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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 532 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 61 I 166. Jahrgang I Dienstag, 6. August 2013

Unterhalt

Für mehr Toleranz

In Mettmenstetten werden verschiedene Gemeindestrassen saniert. > Seite 3

1. August mit FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann in Bonstetten. > Seite 7

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Kabul – Herat Die Wettswilerin Silvia Käppeli arbeitete während sechs Monaten in Afghanistan. > Seite 9

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Auf Säumerweg Zweitageswanderung der Wandergruppe Bonstetten über den Sustenpass. > Seite 10

Swissness als gesellschaftliches Erfolgsrezept Bundesfeier in Affoltern mit Nationalrat Thomas Hardegger An der gut besuchten Bundesfeier auf dem Marktplatz in Affoltern sprach SP-Nationalrat Thomas Hardegger über die schweizerischen Eigenheiten, die Swissness. Er präsentierte fünf gesellschaftliche Swissness-Eigenschaften, die uns Qualität, Nachhaltigkeit und Erfolg sichern können. ................................................... von marianne voss Nationalrat Thomas Hardegger hatte einen anstrengenden Tag vor sich, denn der Auftritt in Affoltern war nur einer von dreien – doch es war der erste. So trat der Nationalrat am Vormittag vom 1. August frisch und voller Elan ans Rednerpult auf dem Marktplatz in Affoltern und fesselte die Festgesellschaft mit einer engagierten Ansprache. Er sprach von der SwissnessVorlage, die im Nationalrat verabschiedet wurde und nahm das Publikum mit auf einen Gedanken-Spaziergang zur Frage, ob wir als Gesellschaft auch Swissness-Eigenschaften haben, die uns zukunftsfähiger machen. Hardegger präsentierte fünf solche Eigenschaften. Erstens die Rücksicht auf Minderheiten und die Solidarität

mit Schwächeren. «Lösungen, die auch Minderheiten und alle Regionen berücksichtigen, gehören zum schweizerischen System.» Auch innerhalb der Gesellschaft sei die Solidarität der Kitt, der uns zusammenhalte. Diese Solidarität zwischen Bessergestellten und Schwächeren werde aber zusehends infrage gestellt. Die letzten Abstimmungen zu den Steuervorlagen hätten aber gezeigt, dass nicht akzeptiert werde, wenn sich eine Gruppe aus der Mitverantwortung für alle verabschieden wolle. Bei der zweiten Eigenschaft – der Arbeitsmoral und dem Teamgeist – ging er auf die Problematik der Manager mit ihren hohen Löhnen ein. Das entspreche nicht unseren Vorstellungen von Teamgeist. «Wir sitzen nicht mehr alle im gleichen Boot. Nein, einige haben sich in der Luxusjacht aus dem Staub gemacht.»

Nachhaltig intakte Welt hinterlassen Weitere Eigenschaften waren unsere direkte Demokratie, die dem Volk das Recht gibt, seine Meinung kundzutun, sowie das Selbstbewusstsein. Zu letzterem erklärte er, dass die Negativschlagzeilen über die Wirtschaft in der Schweiz nicht bedeuten, dass wir

von Feinden umzingelt wären. «Mit Stolz dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir bezüglich Innovation immer noch einen Spitzenrang einnehmen.» Aber wir seien zwar nicht in der EU, aber dennoch ein Teil Europas. «Wir müssen selbstbewusst verhandeln, aber nicht überheblich. Proaktiv mit guten Ideen vorpreschen ist gescheiter als zu warten, bis wir wieder unter Druck stehen.» Die fünfte Eigenschaft betraf die Lernfähigkeit Redner in Affoltern: Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und und die Bereit- Gemeindepräsident von Rümlang. (Bild Marianne Voss) schaft für Veränderungen. Hier ging Thomas Hardegger zu ändern. «Immer wieder haben wir auf die Nachhaltigkeit ein und beton- uns zu fragen: Wie können wir unsete, dass wir, wenn wir entschlossen ren nachfolgenden Generationen eine sind, immer wieder innovative Lösun- nachhaltig intakte Welt hinterlassen?» gen finden. Dies vielleicht auch dank ................................................... der Bereitschaft, einige Gewohnheiten > Weitere Berichte Seiten 3/5/6/7

50 Jahre Flugplatz Hausen Zum Jubiläum kommen Klassiker und eine Kunstflugstaffel

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In Form Mountainbiker Jorin Gabriel empfiehlt sich für die Jugend-EM. > Seite 11

Satiriker und Mundartrocker Die ganze Deutschschweiz lauscht jeweils, wenn Peter Schneider auf SRF 3 Zeitungsartikel zu aktuellen Themen auseinandernimmt und sie neu zusammensetzt. Am vergangenen Mittwoch hörte man ihn exklusiv in Obfelden. Der Satiriker sprach an der 1.-August-Feier in der Badi von der Vielfalt, welche die Schweiz ausmache und von unsäglichen Metaphern. Nach der Rede und vor dem Augustfeuer rockte schliesslich Willy Tell. ................................................... > Bericht auf Seite 6

anzeigen

Bei Conforama in Wallisellen (gegenüber dem Glattzentrum) und in Schlieren (im Wagi Shopping) läuft vom 6. bis zum 26. August die letzte grosse Sommeraktion. Kommen Sie gerade aus den Ferien zurück? Haben Sie somit nicht vom Ausverkauf profitieren können? Kein Problem. Mit Conforama und der Preis-Schock -Aktion haben Sie noch genügend Zeit, um einen Einkaufsbummel zu machen. Conforama - so schön wohnen, so günstig

«Im Zweifelsfall nie» Über die Arbeit des Affoltemer Pilzkontrolleurs Christian Klee.

Russischer Doppeldecker aus der Nachkriegszeit: Die Antonov kommt auch nach Hausen. (Bild zvg.) Am Wochenende vom 31. August bis 1. September ist mit ungewöhnlichem Flugverkehr über dem Säuliamt zu rechnen. Zum 50-Jahre-Jubiläum des

Flugplatzes Hausen kommen Kunstflugmaschinen, aber auch Segelflieger, Doppeldecker und Fallschirmspringer. Höhepunkt des Festbetriebs wird dann

die eigentliche Jubiläumsparty am Samstagabend sein. ................................................... > Bericht auf Seite 8

«Wichtig bei der Pilzkontrolle ist das sichere und rasche Erkennen: essbar oder giftig. Wenn der Kontrolleur einen Pilz nicht hundertprozentig erkennt, darf er ihn nicht freigeben. Das Mot- Christian Klee. to lautet: Im Zweifelsfall nie», sagt der langjährige Affoltemer Pilzkontrolleur Christian Klee im Interview mit dem «Anzeiger». Und er fügt bei, dass auch ein erfahrener Pilzkontrolleur nie alle Pilze kennt. «Unter den hiesigen und rund 5500 Grosspilzarten gibt es so seltene, die man vielleicht gar nie zu Gesicht bekommt», sagt Klee. Die meisten dieser 5500 Arten sind wegen ihrer Zähigkeit oder wegen des schlechten Geruchs ungeniessbar. Etwa 300 sind essbar und zum Teil begehrte Delikatessen wie Steinpilze, Morcheln oder heimische Trüffel, die auch im Säuliamt vorkommen. ................................................... > Interview auf Seite 11

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Vermietung Dachfläche für Photovoltaik-Anlage Die Gemeinde Hedingen beabsichtigt, die beiden Flachdächer der Schulanlage Schachen (Schachen 1 und Turnhalle) an eine Person oder Organisation zu vermieten, welche dort eine Photovoltaik-Anlage erstellen und betreiben möchte. Dabei müssen beide Flachdächer ganzflächig mit der Photovoltaik-Anlage bedeckt sein. Die vorgesehene Leistung beider Photovoltaik-Anlagen sollte rund 100 kWp betragen (Leistung gemäss Hauptsicherung 250 A = 175 kWp) Offerten in Form eines Entwurfs für einen Vertrag für die Dachnutzung zum Betrieb einer Photovoltaik-Anlage können bis Ende August 2013 an die Gemeindeverwaltung Hedingen, Bereich Liegenschaften, Werner Bösch, Zürcherstrasse 27, 8908 Hedingen, eingereicht werden. Die beiden Flächen müssen ganzflächig mit der Photovoltaik Anlage bedeckt sein. Für weitere Fragen steht Werner Bösch, Bereichsleiter Liegenschaften, gerne zur Verfügung via E-Mail werner.boesch@hedingen.ch. Gemeindeverwaltung Hedingen

Ortsbildschutz Einladung zur Information über das revidierte Ortsbildinventar der Gemeinde Rifferswil vom Mittwoch, 21. August 2013, 20.00 Uhr, im Saal der Engelscheune (Dorfplatz, Rifferswil)

(gemäss Art. 22 Abs. 2 Polizeiverordnung)

Vorgehen, Methode, Ergebnis, … Kristina Kröger, Vestigia GmbH, Zürich Wilhelm Baumgartner (Hochbauvorstand)

Datum: Samstag, 10. August 2013 Zeit: von 21.45 bis 21.50 Uhr (ca. 5 Minuten) Ort: Hotel Uto Kulm, 8143 Üetliberg Umfang: max. 310 Feuerwerkskörper Grund: privater Anlass

Rifferswil, 6. August 2013

Stallikon, 6. August 2013

Gemeinderat Rifferswil

Polizeivorsteherin

1. Publikation der Wahlvorschläge Sekundarschule Bonstetten Kreisgemeinde Bonstetten, Stallikon, Wettswil Ersatzwahl eines Mitglieds der Sekundarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2010 bis 2014 Urnengang vom 22. September 2013, 1. Wahlgang

Name, Vorname

Beruf

Jahrg. Adresse

Ortsbildschutz

Eugster, Judith

1969

Mit Beschluss vom 20. Juni 2013 hat der Gemeinderat Rifferswil das überarbeitete Ortsbildinventar der Gemeinde Rifferswil festgesetzt.

Albrecht, Sibylle

Kostencontrolling für staatl. Infrastrukturdaten Kauffrau

Die Unterlagen liegen im Sitzungszimmer der Gemeindeverwaltung Rifferswil ab heute bis und mit Donnerstag, 5. September 2013, für jedermann zur Einsichtnahme auf. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von dieser Bekanntmachung an gerechnet, beim Baurekursgericht des Kantons Zürich, Selnaustrasse 32, Postfach, 8090 Zürich, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und – soweit möglich – mitzuliefern. Materielle und formelle Urteile sind kostenpflichtig. Allfällig damit verbundene Kosten hat die im Verfahren unterliegende Partei zu tragen. Der Entscheid und die dazugehörenden Unterlagen können während der Rekursfrist in der Gemeindekanzlei Rifferswil eingesehen werden.

1969

Geht für die zu besetzende Behördenstelle nur ein Wahlvorschlag ein, wird der oder die Vorgeschlagene von der Wahlvorsteherschaft als in stiller Wahl gewählt erklärt. Gehen mehrere Vorschläge ein, wird eine Urnenwahl im ordentlichen Verfahren, d. h. mit leeren Wahlzetteln, am 22. September 2013 durchgeführt. Der Präsident/die Präsidentin sind zwingend an der Urne zu wählen. Wählbar für das Amt als Präsident/Präsidentin sind die gewählten Mitglieder der Sekundarschulpflege. 6. August 2013

Wahlvorsteherschaft Bonstetten

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Am 3. August 2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

27. Dezember 1931 – 31. Juli 2013

Stürchler geb. Brons, Willy

Nach einem erfüllten Leben durfte sie friedlich einschlafen. Wir sind dankbar für die wunderschöne Zeit, die wir mit Dir verbringen durften.

geboren 29. Januar 1926, Bürgerin von Büren SO und Zürich, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, In Bruggen 9. Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 16. August 2013, 14.30 Uhr, in der katholischen Kirche Bonstetten statt. Der Friedhofvorsteher

Wettswil am Albis Am 2. August 2013 ist in Zürich gestorben:

2. Februar 1939 – 1. August 2013

Nach langer, tapfer ertragener Krankheit bist Du heute von uns gegangen. Wir gönnen Dir den Frieden und die Ruhe. In unseren Herzen wirst Du immer weiterleben

Christian Röthlisberger-Meili Heidi und Hans Klaus-Meili mit Familien Ernst und Heidi Meili-Lang mit Familien Ruedi und Theres Meili-Stalder mit Familien Angehörige Beisetzung: Mittwoch, 14. August 2013, um 13.30 Uhr im engsten Familienkreise. Trauergottesdienst: Mittwoch, 14. August 2013, um 14.00 Uhr in der Kirche Aeugst am Albis. Anstelle von Blumen gedenke man der Krebsliga Schweiz, Postkonto 30-4843-9, Vermerk Todesfall Margrit Röthlisberger. Traueradresse: Christian Röthlisberger, Breitenstrasse 12, 8914 Aeugst am Albis

Der Mensch, den wir lieben, ist nicht mehr da, wo er war, aber überall, wo wir sind und seiner gedenken. Augustinus

TODESANZEIGE Traurig nehmen wir Abschied von unserem fürsorglichen, warmherzigen und liebevollen Mami

Willy Stürchler-Brons 29. Januar 1926 – 3. August 2013

Nach einem abwechslungsreichen, erfüllten Leben zu zweit, hat sie sich, nach Papis Tod vor sechs Jahren, tapfer den täglichen Mühen des Daseins gestellt – immer wieder geplagt von diversen Krankheiten und Schmerzen, aber auch dankbar für die vielen hilfreichen Hände. Bis zuletzt war sie wissensdurstig und weltoffen und nahm auch regen Anteil an unserem Leben. In Dankbarkeit und Liebe gedenken wir ihrer. Valerie Steigmeier-Stürchler und Werner Cloch mit Andrina Stephanie Stürchler Verwandte und Freunde

TODESANZEIGE

Alice-Nelly Wettstein-Gloor

Wettswil am Albis

Margrit Röthlisberger-Meili

Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen werden diese Wahlvorschläge amtlich bekannt gegeben. Gleichzeitig wird eine neue Frist von sieben Tagen, d. h. bis 13. August 2013, angesetzt. Die Vorschläge können in dieser Zeit zurückgezogen, aber es können auch neue eingereicht werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Politischen Gemeinden eigenhändig unterzeichnet sein.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserer geliebten Mutter, Omi, Schwiegermutter, Schwester, Gotte und Tante

Bestattungen

Traurig und tief bestürzt müssen wir Abschied nehmen von meiner lieben Gattin, unserer Schwester, Schwägerin, Tante und Gotte

Eggstrasse 32 8907 Wettswil Hofwies 1 8906 Bonstetten

Rifferswil, 6. August 2013 Gemeinderat Rifferswil

TODESANZEIGE

In Liebe

Auf die Wahlausschreibung vom 21. Juni 2013 für die am 22. September 2013 stattfindende Wahl eines Mitglieds der Sekundarschulpflege für den Rest der Amtsdauer 2010 bis 2014 sind folgende Wahlvorschläge eingereicht worden:

Bereich Liegenschaften

Schlicht und einfach war Dein Leben Treu und fleissig Deine Hand Möge Gott Dir Ruhe geben Dort im ewgen Heimatland

Polizeibewilligung für Feuerwerk

Die Trauerfeier findet statt am Freitag, 16. August 2013, um 14.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Mauritius in Bonstetten-Wettswil. Im Sinne der Verstorbenen bitten wir, anstelle von Blumen, die Schweizerische Stiftung für Taubblinde, Langnau am Albis, Postkonto 80-9944-5, zu unterstützen. Traueradresse: Fam. Stürchler, In Bruggen 9, 8907 Wettswil am Albis

Wir vermissen dich: Fredy und Brigitte Wettstein und Familie Marlies und Ruedi Hämmerli-Wettstein mit Claudia, Rolf und Jessica Jlona und Giacinto Cavion-Gloor mit Carmen, Manuela, Diego und Familien René und Jana Gloor und Familie Verwandte und Freunde

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Die Beisetzung findet am Donnerstag, den 8. August 2013, um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Bonstetten statt; mit anschliessender Trauerfeier in der reformierten Kirche.

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Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt. Der Friedhofvorsteher

im

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Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. August 2013

3

Mannigfaltiger Strassenunterhalt Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Mettmenstetten Wohl zu den gewichtigsten Ausgabenpositionen im Finanzhaushalt der politischen Gemeinde zählen neben den für die öffentlichen Abwasseranlagen zu erbringenden Unterhaltsarbeiten jene für die Gemeindestrassen. Das weitläufige Strassennetz der Gemeinde Mettmenstetten mit einer Gesamtlänge von rund 50 km erfordert jährliche Unterhaltsleistungen von hunderttausenden Franken. Für die punktuell an verschiedenen Strassen auszuführenden Sanierungsarbeiten (beschränkt auf Teilbereiche), zumeist Oberflächenbehandlungen, sind im Voranschlag aktuell 225 000 Franken eingestellt. Bevor die Arbeiten jeweils in den Sommermonaten ausgeführt werden, bestimmt der Gemeinderat unter Beizug des Werkdienstes bzw. einer externen Fachkraft im Frühjahr den Umfang der Strassenunterhaltsarbeiten anlässlich einer Strassenbegehung. Für umfassende Sanierungen einzelner Strassenzüge werden entsprechende Projekte ausgearbeitet. Solche Ausgaben werden als gebunden betrachtet, falls reine Instandstellungsarbeiten ohne einen Strassenausbau stattfinden – sonst erfolgt die Beschlussfassung durch die Gemeindeversammlung (nötig ab 100 000 Franken). Der Gemeinderat hat daher entschieden, die Grossholzerstrasse, Teilstück Albisstrasse–Rennweg zu sanieren, ohne dass eine Verbreiterung der Fahrbahn erfolgt bzw. aufgrund der

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material

vorhandenen Platzverhältnisse kann kein Fussgängerschutz erstellt werden (Erneuerung der Deck- und Tragschicht und Ersatz des nicht frostsicheren Unterbaus, Erstellung von Randabschlüssen und einer durchgehenden Entwässerung, Ersatz der Strassenbeleuchtung [Freileitung] und Neubau von zwei Beleuchtungskandelabern mit LED-Leuchten, Erneuerung von Werkleitungen [insbesondere der Wasserleitung] durch die zuständigen Werkträger). Die ca. 2 bis 3 Monate dauernden Arbeiten werden demnächst aufgenommen, der bewilligte Kredit beläuft sich auf 220 000 Franken. Saniert (Deckbelag und Randabschlüsse) wird demnächst auch die Untere Fischbachstrasse, Teilstück Untere Bahnhofstrasse bis Alte Dachlisserstrasse. Die Belastung durch den Industrieverkehr und einige Grabenflicke haben der Strasse massiv zugesetzt. Die Gesamtkosten dafür sind auf rund 130 000 Franken veranschlagt worden. Kürzlich hat ferner ein baulicher Eingriff im «Zentrum» des Weilers Grossholz stattgefunden – für die Instandstellung von Randabschlüssen wurde ein Kredit von 34 000 Franken bewilligt. Die Arbeitsleistungen sind wie immer im Submissionsverfahren beschafft worden.

Altersleitbild Entsprechend dem vom Gemeinderat erteilten Auftrag ist das von der Alterskommission vorgestellte Leitbild mit der Bezeichnung 55+ festgesetzt worden. Als weitere Aufgabe wartet nun, den aufgestellten Massnahmen und Strategien zur Umsetzung der Leitsätze Beachtung zu schenken und Schwerpunkte/Vorschläge für die sukzessive Umsetzung zu erarbeiten. Die Leitsätze stützen sich auf eine Umfrage unter der Mettmenstetter Bevölkerung und auf zwei Veranstaltungen, welche im Jahr 2012 durchgeführt wurden, ab. Die aufgestellte Vision lautet: «Mettmenstetten bietet all seinen Bewohnern Lebensqualität, ungeachtet ihres Alters.» Weitere Informationen dazu können der aktuellen Ausgabe der Dorfzeitung «Mir Mättmistetter» entnommen werden.

Zudem hat der Gemeinderat ...

Schlaglöcher: Die Grossholzerstrasse, Teilstück Albisstrasse bis Rennweg, wird saniert. (Bild -ter.) Bühne Mehrzweckhalle Wygarten Derzeit in Ausführung stehen die Sanierung von Beleuchtung/Technik/Einrichtung der Bühne Mehrzweckhalle Wygarten. Damit wird sichergestellt, dass die sicherheitsrelevanten Belange wieder erfüllt sind und die sinnvolle Nutzung der Bühne für die kommenden Jahre wieder gewährleistet ist. Ursprünglich war vorgesehen, aufgrund des in der Investitionsrechnung 2013 dafür eingestellten Betrages von 100 000 Franken nur die vordringlichsten Arbeiten ausführen zu lassen bzw. eine Etappierung vorzunehmen. Nach durchgeführter Submission und der im Kreise der involvierten Stellen geführten Gespräche erfolgt nun eine Gesamtsanierung im Umfange von rund 160 000 Franken, weil sich damit Synergien/Kosteneinsparungen erzielen lassen. Als Kompensation der zusätzlich entstehenden Ausgaben ist die für das laufende Jahr geplante Ersatzbeschaffung der Stühle im Umfang von 45 000 Franken um ein Jahr zurückgestellt worden. Für das Jahr 2015 steht auch die Ersatzbeschaffung der Tische an.

Liegenschaftenbewirtschaftung Der Gemeindeversammlung von Mitte Dezember 2013 wird beantragt, der Teilauslagerung der Liegenschaftenbe-

wirtschaftung, umfassend das Wohnund Geschäftshaus AlbisZentrum, die Alterssiedlung, das Gemeindehaus, das MFH Obere Fischbachstrasse 16 sowie WH Dachlisserstrasse 2 zu entsprechen, nachdem die geplanten Leistungen im Submissionsverfahren (Einladungsverfahren) beschafft worden sind. Der vorgesehene Liegenschaftenbewirtschafter, Real MGT AG, Mettmenstetten, ist unabhängig vom Mandat beauftragt worden, den Gemeinderat bei der Erstvermietung der derzeit in Ausführung stehenden Bauprojekte AlbisZentrum bzw. Alterssiedlung zu begleiten und zu unterstützen.

Dienstleistungscenter Amt (Dileca) Die Dileca organisiert für die Trägergemeinden im Bezirk Affoltern die Kehricht- und Grüngutsammlungen inkl. anschliessender Verwertung. Sammlung, Transport und Verwertung der Separatabfälle (Papier, Karton, Glas, Mehrwegglas, Alu/Stahlblech, Metall, Altöl) nehmen die Bezirksgemeinden entweder in Eigenregie (Lösung Mettmenstetten) oder durch Entsorgungsunternehmer wahr. Der Gemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, dass die Dileca für die Bezirksgemeinden das Abfallmanagement Separatabfälle besorgt, weil sich damit aufgrund durchgeführter Abklärungen/Erhebungen vielerlei Vorteile ergeben: Tiefere Lo-

– der von der Baukommission gewünschten Durchführung eines «Workshops Farbseminar» entsprochen, da es eine der wesentlichen Aufgaben der Baukommission darstellt, bei Neu- und Umbauten die Farb- und Materialgebung zu beurteilen. – entschieden, die ein Sicherheitsrisiko darstellende weil ungenügende Aussenbeleuchtung beim Jugend- und Gemeinschaftszentrum Sputnik mit geschätzten Kosten von 1000 Franken zu ergänzen. – die Erweiterung der Büroeinrichtung Einwohnerkontrolle zwecks Bereitstellung eines dritten Arbeitsplatzes und die Ersatzbeschaffung von Bürostühlen unter Gewährung eines Gesamtkredites von 30 000 Franken bewilligt. – dem Begleitdienst Knonaueramt (Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen) einen jährlich wiederkehrenden Beitrag von 1000 Franken plus einen Ausbildungskostenbeitrag für max. zwei Personen bzw. 3000 Franken pro Jahr zugesprochen. – die befristete Anstellung von Vanessa Schmid, welche Mitte August ihre Lehrzeit als Kauffrau erfolgreich abgeschlossen hat, bis Mitte Dezember 2013 gutgeheissen. gistikkosten, weniger Transport-Kilometer, geringere Umweltbelastung (Emissionen, Durchfahrten, Lärm)/bessere Preise und höhere Erlöse bei der Verwertung/geringerer administrativer Aufwand (Submissionen, Abrechnungen, Statistiken)/Kosteneinsparungen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Bezirksgemeinden mit einer positiven Stellungnahme den Grundstein für eine zukunftsorientierte, ökologisch und ökonomisch sinnvolle und professionelle Bezirkslösung im «Abfallmanagement Separatsammlungen» legen. (ga.)

Gesamtauflage: 23 532 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch

Gut besuchte Feier auf dem Marktplatz in Affoltern Musik, Festwirtschaft und ein Nationalrat zum 1. August

Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch

Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Die Feier am Vormittag des Nationalfeiertags in Affoltern hat Tradition. Wieder strömten viele interessierte Gäste auf den Marktplatz vor dem Kasino und genossen den gemütlichen Anlass.

Zum 90. Geburtstag Am Sonntag, 4. August, durfte Hans Hurst in Stallikon seinen 90. Geburtstag feiern. Nachträglich gratulieren wir zu diesem Festtag ganz herzlich und wünschen viel Glück und Gesundheit.

Zum 80. Geburtstag In Affoltern feiert Renaldo Brunner heute Dienstag, 6. August, seinen 80. Geburtstag. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich und wünschen dem Jubilaren alles Gute.

................................................... von marianne voss Eine traditionelle Bundesfeier mit Blasmusik, Reden und Schweizerpsalm hat doch ausgedient – könnte man meinen. Dass dem nicht so ist, zeigte sich in Affoltern am Vormittag des 1. Augustes, wo sich bei sommerlich heissen Temperaturen gegen 300 Personen unter dem Vordach auf dem Marktplatz versammelten. Man kam zwar vom Frühstück und hatte eigentlich keinen Hunger, doch der Geruch von gebratenen Würsten weckte schon die Vorfreude auf das «Danach». Damit soll aber keineswegs gesagt werden, dass das «Davor» nicht etwa lohnend war. Schon der rassige, schwungvolle Auftakt der Harmonie Affoltern machte Freude und wurde

wir gratulieren

anzeigen

Die gemütliche Feier auf dem Marktplatz wurde von der Harmonie Affoltern musikalisch umrahmt. (Bild Marianne Voss) mit grossem Applaus belohnt. Ebenso die fröhliche Begrüssung durch Gemeindepräsident Robert Marty. Er hiess die Gäste herzlich willkommen zum 722. Geburtstag der Schweiz und stellte den Festredner, Nationalrat Thomas Hardegger, vor. Dieser sei ein wahrer Profi-Politiker, der alle Ämter für eine solche Karriere durchlaufen habe, von der RPK über den Verfassungsrat und Kantonsrat bis zum Nationalrat und Gemeindepräsidenten von Rümlang.

Die Rede von SP-Politiker Thomas Hardegger regte zum Nachdenken an. Er sprach über die Swissness und zeigte auf, dass es auch gesellschaftliche Swissness-Qualitäten gibt wie Rücksicht auf Minderheiten, Arbeitsmoral, die direkte Demokratie, Selbstbewusstsein und Lernfähigkeit. Nach der Ansprache sang man begleitet von der Harmonie den Schweizerpsalm. Und anschliessend folgte das gemütliche «Danach» mit Würsten oder auch Kaffee und Nussgipfeln.

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Dienstag, 6. August 2013

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Den Wert der Schweiz in der Fremde erkannt Feier in Kappel mit Kantonsrat Hans Wiesner Von kleinen Dorf «im Schilf» über einen Abstecher in die Schweizer Geschichte bis ins heilige (Westjordan-) Land führte die 1.-August-Rede des grünliberalen Kantonspolitikers Hans Wiesner. In gewohnt familiärem Rahmen wurde die 1.-August-Feier in Kappel auf dem Parkplatz vor dem Gemeindesaal abgehalten. Das hochsommerliche Wetter sorgte für eine milde Stimmung, der Frauenverein fürs leibliche Wohl. Gemeinderat Hans Arnold begrüsste die Anwesenden und verriet, dass er den Festredner für einmal bereits vor mehr als einem Jahr gewinnen konnte. Gerne hätte er Hans Wiesner als Redner für die Bundesfeier 2012 akquiriert. Damals war er jedoch verhindert, sagte aber spontan für dieses Jahr zu.

Stolz auf Vergangenheit in Kappel

rie der Region nahm Wiesner Bezug auf den Bundesbrief von 1291: Keine fremden Richter, Selbstständigkeit, Friede und Freiheit. Was es bedeute, ein selbstbestimmtes Leben innerhalb eines funktionierenden Rechtsstaates zu führen, sei ihm bei einer Reise von Nazareth nach Bethlehem vor Augen geführt worden, erzählte der Kantonsrat. Im besetzten Gebiet habe eine seltsame Stimmung geherrscht, die von Willkür geprägt gewesen sei. Er habe erkannt, welche Privilegien das Leben in der Schweiz biete.

Den Ländern und Menschen helfen, die Probleme haben «Wir müssen nicht gleich die umliegenden ‹Kantone› einschweizern wie in Viktor Giacobbos Film ‹der grosse Kanton›», fand Wiesner. «Aber wir haben eine Verpflichtung, den Ländern und Menschen zu helfen, die Probleme haben.» Hans Arnold dankte für die «sympathischen Worte» und überreichte ihm Wein vom Uerzliker Wolfacker, ehe er den Schweizer Psalm abspielen liess.

Der heute in Bonstetten wohnhafte Kantonsrat hat während 18 Jahren in der Gemeinde Kappel gewohnt. «Während sieben Jahren in Uerzlikon und elf in Hauptikon», leitete Wiesner seine Ansprache ein. Als es um die Wohnungssuche ging, habe er zuerst auf der Landkarte suchen müssen, wo Kappel überhaupt liege, gab er zu. Es sei die letzte Option gewesen, das es ziemlich «im Schilf» liege, bekannte er – und erntete Schmunzeln aus dem Publikum. Er sei aber noch heute stolz auf seine Vergangenheit in Kappel. Mit Blick auf Kantonsrat Hans Wiesner sprach zum 1. August in Kappel. die bewegte Histo- (Bild Martin Platter)

1. August in Aeugst mit Gemeindepräsident Ruedi Müller (links) und Festredner Martin Gut. (Bild Thomas Stöckli)

Mit Mani Matter auf dem Bolet Gedanken zum 1. August von Martin Gut in Aeugst «Gäste aus dem In- und Ausland» begrüsste Gemeindepräsident Ruedi Müller zum Nationalfeiertag auf dem Aeugster Bolet. Redner Martin Gut stützte seine Gedanken zum 1. August auf Liedtexte von Mani Matter ab. Hinter dem Redner schaukeln Kinder, die Festbänke vor dem Schützenhaus sind gut besetzt, es duftet nach Grilladen und eine bunte Lichterkette sorgt für Atmosphäre. Idylle pur am 1. August auf dem Bolet. Martin Gut begann seine Ansprache mit einem seiner berühmten «Gedankensprünge», die in unregelmässiger Folge auf der «Extra»-Seite im Freitags-«Anzeiger» zu lesen sind: Seit Jahren folgt der Schritt dem Tritt verschwiegen und diskret Und merkt nicht, dass er ihm damit Nur auf die Nerven geht. «In den letzten Tagen ist mir auch etwas nachgelaufen», so Gut: Das Lied «Hemmige» von Mani Matter. Vor Leute hinstehen und Gedanken zum ersten August teilen? «Nei bhüetis nei», singt Mani Matter.

Im Lied geht es zwar nicht um eine Ansprache, sondern ums Vorsingen, aber auch damit habe er schon Erfahrungen gemacht, verriet Martin Gut: In seiner Schulzeit in Zürich-Höngg habe er vor der ganzen Klasse und – «viel schlimmer», wie er fand – vor allen Eltern einmal ein Lied vorgetragen, das ganz gut zum 1. August passt. Es war das Mani-Matter-Lied über eine unvergessliche Theateraufführung im «Löie z’Nottiswil». Die Aufführung des «Willhelm Tell» in besagtem Lokal stellt die Auseinandersetzung zwischen Eidgenossen und Österreichern realistisch dar – so realistisch, dass sie mit einer echten Saalschlacht endete. «Die Beschreibung ‹es chroset Tisch und Bänk und z Bier vermischt sich mit em Bluet› lässt jeden Actionfilm aus Hollywood alt aussehen», so Martin Gut. Ein weiteres Lied von Mani Matter nehme solch vaterländische Gedanken auf, so der Redner weiter. In «Dynamit» hält der Chansonnier mit einer flammenden Rede über Demokratie, Freiheit und das Rütli einen Bombenleger davon ab, das Bundeshaus zu sprengen. «Das Bundesamt für Frust

und Ärger hat kürzlich in einer Studie herausgefunden, dass im Durchschnitt alle fünf Minuten jemand den Satz sagt: ‹Die machen ja sowieso was sie wollen, in Bern oben›», so Martin Gut. «Falls das jemand unter Ihnen auch grad denkt, dann müsste es korrekterweise heissen ‹in Bern u n t e n›», betonte der Redner, weil Aeugst 696 Meter über Meer liege und Bern nur 542. «Was würden Sie typisch Schweizerisches mitnehmen auf eine einsame Insel?», richtete sich Martin Gut dann direkt an sein Publikum. Eine Uhr? Käse oder Schokolade? Das Bankkärtchen? «Nützt nichts», so der Redner. Er würde deshalb ein Liederbüchlein von Mani Matter mitnehmen: «Seine Lieder sind zeitlos und das typisch Schweizerische – das Positive wie das Negative – findet man praktisch in jedem Lied.» Ein paar Belege für diese Aussage blieb er dem Publikum nicht schuldig. Und so schloss Martin Gut seine Rede, wie er sie begonnen hatte, nämlich mit einem Gedankensprung: Der Redner spricht nun schon seit Stunden Doch der langen Rede kurzen Sinn Hab ich schon lang herausgefunden Bevor ich eingeschlafen bin.

«Wir haben einfach Schwein gehabt, liebe Säuliämtler!» Slam Poet Simon Chen an der Bundesfeier der Gemeinde Hausen Hausen feierte die Bundesfeier auch dieses Jahr im Strandbad Türlersee – gewohnt gemütlich, offen und diesmal im Spannungsfeld von ländlicher Tradition und urbaner Moderne. Die Festansprache hielt der Slam Poet und Wortakrobat Simon Chen. ................................................... von urs e. kneubühl Vor Jahresfrist ein spannend inszeniertes «Wortgefecht» zwischen dem pensionierten Pfarrer Jürgen Schultz und Mena Taverna, einer 14-jährigen Hausemer Schülerin, statt einer Festansprache, und heuer gab es die feierlichen Worte von einem Slam Poeten. Der Verein Kultur im Dorf und die Gemeinde Hausen wagten auch diesmal etwas im Spannungsfeld von ländlicher Tradition und urbaner Moderne: Lüpfige Ländlermusik des Trio Albisgruess, heimatliches Liedgut und Naturjodel des Jodlerclubs am Albis verwoben sich mit Simon Chens witziger Wortakrobatik zur charmanten, unterhaltsamen Mixtur. Für die Kinder gab es dazu 1.-August-Weggen-Backen im Pizzaofen des Wagenbauteams XY, Kappel. Selbstredend fehlte auch der Lampion- und Fackelzug sowie das 1.-

August-Feuer nicht – und dies alles an einem der schönsten Flecken für eine Bundesfeier.

«Röschtigrabe», gewürzt mit Sojasauce Gemeinderat Georges Köpfli durfte entsprechend zahlreiche Festbesuchende begrüssen und er freute sich darüber, dass es dem Verein Kultur im Dorf und der Gemeinde einmal mehr gelungen war, ein vielfältiges und interessantes Programm zusammenzustellen. Das Trio Albisgruess mit Ignaz Meier und René Schuler, Handorgel, sowie Heinz Maag am Stehbass begleiteten das Szenario musikalisch höchst abwechslungsreich, und der Jodlerclub am Albis sorgte dazwischen mit Naturjodel sowie Liedern wie «Bärgandacht» von Reto Stadelmann und «Türlersee» von Jean Clémençon/Kurt Leutert für besonders passende Akzente. «CH wie Confoederatio Helvetica und EN wie Eigernordwand», buchstabiert Festredner Simon Chen zwecks präzisierender Erläuterung seinen Namen vorab. In seinem kurzen persönlichen Porträt lässt er auch teilhaben an seinem Leben, das «gerade einmal den letzten Zwanzigstel des Alters der Schweiz ausmacht» und «eine Mischung aus Röschtigrabe, gewürzt mit

Sojasauce» sei. Der Wahlzürcher mit taiwanischem Vater und Westschweizer Mutter, der gerade einige Ferientage auf dem Campingplatz am Türlersee verbringt, durchleuchtet in der Folge Patriotismus und Nationalstolz kritisch und spart dabei nicht mit Seitenhieben und – vor allem – Augenzwinkerei. Dabei verknüpft er Wortwitz und Ironie harmonisch mit politischen Statements, indem er den Intellekt nicht weniger zu Hilfe zieht als das empfindende Herz. «Wo ein Hausen ist, gibt es auch ein Türlen . . .», wortwitzt er etwa zu den Hindernissen und Schwellenängsten im Zusammenhang mit der Integration, genauso zur Krise in Griechenland: «Wer will schon Euros nach Athen tragen?»

«1. August – ein unpatriotisches Datum» Kritisch und herzhaft zugleich nähert er sich auch dem Patriotismus, dem Schweizersein, unterscheidet dabei fein zwischen Gewachsenem und Gemachtem. «Ich bin froh, Schweizer zu sein, aber nicht stolz», bedeutet der Akrobat des Sprachwitzes, «denn wir Schweizer sind nicht besser, wir haben es nur besser als andere.» Welchen Verdienst haben wir denn an diesem Land, stellt er als Frage und meint

sogleich: «Man kann nicht stolz sein auf etwas, von dem man profitiert. Wir haben einfach Schwein gehabt, liebe Säuliämtler!» Chens FestSlam ist weder prätentiös noch lehrmeisterlich oder gebärdenhaft. Seine Sprache geht nicht mit Faltenwurf, sondern auf baren Füssen, und was er slamt ist nicht im herkömmlichen Sinne gemacht, destilliert, verfertigt und montiert, wie dies am 1. August Tradition hat. Er nennt den 1. August «ein Slam Poet Simon Chen begeisterte an der Bundesfeier am unpatriotisches Da- Türlersee. (Bild Urs E. Kneubühl) tum, weil zu keiner Zeit sonst wohl mehr Schweizer Aroma heimatlicher Erde genauso naim Ausland sind» und er bemerkt kri- türlich und stark wie die an diesem tisch «Wer sich als Patriot mit einem Tag vielfach gehörte patriotische RaLand identifiziert, grenzt sich automa- bulistik. Wohltuend und rundum betisch ab gegenüber Anderen». Den- geisternd, wie der anhaltende, heftige noch duftet seine Festansprache vom Applaus zum Schluss bezeugt.


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Radio-Satiriker und der echte Willy Tell Obfelden feierte den 1. August einmal mehr bereits am 31. Juli und in der Badi Eine Bundesfeier mit Willy Tell – dem Original? Möglich machte dies Obfelden. Der Mundartrocker mit dem Schwyzerörgeli war allerdings nur einer der Höhepunkte. Ein anderer die Ansprache von Radio-Satiriker und Kolumnist Peter Schneider. ................................................... von thomas stöckli «Das ist nicht nur Show, ich bin wirklich aufgeregt», gestand Peter Schneider gleich zu Beginn seiner Ansprache. Das sei schliesslich seine erste 1.August-Rede fügte er an und bedankte sich für die Einladung nach Mettmenstetten. Die vertauschte Ortschaft sollte nicht der einzige Spass bleiben, den sich Schneider in der Badi Obfelden erlaubte. Insbesondere das Spannungsfeld zwischen 1. Mai und 1. August schien es ihm angetan zu haben. Als «Willens-Eidgenosse», bezeichnete der Redner sich selber. Schweizer sei er nicht ab Geburt, sondern nach einem Antrag, der gutgeheissen wurde. «Gottlob gutgeheissen», wie er sagt. Schweizer zu sein mache ihn allerdings weder stolz, noch schäme er sich dafür. «Bürger zu sein, das heisst, an der politischen Auseinandersetzung teilnehmen zu können – und auch teilzunehmen.»

Satiriker Peter Schneider (links) spricht, Mundartrocker Willy Tell stellt ihm das Mikrofon ein. (Bilder Thomas Stöckli) Vielfalt macht die Schweiz aus Über Ex-Miss-Schweiz Whitney Toyloy kam Schneider zu einer für ihn unsäglichen Metapher: Von «verschiedenen Wurzeln» berichteten nach der MissWahl 2008 diverse Medien. «Wie wenn sie frisch der Baumschule entsprungen wäre», so Schneiders Kommentar. Sein Bogen spannte sich weiter zu Asylbewerbern und Neophyten. «Un-

Der mechanische Bulle ist äusserst beliebt bei der Obfelder Jugend.

ser Land ist kein Acker und kein botanischer Garten», hielt er schliesslich fest. «Multi-Kulti-Miss» Toyloy führte ihn allerdings auch zu einem anderen Punkt: Statt einer viel beschworenen Leitkultur sei es gerade die Vielfalt, welche die Schweiz ausmache. Als Beispiele nannte er nicht nur den Röstigraben, sondern auch Arm und Reich, dazwischen den Mittelstand, Velo- und Autofahrer, dazwischen die Fussgän-

ger. Von «ganz vielen Parallelgesellschaften», sprach der Satiriker, «die sich nicht im Unendlichen schneiden, sondern im Hier und Jetzt». Rhetorisch macht ihm so schnell keiner etwas vor. Das hat Peter Schneider in der Badi Obfelden einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. Für die Nationalhymne nahm er dann allerdings dankbar Unterstützung an. Nicht nur sein Sohn – «Walterli» wie er ihn dem

Stelzenclown «Manu» modelliert Ballonfiguren im Akkord. Anlass entsprechend vorstellt – sondern auch der Musikverein Obfelden half mit. Den musikalischen Schlusspunkt vor dem Augustfeuer setzte schliesslich Mundartrocker Willy Tell. Die Jugend kam derweil auf der Spielwiese beim Bullenreiten auf ihre Kosten, die Kleineren konnten sich schminken oder von Clown «Manu» ein Ballontier modellieren lassen.

Zwei Geburtstage in Maschwanden

Schwyzerörgeli, Alphornklänge und ein deutscher Redner

Fröhliche Bundesfeier im kleinen Dorf

Zum 1. August sprach der Bürgermeister aus Ottenbach, Deutschland

Der Geburtstag der Schweiz wurde in Maschwanden in gewohnt bescheidener Art, jedoch mit viel Begeisterung gefeiert. Die Verbundenheit zum Heimatland bekundete eine grosse Zahl Einwohnerinnen und Einwohner darunter viele Familien mit Kindern.

Die Festlichkeiten zur Bundesfeier beim Pontonierhaus an der Reuss in Ottenbach standen ganz im Zeichen des gleichnamigen Dorfes in Deutschland. Der Bürgermeister aus Ottenbach D hielt eine launige Rede gespickt mit Komplimenten und bezeichnete es als grosse Ehre, zu diesem Anlass sprechen zu dürfen.

................................................... von martin mullis Die Festtische beim Platz und auf der Brücke über den Haselbach hinter der «Gerbi» waren voll besetzt. Schwierig auszumachen ob der herrliche Sommerabend, die spannenden Besucher, oder gar der Geburtstag des Festredners der Grund zum Grossaufmarsch der Maschwander Einwohner war. Bemerkenswert war dabei, dass auffällig viele junge Familien mit Kindern am kleinen aber äusserst stimmigen Fest teilnahmen. Neben dem Gemeindepräsidenten Andreas Binder waren

Sprach nicht länger als der Verzehr einer Bratwurst dauert: Gemeinderat Walter Wetli aus Maschwanden. (Bild Martin Mullis)

auch einige andere Behördenmitglieder an der Bundesfeier anzutreffen. Gemeinderat Walter Wetli wandte sich in einer Kurzansprache an die Einwohnerinnen und Einwohner von Maschwanden. So eine Rede dürfe im übrigen nicht längere Zeit dauern, als man für den Verzehr einer Bratwurst benötige, behauptete er und hielt sich auch an diese Regel. Er erwähnte in seinen Ausführungen die vielfältige, moderne, soziale und demokratische Schweiz. Werte wie die Neutralität und die gelebte Solidarität würden das friedliche Zusammenleben entscheidend fördern, so der Redner.

Auch der Redner feierte Geburtstag Er bat die Gäste den grossen Tag der Schweiz zu feiern, verschwieg jedoch vornehm, dass er persönlich an diesem Tag einen runden Geburtstag begehen durfte. Klar, dass das Geheimnis schnell gelüftet wurde und der Feststimmung durchaus förderlich war. An den Festtischen feierten aber auch weitere illustre Gäste die Gründung der Eidgenossenschaft. So sassen da die Schwester und der Neffe des Bundespräsidenten neben ausländischen Einwohnern auf den Festbänken. Annemarie Frei-Maurer lachte vergnügt auf die Frage, ob sie nicht lieber bei einer der zahlreichen Ansprachen ihres berühmten Bruders mit dabei wäre. Wo der Bundespräsident heute überall spreche, wisse sie nicht einmal so genau, winkte sie ab. Ausserdem hätten sie vor wenigen Tagen ganz privat in Maschwanden mit ihm eine tolle Familienfeier erlebt, erzählte sie. Die kleine und stimmige Bundesfeier wurde später mit einem Lampionumzug der Kinder ergänzt. Die hervorragende Organisation des Festes durch den örtlichen Frauenverein trug wesentlich dazu bei, dass selbst ein kleines Dorf eine ganz grosse Bundesfeier auszurichten vermochte.

................................................... von martin mullis Das Reussdorf Ottenbach lud dieses Jahr den deutschen Bürgermeister Oliver Franz aus dem gleichnamigen Dorf als Festredner zur 1.-August-Feier ein. Die Freundschaft mit den Bürgern aus dem Landkreis Göppingen in BadenWürttemberg weist eine bereits langjährige Geschichte auf. Gegenseitige Besuche von Behördendelegationen und Vereinen fanden bereits öfters

statt. Ein gutes Dutzend Gäste, Gemeinderäte und die Amtsleiterin aus dem Dorf im Schwabenland kutschierten die Ottenbacher mit Pferdewagen zum Festplatz an die Reuss.

Schmeicheleien an die schweizerischen Ottenbacher In einer mit vielen Höflichkeiten und einiger Ironie gespickten Ansprache, in der er sein «Schwäbisch» nicht ganz verbergen konnte, bewunderte Oliver Franz die grosse Verbundenheit der schweizerischen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Land. Mit launigen Worten spannte er einen Bogen von der direkten und gelebten Demokratie zu den Schweizer Banken und der Neutralität bis hin zu Kurt Felix und Emil. Für seine schmeichelhaften Ausführungen und den trockenen Humor erntete er denn auch nicht nur viel Gelächter, sondern auch einen riesigen Applaus.

Das Geburtstagsfest der Schweiz wurde im Reussdorf neu kurz vor Mittag gestartet und am frühen Abend abgeschlossen, sodass den Einwohnern auch Zeit blieb privat den 1. August mit Lampions, Raketen und Grilladen zu feiern. Hauptsächlich aus Gründen der Sicherheit und infolge der strengen Versicherungsvorschriften wurde auch auf die beliebten Ruderrennen mit Gummibooten über den Fluss verzichtet. Die Umgestaltungen der Festlichkeiten am Reussufer wurden von der Bevölkerung durchaus als positiv aufgenommen. Das zeigte sich deutlich am fast voll besetzten Festzelt bereits kurz nach dem Mittag. Höhepunkte der offiziellen Feier zum Geburtstag der Nation waren einmal mehr die Darbietungen des Musikvereins Ottenbach und selbstverständlich die Köstlichkeiten der «Fischbeiz» des Männerturnvereins welche zur 1.-August-Feier genauso wie die Landeshymne gehören. anzeige

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«Sicherheit ohne Freiheit ist nichts wert» 1. August auf dem Hof der Familie Weiss in Bonstetten Die Bonstetter Feier zum 1. August fand stimmungsvoll im hoch über dem Dorf gelegenen Hof der Familie Weiss statt. Umrahmt vom Musikverein Bonstetten plädierte der Thalwiler FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann für weniger Neid und mehr Toleranz. ................................................... von bernhard schneider Gemeindepräsident Bruno Steinemann bedankte sich bei Familie Weiss herzlich für die Gastfreundschaft, die sie der Gemeindebevölkerung jährlich für den Nationalfeiertag gewährt. Mit Blick auf das traditionelle Bonstetter Feuerwerk fragte er sich, ob es sinnvoll sei, dass Leute, die seit Jahren Feuerwerke verantworteten, künftig einen ganztägigen Kurs besuchen müssen, um dieses Handwerk weiterhin betreiben zu dürfen.

«Wer beim Säen träge ist, wird beim Ernten neidisch» Hans-Peter Portmann setzte sich in seiner mit Zitaten gespickten Rede mit der Präambel zur Bundesverfassung von 1848 auseinander, der Grundlage unseres heutigen Staates. Er griff drei Elemente heraus und fragte sich, wie es in der heutigen Schweiz diesbezüglich stehe.

Als Erstes befasste er sich mit dem Postulat der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen und den sozial Schwachen in der Bundesverfassung. Er stellte fest, der Schweiz gehe es in mancherlei Hinsicht besser als den Nachbarstaaten: der Konsum floriere, die Konsumentenpreise seien leicht am Sinken, die Arbeitslosigkeit sei vergleichsweise bescheiden, unsere weitreichende Sozialhilfe werde nur gerade von Norwegen getoppt. Wenn er das Gejammer an Stammtischen und in Medienkommentare anhöre, erhalte er manchmal den Eindruck, es gehe uns zu gut, folgerte Portmann. Bewusst verbreiteten einzelne Kreise Missgunst und Neid gegenüber den Leistungsfähigen und -willigen. Portmann zitierte dazu ein Chinesisches Sprichwort: «Wer beim Säen träge ist, wird beim Ernten neidisch.» Als zweiten Punkt griff Portmann das Postulat der gegenseitigen Rücksichtnahme und Achtung heraus. «Wo ist der Respekt vor Eigentum, vor Leistung?», fragte er. Wenn Moralisten auf Fehler anderer hinwiesen, stelle er fest, dass das Ziel nicht sein könne, keine Fehler zu begehen, sondern aus Fehlern zu lernen. Wer nichts leiste, sondern nur lästere, behindere jene, die etwas für die Allgemeinheit leisteten. Wer schon einmal gestrauchelt sei und sich wieder auf die Beine gebracht habe, verfüge oft über die besten Führungsqualitäten. Rechtsstaatlich höchst bedenklich sei die Tendenz, dass Men-

schen immer wieder bereits aufgrund von Schlagzeilen über eine Anklage von der Öffentlichkeit verurteilt werden. Es erschüttere unseren freiheitlichen Rechtsstaat, wenn vergessen werde, dass erst schuldig ist, wer rechtsgültig verurteilt ist. Als Drittes setzte sich Portmann mit den Ausführungen in der Bundesverfassung über Unabhängigkeit und Friede auseinander. Wenn Anstandsregeln nicht mehr eingehalten würden, Abfall achtlos auf den Boden geworfen werde, Verkehrsteilnehmer die Regeln missachteten: Dies alles seien Anzeichen von Verwahrlosung. Ursache sei eine fehlgeleitete Politik, die fordere, der Staat müsse alles regeln. Es liege in unserer Verantwortung, Freiheit und Sicherheit zu bewahren: «Sicherheit ohne Freiheit ist nichts wert.» Portmann zitierte Albert Einstein: Die Gesellschaft werde nicht von den Bösen bedroht, sondern von denen, die Böses zuliessen. Portmann kam zum Schluss, es brauche Mut, um einzugreifen, wenn Unrecht geschehe. Freiheit habe nichts mit unbegrenztem Individualismus zu tun, Freiheit ende dort, wo sie die Freiheit des Nächsten einschränke. Er forderte eine Orientierung an unseren Wurzeln – wenn man die Schweiz mit den anderen Ländern vergleiche, gebe es viele Gründe, an diesen Wurzeln festzuhalten. Freiheit, schloss Portmann, sei auch eine Frage der Selbstverantwortung.

«Es braucht Mut, einzugreifen, wenn Unrecht geschieht»: Kantonsrat HansPeter Portmann an der 1.-August-Feier in Bonstetten. (Bild Bernhard Schneider)

Heissgeliebter Wettswiler 1.-August-Brunch Heiss war es wirklich auf der Mettlen-Wiese, und vielgeliebt ist der traditionelle Brunch auch Der Brunch auf der «Grünen Wiese» gehört zu den unverzichtbaren Traditionen, die auf ungezwungene Art und Weise gemeinschafsfördernd und zudem heiter und unterhaltsam sind. Ganz in diesem Sinn wirkten auch die Obfelder «Ohrestüber-Musikanten». ................................................... von annemarie stüssi Ein dickes Lob dem Turnverein! Dass ein solcher Anlass umfangreiche Vorbereitungen verlangt und zudem am Morgen des Festes bei prallem Sonnenschein, einen Totaleinsatz erfordert, verdient eine besondere Erwäh-

nung, zumal beispielsweise der besonders engagierte Peter Naef längst nicht mehr in der Gemeinde wohnhaft ist. Auch der ehemalige Wettswiler Dorfmetzger Walter Leuenberger organisierte und koordinierte den Einkauf, der 150 Eier, rund 10 kg Käse und jede Menge Fleisch- und Wurstwaren umfasste. Ganz zu schweigen von den Körben voller Brot und dem beliebten Birchermüesli. Dass bei den hochsommerlichen Temperaturen jede Art von Getränken gefragt war und bereitgestellt werden musste, versteht sich von selbst. Und da wir gleich bei den Zahlen sind: rund 135 zahlende Gäste sowie viele Kinder in Vorschulalter fanden sich zur fröhlichen Dorfgemeinschaft zusammen.

Familienbrunch im Swiss-Look. (Bilder Hansruedi Huber) Dass innerhalb der Gesamtorganisation durch den TV Wettswil auch 30 Männer morgens vor acht Uhr beim Aufstellen der Tische, Bänke und Sonnenschirme im Einsatz standen und rund 10 Partnerinnen der Turner flink und freundlich Buffet-Dienst leisteten, sei nicht vergessen.

Viele bekannte Gesichter

Prominente Gäste am Brunch. Von links: Ehrenbürger Harry Steinmann, Referentin Katrin Röthlisberger und Gemeinderatskollege Christoph Ehrsam.

Wieder einmal war «tout Wettswil» versammelt, nämlich Behörden- Sportund weitere Vereinsmitglieder, Parteiverantwortliche verschiedener Couleur und daneben langjährige Dorfbewohner und -bewohnerinnen, sowie erfreulicherweise auch eine schöne Zahl jener Neuzugezogenen, die sich so nach und nach in die Gemeinschaft eingliedern. «Wer zählt die Völker, nennt die Namen», dichtete zwar Friedrich Schiller. Wir wollen uns auf ein paar Namen beschränken, beispielsweise jenen von Ehrenbürger Harry Steinmann, der Gemeinderäte Katrin Röthlisberger und Christoph Ehrsam und Remo Buob von der Gemeindekanzlei, zahlreichen Mitglieder von Lorli Bichsels Wandergruppe, sowie den durch grafische Spezialleistungen an diversen Fronten und dem Einsatz für die Turner-Senioren verdienstvolle Peter Neuschwander.

1.-August-Rede ohne Pathos Die Vizepräsidentin des Gemeinderates, Katrin Röthlisberger, fragte sich in ihrer Ansprache, was wohl Wilhelm Tell zur heutigen Schweiz sagen würde. Vieles hat sich in den letzten 722 Jahren verändert und bildet nicht zuletzt die Basis unseres heutigen Wohlstandes. Aber: «Wo sind die stolzen Bürger und Politiker von früher, die sich für unser Wohl einsetzten? Gerne hätte ich heute wieder eine Regierung, welche uns die Wahrheit sagt und sich gegen aussen standhaft für unsere Schweiz, aber auch für die Einhaltung und den Erhalt unserer Gesetze engagiert». Sodann kam die Vizepräsidentin auf die lebhafte Bautätigkeit und die damit verbundenen infrastrukturellen Folgen zu sprechen. Nachdrücklich verwies sie auf die Veranstaltung vom 27. August, wo ausser dem vorzustellenden Primarschulhaus-Projekt auch die Probleme rund ums «Wohnen im Alter» zu Sprache kommen werden. Jetzt schon beschlossen ist, dass ab dem Fahrplanwechsel im Dezember der beliebte 200er-Bus am Freitag und Samstag bis 24 Uhr verkehren wird. Und schliesslich erwähnte die Rednerin auch den «Hauch von Hollywood», der gemäss dem Beitrag im

«Anzeiger» vom 30. Juli nicht zum ersten Mal in Wettswil zu spüren war. Mit der gemeinsam und stehend gesungenen Nationalhymne fand der festlich-heitere Brunch seinen offiziellen Abschluss.

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Votec: Diese Schweizer Kunstflugmaschine beeindruckt nicht nur weit über den Kreten der Schweizer Alpen, sondern auch am Flugplatzfest Hausen. (Bilder zvg.)

Spektakel auf dem Flugplatz Hausen Leckerbissen zum 50-jährigen Bestehen Eine beeindruckende Kunstflugstaffel, ein imposanter russischer Doppeldecker aus der Nachkriegszeit, elegante Segelflugzeuge und wagemutige Fallschirmspringer: Am Wochenende vom 31. August bis 1. September ist auf dem Flugplatz Hausen mit ungewöhnlichem Flugverkehr zu rechnen. Looping, Yoyo oder Turi Manta sind nur drei der zahlreichen Kunstflugfiguren, welche von einer Votec oder dem Tessiner P3-Team mit hoher Präzision an den Himmel gezeichnet werden. Aber nicht nur die Piloten in den hochmotorisierten Flugzeugen, sondern auch Segelflieger beweisen eindrucksvoll, dass sie im Kunstflug trotz fehlendem Motor ebenso showtauglich sind. Nebst Fallschirmsprüngen, Modellflugshows und Schnupperflügen sorgt die Präsentation eines Gum-

miseilstarts für einen lebhaften Blick in die Vergangenheit.

Jubiläumsparty und Frühschoppen Früher wurden Holzflieger auf dem Albis mit Hilfe von Gummiseilen in die Luft befördert – am Fest wird dieses Startprozedere direkt vor den Zuschauern durchgeführt. Andere Flugzeuge – wie die Piaggo aus der Zeit der Schweizerischen Luftverkehrsschule (Hausen war die ehemalige Ausbildungsstätte der Swissair), eine russische Antonov und viele weitere Oldtimer – versetzen den Zuschauer um einige Jahrzehnte zurück. Mit Festbeizen, einer Jubiläumsparty am Samstagabend sowie Frühschoppen mit Marschmusik am Sonntagmorgen wird auch für das kulinarische Wohl gesorgt. Weitere Überraschungen am Boden sowie in der Luft sind geplant. Weitere Infos unter: 50jahrehausen.ch.

P3: Die äusserst professionelle private Kunstflugstaffel aus dem Tessin zeigt ihr ganzes Können.


Vermischtes

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Von Kabul nach Herat Mails aus Afghanistan (2): Die Wettswilerin Silvia Käppeli arbeitete sechs Monate vor Ort Auf 10 000 Einwohner kommen in Afghanistan zwei Ärzte und 4,2 Krankenhausbetten. Ein Drittel der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Jährlich sterben etwa 24 000 Frauen vor, während oder direkt nach einer Entbindung. Fast ein Viertel der Kinder stirbt vor dem fünften Lebensjahr. ................................................... von regula zellweger In Kabul ist es im Winter klirrend kalt. Silvia Käppeli, die hier einige Wochen auf die nötigen Papiere warten musste, erlebte hautnah, was es heisst, keine oder eine schlecht funktionierende Heizung zu haben. Die kalten Tage sind lang, denn die Pflegewissenschaftlerin kann sich nur in einem geschützten Rahmen bewegen – ohne einen offiziellen Begleiter darf sie das Haus und den ummauerten Garten nicht verlassen. Stromausfälle sind an der Tagesordnung.

Kabuls Strassen im Winter. (Bilder zvg.)

Eine warme Mahlzeit am Feierabend.

Mail vom 15. Februar, Kabul «Am Morgen war es mir gelungen, den Gasofen anzufeuern. Dieser produziert zwar viel Wärme, aber zugleich eine sehr unangenehme Luft. So ging ich zwischendurch im Garten im Schnee spazieren, zehn Runden rechts, zehn runden links rum. Im Lauf des Nachmittags zeigte sich die Sonne milchig und der Schnee schmolz weg wie Butter. Gegen Abend kam der Strom zurück und alles, was Strom braucht, konnte nachgeholt werden.»

Mail vom 16. Februar, Kabul «Heute Samstag ist es wieder sehr kalt und nass draussen, es muss um null Grad sein, um sieben Uhr morgens war die Wiese im Hof weiss und es schneite den ganzen Tag. Ich trank meinen Kaffee vor dem Haus in der Kälte stehend und genoss die frische Luft. Wie jeden Morgen, wenn ich aus dem warmen Daunenschlafsack krieche, ist mir etwas bange wegen der Kälte im Badezimmer, das keine Fensterscheibe hat. Wenn ich mich aber da ans Waschen mache, friere ich erstaunlicherweise nie. Irgendwie hat das warme Wasser, das aus dem Hahn kommt, etwas Tröstendes. Auch Haare waschen mit dem Messbecher über dem grossen Eimer ist zwar mühsam, aber kein Problem. Es dauert einfach etwas länger. Man gewöhnt sich an alles.»

Das Bezirksspital Gozarah. te Oberschenkel reichend, darüber wollene Strumpfhosen, die bereits erste Löcher zeigen. Dann die gestrickten Leggins und die Skihose. Oben ein weisses Angora-Leibchen, darüber ein Thermo-Leibchen, ein Rollkragenpulli und ein dicker wollener Pullover. Draussen – und wenn es schlimm kalt ist, auch drinnen – trägt sie einen wattierten Mantel und die Paschmina. Paschma heisst Wolle in Farsi, der persischen Sprache. In Afghanistan werden etwa 49 Sprachen und über 200 verschiedene Dialekte gesprochen. Die feine Paschminawolle wärmt Hals und Kopf und rutscht nicht so leicht wie die Seiden- und Baumwolltücher, die Silvia Käppeli im Sommer trägt. Zudem kann die Europäerin die Paschmina vor das Gesicht ziehen, um sich bei Strassenkontrollen und anderen Gelegenheiten vor allzu interessierten Blicken zu schützen.

Mail vom 20. Februar, Kabul Kleiderschichten Wenn Silvia Käppeli berichtet, was sie alles trägt, muss man lächeln, wenn man sich die zierliche Frau mit all diesen Kleidern vorstellt: Unterwäsche, dicke wollene Langlaufsocken, bis Mit-

persönlich Silvia Käppeli Seit 1989 arbeitete die Pflegewissenschaftlerin Silvia Käppeli als Leiterin des Zentrums für Entwicklung und Forschung in der Pflege am Universitätsspital Zürich. Zahlreiche Forschungs- und Bildungsaufträge führten sie in verschiedene Länder - beispielsweise in den Iran, wo sie regelmässig Vorlesungen hält. Nach der Pensionierung 2011 arbeitet sie immer wieder in verschiedenen Projekten in Afghanistan. Während des sechsmonatigen Aufenthaltes von Januar bis Juli dieses Jahres mailte sie nach Hause, was sie erlebte. Drei weitere Berichte aus der Region Herat folgen in den nächsten Wochen.

«Es ist nachmittags um vier Uhr. Ich sitze in meinem Schlafzimmer. Durch das Fensterchen, das wie hier üblich mit einer dicken Plastikschicht bezogen und vernagelt ist, dringen die Geräusche von der Strasse. Ich höre, wie die Autos langsam und manchmal mit aufheulenden Motoren durch den Morast fahren und schlittern, ab und zu stecken bleiben und wieder Anlauf nehmen. Dabei ist die Strasse flach und breit. Aber mittlerweile sind die Längsfurchen bis 50 cm tief aufgeweicht. Viele Strassen sind eher mit Lehm als mit als mit Kies bedeckt – eine Herausforderung für Fahrer. Neben den Autos und Fussgängern höre ich die Kinder auf der Strasse spielen, als ob es Frühling wäre. Mitten im Schmutz und im Schneeregengestöber spielen sie Ball oder sonst etwas. Es hört sich an, als ob meine Fenster offen wären, sie halten weder Lärm noch Feuchtigkeit oder Kälte ab. Gestern Nacht bin ich zweimal aufgeschreckt, weil ein streunender Hund direkt vor meinem Fenster zu bellen begann und einmal sang eine Katze. Zudem noch das Gebet des Muezzin. Selbst wenn die ganze Stadt keinen Strom mehr hat, sein Lautsprecher ist fünf Mal am Tag uneingeschränkt in Betrieb. Über 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime. Wenn ich die Schuhe unseres Hilfspersonals betrachte, wird mir weh ums Herz. Ma-

riam beispielsweise trägt im Schnee kaputte schwarze Ballerinas. Als ich näher hinschaue, entdecke ich, dass es meine Schuhe sind, die ich im Oktober in den Papierkorb gesteckt hatte. So sieht Armut aus. Hamid trägt dünne Lederschühlein und ein erbärmliches Mäntelchen. Noch immer kommt er mit dem Velo. Zuhause hat er zwei kleine Mädchen und eine kranke Frau.»

Nervige Warterei Visum und Arbeitsbewilligung liessen weiterhin auf sich warten. Silvia Käppeli befürchtete, ohne Papiere nach Herat reisen oder schon Mitte Februar wieder nach Hause fliegen zu müssen. In der Zwischenzeit überredete ein Kollege sie, in seiner Highschool zwei Klassen Gesundheitsunterricht zu erteilen. Er versprach, sie abzuholen. Er kam aber ohne Auto. Sie liefen durch einige Strassen, gefolgt von vielen Männerblicken und erst an der grossen Strasse nach der «Shopping mile» bat er einen Taxifahrer, sie zur Schule zu fahren. Da hatte Silvia Käppeli wirklich Angst, nach den Entführungen der letzten Zeit. Als die Pflegewissenschaftlerin endlich die nötigen Papiere hatte, reiste sie nach Herat, eine Flugstunde von Kabul entfernt.

Das Elend der Heimkehrer Herat liegt im Nordwesten des Landes, rund 120 Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Iran kennt Silvia Käppeli, seit Jahren unterrichtete sie da immer wieder als Dozentin an einer Universität. Die Beziehung zwischen den beiden Ländern ist nicht besonders gut, aber es gibt Handel. Die afghanischen Flüchtlinge belasten Iran, dem es auch nicht so gut geht. Iran möchte die Flüchtlinge loswerden. Weil seit zehn Jahren kein Krieg mehr in Afghanistan herrscht, verlieren die Afghanen den Flüchtlingsstatus. Sie sollen für den Wiederaufbau des Landes zurückkehren. Afghanistan ist jedoch nicht auf Millionen von Rückkehrern vorbereitet. In Hauruck-Aktionen werden behelfsmässige Auffanglager in der Wüste errichtet, ohne Schulen, ohne

nen und Infusionen zu verabreichen, Verbände zu wechseln, die Administration nachzuführen und den Ärzten zur Verfügung zu stehen. Für grundpflegerische Bedürfnisse wie Körperpflege, Mobilisation, Ernährung sowie Schlaf- oder Schmerzfreiheit sorgen Putzpersonal oder Angehörige, also Laien. Der Grossteil der Patienten kommt aus sehr armen Verhältnissen. Teilweise brinPatientinnen bleiben weitgehend sich selbst überlassen. gen sie das Bettzeug Transportmittel in die Stadt und ohne und Thermosflaschen für den Tee in TuchGesundheitsversorgung. Hunderte bündeln mit. Wenn sie Medikamente benötisind im letzten Winter beispielsweise gen, stellt ihnen der Arzt ein Rezept aus, das in den Lagern um Kabul erfroren, dar- sie dann in der Apotheke des Spitals oder unter auch viele unterernährte Kin- auf der anderen Strassenseite kaufen gehen. Die Pflegenden beteuern zwar, sie hätder. ten diesen Beruf gewählt, weil sie ihrer Bevölkerung einen Dienst erweisen wollten, Situation in einem dänischen Spital oder weil der Koran «Compassion», Mit-LeiDas Bezirksspital Gozarah liegt etwa den, vorschreibe und die Religion solche Täeine halbe Stunde ausserhalb des Zen- tigkeiten belohne. Angesprochen auf das fast gänzliche trums von Herat. Es wurde von einer dänischen Organisation aufgebaut und Fehlen pflegerischen Handelns oder auf die jahrelang betrieben. Bis Ende Jahr be- nicht selten unfreundlichen und ungeduldigleitet und bezahlt diese Organisation gen Begegnungen zwischen Patienten und den Betrieb noch. Sie baten die Jesui- Pflegenden erklären die meisten, sie verdienten der Organisation «Jesuit Refugee ten nicht genug, und das Ansehen der PfleService JRS», wo Silvia Käppeli ein hal- genden entspreche demjenigen des Putzperbes Jahr ein Volontariat machte, ob sonals. Sie seien bloss Lakaien der Ärzte. Zudie Pflegewissenschaftlerin eine Be- dem würden ihre Patienten nicht mehr bestandsaufnahme vom Bildungsbedarf nötigen, als sie erhielten. Diese Teilnahmslodes Pflegepersonals im Spital durch- sigkeit und Passivität seitens der Pflegenden führen könne, bevor das Spital den Af- steht im krassen Gegensatz zur überwältigenden Gastfreundschaft und Achtsamkeit, ghanen übergeben werde. die Fremden und Gästen entgegengebracht wird. Anteilnahme und gesundheitliche BeMail vom 13. März, Herat ratung wird den Patienten allenfalls von «Das Spital ist im Pavillon-System gebaut: ärztlicher Seite zuteil.» Ein einstöckiges Gebäude für die Verwaltung, je ein Haus für die Frauenabteilung, für die Männer und für die Kinder mit je anzeige ungefähr zwanzig Betten. Dazu gehören zudem ein Gebäude für die Notfallstation, die zwei Operationssäle und ein Gebäude für die Polikliniken. Labor, Physiotherapie und TBC-Beratungsstelle sind separat untergebracht. Die Einrichtungen sind qualitativ und quantitativ minimal. Aber es ist alles vorhanden, was man in einem kleinen Spital braucht. Die stationären Patienten bleiben im Durchschnitt drei Tage im Spital. Die Restaurant Drunder & Drüber meisten kranken Erwachsenen werden nach Affolternstrasse 5 · 8908 Hedingen langer Wartezeit in den Polikliniken kurz untersucht, bekommen ein Rezept und geWir sind zurück hen dann gleich wieder heim. Zum Operatiaus den Ferien onssaal gehen sie zu Fuss oder überqueren und wieder auf einer Art Karren das Spitalareal. Wer keine Vollnarkose benötigt, geht auch zu gerne für Sie da Fuss zurück in den Krankensaal. Patienten, Planen Sie einen Anlass? die das nicht können, werden von ihren Gewächshaus unser wartenden Angehörigen zurückgekarrt. ist der ideale Ort Krankenpflege wie im schweizerischen Verständnis gibt es nicht. Heute absolviert Wir freuen uns auf Sie das Pflegepersonal, bis vor Kurzem ein ausDienstag bis Samstag: 9 bis 23.30 Uhr gesprochener Männerberuf, eine dreijährige Telefon 044 760 28 92 Ausbildung, die internationalen Standards www.drunderunddrueber.ch angeglichen ist. Aber in der Praxis beinfo@drunderunddrueber.ch schränkt sich ihre Tätigkeit darauf, Injektio-


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Vermischtes

Dienstag, 6. August 2013

Auf dem alten Säumerweg über den Sustenpass Zweitageswanderung der Wandergruppe Bonstetten Die traditionelle Zweitageswanderung der anspruchsvollen Wandergruppe Bonstetten führte dieses Jahr vom Gadmertal über den Sustenpass ins Meiental. Dank der perfekten Organisation durch Doris Jezler wird die Wanderung allen Teilnehmenden in bester Erinnerung bleiben. 21 Unternehmungslustige wagten sich am 30. und 31. Juli 2013 auf den gemäss Programm 26 km langen, 1550 m Aufstieg und 1250 m Abstieg aufweisenden alten Saumweg. Die Vorzeichen waren nicht verheissungsvoll: Am Vortag anhaltender Regen. Um 5 Uhr am ersten Wandertag ergiebiger Regen. Doch bereits bei der Besammlung am Bahnhof Bonstetten warf die Sonne erste Strahlen durch einzelne Wolkenlücken. Beim Verlassen des Postautos in Nessental im Gadmertal waren es nur noch Nebelbänke, die sich an die Bergflanken auf beiden Talseiten schmiegten. Dem Gadmerwasser entlang bis zum Schwarzenbrunnengraben ging es die ersten zwei Stunden auf einer Fahrstrasse kaum merklich aufwärts.

Nach dem dort eingelegten Stundenund Verpflegungshalt begann die Bewältigung der angekündigten Höhenmeter. Auf rauen Bergpfaden wurde der Aufstieg nach Underwasser und Wyssenmad überwunden. Der Blick über das Gadmertal liess jede Anstrengung vergessen. Zwar verhinderten die Nebelschwaden den Blick auf den Titlis und die übrigen Bergriesen, doch sie verdeckten die Sonne teilweise und machten das Wandern angenehm. Vorbei an von Wind und Wetter gezeichneten Föhren wurde das Hochmoor «In Miseren» erreicht. Die Wanderung durch diese einmalige Urlandschaft mit dem mäandernden Seitenarm des Steinwassers hinterliess bei der Wandergruppe einen tiefen Eindruck und war Entschädigung für die bewältigten rund 900 Höhenmeter. Im gastlichen Hotel Steingletscher wurden die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit und die verbrannten Kalorien nachgetankt und über die Nacht neue Kräfte gesammelt.

Schönes Wetter, vielfältige Alpenflora Der zweite Tag kündigte sich mit wolkenlosem Himmel an. Bei angeneh-

men Temperaturen, teilweise noch im Schatten, wurde nach dem Frühstück der Aufstieg zum Sustenpass in Angriff genommen. Dabei wurde immer wieder Halt gemacht, um die Augen über den Steisee, den Steigletscher und die darüber thronenden schneebedeckten Tierberg und Gwächtenhorn schweifen zu lassen. Mit dem Überschreiten des Sustenpasses und einem letzten Blick zurück wurde das Gadmertal verlassen, und Richtung Osten tat sich das Meiental auf. Teilweise auf dem alten Saumweg, zum Teil auf der 1811 geschichtlich bedingt in Angriff genommenen, aber nie fertiggestellten Kommunikationsstrasse ging es nun in vielen Kehren hinunter an die Meienreuss Richtung Färnigen zur Mittagsrast. Von dort wurde das Wanderziel Meien Dörfli schliesslich in einer knappen Stunde erreicht. Das schöne Wetter, die durchwanderten Naturlandschaften mit ihrer vielfältigen Alpenflora und die gute, kameradschaftliche Stimmung in der Teilnehmergruppe liessen die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. (nm)

Die Wandergruppe nach dem Start im Gadmertal. (Bild zvg.)

forum

Belanglosigkeiten statt Engagement fürs Spital Warum denn in die Ferne schweifen ...?, im «Anzeiger» vom 2. August. Da gibt es die Kolumne «Ämtler Kantonsräte meinen». Bisher war es so, dass politisch denkende und engagierte Kantonsräte und auch die damalige engagierte SP-Kantonsrätin aus dem Amt über politische Vorlagen, die Behandlung aktueller Themen und über politisches Missverhalten einiger Ratsmitglieder berichtet hatten. Und heute? Da lesen wir in sentimental, larmoyantem Stil, was Hans Läubli als kantonsrätliches, selbstgefälliges Einzelschicksal während seinem Nichtstun in den vier Wochen Ferien alles einfällt: eine magere Analyse über das Ferienverhalten der Menschen, ihre Mobilität und einige Zahlen aus Reiseprospekten. Von einem Kantonsrat, den wir einst als Hoffnungsträger oppositioneller Politik, die sich der Gerechtigkeit, dem sozialen Ausgleich, der Chancengleichheit und der Mündigkeit liberal denkender Bürger verpflichtet fühlt, gewählt hatten, erwarte ich einiges mehr. Engagierte Politiker im Kantonsrat haben unsere Interessen zu vertreten, sie haben sich engagiert in unserem Sinne für Vorlagen einzusetzen. Und sie haben uns zu informieren. Wir möchten wissen, wer sich quer legt und dem reinen Gelddenken Vorschub leistet, wer sich für die Demokratie einsetzt und wer der Demokratie Sorge trägt. Wir möchten wissen, wer sich für Aktiengesellschaften als nichtdemokratische Institution im Sozialwesen auf Kantonsebene einsetzt. Wer dazu beiträgt, dass die Gesundheitskosten uferlos wie ein hartes Schicksal Gottes anschwellen. Es ist eben nicht nur die Anspruchshaltung der Bevölkerung, es ist die institutionell zugesicherte Kostensteigerung, verursacht durch die Gesundheitsversorger aus der Teppichetage. Ist Läubli zum Beispiel schon einmal aufgefallen, dass im Akutbereich in unserem

Spital für die 106 Betten ganze fünf Chefärzte funktionieren und ihr nicht gerade geringes Gehalt von bis zu 250 000 Franken kassieren und daneben noch privatärztlich ihren einträglichen Pfründen nachgehen dürfen? Stattdessen hören wir von ihm, dass es ihm gleichgültig sei, ob eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft oder ein demokratisch abgesicherter Zweckverband als Träger unseres Spitals funktioniere. Kein Wort von ihm zugunsten dem stark geforderten, gestressten und verhältnismässig mager honorierten Pflegepersonal.

Delegierte sollen Rechenschaft über ihr Tun oder Nichtstun ablegen Gerade solche Leute führen uns klar vor Augen, dass wir – das Volk – uns einmischen müssen. Wir haben uns für eine demokratisch abgesicherte Führung unseres Spitals einzusetzen. Die künftigen Delegierten der Gemeinden sollen an den Gemeindeversammlungen gewählt werden und dort auch Rechenschaft über ihr Tun oder Nichtstun ablegen müssen. Leute mit Pfeffer im Hintern und einem wachen Blick für das Machbare in realistischem Rahmen und mit Kostenbewusstsein und dem klaren Willen, bei Missständen beherzt durchzugreifen. Keine Läublis, die sich im Winde drehen, sondern eher Rosenbüsche, mit Blüten und Dornen. Wir wachen Bürger und Bürgerinnen haben uns zu vereinen gegen das Nichtstun der meisten Parteien und gegen unsere behördliche Obrigkeit hier im Bezirk, die der masslosen Geldverschwendung auf strategischer Ebene im Spital Affoltern nun während Monaten tatenlos zuschauen. Lesen Sie unsere Texte in www.vereinzweckverband.ch, spenden Sie uns bitte Geld für die Gegenpropaganda und treten Sie uns bei, helfen Sie mit. Das sind wir unserem guten Regional-Spital schuldig – bevor es weg ist. Hans Roggwiler, Zwillikon

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Vermischtes

Dienstag, 6. August 2013

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sport

Kontrollieren geht über probieren Auch erfahrene Pilzsammler sollten ihre ganze Ernte der Pilzkontrollstelle zeigen Die Pilzsaison beginnt – und mit ihr leider auch die Gefahr von Vergiftungen. Christian Klee, langjähriger Pilzkontrolleur in Affoltern, empfiehlt daher, alle gesammelten Pilze kontrollieren zu lassen. «Anzeiger»: Herr Klee, wann kamen Sie das erste Mal mit Pilzen in Kontakt? Christian Klee: Schon als Knirps. Der Wirt des «Piccolo Giardino» im Zürcher Chreis Cheib sammelte nämlich für sein legendäres Pilzrisotto frische Pilze. Auf diese Sammeltouren in den Schwarzwald begleitete ihn mein Grossvater, und manchmal durfte auch ich mitgehen. Unsere Rückfahrten, mit den bis zum Rand mit Steinpilzen, Maronenröhrlingen, Eierschwämmen und Geissbärten gefüllten Harassen, sind mir in bester Erinnerung, besonders der intensive, leicht fruchtige Geruch, mit dem die Eierschwämme unseren Kleintransporter erfüllten. Geissbärte? Ja, das ist der volkstümliche Name für die Gattung Korallenpilze. Diese mussten bloss von gelber Farbe sein, dann haben wir sie als essbar taxiert. Früher galten ja alle mehr oder weniger gelb gefärbten Arten als geniessbar. Heute dagegen dürfen keine Korallenpilze mehr freigegeben werden. Warum, gab es denn damals nach dem Risotto Vergiftungen? Nein, mir ist jedenfalls keine bekannt. Die heutige Vorsicht gegenüber dieser Pilzgattung hängt mit ihrer schwierigen, oft nur mikroskopischen Unterscheidbarkeit zwischen essbaren und ungeniessbaren oder gar giftigen Arten ab. Nur die blosse Farbe genügt nach den heutigen Kenntnissen keinesfalls zur sicheren Abtrennung einzelner Arten. War man damals nicht etwas leichtsinnig? Doch, aus heutiger Sicht schon. Aber damals wusste man es eben nicht besser. Vielleicht hat all das auch dazu beigetragen, dass ich 1998 eine Ausbildung als Pilzkontrolleur absolvierte. Und das haben Sie nie bereut? Im Gegenteil. Dank dieser Ausbildung und der jahrelangen Beschäftigung mit diesen Sonderlingen der Natur verstehe ich mehr und mehr die vielfältigen Zusammenhänge unserer Umwelt. Es war auch der Einstieg in eine wunderbare, skurrile und geheimnisvolle Welt des mikroskopisch Kleinen. Kennen Sie als Pilzkontrolleur alle Pilze? Auf keinen Fall. Auch ein erfahrener Pilzkontrolleur kennt nie alle Pilze. Unter den hiesigen rund 5500

persönlich Kompetenter Instruktor Christian Klee wurde 1958 in Zürich geboren und lebt seit rund zehn Jahren in Obfelden. 1998 absolvierte er die Prüfung zum Pilzkontrolleur der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (Vapko). Noch im gleichen Jahr trat er der Pilzkontrolle Affoltern bei. Seit 2013 leitet Christian Klee den Verein für Pilzkunde Zürich als umsichtiger Präsident. Und damit nicht genug: Bei der Vapko ist er als kompetenter Instruktor für die Aus- und Weiterbildung von Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleuren zuständig. (hpn)

ganze Ernte von einer Pilzkontrollstelle prüfen lassen. Dies ist auf jeden Fall sicherer, als vor der Mahlzeit ein Stossgebet zum Himmel zu schicken. Begehrte Delikatessen sind Morcheln, Steinpilze und seit wenigen Jahren vermehrt einheimische Trüffel. Findet man diese Knollen ebenfalls im Säuliamt? Ja, mit etwas Glück. Allerdings sind das nicht die sündhaft teuren schwarzen Périgord- und die weissen Alba-Trüffel. Diese wachsen nämlich vorwiegend in Frankreich und Italien. In unseren Regionen und in der übrigen Schweiz kann man aber eine ebenfalls wohlschmeckende Verwandte der Périgord-Trüffel finden: die BurgunEssbar oder giftig? Um böse Überraschungen auszuschliessen, sollte dem Pilzkontrolleur immer die der-Trüffel. Trotz ganze Ernte gezeigt werden, weiss der Affoltemer Experte Christian Klee. (Bild Hans-Peter Neukom) ihres etwas schwäGrosspilzarten gibt es sogar so seltene liebte Speisepilze giftige Doppelgän- cheren Aromas gegenüber der PériArten, die man vielleicht gar nie zu ger haben, aber auch, dass alle Pilze gord-Trüffel wird dieser einheimische wichtig für das Ökosystem Wald sind. Gesicht bekommt. Schlauchpilz inzwischen auch von Schweizer Gourmetrestaurants gerne Wie sieht das Pilzvorkommen momentan in verwendet. Die Preise betragen je Wie können Sie Pilze kontrollieren, die Sie den Wäldern um Affoltern aus? gar nicht kennen? nach Vorkommen, Qualität und NachTrotz des in den letzten Wochen frage zwischen 600 bis 800 Franken Die üblichen Speise- und Giftpilze kennen wir natürlich gut. Manche feuchtwarmen Wetters ist das Vor- pro Kilo. Pilzarten kann man allerdings nur un- kommen in unserer Region noch ............................................................... ter dem Mikroskop sicher bestimmen. nicht so üppig wie im Herbst. Aber «Pilzler sind ein eigenes Wichtig bei einer Pilzkontrolle ist das mit etwas Glück können bereits einige sichere und rasche Erkennen: essbar wenige Pilzarten wie Perlpilze, EierVölkchen: verschwiegen oder giftig. Wenn ein Kontrolleur ei- schwämme, Champignons oder Somnen Pilz nicht hundertprozentig er- mer-Steinpilze für die Küche gesamund misstrauisch.» kennt, darf er ihn nicht freigeben. Das melt werden. Doch aufgepasst: Auch ............................................................... Giftpilze wie etwa der tödlich giftige Motto lautet «Im Zweifelsfall nie». Grüne Knollenblätterpilz zeigen be............................................................... Haben Sie selbst schon Trüffeln gefunden? reits ihre Fruchtkörper. Ja, Burgunder-Trüffeln, sogar in der «Auch Giftpilze wie etwa Von wann bis wann dauert eigentlich die näheren Umgebung von Affoltern bei der tödlich giftige Grüne Pilzsaison? Pilze wachsen doch das ganze Jahr. einer Feuerstelle, und dies ohne TrüfJa, das ist so, essbare Pilze wachsen felhund. Einige Fruchtkörper schauten Knollenblätterpilz zeigen sogar im Winter. In der Region Affol- halb aus dem Boden. Ich hielt sie zubereits ihre Fruchtkörper.» tern findet man dann an Buchenholz erst für verkohlte Kartoffeln. Als ich ............................................................... den wohlschmeckenden Austern-Seit- sie aufschnitt, ahnte ich bereits, dass ling und an Baumstrünken den Samt- es sich um Trüffeln handeln könnte. Wo kann man besseres Wissen über Pilze fuss-Rübling. Im Frühjahr begegnen Damals glaubte ich noch, dass in der erlernen? uns an Bachläufen Morcheln und im Schweiz keine Trüffeln wachsen. DaBeispielsweise im Verein für Pilz- Sommer unter Buchen und Eichen her brachte ich sie dem damaligen Obkunde Zürich an unseren am Montag- Sommer-Steinpilze. Am grössten aller- feldemer Pilzkontrolleur Ivan Cucchi, abend durchgeführten Pilzbestim- dings ist die Artenvielfalt im Herbst, der mir dann die Vermutung bestätigmungsübungen. Da nehmen wir uns der eigentlichen Pilzsaison. te. Allerdings wachsen die begehrten jedes Jahr den kleinen und grossen schwarzen Diamanten der Küche vorBei welchen Pilzen ist besondere Vorsicht wiegend unterirdisch und werden Einsteigern speziell an. Dabei vermitteln Experten die wichtigsten Grund- geboten? heute auch in der Schweiz mit abgekenntnisse über Pilze. So lernen beVon unseren etwa 5500 Grosspilzar- richteten Trüffelhunden aufgespürt. reits kleine Pilznasen, dass viele be- ten sind die meisten wegen ihrer ZäVerraten Sie uns den Standort? higkeit oder ihres schlechten Geruches Das bleibt natürlich mein Geheimund Geschmackes ungeniessbar. Nur zur sache etwa 300 sind essbar und zum Teil be- nis. Pilzler sind eben ein eigenes Völkgehrte Delikatessen wie Steinpilze, chen, verschwiegen und misstrauisch. Morcheln und neuerdings auch einhei- Selbst am Stammtisch unter unseresPilze kontrollieren mische Trüffel. Umgekehrt sind etwa gleichen, wo so manche abenteuerli200 Pilzarten mehr oder weniger giftig che Pilzgeschichte die Runde macht, Die Affoltemer Pilzkontrolle wird und rund ein Dutzend lebensgefähr- werden die Fundplätze wie ein geheivon fünf ausgebildeten Pilzkontlich. Besondere Vorsicht ist bei den töd- mer Schatz gehütet. Ich verrate nur so rolleurinnen und -kontrolleuren lich giftigen und in der Region oft vor- viel: Trüffeln wachsen gerne in kalkgeleitet. Sie befindet sich im kommenden Knollenblätterpilzen ge- haltigen Böden, vorzugsweise im WurClubraum des Bachhauses am boten. Verwechslungsgefahr für den zelbereich unter Eichen, Buchen, LinBachweg 7 in Affoltern. Pilzsammler besteht dabei vor allem den und Haseln. Öffnungszeiten von August mit verschiedenen essbaren grünen bis Ende Oktober: Mittwoch, Sie haben viel mit Pilzen zu tun. Können Sie Täublingen und weissen Champignons. Samstag und Sonntag 18.30 bis da privat ein Pilzgericht überhaupt noch ge19 Uhr. Während der Schonzeiten Sollen auch Pilzkenner ihr Sammelgut kon- niessen? vom 1. bis 10. jeden Monates trollieren lassen? Aber sicher. Auf ein Gericht mit bleibt das Lokal jeweils selbst gesammelten Eierschwämmen, Natürlich gibt es Fälle, in denen das geschlossen. (hpn) nicht nötig ist. Aber mit Pilzvergiftun- die seit meiner Jugendzeit zu meinen gen und ihren Folgen ist nicht zu spas- Lieblingspilzen gehören, möchte ich Weitere Infos zu Pilzkontrollstellen und kantosen. Beim leisesten Zweifel sollten da- deswegen gewiss nicht verzichten. nalen Pilzschutzverordnungen: www.vapko.ch Interview Hans-Peter Neukom her auch erfahrene Pilzsammler ihre

Jorin Gabriel in Davos vor dem Start. (Bild zvg.)

Bei Jorin Gabriel stimmt die Form Erneuter Podestplatz für den Mountainbiker am BMC-RacingCup in Davos. In Davos fand am 3./4. August die zweitletzte Austragung des BMC-Cups statt. Bei heissen Temperaturen galt es, eine 14 km lange Strecke mit 650 Höhenmetern zu bewältigen. Jorin Gabriel gelang eine optimale Startphase. Bereits als dritter Fahrer begann er den beschwerlichen Aufstieg im Wald. Die Strecke war durch die lange, regenfreie Zeit extrem staubig und verlangte in Sachen Durchhaltewillen und Technik den Fahrern einiges ab. Zum Glück gab es eine kurze Passage, die an einem Bach entlang führte und für ein bisschen Abkühlung sorgte. Durch die zusätzliche Motivation der zahlreichen Fans, die auf der ganzen Strecke zu sehen waren, konnte Jorin Gabriel seinen 3. Platz bis zum Schluss halten und die nachfolgenden Fahrer um über eine Minute distanzieren. Mit diesem ausgezeichneten Resultat hat Jorin gezeigt, dass er bereit ist, für die Jugend-Europameisterschaften in Graz, welche in einer Woche beginnen.

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