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Kunstr채ume

Gesch채ftsbericht 2012


Der DSW21-Vorstand in den R채umen des Hartware MedienKunstVereins: Manfred Kossack, Guntram Pehlke und Hubert Jung (v.l.n.r.)

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vorwort Kunsträume „Zeit ist Leben, und Leben ist Verantwortung, und Verantwortung bestimme eure Zeit.“ Diesem Leitgedanken des Kirchenvaters und Philosophen Augustinus Aurelius folgt DSW21 seit Gründung der ersten Rechtsvorgängergesellschaft, der »Dortmunder Actien-Gesellschaft für Gasbeleuchtung«, im Jahre 1857. Der DSW21 GRuPPe wurden durch die Stadt Dortmund immer wieder anspruchsvolle Aufgaben übertragen, für deren umsetzung und Ausführung privaten Gesellschaften vielfach der Mut sowie der Glaube an das Machbare fehlten. Heute ist DSW21 das Infrastrukturunternehmen, das als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Dortmund für Mobilität und Logistik sorgt, das zuverlässige energie- und Wasserversorgung garantiert, das Lebensräume schafft und Datennetze anbietet. Die DSW21 GRuPPe erbrachte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut erhebliche Beiträge zur infrastrukturellen Verbesserung sowie zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Dortmund. Insgesamt beliefen sich die Leistungen auf 134,5 Mio. €. Sie betrafen die Finanzierung des ÖPNV und des Flughafens, die Zahlung der Konzessionsabgabe, weitere bauliche Maßnahmen auf dem PHOeNIX See-Areal und im umfeld des Gebiets, Bau von Kindertageseinrichtungen, Ausschüttungen an den städtischen Haushalt sowie zahlreiche Spenden und Sponsoringmaßnahmen im Wesentlichen für soziale und kulturelle Zwecke. Kulturelle ereignisse sind heute vielfach nur noch dank des finanziellen engagements von unternehmen möglich. Im vergangenen Jahr haben wir Ihnen in unserem Geschäftsbericht die erfolgreiche Zusammenarbeit von DSW21 mit der Ballettkompanie Dortmund vorgestellt. Heute laden wir Sie

ein, »Kunsträume« und dabei enge bildhafte Beziehungen zum Leistungsspektrum der DSW21 GRuPPe zu entdecken. DSW21 fördert seit einigen Jahren den Hartware MedienKunstVerein (HMKV), der im »Dortmunder u« eine Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst bietet. Die Ausstellungen des HMKV finden regional und national wie international höchste Anerkennung. Sie zeichnen sich durch ein breites Verständnis des Medienkunstbegriffs aus, der zahlreiche Schnittmengen mit anderen künstlerischen Disziplinen wie der Bildenden Kunst, dem Film oder den performativen Künsten aufweist. Für den HMKV wie auch den Sponsor DSW21 gilt gleichermaßen der Anspruch des österreichischen Malers Gustav Klimt, der feststellte: „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit.“ So hat sich über die Jahre hinweg eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben, von der beide Partner profitieren. Wir freuen uns, Ihnen heute dazu einige illustrative Momente und Impressionen liefern zu können, und laden Sie ein, unseren Geschäftsbericht aus zwei Perspektiven zu betrachten: einmal als das, was er im Wesentlichen ist: Die Veröffentlichung des unternehmens, die der interessierten Öffentlichkeit Rechenschaft über ein abgelaufenes Geschäftsjahr ablegt. Zum anderen als ein Dokument, das beweist, dass Kunst und unternehmen zahlreiche Gemeinsamkeiten besitzen. Man muss sich nur auf den Weg machen, um sie zu entdecken.

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Inke Arns (K체nstlerische Leitung Hartware MedienKunstVerein) und Frauke Hoffschulte (Gesch채ftsf체hrende Leitung Hartware MedienKunstVerein, v.l.) 4


vorwort HMKV Kunsträume in Dortmund schaffen und gestalten – das ist das Tagesgeschäft des Hartware MedienKunstVereins (HMKV), und es ist ein Anliegen, dem sich auch DSW21 mit großem engagement verschrieben hat. Der HMKV hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische experimentelle MedienKunst zu produzieren, zu präsentieren und zu vermitteln. Medienkunst bedeutet für uns: Kunst, die sich mit unserer medial und technologisch geprägten Gegenwart auseinandersetzt. Dieses Interesse für die technologischen Strukturen und entwicklungen, die unseren Alltag prägen, teilt der HMKV mit DSW21. es ist ein Interesse, das sich auf alle Lebensbereiche erstreckt: es gilt dem Stadtraum vor unserer Tür, den wir in Workshops und Performances im öffentlichen Raum immer wieder neu erkunden. es gilt den Datennetzen und digitalen Räumen, die KünstlerInnen von Beginn an befragt und mitgestaltet haben. es gilt den komplexen globalen Strukturen, durch die wir mit energie versorgt werden, und mit denen wir uns zuletzt in der Ausstellung »The Oil Show« (2011) umfassend beschäftigt haben. und auch das Thema Mobilität ist ein Thema für die Kunst – bei uns etwa in der Ausstellung »Arctic Perspective«, in der zu erfahren war, wie Künstler und Wissenschaftler in einer außergewöhnlichen internationalen Kooperation mobile Wohneinheiten für das Leben und Forschen unter arktischen Bedingungen entwickelten. In diesem breiten Themenspektrum hat der HMKV seit seiner Gründung über siebzig Ausstellungen, Video-, Musik- und Performance-Programme, Workshops, Vorträge, Tagungen und Konferenzen realisiert – einen eindruck von der Vielfalt der Projekte geben die Fotografien auf den folgenden Seiten.

Wie die Aktivitäten der DSW21 verlangt auch unsere Arbeit einen stetigen Strom an Ideen; sie verlangt einen offenen Blick für die Veränderungen in unserer umwelt und umgebung und für die Themen, die unsere Gesellschaft bewegen und in Zukunft bewegen werden. Doch nicht zuletzt verlangt sie auch eine stabile finanzielle Grundlage. In Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Mittel wissen wir die großzügigen Spenden von DSW21 besonders zu schätzen. unsere aufwändigen und besonders erfolgreichen Ausstellungen der vergangenen zwei Jahre, »The Oil Show« und »Sounds Like Silence« – letztere wurde kürzlich durch den internationalen Kunstkritikerverband AICA zur »Besonderen Ausstellung 2012« gekürt – wären ohne diese Zuwendungen nicht denkbar gewesen. und auch in diesem Jahr haben wir Großes vor: Im Rahmen des für Herbst 2013 geplanten »New Industries Festival« werden wir uns mit dem tiefgreifenden Wandel der uns umgebenden Arbeits- und Finanzwelt befassen. ein Wandel, der hier im Ruhrgebiet durch den Fortgang der Industrie ganz besonders präsent ist, der aber von überregionalen und globalen entwicklungen nicht zu trennen ist. In diesem Projekt wird es erneut darum gehen, mit einem klaren und kritischen Blick Vergangenes und Gegenwärtiges zu reflektieren, um neue Wege für die Zukunft zu denken – ein Vorhaben, für das wir gerne auf DSW21 als beständigen Kooperationspartner zählen.

Inke Arns Künstlerische Leitung Hartware MedienKunstVerein (HMKV)

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im überblicK

DSW21

Konzern

2012

2011

2012

2011

Bilanzsumme

Mio. €

1.645

1.608

3.937

3.993

Anlagevermögen

Mio. €

1.332

1.317

3.459

3.494

eigenkapital

Mio. €

643

647

1.454

1.500

Rückstellungen

Mio. €

454

451

893

869

Verbindlichkeiten

Mio. €

539

501

1.503

1.533

Investitionen

Mio. €

18

14

89

232

umsatzerlöse

Mio. €

120

137

1.258

1.113

Personalaufwand

Mio. €

108

97

248

214

Abschreibungen

Mio. €

18

19

88

87

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Mio. €

86

84

-19

69

Jahresergebnis

Mio. €

1

21

-19

88

2.010 55

1.921 56

3.886 141

3.775 135

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) davon Auszubildende

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inhalt | Teil I | Aufsichtsrat, Vorstand

| 10 |

Bericht des Aufsichtsrats

| 11 |

Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

| 12 |

Chronik

| 85 |

Quellennachweis

| 91 |

| Teil II | Jahresabschluss und Konzernabschluss 2012 Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz von DSW21 und im Konzern

| 94 |

entwicklung des AnlagevermĂśgens von DSW21 und im Konzern

| 96 |

Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-eigenkapitalspiegel

| 98 |

Anhang und Konzernanhang

| 101 |

Vorschlag zur ergebnisverwendung

| 118 |

Bestätigungsvermerk

| 119 |

Zahlenspiegel

| 120 |

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aufsichtsrat/vorstand

ullrich Sierau Ralf Serfling Armin Boese Angela Brennemann Michael Bürger Rüdiger Denter ulrich Dettmann Dr. Jürgen eigenbrod udo Griebsch Sven Hartleif Dr. Marita Hetmeier Bernhard Klösel Mario Krüger ulrich Langhorst Dr. Annette Littmann Monika Lührs ulrich Monegel Thomas Pisula ernst Prüsse Olaf J. Radtke udo Reppin Lars Rettstadt Ingrid Reuter Kirsten Rupieper Bernhard Stachowiak

Oberbürgermeister Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender Stellvertretender Vorsitzender Freigestelltes Betriebsratsmitglied Freigestelltes Betriebsratsmitglied Geschäftsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bezirk Dortmund Busfahrer Stellvertretender Landesbezirksleiter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Landesbezirk NRW Beamter, Gymnasiallehrer bis 19. Juni 2012 Prokurist Angestellter Pädagogische Referentin bis 19. Juni 2012 Diplom-Sozialarbeiter ab 28. September 2012 Diplom-Ingenieur bis 19. Juni 2012 Diplom-Geograph ab 28. September 2012 Angestellte bis 19. Juni 2012 Geschäftsführerin bis 19. Juni 2012 ab 28. September 2012 Angestellter bis 19. Juni 2012 ab 28. September 2012 Diplom-Mathematiker bis 19. Juni 2012 Rentner bis 19. Juni 2012 ab 28. September 2012 Städtischer Oberrechtsrat bis 19. Juni 2012 ab 28. September 2012 Handelsvertreter ab 28. September 2012 Hausarzt ab 28. September 2012 Redakteurin ab 28. September 2012 Gewerkschaftssekretärin Freigestelltes Betriebsratsmitglied

| Vorstand | Guntram Pehlke Hubert Jung Manfred Kossack 10

Vorsitzender


bericht des aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 fanden vier ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates von DSW21 statt. In diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und die Lage des unternehmens sowie über das unternehmerische Risiko und die Risikosteuerung unterrichtet. Des Weiteren wurden die Planung und Grundzüge der unternehmenspolitik sowie wichtige ereignisse und Vorhaben vorgestellt. Diese Informationen betrafen sowohl DSW21 als auch die Konzerngesellschaften. Sie bildeten die Grundlage für entscheidungen, die der Aufsichtsrat in den ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Fällen traf. Der Aufsichtsrat gab sich eine Geschäftsordnung, die unter anderem die Bildung und Aufgabenstellung von Ausschüssen regelt. es bestehen ein Ausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, ein Präsidium, das gleichzeitig die Aufgaben des Bilanzausschusses übernimmt, sowie ein Verkehrsausschuss, ein Ausschuss für Grundstücksentwicklung und ein Kuratorium, das den von der Gesellschaft eingerichteten Sonderfonds Begabtenförderung verwaltet. Jeder Ausschuss tagt in der Regel einmal jährlich, das Präsidium jeweils vor einer Aufsichtsratssitzung. In der Hauptversammlung am 19. Juni 2012 wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Dortmund, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss von DSW21 und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht von DSW21 für das Geschäftsjahr 2012 geprüft. Die Prüfung ergab keinen Anlass zu wesentlichen Beanstandungen. Der Bestätigungsvermerk wurde uneingeschränkt erteilt. In der Sitzung des Bilanzausschusses des Aufsichtsrates erläuterte der Vorstand den einzel- sowie den Konzernabschluss. Die Wirtschaftsprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht der Abschlussprüfer zur Kenntnis und billigte nach eigener Prüfung den Jahresabschluss. Dieser ist damit in der vorliegenden Fassung gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat von DSW21 stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu, 5,6 Mio. € an die Alleinaktionärin Stadt Dortmund auszuschütten. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand von DSW21 für ihre im Geschäftsjahr 2012 geleistete Arbeit und ihr engagement zum Wohle des unternehmens.

Dortmund, im Juli 2013 DeR AuFSICHTSRAT

Sierau Vorsitzender

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Zweck der Konzerngesellschaft und unternehmensverbund DSW21 ist das Infrastrukturunternehmen für Dortmund. Mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bietet DSW21 bürgernahe Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Mobilität und Logistik, energie und Wasser, Lebensräume sowie Datennetze. Gemäß der Satzung von DSW21 ist Gegenstand der Gesellschaft die Beförderung von Personen und Gütern, die Gewinnung beziehungsweise die erzeugung, der Bezug und die Lieferung von energie und Wasser, die Durchführung von Aufgaben der entsorgung, die Betätigung auf dem Gebiet der Telekommunikation sowie die entwicklung und Vermarktung von Grundstücken. Diese zu erfüllenden Aufgaben sind teilweise auf Tochter- und Beteiligungsgesellschaften übertragen. Alleinige Aktionärin von DSW21 ist die Stadt Dortmund.

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

Töchter

Beteiligungen

dortmund hafen Dortmunder Hafen AG

| 98,33 Prozent |

dortmund airport Flughafen Dortmund GmbH

| 74,00 Prozent |

h-bahn21 H-Bahn-Gesellschaft Dortmund mbH dew21 Dortmunder energie- und Wasserversorgung GmbH Keb holding aG (Beteiligung an der RWe AG) doGewo21 DOGeWO Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH PhoeniX see entwicklungsgesellschaft mbh

edG eDG Holding GmbH (entsorgung Dortmund)

| 49,00 Prozent |

wGw Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (Beteiligung an der GeLSeNWASSeR AG)

| 50,00 Prozent |

| 18,00 Prozent |

| 53,00 Prozent |

KsbG Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (Beteiligung an STeAG GmbH)

| 65,12 Prozent |

stadtwerke schwerte holding Gmbh & co. KG

| 25,00 Prozent |

rku.it Gmbh

| 20,00 Prozent |

lokalfunk dortmund betriebsgesellschaft mbh & co. KG

| 25,00 Prozent |

| 100,00 Prozent |

| 90,00 Prozent | | 100,00 Prozent |

hohenbuschei Gmbh & co. KG

| 51,00 Prozent |

hohenbuschei beteiligungsgesellschaft mbh

| 51,00 Prozent |

stadtkrone ost entwicklungsgesellschaft mbh & co. KG

| 55,00 Prozent |

stadtkrone ost beteiligungsgesellschaft mbh

| 55,00 Prozent |

westfalentor 1 Gmbh doKom21 DOKOM – Gesellschaft für Telekommunikation mbH

Darüber hinaus bestehen weitere direkte und indirekte Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Mobilität und Logistik sowie energie und Wasser.

| 100,00 Prozent |

| 84,07 Prozent | 13


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Rahmenbedingungen Die andauernde Staatsschuldenkrise im euroraum prägte das Wirtschaftsjahr 2012. Während es in den hochverschuldeten Ländern Südeuropas zu einer rezessiven Wirtschaftsentwicklung kam, stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 um 0,7 Prozent. Trotz der sich im zweiten Halbjahr 2012 in Deutschland abschwächenden Konjunktur blieb der Arbeitsmarkt stabil. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Punkte auf 6,8 Prozent. Gegenläufig verlief die entwicklung in Dortmund: die Arbeitslosenquote stieg von 12,3 Prozent im Jahr 2011 auf 12,6 Prozent in 2012. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden in der Rubrik »Mobilität und Logistik« gesondert betrachtet. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Güterverkehr aller Verkehrsträger in Deutschland in 2012 um 2,2 Prozent auf 4,3 Mrd. Tonnen zurückgegangen. Die Transporte per Binnenschiff stiegen dagegen geringfügig um 0,5 Prozent. Der Containerverkehr blieb 2012 mit

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2,2 Mio. Teu annähernd konstant. Dortmund Hafen teilte diese entwicklung nicht und schlug im Geschäftsjahr 2012 annähernd sieben Prozent weniger um als im Vorjahr. Im Luftverkehr verzeichnete Deutschland 2012 einen Passagierzuwachs von 1,1 Prozent, bei insgesamt 201,4 Millionen Passagieren. Der innerdeutsche Luftverkehr war mit 3,6 Prozent rückläufig, während der europaverkehr um 2,0 Prozent zunahm. Vor allem mittelgroße und kleinere Flughäfen mit weniger als 5 Millionen Passagieren hatten Rückgänge teilweise im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen. ursächlich hierfür waren die Folgen der eurokrise, die schwierige Marktsituation der Airlines und die deutsche Luftverkehrssteuer. Dortmund Airport verzeichnete mit + 4,4 Prozent für 2012 das stärkste Wachstum aller NRW-Flughäfen. Der Ausbau der erneuerbaren energien als Folge der energiewende prägte auch im Geschäftsjahr 2012 die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der subventionierte Ausbau der erneuerbaren energien führte


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

nicht nur zu Rekordwerten bei der Produktion von »grünem« Strom und dem Stromexport, sondern auch zu einem Preisverfall am Terminmarkt sowie einer geringeren Wirtschaftlichkeit konventioneller Stromerzeugung. Trotz der fallenden Strompreise auf dem Beschaffungsmarkt sind endverbraucher zum Jahreswechsel von Preissteigerungen infolge steuerlicher Belastungen betroffen. Aufgrund der Ölpreisbindung hat die Preisentwicklung am Ölmarkt, aber auch der Wechselkurs €/$, großen einfluss auf die Gaspreise. Gaseinfuhren kosteten im Berichtsjahr durchschnittlich 12 Prozent mehr als 2011. Zukünftig soll die Ölpreisbindung bei langfristigen Gasbezugsverträgen an Bedeutung verlieren. In der Wasserwirtschaft ist die Rahmengestaltung hinsichtlich Gewässerschutz und -güte sowie mit Blick auf Konzessionen von steigendem einfluss der europäischen union geprägt.

war das nach wie vor niedrige Zinsniveau für Immobilienkredite. Allerdings war das Volumen der öffentlichen Wohnungsbaumaßnahmen rückläufig. In Dortmund sind mehr als 70 Prozent der Wohneinheiten Mietwohnungen. Die Wohnraumversorgung ist sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgeglichen, so dass der Wohnungsmarkt in Dortmund grundsätzlich als entspannt angesehen wird. Nach wie vor profitiert Dortmund von privaten Bauaktivitäten. Die Nachfrage nach hochwertiger Bebauung und stadtnahem Wohnen im Grünen hält unvermindert an. Der Telekommunikationsmarkt unterlag in 2012, wie auch in den Vorjahren, unverändert einer hohen Dynamik und intensivem Preiswettbewerb.

In der Wohnungswirtschaft konnte die Baubranche durch Investitionen in den Wohnungsbau 2012 um fünf Prozent zulegen. Die Baugenehmigungen lagen 2012 ein Drittel höher als drei Jahre zuvor. Ausschlaggebend hierfür

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

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Seite Seit 1964 produziert der Japaner Osamu Miyawaki in seinem Modellbauladen in Osaka detailliert geformte und präzise bemalte Figuren-Bausätze. Die Monster-, Alien-, Roboter- und Tiermodelle, die Ikonen aus einem halben Jahrhundert japanischer Popkultur versammeln, wurden 2011 in der Ausstellung des Japan Media Arts Festival im HMKV im Dortmunder U ausgestellt.

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Seite Schattenspiele am Dortmunder U – Das »U-Turm Project« von MediaLAB, Amsterdam bespielte zum Abschluss der E-Culture Fair 2010 die Fassaden des Gebäudes. Die Besucher konnten ihre Silhouette auf die Fenster projizieren lassen und mit den eigenen Bewegungen die Figuren auf der Fassade steuern.

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Seite »Creating Spaces« heißt ein europäisches Forschungsprojekt, das sich mit Multi-Touch-Technologie befasst und in einem Workshop der E-Culture Fair 2010 in Dortmund einen eigens entwickelten Tisch mit integriertem Touch-Display vorstellte.

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

DSW21 17


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Mitarbeiter Das wichtigste Kapital von DSW21 sind seine Mitarbeiter. Deshalb unterstützt DSW21 seine Mitarbeiter durch umfangreiche Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und durch zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung. Zudem stellt sich DSW21 seiner besonderen Verantwortung als ein der Region verbundenes kommunales unternehmen und bietet jungen Menschen attraktive einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben. Die Attraktivität von DSW21 als Arbeitsgeber spiegelt auch die Fluktuationsquote wider: Berücksichtigt man nur die Kündigungen der Arbeitnehmer, lag diese in 2012 bei 0,1 Prozent. Im Jahresdurchschnitt waren 2.010 Mitarbeiter, darunter 55 Auszubildende, bei DSW21 beschäftigt. Der gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Personalbestand ist insbesondere auf einstellungen im Fahrdienst sowie auf das Projekt »Bürgerarbeit« zurückzuführen. Familienorientierung wird bei DSW21 seit langem großgeschrieben. ein positives Beispiel dafür ist die seit 20 Jahren bestehende DSW21-/ DeW21-Kindertagesstätte in der Nähe der Hauptverwaltung. Aber auch die zahlreichen Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit der Telearbeit sind hierfür eindeutige Beweise. Die Aktivitäten zur unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familie wurden jetzt im Rahmen des Programms FamunDo (Familienbewusste unternehmen in Dortmund) ausgezeichnet. Ziel dieses Programms ist es, den unternehmen Maßnahmen zur optimalen Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufzuzeigen. Gleichzeitig will das Programm die unternehmen bei der umsetzung unterstützen, um so langfristig die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist außerdem eines der Themen, die im Rahmen des Projekts »Gue – Gemeinsame unternehmensentwicklung« unter Beteiligung des Vorstandes, von Führungskräften, des Betriebsrates und Mitarbeitern erörtert und konkretisiert werden. Der Anteil von Teilzeitbeschäftigten lag zum 31. Dezember 2012 bei 12,7 Prozent und stieg damit um 0,6 Prozentpunkte. Der Anteil von Frauen an der Belegschaft betrug unverändert 21 Prozent.

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

Die Schwerbehindertenquote sank von 14,5 auf 14,2 Prozent, lag aber unverändert deutlich über der gesetzlichen Quote von fünf Prozent. Während das Durchschnittsalter der Mitarbeiter im Berichtsjahr mit 45,6 Jahren leicht stieg, sank die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit auf 17,5 Jahre. Wie in den Vorjahren hat DSW21 auch im vergangenen Jahr wieder über Bedarf ausgebildet. Die Zahl der Auszubildenden blieb auf konstantem Niveau. Zusätzlich zu den eigenen Auszubildenden bildete DSW21 auch für DeW21, die Stadt Dortmund sowie für Fremdfirmen junge Menschen aus. Nach Beendigung ihrer Ausbildung wurden elf ehemalige Auszubildende übernommen, 17 Auszubildende wurden eingestellt. unverändert werden mehr gewerbliche Auszubildende als kaufmännische ausgebildet. Das berufliche Fortkommen seiner Beschäftigten wird von DSW21 vielfältig unterstützt, um die Qualifikation der Mitarbeiter den wachsenden Anforderungen anzupassen. Im Berichtsjahr nutzten 651 Teilnehmer interne und weitere 374 externe Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus startete 2012 die vierte Staffel »PeP« (Perspektiv entwicklung Personal). Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame Maßnahme der Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) – einer Kooperation aus Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGeSTRA), Straßenbahn Herne-CastropRauxel GmbH (HCR), Vestische Straßenbahnen GmbH und DSW21. Insgesamt nehmen 18 Mitarbeiter der vier KöR-unternehmen teil. DSW21 bietet in diesem Rahmen sechs Mitarbeitern die Gelegenheit, sich in Partnerunternehmen übergreifend weiterzuentwickeln. Im Konzern stieg die Zahl der Mitarbeiter um 111 auf 3.886 Mitarbeiter, darunter 141 Auszubildende.

Durchschnittlicher Mitarbeiterbestand 2012

2011

Ressort für Personal und Kaufmännisches Ressort Ressort für Verkehr Auszubildende Betriebsrentner

314

299

1.641

1.566

55

56

2.010

1.921

2.114

2.194

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Jahresergebnis Im einzelabschluss weist DSW21 einen Jahresüberschuss von 0,8 Mio. € aus, nach 21,0 Mio. € im Vorjahr. Die Veränderung resultiert neben höheren Personalaufwendungen im Wesentlichen aus einmaleffekten, so dass ein Vergleich der Jahresergebnisse nur schwer möglich ist. Nach der entnahme von 4,8 Mio. € aus anderen Gewinnrücklagen beträgt der Bilanzgewinn 5,6 Mio. €. Dieser ist für eine Ausschüttung an die Stadt Dortmund vorgesehen. Im Konzern ergibt sich durch die Konsolidierung der Tochtergesellschaften sowie von assoziierten Beteiligungen ein Konzernverlust in Höhe von 19,0 Mio. €. Hiervon entfällt ein Verlustanteil von 11,3 Mio. € auf DSW21 und ein Anteil von 7,7 Mio. € auf Dritte. Die Veränderung des Konzernergebnisses um -107,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr entfällt mit -23,5 Mio. € auf das Betriebsergebnis, mit -88,0 Mio. € auf das Finanz- und Beteiligungsergebnis und mit 1,1 Mio. € auf den Steueraufwand. Dem steht eine verringerte Gewinnabführung an Dritte von 5,3 Mio. € gegenüber. Die negative entwicklung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses wird im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der RW Holding AG und den an die RWeB ausgeliehenen RWe-Aktien in Höhe von 64,1 Mio. € geprägt (siehe Anhang Seite 106). Die wirtschaftliche entwicklung der wichtigsten Tochtergesellschaften ist auf den Seiten 24 ff. dargestellt. Umsatzerlöse und Erträge Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die umsatzerlöse auf 120,1 Mio. €. Die Verringerung um 16,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf geringere Verkaufserlöse des Grundstücksentwicklungsprojektes PHOeNIX See zurückzuführen. Die erlöse aus Fahrbetrieb erhöhten sich um etwa 5 Prozent. In dieser Position sind die Verbunderlöse mit 85,6 Mio. € sowie die Ausgleichszahlungen für den Ausbildungsverkehr und die Abgeltungszahlungen für die unentgeltliche Beförderung der Schwerbehinderten (16,3 Mio. €) enthalten. Die sonstigen erträge betrugen 25,4 Mio. € und lagen damit deutlich unter denen des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen auf die außerperiodischen effekte im Geschäftsjahr 2011 zurückzuführen. Die sonstigen erträge beinhalten unter anderem Leistungen an Dritte in Höhe von 7,0 Mio. €, Miet- und Grundstückserträge (3,7 Mio. €) sowie erträge aus der Auflösung und Inanspruchnahme von Rückstellungen (3,5 Mio. €).

20

Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Aufwendungen für Material und Fremdleistungen 60,9 Mio. € gegenüber 80,1 Mio. € im Vorjahr. Hierfür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: geringere Grundstücksaufwendungen im Zusammenhang mit den Grundstücksverkäufen aus dem Projekt PHOeNIX See. Gleichzeitig waren höhere Aufwendungen für Fremdleistungen im Verkehrsbereich zu verzeichnen. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 auf 108,2 Mio. €. Die Abweichung ist auf die Veränderung bei den Pensionsrückstellungen (+ 5,4 Mio. €) sowie auf den mitarbeiterbezogenen Aufwand (+ 5,4 Mio. €) infolge der tariflichen entwicklung und eines höheren Personalbestandes zurückzuführen. Bei den Abschreibungen war ein Rückgang um 7,4 Prozent auf 17,9 Mio. € zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant und beliefen sich auf 36,2 Mio. €. Sie beinhalten Fremdaufwand, unter anderem für Dienstleistungen im Konzern wie Datenverarbeitung und Telekommunikation sowie für Werbung/ Kommunikation (12,9 Mio. €), Aufwendungen für Mieten/Pachten und ähnliches (6,9 Mio. €), Beiträge, Rechts- und Beratungskosten (2,2 Mio. €) sowie Abschreibungen auf Forderungen und umlaufvermögen (2,5 Mio. €). Der Steueraufwand erhöhte sich auf 8,6 Mio. €.

Finanzergebnis Die Finanzerträge blieben mit 140,3 Mio. € nahezu konstant. Darin enthalten sind die ergebnisübernahme von DeW21 (40,5 Mio. €), die Ausschüttung der KeB (38,8 Mio. €), der Gewinnanteil der WGW (30,5 Mio. €), weitere Beteiligungserträge (14,8 Mio. €) sowie sonstige Finanzerträge (15,7 Mio. €). Die Finanzaufwendungen (54,1 Mio. €) werden durch den Verlust von Dortmund Airport (18,5 Mio. €) und den Zinsanteil an den Pensions- und sonstigen Personalrückstellungen (17,8 Mio. €) sowie Darlehenszinsen (16,0 Mio. €) geprägt. Letztere fielen unter anderem zur Finanzierung der neuen Stadtbahnwagen, der eigenkapitalanteile an Dortmund Airport, an der WGW und an der KSBG an.


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Investitionen in Sachanlagen DSW21 investierte im Berichtsjahr 18,2 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer deutlichen Zunahme der Investition in eine moderne Verkehrsinfrastruktur. So wurde insbesondere in neue Fahrkartenautomaten (2,2 Mio. €) sowie in die erneuerung von Fahrtreppen in Stadtbahnanlagen (2,9 Mio. €) investiert. Auf der Ost-West-Strecke wurden unter anderem mit dem Bau eines neuen Kehrgleises in Brackel auch die dortigen Haltestellen optimiert. Zudem wurden Investitionen in moderne Stadtbahnwagen, Busse und sonstige Fahrzeuge in Höhe von 7,1 Mio. € getätigt.

2012

2011

t€

T€

Fahrzeuge

7.052

7.949

Verkehrsinfrastruktur

7.932

871

Baumaßnahmen

922

2.882

Datenverarbeitung

103

173

1.568

673

Grundstücke und

Betriebsausrüstung Immaterielle Wirtschaftsgüter

394

788

Verwaltung

278

1.019

18.249

14.355

31.12.2012

31.12.2011

mio. €

Mio. €

1.332

1.317

313

291

1.645

1.608

eigenkapital

643

647

Pensionsrückstellungen

345

342

Kreditinstitute

415

403

Sonstige Verbindlichkeiten

242

216

1.645

1.608

Mit den Investitionen wurden 4,2 Mio. € Zuschüsse Dritter verrechnet.

Bilanz Im Jahresabschluss 2012 weist DSW21 eine Bilanzsumme von 1.645 Mio. € auf. Dies sind 37 Mio. € mehr als zum Vorjahresstichtag. Die Veränderung der Aktiva resultiert aus der Steigerung des Finanzanlagevermögens durch die erhöhung des Beteiligungsbuchwertes an der WGW (11,5 Mio. €), die Investition in Wertpapiere des Anlagevermögens (16,0 Mio. €) sowie im umlaufvermögen aus einem Anstieg der Forderungen gegen verbundene unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände. Dem stehen die Abnahme des Sachanlagevermögens, insbesondere durch Abschreibung von technischen Anlagen und Maschinen, sowie die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens (10,0 Mio. €) gegenüber. Die Veränderung der Passiva ergibt sich aufgrund der erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Aufnahme kurzfristiger Betriebsmittelkredite bei gleichzeitiger erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten im Konzern. Die Quote der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieb mit 25,2 Prozent annähernd konstant.

Aktiva Sach- und Finanzanlagen umlaufvermögen/Sonstiges Passiva

Verbindlichkeiten

Die Bilanzsumme im Konzern ist mit rund 4,0 Mrd. € unverändert. Das eigenkapital im Konzern hat sich um 46,8 Mio. € verringert und macht 36,9 Prozent der Bilanzsumme aus.

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Kapitalflussrechnung Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 43,3 Mio. €. Diese wichtigste Finanzierungsquelle erhöhte sich deutlich um 14,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert und spiegelt damit nicht die negative ergebnisentwicklung wider. Die erhöhung resultiert neben der positiven Veränderung der langfristigen Rückstellungen auch aus einer Zunahme der Verbindlichkeiten. Gleichzeitig nahmen die Forderungen ebenfalls zu. Im vergangenen Geschäftsjahr sind aus der Investitionstätigkeit 29,2 Mio. € abgeflossen. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet in der Position Auszahlungen Investitionen in Sachanlagen, in immaterielle Vermögensgegenstände und in geringwertige Wirtschaftsgüter (18,2 Mio. €), die Veränderung des Beteiligungsbuchwertes an der WGW (11,5 Mio. €), die Wiederanlage der Ausschüttungen aus Wertpapierspezialfonds (6,0 Mio. €) sowie den Kauf von Wertpapieren (40,0 Mio. €). In den einzahlungen sind der Verkauf von Wertpapieren (30,0 Mio. €) und Schuldscheindarlehen (10,0 Mio. €), Zuschüsse für getätigte Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie Sachanlagenabgänge enthalten.

Der Finanzmittelbestand am ende des Geschäftsjahres erhöhte sich Stichtagsbezogen auf 4,3 Mio. €. Die Kapitalflussrechnung im Konzern ist auf S. 98 wiedergegeben. einem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 145,5 Mio. € stehen ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 116,0 Mio. € sowie ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 36,3 Mio. € gegenüber. Im Saldo ergab sich eine Verringerung des Finanzmittelfonds um 6,8 Mio. €.

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2011

mio. €

Mio. €

1. cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

43,3

28,7

Jahresüberschuss

0,8

21,0 19,4

Abschreibungen

17,9

Veränderung langfristiger Rückstellungen

12,6

-0,3

Übrige Veränderungen

12,0

-11,4

2. cash-flow aus investitionstätigkeit

-29,2

-95,0

einzahlungen

47,2

14,7

Auszahlungen

-76,4

-109,7

-10,9

66,4

einzahlungen

2,2

145,8

Auszahlungen

-13,1

-79,4

3,2

0,1

1,1

1,0

4,3

1,1

3. cash-flow aus finanzierungstätigkeit

zahlungswirksame veränderungen Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen in 2012 10,9 Mio. € ab. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert dabei im Wesentlichen aus Darlehensaufnahmen (1,3 Mio. €) sowie aus der Kapitalerhöhung durch die Stadt Dortmund (0,9 Mio. €). Der Mittelabfluss beinhaltete die Tilgung von Darlehen (7,5 Mio. €) sowie die Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2011 von DSW21 an die Stadt Dortmund in Höhe von 5,6 Mio. €.

2012

finanzmittelbestand am ende der Periode


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Eigenkapitalentwicklung Das eigenkapital verringerte sich infolge des im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Bilanzgewinns um 3,9 Mio. € auf 643,0 Mio. €. Dem Jahresüberschuss von 0,8 Mio. € und der Kapitaleinlage der Stadt Dortmund von 0,9 Mio. € steht die Ausschüttung in Höhe von 5,6 Mio. € gegenüber. Bedingt durch die Verringerung des eigenkapitals und den Anstieg der Bilanzsumme verringert sich die eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2012 auf 39,1 Prozent gegenüber 40,2 Prozent im Vorjahr. Die entwicklung des Konzerneigenkapitals ist auf S. 99 dargestellt. Vom Konzerneigenkapital entfallen auf die Stadt Dortmund als Alleinaktionär von DSW21 1.113,4 Mio. € und auf Dritte 340,1 Mio. €.

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Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht Geschäftsfelder

Mobilität und Logistik

Energie und Wasser

Lebensräume

Datennetze

ÖPNV Dortmund Hafen Dortmund Airport H-BAHN21 eDG

DeW21 KeB / RWeB WGW KSBG Stadtwerke Schwerte

DOGeWO21 PHOeNIX See Hohenbuschei Stadtkrone Ost Westfalentor 1

DOKOM21 rku.it Lokalfunk Dortmund

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Seite Das »Kallitaq« ist eine modulare Wohneinheit, die auf Mobilität und längerfristiges nomadisches Leben unter arktischen Bedingungen ausgerichtet ist. In Dortmund wurde es in der Ausstellung »Arctic Perspective« präsentiert, die die Entwicklung einer mobilen Wohnund Arbeitsstation im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojektes dokumentierte. 24


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

Mobilität und Logistik

Ă–PNV Dortmund Hafen Dortmund Airport H-BAHN21 EDG 25


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Seite Für die Performance »In Begleitung« erarbeitete der Künstler Jens Heitjohann mit zwölf Dortmunderinnen und Dortmundern ihre persönliche Adaption des »stillen Stücks« von John Cage. Die Besucher der Ausstellung waren eingeladen, einem der Begleiter an einen ausgewählten Ort im öffentlichen Raum zu folgen und dort einer Version von 4’33” zu lauschen.

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Seite “Can you beat out the sky, hard as a metal mirror?” lautet der Titel dieser Auftragsarbeit des Medienkünstlers Thomas Köner für die ISEA2010 RUHR, in der er sich mit den atmosphärischen Besonderheiten des Dortmunder Stadtraums auseinandersetzt.

29

Seite In ihrem GPS-Workshop nutzte die österreichische Künstlerin Evamaria Trischak 2008 das geographische Kartensystem für eine neue Art der Stadterfahrung – der Stadtraum Dortmunds wurde zum Expeditionsziel, zum Vermessungsgegenstand, zum Spielplatz und zur abstrakten Matrix. 26


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

Ă–PnV 27


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht Geschäftsfeld „Öffentlicher Personennahverkehr“ Auch in 2012 stiegen deutschlandweit die Fahrgastzahlen und Einnahmen im Öffentlichen Personennahverkehr an. 9,8 Mrd. Kunden bedeuten eine Steigerung von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Fahrgeldeinnahmen stiegen im gleichen Zeitraum um vier Prozent auf 10,7 Mrd. €. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erbrachten die Verkehrsunternehmen im Berichtsjahr 1,1 Mrd. Fahrten und damit 27 Mio. Fahrten mehr als 2011. Mit dieser Steigerung um 2,4 Prozent liegt der VRR über dem oben genannten Bundesdurchschnitt von 0,9 Prozent. Dies bedeutete bei den Einnahmen einen Zuwachs um 39,5 Mio. € oder 3,8 Prozent auf 1,1 Mrd. €. Die Zahl der verkauften AbonnementTickets stieg um 28.200 (2,2 Prozent) auf 1,286 Mio. Somit besitzt etwa jeder sechste der 7,8 Millionen Einwohner des Verbundraums ein Abonnement-Ticket des VRR. Gut acht von zehn Fahrten werden mit einem solchen absolviert. In 2012 lag das rechnerische Fahrgastaufkommen von DSW21 bei annähernd 135 Mio. Fahrgästen und damit leicht über dem des Vorjahres. Ausschlaggebend für die Steigerung war im Wesentlichen die Veränderung im Bereich des Schüler- und Ausbildungsverkehrs, die auf steigende Studentenzahlen zurückzuführen ist. Zum 31. Dezember 2012 nutzten 113.316 Abonnenten das umweltfreundliche Mobilitätsangebot von DSW21, etwas weniger als 2011. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der Rückgang bei dem »Dortmunder SozialTicket« mit 6.408 (im Vorjahr 6.834) Kunden. Zum 1. Januar 2013 wurde das Dortmunder SozialTicket durch die Einführung des VRR-weiten SozialTickets (»Mein Ticket«) zu einem Preis von 29,90 €/Monat abgelöst. Eine verlässliche Aussage über die Entwicklung von »Mein Ticket«, z.B. hinsichtlich von Verschiebungen innerhalb des Ticketsortiments oder Mindereinnahmen, ist noch nicht möglich.

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Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

Der Fehlbetrag für das Betriebsergebnis im Verkehrsbereich liegt im Geschäftsjahr 2012 bei 63,1 Mio. €, im Vorjahr lag er bei 61,2 Mio. €. Obwohl die Verkehrserlöse u.a. infolge der Erhöhung der Fahrpreise im VRR-Raum um gut fünf Prozent stiegen, konnten dennoch damit nicht die gestiegenen Personal-, Energie- und Instandhaltungsaufwendungen aufgefangen werden. Der Aufwandsdeckungsgrad lag dabei bei annähernd 65 Prozent. In 2012 wurden sechs umweltfreundliche Hybridbusse in Dienst gestellt. Zusätzlich investierte DSW21 mit der Beschaffung von weiteren sechs Niederflur-Solowagen und einem Niederflur-Gelenkwagen in einen modernen und umweltfreundlichen Fuhrpark. Neben Videoschutzeinrichtung, Klimaanlage und Klapprampe verfügen diese Fahrzeuge über eine größere Multifunktionsfläche. DSW21 stellt sich damit den Herausforderungen des demografischen Wandels und dem steigenden Anteil mobilitätseingeschränkter Fahrgäste. Durch den Einsatz der neuen Busse hat DSW21 kein Fahrzeug mehr im Bestand, das mit einer »Roten Plakette« gekennzeichnet ist. DSW21 trägt damit der zum 1. Januar 2012 eingeführten ruhrgebietsweiten Umweltzone Rechnung. In 2013 wird der Fuhrpark durch weitere 12 Niederflur-Gelenkwagen erneuert.

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Seite Im Prolog-Raum der Ausstellung »Arctic Perspective« waren Obertongesänge von Alacie Tullaugaq und Lucy Amarualik zu hören, zwei Frauen aus Nunavik in Nord-Quebec, die zu den besten Sängerinnen des traditionellen Inuit-Obertongesangs gehören. U-Boot-Modelle im Raum verweisen auf das bis heute andauernde Ringen um nationale Besitzansprüche am arktischen Territorium.

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Seite Der »Turm des öffentlichen Wissens« überragte eine Installation von Daniel G. Andújar / Technologies to the People, die Fragen des Zugangs zu Information und Wissen thematisierte. Andújar stellte den Besuchern der Ausstellung »Anna Kournikova Deleted by Memeright Trusted System« sein Postcapital-Archiv, das unter anderem Material zur Urheberrechts-Debatte beinhaltet, zum freien Ausdrucken, Kopieren und Abspeichern zur Verfügung.

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Seite Der Ausstellungsraum als Seismometer – Das Projekt »Rotes Rauschen« der Künstlerin Kerstin Ergenzinger erforscht das Zusammenspiel von Material und Bewegung im Raum. »Rotes Rauschen« entstand 2011 im Zuge des Stipendiums für Medienkünstlerinnen, das der Hartware MedienKunstVerein seit 2004 betreut. 30


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

dortmund hafen 31


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht Dortmund Hafen An Dortmund Hafen ist DSW21 mit 98,33 Prozent beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft ist der Bau und Betrieb von Häfen und Eisenbahnen und die Wahrnehmung aller mit dem Betrieb und der Verwaltung von Häfen und Eisenbahnen zusammenhängenden Geschäfte. Dortmund Hafen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 ein Jahresergebnis von 1.180 T€. Dieses wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an DSW21 abgeführt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 2.363 Tausend Tonnen Güter am Dortmunder Hafen umgeschlagen. Der Rückgang um annähernd sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der revisionsbedingten Sperrung der Schleuse Henrichenburg im Herbst 2012. Größter Einzelposten war wie in den Vorjahren der Umschlag von Containern. Der Umschlag der erlösrelevanten Ladeeinheiten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um über zwei Prozent. Dortmund Hafen verwaltet im Hafengebiet neben eigenen Grundstücken auch Flächen der Stadt Dortmund sowie der DE Infrastruktur. Daraus, aus Einnahmen aus dem Hafenbetrieb sowie aus sonstigen Leistungen ergaben sich wie im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 3,6 Mio. €. Von der Gesamtfläche von 143 Hektar sind 135 Hektar verpachtet. Am Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft einschließlich Vorstand 14 Mitarbeiter.

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Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

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Seite Eine Wandkarte verdeutlichte in der Ausstellung »Arctic Perspective« den Wandel der Arktis von einem einsamen und leeren Ort hin zu einer Landschaft, die dramatischen ökologischen Veränderungen und massiven kulturellen, politischen und ökonomischen Veränderungen unterworfen ist.

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Seite Die Arktis aus der Vogelperspektive: Das Projekt »Arctic Sensing Landscape« zeigte in der Ausstellung »Arctic Perspective« Luftaufnahmen eines in Slowenien entwickelten unbemannten Flugobjekts, das im Rahmen der Recherchen der Arctic Perspektive Initiative (API) Erkundungsflüge über den Orten Igloolik und Ikpik ausführte.

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Seite Eine Sammlung von Flaggen der autonomen und semi-autonomen Regionen der Arktis hing in der Ausstellung »Arctic Perspective« von der Decke der Dortmunder PHOENIX Halle, um die Vielzahl der Partner und lokalen Bewohner und ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen anzudeuten. 34


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

dortmund airport 35


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht Dortmund Airport An Dortmund Airport ist DSW21 mit 74 Prozent beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist der Ausbau und Betrieb des Verkehrsflughafens Dortmund. Mit DSW21 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. DSW21 glich im Berichtsjahr einen Fehlbetrag in Höhe von 18,5 Mio. € aus. Der Fehlbetrag des Vorjahres belief sich auf 19,5 Mio. €. Wie in 2011 erreichte Dortmund Airport auch in 2012 einen Anstieg der Passagierzahlen um über vier Prozent. In 30.518 Flügen stieg die Anzahl der Passagiere gegenüber dem Vorjahr um über 80.000 auf 1.902.747. Mit mehr als 900.000 Passagieren und einer Steigerung von 16 Prozent trug WIZZ Air mit dem Schwerpunkt zu Zielen in Mittel- und Osteuropa zu diesem Wachstum der Passagierzahlen bei. Beliebtestes Flugziel war wie im Vorjahr Palma de Mallorca mit 289.495 Passagieren und damit 13.618 Passagieren mehr als im Vorjahr. Danach folgten Kattowitz, München und London-Luton. Trotz des Rückzuges von airberlin und easyJet seit dem Winterflugplan 2012/2013 geht Dortmund Airport von stabilen Passagierzahlen für 2013 aus. Ausschlaggebend hierfür sind die Expansion der WIZZ Air sowie die ab März 2013 startenden Fluggesellschaften Ryanair und Vueling mit insgesamt acht Zielen. Dortmund Airport beschäftigte zum 31. Dezember 2012 einschließlich der Tochtergesellschaft Flughafen Dortmund Handling GmbH 376 Mitarbeiter. Am Vorjahresstichtag waren es 372.

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Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

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Seite Im Eingangsbereich der Ausstellung »Gone to Croatan – Strategien des Verschwindens« wurden die Besucher von sentimentalen Klängen begrüßt: Das musikalische Thema aus dem Film »Picknick am Valentinstag«, in dem drei Schülerinnen auf mysteriöse Weise bei einem Ausflug verschwinden, wurde durch Adam Witkowskis Klanginstallation »CroaTON W160 al« zum Leitmotiv der Ausstellung.

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Seite Anlässlich des 100. Geburtstages von John Cage und des 60. Jahrestages der Uraufführung seines berühmten »stillen Stücks« zeigte der HMKV in der Ausstellung »Sounds Like Silence« zeitgenössische künstlerische Arbeiten, die sich mit dem Stück 4’33’’ und allgemein mit dem Thema Stille auseinandersetzen.

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Seite Der Schein einer Straßenlaterne bei Nacht und das Licht des Mondes – mit dem Motiv seiner Fotografie »Für Magritte« nimmt der polnische Künstler Adam Witkowski Bezug auf das Spätwerk des belgischen Surrealisten. Die Arbeit war 2011 in der Ausstellung »Gone to Croatan – Strategien des Verschwindens« im Dortmunder U zu sehen. 38


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

h-bahn21 39


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht H-BAHN21 An H-BAHN21 ist DSW21 mit 100 Prozent beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb einer vollautomatischen Kabinenbahn (H-Bahn) im Bereich der Universität Dortmund mit Leistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. DSW21 glich im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 195 T€ aus. Für 2011 waren es 173 T€. Am Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 12 hauptamtliche und einen nebenamtlichen Mitarbeiter. Im Mai 2012 wurde ein Fahrzeug bei einem Unfall durch Fremdeinwirkung erheblich beschädigt. Es ist davon auszugehen, dass dieses Fahrzeug frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder zur Verfügung steht. Damit der neue Bahnsteig an der stark frequentierten Haltestelle Campus Süd genutzt werden kann, wird seit Beginn des Wintersemesters 2012 die Verbindung Universität S – Technologiezentrum zeitweise im Ersatzverkehr bedient.

40


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht

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Seite Der Fluss der Zeit – »rheo: 5 horizons« ist eine Installation von Ryoichi Kurokawa, in der Szenen unberührter Naturlandschaften mit fluiden, digital generierten Bildern und Tönen verschmelzen. Eine Arbeit, die Klänge sichtbar und Bilder hörbar macht – zu sehen war sie im Rahmen des Japan Media Arts Festival, das 2011 in Dortmund zu Gast war.

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Energie und Wasser

DEW21 KEB RWEB WGW KSBG Stadtwerke Schwerte


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Seite Licht ist das Thema der Installation »days and nights« von Houxo Que und Norimichi Hirakawa: Auf großformatige, fluoreszierende Wandbilder aus Rosen, Azaleen und Hortensien werden computerprogrammierte Pixellandschaften projiziert. Diese experimentelle Verbindung von Malerei und audiovisuellen Environments wurde 2011 im Rahmen des Japan Media Arts Festival im Dortmunder U gezeigt.

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Seite Fluoreszierende Punkte und Linien schwirren in der Dunkelheit rhythmisch auf und ab und lassen flüchtige dreidimensionale Formen erkennen: »restriction sight«, eine Installation des japanischen Künstlers Yasuaki Onishi.

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Seite Mit einfachsten Materialien schafft Yasuaki Onishi eine effektvolle Installation, die die Vorstellungskraft des Besuchers anregt und auf das Unsichtbare im Sichtbaren verweist. »restriction sight« war 2011 im Rahmen des Japan Media Arts Festival erstmals in Europa zu sehen. 44


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht

DEW21 45


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht DEW21 DSW21 hält 53 Prozent der Geschäftsanteile, weitere 47 Prozent hält die RWE Deutschland AG. Zwischen DSW21 und DEW21 besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Im Berichtsjahr war DSW21 inklusive der Steuerumlagen mit 40,5 Mio. € am wirtschaftlichen Erfolg von DEW21 beteiligt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat DEW21 im Berichtsjahr mit 68,0 Mio. € ein gutes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt. Es lag um 5,1 Prozent niedriger als 2011, aber über dem Planwert. Nach Abzug der Ertragsteuern (26,1 Mio. €) und der Dividendenansprüche von RWE (15,3 Mio. €) wurden 17,2 Mio. € an DSW21 abgeführt. Aufgrund einer handelsrechtlichen Ausschüttungssperre wurden 8,3 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Cash-Flow von 79,1 Mio. € erzielt. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 7,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 89,7 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 16,1 Mio. € auf 990,7 Mio. €. Weiterhin hohe Investitionen in Sachanlagen sowie Ausleihungen durch Gesellschafterdarlehen im Finanzanlagebereich und die Erhöhung bei den Beteiligungen bewirkten im Saldo eine Erhöhung des langfristigen Vermögens um 18,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Das kurz- und mittelfristige Vermögen sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der liquiden Mittel zurückzuführen. Das mittel- und langfristige Fremdkapital hingegen erhöhte sich um 35,1 Mio. € durch die Veränderung der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 135,9 Mio. € und beliefen sich auf 1.033,0 Mio. €. Entsprechend zu den Absatzsteigerungen bei Strom und Erdgas stiegen die Erlöse dieser Sparten, die annähernd dreiviertel der Gesamterlöse ausmachen, deutlich. Während bei Strom ein Absatzplus bei Geschäftskunden und in Handelsgeschäften zu verzeichnen war, stieg die Absatzmenge Erdgas aufgrund temperaturbedingter Mehrlieferungen an Privatkunden. Die Aufwendungen für 46


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht

Material, bezogene Leistungen und sonstige Aufwendungen stiegen aufgrund höherer Bezugsmengen für Energie um 155,4 Mio. €. Die Personalaufwendungen stiegen um 20,2 Mio. €, im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für Altersversorgung sowie einer Rückstellungszuführung in Höhe von 8,0 Mio. € im Rahmen des Exzellenzprogrammes. Die gesamten Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 35,7 Mio. €. Davon entfielen 28,7 Mio. € auf die Erweiterung und Verbesserung der Netzinfrastruktur. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 10,1 Mio. € oder 22,1 Prozent. Ein Schwerpunkt der Investitionen war im Wasserbereich der Bau des Trinkwasserbehälters in Höchsten mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 4,5 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2012 sank die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 23 auf 1.024. Zum Jahresende befanden sich 73 Auszubildende in einer Berufsausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich.

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Seite In Klangkunst baden – »Wet Sounds«, ein Projekt des Londoner Künstlers Joel Cahen, verwandelte das Werksschwimmbad der Kokerei Zollverein in eine Unterwassergalerie. Eine Performance im Rahmen der ISEA2010 RUHR, kuratiert von Dr. Andreas Broeckmann und Stefan Riekeles.

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Seite »Nucleus« heißt die rotierende Lichtskulptur des lettischen Künstlers Krists Pudzens. Ihre Form reagiert in Echtzeit auf Meldungen und Kommentare aus dem Internet und visualisiert so aktuelle gesellschaftliche Tendenzen. Sie wurde im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte in der Ausstellung »Elektronische Atmosphären« der ISEA2010 RUHR gezeigt.

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Seite Voldemars Johansons‘ Wasserinstallation »Aero Torrents« erzeugt durch akustische Vibrationen eine Wellenskulptur: basierend auf meteorologischen Daten schwerer Stürme wird aus dem Zusammenspiel von Luft, Wasser und Schall ein chaotisches Ökosystem simuliert. Die Arbeit war 2008 in der HMKV-Ausstellung »Waves – The Art of the Electromagnetic Society« in der PHOENIX Halle Dortmund zu sehen. 48


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht

KEb | rWEb | WgW 49


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht KEB/RWEB Unternehmerischer Gegenstand der KEB Holding AG (KEB) sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen auf dem Energiesektor, insbesondere an der RWE AG. DSW21 hält 65,12 Prozent der Anteile an der KEB. Der für das Geschäftsjahr 2011/2012 an DSW21 anteilig ausgeschüttete Gewinn betrug 38,8 Mio. €, gegenüber 44,9 Mio. € im Vorjahr. Zurückzuführen ist dieser Rückgang auf eine niedrigere Ausschüttung durch RWE bei einer gleichzeitig niedrigeren Thesaurierung zur Schuldentilgung im Rahmen der KEB. Aus dem Geschäftsjahr 2010 wurden in 2011 durch RWE 3,50 € je Aktie ausgeschüttet. In 2012 aus dem Geschäftsjahr 2011 nur noch 2,00 € je Aktie. Die zukünftige Ertragslage ist nahezu ausschließlich von der RWE-Dividende geprägt. Aus dem Jahresergebnis 2012 schüttet RWE 2,00 € je Aktie in 2013 aus. DSW21 ist über eine Wertpapierleihe von 314.779 RWE-Aktien an der RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH Co. KG (RWEB) beteiligt und hält selbst 5.840 Aktien. Für diese Aktien wurden Erträge in Höhe von 0,6 Mio. € vereinnahmt. Direkt bzw. indirekt über KEB und RWEB entfallen etwa 22,7 Mio. Aktien auf DSW21. Das sind rund 3,7 Prozent des Aktienkapitals bezogen auf die Gesamtanzahl von 614,7 Mio. RWE-Aktien. Das RWE-Geschäftsjahr 2012 war durch niedrigere Investitionen im Vergleich zum Vorjahr und den Verkauf von Unternehmensteilen geprägt. Hinzu kommen hohe außerplanmäßige Abschreibungen im niederländischen Stromerzeugungsgeschäft. Insgesamt wurde ein betriebliches Ergebnis von 6.416 Mio. € erzielt. Das nachhaltige Nettoergebnis als Bezugsgröße für die Höhe der Ausschüttung erreichte mit 2.457 Mio. € Vorjahresniveau. Bei einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent wurden 1.229 Mio. € ausgeschüttet. Werden die Jahresschlusskurse der Stammund Vorzugsaktien zugrunde gelegt, resultiert daraus eine Dividendenrendite von 6,4 bzw. 7,0 Prozent. Der Verschuldungsfaktor – das Verhältnis der Nettoschulden zum EBITDA – lag unverändert bei 3,5. Für 2013 geht RWE von einem Nettoergebnis auf dem Niveau von 2012 aus. Die daraus resultierende Ausschüttungsquote führt voraussichtlich zu einer Dividende in der Größenordnung der Vorjahre. 50


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht WGW Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen auf dem Wasser- und Energiesektor – insbesondere an der GELSENWASSER AG – sowie das Führen eines eigenen Betriebs auf diesem Gebiet. Die Stadtwerke Bochum Holding GmbH und DSW21 halten jeweils 50 Prozent der Kommanditanteile an der Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG (Holding KG). Die Holding KG hält sämtliche Anteile an der Wasser und Gas Westfalen GmbH (WGW). Zwischen der Holding KG und der WGW besteht ein Gewinnabführungsund Beherrschungsvertrag. Die WGW hält zum 31. Dezember 2012 unverändert einen Anteil von 92,93 Prozent an der GELSENWASSER AG. Zwischen der WGW und der GELSENWASSER AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Es sind zwei nebenamtliche Geschäftsführer bestellt. Von dem durch die Holding KG an die Kommanditisten ausgeschütteten Gewinn in Höhe von 60,5 Mio. € entfällt ein Anteil von 30,5 Mio. € auf DSW21. Die zukünftige Ertragslage ist von der Ergebnissituation der GELSENWASSER AG geprägt. Die Umsatzerlöse der GELSENWASSER AG erhöhten sich im Berichtsjahr um insgesamt 183,7 Mio. € auf 936,8 Mio. €. Dem Anstieg der Umsatzerlöse, resultierend im Wesentlichen aus dem Gasverkauf, standen überproportional gestiegene Bezugskosten gegenüber. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 1,8 Mio. € auf 98,0 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 85,2 Mio. €. Davon werden 81,2 Mio. € an die WGW abgeführt. Die Bilanzsumme der GELSENWASSER AG stieg im Geschäftsjahr 2012 um 2,9 Prozent auf 831,0 Mio. €. Das Eigenkapital stieg um 4,0 Mio. € auf 341,6 Mio. €. GELSENWASSER und der WGW wurde im August 2012 wie auch im Vorjahr ein Rating von A- erteilt. Die Stabilität des GELSENWASSERCash-Flows und die konsequente Entschuldung der WGW haben entscheidend zu der guten Einstufung beigetragen.

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Seite Unter dem Titel »DotOilDot« wurde der HMKV im Dortmunder U 2011-2012 vom Künstlerduo UBERMORGEN.COM zu einer unkonventionellen Ölraffinerie umfunktioniert.

54

Seite Wie auf einem Baustellenschild auf der Brache vor dem Dortmunder U angekündigt wurde, sollte dort ein Förderturm errichtet werden. Das geförderte »U-OIL« sollte anschließend per Pipeline über die Kunstvertikale direkt in den Ausstellungsraum geleitet werden.

55

Seite Das Projekt »DotOilDot« war Teil der von Inke Arns kuratierten Ausstellung »The Oil Show«, in der internationale künstlerische Arbeiten gezeigt wurden, die sich mit unserer Abhängigkeit vom Rohstoff Öl befassten.

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LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht

Ksbg 53


LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht KSBG DSW21 ist gemeinsam mit sechs weiteren Gesellschaftern mittelbar mit 51 Prozent an der STEAG GmbH beteiligt, dem zurzeit fünftgrößten deutschen Stromerzeuger. Die jeweiligen Anteile sind in der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG (KSBG) gebündelt, die Mehrheitsgesellschafterin ist. Ebenso wie DSW21 ist DEW21 mit 18 Prozent der Anteile an der KSBG beteiligt. Geschäftsfelder der STEAG sind die Planung, der Bau und der Betrieb von Kraftwerken. Die STEAG soll weiter im Energiemarkt etabliert und der Bereich der erneuerbaren Energien nachhaltig gestärkt werden. Darüber hinaus verfolgen die beteiligten Stadtwerke das Ziel, die Fernwärme als wichtigen Eckpfeiler einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung zu sichern und auszubauen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die inländischen Kraftwerke in 2012 leicht höher ausgelastet und somit weiterhin rentabel. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen, insbesondere durch den Einspeisevorrang der erneuerbaren Energien, für Kohlekraftwerke generell in den letzten 12 Monaten deutlich verschlechtert. Daraus resultiert ein erheblicher Kostendruck, der sich in den kommenden Jahren verschärfen wird, zumal auch die Vollauktionierung der CO2Zertifikate ansteht. Dass thermische Kraftwerke für die Versorgungssicherheit und auch für die Energiewende gebraucht werden, bestätigen unterschiedliche veröffentlichte Studien. Die inländischen Kraftwerke der STEAG sollen möglichst lange in Betrieb bleiben. Parallel werden Vorkehrungen getroffen, um im Rahmen der Neuausrichtung auch neue Geschäftsaktivitäten auszubauen. Aus Sicht der beteiligten Stadtwerke ergeben sich Zukunftschancen insbesondere aus: • einem zukünftig verstärkten Ausbau der regenerativen Energien – auch im Ausland seitens der STEAG, • der Schaffung der Rahmenbedingungen der vom Land NordrheinWestfalen unterstützten Verknüpfung der »Fernwärmeschienen Rhein und Ruhr«,

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LagEbEricht DEs VorstanDEs unD KonzErnLagEbEricht

• der Unterstützung der kommunalen Stadtwerke bei der Entwicklung einer für die nächsten Jahrzehnte notwendigen dezentralen kommunalen Erzeugungsstruktur, • der weiteren Ermittlung zusätzlicher Synergiepotenziale zwischen den an der STEAG beteiligten kommunalen Stadtwerken. Die nationalen Entwicklungen zeigen aber auch, dass die Anzahl renditestarker Zukunftsprojekte im Inland unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen limitiert ist. Wachstumschancen werden u. a. im Bereich der Windenergie und hier insbesondere in Südosteuropa sowie der Türkei gesehen. Somit soll langfristig die Abhängigkeit des STEAG-Konzerns von der Kohleverstromung gesenkt werden und der ökologische Umbau der STEAG kontinuierlich fortschreiten.

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages hat STEAG in 2012 insgesamt 110,0 Mio. € an die KSBG abgeführt. Die KSBG hat nach Abzug von Finanzierungskosten, Garantiedividenden an die Evonik Industries AG und Steuern 2012 einen Jahresüberschuss von 57,6 Mio. € erzielt. Im Rahmen der Gewinnverteilung 2012 wurden 25,0 Mio. € an die KSBG-Gesellschafter ausgeschüttet. Hiervon entfällt auf DSW21 ein Anteil in Höhe von 4,5 Mio. € zuzüglich Steuerumlagen für Vorjahre von 0,5 Mio. €. Die von der Geschäftsführung der KSBG für den Zeitraum bis 2017 vorgelegte Mittelfristplanung untermauert die ursprünglichen Ausschüttungserwartungen.

Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen aufgrund gesunkener Kohlemengen wie auch -preise um 289 Mio. € auf 2,8 Mrd. € gesunken. Das Ergebnis nach Steuern konnte deutlich auf 185 Mio. € gesteigert werden.

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Seite In dem Projekt »Covergirl: Wespenakte« beschäftigen sich die Künstlerinnen Tina Bara und Alba D’Urbano mit von der Stasi beschlagnahmten Fotografien, die einen bemerkenswerten Wandel durchlaufen haben: vom privaten Erinnerungsfoto zum Beweismaterial der Staatssicherheit bis hin zum Kunstgegenstand. Die Arbeit war 2010 Teil der Ausstellung »Agents & Provocateurs« im Dortmunder U.

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Lebensr채ume

DOGEWO21 PHOENIX See Hohenbuschei Stadtkrone Ost Westfalentor 1 57


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Seite »Unexpected Rules« von Frédéric Moser & Philippe Schwinger entführt den Betrachter in ein Kammerspiel im Weißen Haus: Sieben Schauspieler führen die »Clinton-Lewinsky-Affäre« auf – eine von zahlreichen Reinszenierungen historischer Ereignisse, die 2007 in der Ausstellung »History will repeat itself« im HMKV gezeigt wurden.

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Seite Grime, Cosplay und Bling Bling: In der großen interaktiven Ausstellung »inter-cool 3.0« zeigten über 70 renommierte Medienkünstler und debütierende Jugendliche globale und lokale Bild- und Medienwelten von jungen Erwachsenen im Dortmunder U.

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Seite Im Sommer 2011 war die Ausstellung »Gone to Croatan - Strategien des Verschwindens« der polnischen Kuratoren Daniel Muzyczuk und Robert Rumas zu Gast beim HMKV im Dortmunder U. Unter anderem war dort »Der geringste Widerstand« zu sehen, die erste gemeinsame Filmarbeit des renommierten Künstlerduos Fischli/Weiss. 58


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DOGEWO21 59


LaGEbEricht DEs VOrstanDEs unD KOnzErnLaGEbEricht DOGEWO21 DSW21 ist mit 90 Prozent an DOGEWO21 beteiligt. DOGEWO21 errichtet, betreut, bewirtschaftet und verwaltet Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen. Für das Geschäftsjahr 2012 weist DOGEWO21 wie im Vorjahr einen Jahresüberschuss von 2,4 Mio. € aus. Nach der Einstellung in satzungsmäßige Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 2,1 Mio. €. Bei einer Durchschnittsmiete von 4,83 €/m2 Wohnfläche betrugen die Sollmieten im Berichtsjahr 61,7 Mio. €, die Erlösminderungen 1,9 Mio. €. DOGEWO21 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 30,6 Mio. € in die Erhaltung und Verbesserung des Wohnungsbestandes investiert. Der Bestand an Wohnungen und sonstigen Vermietungseinheiten hat sich im Geschäftsjahr 2012 durch Zukauf, Neubau sowie Veräußerung nur geringfügig verändert. Zum 31. Dezember 2012 befanden sich 16.146 Mietwohnungen sowie 2.757 sonstige Vermietungseinheiten im Bestand. Bei einem marktbedingten Leerstand von 0,72 Prozent wurde annähernde Vollvermietung erreicht. Im Januar 2013 hat DOGEWO21 sechs Mehrfamilienhäuser mit 65 Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten in der nördlichen Dortmunder Innenstadt und in Dortmund-Eving erworben. Bei diesen Häusern handelt es sich um sogenannte Problemimmobilien, die durch DOGEWO21 erst durch Sanierung in einen vermietungsfähigen Zustand gebracht werden müssen. Zusätzlich wurden im Februar 2013 weitere 10 Mehrfamilienhäuser mit 77 Wohneinheiten gekauft. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft 142 Mitarbeiter, darunter sechs Auszubildende.

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Seite »Copyright Slavery«, ein Musikvideo der deutschsprachigen Band »Der Plan«, war Teil einer von Inke Arns und Francis Hunger kuratierten Ausstellung, die sich 2008 unter dem Titel »Anna Kournikova deleted by Memeright Trusted System« mit Kunst und Arbeit im Zeitalter des ‚Geistigen Eigentums‘ befasste.

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Seite Die serbische Künstlerin Tanja Ostojic war mit ihrem Projekt »Suche Ehemann mit EU Pass« in der Ausstellung »Agents & Provocateurs« präsent. In einer zum Kunstprojekt deklarierten aufsehenerregenden Aktion hatte sie mit Hilfe einer Heiratsannonce ihr Land verlassen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Heirat für Frauen außerhalb der EU oft das einzige Mittel der gesellschaftlichen Mobilität ist.

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Seite Ausgezeichnet: Die HMKV-Ausstellung »Sounds Like Silence« (2012-2013), die sich anlässlich des Cage-Jahres 2012 mit der Stille in der zeitgenössischen Kunst befasste, wurde von der deutschen Sektion des internationalen Kunstkritikerverbands AICA zur «Besonderen Ausstellung 2012« gekürt. 62


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LaGEbEricht DEs VOrstanDEs unD KOnzErnLaGEbEricht PHOENIX See Alleiniger Gesellschafter ist DSW21. Die PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft wurde von DSW21 mit der Entwicklung und Vermarktung der Grundstücksflächen PHOENIX See beauftragt. Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Mitarbeiter. Es sind drei Geschäftsführer bestellt. Es wurde ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Aufgrund dessen übernimmt DSW21 den Jahresüberschuss 2012 von 1,2 T€. Auf Grundlage des am 13. Dezember 2010 notariell beurkundeten Vertrages wurde die Vereinbarung zur Besitzübernahme des PHOENIX Sees durch die Stadt Dortmund am 21. Dezember 2012 beschlossen und der See am 1. Januar 2013 von der Stadt Dortmund übernommen. Bis zum 31. Dezember 2012 wurden etwa 130.000 m² der Wohnbaufläche am Nordufer des Sees sowie mehr als 68.000 m² der Gewerbefläche verkauft. Dies entspricht einer Quote von 93 bzw. 64 Prozent der zurzeit zur Verfügung stehenden Flächen. Ende Januar 2013 wurde auch die historische Tull-Villa an einen Investor veräußert. Die Vermarktung der Grundstücke des zukünftigen Wohngebietes am Südufer des Sees hat nach Zustimmung zum Bebauungsplan durch die Bezirksvertretung Hörde und den Rat der Stadt Dortmund im April 2013 begonnen.

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Seite Ein Garten im ewigen Eis: Der API-Hydro-1-Garden wurde im Rahmen der Arctic Perspective Initiative entwickelt, einem internationalen Zusammenschluss, der sich mit der kulturellen und ökologischen Bedeutung der Polarregionen befasst. Das in der Ausstellung »Artic Perspectives« präsentierte System ermöglicht den Anbau von Obst und Gemüse ohne Erde und wird ausschließlich von erneuerbaren Energien betrieben.

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Seite Auf Bäume klettern – eine Erfahrung, die die meisten als Kinder machen, als Erwachsene aber längst vergessen haben. Am »International Tree Climbing Day« konnten Teilnehmer im Spätsommer 2006 mit den Künstlern Heath Bunting und Kayle Brandon in imaginäre IndianerSpiele eintauchen und neu erleben, dass hinabsteigen oft schwieriger ist als hinauf.

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Seite »World Trade Center Recordings: Winds After Hurricane Floyd«, eine Arbeit aus der Ausstellung »Sounds Like Silence« (2012-2013), besteht aus Aufnahmen des Künstlers Stephen Vitiello, die im September 1999 während eines Atelierstipendiums im 91. Stock des World Trade Center entstanden. Über Kontaktmikrophone an den Scheiben lauscht Vitiello wie mit einem Stethoskop den Vibrationen des Gebäudes, das sich wie ein knarzendes Segelschiff oder ein ächzender Organismus anhört. 66


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hohenbuschei 67


LaGEbEricht DEs VOrstanDEs unD KOnzErnLaGEbEricht Hohenbuschei An der Gesellschaft ist DSW21 mit 51 Prozent beteiligt. Es sind zwei nebenamtliche Geschäftsführer bestellt. Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete Hohenbuschei einen Gewinn von 3,7 Mio. €. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 1,8 Mio. € wurden im Berichtsjahr 0,9 Mio. € an DSW21 ausgeschüttet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung der 82 Hektar großen ehemaligen Kasernenfläche in Dortmund-Brackel. Die Grundstücke werden seit November 2008 vermarktet. Im Wohngebiet entwickelt die Gesellschaft Grundstücke für Einfamilienhäuser sowie Baufelder für mehrgeschossige Wohnungsbauten. Bis Ende März 2013 waren 474 Einfamilienhausgrundstücke verkauft oder reserviert, so dass annähernd 80 Prozent der 600 Wohnbaugrundstücke vermarktet sind. Von den 73.200 m² Gewerbeflächen sind noch etwa 60 Prozent verfügbar, circa 30.000 m² wurden an fünf Investoren verkauft.

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Seite Geisterstimmen auf Band: In der Audioinstallation »Breakthrough« waren im Rahmen der Ausstellung »Gone to Croatan – Strategien des Verschwindens« Tonbandstimmen zu hören, die der litauische Wissenschaftler Konstantin Raudive in den frühen 70er-Jahren aufgezeichnet hatte – in seinen Experimenten mit dem weißen Rauschen von Radiogeräten führte er Gespräche mit verstorbenen Freunden und Prominenten.

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Seite Ein Spielwürfel, durch dessen Augen das Rauschen des Weltalls zu hören ist – Mithilfe eines Radioteleskops übertrug der Künstler Franz Xaver im Rahmen der HMKV-Ausstellung »Waves – The Art of the Electromagnetic Society« 2008 kosmische Hintergrundstrahlung in die Dortmunder PHOENIX Halle.

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Seite Teil der Ausstellung »Arctic Perspectives« (2010) waren die Ergebnisse des internationalen Architekturwettbewerbs, den die Arctic Perspective Initiative 2009 ausgelobt hatte. Zielsetzung war die Gestaltung einer mobilen mediengestützten Wohn- und Arbeitseinheit, die sowohl unter extremen Kältebedingungen als auch in gemäßigten Klimazonen einsetzbar ist. 70


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stadtkrone Ost | Westfalentor 1 71


LaGEbEricht DEs VOrstanDEs unD KOnzErnLaGEbEricht Stadtkrone Ost DSW21 ist mit 55 Prozent an der Stadtkrone Ost beteiligt. Öffentlicher Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und Vermarktung des Geländes an der Stadtkrone Ost. Es sind zwei nebenamtliche Geschäftsführer bestellt. Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Mitarbeiter. Der Gewinn für 2012 beträgt 0,3 Mio. €. Aufgrund eines Verlustvortrages aus dem Vorjahr wird dieser nicht an die Gesellschafter ausgeschüttet. Im Berichtsjahr wurden zwei Gewerbegrundstücke mit insgesamt etwa 6.800 m², zwei Wohnbaugrundstücke im Wohnpark am Rosenplätzchen sowie ein Grundstück an die Stadt Dortmund für den geplanten Stadtbahntunnel der U47 zur Marsbruchstraße veräußert.

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LaGEbEricht DEs VOrstanDEs unD KOnzErnLaGEbEricht Westfalentor 1 DSW21 hält zum Bilanzstichtag 100 Prozent der Anteile von Westfalentor 1. Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermarktung der Flächen des ehemaligen Straßenbahn-Betriebshofes von DSW21 an der Märkischen Straße in Dortmund, die Durchführung von Planungs- und Baumaßnahmen zur Realisierung des Konzeptes sowie die Vermietung der Objekte. Es sind zwei nebenamtliche Geschäftsführer bestellt. Die Gesellschaft verfügt nicht über eigene Mitarbeiter. Westfalentor 1 hat im Geschäftsjahr 2012 mit 153 T€ einen um 32 T€ höheren Jahresüberschuss erzielt als im Vorjahr. Das verbesserte Ergebnis ist auf die Vollvermietung des Gebäudes zum 1. Juli 2012 zurückzuführen. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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Seite Sätze als Eigentum – diese Arbeit des Projekts »Technologies to the People« begibt sich in die wundersame Welt der eingetragenen Warenzeichen. »The Wonderful World of irational.org« versammelte 2006 in der Dortmunder PHOENIX-Halle Arbeiten der Künstlergruppe irational.org, die seit 1996 mit trockenem Humor und minimaler Ästhetik gesellschaftliche Entwicklungen im Netz und im öffentlichen Raum befragen.

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Datennetze

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Seite Ein Gewirr von hunderten elektroakustischen Elementen, die wie Froschteiche oder wimmelnde Ameisenhaufen klingen – »moids 2.0«, eine interaktive Installation der Japaner Saita Kazuki & Soiichiro Mihara & Hiroko Mugibayashi, war in der Ausstellung »Elektronische Atmosphären« der ISEA2010 RUHR im Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen und zu hören.

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Seite Die Lichtinstallation »0,16« des Künstlers Aram Bartholl verwandelt die Schatten der Besucher in faszinierende Pixelbilder. Ein rein analoger Kommentar zu digitalen Bildtechnologien, der 2010 im Rahmen der ISEA2010 RUHR in der Ausstellung »Elektronische Atmosphären« im Museum für Kunst und Kulturgeschichte gezeigt wurde.

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Seite »Opera Calling« dokumentiert einen aktivistischen Hack: mit einer Wanze drangen die Künstler in die Zürcher Oper ein und sendeten die Aufführung an zufällig ausgewählte Telefonanschlüsse von Zürcher Haushalten, um so die Ausschlussmechanismen der bourgeoisen Gesellschaft zu durchbrechen. Das Projekt wurde 2007 in der Ausstellung »Sie nennen es Realität« der Zürcher Hochschule der Künste im HMKV ausgestellt. 76


Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht

DOKOM21 77


Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht DOKOM21 DSW21 ist mit 84,07 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft sind die Planung, Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationsanlagen und -netzen in Dortmund und Umgebung und die Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen. Für das Geschäftsjahr 2012 führt DOKOM21 einen Gewinn in Höhe von 2,7 Mio. € an DSW21 ab. Davon sind 0,2 Mio. € als Garantiedividende laut Ergebnisabführungsvertrag von DSW21 an die übrigen Gesellschafter abzuführen. DOKOM21 beschäftigte am Bilanzstichtag 125 Mitarbeiter, einschließlich acht Auszubildender. DOKOM21 hat sich auch 2012 erfolgreich im Telekommunikationsmarkt behaupten können. Dazu trug im Wesentlichen die erfolgreiche Vermarktung der durch die Inbetriebnahme des Rechenzentrums 4 im April 2012 geschaffenen Rechenzentrumsflächen bei. Durch den fortschreitenden Ausbau der Netze für Kabelfernsehen konnten weitere Immobilienbestände angeschlossen werden. Somit wurde das Angebot der entsprechenden Multimediapakete (Triple Play) mit digitalen Fernsehprogrammen und HD-Paketen suksessive ausgebaut. Mitte 2012 hat DOKOM21 sein Produktportfolio um Mobilfunkdienste erweitert.

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Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht

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Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht Abhängigkeitsbericht DSW21 ist nach herrschender Meinung gegenüber seiner Alleinaktionärin, der Stadt Dortmund, im aktienrechtlichen Sinne abhängiges Unternehmen. Aufgrund des Fehlens eines Beherrschungsvertrages ist DSW21 nach § 312 AktG zur Aufstellung eines Abhängigkeitsberichtes verpflichtet. In diesem Abhängigkeitsbericht hat der Vorstand alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen aufgeführt, die DSW21 mit der Stadt Dortmund und den Unternehmen, die im Verhältnis zu ihr als verbundenes Unternehmen anzusehen sind, getroffen oder unterlassen hat. Am Schluss des Berichts hat der Vorstand erklärt, dass DSW21 nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 Abs. 1 AktG wurden im Geschäftsjahr 2012 nicht getroffen oder unterlassen.

Die künftige Entwicklung – Risiken, Chancen und Prognosen Die Risiken des Konzerns ergeben sich aus den Geschäftstätigkeiten von DSW21 und den Tochterunternehmen von DSW21. Ziel des Risikomanagements ist die langfristige Sicherung der Unternehmensziele und des Unternehmenserfolges durch Erkennen von Risiken. Bei DSW21 existiert ein Risikomanagementsystem, das die systematische Erfassung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken gewährleistet. Darin werden im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements auch die Risiken der Tochtergesellschaften einbezogen. Durch das Risikomanagementsystem werden der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Stadt Dortmund wiederkehrend in standardisierter Form über die aktuelle Risikolage informiert. Das System wird regelmäßig durch die interne Revision auf Ordnungsmäßigkeit und Funktionsfähigkeit überprüft. Im Berichtszeitraum bestanden keine den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährdenden Risiken. Insgesamt bestehen im Wesentlichen folgende Risiken und Chancen:

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DSW21 Durch die Betrauung von DSW21 mit der Erbringung von Verkehrsleistungen bis 2018 durch den Rat der Stadt Dortmund besteht grundsätzlich Planungssicherheit für diesen Zeitraum. Das novellierte Personenbeförderungsgesetz trat am 1. Januar 2013 in Kraft. Die grundsätzliche Befugnis der zuständigen Behörde zur Direktvergabe an den internen Betreiber ist in § 8a Abs. 3 geregelt. Neben der Rechtsfrage der generellen Zulässigkeit ist wesentlich, dass die Voraussetzungen der Direktvergabe tatsächlich erfüllt werden. Die Rechtsprechung wird hierzu und zur Zulässigkeit von Direktvergaben künftig eine Rechtspraxis begründen. Infolge dessen ist nicht auszuschließen, dass Direktvergabeentscheidungen für unzulässig erklärt werden. Der Ausgleich für die Beförderung Schwerbehinderter beläuft sich bei DSW21 auf über 8 Mio. € p.a. und bemisst sich nach dem Schwerbehindertenquotienten. Dieser wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung, der zunehmend restriktiven Praxis bei der Vergabe sowie neuer gesetzlicher Vorgaben zur Erstattung der Fahrgeldausfälle im Nahverkehr verringern. Zurzeit beläuft sich der Schwerbehindertenquotient bei DSW21 auf 9,53 Prozent. Ein Absinken auf den Landesprozentsatz von 3,79 Prozent würde zu etwa 4 Mio. € geringeren Ausgleichszahlungen p.a. führen. Aufgrund der politischen Diskussion zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und negativer Bewertungen zu den Vergünstigungen der Schienenbahnunternehmen kann es zu Anpassungen des EEG kommen, welche im Ergebnis die Reduzierung oder komplette Aufhebung der Begrenzung zur Folge haben können. Bei Wegfall der Begrenzung würden etwa 2 Mio. € Mehrkosten p. a. für den Strombezug bei DSW21 anfallen. Beim Projekt PHOENIX See ist die Herrichtung und Erschließung so weit fortgeschritten, dass weitgehend Kostensicherheit gegeben ist. Grundsätzlich sind bei einem Projekt dieser Größenordnung Kostenänderungen bis zur Schlussrechnung infolge von unvorhergesehenen Sachverhalten nie auszuschließen. Auch sind Probleme bei der Vermarktung, beispielsweise bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung, möglich. Den Risiken ist bei der Bilanzierung Rechnung getragen worden.


Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht Tochtergesellschaften Dortmund Hafen Für den vierten Bauabschnitt beim Container Terminal Dortmund wurde mit Zuwendungsbescheid der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West (WSD) vom 7. Dezember 2007 ein Zuschuss gewährt. Mit Schreiben vom 3. August 2011 vertritt die WSD die Auffassung, dass bei der EU-weiten Ausschreibung das offene Verfahren anstelle des gewählten Verhandlungsverfahrens hätte erfolgen müssen. Die WSD hat angekündigt, Zuschussmittel einschließlich Zinsen zurückzufordern, falls keine entsprechende Begründung für das gewählte Verfahren erfolgt. Dortmund Hafen ist am Container Terminal Dortmund beteiligt. Aufgrund der annähernd vollständigen Auslastung der Anlage befindet sich eine weitere bei DSW21 in Planung. Mit dieser weiteren Anlage für den kombinierten Ladungsverkehr im Hafengebiet tragen DSW21 und Dortmund Hafen nicht nur dem Wachstum der Logistikbranche Rechnung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Verkehrsträgers Straße.

Dortmund Airport Dortmund Airport konnte in 2012 einen Anstieg der Passagierzahlen um über vier Prozent erzielen. Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus dem Wachstum bei Wizz Air. Trotz des Rückzuges von airberlin und easyJet zum Winterflugplan 2012/2013 geht Dortmund Airport von stabilen Passagierzahlen für 2013 aus. Grundlage hierfür sind nach wie vor wachsende Passagierzahlen zu Zielen in Zentral- und Osteuropa sowie die ab März 2013 startenden Fluggesellschaften Ryanair und Vueling. Dortmund Airport gehört zu den Flughäfen mit nicht marktgerechten Rahmenbedingungen. Eingeschränkte Betriebszeiten und Verspätungsregelungen sowie kurze Start- und Landebahnen bedeuten einen deutlichen Wettbewerbsnachteil. Grundsätzlich besteht somit bei Dortmund Airport das Risiko des Wegfalls weiterer Flugverbindungen. Die zukünftige Entwicklung von Dortmund Airport wird auch von den Hauptprüfverfahren wegen möglicher staatlicher Beihilfen abhängen. Die EU-Kommission hat am 10. Juli 2007 ein Hauptprüfverfahren wegen möglicher staatlicher Beihilfen am Flughafen Dortmund eröffnet. Die

Untersuchung betrifft einerseits die Finanzierung von Dortmund Airport im Unternehmensverbund DSW21 sowie andererseits das Förderprogramm NERES aus dem Jahre 2004. Die Kommission hat am 21. März 2012 ein weiteres Hauptprüfverfahren wegen möglicher staatlicher Beihilfen am Flughafen Dortmund eröffnet. Dieses betrifft die Übernahme der Verluste von Dortmund Airport durch DSW21, Garantien der Stadt Dortmund und die Entgeltordnung NEO aus 2009. Beide Verfahren sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Die Kommission hat mit der Eröffnung und Durchführung der Hauptprüfverfahren noch keine bindenden Feststellungen getroffen. Vielmehr dienen die Hauptprüfverfahren einer eingehenden Untersuchung und Bewertung komplexer Sachverhalte. Dabei hat die Kommission die Prüfung unvoreingenommen und mit offenem Ergebnis durchzuführen. Das 2009 ausgelaufene Förderprogramm NERES stand offen und diskriminierungsfrei allen Luftfahrtgesellschaften zur Verfügung, ist daher nach Ansicht von Dortmund Airport auch nicht als eine spezifische, selektive Maßnahme anzusehen und stellt somit keine Beihilfe dar. Darüber hinaus stellte nach Ansicht von Dortmund Airport die Einführung von NERES ein marktwirtschaftliches Handeln dar. Die Kommission ist mittels unabhängiger Gutachter dieser Frage ausdrücklich nachgegangen. Danach kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass die Dortmund Airport bei der Einführung von NERES wie ein marktwirtschaftlicher Investor gehandelt hat. Die seit dem 1. Juni 2009 geltende Entgeltordnung NEO wird offen und diskriminierungsfrei auf alle Luftfahrtgesellschaften angewendet. Bezüglich der inhaltlichen Regelungen von NEO wird von Dortmund Airport in Übereinstimmung mit der Bundesregierung und dem Land Nordrhein-Westfalen die Auffassung vertreten, dass diese Entgeltordnung ein marktwirtschaftliches Handeln und damit keine Beihilfe darstellt. Die Mittel, die Dortmund Airport für den Ausbau des Flughafens und seine Finanzierung erhalten hat, stellen nach derzeitiger Einschätzung von Dortmund Airport und dem rechtlichen Vortrag in den Hauptprüfungsverfahren keine staatlichen Beihilfen dar. Diese Auffassung wird von der Bundesregierung in ihren Stellungnahmen vollinhaltlich mitgetragen. Weniger eindeutig ist die Situation hinsichtlich der laufenden Betriebsverluste. Hinsichtlich des Betriebs eines Flughafens, insbesondere der Abfertigung des Luftverkehrs, sehen die Leitlinien vor, dass ein Flughafenbetreiber kostendeckend arbeitet. Ein Ausgleich von Verlusten könnte ggf. eine Beihilfe darstellen, wenn ein privater Investor in vergleichbarer Lage einen 81


Lagebericht Des VOrstanDes unD KOnzernLagebericht solchen Ausgleich nicht mehr bewirken würde. Soweit die Kommission die Finanzierung von Dortmund Airport durch den mit DSW21 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag als unzulässige Beihilfe ansieht, könnte dies eine Bestandsgefährdung von Dortmund Airport zur Folge haben. Um den Fortbestand von Dortmund Airport dauerhaft zu sichern, hat der Vorstand von DSW21 beschlossen, einen Antrag auf Beendigung der Prüfung durch die EU-Kommission bei gleichzeitiger Gewährung einer EUkonformen Umstrukturierungsbeihilfe unter Vorlage eines Konzeptes zur Änderung der Finanzierung von Dortmund Airport zu stellen. Dieser Vorschlag bedeutet, dass selbst bei Vorliegen von unzulässigen Betriebsbeihilfen eine Rückführung dieser Beihilfen – jedenfalls für die Dauer der Restrukturierung – ohne Bestandsgefährdung möglich wäre. Er ist den beteiligten Ministerien und der EU-Kommission vorgestellt und mit ihnen erörtert worden. Tragfähige Äußerungen zur Beurteilung dieses Antrags durch die EU-Kommission liegen aktuell noch nicht vor. Im Kontext dieses Vorschlags wurden konkrete Restrukturierungsmaßnahmen identifiziert und auf ihre Eignung und Umsetzbarkeit geprüft. Im Hinblick auf die zumindest noch für 2013 vertraglich bestehende Verpflichtung zur Verlustübernahme hat DSW21 im Jahresabschluss 2012 eine Rückstellung in Höhe von 20,9 Mio. € für den für 2013 erwarteten Verlust von Dortmund Airport gebildet. Dortmund Airport führt im hoheitlichen Auftrag des Landes NRW die Luftsicherheitskontrollen nach § 5 Luftsicherheitsgesetz durch. Im Fluggastkontrolldienst sind insgesamt etwa 110 Mitarbeiter von Dortmund Airport eingesetzt. Die Bezirksregierung Münster hat den bestehenden Vertrag im November 2012 zum 31. Dezember 2014 gekündigt. Die Dienstleistung wird durch das Land Nordrhein-Westfalen neu ausgeschrieben. Im Falle einer Nichtbeauftragung Dortmund Airport hätte dies zwar nur geringe wirtschaftliche Folgen, es würde aber die eingesetzten Mitarbeiter treffen sowie operative Konsequenzen haben.

DEW21 Aus derzeitiger Sicht liegen nach Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks GEKKO die Strombezugskosten für die Jahre 2014 bis 2017 über den an der

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Strombörse gehandelten Marktpreisen. Unter Berücksichtigung der erwarteten Absatzpreise dieser Jahre wurde zur Absicherung vor drohenden Verlusten durch Bildung einer Rückstellung entsprechend Vorsorge getroffen. Im Geschäftsfeld Wasser muss in den nächsten Jahren mit einer Steigerung der Bezugskosten gerechnet werden, da gesetzliche Anforderungen umfangreiche Investitionen notwendig machen. Zudem besteht für DEW21 das Risiko, aufgrund der anhängigen Kartellverfahren und des Urteils des Bundesgerichtshofes die Wasserpreise senken zu müssen.

Corporate Governance Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsenorientierter Gesellschaften sowie nationale und internationale Standards zur Unternehmensführung. Die Stadt Dortmund ist Alleinaktionärin von DSW21. Insofern treffen die Vorschriften des oben genannten Kodexes nur bedingt auf DSW21 zu. Am 29. März 2012 hat der Rat der Stadt Dortmund den Public Corporate Governance Kodex für die Stadt Dortmund (PCGK) beschlossen. Dieser enthält Standards für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung der städtischen Unternehmen. Der PCGK soll dazu dienen, die Transparenz und Effizienz im »Konzern Stadt Dortmund« zu optimieren. Dies geschieht analog zum Corporate Governance Kodex, der für börsennotierte Aktiengesellschaften gilt, durch Empfehlungen und Anregungen an die städtischen Unternehmen. Im Einzelnen verfolgt der PCGK folgende Ziele: • Aufstellen von Standards für das Zusammenwirken aller Beteiligten (Rat, Beteiligungsverwaltung, kommunale Unternehmen) • Förderung der effizienten Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat • Verbesserung des Informationsflusses zwischen Beteiligungsverwaltung und kommunalem Unternehmen • Absicherung der Ausrichtung am Gemeinwohl durch eine verbesserte Transparenz und Steuerungsmöglichkeit • Erhöhen des Vertrauens in Entscheidungen der Verwaltung und Politik.


Lagebericht des Vorstandes und KonzernLagebericht Der PCGK ist ausgerichtet auf die kommunale Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). DSW21 ist eine Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund sind nur Regelungen auf DSW21 übertragbar, die mit dem Aktienrecht im Einklang stehen.

Finanzinstrumente Bei DSW21 und im Konzern erfolgt ein Einsatz von Finanzinstrumenten, insbesondere von Zinsswaps, zur Absicherung und Optimierung der Finan­ zierungskonditionen. Die abgeschlossenen Termingeschäfte stellen Bewer­ tungseinheiten nach § 254 HGB mit den Grundgeschäften dar. Geschäftsentwicklung Der Wirtschaftsplan sieht aufgrund der Tarifanhebung zum 1. Januar 2013 um durchschnittlich 3,0 Prozent steigende Umsatzerlöse aus dem Fahrbe­ trieb vor. Dem stehen steigende Personalaufwendungen sowie steigende Materialaufwendungen, insbesondere durch die Instandhaltung der Schie­ neninfrastruktur und höhere Energiekosten, gegenüber. Erfahrungen und Vergleiche mit anderen Kommunen zeigen, dass Nahverkehrsleistungen unter den derzeitigen Gegebenheiten nicht kostendeckend erbracht werden können. Durch die Beteiligungen, insbesondere im Energiesektor, und sonstigen Finanzerträgen gelingt es DSW21 im Planungszeitraum, die im Verkehrsbereich anfallenden Verluste und die von Dortmund Airport aus­ zugleichen. Die dem Aufsichtsrat vorgelegte und in seiner Sitzung am 1. De­ zember 2012 gebilligte Mittelfristplanung geht von positiven Ergebnissen in dem fünfjährigen Planungszeitraum aus. Die für 2013 geplanten Bruttoinvestitionen, d.h. vor Kürzung mit Investitions­ zuschüssen, liegen mit 35,5 Mio. € auf unverändert hohem Niveau. DSW21 investiert mit neuen Bussen in umweltfreundliche Technik und mit dem Ausbau von Haltestellen und der Erneuerung der betriebstechnischen Aus­ stattung in die Verkehrsinfrastruktur. Zudem wird mit der Erneuerung von Fahrtreppen und des Fahrgastinformationssystems sowie der Errichtung eines neuen zentral gelegenen Kundencenters in die Kundenorientierung und ­zufriedenheit und in die Belange von Menschen mit Behinderung, u.a. in die Barrierefreiheit, investiert. Neben den „klassischen“ Investitionen in den ÖPNV liegt im laufenden Geschäftsjahr ein weiterer Investitionsschwer­ punkt in dem Bau einer zweiten Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr im Dortmunder Hafen. Die Finanzierung dieser Investitionen ist

durch den erwirtschafteten Cash­Flow sowie durch Zuschüsse für einzelne Projekte sichergestellt. DSW21 bietet auch zukünftig ein Nahverkehrsangebot auf hohem Niveau an und reagiert auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Fahrgäste und die gesellschaftliche Entwicklung. Die Einwohnerzahl der Stadt Dortmund steigt und mit ihr im steigenden Maß der Anteil an älteren Personen. Trotz sinkender Schülerzahl steigt – nicht nur durch doppelte Abiturjahrgänge – die Anzahl der Studierenden. Durch die Bebauung der ausgewiesenen Grundstücksentwicklungsflächen, z.B. am PHOENIX See, Hohenbuschei oder Brechtener Heide, entstehen neue Teilzentren. Zudem erhält ein größerer Anteil der Bevölkerung durch die Einführung eines VRR­weiten SozialTickets zum 1. Januar 2013 die Möglichkeit der Teilhabe am ÖPNV. Gleichzeitig stößt der Individualverkehr durch hohes Verkehrsaufkommen an seine Grenzen und wird durch Restriktionen wie Umweltzonen oder Erhöhung von Parkpreisen weiter verteuert. DSW21 reagiert vor diesem Hintergrund nicht nur durch Kommunikations­ und Marketingkampagnen, sondern auch mit einer Verbesserung des Angebots. So werden die steigenden Studenten­ zahlen mit einer Ausweitung der Fahrten begleitet und der barrierefreie Zugang zu Haltestellen und Fahrzeugen weiter ausgebaut. Steigende Fahrgastzahlen können mit einer Verbesserung der Verkehrserlöse und des Betriebsergebnisses Verkehr einhergehen.

Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung bei DSW21 oder im DSW21­ Konzern eingetreten. Öffentlicher Zweck Gemäß den Vorschriften des §108 Abs.3 Nr.2 GO NRW ist festzustellen, dass DSW21 den satzungsmäßigen Aufgaben nachgekommen ist und die Vorschriften hinsichtlich der Berichterstattung beachtet wurden.

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Seite Wie lässt sich Tanz in Daten übersetzen? Können Choreographien zu Objekten werden? Diese Fragen sind Thema der interaktiven Installation »Synchronous Objekts, reproduced«, die im Rahmen der ISEA2010 RUHR auf PACT Zollverein zu erleben war.

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Auf den folgenden Seiten lassen wir die Ereignisse im Unternehmensverbund DSW21 Revue passieren.

Chronik 85


Chronik 08. Februar 2012

20. März 2012

07. März 2012

30. März 2012

Container Terminal Dortmund GmbH (CTD) tritt europäischem Containernetzwerk »European Gateway Services« bei: Manfred Kossack (Vorstand Dortmunder Hafen AG) und Torsten Schütte (CTD) sowie Wando Boeve und Paul Ham von Europe Container Terminals (ETC) unterzeichnen den Kooperationsvertrag und besiegeln damit die Mitgliedschaft von CTD im Netzwerk von ETC aus Rotterdam, Europas führendem ContainerterminalBetreiber. In diesem Netzwerk können Container – nach der Entladung aus dem Seeschiff – mit einem täglichen Bahnshuttle schneller und effizienter von Rotterdam zum Dortmunder Hafen und zurück transportiert werden. Neben Duisburg und Neuss ist Dortmund der dritte deutsche Hafen, der dem Netzwerk angehört. In Europa sind sechs weitere Häfen an dem Containernetz von ETC beteiligt.

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Um ihren Forderungen in den festgefahrenen Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem 24-stündigen Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. Nicht nur die Busse und Bahnen von DSW21 bleiben in den Depots, auch die Mitarbeiter/-innen von DEW21, der EDG und der Stadt Dortmund streiken. Da es nicht zu einer Einigung kommt, legen die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes am 21. März erneut für einen Tag die Arbeit nieder. Zehn Tage später verständigen sich die Arbeitgeber und ver.di auf eine Entgelterhöhung um 3,5 Prozent – rückwirkend ab März – sowie auf weitere Anhebungen um jeweils 1,4 Prozent im Januar und August 2013.

13. März 2012

Uwe Büscher – Vorstandsreferent für strategische Unternehmensbeteiligungen bei DSW21 – wird neuer Hafen-Chef: In seiner Sitzung wählt der Aufsichtsrat der Dortmunder Hafen AG mehrheitlich Uwe Büscher zum alleinigen Vorstand der Hafen AG. Der 46-jährige Büscher tritt zum 1. Januar 2013 somit die Nachfolge von Manfred Kossack an, der den Vorstandsposten beim Hafen seit 2009 nebenamtlich ausübt. Bereits zum 1. September 2012 wechselt Büscher für eine Einarbeitungs- und Übergangsphase in die Führungsetage der Hafen AG und ist als weiterer Vorstand neben Manfred Kossack tätig.

86

»Grünes Licht« für Windkraftkooperation mit Castrop-Rauxel: Der Aufsichtsrat von DEW21 stimmt der Gründung von zwei Projektgesellschaften und einer gemeinsamen Komplementärgesellschaft zur Realisierung von zwei Windkraftprojekten mit Beteiligung von DEW21 zu. Damit sind die Weichen gestellt für den Ausbau der Windkraft in Castrop-Rauxel, also in unmittelbarer Nachbarschaft zu Dortmund. Partner von DEW21 sind die EUV Stadtbetrieb Castrop-Rauxel AöR und die ansässigen Grundstückseigentümer. Für DEW21 ist die Kooperation ein weiterer Schritt zur Erreichung des gesteckten Ziels, bis zum Jahr 2020 die Quote des eigenproduzierten Stroms aus erneuerbaren Energien auf 25 Prozent der verkauften Menge zu erhöhen. Schon jetzt ist DEW21 mit 76 MW installierter Leistung einer der führenden kommunalen Winderzeuger.

»Leinen los« am PHOENIX See: Mit einem Festakt wird der PHOENIX See offiziell eröffnet und die Seefläche für den Wassersport symbolisch freigegeben. NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, DSW21-Chef Guntram Pehlke, Dr. Jochen Stemplewski von der Emschergenossenschaft sowie Bezirksbürgermeister Manfred Renno stechen als erste mit einem Segelboot in See. Musikalisch begleitet wird die Jungfernfahrt von den Dortmunder Philharmonikern. Am 1. April 2012 übernehmen dann die örtlichen Wassersportvereine das Ruder.

April 2012

Hohenbuschei entwickelt sich rasant: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Dortmund-Brackel entstehen zurzeit rund 1.000 Wohneinheiten – überwiegend Einfamilien- und Reihenhäuser. Die Hohenbuschei GmbH & Co. KG , die das Gelände entwickelt und vermarktet, zieht nun eine erfreuliche Zwischenbilanz für den »Lebensraum mit Erholungsgarantie«. 60 Prozent der etwa 600 Eigenheim-Grundstücke sind zu diesem Zeitpunkt verkauft bzw. reserviert, rund 150 Häuser sind derzeit im Bau, 50 bereits bezogen. Die Infrastruktur wächst ebenfalls. So baut DOGEWO21 noch 2012 eine Kindertagesstätte, weiterhin entstehen ein Supermarkt, Spielplätze, Grünanlagen und Bushaltestellen.


ChRonik 27. April 2012

Hubert Jung erneut gewählt: Der Aufsichtsrat von DSW21 verlängert den Vertrag von DSW21-Vorstandsmitglied Hubert Jung um weitere fünf Jahre und bestätigt ihn somit als Verkehrsvorstand. Dieses Amt bei DSW21 hat Hubert Jung, der vorher als Richter am höchsten Verwaltungsgericht in NRW tätig war, seit dem 1. Januar 2003 inne.

Mai 2012

»Öffeln«-Kampagne geht in die nächste Runde: Bereits 2011 sorgte die Werbekampagne von DSW21 für viel Aufsehen. In drei aufeinander abgestimmten Stufen wurde den Dortmundern das Thema »Öffeln« (Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren) eindrucksvoll näher gebracht. In diesem Jahr gibt es eine märchenhafte Fortsetzung. Bis Ende Juni 2012 schlüpfen Schauspieler in die Rollen traumhafter Gestalten wie Alice im Wunderland und sind in Bussen und Bahnen unterwegs, um kurze Theaterstücke zu spielen. Dadurch sollen die Fahrgäste animiert werden, ihre eigenen Geschichten zu Erlebnissen in Bussen und Bahnen zu schreiben. Rund 190 Öffler bringen ihre Storys zu Papier, davon werden 32 in einer Publikation veröffentlicht, die Anfang 2013 erscheint.

14. Mai 2012

Erstes Großprojekt für Mietwohnungen am PHOENIX See: Die Vivawest Wohnen GmbH kauft als erster Investor ein Areal am PHOENIX See, um dort Mietwohnungen zu bauen und anzubieten. Auf dem rund 6.000 m2 großen Grundstück entstehen sieben Mehrfamilienhäuser mit mehr als 50 exklusiven Mieteinheiten. Die 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen verfügen alle über einen großen Balkon oder eine Terrasse. Auch gastronomisch tut sich etwas am PHOENIX See: Im Juni 2012 eröffnet dort das Restaurant und Café »Fénix«.

21. Mai 2012

2. GUE-Zukunftsforum stellt Maßnahmen vor: Fast genau ein Jahr nach dem ersten Zukunftsforum findet die zweite Auflage der Veranstaltung statt. Die Projektteilnehmer erfahren dabei den aktuellen Stand der Entwicklung in den sieben Teilgruppen des Projekts »Gemeinsame Unternehmensentwicklung« (GUE). Insgesamt hat sich durch die gezielte

Arbeit an der Gemeinsamen Unternehmensentwicklung bei DSW21 bereits vieles bewegt. Bei einem weiteren Forum am 18. Oktober werden das gemeinsam erarbeitete Unternehmensleitbild und die Führungsgrundsätze vorgestellt und reflektiert. Zusammen mit dem ebenfalls erarbeiteten Strategiepapier sind sie Bestandteil des Selbstverständnisses und des Zukunftskonzepts von DSW21. Auch deutschlandweit findet das Projekt GUE große Beachtung: Im Dezember erzielt es beim Wettbewerb Human Resources Exellence Award, der moderne und zukunftsweisende Personal-Projekte auszeichnet, den 2. Platz in der Kategorie »Change Management«. Mehr als 400 Bewerber hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt.

22. Mai 2012

Digitale Stimme kündigt Bahnen an: DSW21 startet ein Pilotprojekt und bietet sehbehinderten Fahrgästen an der U-Bahnhaltestelle Stadtgarten einen neuen Service. Eine automatische Lautsprecherdurchsage kündigt die einfahrende Bahn an. Der Stimmimpuls wird ausgelöst, sobald die Zugzielanzeige von der Vorankündigung der nächsten vier Bahnen auf die einfahrende Linie umschaltet. Das System ist so programmiert, dass immer nur auf einer Bahnsteigseite ein akustischer Hinweis erfolgt. Sobald die Ansage abgeschlossen ist, wird auf die andere Bahnsteigseite umgeschaltet, wenn auch dort ein Zug einfährt.

01. Juni 2012

DOKOM21 startet in mobile Zukunft: Die Telekommunikationstochter von DSW21 erweitert ihre Angebotspalette und steigt in den Mobilfunkmarkt ein. Alle Dienstleistungen rund um Telefon, Internet und Kabel-TV sind damit aus einer Hand erhältlich. Insgesamt fünf Tarife stehen zur Verfügung. Telefonate innerhalb des DOKOM21-Netzes sind dabei besonders preisgünstig, durch Buchung der »Community-Flat« kann sogar kostenlos innerhalb aller DOKOM21-Anschlüsse telefoniert werden. Erhältlich ist das Mobilfunkangebot unter anderem im neuen DOKOM21-Onlineshop.

87


Chronik 14. Juni 2012

DSW21 für Familienbewusstsein ausgezeichnet: Familienorientierung wird bei DSW21 seit Langem groß geschrieben. Aus diesem Grund nimmt DSW21 an dem Projekt FamUnDo (Familienbewusste Unternehmen in Dortmund) teil. Nach dem Besuch einer Prüfkommission am 24. Mai wird DSW21 nun als »Familienbewusstes Unternehmen in Dortmund« ausgezeichnet. Im Rahmen des Dortmunder Unternehmerfrühstücks nimmt Arbeitsdirektor Manfred Kossack die Auszeichnung in Empfang. Damit wird bestätigt, dass sich DSW21 für die Belange von Familien einsetzt, die Aktivitäten und Angebote kontinuierlich prüft und, wenn notwendig, verbessert.

14. Juni 2012

DEW21 unterstützt Forschungsprojekt »SEKT« (Spezifische Detektion von einzelnen Keimen in Rein- und Trinkwasser): Gemeinsam mit dem Institut für Wasserforschung sowie anderen Partnern beteiligt sich DEW21 an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt »SEKT«. Hierbei soll ein mobiles Gerät entwickelt werden, das die aufwändige bakterielle Untersuchung des Wassers vor Ort erheblich beschleunigt und auch vereinfacht. Die Forscher arbeiten an einem automatisierten Sensorsystem, das nicht nur transportabel ist, sondern auch selbstständig Wasserproben nimmt, analysiert und detaillierte Messdaten liefert. Ein Vorteil: Durch den Einsatz eines solchen Geräts könnten in Dortmund nicht nur neue Trinkwasserleitungen in kürzester Zeit in Betrieb gehen, sondern auch Trinkwasserbrunnen schnell kontrolliert werden.

04. Juli 2012

PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft lobt Architektenmesse aus: Im Oktober beginnt die PHONIX See Entwicklungsgesellschaft mit der Vermarktung des zweiten Bauabschnitts für die Wohnbebauung des »Südufers«. Den Auftakt dazu bildet, wie schon bei Vermarktungsbeginn am gegenüberliegenden Hang des Sees, eine Architektenmesse. Mehr als 60 Architekturbüros reichen Entwürfe ein. Ziel ist es, zukünftigen Käufern und potenziellen Bauherren mit ambitionierten Architektenentwürfen von Einfamilienhäusern verschiedene inspirierende Ideen und Bebauungsvarianten aufzuzeigen, die die anspruchsvolle Situation der Wohnbaugrundstücke – Bauen am Hang mit Seeblick – widerspiegeln. Durch die Umsetzung der Vorgaben aus Bebauungsplan und Gestaltleitlinien in 88

den Planungsbeispielen wird gewährleistet, dass die hochwertige Architektur am »Südufer« des PHOENIX Sees erfolgreich weitergeführt wird. Alle zugelassenen Architektenentwürfe werden vom 5. bis zum 7. Oktober ausgestellt.

07. Juli 2012

Welturaufführung von »Dortmund tanzt«: Das Motto des Unternehmensverbunds DSW21 lautet »Zukunft braucht Bewegung«. Die Bewegung der Stadt, angetrieben durch DSW21 und ihre Tochterunternehmen, ist Thema der integrierten Kommunikationskampagne »Dortmund tanzt«. Denn Mobilität und Logistik, Energie und Wasser, Lebensräume und Datennetze prägen den Herzschlag von Metropolen wie Dortmund. Der Ballettdirektor Xin Peng Wang macht sich gemeinsam mit seinem Team auf, die Stadt und ihre Menschen zu entdecken und zu einer Tanzgeschichte zusammenzufügen. In diesem rund 18 Monate dauernden Prozess begleitet ihn ein Filmteam. Es entstehen bewegende Bilder für den Geschäftsbericht 2011, eine einmalige Choreografie zur Kraft von DSW21, die am 7. Juli 2012 im Großen Haus des »Theater Dortmund« aufgeführt wird, sowie eine 3D-Dokumentation über die Entstehung der Choreografie und die Antriebskräfte von DSW21. Dabei wird deutlich, wie sehr Tanz auf die moderne Bewegung einer Stadt und ihre Bewohner übertragbar ist – und wie ein Metropolraum wie das Ruhrgebiet die Menschen dabei prägt. Die Bühnenwelturaufführung ist ausverkauft, die Kinopremiere bei Kino im Stadion an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ebenfalls. »Dortmund tanzt« wird in der 3D-Version in Korea (Bester Film), Barcelona (Beste Dokumentation) und Stuttgart (Bestes Konzept) ausgezeichnet. Und auch der Geschäftsbericht 2011 wird in die Auswahl der besten deutschen Geschäftsberichte aufgenommen.

10. Juli 2012

Scheck für DOGEWO21: Birgit Zoerner, Sozial- und Wohnungsdezernentin der Stadt Dortmund, übergibt Klaus Graniki, Geschäftsführer von DOGEWO21, eine Förderzusage im Rahmen des neuen Förderprogramms »Energetische Stadtsanierung« der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 300.000 €. Dieses Geld fließt in die energetische Sanierung der rund 800 Wohneinheiten in Dortmund-Löttringhausen, die für insgesamt 15 Mio. € modernisiert werden. Acht weitere Förderzusagen in einer Gesamthöhe von 15,8 Mio. € überreicht Birgit Zoerner am 12. Dezember 2012. Dieser Betrag stammt aus Wohnraumfördermitteln des


ChRonik Landes NRW und wird für die Modernisierung von mehr als 500 DOGEWO21Wohnungen in Wickede, Renninghausen und Löttringhausen verwendet.

werkstatt, die auch von anderen Unternehmen genutzt bzw.beauftragt wird, der Zusammenarbeit mit den Schulen sowie der JuFi (Juniorenfirma).

17. Juli 2012

November 2012

Vertrag für Vorschaltturbine unterschrieben: Gemeinsam mit RWE Power baut DEW21 eine neue Vorschaltturbine, durch die das Heizwerk an der Weißenburger Straße und somit die Fernwärmeversorgung in Dortmund erweitert wird. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen heute Dr. Frank Brinkmann (Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung) und Dr. Ulrich Hartmann (Vorstandsmitglied RWE Power AG). Durch das umweltfreundliche Ausbauprojekt wird nicht nur ein besserer Gesamtwirkungsgrad und eine höhere Stromproduktion erreicht. Auch der CO2Ausstoß vermindert sich und die Kraft-Wärme-Kopplung wird erweitert. Insgesamt 14 Mio. € investieren die beiden Partner in das Gemeinschaftsprojekt, an dem sie zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Die neue Vorschaltgasturbine verfügt über eine Leistung von 14 Megawatt. Sie ermöglicht eine zusätzliche Versorgung mit Strom für rund 35.000 Haushalte. Außerdem werden jährlich bis zu 36.000 Tonnen CO2 eingespart – so viel, wie 17.000 Autos ausstoßen.

25. August 2012

DSW21 fördert Ausstellung »Sounds like silence«: DSW21 unterstützt ein weiteres Mal die Arbeit des Hartware MedienKunstVereins (HMKV). Anlässlich des 100. Geburtstag des Künstlers John Cage und des 60. Jahrestages der Uraufführung seines berühmten stillen Stücks 4‘ 33‘‘ zeigt der HMKV nicht nur rund 35 zeitgenössische und aktuelle künstlerische sowie musikalische Bezugnahmen auf 4‘ 33‘‘, sondern auch solche, die sich mit allgemeineren Fragen der Soundökologie auseinandersetzen. Die vielbeachtete Ausstellung läuft bis zum 6. Januar 2013 im Dortmunder U.

24. September 2012

Ausbildung von DSW21 ausgezeichnet: In der Kategorie »Ausbildungsstätte mit über 100 Beschäftigen« hat DSW21 den Dortmunder Ausbildungspreis (ASU) 2012 der Dortmunder Wirtschaft gewonnen. Er wird jährlich von den heimischen Familienunternehmern verliehen. Insgesamt 32 Ausbildungsbetriebe haben sich um die Auszeichnung beworben, die in drei Kategorien vergeben wird. DSW21 überzeugte die Jury insbesondere mit den Seminarangeboten für die Azubis, der eigenen Ausbildungs-

Neue Solaris-Busse eingetroffen: Sechs neue Solobusse und ein Gelenkbus aus dem Hause Solaris mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,8 Mio. € gehören nun zur DSW21-Flotte. Sie bieten den Fahrgästen neben Videoschutzreinrichtung, Klimaanlage und Klapprampe auch ein Plus an Platz für Kinderwagen, Rollatoren und Co. Die sieben Fahrzeuge werden in Brünninghausen für den Linieneinsatz vorbereitet, gleichzeitig erfolgt die sukzessive Abrüstung der alten Busse, die ausgemustert und weiterverkauft werden. Mit der Inbetriebnahme der neuen Busse geht DSW21 einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Denn wenn sie im Liniennetz eingesetzt sind, gibt es in der Busflotte von DSW21 keine Fahrzeuge mehr mit einer roten Plakette. Zudem sind dann alle 166 Fahrzeuge mit einer Klimaanlage, einer Klapprampe und einer Videoschutzeinrichtung ausgestattet.

20. November 2012

Manfred Kossack im Amt bestätigt: Manfred Kossack ist seit 2008 Personalgeschäftsführer und Arbeitsdirektor von DEW21. In seiner heutigen Sitzung wählt der DEW21-Aufsichtsrat Manfred Kossack für weitere fünf Jahre und bestätigt ihn somit in seinem Amt. Außerdem gibt der Aufsichtsrat grünes Licht für zukünftige Bürgerbeteiligungsmodelle im Bereich der Windkraft, wie sie bereits bei den vier Dortmunder Windkraftanlagen bestehen. Auch der Aufsichtsrat von DSW21 wählt Kossack in seiner Sitzung am 1. Dezember für weitere fünf Jahre erneut zum Vorstandsmitglied der Aktiengesellschaft und Arbeitsdirektor.

24. November 2012

Jubiläumskonzert vor ausverkauftem Haus: Die Gesanggruppe von DSW21 feiert ihr 75-jähriges Bestehen im Dortmunder Konzerthaus. Neben den Sängerinnen und Sängern wirken auch der Tenor Johannes Groß und das Philharmonische Orchester der TU Dortmund mit. Auf dem Programm, das das Publikum rundum begeistert, stehen »Beliebte Opernchöre und Arien«. Ein Höhepunkt des Abends ist dabei das Werk »Schöne Nacht, du Liebesnacht« aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach.

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Chronik 06. Dezember 2012

DEW21 erhält Bestnoten: Mit der Gesamtnote »Sehr gut« wird DEW21 bei einem bundesweiten Vergleich von 24 großen deutschen Gasversorgern bewertet. Im Auftrag von Focus Money wurde die »Fairness« der Gasversorger anhand von fünf Kategorien unter die Lupe genommen. Aufgrund weit überdurchschnittlicher Kundenbeurteilungen in den Bereichen »Produktangebot und Beratung«, »Kundenservice«, »Preis-LeistungsVerhältnis«, »Kundenkommunikation« sowie »Nachhaltigkeit und Verantwortung« schneidet DEW21 hervorragend ab und belegt einen Spitzenplatz im bundesweiten Ranking.

07. Dezember 2012

Bürgerbeteiligungsmodell von DEW21 großer Erfolg: Gemeinsam mit der Sparkasse Dortmund legt DEW21 den »Sparkassenbrief DEW21Windpark Eifel« auf – mit einem Gesamtkontingent in Höhe von 5 Mio. €. Gleich am ersten Tag ist er innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Das Geld aus dem Verkauf erhält die DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft – eine hundertprozentige Tochter von DEW21 – als Darlehen von der Sparkasse. Damit wird die umweltfreundliche Erzeugung von Windenergie in der Eifel gefördert. Mit dem Sparkassenbrief haben DEW21 und die Sparkasse Dortmund Kunden die Möglichkeit gegeben, in erneuerbare Energie zu investieren und dafür eine gute Rendite zu erzielen. Außerdem haben die Anleger weder ein Kurs- noch ein Investitionsrisiko. Dieses sowie die gleichermaßen ökonomische und ökologische Zielrichtung des Sparkassenbriefes haben die Kunden überzeugt und die Bürgerbeteiligung so attraktiv und erfolgreich gemacht.

Quellennachweis S. 1

Osamu Miyawaki, Kaiyodo, Figuren 1964-2011, Japan Media Arts Festival, 10.09.-02.10.2011, HMKV im Dortmunder U © Andrea Eichardt

S. 2, 4 Fotograf Christian Bohnenkamp S. 17 Osamu Miyawaki, Kaiyodo, Figuren 1964-2011, Japan Media Arts Festival, 10.09.-02.10.2011, HMKV im Dortmunder U © Andrea Eichardt S. 18 E-Culture Fair 2010, HMKV im Dortmunder U, 25. August 2010, © Mark Ansorg S. 19 E-Culture Fair 2010, HMKV im Dortmunder U, 23. August 2010, © Mark Ansorg S. 25 Arctic Perspective, 18.06. - 10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 27 In Begleitung, Performance von Jens Heitjohann, im Rahmen von Sounds Like Silence, 25.08.2012 - 06.01.2013, HMKV im Dortmunder U, © Hannes Woidich S. 28 Thomas Köner, Can you beat out the sky, hard as a metal mirror?, Bande – Für Gestaltung! S. 29 5107: Dortmunder Stadtexpeditionen entlang der GPS-Matrix, GPS-Workshop mit Evamaria Trischak, 21. - 22.06.2008, im Rahmen von “Waves - The Art of the Electromagnetic Society“, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund © HMKV S. 31 Marko Peljhan, Prolog Anechoic, 2010, Arctic Perspective, 18.06.-10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 32 Daniel G. Andújar / Technologies to the People, Postcapital Archive (the library), 2008, ‚Anna Kournikova deleted by Memeright Trusted System‘, Kunst im Zeitalter des ‚Geistigen Eigentums‘, 19.07.-19.10.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 33 Kerstin Ergenzinger: Rotes Rauschen, HMKV im Dortmunder U, 28.01. - 19.02.2012, © Andrea Eichardt S. 35 API, Map (Weltkarte), Wandbild, 2010, Arctic Perspective, 18.06. - 10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 36 C-ASTRAL, Arctic Sensing Landscape (Luftaufnahmen von Igloolik und Ikpik), 2009, Arctic Perspective, 18.06. - 10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 37 Matthew Biederman, Zirkumpolare Flaggen, 2010, Arctic Perspective, 18.06.10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 39 Konstantin Raudive, Breakthrough, 1970, Gone to Croatan, Strategien des Verschwindens, HMKV im Dortmunder U, 04.06. - 14.08.2011, © Hannes Woidich S. 40 Sounds Like Silence, HMKV im Dortmunder U, 25.08.2012 - 06.01.2013, © Hannes Woidich S. 41 Adam Witkowski, Für Magritte, 2005, Gone to Croatan, Strategien des Verschwindens, HMKV im Dortmunder U, 04.06. - 14.08.2011, © Hannes Woidich S. 43 Ryoichi Kurokawa, rheo: 5 horizons, 2010, Japan Media Arts Festival, 10.09. 02.10.2011, HMKV im Dortmunder U, © Kenshu Shintsubo

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Quellennachweis

S. 45 Norimichi Hirakawa und Houxo Que, days and nights, 2011, Japan Media Arts Festival, 10.09.-02.10.2011, HMKV im Dortmunder U, © Kenshu Shintsubo

S. 69 Stephen Vitiello, World Trade Center Recordings: Winds after Hurricane Floyd, 1999, Sounds Like Silence, HMKV im Dortmunder U, 25.08.2012-06.01.2013, © Hannes Woidich

S. 46 Yasuaki Onishi, restriction sight, 2005, Japan Media Arts Festival, 10.09.-02.10.2011, HMKV im Dortmunder U, © Kenshu Shintsubo

S. 71 Konstantin Raudive, Breakthrough, 1970, Gone to Croatan, Strategien des Verschwindens, HMKV im Dortmunder U, 04.06.-14.08.2011, © Hannes Woidich

S. 47 Yasuaki Onishi, restriction sight, 2005, Japan Media Arts Festival, 10.09.-02.10.2011, HMKV im Dortmunder U, © Kenshu Shintsubo

S. 72 Waves - The Art of the Electromagnetic Society, 10.05.-29.06.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b

S. 49 Joel Cahen: Wet Sounds. ISEA2010 RUHR, 20.-29.August 2010, PACT, Bande – Für Gestaltung!

S. 73 Ergebnisse des internationalen Architektur-Wettbewerbs Arctic Perspective Initiative (API), 2009, Arctic Perspective, 18.06.-10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b

S. 50 Krists Pudzens, Nucleus, ISEA2010 RUHR, Galerie RWE Tower, Dortmund, Bande – Für Gestaltung! S. 51 Voldemars Johansons, Aero Torrents, 2007, Waves - The Art of the Electromagnetic Society, 10.05.-29.06.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 53 UBERMORGEN.COM, DOTOILDOT - BE SOFT!, 2010, The Oil Show, 12.11.2011-19.02.2012, HMKV im Dortmunder U, © Hannes Woidich S. 54 UBERMORGEN.COM, DOTOILDOT - BE SOFT!, 2010, The Oil Show, 12.11.2011-19.02.2012, HMKV im Dortmunder U, © Hannes Woidich S. 55 UBERMORGEN.COM, DOTOILDOT - BE SOFT!, 2010, The Oil Show, 12.11.2011-19.02.2012, HMKV im Dortmunder U, © Hannes Woidich S. 57 labor b S. 59 Frédéric Moser & Philippe Schwinger, Unexpected Rules, 2004, History will repeat itself, Strategien des Reenactment in der zeitgenössischen (Medien-)Kunst und Performance, 09.06.-23.09.2007, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 60 inter-cool 3.0, Jugend - Bild - Medien, 17.09.-28.11.2010, HMKV im Dortmunder U, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 61 Fischli&Weiss, Der geringste Widerstand, 1981, Gone to Croatan, Strategien des Verschwindens, HMKV im Dortmunder U, 04.06.-14.08.2011, © Hannes Woidich S. 63 Der Plan, Copyright Slavery, 2004, ‚Anna Kournikova deleted by Memeright Trusted System‘, Kunst im Zeitalter des ‚Geistigen Eigentums‘, 19.07.-19.10.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b

S. 75 The Wonderful World of irational.org: Tools, Techniques and Events 1996-2006, 30.08. - 29.10.2006, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 77 Saita Kazuki & Soiichiro Mihara & Hiroko Mugibayashi, moids 2.0, ISEA2010 RUHR, Dortmunder Kunstverein, 20.8.-5.9.2010, © Bande für Gestaltung S. 78 Aram Bartholl, 0,16, ISEA2010 RUHR, MKK Dortmund, 23.-27. August 2010, © Bande für Gestaltung S. 79 !Mediengruppe Bitnik und Sven König, Opera Calling, 2007, Crosskick, Sie nennen es Realität: Der Studiengang Medien & Kunst der ZHdK zu Gast im HMKV, 06.10.21.10.2007, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Schau Stierli, www.schaubstierli.com S. 85 ISEA 2010, Dortmund, Germany, Bande – Für Gestaltung! S. 93 Sebastian Lütgert, walser.php, 2002, ‚Anna Kournikova deleted by Memeright Trusted System‘, Kunst im Zeitalter des ‚Geistigen Eigentums‘, 19.07.-19.10.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 101 Sebastian Lütgert, walser.php, 2002, ‚Anna Kournikova deleted by Memeright Trusted System‘, Kunst im Zeitalter des ‚Geistigen Eigentums‘, 19.07.-19.10.2008, HMKV in der PHOENIX Halle Dortmund © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 124 Adam Witkowski, Für Magritte, 2005, Gone to Croatan, Strategien des Verschwindens, HMKV im Dortmunder U, 04.06.-14.08.2011, © Hannes Woidich

S. 64 Tanja Ostojic, Suche Ehemann mit EU Pass, 2005, Agents&Provocateurs, HMKV im Dortmunder U, 14.05.-18.06.2010, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 65 Sounds Like Silence, HMKV im Dortmunder U, 25.08.2012-06.01.2013, © Hannes Woidich S. 67 API-Hydro-1-Garden, 2010, Arctic Perspective, 18.06.-10.10.2010, HMKV in der PHOENIX Halle, © Thomas Wucherpfennig, labor b S. 68 International Tree Climbing Day – Mit Kayle Brandon und Heath Bunting (Bristol) auf Bäume klettern. 17.09.2006, im Rahmen des Irational Action Weekend, 15.09. - 17.09.2006, HMKV © Bozica Babic

91


Chronik


Lagebericht des Vorstandes und Konzernlagebericht

Jahresabschluss und Konzernabschluss 2012

93


Gewinn- und VerlustrechnunG 2012 Anhang 1. Umsatzerlöse

12

Bilanz zum 31. dezemBer 2012 aktiva

2012

2011

T€

T€

120.054

136.534

Anhang a. anlagevermögen

13

858

204

14

25.420

39.779

II. Sachanlagen III. Finanzanlagen

4. Materialaufwand

15

-60.895

-80.069

5. Personalaufwand

16

-108.170

-97.418

17

-17.920

-19.349

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

18

-36.170

-35.988

I. Vorräte

8. Beteiligungsergebnis

19

105.912

110.160

II. Forderungen und sonstige

9. Finanzergebnis

20

-19.664

-26.385

9.425

27.468

III. Wertpapiere

-6.470

IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

21

-7.966

12. Sonstige Steuern

22

-627

42

832

21.040

13. Jahresüberschuss 14. Einstellung in die gesetzliche Rücklage

-42

-1.052

15. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen

4.810

16. Bilanzgewinn

5.600

19.988

T€

719

1.024

131.133

133.544

1.199.865

1.182.267

1.331.717

1.316.835

2

114.024

117.571

3

171.648

149.113

4

21.619

21.618

B. umlaufvermögen

6. Abschreibungen

10. ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

31.12.2011

T€

1

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3. Sonstige betriebliche Erträge

31.12.2012

Vermögensgegenstände

Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

4.313

1.091

311.604

289.393

5

1.672

1.377

6

323

92

1.645.316

1.607.697

31.12.2012

31.12.2011

T€

T€

I. Gezeichnetes Kapital

382.440

382.440

II. Kapitalrücklage

181.586

180.732

c. rechnungsabgrenzungsposten d. aktiver unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Passiva Anhang a. eigenkapital

T€

7

III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Rücklage 2. Andere Gewinnrücklagen IV. Bilanzgewinn

94

4.261

4.219

69.129

59.551 73.390

63.770

5.600

19.988

643.016

646.930

B. zuschüsse

8

5.195

4.458

c. rückstellungen

9

453.952

450.980

d. Verbindlichkeiten

10

539.190

500.693

e. rechnungsabgrenzungsposten

11

3.963

4.636

1.645.316

1.607.697


Konzern-Gewinn- und VerlustrechnunG 2012 Anhang 1. Umsatzerlöse

12

T€

aktiva

2012

2011

T€

T€

1.258.199

1.113.352

-3.978

4.512

II. Sachanlagen III. Finanzanlagen

Anhang a. anlagevermögen

an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen

13

9.428

12.180

4. Sonstige betriebliche Erträge

14

85.983

58.798

5. Materialaufwand

15

-837.254

-696.565

6. Personalaufwand

16

-248.100

-214.348

7. Abschreibungen

17

-88.081

-86.631

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

18

-144.096

-135.646

9. Beteiligungsergebnis

19

50.513

145.701

20

-69.450

-76.563

13.164

124.790

11. ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

180.660

227.044

225.727

III. Wertpapiere

4

21.621

21.621

IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

55.802

62.584

468.739

490.592

5

6.096

6.016

6

2.791

2.760

3.936.732

3.993.046

31.12.2012

31.12.2011

T€

T€

I. Gezeichnetes Kapital der Dortmunder Stadtwerke AG

382.440

382.440

II. Kapitalrücklage

204.959

204.106

c. rechnungsabgrenzungsposten

-11.162 -4.636

14. Aufwendungen aus Gewinnabführung

-15.309

-20.693

d. aktiver unterschiedsbetrag aus

15. Jahresüberschuss

-18.966

88.299

der Vermögensverrechnung

16. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust

18.156

306

19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

463.311

440.299

20. Einstellung in die gesetzliche Rücklage

-42

-1.052

21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen

-14.388

-13.193

4.810

-5.600

-5.600

22. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 23. Ausschüttung Bilanzgewinn DSW21 24. Erfolgsneutrale Veränderung aus Equity-Bilanzierung

684

-1.115

DEW21/Anteil DSW21 26. Bilanzgewinn

Passiva Anhang a. eigenkapital

-143

437.371

463.311

T€

7

III. Erwirtschaftetes Kapital des Konzerns 1. Gewinnrücklagen der Dortmunder Stadtwerke AG

25. Erfolgsneutrale Veränderung

2.296.075 3.493.678

164.272

-4.654

43.972

2.267.405 3.459.106

3

-12.167

-44.633

16.767 1.180.836

2

22

-11.261

13.641 1.178.060

I. Vorräte

21

-10.451

T€

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

13. Sonstige Steuern

17. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn

31.12.2011

T€

B. umlaufvermögen

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

18. Ergebnisanteil des Konzerngesellschafters

31.12.2012 1

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes

10. Finanzergebnis

KonzernBilanz zum 31. dezemBer 2012

2. Bilanzgewinn des Konzerns

73.390

63.770

437.371

463.311 510.761

527.081

IV. Ausgleichsposten für die unmittelbar von der Stadt Dortmund gehaltenen Anteile an den Tochterunternehmen V. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz

15.202

15.204

340.141

371.446

1.453.503

1.500.277

B. zuschüsse

8

82.044

83.896

c. rückstellungen

9

892.890

869.148

d. Verbindlichkeiten

10

1.502.592

1.532.831

e. rechnungsabgrenzungsposten

11

5.703

6.894

3.936.732

3.993.046

95


entwicKlunG des anlaGeVermöGens anschaffungs- und herstellungskosten Stand

Zugang

Abgang Umbuchung

01.01.2012

wertberichtigungen Stand

Stand

31.12.2012

01.01.2012

Zugang

Buchwerte

Abgang Umbuchung

Stand

Stand

Stand

31.12.2012

31.12.2012

31.12.2011

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

T€

6.765

394

240

218

7.137

5.741

734

60

3

6.418

719

1.024

56

a. anlagevermögen i. immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ii. sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen

184.214

770

50

2.336

187.270

151.032

3.818

5

247.556

4.816

6.348

7.324

253.348

166.091

8.830

2.364

33.148

2.023

2.447

-174

32.550

25.484

2.139

1.688

11.233

10.246

476

-9.704

476.151

17.855

9.321

484.467

342.607

14.787

4.057

21.175

154.901

32.369

33.182

172.557

80.791

81.465

25.876

6.674

7.664

11.299

11.233

353.334

131.133

133.544

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

-59

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

11.299

iii. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen

396.906

396.906

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

124.435

124.435

3. Beteiligungen

433.371

11.611

444.982

21.175

1.704

1.704

375.731

375.731

124.435

124.435

443.278

431.667

4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

8.290

5. Wertpapiere des Anlagevermögens

216.749

6. Sonstige Ausleihungen

96

45.999

30.000

8.290

8.290

8.290

232.748

232.748

216.749

25.821

487

10.543

15.765

426

44

382

15.383

25.395

1.205.572

58.097

40.543

1.223.126

23.305

44

23.261

1.199.865

1.182.267

1.688.488

76.346

50.104

1.714.730

371.653

4.161

383.013

1.331.717

1.316.835

15.521


entwicKlunG des KonzernanlaGeVermöGens anschaffungs- und herstellungskosten Stand

Zugang

Abgang Umbuchung

01.01.2012 T€

T€

T€

T€

wertberichtigungen Stand

Stand

Zugang

31.12.2012

01.01.2012

T€

T€

T€

12.699

8.690

2.601

1.049

39.083

27.621

2.587

298

Buchwerte

Abgang Umbuchung

Stand

Stand

Stand

31.12.2012

31.12.2012

31.12.2011

T€

T€

T€

944

9.634

3.065

4.009

146

1.195

1.406

1.539

29.913

9.170

9.750

40.742

13.641

16.767

701.333

696.702

705.167 313.830

T€

T€

a. anlagevermögen i. immaterielle Vermögensgegenstände 1. Firmenwert 2. Gegebene Baukostenzuschüsse

12.699 2.588

13

37.371

2.070

527

54.127

2.083

527

-1.300

54.383

37.360

3.677

298

1.379.339

18.610

4.488

4.574

1.398.035

674.172

28.256

1.151

1.243.241

27.929

2.300

5.833

1.274.703

929.411

32.854

2.299

959.966

314.737

292.469

5.771

8.879

9.817

299.178

201.276

9.693

2.371

208.598

90.580

91.193

45.247

3.789

811

31

48.256

33.634

2.170

783

35.021

13.235

11.613

156.836

7.829

7.056

2.621

160.230

123.785

9.031

6.103

126.654

33.576

33.051

25.982

25.382

558

-21.576

29.230

29.230

25.982

3.143.114

89.310

24.092

1.300

3.209.632

1.962.278

82.004

12.707

2.031.575

1.178.060

1.180.836

1. Anteile an assoziierten Unternehmen

1.310.892

15.365

518

8.375

1.334.114

15.103

744

15.847

1.318.267

1.295.789

2. Anteile an Beteiligungsunternehmen

181.401

1.663

15

-8.375

174.674

41

63.948

63.989

110.685

181.360

3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

169

3

4. Geleistete Anzahlungen und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

1.469

1.469

-1.469

ii. sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

56

2. Technische Anlagen und Maschinen a) der Versorgungsbetriebe b) der Verkehrsbetriebe c) Gemeinsam 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

-59

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau iii. Finanzanlagen

3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

207.848

19.274

1.016

226.106

1.260

197

1.457

224.649

206.588

4. Wertpapiere des Anlagevermögens

577.238

50.836

38.115

589.959

108

20

21

107

589.852

577.130

36.141

1.494

12.536

25.099

933

280

66

1.147

23.952

35.208

2.313.520

88.632

52.200

2.349.952

17.445

65.189

87

82.547

2.267.405

2.296.075

5.510.761

180.025

76.819

5.613.967

2.017.083

150.870

13.092

2.154.864

3.459.106

3.493.678

5. Sonstige Ausleihungen

97


Konzern-KaPitalFlussrechnunG zum 31. dezemBer 2012 31.12.2012

31.12.2011

T€

T€

(einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern)

-18.966

88.299

Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens

150.870

89.216

24.586

6.645

cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Periodenergebnis

Zunahme (+)/Abnahme (-) der Pensionsrückstellungen Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen

-844

-30.830

-8.664

-8.648

644

1.016

21.510

30.945

Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva

-23.633

2.920

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

145.503

179.563

cashflow aus der investitionstätigkeit Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens zuzüglich erhaltene Zuschüsse Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens

17.553

13.312

-89.310

-117.211

229

23

Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen

-2.083

-4.593

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens

52.113

19.056

-94.498

-112.580

-115.996

-202.185

Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Auszahlungen (-) für Finanzforderungen und Wertpapieren Cashflow aus der Investitionstätigkeit

-192

cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten

853

819

-5.600

-5.600

71.495

188.488

-79.292

-112.070

Ausschüttungen (-) der Tochtergesellschaften an Dritte

-23.745

-39.259

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

-36.289

32.378

Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten

Finanzmittelfonds am ende der Periode Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds

-6.782

9.756

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode

62.584

52.828

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

55.802

62.584

Liquide Mittel

55.802

62.584

Finanzmittelfonds am Ende der Periode

55.802

62.584

zusammensetzung des Finanzmittelfonds

98


Konzern-eiGenKaPitalsPieGel

stand 01.01.2011

Gezeichnetes

Kapital-

Gewinn-

Kapital

rücklage

rücklagen

Ausgleichs-

Konzern-

stadt dort-

posten für

eigenkapital

von der Stadt Dort-

mund als

Anteile in

mund gehaltenen

alleingesell-

Fremdbesitz

Anteile an Tochter-

schafter von

unternehmen

dsw21

Mio. €

Mio. €

Mio. €

Mio. €

Mio. €

Mio. €

Mio. €

382,4

203,3

49,5

440,2

15,2

1.090,6

366,6

1.457,2

-5,6

-39,4

-45,0

13,2

-13,2

-5,6

Einstellung in Gewinnrücklagen Kapitaleinzahlungen

0,0

0,8

Jahresüberschuss

0,8 1,1

Erfolgsneutrale Veränderungen 382,4

204,1

44,0

44,3

-1,0

-1,0

-0,1

-1,1

1.128,8

371,4

1.500,2

-5,6

-23,5

-29,1

463,3

14,4

-14,4

-4,8

4,8

15,2

-5,6

Einstellung in Gewinnrücklagen Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen Kapitaleinzahlungen

0,9

0,9

Jahresüberschuss Erfolgsneutrale Veränderungen 382,4

205,0

0,8

42,9

63,8

Gewinnausschüttungen

stand 31.12.2012

anteil der

für die unmittelbar

Mio. € Gewinnausschüttungen

stand 31.12.2011

Bilanzgewinn Ausgleichsposten

73,4

88,3

0,9

-11,3

-11,3

-7,7

0,6

0,6

-0,1

0,5

1.113,4

340,1

1.453,5

437,4

15,2

-19,0

99


100


anhang und Konzernanhang 101


Anhang und Konzernanhang allgemeine Grundsätze

Dortmunder Hafen AG, Dortmund, (Dortmund Hafen) DE Infrastruktur GmbH, Dortmund

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss von DSW21 für das Geschäftsjahr 2012 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen im Einzel- und Konzernabschluss sind nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Interesse einer klaren Darstellung einzelne Posten zusammengefasst. Der gesonderte Ausweis dieser Posten erfolgt in den jeweiligen Abschnitten des Anhangs. Die Betragsangaben erfolgen in tausend € (T€). Der Anhang von DSW21 und der Konzernanhang sind zusammengefasst. Aussagen im Anhang betreffen, sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, DSW21 und den Konzern. Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses sind in der Regel in den Anhang aufgenommen. Die Ziffern in den Vorspalten der Bilanzen bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen beziehen sich auf entsprechende Erläuterungen im Anhang. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Konsolidierungskreis Zum DSW21-Konzern gehörten am 31. Dezember 2012 neben dem Mutterunternehmen zwanzig Tochter- und dreizehn weitere Konzernunternehmen:

1. Verbundene Unternehmen

Beteiligungsquote in Prozent

Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, Dortmund, (DEW21) Dortmunder Energie- und Wasserversorgung – Netz GmbH, Dortmund, (DEW21-Netz) StadtEnergie GmbH, Dortmund energieplus GmbH, Dortmund DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund Windkraft Alsleben 1 GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen Windkraft Netzbetrieb GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen Erste ENP Windpark Alzheim GmbH & Co. KG, Osnabrück Windfarm Rothenkopf GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen DEW21 Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund

102

53,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00

98,33 81,00

Flughafen Dortmund GmbH, Dortmund, (Dortmund Airport) Flughafen Dortmund Handling GmbH, Dortmund

74,00 100,00

H-Bahn-Gesellschaft Dortmund mbH, Dortmund, (H-BAHN21)

100,00

Stadtkrone Ost Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund

55,00

Stadtkrone Ost Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, Dortmund, (Stadtkrone Ost)

55,00

DOGEWO Dortmunder Gesellschaft für Wohnen mbH, Dortmund, (DOGEWO21)

90,00

DOKOM Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Dortmund, (DOKOM21) (davon 11,29 Prozent DEW21)

97,94

Westfalentor 1 GmbH, Dortmund, (Westfalentor)

100,00

Phoenix See Entwicklungsgesellschaft mbH, Dortmund, (PHOENIX See)

100,00

KEB Holding AG, Dortmund, (KEB)

65,12

Hohenbuschei Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund

51,00

Hohenbuschei GmbH & Co. KG, Dortmund, (Hohenbuschei)

51,00

2. Assoziierte Unternehmen Wasser und Gas Westfalen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bochum

50,00

Wasser und Gas Westfalen GmbH & Co. Holding KG, Bochum, (WGW)

50,00

Stadtwerke Schwerte GmbH, Schwerte (davon 47,00 Prozent über Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG) (davon 25,00 Prozent DEW21)

50,00

Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG, Schwerte (davon 25,00 Prozent DEW21)

50,00

EDG Holding GmbH, Dortmund, (EDG)

49,00

rku.it GmbH, Herne (davon 20,00 Prozent DEW21)

40,00

RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Dortmund, (RWEB) (über KEB)

34,41

KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen, (KSBG) (davon 18,00 Prozent DEW21)

36,00

KGE – Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG, Gronau-Epe (KGE) 25,00 (über DEW21) 3. Gemeinschaftsunternehmen Wasserwerke Westfalen GmbH, Dortmund, (WWW)

50,00

(über DEW21)

Die Konsolidierung der Tochtergesellschaften von DEW21 erfolgte auf Grundlage eines Teil-Konzernabschlusses von DEW21, wobei die KGE – Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe GmbH & Co. KG erstmals konsolidiert wurde.


anhanG und KonzernanhanG Die Einbeziehung der Wasserwerke Westfalen erfolgte im Wege der Quotenkonsolidierung.

unmittelbar mit 1 2/3 Prozent an Dortmund Hafen, mit 26 Prozent unmittelbar an Dortmund Airport und mit 0,01 Prozent an der KEB beteiligt.

Die Equity-Bilanzierung der EDG, der WGW und der KSBG erfolgte auf Grundlage des jeweiligen Konzernabschlusses. Mit Dortmund Hafen, Dortmund Airport, PHOENIX See sowie H-BAHN21 bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Mit DEW21 und DOKOM21 bestehen Ergebnisabführungsverträge. DEW21 hat mit DEW21-Netz, der DEW21-Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH und der energieplus GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Zwischen Dortmund Airport und der Flughafen Dortmund Handling GmbH besteht ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode – Buchwertmethode – bewertet. Die Anschaffungskosten der Anteile werden mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt verrechnet.

Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die ab 2010 erworbenen Beteiligungen nach der Neubewertungsmethode; die übrigen, vor 2009 erworbenen Beteiligungen wurden weiterhin auf Basis der Buchwertmethode konsolidiert. Passive Unterschiedsbeträge zwischen Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital werden im Bilanzgewinn des Konzerns ausgewiesen, da es sich um realisierte Gewinne handelt. Aktive Unterschiedsbeträge wurden den Vermögenspositionen der Tochterunternehmen (Grundstücke, Windkraftanlagen, Gebäude, Beteiligungen) entsprechend den enthaltenen stillen Reserven zugeordnet. Die Abschreibung im Konzernabschluss erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Soweit keine Zuordnung zu Vermögenspositionen möglich war, erfolgte ein Ausweis als Firmenwert. Die aus Erstkonsolidierungen vor 2009 stammenden Firmenwerte werden über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Ansonsten wurden die nach den Maßgaben des Mutterunternehmens in Ansatz und Bewertung vereinheitlichten Bilanzen bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter Aufrechnung der einander entsprechenden Posten zusammengefasst. Aus Konzernsicht waren Zwischengewinne im Anlagevermögen, bei Rückstellungen sowie bei Ertragszuschüssen zu konsolidieren. Darüber hinaus wurden Zwischenergebnisse bei konzernintern gelieferten und zum 31. Dezember 2012 bilanzierten Vermögensgegenständen wegen Geringfügigkeit nicht eliminiert. Ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sind dem Konzerngesellschafter zugerechnet. Der Alleingesellschafter von DSW21, die Stadt Dortmund, ist

Die sich aus der Erstkonsolidierung der Stadtwerke Schwerte und der rku.it ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert betrachtet. Die Firmenwerte werden über fünfzehn Jahre linear abgeschrieben. Die Konsolidierung der KSBG erfolgte unter Verwendung des IFRS-Konzernabschlusses der KSBG zum 31. Dezember 2012. Der sich aus der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2011 ergebende passive Unterschiedsbetrag wird entsprechend der voraussichtlichen Nutzung aufgelöst.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind anhand ihrer Anschaffungskosten erfasst und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. In der Regel wird spätestens für das Jahr nach der Vollabschreibung der Abgang angenommen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden auf der Grundlage ihrer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Kosten der Fremdfinanzierung bleiben – mit Ausnahme bei DOGEWO21 – außer Ansatz. Eigene Leistungen werden nach steuerlichen Grundsätzen in die Herstellungskosten einbezogen. Kapitalzuschüsse werden spätestens als (wertmäßiger) Abgang verrechnet, wenn der bezuschusste Vermögensgegenstand in die abgerechneten Sachanlagen umgebucht wird. Die planmäßigen Abschreibungen der Zugänge im Sachanlagevermögen erfolgten im Berichtsjahr linear entsprechend den betrieblichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen auf Zugänge bei DEW21 erfolgten entsprechend dem unterstellten Werteverzehr weiterhin degressiv. Die Zugänge der Vorjahre werden weiterhin planmäßig entweder linear oder degressiv abgeschrieben mit späterem Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Die Abschreibungssätze der degressiven Abschreibung orientieren sich dabei je nach Zugangsjahr an den steuer103


Anhang und Konzernanhang lich festgesetzten prozentualen Höchstgrenzen. Die planmäßigen Abschreibungen basieren – mit Ausnahme von DEW21 – grundsätzlich auf den betrieblichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerlich geforderten Mindestnutzungsdauern. Bei DEW21 werden die Zugänge des Geschäftsjahres überwiegend degressiv, unabhängig von der steuerlichen Behandlung, unter Berücksichtigung anerkannter Nutzungsdauern abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelanschaffungspreis von 150,- € bis 1.000,- € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; z. T. erfolgt eine Poolbildung gem. § 6 Abs. 2a EStG. Für die Darstellung im Anlagengitter (Entwicklung des Anlagevermögens) wird unterstellt, dass diese Wirtschaftsgüter im Folgejahr ausscheiden. Zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten und zur Bildung von Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB vgl. (25). Anteile an anderen Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet, ggf. vermindert um Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Langlaufende unverzinsliche und niedrig verzinsliche Darlehen an Werksangehörige werden unter Anlegung eines Zinssatzes von 5,5 Prozent abgezinst. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit gewichteten durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die übrigen Vorräte (fertige Erzeugnisse und Waren) werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Ungängige Materialien werden entsprechend ihrer eingeschränkten Nutzbarkeit abgewertet. Einige Ersatzteilläger werden als Festwert geführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die ab 30. September 2008 in zehn Jahresraten zu erstattenden Körperschaftsteuerguthaben sind mit ihrem Barwert angesetzt.

104

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert. Zuschreibungen werden aufgrund des Wertaufholungsgebotes vorgenommen. Die bis zum Geschäftsjahr 2002 erhaltenen Baukostenzuschüsse werden mit jährlich 5 Prozent ihres Ursprungsbetrages ergebniswirksam aufgelöst, für Zugänge ab 2003 erfolgt eine Auflösung nach Maßgabe der auf die Hausanschlüsse verrechneten Abschreibungssätze. Rückstellungen für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten sowie für 2012 vorgesehene, aber bis März 2013 auszuführende Instandhaltungsmaßnahmen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB die bei der Bewertung zu berücksichtigende Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre vorgenommen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden ebenfalls berücksichtigt. Für Verluste von Dortmund Airport hat DSW21 eine Rückstellung in Höhe des für 2013 erwarteten Fehlbetrages gebildet, die im Konzernabschluss zu eliminieren war. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der »Projected-Unit-Credit-Methode« errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die »Richttafeln 2005« von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Marktzinssatz von 5,05 Prozent bei der Bewertung zugrundegelegt. Gehaltsanpassungen sind mit 2,5 Prozent, bei den Tochtergesellschaften z. T. mit 2,0 Prozent, und Rentenanpassungen mit 2,0 Prozent p. a. eingerechnet. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften sind auch Verpflichtungen für Deputate und Altersübergangsgeld im Ansatz berücksichtigt. Das bei der Berechnung berücksichtigte frühestmögliche Renteneintrittsalter wurde aufgrund der demografischen und tatsächlichen Entwicklung von 63 auf 64 Jahre erhöht. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.


anhanG und KonzernanhanG 1| anlagevermögen

Tabelle 2 zu (1) Der Bilanzposten A.II.2. gliedert sich wie folgt:

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist für DSW21 und den Konzern auf den Seiten 96/97 dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel als Zugang zu den Wertberichtigungen ausgewiesen. Zu den Investitionen des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

DSW21 31.12.2012

Konzern

31.12.2011

31.12.2012

31.12.2011

T€ 1. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr

9.995

7.649

12.558

9.655

70.796

73.816

70.868

73.908

7.156

7.581

80.791

81.465

90.582

91.144

3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 1. oder 2. gehören Technische Anlagen und Maschinen

Die im Konzern ausgewiesenen Firmenwerte stammen von DOKOM21 (2,7 Mio. €) und WWW (0,4 Mio. €) und werden planmäßig über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Der bei der Erstkonsolidierung der Windkraft Alsleben 1 GmbH & Co. KG entstandene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von rund 15,4 Mio. € wurde den Windkraftanlagen zugeordnet und über die Restnutzungsdauer der Windkraftanlagen abgeschrieben (Stand 31. Dezember 2012: 12,3 Mio. €). Die analoge Behandlung gilt für die bei der Erstkonsolidierung der Erste ENP Windpark Alzheim GmbH & Co. KG und der Windfarm Rothenkopf GmbH Co. KG enstandenen aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von 0,1 Mio. € bzw. 0,4 Mio. €. Die Angaben nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen sind in den Tabellen 1 und 2 zu (1) dieses Anhangs enthalten.

Tabelle 1 zu (1) Im Bilanzposten A.II. sind enthalten: DSW21 31.12.2012

Zu den verbundenen Unternehmen siehe Seite 102 dieses Anhangs. Zu den assoziierten Unternehmen siehe Seite 102 dieses Anhangs. DSW21 und DEW21 haben sich in 2010 mit jeweils 18 Prozent an der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG beteiligt. Das Unternehmen hat in 2011 51 Prozent der STEAG GmbH erworben. DSW21 und DEW21 haben jeweils 36,1 Mio. € in die Beteiligung an der KSBG investiert. Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (2. März 2011) ergab sich als Differenz zwischen den Anschaffungskosten der KSBG (71,9 Mio. €) und dem anteiligen Konzerneigenkapital der KSBG von 213,7 Mio. € ein passiver Unterschiedsbetrag von 141,8 Mio. €. Entsprechend der Entwicklung in 2012 wurde er mit 14,2 Mio. € zugunsten des Ergebnisses aus Equity-Beteiligungen aufgelöst. Zum 31. Dezember 2012 beträgt der nicht bilanzierte passive Unterschiedsbetrag 113,4 Mio. €. Im Berichtsjahr hat DSW21 11,5 Mio. € in die Kapitalrücklage der WGW eingezahlt.

Konzern

31.12.2011

der Verkehrsbetriebe

31.12.2012

31.12.2011

T€ Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten

13.991

13.644

180.442

188.858

Bahnkörper und Bauten des Schienenweges

18.285

19.444

19.988

21.664

DSW21 und DEW21 haben jeweils 0,1 Mio. € Kapitaleinlagen in die KSBG geleistet. Vom ausgewiesenen Bilanzwert der assoziierten Unternehmen von 1.318,3 Mio. € entfallen 849,8 Mio. € auf die RWEB, 313,4 Mio. € auf die WGW sowie 74,5 Mio. € auf die KSBG. Im Konzernabschluss werden den Beteiligungsbesitz an der RWE AG verkörpernde Anteile am assoziierten Unternehmen REWB GmbH & Co. KG 105


Anhang und Konzernanhang mit Buchwerten von 849,8 Mio. €, Anteile aus Beteiligungen an der RW Holding AG mit einem Buchwert von 102,1 Mio. € sowie als Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, an die RWEB ausgeliehene RWE-Aktien mit einem Buchwert von 109,6 Mio. € sowie an die RWH KG ausgeliehene RW Holding-Aktien von 0,3 Mio. € ausgewiesen. Bei der Beteiligung an der RW Holding AG und den an die RWH KG ausgeliehenen RW Holding-Aktien wurde vom Wahlrecht zur außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht und eine Abschreibung auf den dahinter stehenden Kurswert der RWE-Aktie am 31. Dezember 2012 von 31,24 € in Höhe von 64,1 Mio. € vorgenommen. Für die im Einzelabschluss von DSW21 ausgewiesene direkte bzw. indirekte Beteiligung an der RWE AG (22.675.446 RWE-Aktien) beträgt die stille Reserve am 31. Dezember 2012 512,8 Mio. €. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen enthalten unverändert Ausleihungen an die KEB von 87,9 Mio. € sowie seit 2011 Ausleihungen an DEW21 zur Finanzierung des von DEW21 erworbenen Anteils an der KSBG von 36,5 Mio. €.

Im Konzern kommen fünf Wertpapier-Spezialfonds bei DEW21 (Gesamtbuchwert: 335,7 Mio. €; Marktwert: 398,4 Mio. €; Ausschüttungen in 2012: 2,5 Mio. €) hinzu. Dortmund Hafen weist einen Wertpapier-Spezialfonds (Buchwert: 14,1 Mio. €; Marktwert: 23,3 Mio. €; Ausschüttung in 2012: 0,3 Mio. €) aus. Die Wertpapiere dienen im Wesentlichen der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Dabei werden die Wertpapiere bei einer Anlagestrategie mittleren Risikogrades mit dem Ziel angelegt, solide Renditen zu erwirtschaften. Die Anlagepolitik der Spezialfonds sieht vor, dass maximal 30 Prozent bzw. 40 Prozent des Gesamtfondsvermögens in Aktien investiert werden dürfen. Bei den sonstigen Ausleihungen sind betragsmäßig Schuldscheindarlehen (DSW21: 13,2 Mio. €), unverzinsliche und niedrig verzinsliche Baulohnvorschüsse an Werksangehörige (DSW21: 2,2 Mio. €, Konzern: 4,7 Mio. €) sowie Darlehen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen (5,9 Mio. €) bei DEW21 von Gewicht.

2| Vorräte DSW21

Unter den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden 314.779 Stück RWE-Aktien von DSW21 (Buchwert 8,3 Mio. €) ausgewiesen, die im Rahmen eines Wertpapier-Leihgeschäftes an die RWEB übertragen wurden. Im Konzern sind hier weitere von der KEB an die RWEB ausgeliehene 3.022.488 RWE-Aktien (Buchwert 109,6 Mio. €) enthalten. Hinzu kommt ein Gesellschafterdarlehen von DEW21 an die Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG (106,5 Mio. €). Als Wertpapiere des Anlagevermögens werden bei DSW21 im Schwerpunkt Anteile an vier Wertpapier-Spezialfonds (Gesamtbuchwert: 135,1 Mio. €; Marktwert: 223,3 Mio. €; Ausschüttungen in 2012: 7,4 Mio. €) sowie ein Wertpapier-Depot ausgewiesen. Das Wertpapier-Depot enthält Anleihen der DEPFA Bank Plc. (Tochter der Hypo Real Estate Holding AG) von 30,0 Mio. €, bei denen die Kurswerte zum 31.12.2012 bei 8,5 Mio. € liegen. Trotz der derzeitigen fortgesetzten Bemühungen um die europäische Finanzstabilität werden an den Finanzmärkten, insbesondere bei Fälligkeiten nach 2013 weiterhin hohe Risikoabschläge vorgenommen. Ein Ausfall der vorstehenden Anleihen ist derzeit nicht zu erwarten, so dass eine Abwertung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB zum 31. Dezember 2012 nicht vorgenommen wurde. 106

2012

Konzern 2011

2012

2011

T€ 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

7.602

7.382

14.299

14.917

106.422

110.189

144.347

157.546

3. Unfertige Leistungen

1.758

6.572

4. Fertige Erzeugnisse und Waren

2.809

281

5. Geleistete Anzahlungen

1.059

1.344

114.024

117.571

164.272

180.660

2. Grundstücke

Von Bedeutung sind vor allem die Materialläger für die Versorgungs- und Verkehrsbetriebe (Verbrauchs- und Reparaturmaterial, Treibstoffe, Reserveteile). Als Waren weist DSW21 im Wesentlichen das Grundstück Phoenix See einschließlich der Entwicklungskosten, abzüglich Zuschüsse, Abschreibungen und der verkauften Grundstücke aus. Hinzu kommen die in 2010 von der Stadt Dortmund erworbenen Grundstücke in Dortmund-Wickede. Im Konzern werden zusätzlich die zur Vermarktung vorgesehenen Grundstücke von Stadtkrone Ost, DOGEWO21 und Hohenbuschei ausgewiesen. Des Weiteren sind hier die Lagerbestände für die Strom- und Erdgasversorgung sowie den Kundendienst von DEW21 erfasst.


anhanG und KonzernanhanG 3| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände DSW21 2012

steuer und einbehaltener Kapitalertragsteuer sowie Zinsabschlagsteuer (21,3 Mio. €).

Konzern

2011

2012

2011

T€ 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

4.509

6.065

86.053

69.051

66.911

52.857

28.754

32.958

37.330

44.836

71.474

57.233

103.661

111.840

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. Sonstige Vermögensgegenstände davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

(1.091)

(1.239)

(1.850)

(2.037)

171.648

149.113

227.044

225.727

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen vor allem die Forderungen von DSW21 • aus der unentgeltlichen Beförderung von Schwerbehinderten, • aus der Verkaufsabrechnung für Verkehrsleistungen und an das die Verkehrsmittelwerbung betreuende Unternehmen sowie • aus Arbeiten und Lieferungen im Nebengeschäftsbereich. Im Konzern treten als wesentliche Posten Forderungen von DEW21 aus der abgerechneten Energie- und Wasserlieferungen sowie aus Nebengeschäften, von Dortmund Hafen aus Hafenbetrieb und Liegenschaftsverwaltung, von Dortmund Airport gegen Luftfahrtgesellschaften, von DOKOM21 aus Telekommunikationsleistungen sowie von DEW21-Netz aus Netznutzungsentgelten hinzu. Soweit notwendig, wurden die Forderungen wertberichtigt. Bei DSW21 bestehen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Wesentlichen aus Ansprüchen auf Gewinnausschüttung/-abführung sowie aus Steuerumlagen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen im Wesentlichen den Gewinnanspruch von DSW21 gegenüber der WGW, nach Saldierung mit Verbindlichkeiten aus anrechenbaren Steuern (24,5 Mio. €). In den sonstigen Vermögensgegenständen von DSW21 bilden anrechenbare Steuern und Solidaritätszuschlag (46,2 Mio. €) den Schwerpunkt. Hinzu treten im Konzern die Erstattungsansprüche der KEB aus Körperschaft-

Daneben sind wesentlich: • Forderung aus der Besicherung von Zinsderivaten (18,8 Mio. €) bei DSW21, • Abgegrenzte Zinserträge (1,3 Mio. €) für Ausleihungen und Wert­ papiere des Umlaufvermögens bei DSW21, • Forderungen aus Abschlagszahlungen an fremde Netzbetreiber (2,5 Mio. €) bei DEW21, • Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben (Barwerte) bei DSW21 (1,2 Mio. €) und DEW21 (0,5 Mio. €), • Vorsteuer­Erstattungsansprüche bei DEW21­Netz (1,8 Mio. €), • Debitorische Kreditoren (1,1 Mio. €) bei DEW21.

4| wertpapiere Es handelt sich ausschließlich um sonstige Wertpapiere im Sinne der Bilanzgliederung des Handelsgesetzbuches. Bei der Bewertung wurden die niedrigeren Kurswerte und das Wertaufholungsgebot beachtet.

5| rechnungsabgrenzungsposten Der Posten enthält im Wesentlichen voraus gezahlte Pensionen und Sozialversicherungsbeiträge für Versorgungsbezügeempfänger sowie ein Disagio bei DOGEWO21 (0,3 Mio. €) und der Windkraft Alsleben 1 GmbH & Co. KG (0,2 Mio. €), der Windfarm Rothenkopf GmbH & Co. KG (0,2 Mio. €) und der erste ENP Windpark Alzheim GmbH & Co. KG (0,3 Mio. €).

6| aktiver unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 f HGB sind Vermögensgegenstände bei DSW21 in Höhe von 2,7 Mio. € (im Konzern: 13,8 Mio. €), in Form von Wertpapieren und Festgeldern, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und dazu dienen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen zu decken, mit Rückstellungen aus diesen Verpflichtungen in Höhe von 2,4 Mio. € (im Konzern: 11,0 Mio. €) saldiert worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens 107


Anhang und Konzernanhang erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, der nahezu den Anschaffungskosten entspricht.

7| eigenkapital Das Grundkapital von DSW21 zum Bilanzstichtag (382,44 Mio. €) umfasst 76.488 Namensaktien zu je 5.000,- €. Alleinige Aktionärin ist die Stadt Dortmund.

Anteile in Fremdbesitz enthält die von fremden Dritten gehaltenen Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Konzernunternehmen per 31. Dezember 2012. Auf die Anteile Dritter an der KEB entfallen hierbei 243,6 Mio. €.

8| zuschüsse DSW21 2012

Konzern

2011

2012

2011

76.613

76.602

T€

In die Kapitalrücklage von DSW21 wurden während des Geschäftsjahres 0,9 Mio. € eingestellt. Der Betrag resultiert aus der Umlagenabrechnung der Gebietskörperschaften für die Verkehrsleistungen im Verbundraum. Die Kapitalrücklage des Konzerns enthält in der Hauptsache die Kapitalrücklage von DSW21. Daneben wird der dem Beteiligungssatz von DSW21 an den Tochterunternehmen entsprechende Anteil an den in den Geschäftsjahren 1987 bis 1996 erfolgten Bewegungen der Kapitalrücklage von Dortmund Hafen sowie an den in den Geschäftsjahren 1992/93 und 1998 erfolgten Aufstockungen des Stammkapitals bei Dortmund Airport durch die Stadt Dortmund hier erfasst.

1. Baukostenzuschüsse

2. Noch nicht verrechnete Investitionszuschüsse

5.195

4.458

5.431

7.294

5.195

4.458

82.044

83.896

Die von DEW21-Kunden bis 2002 für den Anschluss an die Netze gezahlten Baukostenzuschüsse wurden mit 4,9 Mio. € planmäßig zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Die ab 2003 vereinnahmten Zuschüsse wurden mit 3,8 Mio. € zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Bei den noch nicht verrechneten Investitionszuschüssen von DSW21 stehen sich Zugänge von 5,3 Mio. € und Verrechnungen von 4,2 Mio. € gegenüber.

In die gesetzliche Rücklage innerhalb der Gewinnrücklagen wurde der zwanzigste Teil des Jahresüberschusses 2012 eingestellt (42 T€). Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2012 wurde eine Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen von 4.810 T€ berücksichtigt.

Die am Bilanzstichtag noch nicht verrechneten Zuschüsse betreffen im Wesentlichen die Erneuerung von Fahrtreppen (2,4 Mio. €) sowie die betriebstechnische Ausrüstung der Ost-West-Strecke (1,6 Mio. €).

Vom Bilanzgewinn 2011 von DSW21 in Höhe von 19.988 T€ wurden 5.600 T€ an die Stadt Dortmund ausgeschüttet und 14.388 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

DEW21 flossen als Investitionszuschuss für die Erweiterung, Verstärkung und Modernisierung der Versorgungsanlagen 1,5 Mio. € zu, verrechnet wurden 1,8 Mio. €.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist auf Seite 99 dargestellt.

9| rückstellungen

Der Bilanzgewinn des Konzerns enthält einen Gewinnvortrag von 463.311 T€.

DSW21 2012

Der Ausgleichsposten für die unmittelbar von der Stadt Dortmund gehaltenen Anteile an den Tochterunternehmen umfasst 1 2/3 Prozent des in der Bilanz von Dortmund Hafen, 26 Prozent des in der Bilanz von Dortmund Airport und 0,01 Prozent des in der Bilanz der KEB zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Eigenkapitals (siehe Seite 99). Der Ausgleichsposten für 108

Konzern

2011

2012

2011 660.457

T€ 1. Rückstellungen für Pensionen

345.477

341.862

685.043

2. Steuerrückstellungen

58.963

62.703

14.209

27.922

3. Sonstige Rückstellungen

49.512

46.415

193.638

180.769

453.952

450.980

892.890

869.148


anhanG und KonzernanhanG Die Pensionsrückstellungen bei DSW21 und im Konzern wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) berechnet. Der Versorgungsanteil der Pensionsrückstellung ist im Personalaufwand, und der Zinsanteil im Finanzergebnis erfasst. In den Personalrückstellungen bei DSW21 sind 1,3 Mio. € (im Konzern: 17,4 Mio. €) aus Altersteilzeitregelungen am Bilanzstichtag enthalten. Insolvenzgesicherte Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von 2,4 Mio. € bei DSW21 sind unter der Position »Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung« mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet worden. Im Konzern sind dies 11,0 Mio. €. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen die voraussichtlichen Steuerbelastungen für Betriebsprüfungsrisiken der Jahre 2009 bis 2012 sowie latente Steuern gegenüber DEW21. Im Konzern ist die Rückstellung für latente Steuern zu konsolidieren. Mit den sonstigen Rückstellungen wird den am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung getragen. Vom Betrag her bedeutsam sind Rückstellungen • für Personalkosten (Altersteilzeit, Vorruhestand, Resturlaub, Mehrarbeit, variable Bezüge November/Dezember, Verdienstsicherung, Jubiläumszuwendungen, Leistungsprämien), • für drohende Verluste aus der Gekko­Position (DEW21), • für die Rückzahlung von Fördermitteln (DEW21), • für Energiebezugskosten (DEW21), • für Haftpflichtschäden/­prämien (DSW21 und DEW21), • für Risiken aus der Preisgleitklausel (DEW21), • für die Abrechnungsverpflichtung gegenüber Energie­ und Wasserkunden aus rollierender Abrechnung (DEW21), • für ausstehende Rechnungen, • für zukünftige Flughafenverluste, • für Archivierungskosten, • für Übersteigerausgleich, • für kommunalen Schadensausgleich (DEW21). Soweit die Rückstellungen Beziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften betreffen, werden diese konsolidiert.

10| Verbindlichkeiten Tabelle 1 zu (10) Verbindlichkeiten dsw21 Gesamt

davon mit einer Restlaufzeit

Gesamt

31.12.2012 bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2011 T€ 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

414.600

167.133

153.117

94.350

402.828

536

536

703

9.730

9.730

6.525

36.153

36.153

25.273

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

869

869

418

77.302

62.691

14.030

581

64.946

davon aus Steuern

(7.213)

(7.213)

(–)

(–)

(7.078)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

(1.783)

(621)

(581)

(581)

(2.324)

539.190

277.112

167.147

94.931

500.693

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Gesamt

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen DSW21, Dortmund Airport, DEW21, DEW21 Windkraftgesellschaft mbH & Co. KG, die Windkraft Alsleben 1 GmbH & Co. KG, die Erste ENP Windpark Alzheim GmbH & Co. KG, die Windfarm Rothenkopf GmbH & Co. KG, Stadtkrone Ost, Westfalentor, Hohenbuschei, KEB sowie DOGEWO21. DSW21 hat als Sicherheit für einen Lombardkredit in Höhe von 48,0 Mio. € seine Anteile an einem Wertpapier-Spezialfonds sowie 37.500 Stück Aktien der Gelsenwasser AG verpfändet. Für Darlehen in Höhe von 131,6 Mio. €, die im Rahmen von drei Wertpapier-Pensionsgeschäften gewährt wurden, hat DSW21 zwei Wertpapier-Depots und seine Anteile an zwei Wertpapier-Spezialfonds verpfändet. Für ein Darlehen in Höhe von 9,0 Mio. € hat DSW21 seine Anteile an einem weiteren Wertpapier-Spezialfonds verpfändet. DEW21 hat für Darlehen in Höhe von 106,5 Mio. € entsprechende Anteile an drei Wertpapier-Spezialfonds verpfändet. Zur Sicherung von Darlehen bei Dortmund Airport in Höhe von 60,1 Mio. € hat die Stadt Dortmund eine modifizierte Ausfallbürgschaft übernommen. Bei DOGEWO21 sind Darlehen in Höhe von 423,3 Mio. € und bei Westfalentor in Höhe von 10,1 Mio. € grundpfandrechtlich gesichert. Die langfristigen Darlehen der Windparkgesellschaften in Höhe von 47,8 Mio. € 109


Anhang und Konzernanhang Tabelle 2 zu (10) Verbindlichkeiten Konzern Gesamt

davon mit einer Restlaufzeit

Gesamt

davon durch Pfandrechte u. ä. Rechte gesichert

31.12.2012 bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2011

31.12.2012

31.12.2011

1.148.520

654.317

645.054

61.632

26.383

T€ 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1.114.051

265.434

290.818

557.799

22.313

20.313

2.000

28.172

28.068

104

189.294

43.957

145.069

268

148.762

86.512

23.123

39.127

(17.854)

(17.854)

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Gesamt

(2.950)

(1.017)

(977)

(956)

1.502.592

444.284

461.114

597.194

(Windkraft Alsleben 1 GmbH & Co. KG, Erste ENP Windpark Alzheim GmbH & Co. KG und Windfarm Rothenkopf GmbH & Co. KG) wurden durch Sicherungsübereignungen von Windkraftprojekten oder durch Bürgschaften abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstammen dem laufenden Geschäftsverkehr. Bedeutendste Posten für den Konzern sind Verbindlichkeiten aus Bautätigkeit sowie aus Arbeiten und Lieferungen für Neubau, Ausbau und Instandhaltung von Versorgungs- und Verkehrsanlagen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz von DSW21 betreffen die Verpflichtungen gegenüber Dortmund Airport, Dortmund Hafen, DE Infrastruktur, Hohenbuschei und Phoenix See. Diese resultieren im Wesentlichen aus Ergebnisübernahmen, kurzfristigen Darlehen, Steuern sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden im Konzern hauptsächlich die Verbindlichkeiten von DEW21 gegenüber den RWE-Konzerngesellschaften (31,1 Mio. €) ausgewiesen. Sie beruhen im Wesentlichen aus Dividendenansprüchen, aus 110

Gutschriften nach EEG sowie aus Forderungen für Energielieferungen. Hinzu kommen die Gesellschafterdarlehen der Regionalverkehr RuhrLippe GmbH einschließlich der abgegrenzten Zinsen (23,5 Mio. €) und der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltung GmbH einschließlich der abgegrenzten Zinsen (92,5 Mio. €) sowie eines Gesellschafterdarlehens des Hochsauerlandkreises (30,3 Mio. €) gegenüber der KEB.

Wesentliche Posten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten von DSW21 sind Verbindlich180.474 – – keiten aus kurzfristigen Darlehen gegenüber der Gelsenwasser AG (50,0 Mio. €) und der SBB Dort115.822 – 18.302 mund GmbH (2,7 Mio. €), gegenüber der Stadt (8.303) Dortmund aus Grundstückkäufen (14,9 Mio. €), eine Umsatzsteuer-Verbindlichkeit (1,6 Mio. €) (3.914) sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Pen1.532.831 654.317 663.356 sionssicherungsverein (1,7 Mio. €). Für den Konzern treten Verpflichtungen von DEW21 aus der Konzessionsabgabe und Gestattungsentgelte, Strom- und Energiesteuerverbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Mehr-/ Mindermengen gegenüber fremden Netzbetreibern sowie dem Verkauf von Windkraftzertifikaten hinzu. Schließlich sind die Verbindlichkeiten von DOGEWO21 gegenüber anderen Kreditgebern bedeutsam. Zur Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von DSW21 und Konzern siehe Tabellen. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Geschäftsverkehr üblichen Eigentumsvorbehalte.

11| rechnungsabgrenzungsposten Von Bedeutung sind der Netto-Barwertvorteil aus dem US-Lease der Stadtbahnwagen in 1997, eine Ausgleichszahlung des Landes NordrheinWestfalen für den von DSW21 garantierten Weiterbetrieb der H-Bahn sowie Einnahmen aus dem Fahrkartenvorverkauf für das Folgejahr (DSW21). Im Konzern werden außerdem bereits vereinnahmte Erträge der Jahre 2013 bis 2021 aus der Vermietung von Lichtwellenleiterkabeln und Kabel-


anhanG und KonzernanhanG kanälen (DOKOM21) ausgewiesen. Die vereinnahmten Ausgleichsbeträge werden unter Zugrundelegung der jeweiligen Vertragslaufzeiten ergebniswirksam aufgelöst.

12| umsatzerlöse DSW21 2012 Versorgung Strom-/Erdgassteuer Grundstücksverkäufe

Es handelt sich im Wesentlichen um Arbeiten an Gleisnetz und Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe (DSW21) sowie die Herstellung von Erdgas- und Wasserhausanschlüssen mit eigenen Mitarbeitern und von Großgeräten (DEW21). Zu Grunde gelegt sind die steuerlich aktivierungspflichtigen Kosten.

Konzern

2011

2012

2011

885.303

719.688

67.402

60.913 133.096

T€

Verkehr

13| andere aktivierte eigenleistungen

14| sonstige betriebliche erträge DSW21 2012

105.510

100.482

138.756

12.491

33.945

32.284

55.140

Erträge aus Anlageabgängen

84.075

83.482

Erträge aus der Auflösung und

Hausbewirtschaftung Telekommunikation

Konzern

2011

2012

2011

342

1.326

1.355

T€ 169

23.554

24.009

Inanspruchnahme von Rückstellungen

3.487

13.450

15.590

13.689

Übriges

2.053

2.107

26.825

37.024

Übrige betriebliche Erträge

21.764

25.987

69.142

43.754

Gesamt

120.054

136.534

1.258.199

1.113.352

Gesamt

25.420

39.779

86.058

58.798

Die Absatz- und Umsatzentwicklung von DSW21 und des Konzerns ist im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht des Vorstandes im Einzelnen erläutert. Bei DSW21 sind die Umsatzerlöse insbesondere aufgrund der in 2012 gegenüber 2011 geringeren Erlöse aus Grundstücksverkäufen des Projektes PHOENIX See gesunken. Bei DEW21 lagen die Erlöse aus dem Stromabsatz (inkl. Stromsteuer) – entsprechend der Absatzsteigerung – deutlich über dem Vorjahresniveau (+ 22,5 Prozent). Insbesondere aufgrund der Steigerung bei den Handelsgeschäften lag der Ertrag aus dem Erdgasgeschäft um 16,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse aus dem Fernwärmebereich stiegen entsprechend der gestiegenen Mengen bei den Privat- und Geschäftskunden sowie den Weiterverteilern um 15,4 Prozent. Die Erlöse aus dem Verkauf von Nahwärme lagen über dem Vorjahreswert (+ 7,4 Prozent). Die Umsatzerlöse der Wassersparte lagen in 2012 ebenfalls über dem Vorjahreswert (+ 1,2 Prozent). Die Umsatzerlöse von DOKOM21 waren insbesondere im Privatkundenbereich rückläufig. Dagegen konnte der Rückgang durch höhere Umsätze im Geschäftskundensegment aufgefangen werden, so dass insgesamt der Umsatz leicht gestiegen ist (+ 1,4 Prozent). Die Umsatzerlöse von Dortmund Airport sind aufgrund höherer Passagierzahlen in 2012 gestiegen (+ 10,5 %). DOGEWO21 erzielte höhere Erlöse aus der Hausbewirtschaftung.

Der Rückgang bei DSW21 ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr gebuchten Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen.

15| materialaufwand DSW21 2012

Konzern

2011

2012

2011

523.483

T€ Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren

39.518

60.817

676.372

Aufwendungen für bezogene Leistungen

21.377

19.252

160.882

173.082

Gesamt

60.895

80.069

837.254

696.565

Bei DSW21 wird hier der Aufwand für den Fahrstrom- und den Dieselkraftstoffverbrauch sowie Material und Fremdleistungen für Instandhaltungen der Verkehrsbetriebe ausgewiesen. Hinzu kommen die Grundstücksaufwendungen für die in 2012 verkauften Grundstücke des Projektes PHOENIX See. Im Konzern dominiert der Aufwand für Energie- und Wasserbezug, insbesondere für Strom und Erdgas bei DEW21. Darüber hinaus ist bei DEW21 im Materialaufwand eine Zuführung zur GEKKO-Rückstellung in Höhe von 12,5 Mio. € enthalten. 111


Anhang und Konzernanhang 16| Personalaufwand DSW21 2012

Konzern

2011

2012

2011

185.662

171.659

T€ Entgelte

83.712

79.299

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung Gesamt

24.458

18.119

62.438

42.689

(7.311)

(1.989)

(27.845)

(9.267)

108.170

97.418

248.100

214.348

Die im Konzern anfallenden Abschreibungen auf den Firmenwert von DOKOM21 (0,7 Mio. €) und den Firmenwert der Wasserwerke Westfalen (0,1 Mio. €) wurden im Berichtsjahr planmäßig fortgesetzt. Die Abschreibungen auf Umlaufvermögen betreffen wie im Vorjahr das Projekt PHOENIX See.

18| sonstige betriebliche aufwendungen DSW21

Die Zunahme des Personalaufwands im Konzern resultiert im Wesentlichen aus den aufgrund von Tariferhöhungen höheren Entgeltzahlungen, aus dem gestiegenen Versorgungsanteil der Pensionsrückstellungen sowie einer Rückstellungszuführung für Altersteilzeit bei DEW21 in Höhe von 8,0 Mio. €. Der Zinsanteil der Pensionsrückstellungen betrug bei DSW21 17,1 Mio. € und im Konzern 31,4 Mio. € und wird unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

17| abschreibungen

DSW21

Konzern

2011

2012

Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter Übrige Abschreibungen Gesamt Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen übersteigt Gesamt

112

2012

2011 39.477

T€ Konzessionsabgaben

38.250

Gestattungsentgelt

723

649

Beiträge an wasserwirtschaftliche Verbände

9.067

8.898

11

279

682

339

Verluste aus Anlageabgängen Bildung sonstiger Rückstellungen

2.078

2.163

7.790

8.580

Übrige betriebliche Aufwendungen

34.081

33.546

87.584

77.703

Gesamt

36.170

35.988

144.096

135.646

2011

19| Beteiligungsergebnis

T€ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Konzern

2011

Bei DSW21 und im Konzern hat sich gegenüber dem Vorjahr nur eine geringe Veränderung ergeben.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus folgender Übersicht. 2012

2012

DSW21 2012

Konzern

2011

2012

2011

T€ 734

705

3.677

3.588

474

508

1.936

2.052

14.312

14.436

80.068

77.291

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

44.195

44.823

davon aus verbundenen Unternehmen

(44.195)

(44.823)

(–)

(–)

112.152

135.565

80.411

86.700

8.265

13.640

(39.715)

(44.921)

(–)

(–)

Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen

15.520

15.649

85.681

82.931

Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und auf Beteiligungen

2.400

3.700

2.400

3.700

17.920

19.349

88.081

86.631

-1.697

-63.948

Aufwendungen aus Verlustübernahme

-18.694

-19.666

-5.956

-3.504

Gesamt

105.912

110.160

50.513

145.701


anhanG und KonzernanhanG Die Erträge aus Gewinnabführung betreffen Dortmund Hafen und PHOENIX See sowie die anteiligen Abführungen von DEW21 und DOKOM21. Unter der Position Erträge aus Beteiligungen aus assoziierten Unternehmen werden im Konzern die nach der Equity-Methode ermittelten Anteile an den Jahresüberschüssen 2012 der RWEB (63,5 Mio. €), der rku.it (0,9 Mio. €), der Stadtwerke Schwerte (1,2 Mio. €) und der Wasser und Gas Westfalen Beteiligungsgesellschaft ausgewiesen. Hinzu kommen die Anteile an den KonzernJahresüberschüssen der WGW (18,5 Mio. €), der EDG (6,5 Mio. €) sowie der KSBG (21,8 Mio. €). Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Wesentlichen bei DSW21 die KEB, die WGW und die KSBG, die im Konzernabschluss zu konsolidieren bzw. als Erträge aus Beteiligungen aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen sind. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen die Verlustübernahme zugunsten von Dortmund Airport und H-BAHN21; im Konzern werden hier im Wesentlichen die Verluste aus dem Anteil von DEW21 am Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG (6,0 Mio. €) ausgewiesen.

20| Finanzergebnis | DSW21 2012

Konzern

2011

2012

2011

T€ Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen

12.913

6.281

16.988

(4.688)

(3.844)

(–)

11.059 (–)

2.784

3.501

5.272

5.991

(242)

(78)

(–)

(–)

(–)

(–)

(726))

(63)

davon aus Abzinsung für langfristige Rückstellungen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus verbundenen Unternehmen

-34

-501

-1.440

-35.361

-36.133

-91.209

-92.173

(410)

(642)

(–)

(–)

(17.879)

(18.041)

(34.903))

(35.163)

-19.664

-26.385

-69.450

-76.563

davon aus Aufzinsung für langfristige Rückstellungen Gesamt

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden neben den Zinsen aus der Aufzinsung von Pensions- und langfristigen Rückstellungen, im Wesentlichen die Zinsen aus den Darlehensaufnahmen von DSW21, DEW21, DOGEWO21, Dortmund Airport, KEB und Hohenbuschei sowie bei den DEW-Windkraftgesellschaften ausgewiesen.

21| steuern vom einkommen und vom ertrag Der bei DSW21 ausgewiesene Steueraufwand von 8,0 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus der Zuführung zu den Steuerrückstellungen. Hier ist neben dem laufenden Steueraufwand aus nicht querverbundfähigen Tätigkeiten für Risiken aus den Betriebsprüfungen für die Jahre 2009 bis 2012 Vorsorge getroffen worden. Der zusätzliche Steueraufwand im Konzern ergibt sich im Wesentlichen aus der Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag der konzernfremden Gesellschafter bei DEW21 von rd. 3,8 Mio. €. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen hier auf das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

22| sonstige steuern In der Hauptsache sind hier Grundsteuer, Umsatzsteuer, Kraftfahrzeugsteuer und Ökosteuer auf Eigenverbrauch erfasst.

23| sonstige angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In das Ergebnis sind bei DSW21 periodenfremde Erträge von 3,5 Mio. € und periodenfremde Aufwendungen von 2,2 Mio. €, im Konzern periodenfremde Erträge von 45,1 Mio. € und periodenfremde Aufwendungen von 6,9 Mio. € eingegangen.

24| sicherung von Verbindlichkeiten sowie haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen DSW21 hat sich zugunsten von Hohenbuschei gegenüber einem darlehensgewährenden Kreditinstitut bis zu einer Darlehenshöhe von 35,0 Mio. € verbürgt (Stand 31. Dezember 2012: 16,1 Mio. €). Für die Verpflichtungen aus einem Zinssicherungsgeschäft hat DSW21 zugunsten von Hohenbuschei eine Patronatserklärung abgegeben. Zugunsten der KEB hat sich DSW21 gegenüber einem Kreditinstitut für Darlehen in Höhe von 41,0 Mio. € verbürgt (Stand 31. Dezember 2012: 23,5 Mio. €). 113


Anhang und Konzernanhang DSW21 hat sich zugunsten von DOKOM21 gegenüber deren Vermieter und einem Lieferanten bis zu einem Betrag von 0,4 Mio. € verbürgt. DSW21 hat sich zugunsten von Dortmund Hafen gegenüber der Bundesrepublik Deutschland für etwaige Ansprüche auf die Rückzahlung von Zuschüssen bis zu einem Höchstbetrag von 6,2 Mio. € verbürgt. DSW21 hat sich zugunsten von Stadtkrone Ost gegenüber einem Grundstückskäufer für etwaige Ansprüche aus der Rückerstattung des Kaufpreises bis zu einem Höchstbetrag von 4,0 Mio. € verbürgt. Die Bürgschaft hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014. Zugunsten der Dortmunder Reisebüro GmbH hat sich DSW21 gegenüber der International Air Transport Association (IATA) in Höhe der Einnahmen der Gesellschaft aus Flugscheinverkäufen verbürgt. Des Weiteren hat sich DSW21 gegenüber der Deutschen Bahn AG für deren Forderungen an das Dortmunder Reisebüro aus dem Agenturverkauf von DB-Werten verbürgt. Es besteht eine Rückbürgschaft von DSW21 gegenüber der Deutschen Bank AG für deren Bürgschaft gegenüber dem Aussteller von Sicherungsscheinen für die Eigenveranstaltungen des Dortmunder Reisebüros. DSW21 hat gegenüber einem darlehensgewährenden Kreditinstitut Patronatserklärungen zugunsten von Stadtkrone Ost in Höhe von 2,0 Mio. € abgegeben. Die Lokalfunk Dortmund Betriebsgesellschaft mbH u. Co. KG kann lt. Gesellschaftsvertrag nach entsprechendem Gesellschafterbeschluss die Wiedergewährung eines Gesellschafterdarlehens verlangen; die Verpflichtung von DSW21 hieraus beliefe sich auf bis zu 0,8 Mio. €. Bei Westfalentor hat DSW21 einen Rangrücktritt hinsichtlich ihrer Forderungen an die Gesellschaft in Höhe von 0,9 Mio. € erklärt. DSW21 und DEW21 haben gegenüber der Stadt Schwerte eine befristete Rückbürgschaft für Darlehen der Stadtwerke Schwerte GmbH abgeben (Stand 31. Dezember 2012: 12,7 Mio. €). Bei DEW21 bestehen gegenüber Beteiligungsunternehmen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Einlagen und Darlehenshingaben in Höhe von 2,7 Mio. € innerhalb der nächsten fünf Jahre sowie aus der Haftungsübernahme des Kapitaldienstes in Höhe von 25,5 Mio. €. Aus abgeschlossenen 114

Strom- und Erdgasbeschaffungsgeschäften bestehen sonstige Verpflichtungen, denen absatzseitig Erwartungen in ausreichendem Maße gegenüber stehen. DEW21 hat gegenüber einem darlehensgewährenden Kreditinstitut eine Patronatserklärung zugunsten der DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH abgegeben (Stand 31. Dezember 2012: 25,2 Mio. €). Aus rechtsverbindlich erteilten Bestellungen besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo von 121,8 Mio. €, davon 65,5 Mio. € bei DSW21. Bei DSW21 besteht aus Dienstleistungsverträgen gegenüber rku.it in den nächsten fünf Jahren eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von 10,5 Mio. € sowie aus Pachtzahlungen gegenüber der Stadt Dortmund. Bei DEW21 beträgt die finanzielle Verpflichtung gegenüber rku.it in den nächsten fünf Jahren 11,6 Mio. €. Hinzu kommt bei DEW21 eine Verpflichtung gegenüber RWE Konzerngesellschaften von 2,2 Mio. €. Bei Dortmund Airport bestehen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 10,8 Mio. € sowie bei DOKOM21 in Höhe von 3,8 Mio. €. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen im üblichen Rahmen aus Miet-, Pacht- und Wartungsverträgen. Die zugunsten verbundener Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Bürgschaften, Patronats- und Rangrücktrittserklärungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. DSW21 und DEW21 sind mit jeweils 18 Prozent an der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG beteiligt, welche im Vorjahr 51 Prozent der STEAG GmbH (erste Tranche) erworben hat. Im Rahmen einer Option der KSBG für die verbliebenen 49 Prozent (zweite Tranche) haben DSW21 und DEW21 eine Garantie in Höhe von jeweils 34,2 Mio. € abgegeben. Es wird zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgegangen, dass die Kauf- bzw. die Verkaufsoption bezüglich der zweiten Tranche von einer der beiden Vertragsparteien bis 2016 ausgeübt wird.


anhanG und KonzernanhanG 25| angaben bezüglich derivativer Finanzinstrumente DSW21 hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken die nachfolgenden Zinsderivate abgeschlossen: Art des Zinssicherungsgeschäftes

Nominalwert

Marktwert am 31.12.2012

Mio. €

Mio. €

• Zinssatzswap

25,0

-0,61

• Zinssatzswap

50,0

-1,41

• Zins­Cap und Zins­Floor

50,0

-11,38

• Zins­Cap und Zins­Floor

25,0

-0,65

• Zinssatzswap

5,0

-0,41

• Zinssatzswap

1,1

-0,10

• Zinssatzswap

8,5

-0,49

• Zinssatzswap

26,0

-0,29

• Zinssatzswap

2,1

-0,18

• Zinssatzswap

29,3

-2,55

• Zinssatzswap

9,0

-0,68

• Zinssatzswap

18,0

-1,75

• Zinssatzswap

21,0

-1,08

• Zinssatzswap

5,5

-0,43

Im Konzern kommen ein Zinssatzswap bei Hohenbuschei mit einem Nominalwert von 27,0 Mio. € (Marktwert am 31. Dezember 2012: - 3,8 Mio. €), bei Westfalentor mit einem Nominalwert von 1,7 Mio. € (Marktwert am 31. Dezember 2012: - 0,1 Mio. €), bei Dortmund Airport mit einem Nominalwert von 27,8 Mio. € (Marktwert am 31. Dezember 2012: - 3,6 Mio. €), bei KEB mit einem Nominalwert von 15,3 Mio. € (Marktwert am 31. Dezember 2012: - 0,3 Mio. €) und bei der DEW21 Windkraftbeteiligungsgesellschaft mbH mit einem Nominalwert von 20,2 Mio. € (Marktwert am 31.Dezember 2012: - 1,8 Mio. €) hinzu.

kraftwerk GEKKO fristenkongruent variabel verzinsliche Darlehen bei Kreditinstituten in Anspruch genommen werden. Mit dem parallelen Abschluss von Zinsswaps werden diese Kreditaufnahmen in festverzinsliche Darlehen umgewandelt, um mögliche Zinsänderungsrisiken abzusichern. Über die gesamte Finanzierungslaufzeit bis zum Jahr 2026 werden die zu zahlenden Zinsen einschließlich der Swapprämien durch die Guthabenzinsen gedeckt. Die zum 31. Dezember 2012 gegebenen Ausleihungen sind vollständig refinanziert und in gleichem Umfang durch Zinsswaps abgesichert. Der sich zum Bilanzstichtag ergebende negative Marktwert der Zinsabsicherung beträgt -25,5 Mio. €. Die genannten Marktwerte wurden unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (u. a. Barwert-Modell, Optionspreismodelle) und auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt. Bei Hohenbuschei fallen aufgrund der außerplanmäßigen Tilgungen in 2011 und 2012 die Bezugsbeträge des Zinsswaps und des Kreditvertrages auseinander. Für die Zinsbelastung auf den Differenzbetrag wurde eine Drohverlustrückstellung – abgezinst auf die Restlaufzeit des Swapgeschäftes – in Höhe von 2,3 Mio. € gebildet. Bei den anderen Swapgeschäften waren aufgrund des Vorliegens von Bewertungseinheiten mit dem jeweils zugrundeliegenden Grundgeschäft die negativen Marktwerte nicht zu passivieren.

26| latente steuern Passive latente Steuern aus dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen nach § 6b EStG wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze insbesondere im Anlagevermögen und bei den Pensionsrückstellungen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Gemäß § 254 HGB liegt bei DEW21 eine Bewertungseinheit in Form eines Portfolio-Hedges vor, da zur Refinanzierung von Ausleihungen in Höhe von maximal 114,0 Mio. € an das Beteiligungsunternehmen Steinkohle115


Anhang und Konzernanhang 27| mitarbeiter

29| organe Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands von DSW21 sind auf Seite 10 genannt.

mitarbeiter im Jahresdurchschnitt DSW21 Mitarbeiter Auszubildende Mitarbeiter

Konzern

2012

2011

2012

2011

1.955

1.865

3.745*

3.640

55

56

141

135

2.010

1.921

3.886

3.775

* darin enthalten 50 Prozent aus quotenkonsolidierten Unternehmen: 138 Mitarbeiter (Vj.: 137 Mitarbeiter)

28| honorare für abschlussprüfer Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss von DSW21 werden von der Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, (BKP) geprüft. Mit Ausnahme von DOGEWO21, DE Infrastruktur, H-BAHN21, Hohenbuschei, DOKOM21 und Westfalentor werden die vollkonsolidierten Gesellschaften ebenfalls von BKP geprüft. Insgesamt belaufen sich die mit den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr 2012 vereinbarten Honorare auf 1.314 T€. Sie entfallen auf folgende Leistungen: 2012 Abschlussprüfungsleistungen davon von anderen Abschlussprüfern Andere Bestätigungsleistungen davon von anderen Abschlussprüfern Steuerberatungsleistungen

T€

1.070

908

194

169

63

55

2

8

68

77

113

104

davon von anderen Abschlussprüfern Sonstige Leistungen davon von anderen Abschlussprüfern gesamt

116

2011

T€

1 13

2

1.314

1.144

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats von DSW21 wurden im Geschäftsjahr 65 T€ (im Konzern: 80 T€) vergütet. Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012: Feste Vergütung

Variable Vergütung

Sach- und sonstige Bezüge

Mandatseinkünfte im DSW21Konzern

Guntram Pehlke

365.687,44

Hubert Jung

274.265,58

30.646,68

12.848,39

10.579,10

22.985,01

13.612,37

9.318,78

Manfred Kossack

243.791,62

20.431,12

24.714,09

in €

Gesamt

419.761,61 320.181,74 288.936,83

Ehemalige Vorstandsmitglieder von DSW21 bzw. deren Hinterbliebene erhielten aus dem Konzern 959 T€, davon 846 T€ von DSW21. Für Vorstandspensionäre und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsrückstellungen von 11.085 T€, davon 9.503 T€ bei DSW21. Eine Hinterbliebene eines ehemaligen Vorstandsmitglieds hat in 2010 ein Darlehen von 30 T€ erhalten, dass angemessen verzinst und getilgt wird (Stand 31.12.2012: 27 T€).


anhanG und KonzernanhanG 30| Beteiligungen gem. § 285 nr. 11 hGB Eigenkapital des

Ergebnis des

Anteil am

vor-/letzten

vor-/letzten

Kapital und

Geschäftsjahres Geschäftsjahres am Ergebnis Mio €

Mio €

%

Lokalfunk Dortmund Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund

0,0

0,0

25,00

Lokalfunk Dortmund Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Dortmund

0,2

0,7

25,00

Stadtwerke Schwerte Holding GmbH & Co. KG, Schwerte (über DEW21 25,00 %)

24,6

2,7

50,00

Stadtwerke Schwerte Beteiligungsgesellschaft mbH (über DEW21 25,00 %)

0,0

0,0

50,00

Dortmunder Eisenbahn GmbH (über Dortmund Hafen)

4,3

-3,7

35,00

CTD Container Terminal Dortmund GmbH, Dortmund (über Dortmund Hafen)

3,5

1,8

31,42

SBB Dortmund GmbH, Dortmund (über Dortmund Airport)

7,9

1,1

28,13

DEW21 Bioenergie Verwaltungs GmbH, Dortmund (über DEW21)

0,0

0,0

25,00

DEW21 Bioenergie GmbH & Co. Holzgas KG, Dortmund (über DEW21)

0,0

-0,2

25,00

DEW21 Bioenergie GmbH & Co. Brennstoff KG, Dortmund (über DEW21)

0,0

-0,1

25,00

IfW Institut für Wasserforschung GmbH, Dortmund (über DEW21 und WWW)

0,1

0,0

49,99

strasserauf GmbH, Düsseldorf (über DEW21)

0,0

-1,7

30,00

TZ-Invest Dortmund GmbH (über DOGEWO21)

1,2

0,2

49,00

RWH Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (über KEB)

0,0

0,0

50,00

117


oFFenleGunG Der Jahres- und Konzernabschluss von DSW21 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

erGeBnisVerwendunGsVorschlaG Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn 2012 in Höhe von 5.600.000,00 € an die Stadt Dortmund auszuschütten.

Dortmund, den 10. Mai 2013

DER VORSTAND

Pehlke

118

Jung

Kossack


BestätiGunGsVermerK Wir haben den von der Dortmunder Stadtwerke AG aufgestellten Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Konzernabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Dortmund, den 21. Mai 2013 Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

(Kroniger) Wirtschaftsprüfer

(Börner) Wirtschaftsprüferin

119


zahlensPieGel 2012 | Gesamtunternehmen

| Verkehr 2012

2011

2012

2011

Verbunderlöse

85,6

82,1

Abgeltungszahlungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen

16,3

14,8

Bilanzsumme

Mio. €

1.645

1.608

umsatzerlöse

Anlagevermögen

Mio. €

1.332

1.317

(mio. €)

Eigenkapital

Mio. €

643

647

Rückstellungen

Mio. €

454

451

Verbindlichkeiten

Mio. €

539

501

Investitionen (ohne Finanzanlagen)

Mio. €

18

14

Umsatzerlöse

Mio. €

120

137

Personalaufwand

Mio. €

108

97

Abschreibungen

Mio. €

18

19

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Mio. €

86

84

Jahresergebnis

Mio. €

1

21

2.010

1.921

55

56

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) davon Auszubildende

Sonstige

2,1

2,1

104,0

99,0

Fahrgäste (Mio.)

Bartarif Zeitkarten

8,4

8,5

52,3

52,7

Schüler- und Ausbildungsverkehr

59,6

58,1

Sonstiges

14,6

14,7

134,9

134,0

Betriebsleistungen (Tsd. Nutz-Zug-km/Nutz-Bus-km)

Straßenbahn/Stadtbahn Kraftomnibus davon: Fremdleistungen

6.592

6.656

14.302

14.389

3.064

3.105

anzahl linien (Stichtag 31.12.) Straßenbahn/Stadtbahn

8

8

73

71

Straßenbahn/Stadtbahn

109,3

109,3

Kraftomnibus

972,2

996,2

B80 C/6

43

43

B80 C/8

21

21

B100

10

10

NGT8

46

44

120

118

Niederflur-Gelenkbusse

89

90

Niederflur-Linienbusse

81

75

9

3

179

168

Kraftomnibus linienlänge (Stichtag 31.12.) km

anzahl Fahrzeuge (Stichtag 31.12.) Schiene

Kraftomnibusse:

Hybrid-Busse

120


zahlensPieGel 2012 | tochtergesellschaften 2012

2011

2012

2011

Bilanzsumme

Mio. €

45

45

dortmunder energie- und wasserversorgung Gmbh (Beteiligung 53 %)

Anlagevermögen

Mio. €

26

26

Bilanzsumme

Mio. €

991

975

Eigenkapital

Mio. €

36

36

Anlagevermögen

Mio. €

853

835

3,6

Eigenkapital

Mio. €

176

168

Umsatzerlöse

Mio. €

1.033,0

897,2

Jahresergebnis

Mio. €

40,8

46,5

dortmunder hafen aG (Beteiligung 98,33 %)

Umsatzerlöse Ergebnis vor Gewinnübernahme Umschlag

Mio. € Mio. € Mio. Tonnen

Beschäftigte

3,6 1,2

1,5

2,4

2,5

14

12

Absatz: Erdgas

Mio. kWh

3.825

3.631

Strom

Mio. kWh

3.144

2.305

Fern- und Nahwärme

Mio. kWh

639

619

Wasser

Beschäftigte 2012

44

44

991

1.047

2012

2011

2011

Flughafen dortmund Gmbh (Beteiligung 74 %) Bilanzsumme

Mio. €

147

149

Anlagevermögen

Mio. €

132

139

Eigenkapital

Mio. €

73

73

Umsatzerlöse

Mio. €

24

21

Ergebnis vor Verlustübernahme

Mio. €

Fluggäste

Mio.

Beschäftigte

-18,5

-19,5

1,9

1,8

215

218

2012

2011

KeB holding aG (Beteiligung 65,12 %) Bilanzsumme

Mio. €

712

736

Eigenkapital

Mio. €

453

473

Erträge

Mio. €

75

122

Jahresergebnis

Mio. €

65

111

h-Bahn-Gesellschaft dortmund mbh (Beteiligung 100 %) Bilanzsumme

Tsd. €

2.493

5.214

Anlagevermögen

Tsd. €

1.827

3.940

Eigenkapital

Tsd. €

24

24

Umsatzerlöse

Tsd. €

910

796

Ergebnis vor Verlustübernahme

Tsd. €

-195

-173

12

12

Beschäftigte (hauptamtlich)

121


zahlensPieGel 2012 | tochtergesellschaften 2012

2011

dortmunder Gesellschaft für wohnen mbh (Beteiligung 90 %) Bilanzsumme

Mio. €

535

525

Eigenkapital

Mio. €

75

72

Anlagevermögen

Mio. €

501

491

Umsatzerlöse

Mio. €

83

85

Jahresergebnis

Mio. €

2,4

2,4

16.146

16.165

142

141

2012

2011

vermietete Wohneinheiten Beschäftigte

2012

2011

westfalentor 1 Gmbh (Beteiligung 100 %) Bilanzsumme

Tsd. €

11.738

12.199

Anlagevermögen

Tsd. €

11.454

11.672

Eigenkapital

Tsd. €

-181

-333

Umsatzerlöse

Tsd. €

1.216

1.170

Jahresergebnis

Tsd. €

153

121

2012

2011

stadtkrone ost entwicklungsgesellschaft mbh & co. KG (Beteiligung 55 %)

hohenbuschei Gmbh & co. KG (Beteiligung 51 %) Bilanzsumme

Tsd. €

34.185

Bilanzsumme

Tsd. €

15.254

15.439

Anlagevermögen

Tsd. €

18

202

Anlagevermögen

Tsd. €

18

20

Eigenkapital

Tsd. €

8.980

7.160

Eigenkapital

Tsd. €

2.226

1.948

Umsatzerlöse

Tsd. €

18.542

18.180

Umsatzerlöse

Tsd. €

1.895

1.382

Jahresergebnis

Tsd. €

3.659

6.769

Jahresergebnis

Tsd. €

278

-309

2012

2011

2012

2011

PhoeniX see entwicklungsgesellschaft mbh (Beteiligung 100 %)

doKom Gesellschaft für telekommunikation mbh (Beteiligung 84,07 %)

Bilanzsumme

Tsd. €

7.085

14.134

Anlagevermögen

Tsd. €

141

181

Eigenkapital

Tsd. €

1.500

1.500

Umsatzerlöse

Tsd. €

17.642

26.042

Ergebnis vor Gewinnübernahme

Tsd. €

1

65

Bilanzsumme

Mio. €

25

Anlagevermögen

Mio. €

21

18

Eigenkapital

Mio. €

11

11

Umsatzerlöse

Mio. €

27

27

Ergebnis vor Gewinnübernahme

Mio. €

Beschäftigte

122

33.561

23

2,8

3,6

125

121


zahlensPieGel 2012

123


DSW21 Geschäftsbericht 2012