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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 78 I 166. Jahrgang I Dienstag, 2. Oktober 2012

Linde pflanzen

Neubau ein Thema

Hedingen: Eine Mehrheit wünscht sich die bisherige Kreiselgestaltung. > Seite 3

Der Ottenbacher Gemeinderat hat eine «Arbeitsgruppe Werkhof» gebildet. > Seite 3

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«Wurm» drin Langfädige ausserordentliche GV der WasserversorgungsGenossenschaft Affoltern. > Seite 4

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Artenreiche Flächen Bachrenaturierungen: Zwei Spenderflächen sollen gewünschte Vegetation liefern. > Seite 4

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Geselligkeit Viel Parteiprominenz am kantonalen SVP-Schiessen in Knonau. > Seite 7

Sammlungszentrum des Landesmuseums wird ausgebaut Alter Zeughausstandort in Affoltern wird aufgegeben – Überführung von 40 000 Objekten

Zürcher gewinnt SAM-Meisterschaft

Rund 40 000 Objekte, die in den alten Zeughäusern eingelagert sind, sollen ins Sammlungszentrum des Landesmuseums gezügelt werden. Dazu ist dort ein Neubau nötig – auch, weil im Jahr 2020 die Kapazitätsgrenze erreicht wird. ................................................... von werner schneiter Im Sammlungszentrum an der Lindenmoosstrasse in Affoltern, 2007 vom damaligen Bundesrat Pascal Couchepin eröffnet, sind heute rund 825 000 Objekte eingelagert. Jährlich kommen im Durchschnitt 5500 dazu. «Wir werden unsere Kapazitätsgrenze voraussichtlich im Jahr 2020 erreichen», sagt Bernard Schüle, Leiter des Objektzentrums. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) findet derzeit eine Bedürfnisabklärung statt. Angestrebt wird eine vollständige Zentralisierung der Objektsammlung, die nicht nur arbeitstechnisch von Vorteil ist. «Alles an einem Ort – das ist effizienter und auch in qualitativer Hinsicht besser. Zu viele Transporte schaden den Objekten», sagt Schüle, für den neben neuem Lagerplatz auch neue technische Räume für die Bearbeitung der wertvollen Objekte nötig ist.

Neubau auf südöstlicher Seite Das bedeutet: Der alte Zeughausstandort zwischen Zeughausstrasse und Zürichstrasse mit vier Einheiten, wo heute rund 40 000 Objekte eingelagert sind, wird aufgegeben. Sie werden an den heutigen Standort des Sammlungszentrums überführt, wo auf der südöstlichen Seite, zwischen Autobahnzubringer und Zürichstrasse, ein

Objektzentrumsleiter Bernhard Schüle auf dem Dach, das mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet wird. Im Hintergrund das Areal, das für den Erweiterungsbau vorgesehen ist. (Bild Werner Schneiter)

Eine illustre Politikergruppe mit den SVP-Nationalräten Hans Kaufmann und Toni Bortoluzzi, dem früheren Präsidenten der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt, Walter Ess (parteillos), Alt-Nationalrat Rolf Hegetschweiler (FDP) und dem Hausemer Gemeinde-

Mit 14 von 21 möglichen Teilsiegen hat Mike Zürcher am Wochenende die Supermoto-Meisterschaft des Schweizer Auto- und Motorradfahrerverbandes gewonnen. Auch im Finale gab sich der Hauptiker Nachwuchsfahrer keine Blösse und dominierte die Meisterschaft damit von A bis Z. Im Vorjahr war er noch Gesamtdritter geworden. Die Trainingsbestzeit brachte dem Youngster die Pole. Im ersten Lauf wurde er zwar unter misslichen Bedingungen «nur» Zweiter. Doch mit dem Triumph im zweiten Durchgang sicherte er sich bereits den Gesamtsieg. Sieg Nummer 14 in der diesjährigen SAM-Meisterschaft war quasi das Tüpfchen auf dem i. Nun hat Zürcher noch die Gesamtwertung der FSM im Visier. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 15 anzeigen

Neubau geplant wird. Nach Angaben von Bernard Schüle wird dieser zusätzliche, vierte Bau rund 4000 Quadratmeter Bodenfläche umfassen und eine Reserve aufweisen. «Im Jahr 2019 muss das neue Gebäude stehen, weil

wir am jetzigen Standort voraussichtlich 2020 die Kapazitätsgrenze erreichen werden», hält der Objektzentrumsleiter fest. In den drei heutigen Gebäuden beträgt die Fläche gesamthaft 6500 Quadratmeter, auf denen

3000 m² grosse Fotovoltaikanlage Auf dem Gebäude des Sammlungszentrums entlang der Zürichstrasse wird im Oktober/November eine Fotovoltaikanlage installiert, die sich über 3000 Quadratmeter erstreckt. «Nachhaltigkeit war uns schon bei der Planung des Sammlungszentrums wichtig», sagt Bernard Schüle,

Pro-Komitee lanciert Golf-Abstimmung Erstmals kann das Stimmvolk im Säuliamt am 25. November über eine Richtplanänderung abstimmen – und damit über das Oberämter/Zuger Golfplatzprojekt. Jetzt hat sich ein prominent besetztes Pro-Komitee gebildet.

Mike Zürcher. (Bild ezü.)

präsidenten René Hess (FDP) setzen sich neuerdings in einem Pro-Komitee für den geplanten Golfpark im Oberamt ein. Das löst in der Schweizerischen Volkspartei geharnischte Reaktionen aus, denn mit SVP-Kantonsrat Martin Haab ist ein Bauernvertreter engagierter Golfplatz-Gegner. Haab sagt denn auch, dass er von der Haltung Bortoluzzis enttäuscht sei. Das Gros der SVP-Basis sei gegen den Golfplatz. Bortoluzzi indes nimmts gelassen: Man müsse die politische Auseinandersetzung pflegen. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Leiter des Objektzentrums. Mit der Anlage kann jährlich im Durchschnitt rund ein Viertel des Energiebedarfs abgedeckt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Franken. Auch die anderen beiden Gebäude sollen mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet werden. (-ter.)

Depot, Restaurierung, Konservierung, Forschung, Fotostudio, Leihwesen und Logistik untergebracht sind. Das Sammlungszentrum beschäftigt rund 50 Mitarbeitende. Die Objekte waren vor Eröffnung des Sammlungszentrums an verschiedenen Standorten in der Schweiz untergebracht. Schüle nennt die 2007 vollzogene Zentralisierung einen Quantensprung – eine einmalige Sache, die noch heute internationale Beachtung findet und damals neue Standards setzte. «Wir geniessen einen guten Ruf und haben immer wieder Delegationen aus dem Ausland zu Besuch – sogar Vertreter aus dem Louvre in Paris», hält Bernard Schüle mit berechtigtem Stolz fest.

Für gemeinnützige Institution 20 Jahre «Herbschtmäärt» in Wettswil Jubiläumsanlass am Sonntag in Wettswil. Der im Unteramt bekannte «Herbschtmäärt» in Wettswil stiftet stets einen Grossteil seines Reingewinnes einem guten Zweck. Dieses Jahr ist die Zürcherische Pestalozzistiftung in Knonau Nutzniesserin. Neben vielen kulinarischen Köstlichkeiten boten 70 Marktstände eine Vielfalt von Spezialitäten, handwerklichen Erzeugnissen sowie einen Flohmarkt. Vereine und politische Parteien

nutzten den Grossanlass um mit Wettbewerben und Informationen für Mitglieder zu werben. Die Organisatoren und zahlreiche freiwillige Helfer welche den Grossanlass in einem eigentlichen Gemeinschaftswerk auf die Beine stellten, wurden denn auch belohnt. Nicht nur Besucher aus dem Unteramt sondern auch aus weit entfernten Regionen genossen die unbeschwerte Marktstimmung. (mu) ................................................... > Bericht auf Seite 6

200 40 9 771661 391004


Verkäufe Beschlüsse der Gemeindeversammlung vom 24. September 2012 1. Politische Gemeinde 1. Verkauf des Grundstücks Kat.Nr. 2626 (8090 m²), Törlenmatt, zum Preis von 5’258’500 Franken an die Baugenossenschaft SILU, Bassersdorf, – genehmigt. 2. Garderobengebäude Sportplatz Jonentäli; Projekt- und Kreditbewilligung, Bruttokredit von Fr. 1'400'000.– (inkl. MwSt.) – genehmigt. Rechtsmittelbelehrung: Beim Bezirksrat Affoltern am Albis, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, können – von der Veröffentlichung an gerechnet – schriftlich folgende Rechtsmittel ergriffen werden: – innert 5 Tagen Rekurs wegen Verletzung der politischen Rechte sowie der Vorschriften über ihre Ausübung (gemäss § 147 Gesetz über die politischen Rechte); – innert 30 Tagen Rekurs mit dem Begehren um Berichtigung des Protokolls (gemäss § 54 Gemeindegesetz); – innert 30 Tagen Beschwerde gegen die gefassten Beschlüsse (gemäss § 151 Gemeindegesetz). Die Rechtsmittel müssen einen Antrag und eine Begründung enthalten. Das Protokoll liegt zu den Schalteröffnungszeiten in der Einwohnerkontrolle zur Einsicht auf. Die Gemeindevorsteherschaft

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Oktober 2012

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Viele Reaktionen auf die Kreiselgestaltung Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hedingen In den letzten Wochen sind beim Gemeinderat zahlreiche Reaktionen zur momentanen Gestaltung des Kreisels auf dem Lindenplatz eingegangen. Die meisten Einsender haben sich dabei für die bisherige Gestaltung mit einer Linde ausgesprochen. Der Gemeinderat beabsichtigte ursprünglich, nach Abschluss der Bauarbeiten wieder eine Linde im Kreisel zu pflanzen. Abklärungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung zur Wiederherstellung des Kreisels haben aber die Gefahr aufgezeigt, dass früher oder später die Wurzeln der Linde die bestehenden Werkleitungen beschädigen könnten, was zu teuren Sanierungskosten führen würde. Da nach diesen Abklärungen die Zeit bis zum Dorffest für eine intensive Diskussion der Kreisel-Neugestaltung nicht ausreichte, hat man den Kreisel – so wie er sich heute präsentiert – für das Fest provisorisch hergerichtet. Der Gemeinderat Hedingen hat inzwischen die erforderlichen Aufträge zur Erarbeitung von Gestaltungsvarianten erteilt und wird nach den Herbstferien darüber befinden. Vor der Umsetzung der neuen Kreiselgestaltung wird die Bevölkerung darüber informiert.

die Regenwasserleitung Ismattstrasse unter der Arnistrasse hindurch ersetzt und vergrössert werden. Der Gemeinderat hat nun entschieden, auch die Fortsetzung bis zur Einmündung in den Hofibach auf den gleichen Durchmesser zu erweitern. Dadurch kann bei grossem Wasseranfall das Risiko von Rückstaus und Überschwemmungen auf ein Minimum verringert werden. Die Kosten für diese Massnahme betragen rund 38 000 Franken.

Erteilung des Hedinger Gemeindebürgerrechts Dominique Lukas Lipp, geb. 1980, Bürger von Sursee LU, wohnhaft Alte Affolternstrasse 24 in Hedingen, wurde ins Bürgerrecht der Gemeinde Hedingen aufgenommen. Da der Gesuchsteller bereits das Schweizer Bürgerrecht besitzt, ist die Aufnahme ins Gemeindebürgerrecht ab sofort rechtskräftig.

Die provisorische Gestaltung des Kreisels am Lindenplatz in Hedingen. (Bild Werner Schneiter) Neues Kommunalfahrzeug An der Gemeindeversammlung vom 17. Januar 2012 wurde für die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeugs vom Typ Viktor Meili 3500 H45 ein Kredit in der Höhe von netto 157 000

Franken bewilligt. Damals ging man davon aus, den bisherigen Unimog UX 100 zum Betrag von 3500 Franken in Zahlung zu geben. In der Zwischenzeit konnte das alte Fahrzeug aber von der Gemeinde direkt für 10 260 Franken verkauft werden. Die Nettokosten be-

laufen sich somit noch auf 149 299 Franken.

Regenwasserleitung Ismattstrasse Im Rahmen der Sanierung der Arnistrasse durch den Kanton musste auch

Baubewilligungen Je eine baurechtliche Bewilligung erhalten haben Jürg und Christine Briner, für eine energetische Dachsanierung an der Haldenstrasse 50, und die Kolb AG, für einen Umbau im Werkareal Maienbrunnenstrasse 1. (büc)

«Arbeitsgruppe Werkhof» gebildet – Neubau ein Thema Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Ottenbach Der Neubau eines Werkhofs ist seit längerer Zeit ein Thema. Aus einer umfassenden Standortanalyse geht hervor, dass ein Standort bei der Schulanlage am zweckmässigsten ist. Die Primarschulpflege, mit welcher die Analyse besprochen wurde, zeigte sich offen gegenüber dem Vorhaben. Für die Projektierung und Realisierung des Bauvorhabens wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, welche sich wie folgt zusammensetzt: Gemeinderat: Gemeinderat Fritz Schumacher, Werkvorstand (Vorsitz); Gemeindepräsident Kurt Weber; HBK-Mitglied Markus Gmeiner und Strassenmeister Markus Bättig. Primarschulpflege: Schulpflegerin Brigitte Baumgartner, Infrastruktur; Finanzvorstand Anastasios Minidis; Schulleiter Thomas Wettstein und Schulhausabwart Roger Hegetschweiler. Die Administration führt Gemeindeschreiber Gregor Jurt. Die «Arbeitsgruppe Werkhof» wurde beauftragt, am Standort Schulhaus die Konzeption und Planung des Werkhofs vorzunehmen, die Kosten zu ermitteln und dem Gemeinderat eine Kreditvorlage zu unterbreiten. Ziel ist ein Baubeginn im zweiten Halbjahr 2013.

senwegs führte um diese herum. Nachdem zwei Bäume altershalber gefällt werden mussten, hat man sich mit den Landanstössern auf die Begradigung der Wegparzelle geeinigt, weshalb am 27. Juni 2012 die Hochbaukommission einer entsprechenden Mutation zustimmen konnte. Da es sich um vier isolierte HochstammObstbäume handelte, sind sie formell aus dem Inventar entlassen worden. Für die Verwendung des Verkaufserlöses wird die Natur- und Heimatschutzkommission dem Gemeinderat Vorschläge unterbreiten, um das Geld wieder für den Naturschutz einzusetzen.

Baubewilligungen Folgende Baubewilligung wurde erteilt: – Xavier-Gordon Christine, Muristrasse 17a: Umnutzung der bestehenden Scheune Assek.-Nr. 198 zu einem Wohnhaus, Erweiterung des bestehenden Parkplatzes auf dem Grundstück Kat.-Nr. 262. Daneben erteilte die Hochbaukommission in Ottenbach Baufreigaben für kleinere Vorhaben im Anzeigeverfahren.

Entlassung von Obstbäumen aus dem kommunalen Inventar

Gemeindeversammlungen 2013

Am Hasenweg befanden sich vier Obstbäume, die im kommunalen Inventar der Natur- und Heimatschutzobjekte aufgenommen waren. Die bestehende Grundstücksgrenze des Ha-

Der Gemeinderat hat die Gemeindeversammlungen 2013 auf folgende Daten festgesetzt: – Rechnungs-Gemeindeversammlung: Mittwoch, 12. Juni 2013;

Redaktion: Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredatkor: Werner Schneiter

Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 475 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch

– Budget-Gemeindeversammlung: Donnerstag, 12. Dezember 2013.

Der Gemeinderat hat die Leistungsvereinbarung mit der Pro Senectute Kanton Zürich rückwirkend ab 01. Mai 2012 für die Dauer der Pilotphase bis 30.04.2014 genehmigt. Für die 14 Bezirksgemeinden erbringt die Pro Senectute nachfragegerechte Angebote, insbesondere in den Bereichen – Beratung der Leistungsbezüger/innen und ihre Angehörigen – Vermittlungen gemäss Pflegegesetz – Beratung zum Wohnen im Alter – Beratung zur Freizeitgestaltung – Koordination von Altersaufgaben im Bezirk – Projektarbeit Die Leistungsvereinbarung mit der Pro Senectute basiert auf der Grundlage des «Konzepts Pflegeversorgung Bezirk Affoltern» vom 7. Februar 2011. Mit einer in Affoltern domizilierten Beratungsstelle werden die beschriebenen Leistungen von einer Mitarbeiterin mit einem Arbeitspensum von 60% erbracht. Der jährlich wiederkehrende Kostenanteil der Gemeinde Ottenbach an den Gesamtkosten von 99 600 Franken beträgt 5810 Franken.

benden allfälligen Folgekosten betreffend Defizitdeckung genehmigt. Gemäss Fusionsvertrag übertragen die drei Vereine ihre sämtlichen Aktiven und Passiven mit Abschluss 31. Dezember 2012 an den übernehmenden Verein Spitex Knonaueramt. Sie übertragen alle Inventargegenstände, wie Mobilien, Fahrzeuge, Informatik, Medizinal- und Materiallager. Das Budget 2013 des Vereins Spitex Knonaueramt wurde an der Budgetsitzung vom 27. Juni 2012 durch die Vertreter aller Bezirksgemeinden genehmigt. Es rechnet mit Gemeindebeiträgen zur Deckung des Restdefizits von insgesamt 1,24 Mio. Franken. Gleichzeitig mit dem Abschluss der neuen Leistungsvereinbarung wird die Gewährung eines Betriebskredits neu geregelt. Die bisherigen Darlehen der Gemeinden, welche teilweise auch Sachwerte umfassten, müssen dem künftigen Geschäftsvolumen angepasst werden. Neu wird ein Darlehen gewährt, dessen Höhe sich nach der Zahl der Einwohner richtet. Dieses Darlehen wird für die ganze Dauer der Zusammenarbeit mit dem Verein Spitex Knonaueramt zur Verfügung gestellt. Für die Gemeinde Ottenbach beträgt das unverzinsliche Darlehen 56 000 Franken.

Fusion zur Spitex Knonaueramt

Beteiligung an der VRSG

Der Gemeinderat hat die Leistungsvereinbarung mit dem Verein Spitex Knonaueramt und die sich daraus erge-

Per 1. Januar 2013 vollzieht die Gemeindeverwaltung Ottenbach den Anschluss an das Verwaltungsrechen-

Leistungsvereinbarung mit Pro Senectute

Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701

Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch

zentrum St. Gallen (VRSG). Die VRSG lädt den Gemeinderat ein, sich mit maximal 24 000 Franken an der Firma zu beteiligen. Die VRSG mit Sitz in St. Gallen ist eine Aktiengesellschaft, die ausschliesslich den Gemeinden und Kantonen der Ostschweiz gehört. Sie ist seit Jahren mit verschiedenen EDVDienstleistungen und -Produkten für Gemeinden und Kantone erfolgreich auf dem Markt. Seit ehedem weist sie eine positive Bilanz aus und schüttet Gewinne aus. Nach dem Anschluss der Gemeindeverwaltung an das Rechenzentrum VRSG ist als Bekenntnis zur EDVDienstleisterin VRSG die angebotene Beteiligung im vorgeschlagenen Umfang auszuüben. Es ist eine gute Investition, die der gesetzlichen Auflage der Mündelsicherheit für Aktienanlagen vollauf entspricht.

Öffnungszeiten der Pilzkontrolle Samstag: 17 bis 18 Uhr. Sonntag: 17 bis 18 Uhr. Montag bis Freitag nach telefonischer Vereinbarung, Telefon 056 634 14 71. Pilzkontrolleurin: Pamela Rösch, Feldweg 138, Jonen AG. E-Mail: pam.roesch@freesurf.ch. Schonzeit der Pilze im Kanton Zürich ist vom 1. bis und mit 10. jeden Monats.

Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Oktober 2012

Wasser und Geld fliessen – trotzdem ist der «Wurm» drin Langfädige ausserordentliche Generalversammlung der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern Nach einer langfädigen und teilweise chaotischen ausserordentlichen Generalversammlung sagten die Genossenschafter der Wasserversorgung Affoltern Ja zur Statutenrevision. Sie lehnten aber die Schaffung einer Geschäftsprüfungskommission und den Antrag für ein Neubau-Vorprojekt ab. ................................................... von werner schneiter Das Wasser fliesst, das Geld fliesst – bei anderen Vorgängen der Wasserversorgungs-Genossenschaft Affoltern (WVA) ist offenkundig der «Wurm» drin. Nach der ordentlichen Generalversammlung im Mai reichten Genossenschafter beim Friedensrichteramt eine Klage ein – mit dem Verweis auf zahlreiche Mängel und Versäumnisse an die Adresse des Vorstandes. Im Juni folgte die Schlichtungsverhandlung, dann das Einlenken der Kläger und deren Widerruf einer Vereinbarung. Das Resultat: die Wiederholung der Generalversammlung. Diese fand letzte Woche im Beisein von 53 Genossenschaftern statt, erstreckte sich über fast vier Stunden und bot erneut ein Hickhack mit vielen Diskussionen. Diese begannen schon bei der Traktandenliste und bei der Erhebung der Mitglieder, die als mangelhaft betitelt wurde. Klar ist: ein Hahnenrecht gleich ein Stimmrecht. Und schliesslich geriet auch die Revisionsstelle ins Visier, die mit dem Hinweis auf ein Schreiben des Handelsregisteramtes als befangen bezeichnet wurde (mit deren Einverständnis wird nun eine neue Revisionsstelle gewählt, was dann später an der GV unter Traktandum 11 genehmigt wurde). Es verstrich einige Zeit, ehe sich die Anwe-

Die Wasserversorgungs-Genossenschaft bleibt – zumindest vorläufig – an der Zürichstrasse 98 in Affoltern. Das Vorprojekt für einen Neubau im Jonental wurde abgelehnt. (Bild Werner Schneiter) senden auf die Behandlung der Traktanden in der vorliegenden Reihenfolge einigen konnten. Jahresbericht, Jahresrechnung, das Budget und die Entlastung des Vorstandes wurden nach zum Teil diffusen Voten, Repliken und Dupliken schliesslich grossmehrheitlich genehmigt.

«Schaffung einer GPK ist ein Misstrauensvotum» Mit dem Verweis auf die chaotische GV im Mai, auf gravierende Fehler und die angeblich befangene Revisionsstelle kam der Antrag auf Schaffung einer Geschäftsprüfungskommission (GPK). Die Revisionsstelle kontrolliere nicht im Detail, und ab 2014 habe die Gemeinde eine Aufsichtspflicht. Die WVA sei ein Millionenunterneh-

men, sei aber betriebsblind – und es fehle an Visionen, war von Befürworterseite zu hören. In diesem Sinn wäre die Schaffung einer GPK sinnvoll, weil sie auch neue Impulse geben könne, hiess es weiter. «Wir haben das Beste gemacht», hiess es am Vorstandstisch mit dem Hinweis auf die in einer Festschrift festgehaltene Geschichte der 1885 gegründeten Wasserversorgungsgenossenschaft. Die stabile, gute finanzielle Lage widerlege die Behauptung, der Vorstand sei nicht fähig. Die Schaffung einer GPK sei ein Misstrauensvotum. «In einer Festschrift habe ich noch nie etwas Schlechtes gelesen», spottete die Befürworterseite und glaubt, dass eine Wasserversorgung auch Visionen haben müsse. Zudem seien die 6 Millionen Vermögen schlecht angelegt, zu schlecht ver-

zinst. Eine Wasserversorgung habe einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, Wasser zu möglichst günstigen Konditionen zu liefern und müsse den Fokus nicht auf eine möglichst hohe Rendite ausrichten. Eine GPK führe zu einem Kompetenzgerangel, schränke womöglich die Kompetenzen der GV ein und stelle ein Misstrauensvotum dar – und eine GPK in einer Wasserversorgung wäre ein Novum. Änderungen seien via Statutenrevision herbeizuführen, allenfalls eine Kommission zu bilden. Eher täte eine wirtschaftliche Analyse not. «Wir klönen über zu viel Geld. Da muss man das Gebührenreglement unter die Lupe nehmen», sagte ein Genossenschafter. Der Antrag auf Bildung einer GPK blieb chancenlos. Mit dem Hinweis, das Land im Jonental sei von der WVA vor über 15

Jahren gekauft worden, um einen Neubau zu erstellen, forderten Genossenschafter ein entsprechendes Vorprojekt. Es könnte die WVA-Verwaltung, einen kleinen Werkhof und Gewerberäume umfassen. Damit würden die heutigen Räume an der Zürichstrasse 98 für eine Schule frei, die Interesse bekunde. Während die einen von einer nötigen Umzonung sprachen, widersprachen dem andere und verwiesen auf ein früheres Projekt, das in der Schublade ruhe. Zuerst in kleinen Schritten weitermachen, allenfalls in Form einer Studie – so lautete der Grundtenor. Der Antrag für ein Vorprojekt scheiterte deutlich. Die Versammlung genehmigte schliesslich auch den Kreditantrag von 250 000 Franken für die Beschaffung eines Lecküberwachungssystems – aber nicht ohne ausgiebige Diskussion, die sich in technischen Details verlor. Und den Vorwurf enthielt, vorliegend sei im Rahmen der Evaluation gegen die Submissionsverordnung verstossen worden.

Statutenrevision – auch das eine «Zangengeburt» Nachdem der Erneuerungsplan der Versorgungsleitungen für das Jahr 2013 gutgeheissen wurde, machte sich die GV auf zur Behandlung der revidierten Statuten, die wiederum gekennzeichnet war von vielen formaljuristischem «Beigemüse» – und einer ausgiebigen Diskussion darüber, ob Hahnenrechte zum damaligen Erwerbspreis oder zum aktuellen Preis zurückgezahlt werden sollen. Es bleibt beim damaligen Erwerbspreis. Auch die Erneuerung der Tarifordnung gab vor dem Hintergrund eines ordentlichen Vermögens viel zu reden. Wir verkürzen es auf einen Satz: Der Vorstand wird der nächsten GV einen Vorschlag unterbreiten.

Die Geschichte eines Starrköpfigen

Möglichst artenreiche Flächen entstehen lassen

«Überflug mit Albatros» – neues Buch von Reto Lay aus Aeugst.

An den renaturierten Abschnitten des Hofibachs und des Moosbachs soll künftig grösstmögliche Artenvielfalt herrschen. Das Saatgut dazu liefern zwei Spenderflächen in Aeugstertal und an der Reuss.

Auf dem Rücken eines Königsalbatros begibt sich Jonny auf grosse Fahrt. Zunächst von Flugangst und anderen Bedenken geplagt, fühlt er sich endlich einmal einfach nur wohl. Er vertraut sich dem Riesenvogel an, um eine Reise in sein eigenes, bisheriges Leben zu wagen. Im Halbtraum durchlebt er noch einmal markante Stationen seines wechselvollen Weges, schwierige Situationen und bahnbrechende Ereignisse. Ehrgeizig und wissbegierig hatte er sich stets vollkommen der Arbeit verschrieben, dabei so manches Mal alles um sich herum vergessend. Ein Hirninfarkt zwang ihn auf schmerzvolle Weise zu neuen Erkenntnissen. Jonny musste sich Arbeitssucht eingestehen und neue Wege einschlagen. Auf dem weiten Flug über Länder und Meere reflektiert er seine Hoffnungen, Schwächen und Erfolge.

Ehrlich und beeindruckend In seinem neuen Buch bettet der Aeugster Autor seinen Werdegang in poetische Bilder und psychologische Reflexionen. Ein ehrliches, beeindruckendes Werk. Reto Lay: Überflug mit Albatros, 96 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-8280-3021-3.

Bachrenaturierungen: Zwei Ämtler Spenderflächen sollen gewünschte Vegetation liefern

................................................... von thomas stöckli «Was machen die da?», dürfte sich mancher Passant gefragt haben, der in den vergangenen Tagen das Treiben am Moosbach in Zwillikon und am Hofibach zwischen Hedingen und Zwillikon mitbekam. Mit Heugabeln waren Männer und eine Frau beschäftigt, Schnittgut an den neu befreiten Bachläufen zu verteilen. «Direktbegrünung heisst das», verrät Hans Peter Hediger, Naturschutzbeauftragter der Fachstelle Naturschutz. Dabei wird Schnittgut einer Wiese direkt auf die zu begrünende Fläche verteilt. Die Samen fallen vom trocknenden Gras auf die Erde und finden hier günstige Umstände für eine erfolgreiche Keimung. Als Spenderflächen dienten in diesem Fall das Häulimas, Aeugstertal, und die Lunner Allmend, Obfelden. Beide zeichnen sich durch eine grosse Artenvielfalt aus – und weisen vor allem kaum Problempflanzen auf.

Von Hand aufgeladen und auch von Hand wieder ausgetragen. Esther Hediger und Kurt Heiniger verteilen das Schnittgut aus den Spenderflächen im Häulimas und in der Lunner Allmend am Hofibach. (Bild Thomas Stöckli) Die aktuelle Direktbegrünung bringt zumindest die späten Samen – etwa jene vom Pfeifengras – aus den Spenderflächen an die neu angelegten Bachläufe. Als «blinde Passagiere»

kommen Lebewesen wie Insekten und Spinnen mit. Dieser Nebeneffekt ist durchaus erwünscht. Weil je nach Zeitpunkt die Früh- oder Spätblüher aussen vor bleiben, kann eine Direkt-

begrünung nie als einziges Mittel für eine naturnahe Begrünung dienen. Es gilt also in Zukunft zu verschiedenen Zeitpunkten gezielt weitere Samen zu sammeln und auszustreuen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Oktober 2012

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Überparteiliches Komitee für den Golfplatz im Oberamt gegründet Bekannte Lokal- und Nationalpolitiker werben für das interkantonale Projekt Eine illustre Politikergruppe setzt sich für das Golfprojekt im Oberamt ein. Dabei sind auch der Hausemer Gemeindepräsident René Hess und SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi. Was sind ihre Gründe und wie reagieren die Gegner des geplanten Golfplatzes, der die Gemeinden Kappel, Hausen und Baar tangiert?

und Bundesebene hätten Bewilligungen für neue Golfplätze künftig einen schweren Stand, ist Haab überzeugt.

Bortoluzzi: «Willen der Grundeigentümer respektieren»

................................................... von martin platter Der Kampf um den geplanten Golfpark im Oberamt, der je zur Hälfte der 80 Hektaren auf Zürcher und auf Zuger Boden geplant ist, geht in die nächste Runde. Noch bevor das Stimmvolk am 25. November 2012 erstmals im ganzen Säuliamt über die Richtplanänderung abstimmen kann, werben namhafte Politiker für das Projekt. Die SVP-Nationalräte Hans Kaufmann und Toni Bortoluzzi sind ebenso im Pro-Komitee vertreten, wie der frühere Präsident der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt, Walter Ess (parteilos), Alt-Nationalrat Rolf Hegetschweiler (FDP) und der Hausemer Gemeindepräsident René Hess (FDP). Ist das für René Hess kein Interessenkonflikt mit seinem Amt als Präsident in der betroffenen Gemeinde? «Der Gemeinderat hat sich offiziell für den Golfplatz ausgesprochen, und ich bin auch persönlich vom Projekt überzeugt. Weshalb sollte ich da nicht zu meiner Meinung stehen?», fragt Hess

Ausschnitt aus einem Flyer des Golfparks Zugersee: Neuerdings setzt sich eine illustre Politikergruppe für das Projekt im Oberamt ein. (Bild zvg.) zurück. Probleme mit seiner und der Unabhängigkeit des Gemeinderates sieht er nicht: «Ich finde das Projekt gut und stehe dazu.» Anders sähe es für Hess aus, wäre er gegen das Projekt gewesen: «Dann hätte ich nicht im gegnerischen Komitee mitgewirkt. Das wäre tatsächlich ein Interessenkonflikt gewesen.» Rolf Heer vom gegnerischen Komitee «IGnoGolf@HausenKappelBaar» meint dazu: «Es ist schwierig abzuschätzen, wie die Leute in Hausen reagieren werden, wenn sich der Gemeindepräsident im Pro-Komitee engagiert. Da werden vermutlich einige keine Freude haben.» Auch das Engagement von Toni Bortoluzzi stuft Heer als nicht ganz unproblematisch ein,

denn die SVP-Basis im Säuliamt habe sich mit Kantonsrat und Landwirt Martin Haab an der Spitze bisher mehrheitlich gegen das Projekt ausgesprochen.

Martin Haab nicht begeistert vom Engagement Bortoluzzis Martin Haab bestätigt dies auf Anfrage. Der SVP-Kantonsrat räumt ein, dass er nicht begeistert sei von Toni Bortoluzzis Engagement im Pro-Komitee. Bei Nationalrat Hans Kaufmann sei die Position stets klar gewesen. Als Golf-Europameister der Bundesparlamentarier habe Kaufmann aus seinem Hobby nie einen Hehl gemacht. Er werde voraussichtlich auch an der

kommenden SVP-Bezirksdelegiertenversammlung Ende Oktober als Befürworter des Golfparks Zugersee auftreten und sich den Argumenten von Gegner Rolf Heer stellen. Bortoluzzi dagegen habe seine Meinung bisher nicht öffentlich kundgetan. Auch seien bisher keine Parolen gefasst worden. Haab schätzt aber, dass mindestens zwei Drittel der hiesigen SVP-Basis gegen den Golfplatz sind. Denn die Volkspartei sei im Säuliamt sehr eng mit den landwirtschaftlichen Anliegen verknüpft. «An der Bezirksdelegiertenversammlung am 29. Oktober werden wir über die offizielle SVP-Parole zur Vorlage abstimmen», stellt Haab in Aussicht. Nach den jüngsten Entscheiden auf Kantons-

Toni Bortoluzzi konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, als er von den Reaktionen vernahm. Er sei von Golfplatz-Mitinitiant und -Geldgeber Ruedi Vonplon angefragt worden, ob er im Pro-Komitee mitmachen wolle. Bortoluzzi nannte auch die Gründe für seine Zusage, obschon er selber kein Golfspieler sei und auch keiner werden wolle: «Für mich steht klar im Vordergrund, dass die Grundeigentümer einverstanden sind mit dem Golfprojekt und ihre Einwilligung gegeben haben.» Es sei nicht Aufgabe des Staates, diese Grundeigentümer zu bevormunden. «Ihr Wille, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen, sollte auch vom Souverän respektiert werden.» Zudem sei das Landstück mit dem Golfplatz ja nicht verloren. Sollte es tatsächlich irgendwann zu einem Rückbau kommen, könne in absehbarer Zeit wieder Landwirtschaft auf der Parzelle betrieben werden, erklärte Bortoluzzi. Er habe diesen Standpunkt bereits am Rande der Delegiertenversammlung im Vorfeld der A4-Zubringer-Abstimmung geäussert und könne akzeptieren, dass man sich uneinig sei. Sogar seine Frau sei gegen den Golfplatz. Das sei aber nicht weiter schlimm. Man müsse die politische Auseinandersetzung pflegen, meinte Bortoluzzi gelassen.

«Ton fasziniert mich seit 30 Jahren» Walter Altorfer zeigt seine Raku-Skulpturen aktuell in der Schalterhalle der ZKB Affoltern Den Kunden der ZKB Affoltern wird die allfällige Wartezeit in der Schalterhalle aktuell durch Raku-Kunst von Walter Altorfer aus Aeugst versüsst. Die Skulpturen dürfen sowohl bestaunt als auch erworben werden. ................................................... von thomas stöckli Im Abstand von rund drei Jahren hat Walter Altorfer, Keramikkünstler aus Aeugst, seine Werke bei Elfi Bohrer in der Galerie für Gegenwartskunst gezeigt. Mit der Ausstellung in der ZKBSchalterhalle versucht er nun, ein anderes Publikum zu erreichen. Im Jahr ermöglicht es die ZKB Affoltern bis zu fünf Künstlern, ihre Werke zu präsentieren. «Der Aussteller nennt seine Vorstellungen und wir schauen, wie sich das mit der Schalterhalle vereinbaren lässt», so Bruno Schöbi von der ZKB Affoltern. Meist seien es allerdings Bilder und nicht Skulpturen.

Spiel mit Form, Struktur und Farbe Der Kern der aktuellen Ausstellung befindet sich im Eingangsbereich der Schalterhalle, etwa die «Skylines», die in mehr als einer Hinsicht faszinieren können. Da sind einerseits die Aufbrüche und Risse, in denen der körnige Schamott feine Akzente setzt. In einem späteren Bearbeitungsschritt entstehen beim Brennen und Abkühlenlassen der teils glasierten Skulptur in Zusammenhang mit organischen Materialien und Sauerstoffmangel dann

«Leuchtender Kosmos» in den Händen – als Ausgleich zu den geraden Formen gestaltet Walter Altorfer immer wieder runde Skulpturen. (Bild Thomas Stöckli) die farblichen Variationen, die so typisch sind für den Rakubrand. Die chemischen Reaktionen lassen sich zwar nicht absolut kontrollieren, ein erfahrener Raku-Keramiker kann das Ergebnis jedoch gezielt beeinflussen. Die neusten Skulpturen – vor wenigen Wochen entstanden – müssen in der Ausstellung erst entdeckt wer-

den: Sie sind in den drei abgeschirmten Beratungs-Bereichen der Schalterhalle. «Man darf sie anschauen, man darf sie aber auch kaufen», sagt Walter Altorfer über seine Skulpturen. Der Künstler arbeitet gerne mit geometrischen Linien-Formen, braucht als Ausgleich aber auch immer wieder runde Sachen. Der Grund ist sinnlicher Na-

tur: Für Eckiges brauche man Werkzeug, doch eine Kugel nehme er Hunderte Mal in die Hand und das sei ein spezielles Gefühl, so Altorfer.

Mehr Spielraum als ein Bildhauer «Ton fasziniert mich seit 30 Jahren», verrät der Künstler. Im Gegensatz zum

Steinhauer könne er nicht nur Material wegnehmen, sondern auch wieder ansetzen. «Ich habe mehr Spielraum, kann mehr Risiko eingehen», bringt er es auf den Punkt. Die Keramik-Kunstwerke von Walter Altorfer sind noch bis Mitte November während der normalen Öffnungszeiten in der Schalterhalle der ZKB Affoltern zu bestaunen.


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 2. Oktober 2012

Fliegende Turnschuhe für guten Zweck 20. Wettswiler «Herbschtmäärt» mit 70 Marktständen und einem vielfältigen Angebot

Sehr gut besuchter «Herbschtmäärt» in Wettswil: Entspannte Marktstimmung. (Bilder Martin Mullis)

Schwieriger Wettbewerb mit fliegenden Turnschuhen.

Der Traditionsanlass im Unteramt, der Wettswiler «Herbschtmäärt», feierte dieses Jahr sein 20-Jahre-Jubiläum. Ein Grossteil des Erlöses geht an die Pestalozzistiftung in Knonau.

ebenfalls recht unsanft aus dem Sattel, er durfte dafür von den erwachsenen Zuschauern weit mehr Anerkennung als Schadenfreude entgegennehmen. Beim Stand des Feldschützenvereins bot sich sogar die Gelegenheit mit einer Armbrust Wilhelm Tell nachzueifern. Auf dem ganzen Marktareal herrschte eine sehr gut spürbare fröhliche und entspannte Stimmung. OK-Präsident Remo Buob rühmte denn auch das jährliche Gemeinschaftswerk, das traditionellerweise einen Hauptteil des Erlöses einer ge-

................................................... von martin mullis Bereits am frühen Nachmittag herrschte vor der Schulanlage «Mettlen» in Wettswil ein veritables Gedränge. Besucher nicht nur aus dem Unter-

amt, sondern vom ganzen Bezirk, schlenderten an den 70 Marktständen vorbei und genossen die vielfältigen Angebote und die feinen kulinarischen Köstlichkeiten. Und an attraktiver Auswahl und einigen lustigen Wettbewerben fehlte es am Jubiläumsanlass wahrlich nicht. So organisierte der Turnverein einen ziemlich skurrilen Wettkampf, bei dem ausgelatschte Turnschuhe über eine hohe Latte und einige Meter weit in drei verschieden grosse Fässer geworfen werden mussten. Nicht weit davon entfernt drehte sich ein, zwar künstlicher aber den-

noch nicht minder wilder Stier, mit heftigem Schaukeln um die eigene Achse. Um die waghalsigen und vielfach noch sehr jungen Reiter zu schützen, bockte der Plastik-Bulle in einem gut gepolsterten Ring.

Fröhliche Stimmung auf dem Marktareal Wer in hohem Bogen buchstäblich auf die Nase fiel, erntete dafür mindestens ein herzliches Lachen der staunenden Zuschauer. So purzelte der achtjährige Steven Herzog aus Wettswil zwar

meinnützigen Institution zukommen lässt. Berücksichtigt wird dieses Jahr die Zürcherische Pestalozzistiftung in Knonau. Dieter Loosli, Leiter der Stiftung, liess es sich nicht nehmen und bot an einem Stand als kleinen Dank für die Zuwendung den Markbesuchern ein Glas frischen Süssmost an. Remo Buob betonte die ausserordentlich gute Zusammenarbeit mit den vielen Dorfvereinen und den zahlreichen freiwilligen Helfern, welche den weitherum bekannten Anlass zu einem eigentlichen Gemeinschaftswerk des Dorfes machen.

forum

Abschied mit einem lachenden und Der Angstmacher einem weinenden Auge Gemeindeversammlung zur Umzonung im Stüdler, Ottenbach.

Gustav Etter, Pfarrer in Ottenbach, wird pensioniert Nach sechs Jahren seelsorgerischer Tätigkeit verlässt Pfarrer Gustav Etter infolge Pensionierung die Gemeinde Ottenbach. Der Dekan bezeichnet die Einwohner des Säuliamtes als offen und warmherzig. ................................................... von martin mullis

Pfarrer Etter lächelt etwas verschmitzt, als er über seine Pläne für die kommende Pensionierung spricht. Gusti, wie er sich selber nennt, freut sich sichtlich über die künftig vermehrte Freizeit und die Möglichkeit einige Dinge tun zu können, die ihm während den Berufsjahren verwehrt blieben. Allerdings, gibt er zu bedenken, ganz so leicht falle ihm der Abschied von Ottenbach denn auch wieder nicht. Mit einem doch etwas wehmütigen Blick schaue er auf sechs glückliche und befriedigende Jahre im Säuliamt zurück. Die Dorfgemeinschaft in Ottenbach habe sich ihm gegenüber als äusserst offen gezeigt und ihn von Anfang an herzlich willkommen geheissen. Im kleinen Dorf an der Reuss habe er viele schöne fröhliche und auch bewegende Stunden erlebt. Ein ganz besonderer Höhepunkt im Kirchenjahr sei jeweils der Flüchtlingssonntag gewesen. Die Begegnungen mit Menschen aus fremden und weit entfernten Ländern, die reizvolle Mischung der Musik mit Gospel und Alphorn im Pfarrgarten würden immer in seiner Erinnerung bleiben, versichert Pfarrer Etter. Als Dekan im Bezirk habe er ne-

Pfarrer und Hobby-Jazzmusiker: Pfarrer Gustav Etter verabschiedete sich musikalisch von Ottenbach. (Bild Martin Mullis) ben dem gesamten kirchlichen Knonauer Amt auch viele Menschen kennen und schätzen gelernt. So sei ihm das Säuliamt ans Herz gewachsen. Auch wenn er nun nach Zürich-Altstetten zügle, werde er stets mit dem Bezirk Affoltern verbunden bleiben. Auf die Frage, ob er nicht befürchte, im kommenden Alltag von Langeweile eingeholt zu werden, lacht Pfarrer Etter herzlich. Bereits habe er mit seiner Frau eine zweimonatige Reise nach Südostasien gebucht. Ausserdem würden seine fünf Enkel künftig garantiert dafür sorgen, dass er keine zusätzliche Beschäftigung suchen müsse. Der bereits weisshaarige Mann fürch-

tet jedoch auch noch wegen einem anderen Umstand keine Monotonie in seinem bevorstehenden Ruhestand. Immerhin spielt er in der Jazz-Band «As It Is» das Altsaxofon. Dieses ergriff er denn auch während dem Gottesdienst, welcher als «Chilbigottesdienst» und zugleich als Abschied für den beliebten Pfarrer in Ottenbach organisiert wurde. Pfarrer Etters Beliebtheit in Ottenbach zeigte sich beim riesigen Aufmarsch der Kirchenmitglieder im Gemeindesaal am Sonntagmorgen. Gegen 200 Gläubige fanden sich zum Gottesdienst ein, um sich von Gusti Etter zu verabschieden.

Bereits an der Orientierungsversammlung vom 5. September 2012 zum Gestaltungsplan Stüdler malte Herr Ramseier die Horrorvision, wie eine maximale Gewerbeausnützung in Erscheinung treten könnte. Er versuchte seine vielen Wohnblöcke den Einwohnern – wohl als kleineres Übel – schmackhaft zu machen. Auf die Frage, ob es Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen werden sollen, hielt sich Herr Ramseier bedeckt. Auf die kritischen Fragen zur Erschliessung und den Ausbau der vorderen Stüdlerstrasse konnten weder Herr Ramseier noch der Gemeinderat schlüssige Antworten geben. Nun malt Architekt Ramseier erneut schwarz in seinem Leserbrief im Anzeiger vom 28. September 2012 und seinem Flugblatt zur Umzonung Steinhof, die ehrlicherweise Stüdler heisst. Angst machen will er den Anwohnern mit dem Verkehrsaufkommen. Die wenigen Lastwagen oder Lieferwagen, können in der Tempo-30-Zone gar nicht schneller fahren, sonst kippen sie seitwärts. Eltern, die ihre Kinder in die Krippe, in den Musikunterricht oder zur Schule fahren müssen, weil sie im Stüdler so weit davon entfernt wohnen würden, fahren locker mit 50 durch die Schikanen! Und es wären viele Autos mehr als heute!

Handwerk hat goldenen Boden Die Gemeinde sollte das Gewerbeland Stüdler nicht umzonen. Es ist wie Familiensilber, das nicht verscherbelt werden sollte. Es sollte der Allgemeinheit langfristig als Raum zum Broterwerb dienen. Die Gemeinde kann Walter Ramseier eine Frist von 10 bis 15 Jahren setzen, Gewerbe anzusiedeln und dann auf die heutige Nutzungsflä-

che zurückzonen, wenn keine Mehrnutzung stattfand. Bauzonen kann man abtauschen, so dass Win-win-Situationen entstehen, z.B. könnte die Firma Eichhorn auch im Stüdler oder Steinhof ihren Betrieb erweitern.

Verwalten statt gestalten Und zur Kulturlandinitiative, die Herr Ramseier auch noch bemüht: Im Jahr 2007 hatte der Heimweh-Ottenbacher Ernst Hauenstein der Gemeinde 6600 Quadratmeter Reservezone im Gebiet Lanzen vererbt. Was hat der Gemeinderat unternommen? Nichts. Er wartet bis der Kanton die Reservezone aus dem Richtplan kippt. So entgehen uns allen 4 bis 5 Mio. Franken, die mit einem Baulandverkauf oder einer eigenen zweckmässigen Nutzung durch die Gemeinde (zum Beispiel Miet- oder Alterswohnungen) hätten als Wertzuwachs für die Gemeindekasse realisiert werden können. Statt zentral gelegene Wohnzonen in den Reservezonengebieten zu schaffen, soll – am weitesten von Schulen und Ladengeschäften entfernt – Gewerbeland im Stüdler umgezont werden. Das ist absoluter Unsinn!

Nein zu privater Spekulation Soll das Gebiet Stüdler privaten Spekulationen überlassen werden? Nein! Die Belastungen durch den Mehrverkehr, Autoverkehr von 30 bis später wahrscheinlich 60 bis 80 Eigentumswohnungen würden den Anwohnern zugemutet. Wollen Sie das? Gehen Sie an die Gemeindeversammlung vom 3. Oktober und stimmen Sie Nein! Hans Häusermann, IG Gesunde Dorfentwicklung, Ottenbach ................................................... > Weiterer Leserbrief zum Thema auf Seite 7


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Dienstag, 2. Oktober 2012

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Keine Rösslistumpen, aber ein Christoph Mörgeli, der auch ins Schwarze trifft Viel Parteiprominenz am SVP-Schiessen in Knonau – Bundesrat Ueli Maurer meldete sich per SMS ab ................................................... von werner schneiter

K

eine Partei pflegt urschweizerische Traditionen so intensiv wie die SVP. Was Wunder also, dass auch auf kantonaler Ebene ein SVP-Schiessen stattfindet – dieses Mal trafen sich am Wochenende rund 500 Schützinnen und Schützen in Knonau, darunter zahlreiche Amtsträger. Aber auch für die Regierungs-, Nationalund Kantonsräte stand nicht der nackte Wettkampf im Vordergrund, sondern die Geselligkeit – und ein lockerer Austausch fernab von Parlamentsdebatten oder Sitzungszimmern. Was aber nicht bedeutet, dass die aktuelle Politik aussen vor blieb. Für einmal aber spielte die Form der «Verpackung» von Gesprächen nicht dieselbe Rolle wie im ernsten Politalltag, wo «Political Correctness» angezeigt ist. Bei Weisswein und Wurst im Festzelt machten am Promitisch so manche Sprüche die Runde, die man nur unter Gesinnungsfreunden von sich gibt – und nicht auf die berühmte «Goldwaage» gelegt werden. Dazu gehören auch ein paar Hänseleien, vor allem wenn über die Schiessresultate diskutiert wird. Regierungspräsident Markus Kägi schoss 48 Punkte – weniger als andere, aber bedeutend mehr als Nationalrat Toni Bortoluzzi, der sich mit 39 zufriedengeben musste. «Hätte ich mit dem Jagdgewehr antreten können, so wäre mein Resultat bedeutend höher ausgefallen», analysierte der passionierte Jäger Kägi seine Ausbeute in Knonau. Nationalrat Max Binder schiesst viermal jährlich und glaubt, der geborene Schütze zu sein. «Ich bin schliesslich auch im Sternzeichen des Schützen geboren», so die fachlich nicht ganz überzeugende Antwort auf sein Resultat, das er danach am Tisch dann gar nicht mehr kommentieren wollte ... Fest steht: Sein Standblatt zieren zwei Nuller. Auch einer, auf den sonst derzeit ziemlich viel geschossen wird, legte sich auf die Matte im Schiessstand: Christoph Mörgeli. Er schiesst nach eigenen Angaben «sonst nie» und benötigte eine Assistentin. Dass er dennoch auf 46 Punkte kam, lässt vermuten,

dass er auch mal ins Schwarze getroffen hat. Als das weitaus grösste Schiesstalent entpuppte sich Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker, der auf stolze 70 Punkte kam. Ein Talent deshalb, weil er übers Jahr kaum einmal zum Schiesseisen greift. Übertroffen wurde er vom Schweizer Botschafter in Abidjan, David Vogelsanger, der auch im Säuliamt lebt: 74 Punkte! Derweil die Schiesskunst von Bundesrat Ueli Maurer ein Rätsel bleibt. Der Sportminister hatte seine Teilnahme in Knonau angekündigt, musste aber passen. Das teilte er Toni Bortoluzzi in einem SMS mit. «Er hat in Bern eine wichtige Sitzung», so Bortoluzzi – ohne zu wissen, was dort sonntags auf der Traktandenliste steht.

Maurers Kommentar in London Gleichwohl blieb Maurer in Knonau ein Thema – bei der Ansprache von Regierungspräsident Kägi. Er holte bei den olympischen Sommerspielen von London Anlauf und zog den Bogen zum Schützenfest. Das sei nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern auf jenem von Maurer, sagte Kägi mit dem Hinweis auf eine bundesrätliche Aussage in London, die einige Wellen schlug. Dort kommentiert der Sportminister das schlechte Abschneiden der Schweizer Schützen mit der Bemerkung, nur die Rösslistumpen hätten gefehlt. Einige (Spitzen-)Schützen seien wohl betupft gewesen, in Schützenkreisen sei darob aber kein Unmut geäussert worden. Kägi suchte im Festzelt nach Rösslistumpenrauchern. Er vermutet, dass dass diese Stumpen nach der Abstimmung vom vorletzten Sonntag «vor lauter Freude aktiv und passiv weggeraucht worden sind». Schiessen sei in der Schweiz ein Breitensport mit grossem Rückhalt in der Bevölkerung. Darum sei es halt besonders schmerzhaft gewesen, dass die Schweiz auf internationalem Parkett glanzlos geblieben sei. Trotz dem kollektiven Rückhalt sei das Schiessen in der Schweiz nicht unbestritten. Es gehe halt um Waffen, und diese seien gefährlich. «Diese Waffen sind wenigs-

Entspannte Diskussionsrunde im Festzelt: Bankrat Fredi Binder (stehend, links) unterhält sich mit Regierungspräsident Markus Kägi (r.). Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (hinten, rechts) und OK-Präsident Peter Zürcher (links) hören zu.

Hilfe für Nationalrat Mörgeli. (Bilder Werner Schneiter) tens ehrlich, denn sie verbergen nicht, dass sie gefährlich sind», sagte Kägi, der ganz andere Waffen für gefährlich hält, weil sie vermeintlich harmlos daherkommen: die Ethik zum Beispiel, sagte er mit Blick auf den Steuerstreit mit Deutschland. Der brave Steuerzahler soll nicht der Dumme sein. «Ja, aber hinter diesem so hochkarätigen Argument steckt nichts als knallharte

Nationalräte Bortoluzzi (l.) und Keller im Schiessstand.

Interessenpolitik.» Da lobe er sich echte Waffen. Hier drücke man ab, es «chlöpfe» – und da wisse jeder, woran er sei – im Gegensatz auch zu Computern, etwa, wenn man eine E-Mail an die falsche Adresse schicke oder einen Blog-Beitrag veröffentliche, bevor ein paar Anwälte drübergegangen seien. Fragwürdige Waffen sieht Kägi auch in Form von Indiskretionen und Ver-

unglimpfungen. «Wenn sich dann Christoph Mörgeli wehrt, legt man ihm das als aggressiv und überempfindlich aus. Und am Ende kommt man dann wahrscheinlich noch mit wissenschaftlicher Ethik ...» Für ihn gehören Schützenfeste und SVP-Schiessen zu den letzten Bastionen von einem friedlichen, freiheitlichen und aufrichtigen Leben.

forum

«Ramseiers wei go grase ...»

SVP Hausen auf Reisen

Die Umzonung in Ottenbach ist mir ein grosses Anliegen, Leserbrief im «Anzeiger» vom 28. September.

Zwar stehen für die SVP Hausen am Albis die politischen Fragen innerhalb der Gemeinde weiterhin im Vordergrund. Doch auch dieses Jahr war wieder ein Ausflug auf dem Programm. Ende September schwärmte eine rund 30-köpfige Gruppe Richtung Zentralschweiz aus. Der erste Dank ging an Pilot Albi Moroff, der unkompliziert eine Besichtigung der Pilatuswerke in Stans einfädeln konnte. Dort produzieren rund 1300 Angestellte seit Jahrzehnten Kleinflugzeuge, welche in die ganze Welt exportiert werden. Es handelt sich ausschliesslich um Flieger für den privaten Gebrauch sowie solche für Trainingsflüge von Armeen, nicht jedoch für Kampfeinsätze. Auch über hundert Lernende werden ausgebildet. Für die Innerschweiz ist dieser Betrieb ein bedeutender Arbeitgeber. Als attraktive Zugabe konnte nach dem Mittagessen noch eine Flugschau auf dem Flugplatz Buochs mitverfolgt werden. Am Nachmittag wurde dem Bundesmuseum in Schwyz die Reverenz erwiesen. Interessantes aus der Ge-

Landeigentümer Ramseier, der in Zürich wohnt und der im Stüdler mit der geplanten Aufzonung von Gewerbezu Wohnzone sich dermassen um unser Dorf sorgt, weil er nicht will, dass wir im Lastwagenverkehr versinken, zeichnet mithilfe von Schneider Communications – einem Ottenbacher Gewerbevereinsmitglied – ein Horrorszenario auf. Er illustriert Gewerbe mit riesigem Lastwagenpark, LKW die künftig – falls das Gebiet von den Ottenbachern nicht zur Wohnzone gemacht wird – von früh bis spät im Stüdler die Wohnstrassen unsicher machen werden. Damit will er insbesondere den Anwohnern Angst machen. Er streut uns Ottenbachern Sand in die Augen, um uns glauben zu machen, dass er im Handumdrehen einen Käufer für eine Maximalüberbauung finden

kann. Warum hat er dies denn nicht bereits umgesetzt? Bisher lag die Ausnützung seiner Gewerbezone unter 20%! Eher wahrscheinlich ist, dass der Mehrverkehr durch neue Anwohner, die ihre Kinder in die weit entlegene Schule fahren müssten, viel grösser sein würde, als die paar wenigen Lastwagen. Eher wahrscheinlich ist auch, dass Ramseier statt der Ottenbacher Interessen seine eigenen im Sinn hat und mit der geplanten Umzonung etwas dazuverdienen möchte. Ausserdem informieren uns Ramseier/Schneider, dass die Agenda «läbigs Ottenbach» bereits überholt ist. Demgegenüber liest man in den Projektstudien der ZHAW des Bachelorstudiengangs Architektur «Verdichten Knonauer Amt – Ottenbach» – die Ausstellung dazu organisierte der Gemeinderat vor einem Jahr in Ottenbach – dass Verdichten noch immer im Trend liege. In ihren Projektstudien planten die künftigen Architekten keine Wohnghettos am Rande des

Dorfes, am weitesten von Schulen und Einkaufsmöglichkeiten entfernt. Da machen 42 angehende Architekten 20 Projektstudien, aber der Gemeinderat legt sie (ungesehen?) beiseite und agiert selber als Katalysator der Spekulation. Interessant ist nur, dass der Gemeindepräsident im Vorwort der genannten Studie selber davon redet, dass die Bewohner ein gemässigtes Wachstum wollen und dass die jetzigen Reservezonen dosiert für den Wohnungsbau zugänglich gemacht werden sollen. Halten wir an der Agenda «läbigs Ottenbach» fest, die die ganze Dorfbevölkerung ausgearbeitet und mit der sie sich für ein gemässigtes Wachstum im Dorf engagiert hat und leisten wir der Spekulation einiger weniger keinen Vorschub. Deshalb ein Nein zur Umzonung Stüdler/Steinhof an der Gemeindeversammlung vom 3. Oktober 2012. Felix Hofstetter, Ottenbach

schichte hörten die Teilnehmenden auf einem geführten Rundgang. Für viele war es seit der teils doch lang zurückliegenden Schulzeit wieder der erste Besuch an dieser historischen Stätte. Den Original-Bundesbrief aus dem Jahr 1291 – zwar hinter dickem Glas gesichert – sehen zu können, ging manchem unter die Haut. Danken konnte Parteipräsident Hansueli Studer auf der Rückreise nicht nur einem grosszügigen Sponsor, welcher die Kosten für Carfahrt und Führungen übernommen hatte. Auch Erika und Ruedi von Allmen erhielten Applaus für die umsichtige Organisation des Anlasses. Erfreut war die Reiseschar sodann über die Begleitung durch den amtsjüngsten Gemeinderat Gregor Blattmann sowie den langjährigen SVPOrtsparteipräsidenten Louis Hafner aus Mettmenstetten und Heinrich Aeberli, SVP-Urgestein aus Bonstetten, mit Gattinnen. Erich Rüfenacht


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Gewerbe

Dienstag, 2. Oktober 2012

Verliebte Feinde

Auffangstation

Lesung des Biografen Wilfried Meichtry in der Regionalbibliothek Affoltern. > Seite 11

Zwischen Kaninchen und Mini-Pigs: Ämtler Tierschützer agieren in Dietikon. > Seite 13

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Torlos 1.-Ligist FC Wettswil-Bonstetten kehrt mit einem 0:0 aus dem Tessin heim. > Seite 15

Eine Reise mit den Buckelwalen in die Tiefe von «Grossmutter Ozean» Konzert und CD-Taufe am 6. Oktober in der Klosterkirche Kappel Seit Beginn der Zeit üben die Buckelwale mit ihren magischen Gesängen eine grosse Faszination auf die Menschheit aus. Die indianischen Völker Westkanadas sehen die Wale als Träger der alten Geschichten und Weisheiten. Ihre umfassenden Stimmvariationen sind wie sanfte Musik und können in uns tief liegende, verborgene Gefühlsebenen ansprechen. Ihre Gesänge sind über unglaublich weite Distanzen zu hören. So weit, dass sie das Herz des Musikers und Yogalehrers Thomas Hari Würmli berührten und in ihm die Vision erweckten, mit seiner Gebetsflöte ihre Gesänge zu begleiten, sie dabei zu unterstützen, ihrer Botschaft Gehör zu verschaffen. Entstanden ist ein musikalisches Werk, das Interessierte auf eine Reise einlädt. Eine Reise mit den Buckelwalen in die Tiefe von «Grossmutter Ozean», eine Reise in einen Zustand vollkommener Losgelöstheit.

Für Thomas Hari Würmli eine der spannendsten Reisen Diese Vision zu verwirklichen war für Thomas Hari Würmli, neben der Geburt seiner drei Töchter, eine der spannendsten Reisen, die er bisher erleben durfte. Es gab so viele Dinge zu berücksichtigen, wie zum Beispiel den Klang des Ozeans. Er hatte die Eingebung, dass dieser Klang gesungen werden muss. In einer E-Mail beschrieb er seine Vision und sandte es an alle sei-

ne Kunden und Freunde, mit der Bitte um gesangliche Unterstützung. Innerhalb von kurzer Zeit bildete sich ein Chor von Menschen, die bereit waren, mit Gedanken der Liebe für den Ozean, den Klang der Tiefe zu singen. Ein umschmeichelnder magischer Klangteppich, ergänzt durch Monochord, Gong und Klangschalen, durfte entstehen. Zu dieser Zeit kreuzte sich sein Weg mit dem indischen Dhrupadsänger, Amit Sharma Bandhavi, der die Zuhörer durch seine berührende Stimme in einen tiefen Entspannungszustand singen kann. Genau der richtige Zustand, um den Gesang des Buckelwales, begleitet vom Herzschlag der japanischen Taiko-Trommel, einfliessen zu lassen. Am Ende wird der Reisende erneut von den Klängen der Gebetsflöte und sanften Ozeanwellen abgeholt und zurück nach Hause ins Hier und Jetzt geführt. Begleitet und aufgenommen wurde diese CD im Govinda-Studio in Affoltern am Albis von Anugraha Fredi Früh. Zur Eröffnung des Konzertes wird mit den Zuhörern erneut der Klang der Tiefe gesungen. Die Kirche ist um diese Jahreszeit schon recht kühl. Warme Kleidung wird empfohlen. Anschliessend Apéro mit den Künstlern. Samstag, 6. Oktober, Kloster Kappel, Abendkasse und Türöffnung: 18.30 Uhr, Beginn: 19 Uhr. Für weitere Informationen über Thomas Hari Würmli, Workshops und Konzerte: www.raven-spirit.ch.

Die Musiker Thomas Hari Würmli (rechts) und Amit Sharma Bandhavi. (Bild zvg.)

vermischtes

Vorzüglich zubereitetes Essen – ein Abend in gemütlicher Atmosphäre Der Männerturnverein Affoltern lädt am kommenden Samstag zur Metzgete ein Die 16. Metzgete des Männerturnvereins Affoltern steht bereits wieder an. Sie findet am Samstag, 6. Oktober, im Kasinosaal Affoltern statt. Türöffnung ist um 17 Uhr. Zum letztjährigen Anlass schrieb Martin Mullis in seinem Freitagsbrief:

«Der freundliche Empfang, die umsichtige Betreuung der Gäste und vor allem die Bedienung waren schlicht hervorragend.» Dass dies auch für die 16. Durchführung der Metzgete der Fall sein wird, dafür sorgen wiederum zahlreiche Kameraden des Männerturnvereins. Sie werden die Gäste von nah und fern wieder mit vorzüglich zubereiteten Fleischwaren und den da-

zugehörigen Beilagen verwöhnen. Für die passenden Getränke ist ebenfalls gesorgt. Das reichlich vorhandene Kuchenbuffet mit köstlichen hausgemachten Spezialitäten rundet das reichhaltige Angebot ab. Die diskrete Hintergrundmusik ab CD wird auch, sofern gewünscht, zum Tanz einladen. Mit seiner Metzgete bietet der Männerturnverein der Be-

völkerung die Gelegenheit, zusammen mit der Familie, mit Freunden und Bekannten einen geselligen Abend in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen. Es würde die Organisatoren und die zahlreichen Helfer freuen, möglichst viele bekannte und unbekannte Gesichter begrüssen zu dürfen. (Ty) www.mtva.ch

Surfen, ohne nass zu werden, im Raum Zürich Seit Mitte April 2012 rüstet PostAuto seine Fahrzeugflotte mit Gratis-WiFi aus. Inzwischen kann auch im Grossraum Zürich in Postautos gesurft werden. Bereits nutzen schweizweit 40 000 Personen Gratis-Internet in Postautos. In und rund um Zürich kann nun auch in Postautos gratis gesurft werden. In den Regionen Knonauer Amt, Unterland, Weinland sowie in den Gegenden rund um Winterthur, Pfäffi-

kon ZH und Wädenswil verkehren 130 Postautos mit Gratis-Internetzugang. PostAuto rüstet seit Mitte April 2012 seine Fahrzeugflotte mit Gratis-WiFi aus. Bisher wurden in der Ostschweiz, im Aargau und im Wallis 450 Postautos ausgerüstet. Monatlich kommen rund weitere 100 hinzu. Bis im April 2013 sollen landesweit gegen 70 Prozent der Flotte oder bis zu 1500 Fahrzeuge ausgerüstet sein. Bei den Fahrgästen stösst das Angebot auf Interesse: Seit Beginn der Ausrüstung haben sich schweizweit

gegen 40 000 Personen für den Dienst registriert. Gratis-WiFi bringt den Fahrgästen neue Möglichkeiten, ihre Reisezeit im ÖV zu nutzen. Die Billettpreise steigen deswegen nicht. Das Angebot wird weitgehend von der Schweizerischen Post finanziert und ist auch für die Kantone kostenneutral. Der Zugang auf das PostAuto-WiFi erfolgt mittels Registrierungscode, der auf den Smartphones oder Tablet-PCs eingegeben wird. Die Nutzerinnen und Nutzer geben eine Mobiltelefonnummer an, an diese wird dann der

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Registrierungscode übermittelt. Die mit Gratis-WiFi ausgerüsteten Postautos sind mit einem Piktogramm gekennzeichnet. Da nicht alle Fahrzeuge ausgerüstet werden, kann jedoch nicht für jede Linie garantiert werden, dass alle Kurse «WiFi-fähig» sind. Die Herausforderung liegt vor allem in der Netzabdeckung ausserhalb der Städte und Agglomerationen, wo der Empfang teilweise weniger gut ist.

«Kreaktion» in Hausen Am 22. September startete in den umgenutzten Räumlichkeiten der Seidenweberei Weisbrod-Zürrer in Hausen ein kreatives Familienprojekt. Aus der Idee eines privaten Malateliers wurde ein vielseitiges Projekt. So werden dort von Maya Langhi Kinder-Kurse angeboten, wo in heimeliger, sicherer und kreativer Atmosphäre Kinder mit diversen Materialen neue Fertigkeiten erlernen und eine kurzweilige Zeit erleben sowie kreative Erfahrungen sammeln. Unter www.atelier-langhi.ch kann man sich für die nächsten Kurse ab 15. Oktober anmelden und sich ausführlich informieren. Bereits ab 30 Franken pro Kind erfreuen die Kurse Kinder ab 6 Jahren. Maya Langhi engagiert sich nebst der Sekundarschulpflege auch noch in Bickwil in der Lernwerkstatt. Im Reich des Designs bietet am gleichen Ort Langhi-Design eine eigene und eigenwillige Lampenkreation an. Schweizer Design und Qualitätsproduktion. Die Materialien werden weitgehend in der Schweiz hergestellt. Der historische Bezug des modernen Designs entsteht durch ein Zusammenspiel der Elemente. Vom Ausgangsmaterial Stokys (seit 1942), hinter dem ein sympathisches Sozialprojekt steht, über edle Stoffe aus den Schätzen der Weisbrod-Zürrer-Seidenweberei (seit 1875), bis zum Einsatz kontrastierender Recyclingmaterialien runden energetisch sinnvolle Leuchtmittel das frische Design ab. Mit Lärmschutz zum Hörgenuss oder dem Slogan «Da werden deine Augen Ohren machen» produziert Nico unter www.n-ear.com einmalige Over-EarKopfhörer für Hi-Fi, mp3 oder Smartphones. Robust und stylisch zu gleich. Markentechnologie und kreative Urban-Worker-Style-Look machen diese Produkte zum Hingucker und Hinhörer. Die Erfahrungen von der Idee zum erfolgreichen Produkt werden in einer Maturaarbeit festgehalten. Zudem werden Fotos aus der Serie NYC_Rush aufbereitet, die am 20. Oktober beim grossen Künstlerevent «Kunst in Hausen» der Öffentlichkeit während einer Woche gezeigt werden. www.atelier-langhi.ch

Waffelspass im MüZe-Kafi Die Herbstferien zu Hause versüssen? Das MüZe öffnet in den Affoltemer Ferien am Donnerstagnachmittag die Türen. Am 11. und 18. Oktober, zwischen 14 und 17 Uhr, lädt das MüZeKafi alle Kinder und ihre Eltern zum beliebten Waffelspass ein. Die Kinder verzieren ihre frischgebackenen Waffeln nach Lust und Laune. In dieser Zeit können die Mamis und Papis einen feinen Kaffee, Cappuccino oder Tee trinken. Die kleinen Kunstwerke dürfen sofort im Kafi oder später zuhause genossen werden. Die erste Waffel kostet fünf Franken, jede weitere noch drei Franken. Dekorationsmaterial ist im Preis inbegriffen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

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Veranstaltungen

Dienstag, 2. Oktober 2012

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«Kann Ihnen diese Kerle ans Herz legen» Susanna Schwager las in der Bibliothek Hausen aus ihrem Buch «Das halbe Leben» Männer unter Vierzig kommen in Susanna Schwagers neustem Buch zum Reden. Die Autorin versteht es, aus jeweils etwa vierstündigen Gesprächen mit viel Achtsamkeit und Respekt eindrückliche sprachliche Porträts zu gestalten. Die Bibliothek Hausen bot am vergangenen Freitag den passenden Rahmen für die Lebensfragmente. ................................................... von regula zellweger Junge Männer reden. Aber eher weniger als ältere Menschen. Und oft mit weniger Tiefgang. Die elf Porträts zeugen aber alle von erstaunlicher Tiefe und Offenheit. Susanna Schwager versteht es, Menschen zu öffnen. «Ich entreisse aber nie jemandem etwas», erklärt sie. Es braucht Ausdauer, die Interviews zu transkribieren, Empathie, um den passenden Stoff auszuwählen, und schriftstellerisches Können, um die Aussagen zu einer Essenz zu verdichten, ohne den individuellen Ausdruck der Porträtierten zu verwässern. Zuerst gab Susanna Schwager mit dem

Band «Das volle Leben – Frauen über achtzig erzählen» Lebensfragmente von betagten Frauen heraus. Logischerweise folgten die achtzigjährigen Männer. Und nun die jungen Männer. Auf die jungen Frauen müssen wir noch etwas warten. Die Auswahl der Porträtierten ist so zufällig, wie Zufall wirklich zufällt. «Der Funke muss springen», erklärt sie schlicht. Sie vergleicht das Schreiben der Porträts mit dem Malen. Es gibt zwar ein Modell, aber das Bild ist etwas eigenes, eine mit gestalterischen Mitteln ausgedrückte Fremdwahrnehmung – Interpretation, nicht Person. Die Autorin liest die Porträts so packend, dass die Besucherinnen und Besucher gern länger zugehört hätten. Eine schöne Ergänzung zu den gelesenen Texten bildeten die von Mena Taverna mit der Blockflöte vorgetragenen stimmungsvollen irischen Weisen.

Junge Männer heute Susanna Schwager las von bekannten und unbekannten Männern, von ihren jugendlichen Heldentaten und der Alltäglichkeit ihres Lebens, von ihrer Su-

che und von Gefundenem, von ihren Nöten und Überzeugungen, von ihren Beziehungen zu sich, zu anderen und der Welt. Sie las das Porträt von Gabriel, 27, Slammer mit Poesie, und Markus, 28, Senn mit Hund und Skiliftwinter. Auffallend ist, dass die Mütter eine grosse Rolle in den Porträts spielen. Neun der elf jungen Männer hatten einen «abwesenden Vater», Schattenfiguren. Sofort begann man zu diskutieren, ob die heutigen Männer zu weiblich sozialisiert würden, wenn männliche Vorbilder und Ansprechpartner fehlen.

Diskussionen ausgelöst Dies ist unvermeidbar: Die Porträts lösen Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen aus. Sie machen aber auch betroffen. Wer weiss schon vom Denken und Fühlen eines Senns in unseren Bergen, der allein mit seinen Tieren auf einer Alp übersommert? Trotz «Bauer sucht Frau» im Fernsehen sagt er von sich: «Ich bin nicht so geeignet fürs Heiraten, ich bin in die falsche Zeit hineingeboren.» Oder wer weiss um die Schuldgefühle von jungen Menschen, die in jugendlichem Übermut Mist gebaut haben?

Authentische Sprache Susanna Schwager beschreibt jeweils zu Beginn der Interviews die Umgebung, in der sie die jungen Männer trifft. Es sind Stimmungsbilder wie sprachliche Federzeichnungen, fein, emotional, sehr genau mit Augen und Herz beobachtet. In den Lebensfragmenten übernimmt sie immer mal auch wieder einen Dialektausdruck der interviewten Personen, und man muss lachen, weil genau dieser eine Ausdruck ein ganzes Lebensgefühl signalisiert – Scheiss. Die Autorin bleibt an ihren Texten, bis die Porträtierten sich damit identifizieren können. Der Senn kann ihre Sätze stehen lassen, er sagt, was er meint, der philosophische Mönch legt sie auf die Goldwaage, er meint, was er denkt. Heute haben alle elf beschriebenen Männer Freude an ihren Porträts. Die gezeichneten Porträts stammen von Raoul Ris. «Das halbe Leben» ist keine halbe Sache, sondern pures Lesevergnügen mit Tiefgang. Susanna Schwager: Das halbe Leben – Junge Männer erzählen, Wörterseh, 2012, 384 Seiten ISBN: 978-3-03763-024-2, 44 Franken.

Die Bibliothekarinnen der Bibliothek Hausen schufen für die Lesung von Susanna Schwager einen passenden Rahmen. (Bild Regula Zellweger)

Von Roten: Verliebte Feinde

Farben prägen Leben

Lesung des Biografen Wilfried Meichtry in der Regionalbibliothek

Wettswiler Frauezmorge im Herbst

Nachvollziehbar, sympathisch und faszinierend zeigte Autor Wilfried Meichtry die Leidenschaft und den Zündstoff in der Beziehung zwischen dem in einer stockkatholischen Aristokratenfamilie in Raron VS aufgewachsenen Peter von Roten und der radikalen Feministin Iris von Roten.

Der wieder eingeführte Wettswiler Frauezmorge im Saal der reformierten Kirche stiess auch anlässlich der dritten Veranstaltung auf grosses Interesse. Sowohl das Thema «Farben» als auch das bereits traditionell köstliche Frühstücksbuffet sowie die zauberhaften Tischdekorationen sorgten von Anfang an für eine angeregt-heitere Stimmung.

................................................... von regula zellweger

................................................... von annemarie stüssi Die Leiterin der Regionalbibliothek Affoltern, Ursula Schiesser, verteilte am vergangenen Dienstag in der Begrüssungsrede für den Biografen Wilfried Meichtry gewaltig viele Vorschusslorbeeren. Der Abend zeigte, dass sie damit absolut nicht übertrieben hatte. Mit seiner bescheidenen, sympathischen Art der Vermittlung und der überzeugenden Haltung als Historiker, der ausführlich und verantwortungsbewusst recherchiert, gelang es dem Walliser, die spannungsvolle Vielschichtigkeit der Beziehung von Iris und Peter von Roten aufzuzeigen. Der Wechsel von Lesung und gut gewählten Sequenzen aus dem Kinofilm, der im Januar 2013 erscheinen wird, machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Vorkämpferin Iris Roten Das Abwenden und wieder aufeinander Zugehen prägte die Beziehung der beiden Juristen, die Jahre brauchten, um wirklich zueinander zu finden. Politische und moralische Gegensätze prallten immer wieder hart aufeinander. Weit über tausend Briefe erzählen einerseits von dieser Geschichte voller Leidenschaft und Verzweiflung, anderseits malen sie ein prägnantes Schweizer Gesellschaftsbild des vergangenen Jahrhunderts. Es wird schriftlich über Themen wie Feminismus, Religion, Politik, Literatur, Liebe, offene Beziehung und Sexualität diskutiert. Autor Wilfried Meichtry empfand es als «Delikatesse für einen Historiker», all diese Briefe zu lesen. Mit dem feministischen Manifest «Frauen im

Bibliotheksleiterin Ursula Schiesser verteilte Vorschusslorbeeren. Autor Wilfried Meichtry wurde ihnen mit seiner Lesung im Wechsel mit Filmausschnitten gerecht. (Bild Regula Zellweger) Laufgitter» löste Iris von Roten 1958 einen Entrüstungssturm aus. Heute weiss man: Sie kam damit einfach fünfzig Jahre zu früh. Mit spitzer Feder hatte die Journalistin und promovierte Juristin das Machtgefälle zwischen Frau und Mann angeprangert, die Mutterschaft sah sie als Bürde ohne Würde, Hausarbeit als Fronarbeit und männerdominierte Demokratie als eine besondere Form der Unterdrückung.

Film zum Buch bald im Kino Der Autor gibt zu, dass ihm zu Beginn seiner Arbeit an der Biografie der Querdenker Peter von Roten näher stand. Der Autor erlebte persönlich die Enge des katholisch geprägten Wallis, das Iris von Roten «furchtbares Männerloch» nannte. Er beschreibt Peter von Roten als intellektuellen, sensiblen Mann, der sich schwertat mit Entscheidungen. Noch kurz vor seinem Tod, wissend um die geringe Lebensdauer, die ihm noch blieb, fragte sich von Roten: «Lesen oder Schreiben?» und «Mensch oder Gott?» «Docufiction» nennt Meichtry das Genre, das Dokumentarfilm und Spiel-

film vereint. Werner Schweizer bleibt bei der Verfilmung der Biografie nah beim Buch, gestaltet mit der Sprache des Films emotionale Momente, sodass sie unter die Haut gehen. Die Schauspieler Mona Petri und Fabian Krüger sind eine ideale Besetzung für dieses Paar, das oft mit Sartre und de Beauvoir verglichen wurde. Geprägt ist der Film durch die respektvolle Art, mit der Meichtry quasi erzählerisch die Kamera führt. Es gelingt ihm beispielsweise auf die stockkonservative, dominante Mutter ein warmes Licht zu werfen. Er stellt nicht bloss dar, sondern weckt Verständnis. Seine Sprache ist wunderbar bildhaft, sodass man beim Reflektieren des Abends nicht mehr genau weiss, was gelesen wurde, und was man im Film gesehen hat. Meichtry zitiert viel und bleibt bei den nachweisbaren Tatsachen. Schmunzeln löste zum Schluss des Anlasses ein Satz aus Peter von Rotens letztem Brief zu seiner Identität als Mann aus: «Wir sind missratene Frauen.» Wilfried Meichtry: Verliebte Feinde, Nagel & Kimche, Neuauflage 2012, 647 S., ISBN 978-3-31200524-6, Fr. 39.90

Die diplomierte Farbtherapeutin AZF, Affoltern, Gisela Isler, vermochte es, ihr Fachgebiet auf ansprechende und spannende Weise darzulegen und das im wahrsten Sinne des Wortes bunte Thema allgemein verständlich zu vermitteln. Farben sind selbstverständlich in der Mode prägend, aber auch unser Essen wird von Farben mitbestimmt («das Auge isst mit»), Musik löst Farbvorstellungen aus und ganz besonders die Natur lebt von und mit den Farben, welche Vegetation, Jahres- und Tageszeiten prägen.

Was vermitteln einzelne Farbtöne? Wie die Referentin einleuchtend darlegte, besitzt jede Farbe aus dem Spektrum des Regenbogens ihren speziellen Charakter, löst Gefühle in uns aus und hat durchaus auch therapeutische Eigenschaften. Greifen wir einzelne Elemente aus einer Farbpyramide heraus, beispielsweise von der Basis her das Rot. Rot symbolisiert Wärme, ist es doch die Farbe des Feuers oder auch des Blutes. Rot drückt auch Selbstbewusstsein einer Trägerin aus und wird deshalb nicht zuletzt von Frauen in der mittleren Lebensphase bevorzugt. Bei fiebrigen Erkrankungen sollte Rot gemieden werden. Verwandt mit Rot ist Orange, eine Farbe, die Lebensfreude ausstrahlt und gegebenenfalls gegen Melancholie oder beispielsweise Morgenmüdigkeit wirkt. Bestandteil des Orange ist das Gelb, das ebenso als Farbe des Intel-

lekts wie auch einer geistigen Offenheit interpretiert werden kann. Grün steht sozusagen in der Mitte zwischen den warmen (Rot) und den kalten (Blau) Farben. Grün besitzt in vielen Fällen eine beruhigende Wirkung, so ist Grün bei der Gestaltung eines Arbeitsplatzes oder bei der Wahl von Berufskleidung beliebt, und der Blick ins Grüne ist allemal erfreulich und somit wünschenswert. Zu den kalten Farben zählt Hellblau, die Farbe des Himmels und auch des Wassers. Hellblau begünstigt meditative Gefühle und erzeugt einen inneren Einklang. Bettwäsche zum Beispiel in sanften Grün- und Blautönen wirkt bekanntlich beruhigend. Auch ein kräftiges Blau kann Ruhe und Frieden ausströmen und die Intuition fördern. Ebenso wirkt Blau heilsam gegen Migräne und andere Beschwerden im Bereich des Kopfes. Zwiespältig wird Violett empfunden, eine Farbe die besonders Kinder anspricht, von Erwachsenen jedoch oftmals abgelehnt wird.

Jede Farbe ist auch Empfindungssache Die hier skizzierten Farb-Eigenschaften sollen allerdings nicht als ultimative Deutung empfunden werden, spielt doch die individuelle Befindlichkeit auch eine grosse Rolle. Das Horchen in den eigenen Körper, beziehungsweise die von bestimmten Farben ausgelösten Empfindungen können von Mensch zu Mensch variieren und auch das Lebensalter und die Lebensumstände können das Farbempfinden prägen oder verändern. Ausgeklammert hat die Referentin die Farbe Braun und die mit ihr verbundenen Erdtöne, da diese nicht Bestandteil des Regenbogen-Spektrums sind. Das schliesst nicht aus, dass gerade Frauen ab einem gewissen Alter sich durchaus in beiger Kleidung oder in warmen Erdtönen wohlfühlen können, zumal sich diese Farbklänge gut mit intensiveren Farben kombinieren lassen. Weitere Infos können über www.pinkimpuls.ch, der Praxis für Farbtherapie in Affoltern am Albis, abgerufen werden.


veranstaltungen

Spektakuläre Flüge faszinieren das Publikum. (Archiv «Anzeiger»)

Show am Himmel (1) 33. Modellflugtag in Hausen Am kommenden Wochenende lädt die Modellfluggruppe Affoltern (MGAF) zum grössten Modellflugspektakel der Schweiz auf dem Flugplatz HausenOberamt ein. Der Eintritt ist für alle Besucher wie immer frei. Am Eingang wird für die Unkosten der MGAF gesammelt. Spender erhalten den neuen FlugtagHausen-Kleber. Man lasse sich diese Modellflugshow nicht entgehen! Interessierte sehen den vielleicht grössten Papierflieger der Welt – das Logo der Modellfluggruppe Affoltern – eine Papierschwalbe. Sie eröffnet am Schlepp mit einer polnischen PZL-104 Wilga den Flugtag Hausen. Keine Angst – die Papierschwalbe besteht aus Styropor und Holz und ist ferngesteuert. Danach geht es Schlag auf Schlag. Ein Höhepunkt jagt den anderen. Das Team Italia mit seinen grossen Doppeldeckern zeigt Formationsflüge. Vom Feinsten ist auch die Vorführung der beiden Piloten vom Team «No Limit» und die Darbietung der beiden Hunter vom Team Grashüpfer. Weitere Leckerbissen sind zwei grosse Lini-

enmaschinen vom Typ MD-11 in den Farben der Swiss. Dazu gesellen sich Jets mit richtigen Kerosin-Turbinen wie A-10 Warthog, Sukhoi SU-27, Tornado, Mirage usw. Flugzeuge aus vergangener Zeit wie Lockheed Super Constellation, Orion, Harvart AT-6, Klemm L20, Spitfire, Focke Wulf 190 und Mustang, zeigen ihr Können. Am Ende der Veranstaltung folgt die Fuchsjagd mit dem Motto «jeder gegen jeden». Viele weitere Leckerbissen werden in Hausen zu sehen sein. Dazu wird eine Festwirtschaft geführt mit Cervelats, Pommes frites und feinen selbstgebackenen Kuchen. Viele Marktstandinhaber zeigen ihre Produkte und laden zum Verweilen ein. Wer kann, reise bitte mit dem Postauto der Linie 223 vom Bahnhof Affoltern her an. Das Postauto fährt stündlich um jeweils 4 Minuten nach der vollen Stunde ab. Wolfgang Auth, OK Hausen Flugprogramm: Samstag: 10 Uhr bis 17 Uhr. Sonntag: 10 Uhr bis 17.30 Uhr. www.mgaffoltern.ch.

Show am Himmel (2) Zugvogeltag am Flachsee in Rottenschwil Am Sonntag, 7. Oktober, lädt der Natur- und Vogelschutzverein Bezirk Affoltern (NVBA) anlässlich des EuroBirdwatch zur Beobachtung des herbstlichen Vogelzuges ein. Am Beobachtungsstand in Rottenschwil können Interessierte das Naturspektakel mitverfolgen und von Fachpersonen spannende Fakten zu den Vögeln, ihrem Zugverhalten sowie weiteren Besonderheiten des Vogelzuges in Erfahrung bringen. Am EuroBirdwatch sind in diesem Jahr 58 Sektionen des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz beteiligt. An dem von BirdLife International europaweit koordinierten Anlass nehmen 38 Länder teil. Am Beobachtungsstand des NVBA erwarten Fachleute mit Fernrohren Interessierte, um mit ihnen den faszinierenden Vogelzug zu beobachten und ihnen interessante Fakten zu den einzelnen Arten und ihren Zugrouten zu verraten. Dabei wird auch die Anzahl der beobachteten Zugvögel festgehalten und anschliessend schweiz- sowie europaweit statistisch erfasst. Die Ergebnisse werden in der Woche darauf unter www.birdlife.ch/ebw12 publiziert. Der jährlich stattfindende Anlass lockt in der Schweiz regelmässig mehrere tausend Besucher an. In den 37 teilnehmenden Ländern des letzten Jahres nutzten über 80’000 Zugvogelbegeisterte das reichhaltige Angebot an Aktivitäten. Dabei wurden rund 5 Millionen Vögel auf ihrem Zug beobachtet. In der Schweiz alleine zählten die Teilnehmenden am EuroBirdwatch-Wochenende rund 60 000 Zugvögel. Einige unserer Zugvögel haben

Der Kiebitz. (Bild Michael Gerber) mehrere tausend Kilometer Weg vor sich, bis sie in ihren Winterquartieren ankommen. Dabei müssen sie natürliche Gefahren wie starke Herbstwinde oder geografische Hindernisse wie die Alpen überwinden. Aber auch menschliche Aktivitäten beeinträchtigen die Zugvögel: Rast- und Nahrungsplätze verschwinden durch Überbauung oder Trockenlegung, Stromleitungen und Windräder können tödlich sein, in einigen Mittelmeerländern ist die Jagd auf Vögel nach wie vor eine Gefahr. In den Überwinterungsgebieten in Afrika werden oft noch lebensbedrohende Chemikalien eingesetzt. Man besuche den Beobachtungsund Informationsstand des Natur- und Vogelschutzvereins Bezirk Affoltern (NVBA), der lokalen Sektion des Schweizer Vogelschutzes SVS, in Rottenschwil am Sonntag, 7. Oktober, ab 11 Uhr und lasse sich in die faszinierende Welt der Zugvögel einführen.


Vermischtes

Dienstag, 2. Oktober 2012

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Zwischen Kaninchen und Mini-Pigs In Dietikon werden von Ämtler Tierschützern Tiere aufgefangen und vermittelt Der Tierschutzverein Limmattal gibt Tieren ein Zuhause, die von ihren Besitzern nicht mehr erwünscht sind oder gar ausgesetzt wurden. Kaninchen und Meerschweinchen werden häufig weitervermittelt, andere Tiere wie Schafe und Ziegen verbringen in der Auffangstation ihren Lebensabend.

In Garage gefunden

................................................... von livio fürer Die Auffangstation sei mehr als nur ein Hobby, sagen Yvonne Richner und Heidi Illi, beide im Vorstand des Tierschutzvereins und aus dem Bezirk Affoltern. Jeden Tag müssen die Ställe und die Behausungen der Tiere ausgemistet werden, das Futter muss zubereitet und vieles mehr rund um die Pflege der Tiere erledigt werden. Die Schafe zum Beispiel werden einmal jährlich geschoren, doch da das häufig nicht reicht, schären Heidi Illi und ihr Mann Hansueli Illi, Präsident des Tierschutzvereins, die Schafe auch selber noch zwischendurch. Man brauche schon sehr viel Zeit, um all diese Arbeiten erledigen zu können. Deshalb seien alle Mitarbeiter entweder Hausfrauen oder selbstständig, denn man muss flexibel sein können. Momentan arbeiten sieben Personen in der Auffangstation, alle freiwillig und unentgeltlich. «Die Spenden», so Hansueli Illi, «kommen alle vollumfänglich den Tieren zugute.» Nebst den Geldspenden gibt es auch Spender, die den Tierschutzverein mit Futter für die Tiere – zum Beispiel Salat – unterstützen.

Keine Hunde oder Katzen In der Auffangstation leben zurzeit viele Kaninchen und Meerschweinchen. Diese Tiere versucht der Verein weiterzuvermitteln. Darum steht der

Im Dienst von Tieren: Yvonne Richner (links) und Heidi Illi. (Bild Livio Fürer) Verein in Kontakt mit Tierarztpraxen, wo Listen der zu vermittelnden Tiere hängen. Hunde und Katzen können nicht in der Auffangstation bleiben, sie werden gleich an Tierheime weitergegeben, die dafür eingerichtet sind. Auch für Schildkröten und ähnliche Tiere fehlt die nötige Infrastruktur. Wenn jemand Interesse hat an einem der Tiere, sucht man mit den Personen das Gespräch, um zu erfahren, wie die Tiere gehalten werden und ob die neuen Besitzer sich der Verantwortung bewusst sind. Denn man wolle vermeiden, dass die Tiere schon nach

kurzer Zeit wieder abgeschoben werden oder in schlechten Bedingungen leben müssen, wie es leider schon häufig vorgekommen sei, sagt Heidi Illi. Vielen Menschen fehle das notwendige Wissen über die artgerechte Haltung, ob die Tiere Artgenossen um sich brauchen oder wie die Tiere in Natur leben würden. Heidi Illi und ihr Mann haben selbst zwölf Kaninchen und sechs Meerschweinchen zu Hause, und alles Wissen über die Tiere habe sie sich in Büchern oder vor allem auch durch lange Beobachtung der Tiere erarbeitet. Nun könne sie sogar

schon sagen, was die Tiere meinen, wenn sie quieken. Wenn jemand ein Tier aus der Auffangstation aufnimmt, dann bleiben die Tierschützer mit den Personen in Kontakt, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und es dem Tier gut geht. Vielfach seien die Besitzer am Anfang begeistert, später dann aber überfordert und die Tiere müssen dann darunter leiden. Die Tiere können aber auch immer wieder zurückgebracht werden, wenn es nicht geht. Das sei ihnen lieber, als wenn das Tier vernachlässigt und wird verwahrlost.

Eines der Kaninchen haben die Tierschützer in einer Tiefgarage gefangen. Heidi Illi meint, dass das Tier wahrscheinlich ausgebüxt ist und dem Besitzer davongelaufen ist. Es gebe aber auch Fälle, bei denen Tiere bewusst ausgesetzt werden. Zum Beispiel wurden an einem Bahnhof schon mehrere Ratten in einer kleinen Box gefunden. Aber am häufigsten seien die Fälle, bei denen Familien, den Kindern zuliebe ein Haustier gekauft haben und je älter die Kinder wurden, desto kleiner wurde das Interesse am Tier und so landet es schliesslich in der Auffangstation. Leider gebe es häufig bei Familien aus dem Ausland unangemessene Haltung der Tiere, erklärt Yvonne Richner. In der Schweiz sei der Tierschutz ziemlich fortgeschritten und auch in den Gesetzen verankert. Im Ausland sei das nicht immer der Fall, so werden Kaninchen in kleinen Käfigen gehalten, in denen sie sich kaum drehen können, oder es wird keine Rücksicht genommen auf die Zusammensetzung der Tiere. Es sei wichtig, dass man Tiere, welche in Gruppen leben, nie alleine hält oder auch umgekehrt, dass man Einzelgänger, wie zum Beispiel Schildkröten, nicht zusammen auf kleinem Raum leben lässt. Yvonne Richner ist die Fachperson im Verein, sie hat eine Ausbildung als Tierpflegerin und hält immer wieder Vorträge über Reptilien. So auch in der Auffangstation am 6. Oktober anlässlich des Welttierschutztages. In der Auffangstation kann dann grilliert werden und man kann die Tiere und ihr Zuhause näher betrachten. Um 14 Uhr findet der Vortrag statt, an dem Yvonne Richner auch Reptilien zum Anfassen dabei haben wird. 6. Oktober, Tierauffangstation Limmattal, Glanzenberg Dietikon. Info@tierschutz-limmattal.ch, Notfallnummer 079 582 57 69

Geschaffte, aber aufgestellte Wandersleute Schöner Wandertag mit «Erlebnisse» bis nach Braunwald

A

m Samstag, 22. September, deutete nichts darauf hin, dass die Wandersleute von «Erlebnisse» an Sonntag einen strahlend schönen und angenehm warmen Wandertag erleben würden. Bei der Hinreise via Zug und Schwyz besserte das Wetter von Minute zu Minute, und zwischen Muotathal und Bisistal waren die Wolken weg und uns empfing Sonnenschein und tief blauer Himmel. Mit der ehemaligen Luftseilbahn des Elektrizitätswerkes wurden in Gruppen zu 8 Personen die ersten 700 Höhenmeter locker geschafft. In der Glattalp-Hütte (SAC) war das Warten auf die Nachzügler sehr angenehm, zudem staunten alle über die wunderbare Gegend. Gegen 9 Uhr waren dann alle 23 Personen auf der Glattalp auf 1892 m.ü.M., frisch gestärkt und bereit für die Wanderung nach Gumen (Braunwald). Die Wanderung begann gleich mit einem Aufstieg über recht feuchte Alpweiden auf das Grossbodenkreuz auf ungefähr 2000 m.ü.M. Einige Gipfelstürmer gingen mit Andreas Steinmann auf den «Pfaff» und genossen dort eine wunderschöne Rundsicht und riesiges Nebelmeer. Nach einem kurzen und etwas glitschigen Abstieg wurde die Charetalp erreicht, die etwas an die Greinaebene erinnert. Diese schöne Ebene

war rasch durchquert, und schon sass die Gruppe vor der Charetalp-Hütte. Frau Betschart, die Hüttenwartin, heizte sofort den Holzherd ein und schon bald konnten wir eine feine Suppe geniessen. Um etwa 11 Uhr verabschiedete man sich, und es begann der langsame Aufstieg in Richtung Ergismatt. Bald verliess die Gruppe die grünen Alpweiden und es wurde steinig – wir erreichten die riesig grossen und ganz besonderen Karrenfelder. Diese grauen Gesteinsformationen scheinen wie von einem anderen Planeten und sind etwa mit dem Aussehen eines Gletschers vergleichbar. Da der Weg recht uneben ist, war grosse Konzentration gefragt, dazwischen immer wieder Halte und Staunen über die ganz besondere Steinlandschaft. Um 12 Uhr erreichte man die Alp Ergismatt auf 2082 m.ü.M. und somit auch den Rastplatz für die Mittagsverpflegung. Anschliessend wartete der Schlussaufstieg von einer Stunde durch die Karrenfelder auf das Bützi mit 2150 m.ü.M., dem höchsten Punkt der sehr schönen und doch anspruchsvollen Wanderung. Hier begann der recht steile Abstieg in Richtung Gumen. Gott sei Dank verlief alles bestens und das Finale auf einem breiten Höhenweg nach Gumen war erreicht. Nach kühlen Getränken und feinen Glarner

Herrliche Rundsicht auf dem Bützi. (Bilder Otto Steinmann) Krapfen brachte uns die Gondelbahn nach Braunwald und später mit der Standseilbahn ging es ganz hinunter nach Linthal. Mit der Bahn kehrten am frühen Sonntagabend etwas geschaffte, aber aufgestellte Wandersleute zurück ins Knonauer Amt. Otto Steinmann Fotos zu dieser und anderen Erlebnissen unter

Karrenfelsformation.

www.erlebnisse.ch/fotoalbum.


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Vermischtes

Dienstag, 2. Oktober 2012

«Was Goethe sagt, ist mir egal!» Das Credo der Slam-Show in der Wettswiler Bibliothek Goethe mag out sein, Poetry Slam dagegen erfreut sich seit einigen Jahren grosser Beliebtheit. Letztlich ging es dem einen wie den anderen um ein und dasselbe: Menschen mit Sprache verzaubern und in ihren Bann ziehen. Das Mass der Dinge in der gereimten Welt mögen nicht mehr die Klassiker vorgeben, würdige Nachfolger sind indessen schon lange in ihre Fussstapfen getreten. Zwei der schweizweit bekannten Poetry Slammer waren am letzten Freitag live mit ihren selbst verfassten Texten in der Bibliothek Wettswil zu bewundern. «Der Kaiser» und «Boozer» alias Renato Kaiser und Laurin Buser lieferten Wortwitz vom Feinsten und zeigten den 70 anwesenden Zuhörern zwischen 15 und 75 Jahren eindrucksvoll, dass auch ihre Texte Literatur sind. Nicht im Sinne der Romantiker, die am liebsten auf See, Mond und Nacht reimten, sondern ganz modern; dort darf sich auch mal Spargel auf Haargel reimen. Wie sich zeigt, alles eine Frage der richtigen Betonung und Vortragsweise. Ob immer alles Sinn macht, sei dahingestellt, unterhaltend ist es allemal und zeugt von einem grossen Gespür für Sprache und Worte. Beide beherrschen die Klaviatur

«Boozer» alias Renato Kaiser. (Bild zvg.)

Imkerin oder Imker werden? Keine Utopie! Der Bienenzüchterverein des Bezirks Affoltern führt einen Anfängerkurs durch Der Bienenzüchterverein des Bezirks Affoltern führt 2013/14 wiederum einen Anfängerkurs für Neuimker durch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Man sollte jedoch keine allergische Reaktion auf Bienenstiche haben.

An 18 Halbtagen, verteilt auf zwei Jahre, wird theoretisches Wissen vermittelt. Die praxisbezogenen Arbeiten an den Bienenvölkern werden auf dem vereinseigenen Lehrbienenstand in Hedingen durchgeführt. Start des Kurses: Januar 2013. Theorieabende in Affoltern: Mittwoch, 19 bis 22 Uhr (Winterhalbjahr), praktische Arbeiten: jeweils am Samstag, 13.15 bis 17 Uhr. Die Mehrheit der Kursteilnehmer betreut bereits im ersten Jahr in eigenen Kästen ein bis zwei Bienenvölker. Die Bestäubungsleistung der Bienen ist für die landwirtschaftlichen Kulturen und die Flora von grosser Wichtigkeit. Die Biene gilt nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier in Europa und ist damit noch

wichtiger als das Geflügel! Imkerin und Imker üben somit eine für die Gesellschaft wichtige Tätigkeit aus. Imkern als Hobby ist enorm

Unterhaltung und grossartiger Pferdesport Pferdesporttage Mettmenstetten, Reitanlage Grüthau.

der Modulierung wunderbar, sie können Goethe eine Stimme geben, einen Kinotrailer in Szene setzen oder als Ostschweizer im Exil in Bern jammern. Sie können heiter, laut und leise, poetisch, melancholisch oder hintergründig daherkommen, sie setzen Selbstironie ebenso wie Gesellschaftskritik mit Verve in Szene. Buser überzeugte mit einem «coolen Text über Naturschutz», in dem er die ach so politisch-korrekten Grüngesinnten aufs Korn nahm, die ihn so wütend machen, dass er sich nicht beherrschen kann: «Ich schlug ihn ... und der Spiegel zerbrach». Kaiser entlockte seinem Publikum Lacher, als er im breiten Sankt-Galler-Dialekt Erlebnisse aus der Selbsthilfegruppe für anonyme Ostschweizer zelebrierte. Diese Anekdoten gibt es übrigens bald auch als Buch. Kurz: Sie haben es geschafft! Eltern, Lehrern und Goethe zum Trotz. Für alle, die sie nun verpasst haben, sei verraten, dass im Oktober die Schweizermeisterschaft 2012 in Winterthur ausgetragen wird; mit von der Partie auch der St. Galler Kaiser und der Basler Slam Poet. Simone Eutebach

sport

spannend und vielseitig. Der Bienenzüchterverein organisiert für seine Mitglieder Weiterbildungsveranstaltungen und pflegt ein freundschaftli-

ches Vereinsleben. Interesse? Der Bienenzüchterverein hat noch einzelne Plätze frei. Nähere Auskünfte via EMail: harry.wey@mhwey.ch.

Praxisbezogene Arbeiten an den Bienenvölkern werden auf dem Lehrbienenstand in Hedingen durchgeführt. (Bild zvg.) anzeige

Am 6./7. Oktober 2012 organisiert der Kavallerieverein des Bezirks Affoltern wieder die Pferdesporttage Mettmenstetten. Nach dem Erfolg der letztjährigen Wiedereinführung dieser Tradition wird auf der Reitanlage Grüthau wieder ein spannendes und unterhaltsames Wochenende zu erleben sein. Der Samstag beginnt bereits um 8.00 Uhr mit Gymkhanaprüfungen, bei denen Reiterpaare in verschiedenen Altersstufen ihre Geschicklichkeit beweisen können. Bei diesen Prüfungen dürfen auch die Kleinsten beweisen, was sie das Jahr hindurch gelernt haben. Danach kann in der Festwirtschaft eine Stärkung genossen werden. Frisch gestärkt kann dann um 13.00 Uhr eine grosse Attraktion mitverfolgt werden. Beim Bull-Riding bilden je ein Reiterpaar und ein «Bullrider» zusammen ein Team. Der Reiter/die Reiterin reitet so lange über den Parcours (progressives Punktespringen) wie der «Bullrider» sich auf dem Bullen vor dem Festzelt halten kann. Für Spass und Spannung wird bei dieser Fun-Prüfung garantiert gesorgt sein. Um 15 Uhr geht das Programm dann sofort weiter und die brevetierten Reiterpaare können sich in zwei Prüfungen messen, welche bis am frühen Abend (Pferde-)Sportbegeisterte unterhalten werden. Danach wird in der Festwirtschaft mit einem gemütlichen Beisammensitzen der erste Tag der Pferdesporttage ausklingen. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr können sich dann die Konkurrenten und Konkurrentinnen des beliebten OKV Medivet Jump Green in zwei Prüfungen messen. Der Parcours führt über fallende und feste Hindernisse und wird daher vor allem von angehenden Vielseitigkeitsreiter/innen sehr geschätzt. Ausserdem haben die Reiter/innen noch einmal die Chance für den OKV Greeny Cup Punkte zu gewinnen, bevor dann bald die Wintersaison beginnt. Natürlich könne auch am Sonntag die Prüfungen von einem gemütlichen Festzelt aus und mit feinem Essen aus der Festwirtschaft mitverfolgt werden. Am Sonntagnachmittag ab 13.30 Uhr werden dann noch die letzten beiden Prüfungen durchgeführt. Diese dürfen nun auch von lizenzierten Reitern mitbestritten werden. Die Entscheidung über den Sieg der letzten Prüfung wird mit einem Stechen geklärt und das Wochenende wird somit mit viel Spannung abgeschlossen. Infos: www.kv-affoltern.ch. ................................................... > Weiterer Sport auf Seite 15


Sport

Dienstag, 2. Oktober 2012

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Mike Zürcher gewinnt SAM-Meisterschaft Der Hauptiker Supermoto-Fahrer blieb auch im Finale am Wochenende ungeschlagen Mike Zürcher hat mit dem Sieg beim Schlusslauf im schaffhausischen Ramsen am Wochenende erstmals auch die Gesamtwertung der Supermoto-Meisterschaft des Schweizer Auto- und Motorradfahrerverbandes für sich entschieden. Insgesamt sieben Rennen mit jeweils drei Durchgängen galt es innerhalb der SAM-Meisterschaft zu bestehen. Von diesen 21 Läufen hat Mike Zürcher deren 14 gewonnen. Sechsmal erreichte der 19-Jährige den zweiten Rang. Nur einmal war er nicht klassiert, weil sein Töff nicht lief (der «Anzeiger» berichtete). Von 525 möglichen Punkten erreichte der Hauptiker 485 – eine beachtliche Leistung für einen Youngster, der erst die dritte Saison Vollgas gibt. Die Leistung ist umso höher zu einzustufen, weil die SAMMeisterschaft auch von ausländischen Fahrern bestritten wird.

Das Finale in Ramsen war ein Spiegelbild der Saison. Abermals machte das feuchte Wetter den Rundkurs rutschig und damit höchst unberechenbar. Ein Grossteil der Rennstrecke wird bei Supermoto-Rennen zwar über Asphalt geführt. Die Partien auf Schotter, im Gelände und über Sprünge machen die Läufe jedoch tückisch. Zürcher scheinen schwierige Bedingungen aber noch zusätzlich zu motivieren.

Dank Bestzeit die Poleposition Die Bestzeit im Training brachte ihm die Poleposition. Zwar wurde er im ersten Lauf «nur» Zweiter. Doch die beiden restlichen Prüfungen beendete er standesgemäss als Gewinner. Als Gesamtsieger stand er schon vor dem letzten Showdown fest. Auch diesmal konnte er zum abschliessenden Speed-Race-Rennen gegen starke «Prestige»-Fahrer antreten, wo er diesmal Sechster wurde. Die Hauptsache war

am Wochenende aber klar der Kategoriensieg, sein erstes grosses Saisonziel, nachdem er im Vorjahr Gesamtdritter geworden war.

Finale in Frauenfeld Ganz ist die Saison für den Nachwuchsfahrer damit aber noch nicht zu Ende. Am 13. Oktober steht in Frauenfeld noch das Finale der zweiten bedeutenden Schweizer SupermotoRennserie auf dem Programm, das der Fédération Motocycliste Suisse, FMS. Auch dort konnte sich Zürcher beim vorletzten Lauf am 22./23. September in Roggwil als Zweiter der Tageswertung auf den zweiten Platz im Meisterschafts-Zwischenklassement vorschieben. Auch im Bernbiet war das Wetter miserabel. Doch wenn Zürcher erneut ein Exploit wie in Ramsen gelingt, muss sich der meisterschaftsführende Deutsche Philipp Prestel in Frauenfeld warm anziehen. (map./ezü.)

Nach seinem Sieg im zweiten Durchgang stand Mike Zürcher am Finale in Ramsen bereits definitiv als SAM-Meister fest und durfte deshalb erstmals die Startnummer 1 tragen. (Bild Patrick Siegrist)

Der FCWB mit einem torlosem Remis im Tessin

Drei Tore innert sechs Minuten

1. Liga Classic: Team Ticino U-21 – FC Wettswil-Bonstetten 0:0

FC Affoltern – Rüti 0:3

Am Sonntag gastierte das Fanionteam des FC Wettswil-Bonstetten in Locarno im Stadio Lido, um gegen das Team Ticino U-21 Punkte anzustreben. Nachdem man die letzten Partien unverdient und nur knapp verloren hatte, wollte man unbedingt Punkte mitnehmen.

Bei kühlem Wetter begann der FCA als Co-Leader sein Spiel gegen das siebtplatzierte Rüti mit einem herzhaften Schuss von Markanovic in der zweiten Minute. In der ersten halben Stunde folgte ein Schlagabtausch auf beiden Seiten mit zunächst einer kurzen Druckphase von Rüti, einer ersten Chance von Bilic, einem Schuss des gegnerischen Capitains Walser und weiteren zwei Chancen für Bilic. Beim letzten Versuch nahm er die Vorlage von Markanovic herrlich mit der Brust mit, liess sich jedoch zu weit nach links abdrängen und schoss quer durch den Fünfer statt aufs Tor. Beim nächsten Angriff des FCA kam Rako vor dem gegnerischen Torhüter mit dem Kopf an den Ball, doch der Ball flog übers Tor. Rüti verzeichnete in dieser Zeit lediglich zwei harmlose Freistossschüsse aus 20 Metern. In der 35. Minute schlich sich bei einem Eckball von Rüti der grossgewachsene Verteidiger Eichwald nach vorne und köpfte prompt die Hereingabe beim ersten Pfosten an Torhüter Steiner vorbei zum 0:1. Zwei Minuten später rutschten in der Platzmitte zuerst Shala und gleich noch Rako aus. Der Gegner leitete den Konter nach halblinks in den 16er, von wo Captain Waser kaltblütig an Steiner vorbei zum 0:2 einschob. Geschockt von diesem Doppelschlag spielte wieder zwei Minuten später Spinner in der eigenen Hälfte einen Ball quer in die Mitte in die Füsse des Gegners. Dieser leitete den nächsten Konter mit einem Pass Richtung 16er ein. Der angespielte Stürmer überlief einen Verteidiger und Spinner versuchte seinen Fehler mit beherztem Einsatz zum Ball und Gegner gut zu machen – ein Pfiff: Penalty! Captain Waser verwandelte den Strafstoss mit einem satten Schuss in die linke untere Ecke zum 0:3. In der zweiten Hälfte hielt Rüti geschickt den Ball und nutzte die Unsicherheiten und die Unruhe in den Reihen der Heimmannschaft, um gefährliche Situationen des FCA möglichst zu verhindern. Selber kamen sie mit vereinzelten Kontern ungehindert zum Schuss (48., 66. und 77. Minute) und zu einem Freistoss (70. Minute), der schwach getreten in den Armen von Steiner landete. Die erste gute Chance des FCA durch Steilvorlage von Good auf Bilic wurde durch den Offsidepfiff des Schiedsrichters ge-

................................................... von nico buchmann

gepflegt durch die Säuliämtler-Reihen lief. Jedoch fehlte im letzten Pass die Konsequenz, sodass man sich selten bis in den gegnerischen Strafraum durchkombinieren konnte. Nicht so als auf einmal Y. Schlüchter alleine auf das Tessiner-Tor losziehen konnte. Er brachte den Ball jedoch nicht am Torhüter vorbei. Kurz vor der Pause scheiterte Buchmann mit seinem Kopfball ebenfalls. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit Trotz einigen Niederlagen in Serie reiste die erste Mannschaft des FCWB guten Mutes nach Locarno und zeigte von Beginn weg, dass man zu Unrecht im untersten Tabellendrittel aufgeführt ist. Wie in den Spielen zuvor wollte man das Spieldiktat sofort übernehmen und mit einem Offensivspiel den Ball weg vom eigenen Gehäuse halten. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein waren es dann auch die Gäste, die Druck auf das gegnerische Tor ausübten. Die Angriffe endeten oftmals mit einem Weitschuss, sei dieser von Makuka, Tastemel, Hasani, Buchmann oder Y. Schlüchter, allesamt verfehlten aber das Tor. Die Defensive stand sehr kompakt, man gewährte den Tessinern sehr wenig Raum, sodass diese bald einmal die Bälle ziellos nach vorne spielten. Erfreulich war, dass der Ball

Es war sofort augenscheinlich, dass die Dosch-Elf sehr bemüht war, die Partie auch weiterhin in der Hand zu haben und den ersten Torerfolg suchte. Das Spiel war sehr unberechenbar, es wurde mit schnellen Doppelpässen durch die Mitte, über die Flügel oder auch mal mit einem einfachen Zonenwechsel operiert. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr versuchten die Ämtler den Erfolg zu erzwingen, mussten dabei jedoch aufpassen, dass sie die Defensivarbeit nicht zu sehr vernachlässigten. So gab es dann doch noch die eine oder andere Kontermöglichkeit für die Platzherren, bei welchen der FCWB sehr riskant stand. Hauptsächlich waren es aber die Gäste, die zu Abschlussmöglichkeiten kamen. Das Runde wollte aber an diesem Tag nicht ins Eckige. Stets kam man einen Schritt zu spät, so auch der

eingewechselte L. Schlüchter, der eine flache Hereingabe nur um Zentimeter verpasste. Das Spiel endete torlos, die Spieler wussten nicht, ob sie sich freuen oder eher enttäuscht sein sollten, da mit ein wenig mehr Abschlussglück drei Punkte möglich gewesen wären. Das sieht auch Trainer Dosch so, der kurz nach Spielende ein erstes Fazit zieht. «Der Mannschaft kann ich nichts vorwerfen, sie hat alles Mögliche probiert und mir tut es sehr leid, dass sie nicht belohnt wurde für den Aufwand. Jedoch müssen wir den Weg so weiterfahren, dann werden die Resultate automatisch wieder kommen. Vielen Dank auch den Fans, die mitgereist sind und die Mannschaft angetrieben haben.» Matchtelegramm: Stadio Lido, Locarno, 135 Zuschauer. FCWB: Merlo; Joller; Popov; Bonnemain; Illi; Peixoto (66. L. Schlüchter); Y. Schlüchter; Makuka; Hasani; Buchmann (83. Balaj); Tastemel (79. Hasanramaj).

Weitere Resultate FCWB 2 – Thalwil 3:1, Rapperswil – Senioren 3:2, Jun. Ec – Uitikon 3:1, Jun. Ed – Affoltern 0:5, Altstetten - Jun. Db 11:2, Jun. Ea – Blue Stars 3:3, Red Star Jun. Da 3:1, Jun. Dc – Horgen 4:0, Langnau – Jun. Cb 7:4, Jun. Ca – Regensdorf 7:1, Jun. B – Thalwil 6:5, Wollishofen – Jun. A2 6:3, Jun. A1 – Oetwil-Geroldswil 2:0.

Geglückter Saisonstart für den WSCA Sechs Medaillen für die Schwimmer in Kloten Mit überzeugenden Leistungen, sechs Medaillen und spannnenden Staffeln, konnte der WasserSport-Club-Albis (WSCA) am Samstag, 29. September, am Jahrgangswettkampf in Kloten sehr zufrieden sein. Anja Junker aus Mettmenstetten erzielte gleich drei Podestplätze. Über die 100 m Freistil und Rücken gewann sie Silber und über 100 m Brust Bronze. Die Goldmedaille sicherte sich Michelle Stolz aus Affoltern über 50 m

Rücken. Obwohl sie drei Sekunden über ihrer Bestzeit lag, reichte es trotzdem ganz oben aufs Podest. Severin Suter aus Hedingen erreichte den 2. Platz in seiner Lieblingslage, 100 m Brust. Ganz am Schluss des Wettkampfes wurden die 200 m Freistil geschwommen. Als Einziger des WSCA-Teams startete Nino Spagnoletti aus Affoltern über diese Distanz und holte sich die Bronzemedaille. Von den 13 teilnehmenden WSCA-Kindern wurden ausser den Medaillenrängen auch einige Ränge unter den ersten zehn erreicht.

Mit persönlichen neuen Bestzeiten wurde nicht gegeizt, die Leistungen waren wirklich sehenswert! Bei den Staffeln – der WSCA war mit zwei Mädchen- und einer KnabenLagenstaffel am Start – wurde es so richtig laut im Hallenbad Kloten. Obwohl es nicht für Medaillen reichte, waren diese drei Staffeln doch sehr spannend. In der Fan-Ecke vom WSCA war es mit Abstand am lautesten, da schmunzelten auch die Organisatoren vom Klotener Jahrgangswettkampf. Mehr Informationen unter www.wsca.ch

stoppt. Etwas Unruhe kam auf, als ein Spieler von Rüti nach einem hohen Bein eines FCA-Spielers mit einem Schrei zu Boden ging und der Schiedsrichter den unbeteiligten Löliger dafür verwarnte. Nach einigen Fehlpässen und ungenauen Flanken baute der FCA gegen Ende des Spiels den Druck etwas auf. Nach einem Schussversuch von Shala folgte ein Steilpass auf den eingewechselten Mergim Ismajlaj, doch der ausgezeichnete gegnerische Torhüter fing den Ball knapp vor ihm ab. Wieder eine herrliche Vorlage von Shala, diesmal auf Markanovic, führte zur besten Chance für den FCA, doch der Torhüter fischte den Heber von Markanovic gekonnt aus der Luft. Flanken des eingewechselten Luchsinger auf Mühlemann und auf Good, wie auch zwei Schüsse von Markanovic brachten zu wenig Gefahr. Die letzte Chance für das Heimteam hatte der ebenfalls eingewechselte Kaufmann, als er sich auf der linken Seite durchtankte und im 16er von einem Gegner zusammen mit dem Ball weggeräumt wurde. Diesmal blieb der Pfiff des Unparteiischen aus. Fünf Minuten später war Schluss. Nach dem etwas unglücklichen Dreierpack innert sechs Minuten hatte der FCA nicht wirklich eine reelle Chance, diesen Rückstand aufholen zu können. Es fehlte nicht am Einsatz, eher an der Abgeklärtheit. Aber das nächste Spiel beginnt wieder bei 0:0 und da wird der FCA seine Stärken wieder voll einsetzen und ausspielen können. Spieltelegramm: Sportplatz Moos, 100 Zuschauer. FCA: Steiner, Rako (84. Kaufmann), Spinner, Bala I, Bala II, Markanovic, Shala, Bilic (66. M. Ismajlaj), Mühlemann, Good, Löliger (74. Luchsinger). (al)

FCA gewinnt gegen den FC Unterstrass In einem Nachholspiel der 2. Liga gewann der FCA zuhause gegen die Unterstrasser aus Zürich. Nach drei Toren innerhalb der ersten 20 Minuten machten die FCA-ler den Sack zu und verwalteten souverän die 3 Tore und die 3 Punkte über die 90 Spielminuten. Ausführlicher Spielbericht unter www.fcaffoltern.ch


Restaurant Adler, 8926 Kappel

Herbstfest am 5./6. Okt. 2012 ab 18.00 geöffnet Am Freitag spielt das Trio Joe Wiget/ Bruno Inderbitzin Am Samstag Jubiläumsfeier EHC Affoltern-Hedingen es spielt unsere «Husmusig» Auf Ihren Besuch freuen sich Renata Schönbächler und Team EHC Affoltern-Hedingen 044 764 18 40 Beide Abende freier Eintritt

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078_02_2012  
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