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CH Regionalmedien AG I Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I www.affolteranzeiger.ch I Auflage 26 633 I AZ 8910 Affoltern a. A. I Post CH AG

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AUS DEM BEZIRK AFFOLTERN I Nr. 98 I 174. Jahrgang I Dienstag, 15. Dezember 2020

Neuer Pfarrer 1

An der Gemeindeversammlung in Hedingen stellte sich Ueli Flachsmann vor. > Seite 3

«Wie bitte?»

Die Siedlung Hedigerfeld in Affoltern ist beteiligt am Pilotprojekt. > Seite 5

Federica de Cesco

Die Erfolgsautorin las in Affoltern aus ihren neuen Roman «Das Erbe der Vogelmenschen». > Seite 7

Neuer Pfarrer 2

Interview mit Christian Wermbter, der frisch ins Pfarrhaus Rifferswil eingezogen ist. > Seite 8

Holiday Inn Express in Affoltern: Der Hotelier muss gehen Kein vorübergehender Mieterlass – Ende Februar 2021 ist Schluss Martin Studer hat das Hotel Holiday Inn Express in Affoltern während sieben Jahren erfolgreich geführt, erhält nun aber von der Vermieterin Hess Investment die Kündigung per Ende Februar 2020. Trotz grossem Erfolg vor Corona. Streitpunkt ist ein vorübergehender Mieterlass, der für eine Weiterführung notwendig wäre. von Werner Schneiter Eröffnet wurde das Holiday Inn Express auf dem ehemaligen OVA-Areal im Jahr 2013 – und sogleich zeigte sich eine grosse Nachfrage nach einem solchen Hoteltyp im Bezirkshauptort mit jährlichen Steigerungsraten bei der Auslastung. Im vergangenen Jahr lag diese bei 75 Prozent, was dem Niveau in der Stadt Zürich entspricht. Vor allem Gäste aus Asien, Indien und Übersee sorgten für gute Frequenzen; der touristische Anteil beträgt rund 75 Prozent; 25 Prozent entfallen auf Geschäftsreisende. Und die ersten zweieinhalb Monate dieses Jahres deuteten auf ein weiteres Rekordjahr hin. Aber dann folgte der Covid-19Schock, der die gesamte Hotellerie erschütterte: Das Geschäft brach im Frühjahr 2020 völlig ein. Die Zimmerbelegung im Holiday Inn Express Affoltern sank im März von 65 auf 17 Prozent, im April von 77 auf 1,5 Prozent, im Mai von 94 auf 1,8 Prozent und im Juni von 93 auf 8,5 Prozent. Von Juli bis September lag die durchschnittliche Auslastung bei 15 Prozent. «Für die kommenden 30 Tage sind es gerade mal noch 3 Prozent», fügt Martin Studer bei. Er bezog Ende März einen Covid-19-Kredit und konnte zu diesem Zeitpunkt die Liquidität auch mit Kurzarbeit aufrechterhalten – und das bei einem Umsatzrückgang von 90 Prozent, der es verunmöglicht, die ordentliche Miete zu entrichten. Inzwischen hat der Betreiber den Personalbestand von 16 auf 12 zurückgefahren.

Leeres Restaurant, für die kommenden 30 Tage gerade noch drei Prozent Hotel-Auslastung – und nun die Kündigung durch den Vermieter: schwierige Zeiten für Hotelier Martin Studer. (Bild Werner Schneiter) Umsatzmiete oder Halbierung des operativen Gewinns Mit dem Ziel, die drohende Insolvenz abzuwehren, suchte Studer ab März 2020 das Gespräch mit Hess Investment. Verschiedene Varianten für eine vorübergehende Mietzinsreduktion machten die Runde, darunter auch Studers Vorschlag für eine Umsatzmiete oder die Halbierung des operativen Gewinns als Miete. Nach seinen Worten hat die Vermieterin seine Vorschläge in den Wind geschlagen. «Ihr Vorschlag, einen Teil meiner Investition in die Hoteleinrichtung – gesamthaft rund eine Million Franken – mit ausstehenden Mieten zu verrechnen, wäre für mich im Endeffekt noch kostspieliger gewesen – wie alle anderen Gegenvorschläge der Vermieterin», sagt Studer. Er fügt bei, dass die Vermieterin eine Anfang März für drei Monate in Aussicht gestellte Mietreduktion wieder zurückgezogen habe. Danach wäre die Miete ab Juni wieder auf das ursprüngliche Niveau angestiegen. Laut Studer sichert diese Reduktion das Überleben des Hotels nicht, da er davon ausgeht, dass es weitere zwei Jahre gehen wird, bis die Logiernächte

wieder das Niveau von 2019 erreichen werden. Die Vermieterin beharre auf der vollen Miete. «Aus der Kündigung des Mietvertrags per Ende Februar 2021 resultiert nun ein Konkurs. Unnötigerweise werden damit eine Firma und Arbeitsplätze vernichtet, bedauert Martin Studer, der das Hotel im Franchising-System führt und es gerne weiterführen würde. So, wie sein 2-Sterne-IbisHotel in Chur. Dort habe er sich mit dem Vermieter innerhalb von zehn Minuten auf eine vorübergehende 50-ProzentMietreduktion einigen können, fügt er bei.

«Signifikantes Entgegenkommen» Klaus Morlock, CEO der Hess Investment AG, stellt den Sachverhalt anders dar. «Wir haben Herrn Studer in einer mündlichen Vereinbarung im März ein signifikantes Entgegenkommen bei der Miete offeriert, aber er hat sich nicht daran gehalten». Die Hess Investment besitze viele Einheiten, habe aber noch nie erlebt, dass ein Mieter – wie in Affoltern – überhaupt keine Miete zahle, fügt Morlock bei. «Das geht bei allem Verständnis nicht.» Dabei habe Studer einen

beachtlichen Covid-19-Kredit erhalten. In einer Krisensituation müsse halt der Mieter, der in diesem Fall ja Unternehmer sei, auch mal privates Kapital einfliessen lassen, sagt der Hess-CEO. Das Ende des Mietvertrags mit Martin Studer per Ende 2021 soll aber nicht das Ende des Hotelbetriebs bedeuten. «Wir haben schliesslich einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Wir wollen das Holiday Inn Express weiterbetreiben – möglicherweise kommt es aber zu einem Unterbruch», sagt Klaus Morlock, der zwei Betriebsformen nennt: Gründung einer eigenen Betriebsgesellschaft, die von einem Manager geführt wird, oder – wie bisher – eine Mieterschaft. Gespräche mit möglichen Betreibern laufen. Eine Weiterführung wäre auch ganz im Sinn von Clemens Grötsch, dem Stadtpräsidenten von Affoltern: «Ein leer stehendes Gebäude dieser Art in Bahnhofsnähe – das wäre sehr schlecht. Es stellt sich natürlich die Frage, wer in diesen schwierigen Zeiten einen solchen Betrieb übernehmen will. Schade, dass nun Herr Studer gehen muss. Er hat ja mit seinem Betrieb vor Corona Erfolg gehabt.»

Energieeffizient

Mehr Auto-Poser

Schnäppchenjäger Christbäume

Die Beleuchtung der grössten Turnhalle im Bezirk wird für 220 000 Franken auf LED umgerüstet. Das hat die Gemeindeversammlung der Sekundarschule Bonstetten einstimmig beschlossen. Die Investition soll sich nicht nur energetisch, sondern auch ökonomisch auszahlen: Mindestens 9500 Franken könne man im Jahr einsparen, führte Lutz Eichelkraut, Schulpfleger Infrastruktur, aus. Nach 50 000 Betriebsstunden – bei der aktuellen Auslastung rund 20 Jahre – soll die Anlage noch mindestens 80 % des effektiven Lichtstroms leisten. (tst.)

Auto-Poser machen zunehmend auch im Bezirk Affoltern auf sich aufmerksam. «Grundsätzlich ist Tuning ein Hobby wie jedes andere und die meisten Tuner halten sich an die gesetzlichen Vorschriften», sagt Christian Fleischli, Chef des Verkehrszugs Urdorf der Kantonspolizei Zürich, welcher für die Patrouillentätigkeit der Kantonspolizei im Säuliamt zuständig ist. «Auto-Poser überdehnen aber die gesetzlichen Schranken oft nicht nur beim Tuning, sondern auch beim Verhalten auf der Strasse.» (red.)

Der «Black-Friday» lässt jeweils Rekorde purzeln – beim Verkauf in den Läden und dieses Jahr noch mehr bei OnlineBestellungen und Versand. Dass die beworbenen Produkte teils auch Tage später noch zu denselben Konditionen erhältlich sind, verrät oft erst das Kleingedruckte – falls überhaupt. «Wir sehen bei sogenannten Ausverkäufen immer wieder, dass sich die Anbieter nicht an die Regeln halten», schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz auf Anfrage. «Dies ist beim Black Friday nicht anders.» (red.)

Seit 38 Jahren verkauft Bruno Fankhauser Christbäume in Affoltern: «Das mache ich mit Herzblut, das ist meine Leidenschaft». Er schneidet sie bei Vollmond, so kann er vitalere Bäume anbieten, die besser duften. Ebenfalls seit vielen Jahren ist Willy Weiss aus Aeugst im Christbaumverkauf tätig. In seinen Weihnachtsbaumkulturen weiden sogenannte «Christbaumschafe». Die Shropshire-Schafe verbeissen keine Koniferen und ermöglichen eine umweltschonende Unkrautbekämpfung ohne jeglichen Chemieeinsatz. (sts.)

> Bericht auf Seite 3

> Bericht auf Seite 5

> Bericht auf Seite 6

> Bericht auf Seite 9

Frühförderung

Ein neues Sprach-Angebot für 3- bis 7-jährige Kinder in Affoltern. > Seite 9

Siegerprojekte stehen fest 60 bis 70 Genossenschaftswohnungen mit 2½ bis 4½ Zimmern plant die Gewobag auf zwei separaten Parzellen an der Poststrasse in Wettswil. Dazu sind Räume für eine Gemeinschaftspraxis und für die Spitex vorgesehen. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde ein Studienauftrag ausgeschrieben, aus den eingesandten Projektideen hat die Fach- und Sachjury nun je ein Siegerteam pro Parzelle erkoren. Das Siegerprojekt für die Neubauten besteche insbesondere durch seine ortsbauliche Setzung entlang der Poststrasse. Die Genossenschaftssiedlung füge sich selbstverständlich in das bestehende Ortsbild ein, heisst es in der Begründung. Die Ersatzneubauten auf der anderen Parzelle «schaffen den Spagat zwischen eigenständigem, kongruentem Ausdruck und einer Anlehnung an die Bestandsgebäude». Die geplante öffentliche Vorstellung der Siegerprojekte musste abgesagt werden, Interessierte können sich allerdings unter gewobag-wettswil.ch ein Bild machen. (red.)

> Bericht auf Seite 10

Krippenfilm Das Krippenspiel mit Dorfumgang hat sich in Knonau zur beliebten Tradition entwickelt. Dieses Jahr fällt es allerdings Corona zum Opfer, genauso wie die Alternative, ein neues Mitsing-Weihnachtsspiel zur Aufführung auf dem Stampfiplatz. Stattdessen bringt Werner Niederberger das Krippenspiel nun als Film direkt in die Stuben, in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche Knonau und der katholischen Kirchgemeinde St. Burkard Mettmenstetten, den beteiligten Kindern, Musikerinnen, Leiterinnen und Betreuerinnen. (red.)

> Bericht auf Seite 15 ANZEIGEN

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Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.

Traurig und gleichzeitig dankbar für die gemeinsame Zeit und viele schöne Erinnerungen nehmen wir Abschied von unserer lieben Partnerin, Mutter, Moma und Schwester

Monika Klauser-Egli 20. 3. 1952 bis 7. 12. 2020

Tapfer und mutig hast du gelebt – ebenso hast du dich deiner Krankheit gestellt und die Geburt deiner Enkelin Yuna noch miterleben dürfen. Nun hast du deinen Frieden gefunden und deine letzte Reise angetreten. Wir werden dich und dein liebevolles Wesen sehr vermissen. Deine leidenschaftliche Art, für deine Überzeugungen einzustehen, werden wir in Erinnerung an dich in unseren Herzen weitertragen. In Liebe Willi Fürst Rahel, Aline und Stefan Klauser mit Nathalie, Neo und Yuna Walter Klauser mit Erika Josy und Jakob Klauser Urban Egli mit Elfie Mario und Sonja Fürst mit Mirco und Nico Marina und Marc Schummer mit Andre und Dominique Sonja und Roland Wälty mit Sophie und Sylvie

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern immer im Leben bleibe. Johannes 3.16

Tieftraurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserem Mami und Mimami

Johanna Grimmer-Baumann 28. Mai 1943 – 10. Dezember 2020

Hanna ist im Kreis ihrer Liebsten eingeschlafen, nach tapfer ertragenen Komplikationen im Anschluss an eine Operation. Wir danken dir für deine Liebe und Fürsorge, die du uns jeden Tag von Neuem entgegengebracht hast. Deine fröhliche und einfühlsame Art wird uns fehlen. Wir sind dankbar für die vielen schönen und glücklichen Momente, die wir mit dir erleben durften. In unseren Herzen wirst du für immer weiterleben.

Leonhard Grimmer-Baumann Rahel und Lukas Steigmeier-Grimmer mit Flavia und Maurus Michael und Rachael Grimmer-Davison mit Sofia und Chantal Verwandte und Freunde Die Gedenkfeier findet im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen gedenke man zur Erinnerung an Hanna der Stiftung Valendas Impuls, 7122 Valendas, Banca Raiffeisen Surselva, 7130 Ilanz, IBAN CH33 8107 3000 0049 9514 6. Traueradresse: Leonhard Grimmer-Baumann, Arnistrasse 17, 8908 Hedingen

Ihre Asche wird zu einem späteren Zeitpunkt im Waldfriedhof Zürich-Höngg im engsten Familienkreis der Natur übergeben. Herzlichen Dank der Spitex Bachtel, der Palliative Care GZO, Ruth Fürst und allen, die Monika begleitet haben. Anstelle von Blumenspenden unterstütze man Greenpeace, IBAN CH07 0900 0000 8000 6222 8 oder den Verein Therapiehunde Schweiz, Postkonto 40-595358-1. Traueradressen: Willi Fürst, Rebhaldenstr. 23, 8340 Hinwil Aline Klauser, In der Ey 64, 8047 Zürich

Traurig nehmen wir Abschied von unserem Mitglied

Josef Meyer * 15. 4. 1933

† 4. 12. 2020

Wir verlieren einen langjährigen und treuen Turnkameraden. Seine Verdienste für unser Vereinsleben bleiben uns allen in bester Erinnerung. Wir bitten Sie, unserem lieben Kameraden ehrend zu gedenken. Den Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid.

Männerriege Knonau Turnveteranen Knonau Die Gedenkfeier findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Erscheinungsweise während der Weihnachtsfeiertage Der Anzeiger erscheint in der Woche 52 einmalig am Mittwoch, 23. Dezember 2020. Inserateannahmeschluss für die Mittwochausgabe Dienstag, 22. Dezember, 8.00 Uhr Annahmeschluss Todesanzeigen Dienstag, 22. Dezember, 11.00 Uhr Der Schalter und die Büros der Weiss Medien bleiben am Freitag, 25. Dezember 2020 geschlossen.

Obere Bahnhofstrasse 5 • 8910 Affoltern am Albis Telefon 058 200 57 00 • inserat@weissmedien.ch www.affolteranzeiger.ch

Erinnerungen sind wie Sterne in der Nacht. Sie funkeln hell in unseren Herzen.

Kurz nach dem 85. Geburtstag durfte unsere Mutter, Gross- und Urgrossmutter, Schwester, Schwägerin, Gotte und Verwandte sanft entschlafen.

Gertrud (Trudi) Steinmann-Meier

1. Dezember 1935 bis 9. Dezember 2020

In unseren Herzen lebt sie weiter: Ernst und Käthi Steinmann-Aeberhard Roger Steinmann mit Ziva Sibylle und Markus Steinmann mit Lilly und Nino Thomas Steinmann Gertrud und Johnny Wirz-Steinmann Kerstin und Dominique Pause-Wirz mit Malik Verena und George Dahl-Steinmann Michelle und Eric Nies-Dahl mit Elijah und Adelaide Kurt und Laura Steinmann-Garcia Kurt Alberto Steinmann Anna Laura Steinmann Walter und Leni Meier-Kleiner Hans Rudolf und Ruthild Meier-Clemens Verwandte und Freunde Auf Grund der speziellen Situation findet die Urnenbeisetzung nur im engsten Familienkreis statt. Traueradresse: Ernst Steinmann-Aeberhard, Lerchenhof 1, 8911 Rifferswil


Bezirk Affoltern

Der kantonale Richtplan liegt auf Die öffentliche Auflage der Teilrevision 2020 des kantonalen Richtplans läuft ab sofort bis 31. März 2021. Vorhaben mit gewichtigen Auswirkungen auf Raum und Umwelt sind in den kantonalen Richtplan aufzunehmen. Damit auf neue Entwicklungen reagiert werden kann, wird der Richtplan regelmässig überprüft und nachgeführt. Die Teilrevision 2020 soll dem Klimawandel Rechnung tragen, indem Massnahmen zur Verbesserung des Lokalklimas verankert werden. Dies führt zu Anpassungen in verschiedenen Kapiteln. Grundlegend überarbeitet wurde die «Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung». Die Teilrevision 2020 wird den nachund nebengeordneten Planungsträgern zur Anhörung unterbreitet. Gleichzeitig können sich Interessierte bis 31. März 2021 schriftlich dazu äussern. Das Mitwirkungsverfahren wird zum ersten Mal über das neue elektronische Vernehmlassungsportal der Baudirektion durchgeführt. Diese Webapplikation soll den Überblick erleichtern und die Teilnehmenden bei der Eingabe unterstützen. Die Einwendungen werden von den Fachstellen beurteilt und zusammengefasst. Die überarbeitete Richtplanvorlage wird anschliessend zur Beratung und Festsetzung an den Kantonsrat überwiesen. (red.) Infos unter www.zh.ch/richtplan.

WIR GRATULIEREN Zur goldenen Hochzeit Quasi eine Goldmedaille bedeuten 50 Jahre Eheleben! Diese haben sich Blazena und Pavel Kalfus-Kubecova aus Affoltern verdient und dürfen am Donnerstag, 17. Dezember, feiern – herzliche Gratulation auch von unserer Seite!

Herausgeberin: CH Regionalmedien AG Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Obere Bahnhofstrasse 5 8910 Affoltern a. A. Leiterin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 26 633 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@affolteranzeiger.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 55 86 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der CH Media AG auf www.chmedia.ch

Dienstag, 15. Dezember 2020

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Neue LED-Beleuchtung für die Dreifachhalle Schachen Einstimmige Beschlüsse an der Versammlung der Sekundarschulgemeinde Bonstetten Sieben Geschäfte standen auf der Traktandenliste. Trotzdem wurde die Gemeindeversammlung in der Aula «Im Bruggen» nicht zum Verhandlungsmarathon. Diskutiert wurde nur über die Turnhallensituation. von Thomas sTöckli Seit gut elf Jahre ist sie in Betrieb, die Dreifachturnhalle in Bonstetten. Doch bereits entspricht die Beleuchtung nicht mehr dem energetischen Standard. «Durch ein Umrüsten auf LED können wir 9500 Franken im Jahr einsparen. Im Minimum!», betonte Lutz Eichelkraut, Schulpfleger Infrastruktur. Sechs Unternehmen wurden eingeladen, eine Offerte einzureichen. Berücksichtigt wird nun das Angebot der Smartec in Obfelden. Es ist nicht das günstigste, sei aber energieeffizient und durchdacht, so Eichelkraut. Nach 50 000 Betriebsstunden, das entspricht bei der aktuellen Auslastung rund 20 Jahren, leiste die Anlage noch mindestens 80 % des effektiven Lichtstroms, führte Roman Marty auf Anfrage eines Versammlungsteilnehmers aus. Der Geschäftsführer des Energiedienstleisters smart Yes stand der Schulpflege für dieses Geschäft beratend zur Seite. Die Hallensituation wurde auch nach dem formellen Abschluss der Versammlung nochmals Thema. Dies weil die Primarschule Stallikon Platz braucht und nicht mehr nach Wettswil ausweichen kann. Für den Schulunterricht werden im Sportzentrum Schachen allerdings aktuell nur die beiden äusseren Hallen genutzt. Grund dafür ist die Akustik. «Da haben wir ein Problem», gestand Lutz Eichelkraut ein und ver-

sprach, sich für eine Lösung einzusetzen. Auf teure Schallschutz-Nachrüstung will die Schulpflege allerdings verzichten.

Hoffnung auf eine ausgeglichene Rechnung Den Anfang machten die Zahlen. «Schon lange ist es her», so Claudia Chinello, Schulpflegerin Finanzen, zum Jahresabschluss 2019. Mit einem Plus von 201 000 Franken – trotz Steuersenkung um einen Prozentpunkt – fällt er um fast 350 000 Franken besser aus als budgetiert. Hauptgrund dafür: Die drei Unteramt-Gemeinden budgetieren ihre Steuereinnahmen zurückhaltend. Für die Sek, die sich darauf abstützt, kumuliert sich diese Unschärfe. Netto wurden 483 000 Franken investiert, 251 000 Franken allein in die Planung für den Schulhausbau. Der finanzielle Ausblick auf die nächsten Jahren wird getrübt durch die Ungewissheit, wie sich die Corona-Situation auswirkt. Klar ist, dass die Schülerzahlen stark steigen werden und aufgrund der anstehenden Investitionen – gesamthaft 14,6 Mio. Franken – die Verschuldung den Zielwert von maximal 3 Mio. Franken nicht erreichen wird. Trotzdem herrscht Zuversicht, nicht an der Steuerfuss-Schraube drehen zu müssen. Das Budget für 2021 sieht bei einem Aufwand von 10,3 Mio. ein Minus von 392 000 Franken vor. «Wir hoffen auf eine ausgeglichene Rechnung», relativiert Claudia Chinello. Ein Mehraufwand von 456 000 Franken wird bei der Sekundarstufe erwartet. Hauptgrund dafür sind die höheren Schülerzahlen, die vier zusätzliche Lehrpersonen erfordern. Dem stehen Minderkosten von 181 000 Franken bei der Sonderschulung

Die grösste Turnhalle im Bezirk – hier beim Finale der Schweizer Faustball-Elite 2018 – bekommt für 220 000 Franken eine neue LED-Beleuchtung. (Archivbild mm) gegenüber. Die Nettoinvestitionen steigen mit der ersten Tranche für den Schulhaus-Neubau (6,7 Mio. im Planungsjahr) und der neuen LED-Beleuchtung im Schachen auf fast 7 Mio. Franken an. Der Steuerfuss bleibt bei 16 %.

einstimmig angenommen. Mit dem traditionellen Rückblick auf die Ereignisse rund um die Schule seit der letzten Versammlung schloss die Schulpräsidentin die Versammlung ab. Dazu gehört der neue Ansatz, der die Jugendlichen im Kampf gegen den zunehmenden Vandalismus in die Verantwortung nimmt. Der Schaden beträgt jährlich 6000 bis 12 000 Franken. Neu erhält das Schülerparlament 6000 Franken, wovon dann die Schäden des kommenden Jahrs abgezogen werden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien auf dem Schulareal willkommen, sagte Tamara Fakhreddine, betonte aber auch: «Wir tolerieren keine Drogen, keine Gewalt und keine Sachbeschädigung!» Und wie steht es mit dem Zeitplan des Schulhausneubaus? «Wir wollen die vier Monate Corona-Verzögerung nicht auf Biegen und Brechen aufholen», so die Schulpräsidentin. Die Qualität sei wichtiger.

Anreiz-System im Kampf gegen Vandalismus So viel wie nötig und so wenig wie möglich regulieren, das sei das Ziel der neuen Gebührenverordnung gewesen. Ein zentraler Punkt: Verrechnet werden maximal die tatsächlich entstehenden Kosten, wobei die Tarife nicht Bestandteil der Verordnung sind, sondern in einem separaten Reglement von der Schulpflege erlassen werden. Die Zahlen seien bereits auf der Homepage aufgeschaltet, so Schulpräsidentin Tamara Fakhreddine. Die Geschäfte wurden von den 16 anwesenden Stimmberechtigten alle

Corona macht Budgetprognosen schwierig Gemeindeversammlung Hedingen heisst Budget 2021 und Schulkredit gut Das Budget 2021 mit einem Defizit von 772 000 Franken sowie einen Kredit von 165 000 Franken für die Sanierung des Naturkundezimmers im Schulhaus Güpf hatte die Gemeindeversammlung von Hedingen am vergangenen Donnerstag zu behandeln. Beide Geschäfte wurden einstimmig verabschiedet. von sTefan schneiTer «Das Budget 2021 ist ein sehr spezielles Budget», erklärte Finanzvorsteherin Nicole Doppeler an der Gemeindeversammlung am vergangenen Donnerstag in der Schachenhalle in Hedingen. Die negativen Prognosen wegen der Pandemie würden auch in Hedingen voll durchschlagen in Form von massiv tieferen Steuererträgen und steigenden Sozialkosten. So ganz speziell wie von Doppeler angekündigt, sind die Zahlen indes gar nicht. Bei einem Aufwand von 20,773 Mio. Franken und einem Ertrag von 20 Mio. Franken sieht das Budget 2021 einen Aufwandüberschuss respektive Verlust von rund 772 000 Franken vor (Vorjahr 474 000 Franken). Die Kosten für die soziale Sicherheit sowie die geringeren Steuereinnahmen machen zusammen rund 950 000 Franken aus, doch können sie teilweise durch geringere Ausgaben von 612 000 Franken bei der Bildung (Bereich Sonderschule) wettgemacht werden. «Die Kosten haben wir im Griff, es sind die Erträge, die massiv einbrechen», so Doppeler. «Es wäre aber falsch, in Hysterie zu verfallen», man wisse nicht genau, wie es weitergehe.

Doch sei Ruhe und Konstanz zu bewahren. «Hedingen befindet sich in einer guten finanziellen Ausgangslage, sodass wir die kommenden unsicheren Zeiten verkraften können», meinte die Finanzvorsteherin. Der Steuerfuss von 105 Prozent sollte nach dem Willen des Gemeinderats denn auch nicht verändert werden. Wortmeldungen gab es keine zum Budget. Ohne Gegenstimme hiessen die anwesenden 37 Stimmberechtigten das Budget sowie den gleichbleibenden Steuersatz von 105 Prozent gut.

Schulraum wird saniert Im zweiten Geschäft ging es um die Sanierung des Fachraums «Natur und

Auch zu dieser Vorlage gab es vonseiten der Stimmberechtigten keinerlei Einwände. Einstimmig hiessen sie den Kredit gut. Der Umbau des Fachraums wird im kommenden Sommer erfolgen.

Technik» im Schulhaus Güpf. Die Vorgaben an den naturwissenschaftlichen Unterricht in Chemie, Physik und Biologie sind in den letzten Jahren gewachsen. Die Durchführung von Experimenten, das Sezieren und Mikroskopieren sind im heutigen Naturkundezimmer im Güpf nicht mehr in einem den heutigen Anforderungen gerecht werdenden Mass möglich, wie das der Lehrplan 21 verlangt. Es fehlt an Instrumenten und Gerätschaften, die Infrastruktur ist mangelhaft und die fixe Möblierung lässt eine flexible Nutzung kaum zu. Mit 165 000 Franken will der Gemeinderat daher den «Fachraum Natur und Technik» auf Vordermann bringen und eine multifunktionale Nutzung für Chemie, Physik und Biologie ermöglichen.

Corona bremst Nach dem offiziellen Teil der Gemeindeversammlung hatte Gemeindepräsident Ruedi Fornaro kurze Mitteilungen zu machen. Inhaltlich konnte er wenig Neues vermelden. «Corona bremst uns stark», erklärte Fornaro. Sowohl bei der Zentrumsplanung käme es deswegen zu Verzögerungen, wie auch bei der Revision der Richt- und Nutzungsplanung und bei den Hochwasserschutzmassnahmen.

Juhui – ein neuer Pfarrer für Hedingen Vorgängig zur Gemeindeversammlung ging am vergangenen Donnerstagabend die Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche Hedingen über die Bühne. 30 Stimmberechtigte nahmen an ihr teil. Das Budget sieht für 2021 bei einem Aufwand von 913 000 Franken und einem Ertrag von 771 000 Franken einen Aufwandüberschuss von 142 000 Franken vor. Dieser basiert auf einem gleichbleibenden Steuersatz von 12 Prozent. Das Budget passierte problemlos an der KGV. Hedingen wird einen neuen reformierten Pfarrer erhalten. Lange dauerte die Suche nach einer neuen Person. Fast zwei Jahre lang hat die Pfarrwahlkommission gesucht – und ist nun

Pfarrer Ueli Flachsmann. (Bild sts.)

fündig geworden. Wie gross die Erleichterung darüber ist, zeigt sich auf der Website der reformierten Kirche: «Juhui!!!! Wir haben einen Pfarrer für Hedingen gefunden», ist da zu lesen. An der Kirchgemeindeversammlung stellte sich Ueli Flachsmann der Gemeinde vor. Er ist derzeit noch Pfarrer in Hombrechtikon, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern, die noch zuhause wohnen. Wohnhaft ist er in Oberrieden, was er auch bleiben wird. Im Frühling soll er in Hedingen sein 100%-Amt antreten. Die Kirchgemeindeversammlung hiess den Wahlvorschlag gut. Die endgültige Wahl von Ueli Flachsmann wird am 7. März 2021 an der Urne erfolgen. (sts)


Erneuerungswahl des Friedensrichters / der Friedensrichterin für die Amtsdauer 2021 bis 2027 Ansetzung einer zweiten 7-tägigen Frist zum Einreichen von Wahlvorschlägen für die Erneuerungswahl vom Sonntag, 7. März 2021 und Mitteilung über einen eingereichten provisorischen Wahlvorschlag

Sekundarschulgemeinde Bonstetten Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a.A.

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2020

Gestützt auf die Wahlanordnung vom 20. Oktober 2020 ist für die Erneuerungswahl des Friedensrichters bzw. der Friedensrichterin folgender gültiger Wahlvorschlag eingereicht worden: Name /Vorname (Rufname) Meile Alexandra

Geburts- Beruf jahr 1968 Flight Attendant

Adresse

Partei

Bleikistrasse 21

-/-

bisher/ neu bisher

In Anwendung von Art. 6 der Gemeindeordnung (GO) sowie § 53 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) wird eine neue Frist von 7 Tagen, bis spätestens am 22. Dezember 2020 angesetzt, innert welcher der Wahlvorschlag geändert, zurückgezogen oder auch neue Wahlvorschläge bei der Gemeindeverwaltung Bonstetten, Abteilung Präsidiales, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten, eingereicht werden können. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindeverwaltung Bonstetten, Abteilung Präsidiales, Am Rainli 2, 8906 Bonstetten oder über die Gemeindewebseite www.bonstetten.ch erhältlich. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Kanton Zürich hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname, die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei und der Hinweis, ob die Kandidatin oder der Kandidat der Behörde schon bisher angehört hat, angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Gemeinde unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 8 GO i.V.m. § 54 GPR erfüllt sind, wird die oben genannte vorgeschlagene Person vom Gemeinderat für gewählt erklärt. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl am Sonntag, 7. März 2021 mit leeren Wahlzetteln stattfinden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a.A., erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Die Gemeindeversammlung vom 10. Dezember 2020 hat folgende Beschlüsse gefasst: 1.Genehmigung der Jahresrechnung 2019 2.Genehmigung des Budgets 2021 3.Genehmigung des Steuerfusses 2021 von 16% (unverändert) 4.Genehmigung der Gebührenverordnung 5.Genehmigung des Verpflichtungskredits von CHF 220'000.00 für die Ersatzbeschaffung der LED-Beleuchtung im Sportzentrum Schachen Die Broschüre der Jahresrechnung 2019 sowie des Budgets 2021 sind auf der Homepage www.sek-bonstetten. ch in der Rubrik Gemeindeversammlung einsehbar. Rechtsmittelbelbelehrung Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, im Grund 15, 8910 Affoltern a.A. • wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen • und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Bonstetten, 15. Dezember 2020 Sekundarschulpflege Bonstetten

Bonstetten, 15. Dezember 2020 Gemeinderat Bonstetten

Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 10. Dezember 2020 1. Budget 2021, Steuerfuss 2021 – Einstimmig angenommen 2. Schulhaus Güpf, Sanierung Fachraum «Natur und Technik» Objektkredit von CHF 165'000 (inkl. MWST) – Einstimmig angenommen Rechtsmittel Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen. Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen. Hedingen, 15. Dezember 2020 Gemeinderat Hedingen

Mettmenstetten

Beschlüsse der KirchgeAm 8. Dezember 2020 ist in Zürich gestorben: meindeversammlung vom Niedermann, Gertrud 10. Dezember 2020 Die Kirchgemeindeversammlung in Hedingen vom Donnerstag, 10. Dezember 2020, fasste folgende Beschlüsse: Ja zum Voranschlag 2021 und Festsetzung des Steuerfusses auf 12% (unverändert) Ja zur Anpassung von § 6 der Besoldungsverordnung der reformierten Kirchgemeinde Hedingen Ja zur Wahlempfehlung der Kirchenpflege zuhanden der Urnenabstimmung vom 7. März 2021 von Herrn Pfr. U. Flachsmann Beim Präsidenten der Bezirkskirchenpflege Affoltern, Herrn Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, können schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – Innert 5 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung erhoben werden. – Innert 30 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Rekurs mit Begehren um Berichtigung des Protokolls erhoben werden. – Innert 30 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, kann Beschwerde gegen die Beschlüsse der Kirchgemeindeversammlung erhoben werden. Reformierte Kirchenpflege Hedingen

geboren am 27. November 1931, wohnhaft gewesen in Mettmenstetten. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

Affoltern am Albis Am 1. Dezember 2020 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Hans Ueli Rickenmann geboren am 22. Februar 1929, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. 15. Dezember 2020 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Affoltern am Albis Am 20. November 2020 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Friedrich Dällenbach geboren am 29. November 1927, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung hat im engsten Familienkreis stattgefunden. 15. Dezember 2020 Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen In Zürich ist am Donnerstag, 10. Dezember 2020 gestorben:

Grimmer-Baumann Johanna geboren am 28. Mai 1943, von Hedingen/ Knonau, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Arnistrasse 17.

Bauprojekte

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.

Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG). Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Ottenbach Bauherrschaft: Marco und Melanie Kuster und Harrer Kuster, Steinernstrasse 18, 8913 Ottenbach Projekt: Erstellen eines Autounterstandes 3.5×7.00m beim Gebäude Vers-Nr. 371, Steinernstrasse 18, 8913 Ottenbach Katasterinformationen: Grundstück-Nr.: 14, Zone: WG2

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Dezember 2020

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Röhren wie ein brunftiger Hirsch Auch im Bezirk Affoltern werden Auto-Poser vermehrt kontrolliert Viele junge Männer – und zunehmend auch Frauen – schrauben gerne an ihren Autos. Einigen von ihnen, sogenannten Auto-Posern, geht es dabei primär darum, dass das Auto individueller aussieht und lauter ist. Der «Anzeiger» ist Fragen nach Motivationen der Poser und der Rechtslage in der Schweiz nachgegangen. von Salomon Schneider Ein warmer Herbstabend auf dem Parkplatz auf der Buchenegg: Während letzte Wandernde auf ihre Autos zusteuern, werden ihre Gespräche von brüllendem Lärm unterbrochen. Der Lärm stammt von mehr als einem Dutzend Sportwagen, die auf den Parkplatz einbiegen. Sie parkieren und einige Fahrer steigen aus, während andere in den Autos sitzen bleiben, lauten Hip-Hop hören und sich gegenseitig zeigen, wie laut das Auto dröhnen kann, wenn sie Vollgas geben. Das von unsauberer Verbrennung stammende Knallen, wenn sie vom Gas gehen, erntet Beifall unter den Posern. Andere parkieren um, sodass die Autos sich gegenseitig die Motorhaube beleuchten können. Sie öffnen die Hauben und zeigen sich mit den Taschenlampen ihrer Handys Details. Die Gruppe wird von Männern dominiert, die sich für den Anlass die Haare nach hinten gegelt, Hemden und Lackschuhe angezogen haben. Die wenigen Frauen tragen hochhackige Schuhe und Kleidung, die eher für einen Sommerabend geeignet wären. Die meisten öffnen früher oder später einen Energy-Drink. Nach knapp 15 Minuten ist der Spuk vorbei. Sie steigen wieder in ihre Autos – jeder nimmt seinen Abfall mit – und brausen mit lautem Motorengeheul davon, in Richtung Buchenegg Passhöhe und hinunter in Richtung Adliswil.

Der Unterboden eines von der Polizei zur Untersuchung eingezogenen PoserAutos. Die Schweissnähte an der Auspuffanlage sind dicker als nötig und weisen darauf hin, dass der Besitzer Teile ausgetauscht hat. Die Wiederherstellung des Zulassungszustands kann teuer werden. (Bild Salomon Schneider) Tuning ist ein Hobby wie viele andere «Vor allem im Limmattal – aber zunehmend auch im Bezirk Affoltern – haben Auto-Poser in den letzten Jahren zunehmend auf sich aufmerksam gemacht», erläutert Christian Fleischli, Chef des Verkehrszugs Urdorf der Kantonspolizei Zürich, welcher für die Patrouillentätigkeit der Kantonspolizei im Säuliamt zuständig ist und ergänzt: «Grundsätzlich ist Tuning ein Hobby wie jedes andere und die meisten Tuner halten sich an die gesetzlichen Vorschriften. AutoPoser überdehnen aber die gesetzlichen Schranken oft nicht nur beim Tuning, sondern auch beim Verhalten auf der Strasse.» Das Schweizer Strassenverkehrsgesetz verfolgt einen Ansatz, der Autofahrern viel Freiheit lässt. Fahrzeuge, die im Originalzustand eine sichere Teilnahme am Strassenverkehr zulassen, können zugelassen werden. Es dürfen beispielsweise gewisse Sportboliden und

Motorräder extrem laut sein, wenn sie original so laut gebaut wurden. Wer jedoch ein grundsätzlich leises Auto tunt und bewusst lauter macht, bekommt schnell Probleme mit dem Gesetzgeber. Denn alle relevanten Veränderungen an zugelassenen Motorfahrzeugen müssen beim Strassenverkehrsamt zugelassen werden.

Verständnislosigkeit in der Tuning-Community Seit 2016 sind Auspuff klappensysteme verboten, die einzig und allein der Erhöhung der Schallemission dienen. Diese Systeme werden von den Herstellern oft als «Sportmodus» deklariert, bei dessen Aktivierung Klappen im Auspuffsystem öffnen und den Motorenlärm ungedämpft freigeben, um das Fahrzeug beim Gasgeben deutlich «hörbarer» zu machen. Das Verbot gilt jedoch – analog zu den neuen Emissionsgrenzwerten – nur für neue Fahrzeugtypen, nicht aber für solche, die vor Inkrafttreten des

Verbots zugelassen worden sind. In Neuwagen älterer Fahrzeugmodelle dürfen Auspuff klappensysteme noch bis 2022 eingebaut werden. Eine von der EU übernommene Verordnung für die Zulassung von Autos sieht zwar eine Reduktion der maximalen Lärmemissionen vor, sie tritt jedoch erst 2022 in Kraft und für Motorräder gibt es noch keine solche Verordnung. Zudem haben sich gerade Hersteller von Luxussportwagen bereits an die neue Gesetzgebung angepasst und lassen sich per Knopfdruck drosseln, um die Lärmgrenzwerte für die Zulassung einhalten zu können. Christian Fleischli meint: «Beim Thema Auto-Poser ist bei der Polizeiarbeit sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt. Denn viele Tuner verstehen nicht, weshalb sie ihr Auto in den Originalzustand zurückversetzen müssen, wenn es zugelassene Autos gibt, die viel lauter sein dürfen. Zudem müssen wir die Fahrzeuge für die Kontrollen in der Garage auf die Hebebühne nehmen, was einige Zeit dauern kann. Da viele Tuner eine fast intime Beziehung zu ihren Fahrzeugen haben, bereitet ihnen die Vorstellung Mühe, dass jemand anderes sich hineinsetzt, den Schlüssel ins Zündschloss ihres Autos steckt, ihn umdreht und Knöpfe und Pedale drückt.»

Der Auftritt soll dominant wirken Psychologisch lässt sich das Auto mit dem Geweih eines Hirsches vergleichen. Je grösser das Geweih, desto mehr Respekt geniesst der Hirsch. In der Brunftzeit röhren Hirsche, vergleichbar mit dem Durchdrücken des Gaspedals bei den Auto-Posern und locken so andere Hirsche an. Diese duellieren sich anschliessend mit ihren Geweihen – die einzig für die Brunftzeit wachsen und im Winter wieder abfallen. Wer die Rangkämpfe gewinnt und das AlphaMännchen schlägt, ist das neue AlphaMännchen des Rudels und erhält als

einziges das Privileg, sich mit den Hirschkühen fortzupflanzen. Alle anderen Hirsche gehen leer aus. Obwohl das soziale Miteinander der Schweizer Gesellschaft ganz anders funktioniert, besteht auch hier das Hauptziel des Lebens grundsätzlich immer noch in der Fortpflanzung und gerade Superreiche und Sektenführer zeigen immer wieder eindrücklich, wie manche Männer dazu neigen, alle Frauen für sich zu beanspruchen. Teure Kleider und laute Autos sind zwei Methoden, um sich in der Männerwelt Respekt und in der Frauenwelt Bewunderung zu verschaffen. Andere junge Männer machen dies mit Wortgewandtheit, Zurschaustellung des hohen Bildungsstandes, Spiritualität oder der Präsentation anderer intellektueller oder körperlicher Attribute oder Besitztümer.

Alle Menschen verhalten sich manchmal brunftig Auto-Posern – und auch -Poserinnen – schlägt vermehrt ein eisiger Wind entgegen. In den vom Verkehr sowieso schon gebeutelten Zentren wie Affoltern haben viele Anwohnerinnen und Anwohner keine Lust, am Feierabend ihre Gespräche auf dem Balkon von laut röhrenden Autos unterbrochen zu sehen. Vermehrte Anrufe auf die Nummer 117 sind die Folge und damit einhergehend verstärkte Kontrolltätigkeit der Polizei. Da es bei Brunftritualen primär darum geht, aufzufallen, ist es selbstverständlich, dass jene Verhaltensweise oder jenes Besitztum, das eigentlich Respekt und Stärke vermitteln soll, bei manchen Menschen Neid, Widerwillen und Abneigung auslöst. Wer sich seinen eigenen Unzulänglichkeiten im Brunftverhalten jedoch bewusst ist, kann viel einfacher mit einem Lächeln über das Röhren eines brunftigen Auto-Posers hinwegsehen – möge das Verhalten noch so lächerlich erscheinen.

Seh- und Hörbehinderung besser bekannt machen Die Siedlung Hedigerfeld in Affoltern ist beteiligt am Pilotprojekt «Wie bitte?» Das Pilotprojekt «Wie bitte?» trägt mit einfachen Massnahmen dazu bei, dass Personen mit Seh- oder Hörbehinderung länger selbstständig und sozial integriert bleiben können. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Hedigerfeld in Affoltern erhalten im Januar erneut Post des Pilotprojektes «Wie bitte?». Die Wohnbaugenossenschaft Bahoge, zu der das «Hedigerfeld» gehört, ist am Projekt beteiligt, wie drei weitere Wohnbaugenossenschaften in Zürich, Bern und Luzern. Allgemein ist es bekannt: Im Alter sieht oder hört man nicht mehr so gut. Aber auch falsche Vorstellungen zu Sehbeeinträchtigung und Schwerhörigkeit

im Alter sind verbreitet. Da ist zum Beispiel Karl Schuster, 88-jährig und rüstig. Er hört nicht gut, das weiss man, denn immer wieder fragt er «Wie bitte?» und gibt Antworten, die nicht passen. Schuster kann heftig werden, wenn etwa die Kinder im Hof spielen. Oder er ärgert sich über den Pöstler, der die Post nicht anständig verteilen könne. Schuster gilt als konfus, mühsam und griesgrämig, er wird eher gemieden.

Schmerzhafte Töne, visuelle Trugbilder Bei Hörbeeinträchtigung können schrille oder metallische Geräusche (wie Kinderlärm oder das Klicken der Briefkastenklappe) überlaut und fast körperlich schmerzhaft sein. Gewisse Buchstaben oder Wortteile werden dagegen

gar nicht «gehört». Das Gehirn versucht fortwährend, aus den verstandenen Wortfetzen den richtigen Sinn zu erraten. Das führt zu Missverständnissen, ist ermüdend und kann ärgerlich oder traurig machen. Falsche Zuschreibungen entstehen, wie: Die Person sei langsam dement oder mürrisch oder sie höre nur, was sie hören wolle. All dies trifft auch bei Schuster nicht zu. Ida Sommer, 82, lebt alleine. Sie sieht nicht gut, darum erledigt ihr Sohn das Schriftliche für sie. Obwohl sie es selber könnte, wenn sie nur wollte, denkt er. Sie erkennt ja auch einen weissen Faden auf dem Teppich. Und zudem sieht sie immer diese Muster an der Wand, wo keine sind. Die Mutter sei immer weniger klar im Kopf, fürchtet er. Auch viele Fachleute wissen nicht, dass visuelle Trugbilder (Halluzinationen, hier: «Muster an der Wand») oft mit einer Augenerkrankung einhergehen. Damit reagiert das (gesunde!) Gehirn auf eine mangelhafte Sehleistung des Auges. Ida Sommer und ihr Sohn müssen nicht fürchten, sie werde dement. Auch dass sie zwar nicht lesen, aber durchaus kleine Dinge erkennen kann, ist bei gewissen Augenerkrankungen völlig normal – und es kann von Tag zu Tag ändern. Falsche Ansichten über Seh- oder Hörbehinderung tragen dazu bei, dass Betroffene sich zurückziehen und versuchen, ihre Beeinträchtigung zu verstecken.

Pflegeabhängigkeit vermindern «Wie bitte?» (Symbolbild Shutterstock)

«Wie bitte?» macht Seh- und Hörbehinderung bei den betroffenen älteren

Die Frau sieht den Mann, erkennt ihn aber nicht. (Bild KSiA/Dill.) Personen und in ihrem Umfeld besser bekannt. Und ermutigt, sich frühzeitig und aktiv mit Seh- und Hörbehinderung im Alter zu befassen. Dies kann die Selbstständigkeit und die soziale Teilhabe fördern und so eine Pflegeabhängigkeit vermindern oder verzögern. Im Rahmen von «Wie bitte?» hatten die Bewohnenden der beteiligten Siedlungen im Oktober ein Faltblatt zum Thema Sehbehinderung und eines zu Hörbehinderung erhalten. Die zudem geplanten Bewohnerveranstaltungen wurden wegen Corona kurzfristig abgesagt. Als Ersatz führte die Projektkoordinatorin Judith Wildi mit den bereits Angemeldeten am Telefon längere Gespräche. Aus diesen (anonymisierten)

Berichten, mit Fachinformationen und Tipps für Betroffene und ihr Umfeld entsteht nun ein Heft. Dieses Heft wird in der oben erwähnten Post liegen. Das Kompetenzzentrum Seh- und Hörbehinderung im Alter (KSiA) initiierte das Projekt und führt es durch. Finanziert wird «Wie bitte?» von privaten Förderstiftungen, vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (Ebgb), dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) und der Stelle Prävention und Gesundheitsförderung im Alter des Kantons Zürich. Dr. A. Seifert (Fachhochschule Nordwestschweiz) begleitet die Evaluation des Pilotprojektes. Fatima Heussler, KSiA Weitere Infos unter www.ksia.ch.


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Bezirk Affoltern

GESUNDHEITS-KOMPASS

Prof. Dr. med. Sebastian Weckbach, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolgie

Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule Eingriffe im Bereich der Bandscheiben sind der häufigste Grund für eine Operation an der Wirbelsäule, aber ein Bandscheibenvorfall muss nicht immer chirurgisch versorgt werden. Der Behandlungsplan sollte möglichst von Spezialisten verschiedener Fachgebiete gemeinsam erarbeitet werden. Welche Symptome können auftreten? Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls – einer sogenannten Diskushernie – sind radikulär, d.h. von den Nervenwurzeln ausstrahlende Beinschmerzen (Ischias), isolierte Rückenschmerzen (Hexenschuss bzw. Lumbago), Gefühlsstörungen (Hypästhesien) und ein Kraftverlust in den Beinen. Ein grosser Bandscheibenvorfall kann in seltenen Fällen ausserdem zu Sexual-, Blasen- und Mastdarmstörungen führen (Cauda-Equina-Syndrom). Je akuter und grösser die Ausfälle sind, desto dringlicher ist die Operation. Gibt es nicht-operative Therapien? Ein Grossteil aller Bandscheibenvorfälle wird zunächst nicht operativ – also konservativ – therapiert. Die Behandlung beruht dabei auf drei Säulen: Die erste Säule ist die medikamentöse Therapie mittels nichtsteroidalen Antirheumatika, Opiaten, muskelentspannenden Medikamenten, Kortison und gegebenenfalls Antidepressiva. Die zweite Säule bilden Massnahmen wie Physiotherapie, manuelle oder chiropraktische Therapie, Rückenschule und ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz. Die dritte Säule sind die Infiltrationen: Bildgestützt werden ein lokales Betäubungsmittel und gegebenenfalls ein Kortison an den betroffenen Nerv beziehungsweise an den Rückenmarkskanal gespritzt. Hierbei erweisen sich die epidurale Infiltration und die lokale Wurzelblockade als kurzfristig bis zu zwölf Monaten wirksam. Wann sollte man operieren? Eine absolute Operationsindikation besteht bei einer Lähmung von Blaseund Mastdarm oder einer akuten höhergradigen Lähmung im Bein. Schmerzen oder eine leichte muskuläre Schwäche stellen eine relative Operationsindikation dar, wenn die konservativen Therapien erfolglos bleiben. Bei Operationsbedarf stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, die in Abhängigkeit von der Form und der Lage der Diskushernie zur Anwendung gelangen.

Dienstag, 15. Dezember 2020

Kaufen, kaufen, kaufen Auch dieses Jahr lockte der «Black-Friday» zum Einkauf – lohnt sich das für die Kundschaft? Am 27. November köderten Detailhändler die Kundschaft mit sogenannten «Black Friday»Rabatten. Ein Preisvergleich in den darauffolgenden Tagen zeigt: Teilweise gäbe es die Produkte auch Tage später noch zu denselben Konditionen zu kaufen. von livia häberling Der Kollaps kam noch vor dem Mittag. «Aktuell gibt es eine technische Störung auf unserem Online-Shop», vermeldete Interdiscount am Morgen des 27. Novembers auf Anfrage des Newsportals 20 Minuten. Der sogenannte «Black Friday» war zu jenem Zeitpunkt ein paar Stunden alt und die Vermutung liegt nahe, dass die Seite zu jenem Zeitpunkt schlicht überlastet war. Später wird Interdiscount mitteilen, der Ansturm um Mitternacht und in den frühen Morgenstunden sei sehr gross gewesen: «Die Besucherzahlen auf unserem Onlineshop waren zeitweise bis zu einem 10-fachen höher als an einem gewöhnlichen Tag.» 2016 hat Interdiscount zum ersten Mal beim «Black Friday» mitgemacht – also tagesspezifische Rabatte offeriert. Dabei seien die Umsätze von Jahr zu Jahr gestiegen und die Rekorde jedes Jahr von neuem gebrochen worden, schreibt die Handelskette in einer Mitteilung: «Der Black Friday ist inzwischen zum verkaufsstärksten Tag des Jahres geworden.»

Produkte sind Tage später noch zum «Sale-Preis» erhältlich Auch der Interdiscount-Shop in Affoltern ist am frühen Freitagnachmittag gut besucht. An den Wänden hängen Plakate, darauf werden sieben Produkte speziell beworben. Kabellose Kopfhörer sind dabei, eine Festplatte oder ein FairPhone, aber auch ein Laptop, ein Rasierer, ein Sodastream-Wassersprudler und eine Uhr. Die Rabattaktion ist als «Black Friday Sale» überschrieben. Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass all diese Produkte nicht nur am Freitag, 27. November, reduziert sind: Vielmehr dauert die Aktion vom 23. bis 29. November – also eine ganze Woche. Auf die Frage, ob die Preise im Hinblick auf den Weih-

nachtsverkauf ohnehin gesenkt worden wären, schreibt Interdiscount: «Angebote in einem solchen Ausmass gibt es nur an diesen besonderen Aktionstagen.» Weiter heisst es, die Aktionen gälten grundsätzlich während des kommunizierten Zeitraums und seien danach nicht mehr gültig Ein Blick in den Online-Shop am 3. Dezember – vier Tage nach Ablauf der Sonderaktion – zeigt ein anderes Bild. Wieder teurer geworden sind nur drei der sieben Produkte. Die anderen vier – das FairPhone, die Festplatte, der Wassersprudler und die Uhr – sind nach wie vor zum «Black-Friday»-Preis zu haben. Am 9. Dezember – zehn Tage nach Ablauf der Rabatt-Aktion – sind zwei Produkte noch immer zum «Black-Friday»Preis erhältlich. Drei weitere sind bereits wieder vergünstigt. Nur ein Produkt kostet wieder so viel, wie das auf dem Promotionsplakat als Originalpreis angegeben worden war. Ganz aus dem Rahmen fällt die Uhr, die am 9. Dezember ebenfalls noch zum selben Preis zu haben ist wie am Black Friday. Sie ist auf der Werbetafel zwar als «Sale»-Angebot gelistet, allerdings wird weder dort noch im Online-Shop ein Originalpreis angegeben. Das lässt vermuten, dass der Preis für die beworbenen Aktionstage gar nicht reduziert wurde. In den Regalen werden am 27. November weitere Produkte mit Vergünstigungen beworben. Auch diese Werbeschilder sind mit «Black Friday Sale» übertitelt. Wer das Kleingedruckte liest, stellt fest: Die Aktionen gelten bis am 20. Dezember. Zu seiner Preisgestaltung schreibt Interdiscount auf Anfrage: «Die BlackFriday-Angebote wurden eine ganze Woche lang gefeiert.» Danach sei man nahtlos in den «Cyber-Monday» und damit in eine neue besondere Aktionswoche übergegangen. «Attraktive Preisstellungen» könne es auch vor und nach dem Black Friday geben, dafür stehe man als Discounter. «Wir sehen bei sogenannten Ausverkäufen immer wieder, dass sich die Anbieter nicht an die Regeln halten», schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz auf Anfrage. «Dies ist beim Black Friday nicht anders.» Die Kontrolle der gesetzlichen Preisbekanntgabe-Verordnung, die eigentlich regelt, wie und wann Preise als reduziert angegeben werden dürfen, sei sozusagen inexistent.

Auch Fust lockte die Kundschaft mit einem «Black Friday»-Kleber in die Läden. Zum Black Friday gibt es zwar keine expliziten Regelungen, dass die Preise nur an diesem Tag abgeschrieben sein dürften. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssten sich jedoch bewusst sein, dass an diesem Tag viel «Kundenfängerei» im Spiel sei: «Die Anbieter profitieren davon, dass niemand mehr den Überblick hat, wie sich die Preise entwickeln.»

«Psychologisch sehr geschickt» Auch der Online-Shop von Fust war am «Black Friday» zwischenzeitlich nicht erreichbar. Mit der diesjährigen «Black Friday»-Woche seien die bereits sehr guten Ergebnisse vom letzten Jahr noch übertroffen worden, heisst es auf Anfrage. Zur Wochenbilanz in der Filiale Affoltern gibt man sich indes bedeckter: «Zu einzelnen Verkaufsstellen geben wir keine Auskunft.» An den Schaufenstern der Fust-Filiale Affoltern klebt am 27. November «Black Friday»-Werbung. Die Sonderangebote gelten die ganze Woche, ein Prozent-Zeichen symbolisiert Preisnachlässe. Im Laden stechen keine tagesspezifischen Sonderaktionen ins Auge. Zwar

sind viele «Sonderangebote» ausgeschrieben, diese wiederum werden an den Regalen nicht mehr mit «Black Friday» beworben. Auch hier zeigen Preisvergleiche: Diese Produkte sind auch Tage später nicht teurer. Fust schreibt auf Anfrage, beim Hinweis im Schaufenster habe es sich um einen «allgemeinen Werbeaufkleber für die Black Friday Woche» gehandelt. In dieser Woche seien je nach Tag unterschiedliche attraktive Angebote gemacht worden. Nach den Sonderangeboten gefragt, die es bei Fust in Affoltern gegeben habe, heisst es, die Angebote seien immer national und nicht nur auf eine Verkaufsstelle beschränkt. Eine Übersicht über bereits abgelaufene Angebote kommuniziere man nicht. «Es gelingt den Anbietern, eine Stimmung zu verbreiten, dass man etwas verpasst, wenn man an diesem Tag nicht auch auf Schnäppchenjagd geht», so die Stiftung für Konsumentenschutz. Das reize sehr viele Konsumentinnen und Konsumenten, sich zu beteiligen. Die Anbieter würden dabei psychologisch sehr geschickt vorgehen. «Wer dann wirklich davon profitiert, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.»

Welche OP-Techniken kommen in Frage? Die mikroskopisch-mikrochirurgische Behandlung eines Bandscheibenvorfalls (Diskushernie) ohne Instabilität ist eine hoch standardisierte Operation mit guten Ergebnissen und geringen Komplikationsraten. Alternativ kann auch endoskopisch operiert werden. Hierbei handelt es sich um eine der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) vergleichbare Operationstechnik. Liegen dem Bandscheibenvorfall als Ursache eine Instabilität (Wirbelgleiten) in dem zu behandelnden Segment vor, so reicht eine mikrochirurgische oder endoskopische Entfernung der Diskushernie häufig nicht aus. Hier ist eine zusätzliche Stabilisierung notwendig, zum Beispiel mit einem Schrauben-Stab-System. Im Gesundheits-Kompass geben Fachleute des Spitals Affoltern Tipps zu Gesundheitsfragen. Kontakt: Telefon 044 714 26 68 oder gesundheitskompass@spitalaffoltern.ch.

In den Regalen wurde zwar mit «Black Friday»-Sale geworben, tatsächlich dauern die Rabatt-Aktionen dieser Produkte aber noch bis am 20. Dezember.

Vier dieser sieben Geräte waren auch vier Tage nach Ablauf des «Black Friday»Sale noch zum selben Preis zu haben. (Bilder Livia Häberling)


Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Dezember 2020

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Flügel ausbreiten über Kulturen und Zeiten Federica de Cesco las in der Affoltemer Buchhandlung Scheidegger Als meistgelesene zeitgenössische Jugendbuchautorin hat Federica de Cesco Generationen geprägt, so auch die Teilnehmenden an der Lesung in Affoltern, wo sie ihren neuen Erwachsenenroman «Das Erbe der Vogelmenschen» vorstellte. von Denise Bohnert Rund 15 Meter in der Länge und zwei Meter hoch reihen sich Kinder- und Jugendbücher in den Gestellen der Buchhandlung Scheidegger; hier steht auf einem Tischchen ein schöner Blumenstrauss nebst ein paar Büchern von Federica de Cesco. Die über achtzigjährige Autorin liest aus ihrem neuesten Roman für Erwachsene «Das Erbe der Vogelmenschen». Auch ihr literarisches Werk dürfte einige Meter im Regal füllen: Mit fünfzehn verfasste sie ihren Erstling «Der rote Seidenschal», der dann 1957 auf Französisch und ein Jahr später auch auf Deutsch erschien, eine abenteuerliche Geschichte in einem indianischen Umfeld, das wohl jede der anwesenden Personen in ihren Jugendjahren begleitet hat. So auch den Inhaber der Buchhandlung, Urs Wetli, wie er in seiner Begrüssung erwähnt. Die hier Schreibende wurde damals mit diesem Geschenk ihrer Gotte zur begeisterten Leseratte. Seit dem «Seidenschal» hat die Schriftstellerin jedes Jahr ihres Lebens mindestens ein Werk herausgegeben, über 50 für jugendliche Lesende, bisher 17 für Erwachsene, eine Handvoll Sachbücher und eine Autobiografie.

Über achtzig und voller Leben und mit unermüdlicher Schaffenskraft: Federica de Cesco las in Affoltern aus ihrem neuen Roman. (Bild Denise Bohnert) Überlieferung durch die Grossmutter Die feingliedrige Madame de Cesco, mit schlohweissem Haar, macht einen vifen

Eindruck. Auf ihrer schwarzen Schutzmaske trägt sie einen weissen Schnauz – ein humorvolles Detail. «Das Erbe der Vogelmenschen» ist ihr neuester Roman

für Erwachsene, obwohl er von einer Zwanzigjährigen handelt. Wie immer ist da etwas Rätselhaftes, Geheimes und Magisches in der Geschichte von Leo, die ihre schamanischen Wurzeln sucht oder von diesen gefunden wird, nachdem sie durch die Grossmutter von ihrer Abstammung erfahren und ein spezielles Amulett erhalten hat. Diese ausführliche Geschichte der Vogelmenschen bildet die Mitte des Romans, «damit die Lesenden eingeweiht sind», wie die Autorin erklärt und die sie nun den Anwesenden vorliest. Somit wird man quasi in die Situation versetzt, der Grossmutter live zuzuhören. Wir bewegen uns durch alle Zeiten und Hochkulturen der Menschheitsgeschichte, seit ein Meteorit in den Planeten einschlug. Jungsteinzeit, Neandertaler, Sintflut, das alte Ägypten und seine Pharaonen, Sumerer, Perser, verschiedene Königreiche, auch Moses und Jesus wie auch die Freimaurer haben ihren Part. Der Text ist kompakt und umfassend, die Geschichte der Vogelmenschen ist wie eine Reise durch Raum und Zeit. Überall wo sie auftauchten, fand ein Sprung in der Evolution statt, sie bringen den Menschen Kenntnisse über Medizin, Architektur und Kunst, Jagd und Handwerk, Sternenkunde und andere Wissenschaften, auch den Sinn für Empathie – sie sind «Kraftkerne, die Seelenkräfte konzentrieren». Sie agieren als Beschützer und Wächter. Und manche vermischen sich mit Menschen, die nun – so wie die Romanheldin Leo – ihre Fähigkeiten in sich tragen. Man bittet sie um Hilfe und Schutz, darum ihre

Flügel auszubreiten – Vogelmenschen, wohl eine Art Engel im nichtchristlichen Sinne.

Mehr Psychologie für Erwachsene Auf die Frage, worin der Unterschied bestehe zwischen ihren Jugendbüchern und den Erwachsenenromanen, antwortet Federica de Cesco, in den Werken für Erwachsene verwende sie viel mehr Psychologie, um ihre Figuren und deren Handeln zu beschreiben. Sie meint auch, die Jugend von heute habe sich weiterentwickelt, die Mädchen seien «normaler», die Jungs «emanzipierter» geworden, was sie sehr schätze. Man müsste viel knapper und präzise, wenn auch romantisch schreiben, das sei heute für sie schwierig. Dass sie Weltgeschichte liebt, ist offensichtlich und seit einem Erlebnis in Kanada sei der «indianische Funke» gesprungen, obschon sie sich schon immer für verschiedene Kulturen brennend interessierte. Einige Zeit hat sie mit Tuareg gelebt. Und in ihrem aktuellen Roman sind kulturelle Minderheiten im Spiel, für die sie kompromisslos Stellung bezieht und deren Feinde von den Geiern, den Krafttieren der Vogelmenschen, aufs Heftigste angegriffen und besiegt werden. Nach der Fragerunde verabschiedet sich Federica de Cesco, sie hat ihre Moustache-Maske wieder auf, Bücher wurden bereits vorsigniert. Die Begegnung mit dieser Autorin hinterlässt ein Gefühl der grossen Achtung, eine filigrane und gleichzeitig blühende Erscheinung, über achtzig und mit einer unermüdlichen Schaffenskraft.

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Neuer Niederlassungsleiter bei BDO in Affoltern Beat Kuhn übernimmt die Leitung von Thomas Ammann Per 1. Januar 2021 wird bei der BDO Niederlassung in Affoltern ein Führungswechsel vollzogen. Nach über 24 Jahren als Niederlassungsleiter bei BDO gibt Thomas Ammann die Leitung der Geschäftsstelle Affoltern ab und tritt in den verdienten Ruhestand. An seine Stelle tritt Beat Kuhn, der auf über 30 Jahre Erfahrung im Treuhandbereich zurückgreifen kann. Der diplomierte Wirtschaftsprüfer und Revisionsexperte blickt der neuen Aufgabe erwartungsvoll entgegen: «Ich freue mich, die Entwicklung der Niederlassung Affoltern weiter voranzutreiben und unsere Kunden professionell und kompetent in der gewohnt hohen Qualität zu betreuen.» Unterstützung erhält der dreifache Familienvater dabei von einem erfahrenen und eingespielten Team von 10 Mitarbeitenden. Beat Kuhn wird den von seinem Vorgänger eingeschlagenen Kurs weiterführen und Dienstleistungen im Bereich Treuhand und Lohnbuchhaltung weiter ausbauen. Dabei kann er seine langjährige Erfahrung in der Beratung und Prüfung von Familienunternehmen sowie mittleren und grösseren Unternehmen gut einbringen.

Stabsübergabe: Beat Kuhn (links) übernimmt die Leitung von Thomas Ammann Kundenbedürfnisse im Fokus Für ihn steht bei allen Überlegungen immer der Kunde im Zentrum: «Mir ist wichtig, dass der Kunde einen persönlichen Ansprechpartner hat und wir auf seine individuellen Bedürfnisse eingehen können.» In diesem Zusammenhang weist Beat Kuhn auch auf die neuen digitalen Zusammenarbeitsformen hin. Denn die Digitalisierung hat die Art, wie Menschen kommunizieren und zusammenarbeiten, verändert. Gefragt sind effiziente Prozessabläufe und eine zielgerichtete Beratung. Die Nähe zu den Kunden und der persönliche Kontakt bleiben im zunehmend digitalisierten Umfeld jedoch wichtiger Bestandteil in der Kundenbeziehung. Für Beat Kuhn, der die Freizeit gerne mit seinen Hunden verbringt oder

die Natur beim Wandern erkundet, liegt der Fokus deshalb ganz klar darauf, dem Kunden einen spürbaren Mehrwert zu bieten. Über BDO BDO AG ist eine der führenden Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaften der Schweiz. Mit 34 Niederlassungen verfügt BDO über das dichteste Filialnetz der Branche. BDO AG prüft und berät Unternehmen aus Industrie- und Dienstleistungsbereichen; dazu gehören kleine und mittlere Unternehmen, börsenkotierte Firmen, Öffentliche Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen. Für international ausgerichtete Kundinnen und Kunden wird die globale BDO Organisation in über 160 Ländern genutzt.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 15. Dezember 2020

«Lokale Beheimatung und regionale Zusammenarbeit»

Christian Wermbter ist seit dem 1. Dezember Pfarrer in Rifferswil Am 2. Adventssonntag wurde Christian Wermbter im Rahmen des Gottesdienstes in Rifferswil als neuer Pfarrer begrüsst. Im Interview berichtet er, wo er herkommt, warum er sich für Rifferswil entschieden hat und was er in der Freizeit am liebsten tut. «Anzeiger»: Wie haben Sie die erste Woche in Rifferswil erlebt? Christian Wermbter: Am Nikolaustag fand hier im Gottesdienst meine Begrüssung statt. Die Gemeinde war sehr präsent, und ich wurde warm und wohlwollend empfangen. Das hat mich natürlich gefreut. Nach dem Gottesdienst haben die Konfirmanden draussen Marroni gebraten. So war doch eine kleine gemeinsame Verpflegung mit etwas Gemütlichkeit möglich. Die Züglete war ziemlich ansprengend und ist auch nicht so zügig verlaufen, wie geplant. Daher stehen hier überall noch Kisten herum. Es läutet an der Tür. Er geht öffnen. Freundliche Stimmen sind zu vernehmen: «Mir händ da no Guetzli für dä noi Pfarrer.» Er kehrt zurück, schmunzelt und deutet auf die Pralinen, Gritibänzen und Lebkuchen auf dem Tisch: «Meine Gemeindeglieder heissen mich wirklich herzlich willkommen und umsorgen mich.» Warum wurden Sie nicht offiziell ins Amt eingesetzt? Das hat mit dem schweizerischen Kantönligeist zu tun. Obwohl ich seit über 30 Jahren Pfarrer bin, braucht es nun etwas Zeit, bis ich für die Zürcher Landeskirche wahlfähig bin. Im Moment bin ich quasi mein eigener Stellvertreter.

«Hinter dem Zusammenschluss der Kirchgemeinden stehe ich voll und ganz.» Wo waren Sie vorher tätig? Ganz ursprünglich stamme ich aus dem Südwesten von Deutschland, wo ich in einer grossen Gemeinde Pfarrer war. Danach kam ich in die Schweiz, zuerst nach St. Moritz. Dort erlebte ich den Zusammenschluss der reformierten Kirchgemeinden im Oberengadin. Ich machte mit dem Projekt gute Erfahrungen. Meine letzte Station war das Pfarramt in Rheineck am Bodensee.

FORUM

«GrünFahrt» in Bonstetten Trotz kaltem Hudelwetter sind 15 Personen, davon zehn Ortsansässige, der Einladung der Grünen Bezirk Affoltern gefolgt und haben bei der zweiten «GrünFahrt» – diesmal durch Bonstetten – teilgenommen. Mit dabei war auch der Bonstetter Gemeinderat Simon Vergés. Der Kantonsrat und Verkehrsplaner Thomas Schweizer begleitete die Tour mit Hintergrundwissen und Verweisen hier und dort auf Mängel und Ausbaubedarf. Er hielt anerkennend fest, dass Bonstetten schon Einiges richtig gemacht hat, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler, die tagtäglich über die Ebene in die Schule fahren. In vielen Ortschaften im Bezirk gibt es Handlungsbedarf bezüglich Signalisierung, so auch in Bonstetten. Sackgassen, die für Fuss- und Veloverkehr durchgängig sind, sollten auch als solche markiert werden. Die Tempo-30-Tafeln mitten in Bonstetten werden – so hörte man vom Gemeinderat Simon Vergés – an den Dorfrand verschoben. Noch gilt aber nicht auf allen Quartierstrassen Tempo 30. Auch auf Kantons-

strassen sollen an gefährlichen Stellen innerorts demnächst Tempo-30-Strecken möglich werden, weiss Kantonsrat Thomas Schweizer. Die blauen Verkehrsschilder, die das Velo verpflichtend aufs Trottoir zu den Fussgängern zwingt, sind an vielen Orten – zum Beispiel beim Lärchenmärt – der Situation nicht angepasst und gefährlich für alle. Das Velo braucht echte Alternativen zu den stark befahrenen Verkehrsverbindungen. Denn sie sind ungemütlich bis sehr gefährlich. Das gilt auch für die direkte Verbindung (Hauptstrasse) vom Dorf zum Bahnhof. Am sichersten sind Velowege abgetrennt von Fahrstrassen. Warum nicht mit einer Allee? Gute Velowege sind ebenso direkt wie Autostrassen von A nach B, sie sind kein Hindernislauf im Zick-Zack über Strassen, Trottoirs, Unterführungen, Randsteine, Parkplätze. Sie sind durchgehend und vermeiden grosse Höhenunterschiede auf sehr kurzen Strecken. Die Beläge sind eben und mit gutem Wasserabfluss und gepflegt (es muss nicht Asphalt sein). Marina Gantert, Vorstand Grüne, Hedingen

Eigentlich hätte er sein Rennvelo auch gerne mit auf dem Bild gehabt – Pfarrer Christian Wermbter ist sportaffin und ein begeisterter Musiker. (Bild Marianne Voss) Warum sind sie ausgerechnet nach Rifferswil im Säuliamt gekommen? In Rheineck wurden die Strukturen immer schwieriger. Das bewog mich dazu, mich nochmals auf den Weg zu machen und etwas Neues zu beginnen. Die Stelle hier sprach mich sofort an. Das Dorf, das Haus, das Ländliche, das alles gefiel mir. Aber auch hinter dem Zusammenschluss der Kirchgemeinden kann ich voll und ganz stehen. Lokale Beheimatung und regionale Zusammenarbeit, das ist unsere Zukunft. Wer ist mit Ihnen im Pfarrhaus eingezogen? Meine Frau. Sie arbeitet zurzeit noch in St. Gallen als Hausärztin. Meine erwachsene Tochter wird noch folgen. Eigentlich lebt sie in Amsterdam, doch wegen Corona macht sie Homeoffice und ist in der Schweiz. Hund, Katze, Meerschweinchen oder Schildkröten haben wir nicht. Aber ich habe mein Mountainbike, mein Rennvelo, die AlpinSki und die Langlauf-Ski mitgebracht. Wen oder was kennen Sie schon in Rifferswil? Der Dorfmarkt fand zwar nicht statt, aber wir sind von Haus zu Haus spaziert und haben die Menschen getroffen. Den Gemeindepräsidenten konnte ich so schon kennen lernen und auch verschiedene andere Leute im Dorf. Ich habe auch gespürt, dass die Bevölkerung in Rifferswil gut vernetzt

ist und dass hier viele initiative und kreative Menschen leben.

«Sobald ich angekommen bin, werde ich bei den Musikvereinen vorstellig.» Sie haben von Velos gesprochen. Berichten Sie doch noch etwas über Ihre Hobbys. Ich bin ein sportaffiner Pfarrer und werde wohl den Albis unsicher machen auf meinem Rennvelo oder Mountainbike. Vielleicht werde ich aber auch den Zugersee umrunden. Nebst dem Sport ist die Musik mein grosses Hobby. Ich bin mit der Musik gross geworden. Ich singe sehr gerne und spiele Tenor-Horn. Sobald ich etwas angekommen bin, werde ich bei den Musikvereinen in der Region vorstellig werden. Ihr Pensum beträgt 50 Prozent. Verbringen Sie die restliche Zeit mit Musik und Sport? Nein. Ich hoffe, im nahen Kanton Zug ein weiteres Teilpensum in einer Gemeinde übernehmen zu können. Was haben Sie sich schon vorgenommen für Ihre Arbeit als Pfarrer in Rifferswil? Ich habe kein Programm im Kopf. Mein Erfahrungsrucksack ist gross und voll bepackt, aber ich möchte zuerst lose und luege. Interview: Marianne Voss

Kantonsrat Thomas Schweizer (Mitte) vermittelte am Bahnhof Bonstetten Hintergrundwissen aus dem Dschungel der Verkehrsplanung. (Bild Balz Hediger)

Fragen zum Postplatz Hausen Auf funktionierende Haltekanten hoffen, Leserbrief vom 8. Dezember. Nein Beat, du bist nicht der Einzige, der auf eine funktionierende Haltestelle hofft. Viele ältere und nicht mehr so sportliche Benutzer des öffentlichen Verkehrs würden dies auf dem Postplatz Hausen begrüssen. Behindertengerechte Haltekanten haben gesetzliche Vorgaben, die auch zwingend eingehalten werden müssen. Die Lösung des Gemeinderates ist so nicht akzeptabel. Gemäss Information ist ein Planungsfehler der Ursprung dieser Situation. Man wollte zum Beispiel eine Anpassung im Zusammenhang mit der Sanierung der Rifferswilerstrasse vornehmen. Anscheinend war dies aber nicht möglich. Damit die ganze Bevölkerung von Hau-

sen eingehend und klar informiert ist, bitte ich den Gemeinderat, die nachstehenden Fragen zu beantworten: Wurde die Posthaltestelle mit den Anlegekanten von der zuständigen Fachstelle abgenommen und in dieser Art als gut befunden? Liegt ein Abnahmeprotokoll vor? Besteht der Gemeinderat darauf, dass die Angelegenheit erledigt ist oder wäre doch noch eine andere Lösung machbar? Oder würde eine «Behindertengerechte Lösung» im Nachhinein zu grosse Kosten verursachen? Ist der Planungsfehler der Ursprung dieser Situation? Wie ist der Planungsfehler entstanden? Können die Verursacher haftbar gemacht werden? Oder ist eine «Behindertengerechte Lösung» auf dem Postplatz Hausen technisch gar nicht möglich (Gefälle)? Hans Binzegger, Hausen

RUBRIK

Kein Badewetter

Winterdienst masslos übertrieben Für reduzierten Winterdienst, Leserbrief vom 8. Dezember. Diesem Leserbrief schliesse ich mich sehr gerne an. Die Schneeräumungsund Salzfreudigkeit der Mitarbeiter des Affoltemer Werkhofs suchen ihresgleichen. Kaum hat es ein Schäumchen Schnee auf den Trottoirs und Quartierstrassen, werden in den frühen Morgenstunden die Pflüge durch die Quartiere gejagt und mit noch grösserem Eifer tonnenweise Salz ausgekippt. Da liegst du noch schlummernd unter der warmen Decke und hörst, wie die Maschi-

nen hin und her gejagt werden. Kaum kannst du deine Gedanken sammeln, denkst du: «Da muss es ja Massen hingeworfen haben.» Wenn du dann noch schlaftrunken aus dem Fenster schaust und auch nach mehrmaligem Augenreiben feststellst, dass die wieder masslos übertrieben haben, kommen Fragen auf: Hat man den Wahnsinn ökologisch hinterfragt? Was sind die Auswirkungen? Streusalz schadet der Umwelt und den Tieren! Streusalz schadet auch dem Strassenbelag. Es gäbe x-fach ökologischeren Winterdienst. Man könnte, wie es auch Obfelden macht, einen reduzier-

ten Winterdienst einführen. Split oder Sand statt Salz. Und wenn Salz wirklich nötig ist, dann reichen auch kleinere Mengen. Ich glaube, dass der Werkdienst von Affoltern sich dermassen ins Zeug legt, damit der hohe Personalbestand gerechtfertigt werden kann. Man schaue nur im Frühling und Sommer, wo ein Überangebot von Werkarbeitern sich um kleine Schlaglöcher kümmert. Die Stadt Affoltern könnte viel Geld sparen, wenn man den Werkhof einer Prüfung von Aufwand und Ertrag unterziehen würde. Ruedi Gohl, Affoltern a. A.

Entsorgen – aber gewusst wie

Tief verschneites Aeugst vergangene Woche. Den Enten wars offenbar zu kalt zum Baden. Sie zogen es vor, auf dem Brunnenrand zu bleiben. (Bild Stefan Schneiter)

Kürzlich war es wieder einmal angezeigt, Platz für neue Musik zu machen. 50 CDs gab ich zur Aussonderung frei. Im Ökihof in Affoltern gibt es für alte CDs einen speziellen Behälter. Ich ging also dahin, um dann festzustellen, dass nur ein schmaler Schlitz für die CDs vorhanden ist, nicht aber für deren Plastikhüllen. In mühseliger Kleinarbeit klaubte ich die CDs aus ihren Hüllen und warf sie durch den Schlitz. Wohin nun mit den 50 Plas-

tikhüllen? Die freundliche Mitarbeiterin der Schmid AG klärte mich auf, dass die Hüllen ohne CDs nun Sondermüll seien und für zwei Franken von der Firma entsorgt würden. Mit CDs hätte ich sie beim Elektroschrott einwerfen können. Das wäre dann gratis gewesen. Sie bestätigte indes, dass meine Art der Entsorgung deutlich umweltfreundlicher sei. Ökologie und Ökonomie lagen hier also im Widerspruch zueinander. Nun, die zwei

Franken sollten mich nicht reuen, zumal der Entsorgungsvorgang ja nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Die zuvorkommende Mitarbeiterin verzichtete dann grosszügig auf den Obolus, um meinen Einsatz für die Umwelt nicht auch noch zu bestrafen. Eine sehr lobenswerte Haltung. Ich kann aus Überzeugung sagen, dass der Ökihof in Affoltern sehr gut organisiert ist. «Me mues nume wüsse wie.» Hugo Zeltner, Mettmenstetten


Gewerbe

Rentner mieten

Internetportale bringen Pensionierte mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zusammen. > Seite 10

Dienstag, 15. Dezember 2020

Ein Punkt Differenz

Ringer-Trainer Marcel Leutert im Interview nach dem verlorenen Nationalliga-A-Final. > Seite 15

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Stall von Bethlehem

Beim Forsthaus auf der Buchenegg gestalten junge Lehrlinge des Försters Krippenfiguren. > Seite 15

Mit Leidenschaft Christbäume verkaufen Auch dieses Jahr sind Tannen aus dem Säuliamt bei der Kundschaft gefragt Zu richtigen Weihnachten gehört ein Christbaum in die gute Stube. Der Verkauf der Christbäume ist vor einigen Tagen angelaufen. Bruno Fankhauser und Willy Weiss verkaufen Tannen, die sie selber lokal vor Ort züchten.

portbäumen, kein Glyphosat gespritzt», erzählt Willy Weiss. Statt Chemie setzt er für die Pflege seiner Christbaumanlagen «Christbaumschafe» ein. Die Shropshire-Schafe aus der englischen Grafschaft an der Grenze zu Wales eignen sich ideal für die Pflege von Nadelbaumkulturen. Im Gegensatz zu andern Schafrassen verbeissen sie keine Koniferentriebe, da sie sehr feine Lippen haben. Sie halten das Gras zwischen den Tannen kurz, düngen den Boden auf natürliche Weise und tragen zu einer hohen Biodiversität bei, indem Vögel, Eidechsen, Blindschleichen und Kleinlebewesen in den Baumkulturen einen Lebensraum finden.

Von stefan schneiter Seit 38 Jahren verkauft er Christbäume auf dem Kronenplatz in Affoltern. Man glaubt es Bruno Fankhauser daher aufs Wort, wenn er sagt: «Christbäume verkaufen, das mach ich mit Herzblut, das ist meine Leidenschaft.» Und lachend hinzufügt: «Meine Frau hat mir mal gesagt: Du schaust den Bäumen ja besser als deinen Kindern.» Jedes Jahr gibt der Gemeindeangestellte von Affoltern im Dezember drei Wochen seiner Ferien für den Christbaumverkauf her. Und, apropos Kinder: Mit Stolz und Freude erfüllt Bruno Fankhauser, dass zwei seiner Söhne, Moritz und Reto, inzwischen ebenfalls mit vollem Einsatz mittun. «Damit ist nun schon die dritte Generation am Werk», streicht er heraus, denn schon sein Vater hat viele Jahre lang Christbäume verkauft.

Schnitt bei Vollmond Rund 800 Bäume haben er und seine Söhne gefällt, am letzten Wochenende im November. Nicht früher, schon Monate voraus, wie dies bei Importbäumen der Fall ist. Fankhauser schneidet die Tannen vor oder bei Vollmond. «Die Vitalität des Baumes ist besser. Er hat die Kraft in den Nadeln, er duftet besser und nadelt lange Zeit nicht», erzählt Fankhauser. Die Bäume züchtet er sel-

Bruno Fankhauser (links) verkauft einem Kunden eine prächtige Nordmanntanne. (Bild zvg.) ber, einen kleinen Teil kauft er noch im nahen Umkreis von Affoltern dazu. Sieben verschiedene Baumsorten sind in seinem Angebot, von Nordmann-, Weiss-, Rot- und Blautannen bis hin zur Nobilis, Concolor und serbischen Fichte. Weitaus am meisten verkauft er Nordmanntannen, rund 600 Stück, die sind seit Jahren der Renner. Doch es gibt auch Kunden, die halten an ihrer Tradition fest. «Es gibt Leute, die wollen jedes Jahr immer entweder eine Rot- oder eine Weisstanne. Die nehmen auch noch das hinterletzte Krüppeli. Für einige gibts eben keine wüsten Bäume. Das ist auch eine Win-win-Situation für beide Seiten, denn auch ich gebe jedem Baum eine Chance, auch wenn er nicht ideal wächst und vielleicht sogar drei oder gar vier Spitzen hat.» Zahlen zum Schweizer Christbaummarkt gibts keine verlässlichen. WaldSchweiz, der Verband der Waldeigen-

tümer, schätzt, dass jährlich 1,2 bis 1,4 Millionen Weihnachtsbäume verkauft werden. Bei 3,8 Millionen Privathaushalten in der Schweiz lässt sich davon ausgehen, dass in jedem dritten Haushalt hierzulande ein Weihnachtsbaum steht. Etwas mehr als die Hälfte dieser Bäume kommen aus dem Ausland, werden aus Dänemark, Deutschland oder Holland importiert. 40 bis 45 Prozent stammen aus heimischer Produktion.

Christbaumschafe zur Pflege Ganz sicher aus heimischer Produktion, und zwar aus dem Aeugstertal, stammen die Bäume, welche im Landladen in Aeugst verkauft werden. Neben Bruno Fankhauser bietet auch Willy Weiss vom Setzihof Tannenbäume aus eigener Zucht an. «Unsere Christbaumproduktion erfolgt absolut ohne Chemie. Bei unseren Bäumen wird, im Gegensatz zu den Im-

Frisch geschnitten An die 400 Christbäume verkauft Willy Weiss jedes Jahr. Mit dem Schneiden der Bäume beginnt er jeweils erst wenige Tage vor dem Verkaufsstart. «So sind wir flexibel, können fast auf den Baum genau so viele schneiden, wie gefragt sind. Ausserdem können wir gezielt auf Kundenwünsche nach Baumsorte und -grösse reagieren.» Die frisch geschnittenen Bäume können, so versichert Willy Weiss, bis im Februar gehalten werden, ohne dass sie zu nadeln beginnen. Seit rund 20 Jahren ist Willy Weiss im Geschäft mit dem Christbaumverkauf. Eines ist in diesem Jahr jedoch anders als sonst. «Für unsere Kunden ist der Tannenbaum-Markt in unserem Landladen in Aeugst zu einem richtigen vorweihnachtlichen Ritual geworden. Sie sind sich gewohnt, dass es beim Kauf eines Baumes neben einem gemütlichen Schwatz auch noch einen Punsch oder ein Schnäpslein gibt. Das können wir heuer leider nicht anbieten, wegen der

Mit einer Holzstange misst Willy Weiss die Grösse des Baums ab. (Bilder Stefan Schneiter)

Shropshire-Schafe eignen sich ideal zur Pflege von Nadelbaumkulturen, da sie die Triebe nicht verbeissen.

Auf die Sprache, fertig los! «Weil schöne Dinge glücklich machen»

Frühförderung auch in Affoltern

Ambra Bijoux fand im Dorf kern Bonstetten ein neues Zuhause

«Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.» Dieses Zitat von Wilhelm von Humboldt (1767-1835) gilt insbesondere auch für Kinder und ihren Erfolg in der Schule. Über die Sprache können Kinder kommunizieren und interagieren, Freundschaften schliessen und pflegen, dem Unterricht folgen und Neues lernen sowie ihre Gedanken und Gefühle mitteilen. Ab Januar finden nun auch in einzelnen Zürcher Gemeinden wie Affoltern, Thalwil oder Horgen verschiedene Kurse «Sprachliche Frühförderung mit Wunderfitz und Redeblitz» statt. Das Angebot richtet sich an 3- bis 7-jährige Kinder – mit oder ohne Muttersprache Deutsch. Jede Woche bringt die Lehrperson eine neue Kiste mit spannenden Lernmaterialien, Spielen, Geschichten und Versen, welche die Kinder sprachlich fördern, auch als Vorbereitung auf das Lesen und Schreiben. Neu ist das Angebot «Lesen und Schreiben» für Kinder in der 1. Klasse. «Wunderfitz und Redeblitz» ist seit 2005 erfolgreich in acht Kantonen unterwegs und hat für das nachhaltige Konzept 2015 den Pestalozzi-Frühförderpreis erhalten. Das Programm steht

Fast doppelt so gross ist sie, die neue Boutique von Tiziana Di Maio – und mitten in Bonstetten. Neu im Angebot sind Möbel und Wohnaccessoires sowie Facetime-Shopping.

Sprachförderung, die spannend ist und Spass macht. (Bild zvg.) auch auf der Liste der Unesco-Kommission. Denn Sprach- und Lesekompetenz sind die Basis für Erfolg in der Schule! Wunderfitz und Redeblitz GmbH Infos unter www.wunderfitzundredeblitz.ch.

Fast auf den Tag genau elf Jahre hatte Tiziana Di Maio ihre kleine Boutique im Oktogon-Gebäude beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil. Vor einem guten Monat ist sie nun mit «Ambra Bijoux» in ein grösseres Lokal an der Dorfstrasse umgezogen. «Ich bin überglücklich», verrät sie. Denn hier findet sie den zusätzlichen Raum, den sie braucht, um sich den Traum zu verwirklichen, auch Möbel und Wohnaccessoires anbieten zu können. Und das liegt ihr: «Ich habe über 30 Jahre in der Branche gearbeitet.» Die bewährten Modeaccessoires und der Schmuck, in etwas reduziertem Umfang, gehören weiterhin dazu. «Weil schöne Dinge glücklich machen», lautet das Motto bei Ambra Bijoux. «Ich hatte einen guten Umzug und einen super Start», berichtet Tiziana Di Maio. Mit «Rivièra Maison» hat sie eine trendige Möbelmarke gefunden und kombiniert stilvoll Modernes und

Mehr Platz in der neuen Boutique: Tiziana Di Maio von Ambra Bijoux. (Bild tst.) Nostalgisches. «Ich biete auch Wohnberatungen an», sagt sie. Die Kombination von Schmuck und Inneneinrichtung kommt an. Das bestätigt auch eine Kundin, die hier Weihnachtsgeschenke findet – und gleich auch ein paar Visitenkarten mitnimmt. Sie wohne gleich um die Ecke, verrät sie, und freue sich sehr über diesen schönen Laden. Und auch für die Corona-Herausforderungen hat Tiziana Di Maio passende Antworten bereit, vom Gutschein, der sich später einlösen lässt, bis zum «Facetime-Shopping» über WhatsApp,

das bereits rege genutzt wird. So führt sie Kundinnen, die in der aktuellen Situation nicht herauskönnen oder -wollen, ihre Produkte live oder als Aufzeichnung übers Smartphone vor. Die Stücke der Wahl können dann abgeholt werden. In der näheren Umgebung würde sie sie auch vorbeibringen, verspricht Tiziana Di Maio. «In dieser Zeit wird man halt einfallsreich», sagt sie und lacht. (tst.) Ambra Bijoux, Dorfstrasse 39, Bonstetten. Infos unter www.ambra-bijoux.ch. Telefon: 079 297 00 75.


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Vermischtes

Direktorin fürs Nationalmuseum

Rentner kann man mieten

Die Historikerin Denise Tonella wird im Frühling 2021 als neue Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums, dem auch das Sammlungszentrum in Affoltern angehört, die Nachfolge von Andreas Spillmann antreten. Denise Tonella wird die neue Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums. Der Bundesrat hat diesen einstimmigen Entscheid des Museumsrats am Freitag bestätigt. Die 41-Jährige aus Airolo hat sich Denise Tonella wird gegen 44 weitere Direktorin. (Bild zvg.) K a n d i d a t i n n e n und Kandidaten durchgesetzt. In einem umfangreichen Wahlverfahren hat sie sowohl die Findungskommission wie auch den Museumsrat überzeugt. «Kreativität, Organisationstalent, Mehrsprachigkeit und ein hohes Verständnis für die digitale Welt haben den Ausschlag gegeben. Denise Tonella hat erfolgreich grosse Projekte geleitet und kennt sich in der Vermittlung von Inhalten bestens aus. Sie ist die ideale Besetzung, um das Schweizerische Nationalmuseum in die Zukunft zu führen», sagt Tim Guldimann, Präsident des Museumsrats. Denise Tonella arbeitet seit 2010 beim Schweizerischen Nationalmuseum, seit 2014 als Kuratorin und Ausstellungsprojektleiterin. Die Tessinerin hat bereits zahlreiche Grossprojekte erfolgreich betreut und war für die umfangreiche Ausstellung «Europa in der Renaissance» mitverantwortlich, mit der 2016 der Neubau des Zürcher Landesmuseums eröffnet wurde. Denise Tonella wird ihre neue Aufgabe Anfang April vom heutigen Direktor Andreas Spillmann übernehmen, der sich entschieden hat, die Leitung des Nationalmuseums nach 14 Jahren abzugeben. Schweizerisches Nationalmuseum

Dienstag, 15. Dezember 2020

Internetportale bringen Pensionierte mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zusammen Vermittlungsplattformen bieten Menschen im Ruhestand die Möglichkeit, ihr Wissen weiter zu nutzen. Pensionisten wie Pia da Rugna oder Hermann Brütsch nutzen diese Webseiten. Covid-19 hat allerdings einiges ausgebremst.

den Möglichkeiten», erläutert sie ihre Beweggründe. «Ich hatte Glück und fand ohne Hilfe der Plattform einen Job bei einer Firma, die mich ein Jahr lang bis im vergangenen Juli Teilzeit beschäftigte.» Wegen Covid-19 arbeitete sie regelmässig im Homeoffice. «Meine Dienstleistungen reichen von Haustiere hüten über administrative Unterstützung, Demenzkranke beaufsichtigen bis hin zu Begleitservice», antwortet sie auf die Frage, welche Arbeiten sie derzeit über das Onlineportal anbiete. «Während der Pandemie gilt es natürlich abzuklären, was machbar ist und was nicht» Die Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und Auftraggeberinnen beschreibt sie als bereichernd.

Von AngelA BernettA Von den fitten Alten profitieren Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig. Immer mehr arbeiten über das Rentenalter hinaus. Auch wenn in einigen Fällen finanzielle Gründe eine Rolle spielen, haben viele einfach keine Lust, den Ruhestand gesetzt zu verbringen. Sie wollen ihr Wissen weiter nutzen und aktiv am Arbeitsleben teilnehmen. Vermittlungsplattformen im Internet bieten rüstigen Pensionistinnen und Pensionisten die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen zu präsentieren (siehe Box). Rund 2300 Arbeitswillige zählt beispielsweise das Internetportal Rent a Rentner, eines der ersten seiner Art in der Schweiz. Die Organisation vermittelt seit über zehn Jahren ältere Menschen für verschiedene, kleinere Arbeiten rund um Haus und Garten. Auch in Zeiten von Covid-19 präsentiere sich die Nachfrage ungebrochen, ist von den Betreibern zu erfahren. «Für einmal bitten wir Sie: Buchen sie keine Rentnerin und keinen Rentner», schrieben sie deshalb kürzlich in einem ihrer Newsletter. Da ihre Klientel zur Risikogruppe gehöre, habe man auch diese aufgefordert, keine Aufträge mehr entgegenzunehmen, welche sie nicht von zu Hause aus erledigen können.

Für jede und jeden etwas «Die Pandemie hat grundsätzlich keinen Einf luss auf meine Arbeit», sagt Hermann Brütsch aus Affoltern. Seine Sitzungen fänden nicht mehr in seiner Praxis in Mettmenstetten statt, sondern via Zoom-Session. Der 68-jährige Pensionist bietet Coaching, Lebens- und Managementberatungen an. «Vor zwei-

Angestaubtes Rentner-Image Wer Hilfe im Garten braucht, kann über ein Onlineportal einen Pensionisten engagieren. (Bild Angela Bernetta)

Die Angebote sind vielfältig Die Beweggründe, wieso Menschen nach der Pensionierung weiterarbeiten, sind so unterschiedlich wie die Betroffenen. Einige wollen ihr Fachwissen weiter nutzen, andere haben viel freie Zeit, möchten sich besser vernetzen oder sichern sich so einen Zusatzverdienst zur Rente. Verschiedene Onlineportale bieten Dienstleistungen von Pensionierten an. Diese können sich dort gratis oder für ein paar Franken registrieren und ihre

einhalb Jahren bin ich bei den Stadtratswahlen in Affoltern als Überzähliger ausgeschieden», erzählt er rückblickend. «Da ich während meiner Zeit als Gemeinderat meine Praxis vernachlässigt hatte, musste ich wieder Aufbauarbeit leisten.» Im Internet suchte er nach geeigneten Onlineportalen. Dabei stiess er auf das Angebot von Rent a Rentner und nutzte dieses ergänzend zu Zeitungsinseraten. «Die entsprechenden Rubriken schienen mir für mein Ziel-

Arbeitsleistungen präsentieren. Die Angebote sind vielfältig und reichen von Haus- und Gartenarbeiten über Steuererklärungen ausfüllen, den Brief kasten leeren, einkaufen gehen bis hin zu Fahrdiensten. Wer jemanden sucht, wählt den passenden Inserenten, die passende Inserentin in der gewünschten Rubrik, kontaktiert ihn oder sie über die entsprechenden Koordinaten und vereinbart alles weitere im direkten Kontakt. (net)

publikum stimmig.» Allerdings habe er bis heute keine angemessene Anfrage über die Onlineplattform erhalten. «Die meisten meiner Kunden und Kundinnen kommen über Mund-zu-Mund-Propaganda zu mir.» Pia da Rugna aus Stallikon ist über die Presse auf Rent a Rentner gestossen. «Ich war bis zu meiner Pensionierung in einer Liegenschaftsverwaltung tätig», sagt die 69-Jährige. «Da ich weiterarbeiten wollte, suchte ich nach entsprechen-

«Die Betreiber stellen lediglich ein Internetportal zur Verfügung, wo sich Angebot und Nachfrage treffen können», antwortet Hermann Brütsch auf die Frage, wie er die Zusammenarbeit mit der Vermittlungsplattform einschätzt. Seiner Meinung nach fehlt der aktive Kontakt zu den Leistungsanbieterinnen und Leistungsanbietern, was sich durchaus optimieren liesse. «Neue Anfragen beispielsweise könnten die Betreiber mit einer wöchentlichen Mail allen Leistungserbringern und Leistungserbringerinnen zugänglich machen», schlägt er vor. Auch stösst er sich am Rentner-Image, welches das Onlineportal vermittle. «Fast automatisch denkt man da an rüstige ältere Herren, die einem bei ungeliebten Arbeiten in Haus und Garten helfen.» Dass unter den Leistungsanbietern sehr viele Frauen seien, und dass zahlreiche Angebote hoch qualifizierte Leistungen beinhalten, müsste bekannter werden, findet er. «Auch weiss man, dass nicht wenige Auftraggeberinnen und Auftraggeber Rentner und Rentnerinnen deshalb engagieren, weil sie weniger kosten und auf Abruf verfügbar sind.» Mit einem Wink, wie es auch gemacht werden könne, verweist er abschliessend auf die Onlineplattform www.seniorsatwork.ch.

Altersdurchmischtes Wohnen in Wettswil rückt näher

Genossenschaftswohnungen der Gewobag: Zwei Sieger erkoren beim Studienauftrag 60 bis 70 Genossenschaftswohnungen mit 2½ bis 4½ Zimmern plant die Gewobag in Wettswil. Die Siegerprojekte stehen nun fest, auf die geplante öffentliche Vorstellung wird aufgrund der Covid-19-Situation verzichtet. Auf zwei separaten Parzellen an der Poststrasse sollen qualitativ hochwertige, finanziell tragbare Wohnungen für alle Generationen entstehen. Dazu hatte die Bauherrin Gewobag in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wettswil einen Studienauftrag ausgeschrieben. Die sechs eingeladenen Architektenteams haben diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour gelöst und durchweg hochwertige Lösungen präsentiert. Die Fach- und Sachjury hat nach eingehender Analyse und intensiven Diskussionen am 30. November je ein Siegerteam pro Parzelle erkoren.

Sechs Architekturbüros eingeladen Der Bedarf in der Region Wettswil nach Wohnraum für Alters- und Familienwohnungen zu fairen Mieten ist unverändert hoch. Die geplanten Bauprojekte der Zürcher Wohnbaugenossenschaft Gewobag stiessen deshalb bei der Gemeinde Wettswil auf grosses Interesse. Entstehen werden insgesamt 60 bis 70 Genossenschaftswohnungen mit 2½ bis 4½ Zimmern. Dazu sollen eine Gemeinschaftspraxis und Räume für die Spitex realisiert werden. Während auf der Par-

So sollen die Neubauten westlich der Poststrasse aussehen. (Visualisierung zvg.) zelle Nr. 2996 Neubauten geplant werden, handelt es sich bei der Parzelle Nr. 3678 um Ersatzneubauten mit erhöhten Anforderungen. Eine qualitätsvolle Umgebungsgestaltung ist einer der Schwerpunkte aller Gewobag-Siedlungen, und deshalb wurde die Landschaftsarchitektur entsprechend gewichtet. Eingeladen waren sechs renommierte Architekturbüros – das Verfahren unterlag nicht dem öffentlichen Beschaffungswesen. Das Beurteilungsgremium, bestehend aus unabhängigen Architekten und Entscheidungsträgern der Gewobag sowie der Gemeindepräsidentin/Hochbauvorständin und dem Finanzvorstand der Gemeinde Wettswil, war erfreut über die sorgfältige Auseinandersetzung der Projektverfassenden mit der Aufgabenstellung und die insgesamt hohe Qualität der Projektvorschläge. Dank diesem Studienauftrag konnten die Bauherrin und die Gemeinde Wettswil aus sechs eigen-

ständigen, anregenden und teils überraschenden Lösungen auswählen.

Zwei Parzellen, zwei Siegerprojekte Nach zwei Tagen intensiver Beratung beschloss die Jury einstimmig, für die beiden unterschiedlichen Parzellen zwei Siegerprojekte zu erküren und damit zwei Planungsteams mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Beide Projekte bieten gemäss Einschätzung der Jury eine gute Grundlage, um zukunftsfähig an der Kernzone weiterzubauen. Diese Neubauten bilden zudem den Grundstein für die geplante Gründung der neuen Gewobag-Siedlung in Wettswil. Das Siegerprojekt für die Neubauten auf der Parzelle Nr. 2996 stammt von Arbeitsgemeinschaft WSS AG & Met Architektur GmbH, Zürich, mit Manoa Landschaftsarchitekten

Drei Ersatzneubauten zwischen Pünten- und Weiherbrünneliweg. (Modellbild zvg.) GmbH, Meilen. Es besticht insbesondere durch seine ortsbauliche Setzung entlang der Poststrasse. Gekonnt werden mit den versetzten Gebäudevolumen und dem aus dem gewachsenen Terrain entwickelten Z-Typ die bestehenden Freiräume der Kernzone weitergeführt. Es entsteht eine Genossenschaftssiedlung, die sich selbstverständlich in das bestehende Ortsbild einfügt. Für die Ersatzneubauten, Parzelle Nr. 3678, haben Niedermann Sigg Schwendener Architekten (Nusus) AG, Zürich, mit Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH, Zürich, das Rennen gemacht. Beide Neubauten schaffen den Spagat zwischen eigenständigem, kongruentem Ausdruck und einer Anlehnung an die Bestandsgebäude. Der vorgeschlagene dritte Baukörper, südlich der Scheune, wird von der Gewobag und der Gemeinde begrüsst. Die Bauten beinhalten eine

nachvollziehbare, praktikable Nutzungsverteilung und attraktive, dem Ort und der gestellten Aufgabe angemessene Wohnungsgrundrisse.

Vorstellung der Siegerprojekte online Die geplante öffentliche Vorstellung der Siegerprojekte in der Gemeinde Wettswil musste aufgrund der Covid-19-Situation abgesagt werden. Interessierte Personen finden auf der Website gewobagwettswil.ch weitere Informationen zu diesem Studienauftrag und zu den Siegerprojekten. Die siegreichen Architekturbüros werden zeitnah mit der Projektierung beauftragt, damit die Gemeinde Wettswil baldmöglichst über zusätzliche attraktive Genossenschaftswohnungen für alle Generationen verfügt. Gewobag Weitere Infos unter gewobag-wettswil.ch.


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Dienstag, 15. Dezember 2020

15

«In Willisau war einfach der Wurm drin» Interview mit Marcel Leutert, Cheftrainer der Ringerstaffel Freiamt, nach dem verlorenen Nationalliga-A-Final Nach dem Sieg im Hinkampf hat die Ringerstaffel Freiamt das zweite Final-Rencontre gegen Willisau unglücklich verloren – und damit auch den erhofften Schweizer Meistertitel. Marcel Leutert, der Cheftrainer aus Ottenbach, schaut trotzdem optimistisch ins Ringerjahr 2021. Kurz vor diesem heiteren Saisonabschluss konnte die halbe Mannschaft im zweiten Finalkampf keine optimale Leistung abrufen. Wieso das? Marcel Leutert: Wenn ich das wüsste ... Ich habe mir dazu schon sehr viele Gedanken gemacht. Aber ich habe immer noch keine Erklärung. In Willisau war einfach der Wurm drin. Hat die Ringerstaffel Freiamt versäumt, den Nachwuchs besser zu fördern? Im Final standen der 47-jährige Andrej Malzew und der 46-jährige Reto Gisler im Einsatz. Nein, das trifft absolut nicht zu. Wir haben gute junge Ringer im Verein, aber sie verfügen für einen Finalkampf eben noch über zu wenig Erfahrung. Ein Einsatz im Final geht nur über die Leistung. Aber ich werde in Zukunft sicher wieder verstärkt Nachwuchsringer in die Mannschaft einbauen. Was war das Problem? War der Aufbau falsch? Oder stimmte die Form nicht?

Nein, auch das trifft nicht zu. In der Qualifikation mussten wir nicht immer eine Topleistung bringen. Aber wir haben im ersten Halbfinal und trotz Unterbruch auch im ersten Finalkampf gezeigt, dass wir zu 100 Prozent in Form waren.

Jeremy Vollenweider und Yves Müllhaupt einsetzen, was in diesem Jahr nicht möglich war. Welche Ringer haben in dieser Saison besonders überzeugt? Das kann ich so nicht beantworten. Alle haben sich in dieser speziellen Saison sehr gut geschlagen. Ein Kränzchen winde ich Randy Vock. Nach seiner letztjährigen EM-Medaille bis 61 kg hat er für uns mit gutem Erfolg bis 75 kg gerungen.

«Wir ringen gerne vorwärts statt defensiv und werden dafür eben auch mal bestraft.» Was machte es denn aus, dass sich Rekordmeister Willisau wieder durchsetzte? Sie sind auf der Matte extremer eingestellt als wir. Das heisst, sie ringen sehr taktisch, wenns sein muss auch krass defensiv. Am Samstag hat fast jeder Willisauer Ringer seine Aufgabe perfekt umgesetzt. Wir Freiämter ringen hingegen gerne vorwärts und werden dafür eben auch mal bestraft. Wie will Freiamt sich im dritten Finalanlauf den Titel erobern? Das Rezept ist einfach, wir dürfen keinen solchen Abend wie am Samstag mehr einziehen. Wir sind gleich stark, ein Mannschaftspunkt Differenz nach 20 Einzelkämpfen ist nichts. 2021 werden wir nochmals ein Jahr reifer sein. Schon als ich das erste Mal Freiämter Trainer war, musste ich mich zweimal

Weihnachtsstimmung in der Stube

Krippenspiel «Uf em Wäg nach Bethlehem»

«Wir Ringer hatten keinen einzigen Coronafall.»

Marcel Leutert (rechts), hier im Gespräch mit Ringer Christian Zemp, schaut positiv ins Ringerjahr 2021. (Bild Wolfgang Rytz) mit Silber abfinden, bevor es im dritten Anlauf klappte. In den oberen Gewichtsklassen war Freiamt zu schwach. Wird Schwingerass Nick Alpiger, der bei der RS Freiamt trainiert, für nächstes Jahr aufgebaut? Es ist ein Ziel, Nick Alpiger einmal einzusetzen. Er wäre mit seinen

110 kg eine gute Ergänzung, wiegt doch aktuell unser schwerster Ringer, Roman Zurfluh, nur 90 kg. Aber Alpigers Priorität liegt beim Schwingen. Daran rütteln wir nicht. Sind andere Transfers vorgesehen? Wir wollen nächstes Jahr wieder unsere Weinfelder Doppellizenzringer

Von welchen Ringern erwarten Sie eine Steigerung? Einige junge Ringer wie Joel Meier, Colin und Saya Brunner oder Kimi Käppeli sind auf dem Sprung in die erste Mannschaft. Sie befinden sich klar im Aufwärtstrend. Wie lautet Ihre Saisonbilanz? Hat es sich überhaupt gelohnt, im Final ohne Zuschauer zu kämpfen? Ja, absolut. Wir sind froh, dass wir ringen konnten. Wir nutzten die Chance und zeigten, dass es möglich ist. Wir Ringer hatten keinen einzigen Coronafall. Interview Wolfgang Rytz

Der Stall von Bethlehem am Pilgerweg in Stallikon

Ein Projekt der Kirchgemeinde Stallikon-Wettswil Beim Forsthaus auf der Buchenegg gestalten junge Lernende Krippenfiguren für einen Stall von Bethlehem am Pilgerweg oberhalb der Kirche Stallikon. Die Herberge für die Figuren baut Robert Linsi aus Stallikon.

Engagierte Kinder bei der Probe. (Bild zvg.)

Das diesjährige Krippenspiel Knonau ist ab heute Dienstag als Film auf der Webseite der reformierten Kirche Knonau und der katholischen Kirchgemeinde St. Burkard Mettmenstetten aufgeschaltet. Das traditionelle Knonauer Krippenspiel mit Dorfumgang war wegen Corona nicht durchführbar. So schrieben Marta von Riedmatten und Claudia Gähwiler ein neues Mitsingweihnachtsspiel zur Aufführung auf dem Stampfiplatz Knonau. Die Corona-Massnahmen verhinderten auch diesen Plan. Stattdessen konnte das neue Weihnachtsspiel «Uf em Wäg nach Bethlehem» vor Eintritt der verschärften Massnahmen aufgezeichnet werden. Dieses Video von Werner Niederberger wird ab heute Dienstag, 15. Dezember, auf der Homepage der reformierten Kirche Knonau und der katholischen Kirchgemeinde St. Burkard Mettmenstetten aufgeschaltet sein.

Licht in düsterer Zeit Das Krippenspiel erzählt die Geschichte einer Schafherde, die sich auf den Weg nach Bethlehem aufmacht, nachdem ein Engel ihnen eine Botschaft gebracht hat und der Stern von Bethlehem aufgegangen ist. Das grosse Engagement aller beteiligten Kinder, Musikerinnen, Leiterinnen und Betreuerinnen haben dieses tolle Krippenspiel trotz allem möglich gemacht. Das Spiel lädt ein zum Mitsingen, es streut ein Licht in die düstere Corona-Zeit und lässt den Geist von Weihnachten aufflammen. Es gibt nichts Schöneres, als in der Adventszeit oder am Heiligen Abend diesen Film anzusehen und Weihnachten zu geniessen! Die Handlung, die Musik, der Gesang und die Bilder werden überraschen!

Die Motorsäge von Forstarbeitern gilt gemeinhin nicht als das allerkreativste Werkzeug. Und zuerst winkte der Förster Corsin Riatsch von der Staatsförsterei ab, als er von Pfarrer Kuttler gefragt wurde, ob er mit seinen Leuten Krippenfiguren für einen Stall am Pilgerweg oberhalb der Kirche Stallikon bauen wolle. Aber nach einigem Zögern klappte es dann. Es gäbe da einige sehr talentierte Lernende, die schon Sterne und ähnliche Dinge gesägt hätten, sagte der Förster. Aber aus einem Baumstamm Menschen zu sägen, das hätten sie halt noch nie gemacht, geschweige denn

Joseph und Maria oder gar das Jesuskind. Und dann machten sich die Lehrlinge Adi und Luca zusammen mit anderen Anfang Dezember an die Arbeit. Bald schon war beim Forsthaus auf der Buchenegg ein erstes Ergebnis zu sehen, aber es folgten dann noch einige Feinschliffe. Gleichzeitig als Herausforderung und als besondere Ehre empfanden die jungen Künstler die Gestaltung des Jesuskindes in der Krippe. Einzig von ihm haben sie ein vorläufiges Versuchsmodell erstellt, um daran dann Mass zu nehmen.

Familien-Gottesdienste am 24. Dezember

Bruno Grob Video ab heute Dienstag bis am 7. Januar unter www.kircheknonau.ch oder www.kath-hausen-mettmenstetten.ch. Liedertexte dazu unter www.notentanz.ch.

Der Lernende Adi hat den Joseph gefertigt. (Bilder Otto Kuttler)

Luca mit dem Jesuskind.

Parallel dazu begann Robert Linsi am anderen Ende des Dorfes, in Sellenbüren, mit dem Bau des Stalles. Dieser wurde bewusst mit alten Brettern und Balken gebaut, um die Schlichtheit des Stalls von Bethlehem noch besser zum Ausdruck zu bringen. Die einzelnen Teile hat Robert Linsi in seiner Werkstatt wie die Elemente eines Fertighauses vor-

bereitet. Und zwischen dem 16. und dem 18. Dezember werden sie im Pilgerweg zusammengebaut. Dann werden auch die Krippenfiguren, die zusammen rund 350 kg schwer sind, gebracht und alles zu einem Ganzen zusammengefügt. Das Stroh für die Krippe und den Stall bringt wie jedes Jahr der Bauer aus dem Dorf, Robert Sidler. Stall und Krippe werden dann bis zum 6. Januar stehenbleiben und an manchen Abenden auch beleuchtet sein. Am 24. Dezember findet bei der Krippe zweimal hintereinander der gleiche Familien-Gottesdienst statt, um 16.00 Uhr und um 17.30 Uhr. Da die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt ist, ist eine Anmeldung im Sekretariat der reformierten Kirche Stallikon-Wettswil oder auf der Homepage der Kirchgemeinde erforderlich. Wenn die Technik mitspielt, wird man den Gottesdienst ab dem 2. Weihnachtstag auch auf YouTube sehen können. Und ein bisschen Schnee wäre auch noch ganz schön. Otto Kuttler, Pfarrer Stallikon


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