21 Zoogeschichten

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Die 21-Zoo-Geschichten

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Die 21-Zoo-Geschichten Es gibt mehr als 21 gute Gründe für einen Besuch im Zoo Dortmund. Aber als Partner des Zoos hat 21 heute alle eingeladen, die Tiere auch einmal im Winter zu besuchen. Denn oft wird der Zoo ja im Sommer mit der Familie besucht oder im Frühling, wenn es Nachwuchs zu bestaunen gibt. Zoos sind wichtige Bestandteile der Arterhaltung. Hier werden sie optimal versorgt, gepflegt und auch erforscht, um ihr Überleben auch in ihren Heimatländern zu sichern. Aber leider gibt es einige Arten auch nur noch in den Zoos. Die Gehege und Anlagen werden immer besser auf die Bedürfnisse der Tiere angepasst, weil man ständig Neues über sie lernt. Das geht nicht immer über Nacht, aber schon stetig voran. Der Zoo investiert in den nächsten Jahren etliche Millionen in den Ausbau. 21 ist stolzer Pate der ältesten Ameisenbärin in einem Zoo: Sandra. Und Sandra ist nicht nur der Star im Südamerika-Bereich, sondern auch durch die Hörspiel- und Kinderbuchreihe Yurumi-Gang von DSW21 bekannt geworden. Seit diesem Jahr ist 21 2


Hauptpartner des neuen Löwenhauses und wirbt hier für die Aktion dortMUT – mehr Gerechtigkeit, mehr Chancen und mehr Vielfalt in Dortmund. Bei dortMUT werden Projekte und Initiativen mit jeweils bis zu 3.000 Euro unterstützt. Auch für Tierwohl, Natur- und Artenschutz. Geht es den Tieren gut, hat auch der Mensch ein intaktes Umfeld. Unser ZooTag zum Abschluss des Markenjahres 2021 ist ein guter Anfang, um sich dies wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen und kurz vor den Feiertagen auch im Sinne des Tierwohls einmal innezuhalten. Wer sich fragt, wie viel 21 eigentlich im Zoo steckt (Wasser, Strom, Anbindung an das Bus- und Bahnnetz), der wird sich auch wundern, dass die 21 bei vielen der Tiere sogar eine eigene Bedeutung hat. Also los – auf zur Runde durch den wahrscheinlich schönsten Zoo der Welt mitten im grünen Rombergpark.

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Kamele 2 oder 1 – also die Frage wer hat einen und wer hat zwei Höcker? Die Tiere mit den zwei Höckern (Fett und kein Wasser ist da drin) sind das, was wir Kamele nennen. Die Tiere mit einem Höcker nennt man Dromedar. So ein Kamel kann 150 Liter Wasser in 10 Minuten trinken – also mehr als eine halbe Badewanne voll oder eben 3 Fässer à 50 Litern – das reicht sonst für einen Turniertag bei einem Dortmunder Fußballclub. Um so viel Wasser so schnell trinken zu können, haben Kamele runde statt ovale rote Blutkörperchen. Kauz So ein Kauz hat mindestens 21 Zentimeter. Der Steinkauz ist zwischen 21 und 23 Zentimetern groß, seine Flügel haben eine Spannweite von mehr als einem halben Meter. Der Steinkauz könnte mit seinen gelben Augen gut als BVB-Fan durchgehen. Zudem hat er eine auffällige Gemeinsamkeit mit vielen Dortmundern, die 4


auch in Dortmund geboren sind. Auch der Steinkauz bleibt seinem Brutrevier treu – einmal Dortmund, immer Dortmund – was ein Kauz. Orang-Utan Berechne deinen Affenindex. Kletterer sind auf die Idee gekommen, dass lange Arme bei kurzem Körper ideal fürs Klettern sind. So hat ein 175 cm großer Mensch zumeist etwa 180 cm Armspannweite. Ein Gorilla mit gleicher Körpergröße hat mindestens 21 Zentimeter oder mehr. Er kommt somit auf 200 bis 220 cm Armspannweite. Liegt dei­ne Armspannweite einen Zentimeter unter deinem Körpermaß, hast du die gleichen Maße wie der Vitruvian Man von Leonardo da Vinci (Affenindex 0,99). Liegst du noch unter 0,99 bezeichnen dich die bösen Kletterer als Pinguin. Mit allem über 1,1 gehst du in der Achtung der Kletterer und Gorillas mächtig nach oben. Hättest du aber einen Affenindex von 2,1 würdest du deine Arme auch beim Aufrechtlaufen hinter dir her ziehen. Also sei wie immer zufrieden mit dem was die Natur dir gegeben hat. 5


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Tapir Tapir – der Tapir hat 42 Zähne – das passt natürlich nicht gleich verteilt auf Ober- und Unterkiefer. Die Zahnformel lautet 3.1.4.3 oben (11) und 3.1.3.3 unten – also 21 pro Seite – denn so macht man das bei Säugetieren. Ein Schabrackentapir kann bis zu 400 Kilogramm schwer werden. Also eine Menge Futter, das durch zwei Mal 21 Zähne muss. Die sind dafür besonders kurz und stark, denn der Tapir ernährt sich rein vegan. Büsche, Pflanzen – auch mal kleine Bäume stehen auf seinem Speiseplan. Löwe

21+1 – so lange schläft ein Löwe durchschnittlich pro Tag. Dafür müssen die weiblichen Tiere umso mehr erledigen: Essen besorgen, die Kinder aufziehen. Aber wenn es darauf ankommt, muss der Löwe ausgeschlafen und stark sein. Und dann auch brüllen: Das Brüllen eines männlichen Löwen ist so ziemlich das lauteste Geräusch eines Säugetiers und reicht 8 8


Kilometer weit. Den Löwen im Zoo wird man also auch mal im Westfalenpark hören können. Und Löwen können sich die ersten zwei Übungsstunden bei Heidi Klum sparen: Sie laufen sowieso nur auf den Zehenspitzen und setzen die Fersen (wie Modemodells) nie auf. Nashorn Wenn ein 100jähriger ziemlich alt ist, was sind dann erst über 21 Millionen Jahre? Im 21. Jahrhundert sind wir gerade mal ein 1.000tel dieser Zeit unterwegs. Ganz anders die Nashörner, die gab es tatsächlich schon vor 21 Millionen Jahren auf dem jetzigen afrikanischen Kontinent. Die Nashörner sind in allen Aspekten erstaunliche Tiere: Sie wiegen zwischen 2 und 3 Tonnen und sind trotzdem über 45 km/h schnell – sprich, die würden einen Marathon unter einer Stunde laufen, der schnell­ ste Mensch brauchte dafür über 2 Stunden. Eins lernen wir: Nicht jeder, der dick und gemütlich aussieht, ist es auch. 9


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Antilope Hornträger, zu denen auch die Antilopen gehören, sind anpassungsfähig. Als Säugetiere unterliegen die Weibchen genauso einem Zyklus wie alle anderen Tiere oder eben auch der Mensch. Der Zyklus beträgt in der Regel 21 Tage. In der Zeit reifen im Weibchen die Eier ran, die der Mann dann befruchten kann. In kalten Regionen beschränken sich Hornträger dann auf eine auch vom Wetter her sinnvolle Austragungszeit, in wärmeren Regionen spielt das keine Rolle. Leben sehr viele Hornträger zusammen, pflanzt sich der stärkste Mann ziemlich häufig und stark fort. In abgelegenen Regionen leben die Paare dagegen treu und lang zusammen. Und ja – die alten Hornbrillen wurden aus den Hörnern gemacht, heute nimmt man zumeist Kunststoff, der nur so aussieht. Siamang Mal nach dem Rechten schauen: Siamang – die größten Gibbons gehen bis zu 21 % des Tages in ihrem 12


Revier spazieren. Bis zu 24 Hektar groß können die Reviere der Gruppe sein und damit werden schon ordentliche Strecken zurückgelegt. Der Hauptteil der aktiven Zeit wird aber für die Nahrungssuche und -aufnahme aufgebracht. Bis zu 50 % sind die Siamang damit beschäftigt, dafür stehen sie im Gegensatz zu anderen Arten nicht so sehr auf Körperpflege. Bis zu 9 Siamang leben zumeist in einer Gruppe zusammen. Im Zoo Dortmund müssen sie nicht so viel Zeit für die Essenssuche einplanen, da bleibt genug Zeit, die Besucher zu studieren. Darum seid ihr hier. Giraffe Am 21. Juni ist jeweils der Welttag der Giraffe. Das ist kein Zufall, denn der 21. Juni ist auch der längste Tag des Jahres. Damit ist der längste Tag des Jahres zugleich der Tag für das höchste Tier Erde. Die männlichen Giraffen können an die 6 Meter hoch werden. Charakteristisch sind die Flecken der Giraffe, die im Alter sogar etwas dunkler werden. Toll an den 13


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Giraffen ist, dass sie eigentlich Knochen haben wie andere Säugetiere, aber eben in XXL. Und eine besondere Herausforderung ist natürlich der Blutkreislauf. Die Giraffe hat einen Blutdruck von 280 – für einen Menschen tödlich, für die Giraffe passend. Ameisenbären Der große Ameisenbär ist ein echter 21er. Also genauer gesagt die Ameisenbärin Sandra. Die ist schließlich die Heldin in den Abenteuern der Yurumi-Gang, eine Hörspielreihe von 21, die Anfang der 2000erJahre startete und viele Kinder bis heute begeistert. Sandra ist eine Handaufzucht, die mittlerweile älteste in einem Zoo lebende Ameisenbärin und das Patentier von 21 – schon seit der YurumiGang. Ameisenbären haben eine lange flinke Zunge und kein allzu großes Gehirn. Passt aber alles prima in den Schädelknochen der großen Ameisenbären, der exakt 21 Zentimeter misst. Als hätten wir es geahnt – 21 und Ameisenbären geht eben immer. Da Ameisenbären im Zoo deutlich 16


älter werden als in der freien Wildbahn, ist Sandra wahrscheinlich sogar die älteste lebende Ameisenbärin der Welt. Kleiner Panda Große Freude herrschte am 2. Juli 2021 im Zoo Duisburg. Der zwei lange Tage lang vermisste Kleine Panda konnte in einer Baumkrone entdeckt und zum Tierarzt gebracht werden. Es war aber nix passiert, der gute Kletterer hatte sich wohl nur ein noch schattigeres Plätzchen suchen wollen. Die kleinen Pandas – man sagt auch die schönsten Säugetiere der Welt – mögen nämlich keine zu hohen Temperaturen, alles über 25 Grad macht ihnen schwer zu schaffen. Und im sehr warmen Juli waren es exakt 27 Grad in Duisburg, da kann man schon einen Ortswechsel planen. Im Zoo Dortmund haben die kleinen Pandas durch den dichten Waldbestand einen optimal kühlen Platz und bleiben hoffentlich in ihrem Lieblingsbaum.

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Hausrind (Dahomey-Rind) Auffällig ist die blaue Zunge. Und mit einer Größe von etwa 80 bis 100 Zentimetern und einem Gewicht von 200 bis 300 Kilogramm gilt das Dahomey-Rind als kleinste Rinderrasse der Welt, Dahomeys sind eine ursprüngliche afrikanische Rinderrasse. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangten erste Dahomey-Rinder aus dem namengebenden Königreich Dahomey, heute Benin, über den Zoo Antwerpen von Afrika nach Europa. Das DahomeyRind gilt als sehr robust und genügsam und kommt auch in kargen Landschaften sehr gut zurecht. Aus diesem Grund wird es in Europa, und auch hier in Deutschland, in der Landschaftspflege eingesetzt, da die recht leichten DahomeyRinder kaum Trittschäden verursachen und eben auch mit minderwertigen Weidegründen zurechtkommen. Neben der blauen Zunge ist auch die gesamte Schleimhaut im Rachenraum blau. Und die Lebenserwartung liegt bei stolzen 21 Jahren.

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Pinguine Tauchweltmeister. Die Königspinguine überraschen vor allem gestandene Taucher. Sie können bis zu 21 Minuten abtauchen – mit nur einmal Luft holen und dabei auch noch 530 Meter tief tauchen. Wie genau die Pinguine das machen ist nicht erforscht, sie können ihre Herzfrequenz auf ein Fünftel senken und damit den Sauerstoffverbrauch reduzieren, aber wie die das mit dem Druck- und Temperaturausgleich machen, was ja besonders menschliche Taucher als Problem auch kennen, das ist bis heute unbekannt.

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Herausgeber: Dortmunder Stadtwerke AG Fotos: Christian Bohnenkamp, Adobe Stock