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3. September 2025 · Nr. 36 · 46. Jahrgang
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„Wir sind zufrieden“ Landrat Otto Lederer zieht positive Zwischenbilanz zum Durchfahrtsverbot
Seit dem 15. August gilt im Landkreis Rosenheim ein Durchfahrtsverbot für Kreisund Staatsstraßen entlang der Autobahn, sobald es auf der A8 zu Stau kommt. Das deutschlandweit bislang einmalige Projekt soll Anwohner vor Stauumfahrern, Lärm und Abgasen schützen – und für mehr Sicherheit in den Ortschaften sorgen. Fast 13 000 Menschen profitieren bereits von dieser Regelung. Die ersten Rückmeldungen zeigen: Die Maßnahme wirkt. Polizei und Gemeinden berichten von geordnetem Verkehrsfluss und spürbarer Entlastung in den betroffenen Ortschaften. Gleichzeitig gibt es kritische Stimmen, die eine Verlagerung der Verkehrsprobleme befürchten. Auch Landrat Otto Lederer zieht eine positive Zwischenbilanz. Im Interview mit dem echo erklärt er, wie sich das Zusammenspiel von Landkreis, Gemeinden und Polizei in den ersten zwei Wochen bewährt hat, welche Rückmeldungen eingegangen sind und welche Maßnahmen künftig geplant sind, um die
mens war die Situation in den betroffenen Orten vergleichsweise ruhig. Insgesamt sind wir uns einig, dass dieser Schritt wichtig war, um die Lage vor Ort spürbar zu verbessern.“
Die ersten Rückmeldungen nach dem neuen Durchfahrtsverbot zeigen: Die Maßnahmen wirken und die Ortschaften konnten spürbar entlastet werden.
Verkehrslage im Landkreis dauerhaft zu verbessern. Wie fällt Ihr Fazit nach rund zwei Wochen Durchfahrtsverbot aus? „Wir sind nach wie vor sehr zufrieden. An den beiden Wochenenden mit starkem Reiseund Rückreiseverkehr gab es auch keine Verkehrsinfarkte in den Anliegergemeinden und auch diesbezüglich keine Gefahrensituationen mehr in den Ortschaften. Ich habe außerdem den Eindruck, dass die Polizei mit dem notwendigen Augenmaß vorgegangen ist
und die Situation gut gemeistert hat. Besonders freut mich, dass die meisten Verkehrsteilnehmer Verständnis für die Beschilderung gezeigt haben. Dafür bin ich allen Beteiligten, vor allem aber den einsichtigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, sehr dankbar.“ Gab es denn auch Fälle, in denen Autofahrer weniger einsichtig waren? Manche reagieren auf solche Regelungen ja durchaus verärgert. „Natürlich gab es auch Ver-
kehrsteilnehmer, die versucht haben, auszuweichen. In diesen Fällen hat die Polizei kontrolliert und entsprechende Ermahnungen ausgesprochen. Teilweise wurde der Verkehr dann wieder gezielt zurück auf die Autobahn geleitet.“ Haben Sie bereits Rückmeldungen von den betroffenen Gemeinden erhalten – positiv wie negativ? „Ja, wir stehen regelmäßig mit den Gemeinden in Kontakt. Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv. Trotz des hohen Verkehrsaufkom-
Kritiker bemängeln, dass durch solche Maßnahmen die Probleme lediglich verlagert werden. Wie begegnen Sie diesem Einwand? „Ziel des Durchfahrtsverbots ist nicht die Verlagerung, sondern dass der Verkehr auf der Autobahn bleibt. Unser Nachbarland Österreich macht uns das seit Jahren erfolgreich vor. Die ersten beiden Wochenenden stimmen mich zuversichtlich, dass es auch bei uns funktionieren kann. Natürlich müssen begleitend Umleitungskonzepte umgesetzt werden – diese sollten aber ausschließlich über Bundesstraßen oder Autobahnen führen, nicht über kleine Landstraßen. Dafür ist es wichtig, alle Informationskanäle zu nutzen, von Verkehrsmeldungen im Radio bis hin zu Navigationssystemen.“ Fortsetzung auf Seite 2
20 Jahre Städtepartnerschaft Ichikawa 30-köpfige Delegation aus Japan stattete Rosenheim zum Jubiläum einen Besuch ab Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Rosenheim und dem japanischen Ichikawa besucht eine 30-köpfige Delegation aus Japan Rosenheim. Bei einem Festakt im Rathaus wurde der Partnerschaft in hochoffiziellem Rahmen gewürdigt. „In Japan und Bayern wird Tradition großgeschrieben und damit haben wir eine gute Grundlage für unsere Städtepartnerstadt. Wie gut sie aber funktioniert, zeigt sich in unserem Alltagsleben: Im regelmäßigen Schüleraustausch mit der Städtischen Mädchenrealschule, bei dem japanische Schüler bei Rosenheimer Familien unterkommen, oder auch im sportlichen Austausch beim Trainingscamp japanischer Nachwuchsfußballer hier in Rosenheim. Unsere Städtepartnerschaft existiert nicht nur auf dem Papier, sondern sie wird, trotz der fast 13.000 Kilometer Entfernung,
chenrealschule an. Die Städtepartnerschaft zwischen Rosenheim und Ichikawa besteht offiziell seit 2008. Sie basiert auf einem Memorandum vom 14. Juli 2004, in dem sich beide Städte dazu bekannten, den pädagogischen, sportlichen und kulturellen Jugendaustausch zu unterstützen.
Delegationsausschuss aus Japan. vor Ort gelebt“, so Oberbürgermeister Andreas März. Beim Festakt betonte auch Ichikawas Bürgermeister Koh Tanaka den hohen Stellenwert der Städtepartnerschaft und die freundschaftlichen Beziehungen. Anschließend folgten Einträge ins Goldene Buch der Stadt sowie eine traditio-
nelle japanische Teezeremonie. Im weiteren Verlauf des Donnerstags lernte die Delegation bei einer Stadtführung Rosenheim besser kennen und machte sich auf die Spuren der Titanic im Lokschuppen. Am Freitag besichtigt sie das
UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Herrenchiemsee und die Fraueninsel, ehe sie am Samerberg einen bayerischen Abend verbringt. Zur Eröffnung des Herbstfestes wird die Delegation Teil des Festzuges sein und den Anstich mitverfolgen. Anschließend steht ein Besuch der Mäd-
Der erste Absatz des Städtepartnerschaftsvertrages lautet: „Es ist der Wille beider Partnerstädte, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger für ein friedliches Leben und das Wohl der Menschen zu wirken, gegenseitiges Vertrauen zu schaffen und die freundschaftlichen Beziehungen in einer andauernden Partnerschaft zwischen Rosenheim und Ichikawa zu vertiefen.“ Im Jubiläumsjahr 2024 hatte eine Rosenheimer Delegation unter Vorsitz des Oberbürgermeisters bereits Ichikawa besucht.
Diese Woche im Int. Tag der Physiotherapie........... S. 4 Aschauer Markt............................... S. 5 Neues Wohngefühl ........................ S. 8 Reise & Erholung............................ S. 9 Rosenheimer Herbstfest..........S. 10/11
Feierlicher Start Wiesn startet mit ausgelassener Stimmung
Der Wiesneinzug leutete feierlich die fünfte Jahreszeit in Rosenheim ein - schee war’s!
Bei angenehmen spätsommerlichen Temperaturen und bester Stimmung bei den Besucherinnen und Besuchern ist das Rosenheimer Herbstfest fulminant in seine ersten Tage gestartet. Die Festzelte füllten sich rasch, es wurde ausgelassen gefeiert, geratscht und natürlich getrunken.
Draußen lockte der Festplatz mit neuen Fahrgeschäften, die neugierig getestet wurden und für leuchtende Kinderaugen sorgten. Schon jetzt spürt man die besondere Energie, die das Herbstfest ausmacht – und die Vorfreude auf die kommenden Tage und Wochen wächst mit jedem Augenblick.
HAND AUF’S HERZ.
Sie haben uns vermisst. Ihre Zähne auch.
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