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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 913 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 56 I 168. Jahrgang I Freitag, 18. Juli 2014

Spital-Statuten

Gut aufgestellt

In Kappel entscheidet die Gemeindeversammlung am 16. September. > Seite 3

Neueste Zahlen des statistischen Amtes zeigen eine positive Entwicklungen. > Seite 5

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Ernte-Nostalgie Getreideernte wie vor 50 Jahren: Reges Interesse am Schauspiel in Bonstetten. > Seite 6

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Reichhaltige Quelle Die Regionalbibliothek Affoltern führt eine heimatkundliche Sammlung. > Seite 7

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Magische Lichtung Sommerserie Teil 2: Martin Mullis irrt durch den Wald. > Seite 13

Von Alphornblasen bis Zaubern

«Zusammenstoss» – ein Erlebnis!

Ferienplausch der Pro Juventute: 62 Kurse zur Auswahl im Knonauer Amt

Am 2. August feiert «Zusammenstoss», die Produktion der Ämtler Bühne zu ihrem 30-Jahr-Jubiläum Premiere.

Neues entdecken, Spannendes erleben, gemeinsam etwas unternehmen – das ist der Pro Juventute Ferienplausch für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren. Im Säuliamt ist die Nachfrage gross, den einen oder anderen freien Platz gibt es trotzdem noch. ................................................... von thomas stöckli Das Interesse an Sommerferien-Kursen ist im Bezirk Affoltern deutlich grösser als in den vergangenen beiden Jahren. 800 Kursanmeldungen gingen allein bis zu Beginn der Sommerferien beim Ämtler Ferienplausch ein. Im Vergleich: 2013 waren es 765, 2012 deren 490. «Wir stellen tendenziell fest, dass die Eltern sehr gerne mehrtägige Angebote wünschen und auswählen, auch ganztägige Kurse sind gefragt», verrät Doris Affolter, die bei der Stiftung Pro Juventute für den Ferienplausch Affoltern verantwortlich ist. Besonders schnell ausgebucht war dieses Jahr etwa das «Fun- & Actio-

camp» in Affoltern. Dabei stand diese Woche mit Spiel, Spass und Bewegung erstmals auf dem Ferienplausch-Programm. Begehrt sind auch die «Bike-Kurse», der «Besuch bei der Feuerwehr», der «Blick hinter die Kulisse des Spitals Affoltern» sowie «Zaubern mit Zauberer Silberwolf».

Kurse für jüngere Kinder gefragt

Ein «Exot» unter den Ferienplausch-Kursen: «Alphorn total». (Archivbild)

Zu den immer beliebten «Evergreens» gehören die Kurse auf dem Ki-Ti-Hof, Tenniskurse, das Schnuppertauchen sowie Selbstverteidigung im Stigeli Affoltern. Erstmals auf dem Programm stand hingegen der Segelflug-Schnuppertag in Buttwil. Hier war das Interesse allerdings zu gering und der Kurs musste abgesagt werden – was immer mehr zur Ausnahme wird: Während die Nachfrage in den vergangenen Jah-

ren stieg, blieb das Angebot nämlich ziemlich konstant. Im Vergleich zu den anderen Ferienplausch-Regionen Meilen und Zürich fällt auf, dass im Knonauer Amt das Interesse an Kursen für jüngere Kinder überproportional gestiegen ist. Und was sind die Exoten im Angebot? «Ein wunderbarer Kurs, den wir schon länger durchführen, ist ‹Alphorn total›», verrät Doris Affolter: «Es ist er-

staunlich, wie rasch die Kinder dank dem geduldigen Lehrer die ersten Töne spielen können.» Wer jetzt noch nach einem spannenden Ferien-Highlight für den Nachwuchs sucht: In diversen Kursen sind noch Plätze frei. Interessierte können sich, auch während der Ferienzeit bis kurz vor der Durchführung anmelden. Infos unter www.ferienplausch-affoltern.ch.

FC Affoltern: Wiederaufstieg als grosses Ziel Der FC Affoltern hat das Training wieder aufgenommen und sich den Wiederaufstieg als Ziel gesetzt.

Die Proben im «Rössli», Mettmenstetten, sind abgeschlossen, ab kommenden Sonntag wird an den Originalspielplätzen im Kloster Kappel geprobt. Regisseur Dodó Deér, Komponist Peter Roth, Tanz-Choreografin Marina Gantert und das gesamte Team gehen die letzten zwei Wochen vor der Premiere von Kurt Schwitters musikalischer Groteske konzentriert an. «Wir werden am 2. August auf jeden Fall bereit sein», sagt Dodó Deér. «Das Stück bereitet Freude und verspricht einen ereignisreichen Sommerabend.» Marina Gantert lobt die humorvolle Satire auf die Gesellschaft als «hoch unterhaltsames Erlebnis», das, wie Komponist Peter Roth ergänzt, «nie moralisierend ist». Im «Anzeiger»--Interview erzählen die drei Federführenden des Kappeler «Zusammenstoss’» von den Vorbereitungen und über das Stück sowie ihr Engagement. (kb.) ................................................... > Interview auf Seite 8

Jumba-Kreuzfahrt Die Jumba geht diesen Herbst auf eine Mittelmeer-Kreuzfahrt. Während der von Accotravel organisierten Kreuzfahrt, vom 11. bis 19. Oktober, werden sie auf dem Schiff auftreten. Die Fahrt ist offen für Jumba-Freunde und andere Genussmenschen. (sas)

................................................... > Bericht auf Seite 18 anzeigen

Die Spieler des FC Affoltern haben die Sommerpause genutzt um Kraft und Motivation zu tanken. Nach dem Abstieg in der letzten Saison war der Frust gross. Jetzt haben sich Mannschaft und Trainer für die nächste Saison den direkten Wiederaufstieg, in die 2. Liga, vorgenommen. Die neue Saison beginnt in vier Wochen. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 25

Ums Lagerfeuer sitzen und singen gehört zu jedem Jugendlager, wie hier bei Jungschar. (Bild zvg.)

Sommerzeit ist Lagerzeit Die Säuliämtler Jugendgruppen sind ins Sommerlager gereist Spielerisches Lernen und Spass am Lernprozess zu empfinden ist gerade für die Entwicklung von Kindern wichtig. Das Knonauer Amt bietet eine Vielzahl Jugendgruppen, die genau das fördern und mit einer Prise Abenteuer würzen – sie führen momentan ihre Sommerlager durch. Die Organisation eines Zeltlagers ist mit riesigem Aufwand verbunden.

Trotzdem gibt es viele Jugendgruppen, die ein Zeltlager organisieren.

Zuerst als Kind, dann als Leiter dabei Die Leiter sind oft als Kinder zur Jugendgruppe gestossen und mit dem Erwachsenwerden ins Leitungsteam hineingewachsen. Mitte zwanzig hören viele auf, widmen sich Beruf oder Familie und überlassen das Feld jüngeren Leitern. Viele bleiben den Jugendgruppen aber weiterhin verbunden

und kommen ans Aufbauwochenende vor dem Lager. Organisation, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung sind sehr aufwändig. Deshalb sind Jugendgruppen auf Nachwuchs und Sponsoren angewiesen. Der Nachwuchs kommt meist in Schüben, wenn sich Eltern zusammensetzen und ihre Kinder gemeinsam in eine Jugendgruppe schicken. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 12

Am Samstag ist Freestyle-Night Zum 12. Mal findet im Jumpin Mettmenstetten die FreestyleNight statt. Spitzensport, Musik und Party, dafür ist die Freestyle-Night bekannt. Dieses Jahr wird der Erfolgsanlass zum 12. Mal durchgeführt. Ab 14 Uhr springen Akrobaten mit verschiedenen Sportgeräten von den Schanzen. Am Abend spielt «Last Avenue» und DJs legen bis in die tiefe Nacht auf. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 25

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Ärztlicher Notfalldienst In Notfällen wende man sich zuerst immer über die Praxisnummer an den Hausarzt, bei Abwesenheit erhält man über den Telefonbeantworter die Nummer des Ärztetelefons 044 421 21 21. Bei Verkehrsunfällen Telefon 117 oder Telefon 044 247 22 11.

Telefon 144 für Sanitäts-Notruf

Konkurseröffnung

Kappel am Albis

Schuldner: Borivoj Budalic, geb. 31. August 1957, Staatsangehörigkeit: Serbien, wohnhaft Äussere Grundstrasse 30, 8910 Affoltern am Albis (Inhaber der Einzelunternehmung «Budalic Gipserei- u. Malergeschäft», mit Sitz in Affoltern am Albis).

Bauherrschaft: Mörgeli Leo und Monika, Weid 3, 8926 Uerzlikon Projektverfasser: LBA Architekturbüro, Bärenmatte 1, 6403 Küssnacht a.R. Bauprojekt: Neubau Laufstall mit Hofdüngerlager, Fahrsilo und Remise, Weid, Uerzlikon, Kat.-Nr. 383 (Landwirtschaftszone)

Datum der Konkurseröffnung: 3. Juni 2014 Summarisches Verfahren, Art. 231 SchKG Eingabefrist: bis 18. August 2014 Vergleiche Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 18. Juli 2014. Affoltern am Albis, 18. Juli 2014

Delegiertenversammlung vom 10. Juli 2014 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: Beschluss über Verteilung der Investitionsbeiträge der Gemeinden aus der Umwandlung der Staatsbeiträge in ein Kantonsdarlehen Genehmigung HRM1-Jahresrechnung 2013 und Übergangsrechnung 2012/2013 Auflösung der Strategie- und Finanzkommission der Delegierten Genehmigung Reglemente Finanzkompetenzen Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch

Konkursamt Affoltern Bahnhofplatz 9, Postfach 574 8910 Affoltern am Albis

Stallikon Bauherrschaft: Schaeppi Grundstücke Verwaltungen KG, Sihlfeldstr. 10, 8003 Zürich, Projektverfasser/in: J. N. Leimgruber + M. H. Sauter dipl. Arch. SIA AG, Bahnstrasse 8, 8603 Schwerzenbach Bauvorhaben: Abbruch Scheune und Neubau von vier Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage, Reppischtalstrasse (Sellenbüren), Kat.-Nrn. 168, 169, 1357, Zone Kernzone B, Sellenbüren

Stallikon

Planauflage: Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung. Rechtsbehelfe: Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314-316 PBG).

Bauherrschaft: Schaeppi Grundstücke Verwaltungen KG, Sihlfeldstr. 10, 8003 Zürich, Projektverfasser/in: J. N. Leimgruber + M. H. Sauter dipl. Arch. SIA AG, Bahnstrasse 8, 8603 Schwerzenbach Bauvorhaben: Abbruch Scheune und Neubau Doppel-Einfamilienhaus in gleicher Kubatur, Reppischtalstrasse (Sellenbüren 16), Kat.-Nr. 1357, Zone Kernzone A, Sellenbüren

Bestattungen Affoltern am Albis

Entlassung aus dem Inventar der kommunalen Schutzobjekte

Am 14. Juli 2014 ist in Zürich ZH gestorben:

Antonio Prontera

Mit Beschluss vom 8. Juli 2014 hat der Gemeinderat das Objekt Inventar Nr. 101, Sägereigebäude, Vers.-Nr. 1118, auf Kat.-Nr. 2737, Sagiweg, 8915 Hausen am Albis, aus dem kommunalen Inventar der Schutzobjekte entlassen. Die Gattersäge ist mit einem Vertrag zu schützen. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern, 8910 Affoltern am Albis, schriftlich Rekurs erhoben werden. Die in dreifacher Ausführung einzureichende Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu bezeichnen und soweit möglich beizulegen. Hausen am Albis, 18. Juli 2014

Öffentliche Planauflage für • Neubau einer 0,4-kV-Kabelleitung zwischen der Transformatorenstation Uttenberg und projektierter VK Vorderruttenberg 4 (L-222457) der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich Beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat sind die oben erwähnten Plangenehmigungsgesuche eingegangen. Die Gesuchsunterlagen liegen vom 12. Juli bis 12. September 2014 in der Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Die öffentliche Auflage hat den Enteignungsbann nach den Artikeln 42 bis 44 des Enteignungsgesetzes (EntG; SR 711) zur Folge. Wer nach den Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes (SR 172.021) oder des EntG Partei ist, kann während der Auflagefrist beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat, Planvorlagen, Luppmenstrasse 1, 8320 Fehraltorf, Einsprache erheben. Wer keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Innerhalb der Auflagefrist sind auch sämtliche enteignungsrechtlichen Einwände sowie Begehren um Entschädigung oder Sachleistung geltend zu machen. Nachträgliche Einsprachen und Begehren nach den Artikeln 39 bis 41 EntG sind ebenfalls beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat einzureichen. Eidgenössisches Starkstrominspektorat Planvorlagen Luppmenstrasse 1 8320 Fehraltorf

Affoltern am Albis Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: KnonauerAmt Immobilien AG, Industriestrasse 17, 8910 Affoltern am Albis Projektverfasser: Intus AG, Immobilien Treuhand Versicherungen Industriestrasse 17, 8910 Affoltern am Albis Bauvorhaben: Teilabbruch und Aufstockung von 2 Geschossen für die Nutzung als Schulräume, Vers.-Nr. 9, Kat.-Nr. 5101, Industriestrasse 17, Industriezone

Hedingen Gesuchsteller: Schmid Beat, Grossmattstrasse 13, 8964 Rudolfstetten Projektverfasser: WSS Architekten AG, Seestrasse 247, 8038 Zürich Bauprojekt An- und Umbau Wohnhaus, Arnistrasse 53, Kat.-Nr. 986, Vers.-Nr. 17; Landwirtschaftszone kantonal

Kappel am Albis Bauherrschaft: Bleuler Peter, Albisstrasse 60, 8135 Langnau a.A. Projektverfasser: Peter Bleuler Generalunternehmung, Albisstrasse 60, 8135 Langnau am Albis Bauprojekt: Neubau Einfamilienhaus, Kat.-Nr. 1579, Kappelermatte, Kappel am Albis (W2)

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Bonstetten In Bonstetten wird beerdigt:

Meyer geb. Roubaty, Marianna Adele geboren 13. März 1930, von Menznau LU, Witwe des Meyer, Arthur Niklaus, wohnhaft gewesen Chrüzacherweg 18, Bonstetten.

Andacht auf dem Friedhof Bodenfeld, Bonstetten, am Mittwoch, 23. Juli 2014, 15.00 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten

Wettswil am Albis

Wettswil am Albis

Am 15. Juli 2014 ist in Greifensee gestorben:

Gesuchstellerin: Beat und Sylvia Haab, Stationsstrasse 74, 8907 Wettswil am Albis Bauvorhaben: Dachpool auf dem im Bau befindlichen Wohnhaus «B» auf Kat.-Nr. 1271, In Tüelen 1b (Wohnzone W1)

Durrer geb. Bischofberger, Hildegard Zita Margrith geboren 9. April 1927, Bürgerin von Kerns OW und Zürich, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis mit Aufenthalt in Greifensee. Die Erdbestattung findet am Freitag, 18. Juli 2014, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Einsiedeln an der Birchlistrasse statt. Anschliessend um 14.15 Uhr Abdankungsgottesdienst in der Friedhofskapelle.

Affoltern am Albis

Plangenehmigungsverfahren für Starkstromanlagen

Trauergottesdienst am Montag, 21. Juli 2014, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH, anschliessend Urnenbeisetzung auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH.

Sie starb in Affoltern am Albis am 14. Juli 2014.

Gemeinderat Hausen am Albis

Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.

Planauflage: Gemeindezentrum Marktplatz 1 Hochbauabteilung, 2. OG Bauherrschaft: SPS Immobilien AG, Froburgstrasse 1, 4601 Olten Projektverfasser: ARGE Burtlet & Partner AG/Joos & Mathys Architekten Püntenstrasse 8, 8932 Mettmenstetten Bauvorhaben: Teilabbruch Liegenschaft Vers.-Nr. 75 mit Umbau und Sanierung sowie Neubau Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage, Kat.-Nr. 6588, Obere Bahnhofstrasse 14/Merkurstrasse, Gestaltungsplan Obere Bahnhofstrasse

geb. 12. März 1946, Witwer von Brigitta Prontera, von Italien, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Zürichstrasse 77.

Der Friedhofvorsteher

Gemeindeammannamt Bonstetten Gerichtliches Verbot Das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Affoltern am Albis hat am 10. Juni nach Einsicht in das Begehren der gesuchstellenden Partei, politische Gemeinde Stallikon, 8143 Stallikon, in Anwendung von § 258 ZPO, verfügt: Unberechtigten ist das Führen und Abstellen von Fahrzeugen aller Art auf den gelb gekennzeichneten Parkplätzen entlang der Reppischtalstrasse, 8143 Stallikon, Grundregister Blatt 2248, Kat. Nr. 783, untersagt. Widerhandlungen werden mit einer Busse von maximal Fr. 500.– bestraft. Als Berechtigte gelten ausschliesslich Kunden, Besucher, Mitarbeiter und Lieferanten der Gemeindeverwaltung, Reppischtalstrasse 53, 8143 Stallikon, während der Dauer ihres Besuches. Durch die richterlichen Behörden ist das vorstehende gerichtliche Verbot in Anwendung von Artikeln 258 bis 260 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) verfügt worden. Für den Fristenlauf ist die Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich massgebend. Wer dieses Verbot nicht anerkennen will, hat innert 30 Tagen seit dessen Bekanntmachung und Anbringung auf dem Grundstück beim Gericht Einsprache zu erheben. Die Einsprache bedarf keiner Begründung. Die Einsprache macht das Verbot gegenüber der einsprechenden Person unwirksam. Zur Durchsetzung des Verbots ist beim Gericht Klage einzureichen. (§ 260 ZPO). 8906 Bonstetten, 18. Juli 2014 Gemeindeammannamt Bonstetten lic. iur. T. Michel Burri, Gemeindeammann

Traurig, aber mit wunderschönen Erinnerungen, müssen wir viel zu früh Abschied nehmen von unserem Vater, Bruder, Grossvater, Schwiegervater und Freund

Toni Prontera 12. März 1946 – 14. Juli 2014

Plötzlich und unerwartet wurdest du aus unserer Mitte gerissen. Wir vermissen dich sehr. Es gedenken in Liebe und Dankbarkeit: Daniel Prontera Françoise und Alexander Honegg mit Denise und Raphael Addolorata Caroppo-Prontera Anita Kohler Verwandte und Freunde Trauergottesdienst und Urnenbeisetzung finden statt am Montag, 21. Juli 2014, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Affoltern am Albis. Traueradresse: Daniel Prontera, Leimgrübelstrasse 16, 8052 Zürich


Bezirk Affoltern

Freitag, 18. Juli 2014

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Gut gerüstet für den Notfall: Mit Stolz präsentiert die Feuerwehr Obfelden ihre neue Einsatzkleidung. (Bild zvg.)

Feuerwehr Obfelden neu eingekleidet 15 Jahre lang haben die alten Uniformen ihren Dienst erfüllt. Im ersten Halbjahr 2014 durfte die Feuerwehr Obfelden nun neue Einsatzbekleidung beschaffen. Nach ausgiebigen Tests und Erfahrungsaustausch mit

anderen Feuerwehren favorisierte die Feuerwehr die Ausstattung der Firma Growag Typ Tiger, welche selbstverständlich den neuesten SicherheitsAnforderungen entspricht. Der Gemeinderat hat die Beschaffung der ge-

wünschten Einsatzuniform bewilligt, sodass die Bestellung vor drei Monaten durchgeführt werden konnte. Kürzlich wurde nun die ganze Feuerwehr Obfelden neu eingekleidet. «Wir suchen immer neue tatkräf-

tige Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren», verrät Kommandanten Sämi Schneebeli. Wer Lust bekommen hat, aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr Obfelden mitzumachen, dürfe sich gerne für ein

Spital Affoltern: ausserordentliche Gemeindeversammlung am 16. 9. Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Chefredaktor: Werner Schneiter Thomas Stöckli, Redaktor Salomon Schneider Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 913 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Kappel am Albis Am 24. November 2013 wurde das Projekt «Neue Rechtsform» Spital Affoltern an der Urne von einer Mehrheit der Stimmberechtigten und der Gemeinden angenommen. Die Vorlage scheiterte aber an der Hürde der Einstimmigkeit aller Gemeinden. In der Folge hat die Betriebskommission des Spitals Affoltern eine Totalrevision der Zweckverbandsstatuten erarbeitet. Der Fokus wurde dabei auf die Einführung eines eigenen Haushalts gelegt. Der Beschluss bezüglich einer Totalrevision der Zweckverbands-Statuten des Spitals obliegt der Gemeindeversammlung. Weiter gilt gemäss Zweckverbands-Statuten, dass Änderungen der Statuten der Zustimmung aller Verbandsgemeinden bedürfen. Aus diesem Grund findet am Dienstag, 16. September 2014, 20 Uhr, im kleinen Mühlesaal, Kappel am Albis, eine ausserordentliche Gemeindeversammlung statt. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die Vorteile des Zweckverbandes mit eigenem Haushalt überwiegen. Er empfiehlt der Gemeindeversammlung die Annahme der Vorlage.

Gemeindeverwaltung Der Gemeinderat hat für die Sommerzeit von Mitte Juli bis Mitte August die erfahrungsgemäss nur schwach frequentierten Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung eingeschränkt: (Montag, Mittwoch und Freitag, 08.00 bis 11.30 Uhr, nachmittags geschlossen, Dienstag und Donnerstag ganzer Tag geschlossen). Die Leiterin der Einwohnerkontrolle, Nicole Wanger, sieht Mutter-

freuden entgegen. Sie wird im Oktober 2014 ihren 16-wöchigen Mutterschaftsurlaub beziehen und in dieser Zeit von Frau Mariarosina Natale, Obfelden, vertreten.

Polizei Den Veranstaltern des diesjährigen Waldfestes in Uerzlikon wurden die polizeiliche und die gastgewerblichen Bewilligungen für das Waldfest vom Samstag, 26. Juli 2014, erteilt. Den Vertretern der Aemtler Bühne wurden die polizeiliche und die gastgewerbliche Bewilligung für die Durchführung der 20 Freilicht-Aufführungen zwischen dem 2. August und dem 14. September 2014, im Kreuzgang des Klosters Kappel, erteilt Den Gastgebern Margrit und Moritz Häberling, Uerzlikon, wurden die polizeiliche und die gastgewerbliche Bewilligung für das «Theaterspektakel» in Uerzlikon vom 13. bis 16. August 2014, erteilt.

Finanzen Der Gemeinderat nahm in zustimmendem Sinne Kenntnis vom Revisionsbericht des Gemeindeamtes, Abteilung Revisionsdienste, über die vorgenommene Prüfung der Jahresrechnung 2013, welcher bestätigt, dass das Rechnungswesen der Politischen Gemeinde den Vorschriften entsprechend geführt ist. Der Gemeinderat bewilligte folgende Kredite: – 31 000 Franken für die (wärmetechnische) Sanierung des Sitzungszimmers im Gemeindehaus.

– 13 000 Franken für die Sanierung der Steinhauserstrasse, Uerzlikon, Teilabschnitt «Erdbeeriholz». – 68 400 Franken für die Anschaffung eines neuen Schulbusses durch die Primarschulpflege. Der Pro Juventute wurde für die Dienstleistung «Beratung + Hilfe 147» ein Beitrag in der Höhe von Fr. 326.35 zugesichert. Dem Gesuch der Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte wurde mit einem Förderbeitrag in der Höhe von 120 Franken entsprochen.

Baubewilligungen Unter Bedingungen und Auflagen wurden folgende Baubewilligungen erteilt: – Elsi Krättli, 8926 Kappel am Albis; Montage Pergolakonstruktion, Kat.-Nr. 1035, Assek.-Nr. 672, Tömlimatt 14, Kappel am Albis. – Lux Lai AG, 7078 Lenzerheide; Umnutzung Scheune Assek.-Nr. 484 in Wohnhaus und Neubau Carport auf Kat.-Nr. 1532, Näfenhäuser, Kappel am Albis.

Liegenschaften Der Gemeinderat wurde in der Vergangenheit mehrere Male aufgefordert, für die Aufnahme von Asylsuchenden entsprechenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Bis anhin konnte er dieser Verpflichtung nicht nachkommen. Ab August 2014 können in der gemeindlichen Liegenschaft «Haus zur Mühle» nun drei Asylsuchende aufgenommen werden. (sf)

unverbindliches Gespräch, bei ihm melden.

Kontakt: Feuerwehr-Kommandant Obfelden Sämi Schneebeli, Telefon 079 406 20 83.

Vollsperrungen in Zwillikon Die Strassenbauarbeiten an der Durchfahrtsstrasse in Zwillikon (vgl. «Anzeiger» vom 15. Juli) neigen sich dem Ende zu. Für die anstehenden Belagsarbeiten wird die Ottenbacherstrasse allerdings tageweise gesperrt. Die erste Vollsperrung (Etappe VolgKreuzung bis Autobahnbrücke) beginnt am kommenden Montag, 21. Juli, um 5 Uhr und dauert bis Samstag, 26. Juli, 5 Uhr. Bei schlechter Witterung (Nässe) verschiebt sich der Belagseinbau auf die nächsten trockenen Tage. Der Durchgangsverkehr wird grossräumig in beiden Richtungen über Obfelden und Ottenbach umgeleitet. Die Trottoirs bleiben während der Bauarbeiten offen. Die Zu- und Wegfahrt zu den Liegenschaften oder Parkplätzen ist während der Vollsperrung nicht möglich. Die Haltestelle «Zwillikon Lochhof» kann vom 21. bis 26. Juli nicht bedient werden. Die Haltestellen «Zwillikon Gemeindeplatz» wird während dieser Zeit durchgehend bedient.

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Am Sonntag, 20. Juli, feiert Hedwig Baumann-Gut in Obfelden ihren 85. Geburtstag. Zu diesem Festtag gratulieren wir herzlich und wünschen für den weiteren Lebensweg alles Gute.

Zum 80. Geburtstag Ebenfalls am Sonntag, 20. Juli, darf Alfredo Pierino Dignola in Affoltern seinen 80. Geburtstag feiern. Herzliche Gratulation dem Jubilaren zu diesem Ehrentag und ein schönes Geburtstagsfest.


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WIR DANKEN HERZLICH – für die grosse Anteilnahme, die wir beim Abschied von unserem Muetti erfahren durften – für die zahlreichen mitfühlenden Worte, Karten, die schönen Blumen und Kränze – Frau Pfarrerin Susanne Wey für die persönliche Gestaltung der Trauerfeier – der Organistin Marianne Rutscho für die einfühlsame Musik – dem Hausarzt Dr. W. Baumann, Knonau, und seinem Team für die jahrelange ärztliche Betreuung – dem Spitexteam für die liebevolle Morgenbetreuung während der letzten zwei Jahre – dem Begleitdienst Knonaueramt für die Nachtwachen an Muettis Bett – der Palliativstation Villa Sonnenberg, Affoltern, für die kurze, fürsorgliche Betreuung – für die Spenden zugunsten der Spitex, des Begleitdienstes Knonaueramt und der Palliativstation Villa Sonnenberg – allen Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Freunden, die unserem Muetti Liebe und Freundschaft entgegengebracht haben. Maschwanden, im Juli 2014

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Freitag, 18. Juli 2014

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Knonauer Amt ist gut aufgestellt Die neuesten Zahlen des statistischen Amtes zeigen positive Entwicklungen in der Region Wie jedes Jahr haben die ZKB und das statistische Amt des Kantons Zürich den «Kanton Zürich in Zahlen» veröffentlicht. Aus den statistischen Erhebungen geht hervor, dass das Säuliamt wirtschaftlich gut dasteht und in religiöser Hinsicht ein Kulturwandel stattfindet. ................................................... von salomon schneider Mit knapp 50 000 Einwohnern ist das Knonauer Amt der, an der Bevölkerung gemessen, zweitkleinste Bezirk des Kantons Zürich, nach Andelfingen. Flächenmässig ist der Bezirk im kantonalen Mittelfeld zu finden. Er ist mit 113 Quadratkilometern immerhin fast doppelt so gross wie der Bezirk Dietikon. Die relativ geringe Einwohnerdichte, die zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung, mit Viertelstundentakt und der A4, sind klare Standortvorteile für das Knonauer Amt. Aufgrund seiner Attraktivität zog das Säuliamt in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich viele neue Einwohner an. Die Bevölkerung ist mit einem Plus von 16,1 Prozent, um zwei Prozent stärker gewachsen als im kantonalen Mittel.

Wertewandel im Knonauer Amt feststellbar Auch im Knonauer Amt ist ein starker Wertewandel feststellbar. Beispielsanzeige

Trotz starkem Wachstum finden sich im Knonauer Amt immer noch viele Grünflächen – hier das Säuliamt vom Üetliberg aus. (Bild Erika Schmid) weise die Religionszugehörigkeit hat sich in den letzten 40 Jahren so stark verändert, dass die Religionslandschaft heute fast nicht mehr erkennbar ist. Während sich 1970 erst vereinzelte Menschen als konfessionslos bezeichneten, waren es im Jahr 2000 bereits 13 Prozent und im Jahr 2012 bereits über 25 Prozent. Die genaue Zahl lässt sich aufgrund einer Veränderung im statistischen Modus nicht mehr eruieren, nach der Jahrtausendwende.

Mit dem Aufstieg der Konfessionslosigkeit hängt auch direkt der Abstieg der reformierten Kirche zusammen. Auch wirtschaftlich ist das Knonauer Amt gut aufgestellt. Während der 1980er-Jahre wuchs die Wirtschaftskraft (BIP) jährlich um durchschnittlich 1,8 Prozent, was in diesen Boom-Jahren ein relativ niedriger Wert war. In den 1990er-Jahren wendete sich das Blatt, als das Knonauer Amt mit einem Prozent jährlichem

Wirtschaftswachstum, nach dem Glattal, plötzlich die wachstumszweitstärkste Region wurde. Das nachhaltige Wirtschaftswachstum und die Eröffnung der Autobahn, 2009, führten zwar zu mehr Arbeitsplätzen im Knonauer Amt aber auch zu einem noch grösseren Bevölkerungswachstum. 2012 lebten knapp 50 000 Menschen im Säuliamt, es gab aber nur gut 16 000 Arbeitsplätze. Alfred E. Schiller, Säuliämtler und Leiter der welt-

weit operierenden Medizin-Diagnostik Firma Schiller AG, zum Wirtschaftsstandort Knonauer Amt: «Als ich einen Produktionsstandort suchte, entschied ich mich schnell für den Kanton Zug, da die Behörden dort sehr dynamisch auf die Bedürfnisse der Wirtschaft eingehen. Wenn Säuliämtler Gemeinden mehr Arbeitsplätze schaffen wollen, müssen sie ein wirtschaftsfreundliches Umfeld schaffen und sich um Arbeitgeber bemühen.»


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Gelebte Ernte-Nostalgie in Bonstetten Getreideernte wie vor 50 Jahren: Zahlreiche Zaungäste liessen sich das Schauspiel nicht entgehen

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ahlreiche Bonstetter, aber auch Auswärtige, wollten es sich vergangenen Mittwochabend nicht entgehen lassen, Ruedi Wegmann und seinen Gefährten bei deren besonderen Ernte zuzuschauen. Für die Schaulustigen war an der Kreuzung Schachenstrasse/Isenbachstrasse eigens ein Parkordner im Einsatz. Wie vor 50 Jahren üblich, wurde das Getreide mit dem Bindemäher geschnitten und zu kleinen Garben gebunden. Diese schichteten die Erntehelfer dann zu sogenannten Puppen auf, um die Weizenkörner in der Sonne trocknen zu lassen. Eindrücklich: Was heute in Minute und von einer Einzelperson erledigt wird, nahm früher Stunden und die ganze Grossfamilie in Anspruch. Einige Besucher halfen tatkräftig mit, die Mehrheit zog es jedoch vor, bei einem Glas Most aus dem Schatten zuzuschauen. Mit der Ernte ist das Nostalgie-Spektakel übrigens noch nicht vorüber: Im September sollen die Garben noch gedrescht werden – natürlich ebenfalls mit einer antiken Maschine. (tst.)

Viel zu tun für die Helfer: Die Garben werden . . .

Der Bindemäher im Einsatz: das Getreide wird geschnitten und zu kleinen Garben gebunden.

. . . zu Puppen aufgeschichtet. (Bilder Thomas Stöckli)

Drei alte Birken mussten weichen Baumfäll-Aktion im Dorfkern von Aeugst verlief wie geplant

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Abfall wie Pet- und Bierflaschen, Papierverpackungen aller Art, sowie Unmengen an Zigarettenkippen füllten mehrere Müllsäcke. (Bild zvg.)

Erfreulicherweise etwas weniger Abfall

it bis zu 20 Metern Höhe boten sie einen stattlichen Anblick, die drei Birken an der Allmendstrasse 8 in Aeugst. Weniger Freude bereiteten allerdings ihre Wurzeln, drangen sie doch in die drunter verlegten Leitungen hinein. Im Zuge der Strassensanierung mussten sie nun weichen. Das Mäuerchen zur Allmendstrasse wird etwas zum Haus hin zurückversetzt und im unteren Bereich des Grundstücks sind Parkplätze geplant. Mit der Fäll-Aktion wurden Willi Moser und Rolf Streich beauftragt. «Wir holzen schon manches Jahr zusammen», verrät Moser, der selber schon auf 40 Jahre Erfahrung zurückblicken kann. Diese Erfahrung kommt den beiden am letzten Dienstagmorgen im engen Dorfkern zugute. Zumal die Fäll-Aktion nicht unentdeckt bleibt: Immer wieder will jemand ganz genau hinschauen und muss aufgefordert werden, den Gefahrenbereich zu verlassen. Die drei Birken fallen schliesslich alle wie geplant. (tst.)

Gemeinnützige Reuss-Putzete vom 12. Juli Am Samstag, 12. Juli, führte der wohltätige Verein «Der Weg zum Glücklichsein», Zürich, bei Sonnenschein die 9. ReussuferSäuberung durch seit Juli 1999. Der weltweit gemeinnützige Verein nimmt immer wieder an solch wichtigen Projekten teil, um das Zusammenleben in menschlichen Gemeinschaften glücklicher und besser zu gestalten. «Schütze und verbessere Deine Umwelt, helfe für die Erde zu sorgen», so die Weisheit dahinter. Mit solchen Aktionen will der Verein Jung und Alt dazu motivieren, ein gutes Beispiel zu setzen und für unsere Umwelt Verantwortung zu tragen. Am Samstag trafen sich somit Jung und Alt, um an der Reussbrücke Obfelden/Rickenbach die Säuberung zu starten. Sie teilten sich in vier Gruppen auf und reinigten rund um die Brücke von Obfelden links und rechts das Ufer auf und abwärts. Vor allem wurden weggeworfene Hausratsutensilien wie Pet- und Bierflaschen, Papierverpackungen aller Art, sowie Unmengen an Zigarettenkippen

gesammelt. Erfreulicherweise gab es dieses Jahr etwas weniger Abfall im Vergleich zu den Vorjahren, trotzdem konnte der Verein mehrere Säcke Abfall einsammeln, der frei in der Natur herumlag.

Anschliessend «bräteln» Damit auch der Spass nicht zu kurz kommt, wurde im Anschluss für die Jungmannschaft eine Reuss-Flussfahrt auf Schlauchboten organisiert mit anschliessendem Bräteln bei der Werdbrücke in Aristau. Obfelden und Ottenbach unterstützen die Entsorgungsaktion, indem die Gemeinden Ausrüstungsmaterial wie Handschuhe etc. sponserten. Und die Metzgerei Heinz Kummer und die Bäckerei Rimann sorgten für die Verpflegung. Herzlichen Dank an alle naturliebenden Sponsoren sowie an alle tatkräftigen Mithelfer! Weitere ähnliche Projekte sind geplant, um diese Kampagne für eine «saubere Natur» weiterzuführen. Mithelfer sind jederzeit willkommen.

Die Fallkerbe ist entscheidend.

Infos unter www.thewaythohappiness.ch.

Teamwork: Rolf Streich (vorne) sägt, Willi Moser sichert derweil mit der Winde.

Die letzte der drei Birken an der Allmendstrasse 6 fällt. (Bilder Thomas Stöckli)

Zum Schluss noch entasten.


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Nichts wie weg! Flucht aus dem Iran in die Schweiz Hossein Gorji wohnt zusammen mit seiner Frau und seinem Baby seit zwei Jahren im Säuliamt. Sie warten auf eine AufenthaltsBewilligung. In Teil eins der kleinen Serie «als Asylant im Säuliamt» berichtet er über die Flucht. ................................................... von ute ruf Dieses Ehepaar habe ich auf dem Bahnsteig kennen gelernt, über Kurosh, der mich so herzig aus dem Kinderwagen anlachte. Hossein ist 28 Jahre alt, seine Frau Maryam etwas älter und Kurosh acht Monate. «Der Iran ist kein Kriegsland. Weshalb seid Ihr geflohen?» Hossein erzählt: (Er spricht gut deutsch, besucht zweimal in der Woche den Deutschkurs in Affoltern, Maryam, seine Frau, hat sich jetzt erst für einen Deutschkurs angemeldet. Deshalb rede ich auch immer nur mit Hossein.) Er malt auf ein Papier folgende Situation: Demonstration in Teheran. Er habe in einem Geschäft Ware abladen müssen und mit seinem grossen LKW versehentlich die Strasse blockiert, sodass die Polizei nicht durchfahren konnte. Seitdem glaubt diese, Hossein sei Mitglied einer Widerstandsgruppe und er habe den Zugang zum Demonstrationszug mit Absicht versperrt. Drei Monate nach dem Zwischenfall seien drei Männer im Anzug bei seinem Arbeitgeber erschienen und hätten nach ihm gefragt. Daraufhin hat er gekündigt und auch seine Wohnung gewechselt, aber kurze Zeit später hat er eine Vorladung zum Richter erhalten und ein Freund sagte zu seinem Vater: «Dein Sohn muss weg.» Also beschlossen Hossein und Maryam zu fliehen. Das war im Mai/Juni 2011.

1000 kg. Das erlaubte Ladegewicht betrug aber nur 250 kg. Hossein erzählt: «Wir sitzen in Boot unten. Wasser bis zum Sitz. Diese Nacht nie vergessen. Ich kann auswendig sagen jede Sekunde. Wetter so kalt, Regen. Wir gefahren auf kleine Insel in Grenzfluss. Mitternacht. Angst. Fünf Personen geschwommen, weiss nicht, wohin. Wir andern Feuer gemacht mit unsere Kleider und gewartet auf Hilfe. Feuer von 2 Uhr in der Nacht bis 10 Uhr am nächsten Tag. Dann kommt Polizei aus Griechenland. Wir sind fünf Personen und ein Baby, nein, nicht unseres, wir noch kein Baby. Polizei mit uns ins Spital. Dort Essen, Decken, trockene Kleider und uns Ticket verkauft, 70 Euro pro Person für Bus nach Athen. 24 Stunden fahren bis Athen. Was dort machen? Kommt Taxi. Ich auf Englisch: Fahren bitte zu iranische Platz. Kein iranische Platz, aber Leute aus Afghanistan haben uns Zimmer gegeben für 300 Euro. Wir wohnen 20 Tage, bis ich gefunden ein Iraner. Er sagt: Wenn du mir geben 8000 Euro, ich geben dir zwei Tickets nach Zürich und zwei falsche Pass. Das ich habe gemacht.» Ich sitze am Tisch und höre zu. Maryam backt in der Küche Brot. Der Kleine hockt im braunen Polster und lacht und ich sage: «Eure Flucht hat einen Monat gedauert.» Hossein: «Ja, war schlimm, sehr schlimm. Jetzt kommen Asylbewerber ganz legal mit Flugzeug und eigenem Pass und haben gleich Bewilligung. Wir aber sind drei Jahre in Schweiz und warten und warten und warten.» «Ihr seid in Zürich gelandet und dann gleich ins Säuliamt gekommen?» «Nein, nein, in viele verschiedene Platz. Erst nach einem Jahr man hat uns in Säuliamt geschickt.» «Morgen erzählst du weiter, ja?»

Die Flucht Flug von Teheran bis an die iranische Grenze. Von dort fuhren sie mit etwa 50 Personen in einem sehr kleinen Bus heimlich über bewaldete Berge in die Türkei. Diese überquerten sie in von Schmugglern organisierten Bussen. An der Grenze der Türkei zu Griechenland bestiegen sie ein kleines Boot. Sie waren nun nur noch zehn Personen, wogen mit Gepäck etwa

Als Asylant im Säuliamt – Teil 1 Hossein Gorji wohnt zusammen mit seiner Frau und einem Baby seit zwei Jahren im Säuliamt. Sie warten auf eine Aufenthalts-Bewilligung.

Die Person hinter der Sammlung: Margrith Kofler an ihrem Arbeitsplatz. (Bilder zvg.)

Chronik-Bibliothek fürs Säuliamt Heimatkundliche Sammlung in der Regionalbibliothek Affoltern Heute, 47 Jahre nach ihrem Aufbau, ist die «Heimatkunde» im ersten Stock der RBA nach wie vor ein Bijou und reichhaltige Quelle für Geschichte und Geschichten aus dem Säuliamt. «Eine Chronik-Bibliothek für das Säuliamt» – mit diesen Worten titelte der Tages-Anzeiger vom 27. November 1967 einen Artikel über den Aufbau der heimatkundlichen Sammlung als Spezialabteilung der drei Jahre zuvor gegründeten Regionalbibliothek Affoltern. Im November 1967 führten die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Affoltern (GGA) und die Regional-Bibliothekskommission im neuen Gemeindehaus von Bonstetten gemeinsam ihre Jahrestagung durch. Anlass dafür waren «die gemeinsamen Bemühungen um die Heimatkunde unseres Bezirks – Heimatmuseum und Chronik-Bibliothek des Knonauer Amtes». Der Aufbau der Heimatkundeabteilung der Regionalbibliothek war in erster Linie Walter Baer, Sekundarlehrer in Affoltern und Mitglied der Reginalbibliothekskommission, zu verdanken. Durch die Übernahme der Schulkapitelbibliothek in den Gründungsbestand der RBA war bereits eine grosse Anzahl lokalhistorischer Werke vorhanden. Walter Baer unternahm es, in aufwändiger Suche in Antiquariaten, bei privaten Sammlern und über Recherchen in der Zentralbibliothek Zürich an alle erdenklichen weiteren Dokumente und Werke über das oder aus dem Knonauer Amt zu gelangen. Die Ausstellung «Das Knonauer Amt im Schrifttum und Bild», die gleichzeitig zur Jahrestagung zu sehen war, zeigte bereits anschaulich das Resultat dieser Anstrengungen. Die Berichte über die zitierte Gründungsveranstaltung sind heute in der «Heimatkunde» vorzufinden und nachzulesen!

Von den Krim-Auswanderern bis zu den «Jungen Säuliämtlern»

Hossein und Maryam Gorji mit Kurosh. (Bild Ute Ruf)

Inzwischen umfasst die Heimatkunde rund 1600 Katalogisate, die regionalgeschichtliche, politische, kulturelle und naturkundliche Ereignisse und Entwicklungen dokumentieren, aber ebenso Einzelbiografien und Familiengeschichten. Nachzulesen sind etwa die diversen Auswanderungen aus dem Knonaueramt vom 17. bis ins 20. Jahrhundert, zum Beispiel die dramatische Geschichte der Ämtler Auswan-

Seewadel mit katholischer Kirche vor 1914. derer, die 1803 auf der Krim die Kolonie Zürichtal gründeten. Die einmaligen Naturlandschaften Knonaueramt und Reusstal sind ein weiteres wichtiges Sammlungsgebiet, das die vielfältigen Bestrebungen - und auch Kämpfe! - um deren Erhalt dokumentiert wie etwa der Jungen Säuliämtler und anderer rund um die N4. Schliesslich verfügt jede Ämtler Gemeinde über eine separate Abteilung, wo denn auch mal «Seltsames aus dem Dorf» (Bonstetten) oder das Rätsel um die Mettmenstetter Megalith-Steine aufbewahrt wird. Eine Rarität sind handschriftliche Transkriptionen aus den Grundbüchern von Ämtler Gemeinden seit dem 17. Jahrhundert, die Rolf Fenner aus Rifferswil in jahrelanger Arbeit im Staatsarchiv Zürich vorgenommen hat und die nun wiederum Quellen für sozial-, wirtschafts- und familiengeschichtliche Nachforschungen sind.

Ortsmuseum und Heimatkunde ergänzen sich Einige Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Sportlerinnen und Sportler auf Olympiaebene sind im Knonauer Amt beheimatet und entsprechend in der Sammlung vertreten. Im Weiteren bereichern verschiedene private Schenkungen zu «Säuliamtlichem» (H. U. Steger) – Bücher, Dokumentationen oder Fotos – immer wieder den Bestand. Während die Heimatkunde vorwiegend über Dokumentationen und Literatur verfügt, ist das Dorfmuseum Affoltern in Zwillikon der Ort für Ob-

jekte zum Alltagsleben und zur Geschichte des Säuliamtes. So ergänzen sich Ortsmuseum und heimatkundliche Sammlung aufs Schönste.

In der Heimatkunde wird recherchiert Anlässlich seiner 150-Jahre-Feier unternimmt der Sängerbund ausgiebige Recherchen u. a. in der Heimatkunde und überlässt ihr und damit der Öffentlichkeit wiederum ein Dossier mit den gesammelten Resultaten. Eine Schülerin benötigt für einen Vortrag Unterlagen zu Ulrich Zwingli, der in der Sammlung prominent vertreten ist. Eine Kindergärtnerin findet alte Fotos und Ansichten von Affoltern, die sie mit ihren Kindern anschauen wird; eine Frau findet die «Ottenbacher Geschichte(n)», die sie einer ehemaligen Ottenbacherin vorlesen will. Eine weitere Kundin ist über die Online-Ferienbuchung in Lipari auf den Affoltemer Künstler Edwin Hunziker gestossen, dessen Spur sie in der Heimatkunde wieder aufnimmt. Die Pflege und der stetige Ausbau dieser reichhaltigen Sammlung sind seit vielen Jahren Margrith Kofler zu verdanken. Die langjährige Bibliothekarin ist im Säuliamt breit vernetzt und arbeitet auch viele Jahre nach ihrer Pensionierung ehrenamtlich weiter für die Heimatkunde. Für die «Heimatkunde» der RBA Colette Fehlmann Am Samstag, 30. August, feiert die Regionalbibliothek ihr 50-jähriges Bestehen und lädt die Bevölkerung zu verschiedenen Veranstaltungen zwischen 10 bis 16 Uhr ein.


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«Ein Erlebnis mit Kultcharakter» «Zusammenstoss»: Interview zur Jubiläumsproduktion «30 Jahre Ämtler Bühne» im Kloster Kappel Äusserst gespannt gehen Regisseur Dodó Deér – er hat schon 2010 für die Ämtler Bühne «Tschingge – Ein Stück Schweiz» inszeniert –, Komponist Peter Roth und Tanz-Choreografin Marina Gantert die letzten zwei Wochen vor der Premiere. Im Gespräch sprechen sie über das Stück und ihr Engagement.

Peter Roth: Das gilt ebenso für die Musiker; sie spielen alle verschiedene Instrumente. Ein Endzeitszenario wie im «Zusammenstoss» lässt musikalisch archaische Töne mit viel Pathos erwarten? Peter Roth: Schwitters skurriles Werk ist ebenso beschwingt, schmetternd, betörend bis geheimnisvoll ausgelegt, weil jeder auf die Bedrohung auf seine eigene Art reagiert. Das verlangt eine entsprechende musikalische Vielfalt, ist sehr spannend und eine grosse Qualität dieses Werkes.

«Anzeiger»: Es sind noch knapp zwei Wochen bis zum «voraussichtlichen Weltuntergang» . . . Sind Sie gut vorbereitet? Dodó Deér: Ja, die bisherigen Proben haben das Ensemble auf einen guten Stand gebracht. Jetzt folgt noch das intensive Einüben an den Originalschauplätzen im Kloster Kappel. Wir werden am 2. August auf jeden Fall bereit sein!

Das kommt der überaus grossen Breite Ihrer musikalischen Interessen, die hinlänglich bekannt ist, sehr entgegen, denke ich ... Peter Roth: Ja, das Stück ist mir eigentlich auf den Leib geschrieben, weil es für mich keinerlei enge Schubladen gibt in der Musik.

Wie sieht es punkto Tanzszenen aus? Marina Gantert: Ich bin voller Vertrauen. Bisher hat das Hand-in-HandGehen sehr schön funktioniert. Gerade im «Zusammenstoss» ist das «Wann ist wer wo?» sehr entscheidend.

Wie ist dies bei der Tanzchoreografie? Marina Gantert: Ja, auch hier sind eine Vielfalt und ein Stilmix verlangt, wobei es darum ging, gemeinsam mit den Tanzenden aus der Gestik heraus jene Bewegungen herauszuholen und zu entwickeln, die ihnen liegen und dabei zusätzlich herauszuschälen, was Musik und Texte nicht aussagen.

Gilt dies auch für den musikalischen Part? Peter Roth: Absolut. Das Orchester konzertiert ja an ständig wechselnden Standorten. Da ist es von Vorteil, eine integere und kompakte Musiker-Kerngruppe zu haben, die übrigens alle aus der Umgebung hier stammen. Mit «Zusammenstoss» hat Kurt Schwitters eine listig-hinterlistige Persiflage und humorvolle Satire auf die Gesellschaft von damals geschrieben. Ein schwieriger Spagat, dies in der heutigen Zeit umzusetzen? Dodó Deér: Nein, ich erkenne in Schwitters’ Stück mehr Parallelen zu heute, als es sie zurzeit der Uraufführung – und diese war ja erst 1976, fast dreissig Jahre nach Schwitters Tod – gab. Von seinem Inhalt und seinem Thema her ist es heute mehr denn je höchst aktuell. Peter Roth: Schwitters war ein Visionär und ein sehr origineller Künstler, das ist offensichtlich. Das Wunderbare am «Zusammenstoss» aber überhaupt ist, dass er nie moralisierend ist. Marina Gantert: Es ist schon so, dass das damals Fantastische und Utopische von unserer Entwicklung vielfach eingeholt wurde und ebenso richtig ist es, den Schauplatz des Stückes nicht zu transferieren. Die Distanz spielt hier eine wichtige Rolle. ...............................................................

«Schwitters war ein Visionär und ein sehr origineller Künstler.» ............................................................... Der «Zusammenstoss» spielt auf dem Potsdamer Platz in Berlin, einem Inbegriff fieberhafter Betriebsamkeit und ein Zentrum kommerzieller Vergnügungen. Wie

«Zusammenstoss» Die Jubiläumsproduktion der Ämtler Bühne, Kurt Schwitters’ musikalische Groteske «Zusammenstoss» wird vom 2. August (Premiere) bis 13. September 2014 im Kreuzgang des Klosters Kappel als Freilichtaufführung gespielt, wobei ein grosser Teil der Anlage gedeckt ist. Vorverkaufsstellen: ZKB-Filialen in Affoltern, Bonstetten und Hausen, Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, und Drogerie Rütimann, Hausen. Tickets online und Infos unter www.aemtlerbuehne.ch.

Das Zusammenspiel von Schauspiel, Ort, Bühnengestaltung, Kostüme, Musik, Video, Licht, Sprache und Gesang, bei dem Mensch und Objekt gleichberechtigt miteinander in Verbindung treten, verlangt nach einer engen Verzahnung der einzelnen Disziplinen. Hat das die Proben besonders anspruchsvoll gemacht? Dodó Deér: Ja, dieses Zusammenspiel ist sehr entscheidend, nicht zuletzt, weil das Stück ja auf verschiedensten «Bühnen», unter anderen auch in der Klosterkirche, spielt. So sind die ersten vier Szenen als Stationenspiel konzipiert, wobei sich das Publikum von Szene zu Szene hautnah am Geschehen bewegt. Marina Gantert: Wie einst beim «Sommernachtstraum» der Ämtler Bühne zirkulieren folglich das Theater und das Publikum an verschiedene Schauplätze, bevor es dann an der Hauptbühne mit der Zuschauertribüne anlangt. ...............................................................

Mit den Proben am Spielort im Kloster Kappel beginnt am Sonntag der Endspurt für «Zusammenstoss», die Jubiläumsproduktion der Ämtler Bühne. Sie sind bestens vorbereitet, von links: Dodó Deér (Regie, Raum-Bild-Bühne), Marina Gantert (Choreografie Tanz), Isabel Schumacher (Bühnenbild, Requisiten und Kostüme), Georg Frey (Technischer Leiter) und Peter Roth (Komposition Musik und musikalische Leitung). Nicht auf dem Bild: Bernhard Duss (Kostüme) und Léon Schaetti (musikalische Co-Leitung). (Bild Urs E. Kneubühl)

«Das Zusammenwirken Musik, Wortsprache sowie Ausdruckstanz fasziniert.» ...............................................................

lässt sich das auf den Kreuzgang im Kloster Kappel herunter brechen? Dodó Deér: Da vertraue ich auf die Kraft und Magie des Theaters. Theater erzählt Geschichten, vermittelt Gedanken und darf entsprechend damit spielen, einen Ort, eben den Potsdamer Platz, im Kloster Kappel zu behaupten und das mit dem Publikum augenzwinkernd zu teilen. Schwitters hat seine groteske Oper, trotz eigentlich düsterem Hintergrund, mit kreativem Nonsens leicht und schwungvoll gestaltet. Gilt dies so auch für die Inszenierung zum Jubiläum der Ämtler Bühne? Dodó Deér: Ja, wir halten uns sehr nahe am Original, von ein paar wenigen kleinen Änderungen einmal abgesehen. Marina Gantert: Das Stück ist eine ganz verrückte Sache und eine Entdeckung. Es birgt beste Unterhaltung für Erwachsene, aber genauso für Kinder. Der «Zusammenstoss» ist eine Collage aus verschiedenen Medien und Disziplinen: Sprache, Musik, Tanz . . . Mit Sicherheit eine besondere Herausforderung für das künstlerische Zusammenspiel, oder? Dodó Deér: Ja. Schwitters’ Vision von Theater ist das Gesamtkunstwerk,

in dem die verschiedensten Sparten gleichwertig zum Tragen kommen. Da macht es besonderen Spass, als Regisseur und Bühnengestalter zu amten, vor allem, wenn sich schon während den Proben zeigt, dass diese Verschmelzung funktionierten könnte. Weltliches Theater in einer Sakrallandschaft – wie arrangiert sich das? Dodó Deér: In das eben genannte gute Zusammenspiel müssen wir auch die Kooperation mit dem Kloster einbeziehen, die hoch interessant, diskussionsintensiv, aber stets konstruktiv und gewinnend war . . . und da muss ich die Klammer gleich auch für die gesamte Crew von der technischen Leitung, dem Lichtdesign, bis hin zu den Bühnen- und Kostümbildnern aufmachen. Das Publikum darf sich auch diesbezüglich auf grosse Fantasie und zahlreiche Überraschungen freuen. Die Musik spielt auch eine wichtige Rolle. Wie sind sie an das Thema heran gegangen? Peter Roth: Das Zusammenwirken der Musik mit Wortsprache sowie Ausdruckstanz fasziniert rundum und ist ungemein anregend. Im «Zusammenstoss» müssen denn auch alle Beteilig-

ten (fast) alles können, wobei die gegenseitige Inspiration eine wichtige Quelle ist. Genauso bestimmt die Choreografie der Tanzszenen die bizarre Oper massgeblich mit. Eine besondere Herausforderung für Sie? Marina Gantert: Diese Mischformen sind seit langem Bestandteil des freien Tanzschaffens. Alle meine bisherigen Produktionen, zuletzt «Quellwasser» zum 20-Jahr-Jubiläum des Tanztheaters Moira mit den archaischen musikalischen Naturtönen von Christian Zehnder und seinem Trio, basierten darauf. Anregend und anziehend ist dies jedes Mal, die Jubiläumsproduktion der Ämtler Bühne macht da keine Ausnahme. Das Umsetzen der Stückvorlage mit ursprünglich über 60 Figuren auf das Ensemble, das in Kappel spielen, singen und tanzen wird, hat sicherlich auch gefordert? Dodó Deér: Es gibt nur gerade zwei Darsteller, welche während des ganzen Stücks lediglich eine Rolle spielen. Alle anderen besetzen mehr als nur eine Rolle und selbstverständlich müssen alle auch Aufgaben hinter der Bühne übernehmen.

Der «Zusammenstoss» ist also in der Form der Montage gegliedert, entspricht aber keinesfalls einer konventionellen Erfahrungsstruktur. Ist es vor allem auch der Grundton, der dem Stück besondere Attraktivität verleiht? Dodó Deér: Unbedingt, das Stück drängt nicht nach künstlicher Intellektualität, hebt humorvoll Menschliches hervor und unterstreicht, wie grotesk und absurd wir Menschen angesichts einer drohenden Katastrophe handeln. Und dieser Bilderbogen wird zusätzlich dadurch aufgebrochen, indem das Publikum «unterwegs» und damit auch ein Teil des Stücks ist. Das heisst: Man muss ihn gesehen haben, den «Zusammenstoss» der Ämtler Bühne im Kloster Kappel? Marina Gantert: Ja, es ist ein hoch unterhaltsames Erlebnis. Peter Roth: Unbedingt, allein schon der Spielort im Kloster Kappel ist ausserordentlich und geradezu symbolhaft. Dodó Deér: Ja, das Stück bereitet Freude und verspricht einen ereignisreichen Sommerabend. Interview: Urs E. Kneubühl


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Barrieren, Zäune, Grenzen und die Mauer Pia Holenstein aus Affoltern war drei Monate lang als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina – Teil 2 ................................................... von pia holenstein Auf die Aufgabe, die Durchgänge der Einheimischen an den Gates und Checkpoints zu beobachten, war ich vorbereitet. Obwohl mir der Unterschied zwischen den beiden Kontrollen nicht genau klar gewesen war. Checkpoints sind fliegende oder feste Sicherheitskontrolleinrichtungen zwischen israelischem oder von Israel beanspruchtem und palästinensischem Gebiet. Das kann auf der «grünen Linie» sein, der 1948 als israelisches Staatsgebiet bezeichneten Grenze, aber auch zwischen palästinensischem Gebiet und jüdischen Siedlungen, die sich völkerrechtswidrig dort festgesetzt haben. Während die eine Grenze zwar allen Tatsachen widerspricht, weil Israel Palästina besetzt und beansprucht und dort frei mit Militärgewalt herrscht, so mag man sie doch als Grenze zwischen zwei Staaten gelten lassen. Hingegen spottet es jedem Rechtsempfinden, dass Palästinenser durch Checkpoints und Grenzen von ihrem eigenen Gebiet, das von Siedlern illegal beansprucht wurde, ausgeschlossen werden. Beide Arten von Grenzen werden als Übertritt nach Israel betrachtet und von höchsten Sicherheitsmassnahmen ausgestattet. Das gilt für die täglichen Arbeiter in palästinensischem Gebiet ausserhalb der Mauer – das gibt es –, für Besucher in israelischen Gefängnissen (denn fast alle palästinensischen Gefangenen sind in Israel, und Besucher haben unendliche Mühe, eine Besuchserlaubnis zu bekommen), für Arbeiter in Siedlungen und israelischen Firmen, für Kinder und Kranke, welche aus bestimmten Gründen auf israelisches Gebiet müssen. In den letzten vierzehn Jahren ist laut unseren Gewährsleuten noch nie ein krankes Kind, das von Bethlehem aus in ein israelisches Spital musste, ohne Grenzkontrolle, schriftliche Bewilligung und Wechsel des Fahrzeugs nach Israel gelangt. Das gilt für alle Übergänge auf die israelische Seite. Auch in Qalqilia erzählte man uns, hatte ein Vater sein Kind nicht zur medizinischen Behandlung begleiten dürfen und musste es «wie ein Gepäckstück» allein reisen lassen.

Panik, Streit und Tätlichkeiten Die Menschen kommen von weither an diesen einzigen Übergang und stehen um 4 Uhr, wenn das Drehkreuz in Betrieb genommen wird, bereit. Viele sind um 2 Uhr aufgestanden und haben weite Strecken zu Fuss und per Taxi zurücklegen müssen. Was sie als Tagesration in einem Plastiksack mitnehmen dürfen, ist streng reglementiert und auf ein Minimum beschränkt. Selbstverständlich darf keiner in Israel übernachten, muss also rechtzeitig am frühen Abend wieder durch den Checkpoint. Zwischen 4 und 6 Uhr morgens zählten wir durchschnittlich 4000 bis 5000 Personen, zu 99 % Männer, ein paar Frauen kommen in kleinen Gruppen oder warten manchmal stundenlang, um sich schliesslich verschämt durch eine Lücke an den Männern vorbei zu drängen. Einzelne sind aber auch in der regulären Warteschlange, und bei Streitereien habe ich schon Frauen schreien gehört – äusserst beunruhigende Situationen. Wir können uns kaum vorstellen, wie peinlich Warteschlangen für Frauen in dieser streng separierenden Kultur sind. Die Männer drängen sich hier vorn neben der eigentlichen Warteschlange durch das sogenannte humanitäre Türchen, das für Behinderte, Frauen, Kinder gedacht wäre, aber nie für diese geöffnet wird. Dabei drückt die Tür die Wartenden rückwärts in-

Israelische Siedlungen in Palästina: durch Mauern, Strassen und «Saumzonen» grossräumig abgesichert. (Bilder zvg.)

Lebensgefahr am Checkpoint At Tayba: Mehrmals mussten hier Menschen mit der Ambulanz aus der Warteschlange geholt werden, man munkelt von Todesfällen. einander, was oft zu Panik und Streit, auch Tätlichkeiten führt. Die Israelis sagen dann: «Da seht ihr, was sie einander antun. Es sind Tiere.»

Gates und Permits: Passierscheine und Verbote Etwas anderes sind die Landwirtschaftstore. Sie öffnen den Zugang für Palästinenser auf ihr eigenes Agrarland, weil es in der Seam Zone, der Sicherheitszone, liegt. Unsere Gruppe war in einem Dorf im Nordwesten des Westjordanlands stationiert, in Jayyus. Dieses palästinensische Dorf mit gut 3’000 Einwohnern, die von der Landwirtschaft leben, liegt innerhalb des nach dem Sechstagekrieg 1967 okkupierten Gebietes. Die israelische Separationslinie, markiert von Strassen, mehrfachen Zäunen und an vielen Stellen einer 8 m hohen Mauer, schneidet die Bevölkerung von rund 75 % seiner Ackerflächen ab. Die Bauern können diese nur mit Passierscheinen erreichen. Dazu müssen sie durch Landwirtschafts-Tore mit oft sehr kurzen Öffnungszeiten. Ist schon dieses Arrangement völlig ungerechtfertigt – denn niemand kann den Palästinensern ihr Land absprechen und verbieten, es zu bebauen, es wird einfach mit der Begründung von Sicherheitsvorkehrungen getan – so ist die Handhabung dieser Bewilligungen und die Kontrollen an den Toren ein täglicher Skandal. Teenager mit Gewehren, das sind die israelischen jungen Soldatinnen und Soldaten an diesen Kontrollstellen, haben hier eine fatale Macht. Fast unbeschränkt können sie Gesetze und Regeln aufstellen und Dinge verlangen und sich dabei auf die Notwendigkeit zur Sicherheitsgewährleistung berufen. Wir haben gesehen, wie Leute völlig unsinnig kontrolliert wurden: Gürtel und Schuhe ausziehen, die Thermoskanne musste ein alter Mann aufschrauben, die Plastiktasche mit einem Pullover musste einer zurücklassen, die Bäumchen, die einer pflanzen

wollte, musste er in der Sonne zurücklassen; einer, der gelacht hatte, wurde eine Stunde warten gelassen, weil man hier nicht lachen dürfe. Doch dies sind erst die alltäglichen Schikanen. Wir mussten ganz üble Auswüchse feststellen. Nachdem an einem kleinen Tor ganz im Norden, Akkaba (nicht zu verwechseln mit der Stadt am Roten Meer), die Öffnungszeiten extrem spät und kurz angesetzt worden waren, erlaubten sich die Bauern dort eine Art Streik: Sie standen vor dem Tor an, und als geöffnet wurde, passierten sie nicht. Als Antwort – denn es ist klar, wer am längeren Hebel sitzt – wurde am nächsten Termin gar nicht und am darauf folgenden erst um neun Uhr geöffnet.

Sättel zerstört und Leiter konfisziert Und dann kam diese Meldung von einem Tor: Ein Soldat hatte plötzlich die Idee, die Sättel der Lasttiere könnten gefährlich sein. Oder auch nicht. Vielleicht ist er einfach ein abgrundtief böser Mensch. Jedenfalls zwang er einen armen Bauern, den Ledersattel seines Esels mit einem Messer zu zerschneiden. Wir hörten erst später davon, als der gleiche Soldat dies am folgenden Tag wieder gemacht hatte und erst, nachdem zehn Sättel auf diese Weise kaputt gemacht werden mussten, konnte diese Praxis gestoppt werden. Wir waren dabei, als Soldaten in heller Aufregung einen Bauern stoppten, der mit einer nagelneuen Leiter auf seinen Acker gehen wollte. Sie nahmen sie ihm weg! Sie erlaubten ihm auch nicht, die Leiter wenigstens zurück in Sicherheit zu bringen. Auf meine Frage, warum er die Leiter konfisziere, erklärte der Soldat: «Wisst ihr, wozu die Leitern brauchen? Die bringen zwei nacheinander, und dann stellen sie sie an die Trennmauer und klettern so hinüber!» Die Vorstellung hätte mich zum Lachen gebracht, hätte ich nicht den Bauern mit hängenden Armen gesehen, der auf der andern Seite stand und wohl überlegen musste, wie er seine Bäume nun pfle-

Die rote Linie zeigt die Grenzbarriere; grün ist die eigentliche Grenze. Dazwischen ist die «Seam Zone», palästinensisches Land, aber abgetrennt.

Alles Betteln hilft nichts. Diese Frauen, die eine wurde von ihrer behinderten Tochter hergebracht, haben keine gültigen Passierscheine und dürfen nicht durch. gen würde. Ein anderer kam durch die Kontrolle mit einem Häufchen Zaungitter und war heilfroh. Es war sein etwa fünfter Versuch. Zuerst hatte er einen Zaun transportieren wollen, um seine Pflanzen vor Wildschweinen zu schützen. Doch der Soldat habe behauptet, das sei ein Kilometer und ihn nicht durchgelassen. Er musste zu den Behörden, um richtigzustellen, dass dies niemals so viel Zaun sei, aber dennoch sei ihm auch mit neuen Papieren der Durchlass verweigert worden. Nun habe er ihn nochmals und nochmals verkleinert und versuche heute mit einem ganz kurzen Stück hindurchzukommen. Bei all diesen komplizierten Vorkehrungen und Regelungen geht oft fast vergessen, dass diese Menschen ja nichts anderes wollen, als auf ihrem Land der Arbeit nachzugehen. Es ist eben ein Unterschied, ob die Reglemente zur inneren Organisation im Interesse der Bevölkerung bestehen, oder als Anti-Terror-Regelungen ein Land seit fast 50 Jahren schwer beeinträchtigen. Gegen Ende meines Aufenthalts -- nach dem Verschwinden der drei israelischen Jungen am 12. Juni – nahm der Druck nochmals massiv zu. Verhaftungen fanden statt. Die Tore wurden noch öfter nicht rechtzeitig geöffnet. Und dann fuhren oft Militärfahrzeuge direkt in die palästinensischen Gebiete ein, verbreiteten Lärm, Tränengas und damit Angst und Schrecken.

Militär bestimmt das zivile Leben Ein Anwalt in unserem Dorf rief uns zu Hilfe. Man hatte seinen alten Vater beim Landwirtschaftstor verhaftet und vom Mittag bis zum frühen Abend ohne Erlaubnis zu telefonieren festgehalten; dann wurden zwei weitere Männer verhaftet und alle drei weggeführt. Der Sohn wusste nicht, wo sich die drei befanden, und wir telefonierten einen Abend lang alle möglichen Instanzen, bis gegen Mitternacht der Vater wieder frei war. In der Nachbarstadt, und seine Söhne mussten hin um die Heimfahrt zu organisieren.

Denn wieder einmal gab es keinen Grund für die Verhaftung, aber auch keine Anstalten, sich zu entschuldigen oder den alten Mann heimzubringen. Es ist leider so, dass alle diese Vorkommnisse an Checkpoints und Landwirtschaftstoren verraten, dass sich hier die Besatzung daran gewöhnt hat, mit einer ihnen ausgelieferten Bevölkerung zu machen, was sie wollen. Junge Menschen, die sich langweilen, ein bisschen Spass haben wollen, nicht weit denken, vielleicht kein Mitleid haben – das ist alles sonst entschuldbar – haben alle Macht, und einige nützen sie grausam aus. Der Besatzungszustand ist eigentlich noch Kriegszustand, wo Militär das zivile Leben bestimmt, und es gibt keinen Grund, diesen fünfzig Jahre lang aufrechtzuerhalten. Ausser, dass inzwischen viele Unternehmen und der Staat Israel sich so an diese wirtschaftliche Ausbeutung gewöhnt haben, dass man sich einen Ausstieg nicht mehr vorstellen kann.

Ökumenisches Begleitprogramm Pia Holenstein wurde von Heks und Peace Watch Switzerland als Menschenrechtsbeobachterin nach Palästina und Israel gesendet, wo sie am ökumenischen Begleitprogramm (Eappi) des Weltkirchenrates teilnimmt. Die in diesem Artikel vertretenen Meinungen sind persönlich und decken sich nicht zwingend mit denjenigen der Sendeorganisationen. Im «Anzeiger» vom 15. Juli hat Pia Holenstein über ihren ersten Einsatz in Palästina berichtet, als internationale Hilfe gesucht wurde, weil Soldaten die Schulen einer Stadt mit Tränengas und Lärmbomben beschossen hatten. Weitere Infos zum Begleitprogramm in Palästina/Israel unter www.eappi.org und www.peacewatch.ch.


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Vermischtes

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Engagement für Kinder und Jugendliche Jedes Jahr geht die JuBla Säuliamt ins Sommerlager – Bevor der Spass beginnen kann, muss aufgestellt werden Jugendgruppen wie JungwachtBlauring (JuBla), Pfadfinder und Cevi gehören zur Schweizer Tradition der unentgeltlichen sozialen Arbeit. Die Jubla Säuliamt verbringt dieses Jahr ihr Sommerlager am Sihlsee, bei Einsiedeln. Bevor sie einrückten, musste aber das Lager gebaut werden. ................................................... von salomon schneider Die JuBla Säuliamt fährt jedes Jahr an einen anderen Ort ins Sommerlager. Mit dabei sind Kinder ab sechs Jahren und Leiter- und Küchenteams. Dieses Jahr konnten sie ihr Lager direkt beim Sihlsee aufschlagen. Bevor die Kinder kommen, bauen Leiter und ein Helferteam zwei Tage lang die Lagerinfrastruktur auf. Das wichtigste beim Lagerbau ist gute Organisation. Holz, Werkzeuge und Material müssen rechtzeitig bestellt, richtig eingepackt und in einer sinnvollen Reihenvolge aufgebaut werden. Lagerleiterin Anna Friedrich zum Lagerbau: «Die Lagerplanung dauert etwa ein halbes Jahr. Es müssen immer wieder Aufgaben erledigt und die Organisa-

Als Küche dient eine geräumige Holzkonstruktion, die wind- und wetterfest sein muss. (Bilder Salomon Schneider) tion koordiniert werden. Gerade das Schreiben von Packlisten und Organisieren von Material braucht viel Erfahrung. Deshalb ziehen wir immer wieder junge Leiter nach.» Zuerst wurden die Toiletten und das Materialzelt aufgebaut, denn ein

Ort für natürliche Bedürfnisse und eine organisierte Werkstatt sind entscheidend, für einen speditiven Lagerbau. Im Anschluss wurden die Planen für den Sarasani, das Grosse Planenzelt, zusammengeknüpft. Anna Friedrich: «Gerade das Aufstellen des Sara-

Die Planen des grossen Planenzelts (Sarasani) müssen mit einem Spannknoten befestigt werden.

sani ist sehr komplex und erfordert viel Fachwissen. Es werden mindestens 12 Helfer benötigt, um den 15 Meter hohen Baumstamm in der Mitte sicher aufzurichten.» Am frühen Nachmittag waren die Planen zusammengeknüpft, die Seile am Baumstamm

befestigt und drei Pfähle einen Meter tief eingeschlagen, in regelmässigen Abständen zum Loch in der Mitte. Zuerst wurde der Baumstamm angehoben und ein Holzkreuz darunter geschoben, damit er nicht wieder hinunterfallen konnte. Im Anschluss wurde gehoben und an den Aussenseilen gezogen, bis der Baumstamm im vorgegrabenen Loch stand. Nach dem Austarieren wurde das Loch gefüllt und die Seile mit einem Spann-Knoten festgemacht. «Richtig Knöpfen will gelernt sein, denn die Knöpfe müssen Wind und Wetter aushalten, nachgespannt und wieder geöffnet werden können.», erzählt Anna Friedrich. Jetzt konnten die Planen ans «Sari-Dreieck» geknüpft und hochgezogen und abgespannt werden. Gleichzeitig bauten andere Gruppen die Zelte und die Küche auf. Andrin Hunziker, JuBla Leiter bis 2010 leitete den Bau der Küche und der Feuerstelle: «Ich habe als Kind so viel von der JuBla profitiert, dass ich immer noch etwas zurückgeben will. Deshalb komme ich ans Aufstellwochenende und gebe mein Wissen weiter. Es ist toll, zu sehen wie sich die JuBla mit den neuen, jungen Leitern weiter entwickelt hat.»

Die grossen Achter-Baumwollzelte müssen sorgfältig abgespannt werden.

Pfadis im Lager angekommen

Jungschi in Ägypten

Pfadis haben Lagerleben aufgenommen

Ämtler Jungscharen gemeinsam im Sommerlager

Mit Sack und Pack ist die Pfadi Säuliamt letzten Sonntag ins Sommerlager gezogen. Auf den Spuren von vier verschollenen Forschern sind die Pfadis mit ihrem selbst gebauten Schiff in See gestochen und sind nun auf der sagenumwobenen Insel Tegnam gelan-

Im Sommerlager 2014, vom 12. bis 19. Juli, werden die beiden Jungscharen hautnah von der Geschichte Josefs aus Kanaan begleitet. Nicht nur bei den täglichen und kreativen Inputs der Leiter, sondern auch bei eigen Haut und Haar, können die Kinder völlig in die Geschehnisse eintauchen.

det. Was wird der Pfadi dort begegnen? Es bleibt ihnen nun noch eine Woche, um das Rätsel gemeinsam zu lösen. Ob sie dies schaffen und die Forscher wieder finden werden, erfahren die «Anzeiger»-Leser nach dem Sommerlager. (pd)

Die Pfadi Säuliamt beim gemeinsamen Essen unter dem Planenzelt. (Bild zvg.)

Beim Startschuss werden die Kinder sowie Josef von einer ägyptischen Karawane abgekauft und in Ketten abgeführt. Am Hause Potifar legen die Teilnehmer mit Josef eine steile Karriere hin, vom Sklaven bis zum Oberbefehlshaber aller Besitztümer arbeiten sie sich vor. Dies erfolgt mit verschiedensten Geschicklichkeits- und Geländespielen. Im Wald und auf dem Lagerplatz können sich die Kinder so richtig austoben, sei das bei der Rohstoff-Beschaffung, der diversen Quizausbildungen oder bei Sportaktivitäten. Jeder wird nach ägyptischen Massstäben geschult, geprüft und integriert sich in die noch unbekannte Kultur. Sogar eigene Gewänder wurden geschneidert und verziert. Doch sobald sich die Kinder eingelebt haben, kommt der grosse Fall. Jo-

Die Jungscharen in ihren Ägypten-Kostümen. (Bild zvg.) sef wird beschuldigt seinem Chef untreu geworden zu sein und wird verurteilt. Trotz grosser Bemühungen der Kinder, Beweise für Josef zu finden, muss die ganze Gruppe unschuldig ins Gefängnis. Doch der gute Ruf der Gefangenen spricht sich schnell beim Pharao um und die Kinder werden für das Zusammentreffen mit dem höchsten Mann Ägyptens vorbereitet und können einen königlichen Badespass

geniessen. Leider bleibt Ägypten auch die Hungersnot nicht erspart. Nachdem es nur Brot und Wasser gibt, muss sich etwas ändern. So schliessen sich alle Kinder zusammen und erarbeiten sich wieder einen angenehmen Wohlstand, durch Nahrungssuche und guter Zusammenarbeit. Bis zum Eintreffen der ganzen Familie in Ägypten wird sich noch das eine oder andere Abenteuer ergeben.


Serie

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Der Säbelzahntiger in der Waldlichtung Sommerserie (2): Ein magischer Lieblingsplatz mitten in einem Wald im Säuliamt Es gibt Kraftorte, die eine natürliche Energie ausstrahlen und Plätze, welche mit ihrer Aura den Menschen auf geheimnisvolle Art Energie abgeben. Einen solchen Ort zu finden und während eines ganzen Lebens immer wieder besuchen zu können, ist ein Geschenk. ................................................... von martin mullis Um diese Geschichte ins rechte Licht zu rücken und vor allem um persönlich nicht in eine diffuse Ecke gestellt zu werden, möchte ich zuerst eine Erklärung abgeben: Ich bin weder ein Esoterikfan noch beschäftigte ich mich je mit Spiritualität; und Globuli sind für mich keine homöopathischen Mittel sondern Juso’s, die noch an die globale Weltwirtschaft glauben. Trotzdem schildere ich hier, wie ich einst meinen ganz persönlichen magischen Lieblingsplatz fand und warum ich ihn immer wieder aufsuche. Meinen eigenen nur für mich bestimmten und mystischen Platz fand ich an einem nebligen und sehr kalten Novembertag irgendwann in den frühen achtziger Jahren. Mit meinem Sohn und meiner Tochter, damals etwa neun und zwölf Jahre alt, unternahm ich zusammen mit unserer Boxerhündin «Lady» eine aussergewöhnliche Wanderung. An einem nebligen Wintertag beschloss ich mit meinen zwei Sprösslingen von Birmensdorf, unserem damaligen Wohnort, nach Obfelden zu marschieren. Die Wanderung darf deshalb als aussergewöhnlich bezeichnet werden, da wir planten auf dem direktesten Weg von unserem Wohnhaus zum Haus der Grosseltern zu marschieren. Zu diesem Zweck verbanden wir Ausgangs- und Endpunkt auf der 1:25 000 Landeskarte mit einer geraden Linie und marschierten dieser Linie folgend ins Säuliamt. Infolge der sehr tiefen Temperaturen waren Wiesen und Äcker fest gefroren und konnten so mühelos betreten werden. Das Unternehmen setzte natürlich einige Vorbereitungen voraus, denn selbstverständlich sollte der Marsch ein kleines Abenteuer und gleichzeitig mit einer frei erfundenen Geschichte verbunden werden. Das bedeutete auch, dass wir unterwegs beabsichtigten uns nicht nur an einem Feuer aufzuwärmen sondern auch Würste zu braten. Das Vorhaben zeigte sich jedoch bald einmal schwieriger als geplant. Ein steiles eisiges Wiesenbord zwang uns zu einem Umweg, die Überquerung eines Baches forderte eine weitere und ziemlich lange Abweichung von der Ideallinie und schon bald einmal forderte uns eine unüberwindliche Stelle auf, zurückzukrebsen und einem anderen Trampelpfad zu folgen. Als Bürolist und nicht gerade Spezialist in Sachen Orientierungslauf, verirrte ich mich dann trotz der doch genauen Landeskarte in einem Waldstück hoffnungslos.

Dornengestrüpp, Wolfsrudel und Kobolde Die Wanderung war so etwas wie eine Fortsetzung eines von mir selbst erfundenen Märchens und geplant war eigentlich, dass wir im winterlichen Märchenwald auf allerlei Spuren von merkwürdigen Gestalten, Geistern und Waldbewohnern stossen würden. Doch ausser einem etwas gespenstischen Ruf eines Käuzchens war es totenstill im Wald und ausserdem hatte sich der Nebel immer dichter zwischen den Baumstämmen festgesetzt. Dichtes Unterholz, Dornensträucher und Schlingpflanzen machten uns zu schaffen und allmählich hatte selbst der Anführer der mutigen Eroberer

Tankstelle für Energie und Zuversicht: Eine geheimnisvolle Insel und ein mystischer Ort mitten im dichten Wald irgendwo im Säuliamt. (Bilder Martin Mullis) der Direttissima die Nase voll ob der unwirtlichen Natur. Es schien tatsächlich so, als ob unsere abenteuerliche Truppe auf der Suche nach dem Waldschratt, dem Wolfsrudel, den Trollen und Kobolden ganz schön in Schwierigkeiten geraten war. Meine Tochter Nadine hatte kalte Finger war müde und gab dies auch ziemlich unmissverständlich bekannt, Andy, etwas älter als seine Schwester, hielt noch tapfer durch, war jedoch einem Halt an einem Feuer ganz und gar nicht abgeneigt. Und wie auf Bestellung geschah genau zu diesem Zeitpunkt auf geheimnisvolle Weise ein Wunder. Sonnenstrahlen drangen urplötzlich durch die Baumwipfel, der Nebel lichtete sich und wir traten mitten im Wald in eine kleine aber fast kreisrunde Lichtung, welche in das diffuse Licht getaucht ein eigentliches sakrales Bild vermittelte. Schlagartig stieg durch die Sonne die Temperatur und wir spürten Wärme, Kraft und angenehmes Wohlbefinden. Nun konnte ich endlich meine Geschichte rund um unsere Abenteuerwanderung bei einem Feuer und köstlichen Würsten weiterspinnen. Ich erzählte meinen Kindern von Ureinwohnern, von Höhlenmenschen, Dinosauriern und anderen längst ausgestorbenen Tieren und natürlich auch von dem furchterregenden und berüchtigten Säbelzahntiger. Am Rande der Lichtung gähnte unter einem umgekippten Baumstrunk das dunkle Loch einer Fuchshöhle. Andy fand einige Knochen und einen langen schmalen Stein mit einem spitzigen Ende. Fast selbstverständlich, dass wir dieses Fundstück

kurzerhand als Meisselzahn der ausgestorbenen Raubkatze deklarierten.

Vielleicht bloss Fiktion und Halluzinationen Die kreisrunde Lichtung im sonst dichtbewachsenen Wald bewirkte eine eigenartige Stimmung unter uns Wanderern. Es mag etwas überspannt klingen und ich als grosser Skeptiker von allen esoterisch angehauchten Thesen habe alles Verständnis für die allfällig mitleidig lächelnden Leserinnen und Leser, trotzdem muss ich bestätigen, dass ich sowohl bei mir selber als auch bei meinen Kindern die positive Ausstrahlung dieses mystischen Ortes bemerkte. Seit fast dreissig Jahren habe ich nun die besagte Waldlichtung immer wieder, meistens grundlos und zufällig und in unregelmässigen Abständen, aufgesucht. Die geheimnisvolle und etwas übersinnliche Wirkung spüre ich jedes Mal, manchmal mehr und manchmal auch etwas weniger. Ich geniesse bei jedem Besuch die erhaltene Energie, die Gewissheit etwas Einmaliges zu erleben und eine spürbare Zufriedenheit. Es mag sein, dass damals an jenem kalten und nebligen Novembertag allein die warmen Sonnenstrahlen schuld an dieser unerwarteten und äusserst positiven Wirkung waren und alle anderen Empfindungen reine Einbildung gewesen sind. Es ist mir auch völlig egal ob die angenehmen Sinneswahrnehmungen nur auf Fiktionen oder gar Halluzinationen basierten und diese bis heute nachwirken. Wenn ich auch sonst sicher als nüchterner Zweifler von al-

Fiktion oder Realität: Fossil des Zahns des Säbelzahntigers oder nur ein Stein? lem Überirdischen gelte, hier auf diesem Flecken mitten im Wald mache ich die berühmte Ausnahme. Ja, ich nehme ganz bewusst in Kauf, mich bei einigen meiner Freunden und Bekannten einem gewissen Spott auszuset-

zen. Auch bin ich überzeugt, dass mir die Leserinnen und Leser des «Anzeigers» verzeihen, dass ich das Geheimnis dieses magischen Ortes für mich behalte und den genauen Standort niemandem verrate.

Sommerserie: Wo es die «Anzeiger»-Journalisten hinzieht Juli/August – Ferienzeit: Schweizerinnen und Schweizer schwärmen aus, verbringen ihre Ferien an allen Ecken dieser Welt. Oder geniessen die schönste Zeit des Jahres in der Schweiz. Zuhause oder in den Bergen, am Fluss oder in der Badi. Oder

auf «Balkonien». Über ihre Lieblingsdestinationen berichten Mitarbeitende des «Anzeigers» im Rahmen der Sommerserie 2014. (-ter.) Bereits erschienen: 15. Juli: «Kraft und Schönheit der Natur» – mit Marianne Voss auf Corvo.


Forum

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Affoltern: kleine Stadt – grosses Dorf? Die EVP lud zum Anlass «Politik mit Feuer» Affoltern: kleine Stadt – grosses Dorf? Diese und weitere Fragen zur Ortsentwicklung wurden beim EVP-Anlass «Politik mit Feuer» von den Referenten aufgenommen und anschliessend von den interessierten Gästen rege diskutiert. Bereits zum 2. Mal hat die EVP zum Anlass «Politik mit Feuer» eingeladen. Erfreulich viele Interessierte haben sich trotz schlechter Wetterprognosen angemeldet und Daniel Sommer konnte in seinem Garten eine stattliche Anzahl Teilnehmer zum Apéro begrüssen. Einen besonderen Willkommensgruss und Dank im Voraus richtete er an die beiden Referenten Kantonsrat Hans Läubli und Gemeindepräsident Clemens Grötsch, die ihre Positionen zum Thema vorstellten und anschliessend Fragen aus der Runde beantworten konnten.

Affoltern ist keine Insel Mit der Feststellung, dass Wachstum nicht nur in Affoltern stattfindet, begann Hans Läubli seine Ausführungen. Dieses Wachstum wird zwangsläufig Mehrverkehr sowohl beim Freizeitwie auch beim Arbeitsverkehr generieren. Für ihn steht fest, dass der motorisierte Privatverkehr eingedämmt werden muss. Er wird sich dafür einsetzen, dass keine neuen Strassen gebaut werden, dass Durchgangsverkehr verhindert wird und dass der Verkehr im Ort konsequent beruhigt wird. Der öffentliche Verkehr soll gefördert und das Angebot wo nötig verbessert werden. Mit einer vorausschauenden Planung soll verdichtetes Bauen im Zentrum ermöglicht und damit die Über-

bauung von Kulturland verhindert werden. Um eine Reduktion des Verkehrs zu erreichen, gibt Hans Läubli dem Gemeindepräsidenten verschiedene Vorschläge mit auf den Weg. So ermuntert er den Gemeinderat das Gewerbe zu fördern und zu unterstützen, damit in Affoltern neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Er selber wird sich dafür einsetzen, dass die kantonale Verwaltung Abteilungen dezentralisieren wird, um Arbeitswege zu verkürzen. Die Förderung von kulturellen Angeboten in Affoltern sowie die Unterstützung von Vereinen auch für Jugendliche, soll helfen den Freizeitverkehr einzudämmen.

Affoltern entwickelt sich Der neu gewählte Gemeindepräsident Clemens Grötsch musste bestätigen, dass weiter mit einer massiven Zunahme des Verkehrs gerechnet wird. Es erstaunt, dass in Affoltern trotz guter Versorgung durch die S-Bahn der Anteil der Arbeitnehmer, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, bei 86 % liegt. Es ist ein Anliegen des Gemeinderates den öV so zu fördern und Verbesserungen bei den verantwortlichen Stellen anzuregen, dass dieser vermehrt genutzt wird. Ebenso sollen Velowege ausgebaut und sicherer werden. Der Masterplan 2011 zur Verkehrsberuhigung wird überarbeitet und im Herbst der Bevölkerung vorgelegt. Weiter informierte er, dass die Ausführungen verschiedener Bauprojekte wie z. B. die geplanten und bewilligten Fachmärkte stocken, da im Moment noch Rekurse hängig sind. Auch dem Gemeinderat ist es ein grosses Anliegen Gewerbebetriebe nach Affoltern zu holen. Leider muss festgestellt werden, dass die Bodenpreise

Kantonsrat Hans Läubli mit pointierten Voten an der «Politik mit Feuer». (Bilder zvg.) Diskussion auf dem Heuboden

Angeregte Diskussionen bereits beim Apéro. massiv gestiegen sind und dadurch Interessenten abgeschreckt werden. Obwohl der neue Gemeindepräsident noch nicht lange im Amt ist, spürt man, dass sich der Gemeinderat

mit dieser Thematik bereits intensiv auseinandergesetzt hat und dass er bereit ist zu informieren, Anregungen entgegenzunehmen und die Bevölkerung einzubeziehen.

Da ein Dauerregen das Feuer inzwischen fast zum Erlöschen gebracht hatte, wurde die Diskussionsrunde in den «Heuboden-Saal» verlegt. Die Möglichkeit den Referenten Fragen zu stellen sowie ihnen Anregungen und Wünsche in ihre Behörden mitzugeben, wurde rege genutzt. Das mitgebrachte Fleisch konnte auf dem Elektrogrill anstatt in der Feuerschale grilliert und mit Salat vom Buffet genossen werden. Schon heute hoffen viele Teilnehmende, dass «Politik mit Feuer» nächstes Jahr wieder bei trockenem Wetter und mit einem «heissen» Thema stattfinden wird. Doris Balmer, EVP Ortspartei Affoltern am Albis

Ämtler Kantonsräte meinen

Hans Läubli (Grüne, Affoltern)

38 Prozent der CO2-Emissionen durch den Verkehr Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesamtes für Raumentwicklung betragen die externen Verkehrskosten, also diejenige die nicht durch Strassenverkehrsabgaben oder Billetteinnahmen gedeckt werden, 9 Milliarden Franken jährlich. Davon entfallen 7,7 Milliarden auf den motorisierten Strassenverkehr. Gemäss dem Bundesamt für Statistik war der Verkehr 2011 für 38 Prozent der Schweizer CO2-Emissionen verantwortlich. 339 Menschen verloren 2012 ihr Leben im Strassenverkehr, im Schienenverkehr 28, insgesamt wurden über 22 000 verletzt. Durchschnittlich legte jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz im Jahr 2010 fast 37 Kilometer täglich im Inland zurück. Davon dienten 40 Prozent dem Freizeitverkehr und 24 Prozent dem Arbeitsverkehr. Rund zwei Drittel der Tagesdistanz werden mit dem Auto zurückgelegt, ein Viertel geht auf das Konto des öffentlichen Verkehrs (Bahn, Postauto, Bus, Tram) und etwas weniger als ein Zehntel auf das des Langsamverkehrs (zu Fuss und Velo). Trotz der fortschreitenden Umweltzerstörung und den immensen Kosten gehen die Behörden und der

grösste Teil der politischen Parteien von einem stetigen Wachstum der Mobilität und des motorisierten Individualverkehrs aus, anstatt Massnahmen zu treffen um diesen zu plafonieren oder einzudämmen. Einzig die Grünen engagieren sich konsequent, sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene, gegen den Ausbau der Strassenkapazität und für Alternativen zur Mobilitätsentwicklung in der Siedlungs- und Raumplanung. Dieses Engagement macht nicht Halt vor der eigenen Haustüre, wie bei den anderen Parteien. So stehen die Grünen auch im Bezirk Affoltern gegen die Erhöhung der Strassenkapazitäten ein - so bei uns zum Beispiel gegen den Autobahnzubringer aus den Kanton Aargau - und legen Vorschläge zur Verkehrsberuhigung auf den Durchfahrtsstrassen unserer Gemeinden vor. Denn Umweltschutz lässt sich nicht einfach delegieren, sondern beginnt im eigenen Gärtchen. Als eine konkrete Alternative zur zunehmenden Mobilität schlagen wir zudem vor, dass Arbeitsplätze dezentralisiert und von der Stadt Zürich in die Regionen verlegt werden. Die moderne Kommunikationstechnologie macht es möglich, dass für manche Arbeit im administrativen und organisatorischen Bereich keine dauernden

fixen Büroarbeitsplätze mehr benötigt werden. Dokumente und Daten sind auf einem zentralen Server gespeichert und können jederzeit und von überall aus abgerufen und bearbeitet werden. Für viele Tätigkeiten. Ist also das tägliche Pendeln von der Peripherie in die zentralen Verwaltungszentren schlicht überflüssig, weshalb ein Teil dieser Arbeit bestens auch dezentral erledigt werden kann. Nicht nur im ökologischen und ökonomischen, sondern auch im sozialen und kulturellen Bereich bringt eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze Vorteile. Menschen bewegen sich auch tagsüber in den Gemeinden oder der nächsten Umgebung, in der sie leben. An den dezentralen Arbeitsplätzen entsteht wieder die Möglichkeit, Menschen aus der nächsten Umgebung kennen zu lernen und soziale Kontakte zu knüpfen. Dies wirkt der Tendenz der Entfremdung und der Entwicklung von reinen Schlafstätten entgegen. Wenn wir eine Wende in der Umweltpolitik wollen, müssen wir jetzt handeln, geredet wird von allen Parteien. Zu trauen ist einzig der Grünen. Deshalb, bei der Wahl: Trau, schau, wem . . .

Statutenrevision Spital: Eine Mogelpackung Aufgrund der Ablehnung der Umwandlung des Zweckverbands in eine Aktiengesellschaft wurde eine Revision der Statuten des Spitals Affoltern angegangen mit dem Ziel, dass das Spital einen eigenen Haushalt führen kann. Dies ist begrüssenswert, da dadurch administrativer Aufwand auf den Gemeinden und im Spital reduziert wird (Wegfall der jährlichen Saldierung). Nur wurde aus der gut gemeinten Revision eine Mogelpackung, in welche zwei falsche Anpassungen verpackt wurden, die wenig mit dem eigenen Haushalt des Spitals zu tun haben: Die Gemeinden könnten bei einem Austritt ihre ursprüngliche Einzahlung nicht mehr zurückerhalten und die Gemeinden würden neu unbeschränkt für die Schulden des Spitals haften.

Die Risiken sind für die Gemeinden nicht tragbar Es braucht eine Regelung des Austritts einer Gemeinde, diese muss jedoch auf der tatsächlichen finanziellen Situation des Spitals basieren (als Vorschlag beispielsweise geht es dem Spital schlecht kann weniger ausgezahlt werden). Wenn aber der ganze Betrag einkassiert wird, bedeutet das, dass die Gemeinden aus finanziellen Gründen gar nicht mehr austreten können, da ihr Haushalt sonst zu stark belastet wird. Eine unbeschränkte Haftung ist indiskutabel, die Risiken sind für die Ge-

meinden nicht tragbar und führen zu riskanten oder nicht lohnenden Investitionen auf Kredit. Das Verpacken von unterschiedlichen Inhalten in Abstimmungen nimmt immer mehr zu, um dem Bürger die Wahlfreiheit zu nehmen. Darum nehmen Sie an Ihrer Gemeindeversammlung zu der Revision der Spitalstatuten teil und halten Sie diese Mogelpackung auf. Raphael Rutar, Co-Präsident der Jungfreisinnigen Säuliamt, Affoltern

Zuschriften mit vollständiger Adresse Die Redaktion erhält regelmässig per E-Mail übermittelte Zuschriften, die keine vollständige Adresse der Autorin oder des Autors enthalten. Bitte in jedem Fall einen Absender vermerken und eine Telefonnummer für allfällige Rückfragen angeben. Bei Zuschriften, die sich auf Artikel im «Anzeiger» beziehen, sind dessen Titel und das Erscheinungsdatum notwendig. Kürzere Beiträge haben bessere Abdruckchancen – dazu auch solche, die sich auf Beiträge im «Anzeiger» beziehen. Über nicht publizierte Texte führt die Redaktion keine Korrespondenz. (Red.)


Gewerbe/Dienstleistungen

SRF im Säuliamt

Steinstossen

Kurt Aeschbacher kommt mit der Sendung «Durch die Blume» nach Hausen. > Seite 16

Die Schweizer Meisterschaft im Steinstossen kommt nach Ottenbach. > Seite 24

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Gut Schuss Gemeinderat Knonau beim Ratsherrenschiessen auf dem dritten Platz. > Seite 27

Geschenkgutschein über 200 Franken Preisverteilung beim Schuhhaus Gretener Kürzlich konnte im Schuhhaus Gretener in Affoltern der fünfte Preis des attraktiven Wettbewerbs, der im eigenen Schuhmagazin «Shoe-4U» lanciert wurde, an die glückliche Gewinnerin übergeben werden. Verena Koller aus

Obfelden gewann nämlich einen Geschenkgutschein über 200 Franken und Geschäftsinhaber Guido Gretener freute sich sichtlich, der glücklichen Gewinnerin den Preis persönlich im Geschäft in Affoltern zu überreichen.

Gut gelaunte Festgesellschaft um Fredy Steck (links), Trudi Steck (Mitte) und Sohn Patrick Steck (rechts). (Bild zvg.)

Jubiläumsfeier im «Burestübli» Die Familie Steck wirtet seit 40 Jahren in Sellenbüren

Bei der Preisübergabe im Schuhhaus Gretener in Affoltern: Guido Gretener und Gewinnerin Verena Koller aus Obfelden. (Bild zvg.)

Bei durchzogenem, aber hauptsächlich trockenem Wetter haben Trudy und Fredy Steck ihr 40-Jahre-Jubiläum gefeiert. Viele Stammgäste, Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder und auch ehemalige Mitarbeiter waren da, um mit dem Wirtepaar zu feiern. Die Musik Stallikon hat aufgespielt und auch der Männerturnverein, der über 35 Jahre jeweils montags nach dem Sport im Burestübli war, hat die Jubi-

Keine Sommerpause am Wochenmarkt in Affoltern Der neuste Stand bietet Spezialitäten aus Kroatien Über die ruhigen Sommermonate lässt es sich am Wochenmarkt besonders entspannt einkaufen. Ein neuer Stand und zahlreiche Attraktionen machen den Besuch besonders lohnenswert. M&P Delikatessen heisst der neuste Stand am Wochenmarkt in Affoltern. das «M» steht für Martin Cisarik, das «P» für Petar Hajdinovic. Gemeinsam wollen sie das Knonauer Amt mit den besten Produkten aus Kroatien verwöhnen. Erwähnt sei etwa das Angebot an Käse: Schafs- oder Ziegenkäse, teilweise veredelt mit Rosmarin, Trüffel oder Oliven. Der Käse von der kroatischen Insel Pag wurde in Europa mit renommiertesten Auszeichnungen bedacht. «Wir möchten den Leuten ein kleines Stück Kroatien näher bringen», verraten Martin Cisarik und Petar Hajdinovic ihre Philosophie. Gelingen soll ihnen das auch mit ihrem edlen Kürbiskernöl. Und künftig wollen sie ihr anzeige

lare mit einem witzigen und herzlichen Beitrag beehrt.

Spätestens Ende Jahr ist Schluss Weiter ging es mit den Lucky Boys, die am Abend für Stimmung und das ein oder andere Tänzli gesorgt haben. Die Gäste wurden bestens verpflegt mit feinen Salaten, mit Fleisch vom Smoker (Andy Häberling) und mit einem

Nur gemalt, aber täuschend echt Mit einem Kickboxer kämpfen, Giraffen füttern, einen feuerspeienden Drachen bekämpfen, mit Affen am Seil hängen, einen Dinosaurier streicheln, mit van Gogh malen und vieles mehr kann man aktuell im Emmen Center. Bis zum 2. August ist dort nämlich die «Magic Art Special Exhibition» zu Gast. Die Illusion hinter den Bildern zeigt sich erst auf den zweiten Blick . . . (pd.) anzeige

Am Stand von M&P Delikatessen: Martin Cisarik (Mitte, am bedienen) und Petar Hajdinovic (rechts). (Bild zvg.) Angebot mit Fleisch-Spezialitäten abrunden. Auch nach den Sommerferien bietet der Wochenmarkt seinen Besuchern einiges: Ende August einen

Streichelzoo und am 20. September Blasmusik mit «Brassissimo» . . . (tst.) Wochenmarkt Affoltern, jeden Samstag, 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz beim Gemeindehaus.

leckeren Kuchenbuffet von der Bäckerei Huber. Natürlich brauchte es dazu auch viele freiwillige Helferinnen und Helfer, die gerne ihren Beitrag geleistet haben. Es war ein gelungener Anlass der viel Freude bereitet hat. Noch mag sich gar niemand vorstellen, dass das Traditionsrestaurant in Sellenbüren spätestens Ende diesen Jahres seine Tore schliesst . . . (ms)

Täuschend echt: 3-D-Effekt ... (Bild zvg.)


gewerbe

irchliche Anzeigen Ref. Kirche Aeugst a. A.

Ref. Kirche Ottenbach

Sonntag, 20. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Ottenbach, Pfarrerin Elisabeth Armingeon

Sonntag, 20. Juli 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrerin Elisabeth Armingeon Veronica Nulty, Orgel www.kircheottenbach.ch

Ref. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 19. Juli 16.30 Abschiedsgottesdienst von Vikarin S. Brüngger im Haus zum Seewadel zu Psalm 91 Sonntag, 20. Juli 10.00 Regional-Gottesdienst in Ottenbach Pfrn. E. Armingeon 9.30 Mitfahrgelegenheit vor der Post, bei der Kirche und vor dem Volg in Zwillikon

Ref. Kirche Bonstetten Sonntag, 20. Juli 10.00 «Musikalischer Sommerferien-Gottesdienst» mit Pfrn. Susanne Sauder und unserem «alt-jungen» fliegenden Airbus-pilotierenden Organisten Stefan Zwicky

Ref. Kirche Hausen a. A. Sonntag, 20. Juli 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil mit Pfarrerin Elisabeth Wyss-Jenny

Ref. Kirche Hedingen Sonntag, 20. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Ottenbach mit Pfarrerin Elisabeth Armingeon Fahrdienst auf Anfrage bei P. Ott, Tel. 044 761 34 90

Sonntag, 20. Juli 9.30 Regional-Gottesdienst in Rifferswil: «Auf und davon . . .» Pfrn. Elisabeth Wyss-Jenny Anschliessend Chilekafi

Ref. Kirche Stallikon-Wettswil Sonntag, 20. Juli 10.00 Kirche Wettswil: Gottesdienst mit Pfr. Matthias Ruff

Kath. Kirche Affoltern a. A. Samstag, 19. Juli 17.30 Eucharistiefeier Sonntag, 20. Juli 9.00 Eucharistiefeier

Kath. Kirche Bonstetten Sonntag, 20. Juli 10.00 Eucharistiefeier Dienstag, 22.Juli 19.30 Abendmesse

Kath. Kirche Hausen a. A. Samstag, 19. Juli 17.00 Wortgottesfeier Sonntag, 20. Juli 11.00 Wortgottesfeier

Kath. Kirche Mettmenstetten

Ref. Kirche Kappel a. A. Sonntag, 20. Juli 9.30 Oberämtler Gottesdienst in Rifferswil

Kath. Kirche Obfelden

Werktags: Tagzeitengebete um 7.45, 12.00, 18.00 Uhr in der Klosterkirche Mittwoch, 23. Juli 17.00 Kein offenes Singen während der Schulferien Donnerstag, 24. Juli 13.30 Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception) Donnerstag, 24. Juli 18.00 Abendmahlsfeier mit Pfr. Markus Sahli

Ref. Kirche Knonau Sonntag, 20. Juli 10.00 Regionalgottesdienst in Mettmenstetten mit Pfr. A. Fritz Güetligottesdienst

Ref. Kirche Maschwanden Sonntag, 20. Juli 10.00 Gottesdienst in der Kirche Mettmenstetten mit der Mission am Nil Pfr. Andreas Fritz, Liturgie Pfr. Heinz Schmitt, Predigt Anmeldung zum Fahrdienst jeweils bis am Vortag 18.00 Uhr bei Yvonne Ilg Telefon 044 768 26 81

Ref. Kirche Mettmenstetten Sonntag, 20. Juli 10.00 Gottesdienst mit der Mission am Nil Pfarrer Andreas Fritz, Liturgie Pfarrer Heinz Schmitt, Predigt 11.15 Bildbericht in der Kirche Mettmenstetten über das Nil-Spital in Ägypten www.ref-mettmenstetten.ch

Ref. Kirche Obfelden Sonntag, 20. Juli 9.30 Gottesdienst mit Pfr. Christoph Hürlimann; Angela Bozzola (Orgel) www.kircheobfelden.ch

Kurt Aeschbacher für «Durch die Blume» in Hausen

Ref. Kirche Rifferswil

Sonntag, 20. Juli 9.30 Wortgottesdienst mit Matthias Kühle-Lemanski

Kloster Kappel a. A.

Hausemer Baumschule Reichenbach auf SRF

Sonntag, 20. Juli 10.30 Eucharistiefeier

Chrischona Affoltern am Albis, Kirche mit Nähe Alte Obfelderstr. 24 Sonntag, 20. Juli 9.45 Gottesdienst «Mein Schatz», Andi Wolf Kinderhüeti, Kids-Treff-Ferienprogramm Mehr Infos: www.sunntig.ch

Evang.-methodistische Kirche Zürichstrasse 47 Affoltern a. A., Sonntag, 20. Juli 9.45 Gottesdienst (Heinz Bähler) Kinderhort

Heilsarmee Affoltern a. A., Wiesenstrasse 10

Sonntag, 20. Juli 10.00 Gottesdienst (Predigt: Walter Bommeli) Ferien-KingsKids mehr unter: www.heilsarmee-affoltern.ch

Pfingstgemeinde Affoltern a. A., Alte Obfelderstrasse 55

Sonntag, 27. Juli 9.45 Gottesdienst mehr unter www.pga.ch

Evang. Täufergemeinde Weidstrasse Mettmenstetten, Sonntag, 20. Juli 10.30 Gottesdienst Thema: Nichts soll euch von Christus trennen 1. Johannesbrief 2, 18–27 Kinderhort, Sonntagsschule Sammelklasse www.etg-mettmenstetten.ch

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Heumattstrasse 2, 8906 Bonstetten

Sonntagsgottesdienste 9.20 Abendmahlsversammlung 10.40 Sonntagsschule Informationen über weitere Veranstaltungen: siehe www.hlt-bonstetten.ch

Kurt Aeschbacher und Barbara Müller, Floristin, liefern einen Hochzeitsbaum aus. (Bild SRF)

Auch in diesem Sommer macht sich Kurt Aeschbacher in der Doku-Talksendung «Durch die Blume» auf, Geschichten hinter den Blumen- und Pflanzenkäufen der Schweizerinnen und Schweizer aufzuspüren. In der sechsten Folge am Donnerstag, 14. August 2014, besucht er die Baumschule Reichenbach in Hausen am Albis und schnuppert den Duft von 200 verschiedenen Rosensorten. Was sind das für Menschen, die Blumen und frisches Gemüse auf dem

Markt oder Pflanzen im Gartencenter kaufen? Und wem schenken sie die üppigen Sträusse aus der Blumenbinderei? In der Doku-Talksendung «Durch die Blume» geht Kurt Aeschbacher diesen und weiteren Fragen nach. Und auch diesen Sommer überrascht er die Menschen zu Hause als Blumenlieferant.

Heilsame Wirkung von Gartenarbeit In der sechsten Folge macht sich Kurt Aeschbacher auf zur Baumschule Reichenbach in Hausen am Albis. Neben Gartenpflanzen aus naturnaher Eigenproduktion werden hier über 200 ver-

schiedene Rosensorten gezogen, veredelt und verkauft. Geführt wird der Familienbetrieb im Knonaueramt von Andreas Reichenbach. Sein Hobby sind alte Bäume, die er rettet und in seiner Gärtnerei pflegt, bis sie wieder einen neuen Besitzer finden. «Durch die Rose» erfährt Kurt Aeschbacher Geschichten von Gärten und der heilsamen Wirkung von Gartenarbeit. Zudem stehen eine Rosen- und eine Baumlieferung auf dem Programm – und ein Pferd hält Kurt Aeschbacher ganz schön auf Trab. (pd) Den letzten Halt im Rahmen der Sommerserie 2014 macht Kurt Aeschbacher am 21. August in Luzern.

Können Hausärzte in Form einer AG tätig sein? Der Kantonsrat hat dem Regierungsrat am 28. März 2011 die von 3 Kantonsräten am 29. November 2010 eingereichte Motion betreffend Änderung des Gesundheitsgesetzes überwiesen. In dieser Motion wird gefordert, dass Hausarztpraxen in der Rechtsform einer AG usw. geführt werden können. Nach geltendem Recht ist dies nicht möglich. Beim klassischen Modell einer Hausarztpraxis arbeitet die Praxisinhaberin oder der Praxisinhaber in eigenem Namen und auf eigene Rechnung. Sie oder er benötigt hierfür eine Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich. Die Praxisinhaberin oder der Praxisinhaber kann weitere Ärztinnen und Ärzte anstellen. Diese üben ihren Beruf dann unselbstständig aus. Seit dem Verwaltungsgerichtsentscheid vom 22. September 2011 werden von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich aber auch AG’s usw. als Hausarztpraxen zugelassen. Auch wenn in der Zwischenzeit aufgrund des erwähnten Verwaltungsgerichtsentscheids Hausarztpraxen durch AG’s usw. geführt werden können, muss das Gesundheitsgesetz zur vollständigen Umsetzung der Motion entsprechend geändert werden. Das Anliegen der Motion wird mit der vorstehend angestrebten Teilrevision des Gesundheitsgesetzes vollumfänglich erfüllt. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Kantonsrat, die Motion als erledigt abzuschreiben (Antrag des Regierungsrates vom 5. März 2014, 5075). Der Kantonsrat muss dieses Gesetz noch verabschieden. Für die selbstständige Ausübung der ärztlichen Tätigkeit bedarf es einer Bewilligung der Gesundheitsdirek-

tion des Kantons Zürich. Das Steuerrecht knüpft in der Regel an andere Rechtsbereiche an, was dazu führt, dass im Ergebnis auf die Bewilligung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich abgeH. U. Meuter* stellt wird. Wenn keine Bewilligung zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit an eine AG usw. erteilt wird, kann dies grundsätzlich auch aus steuerrechtlicher Sicht nicht akzeptiert werden, d.h. wer als Hausärztin bzw. Hausarzt eine AG usw. ohne Bewilligung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gegründet hat, wird besteuert wie ein Einzelunternehmen. Die Gesundheitsdirektion hat bis zum 21. September 2011 keine solchen Bewilligungen erteilt, weshalb bis zu diesem Zeitpunkt auch steuerrechtlich keine AG’s usw. für Hausärztinnen und Hausärzte akzeptiert wurden.

Verwaltungsgerichts-Entscheid macht Ärzte-AG möglich Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat wie erwähnt am 22. September 2011 betreffend Betriebsbewilligung einen wegweisenden Entscheid gefällt. Im Ergebnis führte dieser Entscheid dazu, dass die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ab diesem Zeitpunkt, Hausärztinnen bzw. Hausärzte ihre Praxis in der Rechtsform der AG usw. führen können, sofern sie das Bewilligungsverfahren durchlaufen haben und im Namen und auf Rechnung der AG tätig sind. Der Er-

halt einer Bewilligung als AG usw. wurde mit diesem Verwaltungsgerichtsentscheid möglich. Die vorstehend zitierte Motion stösst damit zumindest für Hausärzte und Hausärztinnen im Ergebnis seit dem 22. September 2011 weitgehend ins Leere. Das Gesundheitsgesetz muss trotzdem geändert werden, damit die Motion vollständig umgesetzt werden kann. Aus Rechtsgleichheitsgründen ist diese Änderung jedoch nicht nur auf die Ärztinnen und Ärzte beschränkt, sondern soll für alle universitären Medizinalberufe vorgenommen werden. Da eine fachlich eigenverantwortliche Tätigkeit im Anstellungsverhältnis bei den Apothekerinnen und Apothekern sowie den Tierärztinnen und Tierärzten schon unter bisherigem Recht zulässig war, wirkt sich die Neuerung nicht nur bei den Ärztinnen und Ärzten, sondern auch bei den Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie bei den Chiropraktorinnen und Chiropraktoren aus. Steuerrechtlich ändert sich mit dieser Teilrevision des Gesundheitsgesetzes aber zumindest für Hausärzte und Hausärztinnen nichts mehr, weil seit dem 22. September 2011 AG’s usw. für Hausärzte und Hausärztinnen von der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich zugelassen werden und steuerrechtlich akzeptiert wurden. Hans Ulrich Meuter * Hans Ulrich Meuter ist dipl. ing. agr. ETH, lic. iur und dipl. Steuerexperte. Er leitet die Division Dienstleistungen des kantonalen Steueramtes Zürich und ist Co-Präsident der FDP Ortspartei Affoltern. Seine Kolumnen beinhalten vor allem das Steuerrecht, die Steuerpolitik und die Agrarpolitik. Dabei handelt es sich um persönliche Auffassungen. (Red.)


Gewerbe

Freitag, 18. Juli 2014

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Warum denn in die Ferne schweifen ...? Sommerparty mit Musik, von volkstümlich bis Blues, im Restaurant Hirschen in Obfelden Es gibt zwei Gründe, warum ein Wochenend-Abend bei Bruna Bortoluzzi, der Wirtin des «Hirschen» in Obfelden, in Erwägung gezogen werden muss: Live Musik von volkstümlich bis Blues, Rock, Jazz, Dixie und Oldies und – weil auch der Gaumen Genuss braucht – die Küche, aus der immer neue, hausgemachte Menüs hervorgezaubert werden.

Es geben sich die unterschiedlichsten Musiker, mit ebenso vielen Musikrichtungen, die Ehre – viele aus dem Säuliamt. Den diesjährigen Start der ZeltMusik hat Bruna wegen der FussballWM verschoben. Als Auftakt zur Musik-Zelt-Saison macht am Samstag, 19. Juli, die «Oldhouse Jazzband», ab 19 Uhr, mit Dixie und Jazz.

Jedes Wochenende Live Musik

Restaurantkritiker empfehlen, mit der Nase zu entscheiden, wo man Gast sein und sich mit Essen verwöhnen möchte. Im Hirschen in Obfelden fällt die Entscheidung leicht; die feinen Düfte aus der Küche sprechen für sich. Bruna, die langjährige Wirtin des urchigen Restaurants, legt grossen Wert auf immer frische und saisongerechte Zutaten für ihre Speisen. Also keine vorgefertigten Menüs, die nur noch lieblos aufgewärmt werden, sondern eigenhändig zubereitete Gerichte, die ausgesprochen gut schmecken.

Gran Bruna ist unverwüstlich Gran Bruna, wie sie oft auch Scherzes halber genannt wird, sprüht vor Lebensfreude und Energie. Seit vielen Jahren schon ist sie Gastwirtin und weil sie ihre Freude gerne mit ihren Gästen teilt, organisiert sie jeden Sommer an den Wochenenden, in dem eigens dafür aufgebauten Musikzelt im Gartenrestaurant Live Musik. anzeige

Bruna Bortoluzzi freut sich auf viele Gäste in ihrem Musikzelt. (Bild Susanne Crimi)

An den kommenden Wochenenden sind die «Renjos» ein Duo mit Schlagzeug, Keyboard und Handorgel, «Sax & Voice», Kapelle «Bonetti und Comp» und die «Denz Dixieland Band» zu sehen und hören. Die Wochenenden nach den grossen Ferien sind Freitag bis Sonntag mit den verschiedensten Live-Bands ausgefüllt. Von Stimmungsmusik zum Feiern, bis zu Blues aus der Prohibitionszeit bleibt kein Wunsch offen. Neu dieses Jahr wurde eine kleine Tanzfläche vor der Bühne frei gelassen. So kann die Sommerlaune, die durch die Musik verstärkt wird, in die Beine weitergeführt werden – Tanzfreudige sollen auch auf ihre Rechnung kommen. Den Schlusspunkt setzt am 19. und 20 September ein Bierfest. Alle Einzelheiten können in der jeweiligen Freitagausgabe des Anzeigers im Inserat des Restaurants Hirschen und der «Agenda» nachgelesen werden. Eigentlich erübrigt sich eine Fahrt in den Süden – die Sommerparty findet fast vor der Haustüre statt. (sci)


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Vermischtes

Freitag, 18. Juli 2014

Mit der Jumba auf Mittelmeerkreuzfahrt Accotravel organisiert eine Kreuzfahrt mit Auftritten der Jumba – Abreise gemeinsam ab Affoltern Die Jugendmusik Bezirk Affoltern besteht seit bald 50 Jahren und fast genauso lange organisiert Accotravel Reisen mit Kulturvereinen aus dem Säuliamt. Die Kreuzfahrt, von Venedig nach Griechenland und zurück, soll alle Ämtler ansprechen, speziell aber Menschen, die der Jumba nahe stehen. ................................................... von salomon schneider 1967 wurde die Jumba von den Ämtler Musikvereinen gegründet, als Ausbildungs- und Nachwuchsförderungsorganisation. Seither haben hunderte Jugendliche bei der Jumba Unterricht genossen, Konzerte gegeben und gemeinsam Reisen unternommen. Kreuzfahrten und Musik haben vieles gemeinsam. Es sind sinnliche Erlebnisse, die in verschiedenste Wahrnehmungs- und Stimmungsbereiche vorstossen. Deshalb war es für Edwin Glättli von Accotravel naheliegend auch einmal eine Reise mit der Jumba zu organisieren: «Es ist eine Schnupper-Städtereise, kombiniert mit Auftritten der Jumba auf dem Kreuzfahrtsschiff.»

Ein Schiff für alle Altersklassen Die Reise führt von Affoltern mit dem Car nach Venedig, wo die «MSC Fantasia» bestiegen wird. Von dort geht es über Dubrovnik und Korfu nach

In der Jumba musizieren Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 22 Jahren. (Bild zvg.) Athen. Auf dem Rückweg hält das Schiff in Santorini, Katakolon und Bari. «Die «MSC Fantasia» spricht gerade auch ein junges Publikum an. Es gibt eine Fülle an Sportaktivitäten und mehrere Dancefloors. Zudem kommen nicht nur die Kinder und Jugend-

lichen der Jumba mit, sondern auch viele ihrer Freunde», erklärt Edwin Glättli. Die Tagesplanung sei unabhängig, das Nachtessen werde aber zusammen eingenommen. Die «MSC Fantasia» ist 333 Meter lang, 38 Meter breit und 12 Stockwer-

ke hoch. Mit dieser Grösse ist sie eine kleine Stadt auf dem Wasser. Neben unzähligen Zimmern befinden sich auch sechs Restaurants auf dem Schiff. Die Reise wurde auf die Herbstferien angesetzt, da dann das Klima im Mittelmeer angenehm ist. Es lohne

Gospeldinner als würdiger Abschluss Uto Kulm: Die nächsten Schritte

Toni Schönbächler, Leiter Berufsbildung (Mitte) mit Abdulahi, Dominik, Chris, Denis, Davide und Ismail (von links). (Bild zvg.)

Bewegende Momente im Albisbrunn Schul- und Lehrabschlüsse wurden gefeiert Die Abschlussfeier für die Lernenden und Schüler ist ein feierlicher Höhepunkt im Albisbrunn-Jahr. Das «La Table» war bis auf den letzten Platz besetzt mit Eltern, Freundinnen und Freunden, Mitarbeitenden von einweisenden Behörden und den Albisbrunn-Mitarbeitenden, als die Lernenden und Schüler ihre Abschlusszeugnisse erhielten. Dieses Jahr konnten sechs Jugendliche ihr Lehrabschluss-Zeugnis in Empfang nehmen. Ihre Ausbildung mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) schlossen ab: Davide als Koch und Denis als Metallbauer, mit einem eidgenössischen Berufsattest (EBA) beendeten ihre Lehrzeit: Ismail als Schreinerpraktiker, Dominik als Printmediapraktiker Fachrichtung Werbetechnik sowie Chris als Maurerpraktiker. Als Hauswartmitarbeiter absolvierte Abdulahi seine zweijährige Ausbildungszeit. Die Berufsbildung als Grundstein für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben – diese Jugendlichen haben ihre Startchance optimal ge-

nutzt. Eine Ausbildung in Albisbrunn ist besonders anspruchsvoll, werden doch sozial und berufspraktisch hohe Leistungen gefordert. Entsprechend wurden die Jugendlichen von ihren Lehrmeistern auch gewürdigt.

In Berufsfindung abgeschlossen Speziell war dieses Jahr, dass zehn Jugendliche ihre Berufsfindung in der Trainings- und Orientierungswerkstatt abschlossen – sie werden in die Berufsbildung wechseln und in zwei, drei oder vier Jahren ihr Lehrabschluss-Diplom überreicht bekommen. Gefeiert wurden auch die über zwanzig Schüler, welche ein Schuljahr oder die ganze Sekundarschule erfolgreich absolvierten. Umrahmt wurde die Feier durch afrikanische Musik, Rap und Hip-Hop, präsentiert von unseren Jugendlichen Kuitim und Vasil sowie Manuel Siebs, Leiter Musikworkshop – das war in jeder Beziehung bewegend. Ruedi Jans, Gesamtleiter

Wie weiter mit dem Hotel und Restaurant auf dem Üetliberg? Gastwirt Giusep Fry präsentiert nach dem Bundesgerichtsentscheid und entsprechenden Abklärungen seine Pläne. Nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni müssen die Verglasung sowie die Überdachung der Panoramaterrasse «La Bellezza» rückgebaut und die ursprüngliche Freiluftterrasse wieder hergestellt werden (vgl. «Anzeiger» vom 24. Juni). Giusep Fry will den Rückbau fristgerecht und pflichtbewusst bis spätestens 4. Dezember 2014 vornehmen. Die Gemeinde Stallikon zeige keine Kompromissbereitschaft zu einer Fristerstreckung, die es erlaubt hätte, die Silvesterfeier auf dem Üetliberg noch ein letztes Mal im Restaurant «La Bellezza» stattfinden zu lassen, heisst es in einer Medienmitteilung des Hotels und Restaurants. Für die Gäste im Uto Kulm bedeutet dies, dass alle Events bis zum Sonntag, 30. November 2014, ohne Beeinträchtigung stattfinden werden. Das traditionelle Gospeldinner mit NewYork-Sound und gastronomischen Raffinessen stellt einen würdigen Abschlussabend für «La Bellezza» dar. Für alle geplante Events und gebuchte Anlässe sowie Seminare, Bankette oder Hochzeiten im Dezember 2014 und für das Jahr 2015 werden einerseits intern neue Räumlichkeiten zugeteilt bzw. umgenutzt, zudem sind derzeit weitere Konzepte in der Evaluierung. Alle Kunden und Mitarbeitende wurden bereits informiert. Bereits ab dem 4. Dezember – nach erfolgtem Rückbau – soll die neue alte Sonnenterrasse für Apéros genutzt werden. Für den Frühling und

Gastwirt Giusep Fry. (Bild zvg.) Sommer 2015 werden auf der Terrasse sowohl bediente als auch unbediente Angebote zur Verfügung stehen. Die Räume «Mirasol» und «Rondo» werden zum neuen «à la carte Restaurant». So können hier künftig Bankette für bis zu 200 Personen stattfinden. Durch den Rückbau der Terrasse gewinnen diese Räume an Helligkeit. Das Restaurant Gmüetliberg wird nach dem Kauf durch Giusep Fry ebenfalls eine Anpassung des Gastrokonzepts erfahren, derzeit wäre etwa ein Ausbau zu einem ganzjährigen Fondue-Chalet denkbar. Die tropische Eventlocation Giardino Verde am Fusse des Üetlibergs steht als exotischer Veranstaltungsort mit Fine Food für Events jeglicher Art zur Verfügung und bietet über 300 Gästen Platz. Silvester 2014 wird «Top of Zürich» in kleinerem Rahmen als bisher geplant stattfinden. «Der Üetliberg wird auch in Zukunft als Zürcher Hausberg und Schweizer Top-10-Attraktion für Touristen von nah und fern ein einzigartiges Erlebnis bleiben», verspricht Giusep Fry.

sich aber eine Windjacke einzupacken, da es gerade am Abend auf Deck etwas winden könne. Die Reise findet vom 11. bis 19. Oktober statt. Infos: www.jumba.ch, silvia.frech@bluewin.ch, Silvia Frech: 044 777 96 60.

Kapo Zürich macht Prävention Die aktuellen Herausforderungen in der Bekämpfung der Kriminalität und bei der Verhütung von Unfällen verlangen nach neuen präventiven Ansätzen in der Polizeiarbeit. Auf den 1. Oktober 2013 hat die Sicherheitsdirektion Oberleutnant Reinhard Brunner zum Chef der Präventionsabteilung bei der Kantonspolizei Zürich ernannt. Er hat im Auftrag des Kommandanten die Abteilung aufgebaut und darin auf den 1. Januar 2014 die Dienste Analyse/Projekte, Gewaltschutz, Jugenddienst und Verkehrsinstruktion vereint. Zum Stab der Präventionsabteilung gehört neu auch die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Die Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich bezog im Mai 2014 ihren neuen Standort in Zürich. In feierlichem Rahmen sind am Freitag, 11. Juli, die neuen Räumlichkeiten der Präventionsabteilung eröffnet worden. Die räumliche und organisatorische Zusammenlegung schafft Synergien und erhöht die Effizienz der polizeilichen Prävention. Sie unterstützt auch massgeblich die Erreichung der Zielsetzungen im regierungsrätlich festgelegten Schwerpunkt Gewaltschutz und Gewaltbekämpfung, wobei die Präventionsabteilung als zentrale Organisationseinheit beim Aufbau des Netzwerks für ein kantonales Bedrohungsmanagement fungiert. Prävention ist aber nicht die alleinige Aufgabe der Präventionsabteilung, sondern gehört zu den gesetzlich verankerten Kernaufgaben der Polizei. Alle Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich sollen durch vorausschauendes Denken und Handeln dazu beitragen, dass gefährliche Entwicklungen frühzeitig erkannt und Schaden abgewendet werden kann.


Veranstaltungen

Freitag, 18. Juli 2014

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agenda

Ausstellungen Freitag, 18. Juli Affoltern am Albis 18.00-22.00: Einladung zur Eröffnungsfeier- aus Albis Lodge wird «Roots». Jakob Buchberger und Stefan Kreuzer heissen herzlich willkommen. «Roots» Café Lounge Restaurant. Obere Bahnhofstr. 4.

Ottenbach 20.30: Open Air Konzert im Güggel-Garten mit «Couscous Bluesband» Eintritt frei. Bar offen ab 17 Uhr. Güggel-Bar, Rickenbach 3.

08.00-12.00: Wochenmarkt mit Märtkafi. Früchte, Gemüse, Blumen, Bioprodukte, frisches Brot, süsses Gebäck, Käse, Olivenöl, Honig, griechische und italienische Köstlichkeiten, Handwerk und Schmuck, frischer Fisch. Marktplatz.

Wettswil 20.00: Jamsession-hautnah, unplugged mit berühmten Musikern. Reservierung Telefon 044 700 01 28. Restaurant Hirschen. Stationsstrasse 38.

Dienstag, 22. Juli Bonstetten 06.30: Anspruchsvolle Zweitageswanderung: Höhenwanderung im Berner Oberland zwischen Jaunpass und Zweisimmen. Wanderzeiten total ca. 10 Std. Anmeldung und Auskunft: Dosis Jezler, Telefon 044 700 00 06. Bahnhof (Treffpunkt).

Spital: Werke von Eveline Stauffer und Rita Häfliger, Bilder von Stefanie Grenacher, Fotokunst von Alex Ochsner.

Unterhalt und Aufklärung über die Regeln sorgen für Sicherheit. (Bild zvg.)

Blick über die Schulter eines Sihlwald-Rangers Rangertag beim Turm Albis-Hochwacht Wer schon immer einmal wissen wollte, was die Rangerinnen und Ranger im Wildnispark Zürich tun, der ist am Rangertag vom 20. Juli beim Aussichtsturm Albis-Hochwacht richtig. Zwischen 13 und 17 Uhr erzählen unsere Rangerin und unsere Ranger aus ihrem Alltag und erklären ihre Aufgaben im Wildnispark Zürich. Und jeweils zur vollen Stunde dürfen Sie die Kenner des Sihlwaldes auf 20-minüti-

gen Kurzführungen in den Naturwald begleiten. Die Führungen sind kostenlos und eignen sich für die ganze Familie – auch Spielerisches wird dabei nicht zu kurz kommen. Das RangerTeam begrüsst bei trockenem Wetter gerne beim Aussichtsturm Albis-Hochwacht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sonntag, 20. Juli, 13 bis 17 Uhr, Kurzführungen (ca. 20 min) um 13, 14, 15 und 16 Uhr, Aussichtsturm Albis-Hochwacht, Wildnispark

17.15: KEIN offenes Singen während der Schulferien. Kloster Kappel.

Dorffest am Samstag, 23. August

Donnerstag, 24. Juli Kappel am Albis 13.30: Führung durch die Klosteranlage, Treffpunkt Eingang Amtshaus (Réception). Kloster Kappel.

agenda-einträge Veranstaltungshinweise für die Agenda, Angaben bis spätestens

Dienstag, 12 Uhr an agenda@affolteranzeiger.ch anzeige

Die Schulferien dauern im Säuliamt vom 14. Juli bis 15. August. Regionalbibliothek Affoltern: Normale Öffnungszeiten. Bibliothek Aeugst: Montag, 14. Juli und 11. August, 18–20 Uhr; Samstag, 19. Juli und 16. August, 10–12 Uhr. Bibliothek Bonstetten: donnerstags 15–20 Uhr; samstags 10–12 Uhr. Bibliothek Hedingen: mittwochs 10–12 Uhr; donnerstags 14–19 Uhr. Bibliothek Kappel: Während der Ferien geschlossen Bibliothek Knonau: dienstags 9–10 Uhr und 17.30–19.30 Uhr; donnerstags 16–18 Uhr; samstags 10–12 Uhr. Bibliothek Maschwanden: Donnerstag, 24. Juli und 7. August, 18.30–20 Uhr.

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Kappel am Albis

Türe und Tore aus Ebertswil sind auf der Einladungskarte, die vor den Sommerferien verschickt wird, zum Fest dargestellt. Wer erkennt diese? Am «Ebi-Fäscht» sind alle Bewohner und Bewohnerinnen von Ebertswil, neue und «alteingesessene», junge und ältere, aber auch Freunde, Bekannte und Verwandte von nah und fern willkommen! Das attraktive Programm startet bereits um 16 Uhr mit Spielen für die Kinder und der Festwirtschaft. Verpflegen können sie sich mit Pizza und dem allseits beliebten, sehr vielseitigen, von Ebertswilern selber gemachten Salatbuffet und mit diversen Grilladen ab 18 Uhr.

Chasperlitheater bis Rockmusik Für die drei- bis siebenjährigen Besucher, wird ein Chasperlitheater aufgeführt. Das aufgeführte Stück heisst: «De Chasper hed Geburtstag». Ein Hörgenuss bietet dieses Jahr ab 17 Uhr «Werkhof Süd», eine neunköpfige Zugerband, welche Cover-Versionen aus den Sparten Rock, Latin, Jazz und Mundartrock spielt. Ab 21 Uhr gibt es in der EberBar DJ-Sound mit Hasso und Hines. Ein Höhepunkt beim Ebertswilerfest ist und bleibt der Löösliverkauf: Um 20 Uhr schwirren die Löösliverkäufer übers Festgelände und meistens geht es kaum 15 Min, bis alle Lose weg sind. Das Spezielle daran: jede Nummer gewinnt einen Preis, welchen man sich selber aussuchen kann . . . natürlich der Reihe nach, was das Ganze enorm spannend macht und viel Gesprächsstoff und Spekulationen und Wünsche zu wichtigen Gesprächsthemen am Festabend macht. Bei der Nietenverlosung um Mitternacht gibt es nochmals eine Gewinnchance. Also: Türen und Tore auf – ab ans «Ebi-Fäscht»! Fürs Komitee: Christoph Sidler 32. Ebertswilerfest am Samstag, 23. August, auf dem Schulhausplatz in Ebertswil.

Rifferswil Park Seleger Moor: «Erleben Sie Natur» Das grösste Blütenparadies der Schweiz. Rhododendren, Azaleen, Pfingstrosen, Seerosen, Farngarten. Park und Pflanzenverkauf täglich 8-18 Uhr. Bis 31. Oktober.

Stallikon Schulhaus Loomatt: Buchzeichen-Ausstellung im Kunstforum Stallikon. Zeichnungen der Stalliker Primarschüler und -schülerinnen. Während den Schulferien: Di 19-20.30 Uhr. Bis 13. September.

Ämtler Bibliotheken: Öffnungszeiten während der Sommerferien

Zürich Sihlwald.

In Ebertswil öffnen sich Türe und Tore

Mittwoch, 23. Juli

Hirschen-Bar, Ebertswilerstr. 2: Kunst in der Hirschen-Bar: «Waldgeflüster» mit Dalia Noack. Mo-Fr, 17-01.30 Uhr, Sa 20.3001.30 Uhr.

Affoltern am Albis

Mettmenstetten

19.00: Musig-Zelt: «Oldhouse Jazzband» spielt Dixie und Jazz. Feine selbst gemachte Menus zur Auswahl, Eintritt frei. Restaurant Hirschen. Dorfstrasse 2.

Kommbox im Gemeindehaus, Dorfstrasse 22: «waldsichten» - Hermann Hess verbindet seine berufliche Tätigkeit beim kantonalen Forstdienst mit seinen Eindrücken als Waldgänger. Karten- und Inventurauswertungen, eigene Fotos ergeben Über- und Ansichten aus den Waldverhältnissen im Oberamt. Mo 8-11.30/16-18.15, Di/Do 8-11.30, Mi 8-11.30/14-16.30 Uhr. Ab 12. Mai bis 21. August.

Pegasus Small World Spielzeugmuseum, Habersaat: «Space Toys» Eine Reise in die fantastischen Welten der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Mi-So, 1118 Uhr. Bis 31. Oktober.

Affoltern am Albis

Obfelden

Hausen am Albis

Aeugstertal

Samstag, 19. Juli

14.00: «freestyle-night» mit Qualifikationen ab 16 Uhr und Tramp’n’Drive Finale ab 18 Uhr. Rahmenprogramm beginnt ab 18.30 Uhr, Rockkonzert mit «Last Avenue» um 20.30 Uhr, Slackline über Jumpin-Pool für Zuschauer, Party bis 4 Uhr morgens. «Jumpin».

Aeugst am Albis

Bibliothek Mettmenstetten: montags 18–20 Uhr; freitags 18–20 Uhr Bibliothek Obfelden: dienstags 17–19 Uhr; mittwochs 14–18 Uhr; donnerstags 14–18 Uhr. Bibliothek Ottenbach: donnerstags 15–19.30 Uhr. Bibliothek Rifferswil: samstags 9.30–11.30 Uhr. Bibliothek Stallikon: dienstags 19–20.30 Uhr. Bibliothek Wettswil: mittwochs 15–19 Uhr; donnerstags 15–20.30 Uhr Lesebänke der Bibliotheken stehen an folgenden Standorten: Rund um Aeugst, zwischen der Bächlerstrasse und Tambrig in Obfelden sowie an der Büelstrasse und am Pilgerweg Stallikon.


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Sport

Freitag, 18. Juli 2014

Ein schwergewichtiger und prominenter Gast in Ottenbach Das OK der Schweizer Meisterschaft Steinstossen plant am 13. September ein Sportfest Die Vorbereitungen für die Schweizer Meisterschaft im Steinstossen laufen auf Hochtouren. Das OK freut sich auf interessante sportliche Wettkämpfe und ein einmaliges Sportfest unter Beteiligung der Bevölkerung. Eine besondere Attraktion wird neben den gut 150 Athletinnen und Athleten auch der 83,5 Kilo schwere Unspunnenstein sein. ................................................... von martin mullis Der aus dem Jahr 1805 stammende Originalstein war einmal eine lange Zeit verschollen, tauchte aber wieder auf und wurde dann 1984 schliesslich von den jurassischen Béliers aus dem Touristenmuseum in Interlaken gestohlen. 1985 suchte der Vorstand des Turnvereins Interlaken im Grimselgebiet einen Ersatzstein, welcher dann mit Hilfe eines Steinmetzes wieder auf das geforderte Gewicht von 83,5 Kilo und in die ursprüngliche Form gebracht wurde. Dieser «Originalstein» wird vom Präsidenten des TV Interlaken und Peter Michel, dem eigentlichen Schweizer Steinstösser-König, am 13. September 2014 nach Ottenbach gebracht. Der legendäre Stein wird am grossen Sportfest ganz sicher auch als Attraktion gelten. Selbstverständlich wird sich Peter Michel, als mehrfacher Schweizer Meister in ver-

Am vergangenen Sonntag spielte Obfelden zu Hause das alles entscheidende Meisterschaftsspiel gegen die zweitplatzierten Winistorf-Seeberg B und schaffte einen Exploit. Die Heimmannschaft aus Obfelden begann das Spiel mit Schlagen. Alle 16 Spieler waren hoch motiviert, denn niemand wollte in die 5. Liga absteigen. Jeder wusste, dass er eine Topleistung beim schlagen sowie auch beim abtun bringen musste, wenn man den starken Gegner aus Winistorf bezwingen wollte. Nach dem ersten Durchgang lagen die Ämtler nach Punkten vorne und konnten das Ries sauber halten, Winistorf-Seeberg kassierte schon bald eine Nummer.

schiedenen Kategorien, an der Schweizer Meisterschaft im Säuliamt beteiligen. Das Steinstossen, die wohl ältestes Sportart überhaupt, erfährt in der Bevölkerung als urchige und urschweizerische Sportdisziplin genauso wie auch das Schwingen, eine eigentliche Wiederbelebung und grosse Sympathie.

Die Beflaggung des Dorfes soll Feststimmung verbreiten Pascal Weber, OK Präsident betont, dass die Vorbereitungsarbeiten sehr weit fortgeschritten sind. Der Festführer ist zum Druck bereit und wird in alle Haushalte von Ottenbach verteilt. Auch die grossen baulichen Arbeiten sind aufgegleist und gut unterwegs. Ein grosses Anliegen ist dem OK und dem gesamten Turnverein Ottenbach die Beteiligung der Einwohner des Austragungsortes und auch der Bevölkerung im ganzen Säuliamt. Die Beflaggung des Dorfes insbesondere in der Kernzone und an den Durchgangsstrassen, soll die Festfreude und die Bedeutung des gesamtschweizerischen Anlasses dokumentieren. Die Besucher dürfen auf spannende Wettkämpfe mit starken Jugendlichen und kräftigen Frauen und Männern aus der ganzen Schweiz zählen. Eine Festwirtschaft mit Barbetrieb, Musik und natürlich spannende Wettkämpfe werden das Areal des Schulhauses Chappelistein in einen grossen und fröhlichen Festplatz verwandeln.

Liga-Erhalt gesichert

Das Ries sauber gehalten

Das OK der Schweizer Meisterschaft 2014 im Steinstossen. Obere Reihe von links: Matthias Etterlin, Matthias Arzethauser, Pascal Weber, Thomas Etterlin, Mitte: Andy Hagger, Roger Hegetschweiler, unten: Céline Kunz und Sabrina Mächler. Auf dem Bild fehlen einige Mitglieder. (Bild Martin Mullis)

Der nötige Vier-Punkte-Sieg rückte ein grosses Stück näher. Im zweiten Durchgang kassierte die Gastmannschaft zwei weitere Nummern und auch nach Punkten konnten sie mit den Obfeldern nicht mithalten. Weil Obfelden ihr Ries bis am Schluss sauber halten konnte, wurde der VierPunkte-sieg zur Tatsache. Somit gewann Obfelden mit Null Nummern und 696 geschlagenen Punkten gegen Winistorf-Seeberg B mit Drei Nummern und 654 Punkten. Mit diesem Sieg sicherte Obfelden ihren Ligaerhalt, ihr Gegner steigt trotz der Niederlage als zweitplatzierte in die 3. Liga auf. Weitere Ziele der HG Obfelden sind an dem Interkantonalen Hornusserfest in Hettiswil und am NOHVVerbandsfest in Biel ein Rang unter den ersten 5. (pf) Einzel erzielten gute Leistungen: Walti Müller 67 Punkte, Reto Binggeli 66 Punkte, Geri Wisler 62 Punkte.

Wenn Fussball bei Mädchen den Nerv der Zeit trifft

Gesellschaft Runde Pkt. Nr. Total

Integratives Fussballprojekt jetzt auch in Affoltern

3. Gondiswil B 9 21 11 6769

1. Reinach 9 25 4 6493 2. Winistorf-Seeberg B 9 23 10 6695 4. Baden-Brugg 9 19 10 6500 5. Dürrenroth B 9 18 12 5040

In Affoltern gibt es ein neues freiwilliges Schulsportangebot nur für Mädchen. Das Fussballtraining für Primarschülerinnen wird von Sekundarschülerinnen zusammen mit einer Hauptleiterin geleitet. Ein Projekt, das Schule machen könnte. ................................................... von andreas schelbert

Das einzigartige Projekt wird für eine dreijährige Pilotphase durch das Sportamt des Kantons Zürich mit 170 000 Franken unterstützt. Denn die Statistik zeigt klar auf, dass Mädchen sportlich weniger aktiv sind als Knaben. Das weisen Zahlen des Bundesamts für Sport aus. Extremer ist dieser Unterschied bei Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mädchen aus anderen Kulturen bleibt der Zugang zum Sport oft verwehrt. Sam-

melduschen, gemischte Gruppen und vor allem männliche Trainer scheinen oft die grossen Hürden zu sein. Und deshalb brauche es laut Stefan Schötzau, Leiter Sportamt des Kantons Zürich, niederschwellige Angebote wie das kick:it. «Fussball bietet sich an. Denn er gehört auch bei den 10- bis 14-jährigen Mädchen zu den beliebtesten Sportaktivitäten. Zudem sind freiwillige Schulsportkurse generell ein idealer Einstieg zum regelmässigen

Dienstags ab 16.30 Uhr ist in der Turnhalle Butzen Fussballtraining angesagt. Über 40 Kids rennen, kicken und treffen zwischendurch auch einmal das Tor, mehrheitlich aber nicht. Überraschenderweise gesittet läuft das Training ab, das von Edith ten Siethoff und sogenannten Junior-Coaches der 2. Oberstufe geleitet wird. Grund dafür dürfte sein, dass es sich bei den Fussballern ausschliesslich um Fussballerinnen handelt. Kein Gemaule, kein Diskutieren, die Mädchen scheinen richtig Spass zu haben, unter sich zu sein. Der ultimative Siegeswille hat in diesem munteren Gekicke wenig Platz.

Es braucht konkrete Angebote für Mädchen Kick:it nennt sich das integrative Fussballprojekt für Mädchen. Es hat seinen Ursprung in Deutschland, wo es bereits seit einigen Jahren erfolgreich läuft. In der Schweiz zeichnet die Stiftung idée:sport verantwortlich für die Durchführung. 2012 in der Stadt Zürich gestartet, ist das Fussballtraining, dass ausschliesslich von Frauen und Mädchen organisiert und durchgeführt wird, bereits viermal in Zürich, einmal in Regensdorf und jetzt auch in Affoltern präsent.

Die Mädchen scheinen richtig Spass zu haben . . . (Bild zvg.)

Sport. Angebote, die von den Schulen ausgeschrieben werden, geniessen bei den Eltern ein grosses Vertrauen und erreichen alle Schülerinnen und Schüler.»

Finanzielle Unterstützung abholen Das kick:it in Affoltern kommt an. Beim Start am 27. Mai hatten sich 24 Mädchen angemeldet. Mittlerweile platzt die Turnhalle Butzen fast aus allen Nähten. Bei über 40 Girls muss sich idée:sport schon bald nach einer grösseren Halle umsehen. Das zeigt das Bedürfnis nach freiwilligen Schulsportangeboten im Säuliamt. Hier kann das kantonale Sportamt den Gemeinden und Schulen mit dem Förderprogramm schulsport.zh helfen. Wenn mindestens acht Schüler an einem Kurs teilnehmen, wird dieser mit 1050 Franken pro Semester unterstützt. Bereits profitieren mehr als 50 Gemeinden im Kanton Zürich von den Beiträgen. Über 600 Kurse sind angemeldet. Es ist Innovation gefragt, denn auch weitere Säuliämtler könnten dieses Angebot nutzen.

6. Aeschi B 9 17 12 6743 7. Schlosswil-Gysenstein B 9 16 9 5743 8. Obfelden 9 16 16 6328 9. Balzenwil B 9 14 13 5322 10. Hintermoos-Reiden B 9 2 23 4956.

Sommerpause bei Golf-Firmenmeisterschaft Überraschungs-Leader bei der diesjährigen Golf Firmenmeisterschaft. Die Raiffeisen Kelleramt Bank aus Affoltern am Albis, mit Teamchef Matthias Bär, führt vor der Sommerpause schon beinahe uneinholbar die diesjährige Golf-Firmenmeisterschaft an. Es ist bereits die zehnte Austragung der Firmenmeisterschaft auf den Golfanlagen in Affoltern. Alle Firmen, Institutionen und Vereine dürfen mitspielen. Während der Golfsaison, von April bis Oktober, werden sechs Turniere durchgeführt. Jedes Team kann jeweils mit drei Personen pro Turnier antreten. Nominiert werden können aber auch mehr Spielerinnen und Spieler und abwechslungsweise ein Turnier bestreiten. Von den drei gespielten Resultaten werden jeweils die besten zwei für die Rangliste gewertet. Im August und September werden die letzten zwei Turniere durchgeführt. Für die elfte Austragung im Jahr 2015 kann man sich bereits unter info@golfplatz-affoltern.ch anmelden. Auf der gleichnamigen Internetseite können auch das Reglement und das Anmeldeformular herunter geladen werden.


Sport

Freitag, 18. Juli 2014

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Akrobatik pur im Jumpin Mettmenstetten Morgen geht es wieder rund an der zwölften freestyle-night Bereits zum zwölften Mal legen morgen Samstag Fahrer aus den Disziplinen Aerials (Skiakrobatik), Freeski, Snowboard und Bike mit ihrer Wagemut packende Sprünge an den Tag. Ab 14 Uhr werden die Türen zum Gelände für Fans, Interessierte und Besucher geöffnet. Durch das offen geplante Areal wird dem Besucher eine grosse Fläche mit diversen Attraktionen geboten. Im Promo-Village zum Beispiel kann man sich über den neusten Stand der Technik, sowie den neusten Trend in der freestyle-Szene informieren. Als Highlight wird für einen Besucher ein Tandem-Skydive-Flug verlost. Den Gewinner erwartet ein Sprung aus schwindelerregender Höhe direkt in Richtung Jumpin-Gelände.

Last Avenue auf der Hauptbühne Nicht nur sportlich geht’s rund umher, auch musikalisch wird Grosses ge-

Velofahrer kopfüber. (Bilder zvg.) boten. Um 20.30 Uhr spielt die Band Last Avenue auf der Hauptbühne und lässt die Stimmung auf dem Gelände ansteigen. Nach dem Final heizen dann die DJs wie jedes Jahr so richtig ein und lassen das Publikum bis in die Morgenstunden feiern. Auch für Erfrischung ist gesorgt. Nebst mehreren Bars, welche von ehrenamtlichen Helfern geführt werden, gibt es auch

Die Maschine von Urs Vogelsang beim Start. Währschaftes zu essen. Wie letztes Jahr kann man sich auch diesmal wieder in drei Festzelten mit Essen und Getränken versorgen lassen. Um 21.30 Uhr findet das spektakuläre Nachtfinale statt, bei dem sich die Fahrer in jeder Dispizlin messen. Danach folgt in der geschützten Haupthalle die legendäre Party mit bekannten DJ’s aus der Szene.

Trotz des gut gelaufenen Vorverkaufes sind noch genügend Tickets vorhanden. Es besteht auch die Möglichkeit, bis heute Abend, an allen Vorverkaufsstellen Tickets zu kaufen. Für Kurzentschlossene ist morgen die Tageskasse im Jumpin ab 14 Uhr geöffnet. Die Organisatoren rechnen mit über 2000 Zuschauern. Übrigens sind

Kinder bis und mit 12 Jahren in Begleitung Erwachsener gratis. Vorverkauf: 15 Franken bis und mit heute Freitag, 18. Juli. Abendkasse: 20 Franken. Kinder bis und mit 12 Jahren, in Begleitung Erwachsener gratis. Vorverkaufsstellen: Avia Shop, Garage Graf, Raiffeisenbank, Avec Shop und Wasserschanze Jumpin in Mettmenstetten sowie Powerbike Shop und SomaSana Park in Affoltern.

Wieder Strandfeeling in Obfelden Gelungenes Beachvolleyball-Turnier Am letzten Wochenende fand auf der Anlage des Schulhauses Zendenfrei in Obfelden bereits zum 18. Mal das weitherum bekannte und beliebte Beachvolleyball-Turnier des BSC Obfelden statt. Trotz zweifelhafter Wettervorhersage fanden sich über 100 Teams zu diesem Traditionsanlass ein, um in verschiedensten Kategorien und auf teils beachtlichem Niveau ihr Volleyballkönnen unter Beweis zu stellen.

Das OK scheute auch in diesem Jahr keinen Aufwand, um den Teilnehmern ihren Aufenthalt an der «Obfelder-Beach» so angenehm wie möglich zu machen. Die grosse Festwirtschaft und die Bsco-eigene Bar sorgten für das nötige Beachfeeling. Selbst der Wettergott hatte ein Einsehen, in dem er jeweils erst zu den Finalspielen seine Schleusen öffnete. Adrian Flückiger

FCA-Trainer Filipovic gibt die Richtung für die neue Saison vor. (Bild zvg.)

Sofortiger Wiederaufstieg als Ziel Der FC Affoltern hat das Training wieder aufgenommen Die 1. Mannschaft des FC Affoltern hat nach einer kurzen Sommerpause bereits wieder mit der Vorbereitung auf die neue Saison 2014/15 begonnen. Die Meisterschaft startet in vier Wochen. ................................................... von walter zech

Spannende Duelle am Netz.

Der verdoppelte Ball ... (Bilder zvg.)

Den Verantwortlichen wird in den ersten Wochen wegen Ferienabwesenheiten nur ein reduziertes Kader zur Verfügung stehen. Das sind natürlich nicht die idealen Voraussetzungen, aber mit diesem Problem haben im Sommer alle Vereine im Amateurbereich zu kämpfen. Der FCA wird mit einem unveränderten Trainerteam in die neue Saison gehen und auch beim

Kader wird es nur wenige Veränderungen geben. Das Vorbereitungsprogramm werden auch drei Spieler aus der 2. Mannschaft mitmachen.

FCA spielt in der Gruppe 1 Mit der Einteilung in die Gruppe 1 der 3. Liga wird der FCA in der nächsten Saison wieder auf alte Bekannte treffen, aber es auch mit neuen, interessanten Gegnern zu tun bekommen. Mit Buttikon, Siebnen, Freienbach und Wollerau sind Reisen in den Kanton Schwyz verbunden, mit Horgen, Thalwil und Oberrieden ans linke Zurichseeufer und mit Adliswil ein kurzer Ausflug ins Sihltal. Aus der nahen Umgebung sind Urdorf, Wettswil-Bonstetten II und Hausen die weiteren Gruppengegner.

Vorbereitungsspiele ab Donnerstag Die Vorbereitungsspiele finden wegen der Sperrung der Rasenplätze entweder auswärts oder auf dem Kunstrasen in Affoltern statt: Donnerstag, 24. Juli, 20 Uhr, auswärts gegen Muri II; Donnerstag, 31. Juli, 19.15 Uhr, in Affoltern gegen Centro Lusitano und Samstag, 9. August, 16 Uhr, auswärts gegen Schlieren. Allfällige Änderungen oder weitere Vorbereitungsspiele sind jeweils unter www.fcaffoltern.ch, Rubrik Supporter / Wichtige Termine, ersichtlich. Das erste Meisterschaftsspiel wird die 1. Mannschaft des FC Affoltern am Sonntag, 17. August, bestreiten. Alle Beteiligten haben nur ein Ziel vor Augen, den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga!

Patrouillenritt des Reitvereins Birkenhof Affoltern «Power for Sports» war das Motto vom interessanten Postenritt, welcher bei besten Bedingungen am ersten Juliwochenende vom Reitstall Birkenhof aus startete. Wie schwer ist dein Pferd? Diese spannende Frage hatten die mehr als 120 Teilnehmenden zuerst zu beantworten. Sie sollte bei Punktegleichheit als Grundlage für den Rang dienen. Nach dem Wiegen gab es viel Gelächter, die einen waren glücklich, nahe daran zu sein. Die einen, weil sie völlig ahnungslos waren, wie schwer ihre Vierbeiner wirklich sind. Los ging es dann auf dem Reitplatz mit einem Staffettenlauf, überwunden wurden viele kniffli-

ge Hindernisse und das auf die schnellste Zeit. Weiter ging es im wunderschönen, ab dem Mittag kühlen Wald auf verschlungenen Wegen zu den verschiedenen Posten. Ob Federball, Kricket oder Pferdefussball; vielseitig und schwierig waren die gestellten Aufgaben. Gerne liess man sich am Verpflegungsposten verwöhnen. Gut aufgehoben fühlten sich die Patrouillen von den freundlichen jungen Vierkämpferinnen und anderen Reitschülern, welche stundenlang an ihren Posten ausharrten, um allen Teilnehmenden die gleichen Bedingungen zu schaffen. Die OK-Präsidentin Doris Bosshard, die mit tollen neuen Ideen diesen Ritt konzipiert und

mit Hilfe ihres Mannes in stundenlanger Arbeit die Aufgaben realisiert hatte, war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch der neue Vereinspräsident, Ricco Graf, dankte den Helfern zu ihrem grossen Einsatz, nur zusammen kann man einen solchen gelungenen Anlass auf die Beine stellen. Mit einem grosszügigen Gabentisch fand der Patrouillenritt einen würdigen Abschluss. Gefeiert wurden die Siegerinnen Michèle Gottwald und Michelle Steinhauer, gefolgt von Sophie Latter und Svenja Brauchli, auf dem dritten Rang platzierten sich Tessa Steiner und Sanja Poleksic. Detaillierte Rangliste unter www.rv-birkenhof.ch.

Slalomritt um die Riesendispenser. (Bild zvg.)


Extra

Im Spital Affoltern geboren

Freitag, 18. Juli 2014

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Schiessen, reden und anstossen Ämtler Gemeinde- und Kantonsräte nutzten das Ratsherrenschiessen für die Vernetzung

Una, 8. Juli.

Das Ratsherrenschiessen steht immer wieder in der Kritik, als Weg für die «Classe Politique», um Steuergelder zu verschleudern. Hinter dem Schiessanlass steckt aber mehr. Er bietet Politikern aller Stufen die Möglichkeit zum unverbindlichen Ideenaustausch. ................................................... von salomon schneider

Joaquin Patrice, 9. Juli.

Cedric Constantin, 10. Juli.

Für einen Beobachter aus dem Ausland würde das Ratsherrenschiessen wahrscheinlich ein ungewohntes Bild abgeben. Etwa 800 Menschen sitzen auf Holzbänken, neben ihnen liegen hunderte Gewehre scheinbar unbeaufsichtigt auf dem Boden und im Hintergrund ertönt Gewehrfeuer. Kleidung, Stimmung und der hohe Frauenanteil würden aber auch den Beobachter aus dem Ausland schnell merken lassen, dass es sich nicht um einen kriegerischen Anlass handelt.

Der Wettswiler Gemeinderat holt sich noch vor Regierungsrat Markus Kägi den traditionellen Schüblig ab. Dritter Rang für Knonau SP Regierungsrat Markus Notter hat einmal gesagt, dass Schiessen schon deshalb ein toller Sport sei, weil man ihn im Liegen betreiben könne. Der Knonauer Gemeinderat schien sich

beim Ratsherrenschiessen dieses Motto auf die Fahne geschrieben zu haben. Er erreichte beim Schiessen den dritten Rang, von 184 teilnehmenden Gruppen. Nach dem morgendlichen Schiessen war Vernetzung ange-

sagt. Gemeinde-, Kantons- und Regierungsräte mischten sich untereinander und tauschten sich zu politischen und privaten Themen aus. Beim Mittagessen sassen die Gemeinderäte von Stallikon, Ottenbach, Knonau und

Bonstetten beieinander, betrieben Team-Building innerhalb des Rates und und stiessen mit ihren Kollegen aus der Region an. Das Säuliamt war mit sieben Gemeinden am Ratsherrenschiessen vertreten.

Tim, 11. Juli.

Valeria Lenja, 11. Juli.

Sosuna, 12. Juli. (Bilder Irene Magnin)

wetter

Gesundheitsvorsteherin Rita Ackermann im Gespräch mit dem Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger.

Stalliker Gemeinderäte spielte nach dem Mittagessen eine Partie Schieber. (Bilder Salomon Schneider)

ratgeber

Haftung für Mietschulden? Ich habe mit einer Kollegin in einer WG gewohnt. Wir waren beide Mieter der Wohnung. Ich bin Ende September 2012 aus der Wohnung ausgezogen, meine Kollegin Ende März 2014. Wir haben untereinander vereinbart, dass meine Kollegin die Wohnung nach meinem Auszug alleine übernehmen würde. Nun belangt mich plötzlich der Vermieter und fordert von mir zwei Monatsmietzinse, weil meine Kollegin den Mietzins nicht bezahlt hat. Überdies macht der Vermieter einen Schaden am Lavabo geltend und verlangt die Kosten für den Ersatz des Lavabos. Als ich aus der Wohnung ausgezogen bin, war das Lavabo jedoch noch nicht beschädigt. Hafte ich nun für die Mietzinse und den Schaden? Ich habe dem Vermieter ja schliesslich mitgeteilt, dass ich per Ende September 2012 aus der Wohnung ausziehe und meine Kollegin die Wohnung übernimmt.

bauernregel «Einer Reb und einer Geiss ist’s im Juli nie zu heiss. »

Haben beide Mieter gemeinsam einen Mietvertrag unterzeichnet, so haften sie dem Vermieter gegenüber solidarisch. Dies bedeutet, dass im Aussenverhältnis jeder Mieter für den ganzen Mietzins haftet, auch wenn intern vereinbart wurde, den Mietzins je hälftig zu bezahlen. Der Vermieter kann wählen, welchen der beiden Mie-

ter er für ausstehende Mietzinse in Anspruch nimmt. Intern kann der durch den Vermieter belangte Mieter wieder Rückgriff nehmen auf seinen Mitmieter und dessen Anteil der Miete zurückfordern. Die Auflösung des Mietverhältnisses kann bei einem Mietvertrag mit mehreren Mietern nur durch eine Kündigung, welche von sämtlichen Mietern unterzeichnet ist, rechtsgültig bewirkt werden. Zieht einer von mehreren Mietern aus, so haftet er weiterhin für die Mietzinse, sofern ihn der Vermieter nicht vorzeitig aus der Haftung entlässt. Sie haben Ihren Vermieter zwar über Ihren Auszug informiert, aber das Mietverhältnis wurde offenbar erst per Ende März 2014 aufgelöst. Ohne eine schriftliche Bestätigung des Vermieters, dass Sie per Ende September 2012 aus der Haftung entlassen wurden, sind Sie weiterhin an die Pflichten des Mietvertrags gebunden und haften für die Mietzinse. Sie können jedoch intern wieder Rückgriff auf Ihre Kollegin nehmen und die bezahlten Mietzinse von ihr zurückfordern. Auch für das beschädigte Lavabo haften Sie mit Ihrer Kollegin solida-

Alexandra Imhof. (Bild zvg.) risch gegenüber dem Vermieter. Problematisch dürfte diesbezüglich sein, dass Sie nachweisen müssen, dass der Schaden noch nicht bestand, als Sie auszogen. Es müsste also ein Übergabeprotokoll zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin erstellt worden sein. Falls dies nicht der Fall war, dürfte es schwierig werden, von Ihrer Kollegin den gesamten Schadensbetrag zurückzufordern. Alexandra Imhof ist Inhaberin einer Anwaltskanzlei in Bonstetten. Rechtsfragen bitte schriftlich direkt an Anwaltskanzlei Imhof, Stallikerstrasse 1b, 8906 Bonstetten, oder info@kanzlei-imhof.ch.


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Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung einen

LKW-Chauffeur Kat. C/E

Restaurant Hirschen Obfelden Telefon 044 761 42 06 Samstag, 19. Juli, ab 19 Uhr, Musik im Zelt «Oldhouse Jazzband» Dixie und Swing Eintritt frei Bruna Bortoluzzi und Team

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