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November 2012

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AUTOS IM FADENKREUZ •

Branchensitten Ein Autohändler klagt an

Gipfeltreffen Resolution gegen GVO-Wegfall

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Sprung ins Leere

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Ansicht

wei Milliarden Menschen sahen den ehemaligen Salzburger Kfz-Mechaniker Felix Baumgartner aus der Stratosphäre springen. Er schrieb damit Mediengeschichte. Gratulation! Mission Stratos: Was bringt es den Menschen, außer dass wir jetzt wissen, aus über 39 Kilometer dieses Wagnis überleben zu können. 10 Millionen Euro oder mehr kostete das Spektakel und wurde vom Getränkehersteller Didi Mateschitz finanziert. Das chauvinistische Österreich hat seinen Helden. Extrem pur!

Helmuth H. Lederer: „Zur Freude und auch zum immer wieder erneuten Nutzen unserer so geschätzten Leser und Partner erscheint die A&W.“

• Extrem ist auch die Autobranche. Ein Rekord jagt dabei den anderen und man hetzt sich selbst zu Tode. Alles guckt auf die Außenwirtschaft, im Wesentlichen auf den staatspolitisch gesteuerten Exportwert, während die Privatwirtschaft weiter unter Absatzproblemen und unter sinkenden Erträgen leidet. Jetzt rächen sich die verschleppten Reformen: Statt Mittelstand, Dienstleistungen und private Haushalte (durch Arbeitsplätze, die Kaufkraft brächten) zu stärken, verlässt man sich weiter auf Außenhandel und Vater Staat. Wahlzeit ist (wann eigentlich nicht?) und da finden derartige Gedanken kaum politisches Gehör.

Gerhard Lustig: „Von allem gibt es zur Zeit zu viel und dennoch ebnet Qualität den Weg zum Erfolg. AUTO & Wirtschaft ist unser Leistungsausweis und für die Wertschätzung danken wir unseren Unterstützern und Lesern von ganzem Herzen.“

• Still und leise warten die Markengewaltigen auf die neue Vertriebs-GVO Mitte 2013. Dann schlägt es für viele Kfz-Betriebe 13. Es gibt zu viele autorisierte Servicebetriebe, der Markt ist inzwischen zu klein geworden. Dazu die exorbitanten Auflagen, die von den Autohaltern vielfach bereits als „obszön“ empfunden, in extreme Service- und Wartungskosten münden.

„25 Jahre AUTO & Wirtschaft“, unsere aktuelle Sondernummer, verleitet mich einmal mehr zum Nachdenken. So nach dem Schema: war – ist – wird! „Wir bringen, was andere weglassen“, dieser Satz auf dem blütenweißen Jubiläumscover macht stolz. Stolz auf eine unabhängige und frei schreibende Redaktion. „Unkonventionell, pointiert, manchmal auch spitz“ – wie unsere „branchenfremde“ Sonderheftmacherin Elisa Gregor unseren Arbeitsstil trefflich charakterisiert. So bringt sie auch den Unterschied von uns zum Wettbewerb auf den Punkt. Das Abschreiben von Pressetexten ist unsere Sache nicht. Jede Meldung wid individuell und zeitaufwendig auf Zusatzinformationen „abgeklopft“. Reine Gefälligkeitstexte sind bei uns ein „No-Go“.

• Uns wird stabile wirtschaftliche Lage suggeriert, obwohl der Konsum unserer Mittelschicht einbricht und die Inflation weiter steigt. Extreme, die nicht vor laufender Kamera passieren. Jetzt werden langjährige Stützen in den Kleinbetrieben abgebaut, die man bisher für unentbehrlich gehalten hat. Die Dienstgeber können – wollen – sich diese Leute nicht mehr leisten. Immer mehr Geringverdiener haben immer weniger Geld zum Ausgeben. Das wirtschaftlich bislang stabile Österreich produziert den Massenabsprung in die soziale Leere. Und alle schauen wir TATENLOS zu. Das ist noch extremer! Ihr

War, ist, wird!

AUTO & Wirtschaft schreibt seit 25 Jahren, was andere weglassen

AUTO & Wirtschaft

Unser Team ist ausreichend mit Spitzenkräften besetzt und geht beherzt an jedes Thema heran. In jeder Nummer bleiben wir diesem Grundsatz treu. Stolz bin ich auch auf unseren Weg in die Zukunft. Mit den angestammten Printmedien, etwa unserem seit 43 Jahren wöchentlich aufgelegten AUTO-Informationsdienst, unserer elektronischen AUTOinfo4you. Unsere vielen Aktionen – alles Werkzeuge und Möglichkeiten zum so wichtigen Networking. Die Eigentümerstruktur unserer A&W-Publikationen ist auch gesichert. Neben der Mitarbeiterbeteiligung kümmert sich zunehmend mein Schwiegersohn Peter Affolter, der aus der heute so wichtigen digitalen IT-Welt kommt, um die weitere Verlagszukunft. Sein von mir übernommenes Anliegen ist die weiterhin unabhängige Redaktion. Danke, Ihr

• November 2012

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s 4-5 inhalt **GKUokmue_Layout 1 05.11.12 17:01 Seite 2

Inhalt

Der elektronische Informationsdienst für die österreichische Automobilbranche

ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

November 2012

11/2012, 25. Jahrgang Cover-Werbung: Total MEDIENINHABER, VERLEGER UND ANZEIGENVERWALTUNG A&W Verlag GmbH (FN 238011 t) 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-0 F: +43 2243 36840-593 E: redaktion@autoundwirtschaft.at I: www.autoundwirtschaft.at Herausgeber: Helmuth H. Lederer E: hhl@autoundwirtschaft.at Geschäftsführer und Chefredakteur: Gerhard Lustig T: +43 2243 36840-527 M: +43 664 8229485 E: lustig.gerhard@autoundwirtschaft.at Prokurist und Verlagsleiter: Philipp Hayder T: +43 2243 36840-526 M: +43 664 8223301 E: hayder.philipp@autoundwirtschaft.at Redaktion Sonderprojekte: Dr. Lutz Holzinger T: +43 2243 36840-591 M: +43 664 8229484 E: holzinger.lutz@autoundwirtschaft.at Leitender Redakteur: Mag. Heinz Müller T: +43 2243 36840-523 M: +43 664 8221660 E: mueller.heinz@autoundwirtschaft.at Redakteure: Dr. Klaus Engel T: +43 2243 36840-525 M: +43 664 8493231 E: engel.nikolaus@autoundwirtschaft.at Dieter Scheuch T: +43 2243 36840-575 M: +43 664 2359052 E: scheuch.dieter@autoundwirtschaft.at Stefan Schmudermaier T: +43 2243 36840-576 M: +43 664 2359053 E: schmudermaier.stefan@autoundwirtschaft.at Redaktion: Lukas Hasselberg, Dipl. oec Isabella Finsterwalder, Dr. Friedrich Knöbl, Mag. Irina Podshibyakina Anzeigenmarketing: Stefan Binder (Leitung) T: +43 2243 36840-522 M: +43 664 5285661 E: binder.stefan@autoundwirtschaft.at Alexander Keiler T: +43 2243 36840-521 M: +43 664 8229487 E: keiler.alexander@autoundwirtschaft.at Hartwig Scheicher T: +43 2243 36840-520 M: +43 664 8229494 E: scheicher.hartwig@autoundwirtschaft.at Hbv. und Leitung Administration: Annemarie Lust T: +43 2243 36840-597 M: +43 664 8229479 E: lust.annemarie@autoundwirtschaft.at Schwesterpublikationen: AUTO BILD Österreich Eurotax AUTO-Information AUTO-info4you FLOTTE & Wirtschaft ALLRADKATALOG AUTO&Wirtschaft Schweiz Grafik: graphics – A. Jonas KG 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-594 E: jonas.alexander@autoundwirtschaft.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH 3580 Horn, Wiener Straße 80 Bezugspreis: Jahresabonnement (11 Ausgaben) Inland: ¤ 68,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: ¤ 8,– inkl. 10 % MwSt); Ausland: ¤ 85,– Bankverbindung: Bank Austria UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901 IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901 BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg Verbreitete Auflage: 12.500 Stück Erscheinungsweise: monatlich (Juli/August Doppelnummer) mit Supplements laut Mediadaten 2012 Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt.

Opel Ebner

S. 20

Ein Autohausbesitzer als Stimmungsmacher

Im Fadenkreuz

S. 8

Populistische Hetze gegen das Auto

Handel

Gewinnbringer Öl

S. 49

Werkstätten und Konzerne kalkulieren scharf

Thema Das Auto im Fadenkreuz

8

Aspekte

Salis & Braunstein: Familiensache

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Dacia: Wachsende Ansprüche

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Ein Händler packt aus

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Mercedes: „A“ wie Angriff

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Santander: Fokus auf Mitarbeiter

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PSA: „Langsam wachs ma zsam“

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Opel Ebner: Freude als Erfolgsfaktor

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VW: Verwechselt

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Management

Magna: Kein Infiniti aus Grazer Werk

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Mewa: Perfekter Auftritt

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Vienna Autoshow: Fast alle Marken dabei

7

Innovation: Feinstaubfilter aus Kärnten

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Vierländertreffen: Mit einer Stimme

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Menschen

Zulassungen: Jammern auf hohem Niveau

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ATEV: Aschenbrenners Abschied

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JATO: Österreich als Trendsetter?

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Pappas: Brüderlicher Abgang

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FH Kufstein: Das war der Startschuss

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Bundesländer-Umfrage: Genug Power?

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Leserbriefe

Tag der Automobilwirtschaft: Selbstbewusst 32

Ansichten

auction4you: Zum Ersten, zum Zweiten ...

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Troostwijk: Den Zuschlag erhält ...

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Autopreisspiegel: Einzige Wahl bei Caravans 34

Lederer & Lustig

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Wer ist Steuersünder?

Bawag/PSK: Treffpunkt für Flottenpromis

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16

Wirtschaft LACK & Wirtschaft über Reserven in Management und Produktionsabläufen

Klimadiskussion: Fraglicher Klimawandel

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Varta: Kundenfrust-Verhinderung

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Webasto: Starke Partner des Handels

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S4: Bodenständig zum Erfolg

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WashTec: Nummer 1 bei Waschtechnik

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Istobal: Wer’s bunt treiben will ...

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Siems & Klein: Für Einsteiger und Aufsteiger 44 Christ: Blitzsauber & staubtrocken

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s 4-5 inhalt **GKUokmue_Layout 1 05.11.12 17:01 Seite 3

Diagnose ab S. 60 Neue Geräte und Ideen für die Werkstätten

Wirtschaft Kärcher: Eine Anlage für alle Fälle

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Auto Magic: Welche Wäsche ist die beste?

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Waschchemie: Wellness für das Auto

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Equip Auto: Neu verpackte Chancen

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Öl: Gut geschmiert, voll gewonnen

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Total: Zum Kunden total normal

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Shell: Mit der Kraft der Marke

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Killer: Für Altöl gibt es sogar Geld

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Motul: Nicht im Supermarkt

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Liqui Moly: Das neue Gesicht

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Gewerbe Totalschaden: Keine Arbeit ohne Lohn

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Profi-Service: Ziel ist der Hunderter

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Rameder: Die Power-Box

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Wessels + Müller: Über aller Erwartung

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Agre: Luft für alle

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Diagnose: Durchblick per Klick

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Maha: In OBD-Dose und los geht’s

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Hella-Gutmann: Allzeit zur Diagnose bereit 62 AVL-DiTest: Diagnose ohne „Leine“

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Waeco: Welcher Typ ist das?

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Sun: Diagnose nach Maß

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VDO: Ein ausbaufähiges System

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Texa: Auch Frau Minister gefiel es

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Mahle: Aktiv am Aftermarket

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Würth: Ein Mann, eine Idee

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Gates: Riemen mit Mehrwert

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NGK: Innovativer Funkenflug

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Puls-Air: Wohlige Wärme

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Neue Produkte

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s 6-7 aspekte **GKUokmue !bosch_Layout 1 02.11.12 12:32 Seite 2

BLICK ZURÜCK

Förderung für das Rote Kreuz Hintertürln werden geschlossen 300 Änderungen bescherte uns die Gewerberechtsnovelle 1988, die den Nationalrat und den Bundesrat passierte. Mit Maßnahmen, die auch dem Pfusch zu Leibe rücken sollten: „Künftig werden all jene Vereine, die mit bloßer Anmeldung im Vereinsregister das wirtschaftliche Licht der Welt erblickten, wie die reguläre Konkurrenz sämtliche gewerberechtliche Auflagen zu tragen haben“, freute sich AUTO & Wirtschaft. „Der Reiseverein mit komplettem Round-the-world-Programm wird dann eine Reisebürokonzession brauchen, der Geselligkeitsverein mit Clubkarten als Gasthausalternative eine reguläre Schankkonzession, die Selbsthilfewerkstätte zur Autoreparatur einen gewerberechtlichen Meister.“ Den regulären Kammermitgliedern wurde mit der Novelle aber auch das Grasen in fremden Revieren verboten. „Alles, was im Rahmen eines selbstständigen Unternehmens geschieht, trägt den Charakter einer gewerblichen Tätigkeit an sich.“ Das Ergebnis: „Autovermieten als Draufgabe beim Spenglerauftrag wird damit nicht nur, wie bisher, nach Wettbewerbsrecht, sondern auch gewerberechtlich verboten.“

Zur Unterstützung des Rettungsdienstes übergab Dieter Hahn (M.), Geschäftsführer von Webasto Österreich, einen Scheck in der Höhe von 3.000 Euro an Mag. Alexander Lang (l., Geschäftsführer des Wiener Roten Kreuzes) und an Chefarzt Dr. Harald Hertz (r.). Hertz hob die Verlässlich-

keit der Webasto-Technik hervor, die der Sicherheit und dem Komfort aller Insassen der Fahrzeuge zugute komme: „So können sich die Mitarbeiter auf die Versorgung der Patienten konzentrieren.“ Hahn lobte den jahrzehntelangen Erfahrungsaustausch mit den Rettungskräften.

Viel Kraft für die Hochsaison Unmittelbar vor dem Start der kraftraubenden Herbst- und Wintersaison lud die point-S Reifen Partner GmbH ihre Mitglieder zur traditionellen Reise, die heuer an die Adria führte. Von Dubrovnik aus unternahm die Gruppe unter der Leitung von Geschäftsführer Michael Peschek zahlreiche Tagesausflüge; unter anderem ging es mit einem Boot nach Montenegro, wo das bergige Hinterland erkundet wurde.

Beschlagnahme des Autos droht Gleichzeitig wurden auch neue Maßnahmen zur Pfuscherbekämpfung beschlossen: „Während die alte Gewerbeordnung als behördliche Zwangsmaßnahme gegen unbefugte Gewerbeausübung nur die Schließung des Betriebes oder die Stilllegung von Maschinen vorsieht, wird die Neufassung weitere Zähne bekommen: Waren, Werkzeuge und Maschinen können ab Jahreswechsel beschlagnahmt werden. Und zwar schon dann, „wenn bei einer Tätigkeit offenkundig der Verdacht einer unbefugten Gewerbeausübung anzunehmen ist.“ Ein Spengler, der seinem Kunden ohne Leihwagenkonzession sein Privatauto geliehen hat, riskierte damals bei einer Anzeige die Beschlagnahme seiner Karosse. Eine Maßnahme, die mit der Liberalisierung der Gewerbeordnung längst wieder abgeschafft wurde. Nach wie vor aufrecht ist die einem Pfuscher drohende Beschlagnahme des § 360 GewO: Allerdings ist sie nie zur Anwendung gekommen.

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AUTO & Wirtschaft

Kein Infiniti aus Grazer Werk Die im Mai unterzeichnete Absichtserklärung, wonach Magna Steyr in Graz das künftige Kompaktmodell von Infiniti fertigen soll,

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ist obsolet: Denn die noble Tochter von Nissan wird das Auto nun doch in Sunderland (England) bauen, da es dort aufgrund der schwächeren Nachfrage in Europa Kapazitäten gibt. Ursprünglich hätten ab 2014 rund 50.000 Stück in Graz gebaut werden sollen.


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Aspekte Staatswappen Viele Marken bei Autoshow

Der Standheizungs-Spezialist Eberspächer, seit fast 100 Jahren in Österreich aktiv, wurde von Wirtschaftsminister Dr.

Reinhold Mitterlehner mit dem österreichischen Staatswappen ausgezeichnet. Geschäftsführer Dr. Leonhard

Vilser bezeichnete die Überreichung als große Ehre für die Leistungen der vergangenen Jahrzehnte.

Mit Ausnahme von Peugeot und Citroën (Konzernentscheidung) und möglicherweise auch von Chevrolet werden alle großen Hersteller an der Vienna Autoshow (10.–13. Jänner) teilnehmen. Heuer wurden auf der Veranstaltung, die gleichzeitig mit der „Ferienmesse“ stattfindet, 156.700 Besucher gezählt. 2013 wird die „Autoshow“ zum 7. Mal abgehalten.

Gute Kampagne Als Erfolg hat sich die vom steirischen Fahrzeughandel in Kooperation mit der „Kleinen Zeitung“ durchgeführte Gebrauchtwagen-Kampagne im Oktober herausgestellt. Laut Ing. Klaus Edelsbrunner, dem Landesgremialobmann des steirischen Autohandels, führte „Das Herbstfest der Gebrauchtwagen“ im Oktober zu einer spürbaren Frequenz- und Verkaufssteigerung.

AUTO & Wirtschaft

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Thema

Mobilität im Fadenkreuz

Vom Parkpickerl zum Fahrverbot

Das Auto steht unter politischem und medialem Dauerbeschuss. Rationale Argumente bleiben dabei auf der Strecke. Wann entschließt sich die Branche zur „Allianz für das Auto“? Von Philipp Hayder

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00 Euro pro Anonymverfügung, 200 Euro bei einem „persönlichen“ Strafzettel: Das sind keine Kommastellenfehler, sondern die jüngsten Pläne der Bundesregierung. Diese will per 1. Jänner 2013 die Höchstsummen für Verkehrsstrafen deutlich erhöhen. Anonymverfügungen könnten damit doppelt so teuer kommen wie bisher, die Obergrenze für Organmandate würde gar versechsfacht. Begründet wird das mit dem Streben nach „Verwaltungsvereinfachung“ – ein Hohn, meint Experte Mag. Martin Hoffer vom ÖAMTC. Er erinnert an die Verdreifachung des Strafrahmens für Anonymverfügungen im Jahr 2002. Damals sei ebenfalls nur von einer Verwaltungsmaßnahme ohne tatsächliche Straferhöhung die Rede gewesen: „Wie vom ÖAMTC befürchtet, wurden kurze Zeit später aber auch die Strafsätze für relativ leichte Verkehrsübertretungen angehoben.“ In Zeiten knapper Budgets beim Autofahrer abzukassieren, ist keineswegs neu. In den vergangenen Monaten wurde aus politischen Einzelmaßnahmen aber ein regelrechtes Crescendo an autofeindlichen Maßnahmen.

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AUTO & Wirtschaft

Mit populistischer Unterstützung des Wochenmagazins profil („Das Auto ist laut, stinkt, frisst Platz und zerstört Leben“) dehnte die Wiener Stadtregierung seit dem Frühjahr die „Parkraumbewirtschaftung“ auf beinahe das gesamte Stadtgebiet aus – mit dem Ergebnis, dass für Pendler de facto ein Parkverbot gilt. Anrainer müssen ohne jede öffentliche Mehrleistung (schließlich wird ihnen ja kein Parkplatz garantiert) jährlich 150 bis 180 Euro zusätzlich an das Stadtsäckel abliefern. Für Wiens grüne Verkehrspolitiker ist es damit freilich nicht getan: Im nächsten Schritt sollen großflächige Fahrverbote erlassen werden. Schon Mitte 2013 könnte es in Wien „Umweltzonen“, also Gebiete mit einem von der Fahrzeugabgasklasse abhängigen Einfahrtsverbot, geben. Zum Jahreswechsel wird laut Verkehrssprecher Rüdiger Maresch eine „Studie zur Umsetzbarkeit“ durchgeführt – eine vielleicht allzu offenherzige Antwort in einem Zeitungsinterview, denn unmittelbar danach war die grüne Pressestelle bemüht, die Aussagen herunterzuspielen.

Unheilvolle Polit-Allianzen Dass in Graz der Vorstoß zu einer „Umweltzone“ bei einer Bürgerbefragung mit klarer Mehrheit abgelehnt wurde, bringt die Grünen nicht von ihrem ideologischen Feldzug ab. Parteichefin Eva Glawischnig fabuliert lieber von „asthmakranken Kindern“, ausgelöst durch die Grazer Dieselfahrzeuge – und erklärt die Verkehrspolitik zu einem Thema, das angesichts der wenig begeisterten Bevölkerung eben nicht für „direkte Demokratie“ geeignet sei.

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s 8-9 thema **GKUokmue Spalten??_Layout 1 02.11.12 12:33 Seite 3

Thema Es sind freilich nicht nur die Grünen, die gegen das Auto mobil machen: In Wien geht ihnen die rote Regierungsmehrheit zur Hand, in Graz war es der schwarze Bürgermeister. ÖVP-Umweltminister Nikolaus Berlakovich hat mit seiner „Immissionsschutzgesetz-Luft-Abgasklassenkennzeichnungsverordnung“ die Einführung von Umweltzonen überhaupt erst ermöglicht. Zuletzt hat der populistische Vorstoß des VCÖ, man möge doch „Steuerprivilegien“ für Firmenfahrzeuge abschaffen, in der Bundesregierung keinerlei Widerspruch ausgelöst: Kein Wunder, zeigt der vom Verkehrsministerium als „Advocatus Diaboli“ mitfinanzierte „Verkehrsclub“ damit doch eine weitere Möglichkeit zum Abkassieren auf. Wer hält öffentlichkeitswirksam dagegen, dass Firmenautos als einziges Betriebsmittel nicht zur Gänze steuerlich abgesetzt werden können? Dass beispielsweise in Deutschland alle betrieblich genutzten Fahrzeuge vorsteuerabzugsfähig sind, hierzulande aber nur eine Handvoll recht willkürlich ausgewählter Modelle? Wer erklärt in den Breitenmedien, dass der Pkw-Verkehr nur für 5 Prozent aller Feinstaubemissionen verantwortlich ist? Dass der CO2-Flottenausstoß trotz steigender Neuzulassungen seit Jahren kontinuierlich sinkt?

(K)ein Autoland „Wir müssen in Österreich sehr aufpassen, dass wir in Sachen Auto nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen“, mahnt Dr. Felix Clary und Aldringen, neuer Vorsitzender des Arbeitskreises der Automobilimporteure. Jeder 8. österreichische Arbeitsplatz hänge direkt vom Automobil ab. „Damit haben wir fast Verhältnisse wie in Deutschland, wo es jeder 7. Arbeitsplatz ist.“ Vom österreichischen Selbstverständnis als „echtes Herstellerland“, das der Ex-Chef von BMW Austria beschwört, kann bisher freilich nicht die Rede sein. Wie gegensteuern?„Ich hoffe, dass wir mit der zweiten Staffel unserer Fernsehreihe ‚Auto-

„Asthmakranke Kinder“ durch den Pkw-Verkehr: So argumentiert die Grünen-Chefin Eva Glawischnig

focus‘ etwas bewegen können“, meint Clary. Darüber hinaus will der Importeursarbeitskreis die (in der Industriellenvereinigung naturgemäß guten) Kontakte zum Wirtschaftsminister nützen, allerlei Lobbying betreiben – nicht aber mit dem „Starlobbyisten“ Wolfgang Rosam, den das Bundesgremium des Fahrzeughandels ins Spiel gebracht hat: Dessen Konzept sei inhaltlich nicht überzeugend und überdies zu teuer, heißt es seitens der Kritiker. Überdies sei ausgerechnet Wien, wo Rosam seit Langem im Auftrag des Landesgremiums tätig sei, Vorreiter in Sachen Autohetze.

Schweiz als Vorbild?

Dr. Felix Clary und Aldringen hält Ökofortschritte und wirtschaftliche Bedeutung des Autos dagegen

Die Reihen schließen

Information im ORF Seit 24. Oktober wird auf ORF 2 (Mittwoch, 21:50 Uhr) die 11 Folgen „Autofocus“ zum Nachsehen: umfassende zweite Staffel der von den tvthek.orf.at Automobilimporteuren initiierten Sendereihe „Autofocus“ ausgestrahlt. In jeweils 10 Minuten soll über Themen wie Schadstoffreduktion, Sicherheit, Assistenzsysteme und Antriebstechnik informiert werden. Reine Markenwerbung ist tabu, doch naturgemäß wollen alle (zahlenden) Mitglieder berücksichtigt werden: Daraus resultiert ein regietechnischer Kompromiss. Nichtsdestotrotz gelingt es, wichtige Botschaften in die Öffentlichkeit zu tragen. Aus Sicht der Branche: Der Anfang ist gemacht, weitere Schritte müssen folgen!

AUTO & Wirtschaft

Unterdessen gibt es Beispiele für erfolgreiches Lobbying, das weder die Kosten sprengt noch an parteipolitischen Grenzen halt macht – zum Beispiel in der Schweiz, wo die Importeursvereinigung „Auto Suisse“ vor den letzten landesweiten Wahlen die Politiker nach ihrer „Autofreundlichkeit“ bewertet hat. Dazu wurde erhoben, wie sich die Mandatare bei 26 verkehrsrelevanten Abstimmungen verhalten hatten. Neu aufgestellten Kandidaten wurde ein von Spezialisten ausgearbeiteter Fragebogen zugesandt. Daraus resultierten 170 „empfohlene“ Politiker, die im Internet sowie mit einer eigens gestarteten Medienkampagne präsentiert wurden. „Geht an die Urnen und wählt die richtigen Leute, statt die Faust im Sack zu machen und sich weitere vier Jahre lang über autofeindliche Entscheide zu ärgern“, beschreibt der Schweizer Interessenvertreter Andreas Burgener die Strategie hinter der Kampagne: Angesichts der Wahlergebnisse sei dieses Kalkül auch aufgegangen.

November 2012

Was in der Schweiz funktioniert, ist in Österreich nicht zwangsläufig ein Erfolgsrezept. Doch die bestechend einfache Idee unserer Nachbarn hätte es verdient, näher betrachtet zu werden. Insgesamt führt kein Weg daran vorbei, dass Importeure und Händler, aber auch nahestehende Gruppierungen von den Autofahrerklubs bis hin zu Verkehrswissenschaftlern näher zusammenrücken: Eine „Allianz für das Auto“ ist das Gebot der Stunde – gerade in Zeiten, in denen die individuelle Mobilität ohnehin schon von den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen behindert wird. Vielleicht ist der Wechsel an der Spitze der Automobilimporteure eine Gelegenheit für einen Aufbruch zu einer breit angelegten Interessenvertretung. Der Branche und den Autofahrern ist es zu wünschen: Die besten Argumente nützen ihnen nämlich nichts, wenn sie ungehört verhallen.

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s 10 einstieg handel **GKU okmue_Layout 1 05.11.12 14:29 Seite 2

„Mit der A-Klasse sprechen wir junge Kunden an“, sagt Wiesenthal-Chef Mag. Alexander Martinowsky auf Seite 14.

„Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, meint Michael Schwaiger (Santander) auf Seite 15.

Handel Pappas eröffnet in Linz neu Das neue Jahres- und Gebrauchtwagenzentrum von Pappas Linz wurde nun fertiggestellt: Durch die Übersiedlung des bisherigen Gebrauchtwagen-Centers in der Wiener Straße nach Linz-Wegscheid werden nun alle Aktivitäten von Pappas in Linz an einem Standort konzentriert. Mit Investitionen von rund 1,5 Mio. Euro wurden 1.900 Quadratmeter Ausstellungsfläche zusätzlich geschaffen. Laut Auskunft von Helmut Salinger, Geschäftsführer der Pappas Automobilvertriebs GmbH in Linz, kann man dadurch mehr als 100 Jahreswagen und Gebrauchtwagen hochwertig präsentieren.

Hoher Besuch bei Toyota in Wien Dr. Shoichiro Toyoda, der langjährige Präsident der Toyota Motor Corporation, besuchte Ende Oktober anlässlich der Übergabe des 555.555. ausgelieferten Toyota Österreich. Komm.-Rat Friedrich Frey verbindet mit Toyoda, der 1982 bis 1992 Präsident von Toyota war, eine langjährige Partnerschaft. Das soeben ausgelieferte 555.555. Fahrzeug ist ein Toyota Prius Plug-in-Hybrid. „Dabei handelt es sich um die Technologie der Zukunft“, so Frey: „Darin sind sich alle Experten einig.“ Die Firma Frey hatte 1971 den ersten Import-Vertrag mit der Toyota Motor Corporation unterzeichnet: Bereits im ersten Jahr wurde das Ziel von 2.000 Fahrzeugen um das Doppelte übertroffen. Der 50.000. Toyota wurde 1979 ausgeliefert, die Viertelmillion im Jahr 1991 erreicht. 2007 war die halbe Million komplett. Bei seinem Besuch in Wien war Toyoda auch in den Verkaufsräumen beim Arsenal.

Mazda: Jagersberger folgt Rainer Die Rainer-Gruppe rund um Burkhard W. R. Ernst und Gabriela Lemberger konzentriert ihre Aktivitäten im Auto- und Motorradhandel nun ganz auf die beiden Megastores Wien-Süd (Wiedner Gürtel) und Wien-Nord (Donaustadtstraße) in Wien: Der Betrieb in Eisenstadt wurde Ende Oktober an den bisherigen Betriebsleiter Ing. Johannes Jagersberger (B.) verkauft, die offizielle Übergabe ist für 1. Jänner 2013 geplant. Der 46-jährige Jagersberger arbeitet seit 1989 bei Mazda Rainer. Jagersberger kündigte als Ziel an, ab dem kommenden Jahr etwa 100 Neuund 130 Gebrauchtwagen verkaufen zu wollen. Außerdem hat er auch den Zweiradhandel (Yamaha) übernommen. In diesem Bereich ist eine Steigerung auf 40 neue und 20 gebrauchte Zweiräder pro Jahr geplant.

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AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Philipp Hayder

Medizin oder Gift? Der Mehrmarkenhandel ist in den vergangenen Jahren alltäglich geworden. Wenn ein starker Händler dieses Geschäftsmodell selbstbewusst betreibt, hat er gute Chancen, damit die Hochs und Tiefs einzelner Hersteller auszugleichen. Als Ausweg aus einer ohnehin schon desaströsen Wirtschaftslage taugt der Mehrmarkenhandel dagegen nicht – schon gar nicht dann, wenn Importeure in einem bereits betreuten Gebiet zusätzliche Händler anheuern, um sie für eine gnadenlose Stückzahlmaximierung zu missbrauchen. Im schlimmsten Fall führt dies zur (Selbst-)Zerstörung innerhalb weniger Jahre: Das beweist das Schicksal von Salis & Braunstein. Aus Sicht des Handels sollte die Entscheidung für weitere Marken, ob jetzt oder im erschwerten Umfeld nach dem GVOEnde, daher gut überlegt sein. Wenn es an den betriebswirtschaftlichen Grundlagen krankt, ist der Mehrmarkenhandel unter Umständen keine wirksame Medizin, sondern ein den Niedergang beschleunigendes Gift.


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s 12 salis **GKUdacia oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:38 Seite 2

Handel

Bis auf Weiteres unterstützt Martin Kutschka (l.) noch Philipp Gady in der Salis-Firmenleitung

Familiensache Die Familie Gady übernimmt die Opel-Aktivitäten des Traditionsbetriebes Salis & Braunstein.

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artin Kutschka ist nicht zu beneiden: Als der Sanierungsmanager 2007 in die Geschäftsführung von Salis & Braunstein geholt wurde, steckte das Grazer Autohaus tief in den rote Zahlen. Firmenerbe Max Braunstein hatte seinen Managern bei ihrem Streben nach einem Mehrmarkenbetrieb zu lange freie Hand gelassen. Trauriger Höhepunkt war das millionenschwere Kurzzeit-Engagement für BMW. Kutschka stellte sich der Herausforderung und übernahm von Braunstein sogar alle Firmenan-

teile. „2011 haben wir ein positives operatives Ergebnis abgeliefert“, blickt er zurück. Dennoch stellten die Banken Mitte Oktober die Kreditlinien fällig. Die für Citroën, Suzuki und Isuzu aktive„Salis & Braunstein GmbH“ musste Insolvenz anmelden. Dieses Schicksal blieb der „Autohaus Salis & Braunstein GmbH“, die ausschließlich für die Stammmarke Opel tätig war, erspart. Für sie suchte Kutschka einen neuen Eigentümer und wurde noch rechtzeitig bei der Gady-Gruppe fündig. „Wir werden Salis & Braunstein als selbstständiges Unternehmen weiterführen und uns dabei zu 100 Prozent auf die Marke Opel konzentrieren“, erklärt Geschäftsführer Philipp Gady . Schon bisher war Gady mit 16 Standorten in Südostösterreich aktiv – einerseits für BMW, Mini und Toyota, andererseits als einer der weithin größten Landmaschinenhändler. Für Salis & Braunstein ist zu hoffen, dass nun wieder jene Stabilität einkehrt, die zuletzt schmerzlich vermisst wurde: Schließlich ist das 1936 gegründete Familienunternehmen Gady sogar 2 Jahre älter als (HAY) sein ehemaliger Mitbewerber.

Wachsende Ansprüche Die kostengünstige „Markenecke“, mit der Dacia bisher in den Renault-Schauräumen präsentiert wurde, wird es in Zukunft nur noch bei Subhändlern geben.

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ach 1,6 Prozent Marktanteil im Jahr 2012 befindet sich Dacia unverändert auf der Überholspur. „Ich bin überzeugt, dass wir noch viel mehr Verkäufe erreichen können. Bedenken Sie, dass Dacia ab 2013 die jüngste Modellpalette in ganz Europa haben wird!“, sagt Olivier Gaudefroy, Generaldirektor von Renault Österreich.

Markentrennung in 2 Varianten Mit den Stückzahlen steigen freilich die Ansprüche: Daher erwartet der Hersteller von seinen „R-1Händlern“ Investitionen in den Markenauftritt: Möglich sind entweder ein eigener Schauraum, wie ihn beispielsweise das niederösterreichische Autohaus Skala als einer der ersten Betriebe realisiert hat (B.), oder eine klare Markentrennung im vorhandenen Ausstellungstrakt. Bis zum Jahresende dürften

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laut dem Importeur 13 Haupthändler eine der beiden Bauvarianten realisieren. „Die verbleibenden 14 R-1-Händler sollen bis Ende 2013 folgen“, erklärt Gaudefroy. Wie viel kosten die Umbauarbeiten? „Die Investitionen halten sich in einem vernünftigen Rahmen“, verspricht der Importchef. Eines bleibt jedenfalls unverändert: Dacia wird es auch in Zukunft nur bei Renault-Vertragspartnern geben. Das garantiert den Betrieben ein Zusatzgeschäft im Einstiegssegment, um das sie viele (HAY) andere Markenhändler beneiden.

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Olivier Gaudefroy will den Zuwächsen bei Dacia baulich Rechnung tragen


s 13 händler packt aus **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:39 Seite 1

Handel Marktmanipulationen am Ende

Die letzten Artikel in den Fachmedien dieses Verlags zwingen mich als Mitglied des Autohandels, endlich einmal selbst in die Tastatur zu greifen. Verwunderung ist dabei nur die abgeschwächte Bezeichnung für meine Empfindungen.

Bekenntnis eines Händlers

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ie jüngsten Insolvenzen können getrost als Beispiel und Grundlage für längst überfällige Bemerkungen zum Zustand des Automobilhandels herangezogen werden. Bezeichnenderweise sind viele der insolventen Betriebe in ihrem Markt als „preisaggressive“ Anbieter bekannt gewesen. „No na net“ waren sie bei ihren Importeuren sehr geschätzte Partner. Einer rühmte sich sogar, der „beste Händler“ des Netzes gewesen zu sein. Da stellt sich mir die Frage: In welcher Disziplin? Dieses Prädikat kann nur von Mitarbeitern des Importeurs vergeben worden sein, die ihren persönlichen Nutzen aus preisaggressiven Aktionen ziehen, ohne über die langfristigen Konsequenzen nachzudenken. Viele derer, die uns in den letzten Jahren ein Marktwachstum in kaum vorstellbaren Größen „verkaufen“ wollten, sind schon befördert worden und müssen keine Konsequenzen tragen.

? Der Autor dieser Zeilen möchte anonym bleiben; bei Kritik oder Zustimmung erreichen Sie ihn aber per E-Mail unter insider@autound wirtschaft.at

Diejenigen, die das Pech haben, noch nicht „wegbefördert“ zu sein, versuchen nun, ihre Hände in Unschuld zu waschen. Dabei bräuchte man nur ältere Ausgaben der Eurotax AUTO-Information heranziehen und die damaligen Aussagen dieser Branchenteilnehmer zitieren! Tageszulassungen galten einst als ein taugliches Marketingtool. Jetzt weiß man nicht mehr, wie man aus dem Teufelskreis herauskommt. Plötzlich wird der reelle Markt nur noch auf 270.000 Pkws eingeschätzt – was für eine Erkenntnis, wenn das Geld für Marktmanipulationen nicht mehr vorhanden ist!

Die Folgen der Prahlerei Für mich befinden wir uns nicht in einer Finanzkrise, sondern vielmehr allgemein und grundsätzlich in einer Sinnkrise mit all ihren Auswirkungen und Konsequenzen. Der schnelle Erfolg ist selten anhaltend und hinterlässt meist nur verbrannte Erde, wie wir derzeit leidvoll erfahren müssen. Jetzt, in dieser Situation nach einer staatlichen Unterstützung in Form einer neuen Auflage der „Verschrottungsprämie“ zu rufen, finde ich dreist. Denn wir haben mit den dargestellten „Rekordjahren“ auch noch mediale Prahlerei betrieben – aber vornehme Zurückhaltung war der Automobilbranche Sache noch nie.

Der Realität ins Auge blicken Das Ergebnis sind finanzmarode Händlernetze und rabattverwirrte Kunden, welche die Auswirkungen beim nächsten Autoeintausch finanziell spüren werden. Werke, die aufgrund falscher Marktinformationen zur Überproduktion gezwungen sind, werden wohl demnächst den Betrieb einstellen oder die Bänder auf halbe Kraft zurückfahren müssen. Es ist daher höchste Zeit, eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Managers wieder zu entdecken: Realitäten zu akzeptieren. Und zwar rasch und alle, bitte!


s 14 mercedes **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:40 Seite 2

Handel Für die Werbetexter ist sie „der Pulsschlag einer neuen Generation“, für die Händler der lang erwartete Stückzahlbringer: Die neue MercedesBenz A-Klasse ist stark gestartet. Von Philipp Hayder

„A“ wie Angriff

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n den vergangenen Jahren war das Verkaufsglück Mercedes-Benz nicht allzu hold: Die Neuzulassungen stagnierten zwischen 11.500 und 12.500 Stück, der Marktanteil ging von rund 4,5 auf 3,5 Prozent zurück. Zwar musste man sich angesichts des großen Bestands und des stabilen Netzes um die Markenbetriebe keine existenziellen Sorgen machen – von Aufbruchsstimmung konnte jedoch nicht die Rede sein. Seit 14. September ist (fast) alles anders: Der radikale Generationswechsel beim kleinsten Modell bringt neue Zielgruppen in die Schauräume. „Mit der neuen A-Klasse gelingt es uns wirklich, junge Kunden anzusprechen“, sagt beispielsweise Wiesenthal-Chef Dr. Alexander Martinowsky: „Wir werden die 500 Bestellungen, die wir uns heuer vorgenommen haben, sicherlich erreichen.“ Darüber hinaus habe das sportlich und jugendlich positionierte Fahrzeug zu Zusatzverkäufen bei den anderen Baureihen geführt.

Deutliche Steigerungen im Plan Beim Importeur hört man das gerne. Die A-Klasse soll dazu beitragen, bis Dezember den aktuellen Neuzulassungsrückstand von rund 500 Einheiten aufzuholen. „Das wird ein sehr knappes Rennen“, meint Generaldirektor Mag. Bernhard Denk. „Hauruckaktionen am Jahresende, um die Statistik zu schönen“ schließt er dennoch kategorisch aus. 2013 strebt Denk einen Zuwachs „zumindest im hohen einstelligen Bereich“ an. Dazu beitragen sollen der im Sommer anlaufende CLA sowie die neue Generation der S-Klasse, die im dritten Quartal starten wird – und, vor allem, das erste Volljahr von A- und B-Klasse.

Immer wichtigeres Segment Das Kompaktfahrzeugsegment wird in den kommenden Jahren für Daimler deutlich an Bedeu-

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tung gewinnen. Das zeigt sich auch an den weiteren Neueinführungen: So wird 2013 die sportliche Limousine CLA starten, danach werden ein SUV sowie ein fünftes Kompakt-Derivat auf den Markt kommen. Händler wie Martinowsky glauben daher, dass mittelfristig mindestens 4 von 10 Neuwagenverkäufen am Kompaktfahrzeugmarkt erzielt werden.

smart als Innovationsträger Auch in anderer Hinsicht zeigt sich der Konzern zukunftsorientiert: So bietet man mit dem smart fortwo electric drive seit Kurzem das erste serienmäßige Elektroauto des Konzerns an. „10 bis 12 Stück“ der dritten Generation (die erste Version wurde für internationale Pilotversuche verwendet, von der zweiten Baureihe werden derzeit noch 30 Stück bei diversen österreichischen Projekten eingesetzt) sollen heuer nach Österreich kommen. Die volle Lieferfähigkeit wird ab dem Frühjahr 2013 gewährleistet sein. Die Stückzahlen will Denk noch nicht abschätzen, doch bedeute der Einstiegspreis von 19.420 € (zuzüglich 65 € Batterie-Leasingrate pro Monat) das „nach dem Renault Twizy günstigste Elektroauto“. Vorreiter ist der smart darüber hinaus in Sachen Carsharing: In Wien sind über 400 blau-weiß lackierte Stadtflitzer für das Projekt „car2go“ im Einsatz. Die international agierende Tochterfirma ist mit ihrem Engagement in der Donaumetropole höchst zufrieden. Kein Wunder, meint Denk: „Wien gehört schließlich zu jenen drei Städten, in denen sich car2go bereits dem Break-even nähert“.

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Mag. Bernhard Denk: Mercedes will 2013 wachsen

Dr. Alexander Martinowsky freut sich über den Zugang zu neuen Käuferschichten

Der neue „Elektrosmart“ bietet 125 km/h Höchstgeschwindigkeit und bis zu 145 km Reichweite


s 15 santander **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 14:38 Seite 1

Fokus auf Mitarbeiter Die Santander Consumer Bank will Verkäufer in den Autohäusern bald mit einem völlig neuen Entlohnungskonzept motivieren.

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och ist es ein gut gehütetes Geheimnis, das sich Michael Schwaiger, Direktor Vertrieb Kfz bei Santander in Österreich, nicht entlocken lassen will. Erst im Dezember wird verraten, wie das Entlohnungssystem für Verkäufer in Autohäusern genau aussieht. Geschehen soll dies allerdings nicht mit vordefinierten Incentives oder Prämien: Santander denkt vielmehr daran, dass die Provision komplett individuell gestaltet wird.

Wichtige Ertragssäule im Autohaus „Für jeden Geschmack und jede Lebenslange wird etwas dabei sein“, erklärt Schwaiger. Klar ist, dass die Provisionen aus dem Verkauf von Finanzierungen eine wichtige Ertragssäule in den Autohäusern sind. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wo mit dem Verkauf von Neu- oder Gebrauchtwagen weniger Geld zu verdienen ist, gilt dies umso mehr. Schwaiger stellt klar, dass sich die Preise und Konditionen der Santander-Produkte durch die Neugestaltung der Provisionen in keinem Fall erhöhen werden. „Wir bauen nicht auf kurzfristige Motivatoren, Aktionen oder Lockangebote, sondern bieten den Mitarbeitern der Autohäuser eine langfristige Möglichkeit, von der Zusammenarbeit mit der Santander Consumer Bank zu profitieren“, sagt Schwaiger. (MUE)

Michael Schwaiger, Direktor Vertrieb Kfz bei Santander

AUTO & Wirtschaft

• November 2012


s 16_knö **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:43 Seite 2

Ansicht Wer ist Steuersünder?

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eine Gnade für Steuersünder – das verkündete Dr. Maria Fekter anlässlich der von ihr angeordneten Razzien der Finanzpolizei. Im Visier stehen all jene, die sich mit einer Zweitadresse im Ausland beim Autokauf NoVA und Kfz-Steuer ersparen möchten. Eine Auskunft des Finanzministeriums hat nunmehr klargestellt, wer trotz österreichischen Wohnsitzes legal ein Auslandskennzeichen nutzen darf.

• Der Wunsch vieler Österreicher nach einem Auslandskennzeichen ist verständlich. Das spart nicht nur Steuern und Abgaben, sondern auch die Zahlung mancher Strafmandate. Vor allem bei osteuropäischen Kennzeichen, mit deren Staaten kein entsprechendes Inkassoabkommen existiert. Insgesamt wurden heuer 8.000 Fahrzeuge überprüft und 3.000 Anzeigen erstattet. Das hochgerechnete Volumen an Abgabennachforderungen beträgt 21 Millionen Euro.

Branchenanwalt Dr. Friedrich Knöbl: Im Zweifelsfall soll man sich an das Finanzamt GrazStadt wenden.

• Wochen- oder ähnliche Tätigkeitsberichte dienen der Finanz als entsprechendes Indiz. „Da somit kein dauernder Standort des Fahrzeuges im Inland vorliegt, kommt § 79 KFG zur Anwendung“, rät Melhardt ausländischen Unternehmern, sich im Zweifelsfall zur Abklärung der NoVA-Pflicht an das Finanzamt Graz-Stadt zu wenden. Denn dieses ist für alle derartigen Fälle zuständig.

• Womit sich die Gretchenfrage erhebt, was unter „vorübergehend“ zu verstehen ist. Dem Gesetz nach sei dies gegeben, wenn „bereits beim Verbringen in das Inland aus den Umständen zu schließen ist, dass der Gegenstand vor weitgehenden Aufbrauchen seiner Substanz wieder zur

AUTO & Wirtschaft

Das heißt, dass dafür kein Dienstverhältnis erforderlich ist. Auch ein selbstständiger, in Wien ansässiger Vertreter kann mit dem slowakischen Kennzeichen seines slowakischen Geschäftsherrn legal seine österreichischen Kunden besuchen. Die Frist zur Beendigung der „vorübergehenden Verwendung“ beträgt laut Zollkodex-Durchführungsverordnung 2007 sechs Monate. „Diese Frist wird durch jede Fahrt ins Ausland unterbrochen. Sie beginnt bei Wiedereintritt in das Inland neu zu laufen“, sagt Melhardt. Diese „Unterbrechung“ muss glaubhaft dokumentiert werden. Wie sieht es nun mit der Normverbrauchsabgabe und der Kfz-Steuer aus? Da gelten die Fahrzeuge all jener, die ihren Hauptwohnsitz im Bundesgebiet haben, als „Fahrzeuge mit dem dauernden Standort im Inland.“ Diese sind daher im Inland zuzulassen – und für diese ist die NoVA zu berappen. Ausnahme: Wird das Auto vom ausländischen Unternehmen (ohne inländische Betriebsstätte) einem inländischen Dienstnehmer zur Verfügung gestellt, wird dessen Tätigkeit dem ausländischen Unternehmen zugeordnet. Kein dauernder Standort im Inland – und eine damit verbundene NoVA-Pflicht – wird vorliegen, wenn dieser Mitarbeiter „nicht aus eigenem Gutdünken über das Fahrzeug frei verfügen kann, sondern Aufträge seines Dienstgebers auszuführen hat“.

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Hagen Marten wollte daher im Interesse seiner Klienten genau wissen, was diese und ihre österreichischen Mitarbeiter zu befürchten haben, wenn sie mit deutschen Firmenautos durch Österreich brausen. „Bei Verwendung eines im Ausland zugelassenen Fahrzeuges im Inland liegt grundsätzlich ein innergemeinschaftlicher Erwerb durch den ausländischen Unternehmer in Österreich vor“, verweist Dr. Stefan Melhardt, Leiter der Sektion Steuerpolitik, auf die seit 2005 geltenden Ausführungen zur Umsatzsteuerbefreiung. Die mit der Nutzung eines derartigen Fahrzeugs auf Österreichs Straßen verbundene Steuerpflicht gilt nur dann nicht, wenn die Verwendung bloß „vorübergehend“ ist.

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Verfügung des Unternehmers in das übrige Gemeinschaftsgebiet zurückgebracht wird.“ Dabei ist nach Artikel 1 des Umsatzsteuergesetzes 1994 eine Höchstgrenze von 24 Monaten zu beachten. In diesem Zusammenhang wird analog auf jene zollrechtlichen Vorschriften verwiesen, die bei einer „vorübergehenden Einfuhr“ aus Drittstaaten (z. B. Kroatien) zur „Befreiung von Eingangsabgaben“ führen. Beim Kfz ist das der Fall, wenn es auf den Namen einer „außerhalb des Zollgebietes ansässigen Person amtlich zugelassen ist und von einer bei dieser Person angestellten oder anderweitig von ihr ermächtigten im Zollgebiet der Gemeinschaft ansässigen Person gewerblich oder zum eigenen Gebrauch verwendet werden soll.“

• November 2011


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delphi.com/am ©2012 Delphi Automotive Systems, LLC. Alle Rechte vorbehalten.

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s 18-19 peugeot citroen**GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:43 Seite 2

Handel

„Langsam wachs ma zsam“ „Peu á peu on s’approche“, würde auf Französisch das österreichische Urteil über die Verschmelzung der Importorganisationen von Peugeot und Citroën klingen. Wie bei jeder Neuorganisation gibt es Gewinner und Verlierer – und manche, welche die Gelegenheit zum Anlass nahmen, um sich überhaupt aus der Branche zu verabschieden. Von Dr. Friedrich Knöbl

Abgänge bei den Filialen Ein organisatorisches Eigenleben führen die konzerneigenen Autohäuser. Sie unterstehen Jean-Francois Constant in Bern, der bis 2008 Chef von 13 deutschen Citroën-Autohäusern war. Er avancierte als Regionsleiter auch zum Chef der PSA-Filialen in Österreich. Unter seiner Stabsführung wurden kürzlich zwei Citroën-Betriebe in Wien geschlossen, die davor MMag. Peter Feldscher unterstanden. Der nahm diese Redimensionierung zum Anlass, um sich nach 17 PSA-Jahren vom Konzern zu verabschieden. Feldscher werkt seit 1. Oktober als Controller bei der deutschösterreichischen CAG-Holding des Sanierers Dr. Cornelius Grupp. Dieser beschäftigt mit seinen zahlreichen Marken (von Stölzle Oberglas über Glanzstoff bis zum Prefa-Dach) an 40 Standorten rund 5.000 Mitarbeiter. Seinem Beispiel folgte auch Werner Pillwein, der erst ein Jahr zuvor die undankbare Aufgabe übernommen hatte, die Bilanzen der Peugeot Autohaus GesmbH wieder ins Lot zu bringen. Er verabschiedete sich nach einigen SanieDie nunmehr nur rungsschritten ebenfalls aus dem Kfz-Bereich noch 2 Einzelhandelsund wechselte in die Geschäftsführung der Allstandorte in Wien round Service GmbH, einem Unternehmen in werden weiterhin der Facility-Branche. Sein Nachfolger kommt getrennt geführt aus dem Citroën-Lager: Mathias Gabler war fünf Jahre Verkaufsdirektor in der Schweiz, um nach einem kurzen Zwischenspiel bei der Einkaufsgemeinschaft „ByMyCar“ nun bei Peugeot in Wien zu landen. Die Filiale Linz untersteht nach wie vor Gerhard Maiböck. Die reduzierten Feldscher-Agenden wurden zwischenzeitig Martin Edelbauer übertragen.

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AUTO & Wirtschaft

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m PSA-Konzern gab Vorstandschef Philipp Varin auf höchster Ebene den Startschuss, die Vertriebsorganisationen der beiden Konzernmarken zusammenzulegen. Er nutze die 2009 im PSAVorstand herrschenden Turbulenzen, um dem Citroën-Vorstand Jean-Marc Gales, den er knapp zuvor dem Daimler-Konzern abgeworben hatte, auch die gerade vakant werdenden Peugeot-Agenden anzuhängen. Der entschloss sich wiederum 2011, diese Fusionsidee auch auf untere Ebenen zu übertragen.

Neue Berichtsstruktur In Österreich ist der unbestrittene Sieger dieser Rochaden der 2009 als Peugeot-Importchef ins Land gekommene Laurent Louis Pernet. Ihm unterstehen auf seiner neu geschaffenen hierarchischen Ebene als „Supergeneraldirektor“ beide Marken. Pernet muss sich in Paris mit seinem unmittelbaren Chef Bruno Bloquel arrangieren. Der ist seit 1. Oktober Zonenleiter von Zentral- und Osteuropa und hat dabei die Nachfolge von Christoph Musy angetreten. Musy, der seit 2007 als Citroën-Chef in Deutschland gewerkt hatte, wechselte überraschend als PSA-Chef nach China. Bloquel muss wiederum nach der Pfeife von JeanPhilipp Imparato, Vertriebsdirektor Europa, tanzen. In dieser erst im November 2011 neu geschaffenen Position rapportiert er nun an den Vertriebsvorstand Saint-Geours, dem als Erbe von Gales im PSA-Vorstand endgültig weltweit beide Marken unterstehen.

Unterschiedliche Zuordnungen Der bisherige Citroën-Generaldirektor Klaus Oberhammer untersteht nunmehr als CitroënVertriebsmanager seinem ehemaligen Kollegen Pernet, der seine Peugeot-Vertriebsagenden an Mag. Roland Punzengruber als Vertriebsdirektor abgetreten hat. Unterstützt wird Oberhammer vom Vertriebsleiter Sebastian Haböck, dem für

• November 2012


s 18-19 peugeot citroen**GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:43 Seite 3

Handel das Flottengeschäft Tilman Habeck verantwortlich ist. Wobei Vertrieb, Marketing und Presse auf Landesebene die einzigen PSA-Bereiche bleiben, die auch künftig nach außen völlig separat auftreten. Alle anderen Abteilungen wurden zusammengelegt und berichten direkt an Pernet: • PSA-Direktor für Kundendienst, Teile und Service wurde der Citroën-Mann Dipl.-Ing. Stefan Hietel. Sein bisheriger Peugeot-Markenkollege Dipl.-Ing. Stefan Blomen konnte in Deutschland diesen Direktorposten an Land ziehen. • Die Neuwagendisposition landete beim CitroënMann Marc Ta-Ngoc. Ihm untersteht der bisherige Peugeot-Dispositionsleiter Samir Doudou. • Das Ressort Qualität, Schulung und Händlernetzentwicklung bekam der Peugeot-Mann Jürgen Anlauf. Ihm unterstellt wurde der bisher für die Citroën-Netzentwicklung verantwortliche Harald Faustmann. • Sébastian Gantelme konnte sich bei den Finanzen durchsetzen. Sein Peugeot-Pendant Olivier Raphanaud verabschiedete sich innerhalb des Konzerns nach Südafrika. • Eine eigene Abteilung ist auch das B2B-Geschäft einschließlich der Gebrauchtwagenvermarktung. Sie wird nun von Mag. Peter Kubesch geführt. Sein Citroën-Pendant Michael Kulhavy hat stattdessen beim Citroën-Händler Josef Schneckenleitner in Amstetten angeheuert. • Schon längere Zeit für beide Marken tätig sind die von Andrea Hornich geführte Abteilung Personal und der Bereich IT unter Martin Szinovatz.

Natürliche Widerstände Wie reagiert die Branche auf den Zusammenschluss? Fusionen sind in der Wirtschaft nichts Außergewöhnliches. Es gab sie etwa beim BSHKonzern mit dem Verschmelzen der Vertriebsorganisationen von Bosch, Siemens und Neff. Auch der VW-Konzern musste diese Aufgabe für Audi und VW meistern. Einigen heimischen Autohändlern sind noch die Anlaufschwierigkeiten der „Ehe“ von Nissan mit Renault geläufig. Fusionen gibt es – etwa bei der Zusammenlegung von Innungen und Gremien, von Bezirkshauptmannschaften und Gemeinden – auch auf politischer Ebene. Jeder gelernte Österreicher weiß, dass so etwas auf Widerstand stößt. Freiwillige Zusammenschlüsse – wie zuletzt von Judenburg und Knittelfeld zur Bezirkshauptmannschaft Murtal – bilden die Ausnahme. Meist befürchtet jeder Bürgermeister, dass er dank der Reorganisation plötzlich nur noch Vizebürgermeister ist.

Laurent Pernet unterstehen in Österreich die beiden Markenchefs Klaus Oberhammer und Mag. Roland Punzengruber (v. l.)

Die Reform der Reform Im Jahr 2007 wurde von der PSA-Mehrheit überraschend Christian Streiff von außen als Nachfolger des Langzeit-Chefs Martin Folz an die Konzernspitze gesetzt. Der demontiere zur Reorganisation prompt den langgedienten PSA-Veteranen Frédéric Saint-Geours, welcher bis dahin 10 Jahre lang der Peugeot-Familie als Peugeot-Generaldirektor gedient hatte und als FolzKronprinz gehandelt wurde – bis ihn der Sanierer Streiff mit dem aus dem Nichts kommenden Jean-Philippe Collin ersetzte. Bald danach ereilte Streiff auf Betreiben des Familienclans das gleiche Schicksal. Er und sein Vasall Collin wurden im März 2009 fristlos verabschiedet. Philippe Varin, der zuvor den britischen Stahlkonzern Corus saniert hatte, trat drei Monate später das Streiff-Erbe an. Er holte sich zur Absicherung seiner Macht den vom Vorgänger abgehalfterten Saint-Geours als Finanzchef und obersten PSABanker in den neu strukturierten Vorstand. Sein Kollege war Gales, der für Varin den europäischen Vertrieb umkrempeln sollte. Der zur GlobaliPhilippe Varin ist sierung des Konzerns Englisch als Amtssprache einder starke Mann im PSA-Konzern zuführen versuchte, was in einem frankophonen Konzern von der Pariser Elite als Sakrileg empfunden wurde. Der die richtigen Reformschritte setzte – Maßnahmen, die schon Jahre überfällig waren in einem Haus, in dem sich lange Zeit zwei getrennte Organisationen als Konkurrenten bekämpft hatten. Zum Jahresbeginn 2012 wurde der Luxemburger Gales selbst ein überraschendes Opfer der Umstrukturierung. Offenbar hatte er den PSA-Eigentümern zu wenig Stallgeruch. Er wurde durch den um 12 Jahre älteren Franzosen Saint-Geours ersetzt. Der gab dafür zwar das Finanzressort ab, behielt sich aber den wohldotierten Chefsessel bei der PSA-Bank. Der ihm im März 2012 nachfolgende Jean-Baptiste de Chantillon berichtet ohne Vorstandsehren an Varin, der durch die Verkleinerung des Vorstandes seinen Einfluss auf die Finanzen ausdehnen konnte. Marken erst jetzt passiert ist. Die damit verbundene Effizienzsteigerung liegt auf der Hand. Personell kann dies durch eine natürliche Fluktuation abgefedert werden. Die mit der Umstrukturierung verbundene Verunsicherung von Mitarbeitern sollte daher der Vergangenheit angehören. Und die Händler hoffen, dass sich die Effizienzsteigerung nicht nur bei den PSA-Aktionären, sondern auch bei ihnen auswirken wird.

Hoffen auf Synergien Im Fall von Peugeot und Citroën wundern sich Branchenkenner, dass die Zusammenlegung der

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

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s 20 opel ebner **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 14:41 Seite 2

Handel

Freude als Erfolgsfaktor Anton „Toni“ Ebner ist im Opel-Geschäft länderübergreifend bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“. Er pflegt ein eigenes Imagemodell.

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eutzutage sind die guten Nachrichten in Zusammenhang mit der Marke Opel rar. Das kümmert den niederösterreichischen OpelHändler Anton Ebner herzlich wenig. Als in der Volksmusik anerkannter Entertainer gestaltet er sich seinen Markt selbst und hat „geht nicht, gibts nicht“ zum Wettbewerbsbegriff stilisiert. Ein Mikrofon in der Hand und Stadlzeit ist. Aus Deutschland, der Schweiz, ja selbst aus Holland kommen seine Fans angereist und nicht selten ist ein Autokäufer darunter, der nur beim Ebner kauft. Seine einmalige Gabe als Unterhalter, verbunden mit ehrlicher Lebensfreude, ist Ebners Erfolgsfaktor, der die Marke auch dann in vollem Scheinwerferlicht erstrahlen lässt, wenn wieder einmal in der Öffentlichkeit über die Rüsselsheimer Marke hergezogen wird. „Ich unterscheide zwischen Markenkraft, die ist absolut im vergleichbaren automobilen Spitzenfeld, und den meist global verschuldeten Managementproblemen im US-Konzern.“ Ebner ist authentisch. Ist ihm aufgrund privater Schicksalsschläge nicht zum Lachen, dann zeigt er das, um sofort aus jeder Situation das Beste zu machen. Trübsal blasen ist seine Sache nicht. Das spüren seine Mitarbeiter, seine Kunden, seine Fans, die gerne seine Musik hören. Und wenn Andi Borg mit seinem telegenen Stadltross alle zwei Jahre das Felixdorfer Autozentrum mit mehreren tausend Leuten in ein Tollhaus verwandelt, ist der Toni im weißen Anzug untrennbarer Bestandteil auf dieser Profibühne. Profi ist er aber auch im Autogeschäft. Andere stöhnen unter der Wirtschaftslast, er investiert in Brunn am Gebirge in einen Neubau und pflegt sein weiteres Opel-Latifundium in Oeynhausen. (LUS) Von nichts kommt nichts.

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AUTO & Wirtschaft

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s 21 porsche korr **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:56 Seite 1

Handel

Verwechselt Mit Alain Favey zeichneten wir die globale Dimension der Porsche Holding und strauchelten am Logo von Bentley. Sorry!

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n unserer Jubiläumsausgabe zum 25. Bestandsjahr von AUTO & Wirtschaft lernten unsere Leserinnen und Leser gleich in zwei neuen Facetten den Arbeitseifer unserer Redaktion kennen. Bentley und Aston Martin. Zwei Luxusmarken, zwei Importeure. Die Britenmarke Bentley gehört seit 1998 zur Volkswagengruppe und wird in Österreich seitdem in der Porsche Holding vermarktet. Die ebenfalls aus England stammende Sportwagenmarke Aston Martin wird seit Sommer 2011 im Imperium von Toyota- und Lexus-Importeur Familie Frey verkauft. Das zur Klarstellung der Importverhältnisse, die durch unsere Verwechslung der Markenlogos an dieser Stelle notwendig ist. Just in der Jubiläumsausgabe von AUTO & Wirtschaft ist uns dieser Fauxpas unterlaufen, wofür wir uns bei beiden Importeuren entschuldigen. Der Verursacher in unseren Reihen hat nun beide Markenlogos überproportional über seinem Arbeitsplatz hängen und wird nahezu täglich geprüft, was zu wem gehört in Österreichs Importeurslandschaft. Gerne respektieren wir die realen Importverhältnisse und wünschen beiden Organisationen (LUS) ihren besonderen Erfolg.

Vor 22 Jahren startete die Porsche Holding ihre Internationalisierung. Mit Erfolgen in Südosteuropa mit den Marken des Volkswagen Konzerns und im Multimarkenhandel in Westeuropa setzte eine viel beachtete Entwicklung ein. Sie fand heuer als Teilkonzern der Volkswagen AG in einer globalen Dimension ihren Höhepunkt. s ist die Geschichte eines Erfolgs, der aber nicht von ungefähr kommt. Bereits vor 25 Jahren war die Porsche Holding ein unbestritten großes „Kaliber“ auf dem österreichischen Automarkt. Ein Privatunternehmen, dem die Eigentümerfamilien und insbesondere Louise Piëch, die Tochter des Konstrukteurs Ferdinand Porsche, eine besondere Prägung aufgedrückt hatte. In Österreich gelang es der Porsche Holding, sich mit ihren Marken aus dem Volkswagen Konzern auf beeindruckende Weise zu positionieren. Volkswagen, ohne Unterbrechung Marktführer seit 1957, gelang es, die Führungsposition nachhaltig abzusichern und den Abstand zu den Mitbewerbern sukzessive auszubauen. Gegen die Festung an automobiler Kompetenz stürmte auch die deutlich aufstrebende fernöstliche Konkurrenz in den vergangenen Jahren vergeblich an. Ende der 1980er aber schien das Salzburger Porsche Unternehmen auf dem österrei-

chischen Automarkt am Plafond seiner Möglichkeiten angekommen zu sein und suchte mit Diversifikationen weitere Wachstumsmöglichkeiten. Dabei spielte ihm die politische Wende in die Hände. Denn mit der Öffnung Osteuropas begann der unglaubliche Aufstieg des Salzburger Unternehmens. Rasend schnell wurde es zu einem Big Player auf dem europäischen Automobilhandelsplatz. In den zentralen und osteuropäischen Märkten, kurz CEE (Central and Eastern Europe) genannt, konnte die Porsche Holding ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten, Vertriebsorganisationen aufzubauen und hoch motivierte Teams zu entwickeln, voll ausspielen. In Frankreich gelang es ihr, in der internationalen Automobilhandelsbranche Fuß zu fassen und um die Jahrtausendwende war die Holding bereits auf dem Weg zum größten privaten Automobilhandelshaus Europas. Auch als Vertriebspartner des Volkswagen Konzerns setzte die Holding-Organisation in vielen Bereichen Maßstäbe, etwa im Groß- und Einzelhandel sowie in den Finanzierungsbereichen. Die Porsche Holding verstand das Automobilgeschäft immer als Großes Ganzes und sieht es als Verzahnung aller Unternehmensbereiche. Wer das Geschäft auf diese Art beherrscht, erwirbt nicht nur eine exzellente Kenntnis der Marktzusam-

menhänge, sondern erwirtschaftet dadurch einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil und Wachstum in allen Teilbereichen. Der Mut und die Entschlossenheit, als erstes europäisches Automobilhandelshaus auch auf dem chinesischen Markt erfolgreich tätig zu werden, zeigt den unablässigen Pioniergeist dieses Unternehmens. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Porsche Stuttgart startete den Versuch, sich den vielfach größeren Volkswagen Konzern einzuverleiben – und scheiterte. Dadurch entstand bei den Stuttgartern ein riesiges Schuldenloch und die Großfamilie Porsche/Piëch sah sich gezwungen, das hochprofitable Salzburger Handelsunternehmen an die Volkswagen AG zu verkaufen. Als industrieller Hauptaktionär und zugleich auch als Mitglieder des Aufsichtsrats der Volkswagen AG blieben sie, wenn auch indirekt, der Porsche Holding verbunden. Für die Volkswagen AG entpuppte sich der Erwerb der Porsche Holding jedenfalls als Glücksfall. Denn damit bekam der Automobilhersteller auch einen enormen Zugewinn an Kompetenz im Automobilhandel. Umgekehrt hat auch die Porsche Holding von der Einbindung in den Volkswagen Konzern profitiert, spiegeln doch die Zahlen bereits im ersten Jahr die enormen Erfolge wider: „Wir haben in diesem Jahr den größten Wachstumsschritt in der Geschichte des Unternehmens vollzogen“, erklärt Alain Favey, seit Jahresbeginn 2012 neuer Sprecher der Porsche Holding Geschäftsführung, die rasante Entwicklung. Allein die Zahlen, die im ersten Jahr unter der Regie der Porsche Holding Geschäftsführung erarbeitet wurden, sind mehr als beeindruckend: Die Porsche Holding hat ihre Mitarbeiterzahl von rund 20.000 auf 30.000 erhöht. Das Absatzvolumen wird 2012 voraussichtlich auf über 600.000 Neuwagen anwachsen. Bleibt nur noch anzumerken, dass die Porsche Holding ihre Performance auch auf dem Heimmarkt in Österreich weiter steigern konnte. Aktuell steuern die Marken des Volkswagen Konzerns in diesem Jahr auf etwa 35 Prozent Marktanteil zu – und dies schon im Vorfeld der Markteinführung des neuen Golf. Ein gut durchdachtes Konzept sorgte dafür, dass das kräftige Wachstum in sämtlichen Unternemensbereichen deutlich wurde. « (LUS)

12 2012 als ein besonderes Jahr

Seit Beginn des heurigen Jahres ist Alain Favey neuer Sprecher der Porsche Holding Geschäftsführung. Und heuer hat das Unternehmen den größten Wachstumsschritt seiner bisherigen Geschichte vollzogen. Im Einzelhandel übernahm die Porsche Holding die Managementverantwortung für den konzerneigenen Einzelhandel der Volkswagen AG in Spanien und in Polen. Und als Megaprojekt auch die Managementverantwortung für den konzerneigenen Einzelhandel in Deutschland. Unter den derzeitigen schwierigen Marktbedingungen eine besonders heikle und extrem herausfordernde Mission. Beim Großhandel übertrug die Volkswagen AG das Importgeschäft in Tschechien an die Porsche Holding. Mit der Übernahme der Importeursverantwortung für die Marke Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge in Kolumbien betrat die Porsche Holding völliges Neuland. Und es ist abzusehen, dass noch weitere Aufgaben in Südamerika warten. Auch im Wachstumsmarkt China wird die Porsche Holding ihren dortigen Geschäftsumfang gewaltig erweitern: Derzeit sind fünf neue Automobilbetriebe in Bau. Ein Volumenzuwachs in den kommenden nächsten Jahren steht ins Haus. Auch in der Informationstechnik ist das Salzburger Softwarehaus, die Porsche Informatik mittlerweile weltweit unterwegs. Das in Österreich entwickelte und auf extrem hohen Niveau befindliche „Dealer Management System Cross“ (Benchmark) ist speziell auf den automobilen Einzelhandel abgestimmt. Es wurde auserkoren, auch im weltweiten Vertrieb des Volkswagen Konzerns Einzug zu halten.

Oben haben wir nochmals die Markenlogos in richtiger Namens-folge abgebildet. Die A&WRedaktion bekräftigt ihr Versprechen, so einen Fehler nicht nochmals zu begehen. Wenn Ähnliches wieder passiert, dann soll jemand anderer zum Handkuss kommen.


s 22 einstieg management ** GKUokmue_Layout 1 02.11.12 12:48 Seite 2

„Wir dürfen unsere Bemühungen nicht aufgeben“, erklärt Ing. Josef Schirak zur GVO-Verlängerung auf Seite 25.

„Der Hersteller braucht uns“, sagt Peter Ritter auf Seite 32 über den Autohandel.

Manaaement Management KTM verkauft über 100.000 Stück Mit weltweit 79.117 verkauften Motorrädern in den ersten drei Quartalen erzielte die KTM-Sportmotorcycle AG in Mattighofen eine Steigerung um 19.270 Stück bzw. 33 Prozent im Vergleich zu 2011. „Bis Jahresende erwarten wir einen Absatz von über 100.000 Stück“, sagt KTM-Vertriebsvorstand Mag. Herbert Trunkenpolz. Trotz des rückläufigen Marktes speziell in Europa (minus 12 Prozent in den ersten neun Monaten 2012) habe man starke Marktanteilsgewinne (plus 36 Prozent) verbucht und damit einen Anteil von 7,3 Prozent am europäischen Gesamtmarkt erreicht. Anteil an der Steigerung hat auch die Partnerschaft mit dem indischen Partner Bajaj Auto Ltd. Dort werden die Modelle Duke 200 für den indischen und den Weltmarkt sowie die Duke 125 für den Weltmarkt gefertigt.

Neues Welser Komplettkonzept Einen „PS-starken Erfolg“ trotz des überraschenden Wintereinbruchs hat Messe Wels mit PS Show Autosalon 2012 erzielt: Erstmals ergänzten 120 automobile Klassiker und Oldtimer von Retro Classics das Angebot an Neuwagen – auch mit Alternativantrieb, Motorsport und Dienstleistungen. 85,7 Prozent der Besucher seien „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ gewesen, berichtet Projektleiter Markus Gruszka (r.). Aussteller von Neuwagen lobten Kaufkraft und konkretes Interesse der Besucher. „Unsere Ziele haben wir vollständig erreicht“, sagt auch Karl Ulrich Herrmann (l.), Gründer und Organisator der Retro Classics: Er konnte in Wels viele vermögende Sammler aus der Region treffen, um sie für die Retro Classics, die vom 7. bis 10. März 2013 in Stuttgart stattfindet und von Wels in vier Stunden erreichbar ist, zu gewinnen: Dort werden auch Freunde österreichischer Oldtimermarken auf ihre Kosten kommen.

Degelsegger in Insolvenz Mit Passiva von 865.000 Euro musste die Degelsegger Fahrzeugteile Handels GmbH in Linz am 17. Oktober Insolvenz anmelden. Die Zukunft des acht Personen beschäftigenden Unternehmens (d!Teil) war vorerst offen, laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Herbert Degelsegger sind sowohl ein Verkauf als auch eine Weiterführung in kleinerer Form denkbar: „In diesem Fall würden wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren.“ Dazu zählen Spezialaggregate und Klimateile; das margenschwache Verschleißteilegeschäft will das Unternehmen dagegen einstellen. Als Grund für die Insolvenz nennt Degelsegger eine längere Erkrankung und die Tatsache, dass einer der beiden Außendienstmitarbeiter zu einem Wettbewerber gewechselt ist.

22

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Dr. Nikolaus Engel

Die Kapazität sinkt schon Jetzt ist bei vielen großen Herstellern der Punkt gekommen, an dem sie, um Kosten zu sparen, nicht nur bei der Modellentwicklung mit ehemaligen Konkurrenten gemeinsamer Wege gehen, sondern vor allem bei der Produktion die Stückzahl dem Verkauf annähern. Der schmerzliche Prozess damit verbundener Werksschließungen und die durch den Wegfall der Autoindustrie entstehende Arbeitslosigkeit in der Region ist Stoff für viele – für die betreffende Marke meist schädliche – Kommentare. Umso bewusster gilt es, heute Industrieinvestitionen, sofern sie denn nachhaltig sind, zu feiern. Grund zum Feiern – am besten durch eine durchdachte, stabile Preispolitik – böte eigentlich auch die Stückzahlanpassung, die nur die nicht gängige Ware betreffen sollte, um nicht Geschäftschancen zu vereiteln. Denn nur für das, was er wirklich (am liebsten gleich) will, ist der Kunde zu zahlen bereit. Bei allem, was er lediglich braucht, wartet er gern auf die nächste Preissenkung. Die neue Chance ist jetzt!


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26.10.12 15:52


s 24 mewa-partikelf. **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:50 Seite 2

Management

Perfekter Auftritt MEWA ist im Textilmanagement für Industrie, Handel und Handwerk tätig. Nun bietet das Unternehmen in Schwechat-Rannersdorf zusätzlich zur Arbeits- und Schutzkleidung auch Business-Outfits für die Büros an.

D

amit bietet MEWA Unternehmen die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter im Büro oder im Außendienst nach demselben System mit einheitlicher oder CI-gerechter Oberbekleidung dauernd frisch auszustatten, wie MEWA das im Werkstattoder Sicherheitsbereich bereits praktiziert.

MEWA-Chefs Stefan Janzen (l.) und Bernd Feketeföldi, Business-Outfits

Perfekt in Büro und Werkstatt

gehalten. Die Modelle stammen von Herstellern wie Daniel Hechter oder Greiff. Bei MEWA Textil-Service, die sich zu den führenden Dienstleistern Europas im Segment Textil-Management zählt, ist Berufskleidung in Österreich mit über 50 Prozent Umsatzanteil die wichtigste Sparte. „Von den rund 9.500 Kunden, die wir mit Betriebstextilien ausstatten, haben auch rund 3.500 mit dem Kfz zu tun – darunter sind auch Zulieferer und Produktion“, sagt Geschäftsführer Bernd Feketeföldi. Der termingerechte Austauschservice von Berufs- und Schutzkleidung ergänzt das Geschäft mit Mehrwegputztüchern, Ölauffangund Fußmatten sowie Handtuchrollen und den Verkauf von Arbeitsschutzprodukten. Außerdem vermietet MEWA Textil neuerdings auch die mit Kaltluft arbeitenden Dyson-Händetrockner.

Die Berufsbekleidung ist in klassischem Schnitt

Trend zur persönlichen Schutzausrüstung Die Geschäftsführer Bernd Feketeföldi und Dipl.Ing. Stefan Janzen sind sicher, dass die Zukunft der höherwertigen Spezialbekleidung und der PSA (persönlichen Schutzausrüstung) gehört, auch wenn heute noch der „Blaumann“ vorherrschend ist. Die von MEWA in Österreich betreuten neuen Märkte in der Nachbarschaft, weiß Feketeföldi, steigen heute in der Regel hochwer(ENG) tig ein – zumeist auch gleich mit PSA.

Feinstaubfilter aus Kärnten Nach mehrjähriger Entwicklungszeit wurde der Feinstaubfilter des Kärntners Anton Kluge nun einem Praxistest unterzogen.

V

or rund drei Jahren präsentierte Anton Kluge erstmals seine Erfindung der Öffentlichkeit. Der Kärntner Karosseriebaumeister hat einen Feinstaubfilter entwickelt, der – angebracht auf größeren, innerstädtisch genutzten Fahrzeugen wie Bussen – die Belastung in großen Städten senken soll. Die 2009 errechnete Effizienz konnte bei einem Praxistest in Graz zwar nicht erreicht werden, laut Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Medizin-Universität Wien ist aber jede noch so kleine Verbesserung der Feinstaubbelastung ein wichtiger Schritt, schließlich seien viele Todesfälle auf Herz-Kreislauf- bzw. AtemwegsErkrankungen zurückzuführen.

Erster Praxistest Der Filterkasten wiegt rund 80 kg und ist mit drei

24

Die Greenbox Ventilatoren bestückt, die kann auf Bussen bei langsamer Fahrt die Luft oder Lkws montiert werden durch die vorgeschalteten Filter ansaugen. Da die Ventilatoren einen Mehrverbrauch des Fahrzeuges verursachen, verschlechtert sich auch die Effizienz der Greenbox. Die TU Graz unter der Leitung von Prof. Peter Sturm hat den Praxistest begleitet und ausgewertet. Zwischen 4 und 10 Prozent der Eigenemission (basierend auf dem EU-III-Bus) konnten beim Test gefiltert werden, bei moderneren Fahrzeugen steigt die Effektivität bis zu 17 Prozent, Ziel sind 25 Prozent der Eigenemission.

Investoren gesucht Greenbox-Erfinder Kluge ist nun auf der Suche nach Investoren, die eine Serienfertigung ermöglichen. Der Preis des Prototyps soll dann von derzeit 3.500 Euro deutlich sinken. (STS)

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Anton Kluge ist auf der Suche nach Investoren


s 25 vierländertreffen **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:51 Seite 1

Management

Mit einer Stimme

Kfz-GVO zu Ende, Händler am Ende? Mit der „Resolution von Interlaken“ wollen die Interessenvertreter gegensteuern.

E

inmal jährlich treffen sich die Branchensprecher aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol zum Erfahrungsaustausch. Heuer fand das „Vierländertreffen“ im schweizerischen Interlaken statt. Im Mittelpunkt stand dabei das Auslaufen der Kfz-GVO per 31. Mai 2013, das auch das Ende für zahlreiche Händlerschutzbestimmungen bedeutet: „Die Kräfteverhältnisse werden massiv und in wettbewerbsverzerrender Art und Weise zugunsten der Hersteller verschoben“, kritisieren die Händlervertreter.

Beim Branchentreffen in der Schweiz (v. l.): Dietmar Mock (Südtirol), Dr. Gustav Oberwallner, stv. BGO, Urs Wernli (Schweiz), Friedrich Nagl von den österreichischen Kfz-Technikern und der deutsche ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme

Österreich als Vorbild Die Zeit drängt, denn schon jetzt verschärft sich der Gegenwind für den Handel. Andererseits beweist gerade Österreich, dass dennoch viel für die Branche erreicht werden kann – etwa durch die „Mittelstandsinitiative“, die kurz nach dem Vierländertreffen in die parlamentarische Begutachtung ging, oder durch das Recht auf §-57a-Überprüfungen im Fachbetrieb: Um diese vermeintliche Selbstverständlichkeit werden die heimischen Betriebe (HAY) europaweit beneidet.

Forderung nach „fairen Bedingungen“ Zwar wurde der Kampf um die GVO-Verlängerung in Brüssel verloren, doch deshalb dürfe man die Bemühungen nicht aufgeben, mahnte der österreichische Einzelhandelssprecher Komm.-

AUTO & Wirtschaft

Rat Ing. Josef Schirak. Auf sein Bestreben hin wurde die „Resolution von Interlaken“ verabschiedet: Darin fordern die Verbände „faire und verursachergerechte Vertrags- und Geschäftsbedingungen zwischen Herstellern und Händlern“. Die EU-Kommission müsse als Ersatz für die wegfallenden Schutzbestimmungen die Handelsvertreterrichtlinie auf die Autobranche ausdehnen. Außerdem wird sie aufgerufen, gemeinsam mit den nationalen Kartellbehörden „die Wettbewerbsregeln konsequent gegen die Marktmacht der Hersteller abzustimmen“.

• November 2012

25


s 26-27 statistiken *** JON! oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:52 Seite 2

Management

Jammern auf hohem Niveau

S

Gebrauchtwagen September 2012

Jan. – Sept. 2012

Stück

MA in %

+/ – in %

Stück

MA in %

+/ – in %

VW

13.560

20,71

-6,61

127.018

20,54

1,94

Audi

5.581

8,52

0,56

53.594

8,67

9,89

Opel

4.654

7,11

-14,01

46.529

7,52

-5,61

BMW

4.405

6,73

-4,34

44.153

7,14

4,53

Ford Europa

4.175

6,38

-3,89

39.341

6,36

1,90

Renault

3.736

5,70

-7,66

32.928

5,33

-2,29

Mercedes

3.360

5,13

-13,87

32.480

5,25

-7,15

Peugeot-Talbot

2.988

4,56

-5,29

27.087

4,38

-0,10

Fiat

2.455

3,75

-4,88

21.861

3,54

1,49

Mazda

2.402

3,67

-17,96

22.161

3,58

-14,17

Skoda

2.309

3,53

-2,82

21.772

3,52

8,38

Seat

1.954

2,98

-6,28

18.123

2,93

1,14

Citroën

1.767

2,70

-12,05

16.517

2,67

-4,37

Toyota

1.741

2,66

-10,99

16.335

2,64

-6,51

Hyundai

1.120

1,71

5,86

10.214

1,65

18,82

Suzuki

1.091

1,67

-7,93

9.632

1,56

-1,41

Nissan

1.048

1,60

-11,78

10.144

1,64

-1,80

Kia

794

1,21

-10,89

8.166

1,32

10,47

Mitsubishi

781

1,19

-11,05

7.585

1,23

-7,47

Alfa Romeo

767

1,17

-5,19

7.388

1,19

0,05

Volvo

753

1,15

-5,40

6.798

1,10

-0,63

Marke

Chrysler/Jeep/Dodge

733

1,12

-8,60

7.174

1,16

-7,54

Honda

695

1,06

-13,66

6.461

1,04

-7,12

owohl Gebrauchtwagen als auch Neuwagen mussten im September massive Einbußen hinnehmen und nur der Einsatz von Kurzzulassungen verhinderte einen noch stärkeren Absturz. Die Zahlen weisen den Absatz nach drei Quartalen aber noch immer als zweitstärkstes Jahr aller Zeiten (bei Neuwagen) bzw. als stärkstes Jahr (bei Gebrauchtwagen) aus. Darüber, wie es in den kommenden Monaten weitergehen wird, scheiden sich die Geister. Einerseits rechnen viele, dass es mit dem realen Verkauf weiter leicht bergab gehen wird. Dies wird sich aber nicht voll auf die Zulassungszahlen auswirken, da Importeure und Händler mit taktischen Spielchen alles daran setzen werden, ihre (meist viel zu hoch angesetzten) Ziele zu erreichen. Auffallend nach neun Monaten ist, dass sich Skoda mittlerweile sehr gut auf Platz 2 etabliert hat. Umso spannender wird sein, welcher Hersteller als Dritter aufs „Stockerl“ einziehen wird: Ford, Audi und Opel liegen derzeit nur um wenige (MUE) hundert Stück voneinander getrennt.

Modell-Ranking

Chevrolet/Daewoo

427

0,65

-7,17

4.335

0,70

13,63

Neuwagen

Subaru

329

0,50

0,61

2.291

0,37

-2,92

smart

293

0,45

0,00

2.389

0,39

0,00

Porsche

247

0,38

-6,79

2.808

0,45

0,97

Lancia

208

0,32

-16,47

2.054

0,33

9,78

Land Rover

189

0,29

24,34

1.749

0,28

19,14

Daihatsu

146

0,22

-8,75

1.275

0,21

-11,34

Jaguar

134

0,20

13,56

1.237

0,20

-0,72

Rover/MG

116

0,18

-28,83

1.287

0,21

-14,60

Saab

88

0,13

11,39

842

0,14

-9,95

GM Chevrolet US

61

0,09

-29,89

742

0,12

-13,92

Ford USA

57

0,09

18,75

503

0,08

-2,14

Marke VW Golf VW Tiguan Skoda Octavia Renault Mégane Skoda Fabia Ford Focus Hyundai i20 Kia cee'd Seat Ibiza Skoda Yeti

Lexus

47

0,07

9,30

475

0,08

10,72

Steyr Puch

41

0,06

-22,64

358

0,06

-12,90

SsangYong

37

0,06

-11,90

356

0,06

-1,93

Ferrari

22

0,03

4,76

220

0,04

-0,45

GM Cadillac

15

0,02

-31,82

147

0,02

-19,23

Lada

14

0,02

-26,32

151

0,02

-9,04

Maserati

13

0,02

30,00

128

0,02

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Sept. 2012 Stück % 1.186 4,4 943 3,5 927 3,4 881 3,3 790 2,9 552 2,0 467 1,7 428 1,6 418 1,5 417 1,5

Jän. – Sept. 2012 Stück 13.617 7.256 6.054 6.932 5.812 6.009 3.458 3.305 4.991 3.066

% 5,1 2,7 2,3 2,6 2,2 2,3 1,3 1,2 1,9 1,1

Bundesländer Neuanmeldungen Bundesland

+/- %

Sept. 11

B

Sept. 12 980

-16,17

1.169

K

1.401

-26,26

1.900

5,79

4.905

-15,66

5.816

4.619

-15,68

5.478 2.347

Bentley

6

0,01

-25,00

64

0,01

-13,51

Rolls-Royce

6

0,01

100,00

48

0,01

-11,11

S

2.074

-11,63

Aston Martin

4

0,01

100,00

54

0,01

-19,40

St

3.662

-11,63

4.144

GM Hummer

3

0,00

-25,00

43

0,01

4,88

T

2.171

-8,20

2.365

Oldsmobile

2

0,00

100,00

18

0,00

28,57

Autobianchi

0

0,00

0,00

7

0,00

40,00

V

1.125

-10,57

1.258

Dacia

0

0,00

0,00

2

0,00

0,00

W

6.157

-1,93

6.278

Isuzu

0

0,00

0,00

5

0,00

25,00

Maybach

0

0,00

0,00

0

0,00

0,00

Tata

0

0,00

0,00

7

0,00

75,00

Sonstige

114

0,17

-12,98

1.270

0,21

-5,22

Summe

65.488

100,00

-6,91

618.326

100,00

0,55

26

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Alle Daten zum Fahrzeugmarkt finden Sie auch im neuen MarketAnalyser von EurotaxGlass’s


s 26-27 statistiken *** JON! oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:52 Seite 3

Neuwagen

Sept. 2012

Jän. – Sept. 2012 +/ – in %

Marke

Stück

MA in %

VW Skoda Ford Audi Opel Renault Hyundai BMW Peugeot Kia Fiat/Abarth Mercedes-Benz Seat Citroën Mazda Nissan Toyota Dacia Suzuki Chevrolet Mitsubishi Volvo Alfa Romeo Subaru Mini Lancia Land Rover Honda Jeep Porsche Smart Jaguar Lexus Daihatsu Bentley Infiniti Lada Aston Martin Lamborghini Saab Maserati Ferrari KTM Lotus Rolls-Royce SsangYong Sonstige Summe

4.405 2.470 1.808 1.766 1.669 1.517 1.430 1.394 1.154 1.022 1.000 957 898 826 813 514 457 451 405 400 334 276 186 173 170 122 120 108 64 47 47 27 20 17 6 3 3 2 2 2 1 0 0 0 0 0 8 27.094

16,26 9,12 6,67 6,52 6,16 5,60 5,28 5,15 4,26 3,77 3,69 3,53 3,31 3,05 3,00 1,90 1,69 1,66 1,49 1,48 1,23 1,02 0,69 0,64 0,63 0,45 0,44 0,40 0,24 0,17 0,17 0,10 0,07 0,06 0,02 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,03 100,00

-26,39 53,32 -5,93 3,34 -24,07 -25,86 -9,21 -12,77 0,00 -19,46 -23,84 0,10 -41,50 -17,89 -4,91 -20,06 -32,30 0,00 -24,02 -18,20 0,91 -18,82 -41,51 116,25 0,00 165,22 -0,83 -28,95 0,00 -26,56 0,00 58,82 -56,52 -57,50 -64,71 -66,67 50,00 0,00 100,00 -60,00 0,00 -100,00 0,00 -100,00 -100,00 -100,00 -90,59 -11,90

Stück

47.987 18.194 16.925 16.592 16.037 13.711 15.161 12.441 11.439 10.093 9.666 8.171 11.676 9.202 6.671 7.071 6.057 4.271 4.430 3.785 3.077 2.359 1.812 1.060 1.707 1.147 1.440 1.691 607 809 603 262 225 206 43 21 27 15 16 17 13 34 17 7 0 15 80 266.890

Jän. – Sept. 2012 Anwendung (inkl. Kzl)

MA in %

+/ – in %

männl.

weibl.

betriebl.

Taxi*

17,98 6,82 6,34 6,22 6,01 5,14 5,68 4,66 4,29 3,78 3,62 3,06 4,37 3,45 2,50 2,65 2,27 1,60 1,66 1,42 1,15 0,88 0,68 0,40 0,64 0,43 0,54 0,63 0,23 0,30 0,23 0,10 0,08 0,08 0,02 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,00 0,01 0,01 0,00 0,00 0,01 0,03 100,00

0,55 16,40 -7,16 12,87 -23,11 -23,62 6,60 -10,85 -11,22 19,81 -18,52 -14,27 -9,01 -12,67 -14,73 28,84 -1,72 0,00 -18,31 6,32 -17,73 -14,34 -30,12 1,53 0,00 177,05 104,84 -3,87 0,00 30,27 0,00 30,35 -25,74 -15,23 -14,00 -47,50 -66,25 36,36 0,00 -89,51 44,44 9,68 -15,00 -53,33 -100,00 -54,55 -91,09 -2,43

13.372 5.342 3.557 4.915 3.734 4.210 4.228 4.365 3.148 3.594 2.168 2.596 3.036 2.624 3.050 1.799 2.745 2.352 1.798 1.391 1.055 850 400 320 430 178 500 733 161 324 126 75 101 89 5 5 18 7 6 8 6 15 5 5 0 6 43 79.495

8.894 3.475 2.174 2.774 1.668 2.445 3.796 1.273 2.554 2.779 2.138 845 3.011 1.535 1.851 1.024 2.180 1.371 1.471 934 766 262 292 114 487 128 190 508 40 63 110 13 25 93 3 1 4 1 0 4 0 2 2 1 0 2 10 51.313

25.721 9.377 11.194 8.903 10.635 7.056 7.137 6.803 5.737 3.720 5.360 4.730 5.629 5.043 1.770 4.248 1.132 548 1.161 1.460 1.256 1.247 1.120 626 790 841 750 450 406 422 367 174 99 24 35 15 5 7 10 5 7 17 10 1 0 7 27 136.082

111 121 91 2 18 30 21 6 8 12 6 237 26 10 26 3 55 24 0 11 0 0 0 0 0 3 0 3 1 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 827

Gewinner und Verlierer nach Segmenten Jänner – Sept. 2012: 266.890 Kleinwagen

Stadtwagen

Microvans

Familyuntere vans Mittelklasse

Mittelklasse

Oberklasse

Luxusklasse

Diplomatie*

1.754 1.302 735 607 2.150 506 3.836 1.194 781 374 560 988 216 501 8 335 2 0 27 25 47 98 34 0 279 121 1 5 7 4 192 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 1 1 0 0 0 0 16.692

39 11 10 25 7 6 10 122 2 2 1 47 0 5 1 8 6 1 2 12 1 9 3 0 12 4 3 3 0 1 1 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 7 363

* in betrieblichen Zulassungen enthalten

Sportwagen

Geländewagen

+7,0 %

15.299

Vermietung*

Geländew. medium

Minivan

+35,0 %

56.802

9.597

53.457

22.670

27.623

8.271

440

1.792

8.832

-5,5 %

-27,0 %

-10,9 %

-1,8 %

-7,2 %

-2,5 %

-31,0 %

-14,6 %

-6,7 %

AUTO & Wirtschaft

• November 2012

39.581

11.950

-2,1 %

27


s 28 jato **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:54 Seite 2

Management

Österreich als Trendsetter? Im September wurden in Europa 11,2 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Erstmals war auch Österreich betroffen.

I

n den ersten acht Monaten war der Neuwagenverkauf in Österreich noch wesentlich besser gelaufen als in den meisten übrigen europäischen Staaten: Doch im September fiel das Ergebnis in Österreich mit -11,9 Prozent sogar noch etwas schlechter aus als im Rest Europas (-11,2 Prozent). Ist Österreich also ein Trendsetter? Nein, denn insgesamt sieht es in Österreich mit einem Rückgang von 2,4 Prozent noch deutlich besser aus als (um es geografisch zu sagen) zwischen Portugal (-36,8 Prozent) und Finnland (-11,2 Prozent) oder zwischen Irland (-12,1 Prozent) und dem besonders stark betroffenen Griechenland (-42,6 Prozent). Klar, dass immer mehr Autohersteller mit Werksschließungen zu retten versuchen, was zu retten ist. So hat beispielsweise Ford angekündigt, neben Greg Maruszewski den Fabriken in Genk ist für Volvo eini(Belgien) und Southgermaßen optimisampton auch das tisch Presswerk in Dagenham zu schließen. Die Fertigung soll auf Valencia, Saarlouis bzw. Kocaeli (Türkei) aufgeteilt werden.

„Uns hat es nicht so stark getroffen“ Dass auch bei Volvo nicht alles so rund läuft, zeigt sich unter anderem an der Ablöse des bisherigen Chefs Stefan Jacoby. „Die Aggressivität in den einzelnen Märkten hat stark zugenommen“, bestätigt auch Greg Maruszewski, der für die schwedische Marke von Schwechat aus ganz Ost- und Südeuropa sowie die baltischen Staaten managt. „Allerdings ist es uns in Griechenland und Portugal besser ergangen als den meisten übrigen Marken“, sagt Maruszewski. Hoffnung hegt er für Ungarn, wo sich der Markt zu erholen scheint; aber auch in anderen zentraleuropäischen Ländern wie Tschechien habe es gute Zahlen gegeben. Durch den neuen V40 soll (MUE) der Absatz von Volvo wieder steigen.

28

Länderstatistik Veränd. in % -18,7% +0,6% -10,9% +0,5% -20,9% -17,9% -48,5% +8,2% -10,2% +66,1% -25,5% -46,6% -19,7% -18,1% +4,7% -27,7% -4,9% -11,9% -10,4% -8,9% -31,1% -17,5% -21,7% -13,5% +5,6% -29,2% -40,9% -4,2% +0,0% -28,7% -11,2%

kum. 12 kum. 11 392.553 440.546 128.377 127.098 2.358.798 2.401.736 15.191 12.722 88.841 100.019 1.431.520 1.661.271 45.392 79.094 1.620.609 1.553.094 76.645 87.179 6.371 4.082 1.092.260 1.377.919 26.376 32.826 7.995 7.777 9.177 9.967 39.550 39.609 427.635 453.851 105.538 104.146 266.891 273.539 206.329 200.231 78.028 123.525 49.128 55.879 203.711 227.636 243.447 231.834 17.297 23.054 51.817 50.003 38.707 46.378 542.393 624.260 130.870 127.485 39.599 34.057 8.055 9.994 9.749.100 10.520.811

Veränd. in % -10,9% +1,0% -1,8% +19,4% -11,2% -13,8% -42,6% +4,3% -12,1% +56,1% -20,7% -19,6% +2,8% -7,9% -0,1% -5,8% +1,3% -2,4% +3,0% -36,8% -12,1% -10,5% +5,0% -25,0% +3,6% -16,5% -13,1% +2,7% +16,3% -19,4% -7,3%

Sept. 11 157.268 110.081 99.030 73.072 59.566 64.529 91.719 60.104 60.564 59.669

Veränd. in % -14,1% -15,2% -16,0% -6,7% +9,0% +0,2% -32,3% -7,5% -11,2% -15,1%

kum. 12 1.249.292 747.718 659.573 620.692 480.986 550.340 629.673 454.254 528.726 452.100

kum. 11 1.292.622 855.137 778.999 718.925 486.516 522.967 796.767 451.044 601.196 545.072

Veränd. in % -3,4% -12,6% -15,3% -13,7% -1,1% +5,2% -21,0% +0,7% -12,1% -17,1%

Sept. 11 49.172 36.386 34.820 31.868 1 27.277 31.778 28.286 20.086 10.638

Veränd. in % -21,4% -13,5% -12,2% -24,5% -19,0% -35,3% -29,3% -6,3% +68,6%

kum. 12 340.448 238.345 211.088 190.418 97.228 183.028 225.044 180.130 160.968 134.066

kum. 11 376.912 275.419 245.559 225.439 1 230.938 274.623 228.829 162.671 103.938

Veränd. in % -9,7% -13,5% -14,0% -15,5% -20,7% -18,1% -21,3% -1,0% +29,0%

Land Sept. 12 Sept. 11 Belgien 33.660 41.427 Dänemark 13.915 13.834 Deutschland 250.082 280.689 Estland 1.548 1.541 Finnland 7.990 10.100 Frankreich 137.536 167.526 Griechenland 3.454 6.712 Großbritannien 359.612 332.476 Irland 2.487 2.770 Island 470 283 Italien 110.350 148.062 Kroatien 1.694 3.170 Lettland 744 926 Litauen 980 1.197 Luxemburg* 3.630 3.466 Niederlande 32.088 44.382 Norwegen 11.212 11.794 Österreich 27.094 30.755 Polen 18.854 21.040 Portugal* 8.385 9.208 Rumänien 4.736 6.875 Schweden 21.937 26.605 Schweiz 20.661 26.399 Serbien* 1.797 2.077 Slowakei 5.276 4.998 Slowenien 3.203 4.523 Spanien 32.847 55.601 Tschechische Republik 12.435 12.978 Ungarn 3.539 3.538 Zypern 692 970 Total 1.132.908 1.275.922 * geschätzte Volumina für September 2012

Top-Ten-Marken Volkswagen Ford Opel/Vauxhall Peugeot BMW Audi Renault Mercedes Citroën Fiat

Sept. 12 135.017 93.397 83.219 68.160 64.950 64.647 62.085 55.594 53.754 50.678

Top-Ten-Modelle Volkswagen Golf Ford Fiesta Opel/Vauxhall Corsa Ford Focus Peugeot 208 Opel/Vauxhall Astra Volkswagen Polo Renault Clio Nissan Qashqai Toyota Yaris

AUTO & Wirtschaft

Sept. 12 38.669 31.468 30.581 24.061 23.225 22.092 20.571 19.988 18.828 17.933

November 2012


s 29 fh-kufstein**GKUokmue_Layout 1 02.11.12 14:22 Seite 1

Andrea Hechenbergers Resultat macht Juniorchef Erich Ermler (r.) und Wilhelm Beck stolz

Das war der Startschuss Die ersten Absolventen des Lehrgangs „Zertifizierte/r Automobilverkäufer/in“ der FH Kufstein haben bereits Zertifikate.

V

on den insgesamt fast 50 Absolventen nahmen 30 an der feierlichen Verleihung der Zertifikate im Haus der Industrie in Wien teil: Denzel-Vorstandsvorsitzender Ing. Alfred Stadler (ganz links im Bild) und Fritz Unterberger, Gründer der gleichnamigen Tiroler Autohausgruppe, die auch in Deutschland Autohäuser hat (ganz rechts), hatten die mehrDie Motoren der Verkäuferstufigen Ausbildungsausbildung der FH Kufstein gänge (bis zum MBA!) aufgegleist. Mag. Barbara Weiss (Bildmitte), zugleich Leiterin Personalentwicklung bei Denzel, ist die „Seele“ der Ausbildungsgänge.

Lehrgangsbeste aus dem Burgenland Doch Weiss betont, es werde den Teilnehmern bei der Ausbildung „nichts geschenkt“: Sie haben täglich Aufgaben zu erfüllen, auch wenn der Großteil des Studiums berufsbegleitend absolviert werden kann. Als Lehrgangsbeste schloss Andrea Hechenberger, Verkäuferin im Autohaus Ing. Ermler in Neusiedl am See, mit über 95 Prozent des Erreichbaren ab. In Kürze sollen auch die ersten Absolventen des Lehrgangs Akademischer Automobil Manager ihre Zertifikate erhalten. An der zweiten Stufe – „Akademischer Automobile Manager/in“ – nehmen 46 Personen teil. (ENG)


s 30-31 bl-umfrage **GKU okmue_Layout 1 05.11.12 15:30 Seite 2

Management Ausgezeichneter Automobilkaufmann

Gut vernetzt und sehr aktiv

„Ich glaube, dass Dr. Clary in dieser Funktion gute Arbeit leisten wird“, sagt Helmut Pletzer, Geschäftsführer Suzuki Österreich. „Er ist ein ausgezeichneter Automobilkaufmann und kann sich dieser Funktion nun voll und ganz widmen.“ Pletzer hält die Wahl Clarys zum Vorsitzenden des Arbeitskreises der Automobilimporteure für eine „gute Lösung“. Die Notwendigkeit einer aktiven Rolle im Autogeschäft für diese Position sieht er nicht. „Dr. Clary verfügt nun auch über mehr Zeit und Unabhängigkeit, er wird seine Sache sicher gut machen“, so Pletzer.

Wird seine guten Kontakte nützen „Man kennt Dr. Clary als einen Mann der Wirtschaft mit jahrzehntelanger Erfahrung“, sagt Christoph Gerster, Geschäftsführer Gerster Auto/Dornbirn. „Er kennt alle wesentlichen Entscheidungsträger, weshalb ich glaube, dass er aufgrund dieser Tatsache nicht nur beste Kontakte hat, sondern diese auch für diese Tätigkeit wird nützen können.“ Darüber hinaus sei es auch von Vorteil, diese Funktion unabhängig auszuüben. „Außerdem kann er sich der neuen Aufgabe voll und ganz stellen, da er nun auch über ausreichend Zeit verfügt.“

Aktive finden mehr Gehör „Ich habe die Funktion des Sprechers und Vorsitzenden der Automobilimporteure einige Zeit wahrgenommen, aber mit meiner Pensionierung zurückgelegt“, sagt Komm.-Rat Peter Leißing, ehemaliger Geschäftsführer der Mercedes-Benz Österreich Vertrieb GmbH. „Ich glaube, dass diese Funktion nur jemand einnehmen sollte, der aktiv im Autogeschäft tätig ist.“ Sich anderwertig bei der Politik Gehör zu verschaffen, sei nicht einfach. „Ich bin überzeugt, dass sich im Geschäft stehende Personen besser durchsetzen können“, sagt Leißing.

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„Dr. Clary ist sehr gut vernetzt und war auch als Geschäftsführer von BMW Österreich, wo er gleichzeitig fünf Jahre lang den Vorsitz des Arbeitskreises der Importeure innehatte, sehr aktiv“, sagt Komm.-Rat Dr. Gustav Oberwallner, Gremialobmann-Stv. österreichischer Fahrzeughandel. „Ich bin optimistisch, dass er in dieser Position, die er nun hauptamtlich ausübt, viel bewegen kann.“ Wichtig sei vor allem auch, geschlossen aufzutreten. „Nur so lässt sich auch politisch etwas bewegen, wie sich in der Vergangenheit immer wieder deutlich gezeigt hat.“

Schritt in die richtige Richtung „Mit der Wahl von Felix Clary und Aldingen zum Sprecher des Arbeitskreises der Automobilimporteure wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht“, sagt Bernhard Plasounig, Geschäftsführer Renault W. Plasounig, Villach. „Wenn ein branchenerfahrener Mann diese Position hauptamtlich ausüben kann, wird er vermutlich auch mehr bewirken und sich stärker engagieren können“, so Plasounig. Auch bei den deutschen Nachbarn habe sich dieses System bereits bewährt. „Grundsätzlich könnte man darüber nachdenken, auch andere wichtige Positionen mit hauptberuflich tätigen Experten zu besetzten, dies sollte sich die Branche leisten können.“


s 30-31 bl-umfrage **GKU okmue_Layout 1 05.11.12 15:30 Seite 3

Hat Handschlagqualität bereits bewiesen „Geschlossenes Auftreten von Herstellern und Händlern ist in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Mit Felix Clary und Aldringen hat nun ein Mann den Vorsitz des Arbeitskreises der Automobilimporteure übernommen, der bereits in der Vergangenheit seine Handschlagqualität bewiesen hat“, sagt Komm.-Rat Ing. Josef Schirak, Obmann des Einzelhandelsausschusses, BG Fahrzeughandel. Schirak ist überzeugt, dass Clary, den er immer als fairen Verhandlungspartner erlebt und geschätzt habe, auch politisch einiges bewirken könne. „Er kann als hauptamtlicher Sprecher nun unabhängiger und befreit von Direktiven agieren und ich gehe davon aus, dass wir dort anschließen, wo wir 2005 aufgehört haben“, sagt Schirak.

Kennt die Branche sehr gut „Ich kenne Herrn Dr. Clary und Aldringen viele Jahre und glaube, dass er aufgrund seiner Erfahrung viel bewegen kann“, sagt Komm.Rat Alois Edelsbrunner, Gesellschafter Peugeot Edelsbrunner/Graz. Der neue, alte Sprecher und Vorsitzendes des Arbeitskreises der Automobilimporteure habe sich bereits in der ersten Periode seines Wirkens einen Namen als fairer Verhandlungspartner gemacht. „Wenn er diese Funktion nun auch hauptamtlich ausüben kann, bin ich sicher, dass er auch politisch einiges wird bewegen können, da er die Branche sehr gut kennt und auch über entsprechende und wichtige Kontakte verfügt“, sagt Edelsbrunner.

Ist dynamisch und kann viel bewegen „Felix Clary war ja bereits einmal Vorsitzender des Arbeitskreises der Automobilimporteure – damals fungierte er ja gleichzeitig als Geschäftsführer von BMW Österreich – und hat das hervorragend gemacht“, sagt Martin Pfundner, Autor und ehemaliger Vorstandsdirektor von GM Österreich. „Ich glaube, dass er nun gelöster agieren wird, da er sich dieser Herausforderung wesentlich unabhängiger stellen kann.“ Pfundner hat Clary als sehr dynamischen Menschen kennengelernt. „Da er jetzt über mehr Zeit für die Ausübung dieser Funktion verfügt, glaube ich, dass er auch effizienter arbeiten und dadurch mehr bewegen kann.“

Genug Power, um sich durchzusetzen? Dr. Felix Clary und Aldringen ist der „neue, alte“ Vorsitzende des Arbeitskreises der Automobilimporteure. Als unabhängiger und hauptamtlicher Sprecher, der im Gegensatz zu früher nicht im Dienste einer Marke tätig ist, stellt sich die Frage, ob Clary auch genügend Rückhalt hat, um politisch etwas bewegen zu können. Von Dieter Scheuch

Kann wesentlich unabhängiger agieren „Ich glaube, dass Herr Dr. Clary gute Chancen hat, erfolgreich agieren zu können“, sagt Ing. Peter Nemeth, Geschäftsführer Nemeth/Eisenstadt. Ein Vorteil für ihn sei, dass er unabhängiger agieren könne, weil er nicht mehr im Dienste eines großen Unternehmens stehe. Eine Markenunabhängigkeit gepaart mit dem Background und der Erfahrung könnten von Vorteil sein. „Natürlich hängt sein Erfolg auch davon ab, wie viele Leute hinter ihm stehen, denn nur durch ein gemeinsames Vorgehen kann man auch politisch etwas bewegen“, so Nemeth.

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s 32 tag der automobilwirtschaft***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:58 Seite 2

Management schäfts“, sagte Renz. Immerhin liege mit Ausnahme von 8 Prozent der gesamte Absatz in den Händen der Partner. Allerdings würde die Hälfte der autorisierten Werkstätten weniger als 3.000 Stunden pro Jahr verkaufen. Da habe man Handlungsbedarf, ist Renz überzeugt.

Ran an die Systeme

Der 13. Tag der Automobilwirtschaft des ifa Instituts für Automobilwirtschaft in Nürtingen machte deutlich: Zu viele Partner eines Fabrikats sind genauso schädlich wie zu viele Fahrzeuge eines Herstellers in der Pipeline. Für beides muss unabhängig von der neuen GVO eine Lösung her, ansonsten bleibt die Rentabilität im Handel auf der Strecke.

Die Überbesetzung der Netze bestätigte auch ZDK-Präsident Robert Rademacher: „Wir müssen an die Systeme ran.“ Zu viele Partner eines Fabrikats sind laut Angaben des ZDK-Präsidenten genauso schädlich wie zu viele Fahrzeuge eines Herstellers in der Pipeline. Für beides müsse eine Lösung her, wenn man nicht wolle, dass die Rentabilität im Handel auf der Strecke bleibe. Die Netzreduzierung bei Mercedes-Benz und Porsche Ende der 1980er-Jahre sei für die verbleibenden Partner „segensreich“ gewesen. Allerdings sollten die Händler selbst das „Zepter“ in die Hand nehmen, denn nur sie wüssten, wie es tatsächlich in

Selbstbewusste Händler ihren Regionen aussehe. Für ein neues Selbstbewusstsein im Handel sprach sich Peter Ritter, Präsident des Mercedes-Benz-Vertreterverbandes, aus. Der autorisierte Handel müsse der Schlüssel für jeden Hersteller sein. Ritters Botschaft: „Wir sind selbstbewusste und freie Händler. Der Hersteller braucht uns.“ Eine gute Partnerschaft mit dem Hersteller sowie tragfähige Geschäftsmodelle, die sich an verändernde Märkte anpassen, sind für den Unternehmer entscheidend. Eine Revolution in der Automobilbranche wird damit also trotz neuer GVO ausbleiben, so das übereinstimmende Fazit der Referenten.

W

ie selten zuvor waren sich die Referenten des 13. Tags der Automobilwirtschaft unter dem Titel „Evolution oder Revolution: Neue Weichenstellung in der Automobilwirtschaft?“ einig: Die neue Gruppenfreistellungsverordnung (GVO 330/2010) kann die anstehenden Aufgaben der Branche nicht lösen. Gefragt ist vielmehr eine Evolution der Händlernetze sowie der Geschäftsmodelle. Wie Uwe Brossette, Rechtsanwalt der Kanzlei Osborne Clarke, betonte, könnten die Parteien bei der neuen GVO selbst entscheiden, ob sie diese umsetzen wollten oder nicht. Wenn Hersteller und Importeure die Verträge jedenfalls nicht durch Kündigung oder im gegenseitigen Einvernehmen änderten, bleibe alles, wie es sei. So habe Mercedes-Benz gezeigt, was man durch gute Vereinbarungen und einen „gesunden Menschenverstand“ erreichen könne.

„Wir hätten nachladen können“ Auch Michael-Julius Renz, Leiter Vertrieb der Audi Deutschland AG, betonte, dass Audi die Verträge in Zusammenhang mit der neuen GVO bewusst nicht gekündigt habe, obwohl man hätte „nachladen“ können. Damit signalisiere Audi, dass man an Kooperation und nicht Konfrontation mit dem Handel interessiert sei. Entscheidend für die Zukunft seien eine hohe Leistungsfähigkeit und das Ziel, den freien Investor in seinen Aktivitäten nicht zu viel zu beschneiden. „Die Händler sind die tragende Säule des Ge-

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Sie haben der Branche auch anlässlich des 13. Tag der Automobilwirtschaft wieder gekonnt auf den Puls gefühlt: Prof. Willi Diez (Leiter des IFA-Instituts) und sein Stellvertreter Prof. Stefan Reindl

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Phase der Verunsicherung Das Jahr 2012 ist laut ifa-Leiter Prof. Willi Diez von einer Phase der Verunsicherung geprägt. Zur „Druckbetankung“ des Marktes meinte er: „Wenn nicht so viele Tages- und Eigenzulassungen getätigt worden wären, wäre das Minus in diesem Jahr größer.“ Insgesamt erwartet Diez für 2013 ein „schwieriges Jahr“. Von einer Krise sei die Branche gleichwohl weit entfernt. Davon seien gerade auch junge Menschen (42 Prozent) laut einer Umfrage von puls Marktforschung überzeugt. Diez zeigte sich zuversichtlich, dass ab 2014 die Neuzulassungen in Europa angesichts eines hohen Ersatzbedarfs in einigen Ländern wieder nach (IFI) oben tendieren werden.

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s 35 auction4you **GKUokmue_Layout 1 05.11.12 15:35 Seite 1

Zum Ersten, zum Zweiten ... ... und verkauft: Mit seinem Unternehmen „auction4you“ ist Josef A. Mayr ab sofort auch in Österreich aktiv.

D

er oberösterreichische Manager ist in der Branche alles andere als unbekannt: Nach Funktionen bei Citroën und Honda war Mayr rund 10 Jahre lang bei Fiat tätig. Zuletzt stand er an der Spitze der Importgesellschaft, bevor er 2010 in die Selbstständigkeit wechselte. Im vergangenen Sommer erwarb Mayr die deutschen Aktivitäten des US-Auktionshauses Manheim. Mittlerweile beschäftigt er unter dem Namen auction4you schon 30 Mitarbeiter, an den beiden Standorten Neunburg vorm Wald (nahe Regensburg) und Düren (Nordrhein-Westfalen) werden wöchentlich Autos versteigert. Josef A. Mayr

hochwertige Sortimentszusammensetzung. Eingeliefert werden die Autos sowohl von Banken und Leasinggesellschaften als auch von Autohändlern. Verkaufsfertig aufbereitete Fahrzeuge werden danach in der „Premium League“ präsentiert, alle anderen Autos werden nach einem Ampelsystem als „fahrtüchtig“ beziehungsweise „gekauft wie gesehen“ eingestuft.

Vor Ort und im Internet

Stephan Eckhart

Bei den ausschließlich für gewerbliche Ein- und Verkäufer zugänglichen Auktionen werden im Wochendurchschnitt pro Standort 200 Pkws sowie 50 Nutzfahrzeuge angeboten. Ersteigert werden können diese sowohl vor Ort als auch per Online-Liveschaltung. Darüber hinaus gibt es seit dem Frühjahr reine Internetauktionen. „Damit können von jedem Ort der Welt aus Gebote abgegeben werden, und das sogar per Smartphone“, schmunzelt Mayr. Eine weitere Versteigerungsvariante ist das Auktionsmobil: Mit diesem voll ausgestatteten Transporter besucht auction4you Händlergruppen oder andere Großkunden.

Qualität im Vordergrund

Erste Kunden aus Österreich

„Eine professionelle Fahrzeugauktion bietet für Verkäufer und Käufer zahlreiche Vorteile“, unterstreicht Mayr: Erstere würden Zugang zu einer überregionalen Zielgruppe mit unterschiedlichen Bedürfnissen erhalten, ohne einen „Trader“ mit seinem Gewinnaufschlag dazwischen zu schalten. Für die Fahrzeugkäufer sieht Mayr „den großen Nutzen, dass sie sich in kürzester Zeit einen Überblick über ein breites Angebot verschaffen und die attraktivsten Autos einzeln herauskaufen können“. Damit das Geschäftsmodell aufgeht, sind freilich Qualität und Seriosität nötig. Dafür will Mayr auf mehrere Arten sorgen: „Zuerst einmal sind wir auf junge Fahrzeuge spezialisiert“, unterstreicht er die

Gut möglich, dass das Auktionsmobil schon demnächst in Österreich zum Einsatz kommt. Hier hat mit Stephan Eckhart ein bekannter ExAutohändler, der ebenfalls auf langjährige Erfahrung bei Fiat zurückblickt, die Vertriebsleitung übernommen. „Aus meiner eigenen Tätigkeit weiß ich, wie wichtig vertrauenswürdige Zu- und Verkaufskanäle im Gebrauchtwagengeschäft sind“, unterstreicht Eckhart. Er berichtet von ersten zufriedenen Kunden aus der Alpenrepublik, die sowohl per Internet als auch vor Ort die Leistungen von auction4you nützen: Der Hauptstandort Neunburg liegt schließlich nur eine Autostunde von der oberösterreichischen Grenze (HAY) entfernt.

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s 34 troostwijk***aps**oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:01 Seite 2

Management

Den Zuschlag erhält ... Als europäischer Marktführer bei Industrieversteigerungen wird die Firma Troostwijk auch in Österreichs Kfz-Branche verstärkt aktiv.

D

nun auch bei anderen Unternehmen vorgehen, wobei die Auktion nicht immer wegen eines Sortimentswechsels stattfindet wie in St. Pantaleon, sondern oft auch wegen einer Insolvenz. In solchen Fällen kommen Gebrauchtwagenhändler günstig zu Pkws.

Mehr Auktionen in Österreich

ie jüngste Versteigerung fand Mitte Oktober bei der Firma Natschläger im kleinen Ort St. Pantaleon an der oberösterreichisch-salzburgerischen Landesgrenze statt: Dort kamen 25 Lkws sowie 30 Auflieger des alteingesessenen Transportunternehmens unter den Hammer. Aber nur sprichwörtlich, denn tatsächlich erfolgte alles online. Start, Besichtigungszeiten, Schlussdatum auf die Minute genau – wie bei eBay, nur dass nicht Omas alte Porzellanvase angeboten wird, sondern ein tonnenschweres Sattelfahrzeug oder ein Klein-Lkw. Wie bei der Firma Natschläger will Troostwijk

Laut Marcus Dibke, Marketing Manager des Aktionshauses mit Sitz in Köln, werden im Bereich Transport/Logistik etwa 100 Versteigerungen angeboten. Das Angebot richtet sich ausschließlich an gewerbliche Nutzer: „Da die Versteigerungen online stattfinden, ist es auch für Österreicher

Hochwertige Pkws werden bei Troostwijk ebenso versteigert wie die Lkws der Firma Natschläger

kein Problem mitzubieten“, heißt es bei Troostwijk. Letztlich sollen aber ohnedies auch immer mehr Auktionen von österreichischen Anbietern stattfinden, sodass auch die Wege zu den Besich(MUE) tigungen kürzer sind.

zweieinhalb Jahren mit dem „Autopreisspiegel“ ein innovatives Bewertungswerkzeug etabliert. „Nur der Autopreisspiegel arbeitet als echtes Marktbeobachtungstool, indem er die Preisentwicklung der Referenzfahrzeuge im Zeitverlauf beobachtet und nur die Letztpreise unmittelbar

Einzige Wahl bei Caravans Wer auch mit Reisemobilen, Wohnanhängern und Co handelt, kommt am „Caravanpreisspiegel“ nicht vorbei.

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eit EurotaxGlass’s das entsprechende Produkt eingestellt hat, ist das auf Onlineangeboten basierende Bewertungsprogramm die einzige zuverlässige Möglichkeit zur Wertermittlung in diesem vielfältigen Fahrzeugsegment. Ob Wohnmobile, Wohnanhänger, Falt-Caravans oder Mobilheime: „All diese Fahrzeugarten können mit unserem einzigartigen System bewertet werden“, sagt Dr. Wolfgang Pfeffer. Ein umfassender Überblick über alle Neufahrzeugdaten ist im Caravanpreisspiegel ebenso integriert wie teilweise jahrzehntelang zurückreichende historische Angaben.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Dr. Wolfgang Pfeffer ist mit seinem Programm nicht nur im Pkw-Handel erfolgreich

Der gerichtlich beeidete Sachverständige hat vor

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vor dem Kauf für die Wertermittlung heranzieht“, unterstreicht Pfeffer. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren mittlerweile auch der Caravanpreisspiegel, der Motorradpreisspiegel und der Maschinenpreisspiegel. Bei Letzterem handelt es sich um ein System zur Landmaschinenbewertung, das bereits Traktoren, Ballenpressen und Mähdrescher berücksichtigt. Weitere landwirtschaftliche Fahrzeugarten sollen demnächst (HAY) folgen.

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Management

Treffpunkt für Flottenprofis

Firmenauto extern verwaltet wird, liegt dieser Anteil bei KMUs noch deutlich niedriger. Bei der Aufholjagd in diesem Segment rechnet sich die BAWAG P.S.K. Fuhrparkleasing aufgrund ihrer regionalen Strukturen besonders große Chancen aus. Künftig sollen aber auch die Händlerkontakte aus dem reinen Finanzierungsleasing stärker für das Flottenmanagement genutzt werden.

Christian Polak, Ing. Oliver Hillisch und Wolfgang Meixner, Geschäftsführer der Mutterfirma BAWAG P.S.K. Leasing (v. l.)

„Find the Best“ hieß es am 4. und 5. Oktober im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Teesdorf. Zum bereits 7. Mal lud die BAWAG P.S.K. Fuhrparkleasing zum großen Autotest.

Fordernder Markt Insgesamt wollen Hillisch und Polak den überdurchschnittlichen Wachstumskurs beibehalten: Beispielsweise wuchs der österreichische Fuhrparkmanagement-Markt im ersten Halbjahr 2012 um 2,3 Prozent auf 303,5 Millionen Euro, die BAWAG P.S.K. Fuhrparkleasing konnte jedoch um 7,4 Prozent auf knapp 15 Millionen zulegen. Der derzeit bei rund 6.500 Autos liegende Fahrzeugbestand soll in ähnlichem Ausmaß wachsen – trotz des harten Wettbewerbs auf dem außerordentlich dicht besetzten Markt: Nicht jeder der gut 30 derzeit in Österreich aktiven Fuhrparkmanager wird die kommenden Jahre überstehen.

Von Philipp Hayder

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und 500 Firmenchefs und Fuhrparkleiter nahmen die Einladung an. Sie hatten die Gelegenheit, gut 110 Fahrzeuge von 27 Automarken zu testen – und das „auf Herz und Nieren“, also auf der Schleuderplatte ebenso wie im Allradparcours. „Die Flottenverantwortlichen können sich selbst ein Bild von jenen Modellen machen, die für ihr Unternehmen am besten geeignet sind“, betonten Ing. Oliver Hillisch und Christian Polak, die beiden Geschäftsführer der BAWAG P.S.K. Fuhrparkleasing, das Alleinstellungsmerkmal des vor 12 Jahren erstmals abgehaltenen Events.

KMUs im Fokus Auffällig: Heuer waren in Teesdorf besonders viele Entscheidungsträger aus Klein- und Mittelbetrieben anzutreffen. Dies spiegle das wachsende Bewusstsein für Fuhrparkmanagement wider, so Hillisch: „Schon kleine Firmenflotten ab drei Fahrzeugen profitieren von unseren günstigeren Einkaufskonditionen.“ Hinzu kämen Dienstleistungen wie laufendes Controlling, Treibstoffmanagement und Ersatzplanung.

Chance für den Handel Während insgesamt schon jedes zweite geleaste

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„Es gibt kein Verschütten oder Vertauschen mehr“, meint Alfred Zach über die neuen Autowaschanlagen auf S. 42.

„Wir versprechen ein Feuerwerk“, sagt Mario Fiems auf Seite 48 über die Equip Auto.

Wirtschaft „Keineswegs ein Krisenszenario“ Aufgrund des kräftigen Minus im September (-18,6 Prozent) und kumulierten 5.359 Zulassungen in der Klasse über 6 Tonnen wären für das Gesamtjahr knapp 7.000 (2011: 7.544) Einheiten realistisch, sagt Mag. Franz Weinberger, Sprecher der österreichischen Nutzfahrzeugimporteure in der Industriellenvereinigung. Nicht nur die Stimmung spreche derzeit dagegen, in Unternehmen zusätzliche Kosten zu erzeugen, auch die Unsicherheit, wie der Wechsel von Euro 5 auf Euro 6 am wirtschaftlichsten zu bewerkstelligen sei, spiele dabei eine wichtige Rolle. Das absolute Neuzulassungsniveau sei aber normal und keineswegs ein Krisenszenario, hebt Weinberger hervor: „Wenn wir das halten können, ist das schon in Ordnung!“ Der Markt werde nicht zusammenbrechen, die Investitionen würden sich aber vielleicht verschieben, räumt Weinberger ein.

Weniger Motoröl für Werkstätten Der von der Polizei in Oberwart aufgedeckte Betrugsfall im Mineralölbereich ist nicht auf Tankstellen und private Haushalte beschränkt. Nach Angaben von Oskar Gallop, Bezirkspolizeikommandant von Oberwart, haben sich mittlerweile auch Werkstätten aus dem Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark gemeldet, die von den fünf Verdächtigen zu wenig Motoröl geliefert bekommen haben. Den Männern im Alter von 29, 42, 55, 58 und 59 Jahren wird vorgeworfen, als Angestellte eines Transportunternehmens zwischen 2005 und Juni 2012 die Messgeräte von Tankwagen manipuliert zu haben. Das „eingesparte“ Öl wurde an zumindest 53 Abnehmer, die der Hehlerei beschuldigt werden, um 20 bis 30 Prozent günstiger verkauft. Unter den Abnehmern sollen sich Tankstellen, Privatpersonen und andere Transportunternehmer befinden. Vier Verdächtige befinden sich in Haft.

Weitere Verzögerung bei Horex Auch wenn es bei der Serienfertigung der aus Deutschland stammenden Horex-Motorräder weitere Verzögerungen gibt, ist man in Österreich optimistisch: Bisher wurden zwei Händler (die Firma Hebart in Wien und die Firma Schick in Weer/Tirol) ausgewählt. Das erste Motorrad wurde auch schon verkauft, obwohl es derzeit nicht einmal Vorführmodelle gibt: Kunde ist laut Angaben von Hebart-Geschäftsführerin Marion Hafenscher ein Russe, der für den Kauf des Fahrzeugs eigens aus Moskau angereist ist. Im Jahr 2013 soll der Verkauf richtig anlaufen; dann hofft Hafenscher auf einen Absatz im zweistelligen Bereich. „Es gibt bereits eine lange Liste an Interessenten.“ Der Preis der Horex liegt bei 25.800 Euro.

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Gerhard Lustig

Rabattitis: Recht hat er! Der deutsche Mehrmarkenhändler Burkhard Weller hat Universitätsprofessor Ferdinand Dudenhöffer heftig angegriffen: Stein des Anstoßes war ein im „CAR Rabatt Index“ kolportierter Nachlass für den VW Golf 7 in der Höhe von 28 Prozent. Statt vor der eigenen Tür zu kehren, rechnete Weller Dudenhöffer vor, „dass der Durchschnittsrabatt eines VolkswagenHändlers beim Golf 7 rund 17 Prozent beträgt, gepaart mit Fahranfängerund Fremdfabrikatseintauschhilfe und weiß der Kuckuck was noch für Prämien. Obwohl es diese Prämien niemals so kumuliert gibt“, schreibt Weller weiter, „käme man rein rechnerisch mit der mathematischen Aufrundung vielleicht in die Nähe Ihrer suggerierten ‚Rabattitis‘.“ Auf der Hand liegt, dass die Bereitschaft des Autohandels, überhaupt die Hose herunter zu lassen, der Anfang allen Übels ist. Wer Dudenhöffer dafür verantwortlich macht, dass er diese Tatsache an die große Glocke hängt, handelt nach dem Motto „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuld!“


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Wirtschaft

F

ür die einen ist es das „Killer-Kältemittel“, für die anderen die längst überfällige Ablösung für die um 357-mal klimaschädlichere Vorgängersubstanz R134a: Die Rede ist vom Klimagas R1234yf, das laut der EU-Kommission ab dem 1. Jänner 2013 in allen seit 2011 typzugelassenen Automodellen verwendet werden soll. Dass Brüssel den Umstieg tatsächlich erzwingt, erscheint aber immer zweifelhafter.

Rückruf bei Mercedes Der Hintergrund: Ende September hatte Daimler bekannt gegeben, dass sich R1234yf bei eigenen Crashtests „in einem heißen Motorraum als zündfähig erwiesen“ habe. Prompt wurde der Einsatz des Kältemittels eingestellt. In Österreich werden nun 22 Exemplare des Luxussportwagens CLS in die Werkstätten zurückgerufen, um sie auf R134a zurückzurüsten.

Breite Abkehr Andere Hersteller haben sich ebenfalls wieder von R1234yf verabschiedet. „Ursprünglich wurde der Mazda CX-5 mit dem neuen Kältemittel ausgerüstet, aktuell verwendet Mazda aber wieder R134a“, erklärt Josef Deimel, Pressesprecher der japanischen Marke. Kia ließ den neuen c’eed für R1234yf typisieren, liefert ihn bisher aber noch mit R134a aus. Bei Hyundai gab es das Schwestermodell i30 nur kurz mit R1234yf, was der Importeur aber nicht mit Sicherheitsbedenken, sondern mit Lieferschwierigkeiten begründet. Tatsächlich ist die Verfügbarkeit ein weiterer wunder Punkt des Kältemittels: Bisher wird dieses ausschließlich in einem japanischen Werk der US-Konzerne Honeywell und DuPont produziert – ein Monopol, das entsprechend hohe Preise mit sich bringt. Nur wenige Autos werden derzeit tatsächlich mit R1234yf befüllt. In Österreich handelt es sich dabei um die neuen Modelle XV und BRZ von Subaru sowie den Chevrolet Malibu. „Der Trax wird der nächste sein“, sagt Chevrolet-Sprecher Günther Eder. Auch der eng verwandte Opel Mokka soll ab 2013 eine R1234yfAnlage erhalten – wenn die EU nicht doch von ihren Plänen Abstand nimmt. Davon gehen mittlerweile die meisten Beobachter aus.

Gefährdete Investitionen Für Kfz-Betriebe, die bereits in ein neues Klimaservicegerät investiert haben, ist das eine Hiobsbotschaft. Wird beispielsweise Mercedes den Vertragsbetrieben die Investitionen ersetzen? „Diese Frage ist noch in interner Abstimmung bei der Daimler

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Fraglicher Klimawandel Immer mehr Autohersteller wenden sich vom neuen Kältemittel R1234yf ab. Wie lautet der aktuelle Stand in Österreich? Worauf müssen sich Werkstätten einstellen, die bereits ein neues Klimaservicegerät erworben haben? Von Philipp Hayder

Zwei Autos, zwei unterschiedliche Strategien: Während der Chevrolet Malibu (l.) weiterhin mit dem neuen Klimamittel R1234yf ausgeliefert wird, gibt es beim MercedesBenz SL einen Rückruf

AUTO & Wirtschaft

AG“, antwortet Sprecher Gregor Waidacher. Freie Werkstätten haben laut Einschätzung von Arthur Clark, Bundesinnungsmeister der Karosseriebauer, bisher „nur vereinzelt“ R1234yf-Geräte erworben. Sie würden die vergeblichen Anschaffungen aber unverhältnismäßig schwer treffen. Clark fordert daher ein „konstruktives Übereinkommen“ mit den Werkstattausrüstern. Einige dieser Lieferanten zeigen sich angesichts der allgemeinen Misere durchaus verständnisvoll. „Sollte das eine oder andere Gerät verkauft worden sein und das Gas tatsächlich nicht eingeführt werden, dann werden wir diesem Umstand Rechnung tragen“, sagt etwa Walter-Michael Jordan, Geschäftsführer von Hella Handel Austria.

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Interesse könnte größer sein!

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ie Fortbildung wird im Autoreparaturgeschäft zu einem immer wichtigeren Faktor. Ausschlaggebend dafür sind massive Veränderungen sowohl im Automobilbau als auch in der Technik der Reparaturbearbeitung. Einerseits setzen immer mehr Hersteller – ausgehend von der Oberklasse – einen Materialmix im Karosseriebau. Neben Stahlblech kommen hochfeste Stähle, Aluminium, Magnesium, Carbon und verschiedenste Kunststoffe zum Einsatz. In der Reparatur wird – ausgehend von BMW – das Kleben und Nieten als mit Abstand ökonomischste Fügungstechnik betrachtet.

• Neben dieser technischen Entwicklung sind die Reparaturbetriebe gefordert, ihren ökonomischen Vorteil nicht aus den Augen zu verlieren. Bundesinnungsmeister Arthur Clark demonstriert in Kurzvorträgen und Ganz-Tages-Veranstaltungen wie viel Geld Unternehmen liegen lassen, die die Kalkulation der Reparaturkosten Sachverständigen überlassen, statt diese Aufgabe selbst in die Hand zu nehmen.

• Gesprächsweise sagte Clark, vor Kurzem auf die Bereitschaft der Branchenkollegen angesprochen, an Weiterbildungsaktivitäten mitzuwirken, dass er die wirklich lernwilligen Kollegen und Kolleginnen auf rund 20 Prozent schätze. Dieser Personenkreis dürfte aus jenen erfolgreichen Firmen kommen, denen nachgesagt wird, „ihre Hausaufgaben gemacht zu haben“ – mit dem Resultat, dass sie sich selbst in schlechteren Zeiten vor der Annahme von Aufträgen kaum wehren können.

• Diese Trennung der Spreu vom Weizen zeigt sich auch in der Bereitschaft, an der Vielzahl von Veranstaltungen teilzunehmen, die Lacklieferanten ihren Kunden anbieten, um sie über aktuelle Entwicklungen im Produktportfolio ebenso wie über neue technische Entwicklungen in der Branche zu informieren. Übrigens besteht ein neuer Trend darin, nicht nur auf den Lackaufbau, sondern verstärkt auch auf die Lackvorbereitung zu achten, wenn es um Rationalisierung geht. Investitionen in optimales Abdeckmaterial, Schleifmittel neuester Erzeugung und Geräte am letzten Stand der Technik rechnen sich rasch, weil sie helfen, Arbeitszeit zu sparen.

Dr. Lutz Holzinger, Leitung Sonderprojekte


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Lack-Extra

Reserven in Marketing und Von vier eingeholten Antworten werden aus Platzgründen nur drei dokumentiert. Wie die Lacklieferanten über die Entwicklung ihrer Preise denken, werden wir in der Dezember-Ausgabe von AUTO & Wirtschaft nachreichen. Hier geht es um Möglichkeiten zur Geschäftsoptimierung Wie beurteilen Sie die Marktlage und die Aussichten für das laufende Geschäft der Reparaturbranche? Werner Lanzerstorfer: Nach einem verhaltenen Start hat der Markt sich über die Sommermonate sehr gut entwickelt. Ein Grund dafür sind die enormen Hagelschäden in einigen Gebieten. Derzeit ist eine Abschwächung der Auftragslage erkennbar. Rudolf Weismann: Die Geschäftsentwicklung im Reparaturgewerbe war heuer in den ersten drei Quartalen ausgezeichnet und deutlich über dem Vorjahr. Das 4. Quartal wird keine Ausnahme bilden. Martin Lobert: Der europäische Autoreparaturmarkt stagniert mit negativer Aussicht für 2013, da die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung der Staatsfinanzen die Kaufkraft der Europäer weiter vermindern. Klaus Steinwender: Glasurit blickt auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurück. 2013 wird jedoch ein Jahr großer Herausforderungen. Umso wichtiger wird es sein, dass Betriebe ihr Geschäft auf mehreren Säulen aufbauen. Mit unseren Seminarund Serviceangeboten sowie den entsprechenden Produktsystemlösungen können wir Kunden maßgeschneiderte und individuelle Hilfestellung leisten. Norbert Grimmeisen: Die Auftragslage in den Werkstätten war über das gesamte Jahr gesehen positiv und zufriedenstellend. Enorme Zuwächse waren in diesem Jahr nicht zu erkennen. Das Volumen wird für die nächsten Jahre konstant bleiben. Für die Marke R-M verzeichnen wir heuer eine positive Entwicklung, die uns für das nächste Jahr zuversichtlich und optimistisch stimmt. Johann Pöchgraber: Der Autoreparaturlackmarkt stellt sich heuer atypisch dar. Einerseits gibt es einen Bedarfsrückgang, der sich gleichermaßen auf den Nfz- und den Pkw-Bereich verteilt. Andererseits bemerken wir im Bereich der Abnehmer eine sehr unterschiedliche Entwicklung. StandoxPartner weisen eine positive Geschäftsentwicklung auf. Manche Kunden sind von massiven Geschäftsrückgängen betroffen.

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Werner Lanzerstorfer, PPG

Rudolf Weismann, DuPont Refinish

Dr. Martin Lobert, Lechler

AUTO & Wirtschaft

Jan Kelemen: Der ambivalente Markt ist schwer zu beurteilen, ein unregelmäßiges Auf und Ab. Bis jetzt sind wir insgesamt ganz zufrieden, jedoch werden die Zukunftsaussichten verhaltener. Gesamtwirtschaftliche Indikatoren scheinen sich zunehmend in unserer Branche bemerkbar zu machen. Zusehens ist „mehr Wert für den gleichen Preis“ gefragt. Andreas Bäurle: Die aktuelle Marktsituation ist durchwachsen. Die Branche ist unter anderem auch wegen hoher Rohstoffkosten angespannt. Nach einem guten Start in den ersten drei Monaten sah die Marktentwicklung im 2. und 3. Quartal nicht mehr ganz so positiv aus. Wo sehen Sie die größten Verbesserungspotenziale in den Karosserie- und Lackierbetrieben? Lanzerstorfer: In den Lackierwerkstätten werden die vorhandenen Möglichkeiten unzureichend ausgeschöpft. Eine Vortragsreihe mit Bundesinnungsmeister Arthur Clark hat gezeigt, dass viele Betriebe nicht richtig kalkulieren und Geld im Ansatz liegen lassen. Dazu werden wir in nächster Zeit verstärkt Schulungen anbieten. Weismann: Gut ausgebildete Mitarbeiter sind der Garant zum wirtschaftlichen Erfolg. Effektives Arbeiten ist ebenso wichtig wie Zusatzarbeiten an den Kundenfahrzeugen: Spotrepair, polieren von

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Lack-Extra

Verarbeitungstechnik

Klaus Steinwender, Glasurit

Norbert Grimmeisen, R-M

Scheinwerfern, Glasreparatur usw., um die Auslastung zu steigern und den wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Lobert: Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld sind Maßnahmen für ein gutes Preis-LeistungsVerhältnis und eine effektive Kundenbindung entscheidend – ein Konzept, bei dem wir die Betriebe durch unsere familiengeführten Fachhandelspartner und unseren Fokus auf effiziente Lackierprozesse unterstützen. Steinwender: Nach wie vor im Bereich Marketing/Akquise. Daher unterstützen wir unsere Kunden auch mit unserem Kundennetzwerk ColorMotion gezielt mit Seminaren, Präsentationsunterlagen und weiteren Marketingtools. Grimmeisen: Wie vermarkte ich mein Unternehmen besser? – Das ist eine der Fragen, die sich unsere Kunden stellen. Hier gibt es das größte Verbesserungspotenzial. Zahlreiche Werkstattbesitzer sind Handwerker und tun sich gerade in der Akquise schwer. Wir unterstützen sie mit R-M Premium Partners dabei, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Pöchgraber: Im Prinzip gibt es drei Bereiche, auf

die die Karosserie- und Lackierbetriebe in Zukunft besonderen Wert legen sollten. Erstens ist dies die Geschwindigkeit, mit der Entscheidungen im Unternehmen zu treffen und letztendlich umzusetzen sind. Hier gilt ganz klar die Aussage, dass höherer Speed im Dienstleistungsgewerbe zwangsläufig bessere Erfolge bringt. Zweitens benötigt jedes Unternehmen klare Regeln und Abläufe sowie Verantwortlichkeiten, um eine Leistung erbringen und damit erfolgreich sein zu können. Wichtig ist, diese Prozesse so einfach zu gestalten, dass jeder im Team seine Aufgabe verstehen und ausüben kann. Damit sind wir beim dritten Schwerpunkt für erfolgreiche Geschäftstätigkeit – dem Teamwork, das auf Vertrauen, Eifer, Knowhow und Freude am gemeinsamen Erfolg basieren muss. Kelemen: Erweiterung der Kundenkreise, intensive Bindung der Kunden an den Betrieb durch hohe Serviceorientierung, um langfristig Erträge zu generieren. Wichtig ist es, professionell zu kalkulieren und die betrieblichen Kosten im Griff zu haben. Produktivität und gut ausgebildete Teams in der Werkstatt sind eine grundlegende Basis.


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Lack-Extra Anbieter Entscheidend ist ebenso, sich rechtzeitig – also jetzt – auf Zukunftstrends einzustellen und „den Kunden von morgen“ zu erkennen und abzuholen. Bäurle: Die größten Verbesserungspotenziale in den Lackierbetrieben sehen wir in den Bereichen der Ausstattung, der Prozessabläufe und der Organisation. Hier können noch erheblich Zeit und Geld gespart werden. Wirtschaftliches Arbeiten wird immer wichtiger, denn auch unsere Kunden sehen sich einem wachsenden Wettbewerb gegenüber. Das heißt: Je besser die Werkstatt aufgestellt ist, desto größer ist ihre Wettbewerbsfähigkeit und umso sicherer ist der zukünftige Erfolg des Betriebes. Verfügen Sie über innovative Produkte und/oder Dienstleistungen, die neue Maßstäbe setzen? Lanzerstorfer: Die Forschung und Entwicklung bei PPG drehen sich darum, Produkte auf den Markt zu bringen, die effizient sind und Kosten sparen, um den wirtschaftlichen Druck zu verringern. Allerdings werden bereits vorhandene Produkte und Systeme, die ein wirtschaftlicheres Arbeiten ermöglichen, nur schleppend eingesetzt. Daher plädieren wir für die Nutzung unserer Schulungen und die Umsetzung in die Praxis. Weismann: Neue Produkte wie das Polierset für Scheinwerfer, spezielle Kurse für Spotrepair sowie Innenraum- und Dellenreparatur eröffnen dem Reparaturgewerbe mehr Möglichkeiten. Die Lack & Technik Lehrlingsakademie trägt nun die Bezeichnung Lack & Technik/WIFI Lehrlingsakademie. Das WIFI OÖ und Lack & Technik bieten diese berufsbegleitende Weiterbildung für Lackiererlehrlinge und Helfer gemeinsam an. Die drei Module können sowohl im WIFI als auch bei Lack & Technik gebucht werden. Lobert: Im Rahmen unseres Fokus auf effiziente Lackierprozesse haben wir den neuen Macrofan HS Autolevel-Primer präsentiert, der direkt ohne Anschleifen auf KTL-grundierte Neuteile lackiert wird und auf den anschließend im Nass-in-nassVerfahren der Wasserbasislack und der UHSKlarlack aufgetragen werden. Das Produkt ist mit einem speziellen Härter auch auf Kunststoffteilen anwendbar. Steinwender: Wir haben mit unseren Produkten die Effizienz des Gesamtprozesses im Blick. Daher enthält unser Portfolio neben den Glasurit Standard Klarlacken die HS-Grundfüller der Reihe 285, die sich mit unserem 523-15 Racing Additiv ausgezeichnet kombinieren lassen. Die Vorteile der Trocknungsbeschleunigung sind: markante Verkürzung der Prozesszeiten um rund 30 Prozent. Die Verwendung von 523-15 hat keinen Einfluss auf die Verspritzbarkeit. Der Einsatz

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AkzoNobel www.akzonobel.at wir empfohlen für Lesonal www.lesonal.at Spotrepair, Reparatur Sikkens www.sikkenscr.at von Kleinstschäden BASF www.basf-coatings-services.at und Einzelteilen (1 bis Glasurit www.glasurit.at 2 vertikale Flächen). R-M www.rmpaint.com Im DienstleistungsbeDuPont www.dupont-refinish.com reich decken wir mit Lack & Technik www.lack-technik.at ColorMotion eine Spies Hecker www.spieshecker.at breite Palette von BeStandox www.standox.at reichen ab – wie MarPPG www.ppg.com keting, Kennzahlen Nexa www.nexaautocolor.at und Prozesse. Grimmeisen: Wir haben unser Portfolio neben den R-M Standard Klarlacken mittlerweile mit HS-Grundfüller erweitert – wie Perfectfiller und Extrafiller, die sich mit dem Trocknungsbeschleuniger Speedflash S ausgezeichnet kombinieren lassen. Die Prozesszeiten werden um rund 30 Prozent verkürzt. Die Verwendung von Speedflash S hat keinen Einfluss auf die Produkteigenschaften. Pöchgraber: Standox gehört seit jeher zu den technologischen Trendsettern im AutoreparaturJohann Pöchgraber, lackmarkt und hat mit der Einführung des neuen Standox Basislacksystems Standoblue in diesem Bereich wieder den Beweis dafür angetreten. Wir sind uns allerdings bewusst, dass ein tolles und innovatives Produkt allein nicht ausschlaggebend für den Erfolg des Autolackierers ist. Aus diesem Grund bietet Standox eine Vielzahl an Service- und Unterstützungsleistungen in allen Bereichen der Unternehmensführung an, die den Standox-Partnern einen klaren Wettbewerbsvorteil sichern. Kelemen: Unser Basislacksystem Permahyd HiTEC ist auf der Produktseite zu nennen. Noch viel Mag. Jan Kelemen, mehr aber ein engagiertes, kompetentes Team im Spies Hecker Markt, das tagtäglich mit den Kunden gemeinsam daran arbeitet, erfolgreich zu sein. „Näher dran“ bedeutet für uns, mit unseren Partnern Hand in Hand Herausforderungen anzupacken und auch zu meistern. Bäurle: Wir unterstützen unsere Kunden auf allen Ebenen. Zum Beispiel durch Schulungen und spezialisierte Seminare wie „Vorgabezeiten einhalten“. Hier geht es nicht mehr ausschließlich um Produkte, sondern um die Optimierung von Arbeitsmethoden, Ausrüstung und Organisation. Andreas Bäurle, Aber auch das Thema Innovationen ist für uns von Akzo Nobel zentraler Bedeutung. In unserer Partnerschaft mit McLaren entwickeln wir stetig neue innovative Produkte, die Prozesse verbessern und beschleunigen. Unsere Kunden profitieren von diesen Innovationen, darunter ganz aktuell click&go, ein revolutionäres Verpackungssystem, mit dem der Lackierer in Sekunden spritzfertig ist, oder unsere neuen Vorbehandlungstücher, die einen Washpri(LHO) mer überflüssig machen.

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Copyright © 2009 DuPont. All rights reserved. The DuPont Oval logo, DuPont™, The miracles of science™, the DuPont Refinish logo and all other products designated with ™ or © are registered trademarks or trademarks of E.I. du Pont de Nemours and Company or its affiliates. Copyright © 2012 DuPont. Alle Rechte vorbehalten. Das DuPont Oval Logo, DuPont™, The miracles of science™, das DuPont Refinish Logo und alle anderen mit ™ oder © gekennzeichneten Produkte sind (eingetragene) Warenzeichen von E.I. du Pont de Nemours and Company oder deren Tochtergesellschaften.

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Teilnehmer an der Sternfahrt und Ausflug am Wörthersee

Eine äußerst runde Sache Das Spies Hecker-Netzwerktreffen Mitte Oktober im Hotel Werzer (in Pörtschach am Wörthersee) war ein voller Erfolg, wenn man die Teilnehmerzahl, die Stimmung und den Informationsertrag als Maßstab nimmt.

P Verkaufsleiter Jan Kelemen

eter Kalina und Jan Kelemen, Geschäftsführer bzw. Verkaufsleiter von Spies Hecker in Österreich, konnten mehr als 100 Kunden im Rahmen der Veranstaltung begrüßen. Es begann mit einer Sternfahrt eines Gros der Teilnehmer auf die Turracher Höhe und von dort nach Pörtschach. Am Ziel wurden die Fahrzeuge von einer Fachjury in verschiedenen Kategorien bewertet. Am Abend ging es weiter mit einem Kärntner Abendessen.

Zukunft meistern

Geschäftsführer Peter Kalina

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Die Mühen der Ebene mussten am Samstagvormittag bewältigt werden: Vier Seminare in vier Gruppen zu den Themen Zukunftstrends im Kundenservice, Facharbeitermangel bzw. Kleben und Nieten als neue Fügetechnik, Zukunftstrends in der Schadenskalkulation und E-Mobilität am Beispiel des i-MiEV von Mitsubishi. Die „Mühen“ hielten sich allerdings in Grenzen, weil Helga Steiner (Fachberaterin), Bundesinnungsmeister Arthur Clark, Hans-Jürgen Weber (Audatex) und Friedrich Sommer (Denzel) ihre Vorträge äußert lebendig gestalteten. Steiner betonte u. a., dass 55 Prozent eines per-

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sönlichen Kontakts über die Körpersprache entschieden würden. Dabei seien Kleinigkeiten wichtig wie ein Lächeln als „Einstiegsdroge“. Clark rief die Reparaturbranche dazu auf, das Abwandern von ausgelernten Mitarbeitern gezielt zu bekämpfen. Dazu sei es notwendig, mit den jungen Menschen bereits während der Ausbildung zu reden und mit ihnen Pläne zu entwickeln, um jede Unsicherheit im Beruf auszumerzen.

Weiterbildung unerlässlich Kleben und Nieten haben laut Clark im Automobilbau einen Siegeszug angetreten und tragen im Reparaturbereich zu schnelleren und besseren Arbeitsergebnissen bei. Es gelte, sich zeitgerecht auf die neue Technik einzustellen. Weber skizzierte den rasanten Fortschritt in der Schadenskalkulation durch die Anwendung von EDV. Er rechnet damit, dass demnächst die sprachgesteuerte Schadenserfassung verwirklicht wird. Sommer erinnerte daran, dass mit Lohner Österreich einen Pionier der Elektromobilität stelle. An ihr werde in Zukunft kein Weg vorbei führen. Vorläufig werde ein voller Erfolg durch die hohen Kosten der Batterie vereitelt, die zwei Drittel vom Gesamtpreis eines Kleinwagens ausmachten. Denzel bleibe mit den Mitsubishi- und Hyundai-Modellen vorläufig in der Hybrid-Technik am Ball. Nach dieser geballten Ladung gab es eine Präsentation von Zubehöranbietern mit interessanten Neuheiten etwa im Bereich der Folien, Reinigungshilfen und Montagebehelfen. Eine ausgedehnte Schiffrundfahrt am Wörthersee gab Gelegenheit zum Fachsimpeln und Meinungsaustausch. Am Abend folgte ein großzügiges Barbecue-Buffet mit anschließender „The Race (LHO) 2012“ Abschluss-Party.

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Füller aus dem Plastiksackerl Sikkens bringt den Füller Autosurfacer UV in dem revolutionären Verpackungssystem „click&go“ auf den Markt.

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as Verpackungskonzept erlaubt es, das Produkt direkt auf die Spritzpistole zu applizieren. Mit click&go wird die Handhabung des Füllers noch einfacher und schneller. Das innovative und saubere System erfordert keinen separaten Pistolenbecher. Damit entfällt das Risiko, etwas zu verschütten, und die Belastung durch Lösemitteldämpfe wird minimiert.

System mit Köpfchen Der click&go UV Surfacer verkürzt die Prozesszeiten erheblich und reduziert die Trocknungszeit auf fünf Minuten. Durch die Verarbeitung direkt aus der Verpackung fallen deutlich weniger Kosten für zusätzliche Bechersysteme und verbleibende Materialrückstände an. Praktisch kann der ganze Inhalt der Packung genutzt werden – unter minimalem Verarbeitungs- und Reinigungsaufwand. Als Abfall zurück bleibt lediglich die click&go-Verpackung in der Größe eines Taschentuchpäckchens. Und so funktioniert es: Mithilfe eines Adapters wird click&go UV Surfacer direkt auf der Spritzpistole befestigt und schon kann es losgehen. Der Füller ist nicht nur sofort, sondern immer einsatzbereit. Die Verpackung schützt das Produkt bis zur Verarbeitung vor UV-Licht. Mit einer nahezu unbegrenzten Topfzeit kann es direkt auf der Spritzpistole verbleiben.

sierung des McLaren-Teams auf Geschwindigkeit hat uns inspiriert, die schnellsten und effizientesten Lösungen zu entwickeln“, erklärt Marketing Manager Automotive & Aerospace Coatings Remco Maassen van den Brink. McLaren habe als Versuchsfeld für das neue System fungiert, um die Fahrzeuge rennbereit zu halten.

Durchwegs positive Testkunden Wolfgang Hörmandinger, Sikkens-Schulungsleiter in Österreich, erklärte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft, dass ausgewählte Kunden, darunter vor allem innovationsorientierte Unternehmen, in einen Testlauf mit dem neuen Produkt einbezogen worden seien. Die Resonanz sei durchwegs positiv, weil die Vorteile des geschlossenen Systems auf der Hand lägen.

Neue Höchstleistungen

Ökonomisch und menschenfreundlich

Der Autosurfacer UV benötigt durch den Einsatz von risikoarmem UV-A-Licht lediglich eine Trocknungszeit von fünf Minuten. Sein hoher Festkörperanteil reduziert den Materialverbrauch bis zu 50 Prozent. Der einkomponentige Sikkens-Füller gewährleistet gute Füllkraft, einfache Schleifbarkeit und hervorragende Isoliereigenschaften, besonders auf lösemittelempfindlichen Untergründen.

Der Plastikbeutel mit dem Füller, den der Schulungsleiter von Sikkens mit einem Tetrapack vergleicht, braucht lediglich auf die Pistole aufgebracht zu werden – und schon kann es losgehen. Geeignet ist das Produkt nicht nur für Spotrepair, sondern auch für Flächen bis zu 30 mal 80 Zentimetern. Weitere Vorteile der Beutel-Lösung bestehen in geringem Reinigungsaufwand und der Vermeidung von Restmengen. Hörmandinger verwies darauf, dass das Verpackungsystem im November in den Markt startet. Über die Anwendung des Füllers wurde ein eigener Demonstrationsfilm angefertigt. Der Streifen und weitere Informationen sind unter www.sik(LHO) kensvr.com verfügbar.

Denkbar schnellste Lösung Die Entwicklung des Sikkens click&go UV Surfacer geht auf die Partnerschaft zwischen Sikkens und dem Formel-1-Team von Vodafone-McLaren-Mercedes zurück. „Die Fokus-

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AUTO & Wirtschaft

• November 2012

Wolfgang Hörmandinger, SikkensSchulungsleiter


• s 11 herkules***oklusokmue_Layout 1 05.11.12 16:54 Seite 1

Raschere Trocknung Der IRT PowerCure von Herkules Hebetechnik ist ein Infrarot-Portaltrockner der Spitzenklasse. Eingebaut in die Spritzkabine spart das Gerät Zeit und Energie.

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er Infrarot-Trockner positioniert sich selbst am Fahrzeug und schaltet nur jene Strahler ein, die für die Trocknung ausgewählt werden – unter Berücksichtung der Vorgaben für Untergrund, Lackart und Farbton. Die optimierte Leistungssteuerung sorgt für eine schnelle Aushärtung der Lacke. Durch die Zeit- und die Energieeinsparung gegenüber herkömmlichem Trocknen machen sich die Investitionen in den IRT PowerCure rasch bezahlt.

Henry Hein, Herkules-Repräsentant in Österreich

Mechanismus erreicht alle Teile Der Portaltrockner ist an Schienen in der Kabine aufgehängt und steuert nach Touchscreen-Befehlen das Fahrzeug und die zu trocknenden Flächen an. Mit einem Schwenkmechanismus werden alle Teile erreicht. Für das Trocknen von Einzelteilen wie Stoßfängern oder Hauben wird die abzufahrende Strecke programmiert. Wird die Kabine auf den Spritzmodus umgeschaltet, fährt der IRT PowerCure in seine Ruheposition und wird vom Stromnetz getrennt. An einem stilisierten Pkw können 15 Flächen per Touchscreen angewählt werden. Drei Fahrzeuggrößen bestimmen den Trockenbereich, den der PowerCure automatisch ansteuert, um durch den selektiven Einsatz der Strahler seine volle (LHO) Trockenleistung abzugeben.

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• November 2012


• s 12 Standox ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:26 Seite 2

Lack-Extra

Optimierung und stärkere Auslastung Auf die Lackierbetriebe kommen aus der Sicht von Standox vielfältige Herausforderungen zu. „Neue Technologien, steigender Wettbewerbsdruck und zunehmender Einfluss von Versicherungen zwingen die Betriebe, flexibel zu reagieren“, erklärte Standox Brand Manager Zvonimir Simunovic auf der Automechanika in Frankfurt. Zvonimir Simunovic, Brand Manager Standox

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n Zukunft komme es darauf an, den eigenen Betrieb bis an die Grenzen der Profitabilität zu führen und Ressourcen im betriebswirtschaftlichen Bereich noch besser zu nutzen. Simunovic betrachtet es als wichtige Aufgabe, die Lackierbetriebe mit hochwertigen Produkten und Technologien zu unterstützen, die dazu beitragen, die Effizienz zu steigern und die Auslastung zu erhöhen.

In einem und ohne zu warten „Ein entscheidendes Merkmal unserer überlegenen Lacktechnologie ist, dass sich eine Vielzahl unserer Produkte in einem Arbeitsgang und ohne Wartezeit applizieren lässt“, erläutert Simunovic. „One visit application“ laute der englische Begriff dafür. „Mit One-Visit-Systemen werden die Prozesszeiten deutlich kürzer, denn die üblichen Zwischenablüftzeiten entfallen. Außerdem wird eine optimale Durchtrocknung erreicht. Dabei spart der Betrieb nicht nur Zeit, sondern auch Material.“

Komplettes „Einmal-berühren“-System Betriebe, die das Basislack-System Standoblue nutzen, können den Basislack in der Kombination mit dem Standocryl VOC-Xtra-Klarlack in jeweils nur einem Arbeitsgang lackieren. In Kürze wird das System durch den neuen VOC-

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Xtra-Füller komplettiert, der ebenfalls in einem Arbeitsgang appliziert werden kann. „Standox kann damit als erster Lackhersteller ein komplettes One-Visit-System anbieten“, erklärt Simunovic. Aber nicht nur Standoblue und der Xtra-Klarlack ließen sich in einem Arbeitsgang lackieren. Das Verfahren funktioniere mit fast allen Standox-Klarlacken ebenso wie mit den etablierten Lacksystemen Standohyd Basecoat und Standofleet sowie ausgewählten Füllern. „Damit verhelfen wir den Werkstätten mit einer Vielzahl von Produkten zu kürzeren Lackier- und Kabinenlaufzeiten, um ihre Auslastung zu optimieren.“ Standox stellte bereits vor 20 Jahren auf der Automechanika erstmals ein One-Visit-System der Fachöffentlichkeit vor. Der Wuppertaler Lackhersteller hat dieses Verfahren über die Jahre hinweg immer wieder verbessert und verfügt heute in dieser Technik über einen großen Wissensvorsprung. Das Verfahren eignet sich besonders für Werkstätten, die ihre Arbeitsprozesse optimieren und durch kürzere Kabinenlaufzeiten ihre Energiekosten senken und ihre CO2-Bilanz verbessern wollen. Simunovic: „In Zeiten, in denen der Produktivitätsdruck in den Werkstätten immer größer wird, kann eine solche Effizienzsteigerung schnell einen wichtigen Wettbe(LHO) werbsvorteil bedeuten.“

• November 2012


• s 13 part ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:00 Seite 1

Lack-Extra

Effektiveres Schleifen Jochen Gaukel, Geschäftsführer von part, erläuterte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft die Vorteile des neuen Schleifmittels siaspeed von sia, das auf der Automechanika vorgestellt wurde.

G Geschäftsführer der part GmbH, Jochen Gaukel

aukel wörtlich: „Durch offene Streutechnologie und Optimierung der Schleifkornpositionierung werden über 20 Prozent verbesserte Abtragswerte erreicht – bei deutlich geringerem Zusetzen des Schleifmittels.“ Damit nennt die part GmbH, die sia-Produkte in Österreich und Deutschland vertreibt, konkrete Zahlen. Mit siaspeed lassen sich Schleifprozesse noch schneller erledigen. „Gleichzeitig sorgt siaspeed für ein optimiertes Schleifergebnis. Durch innovativen Schleifmittelaufbau und hochwertige Materialien werden verbesserte Rautiefenwerte erzielt“, sagte Gaukel. Weitere Vorteile des Schleifmittels bestehen in geringerem Verbrauch durch längere Standzeiten, geringerer Korrosionsgefahr durch Zinkfreiheit und universellem Einsatz für alle Elemente des Lackaufbaus (Spachtel, Füller und Lack).

Um die Wirtschaftlichkeit des neuen Systems zu nutzen, empfiehlt Gaukel, neue und gebrauchte Schleifpapiere getrennt aufzubewahren, um die längeren Standzeiten von siaspeed gezielt zu nutzen. Geeignet ist das Produkt neben der Bearbeitung von Neuteilen und Werksgrundierun(LHO) gen auch für Spotrepair.


• s 14 glasurit ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:02 Seite 2

Lack-Extra

Zubehör als Attraktion

BASF Coatings mit den Marken Glasurit und R-M hat heuer zum 11. Mal die mittlerweile traditionelle Zubehörmesse im Trainingszentrum in Eugendorf bzw. am Standort Vösendorf veranstaltet.

P Peter Valenta, Geschäftsführer von BASF Coatings Services

eter Valenta erklärte bei der Eröffnung der Veranstaltung in Eugendorf, dass er seit 1978 der erste Geschäftsführer der österreichischen Niederlassung sei, der aus Österreich stamme. Er werte das als Zeichen dafür, dass der Konzern den heimischen Markt noch besser verstehen wolle. Zur Wirtschaftslage bemerkte er, dass nun die Krise auch auf die Realwirtschaft überzugreifen beginne. In dieser Situation komme es für die Lackierbetriebe darauf an, die Effizienz zu steigern. Dafür biete der Zubehörbereich große Reserven.

Zubehörmessen Neue Elemente der Zubehörmesse waren erstens ein Warenrabatt von 10 Prozent und zweitens ein Fragebogen für entsprechendes Feedback über die Veranstaltung, die in Eugendorf geradezu massenhaft Teilnehmer anzog. Valenta sagte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft, dass die Gesamtzahl der Besucher beider Messen sich auf wenigstens 500 Personen summiere. Das Motto des Events lautete nicht zufällig „Ausg steckt is“ – zu Essen und trinken wurde reichlich geboten. Und die Besucher ließen sich nicht lange bitten. Den „Lockungen“ der 15 namhaften Peripherie-Anbieter konnten sie dennoch nicht entkommen, denn diese beherrschten die Räumlichkeiten des Refinish Competence

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Centers nahezu zur Gänze. Im Zubehör zeichnet sich die Tendenz ab, verstärkt Produkte auf den Markt zu bringen, die raschere, sparsamere und nachhaltige Lösungen erlauben. Das trifft vor allem auf die Bereiche Schleifen, Abdecken, Auskleiden und Spitzen zu.

Eine Reihe von Highlights Der Fokus auf diesen Bereich hat auch damit zu tun, dass die größten Rationalisierungsreserven in der Lackvorbereitung und im Finish verborgen sind. Dazu kommt, dass die Lackhersteller bei rückläufigen Mengen – unter anderem wegen steigender Deckkraft – die Peripherieumsätze immer mehr zu schätzen wissen. Highlights, die in Eugendorf und Vösendorf gezeigt wurden, waren unter anderem ein Polierset von Festool, das die Bearbeitungszeit deutlich verkürzt, eine Vierfachfolie von emm für den Schutz der Lackierkabine sowie eine Folie für den Schutz von Havarien oder neue Schleifstaub-Absaugsysteme von Rupes. Das Spezialvertriebsunternehmen part (mit neuem Regionalverkaufsleiter Robert Storz) präsentierte mit siaspeed ein neues und effektiveres Schleifpapier (siehe auch Seite 13). Ebenso wichtig wie diverse weitere Neuheiten war die umfassende Gelegenheit zum fachlichen und privaten Meinungsaustausch der Ver(LHO) anstaltungsteilnehmer.

• November 2012


• s 15 eurotax **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:06 Seite 1

Lack-Extra

Per Klick im Blick Das Schadenkalkulationsprogramm EurotaxRepairEstimate ist in den vergangenen Monaten noch effizienter geworden.

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enn es um die schnelle und zuverlässige Kostenschätzung von Karosseriearbeiten geht, ist EurotaxRepairEstimate aus vielen Werkstätten nicht wegzudenken. „Unser Ansporn ist es aber, auch ein gutes Produkt noch besser zu machen“, sagt Martin Novak, Vertriebsleiter von EurotaxGlass’s Österreich. Daher habe man „enorme Investitionen“ getätigt: Beispielsweise sei neben den internationalen Datencentern in der Schweiz und der Slowakei ein Spezialteam in Madrid aufgebaut worden. Generell sei die Zahl der mit der Schadenkalkulation befassten Mitarbeiter deutlich gestiegen.

Martin Novak sicherungen. „Viele Kfz-Sachverständige sprechen Empfehlungen für unser System aus“, freut sich Novak. Insbesondere für die „Teleexpertise“ in Verbindung mit EurotaxQuickcheck sei EurotaxRepairEstimate unverzichtbar. Gemeinsam würden die beiden Systeme einen deutlich verkürzten Schadendurchlauf, eine präzise Kosten- und Aufwandsübersicht sowie niedrigere Nebenkosten (beispielsweise für Leihfahrzeuge) ermöglichen.

Zufriedene Anwender

Tagesaktuelle Preisdaten

Am Markt werden diese Bemühungen honoriert. „Unsere Mitglieder berichten, dass die Datentiefe bei den jüngsten Updates markant verbessert wurde“, sagt Arthur Clark, Bundesinnungsmeister der Karosseriebauer. Auch die optimierte grafische Teiledarstellung stoße auf breite Zustimmung: „Gerade bei modernen Fahrzeugen mit ihrer großen Teilevielfalt ist das außerordentlich hilfreich.“ Zufrieden sind aber auch Sachverständige und Ver-

Mit der jüngsten Version von EurotaxRepairEstimate kamen weitere Verbesserungen hinzu: So führt die Mehrfachauswahl von Teilen zur schnelleren Schadenerfassung, die Teilzonenlackierung wurde durch eine Visualisierungsfunktion verbessert. Ganz neu sind die Online-Preis-Updates: „Damit können wir unsere Kunden tages aktuell informieren“, unterstreicht Novak, der für 2013 weitere „qualitative und funktionale Überra(HAY) schungen“ ankündigt.

Arthur Clark


• s 16 ppg ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:07 Seite 2

Lack-Extra

Daniel Kapeller von Festool

PPG-Geschäftsführer Werner Lanzerstorfer

PPG-Cheftechniker Hans Niederegger

Direkter Kunden-Kontakt Mit Veranstaltungen in einzelnen Bundesländern ist es PPG gelungen, Kunden direkt über Produktneuheiten zu informieren. Mit Hilfe von Gastrednern wurden Potenziale zur Optimierung der Kalkulation und der Lackvorbereitung erschlossen.

D Bundesinnungsmeister Arthur Clark

ie Veranstaltungsreihe wurde heuer in Wien, der Steiermark, Kärnten und Vorarlberg gestartet. Im kommenden Frühjahr soll sie in den übrigen Bundesländern fortgesetzt werden. PPG-Geschäftsführer Werner Lanzerstorfer und Cheftechniker Hans Niederegger haben folgende Themen in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen gestellt: PPG als global tätiger Konzern und der Einfluss des Konzerns in der Serienlackierung; neue Beschichtungskonzepte in der Serienlackierung und ihr Einfluss auf die Reparatur; neue Pigmente in der Lackierung und die Komplexität dieser Oberflächen in der Farbtonfindung.

Kalkulation als wunder Punkt Daniel Kapeller, Verkaufsleiter von Festool, sprach über die neue Verordnung im Bereich Aluminiumschleifplätze und berichtete über einfache Lösungen, um dieses Thema im Sinne der Arbeits- und Betriebssicherheit zu handhaben. Als ausgesprochenes Highlight erwies sich ein Referat von Bundesinnungsmeister Arthur Clark über „Feinheiten in der Schadenskalkulation“. Er hat dabei nicht nur vielen die Augen dafür ge-

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öffnet, welche Details in der Schadenskalkulation häufig nicht berücksichtigt werden. Er plädierte dafür, diese Aufgabe nicht Sachverständigen oder EDV-Systemen zu überlassen, sondern sie selbst in die Hand zu nehmen. Den staunenden Unternehmern wies Clark nach, dass die unzureichende Anwendung von Kalkulationsprogrammen bis zu 20.000 € pro Jahr kosten kann. Aufgrund des Interesses für dieses Thema wird bereits im November das erste Tagesseminar „Richtig Kalkulieren“ angeboten. Clark wird mit den Teilnehmern einen ganzen Tag an praktischen Beispielen Möglichkeiten und Tücken der Schadenskalkulation erörtern. Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit PPG in der Folge in den verschiedenen Bundesländern angeboten.

Blick über den Lack hinaus Kapeller äußerte sich im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft positiv über die Veranstaltungsserie. Er hob die Tatsache besonders hervor, dass PPG/Nexa Autocolor sich nicht nur um den Lackaufbau und die dazugehörige Optimierung der Arbeitsprozesse kümmert. Vielmehr hat das Unternehmen die häufig vernachlässigte Lackvorbereitung im Blick, in der große Einsparungsreserven schlummern. Niederegger zog folgendes Resümee der Roadshow: „Ein Blick über den Tellerrand hinaus in die spannende Autolackwelt der Gegenwart und (LHO) Zukunft.“

• November 2012


• s 17 motip dupli *** ok lhookmue_Layout 1 02.11.12 12:08 Seite 1

Lack-Extra

Scheinwerfer „Make-up“ ColorMatic hat eine Patentlösung entwickelt, um vergilbte und matte Plastikscheinwerfer wieder voll funktionstauglich zu machen. Das einzigartige „Make-up“ sorgt für volle Klarsicht und damit erhöhte Sicherheit.

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as ColorMatic Professional ScheinwerferKlarsicht-Set ist eine Komplettlösung für die Beseitigung von Vergilbungen und dunklen Schattierungen am Scheinwerferglas durch Reparaturbetriebe. Matt gewordene Streuscheinwerfer aus Polycarbonat werden wieder klar – und das ohne Ausbau der Scheinwerfer.

Geringere Gesamtkosten Im Vergleich zur Montage neuer Scheinwerfer bietet diese Methode enorme zeitliche und finanzielle Vorteile für Werkstätten und Endkunden, weil einerseits der Neuteile-Anteil geringer und der Arbeitszeitanteil höher ausfällt und andererseits die Gesamtkosten geringer sind. Das Set umfasst alle Elemente, die für die erfolgreiche Reparatur erforderlich sind. Mit dem beigefügten 2K-Klarlack wird ein dauerhaftes Ergebnis für die Anwendung durch den Profi erzielt. Die relativ einfache Arbeit wird ohne lange Trocknungszeiten in den vier Arbeitsschritten Schleifen, Abkleben/ Reinigen, Grundieren und Klarlack-Auftrag (LHO) erledigt.

AUTO & Wirtschaft

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• s 18 lack&technik ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:09 Seite 2

Lack-Extra

Aus- und Weiterbildung in kleinen Gruppen ist ein Erfolgsgeheimnis der Lehrlingsakademie von Lack & Technik und WIFI OÖ

WIFI ins Boot geholt Lack & Technik bietet die sogenannte Lehrlingsakademie ab sofort gemeinsam mit dem WIFI Oberösterreich in drei Kursmodulen an.

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m Gespräch mit AUTO & Wirtschaft erläuterte Rudolf Weismann, geschäftsführender Gesellschafter von Lack & Technik und Importeur von DuPont Refinish, den Zweck dieses Schulungsprogramms: „Nicht in allen Unternehmen besteht die Möglichkeit für die Lehrlinge, bereits ab dem ersten Lehrjahr alle Tätigkeiten des Berufsbildes an Kundenfahrzeugen durchzuführen. Hier setzt diese Kursreihe an: Durch das praktische Training im Rahmen der Lehrlingsakademie lernen bzw. vertiefen Lehrlinge und Helfer viele für den täglichen Arbeitsalltag wichtige Fertigkeiten und Kenntnisse.“

sowie des Füllers, der Basislackierung und des Klarlackauftrags. Geübt wird an Fahrzeugteilen und unter anderem werden in einem Aufwaschen die Bestimmung der Kunststoffarten sowie die Definition des jeweils richtigen Reparaturwegs vermittelt.

Ganzlackierung als Krönung In Modul 3 lernen die Teilnehmer, ein komplettes Fahrzeug zu lackieren. Dabei wird in kleinen Teams mit etwa 4 Personen ein realistischer Auftrag abgearbeitet. Die Tätigkeiten beginnen beim Auftragseingang mit der Definition der auszuführenden Arbeiten und enden mit der Fahrzeugübergabe des lackierten Fahrzeugs. Die Kursinhalte umfassen alle notwendigen Schritte vom Spachtel bis zum Finish inklusive einer Ganzlackierung.

Berufsalltag im Visier Systematischer Aufbau Die Gliederung des Lehrgangs in drei Module sorgt dafür, dass die erforderlichen Fertigkeiten im Bereich Karosseriebau und Lackiertechnik systematisch vermittelt werden. In Modul 1 werden die Grundlagen der Karosseriereparatur (Ausrichten, Einziehen, Einsetzen von Blechteilen, Kitten und Zinnen) sowie Tätigkeiten für die Vorbereitung auf die Lackierung vermittelt. Dazu gehört die Adaption für den ersten Schleifgang über das Abdecken, Schleifen und Spachteln bis zum Herrichten für den Füllerauftrag. Modul 2 dient zur Vermittlung des Folierens, der Durchführung einfacher Kunststoffreparaturen

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AUTO & Wirtschaft

Die Lack & Technik WIFI Lehrlingsakademie ist eine Kooperation zwischen Lack & Technik (www.lackundtechnik.at) und dem WIFI OÖ. Ziel ist es, die Stärken der beiden Institute zu bündeln und damit Weiterbildungsangebote für Lehrlinge aus dem Bereich der Karosseriebautechnik zu schaffen, mit denen die Lehrlinge aktuelles Fachwissen erwerben und sich wichtige Fähigkeiten für die tägliche Berufspraxis aneignen. Die Lack & Technik WIFI Lehrlingsakademie besteht aus den drei Modulen mit den WIFI Kursnummern 7675, 7676 und 7677. Die Unterbringung während des Kurses wird von Lack & (LHO) Technik organisiert.

• November 2012


Unsere Lackierer bauen auf lange Partnerschaft.

Darauf bauen unsere Partnerbetriebe, abgestimmte Produktsysteme, hohe Farbtongenauigkeit, hervorragende Lackierergebnisse und perfekter Service. Zusammen erreichen wir mehr und unterstützen Sie auch bei außergewöhnlichen Aufgaben.

Spies Hecker – näher dran.

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• s 20 r-m lho***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:12 Seite 2

Lack-Extra In absehbarer Zukunft werden Naturfarbtöne auf Autos eine stärkere Rolle spielen. Das zeigt der aktuelle Trendbericht des Designteams der BASF Coatings. Eine rasante Wiedergeburt wird unter anderem dem Farbton Grün vorhergesagt. Schwarz und Silber bleiben allerdings die Konstanten.

Bester Lackierer gesucht R-M hat im Oktober die Vorentscheidungen zur Auswahl der KandidatInnen für den Best Painter Contest 2012/2013 gestartet. Das Finale geht traditionell kommenden Herbst in Clermont bei Paris, dem Refinish Competence Center von R-M, über die Bühne.

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er Wettbewerb ist folgendermaßen organisiert: Zwischen Oktober und kommendem Mai wird in den nationalen Wettbewerben ermittelt, wer sein Land im Finale in Clermont vertreten darf. Mitmachen können Nachwuchslackierer unter 30 Jahren. Teilnahmeberechtigt sind neben Österreich die Länder Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien, Japan, Polen, Portugal, Russland, Slowenien, Spanien, Schweiz, Ukraine, Kasachstan und Weißrussland. Zum ersten Mal nehmen diesmal Talente der Lackierer-Branche aus Bulgarien, Norwegen und aus Südafrika teil.

Breites Prüfspektrum In den nationalen Bewerben werden die Lackierer auf Herz und Nieren geprüft. Zu ihren Aufgaben zählen Anwendungs- und Reparaturtechniken, Farbtests und die korrekte Verwendung von Hilfsmitteln. Auch die Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen und ihre Arbeit korrekt einzuschätzen, wird bewertet.

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AUTO & Wirtschaft

Die Ausscheidungen in den nationalen R-MTrainingszentren werden von den jeweiligen nationalen R-M-Ausbildungsleitern beaufsichtigt und von einer Jury beurteilt, die aus unabhängigen und anerkannten Branchenexperten besteht.

Unter besten Bedingungen Der langjährige Austragungsort für das Finale, das R-M Refinish Competence Center in Clermont bei Paris, wird bis zum Herbst 2013 komplett renoviert. Damit steht dann ein Technologie-Zentrum zur Verfügung, das topmodern ausgestattet ist. Davon werden sowohl die Lackiertechniker als auch die anspruchsvollen Fahrzeugherstellern aus aller Welt profitieren, weil sie beste Bedingungen vorfinden. Die Teilnehmer am Wettbewerbsfinale können den Juroren, Sponsoren und den Medien die Dynamik ihres Handwerks in lebendigen Livevorführungen präsentieren und ihre Fähigkeiten in den verschiedenen Reparatur-, Farb- und Designlackierungstechniken vor einem internatio(LHO) nalem Fachpublikum zeigen.

• November 2012


• s 21 wolf lho***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:13 Seite 1

Wolf schließt die Lücke zwischen Universalarbeitsplatz und Lackieranlage TAIFUNO vision

Speziell für Kleinschäden Mit der Anlage REPIT vision hat WOLF eine neue Reparaturanlage vorgestellt, die speziell für die Reparatur von Kleinschäden entwickelt wurde.

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as Konzept steht für die komplette und schnelle Schadensbehebung an einem Arbeitsplatz. Ein besonderer Nutzwert der Anlage besteht darin, dass Kleinschäden äußerst wirtschaftlich und unter optimalen Arbeitsbedingungen behoben werden können – die Decklackierung in Spotrepair-Größe eingeschlossen.

Durchdachtes System Mit einem Lüftungsaggregat, das sich bei Bedarf am jeweiligen Arbeitsplatz zuschaltet, werden bis zu vier Arbeitsplätze betrieben. Im Vergleich zur Lackierkabine wird insgesamt weniger Energie verbraucht, weil die Luftmengen reduziert sind und die Trocknung mit einem bei Kleinflächen sehr effizienten Infrarotsystem erfolgt. Die Anlage verfügt über eine Arbeitsplatzsteuerung mit Betriebsartenauswahl, wobei die Luftleistung optimal an den Arbeitsprozess angepasst werden kann. Überdies sind die sicherheitstechnischen Verriegelungen zwischen Lüftungstechnik, Applikations- und Trocknungstechnik gewährleistet. Angesprochen werden mit dieser Lösung vor allem Betriebe, die sehr viele Kleinschäden zu beheben haben, und Betriebe, die sich auf die Kleinschaden-Behebung spezialisie(LHO) ren wollen.


• s 22 SATA ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:14 Seite 2

Lack-Extra

Mit neuen Gesichtern SATA, in Österreich dominanter Hersteller von Spritzpistolen, nimmt das Ausscheiden von zwei alten „Haudegen“ zum Anlass, die Vertriebsorganisation neu aufzustellen. vorstehenden Jahreswechsel als Vertriebsleiter für Deutschland und Österreich ablösen wird.

Paarlauf in Österreich

v.l.: Michael Russ, Wolfgang Maier, Sebastian Scholz

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olfgang Maier, SATA-Verkaufsleiter für Deutschland und Österreich, tritt mit dem Jahreswechsel ebenso wie Walter Knapp, Gebietsrepräsentant in Österreich, in den Ruhestand. Zur Geschäftspolitik des mittelständischen Unternehmens gehört es, vor allem auf Kontinuität im Vertrieb zu achten. Speziell auch in Österreich, wo der Spritzpistolenhersteller, der sich auch konsequent um Peripherieprodukte etwa zur Reinigung der Druckluft von Ölrückständen bemüht, eine führende Rolle einnimmt.

Ähnlich verhält es sich mit der österreichischen Gebietsbetreuung, Hier vollführt gegenwärtig Knapp mit seinem Nachfolger Michael Russ einen Paarlauf. Auch diese Maßnahme zielt auf maximale Kontinuität – vor allem in der Betreuung des Großhandels und der Lacklieferanten, die im Wesentlichen für den Vertrieb der LackPeripherie mit verantwortlich zeichnen. Maier betonte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft, dass er „nur mit guten Gefühlen“ aus seinem Amt scheide. Für einen Mittelstandsbetrieb wie SATA sei Stabilität und Kontinuität wichtig. Und die werde durch die vorübergehende Doppelbesetzung der Vertriebsfunktionen unterstrichen. Zusätzlich gestärkt wird die Organisation von SATA dadurch, dass Regionalvertriebsleiter Helmut Rohner künftig als Bindeglied zwischen Scholz und Russ fungieren wird. Letzterer war nach eine Periode bei einem C-Teile-Hersteller zuletzt zwei Jahre für den Spritzpistolenspezialisten im Raum Frankfurt aktiv und wird seine (LHO) Funktion von Traunstein ausüben.

Nahtloser Übergang Nach dem Übergang vom SATA-Import durch die Firma SATA Eminger zur Direktbearbeitung hat Walter Knapp in Österreich 23 Jahre die Fahne des Lackierpistolenherstellers hoch gehalten. Hinter dem Erfolg des in Kornwestheim bei Stuttgart ansässigen Unternehmens stehen mehr als 100 Jahre kontinuierlicher Entwicklungsarbeit, um den Ansprüchen der Kunden insbesondere aus der Reparaturlackierung von Automobilen optimal zu entsprechen. Um die Kontinuität im Vertrieb in Österreich zu gewährleisten, wurden die Weichen für die personelle Erneuerung heuer gestellt. So ist bereits zu Beginn des Jahres Dkfm. Sebastian Scholz an die Seite von Maier getreten, den er mit dem be-

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AUTO & Wirtschaft

Walter Knapp wird zum Jahreswechsel von Michael Russ als Gebietsrepräsentant von SATA in Österreich abgelöst

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• s 23 Kastner lho***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:15 Seite 1

Lack-Extra

Preis und Leistung passen

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as Unternehmen floriert in einem Ausmaß, dass Rossmann ein Jahr nach der Gründung bereits an die Eröffnung eines zweiten Standorts, und zwar in Bruck an der Leitha denkt. In seiner Zeit als mobiler Dellendrücker hat er zahllose Lackierbetriebe kennen gelernt und dabei die Augen aufgesperrt – auch was die zweckmäßigsten Betriebsanlagen betrifft.

Aus dem Boden gestampft Als er 2011 das standortgebundene Unternehmen aus dem Boden gestampft hat, entschloss er sich nach reiflicher Überlegung und nach Schaffung eines Marktüberblicks für eine Blowtherm von Kastner. Angesprochen haben ihn vor allem die solide Bauweise und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein weiterer Faktor war die Servicenähe von Brunn am Gebirge aus. Schließlich überzeugte ihn auch das Rundherum von der Planeinreichung bis zur termingerechten Fertigstellung. „Alles aus einer Hand,“ wie Rossmann betonte. Für den Karosseriebautechniker-Meister ist es

Thomas Rossmann hat sich mit 18 Jahren als fliegender Dellendrücker selbstständig gemacht. Mittlerweile verfügt er in Schwechat über einen Karosserie- und Lackierbetrieb. keine Frage, dass er bei seinem Betreuer, dem Kastner-Gebietsleiter Rudolf Flatischler, neuerlich eine Lackierbox vom Spezialisten für Werkstattausrüstung bestellt hat. Mit Energiespartechnik und Frequenzumformer, versteht sich.

Qualität mit passendem Preis Die eigene erfolgreiche Geschäftstätigkeit führt Rossmann, der bereits sechs Mitarbeiter beschäftigt und pro Woche rund 25 Aufträge bearbeitet, darauf zurück, dass er bestrebt ist, höchste Qualität zu einem passenden Preis anzubieten. Das Augenmerk auf ein günstiges Preis-LeistungsVerhältnis scheint ihm ins Blut übergegangen zu sein: Er bietet es nicht nur seinen Kunden, sondern erwartet es mit Recht auch von seinen (LHO) Lieferanten.

Kastner-Gebietsleiter Rudolf Flatischler (l.) und Thomas Rossmann


• s 24 lechler+horn&bauer **GKU oklhookmue_Layout 1 02.11.12 12:16 Seite 2

Lack-Extra

Effiziente Lackierprozesse Der Macrofan HS Autolevel Primer von Lechler ist ein Primer-Füller, der ohne Anschleifen auf KTLgrundierten Neuteilen und als Primer für Kunststoffe einsetzbar ist.

D Macrofan HS Autolevel Primer-Füller und konventioneller Nass-in-nass-Primer im Vergleich (0 = nicht vorhanden, 5 = optimal)

ie wirtschaftliche Situation wirkt sich auch auf die Autoreparaturbranche aus. Erforderlich sind weitere Möglichkeiten zur Zeitund Kosteneinsparung. Der Lackierer muss der Auswahl des Lackaufbaus, den er anwenden will, große Aufmerksamkeit schenken, um dieser aktuellen Anforderung gerecht zu werden. Die bei den Autoherstellern weit verbreitete Tendenz, Materialien zu verwenden, die keinen Korrosionsschutzprimer benötigen, begründet zusätzlich das Interesse im Reparaturbereich für Lackprodukte, die auf vielen unterschiedlichen Substraten einsetzbar sind. Lechler antwortet auf diese aktuellen Marktanforderungen mit dem neuen 2K-High Solid-

Acryl-Grundier-Füller Macrofan HS Autolevel Primer, der sowohl als direkthaftende Grundierung in Nass-in-nass-Aufbauten als auch als Isolierfüller in Trocken-auf-trocken-Aufbauten und nicht zuletzt als Primer für Kunststoffe eingesetzt werden kann.

Zeit und Material sparen Im Vergleich zu einem traditionellen Nass-innass-Primer ergeben sich vielfältige Vorteile in der Einsatzbreite und bezüglich der Flexibilität im Lackierprozess (siehe Grafik). Das Produkt ist als Fertigfarbe in Weiß, Grau und Schwarz sowie als Bindemittel für die Herstellung eines farbigen Füllers über das Macrobase-Mischsystem bei einem der Lechler-Fachhändler – in Österreich zurzeit bei Werner Eibegger GmbH in 8755 Rothenthurm und bei Ragfa FarbhandelsGmbH in 9020 Klagenfurt – erhältlich. Dieser neue Grundierfüller erlaubt bei Kosteneinsparung einen qualitativ hochwertigen Lackaufbau, dessen Endergebnis durch brillante Ausspannung ohne Nachfallen überzeugt. Der innovative Primer-Füller erweitert die an sich komplette Refinish-Produktpalette von Lechler und verschafft dem Autolackierer in der täglichen (LHO) Arbeit einen Wettbewerbsvorteil.

Alles neu! Auf der Automechanika hat Horn & Bauer unter dem Motto „Wir gehen neue Wege – kommen Sie mit“ ein überarbeitetes Programm präsentiert.

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er führende Hersteller innovativer Abdeckmaterialien kündigte gleichzeitig bahnbrechende Neuheiten für Lackierbetriebe und Werkstätten an. Das galt besonders für die Perfektionierung des Premiumproduktes im Lackierfolienbereich Wondermask LITE. Die neue Lackierfolie Wondermask LITE+ plus vereint alle Eigenschaften in einem Produkt, die für einen professionellen, effizienten Ablauf in der Fahrzeugvorbereitung beim Lackieren erforderlich sind. Neben extrem guter Schneidfähigkeit, Repositionierung des Klebebands oder der Vermeidung von Fle-

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ckenbildung bei Restfeuchtigkeit erlaubt die Folienbreite von 6 Metern den Einsatz für alle Fahrzeuggrößen. Größere Fahrzeuge wie Transporter oder SUVs können mit der „6M-Methode“ von vorn nach hinten und Pkws seitlich abgedeckt werden. Wondermask LITE + plus ist in Breiten von 25 cm bis 6 m zu haben. Zum professionellen Schutz von Lackmischräumen, Mischtischen, Fußböden usw. wurde die selbstklebende Schutzfolie „OPTICLEAN“ in neuer Ausführung vorgestellt. Im Werkstattbereich sorgte die Produktreihe „INTEGRAL Protection“ zum perfekten Schutz von Fahrzeug-Innenräumen für Aufsehen. Mit einem Abriss können vier Elemente des Innenraumes geschützt werden. Im „INTEGRAL Single Kit“ stehen alle Schutzelemente mit nur 50 Sets auch kleineren Betrieben zur Verfügung. Individuellen Aufdruck gibt es schon ab 100 Boxen. Ebenfalls neu in das Horn-&-Bauer-Programm wurde eine Matte aus einer Kombination von Papier und Polymerbeschichtung (Combi-Mat) zum (LHO) Schutz des Fußraums aufgenommen.

• November 2012


• s 25 festool ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 12:18 Seite 1

Lack-Extra

Wo die Reserven sind

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apeller ist der Ansicht, dass die Rationalisierungsreserven im unmittelbaren Lackbereich weitgehend ausgereizt sind. Anders verhält es sich mit den Vorarbeiten, die für ein perfektes Arbeitsergebnis unerlässlich sind. Bisher wird in den meisten Betrieben zu wenig auf die Einsparungsmöglichkeiten geachtet, die in den Bereichen Schleifen, Abdecken oder Finish schlummern.

Festool ist bestrebt, die Reserven aufzuspüren, die in Lackierbetrieben schlummern. Der gelernte Lackierer Daniel Kapeller sieht das größte Potenzial in der Lackvorbereitung und im Schleifprozess.

WAIL-Seminare In diem Zusammenhang verweist Kapeller darauf, dass Festool ein schlüssiges System für die Lackvorbereitung anbietet, in dem ein Element zum anderen passt. Bestes Beispiel dafür ist das 4-SchritteSchleifsystem, das die Anwendung von nur vier statt sechs oder sieben Schleifschritten mit unterschiedlichen Schleifpapieren vorsieht. Unter Einsatz passender Exzenterschleifer – 5 mm Schleifhub für den Grob- und Zwischenschliff, 3 mm Schleifhub für den Feinschliff – werden perfekte Ergebnisse erzielt. In den WAIL-Seminaren (Wirtschaftliches Arbeiten in Lackierbetrieben), die über die Lacklieferanten an sich allen heimischen Lackierbetrieben zugänglich sind, wird am Hauptstandort von Festool eine Fülle von Möglichkeiten demonstriert, Arbeitszeit und Material einzusparen. Seminar-Teilnehmer aus Österreich erklären, dass ihnen dabei die Augen für wirtschaftliches Arbeiten geöffnet wurden, und sprechen von einem positiven Effekt, den diese Methode auf die Durchsatzgeschwindigkeit in ihren Unternehmen hat. Der Verkaufsleiter von Festool macht tagtäglich die Erfahrung, dass alle jene Lackierbetriebe, die in

dem Sinn ihre Hausaufgaben gemacht haben und nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden, sich nicht über Auftragsmangel beklagen müssen und von zufriedenen Kunden gestürmt werden. Dazu gehört es, nicht nur in der Lackapplikation auf der Höhe der Zeit zu sein, sondern vor allem auch die Reserven zu nützen, die in der Lackvorbereitung und -nachbehandlung stecken. Diese Themen sind für Festool ein Heimspiel: Geboten werden eigene Systeme zur Optimierung von Schleifprozess und Polieren, um diese Arbeiten ma(LHO) ximal zu verbessern und beschleunigen.

Daniel Kapeller, Verkaufsleiter Festool Automotive


• s 26 umwelttechGKU ok lhookmue_Layout 1 02.11.12 12:19 Seite 2

Lack-Extra Rupert Krammer von Umwelttech, Franz Fripertinger, Seniorchef des gleichnamigen VW-Autohauses, und Lacktechniker Manuel Fuchs

Im Autohaus Fripertinger in Voitsberg hat Umwelttech eine neue Lackierbox installiert. AUTO & Wirtschaft fragte nach den Motiven für diese Entscheidung.

Motive: Qualität & Service

I

n das Projekt einer neuen Lackieranlage für das Autohaus mit den Marken VW und Audi sowie Gebrauchtwagen war Seniorchef Franz Fripertinger mit jahrelanger Erfahrung im Autoreparaturgeschäft eingebunden. Dem Zuschlag des Projektauftrags für Umwelttech waren Kontakte mit Kollegen vorausgegangen, die über Erfahrungen mit Spritzkabinen des in Söding und Voitsberg angesiedelten Unternehmens verfügten. Schließlich waren für die Entscheidung erstens

die Qualität und zweitens das Service ausschlaggebend. Umwelttech-Geschäftsführer Rupert Krammer sagte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft, dass seine Firma in Voitsberg möglicherweise ein Heimspiel gehabt habe, nachdem beide Unternehmen am selben Ort angesiedelt seien.

Einzigartige Technologie Gleichzeitig betonte er jedoch, dass das von ihm angebotene HVLS-System einzigartig sei und gegenüber konventionellen Anlagen Energieeinsparungen bis zu 40 Prozent erlaube. Dieser Aspekt dürfte dabei mitspielen, dass Krammer in renommierten Autohäusern weitere Lackierkabinen- und Vorbereitungsplatz-Projekte im Laufen hat. Zum Beispiel bei Gady in Lebring, Esthofer in Pinsdorf oder Berger in Frauenkirchen. Für 2013 plant Umwelttech ein neues Programm mit noch besserer Technologie und noch besserem Service. Darüber hinaus ist beabsichtigt, mit Lack & Spengler Service eine zweite Firma auf die Beine zu stellen. Sie wird sich schwerpunktmäßig auf alle Werkstatteinrichtungen spezialisieren, die Spengler und Lackierer in der Praxis benötigen, um ihre Arbeit effizient und optimal (LHO) auszuführen.

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DIE FARBE DES VERTRAUENS.

Unsere Produkte kann man jedem Lackierer ans Herz legen. Denn Standox, der europaweit führende Anbieter von Autoreparaturlacken, verfügt über die freigegebenen Aufbauempfehlungen aller namhaften Automobilhersteller. Das ist die Eintrittskarte bei Autohäusern. Und heißt für Lackierer sicheres Arbeiten bei Garantieaufträgen. Denn Standox sorgt für beste Ergebnisse. www.standox.at/approvals

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s 39 varta **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:10 Seite 1

KundenfrustVerhinderung Johnson Controls hat für das Saison-Batteriegeschäft ein neues Varta Batterie Test-Check Paket konzipiert: Das unterstützt die Werkstatt, der Pannenursache Nummer 1 professionell zu begegnen.

E

lektrik-Defekte sind laut Pannenstatistik des ÖAMTC-Schwesterclubs ADAC zu 41,2 Prozent die absolut häufigsten: Daran beteiligt sind Batterie, Anlasser, Beleuchtung und Lichtmaschine. „Mit dem Batterie TestCheck Paket unterstützt Johnson Controls Autobatterie die Werkstätten beim Batteriegeschäft“, sagt der Geschäftsführer Dipl.Ing. Peter Szutta.

Peter Szutta: Batterie Test-Check deckt Defekte auf!

Der Batterietest ist das Ziel Das Material im Batterie Test-Check Paket soll Autofahrer für Elektrikdefekte sensibilisieren: Ein Banner, der für den Außenbereich des Betriebs geeignet ist, macht die Kunden auf die Testmöglichkeit für den Stromspender aufmerksam. Für die Kundendienst-Annahmezone enthält das Paket Poster, die mittels Klemmschienen in den Räumlichkeiten aufgehängt werden können, um die Botschaft zu verstärken.

Kunden auf die Fakten hinweisen Auf dem Varta-Spiegelhänger hat die Werkstatt nicht nur die Möglichkeit, den Zustand der Batterie zu notieren und den Kunden so auf allfälligen Wartungsbedarf aufmerksam zu machen. Auf der Rückseite ist auch Platz für die Kontaktdaten des Kfz-Betriebs, die der Kunde sofort parat hat. Außerdem lassen sich auf den Motorraumeinhängern (denen gleich Befestigungsmaterial beigefügt ist) – die Eckdaten des Testergebnisses der im Kundenauto eingebauten Batterie eintragen. In Prüfberichten (von denen das Paket einen ganzen Block enthält) können alle wichtigen Informationen zum Batterietest dokumentiert werden. Die Protokolle eignen sich sowohl zur Übergabe an den Kunden als auch zur internen Kundenfahrzeug-Dokumentation im Werkstatt(ENG) betrieb.

Das Varta Batterie Test-Check-Paket

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s 40 webasto *! hayGKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:11 Seite 2

Wirtschaft

Starke Partner des Handels „Das Potenzial im Standheizungsgeschäft ist enorm“, sagen die Experten von Webasto. Sie helfen den Autohäusern dabei, diese Chancen zu nützen.

V

on 100 Neufahrzeugen werden 95 ohne Standheizung ausgeliefert. Doch gerade im monatelang winterlichen Österreich wollen viele Autofahrer auf den damit verbundenen Komfort-, Sicherheits- und Verschleißgewinn nicht verzichten. Daraus resultiert ein vergleichsweise hoher Nachrüstmarkt, auf dem Webasto als klarer Marktführer gilt. Auszeichnungen wie „Best Brand“ (Auto Motor Sport) oder „Beste Marke“ (AUTO BILD) belegen das Vertrauen der Kunden. Parallel sorgt Webasto mit Partnerschaften (zum Beispiel mit dem ÖAMTC) und Informationskampagnen dafür, dass noch mehr Autofahrer über die Vorteile hochwertiger Standheizungen informiert werden. All das kommt den Partnern im Kfz-Gewerbe zugute.

Über 200 „WebastoAutohauspartner“ profitieren bereits von einer besonders engen Kooperation mit dem Standheizungsspezialisten

Unterstützung bei Verkauf und Service Hunderte Autohändler verbauen Standheizungen von Webasto. Gut 200 haben sich bereits zu einer besonders intensiven Zusammenarbeit als „Webasto-Autohauspartner“ entschlossen. Sie werden von den drei Spezialisten Ing. Peter Sitzwohl, Horst Egger und Bernhard Oppenauer betreut. „Wir vermitteln Kompetenz bei Verkauf und Ein-

Das Autohausteam von Webasto: Vertriebs- und Bereichsleiter Ing. Peter Sitzwohl (m.) mit den Bereichsleitern Horst Egger (l.) und Bernhard Oppenauer

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bau“, unterstreicht Vertriebsleiter Sitzwohl die vielfältigen Dienstleistungen. Diese reichen von Informationsmaterialien und Argumentationshilfen über ein Serviceportal im Internet, das die einfache Angebotslegung ermöglicht, bis zur bekannten „Sales and Service Academy“: Das Schulungsangebot wurde allein heuer von über 500 Autohausmitarbeitern in Anspruch genommen.

Nachhaltige Marktpolitik Die Philosophie, mit der Webasto am österreichischen Markt agiert, wird von Nachhaltigkeit geprägt. „Unüberlegte Rabattaktionen würden die Erträge unserer Partner schädigen, ohne den Gesamtmarkt substanziell zu steigern“, weiß Sitzwohl nach 23 Jahren Branchenerfahrung. Er setzt stattdessen eine ebenso attraktive wie langfristig stabile Preispolitik um: „Das ermöglicht es den Autohäusern, bei einer einzigen Standheizung einen ähnlich hohen Ertrag zu erwirtschaften wie beim Verkauf von zwei oder drei neuen Kleinwagen.“ In diese Kalkulation noch gar nicht einbezogen sind die Zusatzgeschäfte, die sich aufgrund der häufigeren Kundenkontakte ergeben. Zudem bleibt so mancher Fremdkunde, der zum Standheizungseinbau in einen Betrieb kommt, diesem auch bei den nächsten Werkstattaufenthalten oder beim Autokauf treu.

Innovationen als Markttreiber Die diversen Standheizungstypen von Webasto sind für den Einbau von der Oberklasse bis zum Kleinwagen geeignet. Laufende Weiterentwicklungen auf hohem Qualitätsniveau tragen dem technischen Fortschritt Rechnung. Auch bei den Bedienelementen ist Webasto innovativ, wie die große Beliebtheit der ThermoCall 3 und der dazugehörigen App zeigt: Das Auto per Smartphone vorzuheizen, entspricht dem Trend der Zeit und sorgt für Begehrlichkeit. Mit derartigen Innovationen blickt Webasto zuversichtlich in die Zukunft. Das Standheizungsgeschäft sei noch lange nicht ausgereizt, ist Sitzwohl überzeugt: „Gemeinsam mit den Autohäusern können wir den Markt langfristig gut und gerne verdop(HAY) peln.“

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s 41 s4 **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:11 Seite 1

Wirtschaft

Bodenständig zum Erfolg Das Salzburger Softwareunternehmern S4 Computer, Anbieter von Dealer Management Systemen (DMS), feierte kürzlich einen runden Geburtstag.

I

n Dirndl und Lederhosen waren Kunden, Freunde des Hauses und Mitarbeiter der Einladung der S4-Geschäftsführer Peter Wenger und Heinz Strohbichler in Salzburgs TraditionsBrauerei „Müllner Bräu“ gefolgt. Grund zum Feiern bis in die späten Abendstunden gab es allemal, wurde S4 Computer doch vor genau 20 Jahren gegründet.

Prozesse zu analysieren und zu verbessern.“ Wichtig sei, flexibel zu bleiben, da man sich in einer permanent wachsenden und verändernden Branche befinde und ständigen Wandlungsprozessen unterworfen sei.

Vorsichtig und bodenständig

Schwierige Jahrtausendwende

Das Geheimnis ihres Erfolgs beschreiben die beiden S4-Geschäftsführer so: „Wir sind mit einem sehr gesunden Verständnis gegenüber den Kunden und dem Geschäft aufgetreten, aber auch vorsichtig mit unseren finanziellen Mitteln umgangen und bodenständig geblieben. So konnten wir eine faire und respektvolle Beziehung zu Kunden und Lieferanten aufbauen.“ Ziel sei es immer gewesen, langfristige Partnerschaften mit den Kunden zu bilden. „Wenn uns das weiter so gut gelingt, werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein.“ Besondere Bedeutung habe dabei auch das Customer Relationship Management (CRM). „Wir wollen verstärkt mit den Kunden versuchen,

S4 habe schwierige Entscheidungen auch in der Vergangenheit gut gemeistert: etwa im Jahr 2000, als aufgrund des Wechsels der Technologie entschieden werden musste, in welche Richtung die Entwicklung der Software geht. Mit auf der auf Windows basierenden Technologie Navition sei damals der richtige Schritt gesetzt worden. Neben incadea, dem einzigen international verfügbaren DMS-System, das auf einem hochmodernen Warenwirtschaftsystem – Microsoft Dynamics NAV – basiert, mit dem mittlerweile mehr als 50.000 Benutzer in 70 Ländern arbeiten und dem in Österreich täglich mehr als 2.000 Benutzer in über 100 Betrieben vertrauen, wurde heuer auch der Vertrieb der S4-Produkte CRM und Vehicle Health Check erfolgreich gestartet. Letzteres ermöglicht computergestützte Generierung von zusätzlichem Werkstatt- und Teileumsatz bei jedem einzelnen Werkstattdurch(DSC) gang.

Heinz Strohbichler (l.) und Peter Wenger verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft

Beim Geburtstagsfest wurden die Mitarbeiter vor den Vorhang gebeten

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s 42 washtec **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:38 Seite 2

Autowäsche Sei es die „Easywash“ (l.) als Einsteigermodell oder die „SoftCare Pro Classic“ als Premiumlösung: WashTec bietet Portalwaschanlagen für alle Ansprüche an

Experten für Waschchemie Chemieprodukte spielen bei WashTec schon seit einiger Zeit eine immer wichtigere Rolle. Unter dem Namen „Auwa“ bietet das Unternehmen ein komplettes Produktprogramm an, eigene Außen-

Nummer 1 bei Waschtechnik Der Markt für Autowaschanlagen ist schwieriger geworden. Dennoch gilt WashTec als unangefochtener Marktführer: Das Traditionsunternehmen punktet mit Anlagen und Chemie für alle Ansprüche.

V Unter dem Namen „ACS“ bieten Alfred Zach und sein Team die weltweit erste Kartuschenlösung für Waschchemie an

or exakt 50 Jahren präsentierten zwei deutsche Techniker die erste automatische Autowaschanlage. Diese Freude an der Innovation ist für WashTec nach wie vor prägend. Das jüngste Beispiel: Bei der Automechanika wurde das „Advanced Chemical System“ (ACS) vorgestellt – ein innovatives Konzept, bei dem der Austausch handlicher Chemiekartuschen das bislang nötige Nachfüllen aus Kanistern ersetzt. „Ab sofort gibt es kein Verschütten oder Vertauschen mehr“, erläutert Alfred Zach, Prokurist der österreichischen Tochtergesellschaft, den großen Vorteil für den Waschalltag.

dienstspezialisten kümmern sich um die Betreuung der Anwender. „In Österreich sind neben unseren 17 Technikern 3 Chemie-Experten im Einsatz“, unterstreicht Zach die hohe Servicekompetenz. Der Vorteil, Waschanlagen und Betriebsmittel aus einem Konzept zu beziehen, liegt für ihn auf der Hand: „Damit sind einerseits beide Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt und andererseits gibt es für den Kunden eine Schnittstelle weniger.“

Anlagen für Einsteiger und Profis Bei der Errichtung neuer Portalwaschanlagen ist die Nachfrage nach dem außerordentlich starken Jahr 2011 zurückgegangen, beobachtet Zach: „Mit 160 bis 170 Anlagen wird das heurige Jahr eher durchschnittlich ausfallen.“ Dennoch entwickelt sich WashTec überproportional – unter anderem deshalb, weil man zwei perfekt auf die Nachfrage aus dem Autohandel abgestimmte Modelle im Programm hat. Einerseits ist die (neuerdings mit LED-Leuchtelementen verfügbare) „Easywash“ das beliebteste Modell bei kleineren Betrieben, die ihre Fahrzeuge bislang noch von Hand gewaschen haben, andererseits gilt die „SoftCare Pro Classic“ als besonders wirtschaftliche Anlage für große Autohäuser: Zach betont die „erstklassige Konstruktion und Verarbeitung“. Zudem sorgen schwenkbare Dachdüsen und anpassbare Seitenwäscher für ein optimales Waschergebnis, die vielfältigen Zusatzausstattungen ermöglichen eine weitreichende Individualisierung. Welche Anlage schlussendlich gewählt wird, eine Tendenz ist laut Zach unübersehbar: „Im Autohausbereich werden Waschergebnis und Geschwindigkeit immer wichtiger.“ Schließlich wäscht so manches Autohaus heute schon mehr (HAY) Fahrzeuge als eine typische Tankstelle.

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s 43 istobal*** oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:14 Seite 1

Autowäsche

Wer’s bunt treiben will, ...

Istobal hat die Anlage in Baden bei Wien von der grünen Wiese geplant

... findet auf SelbstbedienungsWaschanlagen mit Color-Aktivschaum von Istobal das Richtige.

dem Lack, um seine Reinigungswirkung zu entfalten. Der Colorschaum – ein Istobal-Erzeugnis – ist übrigens auch für Portalanlagen verfügbar.

D

ie erste Anlage, ein Vierplatz-Waschcenter mit überdachten Durchfahrboxen und der Technik im Container, hat Istobal für Alfred Salbrechter in Baden bei Wien geplant: Der bietet bei seiner Lanzenwaschanlage als besondere Attraktion Waschen mit dreifärbigem Color-Aktivschaum.

Flexibles Boxenkonzept – Lösung nach Maß

Bunte Programmfolge An den beiden mittleren Waschplätzen kann der Kunde dazu aus fünf, bei den äußeren seine Auswahl unter insgesamt sechs Programmen – darunter auch Hochdruckwaschen mit Shampoo, Wachspflege sowie Osmose – fleckenfreies Trocknen ohne abzuledern – treffen. Die Plätze, an denen der Kunde sein Auto mit buntem Waschschaum bearbeiten kann, sind sowohl mit Hochdruckpistole und Schaumbürste sowie Schaumpistole ausgestattet. Mit der wird programmgesteuert zunächst rosa, dann gelber und schließlich hellblauer Schaum in kräftigen Strängen aufgetragen; er zerrinnt dann gleichmäßig auf

Torsten Hellmig: Color-Aktivschaum ist eine Attraktion

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Sind Bauplatz und Installationen vorgerichtet, kann das Stahlbausystem in acht bis zehn Werktagen montiert werden. Die Boxen werden aus Spritzschutzwänden gebildet, die mit Kuppeldächern aus durchsichtigem Polykarbonat gebildet werden, die in allen Schneelaststufen lieferbar sind. Hinter den Waschboxen – die sich prinzipiell auch schräg anordnen lassen – befinden sich die vier Pflegeplätze. Die SB-Waschanlage, die Istobal in Zusammenarbeit mit einem Technischen Büro von der grünen Wiese geplant hat, wird übrigens vollständig unbemannt betrieben: Sie wird dazu Video überwacht und ist Alarm gesichert. „Wir analysieren den Standort vor dem Bau. Wir ziehen dazu einen Anwohnerschlüssel und die Zahl angemeldeter Kfz heran. Das Waschcenter sollte am besten von einer hochfrequentierten Bundesstraße einsehbar sein“, sagt (ENG) Hellmig.

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s 44 s&k **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:05 Seite 2

Autowäsche

SK Emotion lässt keinen Wunsch offen

Im Autohaus Havelka, Wien 11, wäscht SK Entry Kundenautos und Hertz-Leihwagen

SK Entry ist die hochwertige Maschine für Autohaus und Werkstatt zum attraktiven Preis

Für Einsteiger und Aufsteiger Die Fachfirma Siems & Klein Autowerkstatt-Technik rundet ihr Programm für Autohäuser und Werkstätten mit einer attraktiven Palette an Pkw-Waschanlagen – von der Einsteiger-Maschine SK Entry bis zum Top-Modell SK Emotion – ab.

D Ing. Dietmar Vogl: „Wir bieten Beratung und Betreuung für Werkstattgeräte und Waschtechnik aus einer Hand.“

ie Geräte kommen aus der Produktion von Ryko in Italien, 100 Prozent ,made in Europa‘, und zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und hohe Qualität aus“, sagt Ing. Dietmar Vogl, Leitung Vertrieb und Experte für Waschtechnik bei Siems & Klein, im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft. In Zusammenarbeit mit Kiehl Car Care Top-Autopflege-Chemie bietet der Werkstattausrüster kompetente Beratung und ein hervorragendes Wasch-Trocken-Ergebnis bei den Anlagen. „Für den reibungslosen Betrieb der Geräte sorgen österreichweit unsere 27 Techniker“, so Vogl. Für die Waschtechnik können wie für andere Geräte Wartungsverträge abgeschlossen werden.

Schnell und effizient waschen und trocknen Die Programme der SK Entry sind auf die Bedürfnisse der Autohäuser und Werkstätten abgestimmt: einfache Bedienung, rasche und saubere Ergebnisse, niedrige Betriebskosten, robuste Mechanik und attraktive Servicekosten auf Zeit. Entry wurde von Siems & Klein und Ryko für den österreichischen Markt entwickelt. Die Anlage gibt es in den Höhen 2,25, 2,55 und 2,80 m. „Entsprechend dem Trend zu breiteren und höheren Autos ist derzeit die Variante mit der Höhe 2,55 gefragt“, erzählt Vogl. Die extrem leichten lackschonenden Bürsten Filok® Ultralight der Anlage sorgen für perfekte Ergebnisse bei Reinigung und Glanz. Eine Testmaschine des Modells

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Emotion steht in der Zentrale von Siems & Klein für Versuche und Optimierungen bereit.

Auszeichnung als „zuverlässigste“ „Für Betriebe mit Anspruch auf Flexibilität, größerem Waschdurchsatz oder angeschlossener Tankstelle eignet sich unser Top-Produkt SK Emotion“, sagt Vogl. Die modulare Waschanlage mit FoamBriteTM Softbürsten lässt sich bis zur vollautomatischen Tankstellen-Maschine ausbauen, das Spitzenmodell trägt den Namen Zyo. SK Emotion arbeitet z. B. mit HighImpact-Hochdruck mit 72 bar und 126 l/m und erzielt beste Waschergebnisse. Um Räder, vor allem in größeren Dimensionen, und Schweller perfekt zu reinigen, wird SK Emotion mit einer Radwaschhochdruckwäsche ausgestattet. „Eine oft bestellte Option ist das FoamPolish mit oder ohne Zwischentrocknung“, berichtet Vogl. Laut Hersteller Ryko wurde die Emotion „als zuverlässigste Anlage von mehreren europäischen Mineralölkonzernen ausgezeichnet“. In Italien ist Ryko Emotion im ENI-Tender gelistet. Neben den Modellreihen Entry und Emotion zeigt Siems & Klein mit der SportWhy „Größe“: Sie hat eine maximale Breite von 2,60 m und eine Höhe bis 3,15 m. Auf der Fachmesse AutoZum 2013 wird der Werkstattausrüster sein Programm inklusive Waschtechnik ausstellen und auch darüber infor(POD) mieren.

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s 45 christ **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:16 Seite 1

Autowäsche

Blitzsauber & staubtrocken

„Primus“ nennt sich die neue Portalwaschanlage der Christ AG für das Premiumsegment.

D

iese Maschine erfülle, so sagt Hersteller Christ, die zukünftigen Anforderungen im Waschgeschäft. Durch die von Christ neu entwickelte Fahrzeugkonturenerkennung wird die vorhandene Fahrzeugform über die Dachwalze erkannt und ist so ist für Waschbetriebe mit einer monatlichen Waschleistung von 600 bis 1.500 Wäschen geeignet, die im Bereich der Fahrzeugtrocknung mit einer Premiumleistung bei SUVs, Transporter und Vans überzeugen wollen. Abhängig vom Fahrzeugprofil wird der Dachgebläsekasten auf den günstigsten Anstellwinkel geschwenkt. Als erste Portalwaschanlage am Markt verfügt die Primus über einen Direktantrieb für die Dach- und die beiden Seitenwalzen. Eine schnelle und verschleißfreie Umschaltung der Drehrichtung ist ein weiterer Vorteil. Durch diesen Direktantrieb werden 15 Prozent Energie

Die Primus von Christ kann mit einer Reihe technischer Innovationen aufwarten

eingespart. Die moderne Touch-Bedienoberfläche ist speziell für den Außeneinsatz ausgelegt. Um eine entsprechende Endverbraucherakzeptanz zu erreichen, wurde die Bedienoberfläche mit klaren Bedienhinweisen ausgeführt. Über die optionale SMD-Laufschriftanzeige können Waschzeitangaben, Anzeige der Waschprogrammschritte oder Bedienhinweise an den Endverbraucher kommuniziert werden. Dies macht sie flexibler als statische Anzeigen mit Piktogrammen.

„Vitesse“-Funktion spart Waschzeit Auch die Vitesse-Funktion ist nun für die Primus verfügbar. Ohne zusätzlichen Arbeitsgang wird während der Bürstenwäsche die Hochdruckwäsche durchgeführt. Die vorgelagerten Düsenstöcke arbeiten mit 50 bar Hochdruck und überdecken oszillierend im 25°-Winkel die Fahrzeugflächen. Dies spart 20 Prozent Waschzeit, erhöht die Maschinenkapazität und steigert den Umsatz. Die maximale Durchfahrtsbreite beträgt 2,4 m (Spiegelbereich,) die Fahrspurbreite 2,05 m (DSC) im Bereich der Radführungsrohre


s 46 kärcher-automagic **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:46 Seite 2

Autowäsche

Eine Anlage für alle Fälle Mit der Portalanlage CB-Flex deckt Kärcher vielfältige Waschbedürfnisse ab.

Gegenüber einem Dreibürstenportal für Hochdruckvorwäsche, Hauptwäsche und Trocknung benötige diese Anlage bis zu 50 Prozent weniger Zeit, wodurch sie eine attraktive Lösung für stark frequentierte Standorte mit maximal 1.200 Wäschen pro Monat sei.

J

e nach Betreiber sind die Ansprüche an die Autowäsche völlig unterschiedlich. Lässt ein Autohaus beispielsweise jeden Wagen waschen oder nur umfangreicher reparierte Kundenfahrzeuge? Wie oft werden die ausgestellten Gebrauchten auf Hochglanz gebracht? Kärcher bietet mit dem Modell „CB Flex“ eine Portalwaschanlage an, die sich dank des leistungsfähigen Prozessors sowie des modernen Wasser- und Hochdruckverteilers individuell konfigurieren lässt. Zahlreiche Optionen (darunter Hochdruckvorwäsche, Heißwachs oder Langzeitkonservierung) können beliebig kombiniert werden. Anpassen kann der Betreiber auch die Waschgeschwindigkeit. „Besonders für Kfz-Betriebe interessant ist ein Waschprogramm, bei dem ein Fahrzeug in weniger als 4 Minuten gewaschen, gespült und zweimal getrocknet wird“, sagt Pressereferent David Wickel. Er verweist weiters auf das neue Fünfbürsten-Modell „CB Flex/5“:

Auf Hochglanz poliert

Kärcher punktet sowohl mit Waschanlagen als auch mit Chemie

Ebenfalls neu ist die Schaumpolitur RM 837: Sie verleiht Fahrzeugoberflächen einen glänzenden Pflegefilm, der mehrere Wochen lang vor Umwelteinflüssen schützt. In Portalanlagen werden pro Waschvorgang nur 25 Milliliter des Konzentrats benötigt, bei SB-Waschstationen liegt der Verbrauch laut Kärcher bei 25 bis maximal 40 (HAY) Millilitern.

Welche Wäsche ist die beste? Eine exzellente Aufbereitung bedingt eine gründliche Vorreinigung, wissen die Profis von Auto Magic.

W

elche Wäsche ist die beste fürs Auto, Hand oder Maschinenwäsche? Diese Frage wurde den Aufbereitungs-Experten im Laufe ihrer 25-jährigen Tätigkeit schon öfter gestellt. „Bei professionellem Einsatz geschulter Mitarbeiter, unter gleichzeitiger Verwendung hochwertiger Reinigungsmittel und Werkzeugen wird bei der Handwäsche ein zumindest ähnlich gutes Ergebnis wie in modernen und leistungsfähigen Qualitätswaschanlagen erzielt“, sagt Auto-Magic-Verkaufsleiter Christian Bauer. Etwas schwieriger stellt sich die Sache aber bei den sogenannten privaten oder semiprofessionellen Handwäschen dar. Oftmals wird hierbei durch Verwendung ungeeigneter Reinigungsmittel der Grundstein zu späterer Rostbildung und Schäden am Lack gelegt. Anders verhält es sich in modernen Waschanlagen. „Durch den Einsatz großer Wassermengen, modernster Bürs-

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tentechnologie, egal ob Spoiler-, Seiten- oder Dachbürsten, die immer mit gleichmäßigem Druck arbeiten, wird der Lack wesentlich geringer beansprucht“, so Bauer. Viel Bedeutung haben auch SB-Waschplätze gewonnen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. „An den Auto Magic Service Stationen findet man daher alle drei Möglichkeiten der Außenreinigung vor.“ Die Aufbereitungsspezialisten stellen ihr Knowhow natürlich auch gerne zur Verfügung und beraten Profis im Autohaus ebenso wie Betreiber einer Waschanlage. (DSC)

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Auto Magic verfügt über insgesamt drei Standorte in Wien, Graz und Klagenfurt und sorgt in mehreren namhaften Autohäusern für die professionelle Aufbereitung von Neu- und Gebrauchtwagen


s 47 waschen allg. **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 16:55 Seite 1

Autowäsche

Wellness für das Auto Ob am Gebrauchtwagenplatz oder nach einem Werkstattaufenthalt. Als Erstes fällt dem Kunden der optische Zustand eines Fahrzeugs auf. Entsprechend wichtig ist die professionelle Pflege.

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ut für die Branche, dass professionelle Dienstleister zur Verfügung stehen. Dazu gehört Caramba: Die deutsche Chemie-Gruppe, die vom österreichischen Manager Christian Maurer geführt wird, bietet unter anderem moderne Waschchemie an. Die Linie „RMS Aqua“ deckt mit Vorreiniger, Shampoo, Superschaum, Glanzwäsche, Siegelwachs, Siegeltrockner, Siegelpolitur und Siegelschaumwachs alle Prozessschritte der professionellen Autowäsche ab. Besonders stolz ist man bei Caramba auf die Polymersiegel-Technologie, die mikroskopische Unebenheiten im Lack äußerst effizient ausgleicht. Darüber hinaus betont man die betriebliche Effizienz: Einerseits seien die Wirkstoffe hoch konzentriert und individuell dosierbar, andererseits würden abscheidefreundliche Inhaltsstoffe die Entsorgungskosten niedrig halten. Ein kluges Farbsystem soll zudem garantieren, dass die Mitarbeiter des Waschanlagenbetreibers nie zum falschen Mittel greifen.

Klingender Name Sonax lädt Waschanlagenbetreiber dazu ein, den renommierten Namen „Sonax Wäsche“ als Qualitätssiegel für die eigenen Pflegeleistungen zu nützen. „Wir beraten unsere Kunden nicht nur bei der Qualitätssicherung, sondern auch bei der Programmgestaltung und stellen ein umfassendes Paket zur werblichen Ansprache des Autofahrers zu Verfügung“, unterstreicht Johannes Artner, Chef von Sonax in Österreich: „Unsere Partner bieten ihren Kunden eine Premium-Autowäsche, mit der sie sich klar vom Wettbewerb abheben.“

Vielseitig verwendbar Als Vollsortimenter für die Kfz-Branche hat Würth auch den „R1 Universalreiniger“ im Programm. „Durch die hohe Reinigungsleistung werden auch hartnäckige Verschmutzungen schnell und gründlich entfernt, ohne Lack, Gummi oder Kunststoffe anzugreifen“, sagt Pressesprecherin Ingrid Reichenauer. Somit sei das maschinell wie manuell einsetzbare Mittel nicht nur für die Fahrzeugaufbereitung, sondern auch für andere Einsatzzwecke im Autohaus geeignet. Wer übrigens bei der Autopflege einen schon beinahe „blinden“ Scheinwerfer entdeckt, kann ebenfalls mit einem Produkt von Würth für Kundenzufriedenheit sorgen: Ein eigenes Scheinwerferaufbereitungssystem ist für alle Polycarbonat- bzw. Kunststoffscheinwerfer geeignet. Die richtige Anwendung vermitteln die Experten von Würth gerne (HAY) bei intensiven Praxisschulungen.


s 48 EquipAuto ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:32 Seite 1

Wirtschaft In neuem Hallendesign und mit interessanten Details empfängt Mitte Oktober 2013 die französische Fachmesse „Equip Auto“ in Paris ihre Aussteller und Besucher. ÖsterreichBeteiligung ist angesagt.

Neu verpackte Chancen

D

ie „Automechanika“ in Frankfurt, die „Autopromotec“ in Bologna und die „Equip Auto“ in Paris sind Europas größte Werkstattausrüstungsfachmessen mit Weltgeltung. Vom 16. bis 20. Oktober 2013 verspricht die Equip Auto in vier neu strukturierten Ausstellerhallen an 5 Messetagen ein Business-, Service- und Event-Feuerwerk. „Werkstattausrüstung für Instandsetzung und Diagnose für alle Fahrzeuge“, skizziert Messedirektor Mario Fiems, „die unsere aktuelle und künftige Mobilität prägen, werden von über 1.800 Ausstellern, davon 75 Prozent international, inszeniert.“ In diversen Workshops werben die Proponenten der gebundenen und freien Werkstätten samt ihren länderspezifischen Eigenheiten mit neuen Ideen für die Gestaltung einer erfolgreichen Zukunft. „Für Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum interessant, sich einen neuen Wissensstand zu verschaffen“, lockt Fiems ins „Exhibition Centre“ nach Paris Nord, keine 15 Minuten vom Großflughafen Charles de Gaulle entfernt.

Mario Fiems: „Wir routen die Experten zu den Ereignissen der Messe. 80 internationale Fachjournalisten küren die besten Leistungen der Aussteller mit dem Innovation Award.“

Sorgen von heute, Chancen von morgen Die Messe im Zweijahresrhythmus rechnet trotz aktueller Wirtschaftskrise mit 125.000 Besuchern, davon 30 Prozent aus dem Ausland. Österreich ist wieder mit namhaften Unternehmen vor Ort vertreten: Banner Batterien, Diagnosefixgröße AVL, Werkzeugspezialist Pichler. Mehrere hundert österreichische Fachleute nutzen das Pariser Messeparkett zu neuen Kontakten. Die Equip-Auto-Messeplaner werben zur 21. Auflage bei Ausstellern und Besuchern mit speziellen Angeboten: verlängerte Öffnungszeiten, vereinfachte Verknüpfungen zu den In- und Outside-

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Gerhard Lustig vertritt Österreich in der Fachjury zur Wahl des „Innovation Award 2013“ in Paris

AUTO & Wirtschaft

Aktivitäten bis hin zu vergünstigten Events (Cabarets, Restaurants etc.) in der Seine-Metropole. Ein neues elektronisches Registriersystem wird den Zugang zur Messe vereinfachen. Auch wenn sich einige Konzerne wieder nicht zur Teilnahme in Paris aufschwingen können, die Topmanager werden vor Ort sein, um ihre Claims abzustecken. Die Equip Auto gibt die Möglichkeit, interessante Details, neue Innovationen zu entdecken, zu testen, zu diskutieren, um neue Geschäfte anzubahnen – oder zumindest informiert zu sein, was sich außerhalb von Österreich im Reparatur- und Servicemarkt alles entwickelt. Auf kurzen Wegen und für Aussteller und Besucher kostenoptimal soll alles ablaufen. Neuaussteller erhalten spezielle Messeangebote, um sich in ungewohnter Umgebung gleich wohlzufühlen. Die Sorgen von heute erfahren möglicherweise nächstes Jahr im Oktober eine Antwort auf die Chancen von morgen. Unter www.equipauto.com können Interessierte jetzt bereits Details zum Messeverlauf und zum (LUS) neuen Ausstellermix abrufen.

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s 49 öl **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:24 Seite 1

Motoröl Die Anstrengungen der Anbieter im Bereich Öl und Schmierstoffe sind immens und für die Autohäuser lässt sich gerade hier viel Geld verdienen. Doch man sollte auch Vorsicht walten lassen. Gut, dass es genügend Auswahl gibt.

Gut geschmiert, voll gewonnen

W

er mit Öl arbeitet, sollte sich auch der Folgen für die Umwelt bewusst sein, die eine falsche Handhabung mit sich bringt: Das weiß man bei der Firma Inowa, dem Abwasserspezialisten aus Marchtrenk. Dort appelliert Prokurist Martin Wiesinger, dass die Kosten bei der Anschaffung eines Ölabscheiders auf eine lange Zeit berechnet werden sollten. „Üblicherweise liegt der Lebenszyklus dieses Produkts bei 20 bis 30 Jahren. Und da nach dem Einbau asphaltiert wird, kann man einen Ölabscheider nicht so einfach austauschen wie ein falsch gekauftes Klimaservicegerät.“

Das stärkste Motoröl Bei Castrol setzt man voll auf das im Vorjahr eingeführte Produkt namens Castrol Edge Professional: „Dank der Fluid Strength Technology handelt es sich um das stärkste Öl aus unserem Haus, außerdem ist es auch das anpassungsfähigste Produkt aus der Reihe an Motorölen“, sagt Ing. Peter Spatzierer, Geschäftsführer der Castrol Austria. Das neue Motoröl minimiert dank eines stärkeren Ölfilms den Kontakt von Metall zu Metall, wodurch sich die Reibung zwischen den Motorteilen verringert. Das Öl wird exklusiv für Markenwerkstätten bzw. für die Werke der Autohersteller angeboten: Als Nachweis für die Originalität wird Castrol Edge Professional mit einer fluoreszierenden Signaturfärbung geliefert, die unter ultraviolettem Licht leuchtet.

Zwei Systeme zur Wahl Beim Werkstattausrüster Kastner bietet man laut

Roman Wurzenrainer (Kundendienstleiter-West) zwei Systeme fürs Ölmanagement an: Tecalemit und Badger-Meter. Tecalemit operiert mit einem verkabelten System mit Schnittstellen zur EDV des jeweiligen Betriebs. Badger-Meter überträgt hingegen die Messdaten der auch mobil einsetzbaren Abgabestellen per Funk an den Terminal bzw. an die EDV der Firma. Die Auswahl der Systeme ist mehr oder weniger Geschmackssache. Laut Wurzenrainer zeichnen sich die fix montierten Angabegeräte von Tecalemit durch große Haltbarkeit aus. Die Messgeräte von Badger-Meter müssen hingegen von den Mechanikern immer wieder in die Hand genommen werden. Der Ölanlagen-Experte von Kastner verweist darauf, dass es die Funktion der Anlagen für Ölmanagement ist, den manchmal nicht unerheblichen Schwund in den Kfz-Betrieben auf null zu stellen. Angesichts der ständig steigenden Preise für die kostbare Essenz rechnet sich eine derartige Investition im Nu.

Partner in vielen Belangen Laut Auskunft von Derendinger werden die Mitarbeiter in den Werkstätten von den Endkunden immer stärker als kompetente Schmierstoff-Berater wahrgenommen: Derendinger bietet sich als erfahrener Anbieter von Werkstattausrüstung rund um das Thema Schmierstoffe als kompetenter Partner in vielen Belangen an – bei der Finanzierung der Einrichtung ebenso wie bei einem fachmännischen Be(MUE/LHO) ratungsgespräch.

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Castrol Edge Professional ist seit dem Vorjahr auf dem Markt

Ölabscheider von Inowa haben eine lange Lebensdauer

Mit dem Badger-Meter kann man den Ölschwund im Betrieb mindern

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s 50 total **GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:07 Seite 2

Motoröl

Zum Kunden total normal Ruben Härtig bezieht seine „elf“ Verkaufsgebote aus der Kraft der Konzernmarke. Der (große) Rest ist persönliche Teamarbeit, denen kein Kunde zu klein ist. Von Gerhard Lustig

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er Schmierstoffverkauf ist eigentlich eine simple Angelegenheit. Rundum in allen technischen Spezifikationen definiert, zielt er im effektiven Verkaufsabschluss nur auf den Einkaufspreis ab. Die Viskosität sei in Wirklichkeit kein echtes Kaufkriterium mehr, erzählt der gebürtige Chemnitzer Ruben Härtig, inzwischen familiär und geschäftlich fest in Österreich verwurzelt. Geht es jedoch um technische Lösungen, zeigt sich, was Total wert ist. Da steht die volle Kraft eines Großkonzerns dahinter, moderiert vom Landeskoordinator in Wien. „Reine Ölhändler stehen dann mit verkürzter Kompetenz beim Kunden und Ärger ist vorprogrammiert.“

Von 4 auf 10 Prozent Marktanteil 6 Außendienstleute zählt Härtig allein in der KfzSchmierstoffsparte, wo jede Werkstatt mit ihren individuellen Wünschen willkommen ist. Diese totale Normalität in der Kundenbeziehung bringt dem Ölprofi von Jahr zu Jahr Umsatzplus. Auch

OEM-First-fill-Erfahrungen und Motorsporterfolge sind Ruben Härtigs Ingredienzen im französischen Zaubertrank, von dem immer mehr Werkstätten sein Öl nehmen

wenn sich die immensen Steigerungen der letzten Jahre marktbedingt heuer nicht mehr so einfach realisieren lassen, verzeichnet der mit 20 Leuten im gesamten Schmiermittelgeschäft operierende Fachmann solide Zahlen: „Als ich 2006 mit Total/elf begann, lagen wir bei unter 4 Prozent Marktanteil, 2012 bei geschätzten 30.000-Jahrestonnen Kfz-Schmierstoff-Potenzial sind es bereits über 10 Prozent.“ Dieser Erfolg ist seinem und der Mitarbeiter Einsatz geschuldet, die jedem Kunden zugegen sind, wenn sie Produkte, Schulung oder persönliche Hilfe brauchen. „Eine Facette“, nimmt Härtig symbolisch einen Schluck vom Zaubertrank, „die bislang nur der grünrote Marktführer im Süden Wiens zum Ausdruck bringen konnte.“

Strukturschwäche des Wettbewerbs genutzt

Die PSA-Gruppe ist auf Total, Renault/Dacia auf elf konzentriert; aber auch GM, Mazda, Nissan, Honda usw. sind seine Kunden

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Was der Markt erzählt und was wirklich läuft, interessiert die Totalleute sekundär. Die Truppe verdient das vom Konzern erwartete Umsatzplus im Direktgeschäft – ohne Umschweife und besondere Verkaufsaktionen. „Die gibt es bei Total/elf natürlich auch, aber mit manierlichen Vereinbarungen“, spricht Härtig. Dadurch erklärt sich seine relativ hohe Werkstattdichte. Viele Kleinbetriebe schätzen den offenen Zugang, wobei der Preis nicht alles entscheidend sein soll, was übrigens auch Härtigs Wettbewerber nicht anders erzählen. Härtig und sein Team nutzen die Strukturschwächen des Wettbewerbs aus. So einfach klingt das, wenn das französische Hauptquartier in Ruhe arbeiten lässt. So scheint es auch zu sein.


s 51 shell **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:52 Seite 1

Motoröl

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ie Durchschnittskunden wissen erstaunlich wenig über die von ihren Fahrzeugen benötigten Schmierstoffe. „Deshalb vertrauen sie Marken, die sie kennen und von denen sie sich angezogen fühlen“, fassen die Experten von Haberkorn Ulmer, dem österreichischen Partner für das Shell-Werkstattgeschäft, die Ergebnisse einschlägiger Studien zusammen. Wer auf Shell als Schmierstofflieferant setze, könne mit gestärktem Rücken in den Wettbewerb treten, meint Vertriebsleiter Ing. Friedrich Hartmann: „Mit Schmierstoffen von Shell lassen sich höhere Preise erzielen als mit weniger bekannten Marken. Dies bedeutet für unsere Partner höhere Erträge aus dem Ölgeschäft und zufriedene Kunden.“

Mit der Kraft der Marke Kaum ein Firmenlogo ist so bekannt wie die Muschel von Shell. Das hilft den Kfz-Betrieben beim täglichen Schmierstoffgeschäft. Kompetenz im Autohaus Haberkorn fördert die nachhaltige Schmierstoffvermarktung auf vielfältige Art und Weise. „Gemeinsam mit unseren Außendienstprofis sind wir stets bemüht, die heimischen Werkstätten in ihrem Tagesgeschäft zu unterstützen“, erklärt Marketingexperte Wolfgang Schneider. Bei Fachfragen ist der technische Dienst sowohl telefonisch als auch persönlich zur Stelle, Marketingmaterialien und Verkaufshilfen fördern den Geschäftsgang am Point of Sale. Als jährlichen Fixpunkt hebt Schneider die „Nachfüllliter-Aktion“ hervor: „Wenn sie in der richtigen Art und Weise darauf angesprochen werden, schätzen Autofahrer dieses Angebot ihrer Werkstätte.“

Innovationen bei Marketing und Technik Im kommenden Jahr will man bei Haberkorn die Marketingmaßnahmen weiter ausbauen. Dies gilt besonders für das Internet: „Die Shell-Helix-Supercar-Kampagne ist schon jetzt auf Youtube ein Riesenerfolg“, berichtet Schneider. Darüber hinaus werde man das Produktprogramm „noch einfacher und kundenfreundlicher“ gestalten. Im Vertrieb soll die Kooperation mit dem Teilehändler Derendinger fortgesetzt werden, technologieseitig wird 2013 die Umstellung auf die

Wolfgang Schneider (l.) und Ing. Friedrich Hartmann unterstreichen die Schmierstoffkompetenz von Shell

Grundöltechnologie „Gas to Liquid“ (GtL) fortgesetzt. In Summe sind Hartmann und Schneider zuversichtlich, zukünftig das „nach wie vor große Potenzial“ am Schmierstoffmarkt noch besser (HAY) nutzen zu können.


s 52 motul **killer GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:27 Seite 2

Motoröl Vor allem im Osten Österreichs vertrauen viele Werkstätten auf die Dienste der Firma Killer.

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as Wichtigste in den Werkstätten ist die richtige Schulung: Nicht nur für die Arbeit am Fahrzeug, sondern auch für die Entsorgung. Denn wer Altöl, Ölfilter, Bleiakkus, Reifen, Styropor und Kartonagen voneinander trennt, muss deutlich weniger bezahlen und erspart sich im Verlauf eines Jahres eine ordentliche Summe. Noch besser: Wer eine bestimmte Menge recyceltes Altöl

Für Altöl gibt es sogar Geld abliefert, erhält im Idealfall sogar Geld dafür. „So werden Altstoffe zu Wertstoffen“, sagt Mag. Birgit Hurtak, die in der Geschäftsführung der Firma Killer auch für Marketing und PR zuständig ist. Den Kunden werden von der Firma Killer doppelwandige Tanks zur Verfügung gestellt, die sie entweder mieten oder kaufen können. Das in Leobersdorf (NÖ) beheimatete Unternehmen entsorgt seit mittlerweile fast 30 Jahren all das, was in Werkstätten, an Tankstellen und in In-

dustriebetrieben anfällt: „Für die Abholung gibt es in größeren Firmen sogar einen fixen Turnus“, sagt Hurtak: „Und wenn die Firma bemerkt, dass mehr Altöl anfällt, kommen wir natürlich jederzeit vorbei.“ Ebenso wichtig für die Werkstätten und Tankstellen ist die Abwasserbehandlung: Killer bietet die regelmäßige Wartung, Reinigung und Pflege der Ölabscheider und auch die vorgeschriebenen Ab(MUE) wasseranalysen.

Nicht im Supermarkt Dass die Produkte von Motul ausschließlich über den Fachhandel erhältlich sind, garantiert attraktive Margen. Vertriebsleiter Jörg Giesgen verspricht den Kunden umfangreiche Dienstleistungen

J

örg Giesgen, Vertriebsleiter bei Motul, ist davon überzeugt, dass das Geschäft „seines“ Schmierstoffherstellers das richtige ist. „Wir garantieren, dass unsere Produkte nicht in Bauoder Supermärkten angeboten werden“, erklärt Giesgen. „Das wissen unsere Partner zu schätzen, weil ihnen dadurch attraktive Margen geboten werden, um ihr Geschäft auch in stürmischen Zeiten zu stabilisieren und auszubauen.“ Bei Motul verweist man aber auch auf die umfangreichen Dienstleistungen, die den Werkstätten und Autohäusern offeriert werden: So nennt Giesgen beispielsweise die Beistellung von Geräten, die Finanzierung der Werkstattausrüstung oder das Schmierstoffmarketing. Aber auch die Schulungen in den Bereichen Technik und Umwelt erfreuen sich regen Zuspruchs. Mittlerweile ist auch den meisten Kunden klar, dass Schmierstoffe zu den wesentlichsten Konstruktionsmerkmalen in modernen Autos gehören. Daher konzentriert sich Motul hauptsächlich auf die Herstellung synthetischer Moto(MUE) renöle.

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s 53 liqui moly*** oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:28 Seite 1

Motoröl

Das neue Gesicht Liqui Moly hat die Etiketten für seine Ölkanister behutsam modernisiert: Dabei wurde die richtige Balance zwischen Veränderung und Wiedererkennungswert gefunden.

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ei Zeitschriften ist es gang und gäbe, dass von Zeit zu Zeit das Layout geändert wird – und auch Autohersteller müssen ihre Modelle einem Facelift unterziehen, um das Interesse der Kunden über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Warum soll also nicht auch ein MotorölProduzent wie Liqui Moly die Etiketten seiner Kanister dem Zug der Zeit anpassen? Die „Frischzellenkur“, wie Marketingleiter Peter Baumann sie nennt, war allerdings nicht einfach. Das schönste Aussehen helfe wenig, wenn die Kunden „ihr“ Öl nicht mehr auf Anhieb im Regal fänden, meint Baumann. Natürlich war beim Design der neuen Etiketten besonders wichtig, dass der Kunde die wichtigsten Angaben am Etikett auf Anhieb findet: Baumann nennt in diesem Fall die Viskosität (also beispielsweise 5W-30) und natürlich auch die Freigaben der Autohersteller.

Das Auge kauft mit Das plastische und moderne Design sticht bereits auf den ersten Blick hervor: „Denn das Auge kauft mit“, sagt Baumann. So erhielten auch die Worte „Made in Germany“ eine prominente Platzierung. Ebenso prägnant zu finden ist der Slogan „Ölwechseln Sie zur Nummer 1“, wodurch laut Baumann die Marke Liqui Moly und ihre Eigenschaften stärker hervortreten sollen. Durch die neuen Etiketten will der deutsche Hersteller seine Bekanntheit weiter erhöhen und seine Verkäufe steigern.

Produktion in Deutschland Das gilt natürlich auch für Österreich, wo sich Liqui Moly in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat und in immer mehr Werkstätten und Autohäusern zu finden ist. Insgesamt umfasst das Sortiment mehr als 4.000 Artikel, die in Ulm bzw. Saarlouis entwickelt und produziert werden. Derzeit exportiert Liqui Moly seine Produkte in rund (MUE) 100 Länder auf der ganzen Welt.

Peter Baumann, Marketingleiter von Liqui Moly: „Die Etiketten wirken jetzt frischer, behalten aber ihren Wiedererkennungswert.“ Links das bisherige Etikett, rechts das neue.


s 54 einstieg gewerbe **!GKUokmue_Layout 1 02.11.12 13:29 Seite 2

„Im Süden müssen wir aktiv Gas geben“, meint Systembetreuer Andreas Schopf (ProfiService) auf Seite 56.

„Wir fertigen pro Stunde 80 Geräte“, freut sich Bruno Vianello (Texa) auf Seite 66.

Gewerbe Ein Jubilar lässt grüßen Im Oktober jährte sich der Tag, an dem ein gewisser Otto Schulze in Berlin den Wirbelstromtacho zum Patent anmeldete, zum 110. Mal. Noch immer gibt es in den meisten Fahrzeugen eine Nadel, die sich auf einer runden Skala bewegt, auch wenn der erste digitale Tacho schon im Jahr 1986 erfunden wurde und beim VW Golf GTI zum Einsatz kam. „Dass Tacho und Drehzahlmesser rund sind, hat ergonomische Gründe“, heißt es bei Continental, einem der großen Hersteller: „Runde Instrumente sind intuitiv abzulesen, der Fahrer muss wenig Konzentration aufwenden, kann sich aufs Verkehrsgeschehen konzentrieren und erhält trotzdem die wichtigsten Informationen.“ Was sich deutlich verändert hat, sind die Geschwindigkeitsangaben am Tacho: In den vergangenen Jahren kamen immer mehr Autos auf den Markt, wo die Skala erst bei 260 km/h endet.

Mutlu auf der Suche nach Händlern Der türkische Batterie-Produzent Mutlu will im kommenden Jahr sein Vertriebsnetz intensivieren. Während man in Wien, Niederund Oberösterreich sowie Salzburg bereits über ein flächendeckendes Händlernetz verfüge, sei man in den übrigen Bundesländern noch auf der Suche nach Vertragshändlern, sagt Gerhard Rohrböck, Verkaufsleiter der MBA Batteriehandels GmbH in Rannersdorf (Niederösterreich). „Wir bieten sehr gute Qualität zu einem vernünftigen Preis“, sagt Rohrböck über die Batterien aus türkischer Produktion: „Es gibt keine Qualitätsunterschiede wie bei anderen Herstellern, sondern nur Premiumstufen.“ Momentan sei der Absatz im Pkw-Bereich am stärksten, aber auch Lkw-Werkstätten seien bereits Partner von Mutlu. Für heuer peilt Rohrböck den Absatz von 15.000 Stück an, 2014 sollen es 24.000 sein. Auch der Einstieg in den Camping- und Marinebereich ist geplant.

Boom in der Berufsschule Villach „So viele Schüler haben wir noch nie gehabt“, bilanziert Dipl. päd. Ing. Walter Werner, Direktor der Berufsschule Villach. Derzeit sind 979 Berufsschüler sowie 140 weitere Lehrlinge mit Matura angemeldet. 130 Lehrlinge sind im Bereich Karosseriebautechnik aktiv: „Nächstes Jahr wollen wir auch wieder zwei Klassen aufnehmen“, sagt Werner. Der Schuldirektor kann sich vorstellen, mit der Innung über eine Änderung des derzeitigen Ausbildungsmodells – 3 x 10 Wochen sowie 2 x 5 Wochen im letzten Lehrjahr – zu diskutieren, da die Lehrlinge zu lange von den Betrieben weg sind. „Besser wäre wahrscheinlich, wenn die Lehrlinge jedes Schuljahr 2 x 5 Wochen von den Betrieben abwesend wären.“

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Mag. Heinz Müller

Von Oktober bis Ostern Auch wenn Schnee im Oktober, wie es uns die Klimatologen der Hohen Warte vorgerechnet haben, statistisch gesehen selbst im Tiroler Inntal nur alle zehn Jahre und entlang der Donau sogar nur alle 50 Jahre fällt, hat die Wettersituation wieder einmal gezeigt: Wer rechtzeitig auf Winterreifen umgerüstet hat, ist auch dieses Mal sprichwörtlich besser „gefahren“. Dass ein Autofahrer auf der sicheren Seite ist, ist aber nicht immer auf seine eigene Vorsicht zurückzuführen, sondern auch das Verdienst der zum Räderwechsel rufenden Autohäuser, des perfekt sortierten Reifenhandels und der braven Werkstätten, die schon im Oktober mit diversen Sonderschichten und Räderwechsel-Samstagen auf den Tag X hingearbeitet haben. All jene, die zwischen Nationalfeiertag und Allerheiligen dem Schnee ein Schnippchen schlagen konnten und bis Ostern mit Winterreifen fahren, werden den fleißigen Helfern im Kfz-Gewerbe danken. Ein Vertrauensbeweis, der im Kampf um Kunden entscheidend sein kann!


s 55 totalschadenrep **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:37 Seite 1

Gewerbe

Keine Arbeit ohne Lohn Auch bei der Havarieverwertung über Restwertbörsen erbringen Kfz-Betriebe viele Leistungen. Die „Totalschadenpauschale“ soll eine einfache und praxisgerechte Abgeltung ermöglichen. Von Philipp Hayder

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in Fahrzeug sichern, eine Schadensmeldung tätigen und die Abstellung auf dem Firmengelände ermöglichen: Wenn eine Werkstätte ein havariertes Auto repariert oder ausschlachtet, sind diese Punkte von untergeordneter Bedeutung. Doch was passiert, wenn nach Tagen oder Wochen ein Auto in der „Wrackbörse“ ersteigert und vom fremden Bieter abgeholt wird?

Doppelte Nebenkostenpauschale Derartige Fälle wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger. Den Kfz-Branchenvertretern gelang es nunmehr, mit dem Versicherungsverband eine pauschalierte Aufwandsentschädigung für Kasko- und Haftpflichtfälle zu vereinbaren. Diese „Totalschadenpauschale“ in doppelter Höhe der Nebenkostenpauschale, die neben Sicherung und Schadensmeldung eine Standzeit bis zu 13 Werktagen enthält, trat am 1. November in Kraft. Bezahlt wird sie (entweder in bar oder per Bankomaten) vom Aufkäufer, dem dafür ein Beleg auszustellen ist.

„Reine Empfehlung“ Als Bundesinnungsmeister der Karosseriebauer begrüßt Arthur Clark die neue Pauschale: „Wir haben

uns im Interesse unserer Mitglieder über 2 Jahre lang um diese Lösung bemüht.“ Auch von den Kfz-Technikern kommt Zustimmung, wenngleich die Gewerbevertreter auf ein Detail hinweisen: Auf Wunsch der Versicherungen wird die Totalschadenpauschale nur dann gewährt, wenn für die Unfallmeldung ein elektronisches Schadenmanagementsystem verwendet wurde. Das gibt es mittlerweile in fast jedem Betrieb – aber Arthur Clark eben nicht überall, wie (Karosseriebauer) unterBundesinnungsmeister streicht die BeKomm.-Rat Friedrich Nagl mühungen um unterstreicht. Daher sei die Pauschale die Totalschadenpauschale auch nur als „reine Empfehlung“ zu betrachten: „Jedem Betrieb steht es natürlich frei, die tatsächlich angefallenen Kosten nachweislich zu kalkulieren.“

Friedrich Nagl (KfzTechniker) verweist darauf, dass Detailkalkulationen nach wie vor möglich sind

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s 56 profi service ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:42 Seite 2

Gewerbe

Ziel ist der Hunderter Zum mittlerweile 4. Mal lud ProfiService zu einer Jahrestagung, diesmal in die Steiermark. Weiteres Wachstum ist angesagt. Von Mag. Heinz Müller

A

ndreas Schopf, Systembetreuer des von Auto-Teile-Partner (ATP) in Amstetten initiierten Werkstattkonzepts, kennt sie längst, die Teilnehmer der Jahrestagungen: „Es sind meist die gleichen dabei – und die profitieren von der Teilnahme auch am stärksten.“ Bei der Tagung in Graz hielt der bayerische Trainer Andreas Fichtl ein Referat, in dem er die Werkstätten darüber informierte, wie sie die Beziehung zu ihren Kunden noch besser gestalten können. „Es gibt immer mehr kostenlose Leistungen, etwa eine Gratis-Fahrzeugwäsche. Doch das ist nicht entscheidend, ob die Kunden wieder kommen.“ Viel wichtiger sei, dass sich die Kunden wohl fühlten und dass es zu wenig Reklamationen komme. „Wenn Sie bei jeder Reklamation nur

Systembetreuer Andreas Schopf, ATP-Vorstand Roland Dworak, Trainer Andreas Fichtl (v. l.)

weitergebe, erspare man sich diese Kosten: „Und der Kunde gibt das Auto in der Regel sogar mit einem besser gefüllten Tank zurück.“ Rund die Hälfte der 50 Partner von ProfiService war zur Jahrestagung erschienen: Betont wurde neben dem Gedankenaustausch untereinander auch der touristische und sportliche Aspekt: Kart-Fahren, ein Besuch in einer Mühle für Kürbiskernöl und bei Stölzle-Oberglas in Bärnbach waren der Ausgleich zu einigen Stunden im Sitzungssaal. In den kommenden Jahren will Schopf die Zahl der teilnehmenden Werkstätten auf etwa 100 verdoppeln: „Heuer haben wir in den Bereich Werkstattausrüstung und Portfolio viel Zeit und Geld investiert – mit dem Ziel, alle Werkstätten, die schon dabei sind, sattelfest am Markt zu machen“, sagt Schopf: So habe das Werkstattsystem ProfiService nun eine „Stammmannschaft“: „Neue Partner kommen immer wieder nach.“

Ausbau im Süden geplant

zwei Stunden á 75 Euro und dazu noch 100 Euro an Extrakosten rechnen, dann kommt bei einer durchschnittlichen Werkstatt rasch ein Betrag von 50.000 Euro pro Jahr zusammen. So etwas müssen Sie in Griff kriegen und nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen“, rief Fichtl die Teilnehmer an der Tagung auf. Ähnliches gelte für das Volltanken von Ersatzautos, so Fichtl: „Das kostet nur Geld und Zeit, wenn man die Fahrt zur Tankstelle und das Ablegen von Belegen berechnet.“ Wenn man das Auto hingegen jeweils mit dem aktuellen Tankinhalt

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Wie kann man den Ertrag der Werkstätte steigern? Andreas Fichtl gab wertvolle Tipps

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Derzeit sei das vor fünf Jahren gestartete System rund um Amstetten besonders stark vertreten: „Doch im Süden müssen wir und unsere Gesellschafter aktiv Gas geben.“ Als Zielgruppe bei den Werkstätten sieht Schopf vor allem junge KfzTechniker, die sich selbstständig gemacht oder eine bestehende Werkstätte übernommen hätten. Übrigens gelten seit Anfang Oktober für die 50 Partnerwerkstätten neue Vereinbarungen mit Europ Assistance. Demnach werden die Fahrzeuge der Kunden nach dem Abschluss einer entsprechenden Mobilitätsgarantie in einem Umkreis von 100 Kilometern in die jeweilige „Heimatwerkstätte“ abgeschleppt. Diese Kunden erhalten auch einen Leihwagen. Die neuen Regelungen wurden bei der ProfiService-Tagung sehr positiv aufgenommen.

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s 57 rameder **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:39 Seite 1

Die Power-Box Der Anhängerkupplungsspezialist Rameder lanciert Zusatzsteuergeräte, die eine Leistungssteigerung bis zu 30 Prozent ermöglichen. Die „swiss-box“ wird ab sofort in Österreich vertrieben.

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a gerade mit schwerem Gepäck im Schlepptau die Zugkraft eines Fahrzeugs manchmal zu wünschen übrig lässt, bietet Rameder künftig ein effizientes Modul zur Leistungssteigerung von Motoren an. Als seriöser Partner fungiert dabei die Schweizer Firma Autofaszination. „Bei der Entwicklung vertrauen wir auf die bewährte Schweizer Präzision und Qualität Dirk Schöler,Rennfahrerin Chrisder Firma Autofaszination“, sagt tina Surer und Carlos Kuk Dirk Schöler, Geschäftsführer von Rameder: „Autofaszination importiert bereits seit einem Jahr erfolgreich unser Sortiment an Kupplungen, Dachboxen und Fahrradträgern in der Schweiz und ist ein verlässlicher Partner.“ Das Ergebnis dieser Kooperation ist die sogenannte swiss-box, welche so groß wie eine Streichholzschachtel ist und direkt nach dem Steuergerät geschaltet wird. Es werden fast alle Turbo-Diesel und Turbo-Benzin-Direkteinspritzer mit elektronischem Gaspedal, in Summe momentan rund 3.500 Motorvarianten, abgedeckt. Dabei wird ein entsprechendes Gutachten mitgeliefert, der Wegfall einer Werksgarantie bei Motor und kraftübertragenden Teilen wird durch eine entsprechende Versicherung kompensiert.

Zusatzgeschäft mit einfachem Einbau Rameder demonstrierte ausgewählten Fachjournalisten den Einbau und die Wirkung der swiss-box. Anhand eines BMW X1 118d wurde die Leistung mit dem ZusatzsteuergeMit der swiss-box wird alles Nötige für den rät von 143 PS und 320 Nm auf 170 PS und Einbau geliefert 370 Nm gesteigert. Auf einer Rennstrecke konnten sich die Teilnehmer von dem einfachen Einbau, der in maximal 15 Minuten vonstatten geht, und der Mehrleistung in einem Vorher-nachher-Vergleich überzeugen. Obwohl die Testfahrzeuge an diesem Tag nicht geschont wurden, „lief“ die Leistungssteigerung wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk. Allfällige Zweifel wurden ausgeräumt. Carlos Kuk, Geschäftsführer Autofaszination: „Ich kenne aus meiner Praxis keinen einzigen durch unser Produkt hervorgerufenen Motorschaden.“ Um dennoch den schlimmsten Fall zu provozieren, wurde im Rahmen des Events eine swiss-box absichtlich so manipuliert, dass sie dem Steuergerät viel zu hohe Werte lieferte. Einziges Resultat: Das Fahrzeug schaltete bei Vollgas in den Notlauf, ließ sich nach Abschalten des Moduls jedoch wieder völlig normal starten. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine blinkende Warnleuchte im Cockpit“, so Schöler. Der Fahrzeughandel könne damit guten Gewissens ein (HBG) hochwertiges Zusatzprodukt anbieten.

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s 58 WesselsMüller **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:47 Seite 1

Gewerbe

Über aller Erwartung Mit 40 Kunden und Mitarbeitern besuchte Gerhard Lorber die erstmals in München abgehaltene Hausmesse von WM Autoteile. Sie erwartete ein bekannter Anbieterkreis im neuen Outfit.

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ls das Osnabrücker Familienunternehmen Wessels + Müller zu Jahresbeginn mit der Übernahme von ZF Trading unter WM Fahrzeugteile GmbH in den österreichischen Kfz-Teileund Dienstleistungsmarkt eintrat, sagte Auslandsgeschäfte-Vorstand Felix Greiner: „Wir suchen unser Wachstum in Österreich, denn der deutsche Markt ist verteilt.“ Seit Kurzem erst wird der bayerische Raum beackert, was die Stahlgrubers, Trosts, Derendingers, Carats dieser Welt zur Nachschau veranlasste. Sie bekamen eine äußerst lebendige Ausstellung zu sehen, versetzt mit den Bildcode-Segnungen der Jetztzeit. Den Damen wurde ein Frauenzimmer eingerichtet und für 5 Euro Beitrag kamen sie frisch gestylt wieder aus dem Frisierladen. Aber auch bayerische Trachtenmode zu Vorzugspreisen kam nicht zu kurz. Gleich ein ganzer Lkw voll mit Hankook-Reifen wurde vor Ort abverkauft und jeder Aussteller hatte seine besonderen Messeangebote parat.

Auf nichts wird vom Vollsortimenter für die Werkstatt vergessen: Wessels + Müller als Rundum-Serviceleister

Gerhard Lorber mit Josef Deussler und Markus Schreiber, Verkaufsleiter Innsbruck (v. l.) Das Orderwesen wird beim Neueinsteiger in Österreich auf höchstem Niveau gepflegt Günter Hiermaier, Liqui Moly, sorgt für saubere Geschäfte Das „Frauenzimmer“ wurde stark in Anspruch genommen – bei 5 Euro die Frisur ein Schnäppchen

Verdrängung ist Programm Auch wenn sich WM-Boss Bastian Müller über einen gelungenen Bayerneinstand freuen durfte, geben sich seine Lieferanten, die auch die Hausmessegestalter von Stahlgruber, Trost, Carat usw. sind, keinen Illusionen hin, was den weiter rückläufigen Ersatzbedarfsmarkt betrifft. Einerseits schieben die Fahrzeughalter ihre Reparaturen hinaus, weil sie kein Geld dafür haben und sich weiter verringernde Fahrleistungen drücken zusätzlich auf die Absatzergebnisse. Wenn jemand gewinnt, dann auf Kosten des anderen. Allerdings nähren viele Vertriebmanager, die den deutsch-schweizerischen und österreichischen Markt betreuen, die Hoffnung, dass spätestens Mitte 2013 die sich zurzeit bildende Bugwelle an aufgeschobenen Reparatur- und Serviceleistungen abbauen lässt und so das erwartete Marktminus wieder gemildert werden kann.

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Felix Greiner und Marc Piniek (r.) bestimmen den Kurs in allen Auslandsaktivitäten

Wolfgang Steube, Geschäftsführer Partslife, identifiziert sich mit den Kundentrends

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Der Grundtenor lautet: Im auslaufenden Geschäftsjahr kämpfen alle im Ersatzbedarfsbusiness tätigen Firmen, zumindest ihre 2011er-Ergebnisse halten zu können. Die Einkaufskooperationen sehen finanziell labil aufgestellte regionale Kfz-Teilehändler weiter in der Defensive. Einige kleine Wiederverkäufer auf dem Messeparkett machten kein Hehl daraus, ihr Lebenswerk abstoßen zu wollen. Wessels + Müller bot den Österreichern Einblick in ihre Angebotswelt, die immer breiter wird. Hier beginnt sich ein starker Anbieter abzuzeichnen, vor dem sich sogar der allseits etablierte und anerkannte Birner-Clan in Acht nehmen muss, lau(LUS) tet die Conclusio vieler Besucher.

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s 59 agre ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:38 Seite 1

Gewerbe

Luft für alle Der Kompressorenhersteller AGRE aus Oberösterreich ist nicht nur in Werkstätten mit seinen Geräten vertreten, sondern versorgte auch die Messe Vienna-Tec mit Druckluft.

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ie Schraubenkompressoren der Firma aus St. Ulrich bei Steyr kennt jeder, der in der Kfz-Branche arbeitet: Die treuen Begleiter in der Werkstatt lassen sich aus dem Alltag der Kfz-Techniker nicht wegdenken. Doch das oberösterreichische Unternehmen war Mitte Oktober auch auf der Vienna-Tec vertreten, und zwar in mehrfacher Hinsicht.

Bis zu sechs Kompressoren gleichzeitig Auf Österreichs einziger FertigungstechnologieMesse für Industrie und Gewerbe, die alle zwei Jahre stattfindet, stellte AGRE die nagelneue Kompressorraum-Steuerung ECOntrol 6 der Öffentlichkeit vor. Laut Dipl.-Ing. Michael Khang (Bild), Geschäftsführer des Kompressoren-Herstellers, ermöglicht dieses Gerät den Kunden, die Gesamtenergieaufnahme der Kompressorstation bis zu 30 Prozent zu senken. So kann die ECOntrol 6 bis zu sechs Kompressoren gleichzeitig steuern. Die Steuerung gleicht Betriebsstunden aus, reduziert das Druckband, bindet Fremdgeräte ein und wählt die richtige Ansteuerung. Außerdem wird die ECOntrol 6 mit einer Fülle an Anschlussmöglichkeiten (etwa CAN, RS485, Ethernet) angeboten und ist leicht zu montieren.

Die Kompressorraum-Steuerung ECOntrol 6 wurde auf der Vienna-Tec im Oktober vorgeführt

Wichtig war für AGRE aber auch die Tatsache, dass durch das oberösterreichische Unternehmen die gesamte Vienna-Tec mit Druckluft versorgt wurde. „Ohne unsere Kompressoren wäre auf der Messe nicht viel gelaufen“, freut sich Khang. Zustande gebracht wurde dies durch vier Maschinen mit dreimal 55 kW und einmal 90 kW Nennleistung in den Messehallen.

Starke Leistung auf der Messe Dies ermöglichte in Summe 46 Kubikmeter effektive Liefermenge bei 7 bar. Eine hoch effiziente Drehzahlregelung gepaart mit Direktantrieb brachte diese Leistung. Laut Khang hat sich auf der Messe jeder Kunde ein Bild davon machen können, wie leise die Geräte trotz der kraftvollen Leistung sind. Die neue Baureihe an Schraubenkompressoren von AGRE war Anfang 2012 einge(MUE) führt worden.


s 60-61 diagnose **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:52 Seite 2

Diagnose

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ass ein Kundenfahrzeug bei der Reparatur- oder Serviceannahme auf äußerliche Beschädigungen kontrolliert wird, ist selbstverständlich. Doch warum nicht auch gleich einen Diagnosetester anschließen? „Mit einem professionellen Mehrmarken-Diagnosegerät können sowohl bekannte als auch noch unentdeckte Defekte schnell erkannt werden“, unterstreicht Herbert Klampfer, Diagnoseprofi bei Kastner. Scheu vor der Technologie ist dabei fehl am Platz: „Man kann nur etwas falsch machen, wenn man gar nichts macht“, schmunzelt Klampfer. Zudem veranstaltet der Spezialist für Werkstättenausrüstung gemeinsam mit seinen Lieferanten Bosch und AVL DiTest regelmäßige Schulungen, bei denen der bestmögliche Umgang mit Hardware und Software vermittelt wird.

Durchblick per Klick

Regionale Kompetenzvermittlung

Jeder Arztbesuch beinhaltet eine umfassende Diagnose. Genauso sollte es auch in der Werkstatt sein, raten Experten: Schließlich ist die professionelle Fehlersuche ein Kompetenzbeweis und eine Chance auf zusätzliche Umsätze.

Neues Gerät Über die Partner Siems & Klein und Berner will SPX Service Solutions die Präsenz am österreichischen Diagnosemarkt ausbauen. Besonders wichtig ist dabei das neue, auf der diesjährigen Automechanika vorgestellte Gerätemodell OTC D730 mit hoch auflösendem 7-Zoll-Touchscreen. Flankiert wird der Tester vom PC-basierten Diagnosesystem OTC D630. Beide Lösungen decken die europäischen und asiatischen Automarken, aber auch ausgewählte amerikanische und chinesische Hersteller ab.

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Aus- und Weiterbildung wird auch bei Derendinger groß geschrieben. „2013 werden wir unser Schulungsprogramm mit Seminaren in Linz, Graz sowie voraussichtlich auch in Eisenstadt und Innsbruck fortsetzen“, kündigt Thomas Posch an. Dazu kooperiert das Unternehmen mit den jeweiligen WIFI-Werkstätten. Posch unterstreicht darüber hinaus die laufende Unterstützung durch das neunköpfige Expertenteam der Schweizer Mutterfirma, das per Telefon laufend erreichbar ist: „Ohne eine technische Hotline wird es für freie Werkstätten immer schwieriger, sich in der Marken- und Modellvielfalt zurechtzufinden.“ Bei den Diagnosegeräten vertraut Derendinger übrigens ausschließlich auf Bosch.

Breites Geräteprogramm Birner setzt ebenfalls auf die Produkte von Bosch. „Hardware und Software müssen mit der technologischen Entwicklung der Fahrzeuge Schritt halten können“, verweist Marketingleiter Richard Pleil auf das breite Geräteprogramm. Dieses reicht vom „Mini-Tester“ KTS 200 über den leicht bedienbaren KTS 340 bis zu den Allroundgeräten KTS 540, KTS 570 und KTS 670. Neu im Bosch-

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s 60-61 diagnose **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:52 Seite 3

Diagnose Programm sind die beiden Topmodelle: Der KTS 840 ermöglicht dank der Bluetooth-Reichweite bis zu 100 Metern einen komfortablen drahtlosen Einsatz und punktet mit dem auf herstellerspezifische Adapter ausgerichteten Anschlusskonzept „Easy Connect“. Der KTS 870 ist mit integriertem Oszilloskop, Widerstands- und Spannungsmessung ausgestattet. Außerdem verfügt dieser Tester über eine optische und akustische Zustandserkennung sowie einen individuell einstellbaren Simulationsmodus.

Diagnose mittels Tester oder PC Berner bietet mit dem Modell Reflex 4130 LX ein robustes und handliches Multimarken-Diagnosegerät an. „Es besticht durch eine besonders einfache Bedienungsoberfläche und einer sehr gute Markenabdeckung bei den europäischen Fahrzeugen“, erklärt Manfred Engleitner. Die europäische, asiatische und amerikanische Marken beinhaltende Diagnosesoftware PC-Max kann dagegen mittels USB-Stick auf jedem WindowsPC betrieben werden. Ebenfalls im Programm befindet sich das Gerät Stargas 898: Dieses ist in

Klein und oho Der italienische Diagnosespezialist Texa bietet unter anderem die mit jedem handelsüblichen Windows-PC kommunizierende Schnittstelle „NanoDiag“ an. Der Name wurde passend gewählt, denn mit 7 Zentimeter Länge und 5 Zentimeter Breite sowie einem Gewicht von nur 32 Gramm passt das Gerät in jede Hemdtasche. Trotzdem ermöglicht das Gerät eine vollständige Diagnose, da es mit der bekannten Software IDC4 ausgeliefert wird. Texa ist in Österreich über die Partner Trost, Siems & Klein, Pichler, Supanz, RAL und Agatex vertreten.

„Schweizer Messer“ Wichtig für den Diagnosebereich ist auch das entsprechende Zubehör: Förch bietet dazu das Set „Master-Diagnose“ an. Dessen 36 fahrzeugspezifische Messleitungen ermöglichen 300 individuelle Anwendungen, abgewinkelte oder besonders kleine Prüfspitzen erleichtern den Zugang zu schwer zugänglichen Messpunkten und Kabeleinlässen. Dank einer 6-Meter-Kabeltrommel lässt sich zudem das gesamte Fahrzeug von einem zentralen Punkt aus prüfen. Übrigens gibt es auch das etwas weniger umfangreiche Set „Basis-Diagnose“. Beide Lösungen bezeichnet Förch aufgrund ihrer Vielseitigkeit als „Schweizer Taschenmesser für alle Arten von Diagnosen“.

vier verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich und vereint in seiner Vollversion die Abgasund Fahrzeugdiagnose in einem Produkt.

Fahrzeugannahme per App Um den Kfz-Betrieben die professionelle Fahrzeugannahme zu erleichtern, propagiert Würth die Verbindung von Diagnosegeräten wie dem Snooper+ mit handlichen Computern wie dem IQ150. „Der Tablet-PC ist der ideale Kommunikationspartner für den Dialog mit den Werkstattkunden“, betonen die Experten von Würth. Beispielsweise ermöglicht die integrierte Kamera die schnelle und anschauliche Dokumentation von Schäden, die neue Serviceannahme-App bietet übersichtliche Checklisten samt Verknüpfung zu technischen Daten und Arbeitswerten. Die entsprechenden Preise können von jeder Werkstatt selbst hinterlegt werden. Der große Nutzen der App: Einerseits werden Abläufe standardisiert, andererseits entsteht „fast nebenbei“ ein vertrauensbildendes und potenziell Zusatzerträge lukrierendes Gespräch zwischen Annahmetechniker und Kunden. (HAY)


s 62 hella-gutmann **maha**GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:11 Seite 2

Diagnose

In OBD-Dose und los geht’s Das neue PTI-Tool von MAHA ermöglicht eine effiziente Elektronikprüfung im Rahmen der technischen Fahrzeugchecks und ist gleichzeitig für die Fehlerdiagnose geeignet.

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AHA-Marketingleiter Hans-Peter Gorbach sagte im Gespräch mit AUTO & Wirtschaft, dass das PTI-Tool höchst einfach zu handhaben sei: Es werde in die OBD-Dose gesteckt und schon ist man in der Lage, die sicherheitsrelevanten Elektroniksysteme eines Fahrzeugs zu checken und gleichzeitig die Fehlercodes auszulesen. „Erfunden“ wurde das Gerät, um den Kfz-Werkstätten in Deutschland die Vorbereitung der Kundenfahrzeuge auf die gesetzliche Hauptuntersuchung zu erleichtern, die dort von unabhängigen Prüforganisationen durchgeführt wird. Gorbach erläuterte: „Im Gegensatz zur bisher in Deutschland praktizierten Elektronikprüfung anhand von Systemdaten kommt beim neuen Prüfverfahren ein Testgerät zum Einsatz, das unter anderem eine

PTI-Tool von MAHA einfach in der Anwendung

Verbauprüfung durchführt, diverse Daten aus den Steuergeräten ausliest, Prüffunktionen aktiviert und insgesamt den Prüfprozess beschleunigt.“ Das PTI-Tool von MAHA besteht aus einem handlichen Funkmodul, das an der Diagnosebuchse des Fahrzeugs angeschlossen wird. Es ermöglicht die Kommunikation mit den Fahrzeugsystemen aller sicherheitsrelevanten Baugruppen. Das Gerät lässt sich sowohl an 12- als auch an 24V-Bordnetzen betreiben und ist damit universell (LHO) für alle Fahrzeugklassen einsetzbar.

Allzeit zur Diagnose bereit Ob als mobiles Zweitgerät oder als bedienerfreundliche Einsteigerlösung: Der mega macs 42SE vervollständigt das Testerprogramm von Hella Gutmann.

B

ei der Automechanika konnte das Fachpublikum erste Erfahrungen mit der jüngsten Diagnose-Innovation von Hella Gutmann sammeln. Dabei begeisterte die Kompaktheit des mega macs 42SE ist: Mit Abmessungen von 201 mal 110 mal 47 Millimetern sowie einem Gewicht von gerade einmal 480 Gramm ist er perfekt für den mobilen Einsatz geeignet. Der Lithium-Ionen-Wechselakku sorgt für eine lang andauernde Stromversorgung, darüber hinaus kann der Tester „im Vorbeigehen“ in eine Ladestation gesteckt werden: Damit ist die Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleistet.

Der mega mas 42SE bietet volle Funktionsfähigkeit in kompakter Form

Volle Funktionsfähigkeit Das „Innenleben“ des mega macs 42 SE basiert auf der gleichen Software, die auch bei den anderen Di-

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AUTO & Wirtschaft

agnosegeräten von Hella Gutmann verwendet wird. Zu den Standardleistungen gehören die Anzeige des OBD-Anschlusses im Fahrzeug, die VIN-Identifikation, das Lesen und Löschen von Fehlercodes, die Parameterdarstellung, Stellgliedtests, Codierungen, Grundeinstellungen und Servicerückstellungen sowie die automatische Speicherung der Fahrzeugdaten in der „Car History“. Die halbjährlich durchgeführten Aktualisierungen halten das Betriebssystem stets auf dem Laufenden. Noch etwas teilt sich der mega macs 42 SE mit seinen „großen Brüdern“: Den neuen Handheld-Tester gibt es ebenfalls entweder per Sofortkauf oder im modular aufgebauten, keinerlei Kapitaleinsatz erfordernden Leasingpaket (HAY) „HGS Plus“.

• November 2012


s 63 avl **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:54 Seite 1

Diagnose

Fehlersuche ohne „Leine“

Seit dem Frühjahr bietet AVL DiTest das Diagnosegerät MDS Drive an. Das ebenso handliche wie robuste Tablet kann an allen erdenklichen Orten verwendet werden – und das bei vollem Leistungsumfang.

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er Rennsport ist die härteste Bewährungsprobe für Fahrzeuge, Werkzeug und Zubehör. Bei AVL DiTest ist man daher zu recht stolz darauf, dass in der Mini Challenge das Diagnosegerät MDS Drive eingesetzt wird: Der handliche Tester zeichnet sich durch seine besonders schnelle und einfache Bedienung ebenso aus wie durch seine Robustheit. „Diese Rennqualitäten machen das MDS Drive auch zu einem wertvollen Helfer im Kfz-Werkstätten-Alltag“ unterstreicht Dipl.-Ing. Gerald Lackner, Vorsitzender der Geschäftsführung von AVL DiTest.

Für den harten Werkstattalltag Als jüngstes Mitglied der MDS-Produktfamilie wurde MDS Drive gezielt für den mobilen Einsatz entwickelt. Der lediglich 2,25 Kilogramm schwere Tablet-PC ist dank seines Tragegriffs einfach zu transportieren und besonders widerstandsfähig: „Ein paar Spritzer Scheibenwaschmittel oder einen Sturz von der Motorhaube muss ein modernes Diagnosegerät schon aushalten“, schmunzelt Lackner. Der 13 Zoll große Touchscreen ist besonders bruchfest, aber dennoch leicht zu bedienen – und zwar sowohl mit den Fingern als auch per Stift oder mit Handschuhen. „Wir haben die aktuellste PC-Technik werkstatttauglich verpackt“, verweist Lackner auf den leistungsfähigen Rechner und die große Speicherkapazität des MDS Drive. Dadurch können beispielsweise individuelle Teilekataloge betrieben werden. Dank Bluetooth, LAN und WLAN bietet das Gerät einen mobilen Zugang zum Internet oder zur Hardware in der Werkstatt. Somit können auch Zusatzdaten aus dem Informationssystem AVL DiTest XIS sowie die geführte Fehlersuche AVL DiTest Scout genutzt werden.

Gewinnbringende Kombination In Verbindung mit der ebenfalls neuen Diagnosesoftware XDS 1000 (die übrigens den 5. Platz

beim „Automechanika Innovation Award“ belegt hat) kann das MDS Drive alle Stärken ausspielen: „Die Software führt den Anwender in nur drei Klicks zum Ziel“, erläutert Lackner. Zu den großen Vorteilen zählen der „AutoScan“, der innerhalb von rund 90 Sekunden einen kompletten Systemcheck durchführt, und die Feedback-Funktion: Diese stellt einen „direkten Draht“ von der Werkstätte zu AVL DiTest her. Parallel zur Diagnose informieren vollautomatische Assistenten laufend über die

In der Mini Challenge hat sich MDS Drive bestens bewährt

Bordspannung und die Verbindung zum Fahrzeug. Neben der Benutzerführung hat AVL DiTest bei XDS 1000 aber auch an der Fahrzeugabdeckung und Prüftiefe gefeilt. Die Verknüpfung dieser Software mit der Hardware MDS Drive ist, so Lackner, eine „gewinnbringende Investition (HAY) für jede Werkstatt“.

AUTO & Wirtschaft

Dipl.-Ing. Gerald Lackner bezeichnet MDS Drive als „wertvollen Helfer im Alltag“

• November 2012

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s 64 waeco** sun** GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:55 Seite 2

Diagnose

Welcher Typ ist das? Waeco hat ein benutzerfreundliches Akkuladegerät auf den Markt gebracht, das sofort erkennt, welcher Batterietyp angeschlossen ist.

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as Gerät namens DEFA SmartChange passt dadurch den Ladevorgang direkt der Batteriegröße, dem Ladezustand und der Umgebungstemperatur an. Damit entfallen die Einstellarbeiten, die einen Ladevorgang umständlich machen können.

Optisch erinnert das neue Ladegerät an Schweizer Offiziersmesser, die für ihre Zuverlässigkeit berühmt sind. Das gilt auch für das neue DEFA SmartChange, das für alle 12-Volt-Batterien geeignet ist. Mit 4 Ampere Ladestrom können alle Akkus mit einer Kapazität bis zu 120 Amperestunden geladen werden. Das Gerät fungiert auch als Netzteil, was bei den in Werkstätten anfallenden Arbeiten – etwa dem Wechsel einer Batterie – von großem Vorteil ist. Es ist mit einem Knopf bedienbar und kostet 99 Euro.

Vielseitig einsetzbares Gerät Da das DEFA SmartChange eine magnetische, rutschfeste Oberfläche hat, ist es im Motorraum ebenso einsetzbar wie im Kofferraum oder auf der Instrumententafel von Maschinen. Auch am Heck eines Motorrades kann der Akku geladen werden. Waeco bietet für das Ladegerät ein großes Zubehörpaket an: So kann das DEFA SmartChange an fast alle Stromquellen angeschlossen werden und hat einen Verpolungs- so(MUE) wie einen Kurzschlussschutz.

Diagnose nach Maß Ob per Kauf oder Leasing: Das Diagnosegerät PDL 3000 decke alle Anforderungen des Werkstattalltags ab, betont man bei Sun.

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er Werkstattausrüster Sun blickt auf eine lange Tradition im Diagnosebereich zurück. Besonders stolz ist Landeskoordinator Hannes Krell auf den PDL 3000: Der handliche Tester kann entweder über seinen farbigen Touchscreen oder per Daumenwippe bedient werden Ein schneller Prozessor sorgt für flüssiges Arbeiten, die Mini-SD-Karte erleichtert Datentransfer und Updates.

Breite Abdeckung Jedes Diagnosegerät ist freilich nur so gut wie seine Software. „Innerhalb von 2 Jahren hat sich unsere Modell- und Systemabdeckung verdoppelt“, unterstreicht Krell die laufenden Aktualisie-

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rungen des Betriebssystems. Die jüngste Version heißt 12.4 und beinhaltet unter anderem 3.000 neue Modelle, 13.000 neue Systeme, 10.000 neue Datenparameter, 64.000 neue Fehlercodebeschreibungen sowie über 1.900 neue Funktionstests. Funktionen wie Serviceintervallrückstellung, Partikelfilterregeneration, Einspritzventilprogrammierung oder Batterieaustausch wurden herstellerübergreifend ergänzt oder neu eingeführt. Mit Jaguar kam darüber hinaus eine der letzten noch nicht erfassten Autohersteller hinzu. „Mit unserer Software sind die Betriebe nunmehr in der Lage, Diagnosearbeiten an mehr als 96 Prozent der am Markt befindlichen Fahrzeuge durchzuführen“, betont Krell: Diese Leistungsfähigkeit sei im Fall des PDL 3000 mit einem außerordentlich attraktiven Preis verbunden – und der Möglichkeit, den innovativen Diagnosetester entweder zu (HAY) kaufen oder kapitalschonend zu leasen.

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• November 2012

Hannes Krell, Landeskoordinator von Sun


s 65 vdo-ate **GKU oklusokmue_Layout 1 02.11.12 13:56 Seite 1

Diagnose Zusätzlicher Software-Schub Aber nicht nur die Hardware wurde aufgewertet, das ContiSys Scan II greift auch auf eine überarbeitete Datenbank zurück, die eine noch umfangreichere Fahrzeugabdeckung umfasst. Künftig können Diagnosearbeiten für vielfältige Systeme von mehr als 40 Fahrzeugherstellern ausgeführt werden. Der Online-Zugriff auf die Datenbank gewährleistet ferner, dass alle für die Fehlersuche benötigten Informationen sich auf dem neusten Stand der Technik befinden. Zusätzlich bietet das Gerät

Ein ausbaufähiges System Das neue VDO ContiSys Scan II, das mit Beginn des kommenden Jahres auf den Markt kommt, erlaubt Werkstätten, Diagnosearbeiten noch präziser und komfortabler auszuführen.

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ank großen Touchscreen-Displays wird die Bedienung des Gerätes noch intuitiver. Darüber hinaus wird der Nutzer durch einen mehrfarbigen Bildschirm geführt – ein weiteres deutliches Plus im Bedienkomfort. Neben dem Touchscreen bietet das Gerät auch sinnvolle Detaillösungen wie die gummierten Griffbereiche, die Lenkradbefestigung oder die Halteschlaufen auf beiden Seiten. So liegt das Diagnosegerät immer sicher in der Hand für eine bestmögliche Bedienung im Werkstattbetrieb.

sinnvolle Hinweise und Tipps, die dabei helfen, die Fehlerquelle schneller zu identifizieren und eine Reparatur erfolgreich abzuschließen.

Reifendrucküberwachung Das Zukunftsthema Reifendrucküberwachungssysteme (TPMS = Tire Pressure Monitoring System) wurde ebenfalls berücksichtigt. Über einen Erweiterungsslot für zukünftige H ardw are m odul e kann das ContiSys Scan II mit einem TPMSModul aufgerüstet werden. Weitere Informationen unter: (LHO) www.vdo.de/contisys


s 66 texa***oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:41 Seite 2

Diagnose

Schulungen sind Voraussetzung für perfekte Arbeit (l.); Borgo Texa, die „Altstadt“ (o. r.), holt die ländliche Umgebung ins hochmoderne Werk

Auch Frau Minister gefiel es Es war der erste schöne Tag für die italienische Arbeitsministerin: Texa weihte das neue Werk ein. Von Dr. Nikolaus Engel

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exa SpA in Monastier nahe Venedig sei ein Paradebeispiel, das man auch in andere Teile Italiens transferieren sollte, meinte Arbeitsministerin Elsa Fornarero, um den Abstieg des Landes zu bremsen und den Aufschwung wieder anzukurbeln.

Mehr Fertigungstiefe und mehr Kapazität Kannte man den 2004 eröffneten, jetzigen „Altbau“, muten die Dimensionen des neuen TexaWerks, das eine Investition von 50 Millionen Euro darstellt, gewaltig an: Das Werk steht auf 104.000 Quadratmeter Grund, davon sind mehr als 30.000 überdacht. Mit der Erweiterung des Werks, das bis zu einem 3-Schichtbetrieb ausgelegt ist und derzeit im 1-Schichtbetrieb läuft, steht mehr Kapazität zur Verfügung: Pro Schicht können 80 Klimaservicegeräte gefertigt werden – gegenüber früher nun komplett im eigenen Haus.

Alles „Made in Italy“ Dass das Werk – architektonisch anspruchsvoll – in Monastier de Treviso erweitert wurde, entspricht der Philosophie des Unternehmens, der konstanten Verschiebung des produzierenden Gewerbes und dem Verlust von Knowhow und damit der konstanten Verarmung des Landes entgegenzuwirken: Präsident Bruno Vianello, der Texa vor 20 Jahren gegründet hatte,

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Ministerin Elsa Fornarero lauscht in der 1. Reihe der Rede von Texa-Präsident Bruno Vianello

Werner Arpogaus führt die deutsche Texa-Tochter

Bruno Vianello begrüßte das Team von Texa Deutschland

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betonte das familiäre Konzept der Beziehung von Unternehmer und Mitarbeitern, die soziale Verantwortung und das Beteiligungsmodell und erneuerte sein Bekenntnis zum Industriestandort Italien. Texa könne sich diesen Luxus leisten, das Unternehmen sei in einer Marktnische tätig und bereit, den Kampf mit dem Weltmarkt weiter aufzunehmen.

Zukunft kreativ und intelligent meistern Dafür seien wirtschaftliche und reale Gesundheit sowie Kreativität Voraussetzungen. Texa wolle daher nicht die Vergangenheit feiern, sondern der Zukunft mit Neugier, Kreativität und Intelligenz begegnen. Texa hat sich in 20 Jahren laut Eigenangaben mit dem Verkauf von 120.000 Diagnosegeräten dank Innovationen zum Marktführer bei elektronischer Fahrzeugdiagnose entwickelt. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt „Business for Innovation“ überreicht vom italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano, bestätigen den Erfolg.

Von Fahrzeugherstellern empfohlen Der hängt einerseits mit der Empfehlung der Diagnose- und Klimaservicegeräte von namhaften Herstellern, aber auch mit den Vertriebspartnern zusammen, die mit der von Werner Arpogaus geführten Texa Deutschland zusammenarbeiten. Die Texa-Tochter ist zuständig für Diagnosesysteme, Klimaservicegeräte und Schulungen („TexaEdu“) der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz). Als Texa-Vertriebspartner in Österreich fungieren Siems & Klein, Pichler Werkzeug, RAL, Supanz, die Trost-Gruppe sowie Europart (Axone Truck), Derendinger (Klimaservicegeräte) sowie Agatex (Kältemittel und Klima).

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s 67 mahle lho***oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:13 Seite 1

Gewerbe Mahle Aftermarket verfügbar.“ Neben der Zusammenarbeit mit Bosch im Bereich Turbolader und Ladeluftkühler wird das Programm durch die Kooperation von Mahle mit Voith bzw. Behr zum Vertrieb von Luftkompressoren einerseits und Thermostaten andererseits weiter ausgebaut. Geplant ist die deutliche Erweiterung des Thermostat-Programms, das unter dem Namen beider Marken (Behr und Mahle) spätestens ab Februar 2013 zu haben ist. Ins Vertriebssortiment werden ferner Klimaservicegeräte von Behr Service aufgenommen.

Aktiv am Aftermarket Arnd Franz, Leiter des Geschäftsbereichs Mahle Aftermarket, kündigte am Rande der Automechanika den weiteren Ausbau der Aktivitäten des Konzerns auf diesem Sektor an.

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ach einem Gesamtumsatz von 775 Millionen Euro (plus 6 Prozent) im Vorjahr will der Filtrations- und Motorteilespezialist im internationalen Ersatzteilmarkt heuer die 800-Millionen-Euro-Marke überspringen. Wörtlich sagte Franz zur Strategie von Mahle Aftermarket: „Neben den konsolidierten Produkten – wie Luft-. Öl-, Kraftstoff- und Innenraumfilter, Kolben, Kolbenringe, Zylinderbuchsen, Baugruppen, Lager und Motorventile – sind unter anderem Turbolader und Luftkompressoren in großer Auswahl bei

Arnd Franz, Mahle Aftermarket

Konzept für Werkstätten und Teilehandel Stärken will Mahle Aftermarket ferner sein integriertes Konzept für Kfz-Werkstätten und den Teilehandel mit einer gezielten Auswahl von modernen Marketinginstrumenten: Ein umfassendes Produktprogramm, technische Schulungen und Informationen sowie verkaufsfördernde Maßnahmen sollen die Geschäfte der Partner in Werkstatt und Handel zusätzlich fördern und stabilisieren. Der Mahle-Konzern verzeichnete 2001 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit an über 100 Standor(LHO) ten 49.000 Mitarbeiter.


s 68 würth ***oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:02 Seite 2

Gewerbe

Ein Mann, eine Idee Kleiner als der Ein-Mann-Betrieb von Thomas Riedl in Poysdorf kann ein Unternehmen nicht sein: Würth war von Beginn an dabei.

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hne Navigationsgerät ist „Toms Polish Center“ nicht leicht zu finden: Mitten unter neuen Einfamilienhäusern im Südosten von Poysdorf hat Thomas Riedl Anfang Oktober seinen Wirkungsbereich eröffnet. Eine Doppelgarage im Haus seines Vaters, die er – um eine Betriebshaftpflichtversicherung zu erhalten – angemietet hat. Der gelernte Kfz-Techniker hat sich im zarten Alter von 21 Jahren den Traum von der Selbstständigkeit erfüllt – und paradoxerweise ist sein ehemaliger Arbeitgeber einer seiner ersten Kunden. Und das kam so: „In meiner früheren Firma, einem Bosch-Dienst, hat es keinen Platz für die Autoaufbereitung gegeben, es hatte aber auch niemand Zeit dafür“, erzählt Riedl. Daher beschloss der junge Weinviertler, sich in diesem Bereich selbstständig zu machen.

(V. l.) Ernst Schimpf (Vater von Thomas Riedl), Wolfgang Rieder (Würth), Thomas Riedl, Gerald Holzmann (Würth), Ambros Hilbert (Würth)

Rasche Hilfe zählt doppelt Erleichtert wurde die Betriebsgründung durch die Experten von Würth: „Wir haben zu Mittag seine Anfrage erhalten – am Nachmittag war unser Angebot fertig“, erzählen Regionalverkaufsleiter Wolfgang Rieder und Anwendungstechniker Ambros Hilbert. Zu den ersten Kunden von Riedl gehören Autohäuser in der näheren Umgebung, die Gebrauchtwagen aufbereiten lassen: „Ich biete auch ein Hol- und Bringservice“, sagt er. Derzeit hat es sich der 21-Jährige zum Ziel gesetzt, ein Auto pro Tag innen und außen auf Vordermann zu bringen: „Mehr geht kaum, wenn man die Qualität halten will.“ Außen komplett polieren und versiegeln sowie eine Innenreinigung mit dem Extrahierer und Lederpflege. Dazu können Kunden auf Wunsch die Entfernung von Tierhaaren in Auftrag geben. Das Werkzeug hat Riedl bei Würth bestellt: Poliermaschine, Sprüh-Extrahiergerät, Tornado-Gun Reparaturkoffer für die Windschutzscheibe und Staubsauger. Auch die Pflegemittel kommen von Würth.

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Alexander Nuss, Verkaufsleiter Auto bei Würth

AUTO & Wirtschaft

Aller Anfang ist schwer! Darum bieten wir Konzepte an, bei denen wir Unternehmen von der Betriebsgründung an begleiten, damit sich die Firmengründer ganz und gar auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren können. So einmalig wie die Betriebe selbst sind, so individuell sind daher auch unsere Beratungen und Konzepte angelegt: Ob Einmannbetrieb oder Großunternehmen, wir stehen den Unternehmern auf ihrem Weg zum Erfolg als verlässlicher Partner zur Seite.

Warum sich Riedl für Würth entschieden hat? „Ich kenne die Firma aus der Lehrzeit – und wenn ich etwas bestelle, ist es am nächsten Tag da.“ Bei Würth hebt man auch die Kleinmengen hervor: „Bei uns muss man nicht mindestens zwölf Stück abnehmen, wir liefern auch eine einzige Dose von einem bestimmten Mittel.“

Viele beginnen klein und werden größer Regionalverkaufsleiter Wolfgang Rieder freut sich, dass immer mehr junge Männer einen ähnlichen Weg gehen wie Riedl: „Für uns sind Kleinbetriebe genau so wichtig wie die großen.“ Außerdem sei für viele von ihnen ein Wachstum vorgezeichnet: „Ich kenne beispielsweise eine Firma im Norden des Weinviertels, die vor vier Jahren als EinMann-Betrieb begonnen hat und wo mittlerweile vier Mechaniker beschäftigt sind.“ Der junge Poysdorfer will sich das nicht vorstellen: „Ich möchte so lange wie möglich allein ar(MUE) beiten.“

• November 2012


s 69 gates *** oklusokmue_Layout 1 02.11.12 14:03 Seite 1

Gewerbe

Riemen mit Mehrwert Mit dem Micro-V Horizon hat Gates einen revolutionären Keilrippenriemen vorgestellt. Er wurde speziell für die Anforderungen entwickelt, die sich aus immer kompakteren Motoren und Komponenten ergeben.

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mmer höhere Motorleistungen, kompaktere Bauweisen, mehr Sicherheits- und Komfortzubehör stellen hohe Anforderungen an Keilrippenriemen. In der Praxis sind nicht nur die Motoren, sondern auch die Riemenscheiben kleiner geworden – mit dem Effekt kürzerer Spannlängen und kleiner Biegeradien. Diese Faktoren und höhere Temperaturen in eng verbauten Motorräumen steigern zusätzlich die Anforderungen an die Belastbarkeit der Riemen.

Die Lösung des Problems Der Micro-V Horizon ist für die Anforderungen der Bauweise von kompakten Motoren ausgelegt. Er besteht aus drei Komponenten – der Laufseite, dem Zugkörper und dem Riemenrücken. Der Micro-V Horizon hat einen faserverstärkten Riemenrücken aus EPDM, der über einen weiten Temperaturbereich stabil bleibt. Gates ist der einzige Hersteller, der im Ersatzteilmarkt über ein komplettes Angebot an EPDM-Riemen verfügt. Eine Reihe weiterer technischer Verbesserungen wie der Zugkörper aus Polyesterzugsträngen oder die Überarbeitung von Riemenprofil, Rippenwinkel und Gesamtkomposition hat dazu beigetragen, dass Gates auf dem Gebiet nun mit einem – nach hauseigener Definition – revolutionären Produkt (LHO) aufwarten kann.


s 70 ngk lho***puls air oklus_Layout 1 02.11.12 13:33 Seite 2

Gewerbe

Innovativer Funkenflug NGK spielt als weltweit führender Hersteller von Zündkerzen und Lambdasonden in Europa in Erstausrüstung und Aftermarket ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Unternehmen überzeugt durch laufende Innovationen.

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Auszeichnung von Daimler und Zündspulen von NGK

inen deutlichen Qualitätsbeweis stellt die Auszeichnung von NGK Spark Plug Europe durch Mercedes-Benz dar. In einer Aussendung heißt es dazu: „Im Rahmen des diesjährigen Daimler Key Supplier Meetings ist NGK gemeinsam mit anderen strategischen Lieferanten der Daimler AG mit dem Special Award ausgezeichnet worden. Damit ehrte die Daimler AG das Engagement und den Einsatz ihrer japanischen Geschäftspartner, die im zurückliegenden

Jahr alles in ihrer Macht Stehende unternahmen, um nach dem verheerenden Tsunami und der folgenden Atomkatastrophe in Japan unter schwierigsten Bedingungen die Produktions- und Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.“

Alles aus einer Hand Ein weiteres Highlight unter den Nachrichten aus dem Haus NGK ist die Einführung eines Zündspulensortiments. Mit 350 Typen handelt es sich nach Firmenangaben um das am breitesten aufgestellte Zündspulensortiment im europäischen Aftermarket. Damit bietet der weltweit führende Anbieter von Zündkerzen für die Erstausrüstung seinen Kunden nun alle für den Zündprozess relevanten Produkte aus einer Hand, und zwar neben Zündspulen auch Zündkerzen, Zündleitungen, Glühkerzen und Lambdasonden. Was Zündleitungen betrifft, verfügt der japanische Konzern auch auf diesem Gebiet über das breiteste Angebot, das nun in einem eigenen Flyer präsentiert wird. Mit 700 Zündleitungssätzen für über 6.500 Applikationen wird eine Marktabdeckung von 96 Prozent erreicht und der Mitbe(LHO) werb in die Tasche gesteckt.

Wohlige Wärme In der kalten Jahreszeit läuft das Geschäft bei Puls-Air besonders gut – schließlich wollen ja auch Werkstätten beheizt werden.

Erfinder Georg Pletzer ist stolz auf sein Heizgerät

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ine halbe Stunde in der Früh, dann ein bis zwei Mal am Tag ein bisserl nachheizen – das genügt normalerweise. So beschreibt Ing. Christian Mayerhofer, Zweirad- und Autohändler aus Wiener Neustadt, das Prinzip jenes Geräts, das ihm und seinen Technikern seit Jahren das Leben erleichtert. „Puls-Air“ hat Erfinder Georg Pletzer sein Heizgerät genannt, das mit Heizöl extra leicht betrieben wird: „600 Liter reichen für eine Werkstatt mit 350 m3 Rauminhalt für eine Saison.“ Angeboten werden zwei Typen: Das Standardgerät für Räume bis 600 m3 kann in einer Sparstufe auch für Räume bis 400 m3 verwendet werden, dazu gibt es ein leistungsstärkeres Gerät bis zu 1.350 m3, das fast 2.400 m3 Heizluft pro Stunde erwärmt. Mehr als 2.200 Stück hat Pletzer in den vergan-

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genen 20 Jahren in Österreich verkauft, fast alle an Werkstätten. Eine mühsame Inbetriebnahme ist nicht notwendig: „Von der Palette runternehmen, auf den Fußboden stellen, Stecker rein und auf den Knopf drücken“, erklärt Pletzer. Wem’s kalt ist, der muss nicht allzu lange warten: Die Lieferung in Österreich dauert nur drei bis vier (MUE) Tage.

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In manchen Werkstätten dient „Puls-Air“ seit zwei Jahrzehnten als Wärmequelle


s 71 neue produkte** GKU oklusFoto_Layout 1 02.11.12 13:13 Seite 1

Gewerbe

Katalog auch für Bau- und Landmaschinen

Schalter, Sensoren und mehr

Dana hat die neuen VICTOR REINZ Aftermarket Kataloge präsentiert. Erstmals veröffentlicht das Unternehmen einen Agriculture-Katalog für Bau- und Landmaschinen sowie Spezialfahrzeuge im Straßenbau. Das Angebot reicht bis zum Modelljahr 1950 zurück.

Mit rund 2.000 Artikeln verfügt HELLA über ein starkes Portfolio an Schaltern, Sensoren und Aktuatoren, das kontinuierlich und gezielt ausgebaut wird. Bei europäischen Fahrzeugtypen verfügt HELLA über eine Marktabdeckung von mehr als 95 Prozent.

Dana/Victor Reinz; www.reinz.com

Hella Handel Austria; www.hella.at

Steuerriemen mit Wasserpumpe

App für Stoßdämpfereinbau

Gates hat das Synchronriemensortiment um 28 Teilenummern im Bereich Steuerriemen-Kits mit Wasserpumpe erweitert. Es werden jetzt 141 verschiedene Kits mit Wasserpumpe für eine Vielzahl von Fahrzeugmarken und -modellen angeboten.

KYB bietet eine App für den Stoßdämpfer- und Federneinbau an. Man scannt den QR-Code auf der Stoßdämpfer-Packung per Smartphone. Dann erscheint die Website der KYB-QR-Code-App auf dem Mobiltelefon mit der hilfreichen Einbauanleitung.

Gates; www.gates.com

KYB; www.kyb-europe.com

Zwei große A in der Krone

Single Cut ist ein neues Austrennsystem in kleiner, handlicher Form für alle Front-, Seiten- und Heckscheiben. Da das Gerät mit einem hochfesten PEKunststoffseil arbeitet, gibt es keine Beschädigungen von Karosserie oder Innenraum.

Mit dem Ecopia EP001S Reifen hat Bridgestone den ersten Pneu des Unternehmens eingeführt, der die Top-Bewertung A/A für Kraftstoffeffizienz und Nasshaftung auf dem neuen EU-Reifenlabel nach der europäischen Reifenverordnung erhalten hat.

KS Autoglas; info@ksautoglas-wien.at

Bridgestone; www.bridgestone.eu

Scheibenausbau einfach gemacht

AUTO & Wirtschaft

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s 72-73 menschen **GKUokmue_Layout 1 05.11.12 15:18 Seite 2

Bruno Weidenthaler (B.), zuletzt Leiter der Region Mitte, ist Nachfolger von Jean-Pierre Studer als Geschäftsführer der Derendinger Handels GmbH in Salzburg. Studer hat die Leitung des Projekts NKW-Synergien beim Mutterkonzern Swiss Automotive Group übernommen, bleibt aber Geschäftsführer des Lkw-Teilehändlers Matik in Wien.

Menschen Euroskills Die Stockerlplätze bei den Kfz-Technikern gingen bei der Berufs-Europameisterschaft in Spa an Deutschland (Gold), Portugal (Silber) sowie Belgien und Schweden (ex aequo Bronze), doch auf Platz 4 landete Alexander Sudy. Der 20-Jährige arbeitet bei der Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG in Graz.

Zum Geschäftsführer des zur deutschen AVAG Holding gehörenden „Automobilforums Reisinger“ in Graz wurde im Oktober Walter Graf bestellt; der zuvor selbstständige FordHändler war im Juli von der AVAG übernommen worden. Graf hatte zuletzt das Grazer Kundenzentrum der Wolfgang Denzel Auto AG geleitet und war zuvor jahrelang in Deutschland aktiv.

Bei der Denzelbank fungiert seit Kurzem Eleonore Schober als Projektleiterin für Fuhrparkmanagement. Sie war zuvor bei Raiffeisen Leasing Fuhrparkmanagement tätig, berichtet direkt an Vorstand Mag. Heinz Gruber und folgt auf Richard Doleys.

Ende bei ATEV Ende Oktober ist Adolf Aschenbrenner, Vorstand der Autoteile-Einkaufskooperation ATEV, aus dem Unternehmen ausgeschieden. In Österreich hat ATEV sechs Mitglieder.

Von AVL zu Altran Im Oktober ist Michael Blickle von AVL List in den Vorstand des französischen Entwicklungsdienstleisters Altran gewechselt und für Deutschland, England, Skandinavien, die Benelux-Staaten, die Schweiz, Osteuropa und Österreich verantwortlich.

Am 7. Oktober ist der Motorjournalist Hans Peter Pozdnik im Alter von 69 Jahren an einer schweren Krankheit gestorben. Er arbeitete in den vergangenen Jahren vor allem für oberösterreichische Medien.

Suzuki: Neue Gebietsleiter Der Bereich Teilehandel bei Suzuki wurde dreigeteilt: Andreas Gamsjäger (l.) betreut Oberösterreich sowie den Norden Niederösterreichs, Günther Kolb (M.) Süd-Niederösterreich, Wien, das Burgenland, die Steiermark und Kärnten. Christian Kreuzer (r.) ist für Salzburg, Tirol und Vorarlberg zuständig.

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part, in Deutschland und Österreich für den Vertrieb von sia und sika sowie Bosch-Powertools verantwortlich, hat mit Robert Storz (B.) einen neuen Regionalverkaufsleiter für Süddeutschland und Österreich eingestellt. Der gelernte Lackierermeister arbeitet in der Alpenrepublik mit Sebastian Zaufal als Anwendungstechniker zusammen.

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s 72-73 menschen **GKUokmue_Layout 1 05.11.12 15:18 Seite 3

Menschen

Mit Jahresende wird die Verkaufsleitung bei Liqui Moly in Österreich von Thomas Paukert (l.) übernommen: Sein Vorgänger Wolfram Mehlem (r.) geht in Pension. Paukert war in den vergangenen Jahren für den deutschen Schmierstoffanbieter in Oberösterreich zuständig, wo ihm Mehlems Sohn Michael nachfolgen wird.

Zum Nachfolger von Lars Schwennesen (l.), der als Österreich-Chef von Trost nach Deutschland zurückgekehrt ist, wurde Amer Alkhatib (r.) bestellt. Er war bisher als Vertriebsleiter für Ersatzteile und Zubehör bei Renault und zuvor acht Jahre bei Forstinger tätig.

Neuaufnahmen bei Motiondata Jürgen Winkler (l.), davor bei Werbas AG/Holzgerlingen (D) im Verkauf tätig, und MMag. Mario Pichler (r.) ergänzen das Vertriebsteam von Motiondata Software. Winkler ist für Westösterreich, Südtirol und Bayern zuständig. Für Kärnten, die Steiermark und das Burgenland zeichnet Pichler verantwortlich.

Doppel-Abschied von Pappas Gerhard Ausweger (l.), Verkaufsleiter für Pkw-Neuwagen in Salzburg, und sein Bruder Christian (r.), Pkw-Spartenleiter, haben die Pappas-Gruppe mit vorerst unbekanntem Ziel verlassen. Ihre Nachfolge wurde intern geregelt.

„Heimsieg“ in der Kfz-Meisterschaft

Das vor zwei Jahren eröffnete Autohaus von Toyota und Lexus in der Aigner Straße 57–61 in der Stadt Salzburg wird seit Mitte Oktober vom bisherigen Werkstättenleiter Rudolf Schinwald (l.) geführt. Sein Vorgänger Ing. Roman Sobotka (r.) leitet seit Mitte Oktober den ebenfalls importeurseigenen Toyota-Standort in Wiener Neustadt.

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Die 4. Staatsmeisterschaft der Kfz-Techniker in der Landesberufsschule Pinkafeld entschied Daniel Plank vom Lehrbetrieb Alois Luckerbauer in Pinggau für sich. Zweiter wurde der Steirer Patrick Paller (Magna Powertrain) vor seinem Landsmann Kevin Reith (Porsche Graz-Liebenau). Die Branchenfachleute lobten die Leistungen bei diesem Bewerb.

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s 74 leserbriefe** GKU oklusokmue_Layout 1 05.11.12 15:20 Seite 2

Leserbriefe Betrifft: Neuzulassungszahlen in „A W“ 10/2012 Lieber Herr Lustig, neues Heft, Seite 33: Wo finde ich bitte die Neuwagenzulassungen August der „großen“ Marken? Am interessantesten, die Meinungsumfrage zu Stronach, dazu passt unter der (Anzeigen-)Headline Wuchtmaschinen am besten die Meinung des Salzburger Managers: „Würde mir das nicht antun.“ Ein nicht besser zu formulierender (Durchschnitts-)Standpunkt einer breiten Masse von Österreichern, die den etablierten politischen Parteien mit ihren sattsam bekannten und pur egoistischen Eigeninteressen ihre destruktive Ruhe offensichtlich weiter bewahren wollen. Ohne manche durchaus diskussionswürdigen Ansätze Stronachs anzureißen, aber wann, bitte, hat jemand mit dem hohen Alter und mit eigenem Geld ein Signal gesetzt, sich für unser Land zu engagieren? Die anderen acht veröffentlichten Meinungen zeigen doch das Vakuum auf, dass die Zeit reif ist, um Bewegung in die politische Landschaft zu bringen. Wie immer, alle Achtung für die Team-Redaktionsarbeit und beste Grüße Wolfgang Gruber, ehem. Sprecher Mercedes-Benz Österreich

Betrifft: Berichte über Parkraumbewirtschaftung in Wien Guten Tag Herr Chefredakteur! Ich wundere mich schon, dass sich Journalisten immer wieder zu Unsachlichkeiten hinreißen lassen. Als Autofahrer, der aufgrund seiner Tätigkeit 60.000 Kilometer im Jahr fährt, ist mir die Problematik der Park- und Stausituation in Wien sehr wohl bewusst. Es wäre hier für alle Beteiligten sinnvoll, das Hirn einzuschalten und Rückgrat zu zeigen. Vassilakou hat dies bewiesen und entgegen aller typischen Eigenschaften von Politikern bewiesen, ein unbeliebtes Thema durchzuziehen (Politiker machen sonst das, was für sie selbst gemäß der Wählerstimmen günstig ist). Folge: Schon jetzt überlegen schwarze wie rote Bezirksräte in mehreren Bezirken Wiens, die Zonen zu erweitern. Sieh an, schon kurz nach dem größten Gezeter erkennen selbst die notorischen Gegner den Sinn dieser notwendigen Maßnahme. Auch Sie werden erkennen, dass polemische Argumente („Autofeindin“) nicht zielführend sind. Denn die so genannte „persönliche Freiheit“, mit dem Auto überall hinfahren zu können und zu müssen (also auch im Stau zu stehen und danach kaum Parkplätze zu finden), ist genau dann lächerlich, wenn man sich mal mit den sinnvollen Alternativen auseinander gesetzt hat. Ich z. B. lasse in Wien immer das Auto im Park & Ride Leopoldau stehen (3 Euro am Tag) und fahre die ganze Woche mit Öffis durch Wien. Wer ein bisschen recherchiert, der weiß, dass Wien die beste Öffiabdeckung aller Großstädte dieser Erde hat. Ich weiß natürlich auch, dass solche Maßnahmen, vor allem wenn sie von einer Frau kommen, noch dazu von einer Grünen, bei Autofans nicht gut ankommen. Vielleicht denken Sie aber darüber mal nach. Mag. Ewald Breidler, Klagenfurt (Ein Autofahrer, der immer gerne Auto gefahren ist, aber erkannt hat, dass das Auto in einer Stadt eigentlich nichts verloren hat!)

Wir bedauern, dass die Statistik durch einen Fehler bei der Datenübertragung nicht vollständig war. RED. Lieber, verehrter Herr Lustig, ich hoffe sehr, dass es Ihnen gut geht. Wie immer habe ich die neueste Ausgabe Ihres Magazins sofort geöffnet und angeschaut. Sehr interessant wie immer, ich gratuliere Ihnen zu dem Erfolg. Ist TATA nun auf dem Markt in Österreich, ich sehe in der Statistik insgesamt 14 Zulassungen in diesem Jahr? Bei mir ist auch alles im grünen Bereich, vor allem die Gesundheit und das zählt ja vor allem für die älteren Jahrgänge (auch wenn man sich nicht so fühlt) schon immer mehr. Jens Becker, Direktor Emil Frey AG, Zürich-Altstetten

Die Redaktion freut sich über Feedback aller Art und ist bereit, sich sowohl der Kritik zu stellen als auch Lob entgegenzunehmen. Sie behält sich aber Kürzungen der Reaktionen aus der Leserschaft vor.

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