Page 1

Holz, Stahl, Beton: Vorfertigung im Detail Timber, Steel, Concrete: Prefabrication in Detail

Effizient und kostengünstig? Barbara Holzer zum Modulbau Efficient and Cost-Effective? Barbara Holzer on Modular Building

6.2020

modular  vorgefertigt modular  prefabricated


Editorial

1

Cura

Aus Modulen und vorgefertigten Elementen Modular Construction and Prefabrication

Building with modular and prefabricated elements tends to be quick and inexpensive, and can lead to record-setting planning and construction times. Modular construction becomes even more important in times of crisis, such as the Covid-19 pandemic, when there is high, immediate demand for new functional space. Carlo Ratti and Italo Rota recently designed an interconnecting modular unit to complement existing hospital infrastructure in order to treat coronavirus patients. Each of the converted shipping containers accommodates two intensive care beds and reduces the risk of infection through a biocontainment ­system with negative pressure. Called Cura (Connected Units for Respiratory Ailments), this open-source project was first implemented in Turin. The autonomous plug-in intensive care units claim to be as fast to set up as a hospital tent. This June issue examines the potential of modular construction and prefabrication. “The planning process is different

W Weitere Infos zum Open-Source-Projekt Cura More on the open source project Cura: detail.de/ 6-2020-cura

Max Tomasinelli

Mit Modulen und vorgefertigten Elementen zu bauen ist meistens kostengünstig und schnell. Manchmal ist die Planungsund Bauzeit sogar so deutlich reduziert, dass dabei Rekorde aufgestellt werden. In Krisenzeiten wie der Covid-19-Pandemie, wenn die Not groß ist und der Bedarf nach neuen Funktionsräumen schnell gedeckt werden muss, rückt die modulare Bauweise deshalb noch stärker in den Fokus. So haben Carlo Ratti und Italo Rota kürzlich ein kombinierbares Raummodul entworfen, das die Infrastruktur von Krankenhäusern zur Behandlung von Corona-Patienten ergänzen kann. Die umgebauten Container nehmen jeweils zwei Intensivbetten auf und reduzieren die Ansteckungsgefahr durch ein BiocontainmentSystem mit Unterdruck. Das Open-Source-Projekt nennt sich Cura – Connected Units for Respiratory Ailments und kam erstmals in Turin zum Einsatz. Als autarke Plug-in-Isoliereinheiten können die Module so schnell aufgebaut werden wie ein Klinikzelt, heißt es. Welches Potenzial die Bauweise mit modularen und vor­ gefertigten Elementen außerdem bietet, zeigen wir in unserer aktuellen Juni-Augabe. „Der Planungsprozess funktioniert anders als beim konventionellen Bauen... die Prozesse von Planung und Bauen greifen ineinander“, erläutert Barbara Holzer in ­unserem Interview (Seite 18). Holzer Kobler Architekturen haben maßgebliche Erfahrung mit Prefab-Bauweisen und Containern, sie loten die Parameter der Bauweise von Projekt zu Projekt bis an ihre Grenzen aus. Dass mit vorfabrizierten Betonele­men­ ten wegweisende Wohnungsbauten mit vielen Qualitäten m ­ öglich sind, wird auch bei einem kürzlich fertiggestellten Projekt von Far frohn&rojas in Berlin deutlich: Die Architekten nutzen die industrielle Vorfertigung von einzelnen Elementen für ein


2

Editorial

6.2020  ∂

Reichel Schlaier Architekten

Wo sind all die Rechner? Verwaiste Arbeitsräume von Reichel Schlaier (rechts). Die Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus, wie ihre Kollegen von AllesWirdGut (links).

AllesWirdGut

Where are all the computers? Abandoned offices at Reichel Schlaier (right). The staff is working from home, just as their colleagues from AllesWirdGut (left).

Stay connected: Online video meetings bring together Behnisch Architekten employees in Stuttgart, Munich, Boston and Los Angeles (right).

Behnisch Architekten

Stay connected: Bei den Video-Meetings von Behnisch Architekten treffen sich Mitarbeiter aus Stuttgart, München, Boston und Los Angeles (rechts).

v­ orbildliches Wohnregal mit großen Spannweiten und flexiblen Grundrissen. Unsere weiteren Dokumentationen zeigen zwei ­Projekte in Großbritannien, die aus unterschiedlichen Raum­ modulen konstruiert sind. WilkinsonEyre ließen die komplett ausgestatteten und möblierten Holzeinheiten ihres Studentendorfs in Wiltshire auf der Baustelle mit dem Kran positionieren. Für ihr Hotel in London stapelten Doone Silver Kerr recycelte Schiffs­ container zu einem Gebäude mit markanter Fassade. Ungeachtet der Bauweise von Gebäuden hat sich der Arbeitsalltag in Architekturbüros seit dem Lockdown maßgeblich geändert. Digitale Prozesse und virtuelle Begegnungen sind omnipräsent, der soziale Austausch hat sich auf das Netz und seine ungeahnten Ressourcen verlagert. Viele Erfahrungen, die wir in diesen Monaten machen, können wir auch weiterhin einsetzen. Die Pandemie lehrt uns nicht nur im Büro-, sondern auch im Hochschul- oder im Redaktionsalltag, mit neuen Tools umzugehen, Abläufe neu zu strukturieren und dabei auf Möglichkeiten zurückzugreifen, die wir bislang nicht voll ausgeschöpft hatten. Auf unserer Onlineplattform detail.de sammeln wir Erfahrungsberichte zur aktuellen Situation und freuen uns auf Ihre Beobachtungen und Ihr Feedback. Unserem Juni-Heft legen wir eine neu gestaltete Ausgabe von Detail Interiors bei – wie gehabt setzen wir mit diesem Sonderheft zweimal im Jahr einen ergänzenden Schwerpunkt auf Themen der Innenarchitektur. Unsere nächste Detail-Print-Ausgabe zu Architektur und Topografie erscheint turnusgemäß am 17. Juli. Bleiben Sie bis dahin gesund und optimistisch!

from conventional construction… the planning and construction processes are intertwined,” explains Barbara Holzer in an interview (page 18). Holzer Kobler Architekturen have significant experience with prefab construction and containers; they explore the limits of these building methods with every project. A recent project by Far frohn&rojas in Berlin shows how precast concrete elements can be used to create an exemplary, multifaceted residential building with wide spans and flexible floor plans. For their student village in Wiltshire, England, WilkinsonEyre had fully equipped and furnished timber housing units positioned on site by crane. And in London, Doone Silver Kerr stacked recycled shipping containers to create a hotel with a striking facade. Construction methods aside, architectural offices have ­dramatically changed how they work since the lockdown. Digital processes and virtual encounters are omnipresent. Social interaction has moved to the internet with its unfathomable resources. We can continue to apply many of the experiences we are ­making in these months. The pandemic is teaching us, not only in the office, but also at universities and publications, how to use new tools and restructure procedures, and in doing so to fall back on previously untapped possibilities. On our online platform detail.de we are collecting impressions of the current situation. We invite you to share your everyday observations with us. Our June issue features a redesign of Detail interiors; twice a year, this special issue focuses on interior design topics. Our next print issue – on architecture and topography – comes out on 17 July. Until then, stay healthy and optimistic!

Sandra Hofmeister

Sandra Hofmeister

zredaktion@detail.de

zredaktion@detail.de


4

Inhalt  Contents

6.2020  ∂

1 Editorial 16 Impressum Imprint 58 Projektbeteiligte & Hersteller Project Teams & Suppliers

Marcel van der Burg

76 Contributors

Der Blick aus dem 45 m hohen Forumsgebäude von NL ­A rchitects fällt weit über Groningen. Der Neubau beherbergt eine in dieser Art einzigartige Mischung kultureller Nutzungen.

Magazin Reports 06 Kulturgebirge A Cultural Colossus 10 Wohnen in Mumbai Living in Mumbai

Forum Groningen by NL Architects towers 45 m high, offering wide views over the city in the north of the Netherlands. The ­m assive landmark houses a unique mix of cultural uses.

06

Das Wohnhaus Elli in Zürich wurde komplett aus Betonfertigteilen errichtet. Über die Vorteile dieser Bauweise spricht die Architektin Barbara Holzer im Interview mit Detail. The Elli apartment building in Zurich was built entirely from precast concrete elements. Architect Barbara Holzer discusses the advantages of this construction method in an interview with Detail.

14 Detail Preise 2020 Detail Prizes 2020

60 Systembauweisen System Building Construction 68 Digitale Planungs- und Bauprozesse Digital Planning and Construction

18

Radek Brunecky

Produkte Products


6.2020

5

modular ­vorgefertigt modular ­prefabricated

18 Kostengünstig, einfach, prototypisch? Cost-Effective, Simple, Prototypical? Julia Liese

Dokumentation Documentation

Peter Landers

Interview

34

Die Raummodule des Studentendorfs in Malmesbury sind aus Brettsperrholz vorgefertigt und mit Aluminiumblech verkleidet. So waren Auskragungen bis zu 3 m möglich.

26 Wohnregal in Berlin (DE) Housing Rack in Berlin (DE) FAR frohn&rojas

Living units for a ­s tudent village in Malmesbury are prefabricated from cross-­ laminated timber and clad in aluminium ­p anels. Some of the pods cantilever up to 3 metres.

34 Studentendorf in Malmesbury (GB) Student Village in Malmesbury (GB) WilkinsonEyre

Technik Technology 50 Bürogebäude in Stahl-Holz-­ Modulbauweise Modular Office Building of Wood and Steel Construction Claudia Fuchs

Am Stadtrand von Prag hat Jan Šépka dieses Wohnhaus aufgestockt und mit einem prägnanten Stahlskelett stabilisiert. On the outskirts of Prague, Jan Šépka added a storey to a family home and sta­ bilized it in a striking steel corset. detail.de/ 6-2020-sepka

Aleš Jungmann

42 Containerhotel in London (GB) Container Hotel in London (GB) Doone Silver Kerr


6

Magazin  Reports

Mit dem Forum in Groningen setzen NL Architects ein monumentales Zeichen für Hoffnung in schwierigen Zeiten.  Forum Groningen by NL ­Architects is a monumental beacon of hope in ­difficult times.  Text: Jakob Schoof

All photos: NL Architects&ABT © Marcel van der Burg

Kulturgebirge A Cultural ­Colossus

6.2020  ∂

16 Stunden täglich Kulturangebot für alle Alters- und fast alle Interessensgruppen – mit diesem Anspruch hatte das Forum in Groningen Ende 2019 seinen Betrieb aufgenommen. Keine vier Monate später musste es seine Pforten schon wieder schließen. Doch die Chancen stehen gut, dass der monumentale Neubau von NL Architects und dem Ingenieurbüro ABT künftig wieder zum Mittelpunkt des Kulturlebens in der 230 000-Einwohner-Stadt im Nordosten der Niederlande werden wird. Die örtliche Stadt­ bibliothek, ein Arthouse-Kino mit fünf Filmsälen, ein Auditorium und ein Medienlabor haben im Forum

Rund 45 m erhebt sich das Forum über die Altstadtdächer. Die un­ regelmäßige Form des Atriums ist schon von Weitem in der Natur­ steinfassade ablesbar. The forum rises 45 m above the roofs of the old town. The atrium’s irregular shape can be read from afar in the natural stone facade.

Offering cultural activities for all ages and interest groups, 16 hours a day, Forum Groningen opened with grand ambitions in late 2019. But less than four months later, it had to close its doors. However chances are good that the monumental new building by NL Architects and ­e ngineers firm ABT will again ­b ecome the centre of cultural life in the city of 230,000 inhabitants

in the northeast of the Netherlands. The Forum is now home to the city library, an art house cinema with five screens, an ­auditorium and a media lab. There are two spaces for temporary exhibitions on the 3rd and 5th floors. On the 7th floor is ­S toryworld, the first museum in the country dedicated to comics, cartoons and video games. Three catering establishments


Forum in Groningen  Forum Groningen

ihren Platz gefunden. Im 3. und 5. Obergeschoss gibt es zwei Säle für Wechselausstellungen und in der 7. Etage das Museum Storyworld, das als erstes seiner Art im Land Cartoons aller Art – als Comic, Zeichentrickfilm und Videospiel – gewidmet ist. Drei im Haus verteilte Gastronomiebetriebe ergänzen das Angebot. Die Architekten vergleichen ihren Neubau mit einem „Kulturkaufhaus“ voller Bücher und Bilder und vertrauen darauf, dass ihre Strategie, sehr unterschiedliche Institutionen unter einem Dach zusammenzubringen, Synergien schaffen und institutionelle Barrieren abbauen wird. Gut 100 Millionen Euro hatte sich die Stadt den Mehrzweckbau mitten im Zentrum kosten lassen und 13 Jahre auf seine Fertigstellung gewartet. 2007 hatte das damals noch junge Büro NL Architects den Architektenwettbewerb gegen so etablierte Konkurrenz wie Zaha Hadid Architects und UN Studio gewonnen mit einem Entwurf, der in jeder Hinsicht maßstabssprengend ist: Rund 45 m hoch ragt er über die Dächer der Altstadt empor. Elf Geschosse zählt er vom Erdgeschoss bis hinauf zur Dachterrasse, dazu kommt noch eine zweigeschossige Tiefgarage. Die Pyramidenform des Gebäudes war laut Architekten ein Ergebnis des Raumprogramms und der Notwendigkeit, den benachbarten Häusern, Straßen und Plätzen noch ausreichend Tageslicht zu lassen. Ganz nebenbei ermöglichte sie es, die maximal zulässige Durchschnittshöhe von 33 m für das Grundstück einzuhalten. Willkommene Nachverdichtung So fremd dieser Berg von einem Bauwerk in seinem Umfeld anmutet, ist er doch Teil einer wohlüberlegten Nachverdichtungsstrategie für den Stadtkern. Dieser bildete nach seiner Beschädigung im Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang eine viel zu weitläufige und offene Platzlandschaft. Jetzt trennt eine neue Häuserzeile den zentralen Grote Markt von dem weiter östlich gelegenen Nieuwe Markt, dessen unbestrittene Dominante das Forum bildet. In der Lesart von NL Architects setzt sich diese Platzfolge nahtlos in das Innere des Hauses fort und mündet dort in ein gebäudehohes, abwechslungsreich gestaffeltes

Längsschnitt Maßstab 1:1000 Section scale 1:1000

7

complete the range of services. The architects have likened the Forum to a “cultural department store” and trust that the strategy of bringing together diverse offerings under one roof will create synergies and break down institutional barriers. The city spent some 100 million euros on the multipurpose building in the centre of the city and waited 13 years for its completion. In 2007, NL Architects won the architectural competition against well-established competitors such as Zaha Hadid Architects and UN Studio, with a design that went beyond the norm in every respect. About 45 m in height, it seems to tower above the low roofs of the historic city centre. It has 11 floors from the entrance level to the roof terrace,

Aussichtsplattform und Auditorium: Die Dachterrasse vereint zwei Raumtypologien miteinander. Observation platform and auditorium: The roof terrace combines two spatial typologies.

plus a two-storey underground car park. According to the architects, the building’s pyramid-like shape emerged from the spatial programme and the need to ­allow sufficient daylight to the neighbouring buildings, streets and squares. It also made it ­p ossible to comply with the maximum average height of 33 m ­allowed for the site. Densification desired As strange as this colossus may seem in comparison to the surrounding structures, it is part of a well-considered strategy to densify the city centre. After being damaged in the Second World War, it developed an excessively open and sprawling landscape of public squares. Now a new line of buildings separates the central Grote Markt from Nieuwe Markt further east, whose undisputed dominant feature is the Forum. For NL Architects, this sequence of squares continues seamlessly into Forum’s interior, where it becomes a dynamic, staggered atrium, whose “arms” extend horizontally into the various levels. The public path through the forum culminates in the two-­


18

Interview

6.2020  ∂

Cost-Effective, Simple, ­Prototypical?

Radek Brunecky

Kostengünstig, einfach, prototypisch?

Interview: Julia Liese


Barbara Holzer über Vorfertigung  Barbara Holzer on Prefabrication

Barbara Holzer im Gespräch über das ­Potenzial vorgefertigter Konstruktionen, das Bauen mit Containern und die Herausforderung komplexer Planungsprozesse. Barbara Holzer on the potential of prefabricated constructions, building with containers and the challenge of complex planning ­processes. Julia Liese: Holzer Kobler has realized a number of projects using prefabricated elements in various ways – was that intentional or coincidence? Barbara Holzer: We’ve always been interested in exploring ways to build efficiently, cost-effectively and prototypically and the potential of different ­construction methods. Our first modular building ­project, a student dormitory in Berlin, came about through a competition (see p. 21 and Detail 7–8/2017). We were intrigued by the requirement of building with shipping containers.

Welche Überlegungen spielten bei dem Entwurf eine Rolle? Wesentlich war die Frage, wie der Bauprozess mit den Containermodulen organisiert wird. Um nicht 400 Einheiten auf einmal errichten zu müssen, plan­ ten wir das Projekt in drei Bauabschnitten, die un­­ abhängig voneinander funktionieren. Außerdem stellten wir uns die Frage, wie sich mit dem Seriel­ len, also dem Modularen, eine Volumetrie generie­ ren lässt, die in sich eine bestimmte Vielfalt hat. Der Container ist ein sichtbares Gestaltungs­element, aber die wesentliche Idee des Entwurfs liegt in der Erschließung, die gleichzeitig Außenraum ist und zum Kommunikationsort wird. Dort grenzt Halb­ öffentliches und Privates direkt aneinander. Ist das Bauen mit Containern so einfach wie es aussieht? Grundsätzlich ja. Aber idealerweise stellt man sie direkt übereinander, Ecke auf Ecke, sodass dort die Last abgetragen wird. Bei dem Studentenwohnheim gibt es aber einige Auskragungen und die Container sind teilweise zueinander versetzt angeordnet. Das macht die Statik komplizierter. Lohnt es sich überhaupt, ausrangierte Container zu verwenden, oder wäre es einfacher, maßgeschneiderte Module zu produzieren? Tatsächlich haben wir bei dem Studentenwohnheim festgestellt, dass es sehr aufwendig war, gebrauchte Container zu beschaffen und diese von den verschie­ denen Orten zum Bauplatz zu trans­portieren, weil quasi ein leerer Raum durch die Gegend gefahren wird. Deshalb wurden die Container beim zweiten Bauabschnitt als komplette Einheiten im Werk ge­ baut. Aus einem Stahl­gerüst hergestellt, wurden sie als fertiges Raummodul vor Ort zusammengesetzt. Beim dritten Bauabschnitt haben wir die Bau­ weise noch weiter optimiert. Hier wurden die Contai­ ner auch im Werk vorgefertigt, aber ohne verkleidete Fassaden an den Längsseiten. Denn wenn die Contai­ ner nebeneinanderstehen, sind die Zwischenwände und die meisten Ober- und Unter­seiten ohnehin nicht mehr sichtbar. Wir haben ausgerechnet, dass bei dem Studentenwohnheim nur ungefähr 10 % der Oberflä­ chen der Container überhaupt noch zu sehen sind. Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass der Aufwand, mit Containern als Raummodulen zu bauen, insgesamt recht hoch ist.

BARBARA HOLZER gründete 2004 zusammen mit Tristan Kobler das Studio Holzer Kobler Architekturen in Zürich. Seit 2010 ist sie Professorin für ­A rchitektur an der ­Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. Mehr auf S. 76 BARBARA HOLZER founded Holzer Kobler Architekturen together with Tristan Kobler in Zurich in 2004. Since 2010 she has been ­P rofessor of Architecture at the Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf. More on p. 76

What considerations played a role in the design? The process of building with modular elements was a central aspect. To avoid having to build 400 units all at once, we planned three independent sections. We also considered how to create a volumetric composition with a certain inherent diversity. The container is a visible design element, but the heart of the design is the access zone, which is both an outdoor space and a place of communication, joining semi-public and private areas. Is building with containers as easy as it looks? Basically, yes. But ideally, they should be placed on top of each other, corner to corner, to bear the load. The student dormitory has cantilevers and staggered containers, which complicates the statics. Is it worth repurposing old shipping containers, or are tailor-made modules easier? With the student dormitory in Berlin, we learned how laborious it is to transport used containers from

Sven Bänziger

Julia Liese: Das Büro Holzer Kobler Architekturen hat in den letzten Jahren mehrere Projekte realisiert, die in unterschiedlicher Weise mit vorgefertigten Elementen arbeiten – Absicht oder Zufall? Barbara Holzer: Es hat uns schon immer interessiert, wie wir effizient, kostengünstig und prototypisch bauen können und welche Potenziale in konstrukti­ ven Fragestellungen liegen. Zu unserem ersten Pro­ jekt in Modulbauweise, einem Studentenwohnheim in Berlin (siehe S. 21 und Detail 7–8/2017), kamen wir über einen Wett­bewerb. Dass das Bauen mit Schiffscontainern vorgegeben war, hat uns an der Aufgabe gereizt.

19


34

Dokumentation  Documentation

6.2020  ∂

Studentendorf in Malmesbury Student Village in Malmesbury WilkinsonEyre

Tragwerksplanung Structural engineers: Buro Happold Carbon Dynamic Atelier One

Peter Landers

Landschaftsarchitektur Landscape architects: Grant Associates

aa

a

a

Schnitt • Aufsicht Maßstab 1:1500   Café/Bar/Hörsaal/ Studienraum  Wohnen  Küche  Gemeinschaft  Lager  Hotel  Empfang

Section • Aerial view scale 1:1500   C afe/Bar/Lecture hall/Study space   Living space   Kitchen   Communal area   Store   Hotel   Reception


35

Peter Landers

WilkinsonEyre

Auf dem Campus des Dyson Institute of Engineering and Technology im westenglischen Malmesbury formieren sich neuerdings 78 wie Legosteine gestapelte Kuben zu einem Studentendorf. Sie sind fächerförmig um das runde Gemeinschaftsgebäude gruppiert und liegen in direkter Nachbarschaft einer Zweigstelle der gleichnamigen Firma. Die Architekten von WilkinsonEyre entwarfen die komplett vorgefertigten Raummodule im Auftrag des Unternehmers und Designers James Dyson, der Mitte der 1980er-Jahre durch die Erfindung eines Vakuumstaubsaugers bekannt wurde. Nachdem er die Firmenzentrale nach Asien verlagert hatte, besann er sich nun mit der Gründung des Instituts in Großbritannien seiner Wurzeln und verwirklichte seine

On the campus of the Dyson Institute of Engineering and Technology in Malmesbury, western England, 78 housing cubes have been stacked like Lego blocks to create a village for students. Laid out in a fan-like form about a circular ­community building, the dwellings stand in close proximity to a local branch of the Dyson company. The fully prefabricated spatial modules were designed by the WilkinsonEyre architects to a commission from the wealthy entrepreneur James Dyson, who became known in the mid-1980s for the invention of a new kind of vacuum cleaner. Having moved his head­ quarters to Asia, Dyson recalled his true origins with the ­foundation of an institute in the United Kingdom, thereby


40

Dokumentation  Documentation

Horizontalschnitt Vertikalschnitt Maßstab 1:20

Horizontal section Vertical section scale  1:20

1 Sedummatte 50 mm Substrat Mineralwolle 60 mm PP-Filtervlies Drainage PS 40 mm Geotextil PP Dichtungsbahn Sperrholzplatte 18 mm Lattung 50/38 mm Dampfbremse Holzfaserplatte 20 mm; Kantholz 145/45 mm dazw. Dämmung Zellulose Brettsperrholz 100 mm 2 Kautschuk 3 mm Sperrholz 6 mm Brettsperrholz 140 mm; Dämmung Holzfaserplatte 160 mm; Dampfbremse 3 Aluminiumkassette eloxiert 3 mm Kantholz 145/45 mm und 70/45 mm Dampfbremse Holz­f aserplatte 20 mm; Kantholz 45/145 mm dazw. Dämmung Zellulose Brettsperrholz 140 mm 4 Verglasung: ESG 8 mm + SZR 16 mm + ESG 8 mm in Kiefernholzrahmen 5 Trennwand Brettsperrholz 78 mm 6 S tahlprofil L 300/100 mm 7 Schattenfuge Alu miniumblech 2 mm 8 Brettsperrholz 446/140 mm 9 Aluminiumblech ­e loxiert 3 mm

1 50 mm sedum blanket 60 mm mineral-wool substrate PP filter mat 40 mm PS geotextile sealing layer 18 mm plywood 50/38 mm battens breather membrane 20 mm wood fibre board 45/145 timber joists with 145 mm cellulose insulation 100 mm cross-­ laminated timber boarding (CLT) 2 3 mm rubber flooring 6 mm plywood 140 mm CLT 160 mm wood fibre board insulation breather membrane 3 3 mm anodized alu minium sheeting 45/145 mm and 45/70 mm wood bearers breather membrane 20 mm wood fibre board 45/145 mm wood posts with cellulose insulation between 140 mm CLT 4 glazing in pine frame: 2× 8 mm toughened safety glass with 16 mm cavity 5 78 mm CLT partition 6 300/100 mm steel angle 7 shadow joint with 2 mm aluminium 8 140/446 mm CLT 9 3 mm anodized sheet aluminium cladding

6.2020  ∂

1

5

d

4 3 4 3

3

9

9 7

7

dd

2


WilkinsonEyre

41

8

4

Peter Landers

d

6

9


60

Produkte  Products

6.2020  ∂

Systembauweisen System Building Construction

Modulbau Vorfertigung Construction with Modules Prefabrication

Zwei Bücher zum modularen Bauen Two Books on Modular Construction

ausgebracht. Das eine – modulbau – zeigt die Möglichkeiten und Chancen des Modulbaus anhand realisierter Projekte. Architekten berichten darin über ihre Erfahrungen mit dem modularen und seriellen Bauen. Fachbeiträge unter anderem zu den Grundlagen des Modulbaus und zur Ausschreibung ergänzen das Buch. Das zweite Buch – Holzbau Raummodule – befasst sich speziell mit Raummodulen in Holzbauweise. Der Praxisband liefert Architekten das nötige Fachwissen vom ­Entwurf über den Planungsprozess bis zur Montage und zeigt zahlreiche Gebäude verschiedener Typologien.  TJ

Mittlerweile sind viele Architekten und Bauherren aufgeschlossen gegenüber seriellen Bauweisen. Denn die Vorteile liegen auf der Hand: gleichbleibende Qualität, Zeitersparnis und Kostensicherheit. Die große Herausforderung sind die Planungs- und Bauprozesse, die sich doch erheblich von denen der konventionellen Bauweise unterscheiden. Dies gilt vor allem für die Planungsphase: Alle Entscheidungen müssen innerhalb der Leistungsphasen 1 bis 4 getroffen werden, baubegleitende Planung funktioniert beim Modulbau nicht. Das bedeutet: Man sollte alle potenziell Beteiligten von Anfang an mit einbeziehen. Der Abstimmungsprozess dauert so vielleicht etwas länger, dafür ist man später vor Überraschungen gefeit. Und dennoch: Ein Allheilmittel im Bauwesen sind serielle Bauweisen nicht, wohl aber eine wichtige Option im planerischen Instrumentenkasten. Für alle, die mehr über das Bauen mit Raummodulen und Hybridbauweisen wissen möchten, hat Detail zwei Bücher her-

Wolfgang Huß, Matthias Kaufmann, Konrad Merz: Holzbau – Raum­ module Building in ­T imber – Room ­M odules. Detail Praxis Detail Practice, ­München Munich 2018. 112 Seiten pages.

W Weitere Informationen zum Thema Further information about the topic detail.de/produkte

modulbau. Detail ­C orporate. München Munich 2019, 168 Seiten pages.

X Unsere Buchempfeh­ lungen finden Sie auch online: Our book recommendations can also be found online: detail.de/shop2020

By now, many architects and builders are open-minded towards serial construction methods. The advantages are obvious: consistent quality, time savings and cost security. The big challenge lies in the planning and construction process, which is quite different from conventional construction methods. This is especially true for the planning phase: All the decisions have to be made within performance phases 1 to 4, since planning during construction isn’t possible

with modular construction. This means all potential participants need to be involved from the outset. The coordination process may take a little longer, but there are then no unpleasant surprises later on. Detail has published two books for those who wish to learn more about building with spatial modules and hybrid construction methods. One – modulbau – shows the possibilities and opportunities of modular construction on the basis of realised projects. In it, architects report

on their experiences with modular and serial construction. Specialist contributions, including on the basics of modular construction and tendering, round off the book. The second book – Building in Timber – ­focuses ­specifically on room modules in timber construction. This practice volume provides ­architects with the ­necessary specialist knowledge, extending from the design and planning process through to installation, and shows numerous buildings.  TJ


62

Produkte  Products

6.2020  ∂

Auto-Servicezentrum in Modulbauweise Modular Service Centre

Erweiterung mit Stahlrahmenmodulen Extension With Steel Frame Modules

Für die Realisierung des neuen Volvo Car Group Competence Centers – einem technischen Servicecentrum für 180 Mitarbeiter im hessischen Dietzenbach – entschied sich Architekt Peter Mohr von MSX International für Stahlrahmenmodule von Alho. Das 80 m lange und 27 m breite Gebäude besteht aus 90 Raummodulen. Statisch ist der zweigeschossige Bau für die Aufstockung um ein weiteres Geschoss gleicher Nutzung ausgelegt. Erdgeschoss und Obergeschoss sind in weiten Teilen identisch aufgebaut. Im Inneren bietet das Gebäude auf den zwei Etagen Platz für ein breites Spektrum moderner Arbeitsmethoden. Der Großteil der Fläche ist als Open Space organisiert. Teilbare ­Konferenz- und Besprechungsräume, Bibliothek und Archivraum ergänzen das Raumprogramm. Bodentiefe Fensterflächen lassen viel Licht in das Gebäude. Frischluft kommt sowohl über die Fensterflügel als auch über eine Lüftungsanlage in die Räume. Das Heiz- und Kühlsystem wird mittels einer VRV-Anlage betrieben. Für die Verkleidung des Gebäudes wählten die Planer metallisch anmutende HPL-Fassadenplatten.

Unter dem Leitbegriff „Synergic Architecture“ entwarfen die Architekten und Ingenieure von Säbu das firmeneigene Kon­ struktionsbüro in unmittelbarer Nähe zu ihrer neuen Produktionshalle. Dabei schufen sie zwischen dem Büro und der Haupt­ verwaltung durch zwei sich zueinander orientierte, aus beiden Gebäuden auskragende Kuben eine visuelle Verbindung. Das aus 12 vorgefertigten Modulen bestehende Bauwerk bietet im Obergeschoss Platz für die Abteilungen Konstruktion und Arbeitsvorbereitung. Im Erdgeschoss wiederum befindet sich die Kantine. Ein durchlaufendes Aluminium-Fensterband versorgt die Büros mit Tageslicht. Mehrschalige Glas-Trennwandsysteme stellen in Richtung der angrenzenden Halle eine gute natürliche Belichtung sicher und werden zudem auch erhöhten Schallschutzanforderungen gerecht. Um die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten zu zeigen, sind in dem Modulgebäude verschiedene Materialien verbaut. So kombinierten die Architekten Trespa-Fassadentafeln mit Aluminium-Laibungen und -Untersichten. Außerdem gibt es einen teilweise überdachten Terrassenbereich und weit auskragende Gebäudeteile.

zalho.com

zsaebu.com

For the realisation of the new Volvo Car Group Competence Center – a technical service centre for 180 employees in Dietzenbach, Hesse – architect Peter Mohr of MSX International opted for steel frame modules from Alho. The 80-m-long and 27-m-wide building consists of 90 room modules. Statically, the two-storey building is designed for the addition of a further storey for the same use. The ground and upper floors are largely identical in design, and on both floors there is room for a wide range of modern working methods. Most of the space is organized as open space. Divisible conference and meeting rooms, a library and an archive room round off the

spatial programme. Floor-to-­ ceiling window areas allow plenty of light into the building, while fresh air enters the rooms via the window sashes as well as through a ventilation system. The heating and cooling system is a VRV system. For the building’s cladding, the planners selected metallic-­looking HPL facade ­panels.

Synergic architecture was the guiding principle for the architects and engineers of Säbu, who designed the company’s design office in close proximity to the new production hall. They have created a visual link between the design office and the head office using cubes that project from both buildings in opposite directions. The building, consisting of 12 prefabricated modules, offers space for design work and work preparation on the upper floor, and a canteen on the ground floor. A continuous aluminium ribbon window allows daylight to enter the offices. With the help of multi-layered glass partition wall systems, which also meet increased

sound insulation requirements, good natural lighting is maintained towards the adjacent hall. In order to show the variety of design possibilities, different materials are used in the module building, with the architects ­c ombining facade panels with ­aluminium reveals and soffits, for example. There is also a partially-­c overed terrace area and widely projecting building parts.


76

Contributors

6.2020  ∂

Contributors

Scope Architekten 2010 gründeten Oliver Kettenhofen und Mike Herud ihr interdisziplinäres Büro aus Architekten, Innenarchitekten, Grafikdesignern und Kommunikationsexperten in Stuttgart. Über sich selbst schreiben sie: „Scope gestaltet aus einer nutzerorientierten Perspektive und entwickelt Architektur aus einem vielschichtigen Kontext kultureller und sozialer Aspekte.” Den Arbeitsschwerpunkt von Scope bildet Corporate Architecture aller Art: Bürogebäude, Schulungszentren, Messestände sowie die Innenraumgestaltung von Büroräumen. Für den Softwarekonzern SAP war das Büro bereits mehrfach aktiv: 2013 und 2016 entwarf Scope in Potsdam zwei Neubauten des firmeneigenen „Innovation Center” und zuletzt zwei Modulbauten in Holz-Stahlbauweise in Walldorf und St. Leon-Rot (S. 50ff.).

Holzer Kobler Architekturen Die Zusammenarbeit zwischen Barbara Holzer und Tristan Kobler reicht bis zu ihrem Studium an der ETH Zürich zurück. 2004 gründeten sie das Büro Holzer Kobler Architekturen in Zürich, 2012 folgte eine Niederlassung in Berlin. Das multidisziplinäre Team aus Urbanisten, Architekten, Designern, Grafikern und Kuratoren vereint ein breites Spektrum an Kompetenzen von Städtebau und Architektur bis hin zu Szenografie und Design. Programmatische Innovation, ästhetische Identität und die ­Charakteristik des Kontexts sind die Leitlinien ihrer Arbeit. Im Gegen­satz zu anderen Büros gibt es bei Holzer Kobler Architekturen keine wieder­erkennbare Formensprache. Jedes Werk ist ein Unikat, dem die individuelle Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe vorausgeht. Der sich daraus ergebende gestalte­ rische Reichtum zeigt sich auch im Material: So kann Barbara Holzer über das Bauen mit ausrangierten Schiffscontainern ebenso berichten wie über die Vorteile von Betonfertigteilen und vorgefertigten Fassadenelementen (S. 18ff.). zholzerkobler.com

Markus Guhl

Sven Bänziger

z scopeoffice.de

Oliver Kettenhofen and Mike Herud founded their interdisciplinary office of architects, interior designers, graphic designers and communication experts in Stuttgart in 2010: “Scope works from a user-oriented perspective and develops architecture from a multi-­layered context of cultural and social aspects.” The practice

focuses on corporate architecture of all kinds: office buildings, training centres, trade fair stands and interiors. For SAP, in 2013 and 2016, Scope designed two buildings for the company’s Innovation Center in Potsdam and recently completed two modular buildings made of wood and steel in Walldorf and St. Leon-Rot (p. 50).

Barbara Holzer and Tristan ­Kobler started their collaboration while students at ETH Zurich. In 2004, they founded Holzer ­Kobler Architekturen in Zurich, followed by a branch in Berlin in 2012. The multidisciplinary team of architects, designers, graphic artists and curators unites a broad spectrum of skills ranging from urban planning and architecture to scenography and ­design. Their work is guided by principles of programmatic inno-

FAR frohn&rojas 2004 gründeten Marc Frohn und Mario Rojas Toledo ihr Architekturbüro, mit dem sie vernetzt zwischen Berlin, Santiago de Chile und Los Angeles arbeiten. In ihren Projekten versuchen sie stets, den auf die Architekturproduktion einwirkenden Gesetzmäßigkeiten – seien sie rechtlicher oder finanzieller, technischer oder institutioneller Art – Ausdruck zu verleihen. Für ihre Arbeit erhielten FAR frohn&rojas unter anderem den Detail Preis und den RIBA International Award. Mit ihrem jüngsten Geschosswohnungsbau in Berlin-Moabit (S. 26ff.) haben sie die Gestaltungs- und Kostensenkungspotenziale des vorgefertigten Bauens ausgelotet. In 2004, Marc Frohn and Mario Rojas Toledo founded their architectural design and research practice, which has networked bases in Berlin, Santiago de

Chile and Los Angeles. In their work they seek to reflect the principles that influence architectural production, be they legal or financial, technical or institutional.

vation, aesthetic identity and ­respect for contextual characteristics. Holzer Kobler Architekturen do not follow a specific ­formal language; each project is unique, resulting from a confrontation with the building task. This creativity also applies to the ­materials that they use: Barbara Holzer reflects on building with used shipping containers as well as the advantages of prefabricated concrete and ­facade elements (p. 18).

Guy Wenborne (links); Kim Schoenen (rechts)

zf-a-r.net

The practice has been recognized for its work with awards ­including the Detail Prize and the RIBA International Award. With their latest multi-storey

r­ esidential building in Berlin-­ Moabit (p. 26), FAR frohn&rojas tap the design and cost-cutting potential of ­p refabricated construction.


16

Impressum  Imprint

∂ Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 0011-9571/B 2772 DETAIL Business Information GmbH Messerschmittstraße 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 www.detail.de www.detail-online.com Postanschrift  Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung  Managing Director: Michael Hengstmann, Ralph Schwehr, Markus Wolf Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de Dr. Sandra Hofmeister (Chef­­re­dak­ teurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P., SaH), Jakob Schoof (stellvertretender Chefredakteur Deputy Editor-inChief, JS), Sabine Drey (SD), ­T homas Jakob (TJ), Frank Kaltenbach (FK), Heike Kappelt (HK), Julia L ­ iese (JL), Leonie Spies ­( Praktikantin Intern), Peter Popp (PP), Sabina Strambu (SAS), Edith Walter (EW), Heide Wessely (HW), Barbara Zettel (BZ) Assistenz   Editorial Assistants: Michaela Linder, Laura Oberhofer, Jasmin Rankl Redaktion Produktinformationen Product Informations: produkte@detail.de Gestaltung  Design: strobo B M (Matthias Friederich, ­J ulian von Klier, Monnier Ostermair), München Munich, Germany CAD-Zeichnungen CAD-Drawings: Dejanira Ornelas Bitterer, ­M arion ­G riese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Emese M. Köszegi Herstellung Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Mana­ ger), Michael Georgi, Cornelia Kohn, ­Roswitha Siegler, S ­ imone Soesters Fotografen dieser Ausgabe Photographers of this issue: A.Smith, Yves André, Sven ­B änziger, Zooey Braun, David von Becker, Jan Bitter, Luc Boegly, ­N Borel, Radek B ­ runecky, Marcel van der Burg, Zooey Braun, Markus Fagerer, M ­ arkus Guhl, Aleš Jungmann, P ­ eter Landers, Planemad, Edmund S ­ umner, Max Tomaselli, Guy ­Wenborne

6.2020  ∂

Verkaufsberatung und -koordination  Sales consulting and Planning: Julia Pültz Tel. +49 (0)89 381620-181 Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Petra Meyer (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-824 Tel. +49 (0)89-38 16 20-0 Detail Projekte Detail Projects: Marion Arnemann-Mangold (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-858 Anna Bendl (Konzeption Concepti­ on), Signe Decker, Sophia Di Latte , ­Verena Skrawek, Martina Zwack (Projektleitung Project Management) Vertrieb und Marketing   Distribution & Marketing: Kristina Weiss (Leitung Manager) Irene Schweiger (Vertrieb Distri­ bution), Tel. +49-(0)89-381620-837 CAD-Zeichnungen   CAD drawings: Alle CAD-Zeichnungen der Zeitschrift sind mit dem Programm ­e rstellt. ­A ll CAD drawings of the jour­ nal were produced with VectorWorks®. Auslieferung an den Handel   Delivery to Trade: VU Verlagsunion KG Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro  Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck   Printing: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX  International distribution by IMX

Abonnementverwaltung und Adressänderungen Subscriptions and Address Changes: Vertriebsunion Meynen, Grosse Hub 10, 65344 Eltville, Deutschland Germany Tel. +49 (0)  61 23-92 38-211 Fax: +49 (0)  61 23-92 38-212 Abonnentenkontakt   Subscriptions ­C ontact: mail@detail.de oder or detailabo@vertriebsunion.de DETAIL erscheint 10× jährlich am 18. Dezember / 2. März / 1. April / 4. Mai / 2. Juni / 15. Juli / 1. Sep­tem­b er  / 1. Oktober / 2. November /  1. Dezember / plus 2 × jährlich das Sonderheft ­D ETAIL Interiors DETAIL appears 10 times a year on ­ 18 December / 2 March / 1 April / 4 May / 2 June / 15 July / 1 Sep­tember / 1 October / 2 November / 1 December plus 2 special issues of DETAIL ­Interiors Bezugspreise: ­A bonnement 10 ­Aus­g aben zzgl. 2 Sonderhefte ­D ETAIL Interiors   Prices for 10 issues DETAIL plus 2 special issues DETAIL Interiors Inland Germany: € 205 Ausland Other countries: € 205 / CHF 251 / £ 142 / US$ 259 Studenten Students: Inland Germany: € 109 Ausland Other countries: € 109 / CHF 137 / £ 76 / US$ 133 DETAIL Einzelheft DETAIL single issues: € 20,90 / CHF 28 / £ 15 / US$ 26 DETAIL Interior Einzelheft DETAIL Interior single issue: € 20,90 / CHF 28 / £ 15 / US$ 26 Ausland zzgl. MwSt., falls zutreffend. Alle Preise zzgl. Versand­kosten. Abonnements 6 Wochen vor Ablauf kündbar. Für Studentenabonnements gilt: Studien­b escheinigung erforderlich. Other countries plus VAT, if applicable. All prices plus shipping costs. Proof of student status must be ­p rovided to obtain student rates. Konto für Abonnementzahlungen  Bank details for subscriptions: Deutsche Bank München BLZ 700 700 10 · Konto 193 180 700 IBAN: DE24700700100193180700 SWIFT: DEUTDEMM

All rights reserved. No liability is ac­ cepted for unsolicited manuscripts or photos. Reproduction only with per­ mission. No guarantee can be given for the completeness or correctness of the published contributions. Die Beiträge in DETAIL sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwer­tung dieser Beiträge oder von Teilen ­davon (z. B. Zeichnungen) ist auch im E ­ inzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen B ­ estimmungen des ­Urheberrechtsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Zuwiderhandlungen unter­­­­ liegen den Strafbestimmungen des Urheberrechts.  Any use of contributions in whole or in part (including drawings) is per­m itted solely within the terms of relevant ­c opyright law and is subject to fee payment. Any contravention of these conditions will be subject to penalty ­ as defined by copyright law. Wissenschaftliche Partner von ­D ETAIL Research Academic Partners of DETAIL Research: Bergische Universität Wuppertal Eidgenössische Technische ­H ochschule Zürich Hochschule für angewandte Wissen­s chaft und Kunst ­Hildesheim/Holzminden/Göttingen Karlsruher Institut für Technologie Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Technische Universität Braunschweig Technische Universität Dortmund Technische Universität Dresden Technische Universität ­K aiserslautern Technische Universität München Universität Stuttgart Weißensee Kunsthochschule Berlin Cover 6.2020: Containerhotel in London Container Hotel in London Architekten Architects: Doone Silver Kerr Holz, Stahl, Beton: Vorfertigung im Detail Timber, Steel, Concrete: Prefabrication in Detail

Barbara Holzer zum Modulbau

6.2020

Barbara Holzer on Modular Building

modular vorgefertigt modular prefabricated

Bei Nichtbelieferung ohne Ver­ schulden des Verlages oder i­nfolge von Störungen des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den Verlag. No claims can be accepted for non­-­ delivery resulting from industrial dispu­ tes or where not caused by an omissi­ on on the part of the publishers. Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 52 Verbreitete Auflage I. Quartal 2020: 17 625 Exemplare + 6139 Exemplare aus früheren ­B erichtszeiträumen  Current valid advertising rates are listed on Rate Card No. 52. Circula­ tion 1st Quarter 2020: 17,625 copies + 6139 copies from previous report­ ing periods.

Autoren dieser Ausgabe  Authors of this issue: Claudia Fuchs, Tyrel Rodricks

Dieses Heft ist auf chlorfrei­ gebleichtem Papier g ­ edruckt.  This journal is printed on chlorine-­f ree bleached paper.

Übersetzungen Translations: Peter Green, David Koralek, Alisa Kotmair, Raymond Peat, Marc Selway

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung. Für Vollständigkeit und Richtigkeit aller Beiträge wird keine Gewähr übernommen.

Teilen unserer Ausgabe liegen ­B eilagen nachstehender Firmen bei. Supplements from the following ­c ompanies are included in parts of our issue. TRACO GmbH