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Weiss Medien AG I Obere Bahnhofstrasse 5 I 8910 Affoltern am Albis I Telefon 058 200 5700 I Telefax 058 200 5701 I www.weissmedien.ch I Auflage 23 475 I AZ 8910 Affoltern a. A.

aus dem bezirk affoltern I Nr. 10 I 168. Jahrgang I Dienstag, 5. Februar 2013

«Lucky Punch»

Jung und erfahren

Der Hedinger Finanzvorstand Bertram Thurnherr zu den Abstimmungen vom 3.3. > Seite 3

Abstimmung vom 3. März: John Appenzeller (SVP) will in den Bezirksrat. > Seite 5

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Realist «Anzeiger»-Mitarbeiter Martin Platter zum Tod von Gusti Schlegel, Hausen. > Seite 7

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Liebe zum Sujet Wettswil: Opernexperte Hugo Kaspar über Verdis Werke. > Seite 9

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Soziale Ader Knonauer Kinder spenden aus eigener Initiative 200 Franken fürs Kispi-Rehazentrum. > Seite 11

Sirenen werden auch im Säuliamt getestet

40 Jahre Kanti Limmattal mit Elisabeth Kopp

Wie jedes Jahr zur genau gleichen Zeit findet am Mittwoch, 6. Februar 2013, von 13.30 bis 15 Uhr in der ganzen Schweiz ein Sirenentest statt.

Mit der ersten Bundesrätin, Elisabeth Kopp, sowie den Altregierungsräten Markus Notter und Ernst Buschor war viel Prominenz an der Jubiläumsfeier der Kantonsschule Limmattal anwesend. Diese freuten sich speziell über den Geburtstag der Kanti Limmattal, da sie bei so manchem Seilziehen um die Zukunft der Schule dabei waren. Elisabeth Kopp, bei der Gründung erste weibliche Erziehungsrätin des Kantons Zürich, ist es zu verdanken, dass die Kanti Limmattal überhaupt besteht. Doch auch die heutige Schulverwaltung hat mit Provisorien, die schon Jahrzehnte bestehen, und immer stärkerer Reglementierung zu kämpfen. (sas) ................................................... > Bericht auf Seite 7

Beim Sirenentest wird die Funktionsbereitschaft der rund 690 mobilen und stationären Sirenen im Kanton Zürich geprüft, (Schweiz rund 8200 Sirenen) mit denen die Bevölkerung bei drohender Gefahr alarmiert wird. Ausgelöst wird das Zeichen «Allgemeiner Alarm», ein regelmässig auf- und absteigender Heulton von einer Minute Dauer. Wenn nötig darf die Sirenenkontrolle bis 14 Uhr wiederholt werden. Wenn das Zeichen «Allgemeiner Alarm» ausserhalb der angekündigten Sirenenkontrolle ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. Aufgrund des hohen Ausbaugrades des Alarmierungsnetzes im Kanton Zürich kann nahezu die gesamte Bevölkerung mit fest installierten oder mobilen Sirenen alarmiert werden. (ki.) Weitere Informationen über den Sirenentest finden sich auch im Internet unter http://www.sirenenalarm.ch oder im Teletext auf Seite 662 der SRFSender.

Kinderumzug am Samstag: Fröhliche und skeptische Gesichter – und bunte Kostüme. (Bild Werner Schneiter)

Für drei Tage lag Hedingen im Wilden Westen Vollgasparty am Freitag, Kinderumzug und -maskenball und Höcklerball am Samstag: Hedingen hat ein grosses Fasnachtswochenende hinter sich. Am Freitag sorgen zehn Guggen für Stim-

mung. «Wir schwingen das Lasso und schiessen scharf», lautete das Motto am Höcklerball, zu dem sehr viele gute Masken themengerecht erschienen. Und schliesslich die Kinder: Eine gros-

se Zahl beteiligte sich am Umzug und am Kindermaskenball – als Indianerinnen und Cowboys. ................................................... > Berichte auf Seite 8

Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp.

anzeigen

Brand- und Elementarschäden höher als in den Vorjahren Hagel und Elektrizität haben 2012 die Gebäudeversicherung belastet An der Generalversammlung des Feuerwehrverbandes informiert der Statthalter jeweils über die Brand- und Elementarschäden im Bezirk. Claude Schmidt führte diese Tradition vergangenen Freitagabend in Aeugstertal fort. ................................................... von thomas stöckli Mit Bildern vom andren Ende der Welt begann Statthalter Claude Schmidt seine kurze Präsentation. Bilder aus dem Südosten Australiens, wo sich Anfang dieses Jahres hunderte von Brandherden zu einer Katastrophe entwickelten. «Angesichts dieser Bilder können wir – nein müssen wir – dankbar sein, dass wir von Brandereignissen in dieser Grössenordnung verschont geblieben sind. Und doch: «In unserem Bezirk war es nicht mehr ganz so ruhig wie im 2011», so der Statthalter. Die Summen der Elemen-

Brände verursachten 2012 im Bezirk Affoltern Schäden von insgesamt über 2,4 Mio. Franken. (Archivbild) tar- und Brandschäden waren 2012 bedeutend höher als in den beiden Jahren zuvor. Allein die fünf grössten Brandschadenereignisse im Bezirk kosteten über

2 Mio. Franken. Drei davon betrafen den Bezirkshauptort. Insgesamt fielen 2012 im ganzen Knonauer Amt Brandschäden von über 2,4 Mio. Franken an. Das sind zwar 900 000 Franken mehr

als im Schnitt der beiden vorangehenden Jahre, aber auch 1,4 Mio. weniger als 2009. Teuerstes Einzelereignis war damals der Brand im Gebäude der «Spyre Bar» an der Zürichstrasse in Affoltern. Häufigste Brandursache war Elektrizität, gefolgt von Blitzschlägen. Weniger oft als auch schon gerieten Rauchzeug und Kerzen ausser Kontrolle: «Nur» sechs Fälle, während es 2011 noch deren 16 waren. Wiederholt kleiner Sachschaden entstand durch Brandstiftung. Sieben Fälle mit einer Schadensumme von knapp 49 000 Franken führt die Statistik auf. Bei den Elementarschäden ist der Hagel für mehr als drei Viertel der totalen Schadensumme von knapp 992 000 Franken verantwortlich. Und es hätte weit schlimmer kommen können: «Die heftigen Hagelzüge im Sommer haben unseren Bezirk nur im Unteramt gestreift», so Claude Schmidt. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3

200 06 9 771661 391004


Solange wir leben wirst Du auch leben, denn Du bist nicht nur Erinnerung, sondern ein Teil von uns.

Sperrung der Rain-/Loomatt- und Massholderenstrasse in Sellenbüren Am Samstag, 9. Februar 2013, zwischen 15.00 und 16.00 Uhr, werden die Rain-, die Loomatt- und die Massholderenstrasse in Sellenbüren, zwischen Diebis und Schulhaus Loomatt, wegen eines Anlasses des Familienclubs Stallikon (Kinder-Fasnachtsumzug) für den Fahrzeugverkehr teilweise gesperrt. Für die Anwohner ist die Zufahrt teilweise möglich. Stallikon, 5. Februar 2013

Antoine de Saint-Exupéry

TODESANZEIGE

ABSCHIED UND DANK

Traurig nehmen wir Abschied von unserem lieben Mit schwerem Herzen und unendlich traurig nehmen wir Abschied von meinem geliebten Mann, unserem Papi, Grosspapi, Bruder, Schwager, Onkel und Götti

Paul Gut-Baur 28. November 1921 – 30. Januar 2013

Polizeivorsteherin Stallikon

Nach einem reich erfüllten Leben ist er nach kurzem Spitalaufenthalt ruhig entschlafen.

Bestattungen

In liebem Gedenken:

Affoltern am Albis Am 2. Februar 2013 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:

Pia Koller-Fischer geb. 20. September 1934, Ehefrau des Josef Koller, von Berikon AG, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Seewadelstrasse 10b. Beisetzung findet am Montag, 11. Februar 2013, 14.00 Uhr, auf dem Friedhof Affoltern am Albis ZH statt.

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein als lachten alle Sterne. Weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.

Hanni Gut-Baur Robi und Pia Gut und Familien Fredi und Priska Gut und Familien Trudi und Albert Aeberli-Baur und Familien Julia Hottinger-Baur und Familien Freunde und Bekannte Der Abschiedsgottesdienst findet am Mittwoch, 6. Februar 2013, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Obfelden statt. Anstelle von Blumenspenden gedenke man des Spitexvereins Knonaueramt Nord-West (Obfelden), Postkonto 87-267156-1. Traueradresse: Hanni Gut-Baur, Hölibachstrasse 118, 8912 Obfelden

Karl Schaad 7. Juli 1938 – 3. Februar 2013

Die Erinnerung an eine wunderbare Zeit mit ihm wird uns immer begleiten – es wird einsam um uns werden. Wir danken allen von Herzen, welche Kari im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind und ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben. Die Trauerfamilien: Verena Schaad-Casalegno Gabriela und Christos Kyriakoude-Schaad mit Theodossia und Marios, Zypern Stefan Schaad mit Vanessa, Ibiza Lore Graf-Schaad, Schaffhausen Fritz und Ursula Schaad-Stadelmann, Obfelden Verwandte, Freunde und Bekannte

Bestattungsamt Affoltern am Albis

Hedingen

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

In Hedingen ist am 29./30. Januar 2013 gestorben:

Wer gerne möchte, kann im Sinne des Verstorbenen den Verein Murimoos, Werken und Wohnen, 5630 Muri, Postkonto 50-4037-1, unterstützen.

Boll geb. Stöcklin Hanna geboren am 7. Januar 1924, von Bachs ZH, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Arnistrasse 27. Abschiedsgottesdienst und Urnenbeisetzung in Hedingen am Freitag, 8. Februar 2013, 14.00 Uhr. Bestattungsamt Hedingen

Hedingen, 30. Januar 2013

Traueradresse: Verena Schaad, Oetlistal 8, 8910 Affoltern am Albis

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, Flog durch die stillen Lande, Als flöge sie nach Haus.

In stiller Trauer und tiefer Dankbarkeit verabschieden wir uns von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Oma, unserem Mosi

Obfelden Am 30. Januar 2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Hanny Boll-Stöcklin 7. Januar 1924 – 30. Januar 2013

Gut-Baur Paul geb. 28. November 1921, von Obfelden ZH, wohnhaft gewesen in Obfelden, Hölibachstrsse 118, Ehemann der Gut-Baur Johanna.

Sie durfte in ihrem 90. Lebensjahr friedlich zu Hause einschlafen. Ihr liebenswürdiges und lebensfrohes Wesen wird uns fehlen.

Urnenbeisetzung am Mittwoch, 6. Februar 2013, 14.00 Uhr, in Obfelden, anschliessend Abdankung in der reformierten Kirche.

Wir behalten sie in unseren Herzen. Thomas und Verena Boll-Arnold Susanne und Riet Niggli-Boll Stefan und Jane Boll Fabian Boll und Mägi Reichlin Ursina und Freyser Niggli Gomez Corina Niggli und Tobias Märki Verwandte und Freunde

Die Friedhofvorsteherin

Wettswil am Albis Am 30. Januar 2013 ist in Affoltern am Albis gestorben:

Die Trauerfeier findet am Freitag, 8. Februar 2013, um 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Hedingen statt. Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis.

Brand geb. Schönthal, Frieda Liseli geb. 26. November 1917, Bürgerin von Ursenbach BE, verwitwet, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis mit Aufenthalt in Affoltern am Albis. Die Urnenbeisetzung findet engsten Familienkreis statt.

Anstelle von Blumen gedenke man des Kinderspitals Kantha Bopha, Postkonto 80-60699-1. Traueradresse: Thomas Boll, Grundfeldweg 4, 8932 Mettmenstetten

im

Der Friedhofvorsteher

Feldschützen-Gesellschaft Zwillikon

TODESANZEIGE Überraschend und traurig haben wir vom Hinschied von

Uwe Rose erfahren. Wir verlieren mit Uwe ein aktives Vereinsmitglied. Er verbrachte seine Freizeit gerne zusammen mit seinen Schützenkameraden und war stets dabei, wenn fleissige Helfer gesucht wurden. Wir denken gerne an die vielen schönen, gemeinsamen Stunden zurück. Wir bitten unsere Vereinsmitglieder Uwe die letzte Ehre zu erweisen. Der Vorstand Die Abdankung ist am Freitag, 8. Februar 2013, 14.00 Uhr, in der Kirche Oberlunkhofen. Die Urnenbesetzung findet anschliessend auf dem Friedhof statt.

Armbrustschützenverein Affoltern a. A. und Umgebung

TODESANZEIGE Wir haben die schmerzliche Pflicht, Sie vom Hinschied unseres Vereins- und Ehrenmitgliedes

Uwe Rose in Kenntnis zu setzen. Mit Uwe verlieren wir nicht nur einen guten Schützen, sondern auch einen Freund und Kollegen, der sich stets für das Gedeihen unseres Vereins einsetzte. Als Vorstandsmitglied übernahm er erst das Amt des Schützenmeisters und wechselte dann später zum pflichtbewussten Kassier. Sein Engagement für den Verein und seine fröhliche Art werden wir vermissen. Den Angehörigen sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Wir bitten Euch, dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Wir werden ihn stets in Erinnerung behalten. Der Vorstand Die Trauerfeier mit anschliessender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 8. Februar 2013, 14.00 Uhr, in der Kirche Oberlunkhofen statt.


Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Februar 2013

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«Das ist fast ein Lucky Punch» Hedingens Finanzvorstand Bertram Thurnherr zu den beiden Abstimmungsvorlagen vom 3. März Renovation/Erweiterung des Schachen 7 sowie den Ersatzbau der Scheune am Trottenweg mit Umzug der Bibliothek wertet der Hedinger Finanzvorstand als positives Resultat einer Gesamtbetrachtung für Raumbedarf in der Einheitsgemeinde. «Dass alles so gut zusammenpasst, ist fast ein Lucky Punch», sagt er – jetzt auf ein Ja der Stimmberechtigten hoffend. ................................................... von werner schneiter

Die Idee einer Raumstrategie enstand im Jahr 2010 mit der Bildung der Einheitsgemeinde in Hedingen. Umgesetzt wurde sie im folgenden Jahr mit einer Gesamtanalyse über die Liegenschaften von Politischer Gemeinde und Schulgemeinde. Die Liste wurde im Juni 2011 der Gemeindeversammlung zur Kenntnis gebracht. Dabei wurde die ursprüngliche Absicht, der Neubau von Schachen 3 als Ersatz/Erweiterung des Mehrzweckgebäudes Schachen 7, fallen gelassen – und die kostengünstigere Alternative aufgegriffen: eine vernünftige Renovation und Erweiterung des Schachen 7 mit dem Ziel, dort zwei Hortgruppen, einen Kindergarten, Schulleitung und -verwaltung sowie Fachzimmer unterzubringen. Damit könnten alle Raumbedürfnisse befriedigt werden. «Horträume entsprechen auch in Hedingen einem wachsenden Bedürfnis», sagt Bertram Thurnherr. Das Projekt lässt sich in dieser Form aber nur bei ei-

wir gratulieren Zum 85. Geburtstag In Obfelden darf Leonz RüttimannMarti heute Dienstag, 5. Februar, den 85. Geburtstag feiern. Dazu gratulieren wir herzlich, wünschen dem Jubilaren einen schönen Festtag und alles Gute.

Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A. Geschäftsführerin: Barbara Roth Redaktion: Werner Schneiter, Chefredaktor Thomas Stöckli, Redaktor Uschi Gut, Redaktionsassistenz Redaktion@affolteranzeiger.ch Copyright: Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für eingesandtes Material Gesamtauflage: 23 475 Beratung und Verkauf Inserate: Elisabeth Zipsin/Tiziana Dinisi Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 inserat@weissmedien.ch Sonderseiten: Kurt Haas, Mediaberatung Telefon 058 200 5718, M 079 270 35 67 info@mein-mediaberater.ch Tarife: www.affolteranzeiger.ch Annahmeschluss: Dienstagsausgabe: Montag, 8.00 Uhr Freitagausgabe: Mittwoch, 16.00 Uhr Todesanzeigen: 11.00 Uhr am Tag vor Erscheinen Aboservice: abo@affolteranzeiger.ch Telefon 058 200 5700, Fax 058 200 5701 Kontakt: Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch

nem Auszug der Bibliothek realisieren. In diesem Zusammenhang entstand die Idee eines Ersatzbaus der Scheune am Trottenweg im Zentrum der Gemeinde, wo nun die Gemeindebibliothek ihr neues Domizil erhalten soll – mit grösseren und schöneren Räumen, die den Verantwortlichen wesentlich mehr Möglichkeiten bieten als der alte Ort. Die Idee, diese beiden Projekte zu kombinieren, reiften bei Bertram Thurnherr bei seinen Spaziergängen mit dem Hund, die häufig an dieser baufälligen Scheune vorbeiführen.

«Das Puzzle stimmt!» Rund einen Monat vor dem Urnengang sagt er: «Die Gesamtbetrachtung des Raumbedarfs in der Einheitsgemeinde hat zu einer guten Lösung geführt, die allen gerecht wird. Und mit dem Umzug der Bibliothek wird das Dorfzentrum deutlich aufgewertet. Das Puzzle stimmt!» Der Raumbedarf ist in der Gemeinde Hedingen, die in den nächsten Jahren kein starkes Wachstum erfahren wird, für die nächsten zehn Jahre gedeckt – mit Projekten, die wesentlich kostengünstiger sind als die früheren Pläne. Ein neues Schulhaus hätte rund 6,5 Mio. Franken gekostet, die ohnehin notwendige Sanierung der Trottenscheune gegen 1 Mio. Franken. Die Gesamtkosten für die beiden vorliegenden Projekte belaufen sich auf knapp 5 Mio. Franken – mit dieser Alternative hat man also rund 2,5 Mio. Franken eingespart. Bertram Thurnherr ist im Hinblick auf die Urnenabstimmung vom 3. März optimistisch. «Kritische Stimmen habe ich kaum gehört», fügt

Finanzvorstand Bertram Thurnherr vor der Scheune am Trottenweg: «Die Gesamtbetrachtung des Raumbedarfs in der Einheitsgemeinde hat zu einer guten Lösung geführt.» (Bild Werner Schneiter) er bei und weist auch auf die bisher positiven Reaktionen an den Gemeindeversammlungen hin. So wurde dem Planungskredit für den Ersatzbau der Scheune am Trottenweg klar zugestimmt.

Raumstrategie bald umgesetzt Resultiert am 3. März ein Ja, so ist die Raumstrategie in Hedingen weitestgehend umgesetzt. Es steht einzig noch das Projekt einer Renovation des Schulhauses Schachen 1 und des

Mehrzweckraums Turnhalle Schachen an. «Das nehmen wir eventuell noch dieses Jahr in Angriff, möglicherweise aber auch erst 2014», so Bertram Thurnherr. Zur Zukunft gehören ausserdem Überlegungen zu den Räumen der Oberstufe, die sich mit 80 Schülern grössenmässig an der unteren Grenze bewegt. Aus diesem Grund ist laut Thurnherr ein späterer Zusammenschluss mit einer anderen Oberstufenschulgemeinde nicht auszuschliessen. Für die Einrichtung einer sogenannten

«Mosaikschule» (alters- und stufendurchmischte Klassen) wurde das Oberstufenschulhaus 2010 für rund 1,3 Mio. Franken umgebaut, die Zahl der Klassenzimmer dabei von sechs auf vier reduziert. Langfristig wird sich die Frage der Oberstufe in der einen oder anderen Form klären. Dank der heutigen Lösung der Raumbedürfnisse der Schule mit den Projekten Schachen 7 und Bibliothek wird eine Überarbeitung der Raumstrategie in zehn Jahren mit minimalen Präjudizien möglich sein.

Neu eine «Kinderfeuerwehr» ab 10 Jahren Nachwuchs war Thema an der Generalversammlung des Ämtler Feuerwehrverbandes Mit einer «Kinderfeuerwehr» für Knaben und Mädchen ab 10 Jahren wollen Ämtler Feuerwehren ihren Nachwuchs sichern. Unter der Leitung von Urs Weber und Alexandra De Pretto wurde ein entsprechendes Projekt erarbeitet. ................................................... von thomas stöckli Auf einen freien Abend hatte sich der Aeugster Gemeinderat Bruno Fuchs gefreut. Doch da klingelte das Telefon: rund 50 Feuerwehrleute warteten im Saal der Stiftung Solvita, Aeugstertal, auf seine Ansprache. Er habe sich die Generalversammlung des Feuerwehrverbandes am 1. März statt am 1. Februar eingetragen», entschuldigte sich Fuchs und sprach aus dem Stegreif über die Vorzüge seiner Gemeinde, über die weit verbreiteten Auto-Aufkleber mit dem Aeugster Wappentier, über die landschaftliche Schönheit und das aktive Vereinsleben. «Da spielt die Feuerwehr eine grosse Rolle», so Fuchs.

Jugendliche rekrutieren In seinem Jahresbericht thematisierte Präsident Beat Schmid vor allem die Rekrutierung von Feuerwehr-Nachwuchs. «Die Bestandesabnahme der Jugendfeuerwehr ist für mich eigentlich immer noch erschreckend», so Schmid. Die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) bleibt dabei: In die Jugendfeuerwehr eintreten darf erst, wer 14 Jahre alt ist. Unter der Leitung von Urs Weber und Alexandra De Pretto wurde deshalb ein Projekt erarbei-

tet, welches ab 2013 eine bis zwei Klassen «Kinderfeuerwehr» vorsieht – ab 10 Jahren. «Wir alle müssen dran bleiben und uns vermehrt der Rekrutierung von Jugendlichen widmen», betont Schmid. Dieses Bestreben zeigt sich auch im Verbands-Budget. «Die Jugendfeuerwehr soll der grösste Posten in der Rechnung werden», betont Beat Schmid. So ist alle zwei Jahre ein Besuch im Brandhaus vorgesehen. Dass der Feuerwehr-Verband Ämtler Feuerwehren wollen vermehrt Jugendliche rekrutieren. (Archivbild) künftig ohne Gabi Blickenstorfer auskommen muss, das Weber (Jugendfeuerwehr) wurden ein- Rifferswil sowie bei der Betriebsfeuerstand schon vor der GV fest, wurde sie stimmig wiedergewählt, ebenso wie wehr Kolb auf dem Programm. doch zur Nachfolgerin vom Hausemer Präsident Beat Schmid. Von Amtes weanzeige Kommandant Heinz Sträter per An- gen sind zudem Statthalter Claude fang 2014 bestimmt. Bereits auf dieses Schmidt und Stützpunkt-KommanJahr hin wechselte das Kommando in dant Urs Furrer im Vorstand vertreten. Ottenbach von Andrea Crescionini auf Statthalter Claude Schmidt bot Markus de Pretto und in Hedingen nicht nur einen Überblick über die von Daniel Muff auf Peter Wenk. Schadenereignisse (vgl. Frontseite), sondern informierte auch über seine ersten statthalteramtlichen InspektioVorstand bestätigt nen in Obfelden, Hedingen und Gabi Blickenstorfer war im Vorstand Aeugst: «Der Gesamteindruck wurde des Bezirks-Feuerwehrverbands für die bei allen Feuerwehren mit einem ‹gut› Offiziersveranstaltungen verantwort- bewertet.» Dieses Jahr stehen turnuslich. Ihre Vorstandskollegen Alexand- gemäss Inspektionen bei der Stützra De Pretto (Vizepräsidentin, Aktua- punktfeuerwehr Affoltern, bei den rin), Bernadette Livers (Finanzen), Urs Feuerwehren Unteramt, Kappel und


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Bezirk Affoltern

Dienstag, 5. Februar 2013

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Noch jung und trotzdem mit einem soliden Rucksack John Appenzeller (SVP, Stallikon) kandidiert für den Bezirksrat Affoltern Der Stalliker Transportunternehmer John Appenzeller will am Wochenende vom 3. März 2013 zum Bezirksrat gewählt werden. Seine Erfahrungen in Legislative und Exekutive sowie sein buchhalterisches Wissen und Können sieht er als seine besten Trümpfe.

sein. Er kennt beide Seiten und darüber hinaus ist er als Transportunternehmer auch bestens mit Finanzen, Budgets und Rechnungen vertraut: «Als selbstständiger Unternehmer bringe ich buchhalterisches Verständnis mit, was für die Arbeit eines Bezirksrats unter anderem ja von einiger Wichtigkeit ist.»

................................................... von urs e. kneubühl

Guter Rucksack vorhanden

Mit seinen 43 Lebensjahren ist er politisch kein unbeschriebenes Blatt mehr. John Appenzeller, Stallikon, war von 1998 bis 2002 Gemeinderat in Aeugst und von 2003 bis 2011 Kantonsrat. Der Vizepräsident der Bezirks-SVP ist in den beiden Amtsdauern des Kantonsparlaments jeweils als Ersatz nachgerückt und hat sich mit verschiedenen Anfragen und Anträgen für den Bezirk Affoltern hervorgetan. Seine grosse Erfahrung in Legislative und Exekutive, so sieht es der sehr breit interessierte Appenzeller, könnten ihm denn auch für die mögliche Mitarbeit im Bezirksrat von Vorteil

Bezirksratswahlen vom 3. März 2013 Die Bezrirksratswahlen finden am 3. März statt. Für die zwei frei werdenden Sitze im Aufsichtsgremium über die Gemeinden gibt es drei Kandidierende. In einer kleinen Serie porträtieren wir die beiden Bewerberinnen und den Bewerber. Bisher erschienen: Ruth Früh (FDP), «Anzeiger» vom 1. Februar.

Appenzeller sieht sich deshalb sehr gut gewappnet für die Aufgaben im Bezirksrat, nicht zuletzt, weil er sich im Wahl-Vorfeld auch sehr ausführlich mit bisherigen Bezirksräten ausgetauscht hat. «Ich weiss, was auf mich zukommt, wobei ich bei den ‹normalen› Geschäften keine besonderen Herausforderungen sehe. Aber – das hat beispielsweise der ‹Fall Bonstetten› vor drei Jahren gezeigt – das Amt des Bezirksrates kann es auch ganz schön in sich haben.» Der Familienvater Appenzeller, verheiratet mit Patricia und Vater des dreizehn Monate alten Lucien, ist jedenfalls überzeugt, ausreichend gesunden Menschenverstand und politisches Fingerspitzengefühl zu haben, um gemeinsam mit den anderen Bezirksräten sowie interdisziplinär mit Fachstellen und Fachleuten auch vertrackte und diffizile Aufgaben anpacken und bestehen zu können. Wichtig für die Arbeit sei das Verständnis im Gremium. «Ich arbeite gerne im Team und ein guter Rucksack ist bei mir auch vorhanden», hält Appenzeller fest. Es sei ihm zweifelsohne klar, dass ein Einzelner nie alle Aspekte und Teilgebiete einer Sache vollkommen abdecken könne. Gerade deshalb sei es

John Appenzeller (43), Stallikon, sieht sich sehr gut gewappnet für die Aufgaben im Bezirksrat. (Bild Urs E. Kneubühl) wichtig und richtig, sich jeweils auf das Wissen und Können von Experten abzustützen und sich von diesen beraten zu lassen, wie dies auch im Bezirksrat opportun sei. Er ist sich sicher, dass er die vielfältigen Aufgaben im Bezirksrat erfüllen kann.

Dem Bezirk etwas zurückgeben Die Parteizugehörigkeit, so der Stalliker Bezirksratskandidat, sei bei den kommenden Wahlen wohl nicht unbe-

dingt das zwingendste Wahlargument. «Bei den Bezirksratswahlen geht es mehr um Köpfe, nicht um Parteien», sagt er und bemerkt auch, dass zur Wahl Anfang März alles «ausgewiesene Kandidaten» antreten. «Ich finde es eine spannende Sache und es reizt mich, für den Bezirk etwas zu tun. Als Bezirksrat kann ich den Menschen und den Gemeinden im Bezirk Affoltern, in dem ich mich sehr wohlfühle, auch etwas zurückgeben.» Gewiss, er sei der jüngste Kandidat, ergänzt Ap-

penzeller und bemerkt gleichzeitig: «Das, denke ich, ist auch ein Pluspunkt für mich. Einerseits, weil ich so auch die Anliegen und Meinung der jüngeren Generation vertreten kann, andererseits auch, weil ich in meinem Alter auch für mehr als eine Amtsdauer prädestiniert bin.» Und gleichsam betont der Stalliker Transportunternehmer ein weiteres Mal, dass er – trotz seines jungen Alters – sehr grosse Erfahrung in der Politik und in der Ratsarbeit mitbringe.

Die neue Ottenbacher Gemeinderätin Gaby Noser ist Hochbauvorsteherin Aktuelles aus der Ottenbacher Ratsstube Am 19. Dezember 2012 kam der Gemeinderat zur letzten Sitzung im alten Jahr zusammen. Die Neukonstituierung infolge der Ersatzwahlen vom 25. November 2012 war neben einer fast überquellenden Traktandenliste einer der anstehenden Geschäftspunkte. Die bisherigen Ressortvorsteher und Ressortvorsteherinnen verzichteten auf eine Neuverteilung der Zuständigkeiten. Die frisch gewählte Gemeinderätin Gaby Noser Fanger hat somit das Amt des zurückgetretenen Gemeinderates Bruno Hausheer als Hochbauvorsteherin übernommen. Gemeinderates Gemeindeverwaltung freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. An der Gemeinderatssitzung vom 22. Januar 2013 hat Frau Noser neu den Vorsitz der Arbeitsgruppe «neuer Werkhof» von ihrem interimistischen Vorgänger Fritz Schumacher übernommen. Aufgrund ihrer Berufsausbildung und ihrer Fach-

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kenntnisse wird sich die neue Hochbauvorsteherin vermehrt auch mit dem seit dem Jahr 2006 sistierten Projekt «Neugestaltung Dorfzentrum» im Rahmen einer in den kommenden Monaten wieder aufzunehmenden Kommissionsarbeit auseinandersetzen.

Verwaltung allgemein Wie bereits in früheren Ausgaben berichtet, hat der Gemeinderat beschlossen, in Sachen EDV per 1. Januar 2013 von Dialog-Programmen auf die Dienstleistungen der VRSG (Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen) umzustellen. Die Datenmigrationen für die beiden Produkte VRSG EK Einwohnerkontrolle und VRSG ZP Steuern konnten noch vor Ende 2012 erfolgreich abgeschlossen werden. Per 1. Januar 2013 sind damit in Ottenbach die nachfolgenden Kernapplikationen aktiv in Betrieb genommen worden:

VRSG EK Einwohnerkontrolle inkl. Terminüberwachung VRSG ZP Steuerbezug (inkl. diverse Zusatzanwendungen) VRSG FI Finanzbuchhaltung (Basislösungen und Zusatzanwendungen) Nacherfassungen aus dem Parallelbetrieb (Dialog/VRSG) in der Einwohnerkontrolle waren noch bis am 7. Januar 2013 möglich und wurden durch die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung über die Festtage vorgenommen. Bereits konnte denn auch am 8. Januar 2013 der Steuererklärungsversand via das neue Rechenzentrum ausgeführt werden. Alle Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung haben in der Zeit der Datenmigration einmal mehr ihr grosses Engagement zugunsten einer korrekt funktionierenden EDV-Lösung und Verwaltung bewiesen, wozu ihnen der Gemeinderat den herzlichsten Dank aussprechen möchte.

Neue Applikation VRSG WEG (WasserKlär- und Kehrichtgebühren) Die Gebührenerhebung für die Wasser-, Klär- und Kehrichtgebühren sollte ursprünglich mittels der Finanzapplikation VRSG FD erfolgen. Das Rechenzentrum stellte hingegen fest, dass die Anforderungen der Gemeinde Ottenbach an das System nicht durch VRSG FD (Fakturierung und Debitoren) abgedeckt werden konnte, weil ein zusätzlicher Aufwand durch die separate Führung von notwendigen Listen verursacht worden wäre. Für die Gebührenapplikation VRSG WEG stellen die Anforderungen hingegen kein Problem dar. Aufgrund dessen entschied der Gemeinderat, das Basisangebot durch diesen Teilbereich zu ergänzen. Er ist überzeugt, mit der Einführung dieser Zusatzapplikation eine kundenfreundliche, zeit- und leistungsgerechte Ge-

bühren-Rechnungsstellung zu gewährleisten. Mit der Neuanschaffung des Verwaltungsprogrammes VRSG WEG ändert sich die Berechnungsgrundlage für die Gebührenerhebung im Bereich der Werke. Dabei errechnen sich die Klärgebühren basierend auf dem Frischwasserverbrauch. Bisher erfolgte die Verrechnung aufgrund des Wasserverbrauchs für den Zeitabschnitt des vergangenen Jahres. Neu erfolgt die Abrechnung im November für den Zeitabschnitt vom November des Vorjahres bis zum Oktober des aktuellen Jahres. Im Juni wird jeweils eine Akontorechnung gestellt. Die Anpassung hat keine Änderung der Gebührenordnung zur Folge. Durch die Anpassung der Berechnungsgrundlage entstehen den Gebührenpflichtigen keine Rechtsnachteile. Es erfolgt nur ein Wechsel von der rückwirkenden Verrechnung zur Realverrechnung.


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Dienstag, 5. Februar 2013

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Ein Fest mit kritischen Untertönen Die Kantonsschule Limmattal wird 40 Jahre alt Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp und Markus Notter hielten die Festreden zum Jubiläum. In einem waren sie sich einig: Wenn eine solche Festlichkeit in der Mensa über die Bühne gehen muss, dann ist es Zeit für eine neue Aula. ................................................... von salomon schneider Die Mensa der Kantonsschule Limmattal war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Lehrkräfte, Behördenmitglieder und vor allem viele ehemalige Schüler nahmen an der Jubiläumsfeier teil. Die aktuelle Schülerschaft fehlte aus Platzgründen, wurde aber vom Schülerrat vertreten. Einleitend zählte Marie-Thérèse Miller von der Schulkommission die wichtigsten Eckpunkte in der Geschichte der Kantonsschule Limmattal auf: 1973 wurde die Kantonsschule Limmattal als Filiale der Kantonsschule Freudenberg Zürich gegründet. In für den temporären Einsatz geplanten Pavillons wurden anfangs nur etwa 100 Schüler ausgebildet. Heute sind es gut 770 Schülerinnen und Schüler. Seit 1977 ist die Kanti ein eigenständiges Gymnasium mit eigenem Rektor. Bisher haben 2744 junge Erwachsene hier die Maturitätsreife erlangt. Über die Jahre wurde die

Kanti kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Seit 2003 werden in Urdorf alle Maturatypen angeboten. Seit 1977 stand auch die Schulleitung für Kontinuität. Nur drei Rektoren leiteten die Schule bisher. Von 1977 bis 1995 war es Franz Germann, dann 14 Jahre lang Max Ziegler, bis 2009 Werner de Luca übernahm. Dieser wagte bei seiner Ansprache einen Blick in die Zukunft. Er fand sehr direkte Worte, um seine Wünsche zu formulieren: «Es ist momentan viel zu wenig Platz vorhanden, um weiter steigenden Schülerzahlen begegnen zu können. Mit dem Ausbau der Limmattalbahn wird die Schülerzahl noch schneller steigen als momentan.» Deshalb müsse die Politik schnell handeln. Die Turnhalle ist beispielsweise ein über 30 Jahre altes Provisorium. De Luca wünschte sich eine neue Turnhalle und eine Aula für Schulveranstaltungen. De Luca erntete für sein Plädoyer viel Applaus. Im Anschluss hielt der ehemalige Zürcher Justizdirektor Markus Notter, gleichzeitig ehemaliges Mitglied der Schulkommission, seine Festrede. Er blickte zurück bis zum humanistischen Gymnasium des 19. Jahrhunderts, das stark auf Latein, Griechisch, Reiten und Fechten setzte. Man könne sich Bauernjungen aus dem Limmattal oder dem Säuliamt in einem solchen Umfeld schwer vorstellen – Mädchen

noch weniger, denn diese waren damals gar nicht zugelassen. Mädchen wurden erst ab 1875 in der ersten höheren Töchterschule zugelassen. Die erste geschlechtergemischte Kantonsschule wurde in Wetzikon errichtet. Als Mitglied der Schulkommission habe er festgestellt, dass sich die Eltern immer sehr stark für die Vorgänge an der Schule interessiert hätten. Doch zentral geprägt werde die Schule durch alle, die täglich dort seien. Der Unterricht werde durch alle Schüler und Schulangestellten in die Region und die Welt hinaus getragen: «So wird fast jeder irgendwie ein bisschen durch diese Schule geprägt. Dies kann leicht übersehen werden. Doch die Ausstrahlung der Schule prägt die Region stark, mit einer neuen Aula sogar vielleicht noch mehr», schloss Notter.

Viele Provisorien und keine Aula Dann sprach die frühere Bundesrätin, Bildungsdirektorin und Gründungspatin Elisabeth Kopp. Gegen Ende der 1960er-Jahre sei die Kantonsschule Freudenberg aus allen Nähten geplatzt. Doch die politische Stimmung habe die Gründung einer neuen Kantonsschule nicht zugelassen. Deshalb sei die Idee aufgekommen, eine Filiale für eine bestehende Schule zu gründen. Der erste Kredit wurde aber in der Volksabstimmung abgelehnt. «Wir

Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp, Alt-Regierungsrat Markus Notter und Rektor Werner de Luca (v.l.) hoffen, dass die Kanti Limmattal auch weiterhin an ihren Aufgaben wächst. (Bild Salomon Schneider) haben dann alles nicht unbedingt Nötige gestrichen und die zweite Vorlage kam durch. Deshalb haben wir bis heute viele Provisorien und keine Aula.» «In einem Land mit nur Wasser als natürliche Ressource ist Bildung das höchste Gut.» Vor 200 Jahren sei die Schweiz ein Auswanderungsland gewesen. Was sich geändert habe, sei primär das Bildungssystem.

Die Präsidentin der Gemeinde Urdorf, Sandra Rottensteiner, hielt die letzte Festrede: «Die Kantonsschule Limmattal bietet für Urdorf einen entscheidenden Standortvorteil. Deshalb sind wir sehr froh, sie in unserer Gemeinde zu beherbergen. Die Jugendlichen beleben Urdorf wie kein anderer Faktor», obwohl die Entwicklung der Jugend auch in Urdorf immer wieder Herausforderungen biete.

gestorben

Ein Realist, der die Menschen nehmen konnte, wie sie waren

Zum Gedenken an Trudy Frick-Limacher

Zum Tod von Gusti Schlegel, Hausen

«Du bleibst unvergesslich»

Es hat mich seltsam tief berührt, als ich am Dienstag im «Anzeiger» die Todesanzeige von Gusti Schlegel aus Hausen gesehen habe. Seltsam, denn es war nicht so, dass wir uns in letzter Zeit regelmässig gesehen hätten. In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir uns vielleicht noch vier oder fünfmal getroffen – zufällig. Dennoch war es stets so, als ob die Zwischenzeit nie vergangen wäre. Es gab keine dieser peinlichen Denkpausen, wenn man sich nach Jahren wieder mal über den Weg läuft. Die Erinnerungen waren augenblicklich präsent, der direkte Draht sofort wiederhergestellt. Das ist aussergewöhnlich und zeichnet den Menschen Gusti Schlegel aus. Er hatte ein Faible, auf die Menschen jeden Alters eingehen zu können, wie es nur wenige besitzen. Mit seiner offenen, wohlwollenden und fröhlichen Art hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen und nicht nur mich in der Adoleszenz geprägt.

Wache Erinnerungen Obschon es inzwischen 36 Jahre her ist, seit wir uns kennen gelernt haben, sind gewisse Erlebnisse so gegenwärtig, als seien sie eben erst passiert. Wie viele Oberämtler habe ich Gusti – damals noch Herr Schlegel – als rebellischer Teenager in seinem Geschäft in Heisch kennen gelernt. 1977 gab es weder Internet noch Warenhäuser, die Fahrräder und Motorsägen wie heute im grossen Stil verramschten. Man kaufte beim Fachhändler. Mein Objekt der Begierde war hellbraun und hatte fünf Gänge mit «Simplex»-Kettenschaltung. Der Halbrenner von Kristall im Angebot von Schlegel, in den ich mich verguckt hatte, kostete 505 Franken. Sehr viel Geld, das ich mir in den Sommerferien als

schöpflich. Das will etwas heissen, denn zu den besten Zeiten gings bei Schlegels zu wie in einem Bienenhaus. Das war ein Kommen und Gehen, denn das Geschäft war nicht nur Anlaufstelle bei technischen Ein Moment für die Ewigkeit: Gusti Schlegel, fröhlich mit seiner Frau Agnes turtelnd, anlässlich der Geburtstagsparty Problemen und als Ersatzteillager, von Kari Burkard am 1. Juli 2011. (Bild Martin Platter) sondern TreffHilfstennisplatzbauer sauer verdient punkt, Beichtstuhl und Nachrichtenhatte. So lernten wir uns kennen. Mei- börse in einem. Was heute Facebook ne Geschichte schien ihm zu imponie- und Twitter leisten, erlebten wir daren, denn er bot mir an, an den schul- mals im persönlichen Kontakt. Dezent freien Mittwochnachmittagen bei ihm im Hintergrund stets Schlegels Frau auszuhelfen. Kleine Arbeiten, die je- Agnes, die die Buchhaltung und Wadoch so viel Spass machten, dass ich renadministration besorgte und imnach der Schulzeit eine Lehre als Fahr- mer einen trockenen Kommentar auf Lager hatte. radmechaniker absolvierte. 20 Jahre waren die Schlegels so ein wichtiger Teil des Hausemer DorfRealismus und klare Regeln lebens. Mit dem Wechsel von Gustis Was die Berufsbezeichnung ver- Arbeitsstelle nach Zürich wurden die schweigt: Kaum 14, fuhren wir natür- Treffen seltener. Doch wenn es sie lich nur noch Töffli und das möglichst gab, beispielsweise anlässlich der hoch frisiert. Das war unsere grosse Mountainbike-Tour-de-Suisse-Ankunft Freiheit und zugleich Rebellion. Mit- Mitte der 1990er-Jahre bei der Saaltendrin Gusti Schlegel mit seinem sporthalle, war die Freude auf beiden Fahrradgeschäft. Obwohl er etwa im Seiten gross. Zuletzt gesehen habe ich Gusti am Alter unserer Väter war, mit denen wir zu diesem Zeitpunkt eher auf 1. Juli 2011 an der Feier zum 50. GeKriegsfuss standen, gab es kaum Pro- burtstag von Kari Burkard. Er sprühte bleme. Und wenn doch, wurden sie vor Lebensfreude und turtelte mit seinicht dramatisiert, sondern lösungs- ner Frau wie frisch verliebt. Am 25. Jaorientiert angegangen. Mit seiner rea- nuar hat er uns leider bereits im Alter listischen Ader verstand es Schlegel, von 71 Jahren überraschend für imLeute und Situationen so zu nehmen, mer verlassen. In unseren Herzen wie sie waren, und klare Verhältnisse wird sein Andenken jedoch weiterlezu schaffen. Gusti legte grossen Wert ben. Seiner Frau Agnes, seiner Tochter auf gute Umgangsformen, Ehrlichkeit Silvia und der ganzen Trauerfamilie und Zuverlässigkeit. Hielt man sich an wünsche ich die ansteckende Zuverdie Regeln, konnte man alles von ihm sicht von Gusti im Umgang mit seihaben, war seine Geduld nahezu uner- nem Verlust. Martin Platter

Trudy Frick wurde am 11. September 1925 in Baar geboren, als Tochter von Emma und Theodor Limacher. Ihre Eltern hatten in Steinhausen eine Metzgerei. Nach sieben Jahren ist ihre Schwester Elsbeth zur Welt gekommen, und kurze Zeit darauf ist ihr Vater gestorben. Mama ist mit beiden Töchtern nach Baar gezogen, wo Trudy zur Schule ging. Ihre Mutter hat dann wieder geheiratet, Hans Gassmann, und das Restaurant Lindenhof in Uerzlikon übernommen. Ein neuer Lebensabschnitt begann, Trudy kam ins Pensionat Menzingen. Die strenge Ordnung von den Klosterfrauen hat sie abgehalten ins Kloster zu gehen. So hat Trudy Menzingen verlassen und kam auf Geheiss ihrer Mutter ins Tessin nach Lugano in eine Pension für Ausbildung im Haushalt. Sie sei sich damals vorgekommen wie ein Verdingkind, wurde von einer strengen Pensionswirtin ausgenützt als Mädchen für alles, untergebracht in einem schäbigen Dachzimmer, Zimmermädchendienst, Küchendienst, den Boden auf den Knien schrubben, Gäste vom Bahnhof abholen mit schweren Koffern, und das alles täglich 8 bis 10 Stunden.

«C’est fou comme il pleut» Es folgte ein Welschlandaufenthalt in Neuenburg. Bei strömendem Regen ist sie vom Hausherr, einem Weinbauern, abgeholt worden mit der Begrüssung «Bon soir, Mademoiselle, c’est fou comme il pleut». Trudy, noch ohne Französischkenntnisse, hat sich diesen Satz gut vorgemerkt und gefunden, ja, das ist eine schöne Begrüssung, vermutlich «wie geht es Ihnen?». Am nächsten Tag, unterwegs mit dem Milchkesseli, hat sie bei schönstem Wetter die Leute begrüsst: «Bon jour Madame, bon jour Monsieur, c’est fou

comme il pleut». Es war Kriegszeit, und ein halbes Jahr später ist Trudy von Neuenburg, mit dem Velo, das ihr geschickt wurde, nach Uerzlikon gefahren. Im «Lindenhof» war Militär einquartiert. Trudy sei, wie sie viel erzählte, wie eine Soldatenmutter gewesen, die «Gilberte de Courgenay». Mit Hans Frick, Sohn von Küfer Albert Frick in Uerzlikon, ist bald eine engere Beziehung entstanden. Sie gingen zusammen auf den Tanz, an die Fastnacht und ins Tessin. Hans war noch als Tambour im Aktivdienst, beruflich bei der Post tätig und hat 1943 die Post Kappel übernommen, zuerst in der Ziegelei und 1944 im neu gebauten Haus mit Postbüro, PTT, Post Telegraph Telefon Kappel am Albis. Für die Heirat im Dezember 1944 musste ihre Mutter auf dem Standesamt unterschreiben, weil Trudy noch nicht volljährig war. Schnell lebte sich Trudy beim Postbetrieb ein. Zwei Jahre später gebar sie Hans und drei Jahre danach mich, Karl. Nebst Post, Familie, und Garten hatten meine Eltern weitere Tätigkeiten in verschiedenen Vereinen. Trudy spielte gerne Theater – Lieblingsrolle: «die letzte Gotthard-Post». Sie hatte weitere Hobbys wie ein gemütlicher Jass, Filmkurse und Wettbewerb mit Wysel Gyr und landete bei Rudi Carrell in der damaligen Fernsehsendung Am laufenden Band. Wien, Cureglia, Origlio im Tessin und in der Toscana Castiglione della Pescaia gehörten zu ihren Lieblingsferienorten. Im August 1998 ist ihr Ehemann, mein Vater, den sie lange betreut und gepflegt hat, gestorben. 2 Jahre später mein Bruder Hans, Gemeindeschreiber von Kappel. Jetzt, 19. Januar 2013 bist Du, liebe Mame, nicht mehr unter uns, Du bleibst unvergesslich. Karl Frick, Sohn


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Hedingen im «Wilden Westen» Farbenprächtige Fasnacht mit Umzug durchs Dorf und Maskenbällen in der Schachenturnhalle «Der Wilde Westen», lautete das Motto der Hedinger Kinderfasnacht, die am Samstag mit einem Umzug durchs Dorf und hernach mit einem Maskenball in der Schachenturnhalle über die Bühne ging. Da zogen also Cowboys, Indianerinnen und Revolverhelden durchs Dorf, teils begleitet von den Eltern – in fantasievollen, farbenprächtigen Kostümen. Kakofone Töne der begleitenden Guggenmusiken hallten durchs Dorf, und über die zahlreichen Zuschauer ging ein veritabler Konfettiregen nieder. Die zahlreichen Einzel-, Gruppen- und Familienmasken wurden durch eine Jury bewertet; für die Organisation der Hedinger Kinderfasnacht zeichnet das Familien-Forum verantwortlich. (-ter.)

Höhepunkt um Mitternacht: Konzert der Vollgashöckler Für die grossen Fasnächtler hatte das närrische Treiben wie üblich bereits am Freitagabend begonnen. An der Vollgas-Party sorgten zehn verschiedene «Guggen» für Stimmung. Um Mitternacht etwa die Albis Chroser im Zelt, kurz darauf lockte das AmokSymphonikum aus Kriens die Narren mit «Dirty old Town» in die Halle. Am Freitagabend kommt in Hedingen jeweils die Jugend auf ihre Kosten, dürfen doch bereits 16-Jährige mitfeiern. Zutritt nur für Volljährige, hiess es am Höcklerball vom Samstag. «Wir schwingen das Lasso und schiessen scharf», hatten die veranstaltenden Vollgashöckler diesmal als Motto vorgegeben – und durften sich über sehr viele gute Masken zum Thema freuen. Als Höhepunkt gabs dann um Mitternacht das Konzert der Gastgeber. Während sich am Freitag das Geschehen noch je nach Aktualität in den Saal oder ins Zelt verlagert hatte, waren am Samstag beide Lokalitäten voller Fasnächtler. Ball-Chef Markus Trachsel zieht ein positives Fazit: «Wir hatten keine ‹Lämpe› und alles ging reibungslos über die Bühne.» Kein Wunder, ist sein OK doch ein eingespieltes Team. Bereits im Sommer hat es mit der Planung begonnen. Schnell hatte man sich auf ein Motto geeinigt und so konnte die Planung am Saloon und der entsprechenden Dekoration im Schachensaal beginnen. Für die Einrichtung blieb vom Donnerstagabend bis Freitagabend Zeit, das Aufräumen ging wesentlich schneller: Einige Helfer standen am Sonntagmorgen extra um 5 Uhr auf, um ihren Teil beizutragen, sodass um 11 Uhr bereits wieder Ordnung hergestellt war und man sich zum Brunch treffen konnte ... (tst.)


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Flieg, Gedanke auf goldenen Flügeln Verdis Werk in der Bibliothek Wettswil Der ungemütliche Februarabend hielt die Opernfreunde aus Wettswil und Umgebung nicht davon ab, in der Bibliothek Wettswil einzukehren und den Ausführungen Hugo Kaspars zu lauschen. Thema seines Abends war der italienische Opernkomponist des 19. Jahrhunderts, Giuseppe Verdi, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt.

ermöglichen. Trotzdem gelingt ihm nach seinem Schulabschluss nicht die Aufnahme ans Mailänder Konservatorium. Er hat Glück, seine Gönner sind ihm weiterhin wohlgesonnen, er heiratet, bekommt Kinder. Dann der Schicksalsschlag: Verdi verliert Frau und Kinder, seine erste komische Oper fällt beim Publikum durch, er sieht sich vor seinem 30. Lebensjahr am Ende seiner Karriere.

Prachtvolle Bühnenbilder ................................................... von simone eutebach Souverän und mit Liebe zum Sujet gewährte der lokale Opernexperte Hugo Kaspar den knapp 50 Zuhörern Einblick in Verdis Leben und Werk. Als Kind aus einfachen Verhältnissen begeistert er sich als Junge für die Musik von Strassenmusikanten und übernimmt mit nur zehn Jahren das Amt des Organisten in seinem Geburtsort. Er findet Förderer, die ihm eine gute schulische sowie musikalische Bildung

In dieser persönlich und politisch schweren Zeit, bekommt er den Auftrag für die Vertonung eines biblischen Textes. Mit Nabucco gelingt ihm ein Sensationserfolg, die Hymne des Gefangenenchores weckt die Sehnsüchte der Italiener nach einem brüderlichen, einheitlichen Land. Bis heute werden sowohl dieses, als auch zahlreiche weitere Werke, wie Aida und Rigoletto in der ganzen Welt aufgeführt, auch davon konnten sich die Zuhörer in der Bibliothek überzeugen, denn wie immer hatte Hugo Kaspar

liebevoll gewählte Ausschnitte aus Aufführungen der renommierten Opernhäuser im Gepäck. So liessen sich die prachtvollen Bühnenbilder aus Aida bestaunen ebenso wie das wunderbare Duett von Bariton und Tenor, die sich in «Don Carlos» die ewige Treue schwören. Auch wenn das Publikum des 19. Jahrhunderts keine «vom rechten Weg abgekommenen Frauen», wie beispielsweise die Kurtisane in La Traviata mochte, so war Verdi doch zeit seines Lebens bereits bekannt und geschätzt auch über Landesgrenzen hinaus. Sein Tod Anfang des 20. Jahrhunderts wird in Staatstrauer begangen, 900 Sänger mimen noch einmal seinen eindrücklichen Freiheitschor. Er wird in dem von ihm gestifteten Altersheim für mittellose Musiker beigesetzt, eine soziale Institution, die bis heute Bestand hat. Damit endete der unterhaltsame und kurzweilige Abend, der beim lockeren Apéro und netten Gesprächen noch ausklang, bevor die Gäste beflügelt von der Musik den Heimweg antraten.

Weiss, von was er spricht: Opernkenner Hugo Kaspar. (Bild zvg.)

forum

Die SVP Wettswil unterstützt John Appenzeller Anlässlich der Vorstandssitzung vom 31. Januar konnten Angela Cavallo Dietrich und Kurt Wobmann in den Vorstand der SVP Wettswil aufgenommen werden. Beide steigen als Beisitzer ein. Der Vorstand hat sich insbesondere mit den Themen des AbstimmungsSonntags, 3. März, befasst: Die SVP Wettswil steht für John Appenzeller ein! Es ist für die Säuliämtler von grösster Bedeutung, dass erfahrene und glaubwürdige Persönlichkeiten in den Bezirksrat gewählt werden. John Appenzeller erfüllt die Voraussetzungen und verfügt über die notwendigen Erfahrungen für dieses Amt. Er konnte diese als ehemaliger Kantonsrat, ehemaliger Gemeinderat der Gemein-

de Aeugst und auch als Lokalpolitiker sammeln. Für die Volksabstimmungen bekennt sich die SVP Wettswil zu den Parolen der SVP des Kantons Zürich: Bei den Eidgenössischen Vorlagen wurde lange über die Volksinitiative «gegen die Abzockerei» diskutiert – und es kam nur ein Mehrheitsbeschluss für das Ja zustande. Aber bei den anderen zwei Vorlagen fielen die Beschlüsse für die Parolen einstimmig aus: Ein Nein zum Bundesbeschluss über die Familienpolitik und ebenfalls ein Nein zur Änderung des Bundesgesetzes über die Raumplanung. Die kantonalen Vorlagen gaben nur wenig Anlass zu Diskussionen, die Parolen wurden einstimmig gefasst:

«Ja» zum Gesetz über die Anpassung des Personalrechts bei Lehrpersonen an der Volksschule, Nein zum Gegenvorschlag – mit Empfehlung, bei der Stichfrage für die Vorlage A zu stimmen. Zum Steuergesetz (Änderung Steuersätze der Grundstückgewinnsteuer) sagt die SVP Wettswil Ja, aber die zwei anderen Vorlagen (Mittelschulgesetz und Beschluss betr. Sanierung der Versicherungskasse) lehnt sie einstimmig ab. Zur Urnenabstimmung betreffend das neue Feuerwehrgebäude mit KaPo-Stützpunkt im Schachen liess sich die SVP durch den Vizepräsidenten, Mike Burri, orientieren. Er hat sich mit diesem Thema als ehemaliger Gemeinderat befasst. Für Wettswil geht

Ein altbekanntes Gesicht zu Gast Zum letzten Mal tagte die Bonstetter SVP anlässlich der Generalversammlung am Freitag, 25. Januar, im katholischen Pfarrheim in Bonstetten. Bei der GV der SVP Bonstetten stellte sich John Appenzeller als offizieller Bezirksratskandidat der SVP vor. Der gelernte Speditionskaufmann und heute international tätige Transportunternehmer erzählte lebhaft über seine private, berufliche aber auch politische Laufbahn. In gewohnt witziger Manier berichtete John Appenzeller, wie er als Angestellter der Transpack AG diese vom Unternehmer übernommen und sie zur GmbH umgewandelt hat. Auch seine Eltern haben ein Zügelunternehmen, welches im Unterschied zur Transpack allerdings nur in der Schweiz tätig ist, daher seien sie keine Konkurrenten, sondern Partner und können so auch ein gemeinsames Büro und Lager betreiben, erklärt Appenzeller. In seiner Freizeit verbringt John Appenzeller am liebsten Zeit mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn Lucien oder er geniesst ein Spiel des FC Servette am TV oder auf der Tribüne. John Appenzeller war auch schon

Gemeinderat in Aeugst und sass für die SVP im Kantonsrat. Dies sind zweifelsfrei Zeugen von der politischen Erfahrung die der 42-Jährige mitbringt, die es braucht um das Amt als Bezirksrat auszuüben. Im Bezirksrat sind im allgemein auch mehr die menschlichen Kompetenzen gefragt als parteipolitisches Geplänkel. Das Publikum war sichtlich überzeugt, dass sich John Appenzeller bestens für den Bezirksrat eignet und auch über die Parteigrenzen hinaus, ein guter Ansprechpartner ist, dem die Sachpolitik und der Bezirk Affoltern als Ganzes am Herzen liegt. Aus der anschliessenden Fragerunde ging hervor, dass die FDP eine Zusammenarbeit mit der SVP einmal mehr ablehnt, was bei den Anwesenden eine sichtliche Enttäuschung zeigte. Die SVP Bonstetten wird daher auch keine anderen Kandidaturen unterstützen und empfiehlt lediglich John Appenzeller zur Wahl.

Entflammte Emotionen Nach dem Abendessen klemmten sich die Anwesenden hinter die prallgefüllte Traktandenliste der GV. In seinem

Jahresbericht liess Präsident Andi Glättli das vergangene Jahr mit den zahlreichen Höhepunkten nochmals hochleben.

Jahr des Umbruchs Von der kantonalen DV, den Hearings für die Schulpflegewahlen der Oberstufe, den unzähligen Sitzungen mit Vertretern von Behörden bis hin zur ausserordentlichen Mitgliederversammlung vor der Gemeindeversammlung im Dezember – das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen eines Umbruchs, der in die Richtung «mehr politisches Engagement» zeigt. Auch für das kommende Jahr stehen mit der Sanierung der Dorfstrasse, dem neuen Schulhaus und vor allem dem neuen Feuerwehrdepot heisse Projekte auf dem Programm der Partei, die schon an der GV für hitzige und emotionale Debatten sorgten. Trotz einer eher langen Generalversammlung wurde dann doch noch der traditionelle Lottomatch durchgeführt. Thomas Wassmer, SVP Bonstetten

es um die Bewilligung eines Kredites von fast 3,3 Millionen Franken. Die heutigen Räumlichkeiten sind nicht mehr zeitgemäss! Obwohl der Kostenverteiler für Wettswil (erneut) «unattraktiv» ist, hat der Vorstand einstimmig beschlossen, die Vorlage zu unterstützen. Die SVP empfiehlt der Bevölkerung von Wettswil, unbedingt am Informationsabend vom 11. Februar, 20 Uhr, in der Aula der Sekundarschule in Bonstetten teilzunehmen, um aus erster Hand über die Vorlage orientiert zu werden und dann am 3. März ein Ja einzulegen. Die Arbeitsgruppe «Dorfentwicklung/Siedlungspolitik» der SVP Wettswil orientierte zum Thema «Betreutes Wohnen im Alter in Wettswil». Man

ist an den Gemeinderat gelangt, um neue Informationen über den Status des Projektes «in Bruggen» zu erhalten. Wenn diese Einrichtung nicht realisiert werden kann, wird sich die Arbeitsgruppe gegen eine Umzonung «im Heissächer» einsetzen. Die SVP hat dem Gemeinderat erneut angeboten, bei der Projektentwicklung mitzuarbeiten. Weil nun schon verschiedentlich durch Behördenmitglieder über bedeutende Zusatzbedürfnisse von Infrastrukturobjekten orientiert worden ist, wurde der Gemeinderat angefragt, wann er eine diesbezügliche umfassende Information der Öffentlichkeit vorsieht. Jürg Comminot, SVP Wettswil

Genf ist nicht Entlebuch Heute gibt es in der Raumplanung eine bewährte föderalistische Arbeitsteilung: sie ist grundsätzlich Sache der Gemeinden und der Kantone, allenfalls auch der Regionen. Der Bund legt nur die Grundsätze fest. Das ist kein Zufall, sondern eine logische Folge der unterschiedlichen Verhältnisse. Die Situation ist in der Stadt Genf anders als im ländlichen Entlebuch, die Siedlungsstruktur in der Stadt Basel ist von jener im Kanton Appenzell Innerrhoden grundverschieden. Die Revision des Raumplanungsgesetzes gäbe dem Bund das Recht, den Kantonen anzeige

detaillierte Vorschriften – etwa zur Ausgestaltung der Richtpläne – aufzuzwingen. Der Föderalismus würde dadurch mit Füssen getreten. Weil die Kantone weniger zu sagen hätten, würden auch die Gemeinden an Autonomie verlieren. In Zukunft würden also die Bundesplanungsbürokraten bestimmen und nicht mehr die demokratisch legitimierte Gemeindeversammlung. Nur mit einem Nein am 3. März können wir diese unschweizerische Zentralisierung verhindern. Manfred Suter, Vize-Präsident HEV Albis


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Dienstag, 5. Februar 2013

Kräftige Farben

Musikalische Magie

Ausstellung «Antlitz» von Jana Kurth in der «KommBox» in Aeugst. > Seite 13

Jahreskonzert des Musikvereins Hausen unter dem Motto «Magic Moments». > Seite 15

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Gute Teamleistung Ämtler Skiakrobaten überzeugten am Weltcupspringen in Deer Valley, USA. > Seite 17

Gastfamilien für Kinder in Not

Verkaufstalente mit sozialer Ader

Für Sommer 2013 sucht Kovive in der Deutschschweiz 250 neue Gastfamilien.

Knonauer Kinder spenden 200 Franken fürs Kispi-Rehazentrum

Serena (7) wohnt mit ihrer Mutter und fünf Geschwistern in einer Banlieue bei Paris. Julian (10) lebt in einer Grossstadt im Ruhrgebiet, die Eltern sind arbeitslos und Hartz IV-Empfänger. Jasmine (9), ist eines von drei Kindern einer alleinerziehenden Mutter im Kanton Zürich. Der gemeinsame Nenner: alle drei kommen aus Familien, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen. Doch noch etwas verbindet sie: alle verbrachten im letzten Sommer wunderschöne Ferien. Dank einer lieben Gastfamilie und der langjährigen Arbeit des Schweizer Kinderhilfswerkes Kovive. Kovive mit Sitz in Luzern setzt sich bereits seit 1954 für Kinder in Not ein. Serena, Julian und Jasmine stehen stellvertretend für rund 1200 Kinder aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Frankreich. Jedes Jahr erleben diese Kinder erholsame Ferientage bei Schweizer Gastfamilien, in Kinderlagern sowie in Familienferien. Für Sommer 2013 werden in der Deutschschweiz 250 neue Gastfamilien gesucht.

Aus eigener Initiative haben sieben Knonauer Kinder über die Weihnachtszeit heisse Getränke verkauft – und damit Geld für einen guten Zweck gesammelt. Kürzlich übergaben sie dem Kinderspital-Rehabilitationszentrum in Affoltern 200 Franken.

Infos: www.kovive.ch; info@kovive.ch,

Zum Alltag der Kinder im Kispi-Rehazentrum gehört nebst den Therapien

Telefon 041 249 20 90.

«Wart ihr denn schon einmal im Kinderspital?», fragt Ruth Meierhofer-Luzi, Leiterin Ökonomie/Verwaltung des Affoltemer Kispi-Rehabilitationszentrums. Die drei Knonauer Kinder Mara, Nicole und Andreas verneinen. Spontan werden sie durchs Haus geführt, lernen die beiden Jungen Kipeesan und Gabriel kennen, die hier in einer Wohngruppe leben, und dürfen sogar in ein Zimmer hineinschauen. Die Einrichtung sei mittlerweile 22 Jahre alt, verrät Ruth Meierhofer, «wir sind am Planen, dass es neue Möbel gibt.»

Einblick in Schule und Kindergarten

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auch die Schule. Kipeesan und Gabriel begleiten die Knonauer Kinder zu den Klassenzimmern und in den Kindergarten. Beide sind sichtlich erfreut über den unerwarteten Besuch. Zusammen mit vier weiteren Kindern aus Knonau haben Mara, Nicole und Andreas 200 Franken Spendengeld gesammelt. Ursprünglich nur zum Plausch hatten sie im Dorf Kaffee, Punsch und Kaffee verkauft. Das «Geschäft» lief gut und so entstand die Idee, etwas vom Geld an Kinder zu geben, die es nicht so leicht haben im Le- Ruth Meierhofer sowie Kipeesan und Gabriel bieten den Knonauer Kindern Nicole, Mara und Andreas ben ... (tst.) (von links) Einblick ins Kispi-Rehabilitationszentrum Affoltern, hier der Kindergarten. (Bild Thomas Stöckli)

Angebot wechselt fast wöchentlich Die Haut als Spiegel «Fänomenal»: Drei Selbstständige unter einem Dach der Gesundheit Stilvolle Cocktailkleider, exklusive Kindermode, Silberschmuck und eine Familiencoiffeurin – passende Ergänzungen zum bewährten Angebot an Secondhand-Kleidung und Kunsthandwerk bei «Fänomenal», Affoltern. Eigentlich wollte sie sich als Verkäuferin bei Doris Schyrr bewerben, schliesslich wurde eine Partnerschaft daraus. Seit Dezember verkauft Nese Abaci ihre Cocktailkleider, Silberschmuck und Kindermode am Fabrikweg 11. «Der Schritt in die Selbstständigkeit war ein Traum von mir», sagt sie, «ich finde es schön, im eigenen Laden zu beraten.»

Für jeden Geschmack und jedes Budget habe sie etwas, versichert Nese Abaci. Regelmässig reist sie nach Istanbul, um ihr Angebot zu ergänzen. So kann sie auch auf ganz gezielte Wünsche eingehen. Ihre Kinderkleider sind teilweise sogar Einzelstücke. Dass Secondhand-Mode weder müffelig noch unübersichtlich arrangiert sein muss, das beweist Doris Schyrr schon seit zwei Jahren. Zentral gelegen – zwar etwas versteckt aber dadurch auch ruhig – erfreut sich «Fänomenal» wachsender Beliebtheit. «Wir versuchen, persönlicher mit den Kunden umzugehen», verrät Doris Schyrr ein Geheimnis ihres Erfolgs. Die stilvollen Cocktail-Kleider von Nese Abaci dürften das Geschäft noch zu-

sätzlich aufwerten. Als «Markenzeichen» bezeichnet Doris Schyrr das fast wöchentlich wechselnde Angebot. Familiencoiffeurin Edith Käslin-Samano Cruz komplettiert das Trio, das sich die Ladenfläche am Fabrikweg 11 teilt. In familiärer Atmosphäre schneidet sie mit südländischer Lebensfreude Gross und Klein die Haare. Selber Mutter weiss sie mit Kindern umzugehen. Und wenn dann das «Mami» auf dem Coiffeurstuhl Platz nimmt – zum Schneiden, Färben und Frisieren, für professionelles Make-up oder Haarentfernung mit Paraffin –, sind die Kinder in der Spielecke bestens aufgehoben. «Fänomenal», Fabrikweg 11, Affoltern. Kontakt Familiencoiffeurin Edith Käslin Telefon 044 760 49 31.

Kräuterkurse bei Ernestine Astecker Die Kräuterkurse von Ernestine Astecker sind mit «Starke Kräuter für turbulente Zeiten und belebende Kräuter gegen den Winterblues» erfolgreich im neuen Jahr gestartet. In diesem Kurs erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Heilkräuter bei Erschöpfung und Müdigkeit die Lebensgeister wecken, bei Nervosität und Unruhe entspannen oder bei Schlafstörungen zu einem erholsamen Schlaf verhelfen. Aufgrund der grossen Nachfrage wird dieser Kräuterkurs am 9. März gleich nochmal durchgeführt. Bereits am 23. Februar gibt es den nächsten Kräuterkurs zum Thema «Die Haut – als Spiegel der Gesundheit». Wahre Schönheit und Gesundheit kommen von innen. Eine zarte, geschmeidige und reine Haut lädt zum Wohlfühlen ein. Die Haut ist unsere Schutzhülle und unser grösstes Sinnesorgan. Die Haut atmet und nimmt Nährstoffe auf. Die Haut ist auch Ausscheidungsorgan und wird oft als «dritte Niere» bezeichnet. Redewendungen wie «das geht mir unter die Haut» oder «es ist zum aus der Haut fahren» belegen die enge Verbindung zwischen Haut und seelischem Empfinden.

Selber ein Kräuterprodukt herstellen

Stilvolle Mode : Neue Cocktailkleider von Nese Abaci (links) und Secondhand-Mode von Doris Schyrr. (Bild Thomas Stöckli)

Heilkräuter werden seit Urzeiten bei verschiedensten Beschwerden angewendet. Als entspannender Tee, stärkende Tinktur, schmerzlindernde Kompresse oder heilungsfördernde

Ernestine Astecker. (Bild zvg.) Salbe aktivieren sie die Selbstheilungskräfte des Körpers und bringen Körper, Geist und Seele ins Gleichgewicht. Wie können einfache Wunden und Verletzungen selbst versorgt werden? Warum wirkt Schachtelhalm bindegewebsfestigend? Was tun bei Hautunreinheiten oder quälendem Juckreiz? Bei welchen Beschwerden helfen Stiefmütterchen oder Zaubernuss? Antworten zu diesen Fragen und wertvolle Tipps gibt der Kräuterkurs von Ernestine Astecker. Die Grenzen der Selbstbehandlung werden aufgezeigt. Die Teilnehmer lernen in diesem Kurs Heilkräuter, Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten kennen und stellen selber unter Anleitung ein Kräuterprodukt her. Die Kräuterkurse finden jeweils an Samstagen von 9 bis 12 Uhr in der Gesundheitspraxis in Jonen, Obschlagenstrasse 2 (im Gesundheitshaus Zum Löwen) statt. Infos und Anmeldung: kontakt@eastecker.ch, www.eastecker.ch, Telefon 043 322 86 70.


veranstaltungen

Auf Stimmreise: Jodlerin Nadja Räss umringt von Bassist Richard Hugener, Klarinettist Dani Häusler und Gitarrist Marc Scheidegger (von links). (Bild zvg.)

Stimmreise im «Rössli» Nadja Räss ist «bi eus ...z Mättmistette» «Wer in den Bergen oder in einem Restaurant einen Naturjodel, also eine Jodelmelodie gänzlich ohne Text hört, dem kann es passieren, dass ihn vor lauter Berührung ein kalter Schauer überkommt oder die Augen sich mit Tränen füllen», sagt Nadja Räss zu ihrem Projekt «Stimmreise». Dieser Gedanke trägt die Produktion und möchte bei Zuhörenden solche Gefühle auslösen. Nadja Räss hat alte Jodelmelodien aus verschiedenen Schweizerregionen zusammengetragen, die heute kaum oder gar nicht mehr gehört werden. Diese Naturjodel sind vielfältig und wie musikalische Dialekte. Manche Melodien werden in ihrer Einfachheit belassen und möglichst orginalgetreu wiedergegeben, andere wiederum sind neu arrangiert. Die Klänge der Berge stehen für Melancholie, Liebe, Fröhlichkeit, Wut, Trauer und vieles mehr. Musik löst nicht nur Gefühle aus, sondern drückt auch Gefühle aus. Der Naturjodel berührt die Seele, Gänsehaut entsteht und die Emotionen machen Sprünge. Denn Gesang, Musik und Jodel sind seit Menschengedenken eine Reise zu sich selbst. Die Stimmreise wird zu einer musikalischen Begegnung mit den magischen,

dunkeln, leichten, heiteren und hellen Klängen unserer Seele. Traditionelle Melodien werden neu interpretiert – und oft entstehen dabei neue Klänge. Das Publikum erlebt hautnah, wie Musik die Gefühle lebendig macht – und was diese auslösen. Wer auf die stimmreise.ch mitkommt, erlebt eine Welt fern der Alltagshektik, voller Überraschungen und zahlreicher Höhepunkte. Jodlerin Nadja Räss, Klarinettist Dani Häusler (SRF Huusmusig), Gitarrist Marc Scheidegger und Bassist Richard Hugener nehmen im Programm «Stimmreise» ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Tour der Gefühle. Die Frauenstimme forscht nach ihrer eigenen Melodie und begegnet dabei einer Klarinette, einer Gitarre und einem EBass. Alle suchen nach ihrem eigenen Lied und damit auch nach dem Sinn des Lebens. Lisa Christen/Erich Neuenschwander Samstag, 9. Februar, 20.15 Uhr, Bühne Rössli, Mettmenstetten. Eintritt 40 (Legi/AHV 35) Franken, Billettreservierung 044 767 02 01, Abendkasse ab 19.30 Uhr. Den Gästen, die im Restaurant Rössli essen, werden Sitzplätze im Theatersaal reserviert. Infos: www.stimmreise.ch / www.maettmi.ch/bieus.

«Romobil» vermischen Appenzeller Streichmusik mit Zigeunermelodien. (Bild zvg.)

Alpstein trifft Balkan «Romobil» im «Pöschtli» Aeugstertal Traditionelle Musikformen weiterentwickeln – das ist das gemeinsame Anliegen der Musiker von «Romobil». Am Sonntag, 10. Februar, spielen sie um 16 Uhr im «Pöschtli», Aeugstertal. Wo mittlerweile alle von neuer Schweizer Volksmusik reden, gehen «Romobil» einen Schritt weiter: Appenzeller Volksmusik trifft sich mit traditioneller Romamusik aus dem Balkan, oder wie es Töbi Tobler ausdrückt: «Drei Serben und vier Appenzeller, uf d’Bühni, und dänn abfahre...». Sieben Musikerfreunde, die sich zum Ensemble «Romobil» zusammenfanden, besinnen sich ihrer musikalischen und biografischen Wurzeln. Die einen spielen in osteuropäischen Musikformationen, die anderen sind in der Appenzeller Volksmusik beheimatet. Sie alle haben das gemeinsame Anliegen, traditionelle Musikformen weiterzuentwickeln. Sie vermischen Appenzeller Streichmusik mit Zigeunermelodien aus dem Balkan. Jazz und experimentelle Elemente gesellen sich dazu.

Ein Ostschweizer All-Star-Ensemble Das Publikum ist immer wieder aufs neue begeistert. Diese Musik ist fröhlich und wehmütig, aber immer heiss, zumal hier ein Ostschweizer All-StarEnsemble aufspielt. Töbi Tobler machte über 20 Jahre mit dem legendären Appenzeller Space Schöttl, mit dem er auch im Pöschtli aufgetreten ist, Furore. Nun kehrt er sozusagen mit einer Art Appenzeller Space Orkestar zurück. Goran Kovacevic und Patrick Kessler begeistern das Publikum mit ihrem Du4sa Orchestra seit Jahren mit einem Mix aus Balkanmusik und Jazz. Und nicht zu vergessen Matthias Lincke, einer der virtuosesten Schweizer Folk-Geiger, den das Pöschtlipublikum von diversen Auftritten mit Doppelbock und eCHo sowie als «Giigämaa» kennenlernen durfte. Zuhörer, welche die Alderbuebe und Goran Bregovic kennen und der Improvisation nicht abgeneigt sind, werden sich gleich zu Hause fühlen. Konzert im Pöschtli Aeugstertal am Sonntag, 10. Februar, 16 Uhr. Essen anschliessend ans Konzert. Reservieren: Telefon 044 761 61 38.


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«KommBox» mit neuer Projektleitung

Jana Kurth präsentiert ihre Werke in der KommBox in Aeugst. (Bild zvg.)

Kräftige Farben – prägnante Strukturen

Die KommBox, das «kleine grosse Kulturengagement auf zwölf Quadratmetern» im Gemeindehaus Aeugst am Albis, wird seit dem letzten Dezember von den beiden neuen Projektleiterinnen Ruth Zimmermann und Inez Zindel betreut. Sie lösen damit Evelyne Stillhard und Tanja Weber ab, welche nach sechs Jahren intensiver Aufbauarbeit und vielbeachteten Ausstellungen per Ende Jahr zurückgetreten sind. Die beiden freuen sich sehr über ihre neue Aufgabe und sind motiviert, weiterhin spannende und abwechslungsreiche Ausstellungen in der KommBox organisieren zu dürfen. Ganz erfreulich ist natürlich, dass das Interesse von vielen Aeugsterinnen und Aeugstern an dieser Kommunikations- und Begegnungsplattform nach wie vor vorhanden ist und einige spannende Projekte bereits angemeldet worden sind. Ruth Zimmermann lebt seit zwanzig

Jahren mit ihrer Familie in Aeugst und hat ihre kreative Aktivität im Bereich Glasfusing vor sechzehn Jahren aufgenommen. Einige Aeugster durften dieses Handwerk bei ihr in Kursen kennenlernen. Später hat sie dann auch zum Farbpinsel gegriffen und etliche Leinwände farblich nach ihren Vorstellungen gestaltet, welche sie zusammen mit den Glasobjekten 2011 in der KommBox zeigen konnte. Inez Zindel Meier, gelernte Buchhändlerin und Typografin wohnt seit 2005 in Aeugst und arbeitet da auch im eigenem Atelier für typografische Gestaltungen. Für die Primarschule Aeugst hatte sie während der letzten fünf Jahre die Gestaltung und Produktion der im Dorf bekannten Informationszeitschrift «schulzeit» übernommen und zeichnet auch für den grafischen Neuauftritt der Schule Aeugst am Albis verantwortlich.

Ausstellung «Antlitz» in der «KommBox» in Aeugst Der enorme Andrang Kulturinteressierter an der Vernissage am 24. Januar liess das Foyer des Gemeindehauses beinahe aus seinen Nähten platzen! Mit der aktuellen Ausstellung «Antlitz» stellt Jana Kurth Frauenporträts und die bildliche Auseinandersetzung mit dem Thema Weiblichkeit in den Vordergrund. Mit der ersten Vernissage im neuen Jahr startet die «KommBox» bereits ins siebte Jahr ihres Bestehens. Eine gelungene Premiere war sie denn auch für die beiden neuen Projektleiterinnen (s. Kasten), welche für die kommenden Ausstellungen verantwortlich zeichnen werden. Sie freuten sich natürlich sehr über die so zahlreich erschienenen Gäste, welche von Ruth

Zimmermann herzlich begrüsst wurden. Ebenfalls eine Premiere war es für die Künstlerin, welche zum ersten Mal ihre Werke in ihrem Wohnort einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht, nachdem 2008 und 2010 in Zürich und Umgebung bereits Ausstellungen stattgefunden haben. Antlitz – das Thema der Ausstellung steht für das Entgegenblickende, für Frauenportraits und die bildliche Auseinandersetzung mit dem Thema Weiblichkeit. Mit seiner kurzen, fundierten Einführung zu Jana Kurths Werkschau weckte Frederick Fuchs bei den Vernissagebesuchern rasch die Lust am Hinschauen, Wirkenlassen, Sich-Einlassen. Es gelang ihm, den Anwesenden den Schaffensprozess auch inhaltlich näherzubringen und ihnen einen persönlichen Einblick in das künstlerische Wirken der Aeugsterin

zu ermöglichen. So verwies er unter anderem auf das Spannungsfeld bei den «Auseinandersetzungen und Paraphrasierungen, wenn zum Beispiel mit ‹Bonnie Parker› geradezu filmreife Szenen auf die statische Darstellung weiblicher Denkmuster in ‹Gewöhnlich – Ungewöhnlich› prallen». Die Künstlerin selbst beschreibt ihr Schaffen so: «Die Bilder, die in der Anfangsphase in Öl und heute in Acryl auf Leinwand gemalt sind, zeugen von meiner Begeisterung im Umgang mit Farben. Die Werke entstehen intuitiv, sind geleitet von Emotionen und Impressionen.» Ausstellung «Antlitz» in der «KommBox» in Aeugst: 24. Januar bis 18. April. Öffnungszeiten: Montag 8 bis 11.30 Uhr, 16 bis 18.15 Uhr; Dienstag 8 bis 11.30 Uhr; Mittwoch 8 bis 11.30 Uhr; 14 bis 16.30 Uhr; Donnerstag 8 bis 11.30 Uhr.

Inez Zindel Meier und Ruth Zimmermann. (Bild zvg.)

Wer wird Millionär? «Die lustige Witwe» – charmante, schwungvolle Operette in Arth In der aktuellen Theatersaison in Arth geht es um die Frage, welcher der Bewerber an die Millionen von Hanna herankommt. Die Inszenierung von Franz Lehárs Operette «Die lustige Witwe» ist ein Genuss für Auge, Ohr und Herz.

die Tanzproduktionen der Gruppe von jungen Mädchen und der Chormitglieder ist auch Theaterleiter Beat Diener stolz. Und er betont die bewusste Förderung der jüngeren Generation – auf der Bühne und in den Saalreihen. Beat Diener weiss, dass jeweils viele Gäste aus dem Säuliamt in die Operette nach Arth kommen und er freut sich darüber. Im Gespräch mit dem «Anzeiger» erklärt er, Arth sei vom Säuliamt aus schnell zu erreichen, es liege ja fast vor der Haustür. Und er ist überzeugt, dass sich der Weg ans andere Ende des Zugersees auf jeden Fall lohnt. «Wegen Meister Lehár, wegen der tollen Bühnenbilder und Kostüme. Und dann auch wegen der authentischen Rollenbesetzung und der sehr hohen Qualität, musikalisch und schauspielerisch.»

................................................... von marianne voss Inhaltlich geht es ums Geld, um Millionen – und um die Liebe. Und natürlich entstehen zuerst noch einige Wirren und Missverständnisse, bis sich die Liebenden endlich in die Arme nehmen können. Hanna Glawari ist bereits kurz nach der Hochzeit mit dem Hofbankier verwitwet. Und sie ist reich. Somit ist sie zu einer begehrten Partie geworden. Ihre Liebe gilt aber nur Graf Danilo. Dieser will jedoch nicht den Eindruck erwecken, sie nur wegen ihres Reichtums zu begehren und vergnügt sich zur Ablenkung mit den Grisetten im Pariser Nachtklub Maxim. In der bekannten und anspruchsvollen Operette «Die lustige Witwe» geht es um Sein und Schein, um echte Gefühle und Glamour. Die Inszenierung überzeugt in jeglicher Hinsicht:

Hanna Glawari (Mélanie Adami) wird von Bewerbern umschwärmt. (Bild Theater Arth) Die Spielzeit dauert bis 23. März. Plätze unter

wunderschöne Kostüme im Stil der 30er Jahre und prächtige Bühnenbilder fürs Auge, bekannte Melodien mit schönen, professionellen Stimmen fürs Ohr sowie humorvolle Sprüche und schwungvolle Tänze fürs Herz.

Vor der Haustür vom Säuliamt Franz Lehár war einer der bedeutendsten Komponisten zu Beginn des 20.

Jahrhunderts. Mit der «Lustigen Witwe» glückte dem 35-Jährigen wohl der beste Wurf seines Lebens. Jedes der Lieder zeugt von grossem Einfallsreichtum. Er trifft den Ton des flotten, pikanten Pariser Lebens im Maxim ebenso wie die romantischen slawischen Stimmungsklänge der Heimat von Hanna und Danilo. Besonders bekannt sind beispielsweise die Lieder «Lippen schweigen» oder «Heut geh

ich ins Maxim», Melodien, die auch auf dem Heimweg noch in den Ohren nachklingen. Für Regisseur Jean Grädel handelt es sich um die zweite Operettenproduktion in Arth und um die Leitung der ersten Tanzoperette. Als solches darf die «Die lustige Witwe» nämlich bezeichnet werden. Tanz sei in diesem Stück keine Zugabe, sondern es werde mit den Tänzen agiert, erklärt er. Auf

www.theaterarth.ch oder Telefon 041 855 34 20.

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Damit es unserem Spital nicht an den Kragen geht. www.verein-zweckverband.ch


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Regionale Institutionen und Heime eingeladen Benefizvorstellung Theater Bonstetten Es hat Schnee gegeben über Nacht. Aber zum Glück sind die Strassen frei und somit führen alle Wege nach Bonstetten und es kommen alle sicher an. Es ist nämlich Theaternachmittag. Der Theaterverein hat auch dieses Jahr wieder die umliegenden Heime und Institutionen zur Benefizvorstellung eingeladen und knapp 120 Zuschauer sind angemeldet. Dank der Gemeinde Bonstetten, den Bäckereien im Amt und der Garage Huber ist dieser Anlass jedes Jahr möglich und nicht nur theatertechnisch ein Erlebnis.

Ein reges Kommen und Gehen im «Wald» auf der Bühne Der Vorhang hat sich geöffnet und sofort waren alle mitten im Wald. Eigentlich sollte es in einem Waldstück ja ruhig und gemächlich sein, aber nicht in dem Waldstück im Bonstetter Gemeindesaal. Schon bald herrscht da ein reges Kommen und Gehen: ein Grosi, ein 40-jähriges Muttersöhnchen, Enkelin, Immobilienmakler, Schwägerinnen, Brüder und Schwestern sind noch nicht alle, die durch

den Wald geistern und die Ruhe vertreiben. Die Schauspieler haben in der Pause die Gäste bewirtet, Kaffee ausgeschenkt und ein feines Dessert serviert. Nach der Stärkung wurde es nochmals dunkel im Saal – und es ist nochmals so richtig rund gelaufen.

Kommendes Wochenende nochmals Alle haben sich gut amüsiert, immer wieder ist einstimmiges Raunen durch den Saal getönt, wenn deftige Sprüche auf der Bühne fielen oder wenn Schlangen, Igel, Ameisen und Spinnen alle aufgeschreckt haben. Auch die Schauspieler hatten Spass, sie fanden das Publikum toll und sind entsprechend in Fahrt gekommen. Wer sich noch von der Dorftheaterluft bezaubern lassen will, der kommt am nächsten Wochenende auf seine Kosten, an der Abendvorstellung am Freitag oder Samstag, um 20 Uhr oder am Sonntag an der Derniere am Nachmittag, um 14 Uhr. Tickets gibt es auf www.ticketino.ch oder an allen SBB Schaltern der Schweiz.

Bekannte Figuren: «Heidi» kommt als Musical für Kinder samt Geissenpeter. (Bild zvg.)

Heidi – farbenprächtig inszeniert Das Musical für Kinder mit Musik von Andrew Bond in Affoltern Heidi, das mutige und liebenswerte Waisenmädchen aus den Schweizer Bergen, hat weltweit Millionen von Kinderherzen berührt. Jetzt kommt «Heidi» als Musical für Kinder samt Geissenpeter, Alpöhi und Ziegen erstmals nach Affoltern.

Der Theaterverein Bonstetten verspricht beste Unterhaltung. (Bild zvg.)

«Notfälle bei Kleinkindern» Ein zweiteiliger MüZe-Kurs für (werdende) Eltern von Kindern bis sechs Jahre. Am 9. und 16. März 2013 von 8.30 bis 13 Uhr findet im Familienzentrum Affoltern ein Notfallkurs mit dem Schwerpunkt Kleinkinder statt. An diesen zwei Samstagen vermittelt Doris Lendi Bandi (Familienfrau, Kursund technische Leiterin Samariterverein) mithilfe einer zweiten Fachperson des Samaritervereins ihr Wissen über Hilfen und Verhaltensweisen, die in Fällen von Stürzen, Verletzungen, Vergiftungen oder Zahnunfällen angewendet werden müssen. Ausserdem erfahren die Kursteilnehmer, was gegen Fieberkrampf und Pseudokrupp hilft und was – nur um einiges zu nennen – eine Epiglottitis ist. Kinder werden während des Kurses in der Hüeti betreut und Säuglinge dürfen mitgenommen werden. Anmeldungen bis zum 1. März an MüZe, Kurswesen, Zürichstrasse 136, 8910 Affoltern, Telefon 044 760 21 13 (Freitagvormittag, sonst Anrufbeantworter) oder kurse@mueze-affoltern-am-albis.ch. Weitere Infos und das ganze Kursprogramm unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.

Der Roman von Johanna Spyri gehört zu den beliebtesten Kindergeschichten überhaupt. Und auch wenn «Heidi» heute schon 130 Jahre alt ist, hat die Botschaft der Geschichte nichts an Aktualität verloren: Neue Herausforderungen gilt es mit Offenheit und Mut

anzunehmen, immer mit dem Herz am rechten Fleck. «Heidi – Das Musical für Kinder» ist mehr als eine Nacherzählung des berühmten Kinderbuches. Es fasziniert die grossen und kleinen Zuschauer mit stimmungsvollen Melodien, einer Herde Geissen und einer rührenden Geschichte. Wie Heidi zum Grossvater auf die Alp kommt, in der Fremde Freunde findet und wieder in ihre Heimat zurückkehrt, das alles und noch viel mehr erzählt dieses fantasievoll und farbenprächtig inszenierte Musical. Heidi erfährt dabei: Die wesentliche Frage ist nicht wo, sondern bei wem man zu Hause ist.

Das renommierte Kreativteam Brigitt Maag und Paul Weilenmann («Karl’s kühne Gassenschau») sorgt für eine herzerfrischende Inszenierung. Und Andrew Bond, der bekannte Kinderliedermacher, weiss nur zu gut, wie er mit seiner Musik die Kinder begeistern kann. Ein kostbares, berührendes und unterhaltsames Stück Heimat für die ganze Familie. «Heidi – Das Musical für Kinder», 10. Februar, 14 Uhr, Kasinosaal Affoltern. Tickets an allen Ticketportal Vorverkaufsstellen, Telefon 0900 101 102 (Fr. 1.19/Min ab Festnetz) oder unter www.kindermusicals.ch.

Spielen, plaudern und lustig sein Knirpse und Eltern treffen sich im MüZe Viele Mütter – Väter sind auch herzlich willkommen – und zahlreiche Kinder freuen sich, einmal pro Woche in den Räumen der MüZe Kinderhüeti, Affoltern, zusammen zu spielen, zu plaudern und lustig zu sein. Was ist denn überhaupt der Knirpsentreff? Mamis und Papis mit ihren einbis dreijährigen Kindern treffen sich regelmässig in lockerer Atmosphäre, aber in festen Gruppen. Neben dem bewährten Nachmittagstreff am Mittwoch wird nun auch die Möglichkeit, am Dienstagmorgen zum Knirpsentreff zu stiefeln, rege genützt. Dies vor allem von Mamis mit älteren Kindern, die am Morgen in Kindergarten oder Schule sind, oder deren Kleinkinder zu lange Mittagsschlaf halten, als dass es noch für den Gang ins MüZe reichen würde. Im Sommer herrscht eher Flaute in den Treffs, Schönwettertage bieten ja bekanntlich genug Alternativen, ausserdem rutschen die dreijährigen Kinder Mitte August in die Spielgruppe nach. Im Herbst und Winter sieht alles anders aus, die KnirpsentreffGruppen füllen sich, jetzt ist man gerne drinnen, gesucht sind angenehme Ausweichmöglichkeiten zum Spielen und Zusammensein, auch wenn es nass, kalt und grau ist! Viele neu zugezogene Mütter versuchen via Knirpsentreff erste Kontak-

te zu Frauen in derselben Lebenslage zu knüpfen, aus der sozialen Isolation auszubrechen, welche Geburt des Kindes, Aufgabe der Erwerbstätigkeit und Umzug möglicherweise mit sich bringen. Es können tiefe Freundschaften entstehen. Der Knirpsentreff scheint im ganzen Bezirk Affoltern ein echtes Bedürfnis abzudecken. Im MüZe an der Zürichstrasse 136 in Affoltern trifft man sich auch in Zukunft. Infos bei caroline@heini.info oder unter www.mueze-affoltern-am-albis.ch.

Ein Knirps wartet auf seinesgleichen. (Bild zvg.)

Spurt durchs Seleger Moor. Diesen Frühling ist der Türlersee Spielort. (Bild zvg.)

Theater am Türlersee Ein Frühlingslager mit dem «Fahr.Werk.ö!» Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Theater am Türlersee! Während einer Woche stehen die sechs Theaterwagen auf dem Camping beim Türlersee. Gemeinsam leben und wohnen die jungen Schauspieler und die Theaterleute in den Wagen. Die Bühne wird die ganze Uferlandschaft sein. Zusammen mit vier Theaterleuten vom «Fahr.Werk.ö!» werden 24 Kinder und Jugendliche ein Theater selber entwickeln, das inspiriert ist von dieser wunderbaren Landschaft. Die Zuschauer werden von Akt zu Akt, von Bühnenbild zu Bühnenbild wandern. Es gibt keine Haupt- und Nebenrollen; jeder und jede erfindet ihre Rolle selber und auch ihren Text dazu. Zudem: Theater ist nicht nur Text: Es kann auch Bewegung, Tanz, nonverbales und mimisches Spiel sein. Aus den Ideen, Figuren und kleinen Geschich-

ten entwickeln die vier Theaterleute im Laufe der Woche eine grosse Geschichte voller Tempo und Witz, voller lauter und stiller Momente. Höheund Schlusspunkt ist die öffentliche Vorstellung am Freitag. 3. Mai, 18 Uhr. Das «Fahr.Werk.ö!» wird alljährlich von einer engagierten Elterngruppe eingeladen, welche die Woche organisiert. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Das gemeinsame Kochen und Essen im Küchenwagen, das Spiel in der Freizeit, das «Hängen» im Wagen, die unheimliche Gutenachtgeschichte gehören genau so dazu wie das Theaterspielen am Tag. Theaterlager mit Kindern und Jugendlichen aus dem Knonauer Amt beim Camping Türlersee vom 29. April bis 3. Mai, Vorstellung, 3. Mai 18 Uhr. Info und Anmeldung: info@urslauber.ch 079 661 16 51, www.fahrwerk-oe.ch.


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Musikalische Magie mit Harmonie Hausen Jahreskonzert des Musikvereins unter dem Motto «Magic Moments» Es gab für jeden Geschmack einen Leckerbissen. Der Musikverein Harmonie Hausen begeisterte am vergangenen Wochenende das Publikum mit Filmmusik, Pop, Klassik, Musical aber auch mit volkstümlichen Klängen. ................................................... von marianne voss Mit Pauken und Trompeten eröffnet der Musikverein Harmonie Hausen unter der Leitung von Rägle Brawand das Jahreskonzert. Eng sitzen die knapp 60 Musikanten auf der bereits mehrmals vergrösserten Bühne. «Wenn die so weiter machen, hat das Publikum bald keinen Platz mehr im Saal», murmelt der Herr gegenüber humorvoll anerkennend. Der Auftakt ist festlich und klanggewaltig. Und das, was folgt während des ganzen Abends, ist ein Leckerbissen nach dem andern. Wie seit vielen Jahren führt Hasso (Martin Hess) als Moderator

charmant durch das Programm. Er erklärt die Werke, preist die kulinarischen Angebote an und weist auf den spannenden Quiz hin. Unter dem Motto «Magic Moments» präsentiert der Musikverein ein abwechslungsreiches Programm auf musikalisch sehr hohem Niveau. Das Publikum geniesst die Klänge aus verschiedenen Stilrichtungen von Pop oder Musical bis zu Klassik und Volksmusik. Ein ganz besonderer Höhepunkt ist die Ouvertüre zur Oper «Die diebische Elster» von Rossini, ein anspruchsvolles klassisches Werk, in welchem die Flöten das verspielte Trillern der Elster nachahmen. Das folgende Stück «Csardas» mit einem virtuosen Klarinettensolo von Gabi Rohner erhält so viel Applaus, dass es gleich wiederholt werden muss.

Einfühlsam interpretiert Das Programm führt weiter in die romantisch melancholischen Klänge aus dem Musical Chess und macht auch ei-

nen Abstecher in die irische Musik. Nach der Pause spielt der Verein Werke aus der Filmmusik von 633 Squadron und Lion King. Und natürlich fehlen mit einer lüpfigen Polka und einem mitreissenden Marsch auch die volkstümlichen Klänge an diesem Abend nicht. Die Musikerinnen und Musiker verstehen es, jedem Stück seinen eigenen Charakter zu geben und die Stimmungen einfühlsam zu interpretieren. Das geschieht durch eine differenzierte Dynamik und musikalische Professionalität, aber auch durch das persönliche innere Engagement beim Musizieren. Die Dirigentin strahlt dieses Engagement aus. Beim Zuschauen sieht und spürt man, dass sie mit jedem Ton innerlich mitlebt – und ebenso tun es ihre Frauen und Männer im Orchester. Auch nach der offiziellen Verabschiedung durch den Präsidenten, Ueli Imhof, ist nicht einfach Schluss. Das Publikum verlangt noch mehrere Zugaben. Und die Dirigentin ist nach dem Konzert auch wirklich zufrieden

Virtuoses Klarinettensolo von Gabi Rohner unter der Leitung von Dirigentin Rägle Brawand. (Bild Marianne Voss) mit der Leistung und betont: «Die Mitglieder sind ja alle Laienmusiker. Sie machen ihre Sache wirklich sehr gut.» Bis in die frühen Morgenstunden geniesst man noch das Zusammen-

sein, schwingt das Tanzbein zur Musik des Duo Galaxis oder genehmigt noch einen Drink in der Höckler-Bar. Infos zum Musikverein Hausen unter mvhausen.ch.

Lautmalerisch im Lichterglanz

Sehr schön und sehr kalt

Der Stimmakrobat Martin O. bot Affoltern eine vielseitige Show

«Erlebnisse» in St. Gallen und Herisau

Was nebulös begann, kristallisierte sich zu einer präzisen und gekonnten Präsentation dessen, was die menschliche Stimme an Klängen und Tönen zu formen vermag. Der Toggenburger Martin O. zauberte mit seiner Stimmakrobatik Illusionen erster Güte.

St. Gallen und Herisau, zwei sehr schöne «Textil-Orte» in der Ostschweiz, waren für «Erlebnisse» am 26. Januar eine Reise wert und vermochten durch ihre Schönheit, ihre Geschichte und ihren Charme zu gefallen.

................................................... von denise bohnert Die Aula Ennetgraben ist voller – Nebel?! «Das gehört zur Show», verlautet von der KiA, Kulturkommission Affoltern, welche den Stimmakrobaten Martin O. letzten Samstag präsentierte. Effekte nicht nur lautmalerischer Art, auch in Form von Licht, sind Elemente im Auftritt des Solokünstlers. Einige Preise hat er in seiner langjährigen Bühnenkarriere abgeräumt; letztes Jahr den deutschen Kleinkunstpreis, der zum vierzigsten Mal verliehen wurde – den ersten erhielt 1972 Hanns Dieter Hüsch, Franz Hohler den zweiten.

Latino, Japaner und Schwiizerdütsch «Locomotion», das erste Stück, noch ohne Looper, klingt schon wie eine ganze Band. Ist da nicht doch ein Rhythmusinstrument im Spiel? Das Zwerchfell dieses Mannes ist durchtrainiert, sanfte Stimme, groovy Rhythmen. Und beim zweiten – «Every breath you take» in Schweizerdeutsch – ein kleiner Faustschlag auf das Kästchen neben ihm, der Loop läuft mit, schon singt er zweistimmig. Hoch hinauf schwingt seine Stimme in reinem Klang, präzise in den Details, gekonnt und mit Leichtigkeit – Bobby McFerrin? Herzensbrecherlatino, sexy Amerikanerin, sich zierende Französin: ein kleiner Flirt zu dritt; auch weibliche Stimmen kommen ihm leicht über die Lippen, die Posen der Chicitas sind subtil. Ein Gespräch von zwei Japanern: Zuerst spricht er den einen, mit Pausen, die er dann mit den Antworten des andern füllt. Thema ist die KiA, so viel lässt sich aus dem Kauderjapanisch heraushören. Humor schwingt immer mit.

Der Magier und sein Kästchen Martin O. stellt nun seinen Bühnenpartner, das Kästchen mit den sieben Knöpfen, «aus Hochgebirgstannenholz

Eine Stimme, ein Mikrofon, ein Kästchen – zauberhafte Klangbilder von Martin O. (Bild Denise Bohnert) vom Appezöll, wie ich», vor. Mit Beatbox – alles ohne Anstrengung – setzt er Schlagzeug und Percussion. Knopfdruck, Bass dazu, darüber eine Begleittrompete, eine heulende E-Gitarre und mehrere Singstimmen! Auch das Mikrofon ist ein Instrument, je näher er dran ist, desto heftiger sind die Bässe. Nimmt er es gar in den Mund, hört man bis in die Abgründe und Tiefen seines (Klang-)Körpers. Das alles nutzt er, um die vollkommene akustische Illusion herzustellen. Überhaupt ist sein Auftritt mit der farbenreichen und gross angelegten Lightshow, mit Blitzen, Glitzern und Echo, der eines Magiers. Er mimt Feuerwerkskörper – ja sie sind «real»!

Akustische Spielchen Er mag das Spielerische, gibt Klangrätsel auf, singt Aktienkurse oder futuristische Visionen, Hörgeschichten ohne Worte, ein Glockenspiel, ein Toggenburger Jodel- und Zauerquartett samt

Fünfliberschüssel, singt Circlesongs mit sich selber und springt gar ins Publikum, wo er ein Lachgeräusch «stiehlt». Das nimmt er mit auf die Bühne, spannt es in seine Technik ein und improvisiert dazu. Ein kleines Universum entsteht … (Diesen Song bekommt man zugeschickt, wenn man sich auf seine Mailingliste setzt.) Überraschend greift Martin O. dann doch noch zu einem Instrument, einer Geige, die er streicht, zupft und schlägt. Das O im Künstlernamen illustriert nicht etwa das Looping, wie man annehmen möchte, sondern seine Mitte, das Zwerchfell, wo die meisten seiner Töne entstehen. Aber der Kreis als perfekte Form beschreibt auch seine geschliffene, man möchte fast Hochglanzkunst sagen und man wünscht sich etwas «meh Dräck». Nichtsdestotrotz applaudierte das Publikum begeistert und seine Zugabe zitierte dann doch noch Bobby McFerrin: Don’t worry, be happy.

Am vorletzten Samstag machten sich um 7.26 Uhr 33 Personen mit der Bahn auf den Weg, die beiden Ostschweizerstädte St. Gallen und Herisau kennen zu lernen. Diese Stadtbesichtigungen im tiefen Winter haben bei «Erlebnisse» Tradition und gehören für viele Leute zum Start ins neue Jahr. Um 9.30 Uhr starteten dann in St. Gallen die beiden Gruppen zu den Stadtführungen. Kaum gestartet, wurde klar, dass die Textilindustrie die Altstadt geprägt hat und die erfolgreichen Unternehmen sehr schöne und stattliche Firmensitze erstellt haben. Die beiden Stadtführerinnen konnten über viele Details und Besonderheiten berichten und es wurde auch klar, dass die Textilindustrie weltweite Beziehungen brachte und auch einen grossen Reichtum. Diese weltweiten Beziehungen wurden auch mit Verzierungen an den Häusern dargestellt oder die Figuren (Köpfe) schauten mehrheitlich nach Westen (nach Frankreich und Zürich). Besonders war auch der von Pipilotti Rist kreierte Rote Platz. Der Platz passt bestens in die Altstadt und hat einige besondere Details, die zum Schmunzeln anregen ... Was wäre aber ein Besuch von St. Gallen, ohne die weltbekannte Stiftsbibliothek? Mit schönen Filzpantollen an den Füssen betraten wir die hochinteressante und sehr grosse Stiftsbibliothek und hatten dank der Informa-

tionen der Führerrinnen einen sehr guten Einblick über die Ausstellungsgüter. Ein Besuch der Bibliothek allein wäre eine Reise wert gewesen. Nach dem anschliessenden Kurzbesuch in der riesigen Kirche war die Zeit in St. Gallen wie im Flug vorbei und mit dem 11.23-Uhr-Zug ging es weiter nach Herisau. Frisch gestärkt und wieder aufgewärmt begann dort um 13.45 Uhr die Führung. Diese viel kleinere Stadt versuchte vieles vom grossen St. Gallen zu übernehmen, vornehmlich die Textilindustrie. Dies gelang auch, aber eben viel viel kleiner. Eindrücklich auch, wie sich das kleine Herisau zwischen die Hügel hineingepasst hat und sich dementsprechend auch nicht gross ausdehnen konnte. Im Stadtkern von Herisau sind die meisten alten AppenzellerHäuser durch moderne Bauten und auch Glaspaläste ersetzt worden, von denen nicht alle zu gefallen wussten. Die schönen Altbauten sind jedoch in den hinteren Gassen zu besichtigen und zu bestaunen. Herr Fuchs, der einheimische Stadtführer, konnte uns Herisau eindrücklich näherbringen. Kurz nach 16 Uhr verliess die Gruppe Herisau mit dem Voralpenexpress in Richtung Toggenburg und Rapperswil und schliesslich mit der S15 zurück ins Knonauer Amt. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die beiden Orte der Gruppe sehr gefallen haben und einige der Teilnehmenden sich so geäussert haben, dass sie im Sommer den einen oder andern Ort nochmals besuchen wollen. Otto Steinmann Fotos zu diesem und anderen Erlebnissen unter www.erlebnisse.ch/fotoalbum.

«Erlebnisse» in der Ostschweiz: Ein Teil der Gruppe in Herisau. (Bild zvg.)


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Dienstag, 5. Februar 2013

Ämtler Eishockeyaner machen Boden gut

Tanja Schärer (5.) und Christopher Lambert (8.) beste Schweizer

EHC Affoltern-Hedingen – Bassersdorf 10:4

Weltcupspringen der Skiakrobaten in Deer Valley, USA

Der EHC Affoltern-Hedingen lehnt sich weiter gegen den drohenden Abstieg auf. Die Säuliämtler besiegen Bassersdorf II klar mit 10:4.

Tanja Schärer kommt dem Podest immer näher. Weniger als drei Punkte trennten sie beim Weltcupspringen der Skiakrobaten in Deer Valley bei Salt Lake City, USA, noch davon. Mit einem weiteren achten Platz überrascht der Rückkehrer Christopher Lambert aus Mettmenstetten.

Nach der klaren 1:11-Niederlage vor Wochenfrist gegen Illnau-Effretikon II hat Affoltern-Hedingen zu Hause gegen Bassersdorf II auf eindrückliche Weise reagiert. Die Säuliämtler schicken ihren Gegner mit einem 10:4 (4:2, 3:1, 3:1) nach Hause. Es war erst der zweite Affoltemer Sieg in der regulären Spielzeit. Die Gastgeber erwischten dabei einen guten Start. Ehe es sich die Gäste gewahr wurden, lagen die Säuliämtler schon mit 3:0 in Front. Die Tore waren allesamt schön herausgespielt. Die Gäste versuchten zwar immer besser sich gegen das drohende Schicksal aufzulehnen, aber Affoltern wusste weiter zu gefallen und lag vor dem ersten Pausentee mit 4:2 in Führung. Im zweiten Abschnitt ging es im gleichen Stil weiter. Bis zur 31. Minute schossen die Gastgeber drei weitere Tore zum 7:3. Die Partie war damit bereits entschieden. Letztlich siegten die Affoltemer auch in der Höhe verdient mit 10:4. Herausragender Spieler war dabei Flügel Marco Kälin, der fünf Skorepunkte (2 Tor/3 Assists) erzielte. Aber auch alle anderen Akteure verdienten sich kämpferisch gute Noten. Mit dem ersten Stängeli in der laufenden Meisterschaft haben die Affoltemer zwar die rote Laterne nicht abgeben können, aber sie haben sich ans rettende Ufer herangearbeitet. Die Punktedifferenz zum 8. Platz (Limmattal Wings) beträgt derzeit nur noch vier Punkte. Und für Affoltern-Hedingen stehen noch drei Partien auf dem Programm. Gegenwärtig sind vier Teams in den Abstiegskampf verwickelt. Es sind dies Affoltern (14 Punkte), Engelberg-Titlis (15 Punkte), Glar-

ner EC (16 Punkte) und die Limmattal Wings (18 Punkte). Die schlechtesten Karten hat dabei der Glarner EC. Die Glarner haben nur noch ein Spiel vor sich (am 16. Februar gegen Affoltern-Hedingen). Am nächsten Samstag treten die Säuliämtler auswärts gegen DielsdorfNiederhasli II an. Dann folgen am dritten Februarwochenende die Partien gegen Engelberg-Titlis (15. Februar) und gegen den Glarner EC. Die Affoltemer haben dabei noch alle Trümpfe in der Hand, um dem drohenden Abstieg noch zu entrinnen. Dabei kann die Devise derzeit nur lauten: Punkten, Punkten, Punkten. Gegen Dielsdorf-Niederhasli II konnten die Affoltemer das Hinspiel (6:5 nach Verlängerung) gewinnen. Mit einer gleich guten Leistung wie gegen Bassersdorf II liegen auch im Zürcher Unterland Zählergewinne im Bereich des möglichen. Thomas Winter EHC Affoltern-Hedingen - Bassersdorf 10:4 (4:2, 3:1, 3:1). - Bossard-Arena. - 45 Zuschauer. - SR: Halberstadt, Wettstein. - Tore: 5. Kälin (Bischofberger, Joel Nietlisbach) 1:0. 11. Binzegger (Joel Nietlisbach) 2:0. 13. Bischof (Kälin, Sattlegger) 3:0. 13. Ehrat (Ehrensperger) 3:1. 15. Bischofberger (Heller, Binzegger) 4:1. 19. Wohlgemuth 4:2. 22. Rüeggsegger (Kälin, Bischofberger) 5:2. Sattlegger (Bischof, Kälin, Ausschluss Ehrensperger) 6:2. 31. Bischofberger (Heller) 7:2. 37. Löffel (Ritter, Ausschluss Sidler) 7:3. 44. Toggenburger (Bärtsch) 8:3. 47. Kälin (Sattlegger, Ausschluss Sidler!) 9:3. 47. Löffel (Ausschluss Sidler) 9:4. 51. Toggenburger (Xavier Nietlisbach) 10:4. -

Und noch ein achter Platz – diesmal für Chrisi Lambert Was in der Qualifikation nach einer klaren Sache für die Chinesen aussah, endete schliesslich ohne Podestplatz

für die Asiaten. Das in Deer Valley gesetzte Wettkampfformat (zwölf qualifizieren sich für den Final 1, acht für den Final 2 und vier für den Superfinal) wird auch an den Weltmeisterschaften ausgetragen und lässt den Ausgang bis zum Schluss offen. So siegte letztlich der Weissrusse Maxim Gustik, der vorgängig nur ganz knapp die Qualifikation geschafft hatte. Als bester Schweizer darf sich Chrisi Lambert über seine weiter ansteigende Form freuen. «Ich Rang acht für Rückkehrer Christopher Lambert. (Bild zvg.) hatte ein wirklich gutes Gefühl bei meinen Sprüngen», zehnten Rang begnügen. Viel Pech für meint der 25-jährige Mettmenstetter, Andreas Isoz, der bei seinem schwieriund Michel Roth bestätigt, dass es gen und schön gestandenen Sprung etChrisi unter den Schweizern im Mo- was gar streng beurteilt wurde und ment am besten gelinge, wirklich den Finaleinzug bei 110.18 Punkte um grosse Sprünge zu zeigen. «Er kommt winzige 0.04 Punkte verpasste. Einen auch mit etwas mehr speed auf die eher humoristischen Höhepunkt setzSchanze, wenn er das umsetzen kann, te der 51-jährige US-Amerikaner Clyde dann gibts schon mal gute Haltungs- Getty, der mit einem sauber gestandenoten». Thomas Lambert konnte einen nen und geschraubten Rückwärtssalto sehr guten Sprung im ersten Final die zahlreichen Zuschauer zu verblüfnicht stehen und musste sich mit dem fen vermochte.

EHC Affoltern-Hedingen: El Nadeim; Rüeggsegger, Bischof; Pfister, Joel Nietlisbach; Sidler; Binzegger, Heller, Bärtsch; Kälin, Sattlegger, Bischofberger; Jud, Toggenburger, Xavier Nietlisbach. - Bemerkungen: Affoltern ohne Bechelen, Bitzi, Burch, Strebel, Risi, Brügger. 8. Time-Out Bassersdorf. - Strafen: Affoltern 4-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Pfister); Bassersdorf 4-mal 2 Minuten plus Matchstrafe (Gei-

«Jetzt fühle ich mich als richtige Skiakrobatin»

ger).

Podest für Luca Schuler Swiss Freeski Open in Davos Über 50 nationale Rider trafen sich am Samstag zum Big Air Contest am Swiss Freeski Open in Davos. Wind und teilweise starker Schneefall erlaubten nur den allerbesten Ridern dreifache Sprünge.

«Mit der Mannschaftsleistung bin ich insgesamt zufrieden», meint Michel Roth, der Schweizer Trainer, «was mir noch fehlt ist das i-Pünktlein. Die Spitze liegt so nahe zusammen, da müsste ein Podestplatz wirklich drinliegen». Nicht mehr weit davon entfernt ist Tanja Schärer. Mit weniger als drei Punkten Rückstand verfehlte sie den Einzug in den Superfinal der besten vier nur knapp und hat eigentlich schon einen Fuss auf dem Treppchen. Durch eine kleine Knieverletzung musste sie das Training leicht reduzieren, arbeitet aber erfolgreich am Schwierigkeitsgrad ihrer Sprünge und kann sich laufend steigern. «Es macht echt Spass, die eigenen Fortschritte zu sehen, das gibt mir Mut, Zuversicht und den Kick für den nächsten Wettkampf», freut sich die 23-jährige Urdorferin.

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Bei diesen lief der Contest nicht für Vorjahressieger Rico Schuler. Nachdem er die Qualifikation mit über drei Punkten Vorsprung klar für sich entscheiden konnte, warfen ihn in den Night Finals (zu) schlecht belohnte Style Tricks stark zurück. Sauber gestandene technische Sprünge liessen ihn zwar vom 9. Zwischenrang auf den 4. Rang vorrücken, das Podest verfehlte er dennoch mit knapp zehn Punkten Rückstand klar. «Nicht so schlimm», meinte der Mettmenstetter Nati-Trainer Misra Noto, der erst kürzlich aus den USA zurückgekehrt ist. Wichtig sei die Praxis und hoffentlich mehr Glück in den nun folgenden internationalen Contests und im Weltcup. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem hohen Niveau dieses nationalen Contests und freut sich auf weitere gute Resultate seiner Schützlinge. (spe)

Bei den Rookies gelang Luca Schuler die Finalqualifikation, die er sich mit einem sauber gestandenen Cork 720 Tail to Truck Driver Grap und im zweiten Run mit einem stylischen Backflip (Bild) verdiente. Im Final reichte ihm sein Double Cork 1080 zum 3. Rang, wo er sich wiederum seinen Dauerkonkurrenten Andri Ragettli (1. und Tourleader der Swisscom Freeski Tour) und Fabian Bösch (2.) geschlagen geben musste. Die vier besten Rookies qualifizierten sich ebenfalls für die Night Finals der besten 10 Männer. Dort gelangen den starken Rookies wiederum gute Sprünge. Der Modus änderte sich Resultate unter www.swisscomfreeskitour.ch. vom rein technischen Wettbewerb in den Finals: Je der bessere von zwei stylischen und zwei technischen Tricks wurden zusammengezählt und daraus die besten Rider ermittelt. Die Rookies erreichten zwar das Podest nicht, konnten aber doch einige Männer hinter sich lassen. Luca Schuler. (Bild Ruedi Flück)

Sechs junge Skiakrobaten aus dem Regionalkader Freestyle Aerials des Zürcher Skiverbandes ZSV, haben am vergangenen Wochenende erste Schneeerfahrungen in Airolo gemacht. Neben viel Freude gab es auch einen Sieger. Eigentlich sind sie ja Wasserratten, die sechs Mädchen und Buben, die sich am Samstag in Airolo erstmals über eine richtige Skiakrobatikschanze gewagt haben. Bis zu diesem Zeitpunkt trainierten die Mädchen und Buben zwischen sieben und zwölf Jahren wöchentlich im Mettmenstetter Jumpin. Mit ihren Sprüngen ins Wasser bereiteten sie sich auf ihre Schneesprünge vor. Verständlich, dass sie sich gefühlsmässig irgendwo zwischen «endlich ist es soweit» und «wenn das nur gut geht» befanden. «Ein Sprung im Schnee ist zwar nicht wesentlich anders, als auf der Wasserschanze», meint Manu Müller, Trainerin und Betreuerin des Regionalkaders, fügt aber bei, dass es schon ein wenig Überwindung braucht, jetzt plötzlich im Schnee zu springen. Als ehemalige Weltcup-Springerin muss sie es wissen. «Natürlich beginnen wir mit einfachen Sprüngen, die jedes Kind schon x-mal auf der Wasserschanze gesprungen ist – Sicherheit steht bei uns an erster Stelle».

Mit viel Freude in den ersten Wettkampf Die Freude über ihre ersten echten Sprünge steht den Kindern ins Gesicht geschrieben. «Jetzt fühle ich mich als richtige Skiakrobatin», meint die 10jährige Nina Mattig aus Obfelden, die wie die meisten einen Strecksprung und einen Grätschsprung über die Schanze wagt. Und auch der erst 7-jäh-

Gute Laune im Regionalkader der Skiakrobaten. (Bild zvg.) rige Alon von Schulthess vom SC Hausen und wohnhaft in Rifferswil, kann es kaum erwarten, endlich einen echten Sprung zu zeigen, den er auch gleich mit «so cool» quittiert. Als Höhepunkt des Tages steht der erste offizielle Wettkampf auf dem Programm. Es geht um den Regio-Cup und da geben sich die Kleinen schon richtig professionell. Mit viel Konzentration und Ehrgeiz zeigen sie vor den Kampfrichtern ihre besten zwei Sprünge. Und spätestens da wird klar, dass in diesen Jungtalenten noch viel Potenzial steckt. «Es ist super, wie die das alles so tip-top umsetzen», freut sich Manu Müller und lächelt stolz. Erster Sieger des Regio-Cups wurde der 12-jährige Noé Roth aus Baar. Er sprang nicht nur als einziger einen Vorwärtssalto, sondern machte dies auch richtig gut.

Spass und mehr «Es gibt noch einige Plätze im Team», meint Manu Müller und zählt auch gleich einige positive Punkte auf, wel-

che die Kinder in ihrem Kader schnell lernen. «Viel Spass ist dabei und wir trainieren generell eine grosse Beweglichkeit. Dazu müssen sie lernen, sich voll und ganz zu konzentrieren, das A und O eines Skiakrobaten». Auf die Frage nach den idealen Voraussetzungen winkt Manu Müller ab und meint, «natürlich wären z.B. Erfahrung im Kunstturnen ideal, doch in diesem Alter ist jedes Kind, das sich gerne bewegt und Freude am Skifahren hat bei uns willkommen. Wir trainieren jeden Dienstag und Donnerstag von 17 bis 20 Uhr (auch im Winter) auf dem Trampolin im geheizten Zelt im Jumpin in Mettmenstetten – einfach mal reinschauen». Gutgelaunt und hochmotiviert, sich weiter zu verbessern, kehren die Mädchen und Buben am Abend nach Hause. Rangliste: 1. Noé Roth (Jahrgang 2000), Baar; 2. Alon von Schulthess (2005), Rifferswil; 3. Manuel Bouvard (2000), Zürich-Wollishofen; 4. Nina Mattig (2002), Obfelden; 5. Maxime Hartmann (2002), Mettmenstetten; 6. Silvan Mattig (2004), Obfelden.


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