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TEST: iPHONE 7 // iPHONE 7 PLUS // WATCH 2

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Willkommen bei

i Phone Es gibt ja weniges, dessen man sich dieser Tage noch sicher sein kann - aber im September wird in San Francisco das neue iPhone vorgestellt, ob es nun hagelt, stürmt oder schneit (was im dürren Kalifornien wohl ähnlich wahrscheinlich ist wie ein Meteoriteneinschlag im Auditorium). Nicht zufällig ist daher der Erscheinungstermin unseres neuen Magazins „iPhone“ gewählt. In diesem Heft lesen Sie alles zum neuen iPhone 7 und 7 Plus, ob über die umfangreichen Hardware-Neuerungen oder die nützlichen Funktionen des neuen Betriebssystems iOS 10. Auch zur neuen, wasserdichten Apple Watch Series 2 mit GPS-Funktion erfahren Sie viel Wissenswertes. Sind Sie mit Ihrem bestehenden iPhone zufrieden, wollen aber mehr rausholen? Dann finden Sie weiter hinten im Heft eine umfangreichen Teil mit Tipps und Tricks für den Handy-Alltag, von Tipps für Smartphone-Fotografen über Anleitungen zur einfacheren Verwaltung Ihrer Logins und Passwörter bis hin zur Einrichtung von digitalem Einbruchsschutz mit iPhone-Anbindung. Und weil Technik ja vor allem auch Spaß machen soll, stellen wir auf etlichen Seiten die interessantesten elektronischen Gadgets vor. Als Bonus legt die Redaktion eine 52 Seiten starke Beilage zum Thema Smart Home drauf - jede Menge Technik für das vernetzte Zuhause, die vielfach auch mit dem iPhone kommuniziert. Blättern Sie doch rein!

Harald Gutzelnig, Herausgeber

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WhatsApp Guru: Tipps und News zum beliebtesten Messenger


TECHNIK INHALT

Bluetooth Kopfhörer

Inhalt Rubrik 3 // Editorial 4 // Inhaltsverzeichnis

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110 // Nicht ohne mein iPhone

Das alles kann Siri unter iOS 10

114 // Impressum

Start 6 // News Alle Neuheiten & Trends auf einem Blick 12 // iOS & Android Mythen Die diversen Mythen unter der Lupe 14 // HADI Die Plattform für Handwerker und Dienstleister

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16 // iOS 10 & watchOS 3 Neue Features im Überblick

Die Apple Watch lernt neue Funktionen

20 // Siri Siri ist nun weltoffen und verständnissvoller 22 // Homekit - Smarthome Das Eigenheim vom iPhone aus bedienen 24 // MacOS Sierra Apples Desktop-System im Test

Titelthema 26 //

iPhone 7 & iPhone 7 Plus Das können die neuen iPhones

32 // Apple Watch Series 2 Jetzt wasserdicht und mit GPS-Funktion

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iPhone Magazin iPhone Aug/Sep Okt/Nov 2016


Bluetooth Kopfhörer

TECHNIK INHALT

Technik

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34 // iPhone Evolution Alle iPhone-Modelle im Wandel der Zeit

SportKopfhörer im Test

36 // Gadgets Die Technik-Trends im Überblick 44 // 3D-Drucker Eines der erfolgreichste Kickstarter Projekte 46 // i-crusher Ein Roboter, der das iPhone in 11 Sekunden zerlegt 48 // Bluetooth Kopfhörer Keine Klinke? Kein Problem! 52 // Speicher erweitern So lässt sich der interne Speicher erweitern

37 360 Grad Kamera für jeden Zweck

39 Dieses KameraObjektiv lässt sich mit dem iPhone oder iPad verbinden

Tipps & Tricks

Apps

54 // iOS Geheim-Tipps Tipps und Tricks zur neuen iOS-Version

96 // Die besten neuen Apps Die aktuellen iOS-Apps im Test

58 // Foto-App Tipps Die Funktionen im Detail

106 // Pokémon Go Alle Infos über den Pokémon-Hype

60 // Watch OS Tipps Die Neuheiten der Apple Watch 64 // Passwortverwaltung Nie wieder Passwörter vergessen 68 // Hausüberwachung Digitaler Einbruchsschutz mit dem iPhone 72 // Alltagstipps Das alles kann Ihr iPhone

106 Pokémon Go

88 // Quicktipps Die besten Kurztipps für das Apple-Gerät

Aug/Sep 2016 Okt/Nov 2016 iPhone iPhone Magazin

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START TIPPS

HADI Das ist iOS 10

DAS IST

iOS Text: Oliver Janko

iOS 10 ist endlich offiziell, das Update sollte mittlerweile auf allen unterstützten Geräten angekommen sein. Grund genug für uns, einmal einen Blick auf die Neuheiten des Betriebssystems zu werfen.

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om „größten iOS-Update aller Zeiten“ sprach Apples Software-Chef Craig Federighi, als er iOS 10 im Juni dieses Jahres auf der WWDC enthüllte. Gut Ding will aber bekanntlich Weile haben, und so dauerte es noch einmal rund drei Monate, bis das Update letztendlich tatsächlich flächendeckend verteilt wurde. Alle Besitzer eines neueren Apple-Geräts, ab dem iPhone 5 oder dem iPad Air und der iPod Touch 6G können sich über iOS 10 freuen. Gleichermaßen dürften auch die doch zahlreichen neuen Funktionen ein Lächeln auf die Gesichter der Fans zaubern. Das eingangs erwähnte Versprechen wurde gehalten, Apple besserte in allen Belangen nach. Es ändern sich also keineswegs nur einzelne Bausteine im HIntergrund, die Neuheiten sind offensichtlich: Der Lockscreen wurde deutlich erweitert, die Nachrichten-App verbessert, die Foto-Anwendung mit neuen Extras ausgestattet. Was sich sonst noch getan hat, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

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iPhone Magazin iPhone Aug/Sep Okt/Nov 2016


Das ist iOS HADI 10

TIPPS START

Die Neuheiten im Überblick SIRIKIT: SIRI FÜR DRITTANBIETER Mit „SiriKit“ haben nun auch Entwickler von Drittanbieter-Apps die Möglichkeit, den Sprachassistenten in ihre Anwendungen zu integrieren. Damit kann Siri auch auf andere Anwendungen zugreifen und Befehle ausführen.

BEWEGUNGEN ZUM WECKEN Praktisch: Wird das iPhone angehoben, wacht es automatisch aus dem Ruhezustand auf. So haben Sie Ihre Benachrichtigungen und Mitteilungen jederzeit sofort zur Hand, ohne das Gerät manuell aktivieren zu müssen.

SCHNELLERE MITTEILUNGEN Wenn Sie eine neue Nachricht empfangen, können Sie diese direkt am Sperrbildschirm lesen und beantworten. Das klappt über die 3D Touch-Funktion. Das iPhone muss nicht mehr extra entsperrt werden.

PASSENDE VORSCHLÄGE iOS 10 versteht gewissermaßen, was Sie schreiben. Damit liefert Ihnen die Tastatur kontextabhängige Vorschläge. Rufnummern von Kontakten oder freie Termine werden während des Schreibens eingeblendet.

GESICHTER ERKENNEN Die Foto-App von iOS 10 ist in der Lage, Gesichter zu erkennen und diese automatisch zu gruppieren. Damit haben Sie dann all Ihre Aufnahmen übersichtlich nach Personen geordnet. Das Ganze funktioniert übrigens ohne Umwege über das Internet.

ÜBERARBEITETE KARTEN-APP Die Anwendung wird nicht nur optisch aufgehübscht, auch neue Funktionen halten Einzug. So merkt sich die App beispielsweise, wo Sie Ihr Auto abgestellt haben. Zudem lassen sich nun in der App Taxis rufen oder Tische in Restaurants reservieren.

VERBESSERTER LOCKSCREEN Generell wurde der Sperrbildschirm einer ganzheitlichen Auffrischung unterzogen. Ein Wisch nach links bringt Sie zu den wichtigsten Widgets, ein Wisch nach rechts öffnet die Kamera. “Slide to Unlock” ist Geschichte.

kompatible iPhones iPhone 7 | iPhone 7 Plus | iPhone 6s | iPhone 6s Plus iPhone 6 | iPhone 6 Plus | iPhone SE | iPhone 5s iPhone 5c | iPhone 5

Bildquelle: shutterstock.com [mirtmirt]

Aug/Sep 2016 Okt/Nov 2016 iPhone iPhone Magazin

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START TIPPS

HADI Siri

Dein Wunsch

ist mir Befehl Text: Peter Mußler

Was märchenhaft klingt, kann in der weißen Welt des iPhones bald Realität werden - echte Sprachsteuerung, die über das Anrufen eines Kontaktes weit hinausgeht. Die Weichen dafür wurden nun gestellt.

K

ennen Sie den gar nicht allzu utopischen Streifen “Her”, in dem sich ein Autor in eine Frau ohne Körper (und vielleicht auch ohne Seele) verliebt? Sie ist nämlich nur ein sogenanntes User Interface, aber ein brillant programmiertes und durch die ansprechende Stimme von Hollywood-Star Scarlett Johansson äußerst aufreizendes Exemplar. Sie ist Sekretärin, Freundin und irgendwann auch Geliebte des Mannes, der nie eine bessere Begleiterin gehabt zu haben scheint. Mit Siri verpasste bereits Apple der Sprachsteuerung das Image der stets bereiten Assistentin und verbesserte die Funktionen seit Einführung

mit iOS 5 beständig. Mit der neuen Betriebssystem macht sie nun aber einen gehörigen Sprung.

Siri und die weite Welt Die Apple-Entwickler haben sich nun dazu durchgerungen, Ihr Sprach-Interface gegenüber der weiten Welt zu öffnen. D.h., das künftig auch Developer fremder Apps die Eingabehilfe mit den vier Buchstaben nutzen können. Somit wurde der große Schritt dahin getan, nun alles über das gesprochene Wort zu steuern: Lieferbestellung, Messenger und sogar den Geldtransfer. Es wird noch eine Zeit dauern, aber die Grundlage dafür ist nun geschaffen. “Hey Siri, ein Taxi bitte!”

Kaum noch Finger nötig Wenn Siri erst einmal so richtig mit der Welt vernetzt ist, wird man noch viel mehr Menschen sehen, die mit ihren Smartphones reden - und zwar ohne dass jemand am anderen Ende wartet.

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iPhone Magazin iPhone Aug/Sep Okt/Nov 2016


HADI Siri

TIPPS START

Siri unter iOS 10: weltoffen und verständnisvoll Siri geht fremd

Siri wird gescheiter

Nur noch eine Siri

Bislang ist die Liste der Apps, mit denen Siri sich gut versteht und die nicht von Apple stammen, recht übersichtlich. Facebook gehört dazu, Twitter auch, aber bereits WhatsApp lässt sich nicht über Sprache bedienen. Das wird sich nun ändern, und die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Wir können z.B. über die Freisprecheinrichtung Skype-Nachrichten befehlen, über die Lieferservice-App Lunch ordern oder die Pizza zum Fußball-Spiel, obwohl wir gerade noch auf unserer Jogging-Strecke Kilometer abspulen. Damit ist man aber noch lange nicht am Ende. Nicht nur alle Arten von Bestellungen (Taxi, Amazon etc.) lassen sich auf diese Weise vereinfachen. Auch die Bedienung von alltäglichen Anwendungen wie der des Musikstreaming-Dienstes wird auf ein neues Komfort-Level gehoben: “Hey Siri, spiel’ mir bitte ein Wilson Pickett-Album vor!” Dabei steht man vielleicht mit Rasierschaum eingepackt vor dem Badezimmerspiegel. Und auch das bedienen des Castings über Apple TV geht ohne einen Finger zu krümmen: “Bitte spiel die neueste Folge meiner Lieblings-Netflix-Serie ab!”

Unter dem Begriff QuickType lassen sich einige Verbesserungen subsumieren, die Siri zu einer noch eilfertigeren Assistentin machen. Diese Fertigkeiten beziehen sich aber nicht nur auf die mündliche Spracheingabe, sondern auch auf Äußerungen die über die Tastatur gemacht werden. Siri versteht mehr denn je, um was es geht und versucht, die richtige Hilfestellung zu leisten.

Das ist zwar keine wirkliche Verbesserung, da von vornherein nicht viele Nutzer das (Luxus-) Problem kennen werden, zwei Apple-Mobilgeräte nebeneinander liegen zu haben, die zeitgleich auf die Anrede “Hey Siri” reagieren. Die, die es aber kennen, wird es zumindest amüsieren, dass man sich dieser Lücke im System, dem Thema der Redundanz, bei den Kaliforniern angenommen hat. Wer jetzt vor iPhone und iPad nach Siri ruft, bekommt nur noch einmal Antwort.

Offen für externe Entwickler

Besseres Textverständnis

Reaktion nur auf einem Gerät

Sie geht dabei mit Informationen zur Hand, die man in einer bestimmten Kommunikationssituation brauchen kann. Fragt der Gesprächspartner im Austausch über Messenger nach den Kontaktdaten eines Freundes, so bietet Siri das Einfügen aus dem Kontaktverzeichnis automatisch an. Das verkürzt viele Prozesse, z.B. auch Kalendereinträge, die mit Adressen gefüllt werden wollen. Siri erkennt Zusammenhänge und sammelt nützliche Informationen zum Gesagten. Was nun auch - endlich! - angepasst wurde: Siri ist nun flexibler, was die Eingabesprachen anbelangt. Es ist nun nicht länger notwendig, Sprachen manuell zu wählen - Siri erkennt Sie jetzt ganz von selbst. So könnte sich natürlich auch das smarte Zuhause über Siri kontrollieren lassen: “Mach das Licht auf der Terrasse an!” Und auch die Temperatur ließe sich regeln, sogar von unterwegs aus, wenn man gerade aus dem Winterurlaub zurückkommt. Etwas heikler wird es beim Thema Geldüberweisung. Apps wie “Square Cash” erlauben die Überweisung kleinerer Beträge auf unkompliziertem Wege und sogar in Echtzeit. Sie ließen sich über die persönliche Smartphone-Verwalterin mit den beiden Is einfach in Auftrag geben. “Bitte überweise Martin 10 Euro über Square Cash!” Dann ist die Schuld gleich wieder getilgt, wenn wir den Arbeitskollegen um Bargeld für das Mittagessen anpumpen mussten.

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Gewisse Schlagwörter werden übrigens auch erkannt und automatisch in Emojis umgewandelt.

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TECHNIK

iPhone 7 & iPhone 7 Plus

Die neue Generation

iPHONE 7 & 7 PLUS iPHONE 7 PLUS Doppelkamera

iPHONE 7

Nur beim großen „Plus“-Modell: Zwei getrennte Kameras ermöglichen Weitwinkelaufnahmen einerseits und Teleaufnahmen (2x) andererseits.

Wasserdicht

Sowohl iPhone 7 als auch das iPhone 7 Plus sind jetzt gegen Eindringen von Wasser und feinem Staub geschützt..

Rabenschwarz

„Diamantschwarz“ heißt eine neue Farbvariante, die mit Hochglanz-Finish versehen ist. Das sieht zwar recht schick aus, zerkratzt aber leicht.

AirPods

Die 3,5 mm-Audiobuchse ist Geschichte. Wer Musik hören will, muss Kopfhörer mit Lightning-Stecker verwenden – oder Apples drahtlose „AirPods“.

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Mehr Licht!

Das „Retina“-Display des iPhone 7 misst unveränderte 4,7 Zoll, jener des iPhone 7 Plus 5,5 Zoll. Die Helligkeit ist jetzt um 25% höher.

Home-Button

An dieser Stelle sitzt nun kein mechanischer „Knopf“ sondern eine Schaltfläche ohne bewegliche Teile, die dennoch druckempfindlich ist.

iPhone Okt/Nov 2016


iPhone 7 & iPhone 7 Plus

TECHNIK

Text: Martin Reitbauer

Monatelang brodelte die Gerüchteküche, jetzt sind sie da: iPhone 7 und 7 Plus erfüllen die Erwartungen. Die Revolution hat sich Apple aber wohl fürs nächste Jahr aufgespart.

Wir trauern um die Klinkenbuchse (*2007 – 2016).

Innovation in Häppchen

D

as iPhone ist ohne Zweifel das meistbeachtete Produkt der Technik-Welt und die Produktionskette von Kalifornien nach China ist lang. Ein Wunder, dass im Vorfeld der jährlichen Präsentation nicht mehr Details bekannt werden. Aber dieses Mal hatten auch die Kleinigkeiten, die vor dem September nach außen drangen, explosives Potenzial, allen voran der Wegfall der guten, alten 3,5 mm-Klinkenbuchse: Das neue iPhone gibt nur noch ein digitales Audiosignal aus und verwendet dazu den 2012 eingeführten Lightning-Stecker. Viele Nutzer sind schnell mit Verschwörungstheorien bei der Hand: Apple wolle doch nur teure Adapter und Zubehör verkaufen. Aber der Adapter liegt gratis bei und Käufer können auch Kopfhörer von Drittherstellern (ob Lightning oder Bluetooth) verwenden.

Re-Design erst 2017 Der wahre Grund für den schmerzlichen Schnitt dürfte in der Vorbereitung auf das kommende Jahr liegen, in dem Apple dem Vernehmen nach ein radikales Re-Design des iPhones plant. Fla-

cher soll das Smartphone werden und vielleicht ganz aus Glas bestehen. Da steht die massige Klinkenbuchse im Weg. Und taktisch ist es klüger, den Käufern die ungewohnten Neuerungen häppchenweise aufs Auge zu drücken. Glücklicherweise bringt das iPhone 7 auch viel Neues, das ganz ohne Kontroverse ist: Die wasserdichte und staubgeschützte Bauweise verhindert ein vorzeitiges Ableben nach ungewollten Tauchgängen. Der neue A10-Chip steigert die Rechenleistung (auch beim 6S schon nicht von schlechten Eltern) empfindlich - und stellt der Konkurrenz bei 3D-Grafik und Spielen einen hohen Reibebaum auf. Die Kamera macht mit der Einführung des optischen Bildstabilisators (bisher nur im Plus-Modell verbaut) einen kräftigen Evolutionsschritt, der neue Bildsensor trägt das Seinige bei. Und die Doppel-Knipse des iPhone 7 Plus ist ein Grund mehr, zum größeren Modell zu greifen. Und schließlich muss man Apple auch für die Abschaffung der unzeitgemäßen 16 GB-Version des iPhones dankbar sein.

„Von der weggefallenen Klinkenbuchse abgesehen, bringt das iPhone 7 eine ansehnliche Liste nützlicher Neuerungen – bei Leistung, Kamera, Bildschirm, Akku – die den Status als TopSmartphone festigen.“ Martin Reitbauer Redakteur

Die TopNeuheiten Die siebte Generation des iPhones bringt keine Revolutionen mit sich - aber die Neuerungen summieren sich zu einem attraktiven Paket.

Okt/Nov 2016 iPhone

Die Kamera

Wasserdichtes Gehäuse

Klinke Ade!

Ein Paket von Neuerungen soll für bessere Bilder sorgen: Sensor und Signalprozessor wurden überarbeitet, ein Bildstabilisator eingebaut. Vier LED-Blitze sorgen für echtere Farben bei Nacht. Das 7 Plus knipst doppelt: Mit Weitwinkel oder Tele-Linse.

Eine neue Klebetechnik und von außen unsichtbare Dichtungen sorgen dafür, dass die neuen iPhones wasserdicht und staubgeschützt sind. Sie erfüllen die Schutzart IP67, man sollte sie also bis zu 30 Minuten lang in Süßwasser tauchen können.

Schon vor der Präsentation hatte die Nachricht die Runde gemacht: Um Platz zu sparen verzichtet Apple auf die gewohnte 3,5 mm Klinkenbuchse. Kopfhörer werden jetzt an die LightningBuchse gesteckt. Ein Adapter auf 3,5mm liegt aber bei.

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TECHNIK

Gadgets

Vorbei sind die Zeiten klobiger und vor allem verkabelter Lautsprecher. Heute heißt es „Box to go“.

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G ADGETS

[1] MUSIK AUS DEM ALUGEHÄUSE Der Bamster Pro von Teufel hat uns schon auf den Fotos elektrisiert. Als wir ihn dann auspackten, hat sich die Faszination noch verstärkt. Das Alugehäuse mit eloxierter Oberfläche vermittelt den kühlen Look eines aufgeräumten Architektenbüros. So muss ein Lautsprecher im modernen Entertainment-Umfeld aussehen. Aber auch das Innenleben enttäuscht nicht. Zwei Breitbandlautsprecher mit je 50 Millimetern Durchmesser auf der Oberseite und zwei Tieftöner mit je 46 Millimetern auf der abgeschrägten Geräteunterseite sorgen für eine

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it einem iPhone können wir nicht nur telefonieren, das Internet unsicher machen und mit Hilfe geeigneter Apps unseren Alltag organisieren, wir können auch eine Menge Spaß haben oder ganz einfach aus der Technik noch eine ganze Menge mehr herausholen. Die hier vorgestellten Gadgets liefern auch nur einen ganz kleinen Vorgeschmack darauf, was überhaupt alles möglich ist. Von nutzwertig bis hin zum hohen Spaßfaktor ist für den jeden Geschmack etwas Passendes dabei.

ausgewogene Mischung und können bei Bedarf auch mächtig Dampf erzeugen. Über die Raumklangtaste verändert sich das Abstrahlverhalten. Ein Mikrofon macht aus dem System auch eine Freisprecheinrichtung, ideal für Küche oder Büro. Der Einsatzort ist kaum limitiert, denn der Lautsprecher ist einfach aus der Ladeschale zu nehmen und da abzustellen, wo wir ihn brauchen. Produkt: BAMSTER PRO / Preis: ab 299,- Euro / Leistung: 10 Watt / Akku: 2.500 mAh / teufel.de

[2] BLUETOOTH VORHÄNGESCHLOSS

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Ein Vorhängeschloss für Gartenhütte, Spind oder Absperrkette, das per Bluetooth geöffnet wird, hat einen großen Vorteil: Der Nutzer kann anderen Personen den „Schlüssel“ überall hin zusenden. Produkt: noke / Preis: ab 69,95 Euro / Batterie: 1 Knopfzelle (CR2032), ca. 1 Jahr / Maße, Gewicht: 5,5 x 8,4 x 2,5 cm, 319 g / www.noke.com

AUF EINEN BLICK

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iPhone Magazin iPhone Okt/Nov 2016


Gadgets

TECHNIK

[3] INSEKTENAUGE

Steht auf jedem Untergrund Verschiedene „Füße“, also Halterungen, werden mitgeliefert. Somit kann man die Kamera auf verschiedenste Weise sicher anbringen.

Panorama-Aufnahmen ohne Kameraschwenk oder mehrere Kameras? Das geht. Hersteller 360fly hat eine kleine Kugel mit nur einer Kamera entwickelt, die 360°-Bildmaterial entstehen lässt. Im handlichen Rund verbirgt sich ein Fotomodul mit Fischaugenlinse, wodurch in einem extrem weiten Winkel aufgenommen werden kann. In der Wiedergabe wird aber anschließend nur auf einen Ausschnitt dieser Aufnahme zurückgegriffen. Der ist dafür aber variabel, der Betrachter kann seinen Blick also nach Gutdünken schweifen lassen.

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Produkt: 360 FLY / Preis: EUR 519,- / Bildsensor: 2,3 MP (720p-Videos) / Interner Speicher: 32 GB / Konnektivität: Bluetooth, WLAN / Akku: 1.600 mAh (max. 2h Aufnahme) / Gewicht: 138 g / 360fly.com

[4] RENNEN MIT PEILUNG

[5] WASSERDICHT

Die Vivosmart HR von Garmin kann eigentlich alles, was wir als Träger von einem echten Fitnesstracker erwarten: Schritte zählen, Puls und Höhen messen - und sie ist wasserdicht. Das Plus der HR+ rührt von einem weiteren Modul her, dem GPS-Empfänger. Mit ihm lässt sich die zurückgelegte Strecke exakt bestimmen und sogar das automatische Erfassen von Streckenrunden ist damit möglich. Produkt: Vivosmart HR / Preis: EUR 219,99 / Materialien: Kunststoff / Wasserdichtigkeit: 50 m / Konnektivität: Bluetooth Low Energy / Akku: für 5 Tage im Normalbetrieb und 8 Stunden mit GPS / garmin.com

Alles-Messer

Für den Sport, den ich betreibe, reicht kein einfacher Schrittzähler. Ich will alles messen.

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[6] WEINSPEZIALIST

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Der iSomelier filtert die Raumluft und trennt dann noch den Sauerstoff von den restlichen Gasen. Das isolierte Gas wird dann durch den Wein geblasen. Somit kommt der Wein gleichmäßig damit in Berührung, das Karaffieren ist schnell abgeschlossen. Mit der passenden iOS- App wird das Verfahren gesteuert. Sie erkennt den benutzten Wein über die Kamera und gibt dann das passende Programm frei. Auch werden Informationen zu bestimmten Weinen und passenden Speisen geliefert. Das attraktive Gerät eignet sich jedoch nur für Weinkenner mit großem Geldbeutel.

Schutzhüllen für Smartphones gibt es wie Sand am Meer. Die meisten verhindern jedoch nur, dass das Gerät beim normalen Alltagsgebrauch keinen Schaden nimmt. Zu einem richtigen Outdoor-Spezialisten wird Ihr iPhone allerdings dank dieser Hülle. Das Handy ist damit absolut bruchsicher geschützt. Auch Schmutz und Staub können ihm nichts mehr anhaben. Zwei Meter unter Wasser ist für eine Stunde auch kein Thema mehr. Ein solcher Schutz hat natürlich seinen Preis, lässt Outdoor-Fans aber wesentlich beruhigter ihr teueres iPhone mitführen.

So wird Ihr iPhone zum absoluten Outdoor-Profi.

Produkt: FRE FOR iPHONE 6/6s CASE / Preis: ab 79,90 Euro / Wasserdichtigkeit: 1 Stunde bei 2 Meter / Maße, Gewicht: 14 x 5 x 2 cm, ca. 100 g / lifeproof.com

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Produkt: iSomelier / Preis: EUR 1.499,- / Konnektivität: WLAN / erhältliche Farben: Weiß, Burgundrot, Champagner, Seidenschwarz / ifavine.com

Okt/Nov 2016 iPhone Magazin

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TECHNIK

Bluetooth Kopfhörer

Der Takt fürs Workout Sport ist für viele ohne Musik nicht denkbar. Deshalb sind bei Kopfhörern sicherer Sitz und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit Trumpf.

Empfehlenswertes Zubehör Wer keinen MP3-Player zur Trainingsbeschallung nutzt, sollte das Smartphone straff am Körper fixieren. Die Hose empfiehlt sich hierbei weniger.

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iPhone Okt/Nov 2016


Bluetooth Kopfhörer

TECHNIK

EAR OF THE TIGER Text: Peter Mußler

Damals, in den Rocky-Filmen, musste Sylvester Stallone seilspringen, treppensteigen und auf Sandsäcke klopfen ohne dabei „Eye of the tiger“ zu hören - maximal aus dem Off. Heute ist das Trainieren viel sympathischer - dank Bluetooth.

D

ie Streaming-App geöffnet und die Workout-Playlist angetippt. Schon folgt Hit auf Hit mit einem Beat, der Puls und Moral hochhalten soll. Wir sind bereit für die erste Trainingseinheit seit langer Zeit. Neue Schuhe sind gekauft, der Geist willig, der Körper zwar noch schwach, aber da das Wetter ausnahmsweise mitspielt, gibt es einfach keine Ausreden mehr. Blöd nur, wer trotz solch guter Vorzeichen gleich auf den ersten Metern motivierten Trabens den Kopfhörer verliert oder sich im Kabel verheddert.

Bluetooth macht Beine Mit einem schnurlosen Modell, das zudem noch für die sportliche Verwendung konstruiert ist, wäre das nicht passiert. Wir haben aus diesem Grund einige interessante Modelle dem Reality-Check unterzogen. Dabei gehen wir verschiedenen Bauarten nach, testeten den PfropfenHörer mit moderner Ohrmuschel-Architektur, den klassischen Sport-Kopfhörer und auch ein Modell mit Nackenbügel - es dürfte also für jeden Audio-Sportler etwas passendes dabei sein.

KABEL VS BLUETOOTH Kabel oder nicht Kabel - das ist hier die Frage. Besser gesagt war das einmal die Frage, denn Bluetooth-Systeme funktionieren sehr zuverlässig und benötigen auch nicht viel Akku-Power. Nachteil der kabellosen Tonübertragung: die Klangqualität leidet - jedoch für die meisten Hörer kaum wahrnehmbar, schon gar nicht während eines kräftezehrenden Workouts. Außerdem überwiegen die Vorteile, die natürlich nicht nur in der durch die Kabelfreiheit gewonnenen Bewegungs-

Okt/Nov 2016 iPhone

freiheit liegen. Wenn früher ein Klinkenstecker (die Schwachstelle eines Kopfhörers mit einer Verbindung via Kupferstrick) gerne einen Kabelbruch erlitt, ist bei einem Bluetooth-Gerät heute dieses Gebrechen auszuschließen. Die Funkmodule sind überdies sehr zuverlässig, die Batterien verursachen keine laufenden Kosten, da sie ganz einfach via USB-Kabel über PC oder Handy-Ladegerät wieder befüllt werden können. Eine feine Sache also, die Kabelbannung über Bluetooth.

Natürlich ist der Klang genauso wichtig wie der Tragekomfort und die sichere Fixierung im Ohr und am schnaufenden und schwitzenden Körper. Obendrein haben wir auch die Bedienung beleuchtet. Über das Design vermochten wir jedoch nicht zu urteilen - was dem einen wie ein Gadget aus der Zukunft vorkommt, wirkt auf den anderen nämlich wie ein Relikt aus den 90ern. Weiter auf Seite 50

Schweiß, Mucke und Bluetooth – das sind drei wie Pech und Schwefel.

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TIPPS

iOS Profi-Tipps

10

iOS PROFITIPPS

Text: Oliver Janko

Im Rahmen der Präsentation der Geräte von Apple zeigte die Truppe um Tim Cook auch die neueste Version des hauseigenen Betriebssystems iOS. Wir fassen zusammen, worauf Sie sich mit dem nächsten Update freuen dürfen und erklären die wichtigsten Kniffe der iOS 10-Features.

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iPhone Okt/Nov 2016


iOS Profi-Tipps

1 Neuer Lockscreen

TIPPS

3 Umfangreiche Schnelleinstellungen

Dass Sie soeben ein Update aufgespielt haben, werden Sie sofort nach dem Start Ihres iPhones bemerken. Der Grund: Der Lockscreen wurde neu gestaltet. Sie können nun auf deutlich mehr Funktionen zugreifen, ohne das Gerät entsperren zu müssen.

Künftig lässt sich auch die Musiksammlung direkt über die Schnelleinstellungen bedienen.

Wenn Sie nun beispielsweise die Kamera starten möchten, suchen Sie vergebens nach dem bisher am rechten unteren Bildschirmrand platzierten Button. Die Kamera lässt sich nun

Sie wischen zwar nach wie vor von unten nach oben, um die Schnelleinstellungen zu öffnen, haben im Menü selbst dann aber noch die Möglichkeit, über Wischbewegungen nach links weitere Seiten aufzurufen. Damit sind die Schnelleinstellungen nicht mehr nur auf die Buttons für WLAN, Bluetooth, Kamera und Co. beschränkt. Vielmehr gelangen Sie mit dem ersten Wisch nach links zur Musiksteuerung, wo Sie Songs überspringen oder pausieren. Ein weiterer Wisch bringt Sie zu den Einstellungen Ihrer Smart Home-Geräte. Dafür muss allerdings die HomeKit-App eingerichtet sein.

Widget-Übersicht. Termine, App-Vorschläge, Nachrichten, Erinnerungen und Wetterinfos bekommen Sie hier übersichtlich präsentiert. Ein Tipp auf den jeweiligen Eintrag öffnet dann die passende Anwendung, dabei ist aber

die Eingabe des Passwortes notwendig. Sensible Daten wie Ihre Termine lassen sich aber auch so erkennen, weshalb Sie die Übersicht per Wischgeste aktivieren: Zum Start reicht ein Swype nach links, die verschiedenen Modi wechseln Sie ebenfalls, indem Sie mit Ihrem Finger über das Display streichen. Wer am Homescreen nach rechts wischt, gelangt zur

natürlich deaktivieren können. Dazu navigieren Sie in die Einstellungen und auf „Touch ID & Code“, wo Sie den Schieberegler bei „Ansicht Heute“ deaktivieren. Auch anderen Apps entziehen Sie hier den Zugriff auf den Lockscreen.

2 Sprachen wechseln und schnell antworten Wer bislang auf zwei Sprachen kommunizieren wollte, musste das Keyboard jedes Mal manuell umstellen. iOS 10 beherrscht hingegen zwei Sprachen gleichzeitig. Wenn Ihnen dennoch mal die Worte fehlen, antworten Sie einfach mit Emojis. Folgendes Szenario: Sie schreiben grundsätzlich auf Deutsch, lockern Ihr Vokabular aber ab und an gerne mit einem englischsprachigen Ausdruck auf. Damit kamen die meisten

Wortvorschläge in zwei oder mehr Sprachen. Je nach gewählter Sprache funktioniert das mehr oder weniger fehlerlos, Anglizismen sind auf jeden Fall keine Schwierigkeit.

Keyboards bislang nicht klar, Wortvorschläge wurden nur in einer Sprache präsentiert. iOS 10 ist multilingual unterwegs, schickt Ihnen also

Auflockern lassen sich Gespräche aber auch mit Emojis. Die können Sie künftig ebenfalls nahtlos einfügen. Wer beispielsweise „Wolke“ tippt, bekommt in den Vorschlägen das passende Emoji präsentiert. Ein Tipp darauf und das kleine Bildchen wird verschickt. Zudem wurde weiterhin an QuickType geschraubt, die Wortvorschläge sollen besser passen.

Okt/Nov 2016 iPhone

RAW-Modus 4 Kamera: und Schnellstart Fotos lassen sich nun auch im RAW-Format speichern, außerdem startet die Kamera deutlich schneller. Erstmals ist es möglich, Aufnahmen in Rohdaten zu speichern. Entwickler können die RAW-Funktion mit ihren Apps nützen. Das hat den Vorteil, dass Sie das Bild unkomprimiert weiterverwenden können und Ihnen entsprechend mehr Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Abgelegt werden die Bilder im DNG-Format von Adobe. Allerdings steigt dadurch auch der Speicherbedarf Ihrer Fotos. Nicht alle Modelle werden unterstützt, das RAW-Feature funktioniert nur ab dem iPhone 6s (und neuer) und mit dem iPad Pro 9.7.

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TIPPS TIPPS

HADI Fotos unter iOS 10

FOTOS UNTER iOS 10 Text: Oliver Janko

Selbstverständlich wurde auch die FotoApp mit iOS 10 ordentlich aufgewertet. Ein intelligenter Algorithmus soll Ihnen Arbeit abnehmen. Wir haben uns die App angesehen und erklären, wie sie funktioniert.

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ie “bisher bedeutendste Version von iOS” nennt Apple das Update auf die Version 10 großmundig. Da darf natürlich eine umfassende Neugestaltung der hauseigenen FotoAnwendung nicht fehlen. “Künstliche Intelligenz” heißt das Schlagwort der Stunde, die Anwendung soll mitdenken und dem Nutzer Arbeit abnehmen. Soll heißen: Die App erkennt automatisch, wann bedeutende Situationen Ihres Lebens festgehalten wurden und stellt diese zu Diashows zusammen.

Automatische Erinnerungen “Andenken” nennt Apple diese Funktion. Dabei kommt die neue Bilderkennung zum Einsatz, die beispielsweise auch auf macOS Sierra implementiert wurde. Ihre Aufnahmen werden automatisch nach bekannten Gesichtern durchsucht, je mehr Personen eindeutig zugeordnet werden können, desto schneller lernt die Anwendung dazu. Sämt-

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liche “Andenken” werden mit Musik hinterlegt, auch Übergänge bastelt die Foto-App automatisch. Sie erhalten also die Highlights der vergangenen Tage, themenbasierte Diashows oder Fotosammlungen einzelner Personen. Damit Sie schneller Fotos schießen können, müssen Sie am Sperrbildschirm außerdem nur noch nach links wischen, um die Kamera zu aktivieren. Insgesamt also durchaus praktische Neuerungen, die vor allem dafür sorgen sollen, das Sie Ihre Fotos nicht einfach nur am iPhone versauern lassen. Wir zeigen Ihnen, wie die einzelnen Features im Detail funktionieren.

iPhone Magazin iPhoneAug/Sep Okt/Nov2016 2016


Fotos unter iOS HADI 10 TIPPS TIPPS

Live-Fotos bearbeiten

So bearbeiten Sie Personen-Gruppen

Mit iOS 10 lassen sich auch Live-Fotos bearbeiten. Das war bislang zwar schon rudimentär möglich, mit dem Update wird das Feature aber deutlich ausgebaut. Dazu schießen Sie wie gewohnt eine Live-Aufnahme und tippen anschließend in der Fotoansicht auf den „Bearbeiten“-Button in der Toolleiste. Im nun erscheinenden Editor können Sie verschiedene Einstellungen vornehmen, von der Farbsättigung über Filter bis zum Beschneiden der Aufnahme. Die Änderungen werden für den gesamten Clip übernommen.

Wer künftig ein Fotos von Freund oder Freundin schießt, muss nicht mehr das ganze Album durchforsten, um die Lieblingsaufnahme wieder zu finden. Mit iOS 10 ist die Foto-App in

der Lage, zwischen Gesichtern zu unterscheiden. Ihre Aufnahmen werden also entsprechend gruppiert. Einzige Voraussetzung dafür:

Zu Beginn müssen Sie einige Aufnahmen schießen, damit der App mehr Möglichkeiten zum Abgleich zur Verfügung stehen. Nach einigen Fotos klappt das Ganze in der Regel aber bereits. Wer mag, bearbeitet die Ordner.

Dazu öffnen Sie die Foto-App und tippen auf „Alben“ und dann auf „Personen“. Oben können Sie den Namen der Person einfügen und rechts daneben auf „Auswählen“ tippen. Ein Tipp auf „Alle einblenden“ öffnet alle Fotos, die Sie anschließend markieren, löschen und weiterleiten können.

Markup: Notizen für Fotos

Andenken: So nehmen Sie Änderungen vor

Ihre Aufnahmen können Sie ebenfalls mit Freihandskizzen oder Notizen versehen. Dazu wechseln Sie in die Foto-App, wählen das zu bearbeitende Bild und tippen auf den „Bearbeiten“-Button. Danach tippen Sie auf den kleinen Kreis mit den drei Punkten und wählen „Markup“. Im nachfolgenden Fenster bearbeiten Sie Ihre Aufnahme. Zur Auswahl stehen verschiedene Werkzeuge, unter anderem ein Pinsel, ein Texttool oder eine Lupe, mit der Sie einzelne Ausschnitte vergrößern. Das fertige Bild speichern Sie mit einem Tipp auf „Fertig“ rechts oben.

Sie wollen den Urlaubstrip formschön Ihren Freunden präsentieren, scheuen aber die Arbeit, die eine Diashow so mit sich bringt?

diese Erinnerungen in der Foto-App, im unteren Reiter unter „Andenken“. Ein Tipp auf den Pfeil und das Video wird abgespielt. Wenn Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, tippen Sie während der Wiedergabe auf das Display. Dann öffnet sich ein Editor, der rudimentäre Modifikationen zulässt. In der Zeile unter dem Vorschaufenster ändern Sie die Schriftart, darunter navigieren Sie manuell durch den Clip. Rechts unten gelangen Sie in ein weiteres Menü, in dem Sie Titel, Musik und Dauer einstellen können. Außerdem lassen sich hier einzelne Aufnahmen aus der Diashow entfernen.

Kein Ding, „Fotos“ nimmt Ihnen die Arbeit ab. Das Ganze nennt sich Andenken und passiert grundsätzlich komplett ohne Ihr Zutun. Die App scannt Ihre Aufnahmen und verbindet Sie zu Diashows, die mit Musik und Animationen aufgewertet werden. Sie finden

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TIPPS

Alltagsgeheimtipps

Das alles kann Ihr iPhone!

Ihr iPhone kann viel mehr als nur Telefonate zu führen und Nachrichten zu schreiben. Die passende App vorausgesetzt, wird es zu einem kleinen Wunderding.

Das alles kann Ihr es: Für 1 ct/Minute ins Ausland telefonieren • Kostenlos und legal jede Musik hören • Beim Quizspielen Geld verdienen • In fremden Ländern offline navigieren • Sportergebnisse live abrufen • Essen vom Sofa aus bequem bestellen • Gebrauchte Geräte verkaufen •Das Smartphone als Küchenwaage nutzen • Die eigenen Fotos zu Geld machen • Jederzeit ein Taxi bestellen • Gespräche dolmetschen • Ansichtskarten vom Handy verschicken • Mathematische Gleichungen lösen • Unfälle rasch melden Preise direkt im Geschäft vergleichen •

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Alltagsgeheimtipps

TIPPS

Bildquelle: shutterstock.com [GaudiLab]

DANK VOIP TELEFONIEREN WIR BILLIGER ALS ES UNSEREM PROVIDER LIEB IST.

Für 1 ct/Minute ins Ausland telefonieren Auslandsgespräche via Handy können das Bankkonto gewaltig durchrütteln. Das lässt sich dank VOIP vermeiden. Mit dieser App ist das ein Kinderspiel.

MobileVOIP Teure Auslandsgespräche gehören der Vergangenheit an. Mit nur wenigen Handgriffen, haben Sie diese App für billiges Telefonieren eingerichtet.

Für die Nutzung der App „MobileVOIP“ müssen Sie angemeldet sein. Wenn Sie noch keinen Account haben, tippen Sie nach dem AppStart auf die Schaltfläche „SETTINGS“ 1a und anschließend auf „Create user“, um sich als neuer Benutzer zu registrieren. Danach erhalten Sie eine lange Liste mit VOIP-Anbietern. Sie müssen einen Anbieter aus der LISTE 1 auswählen, danach gelangen Sie zu der Eingabemaske für Benutzername und Passwort 2 .

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Registrierung Für die Registrierung benötigen Sie einen eindeutigen Benutzernamen und ein Passwort. Ist der gewählte Benutzername bereits vergeben, erhalten Sie eine Fehlermeldung und müssen Ihre Phantasie erneut bemühen. Außerdem ist eine gültige E-Mail-Adresse erforderlich. Nachdem Sie den gewünschten Anbieter ausgewählt und die erforderlichen Daten eingegeben haben, tippen Sie abschließend auf „Register“ und den Vorgang abzuschließen.

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Liste statt Karte a Guthaben aufladen und Sie können telefonieren, wie Sie es gewohnt sind. Auch Textnachrichten sind möglich.

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Nun können Sie (fast) telefonieren. In der TELEFONANSICHT 3 tippen Sie auf die GUTHABENANZEIGE 3a , um zu der Homepage des Anbieters weitergeleitet zu werden. Dort können Sie Gesprächsguthaben erwerben.

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TIPPS

Qick Tipps

QUICK TIPPS IM ÜBERBLICK 89 // „Live Photos“ am iPhone erstellen 89 // Bestes Serienfoto behalten 89 // Gesichter vertauschen 90 // Versteckte Emoji-Tastatur 90 // Schnellere Bedienung dank 3D Touch 91 // Akkusparen: So verlängern Sie die Akkulaufzeit Ihres iPhones 91 // Akku schonen, Sytem boosten 92 // Übersichtliche Mitteilungen 92 // Wischgesten in der Mail-App 92 // iMessage aktivieren 93 // Infos über Verkehrsfluss 93 // Unterwegs mit Bahn und Bus 93 // Maps: Benutzerdefinierte Namen für beliebige Orte 94 // Desktop-Webseite anzeigen 94 // Unerwünschte Wlan-Mitbenutzer identifizieren und sperren 95 // Eingaben rückgängig machen 95 // Zurück zur vorigen App 95 // Night Shift: Besser schlafen

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Foto/Video

TIPPS

„Live Photos“ am iPhone erstellen

Bestes Serienfoto behalten

Gesichter vertauschen

Seit dem iPhone 6S erweckt Apple Bilder wieder zum Leben. Mit den neuen „Live Photos“ verschwimmt nämlich die Grenze zwischen Foto und Video. Wir sehen eindrucksvoll, wie der Schnappschuss entstanden ist.

Ab dem Modell iPhone 5s können Sie Serienfotos anfertigen – also mehrere Fotos, die Ihr iPhone sehr schnell hintereinander schießt. Aber wie suchen Sie das gelungenste Foto einer solchen Serie aus?

Mit der App „MSQRD“ können Sie nicht nur lustige Masken aufsetzen, sondern auch Ihr Gesicht mit dem Ihrer Freunde vertauschen.

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Voraussetzung: iPhone 6S +7

Die erste Voraussetzung für die Nutzung von „Live Photos“ ist mindestens das iPhone 6S. Da iPhone 6S und 7 über einen druckempfindlichen Bildschirm verfügen, kann durch einen festen Druck auf das Display die Animation abgespielt werden. Besitzer eines iPhone 6 oder eines älteren Geräts haben auf das Feature keinen Zugriff.

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Live Photo aufnehmen

Nicht jedes Foto kann aber mit einem festen Tipp aufs Display zum Leben erweckt werden. Damit das Abspielen klappt, muss beim Aufnehmen der „Live Modus“ aktiviert sein. Zu finden ist dieser in der oberen Leiste der Kamera-App.

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Serienfotos

Sie stellen Serienfotos her, indem Sie in der „Kamera“-App die runde Auslöser-Schaltfläche am unteren Bildschirmrand nicht nur antippen, sondern den Finger auf ihr ruhen lassen. Erst wenn Sie den Finger vom Bildschirm abheben, beendet das iPhone die Aufnahme.

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Der richtige Filter

Um zwei Gesichter miteinander zu vertauschen, verwenden Sie den zweiten Filter von links, der in der Filterleiste sinnvollerweise durch zwei Gesichter symbolisiert wird.

Album „Serien“

Die Serienfotos finden Sie in der „Fotos“App, indem Sie rechts unten auf die Schaltfläche „Alben“ tippen und dann das Album „Serien“ öffnen. Tippen Sie in diesem Album das Vorschaubild der gewünschten Fotoserie an. Wenn Sie lediglich die gelungensten Fotos behalten möchten, dann tippen Sie unten auf die Schaltfläche „Auswählen“. Anschließend können Sie durch Fingerbewegungen nach rechts und links in den Fotos der Serie blättern. Diejenigen Fotos, die Sie behalten möchten, wählen Sie aus, indem Sie sie antippen.

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Face/Off

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Kamera wechseln

Anschließend stellen Sie sich neben einen Freund und richten die Vorderseitenkamera Ihres iPhones so aus, dass Ihre beiden Gesichter in den beiden Markierungen auf dem Live-Bild der Kamera zu sehen sind. Und schon vertauscht die App Ihr Gesicht mit dem Ihres Freundes.

In der Galerie abspielen

Wie üblich ist das Foto dann in den “Fotos” zu finden. Mit einem festen Druck auf das Bild können Sie dem Foto Leben einhauchen.

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Rest löschen

Wenn Sie alle Fotos, die Sie behalten wollen, ausgewählt haben, tippen Sie rechts oben auf die Schaltfläche „Fertig“. Anschließend fragt das iPhone Sie, ob Sie auch die anderen Fotos dieser Serie behalten möchten. Beantworten Sie dies durch Antippen der Schaltfläche „Nur [x] Favoriten behalten“. Die nicht ausgewählten Fotos werden dann gelöscht.

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Möchten Sie nicht selbst auf dem Foto zu sehen sein, sondern wollen die Gesichter zweier anderer Freunde miteinander vertauschen? Dann tippen Sie rechts oben auf die Kamerawechseln- Schaltfläche, um die Kamera auf der Rückseite Ihres Smartphones verwenden zu können.

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APPS

Die besten neuen Apps

Die besten

APPS Text: Michael Derbort

Die Auswahl im Appstore ist inzwischen unüberschaubar geworden. Um ein wenig Durchblick zu verschaffen, haben wir uns mal die besten Apps der letzten Monate rausgesucht und stellen sie hier vor.

ARTISTO - FREE ART FILTERS

PRISMA FÜR VIDEOCLIPS Vollständig auf die künstlerische Veredelung von Videos spezialisiert hat sich die App Artisto. Wer bereits mit Prisma oder einem der vergleichbaren Werkzeuge gearbeitet hat, wird auch hier sofort einsteigen können: Zunächst ein Video auswählen, dann den gewünschten Ausschnitt festlegen, Filter anwenden und abschließend das Video neu rendern. Manch einer wundert sich, dass die App mit dem Internet verbunden sein muss, um korrekt arbeiten zu können. Der Grund ist ebenso einfach, wie faszinierend: Wie auch Prisma arbeitet Artisto mit künstlicher Intelligenz. Die hierfür nötige Leistung kann nicht auf einem Smartphone bereitgestellt werden. Diese Aufgabe übernehmen daher die Server des Herstellers. Folglich ist es erforderlich, dass die App über das Internet Verbindung mit ihnen aufnimmt. Entsprechend ansehnlich sind die Ergebnisse: Artisto bietet 23 Filter zur Auswahl - also ein gutes Stück weniger, als die rund 30 bei Prisma. Das künstlerische Niveau und die Qualität der Filter sind allerdings sehr hoch, die Ergebnisse sind auch bei detail-

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reichen Aufnahmen und bei hoher Dynamik sehr ansehnlich. Die Bearbeitungszeit geht völlig in Ordnung. Da hier Videos bearbeitet werden, dauert das ganze Procedere natürlich etwas länger, als bei statischen Fotos, ist aber im Rahmen. Bereits nach wenigen Sekunden war das erste Testvideo fertig gestellt. In drei Bedienschritten ist aus einer einfachen Videoaufnahme ein interessantes Kunstwerk geschaffen. Am Ende lassen sich die fertigen Werke mit einem Tipp auf die entsprechende Schaltfläche in Facebook & Co. teilen. Tolles Werkzeug für Videokünstler und solche, die es werden wollen. Mit der einfachen Verwendung der bereitgestellten Filter entstehen im Handumdrehen beeindruckende Videoclips.

Preis: kostenlos InApp: keine Sprache: Englisch

Note: Sehr gut

Sobald einmal der Filter gesetzt wurde, beginnt die Renderei. Ein paar Sekunden Geduld wird abverlangt, aber in Anbetracht der gestellten Aufgabe, geht das schnell.

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Die besten neuen Apps

Die App bietet rund 30 verschiedene Filter, um Ihren kreativen Schnappschüssen eine noch persönlichere Note zu verpassen.

APPS

Einfache Fotos waren gestern: Mit wenigen Tipps und ein wenig Geduld entstehen echte Meisterwerke.

PRISMA

PICASSO FÜR JEDEN Prisma ist eine der besten Fotobearbeitungs-Apps. Wobei der Begriff “Bearbeiten” nicht ganz korrekt ist. Alles, was es zu tun gibt, ist, diverse Filter über ein Foto zu legen. Moment mal: Haben wir das nicht schon tausendfach in den diversen App Stores? Ja schon, aber die Filter in Prisma sind keine normalen Filter, sie verwandeln vielmehr die Bilder in regelrechte Kunstwerke, die selbst Künstlergrößen, wie etwa Monet und Picasso in Staunen versetzen würden.

Einfache Bedienung Die Bedienung selbst ist denkbar einfach: Wir schießen zunächst ein Foto mit der integrierten Kamera-App oder wir wählen aus dem bereits vorhandenen (meist sehr umfangreichen) Fotobestand des Smartphones einen geeigneten Schnappschuss aus. Anschließend legen wir den passenden Ausschnitt fest und schon sind wir bei der Auswahl der Filter: Femme, Tears, Dreams, Curtain, Bobbie, Impression, Mondrian und wie die insgesamt rund 30 Filter alle sonst so heißen.

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Ausprobieren ist angesagt Welcher Filter zu welchem Fotomotiv passt, das muss per Trial and Error (also nach dem Motto “Versuch und Irrtum”) herausgefunden werden. Dabei ist Geduld angesagt, denn wir müssen bedenken, dass die Fotos nicht auf dem Handy selbst bearbeitet, sondern zur Berechnung durch den zuständigen Algorithmus an die Server des Herstellers geschickt werden. Was danach zurückkommt, ist allerdings sehenswert und entschädigt für die teilweise lange Wartezeit. Bei der Umrechnung in die neuen Bilder kommt nämlich die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ ins Spiel. Die Fotos sehen danach tatsächlich so aus, als wären sie von einem Künstler geschaffen worden. Die häufig atemberaubenden Ergebnisse müssen wir danach natürlich auch unseren Freunden zeigen. Zu diesem Zweck steht auch hier das berühmte “Teilen-Symbol” zur Verfügung. Mit dessen Hilfe können wir die Bilder z.B. direkt via WhatsApp an all unsere favorisierten Kontakte schicken. Wichtig zu wissen: Die AGBs des Anbieters räumen ihm das Recht ein, die mit seiner App er-

stellten Bilder weiter zu verwenden. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist dies natürlich bedenklich. Aus diesem Grund sollten wir uns also sehr gut überlegen, welche Bilder wir zur weiteren Verarbeitung an die Server übermitteln. “Prisma” ist unbestritten eine der besten Foto-Apps, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Datenschutzrechtliche Bedenken gibt es zwar, doch angesichts der Genialität der meisten Filter treten diese in den Hintergrund.

Preis: kostenlos InApp: keine Sprache: Englisch

Note: Sehr gut

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TIPPS APPS

HADI Pokémon Go

Pokémon

GO Text: Oliver Janko

Der Hype ist real: Nach Jahren hat sich Nintendo dazu entschlossen, die Pokémon endlich auch auf Smartphones zu bringen - mit ungeahnten Folgen...

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n Parks, vor öffentlichen Plätzen, auf Straßen: Wer dieser Tage mit offenen Ohren durch die Welt schlendert, wird nicht umhinkommen, kurios anmutende Diskussionen mitzuhören: „Mein Traumato ist erst Level 65, damit kann ich keine Arena besetzen“ - „Dann besorg dir mehr Sternenstaub“. So manch älterer Zeitgenosse mag sich um rund 15 Jahre zurückversetzt fühlen. Damals sorgte Nintendo mit den „Pocket Monsters“, später verkürzt auf „Pokémon“ für einen weltweiten Hype. Um die Jahrtausendwende gehörte das Gameboy-Abenteuer um Ash Ketchum und Co. zur Standardausstattung jeder Schultasche. Über die Jahre wurde es allerdings ruhiger um die Taschenmonster. Nintendo versäumte es, den nächsten Schritt zu wagen und setzte weiterhin auf die bewährten Konsolengames. Bis vor wenigen Wochen: Da wurde überraschend Pokémon GO für Android und iOS veröffentlicht. Die Folge: Ein weltweiter Hype, einhergehend mit unzähligen Serverabstürzen, einem weltweiten Diskussionsthema, Millionen von Spielern und in die Höhe schnellenden Aktien der Entwickler. Wir haben auch gespielt und verraten alles Wissenswerte zu Pokémon GO.

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Pokémon HADI Go

TIPPS APPS

Worum geht es in Pokémon GO?

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chon der Titelsong der ersten Staffeln der TV-Serie startete wie folgt: „Ich will der Allerbeste sein, wie es keiner vor mir war...“. Damit lässt sich das Spielprinzip hinter dem AR-Spiel Pokémon GO wunderbar zusammenfassen: Ziel ist es, die Monster zu fangen, zu verbessern und anschließend gegeneinander kämpfen zu lassen. Dazu gibt es eigene Arenen, die erobert werden können - indem der Spieler, der die Arena besetzt, im Kampf besiegt wird. Der Clou an der Sache: Jeder Trainer muss sich ab Level 5 für ein Team entscheiden: Blau, Rot oder Gelb. Ist eine Arena von Team Blau besetzt, können mehrere Spieler dieser Farbe den aktuellen Arenaherrscher unterstützen. Erst wenn alle Pokémon besiegt sind, färbt sich die Arena um.

Fang sie alle! Außerdem gilt es natürlich, alle Pokémon zu sammeln. Auch das war bekanntlich Ziel in der Fernsehserie, der geneigte Android-Fan darf sich also durchaus als vollw-

ertiger Trainer fühlen. Die Pokémon sind überall anzutreffen: Auf der Straße, in Wohnungen, vor Sehenswürdigkeiten oder in Parks und Freiflächen. Sie selbst sehen Ihren Avatar auf einer virtuellen Karte, die auf Ihrer realen Umgebung basiert. Wenn Sie sich bewegen, wandert auch Ihr virtuelles Alter Ego die Straße herunter. Wenn Pokémon in der Nähe sind, erscheint unten rechts ein kleines Feld. Damit wissen Sie stets, ob Sie sich in die korrekte Richtung bewegen. Ganz ohne Suchen geht es aber auch da nicht, ein erfolgreicher Pokémon-Trainer benötigt immer auch ein wenig Glück.

Viel Bewegung, viele Monster Die gefangenen Pokémon wollen natürlich gehegt und gepflegt werden. Für jeden Fang bekommen Sie Sternenstaub, mit dem Sie die Level Ihrer Monster erhöhen. Mittels Bonbons und dem Staub können Sie ab einem bestimmten Punkt auch Entwicklungen durchführen, und wer sich viel bewegt, kann Eier schlüpfen lassen und bekommt dadurch neue Pokémon.

Pokémon suchen und fangen

Pokémon fangen Sie, indem Sie auf der Karte auf das gewünschte Monster tippen und anschließend Pokébälle auf Pikachu, Turtok und Co. werfen. Das machen Sie, indem Sie einfach mit Ihrem Finger in Richtung des Monsters wischen. Aber Achtung: Starke Widersacher können sich schon einmal befreien, dann brauchen Sie entweder einen stärkeren Pokéball, beispielsweise einen Superball, oder mehrere Versuche mit den herkömmlichen Fangkugeln.

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Fangen und speichern Wenn alles klappt, wird das Pokémon Ihrer Sammlung beigefügt. Neue Pokémon erhalten außerdem einen Eintrag im Pokédex. Damit wissen Sie immer, auf wie viele Pokémon Sie bereits getroffen sind.

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