BAZ Nr. 6 vom 29/03/2024

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Biegen wir rechts ab?

Kommentar von Walter J. Werth

Die Demokratie weltweit und in Europa spürt zunehmenden Gegendruck. Autoritäre Regime nehmen zu, und Rechts-Populisten gewinnen an Boden, besonders in Krisenzeiten. Die Frage nach dem Schutz demokratischer Gesellschaften vor diesen Tendenzen und der Stärkung des Vertrauens in demokratische Freiheiten verlangt nach Antworten.

Bei den kürzlich stattgefundenen 28. Marienberger Klausurgesprächen wurde dieses Thema mit Experten diskutiert, in der Hoffnung, bewahrende und erneuernde Ansätze für Demokratien zu identifizieren. Der Politologe Wolfgang Kraushaar sieht eine steigende Zustimmung für populistische und EU-kritische Parteien bei den EU-Wahlen, was die Union schwächen könnte. Die Ursachen des Populismus sind vielfältig, Globalisierung und Digitalisierung spielen dabei eine Rolle sowie wirtschaftliche Prozesse, die die Schere zwischen Arm und Reich vergrößern und Misstrauen in die Demokratie säen.

In Italien und Südtirol sind Stabilität, Sicherheit, Souveränität – die „großen S“ – besonders gefragt, was sich auch in der Vertrauenslage widerspiegelt: Polizei, Präsident und Papst, – „die großen P“ – genießen hohes Vertrauen, während Parteien und Parlament abfallen. Trotz einer Sehnsucht nach mehr Führung und Autorität bevorzugen die meisten Italiener und Südtiroler demokratische Systeme. Demgegenüber zeigt sich jedoch auch eine wachsende Bereitschaft, zuweilen einem autoritären Regime den Vorzug zu geben.

Die Krisenanfälligkeit des Westens stärkt die populistischen Positionen und stellt die Widerstandsfähigkeit der Demokratie auf die Probe. Globalisierung und EU-Integration haben in Teilen zu einem Verlust an sozialer Sicherheit geführt. Diese Entwicklungen bedrohen den sozialen Zusammenhalt und die Akzeptanz der Demokratie als Regierungsform, was den Nährboden für populistische Tendenzen bildet. Die Zukunft der Demokratie erscheint daher ungewiss und fordert entschlossenes Handeln zur Erneuerung.

THEMA

04 | Die Vergessenen

STRASSENGESCHICHTEN

09 I Wie der Storch nach Ulten kam

STANDORT

18 I Nals – eine vielseitige Gemeinde

SCHAUFENSTER

23 I Gartenzauber im Frühling

26 I Die Mobilität im Burggrafenamt

WANDERN

30 I Von Montan über Castelfeder nach Vill

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Die Vergessenen

Die Tatsache, dass die meisten Sterneköche Männer sind, stimmt ebenso nachdenklich wie die Tatsache, dass die Mehrheit der bekannten Künstler und Musiker Männer sind. Dabei assoziieren wir mit Kunst stereotypisch Merkmale, die mehr Frauen zugeschrieben werden. Eine Ausstellung im Palais Mamming Museum zeigt erstmals Frauen, die in den vergangenen zwei Jahrhunderten in Meran künstlerisch tätig waren.

„Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum zu kommen?“ Mehr als 30 Jahre ist es her, dass eine legendär gewordene Kunstaktion der „Guerilla Girls“ durch die öffentlich gestellte Frage darauf hingewiesen hat, dass es wahrscheinlicher ist, als Aktstudie im US-Museum vorzukommen denn als Künstlerin.

Die Kunstgeschichte ist männlich

Die Kunstgeschichte, wie wir sie kennen, besteht vor allem aus Erfolgsgeschichten von

Männern. Frauen spielen ein Schattendasein. Reclams Künstlerlexikon führt rund 5000 Männer und gerade einmal 170 Frauen an. Über Jahrhunderte hinweg wurde Frauen die Aufnahme an Kunstakademien verweigert. In Meran wurde relativ früh, bereits 1905, der Meraner Künstlerbund – was für eine offene, moderne Stadt damals spricht – gegründet, und auffallend viele Frauen nahmen an den Ausstellungen teil, die der Verein organisierte, weiß Eva Gratl. „Heutzutage sind Frauen fraglos einflussreich wie nie zuvor“, bejaht die Kunsthistorikerin.

Immer öfter besetzen sie Führungspositionen in großen Museen und betreiben erfolgreiche Galerien. Namhafte Künstlerinnen wie Marina Abramović, Tracey Emin, Yayoi Kusama und Cindy Sherman haben gefeierte Einzelausstellungen auf der ganzen Welt und ihre Arbeiten erzielen hohe Preise.

Immer mehr Frauen schaffen es auf die Power 100-Liste der Zeitschrift „Artreview“, die jährlich die 100 einflussreichsten Personen der internationalen Kunstszene erfasst. Aber diese Erfolgsgeschichten sind die Ausnahme, nicht die Regel.

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Selbstbewusste, emanzipierte Frauen

Künstlerinnen ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken – das ist auch das Ziel der Sonderausstellung „Woman in Art“, die noch bis Ende September im Meraner Stadtmuseum Palais Mamming zu sehen ist.   „Die Geschichte vieler Künstlerinnen der vergangenen Jahrhunderte ist eine des Vergessens“, sagt Eva Gratl. „Deshalb widmet sich die Ausstellung ausschließlich Künstlerinnen, welche in unterschiedlicher Weise der Passerstadt verbunden waren“, erklärt die Bozner Kunsthistorikerin, die zusammen mit der Meraner Historikerin Rosanna Pruccoli die Sonderausstellung vorbereitet hat. Es handelt sich um Künstlerinnen, die im 19. und 20. Jahrhundert in Meran lebten oder die Stadt für kurz oder länger besuchten. Einige wählten die Kurstadt aufgrund gesundheitlicher Gründe als zeitweiligen Aufenthalt, während andere auf der Durchreise waren. Wieder andere sind hier geboren, mussten die Stadt aufgrund historischer Ereignisse bzw. aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit verlassen. Insgesamt werden Werke von 17 Künstlerinnen ausgestellt. „Die Kunst dieser Frauen stellt ein Stück Emanzipationsgeschichte dar“, sagt Rosanna Pruccoli, „sie waren für ihre Zeit starke selbstbewusste Frauen, keine von ihnen betrieb Kunst nur nebenbei.“

Kunststadt Meran

Meran war um die Jahrhundertwende nicht nur als Kurstadt gefragt, sondern zog auch viele Künstler an. Gabriele Münter hielt sich 1908 drei wochenlang mit Wassily Kandinksy in Lana auf. Ihr Ölbild „Baumblüte in Lana“

erinnert daran. Während Kandinsky in die Kunstgeschichte einging, stand seine Lebensgefährtin lange Zeit im Schatten ihres zeitweiligen Partners.

Die Hamburgerin Ellen Tornquist (18711943) kam 1905 in die Kurstadt. Hier gründete sie eine Malschule und war im Künstlerbund tätig. Ihr großformatiges Bild „Vorfrühling in Greifenberg am Ammersee“ hätte man einer Frau damals kaum zugetraut und es kann sich mit einem Leo Putz durchaus messen“, so Eva Gratl. Ein Hingucker ist ihr Stillleben mit Zirkusspielzeug. In der „Villa Freischütz“ in Obermais wurde ihr mittlerweile ein kleines Museum eingerichtet, 2021 widmete man ihr auch eine Sonderausstellung. 1944 kam die Künstlerin bei einem Luftangriff in Graz ums Leben.

Auf Durchreise mit Zwischenstopp in Meran war Emilie Mediz Pelikan (1861 - 1908). Dabei entstanden zwei Bilder von Meran (1889). „Eine Sensation“, bezeichnet Eva Gratl das großformatige Ölbild „Erinnerung am Mittelberg“, eine Leihgabe der Sammlung Messner Mountain Museum, das in der Ausstellung gezeigt wird.

Die Vergessenen

Ada von der Planitz (1880 - 1936): Sie ist waschechte Meranerin und eine Wiederentdeckung, freuen sich Pruccoli und Gratl. Mit dem Namen Planitz ist in Meran der Planitz-Park verbunden, wo einst der Vater, Arthur von der Planitz, ein „Märchenschlösschen“ mit Garten erbauen ließ, welches Ada und ihr Bruder, ebenso Maler, bewohnten. Heute steht dort ein Mehrfamilienhaus, das wenig vom Charme des alten Gebäudes be-

sitzt. Als Malerin und Schriftstellerin engagierte sich Ada im Meraner Künstlerbund, deren Gründungsmitglied sie war und der 1908 bereits 77 Mitglieder hatte.

Maria Radio von Radiis (1877 - 1941) ist die Tochter der jüdischen Kaufmannsfamilie Freudenfels, welche aus Tschechien nach Meran gezogen war und maßgeblich zum Aufstieg der Kurstadt beitrug. Maria heiratete Karl Radio von Radiis, der unter dem Faschismus Abgeordneter im italienischen Parlament war. Marias Vater, Sigmund Freudenfels, hatte schloss Baslan in Tscherms erbauen lassen – ein Umbau des Unterschöpferhofes –, wo die Familie lebte. Ihre Bilder signierte die Künstlerin selten. Nach dem Tod ihres Mannes 1929 lebte sie zurückgezogen und voll Angst deportiert zu werden.

Jüdische Schicksale

Ilka Révai (1873 - 1945) stammt aus Székesfehérvár in Ungarn. Sie war eine bekannte jüdische Kunstfotografin, welche ab 1911 in Meran einige Jahre ein Atelier führte. Ihr Leben endete tragisch. Nach der Rückkehr von Paris nach Budapest verschwand sie 1944 spurlos, wahrscheinlich kam sie im Ghetto von Budapest um.

Aliza Mandels (1927 - 2007) Leben ist geprägt von Flucht und Vertreibung. Ihr Schicksal steht stellvertretend für das vieler Juden auch in Meran. In Eger geboren, verbringt sie dort bis zum Einmarsch Hitlers in die Tschechoslowakei ihre Kindheit. Die Familie begibt sich nach Meran, wo der Vater als Juwelier und Uhrmacher arbeitet und sie das Institut der Englischen Fräulein besucht. Aufgrund der Rassengesetze wird sie aus der Schule ausge-

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Eine Sensation ist das Bild von Emilie Mediz Pelikan, sagt Eva Gratl (l)

wiesen, die Familie muss 1938 Meran verlassen, zieht nach Verona und versteckt sich anschließend in Cortona. Nach der Befreiung durch die Alliierten flüchtet sie mit ihrer Schwester nach Rom und besteigt schließlich ein Schiff nach Palästina. Es folgen Stationen in den USA, 1990 kehrte sie nach Meran zurück und bleibt dort bis zu ihrem Lebensende. Als Weltenbürgerin, wie es auch Dorothy Shakespear Pound eine war, bezeichnet sie Eva Gratl. Umfang- und facettenreich ist ihr künstlerisches Schaffen, im Mamming ist ihr vierteiliges beeindruckendes Werk „Tierra Roja“ aus dem Jahr 1978 zu sehen.

Weltbürgerinnen

Die Britin Dorothy Shakespear war die Frau von Ezra Pound, der weltberühmte amerikanische Lyriker, der seinen Lebensabend auf der Brunnenburg bei seiner Tochter Mary de Rachewiltz verbrachte. Dorothy lebte eine Zeitlang mit Pound auch dort, zog sich dann aber nach England zurück. Viele Bilder von ihr sind heute im Besitz der Brunnenburg. Die älteste Künstlerin der Ausstellung ist Johanna von Isser Großrubatscher (1802 -1880). Sie ist als Burgenzeichnerin bekannt. Ihre rund 400 Zeichnungen von Burgen und Schlössern wurden die Grundlage für die Tiroler Burgenforschung und Denkmalpflege.

17 starke Frauen

Starken Frauen, Künstlerinnen, die den Männern in Nichts nachstehen, alle mit Verbindung zu Meran, ist die Ausstellung gewidmet: Johanna Maximiliana von Isser Großrubatscher, Emilie Mediz-Pelikan, Lila

Meisterinnen und keine Musen

Gruner, Ellen Tornquist, Ilka Révai, Frieda Riss, Maria Radio von Radiis, Ada von der Planitz, Dorothy Shakespeare, Anni Egösi, Liselotte Plangger Popp, Aliza Mandel, Regina Klaber Thuseck, Elfi Widmoser, Franca Gritti, Rina Riva, – sie alle treten aus dem Schatten heraus.

Die Vizepräsidentin des Südtiroler Künstlerbundes Eva Gratl studierte Geschichte und Kunstgeschichte. Als Kulturpublizistin, Autorin und Kuratorin von Ausstellungen ist sie dem breiten Publikum bekannt. Gemeinsam mit der Meraner Publizistin und Historikerin Rosanna Pruccoli hat sie die Sonderausstellung „Women in Art – Künstlerinnen in Meran im 19. und 20. Jahrhundert“ kuratiert. Für die besondere Ausstellungsarchitektur ist die Meraner Künstlerin Elisabeth Hölzl verantwortlich.

Die BAZ sprach mit Eva Gratl über die Ausstellung und die Rolle der Frau in der Welt der Kunst.

Wie kamen Sie auf die Idee, eine Ausstellung über Künstlerinnen in Meran in den vergangenen zwei Jahrhunderten auf die Beine zu stellen? Kunst war lange Zeit eigentlich reine Männersache? Eva Gratl: Die Anregung geht auf das Amt für Chancengleichheit, Bildung und Kultur der Gemeinde Meran zurück, welches bereits in den letzten Jahren ein umfassen-

des Programm für den 8. März, den Tag der Frau, initiiert hat. Es waren die engagierten Frauen des Amtes, welche die Initialzündung gaben. In Zusammenarbeit mit dem Palais Mamming Museum beschloss man, eine Ausstellung den zum Teil vergessenen Künstlerinnen, welche mit Meran und der Umgebung verbunden sind, zu widmen. Das ist ein spannendes Thema, denn Kunst und Biografien gehen hier eine besondere Symbiose ein. Es waren zu diesem Anlass auch drei Frauen, Rosanna Pruccoli, Elisabeth Hölzl und ich,

welche beauftragt wurden, die Ausstellung zu kuratieren.

Welche der 17 Künstlerinnen, die in der Ausstellung gezeigt werden, hat Sie besonders berührt? Das ist nicht leicht zu beantworten. Manche Schicksale berühren, weil die Frauen ganz in der Versenkung verschwanden, in der Ausstellung sind es die „Geschichten des Vergessens“ und die „Jüdischen Schicksale“. Es gibt so viele ungemein spannende Positionen, Biografien, die nahegehen, vor allem aber sehr selbstbewusste Frauen, welche

Kunst nicht nebenbei betrieben. Sie organisierten Malschulen, nahmen an Ausstellungen teil, hatten gleichberechtigte Beziehungen, tauschten sich aus. Beeindruckend sind sicher die Werke von Maria Radio von Radiis, geborene Freudenfels, welche Schloss Baslan in Tscherms bewohnte und schon damals von Josef Garber, dem bekannten Priester und Denkmalspfleger, den Auftrag erhielt für die Kirche in Tscherms die Kreuzwegstationen (1933) und das große Kreuzigungsbild (1920) in der Friedhofskapelle zu malen. Ihre autonomen Werke,

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Frau mit Schirm von Maria Radio von Radiis

wie die Frau mit Sonnenschirm, unterstreichen das außerordentliche Talent. Beeindruckend ist sicher das große Bild von Emilie Mediz Pelikan, auch die Werke von Ellen Tornquist zeugen von der ungemein großen Begabung dieser Frauen. Ich würde aber sagen, alle Positionen, jede einzelne für sich, sind beeindruckend, auch die abstrakten Werke von Franca Ghitti und Rina Riva.

Wer ist die älteste, wer die jüngste der Künstlerinnen und in welchem Zusammenhang stehen sie zu Meran?

Elfi Widmoser, die sicher noch viele kennen, starb 2021. Sie ist eng mit Meran verbunden, war aktiv im Südtiroler Künstlerbund tätig, und zeigt an den Werken mit dem melancholischen Grundton ihre besondere Beziehung zur Landschaft und Natur. Aus dem 19. Jahrhundert präsentieren wir in der Schau Johanna von Isser Großrubatscher (1802 – 1880),

eine Künstlerin aus der Zeit der Spätromantik, welche in Meran ihre Ausbildung erhalten hatte. Sie ist mit ihrem Lebenswerk, den Burgenzeichnungen, eine Ausnahmeerscheinung und ein Ausnahmetalent.

Malen Frauen anders als Männer? Wählen sie andere Motive

bzw. was bekommen wir in der Ausstellung zu sehen?

Das Spannende an der Schau ist, dass diese Künstlerinnen sich überhaupt nicht von ihren männlichen Kollegen unterscheiden. Das ist nicht „Frauenkunst“. Wenn man die Porträts von Walfrieda Riss, die Hochgebirgsmalereien von Ada von der Planitz, die großen Forma-

te von Emilie Mediz Pelikan und Ellen Tornquist betrachtet, die abstrakten Werke von Rina Riva, Gina Klaber Thusek, die weiten Landschaften von Aliza Mandel: Alle diese Künstlerinnen zeigen – Kunst kennt kein Geschlecht.

Waren die ausgestellten Künstlerinnen zu ihrer Zeit anerkannt

Eva Gratl (Bildmitte) führt eine Frauengruppe durch die Ausstellung „Woman in Art“

oder wurden sie als „Malweibchen“ abgetan?

Sehr wohl waren viele zu ihren Zeiten sehr anerkannt. Ilka Révai war in Ungarn eine bedeutende Fotografin, Lila Gruner war ab 1910 Mitglied und Schriftführerin der Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs, Rina Riva Leiterin des Instituts für Kunstgrafik in Meran, Mediz Pelikan nahm zu Beginn des Jahrhunderts an zahlreichen Ausstellungen in Wien und Dresden teil.

Franca Ghitti war eine anerkannte Bildhauerin, Dorothy Shakespear Pound war eine der wenigen Frauen, welche der künstlerischen Richtung des Vortizismus ange-

hörte und für die Zeitschrift „Blast“ arbeitete.

Georg Baselitz, der zur Spitze der internationalen Kunstszene zählt, hat 2013 in einem Interview mit dem „Spiegel“ gesagt, Frauen würden nicht so gut malen, das sei ein Fakt. Was entgegnen Sie diesem Urteil?

Das würde ich nicht gerne kommentieren, das ist wohl ein veraltetes Frauenbild. Wie der bekannte Künstler zu dieser Behauptung kommt, verstehe ich nicht, wohl aber ist es eine Tatsache, dass Frauen oft weniger Anerkennung fanden. Aber wer die zeitgenössische Kunstszene betrachtet, erkennt:

Die Zeiten haben sich geändert. Gabriele Münter, die lange Zeit im Schatten ihres zeitweiligen Partners Wassily Kandinsky stand, bringt es auf den Punkt: „Ich komme mir leicht „wenig“ vor, war uneitel, betrieb kein Ego-Marketing“. Ich lade den Künstler Baselitz gerne ein, so kann er sich von den Talenten dieser Künstlerinnen überzeugen.

Es ist Tatsache, dass Frauen in der Kunstgeschichte ein Schattendasein führen. Welche sind die Gründe?

„Der Kanon der Kunstgeschichte ist eigentlich ein Herrschaftsinstrument und drückt auch eine bestimmte Gesellschaftsform und eine herrschende Ideologie aus“, sagt ein Mann, der Kunsthistoriker Christian Saehrendt. Lange Zeit standen begabte Künstlerinnen im Schatten der Männer, denn sie hatten ja keinen Zugang zu den Akademien, waren oft Schülerinnen bekannter Meister, wurden als Musen abgetan, oft gaben sie die Künstlerkarriere mit der Heirat auf, besonders krass ist es oft bei Künstlerpaaren. Ein Beispiel: Lee Krasner, die Partnerin von Jackson Pollock sagte: „Ich habe vor Pollock, während Pollock und nach Pollock gemalt,“ und doch war sie lange Zeit nur als seine Witwe bekannt. Gott sei dank gibt es jetzt viele Ausstellungen, welche die

Frauen ans Licht holen. Auch politische Aspekte sind oft zu berücksichtigen: Durch die Herrschaft der Nationalsozialisten wurde der emanzipatorische Aufbruch der frühen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestoppt.

Wie sieht es heute mit den Frauen in der Kunst aus? Sind sie den Männern gleichgestellt?

Wir sehen, dass sich die Zeiten geändert haben: Der Südtiroler Künstlerbund ist ein gutes Beispiel: Wer sich die Liste der Mitglieder anschaut, erkennt, wie viele erfolgreiche Künstlerinnen es gibt. Auch International gibt es eine überaus anerkennte junge Generation von weiblichen Kunstschaffenden. Die Rankings der einflussreichsten Künstler listen viele Frauen auf.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen und welche Bedeutung hat sie in Ihrem Leben?

Oft sind es einfach bestimmte Faktoren, die einen Weg vorzeichnen. Meine Mutter war eine Kunstliebhaberin, ich hatte vor allem auch Lehrer und Lehrerinnen, welche das Interesse geweckt haben. Ein Buch des Kunsthistorikers Jean Christophe Amman trägt den Titel „Das Glück zu sehen“ ... dieser Satz bringt es auf den Punkt, was Kunst in meinem Leben bedeutet.

Baptism von Dorothy Shakespear
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Stillleben mit Zirkusfiguren von Ellen Tornquist Flüge ab Bozen

Wie der Storch nach Ulten kam

Wenn die Straßen im Ultental auch nicht nach Personen benannt wurden – jedenfalls habe ich keine gefunden –, so erzählen sie nicht weniger Geschichten als ihre „Weggenossen“ anderenorts. Zum Beispiel davon, wie neue Bräuche entstehen.

Ein Brauch, von althochdeutsch „bruh“ für „Nutzen“, bezeichnet eine innerhalb einer Gemeinschaft entstandene, regelmäßig wiederkehrende Handlung in einer festen Form. So steht es im Lexikon. Er ist ein Ausdruck von Tradition und stärkt den Zusammenhalt einer sozialen Gruppe. Im Gegensatz zum Ritual oder Kult ist er aber weniger auf ein höheres Ziel oder auf ein höheres Wesen ausgerichtet, auch wenn sich viele Bräuche aus kultischen Handlungen entwickelt haben. Der österreichische Volkskundler Friedrich Haider (1921-2009) hat in seinem Werk „Tiroler Brauch im Jahreslauf“, das erstmals 1968 erschienen ist, eine fast unüberschaubare Anzahl von Bräuchen im Tiroler Raum gesammelt und beschrieben. Bei einer Fahrt durch das Ultental fallen immer wieder hölzerne Störche auf, die an Straßenrändern oder auf Hausdächern befestigt sind. Und in allen Fällen drängt sich der Verdacht auf, dass dies mit der Geburt eines Kindes zu tun hat. Der Glaube, dass der Storch den Nachwuchs bringt, war ursprünglich vor allem in den nord- und ostdeutschen Ländern verbreitet. In Südtirol war diese Sage unbekannt. Erst mit dem Bau der Brenner-Eisenbahn 1867 taucht sie auch

bei uns auf. Wo der Storch nistet, kehre das Glück ein, und unter dem Nest des Vogels könnten weder Blitz noch Feuer Schaden anrichten – so jedenfalls der Volksglaube. Sucht man nun in Haiders Buch, das zuletzt 1990 aufgelegt wurde, nach dem Ultner Brauch, so wird man nicht fündig. Er muss demnach später entstanden sein.

Wie alles begann

Die Spur der Störche führt zum St. Walburger Extrembergsteiger Klaus Gruber. Als er vor vielen Jahren bei seiner Tante in Gais im Pustertal einen solchen Storch auf einem Geländer gesehen hatte, entstand die Idee, dies auch im Ultental einzuführen: Wenn ein Kind geboren wird, sollen die Freunde der Eltern – möglichst heimlich – einen Storch auf das Dach des Hauses setzen. Im Au-

gust 1997 kam ein Mädchen namens Valentina zur Welt, für das Gruber und sein Bergrettungskollege Günther Garber den allerersten Storch aufstellten. Da nicht feststand, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, konnte der Storch erst im letzten Moment rosa angemalt werden. Beim Transport mit einem Fiat 500 war die Farbe auf dem Holz noch nicht getrocknet, weshalb ihn Garber noch während der Fahrt aus dem Fenster hielt. Zunächst nur im Freundeskreis Grubers verbreitet, entwickelte sich das Störcheaufstellen zu einem Brauch, der im ganzen Ultental als Freundschaftsbeweis gepflegt wird. Zu Beginn gab es einen blauen und einen rosa Vogel, die bei Bedarf verliehen wurden. Auf ihnen stand: „Der Storch muss so lang bleiben stehen, bis das Kind ihn zwei Wochen lang hat gesehen.“ Später wurden sie weiß an-

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gemalt und mit bunten Maschen oder Luftballons geschmückt, um das Geschlecht des Kindes zu kennzeichnen. Andere Accessoires weisen auf den Beruf oder die Hobbys der Eltern hin. Als Gruber 2004 selbst Vater wurde, drohte er wohl scherzhaft mit dem Ende des Brauchs, wenn seine Freunde diesem nicht nachkommen sollten. Doch die Sorge war unbegründet. Er bekam sogar einen beleuchteten Storch, der sich nachts automatisch ein- und tagsüber wieder ausschaltete. Der heutige Brauch, die Aufsteller zu einer Marende einzuladen, hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt – mit der Folge, dass manche Holzvögel oft jahrelang auf ihren Abbau warten. Der höchste Storch wurde übrigens bei dem bereits erwähnten Günther Garber aufgestellt: Er saß auf einer 10 m hohen Stange.

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9 BAZ 06/24 STRASSENGESCHICHTEN
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10 BAZ 06/24 BILDGEDICHT
Idee, Photo und Auswahl des Gedichtes: Martin Geier • Editorisches Konzept: Georg Dekas

Ich

Was andere Hunger nennen das ernährt mich

Was andere Unglück nennen das ist mein Glück

Ich bin keine Blume kein Moos

Ich bin eine Flechte Ich ätze mich tausend Jahre lang in einen Stein

Ich möchte ein Baum sein

Ich möchte ein Leben lang deine Wurzeln berühren und trinken bei Tag und bei Nacht

Ich möchte ein Mensch sein und leben wie Menschen leben und sterben wie Menschen sterben

Ich habe dich lieb

Erich Fried

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JUGENDSEITE

In Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Lana-Tisens

Jugendliche als Vorbilder: Gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung!

Was ist die OEW?

Die OEW – „Organisation für eine solidarische Welt setzt sich für einen Planeten ein, auf dem soziale und ökologische Gerechtigkeit an erster Stelle stehen. Weitere Infos und Initiativen findest du unter oew.org

Schon gewusst…!?

Die Aktionswochen gegen Rassismus der OEW in Südtirol sind eine Initiative, zur Sensibilisierung für die Problematik des Rassismus und zur Förderung von Maßnahmen gegen diese Form der Diskriminierung zu fördern. Während dieser Wochen werden verschiedene Veranstaltungen, Workshops, Diskussionen und kulturelle Aktivitäten organisiert, die darauf abzielen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und das für die Vielfalt unserer Gesellschaft zu fördern.

Krass, oder? In den letzten Wochen haben wir in der Schule über Rassismus gesprochen, denn vom 11. bis 23. März fanden die Aktionswochen gegen Rassismus statt. Es ist echt krass, dass wir uns weltoffen halten und trotzdem noch so viele Menschen immer noch Vorurteile haben und Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion diskriminieren. Wir schreiben das Jahr 2024, da müssten wir doch längst weiter sein, oder? Aber nein, überall hört man von rassistischen Übergriffen und Hassreden. Das macht mich wütend und traurig zugleich. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man jemanden nach seiner Herkunft oder Hautfarbe beurteilen kann. Das ist doch völlig absurd! Wir sind doch alle Menschen mit Gefühlen, Träumen und Hoffnungen. Wenn wir uns nicht gegenseitig respektieren und akzeptieren können, wie wollen wir dann friedlich zusammenleben? Und Rassismus geht uns alle an. Denn wenn wir in einer Welt leben, in der Hass und Vorurteile herrschen, können wir nie wirklich frei sein. Aber wir können etwas dagegen unternehmen. Jede und jeder von uns kann einen Teil dazu beitragen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Indem wir uns für Gleichberechtigung und Respekt einsetzen. Indem wir uns rassistischen Äußerungen und Handlungen entgegenstellten. Es ist Zeit an der Zeit und gemeinsam gegen Rassismus einzutreten. Lasst uns unsere Stimmen erheben und deutlich machen, dass wir nicht bereit sind, diese Art von Ungerechtigkeit zu akzeptieren. Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir eine Welt wollen, in der Vielfalt geschätzt und gefeiert wird. Stoppt den Racismus! Es liegt an uns, etwas zu verändern!

AKTUELLES

Mobiles Frühstück – Lana, 18.4.2024

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Wir haben noch einige weinige Plätze frei!

Infos und Anmeldung unter jd-lana-tisens.it

Sommerbetreuer*innen gesucht –8. - 19.7.2024

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Tscherms – Voraussetzung: volljährig und mehr als 1 Jahr den Führerschein

Take up – Anpacken und Punkte sammeln

Infos: www.takeup-jugend.it

Jugenddienst Lana-Tisens

39011 Lana I Bozner Str. 21

Tel. 0473 56 34 20

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Harnsteine – ein wachsendes Gesundheitsproblem

Die Häufigkeit von Harnsteinerkrankungen nimmt stetig zu. Neben der genetischen Veranlagung tragen auch Lebensstilfaktoren, wie die Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel dazu bei.

Wenn ein Stein den Urinabfluss behindert und es zu einer Erweiterung der Harnwege kommt, treten seitliche Schmerzen im Flankenbereich auf, die teilweise bis in die Leiste ausstrahlen können. Da die Schmerzen meist wellenförmig verlaufen, spricht man von einer Nierenkolik. Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen sind nicht selten. Gefürchtete Komplikationen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderich machen, sind Nierenversagen und Sepsis (überschießende Abwehrreaktion auf die Entzündung, die körpereigenes Gewebe und Organe schädigen kann).

Im Rahmen einer urologischen Visite werden neben der Anamnese und der körperlichen Unter-

suchung auch Blutwerte erhoben und der Urin untersucht. Zur Beurteilung einer Harnstauung ist eine Ultraschalluntersuchung unerlässlich. Die wissenschaftlich bewährteste diagnostische Methode (Goldstandard) zum Nachweis sowie zur Lage- und Größenbestimmung von Harnsteinen ist die Computertomografie.

Die Art der Behandlung wird individuell festgelegt. In unkomplizierten Fällen und bei kleineren Steinen ist mit einem natürlichen Abgang zu rechnen. Unterstützt wird dies durch eine austreibende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Therapie. Größere Steine können je nach Situation minimal-invasiv operativ behandelt werden.Weit

verbreitet ist die minimal-invasive endoskopische Laserzertrümmerung (URS und RIRS). Weitere Möglichkeiten sind die extrakorporale Lithotripsie (EWSL) oder die perkutane Lithotripsie (PNL).

Dr. Matteo Rani, Facharzt für Urologie, arbeitet sowohl in der Martinsbrunn ParkClinic (Meran) als auch in der Marienklinik (Bozen). Die Zusammenarbeit der beiden Standorte ermöglicht ein breites Spektrum an Diagnostik und Therapie aus einer Hand. Sollten bei Harnsteinerkrankungen chirurgische Maßnahmen notwendig sein, bietet Dr. Rani in der Marienklinik (Bozen) minimal-invasive Operationen (URS, RIRS) an.

Bauernhof statt Adria: Sommerurlaub in der Heimat

Online Terminvereinbarungen: www.parkclinic.it

Tel. 0473 205 600 info@parkclinic.it

Martinsbrunn ParkClinic Laurinstraße 70 – 39012 Meran info@parkclinic.it

SD: Dr. A. Dadvar

Weitab vom Alltag und doch so nah: Das ist echte Sommerfrische. Ob abgelegen auf über 1500 Metern oder inmitten von Obstund Weingärten: Auf einem Bauernhof der Marke „Roter Hahn“ gibt es auch ohne lange Anreise so einiges zu erleben.

Sommerfrische am Bauernhof ist Balsam für Körper und Seele.

Die Roter Hahn Urlaubsbauernhöfe verwirklichen den Traum von unbeschwerten Tagen in mit viel Holz ausgestatteten Ferienwohnungen und jeder Menge Platz im Freien. Während sich die Kinder frühmorgens das eigene Frühstücksei aus dem Nest holen und die Erwachsenen ganz allmählich vom Duft nach frisch gebackenem Brot geweckt werden, steht bereits der prall gefüllte Frühstückskorb mit Leckereien vom Hof bereit. Ein reichhaltiges Bauernhoffrühstück ist die perfekte Starthilfe in einen erlebnisreichen Urlaubstag.

Voll neuer Kraft geht es direkt ab Hof hinaus in das Naturparadies mit abwechslungsreichen Wanderzielen, die über weitläufigen Almwiesen und entlang glasklarer Gebirgsbäche zu purem Gipfelglück führen.

Zurück am Hof erwartet der Bauer bereits

die Kinder. Die Kühe müssen gemolken werden und Hasen und Katzen freuen sich über ein paar Streicheleinheiten: Hier wird jede helfende Hand gebraucht. Bei all den Abenteuern vergehen die Stunden für die Kinder wie im Flug, während die Eltern in der Zwi-

schenzeit Ruhe und wärmende Sonnenstrahlen auf den Liegestühlen im Garten genießen. Am Abend heißt es dann gemütlich mit der Bauernfamilie zusammensitzen, den Tag ausklingen lassen und die Zeit vergessen.

Weitere Informationen gibt es unter www.roterhahn.it oder mit einer kostenlosen Bestellung des Katalogs „Urlaub auf dem Bauernhof“ unter Tel. 0471 999325 oder info@roterhahn.it.

14 BAZ 06/24 RATGEBER
PRINFO
Foto: © ©Frieder Blickle

Premiere in Lana: Erste Wohnbaumesse der Raiffeisenkasse Lana, ein voller Erfolg

Am Samstag, den 16. 3. 24, veranstaltete die Raiffeisenkasse Lana am Hauptsitz in Lana die erste Wohnbaumesse. Mit zehn Ausstellern bot die Messe eine vielfältige Auswahl an Produkten rund ums Wohnen, von Türen und Fenstern bis hin zu Möbeln und Gartengestaltung. Ein Highlight für Familien war das Rahmenprogramm mit einer Hüpfburg und einem Ballspielbecken, während alle Besucher mit Weißwürsten und Brezen verköstigt wurden.

„Wir freuen uns über die positive Resonanz auf unsere erste Wohnbaumesse", so Florian Kaserer, Direktor der Raiffeisenkasse Lana. „Wir befinden uns in einem attraktiven Lebensraum und können als Raiffeisenkasse Lana auf viel Expertise zurückgreifen, um beim Thema Wohnbau bestmöglich zu unterstützen.“ Auch politische Vertreter von Land und Gemeinde waren anwesend, darunter Vizebürgermeisterin und

Wohnbaureferentin Valentina Andreis sowie die Gemeindereferenten Helmut Taber und Jürgen Zöggeler. „Wir wollen wir in Lana auch in Zukunft eine gute Wohnbaupolitik betreiben, die den Bedürfnissen der Familien sowie der jungen Menschen in unserer Gemeinde gerecht wird“, betonte Andreis. Der Landtagsabgeordnete Harald Stauder betonte die Bedeutung einer engen Zusam-

menarbeit zwischen Gemeinde und Landesregierung, um jungen Familien den Zugang zu bezahlbarem Wohnen zu erleichtern. „Junge Familien müssen die Möglichkeit haben, leistbaren Wohnraum zu finden.

Veranstaltungen wie diese sind ein wichtiger Schritt um das Bewusssein für dieses Thematik zu schärfen und die Bedeutung des

Themas für die lokale Gemeinschaft aufzuzeigen“, so Stauder.

Die erfolgreiche Premiere der Raiffeisen Lana Wohnbaumesse hat ihr Ziel erreicht und die Bedeutung des Themas leistbares Wohnen für junge Familien auf Gemeinde- und Landesebene nochmals unterstrichen und die Diskussion auf Gemeinde- und Landesebene angeregt.

PRINFO 15 BAZ 06/24
v. l. Gemeindereferent Helmut Taber, Landtagsabgeordneter Harald Stauder, Vize-Bürgermeisterin Valentina Andreis, Raiffeisen Lana Direktor F. Kaserer

Der Alpenplus Ötzi Trailrun in Naturns

Am 6. April 2024 wird in Naturns wieder die Trailrun-Saison eröffnet.

Ein markanter Höhepunkt im Wettkampfka. lender 2024 rückt unaufhaltsam näher. Am 6. April 2024 startet die Trailrun-Saison in Naturns mit einem Highlight: dem vierten Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns! Die Vorbereitungen für dieses spektakuläre Trail-Event laufen bereits auf Hochtouren. Wie in den vergangenen Jahren können die Teilnehmer wieder zwischen zwei verschiedenen Strecken wählen. Zum einen der anspruchsvolle Sunny Mountain Trail mit 30 Kilometern Länge und einem Höhenunterschied von 2100 Höhenmetern, zum anderen das Naturns Skyrace mit 15 Kilometern Länge und 1200 Höhenmetern. Die kürzere der beiden Strecken kann auch „just for fun“ ohne sportärztliches Attest absolviert werden. Auf dieser Route gibt es keine Zeitmessung und somit auch keine offizielle Wertung. Bereits jetzt nutzen zahlreiche Trail-Enthusiasten die Gelegenheit, auf den Strecken rund um Naturns zu trainieren. Darunter auch der erfolgreiche Trailläufer Daniel Jung aus Naturns, der seit der ersten Ausgabe gemeinsam mit Uli Stampfer und

Deborah Mair den Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns erfolgreich organisiert. Auch die ersten Spitzensportler haben sich bereits für den 4. Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns angemeldet. Unter ihnen ist Armin Larch, der Sieger des Naturns Skyrace 2022 und Zweitplatzierter des Vorjahres. Ebenfalls am Start ist der erfolgreiche Spartan-Athlet Luca Pescollderungg, der den Sunny Mountain Trail 2022 gewann. Außerdem hat sich der deutsche Läufer Hannes Namberger angemeldet, der im vergangenen Jahr den Eiger Ultra Trail (101 km) gewann, den 14. Platz bei den Bergund Trail-Lauf-Weltmeisterschaften in Innsbruck und Stubai über die Langdistanz belegte und beim Ultra Trail du Mont Blanc als Achter ins Ziel kam. Eine Neuheit in diesem Jahr ist der VIP Apple Kids Run, der Spaß und Unterhaltung für die jüngsten Teilnehmer bietet. Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren können kostenlos an diesem Lauf teilnehmen, der nicht nur eine der beiden Strecken (500 oder 1000 Meter) umfasst, sondern auch verschiedene Hindernisse zu überwinden hat.

Als besondere Erinnerung erhalten die Kinder ein kleines Geschenk. Zusätzlich zur sportlichen Herausforderung wird eine Expo-Area eingerichtet, in der Aussteller ihre Produkte rund um den Trailrun präsentieren. Es wird auch eine Regenerations-Area geben, in der die Teilnehmer sich nach dem Rennen entspannen können. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt. Die „After-Trailrun-Party“ powered by Tripoint bietet den Teilnehmern und Besuchern die Gelegenheit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen und zu feiern.

Das Trailrun-Event in Südtirol!

Am 06. April 2024 ist es wieder soweit: Wir eröffnen die Trailrun-Saison am Naturnser Sonnenberg! Seid dabei!

Strecken

Skyrace Naturns: 15 km - 1.150 hm

Sunny Mountain Trail: 30 km - 2.100 hm

Just for fun: 15 km - 1.150 hm

(Teilnahme ohne ärztliches Attest möglich)

Start des Just for fun - Laufs

10.15 Uhr Start des VIP Apple Kids Run

16.00 Uhr Zielschluss und Siegerehrung am Rathausplatz

17.30 Uhr After-Trailrun-Party powered by Tripoint

Anmeldungen für Kurzentschlossene bis am 06.04.2024 möglich. www.oetzi-trailrun.com

16 BAZ 06/24 PRINFO
rock the sunny mountain! 06.04.2024 Alpenplus Ötzi
ALPENPLUS NATURNS Programm
06.30 Uhr Startnummernausgabe im Tourismusbüro Naturns 08.00 Uhr Eröffnung Event- und Expo Area mit Regenerationszone
Uhr Start des Sunny Mountain Trail 10.00 Uhr Start des Skyrace Naturns
Uhr
Trailrun
ab
09.00
10.05
NEW! VIP Kids-RunApple& After-TrailrunParty

Lange darauf gewartet und herbeigesehnt, nun ist er da – der NATURNSER BERGFRÜHLING!

Am Sonnenberg wird dieser mit einer besonderen Veranstaltung gefeiert.

Am Sonntag, den 7. April 2024, beendet Naturns den Winterschlaf und eröffnet gemeinsam mit den Gasthöfen, der Seilbahn Unterstell und der Tourismusgenossenschaft Naturns die Wandersaison am Sonnenberg mit dem NATURNSER BERGFRÜHLING!

Mit der Seilbahn Unterstell, welche an diesem Tag ermäßigte Fahrten anbietet, rauf auf die Sonnenseite des Tales schweben, mit den Sonnenstrahlen im Gesicht Hof um Hof erkunden und auf dem Meraner Höhenweg Richtung Schnalstal/Katharinaberg zur 1000 Stufenschlucht oder zurück ins Tal wandern.

Unterstell, Galmein, Patleid, Pirchhof, Linthof und Wald ha-

ben geöffnet und tischen besondere Köstlichkeiten auf: Von Knödeltris, von Kräuter- und Spargelgerichten über Kitzbraten, Rindsgulasch und „Schöpsernem“ bis hin zum leckeren „Kaiserschmarrn“ ist für jeden Geschmack etwas dabei.

07.04.2024

Als besonderes Highlight bieten die Bauernhöfe Einblicke in das Alltagsleben am Berg. Führungen und interessante Hofgeschichten laden zum gemütlichen Verweilen auf den Terrassen und in den Stuben ein. Traditionelle Musikbegleitung darf dabei natürlich

Startschuss der Wandersaison am Meraner Höhenweg

Von Hof zu Hof

nicht fehlen! Erlebt mit uns einen unvergesslichen NATURNSER BERGFRÜHLING!

Informationen gibt es in der Tourismusgenossenschaft Naturns und unter www.naturns.it

Teilnehmende Betriebe: Gasthaus Unterstellhof, Hofschank Pirchhof, Jausenstation Galmein, Gasthaus Linthof, Hofschank Patleidhof, Hofschank Wald VERGÜNSTIGTE

Starte mit uns in die neue Wandersaison 2024. Die Sonnenberger Gasthöfe verwöhnen dich dabei mit schmackhaften Gerichten, traditioneller Musik und punkten mit weiteren besonderen Highlights.

17 BAZ 06/24
FAHRT mit der Seilbahn Unterstell. www.naturns.it
Naturnser Bergfrühling

Nals – eine vielseitige Gemeinde

Die Gemeinde Nals hat sich im Etschtal sowohl als „Weindorf“ als auch als „Rosendorf“ einen Namen gemacht. Ein Blick auf die Dorfentwicklung und die Entstehungsgeschichte des Nalser Dorfbuches.

„Nols isch Hoamat.“ Das können heute nicht nur die 2075 Einwohner des nördlichsten Weindorfes an der Südtiroler Weinstraße von sich sagen, sondern so beginnt auch das Nalser Dorfbuch, das 2015 unter der Koordination von Sibylle Busetti entstanden ist. Sie ist die Tochter des heutigen Nalser Bürgermeisters Ludwig Busetti und hat mit der Fertigstellung des Dorfbuches ein Anliegen verwirklicht, mit dem bereits 1970 die damaligen Dorflehrer Josef Nußbaumer und Walter Innerhofer an Alois Busetti vom Oberbacherhof herangetreten waren. Wie heute im Dorfbuch nachzulesen ist, war

Busetti von ihrer Idee sofort begeistert. Zur fachlichen Unterstützung konnte mit Bernhard Wurzer aus Bozen ein erfahrener Historiker gewonnen werden, der das Projekt begleitete und schließlich auch die „Sammlung Busetti-Wurzer“ zusammenstellte, auf der das heutige Dorfbuch basiert. Bereits zwei Jahre später wurde das vielversprechende Projekt des Dorfbuches Nals aus gesundheitlichen Gründen gestoppt. Ein erster Rückschlag, dem in den folgenden Jahren weitere folgen sollten. Zum großen Glück für die Dorfgemeinschaft blieb die Begeisterung Wurzers, der zu dieser

Zeit auch als Redakteur beim Tagblatt der „Dolomiten“ arbeitete, erhalten, sodass er bis 1999 mit viel Fleiß und Ordnung immer wieder einzelne Artikel zu Nalser Themen verfasste oder Zeitungsausschnitte archivierte. Spätestens mit seinem Tod im Jahr 2001 kam die Arbeit am Dorfbuch jedoch völlig zum Erliegen. Erst 2006, einige Jahre nach dem Tod von Bernhard Wurzer, gelangte die Sammlung schließlich in die Hände von Ludwig Busetti, der sie neu sortieren und aufbereiten ließ. Dass aus den Unterlagen schließlich das heutige Nalser Dorfbuch entstand, ist vor allem seiner

Tochter Sibylle zu verdanken, die sich mit einem rührigen Team von begeisterten Redakteuren an die Arbeit machte, um die Dokumente, Berichte und Artikel in die heutige Buchform zu bringen. Im Jahr 2015 konnte das mittlerweile jahrzehntelange Projekt Dorfbuch Nals zu großer Zufriedenheit der Nalser Bevölkerung endlich abgeschlossen werden. Die Dokumentensammlung „Wurzer-Busetti“ befindet sich nun als Leihgabe in der Gemeinde Nals und bietet einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der langjährigen Dorfchronik.

18 BAZ 06/24 STANDORT

Ein Blick in die Dorfgeschichte

Die genaue Entstehungsgeschichte des Dorfes ist leider bis heute nicht vollständig geklärt. Aufgrund der klimatisch günstigen Lage des Gemeindegebietes und der Nähe zu den beiden Weilern der Gemeinde Tisens, Sirmian und Prissian, deren Ortsnamen eindeutig römischen Ursprungs sind, bestand auf dem Gemeindegebiet jedenfalls um das 4. Jahrhundert n. Chr. eine römische Siedlung, die verwaltungsmäßig dem damaligen „Municipium Tridentum“ unterstand. Dies belegten auch die zwischen 2005 und 2007 durchgeführten Ausgrabungen am „Gebreidweg“, südöstlich der Dorfmitte, bei denen ein ausgedehnter römerzeitlicher Gutshof freigelegt wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Nals stammt aus den Jahren 842/43, als in einem Güterverzeichnis vermerkt wurde: „In Italia in villa Nalles...“, zu Deutsch: „In Italien im Dorf Nals“. Die historischen Baudenkmäler von Nals, zu denen insbesondere die Ansitze Schönhaus und Schloss Schwanburg, der Alte Widum, das ehemalige Gasthaus Sonne, mehrere historische Hofstellen, Kirchen sowie die Schwanburg und das Schloss Payersberg gehören, zeigen noch heute, dass der Ort auch im Mittelalter eine weit über das Etschtal hinausreichende Bedeutung gehabt haben muss. Dafür sprechen auch historische Dokumente ab dem 11. Jahrhundert, die belegen, dass

mehrere in- und ausländische Stifte bzw. kirchliche Einrichtungen in Nals Güter besaßen. Dazu gehörten nicht nur das Reichsstift St. Ulrich und Afra in Augsburg, das Kloster St. Magnus in Füssen, sondern auch die Klöster Marienberg (Vinschgau), Müstair (St. Johann im Münstertal), Schäftlarn (Oberbayern) sowie „in der Au“ bei Gries (Bozen).

Nals heute

Das Gemeindegebiet von Nals umfasst heute eine Fläche von rund 12,35 km² und gliedert sich in das Dorfzentrum Nals, die Fraktion Untersirmian und die Fraktion Obersirmian. Während sich der Großteil der Nalser zur deutschen Sprachgruppe bekennt, sind ungefähr 10 % der Einwohner italienischsprachig. Nals lebt heute vor allem von der Landwirtschaft, insbesondere vom Wein- und Obstanbau sowie vom Sommertourismus. Die Nahversorgung in Nals wird durch den traditionellen Dorfladen „Rauch“ und den neuen Supermarkt im Dorfzentrum bestens gewährleistet. Im Gewerbegebiet an der Auf- und Abfahrt zur MeBo haben sich Gewerbetreibende anderer Branchen angesiedelt. In der Fort- und Weiterbildung hat sich hingegen das Bildungszentrum „Lichtenburg“ weit über die Gemeinde hinaus einen Namen gemacht. Viele Paare aus dem Burggrafenamt kennen die Lichtenburg von ihren Ehevorbereitungskursen.

Rosentage und Mountainbikerennen

Was die Besucher in den Frühlingsund Frühsommermonaten immer wieder ins Dorf lockt, sind seit 2015 vor allem die traditionellen „Nalser Rosentage“, die Nals nicht nur durch die prächtigen Rosenstäucher, die im ganzen Dorf zu finden sind, in ein „Rosendorf“ verwandelt. Während der Rosentage werden auch Rosentorten,

Rosenpralinen und der berühmte Nalser Rosenmuskateller „Rote Rose“ verkostet. Den krönenden Abschluss bildet seit 2018 auch die Krönung der Nalser „Rosenkönigin“ bei der Veranstaltung „Musik und Rose“. Für Sportbegeisterte ist das internationale MountainbikeRennen „Marlene Südtirol Sunshine Race“ jedes Jahr aufs Neue ein absoluter Pflichttermin, über den wir in der BAZ bereits 2023 ausführlich berichtet haben.

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Einblick in die Vielfalt der Nalser Betriebe

Wir begeben uns auf eine faszinierende Reise durch die Straßen von Nals und entdecken verborgenen Schätze der lokalen Handelstreibenden. Dieser Rundgang bietet einen Einblick in die reiche Vielfalt der lokalen Wirtschaft.

1Rauch mein Dorfladen –Geschäft mit Charme

Der Dorfladen der Familie Rauch ist seit mehreren Generationen ein fester Bestandteil der Dorfentwicklung in Nals. Dementsprechend bekannt ist der Slogan der Familie Rauch bei den Nalsern. Und das kommt nicht von unge-

fähr. Bis heute hat er sich den typischen Charakter eines „Tante-Emma-Ladens“ bewahrt und bietet nicht nur eine lokale Nahversorgung in familiärer Atmosphäre, sondern punktet auch mit ganz besonderen Besonderheiten. Besonders hervorzuheben ist Rauchs eigene Produktlinie „Amarosa“. Der Name und das Logo

dieser Eigenmarke wurden im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs ermittelt und bietet eine Vielfalt an Köstlichkeiten rund um das Thema „Rose“. Dazu gehören unter anderem die beliebten Rauch-Rosenschokoladen sowie der geschätzte Rosenlikör. Der Dorfladen Rauch hat aber noch mehr zu bieten. Neben Lebensmit-

teln, Wurst- und Fleischwaren der Metzgerei Hofer aus Moos, Weinen aus der Umgebung findet man auch Zeitschriften und Tageszeitungen. Doch damit nicht genug: Nach dem Einkauf kann man auf der Terrasse bei einer Tasse Kaffee die Sonne genießen. Die engagierte Unternehmerfamilie bietet sogar Getränke und einen Partyser-

ON TOUR
20 BAZ 06/24 STANDORT

vice für Vereine und kleinere Veranstaltungen an. Außerdem betreiben sie ein kleines Fotostudio, in dem man in nur 5 Minuten neue Passfotos machen kann. Wir sind beeindruckt von der Vielfalt, die der besondere Dorfladen Rauch zu bieten hat. „Klein, aber fein!“, können wir dazu nur sagen. Deshalb wünschen wir dem Dorfladen von Herzen, dass er noch lange das Herz von Nals bleibt!

2Despar Nals – Supermarkt im Dorfzentrum

Wer es dagegen etwas größer mag, wird seit einiger Zeit im Dorfzentrum im großen Supermarkt der Kette Spar fündig. Wo einst der Conad-Markt der Familie Pallweber seine Pforten öffnete, erstrahlt seit dem 15. April 2021 der großzügige Supermarkt „Despar Nals“. Manch ein Leser mag sich noch

an den früheren Markt erinnern. Doch nun präsentiert sich alles in größeren Dimensionen und im Inneren des Supermarktes könnte man fast vergessen, dass man sich noch immer in einem beschaulichen Dorf befindet. Mit einem vielfältigen Angebot an frischen regionalen Lebensmitteln, Wurstund Käsespezialitäten, Getränken, Haushaltswaren sowie einer großen Auswahl an Bio-und Eigen-

produkten bietet der Supermarkt eine umfassende Versorgung direkt im Herzen des Dorfes. Die großzügigen Fensterfronten lassen viel Tageslicht herein und tragen zum frischen Ambiente des neuen Supermarktes bei. Besonders beeindruckend sind die freundlichen Mitarbeiterinnen an den Theken und Kassen, die uns freundlich Auskunft zur Geschichte des Standorts geben.

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Despar Nals – Nahversorung mit reichhaltiger Auswahl Dorfladen Rauch – Wenn ich was brauch, geh ich zu Rauch!
21 BAZ 06/24 Nals, Goldgasse 2 Mo. – Sa. von 07:30 – 19:00 Durchgehend geöffnet!
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3My-Tec – Automatisierte Türen nach Maß

Bei unserem Besuch bei My-Tec, einem 2015 gegründeten Familienunternehmen, sind wir beeindruckt von der Geschichte und der Struktur des Unternehmens. Mit Sitz in Nals, hat sich My-Tec seit vielen Jahren als zuverlässiger Partner für Unternehmen im norditalienischen Raum etabliert. Ursprünglich auf die Wartung

und Instandhaltung von automatischen Türen spezialisiert, hat sich My-Tec mittlerweile vor allem im Bankensektor einen Namen gemacht. Dabei versteht das Unternehmen Automatiktüren nicht nur als technische, sondern auch als gestalterisches Element, das den Charakter eines Gebäudes unterstreicht, erfahren wir bei unserem Besuch von Inhaber Joachim. Ziel ist es, ästhetische Highlights zu schaffen, welche die

Umgebung bereichern. Zu den Vorzeigeprojekten von My-Tec zählen renommierte Hotels wie das Hotel Hohenwart in Schenna und das Hotel Pfeiss in Lana sowie bedeutende Bauwerke wie der Bozner Dom und verschiedene Filialen der Südtiroler Sparkasse. Diese Projekte spiegeln die Kom-

petenz und das Streben nach höchster Qualität des Unternehmens wider. Von ein- und zweiflügeligen Schiebetüren über Drehtüren bis hin zu Teleskopund Rundschiebetüren – My-Tec ist die Adresse in Nals, wenn es um die Realisierung oder Wartung von Automatiktüren geht.

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© Gemeinde Nals Nals - Vilpianerstr.15- Tel. 0471-678683 ...und wenn ich was brauch geh ich zu Rauch... 22 BAZ 06/24 STANDORT
My-Tec – Automatiktüren für höchste Bequemlichkeit
Foto:

Gartenzauber im Frühling

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm erwacht die Natur zu neuem Leben.

Für viele Gartenliebhaber ist dies die schönste Zeit des Jahres, um ihrem grünen Paradies neues Leben einzuhauchen und neue Ideen umzusetzen. Ob es darum geht, den Garten neu zu gestalten, eine blühende Oase zu schaffen oder einfach nur die Natur zu genießen – der Frühling bietet unzählige Möglichkeiten, um den Außenbe-

Für Ihre Lieblingsplätze im Freien

reich in ein persönliches Paradies zu verwandeln oder den Garten wieder in Schwung zu bringen und ihn für die kommende Gartensaison fit zu machen.

Mit den richtigen Pflege- und Gestaltungstipps wird der Garten im Handumdrehen zu einer blühenden Oase, die man Tag für Tag genießen kann.

23 BAZ 06/24 SCHAUFENSTER
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Beliebte Gartenblumen und -pflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch der Rasen braucht im Frühling besondere Pflege. Es ist wichtig Moos und Unkraut zu entfernen, den Boden zu lüften und den Rasen zu düngen, um ihm neue Kraft zu geben. Bei Bedarf können auch kahle Stellen nachgesät werden.

Nachhaltige Gartengestaltung

Wer seinen Garten natürlich und umweltfreundlich gestalten möchte, sollte chemische Pflanzenschutzmittel so weit wie möglich vermeiden und natürliche Alternativen bevorzugen. Ein naturnaher Garten ist mehr als nur eine grüne Oase – er ist ein lebendiges

Ökosystem, das Raum für Vielfalt und Lebensfreude für heimische Tiere wie Vögel, Bienen und Schmetterlinge schafft. Anstatt perfekt gemähte Rasenflächen und geometrisch angelegte Beete sollte im Garten Platz für natürliche Strukturen und Elemente wie Steinhaufen, Totholzhaufen oder kleine Teiche geschaffen werden. Auch ungemähte Wiesen und wild wachsende Blumenbeete sind wichtige Bestandteile eines naturnahen Gartens und sorgen für eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Mit den richtigen Tipps und einer Portion Kreativität lässt sich der Garten in eine natürliche Oase verwandeln, die Mensch und Natur gleichermaßen begeistert.

Einheimische Pflanzen

Bei der Auswahl der Pflanzen sollten vor allem auf heimische Arten gesetzt werden, welche an die Klima- und Bodenverhältnisse der Region angepasst sind. Sie sind nicht nur pflegeleichter, sondern bieten auch heimischen Tierarten Nahrung und Lebensraum, während exotische Pflanzen oft einen hohen Wasser- und Pflegeaufwand erfordern und das ökologische Gleichgewicht negativ beeinflussen können.

Gemütlichkeit im Garten

Für gemütliche Stunden im Garten sind bequeme Gartenmöbel

SCHAUFENSTER 24 BAZ 06/24 WAS? Die vielfältige Welt der Sukkulenten Il variegato mondo delle succulente The fascinating world of succulents 29.03.— 15.11.’24 SUCCU COSA? WHAT? Saisonstart 29. März

und eine stimmungsvolle Dekoration unerlässlich. Die Gartenmöbel sollten im Frühjahr auf Schäden untersucht und gründlich gereinigt werden. Frische Farben, kuschelige Kissen und dekorative Accessoires schaffen eine wohliche Atmosphäre und machen den Garten zu einem Ort der Entspannung und Erholung.

Wir haben mit Monika, einer Gärtnerin aus Untermais darüber gesprochen, mit welchen Blumen wir den Frühling in unsere Gärten holen können.

Wie mache ich meine Pflanzen und Blumen „frühlingsfit“?

Zuerst müssen abgestorbene und beschädigte Zweige abgeschnitten werden, um Platz für neue Blumen und Pflanzen zu schaffen. Dann sollte die Erde um die Wurzeln herum gelockert und frische Erde

hinzugefügt werden, um die Feuchtigkeit zu halten. Außerdem müssen die Pflanzen gedüngt und regelmäßig gegossen werden. Wichtig ist auch, die Beete von Unkraut zu befreien und die Pflanzen auf Schädlinge zu untersuchen.

Welche Blumen und Pflanzen sind im Frühling für den Garten besonders gefragt?

Das hängt natürlich vom Wetter ab. In der Regel sind aber Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Zwiebelpflanzen besonders ge-

fragt. Vor allem Narzissen mit ihren leuchtend gelben oder weißen Blüten bringen eine schöne Stimmung in den Garten. Außerdem sind Narzissen pflegeleicht und blühen im Frühling genau zum richtigen Zeitpunkt für die Osterfeiertage. Sie können einzeln oder in Gruppen gepflanzt werden.

Was halten Sie von dezenten Gartensteckern mit Ostermotiven, um den Garten für die Osterzeit zu schmücken?

Das muss der Kunde entscheiden. Ich finde sie sehr schön. Aus Palmkätzchen kann man im Handumdrehen eine schöne Osterdekoration für das Haus oder den Garten zaubern, vor allem in Kombination mit Tulpen oder Narzissen. Die Weidenzweige können mit oder ohne Wasser in Bodenvasen gestellt werden. Ohne Wasser trocknen die Palmkätzchen und halten sich wie künstliche Äste ewig.

25 BAZ 06/24

Die Mobilität im Burggrafenamt

Die Stadtgemeinde Meran hat in den letzten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Förderung und Integration der Elektromobilität im Stadtgebiet geleistet.

Durch gezielte Maßnahmen und Projekte wird die Nutzung von Elektrofahrzeugen weiter gefördert und die Infrastruktur für Ladestationen ausgebaut. Damit leistet Meran einen aktiven Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Verbesserung der Luftqualität.

Ein Interview mit Herrn René Rinner vom Amt für Mobilität der Stadtgemeinde Meran.

Herr Rinner, welche Maßnahmen hat die Stadtgemeinde Meran zur Förderung der Elektromobilität bereits umgesetzt?

Die Elektromobilität ist weltweit

auf dem Vormarsch. Während sie in den letzten Jahren eher eine Randerscheinung war und einzelne Pioniere vor allem im Premiumsegment auf E-Fahrzeuge umgestiegen sind, zeichnet sich nun eine Trendwende ab. In den nächsten Jahren werden die Marktanteile steigen und immer mehr Auto-

fahrer auf E-Fahrzeuge umsteigen. Dieser Trend ist auch in Meran erkennbar, wo immer mehr Elektrofahrzeuge im Stadtverkehr unterwegs sind. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Städte auf die Elektromobilität vorbereiten und ausreichend Lademöglichkeiten schaffen, denn wer sein Auto un-

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terwegs nicht aufladen kann, wird sich auch keines kaufen. Dies ist ein klassisches Henne-Ei-Problem: Es gibt nicht genug Lademöglichkeiten, also kaufe ich kein Elektroauto – es gibt nicht genug Elektroauto, deshalb zahlt sich die Investition in die Ladeinfrastruktur nicht aus. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Meran in einem ersten Schritt den Bestand erhoben und dann einen Leitfaden erarbeitet, wie viele und welche Ladesäulen wo und bis wann umgesetzt werden sollen. Dabei mussten verschiedene Aspekte, aber auch nationale Zielssetzungen berücksichtigt werden. Bei der Definition der Standorte für Ladesäulen wurden neben der Verfügbarkeit des Stromnetzes auch strategische Kriterien berücksichtigt, die bei der E-Mobility wichtig sind. So wurden beispielsweise Schnellladesäulen (Hypercharger mit 150 KW Ladeleistung) an den Stadtzufahrten und in der Nähe der Ein- und Ausfahrten der MeBo positioniert. Darüber hinaus wurden Attraktionspunkte, zentrale Orte in den Stadtvierteln und dicht besiedelten Stadtgebieten, die noch über keine Lademöglichkeit verfügen, mit 22 KWLadesäulen abgedeckt. Darüber hinaus wurde versucht, die Lademöglichkeiten dort zu positionieren, wo während des Ladevorgangs auch weitere Dienstleistungen angeboten werden wie Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurants, usw.

Wie viele öffentliche Ladestationen gibt es in Meran und ist ein Ausbau des öffentlichen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge geplant?

Als öffentlich zugängliche Ladestationen definieren wir jene, die kostenlos zugänglich sind, also ohne zusätzliche Parkgebühren erreichbar sind. Eine Ladesäule kann mehrere Ladepunkte („Steckdosen“) haben, so dass mehrere Autos gleichzeitig laden können. Anfang 2022 gab es in Meran 7 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit insgesamt 15 Ladepunkten. Ziel war es, das Netz bis 2025 auf 50 öffentlich zugängliche Ladepunkte auszubauen. Dieses Ziel konnte bereits Ende 2023 erreicht werden. Aktuell verfügt die Stadt über 62 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Hinzu kommen zahlreiche weitere andere Lademöglichkeiten in Parkgaragen, Parkplätzen, Hotels, und Einkaufszentren.

Werden Elektrofahrzeuge im Fuhrpark der Stadtgemeinde eingesetzt?

Die Stadtverwaltung verfügt derzeit über 8 reine Elektrofahrzeuge und 1 Plug-In-Hybrid. Darüber hinaus sind bereits 3 Elektroautos und 3 Elektronutzfahrzeuge bestellt, die in den nächsten Wochen ausgeliefert werden. Weitere Anschaffungen sind bis 2024 geplant, mit dem Ziel, den gesamten Fuhrpark nach und nach von Verbrennern auf Elektrofahrzeuge umzustellen.

Gibt es Anreize oder Förderungen für Bürger, die auf Elektromobilität umsteigen wollen?

Seitens der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol gibt es Anreize für den Ankauf von Elektrofahrzeugen und Ladesystemen. Diese sind mit den staatlichen Förderbeiträgen kumulierbar („Ecobonus“). Ein weiterer Vorteil ist die Befreiung von der Autosteuer für 5 Jahre.

Arbeitet die Stadtgemeinde Meran mit anderen Institutionen oder Unternehmen zusammen, um die Elektromobilität zu fördern? Die Gemeinde arbeitet mit dem neuen CarSharing-Anbieter „AlpsGo“ zusammen, der eine 100 % elektrische Fahrzeugflotte anbietet und demnächst auch in Meran den Betrieb aufnehmen wird.

Welche langfristigen Ziele verfolgt Meran in der Elektromobilität? Grundsätzlich wird der Ausbau der

Elektromobilität befürwortet, da sie lokal zu einer Verminderung von Luft- und Lärmemissionen beiträgt, wobei auch die Herkunft des Stroms Einfluss auf die Umweltbilanz hat. Bei der Ausschreibung der Ladeinfrastruktur der Gemeinde Meran war eine Grundvoraussetzung, dass 100 % grüner Strom verwendet wird. Derzeit ist das öffentliche Ladenetz vor allem darauf ausgelegt, bei Bedarf unterwegs schnell zu laden, wobei die Grundladung zu Hause langsam erfolgen sollte (z. B. über Nacht). Voraussetzung ist natürlich, dass zu Hause eine Lademöglichkeit vorhanden ist. Mit der Zunahme von E-Fahrzeugen müssen auch ausreichend langsame, öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten geschaffen werden, z. B. für diejenigen, die keine Garage oder keinen privaten Stellplatz haben. Dies wird sicherlich die nächste große Herausforderung im städtischen Raum sein.

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Der Angriff der Huthi

Alles begann mit dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten. Die Huthi, eine extremistische Gruppe aus dem Jemen, von der die Welt vorher noch nie gehört hatte, begann, westliche Handelsschiffe im Roten Meer anzugreifen. Ein Racheakt gegen die europäischen Länder und die Vereinigten Staaten wegen ihrer israelfreundlichen Politik. Sie treffen damit einen neuralgischen Punkt des interna-

tionalen Handels. Durch den Suezkanal, der den Indischen Ozean mit dem Mittelmeer verbindet, fahren jedes Jahr 17.000 Handelsschiffe, das sind etwa 12 % des weltweiten Seeverkehrs. Ein Großteil dieser Schiffe läuft italienische Häfen an.

Aufgrund der Bedrohung durch die Huthi haben die Handelsschiffe begonnen, ihre Routen zu än-

dern und den gesamten afrikanischen Kontinent zu umfahren, um nach Europa zu gelangen. Die neue Route um das Kap der Guten Hoffnung führt nicht nur zu deutlich höheren Preisen, sondern zwingt die Schiffe auch nordeuropäische Häfen anzulaufen und damit die italienischen Häfen zu umgehen. In Italien wird dadurch ein Wirtschaftssektor geschwächt, der mehr als eine Million Menschen beschäftigt und der 5,14 % des nationalen BIP erwirtschaftet.

Aus diesen Gründen haben Europa und die Vereinigten Staaten beschlossen die Handelsschiffe zu schützen. Italien steht bei dieser Militäraktion an vorderster Front und die italienische Marine konnte bereits mehrere Angriffe abwehren. Trotzdem gelingt es den Huthi immer wieder ein Schiff zu versenken. Das erste war ein Schiff aus

Belize, das 21.000 Tonnen Düngemittel geladen hatte, was zu ökologischen Schäden im Roten Meer und seinen Korallenriffen führte. Das Rote Meer ist leider nur einer von vielen Kriegsschauplätzen in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen zu geraten scheint.

Das Weiße Kreuz zählt über 3.800 freiwillige Helfer:innen, die im Dienste der Bevölkerung stehen. Die Möglichkeiten, dabei aktiv mitzuhelfen sind vielfältig und spannend. Tel. 800 110 911 - Mail

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Von Montan über Castelfeder nach Vill

Diesmal führt die Wanderung ins Unterland ins „Kleingriechenland Tirols“, auf die archaische Hügelkuppe von Castelfeder. Wir wandern den gesamten Rücken entlang bis nach Vill bei Neumarkt mit seiner sehenswerten Kirche.

von Christl Fink

Wir steigen in Montan an der Dolomitenstraße aus, entweder von Auer oder von Neumarkt kommend, aus dem Bus. Ein Besuch dieses Dorfes mit seinen schönen, alten Häusern und der Kirche, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist, ist ein Muss.

Ins Dorf Montan

Wir gehen ein paar Schritte bergauf und biegen dann rechts, unterhalb des Sportplatzes in den Fußweg ein. Auf diesem erreichen wir die Dorfstraße und das Zentrum mit dem

Lisl-Peter-Altersheim. Gleich rechts ein rotes, altehrwürdiges Gebäude, das Gasthaus Rose, vor uns, links der Löwenwirt, ein ebenso historisches Gasthaus, das in der Gaststube noch ein Fresko des altösterreichischen Doppeladlers zeigt. Es soll bereits im 14.Jahrhundert erbaut worden sein und die Herren von Schloss Enn einst als Zollstation gedient haben. Hier beginnen wir unsere Wanderung, die uns zunächst zurück zur Dolomitenstraße führt. Wir überqueren diese und sehen schon das Hinweisschild (Markierung 4) nach Castelfeder.

Sankt Daniel am Kiechelberg

Direkt vor uns erhebt sich der Kiechelberg mit dem sehenswerten Kirchlein, das dem hl. Daniel geweiht ist und einst samt dem dazugehörigen Weinhof zum Kloster Sonnenberg bei St. Lorenzen im Pustertal gehörte. Von dort bezogen die Nonnen ihren Wein und es soll dort so weltlich zugegangen sein, dass Bischof Nikolaus Cusanus für Ordnung sorgen wollte. Heute sind Hof und Kirche längst in bäuerlichem Besitz. Über den Kiechelberg hinweg erblicken wir die Stadt Bozen, dahin-

WANDERN 30 BAZ 06/24
St. Daniel, im Hintergrund Bozen

ter die Sarner Scharte und links den Ifnger und die Plattenspitze. Unser Weg führt bald in den Wald, vorbei an einem besonderen „Memory“ und interessanten Stationen vorbei, bis zur stark befahrenen Straße, die wir überqueren.

Hinunter zum „Langsee“

Der Wegweiser zeigt bergauf. Zuerst am Straßenrand entlang, dann durch ein Gatter gelangen wir in das, als Biotop geschützte Gebiet von Castelfeder. Auf gut markiertem Steig gelangen wir bergab und bergauf in ein kleines Tal, überqueren es auf dem Holzsteg und wenden uns nach links bergauf. Bei den Wegweisern wieder links, dann kurz auf dem asphaltierte Sträßchen hinunter zum „Langsee“, einem der vielen kleinen Moore, die sich hier gegen Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren gebildet haben. Wir umrunden ihn und wandern dann auf einem gepflasterten Weg bergauf. Erst dort, wo sich unser Weg zum nächsten Moor hinunterführt, bleiben wir nun auf dem nicht mehr markierten Steig, der bergauf führt. Schließlich biegt er wieder nach links ab und wir erreichen, nun auf markiertem Weg, die Mauerreste.

Antike Mauern, Barbara-Ruine, „Kuchelen“

Sie stammen aus dem 6. und 10. Jahrhundert und wir gelangen direkt zum höchsten Punkt von Castelfeder, der weithin sichtbaren Ruine der ehemaligen Barbarakapelle. All diese Mauern könnten viel erzählen und wir sind dankbar für die vielen Informationstafeln. Nach dem Abstieg auf die andere Seite zur Fruchtbarkeitsrutsche und den Resten der Ringmauer, den so genannten „Kuchelen“ von denen man einen einmaligen Blick ins Etschtal hat, geht es wieder hinauf und zur weithin sichtbaren Fahne. In der Nähe entdecken wir Turmreste aus dem 6. Jahrhundert. Nun wieder zur Rückseite von St. Barbara mit den Hinweisschildern. Bei der Informationstafel 9 wandern wir auf den markierten Steig abwärts, vorbei an einem kleinen Tümpel mit Trog, nach rechts und über Reste des alten Römerweges erreichen wir, links abbiegend den ausgeschilderten Radweg nach Auer.

In Richtung Vill

Wir bleiben auf dem Radweg bis links ein Moor und rechts eine felsige Erhebung plötzlich

endet. Genau hier, bei dem Verbotsschild für Radfahrer, verlassen wir den Radweg und biegen nach rechts ab. Auf Steigspuren, links an einem kleinen Tümpel vorbei, wandern wir über Gletscherschliffe abwärts und halten uns immer eher links, bis wir zu einem Gatter kommen. Wir überqueren den Radweg; ein gut sichtbarer Steig führt nun durch einen richtigen Mäusedornwald. Sobald wir herauskommen, gehen wir an einer kleinen Mauer entlang bis zu einem Querweg, den wir abwärts wandern bis zu einer Schranke vor der Straße. Nun nach links und nach einem Abstecher zur Liebfrauenkirche von Vill sind es nur noch wenige Schritte bis zur Bushaltestelle.

info

Anfahrt: Mit Zug oder Bus bis Auer, bzw. Neumarkt und dem Bus nach Montan, Dolomitenstraße.

Ausgangspunkt: Montan

Ziel: Castelfeder und Vill/ Neumarkt

Gehzeit: ohne Castelfeder-Runde: rund 2,30 Stunden

Beste Zeit: Herbst, Winter, Frühling

Der Langsee: eines der vielen eiszeitlichen Moore Die Römerstraße 6 kleine Moore, mächtige Bäume und alte Mauern Ein Blick zurück auf die Barbara-Ruine
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Ein Teil der alten Ringmauer, die Kuchelen Einmaliger Durchblick

Warm eingepackt und gut gerüstet für kalte Tage

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Ein schönes und sehr nützliches Weihnachtsgeschenk haben Schülerinnen der Landesfachschule für Schneiderei den Senioren des Seniorenwohnheims Eden gemacht: Sie haben Mäntel genäht, in die auch Rollstuhlfahrer problemlos hinein schlüpfen können, ohne dabei aufstehen zu müssen. Die Mäntel reichen bis über die Knie und haben extra weite Ärmel, so dass man die Hände wie in einen Muff hineinstecken kann. Neun Stück davon haben die jungen Schneiderinnen in Spe zusammen mit ihren Lehrerinnen Barbara Costanzo, Luzia Unterholzner und Erna Wiedmer genäht. Am 21. Dezember brachten sie die Mäntel persönlich ins Seniorenheim. Neben diesen wunderschönen Geschenken hatten sie auch noch einige musikalische Weihnachtsgrüße im Gepäck: traditionelle Weihnachtslieder, von ihnen selbst gesungen und auf Instrumenten begleitet. Ein nachhaltiges und nützliches Geschenk. Stolz zeigten die Senioren bei einem Spaziergang in der klaren Winterluft ihre warmen Mäntel.

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VERANSTALTUNGEN

AusZEIT für Dich

Die Gesundheitswochen in Tisens-Prissian von 7.4. - 8.6.2024

Einfach mal Abschalten und bewusst Zeit für sich nehmen und wieder sein Gleichgewicht finden. Bei den vielfältigen TESANA Veranstaltungen können Sie den Blick für das Wesentliche im Leben schärfen und sich in der Natur neue Energie holen.

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Alle Informationen zur TESANA-AusZEIT für Dich unter www.tisensprissian.com/tesana

Programmübersicht:

• So 7.4. ab 11 Uhr: Picknick „Gsund und Guat“ am Vorbichl. Kosten: 18 - 25 €.

• Jeden Dienstag von 9.4. bis 4.6.2024, 10 -12 Uhr: Kräuterführung am Großkemathof mit Kräutersalzherstellung. Kosten: 15 €.

• Jeden Mittwoch von 10.4. bis 5.6.2024 (entfällt am 1.5.2024), 10.30 - 11.45 Uhr: Yoga mit Klangentspannung beim öffentlichen Schwimmbad in Tisens. Kosten: 15 €.

• Mittwoch, 10.4. und Freitag, 10.5.2024, 17 -19 Uhr: Die Natur auf besondere Weise erleben (Vogelstimmen-Wanderung) am Vorbichl in Prissian. Kostenlos.

• Jeden Donnerstag (auch Feiertage) ab 10.30 Uhr: Natur in Sirup veredelt, Verkostung von Säften beim Ansitz Lidl in Prissian. Kostenlos.

• Freitag, 19.4., 3.5, 17.5. und 31.5.2024, 14.30 - 15.30 Uhr: Die Welt der Biene am Rainguthof in Gfrill. Kostenlos.

• Sonntag, 28.4.2024, 9.30 - 16 Uhr: Landart – Kunst mit der Natur mit Jan Langer in Grissian. Kosten: 40 €.

• Dienstag, 30.4.2024, ab 18 bzw. 20 Uhr: Magische Walpurgisnacht auf St. Hippolyt. Kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.

• Donnerstag, 2.5.2024, 15.30 - 17 Uhr: Ein Herz aus der Natur Kreative Bastelei für die ganze Familie in Grissian. Kosten: freiwillige Spende.

• Freitag, 3.5, 10.5. und 17.5., 9 -12 Uhr: Waldbaden Shinrin Yoku) mit Berta am Vorbichl in Tisens. Kosten: 50 €.

• Montag, 6.5.2024 ab 11 Uhr: Picknick „Gsund und Guat“ am Weingut Großkemat. Kostenbeitrag 25 € Erwachsene, 18 € Kinder.

• Jeden Mittwoch ab 8.5.2024, 9 -12 Uhr: Kleiner Tisner Bauern- und Handwerksmarkt. Kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich.

• Mittwoch, 8.5., 22.5 und 29.5. 14.30 - 15.30 Uhr: Mein Joghurt Kosten: freiwillige Spende.

• Freitag, 24.5.2024, 15 -17.30 Uhr: Kneippwanderung in Prissian. Kosten: freiwillige Spende.

Tourismusverein Tisens-Prissian

Tel. 0473 920822 • info@tisensprissian.com

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18.09. – 21.09.2024

25.09. – 29.09.2024

28.09. – 04.10.2024

TAGESFAHRTEN:

01.04.2024 + 01.06.2024

25.04.2024

05.05.2024

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FLUGREISEN:

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03.09. – 10.09.2024

08.10. – 20.10.2024

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Städtereise Prag

Zur Tulpenblüte in Holland

Elsass – Leben wie Gott in Frankreich

Marillenerlebnis in der Wachau

Inselhüpfen in der Kvarner Bucht

Muttertag am Lago Maggiore

Pfingsten in Dresden

Côte d’ Azur

23.05. – 26.05.2024 Der Schwarzwald

Wanderreise Elba

Seenduett Chiemsee & Königssee

Bretagne & Normandie

Seefestspiele Mörbisch

Insel Rügen

Cinque Terre

Jeruzalem – die slowenische Weinstraße

Wanderreise Hohe Tatra

Costa Brava mit Barcelona

Tierpark Hellabrunn

Nove und Valdobbiadene

Brentakanal und venezianische Villen

Muttertagsfahrt Trient & Tennosee

Wolfgangsee + Kaiservilla

Arena di Verona – AIDA

Athen & Santorini

Irland – Grüner Garten Europas

Kontrastreiches Namibia

Winterreise Island

Magisches Marrakesch

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