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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 24 280 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 83 I 169. Jahrgang I Dienstag, 20. Oktober 2015

Publik machen

Motivationsprobleme

Spital-Betriebskommission will kritische Gutachten veröffentlichen. > Seite 3

Beat Zürrer schrieb CASAbschlussarbeit über das neunte, meist letzte Schuljahr. > Seite 5

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«Kunst in Hausen» 29 Künstler stellen vom 22. bis 25. Oktober im Gemeindesaal ihre Werke aus. > Seite 7

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Hüte und Kopfputz Zum 50-Jahre-Jubiläum der Bibliothek Stallikon: Michaela Temperli stellt aus. > Seite 7

Zuwachs der Grossen – Verluste der Kleinen im Säuliamt Nationalratswahlen korrigieren Veränderungen von 2011 – Martin Haab verpasst Wahl Vor vier Jahren ist die FDP erstmals aus der Gruppe der drei stärksten Parteien im Bezirk Affoltern ausgeschieden, gleichzeitig haben auch SVP und SP deutlich verloren. Diese Entwicklung wurde bei den Wahlen 2015 wieder korrigiert: SVP, SP und FDP liegen klar vorne, die mittelgrossen Parteien haben durchwegs verloren. ................................................... von bernhard schneider Die drei grossen Parteien haben im Bezirk Affoltern zusammen 7.6 Stimmenprozente gegenüber 2011 gehalten. Damals haben sie 8,0 Prozent verloren. Im Achtjahresvergleich sind die Verschiebungen somit deutlich geringer als im Vergleich mit den letzten Wahlen. Der Bezirk Affoltern ist trotz der – zumindest vorläufigen – Nichtwahl von Martin Haab (SVP, Mettmenstetten) wohl dank dem ersten Ersatzkandidaten der FDP, Hans-Ulrich Bigler, weiterhin in den eidgenössischen Räten vertreten. Da im zweiten Wahlgang für den Ständerat Ruedi Noser als klarer Favorit gilt, erscheint es als sehr wahrscheinlich, dass Hans-Ulrich Bigler am 22. November, dem Wahltermin des zweiten Zürcher Ständerats, rechtzeitig für die Eröffnung des

Wahl knapp verpasst: Martin Haab.

Auf der Wartebank: Hans-Ulrich Bigler.

neuen Parlaments nachrückt. Martin Haab lag bis zur Auszählung des letzten Wahlkreises, Winterthur Mattenbach, im Kreis der Gewählten. Schliesslich gaben 20 Stimmen den Ausschlag, dass er gegenüber dem Stadtzüricher Mauro Tuena das Nachsehen hatte: Er unterlag mit 125 046 gegen 125 066 Stimmen. Umgerechnet auf einen 100-Meter-Lauf wäre dies im Bereich einer Zehntausendstel Sekunde. Dabei hat Haab mit Ernst Schibli, Hans Fehr und Christoph Mörgeli gleich drei Bisherige um je rund 2000 Stimmen distanziert. Doch gerade die grosse Zahl neugewählter SVP-Kantonsräte reduziert die Chance, dass

einer von ihnen demnächst zurücktritt und den Mettmenstetter nachrücken lässt.

Kantonaler Trend beim Ständerat Bei den Ständeratswahlen hat der Bezirk Affoltern durchwegs im kantonalen Trend gewählt: Daniel Jositsch (SP), der erste gewählte Zürcher Ständerat, lag klar vorne. Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang ist ebenfalls identisch mit dem ganzen Kanton: Ruedi Noser (FDP) liegt klar vor SVPKandidat Hans-Ueli Vogt. Die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten liegen deutlich zurück.

Insgesamt entsprachen die Resultate des Bezirks zwar den kantonalen Ergebnissen, doch einzelne Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region erzielten hier auffallend gute Resultate: Bei der EVP sprang Daniel Sommer hier von Listenplatz 12 an die Spitze; im ganzen Kanton stiess er auf Platz 7 vor – wenig Chancen für ein Nachrücken in den nächsten vier Jahren, aber gute Karten für die Wahlen 2019. Getoppt wurde dieses Resultat von Lisette Müller, ebenfalls EVP, die im Bezirk von Listenplatz 35 auf Platz 3 vorstiess. Bei der SVP war Martin Haab in seiner Wohngemeinde Mettmenstetten Spitzenreiter, im ganzen Bezirk erreichte er Platz 3. Dass er dennoch die Wahl haarscharf verpasste, lag daran, dass Roger Köppel, Bruno Walliser, Claudio Zanetti und Mauro Tuena an ihm vorbeigezogen sind. Die FDP wählte weitgehend nach den vorgegebenen Listenplätzen. Hans-Ulrich Bigler verblieb auf Listenplatz 6, überholte niemanden und wurde auch von niemandem überholt. In sämtlichen Gemeinden erzielte die SVP am meisten Stimmen, am deutlichsten in Kappel am Albis mit nahezu 50 Prozent. Ausser in Kappel, Stallikon und Wettswil, wo die FDP an zweiter Stelle liegt, folgt in allen Gemeinden die SP. ................................................... > Analyse, weitere Beiträge und Kommentar auf den Seiten 9/10/11

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Letzte Chance Zürcher Obergericht: Bedingte Gefängnisstrafe für A4-Verkehrsrowdy. > Seite 11

FC Wettswil-Bonstetten wieder erstarkt Der Saisonfehlstart ist passé, der FC Wettswil-Bonstetten (1. Liga) verbesserte sich mit seinem vierten Sieg in Folge auf den sechsten Rang. Bei garstigem Wetter erwärmten sich die 320 Zuschauer an einem guten Spiel, beide Teams präsentierten auf dem Kunstrasenplatz ihre ausgefeilte Technik. Gegner Dietikon war lange ebenbürtig, ehe die Ämtler zulegten und letztlich sicher 5:2 gewannen. WB hat zu seiner Teamstärke zurückgefunden. Indiz dafür ist auch, dass fünf verschiedene Schützen die Tore erzielten. (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 19 anzeigen

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«Bernina» bezirzte mit Muhen die Experten Mit dem Aufmarsch von fast hundert Kühen der verschiedensten Rassen bot Maschwanden am vergangenen Samstag nicht nur eine ganz spezielle Viehschau, sondern auch ein eigentliches Dorffest. Der Wettbewerb der Viehzüchterbei dem alle Viehrassen zugelassen sind, war auch dieses Jahr ein Besuchermagnet. Die Kuh Bernina aus dem Stall der Familie Ehrler wurde zur «Miss Maschwanden» gewählt. (mm) ......................... > Bericht auf Seite 3 Die Kinder durften die geschmückten Kälbchen vorstellen. (Bild Martin Mullis)

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Gemeinde Stallikon Delegiertenversammlung Donnerstag, 19. November 2015, 19.00 Uhr Mehrzweckgebäude Coccolino, Reppischtalstrasse 49, 8143 Stallikon A. Statutarische Geschäfte 1. Begrüssung, Wahl der Stimmenzähler 2. Kenntnisnahme des Protokolls der Delegiertenversammlung vom 22. Oktober 2015 3. Stellenplan 2016: Bericht und Antrag des Vorstandes 4. Voranschlag 2016: Bericht und Antrag des Vorstandes 5. Kompetenzordnung und Ablauforganisation Version 3.1: Bericht und Antrag des Vorstandes 6. Anfrage Delegierter Martin Gallusser: Kosten der KESB Bezirk Affoltern 7. Abschluss des statutarischen Teils B. Informationen aus dem Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Die Unterlagen liegen ab 5. November 2015 beim Sozialdienst Bezirk Affoltern, Obfelderstrasse 41b (3. Stock), 8910 Affoltern am Albis, während den Büroöffnungszeiten zur Einsicht auf. Affoltern am Albis, 20. Oktober 2015 Zweckverband Sozialdienst Bezirk Affoltern Margareta Wildhaber, Präsidentin

Kontrolle von Hydranten auf privaten Grundstücken Die Feuerwehr wird am Samstag, 24. Oktober 2015, auf dem ganzen Gemeindegebiet von Hausen am Albis die vorhandenen Hydranten auf die Gebrauchstauglichkeit kontrollieren. Die Grundeigentümer werden gebeten, die Zugänglichkeit sicherzustellen. Die Zugänglichkeit ist gewährleistet, wenn die Hydranten nicht überwachsen sind, die Erreichbarkeit der Hydranten ohne Hindernisse jederzeit sichergestellt ist und rings um die Hydranten eine begehbare Fläche vorhanden ist. Sollte die Zugänglichkeit nicht gewährleistet sein, wird die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Wasserversorgung die nötigen Massnahmen veranlassen. Kleinere Anpassungen, z. B. Rückschnitte einzelner Äste und dgl., werden während der Kontrollarbeiten ohne Rücksprache mit dem Grundeigentümer ausgeführt. Für Ihre wertvolle Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung danken Ihnen der Gemeinderat und die Wasserversorgung. Bei Fragen steht die Wasserversorgung (Manuel Schneiter, Telefon 044 764 19 77) gerne zur Verfügung. Der Gemeinderat

Bestattungen Stallikon Am Donnerstag, 1. Oktober 2015, ist in Stallikon ZH gestorben:

Wenger Ewald geboren am 23. April 1935, von ForstLängenbühl BE, verheiratet gewesen mit Emma Wenger-Wintsch, wohnhaft gewesen Mülistrasse 10, 8143 Stallikon. Die Abdankungsfeier findet am Dienstag, 27. Oktober, 14.00 Uhr, in der Kirche in Stallikon statt. Bestattungsamt Stallikon

Festsetzung der Liegenschaftenabgaben 2016 Gestützt auf das Budget 2016 hat der Gemeinderat die Tarife für die Abwasserentsorgung, die Wasserversorgung und das Abfallwesen überprüft und sie mit Beschlüssen vom 13. Oktober 2015 für die nächste Verrechnung der Liegenschaftenabgaben wie folgt festgesetzt:

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine tröstliche, wunderbare Sache. Hermann Hesse Behaltet mich so in Erinnerung, wie ich in den schönsten Stunden mit Euch beisammen war.

a) Abwasser Gestützt auf Art. 3.6 der von der Gemeindeversammlung am 17. September 2003 erlassenen Gebührenverordnung für Siedlungsentwässerungsanlagen werden die Benützungsgebühren für die Siedlungsentwässerung (Kanalisation) für 2016 wie folgt festgesetzt: Fr. –.10 je m² gewichtete Fläche (2015: Fr. –.10 je m²) Mengenpreis: Fr. 1.30 je m³ Frischwasserverbrauch (2015: Fr. 1.30 je m³) Als Berechnungsgrundlage gilt der abgelesene Wasserverbrauch des Vorjahrs. – je zuzüglich 8,0 % Mehrwertsteuer.

Grundgebühr:

b) Wasser Gestützt auf Art. 51 des Wasserreglements wird die Tarifordnung für das Rechnungsjahr 2016 wie folgt festgesetzt: Fr. 50.– je m³/h der Nenngrösse des installierten Wasserzählers (2015: Fr. 50.– je m³/h) Mengengebühr: Fr. 2.– je m³ (2015: Fr. 2.– je m³) Als Berechnungsgrundlage gilt der abgelesene Wasserverbrauch des Vorjahrs. – je zuzüglich 2,5 % Mehrwertsteuer. Grundgebühr:

c) Abfallgrundgebühren Gestützt auf Art. 11 und 12 der Abfallverordnung vom 16. April 2014 und Art. 6 der Vollziehungsverordnung zur Abfallverordnung werden die Grundgebühren für 2016 wie folgt festgesetzt: 2016

2015

Wohnungen bis 2½ Zimmer Fr. 96.– Wohnungen ab 3 Zimmer Fr. 156.– Gewerbebetriebe Fr. 156.– Kleingewerbe Fr. 78.– – je zuzüglich 8,0 % Mehrwertsteuer

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Fr. 35.–

Fr. 35.–

Gewerbecontainer-Leerung (inkl. 8,5 % Mehrwertsteuer)

Traurig, doch dankbar für die schöne Zeit, nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegervater, Grossvater und Götti

Ewald Wenger 23. April 1935 – 1. Oktober 2015

Nach einem reich erfüllten Leben wurde er nach kurzer Krankheit von seinem Leiden erlöst. Du hast uns Zeit gegeben, uns von dir zu verabschieden. Wir vermissen dich sehr und werden dich immer in unseren Herzen tragen. In stiller Trauer: Emma Wenger Roger Wenger und Franziska Waser Daniel und Sukunya Wenger mit Saranya und Tanisha Verwandte und Freunde Die Abdankungsfeier findet am Dienstag, 27. Oktober 2015, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche in Stallikon statt. Anstelle von Blumen und Kränzen sind wir für Spenden dankbar. Wir werden diese im Sinne von Ewald weiterleiten. Traueradresse: Emma Wenger, Mülistrasse 10, 8143 Stallikon

Festsetzung der Hundeabgaben 2016 (Gemeinderatsbeschluss vom 13. Oktober 2015) 1. Gestützt auf Art. 23 Hundegesetz (HuG, LS 554.5) wird die Hundeabgabe 2016 unverändert auf Fr. 120.– pro Hund festgesetzt. Die Einschreibe- und Meldegebühr ist in der Abgabe enthalten. 2. Zusätzlich zur Hundeabgabe wird der gemäss § 23 Abs. 2 HuG und § 20 Abs. 1 Hundeverordnung (HuV, LS 554.51) jährlich festgesetzte Kantonsbeitrag von aktuell Fr. 30.– pro Hund verrechnet. 3. Für die Bearbeitung von verspäteten Meldungen nach § 2 Abs. 2 lit. a HuG wird im Sinne von § 18 HuV eine Gebühr von Fr. 20.– erhoben. 4. Von der Hundeabgabe befreit werden die Halterinnen und Halter der im § 25 HuG aufgelisteten Hundekategorien. Rechtsmittel: Gegen die hier publizierten Beschlüsse kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat Affoltern, Postfach 121, 8910 Affoltern am Albis, Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten und ist im Doppel einzureichen. Die Beschlüsse liegen im Gemeindehaus (Schalter Einwohnerkontrolle) auf und können unter www.stallikon.ch eingesehen werden. Stallikon, 20. Oktober 2015

TO D E S A N Z E I G E

Gemeinderat


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Oktober 2015

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Paarhufer auf dem Kuhfladen-Laufsteg Die Viehschau mit Schönheitswettbewerb in Maschwanden Einmal mehr zeigte sich die traditionelle Viehschau in Maschwanden als Publikumsmagnet. Von den knapp 100 Tieren der verschiedensten Rassen wurde die Kuh «Bernina» zur «Miss Maschwanden» gekürt. ................................................... von martin mullis Wenn an einem Samstagmorgen bereits vor 9 Uhr die Dorfstrasse bis hinunter zur Gerbe mit Kuhfladen gepflastert ist, ist dies ein deutliches Zeichen, dass die traditionelle Viehschau stattfindet. Im kleinen Bauerndorf sind die Distanzen kurz, und so werden die Kühe noch zu Fuss auf die Ausstellungswiese getrieben. Auf der Wiese hinter der Scheune «Chlopfi» standen am letzten Samstag in Reih und Glied knapp 100 Kühe der verschiedensten Rassen. Nach inoffiziellen Regeln veranstalten die Milchbauern von Maschwanden jeweils im Oktober einen Schönheitswettbewerb, bei dem alle Viehrassen zugelassen sind und sogar die Kinder Gelegenheit bekommen, noch ganz junge Kälbchen persönlich vorstellen zu dürfen. Der Schönheitswettbewerb im Dorf ist

ein bäuerlicher Event, welcher weit über die Gemeindegrenzen die Beachtung der Säuliämtler Bevölkerung findet. Den Wettstreit um die schönsten Tiere in den verschiedenen Abteilungen entschieden zwei geschulte Experten, Josef Schönbächler und Fredi Etterlin, welche das Publikum mit ihren spezifischen Fachausdrücken überraschten und hie und da auch etwas verwirrten. Wer ausser einem geschulten Viehzüchter kennt schon Beschreibungen der Tierkörper wie: «Ein schönes Fundament», «Ein guter Klauenansatz», «Ein ausgeprägter Zentralbestand» oder «Ein trockenes Sprunggelenk»?

Züchter-Ehrgeiz und viel Humor Dennoch kommt bei der Ausmarchung zur «Miss Maschwanden» neben dem Fachwissen auch ein eigentlicher Volksfestcharakter nicht zu kurz. Die Viehzüchter aus Maschwanden besitzen zwar viel Züchter-Ehrgeiz, nehmen den Wettstreit aber doch eher sportlich und nicht allzu humorlos. Das Publikum amüsierte sich über die widerwilligen und muhenden Schönheiten. Viele sperrten sich und konnten nur mit viel Schieben und Stossen überzeugt werden, den Kuhfladen-

Besitzer Ueli Ehrler mit Sohn Marc freut sich: Seine Kuh Bernina ist «Miss Maschwanden». (Bild Martin Mullis) Laufsteg zu betreten. Vor allem die jungen Landwirte waren am bäuerlichen Fest wie gewohnt gut gelaunt und zu Spässen aufgelegt. Da kann es durchaus vorkommen, dass der Mist an Schuhen und Hosenbeinen des Berichterstatters bei den jungen Bauern Schadenfreude auslöst und später so-

gar versucht wird, ihm mit schelmischem Lachen falsche Namen der Tiere und deren Besitzern unterzujubeln. Für einmal liess sich der Chronist jedoch nicht übertölpeln und darf den Namen der Siegerin als überprüft und gesichert bezeichnen. Miss Maschwanden wurde die Kuh «Bernina» aus dem

Stall von Nicole und Ueli Ehrler. Für viele der Besucher aus dem ganzen Säuliamt findet das währschafte Essen im Festzelt genau so grosse Beachtung wie das Geschehen auf der Bühne im Gras, wo die muhenden Schönheiten, sich allerdings hie und da nur sehr widerwillig herumführen liessen.

Mülibergstrasse Aeugst: Der Belag muss warten

Spital: Gutachten werden publik gemacht

Nachdem der Belagseinbau auf der Mülibergstrasse in Aeugst vom Wochenende, 3./4. Oktober, (vgl. «Anzeiger» vom 2. Oktober) aufgrund nasser Witterung auf das kommende Wochenende, 17./18. Oktober, verschoben werden musste, spielt das Wetter auch diesmal nicht mit. Das kantonale Tiefbauamt hat nun entschieden, den Belagseinbau auf Frühling/Sommer 2016 zu verschieben. Bis dahin ist die Strasse normal befahrbar. (pd.)

Aus der Betriebskommission des Spitalzweckverbandes

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Werner Schneiter Redaktion: Thomas Stöckli Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 24 280 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der

An seiner Sitzung vom 15. Oktober 2015 fasste die Betriebskommission des Spitalzweckverbands folgende Beschlüsse: Nachdem der Bezirksrat der Veröffentlichung der Gutachten von Rechtsanwalt Dr. Andrea Taormina und des Gemeindeamtes zugestimmt hat, werden diese vollständig und ohne weitere Kommentierung durch die Betriebskommission veröffentlicht. Vor der Publikation wird den in diesen Berichten erwähnten Personen die Möglichkeit eingeräumt, sich zu den entsprechenden Feststellungen und Schlussfolgerungen zu äussern. Diese Stellungnahmen werden anschliessend zusammen mit den Gutachten der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. Das Budget für das Jahr 2016 wurde in einer ersten Lesung genehmigt. Dabei wurde eine Steigerung des Cashflows des Spitals auf eine Ebitda-Mar-

ge von 8 % als Zielgrösse festgelegt. Die budgetierten Zahlen wurden in Absprache mit den verantwortlichen Mitgliedern der Spitalleitung so festgelegt, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Wie jeder andere Arbeitgeber, ist das Spital verpflichtet, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor ungerechtfertigten Angriffen zu schützen. Angehörige des Spitals werden seit geraumer Zeit mit Verunglimpfungen und Beschimpfungen im Internet, in Zeitungsinseraten und in Leserbriefen eingedeckt. Der Fürsorgepflicht kommt das Spital jetzt nach, und die Betriebskommission hat den bereits in seiner Sitzung vom 17. September 2015 gefassten Beschluss bestätigt, ein Straf- und Zivilverfahren anzustrengen, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten. – Die Betriebskommission musste zur Kenntnis nehmen, dass ge-

gen einen Teil der Beschlüsse der Delegiertenversammlung vom 24. September 2015 ein Rechtsmittel ergriffen wurde. Dabei wird behauptet, die Genehmigung der Rechnungen des Spitalzweckverbandes der Jahre 2012, 2013 und 2014 sowie die Wahl des Vizepräsidenten der Betriebskommission seien nicht zulässig gewesen. Der Bezirksrat hat diesem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung erteilt. Dies hat zur Folge, dass die entsprechenden Beschlüsse vorläufig pendent sind. Damit können auch die von der Betriebskommission gutgeheissenen Beteiligungswerte, die den Gemeinden in den nächsten Tagen zugestellt werden, noch nicht als genehmigt gelten. Die Suche nach einem neuen Spitaldirektor ist in vollem Gang. Die anlässlich der Delegiertenversammlung vom 24. September 2015 gemachte Aussage, die Wahl werde Ende Okto-

Neuer Gemeindearbeiter und Gerbi-Abwartin gewählt Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Maschwanden Christian Künzi hat per 30. September 2015 sein Teilzeitarbeitsverhältnis in Maschwanden gekündigt, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Der Gemeinderat dankt Christian Künzi für seinen langjährigen Einsatz für das Dorf Maschwanden. Als Nachfolger von Christian Künzi wurde Thomas Frei aus Maschwanden gewählt. Am 1. Oktober 2015 erfolgte der Stellenantritt. Als neue Gerbi-Abwartin im Teilzeitpensum wurde Carole Streich gewählt. Sie war die Stellvertreterin des bisherigen Gerbi-Abwarts und kennt die Abläufe in der Gerbi bestens. Als ihre Stellvertreterin wurde neu Lilly Bühlmann gewählt. Beide Anstellungen erfolgten per 1. Oktober 2015. Der Gemeinderat heisst den neuen Mitarbeiter und die beiden Mitarbeiterin-

nen herzlich willkommen, und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Volg Maschwanden nur zu den Öffnungszeiten des Volg zu benützen.

Genehmigung Voranschlag 2016 der Dileca

Politische Gemeinde: Revision

Der Ausschuss des Verwaltungsrates der Dileca hat den Voranschlag 2016 an seiner Sitzung vom 1. Juli 2015 genehmigt. Die Ansätze für die Feuerpolizei bleiben unverändert. Der Gemeinderat hat den Voranschlag 2016 der Dileca sowie die darin enthaltenen Aufwendungen und Verrechnungsansätze genehmigt.

Entsorgungsstelle beim Volg Aufgrund der Lärmimmission wird die Bevölkerung ersucht, die Entsorgungsstelle für PET und Aluminium beim

LucioRevisionen erstattet Bericht über die Revision vom 11. August bis 16. August 2015 hinsichtlich der Amtsübergabe vom 20. August 2015 der bisherigen Gemeindeschreiberin Evelyne Abegglen an die neue Gemeindeschreiberin Suzana Sturzenegger. Es ist ein umfassender Bericht zur finanztechnischen Prüfung. Er enthält den aktuellen Geldverkehr mit integrierter Stichprobenprüfung bei den Belegen und der Buchführung. Gemäss Beurteilung LucioRevisionen entspricht der aktuelle Geldverkehr 2015 den Vorschriften der massgebenden Gesetze, Verordnungen und Weisungen. (StS)

ber 2015 erfolgen, erweist sich jedoch als unrealistisch. Die Betriebskommission wird die Öffentlichkeit weiter auf dem Laufenden halten.

Spitalbetrieb funktiniert gut Nach der Sitzung nutzte die Betriebskommission die Gelegenheit für einen ausführlichen Rundgang durch das Spital. Dabei konnte sie feststellen, dass der Spitalbetrieb trotz des widrigen Umfeldes gut funktioniert. Im Rahmen der anschliessenden Präsentation der Ergebnisse der Bearbeitung von strategischen Themen durch die Spitalleitung fand eine angeregte Diskussion über die Strategie statt, die nun von der Betriebskommission zu Handen der Delegiertenversammlung weiter voranzutreiben sein wird. Für die Betriebskommission: Jürg Burger

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit Morgen Mittwoch, 21. Oktober, feiern Jolanda und Hans Schwarzbach-Hofmann in Zwillikon ihre goldene Hochzeit. Dem Ehepaar gratulieren wir herzlich und wünschen ihm einen schönen Festtag und viele weitere gemeinsame Jahre.

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Platin-Hochzeit Ursula und Kurt Ineichen-Obrist feiern am Donnerstag, 22. Oktober 2015, in Wettswil das Platin-Hochzeitsfest. Zum 55-jährigen Ehejubiläum gratulieren Kinder und Enkelkinder von nah und fern. Sie wünschen dem Jubelpaar von Herzen einen frohen Festtag und noch viele schöne, gemeinsame Jahre.


Bezirk Affoltern

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Motivationsprobleme in der dritten Sekundarschule Der Ebertswiler Beat Zürrer schrieb eine CAS-Abschlussarbeit über das für die Meisten letzte Schuljahr Tatsache, dass viele verhaltensauffällige Jugendliche in der Lehre diese Auffälligkeiten sofort wieder ablegen – wenn ihnen die Arbeit im Betrieb grundsätzlich gefällt. «Junge Lehrkräfte, die neuen Wind in die Schule bringen und stärker auf praktische und berufsrelevante Inhalte setzen, kommen deshalb beim Grossteil der Jugendlichen besser an», kommentiert Beat Zürrer die Resultate. Hinter Motivationsproblemen und den oft damit verbundenen sinkenden schulischen Leistungen verbirgt sich jedoch eine grosse Gefahr für alle Jugendlichen. «Wer am Anfang der dritten Sekundarklasse den Lehrvertrag unterschreibt, hat noch fast ein Jahr Zeit bis zum Anfang der Lehre. Wer schulisch zu stark abhängt, kommt oft in der Lehre nicht mehr mit, was immer öfter zu Lehrabbrüchen oder Entlassungen führt», meint Beat Zürrer besorgt. Dies komme meist zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, mitten in der Pubertät. Gerade männliche Jugendliche seien zu dieser Zeit oft von Selbstzweifeln geplagt, würden gesellschaftlich aber bereits in eine Rolle der Stärke gedrängt.

Für viele Jugendliche ist die dritte Sekundarschule nur eine von zahlreichen Baustellen, im sich rasant verkomplizierenden Leben. (Bild Salomon Schneider)

Für den Grossteil der Schweizer Schülerinnen und Schüler steht nach neun Schuljahren der Wechsel ins Lehrlingsleben bevor. Für viele fordernd und mit Ängsten verbunden, leidet im letzten Schuljahr oft die Motivation. ................................................... von salomon schneider Auf dem Höhepunkt der Pubertät haben die meisten Jugendlichen in der dritten Oberstufe bereits einen Lehrvertrag unterschrieben, Andere haben noch keine Stelle gefunden und stehen beruflich vor einer ungewissen Zukunft. Dies sind nur einige Faktoren, die sich zentral auf die Motivation von Jugendlichen in der dritten Sekundarschule auswirken. Der Ebertswiler Dozent für Motivationsfragen, Beat Zürrer, ist im Rahmen seiner Abschlussarbeit des CAS (Centificate of

Advanced Studies) an der Hochschule für soziale Arbeit in Luzern der Frage nachgegangen, weshalb die Motivation von Schülerinnen und Schülern der dritten Sekundarschule oft zu wünschen übrig lässt.

codiert – es gab nur die Optionen Ja und Nein. Die Fragen wurden in dieser Form gestellt, da multivariate Datenniveaus (beispielsweise mit Angabe von Tendenzen) den Umfang der Arbeit gesprengt hätten.

60 Jugendliche machen mit

Übertritt ins Berufsleben ist ein zentrales Thema

Beat Zürrer hat als Betreuer in einem Jugendtreff Vorgespräche mit Jugendlichen durchgeführt und gemeinsam mit ihnen einen Fragebogen für die Evaluation möglicher motivationsrelevanter Indikatoren entwickelt. Anschliessend haben je 30 Säuliämtler Schülerinnen und Schüler den Fragebogen mit zehn Fragen ausgefüllt. Die Jugendlichen waren alles angehende Lernende, die mehrheitlich bereits einen Lehrvertrag unterschrieben hatten. Da bei Jugendlichen, die in die Kantonsschule übertreten, keine Motivationsschwierigkeiten zu erwarten waren, wurden diese bewusst nicht befragt. Die Fragen waren binär

Die Auswertung der ausgefüllten Fragebogen hat ergeben, dass für fast alle demotivierten Jugendlichen der Übergang ins Berufsleben motivationshemmend wirkt. Wer bereits einen unterschriebenen Lehrvertrag in der Tasche hat, muss sich vorerst nicht mehr beweisen. Der Fokus verschiebt sich deshalb bei zahlreichen Jugendlichen weg von der Schule und hin zu Spass, Freunden, Beziehung, Grenzen austesten und Freizeitaktivitäten – bevor mit der Lehre der «Ernst des Lebens» anfängt. Diese Fokusverschiebung geht oft einher mit abnehmenden schulischen Leistungen im letzten

Pflichtschuljahr. Zudem erwartet die Jugendlichen im Lehrlingsleben eine neue Welt. Nach einem Jahrzehnt im Schulsystem, kennen sie dieses System – mit seinen Stärken, Schwächen und Schlupflöchern – hervorragend. Der Schritt ins Lehrlingsleben bedeutet einen Übertritt in ein neues System, mit anderen Regeln, Voraussetzungen, Forderungen und Unsicherheiten. Nur vier der 60 befragten Jugendlichen machte diese Aussicht keine Angst.

Die neuen Herausforderungen Diese Angst vor dem Übertritt von der Schule ins Berufsleben ist auch auf die lange Zeit im «sicheren» Schulumfeld zurückzuführen. Es liegt dabei die Vermutung nahe, dass gerade verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler durch Störaktionen nach Möglichkeiten suchen, wieder Spannung in gewohnte Abläufe zu bringen. Unterstützt wird diese Vermutung von der

Motivieren und fördern Beat Zürrer sieht als wichtigsten Indikator, um die Motivation von Schülerinnen und Schülern zu erhalten, eine Anpassung des Unterrichtsstils: «Bei angehenden Kantonsschülern macht ein schulisches Förderprogramm sicher Sinn, angehende Lernende stürzen sich jedoch auf alles, was sie auf die Lehre vorbereitet.» So müsse eine Balance zwischen Motivation und schulischem Fortschritt gesucht werden. Denn auch in der Berufslehre seien die Berufsschulfächer und deren Lerninhalte zentral. Einen wichtigen Beitrag zur Motivation der Jugendlichen müssen zudem die Eltern leisten. Hier braucht es jedoch noch mehr Fingerspitzengefühl als bei den Lehrkräften – denn während sich gezielte Fördermassnahmen positiv auf Vertrauen und Lernerfolg der Jugendlichen auswirken, führt zu viel Druck oft zu noch schlechteren Leistungen als Desinteresse seitens der Eltern.

Konkurrenzvorteil dank Einzigartigkeit Hans Peter Hediger hat als Kundengeschenk von Geberit 3000 Liter «pro specie rara» Hochstamm-Most versandt Sowohl für Länder als auch für Regionen gilt: Wer mehr exportiert als importiert steht wirtschaftlich besser da. Hans Peter Hediger konnte vergangene Woche 300 Packungen Most in die ganze Schweiz versenden.

mehr Jungbäume pflanzte er und kaufte auch ab und zu einen kleinen Obstbaumgarten dazu.

Es gab keinen Weg an mir vorbei

................................................... von salomon schneider Vor 15 Jahren hat Hans Peter Hediger angefangen, professionell «pro specie rara» Hochstammobstbäume zu bewirtschaften und aus ihnen verschiedenste Knospen-Produkte herzustellen. Damals war er ein absoluter Exot und es schien unwahrscheinlich, dass damit Geld zu verdienen sei. Um mit der Idee über die Runden zu kommen, konnte er nicht auf herkömmliche Vertriebswege setzen, sondern musste durch Direktmarketing seinen Gewinn maximieren. Er richtete bei sich zu Hause ein Lädeli ein und besuchte Märkte. Je mehr er verkaufte, desto

Poststelle Hedingen: Esther Hediger (links) verstärkt die Kartons mit Klebeband, während Tochter Manuela das Geberit-Logo und Ehemann Hans Peter die Adressen aufkleben. (Bild Salomon Schneider)

Heute hat er einen modernen Webshop und ist der grösste KnospenHochstammobst-Produzent in der Schweiz. «Geberit suchte ein nachhaltiges Geschenk für die Mitarbeitenden ihrer Kunden. Bei Hochstammprodukten kommt man in der Schweiz fast nicht mehr an mir vorbei», erklärt Hans Peter Hediger stolz. Ein Problem habe jedoch der Versand der Einwegboxen dargestellt. «Wir haben zu verschiedenen Zeiten acht Boxen zu Geberit gesandt und es sind alle intakt angekommen. Bei der Öffnung haben wir sie jedoch mit Klebeband verstärkt», erklärt Hans Peter Hediger. Mit Dino Raveglio von der Post Hedingen hat Hediger zudem einen Partner gefunden, der ihm bei der Abwicklung der Grossbestellung geholfen hat.


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Bezirk Affoltern

Hutwerk und Kopfputz als Kunstform

Dienstag, 20. Oktober 2015

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29 Künstler stellen aus

Michaela Temperli im Kunstforum Stallikon «Kunst in Hausen» vom 22. bis 25. Oktober im Gemeindesaal Weid Hüte und Kopfputz sind ihre grosse Leidenschaft. Zum 50-Jahre-Jubiläum der Bibliothek Stallikon stellt Michaela Temperli einen kleinen Teil ihres Schaffens der Öffentlichkeit vor. Vernissage ist am 1. November.

se Freude, mit ihr die verschiedensten Techniken und Ideen zu diskutieren.» Als Bibliotheksmitarbeiterin möchte Michaela Temperli dem 50Jahre-Jubiläum der Bibliothek mit ihren Kopfputz-Objekten einen feierlich-festlichen Touch verleihen. Darüber hinaus hat das Material, mit dem sie in der Bibliothek am meisten zu tun hat, nämlich Papier, inspiriert, ein völlig neues und ungewohntes Terrain zu betreten: Kopfputz aus Papier bzw. alten Buchseiten zu kreieren. Die Möglichkeiten sind gross und vielfältig, auch mit diesem Material realistischen Kopfschmuck zu erstellen. Eine Vielzahl an Blüten und Blumen, kreiert mit den verschiedensten Techniken, originell zusammengestellt und arrangiert, zusätzlich mit Knöpfen, Perlen verziert, mit Papiernetzen, Papierschleifen und -spiralen dekoriert, ergeben interessante tragbare Objekte. Eine Hommage an die Haute Couture. (pd.)

Bei ihrer Arbeit legt sie viel Wert auf traditionelle Arbeitsweisen. Michaela Temperli arbeitet wie seit jeher mit Arbeitsköpfen und Formen aus Holz, die sie über lange Jahre gesammelt hat. Sie ist Hutmacherin, Modistin und Putzmacherin in einem, ver- und bearbeitet den rohen Filz- bzw. Strohstumpen, gibt ihm Form, gestaltet und garniert das fertige Objekt. «Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Materialien, seien es hochwertige Stoffe, Federn, Knöpfe aus Glas, Perlen, Blüten, Borten und Bänder etc. und deren Verarbeitung bzw. Gestaltung sind für mich das Non-Plus-Ultra der Kreativität», so Michaela Temperli. Inspiratio- Hutisserie von Michaela Temperli, Büelstrasse 16, nen für ihre Kreationen schöpft sie Stallikon. Kontakt: diehutisserie@bluewin.ch, aus der Zeit der 20er- bis 50er-Jahre, www.diehutisserie.com, www.facebook.com/Dievermischt mit Fantasie, Romantik und Hutisserie-Michaela-Temperli-479227305512877/. einem Hauch Nostalgie. Das Handwerk der Modistin bzw. Hutmachers hat sich Michaela Temperli in verschiedensten Lehrgängen angeeignet, in Kursen an der Hat Academy Melbourne bei Elaine Mergard sowie Kursen in Deutschland und der Schweiz. «Glücklich schätze ich mich, dass ich meine Nachbarin und Kollegin, Verena Keller, ehemalige Modistin des Zürcher Modehauses Grieder, als meine Mentorin bezeichnen darf», verrät sie. «Es ist mir stets eine gros- Michaela Temperli. (Bild zvg.)

S-Bahn: Nacht- und Wochenendsperren ab Birmensdorf Wie schon am vergangenen Wochenende, 16. bis 18. Oktober wird auch kommendes Wochenende, 23. bis 25. Oktober der Zugsverkehr der S9, S15 und SN9 zwischen Zürich Altstetten und Birmensdorf in beiden Richtungen eingestellt. Weiter ist die Strecke anzeige

wie in der Nacht auf heute Dienstag auch in den kommenden beiden Nächten sowie vom Montag, 26., bis Donnerstag, 29. Oktober, und am Sonntag, 1. November, jeweils ab 21.25 Uhr gesperrt. Grund sind Bauarbeiten in Urdorf und Urdorf Weihermatt. Konkret werden die Gleisanlagen (Weichen) im Bahnhof Urdorf sowie der Haltestelle Urdorf Weihermatt saniert. Die Züge der S9, S15 und SN9 werden von Zürich Altstetten nach Schlieren umgeleitet, beziehungsweise fahren ab Schlieren. Dort bestehen Anschlüsse zu Bahnersatzbussen von und nach Birmensdorf – einer direkt, der andere mit Halt in Urdorf und Urdorf Weihermatt. Die Anschlüsse ab S-Bahn zum Bus werden grundsätzlich abgewartet. Die Reisezeit verlängert sich um bis zu 30 Minuten. Die Billette gelten unverändert. Zwischen Birmensdorf und Zug fahren die Züge gemäss dem üblichem Fahrplan. In der Nacht auf Samstag und auf Sonntag ergänzen teilweise Bahnersatzbusse den Zugfahrplan ab Birmensdorf Richtung Affoltern und bei Bedarf weiter bis Zug. (tst.)

Kultur im Dorf präsentiert nach drei Jahren wieder die «Kunst in Hausen» im Gemeindesaal Weid. 29 Künstlerinnen und Künstler zeigen vom 22. bis 25. Oktober ihr vielfältiges Schaffen. Am 22. Oktober um 19 Uhr ist die öffentliche Vernissage mit Musik von «In the Neighbourhood», dem neuen Trio mit Timo Sikora, Timo Homberger und Count Vlad aus Hausen. Gemeindepräsident Stefan Gyseler und die Organisatorin von «Kunst in Hausen», Maya Langhi, werden die anwesenden Gäste und die Künstlerinnen und Künstler begrüssen. 29 Künstlerinnen und Künstler oder Gruppen, alle in der Gemeinde Hausen am Ablis wohnhaft oder arbeitend, zeigen ihr breites Schaffen und laden zum inspirierten Verweilen ein. Im Ausstellungscafé, das von Barbara Rhyner und Elsbeth Müller geführt wird – lassen sich entspannt die feinen Köstlichkeiten geniessen. Mit allen Sinnen dabei sein, das verspricht das Rahmenprogramm, welches Musik und humoristische Erklärungen zu

Kunst in Hausen öffnet nach drei Jahren wieder die Tür. (Bild zvg.) zwei Installationen bietet und am Sonntag zum feinen Brunch mit Live Musik von «All eyes closed» – Gesang von Roxane Kiefer und Gitarre von Jean-David Jamet – ins Ausstellungscafé einlädt. Das Ausstellungsverzeichnis, welches an der Ausstellung für fünf Franken erhältlich ist, informiert über die

Künstlerinnen und Künstler und ihre Werke. «Kunst in Hausen» bietet vom Donnerstag, 22., bis Sonntag, 25. Oktober, eine vielfältige, abwechslungsreiche Ausstellung – man darf sich überraschen lassen. (pd.) Mehr Infos und detailliertes Programm unter www.kulturimdorf.ch.

Wenn Träume wahr werden … Tagesschule für Wahrnehmungsförderung machte Zirkus Die Sonderpädagogische Tagesschule für Wahrnehmungsförderung in Zwillikon hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Zirkusprojekt gefeiert. Die Leute durch Zauberstücke verblüffen, das Publikum als Clown zum Lachen bringen, auf dem Trapez Kunststücke vorführen, auf Fässern durch die Manege balancieren, den Mut haben mit nacktem Oberkörper auf Scherben zu liegen … All das wurde möglich, weil die Sonderpädagogische Tagesschule für Wahrnehmungsförderung in Zwillikon 25 Jahre alt wurde. An der Tagesschule werden Kinder im Primarschulalter aufgenommen, die nicht in der Regelschule integriert werden können, weil sie auffälliges Verhalten zeigen und/oder Lernschwierigkeiten haben. Das Hauptziel der Schule ist, den Kindern Erfolgserlebnisse zu vermitteln, ihre innere Motivation zu stärken und sie so weit zu fördern, dass sie später ein selbstständiges und erfülltes Leben führen können. Projekte, wie ein Zirkusprojekt zum 25-jährigen Jubiläum, eignen sich ausgezeichnet, um diese Ziele zu unterstützen.

Die jungen Artisten posieren schon fast professionell. (Bilder zvg.)

Requisiten, Kostüme und Verpflegung organisiert Die 17 Kinder und ihre Lehrpersonen wurden eine Woche lang von Jonas Althaus und Rainer Tunst, zwei fachkundigen Zirkuspädagogen vom Circus Luna, unterstützt. Schon vor der Projektwoche musste vieles organisiert und vorbereitet werden. Im Werkunterricht entstanden Requisiten. Kunstvolle Batik T-Shirts für die Aufführung wurden gedruckt. Die Lehrpersonen überlegten, welche Ressorts für die Kinder geeignet sind, was nach der Zirkusaufführung als Imbiss angeboten wird, wen man als Sponsoren und Helfer anfragt, wer eine Einladung bekommt, – das Ziel war nämlich das Zirkuszelt, das für 180 Personen Platz bot, möglichst vollzubekommen … Am Wochenende vor der Projektwoche halfen Eltern und Lehrpersonen das Zirkuszelt aufbauen. In fünf Tagen wurde eine Zirkusaufführung auf die Beine gestellt. Es war eine an-

Menschliche Pyramide.

Gestählte Fakire.

strengende Woche. Über eine längere Zeit konzentriert bleiben, zusammen etwas entwickeln, warten bis man dran kommt, andere Ideen akzeptieren … war für viele Kinder eine Herausforderung. Doch sie haben sie mit Bravour gemeistert. Das Zirkuszelt

war fast voll besetzt und die Zirkusvorstellung konnte sich blicken lassen, nein, sie war ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch der Erfolg des eingespielten Lehrerteams und ihres professionellen Umgangs mit den Kindern. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Oktober 2015

Wenige Pilze in den Körben von Sammlern Der überdurchschnittlich heisse und trockene Sommer fordert Tribut Die diesjährige Pilzsaison verläuft bisweilen nicht nach dem Gusto passionierter Sammler: Aufgrund des überdurchschnittlich trockenen Sommers spriessen die Pilze in den Wäldern des Bezirks Affoltern nur spärlich.

linge für die Küche gesammelt werden, und an Holz seien der bedingt essbare Hallimasch und das feine Stockschwämmchen zu beobachten, sagt Christian Klee. Was diese Saison aber auffalle, sei das vermehrte Vorkommen von essbaren Wiesen-Champignons, wie auch schon im Hitzesommer 2003. Offensichtlich behagen dieser Pilzart solche Bedingungen besonders. Es brauche jedoch noch zünftig Regen, dass das Myzel im Boden vermehrt auch andere Pilzfruchtkörper hervorbringen kann. So könnte die diesjährige Pilzsaison doch noch einigermassen gerettet werden. Diese kann je nach Wetterbedingungen noch bis in den November hinein dauern, erklären die beiden Experten Roesch und Klee.

................................................... von hans-peter neukom Wenn Pilzsammler über den diesjährigen Mangel an Pilzen klagen, irren sie sich: Der grösste Teil der Pilze selbst, also das watteähnliche Pilzgeflecht (Myzel), ist immer im Boden. Was diese Saison lange auf sich warten liess, waren dagegen die sporentragenden Fruchtkörper, die man umgangssprachlich Pilze nennt. Mit ihren Sporen dienen die Pilzfruchtkörper der Arterhaltung und Vermehrung. Dass verschiedene Pilze wie Eierschwämme, Steinpilze und Trüffeln zusätzlich einen kulinarischen Wert haben, freut natürlich manchen Gourmet. Pilze sind empfindliche und launische Individuen der Natur. In manchen Jahren schiessen sie nur so aus dem Boden. In anderen, wie in diesem Jahr, lassen sie sich bislang im Flachland kaum blicken. Sammlerinnen und Sammler, die in den letzten Wochen durch die Wälder im Säuliamt streiften, kamen oft mit leeren Körben nach Hause. Grund dafür ist wahrscheinlich der überdurchschnittlich heisse und trockene Sommer.

Saftige Busse «Bis jetzt ist die Saison so schlecht wie seit dem Hitzesommer 2003 nie mehr», sagt Christian Klee, einer der vier Affoltemer Pilzkontrolleure. Auch damals hatten die Fachleute bis fast Ende September nur wenige Pilze zu kontrollieren. Obwohl der Oktober noch einige Speisepilze brachte, sei es

Pilzsammler im Bezirk Affoltern kamen in den letzten Wochen oft mit leeren Körben nach Hause. (Bild Hans-Peter Neukom) eines der magersten Pilzjahre gewesen, was die gesammelte Menge im Kanton Zürich anbelangte, so der Pilzexperte. Auch This Schenkel, Kursleiter der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (VAPKO), erinnert sich noch gut an die für Pilze aussergewöhnliche Saison 2003. «Damals mussten wir sogar den Kurs für angehende Pilzkontrolleure absagen, da sich zu wenig verschiedene Pilzarten für die Prüfung finden liessen. Doch für den diesjährigen Pilzkurs der VAPKO im Oktober hatten wir zum Glück genügend Pilze.» Denn in einigen Bergregionen, wo des öfteren Niederschläge zu verzeichnen waren, konnten auch vermehrt Steinpilze, verschiedene Täublinge, Eierschwämme, Parasolschirmlinge und Perlpilze für den Kochtopf gesammelt werden. Zum Beispiel im September im bündnerischen Misox: Da wurden mitten in einem Pilzschutzgebiet, und noch an einem Schontag, zwei italienische

Pilzsammler mit sage und schreibe rund 35 Kilogramm frischen Steinpilzen in ihrem Kofferraum ertappt. Die Folge: Statt Tagliatelle ai funghi Porcini müssen sie mit einer saftigen Busse von mehreren Tausend Franken rechnen.

Es braucht zünftig Regen In den Wäldern des Knonauer Amts lassen sich momentan nur wenige Speisepilze finden. Dies zeigt sich natürlich auch in den Kontrollstellen des Bezirks: «Deutlich weniger Pilzsammler als in den letzten Jahren nahmen bislang meinen Dienst in Anspruch», sagt auch Pamela Roesch, Pilzkontrolleurin der Gemeinde Jonen. Am ehesten wachsen zurzeit noch Pilze in Feuchtgebieten und an Stellen, wo der Regen den Boden stärker durchnässte, also Wiesen oder Waldränder. Da konnten etwa vermehrt Reizker, Nebelgraue Trichterlinge und Kuh-Röhr-

ben sogar an Leberversagen, weil sich keine passenden Spenderorgane finden liessen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Genuss und Verdruss liegen eben oft nahe beisammen, und daher lautet das Motto: «Kontrollieren geht über probieren». Dies ist auf jeden Fall sicherer, als vor dem Pilzragout ein Stossgebet zum Himmel zu schicken, warnen denn auch die Pilzkontrolleure des Bezirks.

Tod durch Knollenblätterpilze Doch auch etwas durchwegs Positives bringt die Pilzsaison 2015 zurzeit mit sich: Dank des momentan spärlichen Pilzwachstums wurden am Tox Info Suisse bis Ende September schweizweit deutlich weniger Pilzvergiftungen registriert, als zum selben Zeitpunkt des letzten Jahres. Trotz des geringen Pilzvorkommens in den Regionen des Bezirks, zeigen auch der hochgiftige Grüne und der Kegelhütige Knollenblätterpilz vereinzelt ihre Fruchtkörper. Diese sind von ungeübten Sammlern leicht mit den essbaren weissen Champignons und grünen Täublingen verwechselbar. Die Knollenblätterpilze enthalten gefährliche Giftstoffe, genannt Amatoxine, die ohne medizinische Behandlung zu starken Schädigungen der Leber und in schweren Fällen sogar zum Tod führen. So kürzlich geschehen in Hannover und Münster, als sich über 50 Personen mit Knollenblätterpilzen vergifteten. Betroffen waren meist Flüchtlinge aus Syrien. Zwei 16 und 44 Jahre alte Männer star-

Pilze wo und wann kontrollieren? Der Affoltemer Pilzkontrolle sind die Gemeinden Aeugst, Hausen, Hedingen, Kappel, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Rifferswil, Stallikon und Wettswil angeschlossen. Sie wird von vier ausgebildeten Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleuren geleitet und befindet sich im Clubraum des Bachhauses am Bachweg 7 in Affoltern. Öffnungszeiten ab August bis Ende Oktober: Mittwoch, Samstag und Sonntag 18.30 bis 19 Uhr. Während den Schonzeiten vom 1. bis 10. jeden Monats bleibt das Lokal geschlossen. Der Pilzkontrollstelle in Jonen sind die Gemeinden Ottenbach und Bonstetten angeschlossen. Diese wird von Pamela Roesch geleitet und befindet sich am Feldweg 5 in Jonen. Die Öffnungszeiten sind ab Mitte August bis Ende Oktober am Samstag und Sonntag von 17 bis 18 Uhr. Von Montag bis Freitag werden Pilze nach telefonischer Vereinbarung geprüft. (hpn) Weitere Infos zu Pilzkontrollstellen, Schonzeiten und Vergiftungen unter www.vapko.ch und www.toxinfo.ch.

Circolino Pipistrello: Die Zirkuswagen sind weitergezogen Nach der Dernieren-Gala wartet bereits die nächste Saison – mit fünf neuen Mitwirkenden Mit fünf neuen Crew-Mitgliedern startet der Circolino Pipistrello in die nächste ZirkustheaterProduktion. Das Personalauswahlverfahren ist aufwändig. ................................................... von thomas stöckli 33 Mal haben die Pipistrelli ihr Programm «Kubik» dieses Jahr vorgeführt. Das allerletzte Mal vergangenen Samstag in Affoltern. Wie üblich war die Derniere ein Fest, zu dem auch ganz viele Freunde, Bekannte und Ehemalige kamen. Das Dernieren-Fest ist gleichzeitig ein Abschied vom Stück, das die ganze Saison gespielt wurde, aber auch von einigen Zirkus-Kollegen. Aus der aktuellen Crew kehren dem Team fünf der insgesamt 17 Artisten und Zirkusanimateure den Rücken. Ihre Nachfolger sind bereits gewählt. 20 Bewerber hatten sich dem Auswahlverfahren gestellt. Erste Eindrücke erhielten diese bereits an einem der beiden InfoAbende im Frühling und Sommer. Dort erzählen die aktuellen Pipistrelli ihnen, wie der Betrieb läuft und was sie machen. Was viele kaum beachten: Nebst der Kinderanimation und dem eigenen Zirkusprogramm gibt es auch im Büro, in der Küche, beim Zeltaufund -abbau sowie in der Werkstatt viel zu tun. Erst nach den Info-Abenden dürfen sich die Interessierten bewerben –

und werden dann allenfalls auf einen Schnuppertag eingeladen. Für jeden Bewerber, jede Bewerberin nimmt jemand aus dem Pipistrello-Team die Patenschaft – und zwar für die ganze Bewerbungsphase. Am Schnuppertag nehmen die Interessierten dann an zwei verschiedenen Animationen teil. Ein Bewerbungsgespräch mit dem «Götti» oder der «Gotte» sowie das gemeinsame Nachtessen runden den Tag ab. Ziel ist es, dass jedes Team-Mitglied mit jedem Bewerber ein paar Worte austauschen kann. Zusammenleben und den Betrieb weiterführen. Das sind die zentralen Kriterien bei der finalen Auswahl. Wen sich alle als künftiges Team-Mitglied vorstellen können, dessen Name landet in einem «Töpfli». Nun gilt es abzuwägen, wer mit seinem Wesen, seiner Ausbildung, Fähigkeiten und Erfahrungen das Team ideal ergänzen würde. Da kann sich dann auch ein fehlender Führerschein als Killer-Kriterium erweisen. Bereits im November findet das erste Treffen mit dem neuen Team und der Regie statt. Dann werden auch die Wagen zugeteilt, die für die nächsten Monate zum Zuhause werden. Und am 21. Januar beginnt bereits wieder die Proben-Zeit für das neue Programm. Zum Ämtler Publikum dürften die Pipistrelli auch nächstes Jahr in den Herbstferien wieder kommen. Dann auf Einladung des Familienclubs Wettswil-Bonstetten im Unteramt.

An der Dernieren-Gala haben die Pipistrelli noch einmal alles gegeben ... (Bilder zvg.)

Den Bettel hinschmeissen – für diese Saison.

Nun wird das Team neu zusammengestellt.


Wahlen 2015

Dienstag, 20. Oktober 2015

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SP, FDP auf Langzeithoch – SVP bei 33,6% Details zu den National- und Ständeratswahlen im Bezirk Affoltern Vergleicht man die National- und Ständeratswahlen längerfristig, stellt man eine zunehmende Angleichung des Bezirks Affoltern an den kantonalen Durchschnitt fest. Dazu zählt auch, dass regionale Themen im Wahlkampf kaum Raum einnahmen. ................................................... von bernhard schneider

Die SVP bleibt im Bezirk Affoltern mit 33,6 Prozent der Stimmen die stärkste Partei, gefolgt von der SP (18,2 Prozent) und der FDP (15,4 Prozent). Vergleicht man die Resultate mit den Nationalratswahlen von 2007 und 2011, ergibt sich allerdings ein differenziertes Ergebnis. Die SVP hat die massiven Verluste, die sie vor vier Jahren im Bezirk Affoltern erlitten hat, zur Hälfte kompensiert. Die SP hat sich auf Platz zwei gehalten und die Verluste von 2011 mehr als wiedergutgemacht. Die FDP, vor vier Jahren von den Grünliberalen auf Platz vier verdrängt, hat stark zugelegt und doppelt so viele Stimmen erzielt wie die grünliberale Konkurrenz. Die FDP liegt wieder mit grossem Abstand auf dem dritten Platz und erhielt im Bezirk Affoltern bei diesen Wahlen nahezu doppelt so viele Stimmen wie die GLP. «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel dominierte in absoluten Zahlen ebenso im Bezirk wie im Kanton die Nationalratswahlen, Daniel Jositsch brillierte an beiden Orten bei der Ständeratswahl.

Die grossen Parteien kompensieren Verluste von 2011 bei den Nationalratswahlen 2015 im Bezirk Affoltern weitgehend. Die übrigen Listen haben das Nachsehen. mit einem starken Resultat gewählte Tim Guldimann im Bezirk Affoltern vor ihr. Den grössten Sprung innerhalb der eigenen Liste schaffte EVP-Kantonsrat Daniel Sommer. Mit 1582 lag er im Bezirk vor der Spitzenkandidatin Maja Ingold, obwohl sie gleichzeitig für den Ständerat kandidierte. Von Listenplatz 35 auf Rang 3 im Bezirk gelangte Lisette Müller! Die Altkantonsrätin erntete damit grosse Anerkennung für ihre Arbeit. Solche erhielt auch Hans Läubli; der Altkantonsrat der Grünen kandidierte auf der Liste Kultur und Politik auf Rang 6 und erzielte im Bezirk Affoltern das mit Abstand beste Resultat.

Grünliberales Strohfeuer

Jositsch an der Spitze

Der enorme Erfolg der Grünliberalen vor vier Jahren wurde mit diesen Wahlen praktisch weggewischt. Dies mag, sucht man nach regionalen Gründen, nicht zuletzt daran liegen, dass sich die FDP im Bezirk Affoltern stark umweltpolitisch engagiert – beispielsweise stehen Exponenten der FDP massgeblich hinter der Energieregion Knonauer Amt. Die Stärke der FDP ist somit einer der Gründe für die Schwäche der GLP. Dem kantonalen Trend entsprechend haben die Grünen weiter verloren. Sie sind immerhin noch stärker als die BDP, die ihren Starterfolg vor vier Jahren nicht bestätigen konnte und exakt ein Drittel des im Bezirk Affoltern erzielten Wähleranteils von 2011 verlor.

Die Reihenfolge bei den Ständeratswahlen im Bezirk entspricht dem Resultat im Kanton: Daniel Jositsch (SP) steht mit 6922 Stimmen klar an der Spitze, gefolgt von Ruedi Noser (FDP) mit 6569 und Hans-Ueli Vogt (SVP) mit 5554 Stimmen. Deutlich zurück liegen Bastien Girod (GP) und Martin Bäumle (GLP) mit 2648 beziehungsweise 2584 Stimmen. Barbara Schmid-Federer und Maja Ingold liegen demgegenüber nochmals klar zurück. Knapp nicht erreicht hätte Jositsch im ganzen Bezirk allerdings das Absolute Mehr. Gelungen ist ihm dies in den Gemeinden Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hedingen und Rifferswil. In Stallikon und Wettswil hätte Noser das Absolute Mehr erreicht sowie Vogt in Kappel.

Der Bezirk Affoltern nähert sich dem kantonalen Durchschnitt an. Die SVP ist hier bei den Nationalratswahlen immer noch ein wenig stärker, die SP ein wenig schwächer als im ganzen Kanton Zürich.

Ständerat erträgt keine Extreme Haab in Mettmenstetten Spitzenreiter Die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten aus dem Bezirk haben erwartungsgemäss gut abgeschnitten. Bei der SVP wurde Martin Haab mit 7327 Stimmen nur von den beiden SVP-Spitzenreitern Roger Köppel (8023) und Natalie Rickli (7645) distanziert. Gegenüber dem auf der Liste Zweitplatzierten, dem abgewählten Christoph Mörgeli, vermochte Haab im Bezirk Affoltern nahezu 2000 Stimmen Vorsprung zu erlangen, was in der Endabrechnung nahezu den Unterschied zwischen den beiden Kandidaten ausmachte. In seiner Wohngemeinde Mettmenstetten dominierte Haab mit 943 Stimmen alle – hier distanzierte er Köppel um 80, Rickli um 106 und Mörgeli um satte 365 Stimmen. Bei der FDP lag Hans-Ulrich Bigler mit 3751 Stimmen im Bezirk zwar deutlich hinter Ruedi Noser (4768) zurück, aber knapp vor Doris Fiala (3735). Er vermochte in keiner einzigen Gemeinde Noser zu schlagen. Die Ämtler SP-Kandidatin Pia Holenstein Weidmann, gestartet auf Listenplatz 16, stiess im Bezirk auf Platz 7 vor und wäre damit hier gewählt worden. Von den neu Kandidierenden lag nur der

Bei den Ständeratswahlen ergaben sich sichtbare kommunale Unterschiede. Die Reihenfolge der Kandidaten im ganzen Bezirk entspricht aber dem Resultat im Kanton.

Das Verhältnis der Ständeratskandidaten zu den Wählerinnen und Wählern ihrer Parteien im Bezirk Affoltern: Girod, Noser, Bäumle und Jositsch erhielten weit über ihre eigene Partei hinaus Unterstützung, während Vogt nicht einmal das Potenzial der SVP ausschöpfen konnte. (Grafiken Bernhard Schneider)

Die Ständeratswahl hat erneut gezeigt, dass profilierte Persönlichkeiten mit Positionen gegen die Mitte hin die besten Chancen aufweisen, gewählt zu werden. Unter diesem Aspekt war Bastien Girod am besten positioniert: er erhielt im Bezirk Affoltern als Ständerat nahezu das Dreifache der für den Nationalrat eingelegten grünen Listen. Ruedi Noser erreichte das Zweieinhalbfache der Listen seiner Partei, Daniel Jositsch das 2,2-Fache und Martin Bäumle sprach für den Ständerat knapp doppelt so viele Wählerinnen und Wähler an wie die GLP für den Nationalrat. Nicht einmal das eigene Wählerpotenzial auszuschöpfen vermochte demgegenüber Hans-Ueli Vogt – lediglich 95 Prozent der Anzahl SVP-Listen konnte er auf seinem Konto verbuchen. Damit liegt er noch hinter dem diesbezüglichen Resultat zurück, das Christoph Blocher vor vier Jahren für die SVP in den Ständeratswahlkampf erzielt hat; Blocher erzielte damals knapp über 100 Prozent des Potenzials seiner Partei, während die beiden Gewählten, Regine Diener und Felix Gutzwiller, mehr als das Dreifache der Wählerinnen und Wähler ihrer Parteien ansprachen.


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Wahlen 2015

Dienstag, 20. Oktober 2015

Auf der Ziellinie überholt worden Hans-Ulrich Bigler (FDP) und Martin Haab (SVP) auf dem ersten Ersatzplatz ihrer Listen Hans-Ulrich Bigler konnte den sechsten Listenplatz der FDP halten und hat gute Chancen in den Nationalrat nachzurücken, wenn Ruedi Noser in den Ständerat gewählt wird. Martin Haab verlor in einem beispiellosen Wahlkrimi 20 Stimmen auf Mauro Tuena und liegt auf dem ersten Ersatzplatz der SVP-Liste. ................................................... von salomon schneider Der Mettmenstetter Landwirt und SVP-Kantonsrat Martin Haab erlebte am vergangenen Wahlsonntag ein Wechselbad der Gefühle. In den Säuliämtler Gemeinden, die relativ früh ausgezählt waren, erreichte er sehr gute Resultate und durfte sich gute Chancen auf einen Sitz in der grossen Kammer ausrechnen. Als jedoch immer mehr Gemeinden ausgezählt waren und auch noch die Stadt Zürich dazukam, schwand der Vorsprung auf den zwölftplatzierten Stadtzürcher Gemeinderat Mauro Tuena mit jedem Wahlkreis mehr. Vor der Auszählung der letzten Gemeinde, Winterthur Mattenbach, hatte Martin Haab noch zwanzig Stimmen Vorsprung – als Winterthur Mattenbach ausgezählt war, waren es zwanzig Stimmen Rückstand.

Gemeinsam gefiebert «Mauro Tuena und ich haben die letzten Stunden gemeinsam gefiebert. Schlussendlich hatte er die Nase vorn. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat und nehme es durchaus sportlich», kommentierte Martin Haab zum Schluss. Er war auf dem 12. Listenplatz ins Rennen gestartet und konnte diesen mit 600 Stimmen vor Therese Schläpfer halten. Mit 7327 Stimmen erreichte Martin Haab im Säuliamt

das drittbeste Resultat aller SVP-Kandidierenden. Nur Roger Köppel, mit 8023 Stimmen und Natalie Rickli mit 7645 Stimmen hatten die Nase vorn. Im Grossteil der Bezirke lagen Martin Haab und Mauro Tuena fast gleich auf. Mauro Tuena konnte im Zürcher Stadtbezirk 1615 Stimmen mehr machen, während Martin Haab im Bezirk Affoltern sogar 1774 Stimmen mehr machen konnte als Mauro Tuena. Das Resultat von Marin Haab ist zudem unter dem Gesichtspunkt sehr respektabel, dass er SVP-Urgesteine wie Christoph Mörgeli, Hans Fehr und den Landwirten Ernst Schibli hinter sich liess. Sollte ein Nationalrat während den nächsten vier Jahren zurücktreten – was aufgrund der Verjüngung jedoch nicht zu erwarten ist – ist Martin Haab erster Ersatzkandidat.

Alles hängt vom zweiten Ständerats-Wahlgang ab Bei der grossen Gewinnerin der diesjährigen Nationalratswahlen, der FDP, konnte sich Hans-Ulrich Bigler, als Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, im Vorfeld gute Chancen auf eine Wahl in den Nationalrat ausrechnen. Der Affoltemer war auf dem sechsten Listenplatz und konnte diesen halten. Da die FDP jedoch fünf Sitze erreicht hat, ist Hans-Ulrich Bigler erster Ersatzkandidat. Das Spitzenresultat hat Ruedi Noser erreicht, der gleichzeitig Ständeratskandidat der FDP ist und dort rund 26 000 Stimmen mehr gemacht hat, als der drittplatzierte SVP-Kandidat Hans-Ueli Vogt. Wenn also Ruedi Noser in den Ständerat gewählt wird, ist HansUlrich Bigler direkt als Nationalrat gewählt. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Resultat. Für die Ständeratswahlen will ich aber keine Prognose abgeben. Dort kommt es sehr darauf an, wer überhaupt noch antritt im zweiten Wahlgang», analysiert HansUlrich Bigler sein Resultat.

Martin Haab wurde als Vertreter des Zürcher Bauernverbands ins Rennen geschickt. Die Chancen, im Laufe der Legislatur in den Nationalrat nachzurücken, sind aufgrund der Verjüngung der SVP-Nationalräte klein. (Bild Salomon Schneider)

Hans-Ulrich Bigler, der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, hat gute Chancen, nach dem zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen in den Nationalrat nachzurücken. (Bild Werner Schneiter)

«Ich politisiere ethisch und zugleich unternehmerisch» Auf den hinteren Listenplätzen haben sich die Nationalrats-Kandidierenden ganz unterschiedlich geschlagen Die Säuliämtler Daniel Sommer und Lisette Müller traten bei den Nationalratswahlen für die EVP an, Pia Holenstein für die SP, Ronald Alder für die GLP und Hans Läubli für die Liste Kunst und Politik.

tenplätze und landete auf Platz 19 – obwohl sie 7000 Stimmen mehr erhielt als noch 2011, als sie den 16. Listenplatz halten konnte. Während die Säuliämtler Kandidierenden traditionell in der Region sehr gut abschnitten, konnte Pia Holenstein nur in ihrer Heimatgemeinde Affoltern mit den Kandidierenden auf den vorderen Listenplätzen mithalten.

................................................... von salomon schneider Der heimliche Gewinner der diesjährigen Nationalratswahlen ist der Affoltemer Schreiner und EVP-Kantonsrat Daniel Sommer. Die EVP konnte zwar den Nationalratssitz von Maja Ingold verteidigen, büsste jedoch zahlreiche Stimmen ein. Nicht so Daniel Sommer: Er gewann 800 Stimmen mehr als noch 2011, wo er bereits von Platz 28 auf Platz 16 gesprungen war. Dieses Jahr reichte ihm sein Glanzresultat, um vom Platz 12 auf Platz sechs aufzusteigen. Das gute Resultat kam für Daniel Sommer etwas unerwartet: «Ich habe sehr viel Zeit und Energie in den Kantonsratswahlkampf investiert und nicht vergleichbar viel in den Nationalratswahlkampf.» Es sei aber natürlich eine grosse Freude für ihn. «Ich betreibe im Kantonsrat eine ethische und gleichzeitig unternehmensfreundliche Politik. Das scheint bei den Wählern anzukommen», erklärt Daniel Sommer, der im Kantonsrat und in der Kommission für Wirtschaft und

Ein schwarzer Tag für die GLP

Daniel Sommer machte sechs Listenplätze gut. Aufgrund einer Erkältung nahm er jedoch nicht an der Wahlfeier der EVP teil, sondern kochte Lasagne für die Familie. (Bild Salomon Schneider) Abgaben regelmässig durch profilierte Voten auffällt.

Jüngeren den Vortritt lassen Neben Daniel Sommer erzielte auch die ehemalige Knonauer EVP-Kantons-

rätin Lisette Müller ein gutes Resultat. Sie konnte auf Listenplatz 34 gestartet, vier Listenplätze gutmachen: «Ich wollte mich für die Partei engagieren, jedoch Jüngeren den Vortritt lassen. Mit dem Resultat bin ich dementsprechend zufrieden.» 2011 war Lisette

Müller noch auf Platz drei der EVPListe gestartet und konnte den Listenplatz verteidigen. Nicht zufrieden mit dem Ergebnis konnte die SP-Kandidaten Pia Holenstein sein. Während ihre Partei gesamthaft zulegte, verlor sie drei Lis-

Eine grosse Wahlniederlage setzte es für die Grünliberalen ab. Sie war national die grosse Verliererin und auch Ronald Alder, der GLP-Kandidat aus Ottenbach konnte trotz grossem Aufwand seinen Listenplatz nicht halten und erreichte wie Pia Holenstein, vom 16. Platz aus gestartet, den 19. Listenplatz. Ronald Alder konnte im Säuliamt die nähere Konkurrenz hinter sich lassen, was ihn zufrieden stimmt: «Das Resultat im Bezirk zeigt, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Gesamthaft bin ich natürlich sehr enttäuscht, auch, dass unsere Themen nicht mehr ziehen.» Einen Achtungserfolg erzielte die vom ehemaligen Kantonsrat der Grünen mitinitiierte Liste Kunst und Politik. Sie machte gerade in Zürich zahlreiche Stimmen, die aufgrund der Listenverbindung zu SP und Grünen fliessen. Aufgrund der Stadtdominanz der Wählergunst wurde Hans Läubli aber vom sechsten auf den elften Listenplatz durchgereicht.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 20. Oktober 2015

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kommentar

Wahlkrimi mit Martin Haab – Hans-Ulrich Bigler auf der Wartebank von werner schneiter

I

m Jahr 1991 erhielt das Säuliamt «auf einen Chlapf» drei Nationalräte (Toni Bortoluzzi, SVP, Rolf Hegetschweiler, FDP, und Hans Steiger, SP). Die Region war seither immer mit mindestens einem Parlamentarier in Bern vertreten. Nach dem Rücktritt von Toni Bortoluzzi ändert sich das nun zumindest vorläufig: Martin Haab, SVP-Kantonsrat aus Mettmenstetten, schaffte als Bauernvertreter den Sprung nach Bern nicht – und dies nach einem spannenden, bis zum Schluss offenen Rennen auf der SVP-Liste. Die parteiinterne Ausmarchung ver-

festigte sich im Laufe des Sonntagabends zu einem Duell gegen den bekannten Kantonsrat Claudio Zanetti aus Zollikon und ganz am Schluss gegen Mauro Tuena, SVPFraktionschef im Zürcher Gemeinderat. Am Schluss mutierte das zu einem veritablen Stimmen-Krimi, bei dem das zuletzt ausgezählte Quartier Winterthur Mattenbach den Richter gespielt hat: Tuena behielt äusserst knapp die Oberhand. 20 Stimmen gaben letztlich den Ausschlag, und das bei mehr als 120 000 Stimmen! Er darf nun ab Dezember im Nationalratssaal Platz nehmen. Martin Haab bleibt der erste Ersatzplatz, womit die stark verjüngte Zürcher SVP-Depuation nach der erneuten Abwahl von Ernst Schibli im Parla-

ment über keinen Landwirtschaftspolitiker mehr verfügt. Dem diplomierten Meisterlandwirt Haab verbleibt der kleine Trost, dass er sein Kernthema weiterhin mit Leidenschaft und mit Temperament im Zürcher Kantonsrat vertreten und gemäss seinem Wahlslogan «Melke Kühe, nicht die Bürger» agieren kann. Auf Platz 13 befindet er sich nun in einer Pole-Position und darf sich weiter Hoffnungen auf ein Nationalratsmandat machen. Ein weiterer schwacher Trost für den Mettmenstetter: Auch für drei Bisherige – darunter der landesweit bekannte Christoph Mörgeli – bleibt die Türe zum Nationalratssaal künftig geschlossen.

Im zweiten Fall müssen wir den Konjunktiv bemühen: Hätte die FDP zwei statt nur einen Sitz dazugewonnen, so hätte Hans-Ulrich Bigler, in Affoltern wohnhafter Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv), die Champagnerflasche öffnen können. Diese bleibt nun noch verschlossen und kann dann entkorkt werden, wenn Ruedi Noser nach dem zweiten Wahlgang am 22. November in den Ständerat entschwindet, was allgemein erwartet wird. In diesem Fall kann Bigler nachrücken. So bleibt er vorläuft auf der Wartebank, weil er am Wahlabend einen Platz hinter der neu gewählten Regine Sauter blieb, Direktorin der Zürcher Handelskammer.

Mit Hans-Ulrich Bigler käme ein vehementer KMU-Fürsprecher nach Bern, der sich für Deregulierung, für weniger gesetzliche Normen, weniger Vorschriften und für administrative Entlastung des Gewerbes starkmacht – und sich unter anderem auch die Pflege der Berufsbildung mitsamt dualem Bildungssystem auf die Fahne geschrieben hat. Seinen nationalen Bekanntheitsgrad hat Hans-Ulrich Bigler indessen nicht mit diesen Themen gesteigert, sondern mit seinem fast missionarisch angehauchten Einsatz gegen die Billag-Gebühren – ein heroischer Kampf, den er an der Urne in diesem Jahr knapp verloren hat.

Letzte Chance für rasenden Geisterfahrer Bedingt für langjährigen Verkehrsrowdy Ein Autolenker ist bei Knonau mit rund 163 km/h über die Autobahn gerast und ist auf der Flucht vor der Polizei zum «Geisterfahrer» geworden. Während das Bezirksgericht Affoltern den deutschen Verkehrsrowdy zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt hatte, gab ihm nun das Obergericht eine letzte Chance.

am Bezirksgericht Affoltern verantworten. Er wurde wegen mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsegeln, mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung sowie Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten sowie 300 Franken Busse verurteilt. Das Gericht sprach damals von einer beeindruckenden Liste von Straftaten und verneinte, dass beim Beschuldigten besonders günstige Umstände vorliegen würden.

Die Nüsse dieses wunderschönen Baumes sind nicht Allgemeingut. (Bild mvm) ................................................... von attila szenogrady «Ja, ich bin definitiv ein Autonarr», gab der deutsche Baugeräteführer letzte Woche am Obergericht offen zu. Er gestand aber auch nicht weniger als 13 Vorstrafen in Deutschland ein. So hatte er sich wiederholt wegen Raserexzessen, Fahrerflucht und Alkohols am Steuer diverse Gesetzesbrüche geleistet. Was zu teilweise harten Bestrafungen führte. Letztmals im Juni 2010, als er in Berlin wegen zahlreicher Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz eine unbedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten kassierte. 2012 wurde er aus der Haft entlassen und reiste als Bauarbeiter in die Schweiz ein.

Raser und «Geisterfahrer» Doch auch hier geriet er schon bald ins alte Fahrwasser. Zuerst am 27. Oktober 2013, als er mit seinem Personenwagen kurz nach Mitternacht von Affoltern herkommend bei Knonau mit 163 km/h statt den erlaubten 120 km/h über die Autobahn A4 raste. Als die Polizei den Schnellfahrer stellte, kam heraus, dass der Deutsche über keinen Führerausweis mehr verfügte. Was auch bedeutete, dass er über Monate hinweg täglich illegal zu seinem Arbeitsplatz nach Ibach gefahren war. Am 7. Februar 2014 schlug der Verkehrsrowdy erneut zu. Diesmal im Kanton Schwyz bei der Autobahneinfahrt in Seewen. Als er bemerkte, dass eine Polizeikontrolle bei der Einfahrt bereit stand, wechselte er die Spur und flüchtete auf der Gegenfahrbahn der Autobahn in Richtung Brunnen. Dort konnte die Polizei den «Geisterfahrer» stoppen. Sie fand in seinem Auto ein Gramm Marihuana.

Zehn Monate unbedingt in Affoltern Im Dezember 2014 musste sich der heute 32-jährige Deutsche zunächst

Leben komplett verändert Der Beschuldigte nahm sich in der Folge einen Rechtsanwalt und legte Berufung gegen den Entscheid von Affoltern ein. Nun stand er vor dem Zürcher Obergericht und führte aus, dass bei einem schweren Arbeitsunfall einer seiner Füsse zertrümmert worden sei. Er sei heute zu 100 Prozent arbeitsunfähig und lebe mit seiner Lebenspartnerin in Südungarn, wo er sie beim Aufbau eines HundekosmetikSalons unterstütze. Er erhalte von der Suva 4000 Franken im Monat und habe unterdessen einen ungarischen Führerausweis erworben, berichtete er. «Mein Leben hat sich komplett verändert», bekräftigte er. Auch sein Verteidiger sprach von völlig neuen Umständen. Sein Klient habe sich heute gefangen und lebe in stabilen Verhältnissen. Dabei spiele auch seine ungarische Partnerin eine grosse Rolle. Sie sei ständig dafür besorgt, dass er sein Auto normal und auf legale Art und Weise fahre, plädierte er.

Knappe Wende am Obergericht Zum Schluss hatte der Beschuldigte Glück. So kam es vor Obergericht zu einer knappen Wende, da sich zwar ein Oberrichter weiterhin für eine unbedingte Strafe aussprach, jedoch von zwei Kollegen überstimmt wurde. Eine Mehrheit des Obergerichts befand, dass sich die Lebensumstände des früheren Bauarbeiters massiv gebessert hätten. Diese geänderten Verhältnisse führten doch noch zu einer Strafe auf Bewährung. Im Sinne einer letzten Chance. Trotzdem musste der Beschuldigte gleich zwei Wermutstropfen zur Kenntnis nehmen. Erstens wurden ihm trotz des juristischen Erfolgs die Berufungskosten von 2600 Franken auferlegt. Zweitens setzte das Obergericht als Damoklesschwert eine maximale Probezeit von fünf Jahren fest.

In Zukunft alles Land einzäunen? Missverständnis darüber, was mein ist und was dein Gestern war es ein älterer Herr mit einem Korb, heute kommt eine junge Frau mit Kinderwagen und einem Plastiksack. Sie beginnt, die Nüsse auf der Wiese unter dem grossen Baum zusammenzusammeln. Die Bäuerin beobachtet dies, geht hinaus und spricht die Fremde an. Es handle sich hier wohl um ein Missverständnis, erklärt sie. «Dieser Baum steht auf unserm Land. Und somit sind die Nüsse auf dieser Wiese auch unser Eigentum. Wir brauchen sie für unsern Selbstbedarf und um sie zu verkaufen. Sie gehören also gewissermassen zu unserm Einkommen.» Die fremde Sammlerin schaut ihr Gegenüber verständnislos an und entgegnet ziemlich

barsch: «Das hier ist doch alles Allgemeingut, die Bäume und die Wiesen. Ich komme von der Stadt, da ist das auch so.» Der Bäuerin fehlen fast die Worte. Wie soll sie dieser Städterin erklären, dass unsere Felder, Weiden und Wiesen alle jemandem gehören? Dass der Boden rund um die Dörfer die Lebensgrundlage ist für die Bauern und letztendlich auch für die Konsumenten, zu welchen diese Frau ja auch gehört? Dass die schön gepflegte Landschaft, die sie auf dem Spaziergang mit ihrem Kind geniesst, ein Werk dieser Bauern ist? Dass sie es ja auch nicht schätzen würde, wenn andere in ihrem Garten ernten gehen würden? Die Bäuerin versucht zu er-

klären, doch sie scheitert. Das Argument der Sammlerin: «Mein Garten ist eingezäunt, darum ist er privat. Hier ist aber kein Zaun vorhanden.» Schliesslich zieht die Frau von dannen. Der Sammlerwert in ihrem Plastiksack: etwa fünf Franken. Das kann die Bäuerin gut verschmerzen. Doch am Nachmittag, als sie dann die noch verbleibenden Nüsse in ihren Korb legt, stellt sie sich vor, wie unsere Landschaft aussehen würde, wenn alle Wiesen und Felder eingezäunt wären. Ob die Neuzuzüger aus der Stadt dann wohl immer noch gerne aufs Land kommen würden? (mvm)

forum

Umstellung auf LED-Leuchtkörper bei den Strassenlampen! Wunderbar: Endlich kann man auch bei den Strassenlampen Strom sparen. Mit Lichtsensoren könnte man dies noch optimieren. Dann würde keine Strassenlampe mehr Löcher in den Tag brennen. Bei dieser Gelegenheit ist eine weitere Verbesserung dringend notwendig: Das Lampengehäuse der neuen LED-Leuchtkörper muss mit einem Blechstreifen von mindestens 15 cm Breite ummantelt werden, sodass das helle Licht nur auf die Strasse leuchtet. Weil die sehr guten Scheinwerfer der neuen Fahrzeuge ohnehin die Nacht zum Tage machen, braucht es über Land keine Strassenlampen.

Die jetzigen Strassenlampen blenden die Autofahrer schon von Weitem. Bei den Fussgängerzonen in den Wohngebieten ist es noch schlimmer: Erst kürzlich wurden in einer Gemeinde im Säuliamt Strassenlampen aufgestellt, die schon vor 500 Jahren in den Wohngebieten standen. Da fehlt nur noch der Nachtwächter, der diese Lampen am Abend anzündet und am Morgen wieder löscht. Jetzt sind diese Lampen aber elektrisch beleuchtet, machen die Nacht zum Tage und blenden über 100 Meter weit, weil sie seitlich nicht abgeschirmt sind. Die Anwohner müssen

jeden Abend die Rollläden schliessen, wenn sie in der Dunkelheit und gesund schlafen wollen. Leider müssen auch die Vögel und Fledermäuse in die Wälder flüchten, um schlafen zu können. Solche Strassenlampen müssen entfernt und in Zukunft verboten werden! Also hoffen und freuen wir uns auf die neuen abgeschirmten LEDStrassenlampen, die nicht zu hell und nur auf die Strasse scheinen. Das würde den Menschen, den Tieren und der Natur grosse Vorteile bringen. Othmar Niedermann, Mettmenstetten


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Seelenwanderung

Kulturherbst

Ein interessanter Blick über den christlichen Tellerrand hinaus. > Seite 15

Das Moira-Tanztheater lädt ein zur sehenswerten Produktion «Tier». > Seite 18

Dienstag, 20. Oktober 2015

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Saisonverlängerung RRC-Amt-Fahrer Urs Huber führt an der Crocodile Trophy Down Under. > Seite 20

«Functional Training» – ein Trend etabliert sich Tag der offenen Tür am 24. Oktober im Fitnesscenter Team Training Wer sich gerne bewegt und Sport treibt, hat bestimmt schon von funktionellem Training – oder wie man heutzutage sagt «Functional Training» – gehört. Es ist zu einem weit verbreiteten und äusserst beliebten Trend in der Fitness-, Sport- und Physiowelt geworden. Funktionelles Training ist ein intelligentes Training, bei dem die Bewegungsqualität im Vordergrund steht. Bei dieser Art des Trainings werden nicht nur einzelne Muskeln isoliert trainiert, sondern gesamte Muskelketten und somit Bewegungsmuster aus dem täglichen Leben oder den verschiedensten Sportarten. Zum Einsatz kommen ausgewählte Kleingeräte wie Gewichte, elastische Bänder und Bälle, aber auch ganz einfach das eigene Körpergewicht. Für funktionelles Training gelten drei Grundsätze: einfach trainieren, nicht nur hart, sondern mit Verstand trainieren und Training ist erst effektiv, wenn bei jeder Einheit Schwerpunkte gesetzt werden. Durch die dynamische Anpassung an die Trainierenden, ist funktionelles Training bestens geeignet für Männer

ning ein standardisierter, spezifischer Test (FMS = Functional Movement Screen) durchgeführt, der genauen Aufschluss über die körperlichen Stärken und Defizite gibt. Darauf aufbauend wird ein individueller Trainingsplan erstellt. Am Tag der offenen Tür können sich Interessierte von 10 bis 16 Uhr testen lassen. Zudem kann die Gelegenheit beim Schopf gepackt werden, um gleich mitzumachen. Zu jeder vollen Stunde finden kurze Schnupperlektionen statt, in denen die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, die diversen Gruppenstunden kennenzulernen. Gäste, die sich für das restliche Angebot im Team Training interessieren, sind natürlich auch herzlich willkommen. Bei einem Rundgang mit einem Trainer wird sich jeder ein umfassendes Bild der vielfältigen Anlage machen können. Spezialrabatte und ein Wettbewerb mit tollen Preisen machen einen Besuch noch attraktiver. Vorbeikommen lohnt sich also auf jeden Fall.

«Functional Training» verbindet Spass mit gezielten Trainingsanreizen. (Bild zvg.) und Frauen jeden Alters und jeder Leistungsstufe. Das Team Training Hedingen betreibt seit über drei Jahren erfolgreich ein separates Center für

«Functional Training» und kann mit viel Erfahrung und einem speziell geschulten Trainerstab für eine hohe Qualität garantieren.

FMS-Test und Schnupperlektionen

«Functional Training Spezial», Tag der offenen Tür, am Samstag, 24. Oktober, 10 bis 16 Uhr, im Team

Um den aktuellen Ist-Zustand zu ermitteln, wird beim Einstieg ins Trai-

Training, Maienbrunnenstrasse 12, Hedingen. www.tt-hedingen.ch

Kurs mit Übungen, Tipps und Tricks Wenn das Umfeld für den Alltag kritisch auf das eigene Kinesiologische Hausapotheke für die kalte Jahreszeit Kind reagiert Die Nächte werden länger, die Temperaturen sinken. Wir ziehen uns wärmer an und vielleicht bleiben wir abends eher in der warmen Stube sitzen. Winter muss aber nicht heissen, dass wir ständig müde und motivationslos oder gar krank sind.

Kindertraining: Im Spiel zum Ziel Seit einem Jahr findet in Baar ein Kindertraining statt. Es richtet sich an Kinder der ersten bis sechsten Klasse. Gewinnen und Verlieren, Freude und Enttäuschung erleben und damit klarkommen sind wesentliche Teile des Trainings.

Was also kann uns in dieser Jahreszeit, aber auch durch das ganze Jahr hindurch, ganzheitlich unterstützen? Wie kann ich mich am Morgen in Schwung bringen? Oder was hilft bei Verspannungen, was bei Reisekrankheit? Was tun, wenn sich ein Kind weh getan hat? Wie kann ich mich besser konzentrieren? Wie kann ich mein Kind beim Lernen unterstützen? Was tun bei einem «Knopf in der Leitung»?

Regula Klee-Hauser, IK Kinesiologin und Kursleiterin. (Bild zvg.) Denk- und Koordinationsfähigkeiten fördern Gegen viele alltägliche Stolpersteine und kleinere Beschwerden gibt es kinesiologische Übungen und Tricks. Der Kurs «Kinesiologische Hausapotheke» vermittelt einfache, wirkungsvolle Übungen und «Hausmittelchen», um sich im Alltag selber zu helfen. Dazu werden einzig die Hände und gegebenenfalls das im Kurs abgegebene Büchlein mit den Übungsanleitungen gebraucht. Die kinesiologischen Übungen aktivieren, motivieren und fördern

Denk- und Koordinationsfähigkeiten, verhelfen zu Gleichgewicht und Wohlbefinden. Sie wirken ausgleichend und sind nützlich im Beruf, in der Schule, bei Prüfungsvorbereitungen, auf Reisen, beim Sport, in der Freizeit und im Alltag.

nisse sind also keine nötig. Regula Klee-Hauser ist diplomierte Integrative Kinesiologin und Kursleiterin mit eigener Praxis in Affoltern. Die Kurse sind zweiteilig und finden in Affoltern statt. (pd.) Kurs A: Dienstag, 10. und 24. November, 19 bis

Keine Vorkenntnisse nötig Alle Übungen und Tipps unterstützen Erwachsene und Kinder. Der Kurs beinhaltet auch eine kurze Einführung in die Kinesiologie und vermittelt Hintergründe zu den Übungen. Vorkennt-

20.30 Uhr Kurs B: Mittwoch, 13. und 20. Januar 2016, 19 bis 20.30 Uhr Kosten: 110 Franken, inklusive Kursunterlagen. Information und Anmeldung: 044 761 94 24 oder r.klee@integr-kinesiologie.ch, www.integr-kinesiologie.ch

Das Kindertraining ist für Kinder gedacht, die negative Rückmeldungen zu ihrem Verhalten erhalten: Sei es in der Schule, im familiären Umfeld oder in der Nachbarschaft. «Ich habe mich in der Schule dank dem Training sehr verbessert. Ich habe gelernt, dass ich mit den anderen Kindern zusammenspielen und mit ihnen zusammenarbeiten kann. Ich werde nicht mehr so schnell wütend, das haben mir auch meine Kollegen und Eltern gesagt», lautete die Rückmeldung eines elfjährigen Kindes nach seiner Teilnahme.

Spiel, Konzentration, Entspannung und Intervention Das Training besteht aus mehreren Phasen, die Spiel, Konzentration, Entspannung und Intervention umfassen. Das Kind soll Erfahrungen sammeln, wie im Alltag in schwierigen Situationen individuell reagiert und gehandelt werden kann.

Das Fazit aus den Rückmeldungen vergangener Kurse lautet: Kinder, die das Training besucht haben, sind offener geworden, haben Vertrauen zu sich und der Gruppe gefasst, lernten ihre Meinungen besser zu reflektieren und konnten ihre Gefühle besser erkennen und formulieren. Anfängliche Ängste oder Wutausbrüche sind seltener geworden und zuletzt ausgeblieben. Die Kinder lernten realistische Ziele zu formulieren und freuten sich mit der ganzen Gruppe, wenn diese erreicht wurden. Das Leitungsteam bilden Natalie Chiodi, Roland Wiss und Sarah Schmid, die mit Themen wie Selbststeuerung, Konzentration, Verhaltenstraining und Reflexion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen sehr vertraut sind. Denn sie unterstützen Kinder seit vielen Jahren im Rahmen ihrer sonder- und heilpädagogischen Arbeit und verfügen über eine Ausbildung für Verhaltenstraining bei Kindern. Das Training startet nach den Herbstferien 2015 und findet während eines halben Jahres wöchentlich statt. (pd.) Alle weiteren Informationen zum Training finden Interessierte unter: www.kindertraining-verhalten.ch. Der Kurs hat noch freie Plätze. Anmeldungen an info@kindertraining-verhalten.ch oder Telefon 041 712 16 49.


Vermischtes

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Dienstag, 20. Oktober 2015

Im Garten Eden tafelt man echt italienisch Restaurant Il Giardino in Hedingen hat sich etabliert

Bei der Hauptübung säumen jeweils zahlreiche Zuschauer den Übungsort. (Bild Thomas Stöckli)

Der Bevölkerung das Gelernte vorführen Hauptübung der Feuerwehr Unteramt Am kommenden Samstag, 24. Oktober, findet die Hauptübung der Feuerwehr Unteramt und der Feuerwehrball statt. Feuerwehr ist Hobby und Dienst an der Gesellschaft zugleich. Während des gesamten Jahres finden immer wieder Übungen statt, welche die Feuerwehrleute auf den Ernstfall vorbereiten. Einmal jährlich findet eine grossangelegte Hauptübung statt, zu der auch die Bevölkerung eingeladen ist.

Von Alltags- zum Grossereignis Bei der Feuerwehr Unteramt wird sich dieses Jahr ein Alltagsereignis stufenweise zu einem Grossereignis auswachsen. Interessierte können sich um 13.30 Uhr vor dem Restaurant Barbaro in Wettswil einfinden, um die Feuerwehr live beim Einsatz zu beobachten. Anschliessend, um 16 Uhr, lädt die Feuerwehr Unteramt die Bevölkerung zum Apéro ins Feuerwehrdepot Wettswil ein. (sals)

An der Affolternstrasse in Hedingen isst man echt Italienisch. Meeresfrüchte, Pasta, Pizza, Fisch, Fleisch und Empfehlungen des Hauses. Selbstverständlich sind auf der Speisekarte auch die Köstlichkeiten der klassischen einheimischen Küche zu finden. Im hellen und freundlichen Restaurant in Hedingen lässt einen allein schon das Temperament und die Gestik des Geschäftsführers Vincenzo Viola zweifeln, ob man sich wirklich im Säuliamt befinde. Wer dann die Speisekarte studiert und sich die italienischen Köstlichkeiten servieren lässt, glaubt ohne Zweifel, im südlichen Italien zu tafeln. Sechs Monate nach der Neueröffnung des «Il Giardino» in Hedingen, hat sich das Speiserestaurant einen Namen als wirklich echter «Italiener» geschaffen. Mit den stets topfrischen Meeresfrüchten von Bianchi, den hervorragenden Pasta-Spezialitäten und Pizze nach traditioneller neapolitanischer Art, werden die Feinschmecker verwöhnt. Ab Anfang November bis Weihnachten stehen dann natürlich weisse

Die beiden Kellner Adi und Giuseppe verwöhnen ihre Gäste mit italienischen Köstlichkeiten. (Bild Martin Mullis) und schwarze Trüffel, frisch importiert aus Alba, auf der Speisekarte. Mit den exklusiven Weinen aus Italien und Spanien dürften auch die Liebhaber des Rebensaftes mehr als zufriedengestellt werden. Preisgünstige und variantenreiche Mittagsmenüs inklusive Salat, Suppe, Mineralwasser und Kaffee werden ab 11 Uhr serviert. Zu einem gemütli-

chen Umtrunk werden am späteren Abend gerne auch Vereine bedient. Gesellschaften und Familienfeste finden Platz in zwei verschiedenen Räumen für 50 bis 80 Personen. Das «Il Giardino» heisst mit südlichem Charme herzlich willkommen. (mm) Restaurant «Il Giardino», Affolternstr. 5, Hedingen, Tel. 044 761 20 20, www.ilgiardino-hedingen.ch.

Nach 34 Jahren hat die zweite Generation übernommen Mirko Ranogajec übernimmt die Buchbinderei Milan-Partner AG Seit 1988 ist die in Zürich gegründete Buchbinderei MilanPartner AG im Stalliker Weiler Sellenbüren ansässig. Jetzt hat der Gründer Milan Ranogajec die Geschäftsführung an seinen Sohn Mirko übergeben. Milan Ranogajec ist 1947 im kroatischen Krapina geboren, einer heute 12 500 Einwohner zählenden Kleinstadt nahe der slowenischen Grenze. Dort absolvierte er nach der Schule eine Berufslehre als Buchbinder. Direkt nach der Lehre, 1968, emigrierte

er in die Schweiz, wo er eine Stelle als Buchbinder und Zeitungsdrucker fand. 1969 wechselte er zur Fotorotar AG, der er zwölf Jahre lang treu blieb, zuletzt als Produktionsleiter.

Wegen des Baulands ins Säuliamt 1981 verliess er die Fotorotar AG, um sich selbstständig zu machen. Auch hier war Ranogajec schnell erfolgreich und konnte seinen Betrieb sukzessive ausbauen. 1988 kaufte er Bauland in Sellenbüren und baute die noch heute genutzten Geschäftsräumlichkeiten. Die Firma wuchs weiter, und 2004

stieg der ältere Sohn Mirko in ein gut gehendes Geschäft ein. Der damals 26-Jährige hatte bereits Erfahrung als Bankfachmann gesammelt und wurde stellvertretender Geschäftsführer. «Es freut mich ungemein, dass mein Sohn Mirko mein Lebenswerk weiterführen wird», erzählt Milan Ranogajec stolz und ergänzt: «Die letzten Jahre habe ich Mirko intensiv in die Geschäftsführung eingebunden. Ich bin sicher, dass er die Geschäfte gewohnt flexibel und mit viel Einsatz führen wird.» Milan will jetzt den Ruhestand geniessen und mehr Zeit mit seinen Enkeln verbringen. (sals)

Trotz Wechsel in der Geschäftsführung bleibt am Sitz der Milan-Partner AG für die Kundschaft alles beim Alten. (Bild zvg.)

inserate

Stellenanzeiger

Schulen und Kurse

Haben Sie Freude am Umgang mit Kindern? Wir suchen per 1. November 2015 oder nach Vereinbarung

HortassistentIn Dienstag: Donnerstag:

11.45 – 13.30 Uhr, sowie 15.15 – 17.00 Uhr 11.45 – 13.30 Uhr

Das Pensum ist je nach Schülerzahl noch ausbaufähig

Samariterverein Affoltern am Albis

Einladung Öffentlicher Vortrag Dienstag, 20. Oktober 2015

Sinn und Unsinn aktueller Ernährungstrends Referentin: Frau Kathrin Wallimann, dipl. Ernährungsberaterin FH Vegan – Laktosefrei – Glutenfrei Wann: Zeit: Wo: Eintritt:

Dienstag, 20. Oktober 2015 20.00 Uhr Mehrzweckgebäude in Affoltern am Albis frei

Ihre Aufgaben – Mithilfe in der Betreuung von 14 Kindern im Kindergartenalter – Spiel und Austausch mit und unter den Kindern ermöglichen und gestalten – Vor- und Nachbereiten der Mahlzeiten Wir erwarten – Eine Person mit Erfahrung in der Kinderbetreuung – Zuverlässigkeit – Team- und Konfliktfähigkeit – Einhalten von Respekt und Wertschätzung Wir bieten – Motiviertes, engagiertes und flexibles Team – Gutes Arbeitsklima – Mitgestaltung von neuen Räumlichkeiten Der Schülerhort in Birmensdorf betreut Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Primarklasse. An unseren drei Standorten bieten wir insgesamt 104 Plätze an. Mehr über unsere innovative Schule erfahren Sie unter www.primabirmensdorf.ch. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung in schriftlicher oder elektronischer Form mit den üblichen Unterlagen an die Primarschule Birmensdorf, Schulhausstrasse 1, 8903 Birmensdorf oder sekretariat@primabirmensdorf.ch. Unser Hortleiter Andreas Frank steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung 043 344 00 70 oder 079 554 00 70.


veranstaltungen

Leben, Tod und Wiedergeburt Samsara – der ewige Kreislauf Im Rahmen der Reihe «Kunst des Lebens – Kunst des Sterbens» lädt die Reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt alle Interessierten zu einem Blick über den christlichen Tellerrand hinaus ein. Im Fokus steht auch diesmal der Hinduismus. Was kommt nach dem Tod? Wo Christen traditionell von «Auferstehung» reden, vertreten die östlichen Religionen ein anderes Konzept: Auf Leben und Sterben folgt die Wiedergeburt der Seele in einem neuen Körper. Diese «Reinkarnationslehre» findet zunehmend auch im Westen und unter Christen Anhänger. Am Dienstag, dem 27. Oktober, stellt die Indologin Eveline Masilamani-Meyer diese Lehre im Kontext der hinduistischen Religion vor und erläutert, welche Bedeutung sie für das Leben der Gläubigen und die indische Gesellschaft hat. Dieser Abend eignet sich auch als Einführung in den Hinduismus und zur Vorbereitung des Tempelbesuchs am Freitag (ist aber nicht Voraussetzung). Er findet im reformierten Chilehuus Affoltern um 19.30 Uhr statt und ist offen für alle. Auch Angehörige anderer Konfessionen, Gemeinden und Religionen sowie Konfessionslose sind herzlich eingeladen.

Bhajan-Singen beizuwohnen, mit Mitgliedern der Gemeinde ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Wer eine Mitfahrgelegenheit nach Adliswil braucht, findet sich um 18 Uhr vor der Regionalbibliothek Affoltern ein. Ein Kleinbus und private PWs stehen dort bereit. Treffpunkt beim Tempel und Beginn der Führung ist um 18.30 Uhr. Die Rückfahrt ins Säuliamt ist für 21.30 Uhr geplant. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, ist eine Anmeldung erforderlich bei Pfrn. B. Bartels unter 044 761 60 15 oder bettina.bartels@zh.ref.ch. Der erbetene Unkostenbeitrag von 15 Franken kommt vollumfänglich dem Tempel zugute. Leben, Tod und Wiedergeburt im Hinduismus. Einführungsabend mit Eveline Masilamani-Meyer am Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr, im ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Ohne Anmeldung. Teilnahme gratis. Exkursion zum Sri Subramaniar Tempel in Adliswil am Freitag, 30. Oktober, 18 bzw. 18.30 Uhr. Anmeldung bei Pfrn. B. Bartels unter 044 761 60 15 oder bettina.bartels@zh.ref.ch. Unkostenbeitrag 15 Franken.

Hinduistisches Leben in der Schweiz Auch hierzulande kann man dem Hinduismus «live» begegnen. Am Abend des 30. Oktober bietet sich eine Gelegenheit dazu bei einem Besuch des Sri Subramaniar Tempels in Adliswil. Anschliessend an eine Führung durch den farbenfrohen Tempel mit seinen Schreinen und Götterstatuen besteht die Möglichkeit, einem von einem Priester geleiteten gottesdienstlichen Innenansicht des Adliswiler Tempels. (Bild zvg.)

«Lebenswelt von Menschen mit Demenz» Kurs im reformierten Chilehuus Affoltern Demenz kann jeden treffen. Mit der zunehmenden Lebenserwartung steigt auch das Risiko, an Demenz zu erkranken. Aber wie alle andern Menschen, möchten Menschen mit Referentin Ursula einer Demenz so Jarvis. (Archivbild) lange wie möglich zu Hause bleiben. Die Belastung für Angehörige ist sehr gross und sie sind auf ihr familiäres und soziales Umfeld angewiesen. Aber was heisst das für «Nichtprofis», für die Angehörigen, Freunde und Nachbarn? Dieser Kurs will Angehörigen und Interessierten die Welt von Menschen mit Demenz näherbringen. Der drei-

teilige Kurs, der ursprünglich für die Besucherinnen und Besucher der Besuchsdienste aus dem Bezirk Affoltern konzipiert wurde, steht auch allen Angehörigen und Interessierten offen. Themen der Kursabende sind: Was ist eine Demenz? Was sind Symptome und Diagnose? Was bedeutet das für Betroffene und deren Familien? Was kann man tun, was sollte man lassen im Umgang mit Menschen mit Demenz? (pd.) Kurs am 4., 11. und 18. November, 19 bis 21 Uhr, ref. Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Kurskosten: 50 Franken für die drei Sequenzen. Anmelden bis 1. November bei Referentin (Sozialdiakonin, Erwachsenenbildung SVEB 1) Ursula Jarvis, Sozialdiakonischer Dienst, Albisstrasse 10, 8932 Mettmenstetten, Tel. 043 466 83 23, ursula.jarvis@bluewin.ch.


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Veranstaltungen

Dienstag, 20. Oktober 2015

Menschen tanzen Tier Moira Tanztheater im Gemeindesaal Ottenbach

Dominique Bolt mit Sohn Gian. (zvg.)

Erntedank mit Musik Gottesdienst in der HLT-Kirche Bonstetten. Am 25. Oktober findet in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (HLT) ein Erntedankgottesdienst statt. Dabei soll dem Segen, den wir aus Gottes Natur erhalten, gedacht werden. Der Dank gilt der durch die Sonne erhaltenen Wärme, dem Regen und dem Boden, der alles, was wir zum Leben wirklich brauchen, hervorbringt. Diese Andacht besteht aus Predigten zum Thema und wird musikalisch umrahmt von Jodlerinnen unter der Leitung von Dominique Bolt aus Klosters. Das Terzett wird begleitet von einer Handorgel. Der Gottesdienst beginnt um 9.20 Uhr und findet an der Heumattstrasse 2 in Bonstetten statt. Im Anschluss an die Versammlungen um 12.30 Uhr gibt es einen dem Erntedankfest angepassten Imbiss. Zu diesen Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen. (pd.)

Herbstliche Natur an der Reuss entdecken Die Stiftung Reusstal lädt zum Erlebnisnachmittag für Kinder. Am 24. Oktober in Rottenschwil. Spinnweben, farbige Blätter, Vorbereitung auf den Winterschlaf … Die Teilnehmenden entdecken auf vielfältige Weise mit allen Sinnen die herbstliche Natur an der Reuss. Auch Spiel und Spass kommen nicht zu kurz. Die öffentliche Exkursion der Stiftung Reusstal unter der Leitung von Laura Bosshard ist für Kinder von sieben bis 14 Jahre gedacht. Man trifft sich am Samstag, 24. Oktober, um 14 Uhr bei der Reussbrücke Rottenschwil (westseitig) auf dem öffentlichen Parkplatz. Hier können die Eltern ihre Kinder um 17 Uhr wieder abholen kommen. Der Unkostenbeitrag beträgt zehn Franken pro Kind. Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. (pd.)

Der Kulturherbst im Säuliamt hat begonnen, bunt und üppig, die Bühnen sind zum Leben erwacht. Theater, Kindertheater und nun auch die Moira-Tanzproduktion «Tier» laden zu ihren Aufführungen, die von überaus engagierten Laien und Profis zusammen erarbeitet wurden. ................................................... von denise bohnert «Bitte alle Männer und Buben zu mir!» Die meisten der acht Buben sind noch recht klein – dazu die grossen Männer, eine schöne Kombination. Wie berührend es doch ist, wenn Männer und Jungs tanzen, so selten das auch noch ist, bei Marina Ganterts Tanzkursen sind immer männliche Mitglieder dabei. Nun werden die «Erdmännchen» aufgerufen, mehrheitlich Weibchen. Die Kinder im Gemeindesaal Ottenbach – zu den Endproben sind alle aufgeboten – haben Bewegungsdrang, treppauf, treppab beziehungsweise tribüneauf … wird da gesprungen, während einzelne Gruppen ihre Auftritte durchsprechen.

Livetanz und Livemusik «Gewusel wie immer», meint eine der Erwachsenen. Mittendrin macht sich Delia Dahinden konzentriert Notizen, immer wieder über die Bühne und die Tribüne blickend. Sie beherrscht die Kunst, den Fokus auch im grössten «Gläuf» zu halten: Nicht zum ersten Mal «regiert» sie eine Inszenierung des Moira Tanztheaters mit der Choreografin Marina Gantert. Als Dritte im Bunde macht Ursula Grob, pensionierte Leiterin der Regionalbibliothek, die Produktionsleitung. Tage vor der Premiere gibt es noch viel zu besprechen. Der letzte Schliff wird in dieser Zeit gesetzt, Koordination, Anschlüsse, Tempo. Kinder, Jugendliche, Erwachsene: 65 Laientanzende. In «Tier» sind sie zwischen fünf und 65 Jahre alt. Wieder mit dabei, wie 2013 in «quellwasser», sind die beiden Profis Deborah Hofstetter und Marco Volta. Mit ihrer intensiven und präzisen Tanzsprache setzen sie als «Menschen» Kontrapunkte in die «Tier»-Welt. Auch die Musiker Beat Escher und Noby Lehmann sind voll bei der Sache: den Rhythmus anspielen, ein paar Takte, zeitgenau auf die Tanzenden. Auf dem Musikerpodest sind die verschiedensten Trommeln und perkussiven Instrumente bereitgestellt. Noby Lehmann beherrscht sie alle und kombiniert sie mit dem zum Teil elektronisch verfremdeten Geigenspiel von Beat Escher; die Klänge verstärken die Stimmung der Bilder ungemein, er-

zeugen Spannung, führen in die Weite, lassen eintauchen oder Bedrohung spüren, weit mehr als nur illustrativ.

Menschentiere Zeit für den Durchlauf. Die kleinen Zwirbel, die Hand-in-Hand-Mädchen, Erwachsenen und Jungs strömen auf die Bühne. Delia Dahinden ermahnt die Horde zur Ruhe, wenn so Viele Proben, braucht es immer wieder das «Zeichen» – beide Hände in die Höhe bedeutet: ja, ich höre zu. So werden Nerven und Stimmen weniger strapaziert. «Wie komme ich mit dem grossen Geweih da durch?» Aussergewöhnliche Probleme brauchen aussergewöhnliche (aber einfache) Lösungen – in diesem Falle ein Kleber am Boden und Reissverschlusssystem … Der Titel legt es nahe, in diesem Stück spielen nebst Menschen auch Tiere mit. Echte. Sie haben gelebt und werden hier wieder lebendig. Eine Szene, die still ist und ganz stark spricht, direkt berührt, Tiere ganz nah in Kontakt mit den Tanzenden. Und auch sie werden zu Tieren und Tierchen: Kribbel-Krabbel, Springindieluft, Flabber, Kreuch-undFleuch; sie wieseln, tappen, fliegen, zappeln – drehen, wenden, fliessen zusammen, stieben auseinander, kauern, springen, schleichen, schreiten, die grossen Tiere tragen ihre Jungen … Und plötzlich verziehen sie sich. Menschengeräusch, Menschenspiel, Menschenangst, Menschengier. Separiert vom Tier, von der Gemeinschaft der Lebewesen, diese aber ausnützend, sie bekämpfend, essend, verarbeitend, entsorgend, schottet sich der Mensch ab, nimmt sich was er will, die Tierwelt ausgrenzend. Schnell, immer mehr. In wachem Zustand geniesst er seine Macht, im Schlaf verfolgen ihn Albträume. Moira Tanztheater ist immer auch zeitkritisch, ohne nur anzuklagen. Versöhnliches hat – gerade durch die Kinder – auch seinen Platz.

Mensch und Tier ganz nah, verschmelzend im Tanz. (Bild Denise Bohnert)

Nachwuchs braucht das Land Moira Tanztheater ist ein wichtiger Nachwuchsförderer. Seit vielen Jahren trainieren Kinder ab fünf, Teens ab 12 und 17, Erwachsene bis und über 60 bei Marina Gantert Modern, Contemporary, kreativen Kindertanz oder Breakdance. Viele der Mitwirkenden sind schon Jahre dabei, die Kleinen werden grösser, die Erwachsenen älter, ihr Tanz reifer. Manche sind auch in verschiedenen Kulturbereichen in der Region tätig. Zum Beispiel der Tontechniker Patrick Honegger; ihn kennt man auch als Schauspieler der Aemtler Bühne, singend von OpernHausen, im Kellertheater Bremgarten ist er seit Jahren aktiv, angefangen hat er als knapp Zwanzigjähriger beim Jugend-

Sie bringen «Tier» auf die Bühne: Marina Gantert, Choreografie und Konzept, Ursula Grob, Produktionsleitung, und Delia Dahinden, Regie (v. l.). zirkus Arabas, nachdem er schon als Kind Zirkusluft schnupperte. Tontechnik hat ihn schon früh fasziniert, mittlerweile ist er – nebenberuflich – ein gefragter Fachmann.

Klar spürbar ist bereits, dass auch «Tier» wieder eine einzigartige, unbedingt sehenswerte Moira-Produktion wird. Moira Tanztheater «Tier» Aufführungen freitags und

Neun Vorstellungen ab 23. Oktober Dieses Wochenende starten die ersten Aufführungen, am Freitag ist Premiere. Begreiflich, dass in diesen letzten Probetagen die Spannung hoch ist.

samstags, 23., 24.,30. und 31. Oktober sowie 6. und 7. November 19.30 Uhr; Sonntage, 25. Oktober sowie 1. und 8. November 15 Uhr, Gemeindesaal Ottenbach. Abendkasse und Bar eine Stunde vor Beginn; Vorverkauf Buchhandlung Scheidegger, Affoltern und über www.kulturaffoltern.ch.

Von der Rockhymne bis zum Italo-Knaller Coverband Kop im Chilefeld, Obfelden Am 31. Oktober gibts in Obfelden die besten Songs der Welt. Mit Herz interpretiert von der siebenköpfigen Coverband Kop. Ein Abend für alle, die RockKlassiker lieben und mal wieder richtig abtanzen wollen. Coverband ist nicht gleich Coverband. Die sieben Profimusiker der Kop-Band begeistern mit solidem musikalischen Handwerk und jeder Menge Freude an ihrem Tun. Geführt wird die musikalische Reise von der markanten Charakterstimme des Leadsängers Johnny Giussani. Als Special Guest tritt sein Sohn Manuel Giussani (Gesang) auf.

Für Höhenflüge sorgen dazwischen die bis zu vierstimmigen Gesangs-Arrangements. Kop interpretieren ihre Vorlagen und pflegen einen eigenständigen Stil. Das Programm ist vielfältig: Von der Rockhymne «Smoke On The Water» bis zum italienischen Disco-Knaller «Baila» (Zucchero), vom SeventiesKlassiker «Long Train Running» (Doobie Brothers) bis zur Joe Cocker-Ballade «N’oubliez jamais» ist alles dabei.

zur Verfügung – der Singsaal im Chilefeld wird zur Dance-Hall und für Nichttänzer und Konzertbesucherinnen sind auch Sitzplätze im Angebot. (pd.) Samstag, 31. Oktober, Singsaal Chilefeld, Türöffnung 19.45, Beginn

Gitarrenriffs und Longdrinks An der Club-Bar werden verschiedene Longdrinks gemixt. Endlich steht wieder mal genügend Platz zum Tanzen

20.15 Uhr, Special Bar mit Long Drinks, Eintritt 30 (Legi: 25) Franken, Ticket reservieren unter www.kulturobfelden.ch.

Die Kop-Band begeistert mit den besten Songs der Welt. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 20. Oktober 2015

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Säuliämtler Nacht des Sports im Januar 2016 wird ein grosses Sportjahr: Olympische Spiele in Rio, Fussball-EM in Frankreich, Leichtathletik-EM in Amsterdam, Schwimm-EM im London und das Eidgenössisches Schwingund Älplerfest in Estavayer. Der wahre Höhepunkt findet jedoch bereits im Januar statt: die neunte Säuliämtler Nacht des Sports! Schaut man sich den Sport-Kalender für das Jahr 2016 an, droht das zu Ende gehende Jahr fast ein wenig zu verblassen. Sicher, es fanden Schwimmund Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit Schweizer Beteiligung statt, die Fussballnationalmannschaft hat vor wenigen Tagen die EM-Qualifikation mit zwei Siegen abgeschlossen, das F1-Team von Sauber hat sich immerhin schon 34 Punkte eingefahren und am Lauberhorn belegten die Schweizer Abfahrer die Ränge zwei bis vier. Aber die ganz grossen und beim Publikum populären Anlässe gehen erst 2016 wieder über die Bühne. Aber: Auch 2015 haben Schweizer und besonders auch Säuliämtler Sportlerinnen und Sportler hervorragende Leistungen gezeigt. Nicht alle Resultate fanden dabei den Weg auf die Titelseiten der Zeitungen oder lösten bei Twitter einen wahren Nachrichtensturm aus – wertvoll und vor allem auch auszeichnungswert sind sie aber alleweil. Und hier kommen die Säuliämtler Sports Awards zum Zug. Die Säuliämtler Sports Awards zeichnen die besten Säuliämtler Athletinnen und Athleten aus. Die Ehrungen finden in fünf Kategorien statt – Männer, Frauen, Nachwuchs Männer und Nachwuchs Frauen (Jahrgang 96 und jünger) sowie Team – und teilnahmeberechtigt sind alle Sportlerinnen und Sportler, die entweder im Knonauer Amt wohnen oder für einen lokalen Verein an den Start gehen.

Anmelden, nominiert werden und gewinnen Ab sofort und bis zum 5. November 2015 werden Anmeldungen für die Säuliämtler Sports Awards entgegengenommen. Alle nötigen Infos dazu finden Athletinnen und Athleten, Fans, Trainer und Supporter auf der Website www.ssa-affoltern.ch. Die fünfköpfige Jury wird aus allen Anmeldungen die drei «wertvollsten» pro Kategorie aussuchen und die jeweiligen Athleten für die Wahl zum Säuliämtler Sportler des Jahres nominieren. Anfang 2016 werden die drei Finalsten jeder Kategorie im «Anzeiger» publik gemacht und vorgestellt und zweitgleich beginnt das öffentliche Voting. Zum grossen Finale kommt es dann am Freitag, 29. Januar 2016, anlässlich der grossen Säuliämtler Nacht des Sports. In diesem Sinne heisst es nun: Auf die Plätze, fertig los oder anmelden, nominiert werden und gewinnen! Michèle Scherz-Spörri

Übergabe des Team-Awards 2014 an die Junioren des FCWB. (Bild Lukas Zingg)

Kurz nach der Pause erhöht WBs Nikola Bozic per Elfmeter zum vorentscheidenden 4:1. (Bild Kaspar Köchli)

FCWB mit deutlichem Heimsieg Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Dietikon 5:2 (3:1) Das Fanionteam des FC Wettswil-Bonstetten gewinnt gegen Dietikon deutlich und verdient mit 5:2 und kann sich in der Tabelle auf den sechsten Platz verbessern. Es war zugleich der fünfte Pflichtspielsieg in Serie. Beide Mannschaften legten einen sehr verhaltenen Saisonstart hin und haben deshalb einiges gutzumachen. Die Ämtler sind nun seit fünf Spielen ungeschlagen und scheinen endlich den Tritt gefunden zu haben. Bei Dietikon läuft es nicht ganz so reibungslos. Zuletzt folgten zwei Niederlagen gegen Baden und Gossau.

Starke Startphase der Ämtler Aufgrund anhaltenden Regens fand das Spiel auf dem Kunstrasen im Moos statt. Da beide Teams technisch gute Spieler in den Reihen haben, versprach die Ausgangslage ansehnlichen Fussball. Dies bestätigte der pfeil-

schnelle Machado bereits nach neun Minuten. Einen Steilpass von Bozic konnte er am herauseilenden Torwart vorbei legen und problemlos zur Führung einschieben. Nur zwei Minuten später wieder eine gefährliche Szene im Strafraum von Dietikon. Peter überlistete den Torhüter mit einem überlegten Heber und erhöhte das Skore auf 2:0. Nach der frühen Führung schaltete der FCWB zwei Gänge zurück und überliess den Gästen das Spieldiktat. In der Folge hatte Dietikon mehr vom Spiel und war öfters in Strafraumnähe anzutreffen, ohne jedoch besonders gefährlich zu werden. In der 36. Minute ging dann das Pressingspiel der Dosch-Elf nicht auf und Dietikon spielte sich gekonnt vor das WB-Gehäuse, wo der Anschlusstreffer als logische Folge markiert wurde. Die Mannschaften stellten sich bereits auf die Pause ein, als es für den FCWB noch einmal einen Freistoss aus gefährlicher Distanz gab. Gjergji legte sich das Leder zurecht und zirkelte es,

ohne mit der Wimper zu zucken, in die kurze Ecke. Damit war der alte Vorsprung wieder hergestellt. Die Teams gingen mit einem 3:1 in die Kabinen.

WB suchte Vorentscheidung Nach Wiederanpfiff musste man mit Angriffsfussball von Dietikon rechnen, um möglichst rasch den Anschlusstreffer zu erzielen. Aber ganz im Gegenteil: Wettswil-Bonstetten wollte gleich nachlegen und stürmte nach vorne. In der 50. Minute war es dann erneut Peter, der den Ball am letzten Dietikon-Spieler vorbeilegte und nur noch mit einem Foul zu bremsen war. Bozic trat an und versenkte den fälligen Elfmeter mit etwas Glück zum 4:1. Ohne weitere Aufreger war es dann erst wieder der eingewechselte Dukhnich, der in der Vergangenheit als Joker immer wieder einnetzen konnte. So war es auch in diesem Spiel. Als er in der 77. Minute die Chance erhielt, seine Erfolgsserie als

Joker fortzuführen, nutzte er dies gnadenlos aus und erhöhte auf das vorentscheidende 5:1. Vier Minuten später konnte dann sogar noch der Schiedsrichter auf sich aufmerksam machen. Nach mehreren unglücklichen Entscheiden, pfiff er einen höchst umstrittenen Elfmeter gegen den FCWB und die rote Karte gegen Studer. Den zweiten Treffer für Dietikon konnte auch Thaler nicht verhindern. Beim 5:2 blieb es und der FCWB konnte seine Siegesserie fortsetzen. Der nächste Härtetest folgt am kommenden Samstag mit der Partie gegen die U21 des Grasshopper Clubs Zürich. Der FCWB tritt auswärts auf dem GCCampus in Niederhasli an. (LS) Matchtelegramm: Sportplatz Moos, Wettswil. FCWB: Thaler, Studer, Badalli, Kalyon (78. Buchmann), Gouiffe a Goufan, Bozic (69. Pepperday), Peter, Schneebeli, Constancio, Gjergji, Machado (76. Dukhnich). Weitere Resultate: FCWB 2 – Adliswil 4:1, Höngg – Jun. A (CCJL) 2:1, Dietikon – Jun. B1 (CCJL) 3:3, Jun. Ca (CCJL) – United Zürich 2:0, Uitikon – FCWB 3 8:1.

Erste Meisterschaftsniederlage seit 14 Monaten Fussball 2. Liga: FC Schwamendingen – FC Affoltern 2:1 (0:1) Die 1. Mannschaft des FCA musste nach 29 Meisterschaftsspielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Platz. Am Dienstag entscheidet der FVRZ, ob das auf Donnerstagabend angesetzte Wiederholungsspiel gegen Birmensdorf definitiv stattfinden wird. ................................................... von walter zech Der FC Affoltern hat nach 25 Siegen und 4 Unentschieden erstmals seit dem 17. August 2014 wieder eine Niederlage einstecken müssen. In einem auf hohem Zweitliga-Niveau stehenden Spiel war eine spielerisch und technisch sehr gute Schwamendinger Mannschaft der Bezwinger. Die Zuschauer bekamen von Beginn weg ein schnelles und kampfbetontes Spiel zu sehen. Beide Abwehrreihen standen zumeist gut, das Spielgeschehen fand mehrheitlich zwischen den Strafräumen statt. Die erste gute Chance hatten die Einheimischen in der 5. Minute, der Kopfball aus kurzer Distanz flog aber über das Tor. Nach 25 Minuten suchte Marco Rako aus spitzem Winkel selber den Abschluss, ein Pass zum freistehenden Claudio Antenen wäre die bessere Option gewesen. In der 40. Minute erzielte Claudio Antenen nach einer Kopfballvorlage von Alen Rako die Führung für den FCA.

Dieser Freistoss über die Mauer des FCA (in Rot) führte zum Ausgleich für Schwamendingen. (Bild Hansruedi Good) Schwamendingen dreht das Spiel nach der Pause In der zweiten Halbzeit bestimmten die Einheimischen unter der Regie des ehemaligen Super-League-Spielers Bastida (ex-FCZ und Lugano) das Spielgeschehen. Sie gewannen nun mehrheitlich die Zweikämpfe und kamen in der Nähe des Affoltemer Strafraums zu gefährlichen Freistössen. In der 58. Minute führte ein leichtsinniger Ballverlust wieder zu einem Freistoss. Der gefühlvoll über die Mauer gehobene Ball senkte sich zum Ausgleich in die Torecke.

Die Schwamendinger suchten nun den Führungstreffer. In der 70. Minute wurde die FCA-Abwehr gar leicht ausgespielt und Kocayildiz liess Torhüter Steiner keine Abwehrchance. Die Säuliämtler bemühten sich zwar in der verbleibenden Zeit, konnten sich aber gegen die kompakt stehende Abwehr nicht mehr durchsetzen. Die Einheimischen gingen schliesslich als verdienter Sieger vom Platz.

rich angesetzte Wiederholungsspiel der am 10. September wegen eines Lichtausfalls abgebrochenen Partie kurzfristig erneut Rekurs eingelegt. Der FVRZ wird erst am Dienstag entscheiden, ob das auf nächsten Donnerstag, 22. Oktober, terminierte Spiel definitiv stattfinden wird. Der FC Affoltern wird zeitnah auf seiner Homepage www.fcaffoltern.ch informieren. Sportanlage Heerenschürli, 100 Zuschauer. Tore: 40.

Verbands-Entscheid am Dienstag Der FC Birmensdorf hat gegen das vom Fussballverband der Region Zü-

Claudio Antenen 0:1, 58. Zecirovci 1:1, 70. Kocayildiz 2:1. FCA: Steiner, Luchsinger, Sq. Bala, Konate, Sb. Bala, M. Rako (67. Good), Ismajlaj, Markanovic (54. Salis), C. Antenen, Dushaj (78. Bilic), A. Rako.


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Sport

Dienstag, 20. Oktober 2015

Erfolgreiche Saisonverlängerung RRC-Amt-Fahrer Urs Huber führt an der Crocodile Trophy Die guten Resultate in den letzten Wettkämpfen haben Urs Huber bewogen, die WettkampfSaison noch etwas zu verlängern. Bereits trägt er wieder das Leader-Trikot des australischen Mountainbike-Etappenrennens Crododile Trophy, das er schon 2009 und 2010 gewinnen konnte. ................................................... von martin platter

Das erfolgreiche SVM-Team. (Bild Mario Grond)

Fortschritte der Ämtler Leichtathleten LV Albis Schweizer Vereinsmeister U12W Nach dem Erfolg der Boys doppelten dieses Jahr die Girls nach und gewannen in der Schweizer Vereinsmeisterschaft der Kategorie 12 W den Titel. ................................................... von hanspeter feller Überhaupt war 2015 eine erfolgreiche Saison für den lokalen LeichtathletikClub. Teilnahmen an Schweizer Meisterschaften, Podestplätze an Nachwuchswettkämpfen und unzählige persönliche Bestleistungen rundeten die positive Jahresbilanz ab. Maura Kliese, Alicia Baumgartner, Arlette Kern, Jael Klöti, Mathilde Zehnder, Nina Huber, Nina und Carla Wicki heissen die Gewinnerinnen der Schweizer Vereinsmeisterschaften in der Kategorie U12 weiblich. Die Punktezahl, welche die acht Athletinnen im Juli an einem Versuch in Regensdorf erzielten, wurde von keinem anderen Schweizer Verein mehr übertroffen. Am nächsten heran kamen der LC Frauenfeld, der TV Unterseen und der ST Bern Leichtathletik. Der Wettkampf bestand aus einem Wettkampf mit 5 Disziplinen, acht Athletinnen durften starten und die 6 besten Resultate jeder Disziplin zählten. Beim Versuch musste sich die beste Weitspringerin im Team einen Nuller schreiben lassen. Mit diesem Zählresultat wäre die Dominanz der LV Albis noch deutlicher ausgefallen. Dass die LV Albis mit ihrem Ausbildungskonzept des Nachwuchses auf dem richtigen Weg ist, zeigen die weiteren Erfolge auf nationaler und kan-

tonaler Ebene. Schon lange nicht mehr konnten sich so viele Athletinnen und Athleten für die Schweizer Nachwuchs- und Staffelmeisterschaften qualifizieren und dort erfolgreich auftreten. Bigna Herold holte die Bronzemedaille im Speerwurf in ihrer Kategorie. Weitere gute Klassierungen rundeten den Auftritt an den Schweizer Meisterschaften ab. Am Schweizer Final Swiss Athletics Sprint, quasi eine Schweizer Meisterschaft für den Nachwuchs, sprintete Carla Wicki auf den hervorragenden 2. Platz. Viele Leistungsträger der Schweizer Leichtathletik sind durch die Nachwuchsprojekte des nationalen Verbandes grossgeworden. Die Schwestern Nina und Carla Wicki erscheinen gleich in mehreren Disziplinen in ihrer Kategorie in den Top Fünf der Schweizer Bestenlisten. Bigna Herold schaffte es im Speerwurf U16 auf den 4. Rang. Unter den Top Zehn der Schweiz sind in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen weitere Athletinnen und Athleten der LV Albis zu finden. Kantonale Titel, Podestplätze, gute Klassierungen an nationalen Meetings sowie zahlreiche persönliche Bestleistungen in allen Altersstufen sind das Resultat von ausgezeichneten Leistungen der verantwortlichen Ausbildner. Sie wenden unzählige Stunden von Freiwilligenarbeit auf, um den Nachwuchs auf ein gutes Leistungsniveau zu führen. Die Fortschritte sind eindrücklich. Es ist zu hoffen, dass dieser Trend anhält. Das Trainerteam betreut auch Breitensportler mit weniger Ambitionen und vermittelt diesen die Freude am Sport.

Niederlage zum Start Dem EHC Affoltern-Hedingen ist der Start in die Spielzeit 2015/16 misslungen. Die Säuliämtler verlieren auswärts gegen die ZSC Lions II mit 2:6. Die Entscheidung fällt früh. Bei der Saisonpremiere des EHC Affoltern auswärts gegen die ZSC Lions II herrschten schnell – zu schnell – klare Verhältnisse. Die Affoltemer mussten praktisch die ganze Spielzeit einem Rückstand hinterherrennen. Bereits in der 5. Minute – als ein Affoltern-Akteur auf der Strafbank sass – gelang dem Gastgeber das 1:0. Bereits nach 15 Minuten lagen die Löwen mit 3:0 vorne. Wohl konnte Affolterns Scharfschütze Sandro Strebel praktisch im Gegenzug auf 1:3 verkürzen. Aber noch vor der ersten Pause gelang den Stadtzürchern das 4:1. Immerhin wehrten sich die Säuliämtler nach

Kräften, doch für eine Korrektur reichte es nicht mehr. Jetzt hofft das Team von CoachPräsident Werner Reiterhauser bei der Heimpremiere (25. Oktober, 14.45 Uhr, Trainingshalle) auf Punkte. Gegner wird dann der Eishockey-Club Uri sein. Thomas Winter ZSC Lions II – EHC Affoltern-Hedingen 6:2 (4:1, 1:0, 1:1). Kebo-Halle Zürich. SR: Martancik, Ammann. – 5. Gürtler (Ausschluss Brügger) 1:0. 13. Hess (Rehmann, Gürtler) 2:0. 15. Staub (Hess, Weibel, Ausschluss Pfister) 3:0. 15. Strebel 3:1. 18. Staub (Hess) 4:1. 26. Dell’Avvocata 5:1. 50. Ramsauer 6:1. 52. Kevin Jud 7:1. – Affoltern: De Jongh; Sattlegger, Strebel; Brügger, Kevin Jud; Bohren, Holzner, Bischofberger; Walter, Pfister, Veronesi; Roth, Risi. – Strafen: ZSC Lions II 4-mal 2 Min. Affoltern 5-mal 2 Min. plus einmal 10 Min. (Pfister). – Nächstes Spiele: 25. Oktober: Affoltern – Eishockeyclub Uri (14.45 Uhr, Trainingshalle).

Die Saison gemütlich ausklingen lassen geht anders. Nach seinen Siegen am Iron Bike Race in Einsiedeln und am Extrème sur Loue in Ornans (bereits der vierte des RRC-Fahrers am französischen Klassiker!) wollte Urs Huber eigentlich noch an der Langkawi International Bike Challenge teilnehmen. Doch das malaysische Etappenrennen wurde aus wirtschaftlichen Gründen kurzfristig abgesagt. Huber fackelte nicht lange und meldete sich wieder einmal für die Crocodile Trophy an. Mit dem ältesten MountainbikeEtappenrennen der Welt in Queensland verbindet er zwei seiner bedeutendsten Erfolge: Die Gesamtsiege in den Jahren 2009 und 2010. Aber auch eine der qualvollsten Aufgaben als Titelverteidiger 2011. Diese Erfahrung steht sinnbildlich für MountainbikeEtappenrennen im Outback und ganz generell: Stets ist alles möglich – im positiven wie im negativen Sinn. 2011 wendete sich das Blatt down under gegen Huber. Mit komfortablem Vorsprung von mehreren Minuten war er damals in die mit 189 Kilometern (!) längste Etappe aufgebrochen. Und erlebte eine Pannenserie wie selten in seiner Karriere. Zuerst mehrere Plat-

Urs Huber an der Crocodile Trophy auf der siegreichen Fahrt an den Lake Morris, die ihm zugleich das Leadertrikot einbrachte. (Bild zvg.) ten und dann auch noch Begleitfahrzeuge, die in einem von heftigen Regenfällen stark anschwellenden Fluss steckengeblieben waren.

Nicht nur gute Erinnerungen Huber sah sich schon als Kadaver im Strassengraben verenden, als endlich der Rennleiter zu ihm aufschliessen konnte und ihn notdürftig verpflegte. Huber verlor auf dieser Etappe nicht nur seine Führung und wertvolle Minuten im Multipack. Vermutlich gab die beinahe übermenschliche Anstrengung seiner Gesundheit den Rest. Mit Fieber und einer hartnäckigen Erkältung gab er nach neun von zehn Etappen auf – und kehrte nicht mehr auf den fünften Kontinent zurück. Was auch mit dem Layout des Rennens zu tun hatte. Inzwischen wurde die Gesamtdistanz von rund 1200 Kilometern verteilt auf neun Tage auf 700 Ki-

lometer reduziert. Anstatt endloser Geraden führen die einzelnen Teilstücke nun vermehrt offroad durch das hügelige Outback. Geblieben ist der Regen. Auch dieses Jahr tropfte es vom Himmel wie 2011, aber deutlich weniger. Die erste Etappe am letzten Samstag musste deswegen nicht abgebrochen werden. Der Prolog war ein Crosscountry-Rennen etwas ausserhalb von Cairns, den Huber im zweiten Rang beendete. Vor ihm nur der junge italienische Crosscountry-Fahrer Nicholas Pettinà, der ihm allerdings 3:18 Minuten abknöpfte. Ein Makel, den Huber aber bereits auf der folgenden Etappe an den Lake Morris korrigierte. Er fährt nun wieder im Leadertrikot und kämpft mit anderen Problemen. Der Tross ist inzwischen im Outback angekommen und nächtigt nun im Zelt. Zeitgleich hat es wieder zu regnen begonnen. Es gilt, sich trocken zu halten.

Erfolgreiches Jahr für die Mädchenriege Obfelden 75 Mädchen mit Topleistungen an den Wettkämpfen Die 7- bis 15-jährigen Jugendlichen der Mädchenriege Obfelden traten dieses Jahr an verschiedenen Wettkämpfen an. Um die grosse Anzahl Mädchen optimal zu trainieren, sind diese in drei Altersgruppen aufgeteilt. Einmal wöchentlich organisiert das neunköpfige Leiterteam Trainings.Gesucht: Verstärkung! Im Mai bot der Jugendsporttag in Obfelden den Mädchen einen Heimvorteil. Dort startete man am Morgen im Einzelwettkampf in verschiedenen Disziplinen wie Sprint oder Geräteturnen. Am Nachmittag standen die Spiele auf dem Programm und zum Abschluss die Stafetten. Insgesamt konnten im Einzelwettkampf zwei 3. Ränge und 20 Auszeichnungen abgeholt werden. Im September fand der Jugendspieltag auch in der Nähe statt, nämlich in Hausen. Dort werden jeweils die schnellsten Säuliämtlerinnen gesucht. Zwölf Obfelder Mädchen liefen dabei im Final der jeweiligen Kategorien mit. Drei Läuferinnen konnten Medaillen mit nach Hause nehmen. Auch im Spiel Linienball wurde das wöchentliche Training belohnt und Obfelden gewann das Turnier. Der Wettkampftag wurde abgeschlossen mit einer Stafette aller Riegen. Dort wurde der sehr gute 2. Rang erreicht. Die Mädchenriege Obfelden trainiert in drei Riegen aufgeteilt, jeweils am Abend in der Mehrzweckhalle Zendenfrei. Die Unter-8-Jährigen (U8) trainieren am Montag ab 17.30 Uhr. Danach folgen die U10 von 18.30 Uhr bis 20 Uhr. Die «Grossen» zwischen 10

Die Mädchenriege Obfelden sucht Unterstützung im Leiterteam. (Bild zvg.)

Unterstützung fürs Leiterteam Wer möchte die Mädchenriege Obfelden ein bis zwei Mal im Monat unterstützen und zusammen mit dem motivierten Leiterteam eine Turnstunde leiten? Es gilt, den jungen Mädchen eine sinnvolle und sportliche Freizeitbeschäftigung nahezubringen. Interessierte dürfen sich zu einem Schnupperabend anmelden, um zu sehen, ob dies ihnen

und 15 Jahren sind jeweils am Mittwochabend ab 18.30 Uhr an der Reihe. Das komplette Programm für die Mädchen ist abwechslungsreich. Im März wird am Hallenwinterwettkampf teilgenommen und im Dezember steht ein Unihockey-Turnier auf dem Programm. Alle zwei Jahre geht es auf

liegt. Die Aufgabe wird ehrenamtlich absolviert. Wer sich zusätzlich zu Jugend&Sport-Leiter bzw. Leiterin ausbilden möchte, für den werden die Kosten vom Verein übernommen. Dies ist aber keine Voraussetzung für die Mithilfe. Kontakt und Infos: Hauptleiterin Ramona Stierli, ramona@stierli.net oder Telefon 079 564 72 83.

die Mädchenriegen-Reise. Hauptleiterin Ramona Stierli zeigt sich erfreut über den grossen Andrang für die Trainings, ist aber auch auf der Suche nach zusätzlichen Leiter-Personen (siehe Box). (dst) Infos unter www.tvobfelden.ch/maedchenriege.


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083 2015 by AZ-Anzeiger - Issuu