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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 86 I 166. Jahrgang I Dienstag, 30. Oktober 2012

Rekurs

Weniger Steuern

Affoltern: Solarthermie- und Fotovoltaikanlage «Stigeli» wird vorerst nicht gebaut. > Seite 3

In Obfelden sinkt der Gesamtsteuerfuss um 3 Prozent. > Seite 3

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Gegen den Strom «Weltwoche»-Verleger und -Chefredaktor Roger Köppel referierte in Hedingen. > Seite 7

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Das Können zeigen Feuerwehrhauptübungen in Zwillikon und in Wettswil. > Seite 9

Geplante Unterkünfte für Asylbewerber beschäftigen Justiz Rekurs gegen drei Wohncontainer in der Rifferswiler Landwirtschaftszone Gegen die Baubewilligung für die geplanten drei Wohncontainer in der Landwirtschaftszone an der Kappelerstrasse in Rifferswil wurde ein Rekurs eingereicht. Ebenso gegen die Klausel, die einem Rekurs die aufschiebende Wirkung entziehen wollte. Letzterer wurde vom Baurekursgericht bereits gutgeheissen. Das Projekt ist vorläufig sistiert. ................................................... von martin platter Die betroffenen Anwohner in Rifferswil wollten sich lieber nicht öffentlich zur geplanten Asylbewerberunterkunft in ihrer Nachbarschaft äussern. Bereits sei es zu Anfeindungen, Sachbeschädigungen und einem anonymen Drohbrief gekommen. Unter der Oberfläche brodelt es jedoch. Von der Baubewilligung des Kantons in Kenntnis gesetzt wurden die Anwohner mit einem Auszug aus dem Gemeinderatsprotokoll. Ungewöhnlich darin ist die Rechtsmittelbelehrung, die einem allfälligen Rekurs die sonst übliche, aufschiebende Wirkung entzog. Das heisst, die Gemeinde hätte sofort nach dem Eintreffen der Bewilligung des Kantons am 18. Juni mit der Installation der Wohncontainer

beginnen können – ungeachtet dessen, ob jemand die Bewilligung anficht. Üblicherweise werden solche Einschränkungen vom Gemeinderat nur dann verfügt, wenn eine unmittelbare Gefahr, beispielsweise der Einsturz eines Gebäudes, droht. Gemeindepräsident Marcel Fuchs rechtfertigt die Klausel mit dem Druck, der vom Kanton auf die Gemeinden ausgeübt werde, Asylbewerber aufzunehmen. Die Beschwerdeführer liessen sich davon aber nicht ins Bockshorn jagen und schalteten einen Anwalt ein. Dieser rekurrierte nicht nur gegen den Standort des Projektes, sondern auch gegen die Nichtaufschubsklausel. Gegen letztere mit Erfolg. Das Baurekursgericht entzog dem Gemeinderat die Baubewilligung bis zum Abschluss des Verfahrens, das maximal sechs Monate dauern darf. Im Dezember läuft diese Frist ab.

Gemeinderat verzichtete auf Weiterzug Der Gemeinderat wiederum verzichtete auf einen Weiterzug der Verfügung des Baurekursgerichts. «Wir hätten die Verfügung anfechten können. Aber wir wollten das Risiko eines allfälligen Rückbaus und dessen finanzielle Folgen für den Steuerzahler nicht eingehen, falls auch noch der hängige Re-

Die Baugespanne für die geplanten Wohncontainer für Asylbewerber-Unterkünfte bei der Schürmann-Scheune in Rifferswil sind längst verschwunden. Derzeit befasst sich das Baurekursgericht mit dem Vorhaben. (Bild Martin Platter) kurs gutgeheissen wird», begründet Fuchs. Wie ginge es dann weiter? Würde dann auch das Kappeler Kontingent Asylbewerber, das gemäss Vereinbarung der Gemeinderäte ebenfalls in Rifferswil einziehen soll, wieder ein Thema? Sollte der Rekurs gegen die Baubewilligung tatsächlich gutgeheissen werden, beginne die Standortsuche woanders von Neuem. Allerdings seien bereits verschiedenste Möglichkeiten im ortsbildgeschützten Dorf ge-

Affoltemer Schüler machen Politik

Die «Parlamentarier» von der Sek. A3a in Affoltern sind bereit für die Session im Nationalratssaal. (Bild Thomas Stöckli) Im Rahmen der Projektwoche «Schulen nach Bern» hat eine Schulklasse aus dem Affoltemer «Ennetgraben» eine Staatskunde-Woche in der Haupt-

stadt verbracht. Ein Botschafts-Besuch stand ebenso auf dem Programm wie Treffen mit Parlamentariern. Zum Abschluss diskutierten die Jugendlichen

im Nationalratssaal mit Gleichaltrigen aus der ganzen Schweiz. (tst.) ................................................... > Bericht auf Seite 4

prüft worden, erklärte Fuchs. Falls man aber tatsächlich wieder bei Null beginnen müsse, würden auch die Verhandlungen mit Kappel wieder neu aufgenommen. Das hänge aber auch von der Urteilsbegründung des Baurekursgerichts ab, die man nun zuerst abwarten wolle. Fällt das Urteil nicht im Sinne der Rekurrenten aus, besteht die Möglichkeit eines Weiterzugs bis vors Bundesgericht.

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Eigenverantwortung Brandschutz: Dienstleistungscenter Amt gibt Auskunft. > Seite 10

Lustvolle Diskussion über Weltanschauungen Die Frage, ob Mönche tatsächlich die besseren Manager sind, wurde am Donnerstagabend im Kappeler Gemeindesaal zwar nicht abschliessend beantwortet. Doch das schmälerte den Unterhaltungswert der Vorträge von Pater Karl Wallner, Managerin Isabelle Welton und Bauunternehmer Alfred Müller nicht im Geringsten. Es zeigten sich zahlreiche Parallelen. Und, dass die sich durch die digitale Revolution rasant verändernde Welt eine Herausforderung für alle ist, bei der die Bedürfnisse der Menschen nicht zu kurz kommen dürfen. Vor allem Pater Karl verstand es auf charmante, kurzweilige und witzige Weise die Hintergründe für seine Gottes-Liebe zu vermitteln. Europaweit Berühmtheit erlangt hat der Dekan und Gründungsrektor der philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt XVI Heiligkreuz 2008 als Mediensprecher der Benediktinerabtei im Wienerwald nach der Veröffentlichung von gregorianischen Choralgesängen seiner Brüder, die sich als Hitparadenstürmer erwiesen. Wallner war danach Gast in «Wetten dass…» und zahlreichen Talk Shows. Nach Kappel eingeladen hatte das Forum Kirche und Wirtschaft der katholischen Kirche Zug. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

anzeigen

Regionale Führungsorganisation: Projektgruppe steht Für Katastrophen und Schadenereignisse von überregionalem Ausmass ist sie gedacht, die Regionale Führungsorganisation (RFO). Solange nur eine Region betroffen ist, kommt die kantonale Führung zum Zug, bei kleineren Ereignissen sind nach wie vor die Gemeinden in der Verantwortung. Mit dem Aufbau der RFO wurde der Sicherheits-Zweckverband Albis beauftragt. Und dieser hat an der Delegiertenversammlung vom vergangenen Mittwochabend informiert, welche Personen für den Aufbau verantwortlich sind. Projektleiter und als künftiger Chef RFO vorgesehen ist Hanspeter Eichenberger, Gemeindepräsident von Wettswil. Als sein Stellvertreter amtet Christoph Schönbächler, der militärischen Hintergrund mitbringt. Alt-Statthalter Hansruedi Maag, Reto Karst, Dieter Ruf, Franz Birri und Daniel Eichenberger komplettieren das Projektteam. Aktuell läuft die Konzept-Phase. Bis 2014 soll die RFO Albis dann für erste Übungen bereit sein. (tst.)

................................................... > Bericht auf Seite 7

200 44 9 771661 391004


Gebührenreglement über die Abfallbewirtschaftung Der Gemeinderat Hausen am Albis hat am 23. Oktober 2012 beschlossen, die Gebühren über die Abfallbewirtschaftung für das Jahr 2013 unverändert zu belassen. Die Gebühren betragen: Häckseldienst (exkl. MwSt.) (Preise inkl. 2 Arbeitskräfte, Traktor, Häcksler und Gemeindefahrzeug) Der Häckseldienst kann pro Jahr und Haushalt innerhalb einer der ausgeschriebenen Häckslertouren kostenlos in Anspruch genommen werden ¼ Stunde gratis Jede weitere, auch angebrochene Viertelstunde pro Häckseltour ¼ Stunde à Fr. 60.–

Schulzweckverband Bezirk Affoltern Delegiertenversammlung Donnerstag, 22. November 2012 20.00 Uhr: Delegiertenversammlung des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern in der Schulanlage, Jonentalstrasse 16, 8911 Rifferswil. Die Akten liegen ab 3. November 2012 im Sekretariat, Breitenstrasse 18, 8910 Affoltern am Albis, zur Einsicht auf. Die Versammlung ist öffentlich. Verbandsschulpflege Schulzweckverband Bezirk Affoltern

Der gleiche Ansatz wird verrechnet für das Abführen des nicht benötigten eigenen Häckselgutes ¼ Stunde à Fr. 60.– Quartier-Häckselplätze Quartier-Häckselplätze, welche von den Quartier-Bewohnern selbst erstellt werden, werden kostenlos bedient gratis Pauschale Grundgebühr Haushalte (exkl. MwSt.) Ganze Wohneinheiten (EFH, Wohnung)

Fr. 145.–

Einzelpersonenhaushalte mit maximal zwei Zimmern, nur auf Gesuch hin Fr. 110.–

Kreisschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil a. A.

Gemeindeversammlung Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil am Albis werden in den Mehrzweckraum des Sekundarschulhauses «Im Bruggen», Trakt D, Bonstetten, eingeladen auf: Donnerstag, 29. November 2012, 20.15 Uhr zur Behandlung des folgenden Geschäfts: 1. Antrag zur Genehmigung des Voranschlages 2013 und Festsetzung des Steuerfusses Der Antrag und Akten zum Geschäft sowie das Stimmregister liegen auf den Gemeindekanzleien der Kreisgemeinde ab 1. November 2012 während der Bürozeiten zur Einsicht auf. Auf der Homepage www.sek-bonstetten.ch wird ein entsprechender Link aufgeschaltet. Mitte November wird die Weisungsbroschüre per Post in alle Haushalte der Kreisgemeinde verschickt.

Die Umsetzung der baulichen «Tempo 30»-Massnahmen ist abgeschlossen. Nun folgt die eigentliche Einführung des «Tempo 30»-Geschwindigkeitsregimes. Wie jede Verkehrsanordnung muss auch die Einführung einer neuen Tempolimite durchgesetzt werden. Nach einer kurzen Angewöhnungsphase wird die Gemeindepolizei oder die Kantonspolizei deshalb an verschiedenen Stellen Verkehrsmessungen vornehmen. Wo es regelmässig zu Tempoüberschreitungen kommt, erfolgen Geschwindigkeitskontrollen und im Übertretungsfall werden die entsprechenden Bussen erteilt oder Verzeigungen ausgefällt. Dabei gelangen die im Strassenverkehrsgesetz vorgesehenen Tarife zur Anwendung. Bussen (Ordnungsbussenverfahren) 1 bis 5 km/h zu schnell Fr. 40.– 6 bis 10 km/h zu schnell Fr. 120.– 11 bis 15 km/h zu schnell Fr. 250.– Bussen (ordentliches Strafverfahren) 16 bis 24 km/h zu schnell Verzeigung an Statthalteramt 25 bis X km/h zu schnell Strafanzeige an Staatsanwaltschaft ab 30 km/h zu schnell Entzug des Fahrausweises vor Ort durch die Polizei

Nebenerwerb (exkl. MwSt.)

Obfelden, 26. Oktober 2012

Keine zusätzliche Grundgebühr wird erhoben, wenn ein Gewerbe als Nebenerwerb in der eigenen Wohnung ausgeübt wird, nur auf Gesuch hin

Gemeinderat Obfelden

Fr. 185.–

Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Hausen am Albis, 23. Oktober 2012 Gemeinderat Hausen am Albis

Reformierte Kirchgemeinde Kappel am Albis Einladung zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung am Freitag, 30. November 2012, nach der Gemeindeversammlung Traktandum Voranschlag 2013 Informationen Kappel am Albis, 27. Oktober 2012 Kirchenpflege Kappel am Albis

Bestattungen Bonstetten In Affoltern am Albis ist gestorben:

Hofer geb. Schinz, Ruth Esther

Sperrung der Dorfstrasse im Bereich Dorfplatz, Stallikon

Anfragen nach § 51 des Gemeindegesetzes sind der Sekundarschulpflege spätestens 10 Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung schriftlich einzureichen.

Am Samstag, 3. November (13.00 bis 20.00 Uhr), und Sonntag, 4. November 2012 (10.00 bis 17.00 Uhr), bleibt die Dorfstrasse (Höhe Dorfplatz) in Stallikon wegen der 500-Jahr-Feier Kirche Stallikon (Chilefäscht) für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Für die Anwohner ist die Zufahrt gewährleistet. Die Besucher werden gebeten, die Anweisungen des Verkehrsdienstes zu befolgen.

Bonstetten, 30. Oktober 2012

Stallikon, 30. Oktober 2012

Sekundarschulpflege Bonstetten

Polizeivorsteherin Stallikon

Die Stimmberechtigung richtet sich nach dem Gemeindegesetz sowie dem Gesetz über die politischen Rechte vom 1. September 2003.

Einführungsphase

Einzelpersonen- und Landwirtschaftsbetriebe, welche eine Haushaltgrundgebühr in Hausen am Albis bezahlen (reduzierter Tarif), nur auf Gesuch hin Fr. 100.–

Gewerbebetriebe

Sekundarschulgemeinde Bonstetten

Tempo 30 in den Wohnquartieren

Nachrüstung Nach einem Jahr wird die Kantonspolizei Zürich nachprüfen, ob die gesetzlich geforderten Ziele bezüglich der Geschwindigkeit erreicht wurden. Ist dies nicht der Fall, müssten weitere bauliche Massnahmen oder Korrekturen an den bisher getroffenen Massnahmen zur Reduktion der Geschwindigkeit ergriffen werden.

Gewerbe, Landwirtschaft (exkl. MwSt.)

Alles Irdische ist vergänglich, doch da ist die Gewissheit, dass die Erinnerung unsterblich ist.

Gemeindestrassen

geboren am 8. Dezember 1936, von Bonstetten ZH, Ehefrau des Hofer, Ulrich, wohnhaft Hofwies 1, Bonstetten. Sie starb in Affoltern am Albis am 26. Oktober 2012. Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Bonstetten

im

ABSCHIED Traurig, aber dankbar und voller Liebe nehmen wir Abschied von meiner geliebten Frau, meiner Mutter, unserer Schwester und Freundin

Ruth Hofer-Schinz 8. Dezember 1936 – 26. Oktober 2012

nach langer und tapfer ertragener Krankheit durfte sie friedlich einschlafen. In stiller Trauer Ueli Hofer-Schinz Marcel und Kathrin Späni Peter und Maria Schinz mit Kindern Vreni und Fritz Schinz Verwandte und Freunde Wir haben im engsten Familienkreis von Ruth Abschied genommen. Wer der Verstorbenen gedenken möchte, kann dies mit einer Spende an Palliativstation des Spitals Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, Postkonto 85-391373-1, Spital Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, Langzeitpflege, Postkonto 80-7664-4. Es werden keine Leidzirkulare versandt. Traueradresse: Ueli Hofer-Schinz, Hofwies 1, 8904 Bonstetten


Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Oktober 2012

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Solarthermie- und Fotovoltaikanlage im «Stigeli» wird vorerst nicht gebaut Rekurse eines Stimmberechtigten – aus den Verhandlungen des Gemeinderates Affoltern Der Bezirksrat hat am 23. August 2012 den Protokollberichtigungsrekurs eines Stimmberechtigten gegen das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 18. Juni 2012 abgewiesen und der Gemeinde die korrekte Protokollführung bescheinigt. Der Stimmberechtigte hat nun dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Der gleiche Stimmberechtigte hat auch gegen das Projekt «Solarthermieund Fotovoltaikanlage auf den Dächern des Schwimmbades Stigeli» verschiedene Rechtsmittel ergriffen. Auch diese wurden vom Bezirksrat abgewiesen, soweit er überhaupt darauf eingetreten war. Der Beschwerdeführer hat allerdings diesen Entscheid ebenfalls an das Verwaltungsgericht weitergezogen. Die Solarthermie- und Fotovoltaikanlage kann somit vorerst nicht gebaut werden, obwohl die Gemeindeversammlung den Objektkredit am 18. Juni 2012 ohne Gegenstimme bewilligte. Wie lange die juristischen Auseinandersetzungen dauern, kann derzeit nicht bestimmt werden. Der Anlagenbau und die damit verbundene Dachsanierung waren für diesen Herbst vorgesehen. Ob das undichte Dach nun gesondert geflickt werden muss, wird eine Prüfung des Bauteils zeigen.

Haupelweg saniert Der Haupelweg, welcher die Gartenstrasse mit der Tannholzstrasse verbindet, wurde während den Herbstferien mit einem bituminösen Belag versehen. Für die Sanierung des Weges hatte der Gemeinderat im September einen Kredit von 87 000 Franken genehmigt. Der Haupelweg war einer der wenigen Wege im überbauten Gemeindegebiet, der noch mit einem Kiesbelag versehen war. Dank dem neuen Belag wird der Winterdienst

Und übrigens... ...führte die Gemeindepolizei im Oktober sieben Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei wurden 5958 Fahrzeuge gemessen und 430 Übertretungen (7,2%) festgestellt. Spitzenreiter war ein Fahrzeuglenker mit 86 km/h bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Er und zwei weitere Fahrzeuglenker, welche mit 71 beziehungsweise 70 km/h unterwegs waren, wurden an die zuständige Strafverfolgungsbehörde verzeigt.

einfacher und bei starkem Niederschlag schwemmt kein Kiesmaterial mehr von der Wegoberfläche auf das unterhalb verlaufende Trottoir.

schreibenden Stelle ging allerdings lediglich ein Angebot ein. Der Auftrag konnte deshalb der bisherigen Leistungserbringerin, jedoch zu günstigeren Konditionen, vergeben werden.

Visitation der Gemeindeverwaltung Im September 2012 hat der Bezirksrat die Gemeindeverwaltung visitiert. Diese Form der Kontrolle durch die Aufsichtsbehörde findet alle zwei Jahre statt. Der nun vorliegende Bericht stellt der Gemeindeverwaltung ein sehr gutes Zeugnis aus. Beim Betreibungsamt obliegt die fachliche Prüfung dem Obergericht. Auch dieser Inspektionsbericht attestiert eine einwandfreie Amtsführung.

Öki-Mobil wird günstiger Die Durchführung der mobilen Wertstoffsammlungen in Affoltern am Albis und Zwillikon erfolgt unter der Bezeichnung «Öki-Mobil». Der Vertrag mit der Betreiberin des «Öki-Mobil» wurde im Juni 2012 aufgelöst, um den Auftrag neu ausschreiben zu können. Im Rahmen eines freihändigen Verfahrens gemäss Submissionsgesetzgebung wurden zwei mögliche Anbieter aus Affoltern am Albis eingeladen eine Offerte einzureichen. Bei der aus-

Leistungsvereinbarung mit dem Spitex Verein Knonaueramt Die Aufgaben im Umfeld der spitalexternen Pflege werden immer umfangreicher und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Spitex komplexer. Kleine Spitex-Organisationen stossen deshalb zunehmend an ihre Grenzen. An den Generalversammlungen der drei Spitex-Vereine im Bezirk Affoltern wurde deshalb die Fusion zum Verein Spitex Knonaueramt einstimmig beschlossen. Die Spitex-Vereine besorgten bisher die spitalexterne Pflege im Auftrag der Gemeinden. Damit auch der neue Verein über die notwendigen Grundlagen verfügt, wurde eine entsprechende Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Im Wesentlichen orientiert sich diese an der bisherigen Vereinbarung und stellt die Handlungsfähigkeit der Spitexorganisation ab 1. Januar 2013 auf dem Gemeindegebiet Affoltern am Albis sicher. (tro)

Der sanierte Haupelweg. (Bild zvg.)

Gesamtsteuerfuss sinkt um drei Prozent Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 475 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Obfelden Die Laufende Rechnung des Voranschlages 2013 rechnet bei einem Aufwand von 23,429 Mio. Franken und einem Ertrag von 23 920 600 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 491 600 Franken. Die Nettoabschreibungen betragen 888 000 Franken. Vor Abschreibungen resultiert ein Vorschlag (Cashflow) von 1 379 600 Franken. Die Investitionsrechnung zeigt bei Ausgaben von 5 145 500 Franken und Einnahmen von 794 000 Franken Nettoinvestitionen von 4 351 500 Franken. Der Voranschlag rechnet mit einem 100-prozentigen Steuerertrag von 8,4 Mio. Franken und einem Steuerfuss von 47% (–3% gegenüber Vorjahr) für die Pol. Gemeinde. Die Primarschulgemeinde sieht einen unveränderten Steuerfuss von 46% und die Sekundarschulgemeinde Obfelden-Ottenbach einen ebenfalls unveränderten Steuerfuss von 22% vor. Der Gesamtsteuerfuss sinkt gegenüber dem Jahr 2012 von 118% auf 115 % (–3%). Der Gemeindeversammlung vom 10. Dezember wird beantragt, den Voranschlag 2013 zu genehmigen und den Steuerfuss auf 47% festzusetzen.

Einbürgerungen Das Bürgerrecht der Gemeinde Obfelden wurde erteilt an: Daniel Etterlin, geb. 1986, von Muri AG, wohnhaft Stehlistrasse 1a.

Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Gemeindeverwaltung Heidi Stocker hat am 1. Oktober 2012 als Leiterin der Einwohnerkontrolle die Arbeit aufgenommen. Per 1. November 2012 wird die bisherige Leiterin der Einwohnerkontrolle, Stefanie Forlin, ihre neue Herausforderung als Gemeindeschreiberin in Kappel antreten. Gemeinderat und Mitarbeiter(innen) der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewerke heissen Heidi Stocker herzlich im Verwaltungs-Team willkommen und danken Stefanie Forlin für die geleistete Arbeit und wün-

schen ihr für die neue anspruchsvolle Aufgabe alles Gute. Als Lernender mit Lehrbeginn im August 2013 wurde Patrick Gisler, Merenschwand, gewählt.

A4-Zubringer Der Gemeinderat nahm mit Freude vom deutlichen Abstimmungsergebnis betreffend den A4-Zubringer Kenntnis. Er dankt der Bevölkerung sowie insbesondere der IG Sicherer Schulweg für ihren Einsatz und die Unterstützung für die Verkehrssicherheit in Obfelden/Ottenbach. Wie Medienberichten entnommen werden konnte, soll nun die Planung für den A4-Zubringer zügig vorangehen.

Grundgebühren 2013 – Verbrauchsgebühren vom 1.10.2012 bis 30.9.2013 Die Grundgebühren mussten beim Wasser erhöht und konnten beim Abwasser gesenkt werden. Bei der Abfallbeseitigung und beim Kabelnetz können die Gebühren beibehalten werden. Die Grundgebühren wurden für das Jahr 2013 wie folgt festgesetzt (in Klammern die Ansätze des Jahres 2012): Wasser: Pro Wohnung 167 Franken (160 Franken), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe Fr. 233.80 (224) respektiv individuelle Ansätze, Verbrauchsgebühr: Pro Kubikmeter Fr. 1.88 (Fr. 1.69); Abwasser: Pro Wohnung 51 Franken (Fr. 63.50), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 52 Franken (Fr. 63.50), versiegelte Flächen Fr. 0.33 (Fr. 0.43), Klärgebühr: Pro Kubikmeter Wasserverbrauch Fr. 0.65 (Fr. 0.86); Abfallbeseitigung, pro Wohnung 200 Franken (200), Landwirtschaftsbetriebe und Gewerbe 200 Franken (200) respektiv individuelle Ansätze; Kabelnetzgebühr 162 Franken (162). Die Mehrwertsteuer ist in diesen Ansätzen nicht inbegriffen. Sie wird zusätzlich mit 2,5% für die Wassergebühren und mit 8% für Abwasser-, Abfall- und Kabelnetzgebühren in Rechnung gestellt.

Wasserversorgung Das Generelle Wasserversorgungsprojekt (GWP) legt die notwendigen Anlagen für die ordnungsgemässe Versorgung des heutigen und zukünftigen Siedlungsgebietes mit Trink-, Brauchund Löschwasser fest. Das Amt für Abfall, Wasser Energie und Luft Zürich (Awel) empfiehlt, das GWP periodisch zu überprüfen und allenfalls anzupassen; in der Regel alle 10 bis 15 Jahre. Letztmals wurde das GWP Obfelden im Jahr 1998 überarbeitet. Für die Ingenieurleistungen für die Projektierung, Submission, Vergabeanträge und Startbesprechung für die Überarbeitung des Generellen Wasserversorgungsprojektes (GWP) wurde ein Kredit von 22 500 Franken genehmigt.

Kabelnetz Die Kabelfernsehanlage (KFA), Anschlussverteilkabinen, in Obfelden wurden in den letzten Jahren grösstenteils mit einer Elektrosteckdose ausgerüstet. Gestützt auf die Verordnung über elektrische Schwachstromanlagen vom 30. März 1994 (Stand am 1. Juli 2012) müssen Schwachstromanlagen über einen Erdungsschutz verfügen. Infolgedessen müssen die Anschlussverteilkabinen, in Obfelden mit dem noch fehlenden Erdungsanzeige

schutz nachgerüstet werden. Für die Erdung der Anschlussverteilkabinen wurde ein Kredit von 19 000 Franken inklusiv Mehrwertsteuer bewilligt und die Arbeiten an die Firma Rast & Fischer AG, Luzern, vergeben.

Flurstrassen Die eingekieste Flurstrasse, welche von der Ankenrainstrasse zur Grenze des Gemeindegebietes Mettmenstetten führt, ist in einem schlechten Zustand, sodass die Gemeindewerke aufgrund von Reklamationen aus der Bevölkerung vermehrt Unterhaltsarbeiten vornehmen müssen. Eine Sanierung der Deckschicht ist dringend erforderlich. Für die Sanierungsarbeiten wurde ein Kredit von 9500 Franken bewilligt und die Arbeiten an die Firma UMag, Mettmenstetten, vergeben.

Baupolizei Baurechtliche Bewilligungen wurden erteilt an: Roland und Regula Hausin, Obfelden, für den Einbau einer Dachlukarne am Wohnhaus Vers.-Nr. 1069 an der Ottenbacherstrasse; Willy und Gabi Wittwer, Obfelden, für ein Gartenhaus (Bauwagen) an der Schürweidstrasse. Eveline Meier


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Nationale Politik hautnah erlebt «Schulen nach Bern»: Arbeitswoche der Klasse A3a aus Affoltern

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Es herrscht Einigkeit in der Affoltemer Fraktion «Freie Partei». (Bilder Thomas Stöckli)

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Demokratie muss gelernt werden, damit sie gelebt werden kann. Der Verein «Schulen nach Bern» will erreichen, dass sich bereits die Jugendlichen dafür interessieren. Eine Affoltemer 3.Sek.-Klasse verbrachte die letzte Woche in der Hauptstadt. ................................................... von thomas stöckli Sechs Schulklassen aus vier verschiedenen Kantonen und zwei Sprachregionen verhandelten vergangenen Donnerstagnachmittag im Bundeshaus. Jede Klasse hatte vorgängig eine Volksinitiative mit 100 Unterschriften eingereicht und anschliessend eine politische (Fantasie-)Partei gebildet. Während einer Projektwoche in Bern wurden die Initiativen schliesslich in Fraktionen und Kommissionen behandelt und schliesslich in der Nationalratsdebatte diskutiert und verabschiedet. «Es ist ein gutes Gefühl, auf den Plätzen der Leute zu sitzen, die die Schweiz führen», sagt Tristan Schulz. Er ist der Fraktionschef der Affoltemer «Freien Partei». «Ich bin gerne Nationalrat», sagt auch Moritz Fankhauser. Er habe in den vergangenen Wochen viel über Politik gelernt. An besonders expo-

nierter Lage im Nationalratssaal sass Sandra Viskovic. Sie amtete als Stimmenzählerin und gibt unumwunden zu: «Ich hatte vorher keine Ahnung von Politik.»

«Die Schweizer haben mehr Ferien verdient» Die Simultanübersetzerinnen im Nationalratssaal hatten viel zu tun: Die Deutschschweizer und Tessiner Jugendlichen diskutierten rege über Schuluniformen an öffentlichen Schulen und autofreie Sonntage, lebenslange Verwahrung für Sexual- und Gewaltstraftäter, Tabak-Verbot für Minderjährige und Förderung des öffentlichen Verkehrs. «Sechs Wochen Ferien für alle» lautete die Forderung der Affoltemer Schüler. «Die Schweizer haben mehr Ferien verdient», sagten sie und verglichen die hiesigen Arbeitszeiten mit jenen von Frankreich. Dieser Vergleich kam bei Elisabeth Kopp, die im Planspiel den Bundesrat verkörperte, allerdings gar nicht gut an: «Unserem Land geht es so gut, weil die Menschen so viel arbeiten», so die Alt-Bundesrätin. Schliesslich mussten die Affoltemer wie die anderen Schulklassen vor oder nach ihnen auch die Erfahrung machen, dass Initiativen in der Schweiz einen schweren Stand haben ...

Besuch der Rumänischen Botschaft Einquartiert werden die Schulklassen während der Projektwoche in einer Berner Zivilschutz-Anlage. Von da aus stehen dann auch verschiedene Ausflüge auf dem Programm – natürlich immer mit Fokus auf die Staatskunde. So besuchten die Affoltemer Sekundarschüler unter anderem die Rumänische Botschaft. Sie habe den Botschafter gefragt, was an seiner Aufgabe am Spannendsten ist, so Schülerin Sandra Viskovic. Dieser habe darauf den Umgang mit Menschen hervorgehoben. Der Alltag auf der Botschaft sei allerdings vielmehr von Papierkram geprägt, erfahren die Schüler. «Wir haben viel gelernt, aber die Tage waren sehr anstrengend», so der Grundtenor bei den Affoltemer Schülern. Von 6 bis 22 Uhr ging jeweils das Tagesprogramm, am Abend vor der Nationalrats-Session waren die Affoltemer Schüler sogar bis 23 Uhr am Werk. «Sie haben ihr Bestes gegeben», äussert Klassenlehrerin Rosmarie Fürer nach der Projektwoche mit ihren Schützlingen sichtlich zufrieden: «Sie waren erstaunlich konzentriert und aufmerksam.» Wie viel von der Staatskunde tatsächlich hängen geblieben ist, das evaluiert die PH von Bern – und befragt als Vergleich auch eine Parallelklasse.

Grosser Auftritt am Rednerpult.

Wirkte im Planspiel mit: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp.

Eltern und Grosseltern verfolgen das Geschehen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Oktober 2012

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«Die Kinder dieser Welt sind oft klüger als die Kinder des Lichts» Pointierte Vorträge in Kappel zur Frage: Sind Mönche die besseren Manager? Das Forum Kirche und Wirtschaft hat erneut kurzweiligen Philosophieunterricht zu ethischen und wirtschaftlichen Wertvorstellungen geliefert. Die Prinzipien von Pater Karl Wallner, Managerin Isabelle Welton und Unternehmer Alfred Müller lagen dabei gar nicht so weit auseinander. ................................................... von martin platter «Aus einem traurigen Arsch fährt nie ein fröhlicher Furz», soll Reformator Martin Luther einst gesagt haben. Wenn ein Kirchenmann in derart salopper Manier profane Themen anspricht, ist ihm selbst in der heutigen Zeit die Aufmerksamkeit gewiss. Pater Karl Wallner bediente sich am Donnerstagabend desselben rhetorischen Mechanismus – ohne Luthers wohl bekanntesten Ausspruch zu rezitieren. Wallner hatte genügend eigene Anekdoten auf Lager, damit ihm das Publikum im vollen Kappeler Gemeindesaal sofort an den Lippen hing. Mit seinem «Wiener Schmäh» ist Wallner der perfekte Alleinunterhalter, ohne dabei je ins Seichte abzudriften. Gleich zu Beginn sagte er denn auch unverblümt, dass er vor allem unter Managern stets aus seinem Leben erzähle und nicht ins Optative, allzu Theoretische abschweife, das ohnehin niemanden interessiere. Dies, obschon er Dogmatik-Professor sei. Er sei ein reformierter Benediktiner. In Anspielung auf die Ordensgewänder seien er und seine Brüder auch schon als «Ehrenpaten der Wiener Pandabären» bezeichnet worden, erklärte Wallner und löste mit seiner gekonnt vorgetragenen Selbstironie eine weitere Lachsalve aus.

Kein Kind von Traurigkeit Wallner zelebrierte ganz bewusst Fröhlichkeit. Der Glaube an Gott sei schliesslich auch nicht von Pein und Traurigkeit geprägt. In religiösen Kreisen werde das aber heute noch viel-

Illustre Runde im Forum Kirche und Wirtschaft: Pater Karl Wallner, IBM-Managerin Isabelle Welton, Bauunternehmer Alfred Müller und Fachstellenleiter Christoph Balmer unterhielten das Publikum am Donnerstagabend im vollen Kappeler Gemeindesaal. (Bild Martin Platter) fach vermittelt, was kontraproduktiv sei. Mit Esprit erzählte der Pater von den vielen Erlebnissen im Zusammenhang mit den CD-Verkäufen des gregorianischen Chorals, die sich 2008 überraschend zum Hitparadenstürmer entwickelt hatten. Mehr als eine Million Tonträger mit dem Titel «Chant – Music for Paradise» haben die Mönche des bei Wien gelegenen Stiftes Heiligenkreuz weltweit verkauft. Und dabei auf Anhieb den Sprung in die britischen Charts geschafft und sogar «Madonna» überholt. «Vor uns hatten erst zwei österreichische Interpreten den Sprung in die englische Hitparade geschafft: Falco und DJ Ötzi», berichtete Pater Karl lächelnd. Auslöser gewesen war ein Musikwettbewerb von Universal Music, zu dem er den Gebetsgesang seiner Brüder angemeldet hatte. Als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit wurde der Priester so über Nacht zum Botschafter seines Glaubens, unter anderem mit Auftritten bei «Wetten dass…» sowie in den Talkshows von Markus Lanz und Kurt Aeschbacher. Öffentliche Auftritte als Chor lehnten

die Ordensbrüder aber trotz lukrativer Angebote standhaft ab. «Man kann sich nicht auf eine Bühne stellen und den Leuten das vorsingen, was eigentlich als Gespräch mit dem lieben Gott gedacht ist», begründet Wallner die Absagen, die ihm nicht immer leicht gefallen seien. Denn das Geld hätte er gut für die Klosterschule gebrauchen können. Besonders schwer sei ihm der Korb auf die Einladung von Arnold Schwarzenegger in die USA gefallen.

«Alte» Werte als Führungsrezept Wallner empfahl «alte» Werte, um zufrieden und erfolgreich zu sein. Man müsse dem Leben einen Sinn geben. Er persönlich habe seinen Lebenssinn im Glauben gefunden. Bodenhaftung, Beständigkeit und Stabilität gepaart mit Übersicht seien seine Erfolgsrezepte. Er sei ein Gegner der Multivariabilität, die sich heute im zwischenmenschlichen Bereich als «Bindungsschwäche» äussere. Früher hiess es: «Drum prüfe, wer sich ewig bindet». Heute heisst es «Drum prüfe ewig, wer sich bindet.» Wieder Gelächter im

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Nach Raub auf Jugendlichen verhaftet Zwei Jugendliche, die einem 14Jährigen unter Gewaltandrohung das Mobiltelefon gestohlen hatten, sind in Hausen durch die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei Affoltern verhaftet worden. Um etwa 20 Uhr sprachen zwei zunächst unbekannte Jugendliche an einer Bushaltestelle in Hausen einen 14-Jährigen an. Sie fragten diesen nach Alkohol sowie Zigaretten und verlangten schliesslich unter Andro-

hung von Schlägen die Herausgabe seines Mobiltelefones. Das Opfer alarmierte von zu Hause aus die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich. Im Zuge der Fahndung verhaftete eine Patrouille der Gemeindepolizei Affoltern am Albis aufgrund des guten Signalementes die beiden jugendlichen Täter in der Nähe des Tatortes. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 14-jährigen Schweizer sowie einen 15 Jahre alten Italiener. Beide sind im Bezirk Affoltern wohnhaft. Sie werden der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.

Unfallschwerpunkt Knonauer Amt Im Zusammenhang mit den anhaltenden Schneefällen und winterlichen Strassenverhältnissen ist es am Sonntagnachmittag im Kanton Zürich zu weiteren Verkehrsunfällen und -behinderungen gekommen. Eine Person wurde leicht verletzt. Mehr als die Hälfte der Unfälle ereigneten sich im Knonauer Amt, vorwiegend auf der Autobahn A4. Bei einer Auffahrkollision in Fahrtrichtung Luzern erlitt eine

Person leichte Verletzungen und musste mit der Ambulanz ins Spital überführt werden. Nach zwei Ereignissen am Albispass wurde die Albisstrasse um zirka 14.40 Uhr für rund eine halbe Stunde in beiden Richtungen gesperrt. Ursache für die Verkehrsunfälle ist das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die winterlichen Strassenverhältnisse und das Nichtbeherrschen des Fahrzeuges. (kapo)

Saal. Man müsse seine Arbeit so gut wie möglich erledigen, dürfe sich aber nichts darauf einbilden, führte der Priester aus. «Engagiere dich mit Herzblut, aber ohne Allüren». «Sei authentisch, aber ohne damit eine bestimmte Absicht zu verfolgen.» Und: «Geben ist seliger als nehmen», riet Wallner. Aber: «Gier und Geiz sind nicht geil!» Die richtige Selbsteinschätzung zähle zudem ebenso zum Erfolg. Pater Karl hatte auch dazu eine Episode: Da ein Weinverbot im Kloster nicht durchsetzbar war, verordnete der Abt einen Tageskonsum von einer Hermine – einer Masseinheit notabene, die nicht existiert.

Führen durch Vorbild Der Kurzvortrag von Isabelle Welton gab einen Einblick in das Wirken von Managern in multinationalen Unternehmen. Im Management von IBM Europa verantwortet die zweifache Mutter mit ihrem Team die Marketingstrategie. Man dürfe Manager nicht pauschal als anonyme Masse, sondern müsse sie individuell beurteilen, for-

derte Welton einleitend zu ihrem in Verruf geratenen Berufsstand. Mit dem Beginn des Internet-Zeitalters vor 18 Jahren hätten sich die Anforderungen gewandelt. «Früher war ich von meinem Wissensvorsprung überzeugt. Heute hat diese Funktion das Internet übernommen. Wir erleben eine technologische Wende», ist Welton überzeugt. Das Führen von 400 Personen in 18 verschiedenen Ländern sei eine Herausforderung. Gefragt seien in diesem heterogenen, multikulturellen Team von Individualisten nicht mehr ein autoritärer Führungsstil, sondern Führen durch das eigene Vorbild und eine permanente Feedback-Kultur. Die Legitimation des Managers bestehe in der Vernetzung und dem Zusammenführen von verschiedenen Punkten. «Wer führen will, muss Menschen mögen und auf sie eingehen können», so Weltons Resümee, das auch in der abschliessenden Podiumsdiskussion Anerkennung fand.

Gegenseitiger Respekt als Bedingung Der Baarer Bauunternehmer Alfred Müller bezeichnete sich in der Runde nicht als Manager. Er sei von Bankern ausgelacht worden, als er vor zwei Dekaden seinen 20-Jahre-Plan präsentierte. Nun habe er mit seinem Sohn gerade wieder einen 25-Jahres-Plan erstellt. Darin enthalten sei auch seine Stiftung St. Martin, die in Kamerun bisher 1382 Brunnen unterhält, die Trinkwasser für 400 000 Menschen liefern. «In der Wirtschaft muss sich einiges ändern, will man die viel zitierte Nachhaltigkeit tatsächlich erreichen.» Für ihn seien Respekt und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und ihrer Leistung stets oberste Prämissen gewesen, erklärte Müller und erntete in der Runde breite Zustimmung. «Man muss dem Hype widerstehen und den eigenen Führungsgrundsätzen treu bleiben», skizzierte Welton ihr Prinzip. «Man sollte innerlich brennen, nicht nur leuchten», ergänzte Wallner. Die Frage, ob Mönche die besseren Manager sind, beantwortete Wallner in Anlehnung an das Lukas-Evangelium: «Die Kinder dieser Welt sind oft klüger als die Kinder des Lichts.»


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Einer, der gegen den Strom schreibt Roger Köppel, «Weltwoche»-Verleger und -Chefreaktor, in Hedingen zur Rolle der Medien in der Demokratie Meinungsvielfalt statt -einfalt, die wesentlichen Probleme erkennen und diese präzise benennen: Das sind für Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche», grundlegende Punkte im Journalismus. ................................................... von werner schneiter «Bürger fragen – Politiker antworten»: So lautet eine Veranstaltungsreihe der SVP des Bezirks Affoltern. Am Donnerstag kam Roger Köppel in die Hedinger «Krone» und brachte den gegen 100 Interessierten «Die Rolle der Medien in der Demokratie» näher – mit pointierten und witzigen Statements, die natürlich auch Kritik am Journalismus einbezogen. Der 47-Jährige verfügt in seinem Metier bereits über einen reichen Erfahrungsschatz und über Meriten, die er sich auch im Ausland, zum Beispiel als Chefredaktor der «Welt» in Deutschland, erworben hat. Seine journalistische Laufbahn begann Roger Köppel 1987 bei der NZZ, wo er beim damaligen stellvertretenden Chefredaktor Alfred Cattani zwei wichtige Punkte auf den Weg bekam: die Bedeutung der Meinungsvielfalt in einer Demokratie und das Erkennen von wesentlichen Problemen. Seit 2006 ist er Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche», die per Eigendefinition «gegen den Mainstream schwimmt» und sich gegen die «Meinungseinfalt» stemmt. Laut Köppel ist diese latent vorhanden; sie habe in den 80er-Jahren beim Hype ums Waldsterben einen ersten Höhepunkt erreicht. Einfalt ist für ihn dann vorhanden, wenn alle das Gleiche schreiben, also keiner gegen den Strom schwimmt – wie das unter anderem auch bei der Gentechnologie, der Atomkraft oder bei der Frage über den

EU-Beitritt der Fall sei. Der «Weltwoche»-Chef nannte ein paar Beispiele, auch zum Schengen-Beitritt, der – so die Journaille unisono – «zu mehr Sicherheit führt». Da habe ihm der Scotland-Yard-Chef gesagt: «Schengen ist der absolute Wahnsinn.» Als einziges Medium habe die «Weltwoche» nach dem Super-GAU in Fukushima geschrieben, die Schweiz sei nicht Japan, worauf die Schweizer Medien von einem «intellektuellen Skandal» sprachen.

Nicht über Blocher schreiben, weil er recht hat... Laut Köppel haben viele Journalisten ihren Fokus nicht auf die Sache gerichtet, sondern darauf, wer über diese Sache spricht. «Ich kann nicht über Blocher schreiben, er hat ja recht» – ein Satz, den man Köppel mehrmals entgegenhielt. «Etwas Positives über die SVP schreiben, auch wenn es etwas Positives zu berichten gibt – in Journalistenzirkeln oft unmöglich». Als die «Weltwoche» seinerzeit Ueli Maurer als Staatsmann gelobt habe, weil sich dieser gegen eine vom Staat subventionierte Swissair ausgesprochen hat, gabs Prügel von Verleger Michael Ringier. «Ein Journalist, der Maurer als Staatsmann bezeichnet, müsse intellektuell noch zulegen», hat er ihn getadelt. Wenn alle das Gleiche schreiben, wenn alle gegen die SVP anschreiben, dann müsse man Gegensteuer geben, um den Blick zu öffnen. Es erfordere natürlich Mut, zu widersprechen. Und es sei unbequem, eine Mehrheitsmeinung zu hinterfragen und herauszufordern, sagte Köppel. Medien haben für ihn auch eine Winkelriedfunktion. Für ihn sind Journalisten, die zusammen studiert haben, zu oft harmoniesüchtig und zu staatsgläubig. Sie verfemen jene in ihrer Gilde, die sich dem widersetzen und abweichende Mei-

Roger Köppel im Saal des Landgasthofs Krone in Hedingen (Mitte) mit den Organisatoren Toni Bortoluzzi (l.) und Martin Haab. (Bild Werner Schneiter) nungen verbreiten. Aber das sei gerade bei so wichtigen Themen wie Bankgeheimnis, Atomausstieg, EU-Frage von grosser Bedeutung. Das Schweizer Fernsehen, sagte Köppel in der nachfolgenden Fragerunde, bremse wichtige Strömungen aus, wolle bestimmte Auseinandersetzungen nicht, sondern setze unter Generaldirektor Roger de Weck auf «konstruktive Gespräche». Das sei gefährlich. Aber das zwangsfinanzierte Fernsehen könne sich eben mehr erlauben als ein privates Medienunternehmen. «Mitte-Links» spüre man bei der SRG 1:1. «Beim Tages-Anzeiger hat mich der damalige Chefredaktor de Weck seinerzeit eingestellt, weil er den ‹68er-Mief› aus der Redaktion verbannen wollte. Heute ist er selber wieder dort angekommen», scherzte Köp-

pel. Andere Medien, fügte er bei, wollen und können bei bestimmten Themen – wie etwa beim Asylwesen – das Feld inzwischen nicht allein der «Weltwoche» überlassen und berichten ebenfalls kritisch.

Interessen der Schweiz als Massstab Ein weiterer wichtiger Punkt im Journalismus ist für Köppel das Erkennen der Probleme. Jedes Medium habe hier natürlich andere Massstäbe und Grundeinstellungen. Journalisten sind für den «Weltwoche»-Chef wie Ärzte: Sie müssen eine Diagnose stellen, auf das Problem aufmerksam machen. Sein übergeordnetes Credo, sein persönlicher Massstab: die Interessen der Schweiz, die es zu loben und zu kritisieren gibt – dies in einem Land, das

ohne Bodenschätze auskommen muss, sich aber mit Fleiss und unternehmerischen Leistungen grossen Wohlstand erarbeitet hat. In einem Land, das freiheitsorientiert ist, das sich keinen teuren Staat leistet und dessen Bürger ein misstrauisches Verhältnis zu diesem haben. Dieser Bürger habe die Einsicht, dass es den Staat braucht, er wolle aber einen Milizstaat, der nicht überborde, und keine abgehobene Profi-Kaste, die uns regiere – ein Staat, in welchem der Bürger die Gesetze mache und sein Einfluss auf den Staatsapparat möglichst gross sein müsse. «Wo der Staat überspannt, da gibt Probleme. Den Wohlstand haben wir uns dank Eigenverantwortung erarbeitet», so Köppel, der sich diesen Werten verpflichtet fühlt, sie aber auch in Gefahr sieht.

«Durch unsere Arbeit entlasten wir die Gemeinden» Eine zahlenlastige Delegiertenversammlung des Sicherheitszweckverbands Albis in Maschwanden Rund zwei Stunden brauchten die Delegierten, um die zehn Traktanden an der Herbstversammlung des Sicherheitszweckverbands Albis zu behandeln. Umstritten war lediglich die Entschädigung der Regionalen Führungsorganisation.

«Ich wollte es Ihnen nicht zumuten, in Gummistiefeln zu kommen», erklärte Präsidentin Elsbeth Knabenhans, weshalb die Delegiertenversammlung des Sicherheitszweckverbands (SZV) Albis einmal mehr in der Gerbi Maschwanden statt im Mehrzweckgebäude Affoltern durchgeführt wurde. Dort ist die Sanierung nämlich deutlich in Verzug.

füllen zu können, werden sie in Ressorts aufgeteilt, für die jeweils ein Mitglied der Siko zuständig ist. So kann sich dieses in seinem Ressort vertiefte Kenntnisse aneignen. Die wichtigen Entscheide werden dann nach wie vor als Gremium gefällt. Für die grundlegende Tätigkeit erhält jedes Siko-Mitglied künftig eine Pauschale von 2000 Franken sowie 200 Franken Spesenentschädigung. Je nach Funktion kommt dann noch ein Fixum von 800 bis 4000 Franken dazu. Inklusive Pauschalspesen ergibt sich ein jährliches Total von 26 000 Franken für die ganze Siko. «Wir haben ein hohes Kostenbewusstsein beim SZV Albis», hielt Elsbeth Knabenhans fest. Im Vergleich mit anderen Zweckverbänden bewege man sich in Bezug auf die Entschädigungen etwa im Mittelfeld.

falleinsatz. Die gleichen Ansätze – allerdings noch ohne Notfalleinsatz – gelten bereits in der Aufbau-Phase. Identische Pauschalen für den Betrieb der Organisation wie für den bedeutend aufwendigeren Aufbau? Daran störte sich der Gemeinderat Hedingen. Der Gemeinderat Mettmenstetten kritisierte die seiner Meinung nach zu hohen Halbtagessätze im Notfalleinsatz. Gerade dort lohne es sich nicht zu sparen, hielten die Vertreter von Wettswil und Rifferswil dagegen. Grundsätzlich Mühe bekundeten diverse Delegierte mit der Abrechnung in Halbtagen. RFO-Projektleiter Hanspeter Eichenberger bringt es auf den Punkt: Im Notfall sei man nach dem Vormittag und dem Nachmittag auch am Abend und in der Nacht im Einsatz. Sinnvoller sei deshalb eine Entschädigung nach Tagen.

Arbeitsaufwand für die Siko nimmt zu

Kostenbewusstsein oder sparen am falschen Ort?

Entscheid über Entschädigung im Notfalleinsatz vertagt

Die Delegierten der Ämtler Gemeinden hatten über zehn Traktanden zu befinden. Im Zentrum standen die Entschädigung der Sicherheitskommission (Siko) und der Regionalen Führungsorganisation (RFO). Der Arbeitsaufwand für die Siko habe in den vergangenen Jahren stetig zugenommen, neue Aufgaben und Projekte kamen dazu. «Durch unsere Arbeit entlasten wir die Gemeinden», betonte Elsbeth Knabenhans. Um die komplexer werdenden Aufgaben effizient er-

Während die Entlöhnung der Siko-Mitglieder noch keine Wellen warf, so wurde jene der künftigen Regionalen Führungsorganisation (RFO) Albis rege diskutiert. Das präsentierte Projekt sieht für den Chef RFO ein jährliches Fixum von 6000 Franken vor, dazu kommt eine variable Entlöhnung von 200 Franken pro Halbtag, respektive 800 Franken im Notfall. Für die Fachbereichsleiter gäbe es jährlich fix 1000 Franken plus 150 Franken pro Halbtag und 500 Franken pro Halbtag im Not-

Schliesslich beschlossen die Delegierten, den Notfalleinsatz, der frühestens ab 2014 zum Tragen kommt, vorerst auszuklammern und auf die nächste DV hin nochmals zu überarbeiten. Darauf wurden das jährliche Fixum und die variable Entlöhnung für die RFO mit deutlichem Mehr bewilligt. Das Projektteam RFO, dem nebst Projektleiter Hanspeter Eichenberger und dessen Stellvertreter Christoph Schönbächler auch Reto Karst, Dieter Ruf, Hansruedi Maag, Franz Birri und Dani-

................................................... von thomas stöckli

el Eichenberger angehören, will im ersten Quartal 2013 die Konzeption abschliessen und dann mit der Ausbildung und Einrichtung des Führungsstandorts beginnen, um 2014 für erste Übungen bereit zu sein. Schliesslich gilt es, im Ernstfall – bei einem Grossereignis mit überregionalen Auswirkungen – alle Ressourcen koordinieren und organisieren zu können. Knapp 87 000 Franken werden 2013 für die RFO budgetiert. Davon dürften die Entschädigungen nur einen Viertel ausmachen. Da der neue Dienstzweig erst im Aufbau ist, seien die Zahlen noch vage, relativierte Kurt Weber, Finanzvorstand des SZV Albis.

Zivilschutz-Material für 410 000 Franken Ein weitaus grösserer Brocken sind die Auslagen für die ZivilschutzmaterialBeschaffung. Diese werden aus einem Fond finanziert, der ursprünglich für Schutzbauten reserviert war. Neu dürfen diese Gelder auch für weitere anzeige

Massnahmen im Zivilschutz verwendet werden. Die vom Kantonalen Amt für Militär und Zivilschutz (AMZ) genehmigten Beträge werden von den Gemeinden an den SZV Albis überwiesen. Dieser beschafft das Material dann etappenweise. Gemäss den Vorgaben soll die Zivilschutzorganisation (ZSO) Albis Material im Gesamtwert von rund 746 000 Franken beschaffen. In einer ersten Tranche sind 2013 Ausgaben von 410 000 Franken budgetiert, «für das Material, was wir ersetzen müssen», erklärt Alfred Haab, Kommandant der ZSO Albis. Nur eine Formsache war die Annahme einer Geschäftsordnung für den SZV Albis und schliesslich durfte sich Richard Kägi noch als Nachfolger von Stefan Bommeli als Stellvertreter des Zivilschutz-Kommandanten Albis vorstellen. Kägi ist im Unteramt aufgewachsen, wohnt seit 15 Jahren wieder im Säuliamt und gibt überbetriebliche Kurse für Lernende in der Autobranche.


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Hauptübung als Dank an die Arbeitgeber Die Stützpunktfeuerwehr Affoltern lud am Samstag nach Zwillikon ein Vom Arbeitsplatz direkt zum Ernstfalleinsatz: Das kommt bei der Feuerwehr immer wieder vor. Die Hauptübung der Stützpunktfeurwehr Affoltern war auch Dank an Arbeitgeber, die Feuerwehrleute beschäftigen. ................................................... von werner schneiter Trotz Wintereinbruchs und noch ungewohnter Kälte kamen die vom Kommandanten Urs Furrer eingeladenen Arbeitgeber und andere Gäste zahlreich zur Hauptübung in Zwillikon – und bekamen zu sehen, was ihre Angestellten bei der Feuerwehr leisten müssen. Einmal mehr offenbarten die verschiedenen Posten die Vielseitigkeit der Feuerwehr, die natürlich nicht nur Brände bekämpft. Sie wird bei verschiedensten Ereignissen gerufen: bei Verkehrsunfällen, drohenden Heustockbränden, bei Gewässerverschmutzungen oder Chemieunfällen, Hochwasser, bei Rettungen von Mensch und Tier. Die Hauptübung bot einen Querschnitt durch das Schaffen der Feuerwehr, die an den Posten auch ihre Gerätschaften erklärte und, wie auf dem Zwilliker Schulhausplatz, auch praktisch vorführte. Dabei konnten die Besucher gleich selber Hand anlegen und mit Trennschleifer oder Kettensäge ein Unfallauto «auseinandernehmen». Dort, wo die Feuerwehr eine Tiefgarage mit einer speziellen Lüftungsmaschine von Rauch befreite, wurden Gäste mit einem Atemschutzgerät ausgestattet. Ihnen wurden ausserdem das Universallöschfahrzeug, das Tanklöschfahrzeug oder bei der Sanität das First-Responder-Prinzip er-

klärt, aber auch ermöglicht, in die interessante Geschichte der Feuerwehr Affoltern Einblick zu nehmen. Der Verein Vefa restauriert und unterhält altes Feuerwehrmaterial, das in Zwillikon eingelagert ist. Obwohl das Wirken der Feuerwehrleute beeindruckt, waren die Gäste angesichts der Wetterlage nach zwei Stunden nicht unglücklich, den Apéro im geheizten Schulhausfoyer einnehmen zu dürfen. Ihm folgten dann das traditionelle Nachtessen sowie die Ehrungen (siehe Kasten). In diesem Rahmen war von Kommandant Urs Furrer zu erfahren, dass der Personalbestand der Feuerwehr Affoltern leicht über dem Soll von 80 liegt. «Wir bemühen uns ständig, neue Leute für die Feuerwehr zu gewinnen», sagte Urs Furrer, der im Übrigen auch Junge noch früher einbinden will.

Gäste durften Hand anlegen und ein Autowrack «auseinandernehmen». (Bilder Werner Schneiter)

Auch ein gesellschaftliches Ereignis Die Feuerwehrhauptübung ist auch immer ein gesellschaftliches Ereignis: Gemeinderäte, Gemeindeschreiber ehemalige Feuerwehrkommandanten, Feuerwehroffiziere und -instruktoren aus anderen Gemeinden – alle kommen sie gerne. Auch in Zwillikon, dem diesjährigen Schauplatz der Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern. Beim Apéro und dem nachfolgenden Nachtessen lässt sich nicht nur trefflich fachsimpeln. Da leben jeweils auch Erinnerungen auf, dieses Jahr nach dem Besuch des Feuerwehrmuseums wohl in besonderem

Masse. An Hauptübungen werden traditionell auch verdiente Feuerwehrleute für ihre langjährigen Dienste geehrt. Am diesjährigen Anlass auch einer, der das Feuerwehrgewand seit nunmehr 35 Jahren trägt: Herbert «Herbi» Schneebeli. Kommandant Urs Furrer nannte ihn mit Blick auf die Entwicklung der Feuerwehr «ein Paradebeispiel für die Anpassungsfähigkeit von Feuerwehrleuten und insbesondere Milizfeuerwehrleuten». Für 20 Jahre Feuerwehrdienst wurden Oblt Flavio De Luigi und Gfr Daniel Obschlager geehrt. (-ter.)

Wie der Vater, so der Sohn: Kommandant Urs Furrer und Jean-Marc.

Zwei Brände und ein Vorfall mit Treibstoff Vielfältige Hauptübung der Feuerwehr Unteramt im Dorfkern von Wettswil Vergangenen Samstag führte die Feuerwehr Unteramt ihre jährliche Hauptübung durch und ermöglichte aufschlussreiche Einblicke in ihre enorm wichtige Tätigkeit. Den Interessierten wurde an drei verschiedenen supponierten Einsatzorten viel geboten. ................................................... von urs e. kneubühl Der Alarm ging kurz nach 13 Uhr los und die Pager meldeten im Zentrum

von Wettswil gleich drei Einsatzorte mit verschiedenen supponierten Szenarien: Beim Brand in einem Mehrfamilienhaus waren Rettungs- und Sanitätsdienst gefragt, beim versehentlichen Austritt von Treibstoff wurden die Öl-/Chemiewehr sowie der Löschdienst gefordert und beim Brand in einer unterirdischen Anlage wurde der Einsatz mit Atemschutzgeräten geübt. Leicht waren die Aufgaben an der diesjährigen Hauptübung der Feuerwehr Unteramt der Gemeinden Bonstetten, Stallikon und Wettswil nicht. Jedes der drei Szenarien forderte ruhig

Der Sanitätsdienst im Einsatz. (Bild Urs E. Kneubühl)

Blut und Teamwork – und dies bei geradezu misslichen äusseren Bedingungen: Die Temperaturen lagen nur knapp über dem Gefrierpunkt, zudem schneite es vornehmlich nass. Die Feuerwehrleute blieben in allen drei Szenarien ruhig und arbeiteten Hand in Hand. Zum Schluss gab es entsprechend Komplimente und Lob von den interessierten Zuschauern, und die scharf beobachtenden Postenchefs attestierten den Feuerwehrleuten gute und saubere Arbeit.

Nerven und Übersicht behalten Die Rettungsübung beim angenommenen Brand eines Mehrfamilienhauses war gespickt mit besonderen Vorkommnissen. So war nicht, wie im Ernstfall üblich, das Einsatzfahrzeug mit der grossen Drehleiter vor Ort, sondern lediglich Übungsgerät. Die 14-m-Leiter musste folglich von Hand ausgezogen und sicher aufgestellt werden. Dabei, so wurde supponiert, fiel dann ein Angehöriger der Feuerwehr beim Aufstieg auch noch von der Leiter, was den Einsatz des Sanitätsdienstes erforderte. Schliesslich klappte aber die Rettung von Anwohnern aus dem Dachgeschoss sowohl über die Leiter, als auch jene einer bettlägerigen Person mit dem Rettungsbrett via Treppenhaus. Ein ausserordentliches Szenario bot sich den übenden Feuerwehrleuten an der Tankstelle an der Ecke Stationsstrasse/Schulstrasse: Hier, so wurde inszeniert, war nach einem missglückten Tankvorgang leicht entzünd-

barer Treibstoff ausgelaufen. Da waren Nerven und das Behalten der Übersicht sowie Spezialwissen gefragt. Es galt eine Sicherheitszone einzurichten, damit es nicht zur Explosion infolge spontaner Funkenbildung kommen konnte, genauso waren die Verschmutzung von Luft und Grundwasser sowie ein Brandausbruch zu verhindern.

Im Dunkeln getappt Der dritte angenommene Vorfall, der Brand in einer unterirdischen Anlage, liess die Einsatzgruppen im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln tappen. «Lichter aus», hiess es daher in der Schutzanlage an der Schulstrasse, was gleichbedeutend mit dichtem Rauch war. Hier eine vermisste Person zu finden verlangt den Einsatz von Atemschutzgeräten, dazu eine exakte Koordination und eine gesicherte Kommunikation sowie eine ganze anzeige

Menge Fingerspitzengefühl. 2012 hatte die Feuerwehr Unteramt insgesamt 33 Einsätze, davon unter anderem sieben Brandbekämpfungen und ebenso viele technische Hilfeleistungen. Letztere umfassen die Massnahmen zur Abwehr von Gefahren für Leben, Gesundheit und Sachen, welche aus Explosionen, Überschwemmungen, Unfällen und ähnlichen Ereignissen entstehen können. Mehrmals wurde die Feuerwehr Unteramt auch wegen eines Elementarereignisses gerufen und dreimal war die Ölwehr im Einsatz. Dazu kamen zwei Personen- und zwei Tierrettungen, genauso oft war ein Einsatz wegen einer Brandmeldeanlage nötig und zweimal gab es auch Fehlalarm. Die Hauptübung bildet jeweils den offiziellen Abschluss des Feuerwehrjahres. Mit ihrem zahlreichen Erscheinen und dem bekundeten Interesse bedankten sich Behörden und Bevölkerung bei der Feuerwehr Unteramt.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 30. Oktober 2012

Es lohnt sich, das Treppenhaus zu räumen Mehr Eigenverantwortung beim Brandschutz – Dienstleistungscenter Amt gibt Auskunft Seit dem 1. April 2012 kommt der Bevölkerung mehr Eigenverantwortung beim Brandschutz zu. Ist das Treppenhaus frei und sicher benutzbar – oder mit entflammbarem Müll vollgestopft? Es lohnt sich, im Herbst alles Überflüssige wieder einmal zu entsorgen, denn wer seine Eigenverantwortung nicht wahrnimmt, riskiert im Brandfall, von der Versicherung und möglicherweise auch von den Gerichten belangt zu werden. Treppenhäuser, Dachgeschosse, Tiefgaragen sind beliebte Zwischenlager für allerlei Gegenstände und Müll. Mit der Änderung der Vorschriften über die feuerpolizeilichen Kontrollen, die seit dem 1. April gelten, verzichtet die Feuerpolizei auf die periodische Kontrolle bei Wohngebäuden, landwirtschaftlichen Betrieben, Büro- und Verwaltungsbauten, gewerblichen Betrieben ohne erhöhtes Brandrisiko, Gaststätten mit weniger als 100 Plätzen und privaten Einstellhallen für Motorfahrzeuge. Dies bedeutet, dass die Verantwortung für die Einhaltung der Brandschutzvorschriften nicht mehr an die Feuerpolizei delegiert werden kann. Eigenverantwortung bedeutet nicht, dass man alles selbst wissen muss. Eigenverantwortung heisst, dass man nachfragt, wenn man sich unsi-

cher fühlt. Die Feuerpolizei beantwortet gerne spezifische Fragen – aber sie wird nicht mehr von selbst aktiv. Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich empfiehlt als Faustregel: «Gute Ordnung ist der beste Brandschutz.» Denn oft dient all das, was im Brandfall den Weg versperrt, als Brandbeschleuniger. Ein altes Mofa mit fast leerem Tank und vermeintlich leere Gasflaschen können explodieren, nicht entsorgte Altpapierstapel, Brennholz und Holzgegenstände verfügen über einen hohen Brennwert, Kleider und Polstermöbel sind anfällig auf Schwelbrände. Eine weitere Gefahrenquelle sind Putzschränke. Auch hier lohnt es sich, Ordnung zu halten und leere Behälter zu entsorgen.

Das Feuer benötigt Sauerstoff Jeder Verbrennungsvorgang benötigt Sauerstoff. Deshalb ist ein voller Tank weniger leicht entzündbar als ein fast leerer. Dasselbe gilt für Flaschen mit feuergefährlichen Substanzen. Eine erhebliche Gefahr geht auch von gebrauchten Gasflaschen aus. Diese müssen deshalb unbedingt entsorgt werden, auch wenn das Rückgabekärtchen, das für die Entrichtung des Depots erforderlich ist, unauffindbar bleibt: Der Verzicht auf das Depot ist der kleinere Schaden als ein fahrlässig verursachter Brand, der, wenn Menschen zu Schaden kommen, vor den Richter führt. Auch scheinbar kleine

Ein solches Treppenhaus wäre fahrlässig: Es ist verstellt mit brennbarem Material und könnte im Brandfall nicht benutzt werden. (Gestelltes Bild Bernhard Schneider)

Dileca-Feuerpolizist Peter Knöpfli gibt Auskunft. (Bild Salomon Schneider)

Massnahmen wie das konsequente Schliessen der Türen können im Brandfall wertvoll sein, denn jeder Luftzug hilft mit, ein Feuer anzufachen. Je besser die Türen und Fenster schliessen, desto wirksamer helfen sie gegen Feuer – doch zuerst müssen sie geschlossen sein. Eine weitere Gefahrenquelle stellen Elektronikgeräte, Batterien und Akkus dar. Grundsätzlich kann jedes Gerät, jede Batterie dort entsorgt werden, wo sie gekauft worden ist. Auf jeden Fall gehören Elektronikgeräte und Batterien nicht in den Abfall. Hier gilt die Grundregel: Ein Gerät, das im Mo-

Wo nachfragen?

auch die Abfallentsorgung der Gemeinden des Bezirks Affoltern zuständig. Die Website der Dileca, www. dileca.ch, enthält viel Information. Darüber hinaus werden besondere Fragen von den Dileca-Spezialisten gerne beantwortet. Das Abfalltelefon trägt die Nummer 044 763 70 00. Die Kontaktdaten für Fragen an die Feuerpolizei befinden sich, nach Gemeinden geordnet, auf der Dileca-Website. Hier befinden sich auch die Abfallkalender der Verbandsgemeinden.

Das Dienstleistungscenter Amt (Dileca) ist sowohl für die Feuerpolizei als

(pd.)

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Laub verbrennen ist viel zu schade Wertvoller Rohstoff geht verloren Wenn im Herbst die Blätter fallen und sich Laub und Geäst vom Rückschnitt der Sträucher, Hecken und Bäume zu Haufen auftürmen, stellt sich die Frage: wohin damit? Anzünden ist keine gute Idee. Der stinkende Rauch belastet die Luft mit Feinstaub. Darum ist das Verbrennen von Wald-, Feld- und Gartenabfällen im Spätherbst und Winter verboten. Ausserdem geht dadurch ein wertvoller Rohstoff verloren. Aus Grüngut wird Dünger, Biogas, Wärme oder ein Zuhause für Kleintiere. Selbst kompostieren oder richtig entsorgen ist ganz einfach.

Doch wohin damit? Wenn der Herbst übers Land zieht, freuen wir uns am bunten Blättermeer. Der Farbenzauber sorgt aber auch für Arbeit rund ums Haus und im Garten. Sträucher schneiden und Laubrechen ist angesagt. Doch wohin mit dem Geäst und Laub von Bäumen, Sträuchern und Hecken, ist es erst einmal fein säuberlich aufgeschichtet? Immer noch kommt es vor, dass die Haufen angezündet werden, um sich des Grünguts zu entledigen. Doch die rauchenden und stinkenden Haufen machen den Nachbarn keine Freude. Und sie belasten die Luft und damit unsere Gesundheit ernsthaft. Ausserdem: Grüngut ist ein wertvoller Rohstoff – viel zu kostbar, um einfach verbrannt zu werden.

Dünger für Frühjahr Wird es kompostiert, entsteht daraus Dünger und Bodenverbesserer, der im Frühling wieder für gute Erträge im Garten sorgt. Oder er dient zur Produktion von erneuerbarer Energie in Form von Biogas oder Wärme aus Holzschnitzelheizungen. Am nahelie-

gendsten ist es, das Grüngut aus dem Garten zusammen mit den Küchenabfällen selbst zu kompostieren und als Dünger und Bodenverbesserer zu nutzen.

Abfallkalender beachten Viele Gemeinden bieten einen Häckseldienst für Grünschnitt an – zerkleinert verrottet er schneller und geruchsärmer. Wer nicht selbst kompostieren will oder kann, für den bieten die meisten Zürcher Gemeinden spezielle Grünabfuhren an. Das Grüngut wird dann in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Der Abfallkalender der Gemeinden gibt Auskunft, wann die Abfuhren stattfinden und was zu beachten ist.

Ein Zuhause für Igel und Co. Wer genug Platz im Garten hat, der kann mit Geäst und Laub auch ein Zuhause für Kleintiere schaffen. Igel nutzen Asthaufen für Tagesnickerchen und den Winterschlaf, aber auch als Kinderstube für die Jungen. Wer ihnen im Garten ein Zuhause bieten möchte, baut Asthaufen an einer gut besonnten, windgeschützten und möglichst ungestörten Stelle. Dafür sind Äste unterschiedlicher Grösse, Zweige und Holzreste zu verwenden und das Holz so aufzuschichten, dass sich sperriges und feines Material abwechseln. Auch in Laubhaufen fühlen sich Igel sehr wohl, genauso wie kleine Nagetiere, andere Insektenfresser und deren Nahrung, die Insekten selbst. Wer Haufen für Igel und Co. aufschichtet, tut etwas für die Artenvielfalt im Garten und muss Äste und Laub nicht einmal entsorgen. (pd.)

ment nicht benutzt wird, sollte nicht am Strom angeschlossen sein. Eine einfache Massnahme sind Stromschienen mit Schalter, die mit einem Knopfdruck ausgeschaltet werden können. Der nächste Schritt zur Sicherheit gegen Feuer sind Löscheinrichtungen. Dazu zählen nicht nur Feuerlöscher. Oft kann eine Brandschutzdecke eine Flamme ersticken, bevor ein Brand entsteht.


Forum

Dienstag, 30. Oktober 2012

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Rohstoffhandel und Ausbeutung der dritten Welt Der ehemalige Zuger Nationalrat Jo Lang referiert im «Chilehuus» in Hedingen Die Schweiz scheint sich nun unter massivem Druck von aussen und gegen grosse Widerstände im Innern vom Klumpen- und Reputationsrisiko Grossbanken und deren Geschäftsmodell Bankgeheimnis zu befreien. Nun ist sie aber bereits wieder daran, sich eine neue noch gigantischere Hypothek aufzubauen: den Rohstoffhandel. Bereits heute kontrollieren Schweizer Multis 15 bis 25 Prozent des globalen Geschäfts. Dazu gehört auch die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Die beiden Zentren sind Genf und Zug. In Genf liegt das Schwergewicht auf dem Erdölhandel, in Zug auf den mineralischen Rohstoffen. In beiden Kantonen ist der Handel mit Nahrungsmitteln ebenfalls stark vertreten. Dieser spielt auch eine grosse Rolle in Lausanne, Vevey und Winterthur. Ohne Rohstoffe gäbe es in den reichen Gebieten unseres Planeten keinen Wohlstand. Aber die Vorkommen der Rohstoffe decken sich selten mit dem Vorkommen von Wohlstand und

Reichtum. Ein aktuelles Beispiel illustriert die globale Ungerechtigkeit: Beim Börsengang der Zuger Glencore vor einem Jahr haben deren sechs Top-Manager mehr verdient als in den 96 ärmsten Ländern dieser Welt die gesamte Bevölkerung in einem Jahr. Am fragwürdigsten ist die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Auch hier spielt die Zuger Glencore eine Schlüsselrolle. Der Rohstoff-Cluster Schweiz baut auf Steuerprivilegien wie dem Konstrukt der «gemischten Gesellschaften». In Zug versteuern die Konzerne nur einen Viertel ihrer im Ausland erzielten Gewinne und zahlen eine lächerlich tiefe Kapitalsteuer. Solche Steuerpraktiken sind eine Aufforderung zum Transfer Pricing, also zur Steuervermeidung, ähnlich wie es das Bankgeheimnis für die Steuerflucht war und immer noch ist. Es bedeutet beispielsweise im Fall Glencore und Sambia, dass der Multi die in den Kupferminen erzielten Gewinne über Tochterfirmen am sambischen Fiskus

vorbeischmuggelt. Das bitter arme Land verliert wegen Transfer Pricing mehr als einen Fünftel seiner Steuereinnahmen. Im Kongo, wo die Glencore ebenfalls stark vertreten ist, sind es 25 Prozent. Das kostet jährlich Tausenden, wenn nicht Zehntausenden von Menschen, vor allem Kindern das Leben. Der ehemalige Zuger Nationalrat Jo Lang, Vizepräsident der Grünen Schweiz, referiert zur Frage Rohstoffhandel und Dritte Welt. Fabian Molina, Co-Präsident der Juso Kanton Zürich, stellt die Volksinitiative für ein Verbot der Nahrungsmittelspekulation vor. Die SP lädt herzlich ein zu einem weiteren roten Buffet in Hedingen. Interessierte kommen am Freitag, 2. November, ins «Chilehuus» an der Oberdorfstrasse 1, Apéro ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Ein thematisch interessanter Abend, ein guter Imbiss und ein gemütliches Zusammensein stehen bevor. SP-Info-Team

Demo mit Jo Lang: «Solidarität mit den Opfern von Xstrata, Glencore und anderer Multis». Im Hintergrund das Gebäude, in dem die Xstrata ist. (Bild zvg.)

Wer sind die Kandidatinnen und der Kandidat für den Gemeinderat? Ersatzwahlen in Affoltern – Veranstaltung im «Ennetgraben»

Gegen den Golfpark: Naherholungsgebiet und Kulturland erhalten. (Bild zvg.)

Nein zum Golfpark Zugersee Im Frühling dieses Jahres fanden rund ein Dutzend Leute aus den Gemeinden Hausen, Baar und Kappel zusammen, um sich aktiv für den Erhalt des von der Natur erschaffenen, wertvollen Naherholungsgebietes im besten Kulturland und damit gegen das Golfplatzprojekt Zugersee einzusetzen. Bald formierte sich eine engagierte Kerngruppe von heute achtzehn Personen unter der Führung der Co-Präsidenten Hanspeter Uster (alt Regierungsrat ZG), Martin Haab (Kantonsrat SVP) und dem Landwirt Rolf Heer. Die Anliegen der Interessengemeinschaft werden von verschiedenen Organisationen unterstützt, wie der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz,

dem Zürcher und Zuger Bauernverband, Pro Natura Zürich usw. Heute lehnen fünf der sechs amtierenden Kantonsräte das Golfprojekt ab: Jakob Schneebeli und Martin Haab, beide SVP, Moritz Spillmann, SP, Hans Wiesner Grünliberale und Hans Läubli, Grüne. Auf der umfassenden Website www.hausenkappelbaar.ch finden sich eine Vielzahl von Argumenten, Informationen und Fotos, die klar gegen einen Richtplaneintrag für den Golfpark Zugersee bei der Abstimmung am 25. November sprechen. Für die IG NoGolf@HausenKappelBaar: Erika von Allmen

Wie Sie sicherlich in Ihrer Agenda bereits notiert haben, wird am 6. November 2012 in der Aula Ennetgraben in Affoltern eine öffentliche Podiumsdiskussion der Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen stattfinden. Der FDP ist es ein grosses Anliegen, dass die Kandidierenden sich dem Publikum vorstellen und ihre Ideen und Pläne für die künftige Gestaltung von Affoltern präsentieren können. Daher hat die FDP die Veran-

staltung vorgeschlagen und unter Mithilfe der SVP organisiert. Die SP wurde zum Mittun eingeladen, was diese gerne angenommen hat. Damit wird der Öffentlichkeit mit einer überparteilichen Veranstaltung die Gelegenheit geboten, sich von sämtlichen Kandidierenden ein Bild machen zu können. Unter der Moderation von Werner Schneiter, Chefredaktor des «Anzeigers», werden Pia Holenstein (SP), Susanne Leuenberger

(SVP) und Hermann Brütsch (FDP) ihre Sichtweise hinsichtlich der anstehenden politischen Herausforderungen in unserer Gemeinde darlegen und Fragen gerne beantworten. FDP, zusammen mit SP und SVP, freuen sich, über eine zahlreiche Teilnahme und über Fragen, die zu einer engagierten Diskussion beitragen. Margrit und Hans Ulrich Meuter, Co-Präsidium FDP

Grüne für Pia Holenstein Gemeinderats-Ersatzwahlen vom 25. November in Affoltern Gemeinderats-Ersatzwahlen vom 25. November in Affoltern. Die Grünen begrüssen Pia Holensteins Kandidatur für den Gemeinderat. Damit gibt sie den Stimmbürgerinnen die Möglichkeit einer Wahl. Pia Holenstein überzeugt durch ihre vielfältige politische Erfahrung. Sie engagiert sich seit Jahren in der SP, zurzeit im Vorstand. Sie war neun Jahre Mitglied der Primarschulpflege in Affoltern und vier Jahre als Mitglied des Kantonsrates, in dessen Justiz- und

Bildungskommission tätig. Pia Holenstein überzeugt durch ihr Interesse am politischen Geschehen in Affoltern und ihr Engagement im Gemeindeleben. In umweltpolitischen Fragen hat Pia Holenstein stets nachhaltige Lösungen unterstützt. Sie engagierte sich in der Kulturkommission und war Mitglied der Jugendkommission. Sie verfolgt die aktuelle Politik mit Interesse, äussert ihre Meinung und denkt lösungsorientiert. Pia Holenstein überzeugt durch ihren beruflichen Werdegang. Sie ist Li-

teraturwissenschaftlerin, Autorin, Publizistin, Gymnasiallehrerin und war an der Universität Zürich tätig. Pia Holenstein überzeugt durch ihre Fähigkeit, sich schnell und kompetent in ein Dossier einzuarbeiten, hartnäckig an einer Sache dranzubleiben, ihre Meinung konsequent zu vertreten und wo nötig Hand für einen guten Kompromiss zu bieten. Wir empfehlen Pia Holenstein zur Wahl als Gemeinderätin von Affoltern. Grüne Affoltern am Albis, Lydia Sidler

Ich habe nichts gegen Golfer – trotzdem bin ich gegen den Golfpark Zugersee Warum? 1. Golfplatz, Parkplatz und Golfrestaurant befinden sich in unmittelbarer Nähe zum unteren Dorfteil von Ebertswil und entlang der Strasse nach Kappel. Die bisherige Aussicht auf die natürliche Landschaft wird durch eine Aussicht auf eine künstlich modellierte Landschaft mit Greens und Sandplätzen ersetzt. 2. Eine Minderheit der Bevölkerung zirka 1%) spielt Golf und beansprucht 80 ha Kulturland, eine Fläche, welche die Existenz für drei mittelgrosse Landwirtschaftsbetriebe sichern würde. Heute bestehen in der Schweiz bereits 99 Golfplätze mit einer Gesamtfläche von 46 Quadratkilometern, was etwa 1,2 Mal der Fläche des Zugersees entspricht. Für Golfspieler stehen in der Region Zürich und

Umgebung sowie der Zentralschweiz bereits 28 Golfplätze zur Verfügung. Weitere 22 Golfplätze sind in Planung. Zwischen 1995 und 2005 wurden alle 17 Sekunden ein Quadratmeter Kulturland in Golffläche umgewandelt. Diese Entwicklung steht eindeutig in Widerspruch zum haushälterischen Umgang mit dem Kulturland und dem Erhalt einer natürlichen Landschaft. 3. Der Golfpark Zugersee ist kein ökologisches Naherholungsgebiet für Familien, Biker und Wanderer, jedoch eine Aktiengesellschaft mit Beteiligungen von Investoren aus der Baubranche, deren Zweck darin besteht, Gewinn zu erwirtschaften. Da Familien, Biker und Wanderer Golfplätze meiden, ist der Nutzen für die lokale Bevölkerung gering. Die künstlich modellierte Golflandschaft

erfordert Bodenverschiebungen von 120 000 m³ und das Einbringen von 12 000 m³ Fremdmaterial (Sand und Kiesmaterial). In Trockenperioden werden für die Bewässerung 500 000 Liter Trinkwasser pro Tag benötigt. Eine Wassermenge, welche dem Wasserbedarf von rund 3100 Personen pro Tag entspricht und eine entsprechende Kapazität der Wasserversorgung benötigt. Bei heute möglichen Abschussweiten von bis zu 300 m scheint es fraglich, ob in Anbetracht der Nähe zu Dorf, Strassen und Wanderwegen auf Fangnetze verzichtet werden kann. 4. Die mit dem Golfplatz verbundene Umzonung steht im Widerspruch zum geltenden Richtplan, wonach: «Für die Landwirtschaft sind gute Voraussetzungen und Produktions-

bedingungen sicherzustellen. Das landwirtschaftlich wertvolle Land ist langfristig der landwirtschaftlichen Nutzung zu erhalten. Bei Konflikten mit anderen Interessen hat die Erhaltung der Landwirtschaft oberste Priorität». (Auszug aus Kapitel 1.7. Punkt 2 des kantonalen Richtplans) 5. Die Umzonung ist faktisch irreversibel. Mit der Umzonung werden die gesetzlichen Schutzvorkehrungen für Landwirtschaftsland unwirksam. Eine Landfläche von 80 ha wird handelbar und ist vor Spekulation nicht mehr geschützt. Bei der nächsten Erbteilung ist eine Zerstückelung der Eigentumsverhältnisse voraussehbar. Eine spätere Rückzonung wäre zudem mit hohen Entschädigungsforderungen an die öffentliche Hand verbunden. Der von den Initianten behaupte-

te Rückbau in landwirtschaftlich nutzbares Kulturland innert Jahresfrist ist unglaubwürdig. 6. Die Verpachtung des Landes an die Golfpark AG ermöglicht zwar den nicht mehr in der Landwirtschaft tätigen Landbesitzern höhere Erträge als bei der bisherigen landwirtschaftlicher Nutzung. Sie schmälert jedoch die Existenzgrundlage der aktiven Landwirte. 7. Der Golfpark Zugersee AG befriedigt mit der Nutzung von 80 ha Kulturland ein privates Interesse der Golfspieler und nicht ein öffentliches Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, welche in Hausen bei 3350 Einwohnern ein Siedlungsgebiet von 111 ha beanspruchen. Peter Schneider, Ebertswil


Veranstaltungen

concerto piccolo numero otto

Freitag, 2. November 2012 Reformierte Kirche Obfelden 19.00 bis 19.30 Uhr Mirjam Künzli, Querflöte Muriel Wegmann, Cello Angela Bozzola, Klavier Antonio Vivaldi Sonate V Jacques-Christophe Naudot Sonate II Carl Philipp Emanuel Bach Hamburger Sonate G-Dur Kollekte: zur Deckung der Unkosten

Stellenanzeiger

Mitarbeiter/in Kunden-Akquise gesucht! Zur Erweiterung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine/n motivierte/n Kundenberater/in 100% für die telefonische und persönliche Kunden-Akquise. Sind gepflegte Umgangsformen für Sie selbstverständlich und sprechen Sie Schweizerdeutsch? Arbeiten Sie gerne selbstständig, sind kommunikativ, engagiert und zuverlässig, haben Freude am Telefonieren und den Wunsch, etwas zu bewegen? Dann möchten wir Sie kennenlernen! Unser kleines, sympathisches Team freut sich auf Ihre aussagekräftige Bewerbung per Post an: Technikus GmbH | Hinterbergstrasse 24 | 6330 Cham www.technikus.ch

Schulen und Kurse


Gewerbe

Dienstag, 30. Oktober 2012

Bekannte Klänge

Mit «Ländlerkönig»

Stimmungsvolles Jahreskonzert des Panflöten-Ensembles «Corona» in Knonau. > Seite 15

Ämtler Musikantenplausch mit bester Unterhaltung auf hohem Niveau. > Seite 17

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Boss zurück Spannende Zweikämpfe am Klubschwinget vom Schwingklub Albis in Ottenbach. > Seite 21

Dance Inspiration in Knonau Geglückter Start der Anfängerstunde

Geboten wird alles, was eine Hochzeit und jedes andere Fest unvergesslich macht. (Bild zvg.)

Ein bunter Strauss an Festideen

Mit sieben motivierten Neukundinnen aus Knonau und zwei langjährigen Tänzerinnen startete die Dance Inspiration Anfängerstunde am Mittwoch um 18 Uhr mit der Instruktorin Daniela Böbner. Die Tanzstunde war im Nu fertig und die Kundinnen hatten bereits die ersten Drehungen und die ganz mutigen sogar einen kleinen Sprung absolviert. Eine weitere Probelektion für Interessierte findet morgen Mittwoch, 31. Oktober, in der Turnhalle Knonau, oder am Freitag, 2. Novem-

ber, um 16.45 Uhr im Wygarten in Mettmenstetten statt (es hat noch freie Plätze). Dance Inspiration ist eine energiegeladene Tanz-Stunde, welche aus Elementen des Jazztanzes, Hip Hop und Latino-Steps besteht. Durch den mitreissenden Sound und den fliessenden Schwung ergibt sich ein abwechslungsreiches Herzkreislauftraining, und dank dem anschliessenden Kraftteil mit Stretching endet die Lektion als ideales Ganzkörperprogramm.

Hochzeitswelten 2012: Die Messe kommt wieder nach Zug Zum zweiten Mal findet in Zug die Messe «Hochzeitswelten» statt. Und zwar wiederum im Anschluss an die Zuger Herbstmesse, am 3. und 4. November 2012, auf dem Zuger Messegelände. Nach dem grossen Erfolg im letzten Jahr ist das Angebot an Ausstellern diesmal noch umfangreicher. «Hochzeitswelten 2012» wendet sich an Paa-

re, die ihre Hochzeit planen, aber auch an alle anderen, die ein besonderes Fest organisieren möchten. Die Messe präsentiert eine breite Palette von Ausstellern, die alles bieten, was eine Hochzeit und jedes andere Fest unvergesslich macht. Zu sehen sind spektakuläre Modeschauen mit Braut-, Fest- und Herrenmode – sowohl für Hochzeiten als auch für Partys. Zu «Hochzeitswelten 2012» gehören eine grosse Brautstrauss-Ausstel-

lung, Präsentationen von Schmuckund Trauringen sowie Tipps von Profis für die perfekte Hochzeitsfrisur. Ein gelungenes Fest benötigt vielerlei Dienstleistungen – von der originellen Festidee und der Organisation über Dekoration, Catering und Musik bis zum stilgerechten Transport. Das alles findet, wer «Hochzeitswelten 2012» in Zug besucht. Weitere Infos unter: www.hochzeitswelten.ch.

Instruktorin Daniela Böbner mit den motivierten Tänzerinnen in Knonau. (Bild zvg.)

Mit Qigong entspannen Mit Engelsschwingen Ausstellung und Engelmeditation und auftanken Offene Übungsgruppe am Abend in Affoltern Die Übungen aus der traditionellen chinesischen Medizin stärken die Lebenskraft durch sanftes und achtsames Bewegen und Dehnen. Sie eignen sich für Menschen in jedem Lebensalter, die aktiv etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun möchten. Den Arbeitstag mit Qigong beenden, sich Zeit geben, Spannungen lösen und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen? In Ergänzung zu den Einführungs- und Weiterführungskursen bietet die Bewegungstherapeutin Therese Bachmann neu am Montagabend eine offene Gruppe an. Willkommen sind alle, die das Qigong unverbindlich kennenlernen oder ihre Übungsfertigkeit vertiefen wollen.

Die Gedanken kommen zur Ruhe Die achtsam ausgeführten fliessenden Bewegungen gleichen körperliche und seelische Spannung aus. Beim Üben achtet die Kursleiterin besonders auf die Standfestigkeit, das Zentrieren in der Körpermitte, die aufgerichtete Haltung und den freien Atemfluss. Die Bewegungen werden mit so viel Kraft wie nötig und mit so wenig Anspannung als möglich ausgeführt. Dies stärkt das Körperbewusstsein und fördert die Beweglichkeit. Mit der Zeit kommen die Gedanken zur Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit steigert sich. Innere Bilder unterstützen die

Der Kranich steht auf einem Bein. (Bild zvg.)

wohltuende Wirkung. Der Abendkurs beginnt mit Körperwahrnehmungsübungen und endet mit Sitzen in der Stille. 5. November bis 10. Dezember, montags 19 bis 20.15 Uhr, an der Werkstrasse 1, 1. Stock, Affoltern. Kosten: 30 Franken pro Abend. Infos und Anmeldung: Therese Bachmann, integrative Leib- und Bewegungstherapeutin IBT/bvbtk, Tel. 077 202 07 32 oder theresebachmann@gmx.ch.

Ursina Würmlis zarte Engel- und kraftvolle Universumbilder schmücken für einige Zeit die schönen Räume des Surya Chandra Yoga Centers von Sohn Thomas Hari Würmli, im Somasana Gesundheitshaus in Affoltern. Seit nunmehr 40 Jahren widmet sich Ursina Würmli der Malerei. Viele Jahre experimentierte sie mit verschiedenen Materialien und Farben. Aus ihrem ursprünglichen Beruf der Stoffmustermalerei blieb ihr aber immer die Freude an den Aquarellfarben. Auch als sie sich mit viel Enthusiasmus dem Kupferdruck widmete, fand sie trotzdem noch Zeit und Musse zum Aquarellieren. Aus den klassischen kleinen Aquarellen suchte sie neue Wege, um sich auszudrücken. Mit dem richtigen Aquarellkarton war auch das fliessende Malen möglich. Das Thema rief nach grösseren Formaten, was sehr viel Konzentration erforderte da Farbe und Wasser nur zu gern ihre eigenen Wege gehen. Vor 20 Jahren kam sie durch ein Erlebnis in den Bergen auf das Thema Engel. Was mit kleinen persönlich gedachten Bildern begann, wurde schnell in ihre Ausstellungen integriert. Eine bekannte Galerie in Zürich gestaltete zweimal sehr erfolgreich Ausstellungen mit ihren Engelbildern und es folgten viele weitere im In- und Ausland. In ihren neuesten Arbeiten kombiniert sie zarteste Blüten mit einem Blick ins Universum und natürlich haben auch die Engel immer wieder viel Platz.

Am Sonntag, 4. November, ist die Ausstellung von 14 bis 16 Uhr offen. Um 16 Uhr führt Ursina durch eine Engelmeditation, begleitet mit meditativer Musik gespielt von ihrem Sohn Thomas Hari Würmli. Ihre Galerie und Geschenkboutique «Engel, Stein und mehr ...» an der Ottenbacherstrasse 8a in Obfelden ist wie immer am Montag, Mittwoch und Freitagmorgen von 9 bis 11 Uhr offen, zusätzlich ab dem 24. November bis Weihnachten jeden Samstag von 11 bis 16 Uhr. Am 24. November eröffnet die Familie Würmli die Weihnachtszeit mit einem «Open-day»-Event mit Kurzvorträgen und Musik in ihren Ateliers in Obfelden.

Engelbild von Ursina Würmli. (Bild zvg.)

Erste Aldi-Filiale in einem Einkaufscenter Das Einkaufscenter Shoppi Tivoli in Spreitenbach hat seine Kernkompetenz Food um einen weiteren Anbieter erweitert. Auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern auf der Tivoli-Mall verkauft Aldi ab dieser Woche seine mittlerweile auch in der Schweiz bestens bekannten und beliebten Produkte. Centerleiter Patrick Stäuble ist überzeugt, mit diesem neuen Food-Anbieter einem grossen Bedürfnis der Kundschaft gerecht zu werden. «Aldi gehört zur Schweiz», sagt Stäuble. Migros, Coop und Denner sind seit Langem gut etablierte Lebensmittelgeschäfte im Einkaufscenter. «Mit dem Einzug von Aldi sind nun alle vier grossen Brands bei uns unter einem Dach vereint.» Damit haben die Kundinnen und Kunden eine Wahl, wo sie was einkaufen. Dafür müssen sie nur einmal einen Weg ins Einkaufscenter einschlagen und erhalten dort innerhalb kurzer Distanz alles, was sie brauchen. Gemäss Stäuble setzt das Shoppi Tivoli mit immer neuen Angeboten alles daran, die Erwartungen der Kundschaft zu erfüllen. Dazu gehöre eben ein möglichst umfangreiches Spektrum an Geschäften, gerade auch im Lebensmittelbereich, damit Vergleichsmöglichkeiten bestehen. «Die Eröffnung des Aldi ist ein Meilenstein für das Shoppi Tivoli. Mit diesem zusätzlichen Angebot im Food-Bereich liegen wir genau richtig», so der Centerleiter. (pd.)


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Gewerbe

Dienstag, 30. Oktober 2012

Das eigene Potenzial ausschöpfen Neues Seminar für Arbeitnehmer über 50 Erwerbstätige über 50 sind für den Arbeitsmarkt zunehmend interessanter. Ein Seminar im biz Urdorf bietet Unterstützung, um eigene Stärken zu erkennen und diese optimal einzusetzen.

Martina und Bruno Schneiter-Lüchinger haben ihre Hobbys zu anspruchsvollem Kunsthandwerk optimiert. Sie schafft bunte Glasjuwelen, er drechselt Holzobjekte. (Bild zvg.)

Glänzende Glasjuwelen und knorriges Holz Ausstellung von Martina und Bruno Schneiter-Lüchinger in Affoltern Bereits ist es Tradition: Im November verwandeln Martina und Bruno Schneiter-Lüchinger ihre Scheune an der Mühlebergstrasse in Affoltern in einen festlichen Ausstellungsraum. Fast unglaublich, was unter Martina Schneiters Händen entsteht, wenn sie farbige Glasstäbe in der Flamme zum Schmelzen bringt. Die einzigartigen Glasjuwelen stellt die Glaskünstlerin mit Lavakugeln und Silberperlen zu Armbändern, Fingerringen, Colliers und Ohrschmuck zusammen. Unzählige Unikate von Glaskugeln, beispielsweise mit verflochtenen Farbstreifen, mit klassisch genoppter Oberflächenstruktur oder mit eingeschlossenen

Blumenmustern entstehen in mehreren Arbeitsgängen. Martina Schneiter hat sich im Lauf der Jahre verschiedene Techniken angeeignet. In ihrem Atelier verwandelt sie zum Beispiel Glasperlen in matte Glassteine, von dunklen und hellen Adern durchzogen, wie Kiesel aus einem Bachbett.

Wandelbare Schmuckstücke Die kunstvollen Glasjuwelen lassen sich je nach Garderobe und persönlichen Wünschen zu eleganten Halsketten in klassischer Eleganz aufreihen. Wer es verspielt oder extravagant mag, kombiniert Glasperlen, Silberperlen und Lavakugeln mit klitzekleinen Fröschen, Eulen oder putzigen Engeln.

Bruno Schneiter arbeitet mit knorrigem Holz: Astknoten von Kastanienbäumen, Maserwerk aus Wurzelstöcken oder seltene Holzarten wie Efeu, Magnolie oder Stechpalme. In perfekter Drechselarbeit entstehen daraus individuelle Kugelschreiber, Mühlen für Pfeffer, Salz und Muskat sowie knorrige Kugeln und sanft gewölbte Schalen. Zu Gast in der Ausstellung ist dieses Jahr Arlette Childs, die ihre rakuähnlichen Keramik-Engel und DekoKugeln für draussen und drinnen präsentiert. Ausstellung Glasjuwelen und Holzobjekte, Mühlebergstrasse 8, Affoltern. Donnerstag, 1., und Freitag, 2. November, 18 bis 22 Uhr; Samstag, 3. November, 11 bis 20 Uhr; Sonntag, 4. November, 11 bis 16 Uhr.

Jeder kennt sie: Die ältere Sekretärin, die wegen der Einführung der Computer einen Nervenzusammenbruch erleidet, der Lehrer, der seine Klassen Jahr für Jahr mit denselben Arbeitsblättern füttert, der demotivierte Kollege, bei dem sich schon der ganze Betrieb auf dessen Pensionierung freut ... Das muss nicht sein. Diese Bilder leben vom Vorurteil, Ältere hätten Mühe mit neuen Technologien, seien generell schlechter ausgebildet, hätten sich nicht weitergebildet. Umfragen zeigen, dass heute in erster Linie nicht Fachkenntnisse, sondern Fremdsprachen- und ITKenntnisse fehlen. Die heutige Generation 50 plus ist ein Kind der Bildungsoffensive der Sechziger- und Siebzigerjahre, schon früh mit Informationstechnologie in Kontakt gekommen und auch bezüglich Fremdsprachen meist gut ausgebildet. Wie steht es mit der Leistungsfähigkeit? Heute weiss man, dass diese nicht generell sinkt. Ältere leisten weniger bei Arbeiten, die körperlich belastend sind und oder lange Konzentrationsphasen verlangen. Dafür sind sie besser bei Aufgaben, die Übersichtswissen und Erkennen von Zusammenhängen verlangen. Wer genügend ausgebildet ist und eine erfolgreiche Berufslaufbahn aufweist, hat gute Chancen auf weitere Beschäftigung.

Die Laufbahn planen Für die berufliche Laufbahn nach 50 heisst das: Die Laufbahn planen, um nicht in einer Sackgasse zu enden. Spätestens ab vierzig sollten sich Arbeitnehmende fragen, ob sie diese Arbeit bis zur Pensionierung so weiterführen können und wollen oder ob eine Richtungsänderung angezeigt ist. Das gilt auch für Personalverantwortliche in den Betrieben: «Vorgesetzte müssen sich immer wieder fragen, wie ihre Mitarbeiter für künftige Aufgaben gerüstet sind und wenn nötig Lernund Entwicklungsmöglichkeiten initiieren», erklärt François Ems, Laufbahnberater am biz Urdorf, diese Führungsaufgabe.

Zur individuellen Laufbahn gehört ab und zu eine Standortbestimmung. Ziele müssen überprüft und allenfalls neu formuliert werden. Die Berufsberatung des Kantons Zürich legt heute Gewicht auf diese Fragestellungen mit verschiedenen Beratungsangeboten und dem Seminar «Neuorientierung – Schritte zur beruflichen Veränderung». Jetzt kommt im biz Urdorf ein neues dazu: «50plus – Mit Schwung und Gelassenheit in die nächsten Arbeitsjahre». Dieses Seminar richtet sich an Berufsleute ab ca. 50 Jahren, die sich mit ihrer beruflichen Situation aktiv befassen und persönliche wie berufliche Perspektiven erarbeiten möchten, wie zum Beispiel Marlies J. Die 48-jährige Sachbearbeiterin in einer Bildungsinstitution bildete sich zur Spezialistin in Unternehmensorganisation FA weiter. Nach ihrem Abschluss wurde sie damit betraut, in derselben Institution einen neuen Administrationsbereich aufzubauen und dessen Führung mit 12 Mitarbeitenden zu übernehmen. Die Belastung war jedoch zu hoch. Probleme im Geschäft liessen sie auch im Privaten nicht mehr los. Ein Stellenwechsel war angesagt. Aufgrund ihres breiten Fachwissens hatte sie bereits mit der dritten Bewerbung Erfolg. Heute führt sie das Sekretariat einer Stabsstelle in einem mittelgrossen Betrieb. Kompromisse musste Marlies J. jedoch eingehen: Der Arbeitsweg ist länger, und sie arbeitet jetzt 80 statt der gewünschten 60 Prozent.

Die Realität hinkt nach Eine gute Wirtschaftslage kommt Älteren entgegen. Harzt es hingegen, geht es ihnen wie der Konjunktur. Über 50Jährige sind in handwerklichen Berufen gefragter als im Dienstleistungsbereich, da hier mehr Junge nachziehen. «Aufgrund der demografischen Entwicklung werden in Zukunft ‹Alte› und ihr Know-how wieder gefragter sein», bestätigt Ems die Entwicklung. Viele Betriebe hätten das noch zu wenig bemerkt. Und doch: Der Arbeitsmarkt für über 50-Jährige, die aus einer gesicherten Position heraus eine Stelle suchen, gilt heute als gut. Für Arbeitslose über 50 hingegen ist die Stellensuche sehr schwierig, insbesondere schlecht qualifizierte oder hoch spezialisierte. Seminar: Samstag, 10. und 24. November, jeweils 8.30 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Kontakt: Telefon 043 259 91 80. Infos unter www.ajb.zh.ch.

Die Rasensaison ist vorüber

Mit Übungen und Tricks für den Alltag

Ende Oktober endet in Affoltern die Naturrasen-Saison 2012. Kürzlich stand auf dem Sportplatz Moos das letzte Mal mähen auf dem Programm.

Kurs Kinesiologische Hausapotheke in Affoltern

In den nächsten Tagen steht nun die Tiefenlockerung an.Ab April 2013 darf dann auf den Rasenplätzen wieder gekickt werden.

Wie kann man sich am Morgen in Schwung bringen? Was hilft bei Verspannungen? Was tun, wenn ein Kind schreit, weil es erschrocken ist oder ihm etwas weh tut? Was hilft, um sich besser konzentrieren zu können? Wie kann man sein Kind beim Lernen unterstützen? Was tun bei einem «Knopf in der Leitung»? Gegen viele alltägliche Stolpersteine und kleinere Beschwerden gibt es kinesiologische Übungen und Tricks. Der Kurs «Kinesiologische Hausapotheke» vermittelt einfache, wirkungsvolle Übungen und «Hausmittelchen», um sich im Alltag selber zu helfen. Dazu werden einzig die Hände und gegebenenfalls das im Kurs abgegebene Büchlein mit den Übungsanleitungen gebraucht.

helfen zu Gleichgewicht und Wohlbefinden. Die Übungen wirken ausgleichend und sind nützlich im Beruf, in der Schule, bei Prüfungsvorbereitungen, auf Reisen, in Sport, Freizeit und Alltag. Alle Übungen und Tipps unterstützen Erwachsene und Kinder. Der Kurs beinhaltet auch eine kurze Einführung in die Kinesiologie und vermittelt Hintergründe zu den Übungen. Vorkenntnisse sind also keine nötig. Regula Klee-Hauser ist diplomierte Integrative Kinesiologin und Kursleiterin mit eigener Praxis in Affoltern. Sie bietet den Kurs «Kinesiologische Hausapotheke» im November in Affoltern zweimal an. Samstagskurs: 10. und 24. November 2012, 10 bis 11.30 Uhr; Mittwochkurs: 28. November und 5. De-

Vorkenntnisse sind keine nötig

Ein letztes Mal mähen. (Bild zvg.)

Die kinesiologischen Übungen aktivieren, motivieren und fördern Denkund Koordinationsfähigkeiten. Sie ver-

zember 2012, 19 bis 20.30 Uhr. Kosten: 110 Franken, inklusive Kursunterlagen. Infos und Anmeldung: Telefon 044 761 94 24 oder r.klee@integr-kinesiologie.ch,

Wasser trinken ist einer der Tricks.

www.integr-kinesiologie.ch

(Bild zvg.)


Vermischtes

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Bekannte Klänge rund um die Welt Jahreskonzert des Panflöten-Ensembles «Corona» Dirigentin Monika Meier, sechzehn Flötistinnen, ein Pianist, eine Gitarristin, ein Schlagzeuger und ein Reiseleiter entführten am Sonntagabend die Zuhörer in der reformierten Kirche in Knonau zu einer stimmungsvollen musikalischen Reise über mehrere Kontinente. ................................................... von regula zellweger Sabrina sitzt in der zweitvordersten Reihe und ist ganz aufgeregt. Ihr Mami, Maja Berglas, soll Solo spielen. Seit fünf Jahren spielt sie Panflöte und schon wird sie beispielsweise für Hochzeiten engagiert. Auch Rita Keiser, die Mutter der beiden Jungs in der ersten Reihe, hat ihr Spiel bei Monika Meier vervollkommnet. Jeweils mittwochs wird geprobt. Endlich stellen sich die Spielerinnen auf. Cyrille Rudin bezieht seinen Platz am Schlagzeug, Josef Bachmann am Klavier und Franziska Janett macht sich mit ihrer Gitarre bereit. Schliesslich besteigt Monika Meier das Dirigentenpodest, das für heute aus einem Schemel besteht. Die Reise be-

ginnt in der Schweiz mit dem Kanon «Ade bin i loschtig gsi». Der warme Klang der vielen Panflöten bringt die Fröhlichkeit dieses Liedes gut zur Geltung.

fest in der Volksmusik verwurzelt. «Sto mi e milo» ist im hierzulande eher seltenen 7/8-Takt komponiert.

Musikalische Weltreise

«Abendglocken», das Paradelied des Don Kosaken Chors – geht das für Panflöten? Ja, das Schlagen der verschieden Glocken ist deutlich hörbar, und das Ausklingen ist ein eigentliches Aushauchen, wie vom Wind verwehte Klänge. Charmant ist das Stück aus China, begleitet von Gong und Tschinellen. Über Amerika geht die Reise weiter. Das Publikum ist begeistert vom Solo von Monika Meier: New Orleans. Sepp Bachmann, Leader der New Orleans Stompers, begleitet mit Enthusiasmus am Klavier und reisst das Publikum mit. Mehrere Stücke dieses Konzertes tragen seine Handschrift, er hat sie arrangiert. Nun ist endlich Maja Berglas mit dem Solo dran, und Sabrina und ihre grössere Schwester lauschen konzentriert und sind riesig stolz, als der verdiente Applaus ertönt. Zum Schluss lobt Richard Müller den 13-jährigen Schlagzeuger Cyrille

Richard Müller führt quasi als Reiseleiter mit viel Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken durchs Programm. Das Thema Weltreise passt hervorragend zu diesem vielseitigen Instrument, denn Panflöten entstanden in den verschiedensten Kulturen auf der ganzen Welt vor bis zu über 6000 Jahren. Von Amsterdam führt die Reise nach Paris. Mit dem Stück «Lost in France» hat Nicole Williner ihren Soloauftritt mit Klavierbegleitung. Weiter geht es über Spanien nach Afrika und schliesslich nach Italien: «O sole mio». Nach einem Abstecher nach Wien mit einem Walzer von Johann Strauss folgen zwei Aufenthalte in Griechenland mit den weissen Rosen aus Athen und dem Stern von Mykonos. Diese Melodien sind einfach und eingängig, und verlangen gerade deshalb unbedingte Reinheit. Bekannt sind rumänische Melodien, denn die Panflöte ist hier

Glockenklänge - eine Herausforderung

Dirigentin und Solistin: Wenn Monika Meier solo spielt, lauschen ihre Spielerinnen andächtig und manch ein Zuhörer bekommt Gänsehaut. (Bild Regula Zellweger) Rudin, der die meisten Stücke souverän begleitet hat. «Wäre es nicht schön, nächstes Jahr würde ein Kind mit einer Panflöte hier stehen und genau so mutig und sicher Musik machen?», so der Moderator. Sabrina und ihre Schwester schauen sich an. Sabrina hat schon ein Jahr lang Panflöten-

Stunden. Ihr Lieblingsstück ist «Der Mond ist aufgegangen.» Mal sehen, wer weiss, nächstes Jahr vielleicht? Zwei weitere Konzerte: Samstag, 10. November, 19 Uhr in der reformierten Kirche Muri und Sonntag, 11. November, 17 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern.

«Wie lebe ich sinnerfüllt, wenn ich mir mein Ende vor Augen halte?» Allerheiligen – Allerseelen am 1. November Mythen und neue Einsicht, Licht und Dunkel, Leben und Tod, Allerheiligen will uns daran erinnern, dass alles zusammengehört; das eine ist nicht ohne das andere zu haben. ................................................... von susanne wey, pfarrerin maschwanden Die Jubla Säuliamt lädt zur Schnupper-Gruppenstunde. (Bild zvg.)

Die Jubla Säuliamt bricht Rekorde Schnupper-Gruppenstunde in Affoltern Wer kennt nicht die unzähligen Bücher der Guinness World Records? Von unzähligen grossartigen, schaurigen und unglaublichen Rekorden in allen möglichen Disziplinen ist da zu lesen. Die Jubla Säuliamt bietet eine Veranstaltung für alle interessierten Kinder, bei der ebensolche Rekorde anzeige

aufgestellt werden können! Am Samstag, 3. November, werden in der Schnugrustu Begutachter der «Rekorde-Organisation» vorbeikommen, um die Rekorde, die die Schar dann aufstellen wird, zu überprüfen. Wer Lust hat, an diesem Samstag der Rekorde bei der Jubla Säuliamt in die Geschichte einzugehen, ist herzlich willkommen. Der Treffpunkt sowie auch der Schlusspunkt ist der Parkplatz bei der kath. Kirche Affoltern um 14 resp. 16.30 Uhr.

Einfach mal Kind sein Die Jungwacht / Blauring (JuBla) Säuliamt ist ein Jugendverein für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren der von einem Team aus jungen Erwachsenen geleitet wird. Obwohl die Jubla von der katholischen Kirche unterstützt wird, ist sie offen für alle Kinder unabhängig von ihrem Glauben. In der Jubla haben die Kinder unter anderem die Möglichkeit, einfach mal Kind zu sein, sich auszutoben, auch mal dreckig zu werden und zusammen ein Lagerfeuer zu machen. Unter www.jublasaeuliamt.ch finden sich weitere Infos über die Jubla Säuliamt, Fotos von Gruppenstunden und Lagern.

Ein reiches Brauchtum umgibt diese Tage Anfang November. Gräber werden geschmückt und mit Kerzen bestückt. Die roten Grablichter werden in kirchlichen Feiern an der Osterkerze entzündet. Man erinnert sich damit an die Auferstehung Christi und erhofft auch das ewige Leben für den Verstorbenen. Kürbisfratzen leuchten an den Abenden vor Türen. Sie sollen nach keltischem Brauch die bösen Geister abschrecken, die an Halloween (Allerheiligen) ihr Unwesen treiben. Verkleidet als Vampire, Hexen und Zauberer ziehen Kinder von Haus zu Haus. Sie fordern mit «Trick or treat», Süssigkeiten von den Bewohnern: Ein uralter keltischer Brauch um ruhelose Seelen ist über Amerika zu uns zurückgekehrt. Im 8. Jahrhundert hatte die Kirche das Hochfest von Allerheiligen vom Juni in den November versetzt. Man versuchte so den heidnischen Brauch mit einem christlichen Fest zu ersetzen. So hat sich die Erinnerung an die Seelen der Verstorbenen mit dem Gedenken an die Heiligen verwoben. Die Grablichter zeigen an, wohin wir alle unterwegs sind. Gleichzeitig bieten sie uns auch die Chance, den eigenen Lebenskurs zu korrigieren. Mit dem eigenen Ende vor Augen, lebt man intensiver. Die Kerzen von Allerheiligen–Allerseelen, können darum unser Leben erhellen. In Mittelamerika sind die Allerheiligenbräuche sehr lebensfroh. Dort treffen sich die Familien an den Gräbern und feiern das Leben. Die Menschen dort scheinen fröhlicher zu sein, obwohl oft jung gestorben wird,

Gräber werden geschmückt und mit Kerzen bestückt. Man erinnert sich damit an die Auferstehung Christi und das ewige Leben. (Bild zvg.) wo Gewalt und Tod allgegenwärtig sind. Chinesische Familien reinigen im Frühling vereint das Grab der Vorfahren. Ihr Glaube beinhaltet, dass die Geister der Ahnen sie im Leben begleiten. Der Grabreinigungstag ist wohl ein Tag der Trauer und Erinnerung – gleichzeitig aber auch ein fröhliches Familientreffen. Man zieht zu den Grabhügeln vor dem Dorf. Die Familien befreien die Gräber von Unkraut, man picknickt und freut sich bei Spaziergängen am wiedererwachenden Leben. Die Kinder lassen dabei ihre Drachen im Frühlingswind steigen.

Sich bewusst dem Leben zuwenden Die meisten Religionen kennen Totengedenktage. Sie wollen damit darauf hinweisen, wie wichtig es ist, sich bewusst dem Leben zuzuwenden. Menschen überall stellen Fragen nach dem Sinn des Daseins. Die Religionen versuchen darauf zu antworten. Sie setzen dafür ein Ja der Suchenden zu einer bestimmten Weltanschauung voraus; dieses Ja lässt sie vertrauen auf das, was nicht zu sehen ist und hoffen auf eine bessere Zukunft. Dem sagt man Glauben. Im Gedankengebäude aus Erzählungen und Lehren geben Religionen ihren Gläubigen eine Bil-

dersprache für inneres Erleben. Damit befähigen sie die Gläubigen gemeinsam nach eigenen Antworten zu suchen. Allerheiligen will Christinnen und Christen fragen lassen: «Wie lebe ich sinnerfüllt, wenn ich mir mein Ende vor Augen halte? Setze ich meine Prioritäten richtig?» Leuchtende Beispiele für dem Guten zugewandtes Leben sind unseren katholischen Brüdern und Schwestern die Heiligen. Diese folgten in ihrem Leben der Spur von Jesus Christus. Sie gaben sich ganz ihren Mitmenschen hin. Manche haben, nach einem meist sehr bescheidenen Leben, ein reiches geistiges Erbe hinterlassen. Von ihnen begeisterte Männer und Frauen trugen ihre Visionen einer heileren Welt weiter. Denken wir an Franz von Assisi, Hildegard von Bingen und viele mehr. Durch die Heiligen haben Glaubende auch Heilung und Trost erfahren; dank ihnen fanden viele näher zu Gott. Auf Allerheiligen–Allerseelen Anfang November folgt der reformierte Ewigkeitssonntag gegen Ende des Monats. Die Gebräuche darum herum wollen anregen, auch mehr über sich selber nachzudenken. Damit beginnt jedes innere Wachstum. Sich darauf einzulassen macht lebendiger.


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Veranstaltungen

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Die Feuerwehr Knonaueramt Süd hautnah Zur Schlussübung in Mettmenstetten ist die Bevölkerung eingeladen «Feuerwehr zum Anfassen» – unter diesem Motto steht die Schlussübung 2012 der Feuerwehr Knonaueramt Süd bei der Post Mettmenstetten. Nach einer kurzen Einsatz-Demonstration dürfen Interessierte die Gerätschaften selber in die Hand nehmen. ................................................... von thomas stöckli Wie sieht ein Feuerwehrfahrzeug von innen aus? Wie fühlt man sich, wenn man mit Atemschutzgerät in einer Tiefgarage voller «Rauch» steht und kaum die Hand vor Augen sieht? Das persönliche Erlebnis der Besucher steht an der diesjährigen Schlussübung der Feuerwehr Knonaueramt Süd an erster Stelle. Interessierte dürfen selber ausprobieren, wie sich die hydraulische Schere durch Fahrzeugblech und selbst verstärkte Säulen schneidet. Ein Publikumsmagnet dürfte auch die Autodrehleiter des Feuerwehr-Stützpunks Affoltern sein.

«In dieser Art haben wir das noch nie gemacht», verrät Ueli Vollenweider, Kommandant der Feuerwehr Knonaueramt Süd, welche die Gemeinden Maschwanden, Mettmenstetten und Knonau abdeckt. Natürlich hegt er dabei auch die Hoffnung, den einen oder die andere zu erreichen, welche sich dafür interessieren, selber Feuerwehrdienst zu leisten. Im Moment hält die Feuerwehr Knonaueramt Süd den Sollbestand von rund 90 Leuten zwar ein, das könnte sich allerdings bald ändern: «Von der Demografie her müssen wir in den nächsten Jahren mit einigen Abgängen rechnen», so Vollenweider. Der Kommandant strebt daher an, in den nächsten Jahren jeweils fünf bis zehn neue Feuerwehrleute zu rekrutieren.

Feuerwehr braucht Entgegenkommen von Familie und Arbeitgeber Am kürzlich veranstalteten InfoAbend liessen sich acht Interessierte über den Feuerwehrdienst orientieren. Davon dürften drei bis vier tatsächlich kommen. «Wenn wir jedes Jahr die Ab-

Feuerwehr hautnah erleben in Mettmenstetten. (Bild Thomas Stöckli) gänge kompensieren können, sind wir auf gutem Weg», so Ueli Vollenweider. Problematisch ist es insbesondere, tagsüber genügend Feuerwehrleute im

Dorf oder der unmittelbaren Umgebung zu haben. Nicht zuletzt braucht es ein Entgegenkommen von Familie und Arbeitgeber. Schliesslich steht die

Feuerwehr der Bevölkerung 365 Tage im Jahr während 24 Stunden zur Verfügung. An der Schlussübung stellt die Feuerwehr Knonaueramt Süd von 15 bis 15.30 Uhr ihr Handwerk in einer Einsatzdemonstration vor. Anschliessend bietet sich bis 17 Uhr Gelegenheit, Gerätschaften anzuschauen und teilweise auch auszuprobieren. Während dieser Zeit stehen die Feuerwehrleute auch für Fragen zur Verfügung. Schlussübung «Feuerwehr zum Anfassen» der Feuerwehr Knonaueramt Süd am Samstag, 3. November, 15 bis 17 Uhr bei der Post in Mettmenstetten.

Ämtler Bibliotheken im November Bibliothek Aeugst

Der Krimi von Ueli Leutwyler spielt unter anderem im Pfarrhaus Knonau. (Bild zvg.)

«Buch des Ketzers» in Knonau gefunden Krimi-Lesung mit viel Lokalkolorit Man darf gespannt sein zu hören, weshalb Pater Gregor aus dem Vatikan ins Knonauer Amt reisen musste, was es mit dem Skelettfund im Knonauer Pfarrhaus auf sich hat und welche Verbindungen Schwester Elisabeth zwischen dem Kloster Frauenthal und Knonau herstellte. Am Allerheiligenabend, l. November (wenn das Zwingli wüsste!) um 19.30 Uhr stellt der im Knonauer Pfarrhaus aufgewachsene Pfarrerssohn Ueli Leutwyler, inzwischen selber aus der geistlichen Gilde, in die Kirche Knonau seinen Roman «Das Buch des Ketzers» vor. Der Krimi spielt unter anderem im Knonauer Pfarrhaus. Dazu erklingt Musik aus der entsprechenden Zeit.

Pfr. Ueli Leutwyler führt in die Zeit Zwinglis und der Zürcher Reformation ein. Weiter wird aus einem alten Kochbuch vorgetragen. Diese Speisen können dann auch degustiert werden. Zubereitet mit Produkten unserer Zeit, aber nach Rezepten aus der Zeit Zwinglis! Es wartet also ein kulinarisch-musikalischer, literarisch-historischer und ökumenisch-gruseliger Abend – sicher für alle interessierten Ämtler anregend ... Donnerstag, 1. November, 19.30 Uhr, ref. Kirche Knonau. Der Roman kann erworben werden; Eintritt frei; Kollekte für ein Hilfswerk zugunsten musikalischer Früherziehung. Es laden ein: Kirchenpflege Knonau, Pfr. Thomas Maurer, Autor Pfr. Ueli Leutwyler, Vikar Fabio Carrisi.

Strickwaren im Coopark Verkauf für die Stiftung «Denk an mich» Die Strickfrauen aus der Region Affoltern/Zug führen am Donnerstag und Freitag, 1. und 2. November, im Coopark Affoltern einen Strickwarenverkauf zugunsten der Stiftung «Denk an mich» durch. Im Angebot finden sich Herren- und Kindersocken, Pullover und Jäckchen für Kinder, Puppenkleider sowie «glismeti» Engel und Hühner für die Weihnachtsdekoration. Seit über 40 Jahren spenden Vereine und Firmen in der Schweiz zuguns-

ten dieser Stiftung und ermöglichen behinderten Kindern Ferien- und Freizeiterlebnisse. Jährlich profitieren auch die Familienangehörigen, indem sie einige Tage von der Sorge und Pflege ihres behinderten Kindes entlastet werden. Ferien für behinderte Kinder sind auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Die Strickfrauen freuen sich auf Besuch am nächsten Donnerstag und Freitag im Coopark Affoltern.

Freitag, 9. November, ab 18 Uhr: Schweizer Erzählnacht 2012: Für Jung und Alt. Treffpunkt um 18 Uhr in der Bibliothek. Die Teilnehmenden erzählen sich gegenseitig Geschichten unter dem Motto «Feuer und Flamme». Als Abschluss wird Schlangenbrot am offenen Feuer gebacken, wer möchte, kann eine Wurst zum Bräteln mitbringen. Mittwoch, 21. November, 14 Uhr: Kamishibai - Geschichten aus dem Koffer, für Kinder ab 4 Jahren. Freitag, 23. November, 19 Uhr: DOG-Spielabend für Jugendliche ab der 5. Klasse. Mittwoch, 28. November, 15 Uhr: «Värsliziit» für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten.

Regionalbibliothek Affoltern Dienstag, 6. November, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit ihren Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Dienstag, 6. November, 10.30 bis ca. 11 Uhr: Bibliothekseinführung. Rundgang und Information zur Regionalbibliothek, zum Angebot, der Benutzung und zur Katalogsuche. Anmeldung nicht erforderlich. Freitag, 9. November, 19.30 bis 21 Uhr: Schweizer Erzählnacht zum Thema «Feuer und Flamme». Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren sind zu einem heissen Abend mit Geschichten, Spielen und Experimenten in der Bibliothek eingeladen. Anmeldung in der Bibliothek. Mittwoch, 14. November, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Das Dorf der Wunder» von Roy Jacobsen diskutiert.

Bibliothek Bonstetten Mittwoch, 21. November, 9.30 bis ca. 10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Judith Zanini. Für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung einer erwachsenen Person. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 21. November, 13.30 bis ca. 14 Uhr: «Gschichte-Zyt» mit Regula Leutert in der Bibliothek. Für Kinder ab 3 Jahren. Mittwoch, 28. November, 13.30 Uhr: «Gschichte-Zyt» am Basar des Frauenvereins im Rigelhüsli. Für Kinder ab 3 Jahren. Es laden ein: Gemein-

de- und Schulbibliothek Bonstetten, Familienclub Wettswil-Bonstetten und Frauenverein Bonstetten.

Fr. 20.– für normale Plätze. Platzzahl ist beschränkt.

Bibliothek Rifferswil Bibliothek Hausen Freitag, 9. November, 18 bis 20 Uhr: Erzählnacht zum Thema «Feuer und Flamme» für Kinder ab 6 Jahren. In und ausserhalb der Bibliothek. Freitag, 30. November, 18 Uhr: Buch-Vernissage zur Ausstellung «Gruss aus Hausen». In der Bibliothek.

Bibliothek Hedingen Mittwoch, 14. November, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und ihre Kinder zwischen 9 und 24 Monaten. Mit Ihrem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen!

Bibliothek Mettmenstetten Montag, 5. November, 9.30 bis 10.30 Uhr: Büchermorgen. Das Bibliotheksteam stellt neue Bücher vor. Mittwoch, 14. November, 15 Uhr: «Zyt für Gschichte». Sonntag, 18. November, 11 bis 14 Uhr: Vernissage zur Bilderausstellung von Margrit Aschmann.

Bibliothek Obfelden Samstag, 3. November, 9 bis 12 Uhr: Offener Samstag. Freitag, 23. November, ab 19.30 Uhr: Spieltreff Säuliamt. Gesellschaftsspiele aller Art für Leute von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 28. November, 16 und 17 Uhr: Kamishibai. Eine Geschichte aus dem Koffer für Kinder ab 4 Jahren.

Bibliothek Ottenbach Donnerstag, 8. November, 9.30 bis 11 Uhr: Bücherkafi. Wenn die Nächte länger werden ... da hilft ein spannendes Buch! Neues vom Herbstbüchermarkt. Freitag, 9. November, 19 Uhr: Erzählnacht in der Bibliothek. Figurentheater Clalüna für alle Kinder ab 5 Jahren. Dienstag, 13. und 27. November, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder von 9 bis 36 Monaten. Freitag, 23. November, 20 Uhr: «Das Muschelessen» – Theater nach dem gleichnamigen Roman von Birgit Vanderbeke, inszeniert. Eintritt Fr. 25.– am Tisch inklusive Muschelessen,

Freitag, 9. November, 18.30 Uhr: Erzählnacht zum Thema «Feuer und Flamme» mit der Feuerwehr Rifferswil. Treffpunkt Bibliothek.

Bibliothek Stallikon Ab 1. November liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Dienstag, 27. November, 10.15 bis 10.45 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit Claudia Berger. Für Eltern mit ihren Kindern zwischen 9 und 36 Monaten in der Bibliothek im Schulhaus Loomatt, Sellenbüren. Donnerstag, 29. November, 20 Uhr: Vorweihnachtlicher Bücherabend. Das Bibliotheksteam stellt Medien für Erwachsene vor, umrahmt von Harfenmusik und Kerzenlicht. Im Anschluss findet ein Apéro statt. Im November befindet sich auf einem Extratisch eine Auswahl an Medien zum Thema «Wissenschaft, Forschen, Experimentieren».

Bibliothek Wettswil Mittwoch, 7. November, 20 bis 21.30 Uhr: Lesezirkel. Es wird über das Buch «Die Liebe der Väter» von Thomas Hettche diskutiert. Anmeldung erwünscht. Freitag, 9. November, 20 bis 22 Uhr: Schweizer Erzählnacht. Spiele, Spass und Lieblingsgeschichten für Jungs und Mädchen ab der 4. Klasse – dieses Mal getrennt voneinander! Anmeldung in der Bibliothek. Eintritt frei. Samstag, 10. November, 16 bis 17 Uhr: Lorenz Pauli mit einem Satz voller Geschichten für Klein und Gross ab Kindergartenalter. Eintritt sechs Franken. Vorverkauf in der Bibliothek. Freitag, 23. November, 20 bis 21.30 Uhr: Lesung mit Esther Pauchard aus ihrem neuen Roman «Jenseits der Mauern». Anschliessend Apéro. Eintritt frei – Kollekte. Mittwoch, 28. November, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Eltern mit ihren Kindern von 9 bis 36 Monaten. Anmeldung nicht erforderlich. Mittwoch, 28. November, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. Anmeldung nicht erforderlich. (IS)


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Sogar ein «König» kam nach Obfelden Ämtler Musikantenplausch mit bester Unterhaltung auf hohem Niveau Dixie, Blasmusik und Ländler: Der Ämtler Musikantenplausch bot am Samstag in Obfelden beste Unterhaltung auf hohem Niveau. Sogar ein «König» war anwesend – ein «Ländlerkönig». Veranstaltungen am Samstagabend stehen oft in Konkurrenz zum Fernsehangebot. Im vorliegenden Fall hat vermutlich auch der vorzeitige Wintereinbruch einige vom Besuch des Ämtler Musikantenplauschs im Singsaal Chilefeld in Obfelden abgehalten. Der Saal war zu gut zwei Dritteln besetzt, die Stimmung aber gut. Und dafür sorgten drei Formationen: die für die Organisation des Anlasses zuständigen Edi's Blasmusikanten, the 59ers-six und die Kapelle Edy Wallimann – Clemens Gerig aus Buochs. Schmissige Weisen, gespickt mit Soli: Das sind Edi’s Blasmusikanten – jene Formation, die vom unvergesslichen Edi Messerli ins Leben gerufen wurde. Der legendäre Kaminfegermeister verstarb am 21. Februar diesen Jahres. Zu seinen Ehren arrangierte Ensemble-Mitglied Röbi Gsteiger den Marsch «Edi’s Blasmusikanten», der wohl auch der anwesenden Ehefrau Johanna Messerli gefallen haben dürfte. Die Organisatoren wurden dann musikalisch abgelöst von der Kapelle Edy Wallimann – Clemens Gerig aus Buochs, eine landesweit bekannte Formation, die seit 34 Jahren in dieser Zusammensetzung spielt und am Samstag in Obfelden ausnahmsweise mit zwei statt einem Klarinettisten Aufwartung machte. Seit dem Jahr 2000 ist

Schmissige Blasmusik: Edi’s Blasmusikanten, die Gastgeber des Ämtler Musikantenplauschs. (Bilder Werner Schneiter) Edy Wallimann, der über 120 Stücke komponiert hat, Träger des «goldenen Violinschlüssels» – eine Auszeichnung, die nun Carlo Brunner im kommenden Monat erhält. «Edy Wallimann ist einer der wenigen Ländlerkönige der Schweiz», sagte Hugo Lang, der mit viel Witz durchs Programm führte. Die Ka-

Die Kapelle Edy Wallimann – Clemens Gerig (Edy Wallimann 2. von links).

anzeige

pelle Edy Wallimann – Clemens Gerig ist übrigens am 9. November in der Hedinger «Krone» zu hören. Für den musikalischen Kontrast sorgten hernach The 59ers-six, die im Jahr 2003 von Musikern des Jahrgangs 1959 gegründet wurde. Auch diese mittlerweile sechsköpfige Formation

Dixie vom Feinsten: The 59ers-six.

vermochte das Publikum mitzureissen. Für Soli ernteten sie immer wieder spontanen Applaus. Höhepunkt des Programms bildete schliesslich der gemeinsame Auftritt der drei Formationen, die «Mein Mädel aus Krain» und «Im Örgelihuus» intonierten – zwei veritable Ohrwürmer,

die das Publikum zum rhythmischen Klatschen animierten. Die Tombolaverlosung und Tanzmusik der Kapelle Edy Wallimann – Clemens Gerig liessen einen beschwingten Samstagabend mit musikalischer Kost auf hohem Niveau ausklingen. (-ter.)


veranstaltungen

Aufwühlende Szenen einer Ehe Starkes iranisches Kino: «A Separation» Oscar für den besten fremdsprachigen Film: Das Kinofoyer Lux zeigt in der Aula Ennetgraben am Mittwoch, 7. November, den Film «A Separation» von Asghar Farhadi. An der Berlinale 2011 hat der Film «A Separation» für grosses Aufsehen gesorgt, und mit guten Gründen hat der iranische Filmemacher Asghar Farhadi dafür den Goldenen Bären erhalten. Die beiden Hauptdarsteller Leila Hatami und Peyman Moadi erhielten dann auch noch gleich die Silbernen Bären als Beste Schauspielerin und Bester Schauspieler. 2012 wurde «A Separation» dann auch noch mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Ein starkes Stück Kino also. Ungeheuer dicht und packend erzählt Farhadi die Geschichte eines Ehepaars, das in Teheran in Trennung und damit vor grundlegenden Entscheidungen steht.

Beobachtungen immer wieder infrage stellen

infrage zu stellen, weil eine neue Erkenntnis einen dazu zwingt. Die Frau (Simin) möchte mit ihrer Tochter Termeh den Iran verlassen. Ihr Mann Nader will bleiben, um seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht allein zurückzulassen. Deshalb reicht Simin beim Familiengericht die Scheidung ein. Als ihre Klage abgewiesen wird, zieht sie in die Wohnung ihrer Eltern. Termeh bleibt vorerst beim Vater und hofft, dass die Mutter bald wieder nach Hause kommt. Zur Betreuung seines kranken Vaters engagiert Nader eine junge schwangere Frau. Diese übernimmt den Job, ohne ihren Ehemann davon in Kenntnis zu setzen. Als Nader eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt und seinen Vater allein in der Wohnung findet, kommt es zum Eklat. In der Folge werden Leben und Beziehungen aller Beteiligten stark aufgewühlt und durchgeschüttelt. Und wir betrachten das Geschehen atemlos und stellen fest: Nur eine Wahrheit gibt es nicht. «A Separation» von Asghar Farhadi (Iran 2011, 123 Min., Farsi/d) im Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben,

Zum Auftakt des Films stehen der Affoltern, am Mittwoch, 7. November, 20.15 Uhr. Mann und die Frau vor dem Schei- Kasse und Kinobar geöffnet ab 19.30 Uhr. dungsrichter und legen ihre unter- Infos: www.kinolux.ch. schiedlichen Standpunkte dar. Kaum je hat man im Kino eine Trennungsgeschichte so hautnah erlebt, so authentisch erzählt, so kraftvoll und überzeugend gespielt. Selten hat es ein Regisseur geschafft, die Betrachtenden ins Ganze mit einzubinden, die eigenen Beobachtun- Das Ehepaar Nader und Simin aus Teheran steht vor grundgen immer wieder legenden Entscheidungen. (Bild zvg.)

Vorfreude auf ganz viele Lichter Räbeliechtli-Umzug in Mettmenstetten In diesem Jahr ist der Räbeliechtliumzug neu organisiert. Alle Kinder und Familien, die an diesem Lichterbrauch Freude haben, können am Mittwoch, 7. November, mit dabei sein.

acher-, Grundreben-, Leigrüppen- und Albisstrasse wieder zur Schulhausstrasse. Auf dem Schulhausplatz gibt es anschliessend wieder Risotto und Glühwein vom Männerchor. Detaillierte Informationen finden sich kurz vor dem Umzug auf dem Anschlagbrett beim Volg, sowie auf

Treffpunkt zum gemeinsamen Singen und zum anschliessenden Umzug ist um 18 Uhr auf dem Schulhausplatz. Die Verantwortung für die Kinder liegt an diesem Abend bei den Eltern. Sie begleiten die Kinder mit ihren selbst gemachten Räbeliechtli auch im Umzug. Vielleicht hat sogar eine Gruppe Lust, den Umzug mit einem geschmückten Leiterwagen zu bereichern. Ganz viele Lichter sind ebenso willkommen wie Zuschauer am Wegrand, die die Strassen für den stimmungsvollen Umzug durch Mettmenstetten säumen.

der Homepage des Elternvereins www.ev-maettmi.ch oder der Primarschule www.ps-mettmenstetten.ch. Die Kinder werden jeweils direkt von der Schule über den Umzug informiert.

Jasmine Hörler

Risotto und Glühwein Die gemeinsame Route führt vom Schulhausplatz über die Lang- «Liechtli» und ganze Wagen sind willkommen. (Bild zvg.)


Sport

Die dritte Niederlage Eishockey: Affoltern bleibt weiterhin ohne Punkte. Im dritten Saisonspiel verloren die Säuliämtler zu Hause gegen Sursee mit 3:7 (1:3, 1:3, 1:1). Affoltern-Hedingen tritt an Ort. Auch im dritten Spiel der laufenden Meisterschaft kamen die Affoltemer nicht zu einem Punkt. Wie schon im ersten Spiel kassierten die Gastgeber bereits in der 3. Minute den ersten Treffer. Und das bereits zum vierten Mal in der laufenden Meisterschaft mit einem Mann mehr. Ein Surseer war im Affoltern-Powerplay entwischt. Affoltern hatte gegen die aggressiv forecheckenden Surseer ihre liebe Mühe, konnte fast keinen kontrollierten Angriff auslösen und lief zudem immer wieder in Konter. Einen solchen verwerteten die Surseer in der 11. Minute zum 0:2. Immerhin wussten die Affoltemer schnell zu reagieren und verkürzten in der 14. Minute auf 1:2. Kurze Zeit später traf Affoltern-Stürmer Claudio Bitzi nur die Torumradung. Da zeigte sich der Gast effizienter und schoss zwei Minuten vor Schluss das 1:3. Affoltern bemühte sich, nach vorne zu spielen, aber klare Torchancen konnten sich die Gastgeber nur wenige erspielen. So kam, wie es kommen musste. Sursee schoss in der 24., 25 und in der 40. Minute drei weitere Tore. Das einzige Tor der Affoltemer zum 2:5 durch Thomas Binzegger war eigentlich zu wenig Lohn für die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Im Weiteren wurde die Partie temporär noch hektisch, vor allem die Surseer bevölkerten in dieser Phase zwischen der 30. und der 40. Minute die Strafbank. Aber Affoltern wusste mit den Überzahlsituationen nichts Produktives anzufangen. Im letzten Spielabschnitt geschah dann nicht mehr viel. Affoltern musste einmal mehr anerkennen, dass in der 3. Liga die Trauben höher hängen als auch schon.

Noch ist nichts verloren Jetzt folgt am Mittwoch der schwere Gang zu den Limmattal Wings. Dieses Team sollte in Reichweite der Affoltemer liegen, doch überraschten die Limmattaler in der vergangenen Woche mit zwei Siegen. Verloren ist allerdings für die Affoltemer, die von Spiel zu Spiel besser in Fahrt kommen, noch nichts. Die Teams liegen immer noch nahe beeinander, wobei die Tabelle in der 3.-Liga-Gruppe 3 noch kaum aussagekräftig ist, weil einige Teams erst zwei Spiele absolviert haben. Mit einem Sieg am Mittwoch würden die Affoltemer vor allem etwas für die Moral tun. So schlecht wie die Resultate bisher waren, ist das Team aus dem Amt nicht. Die zahlreichen Neuzuzüge müssen sich noch ins Team integrieren. Immerhin ist festzustellen, dass wenigstens in Bezug auf die Anzahl Spieler – gegen Sursee standen drei Linien zur Verfügung – vieles besser ist als noch vor zwei Jahren. Damals war man froh, zehn Spieler aufs Matchblatt bringen zu können. Thomas Winter EHC Affoltern-Hedingen - Sursee 3:7 (1:3, 1:3, 1:1). - Trainingshalle Zug. - Tore: 3. Schnyder (Ausschluss Sursee!) 0:1. 11. Ebener 0:2. 14. Brügger (Kälin, Bischof, Ausschluss Käser) 1:2. 19. Iliev (Nussbaumer) 1:3. 24. Iliev (Habisreutinger) 1:4. 25. Leuenberger 1:5. 35. Strebel (Joel Nietlisbach, Bitzi)2:5. 40. Mathys 2:6. 45. Binzegger (Bischof, Ausschluss Köppel) 3:6. 54. Müller (Leuenberger, Mathys) 3:7. - EHC Affoltern-Hedingen: El Nadeim; Bischof, Bechelen; Rüegsegger, Risi; Strebel, Joel Nietlisbach; Bitzi, Sattlegger, Binzegger; Kälin, Heller, Brügger; Jud, Nietlisbach, Bischofberger. - Strafen: Affoltern 8-mal 2 Minuten; Sursee 9-mal 2 plus 1-mal 10 Minuten. 3. Liga-Gruppe 3: Limmattal Wings - Illnau-Effretikon 5:4. Engelberg-Titlis - Dielsdorf-Niederhasli II 3:2 n.P.. Glarner EC - Limmattal Wings 1:2. Seetal Seewen 4:5 n.P.. Affoltern-Hedingen - Sursee 3:7.

Dienstag, 30. Oktober 2012

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Boss zurück in der Schwinghose Klubschwinget vom Schwingklub Albis in Ottenbach Gemütliches Beisammensein, bei spannenden Zweikämpfen im Sägemehl mitfiebern, dies war der Klubschwinget vom Schwingklub Albis. ................................................... von anja bernhard Am Sonntagmorgen fanden sich fast 20 Schwinger im Schwingkeller in Ottenbach zusammen. Bei den Jungschwingern schwang Beat Reichmuth (Mettmenstetten) hoch obenaus, er gewann alle sechs Gänge und erreichte eine Punktzahl von 59.25. Den Schlussgang gewann Reichmuth nach sechs Minuten durch Bodenarbeit gegen Damian Furrer. Mit zwei Punkten Differenz ist der Islisberger Jungschwinger auf dem zweiten Rang, dahinter Dario Stähli (Hedingen) mit 56.00 Punkten. Nach einer Verletzungspause von eineinhalb Jahren ist der starke Aktivschwinger, Remo Boss (Merenschwand), wieder zurück. Er gewann ebenfalls alle Gänge, mit einer Punktzahl von 58.50. Mit Roman Nägeli bestritt Boss den Schlussgang, nach vier Minuten siegte er durch Hochschwung. Auf dem zweiten Rang mit 57.00 Punkten ist Marco Nägeli und Bruder Roman gleich dahinter mit 56.25 Punkten.

Remo Boss (Turnerschwinger, weisses Shirt) und Marco Nägeli boten Spektakel. (Bild Anja Bernhard) Am Samstag, 3. November 2012 findet im Restaurant Krone in Hedingen die Generalversammlung des Schwingklubs Albis statt. Auf zahlrei-

ches Erscheinen freut sich das OK. Wer einmal Schwingerluft schnuppern möchte, ist jeden Mittwoch ab 18.30 im Schwingkeller in Ottenbach

herzlich willkommen. Und für Zuschauer: Das letzte Fest dieser Saison ist der Niklausschwinget in Dietikon, am 2. Dezember.

Zwei unnötig vergebene Punkte

Eine Niederlage und ein Sieg

SC Schweizer/BW Mode – Team Axxeva 3:3

SHC Bonstetten-Wettswil: 3. Tabellenplatz

Der SC Schweizer machte von der ersten Minute an klar, wer der Platzherr ist. Es war ein wichtiges, so genanntes «Sechs-Punkte-Spiel», um nicht den Anschluss an das Mittelfeld zu verlieren. Thomas Merz krönte die Überlegenheit des Heimteams mit einem herrlichen Weitschuss aus fast 30 Metern in der 9. Minute zum 1:0 für die Hedinger. Entgegen dem Spielverlauf kassierten die Ämtler dann allerdings nach knapp 20 Minuten einen Gegentreffer – und liessen sich dadurch verunsichern. Die jetzt leicht besseren

Gäste wussten dies zu nutzen und erhöhten nach der Pause auf einen 1:3Vorsprung. Sabanis sehenswürdiger Heber und Carluccios Elfmeter sicherten dem Heimteam am Ende jedoch noch den verdienten Punkt. Am nächsten Freitag, 2. November, spielt der SC Schweizer/BW Mode das letzte Vorrundenspiel zu Hause beim Schlag in Hedingen (19.30 Uhr) gegen den FC Baggenstoss. (me.) Es spielten: Merz M., Caruso (53. Kammer), Stieger, Schurtenberger, Brotschi, Merz T., Neinhaus, Schacher, Fecker, Tomasulo, Sabani (76. Carluccio)

Schneefall zu stark FCA: Alle Sonntagsspiele verschoben Vorab einen Blick auf die Samstagsergebnisse: mit je 12 geschossenen Toren gingen die FCA-Senioren (gegen Morava) und die Dd Junioren (gegen Horgen) vom Platz. Souveräne Siege erzielten auch die Eb Junioren ebenfalls gegen Horgen (5:1) oder die Dc-Junioren im Lokalderby gegen KnonauMettmenstetten (7:3). In der Coki-League kam das FCA-Ca mit einem verlorenen 4:2 ins Straucheln und die Dund C-Juniorinnen liessen ebenfalls 3 Punkte beim Gegner liegen. Jetzt zum Schneeeinbruch. Nachdem bereits zwei Samstagsspiele verschoben wurden, fielen alle FCA-Sonntagsspiele dem Schnee zum Opfer. Egal ob in Freienbach, auf dem Rüti oder in Höngg. Die FCA-ler durften durch die Bank zuhause bleiben. Auch das Moos lag unter einer 10 cm tiefen Schneedecke und machte ein kontrolliertes Spiel unmöglich. Warum spielt man nicht auf Schnee? Da sprechen einige Gründe dagegen, ein offizielles Spiel auf oder besser gesagt im Schnee zu spielen. Zum einen ist da der Ball. Bälle sind in der Re-

gel weiss. Der Schnee auch. Weisser Ball auf weissem Schnee ist kein Problem. Man nimmt einfach den orangen Ball und schon kann es losgehen. Kann es nicht: Flach gespielte Pässe, die auf Rasen locker 20 oder 30 Meter rollen, bleiben im Schnee bereits nach einem Meter erschöpft liegen. Manchmal bleibt am Ball so viel Schnee kleben, dass er den Umfang eines Gymnastikballs annimmt. Lang und hoch gespielte Bälle fliegen zwar weit, aber sobald sie auf dem Schnee aufschlagen, bleiben sie liegen wie eine Qualle am Strand. Der Vorteil: kein Ball verspringt. Aber der wichtigste Grund ist, dass erhöhte Verletzungsgefahr besteht. Fussball auf Schnee? Geht das überhaupt? Es gibt kaum was Schöneres. Jeder der bereits ein «TrainingsMätschli» auf einer frischen, unberührten 10 bis 20 cm tiefen Schneedecke gespielt hat, weiss, wie viel Spass es machen kann. Das Herumgestochere im Schnee, die Grätschen ins tiefe Weiss, der Diver nach einem Tor, das Fallen wie in tausend Daunenkissen. Unbezahlbar! Volkmar Klutsch

Mit fast komplettem Kader wollte das Fanionteam am Samstag, 20. Oktober, in Belp dem Favoriten ein Bein stellen. Schliesslich setzte sich der Favorit dann aber doch klar durch. Am Sonntag folgte zu Hause ein souveräner Sieg gegen La-Chaux-de-Fonds. Die Ämtler starteten furios in das Spiel gegen Belpa. Zwar erhielt man wieder ein frühes Gegentor, doch danach machte man enormen Druck auf das Tor der Berner. So konnte Verteidiger Neururer mit seinem ersten Schuss aufs Tor bereits eine Minute später wieder ausgleichen. Den Druck wollte man weiterhin aufrechterhalten. Belp wurde zeitweise regelrecht eingeschnürt. Nur so erklärt sich weshalb der Coach des Heimteams bereits nach sechs Minuten sein Time-Out nehmen musste. Dieses zeigte jedoch vorerst keine Wirkung. Immer wieder kamen die Zürcher zu gefährlichen Abschlüssen. Nationalspieler Faina in den Reihen der Gürbenthaler strafte dann die ungenügende Chancenauswertung und erzielte mit einem Konter die erneute Führung für Belp. Erst jetzt wusste man auch beim SHC Bonstetten-Wettswil seine Chancen zu nutzen. Bürki konnte mit einem Doppelschlag die erstmalige Führung erzielen. Mit dieser Führung ging es dann auch in die erste Drittelspause. Im Mitteldrittel wollte man genau da anknüpfen wo man aufgehört hatte. Die Belper konnten aber nach gut fünf Minuten wieder ausgleichen. Danach folgte die spielentscheidende Szene. Schiedsrichter Delay schickte Meyer nach einer sehr fragwürdigen Entscheidung zur Spielmitte mit einer 5 Minuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche. Das Überzahlspiel der Belper vermochte dann auch sofort zu überzeugen und sie erzielten nicht weniger wie sechs (!) Tore innert fünf Minuten. Diesem Rück-

stand rannten die Zürcher dann auch bis zum Ende nach. Zum Schluss des zweiten Drittels führten die Belper bereits mit 9:4. Im Schlussdrittel zeigte man nochmals was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt. Der Rückstand war aber zu gross. Schlussendlich siegte der Favorit aus Belp mit 11:6.

Klarer Sieg gegen La-Chaux-deFonds Nach der ärgerlichen Niederlage am Vortag, wollte man dem Heimpublikum in Wettswil natürlich zeigen wozu man fähig ist. La-Chaux-de-Fonds war dann an diesem Tag auch ein dankbarer Gegner. Bereits nach etwas mehr als einer Minute eröffneten die Ämtler den Torreigen. Zur Freude der zahlreich erschienenen Zuschauer scorte das Heimteam im ersten Drittel im Minutentakt. Nach dem ersten Drittel führte es bereits mit 7:0. Zwar immer noch drückend überlegen, war im Mitteldrittel die immer wieder bemängelte Chancenauswertung das Hauptproblem. Im letzten Drittel verwaltete der SHC Bonstetten-Wettswil den Vorsprung gekonnt. Zwei weitere Tore von Bürki besiegelten den 12:4-Sieg über einen überraschend schwachen SHC La-Chaux-deFonds.

Junioren A mit hervorragendem Start Positives ist auch aus der Juniorenabteilung zu berichten. Die Junioren A des SHC Bonstetten-Wettswil haben ihre vier bisherigen Spiele alle gewonnen und befinden sich ungeschlagen an der Tabellenspitze. Dieses Jahr muss man den Titel anstreben. So befinden sich mit Sommer, Coray und Breguet bereits einige Spieler der Junioren A immer wieder im Kreis der 1. Mannschaft. Kürzlich siegten sie auswärts in Belp mit 3:4 nach Verlängerung.


Veranstaltungen

Restaurant Post, Hedingen METZGETE 1., 2., 3. November Würste von Albert Gersbach Es spielt für Sie am 1. November: der Reusstaler am 2. November: der Max Wir freuen uns auf Ihren Besuch Käthi und Gery Mast Telefon 044 761 63 56

Vom 31. Oktober, ab 17 Uhr bis 2. November 2012

Metzgete Auf Ihren geschätzten Besuch freut sich das Löwen-Team Hotel-Restaurant Löwen Beat Negri und Personal 8910 Affoltern a. A. Telefon 044 761 62 05


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