LENZBURGER WOCHE
DONNERSTAG, 9. JANUAR 2020
Amtliches Publikationsorgan für den Bezirk Lenzburg und angrenzende Gemeinden.
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Schon Tag 9 im neuen Jahr – nichts hat sich gross verändert. Wie sollte es auch, es ist eigentlich nur ein Monatswechsel, die Regierungen Beatrice Strässle sind noch dieselben, wie auch wir. Doch wenn ich mich so umhöre, bekomme ich den Eindruck, als ob sich der eine oder die andere sozusagen eine Absolution für die Sünden beim Jahreswechsel verspricht. Mit dem Feuerwerk wird noch das letzte Schlechte in der Luft verpulvert. Bei den guten Vorsätzen – schlechte wird sich ja wohl niemand fassen – verhält es sich zum Glück wie mit Wünschen bei der Sichtung einer Sternschnuppe; man muss sie geheim halten. Praktisch.
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Hoch die Gläser: Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, die Dintiker Gemeinderätin Monika Cacioppo und Altersheimverein-Präsident Mike Lauper stossen auf die Zukunft an. Foto: Ruedi Burkart
Prost auf die Zukunft des Kauf 3 Alterswohnheims Dottikon Zahl 2
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Dintikon Der Altersheimverein Villmergen/Dintikon betreibt neu auch das Alterswohnheim Dottikon. ■
RUEDI BURKART
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reude herrschte am Montag bei Mike Lauper. Der Dintiker Präsident des Altersheimvereins Villmergen/Dintikon durfte im Beisein des neu gewählten Regierungsrats JeanPierre Gallati (SVP) den symbolischen Schlüssel für das Alterswohnheim an der Bünz, Dottikon, übernehmen.
Somit zeichnet der Altersheimverein Villmergen/Dintikon ab sofort für den Betrieb in Dottikon mit seinen 14 Alterswohnungen verantwortlich. Lauper: «Eineinhalb Jahre haben wir für diesen Moment gearbeitet. Jetzt ist er da – und wir freuen uns auf die neue Herausforderung.» Grund für die Übernahme: Der Verein Altersheim St. Josef, Hägglingen, hatte die Zusammenarbeit zur Führung des Altersheims per Ende 2019 gekündigt. So führt der Altersheimverein Villmergen/Dintikon neu zwei Seniorenheime: jenes in Dottikon und das «Mutterhaus», die Obere Mühle in Villmergen.
Auftritt in der Heimatregion
Er freue sich, einen seiner ersten öffentlichen Auftritte nach seiner Wahl zum Regierungsrat in Dottikon zu haben, meinte Gallati in seiner launigen Rede. «Wie eine Gesellschaft mit ihren Senioren umgeht, zeigt den Zustand ebendieser Gesellschaft», so der frischgebackene Vorsteher des Departements Gesundheit und Soziales. Die ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims, die der Einladung zum Apéro gefolgt waren, nickten und dann und wann huschte beim Anstossen auf das gerade erst begonnene Jahr ein Lächeln über eines der Gesichter.
Mir persönlich sind die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr am liebsten, mit den Liebsten. Tage in Musse, die Aktivitäten sind verschieden, der Hund ist jeweils ein gefragter Weggefährte. Der Treffpunkt ist immer wieder unsere grosse Küche, der Küchentisch der Mittelpunkt. Es wird gegessen, gespielt, gelacht und manchmal auch schwierigere Dinge thematisiert. Den Silvester verbringen dann alle wieder nach dem eigenen Gusto. Und ehrlich, auch ich kann mich an jedem 1. Januar des Gefühls eines Neustarts nicht verwehren. Vor drei Jahren haben wir diesen gewagt, der Entscheid fühlt sich immer noch gut an, obwohl die rosarote Brille längstens abgenommen wurde. Wir sind mit Herzblut in unserem kleinen Paradies am Wirken, es macht grosse Freude. In der ruhigen Winterzeit pendeln wir öfters zwischen der Schweiz und dem Süden hin und her. Also es ist bei einem Wiedersehen keine Frage des «Bist du jetzt wieder da?», sondern es ist nur ein Besuch, bei uns daheim ist die Ferienzeit zu Gast. Irgendwann einmal werden wir wahrscheinlich zurückkehren. Das wird dann unabhängig von der Jahreszeit wiederum ein Neustart sein. Ich wünsche Ihnen nachträglich «es guets Nöis», Ihre Beatrice Strässle, Montabone/Provinz Asti
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Stadt Lenzburg
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Lenzburger Bezirks-Anzeiger
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Der Seetaler
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Der Lindenberg
GEMEINDENOTIZEN Samstagsdaten und -orte
Brut- und Schlafplätze sind weg: Bei den markanten Futtersilos wurden die beiden UFA-Schilder entfernt und dadurch der Unterschlupf der Alpensegler vernichtet.
Foto: Carolin Frei
Alpensegler haben ihr Heim verloren Alpensegler Vor den Festtagen wurden die UFA-Schilder an den Futtersilos an der Werkhofstrasse von der ehemaligen Eigentümerin UFA entfernt. Offenbar nicht wissend, dass sich darunter Nistplätze der Alpensegler befanden. Nun muss Ersatz her, bevor die Segler zurückkommen. ■
nisse der Vögel eingegangen werden kann. Ohne Nistplatzmöglichkeit wird einfach in Rollladenkästen gebrütet, was Kosten zur Folge hat», betont Beck.
Schlechtes Image befürchtet?
CAROLIN FREI
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um Glück wurden die Schilder nicht im Sommer entfernt – mitten in der Brutzeit», sagt Andres Beck, zuständig beim Kanton für den Schutz von Gebäudebrütern. Dass sich unter den UFA-Schildern Brutnester und Schlafplätze befanden, sei der ehemaligen Eigentümerin offenbar nicht bewusst gewesen. Nun ist man seitens des Kantons um Ersatz bemüht. «Wir haben vor, vier bis fünf Batteriekästen mit je sechs Nistplätzen am Dachrand der ehemaligen Futtersilos zu platzieren», sagt Beck. Man wisse leider nicht genau, wie gross die Alpensegler-Kolonie sei, die Unterschlupf unter den Schildern suchte. Man gehe da-
Fünf Beförderungen Raiffeisen Bei der Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg gibt es fünf Beförderungen zu vermelden. Die folgenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten per 1. Januar die Handlungsvollmacht: Claudia Bendzko, Assistentin Bankleitung und Verwaltungsrat; Dana Frei, Leiterin Begegnungszonen Lenzburg und Gränichen; Rahel Fries, Marketingverantwortliche; Roger Widmer, Anlageberater. Weiter wurde Steffen Kauschka per 1. Januar die Prokura erteilt. Er übernahm auf diesen Zeitpunkt neu die Funktion als Geschäftsstellenleiter in Kölliken. (pd/ral) INSERATE
Gehörten bis Weihnachten zum Stadtbild: Die UFA-Schilder an den Silos. von aus, dass es an die 50 Tiere sein könnten, wovon jedoch nicht alle Brüter seien. Wie die Holzkisten befestigen werden, muss noch geklärt werden.
Ersatz ist nur ein Provisorium
Eventuell müssen die Kästen zusätzlich mit Metallplatten vor der Witterung geschützt werden. «Mehr wissen wir, sobald wir mit den Zuständigen einen Augenschein vor Ort genommen haben», betont Beck. Der Ersatz ist aber so oder so nur als Provisorium gedacht. Dafür
Foto: Ruth Steiner
können vermutlich bereits hergestellte Kästen wieder verwendet werden. Wohlwissend, dass sich die Situation nach der Absegnung der neuen Bauund Nutzungsordnung für die 39 Meter hohen Silos ändern kann, hat man vorsorglich unter der Autobahnbrücke zwischen Lenzburg und Niederlenz Nistkästen montiert. «Um künftig über verlässliche Zahlen und Standorte der Alpensegler zu verfügen, sind wir daran, alles zu erfassen. Damit bei Sanierungen und Neubauten auf die Bedürf-
Warum die Schilder nun plötzlich entfernt werden sollten, darüber könne man nur spekulieren, sagt Henrik Stumpf von Stump + Partner, der die Eigentümerin CaMolino Immobilien vertritt. «Vermutlich fürchtete man seitens der ehemaligen Eigentümerin UFA, dass solch wuchtige Schilder, die von der Autobahn und der Bahnlinie her gut sichtbar sind, für das seit langem leerstehende Gebäude ein schlechtes Image abgäben», sagt Stump. Und so bekam denn die UFA das Okay, ihr Logo zu entfernen. «Dass sich eine Alpensegler-Kolonie just diesen Platz zum Brüten aussuchte, war uns nicht bekannt», betont Stump. Auf diesen Umstand aufmerksam machte der Natur- und Vogelschutzverein Lenzburg, der sich nach der überraschenden Entfernung der Schilder sofort bei der Abteilung Stadtplanung & Hochbau meldete. Worauf unverzüglich Gespräche und Lösungen mit den Zuständigen gesucht wurden. Bis Ende März soll der Ersatz stehen, denn im April kommen die Alpensegler zurück.
Ablösung der Sozialarbeiterin: Noemi Landini folgt auf Edith Hebeisen Pro Senectute Nach exakt 15 Jahren verabschiedete sich Edith Hebeisen in den wohlverdienten Ruhestand. Sie hat die Sozialarbeit bei der Pro Senectute in den beiden Bezirken Lenzburg und Bremgarten sehr geprägt. Sie hat sich in den Bezirken vernetzt und ist eine kompetente Vertrauensperson für die Senioren geworden. Unzähligen Klienten konnte sie in all den Jahren Unterstützung geben. Sie hat die Menschen offen, kompetent, einfühlsam und klar in den verschiedenen Lebenssituatio-
nen beraten. Nun steigt Noemi Landini in ihre Fussstapfen. Landini hat bereits ihr Praktikum bei der Pro Senectute absolviert und ist mit den Anliegen der Senioren und mit der Organisation bereits bestens vertraut. Sie steht ab Januar für die Senioren in den beiden Bezirken zu Verfügung. Wer Fragen oder Anliegen an die Sozialarbeiterin hat, kann sich per E-Mail unter lenzburg@ag.prosenectute.ch oder unter der Telefonnummer Telefon 062 891 77 66) melden. (pd/pse)
Trauungen 2021 Die Samstagsdaten und Trauungsorte für das Jahr 2021: 10. April 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde; 24. April 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 1. Mai 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 8. Mai 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 29. Mai 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 5. Juni 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 19. Juni 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 26. Juni 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 3. Juli 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 17. Juli 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 7. August 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 21. August 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 28. August 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 11. September 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 18. September 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 25. September 2021 Schloss Hallwyl, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 2. Oktober 2021 Schloss Wildegg, Rathaus, Burghalde, Müllerhaus; 16. Oktober 2021 Schloss Lenzburg, Rathaus, Burghalde und Müllerhaus. (ssl)
Wahl der Mitglieder
Gesellschaftskommission Der Stadtrat unterstützt, gestützt auf die Arbeiten der Jugendkommission und der Kommission für Altersfragen, die Auflösung dieser Kommissionen und die Schaffung einer Gesellschaftskommission per 1. Januar. Er genehmigt das Reglement der Gesellschaftskommission. Als Mitglieder sind in die Gesellschaftskommission gewählt worden: Andreas Schmid, Stadtrat, als Präsident; Ece Balci, Katrin Bolliger, Hans Hofmann, Christoph Kneuss, Anja Kroll, Marcel Kuschnig, Irene Obi, Stefan Oeschger, Myriam Schläpfer, Milo Stutz, Christine Ziegler. (ssl)
Rücktritt von Stefanie Jud Jungi
Kulturkommission Stefanie Jud Jungi hat per 31. Dezember 2019 ihren Rücktritt als Mitglied der Kulturkommission bekannt gegeben. Stefanie Jud Jungi gehörte dieser Kommission seit dem 1. Januar 2014 an. Sie wird sich weiterhin für die Musikalischen Begegnungen Lenzburg einsetzen. (ssl)
Rücktritt von Anja Vögeli Knapp
Verkehrskommission Anja Vögeli Knapp hat ihren Rücktritt als Mitglied der Verkehrskommission per Ende 2019 bekannt gegeben. Anja Vögeli Knapp gehörte dieser Kommission seit dem 1. Mai 2009 an. Die Ersatzwahl wird der Stadtrat gestützt auf den Vorschlag der SP Lenzburg-Ammerswil zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. (ssl)
Urs Portmann für Urs Hunziker
Wechsel per Anfang Jahr: Pro-SenectuteSozialarbeiterin Edith Hebeisen wird von Noemi Landini abgelöst: Foto: zvg
Verkehrskommission Urs Hunziker hat seinen Rücktritt als Mitglied der Verkehrskommission per Ende 2019 bekannt gegeben. Er gehörte dieser Kommission seit dem 1. Januar 2014 an. Gestützt auf den Wahlvorschlag der GLP wählte der Stadtrat Urs Portmann für den Rest der Amtsperiode 2018/2021 als Mitglied der Verkehrskommission. (ssl)
Lenzburger Bezirks-Anzeiger
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Stadt Lenzburg
Der Lindenberg
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Fotowettbewerb 2020 zum Thema «Zeiten unter Druck» gestartet Fotofestival «Zeiten unter Druck» – das ist das Motto des neuen Fotowettbewerbes des Fotofestivals Lenzburg. Das stetig wachsende Fotofestival findet im Mai bereits zum dritten Mal statt. «Die Eingabe für den Wettbewerb ist seit dem 28. November offen», bestätigt Margherita Guerra, Direktorin des Fotofestivals Lenzburg. «Und wir haben bereits ganz tolle Bilder erhalten», doppelt sie nach. In diesem Jahr dreht sich beim Fotofestival Lenzburg alles um Beschleunigung. Die Organisatoren wählten bewusst ein allgegenwärtiges Thema, das viel Raum für Kreativität lässt. Renommierte Fotografen und aufstrebende Talente sind gleichermassen einladen, ihre Visionen dazu mit der Öffentlichkeit zu teilen. Teilnahmeschluss ist am 9. Februar.
Fotoausstellung in der Stadt und im Müllerhaus
Auch dieses Jahr werden die besten Bilder des Wettbewerbes während des Festivals vom 9. Mai bis zum 9. Juni öffentlich ausgestellt. Die ausgewählten Bilder werden im Parterre des Müller-
hauses und in den Altstadt-Geschäften zu sehen sein. Auf die Gewinner warten attraktive Preise. Eine renommierte internationale Fachjury verleiht den Jury-Preis von 1500 Franken. Der diesjährige Publikumspreis für das beste Einzelbild wird gesponsert von der SWL Energie AG in Lenzburg.
Freiwillige und Sponsoren gesucht
Damit das Festival mit zahlreichen Veranstaltungen wie Fototalks, Fotomarathon, «Prosecco»-Abend und zahlreichen Workshops durchgeführt werden kann, braucht es enorm viel Organisation, Enthusiasmus und eine gute finanzielle Basis. «An diesen Themen arbeiten wir derzeit noch», bestätigt Guerra. «Nebst weiteren Sponsoren sind wir auf der Suche nach jungen kreativen Köpfen, die unser Team ergänzen und das Festival mit uns zusammen weiterentwickeln.» Was es dafür braucht? Die quirlige Italienerin lacht: «Nicht viel. Bloss Liebe zur Fotografie und ganz viel Herzblut», beschreibt sie ihre Motivation, die sie täglich antreibt. (abu)
Nach Musikensembles und Konzentrationsübungen: Entspannte Teilnehmer am Lenzburger Neujahrsempfang.
Foto: Alfred Gassmann
Lenzburg lernte sich konzentrieren Neujahrsempfang Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der Musik. Heinz Binder, Leiter der Musikschule Lenzburg, richtete besinnliche Worte an die Bevölkerung und überraschte mit einer Lektion. ■
ALFRED GASSMANN
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einz Binder entführte die Teilnehmer in die Welt der Musik und zeigte auf, wie sie zu bereichern vermag. Selbst mit neuen Lernmethoden und -strategien kann man sich das Instrumentalspiel noch nicht mit der virtuellen Brille oder am Computer aneignen. «Das Erlernen eines Instrumentes ist nach wie vor ein Handwerk, welches Ausdauer und Zeit benötigt», hält Binder fest. Musizieren sei gewinnbringend, eine ideale Schulung der Sozialkompetenzen und könne die Persönlichkeitsbildung positiv beeinflussen. Menschen mit einer hohen Sozialkompetenz zeichnen sich durch grosses Einfühlungsvermögen aus, durch ein hohes
Mass an Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Gerechtigkeitsempfinden und Fairness. Das Musizieren trage ferner zur intellektuellen Reifung bei, fördere die Konzentration und Aufmerksamkeit. Gesagt, getan. Heinz Binder lud die Anwesenden zu einer Konzentrationsübung ein: gegenseitig linker/rechter Daumen verstecken und den anderen jeweils hochhalten. Oder im Rhythmus übers Kreuz auf Oberschenkel und Achsel klopfen. Warum denn darf über das eigene Unvermögen nicht gelacht werden?
Drei Wünsche des Ammanns
Stadtammann Daniel Mosimann wünschte vorab der Bevölkerung im Namen des Stadtrates von ganzem Herzen ein gutes neues Jahr, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Er erinnerte daran, dass die Musikschule in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern darf. Nicht von ungefähr kommt, dass die Musikschule den Neujahrsempfang musikalisch umrahmen darf. Nach dem Blick auf die globalen Sorgen kam Mosimann auf die kommunalen Aufgaben im Jahr 2020 zu sprechen. Das geschlossene KV-Schulhaus soll einst als Verwaltungszentrum der Stadt
dienen. Gemäss dem Stadtammann biegt die Revision der Bau- und Nutzungsordnung auf die lange Zielgerade ein. Zu sanieren ist die Bleiche und zu erweitern ist das Schulhaus Mühlematt. «Wir sind immer noch stark interessiert, Standort einer kantonalen Mittelschule zu werden», erklärte der Redner. Als grösstes und wichtigstes Projekt in Lenzburg gilt aber die Entwicklung des gesamten Bahnhofs samt Bushof und dem Umfeld. Daniel Mosimann verband seine Worte mit drei Wünschen. Er munterte auf, sich vom Vertrauen statt vom Misstrauen lenken zu lassen sowie die gegenseitige Achtung und Toleranz aktiv zu pflegen. Ferner rief er dazu auf, engagiert am kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben von Lenzburg teilzunehmen. Die eingestreuten Musikvorträge erreichten die Herzen der Anwesenden. So das Pop-Ensemble mit Anastasia Vukovic, Gesang, Silas Dürst, Gitarre, Calvin Häni, Piano, und Luis Meister, Perkussion. Das Streicherensemble bestand aus Lina Siegel, Violine, Zoé Wöhrle, Violine, Hanna Siegel, Cello, und Walter Siegel, Klavierbegleitung.
Kinder- und Gartenfreunde gesucht Gartenkind Die Gruppe Gartenkind in Lenzburg sucht weitere personelle Unterstützung.
«Zeiten unter Druck»: Flyer zum Fotowettbewerb des Fotofestivals Lenzburg.
Foto: zvg
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m Garten neben dem Schulhaus Lenzhard wird mit Primarschülern gegärtnert und die Natur entdeckt. Von Frühling bis Herbst besuchen Kinder der 1. bis 5. Klasse dort die Gartenkurse von Gartenkind Lenzburg, angeleitet von geschulten Kursleitenden. Für die Saison 2020 wird im Kursleiterteam wieder Verstärkung gesucht. In den Gartenkursen von Gartenkind Lenzburg wird die Natur auf spielerische Weise erlebbar. Gemüse anpflanzen, selber Kompost herstellen, Bienen und Würmer beobachten oder lernen, wie aus Brennnesseln wertvolle Jauche hergestellt wird. Von Anfang Frühling bis Herbst treffen sich die Gruppen von vier bis sechs Kindern wöchentlich im Garten im Schulhaus Lenzhard in Lenzburg und dürfen dort auf spielerische Art die Pflanzen- und Tierwelt erleben. Dabei können die Teilnehmenden jeweils ihr eigenes Beet und zusammen mehrere Gemeinschaftsbeete bepflanzen und pflegen.
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Übung im Umgang mit der Natur: Beet der Gruppe Gartenkind Lenzburg. Foto: zvg
Faszination an Natur weitertragen
Im vergangenen September ist die vierte Saison zu Ende gegangen, der Kursgarten macht Winterpause. Damit die beliebten Gartenkurse auch in der nächsten Saison wieder durchgeführt werden können, ist das Team Gartenkind Lenzburg auf der Suche nach weiteren Kursleitern.
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Im Gespräch
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LENZBURGIANA
POST AUS AARAU Die Grossratsdebatte aus Sicht von Rolf Jäggi, Egliswil
Grossratsvizepräsident 1 kommt aus dem Bezirk Lenzburg Die erste Grossratssitzung im neuen Jahr ist immer etwas Spezielles: Es geht um die Stabübergabe des Grossratspräsidiums. Pünktlich um 14 Uhr eröffnete Noch-GrossratspräRolf Jäggi sidentin Renate Sigrist-Bachmann die 75. Ratssitzung der laufenden Legislatur 2017–2020 mit der Ratsglocke. Nach der Inpflichtnahme von fünf neuen Grossräten wurde das Präsidium für das Amtsjahr 2020 gewählt. Das Präsidium des Grossen Rates besteht jeweils aus dem Präsidium und dem Grossratsvizepräsidium 1 und 2. Edith Saner (CVP) aus Birmenstorf wurde mit 132 Stimmen als Grossratspräsidentin gewählt. Als Grossratsvizepräsident 1 wurde Pascal Furer (SVP) aus Staufen mit 102 Stimmen gewählt.
Mit 96 Stimmen wurde Elisabeth Burgener Brogli (SP) aus Gipf-Oberfrick als Grossratsvizepräsidentin 2 gewählt. Ich gratuliere den neu Gewählten von Herzen und wünsche ihnen in ihrem neuen Amt alles Gute und viel Zufriedenheit. Besonders freut mich, dass das Grossratsvizepräsidium 1 mit Pascal Furer im Bezirk Lenzburg beheimatet ist. Der Grossrat und Präsident des Aargauischen Bauernverbandes, Alois Huber (SVP) aus Möriken-Wildegg, hat nach sieben Jahren seinen Rücktritt aus dem Kantonsparlament bekannt gegeben. Alois Huber wird nach der Wahl von Jean-Pierre Gallati in den Regierungsrat als Nationalrat nach «Bern» nachrücken. Somit wird der Bezirk Lenzburg wieder einen Nationalratssitz erhalten. Ich wünsche dem designierten Nationalrat Alois Huber schon jetzt alles Gute in Bundesbern.
Nach den Inpflichtnahmen und den Wahlen wurden Sachgeschäfte behandelt. Ein Geschäft, welches auf der Traktandenliste stand, war der Beitritt des Kantons Aargau zur interkantonalen Vereinbarung über die Beiträge an den Ausbildungskosten von universitären Hochschulen (Interkantonale Universitätsvereinbarung, IUV). Der Grosse Rat stimmte dem Beitritt ohne Gegenstimmen zu. Das überparteiliche Postulat betreffend Sicherstellung der Finanzierung
des Frauenhauses Aargau-Solothurn wurde unbestritten überwiesen. Für eine Gesetzesänderung sind im Grossen Rat jeweils zwei Lesungen angesetzt. Wenn die zwei Lesungen durch das Parlament erfolgt sind, gibt es eine Redaktionslesung. So auch beim Geschäft über die Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule (Neuorganisation Schulgesetz), welches stillschweigend gutgeheissen wurde. Jedoch hat bei der Gesetzesänderung das Aargauer Stimmvolk das letzte Wort, denn von einem Teil des Parlaments wurde das Behördenreferendum ergriffen. Bei der Gesetzesänderung geht es auch um die Neuorganisation der Schulpflegen. Zum Abschluss beziehungsweise zur Wahl des Grossratspräsidiums gab es einen schönen und feierlichen Apéro, musikalisch begleitet durch das Spiel der Kantonspolizei Aargau. Rolf Jäggi, Grossrat SVP, Egliswil
Industrie und Gärten im Zentrum Museum Aargau Gärten und Natur rund um die Standorte von Museum Aargau bilden unter dem Titel «Aufgeblüht!» einen Schwerpunkt im Jahresprogramm. Der zweite Hauptfokus gilt der Industriegeschichte des Kantons. ■
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as Museum Aargau verzeichnete 2019 mit 284 000 Besuchern an den neun Standorten einen neuen Höchstwert. «Wir haben ein schönes Jahr hinter uns», lancierte Direktor Marco Castellaneta diese Woche die Präsentation der neuen Saison – mit der Hoffnung auf eine weitere Steigerung. Traditionellerweise wird das Jahresprogramm am Dreikönigstag vorgestellt. Während diese Usanz heuer übernommen wurde, ging man örtlich erstmals fremd. Die Präsentation fand im SBB-Historic-Gebäude in Windisch statt. Mit gutem Grund. Dort ist ab dem 3. April die Sonderausstellung «Von Menschen und Maschinen» zu sehen. Unter der Leitung vom Chefkurator Rudolf Velhagen wird dort ein Streifzug durch die vielseitige Aargauer Industriegeschichte angeboten. Gezeigt werden zahlreiche Objekte und Erfindungen wie etwa die Artofex-Teigknetmaschine, die vom Aargau aus die Welt erobert haben. Thematisiert werden die Lebenswelten, die sich durch die In-
«Gärten sind atemberaubend»: Museum-Aargau-Direktor Marco Castellaneta und Regierungsrat Alex Hürzeler vor dem «Aufgeblüht!»Plakat an der Präsentation des Jahresprogramms im SBB-Historic-Gebäude in Windisch. Foto: Fritz Thut dustrialisierung verändert haben. «Damals gab es Vorbehalte gegen Brot, das nicht mehr von einem Menschen, son-
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ABSTIMMUNGSEMPFEHLUNG Bundesrat, Parlament, bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände lehnen die Mieterverbandsinitiative ab. Massive staatliche Eingriffe – wie Quoten und Vorkaufsrechte – sind Gift für den Wohnungsmarkt! • Sie erschweren Bewilligungsprozesse, führen zu Planungsunsicherheit und hemmen die Bautätigkeit. • Das Wohnungsangebot wird kleiner und die Mieten steigen!
NEIN zur Verstaatlichung des Wohnungsmarkts
NEIN
zur Mieter erbandsinitiative
9. Februar 2020 mieterverbans-initiative-nein.ch
dern von einer Maschine geknetet wurde», so Velhagen.
Eine Million Quadratmeter
Einen Kontrast zur Technik-lastigen Sonderausstellung setzt das Jahresthema «Aufgeblüht!». «Hier stellen wir mit den Gärten und der Natur die Bijoux unserer Standorte ins Zentrum», so Direktor Castellaneta. Mit speziellen Inszenierungen vor allem auf den Schlössern Hallwyl, Lenzburg und Wildegg will das Museum Aargau die sinnliche Seite hervorstreichen und dabei Auge und Nase ansprechen. Sage und schrei-
be eine Million Quadratmeter gross sind die Gärten- und Naturflächen rund um die Standorte des Museums Aargau. Auf «Aufgeblüht!» freut sich auch Kulturminister Alex Hürzeler. «Gärten sind atemberaubend», sagte er an der Jahrespräsentation und erwähnte als Beispiel den Barockgarten auf der «Wildegg»: «Hier sieht man die Verbindung von Nützlichem und Schönem.» Diverse Veranstaltungen ergänzen den am 28. März startenden Normalbetrieb. Im Mai auf der «Lenzburg» und im Juli auf der «Hallwyl» gibt es etwa Demos vom Leben im Mittelalter.
Museum Aargau: Wichtige Anlässe 2020 in der Region 28. März Saisonstart Schlösser Lenzburg/Hallwyl/Wildegg 2. April Vernissage Ausstellung «Von Menschen und Maschinen» 3. April Mittelalterlicher Festschmaus, Schloss Lenzburg 1. bis 3. Mai Living-History-Anlass (Comthurey Alpina), Schloss Lenzburg 2./3. Mai Grosser Setzlingsmarkt ProSpecieRara, Schloss Wildegg 3. Mai Drachentalfest, Schloss Hallwyl 8. Mai Mittelalterlicher Festschmaus, Schloss Hallwyl 7. Juni Coop-Hello-Family-Day, Schloss Lenzburg 21. bis 26. Juli Bauern und Handwerker auf Hallwyl, Schloss Hallwyl 14. August Mittelalterlicher Festschmaus, Schloss Hallwyl 23. August Fauchifest, Schloss Lenzburg 5./6. September Klapperlapapp-Märchenfestival, Schloss Wildegg 18. bis 20. September Grosser Mittelaltermarkt, Schloss Lenzburg 26./27. September Tulpenzwiebel- und Genussmarkt, Schloss Wildegg 4. Oktober Schweizer Schlössertag 17./18. Oktober Mosttage und Herbstmarkt, Schloss Hallwyl 4. bis 6. Dezember Wiehnachtsmärt, Schloss Wildegg
Erbsli-Blues: Januar-Motiv der Rubrik LenzIllustration: mphs burgiana.
Erbsli-Blues Dass diese Kolumne ausgerechnet am Donnerstag erscheint, ist doch sonderbar. Warum, sehen wir gleich: Wetten, den meisten kommt beim Stichwort «Erbse» Hero in den Sinn. Ganz oben nach den Dosenerbsli stehen bestimmt Erbsenzählerei, Erbsenhirn oder Lausbubenstreiche im Städtli. Denkt man darüber nach, ist auch das Chlausklöpfen der Erbse geschuldet. Eine kleine Erbse hat auch in die Märchensammlung der Gebrüder Grimm gefunden – als Hans Christian Andersens bekanntestes Stück «Die Erbsenprobe» oder «Die Prinzessin auf der Erbse». Übrigens ein geflügeltes Wort für eine besonders empfindliche Person, heute im Slang kurz: «Tussi». Im Märchen «Das blaue Licht» sollen ausgestreute Erbsen den Bräutigam oder Übeltäter entdecken, und in der Schweizer Sage «Des Teufels Erbsenmus» treiben sie den Gehörnten nicht mit Kichern, sondern Piesacken in den Wahnsinn: «Erbslein, Erbslein gross und klein, lasst das Stechen nun mehr sein. Der Teufel will uns nicht mehr sehen; also lassen wir ihn gehen.» Das reiche Brauchtum rund um die Erbse stammt aus vorchristlicher Zeit, und so kommt der nordische Donnergott Thor ins Spiel. Ihm zu Ehren wurden donnerstags bevorzugt Erbsengerichte gegessen. Als fruchtbarkeitsbringender Erbsenbär taucht dieser übrigens wiederum im rheinländischen Karneval auf. Gspässig. Nun, an was Gustav Henckell 1886 beim Verlöten der ersten Konservendose wohl dachte, bleibt geheim – oder etwa an die Leibspeise von Zwergen und Heinzelmännchen? Bestimmt hatte er aber Musik im Kopf, als er den Confitüren-Walzer von Adolf Bern hörte … Ganz versunken in die alten Geschichten gönne ich mir nun einen Tropfen Malaga und summe leise den Erbsli-Blues. Mit wundervollen Neujahrsgrüssen aus dem Museum Burghalde (mphs) ■
Plakat finden und Preise gewinnen. Das Projekt «Lenzburgiana» wurde vom Museum Burghalde lanciert. Während eines Jahres werden monatlich humorvolle Grafiken zu Lenzburger Besonderheiten präsentiert. Das Motiv wird in Plakatgrösse irgendwo im Städtli erscheinen. Der Text dieser Kolumne verrät den Standort. Die witzigsten Selfies vor diesem Plakat werden prämiert. Handyfotos mit Name und E-Mail-Adresse senden an: burghalde@lenzburg.ch. PS: Und die Postkarte dazu gibts im Museumsshop.
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Der Seetaler
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Region
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Donnerstag, 9. Januar 2020
GEMEINDENOTIZEN
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INSERATE
Temporäre Anstellung auf der Gemeindeverwaltung
Auenstein Wegen eines Personalengpasses hat der Gemeinderat mit Cyril Schwammberger, Auenstein, einen auf drei Monate befristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen. (gka)
Neue Fuss- und Radwegbrücke Auenstein–Rupperswil
Auenstein Ab 13. Januar, voraussichtlich bis Ende März, wird mit dem Brückenaufbau bei den beiden neuen Übergängen begonnen. Laut Verfügung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt gilt vom 20. bis 24. Januar, jeweils von 7 bis 18 Uhr, für den Durchgangsverkehr eine Vollsperrung. (gka)
Turnerabende
Auenstein Nach einem Jahr Abstinenz finden am 18. und 25. Januar, jeweils um 20.15 Uhr, die Turnerabende, diesmal unter dem Motto «Ab as Tornfest», statt. Die Besucher werden zu Eröffnungsfeier, Vereinswettkampf mit Barrenvorführungen, Bodenturnen oder Aerobic und an den geselligen, vierten Wettkampfteil eingeladen. (gka)
Ausbau Glasfaser Schafisheim Vor Kurzem startete Swisscom mit dem Ausbau von Glasfasertechnologien in Schafisheim. Damit löst Swisscom ihr Versprechen ein, in jeder Schweizer Gemeinde bis Ende 2021 Glasfasertechnologien auszubauen. Die Bauarbeiten in Schafisheim haben vor wenigen Tagen gestartet. Die Arbeiten dauern mehrere Monate und werden voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt steht einem Grossteil der Einwohner von Schafisheim ultraschnelles Internet von bis zu 500 Mbit/s sowie vereinzelt bis zu 10 Gbit/s zur Verfügung. Mit dieser Geschwindigkeit sind bandbreitenintensive oder alltägliche Anwendungen wie Swisscom TV 2.0 mit Replayund Aufnahmefunktionen, Surfen im Internet und Streaming-Dienste problemlos gleichzeitig möglich. (pd)
Pure Magie von Callia blu Die Leffimatt soll zur Baustelle werden: Schachtdeckel markiert die Lage des eingedolten Heerelochbaches.
Foto: Alfred Gassmann
Bachöffnung verzögert sich Ammerswil Der eingedolte Teil des Heerelochbachs soll geöffnet werden. Doch während der öffentlichen Auflage sind gegen das Vorhaben drei Einwendungen deponiert worden. Demnächst wird verhandelt. ■
ALFRED GASSMANN
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as zeitliche Programm des kantonalen Gewässerbeauftragten Hanspeter Lüem war ehrgeizig. Er hatte sich im besten Fall vorgestellt, den auf einer Länge von 770 Meter eingedolten Heerelochbach in Ammerswil noch vor Jahresende zu öffnen und zu renaturieren. Doch während der öffentlichen Auflage des Projekts Renaturierung Heerelochbach von Mitte Septem-
ber bis zum 16. Oktober 2019 sind drei Einwendungen eingereicht worden. Statt sich auf den Gewinn für die Natur und die Landschaft zu freuen, muss Lüem Einladungen für die Verhandlungen mit den Einwendern verschicken. Diese Verhandlungen sind auf Anfang 2020 terminiert. Lüem hofft auf eine Einigung mit den drei Grundeigentümern, die mit ihren Grundstücken an das Gerinne angrenzen. Abzuwarten sind auch noch die Zustimmungen der kantonalen Fachstellen.
Von Bund und Kanton finanziert
Die Gründe, die für das Projekt Renaturierung Heerelochbach zwischen der Kantonstrasse Ammerswil–Dintikon und der ehemaligen Kläranlage sprechen, sind vielfältig. Gehandelt werden muss im eingedolten Abschnitt, der im Wald liegt. Wurzeln dringen in die Röhren mit dem Durchmesser 20 Zentimeter hinein und verursachen immer wie-
der Unterhaltsarbeiten. Die Wiese Leffimatt mit dem eingedolten Bach gehört dem Staat Aargau. Diese Tatsache erklärt auch die verhältnismässig bescheidenen Baukosten, die sich die kantonale Abteilung Landschaft und Gewässer und der Bund teilen. Weder Ammerswil noch die privaten Grundeigentümer müssen mit finanziellen Beiträgen mithelfen. Der kantonale Gewässerbeauftragte Hanspeter Lüem verweist auf das Baugesetz des Kantons Aargau, wonach eingedolte Gewässer, wenn es nach Abwägung aller Interessen zumutbar ist, wieder offen zu legen und naturnah zu gestalten sind. Mit einer offenen Bachführung, statt in Röhren, lässt sich für die Natur ein grosser Gewinn erzielen. Lüem denkt an den Bergmolch, den Feuersalamander, die Libelle und an den aufgewerteten Waldrand. Das Resultat der Verhandlungen mit den Einwendern wird mit Interesse erwartet.
Möriken-Wildegg Der Start für das neu gegründete Ensembles Callia blu ist geglückt. Für das Konzept der Adventskonzerte «A True Story» zeichnete der künstlerische Leiter Richard Geppert verantwortlich. Der Einsatz von schauspielerischen und subtilen choreografischen Elementen machte aus dem Weihnachtskonzert eine lebendige Geschichte, die der Konzertbesucher gebannt mitverfolgte. (rwe)
Überzeugte: Das Ensemble Callia blu. Foto:zvg
Erfolgreich unterwegs Möriken Die Brass Band Imperial Lenzburg spielt in der Kategorie Elite und hat in den letzten Jahren als die erfolgreichste Aargauer Brass Band verschiedene Titel gewonnen. So auch 2019 am Bündner Kantonalen Musikfest in Arosa, wo sich die Band den Festsieg sicherte. Auch am Neujahrskonzert in Möriken vermochte die Formation zu überzeugen. Stücke wie Russlan & Lud-
milla, Adagio from Spartacus, Extreme Make-Over, The Second Waltz oder Glasnost und Troika wurden gespielt. Am 19. Januar steht bereits der nächste Anlass an – die Schnupperprobe, BBand, um 17 Uhr im Zeughaus Lenzburg. Am 26. April um 17 Uhr kommt dann das Frühlingskonzert der A+BBand im Gemeindesaal Lenzburg zum Zug. (mgr)
Noch vorschriftswidrig: Neue Aussentreppe verfügt über keinen Handlauf.
Foto: Alfred Gassmann
Gestürzt auf vorschriftswidriger Treppe Überzeugen, auch hier in Montreux: Die Brass Band Imperial Lenzburg.
Foto: zvg
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«Im 2020 Vorsätze umsetzen, jetzt Weiterbildung buchen. Es lohnt sich.» Unternehmerschule KMU/Gewerbe Ab 2. März 2020 wieder in Lenzburg
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Niederlenz Nasses Herbstlaub auf der Treppe und kein Handlauf. Da verwundert es nicht, dass eine betagte Mieterin am Tulpenweg 10 auf der Aussentreppe stürzte. Eine hilfsbereite Velofahrerin half der Gestürzten beim Aufstehen. Die verletzte Frau pflegte in der Folge ihren bereits lädierten rechten Fuss mühsam selber. Die vorschriftswidrige Treppe verbindet die Umgebung am Tulpenweg mit dem Rad- und Fussweg Lenzburg–Niederlenz. Nicht verstehen kann sie, dass ein Handlauf nach wie vor fehlt, sind doch die gesetzlichen Vorschriften klar: Treppen ab fünf Stufen müssen über einen Handlauf oder ein Geländer verfügen, damit der Nutzer sich am Handlauf beim Begehen halten kann. Auch Treppen im Freien unterliegen dieser Vorschrift, wenn sie
von der Öffentlichkeit benutzt werden können. Die Treppe am Tulpenweg 10 weist neun Stufen auf und ist frei zugänglich, will heissen, sie ist nicht abgesperrt. Nach einer Erkundigung beim Gemeindeammann sowie beim BFU-Beauftragten von Niederlenz kommt nun Bewegung ins Spiel. «Zurzeit erfolgt die Abnahme der Umgebung sowie der Treppe durch die Bauverwaltung. Im Zuge dessen wird die Eigentümerschaft aufgefordert, einen normgerechten Handlauf anzubringen», hält Cyrill Gisi, der BFU-Beauftragte der Gemeinde Niederlenz, schriftlich fest. Da bleibt zu hoffen, dass der Winter nicht als Spielverderber auftritt. Nicht auszudenken sind mögliche Folgen eines Sturzes bei Eis- und Schneeglätte. (AG)
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Hallenbad wieder offen – schöner und besser denn je Seon Der traditionelle Neujahrsapéro der Gemeinde wurde heuer zu einem speziellen Festtag. Das für 7,7 Millionen Franken runderneuerte Hallenbad öffnete pünktlich nach neun Monaten Bauzeit seine Pforten. Regierungsrat Alex Hürzeler gratulierte zum gelungenen Bauwerk. ■
RUEDI BURKART
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ir halten, was wir versprechen», meinte Hans Peter Dössegger schmunzelnd auf die Feststellung, dass seine Prognose von vor einem Jahr eingetroffen ist. Am letztjährigen Neujahrsapéro im Kulturzentrum stellte der Gemeindeammann im Gespräch mit dieser Zeitung in Aussicht, dass der diesjährige Anlass im Rahmen der Wiedereröffnung des Hallenbades organisiert werden würde. «Alle haben einen perfekten Job gemacht, so dass die neun Monate Bauzeit eingehalten werden konnten», so Dössegger, «und darum sind wir jetzt
Gemeinden zahlen an den Betrieb Beiträge Im Vorfeld der Neueröffnung des Hallenbads war ungewiss, ob Seon den gesamten Betriebsaufwand in Zukunft selber tragen muss. Gemeindeammann Hans Peter Dössegger durfte anlässlich der Eröffnung erfreut bekannt geben, dass folgende Gemeinden einen jährlichen Beitrag leisten werden: Boniswil, Dintikon, Egliswil, Fahrwangen, Lenzburg, Meisterschwanden, Seengen und Staufen. Zudem haben sieben Firmen einen einmaligen Beitrag gesprochen und zwei Firmen stellten eine jährliche Kostenbeteiligung in Aussicht. Bis zu 140 000 Personen besuchten in der Vergangenheit jährlich das Hallenbad Seon. (rubu)
Einweihung mit Banddurchschnitt: Bauleiter Thomas Weber, Gemeindeammann Hans Peter Dössegger, Regierungsrat Alex Hürzeler und Gemeinderat Erich Lüdi. hier.» Probleme habe es während der Bauphase keine grösseren gegeben, man habe im 1975 eröffneten Hallenbad lediglich mehr Asbestflächen entsorgen müssen, als ursprünglich angenommen wurde. Nicht nur die Termine wurden eingehalten, auch finanziell schlug man nicht über die Stränge. Mit anderen Worten: Die budgetierten Gesamtkosten von 7,7 Millionen Franken – davon steuert der Swisslos-Sportfonds 1,3 Millionen bei – werden reichen. Nicht nur weil die Wintersonne vom wolkenlosen Himmel lachte, war der vergangene Sonntag also ein Freudentag im Seetal.
«Viel Spass im Nass»
Bevor das Bijou offiziell der Bevölkerung übergeben werden konnte, versammelte man sich im wohlig warmen Festzelt neben dem Hallenbad. Umrahmt wurde der Neujahrsapéro von festlichen Klängen der Musikgesell-
schaft Seon und erfreulich viele Besucher lauschten den Referenten. «Ich glaube, das ganze Dorf ist heute hier», raunte eine Dame ihrer Nachbarin zu und biss herzhaft in ein Stück Speckzopf. Das ganze Dorf wohl kaum, aber viel Platz zum Stehen gab es im Festzelt definitiv nicht mehr. Und so fanden die Worte von Regierungsrat und «Sportminister» Alex Hürzeler erfreulich viele Adressaten: «Ich gratuliere Ihnen zu diesem Treffpunkt der ganzen Region und wünsche viel Spass im Nass.» Klar, dass der prominente Redner von Gemeindeammann Dössegger ein Seoner Badetuch überreicht bekam. Seon ist auch im vergangenen Jahr munter gewachsen. Laut Dössegger habe man im Vorfeld des Neujahrsapéros rund 300 Einladungen für den Neuzuzügeranlass verschickt. Dieser wurde wie in früheren Jahren in den Neujahrsapéro integriert. Auf Dösseggers Frage an die Anwesenden, ob denn der eine
oder andere Neo-Seoner zugegen sei, gingen unter dem Applaus der Besucher ein paar Zeigefinger in die Höhe. Der Gemeindeammann schien zufrieden zu sein und forderte die Angesprochenen auf, sich aktiv am Dorfleben zu beteiligen.
«Gold-Eline» wurde geehrt
Kein Neujahrsapéro ohne Ehrung der erfolgreichsten Sportler des Dorfes. Den Hauptharst stellten einmal mehr die Orientierungsläufer des OLK Argus. Besonders strahlen durfte mit der 19jährigen Eline Gemperle das Aushängeschild des Seoner Klubs. Die sympathische Nachwuchsathletin aus Boniswil hat ein unglaubliches Jahr hinter sich: Gold an der Junioren-Weltmeisterschaft im Sprint, Schweizer Meisterin in derselben Disziplin und Sieg am JuniorenEuropacup in Frankreich. Zudem wurde sie auch als «Aargauer Newcomer des Jahres 2019» ausgezeichnet.
Spitex Oberes Seetal erhält Bestnoten Fahrwangen Die Spitex Oberes Seetal wurde über Wirkung, Leitung, Qualität und Zielerreichung von den zuständigen kantonalen Behörden überprüft und hat Bestnoten erhalten.
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ie Spitex leistet einen grossen Beitrag an die Lebensqualität der Bevölkerung. Sie trägt dazu bei, dass ältere Menschen länger in ihrer gewohnten Umgebung leben können oder dass der Spitalaufenthalt kürzer ausfällt. Denn dass das persönliche Umfeld die schnellere Genesung und Erholung fördert, ist mittlerweile erwiesen. Dazu braucht es eine qualitativ gut aufgestellte Spitex-Organisation, die eine breite Palette an medizinischen und betreuerischen Dienstleistungen anbietet. Gemäss Artikel 41 der Bundesverfassung ist festgelegt, dass sich Bund und Kantone in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür einsetzen, dass «jede Person die für ihre Gesundheit notwendige Pflege erhält». Neben Spital und Pflegeheimen ist dies vor allem die ambulante Pflege, die zum grössten Teil von der Spitex getragen wird. Sie setzt sich für die Unterstützung und die Erhaltung der häuslichen Lebensqualität von Menschen jeden Alters bei Krankheit, Behinderung, Altersbeschwerden, Rekonvaleszent, Mutterschaft und Unfall ein.
Gemeinden sichern Minimum
Die Spitex Oberes Seetal umfasst die Gemeinden Sarmenstorf, Fahrwangen, Meisterschwanden und Bettwil mit
Spezielle Ehrung: OL-Junioren-Weltmeisterin Eline Gemperle vom OLK Argus.
Ausbildung zum Imker Seetal Wie kein anderes Nutztier ist das Bienenvolk von seiner Umwelt abhängig. Ein Imker muss sich weitgehend an der Natur orientieren, dann eröffnet die Bienenhaltung fantastische Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt. Der Bienenzüchterverein Aargauisches Seetal organisiert in diesem Jahr einen ImkerGrundausbildungskurs, für den sich alle an der Imkerei Interessierten anmelden können. Der Kurs wird vom Vereinsmitglied und Betriebsberater Carlo Ott (Lenzburg) geleitet. Im Rahmen dieses Kurses erhalten Jungimker und Einsteiger jeden Alters eine Einführung in die Theorie sowie vor allem aber einen praktischen und einfachen Zugang zur Bienenhaltung. Interessierte melden sich unter Mail carlo.ott@psytools.ch oder Telefon 079 477 67 42. (cot) INSERATE
Feiern ein erfolgreiches Audit: Spitex-Stützpunktleiterin Jarka Machka und ihre Stellvertreterin Marianne Marti (vorne links und rechts) stossen mit Präsident Patrick Fischer, Rita Meyer und Teammitgliedern an. Foto: zvg rund 9000 Einwohnern. Der Verein Spitex Oberes Seetal, der die Institution trägt, hat mit allen Gemeinden Leistungsvereinbarungen abgeschlossen, die festlegen, welche Leistungen erbracht werden sollen. Dieses ambulante Angebot ist im Pflegegesetz festgeschrieben. Es reicht von allgemeinen Pflegeleistungen wie Wundbehandlungen, Medikamentenverabreichungen, Körperpflege, Betreuungsdiensten aller Art rund um die Uhr bis zur Palliative Care. Dazu kommen Psychiatrie-Spitex, Kinder-Spitex, Haushaltshilfe und ein Mahlzeitendienst. Ein wichtiger Teil ist die Beratung von Patienten und deren Angehörigen, Koordination mit Hausärzten, Spitälern
und Krankenkassen; also ein Service public, der sich am Bedarf orientiert und sowohl Langzeit- als auch Akutsituationen umfasst. Die Bevölkerung wird immer älter. Das hat zur Folge, dass das Angebot der Spitex immer weiter ausgebaut werden muss, damit die Menschen so lange als möglich in ihrem Lebensumfeld bleiben können. Das ist für alle Beteiligten die kostengünstigere Variante als der Umzug in ein Alters- und Pflegeheim.
Fit in die Zukunft
Die Spitex Oberes Seetal ist für die Zukunft gerüstet. Alle drei Jahre findet ein sogenanntes Audit statt. Das ist ein Controlling, das der Kanton bei allen Spitex-Organisationen im Aargau
Fotos: Ruedi Burkart
durchführt. Geprüft wurden die Hauptbereiche Dienstleistungen, «Fachliche Vorgaben für die Pflege» und die «Organisation – Leitbild, Erreichbarkeit, Datenschutz, Rückmeldemanagement und Evaluation». Die Stützpunktleiterin Jarka Machka, ihre Stellvertreterin Marianne Marti und Rita Meyer, Qualitätsverantwortliche auf strategischer Ebene haben in einem umfangreichen Prozess alle Unterlagen und Vorgaben erarbeitet und mit dem Personal umgesetzt. Diese wurden von den kantonalen Controllingbeauftragten geprüft und mit Höchstnoten bewertet. Damit kann die Bevölkerung der vier Gemeinden des oberen Seetals zuversichtlich in die Zukunft schauen. (eva)
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Der Lindenberg
Donnerstag, 9. Januar 2020
Fusion in der Eventtechnik
LESERBRIEF Ein deutliches Zeichen gesetzt
Meisterschwanden Zwei Firmen aus der Region starten gemeinsam ins neue Jahr. Die Firma MSL Eventtechnik übernimmt die Powerchord Veranstaltungstechnik in Unterkulm. Viel Bewegung in einer eher unbekannten Branche.
W
enn eine Firma mit ihren Mitarbeitern feiert, wenn in der Waldhütte ein kleines Fest steigt, wenn Rockmusiker an einem Open Air das Publikum begeistern: Im Hintergrund arbeiten an solchen Events meist schwarz gekleidete Techniker, sorgen vom Aufbau der Bühne über die Installation der Lichttechnik bis zur Verstärkung der Musik. Eventtechnik ist wichtig, auch wenn man sie kaum kennt. Nun gibt es Bewegung in dieser Branche: Zwei seit Jahren etablierte Firmen in der Region bündeln ihre Kräfte. Powerchord Veranstaltungstechnik aus Unterkulm verschwindet von der Bildfläche. Geschäftsführer Simon Münger ist trotzdem überglücklich: «Die Fusion mit MSL Eventtechnik bringt uns alle weiter. Wir haben jetzt mehr Personal und mehr Material zur Verfügung und werden damit noch flexibler.»
Von Trauffer bis zum Turnverein
«Grösse ist auch in der Eventtechnik wichtig», führt MSL-Geschäftsführer Silvan Brugger aus. «Vor allem an den Wochenenden betreuen wir mehrere Events gleichzeitig. Je mehr Personal
Bereits bisher zusammen engagiert: MSL und Powerchord betreuen unter anderem seit Jahren den Jugendchor Seetal bei seinen grossen Shows im Löwensaal in Beinwil am See. Foto: zvg und Material wir selber zur Verfügung haben, desto besser können wir die Ansprüche aller Kunden erfüllen.» Gemeinsam sei man stärker. «Beide Firmen waren sehr gut, jetzt sind wir sogar noch besser», sagt Brugger lachend. Brugger und Münger sind zwei erfahrene Profis. MSL Eventtechnik aus Meisterschwanden betreut unter anderem seit Jahren die bekannte Rocknacht in Tennwil, aber auch Firmenkunden wie die Fachhochschule Nordwestschweiz. Simon Münger von Powerchord hat sich als Tontechniker einen Namen in der Schweizer Musikszene gemacht, arbeitet unter anderem für Trauffer, Gölä oder Sheem Thomas.
Aber auch die regionalen Kunden seien weiterhin sehr wichtig: Die oft langjährigen Beziehungen zu Turnvereinen, Musikgesellschaften oder Organisatoren von Jugendfesten sollen bestehen bleiben. «Die bisherigen Kunden können auch in Zukunft mit den ihnen vertrauten Leuten arbeiten.»
Zentrale in Meisterschwanden
Über die Weihnachtstage wurden die beiden Materiallager zusammengelegt. Mischpulte, Lichteffekte und Lautsprecher wurden von Unterkulm nach Meisterschwanden transportiert und dort neu beschriftet und einsortiert. In den Räumen von MSL Eventtechnik an der
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Lindenmattstrasse ist es damit etwas enger geworden. Aber in den nächsten Tagen sind die Mitarbeiter bereits wieder an verschiedenen Anlässen unterwegs. Er habe sich schnell an den neuen Arbeitsweg nach Meisterschwanden gewöhnt, lacht Simon Münger. «Wir haben ja schon früher oft gemeinsam gearbeitet.» An der Arbeit ändert sich sowieso nichts. Simon Münger, Silvan Brugger und die rund zehn freien Mitarbeiter von MSL machen auch in Zukunft das, was sie am besten können: im Hintergrund diskret dafür sorgen, dass andere einen schönen Anlass geniessen können. (mve)
Beinwil am See, Gemeindeversammlung An der Gemeindeversammlung vom Dezember gaben die Böjuer dem Gemeinderat von Beinwil am See einen klaren Auftrag: Beinwil am See hat eine viel zu grosse Bauzone. Die Bauzonen würden für die nächsten 40 Jahre reichen. An der Gemeindeversammlung haben die Stimmberechtigten von Beinwil die Vorlage zur revidierten Bau- und Nutzungsordnung (BNO) deshalb diesbezüglich zurückgewiesen. Mit grosser Mehrheit verlangten sie, bei allen unüberbauten Parzellen in der Wohnzone 2b zu prüfen, ob sie in den künftigen Bauzonenplan noch eingezont werden sollen. Dieses deutliche Zeichen verpflichtet den Gemeinderat und die Planenden, einen Vorschlag zu erarbeiten, der jetzt dem Gesetz entspricht. Das heisst im Klartext, es werden Bauparzellen rückgezont werden müssen, bis die Gesamtfläche der Bauzone nur noch den Bedarf für die nächsten 15 (und nicht 40!) Jahre abdeckt, wie es das Raumplanungsgesetz verlangt. Das ist eine grosse Herausforderung – aber wegweisend für eine nachhaltige Entwicklung von Beinwil am See. Umso wichtiger wird es nun sein, alle Baulandbesitzer gleich zu behandeln. Das heisst, es ist bei Auszonungen nach klaren Kriterien vorzugehen, um zu raumplanerisch begründeten Entscheiden zu gelangen. Es darf nicht sein, dass nur bluten muss, wer sich weniger heftig wehrt. Weder politischer noch finanzieller Einfluss darf sich gegen den demokratisch akzeptierten Auftrag durchsetzen. Wir vertrauen auf die Stimmbürger von Böju. Der Landschaftsschutzverband Hallwilersee und Pro Natura Aargau werden sich zusammen mit der Bevölkerung weiterhin für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden und für eine nachhaltige Entwicklung von Böju einsetzen. Benno Stocker, Co-Präsident Landschaftsschutzverband Hallwilersee Matthias Betsche, Präsident Pro Natura Aargau
Bereicherte den Sarmenstorfer Neujahrsapéro: Der Kinderchor Singalong der Regionalen Musikschule Oberes Seetal. Foto: zvg
Gleich zwei Premieren Sarmenstorf Am ersten Sonntag im neuen Jahr lädt der Gemeinderat traditionell die Bevölkerung zum Neujahrsapéro. Eine grosse Anzahl Sarmenstorfer hat sich in der Mehrzweckhalle eingefunden, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustossen. Der Apéro bietet immer eine gute Möglichkeit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und sich auf das neue Jahr einzustimmen. Der neu gegründete Kinderchor Singalong der Regionalen Musikschule Oberes Seetal hatte seinen ersten Auftritt. Die Lieder wurden mit viel Herzblut und Elan vorgetragen und dem Applaus nach schien es dem Publikum zu gefallen. Die Leiterin des Chors, Christi-
ne Hefti, begleitete den Chor auf dem E-Piano. Ebenfalls ihren ersten offiziellen Auftritt hatte die neue Grossrätin aus Sarmenstorf, Lucia Ambühl. Die ehemalige Gemeinderätin ist Anfang des Jahres, nach dem Rücktritt von Christine Keller Sallenbach, in das Kantonsparlament nachgerückt. Gemeindeammann Meinrad Baur überreichte ihr einen schönen Korb mit Christrosen, verbunden mit den besten Wünschen für ihre neue Aufgabe. Ebenfalls schon fast traditionell ist der Wettbewerb. Zu gewinnen gab es zweimal zwei SBB-Tageskarten. Dieses Jahr waren Monika Jampen und Remo Eppisser die glücklichen Gewinner. (sst)
Kann im Kurs kennen gelernt werden: Das Foto: zvg Rotkehlchen. Verbreiteten im Seetal viel Freude: Die Seoner Sternsinger traten ebenfalls im Pfarreizentrum auf. Foto: Alfred Gassmann
In sieben Dörfern unterwegs Seon Am vergangenen Freitag, Samstag und gestern Mittwoch waren im unteren Seetal die Sternsinger der Pfarrei Seon unterwegs. ■
Begrüssung durch den Ammann: Neujahrsapéro der Gemeinde Fahrwangen.
Foto: zvg
Auf das neue Jahr angestossen Fahrwangen Wiederum fand der traditionelle Neujahrsapéro am 2. Januar in der Mehrzweckhalle statt. Es nahmen rund 70 Fahrwanger daran teil. Sie stiessen gemeinsam auf ein gutes neues Jahr an. Gemeindeammann Patrick Fi-
scher begrüsste die Anwesenden mit ein paar interessanten Worten und erwähnte die bekannten Herausforderungen des neuen Jahres. Anschliessend wurde am feinen Apéro-Buffet manch angeregte Diskussion geführt. (gkf )
ALFRED GASSMANN
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ie Jugendlichen und die erwachsenen Begleitpersonen erfreuten Familien, Alleinstehende und betagte Menschen in Seon, Schafisheim, Egliswil, Hallwil, Boniswil, Leutwil und Dürrenäsch. In königlichen Gewändern und mit Kronen sangen sie ihre Lieder und schrieben den Haussegen der Heiligen Drei Könige an die Haustüren. Am letzten Sonntag bereicherte die Gruppe den Gottesdienst in der Kirche und gab danach ein Ständchen beim
Neujahrsapéro im Pfarreizentrum. Doch dabei blieb es nicht. Erstmals wurde in der Kirche in drei Szenen ein kleines Hirtenspiel aufgeführt, das zum Nachdenken anregt.
Frieden im Libanon
«Frieden! Im Libanon und weltweit», so lautet das Motto der Aktion Sternsingen 2020. Am Beispiel des Libanon zeigen die Sternsinger, wie wichtig es ist, friedlich und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Kinder und Jugendliche können selbst aktiv zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion beitragen. So lernen die Sternsinger, dass Kinder und Jugendliche mehr verbindet als sie trennt – und dass es sich lohnt, offen und respektvoll aufeinander zuzugehen.
Einführungskurs in die Vogelkunde Boniswil Der ornithologische Grundkurs des Vereins Natur & Umwelt Boniswil bietet die Möglichkeit, sich ohne Vorkenntnisse und mit wenig Zeitaufwand mit den wichtigsten Vogelarten der Region und ihrer Lebensweise vertraut zu machen. Als Kursziel erkennen die Teilnehmer die häufig zu sehenden und hörenden Vögel in und um Boniswil und kennen spannende Fakten zu den einzelnen Arten und den Vögeln allgemein. Voraussetzung ist Interesse an der Vogelwelt. Die Kursteilnahme kostet 250 Franken pro Person (inklusive Unterlagen). Die Theorieanlässe finden ab 13. Februar jeweils am Donnerstagabend um 20 Uhr im Gemeindesaal Boniswil statt und dauern etwa zwei Stunden. Auf die Theorie folgend finden am darauf folgenden Wochenende die Exkursionen im entsprechenden Lebensraum statt. Es müssen nicht zwingend alle Anlässe besucht werden. Die Anmeldung erfolgt per Mail an hallma.vet@bluewin.ch oder an Markus Haller, Kleintierpraxis HallMa AG, Oberdorfstrasse 4, 5706 Boniswil; Anmeldeschluss ist der 20. Januar. (rbe)
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Agenda/Szene
Donnerstag, 9. Januar 2020
Lenzburger Bezirks-Anzeiger
Agenda vom 10. bis 16. Januar
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Der Seetaler
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Der Lindenberg
INSERATE
TANZ ■
Dienstag, 14. Januar
Rupperswil: Lenzhardstrasse 18 19.30–21 Uhr. Tanzkreis – Kreistanz.
Matthias Jauslin Nationalrat FDP, AG
« Die starre Quote führt zu massivem staatlichen f in die PrivatwirtEingriff schaft.»
LITERATUR ■
Dienstag, 14. Januar
Lenzburg: Aargauer Literaturhaus 19.15–20.45 Uhr. Im Dialog: María Cecilia Barbetta – Peter Stamm. Werkstattgespräch. Moderation: Christine Lötscher (Literaturkritikerin). Mit Eintritt.
Mieterverbandsinitiative
SOUNDS ■
NEIN
Freitag, 10. Januar
www.kmu-staerken.ch
Lenzburg: Baronessa 20 Uhr. Konzert von Delilahs. Punkig, schräg, charmant – Powerpop aus Zug. Türöffnung: 20 Uhr.
ANDERE KLÄNGE ■
Sonntag, 12. Januar
Lenzburg: Katholische Kirche 17 Uhr. Jahreskonzert des Gospelchors Kumbaya. Mit traditionellen afrikanischen Gospelliedern und modernen Popsongs.
VORTRÄGE
María Cecilia Barbetta Sorgen mit Powerpop für Stimmung: Die Band Delilahs tritt am Freitag, 10. Januar, um 20 Uhr in der Baronessa Lenzburg auf. tur Staufen. Keine Voranmeldung notwendig, mit Teilnahmebeitrag. Jeder Teilnehmende erhält einen Preis. Kasse ab 18.30 Uhr geöffnet. ■
Lenzburg: Unter den Arkaden 7.30–11 Uhr. Traditioneller Wochenmarkt. ■
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Dienstag, 14. Januar
Lenzburg: Museum Burghalde 18.15 Uhr. Expertenvortrag «Lenzburg und die spätrömische Grenzverteidigung am Hochrhein». Referent: PeterAndrew Schwarz. Mit anschliessendem Apéro. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei. ■
Mittwoch, 15. Januar
Staufen: Zopfhuus 9–11 Uhr. Multimedia-Show: «Tiergeschichten aus der ganzen Welt». Bilder, die das Herz berühren. Mit Live-Kommentar von Rudolf Hug, Unternehmer, Reise- und Naturfotograf.
DIES & DAS ■
Samstag, 11. Januar
Staufen: Zopfhuus 19 Uhr. 43. Staufner Dorfjassen von Kul-
Dienstag, 14. Januar
Donnerstag, 16. Januar
Niederlenz: Gemeindebibliothek 16.30–16.50 Uhr. «Gschichte-Bär». Für Kinder von 2 bis 5 Jahren. Dauer 20 Minuten. Ohne Voranmeldung, kostenlos.
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Donnerstag, 16. Januar
Fahrwangen: Restaurant Bauernhof, Bettwil 11.30 Uhr. Senioren-Mittagstisch der Pro Senectute, Neuanmeldungen/Abmeldungen an Sophie und Ernst Fischer, Telefon 056 66 25 57.
AUSSTELLUNGEN Lenzburg: Stapferhaus «Fake. Die ganze Wahrheit». Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 9–17 Uhr, Donnerstag, 9–20 Uhr. Bis 28. Juni. Weitere Informationen unter www.stapferhaus.ch.
SENIOREN ■
MUSEEN
Dienstag, 14. Januar
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Möriken-Wildegg: Gemeindehaus 14.15 Uhr. Seniorennachmittag: «Impressionen aus der Schweizer Bergwelt». Referent: Walter Setz, Rupperswil. Abholdienst: Marianne Flühmann, 062 893 15 61, 079 371 82 11. Organisiert durch den Frauenverein Möriken-Wildegg. Rupperswil: Kirchgemeindehaus 14.30 Uhr. «Andalusien – wo Europa und Afrika sich begegnen». Reisebericht von und mit Armin Käppeli.
Lenzburg
Museum Burghalde Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 14–17 Uhr, Sonntag, 11–17 Uhr. Weitere Details findet man unter www.museumburghalde.ch. Pop-up-Ausstellung: Der Rebberg am Schlossberghang wird 70. Die Ausstellung dauert bis 8. März. Pop-up-Ausstellung: Die Rückkehr der Malerin Clara Müller (1862–1929) nach Lenzburg. Ausstellung bis 31. Januar. Pop-up-Ausstellung: Armi Sieche – Das Laufenburger Siechenhaus. Im Früh-
Foto: zvg
ling 2014 legte die Kantonsarchäologie in Laufenburg einen unscheinbaren Keller frei. Dessen Inhalt barg eine kleine Sensation: Das Siechenhaus des Städtchens wurde entdeckt. Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Funde und erzählt über das Leben der Siechen im Spätmittelalter. Ab 16. Januar. ■
Seon
Dorfmuseum Öffnungszeiten: Sonntag, 12. Januar, 14–16 Uhr, Montag, 13. Januar, 19–21 Uhr.
Agenda-Einträge Auf der Seite «Agenda» werden Angaben zu öffentlichen Veranstaltungen von Vereinen, Gemeinden und weiteren Organisationen publiziert. Damit der Anlass sicher hier erscheint, sollten die Daten mindestens 14 Tage vor der Veranstaltung durch die Organisatoren auf der Eventdatenbank von CH Media erfasst werden unter: https://event.chmedia.ch/evi/ Für die Seite «Szene/Hinweise» können ausführlichere Beschreibungen und Fotos ebenfalls mindestens 14 Tage vor dem Anlass gemailt werden an: redaktionLBA@chmedia.ch
Lenzburg Die deutsche Autorin María Cecilia Barbetta wird von Januar bis März im Atelier Müllerhaus des Aargauer Literaturhauses zu Gast sein. Am Dienstag, 14. Januar, um 20 Uhr trifft sie in einem Residenzen-Werkstattgespräch im Literaturhaus auf ihren Schweizer Kollegen Peter Stamm. 1972 in Argentinien geboren, wuchs María Cecilia Barbetta in Buenos Aires auf und besuchte dort die Deutsche Schule. Sie studierte Deutsch als Fremdsprache und kam 1996 mit einem Stipendium nach Berlin, wo sie noch heute lebt. Seit 2005 ist sie freie Schriftstellerin. Sie erhielt 2007 das AlfredDöblin-Stipendium der Akademie der Künste und wurde eingeladen, an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teilzunehmen. Ihr Schreiben sei in Argentinien beheimatet, doch erlange erst durch das Einsetzen der deutschen Sprache Lebendigkeit, betont die Autorin. Bereits ihren ersten Roman «Änderungsschneiderei Los Milagros» verfasste sie auf Deutsch. Barbettas zweiter und bisher jüngster Roman «Nachtleuchten» erschien 2018. Für ihn wurde sie für den Deutschen Buchpreis nominiert und erhielt, noch vor Erscheinen des Buches, für einen Auszug aus demselben den Alfred-Döblin-Preis. ■
Dienstag, 14. Januar, 20 Uhr, Atelier Müllerhaus, Lenzburg.
Andrew Bond zu Gast Hunzenschwil Kinderliedermacher Andrew Bond tritt am Sonntag, 19. Januar, in der 3x3 Halle auf. Er zählt mit über 750 000 verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Kinderliedermachern und Musikern der Schweiz.
Sorgen für ein grandioses Klangerlebnis: Das Duo Kozlova/Frey.
Foto: zvg
Spannen Bogen von Ost nach West Beinwil am See Das Duo Kozlova/Frey musiziert grandios in der Professionalität der grossen Komponisten. Dimitri Schostakowitschs Sonate op. 147 für Viola und Klavier und Astor Piazzollas «Le Grand Tango» für Viola und Klavier zeigen die Verwandtschaft der klassischen Komponisten von Ost nach West auf. Olena Kozlova (Piano) stammt aus einer ukrainischen Musikerfamilie aus Cherkasy. Sie gewann viele nationale und internationale Wettbewerbe. Sie wird oft als Solistin an verschiedene Konzerte in die Schweiz und in die Ukraine eingeladen. Olena gewann 2014 in Paris auch einen Preis für ihre CD.
Beatrix Frey (Viola) aus Langenthal führte ihr künstlerischer Weg nach Studien in Bern, Luzern, Wien und Buenos Aires zum Schweizer Jugendsinfonieorchesters, zur Camerata Luzern, zu Silencio Tango und weiteren Orchestern. Im Chalet Elim in Beinwil am See werden die Musikerinnen am Sonntag, 19. Januar, ihr Können zum Besten geben. Bei Häppchen können die Zuhörenden zusammen mit den Musikerinnen den Abend gemütlich im Austausch ausklingen lassen. ■
Sonntag, 19. Januar, 17 Uhr, Chalet Elim, Beinwil am See, Anmeldung unter info@heike-dahms.ch oder 062 771 06 47.
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uch wenn ihn vielleicht der eine oder andere Erwachsene nicht oder noch nicht kennt: Die Kinder singen seine Lieder dafür in- und auswendig. Aus den meisten Familienstuben, Kindergärten und Schulzimmern der Deutschschweiz sind seine einfühlsam getexteten und melodiösen Kompositionen heute nicht mehr wegzudenken. Entsprechend haben sich einige seiner CDs wie «Zimetschtern han i gern», «Suneschtraal tanz emaal», «Schternefeischter» oder auch «MitsingWienacht» zu wahren Klassikern entwickelt. Die meisten seiner Tonträger sind mittlerweile mit «Gold» oder «Platin» prämiert. Darüber hinaus erhielt Andrew Bond verschiedenste weitere Auszeichnungen, etwa den World-DidacAward, die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Basel sowie diverse musikalische Auszeichnungen. Der Kinderliedermacher
Verzaubert die Kinderschar mit seinen Liedern: Andrew Bond. gibt über 100 Konzerte pro Jahr in der Schweiz, meist vor ausverkauftem Haus. Besonders auffällig an seinen Konzerten sind die Kinder in den ersten Reihen, die mit strahlenden Augen die Lieder Wort für Wort mitsingen. Andrew Bond singt in Hunzenschwil Lieder ab der neuen CD «Monsterjäger und anderi Brüef», aber auch viel Bekanntes. «Eigenartigerweise gibt es aktuell nur wenige Lieder über Berufe, ausser vielleicht einige traditionelle wie ‹Schuemächerli, Schuemächerli›, die aber nicht selten Welten beschreiben,
Foto: zvg
denen Kinder heute nicht mehr begegnen», sagt Bond. «Gleichzeitig sind die Kinder immer wieder fasziniert von den Berufen der Erwachsenen, die sie in ihrem Umfeld erleben und sie dann im freien Spiel zuhause, in der Kita oder im Kindergarten nachahmen.» ■
Sonntag, 19. Januar, 16–17 Uhr, 3x3 Halle, Stationsweg 6, Hunzenschwil, für Kinder ab etwa vier Jahren, Türöffnung 15.30 Uhr. Ticket-Vorverkauf unter 3x3emk.ch, Eintritt Kinder 10 Franken, Erwachsene 15 Franken. Bistro-Betrieb nach Konzert.
Lenzburger Bezirks-Anzeiger
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Der Seetaler
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Der Lindenberg
Szene / Hinweise
Donnerstag, 9. Januar 2020
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Jazz in der Stadtkirche Lenzburg The Georges Burki Collective spielt «Bach ’n’ more», Jazz im Kontrapunkt. Besetzung: Georges Burki, Violine/Bandleader, Rätus Flisch, Bass, und Tony Renold, Schlagzeug. Georges Burki wollte aufbrechen: Dem klassisch ausgebildeten Geiger reichte das ausschliessliche «Interpretieren» von bereits komponierter Musik nicht mehr. Also vereint sich in The Georges Burki Collective, was widersprüchlich erscheint: Komponierte Ori-
ginale, etwa aus der Feder von J. S. Bach, César Franck oder Sergej Rachmaninoff, werden in Triobesetzung improvisatorisch weitergedacht. Ein neuer, frischer Zugang tut sich dem Publikum auf. Das Programm wird nach Ansage gespielt. Das Konzert wird organisiert vom Ökumenischen Forum Kultur, Lenzburg. ■
Sonntag, 19. Januar, 17 Uhr, reformierte Stadtkirche Lenzburg, nur Abendkasse.
Wem wird die Ehre zuteil, Gasparone (Siziliens Robin Hood) spielen zu dürfen? Das Geheimnis wird am 18. Januar gelüftet. Vereint in der Stadtkirche komponierte Originale mit Improvisiertem: Das Trio The Georges Burki Collective. Foto: zvg
LSD-Psychiater Peter Gasser zu Gast Lenzburg Im Rahmen der aktuellen Ausstellung «Fake. Die ganze Wahrheit» schlägt im Stapferhaus einmal im Monat die «Stunde der Wahrheit». Im Januar ist der LSD-Psychiater Peter Gasser zu Gast. Gibt es das «wahre Ich»? Wenn ja: Soll man danach suchen? Vielleicht sogar mit Drogen? Oder helfen Drogen vielmehr, das Ich endlich mal zu vergessen? Peter Gasser weiss Bescheid: Er ist Psychiater und einer von wenigen Ärzten weltweit, die im Rahmen ihrer psychoanalytischen Therapien LSD verschreiben dürfen. Der ehemalige Oberarzt der kantonalen Psychiatrischen
Wanderung zum Schloss Böttstein Lenzburg Die Wandergruppe Pro Senectute Lenzburg lädt am Donnerstag, 16. Januar, zur Wanderung von Döttingen zum Schloss Böttstein, Tüeliboden und nach Villigen. Nach dem Startkaffee in Döttingen führt die Wanderung der Aare entlang bis zum Schloss Böttstein. Hier wird der Mittagshalt (Restaurant ist geschlossen) abgehalten. Danach erfolgt der Aufstieg zum Tüeliboden, was eine Aussicht auf Kraftwerk, PSI und die Aare ermöglicht. Weiter führt die Route nach Villigen, durch die Rebberge bis zum Schlusspunkt der Wanderung (Bushaltestelle). Wanderzeit dreieinviertel Stunden, Anmeldungen an Bernhard Bütler, Telefon 062 891 43 79. ■
Donnerstag, 16. Januar, Besammlung Bahnhof Lenzburg um 9.15 Uhr.
Öffentlicher Info-Anlass Seon Am 18. Januar findet der öffentliche Info-Anlass zum Auftakt ins Jubiläumsjahr des Jugendchors Seetal statt. Das 10-Jahr-Jubiläum ist ein Grund zum Feiern. Die kreativen Köpfe hinter dem Jugendchor geben wichtige Informationen ab. Auch alle Eltern und die zukünftigen «Jugendchörler» sind geladen. Ein gemeinsamer Startschuss also in das 10. Projektjahr des Jugendchors Seetal. Eine lange Reise kann, auch wenn sie noch so begeistert, etwas müde machen. Deshalb wird dieser Abend genutzt, um neue Helfer, kreative Köpfe und Betreuer für das Projekt zu begeistern und mit dem Jugendchor-Seetal-Virus anzustecken. Eigens dafür wurde ein Kurzfilm gemacht, der an diesem Abend seine Premiere feiert. ■
Samstag, 18. Januar, 17–18.30 Uhr, öffentlicher Info-Anlass Jugendchor Seetal, Halle 5, Seon.
Klinik Solothurn erzählt, wie LSD heilt und wirkt. Aber auch, wie man psychisch gesund bleiben kann und was es dafür braucht – zwischen Lebenslügen, kleinen Selbsttäuschungen und radikaler Ehrlichkeit mit sich selbst. Und man fragt sich, ob die Suche nach dem «wahren Ich» nicht eigentlich viel zu stressig ist – oder ob nur dort dem ganzen Stress zu entkommen ist. Moderation: Alain Gloor, Projektleiter Konzeption und Recherche, Stapferhaus. ■
Sonntag, 19. Januar, 11.15–12.15 Uhr, Stapferhaus, Lenzburg.
Dreikönigsspiel Schafisheim Dieses Dreikönigsspiel beschränkt sich inhaltlich auf den Moment der Anbetung. Im ganzen Stück wird der Text gesungen. Ansonsten besteht das Spiel nur aus Handlung oder besser aus bewegten Bildern. Im Unterschied zu einem grossen Dreikönigsspiel, welches sich auch mit dem abgründig Bösen rund um die Gestalt des Herodes auseinandersetzt, ist das kleine gesungene Dreikönigsspiel auch für kleine Kinder geeignet. ■
Sonntag, 12 Januar, 17 Uhr, Saal RudolfSteiner-Schule, Schafisheim, Kollekte.
Neuer Lehrgang Lenzburg Die Wyrsch Unternehmerschule startet ab März den Lehrgang «Unternehmerschule KMU/Gewerbe». Praxisnah engagiert sich die Wyrsch Unternehmerschule für die Förderung der regionalen Unternehmerschaft. In Kooperation mit der Aargauischen Kantonalbank lernen erfahrene und angehende Unternehmer, Führungs- und Nachwuchskräfte neue Wege kennen, um ihre unternehmerischen Herausforderungen zu meistern. Dabei stehen ihr eigenes Geschäftsmodell, aktuelles Wissen, konkrete Werkzeuge, die optimale Nutzung neuer Technologien und der Aufbau eines regionalen Netzwerkes Gleichgesinnter im Mittelpunkt des einjährigen Lehrgangs. Die ganzheitliche Weiterbildung setzt mit ausgewählten Trainern aus der Praxis auf einen hohen Praxisbezug und behandelt wesentliche Elemente der Unternehmensführung anhand einer Echtfirma. Der Lehrgang beginnt am Montag, 2. März. Info(z)mittag am 17. Januar von 12 bis 13 Uhr im Mercure Hotel Krone, Kronenplatz, Lenzburg. ■
Programme unter 055 420 30 60 oder www.unternehmerschule.ch.
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Der Robin Hood Siziliens Beinwil am See Die Theatergesellschaft spielt vom 18. Januar bis 8. März im Löwensaal die Operette Gasparone von Carl Millöcker.
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er Räuber Gasparone lächelt verschmitzt von Plakaten in unserer Region. Das Geheimnis, wer wohl der «Bösewicht» im weissen Hemd mit Hosenträgern und der braunen Mütze sei, wurde gelüftet. Der Regisseur Raschid Kayrooz hat sich für die Aufführung der Operette Gasparone ins Kostüm des Robin Hood Siziliens geworfen, für welche er Regie führt. In Böju herrscht wieder Operettenfieber. Im Löwensaal wird letzte Hand ans barocke Bühnenbild gelegt. Scheinwerfer werden montiert, welche die sizilianische Szenerie erleuchten und verzaubern sollen. Das Orchester
Ticket-Verlosung für «Gasparone» Gratis-Eintritte Der Lenzburger Bezirks-Anzeiger/Der Seetaler/Der Lindenberg verlost für die Operette Gasparone im Löwensaal in Beinwil am See 5 x 2 Tickets für die Vorstellung am Samstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr. Mitmachen ist ganz einfach. Am Freitag, 10. Januar, zwischen 11 und 11.15 Uhr auf die Nummer 058 200 58 15 anrufen und mit etwas Glück Gratis-Billette gewinnen. Samstag, 25. Januar, 19.30 Uhr, Löwensaal, Beinwil am See. stimmt sich auf die Weisen der Operette ein. Die professionellen Solisten, zusammen mit dem Laienchor, proben ihre Auftritte und feilen unter der Leitung des musikalischen Leiters Konrad Jenny an ihren Dialogen und Liedern.
Carl Millöcker, ein Vertreter der sogenannten «Goldenen Wiener Operette», schrieb «Gasparone» 1884, nur zwei Jahre nach seinem grossen Erfolg «Der Bettelstudent». Die Geschichte spielt auf Sizilien, wo Gasparone als eine Art Robin Hood sich für die Rechte der Armen einsetzt. Der edle Graf und Gutsbesitzer Erminio verliebt sich in die verwitwete Gräfin Carlotta. Der verschlagene Bürgermeister Nasoni möchte jedoch seinen Sohn Sindulfo mit der reichen Gräfin verheiraten. Der Graf setzt alles daran, die Pläne des Bürgermeisters zu durchkreuzen. Das Geheimnis, welche Rolle Gasparone dabei spielt, wird ab dem 18. Januar im Löwensaal in Beinwil am See gelüftet. ■
Operette Gasparone, Aufführungen vom 18. Januar bis 8. März, Löwensaal, Beinwil am See. Detaillierte Informationen und Ticketbestellung unter www.operette-beinwil.ch.
Kleine, feine Chansons Niederlenz Noti Wümié steht für kleine Chansons fernab von musikalischem Zeitgeist. Zu geniessen am Samstag, 18. Januar, im Cholechäller.
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er als Mundart-Rapper Greis bestens bekannte Grégoire Vuilleumier ist zusammen mit Benjamin Noti im Cholechäller als Noti Wümié zu Gast. Zu hören sind kleine Chansons fernab von musikalischem Zeitgeist und avantgardistischen Tendenzen. Auf ihrem Debütalbum «Nouvelle Frisüre» bedienen sich Noti Wümié einer Ausdrucksform, die immer wieder im hiesigen Musikschaffen auftaucht: Die Chanson Française. Mani Matter liess sich von Georges Brassens inspirieren. Kuno Lauener führte stille Gespräche mit Charlotte Gainsbourg. Nun möchten Noti Wümié einigen ihrer Lieblings-Chansons eine neue Friise verpassen. Die Mundartversion von Bénabar’s «Le Diner» ist eine Aneinanderreihung von Ausreden, die der Erzähler seiner Partnerin auftischt, um sich vom Essen zu drücken, zu dem sie eingeladen wurden. Renan Luce’s «La Lettre» führt uns zum zufällig gefundenen Liebesglück, irgendwo auf einem Felsen im Berner Jura. Während von einigen Originalen nur noch die Essenz erkenntlich bleibt, werden andere wie «Les uns contre les autres» gleich wörtlich übernommen:
Liedgut ohne avantgardistische Züge: Dafür sorgt das Duo Noti Wümié. Was geschieht mit dem überbordenden welschen Pathos, wenn er auf Bärndütsch übertragen wird? Noti Wümié gehen aber auch den umgekehrten Weg. Sie übersetzen Mani Matters «Alls wo mir id Finger chunt» auf Französisch und versuchen dabei den Kreis zwischen Georges Brassens und Mani Matter zu schliessen. Noti Wümié treten nun schon seit sieben Jahren gemeinsam auf. Die Musik basiert live auf Improvisation. Die
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Geschichten, die dabei entstehen, leben von ihrer Zerbrechlichkeit. Es sind fragile kleine Balanceakte, welche vom mitfiebernden Publikum je nach Eleganz der Ausführung applaudiert oder ausgelacht werden dürfen. ■
Samstag, 18. Januar, 20.15 Uhr, Cholechäller, Niederlenz, Reservationen unter www.cholechaeller.ch, Eintritt 25 Franken, Gönner 20 Franken, Jugendliche, Kulturlegi 18 Franken.