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Donnerstag, 19. November 2020

112. Jahrgang Nr. 47

AMTLICHER ANZEIGER FÜR DAS SCHWARZBUBENLAND UND DAS LAUFENTAL P.P. A 4242 Laufen Post CH AG

Revolution beim Asphalt Was man nicht für möglich hielt, hat in Wahlen das erste Jahr schadlos überstanden. Erstmals wurde in der Schweiz eine Teststrecke mit reinem RecyclingAsphalt saniert. Dieser wurde zudem nicht einmal erhitzt, sondern kalt aufgebracht.

Freitag, 20.11.2020 Wolken und etwas Sonne, meist trocken. Aber kühle 6 bis 7 Grad. 3 ºC 6 ºC Samstag, 21.11.2020 Viel Sonne, höchstens einzelne vorüberziehende hohe Wolken. 1 ºC 7 ºC

Er hält: Manfred Partl und Christiane Raab stellen fest, dass der kalt ausgebrachte Recycling-Asphalt das erste Jahr gut überstanden hat.

Gini Minonzio Die bahnbrechende Teststrecke in Wahlen hat das erste Jahr erfolgreich überstanden. Bei der Inspektion stellten Christiane Raab und Manfred Partl keinerlei Risse in der Strasse fest. Sie haben an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zuerst im Labor mit Asphaltrecycling geforscht, danach durften sie in Wahlen eine Teststrecke asphaltieren lassen. Es sind die knapp 300 Meter Kantonsstrasse vom Ausgang des Dorfs bis zur Büsseracher Gemeindegrenze. Diese Teststrecke ist Teil der europäischen Forschung Orrap und einmalig in der Schweiz. Mit einem Gesamtbudget von 1,5 Millionen Euro wird Orrap vom Programm «InterregV Oberrhein» mit gut 400 000 Euro des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Im Rahmen der Schweizerischen Neuen Regionalpolitik wird das Projekt zusätzlich von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Kantonen Aargau und Basel-Landschaft unterstützt. Das Revolutionäre daran ist, dass für die Sanierung die bestehende Asphaltschicht der Strasse mit 100 Prozent reinem Recyclingmaterial überbaut wurde. Lediglich die oberste Deckschicht wurde

FOTO: GINI MINONZIO

zum Schutz des Recycling-Materials konventionell heiss aufgebracht. Der Recyclingschicht wurden also keinerlei Verjüngungsmittel und kein neues Bitumen beigefügt. Lediglich Wasser wurde zugesetzt. Zudem wurde sie nicht einmal erhitzt. «Der Einbau erfolgte kalt, wobei es ein sehr warmer Sommertag war», erklärt Raab. Allerdings mussten Raab und ihr Forscherteam noch während des Einbaus Justierungen am Walzenregime vornehmen. «Zu Beginn liessen wir den Kaltasphalt mit einer 12 Tonnen schweren Walze vibrierend verdichten. Das führte aber zu Rissen und zu starken Randabbrüchen», sagt Raab. Danach liess sie den Asphalt nur noch mit leichteren Maschinen im Vibrationsmodus verdichten. Insgesamt wurde die Anzahl der Walzüberfahrten gegenüber konventionellem Heissasphalt deutlich erhöht.

Schont die Umwelt

Für Raab liegen die Vorteile dieses Verfahrens auf der Hand. Der Asphalt muss nicht erhitzt werden, was zu erheblichen CO2-Einsparungen führt. Zudem kann

Noch mehr Forschung nötig

«Wir haben vor, die Qualität dieser Test-

strecke zu überwachen», bestätigt Philip Bürgisser, Leiter K-Infra-Management und Baustofftechnologie beim kantonalen Tiefbauamt. Der Kanton sei grundsätzlich bestrebt, den Anteil an Recyclingasphalt zu erhöhen. Aber im Augenblick sei nicht geplant, Raabs Verfahren anzuwenden. Dies hat einen einfachen Grund: Grundsätzlich halte sich der Kanton bei seinen Strassenbau-Projekten an die Normen des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS). Raabs Verfahren sei jedoch eine sehr junge Technik und entspreche zurzeit nicht den Normen. Bis es so weit ist, sei noch mehr Forschung nötig, um sicher zu gehen, dass der Belag auch dauerhaft sei. Zudem sei Raabs Kaltrecycling-Verfahren noch nicht für hohes Verkehrsaufkommen oder hohe Belastungen wie Lastwagenverkehr optimiert. Bürgisser kann sich daher vorstellen, dass dieses Verfahren momentan am ehesten die Aufnahme in die VSS-Normen für Strassen mit geringer Verkehrslastklassen wie zum Beispiel Gemeindeund Quartierstrassen schaffen könnte.

Laufen

3 Gegen 100 Personen verfolgten online die Podiumsdiskussion im Gymi in Laufen und gaben per Livestream Kommentare ab.

Breitenbach

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viel des in der Schweiz auf Halde liegenden Recyclingmaterials benutzt werden, was wiederum die Umwelt schont. Raab kann sich auch vorstellen, dass in Zukunft bei der Sanierung einer Strasse der ausgebaute Asphalt an Ort und Stelle zerkleinert und anschliessend wieder eingebracht wird. So würden auch die Transportwege zur nächsten Deponie wegfallen. Raab weist auch darauf hin, dass in Schweden bereits einige Strassen mit Recyclingasphalt kalt saniert werden. Allerdings seien diese Strassen wenig beansprucht. Deshalb müsse man zunächst sicherstellen, ob sich dieses Verfahren in der Schweiz bewähre, und herausfinden, welchen Verkehrslasten es standhalte. Sie würde es begrüssen, wenn der Kanton periodisch die Teststrecke untersuchen und zu diesem Zweck auch Bohrkerne entnehmen würde, um so Aussagen über die Nachverdichtung des Recyclingmaterials zu erhalten.

2 ºC 8 ºC

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LAUFENTAL

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

RÖSCHENZ

L AUFEN

Ein wenig «Sunshine» aus Röschenz

Die Zukunft ist kein Schicksal

Positivität, Liebe und Stärkung, das vermittelt der neue Song von u-sayn. «Sunshine» ist das dritte Werk vom Komponisten und Produzenten aus Röschenz.

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Lucy Schmid Familienvater, Unternehmensgründer und Musiker. Der 49-jährige Hüseyin Dokgüz hat viele Facetten, genau wie seine Musik. Angefangen hat seine musikalische Karriere vor 30 Jahren mit Klavierunterricht und dem Produzieren von elektronischer Musik. Letztes Jahr veröffentlichte er seine erste Single als unabhängiger R&B/Pop-Musiker unter dem Künstlernamen u-sayn. Der Erfolg der Single kam auch für ihn überraschend. Seither sind seine Songs schweizweit im Radio zu hören, sein zweiter Hit wurde von einem Online-Musikmagazin mit einem internationalen Award ausgezeichnet. Am 23. Oktober veröffentlichte er mit «Sunshine» seinen dritten Erfolg. Zusammen mit der aus Genf stammenden Sängerin und Songwriterin Silver Angelina schaffte der Künstler einen Song, der positive Energie und Sonnenschein verbreitet.

Mehrere Variationen

u-sayn liebt die Variation und Wandelbarkeit der Musik. «Es ist erstaunlich, wie man aus einem Konzept, einer Idee, einer Melodie so viel herausholen kann.» Das zeigt Hüseyin Dokgüz auch mit seinem aktuellen Song. Neben einer Pop-Funky-Version von «Sunshine» veröffentlichte er eine Dream-Fassung mit Orchestrie-

Cover: neu veröffentlichte Single Sunshine von u-sayn und Silver Angelina. rung sowie einen House-Mix. Jede Variante transportiert dieselbe Nachricht, hat aber seine ganz eigene Grundstimmung. Der Röschenzer spielt seine Songs hauptsächlich auf dem Keyboard ein. Die Kompositionen entstehen dabei meistens sehr intuitiv. Das Zusammenspiel von am Keyboard erzeugten und live eingespielten Instrumenten hat für ihn auch einen besonderen Reiz. Durch die Zusammenarbeit mit einem Bassisten für «Sunshine» erhielt der Song gleich etwas Neues. «Manches wird vom Profi anders betont, als man es selbst im Kopf hat, aber das verleiht dem Ganzen sofort einen anderen Charakter.» Ein kleiner Zukunftsausblick: u-sayn möchte weiterhin Musik machen und Songs veröffentlichen. Bis dahin sind seine bisherigen Songs auch auf Spotify, Apple Music und Youtube verfügbar.

Podium mit Livestream: (v. r.) Moderator Thomas Boillat diskutiert mit Schülerin Anisa Alimi, Lehrerin Céline Humair, Geschäftsführer Florian Kottmann, Landrat Franz Meyer und Zukunftsforscher Andreas M. Walker über die Zukunft. FOTO: GABY WALTHER

Gegen 100 Personen verfolgten online die Podiumsdiskussion im Gymi in Laufen und gaben per Livestream Kommentare ab. «Die Region in 25 Jahren» war das Thema des Abends.

FOTOS: ZVG

Blick in die Glaskugel

Jährlich lädt der Gewerbeverein KMU Laufental zum Podium ein. In diesem Jahr mussten sich die Verantwortlichen etwas einfallen lassen, um den Anlass am letzten Donnerstag in der Aula des Gymnasiums in Laufen durchführen zu dürfen. Beschränkte Anzahl Gäste, Maskenpflicht, Abstand und ein Apéro, sitzend mit abgepackten Häppchen, war die Lösung. Die Daheimgebliebenen hatten die Möglichkeit, per Livestream die Diskussion zu verfolgen und sich mit Fragen und Meinungen per Chat einzubringen. Dies wurde rege genutzt. Zwischen 80 und 100 Personen waren online. Auf der Leinwand erschienen die Kommentare. Auch die 30 Gäste im Saal meldeten sich nicht per Mikrofon, sondern per eingetippten Fragen übers Handy zu Wort. So war etwas Multitasking gefragt, gerade auch für Moderator Thomas Boillat. Wäh-

«Die Region in 25 Jahren» war das Thema des Abends. «Die Entscheidungen von heute bestimmen die Zukunft. Die Zukunft ist kein Schicksal», erklärte Andreas M. Walker in seinem Input-Referat. Der Zukunftsforscher führte weiter aus: «Anstrengungen, Verlustängste, Emotionen und Instinkt hemmen uns. Es braucht deshalb bewusst Mut, Verantwortung und Hoffnung, um etwas zu verändern.» Im Bereich Bildung zeichne sich der Megatrend ab, dass Töchter besser gebildet seien als Söhne. Mehr Männer gründen Unternehmen, während mehr Frauen Juristinnen werden, welche die Gesetze machen. Es sei spannend, diese Entwicklung zu verfolgen. Bei der Podiumsdiskussion wurde der Fokus auf die Zukunft in der Kommunikation, Bildung und Mobilität/Verkehr gelegt. Für Verunsicherung im Unterricht würden die vielen und schnell wechselnden Anforderungen führen, so Céline Humair, Lehrerin an der Sekundarschule und am Gymnasium. Sie ist überzeugt, dass der Computer den Präsenzunterricht nicht ersetze. Am wichtigsten fürs Lernen seien die Beziehungen untereinander. Auch Anisa Alimi, Schülerin an der Sekundarschule Zwingen, bevorzugt

schliesslich habe das Gremium den Entscheid zur Abschaffung jedoch einstimmig gefällt. Zwar werde man künftig wegen Corona etwas knapper haushalten müssen, sagt Niklaus. «Aber Steuererhöhungen wird es wegen des Gebührenerlasses sicher nicht geben.» Gemeindeverwalter Samir Stroh sagt, die Mindereinnahmen seien im Budget berücksichtigt. Es sehe eine rote Null vor. «Das hat aber mit anderen Faktoren zu tun.» Die Idee zur Abschaffung der Schaltergebühren sei im Team der Verwaltung aufgekommen. «Wir können auch den Aufwand senken. So müssen wir künftig etwa keine Kleinbeträge mehr in Rechnung stellen.» Dass nun auch der Verbrauch steige, könne er sich nicht vorstellen. «Für den Lernausweis etwa braucht man eine Wohnsitzbestätigung», sagt Stroh. Solch ein Dokument hole sich niemand «zum Spass». Bei der ID sei der Passus eingebaut, dass sie lediglich nach Ablauf oder nach Diebstahl mit entspre-

chender Anzeige ersetzt werde. Der Brislacher Gemeinderat schreibt, ihm sei «keine Gemeinde oder Stadt bekannt, welche einen solchen Schritt gegangen ist». Auch beim Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) kennt man kein Beispiel eines solch umfassenden Gebührenerlasses. Geschäftsführer Matthias Gysin sagt auf Anfrage: «Zumindest habe ich seit meinem Amtsantritt noch nie von einem ähnlichen Fall gehört.» Auch der Schweizerische Gemeindeverband kann kein anderes Beispiel nennen. Für Einwohnergemeinden gibt es im Grunde zwei Arten, sich zu finanzieren: Via Steuern und Gebühren. «Wenn nun eine Gemeinde Gebühren abschafft, dann wird dieser Aufwand automatisch über die Steuereinnahmen bezahlt», sagt Matthias Gysin. Es handle sich also um einen Systemwechsel, und es liege in der Autonomie jeder einzelnen Gemeinde, das umzusetzen.

Gaby Walther

Studio: Hüseyin Dokgüz lebt sich als u-sayn musikalisch aus.

rend er die Diskussion leitete, flocht er immer wieder die Kommentare und Fragen des Publikums ins Gespräch ein.

den direkten Kontakt. Sie findet den Einsatz von Tablets im Unterricht nicht so gut. Landrat Franz Meyer wünscht sich eine bessere Fehlerkultur. Junge Menschen sollen die Freude am Lernen nicht verlieren. Auch Fehler in der Politik seien nicht erlaubt, es folge sofort die mediale Steinigung. Dies führe zu einer Nullrisikogesellschaft. Betreffend Wirtschaft sieht Florian Kottmann, Geschäftsführer des BSP-Handwerker-Shops, Chancen für Kleinunternehmer. Diese können flexibel auf Kundenwünsche eingehen. Dabei sei die Kommunikation auf persönlicher Ebene ein wichtiger Erfolgsfaktor. Er ist überzeugt, dass gute Mitarbeiter etwas kosten dürfen. Zum Schluss durften die Podiumsgäste einen Wunsch für die Zukunft in 25 Jahren aussprechen: Eine gut vernetzte Region, ein funktionierendes Verkehrsnetz, eine Schule ohne zu viel Technik und Erhalt des Naherholungsraums wurden aufgezählt. Vor Jahrzehnten war es der Kalte Krieg, heute ist es die Angst vor Seuchen, die uns für die nächste Zeit nicht mehr loslassen wird, prognostizierte Walker.

Keine falschen Aussagen

Falsche oder richtige Aussagen zur Zukunft gebe es keine, ist Moderator Thomas Boillat überzeugt. Gerade die heutige Zeit mit dem Virus zeige, wie schnell sich die Zukunft ändern kann. Flexibilität sei gefragter denn je.

BRISL ACH

Brislacher erhalten Gratis-Ausweise Die Gemeinde erlässt der Bevölkerung einen Grossteil der Gebühren — auch die Identitätskarte gibt’s bald gratis. Benjamin Wieland Ein «tolles, einzigartiges Extra» will der Brislacher Gemeinderat den Einwohnerinnen und Einwohnern bieten, eine Art Upgrade an Service Public. Fast alle Gebühren, bei denen das überhaupt möglich ist, schafft die Laufentaler Gemeinde ab. Das heisst: Die rund 1700 Brislacherinnen und Brislacher erhalten künftig etliche Dokumente kostenlos, darunter Adressauszüge, Wohnsitzbescheinigungen, Beglaubigungen von Unterschriften, Ortspläne, Zonenplanauszüge, amtlich beglaubigte Kopien und vieles mehr. Der Gemeinderat ging noch einen Schritt weiter: Die Identitätskarte wird ebenfalls gratis. «Insgesamt entgehen der Einwoh-

nergemeinde mit dieser Massnahme zirka 8000 bis 10 000 Franken an Gebühreneinnahmen», schreibt der Gemeinderat. Doch die Vorteile würden überwiegen, und es sei «genug ärgerlich, dass in der heutigen Zeit noch solche Amtshandlungen nötig sind». Die revidierte Brislacher Gebührenordnung tritt per 1.Januar 2021 in Kraft. Bei den abgeschafften Gebühren handelt es sich grösstenteils um sogenannte Stempel- und Kleingebühren, auch Schaltergebühren genannt. Andere Gebühren sind gesetzlich vorgeschrieben und können nicht aufgehoben werden, etwa jene für Abwasser oder für die Kehrrichtbeseitigung. Gemeindepräsident Hannes Niklaus (FDP) sagt, man habe in den letzten zwei Jahrzehnten stets gute Rechnungsabschlüsse erzielt. «Jetzt wollten wir der Bevölkerung etwas zurückgeben.» Im Gemeinderat sei der Vorschlag zuerst noch kontrovers diskutiert worden,

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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

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In stillem Gedenken: Monique Court Mike Silberman und Christiane Silberman-Weber mit Andrea, Adam, Leon et Juliana, Nathalie und Mia; Ralph Silberman ; Jessica Silberman Dunant und Olivier Dunant mit Joël, Marc und Jeremy Die Abdankung findet aufgrund der aktuellen Situation im engsten Familienkreis in Genf statt. Traueradresse: J. SIlberman Dunant, 115, ch. de Chantefleur, 1234 Vessy

Laufen: Freitag, 20. November, 10.00 Uhr, Altersheim Rosengarten Laufen, Andacht am Wochenende, im grossen Saal. Samstag, 21. November, 17.00 Uhr, ref. Kirche Laufen, wir feiern Gottesdienst im Gedenken an alle in den letzten Monaten Verstorbenen unserer Kirchgemeinde. Die Feier wird gestaltet von Tatjana Fuog an der Orgel/am Flügel und Pernilla Palmberg an der Harfe, Pfarrerin Regine Kokontis Text und Liturgie. Dienstag, 24. November, 11.45 Uhr, ökumenischer Mittagstisch für Senior*innen von 11.45 Uhr bis 14.00 Uhr. Anmeldung erwünscht bis am Vortag, jeweils Montag um 12.00 Uhr, beim Sekretariat der ref. Kirchgemeinde, Sabine Freund, 061 761 40 43. Donnerstag, 26. November, 14.30 Uhr, Seniorennachmittag im ref. Kirchgemeindehaus Laufen oder in der ref. Kirche Laufen. Thema: 60 Jahre Mani Matter. Sein erster öffentlicher Auftritt war in der Radiosendung «Kalaidophon» 1960. Der Künstler Andreas Aeschlimann hat zu diesem Jubiläum ein Mani Matter-Programm zusammengestellt und wird es uns an diesem Nachmittag präsentieren, mit Pfarrer Claudius Jäggi und Team. Abstandsregeln und Hygienemassnahmen werden eingehalten! Es gilt die Maskenpflicht!

Sonntag, 29. November, 10.15 Uhr, ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Gottesdienst zum 1. Advent, Pfr. St. Barth, Org. I. Mayr, Wir bitten um eine Anmeldung zum GD, danke! Anschl.: Kirchenkaffee im Gde.-Saal: abgepacktes Gebäck, Einzel-Kaffee-Getränk und Maskenpflicht. Strick-Kreis: Montag, 23. November, 14.00–16.00 Uhr, im Gde.-Saal der ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Leitung: Susanne Rodella. Mit der Bitte um eine Anmeldung bis zum Wochenende davor: Telefon 079 548 18 90 oder E-Mail: srodella@ebmnet.ch

Für die grosse Anteilnahme, für jede stille Umarmung, die tröstenden Worte und die mitfühlenden Zeichen der Verbundenheit, die wir beim Abschied von

Hans Jeisy-Christ DANKE allen, die Hans im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind. Herrn Albert Dani für die würdevolle und unvergessliche Abdankungsfeier sowie die trostspendenden Worte. dem Alphornduo Klusbächli und der Organistin Chani Lesaulnier für die musikalische Begleitung. den Fahnendelegationen vom Musikverein und Turnverein. für die zahlreichen Karten, Blumen und Spenden. allen Verwandten, Freunden, Wanderkollegen, Schulkameraden und Bekannten sowie allen, die Hans auf dem letzten Weg begleitet haben. Die Trauerfamilie

Ein liebes, treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Wir fühlen es mit tiefem Schmerz, was wir verloren haben, drum, liebe Mutter, schlaf in Ruh’, unsere Liebe deckt dich zu.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter

Rosmarie Strohmeier-Obst

In Liebe Ernst Hagenbuch-Bommer Kurt und Urs Hagenbuch, Pasqual Wagner Dorli, Raphael, Fabian, Caroline Hagenbuch und Nils Abdankung und Urnenbeisetzung finden im engsten Familienkreis statt. Ein Gedenkgottesdienst findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen.

Carli Giger-Henz

2. November 1925 – 10. November 2020 Wir sind dankbar für alles, was er uns gegeben hat und für die Zeit, die wir mit ihm verbringen durften. In uns und unseren Erinnerungen wird er weiterleben. In Liebe Elisabeth Giger-Henz Rita Giger Stamm Martin und Vreni Giger-Schmidlin Anja und Fraser, Jonas und Sophie Esther und Urs Schnider-Giger Eva und Oliver, Anita Geschwister, Verwandte und Freunde Aufgrund der aktuellen Situation finden die Abschiedsfeier und Urnenbeisetzung am Freitag, 20. November, 14.30 Uhr, im engen Familienund Freundeskreis statt. Wir freuen uns, wenn Sie um diese Zeit eine Kerze anzünden, damit wir uns in Gedanken zusammen von ihm verabschieden können. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizer Berghilfe, 8134 Adliswil, Postkonto 80-32443-2, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk: Carli Giger Traueradresse: Elisabeth Giger-Henz, Gehrenstrasse 35, 4227 Büsserach

Einschlafen, wenn man müde ist; Sich fallen lassen dürfen. Das ist ein tröstlicher und wunderbarer Gedanke.

6. Oktober 1933 – 9. November 2020

Nach kurzem Kampf gegen eine Krankheit durfte sie friedlich einschlafen. Wir sind traurig aber dankbar für die Zeit, die wir zusammen verbringen durften. Wir bedanken uns bei Dr. Mosimann, dem Pflegeteam Hohe Winde des Zentrum Passwang für die liebevolle Pflege. Wir werden dich vermissen.

In stiller Trauer Monika Karrer-Strohmeier und Beat Bühler mit Sascha Karrer Rolf und Lyss Strohmeier mit Remo und Jasmin Rita und Peter Ischer-Strohmeier und Anverwandte

Montag, 23. November, 19.00–20.00 Uhr, im Gde.-Saal der ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Themen: Beschluss über den Voranschlag 2021 und Genehmigung der Rechnung 2019. jeweils donnerstags von 18.00 – 19.30 Uhr im Gde.-Saal der ref. Kirche Thierstein, Breitenbach: Do. 19. Nov.: Gr. 2.; Do. 26. Nov.: Gr. 1.

Aus Corona-Gründen findet die Trauerfeier mit anschliessender Beisetzung am Freitag, 27. November 2020 um 14.30 Uhr in der Kirche St. Paul in Büsserach im engsten Familienkreis statt.

Kirchgemeinderat:

Traueradresse: Monika Karrer, Winkelmattstrasse 2, 5726 Unterkulm

Hilft in materiellen Notlagen bei Covid-19-bedingten Einbussen: Tel. 061 781 12 50 (Pfarramt).

Hedi durfte friedlich und im tiefen Vertrauen zu ihrem himmlischen Vater einschlafen. Ihr grosser Glaube, der Ihr Leben prägte, ist unser Vorbild.

Traurig, aber auch dankbar, dass sein irdisches Leben ein friedliches Ende gefunden hat, nehmen wir Abschied von meinem lieben Mann, unserem Vati, Schwiegervater und Grossvater

erfahren durften.

Kirchgemeindeversammlung:

Konfirmandenunterricht:

18.1.1927 – 11.11.2020

Traueradresse: Ernst Hagenbuch, Alice Vogt Strasse 14, 4226 Breitenbach

HERZLICHEN DANK

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Thierstein Sonntag, 22. November, 10.15 Uhr, ref. Kirche Thierstein, Breitenbach, Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag, Pfr. St. Barth, Org. B. Abgottspon, Sig. D. Klasnic. Für die im letzten Jahr verstorbenen Gemeindeglieder zünden wir im GD eine Kerze an. Den Angehörigen der Verstorbenen haben wir eine Einladung zugeschickt. Die Gemeindeglieder, die am GD teilnehmen möchten, bitten wir ebenfalls um eine Anmeldung, danke!

Hedwig (Hedi) Hagenbuch-Bommer

Spenden (statt Blumen) sind erbeten an das Benediktiner Kloster, 4115 Mariastein, Postkonto 40-9323-9; Vermerk Hedi Hagenbuch

Blauen, im November 2020

Gottesdienste (Die maximale Teilnehmerzahl sind jeweils 30 Personen):

Mit grosser Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner innig geliebten Ehefrau, von unserem wunderbaren Mami, Grossmami, Urgrossmami.

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der kurz nach seinem 95. Geburtstag, am 11.11.2020 friedlich von uns gegangen ist.

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Laufental Wer mit ÖV unterwegs ist, darf gerne auch vor dem Gottesdienst schon einen Kaffee trinken kommen, oder wer eine Mitfahrgelegenheit braucht, soll sich ungeniert bis am Vortag 17.00 Uhr via Tel. Nummer 076 582 37 24 melden.

Jes.43.1

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Lebenspartner, Vater, Grossvater und Ur-Grossvater

Mittwoch, 25. November, 9.30 Uhr Adventskranzbinden, Martina Hausberger und Team. Informationen und Anmeldung unter www.kgleimental.ch Freitag, 27. November, 20.00 Uhr Ökum. Taizé-Feier*, Monika Stöcklin-Küry und Hansruedi Koch, Kirche Hofstetten

Der Herr hat mich beim Namen gerufen…

Zwei Pfade teilten sich in einem Wald und ichIch nahm den weniger begangenen Pfad, und das machte den ganzen Unterschied - Robert Frost

Gilt als Leidzirkular.

Otto Franz-Schnell 18. 2. 1928 – 8. 11. 2020

Besonders danken wir den Angestellten vom Altersheim Rosengarten in Laufen. Beatrix Franz mit Daniel, Monika und Stefan Konrad Franz mit Sandra, Stefan und Rosa Markus Franz mit Claudine und Lukas Auf Wunsch des Verstorbenen findet keine Abdankung statt. Anstelle von Trauerkarten bitten wir, in dieser hektischen Zeit einen Moment innezuhalten und seiner zu gedenken. Liesberg, im November 2020


Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

AMTLICHE MITTEILUNGEN Aus der Stadtratssitzung vom 16. November 2020 Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung u.a. folgende Geschäfte behandelt und Beschlüsse gefasst: • Der Botschaftstext wurde zuhanden der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2020 verabschiedet. • Die Standaktion des Vereins Pro Spital Laufen vom 21. November 2020, 10.00 bis 16.00 Uhr, wird bewilligt.

Einladung Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2020, 20.00 Uhr in der MZH Serafin, Primarschulzentrum Laufen ERLÄUTERUNGEN UND ANTRÄGE ZU DEN EINZELNEN TRAKTANDEN

Traktandum 1: Einbürgerungen Für die Gesuchstellenden ist die kantonale Bewilligung zur Einbürgerung durch die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft erteilt worden. Name, Vorname Geburtsdatum Schweiz seit In Laufen seit Ismaili Laura 28.04.2001 seit Geburt 01.05.2006 Dimova Natalia 31.07.2000 11.01.2009 11.01.2009 Pilenza Cosimo 18.12.1996 seit Geburt seit Geburt Maske Sören-Nico Harry 09.09.2002 01.10.2007 01.10.2007 Polat Aytaç 24.04.1978 1990 01.04.1998 Polat Faté 13.10.2004 seit Geburt seit Geburt Polat Enes 20.06.2012 seit Geburt seit Geburt Der Stadtrat beantragt der Gemeindeversammlung folgenden Beschluss zu fassen: Den Einbürgerungen folgender Personen wird zugestimmt: – Ismaili Laura – Dimova Natalia – Pilenza Cosimo – Maske Sören-Nico Harry – Polat Aytaç – Polat Faté – Polat Enes

Traktandum 2: Budget 2021; Festlegung des Steuerfusses für natürliche und juristische Personen sowie der Gebührenansätze. Genehmigung des Budgets. Das Budget 2021 weist in der Erfolgsrechnung einen Verlust von CHF 1 405 273.15 aus. Für die Jahresrechnung 2020 wird von einem Verlust von CHF 480 374.70 ausgegangen. Das Gesamtergebnis verschlechtert sich somit um CHF 924 898.45. Gründe dafür sind der Steuerrückgang durch die Corona Pandemie, die Kürzung des Ressourcenausgleichs sowie die wegfallende Kostenbeteiligung des Bundes an Sozialhilfekosten. Hinzu kommt, dass sowohl der Buchgewinn aus An- und Verkauf von GASAG Aktien und der Buchgewinn aus dem Gebäudeverkauf der Amthausgasse 3 im Budget 2020 eingeplant sind. Diese einmaligen Buchgewinne von insgesamt etwa CHF 0.668 Mio. entfallen jedoch, da sie bereits im Jahr 2019 verbucht wurden. Die Auswirkungen der Corona Pandemie schlagen sich auch im Finanzhaushalt der Stadt Laufen nieder. In der aktuellen Jahresrechnung zeichnen sich Mindererträge (Eintrittsgebühren Schwimmbad und Eishalle, Marktstandgebühren) und Mehraufwendungen durch Corona Schutzmassnahmen ab. Der Kanton rechnet damit, dass durch die Corona Massnahmen auch die Steuererträge rückläufig sind. Deshalb können die Gebergemeinden weniger in den Finanzausgleichstopf einbezahlen und in der Folge erhalten die Empfängergemeinden weniger Ressourcenausgleich. Der Kanton rechnet mit einem Rückgang von CHF 148.00 je Einwohner, dies macht für die Stadt Laufen einen Rückgang von CHF 0.843 Mio. aus. Seit Beginn der Legislaturperiode hat sich der Stadtrat mit dem Budget 2021 beschäftigt. Im Voranschlag 2021 zeigt sich wiederum das bekannte Problem, dass der Finanzhaushalt der Stadt Laufen sehr stark strapaziert ist und eine ungenügende Selbstfinanzierung resultiert. Dem Stadtrat ist der Handlungsbedarf bewusst, die Ausgabenpositionen zu überprüfen und Korrekturen in den Organisationsstrukturen anzugehen. Der Stadtrat ist zuversichtlich, dass mit der künftigen raumplanerischen Entwicklung neue Steuerund Baurechtserträge dem Finanzhaushalt zufliessen. Um die Umsetzung der Reformen und die raumplanerischen Projekte weiter

Gestalten Sie die Zukunft Ihres Lebensraums aktiv mit: Räumliches Entwicklungskonzept der Stadt Laufen Die Stadt Laufen erhält ein Räumliches Entwicklungskonzept. Dieses wird in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und in Hinblick auf die nachfolgende Revision der Ortsplanung entwickelt. Laufen ist ein eigenständiges, charakteristisches Regionalzentrum sowie Wohn- und Arbeitsort für rund 5800 Einwohnerinnen und Einwohner und 3900 Beschäftigte. Die oberste Zielsetzung der Stadtentwicklung ist es, auch künftig attraktiven und vielfältigen Lebensraum zu bieten, die Identität der Stadt zu erhalten und zu schärfen sowie günstige Voraussetzungen für Wohnen, Wirtschaft, Begegnung, Bildung, Sport, Freizeit und Kultur zu schaffen. EINLADUNG ZUM FORUM 1 «AUSSENSICHT – INNENSICHT» Welche Stärken und Schwächen kennzeichnen die Stadt Laufen heute? Wie sieht Ihre Vision für die Stadt Laufen in Zukunft aus? Welche Themen, Anliegen und Herausforderungen gilt es in der Planung zu berücksichtigen? Hören Sie sich die Aussensicht des beauftragten Planungsbüros Metron AG an und bringen Sie ihre Ideen und Interessensbereiche ein:

«Forum 1» am Donnerstag, 3. Dezember 2020, 18.00 bis 21.00 Uhr, Eintritt ab 17.30 Uhr Die Veranstaltung wird durchgeführt als digitale Videokonferenz (Software ZOOM) – mit professioneller Unterstützung, damit eine einfache Teilnahme für möglichst alle Bevölkerungsgruppen ermöglicht wird.

voranzutreiben, braucht der Stadtrat noch Zeit. Greifen diese in der Zukunft und die wirtschaftlichen Pandemiefolgen treten nicht so stark ein wie befürchtet, ist der Stadtrat zuversichtlich, dass die Budget- und Rechnungsergebnisse in den nächsten Jahren besser als prognostiziert sein werden. Der Stadtrat beantragt der Gemeindeversammlung folgenden Beschluss zu fassen: 1. Die Gemeindesteuern für das Jahr 2021 betragen: – Natürliche Personen: 59% der Staatssteuer: wie bisher – Juristische Personen: 4.5% des steuerbaren Ertrags als Ertragssteuern (§58 StG): wie bisher – Juristische Personen: 0.55‰ des steuerbaren Kapitals als Kapitalsteuern; mind. CHF 165.00 (§ 62 StG): wie bisher 2. Das Budget 2021, bestehend aus der Erfolgsrechnung mit einem Verlust in der Höhe von CHF 1 405 273.15 und der Investitionsrechnung mit Nettoinvestitionen von CHF 1 739 000.00 wird genehmigt. Das detaillierte Budget kann unter Telefon 061 766 33 80 bestellt oder auf der Homepage eingesehen werden.

Kreditbeschluss Kreditsumme 14.12.2017 186 000.00 13.12.2018 1 600 000.00

Bezeichnung Abrechnung SR-Beschluss ICT Medienkonzept Kinder-Garten/Primarschule 184 795.65 106-2020 Kunstrasen Nau 1 542 907.70 244-2020

Der Stadtrat beantragt der Gemeindeversammlung folgenden Beschluss zu fassen: Die Abrechnungen der Verpflichtungskredite werden genehmigt.

Traktandum 5: Verschiedenes, Mitteilungen, Anträge Auflage Die Unterlagen zu den Traktanden liegen während den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung bei der Präsidialabteilung zur Einsicht auf und können auf der Homepage der Stadt Laufen eingesehen werden (www.laufen-bl. ch/Politik/Gemeindeversammlungen). Mit dem nebenstehenden Code gelangen Sie direkt auf die Website, von der Sie die Details zu den Geschäften herunterladen können.

Traktandum 3: Aufgaben- und Finanzplan, Kenntnisnahme Die Finanzplanung basiert auf dem Budget 2021. Aktualisiert wird die Finanzplanung durch neue, zusätzliche Kosten in Form von Kapitalkosten (Abschreibungen und Zinsen), Personalkosten oder durch gesetzgeberische Bestimmungen. Durch die Annahme der Unternehmenssteuerreform (USR III) wird ab dem Planjahr 2023 mit einem Rückgang der Ertragssteuern gerechnet.

Baugesuche, Auflage vom 19. bis 30. November 2020

Der Stadtrat beantragt der Gemeindeversammlung folgenden Beschluss zu fassen: Der Aufgaben- und Finanzplan 2021–2026 wird zu Kenntnis genommen.

BG-Nr. 1793/2020. Bauherrschaft: Goetschy Urs / Breitenbachstrasse 17 / 4242 Laufen. Projekt: Zweckänderung: alt Praxis in neu Wohnraum, Parz. 2370, Breitenbachstrasse 17, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Goetschy Urs / Breitenbachstrasse 17, 4242 Laufen BG-Nr. 1790/2020. Bauherrschaft: Egli Esther u. Beat / Baselstrasse 66 / 4242 Laufen. Projekt: Sitzplatzüberdachung mit Aussentreppe / Erweiterung Carport / Vordach, Parz. 1734, Baselstrasse 66, 66a, 4242 Laufen. Projektverfasser/in: Egli Esther u. Beat / Baselstrasse 66, 4242 Laufen

Traktandum 4: Abrechnung Verpflichtungskredite

Begründete Einsprachen sind mit der Baugesuchs-Nummer versehen, innerhalb der Auflagefrist in drei Exemplaren an das Bauinspektorat Liestal, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal zu richten.

Werden alle geplanten Investitionen umgesetzt, wird als Mittelwert jährlich CHF 3.795 Mio. investiert. Zur Finanzierung muss sich die Stadt Laufen zusätzlich verschulden.

Anmeldung bis Donnerstag, 26. November 2020: per E-Mail an info@laufen-bl.ch

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Aus dem Departement

CÉDRIC JEANBOURQUIN, STADTRAT

Mit dem vorgezogenen Weihnachtswunsch unseres Stadtpräsidenten wissen wir, dass sich das Jahr 2020 langsam aber sicher dem Ende zu neigt. Für einen ausführlichen Jahresrückblick ist es allerdings noch zu früh. Auch der Dezember mag wohl in dieser speziellen Zeit von Überraschungen nicht verschont bleiben. Nach gut fünfmonatiger Amtstätigkeit ist es dennoch ein guter Zeitpunkt über das Umgesetzte und kurz Bevorstehende aus meinem Departement zu informieren: Werkhof: Zur Aufgabenbereicherung der Mitarbeiter vom Werkhof gehört ab März 2021 die gemietete Wischmaschine. Die Wischarbeiten werden eigenständig durchgeführt und ersparen Kosten im Vergleich zur aktuell externen Vergabe. Die Arbeitskleider werden seit einiger Zeit von einem hier ansässigen Unternehmen gereinigt. Transportwege zu Gunsten der Umwelt und Kosten werden eingespart. Ein Erfolg ist die bereichsübergreifende Zusammenarbeit mit Amtskollegin Carole Seeberger. Ein Sozialhilfebezüger wurde aus einem Arbeitsintegrationsmodell erfolgreich in den Werkhof überführt. Dies ohne nachhaltige Kostenfolge zulasten der Stadt. Remise: Die einsturzgefährdete Remise beim Schulhaus Serafin wird abgerissen. Die Schulwegsicherheit in der 30er Zone wird erhöht und der Spielplatz kann nach dem Abriss wieder vollständig benutzt werden. Papiersammlung: Der Preiszerfall des Altpapiers ist mit mehr als 50% seit 2019 dramatisch. Insbesondere weil die Papiersammlungen durch unsere Vereine durchgeführt werden und es somit eine traditionelle Jugend- und zeitgleich Vereinsförderung ist. Wiederum konnte ein regionales Unternehmen engagiert werden, wo die Rückvergütung an die Stadt höher ausfällt. Grüngutsammelstelle: Zahlreiche Rückmeldungen erreichten uns während der Hochsaison zum Unterhalt der Grüngutsammelstelle. Mit Hochdruck forcierten wir gegenüber dem Auftragnehmer die sofortige Bereitstellung weiterer Mulden und reinigen die Sammelstelle insbesondere vor und nach dem Wochenende zusätzlich. Eine Bitte: Verlassen Sie den Ort wie Sie ihn auch vorfinden möchten, und werfen Sie das hinein, was hineingehört. Leider wurde der Zaun zerstört um «badgefrei» entsorgen zu können.

Anzugebende Daten: – Name und Anschrift –E-Mail-Adresse (zwingende Angabe, damit die Zugangs-Links zugestellt werden können).

Friedhof: Die Mauer hat aufgrund des Hangdrucks starke Risse und die Sanierung der zweiten Hälfte startet dieses Jahr.

Die angemeldeten Interessierten erhalten am Mittwoch, 25. November 2020 eine Einladung mit näheren Informationen (inkl. Zugangs-Links zur Teilnahme und zum Unterlagenbezug). Alle Angemeldeten erhalten nach Bedarf Unterstützung, damit sie technisch unbeschwert an der Veranstaltung teilnehmen können. Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

Stadthaus: Die Ausschreibungen zur Sanierung erfolgten. Die Arbeiten werden aber erst anfangs 2021 aufgenommen, damit sie in einer Etappe durchgeführt werden können und es keine wetterbedingten Unterbrüche gibt.

AUSBLICK AUF WEITERE GEPLANTE MITWIRKUNGSVERANSTALTUNGEN:

Überraschungen im Dezember sind nichts Neues, sind doch Geschenke seit eh und je etwas Besonderes. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit dem kommenden 1. Advent eine besinnliche und gesunde Weihnachtszeit.

Forum 2 «Strategie und Stossrichtungen» am Donnerstag, 29. April 2021, 18.00 bis 21.00 Uhr (Veranstaltungsformat abhängig von der Entwicklung der Situation hinsichtlich COVID-19)

Forum 3 «Gesamtkonzept und Massnahmen» am Donnerstag, 26. August 2021, 18.00 bis 21.00 Uhr (Veranstaltungsformat abhängig von der Entwicklung der Situation hinsichtlich COVID-19)


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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

Ärztlicher Notfalldienst Telefon 061 261 15 15 Unter dieser Nummer erreichen Sie in Notfällen den diensttuenden Arzt, Kinderarzt und Zahnarzt in Baselland sowie in den Solothurner Bezirken Thierstein und Dorneck Telefon 0848 112 112 Bitte versuchen Sie zuerst, Ihren Hausarzt zu erreichen.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

Meine Fahrt ist zu Ende, nun kann ich ruhen und in Frieden schlafen bis wir uns wiedersehen.

Albert Schweitzer

Wir haben Abschied genommen von

Max Vögtlin-Allemann 28. November 1925 – 8. November 2020

Nach einem reich erfüllten Leben durfte er einschlafen und ist jetzt wieder vereint mit seinem Annerösli. Wir sind traurig, aber auch glücklich über die vielen schönen und bleibenden Erinnerungen, die wir teilen dürfen. Wir werden Max nicht vergessen. Unser herzlicher Dank gilt dem Pflegeteam des 2. Stocks des Seniorenzentrums Rosengarten in Laufen für die Betreuung und Begleitung während der letzten beiden Jahre, Dr. Hollenstein für die ärztliche Betreuung sowie Herrn Mediger für seine einfühlsamen Abschiedsworte. Dankbar sind wir zudem all jenen, die Max zu Lebzeiten unterstützt haben und für ihn da waren.

Büsserach

Baupublikation

Gesuchsteller: Sarah Schmid und Olivier Brêchet, Höhenstrasse 12, 4227 Büsserach Bauobjekt: Umbau EFH Standort: Höhenstrasse 12 Grundstück: GB 1618 Nutzungszone: W2c Projektverfasser: Olivier Brêchet, Höhenstrasse 12, 4227 Büsserach Planauflage: Bauverwaltung, Breitenbachstrasse 22, 4227 Büsserach Einsprachefrist: 4. Dezember 2020

Nunningen

Baupublikation

Gesuchsteller: Brunner Christoph, Winkel 3, 4208 Nunningen Projektverfasser: Brunner Christoph, Winkel 3, 4208 Nunningen Bauvorhaben: Brunnenanlage mit Wasserlauf Bauplatz: Winkel 3 Parzelle: GB-Nr. 2418 Planauflage: Gemeindeverwaltung Nunningen Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Baupublikation

Die Trauerfamilie Hans Peter und Madeleine Vögtlin, Jenny und Dennis Hinterfeldstrasse 16 4242 Laufen

Wir trauern um meinen geliebten Ehemann, den Vater, Sohn, Bruder, Onkel und Freund. In unseren Herzen wirst du weiterleben

Pascal Karl Strub-Häberli 4. April 1965 bis 12. November 2020

Wir bedanken uns herzlich beim Pflegeteam Spital Dornach und beim Pflegeteam des Hospiz im Park Arlesheim für die liebevolle Betreuung. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Cordelia Strub-Häberli, Im Häslirain 85, 4147 Aesch Anstelle von Blumen soll dem Hospiz im Park gedacht werden, IBAN CH65 0076 9016 3103 6543 1, Basellandschaftliche Kantonalbank, 4410 Liestal.

Für allfällige Spenden im Sinne von Max denke man an den gemeinnützigen Verein ALS Schweiz, IBAN CH83 0900 0000 8513 7900 1. Wir trauern um unseren hochgeschätzten Freund und Mitarbeiter

Gilt als Leidzirkular.

Pascal Karl Strub-Häberli 4. April 1965 bis 12. November 2020

Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.

Abschied und Dank Tief traurig, aber unendlich dankbar für die schönen und lustigen Momente mir dir, nehmen wir Abschied von

Isabella «Belly» Schmidli-Hänggi 18. Oktober 1930 – 4. November 2020 Kurz nach ihrem 90. Geburtstag durfte sie friedlich einschlafen.

In liebevoller Erinnerung Jlona Trösch-Schmidli Daniel und Béatrice Trösch mit Jarno und Sina Adrian und Karin Trösch mit Lia und Yanis Geschwister, Verwandte und Freunde

Nachdem wir länger mit Dir gehofft haben, dass alles gut wird, hast Du Kampfgeist bis zum Ende bewiesen und hast nun Lebwohl gesagt. Du warst immer loyal, auf Dich konnte man zählen, Du warst immer hilfsbereit und hattest immer einen Spruch auf Lager. Wir werden Dich stets in Erinnerung behalten und Du wirst immer ein Teil der Regio-Taxi-Familie bleiben. Unser Mitgefühl gilt besonders Deiner Gattin und der Familie.

Deine Team-Mitglieder und Freunde Sonnja, Ricci, Benjamin, Daniel und Petros vom Regio-Taxi

Ein Engel warst Du schon auf Erden, immer wenn wir von Dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen auf unsere Seelen.

Gesuchsteller/-in: Cucci Dario und Rosa, Gartenweg 7, 4208 Nunningen Projektverfasser/-in: Gesuchsteller Bauvorhaben: Einfriedigung Bauplatz: Gartenweg 7 Parzelle: GB-Nr. 1426 Planauflage: Gemeindeverwaltung Nunningen Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Die Abdankung und Beisetzung haben auf Wunsch der Verstorbenen bereits im engsten Familienkreis stattgefunden.

Baupublikation

Traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, unserem Gotti, Tante, Grosstante, Urgrosstante

Sein grosses Herz hörte unerwartet auf zu schlagen. Wer ihn kannte, weiss, was wir verloren haben.

Rita Hänggi-Stebler

In liebevoller Erinnerung Regina Wetzel-Schumacher Martina und Claude Kasper mit Elena und Julia Celina und Patrick Amrein mit Noemi und Anina Tobias Wetzel und Simone von Büren mit Zoé Verwandte und Freunde

Baupublikation

Gesuchsteller/-in: Liel AG, Alpenstrasse 11, 6300 Zug Projektverfasser/-in: Lehmann Ueli, Hardturmstrasse 169, 8005 Zürich Bauvorhaben: 6 Einfamilienhäuser mit Einstellhalle Bauplatz: Zullwilerstrasse Parzelle: GB-Nr. 1115 Planauflage: Gemeindeverwaltung Nunningen Besonderes: Neuauflage Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Witterswil

27. Juli 1954 – 12. November 2020

7. 7. 1925 – 7. 11. 2020 Nach einem langen und erfüllten Leben ist sie friedlich eingeschlafen. Wir wünschen dir Frieden und Geborgenheit auf deinem Weg und sind dankbar für all die schönen Erinnerungen. Andreas Hänggi-Stebler Nichten und Neffen Die Urnenbeisetzung mit Abdankung fand im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Im Gedenken an Rita Hänggi-Stebler bitten wir um Spenden an: seraphisches Liebeswerk Antoniushaus / Spendenkonto Antoniushaus Solothurn, Postkonto: 45-676-1, IBAN: CH73 0900 0000 4500 0676 1.

Die Urnenbeisetzung und die Abdankungsfeier finden im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen gedenke man dem Capriccio Barockorchester, Marktgasse 16, 4310 Rheinfelden, IBAN: CH82 0076 1501 7583 2200 1. Traueradresse: Regina Wetzel-Schumacher, Rauracherweg 28, 4114 Hofstetten Gilt als Leidzirkular.

Traueradresse: Andreas Hänggi-Stebler, Alterszentrum, Bodenackerstrasse 10, 4226 Breitenbach

Baupublikation

Bauherr: Proinnova AG, Hauptstrasse 126, 4147 Aesch Bauobjekt: Baugesuch Nr. 2020-38, Neubau EFH Projektverfasser: Proinnova AG, Hauptstrasse 126, 4147 Aesch Bauplatz: Dorneckweg 1 Bauparzelle: GB-Nr. 1884 Planauflage: Gemeindeverwaltung Witterswil Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Benno Wetzel-Schumacher

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Gesuchsteller/-in: Barriopedro Etienne und Jeker Olivia, Seehagweg 11, 4208 Nunningen Projektverfasser/-in: Gesuchsteller Bauvorhaben: Einfamilienhaus Bauplatz: Unterer Langacker 10 Parzelle: GB-Nr. 2631 Planauflage: Gemeindeverwaltung Nunningen Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Tief traurig, aber unendlich dankbar für die schönen Momente mit Dir, nehmen wir Abschied von

Bestattungsdienst Doris Passalacqua

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LAUFENTAL

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Z WINGEN

Flöte trifft Gitarre zum prickelnden Wechselbad Das Konzert des Duos Diversitas in der Kirche Zwingen war ansprechend besetzt. Geradezu verwöhnt wurden die rund 40 Zuhörenden mit Melodien einer russischen Flötistin und einer Schweizer Gitarristin. Martin Staub «Es brauchte etwas Mut, um dieses Konzert in der aktuellen Zeit hier in Zwingen auf die Beine zu stellen», erklärte Marisa Minder zur Begrüssung. Die Gitarristin zeigte sich aber sichtlich erfreut, dass sich am Samstagabend doch so viele Besucherinnen und Besucher in die strahlende Zwingner Kirche wagten. Mit gewissen Vorschusslorbeeren durften Evgeniya Spalinger und Marisa Minder allerdings schon rechnen. Erstens, weil das Duo Diversitas, welches sich während seines Studiums an der Musik Akademie in Basel kennen gelernt hatte, sich schon etliche internationale Preise erspielt hat, und zweitens, weil die beiden jungen Talente an diesem sakralen Ort keine unbeschriebenen Blätter waren. Man wusste also, dass in diesem anderthalbstündigen Konzertabend musikalisch professionell angerichtet würde.

Ziehen sämtliche Register: Flötistin Evgeniya Spalinger spielt Gitarre, Gitarristin Marisa Minder Schlagzeug.

FOTO: MARTIN STAUB

Allein schon die Zusammenstellung des Konzertprogrammes bot Gewissheit für Abwechslung. Beginnend mit Carl Philipp Emmanuel Bachs Flötensonate in g-Moll — die Begleitung schrieb Marisa Minder von Cembalo auf Gitarre um — stimmte das Duo auf wohlklingende klassische Musik ein. Im zweiten Stück wurde das mit dem 1992 entstandenen Dreisätzer «Eiland-Stadt-Ebene» vom Basler Komponisten Jean-Jacques Dünki etwas heruntergebrochen wurde. Landschaftsmalerei mit Tönen, bei denen sich die Musikerinnen der ganzen Materialität ihrer Instrumente bedienen durften. Erst die kurze Schlusssequenz auf rhythmischer und melodischer Grundlage brachte das Ensemble wieder auf die Wohlfühlstrasse der Harmonie zurück. Und so wechselten die beiden hochbegabten Künstlerinnen zwischen Wohlfühl- (Schubert, Rossini, Liszt) und experimenteller Programmmusik (Tobias Krebs, Hans Haug) ab. Etwas schräg, aber passend und witzig stand da der Österreicher Fritz Kreisler mit seiner zuckersüssen Wiener Kaffeehausmusik der 1930er-Jahre im Programmablauf. Das dargebotene Konzert der beiden jungen Musikerinnen schien Balsam auf die — wenigstens — noch unverhüllten Ohrenpaare, wie der anhaltende Applaus zum Schluss zeigte. Und das Duo Diversitas bedankte sich dafür mit dem wohlklingenden und virtuosen Zwischenspiel von Jacques Ibert: «Entr’ Acte».

LOK ALHISTORISCHES

Schulhauseinweihung: ein Freudentag für Dittingen

Linard Candreia Die Besammlung der Festgemeinde war beim alten Schulhaus an der Dorfstrasse 42, wo seit 1827 bis zu 54 Kinder in einem engen Raum unterrichtet wurden, die Bedachung miserabel und die sanitären Anlagen ungenügend waren. Ein Umzug nach genauer Aufstellung bewegte sich zur Kirche St. Nikolaus, wo Hochwürden Caspar Odermatt die kirchliche Einweihung vornahm. Mit voller Kraft wurde das «Veni Creator» gesungen. Und es tönte auch exzellent, was ja zu erwarten war, denn die Dittinger waren bekannt dafür, dem Gesang besonders zu frönen. Auf dem neuen Schulhausplatz folgte

Das Schulhaus in Dittingen: Der palazzoartige, repräsentative Bau aus dem Ende des 19. Jahrhundert beeindruckt auch heute noch. FOTO: LINARD CANDREIA

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dann eine Rede nach der andern, was die Kinder schon etwas langweilte. Architekt Löw aus Arlesheim und das Original Hans Cueni mit den langen Haaren wären hier zu erwähnen. Letzterer erschien in Wrack und Zylinder, wie die Bundesräte oba z’Bern, und schwang mit seiner gewaltigen Stimme eine bemerkenswerte Rede, so dass einige meinten: «Das hät e Pfarrer gäh!» Das neue Schulhaus wurde im Vorfeld des Festes von den lokalen Zeitungen stark gelobt. Baumeister Stöcklin aus Dittingen habe mit diesem Bau offenbar sein Meisterstück geleistet. Oder: «So erhalten wir ein Schulhaus, das in weitem Umkreise seinesgleichen sucht und das des Kredites von 60 000 Franken, den die Gemeinde dafür ausgesetzt, werth ist.» Die Dittinger durften echt stolz sein auf ihr neues Schul- und Gemeindehaus mit dem schmucken Türmchen über dem Portal, der Gemeindeuhr, der Schulglocke und der Jahreszahl 1897 in goldenen Lettern, wie es im benachbarten Elsass üblich war. Vereine durften sich mitfreuen: «Mit dem Bau des neuen Schulhauses hat Dittingen Thalien, der Schutzgöttin

des Schau- oder Lustspiels, einen Tempel gebaut, denn bis anhin fehlte es an einer geeigneten Lokalität zu theatralischen Aufführungen.» (Birsthaler, 10. Mai 1899) Im Mai 1899 kam es dann zu Theateraufführungen: «Erster Platz 80 Cts. Zweiter Platz 60 Cts. Kinder die Hälfte.» Der Birsthaler konnte am 13. Mai euphorisch darüber berichten: «Die beiden Theateraufführungen am letzten Sonntag erfreuten sich eines vollen Erfolges. Der Besuch, besonders von auswärts, war so zahlreich, dass in der Abendvorstellung nicht einmal alle Platz finden konnten.» Von der Expertenseite fiel allerdings die Kritik weniger euphorisch aus: «Freilich liesse sich noch manches verbessern. Zu den Einaktern übergehend, ist zu bemerken, dass vielfach zu leise und zu monoton gesprochen wurde …» Weiterführende Literatur: «Das alte Schul- und Gemeindehaus», Markus Jermann, in: «Heimatkunde Dittingen», 2005. «Der Heuelhans» (alias Hans Cueni), Leo Cueni, in: «Dittingen aus meiner Sicht», 2004. Ausgaben «Der Birsthaler»: 27.10.1897, 18.6.1898, 27.10.1898, 29.10.1898, 10.5.1899, 13.5.1899. Linard Candreia, Laufen, Autor und Landrat, schreibt Kurzgeschichten fürs Wochenblatt.

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Am 30. Oktober 1898 war es endlich soweit, wartete doch die Dittinger Bevölkerung schon seit längerer Zeit auf das grosse Einweihungsfest des stattlichen Schulhauses, das, wetterbedingt, zeitlich verzögert bezogen werden konnte.


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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

Bärschwil

Baupublikation

Bauherr: Marc Henz, Kurzäckerlistrasse 268 4252 Bärschwil Projektverfasser: dito Bauherr Bauobjekt: Terrainveränderung für ungedeckte Parkplätze Bauplatz: Kurzäckerlistrasse 268 Bauparzellen GB-Nr.: 1655 Planauflage: Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: 4. Dezember 2020

Büren

Baupublikation

Bauherrschaft: Widmer Othmar, Kohlerhof 2, 4413 Büren Bauobjekt: Befestigung Hofzufahrt mit Beton Projektverfasser: Widmer Othmar Bauplatz: Kohlerhof 2, 4413 Büren Grundbuch Nr.: 1185 Planauflage: Beim Baupräsident Einsprachefrist: bis 4. Dezember 2020

Büsserach BAU- UND JUSTIZDEPARTEMENT DES KANTONS SOLOTHURN

Öffentliche Planauflage Büsserach Gestützt auf § 68 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG) vom 3. Dezember 1978 wird der kantonale Erschliessungsplan über die

Passwang-/ Breitenbachstrasse Dorfeinfahrt Süd (Alte Mühle) bis Gemeindegrenze Nord (Breitenbach) Situationsplan 1:500 (Teile 1–3) öffentlich aufgelegt. Dem kantonalen Erschliessungsplan kommt gleichzeitig die Bedeutung der Baubewilligung gemäss § 39 Abs. 4 PBG zu. Gleichzeitig liegt zur Orientierung / Erläuterung (kein Genehmigungsinhalt) das gesamte Bauprojektdossier auf. Auflagezeit:

Montag, 23. November 2020 bis Dienstag, 22. Dezember 2020

Auflageorte:

– Einwohnergemeinde Büsserach, Breitenbachstrasse 22, 4227 Büsserach (während der Schalteröffnungszeiten) – Kreisbauamt III, Amthausstrasse 15, 4143 Dornach (während der ordentlichen Bürozeiten)

Orientierung:

Datum:

Erschwil

Baupublikation

Bauherr: Markus Wohlgemuth Ilbachstrasse 20, 4228 Erschwil Verantwortlicher: Markus Wohlgemuth Ilbachstrasse 20, 4228 Erschwil Bauprojekt: Autounterstand und Wintergarten Bauplatz: Ilbachstrasse 20 Bauparzelle: 1014 Planauflage: Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: 19.11.2020 – 3.12.2020

Himmelried

Baupublikation

Bauherrschaft: Bammatter Mike und Sabine, Thiersteinerrain 164, 4059 Basel Projektverfasser/-in: Bammatter Mike und Sabine, Thiersteinerrain 164, 4059 Basel Bauvorhaben: Photovoltaikanlage Bauort: Kaltbrunnentalstrasse 36 Bauparzelle: GB-Nr. 1097 Planauflage: Gemeindeverwaltung Himmelried Einsprachefrist: 3. Dezember 2020

Seewen

Baupublikation

Bauherrschaft: Forstbetrieb Schwarzbubenland, Herrn Gubler Christoph, Forstwerkhof Im Welschhans 1, 4206 Seewen Grundeigentümer: Gemeinde Seewen Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 5, 4206 Seewen Projektverfasser: Wagner Forst GmbH, Herrn Markus Häner, Rötelnweg 15, 4208 Nunningen Bauobjekt: Neubau Hallenboden und Waschplatz, Neubau Gefahrenstoff-Container Bauplatz: Forstwerkhof Im Welschhans 1, Juraschutzzone (ausserhalb Bauzone) Bauparzelle: GB 288 Planauflage: nach Vereinbarung auf der Gemeindeverwaltung Einsprachefrist: bis 4. Dezember 2020 an die Baukommission 4206 Seewen

Vertreter von Kanton und Gemeinde stellen das Projekt vor und beantworten Fragen: Dienstag, 8. Dezember 2020 17.00 / 18.30 / 20.00 Uhr) (Zusatzdatum bei hohem Besucheraufkommen Mittwoch, 9. Dezember 2020 17.00 / 18.30 / 20.00 Uhr)

Ort:

Konzertsaal, Schulstrasse 2, 4227 Büsserach

Covid-19:

Die Teilnehmerzahl ist auf dreissig Personen beschränkt. Die Präsentation findet in Blöcken statt. Eine Anmeldung bis Freitag, 4. Dezember 2020 ist zwingend erforderlich: E-Mail: bauverwaltung@buesserach.ch, Telefon: 061 789 90 35 oder direkt am Schalter der Einwohnergemeinde.

Es wird eine Anwesenheitsliste geführt. In den öffentlichen Gebäuden besteht für Besucher der Orientierung sowie der Planauflage Maskenpflicht. Anpassungen aufgrund aktueller Bestimmungen bleiben vorbehalten. Einsprachen können innerhalb der Auflagezeit beim Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, Rötihof, Werkhofstrasse 65, 4509 Solothurn, schriftlich eingereicht werden. Die Einsprachen sollen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Solothurn, 20. November 2020 doe/zea

Bau- und Justizdepartement Der Kantonsingenieur Peter Heiniger

Breitenbach BAU- UND JUSTIZDEPARTEMENT DES KANTONS SOLOTHURN Öffentliche Planauflage Breitenbach Gestützt auf § 68 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG) vom 3. Dezember 1978 wird der kantonale Erschliessungsplan über die

Passwangstrasse Gemeindegrenze Süd (Büsserach) bis Kreisel Zentrum Situationsplan 1:500 (Teile 1+2) öffentlich aufgelegt. Dem kantonalen Erschliessungsplan kommt gleichzeitig die Bedeutung der Baubewilligung gemäss § 39 Abs. 4 PBG zu. Gleichzeitig liegt zur Orientierung / Erläuterung (kein Genehmigungsinhalt) das gesamte Bauprojektdossier auf. Auflagezeit:

Montag, 23. November 2020 bis Dienstag, 22. Dezember 2020

Auflageorte:

– Einwohnergemeinde Breitenbach, Fehrenstrasse 5, 4226 Breitenbach (während der Schalteröffnungszeiten) – Kreisbauamt III, Amthausstrasse 15, 4143 Dornach (während der ordentlichen Bürozeiten)

Orientierung:

Vertreter von Kanton und Gemeinde stellen das Projekt vor und beantworten Fragen: Datum:

Montag, 30. November 2020 17.00/18.30/20.00 Uhr (Zusatzdatum bei hohem Besucheraufkommen Donnerstag, 3. Dezember 2020 17.00/18.30/20.00 Uhr)

Ort:

Fridolinssaal, Fehrenstrasse 5, 4226 Breitenbach

Weitere Informationen unter: www.bag-coronavirus.ch www.facebook.com/RFSLaufental/

0800 800 112 Kantonale Notfall Hotline An Werktagen von 9 bis 16 Uhr

061 553 54 54 Corona-Hotline der Psychiatrie Baselland täglich von 9 bis 16 Uhr

Ansprechpartner während der Pandemie für betriebliche und weitere Fragen, die nicht durch die kantonalen Stellen abgedeckt werden.

Liesberg 061 775 97 97 info@liesberg.ch

Blauen 061 761 17 73 gemeinde@blauen.ch

Nenzlingen 061 741 19 08 verwaltung@nenzlingen.ch

Brislach 061 789 92 92 gemeinde@brislach.ch

Roggenburg 032 431 15 82 verwaltung@roggenburg.ch

Dittingen 061 766 25 50 pandemieteam@dittingen.ch

Röschenz 061 766 90 10 pandemie@roeschenz.ch

Kleinlüt zel 061 775 90 00 gemeinde@kleinluetzel.ch

Wahlen 061 766 50 50 info@gemeinde-wahlen.ch

Laufen 061 766 33 33 info@laufen-bl.ch

Zwingen 061 766 96 36 gemeinde@zwingen.ch

Ka n t o n a l e r K r i s e n s t a b – R e g i o n a l e r F ü h r u n g s s t a b

Partnerschaftliche Zusammenarbeit zu Gunsten der Bevölkerung Liebe Leserin, lieber Leser Die Schweiz hat im Frühjahr die erste Welle der Corona-Pandemie vergleichsweise glimpflich bis gut überstanden. Nach einem schönen Sommer mit wiedererlangten Freiheiten ist nun leider – wie erwartet – die zweite Welle bei uns eingetroffen. Trotz der vielen, teilweise auch schweren Krankheitsfälle besteht auch bei den politischen Behörden noch immer die Hoffnung, dass zur Bekämpfung des Virus kein zweiter Lockdown mit Restaurantschliessungen und Ausgehverbot notwendig wird. Der Bundesrat und die Kantonsregierungen haben die Massnahmen den neuen Gegebenheiten angepasst. Ziele in so einer aussergewöhnlichen Situation sind unter anderem die Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten und damit auch den Betrieb von Einrichtungen wie Abwasserreinigungsanlagen, Kehrichtverbrennungsanlagen, Elektrizitätswerke oder Blaulichtorganisationen sicherzustellen. Der Staat gewährleistet auch, dass die Grundversorgung der Bevölkerung (Lebensmittel, Heizmittel, Treibstoffe etc.) garantiert bleibt. Zum Erreichen dieser Ziele braucht es gesunde Menschen und vor allem gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben. Angesichts der Tatsache, dass eine Pandemie zu Ausfällen auch am Arbeitsplatz führen kann, müssen so viele Ansteckungen wie möglich verhindert werden. All diese Massnahmen von Bund und Kantonen setzen sich nicht von selbst um. Es braucht dafür eine gut durchdachte und reibungslos funktionierende Organi-

Covid-19: Die Teilnehmerzahl ist auf dreissig beschränkt. Die Präsentation findet in Blöcken statt. Eine Anmeldung bis Freitag, 27. November 2020 ist zwingend erforderlich: E-Mail: gemeinde@breitenbach.ch, Telefon: 061 789 96 96 oder direkt am Schalter der Einwohnergemeinde.

Allschwil-Schönenbuch

Die Einsprachen sollen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Solothurn, 20. November 2020 doe/zea

Bau- und Justizdepartement Der Kantonsingenieur Peter Heiniger

Binningen

Oberwil

BielBenken

Es wird eine Anwesenheitsliste geführt. In den öffentlichen Gebäuden besteht für Besucher der Orientierung sowie der Planauflage Maskenpflicht. Anpassungen aufgrund aktueller Bestimmungen bleiben vorbehalten. Einsprachen können innerhalb der Auflagezeit beim Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, Rötihof, Werkhofstrasse 65, 4509 Solothurn, schriftlich eingereicht werden.

Birsfelden

Allschwil Schönenbuch

Hofstetten Mariastein (SO) -Flüh (SO) Metzerlen (SO)

Birs

Buus

Frenkendorf Nusshof

Liestal

Aesch

Lausen

Dittingen

Zwingen

Laufental

Lupsingen Grellingen

Wahlen

Sissach

Ramlinsburg

Bubendorf

Lampenberg

Arboldswil

Thürnen

Lauwil

Känerkinden

Häfelfingen

Läufelfingen

Bennwil

Liedertswil

Gelterkinden

Oberdorf Eptingen

Waldenburg

Wenslingen

WittinsRünenberg burg KilchRümlingen berg

Tenniken

Diegten

Rothenfluh

Oberes Baselbiet

Diepflingen

Hölstein

Niederdorf

Titterten Reigoldswil

Böckten

Zunzgen

ARGUS Ziefen

Hemmiken

Rickenbach Ormalingen

Itingen

Brislach

Bretzwil

Wintersingen

Ebenrain

Seltisberg

Laufen Liesberg

Arisdorf

Arlesheim

Nenzlingen

Unteres Fricktal

Maisprach

Altenberg

Füllinsdorf

ERGOLZ

Ettingen

Blauen Röschenz

Kleinlützel (SO)

Pratteln

Münchenstein

Reinach

Augst

Pfeffingen

Burg

Roggenburg

Therwil

Unteres Fricktal

Muttenz

Bottmingen

Leimental

Bättwil (SO) Witterswil (SO)

Rodersdorf (SO)

sation. Im Baselbiet steht dafür zum einen der Kantonale Krisenstab (KKS) zur Verfügung. Der KKS ist für die Regierung die Organisation zur Bewältigung von kritischen Lagen und ausserordentlichen Ereignissen. Der Regierungsrat hat den KKS am 22. Oktober wie schon im Frühjahr für die Umsetzung der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingesetzt. Der KKS wiederum kann auf die partnerschaftliche Unterstützung der Regionalen Führungsstäbe (RFS) zählen, die eng mit den Gemeindeverwaltungen und weiteren Partnern zusammenarbeiten. Die RFS bilden die zweite Führungsebene. Ihr Tätigkeitsgebiet ist nicht der Kanton, sondern die Region. Sie sind verantwortlich für die Umsetzung der Massnahmen und koordinieren alle Aktivitäten in ihrem Zuständigkeitsgebiet. Sie sind dafür bestens gerüstet, denn sie sind vertraut mit den besonderen Begebenheiten in den angeschlossenen Gemeinden, sie kennen deren Sorgen und Anliegen. Ihre Ansprechperson in der Gemeinde ist ein vom jeweiligen Gemeinderat ernannter Pandemieverantwortlicher. Er ist das Scharnier zwischen Gemeinde und RFS und auch die Anlaufstelle für Fragen aus den Betrieben und der Bevölkerung, die sich speziell auf die Situation der Gemeinde beziehen. Im RFS Laufental haben sich die Gemeinden Blauen, Brislach, Dittingen, Laufen, Liesberg, Nenzlingen, Roggenburg, Röschenz, Wahlen, Zwingen sowie das solothurnische Kleinlützel zusammengeschlossen. (Burg gehört zum RFS Leimental, Grellingen und Duggingen sind Mitglied des RFS Birs.) Lesen Sie im nächsten Wochenblatt, mit welchen konkreten Aufgaben sich der RFS Laufental beschäftigt.

Langenbruck

Kommunale und regionale Führungsstäbe seit dem 1.1.2018 in Baselland

Zeglingen

Anwil

Oltingen


THIERSTEIN

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

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BREITENBACH

Eine tolle Erfahrung Budget 2021 Der Gemeinderat verabschiedete das Budget 2021 zu Handen der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember 2020, welche abschließend über das Geschäft beraten wird. Das Budget sieht bei unveränderten Steuersätzen und Gebühren einen Aufwandüberschuss von CHF 386‘704.- vor. Geplant sind Nettoinvestitionen im Umfang von CHF 610‘000.-. Die einzelnen Bereiche zeigen wenige Auffälligkeiten. Kostenanstiege sind in den Bereichen Gesundheit und Soziale Sicherheit zu erwarten. Auch das Coronavirus schlägt - dem Vorsichtsprinzip gehorchend - in Teilaufgaben zu Buche. Weiterhin in solider Verfassung präsentieren sich die Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfallbeseitigung. Das Budget sieht einen Cash Flow von CHF 949‘000.- vor. Dieser ermöglicht es der Gemeinde, die geplanten Investitionen vollumfänglich aus Eigenmitteln zu finanzieren. Erwartet wird ein leichter Rückgang der Pro-Kopf-Verschuldung.

Publikation Baugesuche Gesuchsteller: Grundeigentümer: Projektverfasser: Bauvorhaben: Bauplatz: Grundbuch-Nr.: Publikation: Einsprachefrist:

CAS Liegenschaften AG, Obergrundstrasse 73, 6003 Luzern Borer Bernhard, Isenbachweg 34, 4226 Breitenbach CAS Liegenschaften AG, Obergrundstrasse 73, 6003 Luzern Neubau Mehrfamilienhäuser Fehrenstrasse 22 + 24 1177 + 1176 19.11.2020 04.12.2020

Für einen Platz auf dem Podest hat es nicht gereicht. Von den «Swiss Skills Championship 2020», den diesjährigen Schweizer Berufsmeisterschaften, nimmt Jessica Henz aber tolle Erfahrungen und freundschaftliche Kontakte mit nach Hause. Melanie Brêchet Die als Grossevent geplanten zentralen SwissSkills 2020 in Bern fielen wie so vieles dem Coronavirus zum Opfer. Dennoch konnten letzte Woche viele Berufstalente ihr Können an einer Schweizer Berufsmeisterschaft beweisen. In 60 verschiedenen Berufen wurden die Swiss Skills Championship an verschiedenen Standorten, also dezentral durchgeführt. Eine der Teilnehmerinnen war Jessica Henz, welche dank ihrem hervorragenden Abschluss als Bäckerin-Konditorin-Confiseurin EFZ zu den Meisterschaften eingeladen wurde. Die Breitenbacherin hat ihre Lehre als Bäckerin-Konditorin in Breitenbach bei der Sutterbeck AG absolviert und nach einem zusätzlichen Jahr bei der Sutter Begg Bäckerei-Konditorei in Münchenstein als Konditorin-Confiseurin abgeschlossen.

Rund um das Thema China

Papiersammlung 28. November 2020

Kartonsammlung 30. November 2020

Bitte vormerken: Gemeindeversammlung Der Gemeinderat hat entschieden, die Gemeindeversammlung vom 14. Dezember als Präsenzveranstaltung durchzuführen. Zum Schutze der Teilnehmenden wird die Versammlung im Gemeindesaal Grien stattfinden, wo die Platzverhältnisse großzügiger bemessen sind. Die Gemeindeverwaltung wird ein angemessenes Schutzkonzept erarbeiten. Wir bitten Sie, sich den Termin bereits heute in ihrer Agenda zu notieren!

Für die SwissSkills musste Jessica Henz bereits vor der Anreise ein Schaustück kreieren, welches zum Thema China passte. Auf einem Baum aus Schokolade in asiatischem Stil, mit Dekorationen aus gezogenem Zucker, richtete sie unter anderem Teepralinen an. Alle weiteren Kreationen, welche zuvor zuhause geübt werden konnten, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort in wenigen Stunden fertigstellen. Eine Überraschungsaufgabe rundete den Wettbewerb ab. Auch wenn es nicht für einen der vorderen Ränge gereicht hat, ist Jessica Henz zufrieden. Sie habe tolle Leute kennengelernt, mit denen sie auch weiterhin in

Stolz: Jessica Henz mit ihrem Diplom von den Swiss Skills, welche am letzten Wochenende in Luzern stattgefunden haben. FOTO: MELANIE BRÊCHET Kontakt stehe, sagt sie. Von Konkurrenz sei nicht viel zu spüren gewesen, der Umgang untereinander sei freundschaftlich gewesen. Sie habe sich auch von den Kreationen der anderen Teilnehmenden inspirieren lassen und freue sich darauf, diese Ideen in zukünftige Arbeiten einfliessen zu lassen.

Traumberuf auf Umwegen

Dass Jessica Henz ihren heutigen Beruf ergreifen würde, war nicht immer klar. Nach ihrer Schulzeit suchte die heute 20-Jährige nach einer Tätigkeit, in welcher sie gestalterisch arbeiten könnte. Eine erste Schnupperlehre als Bäckerin-Konditorin habe ihr aber gar nicht gefallen, sagt sie. Nachdem sie bei anderer Gelegenheit dazu kam, mit Zuckermasse und Marzipan zu arbeiten, hatte sie ihren Traumberuf jedoch gefunden — Jessica Henz wollte Konditorin-Confiseurin werden. Da sich die Lehrstellen-

suche als schwierig erwies, startete sie dann doch zuerst als Bäckerin-Konditorin ins Berufsleben. Unterdessen arbeitet Jessica Henz wieder dort, wo alles begonnen hatte, bei Sutterbeck in Breitenbach. Dort übernimmt sie gerne die Feinarbeiten, arbeitet aber auch in der Backstube. Für die Zukunft plant sie das Absolvieren des Lehrmeisterkurses, schliesslich möchte sie auch die Meisterprüfung machen. Jessica Henz träumt auch von einer grösseren Reise, um Patisserie-Spezialitäten anderer Länder kennenzulernen. Wenn Jessica Henz gerade nicht in der Backstube steht, ist sie in ihrer Freizeit mit ihrem Hund unterwegs oder auf dem Rücken eines Pferdes anzutreffen. Ausserdem betreibt sie zum Ausgleich den Sport Poledance. Ausserdem steht ein grosses Projekt vor der Tür: Im Januar bezieht Jessica Henz ihre erste eigene Wohnung.

BÄRSCHWIL

Anlässe 20. November, 13h 22. November, 10h 28. November 30. November

Wanderung, AHV-Wandergruppe Singen zum Christkönigsfest, Kirchenchor Papiersammlung (Tour) Kartonsammlung (Tour)

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.breitenbach.ch. Für die Inhalte des Veranstaltungskalenders zeichnen die Institutionen verantwortlich.

Gemeindeverwaltung Breitenbach auf Facebook!

Nur intakte Böden sichern das Überleben Eine besorgte Bärschwilerin schrieb diesen Frühling, dass sie auf ihren Wanderungen immer wieder illegal entsorgte Asche im Wald oder sogar auf Wiesen antreffe. Sie ärgere sich über diese Respektlosigkeit und Dreistigkeit. Jürg Jeanloz

Dienstag 08:00-11:30 Uhr 13:30-18:30 Uhr Mittwoch 08:00-11:30 Uhr 13:30-17:00 Uhr

FOTOGALERIE

Holzasche fällt in Öfen, Cheminées und Grillgeräten an und stellt uns vor lästige Entsorgungsprobleme. Schnell weg, ist die Losung, denn Asche ist unangenehm, staubig und volumenreich. Der Ascheneimer wird in den Kofferraum gepackt und im Wald ausgeleert. Was aber viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass Holz natürliche oder zugefügte Schadstoffe enthält, die beim Verbrennen konzentriert zurückbleiben. Dies können Schwermetalle wie Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Nickel oder Zink sein. Möglich sind aber auch chemische Verbindungen wie Dioxine, die zum Teil giftig oder krebserregend sind. Das Märchen, Asche sei ein ideales Düngemittel mit Kalium, Kalzium und Phosphor, bleibt ein zweifelhaftes Märchen. Das Ausbringen von Asche in der Landwirtschaft kann auch zu Schäden in Böden und Gewässern führen und ist deshalb verboten.

Keine Asche im Garten und im Kompost entsorgen

Herbst: Blütenpracht, gewachsen aus einem Komposthaufen.

FOTO: REINHARD HÄNGGI, ERSCHWIL

Böden haben ein Langzeitgedächtnis und erholen sich nur schlecht von Beeinträchtigungen. Aus den oben beschriebenen

Schädlich für den Boden: Asche kann Schwermetalle wie Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Nickel oder Zink enthalten. FOTO: JÜRG JEANLOZ Gründen gehört die Asche erst recht nicht in den Garten. Die Gartenerde und mit ihr viele Lebewesen wünschen sich keine Konzentrate, denn Asche verdichtet den Boden. Pflanzen werden bei zu viel Asche krank, anfällig für Pilze und Schädlinge und gehen schliesslich ein. Besonders Rhododendren werden durch das Düngen mit Holzasche stark beschädigt. Ebenso wenig darf die Asche im Grüncontainer oder im Kompost entsorgt werden. Der auf Gesundheit bedachte Gärtner ist sich selber lieb!

Richtige Entsorgung

Holzasche gehört in einen feuerfesten Metalleimer mit Deckel und Traggriff,

der fernab von brennbaren Materialien aufbewahrt wird. Asche braucht 48 Stunden, bis sie komplett ausgekühlt ist. Sobald dies der Fall ist, wird sie vorsichtig in den Kehrichtsack geleert. Wer es jede Woche tut, braucht nicht einmal einen zusätzlichen Sack. Die Asche hat den Vorteil, dass sie sich im Müllsack gut verteilt und wenig Platz beansprucht. Schadstoffe und Schwermetalle werden in der KVA-Schlacke schliesslich gebunden und erst dann deponiert. Wer also richtig und professionell feuern oder grillieren will, kümmert sich auch um eine korrekte Entsorgung der Asche. Ein kleiner aber wichtiger Beitrag zum vernünftigen Umgang mit der Natur.


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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

Laufen

Meine Kräfte sind zu Ende, Herr, nimm mich in Deine Hände.

Einladung

TODESANZEIGE UND DANKSAGUNG

zur ordentlichen Versammlung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Laufental

Wir nahmen Abschied von unserer lieben

Bernadette Roth

Sonntag, 29. November 2020, 11.00 Uhr (nach dem Gottesdienst) in der Kirche Laufen

7. Dezember 1922 bis 11. November 2020 Nach einem erfüllten Leben bist Du für immer eingeschlafen. Wir behalten Dich in liebevoller Erinnerung.

In stillem Gedenken Irène Wyser-Roth, Schwester Nichten und Neffen Grossnichten Freunde und Bekannte Infolge der aktuellen Situation fanden die Abdankung und Erdbestattung bereits im engsten Familienkreis statt. Ein herzliches Dankeschön an alle, die Bernadette in ihrem Leben mit liebender Güte und Freundlichkeit begegnet sind. Ein besonderes Dankeschön an: – die Spitex Thierstein/Dorneckberg – das Pflegepersonal Hohe Winde ZePa – Herrn Hannes Walser und Heinrich Käch AG – Herrn Pfarrer John Obinna Agbakwuo

2. Genehmigung Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 14. Juni 2020 3. Rückblick Kirchgemeinde Laufental 2020 4. Budget 2021 – Präsentation des Budgets für das Jahr 2021 – Revisoren-Bericht zum Budget – Antrag I: Bewilligung Sanierungskonzept Dachgeschoss Pfarrhaus Schutzrain 11, Laufen, mit Kosten von rund CHF 45'000.00 – Antrag II: Die Kirchenpflege beantragt die Genehmigung des Budgets 2021 5. Antrag III: Steuerfuss für das Jahr 2021: 0.7% des Einkommens, 0.07% des Vermögens (wie bisher) 6. Kirchenpflege und Revisoren – Personelles aus der Kirchenpflege und Revisoren: Rücktritte von Christa Metzger und Denis Bucher – Ergänzungswahl Kirchenpflege: Vorstellung Regula Fattinger – Evtl. Ergänzungswahl Revisoren – Antrag IV: Wahlvorgang als Stille Wahl (Kritischer Montag: 25. Januar 2021; fiktiver Wahlsonntag: 21. Februar 2021) 7. Verschiedenes, Anregungen (können bis 22. November 2020 auch schriftlich eingereicht werden)

Traueradresse: Irène Wyser-Roth, Schmelzistrasse 6, 4228 Erschwil Dreissigster:

Traktanden 1. Begrüssung und Wahl der Stimmenzähler, Feststellung des absoluten Mehrs

Samstag, 12. Dezember 2020 um 18.00 Uhr in der katholischen Kirche Erschwil

«Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.»

Seewen

Traurig nehmen wir Abschied von

Marcel Rauber-Kaufmann

Die Gemeinde Seewen SO mit rund 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern schreibt folgende Dienstleistung per sofort oder nach Vereinbarung aus

30. April 1939 – 16. November 2020 Geschwächt durch das Coronavirus haben ihn seine Kräfte in den letzten Tagen Schritt für Schritt verlassen. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit und viele schöne Erinnerungen. Die Trauerfamilie Heidi Rauber-Kaufmann Philipp Rauber Sibylle Rauber und Yves Zobrist mit Dominik Die Urnenbeisetzung im Gemeinschaftsgrab der Gemeinde Breitenbach findet im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Heidi Rauber-Kaufmann, Passwangstrasse 27, 4226 Breitenbach

Aesch

Kiosk Tramschlaufe

Die Ausschreibungsunterlagen (aktuelle Winterdienst-Verordnung inkl. Orts- und Einsatzpläne) können auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Für weitere Auskünfte steht Ihnen der Leiter der Bauverwaltung, Roland Baumgartner (061 911 93 16), gerne zur Verfügung. Interessenten werden eingeladen, sich bis 03.12.2020, 12.00 Uhr schriftlich zu bewerben. Die Offerten sind im verschlossenen Couvert mit der Aufschrift «Ausschreibung Winterdienst» auf der Gemeindeverwaltung einzureichen. Die Offertöffnung findet am 04.12.2020, 09.00 Uhr auf der Gemeindeverwaltung statt. GEMEINDE SEEWEN Dorfstrasse 5, 4206 Seewen

Hochwald

Dorfladen

Buchhandlung Nische

Hofstetten

Volg Detailhandel

Bürothek Neumatt

Laufen

CH Regionalmedien AG (Wochenblatt)

Bider & Tanner AG Buchhandlung Vetter

Bättwil-Flüh

Kiosk Station BLT

Blauen

Dorfladen Blauen

Breitenbach

Alterszentrum Bodenacker Bäckerei Sutter Bushof Kiosk Kiosk Wydenhof

Brislach

Bäckerei Jeker

Büsserach

Bäckerei Jeker

Dornach

Schwarzbuebenland Tourismus Milchhüsli Dornach Bahnhofkiosk

Duggingen

Dorfladen

Erschwil

Dorfladen

Ettingen

Kiosk Station BLT Leserei für Gross + Klein GmbH

Gempen

Ersetzt alle bisherigen Ausschreibungen.

Bäckerei Lebensmittel Pflugi

Kiosk am Postplatz Basel

(vom 01.07.2020 – 30.06.2021)

Himmelried

Papeterie Gutknecht Arlesheim

Ausschreibung Winterdienst auf Gemeindestrassen (Schneeräumung und Streuung), Teilgebiet West

Dorfladen

Jahr- und Heimatbuch 2021 für das Schwarzbubenland und das Laufental

JETZ ISCH ER DO !

Milchhüsli Laufen AVEC Bahnhofkiosk Kiosk Birscenter Kiosk Coopcenter

Der neue «Schwarzbueb»Kalender ist ab 18. November an Kiosken, im Buchhandel, in Papeterien und weiteren Verkaufsstellen erhältlich! Der «Schwarzbueb» kann auch per E-Mail bestellt werden: kontakt@schwarzbueb.ch

Dorfladen Dorfladen Liesberg

stal Liestal

Buchhandlung Buchinsel AG

riastein Mariastein

Klosterladen Pilgerlaube

tzerlen Metzerlen

Dorfladen Dorfl aden

mliswil Mümliswil

Papeterie Bader

nningen Nunningen

Kiosk Bäckerei Jeker

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der aktuellen Situation dieses Jahr keinen Hausverkauf in den Gemeinden gibt.

CH Regionalmedien AG

Hauptstrasse 37, 4242 Laufen Telefon 061 789 93 33 E-Mail kontakt@schwarzbueb.ch

sberg Liesberg

197

en Olten

Buchhandlung Schreiber

dersdorf Rodersdorf

Der Laden

chenz Röschenz

Denner Satellit

wen Seewen

Dorfladen Dorfl aden

othurn Solothurn

Buchhandlung Lüthi & Stocker AG

hlen Wahlen

Dorfladen Dorfladen

terswil Witterswil

Dorfladen Dorfladen

Zwingen

Bäckerei Anklin + Stebler


THIERSTEIN

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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

BREITENBACH

FOTOGALERIE

Mehr Unterstützung für den Kinderhort Hirzenkäfer Beim Aufbau von Tagesstrukturen können einige Thiersteiner Gemeinden bereits auf die gemeinsame Trägerschaft Kinderhort Hirzenkäfer zurückgreifen. Dessen Strukturen sollen gefestigt werden. Bea Asper

Ein echtes Prachtexemplar: Nicht schlecht staunte Thomas Lutz, als er auf seinem spätherbstlichen Spaziergang diesen prächtigen Steinpilz gefunden hatte. Gemäss Fotograf habe der Pilz anschliessend auch hervorragend geschmeckt. FOTO: THOMAS LUTZ, BREITENBACH

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«Mach’s eifach»! Wie wirksam sind die Corona Massnahmen? Das BAG gibt Millionen unseres Geldes aus, um in Presse und Fernsehen für die Umsetzung der Corona-Massnahmen zu werben. «Mach’s eifach» – heisst es da. Also brav gehorchen und ja nicht hinterfragen. Das hat auch Dr. Wiler, Chef des deutschen RKI, gefordert: «Diese Massnahmen dürfen nie hinterfragt werden.» Damit bin ich gar nicht einverstanden. Massnahmen müssen in Wirtschaft und Gesellschaft immer auf Sinn und Wirksamkeit überprüft werden. Man hat einen Plan, fällt Entschlüsse, leitet Massnahmen ein und muss dann laufend überprüfen, ob die Massnahmen auch die gewünschten Resultate liefern. «Mach’s eifach» und «Diese Massnahmen dürfen nie hinterfragt werden» sind eine dumme und gefährliche Strategie. Schweden: Schweden ist das einzige europäische Land, welches seinen Bürgern Mündigkeit zutraut und auf einen Lockdown komplett verzichtet hat. Man hat Empfehlungen aber keine Verbote erlassen. Schulen und Restaurants blieben offen. Maskenpflicht gibt es bis heute nicht. Schweden hat bis Ende Oktober fast doppelt so viele Corona-Tote pro 1 Mio. Einwohner wie die Schweiz, aber doch deutlich weniger als die Länder mit den restriktivsten Massnahmen wie Frankreich, Italien, Spanien und England. Belgien, eines der restriktivsten Länder, beklagt bei gleicher Bevölkerungsgrösse wie Schweden doppelt so viele Covid-19 Tote. Schweden hatte zu Beginn der Epidemie Fehler beim Schutz der Altersheime gemacht, welche Chef-Epidemiologe Anders Tegnell auch eingestanden hat. In der ersten Welle sind vor allem Menschen in Altersheimen gestorben. Das Medianalter betrug 86 Jahre. Die erste Welle dauerte in Schweden 4 Monate - bei uns nur 2 Monate. Schweden steht aber heute viel besser da als alle anderen europäischen Länder. Im November (Stand 12.11.) beklagt Schweden nur so viele Covid-19 Tote wie im Juli. In den europäischen Ländern sind es im Schnitt 30 – 100-mal mehr. Die Medien-Berichte vom Juli über das «katastrophale Versagen des schwedischen Weges» sind verschwunden. Das Model Schweden existiert nicht mehr im «Blick».

Daten: Johns Hopkins University, Stand 12.11.20

Spanien: In Spanien sterben täglich 25 Personen an den Folgen von Diabetes und 320 Personen an Krebs. Spanien hatte im Juli nur 3 Covid-19 Tote pro Tag. Trotzdem wurde Mitte Juli bei Temperaturen von über 30° eine allgemeine Maskenpflicht – also drinnen und draussen – eingeführt.

Das hat offensichtlich nichts gebracht. Die tägliche Opferzahl ist von 3 (im Juli) kontinuierlich angestiegen bis auf 382 im November (Stand 12.11.). In Schweden ist die Opferzahl mit 15 Toten pro Tag konstant tief geblieben.

Die Gemeinden sind heute stark gefordert, Tagesstrukturen anbieten zu können. Breitenbach zählt diesbezüglich zu den Pionieren in der Region. Im Bezirkshauptort des Thiersteins gibt es bereits seit über 20 Jahren familienergänzende Angebote. Der Kinderhort Hirzenkäfer in den Räumlichkeiten des Zentrums Passwang war 1997 in Betrieb genommen worden und steht dank einer regionalen Zusammenarbeit auch Einwohnern von anderen Gemeinden zu einem günstigeren Tarif zur Verfügung, und zwar Eltern aus Büsserach, Beinwil und Bärschwil. Diese Gemeinden gehören zusammen mit Breitenbach zu den Trägergemeinden des Vereins. Sie verpflichten sich, ein allfälliges Defizit des Kinderhorts zu übernehmen. Dies kam schon vor und veranlasste den Gemeinderat von Breitenbach dazu, im Jahr der Coronaeinschränkungen das Bewusstsein für den Kinderhort zu stärken. «Dabei geht es auch um die Überprüfung der Strukturen», erklärt der zuständige Gemeinderat Marcel Schenker, der neu im Vorstand des Vereins Kinderhort Hirzenkäfer Einsitz genommen hat. Die Leitung und das

Team des Kinderhorts müssten sich darauf verlassen können, dass sie sich ihren Hauptaufgaben, der Kinderbetreuung und dem Austausch mit den Eltern, widmen können. «Wichtig ist auch die Akquisition neuer Eltern und die Bekanntmachung/Vermarktung der Kita und deren Angebote», führt Schenker aus. Die Aufgabenteilung sei wegen Vakanzen und personellen Wechseln im Verein aus dem Gleichgewicht geraten; jetzt sei der Vorstand aber wieder sehr gut aufgestellt. «Es ist im Interesse der Gemeinden, sich für funktionierende Strukturen einzusetzen und dies nicht davon abhängig zu machen vom teils sehr unterschiedlichen Engagement der Eltern, die im Vorstand mitwirken», gibt Schenker zu bedenken. Dazu gehöre auch ein Controlling mit Halbjahresabschlüssen. Schenker ist davon überzeugt, dass die Trägergemeinden im Hinblick auf künftige Tagesstrukturen das Potenzial des Kinderhorts noch besser ausschöpfen könnten. «Diese Faktoren spielen im Standortwettbewerb eine wichtige Rolle.» Entsprechend könnten die Gemeinden Neuzuzüger oder werdende Eltern auf die Angebote aufmerksam machen, erklärt Schenker.

Verschiedene Module zur Auswahl

Der Kinderhort Hirzenkäfer unterstreicht bei seinen Angeboten die Flexibilität. So kann man aus Modulen auswählen. Die minimale Betreuungszeit beträgt 20 Prozent. Grundsätzlich steht der Kinderhort allen interessierten Eltern zur Verfügung, für Einwohner aus den Trägergemeinden gibt es aber vergünstigte Tarife (Halbtagsbetreuung ab 50 Franken). Das Angebot «Mittagstisch» kann man auch einzeln buchen. «Eltern aus der Region

sollen die Möglichkeit haben, die Dienstleistungen des Kinderhortes Hirzenkäfer als physische und psychische Entlastung im Alltag in Anspruch zu nehmen», wirbt der Verein auf seiner Homepage und verweist auf sein Ziel: «Allen Einwohnern und Einwohnerinnen von Breitenbach, der Region Thierstein-Dorneck und Laufental, welche aus sozialen, finanziellen, beruflichen oder familiären Gründen auf eine zusätzliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, eine Kindertagesstätte unter fachlich kompetenter Leitung zur Verfügung zu stellen.» Ausserdem möchte man Kindern aus Ein-Kind-Familien vor dem Kindergartenalter die Möglichkeit bieten, im Kreise von anderen Kindern ihre Sozialkompetenzen zu optimieren.

Flexibel und offen für Wünsche

«Wir sind flexibel und kommen den Wünschen der Eltern weitgehend entgegen», erklärt KiTa-Leiterin Angela Bärtischi auf Anfrage. «Der offene Austausch mit den Eltern liegt uns sehr am Herzen.» Dazu zähle, dass man der Eingewöhnungszeit viel Aufmerksamkeit schenke und dies individuell nach den Bedürfnissen des Kindes gestalten könne — im Einklang mit den Eltern. Das Betreuungskonzept baue auf Gedankengut von anerkannten Pädagogen. Zur Veranschaulichung bringt Bärtschi ein Zitat der berühmten Ärztin Maria Montessori: «Hilf mir, es selbst zu tun.» Die Kinder profitieren bei der individuellen Förderung auch von einem spannenden Aussenbereich und von Natur-Erlebnissen. So sind Spaziergänge und Spiele in der angrenzenden Natur fester Bestandteil des Angebots vom Kinderhort Hirzenkäfer in Breitenbach.

Die Frage muss erlaubt sein: Was bringen diese Massnahmen? Was sie mit Sicherheit bewirken ist ein wirtschaftlicher Supergau und eine tiefe Spaltung unserer Gesellschaft. Das Bruttosozialprodukt ist im 2. Quartal in Schweden um 8.6%, in der Schweiz um 10%, in Spanien um 22% und im Euroraum um 15% gefallen.

Erinnern Sie sich? Im März und April waren Masken noch verpönt. Frau Martullo-Blocher wurde am 2. März 2020 wegen ihrer Maske aus dem Sessions-Saal des Bundeshauses verwiesen! Nur 8 Monate später sind Masken überall Pflicht. Im April hatten wir pro Tag 43 Covid-19 Tote, im Mai 6 und im Juni 1. Dieser Rückgang gelang ohne Maskenpflicht. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr wurde nämlich erst Mitte Juli – im Tiefpunkt der Epidemie - bei 0.6 Covid-19 Toten pro Tag eingeführt. Wieviel Sinn macht das denn? Mein Fazit: – «Mach’s eifach» ist ein frecher Slogan. Wir sind keine kleinen, unerzogenen Kinder. Die Schweiz gehört nicht dem BAG und nicht den Politikern – sondern uns Bürgern. – Das Virus lässt sich mit den Massnahmen nicht aufhalten – siehe Schweden und Spanien. Das Beispiel China, wo die Opferzahl bei 4’800 verharrt, zeigt nicht die Effektivität von Lockdowns, sondern nur, dass man in China seit April einfach nicht mehr testet und wieder ein normales Leben führt. Wären dort nur 0.1 % der Bevölkerung gestorben (Die WHO gibt eine globale Corona-Mortalitätsrate von 0,23% an), wären das über 1,3 Mio. Tote. Eine solche Anzahl kann auch das kommunistische China nicht verstecken. – Aktuell liegen wir bei 69 mit und an Corona Verstorbenen pro Tag. Die Zahlen werden in den kommenden Tagen, wie schon im April, deutlich sinken. Unser Gesundheitssystem hat auch diesen Peak gut bewältigt. Das Virus wird bleiben – wir werden damit leben müssen und es dank unserem Immunsystem auch können. Dominik Graf Unternehmer Büsserach

Spannender Aussenbereich: Der Spielplatz vom Kinderhort Hirzenkäfer beim Zentrum Passwang.

FOTO: BEA ASPER

BEINWIL

Beinwiler Bauer muss seinen Hof räumen Über 100 Tiere suchen ein neues Zuhause – sonst droht ihnen die Notschlachtung. Laura Pirroncello Der Schemelhof in Beinwil ist seit 19 Jahren das Zuhause von Daniel Quenet. Im Jahr 2001 ist der Postbote auf den Bauernhof gekommen und lebt seither in einem Mietverhältnis. Doch schon wenige Jahre später, 2007, begann der Knatsch mit den Behörden. Denn der Hof steht in einer Gewässerschutzzone. Wie Quenet erzählt, hat er schon damals eigene Tiere gehalten: «Ich hatte immer nur Kleintiere, am grössten sind meine Esel.» Er beherbergt Tiere, die niemand mehr will oder um die sich keiner kümmert. Ausserdem züchtet er alte Tierarten: «Das habe ich bisher mit grossem Erfolg gemacht.» Der Eigentümer des Hofes hat selbst Kühe und bewirt-

schaftet das Land rund um den Hof. Für Quenet ist es deshalb ein Widerspruch, dass seine Tierhaltung Probleme macht, aber die des Eigentümers nicht. Aus seiner Sicht habe diese ganze Geschichte nichts mit dem Wasser zu tun: «Ich habe seit 19 Jahren Tiere hier und das Wasser wurde nicht schlechter.»

Viele wollen mit den Tieren helfen

Irgendwann klopfte die Lüsseltaler Wasserversorgung bei Daniel Quenet an – er erhielt eine Verfügung. Dasselbe passierte mit der Baukommission: die zweite Verfügung. Eine rechtliche Grundlage, wieso sein Hof ein Problem sein sollte, habe es aber nicht gegeben. Die mehrfachen Anfragen bei der Kommission sowie beim Kanton blieben unbeantwortet. Nun üben die Behörden Druck auf den Hof-Eigentümer aus. Dieser habe Angst um seine Subventionen, meint Quenet. Im März hat ihm der Vermieter gekün-

digt. Seither sucht Quenet nach einer Lösung für seine Tiere. Eigentlich hätte der Hof bis am vergangenen Freitag geräumt sein müssen. Anderenfalls, so habe der Anwalt des Eigentümers angedroht, werde am Montag, dem 16. November, das Gericht eingeschaltet. Die Folge wäre eine Zwangsräumung und die Notschlachtung der betroffenen Tiere. Stand Montag sind seine Tiere nach wie vor auf dem Schemelhof. Der Tierbesitzer erwartet in den kommenden Tagen eine Nachricht vom Gericht. Allerdings gibt es für die Tiere Licht am Ende des Tunnels. «Telebasel hat am Sonntag über meine Geschichte berichtet. Seither bekomme ich viele Anfragen von Leuten, die mir mit den Tieren helfen wollen», erzählt Quenet. Er müsse sich nun zuerst alles in Ruhe anschauen und dann entscheiden. Doch eines ist klar: «Ich würde eher unter einer Brücke schlafen, als meine Tiere aufzugeben.»


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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

HOFSTET TEN

METZERLEN

Arbeitslast anders verteilen

Mord von Metzerlen vor Aufklärung

In Hofstetten-Flüh denkt man über eine Änderung der Gemeindeordnung nach. Zur Diskussion stehen die Vergrösserung des Gemeinderates und die Verkleinerung der Kommissionen. Bea Asper Es werden Projekte auf die lange Bank geschoben und Probleme ausgesessen, resümierte Gemeinderätin Andrea Meppiel im Verlauf der angeregten Diskussion an der Gemeinderatssitzung vom Dienstagabend. «Es braucht rasch Entscheidungen.» Nämlich vor dem Einreichen der Wahlvorschläge für die Erneuerungswahlen vom 13. Juni 2021. Dass der Gemeinderat eine Änderung der Gemeindeordnung in Angriff nehmen sollte, wünscht sich Gemeinderat Domenik Schuppli seit Jahren. «In manchen Ressorts ist der anfallende Aufwand zeitlich nicht mehr zu bewältigen. Die Termineinhaltung ist nicht möglich.» Es sei einem Gemeinderat auch nicht zumutbar, jeden Abend mit einer Sitzung für die Gemeinde verplant zu sein.

Von sieben auf neun vergrössern

Schuppli möchte Nägel mit Köpfen machen. Mit seinem Antrag, den Gemeinderat von sieben auf neun Sitze zu vergrössern und die Kommissionen zu verkleinern, konnte er die Grundsatzdiskussion über einen möglichen Systemwechsel in Gang bringen. Inhaltlich gingen die Meinungen an der Ratssitzung auseinander. Samantha Benito sprach von der Kunst, Aufgaben zu delegieren, Verwaltungsangestellten Vertrauen entgegen zu bringen und sich zu distanzieren von einem Kontrollzwang. Thomas Zeis und Brigitte Stöckli regten an, die Exekutive sollte sich beraten lassen von Fachleuten. Gemeindepräsident Felix Schenker wollte die Meinungen aus dem Volk abholen, und Peter Gubser hielt die Prüfung von verschiedenen Varianten für angebracht. So kam im Verlauf der Diskussion auch der Vorschlag auf, innerhalb des Rates die Arbeitslast fairer zu verteilen. Gemeindeverwalter Bruno Benz erinnerte

daran, dass der Gemeinderat von Hofstetten-Flüh auch schon mal elf Sitze umfasste. «Die Grösse des Rates den Gegebenheiten anzupassen, ist immer wieder möglich», erklärte er und regte an, den Fächer zu öffnen, indem man auch einen Einwohnerrat (anstelle einer Gemeindeversammlung) in die Überlegungen miteinbeziehen könnte. Schuppli hatte als Ersatz für die Verkleinerung und Auflösung von Kommissionen vorgeschlagen, vermehrt auf projektbezogene Fachgruppen zu setzen. In seinem Vorschlag formulierte er: «Ich könnte mir vorstellen bei einer Vergrösserung des Gemeinderates die Anzahl der Mitglieder in den Kommissionen zu reduzieren. Denkbar wäre, dass jeweils der zuständige Gemeinderat in der Kommission mit Stimmrecht Einsitz nimmt oder sogar das Präsidium innehat. Später (möglicherweise in neun Jahren) würden die Kommissionen nur noch aus dem zuständigen Gemeinderat bestehen, beziehungsweise gar nicht mehr existieren.» In seiner Argumentation verweist Schuppli darauf, dass in den Kommissionen nicht Personen sitzen, die über mehr Fachwissen verfügen als jene, die sie beraten. Damit würden die Kommissionen ihrer Legitimation die Verwaltung zu entlasten, kaum mehr gerecht. «Ihre Funktion ist die politische Kontrolle, dafür braucht es neben neun Gemeinderäten nicht unbedingt (so grosse) Kommissionen.» Andrea Meppiel konnte als Präsidentin der SVP Leimental nur bestätigen, dass es immer schwieriger wird, aufgrund der Parteistärke Kommissionen mit Fachleuten zu besetzen. Langatmige Diskussionen in Kommissionen seien einer Sache nicht dienlich. Peter Gubser teilte diese Meinung in seiner früheren Funktion als Präsident der FDP. Letztlich einigten sich die Ratsmitglieder am Dienstagabend darauf, im Verlauf der nächsten Wochen unter Einbezug von Fachpersonen die Diskussion im Gemeinderat, doch auch in der Bevölkerung zu intensivieren und zu entscheiden, in welche Richtung die Gemeindeordnung geändert werden soll oder auch nicht. «Die Parteien dürfen sich ruhig angesprochen fühlen und ihre Meinungen kundtun», meinte Schenker.

13

Ivo Borer wurde vor zehn Jahren getötet. Den Tätern wird nun der Prozess gemacht – unter höchster Geheimhaltung. Dimitri Hofer Anfang Dezember müssen sich die Tatverdächtigen, die im Jahr 2010 den Gemeindepräsidenten von Metzerlen-Mariastein umgebracht haben sollen, vor Gericht verantworten. Wo der fünf Tage lang dauernde Mammut-Prozess über die Bühne gehen wird, bleibt jedoch geheim. Die Öffentlichkeit ist von den Verhandlungen ausgeschlossen und die Medien müssen sich im Vorfeld anmelden, um dem Geschehen über eine Videokonferenz beiwohnen zu können. Die Vorsicht beim Richteramt DorneckThierstein ist drei Wochen vor dem Start des Prozesses riesig. Für das Amt, das den Sitz in Dornach hat, handelt es sich um eines der grössten Verfahren seiner Geschichte. Zu den Gründen für die Geheimhaltung schreibt Dario Paganoni, Mitarbeiter des Richteramts: «Es geht um die Sicherheit aller am Prozess Beteiligten.» Ihm sei kein bisheriger Fall bekannt, an dem der Verhandlungsort nicht bekannt gegeben wurde. Zu diesem Schritt entschliesse man sich lediglich «in Fällen, bei denen die Sicherheit eine zentrale Rolle spielt und sie nicht anders gewährleistet werden kann». Die fünf Tage am geheimen Ort dienten den Vorbemerkungen, dem Vorlesen der Anklageschrift, der Einvernahme von Auskunftspersonen, Zeugen und Beschuldigten sowie den Parteivorträgen. Das Urteil, das von einem Dreiergericht gefällt wird, soll erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Tödlicher Überfall: 2010 wurde der Gemeindepräsident von Metzerlen-Mariastein brutal überfallen. FOTO: NICOLE NARS-ZIMMER

Schuld an den ungewöhnlichen Massnahmen sind die Angeklagten. Vor Gericht stehen mehrere Personen, deren Spur zu den Pink Panthers, einer weltweit tätigen Gruppe von Juwelenräubern, führt. Die Mitglieder der kriminellen Organisation

stammen meist aus den Balkanstaaten. Einem 43-jährigen Serben und einem 40-jährigen Holländer wird von der Solothurner S t a a t s a n w a l tschaft zur Last Opfer: Ivo Borer (1939-2010). FOTO: ZVG gelegt, Ivo Borer im März des Jahres 2010 in seinem Haus in Metzerlen überfallen zu haben. Der Gemeindepräsident wurde derart heftig zusammengeschlagen, dass er ins künstliche Koma versetzt werden musste und vier Monate danach im Spital starb. Beim mutmasslichen Auftraggeber des Verbrechens soll es sich um einen 66-jährigen Serben handeln. Vor dem Richteramt stehen noch weitere Personen, die in die Tat involviert gewesen sein sollen. Den Tätern werden auch Vergehen in Schmuckgeschäften in Wettingen und Spreitenbach angelastet. Die Anklage ist ellenlang. Sie lautet auf Mord, bandenmässigen Raub, gewerbsund bandenmässigen Diebstahl, mehrfachen Diebstahl, qualifizierten Raub, Urkundenfälschung, mehrfachen rechts-

widrigen Aufenthalt sowie mehrfache Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Die Hintergründe der Tat an Borer waren in der Vergangenheit geprägt von Spekulationen. Im Dorf im Solothurnischen Leimental machten Gerüchte über mögliche Verbindungen des Getöteten zu seinen Tätern die Runde. Eine Schweizerin, die laut der Solothurner Staatsanwaltschaft den Beschuldigten den Tipp gegeben haben soll, dass es im Bauernhaus in Metzerlen grosse Vermögenswerte gibt, ist zwischenzeitlich verstorben. In Metzerlen-Mariastein belangt man darauf, nach mehr als zehn Jahren einen Schlussstrich ziehen zu können. «Die Hoffnung, dass das Verbrechen mit dem Prozess aufgeklärt wird, ist gross», sagt Gemeindepräsident Silvio Haberthür. «Wenn es tatsächlich zu einer Verurteilung kommt, würde das bei vielen für Erleichterung sorgen. Die betroffene Familie und Metzerlen-Mariastein könnten aufatmen.» Die Mutmassungen, die in den vergangenen Jahren ins Kraut geschossen sind, seien teilweise nur schwer zu ertragen gewesen, findet er. Sie sollen durch die Verhandlungen endlich Gewissheiten weichen.

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SPORT

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

FUSSBALL

FUSSBALL

Der FC Riederwald bleibt zuversichtlich

Die Liebe veränderte Mondragons Leben

Covid-19 hat beim FC Riederwald für Einnahmeausfälle gesorgt, und im Aktiv- wie Nachwuchsbereich ist der Verein auf Spielerzuwachs angewiesen. Der gute Zusammenhalt ermutigt die Klubführung um Präsident Thomas Fringeli, weiterhin zuversichtlich zu bleiben. Edgar Hänggi Knappe neun Kilometer trennen die Ortschaften Laufen und Liesberg. Eigentlich nicht viel, aber doch zu viel für den FC Riederwald, um so richtig dazuzugehören. «Wir sind auf Spieler aus anderen Orten angewiesen, denn alleine mit Fussballbegeisterten aus Liesberg kommen wir nicht über die Runden. Der Weg aus Laufen und der Umgebung ist für die meisten schon zu weit», sagt Thomas Fringeli, seit 1,5 Jahren Präsident des Vereins. Er sei «wie die Jungfrau zum Kind» zu diesem wichtigen Posten gekommen, meint das Kadermitglied einer in Laufen beheimateten, weltbekannten Traditionsfirma. Aber er schätzt das Familiäre des Klubs, und dass hier alle gerne anpacken. Das sei gerade jetzt auch sehr wichtig, und er ist dankbar für die Unterstützung. «Die Mitglieder haben ihre Jahresbeiträge bezahlt und niemand verlangte eine Rückzahlung.» Fringeli dankt auch dem Trainerstab und Platzwart für den Lohnverzicht während der ersten Welle. «Ein grosses Dankeschön richte ich auch an sämtliche Sponsoren, die weiterhin den Verein unterstützen.»

Einnahmequellen fehlen

Die Pandemie, die in diesem Jahr zum zweiten Mal den Betrieb stark beeinträchtigt, sorgt auch beim FC Riederwald für Sorgenfalten. «Im November hätten wir unseren Lottomatch. Eine sehr wichtige Einnahmequelle, die nun ebenfalls

fehlt, wie auch jene des Grümpelis. Zudem fehlen Einnahmen im Restaurant, da der Spielbetrieb vorzeitig unterbrochen wurde», so Fringeli. Zuvor konnte Riederwald den Betrieb normal durchführen, hatte keine Probleme mit der Umsetzung der Schutzmassnahmen rund um die Plätze, in den Garderoben und im Restaurant. «Wir stiessen bei allen Leuten durchwegs auf Verständnis. Jetzt dürfen aber nur noch die Kleinsten trainieren. Das machen sie in der Turnhalle. Das geht, es sind ja nicht viele», meint Fringeli.

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Das Kader ist zu knapp

Was den sportlichen Teil betrifft, hält sich Fringeli zurück. Er komme nicht aus dem Fussball und lasse die dafür Zuständigen machen. Das bedeute aber nicht, dass er über die Entwicklung der Teams nicht im Bilde sei. Dem Präsidenten ist wichtig, dass sich die erste Mannschaft in der 4. Liga halten kann. «Mit Hiram Mondragon haben wir einen Toptrainer, der sowohl menschlich als auch fussballerisch toll ist und das Team voranbringt. Das Kader ist aber knapp, zu knapp. Hier müssen wir versuchen, die Winterpause zu nutzen. Einige Leistungsträger sind seit längerem verletzt. Hier hoffe ich, dass sie im Frühling wieder dabei sind. Dank dem Sieg in Kleinlützel schaut es jetzt zumindest in der Tabelle besser aus. Wir stehen nicht mehr auf einem Abstiegsrang.» Es sei jedoch vieles unklar, was die Entwicklung der Pandemie betreffe, meint Fringeli. «Wir setzen auf Selbstverantwortung. Die Spieler sollen sich fit halten, ohne dass man ihnen Aufgaben schickt und sie dann kontrolliert.» Beim FC Riederwald hoffen sie, dass im Januar die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil beginnen kann und dass dann auch wieder gespielt werden darf. «Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Monat noch weitere Infos erhalten und dann unsere Planung entsprechend anpassen müssen», ist der Präsident überzeugt.

Ansage: Hiram Mondragon ist überzeugt, sein Team in der 4. Liga halten zu können.

In Mexiko stand Hiram Mondragon an der Schwelle zum Profi. Vor sechs Jahren sorgte dann die Liebe dafür, dass er seine Zelte in Mexiko abbrach und in die Schweiz zügelte. Jetzt ist er Spielertrainer beim 4.-Ligisten FC Riederwald. Edgar Hänggi

Teamgeist: Als verschworene Einheit will Riederwalds Fanionteam den Ligaerhalt schaffen. FOTO: MELANIE MONDRAGON

Schweizer Gewerbe zerstören?

Hiram Mondragon (31) ist ein positiv eingestellter Mensch, und das half ihm in seinem Leben. Geboren und aufgewachsen in Mexiko-Stadt, musste er schon früh schauen, dass er vorankam. Als 6-Jähriger konnte er einem Partnerteam des bekannten Klubs Cruz Azul beitreten und fünf Jahre später durfte er in die Nachwuchsbewegung des Stammvereins wechseln, wo er alle Stufen absolvierte. Mit 21 Jahren gehörte Mondragon dem Kader der ersten Mannschaft, die in der obersten Liga spielt, an. Sein Highlight datiert vom 4. August 2010. Da wurde er im Concacaf-Champions-League-Heimspiel von Cruz Azul gegen San Francisco de Panama in der 69. Minute eingewechselt. Darauf ist er stolz. Doch dann musste er einen neuen Vertrag aushandeln. Es war dann weder Fussball noch Marke-

Angebote bis in interregionale 2. Liga

Mondragon bezeichnet es im Nachhinein als Glück, dass er dann beim FC Aesch unterkam. Auch wenn es ihm dort gefiel, nahm er die Gelegenheit wahr, zum FC Laufen zu wechseln. «Wir wohnen in Wahlen, und so war alles doch viel einfacher.» Der Wechsel auf diese Saison zum Viertligisten Riederwald als Spielertrainer überraschte viele. Mondragon lacht. «Ja, mit diesem Entscheid hat kaum jemand gerechnet. Ich hatte einige Angebote, bis in die interregionale 2. Liga.

Aber Riederwald bot mir den Trainerposten an. Ich suchte zwar nie einen Trainerjob, aber die Idee gefiel mir.»

Hausmann und Fotograf

Mondragon sagt, er habe seine Lebensprioritäten verändert. Er weiss Social Media zu nutzen, filmt und fotografiert — nicht nur Fussball. Er bringt auch eine mexikanische Schuhmarke optisch unter die Leute. Marketing wäre etwas, das ihn als Beruf interessieren würde. Momentan arbeitet er Teilzeit und hat wegen Covid-19 jetzt auch mehr Zeit. Er ist auch Hausmann, schaut zu den Kindern, da seine Frau arbeitet, und er macht das sehr gerne. Ihn beschäftigt die Sache mit dem Virus wegen seiner Angehörigen in Mexiko. «Das Leben dort ist nicht so wie hier. In Mexiko fehlt vieles und es können nicht alle, die krank werden, ins Spital. Ich mache mir schon Sorgen, wie es meinen Angehörigen geht.» Er sei froh, dass seine Eltern im Februar noch zu Besuch waren. Als Trainer sorgt er sich um den Klassenerhalt. «Das einzige Ziel ist, in der 4. Liga zu bleiben. Dafür müssen wir vor dem gegnerischen Tor effizienter werden. In der Defensive haben wir uns verbessert und auch bei den Strafpunkten, was ja sehr wichtig sein könnte. Es geht dabei nicht um mich, dass ich den Abstieg unbedingt verhindern muss. Ich will den Ligaerhalt wegen der vielen tollen Menschen hier. Und ich bin den Klubs und Menschen dankbar für ihre Hilfe, seit ich hier bin», sagt er mit Nachdruck.

Das sind nur einige Folgen der linken Unternehmens-Verantwortungs-Initiative: Schweizer KMU zum Klage-Freiwild machen? Mit der Initiative kann jede Firma, die auch im Ausland tätig ist, im Schadensfall ohne Belege für ein Verschulden eingeklagt werden. Neu müssten die KMU zudem für ihre massgeblichen Zulieferer geradestehen. Damit werden unsere KMU-Betriebe zum Freiwild für die ausländische Klage-Industrie! Schweizer Gewerbe weltweit benachteiligen? Die Initiative führt zu grenzenloser Bürokratie und benachteiligt unsere KMU-Betriebe gegenüber ihren ausländischen Konkurrenten. Denn kein einziges Land auf der Welt drangsaliert sein Gewerbe mit solch unsinnigen Gesetzen! Schweizer Arbeitsplätze zerstören? Mit der Initiative müssen unsere Unternehmen ständig Klagen aus dem Ausland befürchten. Ausländische Unternehmen können hingegen weiterhin ohne Auflagen in die Schweiz liefern. Dies schadet unserer Wirtschaft und zerstört Arbeitsplätze.

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ting, das er studierte: Er wanderte in die Schweiz aus! «Schuld» daran waren Ferien mit seiner Familie in Cancun. Im selben Hotel war auch eine Schweizerin mit ihrer Mutter. Melanie ist heute seine Ehefrau und Mutter zweier Töchter. «Wir hatten eine Fernbeziehung. Einmal kam sie mich besuchen, dann flog ich in die Schweiz. Ich war jedoch kein Freund von Fernbeziehungen. Also diskutierten wir, was wir machen. Klar war, dass wir zusammenbleiben wollten. Somit musste einer von uns sein Land verlassen.» Er wollte in der Schweiz Fussball spielen, dachte, als junger Spieler eines bekannten Klubs habe er gute Chancen. «Melanie brachte mich zum FC Basel. Murat Yakin war damals Trainer. Er wirkte interessiert, sagte, er melde sich. Doch wie so oft in diesem Geschäft hörte ich nie mehr etwas. Ich musste feststellen, dass ich für die einen zu wenig jung war, für die anderen keinen Namen als Ausländer hatte.»

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MUSIK-TIPP

Diana Krall Die kanadische Sängerin und Pianistin Diana Krall stellt auf «This Dream Of You» (Universal) eine persönlich zusammengestellte Auswahl von zwölf Sessionsaufnahmen vor. Sie entstanden 2016 und 2017 in der Vorbereitungsphase zu dem vor drei Jahren veröffentlichten Hitalbum «Turn Up The Quiet» in unterschiedlichen Besetzungen mit Marc Ribot (Gitarre), Stuart Duncan (Fiedel) und anderen grossartigen Musikern. Das Album ist keinesfalls mit Outtakes oder «Restmaterial» bestückt, sondern mit vollwertigen Songs, die Diana Krall in der von ihr gewohnten ausdrucksvollen Manier als Mischung von reinrassigem Jazz und solchem mit Pop-Affinität interpretiert. Einige Tracks wie beispielsweise «Just You, Just Me» kommen swingend daher, andere balladesk wie der Titelsong des Albums als herzerweichende Coverversion von Bob Dylans «This Dream Of You» und die Neuinterpretation von Irving Berlins Bluesklassiker «How Deep Is The Ocean». Tommy LiPuma hatte bis zu seinem Tod im Jahre 2017 Diana Kralls Karriere als kreativer Partner und Produzent von zwölf ihrer Platten begleitet. Ihm hat sie das neue vielschichtige Album gewidmet, das die Bewertung «hervorragend» verdient. Benno Hueber

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Neuigkeiten der Kirchgemeinde

Mystischer Gottesdienst

Das Covid-19-Virus bestimmt unseren Alltag. Leider. Diese Fesseln werden uns jedoch nicht davon abbringen, an der Entwicklung unserer Kirchgemeinde zu arbeiten und unsere diakonische Begleitung weiterzuführen. Für die Weiterentwicklung sind Entscheidungen notwendig. Aus diesem Grund hat die Kirchenpflege beschlossen, die Kirchgemeindeversammlung vom 29. November durchzuführen. Nebst personellen Entscheidungen werden wir auch das Budget 2021 vorstellen. Die Kirchenpflege beantragt ein grösseres Investitionspaket für bauliche Renovationsarbeiten. Die Projekte wurden zwar zu einer Zeit geplant, als Corona uns noch nicht in diesem Ausmass beschäftigte. Trotz dessen Auswirkungen, unter anderem auch auf unsere Wirtschaft, wollen wir an dem festgelegten Zeitplan festhalten. Mit den Bauaufträgen können wir einen kleinen Beitrag für unsere regional wirkenden Handwerker leisten. Hindert Sie das Coronavirus an der Kirchgemeindeversammlung teilzunehmen? Wir verstehen Sie und garantieren Ihnen, dass die BAG-Verhaltens- und Hygieneregeln sowie das eigens für die Evangelisch-reformierte Kirche Laufen aufgestellte Schutzkonzept strikte eingehalten werden. Zusätzlich bieten wir Ihnen aber auch an, dass Sie sich vorgängig mit den zu behandelnden Themen vertraut machen können. Kontaktieren Sie uns via Mail (pascal.karrer@ref-laufental.ch) oder Telefon (079 281 19 75). Wir werden Sie gerne über die Inhalte im Detail persönlich informieren und Ihre Anliegen auch in die Versammlung mitnehmen.

Klappstuhlbesuche & Einkaufshilfe

In der aktuellen Situation ist der gesellschaftliche Austausch immens wichtig. Die Besuche sind jedoch aufgrund der vorliegenden Schutzkonzepte nur «im kleinen Rahmen» angesagt. Daher bieten wir Ihnen die «Klappstuhlbesuche» an. Eine Person unseres Besucherteams kommt mit einem Klappstuhl zu Ihnen heim für einen Schwatz/ ein Gespräch. Dabei muss sie nichts von Ihren Sachen anfassen, da sie auf dem selbst mitgebrachten Klappstuhl noch vor der Haustür oder im Hauseingang sitzen wird. Sie können Ihren Stuhl in sicherer Distanz platzieren. Rufen Sie ungeniert auf 076 582 37 24 an. Auf der gleichen Nummer werden auch Anfragen für Einkaufshilfe entgegengenommen. Ihre Kirchenpflege der Evangelischreformierten Kirchgemeinde Laufental

GEDANKENSTRICH

Wie vor 100 Jahren

Ein Gedicht von Lina Wisler-Beck, datiert vom 22. Juni 1920, entstanden zur Zeit der spanischen Grippe

Längwiligi Zitte

Gottesdienst: Gelgia Herzog mit Gitarre, und Tarzis Müller am E-Piano sorgten für mystischen Stimmung. Am Samstag 14. November um 17.00 Uhr, gerade beim Eindunkeln, begann in der reformierten Kirche Thierstein in Breitenbach eine mystische Abendfeier. Dreissig mit Masken bewehrte Gottesdienstbesucherinnen und –besucher, die sich für diesen Anlass zuvor angemeldet hatten, setzten sich neugierig in den mit Kerzen erleuchteten Innenraum der Kirche. Die letzten Sonnenstrahlen drangen eben noch durch die Kirchenfenster ein und tauchten die weisse Wand gegenüber in ein zauberhaftes Regenbogenlicht. Draussen im Kirchhof brannten aber schon züngelnd die Finnenkerzen und befeuerten bei manchem ein inneres Bedürfnis nach Spiritualität. Mystische Gebete von Simon vom Sinai, von Niklaus von Flüe und von der Benediktinerin Silja Walter eröffneten den Gottesdienst und weiteten einen Zugang zum eigenen Innern. Da ging es um geerdet werden, ausgerichtet sein nach den vier Himmelsrichtungen, und auch darum, senkrecht von oben etwas von Gottes lichten göttlichen Funken zu spüren. Geheimnisvolle Lieder, vorgetragen

FOTO: ZVG

von Gelgia Herzog am Mikrofon und begleitet von Tarzis Müller am Elektro-Piano, liessen Raum, um mit der Seele dahin zu schweben, wo man einst glücklich war und wo man einst wieder glücklich sein würde nach dieser Coronazeit. Auch Gelgias Geigenspiel entführte einen in finnisch-karelische Gefilde. Stéphane Barth erzählte in seiner Predigt, wie ihn fast schon mystische Erlebnisse in der Anfangszeit als Pfarrer begleitet hätten bei Trauergesprächen und Abdankungen. Nach dem Gottesdienst traf man sich draussen im Kirchhof, wo man sich noch eine Weile von Maske zu Maske besprechen konnte. Auch durfte man etwas sicher Verpacktes vom Gabentisch mit nach Hause nehmen. Herzlichen Dank für den faszinierenden musikalischen Rahmen, wie auch Diana Klasnic, Sandra Martino, Valentin Gerber, Rolf Schädeli und Benita Schweighauser für alle Vorbereitungen im Hintergrund, z.B. mit den verschiedenen Kerzen und den gebackenen und steril verpackten Sachen! Pfarrer Stéphane Barth-Ehrsam Breitenbach

Niene isch Chilbi u niene isch Tanz deheime ums Hus um versuret me ganz. I ha mer scho mängisch der Chopf fasch verheit was ächt no wär z’mache, das Zyt umegeit. Wär gwanet isch z’gumpe und z’tanze, o je däm düe halt die Süche-Verordnige weh… E jede muess säge, churzwiligs isch’s nit No bsunders für ledigi, lustigi Lüt. Grad äbe der Sunndig wird eim eso läng s’Furtgoh isch verbote, u nämlech no sträng. Gsiech eim deno öpper, o weisch de häts gfählt do müesst ne schwär buesse – u-ni ha kes Gäld! Drum blieb i doheime. I schicke mi dry u hoffe dä Jammer gang öppe verby. I bi ja nid einzig, s’trifft anderi o, s’isch ume es gwane, – Mi zahmet de scho!

VER ANSTALTUNG

Der Song geht weiter

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Räbeliechtli einmal anders Aufgrund der aktuellen Situation musste die Primarschule Grellingen den traditionellen Räbeliechtli-Umzug 2020 absagen. Stattdessen machten sich die Kinder mit ihren Eltern selbständig auf den Weg durchs Dorf. Dank der regen Beteiligung aller Familien wurde es trotzdem

ein sehr schöner Abend mit viel Lichterglanz. Wir danken allen, die geholfen haben, die Tradition auch in diesem aussergewöhnlichen Jahr aufrechtzuerhalten! Das Team des Kindergartens und der Primarschule Grellingen.

Redaktionsschluss Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr. Beiträge sollten eine Länge von 1500 Zeichen inkl. Leerschläge nicht überschreiten. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag. redaktion.laufen@wochenblatt.ch

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WoS. Am 26. November tritt Ben Zahler mit seiner Band im Kloster Dornach auf. Ben Zahler aus Sissach lotet mit seinem Projekt Songgoing neue Formen aus, erkundet Klangwelten, doch im Zentrum steht immer der Song. 2018 ist das erste Album der Band «Quietly Cold» bei TCB Records erschienen, der Titelsong «Quietly Cold» wurde vom Tagesanzeiger in die Liste der besten 100 Songs aufgenommen. Der Schweizer Kulturjournalist Steff Rohrbach schreibt über das Album: «Quietly cold — der Titel könnte leicht irreführen, so ruhig und kalt wie er suggerieren mag, ist die Musik dieses Albums nicht: Starke Songs, eine mädchenhaft-frische, unschuldig klingende Stimme, die prägnante Flöte des Bandleaders und ein überzeugend swingender Groove — das sind die herausragenden Ingredienzen des durchaus bewegenden, schlagzeuglosen Quartetts Songgoing.» Konzert: Kloster Dornach, 26. November, 18.30 bis 20.00 Uhr, Voranmeldung erforderlich: T + 41 61 705 10 80 info@klosterdornach.ch, Kollekte.

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Kurzbericht: Die Erstklässlerin Lia aus Grellingen über den Räbeliechtliabend.

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Lesen Sie im Hauptteil über die «Freizeitfreuden und Freizeitleiden». Von der Mussestunde zum Freizeitstress: – Faszination Burgen und Ruinen – Themenwege – Sehenswerte Museen – Musik in der Region – Wie gestaltet die Jugend ihre Freizeit? Im zweiten Teil präsentiert sich die bewährte Chronik, eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Bildung und Sport.

Klaus Fischer und Dr. Thomas Brunnschweiler.

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Im dritten Teil kann man exklusive Trouvaillen lesen: – Simon Lutz vergleicht das Coronavirus 2020 mit der Pest im 17. Jahrhundert – Urs Spielmann geht auf die Kunstszene Schwarzbubenland ein – Walter Studer erzählt über seinen Lieblingsaussichtspunkt – Susi Erb präsentiert wieder ein altes Rezept aus der Region – Franziska von Arb führt ihre Mundartgeschichte weiter Abgerundet wird «Dr Schwarzbueb» wie immer mit dem ausführlichen Jahreskalendarium samt den Bauernregeln.

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Offener Brief (Stand 5. November 2020) Als «brave Bürgerin» und praktizierende Kinderärztin halte ich mich an die Vorgaben von Bund und Kanton. Ich verfolge aufmerksam die Entwicklung im Zusammenhang mit Corona in der Realität (Praxis, Alltag), im Gespräch mit betroffenen Menschen und in den Medien. Eine Demokratie zeichnet sich aus durch ausgewogene Berichterstattung. Corona ist eigentlich ein medizinisches Thema. Corona beeinflusst und bestimmt jedoch das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Staatlich angeordnete Verbote von Versammlungen, Gottesdiensten, Hochzeiten, Beerdigungen, Konfirmationen, Besuchsverbot in Altersheimen – das gab es in der Geschichte bisher noch nie. Insofern ist Corona schon längst auch zu einem gesellschaftlichen Thema geworden. Im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung sollen auch mutmachende Stimmen ihren Platz bekommen.

«Corona ist schon längst auch zu einem gesellschaftlichen Thema geworden.» Mein Mann und ich sind Ärzte und haben täglich mit kranken Menschen zu tun. Für mich als Kinderärztin sind Schnupfen, Husten, Fieber mein tägliches Brot. Mittlerweile wissen die Meisten, dass Covid-19 für Kinder nicht gefährlich ist, nicht mal für solche mit einer Grundkrankheit (ausgenommen schwere Immunschwäche) und nicht mal für Säuglinge (im Unterschied zur Grippe). Bei den Erwachsenen stelle ich fest, dass die wenigsten mitbekommen haben, dass das BAG schon im April ihre Liste mit den Risikokrankheiten angepasst hat. So haben gut eingestellte Diabetiker, Asthmatiker oder Hypertoniker ohne Endorganschäden kein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19 Verlauf (BAG, Kriterien für besonders gefährdete Personen). Die Medien haben diese Präzisierung aber kaum aufgenommen, mit dem Resultat, dass sehr viele Menschen mit einer gut eingestellten arteriellen Hypertonie, einem Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus sich seit Monaten in grosser Gefahr wähnen – ohne Grund. Wie sieht es mit den Patienten meines Mannes, der Nierenarzt ist, aus? Die meisten von ihnen sind Hochrisikopatienten, einige davon an der Dialyse. Im Schweizer Dialyseregister Stand 31.3.2020 wurden 48 Covid-19-Patienten erfasst, von denen 40 wieder gesund wurden. Covid-19 bedeutet somit bei Hochrisikopatienten in den überwiegenden Fällen kein Todesurteil. Diese guten Verläufe sind sicher auch den Vorsichtsmassnahmen und der kompetenten medizinischen Betreuung geschuldet. Wir kennen viele Menschen, die in den letzten Monaten Corona gehabt haben. Wir sind zum Schluss gekommen, dass SARS-CoV-2 kein Killervirus ist.

SARS-CoV-2 ist ein neues Virus. Das ist in der Natur aber nicht neu Viele Viren mutieren ständig (Influenza, Corona), alle paar Jahre springen Viren vom Tier auf den Menschen (Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, MERS). Die Panikmache mit der Aussage, das Virus sei neu, ist unbegründet, denn der Mensch hat ein Immunsystem, das auch auf sogenannt neue Viren vorbereitet ist. Neben der humoralen Immunantwort (also spezifische Antikörper), gibt es auch die zelluläre Immunantwort, welche man im Blut nicht messen kann. Der bei den meisten Infizierten milde oder asymptomatische Verlauf beweist das Funktionieren der Immunantwort auf dieses sogenannt neue Virus. Auch Säuglinge, welche nach dem Nestschutz der ersten 3 Monate mit allen, ihnen unbekannten Viren und Bakterien fertig werden müssen, schaffen das praktisch immer problemlos. Bei Betagten und Kranken gibt es leider auch schwere Verläufe und Todesfälle, ganz selten mal auch bei Jüngeren. Zu Beginn der Pandemie ist man von 5% schweren Verläufen mit IPS-Bedarf oder Tod ausgegangen. Überlastung des Gesundheitssystems und 20’000-30’000 Tote in der Schweiz wurden prophezeit. Dies ist zum Glück bei Weitem nicht eingetreten. SARS-CoV-2 ist zum Glück nicht das Killervirus, was man initial befürchtet hat. Dies wird nun auch von der WHO bestätigt mit der Aussage, dass die Infektionstodesrate von Covid-19 bei 0,14% liege und somit nicht gefährlicher sei als die saisonale Grippe (8.10.2020 Bulletin of the WHO, Article ID BLT.265892). Diese Todesfallrate sei 24 x niedriger als die von der WHO im März angegebene geschätzte Todesfallrate von 3,4%. Diese Zahl sei lediglich auf Basis von Modellen errechnet worden, die dann zur Rechtfertigung von Lockdowns und anderer politischer Massnahmen herangezogen worden sind. Die Massnahmen wie Testen, Isolation, Quarantäne, Reisebeschränkungen, eingeleitet zur Bekämpfung eines Killervirus, werden aber fortgesetzt, als ob es ein Killervirus wäre. Noch nie dagewesene Reisebeschränkungen werden durchgesetzt. Ob diese einen Sinn machen ist sehr fraglich angesichts der Tatsache, dass das Virus in allen Ländern vorhanden ist. Coronaviren verursachen eine saisonale Atemwegserkrankung. Jetzt im Herbst nehmen deshalb – wie jedes Jahr – die Erkältungskrankheiten auch wieder zu. Trotz wieder ansteigender Fallzahlen, zumindest teilweise sicher eine Folge der massiv zugenommenen Testung von 30’000 Tests pro Tag, — bleiben die Todesfälle auf einem tiefen Niveau. Die Hospitalisationen von Covid-19 positiven Patienten haben zugenommen, bewegen sich im Vergleich mit der Gesamtzahl der täglich hospitalisierten Menschen aber auf einem tiefen Niveau. Die aktuelle Auslastung der Intensivstationen von 76% liegt im normalen Bereich. Einen sehr guten Überblick über die aktuellen Zahlen, auch aufgeschlüsselt nach Kantonen, auch mit Angabe der Belegung der Intensivstationen gibt die Seite https://www.srf.ch/ news/schweiz/coronavirus-so-entwickeln-sich-die-corona-zahlen-in-der-schweiz. Wichtig wäre auch die Differenzierung, wer von den positiv Getesteten auch Symptome hat und krank ist und wer asymptomatisch ist. Im Erfassungsformular werden diese Fragen gestellt, die Daten wären vorhanden. Wieso sie nicht publiziert werden, kann man sich denken. Soeben habe ich erfahren, dass das BAG von den Arztpraxen ab sofort nicht mehr wissen will, wie der klinische Befund von ambulanten Covid-19 Patienten lautet. Meine Befürchtung: Die zentrale Frage ist ja, wie gefährlich Sars-CoV-2 wirklich ist im Vergleich mit anderen Atemwegsviren. Um diese Frage zu beantworten, wäre es wichtig zu wissen, wie viele der positiv PCR-Getesteten überhaupt krank sind und respektive wie schwer krank sie sind. Ich befürchte, dass das BAG diese Frage der Gefährlichkeit des Virus gar nicht wirklich wissen will resp. die Antwort scheut. Probleme in den Spitälern entstehen durch den Personalmangel infolge isolations- und quarantänebedingten Ausfällen von positiv getestetem Gesundheitspersonal respektive, wenn sie Kontakt mit positiv Getesteten hatten. Zudem ist die Arbeit in Schutzmontur eine grosse Zusatzbelastung.

«Probleme in den Spitälern entstehen durch den Personalmangel.» Die einzigen Massnahmen, welche nachweislich etwas bringen sind Händewaschen und Abstand (physical distancing, nicht social distancing). Die anderen Massnahmen mit generellem Maskentragen, Massentesten, Isolation und Quarantäne verursachen bei weitem mehr Schaden an der Gesellschaft als dass sie nutzen. Ihre Wirksamkeit ist umstritten.

Eine schwere Erkrankung definiert sich über die Anzahl Hospitalisationen und Todesfälle, nicht über die Anzahl positiv getesteter Personen Die Zählung und Addition von Neuinfizierten und die tägliche Publikation dieser Zahlen in den Medien gab es bisher noch nie und steuert nur zur Beunruhigung in der Bevölkerung bei. Um diese Zahlen beurteilen zu können, müssten sie in ein Verhältnis gesetzt werden. Zum Bespiel müsste verglichen werden, wie viele Atemwegserkrankungen mit Hospitalisation und Todesfällen es denn in anderen Jahren gegeben hat. Man müsste die überfüllten Intensivstationen in Italien und auch in der Schweiz vergleichen mit anderen Grippewintern – z.B. 2015 und 2017 – und wird feststellen, dass sie jedes Jahr überfüllt sind. Nur hat das bisher nie jemand gekümmert. Gemäss Bundesamt für Statistik sterben in der Schweiz jedes Jahr durchschnittlich 180 Personen pro Tag (Zahlen von 2017). Gesamtschweizerisch sind in den Wochen 1-39 diesen Jahres 500 Todesfälle weniger zu beklagen als im Vorjahr, wir haben somit eine negative Übersterblichkeit. Dies spricht gegen eine aussergewöhnlich schwere Erkrankung. Einen guten Überblick über die Zahlen im Verhältnis zu den Gesamtzahlen gibt www.medinside.ch. Dort ist zum Beispiel zu lesen, dass 38 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 in der Woche 42 verstorben sind bei einem Total der Todesfälle in dieser Woche in der Schweiz von 1082. Was primär als viel tönt, entspricht in Relation somit nur 3,5%. Von allen Todesfällen in der Schweiz in dieser Woche sind 96,5% an etwas anderem als Covid-19 gestorben. Das Medianalter der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist von 84 auf 86 Jahre gestiegen und liegt somit über der durchschnittlichen Lebenserwartung (bei Frauen 85,5 J., bei Männer 81,7 J.). Die Zunahme der täglich neu gemeldeten Covid-19 positiven Todesfälle auf 60 tönt nach viel. Wenn man die Kurven der zu erwartenden wöchentlichen Todesfälle anschaut, sieht man, dass die Zahlen für die Jahreszeit normal sind (ca 1200 Todesfälle in der Altersgruppe Ü65 pro Kalenderwoche). «Die Auslastung der Intensivstationen ist eine der wichtigsten Kennzahlen der Pandemie. An dieser Zahl lässt sich ablesen, wie gut ein Land die Krise bewältigt. In der ersten Welle ist die Schweiz in dieser Hinsicht glimpflich davongekommen, die Intensivstationen waren zu keiner Zeit komplett ausgelastet.» (NZZ 4.11.2020). Die Zahl der Covid-19-IPS-Patienten nimmt zwar zu (279 Stand 3.11.2020), die Zahl der freien IPS-Betten hat sich aber nur unwesentlich verändert (335 Stand 3.11.2020). Dies wegen Verschiebung von Wahleingriffen. Dabei geht es vor allem um die Verschiebung von Wahleingriffen, welche nach der Operation eine IPS-Betreuung nach sich ziehen, also bariatrische, neurochirurgische und kardiochirurgische Eingriffe. Die Kapazität der IPS-Betten könnte von normal ca. 1080 auf maximal 1500-1800 erhöht werden (NZZ 4.11.2020). Beatmungsgeräte gibt es genug, Problem ist der Mangel an qualifiziertem Personal. Bei vollen Intensivstationen werden weitere IPS-pflichtige Patienten zuerst regional in Spitäler in der Nähe verlegt. Falls dies nicht mehr möglich ist, werden die Patienten zwischen den sieben Grossregionen landesweit verlegt, koordiniert durch die Einsatzzentrale der Rega. Erst wenn alle bestehenden und neu geschaffenen IPS-Plätze belegt seien, müssten die Ärzte triagieren, also entscheiden, welchen Patienten sie einen IPS-Platz geben. Zum Glück sind wir davon noch weit entfernt. Ein weiterer Punkt, welcher seit Jahren beklagt und politisch zu wenig beachtet wird, ist der notorische Pflegenotstand in der Schweiz. Regelmässig müssen Betten in Spitäler gesperrt werden, weil zu wenig Pflegepersonal da ist. In der Pandemie-Krise wird dieser Missstand nun erst recht manifest. Zu Beginn der Pandemie in der Schweiz war der Verlauf nicht abzuschätzen. Unsere Behörden haben rasch gehandelt und mit den umliegenden Ländern nachgezogen. Die Strategie war, die drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Nun ist über ein halbes Jahr vergangen. SARS-CoV-2 ist kein Unbekannter mehr. Es bedarf einer Neubeurteilung der Situation und der effektiven Gefährlichkeit des Virus. Was ist die jetzige Strategie mit grossflächigem Testen, Isolation und Quarantäne von Tausenden Arbeitnehmern wegen eines positiven PCR-Tests, obwohl viele von ihnen keine oder milde Symptome haben?

«Die Strategie war, die drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.» Was ist der Endpunkt der aktuellen Massnahmen? Die Impfung kann es nicht sein. Impfungen sind grundsätzlich ein grosser Segen für die Menschheit. Deren Entwicklung dauert normalerweise 4 bis 5 Jahre. Eine Abkürzung des Zulassungsprozederes unter Ausserachtlassen der Langzeitverträglichkeit sollte kritisch hinterfragt werden. Speziell wenn es sich um einen Genimpfstoff handelt, wie es bei einigen der SARS-CoV-2 Impfstoffen, die aktuell in Entwicklung sind, der Fall ist. Krankheit und Tod gehörten immer schon zum Leben. In anderen Bereichen nimmt die Gesellschaft sie einfach in Kauf. Zum Beispiel im Verkehr oder beim Bergsteigen. Trotz vieler Todesfälle jedes Jahr kommt niemand auf die Idee, den Verkehr oder das Bergsteigen zu verbieten. Betagte und Kranke sollen sich schützen, so wie es in jedem Grippewinter sinnvoll ist, das steht nicht zur Diskussion. Was ist mit den Begriffen Lebensqualität, Selbstbestimmung, freie Meinungsäusserung? Wo ist der gesundheitsfördernde, weil glücksbringende Aspekt von Gemeinschaft, Singen, Kultur, Musik, Tanz, Mannschaftssport etc? In was für einer Gesellschaft leben wir, wo Aspekte von (vermeintlicher) Sicherheit und Krankheitsvermeidung alles dominiert? Wollen wir das? Was bewirken die Massnahmen mit Testen, Quarantäne, Isolation, Reduktion der Personenzahl bei Veranstaltungen, Reisebeschränkungen etc? Eine relevante Beeinflussung der Neuinfektionszahlen offensichtlich nicht, sonst würden die Zahlen nicht unbeirrt ansteigen. Was sie leider definitiv bewirken ist eine Schädigung von ganzen Wirtschafts- und Kulturzweigen. Restaurant- und Hotelbesitzer, Caterer, Musiker, Entertainer, Künstler, Sportclubs, Reisebüroinhaber, Lagerhausbetreiber und viele mehr verlieren ihre Existenzgrundlage – ohne eigene Schuld. Von den psychischen und medizinischen Kollateralschäden wegen nicht wahrgenommenen Kontrollen oder zu spätem Aufsuchen des Spitals ganz zu Schweigen. In der Diskussion um Corona fehlt mir auch der Punkt, was unsere Massnahmen für die Armen der Welt bedeuten. Ich habe diese Woche in der NZZ gelesen, dass ein zweiwöchiger Lockdown 5,5 Milliarden Franken kosten würde. Man darf gar nicht daran denken, was man mit solch einem Betrag alles Gutes tun könnte. In der aktuellen Krise trifft es die Armen am härtesten. In den Industrieländern bestehen Strukturen, die das Schlimmste auffangen und Unterstützung leisten. In den Entwicklungsländern sind diese staatlichen Dienstleistungen nicht vorhanden. Wer keine Arbeit mehr hat, hat nichts zu essen. Angesichts wirtschaftlicher Not in der ersten Welt brechen die Unterstützungsgelder für die dritte Welt ein mit katastrophalen Folgen.

Was macht auf die Dauer das «social distancing» und das Maskentragen mit uns? Mit der Gesellschaft? Der Mensch ist von Natur aus kein Einzelgänger, sondern ein Herdentier. Hautkontakt ist wichtig. Nach der Geburt ist in unseren Geburtskliniken Standard, dass das Neugeborene nackt sofort der Mutter auf die Brust gelegt wird, genannt «Bonding». Trinkverhalten, Bindung zur Mutter, Immunabwehr und vieles mehr werden dadurch positiv beeinflusst. Was ist mit den vielen Menschen in Einpersonenhaushalten ohne Familie? Sogar der Handschlag ist jetzt nicht mehr möglich. Zunahme von Vereinsamung, Depression und Suiziden sind die Folge (Bundesamt für Statistik: 16 von 1000 Todesfällen in der Schweiz sind durch Suizid).

«Der Mensch ist von Natur aus kein Einzelgänger.» Was macht die Maske mit der Gesellschaft? Dass sie medizinisch in der Öffentlichkeit etwas bewirken soll, ist sehr umstritten. Im März und April haben wir vom BAG gehört, dass chirurgische Masken nicht vor einer Ansteckung schützen und nicht allgemein empfohlen sind. Die anderslautende Weisung nur 6 Monate später, welche von allen geglaubt und ohne zu hinterfragen umgesetzt wird, irritiert mich. Ein Blick nach Schweden zeigt, dass es auch sehr gut ohne geht. Möglicherweise ist der Hauptzweck der Maske, dass wir nicht vergessen, dass immer noch Corona-Zeit herrscht. Denn wenn man nicht die Medien konsultieren würde und täglich mit den neuen Zahlen und den Infos über bald überlasteten Intensivstationen konfrontiert werden würde, könnte man das noch glatt vergessen. Das Schlimmste ist meiner Ansicht nach aber, dass die Maske aus deinem Nächsten eine potentielle Gefahr macht, der es am besten auszuweichen gilt. Die Schweiz ist eine Demokratie. Freie Meinungsäusserung ist eine Selbstverständlichkeit, ohne dass Repressionen befürchtet werden müssen. Dies ist ein grosses Privileg, welches leider in anderen Ländern nicht der Fall ist. Aus diesem Grunde wage ich es, solch einen offenen Brief zu schreiben. Zudem habe ich das Privileg, dass ich selbständig bin und mir niemand künden kann. Aus Spitalkreisen weiss ich, dass den Ärzten gesagt wurde, dass es einen Mediensprecher gebe und persönliche Stellungnahmen zu Corona zu unterlassen seien. Ich habe vollstes Verständnis, dass man sich da nicht exponieren möchte. Es gibt genügend Beispiele aus Deutschland und auch aus der Schweiz und anderswo, wo Ärzte, welche ihre kritische Haltung zu Corona geäussert haben, ihren Job verloren oder sonst diskreditiert worden sind. Umso mutiger ist es, dass international renommierte Professoren aus den Universitäten Harvard, Standford und Oxford eine Deklaration veröffentlicht haben, in welcher gefordert wird, dass die vulnerable Bevölkerung fokussiert geschützt wird, dass aber der grosse Rest respektive Mehrheit der Bevölkerung wieder normal leben kann (https://gbdeclaration.org/). Die Coronakrise hat die Schweiz in zwei Lager gespalten. Seither schwankt das Land zwischen der Angst vor einer zweiten Welle mit Kollaps des Gesundheitssystems und der steigenden Skepsis gegenüber den Massnahmen der Behörden.

Hauptproblem ist der fehlende Dialog Seit Ausbruch der Pandemie versuchen Zehntausende in der Schweiz und vermutlich Millionen auf der ganzen Welt mit den verantwortlichen Politikern in einen Dialog zu kommen. Ohne Erfolg. Ein Beispiel unter unzähligen: Hundert Schweizer Ärzte haben im Frühjahr einen detaillierten Brief mit ihren Sorgen, Beobachtungen und wissenschaftlichen Grundlagen an den Bundesrat geschrieben. Keine Antwort. Die Diskussionsverweigerung ist eine alte Methode der Ausgrenzung. Wer sich für die Thematik interessiert, dem sei der Film «Unerhört!» vom ehemaligen SRF-Redaktor Reto Brennwald sehr empfohlen. Ziel des Filmes ist der Dialog zwischen Menschen mit unterschiedlichen Haltungen zur Coronakrise. Dieser Film fragt kritisch nach und gibt auch denen eine Stimme, die bisher praktisch unerhört geblieben sind. Der Film ist seit dem 23.10.2020 online zu sehen, auf www.unerhoert-der-film.ch, in voller Länge und kostenlos. Ich verharmlose das Virus nicht. Es ist etwa so gefährlich wie eine schwere Grippe, welche es alle paar Jahre mal gibt. Die Gefährdeten sollen geschützt werden. Für den Grossteil der Bevölkerung ist es aber nicht gefährlicher als andere Grippen. Deshalb sollten wir uns auf den Schutz der Gefährdeten beschränken und alle aussergewöhnlichen Massnahmen für den Rest der Bevölkerung stoppen. Möglicherweise gehören Sie zur Gruppe, welche sich grosse Sorgen macht und welche ich mit diesem Schreiben verärgert habe. Das tut mir leid. Mein Ziel ist, Ihnen die Angst vor dem Virus zu nehmen, das kein Killervirus ist.

Was sollen wir tun? In Gesprächen versuche ich, Leute zu sensibilisieren und zu ermuntern, sich ein eigenes Bild über die Lage zu machen (zum Beispiel via unten genannte Quellen). Immer wieder treffe ich Menschen, welche grosse Angst haben und sich seit Monaten isolieren. Diese versuche ich zu beruhigen und ihnen die Angst, zu nehmen, was aber nicht immer gelingt. Wenn Massnahmen medizinisch keinen Sinn machen, wie zum Beispiel das Verbot von Klassenlagern (in den Klassen herrscht reger Virenaustausch, Kinder sind nicht gefährdet), schreibe ich an die zuständigen Entscheidungsträger, welche häufig auch nur ein Rad im System sind und ihre Arbeit machen. Es ermutigt mich enorm, wenn ich gleichgesinnte Menschen treffe, welche zu den gleichen Schlüssen wie mein Mann und ich gekommen sind. Als optimistischer Mensch bin ich überzeugt, dass bald auch die Mehrheit der Politiker einsehen wird, dass die Massnahmen im März nachvollziehbar waren, dass aber nun eine Neubeurteilung der Situation und der effektiven Gefährlichkeit des Virus dringend nötig ist, um eine Rückkehr zum normalen Leben zu ermöglichen. Dr. med. Kathrin Meffert-Ruf Empfehlenswerte Quellen https://coronadifferenziert.ch/ https://www.srf.ch/news/schweiz/coronavirus-so-entwickeln-sich-die-corona-zahlen-in-der-schweiz Guter Überblick über Zahlen und Grafiken, auch Auslastung der Intensivbetten https://corona-transition.org/ Faktenbasierte Berichterstattung ausserhalb des Medien-Mainstream, Newsletter abonnieren https://www.insidecorona.ch/ Unabhängige Plattform von UnternehmerInnen und Experten https://notrecht-referendum.ch/ Referendum gegen das im September verabschiedete neue Covid-19-Gesetz, dass dem Bundesrat die Notrecht-Kompetenzen auch ausserhalb von Epidemien sichert bis Ende 2021. Unterschriftenbögen ausdrucken und unterschreiben. https://gbdeclaration.org/ Grosse Barrington-Erklärung von Professoren aus Harvard, Standford und Oxford. Lesen, unterschreiben und weiterleiten. https://aletheia-scimed.ch/Uber-uns Netzwerk von praktizierenden Ärzten, Wissenschaftlern, Gesundheitsfachpersonen https://www.unerhoert-der-film.ch/ Film von Reto Brennwald zur Förderung des Dialogs über Corona


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LESERBRIEF

Ja für verantwortungsvolle Unternehmen Bangladesch 2013: In einem neunstöckigen, zum Teil illegal gebauten Gebäude waren fünf Textilfabriken untergebracht, die für international bekannte Marken produzierten. Obwohl dem Management schon vor dem Einsturz Risse in den Mauern gemeldet wurden, wurden die Nähenden gezwungen, weiter in diesem Gebäude zu arbeiten. Am 24. April stürzte das Gebäude ein. 1138 Personen, vorwiegend Frauen, starben, und über 2000 Leute wurden zum Teil schwer verletzt. 32 Firmen, darunter Benetton, C&A, Kappa, Mango und Zara unterhielten Geschäftsbeziehungen zu diesen Fabriken. Es dauerte über zwei Jahre, bis die zur Entschädigung aller Betroffenen benötigte Summe von über 30 Millionen US-Dollar zusammenkam. Auf Arbeitssicherheit zurückzuführende Unfälle

sind in Bangladesch nach wie vor an der Tagesordnung. Im Mai 2013 wurde ein, Programm für mehr Gebäude- und Brandschutzsicherheit ausgehandelt. Bisher hat erst eine der in Bangladesch produzierenden Schweizer Modefirmen die Verlängerung des Gebäudesicherheitsabkommens unterzeichnet. Fashion Revolution Schweiz ist unterstützende Organisation der Konzernverantwortungsinitiative und setzt sich für nachhaltige und fair produzierte Mode ein. Wir können nicht akzeptieren, dass es auch heute noch Firmen gibt, die angesichts der Umweltverschmutzung und den ausbeuterischen Zuständen in vielen Produktionsländern bewusst wegschauen. Genau dort greift die Initiative. Meret Stebler, Meltingen und Fashion Revolution Basel

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

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LESERBRIEF

Gegen die Finanzierung Vor dem jüngsten von Kriegsmaterial Gericht

Gut gemeint — doppelt schädlich

Schweizer Institutionen wie die Nationalbank, Pensionskassen, Versicherungen, private Banken etc. investieren über 15 Milliarden Franken in die Finanzierung von Kriegsmaterialien. Diese Kriegsmaterialien dienen nicht nur zur bewaffneten Landesverteidigung, sondern sorgen hauptsächlich für Tod und Flüchtlingsströme in Krisengebieten wie im Jemenkonflikt. Das bisherige Wegschauen von solchen Geschäften widerspricht unseren wichtigsten Prinzipien: Neutralität und humanitäre Tradition. Wie soll die Schweiz als glaubwürdiger Vermittler in Konflikten wahrgenommen werden, wenn wir es unseren Institutionen erlauben, hinter dem Rücken die Konfliktparteien indirekt zu bewaffnen? Ist es nicht ein Widerspruch, dass die Gegner, welche sich sonst gegen Flüchtlinge und Entwicklungsgelder sträuben, die hinterhältigen Finanzierungen weiterhin zulassen wollen, obwohl diese Mechanismen die Konflikte verschärfen? Zudem haben die Volksvertreter verhindert, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten, um kritische Punkte wie die starre Fünf-Prozent-Hürde für Kriegsmaterialproduzenten zu behandeln oder ein Finanzierungsverbot ausschliesslich für internationale Unternehmen zu erreichen. Der Finanzplatz Schweiz ist Nummer eins in der globalen Vermögensverwaltung! Mit einem Ja zur Initiative senden wir ein starkes Signal an andere Staaten und Institutionen, in nachhaltigere Bereiche zu investieren, die u.a. auch laut UBS über einen längeren Zeitraum mehr Rendite für unsere Pensionskassen und Anlagen erzielen werden. Zugleich stärken wir unsere Neutralität und geben dem Parlament die Möglichkeit ein Gesetz auszuarbeiten, um heikle Punkte zu verbessern und nationale Firmen zu schützen. Raphael Thomann Röschenz

Die Unternehmens-Verantwortungs-Initiative (UVI) gibt vor, die Situation der Menschen in ärmeren Weltregionen verbessern zu wollen — doch leider bewirkt sie das Gegenteil. Blicken wir zuerst aber auf die Folgen für unsere Wirtschaft: Sollte die UVI angenommen werden, wären künftig alle international tätigen Unternehmen mit nicht tragbaren Zusatzaufwänden konfrontiert. Eine lückenlose Überwachung der Lieferkette wäre gerade für kleinere Unternehmen kaum umsetzbar. Doch damit nicht genug: Die vorgesehene «Beweislastumkehr» führt dazu, dass alle Schweizer Firmen unter Generalverdacht gestellt werden. Die faktische Aufhebung der Unschuldsvermutung ist ein absolutes No-Go und ein klarer Bruch mit bewährten Rechtsgrundsätzen unseres Landes. Die UVI bringt zahlreiche neue Risiken, die unsere Unternehmen auf vielen Ebenen angreifbar machen. Das würde internationale Geschäftsbeziehungen belasten — und letztlich dazu führen, dass sich Schweizer Firmen aus ihren Partnerländern zurückziehen müssten. Und damit ist auch klar, wer nebst den Schweizer Unternehmen am meisten unter einer Annahme der UVI zu leiden hätte: Es sind die Menschen in den Entwicklungsländern. Also genau jene, denen die Initianten eigentlich helfen wollen. Daniel Flury Wahlen

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Nein zum moralischen Kolonialismus Schon wieder steht uns mit der Unternehmensverantwortungsinitiative eine Abstimmung bevor, welche unserer Wirtschaft und unserem Wohlstand einen nachhaltigen Schaden zufügen will. Dies nachdem bereits die Auswirkungen der Coronapandemie unserem Wirtschaftsstandort massiven Schaden zugefügt hat, der uns noch über Jahrzehnte finanziell belasten wird. Wie so oft gilt auch hier: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Die Initiative fordert, dass die Schweiz sich als moralischer Richter in fremden Ländern aufspielt und die einheimischen Unternehmen für mutmassliche Verfehlungen im Ausland nach Schweizer Massstäben und Schweizer Recht im Inland bestraft werden. Und als wäre diese Giftmixtur nicht schon explosiv genug, fordern die Initianten auch noch eine Umkehr der Beweislast. Schweizer Unternehmen wären in Drittstaaten Freiwild für die ausländische Konkurrenz, da sie im Falle einer Anklage Ihre Unschuld beweisen müssten. Bestimmt würden in den Büros amerikanischer Anwaltskanzleien bei einer Annahme dieser brandgefährlichen und schädlichen Initiative, welche eine weltweite Prozesslawine gegen unsere Unternehmen zur Folge hätte, die Champagnerkorken knallen. Ein einfaches Beispiel wie die Initiative funktioniert. Nehmen wir an Ihr Nachbar klagt Sie an, dass Sie sein Auto beschädigt haben. Sie müssen nun beweisen, dass Sie keine Schuld trifft, also Ihre Unschuld beweisen. Und zu guter Letzt: Da Ihr Nachbar aus Nigeria stammt, würde die Gerichtsverhandlung in Afrika durchgeführt. Kaum vorstellbar, oder? Machen wir unsere Hausaufgaben zu Hause und kehren den Teppich vor der eigenen Türe, anstelle zum weltweiten Moralapostel zu verkommen und dem Ausland unsere Gesetze aufzwingen zu wollen. Mit einem Nein bewahren wir unsere Unternehmen zudem vor unnötigen Wettbewerbsnachteilen und sichern den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Marcel Schenker Gemeinderat SVP

«So lieber Diener Bernhard, wie sieht dein Lebensfazit aus?» «Lieber Gott, ich habe so vielen jungen Menschen den richtigen Weg gewiesen. Ich bewerbe mich um einen Sitz als 14. Apostel im Himmel, ganz in deiner Nähe. Ich möchte mich um die Gerechtigkeit in den Entwicklungsländern kümmern.» «Das sieht Petrus aber anders. Er hat für dich fünf Portionen Fegefeuer vorgesehen!» «Das ist ja unglaublich! Ich habe seit Wochen schon eine Fahne für die Konzernverantwortungsinitiative aufgehängt! Wie kommt denn das?» «Eine Portion Fegefeuer dafür, dass du aus der katholischen Kirche ausgetreten bist. Ein zweites Mal Fegefeuer für die nicht genug sorgfältig vorbereiteten Lektionen, die du deinen Klassen zugemutet hast. Fegefeuer Nummer drei ist für die vielen armen Schlucker, die dein Handy zusammengebaut und deine Kleider fabriziert haben. Und zwei Portionen Fegefeuer für die ahnungslosen Zivilisten, die Saudiarabien mit deinem Pensionskassengeld im Jemen bombardiert hat.» «Nicht zu fassen. Ich bin völlig unschuldig. Das mit dem Pensionskassengeld weiss ich erst, seit Michael Elsener dieses aufwühlende Video gepostet hat, und das war vor ein paar Tagen.» «Wie man so schön sagt: Nichtwissen schützt vor Bestrafung nicht, lieber Bernhard. Beamte erhalten alle zweimal Fegefeuer extra. Ab mit dir in den Kochtopf! Der Nächste bitte.» «Ein Frage noch: Der Christoph da hinten, der mit der SVP-Fahne, wie kommt denn der weg?» «Drei Portionen Fegefeuer. Er hat doch ab und zu etwas gespendet und seine Tochter hat dem Läckerlihuus zu neuem Glanz verholfen. Und nun zu dir, Ivan Glasenberg (CEO Glencore), wie bist denn du zu deinen fünf Milliarden Vermögen gekommen?» Bernhard Guntern Bärschwil

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Verschobene Wahlen Am 29. November finden in Zwingen die verschobenen Wahlen für die Geschäftsund Rechnungsprüfungskommission sowie den Schulrat statt. Die CVP Zwingen würde sich freuen, die Bevölkerung nicht nur im Schulrat, sondern auch wieder mit zwei Kandidaten in der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission vertreten zu dürfen. Unsere beiden Kandidaten Frau Karin Neri (bisher) und Herr Niklaus Eugster (neu) bringen beide vielfältige Erfahrungen in verschiedenen Behörden mit. Sie kennen die Strukturen der Gemeinde und die Bedürfnisse der Bevölkerung und stehen für diese ein. Unabhängig, kompetent und zielgerichtet. Verlassen Sie sich auf unsere Kandidaten und geben Sie ihnen ihre Stimme. Für ihre Unterstützung danken wir ihnen vielmals. Stefan Bärtschi CVP Zwingen

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Für Renten ohne Blutvergiessen Könnten Sie ihre Rente mit gutem Gewissen in Anspruch nehmen, wenn Blut daran klebte? Ich nicht, und ich bin sicher, den meisten Menschen geht es gleich wie mir. Genau das ist jedoch aktuell der Fall. Unsere Vorsorgeeinrichtungen wie AHV und Pensionskassen sowie die Nationalbank investieren in Firmen, die Kriegsmaterial produzieren und damit unermessliches Leid und Blutvergiessen ermöglichen. Dies zu verhindern ist das Ziel der Kriegsgeschäfteinitiative. Es gibt genügend Anlagemöglichkeiten, die ohne Rüstungsfirmen auskommen. Da wirkt es wie ein Hohn, wenn die Gegnerinnen und Gegner der Initiative mit der Sicherheit unserer Renten argumentieren. Sind Menschenleben denn wirklich weniger Wert als der kleine Aufwand, um auf eine ethische Investitionsstrategie zu wechseln? Wer wirklich vorausschauend und intelligent investiert, hat Kriegsmaterialproduzierende schon längst aus dem Portfolio geworfen und legt sein Geld zum Beispiel in nachhaltige Energietechnologien an. Stimmen Sie deshalb Ja zur Kriegsgeschäfteinitiative, damit wir unsere Renten ohne schalen Beigeschmack geniessen können. Florian Lüthi Präsident Grüne Dorneck-Thierstein

LESERBRIEF

Wahlen in die GRPK

Redaktionsschluss

Eine Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission sollte ohne parteipolitischen Zwang kompetent die Geschäfte und die Rechnung der Gemeinde prüfen. Die IG Parteilose Zwingen stellt für die kommenden Wahlen unabhängige Fachleute für dieses wichtige Kontrollorgan zur Auswahl. Durch seine langjährige Berufserfahrung als Elektroingenieur und im Facility Management bringt Daniel Eicher optimale Voraussetzungen mit, um die teilweise komplexen Geschäfte prüfen zu können. Kevin Mühlheim ist ein ausgewiesener Finanzplaner. Deshalb ist er in der Lage, die Gemeinderechnung kompetent zu prüfen. Seine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachmann qualifiziert ihn zusätzlich. Norbey Hueber ist in der Gemeinde Zwingen stark verwurzelt. Als Versicherungsfachmann ist er für die GRP-Kommission ein ideales Mitglied. Ein sorgfältiger Umgang mit den Gemeinderessourcen ist uns sehr wichtig. Deshalb stellen wir uns zur Wahl. Jana Wyss, Zwingen

Für Beiträge auf den Seiten «Dorfplatz» und «Dies und Das» gilt folgender Redaktionsschluss: Montag, 12.00 Uhr Beiträge sollten eine Länge von 1500 Zeichen nicht überschreiten. Titelei und Kürzungen sind Sache der Redaktion. Es wird keine Korrespondenz geführt. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag. redaktion.laufen@wochenblatt.ch


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DIES UND DAS

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

LESERBRIEF

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Wie bitte, Frau Regierungsrätin?

Überwachung im Kanton Solothurn

Abstimmung in Nenzlingen

Die Kinder unserer Zukunft

Die am 29. November im Kanton Solothurn zur Abstimmung gelangende Teilrevision des Polizeigesetzes enthält Punkte, die aufhorchen und einen Vergleich mit den Totalüberwachungsmethoden in China aufkommen lassen. So sieht das Gesetz zum Beispiel die Überwachung aller Autofahrer mit Kameras vor, um zu prüfen, wer wann wo durchfährt. Wegen Bagatellen wie zum Beispiel einer nicht bezahlten Versicherung wird ein Alarm ausgelöst. Auch kann ohne einen richterlichen Beschluss und ohne Tatverdacht gegen jeden Solothurner Bürger verdeckt ermittelt und gefahndet werden. Eine derartige präventive Überwachung der Privatsphäre und das generelle Misstrauen gegen unschuldige Bürger geht doch einfach zu weit und ist eines funktionierenden Rechtsstaates unwürdig! Steht der Polizei doch schon heute genügend Handhabe in Bezug auf verdeckte Ermittlungen und Fahndungen zur Verfügung, die in der Schweizerischen Strafprozessordnung geregelt ist. Einfach mit der Voraussetzung, dass ein Tatverdacht vorliegt und die Massnahmen genehmigt werden müssen. Unser überzeugtes Nein zum neuen Polizeigesetz wollen wir keineswegs als ein Misstrauensvotum gegenüber der Polizei verstanden haben. Bei unserem Widerstand gegen Überwachung und Beschneidung der Privatsphäre geht es uns vielmehr um den Schutz der fundamentalsten Grundrechte eines jeden Solothurner Bürgers.

Kantonal wie national werden öffentliche Asphalt- oder Betonflächen in Grünflächen und -bereiche umgewandelt. Die Gemeinde Nenzlingen plant jedoch das Gegenteil. Auf der letzten öffentlichen Fläche, dem Kinderspielplatz und dem Sportplatz, soll nämlich ein neuer Gemeindesaal entstehen. Dieser werde sage und schreibe 17m2 grösser als der bereits vorhandene. Dieser Saal würde erfahrungsgemäss höchstens während eines Viertels des Jahres genutzt werden, was im Gegensatz zum Spiel- und Sportplatz, dem wohl meist besuchten Ort in Nenzlingen, dürftig erscheint. Es scheint so, als ob einige wenige Nenzlinger Exponentinnen den Kindern nach dem dorfeigenen Kindergarten und der Primarschule wieder etwas wegnehmen wollen. So schade! Wenn ich gerade jetzt im Herbst am Spielplatz vorbeikomme, sehe ich jeweils mehrere Kinder beim Spielen. Was gibt es Wichtigeres für die Zukunft unseres Dorfes als Kinder, die sich wohlfühlen und dem Dorf dadurch Leben bringen. Geld für einen Neubau, in welchem nicht einmal Meisterschaften in Ballsportarten gespielt werden können, sollte eingespart werden. Stattdessen lege ich der Nenzlinger Stimmbevölkerung ans Herz, die Renovation des ehemaligen Kindergartens als Gemeindesaal gutzuheissen. So bliebe der Spiel- und Sportplatz erhalten. Durch die finanziellen Einsparungen könnte die Gemeinde Nenzlingen beispielsweise die Schülerabos wieder vollumfänglich übernehmen. Kinder und Eltern würden somit als doppelte Gewinner dastehen. Auch könnte die Gemeinde eine Steuersenkung in Betracht ziehen, was alle Einwohner und Einwohnerinnen entlasten würde. Für das Wohl der Dorfkinder und für ein lebendiges Nenzlingen, auch in Zukunft, lehnen wir den geplanten Neubau ab, heissen die Umnutzung des bestehenden Kindergartens gut und erhalten somit ein kinder- und jugendfreundliches Dorf. Hanspeter Oser Nenzlingen

Was sind das für Zeiten, in denen wir leben? Die Massnahmen zur Eindämmung der «Pandemie» haben mit gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun. Kinder und Jugendliche mit einer noch nicht voll ausgereiften Lunge tragen bereits den ganzen Tag Masken. Babys und Kleinkinder sehen im Alltag die Mitmenschen nur noch mit Masken. Wie wir aus der Forschung wissen, lernen Kinder durch Imitation und Modelllernen. Unsere Kinder sind irritiert, weil die Mimik der Menschen hinter der Maske unlesbar ist. Kinder mit Behinderungen haben Angst vor ihren Lehrpersonen, da diese nun eine Maske tragen. Die zentrale Beziehungsarbeit kann so nicht mehr stattfinden. Als ausgebildete Kinder- und Jugendpsychologin sowie Mutter stelle ich mir die Frage, was diese Massnahmen und die allgemeine Angstverbreitung längerfristig auf die emotionale Entwicklung unserer Kinder für einen Einfluss haben werden. Denn gesellschaftliche Einflüsse dieser Art sind gerade in der Zeit des Prägungsalters für das spätere Leben ganz und gar nicht zu vernachlässigen. Die Politik sollte sich die Frage stellen, was wirklich Sinn macht. Die Gesundheit der Kinder und Erwachsenen nicht gefährden? Ja sicher, mit dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. Aber wollen wir wirklich eine ganze Generation von Menschen heranwachsen sehen, die von Angst gesteuert werden und deren sozial-emotionale Entwicklung durch das Tragen und ständige Anschauen von Masken gestört wird? Nadja P. Mestre Wahlen

Am 29. November stimmt das Solothurner Stimmvolk über eine Änderung des Polizeigesetzes ab. Grosse Teile des Gesetzes sind unbestritten. Die Vorlage enthält aber einige Instrumente, die aus einer liberalen und rechtsstaatlichen Sicht meines Erachtens nicht in der vorgesehenen Form gesetzlich verankert werden sollten. Es betrifft die verdeckte Vorermittlung, die verdeckte Fahndung sowie die automatisierte Fahrzeugfahndung. Die Polizei hätte die Möglichkeit, ohne richterliche Genehmigung und ohne konkreten Tatverdacht geheim zu ermitteln oder eben, wie die Gegner der Vorlage sagen, zu «schnüffeln». Man kann von der Vorlage halten, was man will, aber wie sich Frau Regierungsrätin Schaffner in einem Interview in der Solothurner Zeitung vom 7. November 2020 geäussert hat, darf nicht unwidersprochen bleiben. Sie unterstellt den Gegnern des Gesetzes,

namentlich den Anwälten, ihnen sei der Täterschutz wichtiger als der Opferschutz. Die Kritik der Gegner an der Vorlage ist jedoch sachlich begründet und hat nichts mit «Täterschutz» zu tun. Eine Regierungsrätin, die notabene selbst Anwältin ist, sollte objektiv und ausgewogen über eine Vorlage informieren und nicht die Gegner herabsetzen. Solche Äusserungen eines Regierungsmitglieds sind einem demokratischen Meinungsbildungsprozess abträglich. Immerhin hat die Sache nun ein Nachspiel im kantonalen Parlament. Die Regierung muss sich zu den Äusserungen ihres Mitglieds erklären. Ich selbst bleibe jetzt erst recht bei einem Nein zur Änderung des Polizeigesetzes. Roman Baumann Rechtsanwalt FDP.Die Liberalen Gempen

LESERBRIEF

Zum Schutz der Privatsphäre Mit der Einführung der neuen Strafprozessordnung auf Bundesebene wurden den kantonalen Polizeiorganen neue Aufgaben erteilt. Auch deshalb wird das kantonale Polizeikorps massiv aufgestockt. Aus diesem Grund ist es nicht korrekt, aus offizieller Seite zu kommunizieren, das revidierte Polizeigesetz verursache keinen zusätzlichen personellen Aufwand. Neue staatliche Aufgaben erfordern in aller Regel auch höhere Kosten. Diese sind durch die Steuerzahler zu begleichen. Durch die Einführung neuer Instrumente gemäss Gesetzesvorlage soll die organisierte Kriminalität bekämpft und die Sicherheit der Bevölkerung erhöht werden. Grundsätzlich arbeitet die Polizei verhältnismässig und verstösst

nicht gegen rechtsstaatliche Grundsätze. Die Gesetzesformulierung bietet jedoch Spielraum für Willkür und tangiert den Grundsatz des Schutzes der Privatsphäre. Durch Rückweisung der Vorlage besteht die Möglichkeit zur Schaffung eines Gesetzes mit griffigen Elementen gegen neue Arten von Kriminalität unter Beibehaltung der unbestrittenen Punkte. Es muss uns gelingen, die Staatsfinanzen nicht unnötig zu strapazieren und den Schutz der Privatsphäre nicht leichtsinnig aufzugeben. Deshalb empfehle ich, das revidierte Polizeigesetz deutlich abzulehnen. Andreas Bringold Kantonsratskandidat FDP, Beinwil

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Jetzt brauchen wir starke Abwehrkräfte Wo man hinblickt, warnen Plakate vor einer Ansteckung mit dem CoronaVirus. Das macht Angst, verursacht Stress und verleitet viele Menschen, sich zu Hause einzuigeln. Doch gerade jetzt braucht es positive Akzente im Alltag und starke Abwehrkräfte. Regula Studer, Apothekerin und Inhaberin der Schwarzbuebe-Apotheke sagt, worauf es jetzt ankommt. Angst und Stress schaden der Gesundheit. Beides ist derzeit aber weit verbreitet. Was kann man dagegen tun? Negative Gedanken, Angst und Stress schwächen die Abwehrkräfte. Menschen, denen es psychisch schlecht geht, werden häufiger krank und sind anfälliger für Infektionskrankheiten. Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich belegt. Insbesondere jetzt ist es deshalb wichtig, sich regelmässig an der frischen Luft zu bewegen, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu schlafen. Worauf kommt es bei der Ernährung an? Für ein starkes Immunsystem braucht es die Vitamine C, D und A, Omega3Fettsäuren sowie Zink, Selen und Magnesium. Je nach Lebenssituation und persönlichen Essgewohnheiten ist es angezeigt, die Versorgung mit diesen Vitalstoffen durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsprodukten sicherzustellen. Und wir brauchen ausreichend Proteine. Warum Proteine? Proteine sind die Grundbausteine für alle Körperzellen, auch für die Zellen des Immunsystems. Vor allem älteren Menschen empfehlen wir deshalb, zusätzlich zu den Vitalstoffen ein Proteinprodukt einzunehmen, um genügend Reserven zu schaffen. Was kann man sonst noch tun? Zu einem starken Immunsystem gehört ein gesunder Darm. Probiotika helfen, die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Gute Erfahrungen machen wir auch mit dem homöopathischen Mittel Oscillococcin und mit Extrakten aus dem roten Sonnenhut, Echinacea. Und man sollte seine Beziehungen weiterhin pflegen, denn auch Einsamkeit macht krank. Wir alle brauchen zwischenmenschliche Kontakte, um gesund zu bleiben. Jetzt erst recht.

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LESERBRIEF

Pro Spital Laufen sammelt Geld Heute wird der Landrat voraussichtlich die Schliessung des Spitals Laufen in einem Dekret des Regierungsrats beschliessen. Gegen diesen Entscheid können alle Laufentalerinnen und Laufentaler innerhalb von zehn Tagen Beschwerde erheben. Dies werden Mitglieder des Vereins Pro Spital Laufen auch tun. Die Chancen, dass die Beschwerde gutgeheissen wird, sind durchaus intakt. Der Verein beruft sich dabei auf die Ausführungen eines Rechtsgutachtens, das die Stadt Laufen beim Rechtsprofessor Paul Richli, ehemaliger Präsident der Rechtspflegekommission des Laufentalvertrags, in Auftrag gegeben hat. In seinem Gutachten widerlegt Professor Richli unter anderem auch die Argumentation der Regierung bezüglich der Kosten. Auch versteht er unter dem Begriff dauernd einen längeren Zeitraum als nur die 16 Jahre nach der Übergangszeit. Der Verein Pro Spital Laufen will sich für die Rechte der Laufentaler Bevölkerung einsetzen und sammelt nun mittels Mitgliederbeiträgen Geld für eine Klage. Am kommenden Samstag 21. November ist er ab 10 Uhr mit einem Stand im Stedtli vertreten. Das Rechtsgutachten kann übrigens bei der Stadtverwaltung bezogen werden. Simon Felix Präsident Verein Pro Spital Laufen

LESERBRIEF

Weckruf Im Schwarzbubenland fehlt seit Jahrzehnten eine Deponie für Baugrubenaushub. Die vielen Bauprofile deuten darauf hin, dass die Bautätigkeit weiterhin boomt. Meines Wissens muss das Aushubmaterial, vor allem im Bezirk Thierstein, mehrheitlich über den Passwang irgendwo ins Mittelland transportiert werden. Dass dies völlig unsinnig ist, leuchtet wahrscheinlich allen ein. Es ist nicht nur schlecht für die Strassen, auch die Luft wird unnötig verschmutzt. Zudem verursachen solche Transporte enorme Kosten für die Bauherrschaft. Geschätzte Gemeindepräsidenten, ich bitte Sie, dieses Thema anlässlich der nächsten Ammännerkonferenz zu traktandieren und hartnäckig nach einer Lösung zu suchen. Ich richte diesen Appell auch an die aktiven Kantonsparlamentarier, um unsere Regierung auf dieses akute Problem im Schwarzbubenland aufmerksam zu machen. Herzlichen Dank für das Aufnehmen dieses Problems. Willi Häner Nunningen

EINGESANDT

Neue Präsidentin des VBLG Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 den Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) präsidieren. Die Delegierten der Gemeinden wählten sie im Rahmen der Generalversammlung des VBLG vom 29. Oktober zur Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit (Reinach), die den VBLG in den letzten vier Jahren präsidierte. Regula Meschberger ist seit 2017 im Vorstand des VBLG und amtet seit dem 1. Juli dieses Jahres als Vizepräsidentin. Als neue Vorstandsmitglieder des VBLG wurden gewählt: Roger Boerlin (Gemeinderat Muttenz), Piero Grumelli (Gemeindeprä-

sident Oberdorf), Elmar Gürtler (Gemeindepräsident Böckten), Nadine Jermann (Gemeindepräsidentin Buus) und Stephanie Oetterli Lüthi (Gemeindepräsidentin Ramlinsburg). Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden wie folgt bestätigt: Cécile Jenzer (Gemeinderätin Brislach), Ursula Laager (Gemeinderätin Arlesheim) und Hanspeter Ryser (Gemeindepräsident Oberwil). Die zurücktretenden Vorstandsmitglieder sollen an der nächsten Generalversammlung gebührend verabschiedet werden. Matthias Gysin Geschäftsführer VBLG

LESERBRIEF

Denise Eicher in den Schulrat Zwingen Nach den Lobgesang-Leserbriefen zu den Schulratswahlen in Zwingen möchte ich noch etwas zu den kommenden Wahlen anmerken. Mit grossem Interesse verfolge ich seit Jahren die Polit- und Sachgeschäfte in Zwingen. Darum ein kurzer Rückblick: Im Vorfeld der unüberlegten, vorschnellen fristlosen Kündigung des Schulleiters (nach über 25-jähriger Tätigkeit an der Schule Zwingen), wurde vom Schulrat nichts gegen die alternative Schulplanvermittlung unternommen. Erst als die Eltern reklamierten und die Situation eskalierte, wurde der Schulrat aktiv. Diese unrechtsmässige Kündigung kostete den Steuerzahler rund 250 000 Franken. Das mangelhafte Primarschulerweiterungsprojekt, das an der Gemeindeversammlung im September 2019 vorgestellt und bewilligt wurde, unterstützte der Schulrat vehement. An der Gemeindeversammlung vom September 2020 informierte der Gemeinderat, dass das geplante Projekt wegen Planungsmängel nicht umgesetzt werden kann. Aufgrund dieser Vorkommnisse ist es zu begrüssen, wenn Zwingnerinnen und Zwingner mit langjähriger Erfahrung für den Schulrat kandidieren. Denise Eicher war insgesamt 13 Jahre im Schulrat, davon drei Jahre als Präsidentin und sieben Jahre als Bildungsverantwortliche im Gemeinderat. Ich habe sie als kompetente, pflicht- und verantwortungsbewusste Person kennengelernt. Ihre Erfahrung und ihr Interesse für eine gute Bildung würden den Schulrat bereichern. Aus diesem Grund empfehle ich die Liste 15 mit Denise Eicher zweimal zu wählen. Georg Furler Zwingen

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Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

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KALEIDOSKOP

Donnerstag, 19. November 2020 Nr. 47

FOTO DER WOCHE

IN KÜRZE

AUS UNSERER BIBLIOTHEK

Ausstellung

LÄUFELFINGEN/NENZLINGEN. WoS. Am kommenden Wochenende findet in Läufelfingen im Atelier an der Bahnhofstrasse 17 eine Ausstellung der «Gruppe 4» statt. Unter den Ausstellenden ist auch Stephanie Meier, eine freischaffende Fotografin aus Nenzlingen. Die Ausstellung hat morgen Freitag von 16-21 Uhr, am Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 10-16 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind unter www.b-form.ch zu finden.

Süsse Weihnachten

Goldener Herbst: Bei Prachtwetter zeigte sich die Burg Thierstein in Büsserach von ihrer sonnigsten Seite.

FOTO: ANJA HÄNER, GRINDEL

K T. SOLOTHURN

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Auch privat auf Pestizide verzichten

Grundbuchdaten im Internet abrufbar

Härtefallhilfen für Unternehmen

WoS. Der Kantonsrat Solothurn hat sich an seiner Session vom letzten Mittwoch einstimmig dafür ausgesprochen, dass auch Private mehr Verantwortung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden übernehmen sollen. So verlangen die Fraktionen, dass die Bauwirtschaft, der Gartenbau, das Gemeindewerk und Privathaushalte in den Kantonalen Massnahmenplan Pf lanzenschutzmittel stärker miteinbezogen werden sollen. Dafür sollen bis 2022 vom Regierungsrat und der eingesetzten Arbeitsgruppe weitere Massnahmen vorgeschlagen werden. Es wird geschätzt, dass in der Schweiz jährlich 100-200 Tonnen Pflanzenschutzmittel im nichtlandwirtschaftlichen Bereich verwendet werden. Im nichtlandwirtschaftlichen Bereich ist zudem die Gefahr besonders gross, dass Pflanzenschutzmittel in Oberflächengewässer gelangen.

WoS. Seit dem 11. November können alle Interessierten im Internet auf einer neuen Plattform die Eigentumsverhältnisse an Grundstücken einsehen. Die grafische Oberfläche des kantonalen Geoportals «Geoview» bietet diese neue Plattform. Damit sind Abfragen direkt von der Ortskarte, aber auch via Suche nach Adresse möglich. Ersichtlich sind die Namen der Eigentümerschaft und deren aktuelle Adresse, soweit diese bekannt ist. Eigentümerinnen und Eigentümer können zudem mit einem schriftlichen Antrag beim Grundbuchamt die Sichtbarkeit ihrer Daten für Internetabfragen sperren lassen. Die gesetzliche Grundlage für die öffentliche Datenabfrage im Internet gibt das Bundesrecht im Zivilgesetzbuch (Art. 970) und in der Grundbuchverordnung (Art. 27). Dort sind die Zulässigkeit und der Umfang der Abfragemöglichkeiten streng reglementiert.

WoS. Für die Unterstützung von Unternehmen im Kanton Basel-Landschaft beantragt der Regierungsrat dem Landrat eine Ausgabenbewilligung in der Höhe von 12,7 Millionen Franken. Damit sollen Unternehmen mittels Bürgschaften und À-fonds-perdu-Beiträgen unterstützt werden, die bei ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit von den Folgen von Covid-19 besonders betroffen sind. Im Gegensatz zur Soforthilfe im Frühling soll die Unterstützung jetzt primär durch Bürgschaften erfolgen: Die Banken sollen den Unternehmen, welche die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, Kredite gewähren. Für diese Kredite bürgt der Kanton zu 80 Prozent. Der Härtefall wird gleich definiert wie beim Bund: ein Härtefall liegt vor, wenn der Jahresumsatz eines Unternehmens im Jahr 2020 weniger als 60 Prozent des Durchschnitts der Jahre 2018 und 2019 beträgt.

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GANZE SCHWEIZ. WoS. Mit dem Erlös des Schoggitalerverkaufs 2020 sollen Kulturlandschaften in der Schweiz wie beispielsweise das Tessiner Bavonatal geschützt werden. Das Tal bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und trägt zur Artenvielfalt in der Schweiz bei. Ausserdem werden mit dem Kauf des Schoggitalers weitere Projekte von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz zur Erhaltung unseres Natur- und Kulturerbes unterstützt. Den Schoggitaler gibt es jetzt auch für unter den Weihnachtsbaum. Ab sofort können Geschenkpackungen mit den Schoggitalern bestellt werden. Erhältlich sind Dreierpackungen oder Packungen zu 20 oder 30 Stück. Bestellt werden können die Geschenkpackungen unter www.schoggitaler.ch.

Grosser Dank an Laufen

LAUFEN. WoS. 104 Menschen spendeten vergangene Woche in Laufen ihr Blut. Diese beachtliche Anzahl Menschen aus Laufen und Umgebung rettet damit Mitmenschen nach Unfällen oder Operationen das Leben. Die Stiftung Blutspendezentrum SRK beider Basel möchte sich für dieses Engagement bedanken. Grosser Dank gebührt auch dem freiwilligen Helferteam des Samaritervereins Laufen. Die Spitäler der Region seien immer noch täglich auf Blutspenden angewiesen, es fehlten rund 50 Prozent der benötigten Blutprodukte. Die nächste Spendermöglichkeit in Laufen ist am 26. Mai 2021.

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Kostbare Tage Von Kent Haruf Gerade in der Herbstzeit empfindet man die Tage als besonders kostbar, weil sie oft noch Wärme und Licht bringen. Die kalte und dunkle Jahreszeit folgt aber unvermeidlich. Kent Haruf, 1943 in Colorado geboren, war ein amerikanischer Schriftsteller. Seine sechs Romane spielen alle in einer fiktiven Kleinstadt im US Bundesstaat Colorado. Sein letzter Roman «Unsere Seelen bei Nacht» wurde zum Bestseller und wurde mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen verfilmt. Es ist der letzte Sommer für Dad Lewis. Er wohnt in der Kleinstadt Holt, die er nie verlassen hat. Der Roman beginnt mit der Diagnose «Krebs» und ist eigentlich die Geschichte einer ablaufenden Frist. Es ist aber kein trauriger Lesestoff, sondern eher ein Buch der Liebe. Denn seine Frau und seine Tochter kümmern sich sehr liebevoll um Lewis und erleben täglich lustige und glückliche Momente. Und das fröhliche Nachbarsmädchen Alice bringt sprühendes Leben in sein Krankenzimmer. Es passiert nicht viel in diesem Roman, es ist wie die Beobachtung des Verrinnens eines Lebens. Und es ist absolut keine traurige, sondern eine tröstliche Lektüre, welche wunderbar in den dunklen Monat November passt. Christine Eckert

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