Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 26 352 I AZ 8910 Affoltern a. A.
aus dem bezirk affoltern I Nr. 076 I 173. Jahrgang I Dienstag, 1. Oktober 2019
Gut gewappnet
Spektakel in der Luft
Die Affoltemer Stützpunktfeuerwehr probte am Samstag den Ernstfall. > Seite 5
Der Modellflugtag in Hausen findet am kommenden Wochenende zum 40. Mal statt. > Seite 6
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Zum Leben erweckt In Affoltern konnten sich Interessierte ein lebendiges Buch ausleihen. > Seite 8
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Aus der Schule Einblicke in den Schulalltag eines Drittklässlers, seiner Lehrerin und der Eltern. > Seite 9
Neue Köpfe fürs Spital Affoltern Stefan Gyseler und Daniel Eugster als einzige BK-Mitglieder in den Verwaltungsräten Die Ämtler Gemeinden haben die Verwaltungsräte der gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) Spital Affoltern und der IKA Pflegezentrum Sonnenberg gewählt. BK-Präsident Stefan Gyseler wird auch VR-Präsident der Spital-gAG.
ne Mehrheit zustande. Eine Nachwahl wird vorerst nicht stattfinden, erst auf die Gründung hin, wenn sowieso nochmals alle Verwaltungsräte bestätigt werden müssen.
Roland Kunz im VR des Pflegezentrums
................................................... von thomas stöckli Wie erwartet wird Spital-BK-Präsident Stefan Gyseler VR-Präsident der gAG Akutspital. Er soll mit seiner ausgewiesenen Finanz- und Kommunikationskompetenz die Kontinuität gewährleisten, ist er doch der Einzige aus der aktuellen Betriebskommission. «Ich hätte mir eine Mischung aus Neuen und Bestehenden gewünscht», kommentiert er das Wahlresultat, «in den Gemeinderäten hat aber offensichtlich der Wunsch nach einem Neustart mit neuen Leuten dominiert.» Ronald Alder hat sich als Spitaldelegierter von Ottenbach in den Strategieprozess eingebracht. Wertvoll dürften auch seine Verbindungen als Gemeinde- und Kantonsrat sein. Mit Dr. med. Dominique
Stefan Gyseler, Gemeindepräsident von Hausen und Präsident der Spital-Betriebskommission, übernimmt das VR-Präsidium der Spital-gAG. (Archivbild Thomas Stöckli) Wegener, Bonstetten, sind zudem die Hausärzte vertreten. Sie spielen als Zuweiser eine wichtige Rolle für die Spital-Zukunft. Die Wahl von Jean-François Andrey, CEO der Psychiatrischen Dienste Aargau AG, dürfte auch als Bekenntnis zum strategischen Schwerpunkt Psychiatrie zu verstehen sein. Der Berner bringt Kompetenz im Finanz- und Gesundheitswesen mit ein. Den Unter-
nehmer Dr. rer. pol. Thomas Giudici zeichnet eine breite betriebswirtschaftliche Erfahrung in verschiedenen Führungsfunktionen aus. Dr. agr. Lukas Rist, Gockhausen, verfügt nicht nur über Führungserfahrung als Finanzchef, CEO und Forschungsleiter von Spitälern, er ist auch gut vernetzt im Gesundheitswesen und hat Erfahrung im Bereich Komplementärmedizin. Für ein siebtes Mitglied kam kei-
Noch nicht bestimmt, ist dagegen der VR-Präsident der IKA Pflegezentrum. Das Gremium um BK-Mitglied Daniel Eugster aus Rifferswil muss sich erst noch konstituieren. Im Säuliamt bekannt sind Franziska Marty, Spitaldelegierte aus Obfelden, und natürlich der ehemalige Affoltemer Chefarzt Dr. med. Roland Kunz, mittlerweile Chefarzt der Universitären Klinik für Akutgeriatrie im Stadtspital Waid. «Es ist sehr erfreulich, dass er zugesagt hat», so Stefan Gyseler. Franjo Ambrož, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pro Senectute Kanton Zürich und zuvor Geschäftsleitungs-Mitglied der Altersheime der Stadt Zürich, sowie Marta Omlin, Personalfachfrau mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitswesen, komplettieren hier den Verwaltungsrat. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3
Seewadel-Neubau kostet 43,8 Millionen
Informationsanlass in Affoltern Der Ersatzneubau Haus zum Seewadel in Affoltern und das Provisorium kosten 43,8 Millionen Franken. Bis zum Bezug des Neubaus im Herbst 2022 werden die Pensionäre und Pflegebedürftigen in einem Provisoriumsbau im Giessen-Areal untergebracht.
Junioren-Weltmeisterin Jacqueline Schneebeli setzt am Radquer Mettmenstetten in der letzten Runde zum entscheidenden Angriff an. (Bild map.)
Begeisterndes Radquer Topresultate für Säuliämtler Das Radquer in Mettmenstetten am Sonntag geriet zu einem veritablen Radsportfest. Die Teilnehmenden aus dem Säuliamt verzeichneten dabei eine ganze Reihe von Topresultaten. Im «Cross für alle» holte Thomas Müller den zweiten Platz. Im U-19-Rennen holte sein Sohn, Timo Müller, ebenfalls den zweiten Platz. Stärkster Mas-
ter-Fahrer war der Knonauer Pius Stucki. In den Schülerkategorien kam es zu mehreren Säuliämtler Siegen. Und den Höhepunkt des Tages setzte Cross-Country-Junioren-Weltmeisterin Jacqueline Schneebeli. Sie gewann das Rennen der Frauen souverän. ................................................... > Bericht auf Seite 17
In grosser Zahl erschienen die Interessierten vergangenen Donnerstag zu einem Informationsanlass, an dem die Pläne für das neue Alters- und Pflegeheim Haus zum Seewadel präsentiert wurden. Der Ersatzneubau für das in die Jahre gekommene Haus zum Seewadel soll bis im Herbst 2022 erstellt werden. Er wird 80 Plätze umfassen, 20 mehr als ursprünglich geplant. Aus Kostengründen wird der Neubau kein Holzverbund-, sondern ein Betonbau sein, der nach Minergie-P-Standard gebaut wird. Auf dem Dach wird ein Demenzgarten erstellt.
Komfortables Provisorium Während der Bauzeit werden die Seewadel-Bewohnerinnen und -Bewohner in ein Provisorium im Giessen-Areal in Affoltern umziehen. Die Zimmer des im Modulbau erstellten Provisoriums werden vom Komfort her dem Neubau entsprechen, wie Stadträtin Eliane Studer
am Informationsanlass erklärte. Auch kann im Provisorium bereits die gesamte Demenzabteilung geführt werden. Die Urnenabstimmung findet am 9. Februar 2020 statt. Die Gesamtkosten für den Neubau und das Provisorium belaufen sich auf rund 43,8 Millionen Franken. Dass die Kosten gegenüber den im Frühjahr 2018 genannten 22,5 Millionen fast doppelt so hoch ausfallen, hat mehrere Gründe. So fallen Mehrkosten an, weil die Zahl der Pflegeplätze 80 statt 60 beträgt. Ferner wurden wurden die Kosten für das zweijährige Provisorium zunächst nicht eingerechnet. Und 3,5 Millionen Franken Mehrkosten verursacht der Bau einer Tiefgarage. Am Informationsabend war von seiten der anwesenden Interessierten viel Lob für das moderne Neubauprojekt zu hören. Doch wurde auch Kritik geübt. So wurde hinterfragt, ob der Bau einer Tiefgarage wirklich notwendig sei, angesichts der guten Anbindung des Hauses zum Seewadel an den öffentlichen Verkehr. Weder die Bewohnerinnen und Bewohner noch Mitarbeitende seien auf die zusätzlichen Parkplätze angewiesen. Bemängelt wurde auch, auf dem Demenzgarten auf dem Dach gebe es zu wenig Schatten. (sts) ................................................... > Bericht auf Seite 3
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Liberale unter sich In Affoltern lud die FDP am vergangenen Samstag zum Wahlapéro und Polittalk. > Seite 11
50 Jahre HPS Die Heilpädagogische Schule Affoltern wurde vor 50 Jahren gegründet. Damit wurde es für Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen möglich, im Knonauer Amt zur Schule zu gehen und nicht mehr in weit entfernten Heimen wohnen zu müssen. Am vergangenen Freitag war es nun Zeit, den runden Geburtstag zu Feiern. Zum Jubiläum gesellten sich zahlreiche aktuelle, aber auch viele ehemalige Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ins Schulhaus Stigeli und in den Kasinosaal. ................................................... > Bericht auf Seite 9
Geglückter Saisonstart Die Damen von Volley S9 können sich über einen erfolgreichen Auftakt in die Saison 2019/2020 freuen. Nach zwei Spielen haben sie bereits vier Punkte auf ihrem Konto. Gegen Wald, den Absteiger aus der 3. Liga, siegten sie im Auftaktspiel 3:1. Das zweite Spiel gegen Einsiedeln ging zwar im 5. Satz verloren, doch einen Punkt konnten die Damen von S9 aus dieser spannenden Partie dennoch mitnehmen. ................................................... > Bericht auf Seite 19 anzeigen
Um die Ecke wartet eine unbekannte Stadt.
Christian Hess Dr. med.
10. August 1950 – 25. September 2019
Das Schicksal konnte es nicht lassen. Wir sind nicht einverstanden und müssen viel zu früh, viel zu schnell Abschied nehmen von einem wunderbaren Menschen, einem entschlossenen Begleiter mit Liebe und Humor. Inspiration und Vorbild – sowohl als Arzt als auch alles in allem. Danke für gemeinsam Gelebtes. Wir werden die Erinnerung und seine Liebe bewahren. Möge er geborgen sein. Annina Hess-Cabalzar Patrick und Petra Hess, mit Nino Bigna und Dani Hauser-Hess, mit Nora & Miro Nina Hess und Michael Niederöst Irene und Shinichi Takagi-Hess Carolina Takagi und Kandai Takagi Die Trauerfeier findet statt am Freitag, 4. Oktober 2019, um 14.00 Uhr, in der Kirche St. Peter, Zürich.
Beschlüsse der Delegiertenversammlung Zweckverband Spital Affoltern vom 26. September 2019
Kollekte: Akademie Menschenmedizin, CH26 0070 0110 0045 1723 9, Postkonto 80-151-4. Traueradresse: Annina Hess-Cabalzar, Oetenbachgasse 7, 8001 Zürich
1. Protokollgenehmigung der Delegiertenversammlung vom 27. Juni 2019 2. Wahl des Liquidationsausschusses Nachfolgende Personen sind als Mitglieder des Liquidationsausschusses gewählt worden: Jürg Burger, Aeugst a. A. Rolf Hauenstein, Rifferswil Christoph Kobel, Obfelden Eduard Waldesbühl, Hausen a. A – Designierter Präsident Priska Wyser-Federer, Obfelden 3. Entschädigungsreglement für den Liquidationsausschuss wird an der nächsten Delegiertenversammlung abgenommen Rechtliche Hinweise: Publikation nach § 7 Abs. 1 GG. Das Protokoll und die Akten zu den Beschlüssen liegen im Direktionssekretariat des Spitals Affoltern, Sonnenbergstrasse 27, 8910 Affoltern am Albis, ab dieser Publikation, während den ordentlichen Schalteröffnungszeiten öffentlich auf. Gegen diesen Beschluss kann, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis – wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen – und im Übrigen wegen Rechtsverletzungen, unrichtiger oder ungenügender Feststellung des Sachverhaltes sowie Unangemessenheit der angefochtenen Anordnung innert 30 Tagen schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausfertigung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss und die Beweismittel sind, soweit möglich, beizulegen. (Die Kosten des Rekursverfahrens hat die unterliegende Partei zu tragen.) Spital Affoltern, Betriebskommission 26. September 2019
ABSCHIED UND DANK Unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Cousine
Elisabeth Burkart-Studer 24. Dezember 1939 – 15. September 2019
wurde von ihrer Krankheit erlöst. Wir haben auf ihren Wunsch im kleinen Kreis Abschied genommen. Vielen Dank allen, die Lise im Leben begleitet und ihr Freude gemacht haben. Max und Ursi Studer-Hess mit Kindern und Enkeln Ernst Aeschimann mit Martina und Regula
Wer einen geliebten Menschen verliert, gewinnt einen Schutzengel dazu.
WIR BEDAN KEN UNS H ERZ LICH In Liebe und grosser Dankbarkeit haben wir Abschied genommen von
Hanni Hinners-Lösch Auf einmal bist du nicht mehr da und keiner kann`s verstehen. Im Herzen bleibst du uns ganz nah, bei jedem Schritt, bei dem wir gehen. Nun ruhe sanft und geh in Frieden, denk immer dran, dass wir dich lieben!
Viel zu früh müssen wir tieftraurig Abschied nehmen von meinem liebevollen Ehemann, unserem lieben Vater, Schwiegersohn, Schwager und Freund
Marcel Thomi 5. April 1957 – 26. September 2019
Wir sind überwältigt von der grossen Anteilnahme beim Abschied von Hanni Hinners-Lösch. Wir danken allen für die tröstenden Worte, geschrieben oder gesprochen. Die Anwesenheit, der Händedruck und die Umarmung, wenn Worte fehlten. Die Verbundenheit und die Zeichen des Mitgefühls in den schwierigen Stunden. Die Blumen- und Geldspenden. Es ist schön zu spüren, dass wir diesen Weg nicht ganz alleine gehen müssen. Wir danken allen, die Hanni in ihrem Leben begleitet, ihr Gutes getan und die nun an der Abdankung von ihr Abschied genommen haben. Unsere grosse Wertschätzung gilt sowohl dem gesamten Pflegeund Ärzteteam, welches Hanni begleitet und betreut hat, wie auch der Pfarrerin für die einfühlsame Gestaltung des Trauergottesdienstes und die tröstenden Worte. Wir nehmen Abschied in Liebe und schöner Erinnerung. Obfelden, im September 2019
Die Trauerfamilie
Du hast tapfer und voller Hoffnung gegen die heimtückische Krankheit gekämpft und wurdest am 26. September von deinen Schmerzen erlöst. Wir werden deinen herrlichen Humor und dein Lachen so sehr vermissen. Oberlunkhofen, im September 2019 In Liebe und Dankbarkeit Elsbeth Thomi Roger Thomi mit Linda Patrick Thomi mit Rebekka Familie, Freunde und Bekannte Die Abdankungsfeier findet am Dienstag, 8. Oktober 2019, um 14.15 Uhr, in der reformierten Kirche in 8903 Birmensdorf ZH statt. Die Urne werden wir im Stillen nach Marcels Wunsch beisetzen. Im Sinne von Marcel unterstütze man Palliative Care Affoltern am Albis, Postkonto 85-91373-1. Traueradresse: Elsbeth Thomi, Rebbergstrasse 13, 8917 Oberlunkhofen
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.
ABSCHIED UND DANK Traurig, aber dankbar für die schöne Zeit mit dir, nehmen wir Abschied von
Hanni Eigenheer-Weiss geb. Bolli 3. April 1927 – 25. September 2019
Erlöst von deinen zahlreichen Altersbeschwerden durftest du dich friedlich von dieser Welt verabschieden. Wir werden dich schmerzlich vermissen und immer in unserem Herzen tragen. Judith und Markus Hauser-Weiss Sandra und Yves Salzmann Martin Hauser Verwandte und Anverwandte Wir danken dem Team des Hauses zum Seewadel, das neun Jahre ihr Zuhause war für die einfühlsame Pflege und Betreuung. Frau Dr. Helen Roth. Allen, die ihr zeitlebens mit Liebe und Wertschätzung begegnet sind. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Hanni wird im Friedhof Rosenberg in Winterthur ihre letzte Ruhestätte finden. Traueradresse: Judith Hauser, Mooswiesenweg 38, 8404 Winterthur
Bezirk Affoltern wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit 50 Jahre miteinander verheiratet sind in den kommenden Tagen zwei Paare in Obfelden. Am Mittwoch, 2. Oktober, sind dies Margaritha und Mathias Gräzer-Vetter und am Donnerstag, 3. Oktober, Lina und Peter GalleggioniMeier. Wir gratulieren den beiden Paaren zum goldenen Ehejubiläum und wünschen alles Gute, einen Freudentag und noch viele gemeinsame gesunde und glückliche Jahre.
Zum 94. Geburtstag Am Donnerstag, 3. Oktober, darf Nelly Häni-Ruch in Hausen ihren 94. Geburtstag feiern. Zu diesem besonderen Fest gratulieren wir ihr herzlich und wünschen Freude, Glück und Gesundheit im kommenden Lebenjahr. Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 2. Oktober, feiern in Obfelden gleich zwei Jubilare ihren 85. Geburtstag. Es sind dies Jörg Koran und Max Müller-Wernli. Herzliche Gratulation den beiden! Wir wünschen ihnen ein schönes Fest und alles Gute.
Zum 80. Geburtstag Zum 80. Geburtstag in den kommenden Tagen dürfen wir drei Jubilaren gratulieren. Heute Dienstag, 1. Oktober, feiern Rosaria Iannino in Affoltern und Stanislav Gajic in Obfelden und am Donnerstag, 3. Oktober, Heidi Diener in Stallikon ihren Geburtstag. Wir gratulieren den Dreien herzlich und wünschen ein schönes Fest und gute Gesundheit. anzeige
Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli redaktion@affolteranzeiger.ch Redaktion: Livia Häberling Stefan Schneiter Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material
Dienstag, 1. Oktober 2019
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Ein Generationenwerk Grosses Interesse an Informationsanlass zum Ersatzneubau Seewadel und Provisorium Die Kosten für den Ersatzneubau des Alters- und Pflegeheims Haus zum Seewadel und für das Provisorium belaufen sich auf 43,8 Millionen Franken. Bis der Neubau im Herbst 2022 bezugsbereit ist, werden die Pensionäre im Giessen-Areal in Affoltern in einem Provisorium wohnen.
auf der Dachterrasse angelegt, zum Schutz der Integrität und Persönlichkeit der dementen Personen.
Provisorium im Giessen-Areal
Der Neubau benötigt eine Bauzeit von zwei Jahren. Die Zeit bis dahin, «Es handelt sich vermutlich um das bis im Herbst 2022, grösste Projekt, das die öffentliche wird mit einem ProüberHand in Affoltern je durchgeführt visorium hat», begrüsste Stadtpräsident Cle- brückt. Dieses wird mens Grötsch die zahlreichen Interes- ins Giessen-Areal in sierten, die sich am Donnerstagabend Affoltern zu liegen zum Informationsanlass im Haus zum kommen. Erwogen Seewadel eingefunden hatten. Wichtig und schliesslich versei nun, endlich mit dem Neubau be- worfen wurden als ginnen zu können «und damit Werte Varianten auch eine zu schaffen für Generationen». Auslagerung ins Stadträtin Eliane Studer informier- Alterszentrum But- Ansicht des Ersatzneubaus Haus zum Seewadel. (Bild zvg.) te über den aktuellen Stand des Pro- tenau in Adliswil jekts. Der Seewadel-Neubau wird über oder in die Langzeitpflege Sonnenberg Mehrkosten sind laut Studer auf drei 80 statt der ursprünglich geplanten 60 in Affoltern. Im Provisorium stehen 80 Punkte zurückzuführen: Den Ausbau Betten sowie über eine Demenzabtei- Zimmer mit 23 m² zur Verfügung und von 60 auf 80 Plätze (+ 9,5 Millionen), lung, eine Gerontopsychiatrie sowie auch die kürzlich eröffnete Demenz- das anfänglich nicht mit einberechneeine Geriatrie mit hoher Pflegebedürf- abteilung. Die Vergabe des Provisori- te Provisorium (+ 7,77 Millionen) sotigkeit verfügen. Gebaut wird nach Mi- um-Baus erfolgt an die Erne Holzbau wie die neu geplante Tiefgarage (+ 3,5 nergie-P-Standard. Das Seewadel wird AG. Das Provisorium wird nicht ge- Millionen). «Die Investitionen sind benicht wie ursprünglich geplant ein mietet, sondern gekauft und an- reits in die Finanzplanung aufgenommen worden, sodass keine Erhöhung Holz-, sondern ein Betonbau sein, des- schliessend wieder verkauft. Die Kosten für das gesamte Pro- des Steuerfusses notwendig ist», ersen Kosten um 2 Millionen tiefer liegen. Neu ist auch eine Tiefgarage vor- jekt belaufen sich auf 43,84 Millionen klärte Eliane Studer. gesehen. Die Vergabe wird nicht an ei- Franken. Diese setzen sich zusammen nen Generalunternehmer erfolgen, da- aus 37,23 Millionen für den Ersatzneumit das regionale Gewerbe besser be- bau und 7,77 Millionen für das Provi- Tiefgarage notwendig? rücksichtigt werden kann, wie Studer sorium, minus 1,16 Millionen aus ei- Architekt Lukas Bucher von blgp-Arfesthielt. Die Wäscherei wird aus Kos- nem Legat. Die Objektkosten liegen chitekten AG präsentierte die Pläne tengründen ausgelagert. Der Demenz- massiv höher als die im Frühling 2018 für den Ersatzneubau. Im Empfangsgegarten wird nicht ebenerdig, sondern kommunizierten 22,5 Millionen. Die schoss liegen der Eingangsbereich, Sekretariat, Arztpraxis, Mitarbeiterbereich, Küche, Lager und 36 Parkplätze, im Erdgeschoss darüber das Restaurant, ein Mehrzweckraum und Verwaltungsbüros. In den Obergeschossen sind je 20 Bewohnerzimmer eingeplant mit einer Grösse von 21 m² pro Einzelzimmer. Im 3. Obergeschoss befinden sich die gerontokratische sowie die Demenzabteilung mit je zehn Zimmern. Das Dach wird unterteilt in einen Demenzgarten, eine für alle zugängliche Fläche sowie den Bereich für die Fotovoltaik-Anlage. Zur Abstimmung gelangt das Seewadel-Projekt am 9. Februar 2020. Aus Sicht von Stadtpräsident Clemens Grötsch sind die wichtigsten ArguInformationen aus erster Hand lieferten Stadträtin Eliane Studer, Stadtpräsident mente für ein Ja: Der bisherige Bau geClemens Grötsch und Architekt Lukas Bucher. (Bild Stefan Schneiter)
................................................... von stefan schneiter
nüge heutigen Anforderungen an ein Alters- und Pflegeheim nicht mehr, ein Neubau sei daher unumgänglich. Um den Bedarf an Pflegeplätzen in Affoltern und im Bezirk zu sichern, braucht es neben denjenigen im Sonnenberg und in der Senevita auch die 80 Plätze im Seewadel. «In allen drei Pflegeeinrichtungen gibt es bereits wieder Wartelisten», sagte Grötsch. Bei einem Ja würden 140 Arbeitsplätze gesichert. Bei einem Nein würden hingegen laut Götsch 80 Pflegebetten im Bezirk Affoltern wegfallen. Pflegebedürftige müssten ausserhalb des Bezirks untergebracht werden, was sowohl für sie wie auch ihre Angehörigen aufgrund der weiteren Anreisewege ein Verlust an Komfort bedeuten würde. In der anschliessenden Frage- und Diskussionsrunde war viel Lob für das Neubauprojekt zu hören. Es gab allerdings auch kritische Einwände. Die Notwendigkeit einer Tiefgarage für 3,5 Millionen wurde in Zweifel gezogen. Die Heimbewohnenden hätten nichts davon, und die Mitarbeitenden seien angesichts der ausgezeichneten Anbindung an den öffentlichen Verkehr nicht auf zusätzliche Parkplätze angewiesen. Kritisiert wurde auch der mangelnde Sonnenschutz im Demenzgarten auf dem Dach sowie die aus ökologischer Sicht wenig sinnvolle Möglichkeit, dass die Zimmer im Heim bis auf 24 Grad geheizt werden können.
Gesamtauflage: 26 352 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Christine von Burg Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 inserat@weissmedien.ch Spezial- und Sonderseiten: Kaspar Köchli Telefon 058 200 57 14, M 079 682 37 61 kaspar.koechli@chmedia.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.– Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 57 00, Fax 058 200 57 01 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@chmedia.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.chmedia.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.chmedia.ch
Noch fehlt das Entschädigungsreglement Die Spitaldelegierten haben am Donnerstag den Liquidationsausschuss gewählt Ungewohnt kurz war sie, die Delegiertenversammlung des Spital-Zweckverbands vom vergangenen Donnerstag. Kein Wunder: Direkt im Anschluss sollten die 14 Bezirksgemeinden die Verwaltungsräte (VR) der beiden Folgeorganisationen ernennen (siehe Frontseite). ................................................... von thomas stöckli Bevor die Verwaltungsräte der Gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) Spital Affoltern und der Interkommunalen Anstalt (IKA) Pflegezentrum Sonnenberg bestätigt wurden, hatten die Delegierten ihrerseits den fünfköpfigen Liquidationsausschuss zu wählen – im zweiten Anlauf: An der DV Ende Mai war die geplante Wahl vertagt worden. Die Delegierten hatten gefordert, ein Anforderungs-
profil zu erstellen, die Kompetenzen der Vorgeschlagenen aufzulisten, allfällige Interessenskonflikte zu vermeiden und auch Frauen zu berücksichtigen. Dem ist die BK nun nachgekommen und alle Vorgeschlagenen wurden gewählt, mit Ausnahme von BKVizepräsident und Jurist Jürg Burger aus Aeugst (zwei Gegenstimmen) sogar einstimmig. Die Mitglieder des Liquidationsausschusses fühlen sich mit dem Spital und dem Bezirk alle stark verbunden. Obfelderin Priska Wyser-Federer etwa ist mit einer KV-Lehre am Bezirksspital ins Berufsleben gestartet. Sie bringt viel Erfahrung im Buchhaltungs-Bereich mit – unter anderem zehn Jahre bei PricewaterhouseCoopers. In Ottenbach aufgewachsen und mittlerweile in Rifferswil zu Hause ist Wirtschaftsprüfer Rolf Hauenstein. Der Obfelder Gemeinderat Christoph Kobel bringt seine langjährige Erfahrung als Spitaldelegierter
mit ein. Und Eduard Waldesbühl, alt Gemeindepräsident von Hausen und ehemaliger Finanzchef der WeisbrodZürrer AG, ist seit seiner Pensionierung treuhänderisch tätig. Sie alle haben die Wahl angenommen – und dies, ohne zu wissen, wie sie für ihr Engagement entlöhnt werden: Ein Entschädigungsreglement muss erst noch ausgearbeitet werden. Der Ausschuss wird sich selber konstituieren, wobei fürs Präsidium Eduard Waldesbühl die besten Karten haben dürfte. Er störe sich am Begriff «Liquidation», sagte er: «AufteilungsAusschuss» würde es besser treffen. Das sieht die Spitalleitung ähnlich: Statt von Splitting wird nun von «Imago» gesprochen, in Anlehnung an die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. In diesem Prozess wird per 1. Januar 2020 die IKA Pflegezentrum ausgegliedert; wenn im zweiten Quartal der Jahresabschluss 2019 vorliegt, wird dann voraussichtlich am
1. Juni der Zweckverband zur gAG umgewandelt, rückwirkend auf Anfang 2020. Die Verantwortung für den Zweckverband bleibt so lange bei der BK. Die Verwaltungsräte werden aber ab sofort in den Strategieprozess involviert.
Gewinn über den Sommer gesteigert Die erfreulichen Halbjahreszahlen mit einem Gewinn von 1,2 Mio. Franken waren im «Anzeiger» bereits zu lesen. Direktor Michael Buik konnte nun informieren, dass der Gewinn sogar über die Sommermonate Juli und August stabilisiert und sogar noch etwas gesteigert werden konnte. Die betriebliche Rentabilität liegt bisher bei rund 8 %. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir bis Ende Jahr die 10 % überschreiten werden», so Buik. Diese 10 % braucht es künftig, um auch Investitionen finanzieren zu können.
Todesfälle
Liegenschaften
Affoltern am Albis Am 25. September 2019 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Johanna Martha Eigenheer geb. Bolli geboren am 3. April 1927, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis
Hedingen In Hedingen ist am Donnerstag, 26. September 2019 gestorben:
Lüthi Wessels, Ziena Hendrika geboren am 5. Mai 1943, von Bolken SO, Hüniken SO und Luterbach SO, verheiratet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Zwillikerstrasse 4. Abdankung am Freitag, 4. Oktober 2019, 14.00 Uhr, in Hedingen.
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Pfarrbestätigungswahlen 2020 Publikation Bestätigung Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Maschwanden Die Kirchenpflege beschliesst: 1. Die der Kirchgemeinde im Pfarramt zur Verfügung stehenden Stellenprozente werden für die Amtsdauer 2020–2024 der Pfarrerinnen und Pfarrer wie folgt aufgeteilt: Pfarrerin Claudia Mehl mit 50 Stellenprozent. 2. Den Stimmberechtigten der Kirchgemeinde wird zur Bestätigung für die Amtsdauer 2020–2024 mit den Stellenprozenten gemäss Ziffer 1 vorgeschlagen: Pfarrerin Claudia Mehl 3. Gemäss § 13 Abs. 3 des Kirchengesetzes kann mindestens ein Zwanzigstel der Stimmberechtigten der Kirchgemeinde für die in Ziffer 2 aufgeführte Pfarrerin schriftlich die Wahl an der Urne verlangen. Die Unterschriften sind der Kirchenpflege, Hinterdorfstrasse 5, 8933 Maschwanden, binnen 30 Tagen seit der amtlichen Veröffentlichung dieses Beschlusses einzureichen. Wird binnen dieser Frist keine Urnenwahl verlangt, so wird die Kirchenpflege die Pfarrerin gemäss Ziffer 2 als in stiller Wahl gewählt erklären. 4. Die stille Wahl und die Wahl an der Urne erfolgen unter dem Vorbehalt einer Änderung der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen sowie der Amtspflichten der gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer in örtlicher und inhaltlicher Hinsicht während der Amtsdauer. 5. Gegen diesen Beschluss kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung binnen 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs bei der Bezirkskirchenpflege, Martin Billeter, Püntenstrasse 16, 8932 Mettmenstetten, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist, soweit möglich, beizulegen oder genau zu bezeichnen. 6. Mitteilung an Gemeindeverwaltung, Dorfstrasse 54, 8933 Maschwanden, an die Bezirkskirchenpflege sowie an den Kirchenrat. 7. Amtliche Veröffentlichung im Anzeiger des Bezirks Affoltern. Maschwanden, 26. September 2019 Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Die Präsidentin: Vreni Bär Die Aktuarin: Marina Clerici
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Bezirk Affoltern
Dienstag, 1. Oktober 2019
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Erstmals ein Polizei-Helikopter im Einsatz Premiere an der Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern Hochwasser, Überschwemmungen, Dammbruch, Stromausfälle, Verletzte. An der Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern wurde das Katastrophenszenario in der Theorie beübt, aber erstmals durch einen Helikopter der Kantonspolizei unterstützt. Es war die letzte Hauptübung von Kommandant Marcel Büchner, der von Alex Smolinsky abgelöst wird.
«Wir kratzen am Sollbestand» Weitere Feuerwehrleute in Affoltern finden, die tagsüber Einsätze leisten können: Das ist für Alex Smolinsky, den neuen Kommandanten der Stützpunktfeuerwehr Affoltern, die grösste Herausforderung.
................................................... von werner schneiter Ein strahlender Herbsttag. Aber das, was Ausbildungschef Roger Hofstetter im Rahmen der Hauptübung der Affoltemer Stützpunktfeuerwehr den vielen Interessierten auf dem Areal des Sammlungszentrums per Megaphon mitteilte, kam einem Horrorszenario sehr nahe: Seit Wochen Regenfälle, Hochwasserstufe 3 an der Reuss, der Jonenbach macht einen Umweg über die Migros-Unterflurgarage, das Jonental ist unpassierbar, die Lorze überflutet das Maschwander Naturbad, Stromausfall im Unterwerk Obfelden. Dammbrüche und grosse Überschwemmungen, Gebäudeschäden, Plünderungen. Und zwölf vermisste Personen. Gottseidank steht das nur auf Papier, aber es stellen sich selbst bei kleineren Ereignissen stets die gleichen Fragen: Klappt die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und womöglich der Armee? Wie gut kennt man diese Partner? Wie lässt sich die Bevölkerung wirksam schützen? Wo liegen die Schwachstellen? Wie gut ist die Krisenkommunikation?
Spektakel zum Schluss: Das Auto prallt in den Schopf, der Feuer fängt. Personenrettung und Feuerbekämpfung zugleich.
Rekognoszierungsflüge Und mit solcherlei Fragen muss sich Marcel Büchner, der scheidende Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Affoltern, an der Hauptübung befassen. Derweil sein Nachfolger an der Hauptübung mit der Gästebetreuung betraut ist, fliegt die Kapo Büchner per Helikopter von einem Apéro auf dem Albis zur Kommandozentrale im Bezirkshauptort, die bei dieser Übung beim Sammlungszentrum domiziliert ist. Dort hat er fünf Minuten Zeit, um die dringendsten Massnahmen einzuleiten und die Zusammenarbeit mit Polizei und der Regionalen Führungsorga-
Kommandant Marcel Büchner (Mitte), auf dem Albis abgeholt, entsteigt dem Helikopter und muss nun die Einsätze koordinieren. (Bilder Werner Schneiter) nisation (RFO) zu koordinieren. Kurz darauf entschwindet der Kommandant wieder per Heli auf einen ersten Rekognoszierungsflug über die Schadenplätze, die mit weissen Tüchern und den entsprechenden Schadensymbolen bestückt sind, und zum entsprechenden Handeln zwingen. Welche Sofortmassnahmen sind angezeigt? Welche Mittel kommen zum Einsatz? Wie lauten die Aufträge? Zur Zentrale zurückgekehrt, folgen
eine weitere Lageanalyse und ein weiterer Reko-Flug. Derweil dies auf Papier und in Gesprächen geübt wird, warten die Zuschauer in der Festwirtschaft, können aber den Helikopter auch aus der Nähe bestaunen. Der Theorie folgt dann doch noch ein Spektakel: Ein PW prallt in einen Schopf. Der fängt Feuer, die Fahrerin ist im Auto eingeklemmt. Sie kann rechtzeitig befreit und das Feuer gelöscht werden..
«Wir kratzen am Sollbestand. Zwar haben wir gut ausgebildete Leute in der Feuerwehr, aber zu wenige, die im Ernstfall auch während der Arbeitszeit abrufbar sind. Leider sind da viele Arbeitgeber nicht mehr so grosszügig. Zehn Neue wären gut, eine Aufstockung von 15 bis 20 der Idealfall, womit dann auch die Lasten besser verteilt werden könnten», sagt Alex Smolinsky, Chef Fahndungs- und Aktionsdienst bei der Luzerner Polizei. Er übernimmt das Amt des Feuerwehrkommandanten per 1. Dezember 2019 und überlegt sich – zusammen mit seinen Mitstreitern – Massnahmen, um dem Personalmangel begegnen zu können. Eine davon ist das Bestreben, mehr Frauen, die nicht berufstätig sind, in die Feuerwehr zu holen. Da bestünde eventuell die Möglichkeit, im Feuerwehrdepot eine Art Tagesstätte einzurichten. «Bei Einsätzen würde dann die erste im Depot eintreffende Feuerwehrfrau die Betreuung der Kinder von den danach eintreffenden Müttern übernehmen», sagt Alex Smolinsky. Er weist aber auch darauf hin, dass es fünf bis sechs Jahre dauert, bis ein Feuerwehrmann oder eine –frau über optimales Fachwissen und Routine verfügen. Auch seien zahlreiche Kurse notwendig. «Wir müssen immer darauf aufmerksam machen, dass die Feuerwehr eine Milizorganisation ist. In Affoltern haben wir bloss zwei Festangestellte: einen Stabsoffizier und einen Materialwart. Am Herzen liegt dem neuen Kommandanten die Förderung einer Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Mehr Kooperation sei aber auch eine politische Frage, die auf Behördenebene erörtert werden müsse, fügt er an. In technischer Hinsicht ist die Stützpunktfeuerwehr gut aufgestellt. Das nötige Material kommt auch
Kommandowechsel: Alex Smolinsky (links) löst per 1. Dezember 2019 Marcel Büchner ab. (Bild -ter.) von der Gebäudeversicherung. «Hier ist auch unser Stadtrat weitsichtig», so Smolinsky.
Beförderungen Und dieser Stadtrat schätzt die Arbeit der Feuerwehr, was sich auch darin zeigte, dass sechs von sieben Stadträten die Hauptübung verfolgten. «Es war eine eindrückliche Hauptübung mit vielen Überraschungen», lobte Markus Meier, der das Ressort Sicherheit leitet. Und sie war wohl besser als die diesjährige Inspektionsübung, wo noch «Luft nach oben» vermutet wird. Im Rahmen der Beförderungsfeier würdigte Meier auch die zwei verstorbenen Feuerwehrleute Andreas Bär und Daniel Obschlager. Sodann würdigte der Sicherheitsvorstand den zurücktretenden Kommandanten Marcel Büchner für «deine stets hervorragende und umsichtige Führungsarbeit zum Wohle der Allgemeinheit». Er war 27 Jahre Feuerwehrmann, 18 Jahre davon Offizier und sechs Jahre Kommandant. Sein Nachfolger, Alex Smolinsky, wurde zum Major befördert. Die weiteren Beförderungen: Marco Mathys und René Burger (Oberleutnants), Luana Maggetti (Leutnant), Stefano Ardagna, Andreas Steiner, Kilian Perin (Wachtmeister), Florian Stutz, Bernhard Hug und Thomas Hamilton (Korporale), Bettina Haslinger und Werni Imhof (Gefreite). (-ter.)
Realisiertes Biotop in Mettmenstetten als Vorzeigeobjekt BirdLife Zürich: Erster Netzwerkanlass Naturschutz Der Zürcher Verband der Naturschutzvereine in den Gemeinden, und die Naturschutzgruppe NSG Mettmenstetten haben am vergangenen Samstag zum Erfahrungsaustausch im praktischen Naturschutz ins Säuliamt eingeladen.
menwirken von Naturschutzgruppe und Gemeinde zum Vorteil der Biodiversität gilt als beispielhaft. Und die Realisierung des Trittsteinbiotops Galgenfeld, an dem man sich am Samstag zum Netzwerkanlass traf, war so etwas wie der Grundstein für das gültige Leitbild Biodiversität der Gemeinde Mettmenstetten.
................................................... von urs e. kneubühl
Gedanken- und Erfahrungsaustausch
Sie kamen zahlreich nach Mettmenstetten, die Vorstandsmitglieder der Sektionen von BirdLife Zürich. Der Aufmarsch zum ersten der zukünftig regelmässig geplanten BirdLife-Netzwerkanlässe sei höchst erfreulich, stellten entsprechend Werner Eugster, Präsident NSG Mettmenstetten, und Xaver Jutz, Präsident BirdLife, mit grosser Genugtuung fest. Erstaunt darüber allerdings waren die beiden Präsidenten keineswegs, das Zusam-
Die Themen des Anlasses waren folglich adäquat festgesetzt: Es ging einerseits um die Bedeutung kleiner Trittsteinbiotope inmitten intensivster Landwirtschaft, aber ebenso um den Gedanken- und Erfahrungsaustausch im Umgang mit den Behörden und der Arbeitsweise der Fachberatung Biodiversität. Neben Werner Eugster gaben deshalb auch Martin Schnorf, ehemaliger Gemeinderat mit Ressort Umwelt, und Andrea Funk, als Fachberaterin Biodiversität für Mettmenstetten, ihre
setzen lassen. Damit gestaltete sich dieser erste Netzwerkanlass Naturschutz von BirdLife Zürich als Ideen-, Wissens- und Erfahrungsfundus sowie als AntwortPool mit praktischen Anleitungen.
Mettmenstetten Beim Netzwerkanlass Naturschutz von BirdLife Zürich als Beispiel begeisterte das Beispiel Galgenfeldbiotop, Mettmenstetten, Mit Werner Eugsdie Vorstandsmitglieder der Sektionen. (Bild kb.) ter, Martin Schnorf Kenntnisse weiter. Dies stiess auf sehr und Andrea Funk hatten auch drei Exgrosses Interesse bei den Anwesenden, kursionsführende das Wort, welche wie die zahlreich gestellten Fragen die NSG und die Gemeinde gut kenbestätigten. Und zur Freude der Fra- nen sowie an der Entwicklung der Ingenden gab es praxisnahe Antworten, teraktion zwischen den beiden beteidie sich nachvollziehen und in glei- ligt waren und somit über die Entstecher oder ähnlicher Art wohl auch in hung des Trittsteinbiotops Galgenfeld der einen oder anderen Gemeinde um- und des Leitbildes Biodiversität, wie
schliesslich auch über die praktische Umsetzung des Leitbildes im Alltag, bestens Bescheid wissen. Mit der Festlegung der Legislaturziele 2010-2014 definierte der Gemeinderat Mettmenstetten die Erarbeitung eines eigens dafür geltenden Leitbildes als Ziel. Diese Absicht blieb nicht nur Zielsetzung, sondern wurde umgehend real und mit Taten angepackt. Mit der Unterstützung der NSG bei der Wiederbelebung und Aufwertung des Biotops im Galgenfeld zum 30-Jahre-Jubiläum nahm die Gemeinde in der Folge ihre Verpflichtung wahr. Die erfreuliche Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und NSG wurde mit dem Leitbild Biodiversität genauso festgesetzt, wie 2015 mit der Gründung der Kommission Biodiversität, welche den Gemeinderat und die Schulpflegen in allen Belangen der Biodiversität und des Naturschutzes unter Beizug einer Fachberatung unterstützt.
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Dienstag, 1. Oktober 2019
«Für die Piloten ist es schön, vor so viel Publikum zu zeigen, was sie können» 40. Flugtag in Hausen: Die Luftwaffe als «Goodie» an der grössten Modellflugveranstaltung der Schweiz Düsenjets, Kunstflug-Segler, Helikopter und Doppeldecker – der Jubiläums-Modellflugtag in Hausen hat einiges zu bieten, wie OK-Präsident Christian Ewald und OK-Urgestein Wolfgang Auth im Interview verraten. Als spezielles Highlight kommen das PC-7 Team und das Super Puma Display Team der Luftwaffe. «Anzeiger»: Am Jubiläums-Flugtag ist die Luftwaffe dabei. Wie ist es dazu gekommen? Wolfgang Auth: Wir haben offene Türen eingerannt: Wir wurden schon seit Jahren immer wieder angefragt, vom Aero Club und anderen Kreisen. Schon da dachten wir: zum 40. machen wir das – als «Goodie». Im Sommer 2018 wurde es dann konkreter. Im September muss man jeweils das Gesuch für die nächstjährige Saison eingeben. Und wir haben den Zuschlag bekommen. Christian Ewald: Für die DisplayTeams ist es natürlich von Vorteil, wenn ein Flugplatz da ist. Nicht dass sie landen würde, für das ist die Piste zu kurz, aber die Platzverhältnisse sind natürlich gut. Wolfgang Auth: Zum Zehn-JahreJubiläum hatten wir uns schon mal erkundigt, ob ein Engagement der Patrouille Suisse möglich wäre. Damals hatte diese grad etwas wenig Auftritte. Dafür hätten allerdings die Anstösser-Gemeinden zustimmen müssen. Rifferswil und Kappel waren damals dagegen. Aber es hat dann sowieso an beiden Tagen geregnet. Am Samstag dürfen sich die Aviatikfans aufs PC-7-Team freuen und am Sonntag aufs Super Puma Display Team. Was war die Überlegung dahinter? Ewald: Wir wollten ein möglichst breites Programm zeigen. Der Formations-Kunstflug und die HelikopterShow sprechen ein anderes Publikum an – oder die gleichen kommen an beiden Tagen (er lacht). ...............................................................
«Die ursprüngliche Idee war ein Wettbewerb von vorbildgetreuen Modellfliegern.» ............................................................... Wolfgang Auth, Sie sind schon seit Beginn mit dabei, wie hat sich der Anlass entwickelt? Auth: Die ursprüngliche Idee war ein Wettbewerb von vorbildgetreuen Modellfliegern. Also Nachbildungen, die ihren Vorbildern in Bauart und Flugverhalten entsprechen. Das war sehr zeitintensiv mit der ganzen Jurierung von Bau und Flug. Wenn der eigentliche Wettbewerb am frühen Nachmittag fertig war, haben wir dann jeweils ein Schaufliegen angehängt – und gemerkt, dass dies beim Publikum viel besser ankommt. So haben wir das Schaufliegen immer mehr ausgebaut. Nach zehn Jahren haben dies dann einige nicht mehr mitgetragen und haben ihre eigene Gruppe gegründet. Wir haben aber auch heute noch vorbildgetreue Modellflieger im Programm – einfach ohne Wettbewerb. Das 10-Jahre-Jubiläum fiel offenbar ins Wasser, wie sah es nach 20 Jahren aus? Auth: Auch da hatten wir schlechtes Wetter und konnten nicht fliegen. An diesen ersten beiden runden Geburtstagen haben wir ordentlich rote Zahlen geschrieben. Wenn die Leute nicht kommen, haben wir auch
mehrere Modelle. Und auf welche Flieger freuen Sie sich persönlich? Ewald: Ich bin ein Fan der motorlosen Fliegerei und freue mich darum besonders auf die Segler. Allerdings faszinieren mich auch die Jets. Da wird das Kind im Manne gut bedient. Und die Jet-Piloten kommen auch gerne nach Hausen, weil das Gelände ideal ist. Eine 700-Meter-Piste und so viel Platz, das haben sonst nicht viele Modellflugtage. Wir sind sehr dankbar, dass wir das Gelände nutzen dürfen. Auth: Die Piloten kommen aber nicht nur wegen der tollen Anlage, sie schätzen auch unsere super Organisation. Dazu gehört am Samstagabend das traditionelle Käsefondue, bei dem sie zusammensitzen und Erfahrungen austauschen können. Ewald: Es ist immer wieder erstaunlich, welche Strecken die Piloten auf sich nehmen. Einige fahren mit dem Wohnmobil 800 km. ...............................................................
Freuen sich auf den Jubiläums-Flugtag: OK-Präsident Christian Ewald (links) und Wolfgang Auth, PR-Verantwortlicher im OK, der schon seit dem ersten Flugtag dabei ist. (Bild Thomas Stöckli) keine Einnahmen, da wir weder Eintritt verlangen noch Sponsoren haben. Das ist diesmal allerdings anders. Ewald: Ja, wir haben erstmals einen Sponsor an Land gezogen. Der hilft uns, das Schlechtwetterrisiko abzufedern und auch die Darbietungen der Luftwaffe zu finanzieren. Konkret: die Versicherungsprämie. Die Luftwaffe verlangt nichts, aber der Veranstalter muss die Haftpflicht übernehmen. Das sind 4500 Franken. Zurück zum Rückblick in 10-Jahres-Schritten: Wie sind Sie nach dem Wetterpech zum 10. und 20. Geburtstag den 30. angegangen? Auth: 30 Jahre haben wir nicht besonders gefeiert – und das Wetter war schön. Und trotzdem wagen Sie dieses Jahr nun wieder ein Jubiläumsprogramm? Auth: Ja, wir sind zuversichtlich. Auch wenn der Aufwand beträchtlich ist. Wir hatten über die Jahre schon jedes Wetter. Wir haben schon Schnee geschaufelt, durften uns aber auch schon mehrfach über T-Shirt-Wetter freuen. Ewald: Es ist immer wieder erstaunlich: Auch wenn es vorher geregnet hat, sobald es trocken wird, haben wir einen vollen Platz. Die Zuschauer wissen auch: Es braucht nicht absoluten Sonnenschein. Auth: Wenn es trocken ist, die Sicht klar ist und es nicht zu viel Wind hat, dann wird geflogen. Oft ist es sogar von Vorteil, wenn die Wetterprognose nicht zu gut ist. Wenn dann die Sonne
durchkommt, dann kommen auch die Daheimgebliebenen. ...............................................................
«Bei schönem Wetter kamen schon über 10 000 Leute.» ............................................................... Sie haben den grossen Aufwand erwähnt. Wie sind Sie für die Planung und für den Anlass organisiert? Ewald: Wir sind zu acht im OK. Übers Jahr verteilt haben wir fünf Sitzungen. Das ist wenig, aber wir haben den Vorteil, dass wir es jedes Jahr mit den selben Leuten machen. Im September steigt dann der Aufwand. Wolfgang Auth stellt dann in der ganzen Region die Werbetafeln auf. Am Flugtag selber sind 120 bis 130 Helfer im Einsatz, 80 bis 90 pro Tag. Die kümmern sich um das Wohl von Tausenden Besuchern. Im Publikum sind jeweils alle Generationen vertreten. Ewald: Bei schönem Wetter kamen schon über 10 000 Leute. Der Flugtag soll ein Familienanlass sein, an dem man einen Halbtag verbringen kann, ohne dass das Portemonnaie danach leer ist. Das ist mir persönlich wichtig. Als Familie kann man nicht mehr viel machen, ohne dass gleich 100 Franken weg sind. Bei uns kommt man schon mit 50 Franken sehr weit. Auth: Wir verlangen keinen Eintritt. Für eine Spende gibts den Flugtag-Kleber. Eine Bratwurst kostet 5 Franken – und es wird etwas geboten
fürs Geld. Was sind die Highlights im Modellflug-Programm? Ewald: Das grösste Highlight ist eine Concorde im Massstab 1:6. Sie ist zehn Meter lang, rund 150 kg schwer und hat erst grad die Luft-Taufe hinter sich. Ein Deutscher hat sie selber geplant und gebaut. Ab 30 kg muss man in der Schweiz auch Modellflugzeuge vom Bundesamt für Zivilluftfahrt abnehmen lassen, in Deutschland liegt diese Grenze bei 25 kg. Im Test werden unter anderem mehrere hundert Kilo Sandsäcke auf die Flügel gepackt. Schliesslich wirkt im Kurvenflug auch ein Vielfaches der Erdanziehung auf die Flügel. Mit so einem grossen Modellflugzeug muss man auch ein Logbuch führen. Insgesamt ist das ein enormer Zeit- und Kosten-Aufwand. Wie stellen Sie das Programm zusammen? Ewald: Im Frühsommer machen wir die Ausschreibung. Aus den Rückmeldungen stellen wir dann ein interessantes Programm zusammen. Mit dabei ist auch das Team Schaerer, das auf Weltniveau Modellsegler-Kunstflug im Verband zeigt. Untermalt wird diese Show mit Musik und Rauchanlagen machen die Modell-Segler sichtbar. Auth: Wir wollen allen etwas zeigen. Einige sehen gerne Doppeldecker, andere lieber Helikopter oder Jets. Ewald: Es kann aber auch vorkommen, dass schöne Modelle angemeldet werden, die es dann im Herbst bereits nicht mehr gibt. Gerade die ShowflugPiloten haben in der Regel allerdings
Ein Highlight im Jubiläums-Flugprogramm: die zehn Meter lange Concorde im Massstab 1:6. (Bild zvg.)
«Die Jet-Piloten kommen gerne nach Hausen, weil das Gelände ideal ist.» ............................................................... Ein grosses Thema ist auch die Sicherheit. Wie werden sie dem gerecht? Auth: Für die Piloten ist es natürlich schön, vor so viel Publikum zu zeigen, was sie können. Wir wählen bewusst Leute aus, die sich damit auskennen. Zudem haben wir strenge Sicherheitsauflagen – und die setzen wir auch rigoros um. So darf nicht gegen die Zuschauer geflogen werden. Und wir erlauben nichts, das noch nicht erprobt ist. Lieber etwas weniger zeigen, dafür «Safety first». Das Sicherheitskonzept wird zudem jedes Jahr wieder überarbeitet. Nicht nur für die Sicherheit braucht es ein Konzept, sondern auch für den Verkehr. Auth: Ja, da ist uns wichtig, dass die Leute möglichst mit dem öV kommen oder zumindest Fahrgemeinschaften bilden. Die Parkplätze sind irgendwann voll und je nach Witterung an den Tagen zuvor lassen sich Felder und Wiesen nicht als zusätzliche Flächen nutzen. Teilweise wurden schon Autos an der Strasse bis nach Kappel parkiert. Die gehen dann weit mehr als die 900 Meter von der PostautoHaltestelle Grindeln. Interview Thomas Stöckli 40. Flugtag der Modellfluggruppe Affoltern am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Oktober, 10 bis ca. 17.30 Uhr, Flugplatz Hausen. Samstag 14 Uhr: PC-7 Team; Sonntag 11 und 14 Uhr: Super Puma Display. Eintritt frei, Spender erhalten den neuen Flugtag-Hausen-Kleber. Kein Verschiebedatum.
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«Highlandgames» und Spass im Wasser Herbstsporttag – ein Höhepunkt der Sekundarschule Mettmenstetten Die Sekundarschule Mettmenstetten gilt seit mehreren Jahren als «sportliche Schule» und wurde letztes Jahr vom kantonalen Sportamt erneut zertifiziert. Neben vielen Turnierbesuchen, freiwilligen Schulsportkursen über den Mittag und dem beliebten Skilager wird in jedem Quartal ein Sporttag eingebaut. Neben einem Unihockey- und Wasserballturnier, dem Schneesporttag auf der Klewenalp und dem Sommersporttag mit Leichtathletik und Spielturnieren, wird nun seit drei Jahren im Herbst ebenfalls ein Sporttag durchgeführt. Jeder Jahrgang unternimmt jeweils eine sportliche Aktivität und so kommt jede Schülerin und jeder Schüler im Verlaufe der Oberstufe zu drei verschiedenen Sportanlässen. Bei wunderbarem Spätsommerwetter konnte dieser Herbstsporttag kürzlich erneut durchgeführt werden. Der erste Jahrgang unternahm eine Wanderung mit Grillhalt beim Türlersee. Dort nutzten viele Schülerinnen und Schüler das schöne Wetter und wagten einen Sprung in den kühlen See. Während der Wanderung mischten sich die verschiedenen Klassen spontan und lernten sich so besser kennen.
Drittklässler im Jumpin Die Klassen des zweiten Jahrganges durften am Nachmittag bei den «Highlandgames» gegeneinander antreten und um ein Mittagessen kämpfen. Dabei traten die Klassen in veranzeige
Sportliches Messen in verschiedenen Disziplinen. (Bilder zvg.) schiedenen Disziplinen direkt oder indirekt gegeneinander an und sammelten Punkte. Die Anfeuerungsrufe der Schülerinnen und Schüler und ihren Klassenlehrpersonen waren wohl in ganz Mettmenstetten zu hören. Zur abschliessenden Stafette starteten die Klassen mit unterschiedlichen Zeitabständen, welche durch die gewonnenen Punkte entstanden sind. Am
Schluss setzte sich die Klasse von Frau Niklaus durch und gewann so einen Gutschein für ein Mittagessen in der Schule.Der dritte Jahrgang verbrachte den Nachmittag im «Jumpin». Dort wurden die Klassen gemischt und die Schülerinnen und Schüler betätigten sich den ganzen Nachmittag an verschiedenen Posten. Neben dem «Slip’n’Slide» von der Schanze und
«Slip’n’Slide» im Jumpin. dem Trampolin konnten die Jugendlichen auch ihr Talent beim Beachvolleyball, beim Tischtennis und auf der «Slackline» zeigen. An dieser Stelle soll der Einsatz der Jugendlichen hervorgehoben werden, die überall mit vollem Enthusiasmus dabei waren, aber auch jener der externen und internen Helferinnen und Helfer. Die Gemeinde hat das
Beachvolleyballfeld zur Verfügung gestellt. Und nicht zuletzt sind es die Schulleitung und die Schulpflege, welche die sportliche Kultur an der «sekmättmi» schätzen und unterstützen – und es damit ermöglichen, dass solche Anlässe überhaupt durchgeführt werden können. Michael Walti
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Erzähl mir eine Geschichte – deine Geschichte Am vergangenen Mittwoch fand im reformierten Chilehuus in Affoltern eine «Living Library» statt Fremde Menschen als lebendige Bücher für ein Gespräch ausleihen und einfach mal drauflos fragen – das war am Mittwoch in Affoltern möglich. ................................................... von livia häberling «Willkommen in der lebendigen Bibliothek», hiess es am vergangenen Mittwoch im reformierten Chilehuus in Affoltern. Gemeinsam mit dem Ver-
«Der mit den vier Rädern»
Bruno aus Hausen. Buchtitel und Umfang: «Der mit den vier Rädern», sechs Kapitel auf 76 Seiten.
Leseprobe: 1984, Eidgenössisches Turnfest, Sprungprogramm mit Minitramps. Bruno, 24, springt einen Doppelsalto, überdreht in der Luft – und landet nicht auf den Füssen, sondern auf dem Genick. Querschnittlähmung. «Bruno, was dachtest du, als du auf der Matte lagst?» «Ich war halb in Trance und hatte Mühe, überhaupt noch zu atmen.» Anfangs, da geht es für Bruno ums Überleben, nur ums Überleben. Aber später, klar, da stellt er sich diese eine Frage: «Wieso ich?» Doch was bringts? Es muss weitergehen, irgendwie. Bruno muss nach neuen Perspektiven suchen, wenn er die Kurve kriegen will. «Ich habe zum Glück ein gutes Gemüt», sagt Bruno über sich. Er packt es. Andere nicht, wie der Kollege aus der Reha, der Suizid begeht. «Und nachts, Bruno, in deinen Träumen, wo alles möglich ist, kannst du dort laufen?» «Heute nicht mehr», sagt Bruno.
ein «Jass» veranstaltete die reformierte Kirche in Affoltern eine «Living Library». Das hiess: Zwei Frauen und drei Männer aus dem Bezirk Affoltern stellten sich einen Abend lang als «lebendige Bücher» zur Verfügung und warteten darauf, von einem interessierten Publikum gelesen – also befragt – zu werden. Da war Bruno aus Hausen, der sich als Jugendlicher voll und ganz dem Sport verschrieb – bis an jenem Tag, an dem ihn ein tragischer Unfall in den Rollstuhl brachte. Da war aber auch Thomas, der ur-
sprünglich als Bauer den elterlichen Hof übernehmen sollte, sich dann allerdings nach der Rekrutenschule für die Bibelschule anmeldete und heute mit seiner Familie im «Güetli» in Rossau seinen christlichen Glauben lebt. Auch Beth war da, die heute mit ihren beiden Hunden – die ebenfalls anwesend waren – in Stallikon wohnt. Die Kindheit aber, die hat Beth in Leipzig verbracht. Und so war sie gezwungenermassen hautnah dabei, als am 4. Dezember 1943 in jener Stadt
die Bomben fielen. Dann war da noch Paul, der Biobauer aus Maschwanden, der in eine Sinnkrise stürzte und sich plötzlich fragte: «Was mache ich eigentlich noch hier?», und dann über die Meditation wieder zu sich fand. Und ja, auch Sanaa war an jenem Abend in Affoltern anwesend. Sie, eine Geflüchtete aus Syrien, die heute mit ihrer Familie in Ottenbach lebt, und die ihrer Biografie den Titel «Die schwierigste Entscheidung» gegeben hat.
«Ich bin noch nicht da, aber auf dem Weg»
«Eine jung gebliebene Alte im Strom der Zeit»
«Mein abwechslungsreiches Leben im Güetli»
Buchtitel und Umfang:
Buchtitel und Umfang:
«Ich bin noch nicht da, aber ich bin auf dem Weg», drei Teile mit Unterkapiteln auf 97 Seiten.
«Mein abwechslungsreiches Leben im Lebenshaus Güetli», zwei Teile mit Unterkapiteln auf 63 Seiten.
Leseprobe:
Leseprobe:
«Das isch ebe Spuk», sagt Paul, als eine Leserin sich erkundigt, was das denn sei, so ein «paranormales Phänomen». Da seien Dinge passiert, die man nicht erklären könne. In der Scheune habe plötzlich das Licht gebrannt, vor seinen Augen habe sich eine Schüssel bewegt, oder es habe an der Haustüre gek- … «Aaaahhhh nei», ruft die Leserin, «sottigi Sache wotti lieber nöd ghöre.» «Wendepunkt: Verlust aller meiner Lebensinhalte», heisst ein Kapitel. «Was ist da passiert, Paul?» Familie, Käserei, Biolandbau. Daraus habe sein Leben bestanden, erzählt Paul. Dann brach die Familie auseinander, die Käserei wurde nach dem Verkauf geschlossen, und der Sohn führte den Hof anders weiter als erhofft. «Plötzlich habe ich nicht mehr gewusst, wofür ich noch hier bin», sagt Paul über seine Lebenskrise. Dann habe er die Ausschreibung für einen Meditationskurs gesehen und habe sich angemeldet. Zwar habe die ersehnte Erleuchtung auf sich warten lassen – aber der Kurs, der sei so gut gewesen, dass er ihn weiter besucht habe – acht Jahre lang. Später, da habe man auch andere Übungen gemacht. «Aura spüren oder Händeauflegen», sagt Paul. Das alles ist 20 Jahre her, seither habe er viele Kurse besucht, denn er habe einfach gemerkt: «Das isch genau miis». «Hättest du damals, als Bauer, gedacht, dass das Meditieren und Heilen für dich später mal so wichtig wird?», will eine Leserin wissen. Und Paul verneint.
«Das Güetli ist eine christliche Wohn-, Arbeits- und Lebensgemeinschaft», sagt Thomas, als seine Leserschaft noch das Inhaltsverzeichnis studiert. Und so wie er es sagt, merkt man, dass er seinen Lebensstil nicht zum ersten Mal erklärt. «Thomas, wie kam es dazu, dass du dort eingezogen bist?» Schon als Kind, sagt er, habe er sich für den christlichen Glauben interessiert, habe nach der Rekrutenschule die Bibelschule gemacht und sei dann im «Güetli» eingezogen. «Und wenn ich nicht an Gott glaube, dürfte ich trotzdem im ‹Güetli› wohnen?», möchte ein Leser wissen. «Ja», sagt Thomas, «in die Ferien kommen, das könntest du. Nur halt nicht Mitarbeiter werden.» «Deine Buchkapitel, Thomas, sie klingen recht aufgeräumt, würdest du dich als rationalen Menschen beschreiben?» Vielleicht, sagt er, sei er in den letzten Jahren strukturierter geworden. «Aber rational, was versteht man darunter? Ist der Glaube an Gott etwas Rationales? Ich denke nicht.»
Sprache: Paul erzählt Dinge, die vielleicht manchen Leserinnen und Lesern fremd sind, aber er erzählt sie in solch vertrauter Manier, dass man einfach gerne weiter zuhört. Weiter, weiter und weiter.
Sprache: Bruno pflegt in seiner Biografie eine ruhige, lebensnahe Sprache. In unaufgeregter Manier resümiert er seine Geschichte – ohne Bitterkeit, dafür mit sanftem Humor, der irgendwo zwischen Versöhnlichkeit und Verlegenheit zu entspringen scheint. Dennoch: Bruno schont seine Leserinnen und Leser nicht – so erzählt er im Kapitel «Komplikationen durch das Leben im Rollstuhl» auch von schwierigen Situationen aus seinem Leben.
Beth aus Stallikon. Buchtitel und Umfang: «Eine jung gebliebene Alte im Strom der Zeit», sechs Kapitel auf 102 Seiten.
Leseprobe: In Beths Biografie steigt die Leserschaft direkt in Kapitel fünf ein. «Intelligent ist, wer…?» heisst es dort. Und Beth erklärt: «Intelligenz hat viele Gesichter (…), es gibt die emotionale Intelligenz (…), aber auch die logisch-mathematische (…), die linguistische (…), die musikalische (…), oder auch die körperlich-kinästhetische. Beth – längst pensioniert, kommt flüssig ins Dozieren, wenns um ihr Fachgebiet geht. «Bist denn du Lehrerin, oder warum ist das jetzt ein Thema in deinem Buch?», fragt eine Leserin. Man wechselt aus Kapitel fünf zurück ins Kapitel eins, in Beths Kindheit, und damit auch mitten hinein in den Krieg. Beth sagt, sie erinnere sich gut an den 4. Dezember 1943, als in Leipzig, in ihrer Heimatstadt, die Bomben fielen. Nachts von 3.50 bis 4.25 Uhr, 1500 Spreng- und Brandbomben, 1800 Tote. Achtzig Jahre seit Kriegsbeginn. Ihre Vorträge seien beliebt. Aber: «Irgendwann ist gut, und ich möchte einen Schlussstrich darunter ziehen.»
Sprache: Das Inhaltsverzeichnis von Thomas’ Biografie wirkt aufgeräumt; «Chancen und Synergien einer Lebensgemeinschaft», «Strukturen des Güetli», «Begleitung von Kurzund Langzeitpraktiken» oder «Umgang mit Konflikten aus christlicher Sicht», heisst es da – auf den ersten Blick tönts auffällig nach Diplomarbeit. Aber dann, im Gespräch, wechselt Thomas in eine bildhafte Sprache mit vielen Metaphern und Vergleichen. Übers Vergeben, zum Beispiel, da sagt er: «Nicht vergeben zu können, das ist, wie wenn man jeden Tag einen Schluck Gift trinkt und hofft, dass es dem anderen schadet.»
Sprache:
Paul aus Maschwanden.
Beth sagt über sich, sie sei eine gesprächige Person. Viele Fachbegriffe, viele Informationen, 92 Seiten – das längste Buch von allen fünf. Beth ist die Älteste im Bunde, hat viel zu erzählen. Die Leserinnen und Leser merken das. Ein ganzes Buch, geschrieben wie ein Klappentext.
Jedes einzelne der fünf «Bücher» wartete also in einem separaten Raum darauf, besucht und befragt zu werden. Die «Leserinnen und Leser» waren währenddessen auf einem Rundgang durch das Gebäude unterwegs und legten bei jedem Buch einen 20-minütigen Zwischenstopp ein. Anhand einer mitgebrachten Biografie konnten sich die Gäste einen groben Überblick über einzelne Lebensstationen der «Bücher» machen – und dann hiess es: Einfach fragen, was man schon immer wissen wollte.
«Die schwierigste Entscheidung»
Die «Leserinnen und Leser». Sanaa selber möchte nicht aufs Bild. Buchtitel und Umfang: «Die schwierigste Entscheidung», fünf Kapitel auf 58 Seiten.
Leseprobe: «Die Ankunft in der Schweiz, Sanaa, wie war das?», möchte eine Leserin wissen. «War schwierig», sagt sie. Fünfeinhalb Jahre sei das jetzt her, und doch: «Das Kapitel eins in ihrer Biografie, «Unser Leben in Syrien», geht Sanaa nahe. Zu nahe. Sie bittet darum, ein anderes Kapitel aufzuschlagen. «Sanaa, wie viele Kinder hast du?» «Fünf.» «Welches ist deine Muttersprache?» «Arabisch.» «Und mit dem Deutsch, wie gehts?» «Nicht einfach», sagt sie. Sanaa möchte ihr Foto nicht in der Zeitung sehen. Ein Leser fragt sich, warum: «Du möchtest nicht fotografiert werden. Hat das politische oder religiöse Gründe?» «Beides nicht», sagt Sanaa. Religiöse Gründe hat hingegen das Kopftuch: «Sanaa, was bedeutet es für dich?» Für sie sei es richtig, ein Kopftuch zu tragen. Das sei Teil der Religion. «Und zuhause?» Sie winkt ab: «Da trage ich es nicht.» Überhaupt sei das Tragen freiwillig, sagt Sanaa, und ein Leser wundert sich: «Wie freiwillig ist es wirklich?» «Ganz freiwillig, wirklich», sagt sie. Und für ihre Töchter sowieso.
Sprache:
Thomas aus Rossau. (Bilder lhä)
Die Lektüre von Saanas Biografie ist anders. Nur am Rande erhalten die Leserinnen und Leser Einblick in das Leben der Syrerin. Auch, weil sie manchmal keine Worte findet, für das, was sie erlebt hat. Vielleicht auch auf Arabisch nicht.
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Begabungsförderung und Übernachten auf dem Üetliberg Aus dem Schulalltag eines Drittklässlers, seiner Lehrerin und seiner Eltern Alexander geht seit den Sommerferien zu Marianne Gmür zur Schule. Er pflegt seine Hobbys rund um Musik, gefördert von seinen Eltern, und geht gern zur Schule. Er erzählt zuhause mal mehr und mal weniger über seinen Schulalltag. Seine Eltern schätzen den Kontakt mit der Lehrerin, die gern viel Zeit in die Elternarbeit investiert. Was Alexander weniger mag: Hausaufgaben! ................................................... Von Regula Zellweger Es ist eine kurze Schulwoche. Denn am Donnerstag wandert die 3./4. Klasse von Marianne Gmür von Hedingen auf den Üetliberg, um dort zu übernachten. Die Woche begann bereits mit einem besonderen Projekt im Rahmen der Begabungsförderung an der Primarschule Hedingen. Das Thema Hochbegabung und die Förderung von hochbegabten Kindern wurden in den letzten Jahren breit diskutiert und auch finanziert. Das Lehrerteam der Schule Hedingen hatte seit längerem beschlossen, nicht nur einzelne hochbegabte Kinder, sondern bei allen Kindern einzelne herausragende Begabungen zu fördern. Alexander berichtet voller Begeisterung über sein Rap-Musik-Projekt.
Talente fördern Am Dienstagmorgen von 10 bis 12 Uhr standen eigene Projekte der Schüler im Zentrum. Sie durften wählen, ob sie ein Thema in einer kleinen Gruppe oder allein anpacken wollten. Sie wählten eine Aufgabe und bestimmten ihr Ziel. Alexander, Milan und Diego waren sich einig: Wir machen einen Rap. Sie versuchten zuerst, selbst ein Musikstück zu komponieren – und griffen letztlich auf ein bekanntes Stück zurück. Auch von geplanten technischen Playback-Raffinessen mit zwei Tablets mussten sie Abstand nehmen. Alexander und seine Freunde
kennen die Fachausdrücke und haben tausend Ideen – aber eben. Talent habe ist eine Sache – ein Produkt zu erarbeiten, mit dem alle drei zufrieden sind, eine andere. Am Ende des Morgens konnten Alexander, Milan und Diego aber einen Rap vortragen und vortanzen. Alexander steht gern auf der Bühne, er ist es sich vom Kinderchor Sunechind gewohnt. Andere Kinder befassten sich während dieser von vier Erwachsenen begleiteten Doppelstunde mit Projekten wie dem Bau eines Hasenhauses, dem Basteln einer Pinwand, dem Entwerfen eines Kalenders, dem Zusammenstellen eines Plakates über den Eisbär oder der Durchführung eines Experimentes mit Öl, Wasser und Farbe. Alle reflektierten zum Abschluss des Morgens ihr Vorankommen. Alexanders Eltern sind von dieser «Freien Tätigkeit» überzeugt, weil sie wichtige Kompetenzen fördert, die ihr Sohn später, in der Arbeitswelt, brauchen kann – und Alexander macht die Sache Spass, er freut sich bereits auf die nächste Projekt-Doppelstunde.
Balanceakt der Eltern und der Lehrperson Die Eltern von Alexander befürworten dieses Projekt, das individuelle Talente fördert. Primär ist ihnen wichtig, dass ihr Kind gern zur Schule geht. Sie interessieren sich für den Schulalltag ihres Sohnes, möchten aber nicht zu stark kontrollierend wirken. Diese Balance gelte es immer wieder neu zu finden, ist die Mutter überzeugt. Der Vater meint: «Die Schule ist Sache meines Sohnes, seine Welt. Solange es gut läuft, möchte ich mich nicht zu stark einmischen.» Marianne Gmür versucht, betreffend Elternarbeit die für alle optimale Intensität zu finden. Sie verschickt Briefe, informiert darin die Eltern über Besonderes wie das Begabungsförderungsprojekt oder die zweitägige Schulreise, es gibt regelmässige Besuchsmorgen, Elterngespräche, Elternabende und Anlässe mit der ganzen Familie. Die einen Eltern schätzen den intensiven Kontakt zwischen Schule
Bearbeiten ihrer Aufgaben. Das selbstständige Lernen muss auf alle Fälle gut eingeführt, begleitet und kontrolliert werden.» Marianne Gmür ist sich bewusst, dass diese Lernform einzelne Kinder überfordern, andere unterfordern kann. Beides beeinträchtigt die Motivation für die Schule. Für schnelle Schüler stellt sie Zusatzaufgaben zur Verfügung, lernschwächere werden gezielt unterstützt, von ihr oder von der Schulischen Heilpädagogin, der Klassenhilfe, dem Senior im Klassenzimmer und dem Zivildienstleistenden, die Marianne Gmürs Klasse zugeteilt sind.
Primarlehrerin Marianne Gmür lauscht dem Klavierspiel von Alexander. Es ist ihr ein Anliegen, die individuellen Talente ihrer Schüler zu erkennen und zu fördern. (Bild Regula Zellweger) und Elternhaus, anderen, vor allem solchen mit mehreren Kindern, wird es manchmal zu viel. Allen recht getan, ist ein Ding, das niemand kann.
Viel zu vermitteln Alexander beherrscht das von der Schule zur Verfügung gestellte Tablet und kann im Internet recherchieren. Er lernt mit einem Kärtchensystem Englisch, referiert bereits gekonnt vor der Klasse und wirkt selbstsicher. Vor 20 Jahren mussten in der 3. Klasse weder Informatik und das Zehnfingersystem, noch Englisch vermittelt werden. Einerseits will Marianne Gmür das spielerische, eigenverantwortliche, lustvolle Lernen fördern, anderseits ist sie sich bewusst, dass gewisser Stoff einfach geübt werden und beispielsweise Wörter einer Fremdsprache repetiert werden müssen, bis sie sitzen. Klar gibt es auf dem Computer ein Korrekturprogramm, trotzdem sollen die Schüler betreffend Rechtschreibung sattelfest werden und auch handschriftlich Texte gestalten können. Es wird von der Schule erwartet, immer mehr Stoff zu vermitteln und neben den Fachkompetenzen auch soziale, personale und methodische Kompetenzen zu fördern. Alexander
gefiel der Unterricht am Montagnachmittag bei einem Theaterpädagogen. Eigentlich bleibt diese Woche nur wenig Zeit für die «traditionelle» Stoffvermittlung. Marianne Gmür lässt sich gern für spezielle Projekte begeistern, kennt aber auch die Grenzen, was neben dem regulären Schulbetrieb noch Platz hat.
Eigenverantwortliches Lernen Frontalunterricht gehört zum Schulalltag. Marianne Gmür organisiert für ihre beiden Klassen aber auch eigenverantwortliches Lernen in Form eines Wochenplans und eines Parcours im Schulzimmer. Die Schüler protokollieren ihre Arbeit und dürfen, wenn eine Aufgabe erledigt ist, zur nächsten weiter. Alexander zeigt seinen Eltern stolz den Kommentar seiner Lehrerin: «Du hast sehr selbstständig und ruhig gearbeitet.» Auch sein Heft mit Beiträgen zum Thema «Auge» erklärt er seinen Eltern. Alexanders Mutter begrüsst diese Arbeitsweise. «Es ist gut, wenn Kinder früh Eigenverantwortung übernehmen. Man muss aber aufpassen, dass die Erwartungshaltung nicht zu gross wird - es sind Kinder. Ehrlich gesagt, manchmal kommen auch Erwachsene nicht klar mit dem Strukturieren und
Sich auf etwas freuen Alexander freut sich auf die zweitägige Schulreise. Dass der ganze Weg auf den Üetliberg zu Fuss gemacht werden muss, begeistert ihn weniger. «Und wenn es regnet?» «Dann hat jeder einen Regenschutz.» Marianne Gmür ist sich bewusst, dass auch Heimweh ein Thema sein könnte. Als erfahrene Lehrerin ist sie gut darauf vorbereitet. Die Wanderung ist ein Stufenprojekt, das heisst, das Haus auf dem Üetliberg ist für eine Woche gemietet und jeden Tag startet eine andere Klassenlehrperson. Alle Klassen bekommen eine Führung in der Aumüli in Stallikon. Alexanders Eltern verfolgen die Schulprojekte mit Interesse. Oft wirken diese für die Freizeitgestaltung der Familien anregend. Marianne Gmür erzählt, dass beispielsweise nach dem Thema Claude Monet einige Schulkinder mit ihren Eltern Monets Garten in Giverny besucht hätten. Und dann sind auch bald schon wieder Herbstferien. Darauf freut sich Alexander – und seine Lehrerin auch. Serie: Kind - Schule – Eltern: In den nächsten Wochen begleitet der «Anzeiger» einen Schüler, seine Lehrerin und seine Eltern durch den Schulalltag mit dem Ziel, dass die Leserinnen und Leser etwas über Freud und Leid in dieser Dreieckskonstellation erfahren und sich zu Gesprächen darüber motivieren lassen.
Ein Geburtstag der Begegnungen Am vergangenen Freitag feierte die Heilpädagogische Schule Affoltern ihr 50-jähriges Bestehen Zahlreiche aktuelle und ehemalige Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte trafen sich am Freitagnachmittag im Schulhaus Stigeli zum Apéro und feierten am Abend gemeinsam im Kasinosaal. Viele davon hatten sich im Laufe der Jahre aus den Augen verloren und genossen das Wiedersehen. ................................................... von salomon schneider «Das bin ich und das bist du.» «Wirklich, habe ich wirklich so ausgesehen?» Solche Szenen spielten sich vor den Fotowänden am Jubiläum der Heilpädagogischen Schule Affoltern immer wieder ab. Die Fotowände lösten immer wieder Erinnerungen aus und die ehemaligen Schülerinnen und Schüler schwelgten gemeinsam in Erinnerungen. Auch die ehemaligen Lehrpersonen freuten sich über das Wiedersehen und konnten bei manchen Gedächtnislücken helfen. Es war
Fünf ehemalige Schülerinnen und Schüler stossen auf das Wiedersehen und den Geburtstag der heilpädagogischen Schule an. (Bild Salomon Schneider) offensichtlich, wie tief die Beziehungen zwischen den ehemaligen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrerinnen sind. Ein ganz besonderes Wiedersehen konnte die ehemalige Lehrerin Margrit Buchschacher organisieren, indem sie ihre 90-jährige, frühere Ar-
beitskollegin im Senevita Obstgarten abholte: «Die Arbeitskollegin hatte sich damals unglaublich für einen unserer Schüler eingesetzt und zwischen den beiden ist später eine tiefe Freundschaft entstanden. Sie haben sich aber über 25 Jahre nicht mehr getroffen – glaubten die beiden we-
nigstens. Als ich sie einander vorgestellt habe, ist ihnen aufgefallen, dass sie sich regelmässig beim Mittagessen sehen, sich aber nie erkannt haben. In Zukunft werden sie sich wieder viel öfter treffen.» Am Abend im Kasinosaal wurde der Kreis der Feiernden grösser. Die Familien der aktuellen Schülerinnen und Schüler, Behördenmitglieder und weitere geladene Gäste kamen hinzu. Vor dem Essen konnten die Anwesenden handgefertigte Waren kaufen oder in der Wunderkammer einen Blick in geheimnisvolle, kaleidoskopartige Kisten werfen. Nach dem Essen mischte die Aargauer Rap-Band Mixit, die in Mundart und gleichzeitig Gebärdensprache rappt, den Saal auf. Mit dabei waren auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, welche auf und vor der Bühne begeistert mittanzten.
Heilpädagogische Schule oder Integration in Regelunterricht? Als die Heilpädagogische Schule Affoltern vor 50 Jahren gegründet wurde, bedeutete dies, dass Kinder mit geisti-
gen Beeinträchtigungen ebenfalls im Knonauer Amt zur Schule gehen konnten und nicht mehr in weit entfernten Heimen wohnen mussten. Heute werden die Kinder wenn möglich in den Regelunterricht integriert. Trotzdem ist es wichtig, dass die Heilpädagogische Schule Affoltern weiter besteht. Schulpflegerin Esther Naef erläutert: «Die Integration in den Regelunterricht ist oft eine gute Lösung. Es gibt aber immer wieder Kinder und Jugendliche, bei denen sich die gezielte Unterstützung in einer heilpädagogischen Schule positiver auf die Entwicklung auswirkt. Hier bestehen die Klassen aus vier bis acht Schülerinnen und Schülern. In diesen Kleingruppen lernen alle mit den individuellen Stärken und Schwächen umzugehen und einander auf Augenhöhe zu ergänzen. Gleichzeitig ist die heilpädagogische Schule im Regelschulhaus eingegliedert. So verbringen alle Kinder die Pausen gemeinsam und machen auch immer wieder gemeinsame Projekte. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten dieser beiden Schulen ist ein Gewinn für beide Institutionen.»
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Dienstag, 1. Oktober 2019
Ein «Leuchtturm der Biodiversität» 100 Jahre Wald Zürich: Eine der 330 Jubiläums-Eichen ging an die Holzkorporation Hedingen Wald Zürich feiert dieses Jahr das 100-jährige Bestehen und spendet zu diesem Anlass 330 Eichen. Eine wurde letzten Freitag in Hedingen gepflanzt. ................................................... von thomas stöckli Es war eine ansehnliche Gruppe, die am Freitagnachmittag zur Waldhütte Räggli in Hedingen gefunden hat: Fast der vollständige Gemeinderat, zwei Vertreter von Wald Zürich, Mitglieder der Holzkorporation, Förster Ueli Müller und die Seniorengruppe um AltFörster Toni Spillmann. Im Fokus stand eine vierjährige Traubeneiche – ein Jubiläumsgeschenk von Wald Zürich – die hier gesetzt wurde. Rund 200 Hektar Wald bewirtschaftet die Waldkorporation in Hedingen, «praktisch den ganzen Waldbestand», wie Ruedi Stähli-Bär, Präsident der Korporation, ausführt. Dazu gehören 15 km Strassennetz, von denen auch die Bevölkerung profitiert. Nicht nur das: «Seit Generationen setzen wir tausende von Bäumen – ohne gross Aufhebens darum zu machen.» Diesen Einsatz fürs Naherholungsgebiet würdigte auch Gemeindepräsi-
Claude Hafner hatten auch einst dazugehört. Heute sind es nicht mehr Schüler, sondern rund zehn Pensionierte, die den AltFörster bei dieser Arbeit unterstützen. Als Vertreter von Wald Zürich überbrachte Ueli Suter aus Mettmenstetten den neuen Baum. Den Entscheid für eine Eiche versteht er auch als Zeichen der Zuversicht, an den Glauben an eine Wald-Zukunft. Ueli Suter (links) überbrachte die Eiche von Wald Zürich, Ruedi Stähli, Präsident der Holzkorporation, Denn Eichen werden ja sehr alt. Die assistierte beim Pflanzen. (Bild Thomas Stöckli) älteste in Hedindent Ruedi Fornaro – und mit ihm strich die Besonderheiten am Hedin- gen hat einen stolzen Umfang von seine Gemeinderatskollegen - durch ger Wald heraus. Etwa, dass sich um 4,25 Metern. Kein Vergleich zur vierdie Pflege der jungen Bäume eine jährigen Traubeneiche, die Suter mit ihre Anwesenheit. Gruppe von Senioren kümmere. Frü- Unterstützung von Ruedi Stähli her habe er Schüler für diese Aufgabe gepflanzt hat. Und nicht zuletzt dient Senioren pflegen Jungholz ausgebildet, erinnert sich Toni Spill- die Eiche als ökologisch wertvolle Art Der Hausemer Karl Burkard, Vor- mann. Der heutige Gemeindepräsi- einer immensen Anzahl von Insekten standsmitglied von Wald Zürich, dent Ruedi Fornaro und Gemeinderat als Lebensgrundlage. So sprach Suter
in diesem Zusammenhang von einem «Leuchtturm der Biodiversität».
Baumwahl nach Standort Bevors zum Apéro ging, führte Förster Ueli Müller die Gesellschaft durch ein 1,4 ha grosses Waldstück, das der Borkenkäfer auf dem Gewissen hat. Wo vorher Fichten, Tannen und Eschen standen, wird nun ein anderer Mix aufgeforstet. «Früher hat man danach gepflanzt, welches Holz in Zukunft gefragt sein könnte, heute ist der Leitgedanke: Welcher Baum ist am besten geeignet für den Standort. So hat man sich in der Mulde für Weisstannen und Stieleichen entschieden. Sie haben gerne schwere Böden und sind, da sie tief wurzeln, resistent gegen Trockenheit und Stürme. Am Hang wachsen künftig Lärchen, Traubeneichen und Douglasien. «Die haben es lieber etwas trocken», so Müller. Und die Kuppe auf der Seite der Waldhütte wurde mit Edelkastanien – die liefern nicht nur schönes Holz, sondern kommen auch gut mit Trockenheit klar – und Baumhaseln bepflanzt. Bei dieser breiten Palette könne die Natur selektieren. So bilde sich ein stabiler und zukunftsfähiger Wald, so Förster Ueli Müller.
Gegen Cyberangriffe können sich Firmen versichern Informatives Referat zur Abdeckung von IT-Sicherheit Immer mehr Firmen sind heute Cyberattacken ausgesetzt. Diese können den ganzen Betrieb lahmlegen und hohe Verluste verursachen. Thomas Naef von der Mobiliar Affoltern informierte, welche Versicherungen gegen solche Angriffe abgeschlossen werden können. ................................................... von stefan schneiter Dem Risiko von Cyberangriffen sind heute alle Firmen ausgesetzt. «Bei KMUs ist das Risiko von Cyberangriffen heute relativ hoch. Denn es gibt heute kaum eine Firma mehr, die nur noch manuell arbeitet, alle sind heute mit Informatiksystemen ausgestattet», eröffnete Thomas Naef, Generalagent der Mobiliar Affoltern, sein Referat, das er in Rifferswil vor dem Arbeitgeberverband Bezirk Affoltern hielt. Mit der zunehmenden Vernetzung und anzeige
den digitalen Betriebsabläufen steigt die Gefahr stetig, Opfer von Cyberkriminellen oder von Hackern zu werden. Sowohl weltweit wie auch in der Schweiz nimmt die Zahl der Cyberattacken zu. Die Versicherungsgesellschaften reagieren darauf und bieten in zunehmendem Masse entsprechende Versicherungen an. Bei der Mobiliar schliesst die Versicherung ein ganzes Paket von Deckungen ab. Firmen können sich gegen Datenverlust, Datenbeschädigung und Datendiebstahl versichern. Der CyberRechtsschutz hilft dagegen, wenn ein Geschäftspartner die Firma einklagt, weil er über sie einen Virus in seinem eigenen Betriebssystem eingefangen hat. Mit der Ertragsausfall-Versicherung kann man sich gegen Schäden versichern, die durch die Stilllegung des ganzen Betriebs durch eine Cyberattacke entstehen können. Der Versicherungsschutz bezieht auch Kosten bei Erpressungen mit ein. «Solche Erpresser sitzen meist in Russland», er-
klärte Thomas Naef. In solchen Fällen übernimmt die Mobiliar, respektive nicht sie selbst, sondern von ihr beauftragte externe Firmen, das Verhandeln mit den Erpressern. «Wir bezahlen definitiv kein Lösegeld, doch wir können verhandeln», betonte Naef.
Raffinierte Erpressermethoden Wie raffiniert Hacker oder Cyber-Erpresser vorgehen können, illustrierte Naef an einem – tatsächlich passierten – Beispiel: Ein Cyberkrimineller telefonierte mit dem CEO einer Firma und zeichnete dabei dessen Stimme digital auf. Danach hackte er die E-Mails des CEO. Als dieser später in die Ferien ging, rief der Kriminelle die Finanzchefin der Firma an. Dank dem digitalen Sprachaufzeichnungsgerät war dabei seine Stimme mit derjenigen des Firmenchefs identisch. Sie solle doch, so forderte der Mann, eine Million auf ein Konto überweisen. «Welche Firmenangestellte wür-
Thomas Naef von der Mobiliar. (Bild sts) de sich einem solchen Anliegen ihres Chefs verweigern?», fragte Naef rhetorisch die Zuhörenden. Dagegen, so Naef, gebe es nur das Mittel, sogleich den Chef auf sein Handy in den Ferien anzurufen, um die Sachlage zu klären.
Schliesst eine Firma eine Cyberschutz-Versicherung ab, hat sie bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehört etwa, dass alle Daten der Firma vollständig und im Minimum jede Woche einmal per Backup abgesichert werden. Und das Backup muss vom Betriebssystem klar abgetrennt sein. Die Versicherungsprämien bei der Mobiliar seien «sehr günstig» betrieb Thomas Naef schliesslich in seinem Referat noch eine gewisse Portion Eigenwerbung. Bei KMUs belaufe sich der versicherte Betrag in der Regel auf 100 000 Franken. Die jährlichen Prämien dafür betragen 500 bis 700 Franken. Eine Deckung über eine Million kostet ein grösseres IT-Unternehmen 4 000 bis 6 000 Franken pro Jahr.Das Geschäft mit der IT-Sicherheit ist für Versicherungsgesellschaften ein zukunftsträchtiger Markt. «Wir gehen davon aus, dass wir in zehn Jahren höhere Prämieneinnahmen über Cyberversicherungen erzielen werden als über Feuerversicherungen», sagte Thomas Naef.
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Familientreffen der Liberalen FDP Wahl-Apéro und Polittalk im Restaurant Central Affoltern Der Kandidat für die kleine und die Kandidaten für die grosse Kammer des nationalen Parlaments luden die Ämtler Bevölkerung zu einem WahlApéro in Affoltern ein. Knapp 50 Personen orientierten sich über die Ansichten und Meinungen der FDP-Politiker.
Ein paar Fragen ... Im Rahmen der Veranstaltung «Polittalk» der FDP Bezirk Affoltern stellte der «Anzeiger» den Podiumsteilnehmern Arianne Moser, Ruedi Noser und Hans-Ulrich Bigler vier Fragen: 1. Anzahl Ihrer Flüge (beruflich oder privat) in den letzten zwei Jahren? 2. Nahmen Sie bereits an einer Klima-Demonstration teil oder gedenken Sie es zu tun? 3. Nennen Sie eine Höchstzahl von Asylanten (auch Wirtschaftsflüchtlinge), welche die Schweiz aufnehmen soll. 4. Wie schätzen Sie Ihre persönliche Wahlchance ein?
................................................... von martin mullis Zwar galt die freundliche Einladung zur öffentlichen Wahl-Veranstaltung am letzten Samstagvormittag der gesamten Säuliämtler Bevölkerung. Die rund 50 anwesenden Personen stammten jedoch fast ausschliesslich aus der FDP-Familie. Moderator Werner Schneiter, alt Chefredaktor des «Anzeigers», durfte aber eine ganze Reihe prominente Politikerinnen und Politiker der FDP zum Podiumsgespräch begrüssen. An den runden Podiumstischen standen Ständerat Ruedi Noser, Nationalrat Hans-Ulrich Bigler und Kantonsrätin Arianne Moser. Gleich zu Beginn des Polit-Anlasses machte Ständerat Ruedi Noser klar, wie stressig so ein Wahlkampf sein kann. Er verpasste nämlich die S-Bahn ins Säuliamt und verspätete sich um 15 Minuten. In der FDP-Familienrunde erntete er natürlich lediglich Sympathie und verständnisvolles Lachen. Mit den Nationalratskandidaten Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, Astrid Furrer, Kantons- und Stadträtin Wädenswil, Barbara Günthard, Stadträtin Winterthur, Prisca Koller, alt Kantonsrätin Winterthur und Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem, war eine ganze Reihe FDP-Prominenz anwesend. Wegen den aktuellen Ereignissen vom Vortag im Ständerat bat der Gesprächsleiter Ruedi Noser um eine Erklärung wegen seines Vorstosses, die Behandlung der Konzernverantwortungsinitiative zu verschieben. Dieser wurde dann mit 24 zu 20 Stimmen knapp gutgeheissen.
Engagiertes Podium (von links): Nationalrat Hans-Ulrich Bigler, Moderator Werner Schneiter, Nationalratskandidatin Arianne Moser und Ständerat Ruedi Noser. (Bild Martin Mullis) Stichwort «Lust und Frust» der laufenden Session Noser wehrte sich gegen die Unterstellung, dass er nur aufgrund seines Stimmverhaltens in dieser Angelegenheit, im Wahlkampf Stimmen hätte verlieren können. Er hielt fest, dass seine Position stets klar gewesen sei, und zudem etwas mehr Abklärungszeit für eine seriöse Beurteilung aller Fakten erforderlich wären. Das Einstiegs-Stichwort «Lust und Frust» in der laufenden Session galt den beiden Bundespolitikern, welche überraschend festhielten, wenig oder gar keinen Frust erlebt zu haben. Gesprächsleiter Werner Schneiter teilte aus zeitlichen Gründen die Diskussion in einzelne Themenblöcke. Dass dabei das CO2-Gesetz im Vordergrund und noch vor dem EU-Rahmenabkommen und den Problemen mit den Sozialversicherungen stand, wunderte infolge des neuen und etwas abrupten «Klima-Bekenntnis» der FDP niemanden sonderlich. Ebenfalls we-
nig überraschend, dass sich alle drei Befragten über den neuen umweltfreundlichen Kurs der FDP freuen, jedoch dezidiert festhielten, dass die Basis der Partei schon seit jeher eine ökologisch freundliche Politik betreibe. Während Arianne Moser vermehrt die Verursacher in die Verantwortung nehmen möchte, hält Noser eine Lenkungsabgabe für reine Theorie. Um eine CO2-Null zu erreichen, benötige es einen klugen Mix verschiedener Instrumente, hält der Ständerat fest.
Umweltschutz, als Greta noch nicht auf der Welt war Hans-Ulrich Bigler wiederum unterstrich, dass er Mitbegründer der Energiekommission war, bereits lange bevor Greta Thunberg geboren wurde. Er empfiehlt verschiedene erfolgreiche Modelle für eine kostengünstige Erhöhung der Energieeffizienz. Alle drei Podiumsmitglieder verurteilen jedoch eine Radikalisierung des Themas sowie die Verpolitisierung der Jugend,
die gescheiter das CO2-Gesetz einmal etwas genauer studieren sollte. Zum Stichwort «Institutioneller Rahmenvertrag mit der EU» herrschte auf dem Podium Einstimmigkeit. Während Ruedi Noser als Hauptursache die Uneinigkeit des Bundesrates nennt, findet Hans-Ulrich Bigler die Absicherung des bilateralen Weges als unabdingbar. Arianne Moser glaubt ausserdem, dass die Kohäsionsmilliarde eventuell als Vertrags-Druckmittel dienen könnte. Auch beim Thema Sozialversicherungen waren die Podiumsteilnehmer praktisch einhellig der Meinung, dass die finanzielle Schieflage der AHV dringenden Handlungsbedarf benötige. Etwas mehr Diskussionsstoff boten die Vorschläge über die allfälligen Änderungen des Rentenalters. Nationalrat Bigler ist für die Variante 67/67, Nationalratskandidatin Moser für 65/65 und Ständerat Noser für 66/66. Der abschliessende Apéro bot den Parteimitgliedern Gelegenheit, den Kandidaten noch etwas gründlicher auf den Zahn zu fühlen.
Arianne Moser: 1. Vier Mal beruflich. 2. Nein, aber ich werde bei Gelegenheit an einer teilnehmen. 3. Möglichst keine, besser im Heimatland helfen. 4. Keine, da ich auf einem hinteren Listenplatz stehe.
Ruedi Noser: 1. Rund 20 Flüge vor allem beruflich. 2. Nein. 3. Keine Wirtschaftsflüchtlinge. 4. Ich bin optimistisch und erwarte, im ersten Wahlgang gewählt zu werden.
Hans-Ulrich Bigler: 1. Vier Mal beruflich und drei Mal ferienhalber. 2. Nein. 3. Keine offenen Türen und den Trend minimalisieren. 4. Bei der Wahl steht das Team der FDP im Vordergrund, für meine Person sehe ich die Wahl positiv. (mm)
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Die SP macht seit 40 Jahren Klimapolitik Am Freitag, 27. September, war Nationalrätin Jacqueline Badran zu Gast in Affoltern. An einer Informationsveranstaltung sprach sie zum Thema: «Wieso braucht es eine starke SP für die Klimapolitik?» Ihre Antworten sind bestechend. Anhand einiger persönlicher Anekdoten schilderte Jacqueline Badran, wie sich die SP schon seit Jahrzehnten für Natur- und Umweltschutz einsetzt. Sehr anschaulich berichtete die Biologin, wie sie der SP beitrat mit der Motivation, diese «grüner» zu machen, dann aber feststellen musste, dass sie bereits sehr grün war. Denn schon bevor die Grünen überhaupt als nationale Partei in Erscheinung traten, waren es Leute wie der Alt-Nationalrat und ehemalige Zürcher Stadtpräsident, Elmar Ledergerber, die bereits 1978 eine CO2-Abgabe und die Umstellung auf erneuerbare Energien forderten. Und bis heute spielt die SP eine wesentliche Rolle im Natur- und Umweltschutz und damit auch in der Klimapolitik.
Schlüsselpositionen sind in SP-Hand Dank der grossen Partei-Basis verfügt die SP über viele hervorragende Köpfe. So sind zahlreiche Schlüsselpositionen mit Leuten aus der SP besetzt. Jacque-
Eingetreten ist das Gegenteil: Weil die einzelne Fahrt teurer wurde, wurden die Fahrzeuge besser ausgelastet. Dies führte dazu, dass weniger leere Lastwagen durch die Schweiz rollen. Und da so der Gütertransport effizienter gestaltet werden konnte, sind die Joghurts sogar billiger geworden.
Verbote fördern die Innovation
40 Jahren Verzögerung wurden sie alle umgesetzt. Als progressive Partei entwirft die SP neue Perspektiven. Und mit unermüdlichem Einsatz kämpft sie dafür, dass sie Wirklichkeit werden. Das gilt auch im Bezug auf die Klimapolitik. Nur dass jetzt die Zeit drängt. Wir haben keine 40 Jahre Zeit!
Eindrücklich schilderte Jacqueline Badran, dass die Innovationskraft der Wirtschaft nicht unterschätzt werden dürfe. Als Ökonomin weiss sie, dass regulatorische Eingriffe immer wieder zu neuen Innovationen führen. Das FCKW-Verbot beispielsweise sorgte dafür, dass ganz schnell andere Stoffe entwickelt wurden, die auf weniger schädliche Art dieselben Zwecke erfüllten. Die Warnungen vor Verboten können also getrost in den Wind geschlagen werden.
Joghurt wird nicht teurer
Klimapolitik ist Wirtschaftspolitik
Jacqueline Badran hielt auch ein anschauliches Beispiel bereit, das durchaus zum Thema passt. Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabge (LSVA) wurde in den 90er Jahren von bürgerlicher Seite bekämpft. Der damalige Nationalrat Ulrich Giezendanner warnte immer wieder, dass wegen der Abgaben sämtliche Produkte bis hin zum Joghurt teurer würden.
So gesehen, gibt es keinen Grund, bei der Klimapolitik weiter auf der Bremse zu stehen. Der ökologische Umbau muss vorangetrieben werden. Denn eine aktive Klima-Politik fördert zukunftsträchtige Technologien und schafft Arbeitsplätze.
Nationalrätin Jacqueline Badran war am Freitag zu Gast in Affoltern. (Bild zvg.) line Badran nannte als leuchtende Beispiele unter anderem Roger Nordmann (Präsident von Swisssolar), Silva Semadeni (Präsidentin von Pro Natura) oder Beat Jans (Präsident der Schweizerischen Energie-Stiftung). Auch ist die SP auf allen Ebenen der Politik sowie der Verwaltung mit vielen Leuten vertreten, die Hand in Hand zusammenarbeiten und nach allen Regeln der Kunst das politische Spiel zu spielen verstehen.
Die SP ist erfolgreich Viele Forderungen der SP hatten es schwer, als sie zum ersten Mal formuliert wurden. So war es beispielsweise mit dem Frauenstimmrecht, mit der AHV oder der Mutterschaftsversicherung. Aber mit durchschnittlich
Roger Schmutz, Nationalratskandidat SP Bezirk Affoltern
Wahlpodium Affoltern Wahlpodiumsveranstaltung am Donnerstag, 3. Oktober, 19 Uhr, Mehrzwecksaal Feuerwehrgebäude, Büelstrasse 11, Affoltern: Podium zum aktuellen Wahlkampfthema «Klima» sowie zu weiteren Themen mit: Stefan Gribi, Bezirkspräsident Grüne; Arianne Moser, Kantonsrätin und Nationalratskandidatin FDP; Roger Schmutz, Nationalratskandidat SP; Eveline Fenner, Nationalratskandidatin EVP; Salome Hurschler, Präsidentin Jugendparlament Kanton Zürich, Moderation. (pd.) anzeige
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Forum
Dienstag, 1. Oktober 2019
Kurt Meister: Mehr Energiewende mit Arianne MoserHerz, verlässlich, wirtschaftlichen Schäfer - Liberale nachhaltig, sozial Anreizen Brückenbauerin Wussten Sie schon, dass die CVP auf den 4 C-Listen 82 Frauen und 58 Männer zur Nationalratswahl vorgeschlagen hat. Als Ständeratskandidatin kandidiert ebenfalls eine Frau, Nicole Baran- Kurt Meister. dun. Als Mitglied der CVP, wie auch der Christlichsozialen Vereinigung CSV, kandidiere ich auf Platz 16 der CSV. Kandidierende versprechen viel. Ich verspreche nichts, aber ich setze mich ein für die Altersgruppe, die in den eidgenössischen Räten am wenigsten vertreten ist. Daher ist mir die Sicherung der Altersvorsorge, von AHV und Pensionkasse ein besonderes Anliegen. Die Verfassung schreibt vor, dass mit der AHV die Existenzsicherung gewährleistet sein muss. Wir warten darauf seit 1948. Mit 1 % mehr Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen wäre dies schon sichergestellt. Damit wäre die ewig dauernde Diskussion und Reform erledigt. Dass dies ein Tabu sein soll, versteht wohl niemand mehr. Ein weiteres Anliegen ist die Beziehung zum Ausland, zur EU. Das Rahmenabkommen muss mit den vom Bundesrat beantragten Anpassungen so rasch wie möglich unterzeichnet werden, denn davon hängen mehr als 50 % unserer Exporte und damit verbundener Arbeitsplätze ab. Für die CVP seit jeher selbstverständlich, ist auch der Schutz der Natur und Umwelt ein wichtiges Thema, aber dazu meinen andere Parteien die grüneren Lösungen zu haben. Der Schreibende ist aus Überzeugung seit Rentenbeginn ohne Auto mit dem öV unterwegs. Kurt Meister, Obfelden, Nationalratskandidat auf Liste 20.
Lisette Müller: Kühler Kopf – warmes Herz
Seraina Sommer: Junge Stimme für die Zukunft
Thomas Beck, geboren1954, ist Tierarzt und hat im Zweitstudium Psychologie studiert. Er arbeitet seit vielen Jahren zusammen mit seiner Frau als Marketing-Consultant im Gesundheitswesen, Thomas Beck. wohnt in Aeugst und ist Vater einer Tochter. Bei seinen Reisen hat Thomas Beck immer wieder realisiert, in welchem Paradies wir in der Schweiz leben. Hunger, Krieg, Gewalt, massive Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung, Bestechung, Behördenwillkür etc. sind hier zum Glück kein Thema. Thomas Beck ist sich bewusst, wie viel Kleinarbeit von vielen es gebraucht hat, dass wir unter so guten Bedingungen leben können und möchte seinen Beitrag dazu leisten, dass dies auch in Zukunft so bleibt. In der Jugend und auch noch relativ lange im Erwachsenenleben schlug sein Herz links und grün … Nach vielen Jahren Berufstätigkeit als Selbstständiger und vielen Reisen sieht er heute manches anders. Er sieht, wie wichtig der persönliche Beitrag ist und dass Wohlbefinden und Aufgehobensein in der Welt zum grossen Teil Ergebnis selbstverantwortlichen Handelns sind. Thomas Beck als Kandidat und Co-Präsident der senior GLP repräsentiert eine Partei, deren Hauptanliegen ‹grün› ist, die jedoch nicht mit einem fundamentalistisch grünen «Habitus» auftritt; eine Partei, die für Benachteiligte eintritt wo nötig, aber dagegen ist, dass Subventionen mit der Giesskanne ausgeschüttet werden; eine Partei, welche die Energiewende durch wirtschaftliche Anreize und nicht durch staatliche Reglementierung herbeiführen möchte.
Für Arianne MoserSchäfer, Unternehmerin mit langjähriger Erfahrung auf leitender Stufe in lokal bis international tätigen Schweizer KMU, ist nachhaltiges Handeln der zentrale Wert, ob in Wirt- Arianne Moserschaft, Gesellschaft Schäfer. oder Umwelt. Gesunde Firmen sichern Arbeitsplätze. Dazu brauchen sie weiterhin gute Rahmenbedingungen: gut ausgebildete Mitarbeitende, Zugang zu Innovation und bezahlbare Steuern. Dass ihr Umweltanliegen wichtig sind, glaubt man Arianne Moser sofort, liessen sie und ihr Mann doch eine der ersten Fotovoltaik-Anlagen in Bonstetten erstellen und haben sich im Nachgang dazu für den Abbau von finanziellen und bürokratischen Hindernissen eingesetzt. Richtig gesetzte Anreize sind Antrieb für Innovation und eine Chance für die Wirtschaft. Ebenso wichtig ist der begeisterten Fechterin ein effizientes und bezahlbares Gesundheitssystem. Die Spitäler haben die Vorgabe, Eingriffe wenn möglich ambulant durchzuführen. Die ambulanten Tarife decken heute aber nur rund 87% der entstehenden Kosten und damit deutlich weniger als bei einem stationär durchgeführten Eingriff. Hier ist es Aufgabe der Bundespolitik, die Anreize richtig zu setzen, damit unsere Gesundheitskosten nicht unnötig steigen. Gesellschaftlich ist der dreifachen Mutter ein lösungsorientierter Dialog wichtig, über verschiedene Generationen und soziale Gruppen hinweg. Nur so, nicht mit ausgrenzen, können wir das Erfolgsmodell Schweiz weiterentwickeln.
«Kühler Kopf – warmes Herz», für die Politik sind das gefragte Eigenschaften. So erstaunt es nicht, dass sich die ehemalige Kantonsrätin aus Knonau heute in der Parteileitung engagiert, Lisette Müller. in überparteilichen und auch internen Schulungen mitwirkt und mit ihrem stets offenen Ohr und breitem Wissen Nachwuchskräfte unterstützt. Als einstige Friedensrichterin weiss sie, wie wichtig Fairness und korrekte Abläufe sind und in ihren zwölf Jahren als Schulpräsidentin waren nebst Sachverstand auch viel Menschlichkeit und geschickte Führung gefragt. Erfolg lässt sich auch in der Politik an den «Früchten» ablesen, wie z.B. der Bus 200 von Bonstetten in die Enge. Diese rasche Busverbindung durch den Üetlibergtunnel erfüllt ein Postulat, das sie zusammen mit Eva Torp im Kantonsrat eingereicht hatte. Früchte erhofft sie sich auch von der Klimadiskussion in Bern. Sie, die bereits 2007 mit Ratskolleginnen und -kollegen aus allen Parteien den Verein Zürich Erneuerbar gründete und sich als Gründungspräsidentin mit Informationsarbeit zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien intensiv engagierte. Wie im Biogarten ist es auch in der Politik: Damit die Saat aufgeht, braucht es gesunden Grund, sorgfältige Pflege und langen Atem. Den beweist sie mit ihrer Kandidatur auf Liste 21 EVP-Frauen, mit der Lisette Müller die Kandidierenden der Liste 8, 21 und 27 unterstützt – und dankbar ist, wenn Sie eine EVP Liste einlegen.
Dass Seraina Sommer bereits in jungen Jahren für den Nationalrat kandidieren würde, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Durch das Wirken ihres Vaters Seraina Sommer. als Kantonsrat ist dann trotzdem schon bald das Interesse für Politik und ihre Möglichkeiten entstanden. Gründe, um sich politisch zu engagieren, finden sich in ihrem mit 24 Jahren noch jungen Leben aber bereits zur Genüge. Als langjährige Jungscharleiterin hat sie früh gelernt, dass die wertvollen Erfahrungen in einer Gruppe und Aktivitäten in der Natur wichtige Grundsteine für unser Zusammenleben bilden. Es ist daher nachvollziehbar, dass daraus ihr Engagement für den Schutz von Mensch, Tier und Natur entstanden ist. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt ist Seraina Sommer besonders wichtig und hat daher auf ihrer politischen Agenda einen hohen Stellenwert. Als Bewirtschafterin in einer Immobilienverwaltung erlebt sie zudem tagtäglich, dass Lebensqualität die Grundlagen von Fairness, Sorgfalt und klaren Regeln bedingen. Auch diese Werte sind darum Grundlage ihres politischen Verständnisses. Und da die Stimmen der Jungen in der Politik nötiger denn je sind, ist ihr das zusätzlich Motivation, auf der Liste 27 der jungen EVP zu kandidieren. Seraina Sommer freut sich auf viele Stimmen und empfiehlt gleichzeitig, auch ihrem Vater Daniel Sommer zwei Stimmen zu geben, was ebenfalls auf der Liste der *jevp gemacht werden kann.
Grünliberale Knonaueramt
FDP Bezirk Affoltern
EVP Bezirk Affoltern.
EVP Bezirk Affoltern
Wenn die Ämtler Jungmusikanten vor dem Schlosshügel posieren
Die Jumba am Eidgenössischen in Burgdorf
Antoinette Frey in den Stadtrat An der SVP Mitgliederversammlung vom 25. September wurde die Nachfolge von Susanne Leuenberger im Stadtrat eingehend besprochen und diskutiert. Die Urnenwahl zur Neubesetzung findet voraussichtlich am 9. Februar 2020 statt. Die SVP Affoltern hat einstimmig Antoinette Frey als Nachfolge-Kandidatin für das Stadtratsamt nominiert und dies mit grossem Applaus verdankt. Antoinette Frey, gelernte Bäuerin und ehemalige Polizistin, verheiratet mit David Frey, lebt und wirkt seit 2010 in Affoltern. Sie ist in zahlreichen Vereinen und lokalen, gemeinnützigen Organisationen aktiv engagiert. In der SVP ist sie Mitglied seit
April 2015 und gestaltet im SVP-Vorstand seit ebenfalls 2015 das politische Geschehen mit. In den 13 Jahren, welche Antoinette Frey als Polizistin tagtäglich an der Front unterwegs war, hat sie gelernt, mit allen Gesellschaftsschichten umzugehen. Heute arbeitet sie aktiv als Bäuerin auf dem Bauernhof ihres Mannes mit und weiss, was Ökonomie und Ökologie für einen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat. Wir wünschen Antoinette Frey einen erfolgreichen Wahlkampf für das Stadtratsamt und zählen auf die Unterstützung der Wähler und Wählerinnen der Stadt Affoltern. SVP Affoltern a. A.
Viel Prominenz in Bonstetten
Am Wochenende vom 21. und 22. September hat die Jumba am Eidgenössischen Jugendmusikfest in Burgdorf teilgenommen – und dabei auch optisch eine gute Falle gemacht, wie das Erinnerungsbild vor dem dortigen Schloss beweist. (Bild zvg.)
Wie im «Anzeiger» vom 24. September angekündigt, findet am 1. Oktober ein Wahlpodium in Bonstetten statt (19.30 Uhr, Gemeindesaal). Scheinbar ist das Säuliamt für Politiker begehrt. Kurzfristig hat sich noch Staranwalt Valentin Landmann Spitzenkandidat Liste 28 (SVP, 55plus) angemeldet. Warum er sich mit 69 Jahren das Amt als NR noch zutraut, erfahren Sie live im Gemeindesaal. Nur zwei Tage später gastiert ab 8.30 bis 9.30 Uhr im Restaurant Linde Nationalrat Thomas Matter, (SVP, Liste 1). Er ist an diesem Tag mit seinem Bus im Bezirk unterwegs. Kommen Sie vorbei und erfahren Sie aus erster Hand, was so alles läuft im Parlament. Kaffee und Gipfeli sind von Johnny
Häfliger, Alt-Malermeister aus Wettswil, offeriert. Der Vorstand freut sich auf eine interessante «Wahlwoche» in Bonstetten. SVP Bonstetten Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und darf keine persönlichen Angriffe enthalten. Über die Publikation und allfällige Kürzungen entscheidet die Redaktion. (Red.)
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Ländler-Wurlitzer
Urs Huber empfangen
Ein Höhepunkt an der Dorf-Chilbi in Maschwanden ist der Auftritt der Ländler-Wurlitzer. > Seite 15
Mettmenstetten bereitete Bike-Marathon-Meister Urs Huber einen grossen Empfang. > Seite 17
Dienstag, 1. Oktober 2019
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Niederlage für WB Eine unerwartete 0:1-Niederlage kassierte der FCWB gegen den FC Paradiso. > Seite 19
Goldmandli und Bügel- «MoBees» für unsere Zukunft Gesellschaftsengagement für Nachhaltigkeit – auch im Säuliamt Spez ausgezeichnet
Brauerei Baar am Swiss Beer Award Am 19. September fand im Bierhübeli in Bern die Prämierungsveranstaltung des Swiss Beer Award statt. Zu den glücklichen Gewinnern zählt auch die Brauerei Baar: Mit den Premium Hell Bieren Goldmandli und Bügel-Spez wurden die beiden Leadprodukte ausgezeichnet – eine Bestätigung dafür, den eingeschlagenen Weg, auf höchste Qualität zu setzen, auch künftig konsequent weiterzuverfolgen. «Wir sind sehr stolz auf unsere Auszeichnung fürs Premium Hell», freut sich Martin Uster, Geschäftsführer der Brauerei Baar. «Das hervorragende Ergebnis zeigt, dass unsere sorgfältig handwerklich gebrauten Biere in einer Labor-Analyse ebenso gut abschneiden wie im kritischen Geschmackstest von Bierprofis, also rundum überzeugen!» Dies motiviere auch, das Sortiment weiterhin unter den Aspekten von erstklassiger Qualität und stetiger Innovation weiterzuentwickeln. Darüber hinaus werde die
Brauerei Baar ihren Fokus in Zukunft verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit legen. «Und natürlich streben wir auch bei der nächsten Verleihung der Swiss Beer Awards Top-Rangierungen an», betont Geschäftsführer Uster.
389 Biere von 71 Brauereien Nebst einer Qualitätsanalyse im Labor wurden 389 Biere von 71 Brauereien sensorisch begutachtet und bewertet. Dabei war die Degustation blind, ohne Rückschluss auf Biermarke oder Brauerei; nur der Bierstil wurde den 32 Bier-Profis der hochkarätigen Fachjury von Bier-Sommeliers bekannt gegeben. Der breit abgestützte Swiss Beer Award hat zum Ziel, die schweizerische Braulandschaft und die grosse Biervielfalt mit ihren lokalen Spezialitäten noch bekannter zu machen. Gleichzeitig werden mit den Auszeichnungen auch die Innovationen der verschiedensten Brauereien im Dienst der Schweizer Biertradition und Qualität gewürdigt. Die mit dem Label Swiss Beer Award ausgezeichneten Produkte stehen für erstklassige Schweizer Braukunst. (pd.)
Feiern ihre Auszeichnungen: Kurt und Martin Uster der Brauerei Baar mit Team. (Bild zvg.)
Mehr Infos unter www.swissbeeraward.ch.
Über 153 Bienenvölker mit rund 4.5 Millionen Bienen: Die Mobiliar engagiert sich mit ihren «MoBees» für die Artenvielfalt. Was 2016 mit zwei Völkern in Bern begann, hat sich auf die ganze Schweiz ausgeweitet – so auch in Affoltern.
Bienen haben eine sehr wichtige Rolle im Ökosystem. Durch das Bestäuben von (Nutz-)Pflanzen tragen sie massgeblich zur Artenvielfalt und damit zu unserer Ernährung bei. So zählen die Bienen zu den wichtigsten Nutztieren. Seit 2016 gibt es darum die MoBees, die besonderen «Mitarbeiterinnen» der Mobiliar. Sie schärfen das Bewusstsein dafür, wie wichtig Bienen für unsere Zukunft sind und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag an die Umwelt. Die dezentrale Struktur der Mobiliar mit 79 Generalagenturen an 160 Standorten in der gesamten Schweiz bietet nicht nur Nähe zum Kunden und lokale Verankerung, sondern auch einen grossen Aktionsradius für gesellschaftliches Engagement. Die Mobiliar-Bienen der Generalagentur Affoltern werden nach den Standards des schweizerischen Imkerverbandes von drei erfahrenen Imkern aus dem Säuliamt betreut. Die MoBees fanden ihr Zuhause bei der Familie Gasser in Knonau sowie bei Walter Funk und bei Jakob Rudolf in Mettmenstetten. «Die Bienen beeinflussen auch die Artenvielfalt von Gemüse und Obst», heisst es bei der Familie Gasser: «Bienen bestäuben 80 % der Nutzpflanzen. Auch bestäuben sie weitere Pflanzen wie beispielsweise die
Die MoBees leisten einen Beitrag zur Artenvielfalt. (Bild zvg.) Kleewiesen, welche unsere Milchkühe fressen und für gehaltvolle Milch wichtig sind.» Die MoBees-Völker fühlen sich bei den Ämtler Imkern sehr wohl und entwickeln sich, nach teils holprigem Start, prächtig. Bei einem Besuch bei ihren Imkern konnte sich die Mobiliar Affoltern selbst davon überzeugen, Eindrücke sammeln und viel Neues lernen. So haben die Imker bewusst gemacht, was jede und jeder Einzelne zum Erhalt der Bienen beitragen kann: Biologisches Gemüse einkaufen, damit man die Bauern unterstützt, welche ohne oder mit weniger schädlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln arbeiten. Zu Hause im eigenen Garten so wenig wie möglich spritzen. Jegliche Chemie ist für die Bienen schädlich. Einheimische Pflanzen setzen, keine Pflanzen aus Asien oder Amerika, und wenn
Nala the Chocolate Queen Shireen von Schulthess, auch bekannt als «Nala the Chocolate Queen» ist fasziniert von den vielen Geschmacksaromen in der Gastronomie. Und sie liebt Schokolade. Diese zwei Leidenschaften hat sie nun in ihrer kleinen und feinen SchokoladenManufaktur in Rifferswil vereint. Angefangen hat Shireen von Shulthess mit Tafel-Schokolade - die gekauften Tafeln waren ihr zu wenig abgerundet. Schnell entwickelte sich aus dem Hobby eine Leidenschaft. Das Handwerk hat sie sich in diversen Kursen im Inund Ausland angeeignet. Seither lässt sie mit ihren Kreationen viele Schoggi-Liebhaberherzen höherschlagen. Nebst Tafeln, die ausgefallene Namen wie «Lucky Hazelnut» oder «Orange in Love» tragen, fertigt sie auch Pralinen an, wie etwa «Summer Breeze» oder die heiss begehrten «Diamond Hearts.» Mit ihrer kleinen Manufaktur will Shireen in der Schweizer SchokoladeIndustrie eine Lücke füllen: «Während meiner Ausbildung wurde mir bewusst: Die Schweiz hat gute Schokolade und etablierte Marken. Doch für kleine Manufakturen, die von Hand produzieren und nah an der Kundschaft auf neue Trends und individuelle Wünsche eingehen können, ist noch viel Platz».
bar – das erfüllt mich echt mit Freude.» Besonders am Herzen liegt Shireen, ihre Schokolade mit wenig und nachhaltiger Verpackung zu versehen. Sie arbeitet mit der Stiftung zur Weid in Mettmenstetten, die Schachteln aus Eschenholz anfertigt. Einmal gekauft, kann man diese bei ihr wieder auffüllen. (pd.)
Selbst Tafeln kreieren
Schokoladenproduktion mit Leidenschaft: Shireen von Schulthess. (Bild zvg.) «Nala Chocolate» bietet einzigartige Pralinen mit überraschenden Aroma-Kombinationen. «Wenn ich jeman-
dem ein Lächeln oder ein mmmhhh entlocken kann bei einer Praliné-Degustation, ist das für mich unbezahl-
Die Produkte von «Nala the Chocolate Queen» eignen sich perfekt als Geschenk oder Give-Away. Persönliche Wünsche sowie Bilder oder Logos können realisiert werden. Auch gibt es die Möglichkeit von Workshops für Teams, wo diese selbst Hand anlegen und eigene Tafeln kreieren können. Der Direktverkauf in Rifferswil erfolgt an der Ausserfeldstrasse 8 oder via www.nalachocolate.com. Die nächsten Möglichkeiten für eine Degustation sind am 19. Oktober am Markt in Affoltern und am 26. am Riffi-Märt in Rifferswil. «Nala Chocolate» wartet mit feinen Geschmacks-Überraschungen auf. (pd.)
möglich, Schweizer Honig kaufen. Damit werden Schweizer Imker und ihre Arbeit – und letztlich auch die hiesigen Bienen und ihre Bestäubungsleistung – unterstützt. Walter Funk rät: «Bienenhonig aus der Region bzw. aus der Schweiz essen, ein Bienenhotel für Wildbienen einrichten und bienenfreundliche Blumen pflanzen. Und Jakob Rudolf: «Kommunizieren, für was die Bienen stehen. Viele denken, Bienen seien nur dazu da Honig zu produzieren, aber das Bestäuben von Nutzpflanzen ist die wesentlich wichtigere Arbeit der Bienen. Ebenfalls hilfreich ist, wenn man im Sommer den Rasen nicht immer sofort kurz schneidet, sondern auch mal blühen lässt.» (pd.) Weitere Infos: www.mobiliar.ch/interview-familiegasser und www.mobiliar.ch/interview-walter-funk.
Spurwechsel und Reifezeit mit 60+ Am 15. November 2019 lädt der Hausemer Körpertherapeut Josef Sonderegger unter dem Titel «War das alles?» zum Seminar nach Luzern. Vor der Pensionierung findet man kaum Zeit und Ruhe, sich Gedanken über eigene Träume, Wünsche und Werte zu machen. Die dritte Lebensphase will gestaltet sein. Doch bevor man Ziele formuliert, gilt es Bilanz zu ziehen. Wer ist man eigentlich? Wie hat einen das Leben geprägt? Was möchte man noch erleben, erfahren, unternehmen? Dabei geht es auch darum, mit einem allfälligen Defizitmodell des Alterns aufzuräumen: Gerontopsychologen und Neurologen sind sich einig, auch im Alter ist man noch intellektuell fit, wenn man sich mit Freude und Begeisterung an Neues wagt. Es macht Spass, gemeinsam mit anderen den Weg vom Müssen zum Dürfen, vom Kampf zum genussvollen Tun, bis hin zur inneren Mitte und Stille zu gehen. Achtsamkeit, Selbstachtsamkeit bekommen einen grossen Wert. Und letztlich gilt es, die Narrenfreiheit des Alters auszukosten. (pd.) Ganztägiges Seminar am 15. November in Luzern. Infos und Anmelden: Josef Sonderegger, Körpertherapeut, Hausen, 079 457 84 35, www.sonskan.ch.
Stellenanzeiger Die Physiotherapie Obstgarten in Affoltern am Albis sucht per 1. Dezember 2019 oder nach Vereinbarung
Mitarbeiter/-in Administration und Empfang 80 – 100 % Für unseren Empfang im Bereich Gesundheitswesen/ Physiotherapie, suchen wir per 1. Dezember oder nach Vereinbarung eine/-n zuverlässige Mitarbeiter/ -in. Sie haben Ihre Ausbildung, bevorzugt im Gesundheitswesen, erfolgreich absolviert, sind motiviert, dynamisch und ausserdem voller Tatendrang? Dann bewerben Sie sich bei uns. Ihre Aufgaben • Terminierung der Therapiesitzungen, Führen der verschiedenen Agendas • Kundenbetreuung am Telefon und am Empfang • Rechnungsstellung/Gesuche Kostengutsprache • Diverse administrative Arbeiten Ihr Profil • Kfm. Grundausbildung , bevorzugt im Gesundheitswesen • Von Vorteil ist Erfahrung im Arbeitsbereich Empfang • Muttersprache Deutsch • Belastbar, flexibel, verantwortungsbewusst, teamfähig • Eine organisierte, exakte und selbständige Arbeitsweise • Kundenorientiert, freundlich und geduldig Wir bieten ein sehr lebhaftes, verantwortungsvolles Arbeitsgebiet, das Sie mitgestalten können, ein kollegiales Arbeitsklima und zeitgemässe Anstellungsbedingungen. Jetzt sind Sie dran: Ihre Bewerbungsunterlagen mit Foto schicken Sie bitte an: Ingrid Cianci, Physioth. Obstgarten, Obstgartenstrasse 5, 8910 Affoltern am Albis. Bei Fragen steht Ihnen Frau Vollenweider zur Verfügung Tel.: 044 760 34 34.
Veranstaltungen
Dienstag, 1. Oktober 2019
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Die Ländler-Wurlitzer aus Sins spielen auf
Dorf-Chilbi in Maschwanden am Sonntag
Beim Abstieg vom Raten mit Sicht auf den spiegelglatten blauen Ägerisee. (Bild zvg.)
Rundwanderung in den Voralpen
Am Sonntag, 6. Oktober, trifft man sich wieder an der Chilbi in Maschwanden. Den Auftakt macht um 11 Uhr der Musikverein Maschwanden mit dem traditionellen Frühschoppenkonzert. Ab 12 Uhr wird in der Mehrzweckhalle fürs leibliche Wohl gesorgt, es gibt Aebis Grillbraten mit verschiedenen Salaten. Der Frauenverein bietet auch dieses Jahr wieder ein feines Dessertbuffet an, der Erlös wird einer wohltätigen Institution überwiesen. Am Nachmittag spielen die Ländler-Wurlitzer aus Sins zur Unterhaltung auf. Und auch draussen auf dem Chäsiplatz ist einiges los. So kann man bei der Bierkrug-Meisterschaft
um den Einzug ins Finale kämpfen, an den verschiedenen Verkaufsständen der Schulkinder einkaufen oder beim Bullriding die Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Die Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben und für einen Test der Treffsicherheit bietet sich der Schiessstand an. Um 18 Uhr findet das Finale der Bierkrug-Meisterschaft mit anschliessender Preisverteilung statt. In der Mehrzweckhalle sorgt eine Musikformation für einen gemütlichen musikalischen Ausklang. (DuR) Chilbi in Maschwanden am Sonntag, 6. Oktober, ab 11 Uhr, Mehrzweckhalle und Chäsiplatz.
Schöne Aussichten vom Gottschalkenberg Die fünfstündige Tageswanderung führt von Oberägeri zum Gottschalkenberg und über den Raten zurück nach Oberägeri, mit wunderbaren Aussichten auf den Ägerisee und Zürichsee sowie zu den Innerschweizer Bergen und Alpen. Den Berg mit diesem ungewöhnlichen Namen findet man nördlich des Ägerisees, wo die Wanderung auf Seehöhe bei der Busendstation in Oberägeri beginnt. Nun folgt ein Aufstieg zwischen den Häusern bis zur Bruustweid, wo es den ersten Halt gibt. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf den Ägerisee
und das Ägerital bis zu den Innerschweizer Bergspitzen. Nun führt der Weg im Wald leicht steigend über die Mangelhöhe auf den höchsten Punkt der Rundwanderung und weiter zum Gottschalkenberg, dem Bellevue. Von einer Aussichtsplattform mit Panoramatafeln sieht man in nördlicher Richtung den Zürichsee und Hüttensee und im Süden Bergimpressionen. An diesem Ort verpflegt sich die Gruppe aus dem Rucksack. Nach dem Mittagessen geht es abwärts durch den Wald auf einem idyllischen Bergweg, den man nach ein paar Kurven wieder verlässt und über eine grosse Wiese nach Raten wandert. Auf einem ruhigen Weg erreicht man bald die Pilger-
kappelle St. Josef an schönster Lage. Der letzte Abschnitt führt langsam abwärts über Felder und Weiden zurück nach Oberägeri, immer mit einem schönen Ausblick auf den spiegelglatten blauen Ägerisee. Je nachdem gibt es noch einen kurzen Abstecher zum See oder eine andere Belohnung, bevor man mit dem Bus und der Bahn wieder nach Hause fährt. Dölf Gabriel, Wanderleiter Geführte Wanderung am 12. Oktober. Anmelden bis 09. Oktober per E-Mail an: miteinander.wandern@bluewin.ch oder per Telefon 044 761 99 36 und 079 288 22 72. Weitere Infos: www.miteinanderwandern.ch.
«Ein Tag für mich»
Seminar für pflegende Angehörige
Die Referentinnen Ursula Jarvis (links) und Elena Eicher. (Bild zvg.) Die Belastungen von pflegenden und begleitenden Angehörigen und Nahestehenden sind vielschichtig (körperliche, psychische und organisatorische). Für die Unterstützungsbedürftigen tragen pflegende Angehörige in bedeutsamem Masse zum Wohlergehen bei und leisten eine wertvolle Aufgabe für die Gesellschaft. Unter Umständen stehen pflegende Angehörige unter ei-
nem Dauerdruck von Pflichten und Aufgaben und eigene Zeit ist rar. Das schlechte Gewissen kann ein steter Begleiter in diesen Situationen sein. Auf längere Sicht zahlt sich eine ausreichend gute Selbstfürsorge aus, dies drückt sich in der Stimmung, am Energielevel und der eigenen Gesundheit aus. Eine Stärkung der Kompetenzen pflegender und/oder betreuender
Angehöriger ist deshalb das Anliegen. An diesem Seminartag steht darum die begleitende und pflegende Person im Zentrum. Themen sind: Wo stehe ich in meiner Lebenssituation? Wie gehe ich mit meinen Gefühlen um? Wie mobilisiere ich meine Ressourcen? Aber natürlich auch der Austausch mit Gleichbetroffenen. Der Tag soll eine «Tankstelle» sein, um sich gestärkt wieder den Aufgaben im Alltag zu stellen. Für Verpflegung und Getränke ist gesorgt. Eine «Musikalische Zwischenverpflegung» bieten Elsbeth Schweizer, Akkordeon, und Christine Sommer, Gesang. (pd.) Seminar am 19. Oktober, 10 bis 17 Uhr im reformierten Chilehuus Affoltern. Ein Anlass der Ref. Kirche Affoltern. Durch den Tag führen: Ursula Jarvis, Sozialdiakonin, DAS Angehörigen und Freiwilligen Support Sveb1; Elena Eicher, Pflegefachfrau und Transaktionsanalytikerin Bereich Beratung. Kosten: 50 Franken. Anmelden bis 15. Oktober an: ursula.jarvis@zh.ref.ch / 043 466 83 23.
Zugang zu den verborgenen Winkeln des Klosters
Öffentliche Führung im Kloster Muri am 6. Oktober Öffentliche Führung mit Zugang zu den verborgenen, sonst nicht zugänglichen Winkeln des Klosters und der Klosterkirche Muri am Sonntag, 6. Oktober. Die Klosteranlage Muri gehört zu den wichtigsten aargauischen Kulturdenkmälern und beherbergt neben der jüngsten auch die älteste Grablege des Hauses Habsburg. Die Klosterführer beleuchten die 1000-jährige Klostergeschichte und erzählen Geschichten
und Anekdoten rund ums Kloster Muri. Dabei werden den Besucherinnen und Besuchern nicht nur die Krypta, sondern auch andere sonst unzugängliche Orte wie das Chorgestühl, den Hochaltar oder die Benedikts- und die Marienkapelle gezeigt. Die Führung richtet sich an Einzelbesucher. Es ist keine Anmeldung notwendig. (pd.)
Einblick in die 1000-jährige Klostergeschichte Muri. (Bild zvg.)
Sonntag, 6. Oktober, 14 bis 15.30 Uhr. Treffpunkt: Haupteingang Klosterkirche Muri. Führung kostenlos, freiwillige Kollekte. Kontakt: 056 664 70 11.
Die Ländler-Wurlitzer aus Sins. (Bild zvg.)
Bellen, Knurren oder Anspringen
«Hunde-Codex»: Kurs im Familienzentrum
Was will der Hund mir sagen? (Bild zvg.) Hunde gelten als die besten Freunde des Menschen. Und doch gibt es leider immer wieder unerfreuliche Vorfälle bei Begegnungen zwischen Mensch und Hund. Bei diesen Vorfällen sind überdurchschnittlich häufig Kinder anzeige
unter zehn Jahren betroffen. Wenn Kinder wissen, wie sie sich im Umgang mit Hunden korrekt verhalten, sind sie besser geschützt. Das Hunde-Codex-Team vermittelt genau dieses Wissen über «Codex Kind & Hund» am Mittwoch, 30. Oktober, von 14 bis 16 Uhr im Familienzentrum Bezirk Affoltern. Die Eltern können ihr Kind am Kurstag gerne begleiten. Dabei erfahren auch sie, wie wichtig das korrekte Verhalten der Eltern gegenüber Hunden ist. Der Kurs ist für Kinder ab Schulalter geeignet. (pd.) Weitere Infos und Anmelden unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch, Tel. 044 760 12 77 oder kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.
Sport
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Begeisterndes Radquer in Mettmenstetten Zahlreiche Topresultate der Säuliämtler Teilnehmer
Erfolge, trotz knapper Trainingspensen Die zahlreichen Erfolge und Podestplätze der Säuliämtler Radquerfahrer sind umso erstaunlicher, wenn man um die knappen Trainingspensen weiss. Master-Sieger Pius Stucki etwa «büschelt» seine Einheiten unter der Woche in der Mittagspause und zwischen Meetings, die der selbstständige Geschäftsführer und Wirtschaftsinformatiker hat. Viel Zeit bleibt dem 43-jährigen ausserdem nicht, denn er ist auch noch fünffacher Familienvater. Dennoch schafft es der Knonauer regelmässig, Extremrennen wie die Tortour (1000 km nonstop um die Schweiz) zu gewinnen. Nächste Ziele sind Cross-EM und –WM für Masterfahrer im November.
Feierabendtouren
Thomi Müller, links, auf dem Sprung zum zweiten Platz in der «Cross für alle»-Kategorie. (Bilder Martin Platter)
Das wunderbare Herbstwetter und die zahlreichen erfolgreichen Nachwuchs- und Hobbyfahrer aus der Region haben am Sonntag viel Publikum ans Mettmenstetter Radquer gelockt und den Anlass zu einem veritablen Radsportfest gedeihen lassen. ................................................... von martin platter Normalerweise ist es an Radrennen mit mehreren Kategorien so: Zuerst kommen die Hobby-, Amateur-, Nachwuchs- und Frauen-Wettkämpfe. Höhepunkt und Abschluss des Renntages bilden in der Regel die Elite Herren. In Mettmenstetten was dies nicht so. Da lebten die Rennen vor allem von den einheimischen Spitzenfahrerinnen und Fahrern, von denen es in jeder Kategorie mindestens einen gab – ausser eben in der Elitekategorie. Der Tag begann morgens um zehn mit dem ersten Höhepunkt, dem «Cross für alle». Mit 68 Männern und einer Frau war es der teilnehmer-
stärkste Wettkampf des Tages. Er endete mit der ersten Säuliämtler Erfolgsmeldung. Hinter dem 27 Jahre jungen Sieger Mario Niederöst holte sich der 48-jährige Mettmenstetter Thomas Müller den zweiten Platz.
Wie der Vater, so der Sohn Im folgenden Amateure-Master-U19Rennen, mit 53 Anmeldungen der zweitgrösste Wettbewerb, war es dann Müllers Sohn Timo, der eine Hauptrolle spielte. Hinter dem überragenden U19-Schweizermeister Lars Sommer erreichte Müller Junior den zweiten Platz, noch vor dem ersten Amateur Sven Olivetti. Stärkster Master-Fahrer wurde der Knonauer Pius Stucki vor Silvio Büsser und dem Affoltemer Gabor Michel. Wie U17-Fahrer Franceso Caruso, der hinter dem Romand Alexandre Binggeli Zweiter wurde, gehörten bis dahin alle Säuliämtler Podium-Fahrer der organisierenden IG Radquer Mettmenstetten an. Über Mittag kam es dann in den Schülerkategorien zu den ersten Säuliämtler Siegen. Elia Felsberger aus
Zwillikon, der vor einer Woche am Radquer-Saisonauftakt in Illnau bereits Zweiter geworden war, triumphierte vor Muriel Furrer und Downhill-Weltmeister Mike Huter. In der U13-Kategorie mussten sich der Stalliker Timo Bösch und der Herferswiler Moritz Schmid nur von Gian Müller aus Aegeri geschlagen geben. Bei den U11 schwang Timos Bruder Robin obenaus, gefolgt von einer ganzen Armada starker Säuliämter BikeKids. Dann kam der eigentliche Höhepunkt des Tages: Das Rennen der Frauen. Die Rennkommissäre drückten ein Auge zu und liessen Cross-CountryWeltmeisterin Jacqueline Schneebeli auch im Radquer ihr Regenbogentrikot tragen. Das beflügelte die 18-Jährige Hauptikerin derart, dass sie vor Zina Barhoumi und Lara Krähemann souverän siegte. Das abschliessende Elite-Rennen wurde eine Beute des Italieners Nicolas Samparisi vor Severin Sägesser und dem Walliser Gilles Mottiez.
Auch Zimmermann Thomi Müller kam in den letzten Tagen kaum mehr zum Velofahren. Sein Arbeitnehmer Cyrill Scheiwiller bekam überraschend die Einladung, am Motocross der Nationen in Assen zu starten und fehlte deshalb gleich mehrere Tage trotz gut gefüllter Auftragsbücher. Müller blieben Feierabendtouren, die er gerne auch mit seinem Sohn fährt, der Zimmermann bei Strebel in Maschwanden lernt. Cool sei es jeweils, wenn auch Cyrill dabei sei. Vor allem das Runterfahren auf schwierigen Trails mache enorm viel Spass, weil alle gut fahren können, frohlockt Müller.
chen während der Lehrabschlussprüfung und dem Kategorienaufstieg zu den U23 entwickeln müssen, hilft auch, wenns später im Sport hart wird.» An den Sportschulen dagegen würden die Kids zuweilen bequem, weil man ihnen zu viele Hürden aus dem Weg räume, was sich wiederum negativ auf die sportlichen Leistungen auswirke. Eine ansteckende Begeisterungsfähigkeit für den Quersport legte Jacqueline Schneebeli an den Tag. Am letzten Mittwoch trainierte sie erstmals auf einem geliehenen Querfahrrad unter Anleitung von Trainer und Radquer-Mettmenstetten-OKPräsident Andreas Fuhrer. Am Donnerstag kaufte sie sich gleich ein eigenes Quervelo und trainierte fortan jeden Abend auf der Strecke. Fuhrer war des Lobes voll: «Jacqueline musst du eine Technik nur einmal zeigen – und sie kann sie. So macht das Spass!» Spass machte Fuhrer auch, wie gut seine Fahrer abschnitten – und nach dem Rennen mit vereinten Kräften halfen, das Wettkampfgelände aufzuräumen. (map.)
«So macht das Spass» Auch U19-Weltmeisterin Jacqueline Schneebeli geht einer Handwerkslehre nach und trainiert hauptsächlich nach Feierabend und am Wochenende. Was sagt Nationaltrainer Bruno Diethelm zur beruflichen Belastung seiner Schützlinge? Diethelm, der in Mettmenstetten anwesend war, sagte: «Ich bin froh, dass es noch Lehrlinge in den Kadern gibt, die den Sport quasi nebenbei ausüben. Der Biss, den die Jugendli-
Infos: radquermettmenstetten.ch
Pius Stucki an der Spitze des Master-Felds auf dem Weg zum Sieg.
Optimistischer Weltranglistenerster Mettmenstetten empfing Marathon-Meister Urs Huber im intimen Rahmen Verpassten Erfolgen nachzutrauern und Trübsal zu blasen, ist nicht das Ding von Urs Huber. Das zeigte sich am letzten Donnerstagabend beim Empfang des Bike-Marathon-Rekordsiegers im Mettmenstetter Jumpin. ................................................... von martin platter Gemeindepräsident René Kälin wirkte beim Empfang von Urs Huber für einmal als Sportreporter. Dank der pointierten Fragen Kälins konnte Huber seine aussergewöhnliche Mountainbike-Karriere mit den eigenen Worten erzählen, was sehr sympathisch rüberkam. Huber präsentierte sich authentisch als bodenständiger, seriöser und zielorientierter Chrampfer, der er tatsächlich ist. Anders würde er die Strapazen, die er sich jeweils im Training und an den Bike-Marathons zumutet, wohl kaum ertragen. 125 Siege hat Kälin auf der Homepage von Huber gezählt, die präzise
und ausführlich Auskunft über das sportliche Leben des 34-Jährigen gibt. Huber ergänzte im Interview noch mit weiteren Fakten, die nicht minder beeindruckend sind. So trainiert der gebürtige Kellerämtler, der seit drei Jahren in Mettmenstetten wohnt, im Durchschnitt etwa drei Stunden pro Tag. «Der Sport ist eine Aufgabe, die mein Leben ausfüllt.» Das Wichtigste sei jedoch die Freude. «Ich mache den Sport nicht primär wegen der Resultate, sondern weil ich Freude am Velofahren und Biken habe», so Huber. Die guten Resultate seien das Mittel zum Zweck. Sie ermöglichten es ihm, den Sport professionell auszuüben.
Dankbar für die Unterstützung Besonders dankbar sei er seinem Umfeld, das ihm den Sport erst ermöglicht habe. Vor allem sein Götti habe ihn jeweils an die Rennen begleitet, denn die Eltern seien mit dem Bauernhof in Jonen auch an den Wochenenden absorbiert gewesen.
Bike-Marathon-Schweizer-Meister Urs Huber (rechts) wurde am letzten Donnerstag im Mettmenstetter Jumpin von Gemeindepräsident René Kälin geehrt. (Bild Martin Platter)
Bei der Frage Kälins, welches denn nun sein schönster Sieg gewesen sei, musste Huber nicht lange überlegen:
«Die sechs Grand-Raid-Triumphe und der erste Schweizermeister-Titelgewinn.» Weshalb gerade der erste SM-
Titel? «Weil ich diesen relativ spät erst im Jahr 2011 gewinnen konnte und der Titelkampf am Nationalpark BikeMarathon wegen eines Kälteeinbruchs extrem hart gewesen war.» Kälin schnitt auch die enttäuschende WM vom letzten Sonntag im Wallis an. Huber konnte sich aber noch immer keinen Reim auf seine Schwäche machen. Er sagte: «Eine Medaille war klar mein Ziel. Aber es fehlte die ausserordentliche Tagesform, die nötig gewesen wäre, um zu reüssieren.» Was er nicht sagte: Auch ohne den Titelgewinn bleibt er mit deutlichem Punkteabstand die Nummer 1 im Bike-Marathon auf der Weltrangliste des Radweltverbandes UCI. Weltmeister Leonardo Paez ist aber dank dem Titelgewinn auf den zweiten Platz vorgerückt. Ans Aufhören denkt Huber vorderhand nicht. Solange er erfolgreich sei, werde er weitermachen. Sollten sich die Erfolge aber dereinst nicht mehr einstellen, werde er sein bisheriges Palmarès nicht verwässern und sein Bike an den Nagel hängen.
Sport
Dienstag, 1. Oktober 2019
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Tessiner Aufsteiger düpiert FCWB Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – FC Paradiso 0:1 (0:1) Wie vor Wochenfrist gelang WB kein ideales Spiel. Während in Thalwil mit einem geknorzten 1:0-Sieg wenigstens drei Punkte resultierten, gingen die Ämtler diesmal leer aus. ................................................... von kaspar köchli Nach den bislang acht gespielten Runden wies WB neun Punkte mehr auf als sein frisch in die 1. Liga aufgestiegener Kontrahent Paradiso. Oder anders formuliert lautete die Affiche Zweiter gegen Elfter. Beim Heimteam fehlte wiederum Captain Studer, der noch immer in den Ferien weilt. Ein Qualitätsunterschied der Mannschaften war nicht ersichtlich, die technisch guten Luganesi vermochten von Beginn weg Paroli zu bieten. Und so gestaltete sich das Spiel in der Startviertelstunde beidseits flüssig und fair. Indiz dafür war auch, dass Schiedsrichter Ljatifi erst nach 13 (!) Minuten sein Werkzeug zur Hand nehmen musste – um mittels Pfiff eine Offsidestellung Lugos zu ahnden. Reale Chancen blieben Mangelware. Paradisos auffälligster Akteur Iaconis verstolperte später ein gutes Zuspiel, ehe er nach schöner Einzelleistung knapp daneben zielte. Dem gegenüber landete der aus 14 Metern abgegebene Schuss des völlig freistehenden Miljkovic in den fangsicheren Händen von Keeper Bernasconi und Lugos Kopfball streifte lediglich den Aussenpfosten. Männiglich hatte sich bereits auf die Pausenerfrischung eingestellt, als Paradiso in der Nachspielzeit zu ei-
Der Ball im Fokus, aber nicht im Tessiner Tor – WB wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht. (Bild Kaspar Köchli) nem Freistoss nahe dem heimischen Hoheitsgebiet gelangte. Tatsächlich zeigte sich in der Folgeaktion die WB-Verteidigung ausserstande, den quirligen Iaconis am Torschuss zu hindern und die Gäste lagen überraschend, jedoch nicht «gestohlen», in Führung.
Blasse Reaktion von WB Wer nach Wiederanpfiff ein Feuerwerk des Favoriten WB erwartet hatte,
sah sich getäuscht. Trotz der Einwechslungen der Offensivkräfte Dzelili und später Marjanovic, gelangen den Platzherren vorerst keine zwingenden Aktionen. Pech für WB und vor allem für dessen Verteidiger Rüegger, der 20 Minuten vor Schluss nach einem Kopfzusammenprall mit einer üblen Platzwunde ausgewechselt werden musste. Allmählich gelang es WB, über die Flügel vorzustossen und Gefahrenmomente heraufzubeschwören. Endlich war das Aufbäumen gegen die
drohende erste Saisonniederlage auch physisch offensichtlich. Zuerst kam Lugo um den berühmten einen Tick zu spät, dann lag nach einem 10-Sekunden-Tohuwabohu im Fünfmeterraum ein Tessiner statt der Ball im Tor und schliesslich köpfelte Paradiso-Verteidiger Loiero eine scharfe Hereingabe Marjanovics an den eigenen Pfosten. Der 1:1-Ausgleich wäre jetzt verdient gewesen, zumal Nicola Peter mit einem Distanzknaller ebenfalls nur
das Aluminium traf. Die Hoffnung für WB blieb bestehen, als Gästestürmer Loris kläglich mutterseelenallein vor Thaler die Vorentscheidung verpasste. Allerdings brachte auch das vehement, jedoch unpräzis stürmende WB nichts mehr zustande und dessen erste Saisonniederlage war mit dem Schlusspfiff besiegelt. «Erst in der letzten Viertelstunde spielten wir richtig beherzt und schwungvoll», bemängelte Trainerassistent Morina. In der Tat war es erstaunlich, dass der Favorit nicht von Beginn weg selbstbewusst und mit breiten Schultern auftrat, um unmissverständlich zu vermitteln, dass es nur einen Gewinner geben kann – den FCWB. Von dieser Siegermentalität war wenig zu spüren. Der mit Abstand beste Akteur des Tages, Schiedsrichter Ljatifi, meinte nach der Partie: «Der Match war vor allem gegen Schluss sehr emotionsgeladen, jedoch bewegten sich beide Teams stets im fairen Bereich.» Fakt ist, dass der bestechend souveräne Unparteiische, zwischendurch auch mal mit den Spielern redend, immer wieder aufkommende Hektik im Keim erstickte. WB liegt trotz seinem enttäuschenden Auftritt noch immer an zweiter Stelle, drei Punkte hinter Tuggen und einen vor Linth. Am nächsten Samstag tritt es im Cup auswärts gegen Buochs an. Sportplatz Moos, 125 Zuschauer; WB – Paradiso 0:1 (0:1) Thaler; Rüegger (72. Hager), Brüniger, Thalmann, Heini; N. Peter, F. Peter, Allemann (55. Dzelili), Miljovic (68. Marjanovic); Capone, Lugo (84. Grujicic). Tore: 45.+1 Iaconis 0:1.
Gelungener Nachwuchswettkampf
Tolle Resultate der LV Albis zum Saisonabschluss Letzte Woche organisierte das Trainerteam der LV Albis mit dem OK Veranstaltungen einen internen Abschlusswettkampf. Etwa 40 Athletinnen und Athleten gingen auf Punktesammlung für die Schweizer Vereinsmeisterschaften. Die Eltern der Kids unterstützten die Organisation mit einem Einsatz als Kampfrichter. ................................................... von hanspeter feller Was als gesellschaftlicher Anlass angedacht war, endete mit sehr guten Resultaten in der Schweizer Vereinsmeisterschaft der Leichtathleten. Die Athletinnen und Athleten des Nachwuchses wollten es zum Saisonabschluss nochmals wissen. Und die Rechnung ging auf. Es reichte zwar nicht ganz fürs Podest, aber sowohl bei den U12W wie auch bei den U12M liegen die Teams der LV Albis auf dem 4. Platz der Schweizer Rangliste, inmitten von Teams der Schweizer Grossvereine. Ein toller Erfolg. Auch die Teams der U14 W und M erreichten gute Klassierungen. Die U12-Athletinnen und -Athleten bestritten einen 5-Kampf, die fünf besten Resultate jedes Teams zählten für die Wertung. Bei den U14 kamen die fünf besten Einzelresultate in die Wertung.
Nebst der Unterstützung konnten die Eltern auch hautnah erfahren, wie ein SVM-Wettkampf abläuft und was es brauchte, um diesen auf die Beine zu stellen. Eine Mutter, die als Kampfrichterin im Ballwurf im Einsatz war, meinte, sie habe an diesem Abend schon wieder etwas Neues gelernt. Ohne engagierte Helfer können keine Anlässe durchgeführt werden und gerade deshalb sind kleine, vereinsinterne Wettkämpfe so wichtig für die Förderung des Zusammenhalts im Verein. Nach absolviertem Wettkampf durften sich die Wettkämpfer noch mit einem Hotdog verköstigen. Für den Grossteil der Athletinnen und Athleten ging mit diesem Wettkampf die Saison zu Ende. Einige starteten am Wochenende noch an den kantonalen Mehrkampfmeisterschaften. Nach einer kurzen Pause wird nach den Herbstferien das Wintertraining aufgenommen. Für viele Athletinnen und Athleten steht auch ein Wechsel in die nächsthöhere Alterskategorie an. Dies ist verbunden mit höheren Anforderungen und darauf wird unter anderem der Fokus bei den Einheiten im Wintertraining liegen.
Ohne Helfer gehts nicht Neben den sportlichen Leistungen sollte an diesem Anlass eben auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz kommen. Zahlreiche Eltern der jungen Leichtathleten waren auf dem Platz und leisteten wertvolle Helfereinsätze oder unterstützten die Kids lautstark. Die Stimmung auf der Anlage war toll.
Der LV Albis Nachwuchs. (Bild Mario Grond)
Auf Saisonende tritt leider der langjährige Mehrkampftrainer Lukas Zingg zurück. Er hinterlässt eine grosse Lücke im Trainerteam. Lukas war ein engagierter Ausbildner mit grossem Fachwissen. Seine Trainingseinheiten waren immer minutiös vorbereitet und an den Wettkämpfen betreute er die Athletinnen und Athleten kompetent. Zahlreiche Athletinnen und Athleten, die durch seine Schule gingen, erzielten tolle Wettkampfresultate.
Erfolge an den kantonalen Mehrkampfmeisterschaften An den kantonalen Meisterschaften gewannen die Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer in der Kategorie U12W und U12M die Silbermedaillen in der Teamwertung. Linus Kliese verpasste mit seinem 4. Rang die Medaillen in der Einzelwertung knapp. Timo Moret, Elena Mangili, Hanna Wärdell und Cyrill Kaufmann klassierten sich in ihren Kategorien in den Topten. Mit ihrem 6. Rang in der Kategorie U14 und der erreichten Punktezahl schaffte Nadira Pereira die Limite fürs kantonale Mehrkampfkader.
Die Volleyballdamen D2 erleben einen guten Saisonauftakt. (Bild pd.)
Geglückter Saisonstart für Volley S9 Das Team Damen D2 ist erfolgreich in die Saison 2019/2020 gestartet und kann nach zwei Spielen bereits vier Punkte ihr Eigen nennen. Topmotiviert und gut trainiert starten die 4-Ligistinnen in die neue Saison. Das Auftaktspiel wird in Wald bestritten. Ein wenig ehrfürchtig treten sie an, denn der Gegner ist kein Geringerer als der Absteiger aus der 3. Liga. Den ersten Satz können sie nach Hause bringen und die Freude ist dementsprechend gross. Jetzt bloss nicht nachlassen! Der Trainer Roland Heini ermahnt die Mannschaft immer wieder an das sogenannte Stellungsspiel. Das heisst übersetzt, dass jede Spielerin an der richtigen Position steht, zum richtigen Zeitpunkt löst und darauf achtet, was ihr Vis-à-Vis macht. Es kommt zu spannenden Ballwechseln, die Mannschaft aus Wald findet immer besser ins Spiel. Am Ende brilliert S9 jedoch mit einem 3:1-Sieg und darf drei Punkte nach Hause nehmen.
Um das gute Niveau zu halten und zu bestätigen, nimmt die Mannschaft am darauf folgenden Wochenende an einem Trainingsweekend in Sarnen teil. Bei schönstem Wetter wird zwei Mal sechs Stunden in der Halle geschwitzt und u.a. das bemängelte Stellungsspiel repetiert. Unbestätigten Aussagen zufolge, wurde in Sarnen bis in die frühen Morgenstunden diskutiert, äähh trainiert. Dass das Training wichtig war, zeigte der zweite Match, welcher gegen Einsiedeln ausgetragen wurde. Nach einem 1:0-Rückstand konnte Volley S9 aufholen. Im 4. Satz waren die Damen nur wenige Punkte vom Sieg entfernt. Die Partie endete jedoch im nervenaufreibenden 5. Satz, welcher der Gegner leider für sich entschied. Einen Punkt nehmen die Damen aus dieser spannenden Begegnung trotzdem mit. Mit vier Punkten auf ihrem Konto dürfen sich die Ladies nach zwei Spielen über einen gelungenen Saisonstart freuen. Jaqueline Wechsler
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