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Ausgabe 3.2017

Warm und kuschelig So trotzen Sie dem Winter Eisfüße

Nur ein Frauenphänomen? Seite 9

Goldsiegel

Auszeichnung für Krankenhaus Düren Seite 15

Wurzelgemüse Voll mit natürlichen Vitaminen Seite 22


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Bildquelle: GN Resound

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Liebe Leserinnen und Leser, wenn die Tage kürzer werden und unsere Jacken dicker, dann dauert es nicht lange, bis das ganze Land schnieft und hustet. Winterzeit ist Erkältungszeit! Und die Krankheitserreger lauern überall: auf der freundlich entgegengestreckten Hand, auf dem Griff des Einkaufswagens oder an der Türklinke. Etwa 200 Mal am Tag greifen wir uns mit den Händen ins Gesicht und ebnen den Erkältungsviren damit ihren krank­ machenden Weg. Regelmäßiges und gründliches Hände­ waschen gehört deshalb zu den besten Schutzmaßnahmen. Schauen wir in unser Krankenhaus, dann geht es beim Thema Händehygiene nicht nur um Husten und Schnup­ fen, sondern im schlimmsten Fall um die Übertragung von Keimen, die vor allem für geschwächte Patienten sehr gefährlich sein können. Es ist für uns deshalb eine Selbst­ verständlichkeit, dass wir in Sachen Hygiene keine Kompro­ misse machen. Das Krankenhaus Düren hat sich vor Jahren entschieden, Themen der Krankenhaushygiene und Infektio­ logie einen überragenden Stellenwert einzuräumen, und hat dazu ein eigenes Fachzentrum gegründet. Der Erfolg lässt sich heute unter anderem daran ablesen, dass unser Kranken­ haus seit kurzem zu den ersten 35 von rund 2000 deutschen Kliniken gehört, die das Goldsiegel der Aktion Saubere Hände tragen dürfen. Gerne berichten wir in Ihrem Gesundheitsmagazin InForm über solche Erfolge. Vor allem aber möchten wir Ihnen wieder viele gute Tipps an die Hand geben, wie Sie nicht nur gesund durch die kalte Jahreszeit kommen, sondern sie auch ganz bewusst genießen können.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen! Ihre

Dr. med. Gereon Blum Geschäftsführer Krankenhaus Düren

Titelthema 4 Hygge ist die neue Gemütlichkeit 6 Ein Krankenhaus heizt ein 8 Was Herzpatienten im Winter beachten sollten 9 Eisige Füße – nur ein Frauenphänomen? 10 Hautpflege in der Winterzeit Bleiben Sie gesund 12 Endoprothetikzentrum wieder ausgezeichnet 13 Älteste Prothese der Menschheit 15 Goldsiegel für Händehygiene 16 Herzsport macht in der Gruppe mehr Spaß 18 Promi-Interview: Yannick Gerhardt Köstlich, köstlich 19 Wintergewürze - köstlich und gesund 20 Bitter ist gesund für die Leber 22 Welches Wintergemüse hat genug Vitamine? Leute, Leute 24 Im Kloster zur Ruhe kommen 26 Bürgermeister Paul Larue über seine Auszeiten 28 Mohammad hat seine Chancen genutzt 30 Fritz Wepper macht Mut zum Hörgerät 32 Die unsichtbare Arbeit des Zentrallabors Splitter 34 25 neue Gesundheits- und KrankenpflegerInnen 35 Gewinnspiel

Impressum Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt Krankenhaus Düren gem. GmbH, Geschäftsführer Dr. Gereon Blum, Roonstraße 30, 52351 Düren, Tel. 02421/300, Fax 02421/301387, www.krankenhaus-dueren.de

Christoph Lammertz Leiter Kommunikation Krankenhaus Düren

Redaktion Christoph Lammertz, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung, Krankenhaus Düren; C. Dechamps, Text&PR, www.claudia-dechamps.de; Mitarbeit: Stephan Johnen Konzept, Gestaltung und Anzeigenvertrieb Drei K Kommunikation, www.drei-k.de

Titelfoto: © NinaMalyna/fotolia.de

In dieser Ausgabe

Editorial


Titelthema

Endlich

ist es drauĂ&#x;en kalt und dunkel Fotos: Š VisitDenmark/Presse

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Titelthema

Der Winter ist die schönste Jahreszeit. Jetzt kann man es sich daheim so richtig nett machen. Mit Hygge – so heißt der neue Trend. Hygge ist dänisch, wird so ähnlich wie hügge ausgespro­ chen und ist eigentlich nicht neu, denn gemütlich machen wir Deutsche es uns ja schon lange. Da gehören Kerzen dazu und stimmungsvolle Weihnachtsdeko, selbstgebackene Plätzchen und Kakao oder Glühwein, Musik, etwas Schö­ nes zu lesen. Unsere deutsche Gemütlichkeit – die machen sie uns überall auf der Welt nach, selbst das Wort wird in ander­e Sprachen übernommen. Und nun soll es also hyggelig werden. Die Dänen betrach­ ten sich nämlich einer Befragung nach als die glücklich­sten Menschen der Welt. Trotz Gemütlichkeit kommen wir im Happiness Report nur auf Platz 16. Hygge sehen die Dänen als Kernbestandteil ihrer Tradition. Es bedeutet noch etwas mehr als kuschelig und gemütlich. In Dänemark steht es für eine herzliche Atmosphäre, in der man das Gute des Lebens mit netten Leuten zusammen genießt. Das warme Licht der Kerzen ist Hygge. Freunde und Familie gehören auch zur Hygge, Geborgenheit und Geselligkeit. Und nicht zu vergessen: Essen und Trinken, was bedeutet, am liebsten mehrere Stunden um den Tisch zu sitzen und miteinander zu reden. Die Hochsaison der Hygge ist natürlich die Weihnachtszeit, wenn es draußen kaum richtig hell werden will. Die Dänen wehren sich gegen die Dunkelheit mit ihrer besten Waffe: Hygge und ganz viele Kerzen. Hygge hat seinen Ursprung nicht in der dänischen Sprache, sondern in der norwegi­ schen, wo der Begriff so etwas wie „das Wohlbefinden“ bedeutet. Seit Ende des 18. Jahrhunderts nutzen die Dänen ihn und wenden ihn auf alles an, was sich hyggelig machen lässt. Das schaffen wir doch auch, oder? Und wenn Sie mehr über dänische Weihnachtsmärkte und Weihnachtsbräuche wissen wollen, dann schauen Sie sich doch einfach mal hier ein wenig um: www.visitdenmark.de/de/daenemark/diekunst-der-danischen-hygge. InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

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Titelthema

Thomas Barényi ist Leiter der Technischen Abteilung im Krankenhaus Düren und sorgt für die richtigen Temperaturen.

Mit großem Aufwand zum perfekten Klinik-Klima Wer es in den eigenen vier Wänden schön muckelig haben möchte, schaltet die Heizung an und dreht am Thermostat des Heizkörpers. Es dauert nicht lange und die ge­wünschte Tem­ peratur ist erreicht. Ein Kinderspiel. Doch wie funktioniert das mit dem Klima im Kran­ kenhaus Düren? Mit welchem Aufwand werden hunderte von Zimmern geheizt? Und wie sieht überhaupt das ideal­e Klima in einer Klinik aus? Dazu erklärt Thomas Barényi, Leiter der Technischen Abteilung im Kranken­ haus Düren: „Im Grunde funktio­ niert unsere Heizung wie bei Ihnen zu Hause. Es gibt genauso einen Heizkessel, Vor- und Rücklauf sowie Heizkörper.“ Doch eine Klinik ist natürlich größer als ein durchschnitt­ liches Einfamilienhaus. Nur äußerst selten werden beispielsweise in

privaten Domizilen Warmwasserrohre mit einem Durchmesser von bis zu 25 Zentimetern verlegt. Und statt eines Heizkessels gibt es im Krankenhaus gleich eine riesige Heizzentrale, in der zwei große Gaskessel und ein Blockheizkraftwerk für die Stromund Wärmegewinnung Platz finden. Kurzum: Es ist eine Menge Wasser im Kreislauf. Auch die Verbrauchswerte sind damit selbstredend wesentlich höher als im Einfamilienhaus. Der

vom Blockheizkraftwerk produziert­e Strom fließt überwiegend in den Be­ trieb der Klimatechnik zurück. Kilometerlange Luftschächte Klassische Heizkörper gibt es im Krankenhaus Düren fast nur in den Patientenzimmern. Die einzelnen Sta­ tionen, die Flure, die Eingangshalle und Operationssäle werden mit Hilfe einer raumlufttechnischen Anlage klimatisiert, erklärt Thomas Barényi.

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Foto: © Johnen

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Titelthema

Die Anlage saugt Luft von außen an, je nach Bedarf und Jahreszeit wird die Luft dann erwärmt oder abgekühlt und entfeuchtet. Über kilometerlange Schächte wird die Luft dann zum Ziel geleitet. Je nach Ziel sind übrigens noch bis zu drei Filterstufen vorgeschaltet, um Krankheitser­reger abzufangen. Die höchste Sicherheits­stufe genießen die Operationssäle. Keime hassen Kälte „Anders als in einer Wohnung gibt es an das Klima in einer Klinik extrem unterschiedliche Ansprüche“, sagt Thoma­s Barényi. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von auf­ wendiger Filtertechnik, sondern auch um die gewünschte Temperatur. Die wärmsten Orte sind die Patientenzim­ mer, meist um die 20 Grad. Dies mag auf den ersten Blick und je nach Gewohnheit etwas unterkühlt erscheinen, das Krankenhaus tut dies aber nicht, um an den Heizkosten zu sparen. „Wunden beispielsweise entwickeln sich bei höhe­ ren Temperaturen anders als gewünscht“, erklärt Barényi, „Keim­e fühlen sich besonders wohl, wenn es warm und feucht ist.“ Kaum verwunderlich, dass die Operationssäle und die Notaufnahme daher zu den kühlsten Räumen im Krankenhaus zählen. Die Temperatur liegt dort meist bei 18 Grad. Übrigens ist es gar nicht so einfach, dieses Ziel auch punkt­ genau zu erreichen. „In den OPs halten sich heute bei einem Eingriff deutlich mehr Personen auf als noch vor 20 Jahren, dazu strahlen immer mehr Geräte immer mehr Wärme ab“, beschreibt Barényi den im Hintergrund zu führenden Kampf der Techniker. Es ist wahrlich kein Kinderspiel, für das richtige Klima in einem Gebäude vom Baujahr 1976 zu sorgen. Eine Temperaturabsenkung oder eine Erhöhung von nur wenigen Grad im gesamten Krankenhaus kann manch­ mal zwei bis drei Tage dauern. 30.000 Quadratmeter heizen oder kühlen Wie bei einem Tanker, der in voller Fahrt auf offener See wenden möchte, braucht es Zeit und viel Know-how, um die Temperaturen im gesamten Haus zu verändern. Ein einzelnes Patientenzimmer mag überschaubar groß sein – insgesamt geht es im Krankenhaus Düren aber um 30.000 Quadratmeter, die geheizt oder gekühlt werden wollen. Der Öltanker kann auch noch für einen weiteren Vergleich herhalten: Er besitzt eine zweite Hülle, um Leckagen im Fall der Fälle zu vermeiden. Im Krankenhaus gibt es eben­ falls unzählige Sicherheits- und Messsysteme, damit auch im Falle eines technischen Fehlers oder einer Leckage die Heizung weiterhin funktioniert und keine Beeinträchtigun­ gen für die Patienten entstehen. Neben dem Heizkreislauf existieren übrigens noch mehrere Kilometer Leitungen für Kalt- und Warmwasser. Inklusive vieler Filter- und Kon­ trollsysteme. Doch das ist eine andere Geschichte... InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

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Krampfaderentfernung Dank Laser (biolitec)und Klebetechnik (VenaSeal) kein Problem • Unbehandelt kann es zu Schmerzen, Entzündungen, Thrombosen oder Hautveränderungen kommen. • Abraten von einer Behandlung aufgrund eines zu hohen Alters ist eine nicht fachgerechte Behandlung. • Dank Laser- und Klebetechnik ist eine schonende Behandlung möglich, bei der Alter, Einnahme von Blutverdünnern, Erkrankungen wie Diabetes mellitus eine untergeordnete Rolle spielen.

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Titelthema

Kalt ums Herz Der Winter macht Herz und Kreislauf Stress. Die niedrigen Temperaturen sind dabei nicht die einzige Gefahr für Herzpatienten. Auch Grippe-Viren oder der vielzitierte Winterblues stellen für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen besondere Risiken dar.

Foto: © Brigitte Tohm/pexels.com

„Zunächst sollten wir einmal festhal­ ten, dass die Winterkälte für gesunde und fitte Menschen keine Herausfor­ derung darstellt“, sagt Dr. Hermann Roth, Chefarzt der Kardiologie im Krankenhaus Düren. Bei Herz-Kreis­ lauf-Patienten sieht es etwas anders aus, wie zahlreiche Studien beweisen. „Danach haben wir im Winter 26 bis 36 Prozent mehr Todesfälle bei Men­ schen mit Herzerkrankungen. Fällt die Tempe­ ratur um zehn

Grad Celsius, steigt gleichzeitig das Infarktrisiko um sieben Prozent“, zi­ tiert der Chefarzt eine Untersuch­ung der Universität Antwerpen von 2013. Niedrige Temperaturen können die Blutgefäße stark verengen. Das Herz muss das Blut dann gegen einen größeren Widerstand durch die Adern pumpen, was wiederum den Blutdruck steigen lässt und für den Herzmuskel und die Gefäßwände Dauerstress bedeuten kann. „Nach einer französischen Studie steigt der systolische Blutdruck merklich an, wenn die Temperaturen unter acht Grad Celsius fallen“, erklärt Dr. Roth. Umso wichtiger sei es, zusätzliche Winterrisiken für das Herz-KreislaufSystem zu minimieren. Dabei denkt der Kardiologe vor allem an Bewe­ gungsmangel, falsche Ernährung, depressive Verstimmungen und Infektionen. „Im Winter tendieren wir dazu, etwas fauler und bequemer zu werden“, sagt der Chefarzt. „Kälte, Nässe und frühe Dunkelheit halten uns von Spaziergängen, vom Wal­ ken oder Joggen ab. Es ist aber wichtig, den inneren Schweine­ hund zu überwinden und auch in der kalten Jahres­ zeit – der Witterung angepasst – ins Freie zu gehen“, erklärt der Mediziner.

Daneben könne man im Winter gar nicht genug auf die Händehygiene achten. „Sie ist der beste Schutz vor einer Grippe, die das Herz-Kreis­ laufsystem enorm belastet“, stellt der Chefarzt klar. Natürlich sei auch die Grippeschutzimpfung für Herzpa­ tienten empfehlenswert, aber schon das häufige Händewaschen reduziere die Gefahr einer Infektion deutlich. Ernährungsmäßig ist der Winter eher die Zeit für deftige Kost. „Insbeson­ dere Menschen mit Herz-Kreislauf­ erkrankungen sollten jedoch auch im Winter auf eine ausgewogene, nicht zu fettreiche Ernährung achten“, rät Dr. Roth. Schon lange ist bekannt, dass sich bestimmte Arten von psychischem Stress negativ auf das Herz auswirken können. Der Kardiologe rät des­ halb Herzpatienten, in der kälteren Jahreszeit besonders auf ihr seelisches Wohlbefinden zu achten und die trüben Wintermonate mit Aktivitäten auszufüllen, die Freude machen. Tipps dazu finden Sie hier: www.herzstif­ tung.de.

Dr. Roth, Chefarzt der Kardiologie, Krankenhaus Düren

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Eisige Füße Nur ein Frauenphänomen?

So reizvoll die kalte Jahreszeit auch mit ihren klaren Näch­ ten und schönen Winterlandschaften sein mag: Sobald die Temperaturen fallen, fangen wir an zu frieren. Zuerst reagieren Füße und Hände auf eisige Kälte. Denn um ­lebenswichtige Organe warm zu halten, entzieht unser Kör­ per zuerst den äußersten Gliedmaßen Wärme. Besonders Frauen leiden im Winter unter chronischen „Eisfüßen“. Da spielt es keine Rolle, ob sie gerade bei frostigen Temperaturen durch den Schnee stapfen oder es sich im kusche­ ligen Bett mit einer Tasse Tee gemüt­ lich machen. Dabei gibt es eine Reihe simpler Tipps, die helfen können, den Füßen so richtig einzuheizen. Im Winter ist das passende Schuhwerk besonders wichtig. Beim Kauf von Winterschuhen sollten Sie auf mög­

lichst dicke Gummisohlen achten. Das schützt vor Kälte und Nässe von unten. Neben dem rich­tigen Schuh­ werk können Wollsocken helfen, die Füße kuschelig warm zu halten. Wichtig ist aber, dass die Socken lo­ cker sitzen. Denn enge Bünde können die Durchblutung behindern. Wer die Eiszapfen auch im Bett noch nicht losgeworden ist, der kann die ausge­ kühlten Füße mit einer Wärmflasche im Handum­drehen wieder auftauen.

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Auch Fußbäder mit einer Wasser­ temperatur von 40 Grad Celsius und anschließendes Trocken­rubbeln regen den Blutkreislauf an. Unterwegs oder am Schreibtisch können simple Übun­ gen wie Zehenwackeln und -kreisen schnell Abhilfe schaffen. Hin und wieder kalte Füße im Winter zu haben, ist im Grunde ganz normal. Dauerhafte „Eisklumpen“ lassen sich jedoch auch als Warnsignal für verschiedene Krankheiten deuten. Hat man unabhängig von der Jahreszeit ständig kalte Füße, sollte der Arzt die Ursache abklären. Eiskalte Füße kön­ nen auf eine schlechte Durchblutung der Gefäße hinweisen, bedingt durch zu niedrigen Blutdruck oder Gefäß­ verkalkungen. Auch Stress, Depres­ sionen und Angst­attacken können die Durchblutung reduzieren.

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Fotos: © Tookapic/pexels.com

Titelthema


Titelthema

Pflege in der Winterzeit Was Ihre Haut jetzt braucht Eisige Temperaturen und trockene Heizungsluft machen unserer Haut in den Winter­ monaten besonders zu schaffen. Um Wärme im Körper besser zu speichern, ziehen sich die Blutgefäße bei Kälte zusammen. Dadurch wird die Haut weniger durchblutet, mit ein Grund, weshalb viele Menschen im Winter sehr blass aussehen. Auch die Fettproduk­ tion reduziert sich bei Kälte deutlich; ab minus acht Grad stellt sie sich sogar gänzlich ein. Der natürliche Fettfilm, der unsere Haut vor äußeren Einflüssen und einer Austrocknung schützt, wird dann dünner. Nicht selten sind trockene Hautstellen, Juckreiz und aufge­ sprungene Lippen die Folge. InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

Foto: © Linda Prebreza/pexels.com

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Titelthema

Hautpartien, die nicht von der Kleidung bedeckt werden, wie das Gesicht, die Hände und die Lippen, sind besonders gefährdet. Um eine gestresste Winterhaut zu vermeiden, benötigt das größte Organ unseres Körpers im Winter eine spezielle Pflege. Hautöle sowie fetthaltige Gesichtscremes eignen sich hervorragend, um Feuchtigkeit zu spenden und eine Schutzschicht auf der Haut zu bilden. Auf reine Fett­ cremes, wie beispielsweise Vaseline, sollten Sie aber verzich­ ten. Der hohe Fettgehalt kann nämlich dazu führen, dass die Poren verstopfen, was Hautunreinheiten begünstigt. Auch Feuchtigkeitscremes kommen bei niedrigen Temperaturen besser nicht zum Einsatz. Ihr hoher Wassergehalt kann Kälteschäden auf der Haut verursachen. Die Stärke der Sonnenstrahlung wird in der vierten Jahres­ zeit meist unterschätzt. Auch wenn die Tage kürzer werden und sich die Sonne häufig hinter grauen Wolken versteckt, sollte man im Winter nicht auf einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 verzichten. Wegen des dünneren Fett­ films im Winter können UV-Strahlen die Haut schneller angreifen und vorzeitige Hautalterung, Pigmentstörun­gen und sogar Hautkrebs verursachen. Vor allem beim Winter­ urlaub in den Bergen darf eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor in Ihrer Hautpflege-Routine nicht fehlen. Denn da der Schnee bis zu 90 Prozent der Sonnen­strahlen

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reflektiert, wird die Haut hier besonders stark strapaziert. Um langfristige Hautschäden zu vermeiden, sollten Sie für die Skifreizeit nicht nur an warme Kleidung denken, sondern auch einen Sonnenschutz einpacken. Unsere Haut merkt sich nämlich jeden Sonnenbrand.

Linolsäure oder Shea­butter pflegen intensiv Nach dem Duschen und Baden verwöhnen pflanzliche Öle mit natürlichen hauteigenen Feuchtigkeitsbindern wie Urea die Haut und sorgen dafür, dass die körpereigene Barrierefunktion wiederhergestellt wird. Auch Produkte mit Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl sind reich an Linolsäure, die am Aufbau der obersten Hautschicht beteiligt ist und für die Aufrechterhaltung der Hautbar­ riere sorgt. Raue Pullover, enge Jeans oder Strumpfhosen können an Knien, Schienbeinen oder Ellenbogen reiben und die Haut austrocknen. Produkte mit Sheabutter, deren Inhaltsstoff Allantoin entzündungshemmend, zellregenerierend und wundheilend wirkt, pflegen trockene Hautstellen ebenfalls intensiv. (medicalpress)

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Foto: © undrey/fotolia.de

Bleiben Sie gesund

Spezialisten wieder ausgezeichnet Bei Hüft- und Kniegelenk-Operationen bleibt das Krankenhaus Düren Maximalversorger Hüft- und Kniegelenkbeschwerden sind nicht nur lästig, sie können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Wenn alle konservativen Möglichkeiten der Behandlung ausge­ schöpft sind und die Schmerzen dennoch zum Dauerzustand werden, kommt oft nur noch der Einsatz eines künstlichen Gelenks in Frage. Die Implantation sogenannter Endoprothesen setzt aller­ dings eine langjährige operative Erfahrung voraus und gehört in die Hände von Spezialisten. Um den Patienten die Orientierung zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) 2012 die Zertifizierung medizinischer Einrichtungen für den Gelenkersatz eingeführt. Das Krankenhaus Düren ist von der Gesellschaft nun bereits zum zweiten Mal als Endo­ prothetikzentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet worden. Wie zuvor nahmen die Auditoren das Endoprothetikzen­ trum des Dürener Krankenhauses zwei Tage lang intensiv unter die Lupe. Und wieder gab es im Anschluss sehr gute Noten – für die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, unter deren Dach das Zentrum angesiedelt ist, aber auch

Foto: © Lammertz

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Chefarzt Dr. Bertram Barden (rechts) und der Leitende Oberarzt Dr. Michael Alefeld beraten ihre Patienten im Endoprothetikzentrum sehr ausführlich und individuell. InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017


Bleiben Sie gesund

„Für uns ist es selbstverständlich, die höchsten Anforderungen der Deut­ schen Gesellschaft für Ortho­pädie und Orthopädische Chirurgie als Maßstab zu nehmen. Denn für unsere Patienten bedeutet das die größt­ mögliche Sicherheit, gut und erfolg­ reich behandelt zu werden“, sagt Dr. Bertram Barden, der als Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie auch Leiter des Endoprothetikzentrums ist. Er dankte dem Leitenden Oberarzt Dr. Michael Alefeld, Koordinator des Endoprothetikzentrums, und allen Beteiligten für die kontinuierlich hervorragende Arbeit. Sie sei die Basis für die erneute Auszeichnung.

3000 Jahre alte Prothese Der Holzzeh dürfte zu den ältesten Prothesen der Menschheitsgeschichte gehören: Ägyptologen der Universität Basel und weitere Spezialisten haben einen künstlichen großen Zeh aus Holz neu untersucht. Das Fundstück ist fast 3000 Jahre alt und stammt aus einer Frauenbestattung aus der Nekropole von Sheikh´Abd el-Qurna bei Luxor. Das Gebiet wird derzeit mit modernsten Methoden erforscht. Das Team der Uni Basel und Spezialisten des Ägyptischen Museums Kairo sowie des Instituts für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich untersuchten die in ihrer Art einzigartige Prothese mit moderner Mikros­kopie, Röntgentechnik und Computertomografie. Die Fachleute wiesen nach, dass der Holzzeh zu Lebzeiten an den Fuß der Besitzerin, die Tochter eines Priesters, angepasst wurde. Der künstliche Zeh aus dem frühen ersten Jahrtausend v. Chr. zeugt vom Geschick eines Kunsthandwerkers, der mit der menschlichen Anatomie bestens vertraut war. Besonders an der Beweglichkeit des Prothesenaufsatzes und an der robusten Struktur des Gurtbandes kann man das damalige technische Know-how gut erkennen. Dass die Prothese derart aufwendig und sorgfältig angefertigt wurde, lässt darauf schliessen, dass die Be­ sitzerin Wert auf natürliches Aussehen, Ästhetik und Tragekomfort legte – und dass sie dabei auf hoch qualifizierte Fachkräfte zählen konnte. (idw)

Diese natürlich aussehende Zehe aus Holz dürfte zu den ältesten Prothesen der Menschheitsgeschichte gehören. Sie ist 3000 Jahre alt und stammt aus einem ägyptischen Frauengrab.

Foto: © Universität Basel

f­ ür das interdisziplinäre Miteinander, an dem Anästhesisten, Chirurgen, das Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene, Radiologen, Pathologen, Pflege, Physiotherapie, Sporttherapie, Qualitätsmanagement, Pflege- und Sozialberatung und viele weitere Abteilungen des Hauses sowie externe Partner beteiligt sind. Die enge Verzahnung und das Engage­ ment aller beteiligten Bereiche seien vorbildlich, stellten die DGOOCExperten fest. Man könne die Zerti­ fizierung als Endoprothetikzentrum der höchsten Stufe deshalb erneut mit voller Überzeugung empfehlen.

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Bleiben Sie gesund

Foto: © congerdesig/pixabay.com

Goldsiegel für die Händehygiene Das Krankenhaus Düren erhält die Auszeichnung als eine von bisher nur 35 Kliniken bundesweit Das Krankenhaus Düren ist mit dem Goldsiegel der „Aktion Saubere Hände“ ausge­ zeichnet worden. Mit dem Siegel wurde der Klinik an der Roonstraße bescheinigt, die anspruchsvollsten Kriterien im Hinblick auf Mitarbeiterschulung und Anwendung von Händedesinfektion zu erfüllen. Das Krankenhaus Düren gehört nun zu den 35 Kliniken in Deutschland (von knapp 2000), die das Goldsiegel tragen dürfen.

Das ZIK-Team um Dr. Heising intensivierte die Aus­ bildung der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter zur Händehygiene. Mit schnellem Erfolg: 2013 wurde das Krankenhaus als einziges im Kreis Düren mit dem Bronze­ siegel der „Aktion Saubere Hände“ ausgezeichnet. Mit zu­ nehmender Umsetzung der anspruchsvollen Forderungen folgten 2015 das Silbersiegel und nun 2017 das Goldsiegel. „Höchste Qualitätsstandards bei der Hygiene sind für den nachhaltigen Behandlungserfolg unabdingbar. Daher freu­ en wir uns, dass es uns gelungen ist, die Händehygiene im Krankenhaus Düren auf dieses Niveau zu heben“, sagt Ge­ schäftsführer Dr. Gereon Blum. „Die Händedesinfektion InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

ist der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, Keimüber­ tragungen zu verhindern. Wir sind stolz, unseren Patienten den höchsten Standard bieten zu können“, ergänzt Dr. Heising. Er dankt den vielen Hygiene­beauftragten auf den Stationen und in den Abteilungen, die an Schulung und Datenerhebung teilgenommen haben, sowie dem gesamten ärztlichen und pfleger­ischen Team, deren vorbildliches Verhalten sich in diesem Siegel widerspiegle.

Foto: © Lammertz

2012 wurde im Dürener Krankenhaus das Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene (ZIK) als ers­ te nicht­universitäre Abteilung dieser Art in der Region gegründet. Ziel war es, Krankenhausinfektionen noch wirksamer verhindern und gezielter bekämpfen zu können. 2014 absolvierte der Anästhesist Dr. Bernhard Heising seine Prüfung zum Krankenhaushygieniker und schloss bei der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) seine Ausbildung zum Infektiologen ab.

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Stolz auf das Goldsiegel der „Aktion Saubere Hände“: der Ärztliche Direktor Priv.-Doz. Dr. Christof Börgermann, Geschäftsführer Dr. Gereon Blum, Krankenhaushygieniker Dr. Bernhard Heising und Hygienefachkraft Stefan Horbach (v.l.).


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Fotos: © Lammertz

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Dranbleiben ist alles Fit werden und bleiben dank der Herzsportgruppe

Der entscheidende Hinweis kam von der Hausärztin: „Sie müssen etwas tun, um wieder leistungsfähig zu werden“, sagte sie – und Peter Schmitz gehorchte. Die akute Phase seiner Herzerkrankung war überstanden. Jetzt galt es, körperlich wieder fit zu werden. „Ich habe mir mehrere Herzsportgruppen angeschaut. Entschieden habe ich mich für die Herzsport­ gruppe im Gesundheitszentrum des Krankenhauses Düren, da sie mir von einem Bekann­ ten wärmstens empfohlen wurde“, erinnert sich der 76-Jährige. Im Jahr 2009 war das. Heute, acht Jahre später, ist Peter Schmitz ein sportlich fitter Senior – und nach wie vor regel­ mäßig dabei, wenn seine Herzsportgruppe sich im Gesund­ heitszentrum zum Training trifft. In den Herzsportgruppen des Vereins zur Förderung des Gesundheits-, Präventiv- und Rehasports e.V. im Gesund­

heitszentrum des Krankenhauses Düren treffen sich Herz­ patienten, um durch gezieltes Training körperlich fit zu werden und zu bleiben. Mittlerweile gibt es 13 Herzsport­ gruppen, unterteilt in drei Leistungsgruppen. Für Herzsport­ teilnehmer, die zudem unter Diabetes oder einer arteriellen Durchblutungsstörung in den Beinen leiden, hat der Verein vor kurzem eine eigene Gruppe aufgemacht, um noch geziel­ InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017


Bleiben Sie gesund

ter auf die Bedürfnisse dieser Sportler eingehen zu können. Die Herzsportstunde beginnt mit einem pulsgesteuerten Ausdauertraining, das individuell auf den einzelnen Teilneh­ mer abgestimmt ist. Weiter geht es mit Übungen zur Ver­ besserung der Koordination und der Beweglichkeit. Es folgt ein Muskelaufbautraining, bei dem die Teilnehmer je nach Belastungsfähigkeit mit Gewichten, Hanteln, Thera-Bändern oder Stäben arbeiten. Zum Abschluss der Stunde werden die beanspruchten Muskelgruppen gedehnt, manchmal gibt es dazu noch eine kleine Entspannungseinheit.

wieder angefangen.“ Er sei durch den regelmäßigen Sport viel leistungsfähiger und dank der Gymnastik auch beweg­ licher geworden, berichtet der 76-Jährige. Und er fühle sich sicherer, da er gelernt habe, sich leistungsmäßig selbst besser einschätzen zu können. Und was sagt die Hausärztin? „Meine Hausärztin ist sehr zu­ frieden mit mir“, freut sich Peter Schmitz. Nicht ohne Stolz sagt er: „Ich schaffe mittlerweile auf dem Ergometer länger als eine halbe Stunde eine Dauerwattzahl von 70 bis 80 Watt zu treten. Früher war bei 50 Watt Schluss.“

„Schön ist, dass mir die betreuende Ärztin Frau Dr. Flaßhove oder die Herzsportübungsleiterinnen alle Fragen zu meine­r Erkrankung beantworten können“, sagt Peter Schmitz. Damit kein Herzsportteilnehmer beim Training über- oder unterfor­ dert wird, hält der Herzsportübungsleiter unter Aufsicht der Ärztin die aktuelle Verfassung sowie die Trainingsbelastung jedes einzelnen Teilnehmers fest. Dranbleiben ist wichtig, das hat auch Peter Schmitz gemerkt: „Ich habe damals nach Ablauf meiner ersten Verordnung aufgehört. Doch man tut tatsächlich nur dann etwas, wenn man einen festen Termin hat. Nach einem Jahr ohne Training habe ich gemerkt, dass meine körperliche Fitness wieder zurückging. Darum habe ich mit einer neuen Verordnung

Ein fester Termin für den Sport ist wichtig – das hat Peter Schmitz schnell gemerkt: „Nur dann bleibt man dauerhaft fit!“ Übungsleiterin Martina Dolfen gibt wertvolle Tipps.

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Bleiben Sie gesund

Foto: © Darius Simka/regios24

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Nachgefragt bei

Yannick Gerhardt Der Dürener Yannick Gerhardt gilt mit seinen 23 Jahren bereits als feste Größe unter den Mittelfeldspielern der Fußball-Bundesliga. Schon mit fünf Jahren kickte er in der BambiniMannschaft des SC Kreuzau. Früh zeigte der 1. FC Köln Interesse an dem Nachwuchstalent und nahm ihn 2013 in seinen Profikader auf. Im Sommer 2016 wechselte Gerhardt für etwa 13 Millionen Euro zur BundesligaKonkurrenz nach Wolfsburg. Im November 2016 debütierte er für die Deutsche Nationalmannschaft gegen Italien. Mit der U21-Nationalmannschaft gewann er 2017 die Europameisterschaft in Polen. Gerhardts herausstechende sportliche Leistungen bescherten ihm unter anderem die Auszeichnung zum Sportler des Jahres 2017 im Kreis Düren. Mein Tag beginnt mit … … einem ausgewogenen Frühstück, um gesund und fit in den Tag zu starten. Wenn ich mich bewusst ernähre, dann esse ich … … rein pflanzliche Produkte, denn ich ernähre mich seit einiger Zeit vegan. Am liebsten esse ich aber … … Sushi. Ich halte mich fit … … mit gesunder Ernährung und natürlich Sport – nicht nur Fußball. Entspannen kann ich … …nach einer anstrengenden Saison am besten mit Urlaub in der Sonne.

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Köstlich, köstlich

Wintergewürze Nicht nur köstlich, sondern auch gesund

Foto: © medicalpress/Jenny Sander

Jetzt duftet es überall herrlich nach Zimt­ sternen, Lebkuchen und Glühwein. Ge­ würze wie Anis, Kardamom und Vanill­e sorgen aber nicht nur für köstlichen Duft und Geschmack, sie haben auch nachweis­ lich gesundheitsfördernde Eigenschaften. Zimt (Cinnamomum) – im Tee gut gegen Grippeviren. Die ätherischen Öle der Rinde des Zimtbaumes wirken anti­bakteriell, entzündungshemmend und krampflösend. Die Stangen entfalten ihr Aroma erst so richtig, wenn man sie aufbricht und zerreibt oder in Flüssigkeit erhitzt. Der chinesische Cassia-Zimt ist zuletzt wegen des hohen Cumarin-Gehalts stark in Verruf geraten. Schon geringe Mengen Cumarin können bei empfindlichen Menschen

die Leber schädigen, hohe Mengen sollen krebsauslösend wirken. Tipp: Verwenden Sie lieber den feineren CeylonZimt, der beispielsweise in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich ist. Vanille (Vanilla planifolia) – der leckere Abwehr-Booster. Die perfekten Plätzchen für die Herzdame sind Vanille­ kipferl: Neben der aphrodisierenden Wirkung fördert das Wintergewürz auch die Abwehrkräfte und wirkt appetit­ hemmend. In Stress-Situationen löst es Verspannungen. Ingwer (Zingiber officinale) – perfekter Erkältungssschutz. Die Ingwerwurzel enthält viele Bitterstoffe und ätherische Öle, die Erkältungen vorbeugen und die Verdauung fördern. Auch als Mittel gegen Reiseübelkeit wird Ingwer eingesetzt. Ingwer kann als Aufguss oder kandiert genossen werden. Kardamom (Elettaria cardamomum) – für den Magen. Der Kardamomstrauch ist mit dem Ingwer verwandt, die Samenkerne werden vor allem für Lebkuchen, Punsch oder Marzipan verwendet. Kardamom sorgt für eine optimale Verdauung und zusätzlich für frischen Atem. Eine Prise Kardamompulver macht übrigens den Kaffee bekömmlicher. Anis (Pimpinella anisum) – krampf- und schleimlösend. Das beliebte Plätzchengewürz kennt man auch aus zahlrei­ chen internationalen Digestifs wie Pastis, Raki oder Ouzo. Das Öl der Anisfrüchte hat eine krampflösende Wirkung und hilft bei Blähungen und Verstopfung. Bei Infektionen der oberen Atemwege kann es zudem schleimlösend wirken.  (Quelle: medicalpress)

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Köstlich, köstlich

Foto: © Ronile/pixabay.com

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Bitter tut der Leber gut Bitterstoffe schützen davor, ungesunde Mengen an Süßigkeiten zu verdrücken. Oder kön­ nen Sie sich vorstellen, mehr als ein paar Stückchen Zartbitterschokolade zu genießen? Mit einer Tafel Vollmilch kann man da schon eher sündigen. Bitterstoffe sind in vielen Pflanzen enthalten, in Obst, Gemüse, Kräutern und einigen Getreidesorten. Schon beim Kauen sti­ mulieren die Bitterstoffe das gesamte Verdauungssystem und sorgen für eine bessere Auf­ nahme von Nährstoffen und Vitaminen. Eine Tasse bitterer Tee vor dem Essen dämpft den Heißhunger auf Süßes, denn Bitterstoffe wirken wie eine Essbremse. Die Verbrennung der Fettzellen wird angekurbelt, das Abnehmen fällt leichter. Der regel­ mäßige Genuss von Bitterpflanzen oder Bitterpflanzenauszügen kräftigt aber auch das Immunsystem und klärt die Haut. Wer Artischocke, Löwenzahn, Rucola & Co. in seinen täglichen Speiseplan aufnimmt, schenkt sich Energie und Lebens­ freude und hilft der Leber. Kein anderes Organ erfüllt so viele Aufgaben im Körper wie die Leber: Sie ist Filter-, Entgiftungs-, Speicher- und Ausscheidungs­ organ, steuert die wichtigsten Stoffwechselprozesse und ist eine unermüdliche Hormonfabrik. Macht die Leber schlapp, ist auch der Mensch müde. Durch Be­

wegungsmangel und eine zu hohe Zufuhr an Kohlenhydraten kann sich eine Fettleber ausbilden, die Folge­ erscheinungen reichen von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Leberzirrhose bis hin zu Leberkrebs. Wie aber kann man Leber und Galle bei ihrer umfangreichen Entgiftungs­ arbeit unterstützen? Das Problem lässt sich über die Ernährung gut in den Griff bekommen. Deshalb haben wir Ihnen hier ein paar Bücher zum Thema zusammengestellt: Vital und schlank mit Bitterstoffen von Christiane Holler. Löwenzahn, Rucola, Grapefruit & Co., erweiterte Auflage mit vielen Rezepten. Kneipp-Verlag Wien ISBN: 978-3708806815

Leber und Galle entgiften und natürlich stärken von Nicole Schaenzler. Gräfe und Unzer Verlag ISBN: 978-3833856471 Neustart für die Leber von Kristin Kirkpatrick. Die einzigartige Kur, die den gesamten Stoffwechsel gesund macht. Goldmann ISBN: 978-3442221967 Köstlich essen für ­Leber & Galle von SvenDavid Müller, Christiane Weißenberger. Mit über 130 Rezepten, schonend, bekömmlich und leicht. Trias-Verlag ISBN: 978-3432102061

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Köstlich, köstlich

Gebratene Artischocken (2 Pers.) Zutaten: Zitronensaft, 6 kleine Artischocken, 2 Knoblauch­zehen, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer,­ 2 EL Balsamicoessig. Zitronenwasser in einer Schüssel richten. Stiele der Artischocken knapp abschneiden. Äußere, harte Blätter entfernen. Ein Drittel der Blattspitzen kürzen. Artischok­ ken vierteln, Heu herauszupfen. Sofort in Zitronenwasser legen, weil sie sich verfärben. Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Artischocken aus dem Zitronenwasser nehmen, abtupfen, bei mittlerer Hitze von allen Seiten etwa 10 Minuten goldgelb braten. Knoblauch dazugeben, kurz weiterbraten. Salzen, pfeffern, mit Essig ablöschen und noch einmal kurz aufkochen lassen.

Gegrilltes Obst (2 Pers.)

Die Rezepte sind aus dem Buch: Köstlich essen für Leber & Galle von Sven-David Müller, Christiane Weißenberger. Trias-Verlag.

Zutaten: 1 EL Butter, 2 EL Honig, 1 Prise Lebkuchen­ gewürz, kleine Ananas, 1 Banane, 2 EL fettarmer Joghurt, Vanillearoma. Butter und Honig erhitzen, Lebkuchengewürz dazugeben. Grill vorheizen. Ananas schälen, Strunk entfernen, Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Banane schälen, längs halbieren. Früchte auf ein Backblech legen und mit Honigmasse bestreichen. Im Backofen etwa 3 bis 5 Minuten goldbraun grillen und mit Honigmischung bepinseln. Joghurt mit Vanillearoma mischen, zum Obst servieren.

Haselnussbrot Zutaten: 250 g Weizenvollkornmehl, 250 g Weizenbackschrot Type 1700, 130 g Zucker, 1 Würfel Hefe (1 Pck. Trockenhefe), 2 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Haselnussmus, 125 g ganze Haselnüsse, 1/2 TL Salz, 1 Msp. Kardamom, gemahlen, 1 EL Kakao, Diätmargarine für die Form, 2 EL Haselnüsse, gehackt, 80 g Butter. Mehl und Schrot mischen. 275 ml lauwarmes Wasser mit 100 g Zucker und Hefe verrühren, zum Mehl geben. Öl, Haselnussmus, Haselnüsse, Salz, Kardamom und Kakao hinzufügen, alles zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort etwa 40 Minuten gehen lassen. Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Teig nochmals durchkneten, in eine gefettete Kastenform geben. Oberfläche längs einschneiden, etwa 40 Minuten backen. Danach in die Kerbe restlichen Zucker, gehackte Haselnüsse und flüssige Butter geben. Brot nochmals etwa 10 Minuten backen.

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Köstlich, köstlich

Foto: © jill111/pixabay.com

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Wurzeln voller Vitamine Gerade in den Wintermonaten wünschen wir uns ein gut funktionierendes Immunsystem. Eine Extraportion Vitamin C gilt häufig als Wundermittel gegen Erkältungen. Aber was müssen wir essen, um gut mit natürlichen Vitaminen versorgt zu sein? Kathrin Hunf, Ernährungsberaterin im Krankenhaus Düren, weiß Antworten: Die besten Vitamin-C-Quellen sind Obst und Gemüse und aus ihnen hergestellte Säfte oder Smoothies. Um eine Deckung des Bedarfs sicherzu­ stellen, empfiehlt die Deutsche Ge­ sellschaft für Ernährung, täglich 250 Gramm Obst und mindestens 400 Gramm Gemüse zu verzehren. Dies entspricht etwa zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Mög­

Kathrin Hunf arbeitet als Ernährungsberaterin im Krankenhaus Düren

lichst geringe Vitaminverluste erzielen Sie, wenn Sie Obst und Gemüse gründlich, aber nur kurz waschen, und das Gemüse schonend dünsten. Während in den Sommermonaten die Auswahl an beliebten regionalen Obst- und Gemüsesorten groß ist, fällt das Angebot im Winter deutlich geringer aus. Eine gute Alternativ­e bieten tiefgekühlte Erzeugnisse, am besten mit ungewürzten bzw. ungezu­ ckerten Zutaten. Neben den klassi­ schen Wintergemüsesorten wie Kohl, Lauch und Karotten sollten auch Wurzelgemüse wie Pastinake, Steck­ rübe und Petersilienwurzel zurück auf unseren Speiseplan finden. Lange in

Vergessenheit geraten, feiern diese Gemüsesorten vor allem durch den ökologischen Landbau ein Comeback. Die Pastinake erinnert geschmacklich

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Köstlich, köstlich

an Möhre und Sellerie, mit einem fein-würzigen und nus­ sigen Aroma. Reich an ätherischen Ölen, kann die Pasti­ nake auch eine gute Kalium-Bilanz aufweisen. Die Rüben lassen sich wie Möhren verarbeiten, haben aber eine kürzere Garzeit. Pastinaken eignen sich als Ofengemüse oder für schmackhafte Eintöpfe, Cremesuppen, Gratins und Pürees. Wegen der guten Bekömmlichkeit sind sie auch ideal für die Babynahrung. Achten Sie beim Einkauf auf möglichst feste Wurzeln und eine straffe, glänzende Schale. Lagern Sie Pastinaken im Gemüsefach des Kühlschranks. Eingewickelt in ein angefeuchtetes Küchentuch halten sie so ca. zwei Wochen.

sches Schnitzel kann sie den Speiseplan bereichern. Für die Küche werden Sorten mit gelbem Fleisch bevorzugt. Neben ätherischen Ölen enthält die Steckrübe bedeutende Mengen an Mineralien.

Die Petersilienwurzel ähnelt äußerlich der Pastinake, ge­ schmacklich unterscheiden sich beide Gemüsesorten jedoch deutlich. Da die Petersilienwurzel ähnlich wie Petersilie schmeckt, dient sie zum Würzen von Eintöpfen und Sup­ pen, aber auch als Gemüsebeilage oder gedünstet als Salat. Neben Kalium und Vitamin C besticht Wurzelpetersilie durch einen hohen Ballaststoffgehalt. Die Steckrübe hat einen süßlichen, fein-herben Geschmack. Sie ist in der Küche sehr vielseitig verwendbar. Klassisch wird sie in Eintöpfen und Suppen verarbeitet, aber auch gewürfelt als Gemüsebeilage, im Püree oder als vegetari­

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Petersilienwurzelgemüse Dieses Gemüse passt hervorragend zu einem Braten oder Fischgericht. Auch in Verbindung mit Kartoffel­ püree ist es eine Delikatesse. So geht es: Topf mit Salzwasser erhitzen. Darin 400 g Petersilienwurzel, gesäubert, in kleine Stücke geschnitten, fünf Minuten kochen. Die Wurzelstücke dann in ein Sieb abschütten. Den Topf wieder auf den Herd stellen, darin 50 g Butter mit 50 ml Milch erwärmen. Alles mit Salz und Pfeffer würzen, mit abgeriebener Muskatnuss abschmecken, gut verrühren. Anschließend die gekochten Wurzelstücke hinzufügen und untermengen. Das Rezept finden Sie im Kochblog wish-it-cook-it.de.

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Leute, Leute

Foto: © Dechamps

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Klosterurlaub Vitamine für Leib und Seele Ausgelaugt vom täglichen Alltagsstress? Sehnsucht nach einer Auszeit zum Durchatmen und neue Kräfte sammeln? Dann wird es höchste Zeit sein für einen Urlaub, der der Seele gut tut. Wenn man keine Lust auf den üblichen Ferienstress oder überfüllte Touristen­ hochburgen hat, wäre ein Klosterurlaub vielleicht genau das Richtige. Inmitten der Natur können Sie hier ganz für sich sein und Leib und Seele in Einklang bringen. Das Konzept „Kloster auf Zeit“ existiert seit dem Jahr 2000 in Deutschland und hat sich seitdem für Viele immer mehr zum Trend entwickelt. Entgegen der Klischees muss man in einem Klosterhotel nicht in spartanisch eingerichteten, kleinen Zellen näch­ tigen, wie es Mönche und Nonnen vor hundert Jahren gemacht haben. Vielmehr werden den Gästen heute kom­ fortable Zimmer geboten, die absolut modern eingerichtet sind und keine Bequemlichkeiten vermissen lassen. Auch ist es weder verpflichtend, an den Gottesdiensten teilzuneh­ men oder frühmorgens um vier oder fünf Uhr zur Laudes,

dem Frühgebet, aufzustehen. Viele Klöster machen ihren Kloster­urlaubern inzwischen ein vielfältiges Angebot. Hinter so mancher Klostermauer verbirgt sich sogar eine regelrech­ te Wellness-Oase. Das Kloster Arenberg bei Koblenz gilt als Vorreiter im professionellen Klosterurlaub in Deutschland. Es ist gleichzeitig Mutterhaus, Wellness-Hotel, Gärtnerei, Rückzugsort und Seminarhaus. Im ehemaligen Kurheim bieten die Dominikanerinnen ihren Gästen unter dem InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017


Leute, Leute

Mott­o „Erholen, Begegnen, Heilen“ eine Vielzahl an spiri­ tuellen Programmen und Aktivitäten. Im Vitalzentrum wird mit einem umfangreichen Fitness- und Wellnessangebot für die Figur gesorgt. Ob bei einer Massage, dem Sauna­gang, der Aquagymnastik im hauseigenen Schwimmbad oder im Fitnessraum – hier bieten sich viele Möglichkeiten, um zu entspannen oder sich auszupowern.

Hilfe zu Hause! Die Johanniter sind für Sie da.

Für persönliche Gespräche stehen qualifizierte, seelsorglich geschulte Gesprächsbegleiter zur Verfügung. Mit ihnen habe­n die Gäste die Möglichkeit, über aktuelle Lebens­ fragen oder vielleicht Sorgen und Nöte zu sprechen. Viele Besucher empfinden aber auch gerade die Stille und das Innehalten als Balsam für die Seele und verzichten bewusst auf das Sprechen und auf Unterhaltungen mit anderen Be­ suchern während ihres Aufenthalts. Jeder ist willkommen Im Klosterhotel sind alle Menschen willkommen, die reli­ giöse Glaubensrichtung spielt keine Rolle. Am Aufenthalt in Kloster Arenberg schätzen die Besucher vor allem die Herzlichkeit der Ordensschwestern, die immer ein offe­ nes Ohr für ihre Klostergäste haben und ihnen stets mit einem Lächeln begegnen. Viele Besucher sind mittlerweile Stammgäste im Klosterhotel. An kaum einem anderen Ort ist es so gut möglich, zu sich selbst zu kommen und einen erholsame­n Abstand vom Alltag zu erleben. Hier gibt es eine kleine Auswahl an Internet-­­ adressen zum Thema Klosterurlaub: www.bayern.by/spirituelle-auszeiten www.skr.de/klosterurlaub/ www.spiritueller-tourismus.de/klosterurlaub/

Mit unseren Diensten unterstützen wir ältere, kranke und behinderte Menschen in einem selbstständigen, geborgenen und würdigen Leben. Ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf stehen wir Ihnen im Alltag zur Seite. Unsere Dienste: Hausnotruf Wohnen mit dem guten Gefühl der Sicherheit. Menüservice „Essen auf Rädern“ Vielseitig, schmackhaft, gesund. Eine individuelle und unverbindliche Beratung ist für uns selbstverständlich. Wir freuen uns auf Ihren Anruf:

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0800 88 11 220 (kostenlos) oder 02421 9947472 Die Johanniter in der Region Aachen-Düren-Heinsberg Am Burgholz 44, 52372 Kreuzau sozdie.dueren@johanniter.de www.johanniter.de/dueren

Zur Ruhe kommen: Immer mehr Klöster öffnen ihre Pforten für Gäste und bieten neben Stille und Gebet oft auch seelsorgliche Begleitung oder Wellness.

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Leute, Leute

Zeit zum Nachdenken Dürens Bürgermeister gönnt sich jährlich eine Klosterauszeit Wenn Paul Larue sich in die Benediktinerabtei Maria Laach zurückzieht, nimmt er das Mobiltelefon mit – aber nur für Notfälle. „Ein Bürgermeiste­r sollte in dringenden Fällen immer erreichbar sein“, beschreibt er sein Pflicht­gefühl. Doch sobald Paul Larue die Klosterpforte hinter sich gelassen hat, ist auch sein Titel unwichtig. Dann schaltet Dürens erster Bürger den Alltag so weit wie möglich zurück, wirft nur vereinzelt einen Blick auf sein Handydisplay. „Es ist keine Flucht vor der Welt“, sagt der gläubige Katho­ lik. Doch einmal im Jahr, meist vier Tage in der Adventszeit, gönnt sich der Bürgermeister eine kleine Auszeit.

Foto: © Didgeman/pixabay.com

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Leute, Leute

Hinhören ist zeitlos wichtig Viele der Regeln haben heute Einfluss auf moderne Manager-Seminare. Den Historiker und Verwaltungschef wundert das nicht. Entscheidungen beispielsweise trifft ein Abt der Ordensregel folgend nur, wenn er seine Mitbrüder zuvor gehört hat. Hinhören ist eben zeitlos gültig. „Über den Umgang mit Menschen und die Führung von Men­ schen lässt sich hier vieles lernen“, ist Paul Larue überzeugt. Die auf den ersten Blick ziemlich starren und fordernden

Vorschriften ermöglichen zudem eine klare Fokussierung auf die notwendigen Arbeiten. Und sie garantieren Zeiten der Ruhe. Zeit, um nachzudenken, zu beten, für geistige Arbeit und tiefe Spiritualität. Arbeit bringt sich der Bürgermeister immer mit. Larue arbeitet an einer Dissertation über italienische Bischöfe in der Spätantike. „Die Abtei hat eine fantastische Bibliothek“, freut sich Larue bereits auf die Lektüre wichtiger Fachzeit­ schriften. Aber auch manche die Stadt Düren betreffende Entscheidung wurde in der Ruhe von Maria Laach zur Reife gebracht. Genauso wichtig wie die Stille sind für Paul Larue aber auch die Gebetszeiten und spirituellen Impulse sowie die Gespräche mit den Benediktinern und anderen Gästen. Kurzum: Im Kloster lasse sich sehr viel besser über Gott und die Welt nachdenken, findet er. „Und manchmal auch ein kleines bisschen über mich selbst“, fügt er hinzu und lacht. Und jedes Mal stellt er wieder fest: „Nach vier Tagen fahre ich meist ziemlich glücklich und versöhnt nach Hause.“ Bürgermeister Paul Larue geht regelmäßig für kurze Zeit ins Kloster.

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Foto: © Stadt Düren

Als Student hat Paul Larue Ende der 70er Jahre mit den jährlichen Auszeiten begonnen; er führt es bis heute fort. Maria Laach ist seit jeher sein Ziel. „Ich hüpfe nicht von Kloster zu Kloster“, meint er. Was damals den Ausschlag gegeben hat? „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr“, sagt Paul Larue. Dass sich der Historiker mit Schwerpunkt Antike und Mittelalter eine Benediktinerabtei ausgesucht hat, ist vermutlich kein Zufall. Seit annähernd 1500 Jahren normiert die Ordensregel des heiligen Benedikt klöster­liches Leben und inspiriert Menschen, ein geistliches Leben zu führen. „Ora et labora“, „bete und arbeite“ lautet das Motto der Benediktiner. Und vier Tage lang hält sich auch Dürens Bürgermeister an die Ordensregel, an den streng geglieder­ ten Tag mit seinen definierten Phasen für Gebet, Andacht und Arbeit.

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Foto: ©Johnen

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Dankbar für ein kleines Wunder Mohammad Mohammad hat seine Chancen genutzt

„Ohne Sprache kommst du nicht weit“, sagt Mohammad Mohammad. Der 19 Jahre alte Abiturient, der in seiner Heimat Syrien ein Medizinstudium beginnen wollte und seit 2015 bei Düren lebt, hat in kürzester Zeit so viel wie möglich gelernt. Schließlich hat Mohammad beruflich noch viel vor. Der Abschluss seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Kranken­ pflegeassistenten im Krankenhaus Düren war der erste Schritt, am 1. Oktober begann er nun im Krankenhaus die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017


Leute, Leute

„Mein Wunsch für die Zukunft ist es, in der Pflege viel Berufserfahrung zu sammeln und später vielleicht noch Pflegemanagement zu studieren“, sagt der Flüchtling und unterstreicht seine Aussage mit einem gewinnenden Lächeln. Mit YouTube Deutsch gelernt Es ist noch gar nicht lange her, da sprach Mohammad Mo­ hammad kein Wort Deutsch. „Ich habe mir Bücher gekauft, das Internet genutzt und bei YouTube Filme angeschaut und viel gelernt“, berichtet der junge Mann, der vor anderthalb Jahren mit seinem älteren Bruder aus Syrien nach Deutsch­ land flüchtete. Der Vater hat vor dem Bürgerkrieg als Ingeni­ eur in einem Kraftwerk gearbeitet, die Mutter war selbststän­ dig tätig und als Frauenrechtlerin aktiv. „Meine Eltern haben uns zur Flucht aufgefordert. Wir hätten beide zum Militär gemusst“, blickt Mohammad Mohammad zurück. Über den Libanon und die Türkei führte sie ihr Weg nach Deutschland und in die Stadt Düren. So gut wie möglich versuchen die Brüder, mit ihren Eltern über das Internet in Verbindung zu bleiben. „Ich hatte keine Ahnung, was mich in Düren erwartet. Aber mich hat interessiert, wie die Pflege in Deutschland funk­ tioniert, wie die Arbeit im Krankenhaus aussieht“, schildert der frischgebackene Pflegeassistent. Dass er die Möglichkeit bekommen hat, sein Können unter Beweis zu stellen, sei ein „kleines Wunder“, findet der 19-Jährige. Ein Nachbar hatte den Kontakt zum Geschäftsführer des Krankenhauses hergestellt – und Dr. Gereon Blum bot dem jungen Mann zunächst ein Praktikum in der Klinik an. Seine Empathie wird geschätzt „Das war eine super Chance“, sagt Mohammad Mohammad. Er hat in den drei Wochen viel gelernt – über Pflege, über Abläufe in einem Krankenhaus, über die unterschiedlichen Berufsbilder. Und er erhielt das Angebot, im Anschluss eine einjährige Ausbildung zum Gesundheits- und Kran­ kenpflegeassistenten zu machen. „Die Kollegen haben mir viel beigebracht – und auch bei der Sprache geholfen“, bedankt sich der 19-Jährige für die herzliche Aufnahme im Team. Mohammad: „Das Krankenhaus hat die Tür für mich geöffnet. Davon möchte ich den Kollegen und den Patien­ ten etwas zurückgeben.“ Seine anfängliche Angst, in einem neuen Land mit einer neuen Kultur etwas völlig Neues zu tun, ist schnell verflogen. „Herr Mohammad hat sich hervorragend eingearbeitet. In der Pflege zählt aber nicht nur das Fachliche, sondern auch Empathie im Umgang mit den Patienten“, bedankt sich Heinz Lönneßen, Leiter des Bildungszentrums, für den Einsatz des jungen Mannes. Die Dienstpläne werden so aufgestellt, dass der 19-Jährige während der nun folgen­ den dreijährigen Ausbildung ausreichend Raum für weitere InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

„Ich hatte keine Ahnung, was mich in Düren erwartet. Aber mich hat interessiert, wie die Pflege in Deutschland funktioniert, wie die Arbeit im Krankenhaus aussieht.“ Mohammad Mohammad, in Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im Krankenhaus Düren Sprachkurse und Unterstützungsangebote hat. Er spricht inzwischen ausgesprochen gut Deutsch, doch an der schrift­ lichen Ausdrucksweise muss er noch etwas feilen, um auch die schriftlichen Prüfungen während der Ausbildung mit Bravour zu meistern. Bereits in der Vergangenheit waren ihm die Kollegen und Ausbilder Ansprechpartner für alle offenen Fragen. „Auch für uns war es eine spannende Zeit mit Mohammad Mohammad. Es war ein Versuch, bei dem wir viel gelernt haben“, zieht Heinz Lönneßen eine erste Bilanz. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im Krankenhaus Düren auch in Zukunft mit Menschen arbeiten, die ihre Heimat verloren haben und eine neue Perspektive suchen“, fügt er hinzu.

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Fotos: © oticon

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Wieder voll dabei Schauspieler Fritz Wepper will Mut zum Hörgerät machen Seit Jahren liefert sich Schauspieler Fritz Wepper in der beliebten Serie „Um Himmels ­Willen“ als Bürgermeister Wolfgang Wöller mit Ordensschwester Hanna eine amüsante Dauerfehde um das Kloster Kaltenthal. Als ihm auffiel, dass für ihn gerade in Situationen mit vielen Personen und Hintergrundgeräuschen das Hören und Verstehen immer anstren­ gender wurde, ließ Wepper sein Hörverständnis testen. Er erzählt: „Der Test fand mit einem Akustiker statt – in Verbindung mit einem Geschäft, wo solche Geräte verkauft werden. Und das habe ich gemacht. In meinem Alter ist es ­ ja so, dass die höheren Frequenzen absacken. Immer öfter musste ich die Hand hinter das Ohr legen, um besser zu ver­ stehen. Die haben mich schon nachgemacht damit“, erinnert er sich schmunzelnd. Wieder hören wie früher „Seit einiger Zeit trage ich jetzt Hörgeräte“, gesteht der mehrfache Bambipreisträger. Dadurch habe sich eine Menge für ihn verändert: „Die Hörgeräte helfen mir, wieder alles und alle zu verstehen“, sagt der 76-Jährige. Er sei froh über die technischen Möglichkeiten seines Hightech-Gerätes, das ihm ein 360 Grad-Hören ermögliche und ihm die natür­liche Fähigkeit des selektiven Hörens zurückgebe.

Wir hören mit dem Gehirn Die Hörentwicklung beginnt schon vor der Geburt. Unge­fähr ab der 23. Schwangerschaftswoche reagieren Ungeborene auf Geräusche. Mit Fußtritten können sie sich durchaus schon zu ihrem Musikgeschmack äußern. Während der ersten beiden Lebensjahre entwickelt das menschliche Gehirn die Fähigkeit, Sprache zu ver­ stehen. Klänge, die nicht mehr bis zu unserem Gehirn vordringen, geraten dort im Laufe der Mo­nate und Jahre in Vergessenheit. Bei Hörminderungen sollte man daher sehr bald zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Denn die zentralen Fähigkeiten des Gehirns bleiben nur erhalten, wenn sie regelmäßig trainiert werden.

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vernehme ich deutlich. Ich kann jetzt auch das hören, was ich früher nicht hören wollte. Also, ich kann alles hören!“, freut er sich. Er könne nur jeden, der bei sich Hördefizite feststelle,­sehr ermutigen: „Das Gerät ist eine hörunterstüt­ zende Maß­nahme, die mich entspannt agieren und reagie­ ren lässt. Es bedeutet eine merkliche Verbesserung meiner Lebensqualität.“

Gerät analysiert die Klanglandschaft Ein Freund habe ihn auf einen Hörgerätehersteller aufmerk­ sam gemacht. „Ich habe es ausprobiert und bin begeistert. So sind wir zusammengekommen. Ich bin keine WerbeIkone, eher ein authentischer Empfehler – ich sage nichts, was ich nicht empfinde. Aber wenn ich mit meiner positiven Erfahrung anderen helfen kann, dann stehe ich dafür gerne mit meinem Namen“, will Wepper auch anderen Menschen Mut zum Hörgerät machen. Nach früheren Erfahrungen ist er jetzt zufrieden mit den Geräten im Ohr, die er über­ raschenderweise – wie er berichtet – nicht als Fremdkörper empfindet. „Ich vergesse sogar, die rauszunehmen. Das heißt mit anderen Worten: Ich spüre die gar nicht. Ich fühle mich sehr wohl. Es ist auch ein ganz gesunder Ausgleich geschaf­ fen, gerade wenn es um die höheren Frequenzen geht – die

Produkt-Info Bei dem beschriebenen Hörgerät handelt es sich um das Modell Oticon Opn™ 1. Der integrierte OpenSound Navigator™ ahmt nach, wie das Gehirn natürlich versteht. Opn scannt die Umgebung, gewichtet Sprache und Nebengeräusche und senkt Lärm sogar zwischen Wörtern ab. Eine deutlich schnellere Verarbeitung sorgt für die kontinuierliche Analyse der gesamten Klanglandschaft. Durch die Trennung der Sprache und Reduzierung anderer Klänge entsteht so eine natürliche 360 Grad-Klanglandschaft. Oticon Opn-Hörsysteme sind ausschließlich bei Hörakustikern erhältlich. Dort kann man sich beraten lassen, um eine geeignete Lösung zu finden.

Die neuen Geräte werden im Ohr getragen. Es gibt aber auch die klassische Hinter-dem-Ohr-Bauform für diejenigen, denen das lieber ist.

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• spezialisiert auf Bestrahlungs-, Dialyse- und Chemotherapiefahrten (bequeme direkte Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse) • Kranken- und Arztfahrten und spezieller Rollstuhltransportservice • Boten- und Kurierfahrten zu günstigen Preisen • Flughafen- und Bahnhofstransfers • Fernfahrten im gesamten Bundesgebiet • Vorbestellungen für den ganzen Kreis Düren und das Umland • Kleinbus (max. 9 Personen) möglich • Nichtraucher-Taxen • Saubere und gepflegte Fahrzeuge • Alle Fahrzeuge verfügen über Klimaanlage und Navigationssystem Antons Dienstleistungs GmbH ● Dorfstr.19 ● 52353 Düren-Birkesdorf ● Tel. (+49) 2421/ 910000 www.taxi-antons.de Zusätzlich stehen wir in Hürtgenwald Tel.: 02429/9090014 und in Vettweiß:0 24 24/90 12 22 für Sie bereit.

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Fotos © Lammertz

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Unsichtbar, aber immer dabei Die Arbeit geschieht meist im Verborge­ nen. Dabei ist sie ungeheuer wichtig: Mehr als zwei Drittel aller Diagnosen werden in Krankenhäusern auf Basis labormedizini­ scher Untersuchungen gestellt. „Uns sehen die Patienten nicht. Aber wir sind immer dabei“, bringt es Natalie Oeffling, Chefin des Zentrallabors des Krankenhauses Dü­ ren, auf den Punkt. Die Leitende Medizinisch-technische Laboratoriums­ assistentin (MTLA) ist mit 35 Jahren Vorgesetzte von 20 Mitarbeitern. Es war ein Zufall, der die junge Frau noch zu Schulzeiten zu diesem Beruf geführt hat. Sie absolvierte gerade ein Praktikum als Arzthelferin, als sie erstmals in Kontakt mit den Mitarbeitern eines Labors kam. „Mich

Durch Zufall entdeckte Labor­ leiterin Natalie Oeffling (im Bild mit ihrem Kollegen Arno Jaensch) ihren Beruf und würde sich jedes Mal wieder dafür entscheiden.

hat dieser Beruf gereizt“, blickt sie zurück. „Er ist vielleicht ­weniger bekannt, aber außergewöhnlich vielseitig“, sagt Na­ talie Oeffling. Dass sie ein Faible für die technische Kom­ ponente der Arbeit im Labor hat, erwies sich als weiterer Pluspunkt. „Nach drei Jahren Ausbildung stehen einem viele Wege der Spezialisierung auf ganz unterschiedliche Fachgebiete offen“, sagt die Labor-Chefin, die als Gesundheitsbetriebs­ wirtin auch Management-Aufgaben übernimmt. In den einzelnen Fachbereichen gibt es wiederum viele Spezialge­ biete. Langweilig wird es nie. Und trotz aller hochmodernen Technik ist in diesem Beruf viel Handwerk dabei. In der Hämatologie beschäftigt sich das Labor beispiels­ weise mit dem Erstellen von kleinen und großen Blutbil­ dern, die Erkenntnisse über Erkrankungen liefern. In der Klinischen Chemie wird das Blutwasser untersucht. Von der Norm abweich­ende Konzentrationen einzelner Bestand­ teile wie Eiweiße, Enzyme oder Hormone ermöglichen InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017


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Rückschlüsse auf Krankheiten oder Verletzungen. Findet sich beispielsweise in der Probe viel Troponin T, ein Eiweiß aus den Herzmuskelzellen, ist das ein Hinweis auf einen Herzinfarkt. In der Immunhämatologie wird unter ande­ rem vor einer Trans­fusion untersucht, ob der Empfänger das Spenderblut verträgt. Gewebeproben werden in der Pathologie des Krankenhauses untersucht, mikrobiologische Untersuchungen, die den Ursachen von Infektionen auf den Grund gehen, werden von einem spezialisierten Partnerlabor übernommen. Etwa 1000 Proben werden jeden Tag im Labor geprüft. Rund um die Uhr ist das Zentrallabor besetzt und einsatz­ bereit. Besonders viel zu tun ist in den Morgenstunden, wenn von den Stationen die Blutproben im Zentrallabor eintreffen. Gibt es jedoch medizinische Notfälle und müssen beispielsweise vor einer Bluttransfusion Blutgruppe und Verträglichkeit ermittelt werden, drehen die Mitarbeiter im Labor das Tempo soweit hoch, wie die Technik mithält. „Die Ausbildung ist universal angelegt. Je nach persönlicher Neigung geht danach jede/r MTLA den eigenen Weg“, kann Natalie Oeffling ihren Beruf nur weiterempfehlen. Trotz der hohen Anzahl an Proben sind die Untersuchungen keine Fließbandarbeit. Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin

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achtet penibel darauf, wie ein Ergebnis zustande kommt, weiß nach der Analyse der Patientenprobe, welche Erkran­ kung dahintersteckt, kann aus labormedizinischer Sicht Zusammenhänge finden, die zunächst nicht offensichtlich sein müssen. Auch wenn die Arbeit meist im Verborgenen geschieht: Die Arbeit, die im Labor geleistet wird, ist zentral für das gesamte Krankenhaus.

Ausbildung Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in (MTLA) Die Ausbildung zum/zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten/in dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Voraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss (beispielsweise Realschule) beziehungsweise eine gleichwertige Vorbildung. Wichtig ist auch ein ausgeprägtes technisches Verständnis. SchülerInnen und SchulabgängerInnen, die Interesse haben, den Beruf näher kennenzulernen, können sich beim Zentral­labor des Krankenhauses Düren um ein Praktikum bewerben.

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Foto: © Lammertz

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Hervorragende Entwicklungschancen Krankenhaus Düren gratuliert 25 Gesundheits- und Krankenpflegeschülern Eine Mischung aus Stolz, Erleichterung und ausgelassener Freude beherrschte das Kongresszentrum des Krankenhauses Düren: Nach erfolgreicher Abschlussprü­ fung erhielten 25 neue Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger dort ihre Examenszeugnisse und wurden von Angehörigen, Mitarbeitern und der Kran­ kenhausleitung gefeiert. Dr. Norbert Schnitzler, Leiter des Gesundheitsamtes im Kreis Düren, hatte den Prüfungsvorsitz inne und überreichte den nun ehemaligen Schülern des Krankenhauses zusam­ men mit Geschäftsführer Dr. Gereon Blum die Zeugnisse. 15 Absolventen hat das Krankenhaus Düren übernommen. Geschäftsführer Dr. Blum versprach ihnen: „Sie werden bei uns hervorragende Entwicklungschancen haben.“ Mit Blick auf die Digitalisierung klinischer Prozesse betonte er, dass die Expertise der jungen Generation, die mit digitalen Medien groß geworden ist, sehr gefragt sein werde. Dabei gehe es darum, insbesondere die administrativen Aufgaben zu vereinfachen: „Wir wollen, dass Sie mehr Zeit für unsere Patienten haben.“ Auch die erfolgreichen Absolventen, die nicht im Krankenhaus bleiben, haben sehr gute Perspekti­ ven, da auf dem Arbeitsmarkt an gut ausgebildetem Pflege­ nachwuchs großer Bedarf herrscht.

Qualifikation des Pflegenachwuchses. Die neuen Pflegefach­ leute sind: Philipp Baur, Kevin Christal, Mara Dreßen, Julia Fiebiger, Vivien Frank, Guido Franke, Leon Greiner, Luke Hensch, Corinna Kämper, Susanna Karlei, Selina Kraus, Abel Michael, David Müller, Laura Pelzer, Nicole Reimann, Katarzyna Rup, Angela Loraine Schmidt, Nadja Schreiber, Denis Stanica, Lukas Stollenwerk, Mutlu Tasocak, Denise Vogt, Evelyn Wagner, Ilva Wintergalen und Dennis Zim­ mermann.

Unser Haus arbeitet bereits seit zehn Jahren eng mit Krankenhäusern, Ärzten, Heimen und Therapeuten im Raum Düren zusammen. Allgemeine Fußpflege: • Hornhautbehandlung • Warzenbehandlung • Behandlung eingewachsener oder eingerollter Nägel Medizinische Fußpflege/Podologie: • Durchführung von Anamesen • Doppler-Untersuchung an den Füßen • Postoperative medizinische Fußpflege • Medizinische Fußpflege bei Diabetikern, Blutern und Patienten, die z. B. mit Marcumar behandelt werden • Unterstützung der Mykosetherapie • Nageltherapie (Spangen und andere Methoden) • Behandlung von Verletzungen und Entzündungen an den Nägeln • Orthosenbehandlungen Unsere Praxis verfügt über die vorgegebenen Hygieneverordnungen und über modernste podologische Geräte und Instrumente. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns!

Heinz Lönneßen, Leiter des Bildungszentrums im Kran­ kenhaus Düren, erinnerte daran, dass der Erfolg des Einzelnen auch ein Gemeinschaftserfolg aller sei, die an der Ausbildung auf den Stationen und in der Schule beteiligt waren. Ihnen dankte er für den großen Einsatz bei der

Roonstraße 30 am Krankenhaus, Schwesternwohnheim 2. Etage 52351 Düren Tel./Fax: 02421 / 306395 fachpraxis.puenzeler@t-online.de

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Mehr Sudoku gibt es auf der Seite raetsel-buch.com.

Foto: © monte mare

Rätseln und Gewinnen

Lösungswort:

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InForm verlost 2 x 2 Karten für das Sauna­paradies monte mare Kreuzau Genießen heißt, sich selbst etwas Gutes tun. Ohne Blick auf die Uhr den Moment auskosten, nach Lust und Laune entspannen. Ob in der Kreuzauer Schwitzstube, der AufgussSauna oder der einzigartigen Schiefer-Sauna - die Saunawelt im monte mare Kreuzau bietet Ihnen vielfältige Möglich­ keiten, ganz individuell abzuschalten und zu genießen. Übrigens: Regelmäßiges Saunieren stärkt die Immunabwehr, bringt den Kreislauf in Schwung und pflegt die Haut. Die Karten gelten für die Sauna, das Freizeitbad und die Textilwellness. Bitte schicken Sie Ihre Antwort mit dem Lösungswort und Ihren Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer) per Mail an: christoph.lammertz@krankenhaus-dueren.de oder auf einer Postkarte an: Christoph Lammertz, Unternehmenskommunikation, Krankenhaus Düren, Roonstraße 30, 52352 Düren Einsendeschluss ist der 20. Januar 2018. Gewinner des Preisrätsels aus Ausgabe 2-2017: Helga Becker (Kreuzau), Gretel Bröhl, Manfred Fuß (beide Düren), Norbert Köhnen (Vettweiß) InForm – Gut informiert mit dem Dürener Gesundheitsmagazin – Ausgabe 3.2017

Regeln: In jedem Feld muss ein Buchstabe von A bis I stehen. Pro Spalte, Zeile und 3x3-Block darf jeder Buchstabe nur einmal vorkommen. Die farbigen Felder ergeben das Lösungswort.

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Winterausgabe Inform 2017  
Winterausgabe Inform 2017  

In der Winterausgabe des Dürener Gesundheitsmagazins schwärmen wir von der dunklen Jahreszeit – der Hochsaison für „hygge“ und geben Tipps f...

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