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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 25 470 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 018 I 172. Jahrgang I Dienstag, 6. März 2018

Neuer Schreiber

Einheitsgemeinde

Christoph Rohner übernimmt im Mai die Leitung der Gemeindeverwaltung Hausen. > Seite 3

Ottenbach ist für die Zusammenlegung von Politischer und Primarschul-Gemeinde. > Seite 3

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Amphibien wandern Die Kantonsstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden ist nachts gesperrt. > Seite 5

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«Full House» Die ehemaligen Gastkomiker des Nationalzirkus Knie haben in Hausen begeistert. > Seite 6

Spitalzweckverband: Bonstetten und Hedingen wollen austreten Beide Gemeinden sagen Ja zur Kündigung der Mitgliedschaft Mit 57,1 % Ja-Stimmen-Anteil hat Hedingen den Austritt aus dem Spitalzweckverband deutlich beschlossen. Auch Bonstetten sprach sich für den Ausstieg aus, wenn auch mit 51,1 % Ja-Stimmen viel knapper. ................................................... von thomas stöckli «Ich habe es so erwartet», sagt Bertram Thurnherr, Gemeindepräsident von Hedingen zum Resultat der kommunalen Abstimmung vom Sonntag. Mit 819 Ja- zu 616 Nein-Stimmen hat die Hedinger Bevölkerung den Austritt aus dem Spital-Zweckverband beschlossen. Zum deutlichen Verdikt dürften auch der Bericht des Gemeindeamts und die Stimmrechtsbeschwerde beigetragen haben, weshalb die Bezirks-Abstimmung vom 10. Juni voraussichtlich auf den 23. September verschoben werden musste. In Bonstetten blieb es mit 1030 Jagegen 986 Nein-Stimmen spannend bis zum Schluss. Keine Überraschung

für den Gemeindepräsidenten: «Ich habe mit einem knappen Ergebnis gerechnet», so Frank Rutishauser, «Hedingen ist wesentlich geschlossener aufgetreten.» Dass die Stimmbeteiligung in beiden Gemeinden nahe an der 60-Prozent-Marke lag, dafür dürfte die Sogwirkung der Billag-Abstimmung hauptverantwortlich sein.

Bonstetten will Beitritt zur gemeinnützigen AG Akutspital nicht vorlegen Die Stimmbürger seien nicht mehr bereit, Geld zu investieren in etwas, das gar nicht Gemeindeaufgabe ist, interpretiert Rutishauser das Ja zum Austritt. Das werde auch in Wettswil und Stallikon nicht anders sein, vermutet er. Dem Spitalzweckverband legt er deshalb nahe, die grossen Investitionspläne zu schubladisieren und ein alternatives Szenario zu fahren. Will heissen: die Zusammenarbeit mit einem privaten Partner zu suchen. Dass Bonstetten die Stimmbürger über einen Beitritt zur gemeinnützigen Aktiengesellschaft Akutspital abstimmen lässt, schliesst Rutishauser jedenfalls

aus – und bestätigt damit die Befürchtung der Betriebskommission. Allenfalls könnte die Gemeinde Bonstetten an der IKA Langzeitpflege interessiert sein. Seine Gemeinde stehe nun nicht mehr unter Zeitdruck, so der Bonstetter Gemeindepräsident weiter. Im Laufe des Jahres soll die Kündigung ausgesprochen werden – und dann gelte es zu verhandeln, was während der Kündigungsfrist (bis Ende 2020) passiert. Ein erklärtes Ziel bleibt, diese nach Möglichkeit zu verkürzen.

Variante «Dritt-Trägerschaft» vorziehen Für die Alternativ-Variante «Dritt-Trägerschaft» macht sich auch Bertram Thurnherr stark. Dabei würde ein wesentlicher Teil des Spitals – mit Ausnahme von Chirurgie und Geburtenabteilung – von einer privaten Organisation betrieben. «Die Gemeinden hätten keinerlei finanzielle Risiken und die Bevölkerung eine gute Gesundheitsversorgung», so der Hedinger Gemeindepräsident. Kein Verständnis

Echte Wahlen in Kappel

Jakob Müller und David Vogelsanger kandidieren fürs Präsidium

hat er dafür, dass die Betriebskommission die Augen vor dieser Idee verschlossen habe: «Das ist unprofessionell», so Thurnherr. Das Ja zur Kündigung der Mitgliedschaft sieht er denn auch weniger als Nein zum Spital, sondern als Nein zum geplanten Gesundheitszentrum und zu den Risiken infolge der geplanten Investitionen. «Es braucht nicht noch mehr Kapazität», so Thurnherr, «und das begreifen die Leute langsam.»

In Kappel zeichnet sich ein offener Wahlkampf ab. Um die fünf Gemeinderatssitze bewerben sich drei Kandidatinnen und vier Kandidaten. Zwei aspirieren zudem aufs Gemeindepräsidium. Das erinnert an die Ausgangslage vor zwölf Jahren, als Kurt Bär direkt an die Macht kam. Der Hauptiker überflügelte damals als «Sprengkandidat» die Bisherige Simone Müller aus Kappel, die nicht mehr zum zweiten Wahlgang antrat. Nun tritt Bär zu-

rück. Unter der Führung des Bauunternehmers erlebte die Gemeinde Kappel, zu der auch die Dörfer Uerzlikon und Hauptikon gehören, einen BauBoom, der eine bisher beispiellose Bevölkerungsexplosion ausgelöst hat: von 850 auf rund 1300 Einwohner bis zum Ende der Legislatur Mitte Jahr. Das spiegelt sich nun auch in der Kandidatenauswahl wider. Für Bärs Nachfolge aufstellen lassen, haben sich der derzeitige Schweizer Botschafter in

Neuseeland, David Vogelsanger, und der Uerzliker Meisterlandwirt Jakob Müller. Zwei gestandene Persönlichkeiten, wie sie vom Werdegang nicht unterschiedlicher hätten sein können. Politisch vertreten sie jedoch ähnliche Positionen, wie sich anlässlich der sehr gut besuchten Wahlkandidatenvorstellung am Freitagabend in Kappel herausgestellt hat. (map.) ................................................... > Bericht auf Seite 5

Veganes Frühstück Gut besuchter Jubiläumsbrunch der Buchhandlung Scheidegger mit «Fanny the Foody». > Seite 7

Erlebnisreiches Skilager Eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag: Rund 50 Mittelstufenkinder der Primarschule Affoltern haben die erste Sportferienwoche gemeinsam auf den Skipisten verbracht. Ein unerwünschter Begleiter war dabei der Nebel, der die Abfahrten auf dem Pizol anspruchsvoller gestaltete. Mindestens so sehr wie der Pistenspass gehört zu einem gelungenen Lagererlebnis das Abendprogramm. Und da hat das motivierte Leiterteam sich einiges einfallen lassen, vom Singen am Lagerfeuer übers Tanzen in der Disco bis zu Gesellschaftsspielen, Schlitteln im Schein der Fackeln und Schellenursli-Filmabend. ................................................... > Bericht auf Seite 11 anzeigen

Nun weitere Austritts-Vorlagen? «Wir müssen den Willen der Bevölkerung akzeptieren», kommentiert Clemens Grötsch, Präsident der Spital-Betriebskommission die AustrittsEntscheide von Bonstetten und Hedingen. Aus Spitalsicht werde es nun schwieriger, weil sich auch weitere Gemeinden mit einem Austritt befassen werden, «aber deshalb geben wir die Abstimmung nicht auf.» Am 14. März tagt der Verband der Ämtler Gemeindepräsidenten. Ein Traktandum wird dann das weitere Vorgehen in der Spitalsache sein.

(Be-)rauschendes Jubiläum Am vergangenen Samstag fand in der Galerie am Märtplatz zum 10. Mal der Affoltemer Poetry Slam statt. Zum Jubiläum hatte Moderator Simon Chen nochmals die Sieger der letzten neun Slams nach Affoltern eingeladen. Drei Männer und ebenso viele Frauen liessen sich nicht zweimal bitten und nahmen das Wortgefecht um die traditionelle Flasche Whisky auf. Das Publikum kam zum Lachen und zum Klatschen, aber auch zum Nachdenken. (lhä) ................................................... > Bericht auf Seite 6

Verblüffend lustig Die Gemeindepräsidentschaftsanwärter: Landwirt Jakob Müller (links) und Botschafter David Vogelsanger. (Bild Martin Platter)

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Am vergangenen Samstag fand im Mehrzwecksaal des Schulhauses Ägerten in Wettswil die Vorpremiere des neuen Programms von Marc Haller statt: «Erwin Mania». Der im gesamten deutschen Sprachraum erfolgreiche Wettswiler Comedy-Zauberer zeigte sein neues Programm damit erstmals vor Publikum. Mit neuen Tönen und einer neuen Assistentin, der Schauspielerin Nicole Edelmann, hat er seine Figur kontinuierlich weiterentwickelt und ist ihr trotzdem treu geblieben. Eine Formel, die hervorragend funktioniert. (sals) ................................................... > Bericht auf Seite 7

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Du bist nicht mehr, wo Du warst. Doch Du bist überall, wo wir sind.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Mami, unserem herzlichen Grossmami und unserer guten Weggefährtin

Heidi Häner-Buchmann 28. Juli 1951 – 1. März 2018

Die Beerdigung findet am Donnerstag, 8. März, um 15.00 Uhr auf dem Friedhof Obfelden statt. Die anschliessende Messe wird in der katholischen Kirche abgehalten. Traueradresse: Familie Häner, Haltenstrasse 10, 8912 Obfelden

Als der Regenbogen verblasste, da kam der Albatros; Und er trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere. Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichtes. Ich trat hinein und fühlte mich geborgen. Ich habe Euch nicht verlassen, ich bin Euch nur ein Stück voraus. Khalil Gibran

In Liebe nehmen wir Abschied von unserer herzensguten Mutter, Schwiegermutter, unserer Anne-Anne, Schwester, Tante und Freundin

Todesfälle Affoltern am Albis Am 23. Dezember 2017 ist in Südafrika gestorben:

Alyssa Bargholz geboren am 2. Januar 2007, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis. Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Stallikon Am Mittwoch, 28. Februar 2018 ist in Stallikon ZH gestorben:

Hofmann Alfred Willi geboren am 23. Juli 1939, von Mörigen BE, wohnhaft gewesen Aumüli 24, 8143 Stallikon. Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 14. März 2018, 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Stallikon statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Stallikon

Affoltern am Albis Am 1. März 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Ernst Dubs geboren am 1. August 1924, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Abdankung am Dienstag, 13. März 2018 um 14.20 Uhr in der Friedhofskapelle Affoltern am Albis ZH. Bestattungsamt Affoltern am Albis

Cavide Dolasir-Dogru 5. Mai 1931 bis 27. Februar 2018

Nach einem reich erfüllten Leben lassen wir Dich los und sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Du bleibst für immer in unseren Herzen und wir werden Dein liebes Gesicht, Deine Güte und Herzenswärme jeden Tag vermissen. Wir danken allen, die Dir in Deinem Leben mit Respekt und Freundschaft begegnet sind. Ein besonderer Dank geht an die Betreuer des Alterswohnheims Seewadel, Herrn Dr. med. Samuel Toppler für die langjährige Betreuung sowie Frau Dr. med. Nadja Lindenmann und dem Pflegepersonal des Bezirksspitals Affoltern am Albis. In stiller Trauer: Ayla & Adrian Meier-Dolasir mit Sina und Kaja Edith Gfeller-Dolasir & Renzo Erni mit Kindern Wolfgang Gfeller Rosmarie Gfeller-Gmünder & Rolf Gloor Saime Yilmaz-Dogru Melek Hazir-Dogru Nichten, Neffen und weitere Anverwandte Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Beisetzung im engsten Familienkreis bereits im Familiengrab in Istanbul statt. Traueradresse: Ayla Meier-Dolasir, Flurweg 10, 6315 Alosen


Bezirk Affoltern

Vorstellung der Kandidierenden in Mettmenstetten In Mettmenstetten kommt es zu Kampfwahlen für den Gemeinderat und die Primarschulpflege. Die Kandidierenden stellen sich am 12. und 19. März vor. Die Gemeindewahlen am 15. April rücken näher. In Mettmenstetten wird es für den Gemeinderat und die Primarschulpflege zu «Kampfwahlen» kommen, da es für beide Behörden je einen bzw. eine Kandidierende mehr gibt als Sitze zu besetzen sind. Am Montag, 12. März, werden sich nun die Kandidierenden für den Gemeinderat, die Sozialbehörde und die Rechnungsprüfungskommission der Öffentlichkeit vorstellen. Die Veranstaltung, organisiert durch die IG Gemeindewahlen, findet in der Mehrzweckhalle Wygarten statt und beginnt um 19.30 Uhr. Wie vor vier Jahren wird sie moderiert von Beni Federer. Die Wähler erhalten auf diese Weise einen persönlichen Eindruck von den Kandidierenden, ihren Ideen und Standpunkten, und selbstverständlich hat auch das Publikum die Möglichkeit, den Kandierenden Fragen zu stellen. Am Montag, 19. März, ebenfalls um 19.30 Uhr, dann aber im «Rössli»Saal, findet die Vorstellungsrunde der Kandidierenden für die Primarschulpflege, die Sekundarschulpflege sowie die evangelisch-reformierte Kirchenpflege statt. Diese Veranstaltung wird durch Jean-Pierre Feuz moderiert. Christoph Niederer, IG Gemeindewahlen Vorstellung der Kandidierenden für Gemeinderat, Sozialbehörde und RPK am 12. März, 19.30 Uhr, Mehrzweckhalle Wygarten. Für Primarschulpflege, Sekundarschulpflege und ev.-ref. Kirchenpflege am 19. März, 19.30 Uhr, «Rössli»-Saal.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Livia Häberling redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 25 470 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/ Christine von Burg Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss Inserate: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen

Dienstag, 6. März 2018

Christoph Rohner neuer Gemeindeschreiber Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Hausen am Albis Nach der Kündigung von Gemeindeschreiber Andreas Kapp per Ende Februar 2018 wurde die Stelle ausgeschrieben. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entschied sich der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 6. Februar für Christoph Rohner als neuen Gemeindeschreiber. Christoph Rohner ist promovierter Jurist und war die letzten Jahre in der Bundesverwaltung tätig. Er ist 39-jährig, Vater eines kleinen Kindes und lebt mit seiner Familie in Kilchberg. Christoph Rohner wird seine Stelle Anfang Mai antreten. Für die Monate März und April konnte im Rahmen eines temporären Einsatzes der erfahrene Peter Schlumpf engagiert werden. Er wird die Verwaltung interimistisch leiten und den neuen Gemeindeschreiber in seine Aufgaben einführen.

Personelles Anfang Januar haben Fredi Steinmann als Leiter Tiefbau und Werke sowie Denis Moritzi ihre Tätigkeiten für die Gemeindeverwaltung aufgenommen. Fredi Steinmann folgt auf den im Juni 2017 verstorbenen Häse Studer, Denis Moritzi ersetzt die nun in Oberrieden

als Gemeindeschreiberin tätige Priska Altherr. Als Nachfolger von Deliah Rascher, die im April Mutter wird und ihre Leitungsfunktion nicht mehr wahrnehmen kann, konnte Marcel Graf per Anfang April angestellt werden. Marcel Graf arbeitet gegenwärtig für eine Aargauer Gemeinde als Leiter der Bauabteilung; er ist 39-jährig und wohnt mit seiner Familie in Birmensdorf. Die Abteilung Steuern wird seit Februar von Fabienne Duperrex interimistisch geleitet. Die Stelle der Steuersekretärin bzw. des Steuersekretärs sowie die Nachfolge von Manuela Kubli, Sachbearbeiterin, sind ausgeschrieben.

Postplatz bleibt Postplatz Im Rahmen der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2017 wurde die Bevölkerung gefragt, ob der Postplatz in Hausen nach der Schliessung der Poststelle im Mai 2017 nun einen anderen Namen erhalten soll. Diese konsultative Abstimmung zeigte deutlich, dass die Bevölkerung keine Umbenennung wünscht. Der Postplatz wird weiterhin Postplatz heissen. Dies hat der Gemeinderat bestätigt. Aus dem Wett-

wurde der Bauausschuss des Gemeinderates bestimmt. Darin nehmen Gemeindepräsident Stefan Gyseler, die Gemeinderäte Beatrice Sommerauer, Hans Amberg, Reto Brönnimann sowie Schulleiter Markus Schefer und der Gemeindeschreiber Einsitz.

Videoüberwachung

Christoph Rohner wird per Anfang Mai Gemeindeschreiber in Hausen. (Bild zvg.) bewerb ging Ursula Rüegg als Siegerin hervor. Sie gewinnt ein Halbtax-Abonnement.

Neubau Turnhalle: externe Projektbegleitung Im Hinblick auf die Planung eines Turnhallen-Neubaus beschloss der Gemeinderat, mit dem Büro Basler&Hofmann als externe Projektbegleitung zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig

In Zukunft soll auch beim Sportplatz Jonentäli eine Videoüberwachung installiert werden. Der Gemeinderat verabschiedete die entsprechende Rechtsgrundlage, welche auch dem Datenund Persönlichkeitsschutz genügend Rechnung trägt. Die geänderte Verordnung wird publiziert werden.

Doppelkindergarten Ebertswil Nach der Zustimmung der Stimmberechtigten zum Kredit für den Neubau des Doppelkindergartens Ebertswil werden Anfang April die Bauarbeiten in Angriff genommen. Wenn alles optimal abläuft, kann der Kindergarten auf Beginn des Schuljahres 2019/20 in Betrieb genommen werden. Gemeinderatskanzlei Hausen am Albis

in kürze

Erster Schritt zur Zusammenlegung

Einheitsgemeinde Ottenbach: 67,3 % stimmten Ja Die Ottenbacher Stimmbürger haben am Wochenende einen ersten Schritt zur Zusammenlegung von politischer Gemeinde und Primarschulgemeinde beschlossen. In Ottenbach hatten die Stimmberechtigten am Wochenende an der Urne über eine Initiative zur Bildung einer Einheitsgemeinde zu entscheiden. Während der Gemeinderat hinter dem Zusammenschluss steht und diesen als Chance sieht, eine ganzheitliche

Gemeindepolitik betreiben zu können, wehrt sich die Primarschulpflege dagegen und befürchtet einen Statusverlust für die Bildung. Mit 724 Ja- zu 351 Nein-Stimmen haben sich die Ottenbacher nun deutlich zum Zusammenschluss bekannt. «Das ist ein klares Verdikt», musste Anastasios Minidis, Präsident der Primarschulpflege, einräumen. Die JaTendenz habe sich abgezeichnet, so Gemeindepräsidentin Gabriela Noser Fanger, «dass es so deutlich wurde, hat mich eher überrascht», gesteht sie.

Mit dem Abstimmungsresultat ist die Einheitsgemeinde allerdings noch nicht beschlossene Sache. Erst müssen die beiden Behörden nun eine gemeinsame Gemeindeordnung ausarbeiten. «Ziel ist es, möglichst schnell vorwärts zu machen», so Gabi Noser. Allerdings müsse man auch abwägen, ob es Sinn macht, das noch in alter Zusammensetzung der Behörden in Angriff zu nehmen. Erst wenn die Ottenbacher ihre neue Gemeindeordnung an der Urne bestätigt haben, ist die Einheitsgemeinde beschlossene Sache. (tst.)

So stimmten die Ämtler Gemeinden Wie erwartet war es die No-Billag-Abstimmung, die für eine weit überdurchschnittliche Stimmbeteiligung gesorgt hat. 67,6 % betrug diese in Rifferswil. Im ganzen Bezirk waren es 61,2 % – der dritthöchste Wert im Kanton nach den Bezirken Meilen und Andelfingen. Die Initiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren wurde

im Knonauer Amt mit einem Ja-Stimmen-Anteil von nur 26,7 % deutlicher abgeschmettert als kantons- (28,4 %) und schweizweit (28,4 %). Am klarsten war die Absage in Rifferswil (22,4 %). In Kappel, Stallikon und Knonau hingegen wurde die 30-Prozent-Marke übertroffen. Klarer als im Kanton (86,8 %) und im Land (84,1 %) fiel auch das Resultat

zur neuen Finanzordnung im Knonauer Amt aus: 87,6 % stimmten hier Ja. In Rifferswil waren es gar über 90 %, in Affoltern, Stallikon und Maschwanden dagegen unter 86 %. Die kantonale Volksinitiative «Lehrplan vors Volk» blieb auch im Säuliamt chancenlos. Ja-StimmenAnteile von über 30 % verzeichneten einzig Maschwanden und Kappel. (tst.)

Falscher Vorname In der Mitteilung des Gemeinderates Stallikon auf Seite 5 der Ausgabe vom Freitag, 2. März, ist der Vorname der Kandidatin der Engagierten Einwohner Stallikon für den Gemeinderat fälschlicherweise mit Iris statt mit Ingrid Spiess genannt worden. Wir entschuldigen uns bei Ingrid Spiess und bei der Leserschaft für den Fehler. (rb)

wir gratulieren Zur goldenen Hochzeit In Affoltern dürfen Margaretha Angela und Hansruedi Kuhn-Doy am Donnerstag, 8. März, ihren 50. Hochzeitstag feiern. Zum Ehrentag gratulieren wir herzlich und wünschen ein schönes Fest. Letzten Freitag, 2. März, feierten Rosa-Maria und Josef Felder-Grimler in Affoltern ebenfalls den 50. Jahrestag ihrer Hochzeit. Alles Gute!

Zum 90. Geburtstag Gertrud Frei-Egli darf in Obfelden heute Dienstag, 6. März, den 90. Geburtstag begehen. Herzliche Gratulation zum hohen Wiegenfest!

Zum 80. Geburtstag Heute Dienstag, 7. März, feiert in Obfelden Willy Almer-Bodmer den 80. Geburtstag. Wir wünschen dem ehemaligen Sekundarschullehrer ein freudiges Fest und für die Zukunft alles Liebe und gute Gesundheit.

Abonnementspreise: ¼ Jahr Fr. 79.– ½ Jahr Fr. 97.– 1 Jahr Fr. 170.–

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Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, www.azmedien.ch Beteiligungen der AZ Medien AG auf www.azmedien.ch

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Der Ja-Stimmen-Anteil in den Ämtler Gemeinden zu den nationalen und zur kantonalen Vorlage. (Statistik ZH)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. März 2018

Wer die Wahl hat …

Auch die RPK unter neuer Führung

Vielschichtige Kandidaten für die Kappeler Gemeinderatswahlen Kappels Bevölkerungszahl ist in den letzten zwölf Jahren um 50 Prozent gewachsen. Das spiegelt sich nun erstmals auch in den Gemeinderatswahlen am 15. April wider. Um die vier Sitze bewerben sich zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten, die sich am Freitagabend vorstellten. ................................................... von martin platter Der kleine Mühlesaal platzte fast aus den Fugen. Etwa 140 Personen interessierten sich für die Wahlkandidaten, was auch damit zusammenhängen mag, dass dem Kappeler Gemeinderat eine Zäsur bevorsteht. Von den Bisherigen Kurt Bär, Hans Arnold, Rosmarie Gantenbein, Heidi Hui und Markus Kunz (Schulpräsident mit Einsitz im Gemeinderat) möchte einzig Hui weitermachen. Für die fünf Sitze haben sich drei Kandidatinnen und vier Kandidaten aufstellen lassen: Carolina Hauser Häberling, Heidi Hui, Martin Hunkeler, Jakob Müller, Salvatore Nava und David Vogelsanger. Vogelsanger und Müller kandidieren zudem fürs Gemeindepräsidium. Die bisherige Schulpflegerin Marion Ackermann will die Nachfolge von Schulpräsident Markus Kunz antreten und gilt mangels Alternative als gesetzt.

Zu Beginn die Gretchenfrage Gesprächsleiter Martin Mullis begann gleich mit der Gretchenfrage an die Kandidaten: Wieso sollte man gerade Sie als Gemeinderat bzw. -präsident wählen? Martin Hunkeler, mit seiner Familie erst vor wenig mehr als einem Jahr in die Gemeinde gezogen, sieht sich als Repräsentant der Neuzuzüger. Aufgewachsen ist der 1971 geborene Bankangestellte in Rüschlikon und hat zuvor in Zug gewohnt. Er sagte: «Ich will mich dort engagieren, wo meine beiden Kinder bald zur Schule gehen werden und wir als Familie den nächsten Lebensabschnitt verbringen wollen.» Jakob Müller ist in Uerzlikon aufgewachsen. Der dreifache Vater und sechsfache Grossvater strich seine Tätigkeiten in den verschiedensten Funktionen für die Gemeinde und in der Landwirtschaft heraus. Diese Kenntnisse und Erfahrungen möchte der 60-jährige Meisterlandwirt in seine Behördentätigkeit einbringen. Ähnlich argumentierte Carolina Hauser Häberling. Die 54-Jährige ist in der Gemeinde aufgewachsen, hat vier Kinder und sechs Grosskinder. Mehr als 20 Jahre engagierte sie sich in der Bibliothek Kappel, war acht Jahre Mitglied der Kappeler Rechnungsprüfungskommission und arbeitet in der Buchhaltung ihres Familienbetriebs in der

Wahlpodium Kappel mit den Gemeinderatskandidaten. Von links: Martin Hunkeler, Jakob Müller, Carolina Hauser Häberling, Salvatore Nava, Gesprächsleiter Martin Mullis, David Vogelsanger, Heidi Hui und (verdeckt) Marion Ackermann. (Bild Martin Platter) Baubranche. Salvatore Nava (51) wiederum lebt seit fünf Jahren in Uerzlikon. Der gebürtige Neapolitaner ist aber schon seit 30 Jahren in der Schweiz, hat vier erwachsene Kinder, einen Abschluss in Elektrotechnik und arbeitet bei den SBB im Bereich Signalisations- und Sicherheitstechnik. Er wäre gewissermassen die Stimme der zahlreichen Neuzuzüger mit ausländischen Wurzeln. David Vogelsanger, geboren 1954, ist seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst, davon seit 30 Jahren im diplomatischen Corps des Bundes und hat in dieser Eigenschaft die meiste Zeit im Ausland gelebt. Auch jetzt noch: Der in Zürich aufgewachsene Vogelsanger ist Schweizer Botschafter in Neuseeland. 1964 habe sein Vater in Uerzlikon ein Bauernhaus gekauft, das Vogelsanger als «Heimat der Familie» bezeichnet. Selbstredend will er sein grosses Kontaktnetz in eine allfällige Tätigkeit als Kappeler Gemeindepräsident einbringen. Heidi Hui (57) ist in Zürich geboren und kam vor 25 Jahren ins Säuliamt. 20 Jahre hat sie in Hausen als Personalverantwortliche für Weisbrod Zürrer gearbeitet und ist seit vier Jahren Gemeinderätin. Marion Ackermann (45) ist vor zehn Jahren mit ihrer Familie nach Kappel gezogen, hat drei Kinder und ist Tierärztin. Seit sechs Jahren ist sie in der Schulpflege und sagt: «Es ist für mich ein Privileg, die Kinder hier in die Schule schicken zu können.» Von Mullis gefragt, welche Visionen die beiden Präsidentschaftskandidaten denn für Kappel in der kommenden Dekade haben, sagte Müller: «Bedingt durch das rasche Bevölkerungswachstum in der Gemeinde stehen wir vor der Herausforderung, keine Schlafgemeinde zu werden.» Vogelsanger sagte, er halte es nach dem früheren Deutschen Bundeskanzler Helmut Schmidt, den er sehr bewundert habe. Nach seinen Visionen gefragt,

habe dieser mal geantwortet, «Wenn er eine Vision habe, nehme er ein Aspirin und gehe zu Bett.» Grundsätzlich stimmte Vogelsanger Müller aber zu, was den Siedlungsdruck und das Bevölkerungswachstum betreffe.

Vage Antwort zum Rücktritt als Botschafter Spontan fragte jemand aus dem Publikum Vogelsanger, ob das Amt des Gemeindepräsidenten mit seiner noch laufenden Tätigkeit als Schweizer Botschafter in Neuseeland vereinbar ist. Vogelsanger antwortete: «Falls ich gewählt werde, würde ich am folgenden Tag beim Bundesrat meinen Rücktritt einreichen.» Auf das Nachhaken, wie schnell denn das gehen würde, blieb Vogelsanger vage: Er gehe davon aus, dass er etwas früher pensioniert werden könne, da er einige Dienste in Krisengebieten geleistet habe. Auf Mullis’ Frage, ob sich demnächst Gemeindefusionen oder sogar eine «Grossgemeinde Oberamt» aufdränge, winkten alle Kandidaten ab. Eine Votantin wollte wissen, wie die Kandidaten zum Bezirksspital Affoltern stehen. Hunkeler sagte: «Es gibt andere Gemeinden, die näher am Spital Affoltern sind. Wir haben das Spital in Baar näher.» Man könne nicht auf Teufelkomm-raus erhalten, was sich nicht lohne. Müller würde sich für den Erhalt des Bezirksspitals einsetzen: «Es liegt mir am Herzen, ich bin dort zur Welt gekommen. Aber wir sind alle auch Unternehmer», sagte er vieldeutig. Ihn stört die Stimmungsmache, die kein objektives Bild vermittelt, wie es tatsächlich um das Spital steht. Und Äusserungen, die Gemeinden erhielten viel Geld, wenn sie das Spital fallenliessen. Er glaube, dass es Konzepte gibt, die eine Erhaltung sichern könnten. Hauser Häberling schloss sich den Argumenten Müllers an, vermutet je-

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doch, dass sich das Spital in der heutigen Form nicht halten kann.

Christoph Ackermann hat als Präsident der Kappeler Rechnungsprüfungskommission demissioniert – wohl auch, um Interessenkonflikte wegen der Kandidatur seiner Frau als Schulpflegepräsidentin und Gemeinderätin zu vermeiden. An seiner Stelle hat sich der Uerzliker Sacha Marienberg für die Wahl ins Gremium und als Präsident aufstellen lassen. Der Bankangestellte ist neben dem Betriebswirtschafter Thomas Abt und dem Wirtschaftsprüfer Markus von Allmen einer von drei Neuen. Komplettiert wird das fünfköpfige Gremium von den beiden Bisherigen Blair Müller (Controller) und Tomi Koellmann (Jurist). Mit Schulleiter Philipp Suter verzeichnet auch die Primarschulpflege einen Neuzugang. Der Hauptiker kompensiert den Austritt von Markus Kunz, der sein Amt wegen Wegzug aus der Gemeinde niederlegen muss. Die Bisherigen Annette Barili, Monika Gretler, Monika Müller und Marion Ackermann stellen sich für eine weitere Legislatur der Wahl. (map.)

Bezirksspital: Fass ohne Boden «Spezialisierung könnte die Lösung sein, zum Beispiel im Palliativ-Bereich», sagte Hauser Häberling. Mit einem Austrittsbeschluss von Hedingen werde es allerdings schwierig, das Spital zu halten. Nava erinnert sich: «Als Einwohner erlebte ich die Spitalschliessung in Cham, die ebenfalls sehr emotional diskutiert wurde.» Inzwischen sei das Spital privatisiert. Der Entscheid liege in der Hand des Stimmvolkes. Vogelsanger meinte: «Die Spitalfrage ist die schwierigste, die auf die künftige Behörde und die Stimmbürger zukommt.» Sehr viele emotionale Bindungen bestünden zum Bezirksspital. Andererseits dürfe es kein Loch ohne Boden werden. «Schon jetzt geht ein namhafter Teil des Gemeindebudgets an den Spital.» Hui schloss sich dem Votum an und ergänzte: Das Spital sei bereits ein Fass ohne Boden. Sie bedauert, dass die Zahlen bis heute nicht genügend transparent präsentiert werden konnten und kein gangbarer Weg in Sicht sei. Ackermann: «Ich bin die Einzige, die keine Affinität zum Spital Affoltern hat. Ich gehe nach Baar.» In der Frage nach der geplanten Mauer um die Kloster-Domäne in Kappel gaben sich die Kandidaten pragmatisch bis witzig. Müller: «Wenn man die Fakten kennt, dann muss man die Mauer nehmen, um die 12,5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu erhalten.» Hui pflichtete dem bei: «Tatsache ist, dass ein Wettbewerb gewonnen wurde, mit Mauer, der Bedingung für den Lotteriefonds ist.» Sie sehe zwar den Widerspruch zur Offenheit, aber auch die Notwendigkeit der Investitionen. Nava nahms mit Humor und sorgte für Heiterkeit im Saal: «Die

Mauer bauen und nach Amerika exportieren.» Historiker Vogelsanger äusserte sich skeptisch gegenüber dem Mauerbau, mit Verweis auf den turbulenten Werdegang der Klosteranlage. Gegenteiliger Meinung war Hauser Häberling, die auf dem Klosterareal aufgewachsen ist. Sie sagte: «Ich habe die Mauer stets gut gefunden, weil sie etwas Schützendes und Bewahrendes hat.»

Bevorzugung von Kandidaten Die Frage nach der politischen Ausrichtung beantwortete Ackermann mit rechtskonservativ. Hui zieht es in die bürgerliche Richtung. Vogelsanger ist seit 20 Jahren Mitglied der SVP. Nava erklärte, dass er stets Menschen und Anliegen und nicht Parteien wähle. Sein Denken sei dem Freisinn wohl am nächsten. Hauser Häberling wählt vor allem mitte-links und grünliberal. Müller war einst in der BDP, ist aber wieder ausgetreten. Er ist ein Freund einer starken Mitte, aber eher rechts davon. Hunkeler bezeichnete sich als wertkonservativ, mit einem Schuss Liberalismus. Eine Votantin wollte wissen, was es mit dem von Gemeindepräsident Kurt Bär und Gemeinderat Hans Arnold promoteten «Viererticket» Vogelsanger, Hui, Ackermann und Hunkeler auf sich hat. «Weil wir die gleichen Werte vertreten. Das Ticket existiert nur bis zu den Wahlen am 15. April. Dann sind wir wieder offen», erklärte Vogelsanger. Müller und Hauser Häberling äusserten sich nicht erfreut über diese einseitige Bevorzugung von Kandidaten. Das Stimmvolk hat Mitte April die Möglichkeit, dies an der Urne zu korrigieren.

Strassensperrung zwischen Maschwanden und Obfelden Zum Schutz der Amphibien ist die Kantonsstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden seit gestern Montag, 5. März, nachts für den Verkehr gesperrt. Trotz eisiger Temperaturen kündigt sich der Frühling an. Mit dem bald wieder steigenden Quecksilber verlassen Frösche, Kröten, Molche und Salamander ihre Winterquartiere, um in die Laichgewässer zu wandern. Zum Schutz der gefährdeten Tiere wird die Kantonsstrasse zwischen Maschwanden und Obfelden einschliesslich der Wolserholzstrasse auch dieses Jahr nachts für den Verkehr gesperrt sein. Die Sperrung begann am Montag, 5. März, und dauert während der Zugzeit täglich von 18.30 bis 5.30 Uhr.

Die nächtliche Strassensperrung in Maschwanden verhilft alljährlich Tausenden von Amphibien, ihre Laichgewässer im Hinterfeld unbeschadet zu erreichen. Das Bild zeigt ein Erdkrötenpaar im Weiher Hinterfeld. (Bild Harald Cigler)

Sobald in feuchten Nächten die Temperatur um wenige Grade über der Nullgrad-Grenze liegt, verlassen Frösche, Kröten, Molche und Salamander ihre Winterquartiere und ziehen, ihrem Instinkt folgend, zu ihren angestammten Laichplätzen, wo sie einst selbst als Kaulquappen heranwuchsen. Dort paaren sie sich und laichen ab. Eine neue Generation wächst heran – der Kreis schliesst sich. Je nach Witterung kann der Amphibienzug wenige Tage oder aber bis zu mehreren Wochen dauern. Oft wandern die Tiere in Massen, manchmal auch vereinzelt. Damit die Tiere gefahrlos ihr Ziel erreichen, werden die Tambrigstrasse zwischen Obfelden und Maschwanden sowie die Wolserholzstrasse auch dieses Jahr wieder ge-

sperrt. Die Umfahrung erfolgt via Mettmenstetten und wird entsprechend signalisiert. Aufgrund der Erfahrung aus dem Vorjahren dauert die Sperrung jeweils von 18.30 bis 5.30 Uhr.

Amphibien sind bundesrechtlich geschützt Mit beinahe 80 Prozent gefährdeter Arten gehören die Amphibien zu den am stärksten bedrohten Tieren in der Schweiz. Die Fachstelle Naturschutz und das Tiefbauamt appellieren an die Autofahrerinnen und Autofahrer, die Sperrzeiten einzuhalten und bitten um Verständnis. Die Zugstelle wird kontrolliert. Wer gegen die Sperrung verstösst, macht sich strafbar. (pd.)


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. März 2018

Eine rauschende Party zum Jubiläum Kultur Affoltern präsentierte den 10. Affoltemer Poetry Slam Am vergangenen Samstag, 3. März, fand in der Galerie am Märtplatz in Affoltern der 10. Poetry Slam statt. Zum Jubiläum hatte Moderator Simon Chen nochmals die Sieger der letzten neun Jahre eingeladen.

wussten zu begeistern. Ersterer entstellte seinen Text durch Wortwitz und liess daraus neue Skurrilität entstehen, die das Publikum zum Lachen mitriss, während Letzterer bekannte Witze in überraschend neuem Kontext präsentierte. Und dann war da noch Patti Basler, auf der Bühne eine Wucht, die mit einem beachtlichen Schuss Selbstironie ans Werk ging.

................................................... von livia häberling Am vergangenen Samstag gab es einen runden Geburtstag zu feiern. Es war der 10. Poetry Slam, der seit 2009 in Affoltern veranstaltet wurde. Und wie es sich für eine ordentliche Jubiläumsfeier gehört, durften auch an dieser die Ehrengäste nicht fehlen. Geladen waren die neun Gewinner der letzten Jahre, sechs davon waren Simon Chens Ruf nach Affoltern in die Galerie am Märtplatz gefolgt, um sich dort einen Abend lang eine Wortschlacht um Ruhm, Ehre und die symbolische Flasche Whisky zu liefern.

Ein Knall zum Auftakt Während das Alter bei den Slam Poeten bunt durchmischt war, zeigte sich beim Publikum jenes Bild, das sich an Kulturveranstaltungen im Bezirk meistens zeigt. Mit dabei waren wenige Junge, ein paar Jungaussehende, und ganz viele Junggebliebene. Das allerdings war nicht tragisch, auch so war die Vorstellung bis auf wenige Plätze ausverkauft. ...............................................................

«Es fehlt an Gegengewicht / wir bewegen uns nicht» ............................................................... Dann war es soweit: Simon Chen eröffnete den Abend. Es sollte der Anfang vom Ende sein. Das Publikum erfuhr nämlich, dass diese zehnte Moderation des Poetry Slams Affoltern zugleich seine letzte sein würde. Und

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«Where there’s a will, there’s a way / where there’s an april, Theresa May» ...............................................................

Auf die Gewinnerin! Patti Basler gönnte sich den legendären Siegerschluck, flankiert von Tobi Heyel (ganz links), Finalgegner Michael Frei und Moderatorin Rhea Seleger. (Bild Livia Häberling) so stellte er Rhea Seleger nicht nur als Co-Moderatorin, sondern zugleich als seine Nachfolgerin vor. Die Mettmenstetterin, die seit drei Jahren in der Slam-Szene aktiv ist, wird den Event ab 2019 moderieren. Sie liess es sich nicht nehmen, an diesem Abend den Eröffnungs-Text zu liefern. Dieser erfolgte traditionsgemäss ausser Konkurrenz und sollte der siebenköpfigen Jury als Orientierungshilfe für die spätere Bewertung der Poeten dienen. Bevor es losging, wurden dem Publikum die Regeln präsentiert. Konkret hiess das: ein selbstgeschriebener Text, ein Mikrofon, keine Requisiten und sechs Minuten Zeit. Showtime.

Systemkritik am nördlichen Nachbarn Wie es das Los wollte, trat der Deutsche Tobias Heyel, Gewinner des ersten Affoltemer Slams, als Erster ins Rampenlicht. Seine Darbietung mit

dem Titel «Demokratie» beleuchtete die Mühen der Bundesrepublik bei der Bildung der neuen Regierung. Die Bundestagswahl, das Jamaika-Debakel, das Macht-Vakuum und die neuerliche Grosse Koalition – Tobias Heyel hatte die Fragmente dieser Polemik sorgfältig entwirrt und in seinen lyrischen Text eingearbeitet. Und wenn er resümierte: «Es fehlt an Gegengewicht, wir bewegen uns nicht», dann war damit eigentlich alles gesagt. Bewegt war nach seinem Auftritt die Jury, sie wusste seine kritische Auseinandersetzung zu würdigen und zückte hohe Noten. Solche erhielten die Poeten jedoch allesamt, und das zurecht. Die anderen fünf Poeten standen Tobias Heyel nämlich in nichts nach. Da war Daniela Dill, deren Texte der permanenten Selbstbespiegelung und der atemlosen Jagd nach dem Glück nachspürten. Die ohne blumige

Worte und schwerfällige Formulierungen auskamen, sondern durch Reduktion und geschickte dramaturgische Elemente einen faszinierenden Drall entwickelten. Da war aber auch Renate Leukert, die vom Glück der anderen und der Liebe als Suchtmittel berichtete und dazu feststellte, rote Rosen seien die schlimmeren Mohnblumen. ...............................................................

«Ich trink mit mir / ich stripp mit mir / ich winke mir / ich deal mit mir / ich koks mit mir / ich spiel mit mir / ich will mehr von mir» ............................................................... Doch auch die anderen beiden Herren, Michael Frei und Remo Zumstein,

Sie streifte Martullo-Blochers «seven thinking steps», kritisierte die europäische Ignoranz im Flüchtlingsdrama, mockierte sich über den Brexit und brach ganz nebenbei eine Lanze für die Frauenbewegung, ohne dabei verbittert zu wirken. Und wenn ihr zweiter Text als Wutpredigt gegen die Unzulänglichkeiten des eigenen Körpers begann, sich dann aber überraschend als Kritik am patriarchalen Geschlechtersystem erwies, dann war diese inhaltliche Wende irgendwie bestechend smart.

Am Schluss strahlte die Dame Alle sechs Poeten begeisterten das Publikum mit der Leidenschaft und Hingabe ihrer Darbietungen. Dennoch konnten es nur vier von ihnen ins Halbfinale und nur zwei ins Finale schaffen. Als Erste mussten sich Remo Zumstein und Renate Lenkert verabschieden. Nach dem Halbfinale traf es dann Daniela Dill und Tobias Heyel. So duellierten sich Patti Basler und Michael Frei im Finale um den Titel, und schliesslich erkor das Affoltemer Publikum unter tosendem Applaus die Dame zur strahlenden Siegerin des Abends.

Veganes Frühstück mit «Fanny the Foody» Gut besuchter Jubiläumsbrunch der Buchhandlung Scheidegger Eine junge Foodbloggerin gibt ein veganes Kochbuch heraus. Sie stellte es am Jubiläumsbrunch der Buchhandlung Scheidegger vor. Zum Frühstück gab es Gerichte deren Rezepte im Kochbuch stehen. Und die interessierten Gäste waren neugierig und probierten gerne auch Ungewohntes aus. ................................................... von marianne voss Bücher Scheidegger feiert dieses Jahr den 50. Geburtstag und lädt die Kundschaft zu verschiedenen Jubiläumsanlässen ein. Am vergangenen Sonntag standen in der AVA-Halle einladend gedeckte Tische und ein umfangreiches, farbenfrohes Frühstücksbüffet bereit. An Gästen fehlte es nicht. Das Interesse an diesem etwas ungewöhnlichen Sonntagsbrunch war gross. Die Besonderheit: Auf dem Büffet befanden sich vegane Gerichte. «Wie geht das, ein veganes Zmorge?» Das fragten sich viele, denn die Mehrheit der Besucherinnen und Besucher kannten diese Ernährungsphilosophie nicht aus eigener Erfahrung. Spätestens nach dem ersten Durchgang und dem Probieren auch von ungewohnten Speisen war die Skepsis verflogen. Fanny Frey aus Jonen, Foodbloggerin und Autorin des

neuen Kochbuchs «Seasons – Ein Jahr in Rezepten», stellte den Gästen die Angebote auf dem Büffet vor. Da gab es Müesli, Mandelmilch, Gemüsesticks mit verschiedenen Dips, eine grosse Brotauswahl, Kuchen, Fruchtsalat oder auch feine Suppen – alles konkrete Beispiele von Rezepten aus dem Buch. Das Duo Co Streiff und Tommy Meier (Saxofon und Klarinette) umrahmte das Essen mit peppiger Musik, und als sich die Autorin auf das Podium begab, waren alle zufrieden und gesättigt. «Das war wirklich fein», lobten viele.

Inspirierende Bilder Im Gespräch mit Angela Kindlimann (Geschäftsleiterin) berichtete die 23jährige Studentin dann, wie sie vor vier Jahren als «Fanny the Foody» mit ihrem Foodblogg begonnen hatte: «Ich koche und esse einfach gerne, das war meine Hauptmotivation.» Sie lasse sich vom Geschmack und vom Gefühl leiten und setze auf regionale und saisonale Produkte. Ihre drei Leitsätze sind: Geschmack, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Fanny Frey erzählt, dass sie vor zwei Jahren verschiedene Verlage angeschrieben habe. Über die positive Rückmeldung sei sie dann zuerst doch erstaunt gewesen. Und heute freut sie sich natürlich riesig, dass sie dieses Buch nun wirklich in der Hand halten

Fanny Frey mit ihrem Kochbuch «Seasons – Ein Jahr in Rezepten» vor dem dekorativen Büffet. (Bild Marianne Voss) kann. Das Kochbuch mit den vielen grossen, farbigen Bildern ist schon beim Durchblättern inspirierend und weckt die Lust zum Kochen. Fanny Frey; «Seasons – Ein Jahr in Rezepten» ist im Fona Verlag erschienen.

Weitere Jubiläumsanlässe Die Buchhandlung Scheidegger lädt zu weiteren Jubiläumsanlässen ein: Am 10. April liest Lukas Hartmann aus seinem Buch «Ein Bild von Lydia». Am 22.

Mai stellt die Buchhändlerin Manuela Hofstätter aktuelle Bücher vor. Und am 26. Juni kann man in der Gärtnerei Blattgrün in Rifferswil eine Lesung von Regula Jaeger und Markus Maeder zu ihrem Buch «Fussgang» geniessen.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 6. März 2018

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Der spontane Hansdampf aus Wettswil Am vergangenen Samstag brachte Kultur8907.ch «Erwin-Mania» ins Knonauer Amt

Voller Stolz weist «Erwin» die Zuschauenden darauf hin, dass er es eigentlich schon immer besser gewusst hat.

Dank persönlicher Beziehungen konnte Kultur8907.ch Marc Haller für eine Vorpremiere seines neuen Programmes «Erwin Mania» nach Wettswil holen. Der Komik-Zauberer überzeugte, wie auch seine neue Assistentin Nicole Edelmann, mit Charme und spontanen Einlagen. ................................................... von salomon schneider Interaktion mit dem Publikum und Spontanität sind die grossen Stärken von Marc Haller. Immer wieder integriert er das Publikum in seine Show und schafft damit einen dichten Spannungsbogen. Denn, egal wie der Angesprochene im Publikum reagiert, der schüchterne, verschrobene «Erwin» hat immer einen flotten Spruch oder eine vorwitzige Reaktion auf Lager. In «Erwin Mania» schlägt er zudem erstmals ruhigere Töne an und stellt

Der Vorstand von Kultur8907.ch und die beiden Künstler im vollen Mehrzwecksaal des Schulhauses Ägerten (von links): Remo Buob, Nicole Dörig, Nathalie Schneider, Marc Haller, Nicole Edelmann und Ivo Hauser. (Bilder Salomon Schneider)

damit auch gleich seine neue Assistentin vor, die Schauspielerin Nicole Edelmann. Wenn Erwin hinter einem schwarzen Paravent steht und sein Fuss plötzlich zwei Meter lang ist, wird schnell klar, dass Erwin dieses Mal nicht allein auf der Bühne steht.

Macht der jetzt im Ernst einen Striptease? Ruhigere Episoden stimmen das Publikum ein, während die Rahmenhandlung fast unmerklich vorangetrieben wird und der kleine «Erwin» immer

wieder mit seinen Zaubertricks verblüfft. Dabei zeigt er sich extrem wandelbar und dadurch überraschend – mal lustig, mal komisch, dann wieder philosophisch oder sogar besserwisserisch und schüchtern. Überrascht hielten die Eltern an der Vorpremiere vom

vergangenen Samstag den Kindern die Augen zu, als «Erwin» gegen Ende der Vorstellung selbstsicher zu einer Striptease-Einlage ausholte – nur, um damit auf die erstmalige Auflösung eines Publikumstricks noch einmal eins draufzusetzen.

Kultur8907.ch: eine neue Art Kulturverein Seit Sommer 2017 hat Wettswil einen neuen Gemeindesaal, der auch genutzt werden soll. Daraus ist die Idee für kultur8907.ch entstanden. «Ein attraktives Dorfleben ist für den Zusammenhalt in der Gemeinde zentral. Die Idee für einen neuen Kulturverein hat uns schon eine Weile beschäftigt. Mit dem neuen Gemeindesaal haben wir nun einen Ort, an dem wir unsere Anlässe durchführen können», erläutert der Vereinspräsident Remo Buob.

Kultur8907.ch will «etwas Neues ins Dorf bringen. Das können grosse Namen oder Nachwuchsstars sein», erklärt Remo Buob. Das Konzept sieht vor, dass auch internationale Künstler nach Wettswil geholt werden sollen – alles Weitere soll aus dem Knonauer Amt kommen. Da es sich um soziale Events handelt, wird vor den Veranstaltungen ein Essen serviert, zubereitet von lokalen Gastrobetrieben, begleitet von Getränken regionaler Anbieter – «einfach vom Dorf, fürs Dorf.»

Die Tickets sind rar Die Anlässe sollen nur kostendeckend sein, denn der Verein soll keinen Gewinn erwirtschaften. Unterstützt wird kultur8907.ch vom Damenturnverein Wettswil, der sich um den Service kümmert. Nach den Veranstaltungen gibt es jeweils Barbetrieb bis tief in die Nacht. Mit dem aus Wettswil stammenden Comedy-Zauberer Marc Haller – Erwin aus der Schweiz – konnte

bereits ein erster internationaler Star für einen Auftritt gewonnen werden. Als nächste Veranstaltung steht am 26. Mai das Konzert der 70s Party-Rock Band 7tcover an. Remo Buob: «Dutzende Interessierte haben bei Erwin keine Tickets mehr erhalten. Wer sich einen Platz sichern will, sollte dies also so bald wie möglich tun.» Auf kultur8907.ch gibt es einen Direktlink zu Starticket, wo die jeweiligen Konzertkarten erstanden werden können. (sals)

Witzige Wortgefechte, Akrobatik und virtuose Musik Das Duo Full House begeisterte sein Publikum in Hausen Das Duo Full House − die beiden ehemaligen Gastkomiker des Nationalzirkus Knie − trat am vergangenen Freitag in Hausen auf. Dabei ging es auf der Bühne turbulent zu und her. Keulen flogen durch die Luft, ebenso der Besen und der Notenständer. Und Wortgefechte wechselten sich ab mit gekonnter Akrobatik.

an Höhe verloren hatte, entlockte Henry Camus dem Flügel professionelle Klaviermusik. Doch zu poetisch durfte es nicht werden. Daher sang Gaby Schmutz dermassen gekonnt falsch, dass die Professionalität wieder im Eimer war, das Publikum sich aber natürlich köstlich amüsierte. Auch artistische Höhepunkte gehörten zum Programm. So stellte sich der doch ziemlich grosse Henry auf Gabys Schultern, oder sie «half» ihm, gestützt auf seinen Füssen, beim Klavierspiel. Für den Schlusspunkt brauchte das Duo zwei Helfer aus dem Publikum, welche die Artistin auf ihre Beine hoch hoben. Henry seinerseits sass auf dem Einrad. Und aus dieser Position flogen dann die Keulen quer über die Bühne.

................................................... von marianne voss Gaby Schmutz stammt aus Effretikon, ihr Gatte Henry Camus aus New York. Schon diesen Gegensatz nutzte das Duo Full House für witzige und teilweise bissige Wortgefechte. Das Duo war auch schon mit dem Zirkus Knie unterwegs, am vergangenen Freitag jedoch im Rahmen der Angebote von Kultur im Dorf in Hausen zu Gast. Es war an jenem Abend zwar nicht ganz Full House, doch die Schar von Interessierten, die den Weg durch den Schnee in den Gemeindesaal gefunden hatte, wurde nicht enttäuscht. Unter dem Titel «Alta Cultura» genoss das Publikum eine abwechslungsreiche Unterhaltung mit viel Situationskomik, professioneller Musik und Schwindel erregender Artistik. Das Paar Schmutz & Camus ist seit 20 Jah-

Breites Kulturangebot

Akrobatischer Höhepunkt mit Einbezug von zwei Herren aus dem Publikum. (Bild Marianne Voss) ren privat und auf der Bühne zusammen unterwegs und durch und durch aufeinander eingespielt. So karikierte das turbulente Ehepaar an dem Abend

in Hausen typische Szenen einer Ehe und beeindruckte durch sein vielfältiges Können. Da wurde ein Blumenstrauss aus der Hosentasche gezaubert

und Noten entschwanden aus dem Musikheft. Bälle, Keulen, der Besen aber auch der Notenständer flogen durch die Luft. Und wenn die Cultura

Die vielfältigen Angebote von Kultur im Dorf Hausen am Albis werden durch einen gemeinnützigen Verein organisiert. Während des ganzen Jahres ist die Bevölkerung von Hausen und der Umgebung regelmässig zu Konzerten, Theatern, Festen oder Comedy-Shows eingeladen. Die nächsten Veranstaltungen: Kindertheater Lumpenhut am 25. März und das Theater Kanton Zürich mit dem Stück «Tschick» am 10. April. Weitere Infos und Ticketreservation unter www.kulturimdorf.ch.


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Forum

Dienstag, 6. März 2018

Die Kandidaten der SVP Mettmenstetten

Interpretation des Abstimmungsresultates

Zu den Erneuerungswahlen vom 15. April.

Zur Spital-Abstimmung in Hedingen.

Die Erneuerungswahlen stehen vor der Tür. Dabei kommt es beim Gemeinderat und der Primarschulpflege zu Kampfwahlen. Bei beiden Behörden ist je einer der offiziell gemeldeten Kandidaten überzählig. Für den Gemeinderat und auch die Primarschulpflege tritt die SVP mit je einem bewährten, bisherigen und je einem neuen, hervorragend qualifizierten Kandidaten an.

Der Gemeinderat Hedingen hat in den Abstimmungsunterlagen mit den Risiken der gewaltigen von der Betriebskommission (BK) für das Gesundheitszentrum geplanten Investitionen argumentiert. Die Führung eines Spitals ist nicht mehr Gemeindeaufgabe und seitens Gesundheitsdirektion kommen klare Signale, dass ein so kleines Spital wie Affoltern es künftig schwierig haben wird. Ferner hat die Beurteilung der eher planlosen Führung durch die BK zu Ja-Stimmen geführt. Die erste Volksbefragung zum Thema Spital mittels Urnenabstimmung beendet das Mutmassen und Spekulieren, was denn die Bevölkerung will. Die Resultate zeigen wie die Informationsveranstaltungen, dass ein Teil der Bevölkerung an «Oisem Spital» hängt, aber ein anderer, grösserer Teil, eine sachbezogene Haltung hat: Aufgrund der ausgezeichneten Gesundheitsversorgung im Amt auch ohne

Ursula Junker.

Christoph Niederer.

Ursula Junker, bisher, Gemeinderat Ursula Junker ist 52 Jahre alt und verheiratet. Die drei Kinder sind mittlerweile erwachsen. Nach ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin in Bern arbeitete sie an der Volksschule und in der Erwachsenenbildung, bevor sie 1992, zusammen mit ihrem Mann, die Leitung des Gutsbetriebs Freudenberg übernahm und nach Mettmenstetten zog. Ihr war es stets wichtig, sich an ihrem Wohnort zu engagieren. So wirkt sie seit mehreren Jahren im Vorstand des Frauenvereins und der SVP-Ortspartei. Im Jahre 2006 wurde sie erstmals glänzend zur Gemeinderätin gewählt. In den letzten zwölf Jahren erhielt sie einen tiefen Einblick ins Funktionieren der Gemeinde und lernte viele Menschen und Schicksale kennen. Teamarbeit und gemeinsam mehrheitsfähige Lösungen zu finden ist ihr ein grosses Anliegen. Aufgrund ihrer wertvollen, mehrjährigen Behördenerfahrung wurde sie im vergangenen Jahr in den Verwaltungsrat der IKA Sozialdienst Bezirk Affoltern gewählt, und seit vier Jahren arbeitet sie im Vorstand der ZPK (Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt) mit und setzt sich so für die Interessen des ganzen Knonauer Amtes ein. Sie ist bereit, in der kommenden Amtsdauer ihre bisherigen Ressorts Soziales sowie Land- und Forstwirtschaft mit der gewohnten Kompetenz und viel Engagement weiter zu führen.

Christoph Niederer, neu, Gemeinderat Christoph Niederer kandidiert für den Gemeinderat Mettmenstetten, weil er etwas bewegen will. Er ist Partner und Leiter der Steuerabteilung einer international ausgerichteten Anwaltskanzlei und ist sich gewohnt, Situationen kritisch zu analysieren, verschiedene Handlungsvarianten gegeneinander abzuwägen und schliesslich auch Entscheide zu treffen. Dabei steht oftmals nur wenig Zeit zur Verfügung, und effizientes und pragmatisches Vorgehen ist gefragt. Seine Berufserfahrung, zu der auch intensive Verhandlungen mit verschiedensten Behörden und Menschen von unterschiedlicher Herkunft und Charakter gehören, wird ihm auch im Gemeinderat zugute kommen. Statt die Steuern zu erhöhen ist es ihm viel wichtiger, dass Mettmenstetten vermehrt gute Steuerzahler anzuziehen vermag, und zwar sowohl natürliche Personen wie auch Unternehmen. Christoph Niederer ist 45 Jahre alt und in Wetzikon im Zürcher Oberland aufgewachsen. Nebst seinen im Beruf geforderten analytischen Fähigkeiten verfügt er auch über Behördenerfahrung. Er war Mitglied der damaligen Bezirksschulpflege und später Mitglied der Finanzkommission in Zufikon am Mutschellen. Seit Anfang 2013 wohnt er mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern in Mettmenstetten und ist Vorstandsmitglied der SVP- Ortspartei.

Fredy Kurmann, bisher, Primarschulpflege Fredy Kurmann wohnt seit 1997 in Mettmenstetten. Er ist 58 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kin-

Fredy Kurmann. (Bilder zvg.)

Sabine Hugi Niederer.

dern im Alter von 14 und 12 Jahren. Er ist ausgebildeter Maurer/Plattenleger und betreibt in Mettmenstetten eine erfolgreiche Plattenlegerfirma. Er ist vielseitig interessiert und liebt Sport und Geselligkeit. Beides kann er in der Männerriege Mettmenstetten pflegen, wo er aktives Mitglied ist und auch öfters Turnstunden leitet. Für die Primarschulpflege leistet Fredy Kurmann als Baufachmann im Ressort Liegenschaften seit acht Jahren wertvolle Dienste. Er ist übrigens das einzige männliche Mitglied dieser Behörde. Wir halten es für unerlässlich, dass in einem Gremium von fünf Mitgliedern zumindest ein Mann Einsitz hat und damit Aspekte thematisieren kann, die bei einer rein femininen Behörde unter den Tisch zu fallen drohen. Es gibt also ganz viele Gründe, Fredy Kurmann wieder in die Primarschulpflege zu wählen. Für die Gemeinde ist seine rund 40-jährige Erfahrung mit dem Bauen und mit Bauten von unschätzbarem Wert.

Sabine Hugi Niederer, neu, Primarschulpflege Sabine Hugi Niederer (43) wuchs mit ihren drei jüngeren Brüdern in Mettmenstetten auf, wo sie die Primarund Sekundarschule besuchte. Nach einer Banklehre entschied sie sich, auf dem 2. Bildungsweg die eidg. Maturität und danach ein Rechtsstudium an der Universität St. Gallen (HSG) zu absolvieren. Anschliessend arbeitete sie als Juristin bei der UBS und seit gut 7 Jahren bei der Bank Julius Bär in Zürich. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren. Seit fünf Jahren wohnt sie wieder in Mettmenstetten. Sabine Hugi Niederer will sich als berufstätige Mutter in der Primarschule engagieren, weil ihr viel an einer fortschrittlichen Schule mit Tagesstrukturen gelegen ist. Gut ausgebildeten Müttern soll es ermöglicht werden, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Zudem sollte ihres Erachtens die Primarschulpflege aus möglichst verschiedenartigen Mitgliedern bestehen, die möglichst unterschiedliche Erfahrungen einbringen können. Für Sabine Hugi Niederer war Bildung bzw. Ausbildung immer ein zentrales Thema. Sie selbst wurde seitens Familie und Lehrern stets motiviert und gefördert und hat die Freude und Neugierde am Lernen nie verloren. Aus diesen Gründen würde sie sich gerne in der Primarschulpflege engagieren und sich für eine positive Entwicklung der örtlichen Schule einsetzen, sodass auch künftige Schüler/innen in Mettmenstetten eine tolle, spannende und lehrreiche Schulzeit verbringen dürfen. Die SVP Mettmenstetten empfiehlt ihre bestens ausgewiesenen Kandidaten zur Wahl. Jede Stimme zählt. SVP Mettmenstetten

Spital Affoltern und wegen der Rahmenbedingungen der Gesundheitsdirektion, will die Bevölkerung keine Grossinvestition für ein Akutspital. Die Gemeinde Hedingen dürfte eine allfällige Abstimmung über die gAG Spital klar ablehnen, auch wegen der «Knebelungsartikel» bezüglich Zwang zur Aktienkapitalerhöhung und zur praktischen Unmöglichkeit, Aktien zu veräussern. Bei einer solchen Abstimmung würde das Unteramt etwa gleich votieren, das heisst, das Quorum von 75 % wäre nicht erreichbar und die Vorlage vom Tisch.

Variante: «Dritt-Trägerschaft» Da sich die BK bisher geweigert hat, Alternativen ernsthaft zu prüfen, muss nochmals die an der Informationsveranstaltung vom 18. Januar aufgezeigte Alternative ins Spiel gebracht werden. Mit der Variante «Dritt-Trägerschaft / Partner» würde ein wesentlicher Teil – mit Ausnahme von Chirurgie und Geburtenabteilung – des Spi-

tals von einer professionellen privaten Organisation übernommen und weiterbetrieben, mit Baurechten von den Gemeinden für die Gebäude. Die Gemeinden hätten keinerlei finanzielle Risiken und die Bevölkerung eine gute Gesundheitsversorgung. Die BK-Variante «gAG Spital» gleichzeitig mit der Variante «Dritt-Trägerschaft / Partner» zur Abstimmung zu bringen, wäre von der Komplexität her für die Stimmberechtigten nicht zumutbar. Die Entscheidung, wie es weitergehen und welche Variante der Urnenabstimmung vorgelegt werden soll, muss j e t z t erfolgen. Der Grundsatzentscheid muss zugunsten der Variante «Dritt-Trägerschaft» gefällt werden, weil dies von den Gemeindebehörden am besten unterstützt wird und die grössten Erfolgschancen hat. Der Gemeinderat Hedingen setzt sich dafür ein, dass rasch Klarheit über die Zukunft des Spitals entsteht. Bertram Thurnherr, Gemeindepräsident Hedingen

Die zwei Gesichter des Gemeindepräsidenten

Für mehr Frauen im Stadtrat Affoltern

Zu den Querelen im Gemeinderat Bonstetten.

Im aktuellen Gemeinderat von Affoltern ist Susanne Leuenberger die einzige Frau. Oft heisst es, dass Frauen nicht kandidieren wollen. Umso mehr freut es mich, dass für den neuen Stadtrat drei Frauen kandidieren: Susanne Leuenberger (bisher), Claudia Spörri (aktuelle Schulpflegepräsidentin der Primarschule Affoltern) und Eliane Studer Kilchenmann (neu). Am 8. März ist internationaler Frauentag. In Affoltern wird an diesem Abend der Film «Die Göttliche Ordnung» gezeigt, welcher den langen Weg zum Frauenstimmrecht aufzeigt. Es ist noch nicht so lange her, seit wir Frauen wählen und abstimmen können. Wir sind herzlich eingeladen, am 8. März im Ennetgraben gemeinsam den Frauentag zu feiern. Die Kandidatinnen für den Stadtrat werden sich dort kurz vorstellen, und Sie werden beim Apéro die Gelegenheit haben, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir haben es in der Hand, dass wir Frauen künftig in der Exekutive von Affoltern wieder besser vertreten sind. Packen wir diese Chance!

Der Gemeindepräsident von Bonstetten leitet die Gemeindeversammlungen präsidial, führt souverän durch den Neujahrs-Apéro und ist sehr beliebt im Skiclub. Leider hören wir weit weniger positive Töne aus Verwaltung und Gemeinderat: Der Gemeindeschreiber und drei Mitarbeiterinnen haben gekündigt, eine Gemeinderätin wirft nach zehn Monaten den Bettel hin und die anderen Gemeinderäte wirken frustriert und suchen Hilfe beim Bezirksrat. Es heisst, er habe seine Ratskollegen mehrfach aus taktischen Gründen belogen. Statt dies klarzustellen, droht Rechtsanwalt Frank Rutishauser seinen Kollegen mit einer Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung. Dummerweise bestätigen die Gemeindepräsidenten von Stallikon und Wettswil schriftlich die offenbar falschen Aussagen von Rutishauser. Im Zweckverband des Spitals Affoltern vertrat Frank Rutishauser unsere Gemeinde. Auch dort geniesst er wenig Vertrauen. Einmal lief er aus ei-

ner Sitzung und wiederholt hat er behauptet, er stehe nicht in Kontakt mit dem spitalkritischen Mitbürger Hans Roggwiler, leider beweist eine E-Mail Korrespondenz das Gegenteil!

Vertrauen verscherzt? Warum wohl tritt Frank Rutishauser an den kommenden Wahlen nicht mehr für die FDP an? Hatte er auch dort das Vertrauen verscherzt? Warum setzt er sich dort für einen Ausschluss seines Gemeinderatskollegen Markus Reich ein, statt die gleichzeitig angesetzte Gemeinderatssitzung zu präsidieren? Warum stellt sich als zweiter «parteiloser» ausgerechnet sein Anwalt Erwin Leuenberger zur Wahl? Ganz sicher nicht dem Amtsgeheimnis untersteht seine Aussage an der letzten Gemeindeversammlung vom 5. Dezember: «Einen Gemeinderat mit Claude Wuillemin und mir wird es nicht mehr geben!» Ich bin gespannt, ob er nach den Wahlen Wort hält oder sich auch an diese Aussage nicht mehr erinnert? Hans Wiesner, alt Kantonsrat, Bonstetten

Lilian Hurschler, Affoltern am Albis

Projektierungskredit Neubau Seewadel: Chance verpasst! Zur Gemeindeversammlung in Affoltern vom 12. März. Der Gemeinderat hat das Neubauprojekt Ende 2017 im Haus Seewadel vorgestellt. Der Neubau soll mit 60 Pflegeplätzen in Einzelzimmern und mit vier Doppelzimmern ausgestattet werden. Laut Aussage der Gemeinde leben zurzeit 137 Personen aus Affoltern in Pflegeinstitutionen. Um dem zukünftigen Platzbedarf Rechnung zu tragen, müsste man doch jetzt grösser bauen. Ob 60 oder 80 Plätze, die Infrastruktur bleibt praktisch gleich. Und es ist fraglich, ob ein Heim mit nur 60 Bewohnerinnen kostendeckend betrieben werden kann. Alte Menschen möchten so lange wie möglich selbstständig zu Hause in ihren Wohnungen leben. Sobald Alleinstehende auch nachts Betreuung benötigen, wird ein Umzug in ein Heim praktisch unumgänglich.

Die Nachfrage in Affoltern nach bezahlbaren Alterswohnungen mit Serviceangebot und Betreuung nach individuellen Bedürfnissen speziell für kleine und mittlere Einkommen ist gross. Wenn ein Umzug in ein Heim notwendig wird, möchten alte Menschen nicht von einem Tag auf den anderen zur Unselbstständigkeit und zum Nichtstun gezwungen werden. Auch wenn man Betreuung oder gar Pflege benötigt, wollen alte Menschen aktiv bleiben. Der Ersatzneubau «Papillon» sieht genau das nicht vor. Der Gemeinderat will nur das Allernotwendigste erstellen. Keine Wohnungen mit Serviceleistungen. Kein betreutes Wohnen, kein Generationenhaus. Und Menschen mit Demenz? Das Projekt sei noch nicht im Detail fertig konzipiert und man strebe eine flexible Gestaltung an. Der Gemeinderat fürchtet sich bei einem zu attraktiven Angebot vor Zu-

zügen aus anderen Gemeinden, die dann zu hohen Sozialkosten führen könnten. Als Besitzer und Betreiber dieses Hauses hat er alle Instrumente zur Regulierung, wer in diesem Haus wohnen darf, in der eigenen Hand. Zum Beispiel: Wohnrecht haben Menschen mit mindestens fünf Jahren Wohnsitz in Affoltern. Die Frage, wie es mit dem Akutspital, dem Spital-Zweckverband und der Langzeitpflege weitergeht, ist bis heute nicht geklärt. Ein Gesamtkonzept fehlt. Wäre es nicht wichtig, diese Antworten zu haben, bevor wir einem Projektkredit zustimmen? Die Weichen, damit wir ein zukunftsgerechtes Alterszentrum erhalten, das seinen Namen verdient, können an der Gemeindeversammlung am 12. März gestellt werden. Rosmarie Kälbling, SP Affoltern a.A.


Gewerbe/Dienstleistungen

Spannende Einblicke

Grooviger Sound

Die Senioren-Velogruppe Hausen hat das Briefverteilzentrum Mülligen besichtigt. > Seite 11

Die Ämtler Band ClinTonics spielt am Country-Music-Festival im Albisgüetli. > Seite 13

Dienstag, 6. März 2018

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Rettung mit Seilwinde Abenteuerliche Skitourenwoche des Skiclubs Hausen im Kleinwalsertal. > Seite 15

Bereit für die Camping-Ferien

Willy’s Wohnmobile lädt zur Saisoneröffnung Am 9. März startet bei der Willy’s Wohnmobile AG in Affoltern die Camping-Saison. An diesem Wochenende profitieren die Kunden von zehn Prozent Rabatt auf das gesamte Zubehörsortiment. Besim Bulica (vorne), «Pilot in Command» der Finetra AG und Bajrush Bulica, laden vom 9. bis 11. März zum «Take off» der diesjährigen Gartenmöbelsaison – mit Spezialkonditionen. (Bild Urs E. Kneubühl.)

Check-in für den wohnlichen Garten Finetra präsentiert die aktuellen Sortimente mit Sonderkonditionen Die Finetra AG, das Affoltemer Fachgeschäft für Gartenmöbel und Schlafkomfort an der Zürichstrasse 130, präsentiert von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. März, die aktuellen Gartenmöbel-Neuheiten. Am Sonntag ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. «Ready for Take off», lautet dieses Jahr der Slogan von Besim Bulica und seiner Crew der Finetra AG zur Eröffnung der Gartenmöbelsaison. Von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. März, präsentiert das Fachgeschäft für Gartenmöbel und Schlafkomfort an der Zürichstrasse 130 in Affoltern – traditionell zum Saisonstart– eine geballte Ladung an neuen Mobilien, Sonnen-

schirmen usw. für den wohnlichen Garten. Es gibt die aktuellsten Trends der qualitativ hochstehenden Schweizer Gartenmöbel und Accessoires zu entdecken. Spezielle Einkaufskonditionen und die gewohnt individuelle, fachlich kompetente und lösungsorientierte Beratung aus erster Hand – auch Hersteller werden mit an Bord sein – gehören am klassischen Frühlings-Event der Finetra AG sowieso dazu. «Bei uns findet man auch dieses Jahr wieder alles an neuen und zeitgemässen Einrichtungen für den wohnlichen Garten, und dabei gilt wie immer unsere Maxime: So stark wie ein Grosser, gleichzeitig so flexibel wie ein Kleiner», verspricht Besim Bulica, «Pilot in Command» bei Finetra, und zum Beweis führt er umgehend aus:

Gipsen mit Herz und Leidenschaft

Auszeichnung für Mettmenstetter Geschäft

«Zu unserem dynamischen Service dazu gehört, dass Möbel auch zum Anschauen mit nach Hause genommen werden können.» Zum traditionellen GartenmöbelSaisonstart werden zugleich spezielle Konditionen beim breit ausgestatteten Bettensortiment gewährt. Selbstredend sorgt die Bordküche für das leibliche Wohl von Besucherinnen und Besuchern. Crew und Maschine sind bereit, das Rollfeld an der Zürichstrasse 130 ist vorbereitet. Happy landing! (kb.)

Das Camping-Fachgeschäft, die Willy’s Wohnmobile AG, ist die einzige Firma im Knonauer Amt, welche sich seit 25 Jahren im Bereich Camping und Freizeit bewegt. Angefangen hat alles in Zwillikon. Seit elf Jahren sind sie nun schon an der Unteren Bahnhofstrasse in Affoltern, wo sich auch die Werkstatt und der Camping-Shop mit einem umfangreichen Sortiment befindet. Die Vorbereitungen für die kommende Saison sind in vollem Gange. Die neuen Zubehörkataloge sind ein-

Bausinn.ch hat am vergangenen Mittwoch im Landesmuseum Zürich 30 Unternehmen für ihren vorbildlichen Bausinn ausgezeichnet. Darunter auch das Gipsergeschäft R. Bischofberger AG aus Mettmenstetten. 1982 gegründet, bringt die R. Bischofberger AG über 35 Jahre Erfahrung in der Gipserei mit. Das Team mit rund 20 Mitarbeitenden, davon zwei Lernende, ist mit sämtlichen Arbeiten im Innen- und Aussenbereich vertraut. Die Auszeichnung ist eine Wertschätzung für das stetige Engagement, das Schaffen von Arbeitsplätzen und den

Einsatz in der Ausbildung. Gemeinsam ist den 30 ausgezeichneten Unternehmen, dass hinter dem Erfolg und dem Tun begeisterte und leidenschaftliche Menschen stehen, die stets motiviert bei der Sache sind und nicht aufgeben, bis das Optimum erreicht ist. «Unternehmen mit vorbildlichem Bausinn gehen Risiken ein, starten Projekte und lancieren Produkte», so Christoph Andenmatten, Präsident von bausinn.ch. «Vorbildlicher Bausinn erfordert den Zukunftsblick, die Offenheit für neue Materialien, Methoden und Werkzeuge sowie neue Chancen jenseits der Grenzen – geografisch, technisch und auch zeitlich.» (pd.)

Willy’s Wohnmobile AG, Untere Bahnhofstrasse 39, 8910 Affoltern, www.willys-womo.ch.

Take off zum Frühling im Garten der Finetra AG, Zürichstrasse 130, Affoltern. Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. März. Boardingzeiten: Freitag von 9 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 17 und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

An der Unteren Bahnhofstrasse 39 in Affoltern befinden sich die Werkstatt und der Camping-Shop. (Bild zvg.)

Entschlackungskur mit Heilkräutern und Wickeln

Kräuterkurs mit Ernestine Astecker in Hedingen Der Frühling bringt Schwung und die Lust, Neues zu beginnen. Ernestine Astecker zeigt, wie man mit Kräutern und Wickeln eine Entschlackungskur durchführt.

Unter den 30 Gewinnern war am 28. Februar auch das Gipsergeschäft R. Bischofberger aus Mettmenstetten. (Bild zvg.)

getroffen, das Sortiment aktualisiert, und auch die neuen Campingführer stehen zur Verfügung. Der Terminkalender in der Werkstatt füllt sich in diesen Tagen schnell, und es wäre jetzt eine gute Gelegenheit, das Fahrzeug anzumelden, um es auf Vordermann zu bringen. Vom 9. bis 11. März ist bei der Willy’s Wohnmobile AG wieder offizieller Saisonstart. An diesem Wochenende profitieren die Kunden von zehn Prozent Rabatt auf das gesamte Zubehörsortiment. Ausserdem kann auch das neue, aufblasbare Vorzelt von «Kampa» bestaunt werden. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Willy’s Wohnmobile AG freut sich auf Besucherinnen und Besucher. (pd.)

Ungesunde Ernährungsgewohnheiten, Umweltbelastungen aller Art wie Schwermetalle, Weichmacher in Kunststoffen, Aluminium, Pestizide, Genussgifte, Bewegungsmangel oder Flüssigkeitsmangel führen dazu, dass sich Schlackenstoffe im Körper ablagern und wichtige Transportwege verstopfen, die die Schlacken wieder nach aussen bringen sollen. Ein Übermass an Säuren und Giften verätzt die Zellen, Organe und Gelenke. Diese Verätzungen können von entzündlichen Prozessen wie beispielsweise Gelenkentzündungen begleitet sein. Forschungsergebnisse berichten über einen Zusammenhang zwischen Übersäuerung und verschiedenen chronischen Krankheiten wie hohem Blutdruck, erhöhtem Cholesterin, Rheuma oder Osteoporose. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, (Frühjahrs)-Müdigkeit, Hautausschläge, Neigung zu

Birke, Stiefmütterchen oder Artischocke. Als Tee, Kräuterbad, wohltuender Kräuterwickel oder EntschlackungsTropfen helfen sie dem Körper, sich von Schlacken zu befreien. Heilkräuter helfen, das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder herzustellen und unterstützen den Stoffwechsel.

Selber ein Kräuterprodukt herstellen

Die Kursleiterin Ernestine Astecker ist Homöopathin, Apothekerin und Innerwise-Coach. (Bild zvg.) Allergien, übermässige Infektanfälligkeit oder Haarausfall können erste Anzeichen einer Verschlackung sein. Doch wie entsteht diese und wie werden Schlackenstoffe aus dem Körper geschleust? Heilkräuter, die zur Entschlackung eingesetzt werden, sind beispielsweise Schafgarbe, Gundelrebe, Erdrauch, Acker-Schachtelhalm,

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in diesem Kurs verschiedene Heilkräuter, Rezepturen und deren Wirkung zur Selbstanwendung kennen und stellen selber Entschlackungstropfen unter fachlicher Anleitung her. Die Kursleiterin Ernestine Astecker ist Homöopathin, Apothekerin und Innerwise®-Coach und arbeitet in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Homöopathie und Pflanzenheilkunde. Sie freut sich auf viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (pd.) Kräuterkurs am 17. März von 9 bis 13 Uhr in der Gesundheitspraxis, Gehrstrasse 16, in Hedingen. Kurskosten inklusive Kursunterlagen und selbsthergestellte Kräuterprodukte: 100 Franken. Anmelden unter kontakt@eastecker.ch oder Telefon 043 322 86 70. Weitere Infos: ww.eastecker.ch.


gewerbe

Kleine Künstler ganz gross

Sonntagsverkauf im Coopark Affoltern

Der Sonntagsverkauf hält für Gross und Klein Überraschungen bereit. (Bild zvg.)

Am Sonntag, 11. März, wird der Coopark in Affoltern zum Familiencenter. Während attraktive Sonderangebote die Eltern von 10 bis 17 Uhr zum Shopping locken, werden die Kinder kreativ und basteln an der Osterdekoration des Cooparks mit. Unter dem Motto «Kleine Künstler ganz Gross» geht der Coopark in diesem Jahr einen ganz neuen Weg und setzt für das Osterfest auf die Bastelkunst seiner kleinsten Kunden. Der erste Sonntagsverkauf im neuen Jahr macht den Coopark zum Schnäppchenpark: Zehn Prozent Rabatt gibt es bei Coop, Chicorée, auf das gesamte Uhren- und Schmucksortiment von Christ, Coop Bau+Hobby, Interdiscount und Qualipet. Sogar auf 20 Prozent Rabatt können sich die Kunden bei Vögele Shoes freuen. 20 Prozent Discount gibt es auch auf alle Sonnen-

brillen ab 100 Franken bei Kochoptik, und bei Coiffina gibt es zu jedem Farbservice sogar ein «Bonacure Sealed Ends XXL Treatment» im Wert von Fr. 25.40 geschenkt. Da lohnt sich eine farblich frisch aufgepeppte Frühlingsfrisur gleich doppelt.

Ein Bastel-Sonntag für die Kinder Beim Sonntagsverkauf vom 11. März stehen auch die Kinder im Fokus. Von 11 bis 16 Uhr warten über zwei Meter grosse Ostereier, Osterhasen, Töpfe und vieles mehr darauf, von den kleinen Künstlern eine bunte Osterverzierung verpasst zu bekommen. Alle kleinen Helferinnen und Helfer erhalten als Belohnung für das Verschönern der Dekorationen eine Überraschung. Vom 19. bis 31. März werden dann alle Osterkunstwerke in der Mall im Erdgeschoss des Coopark ausgestellt. Die Kinder können ihre gebastelten Sachen dann am 31. März von 11 bis 15 Uhr beim Osterhasen abholen. (pd.)

Frühlingsausstellung im 2-Rad-Center

Am 10. und 11. März in Steinhausen Bald ist wieder Velo-Wetter. Deshalb lädt das 2-Rad-Center Rüegg am kommenden Wochenende zur Frühlingsshow nach Steinhausen ein. Im Angebot stehen auch qualitativ gute Kinder- und Jugendvelos zu vernünftigen Preisen.

gehört zum Laufrad oder Kindervelo ein passender Helm. Nach dem sorgfältigen Aussuchen wird dieser richtig angepasst. Der beste Helm schützt nicht, wenn er nicht richtig auf den Kopf passt. Veloanhänger von Thule bewähren sich beispielsweise für die Fahrt zur Kinderkrippe, zum Einkauf oder für sportliche Eltern, die dabei zusätzlich Joggen oder Rollerbladen möchten. Aus den verschiedenen Modellen kann der passende Anhänger ausgesucht und mit entsprechendem Zubehör ergänzt werden. An der Ausstellung vom 10. und 11. März können alle Modelle unverbindlich besichtigt werden. Das Team vom Rüegg 2-Rad-Center in Steinhausen freut sich auf Besucher und steht mit kompetenter Beratung gerne zur Verfügung. Auch nach dem Kauf bietet das Rüegg-Team jederzeit Hilfestellung, wenn es um Service und Reparaturen geht. (pd.)

Die Schweizer und das Velo – das hat so etwas wie Tradition: Während Jahrzehnten war das Velo nur ein Gebrauchsartikel, den man zur Arbeit, als Fortbewegungsmittel im Dorf und allenfalls im Militär benutzte. Im Gegensatz zu damals verwendet man es heute in fast allen Lebenssituationen, denn Fahrradfahren ist aktuell sehr im Trend – sei es mit oder ohne Elektromotor. Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Tag aufs Velo zu steigen, die Kinder in den Fahrradanhänger zu packen und dann ganz entspannt und umweltfreundlich durch die schöne Natur zu radeln? Nicht nur Samstag, 10. März, und Sonntag, 11. März, dem Gemüt tun solche Ausfahrten 2-Rad- und Baby-Center, Bahnhofstrasse 38, Steingut, sondern auch die körperliche hausen, Tel. 2-Radcenter: 041 741 16 41, Tel. BabyBetätigung dieser gelenkschonenden center: 041 741 16 20, www.ruegg-steinhausen.ch. Sportart bringt Wohlbefinden. Im 2-Rad-Center Rüegg werden – nebst einem grossen Sortiment an verschiedenen EBikes – Velos in allen Varianten für die ganze Familie angeboten. Speziell erwähnt sei die grosse Auswahl an Kinder- und Jugendvelos zu vernünftigen Preisen. Im 2-Rad- und Babycenter ist für jeden Geschmack etwas Selbstverständlich Passendes dabei. (Bild zvg.)


Vermischtes

Dienstag, 6. März 2018

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Brettern im Nebel, Fackelwandern in der Nacht Erlebnisreiches Skilager der Primarschule Affoltern auf dem Pizol Für rund 50 Mittelstufenkinder der Primarschule Affoltern hiess es in der ersten Sportferienwoche wieder: Ab auf die Pisten! Die nebulösen Verhältnisse auf dem Pizol verlangten allerdings viel Orientierungssinn, doch die gute Küche und das abwechslungsreiche Abendprogramm machten das graue Wetter mehr als wett. Die Pisten sind eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und ein Schneesportlager für die Kinder verbunden mit Aufregung und Abenteuer. Kein Wunder, gibt es stets einen Run auf einen der begehrten Lagerplätze. Etwa 50 Wintersport-begeisterte Schülerinnen und Schüler der Primarschule Affoltern kurvten während der ersten Sportferienwoche auf Skis und Snowboards die oft nebelumhüllten Pisten hinunter. Bei diesen Verhältnissen war die Orientierung erschwert, was die Abfahrten anspruchsvoller machte als bei guter Sicht. Umso mehr genossen die Kinder die herrliche Bergwelt, die sich doch dann und wann über dem Nebelmeer zeigte. Für das leibliche Wohl sorgte das eingespielte Küchenteam. Täglich zauberte es währschafte wie leckere Menüs auf den Tisch und so dafür, dass die Kinder sowie die Lagerleiter stets guten Mutes und gestärkt auf den Brettern standen. Gleich den Athleten bei den Olympischen, Spielen gab es auch bei der Lagerolympiade am Mittwochnachmittag tolle Preise der Raiffeisenbank zu gewinnen. Einige der jungen Sportler waren leider nicht siegreich, sondern brachten statt Medaillen eingebundene Gelenke und Prellungen nach Hause. Abends bot das motivierte Leiterteam ein abwechslungsreiches Programm, sodass auch die Verletzten auf ihre Kosten kamen. Singen am Lagerfeuer oder tanzen in der Disco geht auch mit Bandagen bestens, wie sich

Richtiges Verhalten im Umgang mit Hunden ist wichtig. (Bild zvg.)

Bellen, Knurren, Anspringen Am Mittwoch, 14. März, von 14 bis 16 Uhr, vermittelt das «Hunde-Codex-Team», bestehend aus verschiedenen Hundehaltern, Grundwissen über den Umgang mit den Vierbeinern.

Für einmal dem Nebel entkommen: Die Schüler der Primarschule Affoltern geniessen Sonne, Sicht und gute Stimmung. zeigte. Gesellschaftsspiele, Schlitteln im Schein der Fackeln und der Schellenursli-Filmabend gehörten ebenfalls zu den Aktivitäten abseits der Piste. Dass die Kinder sicher auf den Brettern standen, verdankt die Primarschule auch Wilma von Wilma Skisport in Affoltern. Sie leistete beim Einstellen der Skibindungen grosszügige Unterstützung. Und die chicen und praktischen Buffs der Firma Salomon waren bei den Kindern sehr beliebt. Zum neunten und leider letzten Mal organisierte Sandra Wiedmer als Hauptleiterin das Lager. «Das Schöne am Lagerleben ist der Zusammenhalt. Alle spielen und lachen miteinander. Die elektronischen Geräte gehen dabei ganz vergessen. Es berührt mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich sehe, wie sehr die Kinder die Zeit im Lager geniessen», blickt sie zurück.

Die Mittelstufenkinder der Primarschule Affoltern bei der Fackelwanderung durch die Winterlandschaft. (Bilder zvg.)

Ilona Spörri, Lagerleiterin

Bei den Velo-Senioren aus Hausen geht die Post ab Auf Initiative von Martin Elmiger organisierte Franz Georg Keel für die Senioren-Velogruppe Hausen am Albis eine Besichtigung im Briefverteilzentrum Mülligen. Um 15 Uhr erwartete Ursula Davatz zur Führung durch das Zentrum. Zum Einstieg sahen die Hausemer einen kurzen Film wie ein Brief von A nach B gelangt. Da es im Briefverteilzentrum zum Teil sehr lärmig zu und her geht, erhielten die Besichtigungsteilnehmer Kopfhörer. Über diese hörten sie auch die Erklärungen ihrer Begleitperson. In Mülligen sind 1100 Mitarbeiter aus über 50 Ländern angestellt. In der Schweiz gibt es drei Verteilzentren: Zürich-Mülligen, Härkingen und Eclépens. Durchschnittlich werden in der Schweiz täglich 17 Millionen Sendungen durch die Post Schweiz AG verteilt, dies von der Ansichtskarte, über den Brief, die Werbesendung, den Katalog bis zur adressierten Tageszeitung. Diese 17 Mio. Sendungen würden aufeinandergestapelt einen Turm von 54 km Höhe ergeben – sechsmal höher als der Mount Everest. In Mülligen wird etwa die Hälfte der Sendungen sortiert, dazu stehen 15 km Förderbänder zur Verfügung. Eine Sortiermaschine ist in der Lage, pro Stunde durchschnittlich 30 000 Einheiten zu sortieren.

Spannende Einblicke ins Briefverteilzentrum Mülligen für die Senioren-Velogruppe Hausen am Albis. (Bild Ernst D. Trachsel) Bei der Handsortierung werden 840 normal- und 625 grossformatige Sendungen pro Stunde sortiert. Die Mitarbeitenden sortieren jeweils zwei Stunden am Stück, um der Monotonität vorzubeugen. Von allen Sendungen werden noch 5 % von Hand sortiert. Dazu zählen Sendungen, die mit Silber- oder Goldschrift adressiert sind. Auch rote oder schwarze Briefum-

schläge sind für die Maschine ein «rotes Tuch», auf ihnen ist der Strichcode nicht sichtbar. Spätestens um 4 Uhr morgens sind alle Sendungen weg, die das Zentrum an diesem Tag zu verlassen haben, mit den bis zu 1000 Autos und Lastwagen, die täglich für die Post CH AG unterwegs sind. Bei einer offerierten Verpflegung, Kaffee und Gebäck, gab Ursula Davatz

noch einige Infos. Dazu gehörte auch, dass 20 000 Kinderbriefe und Karten, welche die Post in der Weihnachtszeit erhält, alle beantwortet werden. Mit einem Honig aus der Umgebung bedankte sich Franz-Georg Keel im namen der Senioren-Velogruppe für die tolle und informative Führung. Ernst D. Trachsel

Hunde gelten als die besten Freunde des Menschen. Und doch gibt es leider immer wieder Vorfälle bei Begegnungen zwischen Mensch und Hund. Bei diesen Vorfällen sind überdurchschnittlich häufig Kinder unter zehn Jahren betroffen. Wenn Kinder wissen, wie sie sich im Umgang mit Hunden korrekt verhalten, sind sie besser geschützt. Das Hunde-Codex-Team, bestehend aus verschiedenen Hundehaltern mit ihrem eigenen Hund, vermittelt genau dieses Wissen am Mittwoch, 14. März, von 14 bis 16 Uhr im Familienzentrum Bezirk Affoltern. Eltern können ihr Kind am Kurstag gerne begleiten. Dabei erfahren auch sie, wie wichtig das korrekte Verhalten der Eltern gegenüber Hunden ist. (pd.) Anmeldungen nimmt das Kurswesen-Team gerne unter Telefon 044 760 21 13 oder E-Mail: kurse@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch entgegen. Weitere Informationen unter www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch.

zwischen-ruf

Der Wolfshund Romy, von der ich bereits mal erzählte, lud mich ein. Beim Spargelrisotto hab ich sie im Auftrag meiner Mutter gefragt, wie ihr Wolfshund geheissen hat. Leider hab ich den Namen schon wieder vergessen, weiss nur noch die Übersetzung ins Deutsche: Johannes. Romy erzählt: «Es war ein Hybride, eine Kreuzung zwischen Wolf und Hund. Bellen konnte er nicht, er heulte.» «Er sah tatsächlich aus wie ein Wolf», erinnere ich mich, «und, Romy, hat er nicht mal einen jungen Hund totgebissen?» «Nein», lacht Romy, «nur geschüttelt.» «Tot geschüttelt?» «Nein, das war so: Oft trafen wir beim Spaziergang einen kleinen Terrier. Jedesmal hat er meinen … (Johannes) angekläfft. Der aber blieb immer ruhig und hat weggeschaut. Bis auf das eine Mal, wo ihn der freche Terrier ins Bein gebissen hat. Da hat ihn … (Johannes) gepackt, kurz geschüttelt und wieder losgelassen. Und dann halt seine dicke Pfote auf ihn gelegt, leider aufs Genick. Da war der Kleine tot.» Als mich meine Mutter nach dem Namen fragte und ich nur noch die Übersetzung Johannes wusste, war sie enttäuscht von meinem Gedächtnis, rekapitulierte aber folgendes Erlebnis: «Als Romy noch in der fantastischen Villa mit den vier Terrassen wohnte, hat sie dich mal eingeladen und du hast mich mitgenommen. Wir sassen gemütlich am Tisch beim Essen. Da spürte ich etwas zwischen meinen Schenkeln. Was Weiches, Warmes. Ich hob das Tischtuch an, und das Blut gefror mir in den Adern. Da war eine Riesenschnauze direkt zwischen meinen Schenkeln. Ein Wolf schaute zu mir hoch!» Ich muss immer lachen, wenn ich diese Geschichte höre. «Der macht nüüt», hat sicher die Romy gesagt. Ute Ruf


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Veranstaltungen

Finissage mit Versteigerung

Ausstellung von Sabeth Holland in Wettswil Seit Ende November sind in den kirchlichen Räumen Wettswil zahlreiche Bilder der Künstlerin Sabeth Holland ausgestellt. Am 11. März findet die Finissage statt. Der ersteigerte Betrag geht an das Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern. Die Ausstellung von Sabeth Holland steht unter dem Namen «My Christmas Collection» – Werke aus den Jahren 2002 bis 2017. Seit Ende November sind in den kirchlichen Räumen Wettswil zahlreiche Bilder der bekannten Künstlerin aufgehängt. Sa-

beth Holland wurde 1959 geboren und gehört zu den arrivierten Schweizer Künstlerinnen der Gegenwart. Seit 1995 werden ihre Werke auf internationalen Kunstmessen und in Galerien in der Schweiz, in Österreich und Deutschland gezeigt. Neben der Malerei fertigt sie Skulpturen und Installationen an, die wie ihre Bilder auch bunt und knallig sind. Sabeth Hollands Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen figurativer und abstrakter Kunst. «Farbenspiele» hat man ihre Arbeiten genannt: Farben, die rätselhafte Märchenepisoden zu erzählen scheinen, in einer ganz eigenen Bildsprache aus Formen und Symbolen.

Finissage am 11. März Neben den Weihnachtsbildern werden in den kirchlichen Räumen Wettswil von Sabeth Holland auch zwei grosse Werke gezeigt: «Welcome to Paradise» und «End of Winter». Das Bild «End of Winter» wird nun am Ende der Ausstellung, an der Finissage am 11. März 2018, für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös der Ausstellung – zehn Prozent der Bilderverkäufe und der ersteigerte Betrag für «End of Winter» − geht an das Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Affoltern. (mvo)

Die Ausstellung von Sabeth Holland ist noch bis 11. März geöffnet.(Bild zvg.)

Die Finissage findet am Sonntag, 11. März, um 16 Uhr in der Kirche Wettswil statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Dienstag, 6. März 2018

Suppe essen zur Unterstützung in Laos Ökumenischer Suppen-Zmittag in Affoltern Am Samstag, 10. März, findet im reformierten Chilehuus Affoltern der ökumenische Suppenzmittag statt. Der Erlös aus dem Anlass kommt vollumfänglich der Bevölkerung in Laos zugute. Auch dieses Jahr führen die katholische und die reformierte Kirche Affoltern den Suppen-Zmittag gemeinsam durch. Die Idee ist so alt wie einfach: Einmal im Jahr bewusst ein einfaches Mittagessen zu sich nehmen und mit dem Erlös ein Projekt finanzieren, das Menschen in schwierigen Verhältnissen Unterstützung bietet: dieses Jahr für die Arbeit von Fastenopfer in Laos. Serviert wird die Suppe mit Wienerli ab 11 Uhr im Chilehuus. Zum Dessert stehen gespendete Kuchen und exotischer Fruchtsalat bis 14.30 Uhr zum Verkauf. Um 12 und 13 Uhr werden die Kinder des Viertklass-Unterrichts die Gäste teilhaben lassen an ihren Gedanken zum diesjährigen Kampagnen-Slogan «Gemeinsam für eine Welt, in der alle genug zum Leben haben». Ab 10 Uhr verkaufen die Viertklass-Unterrichtskinder im Zentrum Oberdorf Havelaar-Rosen zum symbolischen Preis von fünf Franken. Die Vorbereitungs-

Apple’s Paradise Big Band spielt in Affoltern

Fastenopfer setzt sich in Laos mit seinen Partnerorganisationen für die Verbesserung der Ernährung von Müttern und Kleinkindern ein. (Bild Wim Reybroeck) gruppe freut sich auf regen Besuch von Jung und Alt, Einzelpersonen und Familien.

Ausreichende Nahrung für alle Im südostasiatischen Land von der Grösse Rumäniens lebt auch heute noch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Gerade in den abgelegenen bergigen Regionen sind die Böden wenig fruchtbar. Deshalb sind die Bauernfamilien auf den Zugang zum Wald zur ergänzenden Nahrungsgewinnung angewiesen. Vor wenigen Jahren gab es in Laos

einen Bau-Boom. Die damit verbundene industrielle Nutzung des Waldes beraubt die Bauern zunehmend dieser Nahrungsquelle. Lokale Komitees werden deshalb in ihrem Kampf für eine schonende Bewirtschaftung ihrer Wälder von Camkid – einer Partner-Organisation von Fastenopfer – unterstützt. Ebenso wird unter Rückgriff auf altes Wissen versucht, eine ausgewogenere Ernährung zu erreichen und so auch die starke Abhängigkeit von der Reisproduktion zu entschärfen. (pd.) Samstag, 10. März, reformiertes Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern, 11 bis 14.30 Uhr.

ClinTonics am CountryMusic-Festival

Am Samstag, 10. März, in der Aula Ennetgraben

Am 8. März im Albisgüetli

Am kommenden Samstag, 10. März, tritt die bekannte Apple’s Paradise Big Band in der Aula Ennetgraben in Affoltern auf. Beste Stimmung ist bei diesem faszinierenden Live-Erlebnis garantiert.

Das Septett «ClinTonics» steht am 8. März zum dritten Mal auf der Bühne des Country-MusicFestivals im Albisgüetli. An diesem Abend wird die Band ihre zweite Live-CD aufnehmen.

Im Säuliamt braucht man die Apple’s Paradise Big Band aus Affoltern kaum mehr vorzustellen. Bei verschiedenen Gelegenheiten in und ausserhalb der Region hat die Big Band unter der Leitung von Max Helfenstein immer wieder begeistert. Das 17-köpfige Ensemble ist standardmässig mit fünf Saxophonen, vier Posaunen, vier Trompeten und der Rhythmusgruppe (Klavier, Bass, Gitarre und Schlagzeug) besetzt. Vokale Glanzpunkte setzt Caroline Spoerri mit ihrer ausdrucksvollen Stimme. Im Repertoire der Formation finden sich typische Big-Band-Highlights der 30er- und 40er-Jahre, also der ei-

Das 17-köpfige Ensemble tritt am 10. März in Affoltern auf. (Bild zvg.) gentlichen Swing-Ära. Daneben vermag die Band auch mit Rock, Funk-, Pop- und Latin-Stücken zu begeistern. An diesem Abend wird bestimmt jeder Zuhörerwunsch erfüllt. (pd.)

«Apple’s Paradise Big Band in Concert», Samstag, 10. März, Aula Ennetgraben Affoltern, Beginn Vorführung: 20 Uhr, Bar mit kleiner Verpflegung ab 19 Uhr, Türöffnung Aula ab 19.30 Uhr, Eintritt frei, Kollekte, www.bigbandsound.ch.

«Fili mi Absalon»

Kaum ein Musiker hat sich im Laufe seiner 50-jährigen Karriere wohl mit so viel Freiheit und Stilsicherheit in der Musik des Americana bewegt wie der Award-Sänger und Songwriter Delbert McClinton. Americana ist ein vielfältig geprägter Musikstil vom Folk, Rhythm and Blues, Rock’n’Roll und Funk bis hin zum Country. Nicht verwunderlich deshalb, dass sich der Sänger Johnny Giussani schon lange von seiner vielseitigen Musik angesprochen fühlte. Denn auch er hat sich in seiner langen Karriere in den verschiedensten Genres ausgelebt: Vom Pop, zum Rock, zum Hardrock, zum Blues und Country, Rhythm and Blues und wieder zurück. Sozusagen on The Stairway to Heaven und dann wieder on the Highway to Hell! Zusammen mit seinem Sohn Manuel Giussani, und Eddie Fiorito als

Frontmänner, und Marc Zwicky am Piano, René Etterli am Bass, Rob Url an den Drums und Fredi Früh an der Lead-Gitarre, steht nun das Septett am 8. März schon zum dritten Mal auf der Bühne des Country-Music-Festivals im Albisgüetli. Für dieses Konzert mit neuem Programm haben sich die ClinTonics mit einer Horn-Section verstärkt. Severin Häfeli am Sax, Patrick «Fätze» Anderegg an der Trompete und Jonas Beck an der Posaune unterstützen den groovigen Sound und werden das Publikum aus der Reserve locken. Ein grosser Erfolg von Delbert ist der Song «Never Been Rocked Enough», mit dem er der Langeweile mit seinem Rock’n’Roll den Kampf ansagte. Ebenda knüpfen die Clintonics am kommenden Konzert an und begeistern mit ihrem Powerpaket das Publikum. Da sie an diesem Abend ihre zweite Live-CD aufnehmen werden, sind natürlich alle Fans willkommen! (pd.) Donnerstag, 8. März, 19.30 Uhr, Country-MusicFestival,Schützenhaus Albisgüetli, Zürich. Tickets bei Johnny Giussani unter asaproductions@bluewin.ch oder 079 255 78 48.

Konzert in der reformierten Kirche Mettmenstetten Das Ensemble «I Buccinisti» tritt am Freitag, 9. März, um 19.30 Uhr in der reformierten Kirche Mettmenstetten auf. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm. Im Mittelpunkt dieses Programms stehen zum einen die zwei geistlichen Konzerte, die der berühmte frühbarocke Meister Heinrich Schütz für die ungewöhnliche Besetzung mit einem Sänger, vier Posaunen und Basso Continuo geschrieben hat. Zum anderen steuert der bekannte Aargauer Kom-

ponist Jürg Frey ein Auftragswerk für diese Besetzung bei, das mit dem Gedicht «Gras» des chinesischen Dichters Bai Juyi die Thematik des Werdens und Vergehens ebenso geschickt wie schlüssig aufgreift. Ergänzt und kontrastiert werden diese Schlüsselwerke durch Solowerke für Barockharfe, zwei Schemelli-Lieder von J. S. Bach und weitere originale Werke für einen Solobass und Posaunenquartett. So verbindet das abwechslungsreiche Programm Momente berührender Intimität mit solchen höchster Dramatik. Den anspruchsvollen Gesangspart übernimmt der aus Dresden stammen-

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de Bariton Henryk Böhm, und das Continuo ist mit der Barockharfenistin Giovanna Pessi ebenso prominent wie klanglich ungewöhnlich besetzt. I Buccinisti schliesslich geniessen in der Schweizer Alte Musik-Szene als homogenes und flexibles Ensemble einen ausgezeichneten Ruf. (pd.) Freitag, 9. März, 19.30 Uhr, reformierte Kirche Mettmenstetten, Infos unter: www.ibuccinisti.ch, Eintritt frei, Kollekte. Mitwirkende: Henryk Böhm, Bariton, und Giovanna Pessi, Barockharfe; I buccinisti: Ulrich Eichenberger, Wolfgang Schmid, Michael Haslebacher, Christian Brühwiler, Barockposaunen.

Das Septett «ClinTonics» spielt am 8. März im Albisgüetli. (Bild zvg.)


Sport

Dienstag, 6. März 2018

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Bergrettung mit dem Helikopter gelingt erst nach mehreren Versuchen Abenteuerliche Skitourenwoche des Skiclubs Hausen im Kleinwalsertal, in Österreich Die Skitourengruppe des Skiclubs Hausen war vergangene Woche im Kleinwalsertal unterwegs. Sie erlebte eine abenteuerliche Zeit, geprägt von klirrender Kälte, anstrengenden Aufstiegen, traumhaften Abfahrten und zahlreichen Abenteuern. Am Sonntag, 25. Februar, fahren drei Autos mit 13 Unentwegten nach Mittelberg im Kleinwalsertal, mit dem Ziel, fünf Tage in Österreichs «Hinterhof» die Gipfel zu stürmen. Warum Hinterhof ? Das Kleinwalsertal ist nur von Oberstdorf im Allgäu (Deutschland) zugänglich. Im Hotel Alte Krone trifft die Gruppe den Ötztaler Hermann Prantl. Er ist seit 20 Jahren ihr Bergführer. Hier ist für den Skiclub Hausen die Basis für Skitouren in die tief verschneiten Seitentäler. Auch wenn die Gipfel nur knapp über 2000 Meter hoch sind, ist es täglich eine technische Herausforderung, diese zu erklimmen und wieder zu verlassen, weil die Routen in den engen V-Tälern unheimlich steil durch den Bergwald führen. Spitzkehren reihen sich aneinander, wie Perlen an einer Kette. Oft gelingen sie den Tourenden lehrbuchmässig, dann ist es wieder verknorzte Mühsal. Es sind immer öfter die Harscheisen, die das Fortkommen erleichtern. Die Skitourengruppe ist stets in zwei Gruppen unterwegs. Die eine geführt von Hermann und die andere von Viktor Häberling aus Uerzlikon.

Die Hausemer Skitourengruppe hat sich warm angezogen. Die sibirische Kälte erschwert das Atmen in den Abfahrten Es ist die als Russenpeitsche bezeichnete Kaltluft, die den Skitourenden beim Aufsteigen zwar erträglich scheint, jedoch als Mumien verkleidet Abfahren lässt. Im Zwiebelsystem gekleidet und mit gut eingehüllten Gesichtern startet die Gruppe jeweils und hofft auf die wärmende Sonne. Im Bergdorf Mittelberg auf 1100 Metern ist es morgens um 9 Uhr zwischen 13 und 17 Grad minus. Die erste Tour zum Seekopf, auf 2039 Metern über Meer, führt erst lange zwei Stunden im eisigen Schatten bis die wärmende Sonne über die Berge guckt. Am Mittwoch ist der sonnigste Tag.

Gelungene Helikopterrettung Für einen der besten Hausemer Skifahrer endet der Gipfelsturm des ersten Tages mit einem verfehlten Schwung nach wenigen Metern Abfahrt. Die Verletzung beim Fussknöchel ist so gravierend, dass an Skifahren nicht mehr zu denken ist. Hermann ruft die Bergrettung. Die Sichtverhältnisse sind miserabel. Glücklicherweise drückt die Sonne die Nebelschwaden für den aus Lech heranfliegenden Hubschrauber immer wieder weg. Was die Meisten aus dem Fernsehen kennen, wird zur Wirklichkeit. Rettung mit der Seilwinde. Zwei Versuche scheitern, weil der Hubschrauber zuviel Schnee aufwirbelt. Das Ret-

Wenn der Torhüter bester Spieler der Mannschaft ist

Solche Gratstrecken entschädigten für die langen Aufstiege. (Bilder zvg.) tungsteam entscheidet sich für eine Landung und hievt den Verletzten in das Fluggerät. Die Gruppe ist erleichtert, doch trotzdem geht es freudlos in die Abfahrt.

Der Bergführer im Alleingang Eines morgens fehlt Hermann. Die Gruppenmitglieder schauen einander dumm an. Des Rätsels Lösung: Er ist mit dem Bus ins Bergdorf Baad gefahren. Vermutlich war er uns nicht grün, denn anschliessend geht es los zum Grünhorn, 2039 Meter über Meer. Er sagt, die Kirchglocke habe 9 Uhr geschlagen und brummelt etwas von Schweizer Uhren. Anderentags zur Tour auf den Filderepass auf 2070 Me-

tern verpasst die Gruppe die richtige Busstation zum Aussteigen. Dann ging es eben vor zur Endstation und zurück nach Schwendle zum Aussteigen. Neuer Morgen, neues Ungemach: Jemandes Rucksack ist im Hotel geblieben. Verspätet geht es auf die Tour zur Güntlespitze, auf 2092 Metern. Dort oben wartet die schwierigste Abfahrt der Woche auf die Gruppe. Im Steilhang sind gefrorene Schneebrocken, abgebrochene Wächten und grosse Risse bis auf den Grund der Normalfall. Unterwegs im Aufstieg wurde die Gruppe von einem riesigen Gamsbock ennet dem Bach aktiv ignoriert. Später, auf der Abfahrt wird ihnen klar, dass sie seine Herde von 30 bis 40 Gämsen bestaunen dürfen. Bruno Vogel

Sieg trotz grossen Schwierigkeiten

Der SHC Bonstetten-Wettswil unterliegt erneut

4. Liga: Volley S9 – VBC Oerlikon: 3:1

Nach einem spielfreien Wochenende wurde in der Wettswiler Sportanlage Moos, wieder Streethockey gespielt. Der SHC BW, der sich immer noch im Strichkampf befindet, empfing den SHC Grenchen-Limpachtal, welcher bisher in dieser Saison nicht wirklich zu überzeugen wusste.

Das Team Damen 1 von Volley S9 schlug den VBC Oerlikon am 1. März in einem nervenaufreibenden Heimspiel in der Kaserne Birmensdorf mit 3:1.

Alles war angerichtet für einen tollen Streethockey-Nachmittag: Viele Fans, schönes Wetter und zwei Teams, welche sich diese Saison stets auf Augenhöhe begegnet sind. Der SHC BW hatte zwar einige gewichtige Absenzen zu beklagen, startete aber trotzdem unerschrocken in die Partie und ging prompt nach einem schnell ausgeführten Angriff in Führung. Fortan zog er sich etwas zurück, vermochte aber immer wieder gefährlich vor dem Tor der Grenchner aufzutauchen. Letztere dominierten das Spiel zwar, konnten aber keine wirkliche Gefahr provozieren, sodass der SHC BW die Führung in die erste Pause mitnehmen konnte.

Grenchen-Limpachtal war oft nur regelwidrig zu stoppen Im zweiten Drittel begannen die Gäste immer mehr Druck aufzubauen und zwangen den SHC BW, Regelwidrigkeiten zu begehen. Aus diesen konnten sie aber keinen Nutzen ziehen und wurden immer frustrierter, bis auch sie zu unerlaubten Mitteln griffen. Jedoch erging es auch dem Powerplay

Eine starke Partie zeigte der Torhüter des SHC BW, welcher das Heimteam lange im Spiel hielt. (Bild zvg.) der Säuliämtler nicht besser. In der 33. Minute gelang es dann den Grenchnern schliesslich doch noch, den verdienten Ausgleich zu erzielen: Nach unzureichender Abwehrarbeit konnte der Ball über die Linie gestochert werden.

SHC BW wird hinten eingeschnürt Im letzten Drittel bauten die Grenchner immer mehr Druck auf und es gelang dem Heimteam kaum noch, einen Ball aus der Gefahrenzone zu spielen, geschweige denn, sortierte Angriffe zu fahren. Nicht einmal im

Powerplay kam man noch zu gefährlichen Abschlüssen, sondern war auch dort eher mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. In dieser komfortablen Lage konnten die Gäste nach Belieben schalten und walten und erzielten auch bald den Führungstreffer, auf welchen drei Minuten später das 3:1 folgte. Bei diesem Resultat blieb es bis zum Schluss. Fredrik Wallin Mehr Infos zu den Spielen und längere Matchberichte finden Interessierte auf shcbw.ch.

Donnerstagabend: Der letzte Match lag einen Monat zurück und Geschichten über die gerade erst verbrachten Skiferien waren zugegebenermassen spannender als das konzentrierte Aufwärmen und Einspielen. Trotzdem stand das Rückspiel gegen die Ladys von Oerlikon auf dem Programm und das Damen-1-Team wollte gewinnen! Nachdem sie das Hinspiel für sich entscheiden konnten, waren alle guten Mutes und starteten mit einer gewissen Sicherheit, respektive mentalen Überlegenheit, in den Abend. Dass diese Einstellung nicht die beste Ausgangslage war, wussten sie eigentlich – aber alles von vorne.

Langsame Trendwende Am Donnerstag spielten die S9erinnen ganz ungewohnt in roten Trikots, da ihre Leibchen den Weg in die Turnhalle nicht gefunden hatten. Nachdem jede Spielerin eine andere Taktik fand, um mit den viel zu grossen Shirts umzugehen, begann das Spiel. Das Volley-S9-Team startete gut in den ersten Satz, aber das Tief liess nicht lange auf sich warten. Bei 17:17 fand sich die Mannschaft zwar wieder, aber verlor den Satz trotzdem mit 23:25. Die Enttäuschung war gross. Kopfschütteln und Unverständnis machten sich breit. Oerlikon musste doch zu schla-

gen sein. Die Mannschaft liegt in der Tabelle hinter dem Team aus Birmensdorf. Was war nur geschehen? Der zweite Satz musste anders laufen! Wiederum begann das Damen 1 gut, bis der erneute Einbruch kam. So musste um jeden Punkt gekämpft werden, die Ersatzspielerinnen beobachten das Spiel angespannt und auch die Mienen der Zuschauenden versteinerten sich. Dank starken Smashes von Suzanne konnte S9 den Satz dennoch knapp für sich entscheiden. Die Mannschaft war froh, die Feldseite mit dem Satzsieg in der Tasche wechseln zu dürfen. Auch im 3. Satz mangelt es nicht an Spannung. Lilian zeigte gute Angriffe und brachte den Ball oft auf den Boden des gegnerischen Spielfelds. Die S9erinnen kamen ins Spiel, kämpften um die Bälle und konnten den Satz zu 16 für sich entscheiden. Die Mundwinkel hoben sich, die gute Laune hielt Einzug, doch auch Trainer Roli Heini brauchte vor dem 4. Satz zuerst mal einen Traubenzucker. Im 4. Satz lief dann alles so, wie es sollte. S9 spielte gut, der Einsatz stimmte und es gab längere Ballwechsel, die gewonnen wurden. Am Ende gewann das Heimteam dann auch diesen Satz mit 25:15 und durfte sich vom Gegner verabschieden. Im Restaurant der Kaserne liess man den Match kurz Revue passieren. So richtig stolz war niemand auf die gezeigte Leistung. Doch der Sieg zählte und über die gewonnenen drei Punkte freute sich das Team. Jacqueline Wechsler


Veranstaltungen

Frauenabend zum Thema Beckenboden

Von Rückenschmerzen zur Inkontinenz Wann:

Dienstag, 13. März 2018

Wo:

Museums-Kaffee, Weisbrod-Areal Hausen am Albis Parkplätze vorhanden

Zeit:

19.30 – 21.30 Uhr

Referenten: Chantal Mattes, Hausen am Albis BeBo-Trainerin, Naturheilpraktikerin Claudio Rütimann, Hausen am Albis Dipl. Drogist, Schüsslertherapeut Eintritt:

Fr. 10.- an Abendkasse Es haben nur Frauen Zutritt

Anmeldung: Aus organisatorischen Gründen unbedingt nötig: Direkt in der Drogerie Rütimann in Hausen oder per Telefon 044 764 06 68

Wir trotzen dem Winter Sie sind herzlich eingeladen zum Frühlingsapéro im Fleur creative in Mettmenstetten Freitag, 9. März, 14.00 bis 19.00 Uhr Samstag, 10. März, 10.00 bis 17.00 Uhr Wir freuen uns auf Ihren Besuch Christine Nick und Claudia Fellmann Fleur creative Zürichstrasse 13, 8932 Mettmenstetten www.fleur-creative.ch, 044 767 09 09

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