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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 186 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 68 I 171. Jahrgang I Dienstag, 5. September 2017

Nachhilfe nicht nötig

Kurse übernommen

Ämtler Schulen geben das nötige Rüstzeug für die Gymiprüfung mit. > Seite 3

Der Verkehrsrat hat den geplanten Änderungen für die Postautolinie 227 zugestimmt. > Seite 3

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Änderung zulassen Berufliche Positionierung: Erwerbstätige sind selber in der Verantwortung. > Seite 5

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Elektrisch mobil Zufriedene Aussteller und Organisatoren des Elektromobilitätstags. > Seite 8

Die Bevölkerung will Sauberkeit, der Besitzer will weitersammeln Nach einem Brand im Knonauer Dorfzentrum spitzt sich die Situation langsam zu Das Haus eines passionierten Sammlers an der Schmidgasse im Knonauer Dorfzentrum brannte im Juli nieder. Dies ist einerseits eine persönliche Tragödie, andererseits zeigt sich in diesem Fall, dass individuelle und gesellschaftliche Interessen in komplett unterschiedliche Richtungen gehen können.

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Energie sparen Gut besuchte Veranstaltung zur praktischen Ressourceneffizienz in Hedingen. > Seite 8

Künftig nur noch RPK Ottenbach? Die Obfelder und Ottenbacher entscheiden am 24. September über eine neue Gemeindeordnung für die gemeinsame Sekundarschule. Dass nur noch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) aus Ottenbach Kontrollorgan sein soll, erhitzt die Gemüter. Die meisten Parteien sowie die RPK aus Obfelden und Ottenbach sind dagegen. Kritiker werfen der Primarschulpflege persönliche Motive vor. Diese argumentiert, dass so Vereinbarungen zwischen der landlosen Kreisschulgemeinde und der Politischen Gemeinde aus zwei Perspektiven geprüft werden. ................................................... > Bericht auf Seite 5 anzeigen

Die Ruine des Gebäudes an der Schmidgasse in Knonau. Der Besitzer will auch Halbversengtes noch retten. (Bild sals) ................................................... von salomon schneider Gesetze werden in der Schweiz grundsätzlich von gewählten Exekutivmitgliedern ausgearbeitet – in Zusammenarbeit mit der Verwaltung – und von der Bevölkerung oder Legislativpolitikern bereinigt und angenommen. Wenn es zu Streitigkeiten über Gesetze kommt, entscheiden die Gerichte. Dies ist auf den Ebenen Gemeinde, Bund und Kanton das Grundgerüst der Schweizer Demokratie.

Druck aus der Bevölkerung Im Fall des überfüllten Gartens an der Knonauer Schmidgasse bestätigte das

Charmantes Dorffest Ottenbach

Bundesgericht vor zwei Jahren in einem Präzedenzfall, dass der Garten von der Gemeinde geräumt werden kann, da er als Deponie eingestuft worden ist und das Bundesgericht den Entscheid als verhältnismässig erachtete. Die Gemeinde verfolgte den Rechtsweg zur Räumung, nachdem jahrelange Gesprächsrunden mit dem Liegenschaftenbesitzer und seinem Umfeld ergebnislos geblieben waren und der Druck aus der Bevölkerung nicht nachliess. Direkt nach der Räumung begann der Liegenschaftenbesitzer wieder, den Garten vollzustellen – das Haus war bis unters Dach gefüllt, mit gesammelten Dingen.

Selbst- und Fremdwahrnehmung gehen stark auseinander In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli dieses Jahres lag plötzlich ein roter Schein über dem Dorfzentrum Knonaus und bald darauf heulten in den umliegenden Strassen Sirenen. Von allen Seiten probierte die Feuerwehr das lichterloh brennende Gebäude – das bis anhin älteste in Knonau, Baujahr 1450 – zu löschen. Das Haus war jedoch so dicht mit Dingen gefüllt, dass trotz beispiellosem Einsatz der Feuerwehr auch in den Morgenstunden noch Brandherde weiterschwelten. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Berufe zum Ausprobieren 7. Berufsmesse in Bonstetten

Regenschauer liessen die Ottenbacher «Platzete» vorübergehend zur «Stubete» werden. Die Anstrengungen der Veranstalter wurden mit einer markanten Wetterbesserung und grossem Besucheraufmarsch belohnt. Der Schulhausplatz auf dem Chappelistein glich während des vergangenen Wochenendes einem Zirkusgelände oder einem Basar, kurz: einer grossen Wohlfühloase. Dafür sorgten die vielfältigen Aufführungen von Kleinkunst mit Musik, Theater, Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die grossen Vorbereitungsarbeiten des Organisationskomitees, bestehend aus einer achtköpfigen Gruppe von Kunstund Kulturschaffenden und der Trägerschaft Kulturverein und Gemeinde Ottenbach, wurden mit einem grossen Besucheraufmarsch belohnt. Dank ausgezeichneter Beziehungen des OKs zur Künstlerszene, bot das Programm hervorragende Darbietungen, sowohl auf dem Platz wie auch im Gemeindesaal. Eine offene Bühne bot der einheimischen Bevölkerung ebenfalls Gelegenheit, ihre künstlerischen Hobbys zu präsentieren. (mm) ................................................... > Bericht auf Seite 3

Was für ihn einen beispiellosen Albtraum darstellte, läutete die nächste Runde im Streit zwischen der Gemeinde und dem Grundstückbesitzer ein. Dieser sieht sich als passionierten Sammler; von weiten Teilen der Bevölkerung wird er als Messie angesehen. Stück für Stück birgt er aus seiner Sicht noch brauchbare Dinge aus der Brandruine – die einem Schlachtfeld gleicht – reinigt und sortiert sie. Da die Brandruine nicht mehr als Gebäude gilt, steigt jedoch der Druck aus der Bevölkerung, dass die Gemeinde Knonau das gesamte Areal an der Schmidgasse räumen solle. ................................................... > Bericht auf Seite 7

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Wettswil drei Tage in Festlaune Das traditionelle «Vierzgerfäscht» begann am Freitag bei starkem Regen mit einer tollen ComedyNight und endete am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein.

Der Stand der Arthur Girardi AG aus Hedingen wurde für die beste Präsentation an der diesjährigen Berufsmesse ausgezeichnet. (Bild Andrea Bolliger) Am vergangenen Freitag und Samstag organisierte das Lehrstellenforum Bezirk Affoltern zum siebten Mal eine Berufsmesse. Hunderte Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich die 42 von Lernenden selber präsentierten Berufe näher anzusehen. Mit der Präsentation ihres Standes massen sich die Lernenden auch in einem Wettbewerb. Gewonnen hat den vom Gewerbeverband Bezirk

Affoltern gesponserte Preis in der Höhe von 800 Franken die Arthur Girardi AG aus Hedingen. Der zweite Rang ging an die Leuthard Bau AG. Den dritten Rang haben sich zwei Stände respektive die vier Betriebe Spitex Knonaueramt, Spital Affoltern, Rehabilitationszentrum Kinderspital Zürich und die Apotheke Heumoos geteilt. ................................................... > Bericht Seite 6

Das 40. Wettswiler «Vierzgerfäscht» startete schon am Freitag und die 1977er-Jahrgänger warteten mit einem humoristischen Leckerbissen auf. Spektakulär war es gelungen, ein Schweizer Top-Comedy-Trio zu engagieren – und dieses heizte bei kühlen Temperaturen den über 430 FestzeltGästen mächtig ein. Am Samstag mussten zuerst einige Wolkenbrüche erduldet werden, ehe sich die Sonne barmherzig zeigte und die Besucher nun zahlreich ins Schulareal Mettlen strömten. Auch am Sonntag war das Fest gut frequentiert, vor allem Familien genossen das schöne Ambiente des traditionellen Wettswiler Dorffestes. Für die vielen Kinder bestand eine riesige Auswahl an attraktiven Spielen und Vorführungen. OK-Präsident Sven Bürki zog müde aber zufrieden Bilanz: «Zuerst waren wir wegen dem Wetter schon ein bisschen auf Nadeln, dann verlief aber alles wie am Schnürchen. Ein rauschendes und zugleich friedliches Fest.» (kakö) ................................................... > Bericht auf Seite 9

200 36 9 771661 391004


Todesfälle

Personalausflug Am Dienstag, 12. September 2017, findet unser Personalausflug statt. Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben deshalb den ganzen Tag geschlossen.

Affoltern am Albis

Stallikon

Am 28. August 2017 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Am Montag, 28. August 2017, ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Marianne Studer geb. Merling

Schellenberg, Johann Albert

Bei Todesfällen sind wir unter folgender Telefonnummer erreichbar: 077 213 65 05.

geb. 20. September 1932, wohnhaft gewesen in Affoltem am Albis ZH. Die Bestattung findet im engsten Familienkreis statt.

Wir danken für Ihr Verständnis.

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Ottenbach werden auf Donnerstag, 5. Oktober 2017, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal Ottenbach zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde Ottenbach eingeladen. Traktanden: 1. Genehmigung Bruttokredit von Fr. 140 000.– für die Projektierung eines Neubaus des Werkhofes an der Stüdlerstrasse 2. Zustimmung zum Kauf einer Parzellenfläche von rund 1600 m² beim Grundstück Kat.-Nr. 1572 der Ramseier Immobilien AG mit einem Kaufpreis von Fr. 425.–/m² Anschliessend: Informationen der Gemeinde zur Zentrumsgestaltung Ottenbach (Informationsveranstaltung; ohne Anträge und Beschlussfassung) Die Anträge und Akten liegen ab Donnerstag, 21. September 2017, in der Gemeindekanzlei zur Einsicht auf. Die Weisung ist ab diesem Zeitpunkt auf der Website der Gemeinde Ottenbach (www.ottenbach.ch) aufgeschaltet oder kann bei der Gemeindeverwaltung (am Schalter, per Telefon 044 763 40 52 oder per E-Mail: info@ottenbach.ch) bezogen werden. Anfragen im Sinne von § 51 Abs. 2 des Gemeindegesetzes sind spätestens zehn Arbeitstage vor der Gemeindeversammlung der Behörde schriftlich einzureichen.

Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon

Stallikon

Hausen am Albis

Einladung zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung

geboren am 12. August 1922, von Stallikon ZH, wohnhaft gewesen Obere Aegerten 5, 8143 Stallikon.

Am 30. August 2017 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Stocker, Leo Josef geb. 21. Februar 1931, von Abtwil AG, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familien- und Freundeskreis. Bestattungsamt Hausen am Albis

Obfelden Am 31. August 2017 ist in Zürich ZH gestorben:

Rinderknecht-Hürlimann, Adalbert Erich geb. 17. November 1927, von Hedingen ZH, wohnhaft gewesen in Obfelden, Mettmenstetterstrasse 4; Ehemann der Rinderknecht-Hürlimann, Margaritha Mathilde. Urnenbeisetzung am Montag, 11. September 2017, 14.00 Uhr, in Obfelden, anschliessend Abdankung in der katholischen Kirche. Die Friedhofvorsteherin

Am Montag, 28. August 2017, ist in Horgen ZH gestorben:

Schiess, Jörg geboren am 1. Mai 1925, von Herisau AR, wohnhaft gewesen Untere Aegerten 11, 8143 Stallikon. Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt: Freitag, 15. September 2017, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Stallikon. Anschliessend um 14.30 Uhr findet der Trauergottesdienst in der Kirche Stallikon statt. Bestattungsamt Stallikon

Schiessvereine

FeldschützenGesellschaft Zwillikon Freiwillige Übung mit SV Affoltern Training Knabenschiessen Vorschiessen Endschiessen Donnerstag, 7. September von 18.00 bis 20.00 Uhr Der Vorstand

Traurig sind wir, dass wir dich verloren haben. Dankbar sind wir, dass wir mit dir leben durften. Getröstet sind wir, dass wir dich in unserem Herzen tragen.

TO D E S A N Z E I G E In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem Erich, unserem Papi, Grosspapi, Schwiegervater und meinem Bruder

Ottenbach, 5. September 2017

Erich Rinderknecht-Hürlimann

Der Gemeinderat

17. November 1927 – 31. August 2017

Nach kurzem Spitalaufenthalt, mit der unerfüllten Hoffnung, noch einmal in sein Heim und zu seiner geliebten Familie zurückzukehren, rief ihn der Herr zu sich. Wir vermissen dich.

KnabenschiessenMontag Die Büros der Gemeindeverwaltung und die Sammelstelle Pünten bleiben am Knabenschiessen-Montag, 11. September 2017 den ganzen Tag geschlossen. Notfalldienste: – Bestattungsamt: – Wasserversorgung:

044 710 99 70 044 701 80 76

Stallikon, 5. September 2017 Gemeindeverwaltung

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In liebevoller Erinnerung: Margrit Rinderknecht-Hürlimann Margrit und Hansruedi Burkart-Rinderknecht Sabrina Burkart Cornelia und Herbert Etter-Rinderknecht Thomas Etter Stephan Etter Markus Rinderknecht und Alessandra Soriano Anna Germann-Rinderknecht Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Montag, 11. September 2017, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Obfelden statt, anschliessend folgt der Abschiedsgottesdienst in der katholischen Kirche. Spenden zugunsten: Verein Kloster Baldegg, Luzerner Kantonalbank, 6002 Luzern, IBAN CH52 0077 8010 4010 0251 0, Vermerk: «Erich Rinderknecht-Hürlimann». Traueradresse: Margrit Rinderknecht-Hürlimann, Mettmenstetterstrasse 4, 8912 Obfelden

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.

Stallikon, 5. September 2017

Johann W. von Goethe

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Bruder, Grossvater, Schwiegervater, Schwager, Onkel, Götti und Freund

Jörg Schiess-Pfister 1. Mai 1925 – 28. August 2017

Er ist am Montag nach kurzer, schwerer Krankheit sanft eingeschlafen. Du bist von uns gegangen, aber bleibst in unseren Herzen. Wir sind sehr traurig, dass du nicht mehr bei uns bist, aber auch tief dankbar für die schöne Zeit, die wir mit dir erleben durften. Wir werden dich sehr vermissen Peter und Elisabeth Schiess mit Laura Christoph und Gabriella Schiess mit Cedric Daniel Schiess Bernhard und Elisabeth Schiess-Waibel mit Lukas und Nicolas Hans Heini und Elsbeth Schiess-Bänninger und Familie Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 15. September 2017, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Stallikon im engsten Familienkreis statt. Anschliessend um 14.30 Uhr Trauergottesdienst in der Kirche Stallikon. Anstelle von Blumen gedenke man der Stiftung Solvita, 8902 Urdorf, Postkonto: 80-507-0, Vermerk: Spende Götschihof. Traueradresse: Christoph und Gabriella Schiess, Flammbach 8b, 5632 Buttwil


Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. September 2017

Neuartiges Dorffest mit unzähligen Überraschungen Der Regen wandelte die «Platzete» in Ottenbach teilweise zur «Stubete» Eine Gruppe von Kulturschaffenden organisierte unter der Trägerschaft von der Gemeinde und dem Kulturverein Ottenbach anstelle der etwas in die Jahre gekommenen Chilbi, ein völlig neuartiges Dorffest. Mit hochkarätigen kulturellen und kulinarischen Angeboten und einer offenen Bühne überraschten sie die zahlreichen Gäste. ................................................... von martin mullis Ein charmantes Dorffest kündigte das «Platzete»-Organisationskomitee (POK) an, und dessen Chefin Andrea Stucky, wirbelte bereits am frühen Freitagabend über den Platz des Schulhauses Chappelistein. Die dunklen Wolken und der strömende Regen schienen die fröhliche und personifizierte Optimistin nicht zu stören, so fand die angekündigte pompöse Eröffnung der «Platzete» zwar pünktlich, jedoch im Gemeindesaal und nicht draussen auf dem Platz statt. Damit wurde mindestens für diesen Abend die «Platzete» zur «Stubete». Die Begriffsänderungen taten dem prunkvollen Start des Festes absolut keinen Abbruch. Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger stand zwar bei ihrem Willkommensgruss in einem mystischen künstlichen Nebel, was wiederum ausgezeichnet zu ihren witzigen und einfallsreichen Erklärungen über das Riesen-Ei als Markenzeichen der «Platzete» und dessen Entstehung passte. So richtig lustig, geistreich und komödiantisch dann der Auftritt der jungen Künstlerin Anet Corti, die mit ihrem Programm «win-win» die Besucher im

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 186 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Typisch «Platzete»: Stimmungsvoller Festbetrieb auf dem Schulhausplatz. (Bild Martin Mullis) Gemeindesaal während fast zwei Stunden begeisterte. Ein mitten auf dem Schulhausareal aufgestelltes riesiges Ei, eine Holzkonstruktion umwickelt mit rotweissen Bändeln, symbolisierte die fast unglaubliche Vielfältigkeit der «Platzete».

Die «Platzete» als Wundertüte Dieses Wunderei oder vielleicht auch Wundertüte platzte, sinnbildlich für alle Aktivitäten, Vorführungen, Workshops, Spiele und kulinarische Überraschungen des dreitägigen Festes. Die Zirkus-, Bühnen- und Barwagen wurden regelrecht umlagert und bestürmt und an den Verpflegungsständen herrschte vorübergehend schiere Nachschubhektik. Wer am Samstagnachmittag das Fest besuchte und

über Dorffeste in kleinen SäuliämtlerGemeinden auch nur einigermassen Bescheid weiss, musste sich zeitweise die Augen reiben. Wer hätte auch nur erahnt, dass ein Tanz Crash Kurs für Lindy Hop mit der Band «Break a Leg!» sich zu einer mehrere Stunden dauernden Tanzveranstaltung im doch eher nüchternen Gemeindesaal entwickelte? Dass das Wetter am Samstag mehr oder weniger Verständnis für die «Platzete» zeigte und am Sonntag mit Sonnenschein der Platz endlich wirklich die Rolle der Hauptarena übernahm, ermöglichte dann auch dem OK, die Ankündigung eines «charmanten Festes» vollumfänglich einzulösen. Als ein Publikumsmagnet und Highlight des Tages zeigte sich der Programmpunkt «Offene Bühne». Mehr als ein Dutzend Gruppen oder

Einzelpersonen im Alter zwischen sieben und ziemlich genau 88 Jahren präsentierten Tänze sowie Klänge verschiedenster Instrumente und allesamt ernteten sie tosenden Applaus. Hunderte von zufriedenen Besuchern aus der ganzen Region verliessen am Sonntagabend ein stimmungsvolles Fest mit bleibenden Eindrücken der anspruchsvollen Darbietungen. OK-Präsidentin Andrea Stucky freute sich am Schluss der «Platzete» sichtlich über den gelungenen Anlass und hofft, dass die diffusen Bedenken und Vorbehalte ausgeräumt werden konnten. Es bleibt die berechtigte Hoffnung, dass das neue Fest «Platzete» anstelle einer Dorfchilbi mindestens in zwei Jahren mit der vollen Beteiligung aller Dorfvereine wiederholt werden kann.

Kurse der Postautolinie 227 ins Verbundangebot aufgenommen Aus den Verhandlungen des Gemeinderats Stallikon Der Samstagskurs der Postautolinie 227 wird ab Dezember 2018 ins Verbundangebot übernommen. Der kantonale Verkehrsrat hat den geplanten Angebotsänderungen für die Fahrpläne 2018 und 2019 der Postautolinie 227 zugestimmt: Ab Dezember 2017 wird ein neuer Frühkurs von Montag bis Freitag um 5.40 Uhr ab Stallikon, Aumüli nach Birmensdorf, Bahnhof mit Ankunft um 5.56 Uhr übernommen. Ab Dezember 2018 die Samstagskurse zwischen 07.35 Uhr und 21.24 Uhr. Der Gemeinderat wird in den nächsten Wochen zusätzlich die Übernahme der sogenannten §-20-Leistungen (u. a. Abendkurse und Frühkurs Samstag) sowie die Kursführung tagsüber Montag bis Freitag via Aumüli ins Verbundangebot ab Dezember 2018 bei den zuständigen Stellen beantragen.

Neugestaltung Webseite www.stallikon.ch für 2018 geplant Die heutige Webseite der Gemeinde wurde letztmals im Jahr 2008 überarbeitet und einer Neugestaltung unterzogen. Nach nun bald zehn Jahren hat die Webseite ihre Nutzungsdauer weit überschritten und entspricht in vielen Punkten nicht mehr dem heutigen Standard für eine Gemeindewebseite, beziehungsweise den heutigen Erwartungen an eine Webseite einer öffentlichen Verwaltung. Dies hat unter

anderem auch eine Umfrage bei der Bevölkerung ergeben, welche Ende 2016 im Rahmen der Bachelorarbeit von Sabrina Kindschi an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich durchgeführt wurde. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde nach einer neuen Lösung umgesehen. Zu diesem Zweck wurden zwei Unternehmen, welche zurzeit als führende Anbieter für Webseiten von Gemeinden und Städten gelten und in diesem Bereich bereits über langjährige Erfahrung verfügen, zur Präsentation ihrer Produkte eingeladen. Beide können schweizweit eine ansehnliche Referenzliste vorweisen. Unter den Referenzen beider Unternehmen finden sich auch zahlreiche Zürcher Gemeinden. Die beiden vorgestellten Produkte weisen sowohl inhaltlich, als auch technisch und im Handling grosse Ähnlichkeiten auf und vermögen die Anforderungen der Gemeinde an eine neue Software zu erfüllen. Dabei fiel ins Gewicht, dass neben Preis, Inhalt, Funktionalität, Onlineschalter und Bedienerfreundlichkeit vor allem der Support der backslash AG, die die heutige Gemeindewebseite betreut, optimal ist und die neue Softwarelösung vielfältige Möglichkeiten für die Endbenutzer bietet. Nach Rücksprache mit der Primarschulpflege hat sich der Gemeinderat deshalb für das Produkt der backslash

AG, Frauenfeld, entschieden und einen Kredit von 38 120 Franken zulasten der Investitionsberechnung 2018 bewilligt. Die neue Webseite soll auf Beginn der neuen Amtsperiode im Sommer 2018 aufgeschaltet werden, wobei bei Bedarf gewisse Module auch später noch hinzugefügt werden können. Aus Kostengründen wird die Implementierung des Inhaltes in die neue Webseite (Datenübertragung alte/neue Webseite) teilweise verwaltungsintern begleitet.

Anmeldung Häckselaktion Am 30. und 31. Oktober findet die spätherbstliche Häckselaktion statt. Der Flyer für die Anmeldung wird in der Herbstausgabe des Gemeindemagazins «blickpunktstallikon» integriert. Anmeldungen können auch per E-Mail an kanzlei@stallikon.ch eingereicht werden (Betreffzeile: «Häckselaktion»). Die Daten der Häckselaktionen sind im Abfallkalender aufgeführt.

Gemeindemagazin «blickpunktstallikon» Die neue Ausgabe des Gemeindemagazins «blickpunktstallikon» erscheint am Donnerstag, 5. Oktober. Redaktionsschluss ist am Mittwoch, 13. September. Roberto Brunelli, Gemeindeschreiber

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Mehrheit besteht Gymiprüfung ohne private Nachhilfe Über 150 Jugendliche aus dem Knonauer Amt sind diesen Sommer ins Gymi gestartet. An der Gymiprüfung hatten die Ämtler im kantonalen Vergleich mit 54 % gar die höchste Erfolgsquote. Die Mehrheit schaffte es ohne kostenpflichtige Prüfungsvorbereitung. 117 Sechstklässler, 75 Zweit-Sek.- sowie 50 Dritt-Sek.-Schüler aus dem Knonauer Amt haben sich im Frühling der Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium gestellt. Von den insgesamt 302 geprüften haben 163 bestanden. Die Erfolgsquote von 54 % ist Spitzenwert im kantonalen Vergleich. Mehr als die Hälfte der Prüflinge schafften es sonst nur in Meilen und Andelfingen. Damit enden allerdings die Parallelen dieser drei Bezirke: Was die Aufnahmequote betrifft (also der Anteil Schüler, welche die Prüfung bestanden haben, gemessen an der Gesamtschülerzahl der gleichen Klassenstufe) liegt die Goldküstengemeinde Meilen mit 13,3 % weit voraus, Affoltern folgt mit 9,7 % im oberen Mittelfeld, während Andelfingen mit 5,5 % das Schlusslicht trägt.

Schulen und Familie wichtig Der «Anzeiger» wollte genauer wissen, wie sich die Schüler auf die Gymiprüfung vorbereitet haben. Einen über die Primar- und Sekundarschulen gestreuten Umfragebogen retournierten 92 der 163 Ämtler, welche die Gymiprüfung bestanden haben. Das Resultat: 64 % mussten keine kostenpflichtige Unterstützung wie Nachhilfelehrer oder Lernstudio in Anspruch nehmen, um die Gymiprüfung zu bestehen. 41 % durften allerdings neben der Schule auch auf Förderung aus der Familie zählen. Die wichtigste Rolle spielen nach den Antworten der Prüflinge die Schulen selber. Seien es Inhalte, die im Unterricht vermittelt werden, individuelle Förderung oder massgeschneiderte Vorbereitungskurse, wie sie etwa die Primarschule Affoltern anbietet. Hier werden Sechstklässler, die ins Gymnasium übertreten wollen – und auch das Zeug dazu haben – zwischen den Herbst- und Sportferien an einem freien Halbtag gezielt auf die Aufnahmeprüfung und die Anforderungen des Gymnasium-Alltags vorbereitet. (tst.)

wir gratulieren Zum 99. Geburtstag Heute Dienstag, 5. September feiert Emma Frei-Häberling ihren 99. Geburtstag in Affoltern. Herzliche Gratulation zum hohen Geburtstag, schönes Fest und gute Gesundheit!

Zum 80. Geburtstag Am Donnertag, 7. September, feiert Ernst Rolf Zweiacker in Affoltern den 80. Geburtstag. Herzliche Gratulation zum Ehrentag. Wir wünschen eine schöne Feier und alles Gute.

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. September 2017

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arbeitswelt und laufbahn

Von Regula Zellweger

Neue Schulgemeindeordnung erhitzt die Gemüter

www.rz-laufbahn.ch.

«Lifelong Guidance» «Wir haben Jahre dafür gekämpft, wählen zu können. Und Ihr geht nicht hin.» Dieser Satz war an die Mauer bei der Polybahn gesprayt. Er war politisch gemeint, kann aber auch auf die Laufbahngestaltung angewendet werden. Die Arbeitswelt befindet sich infolge Globalisierung und Digitalisierung in stetem Wandel. Arbeitsplatzsicherheit gibt es nicht mehr. Erwerbstätige müssen Eigenverantwortung für ihre berufliche Positionierung übernehmen. Das heisst, sich entscheiden, wie sie sich positionieren und weiterbilden wollen, um berufliche Zufriedenheit zu erlangen und zu erhalten – immer wieder neu. Wählen können, ist ein Grundbedürfnis. Wer nicht wählen kann, ist fremdbestimmt und steht unter Zwang. Wählen können, entscheiden dürfen, ist ein Stück Lebensqualität, ein Faktor für Lebenszufriedenheit. Wann haben Sie die Wahl getroffen, die dazu geführt hat, dass Sie beruflich genau da stehen, wo sie jetzt sind? Bewusste Entscheidung oder «Zufall»? Schwimmen Sie mit kräftigen, gezielten Zügen durchs Leben oder lassen Sie sich willenlos spülen? Mit anderen Worten: «Wer sitzt am Steuer Ihres Bus? Fahren Sie – oder werden Sie gefahren?» .........................................................

«Wer ständig glücklich sein will, muss sich oft verändern» (Konfuzius) ......................................................... Menschen entwickeln sich. Entwickeln kann man sich nur, indem man im Denken, Fühlen und/oder Handeln etwas verändert. Persönliche Werte verändern sich beispielsweise mit zunehmendem Alter. Werte machen, dass wir machen, was wir machen. Wenn sich Werte verändern, muss sich logischerweise auch im Leben etwas verändern. Denn wer gegen seine persönlichen Werte leben muss, wird krank. «Wer ständig glücklich sein will, muss sich oft verändern», wusste schon Konfuzius. Das gilt ganz besonders für die Arbeitszufriedenheit. Viele fühlen sich von diesem andauernden Prozess überfordert. Deshalb steht heute der Begriff «Lifelong Guidance» in Fachkreisen der Berufs- und Laufbahnberatung zur Diskussion. Es macht Sinn, im beruflichen Ameisenrennen regelmässig einen Boxenstopp einzulegen, um eine Standortbestimmung und Laufbahnplanung vorzunehmen und um neu zu entscheiden, wie man sich beruflich positionieren will und welche Weiterbildung man dafür anpacken möchte. Gelingt dieser Prozess reibungslos und wird ein lohnenswertes, erreichbares Ziel definiert, bricht man voller Zuversicht zu neuen Ufern auf. Ist man damit überfordert, diesen Prozess in eigener Regie zu gestalten, dann ist eine Beratung bei einem diplomierten Laufbahnberater/Psychologen hilfreich. Immer mal wieder: Lifelong Guidance. Denn es wäre traurig, sich im Pensionsalter auf die eigene Berufstätigkeit zurückzubesinnen und bedauernd zu sagen: «Hätte ich doch rechtzeitig …»

Nur noch die RPK Ottenbach als Kontrollorgan der Sek Obfelden-Ottenbach? Inhaltlich ist die neue Schulgemeindordnung der Sekundarschule Obfelden-Ottenbach unbestritten. Dass aber neu nur noch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) aus Ottenbach Kontrollorgan sein soll, erhitzt vor der Abstimmung vom 24. September die Gemüter. ................................................... von werner schneiter Mit der neuen Gemeindeordnung werden Vorgaben des kantonalen Gemeindegesetzes umgesetzt. Damit verbunden sind unter anderem mehr Kompetenzen für die Stimmberechtigen an der Urne. Und zudem soll damit die Organisationskompetenz der Sekundarschulpflege gestärkt und Vereinfachungen im Bereich der Finanzbefugnisse Tatsache werden. «Die Ausgabenbefugnisse der Schulpflege sowie der Gemeindeversammlung werden auf ein zeitgemässes und mit anderen Schulgemeinden vergleichbares Niveau angepasst», heisst es im Weisungstext zuhanden der Urnenabstimmung vom 24. September 2017.

Keine persönlichen, sondern sachliche Gründe Alles kein Problem. Heftig Diskussionsstoff liefert aber die neue Zuständigkeitsregelung der Rechnungsprüfungskommission (RPK). Alternierend im Vierjahresrhythmus haben jeweils die RPKs aus Obfelden und Ottenbach die Geschäfte und Rechnungen der Kreisschulgemeinde geprüft. In der neuen Gemeindeordnung soll diese Zuständigkeit allein der RPK Ottenbach übertragen werden. Eine Retourkutsche an die Obfelder, die der Schule immer wieder «an den Karren gefahren» sind, wie zum Beispiel an der Gemeindeversammlung vom Dezember 2016, als Verwerfungen zwischen RPK Obfelden und Schule wegen eines Baurechtsvertrags offensichtlich wurden? Schulpräsidentin Susanne van Hoof weist das weit von sich. Dass nun allein die RPK Ottenbach zuständig sein soll, hat für sie gar keine persönlichen, sondern rein sachliche Grün-

Auf diesem Areal erweitert die Sek. Obfelden-Ottenbach die Schulanlage. Dazu haben die Stimmberechtigten am 27. November 2016 einen Kredit von über 12 Mio. Franken bewilligt und zusätzlich dem sogenannten «Ökopaket» zugestimmt. Die RPK Obfelden hatte das «Ökopaket» aus finanzpolitischen Überlegungen zur Ablehnung empfohlen. (Bild Werner Schneiter) de: Die Kreisschulgemeinde besitze kein eigenes Land und werde künftig vermehrt Nutzungsvereinbarungen sowie Verträge mit Kostenfolge mit den Obfelder Behörden treffen müssen. «Da ist es nur gut, wenn das in Ottenbach geprüft wird», fügt sie bei. Sie begründet die alleinige Zuständigkeit Ottenbachs auch mit dem Umstand, dass damit bei Spezialgeschäften Doppelbeurteilungen verhindert werden können. Wichtig sei, dass die Stimmberechtigten aus beiden Gemeinden mit der Gewissheit ausgerüstet seien, dass ihre Interessen und jene der Kreisschulgemeinde gewahrt würden. Auch sei von Belang, dass Vertreter beider Dörfer gleichberechtigt in alle Prozesse eingebunden seien – sei dies über die Arbeit der RPK Ottenbach oder durch den Obfelder Einsitz in die Finanzplanung sowie Revisionsbesprechnungen der Finanzverwaltung. Zudem werde die RPK Obfelden mit der Möglichkeit ausgestattet, die Vereinbarungen aus Sicht von Obfelden zu prüfen, fügt Susanne van Hoof bei. Die RPK sei der Sekundarschule «nie an den Karren gefahren». Sie bedauert es, dass man mangels Argumenten nun versuche, der Schulpflege solch niedrige Beweggründe zu unterschieben. «Die Problematik der Prüfung von Geschäften, die im Zusammenhang mit den mit der Gemeinde Obfelden notwendigen Verträgen auftritt, bleibt bei jeder personellen Zusammensetzung der RPK Obfelden bestehen. Würden sich in unserer Schulpflege bei der Verhandlung eines Ge-

schäfts Mitglieder in einer Verknüpfung wie bei der RPK Obfelden befinden, so würde das zu einem Ausstand der auf beiden Seiten involvierten Personen führen. Die RPK Obfelden amtet gleichzeitig als RPK der Kreisschulgemeinde und der Politischen Gemeinde», argumentiert Susanne van Hoof. Die Sekundarschule sei als landlose Gemeinde im Kanton Zürich ein Unikat. Es sei der Auftrag der Schulpflege, diesem Umstand in der Form Rechnung zu tragen, dass grösstmögliche Transparenz und Klarheit gewährleistet sei, fügt sie bei.

«Demokratiepolitisch ein Unding» «Es gibt keinen sachlichen Grund für eine solche Änderung», sagt der Obfelder RPK-Präsident Jean-Pierre Büchler, der am Ende dieser Amtsdauer nach acht Jahren zurücktritt. Die Obfelder RPK, die ja auch die Geschäfte der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde prüfe, kenne die Zusammenhänge in Obfelden besser, habe vertiefte Kenntnisse. Persönlich tritt er für eine RPK ein, die sich aus zwei Dritteln aus Obfelder und zu einem Drittel aus Ottenbacher Mitgliedern zusammensetzt – was die Zahl der Schüler und auch die Höhe der Steuereinnahmen widerspiegle. Aber auch die Beibehaltung einer alternierenden Prüfung von Geschäften im Vierjahresrhythmus – wie bisher – bilde eine Möglichkeit, genauso wie eine alleinige Zuständigkeit der RPK Obfel-

Dorfplatz Oberrifferswil wird gesperrt Verkehrseinschränkungen vom 8. bis 20. September Die Bauarbeiten im Dorfzentrum Rifferswil sind seit Herbst 2016 in vollem Gange. Die Jonenbachbrücke wurde ersetzt, die Strasse und das Trottoir erneuert. Zum Abschluss der Bauarbeiten steht nun der restliche Einbau diverser Strassenbeläge auf dem Programm. Am Montag, 18. September, und am Dienstagvormittag, Für diese Arbeiten 19. September, ist die gesamte Dorfplatz-Strasse komplett muss der Dorfplatz gesperrt. (Übersichtsplan Tiefbauamt) aus Gründen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und terstrasse. Von Montag, 11. September, Bauarbeiter sowie hinsichtlich Qualität bis Mittwoch, 13. September, ist die Jound Effizienz für den Verkehr gesperrt nenbachstrasse, ein Teil des Dorfplatwerden. zes und die Ankengasse gesperrt. Der Am Freitag 8. September, wird ein Bus der Linie 223 wird über die MettTeil des Dorfplatzes und die Anken- menstetterstrasse umgeleitet und die gasse gesperrt. Die Zufahrt zum Volg Haltestellen Unterrifferswil und Hausund zum Restaurant «Schwiizer matte können in dieser Zeit nicht Pöschtli» erfolgt über die Mettmenstet- bedient werden.

Komplettsperrung am 18. und 19. September Am Montag, 18. September, und am Dienstagvormittag, 19. September, ist die gesamte Dorfplatz-Strasse komplett gesperrt. Während der Sperrung stehen die Parkplätze des Volgs und Restaurants «Schwiizer Pöschtli» nicht zur Verfügung. Die Öffnungszeiten des Gewerbes bleiben unverändert. Der Zugang zur Tankstelle ist während dieser Zeit nicht möglich. Die Post wird zur gewohnten Zeit zugestellt. Im Weiteren wird auf der Mettmenstetter-/Hauserstrasse von Donnerstag 7. September, bis Mittwoch, 20. September, der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage einspurig durch den Baubereich geführt. Belagsarbeiten erfordern trockene Witterung. Falls sie aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht durchgeführt werden können, verschieben sich die Termine um eine Woche. (pd.)

den, was unter den von der Schule in Erwägung gezogenen Varianten nicht einmal geprüft worden sei. Bemerkenswert ist, dass sich auch die Ottenbacher RPK einstimmig dagegen wehrt, künftig als alleiniges Kontrollorgan zu wirken «Das ist demokratiepolitisch nicht zu verantworten», sagt Präsident Pierre Zinggeler. So etwas habe man in Ottenbach nie gesucht, die Idee sei aus dem Nachbardorf gekommen. Zinggeler plädierte für die bisherige Praxis: Vier Jahre Obfelden, vier Jahre Ottenbach. «Dieser Artikel 30 ist schlecht, alles andere in der neuen Gemeindeordnung ist gut», fügt er bei. Für EVP-Doyen Franz Leutert läuft das auf eine Entmachtung Obfeldens hinaus. «Es darf nicht sein, dass die grössere Gemeinde in finanzpolitischen Belangen ausgeschaltet wird und offenbar persönliche Motive dahinterstecken», sagt er und spricht ebenfalls von einem demokratiepolitischen Unding. Die Interparteiliche Konferenz von Obfelden stemmt sich gegen das Ansinnen und macht das auf einem Flugblatt deutlich. FDP, SVP, SP und EVP sagen geschlossen Nein zur neuen Gemeindeordnung – die CVP schert aus, wohl auch, weil sie ihr Mitglied Susanne van Hoof nicht brüskieren will. Interims-Präsident Anton Amrein argumentiert mit den vielen Verträgen, welche die Sek mit Obfelden abschliessen muss. «Ist nur die eine RPK zuständig, ist es einfacher. Und die RPK Obfelden kann Geld sparen, wenn Ottenbach zuständig ist», glaubt er.

Motorradkontrolle im Aeugstertal Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagnachmittag, 3. September, im Aeugstertal eine verkehrspolizeiliche Grosskontrolle durchgeführt. Während gut fünf Stunden wurden insgesamt 69 Motorräder und deren Lenker überprüft, wovon rund drei Viertel Lernfahrer waren. Dabei wurden an sechs Fahrzeugen technische Mängel, wie abgefahrene Reifen etc., festgestellt. Sieben Motorradlenkende wurden wegen verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz verzeigt; drei Motorräder mussten auf der Stelle stillgelegt werden. Bei weiteren zehn Zweirädern wurden kleinere Mängel wie fehlende Lernschilder bemerkt; den Lenkern wurde ein Beanstandungsrapport ausgestellt. Drei der kontrollierten Lenker wurden mit Ordnungsbussen belegt. Insgesamt kann den Fahrzeuglenkern bzw. Haltern in Bezug auf die Betriebssicherheit der Fahrzeuge sowie das Fahrverhalten der Lenker ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. (kapo)


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Dienstag, 5. September 2017

Qual der Wahl beim Berufe-Schnuppern Hunderte Schülerinnen und Schüler an der 7. Ämtler Berufsmesse in der in der Bonstetter Schachenhalle Broschüren lesen, ist eine Möglichkeit Berufe näher kennenzulernen. Viel besser und aufregender ist es, Berufe zu erleben oder gar auszuprobieren. Dies war an der 7. Ämtler Berufsmesse vom vergangenen Freitag und Samstag in der Bonstetter Schachenhalle möglich. ................................................... von andrea bolliger Organisiert wurde die beliebte Berufsmesse, die alle zwei Jahre stattfindet, vom Lehrstellenforum Bezirk Affoltern in Zusammenarbeit mit dem biz Urdorf. Dessen Präsident Xavier Nietlisbach, Leiter Berufsbildung bei Ernst Schweizer AG, Metallbau in Hedingen eröffnete die Messe mit einer kurzen Ansprache an welcher er den Organisierenden und den Lehrbetrieben dankte. Die Jugendlichen bat er, nicht nur die Geschenke der Lehrbetriebe entgegenzunehmen, sondern die Gelegenheit zur Information zu nutzen. Der Freitagnachmittag war für den Besuch von Schulklassen der zweiten Oberstufe aus dem Bezirk reserviert. Diese kamen gestaffelt und durften eine Lektion lang bleiben. So kam es zu keinen Engässen an den einzelnen Ständen. Es war jeder Lehrperson selber überlassen, wie sie die Schüler auf den Besuch der Messe vorbereitete. Manche hatten einen Fragebogen mit dabei, welchen sie ausfüllen mussten, andere müssen das Erlebte nach dem Besuch zusammenfassen. Der Samstag stand allen Schülerinnen und Schülern und deren Eltern offen. Noch etwas verhalten begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf einen ersten Rundgang. Doch bald schon wurden sie von den Lernenden an ihre Stände gelockt. Dort konnten sie Fragen stellen, selber Hand anlegen und den Beruf ausprobieren. Die Lernenden haben sich, unterstützt von ihren Vorgesetzten, vorbereitet und brannten darauf über ihre Berufe zu informieren und sie zu zeigen. Natürlich kann an einem solchen Tag nicht das ganze Spektrum an Berufen gezeigt werden, so wurde etwa der Coiffeurberuf vermisst. Dafür gab es Gelegenheit sich mit kaufmännischen Lernenden auszutauschen, sich über Bau, Industrie- Gesundheits-, Informatik solides Handwerk zu informieren. So hatten auch Mädchen, die sich bis anhin keinen handwerklichen Beruf für sich vorstellen konnten, plötzlich einen Hammer in der Hand und Jungen liessen sich bei der Senevita den Blutdruck messen.

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Xavier Nietlisbach, Präsident des Lehrstellenforums Bezirk Affoltern eröffnete die Berufsmesse am Freitagnachmittag. (Bilder Andrea Bolliger)

Wie setzt man einen Fahrstuhl richtig ein? Diese Aufgabe lockte die Jugendlichen an den Stand der AS Aufzüge AG.

Florian Eberhard und Simon Benz informieren sich bei Isabelle Hofstetter über den Beruf des Zeichners/Zeichnerin EFZ Fachrichtung Architektur.

Die Firma Kolb produziert in Hedingen nichtionische Tenside. Sie bietet die Lehre als Laborant/Laborantin an. An der Berufsmesse konnten unter fachkundiger Anleitung und mit der notwendigen Schutzbrille an Laborgeräten geübt werden.

Elza Shkodra gibt Alina Nacu das Essen ein. Die beiden Affoltemer Schülerinnen können sich vorstellen einen Pflegeberuf zu lernen.


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Dienstag, 5. September 2017

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Ein Fall, bei dem es keine einfachen Antworten und keine Gewinner gibt In Knonau brannte das älteste Haus nieder: eine Tragödie, an der sich die Geister scheiden

Für den Liegenschaftenbesitzer in Knonau ist die Brandruine voller Schätze. Er brauchte fünf Minuten, um auf Anfrage des «Anzeigers» etwas unwiederbringlich Kaputtes zu finden. (Bild Salomon Schneider)

Nach dem Brand an der Knonauer Schmidgasse im Juli stellt sich die Frage, ob individueller Besitz höher zu gewichten ist, als die Interessen der Öffentlichkeit. Es ist die Frage, ob der Liegenschaftenbesitzer auf dem Areal mit dem bis auf die Grundmauern abgebrannten Haus weitersammeln darf oder ob das Areal geräumt werden soll. ................................................... von salomon schneider Artikel 641 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches setzt sich mit Eigentum im Allgemeinen auseinander: «Wer Eigentümer einer Sache ist, kann in den Schranken der Rechtsordnung über sie nach seinem Belieben verfügen. Er hat das Recht, sie von jedem, der sie ihm vorenthält, herauszuverlangen und jede ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren.» Andererseits besagt Artikel 14 des Abfallgesetzes des Kantons Zürich: «Das Ablagern oder Stehenlassen von Abfällen im Freien ist auf öffentlichem und privatem Grund verboten. Dies gilt insbesondere für ausgediente Fahrzeuge, Möbel, Geräte und ihre Bestandteile sowie für Erzeugnisse aus Metall oder Kunststoff.»

Gute Gesetze können nicht eindeutig sein Gesetze können und dürfen sich widersprechen. Denn sie müssen so allgemeingültig wie möglich formuliert sein, um möglichst viele ähnliche Einzelfälle einschliessen zu können. Erst auf der Ebene von Verordnungen, die sich auf Gesetze stützen müssen, werden Details geregelt. Ein strittiger Einzelfall ist aber meistens komplexer als die Bestimmungen in Gesetzen und Verordnungen und erfordert wie im Fall des abgebrannten Hauses in Knonau besonnenes Abwägen.

Der Eigentümer des Grundstücks stützt sich dabei auf sein Recht auf Eigentum, während sich die Gemeinde Knonau auf das Abfallgesetz stützt. Der Konflikt über das überfüllte Grundstück dauert dabei bereits über zehn Jahre an.

Jahrelange, ergebnislose Verhandlungen Vor gut zehn Jahren begannen sich Beschwerden aus der Bevölkerung bezüglich des vernachlässigten und überfüllten Grundstücks im Knonauer Dorfzentrum zu mehren. Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer und später mit seiner Familie und Freunden hatten zwar immer Versprechungen für Verbesserungen zur Folge, doch nach jedem Räumungsversprechen wurde der Garten stärker vollgestellt. «Irgendwann hat der Gemeinderat entschieden, dass die Zeit zum Reden vorbei war – aus der eigenen Erfahrung heraus und auch auf Druck der Bevölkerung. Danach setzten wir die Räumung des Gartens durch, nicht jedoch

des Hauses. Bei jedem Entscheid der Gemeinde wurden die Rechtsmittel ausgeschöpft, bis vor Bundesgericht. Es dauerte eineinhalb Jahre bis zur Räumung», erklärt der Knonauer Gemeindepräsident Walter von Siebenthal und ergänzt: «Direkt nach der Räumung fing der Hausbesitzer jedoch an, erneut den Garten als Deponie zu nutzen. Und auch sein Haus war komplett vollgestopft.»

Aus Belästigung wird Gefährdung In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli dieses Jahres fingen das Haus und der vollgestopfte Garten Feuer – die Brandursache ist noch nicht geklärt. Der Liegenschaftenbesitzer und sein Hund konnten sich in Sicherheit bringen, das Haus brannte jedoch bis auf die Grundmauern nieder. Da Haus und Garten dermassen mit Dingen überfüllt waren, hatte die Feuerwehr trotz Grossaufgebot grösste Mühe, den Brand unter Kontrolle zu kriegen. Immer wieder drohten die Flammen auf die angrenzenden Liegenschaften

überzugreifen, weshalb diese Liegenschaften allesamt evakuiert werden mussten. Walter von Siebenthal: «Aus der Belästigung Dritter wurde Gefährdung Dritter. Wären die hervorragend ausgebildeten und ausgerüsteten Feuerwehren aus dem Bezirk nicht so schnell und unermüdlich zur Stelle gewesen, hätte es wohl einen grossen Quartierbrand gegeben.» Beim Brand wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Die Schadenssumme wird auf gut 1,4 Millionen Franken geschätzt.

Ein Konflikt mit verhärteten Fronten Mittlerweile sind jegliche Brandrückstände abgekühlt und auch die wochenlang gesperrte Schmidgasse ist wieder zugänglich. Grundsätzlich ist es Sache des Eigentümers, die Brandstelle zu räumen. «Ich werde alles aussortieren und die Grundmauern stehen lassen und darin ein modernes Gebäude errichten», erklärt der Liegenschaftenbesitzer optimistisch. Anwohner und Gemeinde haben jedoch das Gefühl, dass eher eine Umlage-

Wie aus Sammlern Messies wurden Als in den 1950er-Jahren das Wirtschaftswunder für Wachstum in Europa sorgte und sich gleichzeitig Plastik als Werkstoff durchsetzte, entstand etwas noch nie da gewesenes: Abfall. Bis dahin wurden kaputte Dinge geflickt und fast alles wurde zur Wiederverwertung aufbewahrt. Das Leben war weniger abwechslungsreich, Karriere- und Wohnortswechsel waren selten. Wenn man etwas einmal brauchte, benötigte man es wahrscheinlich wieder. Weggegeben wurde fast nichts. Höchstens der Lumpensammler erhielt auf der Durchreise einige Stofffetzen, eine alte Bürste oder etwas Altmetall.

Vom Sammler zum Horter Mit dem Wirtschaftswunder wurden die Menschen grosszügiger, gaben mehr weg und Dinge aus Plastik wurden so billig, dass sich flicken nicht mehr lohnte. Passionierte Sammler nahmen diese Dinge gerne an und da der Grossteil der Gesellschaft Dinge nicht gerne wegwarf, überschütteten sie die passionierten Sammler mit kostenlosen Dingen, bis diese zu Hortern wurden. Mit der Veränderung des Wirtschaftssystems immer stärker in Richtung Dienstleistungen wurde die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung Teil der Wegwerfgesellschaft, während

eine Minderheit Wert und Nutzen möglicherweise nützlicher Dinge völlig anders, höher, bewertete. In den 1980er-Jahren entwickelte sich für diese chronischen Horter ein Begriff: Messie. Heute werden mit Messie verschiedene Krankheitsbilder von Hortern bezeichnet. Sie haben gemeinsam, dass sich diese Menschen von nichts trennen können, was in irgendeiner Form noch einmal nützlich sein könnte. Während die Lebenszyklen moderner Dinge immer kürzer werden, werden Messies immer mehr kostenlose Dinge angeboten, zu denen sie nicht Nein sagen können, auch wenn sie wollten. (sals)

rung der Deponie stattfindet und nicht ein Aufräumen. «Da die Baustelle nicht aufgeräumt wird, sind wir jetzt dran, eine Ersatzvornahme anzuordnen. Wir werden es nicht dulden, dass der Brandplatz und das Gelände über Jahre in diesem Zustand bleiben. Wir wollen, dass im Dorfkern endlich wieder Ruhe einkehren kann – für alle Knonauer», sagt Walter von Siebenthal bestimmt. Doch auch der Grundstücksbesitzer gibt sich kämpferisch: «Das ist kein Abfallhaufen. Abfall ist nur, was nicht reparierbar zerstört ist. Ich werde mich wehren, wenn jemand versucht in meinen Garten zu kommen und mir etwas wegzunehmen.»

Kann nicht-willkommene Hilfe trotzdem Hilfe sein? Da das Bundesgericht bereits einmal der Räumung des als Deponie eingestuften Grundstücks zugestimmt hat, besteht wenig Zweifel daran, dass es auch ein zweites Mal einer Räumung zustimmen wird – gerade, da ein Grossteil der Dinge vom Feuer angesengt und vom Regen durchnässt sind. Entscheidend und von grosser Reichweite für den Betroffenen ist die Frage, ob ein passionierter Sammler, ein chronischer Horter, ein Messie überhaupt fähig sein kann, einen überfüllten Brandplatz in Eigenregie zu räumen. Auch bei dieser Frage gilt es wieder abzuwägen. Soll das Recht auf Eigentum oder der Schutz einer Person vor sich selber höher gewichtet werden? Auf diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten. Behörden, Erwachsenenschutzexperten und Gerichte müssen jeden einzelnen Fall prüfen. Immer, wenn der Staat gegen deren ausdrücklichen Willen zum Schutz einer Person eingreift, gibt es nur Verlierer. Die Freiheit einer Person wird eingeschränkt, es entstehen hohe Kosten und viel Unwillen. Abzuwägen gilt es, ob ohne staatlichen Eingriff mehr verloren geht, als mit.


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Dienstag, 5. September 2017

Steigendes Interesse für Elektrofahrzeuge Zufriedene Aussteller und Organisatoren des Elektromobilitätstags sich Tesla, der kleine Mitsubishi i-MieV und, dazwischen positioniert, der BMW i3 am Markt durchgesetzt. Blick hat sich bei einem kürzlich durchgeführten Praxistest positiv überrascht geäussert vom VW E-Golf und vom Hyundai Ioniq, die beide in Affoltern für Testfahrten zur Verfügung standen. Neben den reinen Elektrofahrzeugen standen verschiedene Hybrid-Autos zur Verfügung, die sich bezüglich Reichweite, Leistung und Energieeffizienz deutlich voneinander unterscheiden. In diesem Segment zeigte die Peter Winter GmbH als BMW-Vertragswerkstatt den luxuriösen i8. Die VW-Partner S. Trachsel AG und sportgarage schweizer ag stellten den Golf GTE für Testfahrten zur Verfügung. Karl Graf Automobile AG wartete mit einer Weltneuheit auf, dem Hyundai ix35 Fuel Cell, der mit Wasserstoff angetrieben wird.

Die Testmöglichkeiten wurden am Elektromobilitätstag vom Samstag rege genutzt. (Bild Erika Schmid)

«Wir haben befürchtet, dass der schlechte Wetterbericht viele Besucher abhält», meinte Peter Ackermann am Schluss des Elektromobilitätstags vom Samstag in Affoltern, «doch wir sind sehr positiv überrascht, dass so viele Interessierte zum Kronenplatz gefunden haben.» ................................................... von bernhard schneider Die Anbieter von Zwei- und Vierrädern äusserten sich bei einer kleinen Umfrage am Schluss des Elektromobilitätstags durchwegs zufrieden mit dem Publikumsinteresse. Elektromobile werden nicht mehr als exotisch wahrgenommen, sondern als ernsthaf-

te Alternative zu Verbrennungsmethoden mit viel Zukunftspotenzial. Dies äussert sich nicht nur im Interesse, sondern auch in der Kaufbereitschaft: Tesla beispielsweise wird mit Bestellungen geradezu überhäuft.

Vielfältige E-Bikes Durchgesetzt haben sich die Elektrozweiräder. Sie sind technisch ausgereift und die Modellvielfalt auf dem Markt deckt breite Bedürfnisse ab. Die zunehmende Konkurrenz zwischen den Herstellern führt zu einem anhaltenden Preisdruck. Was für die Konsumentinnen und Konsumenten angenehm ist, birgt für die Hersteller auch Probleme. Der Schweizer E-Bike-Hersteller Stöckli hat letzte Woche entschieden, im Sommer 2018 die Produktion seiner hoch-

wertigen, selbstentwickelten E-Bikes einzustellen und künftig in seinen Shops Räder ausgewählter anderer Hersteller anzubieten, da der Marketingaufwand für ein Nischenprodukt zu gross geworden ist. Die drei Ämtler Zweiradhändler am Elektromobilitätstag – bike total, Obrist und traumbikes.com – konnten sich nicht über einen Mangel an Besuch an ihren Ständen beklagen. Das Wetter hinderte zwar manche an Testfahrten, dennoch wurden mehrere Fahrzeuge gleich vor Ort gekauft.

Bescheidener Stromverbrauch die Preise hoch – und die relativ hohen Preise drücken auf die Stückzahlen. Eine Ausnahme stellt das preisgünstige E-Mofa Mobilec dar, das in Affoltern für Testfahrten zur Verfügung stand. Mit Lithiumbatterie kostet dieses Einstiegsmodell 2680 Franken. Deutlich teurer sind die Scooter Etrix und Vesp@verdeE, die ebenfalls auf dem Kronenplatz besichtigt werden konnten. Bemoto, Aussteller dieser beiden Fahrzeuge und des dreirädrigen Kultfahrzeugs Twike, rechnet damit, dass das schnelle E-Motorrad Zero zusätzlichen Schwung bringt.

E-Scooters im Rückstand Schwieriger ist die Situation für die EScooters. Hier hinkt der Markterfolg weit hinter demjenigen der E-Bikes zurück. Die geringen Stückzahlen halten

Konkurrenzfähige E-Autos In den letzten Jahren sind auch Elektroautos auf den Schweizer Strassen alltäglich geworden. Als erste haben

Die Angst, dass E-Autos den Stromverbrauch explodieren lassen, ist unbegründet. Die Automobil-Redaktion des Blick hat nachgerechnet: «Führen bei uns 100 000 E-Autos, stiege der Gesamtstrombedarf nur um 0,4, liefe ein Drittel aller Autos elektrisch, nur sechs Prozent. Der Akku verursacht laut Empa inklusive Produktion und Entsorgung 15 Prozent der Gesamtökobelastung von E-Autos; die Ökobilanz entspreche somit Benzinern mit drei bis vier Liter Verbrauch. Und: Hierzulande sind E-Autos dank viel Strom aus Wasserkraft klar CO2-günstiger.» Das Fazit: «Die Antworten sprechen für die E-Autos.» Die 150 Testfahrten am regnerischen Samstag unterstützen die These, dass E-Autos im Bezirk Affoltern auf zunehmendes Interesse stossen.

Energiesparen in der Praxis Energieberatung in Betrieben schafft Mehrwert Die Ernst Schweizer AG in Hedingen war am Dienstag, 29. August, Gastgeberin einer Netzwerkveranstaltung zum Thema «Energie- und Ressourceneffizienz in der Praxis». Fazit: Mit Energieeffizienz lässt sich Geld sparen.

Sparen in den Prozessabläufen Daniel Aebi, Country Manager Stahl Gerlafingen, stellte die Effizienzgewinne seines Unternehmens vor: «Wir setzen dort an, wo es am meisten bringt.» Stahl Gerlafingen verarbeitet Schrott zu Stahl. Nur 1 Prozent der angelieferten Menge muss als Sondermüll deponiert werden. 90 Prozent werden wieder zu Stahl verarbeitet, der Rest, beispielsweise Zink aus dem Filterstaub, wird anderen Rezyklierspezialisten verkauft. Sparen kann das Unternehmen, das jährlich 625 000 Tonnen Stahl absetzt, vor allem bei den Prozessen: «Bei uns wirkt sich Energiesparen direkt finanziell aus.»

................................................... von bernhard schneider Um den Verbrauch von Energie und Ressourcen zu optimieren steht eine ganze Reihe von Beratungsnetzwerken zur Verfügung. Den einfachsten Zugang schafft die Energieberatung der Standortförderung Knonauer Amt, da die Energieberater für jedes Bedürfnis das jeweils beste Angebot kennen.

Langjährige Erfahrung Die Ernst Schweizer AG beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Ressourceneffizienz, wie der Vorsitzende der Unternehmensleitung, Hans Ruedi Schweizer, darlegte. Effizienz ist Teil der Strategie und des Leitbildes. Sie wird über den ganzen Produktionszyklus, über die ganze Lebensdauer der Produkte analysiert und optimiert. Da Aluminium der energieintensivste Baustoff ist, der verwendet wird, lohnt es sich, bei jedem Bauteil qualitativ ebenbürtige Alternativen zu prüfen. Beispielsweise haben Holz-Metall-Fenster die beste Ökobilanz unter Berücksichtigung der

Referenten (von rechts): Gastgeber Hans Ruedi Schweizer, Charles Höhn, Martina Marchesi und Olivier Hofmann. (Bild Bernhard Schneider) verwendeten Stoffe, der Produktionsund Transportprozesse, der Wärmedämmung. Wichtig ist, nicht nur den Betrieb eines Systems, sondern auch dessen Herstellung unter die Lupe zu nehmen: «Unsere neuesten Sonnenkollektoren produzieren in lediglich sieben Monaten die Energie, die ihre Herstellung insgesamt gekostet hat.» Die Ernst Schweizer AG verzichtet schon lange auf Atomstrom, verwendet kein Öl und nur noch wenig Gas, stellt auf den Fabrikdächern Strom her und ist an die Hedinger Holzschnitzel-Fernwärmeversorgung der Renercon angeschlossen. Trotz markant grösserem Produktionsvolumen und viel mehr

Mitarbeitenden verbraucht das Hedinger Unternehmen heute nicht mehr Energie als 1978, als die Energieanalyse gestartet wurde. Martina Marchesi, Leiterin Nachhaltigkeit und Unternehmensplanung, stellte fest: «Wenn man etwas steuern will, muss man es messen.» Die Ernst Schweizer AG kann sich auf lange Datenreihen abstützen und damit beispielhaft aufzeigen, wie auf dieser Grundlage Ressourcen und Geld gespart werden können. Die transparente Darstellung dieser Daten im Nachhaltigkeitsbericht kann auch anderen Betrieben helfen, die über keine vergleichbaren Datenreihen verfügen.

Erfolgreiche Beratungsbeispiele Das Projekt Energie-Effizienz im Unternehmen der Standortförderung Knonauer Amt ermöglicht regionalen KMU eine Energieberatung vor Ort. Projektleiter Charles Höhn zeigte anhand von Praxisbeispielen, dass sich dies betriebswirtschaftlich mehr lohnt, als die meisten vermuten: Eine Bäckerei-Conditorei hat die Stromkosten um stattliche 75 Prozent reduziert. Die dafür notwendigen Investitionen waren bereits nach 5,4 Jahren amortisiert. Eine Apotheke hat die Stromkosten halbiert. Die Albis Bettwarenfabrik in Affoltern hat mit einer optimierten Heizanlage, effizienteren Umwälzpumpen und einer bedarfsabhängigen Regulierung die Stromkosten um

nahezu 20 000 kWh pro Jahr gesenkt. Höhn stellte fest: «Es gibt praktisch für alle Branchen und Betriebe Einsparungsmöglichkeiten im Energiebereich, die sich finanziell lohnen. Dazu kommt die positive Wahrnehmung der Kunden, die heute ein ausgeprägteres Umweltbewusstsein haben.» Die Erstberatung von zwei Stunden kostet ein KMU 50 Franken – den Rest übernimmt die Standortförderung als Anreiz zu Investitionen in Energieeffizienz, denn: «Eingesparte Energie belastet weder die Umwelt noch das Portemonnaie.»

Beschaffungskriterien «Der Gewerbeverband des Bezirks Affoltern sieht in einer nachhaltigen Wirtschaft wesentliche Vorteile», hielt Verbandspräsident Olivier Hofmann fest. Der Gewerbeverband engagiere sich deshalb für qualitative Kriterien bei öffentlichen Beschaffungsaufträgen: «Der günstigste ist manchmal nicht der beste Anbieter, wenn man Ausbildungsleistungen, Energieeffizienz und Beschäftigung einheimischer Arbeitskräfte mitberücksichtigt.» Deshalb hat der Bezirksgewerbeverband qualitative Kriterien für die Offertenevaluation entwickelt und diese den Gemeinden vorgelegt. Hofmanns Fazit: «Ich bin persönlich überzeugt, dass nachhaltige Produkte erfolgreicher sind.» Infos: www.energieberatung-knonaueramt.ch.


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Dienstag, 5. September 2017

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Grossandrang beim 40. Vierzgerfäscht Gelungene Jubiläumsveranstaltung des traditionellen Wettswiler Dorffests Das Wetter zeigte sich launisch – dennoch strömten die Besucher am vergangenen Wochenende zahlreich aufs Schulareal Mettlen, welches in ein tolles Festgelände verwandelt wurde.

Pythagoras, Tangenten, Algebra und anderes aus der Tierkunde sei nie sein Ding gewesen. Später hinterfragte er Sinn und Unsinn der unzählig gewordenen «Müll»-TV-Sendungen wie «Bachelor», «Dschungelcamp», «Die Auswanderer» und andere; gespickt mit bissigen, humorvollen Kommentaren. Zum Schluss freute er sich, dass er mit dem Zug gekommen sei und noch ein bisschen feiern könne. «Apropos Zug fahren: Da bin ich wirklich nicht mehr à jour. Früher konnte man noch das Fenster öffnen und hinaus rauchen. Und ein Billett liess sich lösen mit schlichter Eingabe von A nach B. Nun ist alles so kompliziert – bin doch kein Informatiker! Fehlte wenig, und ich hätte das Stellen der Weichen auch noch eintippen müssen.» Der Grundstein für das Gelingen des Fests war mit dieser grossartigen Comedy-Show gelegt und im Barzelt herrschte daraufhin bis frühmorgens ausgelassene Stimmung.

................................................... von kaspar köchli Was bewegte vor 40 Jahren, anno 1977? Beispielsweise wurde Jimmy Carter zum US-Präsidenten vereidigt, während Kurt Furgler der Schweiz vorstand. Charlie Chaplin verstarb 88-jährig in Vevey und bei einem tragischen Flugzeugcrash in Teneriffa verloren knapp 600 Menschen ihr Leben. Keine Katastrophe war, dass Smokeys «Living next door to Alice» die Charts anführte oder der boxende «Rocky Balboa» drei Film-Oscars einheimste. Und schon gar nicht, dass in Kolumbien Shakira das Licht der Welt erblickte – so wie die Organisatoren des diesjährigen «Vierzgerfäscht».

Nichts für schwache Nerven, die schwungvolle Piraten-Schiffschaukel. (Bilder Kaspar Köchli) Entstehung des «Vierzgerfäschts» Die Idee keimte 1978. Der damalige Wettswiler Gemeindepräsident Ernst Gallmann† wollte seinen 40. Geburtstag im besonderen Rahmen feiern – gemeinsam mit «Gleichgesinnten». Er stiess auf freudiges Echo. So wurden seinerzeit im Dorf die 1938er-Jahrgänge angeschrieben und schliesslich zeigten sich elf Personen bereit, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein kleiner Bankkredit wurde aufgenommen und los gings. Auf die Frage, wie es herausgekommen sei, schwärmt im 104 Seiten dicken Festführer die interviewte Mitgründerin Therese Ziehbrunner: «Es war ein fröhlicher und absolut gelungener Anlass, den Höhepunkt bildete am Sonntagmorgen die ‹Piccadilly-Six›-Band. Später gab es ein feines Helferessen und wir konnten sogar noch eine schöne, grosszügige Spende an eine wohltätige Institution überweisen.» Der Grundgedanken, den Dorfbewohnern ein tolles Fest-Wochenende zu bieten und vom Erwirtschafteten gemeinnützig zu spenden, wird bis heute leidenschaftlich gelebt.

Comedy-Night als Spektakel Das «Vierzgerfäscht»-OK unter dem Vorsitz seines souveränen Präsidenten Sven Bürki schüttelte zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltung eine humorisanzeige

Dank freundlichem Wetter war das Fest auch am Sonntag bestens frequentiert. tische Attraktion aus dem Ärmel. Im vollbesetzten Festzelt gastierte am Freitagabend ein hochkarätiges Trio der Schweizer Comedy-Szene – und es zog die Zuschauer sofort in seinen Bann. Zuerst stand Margrit Bornet auf der Bühne. Als «Sandra vo Oerlike» war sie verzweifelt auf der Suche nach einem Mann. Zuerst hielt sie beim Publikum in der ersten Reihe nach einem Kandidaten Ausschau. Erfolglos. So büffelte sie mit Hilfe von «Date-Führern», wie eine Konversation bei einem Tête-à-Tête geführt werden könnte. Als plötzlich gar nichts mehr aus ihrem losen Mundwerk sprudelte, hatte sie sich gerade mit der Passage

«Nichts kann mehr betören, als dem anderen zuzuhören» befasst. Zum ersehnten Rendez-vous schaffte es Sandra aber nicht. Oder andersrum: Die Single-Männer müssen nach wie vor auf der Hut sein. Nun war die Reihe an Claudio Zuccolini, der sich sogleich für den grossen Applaus bedankte. «Das ist das Schöne, dass wir bereits vor Arbeitsbeginn gefeiert werden», lachte er. «Oder werdet ihr morgens, wenn ihr ins Büro kommt, auch schon beklatscht, ehe ihr den Computer gestartet habt?» Bei seiner breiten Witz-Palette jagte ein Gag den anderen. Immer mal wieder stichelte der schlagfertige Bündner ge-

Konzentration an der Wasserspritze. gen die Zürcher, die immer und überall anzutreffen seien. Zudem gebe es viele Autos mit ZH-Schildern, bei denen daneben ein Kleber mit dem Namen eines Bündner Orts prange. «Gesehen habe ich aber noch nie, dass auf einem Bündner Fahrzeug ‹Kloten›, ‹Bülach› oder ‹Wädenswil› steht.» Dabei bemerkte er, dass dort wohl einer der berühmtesten Zürcher wohne: «Grüezi, min Name isch Fischer vo de Bettwarefabrik Wädenswil» – und er zelebrierte den zum Kult gewordenen Sketch unter grossem Beifall. Der dritte Comedian, Stefan Büsser, bedauerte in witziger Art, was er in der Schule alles versäumt habe.

Auch das Wetter begann mitzuspielen Das Samstagprogramm startete ab 14 Uhr bei garstigem Wetter. Später hellte es auf und die Besucher kamen zuhauf, auch sonntags. Verschiedenste Spiele und Attraktionen lockten: Pony-Reiten, Bilderbuchkino, KasperliTheater, Hüpfburg, Torwandschiessen, Bullriding, Pfadi-Wühlkiste, Kinderschminken, Hau den Lukas, Büchsenschiessen, Bastelbude, Smart Wheels, Airbrush Tatoos, Karussell, Schifflischaukel, Glücksrad, Tombola und vieles mehr. Und nebst dem feinen kulinarischen Angebot im Festzelt lud die «La Taverna 77» mit italienischen Köstlichkeiten zum Verweilen ein – begleitet von edlen Rebensäften. Abends setzte die Band «LiveJazz» die musikalischen Akzente und DJ Bernd unterhielt die Nachtschwärmer bis frühmorgens. «Ein geniales Fest», schwärmte am Sonntagnachmittag ein Familienvater, «unglaublich, was da auf die Beine gestellt wurde!» Und lachte: «Auch wenn meine zwei Kinder beim Jeton-Ausgeben alles andere als sparten.» Das Schlusswort gehörte dem müden aber hoch erfreuten OK-Präsidenten Sven Bürki: «Alles verlief reibungslos und zur vollen Zufriedenheit. Ich bedanke mich im Namen des OK bei allen Helferinnen und Helfern, Sponsoren und den gut gelaunten Besuchern – sie alle haben unser traditionelles Dorffest zum grandiosen Erlebnis gemacht.»


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Forum

Dienstag, 5. September 2017

Nein zum unverantwortlichen Ausbau der AHV Mit der Altersreform 2020 wird dem Stimmbürger unter dem Deckmantel einer «Reform» eine Ausbauvorlage auf Pump verkauft. Anstatt die AHV zu sanieren, werden Mehrkosten generiert! Der Ausbau der AHV um 840 Franken pro Jahr kostet Milliarden, welche wir nicht haben und schafft eine Zweiklassen-AHV. Dadurch wird das zentrale Ziel der Reform – die Renten nachhaltig zu sichern – klar verfehlt. Des Weiteren sind die Kosten dieser Scheinreform nicht generationengerecht verteilt. Die unter 45-Jährigen bezahlen die Zeche und wissen trotzdem nicht, ob sie am Ende des Tages noch eine Rente erhalten. Deshalb sagt die FDP Bezirk Affoltern zweimal Nein zu dieser ungerechten Scheinreform. Ein Nein macht den Weg frei für eine nachhaltige und generationengerechte Reform.

Keine Sozialhilfeleistungen für vorläufig Aufgenommene Vorläufig Aufgenommene sollen keine Sozialhilfeleistungen mehr beziehen können, sondern wie vor 2012 der Asylfürsorge unterstehen. Dadurch soll ein stärkerer Anreiz gesetzt werden, dass sich vorläufig Aufgenommene rascher in den Arbeitsmarkt integrieren und somit der Trend einer rückläufigen Erwerbsquote bei vorläufig Aufgenommenen gestoppt werden. Die Gemeinden befürchten zwar, dass zusätzliche Kosten bei ihnen anfallen werden, aber sie erhalten mit dieser Gesetzesänderung ihre Handlungsfreiheit zurück. Zudem wird der Kanton immer noch einen Teil der Kosten wie zum Beispiel für die Krankenkasse, übernehmen. Alles in allem betrachtet die FDP diese Gesetzesänderung als einen

Schritt in die richtige Richtung und empfiehlt deshalb ein Ja.

Bezirksrichterwahl: FDP empfiehlt Andreas Huber Neben den nationalen und kantonalen Abstimmungen steht am 24. September zudem die Wahl für die neu geschaffene Richterstelle am Bezirksgericht Affoltern an. Die FDP Bezirk Affoltern empfiehlt den langjährigen Gerichtsschreiber des Bezirksgerichts Affoltern und Ersatzrichter des Bezirksgerichts Zürich Andreas Huber zur Wahl. Andreas Huber bringt alle nötigen fachlichen Kenntnisse mit und kennt das Bezirksgericht Affoltern dank seiner langjährigen Tätigkeit aus dem Effeff. Alain Schwald, Präsident FDP Bezirk Affoltern

Die Gewinner der Reform der Altersvorsorge! AHV-Scheinreform schafft nur Verlierer, Kolumne von Nationalrat Hans-Ulrich Bigler im «Anzeiger» vom 29. August. Bereits der Titel, die geplante AHVReform habe nur Verlierer, ist in mehrfacher Hinsicht falsch: Gewinner der Vorlage sind alle Neurentner, die keine oder nur eine kleine Pensionskasse haben, Gewinner sind Ehepaare, deren Benachteiligung gegenüber unverheirateten Paaren, Geschiedenen und gleichgeschlechtlichen Paaren reduziert wird und die dritten Gewinner sind alle Männer, indem nun auch beim AHV-Alter die Gleichberechtigung mit den Frauen verwirklicht wird. Die heutigen Rentner werden nicht bestraft, wie H.U. Bigler schreibt: Die Rentner profitieren in

zweifacher Hinsicht weiter: Bis heute hat jede Generation der AHV-Bezüger deutlich mehr AHV bezogen, als sie einbezahlt hat – bezahlt wird das jeweils durch die Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die während dem Pensionsalter ihre Beiträge leisten. Zudem wurden gerade die letzten 10 Jahrgänge noch mit einer Rentenberechnung in Pension geschickt, die auf einer Verzinsung des Pensionskassenkapitals von 4,5% beruht. Wir wissen, dass dies nicht realistisch ist und mit seriösen Anlagen kaum erwirtschaftet werden kann und somit bereits von den jüngeren Beitragszahlern quersubventioniert werden muss. Mit der Ablehnung der Reform der Altersvorsorge wird die einst fortschrittliche FDP zur Verhinderungspartei, die dazu beiträgt, die AHV bereits 2026 in die roten Zahlen zu fahren. Die Meinung, man fände im

Nationalrat rasch zu einem neuen Konsens – zum Beispiel mit dem favorisierten Rentenalter 67 oder tieferen Renten – ist eine Illusion. Die Erarbeitung einer neuen tragfähigen Vorlage nach einer Ablehnung dauert erfahrungsgemäss 5 bis 7 Jahre! Bis dahin würden weitere Jahrgänge mit einem zu hohen Umwandlungssatz in Rente geschickt – dies zu noch höheren Lasten der jüngeren Beitragszahler. Der richtige Ansatz ist ein Ja zur umfassenden Revision der Altersvorsorge – damit ist die AHV bis 2030 gesichert – und dann, da bin ich einig, unverzüglich an die Arbeit mit einer innovativen und fairen nächsten Revision, die dann etwa 2022 zur Abstimmung gelangt. Hans Wiesner, Bonstetten, Grünliberale Knonaueramt

AHV Reform 2020: Rentner werden doppelt bestraft

Was bringt die Altersvorsorge 2020?

Rentner verlieren den Freibetrag für die AHV (16 800 Franken) für den sie zusätzlich den vollen AHV-Beitrag bezahlen müssen, und die bestehenden Rentner erhalten den Zuschuss von 70 Franken und Ehepaare 226 Franken ebenfalls nicht. Das ist ungerecht, es darf nicht Zweiklassen-Rentner geben. Das Hauptproblem der AHV und der Pensionskassen ist eine immer älter werdende Bevölkerung und die damit verbundene längere Rentenzeit, die es zu finanzieren gilt. Eigentlich wäre deshalb zu erwarten, dass die Reform der Altersvorsorge die Motivation zur Erwerbsarbeit über 65-jährig fördern würde. Stattdessen muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Befreiung von Sozialversicherungsabgaben für Rentner, wie sie heute gilt, ersatzlos gestrichen wird. Davon sind nicht nur die heutigen Rentner betroffen, nein auch die zukünftigen über 65Jährigen haben trotz flexiblem Altersrücktritt bei Erwerbsentschädigung AHV-Beiträge zu bezahlen. Statt einer immer älter werdenden Bevölkerung längeres Erwerbsleben schmackhaft zu machen, wird mit dieser Vorlage das Gegenteil bewirkt. Auch aus Sicht der Erwerbstätigkeit nach 65 ist diese Vorlage ungenügend und abzulehnen.

Das bringt die Reform den heutigen Rentnerinnen und Rentnern: Die Altersvorsorge 2020 bringt sichere Renten. Im Parlament ist es gelungen, sämtliche Verschlechterungen für die heutigen Rentnerinnen und Rentner abzuwehren, etwa die Streichung des automatischen Teuerungsausgleichs. Die Finanzierung des wichtigsten Pfeilers der Altersvorsorge wurde gestärkt statt geschwächt. Ohne Altersvorsorge 2020 wären die AHV-Reserven wegen Defiziten bald einmal aufgebraucht. Und der Druck würde immer grösser, auch laufende Renten zu kürzen. Die AHV-Erhöhung wird nur jenen gewährt, die ab 2019 in Rente gehen. Während die Höhe der Pensionskassenrente der heutigen Rentnerinnen und Rentner garantiert ist, stehen die PK-Renten der künftigen Generationen unter Druck. Die AHV-Erhöhung ist somit eine direkte Ausgleichsmassnahme. Sie trägt dazu bei, das Rentenniveau der kommenden Generationen zu sichern. Die heutigen Rentnerinnen und Rentner kostet das nichts. Denn der AHV-Zuschlag wird über je 0,15 Lohnprozente für Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert. Das bringt die Reform den Jungen: Die Altersvorsorge 2020 sichert die Renten. Davon profitieren auch die

Theo Fischer, Affoltern

Jungen. Denn sichere Renteneinkommen bedeuten für sie als Berufstätige, dass sie nicht plötzlich selber für ihre Eltern und Grosseltern finanziell aufkommen müssen. Höhere AHV-Renten sind auch für die Jungen vorteilhaft. Müssten sie nämlich die 840 Franken mehr Rente pro Jahr in der Pensionskasse oder über eine dritte Säule ansparen, käme sie das viel teurer zu stehen. Entscheidend bei der AHV ist nämlich nicht nur die Solidarität zwischen den Generationen, sondern vor allem die Solidarität der Reichen mit allen anderen. Schon oft wurde der AHV der Ruin vorausgesagt. Nie ist er eingetroffen. Alle negativen Prognosen waren falsch. Solche sind auch bei der Altersvorsorge 2020 verfehlt. Nimmt die Wirtschaftskraft weiter zu, steigen auch die Löhne und damit die Einnahmen der AHV. Selbst wenn es dereinst zusätzliche Mittel brauchen würde, werden die Berufstätigen mehr Lohn im Portemonnaie haben. Denn selbst in pessimistischen Szenarien des Bundes oder der UBS werden die Reallöhne viel stärker steigen, als das was für eine Zusatzfinanzierung der AHV nötig sein könnte. Felix Keller Hedingen

Andreas Huber, ein qualifizierter Kandidat Zur Richterwahl vom 24. September. Seit rund 35 Jahren führte ich viele Prozesse am Bezirksgericht Affoltern und kenne deshalb die Mitarbeitenden sehr gut. Vor allem Andreas Huber, welcher seit einem Dutzend Jahren als Jurist am Gericht tätig ist, kann ich mit gutem Gewissen als Bezirksrichter am hiesigen Gericht zur Wahl empfehlen. Zurzeit ist Andreas Huber Leitender Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Affoltern und damit auch Mitglied der Gerichtsleitung. Er verfügt daneben über eine breite richterliche Erfahrung aus der Praxis, da er seit 7 Jahren am Bezirksgericht Affoltern

auch als nebenamtlicher Ersatzrichter arbeitet. Ich habe Andreas Huber in vielen Fällen als Vorsitzenden erlebt und war jedes Mal überrascht, mit welcher Begeisterung, dem profunden Aktenstudium und dem Respekt gegenüber den Parteien er sich jeweils mit den Fällen befasste. Aufgrund der immer grösseren Geschäftslast wurde dem Bezirksgericht Affoltern eine zusätzliche ordentliche Richterstelle bewilligt. Wir dürfen am 24. September einen neuen Richter wählen. Ich kann allen Wählerinnen und Wählern empfehlen, Andreas Huber ihre Stimme zu geben. Koni Messikommer, Rechtsanwalt, Maschwanden

Korruptes Gericht? Zur Richterwahl vom 24. September. Mit Befremden nehme ich Kenntnis von Wahlempfehlungen ins Bezirksgericht, welche mich erreicht haben. Da wird der aktuelle Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Affoltern, Huber, hin und wieder auch Ersatzrichter, von Personen unterstützt, die direkt seiner fachlichen Aufsicht unterstellt sind. Möglicherweise, wie man rechtlichen Informationen der Rechtsanwälte Bürgi und Nägeli entnehmen kann, handelt es sich um Vorteilsgewährung auf zukünftiges Handeln. Notar, Friedensrichter und Betreibungsbeamte in den Gemeinden sind der Aufsicht des Bezirksgerichts unterstellt. Über 10 von ihnen zählt das Unterstützungsko-

mitee von Kandidat Huber. Bei der Vorteilsgewährung geht, es wie es wörtlich heisst: «um eine Goodwill Leistung. Der Beamte soll mit Blick auf ein zukünftiges Handeln günstig gestimmt werden.» Das wird unter dem Titel Korruption abgehandelt! Erstaunlich daran ist, dass ein Richter und Chefbeamte am Bezirksgericht sich auf das nach Bürgi und Nägeli nicht unproblematische Feld der Korruption begibt. Ich bin nicht Jurist und es liegt mir fern, solches Tun rechtlich zu beurteilen. Immerhin erlaube ich mir, solche Verflechtungen als unseriös und als nicht vertrauenswürdig zu bezeichnen. Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat SVP, Affoltern

Wache Bürger informieren sich Im Zusammenhang mit dem schwierigen Verhalten der Spitalbehörden gegenüber bestehenden Gesetzen kamen einige wache Bürger zu Fragen, die eigentlich schon längst hätten gestellt werden müssen: Was bieten uns die Behörden? Tragen sie bei zu einem gesteigerten Wohlbefinden ihrer Wähler? Oder führen sie ein abgehobenes Eigenleben? Verstecken sie sich hinter dem «Amtsgeheimnis»? Weshalb zeigen Sie uns ihre Gemeinderats-Traktanden-Liste nicht? Weshalb zeigen sie die Gemeinderatsprotokolle nicht? Was haben sie zu verbergen? Was bekommen wir als Gegenleistung für die hohen Steuern, die wir jährlich abzuliefern haben? Wo liegt die Effizienz? Das sind einige Fragen, die wir zu stellen haben. Dazu haben wir Albert Knobel eingeladen, der sich das Behördenverhalten schon seit Jahren kritisch anschaut. Er wird aus seiner Praxis und seinen Erfahrungen berichten.

Zusätzlich wollten wir den Stimmberechtigten die Gemeinderatskandidaten für die Nachwahl in den Gemeinderat Bonstetten vorstellen. Der Kandidat der SP hat uns abgesagt. Er macht uns einen unsicheren Eindruck. Nun, er ist noch sehr jung. Vielleicht meldet er sich wieder als Kandidat, wenn er etwas gereifter ist. Diese interessante Informationsveranstaltung findet am Montag, 11. September, 20 Uhr, im Gasthaus Hirschen in Wettswil statt. Gäste als wache Bürger sind sehr willkommen. Vorbereitet wird die erste Informations-Veranstaltung dieser Art von der Impulsgruppe Bezirk Affoltern. Wir machen parteiübergreifende Aktionen und fühlen uns den Gedanken der Gerechtigkeit und der Demokratie verpflichtet. Hans Roggwiler, Impulsgruppe Bezirk Affoltern, Wettswil

korrekt

Zuschriften sind willkommen Der «Anzeiger» nimmt Zuschriften an redaktion@affolteranzeiger.ch gerne an. Ein Leserbrief muss mit Namen, vollständiger Adresse und Telefonnummer des Verfassers versehen sein, soll in maximal 2000 Zeichen ein Thema aus der Region aufgreifen und keine persönlichen Angriffe enthalten. (Red.)

Falsche Mailadresse Am Montag und Dienstag, 11. und 12. September, ist wieder Kinderkleiderbörse im Mehrzweckgebäude Brunnmatt, Obfelden. Im «Anzeiger» vom 29. August war allerdings eine falsche Kontakt-Mail-Adresse aufgeführt. Infos und Verkaufsnummern gibt es unter boerse-obfelden@gmx.ch. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

Letztes Mal

Uraufführung

Margrit Schenkel kehrt nur noch für wenige Monate zurück in den Sudan. > Seite 13

Das Musiktheater «Ranft-Ruf» über Niklaus von Flüe startet seine Tournee in Kappel. > Seite 15

Dienstag, 5. September 2017

-

200 Teilnehmende Der «nEverest» am Türlersee bringt doppelt so viele Spenden wie erwartet. > Seite 17

Raiffeisenbank Mettmenstetten feierte ihr 10-jähriges Bestehen

Lifting ohne Skalpell

Gut besuchtes Fest mit Risotto und Kuchen

Der Schönheitssalon Beauty and Nails in Affoltern bietet seit Ende März eine Lifting-Methode an, die ganz ohne Chirurgie auskommt. Wer bis zum 29. September einen Termin vereinbart, profitiert von 15 Prozent Einführungsrabatt.

Die Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen in Mettmenstetten gibt es seit zehn Jahren. Grund zum Feiern, fand die Bank. Grund zum Hingehen, fand die Bevölkerung. ................................................... von marianne voss Ein kleines Festzelt auf dem Trottoir vor der Bank, feines Risotto, Getränke, «fätzige» Musik und ein Kuchenbuffet – aus der Backstube der Mitarbeitenden. Klein aber fein war das Jubiläumsfest der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen in Mettmenstetten am vergangenen Samstag. Die Bevölkerung schätzte die Einladung, kam, verweilte und genoss es. Geld brauchte man am Bankfest keines. Die Raiffeisen-Mitarbeitenden verwöhnten ihre Kundinnen und Kunden mit Speis und Trank. Sie waren am Jubiläumstag als Servicepersonal im Einsatz, dies natürlich mit der gewohnten Herzlichkeit. Wer kam, wurde persönlich begrüsst und mit Risotto und Getränken bedient. Auch der Kuchen oder das Glacé fehlten nicht zum Kaf-

Das Team der Raiffeisenbank Mettmenstetten am Jubiläumstag im Festzelt. ( Bild Marianne Voss)

fee. Ebenso der Regen, der sich bis nach dem Mittag eine Pause erlaubt hatte. Doch es war ja vorgesorgt. Das kleine Festzelt bot genügend Platz zum Sitzen oder Stehen und im

Trockenen Weiterplaudern. Der Anlass zum zehnjährigen Bestehen passte zur kleinen, persönlichen Dorfbank. Er war unkompliziert, volksnah und einfach gemütlich.

Microneedeling bei «Beauty and Nails»

Microneedling ist eine neue und effektive Anti-Anging-Methode. Sie wird mit einem Gerät, das mikrofeine Nädelchen besitzt, ausgeführt. Dadurch heben sich die Konturen, Falten und Akne-Narben werden geglättet und Pigmentstörungen werden deutlich heller. Die Methode unterstützt auch bei Schwangerschaftsstreifen und Cellulitis und bei Fettabbau. Die minimalen Einstiche durch die Epidermis führen zu kontrollierten Mikroverletzungen. Das provoziert die körpereigene Kollagenproduktion. Diese setzt sogenannte Fribroplasten, Wachstumsfaktoren und Botenstoffe frei, welche auf andere an der Wundheilung beteiligte Zellen chemotaktisch wirken und deren Stoffwechsel aktivieren. Damit wird die Produktion von Bestandteilen der extrazellulären Matrix wie Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure angeregt. Die dadurch resultierende erhöhte Durchblutung führt zu einer besse-

Lifting-Methode mit dem Skinthings Lifting-Pen. (Bild zvg.) ren Versorgung mit Nährstoffen und für optimierte Bedingungen für die Hautregeneration. Bei der SkinthingsMethode wird ein individuell auf das Hautbedürfnis abgestimmter Wirkstoffcocktail eingearbeitet, der die gewünschte Problemlösung beschleunigt und zu einer langanhaltenden Straffung führt. «Beauty and Nails» bietet die Behandlung mit dem Skinthings Lifting Pen seit Ende März an. In der Regel sind sechs Behandlungen im Abstand von zwei oder drei Wochen notwendig. Bereits nach der dritten Sitzung wird die Veränderung sichtbar. Wer bis zum 29. September einen Termin vereinbart, profitiert von 15 Prozent Aktionsrabatt. (pd.) Weitere Infos: www.beautyandnails.ch oder Telefon 043 817 19 10.

Einführungsseminar in Tai Ji und Qi Gong

Fröhliches Jubiläumsfest trotz Regen

Neuer Kurs in der Shindo Schule Affoltern

Viele Interessierte feierten 25 Jahre Berger-Boiler

In Affoltern führt die Shindo Schule ab 13. Oktober ein neues Einführungsseminar für Tai Ji und Qi Gong durch.

Der Regen hielt die Kundinnen und Kunden sowie zahlreiche Interessierte nicht davon ab, in Obfelden mit dem Team von Berger-Boiler das 25-JahrJubiläum zu feiern. Der Höhepunkt war das Open-Air-Kino mit dem Film «Vitus».

Dieses Seminar steht allen Menschen offen, die sich für die chinesischen Heil- beziehungsweise Gesundheitsübungen interessieren. An zehn Freitagabenden werden die grundlegenden Prinzipien dieser faszinierenden, fernöstlichen Methoden vermittelt. Schwerpunkte bilden das Erarbeiten von Bewegungsgrundlagen, das Entdecken und die Stärkung des Qi (Lebensenergie), Übungen für das Körperbewusstsein, Meditation und Dehnungsübungen. Nach dem Absolvieren des Einführungsseminars stehen den Teilnehmenden die weiterführenden Kurse in Tai Ji und Qi Gong sowie in Wutan Kung Fu offen. Tai Ji ist Teil der chinesischen Kampfkunsttradition und eignet sich als Bewegungsmeditation zum Entspannen und zum Lösen blockierter Körperenergie. Tai Ji besteht aus einer Abfolge weicher und fliessender Bewegungen, die zumeist langsam ausgeführt werden. Das regelmässige Praktizieren dieser Bewegungen fördert eine tiefe und natürliche Atmung, Balance und Gelassenheit. Das verfeinerte Lernen der Tai-Ji-Form (Peking) kann das ganze Leben dauern und hält den Geist frisch und jung. Im Lohan Qi Gong lernt man Übungen und kurze Bewegungsabläufe, die der gezielten Gesunderhaltung des Körpers und der Steigerung der Abwehrkräfte dienen.

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................................................... von marianne voss

Bhavito Jansch. (Bild zvg.) Diese Dehnungen, Atmungs- und Kräftigungsübungen entfalten durch regelmässiges und meditatives Praktizieren eine wohltuende Wirkung für den Körper und Geist. Tai Ji und Qi Gong sind keine «schnellen» Wege. Obwohl die Shindo Schule mit westlichen Lehrmethoden arbeitet, ist unverkennbar der Osten Ursprung dieser Bewegungskünste. Das Einführungsseminar wird von Bhavito Jansch, der seit über 30 Jahren in der Kampfkunst ausgebildet ist, geleitet. (pd.) Anmeldung : Shindo Schule für Tai Ji und Kampfkunst, Zürichstrasse 49, Affoltern, Tel. 044 760 11 71 oder. E-Mail: shindo@ datazug.ch, www.shindo.ch. 13. Oktober bis 15.Dezember 2017, 10mal am Freitag, 18 bis 19.15 Uhr, Kosten 300 Franken.

25 Jahre ist es her, seit Lukas Berger seine Firma Berger-Boiler-Service gründete. Anfänglich führte er zusammen mit seiner Frau Helen das Geschäft als Einzelfirma, 2011 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, und nach dem Kauf des Grundstücks an der Räschstrasse wurde 2013 der Sitz nach Obfelden verlegt. Aus einer Zweipersonen-Firma ist nun ein Betrieb mit 13 Mitarbeitenden und einem vielfältigen Angebot Unterhaltsservice von Boilern, Korrosionsund Kalkschutz sowie Solaranlagen geworden. Am vergangenen Freitag feierten Helen und Lukas Berger mit ihrem Team das besondere Jubiläum. Eingeladen waren die Kundinnen und Kunden sowie alle weiteren Interessierten. Trotz des dauerhaften Regens war der Anlass gut besucht. Während des ganzen Tages liessen sich die Gäste den Betrieb zeigen und informierten sich über das breite Angebot. Nicht schlecht staunten die meisten über die ausgestellten Beispiele von dick ver-

Das Team von Berger Boiler-Service am Jubiläumsfest. (Bild Marianne Voss) kalkten Rohren oder Heizelementen. «Unglaublich, was Kalk für Schäden anrichten kann!», so der Kommentar eines Besuchers zu seiner Frau.

Feiern und Verweilen Am Fest ging es aber nicht nur um Kalkschäden oder den Vorteil von Solaranlagen, es ging auch einfach ums Feiern und Zusammensein. Die Gäste genossen die grosszügige, leckere Verpflegung und das gemütliche Verweilen bei einem Schwatz. Lukas Berger stellte sein tatkräftiges, kompetentes und motiviertes Team vor, das auch während des ganzen Festtages vollen Einsatz leistete. «Es ist für uns extrem eindrücklich, wie viele Leute heute ge-

kommen sind», betonte Lukas Berger am Abend ganz erfreut. «Unter den Gästen waren viele Kundinnen und Kunden, aber auch zahlreiche neue Gesichter.» Auch dem Höhepunkt des Tages, dem Open-Air-Kino, konnte der Dauerregen nichts anhaben. In warme Jacken und Decken gehüllt, sassen die Zuschauerinnen und Zuschauer unter dem Vordach und konnten sich auf der Grossleinwand den wunderbaren, humorvollen aber auch tiefsinnigen Film «Vitus» ansehen. Und nach dem Kino musste niemand heimgehen. Die geschützte Werkstatt lud ein, noch ein bisschen zu verweilen und den schönen Tag bei einem Getränk oder Dessert ausklingen zu lassen.


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Vermischtes

Dienstag, 5. September 2017

Sommerende am Sidelhorn?

Nur noch für wenige Monate zurück in den Sudan

Pro Senectute Hausen auf Wanderschaft

Margrit Schenkel reist ein letztes Mal «heim» nach El Fasher

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Am Bonstetter Chilbi-Gottesdienst wird jeweils Margrit Schenkel mit Fürbitte und Segen in den Darfur, Sudan, ausgesandt. Diese Tradition ist nun zu Ende: Margrit Schenkel hat die 70 überschritten und tritt per Ende Jahr in den Ruhestand.

Innehalten und ein Erinnerungsfoto nach dem Gipfelsturm. (Bild zvg.) Waren es letzte Zuckungen des Sommers, als 17 Personen von Pro Senectute Hausen unter Leitung von Vreni Zürcher und Caro Hauser, am 28. August, den Weg am Grimselpass unter die Füsse nahmen, um das 2764 Meter hohe Sidelhorn zu besteigen? Nach 200 Metern Abstieg und zwei Stunden Aufstieg erreichte man das Triebstenseewli. Dort trieb es vier Kälteresistente auf 2339 Metern über Meer ins kalte Wasser – notabene ohne vorher zu duschen. Zwei Frauen und zwei Männer, teils im Adamskostüm, angefeuert von den am Ufer verweilenden, schwammen eine kleine Runde. Ohne Boden unter den Füssen, zog es sie in schnellen Bewegungen durch klares Bergwasser – und so schnell wie möglich wieder raus. Die Heizung im «Seewli» war kaputt und die Sonne schaute auch gerade weg.

Vorgipfel, Gipfelsturm und Überraschungen Abtrocknen, etwas verpflegen vor dem Weitergehen, Ad-hoc-Umfrage zur Routenwahl, denn Caro fragt, wer mit ihr auf einem Umweg über den Vorgipfel aufsteigen wolle und wer mit Vreni den direkten Gipfelsturm vorziehe. Es sei mit Gehen auf allen Vieren zu rechnen, aber viel schöner! Zur Überraschung entscheiden sich alle für schöner trotz beschwerlich, Kompliment! Der Gipfelsturm folgt, dann Fötele, dann das Picknick und dann nächste Überraschung: Drei «Schuelgschpänli» aus Kappel sehen sich nach fünf Jahrzehnten auf dem Gipfel erstmals wieder: Caro Hauser und Elsbeth Frick treffen auf eine geborene Arnold, aufgewachsen in der Leematt. So klein ist die Welt.

«Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist soll es geschehen.» (Sach 4.6.) Unter diesem Leitwort wirkte die ausgebildete Pflegefachfrau Margrit Schenkel mehr als 43 Jahre im heissen, trockenen Sudan. Nicht mit Macht und Gewalt wollte sie das Evangelium leben und verbreiten, sondern als dienstbare Botin der frohen, befreienden Nachricht von der Liebe Gottes zu allen Menschen. Pfarrerin Susanne Sauder gelang es in ihrer Predigt über Jesu Aussage: «Ich bin die Türe, wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden», die Brücke zu schlagen zu den vielen oft ungeahnten überraschenden Möglichkeiten Gottes. Es gehört zu den schönen Gewohnheiten in Bonstetten, dass am Chilbi-Gottesdienst Margrit Schenkel für ein weiteres Mal in den Darfur, Sudan, mit Fürbitte und Segen ausgesandt wird, wo sie vielfältige Tätigkeiten in Zusammenarbeit mit Einheimischen ausübt: Ernährungszentrum, Gesundheitsdienste, Impfaktionen, Gefängnisbesuche bei Frauen, Kleinkredite, Mitwirkung beim Aufbau von Spitälern und einer Hebammenschule. 43 Jahre hat sie nun insgesamt durchgehalten, und der Trägerverein Mukiba ist in Bonstetten gut verankert. Doch diesmal war es anders: Margrit Schenkel hat nun die 70 über-

Pfarrerin Susanne Sauder segnet Margrit Schenkel im Beisein des gesamten Mukiba-Vorstandes. (Bild zvg.) schritten und sieht sich veranlasst, ihre Tätigkeit einzustellen. Dementsprechend wird sie nur noch für wenige Monate in den Sudan zurückkehren, um einige Pflichten zu erledigen, und dann ihren wohlverdienten Ruhestand in Bonstetten antreten. Die Wünsche der Pfarrerin Susanne Sauder und der Gottesdienstgemeinde begleiten sie nun in den neuen Lebensabschnitt. Ihr Vortrag nach dem Gottesdienst in der Kirche war eindrücklich und berührend wie stets. Auch wie immer in den letzten Jahren begann Margrit ihren Vortrag mit einer kurzen allgemeinen Einführung zum Sudan. Zur Illusration zeigte sie ein Portrait des Staatspräsidenten. Auf diese Einführung (und dieses Portrait) bezogen sich nach dem Vortrag zwei Sudanesen, die sich darüber entrüsteten, dass Margrit mit diesem Regime «zusammenarbeiten» könne. In einem – teilweise nach dem Anlass weitergeführ-

ten – Gespräch konnte Margrit den beiden aber aufzeigen, dass ihre Tätigkeit im Darfur ohne diese formale Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen gar nicht möglich wäre. Auch das eine Gabe von Margrit: ihre Arbeit zu erklären und dabei aufzeigen, dass sie unabhängig und frei von allen Autoritäten den Müttern, ihren Kindern und weiteren Bedürftigen im Darfur hilft, so gut wie möglich und tatkräftig unterstützt durch den Trägerverein in der Schweiz. Nach ein paar weiteren Tagen zum Ausspannen wird Margrit Mitte September nochmals «heim» nach El Fasher reisen, um Abschied zu nehmen und abzuschliessen. Dann wird sie zurückkommen und ab Ende Jahr definitiv ihren Ruhestand in Bonstetten zu geniessen. Wir wünschen ihr dazu das Allerbeste. Pfr. Peter Ruch, Präsident Mukiba

Eine holzige Sache im Kunstforum

Letzte Plätze verfügbar

Toni Lengen stellt in Stallikon aus

Herbstmarkt in Affoltern Ende Oktober

Seit letztem Donnerstag stellt der in Sellenbüren wohnhafte Künstler Toni Lengen einige seiner Kunstwerke aus Holz im Kunstforum Stallikon aus. ................................................... von andrea bolliger Das grosse dunkle Stück Baumstamm mit der goldenen Kugel ist ein unübersehbarer Blickfang, wenn man dieser Tage in die Bibliothek Stallikon kommt. Wenn man die Kugel auf den Weg schickt, bahnt sie sich gemächlich und dabei leise raunend, ihren Weg durch die Vertiefungen des Holzes zurück in die Mitte. «Gageli», «Segel» oder «Zweizack» heissen andere Werke von Toni Lengen. Sie sind aus Zeder, Erle, Pappel, Tanne oder aus Schwemmholz und prächtigen Wurzeln. Letztere entdeckt seine Partnerin Anneli, die dem Künstler eine grosse Stütze im Hintergrund ist. Sie sei keine Künstlerin, aber sie gehe stets mit offenen Augen durch den Wald, sagt sie. Er mache dann den Ständer dazu, ergänzt Toni Lengen. Grössere Stücke bearbeitet er mit der Motorsäge, anschliessend werden sie geschliffen, je nachdem gebrannt und zum Schluss poliert. Der Künstler ist in der Stadt Zürich aufgewachsen, verbrachte aber einen grossen Teil der Kindheit im Wallis, wo die Wurzeln seiner Familie liegen. Es sei die Mischung aus dem Urbanen und dem Ländlichen, was ihn ausmache, sagt er. In Sellenbüren fühlt er sich wohl: die Nähe zum Wald und dennoch ist die Stadt Zürich nicht weit. Dort übt er sein weiteres Hobby als Statist am Opernhaus aus. Die

Toni Lengen mit dem Werk «Segel I». Leidenschaft für die Oper teilt auch seine Frau. Gemeinsam wollen sie alle 26 Opern von Giuseppe Verdi besuchen – nur nicht in Zürich. Dafür bereisen sie verschiedene europäische Städte.

Im Alter von 12 Jahren kam Toni Lengen zum ersten Mal mit Holz in Berührung. Damals half er seinem Vater, der ein Stück Wald in Küsnacht bewirtschaftete, beim Holzen. Seine berufliche Karriere war äusserst vielseitig. Sie reicht über eine kaufmännische Ausbildung, zum Automechaniker und Sozialarbeiter, bis zur eigenen Firma im Bereich Büro- und Raumkonzepte. Bis er sich fragte, ob das alles war und sich an der Bildhauerschule Scuola di Scultura di Peccia zum Holzbildhauer ausbilden liess. In Sellenbüren, fand er in einem älteren Industriegebäude die idealen Räumlichkeiten für sein Atelier «HolzSach». Ausstellung bis 29. Oktober, Kunstforum Stallikon, Schulhaus Loomatt, Sellenbüren. Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 15 bis 19 Uhr, Dienstag, 15 bis 20 Uhr. Samstag, 10 bis 12 Uhr. Während der Schulferien: Dienstag, 15 bis 18 Uhr. Finissage: 29. Oktober, 11 bis 13 Uhr.

Wer will seine Waren am Herbstmarkt anbieten? (Archivbild zvg.)

Der Frühlings- und Herbstmarkt in Affoltern findet seit diesem Jahr nur noch am Sonntag statt. Das neue Konzept wurde erstmals im Frühling erprobt und hat sich bewährt. Noch sind Plätze für den Herbstmarkt am Sonntag, 29. Oktober, verfügbar.

«Shell/Kugel» lädt dazu ein, der Kugel auf ihrem Holzweg zuzuhören. (Bilder Andrea Bolliger)

Vereine, Geschäfte oder auch Privatpersonen mit originellem, selbstgemachtem oder nützlichem Warenangebot sind eingeladen, sich für den Herbst- oder Frühlingsmarkt in Affoltern anzumelden. Dazu kann das Formular «Markt-Anmeldung» im OnlineSchalter auf der Homepage der Gemeinde ausgefüllt oder ein E-Mail mit sämtlichen Angaben zum Sortiment

und der Standgrösse an: sicherheitsabteilung@affoltern-am-albis.ch gesandt werden.

Stände mietbar Wer keinen eigenen Marktstand besitzt, kann diesen bei der Immobilienabteilung der Gemeinde mieten. Die Marktstände werden geliefert und aufgestellt. Auch dieses Jahr findet der Markt auf der Unteren Bahnhofstrasse statt. Die beliebte Chilbi auf dem Kronenplatz ist bereits am Freitag, 27. Oktober, geöffnet. (tro) Infos unter www.affoltern-am-albis.ch, Rubrik Verwaltung, Dienstleistungen, Markt und Chilbi. Marktverantwortliche: Désirée Störchli, Tel. 044 762 56 00.


veranstaltungen

Musik-Zeitreise mit Mandoline und Gitarre Concerto piccolo am Freitag, 8. September Musik verbindet und macht am meisten Spass, wenn man die Freude daran teilen kann. So begann vor zwei Jahren das Duo, bestehend aus Debra Fesslmeier (Mandoline) und Sarah Frei (Gitarre), als Plauschspiel und entwickelte sich bald zur auftrittsreifen Formation. Debra Fesslmeier studiert Biologie an der Universität Zürich und hat vor 13 Jahren mit dem Mandolinenunterricht bei Jeannette Vogt in Kriens begonnen und ist nun Teil einer Ensembleformation unter der Leitung von Valerij Kisseljow und das jüngste Mitglied des Mandolinen Orchesters Zürich. Sarah Frei unterrichtet neben dem Biochemiestudium klassische Gitarre für Kinder und Jugendliche an der Musikschule Horgen. Sie pflegt mit Blockflöte und Gitarre seit früher Jugend Kammermusik und leitet heute einen Kirchenchor sowie das Mandolinen Orchester Zürich.

Von Barock bis zu modernen Kompositionen Nach einem ersten erfolgreichen Auftritt im Mai 2016 folgt nun das zweite Concerto Piccolo des Duos mit einer Reise durch die Epochen von Barock bis zu modernen Kompositionen. Auf dem Programm stehen eine Sonata per Mandolino e basso von Di Majo, die Serenata von Paganini, die Canzona von Kioulaphides sowie der Bolero No.1 von Raffaele Calace.

Debra Fesslmeier (rechts, Mandoline) und Sarah Frei (Gitarre). (Bild zvg.) Das Kurzkonzert dauert eine halbe Stunde und findet wie gewohnt um 19 Uhr in der Kirche statt. Die Concerti piccoli stehen unter dem Patronat der reformierten Kirche Obfelden. Musik soll Freude sein. Mit dem Besuch unterstützen Konzertbesuchende diese Idee und kommen in den Genuss eines musikalischen Apéros zum Feierabend. (pl) Freitag, 8. September, 19 bis ca. 19.30 Uhr, ref. Kirche Obfelden. Eintritt frei (Kollekte)

Volltreffer-Gottesdienst Am 10. September in der Kirche Wettswil Gemeinsam mit der reformierten Kirchgemeinde Bonstetten feiert die Kirchgemeinde Stallikon Wettswil am 10. September, um 10 Uhr, einen besonderen Gottesdienst zum Anlass des Knabenschiessens. Das Thema wird sein: «Welche Ziele avisieren wir im Leben und was braucht es, um dann einen Volltreffer zu landen und was bedeutet das dann für uns?» Denn die Gesellschaft hält ja viel von Volltreffern, solche werden bewundert und machen

Schlagzeilen. Manchmal werden sie auch erwartet und dann ist die Enttäuschung gross, wenn das Ziel dennoch verfehlt wird. Rund um diese Themen gestalten die beiden Pfarrpersonen, Matthias Ruff und Susanne Sauder, einen spannenden Gottesdienst. Anschliessend gibt es einen Apéro, und rund um die Kirche Wettswil diverse Schiess-Stände, wo die eigene Geschicklichkeit und Genauigkeit erprobt werden kann. Die Pfarrpersonen und die Kirchgemeinde freuen sich über viele Gottesdienstbesucherinnen und -besucher am Mini-Knabenschiessen in Wettswil. (mr)

«Bigfoot Junior» Kinderfilm im Zuger Kino Seehof Das Zuger Kino Seehof zeigt am 10. September den Kinderfilm «Bigfoot». Eines Tages entdeckt der dreizehnjährige Adam, dass sein verschollener Vater der legendäre Bigfoot ist. Dieser versteckt sich im Wald vor einer Firma, die nach seiner einzigartigen Behaarung trachtet ... In ihrer Kinderfilmreihe möchten die Zuger Kinos

den jungen Zuschauern altersgerechtes Rüstzeug mitgeben, um die Machart populärer Filme zu erkunden und diese dadurch bewusster zu erleben. Für dies eignen sich jene Produktionen des aktuellen Kinoprogramms besonders gut, für die sich die Kinder von sich aus schon interessieren. (pd.) Sonntag, 10. September, 14.30 Uhr, Kino Seehof. Einführung von Antshi von Moos.

Kinderwaren kaufen Am 9. September in der «Stampfi», Knonau Bereits zum neunten Mal organisiert das Börsenteam Knonau am Samstag, 9. September, von 9 bis 12 Uhr eine Herbstund Winterartikel-Börse. Die Käuferinnen profitieren von schönen Secondhand-Kleidern bis Grösse 176, Schuhen bis Grösse 40, vielen tollen Spielsachen, coolen Wintersportartikeln, Dreirädern, Velos und anderen Artikeln für Kinder und Jugendliche. Neu befindet sich die Babyabteilung

im Parterre und ist kinderwagengerecht zugänglich. Gleichzeitig findet der «Bring- und Nimmtag» der Gemeinde auf dem Stampfiplatz statt. Dort wird eine kleine Festwirtschaft geführt. Somit können Begleitpersonen auf die Kleinsten aufpassen und gemütlich draussen verweilen, während die Mamis in Ruhe stöbern. Der Erlös der Börse wird vollumfänglich für einen gemeinsamen Helferanlass eingesetzt. (pd.)


Veranstaltungen

Dienstag, 5. September 2017

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Sonntagsmatinée mit Spoken Word «Jimi Hendrix und E-Gitarre der Akustikgitarre» Ralf Schlatter und Michael Wernli in der Regionalbibliothek

Paul Ubana Jones im «Pöschtli» Aeugstertal

Zürcher Ralf Schlatter, Autor und Kabarettist von «schön & gut», wurde mit dem Schweizer Kleinkunstpreis 2017 ausgezeichnet. Er liest am Sonntag, 10. September, in Affoltern aus «Steingrubers Jahr». Begleitet wird er von Michael Wernli auf der E-Gitarre.

Das «Pöschtli» Aeugstertal beginnt die neue Konzertsaison am 16. September, 20.30 Uhr, mit einem Konzert von Paul Ubana Jones.

Felix Steingruber, Kammerjäger, Katzenhalter und Junggeselle, träumt eines Nachts, er habe nur noch ein Jahr zu leben. Eine verstörende Eröffnung, auch wenn sie von einem Traumpsychiater ausgesprochen wurde. In der öffentlichen Bibliothek stösst Steingruber auf einen Ratgeber, in dem empfohlen wird, in schwierigen Situationen Tagebuch zu führen. Das tut er ein ganzes Jahr lang. In kurzen, lakonischen Einträgen lässt Steingruber die Leserinnen und Leser teilhaben an seinem scheinbar ereignisarmen Leben. Seine Eintragungen spiegeln beobachtend und präzise Komik und Tragik der menschlichen Existenz. Steingruber dokumentiert den Alltag eines stillen Sinnsuchers, bleibt dabei aber immer wunderbar schräg und humorvoll. Man erwärmt sich beim Lesen für diesen feinsinnigen Mann und wünscht ihm ein schönes, üppiges Stück vom Glück. Das Glück findet ihn dann auch, in der Person einer Bibliothekarin, die dieses Jahr zu etwas Einzigartigem

Ralf Schlatter (rechts) und Michael Wernli nehmen mit auf eine rhythmischklangvolle Reise durch das tragikomische Leben und Lieben des Kammerjägers Felix Steingruber. (Bild zvg.) macht … Ralf Schlatters neuster Roman kreist um einen unscheinbaren Helden, den die grossen Themen des Lebens heimsuchen. Zusammen mit Michael Wernli an der E-Gitarre hat Schlatter aus dem Buch eine Spoken-Word-Musik-Performance gemacht, eine rhythmischklangvolle Reise durch die Tage des

Felix Steingruber. Zu sehen und hören an dem Ort, an den der Kammerjäger – der Liebe willen – immer wieder zurückkehrt: in der Bibliothek! (pd.) Lesung mit Ralf Schlatter und Michael Wernli am Sonntag, 10. September, 10.30 Uhr, Regionalbibliothek, Obere Seewadelstrasse 14, Affoltern. Zopf und Kaffee im Anschluss. Eintritt 15 Franken.

Bei seinen bisherigen Konzerten im «Pöschtli» kam das Publikum aus dem Staunen nicht mehr heraus und konnte kaum glauben, dass da ein einzelner Mann nur mit seiner akustischen Gitarre auf der Bühne sitzt. Paul Ubana Jones, Sohn einer englischen Mutter und eines nigerianischen Vaters, ist ein aussergewöhnlicher Gitarrist mit einer unglaublichen Stimme. Dort wo Blues, Folk, Pop, Jazz und afrikanische Musik zusammenkommen, liegt seine musikalische Welt. Er selbst nennt es ganz einfach «Acoustic Soul Music». Bereits mit elf Jahren begann er Gitarre zu spielen. Er absolvierte ein Londoner Music College, wo er Gitarre, Cello und Komposition studierte. Über die Jahre entwickelte er seinen ganz eigenen Gitarrenstil und startete eine erfolgreiche internationale Karriere. Ende der Siebzigerjahre tourte er durch Europa und Nordafrika und spielte auf allen wichtigen Festivals in Kanada und den USA. In den Achtzigerjahren zog er mit seiner Familie nach Neuseeland (wo er auch heute noch lebt) und tourte mit wachsendem Erfolg durch die ganze Welt. So

Paul Ubana Jones (Vocals & Guitar). (Bild zvg.)

spielte er als Opening Act für Stars wie Bob Dylan und Patti Smith und tourte mit Taj Mahal, B.B King, Keb Mo’, Norah Jones, Ben Harper, Ladysmith Black Mambazo und Tuck & Patti. Paul Ubana Jones hat elf Alben aufgenommen und bereits dreimal die New Zealand Music Awards gewonnen. Er ist ein Meister seines Fachs, ein «Hootchie Cootchie Man», der auch «House Of The Rising Sun» hinreissend neu interpretieren kann. «Wenn mein Name nicht berühmt wird, so macht das nichts. Ich berühre viele Menschen mit meiner Musik, und das ist die Hauptsache», sagt er selbst. (pd.) Konzert am 16. September, 20.30 Uhr, Essen gibts um 19 Uhr. Reservierung: Telefon 044 761 61 38.

Achterbahnfahrt durch Schauspiel macht Bruder Klaus verschiedene Musikstile erlebbar A-capella-Ensemble «Tredici» in Affoltern

Uraufführung Musiktheater über Niklaus von Flüe in Kappel Das Jubiläumsjahr von Niklaus von Flüe (1417-1487) erlebt mit dem Musiktheater «Ranft-Ruf» einen weiteren Höhepunkt. Am 16. September findet die Uraufführung des einzigartigen Schauspiels in der Klosterkirche von Kappel statt. Niklaus von Flüe hat während Jahren um seine innere und äussere Berufung gerungen. Das Musiktheater widmet sich seiner zunehmenden Zerrissenheit zwischen der äusseren Lebensaufgabe als Mann und Vater, Berufsmann und Staatsmann sowie dem inneren Ruf seiner Seele. Der Ranft-Ruf lässt die Visionen des Mystikers in Sprache, Musik und Gesang aufleben und mit der heutigen Zeit begegnen. Der spirituelle Kern des Stücks mit originalen Texten Niklaus von Flües ist in eine Rahmenhandlung mit heutigen Perso-

Dirigentin Hannah Lindner und 13 Sängerinnen und Sänger aus Hedingen und Umgebung. (Bild zvg.)

Etwa dreizehn Sängerinnen und Sänger werden am nächsten Sonntag, 10. September, um 17 Uhr einen vielseitigen Liederreigen zum Besten geben. Unter dem gedeckten Kasinovorplatz lädt dieser musikalische Wochenendausklang zum Verweilen ein. «Eine Achterbahn durch verschiedene Musikstile und Epochen» – so beschreibt das Ensemble Tredici sein Liederprogramm. Da ertönen zum Beispiel klassische Stücke (Die Forelle von Franz Schubert), jazzige Klänge (Java Jive), wie auch Volkslieder (Mia Matta). 13 an der Zahl werden es sein, gesungen in verschiedenen Sprachen und Stimmungen. Die begeisterten Sängerinnen und Sänger, die sich als Tredici zusammen-

getan haben, sind vor allem in Hedingen und den benachbarten Gemeinden beheimatet und zählen gemeinsam mit ihrer Dirigentin Hannah Lindner mal mehr, mal weniger als dreizehn Personen. Vor oder nach der «Musig us em Amt» kann man sich bei einem erfrischenden oder wärmenden Getränk auf der Terrasse des Märtkafi treffen und noch eine Weile plaudern. Die Hutkollekte, die am Schluss des Konzertes gesammelt wird, kommt wie immer voll und ganz den Musikern zugute. (pd.) «Tredici» am Sonntag, 10. September, 17 Uhr, Märtplatz Affoltern. Eintritt frei, Hutkollekte. Märtkafi offen ab 16.15 Uhr. Letztes Konzert «Kultur am Platz» in diesem Jahr: «Pop trifft auf Panflöte» mit Jonas Gross und Nino Lentini, am 24. September. Weitere Infos: www.kulturaffoltern.ch

Markus Amrein. (Bild Michael Meier) nen eingebettet. Das Publikum erlebt eine überraschende Annäherung an

Bruder Klaus und seine Frau Dorothea Wyss. Zuschauerinnen und Zuschauer werden eingeladen, eigene Erfahrungen zu machen und ihren inneren Eremiten zu entdecken. Damit schlägt der Ranft-Ruf eine Brücke in die Gegenwart und inspiriert auch heutige Menschen. Die Klosterkirche Kappel mit ihrem wunderbaren Klangkörper bietet ein spezielles musikalisches Erlebnis. Nach der Uraufführung und zwei weiteren Aufführungen in Kappel geht das Stück in der Deutschschweiz auf Gastspieltournee. Die Aufführung eignet sich für Erwachsene und ältere Jugendliche mit Interesse an einem mystischen Musiktheater. Es wird kein spezifisches Wissen vorausgesetzt. Der Schauspieler Markus Amrein verkörpert Niklaus von Flüe, wie er es bereits 2013 in der SRF-Dokufiction «Die Schweizer» gemacht hat. (pd)

«Die Konferenz der Tiere» Familienkonzert in der reformierten Kirche Affoltern Ein Konzert für Kinder und Erwachsene – diese Idee wird Realität. Zum ersten Mal findet solch ein Familienkonzert am 9. September um 10 Uhr in der reformierten Kirche Affoltern statt. Marieke Süess, Christian Hunziker (Lesung) und Antonia Nardone (Orgel, Klavier) lesen und spielen das Stück «Die Konferenz der Tiere» nach der bekannten Geschichte von Erich Kästner, bearbeitet von Eva MartinSchneider und mit Musik von Christiane Michel-Ostertun. Alois, der Löwe, Oskar, der Elefant und Leopold,

Eine Szene aus dem Buch «Die Konferenz der Tiere». (Bild zvg.)

Hungersnöte und Streiks. Wer denkt da noch an die Kinder? Deshalb beschliessen die Drei, eine Konferenz sämtlicher Tiere einzuberufen. Wie sie dann die Menschen mit aussergewöhnlichen Mitteln zu Frieden und Gerechtigkeit verpflichten, wird in der berühmten Geschichte von Erich Kästner liebevoll beschrieben. Familien, Kinder, Eltern, Grosseltern, Tanten, Onkel, Gottis, Göttis und andere Interessierte sind zu diesem spannenden und amüsanten Konzert herzlich eingeladen. (pd) Familien-Konzert, Samstag, 9. September, 10 Uhr in

die Giraffe haben es satt: Die Menschen schaffen immerfort Kriege,

der ref. Kirche Affoltern. Dauer zirka 40 Minuten Eintritt frei – Kollekte.


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Sport

Dienstag, 5. September 2017

An der Europameisterschaft auf Platz 7 – in Zwillikon überlegener Sieger Martin Wagner dominierte am 7. nationalen Fahrturnier in Zwillikon die Vierspännerkategorie Martin Wagner aus Niederteufen kam mit der Referenz eines 7. EM-Platzes ans 7. nationale Fahrturnier nach Zwillikon und dominierte die Vierspännerkategorie. Der Mettmenstetter Hans-Heiri Weiss fuhr in dieser Konkurrenz nach seiner Bronzemedaille an der Schweizer Meisterschaft auf Platz drei. ................................................... von werner schneiter Der vom samstäglichen Dauerregen weiter aufgeweichte Parcours auf dem Areal der Familie Obschlager in Zwillikon stellte an Fahrer und Pferde gleichsam hohe Anforderungen. Kam hinzu, dass der von Beat Auer angelegte Hindernisparcours mit teils engen Wendungen ohnehin erhöhte Ansprüche stellte. Mieses Wetter und die Tatsache, dass eine Woche nach den Schweizer Meisterschaften bei einigen Gespannen die Luft etwas draussen war, führte beim 7. nationalen Fahrturnier zu einigen Absagen – insbesondere aus der vom Regen besonders stark betroffenen Ostschweiz. Gleichwohl bekamen die zahlreichen Zuschauer insbesondere am Sonntag bei besseren Bedingungen guten Fahrsport zu sehen. Die Teilnehmenden mussten ihr Können zuerst auf dem Dressurfeld präsentieren; hernach waren auf dem Hindernisparcours insbesondere Steuerungskünste gefragt. Auf einer Länge von knapp 700 Metern standen 20 Hindernisse in Form von Töggeln, bei denen die kleinen Bälle nicht fallen durften – ansonsten Strafpunkte resultierten, genauso wie für Zeitüberschreitung. Aufgrund des tiefen Bodens waren kräftige Pferde eher im Vorteil.

Bronzemedaille verleiht Schub Pferde und Fahrende bilden eine Symbiose; nur ein gutes Zusammenspiel bringt Erfolg. Bei Martin Wagner aus Niederteufen, auf Platz sieben bei der Viererzug-Europameisterschaft in Göteborg, zeigte sich die internationale Erfahrung. Nach der besten Dressur offenbarte er in der sonntäglichen Vierer-«Königsdisziplin» sein Können auch auf dem Hindernisparcours, wo

Der Mettmenstetter Hans-Heiri Weiss mit seinen Arabo-Friesen, bestaunt vom zahlreich erschienenen Publikum. (Bild Werner Schneiter) er ebenfalls keinen Bezwinger fand. Hans-Heiri Weiss trat mit seinen jungen Pferden an. Die Arabo-Friesen entwickeln sich prächtig. «Ihnen fehlt noch die Routine, sie sind noch kein Team», sagte der Bronzemedaillengewinner an der Schweizer Meisterschaft in Andelfingen, wo er das Dres-

surprogramm gewann und im nächsten Jahr Ambitionen hegt: «Gerne möchte ich 2018 ein paar internationale Turniere fahren.» Er absolviert dafür wöchentlich 15 bis 20 Trainingsstunden. Bei den Zweispännern kam Karl Hueber aus Zwingen zu einem Sieg,

der da und dort als Überraschung taxiert wurde – insbesondere, weil er einen der erfolgreichsten Schweizer Fahrer, Werner Ulrich aus Bäriswil, sowie Routinier Toni Windlin (im vergangenen Jahr Doppelsieger in Zwillikon) auf die Plätze zwei und drei verwies. Ulrich hat sich übrigens aus der

Fahrsport erfordert Zeit, Geduld – und Geld Wer Fahrsport betreibt, tut das in der Regel mit Leidenschaft. Denn auch wer nicht zur nationalen Spitze gehört, muss beachtlichen Aufwand betreiben. Fahren erfordert von der Person «auf dem Bock» viel Geschick, aber auch Geduld, weil auch Pferde nicht wie Maschinen getrimmt werden können. Dazu kommt, dass Fahrsport mit finanziellem Aufwand verbunden ist. Es bedarf nicht nur guter Pferde. Wagen, Geschirr und adäquate Transportmittel gehören ebenfalls dazu. Wer besondere Ambitionen hegt, zieht einen Tierarzt hinzu und braucht zahlreiche Helfer, darunter auch Grooms – also jene, die im Wettkampf hinten auf dem Wagen Platz nehmen. «Wer vierspännig fahren will, muss heute mindestens 200 000 Franken investieren, Sponsoren akquirieren – und min-

destens fünf Pferde im Stall haben», sagt René Staub, der als Jurypräsident im Einsatz stand. «Der Sponsor eines Spitzenfahrers hat den Vertrag nicht mehr verlängert, sodass dieser heute keine internationale Turniere mehr bestreiten kann», ergänzt Erhard Schneider, ebenfalls ein langjähriger Turnierrichter und in Zwillikon als Gast anwesend.

Die Eckpfeiler des Fahrsports An dem, was sie auf dem Dressurviereck gesehen haben, fanden Staub und Schneider Gefallen. «Das Niveau ist gut». Worauf wird geschaut? Da ist einmal die Präsentation des gesamten Gespanns, dessen Sauberkeit, die Reinheit der Gänge der Pferde, ein möglichst guter Raumgriff bei den Gängen sowie die Wendungen. «Das Pferd

muss sich beugen lassen», sagen die Fachleute. Dazu kommt der Einfluss des Fahrers aufs Pferd. Kann er die vorgegebenen Figuren genau fahren? Früher gab es vor dem Wettkampf Gespannskontrollen. Der Zustand des Pferdegeschirrs, die Beschläge, aber auch Sauberkeit wurden kritischen Richterblicken ausgesetzt. Doch diese Kontrollen wurden abgeschafft, in erster Linie, weil weniger Richter engagiert werden müssen und damit Kosten gespart werden können. Das wird in Richterkreisen bedauert, ebenso der Umstand, dass heute Fahrer oft zu wenig Zeit investieren in die Ausbildung junger Pferde. «Es dauert seine Zeit, Pferde stufenweise an ein höheres Niveau heranzuführen. Leider leistet auch der Verband zu wenig Unterstützung», sagt René Staub. (-ter.)

Viererzug-Konkurrenz verabschiedet und seine «Pferde-Gene» offenkundig seinem Sohn Stefan vererbt. Dieser gewann nämlich die Einspännerkategorie M/S, in der Heinz Kellenberger aus Hausen auf Platz zehn kam – einer von nur drei Teilnehmenden aus dem Säuliamt. Bei den samstäglichen Prüfungen siegten Jusine Courtin (Chéserex) bei den Einspännern L und Cédric Scherrer (Lommis) bei den Ponys gemischt – dies nachdem er bei der Pony-WM im deutschen Minden Vizeweltmeister wurde und ausserdem den Schweizer Meistertitel innehat. Carole Streich aus Maschwanden klassierte sich auf den Plätzen fünf und acht. Ranglistenauszüge Prüfungen vom Samstag, Pony gemischt: 1. Cédric Scherrer, Lommis (Donovan’s Dusty). 5. Carole Streich, Maschwanden (Grandalf v. Shethof/Joy). 8. Carole Streich, Maschwanden (Gotteron v. Sthethof/Jin). Einspänner, Pferde L: 1. Justine Courtin, Chésereux (Chaya II). Prüfungen vom Sonntag, Einspänner M/S: 1. Stefan Ulrich, Bäriswil (Pamino). 10. Heinz Kellenberger, Hausen am Albis (Little Man). Zweispänner L/M/S: 1. Karl Hueber, Zwingen (Eddie Murphy/Elton John). Vierspänner/Tandem L/M/S: 1. Martin Wagner, Niederteufen (Cato V/Finity/Lucky/Ninjo). 2. Toni Windlin, Kerns (Noldi VIII/Quattro III/Nevada/Nesquice). 3. Hansheiri Weiss, Mettmenstetten (Henri IV/Karel VI/Tom IV/Zorro M). Vollständige Ranglisten unter www.fahrgruppe-saeuliamt.ch.

Sechster an der Affoltern 1 mit Meistertitel NLB Ost Schweizer Meisterschaft Faustball: Weitere vier Punkte in der Schlussrunde erkämpft Andreas Ott überzeugte mit Nanu an den nationalen Titelkämpfen. Sein verdienter Lohn: Rang sechs. Pius Schwizer holte nach dem Sieg im Schweizer Cup auch den Titel des Schweizer Meisters. Auf dem zehnjäh-

rigen Balou Rubin beging der Routinier aus Oensingen nur einen einzigen Abwurf am letzten Hindernis der finalen Runde. Die Silbermedaille eroberte Niklaus Schurtenberger mit Quasimodo. (pd.)

Der Mettmenstetter Andreas Ott auf Nanu. (Bild zvg.)

Auch die Schlussrunde der NLB-Gruppe Ost wurde in Jona ausgetragen. Um 12 Uhr waren gleichzeitig Spielbeginn und Schleusenöffnung. Die Schiedsrichter entschieden trotz einsetzendem starkem Regen die Spiele anzupfeifen. Anfangs schluckte der Rasen das Wasser noch, aber mit zunehmender Dauer wurden die Verhältnisse schwieriger. Affoltern spielte die erste Partie gegen Elgg-Ettenhausen 2. An einen gepflegten Spielaufbau war bei diesen Verhältnissen nicht zu denken. Die hart umkämpfte Partie zog sich über fünf Sätze hin, mit dem glücklicheren Ende für Affoltern 1. Im zweiten Spiel traf man auf den Absteiger aus dem St. Gallischen Waldkirch. Die Gegner wehrten sich nach Kräften, aber Affoltern hatte die Partie unter Kontrolle und gewann diese 3:0. Affoltern gewann erneut 4 Punkte. Da Oberwinterthur in der ersten Partie gegen Jona patzte, aber danach Diepoldsau 2 mit 3:0 schlug, setzte sich

Stehend (v.l.): John Schoch, Erwin Meier, Daniel Gübeli, Cyrille Bournarie, Otti Krummennacher. Kniend: Benno Allenspach, Sandro Rüegg, Daniel Hürlimann. überraschend Affolterns erste Mannschaft an die Spitze. Wigoltingen 2 erspielte sich ebenfalls vier Zähler und schloss punktemässig zu Affoltern auf, aber aufgrund der besseren Satzverhältnisse holte sich das Fanionteam den Meistertitel der NLB Ost. Mit dem 1. Platz hat sich Affoltern aber auch noch für die Auf- Abstiegsspiele NLA/NLB qualifiziert. Am Donnerstag,

7. September, kommt es auf der Bisangmatte in Olten zu den folgenden Partien, ab 19 Uhr. Neuendorf (1. Platz NLB West) – Olten (8. Platz NLA), Neuendorf – Affoltern, Affoltern – Olten. Die drei Mannschaften spielen um zwei Plätze in der Nationalliga A. John Schoch Resultate und Ranglisten auf www.swissfaustball.ch.


Sport

Dienstag, 5. September 2017

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200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am «nEverest» beim Türlersee Doppelt so viele Spenden wie erwartet für kenianische Strassenkinder Der Türlersee erwies sich als perfekter Standort für den Charity-Anlass «nEverest» vom Samstag, direkt an der Strecke Buchenegg-Albis gelegen mit einer idyllischen Laufrunde und Schwimmen im See. Organisator Gilbert Fisch äusserte sich trotz Wetterpech begeistert: «Türlersee-Pächter Andreas Glättli hat uns perfekt unterstützt.»

ermöglichen. «Dabei muss vieles berücksichtigt werden», ergänzt Gilbert Fisch, «beispielsweise ist es wichtig, die Mädchen aufzuklären, dass Verhütungsmittel weder des Teufels sind noch unfruchtbar machen, wie dies manche Kirchenvertreter verbreiten. Wir wollen, dass die jungen Frauen einen Abschluss erhalten. Dazu gehört auch, dass sie nicht während der Ausbildung schwanger werden.» Natalie Hungerbühler wird den Kindern auf Fotos zeigen, wie 200 Frauen, Männer und Kinder im Regen Runden gedreht haben, um ihre Schule zu finanzieren: «Zuneigung und Anerkennung ist so wichtig wie das Geld. Wenn die Kinder sehen, wie viele Leute sich an diesem regnerischen Tag für sie persönlich engagiert haben, ist dies ein doppeltes Geschenk – und zeigt ihnen, dass wir ihre Ausbildung ernst nehmen. Dies trägt zur Motivation in der Ausbildung bei.»

................................................... von bernhard schneider 55 555 Franken stand auf dem Check, den Gilbert Fisch der Präsidentin des Hilfswerks we care 4, Natalie Hungerbühler, überreichte. «Doch das ist bereits Schnee von gestern», hielt er lachend fest, denn nachdem er den symbolischen Check ausgefüllt habe, seien weitere Spenden eingetroffen.

Kinder laufen für Kinder: Die Finisher des Kids-Runs zeigen ihre Medaillen. (Bild Bernhard Schneider) Runden für Strassenkinder Trotz des regnerischen Wetters verbrachten über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tag am Türlersee: 40 Helferinnen und Helfer, 20 Begleiter, 25 Kinder sowie 110 Sportlerinnen und Sportler. Diese schwammen und liefen im und um den Türlersee und drehten teilweise über zehn Radrunden mit jeweils 475 Höhenmetern. Es gab keine Zeitmessung, denn das Ziel war nicht der sportliche Wettkampf, sondern das Sammeln von Geld für die Ausbildung von Strassenkindern in Nakuru, Kenia. Kurz vor dem Start liess der Regen nach, wie Gilbert Fisch beschreibt: «Es herrschte eine mystische Stimmung am Morgen über dem See, fast wie bei Harry Potter.»

«We care 4» führt für jedes unterstützte Kind ein Dossier und überprüft auf regelmässigen Reisen nach Kenia, dass kein Geld in falschen Taschen versickert. «Wir machen keine Entwicklungshilfe, sondern fördern individuelle Potenziale», begründet Gilbert Fisch sein Engagement, «um die Armut in Kenia zu bekämpfen, habe ich ‹nEverest› ins Leben gerufen, denn Bildung ist die mächtigste Waffe für ein menschenwürdiges Leben in armen Ländern.»

Ausweitung des Projektes auf Mädchen herausfordernd Bei den bisherigen zwei Ausführungen des Projektes wurde jeweils Geld für

das Projekt Scann gesammelt, das Knaben, die auf der Strasse leben, ein Dach über dem Kopf und eine Schulausbildung ermöglicht. Für die gut 100 Knaben von «Scann» sind 50 000 Franken erforderlich, um ihnen ein Jahr lang nebst Schulgeld und Unterrichtsmaterial auch die obligatorische Schuluniform und die ebenfalls obligatorischen Lederschuhe zur Verfügung zu stellen. Der Spendenerfolg von «nEverest» 2017 ermöglicht nun «we care 4», ergänzend zu «Scann» ein Projekt für Mädchen zu evaluieren. Dies ist wesentlich schwieriger als bei Knaben, denn Mädchen werden oft von Verwandten als Arbeitskräfte zu sich geholt, bevor sie auf der Strasse lan-

den. Oder sie geraten in die Prostitution. Um sie aus den Händen der Zuhälter zu befreien, ist sehr viel Know-how und Durchsetzungsvermögen gefragt.

Vorsichtige Evaluation essenziell für Glaubwürdigkeit und Erfolg «Wir evaluieren sehr vorsichtig», erklärt Natalie Hungerbühler, «denn zwischen Kenia und uns besteht ein riesiger kultureller Unterschied. Wir wollen sicher sein, dass die Kinder, die wir unterstützen, tatsächlich existieren und auch wirklich zur Schule gehen.» Geprüft werden nun ein halbes Dutzend Projekte, um Mädchen in Kenia eine höhere Schulbildung zu

Wiedersehen am 1. September 2018 Gilbert Fisch nimmt nun bereits den «nEverest» vom 1. September 2018 in Angriff. «Wir haben nun Erfahrungen gesammelt mit diesem ausgezeichneten Standort am Türlersee und können den Anlass in den nächsten 12 Monaten perfektionieren.» Das Ziel ist klar: Nächstes Jahr soll ein Projekt evaluiert sein, das konzeptionell den Ansprüchen von «we care 4» entspricht und mindestens so vielen Mädchen und jungen Frauen eine höhere Ausbildung ermöglicht, wie dies «Scann» für Knaben anbietet. Auch 2018 wird Gilbert Fisch über seine Stiftung sämtliche Aufwendungen für «nEverest» finanzieren, damit Startgelder und Spenden zu hundert Prozent nach Kenia fliessen.

Englische Woche hat dem FC Affoltern viel abverlangt

FCWB unterliegt Gossau

FCA – FC Serbija 6:1 (1:0); FCA – FC Wädenswil 1:2 (0:2)

Der FC Wettswil-Bonstetten verliert auch das zweite Auswärtsspiel der Saison. Gleich mit 3:0 fertigen die Ostschweizer die Ämtler ab und rücken damit in der Tabelle vor den FCWB.

Der FC Affoltern konnte letzte Woche mit dem FC Serbija und dem FC Wädenswil gleich zwei Mannschaften auf dem heimischen Moos begrüssen. Obwohl es bei beiden Spielen kühles bis regnerisches Wetter gab, hätten die beiden Spiele unterschiedlicher nicht sein können. Am Mittwoch wurde der FC Serbija empfangen, welcher vor dem Spiel einen Sieg und Unentschieden verzeichnen konnte. So versuchten die Gäste auch von Anfang an den FCA mit hohem Offensiv-Pressing unter Druck zu setzen. Zwar konnten sie sich einige Chancen erarbeiten, dem FCA gelang es aber trotzdem, sich Chancen durch schöne Kombinationen herauszuspielen. In der 25. Minute konnte Halilovic den Ball in den Lauf von Marco Rako lenken, welcher sauber zum 1:0 einlochte. Der FC Serbija setzte zwar mit dem Pressing fort und prüfte Steiner das eine oder andere Mal, dennoch schlichen sich immer mehr Fehler ein, was auch dem FCA zu Chancen half.

Schützenfest in der zweiten Halbzeit Nachdem beide Mannschaften aus der Kabine kamen, fand der FCA besser Tritt und konnte bereits in der 49.

Minute den Vorsprung auf 2:0 ausbauen. Danach war der Wille des FCS gebrochen und der FCA nutzte dies eiskalt aus und erzielte weitere Tore durch Bilic, den Debütanten Hirzel, Premananthan und Alen Rako. Leider verlor man gegen Ende des Spieles in der Defensive die Konzentration und musste in der 90. Minute ein Gegentor hinnehmen, welches man durch konsequenteres Verteidigen hätte verhindern können. Tore: 26. M. Rako 1:0, 49. M. Rako 2:0, 54. M. Bilic 3:0, 59. O. Hirzel 4:0, 75. D. Premananthan 5:0, 85. A. Rako 6:0, 90. R. Stoykov 6:1 FCA: Steiner; Hirzel, Bala, Luchsinger, Mühlemann; Ismajlaj, Oetterli, M. Rako (68. Premananthan), A. Rako; Halilovic (61. Steigmeier), M. Bilic (80. S. Antenen)

Harter Gegner am Samstag Als Gegner am Samstag kam der FC Wädenswil nach Affoltern. Mit zwei Siegen und 11:0 Toren kamen die Gäste mit breiter Brust ins Spiel und bestimmten von Beginn an das Spiel. Zwar waren die Gäste überlegen, jedoch nicht in dem Mass wie zu erwarten war. In der 18. Minute erwies Alen Rako seiner Mannschaft einen Bärendienst, indem er sich wegen wiederholtem Meckern die gelb-rote Karte holte. Danach erhöhte der FC Wädenswil weiter der Druck und konnte in der 27. Minute die

Chance nutzen und durch einen Schuss aus 20 Metern in Führung gehen. Dennoch gab sich der FCA nicht geschlagen und spielte weiter auf. So hatte er in der 30. Minute nach einem Eckball die Chance zum Ausgleich. Der Ball traf jedoch nur den Pfosten. Die Wädenswiler gaben sich aber nicht mit dem 1:0 zufrieden und spielten weiter sehr starkes Pressing, welches in der 39. Minute zur 2:0-Führung führte.

Zweite Halbzeit auf Augenhöhe Die zweite Halbzeit war durch sehr kontrollierten Fussball geprägt. Beide Mannschaften standen defensiv sehr kompakt und obwohl es zu einigen Chancen kam, wurden diese durch die guten Torhüterleistungen vereitelt. Der FCA hatte tendenziell mehr Spielanteile und konnte einige Chancen herausspielen. Ismajlaj setzte in der 62. Minute einen Pass von Hirzel nur knapp neben das Tor. In der 69. Minute konnte Stähli mit einem Querpass auf Bilic den Torhüter ausspielen und Bilic den 1:2-Anschlusstreffer erzielen. Dies gab dem FCA zwar nochmals Mut, dennoch blieb es beim 1:2 Schlussstand. Patrick Hutzler Tore: 27. + 39. M. Conte 0:1 + 0:2, 70. M. Bilic 1:2 FCA: Steiner; Hirzel, Bala, Luchsinger (87. Wandke), Mühlemann; Ismajlaj, Oetterli, Stähli (83. Halilovic), A. Rako; S. Antenen (75. Stäger), M. Bilic

FC Gossau – FC Wettswil-Bonstetten 3:0 (1:0) Gastgeber demonstrieren Stärke

Guten Mutes stiegen die Ämtler am Samstag in den Car, denn die letzten zwei Spiele wurden beide klar und ohne Gegentreffer gewonnen. Doch in Gossau wartete dieses Wochenende ein starker Gegner. Pünktlich um 17 Uhr wurde die Partie auf einem, für die nassen Wetterverhältnisse in der Ostschweiz, ausgesprochen schönen Rasen, angepfiffen.

Nach der Pause drückten die Ämtler auf den Ausgleich. In der 66. Minute kam es zu einem Freistoss für den FCWB. Die Flanke wurde von der Gossauer Defensive geklärt, landete bei einem WB-ler, ging aber sogleich wieder verloren. Der FC Gossau schaltete blitzschnell um und Bischofberger konnte nach einem schnörkellosen Konter zum 2:0 einköpfen. Dann verloren die Gäste etwas den Kopf und stürmten ungestüm nach vorn. Gossau wusste dies auszunutzen und kam in der 78. Minute zum 3:0. Der FCWB steht nun mit sechs Punkten aus fünf Spielen an siebter Stelle in der Tabelle.

Ausgeglichene erste Halbzeit

Nächsten Samstag gegen Kosova

Nach starkem Beginn der Gastgeber konnte sich der FCWB nach zwanzig Minuten fangen. Über den schnellen Le konnten die Gäste immer wieder Nadelstiche in der Offensive setzen. Die beiden Mannschaften gestalteten das Spiel, welches auf hohem Niveau und mit schnellem Tempo geführt wurde, weitgehend ausgeglichen. Gossau war mehr am Ball und die Gäste konterten immer wieder geschickt. In der letzten Minute der ersten Halbzeit kombinierten sich die Ostschweizer auf der rechten Seite schön durch. Nach einer herrlichen Hereingabe konnte der Einschussbereite Lo Re nur noch einschieben. Kurz darauf gingen die beiden Mannschaften mit dem 1:0 in die Pause.

Nun heisst es für die Ämtler diesen Match rasch abzuhaken und sich voll aufs nächste Wochenende zu fokussieren. Mit dem FC Kosova empfangen die Wettswiler nächsten Samstag einen starken Gegner und einen direkten Konkurrenten im Moos. (NSc) Matchtelegramm: Sportplatz Buechenwald, Gossau. FCWB: Thaler; Peter (83. Siefkes), Hotnjani, Studer, Gouiffe à Goufan; Peduzzi, Schneebeli, Le (63. Loosli); Capone, Srdic, Allemann (77. Agbomoagan). Weitere FCWB-Resultate: Affoltern a/A – Sen. 30+ 1:3, Affoltern a/A – Jun. Db 4:6, Knonau-Mettmenstetten – Jun. Dc 0:17, Jun. Dd – Dietikon 1:1, Jun. Bc – Einsiedeln 6:1, Affoltern a/A – Jun. Da 3:7, Freienbach 3 – FCWB 3 0:3, Wallisellen – Jun. Bb 10:0, Dietikon – Jun. A (CCJL) 0:2, Wollishofen – Jun. Ba 0:10, Freienbach – Jun. A+ 3:0


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Ausserordentliche Generalversammlung Freitag, 29. September 2017, um 19.30 Uhr Türöffnung 18.45 Uhr Saal Senevita Obstgarten, Obstgartenstrasse 9 Die Genossenschafter sind schriftlich eingeladen worden. Traktanden:

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Frau Monika Deplazes per Telefon: 043 322 60 14 (Montag, Mittwoch und Donnerstag).

1. Erhebung der Stimmrechte 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Anträge des Vorstandes 3.1 Antrag Tarifverordnung 4. Anträge der Genossenschafter 4.1 Antrag auf Statutenänderung Peter Leuenberger, GV 2016/ Rückstellungsantrag auf GV 2017 von Rolf Huber, GV 2016/ Traktandum durch Vorstand verschoben auf a. o. GV 2017 5. Verschiedenes

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Vertreter haben gemäss Statuten eine schriftliche Vollmacht vorzuweisen. Die Unterlagen zur Versammlung werden bei der Eintrittskontrolle abgegeben oder können ab Montag, 25. September, bei der Wasserversorgung, Zürichstrasse 98, während der Geschäftszeiten abgeholt werden. Affoltern am Albis, im August 2017 Der Vorstand

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