Page 1

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

CLUB NEWS 1 / 2020


GLE 350 de 4MATIC, 194 + 136 PS (143 + 100 kW), 31,4 kWh/100 km (1,1 l/100 km), 28 g CO2/km, Energieeffizienz-Kategorie: C.

Das Beste aus zwei Welten. Der GLE SUV Plug-in-Hybrid.

Jetzt Probe fahren

MB Auto Center Zug AG

MB Auto Center Küssnacht am Rigi AG

Sennweidstrasse 28, 6312 Steinhausen

Artherstrasse 31, 6405 Küssnacht/Immensee

Tel. +41 41 766 65 65, www.mbzug.ch

Tel. +41 41 850 54 54, www.MBamRigi.ch

A B C D E F G

C


*

Programm 2021 Generalversammlung 2021 Hotel Bürgenstock 6363 Obbürgen 6. Februar 2021 Retro Classics * 25. - 28. Februar 2021, Stuttgart Frühjahrsmeeting 27. März 2021, Halbinsel Au

Inhalt Inhaltsverzeichnis / Programm 2021

1

Editorial / Aus der Redaktion

3

Generalversammlung 2020

4

Redakteurstreffen

7

Fondue-Plausch

11

Techno Classica * 07. - 11. April 2021, Essen

Tagesausflug Jura / Bielersee

14

Internationale Ausfahrt 09. - 12. Mai 2021, Südtirol, Völlan

Spezialprojekt Montafon

16

Swiss Classic World * 29. - 30. Mai 2021, Luzern

Malwettbewerb

21

Mit der Postkutsche über den Gotthardpass

22

Lady‘s Day

24

Osterhase

25

Picknick 15. August 2021, Homburg TG

Tagesausfahrt Appenzell

26

Sommerausfahrt uif & nitzi 28. -29. August 2021, Andermatt

Mercedes-Benz EQC 400 4matic

28

30 Jahre Jubiläums-Ausfahrt 03. - 05. September 2021, St. Moritz

Best Globel Brand

33

SL-Erlkönig

35

Clubempfehlungen

36

SL Wohlfahrt 12. Juni 2021, IWZ AG Otelfingen Jubiläum MB Club Luxenbourg * 01. -04. Juli 2021

Herbstausfahrt 09. - 10. Oktober 2021, St. Luc Wallis Martini-Essen 13. November 2021, Hotel Restaurant Vogelsang Eich *

keine offizielle Clubveranstaltung

Titelbild: Elmar Stark

Die Beiträge im Inhalt müssen sich nicht mit der Meinung des Mercedes-Benz SL-Cub Schweiz oder der Redaktion decken. Sie behält sich vor, diskreditierende Inhalte nicht zu veröffentlichen. Für Empfehlungen oder den Inhalt technischer Beiträge übernimmt der Mercedes-Benz SLClub Schweiz keine Haftung.

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 1


2 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser Wer hätte am Fondueplausch gedacht, dass unsere Clubaktivitäten 2020 dermassen eingeschränkt werden. Zu diesem Zeitpunkt hat man ja schon gewusst, dass in China erneut ein Virus grassiert – jedoch niemals für möglich gehalten, dass dies global zum Problem wird. So viel Arbeit die Organisation der Saison 2020 generiert hat, so schlimm war es, alle Anlässe ins 2021 zu verschieben. Und zu allem Überfluss wissen wir nicht, ob die Möglichkeit besteht, die Saison 2021 wie geplant zu realisieren. Somit ist Spontanität gefragt.

Nicht nur von der organisatorischen Seite oder von euch, sondern auch von den Hotels/Restaurants, die angehalten sind uns dementsprechende Storno-Konditionen zu gewähren. Aufgrund des Lockdown war klar, dass unser Frühjahresmeeting und danach auch die Sommerausfahrt wegfallen wird. Als kleines Trostpflästerli haben wir die Tagesausfahrt Jura/Bielersee auf die Beine gestellt und konnten bei durchzogenem aber schlussendlich strahlendem Wetter mit 40 Fahrzeugen zufrieden durch die Lande cruisen. Als dann feststand, dass auch die Herbstausfahrt nicht durchführbar war, konnten wir kurzfristig einen kleinen Ersatz mit der sehr spontanen Appenzellerausfahrt generieren. Das gelang uns gut – es regnete zwar den ganzen Tag – aber das tat der guten Laune absolut keinen Abbruch. Für unser Projekt ‘Montafon’ hatten wir Anfang September ein ideales Zeitfenster. Über all diese Anlässe wird in der vorliegenden CN berichtet. Verschiedenste Autoren und Fotografen haben dazu beigetragen. Wir freuten uns auf das Martini-Essen und haben schon ein feines Menu ausgesucht, als uns das BAG endgültig einen Strich durch die Rechnung machte. So-

Aus der Redaktion Was für ein Jahr! Hatte es doch im Februar mit der GV und danach mit dem Fondue-Plausch programmgemäss gut angefangen. Aber schon vor dem dem Treffen der Clubredakteure in Stuttgart kamen die ersten Unsicherheiten auf. 35 Teilnehmer/innen aus Europa waren von Mercedes eingeladen und konnten anreisen. Die Begrüssung musste aber unter angemessenen Vorsichtsmassnahmen stattfinden. Kein Händeschütteln, keine Umarmung und dergleichen. Die Vorschrift von mind. 1,5 Meter Abstand war noch nicht angesagt. Trotzdem war der Anlass eine Bereicherung für alle.

mit ist das Jahr 2020 endgültig passée und wir hoffen, dass die schlimmste Zeit in Sachen Covid19 bald hinter uns liegt. Aufgrund der spärlichen Clubaktivitäten haben wir uns entschlossen, dieses Jahr nur eine Ausgabe unserer ClubNews zu generieren. Diese haltet ihr in euren Händen. Dafür herzlichen Dank an unseren Redaktionsleiter Dieter Kraft. Fürs Layout danke an Hansruedi Tschudin. Der Jahresplan der Clubaktivitäten und der wichtigen Messen findet ihr auf der ersten Seite in den ClubNews 1/2020 links vom Inhaltsverzeichnis. Wie ihr seht, haben wir zwei sehr wichtige Termine für unser nächstjähriges dreissigjähriges Bestehen. Als erstes die Jubiläums-Generalversammlung auf dem Bürgenstock vom 6. Februar 2021, als zweites das Jubiläumswochenende in St. Moritz vom 3.-5. September 2021. Ich bitte euch, diese Daten in eure Agenden einzutragen. Nun bleibt mir nur, euch schöne Festtage und eine gute Gesundheit zu wünschen und zu hoffen, dass die nächste Saison unter einem besseren ‘Mercedes’-Stern steht. Eure Präsidentin: Gisela Gertsch

Was dann aber auf die Clubverantwortlichen und auch die „Macher“ der Club-Nachrichten zukam, verlangte Flexibiliät und Organisationstalent. Anfangs kamen Zweifel auf, ob die Herausgabe der Club-Nachrichten überhaupt sinnvoll und durchführbar wird. Dank dem Einsatz aller Mitwirkenden ist es dann doch noch gelungen. Die einzige Ausgabe für das Jahr 2020 ist fast ein kleines „Jahrbuch“ geworden. Hansruedi Tschudin und ich haben sich bemüht, eine informative und mit vielen Bildern illustrierte Ausgabe herauszubringen. Mein Dank geht an die Autoren und Autorinnen, sowie an die Fotografen und Fotografinnen, für ihre Mitwirkung an dieser Ausgabe. Dank auch an Mercedes Schweiz und die Inserenten für die wertvolle Unterstützung. Ich wünsche Allen viel Vergnügen und gute Unterhaltung bei der Lektüre unserer Club-Nachrichten, verbunden mit den Wünschen auf eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr 2021 Dieter Kraft MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 3


Generalversammlung 2020 Samstag 1. Februar Rössli Adligenswil

Fast 60 Personen trafen sich zur GV des SL-Club im Saal. Dieser war etwas weniger besetzt als auch schon. Die Wiedersehensfreude der Anwesenden nach der langen Winterpause war trotzdem gross. Einige neue Gesichter waren auch darunter. Ein gutes Zeichen, handelte es sich doch um willkommene Neumitglieder. Pünktlich um 18.00 Uhr eröffnete die Präsidentin, Gisela Gertsch, die Versammlung. Die Traktandenliste wurde einstimmig genehmigt. Die Wahl der Stimmenzähler und des Tagespräsidenten (der Schreibende) folgte. Die anderen Punkte: Genehmigung Protokoll, Jahresbericht, Jahresrechnung, Revisorenbericht und Anträge, gingen reibungslos und zügig über die

Bühne. Die Entlastung des Vorstandes genehmigte die Versammlung auf Antrag des Tagespräsidenten einstimmig. Der Vizepräsident stellte die für das laufende Jahr geplanten Anlässe vor. Danach war das wichtige Traktandum Wahlen an der Reihe. Speziell der Posten der Präsidentin war neu zu besetzen. Der Tagespräsident konnte den Anwesenden die gute Nachricht bekanntgeben, dass Gisela Gertsch, die den SL-Club auch 2019 erfolgreich leitete, sich zur Wahl stellte. Sie wurde einstimmig als Präsidentin gewählt und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen herzlich. Auch der übrige Vorstand stellte sich weiterhin zur Verfügung. Stephan

Gertsch, Vizepräsident; Claudio Gisiger, Kassier; Bernhard Bürgin, Aktuar, sowie die Revisoren Jan van Gorkum und Anita Huber wurden einstimmig gewählt. Die Stimmenzähler und der Tagespräsident konnten ihre Ämter wieder zurückgeben und die verantwortungsvolle Aufgabe für die Führung des SL-Cubs in die Hände des gewählten Vorstands legen. Nach dem Schlusswort begaben sich die Anwesenden zum offerierten Apéro in den Mostkeller. In lockerer Atmosphäre genossen die gutgelaunten Clubmitglieder die angebotenen Köstlichkeiten und Getränke. Das anschliessende hervorragende Abendessen im Saal war ein weiterer Höhepunkt des Abends. Wir hatten das Glück, die GV noch ohne die Einschränkungen der Coronazeit zu geniessen und uns auf die kommenden Ausfahrten zu freuen. Wie wir heute wissen kam es dann doch zu vielen Einschränkungen. Ich hoffe die Bilder der GV übermitteln die gute Laune und die schöne Zeit unter Gleichgesinnten. Dieter Kraft (Text) Urs Fries (Fotos)

4 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ


MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 5


Eine Marke der Daimler AG

Ihr Schmuckst체ck in besten H채nden! Wir sind f체r Sie da! Ihre Verkaufsberater der Walter Hasler AG. Das Mercedes-Benz Zentrum und AMG Performance Center im Fricktal.

Walter Hasler AG

6 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Sch체tzenweg 4, 5070 Frick, +41 62 865 05 50, www.hasler-mercedes.ch


Redakteurstreffen Stuttgart 28. 2. - 1.3.2020

Bei herrlichem Sonnenschein brach ich am frühen Morgen in Luzern auf. Im Gegensatz zu meinem lieben Kollegen vom MBVC, vom dem im Wesentlichen der nachstehende Bericht ist und der mit der Bahn anreiste, bevorzugte ich das Auto. Dass ich bald nach der Grenze bei Schaffhausen in Deutschland war, erkannte ich nicht nur an den Nummernschildern der Autos, sondern auch an der geschlossenen Schneedecke auf den Feldern und an einer Restschneemenge auf der Überholspur. Also die nötige Vorsicht walten lassen. Dank dem am Vormittag geringen Verkehrsaufkommen war ich recht schnell in Stuttgart. Dort erwartet mich schliesslich das bekannte Bild der Riesenbaustelle am Bahnhof. Eine Operation am offenen Herzen, allerdings nur endoskopisch, findet doch das Ganze unterirdisch statt. Das Auto im reservierten Park-

haus abgestellt. Im Motel One die Begrüssung durch das Mercedes Club-Management-Team, allerdings diesmal unter der Direktive: Kein Händeschütteln! Corona lässt grüssen. In Anbetracht der hohen Anzahl der Teilnehmenden, diesmal 35, werden wir für das Nachmittagsprogramm praktischerweise in eine deutschund englischsprechende Gruppe aufgeteilt. Wir bekommen als Erstes einen exklusiven Einblick in das Mercedes-Benz Classic Projekt, dessen neuestes Glanzstück der soeben fertiggestellte Avus-Rennwagen ist. Der stromlinienförmig karrossierte SSKL von 1932 gilt als erster aerodynamisch unterstützter Versuch bei einem bedeutenden Rennen, das es dann als Privatfahrzeug auch auf Anhieb gewann! Das Wiederaufbau-Projekt dauerte 20 Jahre und der Wagen stand am Vortag unseres Besu-

ches noch auf dem Prüfstand und wurde in einer eintägigen Arbeit optimiert. Michael Plag, der Projektleiter erzählt uns mit vollem Enthusiasmus die ganze Geschichte: Reinhard Freiherr von Koenig-Fachsenfeld, ehemaliger Motorradrennfahrer, erholt sich zwar von seinem schweren Sturz, bekommt jedoch von seiner Familie Rennfahrverbot. Von nun an widmet er sich theoretisch der Rennfahrerei, entwirft Motorradverkleidungen, die erfolgreich abschneiden. Er macht Strömungsversuche im Wasser, die Thematik fasziniert ihn, und geht an vierrädrige Renngeräte heran und entwirft eine Verkleidung für den damals bereits veralteten SSKL. Die Rennabteilung der Daimler-Benz AG winkt ab, so wendet er sich an den einzigen Privatfahrer, Manfred von Brauchitsch. Der will zuerst auch nichts wissen von der “hässlichen Gurke“, doch sein MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 7


reicher Onkel als Sponsor sowie sein Rennleiter drängen ihn, das Auto zu fahren. Es wird 1932 auf der schnellsten Rennstrecke der Welt, AVUS genannt, im Südwesten von Berlin mit einer jeweils 9 km langen Geraden und Gegengeraden, allesamt nur vier Kurven, gefahren. Der Favorit, Rudolf Caracciola fährt diesmal einen Alfa Romeo als Werksfahrer. Von Brauchitsch erhält die taktische Order, Caracciola erst in der letzten Runde zu überholen, damit diesem die Möglichkeit des Attackierens verwehrt bleibt. So gewinnt von Brauchitsch mit seinem 20 km/h schnelleren Gefährt gegen ein werksseitig optimiertes Fahrzeug dank der aerodynamischen Überlegenheit. Und so wird aus einer hässlichen Gurke die liebste Gurke aller Zeiten. Und: In der aktuellen Dokumentation des Mutterhauses heisst es: “Das ist er nun, der erste silberne Pfeil“. Rundfunkreporter Paul Laven gab dem SSKL bei seinem grandiosen Sieg auf der Berliner Avus 1932 in seinen Kommentaren einen Namen, der Automobilgeschichte schreiben sollte. 1933 ist von Brauchitsch bereits Werksfahrer und gewinnt einige Rennen. Der Aufbau des historischen Fahrzeuges gestaltete sich sehr schwierig, etliche Teile mussten aufgestöbert und schlussendlich nachgebaut werden. Hierbei wurde die 3D-Technik mit Metalldruck erfolgreich eingesetzt. Michael Plag weist darauf hin, dass es sich also bei diesem neu aufgebauten Rennwagen nicht um ein reines Originalfahrzeug

8 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

handelt, sondern um ein teilweise nachgebautes Exemplar, was jedoch seitens des Herstellers legitim ist. Das Fahrzeug soll eine authentische Brücke schlagen zwischen damaligen Rennerfolgen und heutigen reinrassigen Sportwagen wie etwa dem SLR. Beim Gruppenwechsel wird auch ein Z’Vieri offeriert: Getränke, Brezel, Süssigkeiten. Anschliessend öffnen sich uns die Pforten der heiligen Hallen, wobei die Mehrzahl etwas übertrieben ist, da wir nur eine der über 10 Hallen betreten dürfen. Die Hallen sind nach Epochen oder Spezialitäten aufgeteilt, wobei die Aufteilung nicht streng definiert ist. Wir besuchen so etwa die Epoche 80-er bis Jahrtausendwende. Ein im eigentlichen Sinne des Wortes herausragendes Exemplar ist das Papa Mobil auf Vito Basis mit Panzerungsstufe 6, wobei die höchste werksseitige Stufe die

8 wäre. Aber auch so wiegt das Auto 2,6 Tonnen. Neben einer Reihe C-Modelle stehen einige königliche 600-er, dann spezielle 126-er. Nicht zu übersehen ist die stattliche Anzahl G-Modelle, alle in einer speziellen Farbe: Von Froschgrün über Stabilopink bis hin zu dem Tiefenwirkung erzielenden Dunkelrot métallisé. Unser Betreuer erzählt über die Handhabung der Sammlung und beantwortet bereitwillig unsere unzähligen Fragen. Nein, vor Standschäden hat man hier keine Angst, die Autos werden deswegen nicht extra bewegt. Sie kommen erfahrungsgemäss alle 2 bis 3 Jahre zum Einsatz, das würde reichen. Es werden ausser den üblichen Konservierungsmassnahmen, wie Treibstoff ablassen, keine weiteren Vorkehrungen getroffen. Nicht einmal an jeder Batterie hängt ein Erhaltungsgerät. Die Objekte stehen auch nicht auf Reifenkissen, die Pneus werden ohnehin spätestens nach 10 Jahren ersetzt. Mottenbefall war einmal Thema, man bekam die kleinen Störenfriede nicht auf Dauer raus, denn ihre Eier blieben zurück und schlüpften im nächsten Sommer aus. Doch Kamerad Zufall half: Ein stark befallenes Auto kam aus der Lackiererei zurück, und das Problem tauchte nie wieder auf. Die Lackierer haben behauptet, nichts Aussergewöhnliches gemacht zu haben, ausser dass sie das ganze Auto in der Einbrennkabine hatten. Ein Biologe bestätigte es: Bei etwa 50o C


sterben bereits die eifrig gelegten Eier ab und in der Einbrennkabine herrschten 60o C. So einfach geht das… Die Sammlung ist eine Art Pionierleistung. Einige ganz alte Exemplare mussten weltweit gesucht werden, doch seit langem wird bei auslaufenden Modellen das letzte Exemplar für die heiligen Hallen bestellt. Ein kurzer Spaziergang führt uns zum Mercedes-Benz Classic Archiv. Hier werden wir aufs Freundlichste durch Frau Daniela Sigl begrüsst und durch ihr Reich geführt. Es ist eine Halle in der Halle, ist doch vor wenigen Jahren in ein bestehendes Gebäude ein moderner, mit Klimaanlage versehener Komplex hineingebaut worden. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden konstant gehalten, die junge Dame hat auch entsprechend dicke Strümpfe und eine Jacke an. Zuerst zeigt sie uns voller Stolz die Vitrinen mit den kleinen seltenen Ausstellungsstücken. Die überaus engagierte Verantwortliche für die Sammlung erzählt von einem sonst allmächtigen Besucher, der sein Bedauern darüber aussprach, dass man hier weder kaufen, noch klauen kann. Sie verrät uns: Am liebsten würde sie persönlich Gottlieb Daimlers Spazierstock mitlaufen lassen. Oft werden vermeintliche Raritäten dem Archiv angeboten und da muss Frau Sigl sehr genau Bescheid wissen: Ist es eine Nachfertigung, was meistens der Fall ist, da muss sie den Anbieter enttäuschen. Es können aber immer irgendwelche Rosinen dabei sein, was auch schon mal der Fall war. Doch das Archiv besteht nur zu einem kleinen Teil aus einer Sammlung von Bijous, der überwiegende Teil ist Papier. Tonnenweises Papier, farbig bis schwarzweiss, teilweise bis zur Unkenntlichkeit vergilbt. Da gerät sie ins Schwärmen: Als diplomierter Archäologin liegt ihr das Suchen, Graben und Lösungen finden im Blut. Zum Abschied zeigt uns die Herrin des Archivs einen besonderen Schatz. Es ist ein Fotoalbum aus dem Hause Jelinek, und begeistert stellt sie fest, das Besondere an diesen Aufnahmen

ist, dass die Personen nicht wie damals üblich bei den Fotografen steif dastehen, nein, es sind ganz natürliche Familienaufnahmen, wie beispielsweise Mercedes mit ihrem ersten, einen Tag alten Kind im Bett. Dann die einzige Aufnahme mit ihr am Steuer eines Mercedes, denn die Namensgeberin einer der grössten Marken konnte nie Auto fahren. Die Uhr tickt unbarmherzig, wir müssen uns verabschieden. Zum obligaten Gruppenbild versammeln sich alle beim AVUS Rennwagen – der Fotograf steht schon auf der Balustrade. Auf der Rückfahrt zum Hotel wird sichtlich beeindruckt darüber diskutiert, mit welchem Enthusiasmus die Werksmitarbeiter ihre Projekte oder das, was sie betreuen, vorgestellt haben. Alle haben auch ihre Anerkennung und sogar Dankbarkeit darüber ausgesprochen, dass Mercedes-Benz nicht nur neue Fahrzeuge konzipiert und herstellt, sondern auch solche Nebenaufgaben wahrnimmt und unterstützt. Andererseits weisen diese hochmotivierten Mitarbeiter auch darauf hin, dass ihre Bemühungen eine exklusive Marketingstrategie unterstützen. Nach einer Verschnaufpause im Hotel geht’s diesmal zum Italiener. Hier werden wir mit einer vorbestellten, exzellenten Variationen-Vorspeise verwöhnt: Vitello Tonnato, einem fein gewürzten Fladen, Antipasti mit Salami,

Wurst und Rohschinken. Danach mag ich meine überaus feine Lasagne nur noch zur Hälfte… Die angeregten Diskussionen werden an der Hotelbar weiter geführt, bis es bei Einem nach dem Anderen heisst: Gute Nacht und bis morgen! Samstag, 29. Februar 2020: Symposium, Messebesuch und Nachtessen mit allen Mercedes-Benz Clubteilnehmern in der Messehalle 10. Nach einem ausgiebigen Frühstück heisst es um 09:00 Uhr ab in den Bus, los geht‘s zum Messegelände wo im Kongresszentrum West unsere Tagung stattfindet. Im ersten Vortrag geht es um die Mercedes-Benz Classic Themenplanung 2020, wobei uns Gerhard Heidbrink, Leiter Strategie und Themenmanagement über das Neueste aufklärt. Anschliessend berichtet Ralph Wagenknecht, Classic Communications, wie der Weg künftig zum Kunden und aber auch zu uns eingeschlagen wird. Nach der Kaffeepause folgt durch Kerstin Heiligenstetter eine flotte Vorstellung darüber, was Mercedes-Benz mit dem Projekt She’s Mercedes bezweckt. Es ist verständlich, dass Mercedes-Benz auch das Zielpublikum Frau ins Visier nimmt. Leider nicht im Plenum, sondern im Nachhinein wird eifrig darüber diskutiert, ob hierbei die Vielfalt des weiblichen Wesens berücksichtigt wird. MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 9


Die einen wollen gar nicht anders behandelt werden, als ihre Zeitgenossen, ob Mann oder Frau, die anderen hingegen begnügen sich damit, bei der Farbwahl des neuen Autos mit einbezogen zu werden. Vor dem Mittagessen stellt Brigitte Globig vom Geländewagen-Club im Rahmen der “Themen aus Reihen der Club-Redakteure“ ihre Bemühungen, das Club Heft moderner zu gestalten, vor. Man erkennt eine klare Strukturierung sowie das Einbinden neuerer Gestaltungselemente, die das Heft zeitgemässer erscheinen lassen. Nach der schwäbischen Kartoffelsuppe mit Lauch und Wurstringen – verlockend lecker! – geht es weiter mit der Vorstellung einer nicht mehr so neuen Idee, die Mercedes auf ihre Art aufgreift: Frau Anudar Hanibal stellt uns vor, was sich das Unternehmen in Stuttgart unter Carsharing mit der Bezeichnung Mercedes me Flexperience vorstellt. Es ist eine exklusive Art, das Auto nicht zu besitzen, sondern im Rahmen eines Abonnements flexibel wechselbar auf der ganzen Welt zu ordern. Es sind dann verschiedene Kategorien vorgesehen, die noch erarbeitet werden müssen. Thorsten Grüninger, Produktmanagement Original-Teile Classic, referiert über das neuste Ersatzprodukt, den Bremskraftverstärker für die Heckflossen, über die Schwierigkeiten bei dessen Entwicklung und Herstellung, aber auch über die Freude, das Ding

neu angefertigt zu einem Preis anbieten zu können, der unter den üblichen Kosten einer Revision liegt. Er stellt sich auch bereitwillig den Fragen aus den Reihen der Clubredakteure, weist aber auch auf ein diesbezügliches Treffen im Juli mit den Technikverantwortlichen hin. Georg Wohlfahrt bringt uns die Neuigkeiten aus dem Mercedes-Benz Classic Club Management näher. In einem zweiten Teil aus der Reihe “Themen aus den Reihen der Club-Redakteure“ bekommen wir die Geschichte eines alten Mercedes-Benz Feuerwehr-Löschfahrzeuges, das nach etlichen Strapazen glücklich in Slowenien landet und aufwändig restauriert wird, sowie die Vorstellung der neu gestalteten Clubzeitschrift unseres französischen Kollegen. Dann heisst es zusammenpacken, es geht in die Messe. Wir haben gute zwei Stunden, um die Messe zu besuchen und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Dann folgt der Clubabend, abgehalten in der Halle 10, die exklusiv für die Mercedes-Benz Markenclubs reserviert ist. An Stelle der obligaten schwäbischen Maultaschen gibt es ein kaltes Buffet mit Köstlichkeiten aus kleinen Schälchen, raffiniert mit unterschiedlichen Sachen belegten Brötchen sowie kleine Portionen Wurstsalat, die einige Glückliche auch mal ergattern können. Doch das Essen ist zweitrangig, man geniesst in

erster Linie die offenen Gespräche mit Redaktions-Kolleginnen und Kollegen. Das Fazit aus dem Besuch der Retro Classic aus meiner Sicht: Die Ausstellung mit total 10 Hallen und einem sich vielfach wiederholenden Angebot verlangt vom Besucher einiges an Fitness und Durchhaltevermögen. Das heisst, man muss die Objekte gezielt aussuchen. Sonst wird man von der Vielfalt fast „erschlagen“ und es fragt sich, ob diese Art der Ausstellung nicht an ihr Ende gelangt ist! Ich frage mich, ob die Swiss Classic in Luzern, die in 3 Hallen und dem Freigelände stattfindet, für den Kenner und an Oldies interessierten Besucher, nicht die bessere Wahl ist. Ich verzichtete darum auf den nochmaligen Besuch der Messe am Sonntag. (Dieter Kraft) Sonntag, 1. März 2020 Messebesuch und Heimreise. Diejenigen, die noch mögen, können nach dem Frühstück um 09:00 Uhr den bereit stehenden Bus für einen Messebesuch besteigen. Je nach Lust und Laune soll man dann die Heimreise antreten. Der Messebesuch gestaltet sich dieses Jahr insofern angenehmer, dass es merklich weniger Besucher zu geben scheint. Viel ungestörter kann man die Exponate bewundern und auch an den Stöbertischen kommt man besser an die Sachen heran, als auch schon. Auch die Preise scheinen nach unten zu tendieren. Auf der Heimreise konnte ich feststellen, auch das Wetter hat vom Ausbruch des meteorologischen Frühlings Kenntnis genommen: An der Sonne erstrecken sich grüne Felder an Stelle von schneebedeckten Flächen. JA, die Oldtimersaison naht! Nach einer schönen Fahrt über die am Sonntagmorgen fast leere Autobahn, kam ich nach der Möglichkeit einmal etwas mehr als 120 Km zu fahren, wieder gut in Luzern an. Text und Fotos: András Széplaky / Dieter Kraft

10 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ


Fondue-Plausch Samstag 15. Februar 2020

Am 15. Februar fand unser traditioneller Fondue-Plausch statt. Dieses Mal führte uns der Weg mitten in den Wald. Vorbei am beeindruckenden „The Dolder Grand“ führt die Strasse in Richtung Restaurant Degenried ins nirgendwo. Man zweifelt wirklich einen Moment lang, ob man richtig unterwegs ist. Die Eindrücke des Events hat Sibille Kister wie folgt beschrieben: Das Restaurant Degenried war uns bisher nicht bekannt. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir hier Gast sein werden. Eine schöne Ausfahrt mit dem SL zum Zürichsee liegt immer drin und gutes Essen in tollen Lokationen jetzt sowieso. Unsere Runde Fondue-Plausch ist dieses Jahr gut besucht gewesen. Gestartet haben wir mit einem Apéro draussen beim Lagerfeuer. Bei Bündner Trockenfleisch und gutem Wein – für die Frostbeulen gabs auch Punsch – wurden die ersten Gespräche geführt. Alles

was so in den letzten Monaten geschehen ist mit und ums Auto. Zum Znacht ging es in den ersten Stock, welcher nur für unseren Club reserviert war. Die heimelige Deko hätte gerne manche Dame in ihrer grossen Handtasche mitgenommen. Eine richtiges Bergidylle-Flair mit Liebe zum Detail lag uns vor. Zur Vorspeise wurde Salat serviert, so viel wir wollten mit verschiedenen Dressing-Möglichkeiten. Unser Hauptgericht Käsefondue (Hausmischung??) wurde mit Brot und vielen Beilagen serviert. Auch hier gab es immer wieder Nachschub. Was es zum Dessert gab habe ich keine Ahnung mehr (Anm. der Präsidentin: Orangensalat mit Datteln), da ich mich mehr ans Käsefondue gehalten habe. Alle waren sehr zufrieden mit diesem Start in das Jahr 2020 von unserem SL Club. Die Gesprächsthemen gingen nie aus, so wie unser leckeres Essen. Leider gab es auch sehr traurige Nachrich-

ten über den Verlust unser lieben Clubmitglieder Denise Gratwohl und Esther Gerster. Das hat unsere Stimmung sehr getrübt, wir vermissen euch! Das Leben geht weiter. Wir freuen uns über unsere schönen Autos, über unseren Club mit euch allen und die schönen Anlässe mit den tollen Ausfahrten und immer gutem Essen in super Lokationen. Wenn wieder etwas Normalität eingetreten ist, werden wir unser schönes Leben mehr den je geniessen. Text: Sibille Kister Fotos: Ines Camenzind

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 11


Wir sind Mercedes-Benz ClassicPartner. Wo Klassiker zu Hause sind. ∙ Verkauf von Young- und Oldtimern ∙ Kaufberatung ∙ Wartung, Reparatur und Restauration von Young- und Oldtimern mit Mercedes-Benz Original-Teilen ∙ Karosserie- und Lackierarbeiten ∙ Hol- und Bringservice (auf Wunsch in geschlossenem Anhänger) ∙ HU-Abnahme und H-Kennzeichen nach §23 StVO ∙ Classic-DATA Gutachten ∙ Vermietung von Einstellplätzen in Tiefgarage mit intelligientem 24/7-Zugang ∙ Kurz-Check vor Ihrer Ausfahrt ∙ Individuelle Service- und Dienstleistungspakete für Einsteller auf Anfrage

Ihr Mercedes-Benz ClassicPartner in Metzingen.

12 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Auto Heusel GmbH & Co. KG Gutenbergstr. 23/1 · 72555 Metzingen · Tel. 0 71 23/96 72 0 www.heusel-classic.de


Impressionen Fondueplausch 2020

Restaurant Degenried Sonnenberg ZH

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 13


Tagesausfahrt Jura / Bielersee

Endlich ist es wieder soweit Am Samstag, 22. August fand nach monatelanger „Coronapause“ die erste offiziell Ausfahrt des SL-Club Schweiz statt. Die Organisatoren wurden dann auch von den zahlreichen Anmeldungen überrascht. Hatten sie doch im Vorfeld mit etwa zwanzig Fahrzeugen und knapp vierzig Personen gerechnet. Vierzig SL und über siebzig Teilnehmer/innen benutzten diese Gelegenheit, um wieder einmal gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag unter Gleichgesinnten zu verbringen. Wenn auch das Wetter sehr „abwechslungsreich“ war, die Ausfahrt entpuppte sich als eine gute Mischung und wurde damit zu einer überaus gelungenen Veranstaltung. Kompliment an die Organisation. Den detaillierten Bericht von unserer bewährten Autorin und Fotografin, unterstützt von ihrem Mann, ist anschliessend aufgeführt. Besten Dank an Marlène und Bernhard und viel Vergnügen beim Lesen.

14 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Tagesausfahrt Jura / Bielersee Als Treffpunkt für die Tagesausfahrt wurde die Mercedes-Benz Vertretung Walter Hasler AG in Frick ausgesucht. Sicher sind einigen Teilnehmern die gemeinsamen Stunden der «Schraubertage» hier in der Garage noch in bester Erinnerung. Es hatte sogar aufgehört zu regnen, als wir unseren 129iger auf dem Parkplatz abstellten. Es standen schon viele schöne Schmuckstücke auf dem Platz vor dem Eingang parkiert. Der Vizepräsident Stephan Gertsch hatte allerhand zu tun mit dem Einweisen der Fahrzeuge, waren doch 40 SL’s angemeldet. Es freute uns sehr, unsere Clubkollegen wieder einmal zu sehen, obschon die Begrüssung leider aufgrund Covid19 nicht so war wie sonst… Im Verkaufsraum wurden wir mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt. Ein herzliches Dankeschön für die Morgenstärkung! Zwischen den angeregten Gesprächen hatten wir auch kurz Zeit, die Neuwagen

zu begutachten. War da nicht ein «Glöggeli» zu hören? Gisi Gertsch, unsere Präsidentin, bat um Aufmerksamkeit und begrüsste uns offiziell draussen auf dem Parkplatz. Wir erhielten ein Roadbook und weiterführende Informationen zur befahrenden Strecke. Im Namen aller Teilnehmer möchten wir uns bei der Firma Walter Hasler AG für die Gastfreundschaft und Bewirtung bedanken. Nach einem kurzen Stück Autobahnfahrt bogen wir Richtung Jura ab. Wir passierten auf der wunderschönen Strecke den Ort Courgenay, welcher vor allem in der Deutschschweiz durch den Film «Petite Gilberte» bekannt wurde. Weiter ging die Fahrt über den Col de la Croix zu unserem Bio-Stopp ins Restaurant La Caquerelle. Leider fielen unterwegs immer wieder Regentropfen, dennoch hielt das einen Teilnehmer nicht davon ab, offen zu fahren. Wir konnten die Gespräche mit unseren Clubkollegen fortführen und erfuhren Tipps, was es zu tun gibt, wenn man nicht nach dem Roadbook gefahren ist: «Weiterfahren wie nichts wäre und dann an einem geeigneten Ort in die richtige Route einfädeln». Oder «an der Ampel, beim Wechsel auf grün auf das Gaspedal drücken und sich dann verstecken.» Die Lachmuskeln wurden trainiert, insbesondere als er erzählte, dass er noch selten so wenige SL’s auf einer Ausfahrt gesehen hatte… Die letzte Etappe führte uns über den Mont Crosin (1‘227 Meter) und


anschliessend über den Chasseral (1‘502 Meter), welcher die höchste Erhebung in der ersten Jurakette darstellt. Nach der Fahrt durch die Twannbachschlucht gab es, bei schönem Wetter, einen wunderbaren Blick auf den Bielersee mit der St. Petersinsel zu geniessen. Auf dem Parkplatz des Hotels Bären warteten schon die Kadetten, welche uns souverän einen Parkplatz zuwiesen. In einem schönen und festlich gedeckten Saal des Hotels wurde

uns ein leckeres Essen serviert. Vor dem Dessert bat unsere Präsidentin nochmals um Aufmerksamkeit und richtete Ihren Dank an alle, die die Organisation dieser Ausfahrt unterstützt haben. Wir schliessen uns diesem Votum gerne an, danken insbesondere Gisi und Stephan und freuen uns bereits auf die nächste, gemeinsame Ausfahrt. Text und Fotos: Marlène Kropfli

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 15


Spezialprojekt Montafon 2. - 6. September

Wie eine Erlösung aus dem Corona-Krisenmodus erschien uns das angebotene Programm und die Möglichkeit, endlich die eingemotteten Fahrzeuge ihrem Bestimmungszweck „SL = Schöner Leben“ zuführen zu können. Manche benutzten schon die Anfahrt zu einem standesgemässen Auftakt. Die schönen Landschaften in der Ostschweiz, die malerischen Dörfer im Vorarlbergischen und dann das Montafoner Tal selber liessen Erwartungen und Vorfreude aufkommen. Das nach einem Grossbrand 1978 neu erstellte, neuzeitlich gestaltete Löwen Hotel Montafon in Schruns überzeugte gleich dank gekonnt eingesetztem einheimischem Holz, stilvoller Ausstattung und nicht zuletzt dem persönlich gestalteten Empfang in der eleganten Rezeption. Manche benützten die Zeit bis zur offiziellen Begrüssung zu einem

16 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

ersten Rundgang durch den Ort Schruns. Der Hauptort des Montafons ist eine Marktgemeinde mit knapp 4000 Einwohnern und liegt auf 690 müM. Markant im Zentrum das Schrunser Münster zum hl. Jodok. Nicht minder imposant überraschte uns auf dem Kirchplatz eine wie mit einem Cover abgedeckte, realistisch in Stein gehauene Porsche-Skulptur. An der Litz, einem Nebenfluss der Ill entlang lädt eine Promenade zum Spaziergang ein. Diese wurde 1950 zusammen mit einer Kuranstalt eingerichtet. Der Direktor des Hotels, Gunter „Rick“ Voigt, begleitet von der Sales Managerin Bojana Djuric hiess uns bei einem Apéro willkommen und erklärte auch das unvermeidliche Covid19-Hygienekonzept. Gisi Gertsch ihrerseits begrüsste uns anschliessend zum ersten Abendessen. Vom Salatbuffet bis zum Dessert hohe Schule.

Am folgenden Morgen, pünktlich um 09:15 Uhr, versammelten wir uns zur Fahrerbesprechung der 1. Tour in der Unterterrain-Garage. Gisi stellte uns die beiden Guides „Stark+Stark“ vor, welche uns auf 2 wunderschönen Goldwing-Maschinen begleiten, führen und sichern werden. Eine neue Erfahrung! Der Wetterbericht versprach einen sonnigen Tag. Der Start allerdings war noch wolkig und kühl, glücklicherweise aber trocken, sodass die Meisten mutig gleich vom Start weg die Dächer versenkten und offen fuhren. Schon nach 5 Minuten erreichte uns der erste Sonnenstrahl und wie in Austria üblich auch die erste Mautstelle. Nachdem Stephan geklärt hatte, dass wir den Pass nur befahren und nicht kaufen wollten, ging es zügig weiter auf der Silvretta Hochalpenstrasse. Diese machte ihrem Namen alle Ehre. Mit gefühlten 30 Kehren erreichten wir bald schon die Waldgrenze. Auf den Alpweiden lag noch Schnee von den vergangenen kühlen Tagen. Vorbei am Vermunt-Stausee erreichten wir schon um 10:00 Uhr die Bielerhöhe auf 2032 müM. Im imposanten Silvrettahaus erwartete uns eine Zwischenverpflegung vom Feinsten. Die Früchteschalen waren eine Augenweide, kein Wunsch blieb unerfüllt. Frisch gestärkt nahmen wir nun die Kurven hinunter ins Paznau-


er Tal. Die Natur präsentierte sich wie frisch gewaschen. An den Bergseen wurde fleissig gefischt. Die Dörfer zeigten sich alle in tadellosem Zustand, die Häuser blumengeschmückt. Hotels und Ferienwohnungen bezeugen die Wichtigkeit des Tourismus für diese Gegend. Besonders aufgefallen sind uns die vielen Tunnels und Galerien, die nur im Winter geöffnet sind und wir nun umfahren und die Landschaft geniessen konnten. Landschaft und Wetter zeigten sich also von der besten Seite. Schon erreichten wir Landeck im Inntal. Im zusehends stärker werdenden Verkehr waren unsere beiden motorisierten Guides im Element. Sie sicherten die Gruppe, blockierten mit blinkendem Warnlicht für uns kurz Kreisel, Einmündungen und enge Passagen, sodass wir ungehindert passieren konnten. Unsere Beifahrerinnen hatten diesmal ein leichtes Spiel. Sie mussten keine Kreisel zählen, keine Abzweigung ankündigen, sie durften die Gegend geniessen, locker auf dem Routenplan verfolgen und gegebenenfalls auch kommentieren… Vorbei am berühmt gewordenen Ischgl kreuzten wir dann bald die Arlbergbahn unter der imposanten Trisanna-Brücke, bewacht von der Burg Wiesberg. In Imst lotsten uns Stark+Stark mitten durch die Begegnungszone im Stadtzentrum, um dann gleich den steilen Anstieg zum Hahntennjoch auf 1894 müM. in Angriff zu nehmen. Kurz nach der Passhöhe gab es dann einen kurzen Fotostopp. Elmar Stark betätigte sich als Paparazzo und Hoffoto-

graf. Er will mit seinen Bildern ein Fotoalbum erstellen, das er den Teilnehmenden zum Kauf anbietet. Wie auf einer Galerie, in der Felswand hoch über dem Lechtal erreichten wir Bschlabs mit seiner barocken Wallfahrtskirche Maria Schnee und dem Gasthof „Zur Gemütlichkeit“, wo nicht nur der freundliche Service, sondern auch der Koch mit seinem feinen Schnitzel dem Namen alle Ehre machen. Pünktlich um 14:00 Uhr ging es dann weiter hinunter ins Lechtal und auf der Lechtalstrasse Richtung Hochtannberg-Pass, der aber in Warth von dieser Route abzweigt. Wir folgten weiter der Lech bis zum Ort, welcher dem Fluss den Namen gab und wo wir im „Hus Nr. 8“ Einkehr hielten. Der weltbeste Apfelstrudel dort war denn auch wirklich eine Sünde (mehr) wert. Das letzte Hindernis, der Flexenpass mit seinen 1773 müM. und die Fahrt mit 10% Gefälle hinun-

ter ins Klostertal waren ganz nach unserem Geschmack. In Bludenz schleusten uns unsere Töffguides in gekonnter Manier in die Montafoner Strasse ein und um 17:00 Uhr endete unsere erste wunderschöne Tagestour. Herrliche Strecke, super Verpflegung, schönes Wetter, was will man mehr! Relaxen, schwimmen und die Unentwegten entspannt ein Bierchen im Garten des benachbarten Hotels Taube geniessen und schon war als krönender Abschluss ein feines Abendessen angesagt. Am 2. Tag blieben unsere Pferde im Stall. Kurz nach 10 Uhr bestiegen wir den Bus, welcher uns zur Talstation der Verslettabahn in Gaschurn, zuhinterst im Montafoner Tal brachten. Diese Luftseilbahn führt in 2 Etappen, ohne Umsteigen auf 2010 müM. mitten ins Skigebiet Versletta. Dort erläuterte uns Gisi kurz die möglichen Programmvarianten. Entweder gleich in die einladende Gaststätte „Nova Stuba“ zum Apéro, oder auf eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt „Vier Barga“. Die muntere Wandergruppe teilte sich dann kurz vor dem Schlussabstieg zum Aussichtspunkt, wo sich der „harte Kern“ zu einem Erinnerungsfoto traf und den unvermeidlichen Aufstieg und dann den entspannten Rückweg in einer weiteren guten halben Stunde bewältigte. Zum Mittagessen erwartete uns eine reichhaltige Brettljause, die wir bei bester Stimmung mit der passenden Begleitung genossen. Die anschliessende Weinprobe auf der Terrasse sorgte dann für MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 17


18 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ


MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 19


Kontinuität. Das begleitende Essen, das uns angekündigt wurde, musste Stephan allerdings canceln, denn Zuviel wäre wirklich Zuviel gewesen. Der Sommelier liess sich aber nicht beirren und kredenzte uns 3 ausgesuchte Tropfen, beginnend mit einem weissen Galizier von 2017. In der Nase gefiel er besser als im Gaumen, wo ihm etwas Charakter fehlte. Dann waren wir gespannt auf ein Gewächs aus Österreich. Eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Syrah, Petit Verdot und Merlot, 12 Mte. im Barrique und 13.5 Vol.% aus dem Burgenland überzeugte schon wesentlich besser und machte Lust auf mehr. Diese wurde dann vollends befriedigt mit einem Insoglio von 2011, dem Wildsäuli-Wein aus der Toscana. Beschwingt liessen wir uns dann zurück nach Schruns und zum Feierabendbier in die Taube bringen. Auch an diesem Abend überzeugte die Küche des Löwenhotels mit einem 6-GangMenu und einem aufgeschnittenen Entrecõte als Hauptgang. 3. Tag, 2. Tour. Punkt 10:00 Uhr nahmen uns Harry und Elmar, unsere Guides, mit auf den Weg. Zuerst durchs untere Montafon Richtung Feldkirch, auf der Autobahn um Bludenz herum, durch Satteins mit seiner hübschen Pfarrkirche bei der Abzweigung nach Rankweil, wo uns majestätisch vom Liebfrauenberg die Kirche Maria Heimsuchung grüsste. Dann folgte der Anstieg Richtung Furkajoch. Entgegen kamen uns etwa 100 Oldtimer vom Arlberg-Rally. Ab Innerlaterns ist die Strasse nur einspurig befahrbar, was Entgegenkommende trotz manchen Ausweichnischen nicht gerade erfreut haben dürfte. Dass die Strecke auch noch vom 20 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Postauto befahren wird, wunderte uns schon etwas. Aber auch Biker und Wanderer bevölkerten das Strässchen, so dass Vorsicht geboten war. Kurz vor der Passhöhe ordneten unsere Guides abermals einen Fotostopp an. Kurz vor Mittag wurden wir im Hotel Mittagspitze in Damüls zum Kaffeehalt erwartet. Dieser fiel etwas verdünnt aus, streikte doch die Espressomaschine. Dann führte uns der Weg auf 1486 müM. über das Faschinajoch ins Grosse Walsertal. In den Dörfchen fielen uns die hübschen Kirchlein mit ihren barocken Zwiebeltürmen ins Auge. Und schon bogen wir auf das provisorisch angelegte Parkfeld beim Hotel Sonne in Thüringerberg ein. In der gemütlichen Gartenwirtschaft wurde uns ein Mittagessen nach Wahl serviert, unter anderem ein traumhafter Zwiebelrostbraten mit Kartoffelsalat, Bohnen und eben… viel gerösteten Zwiebeln! Wohlgenährt und zufrieden machten wir uns auf den Weg, umfuhren Bludenz einmal mehr auf der Autobahn. Ob wohl alle ein Pickerl gelöst hatten? In Sankt Anton im Montafon zweigten wir zu einem Abstecher ab, hinauf nach Bartholomäberg mit seiner dem heiligen Bartholomäus geweihten Kirche. Weiter auf einer eindrücklichen Panoramastrasse mit herrlichem Blick ins Montafon und hinunter auf Schruns. Wir hatten uns schon so daran gewöhnt, dass bei der Einmündung in die viel-

befahrene Montafoner Strasse Harry vorfährt und Elmar die Einmündung für fremde Fahrzeuge blockiert…! Um 16 Uhr waren wir dann zurück in der Tiefgarage des Löwen Hotels Montafon, wo Gisi und Stephan unsere beiden tollen Begleiter dankend verabschiedeten. So blieb noch genügend Zeit für etwas Siesta, einen Schwumm bei schönstem Sommerwetter im Freibad oder einen Besuch im kühlen Biergarten vom Hotel Taube bevor wir uns um 19 Uhr zum Abschiedsapéro und anschliessend zu unserem letzten 6-Gang-Diner im Speisesaal trafen. Frische Salate vom Buffet, gebratene Scampi an Couscous und Paprika-Chutney, Erbsencrèmesuppe, rosa gebratene Lammhüfte mit Kartoffelschnitte und glasierten Karotten oder gegrilltes Seehechtfilet an Kohlrabi-Ragout und Oliven und zum Schluss eine Zitronentarte an Baiser und wer noch mochte Vorarlberger Käsespezialitäten, ein Genuss! Zufrieden und voller guter Eindrücke machten wir uns am folgenden Morgen auf den Heimweg. Auch Petrus muss bemerkt haben, dass unser Event zu Ende ist, liess die Sonne verschwinden, Wolken aufziehen und bald schon strichweise etwas regnen. Unsere Wetterfee Maria hat das wieder einmal perfekt mit ihm abgestimmt. Herzlichen Dank an alle, die uns dieses Erlebnis möglich machten! Text: Urs Fries Fotos: Urs Fries / E. + H. Stark


Malwettbewerb Im Lockdown kam Stephan die Idee, wir könnten einen Malwettbewerb ausschreiben. Es wurden uns zahlreiche Exemplare eingereicht/vorbeigebracht. Die Qual der Wahl überliessen wir unserem CEO Marc Langenbrinck, der dazu spontan zugesagt hatte. Folgende Kategorien/Sieger wurden ausgewählt. Schlussendlich machten wir drei Kategorien. 1. Erwachsene/ausmalen Siegerin Arlette Luzio, 2. Erwachsene/selber gemalt Siegerin Anina Pulfer, 3. Kinder/ausmalen Sieger Yves Luder Die beiden Damen erhielten ein schwarzes Mercedes-Benz-Polo und Yves ein MB Cap mit Signatur von Lewis Hamilton. Danke fürs Mitmachen! - Gisi

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 21


Mit der Postkutsche über den Gotthardpass

Liebe Leserinnen und Leser der SL-Clubnachrichten. Sie wundern sich vielleicht, was die Reise mit der Postkutsche mit dem Reisen in unseren „modernen“ Cabrios zu tun hat. Ich meine sehr viel. Die Zahl der Pferdestärken ist zwar erheblich grösser. Aber die Reise mit einem Oldtimer-Cabrio, wenn auch mit 105 PS oder mehr, verlangt doch einige „Opfer“ von den Insassen. Die Handhabung der alten Technik stellt Anforderungen an die Fahrenden. Der Reiz des Offenfahrens, speziell in den älteren Modellen die den Fahrtwind mehr oder weniger spüren lassen, ist Genuss und Herausforderung zugleich. Die neuen Cabrios mit vielen hundert PS, stellen dagegen an die Selbstverantwortung der Fahrerinnen und Fahrer hohe Ansprüche. Das alles ist aber freiwillig und gewollt. So haben wir wieder den Bezug zur Postkutschenfahrt. Die „Mühen“ der Reise werden durch das Erlebnis mehr als ausgeglichen und die Freude überwiegt. Also viel Vergnügen beim Lesen und Betrachten der eindrücklichen Bilder von Hansruedi Tschudin. dk Von Andermatt über den Gotthardpass nach Airolo mit der legendären Gotthard-Pferdepost. Eine Reise in die Vergangenheit, die es in sich hat. Damals für Kaufleute und Wissenschaftler ein exklusives Vergnügen und

22 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

nachhaltiges Erlebnis. Einst war diese Reise eine Strapaze, heute ist sie ein romantisches Abenteuer. Die Fahrt mit dem Postilion geht über den Gotthardpass und hinunter bis nach Airolo. Unterwegs erleben maximal acht Per-

sonen die herrliche Landschaft des Gotthards in der Postkutsche wie anno dazumal. Der alte Saumweg aus dem Mittelalter wurde seit seiner Entstehung abschnittsweise ausgebaut, so dass er ab Ende des 18. Jahrhunderts auch von den Kutschen der Gotthardpost genutzt werden konnte. Noch gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Gotthardweg mit Granitrollsteinen und Gneisplatten gepflastert und zur Strasse ausgebaut. Ich hatte den Auftrag, eine private Gruppe zu begleiten und diese Reise fotografisch zu dokumentieren. Wir trafen uns um 10 Uhr am Bahnhof in Andermatt. Nach einer kurzen Fahrt durch das Dorf wurde vor dem Hotel Drei Könige & Post ein Apéro serviert. Der Kutscher informiert dabei seine Gäste über die Geschichte und Gepflogenheiten der Kutscherei im 18. Jahrhundert. Das Wetter ist hervorragend und die Fahrt geht weiter durch das Dorf und Richtung Hospental. Wo immer das möglich ist wird das


Trasse der alten Passstrasse befahren. Unter anderem auch nach Hospental wie auf der Aufnahme links zu sehen ist. Auf halbem Weg zur Passhöhe, beim Restaurant „Mätteli“, gab es eine Pause für Ross, Kutscher und die Reisenden. Den Pferden wird Kraftfutter und Wasser und den Gästen ein „Kutscherkaffee“ serviert. Es ist Ferienzeit und die Kutsche mit den Pferden findet grosse Bewunderung durch die Touristen. Es geht weiter, das Wetter immer noch hervorragend und die Stimmung der Passagiere in der Kutsche ebenso. Gegen 13 Uhr erreichen wir das Gotthard Hospitz. Die Pferde haben ihre Ruhepause verdient und für uns ist im Restaurant reserviert und weiss gedeckt. Ein Platz neben dem Kutscher, auch beim Essen, ist immer von Vorteil. Dadurch habe ich vie-

le Details erfahren. Die Pferde sind von der Rasse der „Freiberger“ und von Mitte September bis Ende Mai auf den weiten Wiesen der Jurahöhen anzutreffen. Es werden traditionell immer vorne 3 Schimmel und in der hinteren Reihe 2 Braune vorgespannt. Sie sind einen Tag für eine Fahrt im Einsatz und geniessen am Folgetag ihre Freiheit in Andermatt im Stall oder auf der Wiese, je nach Lust und Laune. Die Kutsche ist originalgetreu aber mit moderner Technik nachgebaut. So ist sie mit 4 hydraulischen Scheibenbremsen ausgestattet. Da durch wenig Fahrtwind die Kühlung der Bremsscheiben nicht ganz optimal ist, gibt es zwei getrennte Bremssysteme. Der Kutscher kann also bei der Talfahrt in der Tremola abwechslungsweise vorne oder hinten bremsen. Das Gesamtgewicht der Kutsche ist so

ausgelegt, dass die Höchstzuglast pro Pferd nicht überschritten wird. Diese Lasten wurden über Jahre unter Aufsicht des Veterinäramtes ermittelt und getestet. Die Pferde sind alle zwischen 10 und 14 Jahre alt und immer noch kerngesund und topfit. Es geht um 15 Uhr weiter mit der Talfahrt nach Airolo, natürlich durch die berühmte „Tremola“. Dort angekommen werden die Zugpferde in einen grossen Lastwagen verladen, die Kutsche auf dem Tiefbettanhänger verzurrt und zurück über den Pass nach Andermatt geführt. Genaue Angaben und Buchungen können auf folgender Internetseite gemacht werden. www.gotthardpost.ch Text und Fotos: Hansruedi Tschudin

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 23


Lady‘s Day 19. - 20. September

Am Samstag, pünktlich um 09.00 Uhr, treffen wir uns in der Filiale des Mercedes-Benz AutoCenter Zug in Küssnacht am Rigi. Wir werden mit Schorle- und O-Saft-Cüpli und edlen Canapées empfangen. Auch Kaffee und Gipfeli fehlten nicht. Ein wirklich herzlicher Empfang! Nach der Stärkung und dem obligaten Gruppenfoto fahren wir ab. Unser Weg führt uns über Arth, Sattel, Pfäffikon, Rapperswil, Rüti, Wald, Turbenthal, Aadorf, Frauenfeld nach Homburg. Homburg liegt 20 Minuten von Frauenfeld entfernt. Wir erreichen unser Ziel unfallfrei und haben es geschafft, im Verbund zu bleiben. Trotz Damenbeteiligung wissen wir, der Rückspiegel ist nicht zum Schminken da. Das geplante Bogenschiessen findet in der HeuBodeSchüür in Homburg TG statt. Das Ehepaar Aschi und Esther Schürch ist für unser leibliches Wohl verantwortlich. Sie haben den Biohof ihrem Sohn übergeben und kümmern sich um die Events in der HeuBodeSchüür. Auf dem Biohof hat es Lämmer, Schafe und Lamas und der Sohn baut noch zusätzlich einen Hühnerstall. Nach einem feinen Apéro auf der Terrasse mit schönem Ausblick werden wir zum Essen gerufen. Dieses ist ausgesprochen lecker und die Ambiance im umgebauten Heuboden sehr gemütlich. Aschi und Esther verwöhnen uns. Dann geht es mit dem Bogenschiess-Event los. Dafür ist Günter 24 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Schulz von bogensport-event.ch zuständig. Professionell werden wir ins Tomahawk-, Pfeil-, Bogenund Armbrustpistolen-Schiessen eingeführt. Danach rotieren wir an den verschiedenen Posten und können uns nach einigen Übungsdurchgängen Punkte erschiessen. Es ist sehr spannend und macht enorm Spass. Wir lachen viel, da uns die Schüsse nicht immer gelingen und die Pfeile und Tomahawks teilweise das Ziel deutlich verfehlen. Zwischen zwei Rotationsrunden bekommen wir Kaffee und Dessert. Dann geht’s weiter mit der 2. Runde. Um ca. 16.30 Uhr bittet Günter zur Rangverkündung. Auf dem 3. Platz ist Danielle, auf dem zweiten die Präsidentin und gewonnen hat Sibille Kister. Bravo! Alle Teilnehmerinnen bekommen ein Ketteli mit einer Pfeilspitze aus Achat und die Rangierten zusätzlich noch eine Flasche Wein. Wir sind rundum glücklich und zufrieden. Um ca. 17.00 Uhr verlassen wir den Hof und fahren zu unserem nächsten Ziel. Im Hotel Greuterhof in Islikon fahren wir direkt in die Tiefgarage und nach dem Zimmerbezug treffen wir uns auf einen Apéro und lassen den Tag Revue passieren. Nach einem sehr feinen Znacht in gemütlicher Umgebung und sehr freundlichem Service und unterhaltsamen Gesprächen gehen wir zu Bett. Am Sonntag nach dem Frühstück verabschieden wir uns und jeder fährt individuell nach Hause.

Es war ein schöner Event und wir hoffen darauf, dass wir nächstes Jahr noch mehr Damen am SLClub Lady’s Day begrüssen dürfen. Herzlichen Dank an: Aschi + Esther Schürch, Günter Schulz, Hotel Greuterhof-Team – es war toll! Text: Gisela Gertsch Fotos: Cynthia Gertsch


Osterhase Da wir leider unser Frühjahresmeeting ausfallen lassen mussten, kam uns die Idee, dass wir jedem Clubmitglied einen Osterhasen zukommen lassen. Herr Isler von foodevents.ch hat diesen Auftrag sehr geschätzt und ihn zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Anschliessend ein kurzes Interview mit Herrn Isler von foodevents.ch: Was sind sie von Beruf? Gelernter Konditor – Confiseur, Technischer Kaufmann und Pausenclown / Selbständiger Unternehmer seit 1998 Wie viele Angestellte haben sie? +/- 12 Seit wann sind sie mit dem Maison Truffe in Stäfa? Maison Truffe ist eine eigenständige Firma, welche im Handel von Küchengeräten, Geschirr, Glaswaren im Bereich Gastronomie und Retail, tätig ist. Foodevents.ch ist in den Räumlichkeiten von Maison Truffe eingemietet. Das Mietverhältnis wird auf Juni 2020 aufgelöst. Maison Truffe und Foodevents gehen getrennte Wege. Seit wann führen sie Foodevents durch? Events sind ein Nischenprodukt / Dienstleistung, welche wir seit fast 20 Jahren durchführen. Welche Events kann man in ihrem Angebot finden? Begonnen hat das Angebot mit Schokoladenkursen und Events. Erweitert wurde das Angebot mit diversen Torten und Süssspeisen Angeboten. Heute bieten wir auch eine Vielzahl von Events in der Küche an. Dies sind vor allem Teamkochen von bis zu 80 Personen, Kitchenpartys bis 200 Personen Kochkurse zu Themen wie z.B. Fisch Zubereitung, Saucen Herstellung, Asiatische Gerichte, Sous Vide kochen etc. ergänzen das Angebot. Seit gut 5 Jahren betreiben wir auch als Partner von Weber Grill eine Grillakademie und bieten auch in diesem Bereich zahlreiche Kurse an. Produzieren sie (ausser Osterhasen) auch Pralinés oder sonstige

Süssigkeiten, wie z. Bsp. Torten, die sie online anbieten? Gerne stellen wir für Kunden Pralinen und weiter Schokoladenspezialitäten her. Ein Teil davon verkaufen wir an Partner im Bereich Retail. Sehr gefragt sind Thementorten, Hochzeits- und Festtorten. Wie hoch sind ihre finanziellen Einbussen durch den Corona-Virus prozentual? ca.15% vom Jahresumsatz Sie haben unsere Bestellung für die Osterhasen sehr speditiv erledigt. Mussten sie zusätzliches Personal aufbieten? Nein das war nicht notwendig. Da unser restliches Geschäft komplett zum Erliegen kam, hatten wir genügend Kapazität und sind sehr dankbar für diese Unterstützung seitens SL-Club. Haben sie noch andere Bestellungen, die ihnen über die Runden helfen? Ja, denn mit den Wunschosterhasen mit Grussbotschaft, trafen wir genau das Bedürfnis der Leute, damit Sie Ihre Lieben damit eine Freude bereiten konnten. Konnten sie Kurzarbeit anmelden? Ja Sie sind nur noch bis Juni 2020 in Stäfa und suchen eine neue Location. Sind sie schon fündig geworden? Wir werden in Zukunft von einer Basis aus arbeiten und Events mit verschiedenen Partnerbetriebe zusammen durchführen. Somit können wir noch mehr den Kundenbedürfnissen entsprechen, weil durch das auch die Standorte der einzelnen Lokalitäten überregional verteilt sind. Wenn sie einen Wunsch offen hätten – welcher wäre es? Ich konnte in den vergangenen Wochen sehr vielen netten Menschen begegnen und tiefe Gespräche führen, wie Sie vorher für mich eher selten waren. Ich wünsche mir, dass dies auch in Zukunft weiter Bestand hat und sich alle Menschen die nötige Zeit dafür nehmen können. Anmerkung: Die neue Location für foodevents.ch ist das Seedamm Plaza. Text un Fotos: Gisela Gertsch MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 25


Tagesausfahrt Appenzell Samstag10. Oktober

Zahlreiche Teilnehmer trotz schlechtem Wetter. Nachdem wir die Herbstausfahrt ins Wallis abgesagt hatten, fassten wir als Ersatz dafür, eine Tagesausfahrt ins Appenzellische ins Auge. Die Fallzahlen stiegen und stiegen und wir waren versucht, auch diese fallenzulassen. Kurzfristig haben wir uns umentschieden und eine Woche vor der Ausfahrt die Einladungen per Mail versandt. Sage und schreibe haben sich darauf trotz schlechten Wetterprognosen 18 Fahrzeuge angemeldet. Das Wetter war wirklich so schlecht wie angekündigt und meine Laune dementsprechend. Es goss in Strömen. Mit durchmischten Gefühlen betrat ich das Parkhotel Wallberg und fand dort eine heitere Schar von Teilnehmern vor – einfach toll. Somit hatten wir wenigstens die Sonne im Herzen. Wir wurden freundlich bedient und nach der Stär-

26 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

kung machten wir uns für das obligate Gruppenfoto bereit. Cynthia Gertsch, die für diese Ausfahrt unsere Fotografin war, hat uns abgelichtet. Danach bestiegen wir unsere Fahrzeuge – und los gings. Die erste Etappe führte uns in Richtung Turbenthal nach Steg, wo wir dann links in Richtung Hulftegg abbogen. Die Strasse war schon recht herbstlich von nassen Blättern bedeckt und ein vorsichtiges Fahren angebracht. Auf der Passhöhe, beim Restaurant Hulftegg, hat uns Herr Kalberer den grossen, neuen Parkplatz reserviert. So konnten wir unsere Perlen wirkungsvoll parken und einen Bio-Stopp einlegen. Ich ging von Tisch zu Tisch mit unseren Club-T-Shirts und habe Bestellungen aufgenommen. Ich konnte bereits wieder 15 Stück bestellen. Die zweite Etappe starteten wir mit dem ‘Abstieg’ von der Hulf-

tegg. Weiter ging es über die Wasserfluh, Ebersol, Schwellbrunn, Waldstatt, Stein, Teufen und Gais nach Sammelplatz, Appenzell. Der ‘Sammelplatz’ liegt zwischen Gais und Appenzell und war 1405 militärischer Besammlungsort für die Schlacht am Stoss vom 17.6.1405. Das Restaurant Sammelplatz verspricht von aussen nicht ganz, was uns von innen erwartet. Es zeigt sich eher schlicht und die Lage an der Hauptstrasse mit Geleisen der Appenzellerbahn lädt auch nicht gerade ein, einzukehren. ABER – das Restaurant Sammelplatz ist ein Geheimtipp! Als Folge der Covid-19-Situation ändern sie ab 1. Dezember 2020 ihr Konzept. Sie haben ab dann nur noch am Mittag geöffnet – mit 20 Plätzen. Das heisst, dass eine Reservation unerlässlich sein wird. Das Ehepaar Fässler und ihre Crew bewirteten uns nach allen Künsten der Gastronomie. Der Service war sehr professionell und freundlich – das Essen, von der Suppe über das Kalbsgeschnetzelte bis zum Dessert – alles sehr delikat. Das Brot, das uns auf dem Tisch bereitgestellt wurde, war so gut, dass sich einige Teilnehmer erkundigten, woher denn dieses Brot stamme – es war von der Bäckerei gerade nebenan. So gingen sie nach nebenan und kauften den Hausbrot-Bestand der Bäckerei leer.


Die Stimmung war noch besser als am Vormittag. Es wurde viel gelacht und kommuniziert und wir genossen das Zusammensein mit den Teilnehmern. Auf dem Heimweg in Richtung Zßrich wurde es immer heller und in Oerlikon schien uns die Sonne ins Gesicht – einfach ein bisschen gemein, oder? Ich bedanke mich bei unseren Gastgebern und den Teilnehmern, die alle zusammen das Gelingen des Tages sichergestellt haben. Text: Gisela Gertsch Fotos: Cynthia Gertsch

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 27


Mercedes-Benz EQC 400 4matic von 760 Nm. Das Fahrzeug wiegt leer und je nach Ausstattung bis 2600 Kilogramm, ist 4.76 Meter lang und 1.88 breit. Die verbaute Batterie hat eine Nettokapazität von 80 kWh. Diese garantiert eine praxiserprobte Reichweite von 280 bis bestenfalls 350 Kilometern.

Erlebnisbericht mit dem Pressefahrzeug der Mecedes-Benz Schweiz AG Probewoche vom 12. - 18. Okt. Einleitung Um die Elektromobilität bei unseren geschätzten Club-Mitgliedern etwas publik zu machen, haben wir die Mercedes-Benz Schweiz AG im Sommer angefragt, ob es möglich wäre, während ein paar Tagen einen Mercedes-Benz EQC zur Verfügung gestellt zu bekommen, mit anschliessendem Erfahrungsbericht in unseren ClubNews. Der EQC wurde bereits in einer früheren Ausgabe der ClubNews im Detail vorgestellt. - Die Anfrage an den Marketingchef von Mercedes-Benz Schweiz AG ist wie immer zuvorkommend behandelt worden und nach wenigen Tagen wurde unserem Kassier, Claudio Gisiger und Elektroauto-Experte im Club, bestätigt, dass am 12.10.2020 für eine Woche ein vollausgestattetes Pressefahrzeug zur Verfügung stehen wird, das bei der Merbag in Schlieren behändigt werden darf. Vorab gab es einen Fahrzeug-Leihvertrag zum Unterzeichnen, und die Konfiguration des in Aussicht gestellten EQCs wurde per eMail zur Verfügung gestellt: Man durfte sich auf einen EQC in «designo diamantweiss bright» mit AMG-Optikpaket innen wie aussen, 21 Zoll AMG 28 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Leichtmetallrädern im Vielspeichen-Design und einem absolut fantastischen Innenraum in zweifarbigem «designo Leder Nappa platinweiss pearl/schwarz» und Zierelementen in Aluminiumoptik freuen. Der Autor fühlte sich überglücklich, hier die wahrhaftige Wunsch-Konfiguration erwischt zu haben, quasi der viel zitierte Sechser im Lotto. Es folgt nun ein Erlebnisbericht: Auf eine nochmalige detaillierte Vorstellung des EQCs wird an dieser Stelle verzichtet. Nur soviel: Das rein batterieelektrische Sport Utility Vehicle, kurz SUV, basiert auf dem GLC, hat zwei separat angetriebene Achsen mit total 408 PS und einem Drehmoment

Tag 1 Die Fahrzeugübernahme Freudig sprach der Autor am Montag, 12. Oktober morgens am Kundenempfang der Merbag in Schlieren vor – selbstverständlich mit Maske – und wurde sofort von sehr freundlichem Personal – ebenso mit Maske - empfangen. Der mitgebrachte und bereits unterzeichnete Fahrzeug-Leihvertrag wurde zusammen mit dem gültigen Führerausweis und einer SL-Club Visitenkarte überreicht. Nach einer kurzen Überprüfung der Dokumente wurde ich in die Cafeteria gegenüber vom Empfang gebracht und mit bestem Kaffee und einer Auswahl verschiedener Gipfeli verwöhnt. Leider kam dann relativ lange niemand mehr. In der Zwischenzeit machte ich mich dann selbständig mit einem schwarzen EQC im Showroom vertraut, setzte mich hinter das Lenkrad, nahm Platz hinter dem Fahrersitz und begutachtete den Kofferraum. Etwa nach 40 Minuten Warten


kam ein freundlicher Herr mit einem neuen Vertrag um die Ecke und erklärte mir, dass das ursprünglich angekündigte Fahrzeug – der Sechser im Lotto ! – leider nicht verfügbar sei und man jetzt einen anderen EQC zur Verfügung stelle und zu diesem Zweck einen neuen Vertrag hätte aufsetzen müssen – also doch kein Sechser im Lotto. So weit so gut dachte ich, und unterzeichnete den neuen Vertrag und harrte den Dingen. Zusammen gingen wir ins erste Untergeschoss: Nach Druck auf die Funkfernbedienung des EQCs signalisierten seine Blinker am anderen Ende des Raums, dass der gesuchte, nun brillantblaue und deutlich unattraktiver ausgestattete EQC dort hinten parkte und auf mich wartete. Anschliessend ging alles sehr rasch: Fahrzeugübernahme, checken von etwaigen Beschädigungen, unterzeichnen des Übernahmerapports und Rausfahren aus der Garage. Am Tageslicht angekommen, wurde der Zustand des Fahrzeugs noch einmal gecheckt, auch der Zustand der Felgen und der Reifen wurden examiniert. Hier ist aufgefallen, dass das Fahrzeug mit rund 24‘500 km auf der Uhr bereits sehr abgefahrene Vorderräder aufwies, demgegenüber die Hinterläufe noch fast wie neu zu sein schienen. Auch das Ladeequipment wurde geprüft, wobei dem Autor sofort aufgefallen war, dass mit «diesem Ste-

cker» auf einem Camping-Platz geladen werden kann (CEE blau, 1phasig 16 A), nicht aber in einem gängigen Haushalt. Nach kurzer Diskussion wurde mir ein etwas umständlicher Adapter à 8 Ampere ausgehändigt, mit welchem ich immerhin an der normalen Steckdose in meiner Garage laden könnte. Und weil ich sowohl Zuhause als auch im Geschäft mit adäquater Ladetechnik aufwarten kann, tat das dem Vertrauen an die Ladetechnik des EQCs auch keinen Abbruch. Trotzdem muss hier Mercedes noch dazu lernen und wird dies auch tun, denn die bereits für das Jahr 2021 angekündigten weiteren batterieelektrischen Fahrzeuge EQA und EQB sollen ab Start mit einem 3phasen 11 kW-Lader ausgerüstet sein.

Das entspricht dem Standard und macht in Europa auch Sinn. Ein solcher wohl aufpreispflichtiger Lader soll auch in Kürze für den EQC geordert werden können. Erster Eindruck Der Fairness halber muss an dieser Stelle zum Ausdruck gebracht werden, dass der Autor ein Elektroauto- (und V8-!) Enthusiast aber kein SUV-Fan ist und seine Aussagen dementsprechend eingeordnet werden sollten. Der EQC zeigte bei der Übernahme einen Kilometerstand von 24’563 und überzeugt von der Mercedes-Benz typischen Verarbeitungsqualität und dem hervorragendem Komfort und Langstreckentauglichkeit. Die Fahrt in die wenige Kilometer entfernte Einstellhalle meines Arbeitsorts erfolgte problemlos, denn kennt man Mercedes-Fahrzeuge, gelingt die Angewöhnung an ein anderes Modell mühelos. Gegen Abend wurde dann die Autobahnreise von Zürich in die Region Basel unter die Räder genommen. Der Umgang mit den SUV-Dimensionen bot dabei keine besonderen Herausforderungen, der Wagen ist erstaunlich übersichtlich und das Handling ist gut. In Basel angekommen, reizte die verhältnismässig kurze Fahrt über den Hausberg «Gempen», um dem EQC etwas die Sporen zu geben. Sportwagentypische Fahrleistungen wuchteten die 2.6 Tonnen den Berg hinauf, als ob es kein Morgen gäbe. Wobei das MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 29


SUV relativ rasch mahnte, eben doch kein Sportwagen zu sein. Oben angekommen wurde umgedreht und wiederum zügig den Berg hinunter gefahren, wobei die (einstellbare) sehr starke Rekuperation die Bremsenergie wieder in den Akku lädt, so dass einerseits das Bremspedal auch vor engen Haarnadelkurven eigentlich nicht betätigt werden musste und andererseits die Batterie unten am Berg den höheren Ladestand aufweist, als noch oben am Berg. So gesehen weiss das Fahrzeug sehr gut mit besagten 2.6 Tonnen umzugehen, wenn gleich letztere bei flotter und kurvenreicher Fahrt aktiv gemanagt werden wollen. Nach genau 109.8 Kilometern Fahrt ging der erste Tag mit durchschnittlichem Verbrauch von 23.2 kWh pro 100 Kilometern, entsprechend etwa 2.6 Litern Benzin, zu Ende. Die Restreichweite zeigt das Fahrzeug mit 69 % Batterieladung oder 226 Kilometern an. Ich entschliesse mich, das Fahrzeug über die Nacht nicht am Strom anzuschliessen, was sich am folgenden Tag als ungünstig herausstellen wird... Tag 2 Arbeitsalltag ...denn über die Nacht ist die Restreichweite von 226 auf noch 209 Kilometer geschmolzen. Dies liegt wohl an den morgendlichen Temperaturen um 5 ° C, wo das System bereits die interne Aufheizung des Akkus mit entsprechendem Energiebedarf eingerechnet hat. Damit ist auch ge30 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

sagt, dass im Winter Kurzstrecken und Kaltstarts arg an der Reichweite zerren. Nicht anders als beim Verbrenner. - Der zweite Tag führt über die Autobahn von Basel nach Wädenswil an ein geschäftliches Treffen mit anschliessendem Business-Lunch auf der Hanegg zu Horgen. Sofort fällt der Wagen bei der Kundschaft auf; die Leute fragen, ob DAS nun der rein elektrische Mercedes sei und liessen sich sehr interessiert von mir in die Geheimnisse des EQCs einweisen. Der Business-Lunch stellte sich dann zu einem reinen E-Auto-Talk ein, anstatt über Geschäfte zu sprechen (...). Nach dem Lunch ging es weiter von Horgen in die Stadt Zürich zu einem weiteren geschäftlichen Termin, anschliessend zurück ins Office in Zürich-West. Das Fahrzeug zeigt jetzt nach 146 Kilometern Fahrt noch eine Restreichweite von 19

% und 54 Kilometern. Weil ich später noch 80 Kilometer nach Hause fahren musste und abends ein Treffen mit einem Freund in der Agenda hatte, steckte ich den EQC sicherheitshalber an den Strom, wo er während der Dauer meines Aufenthalts im Office à 7.4 kW pro Stunde laden konnte. Nach ca. 3 Stunden ging es mit 46 % und 169 km auf die Rückfahrt nach Hause. Hier offenbart sich eben das Faible des mit nur 7.4 kW zu schwachem Lader des EQCs. Es macht einen grossen Unterschied, ob man mit 7.4 oder 11 kW nachladen kann: Dies entspricht einer Differenz von einem vollen Drittel! Das ist relevant, wenn man bei knapper Reichweite nur kurzzeitig laden kann. - Am Abend machte ich noch einen kleinen Ausflug mit einem Freund und stellte ihm den Wagen vor. Was ihm sofort aufgefallen war, ist der unwahrscheinlich hohe Komfort und die ultimative Laufruhe des EQCs: Best in Class. Nach weiteren rund 48 Kilometern kam ich Zuhause mit noch 7 % im Akku an und steckte den EQC an den Strom. Es war genau 21:37 Uhr und der EQC signalisierte, dass der Akku am nächsten Morgen um 09.20 Uhr voll aufgeladen sei. Damit liegt auf der Hand, dass der verbaute 2phasen-Lader nicht in der Lage ist, das Fahrzeug über die Nacht aufzuladen, denn häufig fahre ich zwischen 6 und 7 Uhr morgens los. Tagesfahrleistung 271 km mit einem Durchschnittsverbrauch von


24.1 kWh/100 Km, entsprechend einer Reichweite von 330 Kilometern. Tag 3 Club Leben Nach einem Vormittag im Homeoffice fuhr ich am Nachmittag von Münchenstein nach Zürich ins Büro und gegen Abend zu unserem Präsidentenpaar Gisi und Stephan Gertsch, zwecks Besprechung von Club-Angelegenheiten. Langsam vertrauter mit dem Fahrzeug, wendet man sich den Details zu. Zum Beispiel kann man den mit MBUX-Multimediasystem ausgestatteten EQC fragen: «Wie findest du BMW?» und die sympathische weibliche Stimme des EQCs antwortet: «Die sehen nett aus, aber nur in meinem Rückspiegel.» - Oder aber eine Grafik orientiert in Echtzeit über die Energieflüsse von der Batterie an die Elektromotoren bzw. im Bremsmodus über die Rückspeisung der Bremsenergie in den Akku. Hier fällt auf, dass der auf Effizienz getrimmte Elektromotor an der Vorderachse die Hauptarbeit beim Antrieb wie aber auch bei der Rekuperation verrichtet. Der E-Motor an der Hinterachse beteiligt sich nur am Geschehen, wenn man stark beschleunigt, oder man die maximale Stufe der Rekuperation via Paddel am Lenkrad gewählt hat. Dieses Zusammenspiel der beiden E-Motoren liefert damit einen Hinweis, wieso die Reifen an der Vorderachse mehr verbraucht sind, als an der Hinterachse: Die hauptsächliche Beschleunigungs- und Bremsarbeit dürfte durch die Vorderräder erledigt werden. Abgefahren mit 100 % Batterieladung, komme ich spät abends nach gefahrenen 170 Kilometern mit einer Restkapazität von 43 % und versprochener Restreichweite von 138 Km Zuhause an. Der Bordcomputer zeigt für die heutige gefahrene Strecke einen durchschnittlichen Verbrauch von 25.9 kWh/100 km an. Dies entspräche einer Reichweite von 300 Kilometern. - Das Fahrzeug wird nun eingesteckt und gibt

bekannt, dass bis um 04:20 Uhr die fehlenden 57 % in der Batterie ergänzt sein werden. Tag 4 Abendlicher Ausflug Den 15.10.2020 starte ich mit einer Mitteilung in eigener Sache: Heute vor genau 10 Jahren haben wir unseren designo mokkaschwarzen Mercedes-Benz SL 500 im Baumuster R230 übernommen und sind dem SL-Club Schweiz beigetreten. Sandra und ich sind bis heute glücklich mit unserem Roadster und freuen uns, im Club dabei sein zu dürfen. Danke Mercedes-Benz! Gegen Abend stand wiederum eine Fahrt mit dem EQC nach Wädenswil mit geschäftlichem Abendprogramm in der Agenda. Abgefahren in Basel mit vollem Akku offenbarte die nächtliche Rückfahrt über die Autobahn und zum Teil Überlandstrecken das absolut hervorragende Multibeam-LED-Licht des EQCs: Technik neuester Stand und schlicht unverbesserbar. Die Beleuchtung macht die Nacht regelrecht zum Tag! Der zum Teil starke Regen entlarvte aber auch völlig verschlissene Scheibenwischerblätter: Ein Rätsel, dass diese noch niemandem aufgefallen sind. Der Tageskilometerzähler zeigt bei einem Durchschnittsverbrauch von 26.1 kWh/100 km 238 gefahrene Kilometer an, der Akku ist bis auf 19 % geleert und die Restreichweite wird noch mit

54 Kilometern angegeben. Das Fahrzeug geht um 23:09 Uhr an die Steckdose und die prompte Rückmeldung informiert, dass der EQC morgens um 08:45 Uhr wieder vollgeladen sein wird. Ich bin froh, muss ich am nächsten Tag nicht bereits um 06.30 Uhr los... Tag 5 Der Weg ist das Ziel Spontan entscheiden wir uns, einen Abstecher ins nahe gelegene Freiburg im Breisgau zu machen. Für den Testpiloten ist der Weg das Ziel, nachdem ein kleines Stück auf der deutschen Autobahn ohne Tempolimit befahren werden darf, während die Begleiterin eher das Shopping in Freiburg als Ziel vor Augen hat. Sodann sind ja Mann und Frau glücklich. – Der EQC peitscht die über 2.7 Tonnen inklusive Insassen problemlos auf die elektronisch beschränkte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Laut Tacho verharrt der Vortrieb bei konstanten 186 km/h. Der Wagen bleibt absolut stabil und man merkt nichts von der hohen Geschwindigkeit. Gefühlsmässig fährt man vielleicht 120 km/h. Selbst die Beifahrerin zeigt sich überrascht und musste den Tacho persönlich ablesen, um dem hohen Tempo Glauben zu zollen. Nur der Verbrauch explodiert nun förmlich und man fragt sich, ob man überhaupt in Freiburg ankommen wird. Natürlich wird das Ziel problemlos erreicht und auch die Rückfahrt gelingt ohne nachzuladen.

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 31


die Möglichkeit eines Fahrerprofils zu schaffen, wo alle Einstellungen auf einen Fahrer bezogen vollständig abgespeichert werden können.

Erlkönig Mercedes-Benz EQA

Die Wahl der Einstellmöglichkeiten gipfelt in vielen Redundanzen: Via Lenkrad, Knöpfen auf der Konsole, einem Track Pad, über Touchscreen oder Sprachbefehle. Letztere funktionieren - wenn man die Befehle kennt - sehr gut. Es ist offensichtlich, dass das Gros der Automobilistinnen und Automobilisten damit völlig überfordert sein muss: Hier ist meines Erachtens ein Umdenken Pflicht! Viele elektronische Helfer versuchte ich auszuschalten, weil die dauernden Lenkeingriffe nervig sind, wenn man zum Beispiel mal nicht exakt in der Mitte der Fahrbahn fährt. Leider werden diese teilweise beim Neustart wieder aktiviert: Bevormundungselektronik eben! Die Tagesleistung endet mit 168 Kilometern und 26.9 kWh Durchschnittsverbrauch auf 100 Km, Restlaufstrecke 138 km.

In Freiburg angekommen, stellten wir das Fahrzeug in ein Parkhaus in der Nähe der Innenstadt. Auf dem gegenüberliegenden Parkfeld trafen wir per Zufall auf einen sogenannten Erlkönig, also ein getarnter, probehalber eingesetzter Testwagen eines Herstellers. Ein Blick auf den Erlkönig bestätigte, dass es sich hierbei um das nächste rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeug von Mercedes-Benz handelt: Der neue EQA, basierend auf dem GLA. Mercedes-typisch überzeugt der EQC wie jeder moderne Mercedes mit feinster Regeltechnik, was den Abstandstempomaten oder auch den Spurwechselassistenten auf der Autobahn angeht. In diesen 32 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Disziplinen war Mercedes-Benz schon immer deutlich besser als der Wettbewerb. Ein Einfaches antippen des Blinkers genügt, und der EQC setzt zum Überholen an. Er macht dies absolut souverän und schaltet den Blinker erst ab, wenn die Fahrbahn vollständig gewechselt ist. Dies kann je nach Verkehrssituation mal schneller, mal gemächlicher erfolgen, aber jederzeit sicher und zügig. Weiter bietet auch der EQC eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten: Einige davon werden aber leider bei jedem Neustart wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Hierzu würde ich Mercedes empfehlen, entweder die Vielzahl der zum Teil fragwürdigen Einstellmöglichkeiten zu reduzieren oder

Tag 6 Ruhetag für den EQC Am Samstag rufen andere Pflichten. Dem EQC werden heute keine zusätzlichen Ausflüge gegönnt, und auch die Geländefähigkeiten werden nicht getestet, schliesslich will man das Fahrzeug in ordnungsgemässem Zustand zurückgeben. Tag 7 Fahrzeugrückgabe und Fazit Und bereits ist die Testwoche vorbei und der Testwagen wird fein säuberlich an die Merbag in Schlieren retourniert. Die Fahrt nach Schlieren verläuft problemlos und das Rangieren auf dem Vorplatz der Firma offenbart ein weiteres Highlight: Der Wendekreis des EQCs ist für einen allradgetriebenes SUV sehr gut! Was während der Testwoche nicht ausprobiert werden konnte, ist die Ladegeschwindigkeit am sogenannten Schnellader mit Gleichstrom: Hier verspricht Mercedes-Benz 100 Kilometer in nur 10


Minuten nachzuladen oder den EQC in 40 Minuten von null auf 80 % zu laden. Diese Werte sind absolut plausibel und bedürfen keiner besonderen Nachkontrolle. Entsprechende Ladestationen sind im Navigationsgerät hinterlegt und können direkt angesteuert werden. Allerdings müssen die dazu notwendigen und je nach Anlage unterschiedlichen Ladekarten vorhanden sein. Der EQC wird mit Kilometerstand 25‘605 retourniert. Damit sind exakt 1’041.6 Testkilometer gefahren worden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 25.4 kWh pro 100 Kilometer laut Bordcomputer. Damit hat der Testpilot gar die offizielle Verbrauchsangabe von Mercedes-Benz zum EQC von 26.3 kWh/100 km unterschritten. Dies liegt möglicherweise daran, dass der Fahrer seit 5 Jahren Elektroauto fährt und bereits über mehr als 120‘000 Kilometer Erfahrung damit verfügt.

Fazit Summa summarum darf festgestellt werden, dass der EQC mit klassischen Mercedes-Benz-Tugenden glänzt. Im Vergleich mit seinen europäischen Klassenkontrahenten wie dem Audi e-tron oder dem Jaguar I-Pace überzeugt der EQC mit dem günstigsten Einstiegspreis, dem geringsten Verbrauch und trotz der kleinsten Batterie im Trio mit der grössten Reichweite. Mercedes bietet für den EQC momentan sehr interessante Kaufund Finanzierungsangebote an. Die Vor- und Nachteile: + durch und durch ein Mercedes-Benz; das Armaturenbrett dürfte aber wertiger sein + hervorragendes Multibeam LED-Licht + extrem ruhig im Innenraum, sehr hoher Fahrkomfort bis zur Höchstgeschwindigkeit + feinste Regeltechnik für Ab -

stand-Tempomat, Spurwechselassistent etc. - schweres Fahrzeug mit hohem Verbrauch und genügender Reichweite - Onboard AC-Ladetechnik für Laden Zuhause nur knapp genügend - (zu) viele Einstellmöglichkeiten, die zum Teil nicht abgespeichert werden können - satter Einstiegspreis mit langer Optionenliste Dank Zum Schluss geht der allerherzlichste Dank an Mercedes-Benz Schweiz AG sowie die Merbag in Schlieren für die Möglichkeit, den EQC intensiv durch den Mercedes-Benz SL-Club Schweiz testen zu lassen. Wir freuen uns bereits darauf, über weitere spannende Testfahrzeuge zu berichten. Vielen Dank für die stets hervorragende Zusammenarbeit. Text + Fotos: Claudio Gisiger

Best Globel Brand 2020 Stuttgart. Mercedes-Benz gehört erneut zu den begehrtesten Marken der Welt: Im diesjährigen Ranking „Best Global Brands“ des renommierten US-Markenberatungsunternehmens Interbrand behauptet sich die Marke mit dem Stern erfolgreich auf Rang acht und platziert sich als einziges europäisches Unternehmen unter den Top Ten. Der prognostizierte Markenwert beläuft sich auf $49,268 Milliarden US-Dollar. „Die erneute Platzierung unter den Top Ten bei den diesjährigen ,Best Global Brands‘ macht das gesamte Mercedes-Benz Team

stolz und zeigt, dass wir auch im vierten Jahr in Folge unsere Position als global wertvollste Luxus-Automobilmarke behaupten können“, sagt Bettina Fetzer, Marketingchefin Mercedes-Benz AG. „Garant für den Erfolg ist unsere konsequente Ausrichtung der Marke an den Bedürfnissen unserer Kunden, für die wir über verschiedenste digitale wie physische Formate außergewöhnliche Produkt- und Markenerlebnisse schaffen.“ Die Marke Mercedes-Benz vereint seit jeher hohe Innovationskraft mit der Ambition, ihren Kunden ein einzigartiges und unverwechselbares Mobilitätserlebnis der Luxusklasse zu bieten. Sämtliche Produkte und Services tragen daher nicht nur das gesammelte Know-how des Unternehmens in sich, sondern auch den fest in der Marken-DNA verankerten Anspruch, die Faszination von modernem Luxus zu verkörpern. Die von der COVID-19-Pande-

mie geprägte Gegenwart belegt nachdrücklich, dass erfolgreiche Marken mehr denn je auch in unruhigen Zeiten Bestand haben. Durch ihre klare Haltung vermitteln sie Vertrauen sowie Beständigkeit und tragen damit langfristig zur starken Bindung zwischen Kunde und Marke bei. Daimler Media MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 33


verhindern flache Stellen an Ihren Reifen bei längeren Standzeiten. Das Reifenkissen™ bildet eine ideale Auflagefläche durch den speziell entwickelten Schaumstoff, der sich jeder Reifenform anpasst. So werden die Reifen entlastet und bleiben auch bei längeren Standzeiten in bestem Zustand. Einfach auffahren – das wars!

ohne Reifenkissen

mit Reifenkissen

KW Premium Produkte GmbH CH-8114 Dänikon Telefon +41 (0)44 844 66 66 Fax +41 (0)44 844 35 16 mail: info@reifenkissen.com www.reifenkissen.com

Hergestellt in der Schweiz aus hochwertigen, in der produzierten Materialien. 34 Schweiz MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Swiss Quality

Swiss Made


SL-Erlkönig

Wie von Daimler und der Fachpresse publiziert sind „Erlkönige“ unterwegs. Die legendären SL-Roadster besinnen sich auf die im Motorsport begründeten Wurzeln. Umfangreiche dynamische Fahrtests finden bereits auf öffentlichen Strassen statt. Der neue SL soll deutlich sportlicher werden. Als 2+2-Sitzer mit Stoffdach werden aber Komfort und Cruising-Eigenschaften weiterhin gelten. AMG wird auf der gleichen Plattform einen GT mit Sport-Komponenten entwickeln. Auch ein vollelektrischer AMG GT ist in Zukunft nicht ausgeschlossen. In der Basisversion gibt es den SL 43 mit dem 3-liter-Reihensechszylinder mit Heckantrieb. Dieser leistet im Moment 367 PS und 500 Nm und wird für den SL sicher noch mehr PS erhalten. Die Allradversion SL 53 wird mit Abgasturbolader und E-Zusatzverdichter mindestens 435 PS leisten. Dazu kommt noch der SL 63 4-Liter-V8 mit über 640 PS. Einen V12-Motor wird es für den SL nicht mehr geben. Der neue SL wird deutlicher leichter ausfallen. Je nach Antriebsart wiegt er mit Stoffdach weniger als 1,7 Tonnen. Der aktuelle R231 bringt zwischen 1`730 und 1`845 Kilogramm auf die Waage. Im Innenraum kommen Sportsitze, ein unten abgeflachtes Sportlenkrad, sowie Holz, Alu und Leder zum Einsatz. Das MBUX-Infotainment-System, Touchscreen und ein digitales Cockpit ergänzen die Ausstattung.

Auf Fotos ist trotz der „Erl-König-Tarnung“ ein Grundlayout des Roadsters erkennbar. Schmale Scheinwerfer und ein Panamericana-Grill an der Font. Die Seitenlinie steigt an und die Rückspiegel sind an den Türen platziert. Ein Spoiler auf dem Kofferraumdeckel, schlitzförmige Rückleuchten und quadratische Auspuffrohre am Heck. Ebenfalls neu ist das Stoff-Faltdach. Die Entwicklung neuer Modelle ist bei Daimler in vollem Gange. Bei Sportwagen und Roadster gibt es eine klare Tendenz. Die neue SL-Generation ist technisch kein klassischer Mercedes mehr, sondern ein echtes AMG-Kind. Daimler-Media/dk

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 35


Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Bestimmungen zur Clubmitgliedschaft Der Antragsteller ist Besitzer eines Mercedes-Benz Fahrzeugs der zugelassenen Baureihen. Das Auto entspricht in seinem Erscheinungsbild und in der Technik, der Mercedes-Benz Originalausführung (markant optisch durch Tuner und Veredler veränderte Teile des Fahrzeugs sind nicht zulässig). Der Fahrzeugzustand ist gepflegt und makellos. Die Prüfung und das Begutachten des Fahrzeugs bleiben vorbehalten.

Die maximale Mitgliederzahl wird jährlich durch die Generalversammlung bestätigt oder neu festgelegt; ist das Limit erreicht, werden Antragsteller auf Wunsch in die Warteliste aufgenommen. Mitgliederbeitrag jährlich Fr. 200.Einschreibgebühr einmalig Fr. 200.Partnermitgliedschaft für Ehepartner oder Lebenspartner jährlich Fr. 40.Änderungen auf Mitgliederbe-

Clubempfehlungen Die nachstehenden Unternehmen empfehlen sich gerne für die Betreuung der Fahrzeuge unserer Clubmitglieder:

Walter Hasler AG Schützenweg 4, 5070 Frick Tel. 062 865 05 50 info@hasler-garage.ch

Mercedes-Benz Classic Partner Kestenholz Auto AG Classic Rheinfelderstrasse 38-42, 4127 Birsfelden Herr H. Schiess Tel. 061 377 66 66 h.schiess@kestenholzgruppe.com Auto Heusel GmbH & Co. KG Gutenbergstrasse 29, D-72555 Metzingen Tel. +49 7123 9672-121 www.auto-heusel.de Mercedes-Benz Vertretungen MB Auto Center Zug AG Sennweidstrasse 28 6312 Steinhausen Tel. 041 766 65 65 www.mbzug.ch Autostern Zürichsee Seestrasse 241, 8804 Wädenswil Herr R. Stocker Tel. 044 782 02 02 info@autostern.ch www.autostern.ch 36 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Robert Huber AG Dorfmattenstrasse 2 5612 Villmergen Tel. 056 619 17 17 www.roberthuber.ch Kenny‘s Autocenter AG Landstrasse 189 5430 Wettingen Tel. 056 437 07 07 marketing@kennys.ch Auto-Schmid AG Suhrenmattstrasse 5035 Unterentfelden Tel. 062 737 53 53 www.autoschmid.ch

schluss bleiben vorbehalten. Informationen und Beitrittsgesuche sind erhältlich über das Clubsekretariat: Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Clubsekretariat Gisela Gertsch Schaffhauserstrasse 279 8057 Zürich 044 313 12 07 / 079 233 34 56 E-Mail: info@sl-club.ch www.sl-club.ch

Kueng Classics Garage Hans & Roman Küng Schmidtli, 6314 Neuägeri Tel. 041 750 10 55 www.auto-kueng.ch Mechatronik Classic GmbH Stuifenstrasse 52, D-74385 Pleidelsheim Tel. +49 7144 9982-10 www.mechatronik.de Pagoden-Center Joachim Stickel Schillerstrasse 83, D-71277 Rutesheim Tel. +49 7152 337 84 07 www.pagoden-center.com Erik Kress Autosattlerei Birchwiesstrasse 20 8144 Dänikon Tel. 044 844 00 91 www.kress-gmbh.ch Hotel

Oldtimer/Klassiker – Restaurierung, Service und Beratung Kienle Automobiltechnik GmbH Max-Planck-Str. 4, D-71254 Heimerdingen Tel. +49 7152 90163-130 www.kienle.com

SPA-Hotel Jagdhof Scheibe 44 6167 Neustift im Stubaital www.hotel-jagdhof.at Löwen Hotel Montafon Silvrettastrasse 8 A 6780 Schruns www.loewen-hotel.com


WIR HABEN

FÜR JEDEN

GESCHMACK

DAS PASSENDE!

Profitieren Sie exklusiv bei der Druckerei Ebikon AG von neuen, einzigartigen Veredelungsmöglichkeiten! Drucksachen, die begeistern durch Hochglanz-, Mattglanz-, Matt-/Seidenmatt- oder Struktur-Effekte.

DIGITAL DRUCK

SHOP

Schnell

Top Qualität

Preiswert

Verpacken und adressieren von Mailings nach Ihren Wünschen.

Druckerei Ebikon AG Luzernerstrasse 30 | CH-6030 Ebikon T +41 41 445 70 50 | www.druckerei-ebikon.ch

Impressum Herausgeber Mercedes-Benz SL-Club Schweiz Redaktionsleitung Dieter Kraft Lektorat Bernhard Bürgin Dieter Kraft

Vertrieb Clubsekretariat SL-Club für Mitglieder kostenlos Urheberrecht Nur mit schriftlicher Zustimmung

Entwurf + Gestaltung Hansruedi Tschudin

Inserate Preis pro Ausgabe (400 Ex.) Umschlag innen Fr. 450.00 1 Seite Fr. 400.00 1/2 Seite Fr. 250.00

Schlussredaktion Dieter Kraft

Ausgaben 2 x pro Jahr, Juni / November

Inserate dkraft@bluewin.ch

Ehrenpräsidenten Peter Kremmel Michael Pulfer

Druck Druckerei Ebikon AG

Clubführung Gisi Gertsch, Präsidentin Stephan Gertsch, Vizepräsident Claudio Gisiger, Kassier Bernhard Bürgin, Aktuar Revision Jan van Gorkum, 1. Revisor Anita Huber, 2. Revisorin Ausfahrten und Projekte Gisela + Stephan Gertsch Cluborganisation, Clubadresse Clubsekretariat Schaffhauserstrasse 279 8057 Zürich 044 313 12 07 / 079 233 34 56 E-Mail: info@sl-club.ch www.sl-club.ch

MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ 37


Fährt mit Strom. Bleibt ein Mercedes. Der neue EQC.

Starten Sie mit uns in die vollelektrische Ära. Mit dem ersten Vertreter der Mercedes-Benz EQ-Familie. Der neue EQC ist ab sofort bestellbar. Jetzt registrieren und mehr erfahren: www.mercedes-benz.ch/EQC-Registration

EQC, 408 PS (300 kW ), 21,4 kWh/100 km (Benzinäquivalent: 2,4 l/100 km), 0 g CO₂/km (Durchschnitt aller verkauften Neuwagen: 137 g CO₂/km), CO₂Emissionen aus Treibstoff- und / oder Strombereitstellung: 30 g/km, Energieeffizienz-Kategorie: A

38 MERCEDES-BENZ SL-CLUB SCHWEIZ

Profile for htschudin

Mercedes-Benz SL-Club 1/2020  

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded