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spatz

28. Jahrgang | Nr. 4/2017 | Okt. / Nov. | www.derspatz.de | kostenlos

der

Magazin für Ökologie und Gesundheit

Mehr Bio von nebenan Pilze – Feines aus dem Wald Anpacken und selber machen Nachhaltig kreativ gestalten Augen auf beim Möbelkauf

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LAURETANA kommt mit dem Zug nach Deutschland der Spatz 4|2017


EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser,

Inhalt

Deutschland hat gewählt. Das Ergebnis ist keine Überraschung. Ein weiter so hätte es nicht geben können. Dass die AfD so stark geworden ist, war absehbar, aber 87 Prozent haben sie nicht gewählt. Leider haben die GRÜNEN nicht mehr Stimmen bekommen. Aber durch die neue Konstellation besteht die Chance, dass sie sich an der Regierung beteiligen können und Themen wie Klimaschutz, Verkehrswende, Ernährungswende... voran bringen. Das werden noch spannende Wochen, bis wir eine neue Regierung haben. Aber man muss ja nicht darauf warten. Jeden Tag können wir unseren Teil dazu beitragen, dass diese Themen umgesetzt werden. Am einfachsten ist das bei der Ernährung. Bevorzugen Sie Produkte aus der Region und bei Gemüse, Salat und Obst auch noch aus der Saison. Das hilft den einheimischen Bauern, trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei und spart Transportkosten. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten 4 bis 12. Der Herbst ist ja die Saison, in der man Pilze sammeln könnte, wenn man weiß wo und welche man essen kann. Nicht viele Menschen haben dazu die Zeit und das Wissen. Im Handel gibt es eine große Vielfalt an frischen und getrockneten Pilzen. Gerade für Vegetarier und Veganer sind sie eine wertvolle Bereicherung ihrer Ernährung. Mehr über Pilze finden Sie auf den Seiten 14 bis 16. Im Herbst beginnt wieder die Zeit, in der man es sich gerne zu Hause gemütlich macht. Immer beliebter wird es, sich in der Freizeit handwerklich zu betätigen. „Do it yourself“ ist keine neue Erfindung, aber seit einigen Jahren ein Trend, der immer mehr Anhänger gewinnt. Wir haben Ihnen einige Vorschläge zusammengestellt, falls Sie mal das eine oder andere ausprobieren möchten. Vor allem das Reparieren von kaputten Dingen und aus Altem Neues zu machen spart Ressourcen und Geld. Es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und macht sehr viel Freude. Das gemütliche Zuhause spielt im Herbst und Winter wieder eine größere Rolle. Wenn Sie daran denken neue Möbel zu kaufen, achten Sie darauf, dass Sie sich keine Schadstoffe in die Wohnung holen, die Ihrer Gesundheit schaden könnten. Sie finden mehr Infos dazu auf den Seiten 26 bis 27 und garantiert gesunde Möbel auf den Seiten 28 bis 31. Falls neue Herbst-/Wintergarderobe fällig ist, erklärt Ihnen Katrin Speer auf Seite 32 bis 33 die neuesten Trends und auf Seite 38 bis 39, wie Sie dabei nachhaltig kreativ sein können. Wir hoffen, dass bei den vielen Anregungen etwas für Sie dabei ist. Warme goldene Herbsttage und kuschelige Herbstabende wünschen Ihnen der Spatz und Gudrun Wasner-Meyer

ERNÄHRUNG Öko-Produkte aus der Region......................... 4 Kartoffelsorten...........................................................7 Vorgeschmack auf Weihnachten........................8 Landkäserei Herzog..................................................8 Ganztierverwertung................................................9 Film: Das System Milch........................................ 10 Bayerisches Bio-Siegel.......................................... 11 St. Georgsquelle und Naturkäserei................. 12 Pilze – Feines aus dem Wald .........................14 Pilze Wohlrab........................................................... 15 Buchtipp: Wilde Waldküche.............................. 15 Buchtipp: Miso........................................................ 16 Rezept: Miso-Pilze.................................................. 16 Bläuel: Frischer Look für Olivenprodukte..... 17 Plose: Wasserwissen und E-Book.................... 18 Buchtipp: Buchweizen......................................... 19 UMWELT Umweltnachrichten........................................20 One World Award von Rapunzel...................... 21 Buchtipp: Das Wunder von Mals..................... 22 DVD: ÜBERFLIEGER..........GEWINNSPIEL......... 22 Das DENK Futterhaus........................................... 23 Vogelschutz im Winter......................................... 23 DIY: Anpacken und selbermachen.................. 24 Die Upcycling-Tester.............................................. 25 Buchtipp: Upcycling.............................................. 25 BAUEN und WOHNEN Augen auf beim Möbelkauf...........................26 Alles Natur – alles Öko?....................................... 27 Massivholzmöbel von Holz König................... 28 Rosshaar-Manufaktur.......................................... 29 Nomadenmöbel Manufaktur............................ 29 OASIS – Sensibler Wohnen................................. 30 Schlafzimmer von Zeilhofer............................... 31 MODE Naturmode im Herbst/Winter......................32 Die Macher hinter Goodsociety....................... 34 Winter nach Maas.................................................. 35 FLOMAX – Mode von der Alb............................. 36 Goodsociety.............................................................. 37 Fast Fashion.............................................................. 37 DIY – Nachhaltig kreativ gestalten................. 38 GESUNDHEIT Gesunde Zähne, gesunder Mensch................ 40 Darmpflege............................................................... 41 Buchtipp: Apotheke der Heilpilze.................... 41 INFO-SEITEN Veranstaltungskalender...................................... 42 Agrar-TV...................................................................... 43 Kleinanzeigen, Impressum................................. 44 Kolumne – Oktoberfest....................................... 46

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Spatz ein Werbe-Magazin ist, d.h. auch alle Textbeiträge, die an eine Anzeige angeschlossen sind, sind als Werbung zu sehen. Die Artikel von Andrea Reiche, Claudia Mattuschat, Elisabeth Schütze, Stephan Wild, Sebastian Schulke, Michaela Baur und Thomas Schilling sind redaktionelle Beiträge. der Spatz sucht neue Auslegestellen! Bitte rufen Sie an, wenn Sie den Spatz auslegen möchten oder eine Auslegestelle kennen. Tel. 089 - 74 14 1154 www.derspatz.de: Hier können Sie im Spatz online blättern und finden aktuelle Meldungen, Kleinanzeigen und Termine. Titelbild: Maas Natur, www.maas-natur.de

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Öko-Produkte aus der Region

Bitte mehr Bio von nebenan „Regional ist das neue Bio“ hört und liest man immer wieder, als handelte es um eine Entweder-OderEntscheidung. Dabei wäre genau die Mischung aus beidem wünschenswert, nämlich mehr Bio aus nächster Nähe. Überzeugten Öko-Kunden geht es schließlich nicht nur darum, unbelastete Lebensmittel zu genießen, sondern auch um den Schutz von Klima und Ressourcen. Was wäre da sinnvoller als heimische Produkte, die auf umweltfreundlich kurzen Wegen in den Handel kommen und nebenbei noch die lokale Wirtschaft stärken? Bayern ist in dieser Hinsicht recht gut unterwegs. Schon 2012 hat der Freistaat das Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“ ins Leben gerufen, das unter anderem mit attraktiven Öko-Prämien die Umstellung schmackhaft machen soll. Denn nur wenn Bayerns Bio-Höfe wachsen, kann das politische Ziel erreicht werden, das Angebot an hiesigen Öko-Erzeugnissen bis 2020 tatsächlich zu verdoppeln. Im Dezember vergangenen Jahres zählte das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – kurz StMELF – bereits 8.000 Bio-Bauern, die gemeinsam eine Fläche von 260.000 Hektar bewirtschaften, und mehr als 3.000 Verarbeiter, die aus ihren Rohstoffen rundum bayerische Öko-Produkte herstellen. Um diesen Mehrwert für den Verbraucher sichtbar zu machen, wurde 2015 das Bayerische Bio-Siegel eingeführt. „Geprüfte Qualität Bayern“ verspricht es – und die ist im Gegensatz zu vielen anderen vermeintlichen Regionalsiegeln auch tatsächlich drin. Produkte mit dem neuen Zeichen dürfen nur aus Zutaten bestehen, die in Bayern auf ökologische Weise angebaut und verarbeitet werden. Und zwar nicht etwa nur nach EU-Bio-Standard, sondern orientiert an den hohen Maßstäben, die Öko-Verbände wie Naturland, Demeter oder Bioland setzen. Ein mehrstufiges Kontrollsystem, das von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft LfL überwacht wird, sorgt dabei für die nötige Sicherheit vom Anbau bis in den Laden. Dort sieht man das Bayerische Bio-Siegel immer öfter auf Milchprodukten, Brot und Eierschachteln ebenso wie auf Senf- und Honiggläsern, Fleisch-, Gemüse- oder Nudelverpackungen.

Bio-Qualität aus Bayern Regionalität spielt auch für die Bäckerei Schubert eine wichtige Rolle, die von Augsburg aus Naturkostfachgeschäfte und Reformhäuser in Schwaben, München und Oberbayern mit

ihren Broten und Kleingebäcken beliefert. Damit die Rohstoffe, die dafür benötigt werden, immer die gleiche hohe Qualität haben und in den richtigen Mengen verfügbar sind, arbeitet der Familienbetrieb mit insgesamt neun Bioland-Bauern im Umkreis von maximal 80 Kilometern zusammen. Um die Anbausaison immer optimal planen zu können, werden mit ihnen im Vorfeld feste Abnahmemengen und Preise vereinbart. Ist das Getreide dann reif, wird es frisch geerntet von der Landshuter Meyermühle abgeholt und dort in den gewünschten Mahlgraden verarbeitet, beziehungsweise als gereinigtes Korn in die hauseigene Vollkorn-Mühle der Bio-Bäckerei geliefert. Die Wege vom Bauern über die Mühle in die Bäckerei bis zum Esstisch können auf diese Weise kurz und transparent gehalten werden. Diesen Mehrwert schätzen die Kunden, denn so wissen sie genau, wo ihr täglich Brot herkommt. Die Vorteile der Heimattreue gehen jedoch noch weit darüber hinaus: Die Wertschöpfung bleibt nämlich in der Region, und es werden wichtige Arbeitsplätze erhalten oder sogar neu geschaffen. Das wiederum gibt ländlichen Räumen neue Attraktivität und kann dazu führen, dass junge Leute gerne hierbleiben anstatt in den Städten ihre Zukunft zu suchen.

Fair beginnt vor der Tür Dem Bauern nebenan die Stange zu halten ist in jeder Hinsicht richtig und wichtig. Denn immerhin ist es die Landwirtschaft, die Bayern erst das typische Gesicht gibt. Klatschmohn und Kornblumen in goldgelben Getreidefeldern, braune Kühe auf sattgrünen Weiden, bunt getupfte Blumenwiesen oder bewirtschaftete Almbauernhöfe inmitten der Berge: Das alles macht – nicht nur in touristischer Hinsicht – den besonderen Reiz des süddeutschen Bundeslandes aus und wäre ohne seine Bauern in Gefahr. Wenn man hört, dass allein von 2016 bis 2017 nach Angaben des Agrar Informationsdienstes ganze 5,6 Prozent der deutschen Milchviehhalter ihre Betriebe aufgeben mussten, stimmt das äußerst bedenklich. Können die Bauern hierzulande nicht mehr von ihrer Arbeit leben, entwickelt sich die Lebensmittelwirtschaft nämlich genau entgegengesetzt zu den Interessen der Verbraucher: hin zu mehr Importen von irgendwo und weg von heimischer Vielfalt. Naturland hat deshalb die Bresche geschlagen für einen Fairen Handel, der bereits vor der Haustür beginnt. Damit Bauern eine Zukunft haben, brauchen sie – nicht nur in den Ländern des Südens, sondern auch hier in Deutschland – faire Erzeugerpreise, verlässliche Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung. Diese Aspekte wurden in den Naturland Fair Richtlinien ebenso festgeschrieben wie die Forderung nach regionalem Rohstoffbezug, gemeinschaftlicher Qualitätssicherung, gesellschaftlichem Engagement, Unternehmensstrategie und Transparenz.

Milch als bestes Beispiel Ohne Bauern wäre es schlecht bestellt um Bayerns Kulturlandschaften. Foto: © stockphoto-graf - Fotolia.com

Die Molkerei Berchtesgadener Land gehört – ebenso wie die Hofpfisterei – zu den ersten Naturland Partnern, die diese frei-

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ERNÄHRUNG willige Zusatzzertifizierung nutzen. 1927 wurde sie als Genossenschaft gegründet und hat bereits 1973 die erste bayerische Bio-Milch auf den Markt gebracht. Waren es damals fünf mutige Bio-Bauern, sind es heute fast 500 Betriebe aus dem umliegenden Alpenvorland, die die Milch für das wachsende Bio-Sortiment liefern. Längst gehören auch Joghurt, Quark, Sahne, Butter und andere Molkereiprodukte dazu, und der Großteil ist nach den Naturland Fair Richtlinien zertifiziert. Dafür bekommen die Naturland Bauern seit Jahren den national höchsten Milchpreis von derzeit 53,69 Cent pro Kilogramm (brutto, Stand August 2017), der gleichzeitig den erschwerten Bedingungen einer Bio-Landwirtschaft in bergigen Regionen Rechnung trägt. Möglich ist dies unter anderem dadurch, weil die Genossenschaft – im Gegensatz zu anderen privaten Molkereien – alle erwirtschafteten Gewinne wieder ins Unternehmen investiert und mit dem Milchgeld an ihre Mitglieder ausbezahlt. Es gibt also keine Privatentnahmen, sondern der Erfolg kommt ungeschmälert den rund 1.800 Milchbauern und 400 Mitarbeitern zugute, die in der Molkerei einen sicheren Abnehmer und Arbeitgeber gefunden haben.

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Bauern zum Anfassen

Wenn 53,69 Cent die Spitze ist – was verdienen dann anUns ist regionaler Anbau wichtig! dere Milchbauern? Wie viel ist die Arbeit wert, die ein Landwirt Wir fühlen uns der Region verpflichtet, in der wir von der Aussaat bis zur Ernte leistet? Und was passiert, wenn arbeiten und leben. Deshalb arbeiten wir mit einem schlechte Witterungsbedingungen wie im vergangenen FrühVerbund aus 9 Bioland-Bauern zusammen, die alle nicht jahr die Ernte der Obstbauern ruinieren? Als Konsument – zuweiter als 80 km von uns entfernt sind. So wie die mal aus der Stadt – kann man sich oft nur schwer in die Lage Marquardts, die einen Bioland-Hof in Friedberg und der Bauern hineinversetzen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass einen in Haunswies bewirtschaften. sich viele heute mehr Nähe zum Erzeuger wünschen. Deshalb www.baeckerei-schubert.de gibt es Initiativen, die beide Seiten zusammenbringen. Aus Frankreich ist zum Beispiel die Idee der Food Assembly nach Deutschland gekommen. Dabei stellen Gastgeber einen privaten oder öffentlichen Raum zur Verfügung, zu dem die Erzeu5 14.09.16 ger – wie bei einem Wochenmarkt – an einem definiertenSCHU_Anzeige_Anbauer_88x128.indd Tag die vorher bestellten und bezahlten Erzeugnisse liefern. Beim Abholen ist zugleich Zeit für Fragen und Gespräche rund um den Öko-Landbau. Berlin ist mit 18 Standorten Spitzenreiter in Deutschland, aber auch in Bayern gibt es immer mehr Menschen, die dem guten Beispiel folgen. Die „Genussgemeinschaft Städter und Bauern“ baut in München durch Einkaufsgemeinschaften Brücken zwischen Bauern und ihren Kunden. Das Ziel dabei? Der Erhalt der kleinbäuerlich-handwerklichen Lebensmittelvielfalt in der Region. Und davon hat Bayern – noch – viel zu bieten. Claudia Mattuschat

Tipps für öko-regionalen Einkauf in Bayern: l Auf kurzen Wegen zum Einkaufen gehen oder radeln l Im Bioladen nach regionalen Angeboten fragen oder: www.bioregional.de/bioregional-einkaufen.html www.tagwerkcenter.net/einkaufen/einkaufsfuehrer/ biolaeden l Auf dem Wochenmarkt, im Hofladen oder per Öko-Kiste einkaufen: www.bio-einkaufsfuehrer-bayern.de/ l Einer Bio-Einkaufsgemeinschaft beitreten oder selber eine gründen: www.genussgemeinschaft.de l Mitglied beim Münchner Kartoffelkombinat werden: www.kartoffelkombinat.de/blog/ l Beim „Tag der Regionen“ Bauern und Hersteller kennen lernen www.tag-der-regionen.de

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ERNÄHRUNG Anzeigen Helchenhof Pestalozzi Gärtnerei

Hofgemeinschaft Heggelbach

Hof Höllwangen Hofgut Brachenreuthe

Kulturpilze Bodensee Überlingen Gemüsebau Kessler

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Hofgut Rimpertsweiler Hofgut Rengoldshausen Spießhaldenhof

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Kartoffelsorten – Altes bewahren und Neues entwickeln Auf dem Biolandhof Huber gibt es in der Frage ob man lieber auf alte Sorten setzt oder ob neue Sorten angebaut werden sollen kein entweder oder, sondern ein sowohl als auch! Und das aus guten Gründen. Gute Eigenschaften bewahren und pflegen Es gibt durchaus einige alte Kartoffelsorten, die es verdienen, am Leben gehalten zu werden. Da sind zum einen gute Eigenschaften für den Anbau, wie Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten oder Witterungskapriolen, zum anderen ausgezeichnete Geschmackseigenschaften, wie z.B. bei der auf dem Hof gepflegten und wiederbelebten Sorte Erna, die man gerne den Kartoffelbegeisterten zur Verfügung stellt. Allerdings sind die Eigenschaften einer Sorte den sich verändernden Umweltbedingungen ausgesetzt, womit es immer zu prüfen gilt, ob die Kartoffel unter diesen Umständen noch die gleichen Ergebnisse in Anbaueigenschaft und Qualität bringt. Und nicht nur das Klima ändert sich, sondern auch die Krankheitserreger (Pilze und Bakterien in erster Linie), die im Laufe der Zeit durch ihr vielen Generationen, die sie bilden, die Widerstandsmechanismen der Pflanzen durchbrechen können. So kann es sein, dass eine bisher gegen eine Krankheit resistente Sorte plötzlich nicht mehr resistent ist und der Anbau somit schwierig wird. Züchtung ist ein Grundpfeiler unserer Kultur Die heutige Landwirtschaft mit ihrer großen Leistungsfähigkeit ist ohne Pflanzenzüchtung nicht denkbar, egal ob Öko oder Konventionell. Die Pflanzenzüchtung war und ist immer ein zentraler Bestandteil von allen Ackerbaugesellschaften, und dies seit über 10.000 Jahren. Und es ist ein fortlaufender Prozess. Würde man diesen plötzlich stoppen, würde es mittelfristig zu einem Rückgang der Erträge und der Versorgungssicherheit aus oben genannten Gründen kommen Dass dies auch nach wie vor mit ganz herkömmlichen Kreuzungs- und Selektionsmethoden möglich ist, zeigen die vielen sehr guten Sorten, die nach wie vor auf diesem Weg gezüchtet werden. Und der Umstand, dass in Europa die Getreideerträge ca. zehnmal! so hoch sind wie um 1900 belegt eindrucksvoll den Fortschritt in der Züchtung.

Biolandhof

HUBER

Biolandhof Huber beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur Entwicklung krautfäule-resistenter Sorten Für Martin Huber war es immer mit großem Schmerz verbunden, wenn er in ungünstigen Jahren zusehen musste, dass seine Kartoffelernte von der Krautfäule stark dezimiert wird. In den schlimmsten Fällen gab es auch Totalverluste von einzelnen Feldern. Die einzige, nur begrenzt wirksame direkte Maßnahme gegen diesen Pilz ist das Behandeln mit Kupfer in sehr geringen Mengen, und auch dies ist mit großem Nerveneinsatz verbunden. Deshalb engagiert er sich schon seit über zwanzig Jahren für die Entwicklung von alternativen Methoden zur Eindämmung dieser Krankheit. Nach zahlreichen Versuchen mit Präparaten wie Kompostextrakten, Pflanzenauszügen oder Wasserstoffperoxid blieb die Erkenntnis, dass langfristig nur die Berücksichtigung der Krautfäuleresistenz in der Züchtung nachhaltigen Erfolg bringen wird. Als sich die Chance bot, ein bundesweites Forschungsprojekt zusammen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern, der Anstalt für Züchtungsforschung in Großlüsewitz und den Anbauverbänden Bioland und Naturland anzuschieben war Huber sofort dabei. Nach mittlerweile fünf Jahren in diesem Projekt sind auch erste Erfolge sichtbar, und es nicht mehr unrealistisch, dass nach weiteren fünf bis sieben Jahren die ersten resistenten Sorten, die natürlich auch gut schmecken werden, in den Anbau kommen können. Auf dem Huberhof findet in diesem Rahmen der Anbau der Neuzüchtungen sowie die Selektionsarbeit statt, also das Auswählen mit welchen Neuzüchtungen aus über 2000 jährlich weitergearbeitet wird. Dies findet auch noch auf den Biohöfen Max Kainz und Christian Vinnen statt. Derzeit ringen die Forscher um eine Weiterfinanzierung des Projektes. Im Sinne der Umwelt, der Verbraucher und der Bauern hoffen alle vom Biohof Huber dass es weiter geht. Martin Huber

Herbstzeit – Kartoffelzeit genießen Sie unsere guten Kartoffeln erhältlich im guten Naturkostfachgeschäft, über die Amperhof-Ökokiste und ab Hof. Besuchen Sie uns im Internet, um mehr über unseren Hof, die guten Kartoffeln und biologischen Anbau zu erfahren: www.gutekartoffeln.de

Biolandhof · Tel. 08195 | 84 41 · kontakt@gutekartoffeln.de der Spatz Martin 4|2017 Huber · Kirchplatz 7 · 82269 Walleshausen 7


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Vorgeschmack auf Weihnachten Jetzt, da die Tage kürzer und kälter werden, lässt man sich gerne wieder ein auf Gewürze wie Zimt und Anis. Ganz wunderbar kann man sich mit dem Antersdorfer Weihnachtsmüsli schon morgens „aufwärmen“. Gewürze, Honig, Apfelstücke, alles was zum Wohlfühlen am Morgen nötig ist. Wärmende Gewürze kommen auch im Gebäck fein zur Geltung. Die Weihnachtsbäckerei liegt zwar noch in weiter Ferne, aber der Appetit auf leckere Gewürzschnitten oder nussige Cookies ist durchaus vorhanden. Für diese herbstlichen Gelüste sind die Backmischungen der Antersdorfer Mühle ideal. Feine biologische Zutaten in einer Tüte und im Handumdrehen gebacken. Darüber hinaus sind die Backmischungen auch für Veganer geeignet, da sie das geschmacksneutrale ZauberEi der Antersdorfer Mühle enthalten. Mit dem wie auch mit dem ZauberEiweiß lassen sich noch viele andere Leckereien herstellen. Rezept für Cookies Zutaten: 1 Backmischung Cookies, 50 ml Öl, 90 ml Sprudelwasser Zubereitung: Backmischung in eine Rührschüssel geben, Öl und Sprudelwasser zugeben und mit einem Rührlöffel vermengen. Mit einem Löffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech setzten und bei 165°C etwa 25 Minuten backen. Auskühlen lassen und genießen! Weitere Rezepte dazu finden Sie auf www.antersdorfer-muehle.bio

Herbstliches von der Landkäserei Herzog Die Heimat der Landkäserei Herzog liegt im bayerisch schwäbischen Voralpenland, am Fuße des Klosters Roggenburg. Seit 1995 stellen Firmeninhaber Walter Herzog und seine Frau Gerlinde hier ihre vielfältigen Käsespezialitäten her. Die Milch dafür liefern 25 Landwirte aus der Region, denn Regionalität gehört in der Landkäserei Herzog ebenso zur Firmenphilosophie wie die traditionelle Herstellung ihrer Produkte. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl verschiedener Frisch- und Schnittkäsesorten sowie einige ausgewählten Hart- und Ziegenkäsespezialitäten, die seit 2007 unter dem Markennamen „Roggenburger Bio“ vermarktet werden.

Der Bio-Maronitaler wird sorgfältig gereift und mit frischen Maronen und Walnüssen verfeinert.

Doch nicht nur eine kreative und hervorragend schmeckende Käsevielfalt zeichnet das Familienunternehmen Herzog aus, sondern auch die fairen und regionalen Verbindungen zu den Milch liefernden Biobauern und eine familiäre Mitarbeiterführung. Diese Unternehmensphilosophie brachte den Herzogs bereits einige Preise ein, wie den „regional & fair“-Preis des ökologischen Anbauverbandes Biokreis e.V.

Jetzt in Ihrem Bioladen: Herbst-Köstlichkeiten mit viel Raffinesse und der Glut der Sommersonne in vitaminreichen Früchten wie Maronen und Walnüssen, mit denen uns die Natur überreich beschenkt.

Landkäserei Herzog GmbH, 89297 Roggenburg/Schießen, www.landkaeserei-herzog.de 8

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Ganztierverwertung aus Achtung vor dem Tier Zu ökologischen Kreisläufen gehört auch die Tierhaltung. Zum ökologischen, wertschätzenden Gedanken gehört das Tierwohl. In Aufzucht, Haltung und Umgang. Wann hört der ökologische und wertschätzende Umgang auf? Beim Abtransport in den Schlachthof? Nach der Schlachtung? Oder ist die ökologische, wertschätzende Einstellung doch eher ganzheitlich? Und beinhaltet den respektvollen Umgang mit dem Tier auch im Schlachthof und bei der Ganztierverwertung.

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TAGWERK hat sich dem Thema ganzheitlich angenommen WERT-Schöpfung der Tiere kann aber nur funktionieren, wenn und vor zwei Jahren die TAGWERK Biometzgerei gegründet. In das ganze Tier verwertet wird; das heißt, wenn nicht nur Lende der TAGWERK Biometzgerei steht man zunächst vor den ein- und Braten, sondern auch Gulasch, Hackfleisch und Innereien gestreuten Boxen im Liegeraum. Hier werden die Tiere einen den Weg in die Töpf der Haushalte und Großküchen finden. Durch Ganztierverwertung braucht es keinen Zukauf der Tag vor Schlachtung angeliefert, damit sie sich vom Transport erholen und beruhigen. Sie werden nicht von verschiedenen „Edelteile“ von irgendwo her und der „Rest“, der bei einer Betrieben gemischt untergebracht, damit es keine Rangkämpfe Schlachtung anfällt, muss nicht billig verramscht oder im gibt. Die Schlachtung passiert einzeln, selbstverständlich ohne schlimmsten Fall beseitigt werden. Ganztierverwertung ist Elektrotreiber. Die Schlachträume sind gut durchdacht, kurze damit ein sinnvoller und bewusster Umgang mit dem Nahrungsmittel Fleisch. Doch wie ist es umsetzbar? Wege erleichtern den Metzgern die Arbeit. Die Lösung ist naheliegend und einfach: Wieder mehr Vielfalt Nach der Schlachtung wird das Fleisch sofort weiterverarbeitet. Durch diese inzwischen fast vergessene sogenannte in den heimischen Speiseplan bringen und damit helfen, das Warmfleischverarbeitung wird kein Phosphat oder Citrat benö- ganze Tier zu verwerten. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten. Ob tigt. Zur Würzung werden ausschließlich Gemüse und Gewürze internationale Gerichte wie Lasagne, Boeuf Bourguignon oder verwendet. Außerdem arbeiten wir ganz ohne Nitritpökelsalz. Hausmannskost wie Gulasch und saure Leber – die Vielfalt von Bis zur Fleischtheke ist alles gut durchdacht, wertschätzend Fleischgerichten, die ganz ohne die sogenannten „Edelteile“ auskommt, ist unermesslich. und ökologisch sinnvoll. Nur wenn wir nicht nur die Filetstücke verwenden, schätzen Regionale Wertschöpfung durch Ganztierverwertung An der Theke wird es dann schwierig. Die Essensgewohnhei- wir unsere Nutztiere erst wirklich WERT. Dies hat sich TAGWERK ten haben sich teilweise konträr zum Gedanken der Ganztier- und die TAGWERK Biometzgerei zur Aufgabe gemacht: verwertung entwickelt. Da werden Schnitzel gegessen, Braten, „Wenn Fleisch – dann nur so!“ anzeige_kappelbauer:Layout 4 08.12.2010 14:16 Uhr Seite 1 Lende. Eine bäuerliche, an Regionalkreisläufen orientierte Mehr Informationen unter www.tagwerkbiometzgerei.de

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Alles aus einer Hand – das ist unser oberstes Prinzip. In handwerklicher Machart stellen wir in unserer bayrischschwäbischen Ölmühle biologische Speiseöle her, von Anbau und Auswahl der Saaten bis zum Abfüllen des Öls. Durch die schonende Verarbeitung bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

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DAS SYSTEM MILCH Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon lange anders aus. Aus der Milchviehwirtschaft ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt. Der Dokumentarfilm DAS SYSTEM MILCH wirft einen Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie und zeigt eindringlich die Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt auf und stellt dar, welche Verantwortung Politik und Verbraucher in einer globalisierten Welt tragen. Der renommierte Südtiroler Dokumentarfilmregisseur Andreas Pichler wurde für seine Arbeiten bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. 2004 für „Call Me Babylon“ mit dem Grimme Preis sowie mit einer Grimme Preis Nominierung für „Der Pfad des Kriegers“. 2015 erhielt er den Deutsch-Französischen Journalistenpreis für „Europe for Sale“. Zum Inhalt: Seit wir denken können, trinken wir Milch und meinen, sie komme von glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Aber Milch ist heute Big Business und ein gefragter Rohstoff, mit dem knallhart gehandelt wird. Allein in Europa werden jährlich 2 Billionen Tonnen Milch und Milchpulver produziert und weltweit verkauft. Wie wurden die Kühe zu Lieferanten für eine hochtechnisierte Milch-Industrie? Welche Alternativen gibt es? Welche Menschen stehen dahinter? Welche Auswirkungen hat die Milch auf unsere Gesundheit? Dieser Film wirft einen Blick hinter die Kulissen und lässt die Akteure zu Wort kommen. Eine spannende Reise durch Europa, nach Amerika, Asien und Afrika in die Welt der Milch. Wir treffen Landwirte, Industrielle, Wissenschaftler und anderen Experten, um der wichtigen Frage auf die Spur zu kommen, welche weitreichenden Folgen das große Geschäft mit der Milch hat – auf die Tiere, auf die Umwelt und auf uns Menschen selbst. Andreas Pichler zeigt auch Auswege aus diesem System, wie zum Beispiel bei Bio-Bauernhöfen. DAS SYSTEM MILCH liefert mit seiner Vielzahl an interessanten Informationen einen wichtigen Denkansatz zu einem hochaktuellen Thema.

DAS SYSTEM MILCH erscheint außerdem am 5. Oktober auf DVD sowie DIGITAL Ausgezeichnet mit dem FBWPrädikat „wertvoll“: „DAS SYSTEM MILCH liefert mit seiner Vielzahl an interessanten Informationen einen wichtigen Denkansatz zu einem hochaktuellen Thema.“ Die ausführliche FBW Bewertung finden Sie hier: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_system_ milch Der Film erscheint im Verleih von Tiberius Film www.tiberiusfilm.de

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Zwei Jahre bayerisches Bio-Siegel: Regional und Bio erfolgreich Hand in Hand Landwirte, Hersteller und Handel setzen zunehmend auf ausgezeichnete Bio-Qualität aus den bayerischen Regionen. Beeindruckende Bilanz der regionalen Landwirtschaft: „Das Bayerische Bio-Siegel nimmt nachhaltig Fahrt auf. Nach nunmehr zwei Jahren sind bereits über 900 Produkte mit dem Siegel gekennzeichnet“, stellt Landwirtschaftsminister Helmut Brunner fest. Diese Produkte belegen damit nicht nur eine BioQualität über dem gesetzlichen Anspruch, sondern auch einen besonders regionalen Charakter. Um das Siegel zu tragen, muss jeder Schritt vom Erzeugen der Rohstoffe über die Verarbeitung bis zur Ladentheke in Bayern erfolgen. Mittlerweile sind rund 1.100 bayerische Landwirte in das System eingebunden. Zudem sind 105 Hersteller und Händler als Zeichennutzer registriert. Und es werden täglich mehr. Im ersten Halbjahr 2017 stieg die Zahl der Siegelnutzer um 45 Prozent. Sie alle nehmen die an die Zertifizierung geknüpften Herausforderungen gerne an – denn „regional“ und „bio“ stehen bei Verbrauchern hoch im Kurs. Herkunft hat beim Einkauf große Bedeutung Für 87 Prozent der Deutschen, die zumindest gelegentlich Bio-Lebensmittel erwerben, sind die regionale Herkunft und die Unterstützung regionaler Betriebe ausschlaggebende Kaufgründe. Das belegt das Ökobarometer 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Um zu verstehen, warum gerade Regionalität so einen hohen Stellenwert besitzt, lohnt sich ein Blick nach Bayern: Dort ergab die aktuelle Bevölkerungsumfrage „Ernährung in Bayern“ des Kompetenz-

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zentrums für Ernährung (KErn) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dass gerade einmal neun Prozent der Befragten ein sehr großes oder äußerst großes Vertrauen in Produkte aus Europa besitzen, wohingegen deutliche 56 Prozent eben dies für in Bayern erzeugte Lebensmittel angeben. Zusätzlich vertrauen 61 Prozent der Befragten vor allem auf Produkte aus ihrer unmittelbaren Umgebung. So zeigt sich: Je näher das Herkunftsgebiet, desto höher der Vertrauensvorschuss der Verbraucher. Das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf ist jedoch der Geschmack: Satte 87 Prozent der Bayern bewerten diesen als äußerst oder sehr wichtig für die Kaufentscheidung. Bio und regional: die optimale Verkaufsstrategie für Lebensmittel Diese regionalen Vorteile schlagen sich auch in den seit Jahren steigenden Umsatzzahlen für Bio-Lebensmittel nieder. Durch deren Verkauf konnte 2016 in Deutschland ein Umsatz von rund 9,5 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, warum Landwirte, Hersteller und Handel immer mehr auf das Bayerische Bio-Siegel setzen: Es hilft den Verbrauchern, Produkte zu identifizieren, die ihrem Wunsch nach regionaler Erzeugung sowie geschmacklicher Qualität gerecht werden und somit verstärkt nachgefragt werden. Weitere Informationen unter www.biosiegel.bayern


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Was hat der heilige Georg mit Wasser und Käse zu tun? „Für uns sehr viel“ meint Martin Abfalter, Inhaber und Geschäftsführer von St. Leonhards. „Der heilige Georg ist der Schutzpatron von Ruhpolding. Einem Ort mit herrlicher Natur, imposanten Bergen, klaren Bergseen und zufriedenen Menschen. Der Ort, an dem die sauerstoffreiche St. Georgsquelle und eine Jodsolequelle entspringen und seit vergangenem Jahr auch die Heimat unserer Naturkäserei mit ihren einzigartigen Produkten aus Stuten- und Ziegenmilch.“

Ein Geheimtipp

Praktisch zum Mitnehmen

Die St. Georgsquelle liegt am Fuße des Hochfelln auf Ruhpoldinger Seite. Einst unter dem Namen Zeller Quelle bekannt, liefert sie lebendiges Wasser, das einen hohen Sauerstoffgehalt aufweist. Zudem haben Untersuchungen ergeben, dass es kaum Spuren von Natrium und Nitrat enthält. Die Georgsquelle ist eine sogenannte Arteserquelle. Das bedeutet, das Wasser steigt aus eigener Kraft aus großer Tiefe empor. Durch die Jahrhunderte lange Reise durch Mutter Erde reinigt sich das Wasser von Schadstoffen und reichert sich mit Energie und Informationen an. Neuere Bioresonanzmessungen zeigen, warum die St. Georgsquelle seit mehr als einem Jahrhundert zu den Geheimtipps in der Region gehört. Benannt nach dem sagenhaften Drachenbezwinger St. Georg besitzt dieses lebendige Wasser bioenergetische Informationen, die Körper, Geist und Seele positiv unterstützen.

Als einzige der St. Leonhards Wässer gibt es die St. Georgsquelle auch in klein! Sicher – Plastikflaschen sind leichter, aber wer sich an lebendiges Wasser aus neutralen Glasflaschen gewöhnt hat, dem schmeckt Plastikwasser nicht mehr. Die 0,33 Liter-Glasflasche passt in jede Hand- oder Schultasche. So muss auch unterwegs keiner auf lebendiges Wasser verzichten.

JodNatur – ein Schatz aus den Tiefen des Chiemgaus JodNatur besteht aus dem lebendigen Wasser der St. Georgsquelle kombiniert mit einem Schuss jodhaltiger Urmeersole im Verhältnis 54:1. Sowohl das Salz als auch das Jod in der Sole sind völlig naturbelassen. Mit einem Schluck des Jodwassers nimmt der Körper Mineralien und Spurenelemente in organisch gebundener Form auf, was nach Meinung ganzheitlicher Ernährungsexperten die Bioverfügbarkeit erhöht. Dahinter steht die Annahme, dass alles, was im natürlichen Verbund gegessen oder getrunken wird, vom Körper besser verwertet werden kann. So wie die Vitalstoffe im Apfel im Vergleich zur Vitamintablette. Die urzeitliche Jodsole des Chiemgaus führt bzgl. ihres organischen Jodgehaltes auf Sedimentationsprozesse von Plankton vor Jahrmillionen zurück. Diese Organismen hatten zuvor Jod für ihre Lebensprozesse aus dem Meerwasser organisch gespeichert. Sie bilden folglich mit ihrem Zellwasser und ihren Abbauprodukten die Muttersubstanz der Jodsole. Hierbei reicherte sich der Jodgehalt gegenüber dem Meerwasser um das 3000fache an. Um es für therapeutische Zwecke nutzbar zu machen, muss es im Jodgehalt in eine der Anwendung entsprechende Verdünnung gebracht werden. In JodNatur von St. Leonhards vereint sich eine reine, naturbelassene Sole hochwertiger Jodverbindungen mit den vitalen Kräften eines natürlichen biologisch aktiven Tiefenwassers, dem St. Georgswasser. St. Leonhards empfiehlt täglich eine 0,33 Liter Flasche JodNatur für das gesunde Plus an natürlichem Jod für die Schilddrüse.

Lebendiges Wasser im Test Lebendiges Wasser ist übrigens nicht nur ein Merkmal der St. Georgsquelle, sondern auch der anderen Tiefenquellwässer, die St. Leonhards anbietet: Die St. Leonhardsquelle, die Sonnenquelle, Mondquelle und Lichtquelle sowie die Mondquelle Vollmondabfüllung. Diese unterschiedlichen Quellwässer erfüllen genau den Wunsch vieler Menschen, sich bewusst zu ernähren. „Wasser ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel für ein gesundes Leben“, betont Martin Abfalter. Umso mehr, wenn es ausgewogen und naturbelassen ist und einen ganz eigenen Charakter mitbringt. Den kann jeder über die persönliche Sensorik erschmecken.

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Ausschlaggebend für die Wahl des passenden Wassers ist immer der individuelle Geschmack. Beim Sensorik-Test wird der Körper über Geschmack, Gefühl und Geruch signalisieren, welches Wasser momentan am besten zu seiner Bedürfnislage passt.

Eigene Naturkäserei St. Georg Einen außergewöhnlichen Weg geht St. Leonhards auch mit seiner Naturkäserei mit eigenem Webshop. So bleibt das Unternehmen auch mit den innovativen Produkten aus Stuten- und Ziegenmilch seiner ganzheitlichen Philosophie treu: „echte Lebensmittel statt nur sättigender Nahrungsmittel anzubieten“ und verfolgt seine Ideen konsequent weiter. „Seit Frühjahr 2016 stellen wir in Ruhpolding reine Molke aus Stuten- und Ziegenmilch sowie verschiedene Käse mit gleicher Milchmischung her. Diese hochwertigen Produkte sind besonders geeignet für gesundheitsbewusste Menschen und Liebhaber des Besonderen“. Vor allem die Molke erfreue sich immer größerer Beliebtheit, so Abfalter. Denn in der wertvollen Molke potenzieren sich die Vitalstoffe beider Milchsorten zu einem nährstoffreichen Powergetränk. Die ausschließlich von eigenen Tieren des St. Leonhards Hof stammende Stutenmilch ist Bioland zertifiziert. Die Ziegen-

milch wird von verschiedenen Bioland-Bauern aus der näheren Umgebung zugekauft. Im Verhältnis 60:40 wird die bekömmliche Ziegenmilch mit der wertvollen Stutenmilch zu echten und unverfälschten LEBENSmitteln verbunden, die das „Leben“ im Namen noch verdienen. Weitere Informationen: www.st-leonhards-quellen.de www.naturkaeserei-st-georg.de

Ruhpolding – die Heimat der St. Georgsquelle und von JodNatur

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Pilze – Feines aus dem Wald Mykologen schätzen, dass es weltweit über eine Million Pilzarten gibt, von denen bisher allerdings nur rund 70.000 Arten wissenschaftlich beschrieben sind. Dazu gehören die nicht so beliebten Schimmelpilze ebenso wie die delikaten Trüffel. Eines ist jedoch allen gemein, sie sind für das Geschehen in der Natur überaus wichtig.

Feine Früchte von oberirdischer Schönheit Eine besondere Spezies, die am frühen Morgen in gebückter Haltung, die Augen fest auf den Waldboden geheftet, durch den Wald streift, ist der Pilzsammler auf der Jagd nach Steinpilz, Marone und Pfifferling. Dazu gehört nicht nur eine gute Kondition, sondern auch eine Portion Sachkenntnis. Denn die Früchte des Waldes können fies giftig sein. Eine durch einen bitteren Gallenröhrling verdorbene Mahlzeit ist da noch das kleinere Übel. Wer also Pilze sammelt, sollte nur die mitnehmen, die er mit Sicherheit kennt oder vor deren Verarbeitung einen Fachmann fragen. Pilzberatungsstellen gibt es in allen Städten. Pilze, die man nicht kennt sollte man unversehrt stehen lassen, da sie, auch wenn sie für den Menschen nicht essbar sind, für den Waldkreislauf wichtig sind. Aber auch gute Speisepilze haben eine Schattenseite: Laut Bundesamt für Strahlenschutz ist die Caesium-137 Belastung nach Tschernobyl immer noch vorhanden. So rät das unabhängige Umweltinstitut München Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern auf den Verzehr selbst gesammelter Wildpilze zu verzichten. Für alle anderen gilt: Die eine oder andere Pilzmahlzeit während der kurzen Saison schadet der Gesundheit nicht.

Die feine Alternative – Zuchtpilze Der wohl bekannteste Zuchtpilz ist der weiße Champignon. Dicht gefolgt vom braunen Egerling. Wenig später eroberte der Austernseitling die Gemüseregale und heute findet sich im gut sortierten Handel eine Vielzahl oft exotischer Speisepilze. Und die sind nicht nur lecker sondern auch gesund. Allerdings sollte hier Bio-Pilzen der Verzug gegeben werden, denn was im Pilz drinsteckt hat auch etwas mit dem Substrat auf dem er wächst zu tun. Bei Bio-Pilzen ist selbstverständlich auch das Substrat ökologisch. Pilze eignen sich prima zum Abnehmen: Zu rund drei Viertel bestehen sie aus Wasser, enthalten kaum Fett, dafür aber un-

verdauliches Chitin. Dieser Balaststoff ist dafür verantwortlich, dass sich der Magen lange mit einer Pilzmahlzeit beschäftigt und daher signalisiert: Ich bin satt! Darüber hinaus tragen Pilze zur gesunden Ernährung bei. Sie enthalten Kalzium, Magnesium und weitere Mineralstoffe und Spurenelemente. Daneben beinhalten sie wichtige B-Vitamine und sind reich an essentiellen Aminosäuren, den Bausteinen der Eiweiße. Kein Wunder also, dass sie in der Chinesischen Medizin einen hohen Stellenwert genießen. Der Tipp, dass man Pilze nicht aufwärmen soll, stammt noch aus der Zeit ohne Kühlmöglichkeiten. Die Eiweiße von Pilzen verderben in der Wärme relativ schnell und führen bei weitere Verwendung der Pilzmahlzeit zu Magenbeschwerden und Durchfällen. Wird das Pilzgericht jedoch im Kühlschrank aufbewahrt kann es durchaus nochmal aufgewärmt werden.

Pilze in der Gourmetküche Während die Fruchtkörper unserer Waldpilze ein malerisches Bild mit ihren braunen, roten und gelben Kappen im grünen Moos des Waldbodens bieten, sind die teuersten Pilze der Welt unansehnliche Erdbewohner. Weißer wie schwarzer Trüffel werden daher auch nicht von den Luchsaugen geübter Pilzsammler gefunden, sondern von den feinen Nasen von Hunden oder Schweinen. Gourmets schwören auf den unvergleichlichen Geschmack der schrumpeligen Schlauchpilze, die immer in Symbiose mit bestimmten Baum- und Straucharten leben. Oberirdisch wachsende Schlauchpilze wie die Speisemorchel sind zwar auch keine Schönheiten, aber in der Küche aufgrund ihres hervorragenden Geschmacks ebenfalls begehrte Speisepilze. Und wenn wir gerade beim Aussehen sind, viele Pilze, ohne die zum Beispiel eine asiatische Reis- oder Nudelpfanne nicht vollständig wäre, haben keine Ähnlichkeit mit unserer Vorstellung von Pilzen. Mu-Err Pilze zum Beispiel, bei uns besser bekannt als Judasohr, gehören in viele chinesische Gerichte. Der eher geschmacksneutrale Pilz ist reich an Eisen, Kalium, Magnesium und enthält Phosphor, Silicium und Vitamin B1 und punktet daher eher über seinen Gesundheitswert als über den Geschmack. Doch zurück zur Gourmetküche. Heimische Steinpilze haben ein unvergleichliches Pilzaroma und sind frisch wie auch getrocknet eine Bereicherung in Soßen, Suppen, Wildgerichten oder als Füllung in Teigtaschen. Im Herbst sind diese Köstlichkeiten frisch auf dem Viktualienmarkt und auch auf Wochenmärkten zu finden. Und wer für die vielen

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Fotos: © photocrew - Fotolia.com, © fotonen - Fotolia.com

Pilze gelten als die größten Lebewesen der Welt. So kann das Myzel eines Waldpilzes sich oft über mehrere Quadratmeter ausbreiten. Hauptaufgabe eines Pilzgeflechtes ist die Verarbeitung organischer Substanzen. Diese Recyclingarbeit bildet wiederum die Nahrungsgrundlage für andere Lebewesen. Symbiosen mit Bäumen, die sich auch im Namen der Waldpilze wie dem Birkenpilz wiederfinden, sind versierten Pilzsammlern ein Begriff. Dieses Zusammenspiel der Natur ist faszinierend und schützenswert.


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Pilze Wohlrab – Leidenschaft für Pilze seit 1985 Wir arbeiten nach dem Leitspruch „Ich esse, was ich sehe“. In diesem Sinne setzt unser Pilzsortiment optisch und geschmacklich einzigartige Maßstäbe. Das zeigt sich in extragroßen Pilzstücken ebenso wie in der Verarbeitung von schonend getrocknetem Gemüse für unsere Fertiggerichte und natürlich im intensiven Pilzduft, der sich beim Kochen so wunderbar entfaltet. Schwermetalle und natürlich Radioaktivität Da Pilze aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes gerade in der vegetarischen und veganen Ernähgetestet. Erst wenn all diese Kontrollen rung eine besondere Rolle spielen, liegt uns die erfolgreich abgeschlossen sind, erfüllen sie die Voraussetzungen für Qualitätsprodukte Steigerung der Bekanntheit von den auch weniger von Pilze Wohlrab und gehen in die weitere bekannten Pilzsorten sehr am Herzen! Verarbeitung. Wussten Sie’s? 100 g Trockenpilze entsprechen 1 kg frischen Pilzen! Die Zubereitung ist ganz einfach Unsere Trockenpilze stammen aus ökologiGeben Sie die gewünschte Pilzmenge in eine hitzebeständige Schale. Eine scher Zucht oder nachhaltiger Faustregel sind ca. 10 g TrockenpilWildsammlung von zuverlässigen ze pro Person. Nun übergießen Sie Partnern in Europa, Asien und die Pilze mit kochendem Wasser Südamerika. Sie alle wurden persönlich von uns ausgewählt oder Brühe, bis die Pilze bedeckt und arbeiten oft schon seit vielen sind. Etwa 15 - 30 Min. quellen Jahren eng mit uns zusammen. lassen, abgießen und den entstandenen Fond auffangen. Pilze Ganz wichtig ist dabei, dass die kurz unter fließendem Wasser Pilze gleich nach der Ernte sorgwaschen. Den Fond durch ein Tuch sam gesichtet, gereinigt und geoder einen Kaffeefilter seihen und trocknet werden, bevor sie auf die Reise nach Deutschland gehen. beim Kochen mitverwenden oder aufbewahren. Kaum angekommen werden die www.wohlrab-pilze.de Pilze von Wohlrab erhalten Sie Pilze im Labor mikrobiologisch Online-Shop: www.vitalpilze-naturheilkraft.de in Bioläden oder im Online-Shop analysiert und auf Pestizide,

Zubereitungsmöglichkeiten von Pilzen Unterstützung braucht, ist mit dem Buch „Wilde Pilz Küche“ aus dem blv-Verlag gut bedient. Ungewöhnliche Gerichte und Tipps vom Autor Michael Schlaipfer gepaart mit kreativen Fotos von Peter Raider machen Appetit auf Pilze & Co.

Vitalpilze – natürliches Superfood Den gesundheitlichen und energetischen Wert von Pilzen können wir uns das ganze Jahr über zunutze machen. Speziell gezüchtete Bio-Pilze als Pulver oder in Kapselform sind individuell einsetzbar und erhöhen die Vitalfunktion. Wie zum Beispiel der Reishi. In der Traditionellen Chinesischen Gesundheitskunde wird er als „König der Pilze“ oder als „Pilz der Unsterblichkeit“ bezeichnet. Darin wird sein breitgefächertes Potential deutlich, das auf besonders wirksame Polysaccharide und Triterpene zurückzuführen ist. Ebenso bekannt ist der Maitake. Er ist einer der wichtigsten medizinisch nutzbaren Heilpilze. In Überlieferungen findet sich der Hinweis, der Pilz habe früher als derart wertvoll gegolten, dass er mit Silber aufgewogen wurde. Bücher zum Thema sind u.a. „Heilen mit Pilzen – das große Handbuch der Mykotherapie“ aus dem Narayana-Verlag, oder „Apotheke der Heilpilze“ aus dem Naturaviva-Verlag. Ob man Pilze zur Heilung einsetzt oder sich nur am Geschmack erfreut, Pilze sind ein wunderbares Geschenk der Natur. Elisabeth Schütze Foto: © photocrew - Fotolia.com

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BUCH-TIPP: Wilde Waldküche

Kulinarische Schätze des Waldes Erst sammeln, dann genießen: vegetarische Genussrezepte für jede Jahreszeit aus den Früchten des Waldes. Selbstversorgung aus der Natur und ein bewussterer Umgang mit ihren Ressourcen liegen im Trend. Zu jeder Jahreszeit bieten die Bäume und Pflanzen des Waldes Wanderern und Sammlern eine leckere, gesunde und vielseitige Nahrung. Die Autorin Linda Louis, die im Herzen eines großen Waldgebiets lebt und seit vielen Jahren Wildpflanzen und andere kulinarische Schätze in den Wäldern ihrer französischen Heimat sammelt, gibt hier ihre Begeisterung ebenso wie ihre Erfahrungen beim Sammeln und Zubereiten der „wilden“ Zutaten weiter. Über 100 Rezepte für Snacks und Süßigkeiten, für Hauptgerichte und Desserts, herzhafte Aufstriche, wilde Marmeladen und Getränke zeigen die ganze Vielfalt dessen, was sich aus den ausgewählten Kräutern und essbaren Blüten, Pilzen, Nüssen, Beeren, Früchten und Blättern an Köstlichem zubereiten lässt. Pflanzenporträts, Sammelhinweise und viele Tipps vervollständigen das wunderschön gestaltete Buch. Wilde Waldküche – Texte, Rezepte und Fotos von Linda Louis 320 S., 318 Fotos, Hardcover, 29,90 €, ISBN 978-3-7750-0628-6 HÄDECKE VERLAG, Weil der Stadt www.haedecke-verlag.de


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BUCH-TIPP: Geschmacksrevolution MISO, ursprünglich nur bei Liebhabern der japanischen Küche oder Kennern der Makrobiotik bekannt, ist weit mehr als nur eine salzige fermentierte Paste zum Würzen eines Schälchens Suppe oder „Maggi auf asiatisch“. Die aufgrund ihrer Herstellung inzwischen als Superfood neuentdeckte Würzpaste gibt es in verschiedenen Sorten, die von hell bis dunkel reichen.

In die Tasse, fertig, los!

Noodle-Cup & Rice-Cup

Die unterschiedlichen Misos haben ein kaum vorstellbares, ausgesprochen komplexes Geschmacksspektrum. Schon eine kleine Menge davon sorgt für die Umami-Abrundung eines jeden Gerichts. Vom kleinen Appetithäppchen über spektakuläre Hauptgerichte bis zu süßen Desserts mit Miso bietet dieses Buch neben ausführlichen Informationen zur Herstellung der Pasten sowie Interviews eine grandiose Rezeptauswahl Die Münchner Food- und Reisebloggerin Claudia Zaltenbach ist eine couragierte Köchin. Sie kocht indisch, französisch, orientalisch, deutsch und am allerliebsten „Cross-Over“. MISO – Rezepte, Kultur, Menschen von Claudia Zaltenbach 216 S., 198 Fotos, Hardcover, € 28, ISBN 978-3-7750-0772-6, Okt. 2017 HÄDECKE VERLAG, Weil der Stadt. www.haedecke-verlag.de

Rezept von Claudia Zaltenbach aus dem Buch „MISO“

Glasierte Miso-Pilze auf Erbsenpüree Alles wird besser mit Butter, heißt es immer. Das lasse ich so stehen, füge aber noch Miso hinzu. Denn Miso-Butter habe ich stets im Kühlschrank. Mit ihr kann man in kürzester Zeit ein aromatisches Gericht zaubern. Selbst einfaches, frisches Weißbrot wird, gebraten mit Miso-Butter in der Pfanne, ein Hochgenuss. Und auch Pilze sind ein dankbarer Partner dieser einfachen Veredelungsmöglichkeit. Zutaten Für 2 Portionen:

Erbsenpüree 450 g TK Erbsen 2 Zweige Basilikum (etwa 10 Blatter) 2 EL Creme fraiche Salz

Schneller Genuss für jeden Tag.

NEU 5 Min.

Pilze 300 g Pilze (Shimeji, Enoki, Shiitake, Champignons, Kräuterseitlinge) 3 TL Miso-Butter (siehe Rezept) 1 TL Portwein schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

Fünf leckere Sorten mit Nudeln oder mit Reis. Jetzt entdecken und genießen. www.davert.de

Vielfalt für die kreative Küche

1 Die Erbsen mit etwas Wasser in einen Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. 2 Abgießen, dabei die Kochflüssigkeit auffangen. 3 Das Basilikum kurz überbrausen, trocken schütteln und in Streifen schneiden. 4 In einer Schüssel die Erbsen mit der Creme fraîche und dem Basilikum pürieren. Mit Salz abschmecken. 5 Die Pilze mit einem sauberen Kuchentuch abwischen oder mit einer Pilzbürste säubern. Die erdigen Füße der Pilze abschneiden, größere Pilze in Scheiben schneiden. Die Stiele der Shiitake ganz entfernen. 6 In einer Pfanne 2 TL Miso-Butter schmelzen. Die Pilze dazugeben und gut umrühren. Nach etwa 2 Minuten

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den Portwein zugießen und ca. 10 Minuten weiterdünsten. 7 Den Rest der Miso-Butter darübergeben, umrühren und großzügig mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Miso-Butter 70 g Butter, zimmerwarm 1 EL Hatcho Miso Mit einer Gabel das Miso unter die weiche Butter rühren. Vor dem Servieren kalt stellen. TIPP: Für dieses Rezept eignen sich alle MisoSorten. Raffiniert im Geschmack ist z. B. Kichererbsen-Miso. Passt zu: gegrillten Maiskolben, Jakobsmuscheln, gebratenen Pilzen, Toastbrot Foto: © Claudia Zaltenbach aus dem Buch „MISO“, Hädecke Verlag

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Bio-Pionier Bläuel:

Frischer Look für Olivenprodukte Die griechischen Olivenspezialitäten von Familie Bläuel stehen ab Herbst 2017 in neuem, modernem Design im Regal des Naturkostfachhandels. Generationswechsel im Traditionsunternehmen Bläuel: Mit 35 Jahren übernimmt Felix Bläuel die Unternehmensführung des griechischen BioOlivenspezialisten Bläuel in zweiter Generation. Die Verantwortungsübergabe nutzt der Jungunternehmer, um die bisher unterschiedlichen Marken in Österreich, Deutschland und der Schweiz unter einer neuen, einprägsamen Marke zusammenzuführen. Für Deutschland heißt das: Aus MANI BLÄUEL wird MANI. Das neue Design der Marke MANI weckt

griechische Urlaubserinnerungen an blau-weiße Tavernen, Strand und Sonnenschein. Der überarbeitete Auftritt rückt Herkunft und nachhaltige Unternehmenswerte noch stärker in den Fokus. „Unsere neue Marke MANI startet mit starken Wurzeln in die Zukunft. Schon seit über 35 Jahren exportiert unsere Familie griechisches Olivenöl in Bio-Qualität in viele Länder Europas. Der vereinte

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Auftritt gibt uns neuen Antrieb, unsere Unternehmensvision über erstklassige Produkte weiter in die Welt zu tragen“, bekräftigt Felix Bläuel. 100 % natürlicher Genuss für Urlaubsfeeling zu Hause Ob für Veganer, Vegetarier, Rohköstler, Flexitarier oder Omnivore – die Biomarke MANI bietet eine Vielfalt an feinen Produkten für jeden Ernährungstyp. Das Sortiment umfasst preisgekrönte Olivenöle und Olivenprodukte, würzige Mezes (griechische Vorspeisen) sowie griechische Spezialitäten. Beste Rohstoffqualität, schonende, traditionelle Verarbeitung und Rezepturen versprechen 100 % natürlichen Genuss – frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und ohne künstliche Zusatzstoffe. Die Produkte sind laktose-/glutenfrei, vegan und bio. Teilweise auch in Rohkostqualität sowie Naturland Fair zertifiziert. Die Klassiker der griechischen Küche in neuem Gewand Die Symbolsprache der neuen Marke MANI drückt die Werte aus, die das Familienunternehmen im eigenen Betrieb konsequent lebt und gleichzeitig auch für besonders wichtig hält in den aktuellen, gesellschaftlichen Umbruchszeiten: beispielsweise die Eule als Symbol der Weisheit und der Olivenzweig als Friedenszeichen. Durch den prägnanten Olivenbaum sind die Olivenöle trotz neuer Flaschenform für bestehende Kunden sofort wiedererkennbar. Der Name erinnert zudem an die gleichnamige Region im Süden Griechenlands, von der aus die Familie Bläuel seit 35 Jahren Bio-Olivenprodukte vermarktet. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen für die Unternehmerfamilie Bläuel seit jeher Mensch und Natur. Dazu gehören eine respektvolle und faire Unternehmenskultur und die nachhaltig-soziale Entwicklung der Region beispielsweise durch partnerschaftliche und verlässliche Kooperationen mit Landwirten. „Nur ein wertschätzender Umgang mit Ressourcen und Mitmenschen kann langfristig die Lebensgrundlage nachfolgender Generationen sichern“, ist Felix Bläuel überzeugt. Mehr Informationen: www.mani.bio

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Trinktipps, Detox und Retreat:

WASSERWISSEN tanken mit E-Book Spannendes und Erfrischendes rund um das Thema Mineralwasser kostenlos von Plose

Rein, leicht, natürlich – Plose

Die Arteserquelle aus

SÜDTIROL auf 1.870 m

• Äußerst niedriger Trockenrückstand von nur 22 mg/l • Idealer zellgängiger pH-Wert von 6,6 • Sehr reich an quelleigenem Sauerstoff (10 mg/l) • Frei von Arsen und Uran • Ausschließliche Abfüllung in umweltfreundliche Glasflaschen

Hier finden Sie den Plose-Händler in Ihrer Umgebung: www.acquaplose.com/de

Wir Menschen bestehen zu mehr als 60 Prozent aus Wasser, doch was wissen wir eigentlich über H2O? Was unterscheidet natürliches Mineralwasser von Tafelwasser, und warum sollte man Rotwein nie mit spritzigem Wasser kombinieren? Spannende Fakten und viele Tipps zum erfrischenden Nass bietet das neue und erste E-Book von Plose Mineralwasser. On top bietet es den Lesern Rezepte für coole, alkoholfreie Drinks, Wissenswertes zum Trendthema Detox und 33 Trinktipps, um die täglich nötige Trinkmenge mit Leichtigkeit zu erreichen. Das und noch mehr ist kompakt und frisch illustriert in dem Plose-E-Book WASSERWISSEN zu finden. Auf www.acquaplose.com/ de (Direktlink: http://bit.ly/2wfx4Mq) steht es kostenfrei zum Download zur Verfügung. Plose Mineralwasser nimmt die Leser in seinem E-Book WASSERWISSEN mit hinauf auf den 1.870 Meter hohen Berg Plose und erklärt, wie das Mineralwasser von dort in die Flasche gelangt. Dabei wird dem Leser außerdem leicht und verständlich vermittelt, welche Wasserarten es gibt und was sie unterscheidet. Zudem wird anschaulich das Wasserwesen Mensch dargestellt und verdeutlicht, welche wichtigen Aufgaben Wasser im Organismus übernimmt. Damit auch die Praxis und der Genuss nicht zu kurz kommen, gibt Plose den Lesern 33 Trinktipps an die Hand. So fällt es nicht mehr schwer, täglich ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Mit den coolen, alkoholfreien Drinks sowie Kochtipps mit Wasser wird klar: Mineralwasser kann mehr als nur den Durst löschen. Und für diejenigen, die mal wieder eine Auszeit vom Alltag nötig haben, liefert das E-Book eine Anleitung für ein DIY-Retreat in den eigenen vier Wänden inklusive Yogaprogramm und Mahlzeitenvorschlägen. Auch Weinliebhaber kommen nicht zu kurz, denn wer bisher immer dachte, es sei gleich, welches Mineralwasser zu

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welchem Wein getrunken wird, irrt. Mithilfe der Faustregeln für eine gelungene Wasser-WeinKombination können die Leser beim nächsten Treffen mit Freunden punkten. Verständlich erklärt und schick illustriert bereitet das E-Book beim Lesen auch den Augen Freude. So klappt es demnächst dann auch mit dem Wassertrinken. Plose Mineralwasser entspringt einer Arteserquelle auf 1.870 Meter Höhe. Von dort wird es ins Tal gelenkt, nicht gepumpt, wo es ausschließlich in Glasflaschen abgefüllt wird. Mit einem sehr geringen Trockenrückstand von 22 mg/l fällt es in die Kategorie der leichten Wässer. Außerdem besitzt es sehr viel quelleigenen Sauerstoff und einen zellgängigen pH-Wert von 6,6. Das natürliche Mineralwasser gibt es in drei verschiedenen Varianten: ohne Kohlensäure (Naturale), mit mittlerem Kohlensäuregehalt (Medium) und mit viel Kohlensäure (Frizzante). Plose Quelle AG Das Familienunternehmen aus Brixen vertreibt seit 60 Jahren erfolgreich natürliches Mineralwasser aus dem alpinen Hochgebirge Südtirols. Die Geschichte der Plose Quelle AG begann bereits im Jahr 1952, als der Weinhändler Josef Fellin eine Lebensmittelmesse in Parma/Italien besuchte, wo er an einem Kongress über die Einflüsse von Mineralwasser auf den menschlichen Organismus teilnahm. Fellin erinnerte sich, dass bereits 1913 das Wasser aus den Plose-Quellen oberhalb von Brixen untersucht und als hervorragend eingestuft worden war. Überzeugt von den Eigenschaften, füllte Fellin 1957 erstmals das Wasser in Flaschen ab. Die Plose Quelle AG ist bis heute im Besitz der Familie Fellin; sie betreibt ein modernes Produktionswerk in Brixen, das die Abfüllung des geschätzten Mineralwassers nur nach den strengsten hygienischen Vorschriften erlaubt und somit die Reinheit aller Produkte aus dem Hause Plose garantiert. Mehr Informationen: www.acquaplose.com/de

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BUCH-TIPP:

D A S V O L LW E R T C E N T E R W E R Z I N I H R E M N AT U R K O S T FA C H G E S C H Ä F T

Buchweizen

Wer Buchweizen bisher nur als Grütze kannte, wird positiv überrascht sein von der Vielseitigkeit des kleinen bekömmlichen Korns, das gut schmeckt und dazu noch ein wahres Vitalstoff-Paket ist. Buchweizen ist überaus bekömmlich und ausgesprochen gesund. Er bietet eine Menge wichtiger Nährstoffen, darunter B-Vitamine sowie Mineralien, und besitzt einen hohen Ballaststoffgehalt, liefert zudem viele pflanzliche Eiweiße. Als glutenfreier Ersatz ist er eine tolle Alternative für die üblichen Getreide. Seine sekundären Pflanzeninhaltsstoffe (darunter die essenzielle Aminosäure Lysin) schützen unter anderem das Herz-Kreislauf-System und das in ihm enthaltene Rutin wirkt aktiv gegen Entzündungen. In der TCM wird er zur Stärkung der Nieren eingesetzt und gilt als „wärmend“. Hierzulande wird Buchweizen vor allem in Franken angebaut, auch in Südtirol gibt es Anbaugebiete. Clémence Catz, Buchweizen Die glutenfreie Alternative ISBN 978-3-7750-0761-0 2017, 72 Seiten, ca. 12,95 € Hädecke Verlag GmbH & Co.KG Weil der Stadt www.haedecke-verlag.de

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Umwelt-Nachrichten: Zahl der Hungernden steigt trotz Rekordernten um 38 Millionen UN: Elf Prozent mehr Hungernde in 2016. Mit 815 Millionen Menschen leiden demnach rund 38 Millionen mehr an chronischem Hunger als im Jahr zuvor. Die Trendumkehr beruht zu großen Teilen auf Negativentwicklungen in Afrika. Die aktuellen Zahlen der Welternährungsorganisation FAO belegen, dass noch nie so viele Nahrungsmittel produziert wurden wie heute. Auch die Nahrungsmittellager sind weltweit prall gefüllt. Aber nur noch 43 Prozent der Ernten landen heute auf dem Teller – der größere Anteil sind Agrartreibstoffe, Tierfutter, und auch weggeworfene Lebensmittel. Auch in Ländern wie Indien, Pakistan, Kambodscha, Sambia, Sierra Leone oder Uganda liegt die Zahl der chronisch Hungernden zwischen 14 und 45 Prozent. Quelle: fao.org

Bevölkerung will keine Massentierhaltung Mehrheit der Deutschen befürwortet strengere Gesetzgebung, Lebensmittelkennzeichnung und Verzicht auf Reserveantibiotika. Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung befürwortet grundsätzliche Veränderungen bei der Nutztierhaltung. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hervor. Demnach sprechen sich mehr als zwei Drittel der Befragten dafür aus, strengere Vorschriften zur artgerechteren Haltung von Nutztieren wie Schweinen oder Hühnern einzuführen. Außerdem befürworten vier von fünf Bundesbürgern eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Lebensmittel, die zeigt, wie die Tiere gehalten wurden. An einer BUND-Onlineaktion zum Umbau der Tierhaltung im Rahmen der neuen BUND-Kampagne „Raus aus der Massentierhaltung!”haben sich innerhalb weniger Tage bereits mehr als 15.000 Menschen beteiligt. Quelle: bund.net

Monsanto liefert GlyphosatBewertung für Bundesbehörde Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat wesentliche Teile seiner Bewertung des Ackergifts Glyphosat aus dem Zulassungsantrag

der Herstellerfirma Monsanto übernommen. Nach Recherchen der britischen Tageszeitung Guardian und weiteren Medien schrieb die Behörde Texte zur krebserzeugenden, fruchtbarkeitsschädigenden und DNA-schädigenden Wirkung von Glyphosat aus dem Antrag von Monsanto ab. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat dies nicht geprüft und die Autorenschaft des BfR auf Anfrage eines Bundestagsabgeordneten bestätigt. Das Umweltinstitut München fordert nun den Rücktritt des BfR-Präsidenten Hensel. Quelle: umweltinstitut.org

Zulassung der neuen „Gentechnik-Giftsoja“ des BayerKonzerns nicht gestoppt Pflanzen sind resistent gegen Cocktail gesundheitsgefährdender Herbizide Die Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten brachte keine ausreichende Mehrheit gegen die Zulassung von Gentechnik-Sojabohnen von Bayer und Dow AgroSciences. Die Unternehmen wollen zwei neue Gentechnik-Sojavarianten in die EU importieren, um sie dort in Futter- und Lebensmitteln verarbeiten zu lassen. Die Sojapflanzen wurden jeweils gegen drei Herbizide resistent gemacht, mit deren Rückständen auch die Ernte belastet ist. Nach den vorliegenden Erkenntnissen muss beim Verzehr dieser Sojabohnen mit gesundheitlichen Risiken gerechnet werden. Herbizide, gegen die die Sojabohnen per Gentechnik resistent gemacht wurden, hinterlassen Rückstände in der Ernte, die genauer untersucht werden müssten. Die vorliegenden Daten der Industrie sind laut der unabhängigen Organisation Testbiotech ungeeignet, um die tatsächlichen gesundheitlichen Risiken eines Verzehrs dieser Sojabohnen zu prüfen. Quelle: testbiotech.org

Revision EU-Öko-Verordnung Rat und Parlament sollen Kommmissionsentwurf ablehnen Das fordert die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ): „Die von der Kommission mit der Revision verknüpften Ziele werden mit diesem Vorschlag nicht erreicht.“ Die

zusammengestellt von Andrea Reiche Mängel beträfen dabei nicht nur einzelne Regelungen, sondern mehrere Aspekte der Erzeugung von Bio-Produkten und des Handels mit ihnen im Kern. Besonders gravierend sei der nicht praktikable Umgang mit Verunreinigungen aus der konventionellen Landwirtschaft. So sollen Öko-Landwirte dazu verpflichtet werden, Vorsorgemaßnahmen gegen solche Verunreinigungen zu treffen. Dazu müssten sie versuchen, ihre konventionell wirtschaftenden Nachbarn zu Veränderungen bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu bringen und dies auch noch dokumentieren. Sehr weitgehende Ausnahmeregelungen könnten außerdem dazu führen, dass viele Betriebe nicht mehr jährlich, sondern nur noch in jedem zweiten Jahr kontrolliert würden. Aufgrund vieler noch fehlender Produktionsregeln, die erst in Form von Anhängen und mittels Ermächtigungen definiert werden müssten, bleiben weiterhin offene Fragen in Bezug auf den zukünftig gültigen Rechtsrahmen für den Ökolandbau in der EU. Quelle: LVÖ

Esskultur und Nachhaltigkeit Ideenwettbewerb des Nachhaltigkeitrats Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat einen Fonds Nachhaltigkeitskultur aufgelegt. Auf Initiative des Bundestages stellt das Kanzleramt 7,5 Millionen Euro zur Einrichtung des Fonds bereit. Ziel ist es, bewährte und auch neue Ansätze aus Kultur und Alltagskultur zu stärken, um die gesellschaftliche Transformation zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen. Auf der Grundlage des Fonds ruft der RNE jetzt zu einem Ideenwettbewerb rund um das Thema „Esskultur und Nachhaltigkeit“ auf, an dem sich Interessierte ab sofort beteiligen können. Angesprochen sind alle Akteure einer nachhaltigen Esskultur: Köchinnen und Köche, Kitas, Großküchen-Einkäufer, Regionalvermarkter, aber auch Künstler, Kreative und Kulturschaffende. Weitere Ideenwettbewerbe zu verschiedenen anderen Bereichen der Alltagskultur sollen folgen. Quelle: nachhaltigkeitsrat.de

Weitere aktuellen Meldungen im Internet unter www.derspatz.de 20

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Verleihung des 5. internationalen One World Award von Rapunzel Naturkost

Feierliche Gala für die Gewinner aus aller Welt Im Rahmen des Eine Welt Festivals von Rapunzel Naturkost wurden am 8. September die fünf Gewinner des 5. One World Award – kurz OWA – mit einer feierlichen Gala geehrt. Rund 700 Gäste kamen aus aller Welt nach Legau im Allgäu. In diesem Jahr teilten sich den OWA Grand Prix und ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro zwei herausragende Projekte von Ministerpräsident Shri Pawan Chamling aus Indien und den United World Colleges (UWC) aus Freiburg/Deutschland und Pune/Indien Innerhalb von wenigen Jahren ihre außergewöhnlichen Initiatihat sich der OWA zum bedeutendsven gewürdigt. Die Laudatio hielt ten Preis der weltweiten Bio-Bewedie Alternative Nobelpreisträgerin gung etabliert. Joseph Wilhelm, Vandana Shiva, die als UmweltaktiGründer und Geschäftsführer von vistin und Öko-Feministin weltweite Rapunzel Naturkost sowie Initiator Anerkennung genießt. des OWA, beschreibt ihn in seiner Das abschließende Foto mit allen Begrüßungsrede als „MutmacherGewinnern und Mitwirkenden zeigPreis, der Persönlichkeiten und te eindrücklich, wie vielfältig „Eine Initiativen auszeichnet, die sich für Welt“ sein kann und wie sich das eine gerechte und faire GlobalisieHandeln Einzelner darin ausrücken rung einsetzen.“ Der von Rapunzel kann. Joseph Wilhelm und die OWAund IFOAM – Organics International Verantwortlichen wie Bernward vergebene Preis wird alle drei Jahre Geier (Koordinator und Vorsitzender „Ich ziehe meinen Hut vor Dir. Ich habe von Dir gelernt. Du der OWA-Jury) waren in sichtlich verliehen. Bundesentwicklungsminister Dr. hast mich inspiriert.“ Mit diesen Worten übergab Bundes- guter Stimmung über den großen Gerd Müller überreichte gemeinsam entwicklungsminister Dr. Gerd Müller sein neuestes Buch an Erfolg des 5. One World Awards. Mit Joseph Wilhelm, Geschäftsführer von Rapunzel Naturkost und mit Joseph Wilhelm die Preise, so Initiator des One World Award. Vorfreude blickten sie bereits auf die auch den Lifetime Achievement Bewerbungen aus aller Welt für den Award an die äthiopischen Wissenschaft- gen unter großem Applaus an: Professor nächsten OWA, der 2020 verliehen wird. ler und Umweltaktivisten Dr. Tewolde Amin Babayev aus Aserbaidschan, Nasser Berhan Begre Egziabher und Dr. Sue Abufarha (Canaan Project) aus Palästina Über den One World Award (OWA) Edwards, die als erstes Ehepaar für ihr und Martha-Jean Shamiso Mungwashu Diese Welt besser und fairer zu maweitreichendes Lebenswerk geehrt wur- aus Simbabwe. chen und als Lebensgrundlage für alle den. Die Laudatio für diesen Ehrenpreis Die Laudatio übernahmen Roberto zu erhalten, beschäftigte den deutschen hielt Markus Arbenz, Geschäftsführer von Ugas (World Board IFOAM – Organics Bio-Pionier und Gründer von Rapunzel IFOAM – Organics International. International, Peru), Steffen Reese (Natur- Naturkost Joseph Wilhelm lange Zeit. Kurze Filme und Interviews zeigten land Deutschland) und Helmy Abouleish Das bewegte ihn letztlich dazu, einen dem Publikum das besondere Engage- (Sekem, Ägypten). internationalen Preis ins Leben zu rufen – ment der Gewinner auf. Durch den Abend Höhepunkt der Gala war sicherlich den One World Award. Seit 2008 werden führte die Journalistin und Buchautorin die Verleihung des OWA Grand Prix an die mit ihm Persönlichkeiten und Projekte Dr. Tanja Busse, die mit ihren nachdenk- beiden Gewinner: Ministerpräsident Shri auf internationaler Ebene ausgezeichlichen und einfühlsamen Worten den Pawan Chamling aus Indien und die Ver- net, die ganz im Sinne einer positiven richtigen Ton für eine bewegende und treter des United World Colleges (UWC) Globalisierung Zukunftsperspektiven für emotionale Verleihungszeremonie traf. aus Freiburg/Deutschland und Pune/ die Menschen in ihren Heimatländern Für die musikalisch stimmige Atmosphä- Indien. Sie wurden jeweils mit einem schaffen. Die Menschheit steht heute vor der re sorgte der bekannte Gitarrensolist Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro und einer OWA-Statue der vietnamesisch- Herausforderung, die Chancen der GlobaWalter Abt. Ein Preisgeld in Höhe von jeweils deutschen Künstlerin Dao Droste für lisierung so zu nutzen, dass sie in der Tat 5.000 Euro sowie eine OWA-Medaille gin- ihr herausragendes Engagement und mehr bedeuten kann als eine Profitmaximierung auf Kosten einer überwiegenden Mehrzahl der Weltbevölkerung. Deshalb basiert die Zielsetzung des OWA auf den vier Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur. Mit IOFAM – Organics International, dem Dachverband der weltweiten BioLandbaubewegung (800 Mitgliedsorganisationen und Institutionen in 120 Ländern) fand Rapunzel den idealen Partner für die Organisation und Ausrichtung dieser Auszeichnung. Mehr Informationen erhalten Sie unter: Die Gewinner des One World Award 2017 zeigen eindrücklich, wie vielfältig „Eine Welt“ sein kann. www.one-world-award.de Fotos: ©Rapunzel Naturkost/Marc Doradzillo

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BUCH-TIPP: Das Wunder von Mals

Widerstand säen und wachsen lassen Pestizide! Überall auf der Welt sind sie auf dem Vormarsch. Überall? Nein! Das von unbeugsamen Vinschgern bewohnte Dorf Mals in Südtirol hört nicht auf, diesem Eindringling Widerstand zu leisten... Die Malser sind wild entschlossen: Ihr Dorf soll zur ersten Gemeinde Europas werden, die den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft verbietet. Bei einer Volksabstimmung entschied sich eine Mehrheit für eine Zukunft ohne Glyphosat & Co. Ein ungleicher Kampf beginnt: hier die 5000-SeelenGemeinde, angeführt von einem Dutzend charismatischer Querdenker, dort eine übermächtige Allianz aus Bauernbund, Landesregierung und Agrarindustrie. In dem Buch »Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet« erzählt Filmemacher, Autor und Neu-Malser Alexander Schiebel die Geschichte dieses Aufstands – und enthüllt das »streng geheime« Rezept jenes Zaubertrankes, der die mutigen Malser unbesiegbar macht. Mals liegt im Oberen Vinschgau, am Rande des größten Apfelanbaugebiets in Europa, inmitten einer intakten, über Jahrhunderte gewachsenen vielfältigenKulturlandschaft. Weiter westlich, im Unteren Vinschgau, sucht man diese Vielfalt vergeblich. Kilometer um Kilometer nichts als Apfelplantagen. Zurechtgestutzt sieht ein Baum wie der andere aus. Der Abstand zwischen den Baumreihen entspricht genau der Breite des Sprühwagens, der rund 20 mal pro Jahr ausrückt. So oft werden die Pflanzen mit Pestiziden behandelt. Dass auch dem Oberen Vinschgau die Monokultur- Pestizid-Dampfwalze droht, liegt nicht zuletzt an den sich ändernden klimatischen Bedingungen. Da es immer wärmer wird, könnten nun auch hier Äpfel angebaut werden. Doch Mals wehrt sich!

In einer Bürgerinitiative machte es sich 2013 auf, ein Pestizidverbot in ihrem Dorf durchzusetzen, sammelte Unterschriften, gewann 2014 einen Bürgerentscheid und konnte bei der Kommunalwahl ein Jahr später auch den Widerstand im Gemeinderat brechen. Anfang 2016 änderte der neue Gemeinderat die Gemeindesatzung. »Widerstand ist etwas, das man lernen kann – wie Skifahren«, sagt Alexander Schiebel. Sein Buch über »Das Wunder von Mals« ist das lebendige Porträt einer Gemeinde und ihrer widerspenstigen Heldinnen und Helden, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen möchten; und eine Anleitung für Aufständische – weit über die Grenzen Südtirols hinaus. Alexander Schiebel, »Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet«, 256 Seiten, Klappenbroschur, 978-3-96006-014-7, 19 €, auch als E-Book erhältlich. oekom verlag München, www.oekom.de Ins Kino kommt »Das Wunder von Mals« als 85-minütiger Film Anfang November. Weitere Informationen: www.wundervonmals. com

Ab 19. Oktober auf DVD, Blu-ray und als VoD

ÜBERFLIEGER – kleine Vögel, großes Geklapper Beste Kinderunterhaltung – mitreißend und warmherzig! Ein herzerwärmender, mit viel Liebe zum Detail erzählter Animationsfilm für die ganze Familie Der kleine Spatz Richard verliert seine Eltern und wird liebevoll von einer Storchenfamilie großgezogen. Ihm würde nicht im Traum einfallen, dass er selbst kein Storch ist. Dann aber kündigt sich der Herbst an, in dem alle Störche nach Süden fliegen, um im warmen Afrika zu überwintern. Ein Ziel, das für den kleinen Spatz unerreichbar ist, wie seine Storcheneltern entscheiden und ihn schweren Herzens zurücklassen. Für

Sie können 3 ÜBERFLIEGER DVDs gewinnen! Schreiben Sie bis 15.11.2017 eine Postkarte mit dem Kennwort „ÜBERFLIEGER“ an: der Spatz, Theodor-Fischer-Str. 85, 80999 München Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme über Gewinnspieldienste ist nicht erlaubt. Die Barauszahlung des Gewinnwertes ist ausgeschlossen. Der Gewinnanspruch ist nicht übertragbar. Eine Weitergabe der Daten an Dritte findet nicht statt.

Ja, ich möchte eine ÜBERFLIEGER DVD gewinnen! Name: ______________________________________________

den Teenager Vogel ist das aber kein Grund, den Kopf in die Federn zu stecken. Auf eigene Faust macht er sich mutig auf den Weg nach Afrika, um seiner Familie zu beweisen, dass er doch einer von ihnen ist! Dabei trifft er auf seiner Reise auf die verrückte, aber gutmütige Zwergeule Olga und Kiki, ein selbstverliebter, singender Wellensittich mit Höhenangst. Für die Drei beginnt ein turbulentes Abenteuer quer über den Kontinent, das die Überflieger weit über sich hinauswachsen lässt. ÜBERFLIEGER – Kleine Vögel, großes Geklapper ist ein Animations-Abenteuer für die ganze Familie und erzählt von drei kleinen Helden, die durch ihren Mut und ihre außergewöhnliche Freundschaft über sich hinaus wachsen und dabei ihre wahre Größe entdecken … Der Zuschauer begleitet die drei liebenswerten, schrägen Vögel Richard, Olga und Kiki auf ihrer aufregenden Reise, die von Norddeutschland nach Frankreich, über Italien bis nach Afrika führt. International wie ihre Route ist auch die Produktion, realisiert als europäische Co-Produktion. Federführend waren Regisseur Toby Genkel („Ooops! Die Arche ist Weg…“), Co-Regisseur Reza Memari, der auch für das Original-Drehbuch verantwortlich zeichnet und die Produzentin Kristine M.I. Knudsen. Mehr Infos: www.Überflieger-Film.de

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Vögel beobachten und schützen mit dem DENK FUTTERHAUS Gut vorbereitet auf den Winter stellen wir im Herbst ein Vogelhäuschen auf. Das neue DENK Futterhaus mit 360 Grad Anflugmöglichkeit ist besonders artgerecht: der Rundumblick gibt Vögeln ein sicheres Gefühl, die rauen Ränder bieten gut Halt und der sturmfeste Aufbau aus frostfester geschützter CeraNatur® Keramik und rostfreiem Edelstahl trotzt jeder Witterung. Drei Teile werden aufeinandergestellt und stehen dabei so sicher, dass auch ein Sturm dem Futterhaus nichts anhaben kann. Die hochwertige, stabile Keramik trotzt Frost, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Streufutter und Futterknödel können eingehängt werden. Das erfüllt die Futterbedürfnisse der meisten Singvögel. Eingesetzt wird das Futterhaus auf einer ebenen Fläche stehend, auf einem Ständer freistehend oder hängend. Letztere Varianten schützt das Futter vor Mäusen und Nagetieren und die Vögel vor Katzen. Der Ständer aus rostfreiem Edelstahl passt auch zur DENK Vogeltränke. Die Hängevorrichtung aus rostfreiem Edelstahl verfügt über ein Drehgelenk, was ein Verheddern verhindert. Sie wird dank Karabinerhaken an Bäumen beschädigungsfrei befestigt. Die offene Konstruktion macht das Futterhaus ideal für Vogelbeobachtungen. Mit geeignetem Futter können Vögel ganzjährig gefüttert und beobachtet werden. Im Sommer muss die Futtergabe deutlich reduziert werden, um die natürlichen Lebensverhältnisse nicht zu beeinflussen. Zum Schutz der Tiergesundheit wird das Futterhaus

regelmäßig mit Wasser und Bürste gereinigt. Das DENK Futterhaus ist zum Patent angemeldet und als Gebrauchs- und Designmuster geschützt. Es wird professionell in der Coburger Manufaktur gefertigt. Auf die Keramik gibt es 15 Jahre Witterungsbeständigkeitsgarantie. www.denk-keramik.de

FUTTERHAUS

VÖGEL FÜTTERN UND BEOBACHTEN Einzigartige Keramik seit 1964 +49(0)9563 2028 www.denk-keramik.de

Vogelschutz im Winter Die milden Temperaturen täuschen darüber hinweg, aber die Natur ist längst auf Winter eingestellt. Viele unserer heimischen Vogelarten haben uns verlassen, um die Wintermonate in wärmeren Gegenden zu verbringen. Die Vögel, die bei uns ausharren, freuen sich über ein wenig Unterstützung. Winterfütterung ist nur ein Mosaiksteinchen in unseren Aktivitäten zum Vogelschutz. Vielfältige Gärten, die natürliche Nahrung zur Verfügung stellen und zusätzlich noch Schutz und Versteckmöglichkeiten bieten, sind mindestens ebenso wichtig! Das Menü am Futterhäuschen stellt somit zwar nicht die einzige Nahrungsquelle für Vögel im Winter dar, bietet uns aber eine seltene Gelegenheit, Tiere aus nächster Nähe beobachten. So ist das Füttern nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt zudem Artenkenntnis. Das gilt besonders für Kinder, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben. Schauen Sie mal in die Vogel-Steckbriefe auf www.lbv-muenchen.de, hier finden Sie die häufigeren Arten beschrieben und erfahren mehr über ihre Lebensweise und Bedürfnisse. Mit der richtigen Wahl des Futters kann man auch gezielt bestimmte Arten anlocken: Amseln, Drosseln und Rotkehlchen mögen Weichfutter; Rosinen und Getreideflocken können sie nur schwer widerstehen. Finken dagegen mögen es eher knackig und fressen am liebsten energiereiche, ölhaltige Samen wie Hanf, Mohn oder Sonnenblumenkerne. Meisenknödel tragen die Zielgruppe schon im Namen, aber auch Buntspechte langen hier

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Foto: Rotkehlchen, Werner Borok

gerne mal zu. Tabu sind salzhaltige Nahrung, Essensreste und Backwaren , die gehören nicht auf den Speiseplan unserer Vögel! Egal was und für wen man füttert, Hygiene am Futterplatz ist oberstes Gebot! Wo viele Tiere eng beisammen sind, breiten sich Krankheitserreger schnell aus. Unbedingt sollte daher viermieden werden, dass Feuchtigkeit oder Kot ins Futter gelangen. Anfällig für Hygieneprobleme sind vor allem große Futterstellen, an denen viele Vögel zusammen kommen. Und auch bei der Futtermenge gilt: Lieber täglich nachlegen, als viel Futter auf einmal zu geben. Dr. Sophia Engel, LBV Tipps, wie Sie Ihren Garten in einfachen Schritten zum Vogelparadies verwandeln, finden Sie in der LBV-Broschüre „Münchner Stadtgezwitscher“, die Sie in der LBV-Geschäftsstelle München (Klenzestr. 37) kostenfrei erhalten. www.lbv-muenchen.de


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Offene Werkstätten in München

Anpacken und selber machen! Selbst ist der Mann – und die Frau. Das ist immer mehr gefragt und angesagt. Einfach selber machen, reparieren, bauen oder gestalten. Also wenn ein Gebrauchsgegenstand kaputt geht, ihn nicht wegwerfen und einen neuen kaufen, sondern ihm neues Leben einhauchen. Nicht einfach nur konsumieren, sondern nachhaltig agieren. Und wie soll das funktionieren? Ganz einfach. In München gibt es zahlreiche Projekte, Organisationen, Workshops und Initiativen, die das „Selbermachen“ unterstützen und fördern. Hier ein paar Beispiele:

erfindergarten:

Machwerk:

Jeder hat sie, jeder kennt sie und jeder braucht sie – mehr oder weniger. Die digitale Welt mit ihren Apps und Programmen ist allgegenwärtig, wird von Erwachsenen und Kindern genutzt – auf Smartphones, Laptops, Tablets und Computerspielen. Doch viele wissen dabei nicht, was hinter dem ganzen modernen Glamour steckt. Der „erfindergarden“ will Kindern und Jugendlichen helfen, die Technologien zu verstehen. Durch spezielle Projekte und Workshops werden spielerisch Codes, Elektronik, 3D Drucker oder Lasercutter erklärt und näher gebracht. Und so ist der „erfindergarten“ eine Mischung aus FabLab, Hackerspace und Spielplatz. Das Team vor Ort besteht aus Entwicklern, Künstlern, Graphik- und Industrie-Designern, die jeden Interessierten tatkräftig unterstützen. www.erfindergarden.de

Auch beim „MachWerk“ dreht sich alles ums Selbermachen – für Jung und Alt, Künstler, Kreative, Handwerker und Neugierige. Dabei steht allerdings nicht nur Heimwerken und Handwerken auf dem Plan. Der künstlerische Aspekt ist hier sehr wichtig. Für Selbermacher, die gemeinsam oder allein im offenen Atelier, der offenen Werkstatt, in Workshops oder Kunstprojekten aktiv sein wollen. Die sich mit verschiedensten Materialien, Farben, Formen und Gestaltungstechniken auseinandersetzen und experimentieren wollen, ihren individuellen und gestalterischen Ausdruck suchen und finden wollen. Farben und Werkstoffe oder Malgründe können im MachWerk gegen einen Unkostenbeitrag gekauft werden. Die Nutzung von Arbeitsgeräten und Maschinen ist kostenfrei. Außerdem stehen einem auch Fachkräfte zur Seite. www.machwerk-muenchen.de

Nachbarschaftswerk wagnis:

HEi:

In einem gut 80 Quadratmetern großen Kellerraum befindet sich eine Werkstatt, die einlädt zum gemeinsamen Werkeln, Austauschen, Reparieren, Helfen, Nachbarn treffen und Kennenlernen. Organisiert und initiiert wird das Ganze vom Nachbarschaftswerk wagnis e.V. (Nww), das sich seit 2010 kulturell, sozial und ganz praktisch für alle Bürger in der MessestadtMünchen und rundherum engagiert. Die Werkstatt ist für Leute, große wie kleine, die gerne mit Holz arbeiten, aber keinen Raum dafür haben. Die lernen wollen, mit einer Säge, Bohrmaschine oder einem Hobel umzugehen. Die einfach etwas zu reparieren haben und nicht wissen, wie es geht. Die sich mit Holz gut auskennen und anderen etwas beibringen wollen. Die Werkstatt eignet sich für Kurse (Familien, Kinder, Erwachsene) bis 20 Personen und individuelle Werkarbeiten. Und: Die wagnis-Werkstatt ist barrierefrei zu erreichen. www.nachbarschaftswerk-wagnis.org

Im Haus der Eigenarbeit gibt es gleich elf offene Werkstätten und Bereiche: eine Holz-, Papier-, Metall-, Textil-, Keramik, Polster-, Kreativ-, Hei-Tec- und Schmuckwerkstatt sowie einen Bereich für Heimwerken und Reparieren, als auch für Kinder und Jugendliche. Dazu laufen zahlreiche Kurse, Einführungen und Ausstellungen. Dabei ist nicht immer eine Voranmeldung nötig. Einfach zu den Öffnungszeiten kommen und loslegen. Nur bei Textil, Papier und Polstern wird um eine telefonische Anmeldung gebeten, um Engpässe bei der Raumbelegung zu vermeiden. Das HEi gibt es nun schon seit über 30 Jahren. Maschinen und Werkzeuge sind im kostenfreien Verleih. Material kann gekauft, aber auch mitgebracht werden. Die handwerkliche Eigenarbeit steht im Mittelpunkt, doch es gibt auch Raum für kulturelle und soziale Aktivitäten. www.hei-muenchen.de

FabLab München:

Radlretterei:

FabLabs schießen gerade überall aus dem Boden. Dieses hier hat einiges zu bieten – gerade auch für kleine HightechBastler. Denn die Werkstatt bietet Raum, um Ideen zu verwirklichen und gemeinsam Spaß an Technik, Tüfteln und Selbermachen zu haben. „Make – Learn – Share“ lautet hier das Motto. 3D Drucker, Lasercutter, CNC Fräsen und eine Elektronikabteilung – das FabLab München ist bestens aufgestellt. Zahlreiche Workshops, Einführungskurse, Meet and Makes, FabLab-Talks und das wöchentliche Montagstreffen bieten Gelegenheit sich auszutauschen. Für den Nachwuchs gibt es verschiedenste „FabLab Kids Kurse“ – mit 3D Craft, Programmieren mit Arduino, Raspberry Pi, BBC MicroBit oder Löten. Dazu gibt es auch noch eine offene Teens-Werkstatt und Ferien-Workshops. Für Schulen laufen unter der Woche jeden Vormittag nach Absprache verschiedene Programme. www.fablab-muenchen.de

Eine gute Idee und ein gutes Projekt, das sich allerdings noch in der Aufbauphase befindet und schon bald jedoch Realität werden soll. Schrottreife Räder sollen ressourcenschonend, nachhaltig und individuell in Handarbeit und mit viel Herz zu fahrbereiten Unikaten aufgewertet werden. Und das in einem müllfreien und klimaneutralen Laden, der als Werkstatt, Lager und Verkaufsraum für die gespendeten und geretteten Fahrräder dienen und als Anlaufstelle für Workshops und Events zu den Themen Upcycling und Müllvermeidung werden soll. Abgerundet wird die Radlretterei durch eine kleine vegetarische und vegane Küche. Alle weiteren Infos: www.startnext.com/ radlretterei

Sebastian Schulke 24

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Die Upcycling-Tester Zwei Münchner Blogger bewerten und verkaufen auf ihrer Website „Ich war eine Dose“ recycelte Unikate. Ziemlich einmalig ist das, was die beiden Münchner Upcycling-Liebhaber Bernard und Bianca auf ihrem Blog „Ich war eine Dose“ machen: Sie testen recycelte Produkte aus kleinen Manufakturen, die einen Gebrauchswert haben und den Alltag verschönern, etwa Kronleuchter aus Fahrradketten, ausrangierte Vinyl-Schallplatten, die zu Schalen umgearbeitet werden oder aus alten Atlanten gefertigte Kofferanhänger. Das Testergebnis berücksichtigt verschiedene Kriterien, etwa den Recyclinganteil sowie die Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und Gestaltungsqualität der Produkte. Ihre Namen haben Bernard und Bianca dem gleichnamigen Zeichentrickfilm entliehen, weil sie die Geschichte von den beiden Mäusen, die aus einem Keller in New York die Welt retten wollen, als Vo r b i l d betrachten. „Auch wir wollen ein bisschen die Welt retten und zu einem umweltbewuss-

ten Lebensstil anregen“, sagen sie. Deshalb haben sie auch ein Upcycling-Manifest verfasst. Darin heißt es unter anderem: „Wir wollen zum kreativen Handeln anregen, und dass weniger Müll produziert wird.“ Würde man den Begriff Nachhaltigkeit ernst nehmen, dann hätte Deutschland das Potenzial dazu, „eine 100-prozentige Kreislaufwirtschaft zu etablieren“. Flankiert werden die Testberichte von einem Gewinnspiel und einem Serviceteil. Der liefert Informationen über RepairCafes, Flohmarktläden, Sharing-Communities, Leih- und Tauschbörsen sowie Ideen zum Selbermachen, meistens per Videoanleitung. Wer künstlerisch wertvolle Upcycling-Produkte verschenken möchte, findet im Shop des Blogs, der Recycling-Manufaktur, viele schöne Objekte, zum Beispiel die Papierblumen von Fräulein Ritschratsch und die gesprühten Kunstwerke von Mona + Lisa. Weitere Informationen: www.ich-war-eine-dose.de

Schale aus einer Vinyl-Schallplatte, © Lockengelöt/ Webdesign Hamburg, Kofferanhänger aus Landkarte, © Renate Damberger/fundgut99, Papierblumen von Fräulein Ritschratsch © WiFi, Kronleuchter aus Fahrradketten, © Radlbazi, Tasche aus Aktenordner, © ad:acta

BUCH-TIPP: Upcycling

Zu kostbar für die Tonne Das zunehmende Bewusstsein, dass die Ressourcen unserer Erde begrenzt sind, hat einen neuen Trend kreiert: "Recycling"heißt das Zauberwort. Aus "wertlos" wird "kostbar", aus "alt" wird "schön". Dabei entstehen erstaunliche, überraschende und wunderschöne selbstgemachte Kunst(hand)werke. In ihrem Buch "Upcycling" zeigen Katharina Heinrich und Christine Rechl, wie man mit Kreativität, Freude am Basteln und einem Auge für das Potenzial von Materialien alte Sachen wiederverwertet und in selbstgemachte, originelle Geschenk- und Dekoideen verwandelt. Dabei muss nicht alles perfekt sein, Shabby-Chic ist angesagt: Das Unvollkommene ist charmant, ist individuell. Vorgestellt werden ca. 30 Projekte, von Kerzen und Papierblumen bis zu Teelicht-Sternen und Kühlschrankmagneten, von Bändern und Haargummis bis zur Raum- und Gartendeko, vom Klorollen-Mandala bis zur viktorianischen Weihnachtsdekoration.

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Die verwendeten Materialien finden sich in jedem Haushalt. Anhand der ausführlichen Schritt-fürSchritt-Anleitungen und zahlreicher Detailfotos gelingt es im Nu, die Projekte umzusetzen. Die drei Kategorien "Zeit", "Aufwand" und "Schwierigkeitsgrad" helfen bei der Orientierung und ermöglichen es Einsteigern und Fortgeschrittenen, das passende Objekt auszuwählen. Upcycling, Katharina Heinrich und Christine Rechl, Hardcover, 128 S., ISBN: 978-3-426-64690-8, € 16,99 Knaur Kreativ, www.droemer-knaur.de


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Versteckte Wohngifte erkennen und vermeiden

Augen auf beim Möbelkauf Damit das eigene Heim gemütlich ist und der sich stets wandelnden Mode genügt, investiert jeder Deutsche aktuell rund 600 Euro jährlich für Möbel, Leuchten und Teppiche. Diese Ausgaben steigen zunehmend an und entsprechen damit der Entwicklung, die unsere Konsumgesellschaft seit Jahrzehnten prägt. Unsere Großeltern sparten jahrelang auf ein Möbelstück, ließen es vom Schreiner maßfertigen und vererbten es sogar. Heutzutage sind Einrichtungsgegenstände schnelllebige Konsumgüter. Sie bedienen die Sehnsucht, sich in den eigenen vier Wänden einzuigeln und die komplizierte Welt auszublenden. Die Wissenschaft spricht hierbei von Cocooning, das speziell große Lifestyle-Marken gerne aufgreifen und marketingtechnisch nutzen. Der Branchenprimus der Einrichtungshäuser, IKEA, hält aktuell zum Beispiel rund 13 Prozent Marktanteil in Deutschland und will diesen bis 2027 auf 25 Prozent ausbauen. Damit wird der Trend einhergehen, sein Zuhause mit überschaubarem finanziellen und organisatorischen Aufwänden passend zu jeder Lebenssituation einzurichten. Möbel sind schon längst zu absoluter Massenware und Wegwerfartikel mutiert. Die Kehrseite: Je billiger das Produkt, desto stärker ist es in der Regel mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen belastet. Verbraucherschützer sind sich einig, dass die aktuellen gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichen, um die Gesundheitsverträglichkeit von Einrichtungsgegenständen zu garantieren. Oftmals geben die Trägermaterialien – Holz, Faser- und Spanplatten – schädliches Formaldehyd oder sogenannte VOC (engl. für flüchtige organische Verbindungen) ab. Vollholzmöbel bleiben übri-

gens nicht zwangsläufig unverschont, weil Terpene aus unbehandeltem Holz ausdünsten können. Zudem besteht die Gefahr durch Oberflächenbehandlungen, indem krebserregende Aldehyde oxidieren. Zuletzt hat der Gesetzgeber die Richtwerte für krebserregende Stoffe in Möbeln im Jahr 1977 verschärft. Zwar reduzierten seitdem die allermeisten Hersteller die Konzentration von Aldehyden stetig. Jedoch sollte bedacht werden, dass sich die Ausdünstungen einzelner Möbelstücke im Haus summieren können. Der Trend zum Niedrigenergiehaus wandelt sich hier ins Negative: Vor allem in sehr gut gedämmten Häusern findet oftmals zu wenig Luftaustausch statt. Dementsprechend können negative Einflüsse auf die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden. Der Verbraucherschutz empfiehlt deswegen, beim Möbelkauf auf Gütesiegel zu achten.

Vielzahl von Gütesiegeln – Wegweiser im Dschungel des Möbelkaufs Die Welt der Gütesiegel ist eine komplexe Angelegenheit – so auch für Möbel. Das wohl bekannteste Zertifikat ist der in den siebziger Jahren eingeführte „Blaue Engel“. Dessen Vergabe verläuft sowohl unter Beteiligung des Bundesumweltamt als auch des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz.

Die Möbelbranche selbst vergibt mit dem „Goldenen M“ ihr eigenes Gütesiegel. Sowohl der Blaue Engel als auch die Gütergemeinschaft Möbel e.V. legen höchsten Wert auf die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und gesundheitlich unbedenkliche Möbel. Das Goldene M berücksichtigt darüber hinaus Nachhaltigkeitsaspekte bei der Produktion und dem Transport. Einige Möbelhändler haben sich unter dem Dach eines Verbandes mit eigenem Siegel zusammengeschlossen: Die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards vereint circa 50 größere und kleinere Händler. Das Ziel der ÖkoControl ist es, Verbrauchern, Händlern und Herstellern mehr Sicherheit beim gesunden Einrichten zu geben. Gelistet wird nur, was den verbandseigenen Nachhaltigkeits-Kriterien hinsichtlich Materialien, Herkunft und Produktion der Möbel entspricht. Darüber hinaus werden viele Möbel, Matratzen und Bettwaren bei unabhängigen Prüfinstituten auf Schadstoffe kontrolliert. Sie sind am grünen ÖkoControl-Siegel erkenntlich.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser Der Vielzahl von Gütesiegeln und Zertifikaten ist das Bestreben gemein, Vertrauen in die Nachhaltigkeit der Marke beziehungsweise in die dahinter ste-

Wolkenweich System Polstermöbel Gio, www.wolkenweich.de, Foto: ÖkoControl

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henden Menschen zu schaffen. Dieses Vorgehen bietet Herstellern, Händlern und Käufern gleichermaßen Halt und Schutz – insbesondere auf einem derart großen, unübersichtlichen Markt wie der Massenware Möbel. Die Trumpfkarte Vertrauen kann jedoch eine weitere Gruppe spielen: Kleine Manufakturen kommen oftmals ganz ohne Siegel aus. Ein Beispiel hierfür ist das Label Signet aus Hochstadt am Main, das seit über 20 Jahren Möbel im Zeichen der Ganzheitlichkeit fertigt: Sämtliche Rohstoffe und Produktionsschritte unterliegen dem Anspruch, ein Höchstmaß an Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu erfüllen. Der Designer Nils Moormann aus dem Chiemgau legt ebenfalls großen Wert auf ökologische Aspekte: Seine Möbel sollen die Besitzer ein Leben lang begleiten. Die Suche nach kleinen Herstellern des Vertrauens ist sicherlich ein gangbarer Weg im Dschungel des Möbelkaufs. Wer eine größere Palette zur Auswahl von Öko-Möbeln sucht, aber zwischen all den Gütesiegeln den Überblick zu verlieren droht, findet auf die Webseite von lable-online.de Abhilfe. Alleine zur Rubrik „Bauen und Wohnen“ werden 175 Gütesiegel vorgestellt – reichlich Auswahl also, um gemütlich zu Hause den nächsten Möbelkauf zu planen. Stephan Wild

Wie nachhaltig sind Möbel aus Holz?

Alles Natur – alles Öko? Natürlich Einrichten hat sich vom Trend zum Dauerbrenner entwickelt. Keine Wohnzeitschrift ohne Holzmöbel oder Accessoires aus Holz. Entsprechend groß ist das Angebot. Aber woher wissen Verbraucher, was nicht nur schön für die Wohnumgebung, sondern auch verträglich für die Umwelt ist? Eine Einrichtung aus Holz wirkt meistens sehr harmonisch, wandlungsfähig ist sie auch. Aber ist eine Wohnung mit Holzmöbeln gleichzeitig ökologisch eingerichtet? Ganz so einfach ist es nicht, denn Holz ist nicht gleich Holz. Umweltbewusst ist ein Holzmöbel nur, wenn das Holz nicht aus Raubbau stammt, sondern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Es werden nicht mehr Bäume geschlagen, wie nachgepflanzt werden, damit der Wald auf lange Zeit erhalten bleibt. Informierte Verbraucher wissen mittlerweile, dass sie kein Tropenholz kaufen sollten, und wenn, dann nur mit FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Aber bei allem anderen? Der Tisch aus Buche, die Regalwand aus Eiche – sind die ok? Möbelkauf muss kein Blindflug sein – wenn man zum Fachhandel geht. Die gut 40 Mitglieder des Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser wissen Bescheid, wo ihre Möbel produziert werden, wo das Holz geschlagen wird und ob es wirklich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Sie akzeptieren nur Oberflächenbehandlungen, mit denen das Möbel hinterher ge-

Echt ins Leben

fahrlos entsorgt werden kann, Öle und Wachse auf natürlicher Basis. Sie bieten nur an, was in Deutschland oder dem nahen europäischen Ausland hergestellt wird, das schont beim Transport das Klima, garantiert, dass strenge Umweltstandards eingehalten werden und faire Arbeitsbedingungen. Dafür haben sie schon in den 90er Jahren eine eigene Institution gegründet, die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser. Die ÖkoControl fragt mittels Volldeklarationen regelmäßig alle Daten rund um die Herstellung bei den Lieferanten des Verbandes ab. Das gilt auch für Polstermöbel, Bettwaren und Matratzen. Vieles ist darüber hinaus auf Schadstoffe getestet worden, erkenntlich an dem grünen ÖkoControl Siegel. Wer bei diesen Einrichtern shoppt, kann vertrauen und rein nach Geschmack entscheiden – oder nachfragen und alle Informationen erhalten, die er für die Entscheidung für eine schöne, gesunde und ökologisch verantwortliche Wohnumgebung benötigt. Mehr Infos: www.oekocontrol.com

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Sensibler Wohnen Glück, so meinen wir, ist keine Frage von Vollkommenheit. Wir genießen, was Charakter hat, Individualität. Vielleicht fühlen wir uns deswegen so wohl in einer Umgebung, die von Lebendigkeit zeugt, die alles andere als glatt, perfekt, makellos, eben vollkommen ist. Wir lieben Möbel aus natürlichem Holz und deren individuellen Duft! Wir schätzen ihre Unregelmäßigkeit in der Maserung, WOHNKULTUR & NATURMATRATZEN der trotzdem eine innere Ordnung zugrunde liegt. www.oasis-wohnkultur.de Wir sind begeistert von der warmen und vitalen Ausstrahlung und davon, dass jedes Stück ein Unikat ist. Wir freuen uns, Reichenbachstr. 39 | 80469 München | Tel.: 089 -2021386 wenn alle Möbel in der Wohnung zwar harmonisch aufeinander Öffnungszeiten: Mo: 10-18:30 | Di-Fr: 10 -19:30 | Sa: 10 -16:00 Uhr abgestimmt sind, aber nichts kopierbar wie das Abziehbild des anderen aussieht. Wer Inspirationen für eine Teilen Sie diese Liebe mit uns. Sie werden bei uns viele schögesunde Wohnumgebung nen Beispiele für eine natürliche Wohnungseinrichtung finden. ly_spatz_88x62mm_druck.indd 1 Modern, geradlinig, topaktuell und sogar designpreis-gekürt sucht, an der er lange Freude – aber nie kühl und reserviert. Ein bisschen Perfektionismus hat und dabei Rücksicht auf musste aber doch sein: alles, was wir ihnen hier präsentieren, Mensch, Umwelt und Natur ist beste Handwerkskunst aus deutschen oder europäischen nehmen möchte, für den ist der Werkstätten, rundum nachhaltig hergestellt und Ihrer Gesund- Katalog genau richtig. Er ist zum online-Durchblättern auf www. heit nicht abträglich. Bei uns bekommen Sie auch den neue Sensibler Wohnen oekocontrol-verband.de/derMöbelkatalog von ÖkoControl – Verband ökologischer Einrich- verband/sensibler-wohnen/ tungshäuser. Über 70 Seiten rund ums natürliche Wohnen, oder bei uns als individualimodern und sinnlich, präsentiert sich ökologisches Wohnen sierte gedruckte oder onlineheute. Der Katalog hat die Highlights der aktuellen Kollektionen Version erhältlich. So viel Glück finden Sie also zusammengestellt und zeigt ausgesucht schöne Möbel aus massivem Holz für alle Bereiche des Wohnens. Ob Schlafen, bei uns. Schauen Sie doch mal Wohnen, Speisen, Kindermöbel oder Küche – die Einrichtungs- rein, wir freuen uns auf Ihren Besuch. Mehr Informationen unter: www.oasis-wohnkultur.de vorschläge bestechen durch Eleganz und Design.

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Naturmode im Herbst/Winter 17/18

Individueller Stilmix mit Sexappeal Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken... Zeit für gemütlich-warme Herbst- und Wintermode! Die neuen Kollektionen der „Green Fashion“-Hersteller machen Lust auf die kalte Jahreszeit: Modische Opulenz, große Farbenvielfalt und ein Hauch von Sexappeal bestimmen das Bild. Bühne frei für den modischen Auftritt! // Katrin Speer Knalliges Rot, leuchtendes Blau, sattes Gelb....die neuen Modefarben wetteifern um Aufmerksamkeit. Violett und Pink Berry geben Statements ab. Dazu gesellen sich dunkle, reiche Töne wie Pflaume, Smaragdgrün und Petrol. Silbergrau und Puder moderieren. Schwarz verleiht Coolness. Zu den Modewörtern, die man sich in dieser Saison merken muss, gehören „Boxy Fit“ (kurze, kastige Formen), „Athleisure“ (sportlich-funktionale Looks) und „Sloutch Boots“ (weit geschnittene Stiefel oder Overknees mit geschopptem Schaft). Individueller Stilmix und modische Opulenz avancieren zu übergeordneten Modethemen. „Glam und Military“, „Punk und Grunge“, „Rockabilly und Sportswear“ treffen aufeinander, so die Trendforscher der Mode.

beständigkeit der Falten herkömmlich aus Polyester hergestellt. Lanius ersetzt es durch Rippenstrick in Plissee-Optik aus 100 Prozent Organic Cotton mit geringem Elasthananteil. Lana kombiniert feine Plissee-Gestricke mit neuartigen Materialien wie indigogefärbtem Tencel oder wattiertem Baumwoll-Jersey. Schöner Fall? Garantiert!

Winterwarmer Strick aus Hanf Auch die robuste Naturfaser Hanf ist wintertauglich. Für die kalte Jahreszeit hat der Hanfspezialist HempAge ein neuartiges Hanfstrickmaterial entwi-

Art Crafts – Handmade-Optik Ein prägnantes Beispiel für den neuen Herbst/Winter-Look ist der Hippiestyle der vier Models auf dem Cover des Alma&Lovis-Lookbooks, das dem Beatles Album „Abbey Road“ nachempfunden ist. Modethemen wie „Art Crafts“ – Materialien, die wie handgemalt oder -gestrickt aussehen – werden ausdrucksstark umgesetzt. „Boho Rock“ steht für ein maßloses Spiel der Gegensätze. Auf zarter Seide breiten sich Drucke mit barocken Formen aus. Zu den MaterialHighlights gehört kbA-Tüll (eine Seltenheit!) z.B. für duftige Röcke mit edlem Strickpullover kombiniert. Zwischen Aufbruch und Rückzug, Stilbruch und Widerspruch bewegen sich die Kollektionsthemen „Metropolis“, „Eternity“, „Passion“ und „Rustic Purism“ des GOTS-zertifizierten Fair Fashion Labels Lanius. Das Spiel mit Bewegungsfreiheit und Sinnlichkeit, mit Zeitgeist und Romantik, spiegelt die Wandlungsfähigkeit der Weiblichkeit wider. Die neue Mode ist „clean“, aber verspielt, „angezogen“, aber nicht zu formell. Das Materialspiel mit (Rhabarber-) Leder, Denim und Seide wird mit barocken Stilelementen wie Rüschendetails, eingestrickten Volants und Plissee-Strukturen noch potenziert. Tweed und Samt brechen allzu Verspieltes auf.

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Pure, sportlich-feminine Eleganz Ausgesprochen zurückhaltend wirkt dagegen die neue Kollektion des fair und nachhaltig in Europa produzierenden Labels Lana. Die überwiegend ruhige Schnittführung und sportlich-feminine Eleganz der hochwertigen Naturmodekollektion zeigt sich in neuen Basics wie auch in aufregenden Iconics. Modische Höhepunkte sind u.a. eine PaperbackHose aus Walk und ein Oversize-Blazer mit rechtwinkligem Reversabstich. Die offene, silbergraue Wollfilzjacke „Marta“ mit weich fließendem Schalkragen und großer Kapuze ist pure Eleganz. „Plissee“, ein großes Modethema des Herbst/Winters, wird wegen der Wasch-

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Feminine Eleganz: Mantel Marta und Kleid Meira. www.lana-organic.de

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bunten Farben verziert und lassen sich auf vielfältige Weise kombinieren. Die albmerino-Kollektion wird aus der edlen Wolle von Merino-Landschafen aus der Region gefertigt. Die Strickmodelle tragen landschaftstypische Motive der Schwäbischen Alb. Très chic: die Cacheure mit Pflanzenmotiven.

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Bezugsquellen für Naturmode Bleibt noch die Frage, wo Frau/Mann schicke nachhaltige Mode erwerben kann. Überwiegend sind es die auf „grüne“ Mode spezialisierten Fachgeschäfte und Onlineshops, die sie vertreiben. Einige Hersteller bieten ihre Artikel teilweise über den hauseigenen Onlineshop an. Verbraucher müssen allerdings noch sehr gezielt danach suchen. Doch es ist (hoffentlich) nur eine Frage der Zeit bis Naturmode auch „die breite Masse“ erreicht. Die Akteure der Branche arbeiten nachhaltig daran, mit ihrer wertebewussten, zukunftsorientierten Mode auch den konventionellen Handel zu erobern. Machen Sie mit, fragen Sie nach und kleiden Sie sich natürlich schön! l Susanne Zaglauer Salzburgerstraße 1 81241 München

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Mit Premium Eco Denim die Welt verbessern Was auf den ersten Blick wie ein klassisches Jeanslabel erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als innovatives Unternehmen mit nachhaltigem Tiefgang. Und wer mit Dietrich Weigel, Managing Director von goodsociety, spricht, begreift schnell, dass der Name des Premium Eco Denim Labels nicht pures Marketing, sondern ein ernsthaftes Anliegen ist. // Katrin Speer Die Wirtschaft braucht neue Regeln Die Philosophie des nachhaltigen Jeanslabels ist eng mit der Persönlichkeit und Biographie des Unternehmers verknüpft. „Als 60er-Jahre-Kind hatte ich viel mit den verschiedenen Jugendkulturen zu tun – den Mods, mit Ska und Punk. Und wie fast alle Jugendlichen habe ich mich über die Musikszene definiert. Später habe ich meinen eigenen Stil gesucht“, beginnt Weigel zu erzählen. Dass er als Jugendlicher von seiner Mutter das Nähen lernte, und die große Flohmarktkultur halfen ihm seinen persönlichen Modestil zu kreieren. „Beeinflusst durch die 68er Bewegung und die alternative Kultur war ich wie wir alle damals schon sehr reflektiert. Später – mit achtzehn, neunzehn Jahren – wollte ich wissen, wer bin ich in dieser Welt, wie funktioniert sie und was will ich hier machen. Das ist bis heute so geblieben.“ Sein Zivildienst habe die Auseinandersetzung mit sozialer Verantwortung noch intensiviert. „Beim Anblick des menschlichen Universums mit seiner ungleichen Verteilung von Möglichkeiten fühlte ich mich mit verantwortlich etwas zu verändern. Wir sind doch alle eine Gemeinschaft auf diesem Planeten“, begründet Weigel sein Engagement für Nachhaltigkeit. „Die Wirtschaft braucht neue, andere Regeln.“ Schneiderlehre beim Haute Couturier Begonnen hat Weigel seine Laufbahn in Düsseldorf mit einer Schneiderlehre bei Hanns Friedrichs, einem der letzten Haute Couturiers in Deutschland. „Ich habe Kleider genäht, die kosteten

zehntausend Mark.“ Später lernte er den Bekleidungshandel und die -industrie kennen. In Italien baute er für verschiedene Stoffhersteller den globalen Export aus. „Am meisten interessiert hat mich immer das Unternehmertum. Ich wollte wissen, wie funktionieren eigentlich die führenden Unternehmen wie Zara, Seven for all Mankind, Louis Vuitton und andere?.“ Auf die Ingredienzien kommt es an Besonders prägend war die Zusammenarbeit mit den Denim- und ModeBrands in Los Angeles. 2012 bekam er das Angebot, das 2007 in Amerika gegründete Label goodsociety zu übernehmen. „Plötzlich fügte sich alles wie von selbst zusammen“, so Weigel. „Ab da ging es erst richtig los.“ Gemäß seiner

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nachhaltigen Lifestyle-Strategie baute er das Unternehmen um. Die Jeans wurden ab sofort in Italien aus 100 Prozent GOTSzertifizierter Biobaumwolle hergestellt, wurden CO2-neutral, Peta-zertifiziert und ohne schädliche Chemikalien gewaschen. Knöpfe und Etiketten bestehen vorwiegend aus reyceltem Material. „Bekleidung ist wie gutes Essen“, lacht er. „Es sollte alles fair und ökologisch sein und guten Geschmack haben. Auf die Ingredienzien kommt es an.“ Statt auf kurzlebige Trends setzt der Unternehmer auf Langlebigkeit, Authentizität und moderne, zeitlose Schnitte. „goodsociety verbindet drei Spirits“, bringt Weigel sein Konzept auf den Punkt. „Made in Italy steht für Ästhetik, Geschmack und Stil, aber auch für Einfachheit. Made in Germany heißt Qualität, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Der American Spirit steht für das positive Ziel, Menschen jeder Hautfarbe, Religion und Herkunft auf dieser Welt zu verbinden.“ 25 Prozent des Unternehmensgewinns gehen deshalb jedes Jahr an die SA Foundation, eine Menschenrechtsorganisation in Kanada und an Epicenter-Strategy, ein Konzept zur Bildung „guter Gesellschaften“ von Anfang an. Firmensitz von goodsociety ist Hamburg. Privat pendelt der in der Hansestadt gebürtige Unternehmer zwischen Hamburg, München und Florenz. Die Toskana ist für ihn „schon die schönste Ecke der Welt“. Dort hat er auch seine Frau kennengelernt und dort leben seine Kinder. www.goodsociety.org

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Winter nach Maas Noch immer wird Kleidung auf Kosten der Umwelt und durch Ausbeutung von Menschen hergestellt. Wir, bei Maas Natur, wollen nicht Teil dieses Kreislaufs sein, sondern durch unser Handeln einen nachhaltigen Weg einschlagen. Für uns bedeutet Mode Natürlichkeit: ökologisch und fair produzierte Mode aus Naturfasern und nachwachsenden Rohstoffen. Für unsere neue Kollektion verwenden wir nur die angenehmsten und

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FLOMAX – Naturmode von der Schwäbischen Alb Die Grundsätze im Schaffen von FLOMAX® sind seit vielen Jahren konstant. Textilien produzieren die die eigenen Ansprüche erfüllen und die Tag für Tag selbst gerne getragen werden. Bei FLOMAX® heißt das strapazierfähige und gleichzeitig komfortable Kleidungsstücke, die regional, nachhaltig und vor allem natürlich ökologisch hergestellt werden. Die Kollektionen von FLOMAX® tragen die Handschrift von Designerin und Gründerin Veronika Kraiser: Streifen und Jacquards mit südländischen und nordischen Einflüssen, klassische Schnitte und harmonische Farbpaletten stehen für den einzigartigen Stil der NaturmodeManufaktur. Die hochrangigen Qualitätssiegel IVN-Best und GOTS, nach denen FLOMAX® zertifiziert ist, sowie die ausschließliche Verwendung von Materialien zertifizierter Hersteller garantieren höchste Quali-

tät, eine umweltfreundliche Produktion und soziale Verantwortung im gesamten Produktionsprozess. Die albmerino Kollektion wurde 2009 aus einem Kooperationsprojekt mit der Schäferei Stotz aus Münsingen und der Firma Schoppelwolle geboren. Gemeinsam wurde einerseits ein grobes Handstrickgarn sowie ein feines Strickgarn für unsere Kollektionen entwickelt. Ziel war und ist es bis heute, der Wolle von den Schafen aus unserer Region die verlorene Wertschätzung beim Konsumenten wieder zu geben. Heute können Sie aus einer großen Auswahl an schönen Produkten – von Kopf bis Fuß – aus unserer regionalen Wolle wählen. Dabei haben sich unsere albmerino Produkte als besonders langlebig und sehr komfortabel herausgestellt. Die Schafwolle und die Produktion stammen aus dem Biosphärengebiet. Unsere Vision ist es, das nur noch rar gesäte Wissen, das noch in Bezug auf die Wollverarbeitung vorhanden ist, im Biosphärengebiet Schwäbische Alb zu bündeln und wiederzubeleben. Um somit die komplette Produktionskette und alle damit verbundenen Betriebe auf die Schwäbische Alb zu holen. Bärbel und Gerhard Stotz betreiben Schafzucht in der 4. Generation. Der Schäfereibetrieb Stotz liegt im Zentrum der Schwäbischen Alb bei Münsingen. Die Beweidung auf den Kalkmagerrasen-

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flächen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb erbringt die hohe Qualität der albmerino Wolle. Wir erweitern unsere Kollektion kontinuierlich durch neue Motive, Modelle und vielfältige neue Produkte. Weitere Informationen, Katalog anfordern und Onlineshops unter: www.flomax.de www.flomax-shop.de www.albmerino.de FLOMAX NATURMODE GMBH

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“Be good to yourself“, so einfach es klingt, so überzeugend und durchdacht ist es bei goodsociety. Gut mit der Umwelt und den Menschen umzugehen heißt, gut zu sich selber zu sein. Genau hier beginnt die Geschichte von goodsociety. Schon in den 80er Jahren hat der Inhaber die Vision der Verbindung von Mode und einer ausgeglicheneren Welt vor Augen gehabt und kontinuierlich darauf hingearbeitet, das zu realisieren. So hat sich die einmalige Verbindung von italienischem Stil, amerikanischem Spirit, sowie deutscher Qualität und Verbindlichkeit ergeben und das ist bei goodsociety keine Marketingstory sondern Geschichte. Das Verwenden von hochwertiger, nach höchstem Umweltstandard biozertifizierter Baumwolle, ist nur der erste Schritt zur Nachhaltigkeit. Durch faire Arbeitsbedingungen, direkten Kontakt zu allen Lieferanten, konsequente ökologische Ausrichtung und soziales Engagement, Zeichen zu setzen, ist schon immer selbstverständlich gewesen. Die Jeans ist immer noch das meist getragene Bekleidungsstück der Welt. Besonders wichtig ist es goodsociety daher, keine schädlichen Chemikalien

im gesamten Produktionszyklus einzusetzen. goodsociety ist das erste 100% vegane, PETA zertifizierte und CO2 neutrale Jeans-Brand weltweit. Seit seiner Gründung 2007 gehört es zur festen DNA, 25% der Unternehmensgewinne an Organisationen weiterzuleiten, die sich effizient für globalen Ausgleich mit Mensch und Natur engagieren. Ein Beispiel ist die SA Foundation, die Frauen und Kindern hilft, die Opfer weltweiten Menschenhandels geworden sind, siehe safoundation.com. Oder auch Epicenter Strategy, siehe thp. org/files/Epicenter_Strategy_New.pdf, die ein exzellentes Beispiel sind, wie gute Gesellschaften aufgebaut werden können, die vor Ort Lebensgrundlagen schaffen und so nicht mehr leichtes Opfer von Ausbeutung und Terror werden. Lokal und global geht bei goodsociety in beide Richtungen und in einer global vernetzten Gesellschaft sollte das keine Vision sein. Freie Wirtschaft und Handel sind schon immer Garant für Gemeinwohl und Demokratie gewesen. goodsociety will mit seinem Geschäftsmodell die

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„Schnelle Mode“ – ein Desaster für Mensch und Umwelt Der Begriff Fast Fashion (schnelle Mode) bezieht sich vor allem auf diese stark gewachsene Anzahl von Kollektionen, die die Modeketten wie H&M, Zara oder Primark im Jahr herausbringen. Sie kopieren neueste Modetrends immer schneller zu niedrigsten Preisen. Und wir kaufen sie. Heute wird weltweit mehr als doppelt so viel Kleidung produziert als noch 2000! Bereits heute kauft jede*r Deutsche laut Statistik sechzig neue Kleidungsstücke pro Jahr, Tendenz steigend. Im Schnitt tragen wir ein Kleidungsstück ganze vier Mal, bevor wir es aussortieren. Als Folge landen rund eine Million Tonnen Altkleider jährlich auf der Müllhalde und in Altkleidercontainern – ein Desaster für die Umwelt. Schon bei ihrer Entstehung richten sie großen Schaden an: Die Fertigungszyklen werden immer kürzer, die Lieferfristen immer knapper kalkuliert. Die Fabrikbetreiber werden so unter Druck gesetzt. Und das bekommen vor allem die Näher*innen zu spüren. Massive Verletzungen ihrer Arbeitsrechte sind an der Tagesordnung. Was können wir tun, um diese Tragödie zu stoppen? Einerseits unseren Konsum kritisch überdenken und, wenn wir neue Kleidung brauchen, zu öko-fairen Marken greifen. Aufschluss darüber geben Siegel, die im „Wegweiser durch das Label-Labyrinth“ der Christlichen Initiative Romero zusammengefasst und bewertet sind. Wir können auch andere auf das Problem aufmerksam machen, z. B. mit der Aktionszeitung „#Modesünde Fast Fashion“. Beide Materialien können Sie unter www.ci-romero.de bestellen.

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führenden Unternehmen dazu inspirieren, dem zu folgen. Nur in Zukunft soll das nach Regeln funktionieren, die die Natur und alle Menschen einschließen, “be good to yourself“. Die schicken, wertigen und perfekt sitzenden Jeans von goodsociety sind in den besten Eco- und nachhaltig orientierten Concept Stores, wie auch in vielen Inhaber geführten Boutiquen und dem eigenen Online Store, zu finden. Für mehr Infos auf goodsociety.org vorbeischauen! Lust auf Shopping und 10% Rabatt? Code: spatz10 einfach bei Bestellung eingeben. (Siehe auch S. 34)

IM BREN N PUNK T

Arbeit in Würde! Die Nachrichten über erschreckende Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsproduktion reißen nicht ab. Näherinnen schuften für Hungerlöhne, werden zu Überstunden gezwungen und mitunter sogar geschlagen – Ausbeutung prägt den Arbeitsalltag. Gemeinsam mit ihren Partner*innen im Süden setzt sich die Christliche Initiative Romero (CIR) für würdige Arbeit in den Nähfabriken ein. Hier in Deutschland schafft die Kampagnenarbeit der CIR OrientieSPENDENKONTO rung im Konsumdschungel und bietet den Lügen und Ausflüch- DARLEHNSKASSE MÜNSTER ten der Konzerne Paroli. IBAN: Bitte unterstützen Sie unseren DE67 4006 0265 Einsatz für Arbeit in Würde! 0003 1122 00 Christliche Initiative Romero (CIR) · cir@ci-romero.de · www.ci-romero.de


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Do-it-yourself (DIY) boomt!

Nachhaltig kreativ gestalten Dirndl-Nähkurs in Bayern, Upcycling-Abend in Berlin oder Strick-Retreat an der Ostsee – das Angebot an Kreativkursen boomt. Selten war kreatives Gestalten und Handarbeiten so „in“ wie derzeit. Do-it-yourself (DIY) heißt der neue Trend. Wir haben uns bei nachhaltigen Anbietern umgeschaut. // Katrin Speer War es früher vor allem die ältere Generation, die sich mit Häkeln, Stricken oder Sticken befasste, hat sich die Handarbeitsklientel in den letzten Jahren zunehmend verjüngt. Inzwischen gibt es sogar offene Näh-Ateliers, in denen sich Kinder unter betreuter Anleitung stundenweise an die Nähmaschine setzen und aus schönen Stoffen eigene Ideen realisieren können. Auch sind die Zeiten längst passé, in denen Handarbeit als altmodisch und verpönt galt. Im Gegenteil: je ausgefallener die Kreativitätstechnik, umso „hipper“. Auch die Do-It-Yourself-Szene („DIY“) selbst hat sich verändert. Sie wird immer vernetzter. Was zählt ist die Community, in der man sich onoder offline austauschen und gegenseitig inspirieren kann.

„Hygge“ – ein weltweiter Trend Das offenbarten die Marktzahlen, die der Verband Initiative Handarbeit e.V. auf der h+h Cologne, die weltweit größte Fachmesse für Hobby und Handarbeit in Köln, in diesem Jahr bekannt gab. Das Nähen bleibt Trendthema Nummer 1, dicht gefolgt vom Stricken und Häkeln. Platz drei belegt mit deutlichem Abstand das Sticken. Eine Studie des Bundesverbands Textileinzelhandel (BTE) stellte für die Zukunft der Handarbeitsbranche drei wesentliche Trends fest: Individualisierung und Differenzierung. Post-Materialismus und Freizeitorientierung. Authentizität und Nachhaltigkeit. Auch das aus Dänemark stammende Lebensgefühl „Hygge“, das sich wohl am treffendsten mit „Geselligkeit in gemütlicher, vertrauter Atmosphäre“ umschreiben lässt, hat sich als Trend weltweit durchgesetzt. Man kommt zusammen, um in behaglichem Ambiente gemeinsam Individuelles zu gestalten.

wird schöner Schmuck kreiert. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Doch wie sieht es bei den Handarbeitsmaterialien aus? Zwar finden Aspekte der „Nachhaltigkeit“ auch in dieser Branche zunehmend Beachtung, doch wer fündig werden will, muss intensiv danach suchen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Produkte vor, die wir für Sie entdeckt haben.

Stricken mit Wolle von glücklichen Schafen Rosy Green Wool in München stellt feinste Biogarne aus Merinowolle sowie aus Wolle seltener, vom Aussterben bedrohter Schafrassen her – wie von den aus England stammenden „Manx Loaghtan“ und „Hebridean“. Die Garne sind zu 100 Prozent Bio, aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT), GOTS-zertifiziert und bis zur Herde zurückverfolgbar. Die Wolle wird in kleinen Betrieben in England gesponnen und ohne Gift gefärbt. Die Rohwolle kommt aus Patagonien. Mit ihren Raritätengarnen setzt sich das Gründerpaar ganz bewusst für den Artenschutz, gegen das Mulesing (Verstümmelung der Tiere gegen Fliegenbefall) und chemische Schädlingsbekämpfung ein. Das Unternehmen Schoeller Süssen GmbH, das seine Strick- und Häkelgarne

Ein Modell in zweifarbigem Grätenmuster von Jungdesignerin Sandra Knüpfing. www.initiative-handarbeit.de

unter den Markennamen „Austermann“ sowie „Schoeller + Stahl“ vertreibt, stellt seine Garne selbst her. Die AustermannBio-Baumwollgarne wie „Biola“ und das aus feinstem Alpaka und Schurwolle hergestellte Garn „Fey“ sind GOTS-zertifiziert und in modischen Natur- und Unifarben, Melangen und Moulinés (mehrfarbig gezwirbeltes Garn) erhältlich. Passend zur Bio-Wolle gibt es die passenden Strick- und Häkelnadeln. Addi bietet u.a. in Deutschland gefertigte

Aus alt mach neu: Upcycling Eine der inzwischen wohl bekanntesten nachhaltigen DIY-Techniken ist das Upcycling, die kreative Aufwertung und Wiederverwertung gebrauchter Dinge. Das gilt besonders im Wohndesign und in der Mode. Alte Bettbezüge werden zu Sitzpolstern von Stühlen umfunktioniert. Aus ausrangierten Fahrradschläuchen

Aus der Wolle der seltenen Schafrasse „Manx Loaghton“ wird das luxuriöse Bio-Melange-Garn „Manx Merino Fine“ hergestellt. www.rosygreenwool.com

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Das Set „Karwendel“ aus Cowl und Stulpen ist aus extra feinem Bio-Merino-Garn im Zopfmuster gestrickt. www.rosygreenwool.com

sehr beliebt. Sie sind weich und biegsam, vermitteln ein Wärmegefühl und nehmen Feuchtigkeit auf.

GOTS-zertifizierte Kinderstoffe: Eisbären in Love Trendshow auf der h+h cologne 2017 Foto: koelnmesse / h+h cologne

Nadeln aus Olivenholz von nicht mehr tragenden Bäumen an. Das Garn-Label ITO hat in Europa die in Japan sehr geschätzten Koshitso-Nadeln aus dunklem Bambus eingeführt. Sie werden nachhaltig in einem Handwerksbetrieb zwischen Osaka und Kyoto herstellt. Nadeln aus Bambus sind insbesondere bei Rheumatikern und Allergikern wegen der besonderen Eigenschaften des Naturmaterials

Die Lillestoff GmbH in Langenhagen hat sich auf farbenfohe, GOTS-zertifizierte Stoffe für Kinderkleidung spezialisiert. Von Anfang an setzten die Gründer konsequent auf Nachhaltigkeit und haben sich auch als Hersteller zertifizieren lassen. Produziert wird in der Türkei. Der Vertrieb der Produkte erfolgt ausschließlich online. Die Stoffe zieren so entzückende Tiere und Figuren wie „Eisbären in Love“, „Let’s Iceskate“ oder „Der Kleine Drachen Kokosnuss“. Ursprünglich waren die Gründer Inhaber eines Nähcafés für Mütter.

Das Garn wird mit GOTS-zertifizierten Farben gefärbt und zum Trocknen aufgehängt. (v.l.n.r.: Färbereibesitzer Keith, Färber Danny, Rosy Stegmann) www.rosygreenwool.com

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Unter dem Namen Albstoffe vertreibt die Firma Maute + Renz Textil GmbH in Süddeutschland hergestellte Naturstoffe wie Bio-Strick-Leinen, Bio Jersey Interlock Jacquard oder Bio-Baumwoll-Teddy. Albstoffe werden in zwei verschiedenen Bio-Qualitäten angeboten: Alb-Stoffe „Öko Stufe 2“ aus kbA-Baumwolle und GOTS-zertifizierten Albstoffe, das sind Naturstoffe der höchsten Zertifizierungsstufe. Nachhaltigkeit hat im Unternehmen eine lange Tradition. Als erstes Textilunternehmen der Schwäbischen ??? wurde es auch selbst IVN Best und GOTS-zertifiziert.

Nähgarn aus recycelten PETFlaschen Gütermann, seit mehr als 275 Jahren einer der traditionsreichsten und erfahrensten Hersteller von Nähgarnen weltweit, hat zwei Varianten von rPET-Nähfaden aus 100 Prozent recyceltem Polyester im Programm: einen Allesnäher sowie einen Zierstichfaden. Das Garn wird in Deutschland aus PET-Flaschen hergestellt, in verschiedenen Arbeitsschritten gewaschen, zu sogenannten Flakes geschreddert und geschmolzen. Für die Herstellung wird laut Angaben des Herstellers weniger Energie benötigt und die CO2-Emissionen seien deutlich reduziert. Aber woher kommt eigentlich der extreme Handarbeitsboom? Als Ursache hat die Branche die zunehmende Beschleunigung und Überforderung durch die Digitalisierung ausgemacht. Handarbeit inspiriert, entschleunigt und entspannt. Machen Sie es sich hyggelig und fangen Sie rechtzeitig vor Weihnachten an! l


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Mundpflege von Anfang an

Gesunde Zähne, gesunder Mensch Eine gute Mundhygiene ist ein wichtiger Beitrag zur Gesundheit – das müssen schon Kinder wissen. Von Anfang an sollen ihnen die Eltern zeigen, dass Zahnpflege wichtig ist. Vom Mund aus können Bakterien auch in andere Körperteile wandern und dort die Gesundheit schädigen. Wenig bekannt ist, dass Milchzähne auch für die gesunde Entwicklung eines Kindes verantwortlich sind, zum Beispiel für die altersgerechte Gewichtszunahme, das Sprechen lernen und das Aussehen. Zerstörte oder zu schnell verlorene Milchzähne erschweren auch die richtige Zuordnung der Zähne im bleibenden Gebiss. 15 Prozent der unter Dreijährigen haben schon Karies, sagte Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer bei der Auftaktveranstaltung zum Tag der

fiehlt einige Tricks fürs Zähneputzen bei Kleinkindern. Weil Kinder gerne nachmachen, sollen die Eltern mit den Kindern gleichzeitig Zähne putzen. „Für die ganz Kleinen gibt es noch einen anderen Trick: Sie haben noch den Saugreflex. Bei ihnen sollten Eltern die Lippe anheben, um den Saugreflex auszuschließen. Grundsätzlich ist es wichtig, mit dem Zähneputzen schon ab dem ersten Zähnchen zu beginnen.“ Vor allem die Milchbackenzähne, die erst mit zehn oder elf Jahren wechseln, müssen eine Platzhalterfunktion für nachrückende Zähne übernehmen. Bei fehlenden Milchbackenzähnen nutzt der früh – ab sechs Jahren – durchbrechende bleibende Backenzahn seinen Platz, liegt dann zu weit vorne und blockiert damit die Zähne, die erst später – mit zehn oder elf Jahren – durchbrechen. Splieth empfiehlt allen Eltern regelmäßige Zahnarztbesuche mit den Kindern, um denen die Angst davor zu nehmen.

Tag der Zahngesundheit

Foto: © Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Zahngesundheit am 8. September. Übermäßiges Trinken von zucker- und säurehaltigen Getränken, Saugerflaschen und zu wenig Mundhygiene im frühen Kindesalter, machen den Milchzähnen den Garaus. Aber dagegen lässt sich etwas tun.

Seit 1991 heißt es jedes Jahr am 25. September „Gesund beginnt im Mund!“. An diesem Tag machen die rund 30 Mitglieder aus Gesundheitswesen und Politik bundesweit auf Themen der Mundgesundheit aufmerksam. Dabei steht im Zentrum immer die Prävention, also die Verhütung von Zahn, Mund- und Kiefererkrankungen. Der Aktionstag setzt auf breite Aufklärung in der Bevölkerung und die Förderung von Eigenverantwortung, insbesondere durch praxisnahe Tipps, die Mundgesundheitsschäden verhindern helfen sollen. Andrea Reiche

DENTTABS

Kinder zum Zähneputzen erziehen Für die Pflege der kleinen Milchzähne braucht man nur eine kleine Kinderzahnbürste und Zahnpasta mit Fluorid. Damit kann man dann die Zähne putzen wie bei einem Erwachsenen. Kinderzahnpasta hat in Deutschland 500 Anteile Fluorid, Erwachsenenzahnpasta 1.500. Ganz kleine Kinder, die Fluoridtabletten nehmen, sollen nicht zuviel Fluoride aufnehmen. Besser als die Tabletten ist aber eine Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt. Kinder mit einem Kariesproblem sollten deswegen mit Erwachsenenzahnpasta putzen. Prof. Dr. Christian H. Splieth, Leiter der Abteilung Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde der Universität Greifswald, erklärt wie es geht: „Es ist ganz wichtig, dass man an allen Stellen den Zahnbelag entfernt. Das geht am besten nach der KAI-Technik. Dabei putzt man mit einer Zahnbürste zuerst die Kauflächen und dann die Außen- und Innenflächen der Zähne, immer vom Zahnfleisch weg. Bei den Milchzähnen kann man auch ruhig richtig hin- und herschrubben.“ Er emp-

Zahnputztabletten - so geht Zahnpflege heute www.DENTTABS.com

#Liebe Deine Zähne!

Sie zerbeißen eine DENTTABS und lösen diese mit dem Speichel auf. Mit dieser cremigen Paste werden die Zähne poliert. Die fluoridhaltige Tablettenvariante wirkt besonders intensiv und unterstützt die natürliche Remineralisierung und Regeneration empfindlicher Zahnhälse. Wer auf Fluorid verzichten möchte, nimmt DENTTABS fluoridfrei. Durch das Polieren wird die Zahnoberfläche so glatt, dass – vereinfacht gesagt – Bakterien einfach abrutschen und Zahnbeläge sowie Zahnstein und damit letztlich Karies kaum mehr Angriffsflächen haben. DENTTABS gibt es online im shop.denttabs.de und in allen Apotheken und einigen Bio-Läden. Mehr Informationen unter www.DENTTABS.com

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Darmpflege – Gesundheit selbst in die Hand nehmen! Der Darm ist eines unserer wichtigsten Organe in unserem Körper. Er hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und das Gesundheitssystem unseres ganzen Körpers. Ein Großteil des Energiehaushalts wird laut der traditionellen chinesischen Medizin auf ihn zurückgeführt. Nehmen Sie Ihre persönliche Gesundheitsvorsorge in die Hand und kümmern Sie sich gewissenhaft um Ihre Darmpflege. Zu einer umfassenden Darmpflege gehören: – Darmreinigung – Darmflora Aufbau – Darmpflege – Ausgewogene Ernährung

Darmreinigung: Zur Darmpflege gehört die regelmäßige Darmreinigung – ein bis zwei mal im Jahr. Wir empfehlen Ihnen, so wie schon Pfarrer Kneipp, die „Darmbürste“-Senfkörner Kur. Älteren Menschen empfehlen wir die „sanfte Darmbürste“

BUCH-TIPP:

– eine Mischung aus Flohsamenschalenpulver, Vollkornreispulver, Erdmandel- und Traubenkernmehl. Nach einer Darmreinigung ist es sinnvoll die guten Darmbakterien zu unterstützen. Darmflora Aufbau: Im Anschluß an die Darmreinigung folgt der Aufbau der Darmflora. Dies geschieht z.B. mit zahlreichen nützlichen Bewohnern. Dazu gehören zum Beispiel die Bakteriengattungen Lactobacillus und Bifidobacterium. Die Einnahme eines Probiotikums und präbiotischer Nahrungsmittel unterstützt den Aufbau dieser guten Bakterienstämme. Hier empfehlen wir auch unser DarmGold, eine Mischung bestehend aus Vollkornreis, Leinmehl, Lupinenpulver und Topinambursaftpulver, verfeinert mit Ceylon-Zimt.

Topinambur enthält reichlich Inulin, das wiederum einen hohen Präbiotika-Anteil hat. Aufgelöst in Wasser und verdünnt mit Saft, sollte es längere Zeit genommen werden um die Darmflora aufzubauen. Unser Hirsi Top (braunes Wildhirsepulver, Erdmandelmehl und Topinambursaftpulver) und unser Topinamburpulver enthalten ebenfalls zahlreiche nützliche Inhaltsstoffe, die einen positiven Einfluss auf die Darmflora haben. Darmpflege das ganze Jahr Mit einer ausgewogenen Ernährung, DarmGold und Hirsi Top pflegen Sie Ihren Darm weiterhin und tun damit Ihrer Gesundheit Gutes. Fordern sie unsere ausführlichen Informationen rund um die Darmpflege und die Broschüre: Gesundheit aus dem Kräutertopf, gegen 1,45 Euro in Briefmarken an:

Gesundheitsberatung VIVAWenzel ... denn Ihre Gesundheit sollten Sie nicht dem Zufall überlassen! Seit über 25 Jahren halten wir eine umfangreiche Produktpalette für Sie bereit.

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Naturkost Bitterstoffe Säure-Basen-Ausgleich Darmpflege Bachblüten Kombinationen Kräuter & Moor Gesunder Schlaf? – Zirbelkiefer Gutes für Tiere u.v.m.

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Apotheke der Heilpilze

Gut behütet

Die 12 wichtigsten Heilpilze in der Mykotherapie mit Inhaltsstoffen und Anwendungsbeispielen sowie Therapievorschläge für über 100 Krankheitsbilder. In der Heilkunde der Antike waren sie bereits bekannt, sogar Ötzi nutzte sie und die Traditionelle Chinesische Medizin bedient sich ihrer seit eh und je, der fast in Vergessenheit geratenen Heilkräfte der Pilze. Heute gibt es immer mehr Forschungsprojekte, die nun wissenschaftlich nachweisen, was die Naturheilkunde schon lange wusste. Die Fülle an Informationen ist teilweise unübersichtlich und (nicht nur) für den Laien oft nicht verständlich. Daher zeigen die Autoren mit einer Auswahl der zwölf wichtigsten Heilpilze in diesem Buch gut verständlich, was in welcher Form eingesetzt werden kann. Neben den bekannten wie Reishi, Brasil Egerling (ABM) und jenen der Gattung Cordyceps werden hier auch beliebte Speisepilze wie Champignon oder Shiitake gezeigt, die anhand ihrer Inhaltsstoffe einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit leisten können.

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Beate Berg ist Heilpraktikerin. Sie führt das Zentrum für Naturheilverfahren in Witten, mit einem Hauptaugenmerk auf orthomolekulare Medizin und Mykotherapie. Prof.Dr.Dr.h.c. Jan I. Lelley ist seit über 40 Jahren ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der angewandten Mykologie. Er hat sich seit mehr als 15 Jahren auf Pilze mit Heilkraft spezialisiert. Er ist Gründer der Gesellschaft für angewandte Mykologie und Umweltstudien GmbH (GAMU) in Krefeld. Apotheke der Heilpilze – Kompendium der Mykotherapie Beate Berg und Prof. Dr. Dr. h. c. Jan I. Lelley 216 S. + 16 seitiger Farbbildteil, Klappenbroschur, € 19,90, ISBN 978-3-935407-16-8, 2. Auflage, NaturaViva Verlags GmbH, www.haedecke-verlag.de


Veranstaltungen: HINWEIS: Die Adressen zu den Veranstaltungen, die mit einem Buchstaben angegeben sind, finden Sie im blauen Kasten.

OKTOBER 7./8. 10.: Bachblüten für Profis Modul I. Die klassischen Bachblüten, wie sie wirken und wie man mit ihnen umgeht. Veranstalter siehe C ---------------------------------------------13.10., 18.30 - 20.00: Global reisen, lokal kompensieren – Das Münchner Humusaufbauprojekt „HimmelsErde“. Das Humusaufbauprojekt HimmelsErde bietet seit 2014 Privatleuten, Vereinen und Unternehmen die Möglichkeit, selbst verursachte Treibhausgasemissionen in einem regionalen Projekt zu kompensieren. In Zusammenarbeit mit drei landwirtschaftliche Betrieben in und um München wird durch spezielle Anbau- und Bearbeitungsmethoden aktiv Humus aufgebaut. Neben einer deutlichen Verbesserung der Bodeneigenschaften wird so auf bisher 200.000 qm Fläche nachweislich in erheblichem Umfang CO2 gebunden. Die Möglichkeit einer Beteiligung bzw. Unterstützung durch Spenden besteht. Veranstalter: MVHS Dozent: Sebastian Meyer Ort: Stadtbereichszentrum West Teilnahme kostenfrei Mehr Infos siehe B ---------------------------------------------14. - 20.10.: Ganzheitliche Fastenwanderwoche im bayer. Wald Weitere Termine und Infos unter www.fastenzentrumkirstein.de. Kontakt und Anmeldung unter info@fastenzentrumkirstein.de ---------------------------------------------15.10., 11-18.00: Kastanien zum Waschen und Olivenöl zum Abschminken? Exotisch, ökofanatisch oder ganz einfach nur gut? Natürlich gehören großes Umweltbewusstsein und Ideenreichtum dazu, seinen Alltag so unkonventionell zu gestalten, dass möglichst wenig Müll anfällt. Aline Pronnett versucht dies seit mehr als einem Jahr und stellt ihre Erfahrungen nicht nur auf ihrem Blog vor, sondern auch am Infostand der Klimadult. Veranstalter: MVHS DozentIn: Aline Pronnett / Dr. Ulrike Wagner, Teilnahme kostenfrei Anmeldung bei der MVHS erforderlich. Mehr Infos siehe B

21./22.10.: Frauen-Qigong. Sanftes Qigong für Frauen - der weibliche Weg der inneren Entwicklung. Veranstalter siehe C

NOVEMBER 9.11.: Umweltschonendes Verhalten: Morgen fange ich an! Wie kann umweltschonendes Verhalten gefördert werden? Erkenntnisse aus der Umweltschutzforschung, Erfahrungen aus der Umweltberatung in München und das Projekt „Morgen fange ich an“ werden vorgestellt. Doch Erkenntnis allein fördert nicht die Umsetzung. Deshalb wollen wir gemeinsam ausprobieren, was die eigene Motivation und die unserer Mitmenschen wecken und stärken kann. Wie können wir gleich am nächsten Tag unsere gewonnenen Erkenntnisse in Taten umsetzen? Beginn: 19.00, Dauer: ca. 1 ½ Std. Referentinnen: Dr. Tina Theml, Verein für Nachhaltige Lebensstile e.V. (VNL), Christina HügeHornauer, BUND Naturschutz KG, Vorstand KG München Anmeldung erforderlich: bis zum 2.11. unter 089 - 5156760 oder tina.theml@bn-muenchen.de ---------------------------------------------11.11. + 12.11., 10 bis 18 Uhr: Natur- und Gesundheitsmesse „Wohnen und Leben“. Energie, Ernährung und Wellness vereinen sich auf besondere Weise bei der traditionellen Natur- und Gesundheitsmesse im besonderen Ambiente der Schreinerei Seelos. Das Leben genießen, die Vielfalt erleben, der eigenen Gesundheit auf die Sprünge helfen und eine Vielzahl von Möglichkeiten gesünder, angenehmer und schöner in den eigenen vier Wänden zu leben. Mit diesen Themen beschäftigen sich die Aussteller. Genießen Sie hierzu auch die entsprechenden Vorträge. Seelos – Wohnen&Leben, 87672 Roßhaupten, 08367 - 597 www.seelos-wohnen-leben.de --------------------------------------------15.11., 18.30 - 19.30: Lehmputz und Kalkfarben für ein gesundes Raumklima. Mineralische Putze und pflanzliche Naturfarben haben viele Eigenschaften, die zu einem gesunden Wohnraumklima beitragen können. Der Vortrag zeigt die vielfältigen farbgestalterischen Möglichkeiten der natürlichen Farben anhand von interessanten Beispielen und gibt einen Überblick über historische und aktuell gebräuchliche Handwerkstechniken. Musterbeispiele und eine Auswahl natürlicher Rohstoffe

werden vorgestellt. Veranstalter: MVHS und Bauzentrum. DozentIn: Werner Fuest Teilnahme kostenfrei Verfügbare Plätze: 15 Mehr Infos siehe B ---------------------------------------------17./18./19. 11.: Ausbildung Energiemedizin Modul I. Was es braucht, Gesundheit und Krankheit aus der Sicht der Energiemedizin wahrzunehmen und zu behandeln. Veranstalter siehe C ---------------------------------------------18.11.: Den Vögeln in die Nester geschaut. Jeden Herbst werden weit über tausend Nistkästen für in Höhlen brütende Vögel im Auftrag der Stadt München geleert und begutachtet. Die Überreste der vergangenen Brutsaison in den Nistkästen können viel über die Ereignisse des Sommers erzählen und Auskunft geben über das Leben der Vögel, das sonst nur im Verborgenen stattfindet. Wir werden dazu die Nistkästen am Normannenplatz in Bogenhausen erkunden. Dauer: ca. 2 Std. Treff: 11 Uhr, Normannenplatz - Englschalkingerstraße, U-Bahnstation Arabellapark (U4) Führung: Dr. Eva Schneider (Tierärztin) - bei Fragen: Tel. 089 - 271 90 52. Mehr Infos siehe A ---------------------------------------------21.11.: „Der Bauer und sein Prinz“, ein Film von Bertram Verhaag. Man muss der Natur etwas zurückgeben. Mit thematischer Einführung von Elisabeth Peters (Projektstelle Ökologisch Essen) Der Film zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. In poetisch eindrücklichen Bildern zeigt der Film von Bertram Verhaag, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert und welchen Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgeht. Schon vor mehr als 30 Jahren war dem Prinz of Wales klar, dass man nur mit praktischen Beispielen Bauern überzeugen kann, Land im Einklang mit der Natur und ohne Gifte zu bewirtschaften. Beginn: 18.30 Uhr, Dauer: ca. 2 Std. (Film 80 Minuten) Ort: Münchner Zukunftssalon im oekom verein; Waltherstraße 29 Rückgebäude, 80337 München Veranstalter: BUND Naturschutz, Kreisgruppe München, oekom e. V., Verein für ökologische Kommunikation e. V., Verein für Nachhaltige Lebensstile e.V.(VNL) ---------------------------------------------25.11. Spätherbst im Ostpark – eine naturkundliche Wanderung Der Winter steht vor der Tür und

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ADRESSEN A: Bund Naturschutz Kreisgruppe München Pettenkoferstr. 10 a 80336 München Tel.: 089 - 5156 76-0 Fax: 089 - 51 56 76 -77 www.bn-muenchen.de B: Ökologisches Bildungszentrum ÖBZ Englschalkinger Straße 166 81927 München 089 - 93 94 89 - 60, ÖBZ 089 - 93 94 89 - 61, MVHS 089 - 93 94 89 - 71, MUZ www.oebz.de C: freiraum Seminare Schirmgasse 266 84028 Landshut www.freiraum-landshut.de kurse@freiraum-landshut.de Tel.: 0871 - 97 502 838

Ihre Veranstaltung erscheint in der nächsten Ausgabe, wenn Sie bis zum 14. Nov. die Informationen zusenden und im Voraus pro Zeile (30 Zeichen) 3,00€ bezahlen. Adresse und Konto siehe S. 44. die Tiere und Pflanzen draußen in den Wäldern, aber auch in unseren Parks haben sich schon bestens vorbereitet: Die Laubbäume beispielsweise stehen zwar laublos da, aber im vergangenen Sommer haben sie die Knospen für den nächsten Frühling ausgebildet. So ist es gar nicht schwierig, im Winter die laublosen Bäume anhand ihrer Knospen zu bestimmen. Baumknospen sind jedoch nicht nur zum Bestimmen geeignet, sie erzählen noch vieles mehr, z. B. von Überwinterungs- u. Überlebensstrategien. Dauer: ca. 2 - 3 Std. Treff: 11.00, Ostpark, Eingang beim Michaeligarten, Feichtstraße Führung: Dr. Eva Schneider (Tierärztin) - bei Fragen: Tel. 089 - 271 90 52. Mehr Infos siehe A

DEZEMBER 2./3.12.: Bachblüten für Profis Modul 2. Neue Blütenessenzen als Bereicherung und Ergänzung, weitere Auswahlverfahren. Veranstalter siehe C ----------------------------------------------

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DIY-Tipps: Die Münchner Volkshochschule bietet ein umfangreiches Programm an Do-it-yourself-Kursen. Hier finden Sie eine Auswahl. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: www.mvhs.de/programm/kultur-kunst-kreativitaet Kurs Nr F236170: Textildruck 15.10.2017 Kurs Nr F224510: Schmieden lernen 17.10. bis 14.11.2017 Kurs Nr F235160: Einkaufsnetz 19.10.2017 Kurs Nr F224570: Schweißarbeiten für Haus und Garten 09.11. bis 30.11.2017 Kurs Nr F237244: Filzen für Einsteiger: Filzschuhe für kalte Tage 11.11. bis 12.11.2017 Kurs Nr F237280: Patchwork-Einstiegskurs 11.11. bis 12.11.2017 Kurs Nr F228580: Do it Yourself - Ausgelesen - Schönes aus alten Büchern 13.11.2017 Kurs Nr F237340: Farbe und Ornament - Afrikanische Stoffe 25.11. bis 26.11.2017 Kurs Nr F228560: Aus alt mach neu - schöne Dinge aus alten Zeitungen 26.11.2017 KursNr F235300: Sashiko - Stickkurs 01.12.2017 Kurs Nr F228090: Brandmalerei - Malen mit dem Lötkolben 04.12.2017 Kurs Nr F228450: Die Montagsdrucker – die Buchdruckwerkstatt 04.12. bis 22.01.2018 Kurs Nr F227167: Do it yourself - individuelle Möbel bauen 09.12.2017 Kurs Nr F233515: Tunika - Der Klassiker für warme Tage 10.12.2017 Kurs Nr F227360: Nistkästen + Vogelhäuser á la Hundertwasser 11.01. bis 01.02.2018 Kurs Nr F228020: Aus alt mach neu - schöne Dinge aus alten Dosen 14.01.2018 Kurs Nr F224595: Messer schmieden 19.01. bis 20.01.2018 Kurs Nr F233520: Die individuelle Wendetasche - textiles Design zum Selbernähen 23.01.2018 Kurs Nr F237220: Nadelfilzen: Nanas im Stil von Niki de Saint Phalle 24.01. bis 07.02.2018 Kurs Nr F237338: Monotypie auf Seide 27.01. bis 28.01.2018 Kurs Nr F224592: Do it yourself: Stühle aus Stahl 02.02. bis 03.02.2018 Kurs Nr F226931: Do it yourself - Halsketten selbst gemacht 10.02.2018 Kurs Nr F228460: Artefakte - gestalten und drucken mit Holzund Bleibuchstaben 10.02. bis 17.02.2018 Kurs Nr F237110: Weben 24.02.2018

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TV Tipps für Oktober zusammengestellt von Dipl. Ing. Agrar (FH) Peter Boley. Weitere Informationen unter www.AGRAR-TVNews.de Datum Sendezeit

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04.10. 22:45-23:59 BR More than Honey - Bitterer Honig 05.10. 18:15-18:45 NDR Der Torfhändler aus Rheiderland 05.10. 20:15-21:00 HR Wie bleibt Brot lange frisch? 05.10. 21:00-21:45 SWR Alm - Eifelbäuerin am Königssee 06.10. 21:00-21:30 3 SAT Schöne neue Landwirtschaft? 07.10. 13:30-14:00 NDR 7 Tage … auf dem Bauernhof 07.10. 16:00-16:30 ARD Schonende Landwirtschaft 08.10. 12:00-13:30 BR Erntedankfestzug Fürth - LIVE 08.10. 16:30-18:00 SWR Kürbis-Europameisterschaft 08.10. 17:45-18:30 HR Preiskrieg um Brot 08.10. 18:30-19:00 HR Der Bauer und die Wildschweine 08.10. 20:15-21:45 NDR Die Neuen vom Bauernhof 08.10. 20:15-21:45 SWR Herbst auf dem Land 08.10. 22:40-23:59 RBB Landstück 09.10. 13:00-14:00 WDR Zuckerwurzel, Glückskleerübchen 09.10. 21:05.22:00 3 SAT Die Frage der Bienen 09.10. 21:45-22:15 HR Ein Kleinbauer sucht Mitmacher 09.10. 22:00-22:45 NDR Abfallprodukt der Milchindustrie? 10.10. 15:50-16:45 Arte Ein Traum von Baum 10.10. 22:15-22:45 ZDF Melken mit der App 11.10. 19:30-20:00 Alpha Schonende Landwirtschaft 12.10. 21:00-21:45 SWR Geheimnisvoller Garten - Erntezeit 12.10. 22:00-22:45 SWR Unsere Böden - mit Füßen getreten 13.10. 18:35-19:20 Arte Singvögel in Not 13.10. 21:00-21:45 WDR Eier in der Krise? 14.10. 15:00-15:30 3 SAT Paradiesische Früchte 14.10. 16:45-17:15 HR Kochen mit Kürbis 16.10. 13:20-15:00 HR 10 Millarden, wie werden wir satt? 17.10. 15:00-15:55 3 SAT Wo die Zitronen blühn 17.10. 18:15-18:45 SWR Fleischlosglücklich-Lebensgenuss 17.10. 23:20-23:59 Arte Danke für den Regen 18.10. 12:30-13:00 3 SAT Kastanienbäume - edel und stolz 20.10. 21:00-21:45 WDR Zwiebeln und Knoblauch 21.10. 09:35-09:50 3 SAT Der Duft der Marille 21.10. 16:00-16:30 ARD Pilzalarm! 22.10. 18:00-18:45 NDR Geschmack nach Meer 23.10. 11:40-12:10 HR Gesundes für Kinder 23.10. 18:15-18:45 SWR Der Großstadt Bauer 23.10. 21:00-21:45 HR Schöne neue Essenswelt 24.10. 11:35-12:20 HR Die Angst vor Weizen, Milch & Co. 24.10. 13:00-14:00 WDR Vollkorn statt Weißmehl? 24.10. 18:15-18:45 NDR Fritz und der essbare Waldgarten 24.10. 21:00-21:45 HR Frankfurts Bauernmarkt 26.10. 18:15-18:45 NDR Der Helfer auf den fremden Höfen. 27.10. 21:00-21:45 WDR Kürbis neu entdeckt 28.10. 15:30-16:00 3 SAT Mit dem Biogärtner in Südafrika


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Verlag G. Wasner-Meyer Inhaber: Gudrun Wasner-Meyer

Theodor-Fischer-Straße 85, 80999 München Tel.: 089 - 74 14 11 54, Fax: 089 - 74 14 11 55 info@derspatz.de, www.derspatz.de Redaktion und Anzeigen: Gudrun Wasner-Meyer (verantwortlich), Adresse s. Verlag Auflage: 45.000 Druck: ADV SCHODER Augsburger Druck- u. Verlagshaus GmbH Papier: 100 % Recycling-Papier Titelbild: Maas Natur, www.maas-natur.de Illustrationen: Frieder Vogel Fotos: Fotolia.com, falls nicht anders angegeben Redaktionelle Beiträge: Claudia Mattuschat, Elisabeth Schütze, Sebastian Schulke, Stephan Wild, Katrin Speer, Andrea Reiche

„Der Spatz” ist ein unabhängiges Verbraucher-Magazin für Bayern und erscheint 5 mal im Jahr. Er ist kostenlos erhältlich in Naturkostläden, Reformhäusern, Naturbau- und Naturwarenläden, Naturheilpraxen, Therapie-Zentren, Restaurants und Cafés, Bio-Hotels, Buchläden u.a. geeigneten Plätzen. Anzeigen: Für gewerbliche Anzeigen fordern Sie bitte die Anzeigen-Preisliste an. Erscheinungstag für Nr. 5/2017 ist der 24. Nov. Anzeigenschluss ist am 3. November. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers wider und nicht unbedingt die der Redaktion. Für den Inhalt der Anzeigen und Artikel sind die Auftraggeber oder Autoren verantwortlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion.

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KOLUMNE Janina Nottensteiner ist seit 1997 Moderatorin beim Bayerischen Fernsehen. Bekannt aus Sendungen wie „Blickpunkt Sport“, „Wir in Bayern“, „laVita“ und „UNKRAUT“. Seit der Programmreform des Bayerischen Fernsehens ist sie freitags um 19 Uhr in „UNSER LAND!“ zu sehen. Mit Kopf, Herz und Hand erkundet und hinterfragt die Dipl. Journalistin Umwelt- und Naturschutzthemen und lässt Sie an ihren ganz persönlichen Umwelt- und Naturerlebnissen Teil haben. Viel Spaß beim Lesen...

Oktoberfest: Aus is, schee war’s!

Was für ein Duft der da bereits Tage vor der offiziellen Eröffnung des Oktoberfestes um den Bavariaring weht – es riecht nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte, frisch gebrautem Bier und Hendl. Wenn sich die Buden- und Zeltbesitzer vorbereiten, muss alles passen, damit rund sechs Millionen Besucher Spaß haben und auch genügend Umsatz machen. Das Oktoberfest ist zum größten Volksfest der Welt geworden. Dabei kam die Ursprungsidee von keinem König und keinem Minister, sondern von einem bürgerlichen Unteroffizier. Andreas Michael Dall’Armi war ein Tiroler Kaufmann und Bankier in München, und Major der Kavallerie bei der königlich bayerischen Nationalgarde. Er organisierte 1810 anlässlich der Hochzeitsfeierlichkeiten des damaligen Kronprinzen Ludwig ein Pferderennen auf der Theresienwiese und gilt damit als Begründer des Münchner Oktoberfests. Im Jahr 2010 fand anlässlich des 200. Jubiläums auf dem Südteil des Geländes erstmals die OIDE WIESN statt , die an vergangene Zeiten erinnern sollte. Es gab ein gemütliches familienfreundliches Festzelt, ein reiches Kulturprogramm, alte Karusselle und Pferderennen wie in den Anfangsjahren. Aufgrund des großen Erfolges findet die „OIDE WIESN“ nun alle zwei Jahre statt. Ich muss gestehen: Ich bin ein RIESEN Wiesn-Fan, allerdings bin ich eher auf der OIDEN WIESN und das am liebsten vormittags bei einem Haferl Kaffee und einer Auszognen zu finden. Das Motto „immer höher, schneller weiter...“ ist zugegeben nicht so meins. Fahrgeschäfte bei denen man sich anschließend am liebsten übergeben würde überlasse ich lieber jüngeren Besuchern. Kettenkarussell und Ballwurfbude sind dagegen schon eher meine Favoriten. Auch was die Tracht betrifft ist „Geschmack“ ein verdammt dehnbarer Begriff. Kurz, kürzer am kürzesten ist bei einigen Damen wohl das Motto des Jahres, und auch einige Männer sollten bevor sie das Haus verlassen besser noch mal in den Spiegel schauen, ob die Lederhosen nicht doch mittlerweile etwas zu knapp sitzt. Unzählige BilligTrachtenshops sprießen wie Pilze kurz vor der Wiesn aus dem Boden; und jeder noch so weit hergereiste Tourist meint

sich zum Spaß „verkleiden“ zu müssen. Mit echter Tracht und Tradition hat das leider wenig zu tun. Und so kann man manch lustige Gestalten auf der Wiesn umherrennen sehen. Schön ist auch zu beobachten, wie unsere Wiesn-Besucher bei kleinen Showveranstaltungen, wie beim Fingerhakeln, den wohltrainierten Fingern eines Feuerwehrmannes aus den Bergen standhalten wollen. Auch das Teufelsrad ist ein beliebter Schauplatz, um zu sehen und gesehen zu werden! Wohl dem der als erster den magischen Punkt in der Mitte auf der sich drehenden Schreibe erreicht. Er hat meist die beste Chance lange auf dem sich drehenden Rad zu bleiben, untermalt von flotten Sprüchen des Betreibers. Fast am Rand aber doch ein fester Bestandteil eines jeden Wiesn-Bummels ist bei mir und meiner Familie ein Besuch im Flohzirkus. Kaum zu glauben was die kleinen Tierchen alles heben, schieben und ziehen können. Sogar Tore schießen steht auf der Programmvorstellung! Auch der königlich Bayerische Hoffotograf gehört zum MUSS. In historischen Gewändern in die Rollen von SISSI & Co zu schlüpfen, für viele Frauen ein Traum – aber auch Männer sind herzlich Willkommen! Frack und Hut stehen bereit! Was das Essen auf der Wiesn betrifft, sind den kulinarischen Wünschen keine Grenzen gesetzt – vom Steckerlfisch bis

zur Ochsensemmel, von Sushi bis zum Hendl, vegan, oder vegetarisch ...alles kein Problem, es gibt alles was das Herz begehrt! Und das auch noch in Bio-Qualität. Generell ist der „Grüne Gedanke“ ein wichtiger auf dem Münchner Oktoberfest! Von Ökostrom bis Bio-Schmankerl, wer mit seinem Betrieb auf der Wiesn stehen will, muss den Umweltschutz achten, denn die Festleitung der Stadt München hat ein Ökopunktesystem eingeführt. D.h. die hier gesammelten Punkte dienen zur Bewertung der „Beschicker-Zulassungen“. Wer grün denkt und grün handelt bekommt Pluspunkte und hat Vorteile bei seiner Bewerbung als Aussteller. Denn jeder Wirt, Schausteller und Standlbesitzer muss sich jedes Jahr aufs Neue für einen Stellplatz auf der Festwiese bewerben. Somit gilt das Münchner Oktoberfest auf der ganzen Welt als Vorbild für umweltschonend organisierte Großveranstaltungen. Ach ja, was man natürlich nicht vergessen sollte, ist ein DICKER Geldbeutel, denn günstig ist ein Rundgang mit Fahrgeschäften, Verpflegung und einem Abstecher auf die OIDE WIESN NICHT! Manchmal frage ich mich wirklich, wie Familien mit zwei oder drei Kindern das überhaupt finanziell stemmen. Mit Hendl, Limo, Brezen, zwei mal Karussell fahren und vielleicht einer Tüte gebrannter Mandeln ist man da schnell mal pro Kind bei 40 Euro. Dabei durften dann aber Mama und Papa nur noch die Hähnchenknochen abknabbern und die trockenen Reste der Brezen verspeisen. Und dennoch: Trotz des kostspieligen Ausfluges ist die Wiesn einfach für alle, egal ob Groß oder Klein, ein echtes Erlebnis. Kindheitserinnerungen die man nicht mehr vergisst.... In diesem Sinne: SCHEE WAR’S und bis zum nächsten Jahr auf der Wiesn!

Ihre Janina Nottensteiner

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