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Mittwoch, 8. Januar 2014 113. Jahrgang, Nr. 2

Lokalzeitung für das Prättigau, die Herrschaft und den Kreis Fünf Dörfer • Erscheint Mittwoch und Samstag • Regional und volksnah!

Maienfeld

«Der Glaube ist ein fortdauernder Prozess» 

Radio KSM ging auf Sendung

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Fideris



Kunststoff-Fenster

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Streckenrekorde purzelten am Arflinalauf Der 29. Arflinalauf vom Sams­ tag in Fideris geht mit fünf neuen Streckenrekorden in die Annalen der Organi­ sationen ein. Am Start stan­ den 139 Läuferinnen und Läufer aus der Schweiz und den angrenzenden Län­ dern. Dass Ski-Alpinismus und Skitourenrennen im Trend sind, beweist die Teilnehmerzahl am traditionellen Arflinalauf in Fideris. Diese konnte laut Reto Störi vom OK-Team mit knapp 140 Läuferinnen und Läufern gegenüber den Vorjahren um rund 20 Prozent gesteigert werden. Der Lauf wird mit fünf neuen Streckenrekorden in die Geschichtsbücher der Organisatoren eingehen.

ter langen Strecke mit 1100 Höhenmetern einen neuen Rekord zu verzeichnen: Alex Fasser aus Leermoos sicherte sich mit einer Zeit von 56:16:01 gleichzeitig den Tagessieg. Zweiter wurde bei den Volksläufern Gerhard Schneider aus Mels mit einer guten Minute Rückstand. Dritter wurde Josef Suter aus dem Muotathal mit gut 58 Minuten. Bester Volksläufer aus der P&H-Region war Mathias Egli aus Grüsch (1:12).

Schnelle Caprez-Damen In der Gruppenwertung siegte das Caprez Sport Team mit Moni Hartmann aus Küblis, Barbara Jäger aus Vättis und Michele Ganter aus Flums mit einer Zeit von 51:03:52 ebenfalls mit einem neuen Streckenrekord. Die Dreierstaffeln der Damen starteten in Partschils, von wo aus sie 5 Kilometer und 620 Höhenmeter zu bewältigen hatten. Mit einer Minute Rückstand erreichte das Team Flütsch Ski-

12.12.13 10:19

touring Damen mit Andrea Koch aus Landquart, Conny Nogler aus Davos und Ursula Baumann aus Amden das Ziel. Der dritte Rang (1:07) lag sogar ganz in Flütschen Hand: Zum Team Ufsteiger gehörten die drei St. Antönierinnen Stefanie, Vrena und Nicole Flütsch. Feurle mit Rekordlauf In der Einzelwertung der Damen konnte Michaela Feurle aus Dorn u Seite 2

Gruppen Herren I … Der erste Streckenrekord ging in der Gruppenwertung der Herren I an die Patrouille Pizol AltiskiSkinfit Racing-Team. Der Sarganser Alexander Hug und die beiden Vorarlberger Patrick Innerhofer und Daniel Zugg erreichten die Arflina in einer Zeit von 57:39:50. Auf dem 2. Rang klassierte sich das Team Pizol Altiski (1:01) vor dem Team Flütsch Skitouring Nordic (1:03) mit Reto Hidber aus Grüsch, Andrea Florinet aus Felsberg und Stefan Sulser aus Davos. … und Volksläufer Auch in der Einzelwertung der Herren gibt es auf der 8 Kilome-

AZ CH-7220 Schiers PP/Journal

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Porträt Ursina Hardegger

Neuer Streckenrekord bei den Damen-Patrouillen: Das Caprez Sport Team mit Moni Hartmann aus Küblis (Mitte), Barbara Jäger aus Vättis und Michele Ganter aus Flums. Fotos: M. Schnell


Aus der Region

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Weiteren soll es auch nicht mehr vorkommen, dass der Reibkäse auf den im Startgeld inbegriffenen Spaghettis mit zwei Franken separat verrechnet wird, was vielen Läuferinnen und Läufern ebenfalls sauer aufgestossen war. Diesbezüglich werde man mit den Betreibern der beiden Berghäuser das Gespräch und eine Lösung suchen und finden, sicherte Störi zu.  (ms)

birn mit einer Zeit von 1:16 auf den 1100 Höhenmeter von Fideris bis zur Arflina einen weiteren Streckenrekord erzielen. Mit zwölf Minuten Rückstand erreichte Uta Klöter-Kündig aus Grüsch das Ziel. Dritte wurde knapp dahinter Bea­ trice Gwerder aus Morschach. Schnelle Saaser Kids Den fünften Streckenrekord verzeichnete in der neuen Kategorie bei den Kids (ab der Höhi bis Arflina) Fabian Hartmann aus Saas mit 21:57:57 vor Sandro Hartmann ebenfalls aus Saas mit einer Sekunde und Silias Zurfluh aus Oberarth mit einer weiteren Minute Rückstand.

Schneller Junior Mirco Lietha aus Fideris kurz vor dem Ziel.

Nr. 2

Gruppensieg bei den Herren II: Das Team Flütsch Skitouring Oldies mit Georg Flütsch aus Küblis, Andreas Koch aus Landquart und Anselm Zikeli aus Wattwil. Sieg der Flütsch-Oldies Bei den Herren II siegte das Team Flütsch Skitouring Oldies (1:07:58) mit Georg Flütsch aus Küblis, And­ reas Koch aus Landquart und Anselm Zikeli aus Wattwil. Zweite wurden die Gonzen Oldstars mit fünf Minuten Rückstand; Dritte das Team Flütsch mit Tiroler, zu dem Ivo Roffler aus Luzein, Adrian Arquint aus Zizers und Hubert Pöhl aus Balzers gehörte. Diverse Optimierungen Reto Störi ist mit dem Rennablauf, den Streckenbedingungen, der Teilnehmerzahl, dem neuen

Hauptsponsor Power Beef zufrieden, ortet aber gleichzeitig diverse Verbesserungsmöglichkeiten. Als Beispiel nannte er die aufgeklebten Startnummern, welche die Läuferinnen und Läufer zum Grossteil unterwegs verloren hatten. Diese waren denn auch mit ein Grund, weshalb sich die Zeit­ erfassung im Ziel schwierig gestaltete, die Rangverkündigung erst mit einer einstündigen Verspätung durchgeführt werden konnte und die Zeiten in der Rangliste teilweise nicht stimmten. Bis zur Rangverkündigung waren bereits diverse Teilnehmer abgereist. Im

Prominenter Arflina-Volksläufer: Der ehemalige Rad-Weltmeister und Tour de Suisse-Sieger Oscar Camenzind bewies mit einer Zeit von 1:09, dass er immer noch sehr fit ist und auch mit Tourenskis gut zurecht kommt.

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Reka-Feriendorf Pany

ERFOLG MIT EINEM INSERAT Impressum Verlag AG Buchdruckerei Schiers Telefon 081 328 15 66, Fax 081 328 19 55 info@drucki.ch, www.drucki.ch Beglaubigte Auflage: 3678 Redaktion: Marco Schnell, Leitung (ms) Heidi Wyss (hw) redaktion@drucki.ch Abonnementspreise: Jährlich: Fr. 120.–, Halbjährlich: Fr. 66.– Einzelpreis Fr. 1.50 (inkl. MwSt.) Inserate: Inseratenannahme direkt beim Verlag. Insertionspreis für eine einspaltige Millimeter-Zeile Fr. –.70 plus 8% MwSt. Die P&H erscheint zweimal wöchentlich jeweils am Mittwoch und Samstag. Die P&H wird gedruckt auf LETTURA 60. Die Herstellung erfolgt nach dem Label «Der blauen Engel». Das Papier besteht aus 100% Altpapier. Gedruckt in Graubünden Stampà en il Grischun Stampato nei Grigioni

Nachfrage erneut leicht rückläufig Die Schweizer Reisekasse Reka behauptet sich 2013 dank ihren eigenen Ferien­ dörfern gut. Die durchschnitt­ liche Belegung konnte um 4 Prozent und die Erträge um 5 Prozent gesteigert werden. In Pany wurden knapp 23 000 Logiernächte generiert und 600 weniger als im Vorjahr. Der Geschäftsbereich Reka-Ferien generiert rund 62 Prozent ihrer Erträge in den eigenen Reka-Feriendörfern. Die 12 Reka-Feriendörfer zeichnen sich durch ein profiliertes Komplettangebot für Familien aus und sind äusserst beliebt. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, konnte die Position der Reka-Feriendörfer im vergangenen Jahr schweizweit weiter gefestigt werden. Bei den zugemieteten Ferienwohnungen und im Bereich «Ferien auf dem Bauernhof» sind die Mieterträge rückläufig. Dies sei primär auf eine Angebotsbereinigung zurückzuführen, welche im

2014 weitergehen werde. Ab 2014 werden seitens der Reka keine «Ferien auf dem Bauernhof» mehr angeboten. 22 951 Logiernächte Die 12 Reka-Feriendörfer befinden sich in allen Landesteilen der Schweiz. Bezüglich Auslastungssteigerung seien keine regionalspezifischen Trends ersichtlich. Die höchsten Belegungsraten erzielten Morschach, Lenk und Urnäsch mit einer Ganzjahres-Auslastung bis zu 83 Prozent. Während das Feriendorf Bergün die Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf knapp 29 000 steigern konnte und die Nachfrage in Disentis mit rund 43 000 stabil blieb, präsentieren sich die Logiernächte in Pany erneut leicht rückläufig. Obwohl sich die Reka vor Jahresfrist vom abgeschlossenen Standortentwicklungskonzept Pany/Luzein/St. Antönien und dem Spiel­ erlebnis «Re-Ra-Rätikon» eine

Steigerung der Auslastung erhoffte, gingen die Übernachtungen von 23 576 im 2012 auf 22 951 im 2013 zurück. In Pany bietet die Reka 40 komfortable Ferienwohnungen an. Rund 3400 Erwachsene und Kinder verbrachten ihre Ferien in diesem Reka-Feriendorf. Bei einer Saisondauer von 315 Tagen war jede Wohnung durchschnittlich während 154 Tagen besetzt. Dies entspricht einer Auslastung von 48,9 Prozent, von welcher die ganze Region profitiert.  (hw)

Das Reka-Feriendorf in Pany generierte knapp 23 000 Logiernächte.  Foto: Archiv P&H


Mittwoch, 8. Januar 2014

Aus der Region

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Porträt Ursina Hardegger

«Der Glaube ist ein fortdauernder Prozess» Ursina Hardegger ist die erste Pfarrerin in der Gemeinde St. Antönien. P&H fragte bei der jüngsten Bündner Pfarrerin nach, was sie zum Theologiestudium bewog, und welchen Platz die Kirche aus ihrer Wahrnehmung in der heutigen Gesellschaft einnimmt. Wie alle Wintersportbegeisterten freut sich Ursina Hardegger in der Altjahrwoche über die Schneeflocken, welche vom Himmel tanzen. Die 29 Jahre junge St. Antönier Pfarrerin, die in diesem Sommer zweimal den Klettersteig bewältigt hat, möchte bald einmal die Touren-Skischuhe schnallen und ihre Spuren in den Hang legen. Am 26. Dezember nimmt sie genauso gerne die Gelegenheit wahr, am Stäffelihengert Einheimische und Gäste zu treffen und mit ihnen über dies und jenes zu berichten. «Langsam lerne ich die Gemeindemitglieder näher kennen, das ist spannend», sagt die junge Pfarrerin, deren Haustüre am Heiligabend für ein gemeinsames «Znacht» offen stand. Sie fühle sich wohl in der 300-Seelen-Kirchgemeinde, welche sie seit dem 1. September 2012 in einem Pensum von rund 50 Prozent betreut, sagt die jüngste Bündner Pfarrerin. Sie wurde 2013 in die Synode aufgenommen und inzwischen in die Kommission für die Erarbeitung einer neuen Bündner Kirchenverfassung gewählt. «Im August 2013 wurde ich in St.  Antönien installiert, oder anders gesagt: in dä Schtall gschtellt», so Hardegger schalkhaft. Die Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand, dem Mesmerpaar, der Organistin und den weiteren Mitarbeitenden funktioniere sehr gut. «Wohl steht man im Gottesdienst alleine vorne. Wenn es auch nicht sichtbar ist, besteht da dennoch ein Team. Es ist darum wertvoll für mich, dass wir so gut miteinander ‹z’ Rank› kommen.» Reisen und Jusstudium Den Rank zur Theologie fand die in Malans geborene und in Seewis aufgewachsene junge Frau mit 23 Jahren. Anschliessend an die Schulzeit in Seewis und das Untergymnasium an der EMS in Schiers erkundete sie per Velo erst einmal die Schweiz und nach der Matura

Die sportliche Prättigauerin ist eine Pfarrerin für alle Generationen.  Foto: H. Wyss und einer längeren Baltikum- und Polenreise, welche ebenfalls per Velo erfolgte, wandte sie sich den Rechtswissenschaften zu. 2003 begann sie ihr Jusstudium in St. Gallen. «Nach vier Semestern zog es mich in den langen Ferien wieder in die Welt hinaus, diesmal nach Lateinamerika», erzählt die Prättigauerin. Warum genau sie den Entschluss gefasst habe, Pfarrerin zu werden, könne sie im Kopf schwer nachvollziehen, sagt sie. «Meinen Gedankengängen ging kein umwälzendes Ereignis voraus.» Da sei ein junger Mann aus Guatemala in der Wohngemeinschaft gewesen, der habe davon gesprochen, Pastor zu werden. «Das hat mich auf dem Rückflug in die Schweiz zu eigenen Überlegungen angeregt, wie ich mein Leben gestalten möchte und ich habe meinen Weg klar vor mir gesehen: Ich werde Theologin!» Wieder daheim, habe sie sich gefragt, was ihr wichtig sei. «Ich habe mit Verwandten und Bekannten gesprochen. Sie bestätigten, dass die Theologie auch sehr gut zu mir passe. Auf einmal war mir klar, dass es mir wichtiger ist, über den Glauben zu sprechen als über rechtliche Fragen, dass es mich da mehr braucht.» Wenn die Gemeindemitglieder sie darauf ansprechen würden, dass sie im Prättigauer Dialekt predige, heisse das ja auch, dass viele Pfarrpersonen dies nicht tun würden. «Ich finde es schade, dass nicht mehr Einheimische Theologie studieren. Ich habe einen schönen Beruf.»

Bisher gut gefahren «Der Glaube war mir immer wichtig. Ich bin christlich erzogen worden, habe die Sonntagsschule, den Religions- und Konfirmandenunterricht besucht. Die Geschichten aus dem Alten Testament faszinieren mich bis heute», sagt Hard­ egger, die mit drei Geschwistern gross geworden ist. «In der Pubertät kam auch ich an den Punkt, dass ich Fragen wälzte, wie die Welt entstanden ist, ob das, was in der Bibel steht, wahr ist, oder nicht.» Sie sei zum Schluss gekommen, sich auf den Glauben einzulassen und bis jetzt sei sie damit «gut gefahren». Die Jusstudentin verliess 2006 die Hochschule St. Gallen und trat in die Theologische Fakultät in Bern ein. Sie schloss ihr Studium mit einer Masterarbeit «zur Verfassungsentwicklung der reformierten Bündner Kirche im 20. Jahrhundert» ab. Ihr einjähriges Vikariat absolvierte sie vom August 2011 bis Ende Juli 2012 bei Pfarrer Andreas Rade in Saas, wo sie Religion unterrichtete, Kanzeldienste übernahm und in der Seelsorge tätig war, wie jetzt in ihrer Gemeinde. «Wie in jedem andern Geschäft, egal in welchem Beruf, weiss ich auch als Pfarrerin, welche Aufgaben ich zu erledigen habe, auch wenn diese spezieller Art sind. Meine Arbeit geschieht oft im Dialog. Man sieht, was daraus entsteht», sagt Hardegger. «Dies ist zwar unberechenbar, aber spannend.» Schwierige Orientierung Wie geht die junge Pfarrerin damit um, wenn Krankheiten und Unglücksfälle den Menschen den Atem rauben, Kriegs- und Katastrophen-Nachrichten sich überschlagen? «Es gibt auch heute immer wieder Momente des Zweifelns», sagt Hardegger. «Der Glaube ist ein fortdauernder Prozess. Da hat man nicht ein- für allemal eine Antwort. Und doch komme ich immer wieder zurück und sage: Doch, ich bin getragen. Ich erlebe etwas mit Gott.» Sie erfahre oft, dass ältere Menschen ihr Leben lang gebetet hätten, die Bibel und Lieder kennen würden. Das gebe ihnen Halt. «Viele junge Leute kennen das alles nicht, es wird nicht mehr gepflegt. Ich denke aber, dass junge Menschen nicht weniger religiös sind. Auch sie befassen sich mit den Grund-

Steckbrief

Ursina Hardegger Wohnort: St. Antönien Beruf: Pfarrerin Geburtsdatum: 9.8.1984 Zivilstand: ledig Sport: Skitouren, Bergsteigen Weitere Hobbies: Reisen, Lesen, Singen im EMS-Chor Lieblingsessen: Chnödli mit Kartoffelstock Lieblingsgetränk: Wasser und Wein Lektüre: Bibel, Romane, Reiseführer Lieblingsmusik: Klassik bis Pop Lebensmotto: Suche zuerst Gott, alles andere wird dir gegeben!

fragen zum Leben, nur anders. Die Einen sprechen weniger darüber, die Andern reden im Ausgang miteinander.» Heute sei es ungleich schwieriger als noch vor einigen Jahrzehnten, sich zu orientieren. Eine Fülle so vieler verschiedener Anschauungen stürze auf die Menschen herein. «Teilweise pickt man aus den Weltreligionen heraus, was gefällt, ohne andere – vielleicht unangenehme – Aspekte zu kennen. Sie versuche, den Jugendlichen einen Zugang zum christlichen Glauben zu vermitteln. «Den eigenen Weg, den muss jeder selbst finden», sagt die Pfarrerin. (hw)

Die jüngste Bündner Pfarrerin im Talar.  Foto: zVg


Aus der Region

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Nr. 2

Graubünden

Klosters/SVP Graubünden

Tourismusrat Graubünden gewählt

Heinz Brand will in die Regierung

Die Bündner Tourismusreform 2006–2013 brachte straffere Strukturen und eine höhere Durchsetzungskraft. Nun gilt es, sich im Markt mit einzigartigen, qualitativ hochstehenden und gebündelten Angeboten von der internationalen Konkurrenz abzuheben und den Gästen ein einmaliges Gesamt­ erlebnis zu bieten. Hier setzt das Tourismusprogramm Graubünden 2014–2021 an. Projekte, die kooperativ die verschiedenen Anbieter einer Tourismusregion oder im Kanton integrieren und auf eine gemeinsame, innovative Strategie ausgerichtet sind, können in den nächsten acht Jahren im Rahmen eines Verpflichtungskredites von 21 Millionen Franken unterstützt werden. Bund und Kanton beteiligen sich je zur Hälfte. Im Rahmen der unterstützten Projekte sollen zudem weitere Mittel aquiriert werden. Der von der Regierung ernannte Tourismusrat besteht aus sieben bis elf Persönlichkeiten. Er soll sich zur eigentlichen «Tourismusinstanz Graubünden» entwickeln. Er ist beratend tätig, ohne direkte Entscheidungskompetenz. Seine Aufgabe ist es, das Gesamtsystem des Bündner Tourismus weiterzuentwickeln. Für die Zusammensetzung des Tourismusrates massgebend sind in erster Linie die spezifischen Fachkompetenzen, welche für die langfristige Entwicklung des Bündner Tourismus als notwendig erachtet werden. Daneben ist ein Bezug der einzelnen Persönlichkeiten zu Graubünden wichtig, bei einer gleichzeitig möglichst hohen Unabhängigkeit. Der Tourismusrat wirkt nicht nur als Beratungsgremium der Regierung, sondern berät, motiviert und unterstützt Tourismusakteure bei der Projektentwicklung und erfolgreichen Umsetzung. Mit Prof. Dr. Ernst A. Brugger konnte eine Persönlichkeit als Präsident gewonnen werden, die sich mit Fragen der Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit und Strategieentwicklung während ihrer ganzen bisherigen Laufbahn auseinandergesetzt hat. Von Amtes wegen nehmen der Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Soziales sowie der Präsident von Graubünden Ferien Einsitz.  (staka)

Nun ist es offiziell: Die Partei­ leitung der SVP Graubünden schlägt ihren Mitgliedern zuhanden der Nominations­ versammlung vom 27. Januar 2014 in Chur vor, Heinz Brand als Regierungsratskandidaten zu nominieren. Als wählerstärkste Partei sei sie überzeugt, dass sie in die künftige Regierungsverantwortung einzubeziehen sei, teilt die SVPParteileitung mit. Sie sei bereit dazu und wolle diese Verantwortung übernehmen. Sie schlägt in der Person von Heinz Brand einen überzeugenden Kandidaten als Regierungsrat vor: Heinz Brand erfüllt die geforderten Voraussetzungen in optimaler Art und Weise. So hat er mit 25 Jahren Erfahrung als Chef des kantonalen Amtes für Polizeiwesen und Zivilrecht einen tiefen Einblick in die Verwaltungsabläufe erlangt, was für die Regierungstätigkeit ausserordentlich hilfreich sein wird. Als langjähriger Präsident der Flury Stiftung, Schiers, kennt er auch die Probleme des Gesundheitswesens und der Altersvorsorge, welche in naher Zukunft an Intensität stark zunehmen werden, aus direkter Erfahrung. Und schliesslich erlangte er nach seiner Wahl in den Nationalrat aufgrund seiner Unabhängigkeit, Beharrlichkeit und Sachlichkeit innert kürzester Zeit grossen, überparteilichen Res­ pekt, sowohl bei seinen Ratskollegen als auch im Bundesparlament und der Bundesverwaltung. Die Parteileitung der SVP Graubünden ist überzeugt, dass es für die Bündner Regierung eine echte Chance wäre, mit Heinz Brand eine Persönlichkeit in ihren Reihen zu wissen, die mit den politischen Abläufen in Bern bestens vertraut ist und weiss, wie und wo in Bern anzuklopfen ist. Diese Qualitäten sind in den kommenden Jahren in der Regierung mehr denn je gefragt. Führungsqualitäten Heinz Brand leitete während vielen Jahren das kantonale Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Auszeichnung. Seine menschlichen Eigenschaften und Führungsqualitäten hat er immer wieder überzeugend unter Beweis gestellt: Früher auf

Heinz Brand (links) tritt nochmals zur Regierungsratswahl an. Die Leitung der SVP Kantonalpartei will er für die Wahlkampfzeit an Vizepräsident Andrea Davaz abtreten.  Foto: zVg kommunaler Ebene in KlostersSerneus, als Präsident der Flury Stiftung und anders mehr. Der konsequente aber zugleich auch konziliante Umgang selbst mit schwierigsten Dossiers hat ihm bei den Gemeinden, im Kanton aber vor allem auch auf nationaler Ebene grosse Anerkennung eingebracht. Kompetenter Partner Der 58-jährige Brand, der seit 12 Jahren die Flury Stiftung in Schiers mit drei Altersheimen, dem Regionalspital Schiers und der Spitex präsidiert, und seit zwei Jahren auch OK-Präsident des Prättigauer Alpspektakels ist, werde bei einer Wahl in die Regierung das bleiben, was er sei: ein kompetenter Volksvertreter, der gerne die Nähe zur Bevölkerung suche. Mit diesen Qualitäten habe er sich auch überparteilich grosse Sympathien und Anerkennung verschafft. Brand werde bei einer Wahl in die Regierung ein kompetenter Partner sein, aber vor allem auch ein Regierungsrat, der sich der Kollegialität verpflichtet fühlen werde. Warum er nochmals antritt Brand hatte sich bereits vor vier Jahren um ein Exekutivamt im Kanton Graubünden beworben: «Dies einerseits aus persönlichem Interesse an einem Exekutivamt und anderseits in Kenntnis der interessanten Aufgaben, die in der Bündner Regierung beziehungswiese in einem Exekutivamt zu lösen sind», erklärte der Klosterser anlässlich der Pressekonferenz vom Montag. An diesen persönlichen Umständen habe sich in den letzten vier Jahren nichts verändert: «Meine Kandidatur ist

mithin Ausdruck beziehungswiese Bestätigung der persönlichen Konsequenz und Zielstrebigkeit. Diese Feststellung ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich gerne Nationalrat war und bin und ich mich auch in Bern sehr wohl fühle.» Er trete aber auch für die Bündner SVP an, um einen Sitz in der höchsten Exekutive zu sichern, was zugleich Beleg für die Ernsthaftigkeit der Absicht dieser noch jungen Partei sei, ernsthaft Verantwortung auf allen Stufen des Gemeinwesens zu übernehmen. «Mit meiner Kandidatur möchte ich auch dazu beitragen, dass klar bürgerliche Anliegen, die in der heutigen Bündner Regierung meines Erachtens nicht oder zumindest nicht genügend vertreten sind, einen engagierten Fürsprecher erhalten», sagte Brand. «Ich möchte mich insbesondere dafür einsetzen, dass keine neuen Steuern und Abgaben eingeführt werden, eine Entlastung des Mittelstandes von Abgaben und administrativen Aufwendungen erfolgt, die allgemeine Sicherheitslage, namentlich jene der Grenzregionen spürbar verbessert und die Zuwanderung endlich wirksam gesteuert wird, die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Einzelnen wieder gestärkt werden und bei der Wirtschaftsförderung vor allem die bestehenden, einheimischen Gewerbebetriebe und Unternehmen gefördert und entlastet werden.» Auch der Tourismus als wichtigster Wirtschaftszweig des Kantons brauche in der künftigen Regierung eine Stimme. Mit seiner Kandidatur möchte er sich insbesondere auch für diese Anliegen in der künftigen Exekutive des Kantons einbringen.  (hw/pd)


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Fotor端ckblick

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Arflinalauf in Fideris

Fotos: M. Schnell


Baby-Seite / Aus der Region

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Baby -Seite

Nr. 2

Daria Putzi

Lea Putzi

Geburten im Dezember im Regionalspital Prättigau

Eltern: Andrea und Christian Putzi, Pany

Eltern: Andrea und Christian Putzi, Pany

Jonas Lennox Albisetti

Lea Kürsteiner

Olivia Leana Schlecht

2. Dezember, 37 cm, 3190 g

3. Dezember, 50 cm, 2550 g

3. Dezember, 47 cm, 2780 g

Eltern: Nadja und Sacha Albisetti, Küblis

5. Dezember, 49 cm, 2560 g

Eltern: Elisabeth und Thomas Kürsteiner, Klosters Dorf

22. Dezember, 52 cm, 3550 g

Mauro Abderhalden

Sarina Jegen

Mario Nett

27. Dezember, 52 cm, 3320 g

29. Dezember, 48 cm, 2530 g

29. Dezember, 51 cm, 3630 g

Eltern: Luzia Abderhalden und Bernhard Mathis, Pragg-Jenaz

Eltern: Annette und Silvio Jegen, Klosters

Eltern: Ekaterina und Alexander Schlecht, Schiers

Eltern: Annina und Daniel Nett, Pany

Klosters

Nachtloipen-Training für Kinder und Jugendliche Die nordische Abteilung des Skiclub Klosters bietet für alle interessierten und fortgeschrittenen Langlaufkids ab der 5. Klasse ein Nachtloipen-Training auf der wunderschönen Nachtloipe von Klosters an. Jeden Donnerstag von

18.30 bis 19.30 Uhr ab dem 9. Januar 2014 könnt ihr unter der Leitung eines JO-Leiters an eurer Technik feilen, euch mit Gleichgesinnten messen oder einfach nur das Langlaufen unter Flutlicht geniessen. Kosten-

punkt: Entweder ihr meldet euch für 40 Franken für die Wintersaison beim Skiclub Klosters an, dann könnt ihr bei allen angebotenen Trainings teilnehmen, oder ihr bezahlt für jedes Training jeweils 5 Franken.

Je nach Loipenzustand ist das Nachtloipen-Training bis zum 27. März geplant. Bei Fragen, sendet ein Mail an chraft@bluewin. ch. Wir würden uns freuen, dich auf der Loipe zu sehen. (pd)


Aus der Region

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Maienfeld

Radio KSM ging auf Sendung In der Maienfelder Mehr­ zweckhalle Lust ging am Samstagabend nach einjähriger Pause Radio KSM der Knabenschaft Maienfeld wieder auf Sendung. In ge­ wohnt unzensurierter Weise sind dabei die Nachrichten des vergangenen Jahres auf­ gedeckt worden. Der erste «Live-Beitrag» von Radio KSM widmete sich den olympischen Spielen in Sotschi. Nach der Begrüssung von Präsident Patrice Puchegger wurden die legendären Lokalnachrichten verlesen. Diese widmeten sich dieses Jahr unter anderem den Landfrauen Maienfeld, welche ihre ersten CurlingErfahrungen mit blauen Flecken, Blessuren und einem lädierten Steissbein bezahlen mussten; Winzer Paul, der auf der Steigstrasse sein Spritzgefährt in Schräglage umkippte; dem Werkhof-Team, das zu viel Holz für «unnütze» Dinge braucht, dem desinteressierten Äuli-Wirt, der seine Gäste verärgert; Perskindol-Wini,

der sein Gefährt auf der Fläscherstrasse in die Wiese setzte und seine Autonummer von der Polizei zurück erhielt; dem BordellhofBauer, der auf dem Kamm eine als 1.-Augustfeuer getarnte private Kehrichtverbrennung betrieb; der fehlbaren Lehrperson, die einen Schüler, der nach dem RacletteMittagessen nach Käse roch, nach Hause schickte; Ötzi-Wirt, der seinen Betrieb über die Feiertage geschlossen hatte; den erotischen Nebenverdiensten im Gasthaus zum Zwölfender; den vermeint-

Die erste «Live-Schaltung» von Radio KSM widmete sich den Olympischen Spielen in Sotschi, wo auch einheimische Bauunternehmer beteiligt sind.

lich prähistorischen Funden beim Käppeli-Wall auf dem Maienfelder Rossriet; dem fragwürdigen Reitverbot am Muldenweg; dem Alp-Jäger, der seinem zu langen Hirschspiesser die Ohren lang zog; dem andern Alp-Jäger, der eine melchige Hirschkuh verschwinden lassen wollte und dabei vom Wildhüter ertappt wurde; den Gyravögeln, die wegen eines Lichtsignals mit der Polizei Bekanntschaft machten; der Klinik Gut, die nun in Wakkerpreis-City bei Maienfeld erstellt wird; dem Radar in der 30er-Zone von GyravogelCity, der Güga kurz darauf ohne Gurten zum Verhängnis wurde; und vieles mehr. Umzug und wenig Speuz In der anschliessenden, zweiten «Live-Schaltung» wurde der Umzug der Maienfelder Stadtverwaltung vom ehemaligen Rathaus in die neuen Räumlichkeiten Balatrain auf die Schippe genommen. Nach den für etliche Gemeindeglieder peinlichen Offenbarungen folgten das Einakter-Lustspiel

Der zweite Beitrag widmete sich dem Umzug der Stadtverwaltung in die neuen Räumlichkeiten Balatrain. Fotos: M. Schnell «Z’wenig Speuz» sowie Musik und Tanz mit der Band «Alpenpower Heidiland». An der Bar herrschte Hochbetrieb bis in die frühen Morgenstunden.(ms)

folgt in der Samstagsausgabe.

Davos

«White Risk»

14-Jähriger schwer verletzt

Neues Tool: Lawinenunfällen vorbeugen

Am Freitag nach 17 Uhr ist es auf der Prättigauerstrasse bei Davos Laret zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Der Lenker eines Autos fuhr von Davos Richtung Landquart. Auf der Höhe der Bushaltestelle Landhaus Laret standen zwei Jugendliche am rechten Fahrbahnrand. Sie beabsichtigten, die Strasse Richtung Kehrichtsammelstelle zu überqueren. Nach bisherigen Erkenntnissen trat der 14-jährige Jugendliche aus Deutschland unvermittelt auf die Strasse, wo er vom Auto frontal erfasst und weggeschleudert wurde. Er wurde schwer verletzt. Zufällig anwesende Rettungssanitäter reanimierten und betreuten ihn bis zum Eintreffen der Ambulanz. Die Rega flog den Verletzten in kritischem Zustand ins Kantonsspital nach Chur. Der Lenker des Autos und der 15-jährige Cousin des Verunfallten blieben unverletzt. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet. (kapo)

Plötzlich kommt der Schnee ins Rutschen. Er bewegt sich immer schneller, reisst alles mit sich. Eine Lawine ist ein majestätisches Naturspektakel – führt aber auch immer wieder zu viel menschlichem Leid. In den vergangenen zehn Jahren wurden in der Schweiz über 2000 Personen von Lawinen erfasst. Ein Drittel davon wurde verletzt oder gar getötet. Im langjährigen Schnitt sterben pro Jahr 25 Personen durch Lawinen. Die allermeisten Lawinenunfälle geschehen abseits der gesicherten Pisten, in 90 Prozent aller Fälle werden sie durch die Sportler selbst ausgelöst. Das SLF und die Suva arbeiten kontinuierlich daran, das Risikobewusstsein zu fördern und Lawinenunfällen vorzubeugen. Die «White Risk»-Benutzer können ihre Touren auf webbasierten Karten planen und in einer persönlichen Tourendatenbank abspeichern. Für unterwegs lassen sich Touren ausdrucken oder in der gleichnamigen Smartphone-App bereitstel-

Sorgfältige Planung ist das A und O für alle Schneesportler, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen.  Foto: zVg len. Die App beinhaltet ausserdem das Lawinenbulletin. Das Lehrund Lernmittel wurde komplett überarbeitet, von einer offline- zu einer online-Lösung umgestaltet, mit dem aktuellsten Wissensstand ergänzt und didaktisch sowie grafisch neu konzipiert. Ein spezielles Präsentationstool ermöglicht es, mit Fotos, interaktiven Grafiken, Filmen und Animationen aus «White Risk» eigene Präsentationen professionell zu gestalten. Mit der Webplattform www.whiterisk. ch wird ein breiter Nutzerbereich angesprochen – vor allem auch

jugendliche Tourenfahrer, Freeriderinnen und Schneeschuhläufer, aber ebenfalls die Profis, die Lawinenwissen in Kursen weitergeben möchten. Um den Nutzen von «White Risk» in der Praxis aufzuzeigen, organisieren die Suva und das SLF im Februar 2014 vier Camps mit unterschiedlichen Schwerpunkten: In St-Luc (6./7. Februar) und Davos (27./28. Februar) ist der Fokus auf das Tourengehen gerichtet, in Andermatt (10./11. Februar) auf das Varianten-Fahren und in Schwarzsee (20./21. Februar) auf das Schneeschuhlaufen. Insgesamt 40 Personen erhalten die Möglichkeit, kostenlos an den zweitägigen Camps mit Übernachtung teilzunehmen. Für die Bewerbung um einen Platz ist aufzuzeigen, wie «White Risk» im persönlichen Umfeld bekanntgemacht werden kann. Ob mit einem Film, Foto, Slogan, Facebook-Post, Blog-Eintrag oder einer Präsentation im Verein – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. (pd)


Aus der Region

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Nr. 2

Fanas

BDP Graubünden

Heinz Brand im «Alpina» zu Gast

2014 wird kein Spaziergang für BDP

Heinz Brand hat sich im Nationalrat rasch eingearbeitet und sich mit seiner Arbeit für den Kanton Graubünden grossen Respekt verschafft. Seine Unabhängigkeit und Sachlichkeit hat ihm überparteilich grosse Anerkennung verschafft. Dies gilt sowohl für das Bundesparlament wie auch für die Bundesverwaltung. An diesem Abend wird Heinz Brand aus dem Nationalrat einen Sessionsbericht über das Jahr 2013 abgeben. Am 15. Januar berichtet Heinz Brand ab 20 Uhr im Gasthaus Alpina, Fanas, über die letzte Session, seine Arbeit in Bern und über weitere Neuigkeiten. Im Anschluss stellt er sich Fragen aus der Runde. Alle politisch Interessierten sind dazu herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Anschliessend wird Röteli offeriert. Organisiert wird der Anlass vom Vorstand der SVP Kreis Vorderprättigau. (pd)

Heinz Brand ist am 15. Januar im Gasthaus Alpina in Fanas zu Gast.  Foto: zVg

Schwingen

Armon Orlik im dritten Rang Dem Maienfelder Armon Orlik ist ein hervorragender Start in die neue Schwingsaison gelungen. Beim Berchtoldschwinget 2014 in der Saalsporthalle Zürich belegte er den 3. Rang. Orlik bezwang vier Gegner – zum Abschluss den starken Teilverbandskranzer Tobias Riget – und stellte zwei Gänge, unter anderem gegen den Eidgenossen Peter Imfeld. Gewonnen hat das Berchtoldschwinget vor 1400 Zuschauern der Aargauer Mario Thürig nach einem gestellten Schlussgang gegen den Appenzeller Markus Schläpfer. (hw/pd)

Wie Parteipräsident Jon Domenic Parolini am traditio­ nellen Neujahrsgespräch der BDP am 3. Januar in Chur ausführte, sei das Neu­ jahrsgespräch kein Wahlauf­ takt, sondern ein Rückblick auf das Jahr 2013 und ein Ausblick auf das Jahr 2014. Am Neujahrsgespräch der BDP, das traditionsgemäss am 3. Januar in Chur durchgeführt wird, standen Regierungsrätin Barbara Janom Steiner, Regierungsrat Hansjörg Trachsel, Nationalrat Hansjörg Hassler, Parteipräsident Jon Domenic Parolini und Fraktionspräsident Andi Felix den Vertreterinnen und Vertretern der Bündner Medien Rede und Antwort. Im Jahr 2013 konnte die Bündner BDP Erfolge verbuchen, musste aber auch Niederlagen einstecken. Die wohl empfindlichste Niederlage war für Jon Domenic Parolini die Ablehnung der Vorlage Olympische Winterspiele 2022 durch das Bündner Stimmvolk an der Urne. Seiner Ansicht nach habe das Standortkonzept – Fokussierung auf Davos und St. Moritz – massgeblich dazu beigetragen, dass das Vorhaben an der Urne bachab geschickt worden sei. Eine Niederlage musste die BDP auch bei der Initiative «Strom ohne Kohle» einstecken. Eine knappe Mehrheit hatte sich bekanntlich für diese Initiative, die von der BDP abgelehnt worden war, ausgesprochen: «Ökologische Anliegen sind heute im Trend.» Was die BDP aber störe, sei die Intervention der Politik in die Strategie einer Unternehmung – in diesem

Jon Domenic Parolini, Barbara Janom Steiner, Hansjörg Trachsel und Hansjörg Hassler (v.l.). Foto: E. Walser Fall Repower – die sich auf dem freien Markt behaupten müsse. Erfolg mit Janom Steiner Ein Erfolg, auf den die BDP stolz sein könne und dürfe, ist für den Parteipräsidenten die Reform des Finanzausgleichs, dem der Grosse Rat in der Dezembersession nach einer ausgiebigen Debatte mit grossem Mehr zugestimmt hatte. Ein Erfolg für die BDP nicht zuletzt auch deshalb, weil Regierungsrätin Janom Steiner mit ihrer Sachkompetenz massgeblich dazu beigetragen hatte, dass dieses Reformprojekt, das die Finanzströme zwischen den Gemeinden und dem Kanton neu regeln soll, die parlamentarischen Klippen unbeschadet umschiffte. Ob das von Oberengadiner Kreisen angekündigte Referendum zustande kommen wird, steht noch aus. Neben der Umsetzung des Finanzausgleichs sind für die BDP die Förderung von Gemeindefusi-

onen und die Umsetzung der Gebietsreform politische Zukunftsthemen. Kein Spaziergang Im Mittelpunkt des Jahres 2014 stehen die kantonalen Wahlen am 18. Mai. Die BDP habe sich zum Ziel gesetzt, die bisherige Sitzzahl im Grossen Rat mit 27 Mitgliedern zumindest zu halten. «Zudem ist unser Ziel, dass unsere Regierungsrätin Barbara Janom Steiner mit dem besten Resultat aller Kandidaten wieder in die Regierung gewählt wird.» Den zweiten Sitz in der Regierung zu halten, werde kein Spaziergang sein», so Parolini, der bekanntlich für die Nachfolge von Regierungsrat Hansjörg Trachsel von der Partei bereits nominiert worden ist.» Deshalb hat die Partei, unabhängig vom Namen des Kandidaten oder der Kandidaten, beschlossen, möglichst früh anzutreten», betonte Parolini.(EW)

Kulturschuppen Klosters

«Traum Alp» in Text und Bild Daniela Schwegler und Vanessa Püntener haben Älplerinnen unterschiedlichster Couleur auf zwölf Alpen in der ganzen Schweiz besucht und im Buch «Traum Alp» in Text und Bild porträtiert. An der Lesung vom 10. Januar 2013, 20 Uhr, im Kulturschuppen Klosters nimmt die Autorin Sie mit auf die Alp und berichtet, wie die porträtierten Älplerinnen den Alpsommer erleben, erleiden und sich an Natur, Tieren, Sonne und

Himmelblau erfreuen. Dazu zeigt sie Fotos von Vanessa Püntener aus dem Buch, die jedes Älplerherz tanzen lassen.

Stadt- und Landfrauen haben die Autorin und die Fotografin angetroffen auf der Alp, die dort den Sommer über Ziegen, Kühe, Rinder, Pferde, Schafe oder neuerdings auch Lamas hüten, Käse machen, und ein Leben in der wilden Natur ohne üblichen Luxus führen, was manchmal mit Hochgefühlen, manchmal mit Einsamkeit, aber immer mit viel und anstrengender Arbeit verbunden ist. Der Eintritt ist frei, Kollekte. (pd)


Aus der Region

Mittwoch, 8. Januar 2014

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Küblis

Graubünden

Gedenkanlass – Peter Trachsel

Bergbahnen sind erfolgreich gestartet

Am kommenden Sonntag­ abend findet in der Werkhalle von Ruwa Holzbau in Küblis Dalvazza ein Gedenkkonzert für den verstorbenen Künstler Peter Trachsel statt. Aufge­ führt wird die Partitur «Gold­ staub» aus der Komposition «Aus den sieben Tagen» von Karlheinz Stockhausen. Noch zu seinen Lebzeiten hat der im letzten August verstorbene Prättigauer Künstler Peter Trachsel diesen Anlass organisiert. Nun ist aus einer Aufführung in Zusammenhang mit Trachsels langjährigem Projekt «Museum in Bewegung» ein Gedenkkonzert für ihn selbst geworden. Obwohl mit Werner Bärtschi, Klavier; Egidius Streiff, Violine; Kornelia Bruggmann, Stimme und Barb Wagner, Zither, vier hochkarätige Musiker und Musikerinnen auftreten werden, ist kein herkömmliches klassisches Konzert zu erwarten. Der Komponist Karlheinz Stockhausen bezeichnet sein Werk nicht etwa als Improvisation, sondern als «intuitive Musik». Im Vorfeld geschieht Folgendes: Die vier Musiker und Musikerinnen halten sich während vier Tagen bei ihren Gastfamilien im Prättigau auf. Jedoch ohne Gespräche, ohne Speise, allein, aber in absoluter Präsenz. Nach diesen vier Tagen treffen sie sich zum Konzert und spielen einzelne Töne, ohne zu denken welche. Sonntag, den 12. Januar 2014 um 20.15 Uhr in der Zimmereihalle von Ruwa Holzbau in Küblis – Dalvazza. Warm anziehen.  (pd)

Peter Trachsel.

Foto: zVg

Trotz des späten Winterein­ bruchs konnten die Bergbah­ nen in Graubünden dank der technischen Beschneiung ihre Gästezahl bis zum Jahresen­ de im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent steigern, wie es in einer Medienmitteilung der Branchenorganisation heisst. Auch die Betriebe in der P&H-Region sind mit dem Saisonauftakt zufrieden. In Bezug zum Fünfjahres-Durchschnitt belaufe sich die Frequenzsteigerung auf 1,4 Prozent. Der Gastroumsatz verzeichne ein Plus von 1,6 Prozent, während der Transportumsatz konstant blieb, heisst es seitens der Bergbahnen Graubünden (BBGR). 90 Prozent des Bündner Transportumsatzes wird vom Tourismusmonitor der Branchenorganisation erfasst. Über alle Bergbahnen gesehen zeige der Saisonstart grundsätzlich, dass diejenigen Unternehmen mit einem attraktiven, zusammenhängenden Angebot an beschneiten Pisten tendenziell bessere Zahlen schreiben würden als solche mit punktuellen Beschneiungsanlagen. Der Gast richte sich zusehends nach der Schneesicherheit aus. Skifahren ist wieder «in» Silvio Schmid, Präsident Bergbahnen Graubünden (BBGR), freut sich über das gute Ergebnis: «In Anbetracht des sehr positiven Resultats des Vorjahres ist diese

Zum guten Ergebnis beigetragen hat auch die eigene Wetterplattform. Auf www.wetter-graubuenden.ch bietet Bergbahnen Graubünden (BBGR) seit dem letzten Winter zusammen mit Bündner Tourismusdestinationen und SRF Meteo den Gästen eine Serviceplattform, über welche sämtliche relevanten Meteo- und Wintersportdaten auf einen Blick verfügbar sind.  Foto: zVg nochmalige Steigerung wirklich erfreulich». Euphorie dürfe aber noch keine ausbrechen: «Wir hatten in den vergangenen drei Saisons grosse Einbrüche zu verzeichnen. Dass wir jetzt wieder aufholen, ist für die Bergbahnbranche, aber auch den gesamten Tourismus, dringend notwendig – Wintersport am Berg ist wieder ‚in’ und die Gäste aus dem Euroraum haben sich auf das Wechselkursverhältnis eingestellt.» Gleichzei-

Grüsch-Danusa konnte auch dank des Komplettangebots mit Langlauf usw. auf Schwänzelegg ein gutes Festtagsergebnis erzielen.  Foto: M. Schnell

tig gibt er zu bedenken: «Der Winter dauert noch lange und Ostern ist sehr spät. Wir haben im Winter 2012/13 gesehen, dass ein gutes Festtagsergebnis nicht unbedingt ein positives Saisonergebnis bedeuten muss. Die Grundlage hierfür haben wir aber geschaffen. Wenn jetzt noch das Wetter an den Wochenenden mitspielt, bin ich zuversichtlich, dass unsere Gäste sich die hervorragenden Pisten und Schneeverhältnisse nicht entgehen lassen». Auch Danusa im Plus In Grüsch-Danusa ist man mit dem Saisonstart ebenfalls zufrieden, wie Direktor Hans Peter Lötscher auf Anfrage bestätigt. «Gegenüber dem Vorjahr und dem Vierjahresschnitt konnten wir ein Plus von zwei Prozent verzeichnen.» Wie Schmid weist auch er auf die Wichtigkeit der Schneeanlagen hin: «Ohne diese Einrichtungen hätten wir die Liftund Bahnanlagen aufgrund der geringen Schneemengen gar nicht erst in Betrieb nehmen können.» Zum guten Ergebnis beigetragen habe auch der Umstand, dass das komplette Angebot wie Langlauf, Winterwandern, Schlitteln auf Schwänzelegg ohne Einbussen habe gewährleistet werden können.  (ms)


Aus der Region

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Nr. 2

Schiers

Fotowettbewerb

HomöopathieKurs

Schöne Winterfotos gesucht

Homöopathie – die in der Schweiz neben der Akupunktur am häufigsten angewandte Heilmethode der Komplementärmedizin – ihre Entstehung, ihre Grundsätze und ihre Einsatzmöglichkeiten, dies wird an drei Kursabenden im Januar 2014 im Bildungszentrum Palottis, Schiers, erörtert. Zudem werden die Handhabung einer homöopathischen Taschenapotheke und die Anwendungsmöglichkeiten der darin enthaltenen Arzneimittel eingehend besprochen. Geleitet wird der Kurs von Frau Dr. med. Barbara Bichsel, Schiers; sie führt seit mehr als 20 Jahren eine Hausarztpraxis mit Schwerpunkt Homöopathie. Genauere Angaben betreffend der Kursdaten, Kurskosten und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem in dieser Zeitung enthaltenen Inserat.(pd)

drucki.ch «Fotowettbewerb». Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zu gewinnen gibt es diverse Buchpreise im Gesamtwert von 225 Franken. Die besten Aufnahmen werden im P&H veröffentlicht.  (ms)

Auch dieses Jahr sucht P&H wieder schöne, stimmungsvolle, witzige, romantische und sportliche Winterfotos. Diese können sowohl Landschaften wie auch Personen oder Tiere zeigen. Pro Teilnehmer sind maximal zwei Aufnahmen

(Minimalauflösung von 1 MB) zugelassen. Die Bilder sind mit einer Bildlegende (Kurzbeschrieb) zum Sujet sowie mit dem Namen und dem Wohnort des Fotografen zu versehen. Einsendeschluss ist der 31. März 2014 an redaktion@

Egal, ob Natur …

… oder Sport: Zum Thema Winter steht den Wettbewerbsteilnehmern das ganze Spektrum offen.  Fotos: M. Schnell

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Inserate

Mittwoch, 8. Januar 2014

11 Ganz unverhofft. Hat uns diese wahrlich gute Seele verlassen. Aufopfernd war sie immer für die andern da. Doch jetzt wird alleine ihr die ewige Ehre zuteil.

präsentier t

LEIDENSCHAFT

8000

Todesanzeige Dankbar, wie wir sind, wirst Du immer in unserem Herzen sein.

Erika Roffler-Liesch 6. August 1943 – 5. Januar 2014

Wir nehmen Abschied von meiner lieben Gattin, unserer lieben Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Gotte, Tante, Nichte, Kusine und vor allem Freundin.

Live-Reportage

Gerlinde Kaltenbrunner Infos und Vorverkauf:

In stiller Trauer: Jakob Roffler-Liesch Hans Martin Roffler Bettina Roffler und Ike Anderson Anverwandte und Freunde

Traueradresse: Jakob Roffler-Liesch Zinggliweg 40 7208 Malans GR

Landquart Fr 17.1. Forum im Ried 19.30 Uhr

w w w.explora.ch

Qualität aus dem Prättigau

AG Buchdruckerei Schiers Foto: A. Aebli

Der Gottesdienst mit Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 9. Januar 2014, um 14 Uhr auf dem Friedhof Malans, GR, statt – Besammlung vorgängig beim Friedhof. Wer die Verstorbene anders als mit Blumen ehren möchte, unterstütze das Kinderhilfswerk Ñeque in Ecuador: Verein Ñeque Schweiz, 8000 Zürich: IBAN CH53 0070 0110 0023 5413 8.

Einführung in die Homöopathie 13./20./27. Januar 2014, 19.30 bis 21.30 Uhr Aula des Bildungszentrums Palottis, Schiers Kursleitung: Frau Dr. med. Barbara Bichsel, Schiers Kursgebühr: Fr. 120.–

info@kaminfegermeistergr.ch | Natel 079 249 59 42 Capäls 69D | 7240 Küblis

Übernahme Kaminfegerkreis Prättigau per 1. Januar 2014 Gerne gebe ich Ihnen bekannt, dass ich seit dem 1. Januar 2014 als neuer Kaminfegermeister für den Kreis Prättigau zuständig bin.

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eidg. dipl. Kaminfegermeister Feuerungskontrolleur mit eidg. FA

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Anmeldung bei Frau Kleinfeldt, Praxisgemeinschaft ASCHERA Schiers, Telefon 081 328 24 04

Rückblick auf die Wintersession der eidgenössischen Räte

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Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und freue mich auf eine angenehme Zusammen­ arbeit.

Werfen Sie Ihr Glas nicht in den Kehricht; es gibt überall Container für die Wiederverwertung!

50 Jahre WWF – Gemeinsam für unseren Planeten Spenden Sie per SMS mit Panda (Betrag) an 488 oder wwf.ch/spenden.

(Bsp. Spende 9 Fr.: Panda 9 an 488)


Zum Schluss

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&

churz bündig Ins Meer gerissen Eine Riesenwelle hat im Nordwesten Spaniens drei Mitglieder einer Familie bei einem Spaziergang am Ufer erfasst und in den Atlantik gerissen. Ein Mann, seine Tochter und sein Schwager wurden auch Stunden nach dem Zwischenfall am Montag noch vermisst. Eine zweite Tochter des vermissten Mannes habe sich retten können und sei verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilten die Behörden mit.

Kims Tante auch tot? Nach der Hinrichtung des Onkels des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un gibt es Hinweise, dass auch Kim Kyŏng-hŭi tot ist. Die Zeitung «Chosun Ilbo» berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, die 67-Jährige sei möglicherweise an einem Herzinfarkt gestorben oder habe Selbstmord begangen.

Nr. 2

Prättigau

Sternsinger waren unterwegs Seit drei Jahren wird das Sternsingen auch im Vorder- und Mittelprättigau wieder gepflegt. Der alte Brauch lebt so neu auf: Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, ziehen von Haus zu Haus. In diesem Jahr besuchten die Sternsinger die Alters- und Pflegeheime Schiers und Jenaz, sowie das Regionalspital Schiers und einige Haushalte. In der ganzen Schweiz waren am vergangenen Wochenende tausende Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Die Sternsingkinder trugen dabei passende Gedichte und Lieder vor und brachten den von der Kirche ausgehenden Segen und markierten dies auch auf dem Türsturz mit den Buchstaben C + M + B und der

Der alte Brauch lebt neu auf. jeweiligen Jahreszahl, was heisst: Christus Mansionem Benedicat

Aktuell

Was läuft? Veranstaltungen melden Geplante Veranstaltungen wenn möglich mit Bild so früh wie möglich melden unter info@propraettigau.ch oder mit Telefon an 081 332 44 44. Auf der Webseite der Pro Prättigau – www.propraettigau.ch – sind die gemeldeten Anlässe ersichtlich und können so vorgängig eigenverantwortlich koordiniert werden. Das Kulturbüro unter der Leitung von Marietta Kobald, Fideris gibt Auskunft über Fragen kultureller Art und nimmt Anregungen gerne entgegen. Mail an kultur@praettigau.info oder Telefon an 081 330 58 36.

8. Januar Grüsch: 19.30 Uhr, 2. Liga Meisterschaftsspiel HCPH – Engiadina, Eishalle 15. Januar Fanas: 20 Uhr, Sessionsrapport mit Nationalrat Heinz Brand, Gasthaus Alpina 17. Januar Klosters: 20 Uhr, Kabarett: Luca Maurizio – 100 % happy, Kulturschuppen Klosters Landquart: 19.30 Uhr, Gerlinde Kaltenbrunner, Höhenbergstei­ gerin auf Schweiz-Tournee, Forum im Ried, Infos und Vor­ verkauf: www.explora.ch

Die Sternsinger im Alters- und Pflegeheim Schiers.

Fotos: zVg

(Christus segne dieses Haus, im Jahre 2014). Der Brauch des Sternsingens gründet in der Erzählung von den Weisen aus dem Osten, wie im Evangelium nach Matthäus zu lesen ist. Die Sterndeuter folgten einem aussergewöhnlichen Stern, der sie nach Bethlehem führte. Dort fanden sie Jesus, dem sie huldigten und Geschenke überbrachten. Ein herzliches Dankeschön den Sternsingern vom Vorder- und Mittelprättigau, die rund 600 Franken gesammelt haben. Die Sternsingergruppe unterstützt damit die Kinder im Flüchtlingslager Dzaleka im kleinen südostafrikanischen Land Malawi. (pd)

Natur

Feldgrille Tier des Jahres 2014 Ihr Zirpen ist der Soundtrack des Sommers. Äusserlich gleicht sie einem Alien. Pro Natura wählt die Feldgrille zum Tier des Jahres 2014. Die lautstarke Wiesenbewohnerin wird zur Botschafterin für bunte Blumenwiesen. Diese werden in der Schweiz immer weniger. Gründe dafür sind die intensive Landwirtschaft und die Überbauung von sonnigen Hanglagen. Ihr Ruf ist bekannt und weckt wohlige Sommergefühle. Mit bis zu 100 Dezibel hallen die Lockgesänge der Feldgrillen bis zu 100 Meter weit über bunte Blumenwiesen. Sonnige und extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden sind ihr bevorzugter Lebensraum, in der Schweiz vor allem in milden Tallagen. An warmen und trockenen Standorten kann sie aber auch

bis auf gut 1800 Meter ü. M. vorkommen. Bullige Feldmusikanten Im Gegensatz zu seinem Ruf ist das Aussehen der Feldgrillen nur wenig bekannt: Schwarz, mit bulligem Körper und einem grossen «Dickkopf» erinnert die Heuschreckenart an ein Alien aus der Welt des Films. Wer die rund zwei Zentimeter grossen Feldmusikanten zu Gesicht bekommen will, muss jedoch flink sein. Denn bei aufkommender Gefahr verstummen die «Rufer in der Wiese» und verziehen sich blitzartig in ihre Wohnhöhlen. Nach einer Weile wagen sie sich wieder auf ihren glatt geputzten «Vorhof» und zirpen erneut um die Wette - in der Hoffnung, das Interesse

eines Weibchens zu wecken und Rivalen fernzuhalten. Denn bei den Feldgrillen musizieren nur die Männchen. Als Instrument dienen die Vorderflügel. Auf deren Unterseite befinden sich rund 140 feine Zähnchen, die wie ein Kamm in atemberaubender Geschwindigkeit über eine glatte Kante am Rand des anderen Flügels streichen.  (pd)

Die Feldgrille – Tier des Jahres 2014. Foto: zVg


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