseriezentrum als „Multibrand“-Autohaus aufgewertet. TEXT: MARIAN KRÖLL

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ie Automobilbranche ist im Umbruch. Das hängt wesentlich damit zusammen, dass die Elektromobilität am Vormarsch ist, der Verbrennungsmotor aber zugleich noch längst nicht zum alten Eisen gehört. Es ist noch unklar, wie sich die Europäische Union letztlich tatsächlich positionieren wird, was das ursprünglich für 2035 anvisierte sogenannte „Verbrenner-Aus“ betrifft. Es deutet mittlerweile einiges auf eine längerfristige Koexistenz der unterschiedlichen Antriebsformen vom Verbrennungsmotor über den Hybrid bis zum reinen Elektroantrieb hin. Vor allem bei letzterem nimmt die Konkurrenz aus Fernost zu und stellt die europäischen Hersteller vor Herausforderungen. Diese dürften die Zeichen der Zeit erkannt haben und reagieren mit entsprechenden Modellen. In der Branche herrscht Dynamik. Dasselbe gilt für den Fahrzeughandel.

IM VERBUND STÄRKER

Porsche Inter Auto tritt seit 2022 in Tirol im Verbund auf und ist dort mit fünf Standorten vertreten, zwei davon in Innsbruck, die weiteren drei befinden sich in Kufstein, St. Johann in Tirol und Wörgl. Insgesamt 400 Mitarbeiter*innen beschäftigt das Unternehmen in Tirol, jährlich werden ungefähr 25 Lehrlinge ausgebildet. In der Landeshauptstadt ist in den vergangenen Jahren einiges in Bewegung geraten. Seit September 2023 steht dort Christoph Erlmoser als Geschäftsführer in der Verantwortung. Er ist seit rund

15 Jahren in der Porsche Holding beschäftigt und war als Manager in Makedonien und Chile tätig, ehe es ihn zurück nach Österreich gezogen hat. Andreas Maier ist Geschäftsführer von Porsche Inter Auto in Tirol. Seine berufliche Karriere hat mit der Lehre zum Kraftfahrzeugtechniker begonnen. „An der Elektromobilität wird perspektivisch zwar kein Weg vorbeiführen“, glaubt er, „im Mittelpunkt unserer Beratungsleistung steht aber ungeachtet der Antriebsform immer das spezifische Kundenbedürfnis und Fahrprofil, für das es das jeweils passende Fahrzeug zu finden gilt. Etwaiger Verunsicherung bei den Konsument*innen können wir mit guter Beratung und Probefahrten gut entgegenwirken.“ Erlmoser betont, dass es besonders wichtig sei, den Autofahrer*innen mehr Klarheit und vor allem Planungssicherheit zu bieten. Dazu gehören steuer-

liche und rechtliche Rahmenbedingungen, die sich nicht fortwährend ändern. „Wenn es heute so ist und morgen so, sorgt das verständlicherweise für Verunsicherung.“ Was die politischen Rahmenbedingungen betrifft, ist auch der Fahrzeughandel nur Passagier, der genauso wie die Kund*innen mehr Planungssicherheit braucht.

NEUE INFRASTRUKTUREN

Nach der organisatorischen Restrukturierung 2022 kommt es in Innsbruck nun zu einer umfassenden infrastrukturellen Neuaufstellung. Damit sind beträchtliche Investitionstätigkeiten in der Haller Straße und am Mitterweg verbunden. Der Standort Haller Straße wird ausgebaut und erweitert, künftig werden die Konzernmarken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat/Cupra und Škoda dort in einem „Multibrand“-Autohaus exklusiv

„Im Mittelpunkt unserer Beratungsleistung steht immer das spezifische Kundenbedürfnis und Fahrprofil, für das es das jeweils passende Fahrzeug zu finden gilt.“ ANDREAS MAIER


Andreas Maier, Geschäftsführung Verbund PIA Tirol, und Christoph Erlmoser, Geschäftsführer Porsche Innsbruck Mitterweg

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© ANDREAS FRIEDLE, PIA

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Der Standort Haller Straße von Porsche Inter Auto wird ausgebaut und erweitert. Künftig werden die Konzernmarken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat/Cupra und Škoda dort in einem „Multibrand“-Autohaus exklusiv vertreten sein. Außerdem werden dort ein neues Karosseriezentrum und ein modernes Reifenlager entstehen.

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vertreten sein. Außerdem werden dort ein neues Karosseriezentrum und ein modernes Reifenlager entstehen. Am Mitterweg rückt dagegen Porsche in den alleinigen Fokus der Aufmerksamkeit. Hier entsteht nämlich mit dem Porsche Zentrum Tirol das modernste seiner Art in Österreich. Anfang April erfolgte der Spatenstich, im Mai kommenden Jahres will man nach 13-monatiger Bauzeit dort die ersten Kund*innen begrüßen. Der Standort Mitterweg 26 und 27 besteht seit 1979. In dieser Zeit ist dieser zum Porsche Zentrum Tirol und gleichzeitig zum kombinierten Standort für alle Konzernmarken des VW-Konzerns mit rund 90 Mitarbeiter*innen herangewachsen. Erlmoser betrachtet den Neubau des Porsche Zentrums Tirol definitiv als „Meilenstein für den Standort“. Erst ein Grundstückstausch mit der Stadt machte die Millioneninvestition möglich, indem die Adressen Mitterweg 27 und der Josef-Wilberger-Straße 10 getauscht wurden. „Das ist eine Win-win-Situation sowohl für uns als auch für die Stadt Innsbruck“, ist Christoph Erlmoser überzeugt, der an den Standorten in Innsbruck sowohl Platz- als auch Investitionsbedarf geortet hatte. Langfristig wäre vor allem der Standort am Mitterweg für die Servicierung aller Konzernmarken zu klein geworden, deshalb ist Erlmoser durchaus zufrieden mit der Entscheidung, sich dort voll und ganz auf Porsche zu konzentrieren und alle anderen Marken in der Haller Straße zu bündeln. Die

IN DER AUTOB R A NCH E H ER RSCHT DY N A M I K . D A S S E L B E G I LT F Ü R D E N FA H R Z E U G H A N D E L .

Anbahnung des Grundstückstauschs mit der Stadt sei „zügig und konstruktiv“ verlaufen, weil die getauschten Flächen ungefähr gleich groß gewesen seien. Der prestigeträchtigen Sportwagenschmiede Porsche steht ein eigenes Haus gut an, in dem die Fahrzeuge sich das Rampenlicht nicht teilen müssen. „Der gegenwärtige Porsche-Schauraum am Mitterweg ist klein, aber fein, und nicht zu vergleichen mit den zukünftigen Möglichkeiten im neuen Porsche Zentrum Tirol. Das Kundenerlebnis wird dann noch einmal ein ganz anderes sein“, verspricht Erlmoser. Auf rund 3.000 Quadratmetern wird sich alles um Porsche drehen, die Gebäudehülle wird entsprechend den aktuellen Porsche-CI-Vorgaben von Aluminium und Glas dominiert sein. „Die Dächer werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen bestückt“, sagt Erlmoser zu den Nachhaltigkeitsaspekten. Der Geschäftsführer wird zwischen den Standorten Haller Straße und Mitterweg pendeln. Nicht alles und doch vieles neu wird auch in der Haller Straße. Das neu hinzugekommene Grundstück an der Josef-Wilberger-Straße 10 wird neuer Standort des

Reifenlagers und einer Waschstraße, das gegenwärtige Reifenlager weicht einem State-of-the-Art-Karosseriezentrum.

MITARBEITERBINDUNG SCHAFFT KUNDENZUFRIEDENHEIT

Ein positives Kundenerlebnis hängt nicht nur von moderner Infrastruktur ab, sondern auch von der entscheidenden menschlichen Komponente. Es mangelt der Wirtschaft bekanntermaßen an allen Ecken und Enden an Fachkräften. Ganz so gravierend ist die Lage bei PIA Tirol nicht. „Ich glaube, dass wir als Arbeitgeber einen guten Ruf haben“, sagt Andreas Maier. „Wir sind in der Lehrlingsakquise sehr aktiv und gehen auch hinaus in die Schulen, um uns als Arbeitgeber zu präsentieren. Dadurch haben wir in den letzten Jahren Mitarbeiter*innen dazugewinnen können.“ Doch es sei mindestens ebenso wichtig, bestehende Mitarbeiter*innen im Unternehmen halten zu können. „Der Um- und Neubau in Innsbruck ist auch unter diesem Aspekt zu sehen, denn so können wir unseren Mitarbeiter*innen in allen Unternehmensbereichen beste Arbeitsbedingungen bieten“, so Maier, der betont, dass man die Themen


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Nach der organisatorischen Restrukturierung 2022 kommt es bei Porsche Inter Auto in Innsbruck nun zu einer umfassenden infrastrukturellen Neuaufstellung. Damit sind beträchtliche Investitionstätigkeiten in der Haller Straße und am Mitterweg verbunden. So rückt am Mitterweg Porsche in den alleinigen Fokus. Hier entsteht mit dem Porsche Zentrum Tirol das modernste seiner Art in Österreich. Im Mai 2026 soll das neue Gebäude eröffnet werden.

Kunden- und Mitarbeiterbindung miteinander betrachten müsse, gewissermaßen als zwei Seiten einer Medaille. Zufriedene Mitarbeiter*innen sind eine Vorbedingung für zufriedene Kund*innen. „Wir setzen auf interne Aus- und Weiterbildungsprogramme und führen attraktive Marken. Davon haben wir in den letzten Jahren sicher profitieren können“, sagt der Tirol-Geschäftsführer, der den eingeschlagenen Weg fortsetzen will. Zudem ist eine eigene Lehrwerkstatt geplant, in der die Lehrlinge von Meistern intensiv geschult werden. Kontinuierliche Weiterbildung ist heute von großer Bedeutung, weil es mehr Antriebskonzepte gibt als früher und in Fahrzeugen immer mehr Technik verbaut ist. „Autos waren zwar immer schon recht komplex und werden auch komplex bleiben. In meiner Lehrzeit hat man als Mechaniker alles können müssen, heute wird es aber einen höheren Grad an Spezialisierung geben müssen als in der Vergangenheit“, betont Maier. „Nach der Lehre kann man unterschiedliche Schwerpunkte setzen, etwa mit einer Ausbildung zum Hochvolttechniker“, ergänzt Erlmoser.

GUTE WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Mit der wirtschaftlichen Entwicklung zeigt man sich im Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren und zahlreicher Unwägbarkei-

ten zufrieden. „Im Vergleich zu den Zahlen vor Covid hat die gesamte Branche in den letzten Jahren einen Rückschritt gemacht. Das heurige Jahr ist bei uns quer über alle Marken hinweg allerdings sehr gut angelaufen. Wir hoffen, dass wir diesen Schwung in die Folgequartale mitnehmen können“, sagt Andreas Maier. Wie sich die geopolitische Situation mit dem volatilen US-Zollregime auf den Fahrzeughandel niederschlägt, kann aus heutiger Sicht niemand vorhersagen. „Unsere Stärke liegt unter anderem darin, dass wir mit unseren Marken von Škoda über VW bis hin zu Porsche für jedes Bedürfnis das passende Auto haben“, so Maier, der keine Konzernmarke favorisieren will, was die zukünftige Ausrichtung und Modellpalette betrifft. „Jede Marke hat ihren Charme.“ Auch Christoph Erlmoser betrachtet die Mehrmarkenstrategie als klaren Wettbewerbsvorteil. Die Geschäftsführer sind außerdem zuversichtlich, dass es aus dem VW-Konzern schon bald ein elektrifiziertes Volumenmodell, im Wortsinn einen Volkswagen, geben wird, wie man ihn über Jahrzehnte hindurch mit dem

VW Golf und vordem dem legendären VW Käfer parat hatte. Vielversprechender Anwärter dafür ist das Konzept des ID. EVERY1, das voraussichtlich 2027 kommen wird. Vor der Konkurrenz aus Fernost fürchtet man sich nicht. „Der Respekt ist da, doch Europa muss sich nicht verstecken. Wettbewerb belebt das Geschäft und sorgt in der gesamten Branche für Innovation“, zeigt sich Christoph Erlmoser durchaus zuversichtlich, was die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Hersteller betrifft. Zuversicht ist ein Thema, das auch Andreas Maier am Herzen liegt. Er ist Obmann-Stellvertreter im Landesgremium des Fahrzeughandels Tirol in der Wirtschaftskammer und will die millionenschweren Investitionen in den Standort auch als klares Signal verstanden wissen, dass man gerade in herausfordernden Zeiten Geld in die Hand nehmen müsse. „Wir haben noch viel vor und erwarten uns durch die Investitionen Rückenwind. Es ist für die ganze Branche gut, wenn gerade in Zeiten zunehmender Sparzwänge investiert wird.“

„Der Neubau des Porsche Zentrums Tirol ist definitiv ein Meilenstein für den Standort.“ CHRISTOPH ERLMOSER

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Ein zum Sein 150

EIN EINFAMILIENHAUS IST WEIT MEHR ALS NUR EIN GEBÄUDE AUS ZIEGELN, BETON UND HOLZ – E S I S T E I N O R T, A N D E M L E B E N S TAT T F I N D E T U N D IN DEM ERINNERUNGEN GESCHAFFEN WERDEN. ES IST EIN ZUHAUSE, DAS MIT JEDER KLEINEN ENTSCHEIDUNG UND JEDER VERÄNDERUNG A N B E D E U T U N G G E W I N N T.

HÄUSER DES JAHRES Claire Beermann & Eva Maria Herrmann, Callwey Verlag, 336 Seiten, EUR 61,70 Der Award Häuser des Jahres wurde 2024 zum 14. Mal verliehen und zählt zu den wichtigsten Awards der Branche. Die gleichnamige Publikation präsentiert die von einer Expertenjury ausgewählten 50 besten, von Architekt*innen geplanten Einfamilienhäuser im deutschsprachigen Raum. Die Häuser des Jahres 2024 werden in Text, Bild und mithilfe von Plänen ausführlich vorgestellt und gewähren so Einblick in 50 individuelle Planungsgeschichten von Architekt*iinnen und Bauherr*innen, die gemeinsam Wohn- und Lebensräume realisiert haben – ob aus Stein, Holz oder Beton, am Hang, in der Stadt oder auf dem Land. Zudem überzeugen die besten ausgezeichneten Produktlösungen des Architects’ Choice durch Innovation, Gestaltung und Nachhaltigkeit. www.haeuser-des-jahres.com


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„ E I N FA M I L I E N H ÄU S E R S T E H E N S E I T J E H E R F Ü R D E N T R AU M VOM E I G E N H E I M . G L E I C H ZE I T I G S I N D S I E A B E R AU C H I M FO KU S D E R D I S KU S S I O N UM ZE R S I E D E LU N G , FL ÄC H E N - U N D R E S S O U R C E N V E R B R A U C H . D E R B E S TA N D B I E T E T D A H E R E I N G RO S S E S P OT E N ZI A L , DA S E S N E B E N I N V E S T I T I O N E N I N N E U B A U T E N F L E X I B E L Z U N U T Z E N G I LT. “ E v a Ma r ia Her r m a n n

I

n einer immer hektischer werdenden Welt ist es wichtig, einen Ort zu haben, an dem man sich zurückziehen kann, um zur Ruhe zu kommen, Erholung und Stärkung zu finden. Das eigene Haus bietet den idealen Rahmen, um sich von der Außenwelt abzugrenzen und dennoch lebendig zu sein. Die Wände des Hauses werden Zeugen des Lebens: der ersten Schritte eines Kindes, der ersten Familienfeiern, der stillen Momente des Nachdenkens und der lauten des Lachens. Für viele Menschen ist der Traum vom eigenen Haus der Inbegriff von Stabilität und Zukunft. Es ist nicht nur ein Ort, an dem man lebt, sondern ein Platz, an dem man wächst und sich entfaltet – als Individuum und als Familie. Es ist ein spezielles Gefühl, die eigene Haustür zu öffnen, den eigenen Garten zu betreten und zu wissen, dass hier eine Welt wartet, die nur einem selbst gehört. Der wahre Wert eines Einfamilienhauses liegt nicht in dessen Bauweise oder Größe, sondern in den Momenten, die dort erlebt werden. Es sind die Abende, an denen man zusammen am Esstisch sitzt, die Gespräche auf der Couch oder die Stunden im Garten bei Sonnenschein.

DIE INTIMITÄT DES PERSÖNLICHEN

Der Charme des Einfamilienhauses liegt darin, sich ein Zuhause als einen wichtigen Teil seiner selbst zu schaffen. Es gibt keine festen Regeln oder Vorgaben, wie ein Raum genutzt werden muss. Ob großzügige, lichtdurchflutete Wohnzimmer, persönliche Rückzugsorte, abgeschlossene Zimmer oder ein offener Küchenbereich – alles darf sein. In den privaten Räumen wird das Leben persönlich und intim, gleichzeitig bekommt der Alltag Raum zur Entfaltung. Neben all den praktischen Aspekten ist ein Einfamilienhaus vor allem jedoch Symbol für Unabhängigkeit und die Freiheit, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Im vergangenen Jahr lobte der Callwey Verlag gemeinsam mit seinen Partner*innen bereits zum 14. Mal den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Aus den insgesamt 165 Einreichungen wählte die Jury 50 Projekte aus, die zeigen,

wie vielfältig, spannend, innovativ und kreativ Wohnen sein kann. „Wohnen geht uns alle an, und jeder hat eine Vorstellung davon. Gleichzeitig gibt es eine große Dynamik, sowohl bei den Lebensmodellen – von der klassischen Familie über Mehrgenerationenwohnen, Patchwork und Clusterwohnen bis hin zu Singles – als auch bei den Ansprüchen an das Wohnen. Es gilt, zukunftsfähige, flexible Grundrisse zu entwickeln, die sich an alle Lebenssituationen anpassen lassen. Multifunktional nutzbare Flächen und einfache Umbaubarkeit sind dabei entscheidend. Hinzu kommen veränderte Ansprüche der Bauherren an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wohngesundheit sowie technologische Entwicklungen wie Smart Home. Entscheidungen für nachhaltige Konstruktionen, Materialien und Gebäudetechnik treiben den zukunftsfähigen Umbau unserer gebauten Umwelt voran“, schreibt Architekturjournalistin und Jurorin Eva Maria Herrmann in ihrem einleitenden Trendbericht im gleichnamigen Buch, das alljährlich begleitend zum Wettbewerb erscheint und die ausgezeichneten Häuser in Wort und Bild darstellt. Die Größe der Bauten spielt für eine Auszeichnung übrigens eine untergeordnete Rolle. Auch klein kann ganz wunderbar sein. So sind erneut einige kompakte Bauten unter den Häusern des Jahres 2024 – etwa „Ferien auf Hof Ahmen“ mit einer Wohnfläche von 40 Quadratmetern, auf der vier Feriengäste Platz finden, die ob einer wirklich lässigen Architektur zu unmittelbaren Beobachtern der Natur werden. Demgegenüber stehen Projekte wie das „Haus über dem See“, das auf 500 Quadratmetern Wohnfläche ein großartiges Raumprogramm samt unkonventioneller, zwischen den Ebenen vermittelnder Erschließungsskulptur bietet. Die Häuser des Jahres sind nicht nur in ihren Dimensionen unterschiedlich, sondern auch in Material, Form und Lage, es sind hochpreisige darunter und kostengünstige, mal sorgt Technik für Energieeffizienz, mal das Material und die Konstruktion. Dieses Mal werden außerdem einige Häuser vorgestellt, die Bauten von innen modernisieren, während das Äußere das Alter oder den Originalnutzen des Gebäudes zeigen und beibehalten darf. Gewonnen hat übrigens ein echtes „Juwel im Hinterhof“.

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SI PR EGER OJE KT

JUWEL IM HINTERHOF

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Das Siegerprojekt in Karlsruhe folgt den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, vom sortenreinen Bauen bis zum Urban Mining, und verwendet, wo sinnvoll, nachwachsende Rohstoffe und langlebige Materialien. „Interpol ist nicht nur ein Haus; es ist eine harmonische Symbiose aus Geschichte, Innovation und urbaner Lebensqualität. Das Projekt hat seine Wurzeln in einer tiefgreifenden Analyse der Umgebung, der architektonischen Herausforderungen und des vorhandenen Bestands. Milla Architekten haben nicht nur ein bestehendes Gebäude umgebaut, sondern vielmehr eine Geschichte fortgeführt und neu interpretiert“, schreibt Jurymitglied Ulrich Nolting in seiner Laudatio. Zum Konzept des Wohnhauses gehört unter anderem, die Spuren und Reparaturen ungeschönt zu zeigen. So wurde die ursprüngliche Fassade ablesbar rekonstruiert. Die eingestellte Betonkonstruktion bildet drei Ebenen und einen Kern mit umlaufenden Treppen. Je nach Nutzung werden diese Bereiche durch Materialwechsel und Einbaumöbel definiert. ANZAHL DER BEWOHNER: 3 W O H N F L Ä C H E : 127 m2 B A U W E I S E : Massiv

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A R C H I T E K T U R : Milla Architekten, D-Karlsruhe, www.milla-architekten.de F O T O G R A F I E : Sebastian Schels, D-München, www.schels.net


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Einzigartig in ihrer Vielfalt: Die Engel & Völkers Immobilienkompetenz Vielfalt zeigt sich nicht nur in den Immobilien selbst oder in den individuellen Wünschen unserer Kund:innen – sie steckt auch in unserer Expertise. Mit tiefgehender Marktkenntnis, maßgeschneiderter Beratung und globaler Reichweite sorgen wir dafür, dass jede Immobilie perfekt positioniert wird. Was uns einzigartig macht? Ein Zusammenspiel aus Daten, Erfahrungen und Weitblick – für Ihre besten Entscheidungen. Setzen Sie auf nachweisbare Expertise. Sprechen Sie mit uns – wir finden die richtigen Käufer:innen für Ihre Immobilie.

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SPECHTENHAUSER

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P U R E I N S P I R AT I O N Spechtenhauser steht seit Jahrzehnten für höchste Handwerkskunst „made in Innsbruck“ – sowohl im Bereich Fenster, Türen und Glaserarbeiten als auch mit seiner hauseigenen Möbelmanufaktur und dem innovativen Möbelstudio.

I

n der Möbelmanufaktur von Spechtenhauser samt angeschlossenem Möbelstudio entstehen komplette Wohnkonzepte, geplant bis ins Detail und in Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern oder direkt in der eigenen Produktion realisiert – individuell, hochwertig und aus einer Hand. Kürzlich wurde der Showroom des Möbelstudios einem Refresh unterzogen. Das neue Konzept ist geprägt von einer sanften und gedeckten Farbgebung, gespickt mit frischen Details und nachhaltigen Materialien. Neu eingezogen in die rund 500 Quadratmeter großen Ausstellungsflächen ist der italienische Küchenhersteller ARRITAL. Bekannt für seine herausragende Materialvielfalt, bietet ARRITAL eine beeindruckende Palette an hochwertigen Unidekoren in zeitlosen Nuancen, Strukturlackoberflächen und edlen Hölzern in glatter oder geriffelter

Oberfläche. Ein absolutes Highlight stellt die Möglichkeit dar, Küchen auch in Edelstahl oder Keramik zu fertigen. „Abgesehen von wunderschönen Möbeln zeigen wir in den neuen Bereichen des Showrooms auch ganz viele Möglichkeiten der Umfeldgestaltung für unsere Kund*innen – von gespachtelten Oberflächen an Boden und Wänden über Tapeten in Nassbereichen bis hin zu trendigen Wandfliesen und geriffelten Gläsern als Eyecatcher. Diese Ergänzungen zu einem stimmigen Möbelkonzept gewinnen immer mehr an Bedeutung“, freut sich Projektleiter und Innenarchitekt Maximilian Thurnher-Walch über die neu integrierten Gestaltungselemente. Um den Relaunch des Showrooms gebührend zu feiern, lud das Team des Möbelstudios am 24. April unter dem Motto „Aperitivo a Casa Spechtenhauser“ zur feierlichen

Eröffnung – der inspirierende Abend stand dabei ganz im Zeichen der italienischen Lebensart. Die rund 300 Gäste genossen kulinarische Köstlichkeiten, frisch zubereitet vom BORA-Koch, sowie kühle und spritzige Drinks an der Spechtenhauser Pop-upBar. In stimmungsvoller Atmosphäre bot der Abend Raum für spannende Gespräche, neue Begegnungen und die gelungene Verbindung von hochwertigem Interior Design und italienischem Lebensgefühl. PR

SPECHTENHAUSER Fensterbau, Möbeltischlerei, Glaserei & Fensterstudio: Scheuchenstuelgasse 4 Möbelstudio: Fürstenweg 82, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/22 02 info@spechtenhauser.com

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VERLOREN GEHEN, UM SICH ZU FINDEN

HID

E AW AY D AUS ER GAB E

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Im August des letzten Jahres eröffnete in Ehrwald mit dem eriro ein exklusives alpines Hideaway, das mit seinem modernen Luxus neue Maßstäbe in Sachen Ursprünglichkeit, Entschleunigung und Achtsamkeit setzt.

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eun puristisch designte Suiten von 49 bis 163 Quadratmetern inklusive Rooftop-Suite, bewusst reduziert auf das Wesentliche, alpine Kulinarik und Wellness inspiriert von heimischen Kräutern machen eriro zum perfekten Rückzugsort. Die Idee dazu hatten drei lokale Familien mit Hotellerieund Handwerkserfahrung. Im Mittelpunkt: die sanfte Nutzung eines wunderbaren Grundstücks auf der Alm. Viele Gestaltungselemente wie die lange Speisetafel in der Lobby, jede einzelne Lampe oder traditionelle Schmiedearbeiten wurden von Hand ausgeführt. Die meisten Badewannen wurden aus einem Holzstamm gefertigt und das Dach aus Lärche geschindelt. Heimisches Holz, Stein, eine Feuerstelle, Pflanzen, thematische Wasserbecken, Felle und Naturfasern verleihen dem eriro ein naturverbundenes Ambiente. Ausführender Architekt war Martin Gruber aus Brixen.


© ALE MOLING

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SIMPLE SCHÖNHEIT Die Anreise beginnt im Tal mit überdachten Stellplätzen und einem begleitenden Aufstieg mit der Seilbahn, während das Gepäck separat transportiert wird. Auf 1.550 Metern über dem Meer am Fuß des Zugspitz-Massivs bietet das alpine Hideaway schließlich eine völlig neue Form von Luxus: authentisch, ursprünglich, natürlich, archaisch, reduziert und absolut ruhig. Quasi seit dessen Beginn gehört das Haus zum erlesenen Portfolio der Small Luxury Hotels of the World. Der Name ist eine Hommage an Ehrwald und abgeleitet vom althochdeutschen „eriro wald“, das so viel bedeutet wie „am Anfang des Waldes“. Kulinarisch bildet die Ursprungsküche aus heimischen Zutaten und traditionellen Zubereitungsweisen der Alpen die Basis für eine spannende Interpretation altbekannter Aromen. Die Gerichte spiegeln sowohl im Geschmack als auch optisch die wechselhaften Wetterbedingungen der Berge wider: Mal rau und kräftig, mal sanft und fein, passen sie sich den Jahreszeiten und Launen der Bergnatur an. Wer mag, nimmt dafür in der offenen Küche direkt am Chef’s Table Platz. Der Spa-Bereich integriert die natürliche Umgebung mit Heilkräuter-Treatments und Behandlungen, die individuell abgestimmt werden. Es gibt kein klassisches Spa-Menü, sondern ein persönliches Gespräch, in dem die Wünsche und Bedürfnisse aufgenommen werden. Die Böden im Spa verlaufen uneben und erinnern durch die kleinen runden Steine an Wanderwege. Durch einen Eisnebel, kühl und feucht wie eine Schluchtenpassage, betritt man die finnische Sauna, Heubetten und komfortable Schlaufenliegen sind perfekt für süßes Nichts-

tun. Hier kann man verloren gehen, um sich zu finden. Dafür braucht es Mut und Reflektion. Wer weiß, was er für sich mit nach Hause nehmen möchte, profitiert vielleicht am meisten von der Zeit, in der er oben auf der Ehrwalder Alm auf sich selbst zurückgeworfen ist. www.eriro.at

A RCH ITEKTU R U N D PH I LOSOPH I E DES ERIRO SPIEGELN EINE N AT U R V E R B U N D E N E , PURISTISCHE ÄSTHETIK WIDER, DI E DEN GÄ STEN R AUM FÜ R T I E F E E N T S PA N N U N G U N D S E L B S T R E F L E X I O N B I E T E T.


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© ALEX FILZ, FLORIAN ANDERGASSEN, JOSEF OBEXER

CHA RM P L A ING CE

FINE DINING IM ANSITZ Im historischen Ansitz Steinbock in Villanders in Südtirol verschmelzen Tradition, Design, Kulinarik und das Wesen echter Gastlichkeit zu einem perfekten Ganzen.

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S

chon beim Betreten weckt das geschichtsträchtige Bauwerk im Herzen des Dorfes den Entdeckergeist. Von der Zeit gezeichnete Holzvertäfelungen, Steine, vor Jahrhunderten aufeinandergesetzt, verwinkelte Räume bilden das Fundament des Ansitz Steinbock, den die charmante Gastgeberin Elisabeth Rabensteiner mit großem architektonischem Fingerspitzengefühl und zeitgenössischem Design zu dem umgeformt hat, was er ist: ein exklusiver Ort der Ruhe mitten in der Südtiroler Bergwelt. Die schlichte Formensprache harmoniert perfekt mit dem historischen Bau, dem Gebälk und den hohen Decken. Jede der zwischen 45 und 62 Quadratmeter großen Suiten ist ein Einzelstück – individuell und gut durchdacht. Wohn- und Schlafbereich sind getrennt, die „Honesty Bar“ ist mit Weinen, Spirituosen, Alkoholfreiem und kleinen Snacks gefüllt. Durch das reduzierte Design regt nichts den Geist auf. Man darf zur Ruhe kommen. Die Kulinarik spielt eine besondere Rolle im Ansitz Steinbock: Im Stain à la Carte werden mittags und abends feine Gerichte serviert. Es gibt hausgemachte Pasta oder traditionelle Knödel, die jedem Foodie das Herz aufgehen lassen. Ob in den original erhaltenen Stuben oder auf der sonnigen Gartenterrasse mit Bergblick, das einladende

Dieses Refugium ist ein Hoteltipp aus der Kollektion von charmingplaces.de exklusiv für eco.nova. Anja Fischer und ihr Team haben ein glückliches Händchen für schöne Orte und besondere Reiseinspirationen.

Ambiente spricht alle Sinne an. Ein Blick in die Karte zeigt die große Wertschätzung für regionale und erstklassige Produkte. Gäste, die Halbpension buchen, dürfen sich auf ein Alpine Dinner in fünf Gängen freuen, bodenständig und raffiniert zugleich. Frisches Gemüse, knackiger Salat und aromatische Kräuter stammen direkt vom nahegelegenen Bauernhof und verleihen jedem Gang echten Geschmack. Küchenchef René Tschager prägt die kulinarische Handschrift des Hauses mit Feingefühl und Kreativität. Der junge Südtiroler zeigt Mut und Können im Spiel mit Zutaten,

Texturen und Rezepten. Jeder Teller erzählt eine eigene Geschichte, von der Herkunft der Produkte, vom Respekt vor dem Handwerk und von der Freude am Neudenken traditioneller Küche. „Die meisten meiner Mitarbeiter*innen sind schon seit Jahren bei mir und das wird von unseren Gästen, die als Freunde gehen, sehr geschätzt.“ Auch das zählt zu Elisabeths Gastgeberphilosophie: Frisch und herzlich – immer mit einem guten Gespür für ihr Gegenüber. Viele erinnern sich gerne an die geführten Weinproben im Steinbock-Keller oder die gelungene Umsetzung einer größeren Feier wie eine prächtige Hochzeit oder ein Jubiläum und eben auch an den erstklassigen Service.

FINE DINING NEU DEFINIERT

Nur vier Tische zählt das neu eröffnete Fine-Dining-Restaurant La Lumosa, in dem seit Januar 2025 die gehobene Küche gefeiert wird. Gemeinsam mit Küchenchef René Tschager und Chefsommelier Bastian Winkler entstand ein unverwechselbares Kleinod, das sich mit seinem mystisch-eleganten Ambiente ganz dem kulinarischen Erlebnis verschreibt. „Ich wollte etwas Einzigartiges schaffen, das nicht nur den Gaumen, die Sinne, sondern auch die Herzen berührt.“ Das ist der Gastgeberin mit Sicherheit gelungen. www.ansitzsteinbock.com


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Auto Linser Haller Str. 119a, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 - 24 8 21 www.auto-linser.at

Auto Meisinger GmbH Lechtalerstr. 56, 6600 Reutte-Lechaschau Tel.: 0512 - 3100 www.meisinger.at

Autohaus Krißmer Hauptstr. 71, 6464 Tarrenz Tel.: 05412 - 64111 www.autohaus-krissmer.at

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CO2-Emission: 0 g/km, Verbrauch: 16,2-14,9 kWh/100km, Reichweite: bis zu 605km2) Symbolabb. Druckfehler, Irrtümer, Änderungen vorbehalten. Geräuschpegeldaten nach vorgeschriebenen Messverfahren gemäß der Verordnung (EU) Nr. 540/2014 und Regelung Nr. 51.03 UN/ECE [2018/798] ermittelt: Fahrgeräusch: 67.0 dB(A) / Nahfeldpegel: 0. 1) Listenpreis Kia EV3 Air € 36.840,00 abzgl. Preisvorteil (exkl. Kia-Partner Beteiligung) bestehend aus € 2.400,00 Retailbonus (entspricht der Importeursbeteiligung) und € 400,00 Versicherungsbonus bei Abschluss eines Kia Versicherung Vorteilssets. Der Kia Versicherungsbonus ist nur gültig bei Kauf eines Neu- oder Vorführwagens und bei Abschluss eines Vorteilssets (d. i. Haftpflicht, Vollkasko mit Insassenunfall- und/oder Verkehrs-Rechtsschutzversicherung). Bindefrist bzw. Mindestlaufzeit beträgt 36 Monate inkl. Kündigungsverzicht. Gültig bei Kaufvertragsbzw. Antragsdatum bis 30.06.2025. Aktion limitiert auf 100 Verträge, gültig für Privatkunden solange der Vorrat reicht, längstens aber bis 30.06.2025 bei Finanzierung über Kia Finance; 10.000km/Jahr Laufleistung; Die Abwicklung der Finanzierung erfolgt über die Santander Consumer Bank GmbH. Erfüllung banküblicher Bonitätskriterien vorausgesetzt. 2) 0g/km setzt Nutzung von Strom aus 100% regenerativen Quellen voraus. Angeführte CO2-Emission und kWh/100km gemessen laut WLTP-Testzyklus. Ladeleistung hängt ab von Faktoren wie z.B. Außentemperatur sowie Ladezustand und Temperatur der Batterie. Angegebene Zeiten beziehen sich auf Optimalbedingungen (Ladezustand 10-80%, HV Batterietemperatur 25-29°C) unter Ausschluss zusätzl. Nebenverbraucher (z.B. Sitzheizung, Klimaanlage). Verbrauchswerte sind WLTP-Idealwerte, tats. Verbrauch hängt von Fahrprofil, Umgebungstemperatur und Fahrbahn- bedingungen ab. Stand: 04|2025.


PLETZER RESORTS

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NEUE ENERGIE F Ü R KÖ R P E R U N D G E I S T Die Pletzer Resorts in Tirol, Bayern und Kärnten vereinen Bewegung, Entspannung und Ernährung in einem ganzheitlichen Konzept. Der Schlüssel: die Move & Relax Philosophie für mehr Energie im Alltag. So wird Urlaub zur nachhaltigen Gesundheitsinvestition.

W

er im Urlaub mehr sucht als Ruhe und gutes Essen, ist bei den Pletzer Resorts genau richtig. Hier verschmelzen Sportwissenschaft, modernste Technologien und reizvolle Naturlandschaften zu einem Erlebnis, das weit über die Urlaubstage hinauswirkt. Das Ziel: nachhaltige Regeneration.

MOVE: TRAINING NEU GEDACHT

Ob beim Mountainbiken, E-Biken, Gravelbiken, Wandern und Golfen oder beim Workout mit dem ICAROS® Health Training – Bewegung steht in den Pletzer Resorts im Zentrum des Erlebens. Besonders das ICAROS® Health Training begeistert: Die Kombination

aus Virtual Reality und gezielten Kräftigungsübungen fördert Balance, Reaktionsfähigkeit und Rückengesundheit auf völlig neue Weise. Durch die Möglichkeit, das Training individuell anzupassen, eignet sich ICAROS® sowohl für sportlich Aktive als auch für Reha-Gäste. Und das Beste: Die persönliche Betreuung durch erfahrene Coaches und Sportwissen-

schaftler*innen in den Pletzer Resorts sorgt dafür, dass jeder Gast genau dort abgeholt wird, wo er oder sie steht. Inklusive Leistungsdiagnostik durch Spiroergometrie und bioelektrische Impedanzanalyse. Die Effekte des ICAROS® Health Trainings sind beeindruckend: Die Muskelstimulation verdoppelt sich im Vergleich zu herkömmli-

D I E M O V E & R E L A X P H I LO S O P H I E KO M B I N I E R T B E W E G U N G , E N T S PA N N U N G U N D E R N Ä H R U N G , U M KÖ R P E R U N D G E I S T IN EINKLANG ZU BRINGEN UND NEUE E N E R G I E F Ü R D E N A L LTAG Z U G E W I N N E N .


© MATTHÄUS GARTNER

PLETZER RESORTS

161 Die Pletzer Resorts bieten eine einzigartige Kombination aus Bewegung und Entspannung, die perfekt auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmt ist. Die hauseigene Move & Relax Philosophie verbindet moderne Trainingsmethoden, wissenschaftliche Expertise und vielfältige Regenerationsmöglichkeiten zu einem ganzheitlichen Angebot, das Körper und Geist stärkt. Ein neues Highlight ist das ICAROS® Health Training, das Therapie und Training mit motivierenden Spielerlebnissen vereint, in der BLACKROLL® Regenerationslounge werden Muskelverspannungen gelöst und die Regeneration gefördert.

chen Übungen, und der Kalorienverbrauch steigt um 30 Prozent. Studien berichten von einer Steigerung der Reaktionsfähigkeit um 16,4 Prozent und einer Verbesserung der Muskelfunktionalität um 25,8 Prozent. Darüber hinaus wird die Stabilität signifikant erhöht und Rückenschmerzen treten seltener auf. Besonders bemerkenswert ist, dass ICAROS® Health nicht nur die Therapie unterstützt, sondern auch die Motivation zur Fortführung der sportlichen Aktivität nach der Rehabilitation nachhaltig steigert.

RELAX: REGENERATION AUF NEUEM LEVEL

Nach der Aktivität kommt die Regeneration – und auch hier zeigen sich die Pletzer Resorts innovativ. In der BLACKROLL® Regenerationslounge können Gäste innovative Produkte wie Massagepistolen oder Kompressionshosen testen, die Muskelverspannungen lösen, die Durchblutung fördern und die Regeneration der Muskulatur beschleunigen. So wird die Entspannung effektiv ge-

fördert und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit langfristig gestärkt. Zusätzlich verwöhnt der Relaxbereich mit wohltuenden Saunagängen, tiefenwirksamen Massagen und revitalisierenden Kosmetikbehandlungen.

EAT: ERNÄHRUNG ALS ENERGIEQUELLE

Die dritte Säule der Move & Relax Philosophie – Ernährung – spielt eine zentrale Rolle in den Resorts. Die sogenannte „Energy Küche“ kombiniert regionale Zutaten mit nährstoffbewusster Zubereitung. Ergebnis: Genuss ohne Reue, mit nachhaltigem Energie-Boost.

IMPULSE, DIE NACHHALTIG WIRKEN

Das Besondere an einem Aufenthalt in den Pletzer Resorts? Die Impulse, die man mit nach Hause nimmt. Die Trainer*innen zeigen, wie Bewegung, Regeneration und Ernährung alltagstauglich umgesetzt werden können – ganz individuell, nachhaltig und wirksam. PR

MOVE & RELAX. UPGRADE YOUR LIFE. Wer einmal erlebt hat, wie viel Kraft ein durchdachtes Bewegungskonzept in Kombination mit Entspannung und guter Ernährung entfalten kann, wird nicht nur fitter, sondern auch entspannter, fokussierter und ausgeglichener in den Alltag zurückkehren. Jetzt Move & Relax Auszeit buchen – scannen Sie dafür einfach den QRCode.


eco.life

VERWÖHNPROGRAMM IM GRÜNEN

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Mitten in der imposanten Kulisse des Arlbergs liegt die Lech Lodge. Ein Rückzugsort, der Geschichte und Gegenwart harmonisch vereint. Gegründet von Johanna und Klaus Moosbrugger-Lettner finden Gäste in den drei Chalets und dem großzügigen Chalet Loft nicht nur exklusiven Komfort und totale Privatsphäre, sondern haben auch das Gefühl, angekommen zu sein.

D

ie Wurzeln der Gastgeberfamilie reichen tief in die Anfänge des alpinen Tourismus am Arlberg zurück. Schon Johannas Urgroßeltern prägten als Pioniere die Entwicklung der Region maßgeblich mit. Heute setzen Johanna und Klaus mit viel Feingefühl ihre eigene Vision um und haben ein Urlaubszuhause geschaffen, das Nachhaltigkeit, Design, Authentizität und kreative Leidenschaft auf höchstem Niveau verbindet. Gäste erwartet hier nicht nur eine luxuriöse Ausstattung, sondern auch ein Hauch künstlerischer Seele, denn viele Dekoelemente stammen aus Johannas eigenem Atelier. In den Höhen des Arlbergs, eingebettet in die beeindruckende Alpenlandschaft, kom-

biniert die Lech Lodge im ruhigen Lecher Ortsteil Omesberg edlen Komfort mit Ambiente. Insgesamt bieten die Luxusunterkünfte Raum für rund 20 Gäste und ermöglichen generationsübergreifendes Beisammensein, bei dem auf Privatsphäre nicht verzichtet werden muss. Die eleganten Einheiten, ausgestattet mit großzügigen Küchen und Wohnbereichen, privaten Bio-Saunen und liebevoll ausgewählten Details, laden dazu ein, Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Oder, dank moderner Technik und Homeoffice-Einrichtung, produktiv zu arbeiten – ganz nach den jeweiligen Anforderungen der Gäste, die aus nah und fern das Besondere finden. Unter dem Leitgedanken „legendary moments“ wird die Lech Lodge

nicht nur zum Rückzugsort, sondern zur zweiten Heimat auf Zeit, die Ausgangspunkt für zahlreiche Erlebnisse ist. Die Architektur der Domizile schafft es mit den großen Fensterfronten und hochwertigem Vollholz die Vorarlberger Natur nach innen zu holen. Die ganzjährig benützbaren Outdoor-Lounges sind nur ein kleiner Teil des durchdachten Angebots, welches die diskrete „gute Fee“, die nahezu unsichtbar jeden Wunsch erfüllt – vom frischen Frühstück mit regionalen Produkten über „Fine Dine & Wine“ im eigenen Chalet bis hin zum Heliskiing-Ausflug – abrundet. So lässt es sich genießen, egal ob mit der Familie oder in einer Freundesrunde! www.lechlodge.com


© SCHWARZER ADLER, CS CREATIVE STUDIO

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Die Renaissance einer Institution Schwarzer Adler – das historische Juwel im Herzen Sterzings definiert Reisewohnen neu.

I

n Sterzing schlägt ein neuer Puls. Mitten in der malerischen Altstadt hat der Schwarze Adler seine Flügel ausgebreitet – kraftvoll, selbstbewusst und mit einer Vision, die über konventionelle Hotelleriekonzepte hinausreicht. Dieses Haus verbindet die Authentizität eines historischen Gebäudes mit dem Esprit zeitgenössischen Designs.

Die Wärme der Sauna dringt in den Körper, regeneriert die Muskulatur. Das Dampfbad besänftigt den Geist, schärft die Sinne. Im Relax Space schenken puristische Designerliegen Ruhe. Die klaren Linien des Raumes leiten die Gedanken nach innen. Edle Materialien – Naturstein, heimisches Holz, gebürstetes Metall – schaffen ein Gefühl exklusiver Geborgenheit.

Jedes Studio im Schwarzen Adler erzählt eine Geschichte von Qualität, Ästhetik und Erholung. Hier pulsiert urbanes Designbewusstsein inmitten alpiner Handwerkstradition. Klare Strukturen dominieren. Ausgewählte Architekturelemente bewahren den historischen Kern. Die Materialien: ehrlich, hochwertig, zeitlos. Das Ambiente: unaufdringlich luxuriös. Jedes Studio bietet eine vollausgestattete Küche, einige verfügen über eine eigene Sauna und Balkone. Konkret: Rückzugsorte zum Durchatmen, zum Ankommen, zum Sein.

Der Schwarze Adler versteht Familie als Gemeinschaft gleichberechtigter Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Kleine Gäste, Kinder und Teenager urlauben hier ganz nach ihren Wünschen. Eltern genießen die Freiheit eines durchdachten Raumkonzepts, das Platz für alle bietet. Der Charakter: entspannt, authentisch, verbunden.

ENTSPANNUNG NEU DEFINIERT

EIN SPA IN DER STADT

Der Wellness-Space des Schwarzen Adlers zelebriert die Kunst der Reduktion. Minimalistisch in der Form, maximal im Erlebnis.

FAMILIÄRER LUXUS

IN DER KÜCHE TRIFFT TRADITION AUF AVANTGARDE

Die kulinarische Handschrift des Schwarzen Adlers ist unverkennbar. Im Restaurant verbindet das Küchenteam täglich alpine Bodenständigkeit mit mediterraner Finesse. Lokale Zutaten – frisch, saisonal, authentisch – werden nach höchsten handwerklichen Standards zubereitet. Der Geschmack: intensiv,

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ehrlich, überraschend. Die Weinkarte? Eine Sammlung Italiens önologischer Vielfalt mit Fokus auf charakterstarke Boutique-Weingüter. Hier wird Essen zum Statement in bester Gesellschaft: mit Freunden und Familie.

NATUR UND KULTUR ERLEBEN

Die strategische Lage des Schwarzen Adlers eröffnet allerhand Möglichkeiten. Im Winter locken erstklassige Skipisten nur wenige Minuten entfernt, die warme Jahreszeit begeistert mit Wanderwegen, die direkt vor der Haustür beginnen. Kulturliebhaber entdecken in der mittelalterlichen Fuggerstadt wahre Schätze und wer Shopping liebt, ist hier an der richtigen Adresse.

A H I STOR IC ICON . R E I N V E N T E D.

Der Schwarze Adler in Sterzing steht für eine neue Dimension alpiner Gastlichkeit. Ein Haus, das Traditionen respektiert und gleichzeitig mutig neue Wege beschreitet. Eine Destination für all jene, die das Besondere suchen, das Authentische schätzen und das Außergewöhnliche erleben wollen. www.schwarzer-adler.it


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W E LT E N B U M M L E R -

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VIBES Boho ist ein Stil, der so bunt ist wie die Welt. Deshalb passt er ganz wunderbar ins Reisestudio Schrettl in Reutte. Hier fühlt sich schon das Träumen nach Urlaub an.


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„W I R W O L LT E N M I T D E M NEUEN REISESTUDIO EINEN ORT SCHAFFEN, DER S I C H VO N A N FA N G A N W I E U R L A U B A N F Ü H LT. “ s gibt Stile, die kommen und gehen, und dann gibt es solche, die bleiben – weil sie nicht nur Räume schmücken, sondern zu einem Lebensgefühl werden. Einer davon ist Boho. Inspiriert von der freien, unkonventionellen Lebensweise von Künstler*innen, Weltenbummler*innen und Freigeistern, verwebt der Boho-Stil kulturelle Vielfalt mit Individualität und Freiheit. Die bunte Mischung weckt Fernweh und Abenteuerlust und ist damit wie gemacht für ein Reisebüro. Während andere Reisebüros oft nach demselben Schema funktionieren – Eingangsbereich, Tische mit Computer, Regalwände mit Katalogen verschiedener Reiseanbieter –, geht man im Reisestudio Schrettl in Reutte einen anderen Weg. Natürliche Materialien und warme Farben sorgen für eine entspannte Umgebung und schaffen eine Atmosphäre, die schon beim Betreten die pure Reiselust weckt. „Einige Kunden meinten, unser Reisebüro erinnere sie an die Lobby eines Hotels“, sagt Raffaela Pittracher. Sie hat das Reisestudio von ihrem Vater Reinhold Schrettl übernommen und es an neuer Adresse auch gleichzeitig in eine neue (innenarchitektonische) Ära geführt. Seit der Gründung vor rund 35 Jahren steht das Reisestudio für Zuverlässigkeit und Fachkompetenz und gilt als Institution im Tiroler Oberland. Fast vier Jahrzehnte lang war es im Gebäude des Friseursalons Singer am Untermarkt 18 daheim, bis es dort zu eng wurde. Mitte Oktober 2024 fand das Studio

R a f f aela P it t r acher

im Untermarkt 33 rund zwei Gehminuten weiter ein neues Zuhause: „Wir haben unsere Adresse geändert und uns von 40 auf 170 Quadratmeter vergrößert. Zwei Innenarchitektinnen haben die Räume komplett im Boho-Stil gestaltet. Damit wollten wir eine Atmosphäre schaffen, die die Kunden schon vor ihrer nächsten Reise in Urlaubsfeeling versetzt“, sagt die Inhaberin. Das ist zweifellos gelungen und das Reisestudio Schrettl so zu einem der wohl schönsten Reisebüros Österreichs geworden: „Es war mir wichtig, dass sich alle rundherum wohlfühlen – die Kunden genauso wie die Mitarbeiterinnen. Wir konnten die Räume individuell gestalten und so genug Platz für ein ungezwungenes, persönliches Beratungsgespräch schaffen.“ Die Kombination aus modern-zwanglosem Flair, persönlichem Service, höchster Expertise und Kundenabsicherung macht das Reisebüro Schrettl zu einer besonderen Anlaufstelle für Reisende in der Region. „Wir möchten unseren Kunden nicht nur Reisen verkaufen, sondern Erlebnisse schaffen, die in Erinnerung bleiben“, bringt es Raffaela Pittracher auf den Punkt. Wenn die Planung in derart lässig-legerem Ambiente beginnt, sind die Voraussetzungen dafür perfekt.

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© FOTOSTUDIO IRENE

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Die Reiseexpertinnen Sarah Kogler, Barbara Pirschner, Leonie Jäger, Anna Koch und Raffaela Pittracher

INDIVIDUELL UND PERSÖNLICH

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Neben Raffaela Pittracher selbst kümmern sich die vier Mitarbeiterinnen Barbara Pirschner, Expertin für Familienhotels und Städtetrips, Japan-Liebhaberin Sarah Kogler, die abenteuerlustige Leonie Jäger und Anna Koch, die vor allem pulsierende Städte und die Entdeckung neuer Kulturen mag, um die Wünsche der Kunden. Jeder davon ist anders und einzigartig und das spiegelt sich auch in der Beratung wider. Mehrmals im Jahr sind die Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Reiseveranstaltern auf Inforeisen in der ganzen Welt unterwegs, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen, die Urlaubsregionen zu entdecken und ihnen die ein oder anderen Geheimnisse zu entlocken. So kann man den Kunden echte Erfahrungswerte und persönliche Eindrücke und Empfehlungen vermitteln. Auf diese Weise lassen sich für die Kunden die optimalen Destinationen finden und passgenaue Angebote zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse zusammenstellen. Und dass Reisebüros zwingend teurer sind als Onlineangebote, stimmt nicht. „Ich bin überzeugt, dass es weiterhin einen Bedarf an Reisebuchungen mit persönlicher Beratung gibt. Keine Onlineplattform kann die Expertise und Empathie unserer Reiseexpertinnen ersetzen“, ist sich Pittracher sicher. „Die Kunden haben eine persönliche Ansprech-

partnerin, die sie kennen. Egal, welche Fragen auftauchen: Sie können so oft vorbeikommen oder sich bei uns melden, wie es nötig ist, damit Sie Ihre Reise uneingeschränkt genießen können und sich sicher fühlen. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, können wir schon während des Urlaubs schnell und effektiv helfen.“ Entsprechend bunt sind die Kunden des Reisestudios Schrettl. Egal, ob Familien- oder Strandurlaub, Abenteuerreise, Romantik- oder Städtetrip, egal welchen Alters oder Budgets: Hier findet sich für jeden das Passende. So hat sich das Reisestudio bereits eine ansehnliche Stammkundschaft erarbeitet, die sich auf den Service und das Know-how des Teams immer wieder gerne verlässt. Wer mag, kann sich vorab online durch das Angebot schmökern. Ein Besuch im Reisebüro vor Ort lohnt aber auf alle Fälle – allein schon wegen der Optik!

REISESTUDIO SCHRETTL Untermarkt 33, 6600 Reutte Tel.: 05672/62 488, info@schrettl.at www.schrettl.at

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr


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STIMMUNGS

MACHER 167

DES IS MEI RADIO! Gute Laune. Freude am Leben.


Geschmack trifft Kreativität UNSERE TIPPS FÜR KULINARISCHE WO H LFÜ H L MOM E NTE: KO C H E N , E S S E N , G E N I E S S E N !

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BEST KÜCHENBUDDYS Schüsseln kann man in einem Haushalt nie genug haben. Besonders wenn sie so lässig daherkommen wie jene von ASA. Ab 8,95 Euro erhältlich im APFIs.


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NOMNOM

Die wunderbaren Salze von Essenz der Alpen verwenden wir schon länger, nun gibt es auch zartsalzige Alpen Caramellen mit Fleur de Sel, die uns schon ob der Verpackung sehr gefallen. Außerdem sind die weichen Karamellen auch echt gut. Super zum Mitbringen und natürlich selber essen! Um 9,50 Euro unter www.essenzderalpen.at (auch gleich Salz in den Warenkorb packen!).

L IE B L IN G D RED ER AK T ION

WER SAHNE WILL , MUSS KÜHE SCHÜTTELN.

ROSÉ ALL DAY!

Der Amai Rosé Salento 2024 von San Marzano ist der perfekte Begleiter für warme Tage. Leicht, duftig und herrlich frisch – der italienische Charmeur bringt mit seinen Noten von Erdbeere, Blutorange und einem Hauch Akazienhonig den Sommer ins Glas. Tipp: Gut gekühlt servieren, Sonnenbrille aufsetzen und das Leben genießen. Erhältlich in der Vinothek Gottardi oder auf www.gottardi.at um 12,50 Euro.

GUTE LAUNE IM GLAS

Aus feinstem Kristall geschliffen, sind die Laudon-Highball-Gläser von Riedel perfekt für Cocktailliebhaber und Ästheten. Verschiedene Farben um je 69 Euro.

KÜCHENPARTY

Die Küche ist das Herzstück des Hauses. Denn dort wo gekocht wird, wird auch gelebt – und in jenen von Paul Levin gleich doppelt so gern, weil die nicht nur hochwertig und stilvoll sind, sondern auch richtig Spaß machen. Bei wohndesign freudling in Fügen richtet man Ihre Küche ganz nach Ihrem persönlichen Gusto ein.

SOMMERBIER

Bereits zum vierten Mal haben sich die klassische Tiroler Familienbrauerei Huber Bräu aus St. Johann und die junge moderne Hofbrauerei Bierol aus Schwoich für ein gemeinsames Projekt zusammengeschlossen. Das Ergebnis heißt „Koasa“ – ein erfrischendes Sommerbier. Ab sofort ist das Freundschaftsbier nicht nur frisch ab Rampe in den jeweiligen Brauereien und im Onlineshop (www.bierol.at/shop) erhältlich, sondern erstmals auch in der Dose.

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MASTER OF THE CHAIR

Hans J. Wegner (1914–2007) hat im Laufe seines langen Berufslebens mehr als 500 Stühle entworfen – so auch den Armlehnstuhl CH 24 für Carl Hansen. Der Klassiker ist in vielen verschiedenen Ausführungen zu haben und dabei immer eines: schön! Ab ca. 700 Euro erhältlich bei mg interior in Innsbruck.

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STAPELBAR

Vor allem im Sommer heißt es: viel trinken. Am besten stellt man sich gleich eine ganze Karaffe bereit. Eine charmante Variante haben wir im Rosalon in Hall gesehen. Die gibt’s inklusive Glas, das gleichzeitig als Abdeckung dient, um 49,90 Euro, ein passendes 6er-Set Gläser ist um 37,90 Euro zu haben.

ICH NASCHE N I C H T. I C H G E B E K A LOR I E N EIN NEUES

MITBRINGER

ZU H AUSE . © KATHARINA KLOTZ

Das Rattantablett von Madam Stoltz bietet reichlich Platz, um Dinge sicher von A nach B zu bringen. Noch dazu schaut es gut aus! Ab 29,95 Euro gesehen im APFIs.

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STIL UND STYLE

Die Wasserkaraffen von Paveau sind praktisch und gleichzeitig ein Statement auf jedem Tisch. Um 75 Euro gesehen in Katrin Stillers Büro im Laden in Hall. Dazu sind passende Gläser (17 Euro) erhältlich sowie eine Geschenkbox mit Karaffe und zwei Gläsern um 99 Euro. Die schenken wir uns übrigens auch gern selbst.

TIROL TRIFFT KARIBIK

Schon seit geraumer Zeit macht die Bäckerei Therese Mölk aus altem Brot Bier, Ansatzalkohol und Gin. Nun hat der werte Herr Friedrich Gesellschaft bekommen. Seit Ende April ist der auch als Rum erhältlich – hergestellt auf kubanischer Zuckerrohrbasis und drei Jahre im Eichenfass gereift. Erhältlich bei MPREIS und T&G.

APPETIT AUF MEHR

Das Auge isst mit. Das gilt nicht nur für die Tellersprache, sondern auch den Essbereich. Esszimmer von Anrai bei wohndesign freudling.

MORE ESPRESSO, LESS DEPRESSO

Kaffee fragt nicht, Kaffee versteht. Tassen von ASA in verschiedenen Ausführungen um je 16,95 Euro mitgenommen aus dem APFIs in Wattens.


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Für deine große Auswahl bei Bio-Produkten: Beste Qualität, rundum sinnvoll, zum fairen Preis.


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Essen ist meine

© LUKE ALBERT 2023/KNESEBECK VERLAG

Der Autor Ephraim Kishon wusste schon immer, worauf es im Leben ankommt. Wir kochen uns um die Welt.

172 HANIYÉ M A TA Y D E M A Y E E KNESEBECK VERLAG, 224 SEITEN, EUR 32,–

192 SEITEN, EUR 28,–

Yui Miles stammt aus einer thailändischchinesischen Familie und lernte das Kochen von ihrer Tante, einer Köchin in der königlichen Küche Thailands. Das kann also nur gut werden. 2019 trat sie den Beweis an und erreichte das Viertelfinale bei Masterchef UK, außerdem gewann sie bei Beat the Chef. Mit ihrem Kochbuch nimmt sie mit auf einen unkomplizierten Streifzug durch die vielfältige Küche Thailands. Snacks, schnelle Küche, Mama-Wohlfühl-Küche, vegetarisch, Süßes … im Buch finden sich über 70 geschmacksintensive und vielseitige Alltagsrezepte – wie die aromatischen ChiangMai-Nudeln vom Bild. Nomnom!

© MILAN GINO/KNESEBECK VERLAG

T H A I M A DE E A S Y YUI MILES, KNESEBECK VERLAG,

Von den ältesten aufgezeichneten Rezepten der Welt führt ein gerader Weg zu den Kochkünsten von Smuni Turan. Ihre Rezepte und die Geschichten hinter den Gerichten wurden von ihrem Sohn Matay in diesem Kochbuch gesammelt, das sowohl die älteste Küche der Welt als auch die Kultur der Suryoye, auch bekannt als Assyrer oder Aramäer, beschreibt. In diesem Buch eröffnet sich eine völlig neue kulinarische Welt, die mitunter etwas gewöhnungsbedürftig ist. Trauen Sie sich! Der geröstete Rotkohl mit Weißkäse, Minze und Pistazien ist auf jeden Fall eine Empfehlung und auch für heimische Gaumen keine allzu große Herausforderung. Layout und Bildsprache mögen wir sehr.


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S U P P E M AC HT G L Ü C K L I C H E M I LY E Z E K I E L , C A L L W E Y V E R L A G , 208 SEITEN, EUR 22,–

Suppe ist Wohlfühlen. Quasi immer. Emily Ezekiel hat in mehr als 15 Jahren in der Gastronomie die ganze Bandbreite des guten Geschmacks kennengelernt – vom Londoner Spitzenrestaurant bis zum argentinischen Foodstand. „Suppe macht glücklich“ ist dementsprechend eine Reise durch Regionen und Saisonen, von fein-leicht bis richtig üppig. Wir sind verliebt.

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HABIBI M E H D I YA K E R A I R I A KNESEBECK VERLAG, 248 SEITEN, EUR 37,10

Die Küche des Maghreb ist geprägt von Herzlichkeit, Großzügigkeit und familiärer Wärme. Sie steht für Teilen, Geselligkeit und Kreativität. Mehdiya Kerairia lädt – ganz im Sinne des Buchtitels Habibi (arabisch für Liebling) – dazu ein, ihre algerischen Wurzeln kennenzulernen und die wunderbar aromatisch-duftende Küche zu entdecken. Dazu präsentiert sie 80 leicht umzusetzende Rezepte, die nach Belieben kombiniert und abgewandelt werden können. Paula Soryano hält die herrlich bunte Welt in ebenso geschmackvollen Bildern fest.

R E Z E P T E , DI E D U LIEBEN WIRST THOMAS STRAKER C A L LW E Y V E R L A G , 2 7 2 S E I T E N , E U R 3 0 , 8 0

Thomas Straker ist ein Londoner Spitzenkoch und so etwas wie das Enfant terrible der modernen Küche. Seine Rezepte sind dafür umso wunderbariger! Eigentlich kennt man ihn von den sozialen Medien, wo er für seine über 2,6 Millionen Follower einfach, ehrlich und wahnsinnig geschmackvoll kocht. Jetzt hat er sein erstes Buch veröffentlicht und startet dabei gleich mal mit neun Sorten Butter hinein. Einfach, aber effektiv. Cooles Layout, lässige Bilder. Mahlzeit!


© HELGE KIRCHBERGER

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Für seine Raffinesse sowie sein Gespür für Geschmack und Qualität erhielt Topgastronom Harald Huber drei Gault&Millau-Hauben

C OM F ORT Y O TA M O T T O L E N G H I DK VERLAG, 320 SEITEN, EUR 39,10

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Mindestens ein Kochbuch von Yotam Ottolenghi gehört in jeden Haushalt. Seine Rezepte sind selbst mit wenigen Zutaten unglaublich kreativ und schmackhaft … und vor allem alltagstauglich. Wir wurden schon des Öfteren positiv überrascht. Für „Comfort“ hat er mit seinen drei Mitstreiterinnen Helen Goh, Verena Lochmuller und Tara Wigley Kindheitserinnerungen, persönliche Erfahrungen und Reiseeindrücke mit über 100 Rezepten verwoben. Wir lieben quasi alle davon.

DI E W E LT I S S T B U N T AIDA CRUISES, DK VERLAG, 304 SEITEN, EUR 34,95

RICHTIG GUT ESSEN HARALD HUBER, SERVUS VERLAG, 256 SEITEN, EUR 40,–

Harald Hubers Zuhause ist der Fischerwirt in Salzburg. Hier kocht er ebenso facettenreich wie raffiniert, aus der Küche kommt unverfälschter Genuss auf höchstem Niveau. Im Kochbuch finden sich über 80 feine Rezepte, perfekt in Szene gesetzt von Fotograf Helge Kirchberger. Spitzenküche für zuhause.

E A S Y A I R F RY E R JAMIE OLIVER DK VERLAG, 224 SEITEN, EUR 35,70

Wo, wenn nicht auf einem Kreuzfahrtschiff, das auf den Meeren dieser Welt daheim ist, kennt man sich mit verschiedenen Esskulturen aus? Eben! Das AIDA-Kochbuch zeigt nicht nur, wie vielfältig die kulinarischen Erlebnisse auf den Schiffen sein können, sondern enthält auch viele Rezepte aus der Heimat einiger Crewmitglieder. Insgesamt versammelt das Buch über 90 Rezepte aus aller Welt – von Europa über Afrika und die Karibik bis in den Orient. So geht Multikulti! Auch optisch.

Jamie Oliver ist ein weltweites Food-Phänomen. Auf ihn ist Verlass, wenn es um Kulinariktrends geht. So verwundert es wenig, dass er sich in seinem Kochbuch (dem mittlerweile 24.!) des Air Fryers annimmt. In über 80 Rezepten zeigt er, wie man das Beste aus der Heißluftfritteuse herausholt. Sogar für Suppen, Nudeln, Desserts und Gebäck muss das Ding herhalten. Und schafft das ganz wunderbar. Die Rezepte sind JamieOliver-gewohnt unkompliziert und dennoch kreativ.


HOTEL:

+39

0472

628162

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R ES TAU R A N T:

+39

0472

brandnamic.com | Fotos: CS Creative Studio, Archiv Schwarzer Adler Concept Living & Italian Restaurant | CIN-Information: IT021115B42IJQRCVN

SCHWARZER-ADLER.IT 628161

A HISTORIC ICON. REINVENTED.

ATMOSPHÄRE MIT CHARAKTER. MITTEN IN STERZING.


© CHRIS BORG

K U LT U R I S T K E I N L U X U S – S I E I S T L E B E N S Q U A L I TÄT. S I E G I B T E I N E R R E G I O N E I N G E S I C H T, EINE STIMME, EIN GEFÜHL.

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Majestätisch thront sie über der Stadt – die historische Festung Kufstein ist Wahrzeichen, Kulturarena und Geschichtenerzählerin in einem. Täglich erklingt von hier die Heldenorgel, die größte Freiluftorgel der Welt.


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IRGENDWAS IST IMMER Zwischen den schroffen Gipfeln des Kaisergebirges und sanften Landschaften liegt das Kufsteinerland – eine Region, die nicht nur durch ihre Naturschönheiten begeistert, sondern auch mit kultureller Vielfalt überrascht. Kunst und Kultur sind im Kufsteinerland kein festgeschriebenes Kapitel, sondern ein lebendiger Puls, der durch Orte und Menschen geht. TEXT: MARINA BERNARDI

sich die urbane Seite der Region zeigt: offen, innovativ, inspirierend. Im letzten Jahr hat unter anderem das internationale Literaturfestival Sprachsalz hier eine neue Heimat gefunden. Die Premiere war großartig. Literaturstars, Wortakrobat*innen, Musiker*innen und einheimische Autor*innen gaben sich bei der 22. Ausgabe die Klinke in die Hand. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat sich Sprachsalz zu einem international renommierten Festival entwickelt, das die Szene

mit hochkarätiger Literatur bereichert. Bei der ersten Ausgabe in Kufstein gelang ein fantastischer Start in eine neue Ära. Heuer findet sprachsalz vom 12. bis 14. September statt, das Programm ist gerade in Ausarbeitung. Regelmäßig reinklicken unter www. sprachsalz.com lohnt sich. Ein besonderes Highlight ist jedenfalls auch dieses Jahr wieder der Festabend am Samstag, bei dem ein exklusives Dinner mit literarischen Darbietungen kombiniert wird.

© PHILIPP HUBER

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chon Pablo Picasso meinte dereinst: „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.“ Und er muss es wissen. Tatsächlich sind Kunst und Kultur mehr als Noten, Töne und Choreographien. Kultur lässt uns den Alltag und den Druck der Zeit vergessen. Im Kufsteinerland, der Region am mächtigen Kaisergebirge, wird Kultur zelebriert – in ganz unterschiedlichen Facetten. „Im Kufsteinerland verbindet sich das beliebteste Kulturquartier der Alpen nachhaltig mit der natürlichen Kraft der ersten Berge Tirols“, beschreibt Sabine Mair, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Kufsteinerland, den Leitgedanken des Lebensraumes. Warum Kultur so wichtig ist? Weil sie Identität stiftet. Sie verbindet Menschen und schafft Erlebnisse. Kultur erzählt – von Herkunft, von Wandel, von Träumen. Der Tourismusverband Kufsteinerland und die Stadt Kufstein setzen dabei seit Jahren mit Erfolg auf eine konsequente Positionierung des Lebensraumes. Die kulturelle Vielfalt ist riesig. Und kein Zufall. Sie entsteht aus der tiefen Verbundenheit zur Region und zum Miteinander. Gleichzeitig lässt sie Raum für kreative Entfaltung, neue Ideen und internationale Impulse. Denn Kultur ist mehr als Tracht und Tanz – sie ist eine Lebenshaltung, eine Einladung zum bewussten Erleben, zum Dialog, zum Staunen. Mit Erl und Thiersee befinden sich in der Region gleich zwei traditionsreiche Passionsspielorte, im Kultur Quartier Kufstein indes trifft modernes Design auf einen kreativen Geist. Mit ihm entstand 2017 ein Ort, an dem

In der Region ist vor allem Erl für seine Passionsspiele bekannt, mit dem Passionsspielhaus Thiersee gibt es dazu noch einen zweiten historischen Aufführungsort. Direkt am See gelegen, bildet es seit 1799 das kulturelle Herz des Dorfes. Die Anfänge der Passionsspiele in Thiersee indes dürften nach einer historischen Bewertung bis in die Zeit um das Jahr 1695 zurückreichen. Alle sechs Jahre verwandelt sich das Haus in eine Bühne für über 200 Laiendarsteller*innen, die gemeinsam die Leidensgeschichte Christi erzählen. Das Haus indes ist nicht ausschließlich den Passionsspielen vorbehalten. In den dazwischenliegenden Jahren dient es als Veranstaltungsort für Konzerte, Theateraufführungen und kulturelle Events, bei denen oft lokale Künstler*innen im Mittelpunkt stehen.

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© LISA EIERSEBNER

© VANMEY PHOTOGRAPHY

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Das Kultur Quartier Kufstein ist seit seiner Eröffnung im Herbst 2017 ein Ort der Begegnung. Hier wird Kultur gelebt, geteilt und neu gedacht. Architektonisch modern und dennoch harmonisch ins Stadtbild eingebettet, bietet es Platz für Theater, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und spannende Talks. Von Klassik bis Kabarett, von Literatur bis Jazz – das Programm ist so vielfältig wie das Publikum selbst. Hier trifft man auf Student*innen, Kreative, Kulturliebhaber*innen und Neugierige aus der ganzen Region. Das Kultur Quartier ist offen – im Kopf und im Konzept.

GESCHICHTE TRIFFT GROSSE BÜHNE

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Das Kufsteinerland bietet Festivals und Kleinkunst, Konzerte, Literatur und ländliches Brauchtum. Die Region ist alles – Tradition und Zeitgeist und alles dazwischen, ein Kaleidoskop aus Ausdrucksformen, das sich neugierig, offen und sinnlich präsentiert. Geerdet und gleichzeitig weltoffen, traditionsreich, aber nicht stehengeblieben. Ein zentraler Ort ist dabei fast selbstredend die Festung Kufstein, die hoch über der Stadt thront und nicht nur Publikumsmagnet für Kulturinteressierte ist, sondern auch eine großartige Eventlocation. Was im Mittelalter als strategische Verteidigungsanlage begann, ist heute einer der eindrucksvollsten Kulturschauplätze Tirols – ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird und Kultur ein Zuhause gefunden hat. Tagsüber fasziniert die Festung mit ihren Ausstellungen, historischen Rundgängen und spektakulären Ausblicken ins Inntal. Besonders imposant ist die Heldenorgel, mit über 4.900 Pfeifen die größte Freiluftorgel der Welt, die mit ihrem täglichen Spiel um 12 Uhr einen musikalischen Gruß an die gesamte Stadt sendet. Kommen Sie zu einem Tagesausflug in die Stadt, lohnt es sich, sich vor Mittag einzufinden. Richtig lebendig wird die Festung allerdings, wenn abends die Sonne unter- und der Vorhang aufgeht. Dann verwandelt sie sich in einen Raum für Kultur der Extraklasse. Ob Klassik unter Sternen, Weltmusik oder Musicalabende – im Sommer wird die Festung

IM KUFSTEINERL AND IST M AN TA G S Ü B E R D R A U S S E N I N D E R N AT U R , A B E N D S E R L E B T M A N K U LT U R G E N U S S FÜ R J E D E N G E SC H M AC K .

TRADITION IN DER REGION 45. K AISERFES T Das Kaiserfest kehrt am 28. Juni 2025 zurück nach Kufstein. Gefeiert wird ein Tag voller Tradition, Musik und Tiroler Spezialitäten. Das Programm ist vielfältig: Bekannte Musikgruppen, heimische Trachtenvereine und regionale Gastronomen sorgen für Stimmung. WEINFES T Genießen, verkosten, erleben: Am 11. und 12. Juli von 17 bis 23 Uhr erklingt im Stadtpark wieder der zarte Klang der Gläser, wenn die Kufsteiner Weinfest-Winzer*innen edle Tropfen in Rosé, Rubinrot und Bernsteinfarben präsentieren. Man flaniert gemütlich von Stand zu Stand, die Kufsteiner Gastronomiebetriebe begleiten mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Kufstein zur einzigartigen (Freiluft-)Bühne. Hier wird Kultur nicht einfach konsumiert, sondern erlebt. Ob beim Musicalsommer, für den im heurigen Juli und August Leonard Bernsteins Meisterwerk „West Side Story“ am Programm steht, oder einem Open-AirKonzert von Zucchero, Pizzera & Jaus und Nena, auf der Festung wird gespielt und gefühlt. Der Kontrast aus historischem Ambiente und lebendiger Kunst verleiht jedem Event eine einzigartige Tiefe. An den Adventwochenenden taucht der Weihnachtszauber die Festung auch in der kalten Jahreszeit in ein stimmungsvolles Ambiente.

TIPP: Am 13. und 14. Juni wird die Stadt zu-

dem zu einer einzigen großen Bühne. Dann nämlich kommt KUFSTEIN unlimited wieder ins Zentrum und damit das größte Rock- und Pop-Festival Westösterreichs mit über 40 Bands, Straßenkünstler*innen und einem Kinderbereich – und das alles bei freiem Eintritt. Die Musiker*innen und Bands stehen bereits fest, das gesamte Line-up gibt’s unter www.kufsteinunlimited.at.


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Natur-KulturErlebnis

© PETER KITZBICHLER

Mit KUltura wird der Kultursommer im Kufsteinerland so richtig gefeiert. Unter dem Dach der Initiative vereinen sich sechs renommierte Events, die gemeinsam den Sommer mit Leben füllen. Eine tragende Rolle dabei spielen die Tiroler Festspiele Erl, die unter der Intendanz von Startenor Jonas Kaufmann im vergangenen Jahr eine neue Dynamik bekommen haben.

KULTURA- EVENTS TIROLER FES T SPIELE ERL Die Festspiele Erl bieten ein Klassikfestival, das musikalische Hochkultur mit moderner Architektur verbindet. Der Sommer startet mit dem Eröffnungskonzert am 3. Juli. www.tiroler-festspiele.at PA S SIONS SPIELE ERL Neben dem modernen Festspielgebäude in Erl steht das altehrwürdige Passionsspielhaus. Alle sechs Jahre werden hier die traditionsreichen Passionsspiele aufgeführt. Seit über 400 Jahren stehen dafür Generationen gemeinsam auf der Bühne. 2025 ist es wieder so weit, Premiere ist am 25. Mai, gespielt wird jeweils an den Wochenenden bis Anfang Oktober. Für die Neuinszenierung zeichnet Regisseur Martin Leutgeb verantwortlich. www.passionsspiele.at MUSIC AL SOMMER KUF S TEIN Der MusicalSommer auf der Festung Kufstein ist ein Höhepunkt im Tiroler Kulturkalender und geht 2025 in die bereits 17. Runde. Vom 24. Juli bis 10. August wird die legendäre West Side Story in der historischen Festungsarena aufgeführt. www.musicalsommer.tirol

Das Festspielhaus in Erl wurde vom Wiener Architekturbüro Delugan Meissl Architects entworfen. Die markante, schwarz gehaltene Fassade wirkt neben dem komplementär gefärbten Passionsspielhaus dabei mutig und zurückhaltend zugleich.

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rl war und ist ursprünglich vor allem für seine Passionsspiele bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel das ursprüngliche Passionsspielhaus aus Holz allerdings den Flammen zum Opfer. In den 1950er-Jahren beauftragte der Passionsspielverein folglich den Architekten Robert Schuller mit der Planung eines neuen Hauses, das aufgrund seiner markanten Form zu einem Wahrzeichen der Gemeinde geworden ist. Mit 1.500 Plätzen ist es das größte Parterretheater Österreichs. Damals wie heute ist das Passionsspielhaus mit seiner 37 Meter hohen Architektur und der 400 Quadratmeter großen Bühne für seine perfekte Akustik bekannt, kann allerdings wegen fehlender Heizung nur im Sommer bespielt werden. Um die Musikaffinität des Ortes aufzugreifen und noch mehr Kultur, klassische Musik, Oper und Kammermusik in den ländlichen Raum zu bringen, gründete Dirigent, Regisseur, Komponist und Autor Gustav Kuhn im Jahr 1997 die Tiro-

ler Festspiele Erl, die ein Jahr darauf mit der Aufführung von Richard Wagners „Das Rheingold“ offiziell eröffnet wurden. Die Festspiele wuchsen und es brauchte eine Spielstätte, die auch im Winter entsprechende Aufführungen möglich machte. Mit der Eröffnung des nebenan liegenden Festspielhauses im Jahr 2012 konnte die Sommer- um eine entsprechende Wintersaison erweitert werden, die mittlerweile sogar um Zwischenzeiten verlängert wurden. Am 1. September 2024 übernahm mit Jonas Kaufmann einer der weltweit erfolgreichsten Klassikkünstler unserer Zeit die Intendanz des Hauses. Für seine erste Saison steht ihm dabei heuer „nur“ das Festspielhaus als Veranstaltungsort zur Verfügung. Das Passionsspielhaus, sonst Ort der großen Wagner-Aufführungen, wird 2025 von den Passionsspielen selbst genutzt. Das tut der Qualität des Programms jedoch keinen Abbruch, das umfangreich und vielfältig ist wie eh und je und Jung und Alt gleichermaßen mitnimmt.

AC ADEMIA VOC ALIS Internationale Meisterkurse für Gesang bieten jungen Künstler*innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in Oper, Jazz und Gospel zu vertiefen. Die Sommerakademie findet von 27. Juni bis 19. August statt. www.academia-vocalis.com GLÜCK.TAGE Ein inspirierende Veranstaltungsreihe, die Wissenschaft, Philosophie, Musik und Poesie vereint. Für heuer ist ein Großteil der Veranstaltungen bereits vorbei, am 4. Oktober blickt der großartige Raoul Schrott zum Abschluss gemeinsam mit dem Publikum im Passionsspielhaus Thiersee in seinen „Atlas der Sternenhimmel“ – mit abendlichem Sternenspaziergang rund um den Thiersee. www.glueck-tage.com PA S SIONS SPIELE THIERSEE 2028 Alle sechs Jahre wird auch Thiersee zur Bühne für die traditionsreichen Passionsspiele. 2022 kamen dafür über 9.000 Menschen ins Passionsspielhaus direkt am See, das nächste Mal finden diese folglich 2028 statt. www.passionsspiele-thiersee.at

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SO GEHT V I E L F A LT. Eine Region lebt Kunst und Kultur – im Großen und im Kleinen.

KULTURVEREIN WUNDERLICH Hugo Neuhauser war es, der sich in den 1970er-Jahren mit der Initiierung seines „Wühlmaus-Clubs“ in Kufstein tief in die Kulturszene der Stadt gegraben hat. Mit der Gründung des Kulturvereins Wunderlich 1991 hat er ein weiteres Mal gezeigt, wie vielfältig Kultur funktionieren kann. Die Wunderlichen Kulturtage sind heute nicht mehr aus der bunten Szene im Kufsteinerland wegzudenken. www.woasteh.com

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© ANNEMARIE STERIAN

© UN ATTIMO PHOTOGRAPHIE

TIPP: Im aktuellen „Momente Magazin“ des TVB finden

Sie einen schönen Beitrag über Hugo Neuhauser und seine Geschichte.

KULTURFABRIK

Mit der Jugend- und Kulturfabrik steht in der Feldgasse in Kufstein ein Veranstaltungssaal für Konzerte, Theater, Vorträge, Ausstellungen, Partys und Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Insgesamt finden hier 500 Leute Platz, mit Bestuhlung bis zu 250. In der Bar ist nebst Getränken vor allem gute Rockmusik daheim. www.kulturfabrik.at

STADTTHEATER KUFSTEIN Mit dem multifunktionalen Kultur Quartier – konzipiert, geplant und umgesetzt von der Bodner Gruppe – hat Kufstein eine enorme Aufwertung erfahren. Insgesamt entstand am Oberen Stadtplatz auf über 5.200 Quadratmetern ein hochwertiger Kultur-, Arbeits- und Lebensraum, der sich unter anderem zur Top-Eventlocation entwickelt hat. Dort ist auch das Stadttheater untergebracht, wo in wirklich lässigem Ambiente gespielt und zugeschaut wird. www.kulturquartier.kufstein.at, www.stadttheater-kufstein.at

ARCHE NOE Der Kufsteiner Kulturverein Arche Noe ist eine zentrale Institution für Kleinkunst, Kabarett und Theater. Die Genres sind breit. Hier treten renommierte Künstler*innen ebenso auf wie talentierter Nachwuchs. Beim regelmäßig stattfindenden „Kleinkunst Gröst’l“ präsentieren mehrere Künstler jeweils 20 Minuten ihrer Programme. www.archenoe.at

Das Duo Witch’n’Monk tritt am 5. September im Zuge der Klangfarben Kufstein in der Kulturfabrik auf.

KLANGFARBEN KUFSTEIN Der gemeinnützige Verein beschäftigt sich seit seiner Gründung mit der Förderung von Musik, bildender Kunst und Kleinkunst in Kufstein und Umgebung. Die Konzerte spannen einen Bogen von Jazz- und Worldmusic über Avantgarde-Rock bis Metal, dazu gibt’s regelmäßig Kunst- und Fotoausstellungen. Spannend! www.klangfarben-kufstein.com

STADTSAAL KUFSTEIN Der Stadtsaal ist ein zentraler Ort für Events, Kongresse, Feiern und Veranstaltungen und bedarf eigentlich nicht vieler Worte. Hier ist immer was los. Am 25. November ist unter anderem Josef Hader mit „Hader on Ice“ zu Gast. www.stadtsaal-kufstein.at

STADTGALERIE DIA:LOG

Über Jahre gab es in Kufstein keine eigene Galerie. Das hat das Künstlerpaar Werner Richter und Linda Lichtblau geändert, die mit ein paar gleichgesinnten Künstler*innen aus der Region Kufstein 2019 den Verein DIA:LOG-Plattform Bildende Kunst gegründet haben. Anfang 2020 startete die Galerie in der Kinkstraße 5. Dem Namen folgend zielen die vielfältigen Veranstaltungsformate vor allem darauf ab, miteinander ins Gespräch zu kommen. www.galeriedialog.net


Sommer

Musical

KUFSTEIN D per as f Ges ekte che nk

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03.08.

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25.07.

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07.08.

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31.07.

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10.08.

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02.08.

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www.Musicalsommer.tirol

Juli - t us Aug 5 202 Deutsche Fassung von Frank Thannhäuser und Nico Rabenald. Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit MUSIC THEATRE INTERNATIONAL: www.mtishows.eu. Bühnenvertrieb für Österreich: JOSEF WEINBERGER WIEN, GESMBH


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VOLLER WUNDER 182

Die Swarovski Kristallwelten wurden 1995 anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Unternehmens eröffnet und dienen seitdem als kreative Plattform für berühmte Persönlichkeiten aus Kunst und Design. Jeder dieser immersiven Räume ist eine extravagante Welt für sich, die Besucher*innen ein einzigartiges Erlebnis bietet – geprägt von Swarovskis Lichtkunst und der unverwechselbaren Handschrift der Künstlerinnen und Künstler. Bisher gezeigte Werke stammen unter anderem von Yayoi Kusama, James Turrell und Lee Bul, kürzlich wurde die neue Wunderkammer der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota eröffnet. F O T O S : S W A R O V S K I K R I S TA L L W E LT E N

Die japanische Legende des roten Fadens, auch bekannt als „Akai Ito“, besagt, dass Menschen, die füreinander bestimmt sind, durch einen unsichtbaren roten Faden untrennbar und unzerstörbar miteinander verbunden sind. Dieser Faden kann sich dehnen, doch reißen wird er nie. Dieses Konzept hat die renommierte japanische Performance- und Installationskünstlerin Chiharu Shiota in der neuen Kristallwelten-Wunderkammer „Crystallizing Identity“ durch ein Netz aus roten Wollfäden zum Leben erweckt, die mit zarten Kristallperlen durchzogen sind. In Kristall gegossene Arme, Füße und eine Hand der Künstlerin verbinden sie symbolisch mit dem ganzen Universum.


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„Pulse Voronoi“, gestaltet vom Elektronikkünstler Rafael Lozano-Hemmer, ist eine biometrische Licht- und Klanginstallation. Sie bringt Wissenschaft und Kunst zusammen und setzt sich mit der menschlichen Individualität und unseren gemeinsamen Ursprüngen auseinander. Beim Betreten der Wunderkammer sind die Gäste von 7.000 transparenten Kristallen umgeben, die von der Decke hängen und im Takt mit dem Herzschlag der Besucher*innen leuchten. Jeder einzelne von ihnen erstrahlt in individuellem Glanz. Und doch sind sie Teil eines Kollektivs, das dank der Kraft der Vereinigung funkelt.


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Die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten stehen für einen kreativen Dialog zwischen Künstler*innen und Designer*innen, wobei Kristall als Katalysator für künstlerischen Ausdruck dient.

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hiharu Shiotas Inspiration entspringt oft persönlichen Erfahrungen oder Emotionen, die sie zu universellen menschlichen Themen wie Leben, Tod und zwischenmenschlichen Beziehungen ausweitet. Sie hat das Konzept von Erinnerung und Bewusstsein neu definiert, indem sie Alltagsgegenstände wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider sammelt und in monumentale Fadengeflechte einbettet. In ihren Installationen erforscht sie das Gefühl einer „Präsenz in der Abwesenheit” und stellt gleichzeitig immaterielle Emotionen in Skulpturen, Zeichnungen, Performancevideos, Fotografien und auf Leinwand dar. Für die Swarovski Kristallwelten hat die renommierte japanische Performance- und Installationskünstlerin die Wunderkammer „Crystallizing Identity“ erschaffen, die sie der individuellen Strahlkraft und zwischenmenschlichen Verbindungen widmet. „Es ist mir eine Ehre, Chiharu Shiota in den Swarovski Kristallwelten willkommen zu heißen. Ihre Arbeit bringt eine neue Tiefe und Textur in unsere Wunderkammern – eine Installation, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig visuell besticht“, sagt Stefan Isser, Geschäftsführer der Swarovski Tourism Services. Erstmals integriert Shiota für die neue Wunderkammer Kristalle in ihre künstlerische Arbeit und nutzt das facettenreiche Material, um zu erforschen, wie authentisch wir selbst sein können – und dabei gleichzeitig tiefe und ehrliche Verbindungen zu anderen Menschen aufbauen. So komplex wie fesselnd bezieht sich die vielschichtige Installation auch auf die japanische Legende des roten Fadens. Diese über Generationen überlieferte Geschichte besagt, dass Menschen, die füreinander bestimmt sind, durch unsichtbare rote Fäden ihr Leben lang miteinander verbunden bleiben. „Obwohl wir oft glauben, unsere Erlebnisse seien isoliert, sind wir in Wahrheit untrennbar miteinander verbunden“, erklärt Chiharu Shiota. „Diese Spannung fasziniert mich: Wir leben in getrennten Körpern, aber teilen ein Universum an Gedanken. Der Riese der Swarovski Kristallwelten hat mich dazu inspiriert, dieses Rätsel des Lebens neu zu erforschen. Ein Kopf, der

sich in die Landschaft auflöst, mit einem Bauch voller künstlerischer Welten – der Riese verkörpert, wie unser individuelles Selbst von den Menschen geformt wird, denen wir begegnen, und von den Fäden, die uns verbinden.“

ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN KRISTALLEN UND MENSCHEN

Bereits Ende letzten Jahres wurden die zwei neuen Wunderkammern des preisgekrönten mexikanisch-kanadischen Elektronikkünstlers Rafael Lozano-Hemmer der Öffentlichkeit vorgestellt. Er setzt in seinen emotional ansprechenden, interaktiven Installationen „Pulse Voronoi“ und „Kristallstimmen“ innovative Technologien, künstliche Intelligenz und Licht ein. In den zwei groß angelegten Werken verbinden sich seine unverwechselbare Vision und das einzigartige Savoir-faire von Swarovski, transformieren den physischen Raum und rufen bei ihren Betrachter*innen emotionale Reaktionen hervor. „Als Künstler, der mit Licht arbeitet, interessiere ich mich natürlich für Kristalle, weil sie das optische Medium sind, durch das Licht wirken kann. Für mich liegt die Erhabenheit des Kristalls in seiner Transparenz und darin, wie Künstler*innen oder Designer*innen ihn schleifen können, um wunderschöne Lichtspiele zu erzeugen“, beschreibt Rafael Lozano-Hemmer. Er möchte, dass die Menschen, die die Wunderkammern verlassen, ein Gefühl der Zugehörigkeit, ein Gefühl der Teilhabe empfinden. Sie sollen ein Gespür dafür bekommen, wie zerbrechlich die Erfahrung von Kunst ist, die als Abbild der Zerbrechlichkeit des Lebens verstanden werden kann: „Ich möchte, dass die Menschen darüber nachdenken, wie vergänglich alles ist, und sich bewusst machen, dass sie jeden Augenblick auskosten sollten.“

SWAROVSKI KRISTALLWELTEN Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens Tel.: 05224/51080

swarovski.com/kristallwelten

Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass um 18 Uhr

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eco.architektur

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eco.life

Folgende zeitgenössische Künstler*innen sind vom 27. Mai bis 14. Juni in der Galerie Nothburga zu sehen, in alphabetischer Reihenfolge: Adel Mikaelyan, Alice Maloyan, Alik Kostanyan, Anna Hobosyan, Araks Davtyan, Arusyak Minasyan, Elen Arakelyan, Hasmik Sahakyan, Hayk Shahinyan, Lusine Baghdasaryan, Maga Davtyan, Michael Yuzbashyan, Monika Mirzoyan, Sahak Chibukhchyan, Shahane Shahbazyan, Sona Andreasyan, Sona Mikayelyan und Tiruhi Gevorgyan. Sona Harutyunyan, MA, Vorsitzende der Stiftung KulturDialog Armenien und des Organisationskomitees der Druckgrafik-Biennale in Yerevan, wird bei der Eröffnung eine kurze Ansprache halten, auch die Künstlerin Sona Andreasyan wird anwesend sein.

Armenien von innen

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Armenien ist ein kleines Land mit großer Geschichte. Die kommende Ausstellung in der Innsbrucker Galerie Nothburga zeigt, wie vielfältig das dortige künstlerische Schaffen ist. 18 zeitgenössische Künstler*innen aus Armenien,16 davon meist sehr junge Frauen, zeigen Druckgrafiken und Malereien und werfen stellvertretend einen Blick auf ein Land, das dem Durchschnittseuropäer in der Regel noch ziemlich fremd scheint.

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utochthone Fürsten, Griechen, Seleukiden, Römer, Perser, Sassaniden, Araber, Byzantiner, Seldschuken, Mameluken, Timuriden, wieder die Perser, Osmanen, das zaristische Russland – große Staatsgebilde, die im Laufe der Geschichte länger oder kürzer im Gebiet der Armenier herrschten. Trotz allem blieb das Land kulturell stets eigenständig. Unter anderem entwickelten und behielten sie ihr eigenes Alphabet und blieben – obwohl sie großteils unter muslimischer Fremdherrschaft lebten – immer christlich, seit Armenien im Jahr 301 (und damit noch vor dem Römischen Reich) das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Den negativen Höhepunkt in der langen Geschichte des Landes stellt der Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915/16 der damaligen jungtürkischen Machthaber im ehemaligen Osmanischen Reich dar. Geschätzte 1,5 Millionen Armenier und damit ein Drittel der Gesamtbevölkerung

wurden aus ihren angestammten Wohngebieten vertrieben und in den Tod geschickt. Was folgte, war ein sehr kurzes Intermezzo der Eigenstaatlichkeit als Republik, bevor das Land wieder vom sowjetischen Russland in die Sowjetunion eingegliedert wurde. Seit 1991 ist Armenien unabhängig, kämpft jedoch nach wie vor um seine territoriale Integrität, seine wirtschaftliche und politische Neuausrichtung. Wie in einem solchen Umfeld und einer derart turbulenten Geschichte Kunst gedeihen kann, lässt sich in der kommenden Ausstellung in der Galerie Nothburga in Innsbruck verfolgen. 18 junge Kunstschaffende, 16 Druckgrafiker*innen im weiteren Sinne und zwei Maler*innen aus Armenien zeigen dabei ein breites Œuvre. „Was an den Kunstwerken der jungen Kunstschaffenden ist nun typisch armenisch? Hat die Außenwelt, die Moderne, überhaupt einen Weg in dieses Land gefunden? Ist diese Kunst von

den konkreten Umständen geprägt, oder haben die Künstler*innen einen Weg in eine überregionale, zeitgemäße, globale Kunst gefunden? Spiegelt diese Ausstellung den Weg des jungen Armeniens in eine neue Zeit wider?“, fragt Kurator Manfred Egger. „Die Antworten darauf möge der interessierte Besucher in der Galerie Nothburga suchen und finden.“

GALERIE NOTHBURGA Innrain 41, 6020 Innsbruck info@galerienothburga.at

www.galerienothburga.at

Zeitgenössische Kunst aus Armenien, Grafik und Malerei

Vernissage: 27. Mai 2025, 19 Uhr Dauer: 27. Mai bis 14. Juni 2025 Artists‘ Talk: 28. Mai 2025, ab 16 Uhr Mi. bis Fr. von 16 bis 19 Uhr Sa. von 11 bis 13 Uhr


MUSICALSOMMER KUFSTEIN

V E R L I E B T I N N E W YO R K „West Side Story“, Leonard Bernsteins Meisterwerk, entfacht großes Gefühlskino beim MusicalSommer Kufstein.

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ew York, 1950er – zwei Herzen, zwei Welten, eine Liebe, die alles überstrahlt. Mit „West Side Story“ bringt der MusicalSommer Kufstein ab dem 24. Juli eine der berührendsten Liebesgeschichten der Theatergeschichte auf die Bühne der Festung Kufstein. In den Hauptrollen: die charismatische Niederländerin Margot Baars als Maria und der leidenschaftliche Wiener Nicolas Vinzenz als Tony – ein Paar, das Bühne wie Publikum im Sturm erobern dürfte. Bei ihrem ersten Besuch in Tirol trafen wir die beiden in Innsbruck – und spürten sofort: Diese Produktion lebt von echter Begeisterung. „Was ich an Maria liebe? Ihr Lachen und Weinen, die ganzen Emotionen – ich möchte die Menschen mitnehmen auf diese Reise“, sagt Margot strahlend. Ihre Vorbereitung? Eine Mischung aus intensiver Rollenarbeit und moderner Recherche: „YouTube war super – und auch die neue Filmversion hat mir sehr geholfen.“ Nicolas fühlt sich Tony persönlich nah: „Ich glaube, die eigentliche Herausforderung liegt nicht in den Emotionen selbst. Knifflig wird es eher, den roten Faden zwischen den Extre-

men – vom Hals-über-Kopf-Verliebtsein bis zur tiefen Verzweiflung – glaubhaft durchzuziehen. Aber genau darauf freue ich mich.“ Seine emotionalste Szene? „Ganz klar: die letzten Takte von Somewhere. Wenn die am Schluss erklingen, bleibt für einen Moment die Welt stehen.“ Auch musikalisch sind die beiden Hauptdarsteller mit viel Herzblut dabei: Margot erinnert sich besonders an das Duett „A Boy Like That“ mit Anita – „emotional wirklich sehr bewegend“. Nicolas schwärmt von Tonys Songs: „Ob Maria oder Something’s Coming – jede Melodie erzählt eine Geschichte, die ich selbst durchleben darf.“ Ein 20-köpfiges Orchester unter der Leitung von Oswald Sallaberger sorgt für große Klangmomente, während Regisseur Vanni Viscusi mit einem spannenden Konzept arbeitet: Gesprochen wird auf Deutsch, gesungen in der emotional aufgeladenen Originalsprache Englisch. Für das visuelle Erlebnis verwandelt Szenenbildnerin Julia Neuhold die einzigartige Festung Kufstein in ein atmosphärisches Bühnenbild – inspiriert vom New York der 1950er. „West Side Story“ ist nicht einfach nur ein Musical und Leonard Bernsteins Meis-

terwerk. Es ist ein Stück Musikgeschichte, ein Tanz zwischen zwei Welten – und vor allem die Geschichte einer Liebe, die Grenzen sprengt. Ein ganz besonderer Sommerabend, ein unvergleichlicher Spielort, eine emotionale Achterbahnfahrt auf höchstem musikalischen Niveau. Und mittendrin zwei junge Menschen, die für einen Abend zu den wohl berühmtesten Liebenden der Musicalwelt werden. PR

„WEST SIDE STORY“ Ab 24. Juli 2025 auf der Festung Kufstein – Lieblingsplatz sichern unter www.musicalsommer.tirol

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Im Gespräch NEWS & EVENTS

NEU IM AMT Der Landecker Notar Oskar Platter ist seit Anfang April neuer Präsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg. Der erfahrene Jurist folgt in dieser Funktion Notar Gert Kössler nach, der die Kammer seit 2019 geleitet hat. Platter ist seit 25 Jahren als Jurist in Landeck tätig und übernahm Anfang Feber 2011 das Notariat von Günther Milewski. Als Spezialist für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht engagiert er sich seit vielen Jahren in der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg. Nach verschiedenen Funktionen unter anderem als Vorsitzender der Notariatskandidaten und als Vizepräsident leitet er den Fachausschuss für Strategie und Kommunikation der Österreichischen Notariatskammer. In seiner neuen Funktion als Präsident setzt er sich für eine moderne und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Notariatswesens ein.

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ECO.NOVA: Wo sehen Sie als Präsident die zukünftigen Herausforderungen für Notariate? OSKAR PLATTNER: Ich sehe aktuell und in der Zukunft zwei deutliche Herausforderungen für das Notariat. Einerseits die technologischen Entwicklungen: Was früher das Internet war, ist heute KI und wird morgen wieder eine nächste Stufe sein, die heute noch nicht vorstellbar scheint. Das Notariat muss Teil dieses Wandels sein. Das hat das Notariat auch schon früh erkannt und sich als europäischer Vorreiter von Online-Rechtsdienstleistungen positioniert. Heute sind deswegen fast alle Rechtsdienstleistungen auch online möglich. Der sinnvolle Einsatz von Technologie als Serviceinstrument für unsere Klientinnen und Klienten soll aber keinesfalls den persönlichen Kontakt zur Notarin bzw. zum Notar ersetzen – denn früher wie heute und morgen steht im Notariat der Mensch im Mittelpunkt. Auf der anderen Seite stellen die gesellschaftlichen Entwicklungen eine große Herausforderung dar. Vom anfänglichen Globalisierungsoptimismus ist in der heute krisengebeutelten Welt nicht mehr viel übrig. Unsicherheit ist die neue Normalität und das Vertrauen ins Rechtssystem schwindet. Gerade hier schafft das Notariat mit seinen Kernwerten der Unparteilichkeit, Verschwiegenheit und Verantwortung einen gesellschaftlichen, aber auch ganz individuellen Mehrwert. Als Rechtsdienstleister wollen wir nachhaltige und vorausschauende Lösungen finden, Streit vermeiden und Menschen durch rechtliche Unsicherheiten begleiten. Niederschwellig, emphatisch und transparent.

Was wünschen Sie sich für die berufliche Zukunft? Als Notar wünsche ich mir, dass für mich alles beim Alten bleibt – im bestmöglichen Sinne. Diesen Wunsch habe ich unserem ausgezeichneten Kanzleiteam und unseren hervorragenden Juristen sowie meinen Kanzleipartnern zu verdanken. Gemeinsam leben wir in unserer Kanzlei das Ziel „Recht ohne Streit“ – mit Sachverstand, mit Fingerspitzengefühl und vor allem mit der Nähe zu den Menschen. In meiner neuen Funktion als Präsident der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg wünsche ich mir, dass wir künftige Herausforderungen annehmen und in Chancen für das Notariat verwandeln. In der ausgewogenen Balance aus Tradition und Innovation liegt die Zukunft des Notariats. Dabei muss künftig auch klar der Mensch im Mittelpunkt stehen.


© SILLPARK / THOMAS STEINLECHNER

© HOLZFENSTER - NATÜRLICH AUS TIROL

eco.life

Jürgen Schmücking, Krebshilfe-Geschäfts­ führer Florian Klotz, Futterkutterer Georg Waldmüller und Hannes Reichelt

But f irst coffee

KULINARIK-CHARIT Y Unter dem Motto „Genuss aus Liebe zum Leben“ ist vor Kurzem die neue Charity-Kochreihe FUTTERKUTTER X Krebshilfe Tirol gestartet, bei der jeden zweiten Donnerstag im Monat ein prominenter Gastkoch am Herd steht – mit einem klaren Ziel: Gutes tun mit gutem Essen. Der Reinerlös des jeweiligen Charity-Gerichts kommt der Krebshilfe Tirol zugute. Zum zweiten Termin im April stand Gault&Millau-Chief-Inspector, Journalist und Fotograf Jürgen Schmücking am Herd. Auch Ski-Star Hannes Reichelt kam vorbei.

Innsbruck hat seinen nächsten Starbucks bekommen – im Einkaufszentrum Sillpark nämlich und schon vor der offziellen Eröffnung standen die Leute Schlange. Mit seinen typischen Kaffeekreationen und Snacks erweitert Starbucks ab sofort die Gastronomie im Center. Centermanager Markus Siedl und viele andere freut‘s.

Vereinsmitglieder von „Holzfenster – natürlich aus Tirol“ auf ihrem Gemeinschaftsstand auf der Tiroler Hausbau & Energie Messe in Innsbruck

NEUER VORSTAND Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung des Vereins „Holzfenster – natürlich aus Tirol“ gab es Neuwahlen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Simon Trixl (Trixl GmbH & Co KG) aus Fieberbrunn wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso Andreas Jaud (Tischlerei Jaud GmbH) aus Achenkirch. Nach zehn Jahren Arbeit im Vorstand legte Christian Prantl (Westholz Lamellierwerk, Pfaffenhofen) sein Amt nieder, als Nachfolger wurde Bernhard Schiffthaler (Adler Lacke) einstimmig in den Vorstand gewählt.

TIROLER VERSICHERUNG

WENN SICH MUT U N D V E R T R AU E N L O H N E N

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esonders bemerkenswert: Viele der TIROLER Mitarbeiter*innen übernehmen bereits in jungen Jahren große Verantwortung – getragen von einer Unternehmenskultur, die auf Vertrauen und Förderung setzt. Barbara Heis stieg direkt nach der Matura ein und leitet heute mit dem TIROLER Vertrieb die größte Organisationseinheit: „Nicht viele Unternehmen trauen sich, den ‚Jungen‘ Verantwortung zu geben. Das hat mich angespornt.“ Georg Gridling übernahm nach wenigen Jahren im Unternehmen die Leitung des Bereichs Immobilien und verantwortete damit den Bau der neuen Zentrale – das erste Holzhochhaus in der Innsbrucker Innenstadt: „Ein nachhaltiges Gebäude, reali-

FOTOS: © TIROLER/HOHLRIEDER, SIMON RAINER

Hinter dem Erfolg der TIROLER VERSICHERUNG stehen Menschen, die mit Leidenschaft, Engagement und einer großen Portion Mut neue Wege gehen.

Barbara Heis – Leitung TIROLER Vertrieb, Georg Gridling – Leitung Immobilien und Harald Siegmund – Leitung Team Schaden & Leistung, Sachversicherungen

siert zu 93 Prozent von Tiroler Firmen, ausgezeichnet mit klimaaktiv Gold – das macht mich stolz.“ Möglich wurde das durch ein starkes Team und gemeinsames Ziehen an einem Strang. Harald Siegmund fand seinen Weg über ein Praktikum zur TIROLER und übernahm als Trainee bereits in der Coronazeit Verantwortung. Heute führt er das Team

Schaden & Leistung, Sachversicherungen. Sein Anspruch: „Mutig neue Wege gehen. Denn im Schadenfall zeigt sich die Qualität einer Versicherung.“ Drei Karrieren, drei Persönlichkeiten – und ein gemeinsamer Nenner: Vertrauen schafft Chancen. Und bei der TIROLER wird dieses Vertrauen gelebt. www.tiroler.at/karriere

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TIROLER-Vorstandsdirektorin Isolde Stieg, Jane Platter (Leiterin Personalmarketing & Personal­entwicklung) und Betriebsrats­vorsitzender Thomas Klingenschmid

TOP-ARBEITGEBER Die TIROLER VERSICHERUNG wurde kürzlich vom Wirtschaftsmagazin trend. erneut als „Top-Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie mit „audit berufundfamilie“ eine der renommiertesten Auszeichnungen für familienfreundliche Unternehmen in Österreich.

Zuhören als Beginn von Politik

Auf Einladung des Rotary Club Innsbruck-Bergisel war Bürgermeister Johannes Anzengruber zu Gast im Audioversum. In inspirierendem Rahmen kam es zu einem offenen Austausch zwischen dem Bürgermeister und zahlreichen Rotary-Mitgliedern. Moderiert wurde der Abend von Museumsdirektorin Julia Sparber-Ablinger, selbst Rotarierin. Mit dabei waren unter anderem MED-EL-Gründerin Ingeborg Hochmair, Rotary-Präsident Günther Dregelyvari, Bau-Unternehmerin Bruni Fröschl, Notar Lukas König, Künstler Georg Loewit, Landestheater-Intendantin Irene Girkinger, RLB-Tirol-Vorstand Christof Splechnta, Urologe Nikolai Leonhartsberger, Hotelierin Nicole Ellinger, Cura-Geschäftsführer Gerhard Kaiser und Steuerberater Andreas Kapferer. Der Abend zeigte eindrucksvoll: Innsbruck denkt nach vorne: „Eine Stadt denkt groß, wenn sie an morgen denkt – nicht nur an die nächste Wahl.“ © CHRISTINA GAIO PHOTOGRAPHY

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© PRO HOLZ TIROL

SPITZENPL ATZ BESTÄTIGT Im aktuellen Ranking des Wirtschaftsmagazins trend. belegt GPK Pegger Kofler & Partner erneut eine Spitzenposition: In der Kategorie „Beste Sozietäten in den Bundesländern“ erreicht die Kanzlei den zweiten Platz und bestätigt damit einmal mehr ihre Position als führende Adresse in Westösterreich. Die Innsbrucker Kanzlei wurde nunmehr zum 17. Mal in Folge unter die Top drei in dieser Kategorie gewählt.

KUNST VOLL Vor Kurzem präsentierte die Galerie Elisabeth & Klaus Thoman in Innsbruck die Ausstellung „Der Himmel trägt Rosa heut Nacht“ des Südtiroler Künstlers Johannes Kofler. Ohne Skizzen malt dieser seine Ideen direkt auf der Leinwand. Schichten über Schichten, von oben nach unten, von rechts nach links – bis die letzte Ebene dem Prozess entspringt, verschwinden darunter oft mehrere Untergründe. Spannend, was der studierte Künstler mit seinen Bildern beim Betrachter bewirkt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, seine Werke zu sehen: unbedingt nutzen!

IMPULSGEBER FÜR NEUE DENKANSÄTZE Die Landesinnung der Tischler und proHolz Tirol setzen seit Jahren erfolgreich auf die enge Zusammenarbeit mit den Fachberufsschulen in Absam und Lienz. Zum sechsten Mal wurde nun der Gestaltungspreis für Gesellenstücke des Tischlerhandwerks vergeben – eine herausragende Auszeichnung für die besten Nachwuchstalente der Branche. Der Preis ist mittlerweile ein etablierter Wettbewerb, der den innovativen Geist und die handwerkliche Präzision der kommenden Generation fördert. Mehr dazu auf Seite 92/93.


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