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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 90 I 166. Jahrgang I Dienstag, 13. November 2012

Leitungswechsel

«Energiestadt»

Sozialdienst des Bezirks: Ivo Lötscher löst Liliane Blurtschi ab. > Seite 3

Erwerb des Labels – das ist das Ziel des Gemeinderates Hausen. > Seite 5

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11.11., 11.11 Uhr Nasser Auftakt in die fünfte Jahreszeit in Affoltern – Konzert der Säuligugger > Seite 5

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Zwei Kandidierende Vakanz im Ottenbacher Gemeinderat: Gaby Noser Fanger und Peter Weis > Seite 7

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Gastspiel Mettmenstetter Exponenten gewährten im «LaMarotte» Einblick ins attraktive Dorfleben. > Seite 9

Mehr Arbeitslose auch im Säuliamt Auch im Bezirk Affoltern steigt die Arbeitslosigkeit an: 626 Personen waren Ende Oktober ohne Stelle – 19 mehr als im Vormonat.

Aufwärmen in 35 Grad warmem Wasser im Holzzuber.

Brrr... Nach der Schwimmrunde in den Bademantel. (Bilder Werner Schneiter)

Vom Nass ins Nass 9. Martini-Schwimmen im Hedingerweiher bei Regen Es war auch schon kälter beim traditionellen Martini-Schwimmen im Hedingerweiher. Bei der 9. Auflage vom Sonntag gingen die Teilnehmenden aber buchstäblich vom Nass ins Nass. Nachdem die Boje im 8 Grad «warmen» Wasser schwimmend umkurvt war, bewirkte der Regen hernach eine sofortige Rückkehr ins Zelt oder zu ei-

nem der beiden Holzzuber, in denen sich die Asketen im 35 Grad warmen Wasser aufwärmen konnten. Urs Nigg, Atelier für Gartengestaltung in Bonstetten, stellte die 1400 bzw. 2000 Liter fassenden Zuber kostenlos zur Verfügung. Im vergangenen Jahr nahmen 69 Frauen, Männer, Jugendliche und Kin-

Abstimmung über Verpflegungszentrum

Initiative «Aespli autofrei» bleibt ungültig

Am 25. November stimmen die Gemeinden des Bezirks über einen Investitionskredit von 18,28 Mio. Franken ab. Gemäss den neuen Statuten des Spitalzweckverbandes kann die Delegiertenversammlung nur noch Kredite bis zu vier Millionen Franken genehmigen. Grössere Investitionen müssen zwingend den Stimmberechtigten der 14 Verbandsgemeinden an der Urne zur Genehmigung unterbreitet werden. Erstmals ist dies nun am 25. November der Fall: abgestimmt wird über den Investitionskredit von 18,28 Millionen für den Neubau des Verpflegungs- und Energiezentrums des Spitals. Weitere Abstimmungen zum Spital Affoltern stehen im kommenden Jahr an: Die bisherige Organisationsform des Zweckverbandes genügt den Anforderungen, welche die neue Spitalfinanzierung von Bund und Kanton stellt, nicht mehr. Das Spital Affoltern orientiert in einem Newsletter laufend über den Reorganisationsprozess und seine Hintergründe. (bs.) ................................................... > Bericht auf Seite 7

der teil, dieses Jahr wohl etwas weniger. «Beim letzten Mal war ich mit 80 Jahren erstmals dabei», sagte Edgar Steigmeier, ehemaliger Hedinger Gemeinderat. Er wird wieder kommen... Und wohl auch Erika Meier und Werner Vogel, die sich bis eine Woche vor dem Eintauchen in den Hedingerweiher im Türlersee aufs Martini-Schwim-

men vorbereitet haben. Veranstalter des Martini-Schwimmens ist seit einigen Jahren der Gemeindeverein. Als Vorbild diente seinerzeit das Samichlaus-Schwimmen in der Limmat. «So spät ist das hier aber nicht möglich, das Wasser wäre zu kalt», hält Daniel Näf, Vizepräsident des Gemeindevereins fest. (-ter.)

Im Oktober setzte sich der Trend zunehmender Arbeitslosigkeit fort. «Die Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds zeigt sich auch daran, dass die Personen, die von einer geplanten Entlassung grösseren Ausmasses betroffen sind, deutlich zugenommen haben», schreibt das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) im jüngsten Bulletin. Im Kanton Zürich stieg die Arbeitslosenquote innert Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 3 Prozent an. Der Bezirk Affoltern steht vergleichsweise gut da: Die Quote stieg von 2,1 auf 2,2 Prozent. Nur im Bezirk Andelfingen (1,5 Prozent) liegt sie tiefer als im Säuliamt. Am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen ist nach wie vor der Bezirk Dietikon (4 Prozent), gefolgt von der Stadt Zürich (3,4 Prozent) und dem Bezirk Uster (3,4 Prozent). Gesamthaft waren Ende Oktober im Kanton Zürich 23 618 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet – 649 mehr als im Vormonat. (-ter.)

anzeigen

Der Bezirksrat Affoltern wies Rekurs vollumfänglich ab Im Juli 2012 hatte der Gemeinderat Affoltern die Initiativen «Aespli autofrei» und «Echo am Schwandenhölzli» als ungültig erklärt. Dagegen erhoben die Initianten der Initiative «Aespli autofrei» fristgerecht Rekurs beim Bezirksrat. Dieser hat nun den Rekurs vollumfänglich abgewiesen. Die Gemeindeversammlung von Affoltern hatte im Januar 2012 beschlossen, eine zusätzliche Strasse in den kommunalen Verkehrsrichtplan aufzunehmen. Nachdem dagegen niemand ein Rechtsmittel ergriff, erwuchs der Beschluss in Rechtskraft. Im März reichten verschiedene Stimmberechtigte mehrere Initiativen ein. Diese hatten zum Ziel, den Versammlungsbeschluss rückgängig zu machen.

Der Gemeinderat erachtete in einem ersten Entscheid die Initiativen noch für zulässig. Erst bei einer vertieften Klärung des Sachverhaltes aus gemeinderechtlicher Sicht zeigte sich die Ungültigkeit der Initiativen. Die Initianten forderten nämlich die Aufhebung eines Gemeindeversammlungsbeschlusses. Dies fällt nach Ansicht des Gemeinderates jedoch nicht in die Zuständigkeit der Gemeindeversammlung, was aber Voraussetzung für die Gültigkeit einer Initiative ist. Für die Aufhebung von Beschlüssen sind die Rechtsmittelinstanzen, wie beispielsweise der Bezirksrat oder die Gerichte, zuständig. Der Bezirksrat folgt nun der Argumentation des Gemeinderates Affoltern. In seinem noch nicht rechtskräftigen Entscheid hält er fest, dass die Stimmberechtigten nicht «allzuständig» sind. Die Kompetenzen innerhalb und ausserhalb der Gemeindeorgani-

sation seien immer zu berücksichtigen. Die Aufhebung des Versammlungsbeschlusses liege klar nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeindeversammlung. Deshalb wurde die Initiative vom Gemeinderat zu Recht als ungültig erklärt.

Missbräuchliches Begehren Im Weitern kommt der Bezirksrat zum Schluss, dass sogar eine Initiative, welche den Gemeindeversammlungsbeschluss hätte wiedererwägungsweise neu beurteilen wollen, ungültig wäre. Ein solches Begehren müsste als missbräuchlich betrachtet werden, weil seit der Beschlussfassung keine Veränderungen der tatsächlichen Verhältnisse zu erkennen seien und zwischen Entscheid und Begehren nur eine kurze Zeitdauer liegt. (tro)

200 46 9 771661 391004


Affoltern am Albis

Altpapiersammlung in Hedingen Bitte beachten Sie, dass die AltpapierSammlung im November 2012 neu am Samstag, 24. November 2012, stattfindet und nicht wie im Abfallkalender 2012 abgedruckt am Samstag, 17. November 2012.

Am 9. November 2012 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Towaida Jung geb. 12. Januar 1932, Witwe des Norbert Jung, von Affoltern am Albis ZH, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Seewadelstr. 10.

Die Terminverschiebung kann auch dem Flyer entnommen werden, welcher den Haushalten zugesandt wurde.

Urnenbeisetzung am Mittwoch, 21. November 2012, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH, anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH.

Gemeinde Hedingen, Bereich Umwelt

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Ottenbach Einladung an die Stimmberechtigten der Gemeinde Hedingen zur

Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 13. Dezember 2012, 19.45 Uhr, im Schachensaal Geschäfte A. Reformierte Kirchgemeinde (Beginn 19.45 Uhr) 1) Voranschlag und Steuerfuss 2013. Festsetzung B. Politische Gemeinde (Beginn 20.15 Uhr) 1) Sanierung Landwirtschaftliche Strassen. Bauabrechnung 2) Ersatzbau Trottenscheune. Vorberatung zuhanden der Urnenabstimmung 3) Renovation Liegenschaft Schachenstrasse 7. Vorberatung zuhanden der Urnenabstimmung 4) Kanalisation Mühlerain. Bewilligung Zusatzkredit 5) Spitex-Verein. Neuer jährlich wiederkehrender Kredit 6) Voranschlag und Steuerfuss 2013. Festsetzung C. Apéro Hinweise Die Akten und das Stimmregister können im Gemeindehaus Hedingen, Zürcherstrasse 27, während den üblichen Öffnungszeiten oder im Internet unter www.hedingen.ch/Gemeindeversammlung eingesehen werden. Die Broschüren mit dem beleuchtenden Bericht wurden den Stimmberechtigten bereits zugestellt. Bezüglich Stimmberechtigung wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte vom 1. September 2003 verwiesen.

Am 9. November 2012 ist in Ottenbach ZH gestorben:

Hug, Werner Otto geb. 24. Juli 1921, von Ottenbach ZH, Ehemann der Hug geb. Müller, Maria, wohnhaft gewesen in Ottenbach ZH an der Steinernstrasse 16. Urnenbeisetzung am Freitag, 16. November 2012, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof in Ottenbach ZH mit anschliessender Abdankung in der Kirche. Der Friedhofvorsteher

Wettswil am Albis Am 10. November 2012 ist in Zürich gestorben:

Bischofberger geb. Zimmermann, Irene Theresia geboren 4. Oktober 1942, Bürgerin von Oberegg AI, geschieden, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Schachenstrasse 8. Der Abdankungsgottesdienst findet am Dienstag, 20. November 2012, 9.45 Uhr, in der katholischen Kirche in Wohlenschwil AG statt. Anschliessend Urnenbeisetzung um ca. 10.45 Uhr auf dem Friedhof Wohlenschwil AG. Der Friedhofvorsteher

Gemeinde Bonstetten Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Ottenbach werden auf Mittwoch, 12. Dezember 2012, 20.00 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Gemeinde Bonstetten werden auf Dienstag, 11. Dezember 2012, 20.00 Uhr, in den Gemeindesaal zu einer ordentlichen Gemeindeversammlung eingeladen.

zur Gemeindeversammlung eingeladen zur Behandlung folgender Geschäfte:

Geschäfte

A. Politische Gemeinde

Vorstellung des Finanzplanes der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde.

1. Antrag des Gemeinderats betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2013 (38 %) des Politischen Gemeindegutes. B. Primarschulgemeinde 1. Antrag der Primarschulpflege betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2013 (45 %) des Primarschulgutes. 2. Antrag der Primarschulpflege betreffend Bewilligung eines Kredites von Fr. 124 000.– für die Sanierung des Zwischentraktes Schulhaus Oberdorf-Gemeindesaal. C. Reformierte Kirchgemeinde 1. Antrag der ref. Kirchenpflege betreffend Genehmigung des Voranschlages inkl. Steueransatz 2013 (14 %) des reformierten Kirchengutes. 2. Antrag der Kirchenpflege betreffend Genehmigung der Verordnung über die Entschädigungen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde. Die Anträge und Akten liegen ab 26. November 2012 in der Gemeindekanzlei zur Einsicht auf. Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft mindestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen. Bezüglich des Stimmrechts wird auf die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte GPR vom 1. September 2003 verwiesen. 8913 Ottenbach, 9. November 2012 Im Auftrag der einladenden Behörden Namens des Gemeinderates Der Präsident: Kurt Weber Der Schreiber: Gregor Jurt

A. Einleitung

B. Politische Gemeinde 1. Antrag an die Gemeindeversammlung betreffend Genehmigung der Bauabrechnung über den Umbau der Vacuflow-Anlage Zone A im Betrag von Fr. 335 369.55 exkl. MwSt. (Kredit gemäss Gemeindeversammlung vom 2. September 2003 Fr. 330 000.– + Teuerung Hauptpositionen Fr. 15 991.60 somit Fr. 345 991.60) wird genehmigt. 2. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung, das Budget 2013 der Politischen Gemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 17 298 800.– Ertrag Fr. 17 206 700.– Aufwandüberschuss Fr. 92 100.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 4 788 400.– Einnahmen Fr. 842 000.– Nettoinvestition Fr. 3 946 400.– • einfacher (100-prozentiger) Gemeindesteuerertrag: Fr. 11 800 000.– • Eigenkapitalentnahme: Fr. 92 100.– • den Steuerfuss der Politischen Gemeinde auf 38 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen. C. Primarschulgemeinde 1. Die Primarschulpflege beantragt der Gemeindeversammlung, das Budget 2013 der Primarschulgemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 9 884 300.– Ertrag Fr. 10 296 900.– Ertragsüberschuss Fr. 412 600.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 1 605 800.– Einnahmen Fr. 10 000.– Nettoinvestition Fr. 1 595 800.– • einfacher (100-prozentiger) Gemeindesteuerertrag: Fr. 11 800 000.– • Eigenkapitaleinlage: Fr. 412 600.– • den Steuerfuss der Primarschulgemeinde auf 55 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen. C. Ref. Kirchgemeinde 1. Die Kirchenpflege beantragt der Gemeindeversammlung, das Budget 2013 der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten wie folgt festzulegen: • Laufende Rechnung: Aufwand Fr. 837 450.– Ertrag Fr. 787 300.– Aufwandüberschuss Fr. 50 150.– • Investitionsrechnung: Ausgaben Fr. 0.– Einnahmen Fr. 0.– Nettoinvestition Fr. 0.– • einfacher (100-prozentiger) Gemeindesteuerertrag: Fr. 4 480 000.– • Eigenkapitalentnahme: Fr. 50 150.– • den Steuerfuss der reformierten Kirchgemeinde auf 13 % des einfachen Gemeindesteuerertrages festzusetzen. Das bereinigte Stimmregister sowie die Rechnungen, Anträge und Akten liegen ab 27. November 2012 in der Gemeinderatskanzlei zur Einsicht auf. Zusätzlich können in der Woche 48 die Unterlagen auf der Homepage der Gemeinde Bonstetten eingesehen und heruntergeladen werden (www.bonstetten.ch ➔ Bereich Politik/Gemeindeversammlungen).

Anfragen gemäss § 51 Gemeindegesetz sind schriftlich und spätestens zehn Arbeitstage vor den Gemeindeversammlungen der jeweiligen Gemeindevorsteherschaft einzureichen.

Stimmbürger und Stimmbürgerinnen, welche die Gemeindeversammlungsbroschüre in Papierform wünschen, können diese auf der Gemeindeverwaltung bestellen.

Hedingen, 13. November 2012

Nicht stimmberechtigte Personen sind zum Besuch der Gemeindeversammlung freundlich eingeladen; es werden für sie besondere Plätze bereitgehalten.

Reformierte Kirchenpflege Hedingen Gemeinderat Hedingen

Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Vorsteherschaft spätestens zehn Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung einzureichen.

Bonstetten, 13. November 2012 Im Auftrag der einladenden Behörden

Bestattungen Aeugst am Albis Abdankung am Freitag, 16. November 2012, 14.00 Uhr, in der Kirche Aeugst am Albis von

Hodel geb. Rüegg, Margaretha Marie geboren am 30. März 1921, wohnhaft gewesen in 8914 Aeugstertal, Hüttliacherweg 9, verstorben am 4. November 2012. Es findet keine Urnenbestattung statt. Der Friedhofvorsteher

Gemeinderat Bonstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. November 2012

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Geschäftsleitungswechsel im Sozialdienst: Ivo Lötscher für Liliane Blurtschi Das Budget 2013 mit erheblichem Mehraufwand – Delegiertenversammlung in Affoltern Die Delegiertenversammlung des Sozialdienstes Bezirk Affoltern am vergangenen Donnerstag genehmigte das Budget 2013, das wegen der Integration der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) beträchtlichen Mehraufwand aufweist. Zudem gibt es Wechsel im Vorstand und in der Geschäftsleitung. ................................................... von urs e. kneubühl Es ist bekannt: Die Vormundschaftsbehörden in den Gemeinden des Kantons Zürich gibt es nur noch bis Ende Jahr. Danach wird die neu geschaffene, professionalisierte Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ihre Arbeit aufnehmen. Im Bezirk Affoltern sind die Vorbereitungen dazu bereits gut vorangeschritten und erste, deutliche Spuren hinterlässt die neue Behörde auch schon im Budget 2013 des Zweckverbandes Sozialdienst. «Durch die Integration der KESB in den Zweckverband haben sich die Kosten erwartungsgemäss erhöht», bemerkt Vorstandsmitglied Enrico Barbon entsprechend bei der Präsentation des Voranschlags 2013 und dessen wichtigsten Kennzahlen. Der Voranschlag schliesst bei einem Aufwand von 9,75 Millionen und einem Ertrag von 3,45 Millionen mit einem budgetierten Aufwandüberschuss zulasten der Verbandsgemeinden von 6,33 Millionen Franken. Allein die KESB schlägt dabei mit einem Aufwand von 1,74 Millionen Franken bei einem Ertrag von 45 000 Franken zu Buche. Allerdings handelt es sich bei diesem Voranschlag um eine transitorische Rechnung, bei der für viele Positionen Annahmen getroffen werden mussten. «Ein in seiner Höhe in etwa stabiles, alljährlich wiederkehrendes Budget

wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Jörg und Lotti Schiess aus Stallikon dürfen am Donnerstag, 15. November, auf 60 Jahre Ehe zurückblicken. Zu diesem grossen Ehrentag gratulieren wir dem Ehepaar herzlich und wünschen ihm einen schönen Festtag.

dürfte erst nach zirka drei Geschäftsjahren der KESB Bezirk Affoltern zu erwarten sein», erläutert dazu Enrico Barbon. Der Voranschlag 2013 wird von den Delegierten einstimmig genehmigt.

Wechsel im Vorstand und in der Geschäftsleitung Geschäftsleiterin Liliane Blurtschi wird den Sozialdienst im kommenden Dezember nach dreieinhalb Jahren verlassen, um eine neue Herausforderung anzutreten. Präsident Walter Dürr bedankte sich im Namen des Vorstandes für ihre wertvolle Arbeit: «Liliane Blurtschi hat in den vergangenen, intensiven und bewegten Jahren viel geleistet und gute, solide Arbeit abgeliefert. Bemerkenswert dabei ist vor allem auch, dass sie stets ruhig und besonnen geblieben ist.» Als Nachfolger hat der Verbandsvorstand nach einem sorgfältig durchgeführten Auswahlverfahren Ivo Lötscher gewählt. Der 46-jährige ist Jurist, hat zuvor das Sozialamt des Kantons Luzern geleitet und war bis vor Kurzem Geschäftsführer von Insos Schweiz, einer sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderung. Er tritt seine Stelle per 17. Dezember 2012 an. Auch im Verbandsvorstand kommt es zu personellen Veränderungen: Präsident Walter Dürr tritt auf Ende Jahr von seinem Amt zurück. Nach 15 Jahren Arbeit im Vorstand Sozialdienst, davon sechs Jahre als Präsident, wurde Dürr an der Delegiertenversammlung durch Vizepräsident Paul Schneiter mit launigen Worten verabschiedet: «Er war stets engagiert und immer ganz nah am operativen Geschäft. Dabei habe ich ganz besonders seine humorvolle Art geschätzt.» Der Vizepräsident wird die Aufgaben im Präsidium interimistisch übernehmen, die Wahl des neuen Vorsitzes wird anlässlich der nächsten Delegier-

Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor

Nicole Holderegger, die Präsidentin der KESB Bezirk Affoltern, informierte die Delegierten über die KESB und den Stand von Organisation und Integration. Die Vorbereitungen der Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (KESB) zur Aufnahme des operativen Geschäfts auf Januar 2013 sind voll im Gang. Die Mitarbeitenden sind weitgehend rekrutiert, wobei die ursprünglich vorgesehenen 780 Stellenprozente (noch) nicht ausgeschöpft wurden. Der Aufbau und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren weiter. So ist eine gemeinsame Homepage der KESB im Kanton Zürich im Entstehen, die Anfang Dezember 2012 aufgeschaltet werden soll, und zudem gilt es noch einige offene Fragen zu klären, Schnittstellen zu definieren und zu verabschieden. Geschäftsleiterin Liliane Blurtschi und die Ressortleiterinnen informierten zudem über die Umsetzung der neuen Abläufe im Sozialdienst. Die Teilprojekte sind abgeschlossen, in der Umsetzung oder aufgegleist. Im Zusammenhang mit der durch die Schaffung der KESB angestrebten Professionalisierung sowie der Neustrukturierung der Behördenebene sind die Berufsbeistandschaften neu zu regeln, welche die bisherigen Amtsvormundschaften ersetzen. Dies ist im Sozialdienst Bezirk Affoltern auf gutem Weg, genauso die Reorganisationen im Support und in der Sozialberatung und Wirtschaftshilfe.

Die bisherige Geschäftsleiterin des Sozialdiensts Bezirk Affoltern, Liliane Blurtschi, und ihr Nachfolger Ivo Lötscher, der sein Amt am 17. Dezember 2012 aufnehmen wird. (Bild Urs E. Kneubühl) Per Antrag verlangte Fritz Kurt, Wettswil, vom Vorstand Auskunft bezüglich des erhöhten Personalwechsels im Sozialdienst, was von Vizepräsident Paul Schneiter dahingehend beantwortet wird, dass Organisationsentwicklungen, wie sie im Sozialdienst in

den vergangenen Jahren angepackt und umgesetzt wurden, die Fluktuationsrate naturgemäss vorübergehend anwachsen lassen. Die Situation präsentiere sich heute stabilisiert und er sei überzeugt, dass dies auch so bleibe, sagte Paul Schneiter.

Auftakt zum Pro-Juventute-Briefmarken- und Schoggi-Verkauf Aktuell sind wieder Kinder für Kinder unterwegs. Bis kurz vor Weihnachten verkaufen 30 000 Schulkinder Nostalgie-Briefmarken, Pro-Juventute-Schoggi und -Geschenkartikel. Mit dem Verkauf tragen die «Bauchladenverkäufer und -verkäuferinnen» dazu bei, Projekte für Kinder und Jugendliche zu finanzieren.

Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

Geschäftsführerin: Barbara Roth

KESB: 780 Stellenprozente nicht ausgeschöpft

30 000 Schweizer Schulkinder auf Verkaufstour

Ausgestattet mit Bauchläden sind die Schulkinder in Schweizer Dörfern und Städten unterwegs. Verkauft werden Nostalgie-Briefmarken anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums und Pro-JuventuteSchoggi mit dem Label Fair Trade (UTZ). Mit dem Verkauf von Briefmarken und Schokolade setzen sich die «Bauchladenverkäufer und -verkäufe-

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.

tenversammlung ins Auge gefasst. Und auch Vorstandsmitglied Enrico Barbon tritt nach sechs Jahren, in denen er das Ressort Finanzen souverän betreut hat, zurück. Für ihn wählen die Delegierten Werner Michel, Gemeinderat in Stallikon, neu und einstimmig in den Vorstand.

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 475 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

rinnen» für ihre Altersgenossen ein. Der Erlös des Weihnachtsverkaufs fliesst in die Kinder- und Jugendprojekte von Pro Juventute. «Danke! Merci! Grazie!» steht auf der Schokolade. «Pro Juventute bedankt sich in zweifacher Hinsicht: Anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums für die langjährige Unterstützung durch die Bevölkerung und direkt bei den Käuferinnen und Käufern», erklärt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. «Vom Erlös profitieren unsere regionalen und nationalen Projekte wie die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147. Bei der Notrufnummer suchen täglich Kinder und Jugendliche Hilfe. Und auch mit der neu lancierten Kampagne zum Thema Cyber-Mobbing setzt sich Pro Juventute für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen ein.»

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Jahr für Jahr engagieren sich Lehrpersonen mit ihren Klassen. Paarweise und mit einem Bauchladen gefüllt mit Pro Juventute Schoggi gehen die Kinder auf ihre Verkaufstouren. «Wir schätzen dieses Engagement der Kinder und Lehrkräfte sehr und freuen uns jedes Jahr von Neuem über den Elan und das Engagement unserer Schoggi- und Marken-Verkäufer und -Verkäuferinnen», sagt Andrea Frei, Leiterin Artikelverkauf Pro Juventute. Die Teilnahme am Verkauf sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für die Probleme und Herausforderungen ihrer Altersgenossen. Die Kinder lernen, soziale Verantwortung zu übernehmen und tragen dazu bei, dass Pro Juventute weitere Projekte realisieren kann. Belohnt wird ihr Einsatz mit einem Zustupf in die Klassenkasse.

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch

Schenken, spenden, doppelt Freude bereiten Im Pro Juventute Web-Shop sind neben der Schoggi und den Briefmarken auch viele Geschenkideen für Weihnachten zu finden: Kinder-Cash-Sparschweine, Mini-Speakers oder ein Smartphone-Etui für Kinder oder der Familienkalender für die ganze Familie. Der Erlös fliesst in die Pro-Juventute-Angebote. Ein Tipp an alle Schoggifans: Auf der Innenseite der Pro-Juventute-Schoggi befindet sich ein Wettbewerb. Zu gewinnen gibt es drei mal zwei Übernachtungen im Pro-Juventute-Familienhotel Chesa Spuondas in St. Moritz sowie 50 attraktive Preise aus dem Onlineshop www.projuventute.ch/shop

Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


«Die Bridgekarten werden im Himmel neu verteilt.»

Als Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu schwer wurde, legte er den Arm um ihn und sprach: «Komm heim!»

ABSCHIED Mit schwerem Herzen – und trotzdem dankbar für die Erlösung – müssen wir Abschied nehmen von unserem geliebten Mami, Schwiegermami, unserer Schwester und unserem Grossmami

Irene Bischofberger-Zimmermann 4. Oktober 1942 – 10. November 2012

Nach plötzlicher und schwerer Krankheit, die sie stets mit grosser Tapferkeit ertragen hat, durfte sie in der Nacht zum Samstag friedlich einschlafen. Wir werden immer in Liebe und Dankbarkeit an sie denken und sie in unseren Herzen behalten. Traurig, aber dankbar für die gemeinsame Zeit mit Dir, nehmen Abschied:

TODESANZEIGE Traurig und dankbar nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Grossvater, Onkel und Götti

Werner Hug-Müller 24. Juli 1921 – 9. November 2012

Nach einem arbeitsreichen Leben durfte er ruhig und friedlich zu Hause einschlafen. Seine Liebe, Fürsorge und sein Humor bleiben uns in ewiger Erinnerung. Es gedenken seiner in Liebe und Dankbarkeit:

Liliane und Marcel Mangold-Bischofberger mit Nadine, Dominic und Fabienne Reto Bischofberger Edith Ferlesch-Zimmermann Werni und Ursi Zimmermann Georg Zimmermann und Anverwandte

Maria Hug-Müller Judith und Max Künzli-Hug mit Tamara und Florian Yvonne und Urs Beck Heinz und Ursi Hug

Der Abdankungsgottesdienst findet am Dienstag, 20. November 2012, 09.45 Uhr, in der katholischen Kirche in Wohlenschwil AG statt. Anschliessend Urnenbeisetzung um ca. 10.45 Uhr auf dem Friedhof Wohlenschwil AG.

Am Freitag, 16. November 2012, um 13.30 Uhr, findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Ottenbach statt. Darauf folgt der Abdankungsgottesdienst um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Ottenbach.

Anstelle von Blumenspenden gedenke man der Krebsliga des Kantons Zürich, 8044 Zürich, Postkonto 80-868-5, IBAN Nummer: CH77 0900 0000 80000868 5.

Anstelle von vergänglichen Blumen wären wir für eine Spende zu Gunsten des Vereins Spitex Knonaueramt, Postkonto 87-267156-1, sehr dankbar.

Traueradresse: Familie Mangold und Reto Bischofberger, Gartenweg 4, 5512 Wohlenschwil

Traueradresse: Judith Künzli-Hug, Baarerstrasse 39, 8932 Rossau

Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz. Hermann Löns

Turnverein und Turnveteranen Ottenbach Kant. und Eidg. Turnveteranen

TODESANZEIGE Mit lachenden und weinenden Augen nehmen wir Abschied von unserem Mami, Grosmami und Schwiegermami. Ihre Kraft und Lebensfreude, die sie vielen Menschen geschenkt hat, haben sie verlassen. Wir werden sie nie vergessen.

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied

Werner Hug 24. Juli 1921 – 9. November 2012

Werner war unser ältestes Vereinsmitglied, langjähriger Oberturner und Ehrenmitglied des Turnvereins Ottenbach. Er war auch im Vorstand des Turnverbands am Albis sowie Mitglied bei den Kant. und Eidg. Turnveteranen. Gerne erinnern wir uns an die schönen Stunden mit Werner und entbieten den Angehörigen unser Beileid.

Towaida Jung 12. Januar 1932 – 9. November 2012

Wir danken dir für deine Liebe und Fürsorge, welche uns sehr fehlen wird. Kathrin und Thomas Stutz-Jung mit Benjamin Thomas und Esther Jung mit Cyril und Janine Philipp Himmler Geschwister und Freunde

Turnverein Ottenbach Kant. und Eidg. Turnveteranen Besammlung am Freitag, 16. November 2012, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Ottenbach, anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche.

Urnenbeisetzung am Mittwoch, 21. November 2012, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Affoltern am Albis; anschliessend Trauerfeier in der Friedhofskapelle. Anstelle von Blumenspenden gedenke man des Projekts Palliative Care, Postkonto 85-391373-1.

TODESANZEIGE

Traueradresse: Kathrin Stutz, Usterstrasse 50, 8308 Illnau

Am 4. November 2012 ist unsere Freundin

Margrit Hodel

Feldschützenverein Ottenbach

von uns gegangen. Nach einem Schlaganfall diesen Sommer erfüllte sich ihr Wunsch, noch einmal in ihr Haus und den über alles geliebten Garten zurückzukehren. Wer auch immer sie dort besuchte, freute sich mit ihr sowie an ihrem strahlenden Gesicht. Margrit hat zusammen mit ihrem Mann unseren Verein vor 30 Jahren mitgegründet und bis zuletzt interessiert begleitet. Liebe Margrit, Du wirst uns mit Deiner liebenswürdigen Art fehlen! Danke für alles, was Du für uns und unseren Verein getan hast!

Verein Forum Aeugst

TODESANZEIGE Tief bewegt hat uns die Nachricht über den Hinschied unseres geschätzten Ehrenmitgliedes, ehemaligen Vizepräsidenten und langjährigen Aktivschützen

Werner Hug Wir trauern um einen guten, treuen Kameraden. Seinen Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Wir werden Werner in bester Erinnerung behalten.

Die Abschiedsfeier findet am Freitag, 16. November 2012, um 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis statt.

Feldschützenverein Ottenbach


Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. November 2012

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Hausen auf dem Weg zur Energiegemeinde Informationsabend der Umweltkommission Die Umweltkommission der Gemeinde Hausen hat am vergangenen Donnerstag zu einem Informationsabend zum Thema Energie eingeladen. Rund 35 Interessierte sind der Einladung gefolgt. Der Gemeinderat setzt sich zum Ziel, für Hausen das Label «Energiestadt» zu erhalten. Elternratsmitglieder beim Setzen von Sträuchern. (Bild Werner Schneiter)

Hausemer Schulareal aufgewertet Elternrat pflanzte Bäume und Sträucher Am Samstag haben der Elternrat Hausen und Kinder auf dem Schulareal Sträucher und Bäume gesetzt – und damit neben einer optischen Aufwertung auch neue Spielmöglichkeiten geschaffen. Die äusseren Bedingungen waren am Samstag nicht gerade einladend: Nebel legte sich über das Oberamt, und der aufgeweichte Boden sorgte für schmutzige Arbeitskleidung. Enthusiasmus und Einsatzfreude waren aber bei den rund 70 Erwachsenen und Kindern im Kindergarten- und Primarschulalter dennoch spürbar. Gemeinsam schuf man einen Mehrwert. «Wir haben ausschliesslich nicht giftige, dornenfreie und einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt – von der

Baumschule Reichenbach», sagten Carmen Stutz und Katrin Burkard vom Elternrat. Und das mit dem Ziel, das Areal optisch aufzuwerten und im Sommer für mehr Schatten und neue Spielmöglichkeiten für die Kinder zu sorgen – im Wissen aber auch, dass das für den Abwart mit Mehraufwand verbunden sein wird.

Spontanes Ja der Schulpflege Der Elternrat ist der Primarschule dankbar, dass diese die Aktion sehr spontan bewilligt hat und die Kosten über das laufende Budget decken kann. Und die Schulpflege spendete den Pflanzerinnen und Pflanzern auch die wohlverdiente Verpflegung. (-ter.)

................................................... von andreas müller In seiner Einleitung fasste der Gemeindepräsident René Hess die Anstrengungen der Standortförderung zusammen, als «Energie-Region» in allen Gemeinden des Bezirks eine «Energieplanung» durchzuführen. Der Gemeinderat hat diesen Ball aufgenommen und eine Energiekommission unter dem Vorsitz von Gemeinderat Gregor Blattmann eingesetzt. Cornelia Brandes ist von der Gemeinde als Energieberaterin beauftragt, die Vorarbeiten für die Erhaltung des Labels Energiestadt zu koordinieren.

Label «Energiestadt»: Was braucht es? Das Label geht zurück auf das schon 25 Jahre laufende Programm «Energie Schweiz» des Bundes. Es versucht ohne Vorschriften mit 79 Empfehlungen in 6 Bereichen, den Energieverbrauch und die CO2-Produktion zu senken. Die Bewertung einer Gemeinde erfolgt in den Bereichen Kommunale Gebäude, interne Organisation, Versorgung/Entsorgung, Mobilität, Kommunikation/Kooperation und Entwick-

lungsplanung. Der Ist-Zustand wird erhoben und mit dem Ziel-Zustand verglichen. Wenn die Gemeinde 50% des Zielzustandes erfüllt, erhält sie das Label. Gregor Blattmann wies darauf hin, dass in der Gemeinde mit dem Bau von Holzschnitzelheizungen schon grosse Vorarbeit geleistet wurde. Nach vier Jahren gibt es eine Überprüfung des Labels mit erhöhten Anforderungen. Dort liege die Knacknuss: wer das Label behalten wolle, müsse bereit sein, dafür zu investieren.

2000-Watt-Gesellschaft: Anstoss und Ziele Franz-Georg Keel, der als Fachberater in der Energiekommission mitwirkt, erläuterte den Anstoss und die Ziele der «2000 Watt-Gesellschaft». Die beobachtete Erwärmung der Atmosphäre, das Versiegen des Erdöls und die erwartete Stromlücke weisen darauf hin, dass wir in der Schweiz mit 6000 Watt pro Person und einer CO2-Produktion von 9 Tonnen pro Jahr und Person mehr Energie verbrauchen als uns langfristig zur Verfügung steht. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten sei es möglich als Zwischenziel zu erreichen, dass sich bis im Jahre 2050 der Energieverbrauch auf 3500 Watt und die CO2-Produktion auf 2 Tonnen reduziere. Dies bedeutet, dass wir Minergie für das Wohnen, leichte Fahrzeuge für die Mobilität, regionale Produkte für die Ernährung, effizientere Konsumgüter und für die Infrastruktur erneuerbare Energiequellen erschliessen.

Energieeffizienz in Gebäuden Im dritten Referat zeigte Dr. Jürgen Baumann, Energieexperte von Siemens Schweiz, wie der Energieverbrauch in Gebäuden mit moderner Technik reduziert werden kann. Er sieht den Ersatz der Kernenergie und der fossilen Energie als technische Herausforderung. Die Automatisation der Belichtung, der Heizungs- und Lüftungssysteme sei die Schlüsseltechnologie. Eine moderne Steuerung erlaubt die separate Regulierung jedes Raumes im Gebäude. Sensoren stellen fest, ob sich jemand im Zimmer aufhält, messen neben der Temperatur auch die Luftqualität und das Sonnenlicht. Sie senden die Daten drahtlos an eine Zentrale, die zudem erfasst, welche Türen oder Fenster offen sind. Aufgrund dieser Daten wird bestimmt, wie stark geheizt, gelüftet und beleuchtet wird. Eine «intelligente» Regelung müsse nach dem Grundsatz «kein Betrieb ohne Nutzen» ein Gebäude steuern. Mit einem solchen System, das von einem Computer oder vom Smartphone aus eingestellt werden kann, lassen sich der Energieverbrauch überwachen und Einsparungen erfassen. Der Referent brachte auch ein Elektromobil von Siemens mit. Elektromotoren mit einem Wirkungsgrad von 80 Prozent seien Verbrennungsmotoren mit 20 Prozent bis 25 Prozent überlegen. Die Ladekapazität der Batterien werde immer besser. 20 Quadratmeter fotovoltaischer Sonnenkollektoren genügen, um ein Fahrzeug zu betreiben.

11.11., 11.11 Uhr: Verregneter Auftakt in die fünfte Jahreszeit Unaufhörlich prasselte der Regen am Sonntag aufs Foyerdach beim Affoltemer Verwaltungsgebäude. Foyer und die umliegenden Arkaden boten dem zahlreich aufmarschierten Publikum Schutz vor Nässe. Das garstige Wetter tat der Vorfreude auf die fünfte Jahreszeit jedoch keinen Abbruch. Der 11.11. ist ein magisches Datum für die Fasnächtler – auch in Affoltern, wo rund 40 Mitglieder der Säuligugger ab 11.11 Uhr die närrische Zeit «einläuteten». Die kakofonen Klänge übertönten das Prasseln des Regens. Rhythmisches Klatschen und Tanzen vertrieben die Kälte und erwärmten die Seelen der Fasnachtsbegeisterten. (-ter.)

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Auf in die närrische Zeit! Die Säuligugger in Affoltern am Sonntag in voller Aktion. (Bilder Werner Schneiter)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. November 2012

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Spital Affoltern benötigt ein neues Verpflegungszentrum Am 25. November wird über den Neubau des Verpflegungs- und Energiezentrums abgestimmt Küche und Personalrestaurant des Spitals Affoltern genügen nach 40 Jahren den Ansprüchen nicht mehr. Das Spital hat sich in dieser Zeit räumlich stark verändert und die Bettenzahl mehr als verdoppelt. Der Aufwand, um die Auflagen von Lebensmittelkontrolle und Feuerpolizei einzuhalten, wird unverhältnismässig gross. Um den Veränderungen Rechnung zu tragen, soll ein Neubau zwischen den Häusern Rigi und Pilatus der Langzeitpflege Sonnenberg erstellt werden. ................................................... von salomon schneider Das Projekt kam aufgrund einer sorgfältigen Analyse zustande. Der Projektierungskredit von 776 000 Franken wurde entsprechend der Finanzierung nach altem Recht vom Kanton mitfinanziert. Am 30. August 2012 stimmten die Delegierten der Verbandsgemeinden dem Projektkredit für den Neubau von 18 284 000 Franken einstimmig zu, sodass am 25. November 2012 die Stimmberechtigten an der Urne das letzte Wort haben. «Mit dem Neubau erhält das Spital nicht nur eine zeitgemässe Verpflegungsinfrastruktur und sichere Notstromversorgung, wir können mit dieser Variante auch auf ein teures Provisorium verzichten», erklärt Spitaldirektor Fredy Furrer. Baubeginn ist für Frühjahr 2013 vorgesehen, die Fertigstellung auf Frühjahr 2015.

Drei verschiedene Modelle Um die beste Verpflegungslösung für das Spital zu finden, hat die Spitalleitung drei verschiedene Modelle evaluiert. Dabei wurde darauf geachtet, dass sowohl den Bedürfnissen des Zimmerservices für die Patientinnen und Patienten als auch des Personalrestaurants Rechnung getragen wurde: Die heutige Variante «cook and serve», des Kochens und Servierens

vor Ort, geniesst die höchste Akzeptanz bei Kundschaft und Personal. Für diese Variante muss der Gastronomietrakt erneuert werden, dafür sind nur kleine Investitionen auf den Stationen nötig. Die Variante «cook and chill», des Vorkochens, Kühlens und Aufwärmens, ist investitions- und platzintensiver als die bisherige Variante, dafür wären die Betriebskosten tendenziell tiefer. Die Schwierigkeit bei «cook and chill» ist, dass knusprige Speisen nicht angeboten werden können. Cateringvarianten wurden schon von anderen Spitälern erfolglos erprobt. Die Anforderungen an eine Spitalküche sind extrem vielfältig. Alter, Krankheitsbild, Aufenthaltsdauer, Versicherungsmodell und persönliche Präferenzen führen zu Anforderungen, denen ein Cateringservice kaum gewachsen sein kann. Zudem könnten Spezialwünsche nicht mehr kurzfristig erfüllt werden. Die Baukommission entschied sich, beim traditionellen Modell zu bleiben, das in der Evaluation sowohl aus wirtschaftlicher wie auch als kuli-

Newsletter zur neuen Struktur Das Spital Affoltern orientiert mit dem Newsletter «Unser Spital Affoltern» über den komplexen Prozess zur Entwicklung einer neuen Struktur. Die heute erschienene Ausgabe Nr. 2 stellt den Antrag der Betriebskommission an die Delegiertenversammlung vom 29. November vor. Die neue Chefärztin Innere Medizin, Dr. Nadja Lindenmann, erläutert die wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Bezirk Affoltern. Und der hier im Wortlaut wiedergegebene Artikel orientiert über die Urnenabstimmung vom 25. November über ein neues Verpflegungs- und Energiezentrum. Der Newsletter liegt im Spital auf und kann auf www.unser-spital-affoltern.ch sowie www.spitalaffoltern.ch heruntergeladen werden.

narischer Sicht am besten abschnitt. Einen weiteren, entscheidenden Grund, weshalb sich ein Neubau aufgedrängt hat, erwähnt der Präsident der Betriebskommission, Reinhold Spörri: «Zusammen mit der Bevölkerung wird auch unser Spital kontinuierlich wachsen. Dieser Neubau ist deshalb ein konsequenter Schritt in Richtung Zukunftssicherung für das Spital Affoltern.» Wie dringend der Ausbau der Notstromversorgung ist, zeigte sich am 25. April 2012, als kurz vor Mittag der Strom in einem Teil von Affoltern für mehrere Stunden ausfiel. Da lebenswichtige Geräte Vorrang haben und der Strom des jetzigen Notstromgenerators nicht für alles ausreicht, musste die Küche den Stromverbrauch und somit die Produktion drosseln. Bei einem längeren Stromausfall hätten die Speisen nicht mehr genügend gekühlt werden können.

Erstmalige Urnenabstimmung Für den geplanten Neubau des Verpflegungs- und Elektrozentrums ist eine Investition von 18,284 Mio. Franken erforderlich. 8,885 Mio. Franken sind als Investitionsbeiträge der Trägergemeinden vorgesehen, 9,399 Mio. Franken sollen als Darlehen der Trägergemeinden verbucht werden. Dieser zweite Teil wird den Gemeinden zurückbezahlt aus den Investitionszuschlägen auf den Tarifen der neuen Spitalfinanzierung (DRG) beziehungsweise der Psychiatrie und Palliative Care. Im Investitionsbetrag inbegriffen sind der Neubau von Küche, Restaurant und sanitären Anlagen, die Verbindungen zwischen den Arealen, Erneuerungsarbeiten sowie die neue Energieversorgung. Gemäss den Statuten des Spitalzweckverbandes mit Gültigkeit ab 1. Januar 2010 verfügt die Delegiertenversammlung über eine Finanzkompetenz von 4 Mio. Franken. Grössere Investitionen wie die vorliegende müssen – erstmals in der Geschichte des Spitals – den Stimmberechtigten aller Verbandsgemeinden an der Urne zur Genehmigung unterbreitet werden.

Küchenchef Mario Krieger hat den Humor trotz schwieriger Arbeitsbedingungen in der 40-jährigen Küche noch nicht verloren. ((Bild Werner Schneiter)

Wahlkampf auf kleinem Feuer Ergänzungswahl für die Vakanz im Gemeinderat Ottenbach: Gaby Noser Fanger und Peter Weis bewerben sich Für den Ersatz des vorzeitig zurückgetretenen Hochbauvorstandes Bruno Hausheer bewerben sich Gaby Noser Fanger und Peter Weis. Beide sind parteilos und werden von verschiedenen Parteien und Kreisen im Dorf unterstützt. Ihre Ansichten unterscheiden sich nur marginal. ................................................... von martin mullis Der Wahlkampf für den frei gewordenen Sitz im Gemeinderat Ottenbach scheint keine hohen Wellen zu schlagen. Offensichtlich zeigte sich die Suche nach einem Ersatz für den ins Ausland ziehenden Bruno Hausheer, welcher das Hochbauressort innehatte, als nicht gerade einfach. Keiner der etablierten Parteien gelang es, eine geeignete Persönlichkeit aus den eigenen Reihen zu portieren. So werden sowohl die Kandidatin wie auch der Kandidat querbeet von verschiedenen

Beide hoffen auf eine baldige Umgestaltung des Dorfkerns: Gaby Noser Fanger und Peter Weis bei der Engelkreuzung. (Bild Martin Mullis) Parteien, Gruppen und Kreisen unterstützt. Die diplomierte Geografin Gaby Noser Fanger arbeitete mehrere Jahre in einem grossen Planungsbüro in Zürich. Sie war in Ottenbach bis anhin

als Präsidentin im Elternrat tätig. Portiert wurde sie sozusagen von privaten Personen aus Primarschulkreisen, Nachbarn und weiteren Persönlichkeiten aus dem Dorf. Im breiten Unterstützungskomitee finden sich Namen

sowohl von der SVP als auch von eher links stehenden Personen. Offiziell wird sie von der Ortspartei der FDP unterstützt. Sich selber bezeichnet die Mutter eines achtjährigen Sohnes als offen und liberal. Der diplomierte Bauingenieur HTL Peter Weis wiederum wurde von der SVP als Parteiloser portiert und geniesst hauptsächlich von den SVP-nahen Kreisen Support. Er ist verheiratet, seine zwei Kinder sind bereits volljährig. Peter Weis arbeitet als Geschäftsleiter in einem Ingenieurbüro in Hedingen. Sich selber bezeichnet er als konsensfähig, fachkompetent und zielgerichtet. Er ist in Ottenbach Mitglied der Tiefbau- und Werkkommission und Präsident der ARA Betriebskommission Ottenbach-Jonen. Als Bauingenieur und Bauleiter im Hochbau sieht er sich für das frei werdende Gemeinderatsressort als ideale Besetzung. Bei einem Gespräch mit dem «Anzeiger» zeigen sich beide Kandidaten verblüffend einig. Bei den für Otten-

bach sicher wichtigen Kernthemen, wie das Vorantreiben der Umfahrung, die damit zusammenhängende Dorfplatzgestaltung sowie bei den ökologischen Fragen stimmen Gaby Noser Fanger und Peter Weis ohne zu zögern jeweils einander zu. Der Bauingenieur will den Zusammenschluss der ARA mit dem Kelleramt verwirklichen, während die ausgebildete Umwelt-Pädagogin in Ottenbach grossen Wert darauflegt, Weichen frühzeitig zu stellen um die mit der Kulturlandinitiative geschaffenen Probleme zusammen mit dem Kanton zu lösen. Beide Gemeinderatskandidaten möchten im Falle einer Wahl auch bei den stetig steigenden Fürsorgekosten dafür sorgen, dass dieser Posten nicht ins Uferlose ansteigt. Trotz der weitestgehenden Meinungsübereinstimmung finden sowohl Gaby Noser Fanger wie auch Peter Weis, dass eine Auswahlmöglichkeit für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Ottenbach äusserst wichtig ist.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 13. November 2012

Mettmenstetten: «Bi eus», WWW, Zuzüger und ein Kantonsrat Die zweitgrösste Säuliämtler Gemeinde zu Gast im «LaMarotte» in Affoltern Die Fortsetzung der Gastspiele im Rahmen von «Das Säuliamt als Lebensraum» sah am vergangenen Mittwochabend Mettmenstetten zu Gast im Kulturkeller La Marotte, Affoltern. Gesprächsgäste aus Kultur, Gewerbe, Politik und Institutionen gaben einen Einblick ins attraktive Dorfleben. ................................................... von urs e. kneubühl Drei Buchstaben reichen – WWW – und man weiss, zumindest hierzulande, was gemeint ist: das Werk- und Wohnhaus zur Weid Rossau in Mettmenstetten (www.stadt-zuerich.ch/ zur-weid). Klar, dass diese Institution im Rahmen des «Lebensraum Säuliamt»-Gastspiels von Mettmenstetten im Affoltemer Kulturkeller La Marotte nicht fehlen durfte. Im Gespräch mit Moderator Salomon Schneider, Ottenbach, gab denn auch WWW-Betriebsleiter Hansruedi Sommer einen kurzen geschichtlichen Abriss der Einrichtung: Entstanden ist das Werkund Wohnhaus zur Weid, das heuer sein 100-Jahre-Jubiläum feiern kann, damals, weil die Stadt Zürich mit der Handhabung der «administrativen Versorgung» durch den Kanton unzufrieden war. So beschloss man, für Zwangseinweisungen von Männern, die in den Augen der damaligen Gesellschaft ein «liederliches» Leben führten, ein eigenes Männerheim zu errichten. 1912 wurde dieses in der Rossau im damaligen Bauerndorf Mettmenstetten errichtet. Heute bietet das WWW Frauen und Männern mit sozialen, psychischen und Suchtproblemen einen geschützten Lebensraum. Die Bewohnerinnen und Bewohner leben in der Hausgemeinschaft und arbeiten in den eigenen Betrieben, wie Gärtnerei, Landwirtschaft, Schreinerei und Weid-Laden oder im Unterhalt, in der Reinigung und in der Küche. Und Letztere gab mit dem offerierten Suppenznacht beredtes Zeugnis über Potenzial und Qualität des WWW ab.

WWW als privatrechtliche Stiftung Nun, das Werk- und Wohnhaus zur Weid ist (noch) eine Einrichtung der Stadt Zürich, wohl eingebettet in Rossau der Gemeinde Mettmenstetten. Nun steht, wie Hansruedi Sommer im Gespräch weiter ausführte, ein nächster grosser Schritt an: Die Stadt Zürich will das WWW in die Selbstständigkeit entlassen, es soll zukünftig als privatrechtliche Stiftung auftreten. Der Antrag des Stadtrats ist gemacht, die privatrechtliche Zukunft des WWW kann voraussichtlich am 1. Januar 2014 beginnen. Da zeigt sich Hansruedi Sommer auch glücklich darüber, dass die Institution seit vielen Jahren vom Verein Freundeskreis des Werk- und Wohnhauses zur Weid (www.verein-

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Moderator Salomon Schneider (rechts) bei «Mettmenstetten zu Gast im La Marotte» im Gespräch mit Landwirt und Kantonsrat Martin Haab. (Bild Urs E. Kneubühl) freundeskreis.ch) nah begleitet und unterstützt wird. «Der Verein, der sich mit Mitgliederbeiträgen und durch Spenden finanziert, ist bestrebt, die Bedeutung des Auftrages des WWW – Menschen mit schwieriger Vergangenheit den gesellschaftlichen Wiedereinstieg zu ermöglichen – ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen», erläuterte Vorstandsmitglied Michael Rütti, Mettmenstetten, im Gespräch. «Er trägt alles dazu bei, dass das WWW in der Gesellschaft als Ort der Begegnung, des Austausches und des Neubeginns wahrgenommen wird.»

Mettmenstetter und Mättmistetter In weiteren Gesprächen mit verschiedensten Gästen wurde unter anderem auch erläutert, dass es Mettmenstetter und Mättmistetter gibt. Ein traditionell begründeter Unterschied, der allerdings selten mehr eine Rolle spielt. So steht der Kulturverein «Bi eus... z’ Mättmistette» (www.maettmi.ch/bieus/ aktuell_programm.php) grundsätzlich allen offen, die ein lebendiges Dorfleben unterstützen wollen. Präsidentin Margrit Maag weist diesbezüglich auch auf die nächsten Veranstaltungen hin: Knuth und Tucek mit der Satire «Freiheit!» am 12. Januar 2013, oder die modernen Jodelinterpretationen von Stimmreise.ch am 9. Februar 2012. – Von seinen Erfahrungen als Zuzüger berichtete Raffaele Cavallaro. Und dass diese vor allem positiv aus-

fallen, erstaunt niemanden, wenn man weiss, dass Cavallaro 2005, von Affoltern her kommend, nach Mettmenstetten gezogen ist und dann lediglich ein Jahr später bei den Gemeinderatswahlen bereits zu reüssieren vermochte. Man fühle sich rasch heimisch, sagen denn auch andere Zuzüger. Dazu gehört auch Hugo Kradolfer, Geschäftsleiter der Huber Eisenwaren und Schliesstechnik AG (www.hubereisenwaren.ch), der in Obfelden wohnhaft ist. Allerdings ist Kradolfer mit dem Traditionsgeschäft an der Bahnhofstrasse in Mettmenstetten seit seiner KV-Lehre beruflich eng verbunden und sieht sich somit auch ein bisschen als Mettmenstetter. «Wir fühlen uns sehr wohl hier. Das Geschäft ist sehr gut integriert in der Gemeinde und darüber hinaus, weshalb wir auch für die Zukunft unsere Chancen als gut einschätzen», hält der Geschäftsleiter des von Johannes Huber, als erstem Eisenhändler im Bezirk, 1832 gegründeten Geschäfts, fest.

Landwirtschaft und 50plus Eine Brücke zwischen Tradition und Zukunft schlug dann der Mettmenstetter Landwirt und Kantonsrat Martin Haab. Er, einer alt eingesessenen Bauernfamilie entstammend und seit vergangenem Jahr im Kantonsrat, weiss sehr wohl, wie hart der Broterwerb in der Landwirtschaft ist. «Die wechsel-

hafte Agrarpolitik in der Schweiz bringt uns Bauern leider nicht gerade die dringend notwendige Planungssicherheit. So wünsche ich mir in möglichst absehbarer Zeit eine Landwirtschaftspolitik, die es einer Bauernfamilie mit einem Hof von vernünftiger Grösse wieder erlaubt, ihren Lebensunterhalt damit bestreiten zu können. Es muss diesen Weg geben, der Familienbetrieben wieder Zukunft bietet.» Den Abschluss der lockeren Gesprächsrunde im «LaMarotte» machte Manfred Lorch, Vorstandsmitglied der Wohnbaugenossenschaft maettmi50plus (www.maettmi50plus.ch). Er erläutert die Umsetzung der ursprünglichen Idee des Mettmenstetters Ruedi Werder, mit einer Wohnbaugenossenschaft Menschen in der 3. und 4. Lebensphase Wohnraum für ein autonomes Wohnen bis ins hohe Alter in guter Nachbarschaft anbieten zu können. Die Idee ist auf stattliche Resonanz gestossen und hat Formen angenommen, die in absehbarer Zukunft in die Realität umgesetzt werden können. Und Idee und Konzept der Wohnbaugenossenschaft maettmi-50plus ist zwischenzeitlich auch als Sieger eines entsprechenden nationalen Wettbewerbs über zukünftige Wohnformen hervorgegangen. «Das Preisgeld von 30 000 Franken ist natürlich ein prächtiger Zustupf in unserer Genossenschaftskasse», resümiert Manfred Lorch.

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Sozialräumliche Jugendarbeit im Unteramt startet Die Offene Jugendarbeit Unteramtplus alias jugendplus macht ihre ersten Schritte, den neuen Leistungsauftrag umzusetzen. Dieser beinhaltet, die Jugendlichen zur Teilnahme am Gemeindeleben zu aktivieren – direkt vor Ort in Bonstetten, Wettswil, Stallikon und Islisberg. Vier Gemeinden zu bedienen, verlangt von jugendplus das sozialräumliche Arbeiten mit Jugendlichen. Deshalb entschied die Jugendkommission, einen Wechsel von der «Komm-» zur «Gehstrategie» vorzunehmen. Möglichst viele Jugendliche zu erreichen ist das Ziel von jugendplus und so werden entsprechend vielfältige Arbeitsweisen genutzt. Aktuell sind dies eine mobile Anlaufstelle, ein Jugendmobil (Bauwagen) sowie die aufsuchende Jugendarbeit, das Facebook für den spontanen Austausch und zur Information. Dazu gehören auch die klassischen Informationen in den Schulen vor Ort. Auch sind weitere Aktivitäten im öffentlichen Raum vorgesehen, sowie ein Programm mit Angeboten für Jugendliche, die sie in verschiedenen Räumlichkeiten der Gemeinden geniessen können. Weitere Aktivitäten sollen in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen vor Ort geplant und umgesetzt werden. In den vergangenen Monaten verschaffte sich jugendplus einen Überblick über die Plätze, an denen Jugendliche einander treffen und dokumentierte diese. Das Jugendmobil als Anlaufstelle wurde renoviert, ebenso wurden Interviews mit Jugendlichen zum Thema «Leben in der Gemeinde» durchgeführt. Auch haben verschiedene Bürgergespräche zur Thematik «Jugend» stattgefunden. Bei der Arbeit in öffentlichen Räumen strebt jugendplus die Zusammenarbeit mit Betroffenen an. Auf Anfrage der Bonstetter Primar- und Sekundarschule zur Problematik Vandalismus und Littering auf den Schularealen wurde seitens jugendplus für fünf Wochen das PilotProjekt «Jugendcoaches» erprobt. Hier war es an den jugendlichen Platzbenützern (Spiel- und Begegnungsplatz und Schulareale), für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen. An Wochenenden hatten drei Jugendliche den Auftrag, übermässigen Abfall zu entsorgen und ihren Freundeskreis auf das Wegwerfen von Abfall anzusprechen bzw. diesen ordentlich zu entsorgen. Die Jugendlichen konnten sich dann auch über ein wohlverdientes Taschengeld freuen. Das Pilotprojekt wird gemeinsam ausgewertet und als Erfahrungswert für weitere Projekte im öffentlichen Raum – gegebenenfalls für eine Fortsetzung im Jahr 2013 – genutzt. Das Thema «Jugendträume – Lebensräume» (Jugendliche im öffentlichen Raum) wird am kommenden «Runder Tisch Unteramtplus» aktuell sein. Der Runde Tisch setzt sich aus Vertretern der Schulen, Behörden, Fachstellen und Vereine zusammen. jugendplus wird diese Veranstaltung leiten. Infos zu den Angeboten und Aktivitäten der Offenen Jugendarbeit Unteramtplus jugendplus unter www.jugendplus.ch.


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Forum

Dienstag, 13. November 2012

Was ist mit dem Bahnlärm? Mehr Sicherheit auf Kantonsstrassen, «Anzeiger» vom 9. November. Ich bin tief berührt zu lesen, wie unserem Kantonsrat Läubli und den Gesinnungs-Genossen der SP und CVP plötzlich die Interessen der Automobilisten wichtig sind: «Verbesserung des Verkehrsablaufs», «Verminderung besonderer Gefahren» lese ich da. Nur schade, dass die hierzu verlangten Massnahmen völlig ungeeignet, ja geradezu kontraproduktiv sind. Und letztlich, wie immer bei Vorstössen aus dieser politischen Ecke, dazu dienen, den Individualverkehr zum Erliegen zu bringen. Ich würde es schön finden, wenn unsere grünen Politiker aus dem Amt sich bei Gelegenheit auch für die lärmgeplagten Anwohner der S-Bahn-

Strecke einsetzen würden: Mit einer Lärmintensität, die von keiner abgeänderten Harley erreicht wird, heulen unsere S9 und S15 mit bis zu 100 km/h durch die Dörfer, am Wochenende an 24 Stunden pro Tag beziehungsweise pro Nacht. Aber da Bahn = gut ist wohl auch Bahnlärm = egal und drum kein Thema! Darum: bevor wir über Tempo 20 auf der Zürichstrasse diskutieren, möchte ich vorschlagen, dass die zum Postulat erhobenen Themen «Temporeduktion aus ortsbaulicher Sicht» oder «Temporeduktion zur Reduktion einer übermässigen Umweltbelastung» auch mal für die Bahn zur Anwendung kommen! Matthias Werner, Affoltern

Wohl der Betagten wichtiger als Profit Wir, ein Teil der Pflege- und Betreuungsfachpersonen vom Haus Seewadel, sind vehement gegen eine Leistungsvereinbarung mit der Senevita. Dies aus folgenden Überlegungen: – Fakt ist, dass zirka 90 Prozent der Altersinstitutionen gemeinnützig geführt werden. Das heisst, es sind Non-Profit-Organisationen. Sie generieren also keinen Gewinn! Warum sollte ausgerechnet ein Bezirkshauptort die Altersversorgung in die Hände einer gewinnorientierten Organisation geben? – Die Gemeinde sollte sich nicht der Verantwortung entledigen, für ihre betagten Einwohner da zu sein. – Eine kostenbewusste Heimführung soll selbstverständlich sein, aber nicht zulasten der Qualität und auch nicht zulasten von pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen. – Die Senevita ist eine profitorientierte Organisation, das heisst, sie will Gewinne erzielen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Hotelleriekosten, die die Bewohnerinnen und Bewohner selber zahlen müssen, an dem oberen bzw. obersten Preislimit angesiedelt sind – und wenn an Personalkosten

gespart wird. – Wenn die Hotelleriekosten steigen (siehe oben), dann wird es nicht wenige zusätzliche Bewohnerinnen und Bewohner geben, die Ergänzungsleistungen beantragen müssen, weil sie die Kosten nicht mehr tragen können. Diese Ergänzungsleistungen müssen von der Gemeinde und dem Kanton (sprich Steuerzahler) getragen werden, während die Senevita weiterhin Gewinne einstreicht. (Die Gemeinde hat nichts mitzureden). – An der Seewadel-internen Informationsveranstaltung der Senevita sowie an der Gemeindeversammlung war der Stellenwert der fachlichen Kompetenz und Qualität der Pflege und Betreuung bei Senevita nicht greifbar. – Alternativvorschläge fehlen gänzlich! – Warum nicht eine gemeinnützige Genossenschaft als Trägerschaft? Das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner und eine gemeinnützige Altersversorgung sollten unserer Meinung nach im Vordergrund stehen. X, Namen der Redaktion bekannt

Am Stand von Pro Amt: Eva Torp, Hans Läubli (rechts) und Thomas Schweizer. (Bild zvg.)

Golfplatz: Die richtigen Zahlen Leider hat sich in meinen Bericht im «Anzeiger»-Forum vom 9. November über die Aktion des Pro Amt auf dem Marktplatz gegen den Golfplatz ein Fehler eingeschlichen. Und so lautet die korrekte Version: Erstaunt und schockiert zeigten sich viele Marktbesuchende über den enormen Platzbedarf der Golfanlage in Hausen/Kappel und Baar: 82 ha Landwirtschaftsland,

davon 72 ha als Fruchtfolgeflächen qualifiziert, also Flächen, die sich für den Ackerbau eignen. Auch die Schweizer Landkarte mit den angezeigten 100 Golfplätzen wurde bestaunt. Zusammen ergeben sie 1,2-mal die Fläche des Zugersees! Eva Torp, Vorstand Pro Amt

Rapsfeld im Frühling auf dem Golfpark-Areal. (Bild zvg.)

Areal des Golfparks ist bereits heute ein schönes Erholungsgebiet! Das Golfpark Areal ist heute gar kein Naherholungsgebiet, «Anzeiger» vom 9. November 2012. Ich bin diesen Frühling von Walterswil (Gemeinde Baar) her kommend zum Milchsuppenstein, weiter auf dem Wanderweg Richtung Ebertswil und in einem Bogen zurück nach Süden bis nach Notikon gewandert. So war ich etwa zwei Stunden lang im Gelände des geplanten Golfplatzes unterwegs, auf Wanderwegen, die – heute noch – auf weiten Strecken über

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historische Wege führen. Ich habe eine vielfältige Natur erlebt. Blühende, artenreiche Wiesen mit Margeriten, Klatschnelken, Skabiosen und Wiesensalbei, und das sind nur jene Kräuter, an die ich mich noch lebhaft erinnere. Imposante Eichen, weidende Kühe, ein Gehöft mit mächtigen Nussbäumen, Weizenfelder, Rapsfelder mit flammend rotem Mohn und hellblauen Kornblumen durchsetzt und Obstwiesen mit Hunderten von Bäumen säumten den Weg. Der Geruch von frisch geschnittenem Gras lag in der

Luft, denn Landwirte wendeten das erste Heu. Und allenthalben ein atemberaubender Ausblick auf den Zugersee und die Alpen. Sicher sind alle Leute, die bereits einmal durch diese herrliche Gegend spaziert, gewandert, gejoggt, Velo gefahren oder geritten sind, mit mir einig, dass dieses Naherholungsgebiet nicht erst erschaffen werden muss, und auf keinen Fall durch eine Golfplatz-Kunstlandschaft zerstört werden darf! Verena Berger, Wettswil


Forum

Dienstag, 13. November 2012

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ämtler nationalräte meinen

Hans Kaufmann (SVP, Wettswil)

Der Agrarfreihandel kommt! Der Agrarfreihandel mit der EU wird trotz Widerstand der Landwirtschaft viel früher als von Vielen erwartet, kommen. Wenn man sich heute die politische Landschaft im Bundeshaus vor Augen hält, dann findet sich heute nur noch eine knappe Mehrheit, die unseren Agrarmarkt weiterhin abschotten will. Vor allem die Industrie und ihre Vertreter in Bern sind nicht mehr länger bereit, wegen der Blockierung des Agrarfreihandels mit wichtigen Exportländern, im internationalen Geschäft Nachteile in Kauf zu nehmen. Aber auch die Nahrungsmittelverarbeiter haben wegen den von der Landwirtschaft auferzwungenen Auflagen im Rahmen der SwissnessGesetzgebung kaum noch Interesse an einem besonderen Schutz der einheimischen Landwirtschaft. Wenn die Nahrungsmittelindustrie schon die Auszeichnung «Swiss» nicht mehr verwenden darf, weil der Anteil an ausländischen Rohstoffen in einigen ihrer Produkte zu hoch ist, dann werden sie auch die restlichen teuren Inlandrohstoffe durch günstige Auslandprodukte ersetzen. Und es werden die Grossverteiler sein, die bis heute zwar sehr loyal Schweizer Fleisch und andere Landwirtschaftsprodukte vermarktet haben, aber wegen dem Einkaufstourismus im grenznahen Ausland gezwungen sind, Kosten zu senken. Auch sie werden inskünftig vermehrt ausländische Billigprodukte importieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es sind aber vor allem die Konsumenten und ihre Verbände, so-

wie die Wirte und Hoteliers, die günstigere Nahrungsmittel fordern. Werden wesentlich billigere Produkte aus dem Ausland importiert, so profitieren davon zwar die Konsumenten, aber das einheimische Gewerbe und die einheimischen Produzenten geraten dadurch noch mehr unter Druck. Die Behauptung, Schweizer Produkte weisen dafür eine bessere Qualität auf, ist kaum zu beweisen. Bereits bei der Öffnung des Käsemarktes haben sich die Landwirte verrechnet. Schlussendlich entscheidet der Preis über die Absatzmengen. Seit der Marktöffnung 2002 haben die Käse-Importe von 31 187 t auf 48 892 t zugelegt (+57% bzw. 17 705 t). Die Exporte stiegen hingegen nur von 54 789 t auf 64 528 t (+18% bzw. 9739 t). Wer glaubt, die Schweizer und Schweizerinnen würden die Schweizer Bauern trotz massiv höheren Preisen endlos unterstützen, der sollte doch vorerst einmal zur Kenntnis nehmen, dass täglich ganze Pilgerströme ins ausländische Grenzgebiet einkaufen gehen. Fachexperten sprechen von fünf bis acht Milliarden Franken Auslandeinkäufen pro Jahr, was sich mit der Wertschöpfung der Schweizer Landwirtschaft (nach Abzug der Vorleistungen) von rund 3,9 Mrd. vergleicht. Dem Bund entgehen dadurch rund 300 bis 500 Mio. Franken. Mehrwertsteuern. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Einkäufen nicht nur um Nahrungsmittel. Wenn Schweizer im Ausland günstig Fleisch

einkaufen, dann kaufen sie gleichzeitig auch Pflege- und Kosmetikmittel und andere Nonfoodartikel wie Bücher und Haushaltsartikel ein. Sie kaufen auch Konserven und Tiefkühlprodukte und selbst Wein- und Biereinkäufe lohnen sich. Postet die Schweizer Kundschaft im Ausland dank dem tiefen Euro auch Zigaretten und Treibstoff fürs Auto, dann entgehen unserer Bundeskasse weitere dreistellige Millionenbeträge an Steuereinnahmen. Die im Ausland bezahlte Mehrwertsteuer kann zurückgefordert werden, was weitere Preisverbilligungen bedeutet. Dumme Politiker wollen nun einen Mindestbetrag für die Rückerstattung von Mehrwertsteuern zum Beispiel von 150 Euro in Deutschland, durchsetzen. Damit zwingen sie die Schweizer Einkaufstouristen sogar noch grössere Mengen im Ausland einzukaufen, damit sie die Mehrwertsteuer zurückfordern können. Die Schweizer Kundschaft kauft heute im Ausland das Kilo Schweinefilet für EUR 9.99, das Kilo Geflügelgeschnetzeltes für EUR 7.70, das Kilo Schweinebraten vom Schweinerücken für EUR 5.90, das Kilo Hartkäse für EUR 7.70 (Bayerntaler) bis etwa EUR 12.90, ein Kilo Tafeläpfel der Klasse I pro Kilo für EUR 1.10, ein Kilo Zwiebeln für EUR 0.40, den Liter Milch für EUR 0.79. Dennoch verdienen die Detailhändler in Deutschland immer noch Geld an diesen Produkten. Solche Preise werden sich früher oder später aber auch bei uns einstellen und das Ende vieler

Bauernbetriebe bedeuten, denn diese Verkaufspreise liegen teils unter den Schweizer Herstellungskosten. Viele werden sich fragen, warum die Bauern in der Schweiz politisch nicht mehr die gleiche Kraft aufbringen wie in der Vergangenheit, um diese Gefahr abzuwenden. Ein Blick zurück auf die Nationalratswahlen 2011 zeigt zum Beispiel, dass einige Bauern zurückgetreten sind oder abgewählt wurden. Der von der Landwirtschaft forcierte Protektionismus und die Bevormundung anderer, ebenso wichtiger Wirtschaftszweige, wird von der neuen, urbanen Generation, aber auch von vielen eingebürgerten Einwanderern nicht mehr mitgetragen. Auch die «Agrarpolitik 2014 bis 2017», die derzeit im Parlament behandelt wird, zeigt, dass die Bauernlobby zwar im Parlament noch stark vertreten ist, aber die Gefolgschaft schwächelt, vor allem in FDP- und CVP-Kreisen. Trotzdem glaubt ein Teil der Landwirtschaft, sie könne weiterhin ungestraft gegen den Rest der Schweiz agieren. So haben sich die Bauern mit der Unterstützung des Raumplanungsgesetzes das Gewerbe zum Feind gemacht. In unserem Amt verbünden sich vermeintlich bürgerliche Landwirte sogar mit den Grünen im Kampf gegen Golfplätze. Sie meinen, sie täten Gutes, wenn sie sich gegen das Gewerbe und die Golfspieler stark machen. Bereits zweimal wurde ja im Säuliamt die Erstellung eines Golfplatzes verhindert,

obwohl zum Beispiel in Bonstetten und Wettswil die Bevölkerung an je zwei Gemeindeversammlungen grossmehrheitlich dazu Ja gesagt hatte. Geht es nun nach der Verhinderung dieser Golfplätze irgend einem Bauern im Amt besser? Nein. Geht es einigen schlechter? Ja, jenen, die gehofft hatten, mit der Bewirtschaftung bzw. dem Unterhalt eines Golfplatzes eine feste Anstellung zu einem anständigen Lohn zu erhalten und die Restaurants mit heimischen Landwirtschaftsprodukten zu beliefern. Die Neidbauern haben somit ihren Berufskollegen und dem Bauernstand insgesamt geschadet. Ein 50 Hektaren grosser 18Loch-Platz inklusive Restaurant, Golfshop und Golfschule kann 10 bis 15 Leute ernähren. Die Wertschöpfung beträgt somit ein Vielfaches eines Landwirtschaftsbetriebes gleicher Grösse. Die Golfplatzgegner führten damals ins Feld, dass das Ende des Wachstums des Golfsports bereits erkennbar sei. Seit 2002 hat die Anzahl der Golfspieler in der Schweiz jedoch um 91% auf 96 000 zugenommen. Damit übertreffen sie die Zahl der in landwirtschaftlichen Betrieben (Voll- und Teilzeit) tätigen Familienmitglieder, deren Anzahl seit 2000 bis 2010 von 102 000 auf noch 85 000 geschrumpft ist. Je mehr Feinde sich die Landwirtschaft mit ihrer Neidpolitik schafft, umso rascher kommt der Agrarfreihandel, denn auch Golfspieler sind Wähler.

Viele Hektaren Landwirtschaftsland für wenige Freizeitsportler? Wollen wir, dass über 80 Hektaren Landwirtschaftsland am Rand des Knonauer Amtes für einen weiteren Golfplatz «umgestaltet» werden? Das Projekt «Golfpark Zugersee» verlangt, dass grosse Flächen des landwirtschaftlich genutzten Bodens zukünftig für den Freizeitsport genutzt werden sollen und somit als wertvolles Kulturland verloren gehen. Nicht ohne Grund empfiehlt der Zürcher Bauernverband die Golfplatzvorlage zur Ablehnung. Die Fläche von einigen Hektaren soll modelliert und umgestaltet werden. Aufschüttungen und Terrainveränderungen bis zu zweieinhalb Metern Höhe sind geplant.

Die Landwirtschaft benötigt Landwirtschaftsland, denn sie hat den Auftrag, die Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Und Landwirtschaftsland ist in dieser Gegend gesucht. Die Behauptung, dass Golfplatzflächen innert Jahresfrist wieder landwirtschaftlichen Nutzungen zugeführt werden könnten, wird von Fachleuten sehr angezweifelt. Ich erachte es als wichtig, dass das Naherholungsgebiet weiterhin einer breiten Bevölkerung zur Verfügung steht. Ohne fest installierte Ballfangnetze könnte die Sicherheit von Spaziergängern, Hündelern, Reitenden und Bikern nicht gewährleistet werden. Und mit Ballnetzen ist die

Aussicht auch nicht mehr, was sie heute ist. Erinnern wir uns an das Golfplatzprojekt Mönchaltorf, welcher zu Recht von Hündelern und Reitern gebodigt wurde. Diese und weitere Gründe lassen mich zu einer ablehnenden Haltung gegenüber dem Golfplatzprojekt Zugersee kommen. Die grosse Fläche von über hundert Fussballfeldern darf nicht der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden, deshalb empfehle ich auch Ihnen, diese Vorlage abzulehnen. Lothar Ziörjen, BDP-Nationalrat

Auf Golfparks lauern auch andere Gefahren... (Bild zvg.)

Grünes Nein Praxisbericht eines Nichtgolfers zum Golfpark Zugersee Mit viel Geld und schlechten Argumenten versuchen die Initianten des Golfplatzes, den Umbau mittels Erdverschiebungen von über 120 000 Kubikmetern einer über Jahrtausenden gewachsenen Landschaft der Bevölkerung als ökologische Aufwertung des Kulturlandes, als Verschönerung des Landschaftsbildes und als Aufwertung des Naherholungsgebietes anzupreisen. – Doch ist eine mit sterilem Green-Rasen durchzogene Landschaft attraktiver als Kulturland, in dem im Frühjahr der gelbe Raps blüht, im Sommer das goldene Korn im Winde wiegt und Heu eingebracht wird und im Herbst die Kühe weiden? – Sind künstlich angelegte Spazierwege, wo immer damit gerechnet werden muss, dass einem Golfbälle um

die Ohren fliegen, für Erholung suchende Spaziergängerinnen und Biker attraktiver als die aktuellen Landwirtschaftswege, die auch von Erholungssuchenden benutzt werden können? – Ist ein Golfplatz mit Trainingsgelände und einem Ausflugsrestaurant mit 200 Parkplätzen an einem Ort, der mit dem öffentlichen Verkehr praktisch nicht erschlossen ist, umweltfreundlicher als eine natürliche Landschaft, die problemlos zu Fuss und mit dem Velo erreicht werden kann? – Sind Rasenflächen, die mit viel Dünger fit gehalten und mit viel zugeführtem Wasser begossen werden müssen, ökologischer als Kulturland zur Produktion von Nahrungsmitteln? Nein zum Golfpark Zugersee! Hans Läubli, Kantonsrat, Grüne Affoltern

Ich wohne in der Gemeine Kappel, arbeite aber in Otelfingen direkt neben dem Golfpark. Auch wenn ich den Park nicht zum Golfspielen nutze, möchte ich das grosse und schöne Gelände nicht missen. Es bietet uns über Mittag oder auch mal am Abend, eine wunderbare Erholungs- und Begegnungszone. Das heisst wir verbringen meistens unsere Mittagspause auf der Golfpark-Restaurant-Terasse und geniessen die schöne Landschaft. Je nach Lust und Laune laden zudem die sehr gepflegten Wege auch bei schlechterem Wetter zu erholsamen Spaziergängen ein. Ich kenne die Zeit vor dem Golfpark nicht. Kollegen und Anwohner sagen aber ganz klar, dass die Gegend durch die Umsetzung des Golfparks aufgewertet wurde. Früher gab es zwar auch Landwirtschaftswege zwischen den Feldern, das Ganze sei aber nicht so einladend und abwechslungsreich wie heute gewesen. Kurz-

um, der Golfpark Otelfingen bietet einen echten Mehrwert für die Region und ist dank der grossen Fläche auch nicht überlaufen. Zum Thema «EliteSport der oberen 10 000» kann ich nur sagen; stimmt nicht (mehr). Für das beobachte ich in Otelfingen zu viele Golfer in Klein- oder Mittelklassewagen und auch die Schulferien-Jugendkurse wären dann sicher nicht so gut besucht wie heute. Aber zurück nach Kappel; meines Wissens stehen die in-

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volvierten Landbesitzer dem geplanten Golfplatz positiv gegenüber, dass nicht unkritische Umweltschutz-Amt hat ebenfalls seinen Segen erteilt und selbst in einem Krisenfall könnte man die Flächen sicher ratzfatz wieder in einen Kartoffelacker umwandeln. Warum also so ein schönes und zudem noch privat finanziertes Projekt verhindern? Sandro Francescutto, Hauptikon/Kappel


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Forum

Dienstag, 13. November 2012

Die FDP sagt Ja zum Leistungsvertrag mit der Senevita AG Am 25. November 2012 werden wir die Gelegenheit haben, über den Leistungsvertrag mit der Senevita AG abzustimmen. Die FDP sagt dazu klar Ja, so wie dies bereits die Gemeindeversammlung vom 27. August 2012 getan hat. Schauen wir den Tatsachen, wie sie sich präsentieren, ins Auge. So ist Tatsache, dass das Haus Seewadel den heutigen Anforderungen in keiner Weise mehr genügt. Einerseits weist das Gebäude einen extrem hohen Sanierungsbedarf auf, indem diverse bauliche Massnahmen dringend erforderlich sind. Diesbezügliche Abklärungen haben ergeben, dass dies mit sehr hohen Investitionen verbunden wäre. Aber selbst dann würde das Gebäude nicht die für die Betreuung und Pflege der älteren Generation nötigen Strukturen bieten. Dies bedeutet, dass das Gebäude selbst bei Vornahme dieser hohen Investitionen die Anforderungen an eine kostengünstige und effizi-

ente Betreuung mit schlanken Arbeitsund Betriebsabläufen nicht erfüllen könnte. Andere Bauvorhaben, insbesondere ein Neubau an anderer Stelle, sind nicht in Planung, nachdem die Gemeinde Affoltern in einer Konsultativabstimmung nach eingehender Information durch den Gemeinderat diese Lösung nicht weiter verfolgen wollte. Damit ist klar, dass eine neue gemeindeeigene Lösung nicht spruchreif und damit nicht innert weniger Jahre realisierbar ist. Ebenso Tatsache ist, dass mit der Senevita AG ein Leistungsvertrag ausgehandelt worden ist, der nur als Ganzes angenommen oder abgelehnt werden kann. Dieser erweist sich bei näherer Betrachtung als sehr gut ausgehandelt. Die Gemeinde, vertreten durch Gemeinderätin Heidi Fraefel, hat in den Verhandlungen mit der Senevita AG das Optimum für Affoltern herausgeholt. Allen Mitarbeitenden

des Hauses Seewadel wird für die Dauer von drei Jahren eine Anstellung zu bisherigen Bedingungen angeboten. Obwohl die Senevita AG privatrechtlich organisiert ist, hat sich die Gemeinde Affoltern Informationsrechte und Einflussmöglichkeiten hinsichtlich wichtiger Führungsentscheide ausbedungen. Zudem ist der Vertrag auf zehn Jahre begrenzt. Angesichts dieser Tatsache und des Umstandes, dass eine anderweitige gemeindeinterne Lösung derzeit nicht in Sicht ist, ist dem Leistungsvertrag mit der Senevita AG zuzustimmen. Nutzen wir also die Chance, während der nächsten zehn Jahre – der Laufzeit des Vertrags mit der Senevita – die Zeit, um Alternativen zur Unterbringung in Institutionen der Senevita AG zu suchen. Schliessen wir uns dazu mit anderen Gemeinden zusammen. Im Sinne der regionalen Solidarität sind sämtliche Gemeinden unseres Be-

zirks dazu aufgerufen, sich mit den angesichts der Bevölkerungsstruktur immer drängenderen Fragen der Betreuung der älteren Generation auseinanderzusetzen und in gemeinsamem Zusammenwirken Lösungen zu erarbeiten. Dies notabene unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden. Es kann nicht sein, dass Sozialaufgaben zunehmend der Zentrumsgemeinde Affoltern überbunden werden, ohne dass für deren Inanspruchnahme auch interkommunal ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Ansonsten droht ein finanzieller Kollaps unserer Gemeinde, womit Affoltern seine Zentrumsfunktion auch zum Nachteil der anderen Gemeinden nicht mehr wahrnehmen könnte. In diesem Sinne sagen wir Ja zu Senevita und Ja zur überkommunalen Zusammenarbeit bei der Suche nach Alternativen. FDP Affoltern

Senevita am 25. November eine Chance geben? Ich bin dagegen. Warum? Diese Firma will Geld verdienen. Viel Geld. Die Aktionäre möchten Rendite sehen und Boni kassieren.

Kein erstklassiger Ruf Hat diese Firma überhaupt einen positiven Leistungsnachweis? Ihr Ruf ist nicht eben 1a. Was, wenn die Finanzen aus dem Ruder laufen und die öffentliche Hand zur Kasse gebeten wird? Dann möchte ich die Ja-Sager sehen, ob diese immer noch hinter der Senevita stehen: EVP, SVP, FDP usw.

Zweiter Vorschlag nötig Ich stimme Nein. Es braucht mindestens einen zweiten ausgearbeiteten Vorschlag. Die Gemeinde Affoltern ist dies unseren Bürgern schuldig. Christian Nyfeler, Affoltern

Welche zukunftsweisenden Pflegeprinzipien sollen unser neues Altersheim leiten? Wir alle werden alt, werden wegen immer weniger werdenden Kräften ev. in einem Altersheim wohnen und sollten auch dort unsere individuelle Lebensgeschichte zu einem abgerundeten Abschluss bringen können, um dann ruhig, gelöst sterben zu können. Als Pflegefachfrau und Lehrerin für Krankenpflege weiss ich, dass die Befriedigung individueller Bedürfnisse im höheren Alter wegen der eingeschränkten Kräfte immer wichtiger, die Unterschiede der Bedürfnisse aber immer grösser werden. Darum: Wie sollen unsere zukünftigen Altersheime ausgerichtet sein, in der Gemeinde, im Bezirk? Wer soll darüber bestimmen? Ein gewinnorientiertes Unternehmen, dem der Gewinn wichtig sein muss, oder eine gemeinnützige Organisation, deren Stiftungsrat zum Beispiel formulieren kann: «Innovativ agieren, Bedürfnisse aufnehmen und diese visionär in die

Strategie einbinden, das ist die Aufgabe des Stiftungsrats und wichtig für eine erfolgreiche Zukunft des Schönbühls». (Ich zitiere hier und weiter unten aus Papieren des Altersheims Schönbühl, Schaffhausen.) Einige Angebote in diesem Altersheim: Im Schönbühl gibt es 3 verschiedene Wohnmöglichkeiten. Die Wohngruppe für Personen, denen die Privatsphäre wichtig ist, die individuell in ihren eigenen Wänden leben wollen. Zentrum der Gruppen-Wohnung ist eine grosszügig ausgestattete Küche und eine Stube mit Sicht auf die offene Umgebung, die von allen Zimmern direkt zugänglich sind. Im kleinen Rahmen treffen sich die Bewohnerinnen zu den Mahlzeiten, zu geselligem Zusammensein, mit ihren Gästen, die Küche steht allen zur Verfügung. Die Hausgemeinschaft für Personen, die aktiv Begegnungen leben und

im Alltag mit dabei sein wollen. Jeder/jede Bewohnerin wohnt auch hier in einem individuell eingerichteten Zimmer und wird auch bei grosser Pflegeabhängigkeit dort gepflegt bis zum Tod. Der Alltag ist geprägt von den Werten Miteinander, Mitarbeiten, Mitgestalten und in Gemeinschaft leben. Pflegende sind «AIItagsmanager» geworden. Die Gruppe organisiert sich selbst, nach vorgegebenem Budget wird, nach Absprache untereinander, eingekauft, gekocht, der Tag gestaltet, Alltags-Haushaltarbeit verrichtet, aber auch gemütlich gespielt, zirka einmal pro Monat auch auswärts gegessen. Aber jederzeit ist ein sich Zurückziehen möglich, ins eigene Zimmer in den umliegenden Garten, der auch für Besucher und Kinder offen ist und zum Verweilen einlädt. Wichtig ist, niemand muss eine Arbeit übernehmen, die «Alltagsmanager» sorgen für einen geordneten Ablauf.

In zwei Hausgemeinschaften für demenziell Erkrankte gelten die gleichen Prinzipien wie für die oben beschriebene Hausgemeinschaft. Diese zwei Hausgemeinschaften sind aber geprägt von der Art der Erkrankung der Bewohner. Die Wohnumgebung umfasst individuelle Zimmer, ein Wohnzimmer mit Wintergarten, eine nostalgisch eingerichtete Küche und einen geschützten Garten. Formuliertes Ziel ist, dass auch diese Personen sich in ihrer Wirklichkeit angenommen fühlen. «Auch in der Hausgemeinschaft Demenz sind wir so wenig Heim wie möglich. Die Atmosphäre eines normalen Haushaltes ist spürbar. Die Pflege tritt in den Hintergrund, und ist kaum spürbar.» Wichtig ist das Weiterführen der Lebensgeschichte jedes Bewohners, darum ist auch der Kontakt mit den Angehörigen sehr wichtig. Es ist mir bewusst, dass wir nicht einfach diese Art Altersheim

übernehmen können, auch nicht wollen. Aber, bietet eine gemeinnützige Organisation verantwortlich für ein Altersheim nicht Vorteile gegenüber einer gewinnorientierten? Der Gewinn für ein gewinnorientiertes Unternehmen fällt weg, eine gemeinnützige Organisation kann auch Spenden anziehen. Ist es daher richtig, dass der Gemeinderat in eigener Kompetenz die von ihm untersuchte und positiv bewertete Möglichkeit, die Altersheimführung einer gemeinnützigen Organisation zu übergeben, abgebrochen hat? Und, wäre es nicht sinnvoll, Altersheime gemeinsam mit dem Bezirk zu planen, dabei auch die Erfahrung und das Wissen über Langzeitplanung unseres Spitals mit einzubeziehen? Darum: Nein zur Auslagerung des Hauses zum Seewadel an die Senevita AG! Hanni Belck, Affoltern

Ja zur Sanierung der Alterssiedlung

Die FDP sagt Ja zur Sanierung und Neubau Alterssiedlung

Die SP Mettmenstetten empfiehlt mit Überzeugung ein Ja zur Abstimmungsvorlage (Urnenabstimmung vom 25. November).

Urnenabstimmung vom 25. November in Mettmenstetten.

Es kam fast Begeisterung auf bei der Beratung der Vorlage zur Sanierung der Alterssiedlung in Mettmenstetten. Dass die Wohnungen aus dem Jahr 1973 bezüglich Grösse und Ausbau nicht mehr genügen und der Bau die energetischen Anforderungen nicht mehr erfüllt, war schon lange bekannt. Ungewiss war, ob eine Sanierung machbar ist oder ob allenfalls mit einem Abbruch zu rechnen ist. Was die Gemeinde als Abstimmungsvorlage präsentiert, überzeugt: 15 Alterswohnungen in verschiedenen Grössen, alle mit Balkon oder Terrasse und alle behindertengerecht zugänglich. Und dazu ein neuer grosser Aufenthaltsraum. Der Bau wird etappiert, sodass (fast) alle heutigen Bewohner und Bewohnerinnen während der Umbauzeit in der Siedlung bleiben können.

Günstige Miete Speziell überzeugt hat uns, dass die renovierten Wohnungen trotz hoher Umbaukosten günstig vermietet werden. Die Gemeinde begnügt sich mit

einer Nettorendite von 0,84% und zeigt damit, dass sie sich verantwortlich dafür fühlt, dass ältere Menschen in der Gemeinde im vertrauten Umfeld bleiben können. Die Vermietung soll extern besorgt werden. Da das seinerzeitige Darlehen der kantonalen Wohnbauförderung längst zurückbezahlt wurde, werden künftig für die Vermietung keine einkommens-/vermögensabhängige Faktoren mehr berücksichtigt. Aber es gilt weiterhin, dass die Wohnungen primär an in Mettmenstetten wohnhafte Personen im Pensionsalter vergeben werden sollen, bevorzugt werden Belegungen einer Wohnung durch zwei Personen. Und wir vertrauen auch darauf, dass finanziell schwächer gestellte Mieter bessere Chancen haben, in eine dieser günstigen Wohnungen einziehen zu können.

Gemeinde hat Heft in der Hand Die SP Mettmenstetten ist froh, dass unsere Gemeinde bei den Alterswohnungen das Heft in der Hand behält und lediglich die Vermietung auslagert. Auch wenn viel Geld in die Sanierung investiert wird – wir finden das richtig und beispielhaft. SP Mettmenstetten: Franziska Sykora

Die Freisinnig-Demokratische Partei Mettmenstetten hat sich intensiv mit dem Projekt Alterssiedlung, Schulhausstrasse 2, Sanierung sowie Neubau Gemeinschaftsraum, Bauprojekt/Kredit auseinandergesetzt und empfiehlt den Stimmberechtigten, aus folgenden Überlegungen ein Ja in die Urne zu legen: Die Alterssiedlung aus den frühen Siebzigerjahren hat den ersten, üblichen Erneuerungszyklus bereits deutlich überdauert. Sie ist altershalber sanierungsbedürftig und konnte deshalb in letzter Zeit nicht mehr problemlos vermietet werden. Die bestehenden Gebäude sollen wieder auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden. Somit handelt es sich beim Vorhaben in erster Linie um eine notwendige, grosszyklische Erneuerung. Das Projekt berücksichtigt jedoch zusätzlich die in den letzten 40 Jahren veränderten Bedürfnisse durch grössere Wohnungen, behindertengerechte Gestaltung, energetische Massnahmen und einen Gemeinschaftsraum. Der Mehrwert wird durch die Bewohner mit höheren Mieten getragen, wobei die Aufteilung der Gesamtkosten in Wertvermehrung und Unterhaltskosten einer gebührenden Beach-

tung bedarf. Wir werden diesen Aspekt bei der Bauabrechnung im Auge behalten.

Keine Renditeliegenschaft Die FDP vertritt ökologische Anliegen und durch die geplante Verbesserung der Energieeffizienz wird diesem Punkt im vorliegenden Projekt ebenfalls angemessen Rechnung getragen. Die Alterssiedlung ist – im Gegensatz zu anderen Gemeindeimmobilien – keine Renditeliegenschaft, weshalb die Mieten nach Regeln der Kostenmiete festgelegt werden. Dadurch wird auf (spekulativen) Gewinn verzichtet und wir deuten dies als Signal, dass es die Gemeinde Mettmenstetten als ihre Aufgabe versteht, Wohnraum für ältere Menschen kostendeckend zu erstellen. Dies erachten wir als sinnvoll und richtig. Durch noch zu erstellende Vermietungsrichtlinien soll die Strategie für die Vergabe von Alterswohnraum in unserer Gemeinde geregelt werden und wir legen dem Gemeinderat nahe, dass diese durch die Bevölkerung mitgestaltet werden kann. Durch das Halten und Nutzen von Gebäuden in Zentrumslage bestimmt die Gemeinde die bauliche Entwicklung unseres Dorfes mit. Die vorge-

stellten Projektunterlagen stellen einen angemessenen, zweckmässigen Bau in Aussicht, welcher auch eine künftige Weiterentwicklung nicht ausschliesst. FDP Mettmenstetten, www.fdp-mettmenstetten

Grüner Rasen statt Farbenspiel? Seit Frühjahr habe ich im Gebiet des geplanten Golfplatzes die Landschaft beobachtet und fotografiert, ganz aus der Nähe und weit über das Tal von Neuheim und vom Zuger Berg. Ich sah die hellgelben Rapsfelder, das grüne Gras und die braunen Äcker im Mai, später das erst grüne, dann gelbbraune Getreide. Ich sah den Mais wachsen und braun werden – dann wieder die frisch gepflügten Äcker. Dieses Farbenspiel soll nun dem immergleichen grünen Rasen weichen, wie er auf den Plakaten der Befürworter des Golfplatzes gezeigt wird? Da trösten auch ein paar Büsche dazwischen nicht. Ich stimme Nein. Urs Glenck, Ebertswil


Forum

Dienstag, 13. November 2012

Der «grosse Preis vom Zugersee» Die Abstimmung über ein GolfplatzProjekt ist nicht alltäglich, auch die Parade der Argumente nicht. Die Bewohner des Knonauer Amts lassen sich jedoch nicht täuschen. Sie schätzen ihr natürliches Umfeld, den reichen Erholungsraum vom Albis zum Türlersee bis hin zum südlichsten Punkt des Kantons, angrenzend zum Kanton Zug. Und genau an diesem Punkt klopft ein zugerisches Initiativkomitee an, um auf unserem schönen, weiträumigen Wandergebiet, gar mit historischem Wert, einen Golfplatz einzuzäunen. Zwar wird von den Initianten auf den Respekt vor der Natur, vor der Landwirtschaft hingewiesen. Auch auf dem Areal des Golfplatzes sollen sich Wanderer, jung und alt, wohlfühlen.

Klingt etwas sonderbar, denn Golfplätze sind nun einmal keine gesuchten Gebiete zur Erholung. Da zischen doch auch mal fehlgeschlagene harte Bälle herum und der Spielrasen darf nicht betreten und auch nicht zum Picknick benutzt werden. Da wird von den Initianten auch ein Restaurant angeboten, eine Vielzahl an Parkplätzen, gar Gratis-Golfspielen für die Jugend. Klingt grosszügig... aber das Betriebsreglement steht noch nicht... und da verpackt dann der Club-Vorstand ihm beliebige Bestimmungen ein. Und die heute angebotene grosszügige öffentliche Funktion des Golfplatzes wird wohl in erster Linie Rücksichten auf ein geordnetes Clubleben nehmen. Da zeigt sich doch, dass rund 80 Hektaren unseres schönen Erholungsraums abgetreten würden, an eine zugerisch

gestützte Gruppe, die bereits mit dem verlockenden Namen «Golfpark Zugersee» aufwartet. Will da etwa der Kanton Zug seine mangelhafte Struktur der eigenen versteinerten Landschaft wieder gutmachen? Und wenn später Zug als stolzes internationales Finanzzentrum plötzlich auf die Idee käme, nach dem Golfpark auch aus Prestigegründen in den Formel-1-Zirkus einsteigen zu müssen und eine Rennpiste im Knonauer Amt erstellen möchte.... und dabei ginge es wieder um den «Grossen Preis vom Zugersee». Ein etwas kühner Gedanke, aber er zeigt doch auf, dass am 25. November ein Nein richtig platziert ist... zugunsten unserer Region und aller Bewohner. Max Zingg, Knonau

Wer sind die «selbstlosen Egoisten»? Leserbrief «Brot statt Golfbälle» von H. Aeberli, Bonstetten, «Anzeiger» vom 9. November 2012. Im erwähnten Leserbrief von Landwirt Aeberli aus Bonstetten sind einige bemerkenswerte Äusserungen aufgeführt. Neben den ganz im Stile von «Blut und Boden» festgehaltenen Aufzählungen von populistischen und zum Teil unbewiesenen Behauptungen fehlen die vom bestbekannten Haudegen Aeberli seine sonst so gewohnten Grobheiten. Seiner Meinung nach kennen Bauunternehmer, Spekulanten und natür-

lich Golfer nur ein einziges Motto: «Geiz ist geil.» Er nennt sich dabei selber nur sehr schlecht verklausuliert als der nächsten Generation gegenüber äusserst verantwortungsvoller Mensch. Die unsägliche Bezeichnung der Golfbefürworter als «selbstlose Egoisten» ist zwar mehr als verwirrend, immerhin verzichtet er auch hier auf die von ihm so gewohnten üblen Schimpfwörter. Der Grund dazu könnten natürlich für den «Zweihänderspezialisten» einige denn doch etwas unbequeme Fakten in eigener Sache sein. Spekulanten spielen nämlich nicht nur Golf.

Es können durchaus auch Landwirte sein, die zum Beispiel den Direktzahlungen, staatlichen Zuschüssen und finanziellen Entschädigungen für allerhand Grünflächen zuliebe zirkusreife Übungen bei der Hofübergabe veranstalten. Oder gar Bauern, die aus lauter Raffgier an jeder nur denkbaren Veranstaltung oder Abstimmung mit episch langen Ausführungen als «selbstlose Egoisten» auftreten und die Parole «Geiz ist geil» geradezu personifizieren. H.U. Noser, Golfer, Grossholz, Mettmenstetten

Ja zum Golfplatz – eine grosse Chance für die Landwirte Leider gingen im grossen Getöse der Stellungnahmen des Zürcher Bauernverbandes und der paar wenigen Grosslandwirte die Stimme von uns mittleren und auch kleineren Bauernbetrieben verloren. Der Zürcher Bauernverband vertritt sehr einseitig die Haltung von ein paar wenigen Grossbetrieben und vergisst, dass es noch viel mehr Betriebe gibt, die um ihre Zukunft bangen. Getarnt wird die Diskussion unter dem Titel Kulturlandverlust und Nahrungsmittelsicherheit. Es ist doch absolut legitim, ja sogar notwendig, dass unsere Betriebe sich mit der Zukunft befassen. Der Betrieb eines Golfplatzes und Naherho-

Zuschriften zur Abstimmung vom 25. November In der Ausgabe vom Dienstag, 20. November, veröffentlicht der «Anzeiger» letztmals Zuschriften zu den Abstimmungsvorlagen vom 25. November 2012. Diese müssen die Redaktion bis Samstag, 17. November 2012, 12 Uhr, erreichen und mit einer Adresse des Autors/der Autorin versehen sein. Beziehen sie sich auf Artikel oder Zuschriften, müssen deren Titel und Erscheinungsdatum aufgeführt werden. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen. Die Redaktion entscheidet über eine Veröffentlichung und über den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Über nicht publizierte Zuschriften führt der Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern keine Korrespondenz. (Red.)

lungsgebietes sichert unseren beiden Betrieben, aber auch den anderen involvierten, die Zukunft. Die Zahlen von Beat Zürcher in der «NZZamSonntag» sprechen Bände.

Vom eigenen Verband bevormundet Unsere Betriebe erarbeiten zu wenig Geld, um mittel- und langfristig zu überleben. Man verlangt von uns Bauern Innovation. Aber wenn man innovativ ist, indem man in ein Golfplatzprojekt einsteigt, wird man vom eigenen Verband bevormundet. Das ist unglaublich und unfair. Warum will man uns

keine Chance für eine vernünftige Zukunft geben? Wir sind überzeugt vom vorliegenden Projekt. Da wurde von allen Seiten über Jahre absolut professionelle Arbeit geleistet. Das Projekt wird nicht nur für den Bauernstand eine grosse Chance sein, sondern für die ganze Region. Diese Chance dürfen wir nicht verpassen. Wir bitten alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, am 25. November 2012 an all die Bauernbetriebe zu denken, deren Zukunft in den Sternen steht, sagen Sie Ja zur Richtplanänderung. Ruedi Holliger, Ebertswil Walter Rohner, Kappel

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Glaubenskrieg statt Milchsuppe Erinnerungen an die polemisch geführten Golfplatz-Abstimmungskämpfe von Hedingen und Wettswil werden wach: Dieselben Argumente, dieselben Fronten. Neue Initianten, altbekannte Gegner. Es ist ermüdend. Seit Jahren wohne ich in der Gegend des geplanten Golfplatzes und bin oft als Spaziergänger oder Velofahrer unterwegs. Unterwegs treffe ich Reiter, Jogger, Familien, Biker und Hündeler. Mehr als 20 bis 30 solcher Begegnungen gibt es höchstens an einem sehr schönen Frühlings- oder Herbsttag. Deshalb empfinde ich die Argumentation der Gegner als reine Ignoranz: Beim Bau einer Golfanlage würde sehr viel Land für einige wenige Privilegierte verbraucht. Ah ja? Auf dem MigrosGolfplatz im nahegelegenen Holzhäusern geniessen und «brauchen» jedes Wochenende Hunderte von Menschen die umliegende Natur. Wer ist also in Wirklichkeit privilegiert?

Am 11. Mai 1996 erhielt der Golfplatz Grossarni in Küssnacht (SZ) vom WWF eine Auszeichnung für die «besonders umweltverträgliche und naturnahe Sport- und Freizeitanlage». Der WWF Schwyz dankt den Betreibern darin für die offene und konstruktive Zusammenarbeit, sowie die markante ökologische Aufwertung des Gebietes. Dies wird von den Gegnern ebenfalls ignoriert. Ähnliche Urkunden erhielten unter anderen auch die Golfplätze Erlen (TG) und Sempachersee (LU). Es scheint, als möchten der Wandel der Zeit und die veränderten Bedürfnisse und Verhaltensweisen bei uns unter keinen Umständen wahrgenommen werden. Mit gesenktem Haupt wird weiter gegrunzt und im Dreck gebuddelt. Säuliamt – für immer und ewig. Dani Nieth, Aeugst

Wer im Glashaus sitzt ... Das Golfpark-Areal ist heute gar kein Naherholungsgebiet, «Anzeiger» vom 9. November. Lieber Adrian Risi, aus naheliegenden Gründen lese ich zurzeit wie viele andere auch den «Anzeiger» besonders aufmerksam. Ihr illustrierter Leserbrief hat mich sehr betroffen gemacht. In einer Abstimmungskampagne sind ja bekanntermassen viele Mittel erlaubt, dass gerade Sie aber ein aussergewöhnliches Wetterphänomen wie die Starkniederschläge vom 10. Oktober 2012 dazu verwenden, um Polemik zu betreiben, enttäuscht gewaltig. Blenden wir zurück: Am 10. Juni 2008 ging über Sihlbrugg ein Jahrhundertgewitter nieder, damals genügten bereits zwei Stunden (nicht zwei Tage), um Schäden in Millionenhöhe zu verursachen. Aus dem Nichts entstanden innert Minuten Bäche wie sie auf Ihrem Bild zu sehen sind. Als damaliger Mitbesitzer der Deponie Chrüzhügel wissen Sie ja, wie machtlos man Naturgewalten gegenübersteht. In den vergangenen Jahren kämpften Sie immer wieder mit Rutschungen, die durch Gewitter und starke Regenfälle verursacht wurden. Die Redewendung «wer im Glashaus sitzt…» greift hier zu kurz, da Sie ihr Unternehmen in andere Hände übergeben haben, wie unlängst der Presse zu entnehmen war.

Der 10. Oktober 2012 ist glimpflich abgelaufen, es zeigt aber, dass sich solche Wetterextreme häufen. Wir Landwirte sind uns sehr genau bewusst, dass insbesondere der Ackerbau in Hanglagen exponiert ist. Eine bewährte Antwort stellt die Fruchtfolge dar. Gefahr durch Erosion wird wie im vorliegenden Fall auf wenige Tage bis Wochen von der Saat bis zum Auflaufen beschränkt. Durch den Wechsel der Kulturen mit hohem Grünlandanteil und unterschiedlichen Saatzeitpunkten sind bei Ausnahmesituationen immer nur wenige Parzellen betroffen. Der in letzter Zeit an anderer Stelle oft angeführte Begriff Monokultur ist bei den Oberämtler Bauern schon seit 20 Jahren als Bewirtschaftungsform kein Thema mehr, für eine unqualifizierte Meinungsäusserung reicht er aber allemal. Daneben etablieren sich als Antwort auf die genannten Probleme neue Anbauverfahren wie Direktsaat oder Streifenfrässaat auch in unserer Region. Wenn den schon Extreme herangezogen werden müssen, so sei die Frage erlaubt: Wie sähe wohl das Bild aus, wenn ein solches Wetterextrem zeitlich nicht mit einer frisch angesäten Weizenparzelle sondern mit einer Grossbaustelle am gleichen Ort zusammentreffen würde? Eben: Wer im Glashaus sitzt... Gregor Blattmann, Landwirt

Grundstufenklassen nicht abwürgen Grundstufe* oder Kindergarten? Wie so oft in Fällen, wo sich zwei Modelle gegenüberstehen, brechen Glaubenskriege aus. Die Variantenabstimmung vom 25. November lässt ein Unentschieden zu als Lösungsweg für alle: Variante B mit der Grundstufe als mögliche Alternative zum Kindergarten. Wir stimmen darüber ab, ob die Grundstufe verbindlich für alle Schulgemeinden eingeführt werden soll (Variante A) oder als mögliche Alternative zum Kindergarten (Variante B).

Vorlagen abgelehnt, müssen diese Grundstufenklassen zumachen. Das wäre sehr schade für alle Beteiligten und all die wertvollen Erfahrungen, die mit diesen altersdurchmischten Klassen gesammelt wurden, wären vergeudete Arbeit. In einer (umstrittenen) Umfrage des Kindergärtnerinnenverbandes votierten die Kindergärtnerinnen mehrheitlich für den bisherigen Kindergarten. Die GrundstufenLehrpersonen wurden gar nicht gefragt, weil sie sowieso überzeugt seien von ihrem Grundstufen-Modell ...

Hohe Zufriedenheit der Eltern

Variante B

Bedenken Sie doch folgendes: Seit 2004 beteiligen sich 27 Gemeinden mit 87 Klassen am Versuch mit der Grundstufe. Die Zufriedenheit der Eltern ist hoch und diejenige der Lehrpersonen ebenso. Werden in der Abstimmung vom 25. November beide

Ein neues Modell braucht Zeit, um sich zu etablieren. Geben wir Schulpflegen, Eltern und Lehrpersonen die Möglichkeit, die für ihre Gemeinde passende Form zu wählen. Es kommt immer am besten heraus, wenn möglichst viele Beteiligte hinter dieser

Wahl stehen. Das gilt für die traditionellen Kindergärten, aber ebenso für die bestehenden Grundstufen. Dass bezüglich Lernerfolg beide Varianten ebenbürtig sind, hat eine wissenschaftliche Untersuchung nachgewiesen. Stimmen Sie der Variante B zu, auch wenn Sie persönlich von der Grundstufe nicht überzeugt sind – Sie geben einer Minderheit von Schulgemeinden im Kanton Zürich damit die anzeige

Möglichkeit, ihre erfolgreichen Grundstufenklassen weiterzuführen. *Die Grundstufe umfasst die beiden Kindergartenjahre und die 1. Primarklasse. Die Kinder werden dabei in altersdurchmischten Klassen unterrichtet und ihrem Entwicklungs- und Leistungsstand entsprechend gefördert. Die Verweildauer in der dreijährigen Grundstufe beträgt je nach Kind zwei bis vier Jahre. Franziska Sykora, Mettmenstetten


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Dienstag, 13. November 2012

«Ausgefuchst»

Feuer und Flamme

Gute Laune herrschte am Stück mit Lorenz Pauli in der Bibliothek Wettswil. > Seite 19

Die 23. Schweizer Erzählnacht wurde auch in Ämtler Gemeinden zelebriert. > Seite 21

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15

Cup-Aus Der FC Affoltern verliert auswärts gegen Einsiedeln unglücklich mit 1:0. > Seite 27

Offene Türen für die neuen Berufswähler Berufsinfotag 2012 im Bezirk Affoltern: 60 Lehrfirmen boten den Jugendlichen Einblick Für die Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe beginnt ab Herbst eine neue Etappe im Berufswahlprozess. Nachdem sie sich zunächst mit ihren eigenen Wünschen, Interessen und Fähigkeiten auseinandergesetzt haben, geht es für sie als Nächstes darum, die Berufswelt näher kennenzulernen. Als ideale Startveranstaltung bietet sich hierfür der Berufsinfotag an, der dieses Jahr am 8. November erfolgreich durchgeführt wurde. Anja Merki, Sekundarlehrerin und langjähriges Mitglied des Lehrstellenforums des Bezirks Affoltern, hat als erfahrene Organisatorin ein weiteres Mal rund 60 Lehrfirmen gewinnen können, die am 8. November ihre Türen für die interessierten Jugendlichen und ihre Lehrer sowohl am Vormittag

als auch am Nachmittag jeweils für eine 2½-stündige Berufsbesichtigung öffneten. Insgesamt wurden 863 Plätze in 56 verschiedenen Berufen über die Homepage des Lehrstellenforums ausgeschrieben. Schon am ersten Ausschreibungstag hatten sich über 100 Schüler elektronisch angemeldet. Die Homepage selber wurde seit dem 1. Juni 2012 weit über 30 000 Mal angeklickt. Am Beispiel der Tierklinik Dennler AG in Affoltern berichten diverse Schülerinnen, wie sie ihre Berufsbesichtigung der «Tiermedizinischen Praxisassistentin» erlebt haben. «Anzeiger»: Was hat dich bei der Besichtigung der TMPA am meisten beeindruckt?

Weitere Informationsmöglichkeit an der Berufsmesse Zürich Vom 20. bis 24. November steht den interessierten Jugendlichen mit dem Besuch der Berufsmesse Zürich ein weiterer Kontakt mit der Berufswelt offen, den sie klassenweise mit ihren Lehrern oder am Samstag mit ihren Eltern nutzen können. Im neuen Jahr folgen sodann je nach Beruf einzelne Schnuppertage oder -wochen

Entspannt durch die Nacht

zum vertieften Kennenlernen ausgewählter Berufe. Bis zu den Herbstferien 2013 wird schliesslich die Mehrheit der Schüler in der Lage sein, ihre Berufswahl zu treffen und sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Lehrstellenforum des Bezirks Affoltern

Daniela: «Ich habe die zwei Berufe besser kennengelernt. Der Tag war abwechslungsreich.» Maude: «Ich habe viel gelernt. Es war sehr spannend und es hat Freude gemacht.» Marigna: «Ich fand es spannend, neue Sachen zu sehen. So wie den ganzen Arbeitsplatz.»

Tierarzt Ralf Puschnig bietet Einblick in die Tierklinik Dennler. (Bild zvg.) Mira: «Ich fand es spannend, neue Sachen über die Tiere und auch allgemein zu lernen und es faszinierte mich auch, was ein Hund alles schlucken kann (Stichwort: Gummi Ente!).» Daniela: «Man muss nicht immer das Gleiche machen. Es ist sehr abwechslungsreich. Ich habe sehr viel gelernt über die Geräte und Tiere.» Talina: «Mich hat beeindruckt, dass die Praxis so gross ist und so viele Zimmer hat. Mir hat es sehr gefallen, dass alle Leute sehr freundlich waren und wir konkrete Beispiele mit dem Hund erleben durften.» Rebeka: «Dass man alles genau gesehen hat und es auch bildlich dargestellt hat. Ich konnte auch sehen wie es dort zu und her geht.» Sina: «Dass Herr Puschnig genau erzählt hat, was man genau macht, wenn ein Tier etwas im Bauch hat. Und dass wir ein paar Tiere sehen durften.»

Marigna: «Dass wir alles sehen durften und alles genau erklärt wurde. Bei Fragen bekamen wir gute Antworten. Man hat einige neue Dinge erfahren. Alle waren freundlich und hilfsbereit.» Jovana: «Am meisten hat mir das Röntgen gefallen, konnte zum ersten Mal ein echtes Röntgenbild sehen.» Cécile: «Ich finde es schön, dass man sich gegenseitig im Team unterstützt.» Natascha: «Ich habe den Eindruck, dass eine TPA einen sehr abwechslungsreichen Berufsalltag hat.» Melda: «Mich beeindruckte am meisten, wie gut die Leute dort organisiert arbeiten und wie hygienisch es zu und her geht.» Wie hast du den Info-Tag gefunden? Mira: «Ich fand es sehr spannend und ich weiss jetzt ein bisschen mehr über diese Berufe.»

Ein Korb voller Neuheiten … Weinausstellung 2012 in Mü’s Vinothek

Ulrich Erlebnis Wohnen in Sursee zeigt bis zum 15. Dezember die neusten Schlafsysteme.

Wenn die Wein-Ausstellung in Mü’s Vinothek am Samstag und Sonntag, 17. und 18. November, ihre Tore öffnet, stehen über 60 Weine zur freien Degustation bereit.

Ulrich bietet einen breiten Querschnitt der akutellen Schlafsysteme an. Jede Person hat ein anderes persönliches Schlafempfinden und wird von den geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ulrich kompetent und bedürfnisgerecht beraten. Superba Celliant ist die erste Funktionsmatratze mit Energie-Rückführung. Celliant ist ein patentiertes Spezialgewebe, in dessen Fasern mikroskopisch kleine Mineralpartikel eingebettet sind. Diese natürlichen Mineralien absorbieren die vom Körper ausgehende Energie, speichern sie, und geben sie über die Haut kontinuierlich zurück. So werden die Zellen des Muskelgewebes zu erhöhter Sauerstoffproduktion angeregt, die Blutzirkulation wird verbessert und die Körpertemperatur wird reguliert. Der Schlaf wird ruhiger und der Körper kann seine Energie über Nacht optimal regenerieren. Bis zum 15. Dezember gewährt ulrich Erlebnis Wohnen beim Kauf eines neuen Bettinhaltes ab 2000 Franken einen Schlaf-Bonus von 200 Franken, dies nebst zusätzlichen 10% Rabatt, fachgerechter Lieferung/Montage und Gratis-Entsorgung des alten Bettinhaltes.

Immer dabei an der Wein-Ausstellung in Mü’s Vinothek: auch ein Korb voller Neuheiten. Diese kommen aus der Schweiz, aus Österreich, Italien und Spanien. Schweiz: Seit einigen Jahren kommen von der Domaine du Montet in Bex grossartige Weine, gekeltert wie Amarone oder Ripasso, die an jeder Degustation für Furore sorgen. Österreich: Es gibt noch einmal die Gelegenheit, die einzigartigen Cru- Rotweine von Franz Taferner aus dem Carnutum zu geniessen. Italien: Gleich zwei Tre-Bicchieri-Weine (höchste Auszeichnung in Italien) aus der Kellerei Firriato, Sizilien, notabene Kellerei des Jahres in Europa. Spanien: Die Region Terra Alta und die Kellerei Lafou di Batea sind fast gänzlich unbekannt – deren Wein wird es aber kaum mehr lange sein. Als süsse Köstlichkeiten im Korb: Panettone, Cantucci und Amaretti. Aceto Balsamico Tradizionale di Modena (12- und 25-jährig), feinste Olivenöle, sowie die grossartigen Grappe der Distilleria Marzadro. Es lohnt sich, einen Blick in den Korb zu werfen. (pd.) Weinausstellung in Mü’s Vinothek, Affoltern, Samstag und Sonntag, 17. und 18. November, von 10 bis

Ulrich, Erlebnis Wohnen, Kottenstrasse 2, 6210 Sursee, Telefon 041 925 86 86, www.ulrichwohnen.ch.

Was nimmst du vom Berufsinfo-Tag mit? Cécile: «Der Praxiseinblick hat mir gezeigt, dass man, obwohl der Begriff ‹Tiermedizinische Praxisassistentin› heisst, nicht nur mit Tieren zu tun hat.» Natascha: «Ich finde die Idee sehr gut, einen Beruf genauer anschauen zu dürfen.» Melda: «Ich kann mir ein besseres Bild machen, was eine Tiermedizinische Praxisassistentin alles machen kann.» Yanka: «Ich habe es sehr interessant gefunden, weil ich gerne die Zeit mit Tieren verbringe.» Fazit: Einmal mehr wars ein eindrücklicher und lehrreicher Berufsinfotag, der den jungen Interessierten bestimmt in Erinnerung bleiben und sie zum Besuch von weiteren Berufsinformationsveranstaltungen anregen wird. Kurt Müller, Andrea Gerber, BIZ Urdorf

Heilenergien bewusst einsetzen Meditationsabend am Freitag, 30. November, in Mettmenstetten.

Heidi Bleiker. (Bild zvg.) Lichtvolle, wunderbare Heilenergien aus der geistigen Welt umgeben die Menschen stets. Diese Heilenergien können bewusst eingesetzt werden und verändern und erhöhen die Schwingung in den Körpern, dem physischen und den feinstofflichen Körpern und in den Zellen. Die Teilnehmenden lassen alte einschränkende Überzeugungen los und wachsen mehr und mehr in ihr strahlendes Seelenpotenzial. Der Meditationsabend findet am Freitag, 30. November, von 19.15 bis 21.15 Uhr in Mettmenstetten statt. Heidi Bleiker ist Spirituelle Lehrerin, Shiatsu-Therapeutin und Stimmgabeln-Klang-Therapeutin und leitet Meditations-Kurse und fortlaufende Meditations-Gruppen für Bewusstseinsentwicklung und spirituelles Wachstum.

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Ruedi Müller: «Es lohnt sich, einen Blick in den Korb zu werfen!» (Bild zvg.)

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Dank «Chriesibier» 30 neue Kirschbäume Die IG Zuger Chriesi pflanzt im Rahmen des Projekts «1000 Kirschbäume für Zug» auf dem Hotzenhof in Deinikon 30 junge Kirschbäume an. Gleichzeitig übernimmt die Brauerei Baar 20 zehnjährige Baum-Patenschaften Der Spätherbst ist der beste Zeitpunkt für das Pflanzen von Obstbäumen, weil die Wurzeln bis zum Frühjahr anwachsen können und so der Baum im Frühling genügend Wasser aus der Erde ziehen kann. Auf dem Hof von Hermann und Bernadette Hotz-Mathis in Deinikon stehen gegenwärtig rund 100 Hochstämmer, wovon 50 Kirschbäume sind. Durch die Neupflanzung wird sich der Kirschbaumbestand auf 80 Bäume erhöhen. Für die IG Zuger Chriesi ist der Anlass von besonderer Bedeutung, weil damit auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kurt und Martin Uster von der Brauerei Baar gefeiert wird. Diese übernimmt anlässlich ihres 150-Jahr-Jubiläums 20 Baum-Patenschaften, welche sie durch den Verkauf des im Sommer neu lancierten Zuger Chriesibiers finanziert. Bei einem jährlichen Beitrag von 99 Franken pro Baum leistet die Brauerei

Martin Uster mit «Chriesibier» und Ueli Kleeb von der IG Zuger Chriesi. (Bild zvg.) 1890 Franken pro Jahr, mit der das Kirschbaumprojekt der Interessengemeinschaft während 10 Jahren unterstützt wird. Für dieses Finanzierungsmodell müssten pro Jahr genau 39 600 Chriesibier verkauft werden, denn 5 Rappen pro Flasche gehen ans Baumprojekt. Laut Martin Uster ist die Zahl der verkauften Flaschen höher als erwartet: «Per heute haben wir genau 41 028 Flaschen Chriesibier verkauft.»

In sich selbst investieren Integrative Kinesiologie im wohlum, Rossau Etwas im Leben verändern? Einen Schmerz loswerden? Effektiver lernen? Neues wagen? Klarer kommunizieren können? Ein neues Jahresziel definieren? Mit der IK Kinesiologie lässt sich das in Angriff zu nehmen. Kinesiologie ist eine sanfte und wirkungsvolle Methode, um gesundheitliche Beschwerden und Störungen im körperlichen, seelischen und geistigen Bereich zu erkennen und anzugehen. Der Mensch wird als Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet. Was man denkt und fühlt wirkt sich auf das Wohlbefinden aus. Umgekehrt beeinflusst der körperliche Zustand die geistig-seelische Verfassung. Sobald in nur einem Bereich eine Störung auftritt, gerät der Mensch aus der Balance. Hält dieser Zustand länger an, kann sich daraus eine Erkrankung entwickeln. Sind alle drei Bereiche im Fluss, ist der Mensch gesund.

Kinder und Kinesiologie Den oft hohen Anforderungen aus Schule oder Berufslehre gerecht zu

werden, ist für viele Kinder und Jugendliche belastend und mit grossem Stress verbunden. Vertrautes schwindet und Neues ist noch in weiter Ferne. Ängste und Unsicherheiten bieten Sandra Kunz. (Bild Nährboden für Blo- zvg.) ckaden. Aber auch schwierige familiäre Situationen, Probleme im Freundeskreis oder Veränderungen im vertrauten Umfeld führen beim Kind oft zu verändertem Verhalten. Inneres Gleichgewicht und ein entspanntes Gehirn sind wichtige Voraussetzungen für alle Lernprozesse. Die Kinesiologie bietet hier eine Möglichkeit, Stressfaktoren zu finden, Blockaden zu lokalisieren und zu balancieren. Kontakt: Sandra Kunz, Telefon 079 920 52 01, sandra-kunz-wohlum@gmx.ch, www.wohlum.ch.

Auch siebte Premiere ist noch eine Sensation Der neue Golf 7 bei Auto Gretener, Affoltern Für Volkswagen beginnt mit dem Debüt des siebten Golf eine neue Ära: Erstmals entstand in Wolfsburg ein Auto nicht auf der Basis einer vorhandenen Plattform, sondern der wegweisende modulare Querbaukasten wurde entwickelt und dessen neues Potenzial genutzt, um den bestmöglichen Golf zu schaffen. Die Folge: Obwohl der neue Golf geräumiger, sicherer und komfortab-

ler wurde, konnte sein Gewicht um bis zu 100 kg gegenüber dem Vorgänger gesenkt und in Allianz mit zwei neuen Motorenfamilien der Verbrauch und die Emissionen im Spitzenwert um bis zu 23 Prozent reduziert werden. Der neue Golf, ab 17. November, 9 bis 17 Uhr, bei Auto Gretener AG, Zürichstrasse 193, Affoltern, www.auto-gretener.ch, Telefon 043 322 70 40.

Für Volkswagen beginnt mit dem Debüt des siebten Golf eine neue Ära. (Bild zvg.)


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Dienstag, 13. November 2012

19

25 Jahre kreatives Schaffen Zeichnungen, Holzschnitte, Monotypien, Fotos, Aquarelle: Katharina Proch in der Galerie Märtplatz in Affoltern Am vergangenen Freitag präsentierte die Obfelderin Katharina Proch Werke aus einem Vierteljahrhundert. So vielfältig wie die Techniken sind auch die Themen, die sie anpackt. Als genaue Beobachterin fokussiert sie sowohl auf Aspekte und Stimmungen der Natur, auf Dinge, auf Menschen wie auch auf Zwischenmenschliches. ................................................... von regula zellweger «Die Frau ist fleissig», hörte man anlässlich der Vernissage am vergangenen Freitag in der Galerie Märtplatz. Und Galeristin Ursula Leuenberger meinte in der Eröffnungsrede schalkhaft, eigentlich hätte man den Kasinosaal gebraucht, um dem breiten Schaffen von Katharina Prock gerecht zu werden. Doch 25 Jahre sind auch eine lange Zeit, und Katharina Proch war stets offen für Neues. So tauscht sie beispielsweise auch gern mal den Zeichenstift mit der Computermaus.

Am Anfang stand das Zeichnen Katharina Proch hat von Kindheit an gern gezeichnet und wurde im Nachkriegsdeutschland Modedesignerin. Anlässlich der Vernissage sprach sie Xaver Mettler ihren Dank aus, denn bei ihm besuchte sie Zeichenkurse

nach dem Umzug in die Schweiz und der Familiengründung, was die Glut wieder zu einem neuen Feuer entfachte. Er brachte ihr auch die Schönheiten des Säuliamtes näher – davon zeugen wunderschöne Zeichnungen und Aquarelle. Fasziniert sind viele Besucher von den ausdrucksstarken Holzschnitten. Konzentriert blättern sie in aufgelegten Katalogen, Büchern und Skizzenbüchern. Schnell werden rote Punkte geklebt und bereits am ersten Abend werden gekaufte Arbeiten aus den Werkmappen nach Hause genommen. «Ich bin ein leiser Mensch, doch nicht introvertiert», erklärt Katharina Proch. Sie bezeichnet sich als in gewisser Weise ehrgeizig, obwohl ihr das Wort nicht gefällt. Ein Persönlichkeitsaspekt, der ihr Schaffen umfassend prägt: «Ich stelle hohe Ansprüche an meine Arbeit.» Sie geht immer auch in die Tiefe, macht nichts Halbes, lernt Techniken von Grund auf und übt mit grosser Ausdauer, bis sie das Handwerk beherrscht. Katharina Proch ist bescheiden. Sie mag es nicht, wenn man sie als Künstlerin bezeichnet, will auch hier Genauigkeit. Sie sieht sich als Zeichnerin, als Malerin, als Holzschneiderin, als Frau, die sich mit Digital Art befasst.

Kreatives Schaffen als Berufung Auf die Frage, was Kunst für sie bedeute, führt sie aus. «Für mich ist die

Katharina Proch freut sich über die gut besuchte Vernissage in der Galerie Märtplatz. (Bild Regula Zellweger) Kunst eine Interpretin der Gegenwart. Mit der Fülle der Informationen wachsen auch die Möglichkeiten des Ausdrucks, das fasziniert mich. Es mangelt nie an künstlerischen Einfällen. Doch nicht alle sind realisierbar.» Katharina Proch denkt lange nach und formuliert schliesslich sorgfältig:

«Die Malerei ist für mich eine Quelle des Wohlbefindens und ein Ausloten des Machbaren. Sie gibt mir Kraft, ist Ausgleich zum Alltag, ist Rückzugsmöglichkeit. Sie bedeutete eine Möglichkeit, nach den Jahren meiner beruflichen Existenz und neben der Arbeit als Familienfrau immer wieder

Kreativität auszuleben. Das Spiel mit den Farben spiegelt mein Lebensgefühl, da es sehr emotional ist.» Die Vernissage besuchten auch zahlreiche Schülerinnen von Katharina Proch. Seit 2000 erteilt sie Unterricht im Aquarellieren, manchmal auch in den verschiedenen Drucktechniken. Dabei engagiert sie sich sehr, vermittelt nicht nur Techniken, sondern schult auch die Wahrnehmung und gibt Einblicke in die Kunstgeschichte. Sie vermittelt das Grundwissen über Gestaltungsmöglichkeiten, malerische Techniken und Formensprache. Katharina Proch formuliert ihre Gedanken zum Unterrichten: «Ich betrachte es als eine soziale Verpflichtung, mein Wissen weiterzugeben und weiss, wie wichtig es ist, einen Ausgleich zum Alltag zu haben, durchs Malen Frust abzubauen und in kreativer Ruhe zu sich selbst zu finden.» Die Ausstellung in der Galerie Märtplatz zeigt einige Facetten einer interessanten, vielfältig begabten Frau, ein Stück Kulturgeschichte und vor allem überzeugende Werke in unterschiedlichsten Techniken. Katharina Proch – 25 Jahre kreatives Schaffen; Aquarelle, Fotos, Holzschnitte und andere Drucktechniken, Zeichnungen. Arbeiten aus der Schaffensphase von 1987 bis 2012. 9. bis 25. November 2012, Galerie Märtplatz, Obere Bahnhofstrasse 7, Affoltern. Öffnungszeiten: Freitag, 17 bis 20 Uhr, Samstag, 9 bis 12 Uhr, Sonntag, 15 bis 18 Uhr.

«Wenn ich gackere, hast du ausgefuchst!» Gute Laune mit Lorenz Pauli in Wettswil

Zufrieden mit der Entwicklung des MyStop-Betriebs: Regula und Andreas Pfyl mit Filialleiterin Vanessa Marty (rechts). (Bild Werner Schneiter)

«Das Geschäft hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt» Bäckerei, Conditorei und Confiserie Pfyl: Umsatzplus in Raststätte Regula und Andreas Pfyl sind mit ihrem Betrieb in der Autobahnraststätte MyStop zufrieden. In den vergangenen Monaten haben sie den Umsatz um rund 20 Prozent steigern können. Freundliches Personal und ein breites, den Bedürfnissen der Kundschaft angepasstes Angebot – zwei entscheidende Gründe für den Erfolg des Raststättenbetriebs. «Die Kunden spüren unsere Freude», sagt Filialleiterin Vanessa Marty. Sie kann zur Hauptsache auf Pendler zählen, aber auch auf Mitarbeitende von umliegenden Firmen,

die zur Mittagszeit das Take-away-Angebot nutzen: frische Salate, Pizze, Birchermüesli, Toasts, Patisserie usw. Kommt hinzu, dass auch grosse Mengen verfügbar sind – ideal beispielsweise für den «Sammeleinkauf» einer Firma. Und Pfyl bietet ausserdem mehrere Kaffee-Varianten. «Wir achten immer darauf, was die Kundschaft will und passen unsere Angebot bei Bedarf an. Wichtig ist auch, dass die Kundschaft schnell und gleichwohl zuvorkommend bedient wird», halten Regula und Andreas Pfyl fest. Morgen, Mittag und Abend – das sind die umsatzstärksten Zeiten im Raststättenbetrieb, wo im Café – täg-

lich von 6 bis 22 Uhr geöffnet – 18 Plätze zur Verfügung stehen. Plätze, die zum Beispiel an Wochenenden bei schlechtem Wetter sehr gut besetzt sind. In den letzten Monaten konnte der Umsatz um rund 20 Prozent gesteigert werden. Regula und Andreas Pfyl hoffen, dass sich der positive Trend fortsetzt – und sie hoffen auch, dass sie in der Raststätte ihre sieben Holzofen-Schaubacköfen wieder in Betrieb nehmen können. Seit man den Pfyls im September 2011 den Auftrag von GipfeliLieferungen fürs MyStop-Restaurant entzog, wurden die Öfen kaum mehr benötigt. (-ter.)

Samstagnachmittag in der Bibliothek Wettswil: 90 grosse und kleine Besucher suchen sich einen Platz mit guter Aussicht. Die ist wichtig, denn gleich wird Lorenz Pauli die improvisierte Bühne betreten und seine Geschichten mit einer Lebhaftigkeit vortragen, wie sie nur ein Entertainer an den Tag legen kann, der seine Zielgruppe bestens kennt und versteht. Die Geschichten des Berner Bilderbuchautors leben von seiner Mimik und Gestik ebenso sehr wie von seinen Worten. Dabei möchte man keine Sekunde verpassen. In Sekundenschnelle verwandelt er sich vom strickenden Erzähler in einen Drachen mit «Hitzgi», von einem Riesen mit kalten Füssen und Sinn fürs Pragmatische in einen Fuchs, der zum ersten Mal eine Pippilothek – pardon Bibliothek betritt. In einem Moment ist er Herr Schnippel mit dem Apfelbaum, im nächsten schon ein Luftballon, der sich aufplustert. Und in jeder Rolle ist Lorenz Pauli mit den knallroten Socken in seinem Element, bringt die Zuschauer zum Lachen, zum Mitmachen, zum Reimen, die Kinder zum Schreien, die Erwachsenen zum Klatschen. Nach einer Stunde geballter PauliGeschichtenladung, verlässt jeder vergnügt die Bibliothek, einige Besucher mit einem signierten Exemplar eines seiner zahlreichen Werke, die Lorenz Pauli geduldig mit persönlichen Widmungen und kleinen Zeichnungen versehen hat. So kann der Spass noch ein wenig verlängert werden, zumal bei den kleinen Besuchern, die nach 60 Minuten entgeistert fragten: «Ist schon fertig?» Ein schöneres Kompliment ist dem glänzender Unterhalter kaum zu machen.

Unterhielt Gross und Klein: ...

... Geschichtenerzähler Lorenz Pauli. Simone Eutebach

(Bilder zvg.)


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Dienstag, 13. November 2012

Zwei Vereine – ein tolles Konzerterlebnis Musikverein und katholischer Kirchenchor Hausen begeisterten das Publikum Am vergangenen Wochenende traten der Musikverein Harmonie und der katholische Kirchenchor Hausen gemeinsam auf und präsentierten anspruchsvolle und abwechslungsreiche Werke. Die Kirche Hausen war zwei Mal bis auf den letzten Platz besetzt. ................................................... von marianne voss Im Freundes-Brief des Musikvereins Hausen steht: «Nach der Fussball-Europameisterschaft und der Olympiade startet der Musikverein in seine zwei musikalischen Höhepunkte.» Einer dieser Höhepunkte war das Konzerterlebnis zusammen mit dem katholischen Kirchenchor Hausen. Man hatte den Eindruck, dass in Hausen dieses Konzert vor Fussball oder Olympiade kommt, denn die Kirche war zwei Mal bis auf den letzten Zusatzstuhl be-

setzt. Vom Grosi bis zum kleinen Buben waren alle gekommen. Was es zu hören – und zu sehen – gab, war nicht alltäglich: Zwei Hausemer Dorfvereine hatten sich musikalisch zusammengetan und mit 100 Mitwirkenden ein umfangreiches Konzertprogramm einstudiert. Nicht, dass sich Chor und Harmonie nur abgewechselt hätten. Nein, sie haben auch zusammen musiziert! Das war eine Herausforderung für alle, wie von den Verantwortlichen zu erfahren war. Wie ist es, wenn ein Chordirigent eine Harmonie leitet? Oder, wenn eine Blasmusikdirigentin einem Chor die Einsätze gibt? Markus Etterlin, Dirigent des Chors, erklärte: «Es war vor allem eine Herausforderung, den Ausgleich zu finden zwischen dem grossen Blasorchester und dem Chor.» Rägle Brawand, Dirigentin der Harmonie, ergänzte: «Einen Chor vor mir zu haben, war lässig. Da hatte ich noch direkteren Augenkontakt. Und wenn ich lächelte, strahlten die Sängerinnen und Sänger.»

Freude über gelungenes Projekt Das Programm war sehr vielseitig und beinhaltete Werke aus der Gospelszene, der Klassik und der Filmmusik. Jürgen Schultz, ehePfarrer Zwei zufriedene Dirigenten, die sich gerne einer Herausfor- maliger derung gestellt haben: Rägle Brawand und Markus Etterlin. von Hausen, führte

Konzert Hausen 1: Oben singt der katholische Kirchenchor, unten musiziert der Musikverein Hausen. Und zusammen machen sie mitreissende Musik. (Bilder Marianne Voss) durch das Programm und gab dem Publikum interessante Hintergrundinformationen zu den Stücken. Mit mitreissenden, rhythmischen aber auch melancholisch-romantischen Melodien begeisterten die beiden Vereine das Publikum.

Besondere Höhepunkte waren unter anderen das Werk «Csardas» (Vittorio Monti) mit einem virtuosen Klarinettensolo von Gabi Rohner und der berühmte Gefangenenchor aus Nabucco. Sowohl der Chor wie das Blasorchester zeigten, was sie können: diffe-

renzierte Dynamik, präzise Einsätze und saubere Rhythmen. Und sie zeigten Begeisterung und Spass, wovon die Zuhörenden angesteckt wurden. Der Applaus war gewaltig, und die Freude über das gelungene Gemeinschaftsprojekt ebenso.

Mit stillen Balladen und sanften Popmelodien zum Träumen einladen «Chorisma» lädt zum Konzert-Erlebnis nach Obfelden «Chorisma» – das sind 30 Laiensängerinnen und -sänger aus Baar, welche mit Leidenschaft zu begeistern wissen. Sie teilen ihre gemeinsame Faszination für den vierstimmigen Chorgesang. An der Qualität des Chorgesangs wird unter der Leitung von Thomi Widmer laufend gearbeitet. Das Repertoire reicht von Jazz über Pop bis Musical und Gospel. Dabei wagt sich der Chor an anspruchsvolle Arrangements, die aktuelle und vergangene Hits beinhalten. Dem Zuhörer sollen überraschende Hörerlebnisse geboten werden, der Gesang soll berühren und Emotionen auslösen. In der Bühnenpräsentation geht «Chorisma» neue Wege. Kleine szenische Einlagen, Retromikrophone und Accessoires sollen dem Musikstück zu-

sätzlichen Ausdruck verleihen. Dabei wird auch grosser Wert auf die passende Kleidung gelegt. Für die Konzerte und Auftritte wird mit Profimusikern und Beleuchtungsspezialisten zusammengearbeitet. Diese Profis sind dem Chor eine wichtige Stütze und sollen den Chorgesang untermalen und nicht verdrängen.

Kerzenlicht in der Kirche Seit der Gründung im Frühjahr 2010 konnten bereits einige Konzerte realisiert werden. Das Herbstprogramm heisst passend zur Jahreszeit «Candle light by Chorisma». Mit stillen Balladen und sanften Popmelodien lädt der Baarer Chor die Besucher zum Träumen ein. Thomi Widmer begleitet die Laiensängerinnen und -sänger stimmungsvoll am Piano. Als Aufführungsort hat «Chorisma» Kirchen gewählt.

«Chorisma» aus Baar unter der Leitung von Thomi Widmer. (Bild zvg.)

Kirchen mit ihrer schönen Akustik, Kirchen als Ort der Ruhe und Besinnung. «Chorisma» fügt sich sanft in diese Aura ein und berührt den Besucher mit seinem Gesang, seiner Musik und dem Kerzenlicht. Ambitioniert verfolgt «Chorisma» weitere Ziele. Im Mai 2013 treffen sich die Sängerinnen und Sänger in der El Ritmo de la Noche Bar im Sternmatt II in Baar. Die Welt trifft sich zu einem gemütlichen Drink an der Bar und geniesst die Musik in einem lauschigen Loungesessel oder an einem der behaglichen Tische.

Der Chor «vocal emotions» aus Baar. (Bild zvg.)

«Higher and Higher» Chor «vocal emotions» in Mettmenstetten

Konzert «Chorisma» aus Baar unter der Leitung von Thomi Widmer, reformierte Kirche, Obfelden, Sonntag, 18. November, 17 Uhr. Infos: www.chorisma.ch. Weiteres Konzert am Sonntag, 9. Dezember, 17 Uhr in der City Kirche in Zug. Der Eintritt für die beiden Konzerte ist frei, mit Kollekte.

Unter dem Motto «Higher and Higher» entführt der Chor «vocal emotions» aus Baar am 17. November in der katholischen Kirche Mettmenstetten in die musikalische Welt des Gospel, Afro, Jazz und Pop. Der Baarer Chor begeisterte schon in vergangenen Projekten und Kirchenkonzerten das Publikum. Ein Höhepunkt war sicher im November 2011 das Projekt «vocal emotions – emotion pur». Unter der fachkundigen Leitung des Dirigenten Peter Werlen wurden Emotionen wie Liebe, Trauer, Wut und Freude musikalisch zum Besten gegeben. Seit Anfang Jahr werden neue Lieder einstudiert und an Stimmen und Noten gefeilt. Mit viel Elan und musikalischer Fachkompetenz leitet Peter Werlen den Chor seit dem Frühling 2010. Er versteht es immer wieder, die Sängerinnen und Sänger mit Leidenschaft, Humor und Feingefühl anzuspornen und so das Beste aus ihnen zu locken.

Spürbare Freude und Begeisterung am Singen Den letzten Schliff holt sich der Chor, welcher mittlerweile aus 50 Mitgliedern besteht, im alljährlichen Probeweekend im September, wo ausser dem Gesang auch das gesellige Beisammensein einen grossen Stellenwert hat. Dies trägt sicher auch dazu bei, dass die Freude und Begeisterung am Singen in den Konzerten zu spüren ist. Wie schon in den vergangenen Jahren wird der Chor am Piano von Georgij Modestov begleitet. Die Besucher dürfen sich von «vocal emotions» für einen Abend musikalisch verzaubern lassen und die wunderschönen Melodien geniessen. Ihrer Begeisterung können sie mit einer Türkollekte Ausdruck geben. Konzert am Samstag, 17. November, 20 Uhr, katholische Kirche Mettmenstetten. Infos unter www.vocal-emotions.ch. Weitere Konzerte: 25. November: Pfarrkirche St. Martin, Baar, um 17 Uhr; 9. Dezember: Zentrum Chilematt, Steinhausen, um 17 Uhr.


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Dienstag, 13. November 2012

Feuer und Flamme

Das Feuer ist entfacht

Erzählnacht in der Gemeindebibliothek Hausen

An hunderten von Veranstaltungen im ganzen Land erzählten, rezitierten und inszenierten Kinder und Erwachsene vergangenen Freitag Geschichten. Auch Knonau war Feuer und Flamme für die Schweizer Erzählnacht.

Am Freitag, 9. November, fand die 23. Schweizer Erzählnacht statt. In über 600 Bibliotheken, Schulen und Kulturzentren wurden unter dem Motto «Feuer und Flamme» Geschichten und Spiele zum Besten gegeben. So auch erstmals in der Gemeindebibliothek Hausen. ................................................... von susi fischli benz Bundespräsidentin Eveline WidmerSchlumpf hat das Patronat übernommen. Die Schweizer Erzählnacht ist ein Leseförderungsprojekt des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM in Zusammenarbeit mit Bibliomedia Schweiz und UNICEF Schweiz. Das diesjährige Motto «Feuer und Flamme» liess sich vielfältig interpretieren und bot breiten Raum für die Gestaltung der Erzählnacht. Weit vor Beginn der Veranstaltung strömten die Hausemer Kinder von allen Seiten zum mit Fackeln und Papierlaternen dekorierten Gemeindehaus, in dessen Entrée sich bekanntlich die Bibliothek befindet. Punkt 18.00 erschien das vollständige Team der Bibliothekarinnen, begrüsste die rund 50 Kinder und teilte sie in zwei Gruppen ein. Die Eltern durften wieder heimgehen (ein paar Mütter wurden auch in der Hirschen-Bar gesichtet!). Kein einziges Kind verspürte Trennungsangst, dabei war das Jüngste wohl knapp vier Jahre alt!

Vieldeutige Symbolik des Feuers Mit Fackeln und Laternen bestückt und unter sicherer Leitung von Katrin Tandler und Priska Rösch marschierten die einen ins ungewisse Dunkel, wo sie in drei Halte-Etappen die Geschichte «wie das Feuer auf die Erde kam» vernahmen. Beim Eingang des Vita-Parcours erwarteten zwei freundliche Feuerwächter (Simon Benz und Matthias Baer aus Ebertswil) die Kin-

Märchen und Musik zum Schein von Teelichtern in der Bibliothek. (Bild zvg.) der mit einem prächtig lodernden Feuer. Vieles kam den Kindern zum Thema in den Sinn, und fröhlich zählten sie auf: Sonne, Vulkan, Blitz, aber auch Osterfest, 1. August, Weihnachten etc. Die Symbolik des Feuers hat eben viele Facetten, das spüren und wissen schon die Jüngsten. Zum Schluss wurde ein zarter kleiner Heissluftballon sanft gegen den Himmel geschickt, unter anderem auch als Gruss eines Kindes an sein verstorbenes Grossmuetti, deren Seele dort oben geborgen liegt. Währendessen durften die Kinder in der Bibliothek unter Anleitung von Silvia Scheiwiller ein Tee-Liechtli entzünden und auf ein grosses Blech in der Mitte des Kreises legen. Das Lied von Mani Matter «I han es Zündhölzli azünd» durfte natürlich nicht fehlen! Zum Licht der Kerzen erzählte Susi Fischli das Märchen von der einsamen Feuerprinzessin, die im Drachen Larson einen Freund und Verbündeten fand. Es folgte ein spannendes Quiz zum Thema «Feuerwehr» und «Feuer», kurzweilige Knobelspiele mit Streichhölzern und ein Memory mit Feuersteinen unter Anleitung der beiden Bibliothekarinnen. Noch merkte keines der Kinder, dass fast lautlos eine weitere Attraktion vor dem Gemeinde-

haus einparkte: Pünktlich zur Rückkehr der Fackelgruppe nämlich fuhr ein richtiger Feuerwehrwagen vor, gesteuert durch den in Montur erschienen Feuerwehrmann Martin Rösch. Er erklärte seinem faszinierten jungen Publikum die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr und die Einrichtung des roten Wagens.

Ein zündendes Erlebnis für die jüngsten Bibliotheks-Kunden Dann war es Zeit für die versprochene Erfrischung: «Holzkohle» und «Feuerwasser», bzw. Lebkuchenwürfel und Orangenpunsch, wurden mit Lust und Appetit verdrückt (das feine Gebäck stammte aus der Küche von Käthi Steinmann, Rifferswil). Nach der Pause wurden die Gruppen ausgetauscht und das ganze «Programm» in umgekehrter Reihenfolge dargeboten. Punkt 20.00 durften die Eltern ihre zufriedenen, aber müden Sprösslinge wieder abholen, die allesamt mit Feuer und Flamme dabei waren bei dieser Erzählnacht in ihrer Bibliothek. Mit viel Engagement hatten die vier Bibliothekarinnen ihrer jüngsten Kundschaft ein zündendes Erlebnis geboten. Echtes «Feu sacré» eben.

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Packende Erzählnacht in Knonau

In Knonau ist die Schweizer Erzählnacht mittlerweile zu einer schönen Tradition gworden. Feuer und Flamme, welch ein Motto! Im Frühjahr schon entschied sich der Vorstand des Elternforums Knonau an diesem Anlass teilzunehmen. Aus Vertretern des Elternforums, der Bibliothek und der Schule wurde ein OK gebildet. Voller Tatendrang wurden Ideen entwickelt, geplant, organisiert und mobilisiert. Letzten Freitagabend wurde für die Mitwirkenden und Schüler von der 3. bis 6. Klasse das Feuer gezündet. Um 18:45 Uhr startete das Programm. Die Kinder unruhig und zapplig. Das Feuer in ihnen war schon entflammt. Helferinnen und Helfer schauten, dass das Feuer nicht überschwellig wurde, und die Erzähler während des Abends ihre Geschichten vortragen konnten. Die Themen gingen von CastingShow, Geschichten-Lotto, über einen Rätselkrimi bis zum einfachen schlichten Erzähler, der im dunklen Schulzimmer vor der Wandtafel sitzend und mithilfe seiner Leselampe seine Geschichte las. So waren nicht nur die Erzähler gefordert, nein auch die Kinder. Bei dem einen Thema laut und

johlend mitmachen und bei der nächsten Geschichte sich nur auf die Worte des Erzählers konzentrieren.

Ein Feuerritual zum Abschluss Der zweite Teil des Abends führte alle Beteiligten ins Freie. Eine heisse «Buechstäbeli-Suppe». Alle durften sich verpflegen. Der Kuchen danach fehlte auch nicht und war genau so köstlich. Zwei Feuerwehrleute sorgten für einmal nicht dafür, ein ungewolltes Feuer zu löschen, nein sie sorgten dafür, dass alle Teilnehmer für die Schlussgeschichte um ein wunderbar wärmendes, unheimlich helles, knisterndes, heimelig riechendes Feuer stehen durften. Der Schulleiter setzte mit sehr deutlicher Stimme durch, dass auch seine Geschichte zu fortgeschrittener Stunde die Kinder noch erreichte. Das Knistern des Feuers und ein paar wenige Regentropfen konnten seinen Beitrag zum Abschluss des Abends auf jeden Fall nicht stören. Ein Feuerritual beendete dann die Erzählnacht. Die Kinder hatten sich am Anfang des Abends einen Herzenswunsch auf einen Zettel notiert. Einen Wunsch, der nicht käuflich ist, der aber im Herzen brennt. Den Zettel durften nun alle ins Feuer werfen. Wer weiss, welche dieser Wünsche in Erfüllung gehen oder welche bereits schon in Erfüllung gegangen sind? Elternforum Knonau

Schlussgeschichte in Knonau am knisternden Feuer. (Bild zvg.)

Drei Frauen auf Spurensuche Recherchetheater über das ehemalige Männerheim «Rossau» Vor 100 Jahren kaufte die Stadt Zürich in Rossau bei Mettmenstetten einen Bauernhof. Fernab der Stadt sollten während Jahrzehnten trunksüchtige und arbeitsscheue Männer wieder zu anständigen Mitbürgern gemacht werden. Was 1912 entstand, ist nur noch örtlich und baulich mit dem heutigen Werkund Wohnhaus zur Weid zu vergleichen. Charismatische Sängerin: Mirjam Lüthi mit Band. (Bild zvg.)

Soul, Pop und mehr ... Mirjam & The Shades auf Tour Vielseitigkeit und Natürlichkeit sind die unverkennbaren Markenzeichen der energiegeladenen Musikerin Mirjam Lüthi, die sich stilsicher in Klassik und Jazz sowie in den Genres Pop und Rock bewegt. Ursprünglich war ein Auftritt im «LaMarotte» in Affoltern vorgesehen – andere Konzerte finden in Zug und Baar statt. Eine ungebrochene Faszination an der puren Musik und der gemeinsame künstlerische Anspruch verbindet die ebenso versierten wie aufmerksamen Bandmitglieder Marcel Frautschi, Matthias Bu-

cher und Raphael Brunschweiler. In ihrer jungen Formation «Mirjam & The Shades» verleiht die charismatische Sängerin mit der einzigartigen Stimme ausgewählten bekannten Songs neuen Charme und lässt so unvergessliche und berührende Konzerterlebnisse entstehen. Nähere Informationen unter www.mirjamluethi.ch Konzerte am Samstag, 17. November, 20.30 Uhr in der Victory Hall, Baar, www.victoryproduction.ch, und am Freitag, 30. November, 20 Uhr, Podium 41, Zug, www.ggzatwork.ch. Eintritt frei - Kollekte.

Drei Frauen begeben sich auf Spurensuche der Institutionsgeschichte des ehemaligen Männerheims «Rossau» – Regisseurin Laura Huonker, Schauspielerin Mona Petri und Bühnenbildnerin Barbara Pfyffer. In einem offenen Prozess entwickeln sie im Werkund Wohnhaus zur Weid Szenen und Situationen zur Vergangenheit und Gegenwart, sinnlich und ohne Werteräume zu schaffen. Das Recherchetheater entstand in Zusammenarbeit mit dem Sozialhistoriker Dr. Thomas Huonker sowie im Auftrag des Vereins Freundeskreis und Werk- und Wohnhaus zur Weid. Es ist sowohl ein Beitrag einer theatralischen Aufarbeitung der Vergangenheit, als auch die Performance einer Begegnung zwischen Menschen von «draussen» und von «drinnen», die ein gemeinsames Erbe angetreten haben.

«Anstalten waren und sind noch heute Inseln des Ausgegrenzten» «Der Blick zurück gehört zur vertieften Auseinandersetzung über den Umgang unserer Gesellschaft mit so genannt randständigen Menschen», schreibt Dr. Thomas Huonker im Vorwort seines Buches «Wandlungen einer Institution. Vom Männerheim zum Werk- und Wohnhaus». Dieses dient der Theaterinszenierung als Vorlage. Huonker führt weiter aus: «Anstalten waren und sind noch heute Inseln des Ausgegrenzten: Diese Inseln sind teilweise baulich abgesperrt durch Mauern aus Stein, Beton und Maschendraht – vor allem aber durch Mauern aus Vorurteilen und Brettern anzeige

vor den Köpfen. Der Archipel dieser Inseln, wo andere Ordnungen herrschen als ‹draussen›, ist sehr vielgestaltig. Es gibt den ersten, den zweiten, den dritten und weitere Kreise, welche die Ausgegrenzten von den Ausgrenzenden abzirkeln, nach Kriterien, die von Land zu Land und je nach Zeitabschnitt und gesellschaftlichem Umfeld sehr verschieden sein können.» Wir Anstaltswesen – Stimmen aus dem Aktenschrank Von und mit: Laura Huonker, Mona Petri, Barbara Pfyffer, Beratung: Dr. Thomas Huonker. Premiere am Donnerstag, 22. November, um 20 Uhr im Weid-Saal Werk- und Wohnhaus zur Weid, Rossau, Mettmenstetten. Zusatzvorstellung: Freitag, 23. November, um 20 Uhr im Weid-Saal. Reservierung: Telefon 044 768 50 80 oder zur-weid@zuerich.ch.


veranstaltungen

Wo sich moderne Transportwege und uralte Wanderrouten queren ... (Bild zvg.)

Wenn das Meer stirbt «The Last Giants» in der Kirche Bonstetten Die andalusischen und die marokkanischen Küsten sind sicherlich vielen Urlaubern gut bekannt. Doch bis vor wenigen Jahren wussten weder Wissenschaftler noch die Öffentlichkeit, welch ein Naturparadies die Meerenge von Gibraltar zwischen Europa und Afrika darstellt: Hier leben mehr Walarten auf engstem Raum als irgendwo sonst auf der Erde. Doch die Meerenge ist auch ein Nadelöhr des globalisierten Warenflusses mit einer weltweit einmaligen Dichte an Schiffsverkehr. Wo sich moderne Transportwege und uralte Wanderrouten von Walen und Fisch-

schwärmen treffen, sind die Wale die Verlierer. Sie werden immer wieder gerammt, geraten in die Schiffsschrauben, werden durch Abwässer vergiftet oder stranden desorientiert durch Unterwasserlärm. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat die Schweizerin Katharina Heyer aus Stallikon ein grosses Ziel: Diesen Tieren zu helfen. Freitag, 16. November, 19 Uhr, Kino in der reformierten Kirche Bonstetten. Eintritt frei, freigegeben ab 6 Jahren. «Podium unterm Glockenturm» am 20. November um 20 Uhr im ref. Kirchgemeindehaus Bonstetten: Vortrag und Diskussion mit Katharina Heyer.

Aus reinem Bienenwachs Kerzenziehen in Mettmenstetten Draussen wird es kälter und die Tage werden kürzer. Das ist auch die Zeit des alljährlichen Kerzenziehens in Mettmenstetten. Es findet am Samstag, 17. November, und Sonntag, 18. November, statt. Organisiert wird der Anlass von der Jungschar Mettmenstetten. In der Alten Sennerei an der Albisstrasse 27 in Mettmenstetten können Kerzen verschiedener Grössen und Formen aus 100%-igem Bienenwachs gezogen werden. Die kompetenten Mitarbeiter schneiden und verzieren die Kerzen nach den individuellen Wünschen. Für alle, die sich eine Pause vom Kerzenziehen gönnen möchten, ist eine Teestube im oberen Teil des Gebäudes eingerichtet, wo man sich bei gratis offerierten Kuchen und Getränken erfrischen kann. Samstag, 17. November, von 11 bis 19 Uhr und Sonntag, 18. November, von 11 bis 18 Uhr. Weitere Infos unter: www.jungschi-mettmi.ch.

Kerzen aus Bienenwachs. (Bild zvg.)

Zu Weihnachten Freude bereiten Aktion Weihnachtspäckli: Eine Begegnung Seit vielen Jahren bereitet die Aktion Weihnachtspäckli benachteiligten Menschen in Osteuropa Freude. Auch die Chrischona-Kirche in Affoltern sammelt. 20 Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren erleben im Aufenthaltsraum ihres Waisenhauses in Gorsk eine schlichte Feier. Sie verbringen die Weihnachtszeit im Heim, da sie keine Verwandte haben, welche sie über die Festtage besuchen könnten. So ist ihre Freude umso grösser, als sie Besuch vom Weihnachtspäckli-Team erhalten. Äusserlich ruhig und geduldig aber innerlich wohl sehr gespannt und aufgeregt warten sie, bis sie ein Päckli erhalten. Ganz sorgfältig nehmen sie es in die Arme und verlassen mit strahlendem Gesicht den Aufenthaltsraum. Sie dürfen die Geschenke in ihren Zimmern auspacken. Dank dem Engagement von Andrey, dem Pastor einer kleinen, lokalen Gemeinde, erhalten die Waisenkinder regelmässig Hilfsgüter wie Kleidung und Lebensmittel. Die Heimlei-

tung ist sehr froh um diese dringend benötigte Unterstützung. Andrey und seine Frau Ala sind hell begeistert von den Weihnachtspäckli und aus tiefstem Herzen dankbar. Sie wiederholen immer wieder, wie wertvoll diese Aktion für die Waisenkinder ist: «Dass Menschen in der Schweiz an die Kinder denken und sie beschenken, erfüllt uns mit unbeschreiblicher Freude.» Ein Handzettel, der unter www.sunntig.ch abrufbar ist und von den Initianten auf Anfrage auch verschickt wird, listet auf, was in ein Paket für Erwachsene oder Kinder gehört. Es ist zwingend, dass sich alle Päcklimacher an die Inhaltsangaben halten: Nur so werden Zollprobleme verhindert und eine gerechte Verteilung sichergestellt. Abgabe der Weihnachtspäckli: Chrischona-Kirche, Alte Obfelderstrasse 24, Affoltern, Samstag, 17. November, 10 bis 12 Uhr; Sonntag, 18. November, 11.15 bis 12 Uhr. Weitere Infos: www.sunntig.ch oder Telefon 079 900 33 03 oder 044 764 15 35 Anna & Richard Roth.


Vermischtes

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Schweizer Meister im Geräteturnen Stefan Meier aus Obfelden gewann in der Königskategorie K7 Der Höhepunkt der Geräteturnsaison 2012 waren die Schweizer Meisterschaften in Wohlen am vergangenen Wochenende. Stefan Meier dürften diese in besonders guter Erinnerung bleiben.

Vereint Zauberei, Schauspiel und Stand-Up-Comedy: Michel Gammenthaler. (Bild zvg.)

«Wahnsinn» in Affoltern Am 8. Dezember bringt Kultur in Affoltern Michel Gammenthaler mit seinem Programm «Wahnsinn» in den Kasinosaal. Viele kennen Michel Gammenthaler von früheren Auftritten oder vom Fernsehen. In seinen Soloprogrammen verbindet er Comedy und Zauberei zu einer eigenständigen Kunstform. Er hat dafür verschiedene Preise erhalten und im Comedy Rating der SonntagsZeitung letztes Jahr den ersten Platz erreicht. Dieses Jahr tourte Gammenthaler mit dem Circus Knie durch die Schweiz. In Affoltern zeigt er sein 4. Programm «Wahnsinn».

Am Samstag fanden die Einzelwettkämpfe statt, am Sonntag stand der Teamspirit im Vordergrund. Nach elf langen Jahren des Wartens kommt der Schweizer Meister im Geräteturnen wieder aus dem Kanton Zürich, genauer gesagt aus Obfelden. Stefan Meier gewann in der Königskategorie K7, nach einem spannenden und sehr hochstehenden Wettkampf, den Titel mit 47.80 Punkten; – einen Zehntel Vorsprung auf den Zweiten. Die Basis für seinen Erfolg legte Stefan in den ersten beiden Durchgängen Barren (9.70) und Reck (9.60). Der Gewinn der Goldmedaille ist die Belohnung für all die harten Trainings und setzt einer super Wettkampfsaison die Krone auf.

Michael Hofstetter sichert sich Bronze im K5 Martin Häberling, K6-Sieger des vergangenen Jahres und Neuling im K7, platzierte sich auf dem ausgezeichneten 13. Rang. Eine weitere Superleistung gelang Michael Hofstetter: an seiner ersten Schweizermeisterschaft gelang ihm in der Kategorie K5 der Sprung aufs Podest. Mit 45.65 Punkten

Stefan Meier, Schweizer Geräteturnmeister. (Bilder zvg.) gewinnt Michael die Bronzemedaille und überraschte damit die mitgereisten Fans sowie sich selbst. Eine weitere Auszeichnung in dieser Kategorie sicherte sich Mauro Nussbaumer mit 44.25 Punkten (21. Rang). Auch Roman Niederhäuser (K6) platzierte sich auf dem 11. Rang und erturnte sich mit 46.00 Punkten eine Auszeichnung. Ohne Auszeichnung blieben Nico Nussbaumer (K5, 43.35) und Sandro Anneler (K5, 41.70), der seine ersten SMLuft schnuppern durfte.

Der Start in die Wintermeisterschaft ist geglückt, Wettswil holt sich gegen «Springer Zürich» überlegen das Punktepaar.

degger, Telefon 044 762 42 42, Abendkasse ab 19.30 Uhr.

................................................... von kaspar köchli

Im Kampf gegen Hunger und Not

In der Königsklasse der Zürcher Meisterschaft empfingen die Ämtler das Team «Springer Zürich». Obwohl an fünf der sechs Bretter stärker besetzt als der Gegner, überraschte die spielerische Dominanz der Gastgeber. Schon nach zwei Stunden stand der Heimsieg fest, die Frage war nur noch wie hoch. Die Konzentration wurde aufrecht erhalten – und um ein Haar hätte Wettswil den höchstmöglichen Sieg

Kirche in Not hat ein lesenswertes neues Buch herausgebracht, das den Kampf der Äthiopier gegen Hunger und Not in Bild und Text illustriert – ein passendes Weihnachtsgeschenk, das für zehn Franken zu haben ist.

oder unter www.kirche-in-not.ch.

Auf Grund der guten Leistungen am Vortag qualifizierten sich einige Turner aus Obfelden für die beiden Mannschaften des Kantons Zürich. Die Mannschaft A (mit Martin, Stefan und Roman) zeigte einen sehr guten Wettkampf, musste sich aber am letzten Gerät den zum Ziel gesetzten Podestplatz vom Bernerteam noch wegschnappen lassen und landete auf

dem undankbaren 4. Rang. Besser ist es der Mannschaft B (mit Michael) ergangen, die sich auf dem sehr guten 3. Rang platzierte und somit die bronzene Auszeichnung mit nach Hause nehmen konnte. Für die Gerätefinals am 18. November 2012 in Baar/ZG haben sich Stefan, Martin und Roman an diversen Geräten qualifiziert. Auch Katja Frey wird in Baar zum Einsatz kommen und im Final der besten K6-Turnerinnen die Obfelder Farben vertreten.

Schachclub Wettswil deklassiert «Springer»

saal, Marktplatz 1, Vorverkauf Buchhandlung Schei-

Buch bestellen für Fr. 10.- bei Kirche in Not, Luzern

Bronze für Team B mit Obfelder Unterstützung

Auftakt nach Mass

Samstag, 8. Dezember 2012, 20.15 Uhr im Kasino-

«Äthiopien – Katholiken im Kampf gegen Hunger und Not», so steht es auf der Titelseite des neuen Buchs, welches das internationale katholische Hilfswerk Kirche in Not soeben herausgegeben hat. Das 130-seitige Werk enthält Reportagen und Fotos, die im Frühjahr 2012 auf einer Projektreise in das nord ostafrikanische Land von Mitarbeitern des Werks entstanden sind. Eva-Maria Kolmann, die Autorin, beschreibt ihre Erlebnisse, Eindrücke und Begegnungen mit dem Klerus und den Gläubigen. Die Delegation besuchte die Menschen vor allem dort, wo sich Kirche in Not für die Ärmsten der Armen einsetzt, zum Beispiel für Flüchtlinge aus dem Südsudan oder ehemalige Nomadenstämme. «Wir haben eine Armut gesehen, die unsere ganze westliche Lebensweise in Frage stellt. Sie ist ein Appell an unser Gewissen. Aber wir haben auch eine Freude gesehen, die ebenfalls vieles von dem ins Wanken bringt, was wir hier in Europa für selbstverständlich ansehen», erklärt die Autorin im Vorwort.

Michael Hofstetter mit einem perfekten Sprung zu Bronze.

gelandet. Theo Heldner einigte sich schliesslich mit seinem Antipoden auf die Punktteilung, so kamen die Stadtzürcher zum Ehrenremis. Grund zum Abheben besteht allerdings nicht, die nächsten Gegner werden womöglich allesamt von stärkerem Kaliber sein. Dank dem Kantersieg thront der Schachclub Wettswil an der Tabellenspitze – nach einer Runde … Resultate: Zürcher Meisterschaft, 1. Runde, Wettswil - Springer Zürich 5,5:0,5 Sacha Georges (2222) - O. Giordanengo (2061) 1:0; M. Schauwecker (2258) - René Meier (2050) 1:0; Theo Heldner (2122) - Martin Egli (2027) remis; Ph. Aeschbach (2040) - Daniel Kuchen (2043) 1:0; Kaspar Köchli (2028) - Hansjörg Emch (1917) 1:0, David Klee (1925) - Fritz Keller (1887 Elo) 1:0.

Von links nach rechts: Werner Meier, Sieger Guido Keller, Jürg Comminot und Charlotte Dalcin. (Bild zvg.)

44 begeisterte Jasser 38. SVP-Jassmeisterschaft in Wettswil Jedes Jahr im November organisiert die SVP Wettswil die Jassmeisterschaft im Gasthof Hirschen, Wettswil. Die 44 begeisterten und professionellen Jasserinnen und Jasser wurden durch das Organisationskomitee, Charlotte Dalcin, Hanspeter Baur, Manfred Kaiser, Judith Eugster und Göpf Wädi Bär unterstützt. Wie schon traditionell, gibt es nach den ersten drei Passagen die wohlverdiente Stärkung nämlich den Znacht (Salatteller mit Schinken und Fleischkäse). Dank der guten Organisation durch die Hirschenwirtin und Rames ging alles reibungslos über die Bühne. Nach der Essenspause ging es mit der Jassmeisterschaft mit den letzten drei Passagen weiter. Bis zur Rangverkündigung wurde unter den Teilneh-

mern gerechnet, diskutiert oder auch gejasst. Nach sechs Passagen entstand folgende Rangliste: Gewinner Guido Keller (6376), Jürg Comminot (6266), Werner Meier (6250). Jeder Teilnehmer konnte sich am grosszügigen Gabentisch mit zwei Goldvreneli bedienen. Der beste Jasser und die beste Jasserin erhielten je einen Blumenstrauss. Für sämtliche Teilnehmer sowie das Organisationskomitee gab es ein «Schildchrötli» – einen Spezialzopf. Dank Natural- oder Barspenden konnten alle Jasser einen schönen Preis mit nach Hause nehmen – und werden sicher bei der nächsten Austragung am 2. November 2013 wieder mit dabei sein. Bruno Dalcin, SVP-Sektionspräsident, Wettswil

Konzentriert zum Sieg: Wettswils Meinrad Schauwecker (rechts). (Bild Kaspar Köchli)


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Sport

Dienstag, 13. November 2012

Ämtler Radrennfahrerin Gelungener Saisonauftakt Freeskier Rico Schuler wird in Les Diablerets Zweiter will es wissen Marietta Knitsch steigt in Elite-Kategorie auf Pünktlich zum GP Osterhas am 30. März 2013, an dem auch die Frauen wieder in einer eigenen Kategorie fahren werden, verfügt der organisierende Radrennclub Amt neben Sonja Reusser über eine zweite Elitefahrerin in den eigenen Reihen: Marietta Knitsch aus Affoltern steigt ebenfalls auf. ................................................... von martin platter Radrennen können die Hölle sein. Dann, wenn man als Fahrerin in einer Spitzengruppe ausgerissen ist, in der Entscheidung aber nur knapp nicht mit dem Schnellsten mithalten kann. Radrennen kennen aber auch himmlische Gefühle. Dann, wenn die Taktik aufgeht und das Rennen zu den eigenen Gunsten läuft. Marietta Knitsch kennt diese emotionalen Gegenpole. Dann, wenn man das letzte Quäntchen Energie aus dem Körper gepresst hat – und am Ende Erfolg oder Niederlage resultieren. «Das ist wie eine Sucht», bekennt die 26-Jährige. Nach fünf Jahren Triathlon hat sie sich 2011 aufs Radfahren konzentriert. «Das Laufen war meine Problemdisziplin», begründet Knitsch. Mit der sportlichen Neuausrichtung hat sie auch das Material und damit die Werkstatt gewechselt. So hat sie Reto Wolf kennengelernt, der an der Unteren Bahnhofstrasse in Affoltern ein Fahrradgeschäft betreibt. Aus den Reparaturen ist mehr geworden. Zwischen den beiden hats gefunkt. Wolf, der begnadete Stylist auf dem Fahrrad, brachte Knitsch die Kniffe des Rennradfahrens bei. Die ursprüngliche Zahnarztgehilfin, die sich mit dem Handelsdiplom zur Kauffrau umschulte, nahm die Hinweise dankbar an. Dank neuer Stelle und flexibler Arbeitszeit bei der sportfreundlichen Ernst Schweizer AG in Hedingen konnte sie ihr Trainingspensum erhöhen und hilft dazu Wolf in der Buchhaltung seines Geschäfts und samstags, wenn keine Rennen sind, im Verkauf.

Unter Tempodiktat «Im Gegensatz zum Triathlon, wo man sich sein Rennen selber einteilt, muss man bei den Radrennen dranbleiben und viel mehr kämpfen. Das Tempo wird diktiert - kann man es nicht selber vorgeben», erklärt Knitsch die taktischen Unterschiede der Sportarten. Für sie sind die Radrennen ein idealer Ausgleich zum Bürojob. Das erste Jahr als Amateurin konnte sie als zehnte des Jahresklassements abschliessen. 2013 steigt sie in die Elite-Klasse auf. «Das war zeitweise ein ziemlich brutaler Lernprozess. Das wird geellenbögelt, bis eine im Strassengraben landet. Die jüngeren Fahrerinnen nehmen keine Rücksicht auf die älteren.» Mit 25 oder 26 gehöre man bereits zum alten Eisen, rekapituliert Knitsch ihre Erfahrungen, die gleichermassen frustrierend wie faszinierend sein können. Es herrsche das Gesetz der Stärkeren. Zwei zweite Ränge waren die Ausbeute ihrer 26 Renneinsätze in der ablaufenden Saison, dazu etliche Klassierungen in den erten zehn. Dafür trainiert sie 8 bis 14 Stunden pro Woche, meist Ausfahrten von 60 bis 80 Kilometer. «2013 möchte ich mich in den Top-20 des Jahresklassements etablieren», nennt sie als Ziel. Zusammen mit Mirjam Marzohl fährt sie im neu gegründeten Team Haibike by WolfCycling mit Marco Rimensberger, Reto Wolf, Daniel Gysling, Marcel Lattmann, und Thomas Frei als weitere Mitglieder.

Neue Impulse für den RRC Amt

Das ist auch gut für den Radrennclub Amt, der dadurch neue Impulse erhält. Knitsch fährt seit einem Bahnkurs diesen Sommer nämlich auch auf der Bahn. Sie freut sich deshalb bereits auf den GP Osterhas, der am Ostersamstag, 30. März 2013 den Auftakt der Deutschschweizer Strassen-Radrennsaison markiert. An den traditionellen Donnerstagabendrennen in der Affoltemer Industrie hatte Knitsch bereits ausgiebig Gelegenheit, die anspruchsvolle Rundstrecke kennenzulernen. Die Organisatoren des 34-jährigen Radsportklassikers haben bereits reagiert. Erstmals seit 13 Jahren werden auch die Frauen wieder ihr eigenes Rennen erhalten. Man hatte die Kategorie im vierten Jahr des GP-Osterhas-Bestehens 1981 in den Rennkalender aufgenommen. Namhafte Fahrerinnen wie Manuela Wohlgemuth, Barbara Ganz, Evelyne Müller, Luzia Zberg und Yvonne Schnorf trugen sich in die Siegerlieste ein. Mangels Teilnehmerinnen wurde die Kategorie jedoch im Jahr 2000 letztmals ausgetragen. Von der Neulancierung profitiert der darbende Schweizer Nachwuchs-Strassenradsport, der tatsächliche Leidtragende der nicht enden wollenden DopingMarietta Knitsch wird 2013 erstmals bei den Elite-Frauen auf fahren. Die Affoltemerin freut sich schon auf ihr Heimren- geschichten Profiebene. nen, der GP-Osterhas. (Bild Martin Platter)

Am Glacier 3000 Invitational in Les Diablerets-Gstaad vom vergangenen Mittwoch konnte sich Ebertswiler Rico Schuler erst im zweiten Qualifikationslauf für den Final qualifizieren. Dort musste er sich nur dem Zentralschweizer Christian Bieri geschlagen geben. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse am Montag und Dienstag wurde das Glacier 3000 Invitational gleichzeitig mit dem Swiss Freeski Open am Mittwoch, 7. November 2012, ausgetragen. Die eingeladenen, nationalen und internationalen Pro Rider massen sich dabei mit den besten Nachwuchstalenten aus der Schweiz. Bei perfekten Wetter- und Parkbedingungen gab es im Gletschergebiet einen spannenden und hochstehenden Wettkampf, bei dem spektakuläre Sprünge und Tricks gezeigt wurden. Für einige Fahrer war das Swiss Freeski Open / Glacier 3000 Invitational der erste Wettkampf auf Naturschnee und somit eine persönliche Standortbestimmung zum Auftakt der Saison. Die Rider demonstrierten ihr vielseitiges Können im Snowpark auf dem Glacier 3000 (Diablerets-Gstaad) und fighteten hart um eine gute Bewertung. Ausgetragen wurde der Slopestyle-Contest in zwei Umgängen. Die siebenköpfige Jury bewertete Christian Bieri mit der höchsten Punktezahl. Mit stylischen Runs glänzte der 25-jährige Zentralschweizer. Strahlend

Rico Schuler in Aktion. (Bild Swiss-Ski/Ruedi Flück) meinte der Sieger: «Ich bin sehr happy. Die beiden Runs im Final gelangen mir fast perfekt. Besonders freut mich, dass ich mich steigern konnte nach dem 3. Rang im Vorjahr. Super passten heute auch das tolle Wetter und der gut geshapte Park auf dem Glacier 3000.» Auf den Rängen 2 und 3 folgten Rico Schuler (Ebertswil) und Yannic Lerjen (Zermatt).

Bunt gemischtes Teilnehmerfeld Weil das Swiss Freeski Open wegen den Wetterverhältnissen am Montag nicht ausgetragen werden konnte, entschieden sich die Organisatoren spontan, die beiden Events gleichzeitig am

Mittwoch durchzuführen. Die Schweizer Nachwuchstalente hatten somit die einmalige Möglichkeit, auf heimischem Boden gegen Top-Fahrer anzutreten. Zufrieden sind auch die Veranstalter von Glacier 3000 und Swiss-Ski. Während dem Event konnte die ganze Palette des spektakulären Sportes erlebt werden. Dafür sorgte das bunt gemischte Teilnehmerfeld mit den jungen Rookies und erfahrenen Pro-Ridern. In der tollen Arena präsentierten sie auf der ganzen Parkline ihre Vielseitigkeit. Umrahmt vom grandiosen Alpenpanorama wurde den Judges und Zuschauern das Freeskiing auf höchstem Niveau vorgeführt.

Mit der Schneesportschule auf die Pisten Der Ski-Club Bonstetten bietet diesen Winter sämtlichen Kindern und Jugendlichen aus dem Amt Sport und Fun in der Schneesportschule an. Mit der Schneesportschule SchneeSpo will der Ski-Club bei den Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für den Schneesport wecken und fördern. Sie erhalten die Möglichkeit, mit viel Spass ihre Technik zu verbessern, tolle Freunde und Freundinnen kennen zu lernen und unvergessliche Momente zu erleben. Die SchneeSpo findet an zwei einzelnen Samstagen sowie an zwei Wochenenden statt. An den Ski-Tagen startet die SchneeSpo, jeweils früh morgens, ab dem Bahnhof Bonstetten.

Schipi’s Skitip Um deinen optimalen Ski zu finden, wirst du kaum an einem «persönlichen Test» vorbeikommen, denn erst wenn du die verschiedenen Skitypen, Skimarken oder Skilängen selbst gefahren bist, weisst du, was dir am meisten Spass macht. Ok, ok, ok … du kannst natürlich auch «einfach irgendeinen» Ski kaufen, so wie das tausende machen, nur ob du damit auch wirklich Spass haben wirst? Vielleicht vergeht dir mit dem «Billigangebot» aber genauso schnell die Lust am Skifahren, wie du dich über das sportliche Schnäppchen gefreut hast … Deinen «persönlichen Test» kannst du ganz einfach in einen öffentlichen Skitestcenter zum Beispiel in Zermatt oder Saas Fee machen – oder in einem der von den verschiedenen Sportgeschäften angebotenen Skitests mitgehen. Viel Spass und – Schi Heil!

Die Fahrt mit dem luxuriösen Car führt die SchneeSpo zu den weissen Pisten im Bündnerland, wo die Einteilung in Stärkenklassen gemacht wird. Ausgebildete Leiter achten darauf, dass neue Techniken mit viel Fun vermittelt werden.

Vor allem Spass Geübt wird in Gruppen von maximal sieben Kindern. Zum Ausbildungsplan gehören unter anderem die neusten CarvingTechniken, der Parallel- sowie der Kurzschwung aber auch verschiedene Freestyle- und Freeride-Techniken. Die Kinder sollen vor allem Spass haben. Dazu gehört auch immer ein lustiges und abwechslungsreiches Abendpro- Kinder und Jugendliche aus den ganzen Knonauer Amt gramm in moder- sind in der SchneeSpo willkommen. (Bild zvg.) nen Gruppenunterkünften. Wer tagsüber Lust hat, darf die SchneeSpo für eine ganze Winterauch mal beim Freestyle-Team des Ski- saison zum Betrag von 360 Franken Clubs Bonstetten reinschauen und mit (plus 40 Franken Mitgliederbeitrag) den Cracks über die Rails und die Bo- pro Kind/Jugendliche angeboten werxen sliden oder ihnen ganz einfach bei den. Im Preis sind An- und Rückreise, den faszinierenden Sprüngen über die Übernachtung mit HP und sämtliche Skipässe inbegriffen. Schanzen zuschauen. Kinder und Jugendliche aus den ganzen Knonauer Amt, welche bereits An folgenden Daten ist die SchneeSpo unterwegs: zur Schule gehen, sind in der Schnee- 15. und 16. Dezember 2012, 13. Januar 2013 , Spo willkommen. Der Ski-Club setzt 26. und 27. Januar 2013, 3. Februar 2013. Infos ein finanzielles Zeichen und unter- sowie Anmeldung (bis 30. November 2012) stützt die Schneesportschule mit ei- unter www.scbonstetten.ch oder direkt bei nem grosszügigen Betrag. Damit kann philippe.descombes@scbonstetten.ch .


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Dienstag, 13. November 2012

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Cup-Aus gegen Einsiedeln FCA: Unglückliches 1:0 gegen die Innerschweizer nicht gereicht hat. Die Jungs haben ein gutes Spiel gemacht und wurden nicht belohnt. Wir hätten unsere Chancen in der ersten Halbzeit verwerten sollen.» Kleine Kuriositäten am Rande: Eine der Taschen mit Mannschaftsutensilien wurde in Affoltern vergessen. So lief Löliger mit Ersatzschuhen mit Südkoreanischem Emblem rum. Ernst Marti, Team-Manager, traf kurz nach Spielanpfiff mit der Tasche ein ...

................................................... von volkmar klutsch Vollenweider zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Insgesamt dreimal konnte sich Torwart Vollenweider mit herrlichen Flugparaden auszeichnen. In allen drei Situationen konnten die Innerschweizer wuchtige, platzierte Schüsse aufs Tor der Affoltemer absetzen. Alle wurden durch den 2. Torwart der Ämtler pariert. Leider führte eine Standardsituation – eine einfache Ecke von der rechten Seite – dazu, dass in der 80. Minute die Einsiedler das einzige Tor der Partie markierten: Der auf den zweiten Pfosten lang gezogenen Ball konnte durch den hochsteigenden Egger kraftvoll im FCA-Gehäuse untergebracht werden. Ein äusserst effizientes Spiel der Innerschweizer. Somit ist deren angekündigte Revanche gelungen: Vor sechs Tagen war der FC Einsiedeln nämlich noch in der Meisterschaft zu Gast im Moos in Affoltern. Da hiess das Endergebnis 2:0 für den FCA ...

Die eine oder andere Chance erspielt Ämtler Eiskunstläuferin Carmen Gull hat in Winterthur überzeugt. (Bild zvg.)

2. Rang für Carmen Gull am Eulach-Cup Äusserst erfolgreich war der Saisonauftakt in Winterthur für Carmen Gull. Die Stalliker Eiskunstläuferin musste sich nur Klubkollegin Michelle Müller hauchdünn geschlagen geben. Es hat sich gelohnt, um 4.30 Uhr in der Früh aufzustehen: Als erste Teilnehmerin hat die 16-jährige Eisläuferin des Eislauf-Clubs Heuried am vergangenen Sonntag die kühle Eishalle in Winterthur kurz nach 6 Uhr betreten, um eine Stunde später in der Kategorie Silber in einem Teilnehmerfeld von insgesamt zehn Läuferinnen anzutreten. «Besonders gefreut hat mich, dass ich erstmals den Doppelaxel in der Kür gestanden habe», berichtet Carmen. Die Sprungkombinationen sowie die Pirouetten – besonders in der ersten Programmhälfte – sind ihr ebenfalls sehr gut gelungen. Gegen Kürende musste sie den zweiten Doppelflip «aufreissen» und konnte die Darbietung mit einer schönen Schrittkombination abrunden. Über 40 Punkte hat ihr das schöne Programm zur spanischen Musik eingebracht.

Wöchentlich zehn Stunden Eistraining, dazu Ballett und Kondition Das harte Sommertraining auf und neben dem Eis hat sich also gelohnt. Auch dank der sportlichen Einstellung und dem Entgegenkommen des Lehrbetriebes, Hotel Belvoir Rüschlikon, konnte sich die angehende Hotelkauffrau optimal auf die Wettkampfsaison vorbereiten und planen. Der grosse Trainingsaufwand mit wöchentlich zehn Stunden Eistraining, Ballett und Konditionstraining ist neben der Berufslehre nur dank guter Terminplanung zu vereinbaren. Nach zehn Jahren Eiskunstlauf ist dieses Programm jedoch bei Carmen bestens eingespielt! Sie erhofft sich in dieser Saison noch einige Podestplätze und freut sich über ihre gute Leistung in Winterthur. Ein wenig getrübt ist die Freude von Carmen aber trotzdem, denn nur um Haaresbreite hat sie mit 0.01 Punkten Rückstand auf ihre Clubkollegin, Michelle Müller, den Sieg verpasst ...

Doch nun zurück zum Cup-Spiel und dem Spiel des FCA. Vorab: das Spiel fand auswärts in Wollerau bei frischen 5 Grad statt, da der Einsiedler-Platz unbespielbar war. In der ersten Halbzeit machte der FCA ein ordentliches

Mannschaft: Vollenweider, Bilic, Markanovic, Shala (65’, Kaufmann), Good, Mühlemann (gelb), Bala II, Helder (Steiner), Rako, Löliger (60’, C. Antennen), Konate. Ersatz: Steiner, C. Antennen, Kaufmann.

Betretene Gesichter nach dem Cup-Aus gegen den FC Einsiedeln. (Bild zvg.) Spiel; mal abgesehen von den recht häufigen Fehlpässen. Die Räume waren eng, die FCA-ler kontrollierten das Spiel und erspielten sich die eine oder andere Chance. So vergaben Bilic, Rako und Helder gute Chancen. Apropos Helder: zum einen machte Helder nach Foul an ihm einen 12-Meter-Diver auf Kunstrasen und zum anderen zerrte er sich den Oberschenkel in der Schlussphase des Spiels dermassen schlimm, dass er von Physiotherapeut Bruhin gestützt den Platz verlassen musste. Als Ersatz für ihn kam Steiner.

Kompromisslos nach vorne

Sonntagsspiel verschoben

Die zweite Halbzeit setzten die Affolterner dort fort, wo die erste aufgehört hatte. Gutes Spiel aber ohne Fortune im Abschluss. Ab der 80. Minute, nachdem das 0:1 gefallen war, spielte das Fanion-Team mit offenem Visier. Kompromisslos nach vorne und hinten volles Risiko. Und obwohl Rako nur noch stürmte, reichte es nicht zu einem Tor. Somit war das Cup-Aus besiegelt. «Schade ...» das waren die Worte des Trainers Filipovic. «Schade, dass es

Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen wurde das für Sonntag angesetzte Spiel des FC Affoltern, auswärts in Zürich bei den RedStars, verschoben. Zu Redaktionsschluss stand der Nachholtermin noch nicht fest. Das nächste Spiel in der Meisterschaft findet am kommenden Donnerstag, 15. November, um 20 Uhr statt. Zu Gast im «Moos» in Affoltern ist der FC Seefeld.

In letzter Sekunde den Sieg verspielt Affoltern-Hedingen – Engelberg-Titlis 4:5 n.V. Affoltern-Hedingen führt im Kellerduell gegen Engelberg-Titlis zweimal. Am Ende haben die Obwaldner die Nase vorn. Das Siegestor fiel neun (!) Sekunden vor Schluss. ................................................... von thomas winter Im fünften Anlauf hat der 3.-Liga-Aufsteiger Affoltern-Hedingen wenigstens den ersten Punkt geholt. Doch das 4:5 nach Verlängerung gegen EngelbergTitlis war eine weitere Pleite, die nicht nötig gewesen wäre. Affoltern hat über weite Strecken den Gegner recht gut im Griff. Ging bereits nach 80 Sekunden in Führung. Doch ein mögliches zweites Tor zur Beruhigung der Nerven fiel nicht. Im Gegenteil. Die Gäste aus Obwalden drehten die Partie bis zur ersten Pause. Bei einem Tor war Affoltern in Unterzahl. Als die Gastgeber kurz nach Wiederbeginn das 1:3 durch Engelberg hinnehmen mussten, ahnten einige schon Böses. Doch dann weckte der wirblige Affoltern-Stürmer Nico Brügger die Seinen. In der 26. und in der 32. Minute schoss er zwei Treffer und glich das Geschehen zum 3:3 aus. Es kam noch besser: Mit einem harten Weitschuss brachte Sandro Strebel Affoltern in der 37. Minute zum zweiten Mal in Front. Doch die Führung hat nicht lange Bestand. Als ein Affoltemer auf der Strafbank sass, glich Engelberg das Geschehen wieder aus (42. Minute). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit sehr guten Chancen auf beiden Seiten. Aber beide Keeper liessen sich vorerst nicht mehr erwischen. Schade, dass Affoltern kurz vor Schluss, mit einem Mann mehr, nicht die Entscheidung erzwingen konnte. Die Affoltemer verfügen leider über kein eingespieltes Powerplay. Deshalb ist vieles auf Improvisation aufgebaut.

Aber kurz vor Schluss der regulären Spielzeit konnten die Affoltemer ihrem Keeper Andrin Vock Danke sagen: Yves Danioth (Engelberg) scheiterte einige Sekunden vor Schluss am aufmerksamen Schlussmann. Einmal mehr übten die Affoltemer den offensiven Wahnsinn, statt die defensive Vorsicht. Dies beschwor noch und noch Überzahlsituationen herauf. In der Verlängerung – neun Sekunden vor Ende der Zusatzschlaufe – gelang dem Gast das vielumjubelte 5:4. Zu einem Zeitpunkt, an dem bereits viele mit einem Penaltyschiessen gerechnet hatten. Die Niederlage ist bitter. Die Gastgeber hätten diese Partie für sich entscheiden müssen. Und das bereits in der regulären Spielzeit. Doch einmal mehr erwies sich Affoltern im Sturm als zuwenig effizient. Und im Abwehrbereich sind die Affoltemer sehr anfällig. Vor allem dann, wenn gleich alle Feldspieler – ausser dem Torhüter – zu Stürmern mutieren. Der eine Punkt hat den Affoltemern nicht wirklich aus der Patsche geholfen. Immerhin zeigten sich die Einheimischen verbessert, aber schienen einmal mehr am Schluss nicht mehr die Kraft zum Reagieren zu haben. Über die Gründe der Niederlage nachdenken, können die Affoltemer nicht lange. Bereits morgen Mittwoch spielen die Säuliämtler in Bülach (Spielbeginn 20.45 Uhr, Hirslen). Die Reserven des EHC Bülach haben bis jetzt jede Partie gewonnen. Es scheint deshalb klar, dass die Säuliämtler dort nichts zu verlieren haben. EHC Affoltern-Hedingen - Engelberg-Titlis 4:5 (1:2, 3:1, 0:1, 0:1) n.V.. - Bossard-Arena. - 30 Zuschauer. - Tore: 2. Heller (Kälin, Brügger) 1:0. 11. Eberli (Danioth) 1:1. 13. Christen (Danioth, Ausschluss Heller) 1:2. 26. Brügger (Heller) 2:3. 32. Brügger (Kälin) 3:3. 37. Strebel (Bischofberger) 4:3. 42. Krummenacher (Böni, Eberli, Ausschluss Sidler) 4:4. 65 (64.51) Joss (Danioth, Roth, Ausschlüsse Sattlegger, Mauron) 4:5.

10 Spiele, 28 Punkte, 55:11 Tore: Aufstieg der C-Junioren in die Coca-ColaLeague. (Bild Kaspar Köchli)

In höchster Spielklasse C-Junioren des FCWB schaffen Aufstieg Erstmals schafft ein JuniorenTeam des FC Wettswil-Bonstetten den Aufstieg in die Coca-ColaLeague. Die Jungs um das Trainerduo Gretsch/Horak sicherten sich diesen Erfolg mit einem überzeugenden 19:0-Erfolg in der letzten Spielrunde vom vergangenen Wochenende. ................................................... von oliver hedinger Die Affiche vom Samstag war eigentlich klar. Der FCWB traf als Tabellenführer mit acht Siegen und nur einem Unentschieden aus den ersten neun Spielen und einer Tordifferenz von 36:11 auf das letztplatzierte Albisrieden, die gänzlich ohne Punktgewinn in dieser Saison antraten. Da der nächste Verfolger Kilchberg/Rüschlikon am Nachmittag bereits voll gepunktet hatte, musste aber dennoch ein Sieg realisiert werden. Von Beginn weg war die Rollenverteilung klar und die C-Junioren des FCWB kamen in den ersten Minuten bereits zu grossen Möglichkeiten, die noch ungenutzt blieben.

Torfestival vor zahlreichen Zuschauern In der 10. Minute war es Schulter, der das Skore eröffnete und so rasch brach der Torfluss nicht ab. Hodel und Reche, letzterer mit einem sehenswerten Weitschuss ins Lattenkreuz, erhöhten bis zur 15. Minute auf 3:0, womit das

Spiel eigentlich schon entschieden war. Rund 65 Zuschauer haben den Weg ins Moos gefunden und wollten den Aufstieg bejubeln. Das Team dankte mit einer konzentrierten und souveränen Leistung. Bis zur Pause erhöhte man auf 11:0, am Ende stand es gar 19:0 für den FCWB. Lergier, Siegenthaler, Reche, Schulter, Lindenmann und Kesseli konnten sich dabei als Mehrfach-Torschützen feiern lassen. Aber auch alle anderen Akteure zeigten einen makellosen Auftritt. Albisrieden kam kaum zu Tormöglichkeiten, nur kurz nach der Pause musste einmal die Querlatte für den FCWB retten.

Erfolg bestätigt gute Junioren-Arbeit Seit einigen Jahren wird im FCWB ein klar strukturiertes Nachwuchskonzept verfolgt. Der Einsatz der Verantwortlichen trägt nun Früchte und wird mit diesem Erfolg bestätigt. So gratuliert auch Junioren-Obmann Patrik Schönbächler der Mannschaft und den Trainern ganz herzlich und freut sich speziell über den Aufstieg in der Herbstrunde, da nun das Team in der gleichen Besetzung in der höheren Liga antreten kann. Bevor man aber an die Vorbereitung denkt, steht nun die wohlverdiente Winterpause an und der Erfolg darf ausgekostet werden. Weitere Resultate: Srbija - FCWB 2 5:2, Jun. Da Freienbach 2:0, Jun. Db - Langnau 2:7, Altstetten Jun. Dc 4:0, Jun. A1 - Buchs-Dällikon 5:2, Jun. A2 Kilchberg-Rüschlikon 2:7


090_2012  
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