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Ausgabe 1/17

GRUPPE Magazin


Inhalt DSW21-Gruppe

Virtueller Rundumblick S. 21

Mobilität + Logistik

Den Norden entdecken S. 4 Schwerer Austausch S. 13 Partyzone auf dem Wasser S. 16 Mehr Busse zum Airport S. 18 Schneller zum Flieger S. 24

Energie + Wasser

Nahwärme-Quartiere mit Köpfchen S. 10 Kulturbeutel S. 27

Lebensräume

Wohnungsabnahme per Tablet S. 8 Naturnah und barrierefrei S. 26

Datennetze

DOKOM21 macht Schüler »schlau und fit« S. 22

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Impressum Herausgeber: Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), Unternehmenskommunikation, Leitung: Wolfgang Herbrand Redaktion: Britta Heydenbluth (verantwortlich), Sebastian Bickert, Christiane Hinkerohe, Thomas Steffen, Bernd Winkelmann Layout: Christina Sternal Fotos/Grafiken: Mark Ansorg, Ursula Dören, DOKOM21, Dortmund Airport/ Hans-Jürgen Landes, Dortmund Airport/Frank Peterschröder, Dortmund Hafen, Fotolia, Gisbert Gerhard, Jochen Linz, Lisa Maruhn, Dr. Claudia Posern, Jörg Schimmel, Klaus-Peter Schneider, Frauke Schumann, Philipp Swoboda Druck: Westmünsterland Druck GmbH & Co. KG, Ahaus Verteilung: ORA mbH & Co. KG Service-Hotline ORA: 0231.56 22 96-24 Höhe der Auflage: 290.000 Internet: www.einundzwanzig.de Redaktion: DSW21, Unternehmenskommunikation, Deggingstraße 40, 44141 Dortmund, Telefon: 955-00

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Den Norden entdecken Von Nord nach Süd, von Ost nach West – wer in Dortmund ungewöhnliche Orte, interessante Menschen oder kreative Geschäfte entdecken will, wer eine Dosis Kultur braucht, sich für Geschichte interessiert oder einfach mal an die frische Luft möchte, wird in dieser Stadt auf jeden Fall fündig. Gehen Sie doch mal auf Entdeckertour mit Bus und Bahn. Den Anfang macht: der Norden.

Kokerei Hansa Linie U47: Haltestelle »Buschstraße« Linien 447, 462, 465: Haltestelle »Huckarde Bushof« Linie 410: Haltestelle »Gewerbepark Hansa« Emscherallee 11, 44369 Dortmund www.industriedenkmal-stiftung.de (Menüpunkt »Denkmale/ Kokerei Hansa«) Technikfans, Naturliebhaber oder Ruhrgebietsbegeisterte kommen in der 1992 stillgelegten Kokerei Hansa gleichermaßen auf ihre Kosten. Gleich nebenan lockt eine Kletterhalle für alle Könnensstufen (Emscherallee 33, www.kletterhallebergwerk.de). Das Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp (www.bahnhof-mooskamp.de) liegt nur eine Haltestelle (»Obernette«) weiter. Unser Tipp: Die Nachtlichtführung mit Taschenlampe jeden Freitagabend.

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Mobilität + Logistik

Subrosa & Rekorder Linie U47: Haltestelle »Schützenstraße« Gneisenaustr. 56 bzw. 51, 44147 Dortmund www.hafenschaenke.de www.rekorder.org Das »Subrosa« ist Kult-Kneipe mit Musik-, Fußball- und Hafenflair. Fußball gucken, Poetry Slam genießen und zu Live-Musik rocken. Schräg gegenüber bietet der »Rekorder« Konzerte, Lesungen, Partys, Tischtennisrundläufe und künstlerische Wundertüten jeder Art. Unser Tipp: Die Akustik-Konzertreihe »Songs & Cakes« (»Rekorder«) und die offene Überraschungs-Bühne beim »Talentschuppen« (»Subrosa«).

Altes Hafenamt Linien U47, 460, 475: Haltestelle »Hafen« Sunderweg 130, 44147 Dortmund www.kulturvergnuegen.com Die über hundert Jahre alte Landmarke ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Das Alte Hafenamt ist zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Ob der deutsche Kaiser Wilhelm II. wirklich im »Kaiserzimmer« genächtigt hat, können Sie aber bei einer Hafenführung erfahren. Auf Wunsch übrigens auch mit passender Verpflegung. Unser Tipp: Fotoshooting am Hafen vor dem Rundgang – mit Hafenamt im Hintergrund.

Pauluskirche Linie U41, U47: Haltestelle »Leopoldstraße« Kirchenstr. 31, 44147 Dortmund www.pauluskircheundkultur.net Kirchennächte, Weltmusik-Abende, neue Gottesdienstformen, »Tatort- Abende« und vieles mehr – die Pauluskirche hat sich weit über die Nordstadt hinaus als Kirchen- und Kulturzentrum mit Anspruch etabliert. Neben Konzerten und Sessions von Pop über Jazz und Klassik zeigt die Pauluskirche aber auch durch interkulturelles Engagement und das Netzwerken mit Kunst- und Kulturschaffenden Flagge. Unser Tipp: »Dortmund-Tatort«-Abend mit bis zu 1.000 »Mittätern«.

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Mobilität + Logistik

Hoesch-Museum Linie U44: »Westfalenhütte« Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund www.hoeschmuseum.dortmund.de Einen Blick in die stählerne Vergangenheit der Stadt wirft das Hoesch-Museum. Im historischen Portiershaus der Westfalenhütte wird ein Bogen über eineinhalb Jahrzehnte Stahlgeschichte in Dortmund bis hin zu den gegenwärtigen Entwicklungen in der Stahlbranche geschlagen, soziale Aspekte und liebevoll zusammengetragene Exponate inklusive. Unser Tipp: Das multimediale 3D-Stahlwerk mit akustischen und visuellen Eindrücken.

Grüner Salon Linie U42/U46, Haltestelle »Brunnenstraße« Nordmarkt 8, 44145 Dortmund www.facebook.com/gruener.salon.am.nordmarkt8 Nach der Schließung des legendären »Salon Fink« hat der »Grüne Salon« erst im Februar aufgemacht. Nachmittags ein Café mit Kuchen und Sandwiches, abends eine Kneipe und Bar mit kleiner, feiner Karte – so der Anspruch. Der Fokus soll auf Gemütlichkeit und Atmosphäre liegen, weniger auf Veranstaltungen. Unser Tipp: Hingehen und ausprobieren...

Wir haben Ziele ausgewählt, die gut mit Bus und Bahn zu erreichen sind. Unsere Tipps sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Verfügbarkeit. Der Norden hat zum Thema Kunst, Kultur, Gastronomie und Freizeit natürlich noch viel mehr zu bieten. Mehr Infos: www.nordstadt-qm.de www.echt-nordstadt.de

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Mobilität + Logistik

Videotipp: Entdeckertour Linie 455 www.vimeo.com/201130083

Rockaway Beat Gitarrenladen und Wohlfühloase Haltestelle »Kurfürstenstraße«

Caracalla Libanesische und orientalische Köstlichkeiten Haltestelle »Münsterstr./Mallinckrodtstr.«

Atelierhaus Alter Kiosk Treffpunkt für Künstler Haltestelle »Borsigplatz«

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Lebensräume

Wohnungsabnahme per Tablet

Was früher in meterhohen Regalen archiviert wurde …

Papier ist bekanntermaßen geduldig – aber im digitalen Zeitalter von Laptop, PC und/ oder Smartphone immer seltener die erste Wahl. Auch beim Dortmunder Wohnungsunternehmen DOGEWO21. Noch bis vor Kurzem waren Protokollierung und Dokumentation bei einem Mieterwechsel auch bei DOGEWO21 eine aufwändige Angelegenheit. Heute gehören die papiergebundenen Protokolle im Unternehmen der Vergangenheit an. Das reduziert Druckkosten, entlastet die Mitarbeiter und ist nicht zuletzt auch gut für die Umwelt.

Jahr für Jahr werden bei DOGEWO21 rund 1.400 Wohnungsabnahmen und ebenso viele Wohnungsübergaben durchgeführt und dokumentiert. Insgesamt wurden in der Vergangenheit dazu elf verschiedene Formularsätze in bis zu fünffacher Ausfertigung benötigt – ein Papierberg, der selbst­ verständlich auch archiviert werden musste.

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Doch das ist Schnee von gestern, seit die digitale Wohnungsabnahme per Tablet erfolgt und diese sowohl für die ehemaligen und neuen Mieter als auch für DOGEWO21 nahezu papierlos über die Bühne geht. Auch wenn der ökologische Aspekt nicht ausschlaggebend war, so ist die deutliche Reduzierung von Papier ein willkommener Effekt

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Lebensräume

…ist heute auf einem Tablet gespeichert, was sowohl für Kunden von DOGEWO21 als auch für das Unternehmen selbst viele Vorteile hat.

bei der Einführung der digitalen Prozesse beim Mieterwechsel. Maren Kirsch, Projektkoordinato­ rin und Kundenberaterin bei DOGEWO21: „Beim herkömmlichen Verfahren mussten bei der Abnahme und Übergabe einer Wohnung Protokolle samt Durchschriften angefertigt und die erfassten Daten dann noch händisch ins System übertragen werden. Dieser Schritt entfällt heute, was Zeit spart und eventuelle Fehler bei der Übertragung reduziert.“

Selbst erarbeitet Heute führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Abnahmen und Übergaben mithilfe der mobilen Datenapplikation iModa (= integrierte mobile Daten) mit einem iPad durch. Die passgenaue Entwicklung der Applikation und die gleichzeitige Anbindung an das hauseigene ITSystem und an andere Programme wurden von einem Projektteam bei DOGEWO21 selbst erarbeitet. An der Entwicklung beteiligt waren neben IT-Mitarbeitern aus dem Unternehmen auch die Kollegen, die mit den Informationen und Ergebnissen aus den Abnahmen arbeiten. Der flächendeckenden Einführung von iModa wurde ein mehrmonatiges Pilotprojekt vorgeschaltet, um im Praxistest letzte »Kinderkrankheiten« zu beseitigen und Optimierungen einzuarbeiten.

Und was bringt die digitale Wohnungsabnahme dem Wohnungsunternehmen und den Mietern neben einer Eindämmung der Papierflut und der Vermeidung von Übertragungsfehlern konkret? DOGEWO21-Pressesprecherin Regine Stoerring: „Bei der Abnahme wird schriftlich und/oder per Foto festgehalten, ob bis zur endgültigen Abnah­ me noch Schäden zu beseitigen sind, sodass diese durch beauftragte Firmen schneller beho­ ben werden können. Zudem werden die Zählerstände erfasst, diese können in einer gesonderten und übersichtlichen PDF-Datei sofort per Mail so­ wohl dem Mieter als auch dem Netzbetreiber (DONETZ) übermittelt werden. Der ehemalige oder neue Mieter muss sich nur noch um die An- und Abmeldung kümmern. Weitere Vorteile aus Mie­ tersicht: Nachdem das Abnahmeprotokoll von Mieter und Vermieter elektronisch unterschrieben worden ist, wird das Dokument durch einen »Blattschutz« gesichert – nachträgliche Änderun­ gen sind nicht mehr möglich. Fast unmittelbar nach dem Termin hat der Mieter die Unterlagen in seinem E-Mail-Postfach und kann diese auf seinem Rechner oder Tablet digital archivieren. Auf Wunsch ist aber nach wie vor die Zusendung eines ausgedruckten Schriftstücks möglich.“ Die digitale Wohnungsübergabe ist bei DOGEWO21 ein weiterer konsequenter Schritt in Richtung möglichst umfassender Digitalisierung. Bereits 2003 wurde beispielsweise die digitale Mieterakte im Unternehmen eingeführt. Weitere Aktivitäten rund um iModa sind geplant.

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Nahwärme-Quartiere mit Köpfchen Das Wasser im Bad ist warm, die Raumtemperatur angenehm – dafür sorgt in Dortmunds Innenstadt zuverlässig die DEW21-Fernwärme. Doch das dafür verwendete Dampfnetz ist in die Jahre gekommen und wird deshalb bis 2022 durch innovative und dezentrale Nahwärme-Quartierslösungen ersetzt. Die Ablösung eines gesamten innerstädtischen Dampfnetzes ist in dieser Größenordnung weltweit ein Novum. Aktuell kommt die Fernwärme vor allem aus dem Kraftwerk Dortmund in der Weißenburger Straße. Über ein 25 km langes Dampfnetz wird sie zu den innerstädtischen Abnehmern transportiert.

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Doch das Netz aus den 1950er-Jahren ist nicht mehr zeitgemäß und müsste erneuert werden. Da es wegen des Strukturwandels aber immer weniger industrielle Kunden mit Dampf-Prozess­

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Energie + Wasser

Herzstück der NahwärmeQuartierslösungen sollen moderne Blockheizkraftwerke (BHKW) sein.

wärmeanforderung gibt und die Entwicklung und Nachfrage eher in die Richtung von individuellen, dezentralen Lösungen geht, macht eine 1:1-Sanie­ rung weder wirtschaftlich noch ökologisch Sinn.

Innovative Energielösungen DEW21 hat sich deshalb dafür entschieden, das alte Dampfnetz durch Nahwärmelösungen mit einer Menge »IQ« zu ersetzen. Bis 2022 sollen in Dortmunds Innenstadt mindestens sechs Nah­ wärme-Quartiere geschaffen werden. Da sich Lage und Bebauung in der City sehr unterscheiden, muss DEW21 jedes Quartier mit seiner eigenen Energiezentrale unterschiedlich ausgestalten. Herzstück der Zentralen werden ein oder mehre­ re gasbefeuerte Blockheizkraftwerke (BHKW) sein. Das Funktionsprinzip ist allerdings gleich: Ein Energieträger, zumeist Erdgas, wird in das BHKW geleitet und verbrannt. Die entstehende Wärme erhitzt über Wärmetauscher Wasser, das sich

dann als Träger im Netz auf den Weg zum Kunden macht. Neben der Wärme erzeugt ein BHKW aber im Verbrennungsprozess über einen Kolben Bewegungsenergie, die in einem Generator zu Strom umgewandelt und ins Dortmunder Stromnetz eingespeist wird. Dieses effektive Prinzip nennt man Kraft-Wärme-Kopplung, kurz: KWK. DEW21 hat zur Erklärung dieses Funktionsprinzips einen Animationsfilm auf die Unternehmensseite (www.dew21.de/iq) gestellt.

Intelligente Wärmewende Da es keine Blaupause für die Ablösung eines zentralen innerstädtischen Dampfnetzes durch dezentrale Nahwärme-Quartierslösungen gibt, wird DEW21 bei der Planung und Durchführung eng mit der Stadt Dortmund, der Wirtschaft und vor allem der Wissenschaft kooperieren. Vertreter der Gesellschafter DSW21 und innogy sowie der Dortmunder Hochschulen und externe Planungs­ büros sind ebenfalls einbezogen. Mindestens sechs Nahwärme-Quartiere sollen in Dortmunds Innenstadt bis 2022 geschaffen werden. Jedes erhält eine eigene Energiezentrale.

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Energie + Wasser

Neben der staatlichen Förderung durch das bestehende KWK-Gesetz nimmt DEW21 einen hohen zweistelligen Millionen-Betrag für diese klu­ gen Projekte in die Hand. Der größte Energiedienstleister vor Ort im kommunalen Mehrheits­ besitz leistet mit dieser Umstellung der Wärme­ versorgung in der Innenstadt einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz im Rahmen der in Dortmund besonders geförderten Energiewende. Der »Lokalpatriot« nimmt in

Dortmund bereits Schlüsselaufgaben in den lokalen Klimaschutz- und Energieaktivitäten ein, u. a. im »Handlungsprogramm Klimaschutz 2020«, das eine 40-prozentige CO2-Einsparung anstrebt, sowie im »Masterplan Energiewende« der Stadt Dortmund. Ausführliche Informationen und einen Erklärfilm zu den innovativen Quartierslösungen Nahwärme finden Sie auf www.dew21.de/iq

Das alte Dampfnetz wird in den nächsten Jahren durch dezentrale NahwärmeQuartierslösungen ersetzt.

Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer von DEW21 „Wir sind überzeugt, mit der Entscheidung für eine quartiersbezogene Nahwärmeversorgung die für Dortmund optimale Lösung gefunden zu haben, die langfristig auch auf die Klima- und Umweltschutzziele einzahlt. Die umfangreichen Erfahrungen aus mehr als 1.500 Contractingprojekten und des Betriebs von aktuell 28 großen BHKW verleihen zusätzlich Sicherheit, dieses Projekt zum Erfolg führen zu können.“

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Schwerer Austausch

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Mobilität + Logistik

»Passen Sie auf, wo Sie hintreten, hier ist reichlich Öl und es gibt viele scharfe Kanten«, warnt Richtmeister Max Zirkel beim Ortstermin an der Haltestelle »Märkische Straße«. Die Spezialisten der Firma Scholpp arbeiten gerade mit Hochdruck daran, drei alte Fahrtreppen zu demontieren. Das ist echte Schwer(st)arbeit. Vor der Tür am Zugang »Westfalentor« liegen zwei verknäulte Metallbündel, die nur noch entfernt nach Fahrtreppe aussehen, der Zugang in Richtung Hörde/Aplerbeck ist versperrt. Drinnen findet man ölverschmierte, scharfkantige Treppenstufen und einen großen Flaschenzug, an dem gerade ein Stück Fahrtreppe hängt. Nur ein Stück wohlgemerkt, denn eine 31 Meter lange und 19 Tonnen schwere Fahrtreppe kann man nicht im Ganzen an den Haken nehmen. Die drei Fahrtreppen werden deshalb in je sechs Teile zer­ legt und Stück für Stück nach draußen gebracht. Auch für den leitenden Monteur Max Zirkel der Firma Scholpp kein alltäglicher Job:„Fahrtreppen dieser Länge haben wir auch im Stadtbahnbereich nicht alle Tage. Und eine Kaufhausfahrtreppe ist meist nur halb so lang.“ Doch nicht nur die Tatsache, dass es sich bei den rund 30 Jahre alten Fahrtreppen von O&K um die größten und schwersten bei DSW21 handelt, macht den Austausch so aufwändig. Der Zugang »Westfalentor« liegt an der vielbefahrenen Kreu­

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zung B1/Märkische Straße und bietet deshalb nur wenig Platz für Tieflader und schweres Gerät.

Aufwändige Vorarbeiten Bevor die Schweißer die Fahrtreppen in ihre Ein­ zelteile zerlegen konnten, waren ab Mitte Januar zudem umfangreiche Vorarbeiten nötig, bei denen u.a. Scheiben entfernt, Decken geöffnet und die Wege geändert werden mussten. DSW21Bauleiter Otto Ostermann musste von der Elektrik der Fahrtreppen über den Brandschutz bis hin zur Statik des Brückenbauwerks, um nur einige Beispiele zu nennen, eine Fülle von Details mit den Fachabteilungen absprechen. Doch die Mühe lohnt sich, denn die drei neuen Fahrtreppen werden den neuesten Standards entsprechen und energiesparender und zuverlässiger arbeiten. „Der Fahrgast wird wohl nur

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Mobilität + Logistik

Aufgrund der Länge und des Gewichts der Fahrtreppen ist der Austausch aufwändig.

Die 31 Meter langen Fahrtreppen werden in Einzelteilen geliefert und montiert.

bemerken, dass der Handlauf etwas höher sein wird“, meint Ostermann. „An der Förderhöhe von 13 Metern oder der Neigung von rund 27 Grad wird sich nichts ändern. Auch die Geschwindigkeit bleibt wie gewohnt.“ „DSW21 erneuert kontinuierlich seine Fahrtrep­ pen, von denen es 189 gibt. Die rund 1,4 Mio. € teure Maßnahme an der Märkischen Straße wur­ de gemeinsam innerhalb eines Gesamtpaketes in Kooperation mit weiteren Verkehrsbetrieben des »spurwerk.nrw« ausgeschrieben und vom VRR gefördert“, fügt Jens Kater, Leiter Elektrische Betriebstechnik bei DSW21, hinzu.

Nächste Erneuerung Nach der Demontage und dem Abtransport der Fahrtreppen trafen die neuen »Rolltreppen« An­ fang Februar ein und wurden »scheibchenweise« eingebaut. Nach den Feinarbeiten und der Wiederherstellung des Eingangsbereiches sollen die Arbeiten am 10. April abgeschlossen sein. Doch für die Spezialisten von Scholpp und die beteiligten Bereiche von DSW21 bedeutet dies nur eine kurze Verschnaufpause: Ab Mai werden nämlich die drei Fahrtreppen in Richtung Stadtmitte in ähnlicher Weise erneuert.

Fahrgastinformationen weisen auf die geänderten Zugänge hin.

Info für Fahrgäste Der direkte Zugang zum Bahnsteig in Richtung Hörde (U41) und Aplerbeck (U47) ist bis zum 7. April am »Westfalentor« der »Märkischen Straße« nicht möglich. Fahrgäste sollten einen der westlichen Ein- und Ausgänge (»Westfalenpark« oder »Rheinlanddamm«) oder die Fahrtreppen in Richtung Stadtmitte nutzen und über den Bahnsteig und die Verteilerebene zum Bahnsteig in Richtung Hörde/Aplerbeck gelangen. Alle anderen sieben Fahrtreppen und zwei Treppen der Haltestelle sind nutzbar.

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Partyzone auf dem Wasser Familie Fuest steuert die Santa Monika in dritter Generation. Der Dortmunder Hafen gilt als Areal der Wirtschaft. Zahlreiche Unternehmen sind hier Anrainer und nutzen den Wasserweg des Dortmund-Ems-Kanals als Strecke zur übrigen Wirtschaftswelt. Und doch gibt es nicht unweit der Mallinckrodtstraße einen Ort der Beschaulichkeit: den Anleger der Santa Monika. Ein Sonntag Ende November ist in der Regel kein Tag, an dem sich eine Reise lohnt. Es ist kühl, stürmisch, die kleinen Wimpel am Bug des Schiffes sind mit Gewichten beschwert, damit sie im Wind nicht zu sehr ausfasern. Reise ist vielleicht auch zu viel gesagt, die zweistündige Fahrt in Richtung Henrichenburg ist eher gedacht als kulinarisches Ereignis. Ein Grünkohl­ essen ist angekündigt, und etwa 60 Gäste entern den Dampfer, um sich an den Tischen niederzulassen. Kapitän Chris Dennis Janssen, Enkel des Firmengründers Ernst Theodor Fuest, begrüßt sie, sein Bruder Julian sowie Lisa Heilek versorgen sie mit dem, was solch ein Tag hergibt und was weitestgehend auch zum Anlass einer Schiffsreise passt: mit Grog. Aber auch Asbach-Cola findet den Weg auf die Tische und natürlich ebenfalls Pilsbier. Tief brummt der Motor und sanft verlässt die Santa Monika II den Kai.

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Die beiden Matrosen Jayvee Salonga und Dennis Fernandez reichen Annette Janssen, geb. Fuest, Mutter von Chris Dennis und Julian, die Schüsseln mit dampfendem Kohl, Bratkartoffeln und Fleisch. Man wundert sich über Salonga und Fernandez insofern, als dass beide von den Philippinen kommen – ein verdammt weiter Weg bis auf die Santa Monika. „Aber ein durchaus üblicher“, sagt Annette Janssen: „Man findet überall auf Schiffen Filipinos – sogar in der Binnenschifffahrt.“ Seit sechs Jahren sind sie mit an Bord auf kleiner Fahrt. Ein weiter Weg war es auch für Familie Janssen. Ernst Theodor Fuest, gelernter Landschaftsgärtner und befähigter Mechaniker, startete das Abenteuer Mitte der 60er-Jahre. Er hatte da­ mals in Hamm eine Werkstatt, reparierte Autos und manchmal eben auch Schiffsdiesel, erzählt Enkel Chris Dennis Janssen. Als zwei Schiffer

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bei ihm in der Kreide standen, weil sie ihre Reparaturrechnungen nicht bezahlen konnten, wit­ terte er eine Chance und übernahm stattdessen gleich die Schiffe. So fix kann man „Käpt’n“ werden. Nach zwei Jahren Umbauzeit, die 1940 als Eisbrecher kon­zipierte Santa Monika I musste erst zum Ausflugsdampfer umfrisiert werden, nahm sie 1967 ihren Dienst auf. 1968 folgte ihr die „II“, 1973 schließlich – als kompletter Eigenbau – die Santa Monika III, die u.a. Hamm, Lünen, Rünthe, Münster, Senden auf dem Wasserwege erreicht. Chris Dennis Janssen erklärt seinen Gästen die Strecke. Dort die Gasrußwerke, da das Ikea-Lager, Kanallänge, -tiefe, -breite, wirtschaftliche Bedeutung. Der Grünkohl dampft schon längst auf den Tellern. Als Kilometer 7 des Kanals in Sicht kommt, kündigt er eine Wende an. Es ist die Einfahrt in den Verladehafen Zeche Achenbach, die den Platz bietet, um das Heck herumzuwuchten. Der Sturm biegt die Hainbuchen, die längs des Kanals gepflanzt wurden. Draußen an den Spundwänden hat ein Angler sein olivgrünes Zelt aufgeschlagen, an dem der Sturm ebenfalls heftig zerrt. Die Angeln stehen wie Peitschen, beißfreudig, das ahnt man, ist heute kein Fisch. Was innen im Schiff ganz anders aussieht, hier wird ordentlich zugeschlagen. „Auf 200 Fahrten“, schätzt Annette Janssen, „kommt die Santa Monika II im Jahr. Im Schnitt sind 100 Leute dabei.“ Insgesamt sei das Geschäft etwas ruhiger geworden, sagt ihr Sohn. Aber selbst wenn sich in die Nordstadt kaum

Mit ruhiger Hand steuert Chris Dennis Janssen das Schiff, auf dem er bereits die Kindheit verbrachte.

ein Tourist verirrt – bereit liegt das Schiff allemal. Sonderfahrten, Charterfahrten, Geburtstage, Hochzeiten, Weihnachtsfeiern – es gibt keinen Anlass, dem sich das Schiff nicht gewachsen fühlt. Chris Dennis Janssen erinnert an die Partys mit dem Schlagersänger Sandy Wagner, zu denen gerne mal 250 Leute kommen. „Dann ist hier immer richtig was los.“ Letztens hat der Fernsehkoch Björn Freitag an Bord ein Mahl kredenzt. „Der hat auf dem Unterdeck eine ganze Küche aufgebaut, da gekocht und oben die Gäste bedient – eine ganz noble Veranstaltung“, erinnert er sich. »Juicy Beats« hatte eine Veranstaltung an Bord, und auch das FZW ist regelmäßiger Gast. Mit einer Party kann Chris Dennis Janssen an diesem Tag nicht mehr dienen. Doch so dürfen Sonntage auch mal sein. Kühl und windig draußen von Nordnordost. Ist egal, denn drinnen zeigt der Kompass schon längst auf Kaffee und Kuchen.

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Mobilität + Logistik

Mehr Busse zum Airport Schneller zum Flieger: Dank der Linie 490 ist Dortmund Airport nun noch besser zu erreichen. Er verbindet seit dem 8. Januar Aplerbeck und den Flughafen im 20-MinutenTakt und ergänzt damit sinnvoll die schon bestehenden Wege.

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Mobilität + Logistik

Anders als die anderen Buslinien in Aplerbeck hält die 490 nördlich der U47-Endstelle auf der Rodenbergstraße.

Die neue Linie 490 ist zwischen Aplerbeck und dem Airport montags bis freitags im 20-Minuten-Takt, am Wochenende alle 30 Minuten, unter­ wegs. Der Ortskern ist mit sieben weiteren Buslinien (420, 431, 436, 437, 438, 439, 440) und der Endstelle »Aplerbeck U« der Stadtbahnlinie U47 ein gut erreichbarer Bus- und Bahn-Knotenpunkt. Die Start-Haltestelle »Rodenbergstraße/Aplerbeck U« der 490 liegt am nördlichen Ausgang der Stadtbahnhaltestelle. Die Linie 440, die bisher den Flughafen im 30-Minuten-Takt angefahren ist, endet nun in Aplerbeck.

ein DSW21-Abonnement oder ein Monatsticket wie z.B. das Ticket2000 oder ein SchokoTicket besitzt, braucht selbstverständlich kein zusätzliches Ticket zu lösen.

Neue Haltestellen Von Aplerbeck kommend erreicht die 490 in knapp 15 Minuten das Terminal (Haltestelle »Dortmund Airport«). Sie fährt aber auch die neuen Haltestellen »Airport P6 West«, »Airport P6 Ost« und »Airport Parkhaus 4/5« an und kann damit als Parkplatzshuttle genutzt werden. Verschiedene Tickets Grundsätzlich gelten in der Linie 490 die Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes RheinRuhr (VRR). Für die normale Linienfahrt von oder in Richtung Aplerbeck muss also ein DSW21-Ticket zum VRR-Tarif (z.B. EinzelTicket Preisstufe A3 für 2,70 €) erworben werden. Wer

Gesonderte Regelungen gelten aber da, wo der 490 als Parkplatzshuttle fährt: Für die Fahrt zwischen Parkplatz/Parkhaus und Terminal gibt es wie bisher vergünstigte Tickets für 2 € (Erwachsene, Kinder bis 6 Jahre fahren kosten-

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In der 490 gilt grundsätzlich der VRR-Tarif. Wer die Linie nur als Parkplatzshuttle nutzt und das Ticket vorher kauft, zahlt sogar nur 2 €.

los), und zwar: am Parkscheinautomaten an den Parkplätzen, online in Verbindung mit der OnlineParkplatzreservierung, am Fahrscheinautomaten an der Haltestelle »Dortmund Airport«, an der Information in der Abflughalle und am Parkscheinautomaten in der Ankunftsebene. Wer sein Ticket erst im Bus löst, bezahlt nach VRR-Tarif (z. B. 2,70 € für einen Erwachsenen, hier gilt nicht der Kurzstrecken-Tarif) oder zeigt seine Abokarte oder sein Monatsticket vor. Alle Fahrpläne Die Fahrtzeiten der 490 sind in der Fahrplanaus­ kunft auf www.bus-und-bahn.de (mobil: bub.mobi) und in der VRR- und DSW21-App abrufbar. Informationen zu den Wegen zum Airport finden Sie außerdem auf www.dortmund-airport.de/ bus-und-bahn.

Weitere Wege Neben der Linie 490 ist der Flughafen aber auch mit dem »Airport-Express« erreichbar, der im 60-Minuten-Takt zwischen dem ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) am Dortmunder Hauptbahnhof und dem Flughafen pendelt. Die Fahrt dauert ca. 25 Minuten, die Tickets kosten 8,50 € (Erwachsene) und 2 € (Kinder). Zwischen Holzwickede Bf. und dem Flughafen fährt zudem im 20- bzw. 30-Minuten-Takt der »AirportShuttle«. Tickets kosten 3 € (Erwachsene) bzw. 2 € (Kinder). Tickets für »AirportExpress« und »AirportShuttle« sind im Bus und an dem Fahrscheinautomaten an der Haltestelle »Dortmund Airport« erhältlich. Die Haltestelle für alle Busse, also Linie 490, »AirportShuttle« und »AirportExpress«, befindet sich auf der Ebene 1/Abflug.

»EinfachWeiterTicket« Mal eben von Dortmund nach Köln? Seit dem Jahresanfang hat DSW21 mit dem »EinfachWeiterTicket« ein attraktives Angebot für »Grenzgänger« im Angebot. Es ermöglicht Fahrten zwischen dem Verkehrs­ verbund Rhein-Ruhr (VRR), dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und dem Aachener Verkehrsverbund (AVV). Das »EinfachWeiterTicket« kostet 6,40 € bzw. 3,20 € pro Fahrt für Erwachsene bzw. Kinder und gilt in Verbindung mit einem Zeitfahrausweis (7-TageTicket, Ticket1000, Ticket2000, BärenTicket, YoungTicket und SchokoTicket als Abo und Monatskarte, meinTicket (SozialTicket), SemesterTicket und FirmenTicket). Die Preisstufe A reicht dabei aus – es muss kein ZusatzTicket zur Erweiterung der Preisstufe erworben werden. Das »EinfachWeiterTicket« ist an den DSW21-Ticketautomaten, in den KundenCentern, Vorverkaufsstellen sowie im Bus erhältlich. Da es sich um einen Pilotversuch handelt, ist es aktuell noch nicht online verfügbar.

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DSW21-Gruppe

Virtueller Rundumblick DSW21 öffnet sich und zeigt mit 360°-Filmen die Arbeit im Hafen, im Zugführerstand und demnächst auch in der Stadtbahnwerkstatt. „Wir sind ein technischer Infrastrukturdienstleister und schauen in die Zukunft, also nutzen wir zukunftsweisende Technik. Ob 3D-Film, eige­ nes Videostudio oder wie jetzt eben 360°-Filmtechnik: DSW21 ist vorne dabei“, sagt Vorstands­ vorsitzender Guntram Pehlke. Erste Erfahrungen in der noch jungen Disziplin der VR-Filme – VR steht für Virtuelle Realität – sammelte das Unternehmen bei der Dokumenta­ tion besonderer Orte im Hafen, etwa auf einer Containerbrücke. Weitere Filme setzte das Unternehmen im Zugführerstand aller StadtbahnLinien um. Demnächst folgt noch ein Film aus der Stadtbahn-Werkstatt. All diese Arbeitsbereiche haben gemeinsam, dass sie sonst nicht ohne Weiteres zugänglich sind. Diese besonderen Einblicke machen den Charme dieser Technik aus. Denn der Zuschauer ist direkt im Geschehen, es gibt keine Ablenkung. Hier hat die 360°-Technik ihre Stärke. Aus Unternehmenssicht ergeben sich aber auch noch weitere Chancen. „Wir können Dinge

erklären und sichtbar machen, für die wir sonst Führungen anbieten mussten. Wir müssen unser Unternehmen offenhalten für Entscheider und Bürger gleichermaßen – aber das geht jetzt eben auch online und zu der Zeit, die der Informations­suchende bestimmt“, sagt Guntram Pehlke. „Wenn wir etwas in einem Film erklären, kommen wir den Bedürfnissen der Bürger noch näher.“ Mit einem Cardboard – einer Kartonhalterung mit Speziallinsen, die es für wenige Euro zu kaufen gibt – wird in Kombination mit fast jedem Smartphone eine simple VR-Brille. Die Einstiegshürden für den Zuschauer sind deshalb eher zu vernachlässigen. Alle Filme der Kunden­ kommunikation finden sich in den »einundzwanzig«-Kanälen auf den Plattformen YouTube und Vimeo oder im UnternehmensBlog unter einundzwanzig.de. Alle bisher veröffentlichten 360°-Filme finden Sie unter: www.youtube.com/user/do21tv

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DOKOM21 macht Schüler »schlau und fit« Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen: Das ist für den Dortmunder Telekommunikations-Dienstleister der Beweggrund für das Sponsoring-Projekt »schlau & fit«, das es mittlerweile seit 9 Jahren gibt. DOKOM21 setzt sich als regionaler Förderer insbesondere für Kinder und Jugendliche ein. Von diesem Engagement profitieren Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen an aus­ gewählten Standorten innerhalb des Anschluss­ gebietes. DOKOM21 begleitet und unterstützt Schulklassen, z.B. die Schülerinnen und Schüler einer mittlerweile 8. Stufe der »Schule am Hafen«, gezielt über Jahre hinweg: Unter dem Stich­ wort »schlau« fördert DOKOM21 den Nachwuchs beispielsweise im Umgang mit dem Internet. Und

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unter dem Stichwort »fit« macht sich DOKOM21 für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie für die ausreichende Bewegung der Kinder und Jugendlichen stark. Teamfähigkeit stärken, Sozialkompetenz fördern Was für die DOKOM21-Patenstufe der »Schule am Hafen« zunächst als Experiment begann, ist mittlerweile ein Erfolgsmodell: Vor etwa drei Jah­ ren waren die Jungen und Mädchen der heutigen

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Schüler fit für die digitale Welt machen: Dafür stiftete DOKOM21 der Schule am Hafen neue Tablets.

Stufe 8 die ersten Schüler, die auf dem PhoenixSee im Rahmen einer von DOKOM21 gesponserten Projektwoche das Segeln erlernten. Heute ist daraus eine Segel-AG entstanden, die regelmäßig auf dem Hörder See trainiert. Zehn Schüler der ersten Segel-AG wurden im vergangenen Jahr außerdem zu Segelhelfern ausgebildet: Sie stehen nun den Schülern der unteren Jahrgänge mit Rat und Tat zur Seite, wenn es für diese das erste Mal auf’s Wasser geht. „Die Schüler nehmen dabei ganz viel mit, insbesondere Teamfähigkeit, lösungsorientiertes Denken und Sozialkompetenz“, so Jenny Schnitter, Marketingmitarbeiterin bei DOKOM21. Medienkompetenz und Social Media Auch in Sachen Medienkompetenz unterstützt DOKOM21 die »Schule am Hafen« aktiv: Mehr als zwei Dutzend Tablets hat das Unternehmen in der Vergangenheit gestiftet, mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Welt zu machen. Die Tablets kommen außerdem zum Einsatz, um Kindern, die erst seit kurzem in Deutschland sind, Deutschkenntnisse zu vermitteln. Zusätzlich erlernen die Schülerinnen und Schüler in Social-Media-Kursen den verantwortungsvollen Umgang mit Facebook, YouTube & Co. – Medienkompetenz ganz praktisch vermittelt. „Wichtig ist uns, dass die Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten und faires Verhalten im Internet erlernen und so sicher in der virtuellen Welt unterwegs sind“, erklärt Jenny Schnitter. Richtig bewerben lernen Weil grundlegende Kenntnisse in Sachen Word, Excel und Co. wichtig für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sind, hat DOKOM21 seine Patenklasse im vergangenen Jahr im Rahmen eines mehrtägigen Workshops von erfahrenen Medienpädagogen schlau und fit rund um das Thema MS-Office gemacht. Abge-

Datennetze

rundet wurde die praxisnahe Schulung durch eine Einführung in das Thema Bildrechte. „Neben den praktischen Kenntnissen haben die Schülerinnen und Schüler unserer Patenklasse jede Menge Spaß gehabt – und die Erkenntnis, dass hier Inhalte vermittelt wurden, die über das Schulleben hinaus Relevanz besitzen“, so Jenny Schnitter. Auch in Zukunft wird DOKOM21 daher an seinem gesellschaftlichen Engagement im Rahmen von »schlau & fit« festhalten: z. B. mit Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche, um den Einstieg ins spätere Berufsleben zu erleichtern.

Erster Spatenstich für »RZ5« Im Huckarder Gewerbegebiet »Hansa« investiert DOKOM21 knapp 10 Mio. € in den Bau ihres fünften Rechenzentrums, damit Unternehmen ihre sensiblen Geschäftsdaten sicher auslagern oder als Back-Up dort parken können. Der symbolische erste Spatenstich erfolgte am 13. Januar 2017; die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2017 geplant. Für den DSW21-Vorstandsvorsitzenden Guntram Pehlke ist der Bau des neuen Rechenzentrums die konsequente Fortsetzung der bisherigen Unternehmensstrategie von DOKOM21: „DOKOM21 steht für schnelle und sichere Verbindungen in der Region. Mit diesem Investment wird es unserer Tochter erneut gelingen, die gute Position im Telekommunikationsmarkt zu festigen und die Basis für weiteres wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, das natürlich auch der Mutter DSW21 zugute kommt.“ Namhafte Unternehmen wie Materna, der Volkswohlbund, der Haushaltswarenhersteller Leifheit, der Flüssiggasversorger PROGAS sowie mehrere international tätige Unternehmen zählen bereits zu den Kunden von DOKOM21.

Jörg Figura (Geschäftsführer DOKOM21), Guntram Pehlke (Vorstandsvorsitzender DSW21) und Thomas Schnürer (DOKOM21-Bereichsleiter Facility und Transportnetz) beim 1. Spatenstich (v.l.n.r.).

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Im Westen des Terminals ist eine neue Passagierkontrollstelle in Betrieb genommen worden.

Schneller zum Flieger Durch eine zweite Sicherheitskontrollstelle werden Passagiere am Dortmunder Flughafen vor allem in Stoßzeiten zügiger abgefertigt. Was Fluggäste jetzt wissen müssen.

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Mobilität + Logistik

Mehr Service, mehr Komfort: Flughafen-Geschäfts­ führer Udo Mager sieht die neue Sicherheitskontrollstelle als Investition in die Zukunft. „Als Flughafenbetreiber sehen wir uns in der Pflicht, die Voraussetzungen für einen schnellen und reibungslosen Ablauf im Terminal zu schaffen. Ziel ist es, die vor dem Boarding erforderlichen Kontrollvorgänge zu beschleunigen“, so Udo Mager. Im vergangenen Dezember eröffnete deshalb nach aufwändigen Baumaßnahmen eine zweite Sicherheitskontrollstelle im Westen des Terminals. Sie ist nun Hauptzugang zu den Gates. Die Fluggastkontrolle im mittleren Bereich wird vor allem bei hohem Passagieraufkommen genutzt. Insgesamt sieben Kontrollspuren stehen nun am Dortmunder Flughafen zur Verfügung.

Neue Kontrollstelle Mit dem neuen Kennzeichnungssystem werden Reisende bereits auf ihrem Flugticket darauf hingewiesen, welche Sicherheitskontrollstelle sie am Dortmund Airport durchlaufen werden. Auf der Anzeigetafel in der Abflugebene findet sich eben­ falls die Info über die zugewiesene Kon­troll­stel­le des Fluges. Große Leuchtbuchstaben weisen den Weg zur neuen Kontrollstelle »A« im Westen des Terminals und zur Kontrollstelle »B« in der Mitte der Abflughalle.

Zügig zum Flieger: Eine zweite Sicherheitskontrolle schafft gerade in Stoßzeiten Entlastung, damit Reisende noch besser zum Flugzeug kommen.

Weitere Maßnahmen Die zusätzliche Kontrollstelle wird nicht die einzi­ ge Optimierungsmaßnahme sein. Fluggäste sol­ len künftig bereits am Check-In mittels eines optischen Signals angezeigt bekommen, welcher Schalter als nächstes frei ist. So sollen Wartezeiten auch hier verringert werden.

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Lebensräume

Naturnah und barrierefrei

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greeen! architects

Neugierig geworden? Für weitere Informationen über das Projekt steht das Team der Certum Bauträger GmbH & Co. KG zur Verfügung: Certum Bauträger GmbH & Co. KG Petrikirchhof 7 44137 Dortmund Tel. 0231.181 55 51 E-Mail: kontakt@certum.info www.certumbautraeger.de Informationen über Planungen in Hohen­ buschei erhalten Anwohner, Bauherren und solche, die es werden wollen, im Info-Büro an der AdiPreißler-Allee 7 immer mittwochs von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Allgemeine Informationen gibt’s auch im Netz unter www.hohenbuschei.de.

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So lange wie möglich barrierefrei in den eigenen vier Wänden wohnen: Zukünftig wird dies auch in Eigentumswohnungen in Hohenbuschei möglich sein. Auf einem knapp 3.400 m² großen Eckgrundstück an der Hohenbuscheiallee/Max-Michallek-Straße plant die Certum Bauträger GmbH & Co. KG aus Dortmund eine neue Wohnanlage, bestehend aus zwei dreigeschossigen Baukörpern mit Staffelgeschoss und Tiefgarage. Selbstverständlich werden die Gebäude nach den neuesten energetischen Richtlinien erstellt. Der Baubeginn der barrierefreien EigentumsWohnanlage wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahres erfolgen; die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant. Insgesamt werden 37 Eigentumswohnungen in einer Größe zwischen 78 bis 132 m² entstehen. Innerhalb der Wohnungen kommen ausschließ-

lich hochwertige Materialien zum Einsatz und das Thema Barrierefreiheit wird durch den Verzicht auf Schwellen und Stufen sowie extrabreite Türen groß geschrieben. Dies ermöglicht es den Eigentümern, unabhängig und so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können – stilvoll und in gehobenem Ambiente. Fast alle Wohnungen sind mit Loggien oder Terrassen ausgestattet, die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen über einen eigenen Garten. So kommen die zukünftigen Bewohner in den vollen Genuss des für Hohenbuschei typischen Wohnens im Grünen: alter Baumbestand, die unmittelbare Nähe zum Naturschutzgebiet »Buschei« und der Golfplatz Royal St. Barbara’s in direkter Nachbarschaft.

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DEW21Kultur

Kunst, Kultur, Trödel – beim Nachtflohmarkt ist der Andrang groß. Auch Unterstützerin DEW21 macht manchmal mit – für einen guten Zweck natürlich.

Kulturbeutel

Von DEW21 unterstützte Veranstaltungen März 18. März Nachtflohmarkt (Flohmarkt-Event), Depot (Immermannstr. 29), ab 17.00 Uhr, Eintritt 3 € 26. März Der gute Geist von Brünninghausen (Anschaulicher Spaziergang), Bot. Garten Rombergpark (Mergelteichstr. 40), 17.30 Uhr, Eintritt 15 € Informationen zu den Eintrittspreisen, zum Vorverkauf und weitere Termine finden Sie unter www.dew21kultur.de.

DSW21 präsentiert: »Otello« mit Lance Ryan Ein Taschentuch, eine Intrige und viel böser Wille genügen, um eine Welt zum Einsturz zu bringen. »Otello« fällt seinen eigenen Dämonen zum Opfer und reißt Desdemona mit in den Abgrund. Die Oper von Giuseppe Verdi nach William Shakespeare wird ab dem 27. März im Theater Dortmund gezeigt. Den Otello singt der Kanadier Lance Ryan, einer der gefragtesten Heldentenöre weltweit. Für diese Oper, die von DSW21 präsentiert wird, verlosen wir für den 12. Mai 2 x 2 Karten. Wenn Sie gewinnen möchten, senden Sie bis zum 31. März eine Mail mit dem Stichwort »Otello« an gewinnspiel@ dsw21.de oder schicken Sie eine Karte an DSW21, ZU-Gewinnspiel, 44127 Dortmund.

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Meter lang und 19 Tonnen schwer sind die größten Fahrtreppen bei DSW21. An der Haltestelle »Märkische Straße« wurden jetzt drei dieser »Schwergewichte« erneuert. In mehrere Teile zerlegt, mussten sie dabei Stück für Stück an den Haken genommen werden. Und auch beim Einbau der neuen Fahrtreppen musste »scheibchenweise« echte Schwerarbeit geleistet werden. Anfang April rollen die neuen Treppen am Eingang »Westfalentor« wieder – und sind dann energiesparender und zuverlässiger. Doch die Verschnaufpause ist für die Spezialisten von DSW21 und Fremdfirma nur kurz: Ab Mai werden drei weitere Fahrtreppen in dieser Haltestelle erneuert. Auch sie sind 31 Meter lang – und damit doppelt so lang wie eine typische Kaufhaus-Fahrtreppe.

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Ausgabe 1/2017  

Entdeckertour Nordstadt, Santa Monika, Nahwärme sowie virtuelle Welten sind einige der Themen der neuesten Ausgabe.

Ausgabe 1/2017  

Entdeckertour Nordstadt, Santa Monika, Nahwärme sowie virtuelle Welten sind einige der Themen der neuesten Ausgabe.

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