Komfort mit Klasse
Der Mazda 6e bietet Fahrgenuss, neue Technik und positive Energie

Erste Ausfahrt
Die E-Limousine im exklusiven Praxistest
S. 52
NEUE STROMER
Diese E-Modelle fahren 2026 vor S. 16
MIT E-FAKTOR
Nachhaltig und effizient: So produziert Pirelli
68
Die nächste Generation der Ladestationen




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in legendärer Torwart würde es wohl einfach wie prägnant formulieren: Da ist das Ding! Sie kommt also, diese Prämie, die das ganze Land mobilisieren soll. Nach großen Debatten und zähem Verhandeln bis zur letzten Minute hat die Bundesregierung ihr neues Programm zur Förderung von Elektroautos beschlossen. Wer einen Stromer kauft oder least, kann bis zu 6000 Euro vom Staat bekommen. Der große Beifall bleibt allerdings aus. Jawohl, sagen die positiv Gestimmten, die staatliche Förderprämie gibt der Elektromobilität einen kräftigen Schub auf dem Weg in die breite Mitte der Gesellschaft. Falsche Intention und im Detail nur wenig substanziell – so kritisieren andere. Selbst in der Branche wird diese von der Politik beschlossene Maßnahme zwiespältig aufgenommen. Klarheit und Verlässlichkeit, damit professionelles und nachhaltiges Planen auch mittelfristig möglich ist: In diesem Rahmen würden die meisten Strategen und Entscheider bevorzugt ihre Projekte verwirklichen, Förderprämie hin oder her. Der Schock und die massiven Einbußen, die mit dem abrupten Ende der ersten EAutoförderung durch die Bundesregierung Ende 2023 verbunden waren, sorgen bis heute für Wehklagen. Entscheidend ist ohnehin, wie die geneigten Kunden auf das Angebot reagieren. Fühlen sie sich durch den finanziellen Anreiz animiert, sich ernsthaft mit den batteriegetriebenen Fahrzeugen zu beschäftigen? Werden die Autofahrer tatsächlich im großen Stil transformieren und vom Verbrenner auf das E-Auto umsteigen? Doppelt interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zahlreiche Hersteller zusätzlich zu der staatlichen Förderprämie attraktive Preisnach-

Armin Grasmuck Chefredakteur
lässe anbieten. Ford reagierte am schnellsten. Nur wenige Minuten nach dem Beschluss der Bundesregierung verschickte der US-Produzent aus der Kölner Filiale verlockende Nachrichten nach dem Motto: 5000 Euro Rabatt auf vier E-Modelle und einen Plugin-Hybrid – zusätzlich zu der staatlichen Förderung. Adäquat umrissen ist die Offerte für den Dacia Spring. Der rumänische Hersteller hat bestätigt, dass der Kleinstwagen abzüglich des aktuellen Preisnachlasses von 5000 Euro samt der im besten Fall gewährten Förderprämie von 6000 Euro bis auf weiteres für 5900 (!) Euro käuflich zu erwerben ist. Damit kostet der Spring weniger als Leichtkraftfahrzeuge wie der Opel Rocks Elektro oder der Microlino, für die der Staat keine Förderprämien vorsieht – was logisch wiederum nur äußerst schwer nachzuvollziehen ist. Die attraktiven Preise und zahlreiche neue Modelle, die Woche für Woche auf den Markt kommen, werden dafür sorgen, dass das Geschäft mit den Elektromobilen in diesem Jahr fast zwangsläufig anspringt. Auch weil die Hersteller von der EU angehalten sind, wesentlich mehr umweltverträgliche Autos zu verkaufen. Dazu kommt der Druck durch neue Hersteller aus China wie BYD, Leapmotor, Changan oder Zeekr. Wie aktiv, effizient und nachhaltig die große Transformation gestaltet werden kann, beweist der Reifenhersteller Pirelli. Im deutschen Werk in Breuberg vollzieht dieser Premiumproduzent inzwischen ganze Entwicklungszyklen virtuell. Und die mehr als 100 für die Fertigung der Reifen benötigten Heizpressen werden in diesem Jahr auf elektrischen Betrieb umgestellt. Selbstverständlich bietet Pirelli auch spezielle Modelle für E-Autos an. Der beste Reifensatz kostet hier mehr als der günstige Dacia.
Viel Spaß beim Lesen!

INHALT

Die Autohersteller arbeiten konsequent an batteriebetriebenen Modellen, welche die E-Mobilität nachhaltig prägen sollen. Wir präsentieren die Stromer, die 2026 neu auf die Straßen rollen.

Recherche in China: electricar-Autorin Beatrice Bohlig mit Lothar Schupet, einem Topmanager des Herstellers Zeekr.
EDITORIAL
NEWS 06
STROMER FÜR ALLE
SPORTLICH IN DIE ZUKUNFT 16 24
Elektroautos, die in diesem Jahr neu angeboten werden, im großen Überblick
Patrick Dinger, Deutschland-Chef von Opel, über Idee und Anspruch des Mokka GSE
FLOTT IN DIE FLOTTE
Zeekr startet auf dem deutschen Markt mit klarem Fokus auf Firmenwagen
SATTE RABATTE
Mit massiven Preisnachlässen erhöht BYD den Druck, auch Mitbewerber bieten attraktive Prämien
INTELLIGENZ AUF RÄDERN
Wie Innovationen die Reichweite, Komfort und den Nutzen von Elektroautos steigern
DIE BESTEN ELEKTROAUTOS FÜR FUHRPARKS
Effizient im Betrieb: Elektroautos für professionelle Einsätze
400 VS. 800 VOLT
Bordspannung im Fokus: So werden die Ladeleistungen der Zukunft konzipiert
VIER JAHRE TESLA 48
Persönliche Langzeitbilanz zwischen Fahrspaß, Effizienz und Schwächen im Service
TEST: MAZDA 6E 52
Neustarter der Mittelklasse mit hohem Komfort und attraktivem Design im Praxistest
TEST: DS NO8
Exklusives SUV-Coupé mit französischer Eleganz und hohem Reisekomfort
RELEASE: XPENG P7+
Erster Blick auf die Limousine des chinesischen Premiumherstellers
Klein, wendig und charmant: So präsentiert sich die Neuauflage des französischen Kultautos
RANGLISTE REIFEN MIT ZUKUNFT
Zahlen und Fakten zu den E-Automodellen des Jahres 2026
Pirelli entwickelt neue Reifenmodelle mit Hilfe moderner Technologien
FRISCHE
Die Batteriefabrik in Martorell versorgt Cupra und andere Marken des Volkswagen-Konzerns
SO ROLLT DIE E-FLOTTE
Die Elektrifizierung von Fuhrparks gewinnt im Einzelhandel und Bau an Bedeutung
„E-MOBILITÄT RÜCKT IN DEN MAINSTREAM“
Erik Yesayan, der Chef von go-e, spricht über aktuelle Trends und die Zukunft des Ladens
STROM STATT WARTEN
Mehr Leistung und moderne Ladeparks machen Reisen mit dem E-Auto noch komfortabler
STROM ZIEHEN HOCH ZWEI
Elektroautos als Stromspeicher: Toptrend bidirektionales Laden
LADEN NACH MASS
Komfortabel Strom ziehen: Smarte Wallboxen für den täglichen Einsatz
ROBOTER AUF
Mercedes konzipiert mit Nvidia die Fahrzeuge der nächsten Generation

Pirelli nutzt im deutschen Werk Simulation und künstliche Intelligenz, um schnell und nachhaltig Reifen zu entwickeln.

13 aktuell erhältliche Modelle im Überblick: Smarte Wallboxen vereinen hohen Komfort mit intelligenter Ladeleistung und Energiemanagement.

Die Jecken stromern durch den Karneval
Ford stellt für den Kölner Karneval erneut die offizielle Fahrzeugflotte. Der Hersteller hat 76 elektrifizierte Fahrzeuge an das Festkomitee übergeben. Zum Einsatz kommen Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle für die Termine des Dreigestirns sowie den Rosenmontagszug. Prinz, Bauer und Jungfrau fahren Ford Tourneo Grand Connect PHEV, Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn einen vollelektrischen Ford Explorer aus Kölner Produktion. INFO ford.de

Ausfahrt mit E-Motion
In sanft surrenden Stromern auf atemberaubenden Routen durch die Südtiroler Bergwelt: Am 1. Juni startet die dritte Auflage der Schenna E-Motion. Von der 3000-Einwohner-Gemeinde nahe Meran fahren geneigte Elektromobilisten drei Tage lang aus, um die reizvolle Landschaft samt ihrer genussvollen Pointen zu erleben. Malerische Routen, majestätische Pässe und einige der schönsten Plätze, die Südtirol zu bieten hat – so lautet das Versprechen der Veranstalter. Zur Teilnahme berechtigt sind nur batteriegetriebene Modelle, vom Fiat 500 Elektro bis zum VW ID. Buzz. Rekuperation auf Hochtouren garantiert. INFO schenna-emotion.com

Neue Förderprämie: Bis zu 6000 Euro für E-Autokauf
Mit der neuen Förderung für E-Autos will die Bundesregierung den Hochlauf der Elektromobilität beschleunigen. Das Programm richtet sich an Privatpersonen und soll laut Bundesumweltministerium vor allem Haushalte mit mittleren und niedrigeren Einkommen entlasten. Gefördert werden neu zugelassene batteriegetriebene Autos (BEV) sowie –zeitlich befristet – auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender. Die Basisförderung beträgt 3000 Euro für reine Elektroautos, hinzu kommen Zuschläge für Familien und eine soziale Staffelung nach Einkommen. Insgesamt sind so bis zu 6000 Euro pro Fahrzeug möglich. Entscheidend: Maßgeblich ist nicht das Bestelldatum, sondern die Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026. Die Antragstellung soll ab Mai 2026 online möglich sein – auch rückwirkend für bereits zugelassene Fahrzeuge. Klar umrissen ist die Einkommensgrenze. Förderfähig sind Haushalte mit bis zu 80.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen, bei Kindern verschiebt sich die Grenze nach oben.




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¹ WLTP-Reichweite (kombinierte Werte)
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Rekord: BYD knackt 15-Millionen-Marke
BYD hat sein 15-millionstes E-Fahrzeug produziert und damit einen weiteren Meilenstein erreicht. Gefeiert wurde der Erfolg im chinesischen Werk Jinan, das seit drei Jahren in Betrieb ist. Bei dem Jubiläumsmodell handelt es sich um einen Denza N8L. Seit dem ersten Plug-in-Hybrid 2008 beschleunigte BYD die Produktion stark, zuletzt von zehn auf 15 Millionen Fahrzeuge innerhalb von nur 13 Monaten.
Peugeot E-408 strahlt aus frischer Frontpartie
Die aufgewertete Version des E-408 setzt inhaltlich Akzente: neue Front, neues Heck, neues Cockpit. Chic im Zeitgeist. Und die Nummer eins in der kompakten Klasse, was das Volumen des Innenraums betrifft. Das heißt: komfortabel sitzen, auch in der zweiten Reihe - und reichlich Platz im Kofferraum. 536 Liter beträgt das Ladevolumen. Sind die Rücksitze umgeklappt, werden daraus bis zu 1611 Liter. Modern umrissen sind die zwei Zehn-Zoll-Displays, die einfach zu bedienenden i-Toggles und die Ambientebeleuchtung in acht Farben. Dazu kommen die Sitze in Alcantara oder Leder und das Premium-Soundsystem. Seine Energie zieht der neue E-408 aus einer 62 Kilowattstunden starken Batterie, er schiebt mit 213 PS und dem maximalen Drehmoment von 345 Newtonmetern an und schafft mehr als 450 Kilometer, ohne nachzuladen. Preis? Rund 45.000 Euro sollten für die Basisversion einkalkuliert werden, auch in der Plug-inVariante. Das Leasing startet bei etwa 450 Euro im Monat. Diese Rate soll laut Hersteller besonders den Managern der Fuhrparks und Flotten in den Ohren klingen.

Digitale Lösungen für angenehmes Parken
Die Parkplatzsuche gehört für viele Autofahrer zu den größten Frustfaktoren im Stadtverkehr. Künftig sollen KI-gestützte Auswertungen anonymisierter Parkdaten Abhilfe schaffen. Sie ermöglichen Prognosen zu Auslastung und Stoßzeiten. Digitale Apps unterstützen bei Suche, Reservierung und Bezahlung von Stellplätzen. Für Betreiber eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, Flächen effizienter zu bewirtschaften und den Wartungsaufwand zu reduzieren.
INFO avantpark.de






Alfa Romeo Tonale: Elektriker in Teilzeit mit Raffinesse
Der italienische Premiumhersteller hält für seine Baureihe Tonale eine neue Antriebsoption bereit, die das kompakte SUV verstärkt in den Blickpunkt von umweltbewussten Flottenbetreibern und technikaffinen Vielfahrern rücken soll. Die Version Ibrida Plug-in Q4 kombiniert einen 180 PS starken 1,3-Liter-Turbobenzinmotor mit einer 90 kW (122 PS) liefernden E-Maschine. Als Systemleistung stehen 199 kW (270 PS) zur Verfügung. Ein 15,5-kWh-Akku ermöglicht laut Hersteller rund 80 Kilometer im rein elektrischen Fahrbetrieb nach WLTP. Als Vollstromer hat Alfa Romeo den Tonale nicht im Programm.
Die Preise des Fünfsitzers beginnen bei 52.300 Euro für die Ausführung Sprint. 3000 Euro mehr stellt Alfa Romeo für den besser ausgestatteten TI in Rechnung, nochmals die gleiche Summe wird fällig beim gehobenen Veloce. Das Spitzenmodell namens Sport Speciale stand der Redaktion als Testwagen bereit. Immerhin mindestens 62.100 Euro kostet ein solcher Teilzeitelektriker, bietet dafür jedoch serienmäßig etwa mit Leder und
Ingenlath kommt als Design-Chef zurück
Thomas Ingenlath kehrt als Chief Design Officer zu Volvo Cars zurück und übernimmt erneut eine zentrale Rolle in der Unternehmensführung. Als Mitglied des Executive Management Teams leitet er künftig die globale Designorganisation für das gesamte Produktportfolio. Ingenlath prägte maßgeblich die moderne skandinavische Designidentität von Volvo. Zuletzt war der gebürtige Krefelder als CEO von Polestar für den Aufbau einer elektrifizierten Performance-Marke verantwortlich.

Alcantara bezogene Sitze im stylishen Nero-Bianco-Kontrast und Kopfstützen mit gestickten Alfa-Romeo-Logos. Als raffiniertes Detail gefällt electricarReporterin Beatrice Bohlig auch der kunstvoll geriffelte Lautstärkeregler.
Mit der Länge von 4,53 Metern zählt der Tonale zu den eher handlichen SUVModellen. Er lässt sich mühelos im Stadtverkehr bewegen und taugt zugleich für längere Strecken auf Landstraße oder Autobahn. Klassenüblich ist im Tonale zudem der Gepäckraum, unter dessen Boden sich neben dem Stromladekabel weitere Utensilien verstauen lassen.
„Als eines der wenigen Modelle in diesem Segment bietet unser sportliches Kompakt-SUV die Auswahl aus drei Antriebsvarianten: den als modernen Verbrenner besonders effizienten Alfa Romeo Tonale Diesel, den Alfa Romeo Ibrida mit Hybrid-Technologie sowie den Alfa Romeo Tonale Plug-in“, sagt Christine Schulze Tergeist, Managing Director Stellantis Premium Brands Germany.



Grand Tourer mit Vortrieb von Zeekr
Mit dem 7GT erweitert der chinesische Hersteller Zeekr sein Portfolio um einen vollelektrischen Grand Tourer, der Leistung, Reichweite und Alltagstauglichkeit miteinander verbinden soll. Das Modell positioniert sich im oberen Segment und richtet sich an Fahrer, die Komfort auf der Langstrecke und auch sportliche Fahrleistungen erwarten. Technisch setzt der Zeekr 7GT auf eine leistungsstarke Antriebskonfiguration. Der Sprint von null auf Tempo 100 in nur 3,3 Sekunden, während die Reichweite je nach Konfiguration bis zu 655 Kilometer betragen soll. Ein zentrales Merkmal ist die Schnellladefähigkeit: An geeigneten Stromstellen kann der Akku mit bis zu 480 Kilowatt geladen werden, wodurch sich laut Herstellerangaben innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 340 Kilometer Reichweite nachladen lässt. Auch fahrdynamisch ist das Modell auf Ausgewogenheit ausgelegt. Ein niedriger Schwerpunkt sowie die präzise Sitzposition sollen für Stabilität und Kontrolle sorgen, auf längeren Autobahnetappen und auch auf kurvenreichen Strecken.

Porsche: Absatzminus bremst E-Strategie
Der Sportwagenbauer verzeichnet 2025 einen Absatzrückgang von zehn Prozent auf 279.449 ausgelieferte Fahrzeuge. Zwar bleibt der Macan mit über 84.000 Einheiten das meistverkaufte Modell, doch der Elektroanteil entwickelt sich nur verhalten. Besonders kritisch ist die schwache Bilanz des Taycan, der deutlich an Nachfrage verliert. Zusätzlich belasten massive Einbußen im chinesischen Markt die Bilanz. Die Transformation zur Elektromobilität verläuft bei Porsche langsamer als geplant.
INFO bit.ly/ec34-porsche


Volvo stärkt Marktposition mit elektrifizierten Modellen
Der schwedische Hersteller behauptet sich in einem hart umkämpften Marktumfeld und treibt seine E-Strategie konsequent voran. In Deutschland erreichte Volvo vergangenes Jahr 59.380 Neuzulassungen bei einem stabilen Marktanteil von über zwei Prozent, weltweit wurden 710.042 Fahrzeuge verkauft. Knapp zwei Drittel der Neuzulassungen in Deutschland sind elektrifiziert. Mit dem batteriegetriebenen EX60 setzt Volvo nun ein starkes Zeichen, rückt dem Ziel des vollständig elektrischen Modellportfolios näher.
INFO bit.ly/ec34-volvo

SAP elektrifiziert komplette Firmenflotte
Der Software-Gigant stellt seinen Dienstwagenfuhrpark konsequent auf Elektromobilität um. Seit Jahresbeginn können Beschäftigte ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge bestellen, da die Übergangsregelung für Plug-in-Hybride auslief. Mit rund 19.000 Fahrzeugen zählt SAP zu den größten Flottenbetreibern in Deutschland. Die Entscheidung fiel unabhängig von politischen Vorgaben, sie basiert auf wirtschaftlichen Überlegungen und Klimazielen. Der Fuhrpark verursacht einen Großteil der CO₂-Emissionen, die E-Mobilität ist deshalb ein zentraler Baustein der Klimastrategie bis 2030.


Direkt aus Südkorea: KGM Motors
In der Ausgabe electricar 6/25 wurde im Artikel „Offensive aus China“ der Hersteller KGM Motors fälschlicherweise als chinesisches Unternehmen eingeordnet. Tatsächlich handelt es sich bei KGM Motors (KG Mobility) um einen südkoreanischen Hersteller. Zwar befand sich der Vorgänger SsangYong Motor in den 2000er-Jahren zeitweise mehrheitlich im Besitz des chinesischen Konzerns SAIC, heute gehört KGM Motors jedoch zur koreanischen KG Group. Wir bitten, diese Panne zu entschuldigen!


Opel Mokka GSE: Kompakt mit Kick
Der Mokka in der neuen GSE-Variante präsentiert sich in jeder Sequenz optimiert und konsequent auf Vortrieb getrimmt. GSE, kurz für Grand Sport Electric, so heißt die neue Submarke des traditionsreichen Herstellers, die besonders dynamische Stromer kennzeichnet. Nachhaltige Technologie im windschnittigen Design garantiert Leistung und den Spaß am Fahren – so lautet das Versprechen. Die Opel-typische Front in der VizorOptik und die tiefergelegte Karosserie samt der schwarzen Designlinien entlang der Flanken wirken kernig. Dazu passen die mit Alcantara bezogenen Performance-Sitze und das abgeflachte Sportlenkrad. Natürlich sind auch Fahrwerk und Bremsanlage für massive Einsätze abgestimmt. Die Kerndaten lauten: 281 PS, in 5,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, Reichweite gut 330 Kilometer. 47.300 Euro, voll ausgestattet. Im Leasing ab 399 Euro im Monat, ohne Anzahlung. Und, potzblitz, auch die leuchtend gelben Sättel auf den Bremsen markieren den Durchstarter.

Reifenfachmesse in Köln
erweitert ihr Konzept
Die Fachmesse The Tire Cologne wächst weiter. 2026 wird die internationale Leitmesse für Reifen und Räder erstmals Gastgeberin eines neuen Formats der OTR Conference und rückt damit die Off-The-RoadReifenindustrie stärker in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen Innovationen, Wissensaustausch, nachhaltiges Lebenszyklusmanagement und Networking. Das neue Format greift zentrale Zukunftsthemen wie Ressourceneffizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit auf. Es unterstreicht den Anspruch der Messe, globaler Treffpunkt der Reifenbranche zu sein.
INFO thetire-cologne.de


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Updates für Model S und X
Tesla bringt die überarbeiteten Oberklassemodelle Model S und Model X nach Deutschland. Verbesserungen bei Akustik, Effizienz, Komfort und Aerodynamik sollen Reichweite und Fahrkomfort steigern. Das Model S erreicht bis zu 744 Kilometer, das Model X bis zu 600 Kilometer nach WLTP. An Superchargern laden beide mit bis zu 250 kW. Serienmäßig an Bord sind umfangreiche Assistenzsysteme, lange Garantien sowie unbegrenztes kostenloses Supercharging für Erstbesitzer.
INFO tesla.com
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Keba und EO starten Ausbau von Ladenetz für Flotten
Keba und EO Charging haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Logistik- und Transportflotten europaweit voranzutreiben. In den kommenden Monaten sollen mehrere tausend AC- und DC-Ladestationen installiert werden, erste Anlagen sind bereits in Schweden, Italien, den Benelux-Ländern und Großbritannien in Betrieb. Der Rollout wird sukzessive auf Frankreich, die DACH-Region und weitere nordische Märkte ausgeweitet. Zum Einsatz kommen AC-Ladegeräte von Keba sowie die DC-Systeme der KeContact-DCL10-Reihe, die mit ihrem schlanken Design für Lkw- und Busdepots ideal sind. Die vorkonfigurierten und im EO-Branding ausgelieferten Systeme lassen sich schnell installieren und dank offenem Servicezugang unkompliziert betreiben und warten.
Tipps der Experten für Touren bei Schnee und Eis
Der außergewöhnlich strenge Winter stellt viele Autofahrer vor besondere Herausforderungen. Mit der richtigen Vorbereitung und angepasster Fahrweise lässt sich das Risiko deutlich reduzieren. Wichtig: mehr Zeit für die Routenplanung einzuplanen und bevorzugt geräumte Hauptstraßen zu nutzen. Vor Fahrtbeginn gilt es, Scheiben, Dach und Beleuchtung vollständig von Schnee und Eis zu befreien. Auf glatten Straßen empfiehlt sich eine besonders gefühlvolle Fahrweise mit niedriger Drehzahl, ausreichend Abstand und vorausschauendem Bremsen. Winterreifen, Frostschutz im Wischwasser und gegebenenfalls Schneeketten sind unerlässlich. Für längere Fahrten raten die Experten von ATU zu einem Notfallpaket mit Decke und Verpflegung.


Megawatt-Laden: Förderung für Eon und Co.
Der Energiekonzern Eon erhält gemeinsam mit Voltix und Greenway eine EU-Förderzusage für das Infrastrukturprojekt HDV-E. Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Megawattladenetzes für den europäischen Schwerlastverkehr. Bis Herbst 2028 entstehen entlang zentraler Verkehrskorridore rund 330 Hochleistungsladepunkte an 55 Standorten in neun Ländern. Die Ladeinfrastruktur basiert auf der Megawatt-Charging-System-Technologie und ist rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Megawattladen gilt als Schlüssel, um batterieelektrische Lkw wirtschaftlich konkurrenzfähig zu machen und den klimafreundlichen Umbau des Transportsektors voranzutreiben.
sigl@electricar
E-MAIL AUS INGOLSTADT

Hier schreibt Kurt Sigl
Er streitet, poltert und insistiert. Er treibt und verbindet, erklärt und stört. Kurt Sigl ist Experte der Elektromobilität und schickt für jede Ausgabe von electricar eine E-Mail aus Ingolstadt, in der er aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Themen seiner Branche analysiert und kommentiert. Als Mitbegründer und langjähriger Präsident des Bundesverbandes eMobilität gilt Sigl als Leitfigur auf den Gebieten der Elektromobilität und der erneuerbaren Energie. Der kernige Oberbayer, einst im Dienst von Audi, punktet mit seiner über Jahrzehnte ausgeprägten Expertise und der Gabe, Menschen zusammen zu bringen. Mit Nachdruck arbeitet er daran, traditionelle Strukturen und Denkmuster zu hinterfragen, um Raum für neue und zukunftsfähige Modelle zu schaffen.
Reden, sehen und verstehen im Tunnel?!
Darf ich Sie herzlich einladen zu einem Mobilitätstalk an einem Ort, der wie kein zweiter zeigt, wie weit wir im Straßenverkehr wirklich gekommen sind? Mitten in den Tauerntunnel.
Dort, wo Mobilität zur Geduldsprobe wird und Zeit plötzlich wieder spürbar ist, wenn wieder einmal kein Ende des Tunnels sichtbar ist. Wo der Motor läuft, auch wenn sich nichts bewegt und wo das Auto oftmals das tun darf, wofür es eigentlich nicht gebaut wurde: stehen.
Während draußen der Verkehr ruht, diskutieren drinnen Expertinnen und Experten, Entscheidungsträger und Wortmeldungsweltmeister über die Zukunft der Mobilität. Über Innovationen, Effizienz und Klimaziele, stilecht begleitet vom beruhigenden Grundrauschen tausender Verbrennungsmotoren, die tapfer gegen den Stillstand anarbeiten.
Besonders herzlich eingeladen sind natürlich unsere Freunde der Fraktion Verbrenner, denn für Sie haben wir maßgeschneiderte Themen vorbereitet:
1. STANDGAS als unterschätzte Kernkompetenz. Warum abschalten völlig überbewertet ist und echtes Fahrgefühl dort beginnt, wo Drehzahl und Stillstand
eine symbiotische Beziehung eingehen. Ein Plädoyer für das Brummen als akustische Selbstvergewisserung: Ich fahre, also bin ich – auch wenn ich gerade stehe.
2. ABGASE, das soziale Netzwerk des Tunnels. Feinstaub als verbindendes Element: wie CO 2, Stickoxide und ein Hauch von Benzin das Gemeinschaftsgefühl stärken. Hier ist keiner allein, atmen alle dasselbe. Nachhaltig im Sinne von: es bleibt lange in Erinnerung – und in der Lunge.
3.FREIHEIT durch Tanken, ein Mythos auf vier Rädern. Während andere lange laden, tanken wir schnell. Zumindest theoretisch. Praktisch zeigt dieser Tunnel: Zeit spielt keine Rolle mehr. Fünf oder fünfzig Minuten – Hauptsache der Tank ist voll und das schlechte Gewissen leer.
Abgerundet wird der Talk durch visionäre Beiträge zur Verkehrswende, die konsequent dort stattfinden, wo Alternativen am wenigsten sichtbar sind. Radverkehr? Öffis? Fußgänger? Alles wichtige Themen – aber bitte nicht hier, wir befinden uns schließlich im Tunnel.
Es geht also um einen Mobilitätstalk über Fortschritt an einem Ort, der beweist, das wir ihn dringend brauchen. Ironisch, realitätsnah und absolut authentisch. Und lasst uns bitte nicht mit Ladepreisen, THGQuoten, Zertifizierungen und anderem Nonsens die Zeit verschwenden!
STROMER FÜR ALLE



DIESE E-AUTOS KOMMEN 2026 AUF DIE STRASSE
Text: Philipp Lumetsberger
Die Elektromobilität steht vor einem weiteren großen Entwicklungsschritt. Immer mehr Hersteller erweitern ihr Portfolio um neue Modelle, die gezielt auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind – vom kompakten Stadtauto über familientaugliche Allrounder bis hin zu leistungsstarken Premium-SUV. Dabei geht es keineswegs nur um alternative Antriebe, sondern um ganzheitliche Fahrzeugkonzepte, die Alltagstauglichkeit, Komfort und moderne Technologie miteinander verbinden. Im Fokus der aktuellen Modellgeneration stehen vor allem größere Reichweiten, kürzere Ladezeiten und die nachhaltig verbesserte Effizienz. Neue Plattformen, leistungsfähigere Batterien und intelligente Softwarelösungen sorgen dafür, dass elektrische Fahrzeuge vielseitiger einsetzbar sind und sich immer stärker an den Anforderungen klassischer Verbrenner orientieren – oder diese sogar übertreffen. Gleichzeitig halten Assistenzsysteme, digitale Cockpits und vernetzte Dienste Einzug in Segmente, in denen sie bislang kaum verfügbar respektive erschwinglich waren.
An dieser Stelle präsentieren wir eine Auswahl an neu entwickelten Stromern, die im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen. Von alltagstauglichen Einstiegsmodellen bis hin zu anspruchsvollen Premiumfahrzeugen: Es wird deutlich, wie breit und bunt die Palette der neuen E-Autos inzwischen ist – und welche Impulse sie für den weiteren Fortschritt der Elektromobilität liefern werden.

Alpine A390
Der A390 von Alpine hebt Fahrkultur auf ein Niveau, das sonst höheren Segmenten vorbehalten ist. Im Mittelpunkt steht weniger die reine Leistungsentfaltung als vielmehr ein intensives Fahrerlebnis, das selbst unter anspruchsvollen Bedingungen überzeugt – ob auf kurvigen Bergpässen oder auf der Rennstrecke. Als zweites Modell der „Dream Garage“ folgt der A390 auf den A290. Produziert wird der Sportwagen komplett in Frankreich, von den Motoren über die Batterie bis zu Reifen und Audiosystem.
Hochwertige Materialien, blaue Akzente und ein konsequent fahrerorientiertes Cockpit mit zwei großformatigen Displays prägen den Innenraum. Angetrieben wird der A390 von drei Elektromotoren, die einen Allradantrieb realisieren. Alpine bietet den Sportler in zwei Leistungsstufen an: als A390 GT mit 400 PS und als A390 GTS mit bis zu 470 PS. Die Preise starten bei 67.500 Euro für den GT, während die GTS-Topversion ab 78.000 Euro angeboten wird.

Mit dem iX3 läutet BMW die „Neue Klasse“ ein und setzt damit den Startpunkt für eine umfassende technologische Neuausrichtung. Der vollelektrische SUV kombiniert ein modernes Design mit hoher Effizienz und einem klaren Fokus auf digitale Innovationen. In der Version iX3 50 xDrive leistet der Antrieb rund 345 kW beziehungsweise 469 PS. Damit sprintet das Modell in 4,9 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.
Eine zentrale Rolle spielt die 108,7 kWh große Batterie, die nach WLTP eine Reichweite von bis zu 805 Kilometern ermöglichen soll. Dank 800-Volt-Architektur sind an Schnellladesäulen Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich, wodurch sich in etwa zehn Minuten Energie für 300 bis 370 Kilometer nachladen lässt. Der Marktstart ist für das Frühjahr 2026 geplant, der Einstiegspreis dürfte bei rund 69.000 Euro liegen.
Modell: BMW iX3 50 xDrive
Leistung: 345 kW / 469 PS
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Reichweite: 805 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: etwa 69.000 Euro
Modell: Alpine A390 GT
Leistung: 295 kW / 400 PS
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Reichweite: bis zu 551 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: ab 67.500 Euro
bit.ly/alpine_a390 bit.ly/ec-bmw-ix3

3

Cadillac Optiq
Cadillac erweitert mit dem Optiq sein elektrisches Portfolio um ein kompaktes Luxus-SUV unter dem Dach von General Motors. Positioniert ist das Modell unterhalb der größeren und deutlich teureren Baureihen Vistiq und Lyriq, ohne dabei auf den markentypischen Premiumanspruch zu verzichten. Schon beim Einsteigen überzeugt der Optiq mit einem hochwertig verarbeiteten Innenraum und einem großzügigen Raumgefühl.
Blickfang ist das leicht gebogene 33-Zoll-Display mit gestochen scharfer 9K-Auflösung, das mehr als eine Milliarde Farben darstellen kann. Auch im Fond profitieren Passagiere von viel Beinraum, während das große Panorama-Glasdach für eine helle und luftige Atmosphäre sorgt. Besonders bemerkenswert ist die umfangreiche Serienausstattung. Sie umfasst unter anderem sieben Airbags, zahlreiche Assistenzsysteme, ein Head-up-Display, eine HD-Rundumsichtkamera sowie beheizbare Fondsitze.

Modell: Cadillac Optiq
Leistung: 224 kW / 304 PS
Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h
Reichweite: ca. 425 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: rund 65.000 Euro
bit.ly/ec-cadillac-optiq
Cupra Raval
Mit dem Raval bringt Cupra 2026 frischen Schwung in das Segment der kompakten Elektroautos. Statt auf Zurückhaltung setzt die spanische Performance-Marke bewusst auf Dynamik. Das sportliche Design, die direkte Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk unterstreichen den eigenständigen Charakter des Modells. Trotz seiner kompakten Länge von rund vier Metern bietet der Raval überraschend viel Platz im Innenraum und einen alltagstauglichen Kofferraum. Damit empfiehlt sich der elektrische Kleinwagen nicht nur für den Stadtverkehr, sondern auch für längere Fahrten und Roadtrips. Nach einem ersten Auftritt als getarntes Serienfahrzeug auf der IAA feierte der Cupra Raval im Februar 2026 in Barcelona seine Weltpremiere. Antriebseitig stehen zwei Frontantriebe mit 155 und 166 kW zur Wahl, die jeweils mit einer 56-kWh-Batterie kombiniert sind. Der Einstiegspreis soll bei etwa 25.000 Euro liegen und macht den Raval zu einem attraktiven Angebot im Kompaktsegment.

Modell: Cupra Raval
Leistung: 155 kW / 210 PS
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Reichweite: bis zu 450 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: rund 25.000 Euro
bit.ly/ec-cupra-raval
4

Jeep
Recon
Mit dem Recon überträgt Jeep seine Offroad-DNA konsequent ins Elektrozeitalter. Der vollelektrische SUV wurde gezielt für Abenteuer entwickelt und ist nach Herstellerangaben das einzige E-Modell mit offizieller Trail-Einstufung. Ein leistungsstarker Antrieb mit bis zu 478 kW (650 PS) und 840 Nm Drehmoment sorgt in nur 3,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h, die elektrische Reichweite liegt bei bis zu 450 Kilometern. Für maximale Traktion abseits befestigter Straßen sorgen fünf verschiedene Fahrmodi für unterschiedliche Untergründe und Wetterbedingungen. Ein besonderes Merkmal sind die werkzeuglos abnehmbaren Türen und hinteren Seitenscheiben, die für eine Extraportion Abenteuer beim Ausflug ins Gelände sorgen. Der Innenraum punktet mit cleveren Stauraumlösungen. Die Produktion soll bereits Anfang 2026 anlaufen, die weltweite Markteinführung ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Modell: Jeep Recon
Leistung: 478 kW / 650 PS
Höchstgeschwindigkeit: nicht bekannt
Reichweite: ca. 450 km (WLTP)
Marktstart: 4. Quartal 2026
Preis: nicht bekannt
bit.ly/ec-jeep-recon
Kia EV2
Anfang 2025 präsentierte Kia den EV2 als Studie und bestätigte zugleich den Marktstart des elektrischen Kleinwagens für 2026. Entwickelt für Europa, soll das Modell die Lücke schließen, die der eingestellte Kia Soul EV hinterlassen hat. Auffällig ist das für Kia typische, futuristische Design, das dem EV2 einen eigenständigen Auftritt verleiht. Ein zentrales Highlight ist der außergewöhnlich variable Innenraum, der mit einem modernen Konzept und nachhaltigen Materialien glänzt. Das Cockpit wird von einem dreiteiligen Display-Layout dominiert, mit 12,3-Zoll-Fahrerdisplay, 12,3-Zoll-Display und einem 5,3-Zoll-Touchscreen für die Klimasteuerung.
Mit einer Länge von knapp über vier Metern ist der kleine SUV nicht nur für Fahrten durch die Stadt geeignet, er bietet auch genug Platz für längere Fahrten.
Technisch setzt der EV2 auf moderne Funktionen wie Vehicle-to-Load (V2L) und Over-the-Air-Updates.
Zwei Batterievarianten stehen zur Wahl: 42,2 kWh für bis zu 317 Kilometer Reichweite oder 61 kWh für bis zu 448 Kilometer nach WLTP.

6Modell: Kia EV2
Leistung: 108 kW / 147 PS
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h
Reichweite: 317 bzw. 448 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: unter 30.000 Euro
bit.ly/ec-kia-ev2

Leapmotor B05
Der Leapmotor B05 wurde gezielt für den europäischen Markt entwickelt und tritt im stark umkämpften Mittelklasse-Segment gegen Modelle wie den VW ID.3 an. Der kompakte Elektro-Hatchback setzt auf eine coupéhafte Silhouette, die ihm ein markantes Erscheinungsbild verleiht. Serienmäßig ist er mit 19-ZollLeichtmetallrädern ausgestattet. Mit Launch Control beschleunigt der B05 in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Reichweite soll bis zu 460 Kilometer gemäß WLTP-Berechnung betragen.
Mit 4,43 Metern Länge, 2,73 Metern Radstand und großzügigen Proportionen verspricht der B05 ein großzügiges Platzangebot im Innenraum. Das Design folgt der „Tech-Nature“-Linie der Marke mit klaren Flächen, rahmenlosen Türen und aerodynamischen Rädern. Innen dominiert ein minimalistisches, digitales Cockpit mit 14,6-Zoll-Touchscreen und 8,8-Zoll-Display. Technische Basis ist die LEAP-3.5-Plattform mit Hinterradantrieb. Der Preis soll bei rund 30.000 Euro liegen.

Mercedes GLC EQ
Mit dem GLC EQ erweitert Mercedes-Benz 2026 sein Angebot um ein vollelektrisches Premium-SUV, das konsequent auf Langstreckenkomfort ausgelegt ist. Herzstück ist eine 94-kWh-Batterie, die nach WLTP eine Reichweite von bis zu 674 Kilometern ermöglicht. Dank einer Ladeleistung von bis zu 330 kW lässt sich der Akku an Schnellladesäulen in rund 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent füllen. Gleichzeitig markiert das Modell den Einstieg in die neue MB.EA-Plattform.
Je nach Variante stellt der elektrische Allradantrieb bis zu 360 kW beziehungsweise 490 PS bereit. Im Innenraum setzt Mercedes auf hochwertige Materialien und ein aufgeräumtes Cockpit mit großem, vertikalem Zentraldisplay. Moderne Assistenzsysteme und eine intelligente Navigation, die Ladepausen automatisch einplant, erleichtern den Alltag. Der Einstiegspreis für den Mercedes GLC EQ liegt bei etwa 68.000 Euro.
Modell: Mercedes GLC 4MATIC EQ
Leistung: 360 kW / 490 PS
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Reichweite: bis zu 674 km (WLTP)
Marktstart: Frühjahr 2026
Preis: rund 68.000 Euro
bit.ly/ec-mercedes-glc
Modell: Leapmotor B05
Leistung: 160 kW / 218 PS
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Reichweite: ca. 460 km (WLTP)
Marktstart: Zweites Halbjahr 2026
Preis: rund 30.000 Euro
bit.ly/ec-leapmotor-b05


Renault Twingo E-Tech
Der neue Renault Twingo Electric ergänzt die elektrische Kleinwagenfamilie der Marke und nutzt zwar die gleiche Plattform wie Renault 4 und Renault 5, setzt technisch jedoch eigene Akzente. Angetrieben wird der 3,79 Meter kurze Stadtflitzer von einem 60 kW (82 PS) starken Elektromotor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ermöglicht. Die Reichweite liegt bei bis zu 262 Kilometern nach WLTP und ist für tägliche Fahrten durch den urbanen Verkehr vollkommen ausreichend. Geladen wird der Twingo Electric mit bis zu 11 kW an der Wallbox in rund zweieinhalb Stunden oder per 50-kW-Schnellladung in etwa 30 Minuten auf 80 Prozent. Dank seines kleinen Wendekreises von nur 8,75 Metern eignet er sich hervorragend für enge Straßen. Zusätzlich ist der kleine Stromer mit einer Vehicle-toLoad-Funktion ausgestattet. Kleinere Geräte lassen sich so mit bis zu 3,7 kW Strom versorgen.
Modell: Renault Twingo E-Tech
Leistung: 60 kW / 82 PS
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Reichweite: bis zu 262 km (WLTP)
Marktstart: März 2026
Preis: ab 19.900 Euro
bit.ly/ec-twingo-e-tech


Skoda Epiq
Mit dem Epiq verfolgt Skoda das Ziel, Elektromobilität möglichst einfach und bezahlbar zu gestalten. „Einfach, praktisch und erschwinglich“ lautet die Leitidee – und genau diesen Ansatz setzt das kompakte Elektro-SUV konsequent um. Der Einstiegspreis soll bei rund 25.000 Euro liegen und macht damit den Epiq für viele Haushalte attraktiv. Trotz einer kompakten Länge von etwa 4,10 Metern soll das Modell mit einem überraschend großzügigen Raumangebot bei den Käufern punkten.
Der Kofferraum fasst rund 425 Liter und lässt sich dank breiter Heckklappe bequem beladen.
Technisch basiert der Skoda Epiq auf der MEB+Plattform des VW-Konzerns. Geplant sind Batterien mit 38 bis 56 kWh Kapazität, wobei die größere Variante
Reichweiten von etwa 400 bis 425 Kilometern nach WLTP ermöglichen soll. Eine Ladeleistung von rund 125 kW erlaubt kurze Ladepausen. Im Innenraum setzt der Autobauer auf klare Strukturen, robuste Materialien und praktische Ablagefächer.
Modell: Skoda Epiq
Leistung: 103 kW / 140 PS
Höchstgeschwindigkeit: nicht bekannt
Reichweite: bis zu 425 km (WLTP)
Marktstart: zweite Jahreshälfte 2026
Preis: rund 25.000 Euro
bit.ly/ec-skoda-epiq

Volkswagen ID. Polo
Aus dem ursprünglich als ID.2 geplanten Modell wird der VW ID. Polo, der das elektrische Einstiegssegment der Marke neu besetzen soll. Gemeinsam mit dem Cupra Raval gehört er zur Electric Urban Car Family und nutzt eine verkürzte, weiterentwickelte MEB-Plattform mit Frontantrieb. Mit einer Länge von rund 4,05 Metern bleibt der ID. Polo kompakt und wendig, bietet im Innenraum jedoch ein überraschend großzügiges Platzangebot. Volkswagen bietet zwei Batterievarianten an: einen 38-kWh-LFP-Akku mit etwa 300 Kilometern Reichweite sowie einen 56-kWh-NMC-Akku, der bis zu 450 Kilometer nach WLTP ermöglichen soll. Angetrieben wird der ID. Polo von einem E-Motor, der je nach Ausführung zwischen 85 und 166 kW leistet. Technologisch orientiert sich das Modell an höheren Fahrzeugklassen und bringt unter anderem Travel Assist 3.0, Ampelerkennung und die neue Softwaregeneration 3.x ins Einstiegssegment.

Modell: Volkswagen ID. Polo
Leistung: 166 kW / 226 PS
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Reichweite: bis zu 450 km (WLTP)
Marktstart: Sommer 2026
Preis: ab 25.000 Euro
bit.ly/ec-vw-idpolo
Zeekr X
Mit Zeekr startet eine weitere Marke des chinesischen Geely-Konzerns offiziell auf dem deutschen Markt. Zum Auftakt stehen drei rein elektrische Modelle bereit, die vom kompakten SUV über eine ShootingBrake-Limousine bis hin zum Familien-SUV reichen. Den Einstieg markiert der Zeekr X, der ab rund 38.000 Euro angeboten wird und in drei Antriebsvarianten erhältlich ist. Die Basisversion Core RWD leistet 200 kW (272 PS) und erreicht mit 49-kWh-Akku rund 330 Kilometer Reichweite. Die Long-Range-Variante mit 69 kWh kommt auf bis zu 446 Kilometer, während das Topmodell mit Allradantrieb und 315 kW (429 PS) bis zu 425 Kilometer schafft.
Alle Zeekr-Modelle basieren auf der modularen SEA-Plattform. Der kompakte SUV punktet mit einem stark digitalisierten Cockpit, einem 14,6 Zoll großen Touchscreen, einem Augmented-Reality-Head-upDisplay und umfangreichen Fahrerassistenzsystemen für ein hohes Maß an Sicherheit.

Modell: Zeekr Core RWD
Leistung: 200 kW / 272 PS
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Reichweite: ca. 330 km (WLTP)
Marktstart: Anfang 2026
Preis: rund 38.000 Euro
bit.ly/ec-zeekr-x

Text: Beatrice Bohlig
DIE PRESTIGETRÄCHTIGEN BUCHSTABEN GSE KENNZEICHNEN DAS NEUE TOPMODELL DER BAUREIHE MOKKA. WELCHE KRAFTVOLLEN ELEMENTE IN DIESEM AUSGEKLÜGELTEN KONZEPT STECKEN, ERLÄUTERT PATRICK DINGER, DER CHEF VON OPEL FÜR DEUTSCHLAND.
Das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen Opel möchte mit dem Typkürzel GSE ein Performance-Label für betont sportive Automobile etablieren. Jüngste Zugabe im Kraftkurkonzept der deutschen Stellantis-Tochter ist ihr kompakter Stromer Mokka GSE. Der 4,15 Meter lange Viertürer mit 207 Kilowatt, umgerechnet 281 PS, wurde auf dem Circuito de Madrid Jarama unweit der spanischen Hauptstadt der Öffentlichkeit präsentiert.
„Unsere Submarke GSE zeigt, wie stark, spannend und begeisternd batterieelektrische Mobilität sein kann“, sagte Patrick Dinger, der Deutschland-Chef von Opel, im Interview mit electricar am Rande der Rennstrecke. Demnach sei speziell der Mokka GSE „gewissermaßen ein Rallye-Auto für öffentliche Straßen“. Dinger erklärt es so: „Fahrspaß definiert Opel dabei nicht allein über klasse Beschleunigung und hohe Endgeschwindigkeit, sondern auch über gute Kurvengeschwindigkeiten sowie entsprechende Traktion und Stabilität in den Kurven.“
SPORTLICH IN DIE ZUKUNFT

Mit dem Grundpreis von 47.300 Euro dürfte die GSE-Version nach Schätzungen von Opel-Insidern perspektivisch zwar nur für fünf bis zehn Prozent des auf die Baureihe Mokka bezogenen Absatzes stehen. Das Prädikat „besonders wertvoll“ könnte sich der Stromer dennoch verdienen – als Brückenschlag zwischen Opels Historie und Gegenwart sowie als künftiges Premiumprodukt: „Unter anderem mit den Modellen Commodore GSE und Monza GSE hat Opel sportliche Wurzeln, an die wir auch jetzt wieder hervorragend anknüpfen können“, erklärte Manager Dinger. Und weiter: „Der Mokka GSE zeigt, dass elektrisches Fahren Emotionen und Dynamik auf Topniveau verbinden kann.“
Breites Antriebsspektrum
Ein Flaggschiff oberhalb des großen SUV Grandland hat Opel derzeit nicht in Planung, und das Projekt Manta GSe ElektroMOD köchelt auf Sparflamme. Auch deshalb scheint die Baureihe Corsa das Potenzial zu haben, als nächste GSE-Variante vorzufahren. Sollte Opel im Oktober am Pariser Autosalon 2026 teilnehmen, könnten die Rüsselsheimer eine spannende Neuheit gewiss gut gebrauchen. „Einen kleinen Ausblick in die Zukunft von Opel geben wir mit unserem großartigen Corsa GSE Vision Gran Turismo“, ließ sich Patrick Dinger in Spanien zumindest entlocken. Stichwort Zukunft: „Der Blick geht nach vorn. Die Richtung bleibt klar elektrisch, doch unsere Plattformstrategie erlaubt es, flexibel auf unterschiedliche Marktbedürfnisse zu reagieren“, so hob der Manager hervor. Mit dem sogenannten Multi-
OFFENE WORTE
Patrick Dinger, Deutschland-Chef von Opel, im exklusiven Interview mit electricar-Reporterin Beatrice Bohlig.

Energy-Ansatz verschaffe Opel seinen Kunden „die größtmögliche Freiheit bei der Wahl der gewünschten Antriebsart“. Und dazu gehöre in dieser Phase der Verkehrswende auch die Pflege der Fortbewegung auf Basis fossiler Energie: „Grundsätzlich“, sagte Dinger der Redaktion, „setzen wir bei Verbrennern auf 48-Volt-Hybridtechnologie und Plug-in-Hybride und bei einigen Modellen auf den Diesel“.
Den DACH-Raum haben die Macher der Marke mit dem Blitz im Logo hier konsequent im Blick: „Deutschland hat als Hei-
matmarkt für Opel die größte Bedeutung“, sagte Landeschef Dinger. „Auch Österreich und die Schweiz sind relevante Märkte für unser Unternehmen“.
Sportliche Intention

DYNAMISCHE PREMIERE
Der neue Opel Mokka GSE wurde auf einer Rennstrecke nahe Madrid vorgestellt.
Das offensive Ausrollen der GSE-Modelle im Schulterschluss mit dem Handel platziert Stratege Dinger weit oben auf seiner Agenda für dieses Jahr: „Mit den Opel-Partnerbetrieben stehe ich im regelmäßigen Kontakt und Austausch, gerade zu den aktuellen Aufgaben und Themen“. Das fordert den ganzen Topmanager – und es erfordert viel frische Luft: „Meist stehe ich früh auf und starte den Tag mit einem Spaziergang durch den Wald“, so Dinger. „Am Wochenende mache ich gerne Sport, beispielsweise Crossfit-Training“. Letzteres stärkt den Nacken sowie Arm- und Beinmuskulatur. Derlei Einheiten scheinen prädestiniert für den Fahrer des Mokka GSE, das „RallyeAuto für öffentliche Straßen“ – und natürlich auch für alle weiteren GSEModelle aus dem Portfolio des traditionsreichen Herstellers.
FLOTT IN DIE FLOTTE


Fokus auf Firmenwagen: Unter dieser klar formulierten Maßgabe startet Zeekr auf dem deutschen Markt. Der E-Autoproduzent aus China setzt auf den Direktvertrieb mitsamt zertifizierter Servicepartner und attraktive Angebote.
Text: Beatrice Bohlig
Der chinesische Autobauer Zeekr möchte bei seinem Markteintritt in Deutschland vom volumenträchtigen Geschäft mit gewerblichen Großkunden profitieren.
„Der deutsche Firmenwagenmarkt setzt hohe Maßstäbe, und genau darauf haben wir unser Angebot ausgerichtet“, sagt Lothar Schupet, CEO von Zeekr Europe. Nach Ansicht des früheren Topmanagers von BMW legen Unternehmenskunden gesteigerten Wert auf rundum zuverlässige Elektromobilität, die zugleich strenge wirtschaftliche Kriterien erfüllt. Schupets Versprechen mit Blick auf Europas größten Pkw-Absatzmarkt zwischen Flensburg und Füssen: „Unser direktes Vertriebsmodell, kombiniert mit einem starken Servicenetz, soll genau diese Anforderungen erfüllen“.
Im Rahmen aktueller Recherchen in China hatte electricar die Gelegenheit zu Gesprächen mit Schupet und weiteren Zeekr-Führungskräften sowie Entscheidern aus der Geely-Holding. Die Leitung des Konzerns, zu dem etwa auch Lotus, Polestar und Volvo gehören, positioniert Zeekr nach eigenen Angaben als „globale Premium-Elektromobilitätsmarke“. Ein Kernziel des international operierenden Stromer-Labels ist demnach die Schaffung eines „vollständig integrierten Nutzer-Ökosystems“. Als Eckpfeiler dient
EXKLUSIV IN CHINA
Zeekrs Europa-CEO Lothar Schupet am Modell 001 in Ningbo mit electricarAutorin Beatrice Bohlig.
Zeekr dabei die hauseigene Sustainable Experience Architecture (SEA). Auch zu ebenfalls im Unternehmen konzipierten Akkutechnologien, Systemen für das Batteriemanagement, Elektromotoren und weiteren BEV-Komponenten konnte sich die Redaktion im Reich der Mitte ausgiebig informieren.
Preisvergleich der Antriebe
Mehr als 550.000 Einheiten hat Zeekr seit dem Start der Neuwagenübergabe im Oktober 2021 weltweit bereits in Kundenhand gebracht. In elf europäischen Ländern, darunter die Schweiz, Norwegen und Belgien, sammeln die Chinesen seit geraumer Zeit „wertvolle Erfahrungen über spezifische Nutzerwünsche und Handelsgepflogenheiten in der Alten Welt“, so erklärt ein GeelyManager gegenüber electricar.
Nun scheint für Zeekr der richtige Zeitpunkt erreicht, um auf Europas Schlüssel-


Das Interieur des Modells 7X ist modern und reduziert gestaltet.
LUXUS-VAN
Der Zeekr 009 fährt als Sechssitzer vor – oder mit weniger, dafür nobleren Sesseln.
markt Deutschland anzugreifen. Klar im Visier – neben fernöstlichen Konkurrenten wie Toyota und BYD – sind hier auch die etablierten einheimischen Wettbewerber von Audi über BMW bis hin zu MercedesBenz und Porsche.
Ein über Jahrzehnte gewachsenes Netz von Vertriebs- und Servicepartnern wie die arrivierten Rivalen kann Zeekr als Newcomer naturgemäß nicht bieten. Daher haben sich Europa-Chef Schupet und seine Teams für ein digitales Bestellmodell entschieden, in dem persönliche Ansprechpartner bei kniffligen Fragen oder für individuelle Projekte zur Verfügung stehen. „Parallel entsteht eine Servicelandschaft“, so heißt es von Zeekr, „die auf die

Anforderungen großer und mittelgroßer Fuhrparks ausgelegt ist“.
Für Flottenbetreiber, die bei Dienstwagen von Verbrennern auf Hybride und Vollstromer umstellen möchten, steht das Kriterium Total Cost of Ownership (TCO) auf der Vergleichsliste ganz oben. Daher habe Zeekr Europe die Betrachtung der Gesamtkosten eines E-Autobetriebs bei der Kundschaft in spe in zentralen Planungen als Grundlage genutzt, bekräftigte Schupet.
Schulterschluss im Service Auch für entsprechende Kalkulationen auf Basis ihrer jeweiligen Firmenwagenstruktur können Interessenten beim Marktstart in Deutschland auf 40 zertifizierte ZeekrService-Center zurückgreifen. Und Schupet setzt auf Expansion: Schon zur Mitte des laufenden Jahres sollen sich 100 Betriebe diesem neuen Netzwerk angeschlossen haben. Dessen Schlüsselaufgaben reichen von Probefahrten mit einem der für deutsches Geschmacksempfinden in Design und Technik mild modifizierten Zeekr-Modelle über deren regelmäßige Wartung bis hin zu spontanen Reparaturen mitsamt einer zügigen Teileversorgung.
Dreh- und Angelpunkt dieser Konstruktion ist die GAS Global Automotive Service GmbH. Der im nordrhein-westfälischen Essen ansässige Kfz-Dienstleister kooperiert mit 1700 After-Sales-Fachbetrieben, von denen rund ein Drittel als spezialisierte Karosserie- und Lackzentren aufgestellt sind. Zeekr setze auf GAS als operativen Partner, um „bereits zum Start die Grundlagen für hohe Ersatzteilverfügbarkeit, gute Kundenerreichbarkeit und verlässliche Qualität“ zu schaffen, heißt es aus Schupets Umfeld.
Schnelllader aus China
Seit vergangenem Dezember lassen sich in Deutschland die Zeekr-Baureihen X und 7X sowie der Typ 001 bestellen. Sogenannte Testdrive-Hubs haben inzwischen in vielen deutschen Städten eröffnet. „Probefahrten können mittlerweile in München, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Solingen, Dorsten gebucht
AUF DER FACHMESSE
Im Reich der Mitte besuchte Reporterin Bohlig die Guangzhou Auto Show.
werden“, so Schupet. Die Preise des fünfsitzigen Kompakt-Stromers Zeekr X beginnen bei 37.990 Euro. Für das gehobene SUV 7X werden mindestens 54.990 Euro fällig. Nochmals 5000 Euro mehr verlangt Zeekr für seinen luxuriösen Shooting Brake 001. Steuerliche Vorteile inklusive: Laut Hersteller qualifizieren sich alle Modelle für den 0,25 Prozent geldwerten Vorteil.
Interessante Neuheiten sollen die Nachfrage weiter schüren. „Im Januar haben wir erfolgreich unseren Zeekr 7GT als viertes Modell und weiteren Schritt zum europäischen Wachstum gelauncht“, ließ Schupet im vertrauten Kreis jüngst wissen. „Der Zeekr 7GT kombiniert mit 800-Volt-Ultrafastcharging, 655 Kilometern Reichweite und 475 kW / 646 PS revolutionäre Performance mit Komfort und großzügigstem Innenraum für fünf Personen“. Innerhalb von nur zehn Minuten lasse sich bei leerem Akku frischer Strom für 340 Kilometer zapfen. Bei Testfahrten auf der Rennstrecke Ningbo Circuit in Ostchina hatte electricar die Gelegenheit, eine Reihe von Zeekr-Modellen forsch zu bewegen – und im Fahrerlager ganz in Ruhe inspizieren. Am Zeekr 7X beispielsweise gefiel der Autorin dieser Zeilen die intuitive Bedienlogik rund um das innovative Infotainment. Der Zeekr 001 wiederum wusste mit fast schon brachialem Beschleunigungsvermögen und hoher Kurvenstabilität zu überzeugen.
Hightech in Großserie
Zu den für Deutschland bestimmten Exportmodellen heißt es offiziell unter anderem: „Der Zeekr 001 erreicht bis zu 620 Kilometer Reichweite (WLTP). Der Zeekr 7X lädt an geeigneten DC-Schnellladesäulen in rund 10,5 Minuten von 10 auf 80 Prozent“. Und weiter: „Beide Modelle wurden gezielt für europäische Nutzungsprofile entwickelt – darunter lange Autobahnstrecken, hohe Jahreslaufleistungen sowie Lenkungs-, Dämpfungs- und Pedalabstimmungen, die

speziell auf europäische Straßenverhältnisse ausgelegt sind“.
Ein Kernsatz von nur neun Worten unterstreicht schließlich Zeekrs differenzierten Ansatz bezüglich des deutschen Firmenwagengeschäfts: „Die Preisstruktur verzichtet bewusst auf komplizierte und aufpreispflichtige Sonderausstattungsstrukturen“. Dies lässt gewiss nicht nur jene Fuhrparkleiter aufhorchen, die des lästigen Feilschens mit Dienstwagenberechtigten um häufig allzu kostspielige Optionen überdrüssig sind.
Vielmehr dürften alle TCO-orientierten Flottenchefs aufmerksam registrieren, was Zeekr etwa zu seinen Modellen 7X und 001 Privilege annonciert: „21- beziehungsweise 22-Zoll-Räder, Panoramadach, Matrix-LED-Scheinwerfer, Wärmepumpe, 22-kW-On-Board-Lader, Luftfederung und Massagesitze und ein breites Assistenzpaket sind serienmäßig an Bord“.
GLOBALES NETZ
Die Zulieferer von Zeekr reichen von Conti und Nvidia bis hin zu ZF.


SATTE RABATTE
Mit Nachlässen von bis zu 37 Prozent und 18.000 Euro setzt
BYD die etablierten Hersteller unter Druck. Der Produzent aus
China zielt auf Reputation und Marktanteile. Die Konkurrenten kontern mit Sonderprämien, die ebenfalls verlockend wirken.
Das Jahr hat gerade erst begonnen, doch auf dem deutschen Markt tobt bereits ein aggressiver Preiskampf unter den Herstellern von Elektroautos. Aus dem „Black Friday“, diesem für satte Rabatte bekannten Aktionstag, ist ein strahlender Winter geworden –zumindest für die Kunden, die sich für den Kauf eines batteriegetriebenen Fahrzeugs interessieren. Denn die Preise bleiben heiß.
Den ersten Paukenschlag setzte BYD. Der chinesische Konzern, weltweit größter Produzent von Elektroautos, gab für Modelle wie den Seal, eine Limousine der Mittelklasse, den luxuriösen SUV Tang oder den Plug-in-Hybriden Seal 6 DM-i Touring ungewöhnlich massive Preisnachlässe von bis zu 37 Prozent oder 18.000 Euro. Die Konditionen dieser Black-Friday-Aktion, die eigentlich am 30. November beendet sein sollte, wurden vielerorts noch im Dezember angeboten. Die BYD-Händler
sind auch aktuell gesprächsbereit, wenn es darum geht, die Kunden mit höchst attraktiven Angeboten zu beeindrucken. Es liegt auf der Hand, dass der chinesische Anbieter die Preisoffensive startete, um sich nachhaltig Marktanteile in Europa zu sichern. BYD arbeitet intensiv daran, das eigene Händlernetz auszubauen und das Geschäft zu forcieren. China Speed – das heißt in diesem Fall auch: Tempo zu machen und an der Preisschraube zu drehen. Koste es, was es wolle. „Wir nutzen

die Aktion, um auf unsere Technologien aufmerksam und die Marke bekannter zu machen“, sagt Lars Bialkowski, der Deutschland-Chef von BYD.
ID-Kaufprämie
Volkswagen hat prompt reagiert – mit einer Sonderprämie von bis zu 5000 Euro auf Neuwagen des Modells ID.7. Immerhin 4000 Euro günstiger sind die Stromer ID.3, ID.4 und ID.5 zu haben. Dieses Angebot soll zumindest bis Ende März laufen. Interessanter Nebenaspekt: Die aktuelle Kaufprämie eingerechnet, liegt der ID.3 erstmals unter dem Neupreis des Dauerbrenners Golf. Mit 29.330 Euro steht das kompakte E-Auto auf der Preisliste, der in etwa gleich dimensionierte Benziner kostet 29.395 Euro. Der Unterschied von 65 Euro wirkt minimal. Er macht jedoch deutlich, dass der Umstieg auf die Mobilität von morgen zumindest in diesem Fall keine Preisfrage mehr ist.
Dies beweist auch und speziell Dacia. Die rumänische Tochtergesellschaft des Renault-Konzerns bietet das Einstiegsmodell Spring für schmale 11.900 Euro an, was einem Nachlass von 5000 Euro entspricht. Der Spring, ein Kleinwagen für den Stadtverkehr, ist damit das günstigste E-Auto, das derzeit in Deutschland erhältlich ist. Dagegen bleiben renommierte Hersteller wie BMW und Opel relativ konstant, was die Konditionen für Neuwagen betrifft.
Sie setzen auf attraktive Angebote im Geschäft mit dem Leasing, was die geneigte Kundschaft zu schätzen weiß.
Der aktuelle Preiskampf und die mitunter schwer zu deutenden Strategien der Hersteller sind selbstverständlich auch auf
STROMER AUS WOLFSBURG ZUM BESTPREIS
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Volkswagen gewährt seinen Kunden auf die batteriegetriebenen Modelle ID.3, ID.4 und ID.7 Nachlässe von 4000 respektive 5000 Euro.
das politische Geschehen zurückzuführen.
Zwar hat die Bundesregierung eine neue Prämie von bis zu 5000 Euro für Elektroautos und Plug-in-Hybride angekündigt. Doch ab wann? Für wen? Es gibt noch keine konkreten Informationen, was viele Kunden verunsichert und zögern lässt, wenn es um den Kauf des E-Autos geht.
Neue Anbieter, neue Preise BYD, VW und Co. werden die massiven Preisnachlässe folglich kultivieren, um die Absatzzahlen der batteriegetriebenen Modelle zumindest konstant halten zu können. Auch aufgrund der strenger werdenden Flottengrenzwerte, was die CO2-Normen betrifft, sind die Hersteller gezwungen, mehr Elektroautos zuzulassen.
Für die etablierten Autobauer geht zudem darum, die Konkurrenz aus China auf Distanz zu halten. Neben BYD drängen neue Anbieter wie Changan oder Zeekr auf den deutschen Markt – mit neuen Fahrzeugen und lukrativen Preismodellen.
AUF DEM VORMARSCH
BYD ist vergangenes Jahr zum größten Hersteller von Elektroautos weltweit aufgestiegen und hat Tesla deutlich überholt. Der chinesische Konzern aus Shenzhen verkaufte rund 2,26 Millionen reine E-Autos, ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während Tesla auf etwa 1,64 Millionen kam – ein Rückgang von über acht Prozent. Für 2026 erwarten Analysten 5,3 Millionen Verkäufe von BYD, mit starkem Exportwachstum auf 1,5 Millionen Einheiten außerhalb Chinas. Der Vorsprung zu Tesla wächst weiter, da BYD in über 110 Ländern präsent ist und Meilensteine wie 15 Millionen E-Fahrzeuge feiert.
STADTFLITZER IM ANGEBOT
Der neue BYD Dolphin Surf, ein Kleinwagen für den urbanen Raum, ist derzeit bei ausgewählten Händlern für 19.990 Euro erhältlich.


INTELLIGENZ AUF RÄDERN
Wie neue Batterien, Assistenzsysteme und bidirektionales Laden die Elektromobilität verändern.
Die Automobilbranche befindet sich mitten in einer Phase tiefgreifender technologischer Umbrüche. Während die Elektromobilität zunehmend den Massenmarkt erreicht, treiben Hersteller und Zulieferer parallel Innovationen voran, die Reichweite, Sicherheit, Automatisierung und die Einbindung von Fahrzeugen ins Energiesystem neu definieren. Batterietechnologien, Assistenzsysteme und Software rücken ebenso in den Fokus wie rechtliche Rahmenbedingungen und neue Mobilitätskonzepte. Die kommenden Jahre versprechen daher effizientere Fahrzeuge und einen grundlegenden Wandel in der Art, wie Autos genutzt, geladen und gesteuert werden. Ein Blick auf zentrale Entwicklungen zeigt, wie dynamisch sich das automobile Ökosystem derzeit verändert.
Faktor Feststoffbatterie
Reichweiten von mehr als 1000 Kilometern galten bei Elektroautos lange als ferne Vision. Mit der Entwicklung von Feststoffbatterien rückt dieses Ziel jedoch in greifbare Nähe. Anders als herkömmliche
Lithium-Ionen-Akkus verzichten Feststoffzellen auf flüssige Elektrolyte und setzen stattdessen auf feste Materialien. Das soll höhere Energiedichten ermöglichen und die Sicherheit erhöhen sowie Ladezeiten drastisch verkürzen. Entsprechend groß sind die Erwartungen, die nahezu alle großen Automobilhersteller mit dieser Technologie verbinden.
So konnte Mercedes-Benz etwa dank der Kooperation mit dem US-Unternehmen Factorial Energy bereits konkrete Ergebnisse erzielen. In einer elektrischen S-Klasse EQS erzielte ein Feststoffakku
Testreichweiten von mehr als 1200 Kilometern mit nur einer Ladung. Trotz dieser beeindruckenden Werte bleibt der Weg
zur Serienreife jedoch anspruchsvoll. Die komplexe Fertigung sowie offene Fragen zur Langzeitstabilität und Alltagstauglichkeit verzögern den Markteinsatz. Mercedes rechnet derzeit frühestens ab 2030 mit einer Serienreife.
Auch Toyota treibt die Entwicklung intensiv voran und plant, ab 2027 erste Fahrzeuge mit Feststoffbatterien auf den Markt zu bringen. In Aussicht gestellt werden Reichweiten von bis zu 1200 Kilometern und Ladezeiten von nur zehn Minuten. Parallel dazu arbeiten weitere Hersteller an ähnlichen Konzepten. Stellantis kooperiert ebenfalls mit Factorial Energy und entwickelt Zellen mit einer Energiedichte von 375 Wattstunden (Wh) pro Kilogramm, die auch unter extremen Temperaturen zuverlässig funktionieren sollen. Noch in diesem Jahr soll eine Flotte von Testfahrzeugen den Betrieb aufnehmen, um diese Technik unter realen Bedingungen zu erproben.
Klassische Akkus weiterentwickelt
Besonders ambitioniert fallen die Ankündigungen aus China aus. Huawei hat ein Patent für sulfidbasierte Feststoffbatterien angemeldet, die theoretisch Reichweiten von bis zu 3000 Kilometern und Ladezeiten von fünf Minuten ermöglichen sollen. Auch der Automobilhersteller Chery kündigt Feststoffakkus mit 1300 Kilometern Reichweite und der Energiedichte von 600 Wh pro Kilogramm an, der Serieneinsatz von 2027 an geplant. Nissan wiederum nahm 2025 eine PilotProduktionslinie in Betrieb und will bis 2028 Fahrzeuge mit selbst entwickelten Feststoffbatterien auf den Markt bringen. Während diese neue Technologie noch einige Zeit benötigt, wird parallel an der
REICHWEITENPLUS
Zahlreiche Hersteller arbeiten daran, die Stromer der nächsten Generation mit neuen Batterien auszustatten. Reichweiten mit 1000 Kilometern und mehr sollen dadurch möglich sein.



AUF SICHERHEIT
Ein smarteres Notbremsassistenzsystem soll Gefahren früher erkennen.
FAHRERLOS UNTERWEGS
2026 planen namhafte Konzerne wie Stellantis und Volkswagen ihre neu entwickelten autonomen Fahrzeuge ausgiebig zu testen.
Garantiespannen renommierter Hersteller bei acht Jahren oder 160.000 Kilometern.
Neue EU-Sicherheitsvorgaben
Parallel zur Batterietechnik verschärft die Europäische Union ihre Sicherheitsanforderungen für Neuwagen. Mit der Stufe C der EU-Verordnung Nr. 2019/2144 sind ab dem 7. Juli 2026 zusätzliche Assistenzsysteme verpflichtend vorgesehen. Wie bei früheren Auflagen gelten die Neuerungen zunächst für neu entwickelte Fahrzeugtypen und zwei Jahre später für alle neu zugelassenen Wagen.
Optimierung der bestehenden Technologien gearbeitet. Der chinesische Batteriehersteller CATL hat mit der Shenxing Pro Plattform eine neue Lithium-Eisenphosphat-Batterie vorgestellt. Verbesserte Ladezeiten und größere Reichweiten sollen die LFP-Zellen weiterhin konkurrenzfähig halten, insbesondere durch ihre bewährte Robustheit und die vergleichsweise niedrigen Kosten.
Besondere Aufmerksamkeit erregt dabei die Variante „Super Long Life“. CATL verspricht für diese Hochvoltbatterie eine Garantie von zwölf Jahren oder einer Million Kilometer Laufleistung, bevor die Kapazität unter 70 Prozent des ursprünglichen Werts sinkt. Damit würde sich die Haltbarkeit der Akkus deutlich erhöhen. Zum Vergleich: Aktuell liegen die
Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das weiterentwickelte Notbremsassistenzsystem, das künftig Fußgänger und Radfahrer noch zuverlässiger erkennen und Kollisionen aktiv verhindern oder abmildern soll. Ergänzt wird dies durch ein System zur Erkennung von Fahrerablenkung, das bei nachlassender Konzentration warnt – und den Fahrer zudem aktiv zu Pausen auffordert. Auch der passive Fußgängerschutz wird ausgeweitet: Fahrzeuge müssen künftig einen vergrößerten Kopfaufprallschutzbereich bieten, um die Gefahr von schweren Verletzungen bei Unfällen zu reduzieren.
Bereits seit Anfang 2026 ist zudem für neue Fahrzeugtypen das Next-Generation-eCall-System Pflicht. Ab 2027 dürfen keine Neuwagen mehr ohne diese Technik zugelassen werden. Das Notrufsystem nutzt moderne Mobilfunkstandards wie 4G und 5G und übermittelt im Notfall deutlich mehr Informationen als das bisherige System, was die Arbeit der Rettungskräfte wesentlich erleichtern soll.
Autonomes Fahren, nächste Stufe Neben den Sicherheits- und technologischen Aspekten rückt die Automatisierung des Fahrens zunehmend in den Mittelpunkt. Der Automobilkonzern Stellantis und die europäi-
sche Mobilitätsplattform Bolt haben vereinbart, gemeinsam autonome Fahrzeuge auf Level 4 für den kommerziellen Einsatz zu entwickeln. Erste Testfahrzeuge sollen noch in diesem Jahr in Europa unterwegs sein, die Produktion soll ab 2029 anlaufen. Grundlage bildet hierbei die AV-Ready-Plattform von Stellantis, die speziell für den vollautonomen Betrieb ausgelegt ist. Darüber hinaus plant Waymo den Einstieg in den europäischen Markt. 2026 soll der fahrerlose Mobilitätsdienst in London starten und den bestehenden öffentlichen Verkehr ergänzen. In Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Partnern bereitet das Unternehmen bereits die notwendigen Genehmigungen vor. Parallel dazu entwickeln Volkswagen und Bosch eine eigene KI-basierte Softwareplattform für Assistenz- und Autopilotfunktionen. Diese soll bereits Mitte 2026 serienreif sein und ab 2027 im Rahmen der neuen Fahrzeugarchitektur des VW-Konzerns eingesetzt werden. Doch die Rolle des Elektroautos endet nicht bei Assistenz- und Autopilotfunktionen, sondern erweitert sich zunehmend und intensiv auf den Energiesektor.
Rahmen für bidirektionales Laden
Eng verknüpft mit der Elektromobilität ist zudem das bidirektionale Laden (siehe auch ab Seite 86). Dabei können Fahrzeugakkus keineswegs nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder abgeben – etwa zur Versorgung

des Haushalts oder zur Stabilisierung des öffentlichen Stromnetzes. Technisch ist dies bereits möglich, erfordert jedoch die geeigneten Wallboxen, Wechselrichter und ein intelligentes Energiemanagement. Seit diesem Januar schafft ein neues Gesetz in Deutschland rechtliche Klarheit: Strom, der aus Batterien von Elektroautos ins Netz zurückgespeist wird, ist von Netzentgelten befreit, und bei Nutzung einer eigenen Photovoltaikanlage entfällt die doppelte Stromsteuer. Die Akkus der E-Autos sind damit aus rechtlicher Sicht herkömmlichen, stationären Stromspeichern gleichgestellt. Damit werden Fahrzeuge zu aktiven Bestandteilen des Energiesystems und nicht mehr nur mobile Verbraucher. Auch dies ist ein entscheidender Faktor der großen Transformation.

AUF EXPANSIONSKURS
Das US-Unternehmen Waymo strebt den Einstieg auf dem europäischen Markt an. Noch in diesem Jahr sollen fahrerlose Taxis in London unterwegs sein.
NEUE GESETZESeit Anfang 2026 gehören Netzentgelte und die doppelte Stromsteuer beim bidirektionalen Laden der Vergangenheit an.



DIE BESTEN ELEKTROAUTOS FÜR FLOTTEN 2026
Datenbasiert ausgewertet: Diese batteriegetriebenen Modelle rechnen sich für Service, Außendienst und Management.
Text: Harald Gutzelnig
Elektroflotten stehen 2026 an einem Wendepunkt. Während der Markthochlauf der Elektromobilität im Privatkundensegment zuletzt an Dynamik verloren hat, gewinnt der gewerbliche Einsatz weiter an Bedeutung. Unternehmen, Kommunen und Dienstleister elektrifizieren ihre Fuhrparks nicht mehr aus Imagegründen, sondern aus wirtschaftlicher und strategischer Überzeugung. Sinkende Energiekosten,
geringerer Wartungsaufwand, steuerliche Vorteile bei der Dienstwagenbesteuerung sowie klare politische Signale und Regularien in Richtung CO₂-Reduktion machen das Elektroauto zunehmend zur rationalen Entscheidung im Flottenbetrieb.
Wirtschaftliche Vorteile
Gleichzeitig hat sich das Angebot stark verändert. Die Modelljahre 2025 und 2026 bringen eine neue Generation von Elektroautos auf den Markt, die nicht mehr nur technisch
überzeugen, sondern konkret auf unterschiedliche Flotteneinsätze zugeschnitten sind. Reichweiten jenseits der 400 oder 500 Kilometer, deutlich höhere Ladeleistungen und effizientere Antriebe sorgen dafür, dass elektrische Fahrzeuge heute Einsatzprofile abdecken können, die vor wenigen Jahren noch als problematisch galten. Doch mit der wachsenden Auswahl steigt auch die Unsicherheit: Welches Elektroauto passt zu welchem Flotteneinsatz – und in welchen Bereichen rechnet sich tatsächlich?
Filterlogik
Kriterium Kurzstrecke & Einsatz Außendienst & Service Management Preis
Leistung
WLTP-Reichweite
Verbrauch
DC-Ladeleistung
Kofferraum
40.000 €
150 kW
300 km
17 kWh
60 kW
300 l
60.000 €
150 kW
400 km
20 kWh
100 kW
450 l
55.000 €
200 kW
500 km
22 kWh
200 kW
400 l
Klasse Kleinwagen/Kompaktklasse Kompakt-/Mittelklasse Mittelklasse, obere Mittelklasse, Oberklasse
Karosserie SUV/Kombi SUV/Kombi SUV/Limousine
Um hier Orientierung zu schaffen, haben wir alle aktuell in Deutschland bestellbaren Elektroautos der Modelljahre 2025 und 2026 anhand klar definierter technischer und wirtschaftlicher Kriterien analysiert und in drei typische Flottenkategorien eingeordnet. Ziel war es keineswegs, einzelne Fahrzeuge zu bewerten, sondern vergleichbare Einsatzprofile abzubilden und innerhalb dieser Profile die beste Preis-Leistungs-Relation zu ermitteln. Transporter und Nutzfahrzeuge wurden bewusst ausgeschlossen.
Drei Bewertungslogiken
Die erste Kategorie, „Kurzstrecken- und Einsatzfahrzeuge“, richtet sich an Pflege- und Sozialdienste, kommunale Poolfahrzeuge oder lokale Serviceeinsätze. Hier zählen vor allem Effizienz, niedrige Anschaffungskosten und ausreichender Stauraum – und nicht maximale Reichweite oder hohe Leistung. Fahrzeuge dieser Klasse müssen zuverlässig, einfach zu laden und im Alltag möglichst günstig zu betreiben sein.
Die zweite Kategorie, „Außendienst- und Serviceflotten“, bildet das Rückgrat zahlreicher Unternehmensfuhrparks. Vertriebsmitarbeitende, technische Serviceteams oder regionale Einsatzkräfte legen täglich deutlich mehr Kilometer zurück, häufig mit längeren Etappen auf der Autobahn. Entsprechend steigen die Anforderungen an Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Variabilität. Wirtschaftlichkeit bleibt bedeutend, wird jedoch entscheidend durch Zeitfaktoren ergänzt.
Die dritte Kategorie, „Managementflotten“, richtet sich an Führungskräfte und repräsentative Dienstwagennutzer. Hier stehen Reichweite, Schnellladefähigkeit, Leistung und Komfort im Vordergrund. Gleichzeitig spielt auch in diesem Segment die Kostenrelation eine zunehmend wichtige Rolle – denn selbst Dienstwagen der Premiumklasse müssen sich heute rechnerisch rechtfertigen lassen. Alle Fahrzeuge wurden innerhalb ihrer Kategorie anhand fünf klar definierter Preis-Leistungs-Kennzahlen verglichen und anschließend gewichtet. So entsteht eine Bewertung, die keine subjektiven Eindrücke, sondern messbare Wirtschaftlichkeit im jeweiligen Einsatzkontext abbildet. Das Ergebnis ist kein pauschales Ranking, viel mehr eine differenzierte Entscheidungshilfe für Flottenverantwortliche, Fuhrparkmanager und Unternehmen, die 2026 gezielt in Elektromobilität investieren wollen.
Benotungsschlüssel
• Hervorragend: 100 - 90 %
• Sehr gut: 89,99 - 80 %
• Gut: 79,99 - 70 %
• Mäßig: 69,99 - 60 %
• Genügend: 59,99 - 50 %
• Ungenügend: 49,99 % und weniger
Auf den folgenden sechs Seiten finden Sie jeweils die acht besten E-Flottenfahrzeuge ihrer Klasse. Die weiteren Modelle können online auf www.dietester.de nachgelesen werden.
Flottenkategorien im Überblick
1. Kurzstrecken- und Einsatzfahrzeuge
Beispiele: Pflege- und Sozialdienste, kommunale Poolfahrzeuge, lokaler Service. Wichtig niedrige Kosten, Effizienz, überschaubare Reichweite, Alltagstauglichkeit.
2. Außendienst- und Serviceflotten
Beispiele: Vertrieb, technischer Service, regionale Einsatzteams.
Wichtig: Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Stauraum, ausgewogene Wirtschaftlichkeit
3. Managementflotten
Beispiele: Führungskräfte, repräsentative Dienstwagen, Vielfahrer.
Wichtig: Reichweite, Schnellladen, Leistung, Komfort, Image.

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KURZSTRECKEN- UND
EINSATZFAHRZEUGE
Text: Harald Gutzelnig
Zu dieser Flottenkategorie zählen Elektroautos für Pflege- und Sozialdienste, kommunale Poolfahrzeuge sowie technische Serviceeinsätze. Entscheidend sind Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Alltagstauglichkeit.






KOFFERRAUMVOLUMEN (25%)
LADEGESCHWINDIGKEIT (20%)
*Bruttokapazität





SIEGER KURZSTRECKEN- UND EINSATZFAHRZEUGE
Grande Panda Elektro Pop

Mit dem Fiat Grande Panda Elektro gelingt Stellantis ein überzeugendes Gesamtpaket für kommunale, pflegerische und technische Serviceflotten. In unserer Flottenwertung „Kurzstrecken& Einsatzfahrzeuge“ belegt er den ersten Platz – vor allem dank seines sehr ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnisses. Trotz kompakter Abmessungen bietet der Grande Panda einen praxisgerechten Kofferraum, der typische Einsatzfahrten problemlos ermöglicht. Seine effiziente Antriebsauslegung sorgt für einen niedrigen Stromverbrauch, was ihn besonders für Flotten mit mehreren Fahrzeugen interessant macht. Gleichzeitig erlaubt die ausreichende DC-Ladeleistung flexible Einsatzzeiten ohne lange Standzeiten. In der Gesamtwertung überzeugt der Fiat insbesondere bei den Kostenkennzahlen: Sowohl beim Verhältnis von Preis zu Verbrauch als auch bei Preis zu Reichweite erzielt er sehr gute Ergebnisse. Auch Ladegeschwindigkeit und Stauraum bewegen sich klar im flottenrelevanten Bereich. Dass der Grande Panda bewusst auf hohe Motorleistungen verzichtet, wirkt sich im Arbeitsalltag positiv aus – denn hier zählen Effizienz und Verlässlichkeit mehr als Dynamik. Unterm Strich ist der Fiat Grande Panda Elektro kein Lifestyleprodukt, sondern ein konsequent auf Wirtschaftlichkeit und Einsatzpraxis ausgelegtes Elektroauto – und damit der logische Sieger unserer Flottenwertung 2026.

FORD CITROËN
Puma Gen-E Standard Range e-C4 X Plus 156
36.900,€ 34.800€ 1/25 1/25
169 PS 156 PS 219€ 223€ 87,7% 86,5%
13,1 kWh 14,5 kWh 48€ 51€ 86,8% 83,5%
523 l 510 l 71€ 68€ 94,7% 96,6%
687 km/h 512 km/h 54€ 68€ 94,7% 80,3%
376 km 427 km 98€ 82€
88,9% Sehr gut Sehr gut
Alle
CITROËN
e-C3 Standard Range
Der Citroën e-C3 erreicht in unserer Flottenwertung einen starken zweiten Platz. Er kombiniert einen moderaten Einstiegspreis mit niedrigem Verbrauch und hohem Fahrkomfort, was ihn besonders für Pflege- und Sozialdienste attraktiv macht. Seine Reichweite deckt typische Kurz- und Mitteldistanzen zuverlässig ab, die DC-Ladeleistung ist praxisgerecht dimensioniert. Besonders gut schneidet der e-C3 beim Preis-Verbrauch-Verhältnis ab – ein wichtiger Faktor bei hohen Jahresfahrleistungen. Der ausgeprägte Federungskomfort erhöht zudem die Akzeptanz bei wechselnden Fahrerinnen und Fahrern. Der e-C3 ist damit ein komfortabler, effizienter Allrounder für den täglichen Einsatz.
Frontera Electric
Der Opel Frontera Electric sichert sich Platz drei in unserer Flottenwertung und richtet sich an Betriebe mit erhöhtem Platzbedarf, ohne in das Segment der Transporter zu wechseln. Sein größter Pluspunkt ist das großzügige Kofferraumvolumen, das ihm bei der Kostenrelation pro Liter Stauraum Vorteile verschafft.
2. PLATZ



3. PLATZ

AUSSENDIENST- UND SERVICE-FLOTTEN
Text: Harald Gutzelnig
Zu dieser Kategorie zählen Elektroautos für Vertrieb, technischen Service und regionale bis überregionale Einsätze. Entscheidend sind Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Stauraum und Wirtschaftlichkeit.






KOFFERRAUMVOLUMEN (25%)
LADEGESCHWINDIGKEIT (20%)
REICHWEITE (20%)
*Bruttokapazität




Model Y
Das Tesla Model Y Standard setzt sich in der Kategorie „Außendienst- & Serviceflotten“ an die Spitze und bestätigt seinen Ruf als Benchmark für langstreckentaugliche Elektroflottenfahrzeuge. Ausschlaggebend ist weniger ein einzelner Spitzenwert als vielmehr die konsequent starke Gesamtperformance in nahezu allen bewerteten Disziplinen. Mit seiner hohen Reichweite erfüllt das Model Y die Anforderungen typischer Außendienstprofile souverän. Die sehr hohe DC-Ladeleistung sorgt dafür, dass Ladepausen kurz bleiben und auch spontane Terminänderungen im Arbeitsalltag gut abgefedert werden können. Besonders stark fällt das TeslaModell bei der Kennzahl Preis pro Kilometer Reichweite sowie beim Verhältnis von Preis zu Ladegeschwindigkeit aus – zwei Faktoren, die bei intensiver Nutzung direkt auf die Produktivität einzahlen. Auch beim Stauraum zeigt sich das Model Y flottenfreundlich: Der großzügige Kofferraum ermöglicht den Transport von Arbeitsmaterial, Mustern oder Gepäck ohne Einschränkungen. Die Motorleistung liegt klar über dem geforderten Mindestniveau, ohne die Effizienz aus dem Blick zu verlieren. Entsprechend solide fällt auch die Bewertung beim Preis-Verbrauch-Verhältnis aus. Unterm Strich überzeugt das Tesla Model Y Standard als hochgradig funktionales, effizient ladendes und wirtschaftlich kalkulierbares Außendienstfahrzeug. Es ist kein Spezialist für einen einzelnen Einsatzbereich, sondern ein universell einsetzbarer Flottenallrounder – und damit der verdiente Sieger dieser Kategorie.


43.600€ 47.600€ 12/25 7/25
252 PS 296 PS 173€ 161€ 69,8% 74,6%
17,3 kWh 17,5 kWh 75,4€ 83,3€ 79,2% 72,1%
571 l 571 l 76€ 83€ 80,0% 74,9%
1593 km/h 1838 km/h
CHANGAN
Deepal S05 Pro

2. PLATZ (MARKE)
Der Changan Deepal S05 Pro erreicht in unserer Auswertung einen beachtlichen zweiten Platz und positioniert sich als preislich attraktive Alternative im Segment der Außendienstflotten. Besonders positiv fällt das Verhältnis von Preis zu Motorleistung auf, das dem Modell in dieser Kategorie eine starke Ausgangsbasis verschafft. Auch Reichweite und DC-Ladeleistung liegen auf einem Niveau, das längere Tagesetappen problemlos ermöglicht. Der Kofferraum erfüllt die Anforderungen klassischer Service- und Vertriebsprofile, während der Verbrauch im Rahmen der definierten Grenzwerte bleibt. In der Gesamtwertung punktet der Deepal S05 Pro damit vor allem über seine Kostenstruktur, weniger über einzelne Spitzenwerte. Für Flottenbetreiber, die ein leistungsstarkes, gut ausgestattetes Elektro-SUV suchen und dabei den Anschaffungspreis besonders im Blick behalten, ist der Deepal S05 Pro eine ernstzunehmende Option.
TOGG
T10F V1
Alle Testteilnehmer finden Sie online auf: www.dietester.de/test/archiv/2386634

Mit dem Togg T10F V1 schafft es ein weiteres, in Deutschland noch wenig verbreitetes Modell in die Top 3 der Außendienst- & Serviceflotten. Seine Stärken liegen vor allem im großzügigen Platzangebot und im soliden Verhältnis von Preis zu Reichweite. Der Kofferraum erfüllt die Anforderungen an serviceorientierte Einsätze problemlos, auch längere Strecken lassen sich dank ausreichender Reichweite gut abdecken. Bei Verbrauch und Ladeleistung liegt der T10F im Mittelfeld, ohne klare Schwächen zu zeigen. In der gewichteten Gesamtwertung reicht diese Ausgeglichenheit für Platz drei. Der Togg T10F V1 empfiehlt sich damit als komfortabler und geräumiger Begleiter für den Außendienst, insbesondere für Flotten, bei denen Raumangebot und Reichweite höher gewichtet werden als maximale Ladeperformance.

3. PLATZ (MARKE)


MANAGEMENTFLOTTEN
Text: Harald Gutzelnig
Zu dieser Kategorie zählen Elektroautos für Führungskräfte, leitende
Angestellte und repräsentative Dienstwageneinsätze. Reichweite, Ladeperformance, Komfort und Wirtschaftlichkeit stehen hier im Fokus.






VERBRAUCH (15%)
KOFFERRAUMVOLUMEN (15%)
LADEGESCHWINDIGKEIT (20%)
REICHWEITE (30%)
*Bruttokapazität




SMART
Der Smart #5 Pulse sichert sich in der Kategorie „Managementflotten“ den ersten Platz und überrascht vor allem durch seine außergewöhnlich starke Preis-Leistungs-Bilanz im Premiumumfeld. Während Smart lange für urbane Kompaktfahrzeuge stand, positioniert sich der #5 klar als langstreckentauglicher, repräsentativer Dienstwagen. Ausschlaggebend für den Sieg ist vor allem das sehr gute Verhältnis von Preis zu Reichweite, das in dieser Kategorie besonders stark gewichtet wurde. Der Smart #5 erlaubt große Tagesetappen ohne häufige Ladeunterbrechungen und erfüllt damit ein zentrales Anforderungsprofil von Management- und Vielfahrern. Gleichzeitig sorgt die hohe DC-Ladeleistung für kurze Ladepausen und hohe Flexibilität im Geschäftsalltag. Auch bei der Motorleistung liegt der #5 deutlich über dem Mindestniveau, ohne die Effizienz aus dem Blick zu verlieren. Der Verbrauch bleibt im vorgegebenen Rahmen, was sich positiv auf die Betriebskosten auswirkt. Hinzu kommt ein praxisgerechter Kofferraum, der Geschäftsreisen ebenso abdeckt wie den täglichen Dienstwageneinsatz. In der Gesamtwertung überzeugt der Smart #5 Pulse nicht durch Luxusinszenierung, sondern durch funktionale Premiumqualitäten: Reichweite, Ladeperformance und Kostenrelation greifen stimmig ineinander. Damit ist er ein moderner Management-Dienstwagen, der Rationalität und Repräsentation überzeugend verbindet – und verdient an der Spitze dieser Flottenkategorie steht.


ZEEKR TESLA 7X Privilege AWD Model Y Performance AWD
64.990€ 61.990€ 1/26 8/25
646 PS 460 PS 101€ 135€ 97,9% 86,3%
19,9 kWh 16,2 kWh 129,3 100,4 84,4% 92,8%
539 l 822 l 121€ 75€ 90,8% 100%
1425 km/h 902 km/h 46€ 69€
79,6%
543 km 580 km 120€ 107€
89,6% 88,6% Sehr gut Sehr gut
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ZEEKR
7X Long Range RWD
Der Zeekr 7X Long Range RWD erreicht in der Managementwertung einen starken zweiten Platz und positioniert sich als technisch ambitionierte Premium-Alternative. Besonders überzeugend ist das Verhältnis von Preis zu Reichweite, das auch in dieser Kategorie überdurchschnittlich gut ausfällt. Die hohe Ladeleistung ermöglicht kurze Stopps auf Langstrecken, während Motorleistung und Verbrauch ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Auch beim Raumangebot erfüllt der Zeekr die Anforderungen eines Managementfahrzeugs problemlos. In der Gesamtwertung liegt er knapp hinter dem Sieger, da einzelne Kostenkennzahlen weniger stark ausfallen. Für Flotten, die ein modernes, leistungsstarkes Elektrofahrzeug mit klarer Premium-Ausrichtung suchen, ist der Zeekr 7X eine interessante Alternative.


MERCEDES
Mit dem Mercedes-Benz CLA 350 EQ 4MATIC schafft es ein klassischer Premiumhersteller in die Top 3 der Managementflotten. Das Modell überzeugt vor allem durch Markenimage, Fahrkomfort und hohe Motorleistung, die deutlich über dem geforderten Mindestniveau liegt. Auch Reichweite und Ladeleistung sind auf einem managementtauglichen Niveau, beim Preis-Leistungs-Verhältnis fällt der CLA jedoch gegenüber den beiden besser platzierten Modellen etwas zurück. Insbesondere bei den Kostenkennzahlen Reichweite und Stauraum kann er nicht ganz mithalten. Der CLA 350 EQ empfiehlt sich damit vor allem für Flotten, bei denen Markenwirkung und Repräsentation eine zentrale Rolle spielen – und weniger die maximale rechnerische Effizienz.



VS. 800 400
Welche Spannung
bestimmt die Zukunft des Elektroautos?
VOLT

Text: Harald Gutzelnig
Die Mehrheit der E-Autos nutzt ein 400-VoltSystem. Doch immer mehr Hersteller setzen auf 800 Volt, insbesondere im Premium- und Performance-Segment. Beide Architekturen haben klare technische Vor- und Nachteile, die weit über die reine Ladeleistung hinausgehen. Ein genauer Blick zeigt, warum zwei Spannungswelten parallel existieren – und weshalb die Wahl nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit an der Ladesäule ist.
Unterschiedliche Ansätze
Im Kern geht es um Physik: Ladeleistung (kW) ergibt sich aus Spannung und Strom. Wird die Spannung erhöht, sinkt der benötigte Strom für dieselbe Leistung. Weniger Strom bedeutet dünnere Kabel, geringere Wärmeentwicklung und höhere Effizienz –insbesondere bei hohen Leistungsabrufen oder sehr schnellen Ladevorgängen. Ein ähnliches Prinzip wird seit Jahrzehnten im Stromnetz genutzt: Um elektrische Energie über große Distanzen verlustarm zu transportieren, arbeiten Hochspannungs-
Schnellladen im Alltag: Ob 400 oder 800 Volt entscheidet nicht nur die Säule, sondern die Fahrzeugarchitektur.

Fotos: Porsche, Shutterstock.com
Überlandleitungen mit deutlich höheren Spannungen – typischerweise zwischen 110 kV und über 400 kV. Die hohe Spannung reduziert den Stromfluss, senkt die Wärmeverluste und erlaubt geringere Leiterquerschnitte. Genau dieser physikalische Zusammenhang wird in Elektroautos im kleineren Maßstab angewendet: Höhere Batteriespannungen ermöglichen effizientere Leistungsübertragung – im Fahrzeug selbst und auch beim Schnellladen.
Ladegeschwindigkeit in der Praxis
oft sehr hohe PeakLeistungen (230–350 kW), breites Plateau, kurze Standzeiten

Einer der wichtigsten Vorteile von 800 Volt ist die kürzere Ladezeit. Theoretisch ist deutlich schnelleres Laden möglich, weil die Systeme höhere Leistungen sicher verarbeiten können. In der Praxis ist der Unterschied jedoch modellabhängig. Entscheidend: Ein 800-V-Auto ist nicht automatisch schneller. Fahrzeuge wie der Tesla Model Y oder das Mercedes-EQE-SUV laden mit 400 Volt sehr
mittlerweile deutlich verbessert, teils über 200 kW möglich, aber Peaks flachen schneller ab, Wärmegrenzen früher erreicht
effizient, während manche 800-Volt-Modelle ihr Potenzial nur an entsprechend leistungsfähigen Säulen abrufen. Die Ladeinfrastruktur bleibt daher ein begrenzender Faktor.
Gewicht, Effizienz und Performance
800-Volt-Systeme erlauben kleinere Querschnitte und leichtere Kabelbäume – im Fahrzeug wie auch im Hochvoltsystem zur Batterie. Das bringt Effizienzvorteile gerade bei hoher Dauerlast, etwa auf der Autobahn oder im Anhängerbetrieb. Die geringere Wärmeentwicklung verbessert zudem die Rekuperationsfähigkeit und die Stabilität bei wiederholten Vollstrom-Belastungen. 400-Volt-Modelle haben sich über Jahre optimiert und erreichen heute hohe Wirkungsgrade im Alltag. Für typische Pendlerstrecken oder städtische Nutzung spielt ein 800-Volt-Vorteil kaum eine Rolle.
Kosten und Bauraum
Die Entscheidung für 400 oder 800 Volt ist für Hersteller auch eine Kostenfrage. 400-Volt-Systeme sind günstiger, marktweit
Hersteller wie Xpeng wollen mit 800-Volt-Architektur schneller laden, Gewicht sparen und sind technologisch auf der Überholspur.
verfügbar und benötigen keine speziellen Komponenten. Die Batterien lassen sich mit weniger komplexer Isolation und günstigeren Leistungselektronik-Modulen realisieren.
800 Volt erfordert teurere Halbleiter wie beispielsweise Siliziumkarbid, isolierte Komponenten für höhere Spannungen sowie leistungsfähigere Kühlsysteme. Die Technologie lohnt sich daher vor allem dort, wo sie echte Vorteile bietet: große und schwere Fahrzeuge, hohe Autobahnreichweiten, PremiumAnsprüche oder Performance-Modelle.
Was bedeutet das für den Alltag?
Für die meisten Nutzer ist keineswegs die Spannung entscheidend, sondern die Ladegeschwindigkeit an typischen Schnellladesäulen, die Effizienz im Jahresdurchschnitt und die Kosten des Fahrzeugs. Ein modernes 400-Volt-E-Auto bietet im Alltag kaum Nachteile. Ein 800-Volt-Modell spielt seine Stärken aus, wenn regelmäßig sehr lange Strecken gefahren werden, hohe Ladeleistung ein kritischer Faktor ist sowie das Fahrzeug groß und schwer ist oder häufig mit hoher Last betrieben wird.
Zwei Technologien, ein Markt
400 Volt bleibt der kosteneffiziente, massentaugliche Standard. 800 Volt setzt sich dort durch, wo Spitzenwerte bei Leistung, Schnellladen und Effizienz gefragt sind. Die Zukunft liegt vermutlich nicht in einem „Entweder-oder“, sondern in einer klassenabhängigen Aufteilung:
400 Volt für breite Segmente – 800 Volt für Premium, Performance und große Fahrzeuge. Beide Systeme bleiben somit entscheidende Bausteine der Elektromobilität. Wie in den meisten Bereichen der neuartigen Technologie ist auch hier davon auszugehen, dass die Eckdaten bezüglich Leistung und Effizienz in den nächsten Jahren kontinuierlich verbessert werden können.

FAHRZEUGKLASSEN & MARKTTRENDS
Der Trend zeigt ein klares Muster



Kompaktund Mittelklasse
überwiegend 400 Volt (Preisfokus, Effizienz, Alltagstauglichkeit)
Oberklasse-SUV, Sportwagen, große Limousinen
zunehmend 800 Volt (Gewichtsvorteile, Schnellladen, Performance)
Neue Plattformen ab 2026
Viele Hersteller planen skalierbare Architekturkonzepte, die beide Spannungswelten abdecken können.
VIER JAHRE TESLA
Model 3: Die ganz persönliche

Bilanz des electricar-Herausgebers
Als ich im Juni 2021 mein Tesla Model 3
Long Range übernommen hatte, war ich neugierig, gespannt und voller Erwartung, wie sich dieses Auto im Alltag bewähren würde. Ein Jahr später habe ich meinen ersten Erfahrungsbericht veröffentlicht. Heute, etwas mehr als vier Jahre später, blicke ich erneut zurück – auf viele positive Erlebnisse, jedoch auch auf eine ganze Reihe an Werk-
stattbesuchen, die mir eines gezeigt haben: Tesla baut zweifellos gute Autos, doch beim Service stimmt noch längst nicht alles.
Was bis heute begeistert
Beginnen möchte ich mit dem Positiven, denn davon gibt es auch nach vier Jahren genug. Das Model 3 fährt sich nach wie vor so effizient wie am ersten Tag. Speziell im Sommer schaffe ich regelmäßig Verbräuche von 14 bis 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, was im Vergleich zu vielen
aktuellen Elektroautos bemerkenswert ist. Die starke Beschleunigung begeistert mich noch immer, auch wenn man sie im Alltag selten wirklich ausreizt. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schwer zu schlagen. Für vergleichsweise wenig Geld bekommt man ein Auto mit hoher Reichweite, starker Motorisierung und moderner Software. Ein weiteres großes Plus ist das Netz der Supercharger. Es wächst stetig – und es funktioniert auch zuverlässig, ist günstig und intuitiv zu bedienen. Die Abrechnung




läuft automatisch, und sogar das Laden von Fremdfahrzeugen über die Tesla-App ist inzwischen möglich. Das ist ein Komfort, den ich nicht mehr missen möchte.
Acht Zwischenfälle in vier Jahren
Trotz der zahlreichen positiven Eindrücke war ich leider öfter in der Werkstatt als erwartet. Insgesamt derartiger Termine hatte ich acht, davon sechs im Servicecenter Linz, das rund 40 Kilometer von meinem Wohnort entfernt liegt. Dies ist insofern relevant, als
Tesla nach wie vor nur wenige Servicestellen in Österreich betreibt.
Die ersten Reparaturen kamen überraschend früh: Bereits im November 2021 musste die Heckklappe neu eingestellt werden, weil sie sich verzogen hatte. Nur zwei Wochen später war der AC-Kabelstrang defekt und musste erneuert werden. Beide Schäden fielen noch in die Garantie – und waren vergleichsweise zügig erledigt.
Wirklich lästig wurde erst das Problem, das mich über Jahre begleiten sollte: die
EFFIZIENT
Verbrauchswerte von 14 bis 15 kWh/100 km im Sommer zeigen, warum das Model 3 im Alltag zu den sparsamsten Elektroautos zählt.
sich lösende Innenabdeckung der B-Säule. Anfangs dachte ich, es handle sich um ein einmaliges Qualitätsproblem. Doch die Abdeckung löste sich insgesamt viermal – stets innerhalb der Garantiezeit. Im Oktober 2023 kam es zur ersten Reparatur. Nur wenige Monate später, im Juni 2024, öffnete sich die Verkleidung erneut, diesmal begleitet von einem Quietschgeräusch beim Fahren. Keine vier Wochen danach war das Problem wieder da – und ich stand erneut im Servicecenter Linz. Die dritte Reparatur erfolgte Anfang Juli



TECHNOLOGIE IM ZEITGEIST
Moderne Software, intuitive Bedienung und die integrierte App zählen zu den Stärken des Model 3 – automatische Abrechnung an Superchargern inklusive.
2024. Schließlich, im Mai 2025, wurde die untere Verkleidung der B-Säule komplett durch ein neues Bauteil ersetzt. Heute ist der Spalt zwar kleiner, aber sichtbar ist er noch immer.
Zweimal versuchte Tesla sogar, mir die Reparatur zu verrechnen, obwohl klar war, dass es sich um einen Garantiefall handelte. Die Beträge wurden erst nach Reklamation wieder storniert.
Nicht viel besser verhielt es sich mit dem Reifendruckkontrollsystem. Der Sensor fiel im Juni 2024 zum ersten Mal aus und wurde ersetzt. Ein Jahr später, im Mai 2025, dann das gleiche Problem – wieder ein defekter Sensor. Einen Monat nach Ablauf der Garantie meldete das System erneut einen Fehler, dieses Mal hatte ich die Reparatur zu bezahlen, weil der Defekt formal außerhalb des Garantiezeitraums lag.
Mehrere Sensoren, die innerhalb kürzester Zeit ausfallen, empfinde ich als ungewöhnlich. Hinzu kam im September 2024 noch eine lose Kofferraumabdeckung, die ersetzt werden musste.
Im Juli 2025 trat schließlich ein komplexeres Problem auf: Die vordere Kamera fiel aus, der Tempomat deaktivierte sich, das Kurvenlicht funktionierte zeitweise nicht, und die Rückfahrkamera brauchte mehrere
AUF TOUREN
Die Fahrdynamik überzeugt bis heute: Präzise Lenkung und hohe Effizienz sorgen dafür, dass der Fahrspaß trotz kleiner Schwächen erhalten bleibt.
Sekunden, bis ein Bild erschien. Die Diagnose ergab, dass die Dreifachkamera einen Fehler verursachte und ersetzt werden musste. Seit Dezember 2025 taucht dieser Fehler allerdings erneut auf.
Viel digital, wenig Mensch
Neben den technischen Problemen hat mich auch die Art und Weise irritiert, wie Tesla seinen Service organisiert. Eine direkte Kontaktaufnahme mit einem Servicecenter ist praktisch unmöglich. Ruft man die auf der Webseite angegebene Nummer an, landet man im Ausland. Meist in Tschechien oder Polen, wo einem Mitarbeiterinnen in gebrochenem Deutsch erklären, dass die Nummer nur für den Verkauf sei. Für Fragen zum Service bleibt ausschließlich die App, die zwar funktional, aber höchst unpersönlich ist. Individuelle Hinweise wie „Bitte nicht erneut verrechnen, wurde erst vor kurzem repariert“ sind nicht vorgesehen.
Auch die Werkstattbesuche selbst hinterließen gemischte Eindrücke. Viele Mitarbeiter wirkten wenig engagiert. Besonders negativ in Erinnerung blieb mir der bislang letzte Termin im Sommer 2025: Ich stellte mich an einem freien Desk vor, wurde aber von einer Mitarbeiterin direkt zum anderen Schalter geschickt, obwohl dort bereits ein Kunde stand.
Der junge Mitarbeiter am freien Platz zeigte wenig Interesse und noch weniger Empathie. Als ich meinte, dass mich die fortwährenden Probleme langsam vom Kauf eines weiteren Tesla abhalten würden, erhielt ich als Antwort nur: „Das ist natürlich ganz Ihnen überlassen.“ Ein Satz mit Wirkung – und einer, den man bei einem vermeintlichen Premiumprodukt keinesfalls hören möchte. Neben den Reparaturen gab es noch eine Kuriosität, die mir zweimal wider-

FÜR UND WIDER Technisch stark, beim Service ausbaufähig: Acht Werkstattbesuche in vier Jahren trüben den langfristigen Eindruck eines ansonsten überzeugenden Elektroautos.
fuhr: Ich wurde gefragt, ob ich meinen Tesla nicht bald verkaufen wolle – wegen Elon Musks politischer Positionierung in den USA. Ich halte solche Fragen für unpassend. Die politische Haltung eines CEO spielt für meine Fahrzeugwahl definitiv keine Rolle, solange das Produkt meine Anforderungen erfüllt.
Servicekonzept mit Mängeln
Nach all diesen Erlebnissen und Erfahrungen fällt meine Bilanz zweigeteilt aus. Das Model 3 ist technisch ein hervorragendes Auto: effizient, leistungsfähig, zuverlässig im Alltag und mit einem der besten Ladenetze auf dem Markt. Ich fahre es grundsätzlich gern – und das jeden Tag.
Allerdings bleibt die Servicequalität die Achillesferse von Tesla. Acht Termine in der Werkstatt innerhalb von vier Jahren, viermal die gleiche Reparatur des Innenraums, mehrere defekte Reifendrucksensoren und wiederkehrende Kameraprobleme sind kein Ruhmesblatt. Hinzu kommt ein Servicekonzept, das stark auf Automatisierung setzt, aber zu wenig Raum für persönlichen Kontakt lässt. So gut das Auto ist – beim Service hat Tesla noch eine ganze Menge aufzuholen. Und zwar dringend.
TECHNISCHE
HERSTELLER MODELL
ANTRIEBSART
KOFFERRAUMVOLUMEN MASSE / GEWICHT LEISTUNG
ANTRIEBSACHSE ANZAHL DER TÜREN
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE
PREIS


Der Mazda 6e ist das erste Modell der Mittelklasse, das der renommierte Hersteller batteriegetrieben auf den Markt bringt – attraktiv wie komfortabel.
Text: Armin Grasmuck
I ZOOM-ZOOM IM ZEITGEIST
st es das feine Händchen, diese kreative Ader des Designers? Die nüchterne wie klare Philosophie der Strategen? Oder das ominöse Karma aller an der Produktion Beteiligten?
Manche Autos strahlen einfach positiv. Sie wecken die Lust am Fahren, die Vorfreude auf muntere wie genussvolle Touren. Der Mazda 6e ist eines dieser Modelle. Klare Linien, rasant geschnitten, dazu eine Spur von Eleganz. Da steigen wir gerne ein. Selbstverständlich möchten wir wissen, ob der flotte Stromer des renommierten Herstellers so gut fährt, wie er von außen wirkt.
„Signature wing“, so nennt Mazda die neu gestaltete Frontpartie – was übersetzt so viel bedeutet wie: charakteristischer Flügel ... hmmm. Das ist wohl modernes Marketing-Sprech. Wir sehen eine Spange, die munter geschwungen die Tagfahrlichter verbindet und den breiten Kühlergrill umrahmt. Cool: Diese Spange ist LED-beleuchtet, bei Nacht sorgt sie für einen strahlenden Effekt. Der 6e ist das erste rein elektrische Modell der Mittelklasse von Mazda – fast fünf Meter lang und damit eigentlich schon ein Stromer für höhere Ansprüche. Die flach gezogene Silhouette, das fließende Heck samt elektrisch aus -
fahrbarem Spoiler lässt ihn dynamisch wirken. Dazu passen die 19-Zoll-Felgen in Leichtmetall und virtuos verdreht.
Funktionen per Fingerwisch
Also, reingesetzt in diesen Neustarter. Wir haben die Gelegenheit, den Mazda 6e in der Variante Takumi zu fahren, eine hochwertig ausgestattete Limousine mit Heckantrieb zu einem außergewöhnlichen Tarif – aber dazu später ... Hochwertig, das heißt in diesem Fall auch: Wir sitzen gut und fühlen uns auf Anhieb wohl. Gediegen wirkt das Interieur, dafür steht Mazda. Klar und aufgeräumt. Und ja, konsequent reduziert. Zwei Bildschirme – das 10,25 Zoll große Fahrerdisplay und der zentral angeordnete 14,6-Zoll-Touchscreen – sowie das Lenkrad sind die markanten Elemente. Die Zahl der Knöpfe, Regler und Tasten ist auf ein Minimum beschränkt.
Einige der relevanten Funktionen sind folglich per Fingerwisch auf dem großen Bildschirm zu steuern. Das ist mitunter gewöhnungsbedürftig, jedoch auch ein aktueller Trend. Einfach, schnell und professionell zu bedienen ist das Lenkrad samt seiner Druckknöpfe. Wir schieben den Schalthebel rechts hinter dem Lenkrad auf D wie Drive und fahren los. Es ist ein Charakteristikum, das auf viele batteriegetriebene Autos zutrifft:

IM TESTWAGEN electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck fährt den neuen Mazda 6e.

AERODYNAMIK IN MODERN -
Der E-Mazda ist windschnittig gezeichnet, ohne seine Eleganz zu verlieren. Im flachen Heck bietet der Kofferaum das Ladevolumen von 466 Litern, dazu kommen 72 Liter Stauraum unter der Vorderhaube.

Doch der E-Mazda gleitet besonders ruhig, sanft surrend, vom Hof. Er bleibt auch auf der Bundesstraße in diesem höchst angenehmen Modus. Selbstverständlich ist der 6e wie jeder Neuwagen mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Warnton bei Überschreiten der erlaubten Geschwindigkeit ausgerüstet. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten aus dem asiatischen Raum, fällt das obligatorische Piepsen in diesem Modell des japanischen Herstellers jedoch keinem auf die Nerven. Zudem warnt eine weibliche Stimme mit charmantem bis künstlich intelligentem Unterton, etwas eckig formuliert: „Sie sind zu schnell für die Geschwindigkeitsbegrenzung!“ Okay, wir geben es zu: Es ist Tempo 105 statt der erlaubten 100. Der Mazda hat uns gewarnt, wir passen die Geschwindigkeit entsprechend an.
Was uns direkt auffällt: Der 6e ist trotz seiner 258 Pferdestärken kein nervös zuckender Durchstarter. Er schiebt selbst im Sportmo -
dus kontrolliert und mit der gebotenen Souveränität an. Stabil liegt er auf dem Asphalt, auch in den schnelleren Kurven der Landstraße. Und ja, egal wie vehement das Strompedal getreten wird: Diese Limousine bleibt ruhig und komfortabel in jeder Sequenz.
Assistent mit Akzent
Die Idylle des genussvollen Dahingleitens wird allerdings gelegentlich durch die mitunter schwer zu definierenden Einwürfe der Sprachassistenz beeinträchtigt. Wir sehen etwa das riesige Plakat eines
Stabil liegt er auf dem Asphalt, auch in den schnelleren Kurven.
Immobilienhändlers am Straßenrand und unterhalten uns über MAKLER ... da meldet sich plötzlich der MAZDA: „Hallo!“ Hä? Wir reagieren folglich prompt: „Alles gut, vielen Dank!“ Und der Mazda: „Diese Funktion lässt sich derzeit nicht durch den Sprachbefehl betätigen.“ Oh weh, uns bleibt nur: „Abbrechen!“ Also, bitte aufgepasst: Ein kurzes Wort mit zwei „a“ – das kann in diesem Auto zu einem Dialog der speziellen Art führen. Anspruchsvoll wird es offenbar auch, wenn die KI-Stimme den Verlauf der im Navigationssystem gespeicherten Strecke kommentiert: „In zwe-inhalb Kilometer rechts abbiegen.“ Oder: „Dre-inhalb Kilometer geradeaus.“ Diese holprigen Ansagen sind schwer zu verstehen und verwirrend. Es sollte jedoch davon auszugehen sein, dass die Software für den Sprachassistenten zeitnah und nachhaltig vom Hersteller optimiert wird.
Angenehm auf Strecke
Wir fahren weiter auf der Bundesstraße und steuern direkt auf die Autobahn. Da wird die Fahrt richtig entspannend. Zweimal den Schalthebel rechts nach unten gedrückt – und der adaptive Fahrassistent schaltet sich ein. Der 6e hält fortan die gewünschte Geschwindigkeit, die wir über das Lenkrad regeln können. Er
passt konstant den Abstand zum Vorausfahrenden an, bremst und beschleunigt, wenn nötig. Auch bei Tempo 140 schnurrt der E-Mazda, der sich damit auch als komfortable Alternative für längere Strecken präsentiert.
Fast 480 Kilometer nach WLTP-Standard soll die 68,8 Kilowattstunden große Lithium-Eisenphosphat-Batterie ermöglichen. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 16,6 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. So lauten die offiziellen Werksangaben, die rein mathematisch schwer zu halten sind. Hier geht es in Sequenzen auch um Brutto- und Nettokapazitäten, theoretische und reale Zahlen. Es ist die hohe Automathematik, an der sich der Kunde zu orientieren hat.
Effizient im Verbrauch
Positiv können wir in diesem Zusammenhang festhalten: Während unserer Testfahrt liegt der durchschnittliche Verbrauch bei etwa 18 kWh. Das ist beachtlich, weil wir bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt unterwegs sind. Der Mazda kann an der Wallbox zuhause oder unterwegs mit der Leistung von elf Kilowatt geladen werden. Für
Der 6e bietet Komfort für Fahrten über längeren Strecken.
alle, die es eilig haben, bieten sich die öffentlichen Schnellladestationen an. Der 6e zieht den Strom hier mit der Leistung von bis zu 165 Kilowatt. Das heißt, die Batterie kann in knapp 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden.
Opulent ausgestattet
Interessant für Dienstreisende und die Verantwortlichen von Fuhrpark und Flotte. Trotz seiner rasanten Umrisse bietet dieser Stromer auch Raum zum Beladen. 466 Liter im Kofferraum und 72 Liter im Frunk unter der vorderen Haube – so ist das Ladevolumen beschrieben.
Unser Testfahrzeug ist zudem mit mehr als einem Dutzend künstlich intelligenter
KLAR STRUKTURIERT
Stark reduziert: Das digitale Cockpit des Mazda 6e bietet zwei große Bildschirme und nur wenige Tasten. Im Fond können selbst groß gewachsene Mitfahrer komfortabel sitzen.

Assistenten für Sicherheit, 360-GradMonitor, gläsernem Panoramadach, Sitzbezügen aus weißem Kunstleder, Soundsystem von Sony, schüssellosem Zugang und einigen weiteren Extras ausgestattet. Aero Grey, so heißt übrigens der besondere Ton des Metallic-Lacks.
Preislich attraktiv
Elektrisierend wird es, wenn wir uns mit dem Preis beschäftigen. Denn dieser optisch und inhaltlich gehaltvolle Stromer steht mit exakt 45.750 Euro auf der Liste. Die Leasingraten starten bei etwa 450 Euro. Damit ist der Mazda 6e, auch gemessen am aktuellen Marktgeschehen, ein höchst attraktives Angebot. Zoom-Zoom. Mit dieser Werbebotschaft ist der japanische Hersteller bereits seit Beginn des Jahrtausends unterwegs. Suuum Suuum soll die ursprüngliche und unverfälschte Freude am Fahren vermitteln. Ein kindlich leichtes Gefühl von Geschwindigkeit, das den sportlichen Aspekt von Mazda widerspiegelt. Es passt also perfekt zu der Transformation in die Mobilität von Morgen, die der Produzent gerade mit Vehemenz vollzieht. Wir können bestätigen: Der Mazda 6e zoomt mit allem, was er hat, im Zeitgeist.

TECHNISCHE
HERSTELLER
MODELL
ANTRIEBSART
LEISTUNG
MASSE / GEWICHT
ANTRIEBSACHSE ANZAHL DER TÜREN
KOFFERRAUMVOLUMEN
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE
PREIS
190 kW / 258 PS
466 l hinten, 72 l vorne 4921 x 1890 x 1485 mm / 2037 kg
479 km (WLTP) 7,6 Sekunden

PREMIUM MIT CHIC
Pariser Eleganz auf der Langstrecke: Der DS N°8 glänzt mit feinen Akzenten, Komfort und Ausdauer.
Natürlich kommt uns Emmanuel Macron in den Sinn, so prachtvoll wie dieses Auto vor uns steht. Der französische Präsendent darf den neuen DS N o8 als Staatskarosse nutzen. Steigt er standesgemäß hinten rechts ein, während ihm der Chauffeur die Tür hält? Oder setzt sich Macron gar selbst ans Steuer?
Klar, die Sonderversion „Présidentielle“, laut Hersteller „eine einzigartige Verkörperung Pariser Handwerkskunst“, unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von unserem Testwagen. Panzerung, Schutzglas und weitere diskrete Maßnahmen, die der Sicherheit des Staatsoberhaupts dienen, sind für Macron integriert worden. Okay, das wäre zu viel des Guten. Es freut uns, dass wir das neue Flaggschiff des Premiumherstellers in der Version für Otto Normalverbraucher testen können.
Wir fahren die Nummer acht von DS Automobiles in der Variante Étoile. Es ist ein rein elektrisches SUV-Coupé der Oberklasse, vorderradgetrieben in der Long-Range-Konfiguration. Das heißt: sehr gut ausgestattet und eine Batterie mit großer Kapazität, die Ausfahrten über längere Distanzen ermöglichen soll. Der neue DS wirkt auf den ersten Blick ziemlich massiv. Flach und breit liegt
er auf der Straße, die Frontpartie tief nach unten gezogen. Einzigartig sind die Tagfahrlichter als Stilelemente, die scharfzackig aus den Scheinwerfern nach unten stechend die Front begrenzen. Von der Seite betrachtet, wird auch die besondere Form dieses Modells deutlich. Nummer acht wirkt eigentlich wie eine etwas kräftigere Limousine. Coupé? Ja, lang und flach verläuft die vordere Haube, noch länger und sanft nach hinten fließend die Dachlinie. Und SUV? Einsatzbereit für ruppige bis wilde Etappen durch das Gelände? Eher weniger. Die breiten 21-Zoll-Felgen verleihen dem DS zusätzliche Kraft und einen Hauch
von sportlichen Ambitionen, jedoch ohne dem grundsätzlich in moderner Eleganz gestalteten Fahrzeug die Feinheiten zu nehmen. Pariser Chic, so lautet eine Attitüde, die generell in den Modellen von DS mitschwingt. Auch die große Nummer acht hat ihren eigenen Charme. Dazu trägt das schwarz lackierte Dach bei, das stilvoll mit der Wagenfarbe Kristall-Grau zusammenspielt.
Interieur in feinem Nappa
Wir steigen ein und stellen fest: Das Crossover ist auch im Innenraum außergewöhnlich gestaltet. Gehaltvolle Materialien, fein bis kräftig akzentuiert. Die

testen.

Das Fließheck bietet das stattliche Ladevolumen von 621 bis 1553 Liter. In der Seitenansicht wirkt das SUVCoupé elegant wie energiegeladen.
Sitze in feinem Nappa wirken auf Anhieb höchst komfortabel. Wir drücken den Startknopf, da schmiegen sich die Polster automatisch noch enger an unsere Körper. Noch keinen Meter sind wir gefahren, und doch spüren wir bereits den Seitenhalt, den die Sitze uns während der ersten Ausfahrt geben werden.
Wir ziehen den Hebel auf der Mittelkonsole leicht nach hinten. D wie Drive – und los geht‘s. Es ist faszinierend, wie der größte DS vom Hof gleitet, kraftvoll wie gelassen: Er hat tatsächlich diese Spur der Pariser Extravaganz. Bereits nach einem Kilometer können wir konstatieren: Die Nummer acht ist ein starker und stabiler Charakter. Ruhig und souverän gleitet das SUV-Coupé durch den Feierabendverkehr der Vorstadt. Quietschende Reifen, rasante Kehren und waghalsige Rutschpartien sind in diesem Auto wenig erstrebenswert.
Nackenwärmer inklusive
Selbst das Lenkrad hat seine eigene Note. Vier kantige und metallisch wirkende Speichen, das DS-Logo schwungvoll in der Mitte, die Drückknöpfe links und rechts daneben. Krass anders, einfach zu bedienen – uns gefällt‘s.

Wie wir so dahinschnurren, entdecken wir in dem riesigen, zentral angeordneten Bildschirm die Animation „Nackenwärmer“. Mmmmh, das wirkt einladend. Nackenwärmer aktiviert, und tatsächlich:
Nummer acht macht das Fortkommen höchst angenehm.
Nach ein paar Sekunden bläst es warm aus dem Sitz heraus, direkt auf den Hals. Ohhh, jahaa, daran können wir uns gewöhnen ... Tiefenentspannt schnurren wir also durch das bayerische Oberland. Angenehmes Fortkommen, der Achter schafft das entsprechende Ambiente.
Weg mit dem Display?! Anspruchsvoll und in höchstem Maß herausfordernd wird es allerdings, als uns der Gedanke kommt, das Headup-Display abzustellen. Es funktioniert einwandfrei, keine Frage. Doch es aus dem Sichtfeld, also vom Glas der Windschutzscheibe zu entfernen, das hat etwas. Schnell und einfach während der Fahrt ist hier keine Option. Also biegen wir in einem Waldstück ab und parken am Straßenrand. Wir suchen und drücken und wischen und suchen und drücken und wischen und suchen, suchen, suchen auf dem großen Bildschirm.
Wir finden in den Einstellungen das digitale Cockpit und auch das Headup-Display sowie diverse Möglichkeiten, die Anzeigen nach unseren Vorlieben anzupassen. Wir finden sogar heraus, wie wir das Head-up-Display auf der Scheibe bewegen können. Wie es abzuschalten ist, finden wir nicht. Wir googeln auf dem Smartphone, wir fragen die KI. Machen wir es kurz: Einstellungen – Helligkeit –Head-up-Display – Helligkeit auf null, alles dunkel, weg ist es. Hallo DS, das geht einfacher. Oder intuitiver, wie es im Deutsch der Automobilen heißt.
Dafür präsentiert sich der künstlich intelligente Assistent für halbautonomes Fahren professionell und höchst kom -
fortabel. Wir drücken einfach die Taste mit dem Mikrofon halb rechts unten auf dem Lenkrad und sagen die von uns gewünschte Zieladresse. Der DS übernimmt die Koordinaten anstandslos und korrekt in das Navigationssystem. Dann drücken wir die Taste „Assist“ links unten am Lenkrad – und das Fahrzeug übernimmt kurzerhand das Kommando.
Reisen in der Premiumklasse
Natürlich haben wir das Lenkrad weiterhin fest im Griff und den Blick auf der Straße. Doch den Rest steuert der DS. Er bremst, beschleunigt, erkennt die Verkehrszeichen und somit die erlaubte Geschwindigkeit – und er passt sein Tempo frühzeitig wie zuverlässig an. Besonders beeindruckend: Selbst den Kreisverkehr am Ortseingang hat er auf dem Radar. Er reduziert das Tempo und gleitet ohne spezielles Bremsen um die Kurve. Das funzt, und bitte notieren:
Dieser Fahrassistent ist serienmäßig in jede Version der Nummer acht integriert. Besonders angenehm und komfortabel wird es auf der Autobahn. Rechte Spur, Tempo 140 – Reisen in dem Crossover verdient das Prädikat Premiumklasse.
Dazu passt, dass die Long-RangeVariante, die wir fahren, für Touren über die Langstrecke optimiert worden ist. Mehr als 500 Kilometer ohne Ladestopp auf der Autobahn, so verspricht der Hersteller, und mehr als 700 Kilometer nach WLTP-Standard mit einer voll geladenen Batterie.
EINZIGARTIGES AMBIENTE
Im Cockpit des DS No8 dominieren moderne Assistenzsysteme, der Innenraum ist mit hochwertigen Materialien ausgestattet. Bis zu drei Passagiere finden im Fond bequem Platz.

Batterie ermöglicht
Reichweiten von mehr als 700 Kilometern.
Apropos Sitze: In unserem Testwagen sind auch Massagen aus der Lehne heraus möglich. Die Einheiten „Katzenpfote“ und „Lenden“ in hoher Intensität, einfach einstellbar über den Touchscreen, können wir wärmstens empfehlen. Diese höchst komfortablen Lounge-Sitze gehören zu den Extras, mit denen das Modell ausgestattet ist, genauso wie das Hifi-System samt 14 Lautsprechern, der halbautonome Fahrassistent und die großen Felgen.
Tarife der gehobenen Kategorie

TECHNISCHE
Volumen in allen Bereichen
Damit ist der große DS automatisch auch eine Option für Geschäftsleute, die regelmäßig große Strecken zurückzulegen haben und den speziellen Stil dieses Fahrzeugs zu schätzen wissen. Den entsprechenden Raum bietet das SUV-Coupé auf allen Sitzen. Die Scheitel von Fahrgästen jenseits der 1,85 Meter können – je nach Sitzposition der Vorderleute – allerdings mit dem Glas des Panoramadachs in Kontakt kommen.
Der gediegene Komfort und das gewisse Etwas, mit dem der DS N o 8 vorfährt, schlagen sich naturgemäß auch im Preis nieder. Unser Testfahrzeug ist für gut 80.000 Euro käuflich zu erwerben. Auch die Leasingraten, die – je nach Laufzeit und Kilometerleistung – zwischen 500 und 800 Euro im Monat liegen, gehören in die gehobene Kategorie. Es sind Tarife für die Liebhaber der französischen Noblesse oder Geschäftsleute, die über den einzigartigen Auftritt zu punkten wissen. Wohlfühlfaktor hoch.
HERSTELLER MODELL
ANTRIEBSART
LEISTUNG
MASSE / GEWICHT
ANTRIEBSACHSE ANZAHL DER TÜREN
KOFFERRAUMVOLUMEN
REICHWEITE 0-100 KM/H
SPITZE
PREIS

X-FAKTOR INKLUSIVE
XPENG P7+: PREMIUM ZUM BESTPREIS
Der Produzent aus dem Reich der Mitte erweitert konsequent die Palette. Auf der Automesse in Brüssel hat Xpeng den P7+ vorgestellt, eine mehr als fünf Meter lange Limousine der oberen Mittelklasse. Das dritte Fahrzeug, mit dem der chinesische Premiumhersteller in Europa auf den Markt kommt, wird bei Magna Steyr in Graz gefertigt. Auch Volkswagen ist in diesen Prozess involviert. Der Wolfsburger Konzern hat sich vor gut zwei Jahren mit rund fünf Prozent an Xpeng beteiligt.
Das neue Topmodell besticht durch das herausragende Verhältnis aus Preis und Leistung. Als Einstiegsrate für die
Limousine der oberen Mittelklasse startet bei 43.990 Euro
rasant umrissene Limousine nennt Xpeng 43.990 Euro, was speziell im Vergleich mit den Konkurrenten in diesem Segment als höchst attraktiv bezeichnet werden kann. Rasant umrissen wirkt der P7+, die Frontpartie tief nach unten gezogen, fließend das Heck. Sportlich und elegant, dem Zeitgeist entsprechend mit einem Radstand von drei Metern interpretiert, so fährt dieser – auch was den Innenraum betrifft – großzügig gestaltete Neustarter vor.

RASANT GESCHNITTEN
Der P7+ fährt als aerodynamisch optimiertes Modell der oberen Mittelklasse vor. Volumen im Innenraum schafft der Radstand von drei Metern.



HIGHTECH UND KOMFORT
Der P7+ soll auch in technologischer Hinsicht die Maßstäbe definieren. Das Fahrwerk, der Antrieb und die zahlreichen Assistenzsysteme sowie das Cockpit werden über einen künstlich intelligenten Chip gesteuert, den Xpeng selbst entwickelt hat. Fahrgenuss, Komfort und die gebotene Sicherheit in jeder Sequenz verspricht der Hersteller.
Ultraschnell laden
Für das passende Ambiente sorgt das hochwertige Interieur. Die Vordersitze, je nach Variante in Kunstleder oder Nappa, sind serienmäßig beheizt, belüftet und mit der Massagefunktion ausgestattet. Per Option auch die Sitze im Fond, deren Rückenlehnen auch auf Knopfdruck verstellt werden können. Die für den Fahrer relevanten Daten sind auf dem digitalen 8,8-Zoll-Bildschirm hinter dem Lenkrad festgehalten. Über den zentral angeordneten und 15,6 Zoll großen Touchscreen werden weitere Funktionen des Fahrzeugs, die Navigation und das Medienangebot gesteuert. Auf Wunsch ist auch ein Acht-Zoll-Bildschirm im Fond erhältlich, über den die Klimaanlage und die Einstellungen der Rücksitze geregelt werden können. Der P7+ ist zudem mit einem 20 Lautsprecher umfassenden Soundsystem ausgestattet, darunter eine Box im Fahrersitz.
Selbstverständlich wird auch das dritte Modell von Xpeng durch außergewöhnliche Einheiten an der Ladesäule bestechen. Der P7+ ist wie die Markenbrüder mit der höchst potenten 800-Volt-Architektur ausgestattet, die mit Ladeleistungen von bis zu 446 Kilowatt ultraschnelles Stromziehen garantiert. In nur zwölf Minuten kann das Fahrzeug von zehn auf 80 Prozent geladen werden.
Der Xpeng P7+ wird europaweit in drei rein elektrischen Varianten angeboten: Heckangetrieben mit rund 50 Kilowattstunden großer Batterie und der Reichweite von 500 bis 600 Kilometern, heckangetrieben mit 77-kWhAkku und 725 Kilometer Reichweite sowie allradgetrieben mit 77-kWh-Batterie, zwei Motoren und 500 Kilometer Reichweite. Dazu ist eine Range-Extender-Version mit Elektroantrieb und 1,5-Liter-Benzingenerator zur Stromerzeugung geplant, die rein elektrisch 430 Kilometer und kombiniert bis zu 1550 Kilometer weit kommen soll.
Für Fuhrparks und Flotten
Ansprechende Reichweiten, ultraschnelles Laden und fortschrittliche KI-Funktionen – der Xpeng P7+ scheint per Definition für progressive Geschäftsreisende und Unternehmen, die ihre Fuhrparks und Flotten nachhaltig transformieren möchten, geeignet zu sein. Diese Limousine verspricht zudem den Komfort und das Volumen für gehaltvolle Ausfahrten, dienstlich wie privat. Ein entscheidender Faktor ist natürlich der Preis, der dieses Modell besonders reizvoll erscheinen lässt.
Das Interieur des Xpeng P7+ ist einfach und in klaren Linien definiert, als zentrales Element dient der 15,6-Zoll-Touchscreen
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER MODELL ANTRIEBSART
ANTRIEBSACHSE TÜRANZAHL
REICHWEITE 0-100 KM/H SPITZE PREIS KOFFERRAUMVOLUMEN MASSE / GEWICHT LEISTUNG
Xpeng
P7+
Elektro, Range Extender
ab 180 kW / 245 PS
5071 x 1937 x 1512 mm / n.b.
Hinterrad, Allrad 5
725 - 2221 l
450 - 550 km (WLTP) ab 5,9 Sekunden
200 km/h ab 43.990 Euro

RETRO MIT POINTE
RENAULT TWINGO: LUSTVOLL DURCH DIE STADT
Mon dieu! Der traditionsreiche Hersteller aus Frankreich hat schon wieder eine rollende Legende unter Strom gesetzt. Nach dem R5 und dem R4 fährt nun auch der einzigartige Renault Twingo in der batteriegetriebenen Variante vor. Der Kleinwagen mit den lustigen Scheinwerfern wirkt wie das Stadtmobil aus dem Bilderbuch. Stilistisch im Zeitgeist, neue Technik – und Klassenbester, was das Platzangebot betrifft. Spaß samt Emotionen, so lautet die Botschaft der Produzenten, die es zu treffen scheint.
Zurück in die Zukunft, neue Elektrotechnik, kombiniert mit dem charmanten Retro-Design – diesem Anspruch möchten die Entwickler von Renault auch bei diesem Modell gerecht werden. Der Gruß auf vier Rädern geht demnach hinaus an junge Familien, Pendler im urbanen Raum und umweltbewusste Verkehrsteilnehmer.
Der neue Twingo eignet sich allein aufgrund seiner kompakten Maße und dem kleinen Wendekreis von 9,87 Metern perfekt für den Stadtverkehr samt enger Straßen und schmaler Parklücken. Er ist nur 3,79 Meter lang, jedoch als Fünftürer unterwegs, was das Ein- und Aussteigen vereinfacht, speziell im Wust der Metropole. Natürlich ist

GUT ZUM VERSTAUENSind die Rückbank und der Beifahrersitz umgeklappt, bietet der Twingo bis zu 1000 Liter Volumen – Durchladelänge: zwei Meter.


auch der Twingo des Jahres 2026 ein Hingucker. Die Front mit den charakteristischen Scheinwerfern und modernen Lufteinlässen strahlt positiv wie das neu gestaltete Heck. Rund, bunt und munter.
Reichweite bis zu 263 Kilometer
Im Innenraum ist der kleine Renault modular und klar gezeichnet – mit zahlreichen raffinierten Pointen. 10-Zoll-Touchscreen, bereit für die Integration von Google, das Smartphone kann im Display gespiegelt werden. Serienmäßig sind der Tempomat, die manuelle Klimaanlage, der höhenverstellbare Fahrersitz, die Parksensoren hinten und die Funktion der automatischen Notbremse. In der gehobenen Variante Techno sind gegen Aufpreis auch Klimaautomatik, Rückfahrkamera, der adaptive Fahrassistent und sechs Lautsprecher enthalten. Der Elektromotor des Twingo leistet 60 Kilowatt, also rund 82 PS, mit dem maximalen Drehmoment von 175 Newtonmetern. Bei Tempo 130 ist er automatisch abgeregelt. Die 27,5 Kilowattstunden große Batterie ermöglicht bis zu 263 Kilometer nach WLTP-Standard, ohne nachzuladen. Entsprechend dezent ist der Verbrauch, was die Betriebskosten im Rahmen hält.
Energie tanken kann der Kleinwagen über Steckdosen und Wallboxen durch einen 11-Kilowatt-Bordlader, in weniger als
drei Stunden sollten die Akkus voll sein. An der Schnellladesäule zieht der Twingo den Strom sogar mit bis zu 50 Kilowatt, die Batterie lässt sich auf diese Weise in rund einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent laden. Auch das bidirektionale Stromverteilen ist möglich. Aus den Akkus des Autos können etwa E-Bikes oder Kaffeemaschinen mit Energie versorgt werden. Der neue Twingo punktet wie die Urtypen mit einzigartigem Platzangebot. Da sich die Rücksitze verschieben lassen, kann der Kofferraum von 360 auf 1000 Liter erweitert werden. Ist die Rückbank und auch der Beifahrersitz umgeklappt, eröffnet sich sogar eine Durchladelänge von zwei Metern.
Ab 19.990 Euro erhältlich
Der Renault Twingo E-Tech Electric startet mit attraktiven Preisen. Für die Basisversion Evolution, die in diesem Frühjahr auf den Markt kommt, liegt der Einstiegstarif bei 19.990 Euro. In der bereits bestellbaren Topvariante Techno kostet der Kleinwagen 21.590 Euro. Verlockend wirken auch die Leasingraten ab 99 respektive 130 Euro monatlich, teils ohne Anzahlung.
Für den individuellen Akzent: Der neue Twingo fährt in Grün, Gelb, Rot oder Schwarz vor, mittelfristig wird der Stadtflitzer auch weiß lackiert über den Asphalt schnurren – positive Energie inklusive.
BUNT UND MUNTER
Der Innenraum ist modular und klar gezeichnet – mit zahlreichen raffinierten Extras.
TECHNISCHE DATEN
HERSTELLER MODELL
ANTRIEBSART
ANTRIEBSACHSE TÜRANZAHL
KOFFERRAUMVOLUMEN MASSE / GEWICHT LEISTUNG
REICHWEITE 0-100 KM/H SPITZE PREIS
60 kW / 82 PS
Renault Twingo E-Tech Electric Elektro Vorderrad 5
360 bis 1000 l 3970 x 1720 x 1490 mm / 1200 kg
263 km (WLTP) 12,1 Sekunden 130 km/h ab 19.990 Euro

DIE NEUEN E-AUTOS 2026
Auf diesen Seiten finden Sie die wichtigsten Zahlen , interessante Fakten und die Preise zu den neuesten E-Automodellen 2026. Vergleichen Sie alle in Deutschland verfügbaren




Antriebsart
Karosserieform
Fahrzeugklasse
REICHWEITE
/ WLTP
LEISTUNG
GRÖSSE




MARKE NISSAN NISSAN SUZUKI SUZUKI
Modell Micra Advance (52 kWh) Micra Engage (40 kWh) e Vitara eAxle
Antriebsart
Karosserieform
REICHWEITE









Erfolgreiches Jubiläumsjahr für go-e
Für den österreichischen Wallbox-Hersteller go-e war 2025 ein Jahr von besonderer Bedeutung. Trotz eines wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds setzte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort, erschloss neue Märkte und festigte seine führende Position im Home-Charging-Segment in Deutschland und Österreich.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor waren starke Partnerschaften, darunter neue Kooperationen mit E.ON, GridX und EcoFlow. Gleichzeitig setzte go-e gezielte Impulse im Produktportfolio. Mit dem go-e Charger PRO CABLE 11 kW, der ISO-15118-V2X-ready und MID-konform ist, reagierte das Unternehmen auf zentrale Anforderungen rund um Dienstwagenabrechnung und gemeinschaftliche Ladeinfrastruktur. Ergänzend dazu wurde mit dem go-e Portal eine webbasierte Lösung vorgestellt, die das Management von Ladepunkten auf Firmenparkplätzen und in Tiefgaragen erleichtert.
Angesichts der dynamischen Entwicklung der Elektromobilität blickt go-e ambitioniert nach vorne. Neben dem Forschungsprojekt „Shared Charging“ plant das Unternehmen zusätzliche Produktvarianten, darunter eine mess- und eichrechtskonforme
Version des go-e Charger PRO, eine 22-kW-Ausführung sowie eine Variante mit Typ-2-Dose.
























REIFEN MIT ZUKUNFT
Das Pirelli-Werk im Odenwald entwickelt seine neuen Modelle in einem höchst modernen und virtuellen Prozess. Auf Basis von Simulation am Computer und künstlicher Intelligenz produziert der Premiumhersteller mehr als sieben Millionen Pneus pro Jahr. Schnell, effizient und mit stark reduziertem Einsatz von Energie und Material.

Ein Videospiel für die Anhänger des Motorsports? Schnelles Erfassen der Autodaten am Rande der Rennstrecke? Oder sogar eine geheime Kommandozentrale? Das Virtual Development Center (VDC) von Pirelli wirkt futuristisch, energiegeladen, elektrisierend – und weniger wie die Reifenfabrik, die dem geneigten Kunden gemeinhin durch den Kopf schwebt. Es ist die moderne Art, Autoreifen zu konzipieren. Das virtuelle Entwicklungszentrum bietet den Fachkräften des Premiumherstellers die Möglichkeit, ihre neuen Modelle in mehre-

TESTFAHRT AM COMPUTER
Abteilungsleiter Florian Waffenschmidt (links im großen Foto) mit Kollegen bei der Analyse aktueller Daten im virtuellen Entwicklungszentrum in Breuberg.

ren Sequenzen am Computer zu entwerfen, zu testen und zu optimieren. Schnell, effizient und auf höchstem Niveau. „Modernste Technologien ermöglichen es, Simulationsprozesse erheblich zu beschleunigen“, sagt Florian Waffenschmidt, der Chef des virtuellen Entwicklungszentrums. „Analysen, die früher Tage in Anspruch nahmen, können heute in wenigen Minuten abgeschlossen werden.“
Authentische Testfahrten
Das Werk in Breuberg, der 7000-EinwohnerStadt im südhessischen Odenwaldkreis, ist einer der wichtigsten Standorte von Pirelli in Europa,
speziell was die Konzeption neuer Reifen betrifft. Der italienische Konzern beschäftigt hier rund 2500 Arbeiter und Angestellte, darunter etwa 250 Ingenieure. Die Fabrik in Breuberg pflegt ihr Prestige als Produktionsstätte hochwertiger Reifen für die Autos der Premiumklasse. BMW, Mercedes, Porsche und Co. – Pirelli fertigt die Pneus auch marken- und modellspezifisch. Das Kernelement des virtuellen Entwicklungszentrums ist der statische Fahrsimulator, der optisch stark einem Porsche nachempfunden ist und vor einer großen, gekrümmten Projektionsfläche steht, die einer Videowand gleicht. Professionelle Testpiloten können hier realitäts-
VIRTUELL AUF TOUREN
electricar-Chefredakteur Armin
Grasmuck im statischen Testmobil des Entwicklungszentrums in Breuberg.

nahe Fahreinheiten absolvieren. Die digital nachgebildeten Strecken basieren weitgehend auf den Laserscans echter Straßen. Testfahrten von höchster Authentizität sind hier garantiert. Wer zu stark das Gaspedal tritt oder am Lenkrad reißt, bekommt es wie auf dem realen Asphalt sogleich tief in der Magengrube zu spüren.
Direkt hinter dem statischen Testfahrzeug befindet sich der Kontrollraum mit mehreren Rechnern, auf denen Abteilungsleiter Waffenschmidt und andere Ingenieure die aktuellen Daten von Fahrzeug und Reifen auswerten können. Relevante Messgrößen wie das Beschleuni-

SPITZENMODELL
Der Pirelli Scorpion Elect ist speziell für E-Autos und Plug-in Hybride konzipiert. Von electricar wurde er als „Top Performer“ ausgezeichnet.
gen, Bremsmanöver, Fahrgeräusche, Lenkkräfte und generelle Reaktionen des Fahrzeugs werden konkret simuliert und analysiert.
„Die Entwicklungszeit verkürzt sich durch die virtuellen Einheiten um bis zu 30 Prozent, weil zahlreiche physische Testschleifen entfallen“, erklärt Waffenschmidt: „Gleichzeitig reduziert sich der Material- und Produktionsaufwand, da unnötige Prototypen vermieden werden können.“ In der Konsequenz sinke natürlich auch der Bedarf an realen Testfahrten, was zu signifikant geringeren CO2-Emissionen führe. Physische Prototypen werden generell erst gefertigt, wenn die Analysen im VDC abgeschlossen sind.
Innovativ und nachhaltig
Mehr als sieben Millionen Reifen werden im Breuberger Werk, das bereits seit 1963 in Besitz von Pirelli ist, jährlich produziert – größtenteils für Pkw-Modelle, unter den Marken Pirelli und Metzeler auch für Motorräder. Der Premiumhersteller bietet zudem innerhalb seiner Produktfamilien spezielle Modelle an, die eigens für E-Autos entwickelt wurden. Diese Reifen mit Elect-Markierung sind auf höheres Gewicht, starkes Drehmoment und optimierte Reichweite ausgelegt. In der Praxis heißt das: mehr Grip, weniger Fahrbahngeräusche für mehr Komfort und bis zu 50 Kilometer mehr Reichweite pro Ladung. Beeindruckend wirkt in diesem Zusammenhang auch das vom Hersteller als Ultra-High-Performance bezeichnete und nachhaltig aus biobasierten Materialien konzipierte Modell P Zero E, das mit Run-Forward-Technologie gezielt vor Pannen schützt. Sollte dieser Reifen tatsächlich einmal platt sein, kann er stolze 40 Kilometer weit bei bis zu Tempo 80 ohne Luft gefahren werden. Die nächste Werkstatt sollte also auch in diesem speziellen Fall erreichbar sein.
Wie rasant die Technologie im Segment der Autoreifen voranschreitet, ist im Pirelli-Werk deutlich zu vernehmen. Neueste Innovation: der Cyber Tyre. So wird das intelligente System bezeichnet, das Sensoren im Innern des Reifens direkt mit der Fahrzeugelektronik verbindet, um Daten wie Druck, Temperatur und Abrieb in Echtzeit zu übertragen und somit Sicherheit, Leistung und Effizienz zu verbessern. Mittelfristig soll das Auto sogar automatisch die Geschwindigkeit reduzieren, wenn der Reifen meldet: Achtung, regennasse Fahrbahn! Die virtuelle Welt bietet hier ebenfalls Möglichkeiten der Entwicklung.
Fotos: Pirelli
„WIR SETZEN AUF DEN STANDORT BREUBERG“
Klare Ansage: Wolfgang Meier, Deutschland-Chef von Pirelli, im Interview.
War das virtuelle Entwicklungszentrum in Breuberg Ihre Idee – oder ein konkreter Auftrag aus der Pirelli-Zentrale in Mailand ? Wolfgang Meier: Wir sind voll integriert im Konzern mit der Basis und der Hauptentwicklung in Mailand. Dort gab es den ersten statischen Fahrsimulator, und dort haben sie in Kooperation mit der Universität auch einen dynamischen. Pirelli hat ganz klar entschieden:
Durch die Nähe zur deutschen Erstausrüstung und den Anforderungen, die wir hier haben, gibt es auch ein virtuelles Entwicklungszentrum in Breuberg. Das haben wir mit Freude aufgenommen und umgesetzt. Inzwischen gibt es auch eines in China. Diese drei Entwicklungsplattformen arbeiten voll integriert miteinander. Gleiche Software, gleiche Logik.
Aufgrund der angespannten Marktlage verlegen Mitbewerber die Produktion vermehrt ins Ausland. Wie schaffen Sie es, das Werk in Breuberg konkurrenzfähig zu halten? Deutschland ist für Pirelli schon immer ein Technologiestandort gewesen, an dem wir entsprechend hochwertig produzierten. Wir pflegen traditionell enge Kontakte in der deutschen Automobillandschaft, sind dort Technologieträger. Wir setzen auf den Standort Breuberg, der eine mehr als 60 Jahre andauernde Historie mit Pirelli hat – und die Ausrichtung, die uns als Entwicklungs- und Produktionsstandort in die Zukunft bringen soll.
Wie herausfordernd ist die große Verkehrswende für Sie als Reifenhersteller ?
AUS DEN EIGENEN REIHEN
Wolfgang Meier startete 1994 bei Pirelli in Breuberg, kehrte 2021 zurück.

(lacht) Ich sag‘s mal flapsig: So lange das Fahrzeug Räder und Reifen hat, sind wir richtig unterwegs. Natürlich haben Elektroautos andere Anforderungen an den Reifen, die für uns neu sind. Aspekte wie Fahrgeräusch oder Rollwiderstand müssen mit einer anderen Technologie integriert werden. Wir sind der Hersteller mit den meisten Homologationen im Bereich der Elektrofahrzeuge – mehr als 800.
Gleichzeitig ist auch die Reifenindustrie aufgefordert, nachhaltiger zu produzieren. Wie sieht die Transformation in Ihrem Haus aus? Wir haben die Nachhaltigkeit klar in unserer Unternehmensstrategie verankert. Auch mit Zielen: Net Zero 2040, CO 2-Neutralität 2030. An diesen Parametern werden wir als Produktionsstandort gemessen. Da geht es um das Produkt und die aufgewendete Energie. Doch auch der Faktor Mensch ist für uns relevant.
ARBEITSSTELLE MIT FAMILIÄRER TRADITION
In der reizvollen Idylle des Odenwalds, 60 Kilometer südöstlich von Frankfurt, produziert Pirelli auf einer Fläche von 350.000 Quadratmetern. Das Werk setzt stark auf Nachhaltigkeit. Bis Ende dieses Jahres soll jede der mehr als 100 für die Fertigung der Reifen benötigten Heizpressen auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. Niedrige Fluktuation und familiäre Tradition bei besten Ausbildungsquoten – der Standort Breuberg genießt deutschlandweit und auch innerhalb des Konzerns einen ausgezeichneten Ruf.

Im Akkuwerk Martorell: VW-Konzernvorstand
Thomas Schäfer (rechts), Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra, sowie Autorin Beatrice Bohlig
FRISCHE KRAFT AUS SPANIEN
Text: Beatrice Bohlig
In der katalanischen Stadt
Martorell, dem Stammsitz von Seat und Cupra, geht eine innovative Fertigung für Batteriesysteme ans Netz. Der VW-Konzern plant, die eigenen Akkus direkt in neuen Modellen wie dem Cupra Raval und dem ID. Polo von Volkswagen zu verbauen.
Das Stammwerk von Seat und Cupra im spanischen Martorell wird strategisch noch bedeutsamer für den deutschen Mutterkonzern VW. Mit dem Anlauf eines rund 300 Millionen Euro teuren Montagebereichs für Batteriesysteme von E-Autos avanciert der Produktionsstandort zu einem „Epizentrum der Mobilität der Zukunft“, sagt Topmanager Markus Haupt anlässlich der Eröffnung der Teilfabrik.
„Wir sind bereit“, so kündigt der CEO von Seat und Cupra an, „100 Prozent elektrische Fahrzeuge ‚Made in Spain‘ zu produzieren, die Elektromobilität in ganz Europa zugänglich machen werden“. Haupt gegenüber electricar am Rande der Einweihungszere-

monie unweit der katalanischen Metropole Barcelona: „Personell und technisch ist Martorell bestens aufgestellt“. Hier könnten die Teams von Seat und Cupra fortan gemeinsam mit VW „die Spielregeln der Elektrifizierung verändern“.
Hintergrund dieser Perspektive ist die sogenannte urbane Elektrofahrzeugfamilie aus der Markengruppe Core der Volkswagen Group. Hier bündelt der Wolfsburger Multi die vier Volumenlabel VW Pkw und Seat mit Cupra sowie Skoda und VW Nutzfahrzeuge. Wichtiges Ziel: reine Batteriefahrzeuge für den Stadtverkehr mit Preisen ab 25.000 Euro. Die Projektleitung hat VW an Seat und Cupra übertragen.
In diesem März wird als erster von vier bei Core geplanten City-Stromern der


TAKTUNG MIT TEMPO
Alle 45 Sekunden wird bei Seat und Cupra ein Batteriesystem komplettiert.
Kleinwagen Cupra Raval in der Serienversion präsentiert. Im Abstand von jeweils rund drei Monaten folgen der technisch verwandte Volkswagen ID. Polo sowie die einander konzeptionell ebenfalls ähnelnden Stadt-SUV Skoda Epiq und Volkswagen ID. Cross. Letzteres Duo wird am spanischen VW-Standort Navarra vom Band laufen. Die Fertigung von Cupra Raval und ID. Polo hingegen erfolgt in Martorell.
Stadtflitzer mit 85 kW aufwärts Als Plattform dient dem Cupra Raval VWs Modularer E-Antriebs-Baukasten in optimierter Form, kurz MEB+. Der nur vier Meter lange Fronttriebler kommt zunächst in drei Launch-Editionen auf den Markt: Die ab etwa 26.000 Euro erhältliche Basisversion
BETRIEBSGEHEIMNIS
Noch verbergen dunkle Planen die Raval-Stromer im Großserientrimm.
Dynamic mit 155 kW respektive 211 PS soll eine Reichweite von 450 Kilometern bieten.
Darüber rangieren die Typen Dynamic Plus sowie das vorläufige Topmodell VZ Extreme (166 kW/226 PS, 400 Kilometer).
Zum Vergleich: Mit ebenfalls 166 kW wird VW den ID. Polo als sportiven GTI in das Rennen um Marktanteile schicken. Darunter positionieren die Wolfsburger drei Leistungsstufen mit 85 kW (116 PS) und 99 kW (135 PS) sowie 155 kW (211 PS). „Die 85kW- und 99-kW-Versionen werden serienmäßig mit einer 37 kWh großen LFP-Version (Lithium-Ferrophosphat-Akku) der neuen Hochvolt-Batterie starten“, teilt VW mit. Dieser Akku lasse sich mit bis zu 90 kW an DC-Schnellladesäulen laden.
„Die 155-kW- und 166-kW-Antriebe werden serienmäßig von einer NMCVariante (Nickel-Mangan-KobaltAkku) der neuen PowerCo Einheitszelle mit Strom versorgt“, heißt es weiter aus dem Unternehmen. Diese Batterie biete den Energiegehalt von 52 kWh, sei mit bis zu 130 kW an DCSäulen mit Frischstrom zu befüllen.
In der Tochtergesellschaft PowerCo bündelt VW sämtliche Aktivitäten rund um das Arbeitsfeld Batterie.
„Die in Martorell produzierten MEB+ Batteriesysteme sind in allen wesentlichen Aspekten voll wettbewerbsfähig und ein klarer Fortschritt, weil wir die Einheitszelle einführen“, sagt Günther Mendl, Leiter des konzernweiten Center of Excellence
Battery. „Sie ist nicht einfach eine weitere Batteriezelle, sondern unsere globale Technologieplattform, die eine bislang unerreichte Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität über Marken, Regionen und Segmente hinweg ermöglicht“.
Bis zu 300.000 E-Autos pro Jahr Martorells Werkleiter Jose Arreche betonte denn auch beim Fabrikrundgang, man wolle hier das Beste aus zwei Welten – Verbrenner und Elektromobilität – miteinander verbinden: Ausgelegt als „flexible Fabrik“, können in Martorell reine BEV sowie Hybrid-Pkw und ICE-Modelle gefertigt werden. 2024 waren im drittgrößten VW-Autowerk auf europäischem Boden gut 481.000 Neuwagen entstanden. Im Zuge der laufenden Transformation verfolge man das „Ziel, eine maximale Kapazität von 600.000 Einheiten pro Jahr zu erreichen, von denen künftig bis zu 300.000 vollelektrische Fahrzeuge (BEV) sein könnten“, lässt die Führungsriege von Seat und Cupra wissen.
Das neue Batteriesystem-Montagewerk jedenfalls ist dafür bereits gerüstet: In der hochmodernen Schlüsselanlage können an jedem Werktag 1200 Akkukomplexe zusammengesetzt werden, mithin 300.000 pro Jahr. Über eine 600 Meter lange Brücke gelangen die Batteriesysteme im Wege eines automatisierten Transports an die Produktionslinien von Cupra Raval und VW ID. Polo in der Montagehalle.

GROSSE INSPEKTION
Die Topmanager Haupt (links) und Schäfer (rechts) beim Prüfen der Einheitszellen.

SO ROLLT DIE E-FLOTTE
Eine klare Strategie und die Software der modernen Art: Zahlreiche Unternehmen beschäftigen sich konsequent damit, ihren Fuhrpark nachhaltig zu elektrifizieren. Speziell im Einzelhandel und dem Baugewerbe schlummert noch riesiges Potenzial.

Text: Wolfgang Plank
Sie kommt einfach nicht wie gewünscht um die Kurve, die viel beschworene Mobilitätswende. Die EU-Kommission weicht die CO2-Vorgaben auf, Details einer in Berlin vollmundig angekündigten neuen E-Autoförderung stehen immer noch aus – und die Weltlage scheint eher dazu angetan, das Geld zusammenzuhalten und abzuwarten. Immerhin: Die Nachfrage nach Elektroautos hat wieder deutlich angezogen. Mehr als 545.000 reine Batterieautos sind im Jahr 2025 neu auf die Straße gekommen –knapp die Hälfte mehr als im äußerst schwachen Vorjahr und so viele wie nie, seit das Kraftfahrt-Bundesamt diese Statistik führt. Damit ist aktuell fast jeder fünfte Neuwagen ein Stromer. Einen echten Schub vermögen Fachleute dennoch nicht zu erkennen. Der erhoffte Hochlauf vollziehe sich deutlich langsamer und zäher als erwartet, heißt es. Allerdings ist für den großen Durchbruch in Deutschland der private Automarkt ohnehin nicht entscheidend. Die zentrale Rolle für die Elektrifizierung des Straßenverkehrs spielen die Unternehmen. Schließlich werden zwei von drei neuen Autos zwischen Rügen und den Alpen gewerblich zugelassen. Der finanzielle

SONNENSTROMER
Das Schweizer Unternehmen Helion, eine Plattform zur Steuerung und Vermarktung der Solarenergie, hat stolze 100 Exemplare des VW ID. Buzz in seinem Fuhrpark.
Anreiz: Anders als das bei Verbrennern übliche eine Prozent vom Kaufpreis muss bei rein elektrischen Dienstwagen lediglich die Hälfte davon als geldwerter Vorteil versteuert werden. Liegt der Bruttolistenpreis unter 100.000 Euro, ist es gar nur ein Viertel Prozent. Obendrein sind Stromer für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Soll der Straßenverkehr CO2-neutral werden, führt der Weg also wohl nur über die großen Flotten. Dort hat man die Vorteile durchaus erkannt. Elektromodelle sind zwar in der
Anschaffung zumeist noch immer teurer, dafür liegen Betriebskosten und Wartung in aller Regel spürbar unter dem Niveau der Verbrenner. So lautet jedenfalls die Faustregel. Zunehmend jedoch geht es bei der Mobilitätswende um mehr als nur Geld. Weil Klimawandel und Umweltschutz verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken, sehen nicht selten Kunden wie Mitarbeiter eine Umstellung des Fuhrparks als praktizierten Innovationsgeist und Ausdruck von Verantwortung.
Herausfordernder Systemwechsel
Da ist man in vielen Firmen längst weiter als die Politik. Siemens, SAP, Coca-Cola, DHL, Amazon – die Liste der Unternehmen, die in großem Stil auf E-Autos umsteigen, wird täglich länger. Doch vor allem im Einzelhandel und im Baugewerbe schlummert noch gewaltiges Potenzial. Experten sind überzeugt, dass es hunderte Eigner von Flotten mit mehreren tausend Fahrzeugen gibt.
Coca-Cola hat seine Flotte um fast 200 Skoda Enyaq erweitert, welche etwa die Verkaufsleiter nutzen.


Auch die öffentlichen Ladeparks zum schnellen Stromziehen unterwegs und die entsprechenden Tarife werden von den Managern der Fuhrparks einkalkuliert.
STROMSTELLE
Die Dienstwagen werden idealerweise zu günstigsten Konditionen im Unternehmen oder auch im privaten Bereich der Mitarbeiter geladen.
Doch der Systemwechsel ist alles andere als einfach und für kleinere Unternehmen deutlich schwieriger als für Konzerne. Schließlich ist es mit dem simplen Kauf oder Leasing von ein paar E-Autos nicht getan. Denn schon da stellt sich die Frage: Sollen nur Dienstwagen elektrisch fahren oder auch die Nutzfahrzeuge? So oder so: Im Spannungsfeld zwischen Reichweite, Einsatzzweck und Budget lauern jede Menge Möglichkeiten für folgenschwere – und damit teure – Fehler. Jedoch kaum welche, die man mit sorgfältiger Planung und kluger Software nicht vermeiden könnte. Vorausgehen sollte der firmeneigenen Transformation in jedem Fall eine umfang -

reiche Analyse, wie sie immer mehr Dienstleister anbieten. Dabei werden die aktuellen Fahrzeuge nach Modell, Alter und Zustand erfasst, dazu die üblichen Einsatzorte, Fahrtrouten und speziellen Anforderungen.
Intelligent transformieren
Erst im Anschluss an diese Bestandsaufnahme lassen sich die optimalen Elektrofahrzeuge überhaupt ermitteln. Da spielt auch die Verfügbarkeit hauseigener Wallboxen oder externer Charger eine Rolle. Es macht schließlich einen Unterschied, ob ausschließlich Firmenfahrzeuge laden – oder obendrein die von Mitarbeitern, Gästen und Kunden. Womöglich rentiert sich sogar eine eigene Photovoltaikanlage. Obendrein sollen die potenziellen Modelle Anforderungen an Akkugrößen und Ladetempo ebenso genügen wie an Nutzlast und schnellen Kundendienst. Und ja – beim Händler zu haben sein sollten sie auch.
In Zeiten von Kriegen und brüchigen Lieferketten ist dies längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Kollateralnutzen einer intelligenten Umstellung des Fuhrparks: Per Smart Grid könnten die Batterien der E-Autos tagsüber günstigen Strom aus erneuerbarer Energie speichern, um ihn nachts wieder ins Netz einzuspeisen. Dieses bidirektionale Laden glättet Verbrauchsspitzen und senkt die Kosten.
FLOTTEN FÜR PROFIS
Ford Pro, das umfassende Angebot des renommierten US-Herstellers, bietet Fuhrparklösungen für Firmen jeder Größe.
Selbst zum lästigen Drumherum des kolbenlosen Antriebs kann man sich bei den Anbietern von Rundum-Sorglos-Paketen wie Elli, Webfleet oder E-mobilio beraten lassen – und notfalls auch davon befreien. Sei es die Schulung der Mitarbeiter für die neue Technik, den effizientesten Fahrstil im batteriegetriebenen Auto, die Dokumentation der Umweltbilanz, mögliche Ausgleichszahlungen für CO 2 -Emissionen oder die ständige Beobachtung von Förderrichtlinien und Vorschriften. Ebenfalls immer wichtiger: die schlaue Datenerfassung. Notwendig ist dies vor allem dann, wenn Angestellte zwar für die Firma fahren, aber unterwegs oder zuhause laden. Der gezapfte Strom für das Fahrzeug wird unabhängig vom Standort automatisch und transparent ermittelt, vom Arbeitgeber zurückerstattet – und beim Finanzamt kann niemand mehr meckern. Es klingt nach Paradies.
Kommunikation in Echtzeit
Die Hersteller von Nutzfahrzeugen wie Ford oder Stellantis bieten ebenfalls maßgeschneiderte Lösungen für Software, Technik, Service, Finanzierung und Fuhrparkmanagement – Live-Infos zu Fahrzeugzustand, Restreichweite und Telematikdaten inklusive. Sie bilden die Grundlage für die intelligente Steuerung von Routen, Ladestopps und anderen Standzeiten. Egal, ob man nun drei Autos sein Eigen nennt, dreißig oder dreihundert. So ein gewerblich genutztes Mobil verdient schließlich nur Geld, wenn es fährt. Aktuelles Top-Level ist die Echtzeitkommunikation zwischen Flottenmanagern und Fahrern vor Ort. Im Klartext: Aufträge ploppen optimiert zum Akkustand im Display auf, die neuen Zielorte landen samt Route sofort im Navi, und die Disponenten werden zeitgleich über den aktuellen Sta -

tus informiert. Lästiges Telefonieren im Dreieck war gestern.
Und was die reinen Dienstwagen angeht: Für die gesamtelektrische Zukunft könnten sie durchaus einen kleinen Schub bringen, findet die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Ihre Einschätzung: „Neben dem maßgeblichen Einfluss der Unternehmensflotten auf den gesamtdeutschen Fahrzeugbestand bestimmen gewerblich zugelassene Autos in wenigen Jahren den Gebrauchtwagenmarkt und prägen somit das Mobilitätsverhalten in Deutschland über einen langen Zeitraum.“

Die Postunternehmen elektrifizieren ihre Flotten europaweit – in Österreich setzen die professionellen Zusteller auf 1000 neue Lieferwagen von Peugeot.
Die nicht-staatliche Dachorganisation Transport and Environment (T&E) schätzt, dass bis zum Jahr 2035 bis zu sieben Millionen zusätzliche Elektroautos als Gebrauchtwagen verfügbar sein könnten — davon allein 1,7 Millionen in Deutschland. Somit käme man dem noch unter der früheren Kanzlerin Angela Merkel ausgerufenen Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis 2030 zumindest ein kleines Stück näher.

Text: Armin Grasmuck
Erik Yesayan, CEO von go-e, über den aktuellen Aufschwung im Segment der Ladeinfrastruktur, nachhaltige Projekte auf öffentlichen Parkplätzen und den neuen Trend zum bidirektionalen Laden.
“E-MOBILITÄT RÜCKT IN DEN MAINSTREAM”
Vor einem Jahr sind Sie als CEO an die Spitze von go-e gerückt. Wie sieht Ihre erste Zwischenbilanz aus?
Erik Yesayan: Der Markt hat sich gut erholt. Es gibt vermehrt neue europäische Autos, die das Geschäft preislich und qualitativ beleben. Die E-Mobilität rückt in den Mainstream. Vor neun Jahren, als ich hier einstieg, haben wir uns bereits damit beschäftigt. Damals war es noch ein idealistisch geprägtes Nischenthema. Inzwischen spielt die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Viele Kunden und Konsumenten sehen heute die Vorteile der Elektromobilität. Ich kann kostengünstig zuhause oder unterwegs laden. Und konkret auf uns bezogen: Spätestens ab Quartal zwei des vergangenen Jahres spürten wir, dass die Umsätze ordentlich nach oben gehen. Dementsprechend war es ein erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben drei neue Produkte auf den Markt gebracht. Wir wachsen, haben viele neue Mitarbeiter eingestellt – und wir haben noch einige Stellen zu besetzen. Die Nachfrage steigt konstant an, das ist ein sehr gutes Zeichen.
Die Lage, speziell im Segment der Anbieter von Ladeinfrastruktur, war nach dem Wegfall der staatlichen Förderprämie herausfordernd. Wie haben Sie diese schwierige Phase gemeistert? (lacht) Sehr gute Frage! Ich war bereits zu dieser Zeit für die Finanzen zuständig. Das ist natürlich der Albtraum jedes Finanzverantwortlichen. Es gab die Förderung für Ladeinfrastruktur in Deutschland, wo Leute unterstützt wurden, die nicht einmal ein EAuto haben mussten. Das war ein Eldorado für die Hersteller von Ladeboxen. Dann wurde die Förderung abrupt gestrichen –und die Nachfrage war über Nacht weg. Im doppelten Sinn, weil potenzielle Kunden, die erst später das E-Auto bekamen, bereits die Wallbox in der Garage hatten. Dann wurde auch noch die Förderprämie für die Fahrzeuge gestrichen, was den Markt zusätzlich negativ beeinflusste. Für uns als

Unternehmen war es in höchstem Maße herausfordernd, weil wir in der umsatzstarken Phase investiert und entsprechend Kapital gebunden hatten. Trotzdem beschlossen wir, keine Mitarbeiter abzubauen. Darauf sind wir stolz, denn wir haben es geschafft, uns zurückgekämpft. Jetzt schauen wir positiv in die Zukunft.
War es langfristig geplant, dass Sie den Posten des CEO übernehmen und Ihre Vorgängerin Susanne Palli sich auf die internationale Expansion konzentriert? Das hat sich ergeben. Eines Tages kam Susanne Palli auf mich zu und sagte: Erik, ich möchte meinen Fokus auf das internationale Geschäft legen – und dass du Geschäftsführer wirst. Sie hatte zuvor bereits die Expansion in Skandinavien betrieben. Wir arbeiten von Tag eins an gut zusammen, teilen jede Aufgabe unter uns auf, unterstützen uns gegenseitig. Insofern war es für Susanne die logische Konsequenz, mich mit ihrer Nachfolge zu betrauen. Für mich haben sich neue Horizonte eröffnet. Als Finanzverantwortlicher war ich darauf bedacht, das Geld zusammenzuhalten. Auf der anderen Seite geht es auch darum, in die Zukunft zu investieren. Dieser Spagat bereitet manchmal Schmerzen, doch er ist unbedingt notwendig.
Der neue go-e Charger Pro Cable hat einen MID-Zähler und ist leicht in die Haustechnik zu integrieren.

NEU AUF DEM MARKT
Der go-e Charger Pro Cable kommt überall dort zum Einsatz, wo ein MID-konformer Zähler gefragt ist – etwa bei Dienstwagenfahrern. Fotos: go-e

„Es sollte möglich sein, an jedem Parkplatz Strom zu ziehen.“
Ihr konkretes Ziel lautet, bis 2030 Marktführer bei den Ladelösungen in Europa zu werden. Wie weit sind Sie?
Wir sind die beliebteste Marke in Deutschland, unserem Hauptmarkt. Das haben uns zwei Institute unabhängig voneinander bestätigt. Dort haben wir einen Marktanteil von fünf bis sechs Prozent, sind damit Marktführer. Darauf bauen wir auf. Unser nächstes Produkt werden wir eichrechtskonform positionieren, was speziell für den gewerblichen Einsatz von großer Bedeutung ist.
Speziell für Geschäftskunden haben Sie gerade das neue Modell go-e Pro auf den Markt gebracht. Wie kommt dieser Wandlader bei den Kunden an? Unsere Auftragsbücher sind voll, und wir arbeiten im Dauerbetrieb daran, an die Kunden auszuliefern. Mit dem Pro-Modell werden auch Projekte im großen Stil umgesetzt. Wir haben zum Beispiel Aufträge im Haus, bei denen es darum geht, ganze Tiefgaragen mit Wandladern auszustatten. In der Spitze sprechen wir da von bis zu 500 Exemplaren pro Auftrag.
Ihr Motto lautet: Jeder öffentliche Parkplatz soll die Möglichkeit bieten, E-Fahrzeuge aufzuladen. Ist das realistisch? Wir sind davon überzeugt, dass es notwendig sein wird. Ja, es sollte möglich sein, an jedem Parkplatz Strom zu ziehen – zentral gesteuert von einer Hardware, die auch das professionelle Lastmanagement beinhaltet. Auf diese Weise können Foto: Audi Charging Hub
KOOPERATION IN DER REGIONgo-e leitet das Forschungskonsortium „Shared Charging” für neue, inklusive Ladelösungen.
Sie sind auch in der Region aktiv. Shared Charging – übersetzt so viel wie: Laden für alle – so lautet ein Forschungsprojekt in Kärnten. Worum geht es genau? Wir haben uns mit großen Unternehmen wie Infineon und dem Energieversorger Kelag zusammengeschlossen, um das nachhaltige und kostengünstige Laden überall zu ermöglichen. Dieses Projekt hat zwei Teilbereiche. Einmal geht es darum: Wo laden wir? Wo ist der Bedarf am höchsten? Andererseits interessieren uns einfache und günstige Ladepunkte. Das Laden soll jedem ermöglicht werden. Man kommt an, parkt und zieht Strom. Es ist möglich, ganze Parkplätze relativ kostengünstig entsprechend auszustatten.
WANDMOTIV IN DER FIRMENZENTRALE IN FELDKIRCHEN
Direkt neben dem Eingang zur Produktion, in der alle Ladegeräte von go-e-hergestellt werden, können Besucher das Innenleben der beliebten Wallbox Gemini flex 2.0 sehen.

100, 200 oder 300 Parkplätze versorgt werden. Der Strom wird genau dorthin geleitet, wo er benötigt wird. Der jeweilige Parkplatz braucht also keine Wallbox, sondern nur einen Stecker.
In der Praxis soll es heißen: Die Autofahrer lassen sich einmal registrieren und können fortan laden, egal wo sie stehen? Das ist die Idee. Sie ist bei uns im Unternehmen während einer Diskussion geboren worden. Für das folgende Projekt haben wir andere Unternehmen kontaktiert, die Resonanz war überwältigend. Es ist ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über Kärnten hinaus und soll modellhaft zeigen, wie nachhaltige Ladelösungen aussehen können, wenn etwa 90 Prozent der Fahrzeuge batterieelektrisch sind.
all, mancherorts mehr als bei uns. Unser Modell ist überall einsetzbar, es ist skalierbar und erweiterbar. Das ist der Grundgedanke, der dahintersteckt.
Hat es Sie überrascht, dass die deutsche Regierung den Weg für das bidirektionale Laden geebnet hat?
„Wir unterstützen das bidirektionale Laden. Die Hardware ist in den neuen Produkten verbaut.“
Ja, ich hatte nicht gedacht, dass es so schnell geht. Unsere go-e Pro unterstützt bidirektionales Laden selbstverständlich. Die Hardware gemäß ISO 15118 ist in den neuen Produkten bereits verbaut. Sobald der Standard in den Elektroautos implementiert ist, wird es per Software-Update für unsere Ladeboxen nachgeliefert.

POSITIVE ENERGIE
Die go-e GmbH ist ein Unternehmen mit Sitz in Feldkirchen/Kärnten, das sich auf smarte Ladelösungen für Elektrofahrzeuge spezialisiert hat. Gegründet 2015 von Peter Pötzi und anderen als Start-up im Rahmen eines Kickstarter-Projekts, begann das Unternehmen zunächst mit einem aufrüstbaren Elektroantrieb für Fahrräder und wandte sich 2016 der E-Mobilität zu. 2017 stellte go-e mit dem go-e Charger Home+ die weltweit erste mobil verwendbare smarte Wallbox vor, die bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung, Steuerung per App, dynamische Lastverteilung und Plug-and-Play-Funktionen bietet. go-e beschäftigt europaweit rund 120 Mitarbeiter, auch an Standorten in Graz, Berlin und Stockholm. Das Unternehmen bedient Partner in über 30 Ländern – unter anderem mit starkem Wachstum in Deutschland, Skandinavien und den Benelux-Ländern.

Ihre Region scheint allein aufgrund der Topografie mit natürlichen Energiequellen gesegnet zu sein. Ist ein adäquates Projekt auch im Flachland umsetzbar?
Sonnen- und Windenergie gibt es über-
Welche Themen treiben Sie 2026 voran? Der Ausbau unserer Partnerschaften, wie zuletzt mit Eon, ist uns sehr wichtig. Weitere Themen sind Energiemanagement, bidirektionales Laden als ein Teil davon, und die konsequente Erweiterung unseres Portfolios – mit neuen Produkten und Software-Features.

STROM STATT WARTEN
Wie höhere Leistung und moderne Ladeparks das Reisen mit E-Autos verändern.
Text: Philipp Lumetsberger
Was lange als größtes Hemmnis für den Umstieg auf ein Elektroauto galt, verliert zunehmend an Bedeutung: die Ladezeit. Noch vor wenigen Jahren waren mit dem Stromziehen häufig längere Pausen und eine eingeschränkte Planungssicherheit verbunden, insbesondere auf der Langstrecke. Inzwischen hat sich die Technik jedoch rasant weiterentwickelt. Leistungsfähigere Batterien, höhere Bordspannungen und die wachsende Schnellladeinfrastruktur sorgen dafür, dass das Nachladen heute deutlich schneller und komfortabler abläuft. Die leistungsstarke Art, Strom zu tanken, ist damit zu einem zentralen Baustein geworden, um Elektromobilität alltagstauglich zu machen.
Mehr Spannung, weniger Wartezeit
Entscheidend für kurze Ladezeiten ist keineswegs nur die Größe des Akkus, sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der er Energie aufnehmen kann. Lange Zeit war die
400-Volt-Technologie der etablierte Standard in der Elektromobilität. Mit dem wachsenden Anspruch an Reichweite und Komfort stieß dieses System jedoch zunehmend an seine physikalischen Grenzen.
Die Einführung der 800-Volt-Technologie markierte daher einen entscheidenden Entwicklungsschritt. Durch die höhere Bordspannung kann bei gleicher Stromstärke deutlich mehr Leistung übertragen werden. Während ein 400-Volt-System bei 500 Ampere rund 200 Kilowatt erreicht, verdoppelt sich dieser Wert bei 800 Volt auf bis zu 400 Kilowatt. In der Praxis bedeutet das entsprechend kürzere Ladezeiten. Viele aktuelle Modelle laden inzwischen unter optimalen Bedingungen in weniger als 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent – ein Zeitfenster, das sich gut in Pausen auf längeren Strecken integrieren lässt. Lange galt diese Technologie als Privileg der Oberklasse. Hersteller wie Porsche oder Lucid setzten früh auf Hochvoltarchitekturen, um maximale Ladeperformance zu realisieren. Inzwischen ist 800-Volt-Technik jedoch längst kein Luxusmerkmal mehr. Hyundai


SCHNELLE STROMTANKSTELLE -
Moderne Ladeparks mit hoher Ladeleistung machen das Schnellladen alltagstauglich.
EIGENER STECKERTYP
Der CCS-Stecker wurde speziell für das Schnellladen von Elektroautos entwickelt. Damit sind Ladeleistungen von bis zu 400 Kilowatt möglich.

und Kia zeigten mit ihrer speziell entwickelten E-GMP-Plattform früh, dass schnelles Laden auch in Stromern der Mittelklasse problemlos möglich ist. Mit BMW, Mercedes-Benz und Audi ziehen auch die deutschen Hersteller konsequent nach und machen Hochvoltsysteme zum neuen Standard ihrer kommenden Modellgenerationen.
Der nächste Technologiesprung
Doch selbst die 800-Volt-Technologie ist nicht das Ende der Entwicklung. Der chinesische Hersteller BYD hat im Frühjahr 2025 eine neue Plattform vorgestellt, die mit einer Bordspannung von 1000 Volt arbeitet. In Verbindung mit sogenanntem 5C-Laden sollen damit extrem kurze Ladezeiten möglich werden. Theoretisch lässt sich ein Akku unter Idealbedingungen in rund zwölf Minuten vollständig laden. Fünf Minuten an der Ladesäule könnten ausreichen, um Energie für bis zu 300 Kilometer aufzunehmen.

ULTRASCHNELL
Mit der Maximalleistung von 1000 Kilowatt kann die HYC1000 von Alpitronic bis zu acht Fahrzeuge parallel laden.
Die ersten Modelle, die diese Technik nutzen, sollen bereits 2026 nach Europa kommen. Mit dem Han L und dem Tang L plant BYD, die neue Hochvoltarchitektur in Serienfahrzeuge zu bringen und damit neue Maßstäbe beim Schnellladen zu setzen. Auch wenn solche Spitzenwerte stark von äußeren Faktoren wie Temperatur, Ladezustand und Infrastruktur abhängen, zeigen sie klar, wohin die Reise geht. Die Ladepause schrumpft weiter und nähert sich immer stärker dem Zeitbedarf klassischer Tankstopps an.
Damit gewinnt das Elektroauto nachweislich an Langstreckentauglichkeit, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Lebensdauer der Batterie einzugehen. Moderne Zellchemien, ausgefeilte Systeme zum Thermomanagement und intelligente Algorithmen sorgen dafür, dass hohe Ladeleistungen kontrolliert und schonend umgesetzt werden können. Das Stromziehen wird keineswegs nur schneller, sondern auch effizienter und verlässlicher.
Mehr Leistung an der Ladesäule
Parallel zur Fahrzeugtechnik entwickelt sich auch die Ladeinfrastruktur mit hoher Dynamik weiter. Was vor wenigen Jahren noch als Schnellladen galt, ist heute kaum mehr als Mittelmaß. Ladeleistungen von 50 Kilowatt spielen im Fernverkehr kaum noch eine Rolle. Stattdessen setzen Betreiber zunehmend auf sogenannte HPCLadesäulen, die Leistungen von 350 Kilowatt und mehr bereitstellen. Unter günstigen Bedingungen lassen sich so in rund 20 Minuten Reichweiten von etwa 300 Kilometern nachladen.
Einen weiteren Schritt plant Mercedes-Benz gemeinsam mit dem Südtiroler Hersteller Alpitronic. Ab diesem Jahr sollen Ladesäulen mit bis zu 600 Kilowatt Leistung in neuen Ladeparks des unternehmenseigenen Netzes MB Charge in Europa und Nordamerika errichtet und in Betrieb genommen werden. Der Zugang zu diesen Ladeparks soll nicht nur auf Fahrzeuge der Marke mit dem Stern beschränkt sein, sondern allen Stromern offenstehen. In Verbindung mit künftigen 800-Volt-Fahrzeugen sollen so Ladezeiten von rund zehn Minuten für mehr als 300 Kilometer Reichweite möglich werden.
Auch andere Anbieter treiben die Entwicklung voran. Der Schnellladeanbieter Ionity testet seit Mitte 2025 neue Ladestationen im Megawatt-
bereich. Die ersten Systeme des Typs HYC1000 von Alpitronic werden derzeit intensiv erprobt und sollen in absehbarer Zeit in den Ladeparks des Unternehmens zum Einsatz kommen. Damit verschiebt sich die Grenze dessen, was im PkwBereich technisch möglich ist, erneut nach oben.
Für den flächendeckenden Ausbau spielt zudem das Deutschlandnetz des Bundes eine zentrale Rolle. Ziel ist es, ein bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Schnellladenetz zu schaffen, das auch Regionen abseits der Hauptverkehrsachsen einbezieht. Bis Ende 2026 sollen allein an unbewirtschafteten Autobahnrastanlagen rund 1000 neue Schnellladepunkte entstehen. Langfristig ist ein Netz von etwa 4000 HPC-Ladepunkten entlang der Autobahnen vorgesehen. Hinzu kommen Lademöglichkeiten in Regionen und Städten, die bislang ohne Ladeinfrastruktur waren. Insgesamt sollen laut Bundesministerium für Verkehr zusätzliche 9000 Schnellladepunkte zur Verfügung stehen.
Forschung für morgen
Neben Serienfahrzeugen und Infrastruktur arbeitet Mercedes auch an grundlegenden Zukunftskonzepten. Mit dem Experimentalfahrzeug ELF dient ein rollendes Labor dazu, neue Ladeverfahren unter realistischen Bedingungen zu erproben. Dabei stehen ultraschnelles, bidirektionales, solares sowie induktives und konduktives Laden

im Fokus. Ziel ist es, die technischen Grenzen auszuloten und Erkenntnisse für kommende Fahrzeuggenerationen zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht dabei erneut das Schnellladen. Das Testfahrzeug ist mit zwei unterschiedlichen Schnellladesystemen ausgestattet, um verschiedene Anwendungsfelder abzudecken. Neben dem etablierten CCS-Standard, der für Pkw vorgesehen ist, kommt auch das ursprünglich für den Schwerlastverkehr entwickelte Megawatt Charging System zum Einsatz. So lassen sich alltagstaugliche Ladeszenarien genauso wie auch Extrembelastungen untersuchen. Die dabei getesteten Komponenten gelten als seriennahe Entwicklungen und sollen perspektivisch in zukünftige Modelle einfließen. Das Laden wird damit noch schneller und komfortabler.

OHNE STRESS
Kurze Ladezeiten schaffen Raum für entspannte Pausen und mehr Flexibilität auf langen Strecken.
PRAXISTEST FÜR MORGEN
Das Experimentalfahrzeug ELF von Mercedes dient als Versuchslabor für künftige Schnellladetechnologien.
STROM ZIEHEN HOCH ZWEI

In das E-Fahrzeug hinein und bei Bedarf auch aus der Autobatterie heraus:
Das bidirektionale Laden ist einer der Trends, der die Branche in diesem Jahr elektrisiert – auch weil die große Politik durch neue Regularien den Weg bereitet.
Perspektiven in Volt und Kilowattstunden: Die Bundesregierung hat durch eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes Ende des vergangenen Jahres den Weg für bidirektionales Laden in Deutschland nachhaltig geebnet. Das beidseitige Stromziehen – in die Batterie des Elektroautos und aus dem Fahrzeug hinaus – soll damit salonfähig und auch wirtschaftlich attraktiv werden.
Das bidirektionale Laden geistert bereits seit Jahren durch die Branche der
Automobilisten, zahlreiche E-Fahrzeuge wie der BYD Atto 3 oder nahezu die gesamte batteriegetriebene Flotte von Kia sind seit geraumer Zeit entsprechend ausgestattet. Auch die geneigten Kunden zeigten zuletzt vermehrtes Interesse an dem Stromverkehr in beiden Richtungen. Es hakte an den Regularien. Umso überraschender wirkt es, dass der Bundestag durch den geänderten gesetzlichen Rahmen die doppelte Belastung von rückgespeisten Strom mit Netzentgelten kurzerhand beseitigt hat. Dieser Paragraph behinderte bisher das sogenannte Vehicle-to-Grid (V2G), bei dem

der Strom aus den Akkus der E-Autos ins öffentliche Netz eingespeist wird. Nun sind die regulatorischen Eckpfeiler gesetzt. Seit 1. Januar dieses Jahres gilt Strom, der aus E-Autobatterien eingespeist wird, als Speicherstrom, der von Netzentgelten befreit ist. Für zentrale Anwendungsfälle wird keine Stromsteuer erhoben, das macht V2G für Haushalte und Unternehmen rentabel. Ab 1. April wird die Bundesnetzagentur zudem die technischen Voraussetzungen schaffen, die das bidirektionale Laden und Einspeisen ohne zweiten Zähler möglich macht.
“Die Energiewende ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, E-Autos werden zu rollenden Speichern.”
Sechs bis zwölf Monate benötigen die Netzbetreiber, um ihre Systeme entsprechend anzupassen. Mitte dieses Jahres sollte das V2G in Deutschland marktreif sein. „Das ist ein echter Durchbruch“, sagt Marcus Fendt, Geschäftsführer der Technologieanbieters The Mobility House und ausgewiesener Experte, was das bidirektionale Laden betrifft: „Die Energiewende ist jetzt in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Elektroautos werden damit zu rollenden Speichern, und die Industrie hat die Chance, weltweit eine Vorreiterrolle einzunehmen.“
Bis zu 500 Euro pro Jahr sparen Selbst der Verband der Automobilindustrie, kurz VDA, der die Mobilität von morgen bislang nur zaghaft forcierte, feiert das bidirektionale Laden als zentrale Zukunftstechnologie für erneuerbare Energien, die aufgrund von Effizienz und Flexibilität für die Verbraucher besonders attraktiv sei. Die Besitzer der Elektroautos können durch die entfallenden Netzentgelte beim beim Rückladen und die Einnahmen durch das Einspeisen ins Netz bis 500 Euro pro Jahr und Fahrzeug sparen. Der Wegfall der Stromsteuer gilt zunächst für Nutzer von Photovoltaikanlagen. Ohne Solarstrom bleibt V2G weniger rentabel, weil der Strom in diesem Fall nicht vom Netzentgelt befreit ist.
Langfristig betrachtet, werden die Elektroautos durch das bidirektionale Laden zu flexiblen Haushaltsspeichern, die dazu beitragen können, das Netz zu stabilisieren und in der Konsequenz die Energiekosten bei Spitzenlast entsprechend zu senken. Neben dem V2G, dem Einspeisen des Autostroms ins Netz, gibt es weitere Formen des bidirektionalen Ladens, die bereits in die batteriegetriebenen Fahrzeuge integriert sind. Vehicle-to-Load (V2L) ist die einfachste Variante. Über eine Steck-
dose am Auto können Elektrogeräte, etwa beim Camping oder Werkzeuge, mit Strom versorgt werden. Beim Vehicle-to-Home (V2H) wird die Energie aus der Autobatterie ins Hausnetz eingespeist. Weitere Optionen sind Vehicle-to-Building (V2B) für Gewerbegebäude und seltener Vehicleto-Vehicle (V2V) von Auto zu Auto.

Austausch mit Pointe
Es wirkt wie der perfekte Zeitpunkt. Wenige Tage, bevor die Bundesregierung überraschenderweise den Weg für das bidirektionale Laden ebnen wird, bittet die Keba Group zum offenen Austausch von Innovationen in diesem Segment. Christoph Knogler (links), CEO des Technologieunternehmens, betrachtet das wechselseitige Stromziehen als Schlüsselfaktor der Energiewende – wenn batteriegetriebene Fahrzeuge den Strom keineswegs nur verbrauchen, sondern auch speichern und bei Bedarf in das öffentliche Netz einspeisen können. Wie dies in der Praxis bereits umgesetzt wird, kann Marcus Fendt (rechts), CEO von The Mobility House, berichten. Der Anbieter für Ladelösungen und Energiemanagement hat in Kooperation mit Renault bereits ein konkretes Projekt in Frankreich etabliert.

LADEN NACH MASS
Smarte Wallboxen verbinden Komfort, Ladeleistung und Energiemanagement. Sie sind ideal für den alltäglichen Einsatz.
Text: Philipp Lumetsberger
Egal, ob im privaten Alltag oder im gewerblichen Umfeld: Das Laden der batteriegetriebenen Fahrzeuge ist eines der essenziellen Themen der Elektromobilität, das alle Autobesitzer gleichermaßen beschäftigt. Mit der steigenden Verbreitung von E-Autos wachsen auch die Ansprüche an die Ladeinfrastruktur. Die Nutzer erwarten Lösungen, die zuverlässig Energie bereitstellen – und sich gleichzeitig nahtlos in bestehende Stromnetze und Nutzungskonzepte integrieren lassen. Aspekte wie Bedienkomfort, Kostentransparenz und Flexibilität spielen dabei eine ebenso große Rolle wie Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Wallboxen, die professionellen Wandgeräte, haben sich in diesem Zusammen-
hang als bevorzugte Ladeoption etabliert und sind inzwischen weit mehr als einfache Stromspender. Intelligentes Laden für mehr Effizienz Während Wallboxen anfänglich vor allem dafür gedacht waren, das Laden sicherer und schneller als an der Haushaltssteckdose zu machen, hat sich ihr Funktionsumfang deutlich erweitert. Moderne und intelligente Wallboxen gehen weit über das reine Bereitstellen von Ladeleistung hinaus. Sie können mit dem Fahrzeug, dem Stromanbieter und weiteren elektrischen Verbrauchern kommunizieren und den Ladevorgang dynamisch steuern. Dieses sogenannte Smart Charging sorgt automatisch dafür, dass nicht dauerhaft mit maximaler Leistung geladen wird, sondern nur so viel Energie
electricar Magazin
abgerufen wird, wie aktuell tatsächlich sinnvoll und verfügbar ist.
Besonders in Haushalten mit mehreren großen Verbrauchern oder an Standorten mit zahlreichen Ladepunkten spielt diese intelligente Steuerung eine wichtige Rolle. Smarte Wallboxen erkennen, wenn die verfügbare Anschlussleistung durch andere Geräte beansprucht wird, und passen die Ladeleistung entsprechend an. Das verhindert Überlastungen und sorgt für einen stabilen Betrieb. Gleichzeitig gewinnen erneuerbare Energien an Bedeutung: Immer mehr Wallboxen lassen sich in Photovoltaiksysteme integrieren und laden bevorzugt dann, wenn selbst erzeugter Solarstrom zur Verfügung steht. Auf diese Weise wird der Eigenverbrauch erhöht und der Bezug von Netzstrom reduziert.
Neue Anforderungen
Neben der technischen Seite rückt die Wirtschaftlichkeit zunehmend in den Vordergrund. Viele Stromtarife unterscheiden sich nach Tageszeit oder Netzauslastung, was neue Möglichkeiten für kostenoptimiertes Laden eröffnet. Intelligente Wallboxen können solche Tarife berücksichtigen und Ladevorgänge automatisch in günstigere Zeitfenster legen. Für private Nutzer bedeutet das eine bessere Kontrolle der laufenden Kosten, für Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen oder Flotten kann sich daraus ein nachhaltig spürbarer wirtschaftlicher Vorteil ergeben.
Auch die organisatorischen Anforderungen werden immer wichtiger. In Wohnanlagen, auf Firmenparkplätzen oder an öffentlich zugänglichen Ladepunkten geht es längst nicht mehr nur um das Laden selbst, sondern auch um Themen wie Nutzerverwaltung, Zugangskontrolle und Abrechnung. Moderne Wallboxen bieten hierfür integrierte Lösungen, etwa über Apps, RFID-Karten oder webbasierte Portale. Dadurch lassen sich Ladepunkte transparent betreiben und unterschiedlichen Nutzergruppen zuordnen. Gleichzeitig erleichtert die Vernetzung mehrerer Wallboxen den Aufbau skalierbarer Ladeinfrastrukturen, die mit dem wachsenden Bedarf Schritt halten können.
Vor diesem Hintergrund stellen wir in diesem Beitrag 13 aktuell erhältliche und entsprechende smarte Wallboxen unterschiedlicher Hersteller vor. Die Auswahl zeigt, wie breit das Spektrum moderner Ladelösungen inzwischen ist und welche intelligent gesteuerte Funktionen in den Wandgeräten heute bereits verfügbar sind.

ABL
Wallbox eM4
Die ABL Wallbox eM4 eignet sich ideal für Unternehmen, die Wohnungswirtschaft und Parkhäuser. Mit ihrem klaren Design und dem umfassenden Funktionsumfang ist sie eine ästhetische und zukunftssichere Ladelösung für gewerbliche, öffentliche und private Anwendungen. Die Wallbox ist mit einem oder zwei Ladepunkten erhältlich und lässt sich über die ABL Configuration App für Android und iOS einfach und schnell konfigurieren. Dank robuster Bauweise, integrierter Schutzfunktionen und moderner Kommunikationsschnittstellen ist sie anschlussfertig vorbereitet. Flexible Backend-Anbindungen, LastmanagementOptionen und die hohe Skalierbarkeit bis hin zu großen Ladeclustern zählen zu den Highlights der in Deutschland gefertigten Wallbox.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 1.640,-*
Abmessungen
516 x 306,5 x 145 mm
Gewicht ca. 7,2 kg
Nennstrom (konfigurierbar)
32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung
22 kW
Besonderheiten
- Schutzklasse IP55
- per App konfigurierbar
- MID-konformer Energiezähler
Link zum Hersteller bit.ly/ec-em4

Die Elli Charger 2 Wallbox versorgt das Elektroauto mit einer Leistung von 22 kW mit frischer Energie und wurde speziell für den effizienten Einsatz im privaten Umfeld entwickelt. Die Wallbox ist universell kompatibel, wetterfest und auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Funktionen wie PV-Überschussladen und dynamische Phasenumschaltung ermöglichen eine effektivere Nutzung der selbst erzeugten Solarenergie sowie die Einbindung variabler Ökostromtarife. Über intelligente Steuerungsfunktionen lassen sich zudem Ladezeiten planen und der Energieverbrauch optimieren. Dank RFID-Zugang, Over-the-Air-Updates sowie WLAN- und LTE-Konnektivität lässt sich die Elli Charger 2 flexibel in bestehende Haus- und Ladesysteme integrieren.
TECHNISCHE DATEN
Preis: € 1.099,-*
Abmessungen
372 x 260 x 116 mm
Gewicht 6,3 kg
Nennstrom (konfigurierbar) 32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 22 kW
Besonderheiten
- Stromausfallschutz
- PV-Überschussladen
- RFID-Zugangskontrolle
Link zum Hersteller bit.ly/ec-chargerpro2

MENNEKES
Amtron 4You
560 11 C2
Die Amtron 4You 560 ist für das sichere und komfortable Laden von Elektrofahrzeugen im privaten und halböffentlichen Umfeld ausgelegt. Mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW, robuster Bauweise und flexiblen Anschlussmöglichkeiten eignet sie sich sowohl für den Einsatz zu Hause oder am Arbeitsplatz. Über die Amtron App lassen sich Ladevorgänge autorisieren, steuern und auswerten. Die Wallbox unterstützt verschiedene Authentifizierungs- und Vernetzungsoptionen, Lastmanagement und Solarladen. Integrierte Schutzfunktionen wie etwa eine DC-Fehlerstromüberwachung und die Anbindung an Backend- und Energiemanagementsysteme sorgen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb.
TECHNISCHE DATEN
Preis: € 1315,-*
Abmessungen
402,2 x 226,3 x 168,2 mm
Gewicht 5,3 kg
Nennstrom 16 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW
Besonderheiten
- DC-Fehlerstromüberwachung - RFID-Zugangskontrolle - dynamisches Lastmanagement
Link zum Hersteller bit.ly/ec-4you560

FRONIUS
Wattpilot Flex Home
Der Fronius Wattpilot Flex kombiniert modernes Design mit intelligenter Ladetechnologie und ist auf den Einsatz mit Photovoltaikanlagen ausgelegt. Die Wallbox nutzt überschüssigen Solarstrom effizient und passt die Ladeleistung durch automatische Umschaltung zwischen ein- und dreiphasigem Laden flexibel an. Je nach Version sind Ladeleistungen bis 11 oder 22 kW möglich. Verschiedene Lademodi erlauben die priorisierte Nutzung von Solarstrom oder das besonders kosteneffiziente Laden mit Netzstrom. Eine übersichtliche Bedienoberfläche, App-Steuerung, WLAN- und LAN-Anbindung sowie RFID-Unterstützung sorgen für Komfort, Transparenz und Kontrolle bei der täglichen Nutzung.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 899,-*
Abmessungen
325 x 195 x 105 mm
Gewicht 4,1 kg / 5,4 kg (11/22 kW)
Nennstrom (konfigurierbar) 6-32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 bzw. 22 kW
Besonderheiten
- Schutzklasse IP66
- RFID-Zugangskontrolle - PV-Überschussladen
Link zum Hersteller bit.ly/ec-wattpilot

HEIDELBERG
Die connect.solar Wallbox von Heidelberg ist speziell für das solargestützte Laden von Elektrofahrzeugen konzipiert. Dank integrierter Phasenumschaltung lädt sie auch bei geringem PVÜberschuss zuverlässig und nutzt selbst erzeugten Strom besonders effizient. Die Ladeleistung wird dynamisch an den aktuellen Hausverbrauch angepasst, während Haushalt und Batteriespeicher intelligent priorisiert und vor Entladung geschützt werden. Ein integriertes Energiemanagement erkennt automatisch, ob ein- oder dreiphasiges Laden sinnvoll ist. Die Wallbox ist mit allen gängigen PV-Anlagen kompatibel und verfügt über ein integriertes Lastmanagement für den parallelen Betrieb mehrerer Ladepunkte.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 850,-*
Abmessungen 462 x 345 x 142 mm
Gewicht ca. 6,8 kg
Nennstrom (konfigurierbar) 6-16 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW
Besonderheiten
- DC-Fehlerstromerkennung - PV-Überschussladen
- steuerbar per App
Link zum Hersteller bit.ly/ec-connectsolar

KATHREIN KWB-AC60 E
Die Kathrein-Wallbox eignet sich für den Einsatz in privaten wie auch gewerblichen Umgebungen und ist hardwareseitig auf bidirektionales Laden vorbereitet. Funktionen wie integriertes Lastmanagement und PV-Überschussladen ermöglichen einen effizienten und kostensparenden Betrieb. Die Wallbox lässt sich flexibel in bestehende Energiesysteme einbinden und bequem über App oder Webportal steuern, inklusive automatischem Datenexport für die Abrechnung. Das durchdachte Design mit vormontierter Wandhalterung und strukturierter Anschlussführung vereinfacht die Installation ungemein. Ein integrierter RFID-Kartenleser regelt den Zugang und schützt zuverlässig vor unbefugter Nutzung.
TECHNISCHE DATEN
Preis: € 1.599,-*
Abmessungen
300 x 159 x 440 mm
Gewicht ca. 6 kg
Nennstrom 16 bzw. 32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 bzw. 22 kW
Besonderheiten - automatische Phasenumschaltung - integriertes Lastmanagement - Eichrechtskonform
Link zum Hersteller bit.ly/ec-ac60e

CHARGE AMPS
Halo
Die Charge Amps Halo ist für den Einsatz im Innen- und Außenbereich ausgelegt und nach IP66 vor äußeren Einflüssen geschützt. Damit ist die Wallbox vollständig staubdicht und widersteht auch starkem Strahlwasser. Eine integrierte LED-Beleuchtung sorgt bei Dunkelheit für gute Orientierung am Ladepunkt. Das fest verbaute Ladekabel bleibt selbst bei Temperaturen bis −25 °C flexibel und gut handhabbar. Über App und Cloud können Ladevorgänge aus der Ferne gesteuert, überwacht und zeitlich geplant werden, während Software-Updates automatisch eingespielt werden. Das Gehäuse aus recyceltem Aluminium steht für Langlebigkeit und einen ressourcenschonenden Materialeinsatz.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 680,-*
Abmessungen
262,4 x 159,4 x 203,2 mm
Gewicht 4 kg
Nennstrom 16 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW
Besonderheiten
- Over-the-Air-Updates
- Schutzklasse IP66
- RFID-Zugangskontrolle
Link zum Hersteller bit.ly/ec-halo

Die Ohme Home Pro ist eine 11-kW-Wallbox für Elektrofahrzeuge und Plug-inHybride und eignet sich besonders für den privaten Einsatz. Ein integrierter Touchscreen sowie ein fest angeschlossenes Typ-2-Kabel sorgen für eine komfortable Bedienung im Alltag. Über die Ohme-App lassen sich Ladevorgänge starten, stoppen und zeitlich planen, wobei Ladezeiten automatisch an den jeweils genutzten Stromtarif angepasst werden. Das integrierte dynamische Lastmanagement berücksichtigt den aktuellen Hausverbrauch und unterstützt einen sicheren Betrieb. Umfangreiche Schutzfunktionen, darunter Fehlerstromüberwachung, sowie die Schutzart IP55 ermöglichen einen zuverlässigen Einsatz auch im Außenbereich.
TECHNISCHE DATEN
Preis: € 899,-*
Abmessungen
170 x 200 x 100 mm
Gewicht 4 kg
Nennstrom (konfigurierbar) 16 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW
Besonderheiten
- smart Charging mit dynamischen Tarifen - PV-Überschussladen
- Over-the-Air-Updates
Link zum Hersteller bit.ly/ec-homepro-mid

EASEE Charge Max
Die Easee Charge Max Wallbox unterstützt ein- und dreiphasiges Laden mit Leistungen von bis zu 22 kW und ist mit einem MID-zertifizierten Stromzähler ausgestattet, der eine präzise Erfassung des Energieverbrauchs ermöglicht. Ein integrierter Last- und Phasenausgleich sorgt für eine optimale Nutzung der verfügbaren Leistung und schützt gleichzeitig das hauseigene Stromnetz vor Schäden. Die Wallbox ist so konstruiert, dass sie von einer Fachkraft schnell und unkompliziert installiert werden kann. Intelligente Sicherheitsfunktionen überwachen Temperatur, Fehlerströme und die korrekte Verkabelung. Overthe-Air-Software-Updates halten die Wallbox dauerhaft auf dem aktuellen Stand.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 789,-*
Abmessungen
256 x 193 x 106 mm
Gewicht 1,6 kg
Nennstrom 32 A
Fahrzeugladestecker
Typ-2
Maximale Ladeleistung 22 kW
Besonderheiten
- RFID-Zugangskontrolle - dynamischer Lastausgleich - MID-konformer Stromzähler
Link zum Hersteller bit.ly/ec-chargemax

SUNGROW
AC22E-01
Die Wallbox von Sungrow ermöglicht das Laden von Elektrofahrzeugen mit Leistungen von bis zu 22 kW und ist auf einen effizienten Einsatz von Solarstrom ausgelegt. Dank automatischer Umschaltung zwischen ein- und dreiphasigem Laden kann bereits bei geringem PV-Überschuss ab 1,38 kW geladen werden. Die Ladeleistung passt sich dabei flexibel an erneuerbare Energien oder das Stromnetz an. Zeitfenster und Ladeziele lassen sich individuell definieren, sodass der Ladevorgang optimal geplant wird. Ein optionaler MID-Zähler unterstützt die genaue Abrechnung, während integrierte Schutzfunktionen und IP65-Zertifizierung den sicheren Betrieb im Innen- und Außenbereich gewährleisten.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 699,-*
Abmessungen 214 x 346 x 125 mm
Gewicht ca. 6,65 kg
Nennstrom (konfigurierbar) 16, 32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW bzw. 22 kW
Besonderheiten
- PV-Überschussladen
- IP65-Schutzklasse
- DC-Fehlerstromerkennung
Link zum Hersteller bit.ly/ec-ac22e-01

COMPLEO
SOLO PREMIUMLINE
Die Compleo Solo Wallbox vereint alle relevanten Schutzkomponenten in einem kompakten Gehäuse. Integriert sind Fehlerstromschutz, Überspannungsschutz sowie eine serienmäßige DC-Fehlerstromüberwachung. Ein integriertes Lastmanagement ermöglicht den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Ladepunkte, ohne dass zusätzliche Hardware oder Software erforderlich ist. Die Wallbox ist AFIR-konform und unterstützt verschiedene Freischaltund Bezahloptionen. Über das integrierte Display lassen sich sichere QR-Codes für Direktzahlungen anzeigen, alternativ erfolgt die Autorisierung per App oder RFID-Karte. Eine Umfeldbeleuchtung sorgt dafür, dass die Bedienung auch bei Dunkelheit problemlos möglich ist.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 1.980,-*
Abmessungen
660 x 250 x 150 mm
Gewicht ca. 8 kg
Nennstrom (konfigurierbar) 16, 32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 bzw. 22 kW
Besonderheiten
- RFID-Zugangskontrolle
- DC-Fehlerstromerkennung - Umfeldbeleuchtung
Link zum Hersteller bit.ly/ec-solo-premiumline

SMARTFOX Pro Charger 2
Der Smartfox Pro Charger 2 verbindet intelligentes Lademanagement mit einer effizienten Nutzung von Solarstrom und einem modernen, klaren Design. Dank automatischer Umschaltung zwischen ein- und dreiphasigem Laden passt sich die Wallbox flexibel an den verfügbaren PV-Überschuss an und unterstützt einen hohen Eigenverbrauch. Die Steuerung erfolgt komfortabel über die dazugehörige App, mit der Ladevorgänge auch aus der Ferne überwacht und gesteuert werden können.
RFID-Zugangsschutz, integriertes Lastmanagement sowie das robuste, wetterfeste Gehäuse ermöglichen einen zuverlässigen Einsatz im Innenund Außenbereich.
TECHNISCHE DATEN
Preis: ab € 1.169,-*
Abmessungen
480 x 285 x 183 mm
Gewicht 5,3 kg
Nennstrom 16 A
Fahrzeugladestecker
Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW
Besonderheiten
- dynamisches Lastmanagement
- RFID-Zugangskontrolle
- Smart-Home-Integration möglich
Link zum Hersteller bit.ly/ec-procharger2

KEBA
KeContact P40 mit Typ-2-Buchse
Die KeContact P40 von Keba kam 2024 auf den Markt und hat sich seither in hoher Stückzahl als zuverlässige Wallbox im Alltag bewährt. Mit der neuen Ausführung mit Typ2-Buchse wird das bekannte Konzept konsequent weiterentwickelt. Die neue Wallbox-Variante ist optional mit eichrechtskonformer Messung erhältlich und ermöglicht damit eine rechtskonforme Abrechnung. Durch automatische Phasenumschaltung eignet sie sich auch für PV-Überschussladen. Konfiguration und Betrieb erfolgen komfortabel via App und das KebaOnline-Portal. Regelmäßige SoftwareUpdates sowie die Vorbereitung auf künftige Funktionen und Standards gewährleisten eine langfristige Nutzung.
TECHNISCHE DATEN
Preis: € 1.069,-*
Abmessungen
476 x 221 x 142 mm
Gewicht ca. 6,2 kg
Nennstrom 16 A, 32 A
Fahrzeugladestecker Typ-2
Maximale Ladeleistung 11 kW bzw. 22 kW
Besonderheiten
- DC-Fehlerstromerkennung
- Schutzklasse IP54 - steuerbar per App
Link zum Hersteller bit.ly/ec-p40-typ2


ROBOTER AUF RÄDERN
Superstarke Halbleiter und Rechner, Autofahren ohne Hand am Steuer: Mercedes und Nvidia konzipieren in enger Kooperation die Mobilität von morgen. Die Modelle der nächsten Generation denken und lenken in Eigenregie.

Künstlich intelligent: Die neuen Fahrzeuge überqueren Kreuzungen, biegen ab und reagieren auf Ampeln.
Diese Partnerschaft klingt gehaltvoll und vielversprechend: Mercedes-Benz und Nvidia, der traditionsreiche Premiumhersteller von Automobilen aus Deutschland und der amerikanische Gigant der Halbleiter. Kooperativ konzipieren diese beiden Unternehmen die Mobilität von morgen. Das konkrete Projekt lautet: autonomes Fahren. Und in nächster Konsequenz: Robotaxis. Mercedes plant bereits in diesem Jahr, in den USA ein Fahrassistenzsystem auf den Markt zu bringen, das neue Maßstäbe setzt. Diese Funktion namens „MB.Drive Assist Pro“ soll es unter Aufsicht des Fahrers ermöglichen, weitgehend autonom auf städtischen Straßen zu fahren. Das batteriegetriebene Auto überquert demnach Kreuzungen, es biegt ab und reagiert auf Ampeln. Für 3950 Dollar, umgerechnet knapp 3400 Euro, kann das neue System drei Jahre lang genutzt werden. Eine vergleichbare Funktion bietet bislang nur Tesla an. Das Full-Self-

Fotos: Hersteller
Auf der Technikmesse CES in Las Vegas präsentierten Mercedes-Benz und Nvidia konkrete Pläne für autonomes Fahren und den Einsatz von Robotaxis.
Driving-System des US-Herstellers kostet 8000 als Einmalkauf oder 99 Dollar pro Monat im Abonnement.
Bereits für das nächste Jahr planen Mercedes und Nvidia, darauf aufbauend einen eigenen Dienst mit vollständig autonom fahrenden Robotaxis an den Start zu bringen. Laut Jensen Huang, dem Konzernchef von Nvidia, können die Fahrzeuge der nächsten Generation jede Verkehrssituation analysieren, Regeln beachten und Entscheidungen treffen. Ab 2028 soll diese Technik auch in privaten Autos verfügbar sein.
Auf der Technikmesse CES in Las Vegas untermauerten Nvidia, das derzeit wertvollste Unternehmen der Welt, und Mercedes, mit welcher Vehemenz sie gegen Konkurrenten wie Tesla und die bereits im Publikumsverkehr eingesetzten Robotaxis von Waymo antreten. Mittels künstlicher Intelligenz soll auch das luxuriöse Erlebnis in den Limousinen und SUV des renommierten deutschen Autoproduzenten um professionelle Musikdienste und höchsten Komfort unter dem Motto „Welcome Home“ abgerundet werden.
Den aktuellen Stand der Zusammenarbeit präsentierten die Entwickler zuletzt in San Francisco. Ein neuer Mercedes CLA fuhr dort quasi in Eigenregie 45 Minuten lang durch den Stadtverkehr. Der im Auto anwesende Sicherheitsfahrer hatte laut Hersteller nur in wenigen Situationen einzugreifen. Mit zehn Kameras, fünf Radar- und zwölf Ultraschallsensoren, die ihre Rohdaten an einen extrem leistungsstarken Rechner lieferten, erkannte der CLA beispielsweise, ob Fußgänger die Straße überqueren möchte oder nicht. In China ist das neue Assistenzsystem bereits seit Ende des vergangenen Jahres erhältlich.
Im Bereich der Robotaxis setzt Nvidia zudem auf Kooperationen mit dem amerikanischen Autobauer Lucid und Uber (siehe Seite 97). Die Technologie des Chip-Produzenten, die zuverlässig die 360-Grad-Sicht und im urbanen Verkehr sekundenschnell künstlich intelligente Entscheidungen ermöglicht, gilt in dem zukunftsträchtigen Segment als Schlüsselfaktor.

Hyundai: E-Mitarbeiter in der Produktion
Unter dem Motto „Partnering Human Progress“ – auf Deutsch: Partnerschaft für den menschlichen Fortschritt – hat die Hyundai Motor Group auf der CES ihre Strategie für KI-Robotik vorgestellt. Für die Besucher der Technikmesse ergab sich die Möglichkeit, Roboter wie den humanoiden Atlas von Boston Dynamics live zu erleben. Hyundai stellte zeitgleich den Transporter MobED vor, einen Prototypen für Logistik und autonome Navigation. Das Zusammenspiel zwischen Mensch, Roboter und Fahrzeug soll in über Software gesteuerten Fabriken umgesetzt werden. Der koreanische Autobauer arbeitet zudem an Robotaxis, bis Ende des Jahres werden die ersten Fahrgäste chauffiert.

Donut Lab: Feststoffbatterie serienreif

BMW: KI-Assistent Alexa+ an Bord
Der künstlich intelligente Helfer für den iX3 – das erste Serienmodell der Neuen Klasse – ist der Akzent, mit dem BMW in dieses Jahr startet. Durch die Integration von Amazon Alexa+ sind natürliche Dialoge zwischen Mensch und Auto möglich. Der KI-Assistent versteht verbale Eingaben, formuliert selbständig und erklärt auf Wunsch die Funktionen des Fahrzeugs – von den Antriebsmodi bis hin zu persönlichen Tipps. Selbstverständlich verbindet sich das System auch nahtlos mit den Konten des Online-Händlers Amazon, etwa für das professionelle Streamen von Musik. Laut BMW kommuniziert Alexa+ wie ein sprechendes ChatGPT mit dem Fahrer. Ab diesem Sommer starten die Münchner als erster Hersteller diese Technologie in Deutschland und den USA, später modellübergreifend.

Das ist der Paukenschlag zum Jahresbeginn. Donut Lab, ein Cleantech-Unternehmen aus Finnland, präsentiert in Las Vegas die erste serienreife Feststoffbatterie – also die Speichereinheit, auf welche speziell die Treiber der Elektromobilität sehnsüchtig warten. Das System verspricht hohe Energiedichte sowie eine Ladezeit von null auf 100 Prozent in nur fünf Minuten – und bis zu 100.000 Ladezyklen bei niedrigeren Kosten im Vergleich zu den LithiumIonen-Akkus, die derzeit in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Laut Donut Lab ist die Feststoffbatterie ab sofort einsetzbar und bereits in Serienfahrzeugen wie dem E-Motorrad von Verge Motorcycles verbaut. Produziert werden die revolutionären Akkus demnach in der finnischen Heimat, mittelfristig auch in Großbritannien, den USA und im arabischen Raum.


Bosch: Software der Zukunft
Einen KI-fähigen Hochleistungsrechner für die Cockpits smarter Fahrzeuge hat der renommierte Autozulieferer auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Die AI Extension Platform erweitert bestehende Infotainment-Systeme um künstlich intelligente Pointen wie den Sprachassistenten oder persönliche Erlebnisse. Das Cockpit des Autos soll auf diese Weise laut Bosch zu einem stetig lernenden Begleiter werden. Konkret heißt das: Die Software der Zukunft sieht und hört durch Algorithmen, die visuelle und auditive Daten verarbeiten. Routinen, Vorlieben und Szenerien, etwa der gewünschte Parkplatz am Zielort, werden von dem KI-Assistenten erkannt und abgespeichert. „Das Cockpit wird zu meinem persönlichen Raum“, sagt Tanja Rückert, Geschäftsführerin von Bosch.


Uber: Robotaxi von Lucid
Der amerikanische Autobauer Lucid Motors und Uber arbeiten in einer strategischen Kooperation an dem Aufbau einer riesigen Flotte von Robotaxis. 300 Millionen Dollar, umgerechnet rund 258 Millionen Euro, investierte der Fahrdienstleister im vergangenen Herbst in Lucid, um 20.000 SUV-Modelle sechs Jahre gewerblich betreiben zu können. Die Robotaxis basieren auf der Plattform, die Lucid für den Bau von E-Fahrzeugen entwickelt hat, nach der Formel: redundante Architektur, hohe Reichweite, Autonomie auf Level-4-Standard und Halbleiter von Nvidia. Produziert werden die Autos im Lucid-Werk in Arizona.
Die ersten Tests laufen seit Anfang Januar, spätestens Ende des Jahres sollen die Robotaxis von Uber offiziell in einer US-Metropole fahren.

Bosch-Geschäftsführerin Tanja Rückert und Paul Thomas, Präsident von Bosch Nordamerika, auf der Bühne der CES in Las Vegas.

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