Museumsbauten

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Handbuch und Planungshilfe Museumsbauten Hans Wolfgang Hoffmann Herausgegeben von Christian Schittich


Museumsbauten Handbuch und Planungshilfe Hans Wolfgang Hoffmann Herausgegeben von Christian Schittich


Inhalt

Vorwort Christian Schittich Seite 8

Geschichte und Theorie Hans Wolfgang Hoffmann Seite 10

Planungsparameter Hans Wolfgang Hoffmann Seite 42

Bauten Seite 76

Gespr채ch mit Uwe R. Br체ckner Christian Schittich Seite 304

Register Seite 410

Autoren Seite 415


Bauten

Glasdach im Victoria and Albert Museum in London MUMA

Seite 124

David Zwirner Gallery in New York Selldorf Architects

Can Framis Museum in Barcelona BAAS arquitectura

Kunstmuseum Ahrenshoop Staab Architekten

HEART – Herning Museum of Contemporary Art Steven Holl Architects

Erweiterung des Kimbell Art Museum in Fort Worth Renzo Piano Building Workshop, Kendall / Heaton Associates

MAXXI in Rom Zaha Hadid Architects

Überdachung des Cour Visconti im Musée du Louvre in Paris Mario Bellini, Rudy Ricciotti

Museum Brandhorst in München Sauerbruch Hutton

Louvre-Lens

Centre Pompidou-Metz Shigeru Ban Architects Europe, Jean de Gastines Architectes

Seite 76

Seite 82

Seite 130

Seite 136

Seite 142

Seite 88

Seite 150

Seite 96

SANAA

Seite 100

Seite 158

Kunstmuseum der Stadt Luxemburg Diane Heirend & Philippe Schmit architects

Museo Universitario del Chopo in Mexico City TEN Arquitectos

The Hepworth Wakefield David Chipperfield Architects

Galeriehaus Am Kupfergraben in Berlin David Chipperfield Architects

Seite 164

Seite 106

Seite 112

Seite 170

Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt am Main schneider + schumacher Seite 118

Galerie Stihl und Kunstschule Unteres Remstal in Waiblingen Hartwig N. Schneider Architekten Seite 178


Galerie in La Pizarrera Elisa Valero Ramos Seite 184

M / S Maritime Museum of Denmark in Helsingør BIG – Bjarke Ingels Group Seite 238

Umbau und Erweiterung des Kunstmuseums Moritzburg in Halle Nieto Sobejano Arquitectos

Keltenwelt am Glauberg in Glauburg kadawittfeldarchitektur

New Museum of Contemporary Art in New York SANAA

Kaap Skil in Oudeschild auf Texel Mecanoo

Museum of Contemporary Art Denver Adjaye Associates

Riverside Museum in Glasgow Zaha Hadid Architects

Seite 260

Erweiterung des Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City Steven Holl Architects

Erweiterung des San Telmo Museoa in San Sebastián Nieto Sobejano Arquitectos

Casa das Mudas – Centro das Artes in Calheta auf Madeira Paulo David

Archäologischer Schutzbau mit Museum in Pedrosa de la Vega Paredes Pedrosa Arquitectos

21st Century Museum of Contemporary Art in Kanazawa

Historisches Museum in Ningbo Amateur Architecture Studio

Seite 188

Seite 246

Seite 254

Seite 194

Seite 198

Seite 204

Seite 210

Seite 266

Seite 272

SANAA

Seite 278

Besucherzentrum im Nationalpark Kosterhavet White arkitekter

Pavillon des Ecomusée de la Grande Lande in Sabres Bruno Mader

Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben

Museum am Heldenberg in Kleinwetzdorf Atelier Peter Ebner + Franziska Ullmann

Seite 216

Seite 224

VON M

Seite 230

Seite 284

Seite 290


Dokumentationszentrum in Hinzert Wandel Hoefer Lorch + Hirsch

Eingangshalle des Technischen Museums Wien querkraft architekten

Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz ARGE Auer Weber, Knerer und Lang

Besucherzentrum Joanneum in Graz Nieto Sobejano Arquitectos, eep architekten

Seite 294

Seite 298

Seite 360

Seite 364

BMW Museum in München Atelier Brückner Seite 314

Nebuta-Museum und Kulturzentrum in Aomori molo design Seite 370

Archäologiemuseum in Seró Estudi d’arquitectura Toni Gironès Seite 322

Pavillon der XVI. Architekturbiennale in Santiago de Chile Felipe Assadi + Francisca Pulido Architects Seite 376

Weinmuseum in Patrimonio auf Korsika Perraudin Architectes

Porsche Museum in Stuttgart Delugan Meissl Associated Architects

Archäologisches Museum in Vitoria-Gasteiz Francisco José Mangado Beloqui

Museum und Ausstellungszentrum in Veenhuizen Atelier Kempe Thill

Glaspavillon des Toledo Museum of Art

Ausstellungsgebäude in Busan Mass Studies

Seite 328

Seite 334

SANAA

Seite 380

Seite 388

Seite 394

Seite 342

Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar David Chipperfield Architects

Mercedes-Benz Museum in Stuttgart UNStudio

Architekturbüro und Ausstellungsfläche in Shanghai Archi-Union Architects

Dokumentationszentrum Las Arquerías in Madrid Aparicio + Fernández-Elorza

Seite 348

Seite 356

Seite 398

Seite 404


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Vorwort


Vorwort Christian Schittich

Seit mehreren Jahrzehnten bereits erlebt das Museum einen bis­ lang ungebrochenen Boom – weltweit ebenso wie auch bei uns in Mitteleuropa. Unaufhörlich werden neue Häuser gebaut, beste­ hende aufgefrischt und für weitere Aufgaben gerüstet. Gleich­ zeitig werden Bestandsbauten, die ursprünglich einem anderen Zweck dienten, saniert und zu Ausstellungseinrichtungen umge­ nutzt. Das Museum hat sich längst zur populärsten aller Kultur­ institutionen entwickelt. Diese Tatsache unterstreichen auch die Besucherzahlen, die weit vor denen anderer Einrichtungen wie etwa Konzerthäusern oder Theatern liegen. Unsere zunehmend digitalisierte Welt, so scheint es fast, weckt in vielen Menschen das Bedürfnis nach der Auseinandersetzung mit dem authenti­ schen Gegenstand – sei es in Form eines Kunstwerks oder histori­ schen Dokuments. Gleichzeitig hat sich die Institution Museum in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt. Ende der Siebzigerjahre trat das Centre Pompidou in Paris mit einem revolutionären Konzept auf den Plan. Denn es präsentierte sich nicht nur als spektakuläre Ausstellungsmaschine, sondern auch als öffentliches Forum, das schnell zu einem der wesentlichen Kristallationspunkte der Stadt avancierte. Spätestens seit damals reichen bei den meisten Museen die tradierten Funktionen allein nicht mehr aus. Zu den überlie­ ferten Aufgaben Sammeln, Konservieren, Forschen und Prä­ sentieren kommen zahlreiche weitere dazu. Die Häuser werden immer öfter auch zum Veranstaltungsort und (gastronomischen) Treffpunkt oder zum kommerziellen Marktplatz mit ihren immer größeren Shops. Vor allem aber verändern sich auch die Ausstel­ lungskonzepte: So sind beispielsweise in einem Naturkundemu­ seum die ehemals ewig langen Vitrinen (mit exotischen Insekten) längst überholt. Heute wird die schiere Menge an Objekten von der multimedialen Präsentation im Zusammenhang abgelöst und der Betrachter interaktiv integriert. Dabei gewinnt auch der Un­ terhaltungsaspekt zunehmend an Bedeutung. Denn gleichgültig, ob das Museum Werke der bildenden Kunst oder der Technik­ geschichte zur Schau stellt, ob es naturhistorische oder völker­ kundliche Sammlungen zeigt: Die Tendenz geht immer mehr weg vom ehemals erhabenen Bildungstempel hin zur glanzvollen

Erlebniswelt, die mit besonderen Effekten um die Gunst eines immer verwöhnteren Publikums buhlt. Und nicht zuletzt Dank Frank Gehrys Guggenheim­Museum und dem damit verbunde­ nen »Bilbao­Effekt« kommt oftmals noch eine weitere Aufgabe dazu: Museen werden zu wichtigen Säulen des Stadtmarketings oder gar zum Wahrzeichen einer ganzen Region. Diese Haltung verlangt geradezu nach Solitären, die nach Aufmerksamkeit schreien und dabei nicht selten mit den ausgestellten Gegenstän­ den konkurrieren. Im Extremfall kommen die Besucher manch­ mal mehr wegen des Gebäudes selbst und nicht so sehr aufgrund der darin präsentierten Kunst. Doch aktuelle Museen müssen nicht zwangsläufig mit spektaku­ lären Formen auftrumpfen. Viele der Beispiele in diesem Buch überzeugen gerade durch ihre zurückhaltende Erscheinung und ein subtiles Raumkonzept. Das gilt für SANAAs Kunstgalerie in Kanazawa ebenso wie für David Chipperfields Literaturmuseum im schwäbischen Marbach. Und auch Renzo Piano stellt in seinen zahlreichen Museumsprojekten die Belange der Ausstellungs­ stücke über mögliche Eskapaden der Architektur. Entscheidendes Merkmal bei vielen seiner Ausstellungshäuser ist ein technisch wie gestalterisch ausgeklügeltes Belichtungskonzept über das Dach. Dass auch auf diese Weise eine ausgesprochen kraftvolle Architektur entstehen kann, demonstriert eindrucksvoll Pianos Erweiterung des Kimbell Art Museum im amerikanischen Fort Worth. Doch gleichgültig, ob spektakulär oder zurückhaltend – im Endeffekt muss die gewählte Form auch der jeweiligen Auf­ gabe und Absicht entsprechen. Ein Ausstellungshaus für moderne Kunst kann anders in Erscheinung treten als eines, das vor allem historische Briefe präsentiert, und ein Völkerkundemuseum wird sich von der Markenwelt eines Autoherstellers unterscheiden. Wie vielfältig die Aufgabe Museum hinsichtlich Größe und Funktion, Form und Material sein kann, zeigen die eindrucks­ vollen Architekturbeispiele in diesem Buch. Das klassische Museumskonzept mit den Ausstellungsstücken in ewig langen Vitrinen wie im Natural History Museum in London findet sich heute nur noch selten. Vorwort

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Geschichte und Theorie des Museumsbaus


Geschichte und Theorie des Museumsbaus Schatzkammern, Schaufenster und Showtempel waren gestern – Museen werden Workshops der Zukunft sein! Hans Wolfgang Hoffmann

Mailand, im Spätsommer 1490: An diesem Abend erhält Leonardo di ser Piero, genannt da Vinci, unverhofft ein wenig mehr Zeit. Es fehlt das Material, aus dem er für Herzog Sforza ein riesiges Reiterstandbild modellieren soll. Das heißt, da ist es schon, nur nicht hier. Die Lieferung scheitert am Verladen – ein ausgezehrter Arbeiter, der dann noch einen besonders dicken Batzen zu heben hat, und die Versorgung bricht zusammen. Kein Wunder bei den Massen, welche die Werkstatt des Uni­ versalgelehrten verschlingt.

Leonardo da Vinci: Studien zu einem Automobil Feder und Tinte über Metallstift, Mailand, um 1480

Leonardo überlegt. Kein Flaschenzug kann hier helfen, nicht einmal die von ihm konstruierten. Bei so plötzlichen Wechseln von Last und Kraft braucht es etwas anderes: etwas, das die Veränderungen auffängt, das unterschiedliche Übersetzungen anbietet – die Vermittlung zwischen beidem. Nur wie, bitte, soll das gelingen? Mit zahllosen Zahnscheiben? Solche Räder halten schon einzeln nicht immer, was sie versprechen. Unendlich mehr Möglichkeiten böten dagegen Kegel oder Kugeln – theoretisch … In Leonardos Kopf beginnt es zu rotieren. Als Skizze funktioniert das erste Getriebe der Welt bereits. Für die Probe fehlt hingegen fast alles: die Kathedrale von Pavia, das Sforza­Standbild und zahlreiche Dekorationen – die Zeit reicht kaum, um alle ange­ fangenen Aufträge abzuarbeiten. So verschwindet das Bild in Leonardos Notizbuch – bis auf Weiteres. Seine Vollendung findet der Geistesblitz schließlich erst, als die kalifornische Firma Fallbrook Technologies die erste stufenlose Schaltung vorstellt, welche tatsächlich auf Kugeln basiert. Die gleichermaßen simple wie solide Konstruktion verbreitet sich rasch und findet vor allem bei Windgeneratoren und elektrisch unterstützten Zweirädern Einsatz. Bei der Pressevorführung präsentiert Chefentwickler Donald C. Miller auch eine Illustra­ tion, die Leonardos wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Auch der griffige Name des Produkts erinnert an da Vinci: Fallbrook nennt es NuVinci. Einziger Schönheitsfehler: Zwischen Idee und Ausführung liegen mehr als 500 Jahre! Geschichte und Theorie des Museumsbaus

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Orthogonales Wegeraster: Entwurf für ein Museum Architekt: Jean-Nicolas-Louis Durand (1803)

Die vielköpfigere Zielgruppe macht die Museen weitläufiger und zahlreicher denn je. Erstmals seit der Antike entstehen sie als alleinstehende Häuser. Nicht mehr an Herrscher und Residenz gebunden, finden Projekte dort statt, wo Publikum ist. Praktisch jede Stadt schenkt sich ein Museum, die Metropolen mehrere.

»Demokratische« Erschließung: Entwurf für ein Museum Architekt: Ètienne-Louis Boullée (1783)

Auch architektonisch schlägt sich die Hinwendung zur Öffent­ lichkeit nieder: Portale wachsen, als wollten sie das ganze Bil­ dungsbürgertum auf einmal anziehen. Säulen nehmen nicht selten die ganze Schauseite ein. So auch bei Karl Friedrich Schinkel, der 1830 einen der ersten autonomen Museumsbauten auf die Berliner Spreeinsel setzt. Hier setzt sich die Freitreppe sogar bis ins oberste Geschoss fort. Zur wahren Innovation kommt es indes im Inneren: Nachdem nun Menschenmassen durch das Museum zu schleusen sind, stellt sich die Frage nach dem Raumgefüge! Allerlei Alternativen werden durchgespielt. Besonders radial ist die Französische Revolutions­ architektur. Sie setzt auf Wegeraster. Hier entscheidet allein der Besucher, wo es lang geht. Damit ist diese Erschließungsform ex­ trem »demokratisch« und zu jener Zeit Zukunftsmusik. Was etwa Étienne­Louis Boullée oder Jean­Nicolas­Louis Durand zwischen 1783 und 1803 entwerfen, wird folglich nicht verwirklicht. Zur Realisierung gelangen eher Rundgänge. In Reinform finden sie sich etwa im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, das Pompeo Schiantarelli 1790 im Borbonico­Bau der Universität implantiert, oder in der Glyptothek, die Leo von Klenze 1830 in München vollendet. Primat dieser Parcours bleibt stets die Bil­ dung. Erst nachdem alle Exponate abgelaufen sind, kann sich der Besucher abwenden. In Extremfällen, die vereinzelt im 20. Jahr­ hundert verwirklicht werden, erstreckt sich die Zwangsführung nicht nur über eine Etage, sondern das ganze Gebäude.

Rundgang in Reinform: Glyptothek in München Architekt: Leo von Klenze (1830)

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Geschichte und Theorie des Museumsbaus

Angesichts der Ausweglosigkeit sind Ermüdungserscheinun­ gen vorprogrammiert, nicht nur beim Publikum. Auch der


Raumhierarchien: Märkisches Museum in Berlin Architekt: Ludwig Hoffmann (1908)

Bildungswert bleibt bescheiden, solange sich lediglich ein Werk ans andere reiht, das Museum selbst verkauft sich unter Wert. Schlagkraft erwächst erst aus der Summe der Informationen. Der Schlüssel dazu sind die (räumlichen) Beziehungen, die das Museum unter seinen Exponaten arrangiert. Bestenfalls ordnen sich alle Beweisstücke um die zentrale Botschaft. Doch unabhän­ gig, welche Systematik zum Tragen kommt: Immer folgt daraus ein Hauptraum, der sich verzweigt. Zwei Beispiele von vielen liefern das Schweizerische Landes­ museum, das Gustav Gull 1898 in Zürich errichtet, sowie Ludwig Hoffmanns Märkisches Museum, das ein Jahrzehnt später in Berlin eröffnet. Mustergültig ordnen beide sogar Interieurs und Fassaden der Ausstellungssystematik unter: Der Abstecher zur Religion etwa kommt hier wie dort als Kirche daher.

Rundgang in Reinform: Archäologisches Nationalmuseum in Neapel Architekt: Pompeo Schiantarelli (1790)

Öfter als dieses Stichstraßensystem realisiert sich seinerzeit keine Erschließung in Reinform. Die Gestaltungsspielräume, welche dieses Ordnungsschema den Museumsmachern offeriert, treffen sich mit den Raumhierarchien, welche die Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts eins zu eins widerspiegelt. Dass es sich letztlich um Sackgassen handelt, zeigt sich erst später. Die Mehrheit der Museen baut indes auf Mischformen, paral­ lel zu Schinkel in Berlin etwa Klenze bei der Pinakothek in München. Ihre Grundrisse haben seither Generationen von Architekturhistorikern übereinandergelegt, ohne sie zur Deckung bringen zu können. Das lässt nur einen Schluss zu: Die ideale Mixtur ist noch längst nicht gefunden. Der Suche danach ent­ kommt fortan kein Museumsentwurf. Derweil steht die Planungskunst bei dem, was alle Museen eint, noch bei Null: der Anmutung. Außen wie Innen schmücken sich die Bauten durchweg mit Altbewährtem. Der Formenkanon mag das Museum unverbrüchlich ans Gestern ketten. Genuin dieser Gebäudegattung zugedacht war er nie.

Stichstraßensystem: Schweizerisches Landesmuseum in Zürich Architekt: Gustav Gull (1898) Geschichte und Theorie des Museumsbaus

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Kontext

2 Gebäude Gebäude Form und Kontext 2 Gebäude Form und Kontext 2 Form und Kontext 2 Gebäude FormForm und Kontext 2 Gebäude und Kontext 2 Gebäude Form und Kontext

Schatzkiste

Urbaner Kontext

Open-Air-Museum

Industrieanlage

Museum im Park

Erlebnispark

Nachdem das Museum als Gedankengebäude grob umrissen ist, hat das Projekt eine Reihe praktischer Herausforderungen zu meistern. Ganz vorn rangiert der Städtebau. Mögliche Aus­ gangslagen sind oben skizziert, wobei die Gebäudeform bewusst allgemeingültig gehalten ist. Denn während andere Bauaufgaben mehrheitlich vom Milieu geprägt werden, machen sich Museen den Kontext untertan! Ganz gleich, ob sich das Museum auf der grünen Wiese ausbrei­ ten darf oder mit einem Zimmer in einem denkmalgeschützten Innenstadthaus vorlieb nehmen muss: Aufmerksamkeit zu erzeu­ gen, ist erste Gestaltungspflicht. Ein probates Mittel mag sein, mit der Nachbarschaft zu kontrastieren. Doch primär geht es dar­ um, die inneren Werte nach außen zu tragen. Besondere Sensi­ bilität darf bei Territorialmuseen gefordert werden: Denn hier ist

der Ort selbst zentrales Exponat! Eine zu auftrumpfende Archi­ tektur wäre hier kontraproduktiv. Ansonsten eignen sich Museen für fast jeden Bauplatz. Jedes ausgewachsene Museum benötigt Vorfahrten, um Men­ schen und Material anzuliefern. Lkw­tauglich müssen sie insbesondere sein, wenn Exponate von weit her kommen oder Depot und Werkstätten ausgelagert sind. Den Publikumsverkehr abzuwickeln, heißt wiederum die Lage des Museums mit seiner Besucherstruktur abzugleichen. Fast immer stellen Touristen die gewichtigste Gruppe. Individuell motorisiert reisen sie nur zu arg entrückten Museen: Hier sind Pkw­Parkplätze vorzusehen, die nicht selten größer sind als die Schaustelle selbst. Museen auf öffentlich erschlossenem Terrain, die halbwegs populär sind, be­ nötigen Bushaltestellen – mindestens in fußläufiger Entfernung.

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Planungsparameter für Museumsbauten


Öffentlicher Bereich Öffentlicher Bereich Eingangsbereich, Public Non-Exhibition Area, Eingangsbereich, Public Non-Exhibition Area, Exhibition Area. Exhibition Area.

Raumprogramm

Nicht öffentlicher Bereich Nicht öffentlicher Bereich Administration, Bibliothek, Restauration Administration, Bibliothek, Restauration

Horizontal getrenntes Raumprogramm

Räumlich getrenntes Raumprogramm

Vertikal getrenntes Raumprogramm

Funktional gemischtes Raumprogramm

Öffentlicher Bereich Eingangsbereich, Public Non-Exhibition Area, Exhibition Area. Öffentlicher Bereich Eingangsbereich, Public Non-Exhibition Area, Exhibition Area.

Öffentlicher Bereich Lobby, Ausstellungsräume etc.

Nicht öffentlicher Bereich Administration, Bibliothek, Restauration

Nachdem die Äußerlichkeiten geklärt sind, wendet sich der Entwurf dem Kern des Gebäudes zu. Planungsgrundlage ist das Raumprogramm, welches jeder Ausschreibung beiliegt. Für Mu­ seen liest sich die Masse der Forderungen oft weniger ausgefeilt als bei anderen Bauaufgaben. Als fixer Bezugspunkt fungiert vornehmlich die Ausstellungsfläche. Für alle anderen Bereiche ergeben sich fast immer Spielräume. Da sich der Anteil dieser Resträume in den vergangenen 150 Jahren nahezu verzwanzig­ facht hat, ist Geiz hier fehl am Platz! Um das Raumprogramm in eine Gebäudestruktur zu übersetzen, sind die langen Listen grob zu gliedern. Im Museumsbau hat sich die Unterscheidung zwischen öffentlich und intern beziehungs­ weise nicht-öffentlich etabliert. Klassischerweise stehen die beiden Bereiche für sich und können separat erschlossen werden. Doch

Nicht öffentlicher Bereich Administration, Bibliothek, Restauration

Nicht-öffentlicher Bereich Verwaltung, Bibliothek, Werkstätten etc.

sind die Grenzen mittlerweile im Fluss: Werkstatt, Bibliothek und Depot, in denen Außenstehende früher gar nichts zu suchen hatten, öffnen sich immer öfter dem Besucher. Mitunter sind sie mancherorts sogar Bestandteil der Ausstellung. Von daher heißt die erste Aufgabe des Architekten: Mit den Museologen die Interna auf ihre Öffentlichkeitsrelevanz abklopfen! Mögliche Angliederungsalternativen zeigen obige Skizzen. Neben der klaren Trennung innerhalb des Baus bietet sich auch die Option des funktional gemischten Raumprogramms. Tatsäch­ lich sind die Interna erste Kandidaten kompletter Auslagerung. Dies empfiehlt sich besonders, wenn das Museum bereits sehr groß und sein Raumbedarf auf Wachstum ausgelegt ist, sich der Bauplatz insgesamt als zu eng erweist oder denkmalpflegerische Belange die Anpassung des bestehenden Gebäudes beschränken. Planungsparameter für Museumsbauten

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Erschließung

Solomon R. Guggenheim Museum in New York Architekt: Frank Lloyd Wright (1959)

Centre Pompidou in Paris Architekten: Renzo Piano, Richard Rogers (1977)

Innere Spirale

Äußere Vertikalerschließung

Solomon R. Guggenheim Museum, New York Das Erdgeschoss fungiert außen als Vorfahrt, innen als Verteiler­ ebene. Über dem Sockel erhebt sich das Museum nach Funktio­ nen getrennt. Jeder Bereich wird separat erschlossen. Im Aus­ stellungsteil führen Aufzüge zunächst ins oberste Geschoss. Den Rückweg markiert eine spiralförmige Rampe. An ihr liegen die Schaukabinette, die wie Kammern einer Apfelsine angeordnet sind. Es ist unmöglich, die Ausstellung zu verlassen, ohne – zu­ mindest indirekt – an jedem einzelnen Exponat vorbeizuflanieren.

Centre Pompidou, Paris Das teilweise ausgegrabene Souterrain dient innen und außen als Sammelplatz der Kunstflaneure. Jedwede Vertikalerschließung liegt in der Gebäudehülle. Ganz außen führt der Hauptweg über eine gegenläufige Rolltreppe, deren Plexiglasschlauch sich über die volle Breitseite der Fassade erstreckt, bis zum Aussichtspunkt am Dach. Sämtliche Geschosse haben offene Grundrisse mit variablen Wänden. Die Treppenhäuser sind Einbahnstraßen, die lediglich aus den Ausstellungsbereichen hinausleiten.

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Planungsparameter für Museumsbauten


Gläserne Pyramide des Louvre in Paris Architekt: I. M. Pei (1989)

Jüdisches Museum in Berlin Architekt: Daniel Libeskind (1999)

Zentrales Eingangsgebäude

Zugang über Nachbargebäude

Louvre, Paris Seit die Französische Revolution die Königsresidenz zum Museum umwidmete, litt der Louvre unter seiner vielflügeligen Schlossanlage: Die Wege waren weit und die zahllosen Zugänge nicht zu überblicken. Zur 200­Jahr­Feier löste I. M. Pei das Problem, indem er das Entree mittig unter den Palastgarten legte. Das neue Souterrain, das sich über alle Höfe erstreckt, sorgt für höchsteffiziente Erschließung. Nebenbei verwandelte es das welt­ weit meistbesuchte Museum auch der Fläche nach zum größten.

Jüdisches Museum, Berlin Im Jüdischen Museum geht es um den Kulturschatz genauso wie um den Verlust desselben. Das Thema instrumentalisiert auch die Erschließung weit mehr als üblich. Vorfahrt und Eingang liegen im bestehenden Palais. Ein Kellergang verbindet es mit dem Neu­ bautrakt. Aber Vorsicht: Eine Verzweigung endet in einem aus­ weglosen Turm, eine zweite in einem hermetischen Garten. Erst die dritte führt zu einer einläufigen Treppe, die zu allen Schau­ ebenen aufschließt. Hier wie dort geht es ständig vor und zurück.

Planungsparameter für Museumsbauten

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Gebäudetechnik Sicherheit

Garageneinfahrt Rauchabzug

Schutz von Exponat

Ein- und Ausgang Personal

Dachfenster

Allgemein-Zutritt

Luftkanäle Gebäudehülle

Erdgeschossfenster Kanalisation

Nicht-öffentliche Seite

Öffentliche Seite

Ein- und Ausgang Besucher

Sicherheit Falscher Film? Nein, echtes Leben! Da verschwinden Meister­ werke über die aberwitzigsten Passagen: über Dächer, Fenster­ bretter oder sogar die Kanalisation. Da lassen sich Diebe über Nacht im Museum einschließen, nicht selten nutzen sie Insider­ wissen. Quasi nie geht es ihnen um das Exponat an sich, son­ dern um die Erpressung von Lösegeld. Ebenso spektakulär wie Diebstähle sind Zerstörungsattacken böswilliger Besucher. Doch während jene nur vereinzelt Tribut fordern, bedeuten Brände hingegen große Opfer. Den »Super­GAU« kann sogar ein Kollaps der Klimaanlage bewirken. Wie aber wappnen sich Museen gegen die vielen Gefahren, denen sie ständig ausgesetzt sind? Denn neben dem materiellen Wert besitzen die Objekte meist auch einen kulturellen oder geschichtlichen Wert, der nicht zu ersetzen ist. Zur Vorbeugung halten Museumsverbände einige Empfeh­ lungen bereit. Relevant ist, was die Assekuranzen vorgeben, deren Haftung sich jedes Museum versichert. Sie setzen Standards, die keine Spielräume kennen und zumeist speziell auf den Einzelfall zugeschnitten sind. Die Sicherheit des Museumsbaus, der Beleg­ schaft oder der Besucher bedenken sie bestenfalls indirekt. Stets steht der Erhalt der Exponate an erster Stelle! 74

Planungsparameter für Museumsbauten

Sicherheitszonen Der Schutz der Sammlung ist die älteste Aufgabe des Museums überhaupt. Auch der Architekt muss sich ihr stellen. Sein Bau­ schema kann die Sache stark vereinfachen: durch minimierte Ein­ und Ausgänge sowie durch klar konturierte Sicherheits­ zonen. Den äußersten Schutzwall stellt die Gebäudehülle, die möglichst geschlossen sein sollte. Der nächste Schritt schirmt den Sammlungsbereich als Ganzes ab: Hier sind die Kontrollen zu konzentrieren. Im innersten Kreis steht das einzelne Schutzgut, das präsent, aber unantastbar aufzubewahren ist. Äußerer Schutzwall Dies ist kein Plädoyer für Fassaden ohne Fenster! Doch kann kein Schutzwall sicherer sein als seine schwächste Stelle. Hier ist der Architekt gefragt. Als Koordinator aller Planungs­ und Bauleistungen sieht er die Lücken im System und sorgt für deren Schließung. Äußerst Abwegiges fordert hier besonderes Augen­ merk: Oberlichter, Schornsteine, Fensterbretter, Feuerleitern, Rettungswege, Revisionsschächte, Klimakanäle, Kanalisati­ on und Ähnliches. Keinesfalls komplettiert sich diese lange Liste ohne etwas kriminelle Fantasie.


100

Tiefer liegendes Objekt mit Brüstung

je nach je nach Skulptur Skulptur

Direktes Sichtfeld

Nicht einsehbarer Bereich

Indirektes Sichtfeld

Standort Aufsicht

100 Hängendes Objekt mit Absperrkordel

Ausstellungsaufsicht Die Sicherheitstechnik hat fraglos Fortschritte gemacht. Doch niemand kann vor Ort schneller eingreifen als der Aufseher. Der hat nur leider einen Preis, der viele Museen überfordert. Im Ausstellungssektor kann der Architekt helfen: indem er auf Wände verzichtet oder sie wenigstens so positioniert, dass keine toten Winkel entstehen. So lassen sich von einem Durchgang aus durchaus mehrere Schauräume im Auge behalten. Gefragt ist eine Planung, die Personalausstattung und Schlüsselpositionen aufeinander abstimmt. Stückgut­Sicherung Objekte mit Kordeln abzusperren, das war einmal. Um die Individualdistanz des einzelnen Schaustücks zu wahren, ist (unsichtbare) Alarmtechnik heute erste Wahl. Besonders wert­ volle Güter verlangen zudem eine Schutzhülle aus Sicherheitsglas. Gewiss ist die gemeine Vitrine längst nicht die einzige Möglich­ keit. Vielmehr gibt es räumliche Arrangements, die neben der Sicherheit auch der Inszenierung dienen: Publikum und Aus­ stellungsgegenstand auf verschiedenen Ebenen zu platzieren, ist ein probater Kunstgriff.

Unterirdisch liegendes Objekt Planungsparameter für Museumsbauten

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Schnitt Straßenfassade Maßstab  1 : 20 1  Beschichtung wasserfest, diffusionsoffen  2 Abdeckblech mit 1 % Gefälle 3  Sichtbeton versiegelt 305 mm Dichtungsbahn selbstklebend Hartschaumdämmplatte PIR kaschiert 76 mm zwischen verzinkten Stahlwinkeln (Winkel an Außenseite mit Dichtstreifen abgeklebt) Unterkonstruktion Stahlschiene verzinkt Putzträger Streckmetall verzinkt, Rückseite papierkaschiert   Elastomerputz 25 mm 4  Substrat 610 mm, Filtervlies   Drainage Kiesbett 51 mm Bautenschutzmatte 6 mm Wärmedämmplatten EPS 2 × 51 mm Drainageplatte Wurzelsperre Dichtanstrich Leichtbeton im Gefälle Stahlbetondecke Wärmedämmung Sprühschaum 76 mm Flüssigabdichtung abgehängte Decke Gipskarton 5  S   ichtbeton versiegelt 305 mm Wärmedämmung Sprühschaum 76 mm Flüssigabdichtung   Unterkonstruktion Trockenbauprofil fi Gipskarton gestrichen 6 Tür Teakholz 7 Schwelle Teakholz 8  Substrat 102 – 203 mm, Filtervlies Wärmedämmplatten PS 2 × 51 mm Drainageplatte Wurzelsperre Dichtanstrich Leichtbeton im Gefälle Stahlbetondecke Wärmedämmung Sprühschaum 76 mm, an Deckenunterseite 914 mm eingezogen Flüssigabdichtung abgehängte Decke Gipskarton 9   K iesbett 102 – 203 mm,  abgetrennt durch Stahlwinkel verzinkt 10 Dreifachisolierverglasung in Fensterrahmen Teakholz massiv 11  F   ensterbrett Mineralwerkstoff  acrylgebunden weiß 12 Heizelement am Rand der Deckenplatte zur Minimierung der Wärmebrücke (automatisch gesteuert) 13 Bodenbelag Estrich 14 Doppelrollo (Blendschutz / Verdunkelung)

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David Zwirner Gallery in New York


2 8 Zoll (20,3 cm) breite Schalungsbretter in  Standardlängen von 10, 12, 14 und 16 Fuß  (305 bis 488 cm) lassen, in willkürlicher Reihen folge aneinandergelegt, wie bei einem Dielenboden eine zufällige Staffelung der vertikalen  Fugen entstehen. Die Güte der leicht versiegelten  Kiefernbretter wurde dabei genau bestimmt, um die gewünschte Textur, inklusive Astlöchern, zu erhalten.

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Die gespundeten Verbindungen der Schalung verhindern Schwund und daraus resultierende Verfärbungen. Fest verbundene und versiegelte  Schalungsanschlüsse widerstehen dem Druck der hoch flüssigen Betonmischung und gewährleisten  präzise Kanten. Entsprechend mussten die Holzschalungen sehr sorgfältig geplant und auch gefertigt werden. Konische PVC -Formteile erzeugen kleine Ankerlöcher mit präzisen Kanten, die mit Mörtel nicht flächenbündig verfüllt sind. Die Ankerlöcher sind  auch zwischen den Fensteröffnungen gleichmäßig  und in vertikalen Achsen angeordnet, abgestimmt auf handelsübliche Schalungsgerüste. Zudem  sollten sie möglichst nah an der Mittelachse der Bretter liegen – aus optischen Gründen und um  eine gute Abdichtung während des Gießens zu gewährleisten.

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11 Detailfoto der fertigen Betontextur

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Selldorf Architects

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Lageplan Maßstab  1 : 8.000

Grundrisse Maßstab  1 : 2.000 1 2 3 4 5 6 7 8 9

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Auditorium Wechselausstellung Eingangshalle ständige Ausstellung Galerie du Temps Glaspavillon Restaurant Verwaltung Eingang Buchladen

Mediathek Cafeteria Werkstatt Information Depot Schulung kleines Auditorium Personal Anlieferung Exponate Empfang Gruppen

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Erdgeschoss 4 12

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Louvre-Lens

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Schnitt Eingangshalle Maßstab  1 : 500

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cc Detailschnitte Galerie Obergeschoss Maßstab  1 : 20 1  Außenwand Sichtbeton 400 mm Wärmedämmpaneel 50 mm 2 Stahlrost zur Lichtstreuung verzinkt, lackiert 3  Betonelement glasfaserverstärkt 12 mm 4   Sonnenschutzverglasung:  ESG 8 mm + SZR 15 mm + VSG 11 mm 5 Scheibenreinigungssystem automatisch 6 Rollo komplett verdunkelnd 7  Leuchtstoffröhre 8 Acrylglasscheibe transluzent, lichtstreuend 6 mm 9 VSG extraklar 12 mm, mechanisch klappbar  für Wartung und Reinigung, je 3 Scheiben à 600 mm längs eingefasst in Aluminiumrahmen  (offene Stöße zur Durchlüftung) 10 Unterkonstruktion Stahl-Fachwerkträger

11 12 13  14

15

16 17  18 19

Schiene für Abhängungen Lichtlenklamellen Aluminium drehbar Notbeleuchtung Leuchtstoffröhre  A kustik-Spritzputz 5 mm  Gipskartonplatte gelocht 12,5 mm  Akustikdämmmatte 20 mm G   ipskartonplatte glasfaserverstärkt 12,5 mm  MDF-Platte 25 mm  Gipskartonplatte glasfaserverstärkt 12,5 mm  Unterkonstruktion Stahl verzinkt Abluftkanal Q   uerträger Stahlprofil HEM 900  brandschutzummantelt Verkleidung Aluminiumblech beschichtet Linear-Spindelantrieb Lichtlenklamellen elektrisch Zaha Hadid Architects, ABT

149


Lageplan Maßstab  1 : 2.000

256

Kaap Skil in Oudeschild auf Texel


Grundrisse / Schnitte Maßstab  1 : 400 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Modell der Reede von Texel Abstellraum Technik Eingang Foyer Büro Kopierraum Garderobe Nebeneingang Küche Lager Ausstellung

12

Obergeschoss

b

4 6 a

7 5 a

11

8 10 9

aa

Erdgeschoss b

2

2 1 3

bb 2 Untergeschoss Mecanoo

257


Lageplan Maßstab  1 : 7.500

Schnitte / Grundrisse Maßstab  1 : 1.000 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

372

Nebuta-Museum und Kulturzentrum in Aomori

Eingang Eingangshalle Museumsshop Restaurant / Café Ausstellungshalle Engawa Proberaum Künstlerwohnung Verwaltung Ausstellung Foyer Theater Information Mehrzweckraum Luftraum Galerie


aa

bb

b

14 4 5 15 13

3 6 a

a

7

2

11

12

16 1

9

8

10

b molo design, Frank la Rivière Architects, d /dt Arch

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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d­nb.de abruf bar. DOM publishers ISBN 978­3­86922­216­5 (Print) DETAIL ISBN: 978­3­95553­292­5 (Print) ISBN: 978­3­95553­293­2 (E­Book) ISBN: 978­3­95553­294­9 (Bundle) © 2016 by DOM publishers, Berlin www.dom­publishers.com © 2016 by DETAIL – Institut für internationale Architektur­ Dokumentation GmbH & Co. KG, München www.detail.de Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Verwendungen außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes sind ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und straf bar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikro­ verfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Nennung der Quellen und Urheber erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen.

Herausgeber Christian Schittich Autor Hans Wolfgang Hoffmann Koordination Cornelia Hellstern (DETAIL) Inka Humann (DOM publishers) Redaktionelle Mitarbeit Samay Claro, Natalie Muhr (DETAIL) Adil Dalbai, Stefanie Villgratter (DOM publishers) Zeichnungen (Planungsparameter) Fabio Schillaci Zeichnungen (Bauten) Dejanira Ornelas Bitterer, Kathrin Draeger, Marion Griese, Daniel Hajduk, Nicola Kollmann, Emese M. Köszegi, Simon Kramer, Alexander Araj, Ralph Donhauser, Martin Hämmel, Kwami Tendar Lektorat Inka Humann Grafische Gestaltung Masako Tomokiyo Druck Tiger Printing (Hong Kong) Co., Ltd. www.tigerprinting.hk