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Energie + Wasser Elektrisierender Trend S

Freut sich über das gestiegene Interesse an der Elektromobilität: Andreas Schmidt, Leiter Vertrieb Geschäftskunden bei DEW21.

Elektrisierender Trend

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Die Nachfrage nach E-Autos in Dortmund steigt rasant an. Das lokale Energieunternehmen DEW21 und Netzbetreiber DONETZ berichten, wie sie diesen spannenden Trend begleiten.

Vieles hat die Corona-Pandemie auf den Kopf gestellt, an der steigenden Nachfrage nach Elektroautos hat sie nur wenig geändert. „Natürlich wurden Investitionsentscheidungen in bestimmten Branchen verschoben. Dafür boomt es in anderen Bereichen und im privaten Sektor“, sagt Andreas Schmidt, Leiter Vertrieb Geschäftskunden bei DEW21. Von den insgesamt rund 300.000 derzeit in Dortmund angemeldeten Pkw fuhren Anfang Mai 2021 rund 5.300 ganz oder teilweise elektrisch (Plug-In-Hybrid). Zum Vergleich: Anfang September waren es noch rund 2.600. „Die Zahlen haben sich innerhalb von einigen Monaten verdoppelt”, freut sich Schmidt.

Zentraler Ansprechpartner

Diese rasante Entwicklung führt dazu, dass bei DEW21 die Telefone fast unaufhörlich klingeln. Der Beratungsbedarf stieg in den letzten Monaten um 60 %. „Da wir alles aus einer Hand anbieten, sind wir der zentrale Ansprechpartner“, unterstreicht Schmidt. Maßgeschneiderte Pakete zur Anschluss-Prüfung, Konzeptberatung und Installation, dazu Informationen zu Fördermöglichkeiten und eine umfassende App: Als kompetenter Partner begleitet DEW21 Interessierte auf dem ganzen Weg hin zum begehrten E-Auto.

Und apropos Partner: DEW21 wiederum wird beim Thema Elektromobilität unterstützt von der Hülpert Unternehmensgruppe, die Interessierten kostenlose Probefahrten mit E-Autos anbietet und das fahrzeugtechnische Know-how einbringt. Auch zum Handwerk gibt es enge Kontakte, die für die Anschlussprüfung bei den Kund*innen wichtig sind. „Denn zunächst muss immer erst ein Fachmann oder eine Fachfrau einen Blick darauf werfen“, so Schmidt. „Er oder sie klärt bei einem E-Check ab, ob die Voraussetzungen vor Ort ausreichen und wie der Anschluss umgesetzt werden kann.“

Nachhaltiges Stromnetz

Der Trend zur Elektromobilität berührt auch die lokalen Stromnetze, bestätigt der Dortmunder Netzbetreiber DONETZ. „Wenn immer mehr Dortmunder*innen ihr Elektro-Auto aufladen, wird das Netz auf ganz neue Art und Weise beansprucht“, sagt Nicole Martin, Leiterin des Bereichs Vertrags- und Anschlussmanagement. „Wir müssen auf den veränderten Bedarf flexibel reagieren und die Infrastruktur konsequent und mit Augenmaß ausbauen.“ Ziel ist, steigende Sonderlasten, wie z. B. die Elektromobilität, so einzubetten, dass sie steuerbar sind. E-Mobilität wird damit ein wichtiger Teil des intelligenten Stromnetzes.

Wie kann das konkret funktionieren? „Wir setzen beispielsweise zukünftig intelligente Stromzähler ein, über die wir die Vielzahl der Ladeeinrichtungen in der Stadt so ansteuern können, dass der Strom auch in Spitzenzeiten optimal verteilt werden kann, ohne dass es zu spürbaren Einbußen in der Versorgung kommt“, erklärt Volker Prellwitz, Key Account Manager bei DONETZ. Bei Bedarf kann der Netzbetreiber also die Stromzufuhr von außen regeln, um die Netzstabilität zu gewährleisten.

Sichere Ladeeinrichtungen

„Die Energie- und Verkehrswende wird dafür sorgen, dass die Nachfrage an den herkömmlichen Tankstellen abebbt und der Bedarf an StromTankstellen stark ansteigt“, so Prellwitz, der in diesem Zusammenhang einen Ratschlag anbringt, den alle E-Mobilist*innen für ihre häusliche Lade-Lösung auf jeden Fall beherzigen sollten: „Bitte niemals einfach so das E-Auto an die heimische Steckdose anschließen! Nachdem ein zugelassener Installateur die Voraussetzungen vor Ort überprüft hat, kann er auch gleich Kontakt zur DONETZ aufnehmen.“ Denn generell gilt: Ladeeinrichtungen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Beim Anschluss kann es übrigens sinnvoll sein, über die eigene Garage hinweg zu gucken, wie Nicole Martin ergänzt: „Gerade Eigentümer- oder Mietergemeinschaften sollten diese Themen im Team angehen. Das macht vieles leichter und kostengünstiger.“

Passen das Stromnetz behutsam an die neuen Anforderungen an: Nicole Martin und Volker Prellwitz von DONETZ.

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