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April 2014

Sachverständige

SCHLECHTES GUTACHTEN Frühjahrsgeschäft Rundgänge durch die Bundesländer-Messen

Genfer Salon Das soll die Zukunft bringen

Finanzierung Die neuen Angebote in der Kfz-Branche

Klimaservice Diese Geräte sind neu am Markt

Zum Herausnehmen! April 2014

Lackhersteller

HOHES NIVEAU SINKT Weiterbildung Umfangreich Programme

Technologie Automatisches Lackmischsystem

Neue Lacke Immer schneller

Software Selber kalkulieren bringt viele Vorteil

Moderne Lackierbetriebe brauchen gute Fachkräfte. Der Mängel wird größer.

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Denn uns ist kein Problem zu klein, um nicht mit größtmöglichem Einsatz die optimale Lösung zu suchen. Und kein Kundenwunsch ist zu kompliziert, um nicht einen gangbaren Weg zu finden. Wir sind eben die Größten, wenn es darum geht, unsere Geschäftspartner zufriedenzustellen. Das Service Center-Team

Reife Leistung.


Auf ins Geschäft!

ANSICHT

N

atürlich wird immer gejammert, dass das Geschäft besser laufen könnte. Wir sprechen diesmal ausnahmsweise nicht vom berühmten Wirt, den jeder von uns kennt. Jenem, der stets alles negativ sieht, weil er zu wenig in seinen Betrieb investiert hat und noch immer glaubt, mit (nicht nur kulinarischen) Rezepten aus den 1980erJahren über die Runden zu kommen. Von damals, als er den Betrieb von seinem Vater übernommen hatte. • Nein, die Rede ist von der Autobranche: Jenem Wirtschaftszweig, in dem die Veränderungen in den vergangenen Jahren besonders stark waren. Nicht nur, dass sich ein Mehrmarkenhändler fast schon Monat für Monat damit beschäftigen muss, wo er ein neues oder zumindest facegeliftetes Modell im Schauraum unterbringen (und letztlich an die Kunden verkaufen) kann. Er muss auch schauen, dass die Mitarbeiter stets auf Schulungen geschickt werden, um – wie es so schön heißt – auf der Höhe der Zeit zu bleiben. • Doch die wahren Veränderungen sind ohnedies für jeden Außenstehenden erkennbar: Die Hersteller schreiben ihren Abnehmern, sprich den Händlern, in steter Regelmäßigkeit vor, wie sie ihre Autohäuser umbauen müssen, welche Farbe der Bodenbelag gerade zu haben hat und wie es mit der Ausstattung der Werkstätten aussehen muss. • Das Autogeschäft ist härter geworden. Und ja, es darf gejammert werden. Doch wer zu viel jammert, verliert wertvolle (Arbeits-)Zeit. Zeit, die er besser dafür verwenden sollte, sich mit den Neuerungen, die auf uns alle zukommen, auseinander zu setzen. Denn die Veränderungen werden nicht enden, sie werden sogar noch schneller vor sich gehen. • Und dennoch: Lassen wir uns das Frühlingsgeschäft nicht vermiesen! Immerhin besteht trotz der NoVATurbulenzen im 1. Quartal Hoffnung, dass es in der Branche wieder aufwärts geht.

Gerhard Lustig, Herausgeber: „Seit sich die alten Bräuche Rabatt und Bonus jederzeit in gewinnfressende Gespenster verwandeln können, ist jede Kalkulation Glücksache.“ Mag. Heinz Müller, Chefredakteur: „Nach den Turbulenzen rund um die NoVA-Erhöhung besteht die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht.“

Eine Stimme, die uns und der Autowirtschaft vertraut war, schweigt für immer. Im Namen von Familie Lederer gilt unser Dank den unzähligen Beileidsbekundungen zum plötzlichen Tod von Helmuth H. Lederer. In seinem Geist werden wir fortfahren!

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Rabatt und Bonus Verringerte Kaufkraft und politischer Gegenwind erschweren zunehmend Kunden den Kaufentschluss. Traumhafte Rabatte behindern – begünstigt durch die Internet-Transparenz – die Kaufentschlüsse, weil ewig der Verdacht genährt wird, dass der Rabatt hinter der nächsten Ecke oder im übernächsten Salon noch attraktiver sein könnte als da, wo man gerade ist. • Wenn einem Produkt und Rabatte so sehr nachgeworfen werden, dann ist dieses Produkt vielleicht doch nicht so begehrenswert, wie man das selbst bis vor Kurzem glaubte. So vergiftet der Rabatt, einst im Marktwachstum eine schlaue Sache, heute im rückläufigen Marktszenario erst die Produkte und dann den Handel. Mit dem Bonus verhält sich das ähnlich. Einst wurde er angewendet, um erstklassige Leistungen gutverdienender Händler nochmals höherzuschrauben. Heute wird er gewährt, um stark gestiegene Kosten und katastrophale Geschäftsentwicklungen notdürftig zu entschärfen oder auch um einen Partner künstlich am Leben zu erhalten oder den anderen sterben zu lassen. • Es gibt eine Theorie: Rabatte sind dort am höchsten, wo die Ware am wenigsten begehrt ist. Und die Margen sind dort am kleinsten, wo Händler am leichtesten entbehrt werden können. Wenn diese Theorie stimmt, dann bekommen nicht nur viele Händler, sondern auch eine Reihe von Importeuren unschöne Probleme. Die Hersteller in Europa haben sie schon, Ihr

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Um Harmonie und Maß, Objektivität und Geschlossenheit im Opel-Vertrieb kümmert sich Ladislaus Bandri. Der Händlernetzentwickler und passionierte Musiker entwickelt Opel wieder zu einem kompakten Klangkörper. Immer mehr Händler verabschieden sich von der bisherigen Mehrmarkenpolitik und geben der Traditionsmarke aus Rüsselsheim die alleinige Ehre.

Got t frie d Traintinger

r e ied

Advertorial

t i M

w l e p O


„Mein Beitrag zu ,Opel is back‘ ist die alleinige Zu-

Der Opel-Pylon in Erich Horvaths Hand symboli-

wendung zur Rüsselsheimer Traditionsmarke“, hat

siert seine Zukunft mit Opel als Markensolo. In

sich Gottfried Traintinger von seiner Mehrmarken-

Eisenstadt, Stoob und Andau präsent, peilt der vor

politik verabschiedet. „Wir spüren im Dialog mit Opel

40 Jahren gegründete Opel-Händler in absehbarer

und im Händlernetz eine neue Offenheit, die es mir

Zeit die 400-Neuwagen-Verkaufsgrenze an. Mit

ermöglicht, zukunftsorientiert zu planen.“ Sowohl

seinen 38 Mitstreitern zählte er im letzten Volljahr

das Produktangebot als auch die aktuellen Abwick-

schon 350 Einheiten in den Auftragsbüchern. „Mo-

lungsszenarien zeigen dem in Elixhausen etablierten

delle, Qualität und ein seinen Erfordernissen hin

Partnerhändler von ÖFAG neue Perspektiven für eine

aufgeschlossenes Importteam mit Ladislaus Bandri

positive Markenentwicklung in seinem Einzugsgebiet

als eine Art Konzertmeister lässt den in zweiter Ge-

auf. Gemeinsam mit seinen 13 Mitarbeitern bekennt

neration agierenden Opel-Händler aus Andau in

sich Traintinger klar zur Marke Opel und steuert jetzt

eine erfolgversprechende Zukunft blicken: „Alle

schon jährlich an die 100 Neuwagenverkäufe bei.

Beteiligten wissen, wie es geht und dass der unter-

„Das Image von Opel beim Kunden wird von Tag zu

nehmerische Freiraum vor Ort gewahrt bleiben

Tag besser, was meine Arbeit im Konkurrenzumfeld

muss, um den Opel-Bestand (rund 6.000 Einheiten)

sichtlich erleichtert.“

zu erneuern und in neue Umsatzhöhen zu führen.“

d n e b e g n a ton

Erich Horvath

Ladisla us Ban d

ri


INHALT

ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

Eigentümervertreter: Peter Affolter

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4/2014, 27. Jahrgang Cover-Werbung: Trost MEDIENINHABER UND ANZEIGENVERWALTUNG A&W Verlag GmbH (FN 238011 t) 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-0 F: +43 2243 36840-593 E: redaktion@autoundwirtschaft.at I: www.autoundwirtschaft.at Geschäftsführer und Herausgeber: Gerhard Lustig, DW 527 M: +43 664 8229485 E: lustig.gerhard@autoundwirtschaft.at Chefredakteur: Mag. Heinz Müller, DW 523 M: +43 664 8221660 E: mueller.heinz@autoundwirtschaft.at Chef vom Dienst: Philipp Hayder, DW 526 M: +43 664 8223301 E: hayder.philipp@autoundwirtschaft.at Redaktion: Dr. Klaus Engel, DW 525 M: +43 664 8493231 E: engel.nikolaus@autoundwirtschaft.at Matthias Kreutzer, DW 579 M: +43 664 88368584 E: kreutzer.matthias@autoundwirtschaft.at Dieter Scheuch, DW 575 M: +43 664 2359052 E: scheuch.dieter@autoundwirtschaft.at Stefan Schmudermaier, DW 576 M: +43 664 2359053 E: schmudermaier.stefan@autoundwirtschaft.at Pascal Sperger, DW 532 M: +43 664 2359050 E: sperger.pascal@autoundwirtschaft.at Redaktionelle Mitarbeit: Dr. Kurt Holzbauer, Peter Homola, Mag. Severin Karl, Dr. Friedrich Knöbl, Dipl.Ing. Heinz Lukaschek, Gerald Weiss Anzeigenmarketing: Stefan Binder, MBA (Ltg., Prok.), DW 522 M: +43 664 5285661 E: binder.stefan@autoundwirtschaft.at Alexander Keiler, DW 521 M: +43 664 8229487 E: keiler.alexander@autoundwirtschaft.at Hartwig Scheicher, DW 520 M: +43 664 8229494 E: scheicher.hartwig@autoundwirtschaft.at Hbv. und Leitung Administration: Annemarie Lust, DW 597 E: lust.annemarie@autoundwirtschaft.at Schwesterpublikationen: AUTO BILD Österreich Eurotax AUTO-Information AUTO-info4you FLOTTE & Wirtschaft 4wd ALLRADKATALOG AUTO&Wirtschaft Schweiz AUTO BILD Schweiz aboutFLEET Grafik: graphics – A. Jonas KG 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-594 E: jonas.alexander@autoundwirtschaft.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH 3580 Horn, Wiener Straße 80 Bezugspreis: Jahresabonnement (11 Ausgaben) Inland: ¤ 68,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: ¤ 8,– inkl. 10 % MwSt); Ausland: ¤ 85,– Bankverbindung: Bank Austria UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901 IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901 BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg Verbreitete Auflage: 12.500 Stück Erscheinungsweise: monatlich (Juli/August Doppelnummer) mit Supplements laut Mediadaten 2014 Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt.

Aspekte Und die Gewinner sind ...

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Thema Wenn das Opfer zum Täter wird

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Handel

Thema Wenn Sachverständige genau schauen Seite 14

VW: Der Umweg lohnt sich Lada: Neue Angebote für neue Partner Audi: China wächst rasend schnell Kia: Mit Seele & Sportsgeist Denzel: Ruhiger Kurs trotz Gegenwind Ostfantasie: Neue Kraft aus Polen Gady: Alter Partner, neuer Schwung Messen: Der Auto-Frühling ist da!

20 21 22 23 24 26 27 28

Management

Handel Übersicht der heimischen Automessen ab Seite 28

ZUM HERAUSNEHMEN: April 2014

Wissenswertes und Neuheiten rund um das Thema Lack

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H. H. Lederer: Reaktionen auf seinen Tod Statistiken: Ein Monat, der es in sich hatte Genf: Die Boten der Zukunft Goodyear: Online Monster bekämpfen Auto-Demo: Denn sie wissen, was sie tun Nexus: Supermacht der Teile? Mayer: Zeuge der Anklage – oder nicht? Varta: Batteriekompetenz geht offline Evobus: Im Europaverbund Umfrage: Datenflut im Auto

34 36 40 45 46 47 48 49 51 52

Wirtschaft VRÖ: Die Uhr tickt! 55 Sachverständige: Wie viel darf es kosten? 56 Bosch: Weniger Sprit, mehr Fahrspaß 58 Goodyear: Aus dem Reifen-Labor 59 Dekra: Glänzende Gebrauchte 60 Winterkorn: Auto und Computer fusionieren 61 Leasingverband: Weiterhin stabil 62 Autobank: Die Bank der kurzen Wege 63 Garanta: Eine Teilkasko nach Maß 64 Allianz: Leichter Anstieg bei Kfz-Verträgen 65 CarGarantie: Den Kunden binden 66 Marktüberblick: Wünsche wahr gemacht 67 carplus: Voller Schutz für Gebrauchte 68 Real Garant: Garantien nach Wunsch 69

Gewerbe

Management Rundgang durch den Autosalon

ab Seite 40

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Rameder: Kuppeln für Profis Veedol: Kommt zurück Dometic: Von einer Idee zum Welterfolg Birner: Kampfansage gegen Gerüche Klima: Gute Geschäfte Ginner: Gut gerüstet für die Zukunft Texa: Für alle Ansprüche Dayco: Unter Hochspannung

71 72 72 73 74 75 76 76


Wirtschaft Alles über Finanzierungen

ab Seite 62

Gewerbe Klimageräte-Überblick ab Seite 73

Gewerbe Klein: Der Weg dahin ist weit Lack & Technik: Buntes Jubiläum Berner: Verlängertes Leben Trost: Heute Überschrift, morgen Realität Wessels + Müller: Gebaut für die Zukunft Falken: Frisches für den Sommer Borbet: Exklusive Kombination Liqui Moly: Wer rasch hilft, hilft doppelt Meyle: Fette Kugelköpfe leben länger Mann+Hummel: Atmen ohne Angst Neue Produkte

78 79 79 80 81 82 82 83 84 84 85

Menschen Ford mit neuem Chef und Personalchefin Umstrukturierung bei Porsche Austria

86 87

Ansichten Müller und Lustig Lukaschek: Streng geheim

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ASPEKTE

Und die Gewinner sind ...

591.822 Neuwagen in einem Jahr Als „Jahr der Konsolidierung“ bezeichnet Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der

Porsche Holding in Salzburg, das Geschäftsjahr 2013. Obwohl in weiten Teilen Europas noch immer schwierige Verhältnisse herrschten, stieg der Umsatz um 6,6 Prozent auf 16,2 Mrd. Euro. Im Groß- und Einzelhandel in 16 Ländern setzte die Porsche Holding 591.822 Neuwagen ab, dazu kommen noch 238.727 Gebrauchtwagen.

Automobilwoche-Konferenz in München Für 15. Mai lädt die deutsche Fachzeitschrift „Automobilwoche“ zu einer sehr interessanten Konferenz unter dem Motto „Das neue Automobil“ ein. Die Tagung findet im Kempinski Hotel am Flughafen München statt und beginnt schon am Vorabend mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Car IT, Big Data, Future Detail“ und einem anschließenden „Get Together“.

Der nächste Tag steht im Zeichen von Fachvorträgen, unter anderem von Audi-Technikvorstand Prof. Ulrich Hackenberg und Volvo-Entwickler Peter Mertens. Auch Experten von Daimler, BMW, Ford und anderen Autoherstellern werden referieren, unter anderem auch über Vertriebsmodelle der Zukunft. Anmeldung unter www.automobilwoche-konferenz.de

Der Bloodhound ist los Bei den vorbereitenden Tests und den Rekordversuchen dieser Rakete auf Rädern wird Castrol eine Reihe von Hochleistungsschmierstoffen und Spezialitäten einsetzen. Dazu gehören: Castrol EDGE, das stärkste Motorenöl, welches das Unternehmen je entwickelt hat; Castrol React SRF, eine motorsporterprobte Bremsflüssigkeit, sowie verschiedene Castrol-Hydrauliköle, die erst kürzlich bei der NASA zum Einsatz gekommen sind. Mit dem Bloodhound-Projekt setzt Castrol ihre Schmierstoffe – Stichwort Titanium – in Szene.

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47.169 Clubmitglieder des ÖAMTC stimmten heuer über die Sieger in den einzelnen Kategorien des „Marcus“ ab; die Preise wurden im März überreicht. Um mögliche Manipulationen auszuschließen, wie sie beim „Gelben Engel“ des ADAC erfolgten, wurde die Ermittlung der Gewinner notariell überwacht. In der Mitgliederwahl siegte bei den Kleinwagen der Opel Adam, in der Kompaktklasse der Audi A3. In der Mittelklasse gewann der Skoda Octavia, bei den Kombis/Vans war der VW Golf Variant siegreich. In der Gruppe der SUVs und Geländewagen blieb der BMW X5 voran, das beliebteste Coupé bzw. Cabrio ist der BMW 4er. Die Mercedes SKlasse darf sich über die Auszeichnung in der Oberklasse freuen. Innovativste Neuheit ist der BMW i3.

Jedem Auto „sein“ neues Radlager Von Audi bis Zastava: Schaeffler Automotive Aftermarket präsentierte im März den Katalog „FAG Radlagersatz 2014/15“, der gut 1.100 Radlagersätze für knapp 60 Autohersteller (das sind 95 Prozent des europäischen Fuhrparks) enthält.

Steuerbelastung wird immer höher Die Autofahrer seien den steigenden Steuerbelastungen hilflos ausgesetzt, sagt Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherung. Er warnt den Staat, dass sich viele Autofahrer ein eigenes Auto bald nicht mehr leisten könnten, was zu sinkenden Einnahmen führen werde. Schon jetzt beträgt der Anteil der motorbezogenen Versicherungssteuer bei vielen Autos rund drei Viertel jener Summe, die an die Versicherung überwiesen wird.

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

In den nächsten Wochen werden die Autofahrer zur Nachzahlung der erhöhten Steuer aufgefordert werden.


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des Kraftstoffverbrauches, Senkung der Emissionen unter Beibehaltung maximaler Leistungsdaten. „Um diese Ziele erreichen zu können“, sagt Castrol-Austria-Chef Ing. Peter Spatzierer, „haben sich die Drücke im Motor nahezu verdoppelt, und das rief beim Motorenöl nach neuen Leistungsstandards, die von Castrol prompt erfüllt werden können. Die Drücke steigen bis zu 10 Tonnen pro Quadratzentimeter, das entspricht fünf übereinander gestapelten Autos auf einer Fläche eines Ein-Cent großen HighHeel-Schuhabsatzes. Der Vergleich mit dem Damenschuh veranschaulicht Castrols technologische Meisterleistung in puncto Druckstabilität von Motorenölen in modernsten Antrieben auf plausible Art und Weise.

Mag. Michaela Rockenbauer (Marketing Lubes), Ing. Peter Spatzierer (Geschäftsführer), Ing. Ralph Kraschitzer (Marketing & Events) (v. l.)

Titanen im Vertriebsteam

Neues Öl und altbewährtes Team Castrol EDGE verstärkt mit Titanium FST™ ist die technologische Antwort auf die gestiegenen Anforderungen in puncto Druck-Stabilität von Motorenölen in modernen Antrieben. Der neue Schmierstoff erfüllt damit die hohen Erwartungen von Autohaus und Kunden gleichermaßen.

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as neueste und bisher stärkste Synthetik-Öl aus dem HightechSchmierstofflabor von Castrol ist Titanium FST (Fluid Strength Technology). Ziel des neuen Öles war es, die bisher bekannten Industriestandards in den Bereichen Leistung und Dauerhaltbarkeit deutlich zu übertreffen. Laut Castrol schafft es Titanium FST, die Ölfilmstärke zu verdoppeln, um so ein Reißen des Ölfilms zu verhindern und den Faktor Reibung zwischen Metalloberflächen zu minimieren. Reduzierung der Reibungsverluste bedeutet in dem Zusammenhang natürlich auch näher am Maximum der Motorleistung zu sein. Die Entwicklung des neuen Motoröls wurde im Forschungs- und Entwicklungszentrum in England von einem Kernteam von 15 Ingenieuren, Physikern und Chemikern vorangetrieben. Parallel wurden die Öle in unzähligen Fahrversuchen getestet.

(V. l.) Mandhir Singh, Europe-Vicepresident Automotive Lubricants, Ing. Peter Spatzierer, Castrol-AustriaChef, Paul Waterman, Global Chief Executive BP Castrol, A. S. Ramchander, Vicepresident Global Marketing Castrol

High Heel und hohe Absätze Die zentralen Herausforderungen heutiger Fahrzeugentwicklungen sind der Einsatz kleinerer Motoren, einhergehend mit der kontinuierlichen Reduzierung

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Mit 25 Langzeit-Spitzenkräften bedient Castrol den heimischen Schmierstoffmarkt im Sinne der Empfehlungen von 12 Fahrzeugherstellern globaler Präsenz. „Alles Titanen in der Kundenbetreuung“, ist Spatzierer stolz darauf, jede Bewegung und jedes Erfordernis im Markt mit den „geeignetsten Leuten“ parieren zu können. Castrol verfolgt im Kundendienst einerseits eine traditionell konservative Politik, um im technischen Anspruch Höchstleistungen zu bieten. „In dieser Kombination manifestiert sich seit Jahrzehnten Castrols Marktführerschaft in Österreich“, hebt Mandhir Singh, Europe-Vicepresident Automotive Lubricants, die besondere Vermarktungsleistung in Rot-Weiß-Rot hervor. BP-Castrol-Global Chief Executive Paul Waterman wählte für seinen Auftritt die Großforschungsanlage Meyrin bei Genf, die europäische Organisation für Kernforschung (CERN). Den Werkstattbetreibern blieb angesichts des Präsentationsortes der neuen Renditeperle die Luft weg, was gewollt war.

Zurück zu den Wurzeln im Motorsport Im Zusammenhang mit der Einführung der TitaniumSerie verlautbart Castrol nach Ende der Fußball-WM in Brasilien im Marketing die Rückkehr zu Motorhöchstleistungen in Form von Raketenautos und Supersportwagen. Marketingchefin Michaela Rockenbauer schmunzelt und schweigt – zunächst noch – über Einzelheiten. Castrol macht sich für den gebundenen und freien Kfz-Betrieb wieder unentbehrlich – mit Hightech-Motorenölen in allen Einsatzvariationen und Top-Vertriebsleuten im Markt als Alleinstellungsmerkmal. • (LUS)


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THEMA

Wenn das Opfer zum Täter wird Was passieren kann, wenn ein Sachverständiger ein Unfallauto nicht richtig unter die Lupe nimmt, erfuhr ein Steirer: Nach jahrelangem Prozess blieb er auf Kosten von 27.000 Euro sitzen. Von Dr. Friedrich Knöbl

A

ngefangen hat alles ganz harmlos: Am 22. Juli 2006 krachte in Graz ein neuer BMW 530 gegen einen alten Mercedes 300 CE Coupé. Andreas Scherer, der das Auto im Jänner 1994 in optisch und technisch gutem Zustand gekauft hatte, brachte das Unfallsfahrzeug zur Schadensbegutachtung zur gegnerischen Versicherung. Das ÖAMTC-Sachverständigenservice ermittelte 9.400 Euro Reparaturkosten. Die HDI offerierte auf Totalschadensbasis zur Schadensliquidierung 3.880 Euro. Nach einigen Tagen wird dieses Anbot widerrufen: Mit der Behauptung, die Schäden seien nicht unfallkausal. Scherer wendet sich an den Rechtsanwalt Mag. Andreas Sauer. Der kommt mit der HDI auf keinen grünen Zweig und klagt. Im März 2007 kommt es am Unfallort zur Verhandlung. Mit dabei der vom Gericht bestellte Sachverständige Dr. Helmut Pötzl aus Leoben. Er soll die unfallkausalen Schäden eruieren. Beide Fahrzeuge waren noch unrepariert. Der BMW wurde in der Parkgarage des Kaufhauses City Park oberflächlich in Augenschein genommen. Auch der Mercedes wurde von Scherer zwecks Stellprobe stellig gemacht. Doch der SV hatte anderes im Sinn. Er wollte keine Stellprobe, sondern nur die Aussagen der Lenker. Die Verhandlung endet in einem Kaffeehaus. Das mündlich verkündete Urteil wurde Scherer von seinem Anwalt telefonisch mitgeteilt: Die Klage sei aufgrund des Gutachtens kostenpflichtig abgewiesen worden.

Woher stammen die Schäden am Klagsfahrzeug? Die Parteienaussagen waren höchst widersprüchlich. Der BMW-Fahrer konnte an seinem Fahrzeug überhaupt keinen Schaden erkennen, am Mercedes lediglich eine leichte Verformung der hinteren Stoßstange. Unerklärlich blieb daher, woher die vom ÖAMTCGutachter geschätzten 9.400 Euro Reparaturkosten stammen könnten. Jeder normale Sachverständige würde unter diesen Umständen die Fahrzeuge näher unter die Lupe nehmen. Nicht so der alt gediente Pötzl. Ihm reichen für seine Ermittlungen die subjektiven Wahrnehmungen der Unfalllenker. Nach der schlampigen Befundaufnahme diktiert er gleich vor Ort sein Urteil: Die Stauchungen am Mercedes lassen auf eine „äquivalente Wandaufprallgeschwindigkeit zwischen 15 und 20 km/h“ schließen. Die Beschädigungen des BMW sind derart minimal, dass sie von einer maximalen Wandaufprallgeschwindigkeit von 5 km/h stammen können. „Die massiven Schäden am Klagsfahrzeug sind mit den Beschädigungen am Beklagtenfahrzeug technisch nicht in Einklang zu bringen.“

Auszüge aus dem Gutachten von Dipl.-Ing. Peter Hödl

Plötzlich ging es um Kopf und Kragen Richterin Mag. Karin Zeiler-Wlasich konnte aufgrund der schlüssigen Ausführungen ihres SV den Akt binnen zwei Stunden mit einer Klagsabweisung

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AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014


THEMA

abschließen. Für Scherer war das völlig unverständlich. Er bat den Grazer Rechtsanwalt Mag. Walter Choc, eine Berufung einzubringen. Das erboste wiederum die Richterin. Sie empfand die Berufungsanmeldung als „frech“ und schickte den Akt wegen „versuchten schweren Betruges“ an die Staatsanwaltschaft. Für Scherer ging es jetzt nicht nur um einige tausend Euro, sondern bei einer mehrjährigen Strafdrohung um Kopf und Kragen.

SV zu bestellen, da es ihm „möglicherweise nicht angenehm ist, ein Gutachten zu erstellen, das kritische Anmerkungen zum Gutachten seines Kollegen Pötzl beinhaltet“. An dessen Bestellung war nicht zu rütteln. Der kam anhand von Lichtbildern zum Ergebnis, dass der BMW „lediglich relativ geringfügig im Frontbereich an der vorderen Stoßstangenverkleidung beschädigt wurde“. Und kam zum Schluss, dass „die Berechnungen des SV Pötzl durchaus nachvollziehbar sind.“ Wäre der Vorschaden ordnungsgemäß repariert worden, hätte es beim neuen Unfall bloß einen Schaden von 1.500 Euro gegeben.

Gutachter kam zu völlig anderem Schluss Choc mobilisierte daher den SV Dipl.-Ing. Peter Hödl, die von Pötzl verabsäumte Befundung der Unfallfahrzeuge vorzunehmen. Der schaute sich den BMW bei der Firma Denzel auf der Hebebühne bei Tageslicht ganz genau an. Nahm eine Stellprobe vor und kam im Juni 2007 zu einem zum Pötzl-„Gutachten“ wesentlich abweichenden Ergebnis: Es gab zwar vor Jahren einen Vorschaden, der aber derart gut repariert wurde, dass er für einen Laien „nicht oder nur äußerst schwer erkennbar“ ist. Nach Hödls Gutachten und Scherers Freispruch war klar, dass der Mercedes einen nach der Reparatur schwer erkennbaren Vorschaden hatte. Im Zusatzgutachten verwies Hödl auch darauf, dass mit einer Stellprobe die Pötzl’sche Fehlbeurteilung vermeidbar gewesen wäre. „Sie ist in Fällen wie diesen ein probates Mittel, um technische Klarheit zu bekommen.“ Choc übermittelte dem Berufungsgericht auch dieses Hödl-Gutachten. Und blitzte in der Instanz dennoch ab. Es wäre bereits Aufgabe des Klagevertreters gewesen, weitere Beweisanträge zu stellen. Fraglich ist, was Scherer seine Zeugen genützt hätten. Denn „das Erstgericht hat die Feststellungen aufgrund des SVGutachtens getroffen“. Es ist „im Übrigen darauf hinzuweisen, dass ein SV-Gutachten nicht durch Zeugen entkräftet werden kann“, fügt das Berufungsgericht belehrend hinzu. Der von Choc auf seine Haftung angesprochene Kollege Sauer wies jede Verantwortung von sich. Worauf Choc seinem Mandanten empfahl, bei der Durchsetzung der Sachverständigen- oder Anwaltshaftung „nicht einen in Graz ansässigen Anwalt beizuziehen. Insbesondere, da „Herr DI Pötzl seit vielen Jahrzehnten als Sachverständiger bei Gericht tätig ist“.

„Sehr präzise Befundaufnahme erforderlich“

Univ.-Prof. Dr. Hermann Steffan

Der von Poleschinski betraute St. Pöltner SV Ing. Wolfgang Huber kam nach eingehender Befundaufnahme zu einem völlig anderen Ergebnis. Für eine von Weinländer vermutete „Lötreparatur“ gebe es technisch keinerlei Hinweise: „Es gab keinen unreparierten bzw. mangelhaft oder schlecht reparierten Vorschaden.“ Die am Mercedes feststellbaren Schäden „passen eindeutig zum gegenständlichen Auffahrunfall“. Der von Pötzl und Weinländer thematisierte Vorschaden habe aufgrund der ordnungsgemäßen Reparatur „keine Änderung im Deformationsverhalten des Hecks ergeben“. Jetzt sah sich Richter Dr. Bernhard Deu doch veranlasst, mit Univ.-Prof. Dr. Hermann Steffan einen neutralen SV beizuziehen. Der kam zum Schluss, dass der MB-Vorschaden ordnungsgemäß repariert worden sei. „Es ist eine sehr präzise Befundaufnahme erforderlich, um korrespondierende Schäden zu erkennen“, liest er Pötzl und Weinländer die Leviten. Der nun ersichtliche Schaden sei durch die Kollision mit dem BMW entstanden. Die Anprallgeschwindigkeit lag mindestens bei 15 km/h. „Die Schäden, welche die Intrusion in das Heck verursacht haben, hätten jedenfalls zu einem Totalschaden geführt. Das Gutachten des SV Dr. Pötzl ist jedenfalls zu revidieren.“

Wer wird die Kosten bezahlen? Allerdings landete das Obergutachten bei einem neuen – bisher in Leoben werkenden – Richter. Mag. Dieter Brauchart erklärte sich trotz seiner bisherigen Zusammenarbeit mit Pötzl für nicht befangen. Der den „Platzhirschen“ bei der Urteilsfindung mehr vertraute als dem Obergutachten. Ohne Säumnis des Beklagten wäre aus Braucharts Sicht der Unfall nicht als Totalschaden, sondern bloß mit 1.500 Euro Reparaturkosten abzurechnen gewesen. Weshalb Anwalt Sauer lediglich für einen Teil des eingeklagten Schadens aufzukommen hat. Pötzl kam völlig ungeschoren davon. Der Kostenberg, der sich für Unfallopfer Scherer nach seinem fünfjährigen Kampf gegen Pötzls Gutachten angehäuft hat, ist mittlerweile auf 27.000 Euro angewachsen. •

Kritische Anmerkungen zum Sachverständigen Dennoch wandte sich Scherer mit seiner Haftungsklage an den Grazer Anwalt Dr. Jörg Herzog. Als der Grazer Richter Mag. Bernhard Deu ankündigte, Dr. Harald Weinländer – der sich mit seinem Sohn Klaus und Pötzl die Grazer Gerichtsaufträge teilt – zum Kfz-SV zu bestellen, kündigt Herzog die Vollmacht. Schließlich landete Scherer fern von Graz beim Hartberger Anwalt Dr. Wolfgang Poleschinski. Der ersuchte das Gericht, statt Weinländer einen anderen

Lesen Sie bitte dazu auch den Artikel auf Seite 48!

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

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Ausgabe 06/2014

4 Jahre in Folge


Das sind wir! 700 fleißige „Liqui Molyaner“ arbeiten für ein gemeinsames Ziel: Kunden in aller Welt begeistern. Dafür stehen wir jeden Tag auf und gehen mit Hingabe ans Werk.

Vielen herzlichen Dank für Ihr Vertrauen! LIQUI MOLY GMBH Jerg-Wieland-Str. 4 89081 Ulm Telefon: 0731 - 1420 - 0 E-Mail: info@liqui-moly.de


„Je früher die Mitarbeiter in neuen Bereichen Knowhow und Kompetenzen erwerben, desto besser“,

HANDEL

sagt Dr. Josef Lamberg auf Seite 20 zum Thema Elektroautos

„Das jeweils verantwortliche Team muss seine Marke lieben, leben, spüren und atmen. Dann stimmt auch die Leistung beim Kunden“, analysiert Mag. Gregor Strassl (Mitsubishi) auf Seite 24

Hyundai mit neuem Autohaus in Judenburg Gerhard Konrad, von 2008 bis 2011 Leiter der Denzel-Kundencenter in Linz bzw. Salzburg und anschließend außerhalb der Kfz-Branche tätig, ist Betriebsleiter von „Auto Murtal“ in Judenburg. Der Filialbetrieb von Fürstaller & Partner in Bruck wurde Ende März mit vorerst fünf Mitarbeitern eröffnet und hat sich eine deutliche Stärkung der Marke Hyundai in der Region zum Ziel gesetzt. „Hyundai ist eine Marke mit einem sehr großen Potenzial“, sagt Konrad, der 2010 den ersten Flagship-Store von Hyundai in Salzburg eröffnet hatte.

Renault: Aichlseder zieht sich aus Vorarlberg zurück Renault hat seinen Vertrieb in Vorarlberg neu geregelt: Vier Händler (Rhomberg/Hard, Hagspiel/Höchst, Winder/Dornbirn, Berlinger & Primisser/ Schnepfau) werden nun an das Autohaus Dosenberger in Innsbruck angeschlossen. Mittelfristig ist ein jährlicher Absatz von 300 Renault und 150 Dacia-Neuwagen geplant. Damit endet das zweijährige Engagement des Klagenfurter Renault-Händlers Mag. Hubert Aichlseder (B.) in Vorarlberg: Dieser will sich voll auf das Geschäft in Kärnten konzentrieren.

Rascher Wechsel von Chevrolet zu Mazda Ein reiner Familienbetrieb, der bei Chevrolet zuletzt für rund 50 Neuwagen pro Jahr gut war, ist das Autohaus Achter in Kollnbrunn (Weinviertel). Das Unternehmen ist seit Ende März für Mazda tätig, angeschlossen an Vock & Seiter in Deutsch-Wagram. Der Händlervertrag mit Chevrolet endet am 30. Juni, der Werkstättenvertrag bleibt jedoch aufrecht. Anton Achter will nach einer Anlaufphase auch für Mazda etwa 50 Neuwagen jährlich absetzen.

Wiesenthal geht von weiterem Wachstum aus Nach der Steigerung von 5.220 Neuwagenverkäufen auf 5.800 Stück im Vorjahr plant Dr. Alexander Martinowsky, Vorstand der Wiesenthal Autohandels AG in Wien, heuer ein weiteres Wachstum: Bei Mercedes will er heuer 4.750 Neuwagen (2013: 4.340) absetzen, bei Citroën ist eine Steigerung von 850 auf 900 bis 1.000 Einheiten geplant. Aufgrund des Projekts „smart cities“ soll es heuer auch bei der Kleinstwagenmarke smart einen Zuwachs von 350 auf 600 Einheiten geben.

Autohaus Oberlaa meldet nochmals Konkurs an Auf eine „überraschende Wendung im Zusammenhang mit der Immobilie“ führt Alois Weber, Geschäftsführer des früher auf Saab spezialisierten Autohauses Oberlaa in Wien-Favoriten, die nochmalige Anmeldung des Konkurses im März zurück. Die Höhe der Verbindlichkeiten sei jedoch nur etwa ein Viertel jener Summe, die beim ersten Konkurs im Jahr 2012 angemeldet wurde. Weber leidet noch immer unter den Folgen des Saab-Konkurses, als beispielsweise einige bereits bezahlte Fahrzeuge zurückgehalten wurden.

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AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Pascal Sperger

Smartphones auf vier Rädern Audi kooperiert mit Google, Volvo mit Apple und ab 2015 sind alle Opel online. Das Ziel der Hersteller ist klar: Das Auto wird Teil des Internets und stark mit anderen Geräten verzahnt. Abgesehen von der aufgelegten Debatte über die Datensicherheit, die garantiert noch gehörige Wellen schlagen wird, tut sich für den Handel eine ganz andere Herausforderung auf: Irgendjemand muss den Kunden nämlich erklären, wie sie ihr Auto programmieren müssen, damit beispielsweise der Wecker früher klingelt, wenn der Verkehr zäh fließt (Ford) oder wie sie mittels iPad das Schiebedach öffnen (Tesla). Diese Aufgabe werden hoffentlich gut geschulte Mitarbeiter übernehmen, wie sie es schon beim Navigationsgeräte-Boom vor einigen Jahren getan haben.


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Neue NoVA und erhöhte Kfz-Steuer verändern den Automarkt. Als Partner von Hyundai haben Sie allen Grund, dennoch optimistisch in die Zukunft zu blicken: Schließlich bieten Sie Fahrzeuge an, die ebenso attraktiv in der Anschaffung wie günstig im Unterhalt sind. 2013 war Hyundai die zweitstärkste Marke am Pkw-Markt. Gemessen am Privatkundenanteil, waren wir ebenfalls die klare Nummer 2. Heuer wird die Erfolgsgeschichte weitergehen – gemeinsam mit Ihnen. Die Chancen waren nie besser: Setzen Sie gemeinsam mit uns einen weiteren Schritt in eine erfolgreiche Zukunft!

www.hyundai.at Hyundai Import Gesellschaft m.b.H. • Richard-Strauss-Str. 14 • 1230 Wien • Tel.: 01 610 40–0 • Fax: 01 610 40–7419


HANDEL

Bei insgesamt 18 Händlern in Österreich sind derzeit die Elektrofahrzeuge von VW erhältlich. Dafür hat jeder Standort zwischen 20.000 und 50.000 Euro in die Infrastruktur investiert, die sich vor allem durch positive Nebeneffekte amortisieren sollen. Von Pascal Sperger

Der Umweg lohnt sich V

erkäufer und Fahrer von Elektroautos haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind sogenannte „Early Adopters“ („Früh-Anwender“) und damit derzeit in der Minderheit. So verkaufen von den 227 heimischen Volkswagen-Händlern derzeit nur 18 die Elektroversionen des up! und Golf, wobei die Händler nach einer allgemeinen Bewerbungsphase vom Importeur selektiv ausgewählt wurden. „Zum einen mussten die Händler glaubhaft machen, dass sie Interesse an der Elektromobilität haben, zum anderen wurden die Standorte hinsichtlich des Vertriebspotentials geprüft, wobei das in urbanen Regionen für Elektroautos logischerweise größer ist“, fasst Mag. Volker Amann, Leitung Neue Mobilität bei Porsche Austria GmbH & Co OG, zusammen.

Dr. Josef Lamberg, Geschäftsführer von Lamberg Auto/Wien

Zweijährige Pilotphase Für den Ausbau des Händlernetzes gibt es jedoch Pläne. „Die Pilotphase mit den 18 e-Mobility Standorten ist auf zwei Jahre angelegt. Nachher wird geprüft, ob der Markt weitere Standorte verträgt“, sagt Amann. Reine Elektrofahrzeuge werden also auch in naher Zukunft von Early Adopters gekauft bzw. verkauft, wobei Plug-in-Hybride wie der VW Golf GTE, der im Herbst auf den Markt kommt, eine Ausnahme machen werden. „Der Golf GTE wird im Großteil des Händlernetzes erhältlich sein, weil die Anforderungen an die technische Infrastruktur der Stützpunkte geringer sind“, erklärt Amann. •

Investitionen in Kompetenz Neben den Hochvolt-Technik-Schulungen der Mitarbeiter, die viele der Stützpunkthändler für e-Mobilität bereits im Zuge der Markteinführung des Touareg Hybrid absolvierten, mussten einige tausend Euro in die Lade-Infrastruktur investiert werden. „Die In-

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vestitionssumme betrug je nach Standort zwischen 20.000 und 50.000 Euro und war hauptsächlich davon abhängig, ob die Händler eine Schnellladestation installiert haben“, sagt Amann. Erwartungsgemäß werden die verkauften Stückzahlen von reinen E-Fahrzeugen auch künftig auf niedrigem Niveau bleiben, die Investitionen kaufmännisch also noch lange nicht amortisiert sein. Was für Dr. Josef Lamberg, Geschäftsleiter des gleichnamigen Autohauses im 20. Wiener Gemeindebezirk, jedoch kein Dilemma darstellt, weil sich das unternehmerisches Engagement bei der e-Mobilität in einer Umwegrentabilität rechnet: „Wir haben vor allem in die Zukunft investiert, denn je früher die Mitarbeiter in neuen Bereichen Knowhow und Kompetenzen erwerben, desto besser. Außerdem generiert das Thema Elektromobilität positive Nebeneffekte, weil viele Kunden aus Neugierde zu uns kommen.“ Zu Verkaufsprognosen des Elektro-Golf möchte sich Lamberg deshalb genauso wenig wie Amann äußern: „Absatzzahlen sind derzeit reine Nebensache, weil wir momentan noch gar nicht wissen, wie viele Fahrzeuge nach Österreich geliefert werden.“

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014


HANDEL

Neue Angebote für neue Partner Der russische Autohersteller Lada fährt nicht nur mit seinem deutlich preisgesenkten Dauerbrenner, sondern zunehmend auch neuen Produkten auf den Markt. Der neue Österreich-Betreuer Max Schmidt sucht jetzt noch Händlerpartner.

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ax Schmidt, langjähriger Mitarbeiter von Lada Automobile GmbH/Buxtehude, kümmert sich als Gebietsleiter Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) nun verstärkt um die Zweigniederlassung Österreich/Wien. Er plant den weiteren Ausbau des österreichischen Lada-Netzes. „Zurzeit arbeiten wir mit 52 Partnern zusammen, davon sind die meisten Servicebetriebe“, sagt Schmidt. „Wir haben ein ordentlich ausgebautes Servicenetz.“

Weiße Flecken in vielen Regionen Österreichs „Was uns derzeit – außer in Wien, Graz und Eisenstadt – fehlt, sind Verkaufshändler“, sagt Schmidt. „Wir haben derzeit eine Reihe unbesetzter Gebiete!“ Handelspartner brauche Lada vor allem im Westen Österreichs – in Innsbruck, in Stadt und Land Salzburg, in Osttirol, aber beispielsweise auch in Klagen-

Max Schmidt plant in Österreich mehr Partner für Lada

furt und Villach sowie in Amstetten oder in Steyr und Attnang-Puchheim/Vöcklabruck. Trumpf der Lada-Händler war und ist der robuste Taiga 4x4, der in knapp vier Jahrzehnten zum Klassiker gereift ist. Der Preis des viersitzigen „Dauerbrenners“ wurde mit der neuen NoVA deutlich gesenkt: Er kostet nun als Pkw inklusive Steuern ab 12.990 Euro; der neue Lada Granta – der noch in der Einführungsphase ist – ist ab 10.590 Euro zu haben. Der zunehmende Einfluss von Renault auf die Produktgestaltung ist nicht nur in der Entwicklung, sondern in Technik-Details aus dem französischen Konzern ablesbar. • (ENG)


HANDEL

China wächst rasend schnell Audi läuft auf Erfolgskurs – beflügelt durch Erfolge in China und den USA: Heuer soll auch in Europa, wo der Absatz zuletzt sank, wieder aufgeholt werden. Von Mag. Heinz Müller

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in Werk in Ingolstadt, eines in Neckarsulm, eine Fertigungsstätte in Györ und eine in Bratislava – macht man einen Blick auf die Europa-Landkarte, dann wird einem sofort klar: Österreich ist mittlerweile von Audi-Werken regelrecht umgeben. Im Gegensatz zu den deutschen Premium-Konkurrenten Mercedes und BMW ist für die Marke mit den vier Ringen aber keine Fertigung in der Alpenrepublik selbst, z. B. bei Magna in Graz, in Sicht. Dies machte Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler am Rande der Jahresbilanzkonferenz klar: „Wir überlassen die Fertigung in Österreich unseren Kollegen von MAN“, meinte er in Anspielung auf das Werk der LastwagenTochter des VW-Konzerns in Steyr.

Rupert Stadler hat Audi in den vergangenen Jahren zu neuen Erfolgen geführt

Hohe Investitionen in neue Werke Eine klare Aussage, die kaum anders zu erwarten war: Denn immerhin wurde das bisherige Motorenwerk in Györ mittlerweile zu einer vollständigen Fertigungsstätte ausgebaut, in der neben dem A3 Cabrio und der A3 Limousine nun auch der neue TT vom

samt hat Audi in Europa seit 2007, als der Gesamtmarkt um 25 Prozent geschrumpft ist, um 5 Prozent zugelegt – also deutlich gegen den Markttrend.“ Weiterhin sei Audi die größte Premiummarke in Europa, noch immer sei hier der Absatz mit 732.278 Neuauslieferungen (davon rund ein Drittel in Deutschland) am höchsten. Doch China, wo Audi mittlerweile zwei Werke betreibt, rückt rasend schnell an Europa heran: Im Vorjahr wurden im Land der Mitte 491.989 Audi (darunter viele spezielle Langversionen des A4 und des A6) ausgeliefert, ein Plus von stolzen 17 Prozent. In den USA, wo es im Vorjahr ein Plus von 7 Prozent gab, nähert man sich schneller als geplant der Marke von 200.000 Einheiten.

Guter Auftragsbestand in Österreich

Band läuft. Investiert wurde auch in den beiden Stammwerken Ingolstadt und Neckarsulm. Dass dort in den ersten beiden Monaten 35 bzw. 7 Sonderschichten gefahren werden mussten, spricht eine klare Sprache über die Erfolge von Audi. Wie es aussieht, scheint auch der seit dem 2. Halbjahr 2013 feststellbare Aufwärtstrend in Europa anzuhalten. „Wir liegen nach den ersten beiden Monaten beim Absatz um 9,3 Prozent über dem Vorjahr“, freut sich Stadler. Am Stamm-Kontinent hat Audi im Vorjahr mit 732.278 Auslieferungen ein Minus von 2,4 Prozent registriert. Stadler relativiert aber diese Zahlen: „Insge-

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Audi hat früh erkannt, dass man in China spezielle Modelle anbieten muss – etwa längere Versionen des A4 oder A6

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Und Österreich? Da gab es für Audi 2013 einen leichten Dämpfer, als der Absatz um 6,5 Prozent auf 19.547 Stück sank. Heuer wurde jedoch mit einem Marktanteil von 6,8 Prozent der beste Jahresbeginn aller Zeiten verzeichnet, der Abstand zu den Mitbewerbern BMW und Mercedes ausgebaut. Das liege nur zu einem Teil an vorgezogenen Zulassungen aufgrund der für einige Modelle höheren Normverbrauchsabgabe, so Richard Mieling, lange Jahre Audi-Markenleiter und nun Chef der Öffentlichkeitsarbeit bei Porsche Austria. Ziel von Audi sei es, auch am Ende des Jahres einen Marktanteil von rund 6 Prozent zu erreichen, im Vorjahr sind es 6,13 Prozent gewesen. „Wir haben einen hohen Auftragsbestand und keine Angst, dass uns die NoVA allzu stark betreffen könnte.“ Etwa ein Viertel der Fahrzeuge sei sogar günstiger geworden; dies betreffe vor allem gängige TDI-Modelle mit hohen Zulassungsvolumina, so Mieling. •


HANDEL

Mit Seele & Sportsgeist Die ersten 2 Monate sind für Kia gut verlaufen: Dank der erneuerten Modelle Soul und Sportage soll es bis Jahresende so weitergehen.

Mag. Bernhard Denk leitet Kia seit Herbst 2013

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in guter Start ist wichtig für den Verlauf des Jahres: Das weiß Bernhard Denk, seit rund einem halben Jahr amtierender Chef des Kia-Importeurs, schon aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Mercedes. Und daher ist Denk umso glücklicher, dass es bei der koreanischen Marke (die gut zwei Drittel ihrer Autos mittlerweile in Europa fertigt) im Jänner und Februar so gut gelaufen ist: „Mit 1.484 Neuzulassungen haben wir ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zu 2013 erzielt.“ Erwähnen muss man allerdings, dass Kia das Vorjahr mit einem kräftigen Minus im Vergleich zum Rekordjahr 2012 begonnen hat.

Steiles Soul-Heck mit immerhin 354 Liter Platz im Kofferraum

Neuer Händler im Bezirk Bruck an der Leitha

10.000 Einheiten als Ziel bis Jahresende Dennoch: Die Erfolge von heuer sind nicht durch ein neues Modell gesteuert, sondern nur durch den Abverkauf jener Modelle, die noch nicht nach dem neuen Ausstattungsschema Titan/Silber/Gold/Platin angepriesen wurden. Dieses Schema gelte seit Anfang März und sei von den Händlern sehr gut angenommen worden, so Denk. Insgesamt plant Kia heuer einen Absatz von rund 10.000 Neuwagen; im Vorjahr waren es 9.420 Einheiten gewesen. Wird das von Denk genannte Ziel erreicht, wäre dies das drittbeste Jahr in der Geschichte des koreanischen Herstellers nach 2012

(12.641 Stück, 3,76 Prozent Marktanteil) und 2011 (11.147, 3,13 Prozent). Denk schätzt, dass auch heuer wieder der cee’d gemeinsam mit dem Sportage auf 50 bis 60 Prozent der Verkäufe kommen wird. Der Sportage wurde im März optisch und technisch aufgefrischt; anschließend soll Anfang Mai auch der neue Soul zu den Händlern rollen.

Optisch aufgeputzt und selbst erklärend: das Cockpit des Soul

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Gute Nachrichten kommen auch aus dem heimischen Händlernetz: Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, wo erst 70 Prozent der Partner die neue Corporate Identity umgesetzt haben, sind es in Österreich 92 Prozent. Die übrigen Händler sollen bis Jahresende folgen. Neu an Bord ist seit März das Autohaus Bauer in Bruck an der Leitha (Niederösterreich). Man habe mit Skoda das Marktpotenzial im Bezirk mehr als ausgeschöpft, erklärt Geschäftsführer Günther Bauer. Daher habe man sich auf die Suche nach einer zweiten starken Marke gemacht und sei dabei auf Kia gekommen. Angst, dass sich die beiden Marken zu ähnlich sind, hat Bauer übrigens nicht: „Im Preis und in der Größe mag das stimmen. Doch Skoda spricht eher die traditionellen Werte an, während Kia modern und dynamisch ist.“ • (MUE)

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HANDEL

Ruhiger Kurs trotz Gegenwind Höhere Steuern, ein harter Preiskampf und ein bestenfalls stagnierender Gesamtmarkt prägen die Autobranche. Dennoch hält Mag. Gregor Strassl an seinen ehrgeizigen Zielen fest. Von Philipp Hayder Tulln

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er „Megadenzel“ in Wien-Erdberg gilt als größtes Autohaus in Kontinentaleuropa. Eigentlich, meint Mag. Gregor Strassl, müsste man aber von 6 selbstständigen Standorten sprechen. Schließlich habe man in den vergangenen Monaten separate markenspezifische Strukturen mit klaren Verantwortungslinien geschaffen: „Das jeweils verantwortliche Team muss seine Marke lieben, leben, spüren und atmen. Dann stimmt auch die Leistung beim Kunden.“

Neben den 14 Einzelhandelsstandorten von Denzel ist Mag. Gregor Strassl für die Importmarke Mitsubishi verantwortlich treffe es aber die luxuriöse Nischenmarke McLaren: „Auf einem McLaren sind mittlerweile rund 120.000 Euro Steuern drauf.“

Alleinstellungsmerkmal bei Karosseriereparaturen Eine immer wichtigere Rolle spielt im Konzern die Karosseriesparte DenzelCare. Diesbezüglich verfüge man „nicht nur über ein besonders großes Knowhow“, sondern auch über mehr als 30 zumeist selbstständige Franchisepartner in allen Bundesländern, sagt Strassl: „Wir sind der einzige Anbieter, der gegenüber Fuhrparkkunden gewährleisten kann, dass ein beschädigtes Fahrzeug in ganz Österreich zu gleichen Standards und gleichen Preisen repariert wird.“

„Auf gutem Weg“ Die Strukturveränderung in Erdberg ist bezeichnend für den ebenso analytischen wie konsequenten Führungsstil, den Strassl pflegt, seit er vor gut einem Jahr die Verantwortung für die 14 Einzelhandelsstandorte der Denzel-Gruppe übernommen hat. Das Ziel ist ambitioniert: „Bis 2015 wollen wir bei jeder Marke zum besten Drittel bei der Kundenzufriedenheit gehören, stückzahlseitig jeweils die Nummer 1 oder 2 im Bundesland sein sowie insgesamt eine Umsatzrendite von 1 Prozent erreichen.“ Diesbezüglich sieht sich Strassl „auf gutem Weg“. Die Kundenzufriedenheitsumfragen der insgesamt 13 vertretenen Marken würden einen deutlichen Aufwärtstrend zeigen, gleiches gelte für die Verkaufszahlen und für die Rendite. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Rahmenbedingungen denkbar schlecht sind: „Die soeben vollzogene Anhebung von NoVA, motorbezogener Versicherungssteuer und Sachbezugsverrechnung war bereits die zwölfte Erhöhung seit dem Jahr 2000“, kritisiert Strassl. Bei Land Rover und BMW seien die Vorziehkäufe vor der NoVA-Änderung besonders ausgeprägt gewesen, am schlimmsten

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Offensive bei Mitsubishi Über all dem darf nicht vergessen werden, dass Strassl bei Denzel auch weiterhin die Verantwortung für die Importmarke Mitsubishi trägt. Nach einem wechselkursbedingt „alles andere als einfachen“ Jahr 2013, in dem der Marktanteil bei 1,1 Prozent gelegen ist, sollen heuer mindestens 1,3 Prozent erreicht werden. „In den schlimmsten Zeiten war 1 Euro nur 96 Yen wert, davor waren es schon einmal 160 Yen und jetzt sind es wieder 140 Yen“, umreißt Strassl die deutlich bessere Wettbewerbssituation. Diese hat sich bereits in spürbaren Preissenkungen niedergeschlagen: Den prestigeträchtigen Offroader Pajero gibt es nunmehr ab 29.900 Euro, das Volumenmodell ASX steht ab 23.990 Euro in den Schauräumen. •

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Neue Kraft aus Polen Volkswagen errichtet mit dem neuen polnischen Werk für den Crafter-Nachfolger eine zweite Lieferwagenfabrik in der Region um Posen. Von Peter Homola

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inwohner der polnischen Ortschaften Wrzesnia und Steszew in der Nähe von Posen lebten in den vergangenen Wochen in Spannung. Beide Standorte galten als Kandidaten für ein neues Autowerk von Volkswagen. Nun ist es offiziell. Nach dem Auslaufen des heutigen VW Crafter, der bei Daimler entsteht, wird der Nachfolger ab 2016 im polnischen Wrzesnia in der Woiwodschaft Wielkopolska gefertigt. Das künftige Fabrikgelände umfasst rund 220 Hektar und wird aus Karosseriebau, einer Lackiererei sowie der Endmontage bestehen. Der Baubeginn ist für Ende 2014 geplant. Die Produktion soll im 4. Quartal 2016 beginnen. Mit dem Neubau schafft Volkswagen mindestens 2.300 neue Arbeitsplätze. Volkswagen nennt keine Investitionssumme, doch Slawomir Majman, Chef der polnischen Investitionsansiedlungsagentur, twitterte einen Betrag von umgerechnet rund 800 Millionen Euro.

Caddy-Produktion im Werk von Volkswagen Poznan

Jens Ocksen (l.), Mitglied der Geschäftsleitung von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Chef des Crafter-Fertigungsprojekts und Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Poznan

Bekannte Umgebung Mit der Standortentscheidung betritt der deutsche Konzern kein Neuland. Die neue Fabrik wird rund 50 Kilometer von Posen (Poznan) und 35 Kilometer vom bestehenden Werk Volkswagen Poznan, wo der VW Caddy exklusiv gebaut wird und außerdem ein Teil der T5-Produktion entsteht, entfernt sein. Im Vorjahr wurden dort rund 170.900 Fahrzeuge produziert. Organisatorisch wird die neue Anlage Teil des bisherigen Unternehmens. „Das Werk in Wrzesnia wird in jeder Hinsicht von der Nähe zu unserer Fertigung in Poznan profitieren – bei Logistik, Lieferanten und vor allem der Erfahrung vor Ort“, sagt Jens Ocksen, seit Anfang April Chef des Crafter-Fertigungsprojekts sowie Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Poznan. Ocksen, der bislang im Markenvorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge für das Ressort Produktion und Logistik verantwortlich war und weiterhin Mitglied der Geschäftsleitung bleibt, hat die bestehende Fabrik im Posener Stadtteil Antoninek bereits zwischen 2007 und 2010 geleitet. Zu VW Poznan gehören neben dem eigentlichen

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Dr. Eckhard Scholz, Sprecher des Vorstands von Volkswagen Nutzfahrzeuge

Fahrzeugwerk auch der Bereich Sonderwagenbau sowie eine Gießerei mit separaten Standorten. Insgesamt werden rund 6.500 Mitarbeiter beschäftigt. Volkswagen betreibt in Polen noch ein Motorenwerk, zwei Fabriken für Sitzteile der Tochterfirma Sitech sowie insgesamt vier MAN- und Scania-Werke, davon eine MAN-Busfertigungsstätte am Rande von Posen.

Höhere Marktanteile Vom Nachfolger des Crafter, der nicht mehr in Zusammenarbeit mit Daimler entstehen wird, verspricht sich Volkswagen höhere Marktanteile. „Wenn man so einen C/D-Transporter macht, da können Sie schon noch eine Menge Dinge noch besser machen“, sagt Dr. Eckhard Scholz, Sprecher des Vorstands von Volkswagen Nutzfahrzeuge, über die Vorteile der Entwicklung und Produktion im eigenen Haus. „Wir sind in einer erfolgreichen Kooperation mit einem direkten Wettbewerber unterwegs“, sagt Scholz über die aktuelle Zusammenarbeit mit Daimler. „Und das macht eine Kooperation nicht immer ganz einfach.“ Man ist in denselben Märkten unterwegs, hat zum Teil dieselben Kunden. „Diese Kooperation wird sehr professionell geführt, aber sie bremst das eigene Wachstum, und das kann nicht unser Anspruch sein“, so Scholz. Auch hierzulande soll der neue Crafter mehr Verkäufe bringen. „In Österreich gibt es ein paar Segmente, in welchen wir außerordentlich erfolgreich sind, im Crafter-Segment haben wir noch Nachholbedarf“, sagt Scholz.

Gute Nachricht Für die polnische Autoindustrie ist die Entscheidung von VW eine gute Nachricht. Nach 2000 waren polnische Standorte mehrmals für wichtige automotive Investitionen im Spiel, haben diese aber an Tschechien, die Slowakei oder Ungarn verloren. •

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Alter Partner, neuer Schwung Mit der Familie Gady arbeitet Toyota seit 42 Jahren zusammen: Nun will man in Graz zusätzliche Marktanteile gewinnen.

V. l.: Komm.-Rat Friedrich Frey, Gerhard Gady, Johann Potocnik (ToyotaMarkenleiter), Elisabeth SteinerGady, Dr. Friedrich Frey

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ier Niederlassungen hat die Familie Gady für die Marke Toyota: in Graz-Liebenau, Seiersberg, Deutschlandsberg und Litzelsdorf (Burgenland). „Wir arbeiten schon seit mehr als vier Jahrzehnten mit der Familie Gady zusammen“, erzählt Komm.-Rat Friedrich Frey, Seniorchef des Importeurs. Mit seinem Sohn, der die Geschäftsführung des Toyota-Importeurs schon vor einigen Jahren nominell übernommen hat, reiste er nach Graz, um gemeinsam mit der Familie Gady neue Ziele zu postulieren. Man sei in Graz in den vergangenen Jahren stets beim Marktanteil und bei den Stückzahlen unter den Zielen geblieben, sagt Frey. Daher wolle man nun, nachdem man die Verantwortung in der steirischen Landeshauptstadt vom Autohaus Winter an die Familie Gady übertragen habe, neu durchstarten.

Deutliche Steigerungen beim Neuwagen-Absatz geplant Vor allem bei den Hybridautos sieht Frey großes Potenzial. Dem stimmen auch Gerhard Gady und seine Tochter Elisabeth SteinerGady zu. „Wir verkaufen derzeit 20 Prozent der Fahrzeuge als Hybrid, in Zukunft wollen wir diesen Anteil verdoppeln.“ Das sollte gelingen, denn in Graz ist die Feinstaubbelastung traditionell hoch und saubere Modelle wie jene mit Hybridantrieb werden von Stadt und Land gefördert. Gady hofft, dass mit verstärkter Unterstützung des Importeurs der jährliche Neuwagenverkauf von 400 auf rund 600 Stück gesteigert werden kann. • (MUE)

Probe sitzen im Schnitt-Modell: In Graz gibt es derzeit auch eine Hybrid-Ausstellung zu besichtigen

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HANDEL

Prominent besetzter Saisonauftakt

Der Auto-Frühling

In Linz beginnt’s, und das seit 44 Jahren: So lange gibt es schon den „Linzer Autofrühling“. Die traditionsreichste Fahrzeugschau des Landes gilt als Gradmesser für das Verkaufsklima in ganz Österreich.

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rotz des frühlingshaften Wetters fanden zwischen 14. und 16. März mehr als 30.000 Besucher den Weg in das Linzer Designcenter. Auf sie warteten rund 270 Fahrzeuge von 35 Herstellern, präsentiert von 19 Markenhändlern, die so vertrauensvoll zusammenarbeiten wie in kaum einem anderen Ballungsraum. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt Komm.-Rat Paul Zeilinger, der ein unermüdlicher Werbeträger für die Autoschau ist. „Seit 44 Jahren bemühen wir uns, eine Atmosphäre des Wohlfühlens zu schaffen“, unterstrich der Langzeitpräsident des Ausstellervereins im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten.

Die „Atmosphäre des Wohlfühlens“ ist nicht zuletzt sein Verdienst: Paul Zeilinger, bestens vernetzter Präsident des Ausstellervereins, war als charmanter Gastgeber auch heuer wieder in seinem Element.

Prominentes Branchentreffen Dass sich der enorme persönliche Einsatz von Zeilinger und seinen Mitstreitern bezahlt macht, bewiesen die zahlreichen prominenten Messegäste. Führende Stadt- und Landespolitiker waren beim „VIP-Abend“ ebenso vertreten wie die Geschäftsleiter der meisten Automobilimporteure. Selbst EU-Parlamentarier Dr. Paul Rübig ließ es sich nicht nehmen, bei der Auftaktpressekonferenz dabei zu sein. Auch wenn das mit den bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament zu tun haben mag: Das Versprechen des ÖVP-Abgeordneten, sich in Brüssel für den Mehrmarkenvertrieb und andere Händlerrechte einzusetzen, wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen. Auch der eigentliche Zweck der Messe, das regionale Publikum für den Neuwagenkauf zu begeistern, wurde erreicht. Dass direkt am Messestand ein Kaufvertrag unterzeichnet wird, ist mittlerweile freilich eine Seltenheit, bestätigt Zeilinger: „Dafür kam es in den beiden auf den Autofrühling folgenden Wochen zu zahlreichen Probefahrten und damit verbunden Abschlüssen.“ • (HAY)

Kam(m)eraden: Die Innungsmeister Manfred Fuchs (Kfz-Techniker, l.) und Erik Papinski (Karosseure)

Clemens Gradischnig (Peugeot Linz, l.) erhielt Verstärkung von Gebietsleiter Gerhard Partl

Unter dem Namen „Linie G“ präsentierte Christoph Günther ein neues Mobilitätskonzept Prominente Gäste: Roland Punzengruber (Hyundai, l.) und Oliver Mang (Banque PSA)

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CCL-Chef Klaus Nemeth (l.) übernahm von Herbert Breitenfellner (ÖAMTC Oberösterreich) symbolisch den zeitgleich in Wien verliehenen „Marcus“

Helmut Eder fährt mit Mazda und Kia auf der Erfolgsspur

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Doris Seipl hat gut lachen, denn Jaguar und Land Rover liegen mit ihren neuen Modellen voll im Trend


HANDEL

g ist endlich da!

Sonnige Stimmung im Süden Ein Besucherrekord war bei der elften Ausgabe der „AutoEmotion“ nicht möglich: Zu kräftig strahlte die Sonne vom Grazer Himmel. Dafür konnten sich die Aussteller über ein qualitativ besonders hochwertiges Kundeninteresse freuen.

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Philipp Gady (l.) und Karl Bachernegg sind nicht nur mit BMW erfolgreich

icht nur tagsüber, auch am Abend des Messefreitags konnten die Grazer ihre Traumautos in Augenschein nehmen: Die „Lange Nacht des Automobils“ erwies sich auch heuer wieder als Publikumsmagnet. Insgesamt wurden vom 28. bis 30. März rund 12.000 Besucher verzeichnet, denen über 320 Fahrzeuge von 34 Marken präsentiert wurden. Dabei gab es einige Neuerungen unter den teilnehmenden Händlern: So wurde Toyota erstmals von der Autohandelsgruppe Gady und nicht vom (kurz vor der Messe insolvent gewordenen) Partner Winter vertreten. Honda und Subaru waren diesmal nicht dabei, dafür präsentierte sich Mini so umfassend wie noch nie im großzügigen Grazer Messezentrum.

Stabile Marktaussichten Peugeot-Händlersprecher Bernhard Kalcher (l.) im Gespräch mit Heinz P. Robinson Georg Staudinger (Jaguar und Land Rover) verlässt sich in Graz auf Maria Gaberszik

Die Gespräche mit den Besuchern gaben vielen Händlern Anlass zum Optimismus. Trotz vieler Vorziehkäufe sei der befürchtete Nachfrageeinbruch nach Inkrafttreten der höheren NoVA noch nicht zu bemerken, sagte beispielsweise Herbert Pirker, Verkaufsleiter des steirischen Pappas-Teilunternehmens Wittwar. Landesgremialobmann Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner geht daher davon aus, dass der steirische Pkw-Markt auch heuer ein Niveau von rund 42.000 Neuzulassungen erreichen wird. • (HAY)


HANDEL

Mit Blumen zum neuen Rekord 30.199 Besucher zählte die Messezentrum Salzburg GmbH beim Messedoppel der ersten „Garten Salzburg“ mit der bereits zum achten Mal veranstalteten „Auto Messe Salzburg“.

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chönwetterbedingt war der Besuch am Freitagnachmittag eher schwach, während der trübe Sonntag den Besucherrekord möglich machte. „Das Gartenthema hat die Auto Messe ideal unterstützt“, bestätigten Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Henrik Häcker sowie eine Reihe von Ausstellern.

Alternativantriebe und Infotainment

Traditionell präsentierten die Aussteller am Vorabend der Automesse die Neuheiten ihrer Marken im Detail, anschließend konnte die Presse ein Gruppenbild mit Messechef Dipl.-Kfm. Henrik Häcker (untere Reihe, dritter von rechts) schießen

Erfolgsfaktor Regionalität Positiv fällt die Bilanz der Leobner Automesse (22. und 23. März) aus. „Insgesamt konnten wir mehr als 17.000 Besucher begrüßen. 14 Händler präsentierten über 200 Fahrzeuge von 26 Marken mit einem Gesamtwert von über 4,5 Millionen Euro“, sagt Komm.-Rat Ing. Josef Puntinger, Chef des gleichnamigen Leobner Autohauses und gemeinsam mit Karl Stockreiter, Geschäftsführer von Toyota Stockreiter, Initiator der Messe. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom steirischen Fahrzeughandel. „Mit derartigen Autoshows kommen wir direkt zum Publikum und können vielen Menschen die Fahrzeuge schmackhaft machen“, sagt Gremialobmann Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner. Dass regionale Messen ankommen, wird von den Händlern bestätigt: „Wir waren bereits zweimal in Leoben vertreten, haben sehr gute Erfahrungen gemacht und konnten mehrere Verkäufe dieser Messe zuordnen“, meint Christian Walcher von Jaguar und Land Rover Graz. • (DSC)

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Sonnleitner elektrifiziert Salzburg: Christian Ausweger, Verkaufsleiter

Auch Abschlüsse wurden bei der Auto Messe gemacht, bei der 600 Autos von 40 Marken auf 3.000 Quadratmetern zu sehen waren. Dies galt für Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb, bei denen das Interesse auch nach dem NoVA-Zulassungsboom ungebrochen war, ebenso wie für alternativ- und elektrobetriebene Autos. Auch die Probefahrtmöglichkeit, im Innenhof des Messezentrums mit Elektroautos wie VW e-up! und BMW i3 Runden zu drehen, wurde intensiv genutzt: Allein die zwei BMW i3 von Auto Frey waren an den drei Messetagen rund 200 Mal im Einsatz. Traditionell ergänzten die Motorsportschau „Vom GoKart bis zur Formel 1“ und das Europafinale der EMMA (European Mobile Media Association), zu dem 226 Teilnehmer aus 26 Ländern bis zu 4.000 Kilometer anreisten, die Messe. Bei mobilem Infotainment gezeigt wurden die aktuellen Digitalradios, die mobile Vernetzung und InteKonzentration auf Opel: Robert Adelsberger (ÖFAG) mit gration in das FahrzeugDistriktleiter Mag. Thomas Bordnetz. • (ENG)

Gerd Schober, Verkaufsleiter Retail, mit Rudolf Schinwald, Niederlassungsleiter Salzburg von Toyota Frey

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Forsthuber (GM Austria)

Josef Essl als konstanter Faktor: Aus E4you wurde MP ecoDrive

Josef Nußbaumer mit Gattin Mag. Angelika Nußbaumer (Gesellschafterin und Marketing)


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„Wenn die Kapazität der Batterien besser wird und die Reichweite steigt, ist das ein Thema“,

MANAGEMENT

meint Prof. Ulrich Hackenberg (Audi) auf Seite 40

„Ein Händler könnte für nicht im Haus gekaufte Billig-Produkte eigene Pauschalen verlangen“, erklärt George Rietbergen (Goodyear/Dunlop) auf S. 45

Aus OMV mutiert Lukoil Lubricants Optisch bereits umgerüstet auf die Synthetic-Linie „Genesis“ präsentiert sich Lukoil Lubricants am OMV-Standort in Wien-Lobau. Head of European Sales Dipl.-Ing. Christian Eibl und sein Marketing Manager Gerald Kaspar wollen mit der russischen Schmierstoffmarke den Big Players im Markt Paroli bieten. Während die OMV-Ölmarke Bixxol in den nächsten drei Jahren nur noch exklusiv über OMV-Tankstellen vermarktet wird, plant Ing. Ulrich Ruckenbauer eine Vermarktungsoffensive im Autohaus-Segment. Details dazu im Mai-Heft.

Magna Graz: Mini bleibt Volumenmodell Mit einer Fahrzeugproduktion auf dem Niveau von 2013 (146.566 Einheiten) im Werk Graz rechnet Magna-Chef Dipl.-Ing Günther Apfalter. Volumenmodell werde weiter der Mini bleiben, der in den Versionen Countryman und Paceman gefertigt werde. Die Produktion der Mini-Submodelle werde noch einige Jahre weiterlaufen und „nahtlos in den neuen BMW-Vertrag“ übergehen, wobei Apfalter noch nicht verraten wollte, welches BMW-Modell gebaut werden soll. Weiter auf hohem Niveau läuft die Produktion des Mercedes G.

Vorbereitungen für Allradmesse bereits angelaufen Die Vorbereitungen für die Allrad-Messe 4x4 2014, die vom 4. bis 7. September 2014 in Gaaden/Wienerwald im Landgut 2 Eichen stattfinden wird, sind bereits angelaufen. Bei entsprechendem Wetter erwartet Veranstalter Johannes Mautner Markhof rund 10.000 Besucher. Gezeigt werden 250 Fahrzeuge, davon allein 50 auf Test- und 20 auf Demo-Strecken. Das 4x4-Angebot heimischer Automobilimporteure ergänzen Aussteller aus den Segmenten Reifen, Zubehör, Sonderfahrzeuge, Expeditionsumbauten und Reise.

Qoros: Europapläne verzögern sich Entgegen ursprünglichen Plänen soll erst in zwei Jahren der Startschuss zum Aufbau eines Europa-Vertriebs für die in chinesisch-israelischem Eigentum stehende Marke Qoros fallen, wie Qoros-Sprecher Eric Geers kürzlich bekanntgab. „Dann werden wir im ersten Schritt in Osteuropa, in der Folge in Nordeuropa und schlussendlich auch in den westeuropäischen Märkten aktiv werden.“ Unterdessen wurden in China 20 Handelsstandorte eröffnet, bis zum Jahresende soll die Zahl auf circa 100 Betriebe wachsen.

Forstinger: Zweiradsegment soll weiter wachsen Das Handelsunternehmen Forstinger will den motorisierten und nicht motorisierten Zweiradbereich heuer weiter forcieren. „Mit über 20.000 verkauften Fahrrädern pro Jahr sind wir unter den Top-Drei in Österreich“, sagt Mag. Bernd Lechner, CFO von Forstinger. Zusatzangebote wie Fahrradservice sollen intensiver beworben werden. Mit einem entsprechenden Angebot will Forstinger auch im Moped-Segment die Absatz-Spitzenposition in Österreich verteidigen und sich verstärkt dem Segment von Leichtmotorrädern widmen.

32

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Dieter Scheuch

Bitterer Nachgeschmack Haben Sie gewusst, dass eine Hamburger Kaffeerösterei, die auch in Österreich zahlreiche Filialen betreibt, zumindest kurzfristig mit Fahrzeugen handelt? Tchibo lockt Kunden, die stolze Besitzer ihrer „PrivatCard“ sind, mit einem besonderen Angebot: Einen smart fortwo samt „pure plus Paket“ inklusive 4-Jahresgarantie gibt’s für röstfrische 8.990 €, Kunden können bei diesem Angebot 2.625 € sparen. Nachdem bereits die ElektronikKette Mediamarkt als Fahrzeughändler in Erscheinung trat, bleibt bei derartigen Vertriebswegen ein bitterer Nachgeschmack: Vielleicht springen bald auch weitere Kundencard-Handelsbetriebe auf diesen Vertriebszug auf. Und was macht der Autohandel? Er darf weiter fleißig in Autohäuser und Personal investieren, um dann solche „Nicht-Geschäfte“ abzuwickeln.


Mehr als erwartet Das Autohaus Bach in Knittelfeld arbeitet seit knapp zwei Jahren mit Loco-Soft. Das Unternehmer-Ehepaar zieht Bilanz. ann das sein?“, war die erste Reaktion von Albert Bach, Geschäftsführer von Autohaus Bach in Knittelfeld beim ersten Kostenvoranschlag von Loco-Soft: „Das ist nicht zu glauben.“ Die Skepsis kam aus der Tatsache, dass Loco-Soft laut Angebot weder Installations- noch Einschulungs- und Supportkosten verrechnen wollte. Einzig die monatliche Miete des Programmes (pro Arbeitsplatz) sollte anfallen. Nicht zuletzt aufgrund der unverbindlichen TestWaltraud und Albert Bach sind von Loco-Soft überzeugt phase machte das Ehepaar Bach die Probe aufs Exempel und wurde von Loco-Soft bestätigt: Es kann sein, es ist zu glauben. Albert punktet mit der kompetenten und seriösen Werkstätte sowie Bach: „Alle Schnittstellen und Verlinkungen zu bestehenden dem persönlichen Kontakt. Systemen wurden kostenfrei hergestellt.“ Waltraud Bach, Partnerschaft mit Loco-Soft die als Chefin der Administration hauptsächlich mit der UmDen partnerschaftlichen Maßstab, der selbst gelebt wird, hat stellung befasst war, lobt das System und die Mitarbeiter Familie Bach auch vom Software-Lieferanten erwartet und von Loco-Soft: „Herausragend sind die Aktualität der Daten bei Loco-Soft erhalten. Bach profitiert damit von optimalen sowie die Kompetenz und Erreichbarkeit der Mitarbeiter.“ Anbindung an die beiden Marken: Bei Opel erfüllt LocoDaten werden über Nacht aktualisiert, notwendige ÄnderunSoft die Vorgaben für alle Opel-Partner, der EDV-Speziagen am Stichtag funktionierend bereitgestellt. Als Beispiel list ist seitens Opel für Opel-Service-Partner und Vertragsnennt die Chefin die aktuelle NoVA-Umstellung. Ebenso händler zertifiziert. In den letzten Monaten gab es begeistert ist Waltraud Bach von der Hotline: „Kompetent, umfassende Neuerungen. Mehrere Anbindungen sind hinfreundlich und sofort problemlösend. Denn ein Problem im zugekommen und wurden in Loco-Soft komfortabel geTagesgeschäft ist immer dringend, der Kunde wartet.“ bündelt. Hierdurch ist es möglich, aus einem ProgrammMiteinander statt gegeneinander arbeiten punkt alle wichtigen Informationen bei Opel abzurufen. Bei Das Ehepaar Bach, das seit der familiären Übernahme 1986 Suzuki punktet das Software-Haus mit umfangreichen den Betrieb führt, legt größten Wert auf Partnerschaft und ein Schnittstellen wie Anbindung an den EPC, ET-Bestellungen faires Miteinander. Das betrifft einmal die Marken: Von Opel und Import elektronischer ET-Lieferscheine, ET-Preisupdagibt es eine Schulungsurtes, Modelldaten & Arbeitsrichtzeiten, Rückkunde des Firmengründers, rufaktionen, Garantieanträge und Suzuki-Serdatiert: Rüsselsheim, 1938. vice-Meldungen. Und bei der Größe der Firma Der Marke Suzuki ist man Bach kostet alles zusammen 215,– Euro netto seit 2004 erfolgreich verim Monat. bunden. Langjährige Partnerschaft wird auch bei den Loco-Soft Austria GmbH Reichenhaller Str. 6-8 Mitarbeitern und natürlich 5020 Salzburg bei den Kunden groß geTel. 0662 842550 schrieben. „Sonst hätten Fax 0662 842214 wir nicht so lange bestehen vertrieb@loco-soft.at können.“ Die Familie Bach

www.loco-soft.at

Advertorial

K


MANAGEMENT

Ein „Adieu“ für immer Zum überraschenden Tod unseres Verlegers Helmuth H. Lederer am 4. März 2014 erreichte uns eine Fülle an Beileidsschreiben. Einige davon möchten wir hier wiedergeben.

Lieber Helmuth! Diesmal tief betroffen und bewegt schreibe ich Dir, so wie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder zwischen uns gepflogen einen letzten handschriftlich verfassten Brief und es fällt mir schwer, die richtigen Worte und Formulierungen zu finden – ist dies doch ein Abschiedsbrief für immer! Wie konnte es passieren, dass Du Dich so plötzlich von dieser Welt verabschiedet hast, ohne jegliche Vorwarnung und so kurz nach Deinem 77. Geburtstag? Der Ort, an dem Du uns verlassen hast, war sicher nicht Zufall, ich vermute, dass Du den Genfer Automobilsalon ganz bewusst gewählt hast! Inmitten der glitzernden Autoparade und umgeben von den mächtigsten und angesehensten Repräsentanten der weltweiten Automobilszene, hast Du uns für immer „Adieu“ gesagt. Zurück bleibt neben Deiner um Dich trauernden Familie und den zahllosen Wegbegleitern und Freunden insbesondere auch Dein Lebenswerk, auf das Du sehr, sehr stolz sein kannst. Buchstäblich aus dem Nichts heraus hast Du mit Fleiß und Beharrlichkeit rund um das Automobil ein Imperium aufgebaut, welches seinesgleichen sucht. Schmerzlich macht uns Dein so plötzlicher Tod bewusst, was Dein Leben für uns bedeutete. Mit Dir ging ein Mensch und für viele ein Freund von uns, der sein Wirken und seine unternehmerische Verantwortung bis zuletzt in den Dienst der Fahrzeugwirtschaft und des Automobils gestellt hat. Harte Arbeit, Fleiß und oftmals auch Mut zum Risiko markieren Deinen beruflichen Werdegang. Wir alle, die wir um Dich trauern, sind Dir zu großem Dank verpflichtet. Diesen Dank darf ich an dieser Stelle, sowohl persönlich als auch namens des österreichischen Fahrzeugeinzelhandels abstatten. Unser Leben ist nun ärmer geworden, ärmer um einen hervorragenden Menschen, ärmer um einen

34

Vordenker und Visionär und ärmer um einen aufrichtigen Freund! In unserer Erinnerung wirst Du stets weiterleben – auch wenn Du nicht mehr unter uns bist, so bleibst Du doch in uns! Komm.-Rat Ing. Josef Schirak, St. Pölten

Der von Komm.Rat Ing. Josef Schirak handschriftlich verfasste Brief

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Neue Produkte, Innovationen und neue Technologien, neue Formen des Vertriebs, eine Flut von Daten und Informationen – nichts kennzeichnet das Automobilgeschäft mehr als diese Fülle von Veränderungen. Zugleich hat die Geschwindigkeit des Wandels in einem schier unvorstellbaren Maße zugenommen. Das muss man nicht beklagen. Es beschreibt ja schließlich nur die Dynamik dieser Branche, auf die wir stolz sind. Umso mehr hält man inne, wenn ein Schock, wie der Tod von Helmuth H. Lederer, dieses „Gleichgewicht von Dynamik und Normalität“ abrupt stört. Man entdeckt sich, dass darüber reflektiert wird, wo die eigentlichen Werte in dem „Räderwerk“ liegen, welches die Konstanten im Prozess der steten Veränderung sind. Was bleibt? Ein Mensch wie Helmuth Lederer, den wir seit Genf schmerzlich vermissen, war Antrieb und Fixpunkt zugleich. Deshalb werden es vor allem zwei Dinge sein, die die Erinnerung an ihn wachhalten: die Einzigartigkeit seines Lebensentwurfs und die beeindruckende Persönlichkeit. Helmuth Lederer war vieles in einem: Unternehmer, Organisator, Innovator, Verleger, mit einer tiefen Verbundenheit zur Industrie, zum Handel, zu den Produkten, zur Hard- und Software, Daten und Nachrichten. Er war ein Vulkan neuer Ideen. Er hat Prägendes hinterlassen. Er hat uns beeindruckt. Aber er war auch Mensch und Freund. Leise, verlässlich, Vertrauen schenkend, in sich ruhend. Das ist das, was über den Tag hinaus bleibt: Lebensleistung und Persönlichkeit. Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) 1997-2007


Mit Bedauern mussten wir dieser Tage das traurige Hinwegscheiden von Helmuth H. Lederer den Medien entnehmen. Die Audatex Österreich, aber im speziellen Dr. Nathschläger und ich, wollen Ihnen persönlich sowie allen Mitarbeitern des A&W Verlages unser aufrichtiges Beileid aussprechen und trauern mit Ihnen um diesen tragischen Verlust. Ich habe Herrn Lederer noch am Eurotax-Neujahrsempfang in Wien gesehen und umso überraschter und betroffener waren wir, als wir diese schlimme Nachricht lesen mussten. Dr. Richard Nathschläger und Thorsten Beck, Audatex Österreich

Wieder ist einer aus der alten und erfolgreichen Riege der Autobranche von uns gegangen, auch so ein Mensch mit Kraft, Ideen und Dynamik, wie einst mein Chef (der ebenso plötzlich verstorbene ehemalige BGO Heinz Havelka, Anm.). Die Parallele zu seinem Ableben erstaunt. Macht mich aber zugleich zuversichtlich, dass die beiden da oben eine Riesenhetz haben werden und wer weiß, welche Ideen Sie da ausbrüten. Herzlichst Ihre Sylvia Müller, Auto Havelka, Wien

Lieber Herr Lustig, mit Erschütterung lese ich heute vom Verlust von Helmuth Lederer, einem meiner größten Vorbilder, menschlich wie beruflich. Ich habe verstanden, dass seine Beisetzung im engsten Familienkreis stattfindet. Sollte eine symbolische Verabschiedung für uns, seine Kollegen und Freunde aus der automotiven Welt, geplant sein, bitte ich um Verständigung. In echter Trauer, Fritz Fruth, ehem. BMW- und Rolls-Royce-Pressesprecher, Baden

Lieber Herr Lustig, ich kann Ihnen nicht sagen, wie betroffen mich die Nachricht vom Ableben des Grandseigneurs der Automobilbranche macht! Ich habe ihn noch lebhaft vor Augen, wie wir anlässlich der Vienna Autoshow nett plaudern konnten. Dass ausgerechnet in Genf, Helmuth Lederers Lieblingsstadt, sein Leben enden musste, ist wohl ein Zeichen des Schicksals. Ich werde das Andenken von Herrn Lederer für immer hochhalten und möchte in diesem Sinne, Ihnen als Vertreter seiner Medien meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Ing. Heribert Binder, ehem. Marketingleiter bei Toyota Frey, Wien


MANAGEMENT

Ein Monat, der es in sich hatte Gebrauchtwagen Feb. 2014

36

Jän.–Feb. 2014 +/ – in % z. Vorjahr

MA in %

+/ – in % z. Vorjahr

Stück

MA in %

VW

12.608

19,56

9,13

25.672

20,00

5,92

Audi

6.191

9,61

17,03

12.319

9,60

11,91

BMW

4.509

7,00

16,00

9.003

7,01

12,06

Opel

4.489

6,97

15,88

8.806

6,86

8,45

Ford

4.040

6,27

10,14

8.073

6,29

4,42

Mercedes-Benz

3.353

5,20

15,07

6.611

5,15

10,29

Renault

3.157

4,90

15,35

6.345

4,94

8,44

Peugeot

2.730

4,24

7,18

5.560

4,33

4,55

Skoda

2.567

3,98

7,86

5.106

3,98

7,27

Mazda

2.273

3,53

18,02

4.419

3,44

7,21

Fiat/Abarth

2.267

3,52

15,60

4.443

3,46

8,74

Seat

2.262

3,51

25,60

4.460

3,47

20,05

Citroën

1.615

2,51

7,95

3.227

2,51

3,93

Toyota

1.594

2,47

5,21

3.357

2,61

7,63

Hyundai

1.331

2,07

42,05

2.513

1,96

21,87

Nissan

1.021

1,58

0,00

1.960

1,53

2,30

Kia

951

1,48

9,18

1.882

1,47

7,79

Suzuki

951

1,48

6,73

1.929

1,50

2,39

Mitsubishi

792

1,23

12,34

1.497

1,17

2,25

Volvo

708

1,10

8,09

1.485

1,16

11,24

Alfa Romeo

695

1,08

18,80

1.314

1,02

6,40

Honda

600

0,93

5,63

1.174

0,91

-0,34

Marke

Stück

Chevrolet/Daewoo

514

0,80

4,47

1.008

0,79

-5,97

Chrysler

349

0,54

5,44

681

0,53

-5,94

Mini

318

0,49

32,50

599

0,47

25,05

Porsche

312

0,48

91,41

469

0,37

47,48

Jeep

298

0,46

12,03

580

0,45

6,03

Dacia

295

0,46

63,89

618

0,48

50,73

Land Rover

279

0,43

36,76

520

0,41

30,33

smart

269

0,42

20,63

554

0,43

21,76

Subaru

220

0,34

-6,78

474

0,37

-20,47

Lancia

192

0,30

9,09

410

0,32

7,61

Jaguar

149

0,23

67,42

261

0,20

58,18

Rover

88

0,14

1,15

168

0,13

0,00

Saab

73

0,11

5,80

138

0,11

-13,75

Daihatsu

72

0,11

-39,50

157

0,12

-32,62

Lexus

51

0,08

-10,53

99

0,08

-13,16

Dodge

39

0,06

25,81

76

0,06

7,04

SsangYong

32

0,05

-21,95

80

0,06

2,56

Ferrari

27

0,04

575,00

40

0,03

400,00

Maserati

19

0,03

850,00

24

0,02

118,18

Lada

12

0,02

20,00

21

0,02

-25,00

Bentley

9

0,01

80,00

17

0,01

13,33

Aston Martin

7

0,01

250,00

11

0,01

120,00

Lamborghini

5

0,01

150,00

7

0,01

133,33

MG

5

0,01

66,67

6

0,00

-14,29

Infiniti

3

0,00

50,00

7

0,01

250,00

Rolls-Royce

2

0,00

0,00

3

0,00

200,00

KTM

0

0,00

-100,00

1

0,00

-50,00

Sonstige

104

0,16

44,44

198

0,15

32,89

Summe

64.447

100,00

13,29

128.382 100,00

8,23

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

E

s war natürlich abzusehen, dass es im letzten Monat vor der NoVA-Erhöhung ein deutliches Plus bei den Neuzulassungen geben würde: Das Ausmaß hat dann aber doch einigermaßen überrascht. So zum Beispiel registrierte man in Wien gleich ein Plus von mehr als 47 Prozent. Wer mutmaßt, dass der eine oder andere große Händler oder Importeur da ein bisschen mitgeholfen hat, um (unter anderem) PSstarke Fahrzeuge in höheren Klassen noch zum „alten“ Preis zuzulassen, wird nicht falsch liegen. Spannend ist auch, dass es in allen Bundesländern zweistellige Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr gab. Und hätte das Burgenland noch 30 zusätzliche Fahrzeuge geschafft (was in einem Monat mit mehr als 28 Tagen der Fall gewesen wäre), hätte es in allen neun Bundesländern vierstellige Zulassungsergebnisse gegeben, was auch höchst selten passiert.

Gebrauchte Fahrzeuge besonders gefragt Ähnlich erfreulich lief das Geschäft bei den Gebrauchtwagen: 64.447 Zulassungen bedeuten ein Plus von 13,3 Prozent: Bei einigen Marken (Mazda, Audi, BMW, Opel, Renault und Mercedes) lief das Geschäft sogar noch besser. • (MUE)

Modell-Ranking Neuwagen Marke/ Modell

VW Golf VW Polo Skoda Octavia Hyundai i20 Renault Mégane VW Tiguan Hyundai i30 Hyundai ix35 Ford Focus Renault Clio

Februar 2014

Jän.–Feb. 2014

Stück MA in% Stück MA in%

1.362 697 690 681 671 662 637 622 595 557

4,9 2,5 2,5 2,5 2,4 2,4 2,3 2,3 2,2 2,0

2.517 1.492 1.451 1.172 1.272 1.136 867 955 1.214 907

4,9 2,9 2,8 2,3 2,5 2,2 1,7 1,9 2,4 1,8

Bundesländer Neuanmeldungen Bundesland B K NÖ OÖ S St T V W

Feb. 14 970 1.409 5.371 4.591 2.114 3.436 2.232 1.142 6.324

+/- % +21,71 +29,38 +36,01 +14,06 +20,66 +23,51 +29,69 +41,69 +47,93

Feb. 13 797 1.089 3.949 4.025 1.752 2.782 1.721 806 4.275

Alle Daten zum Fahrzeugmarkt finden Sie auch im MarketAnalyser von Eurotax!


Neuwagen Stück

VW Hyundai Audi Renault Ford Opel Skoda Seat Mazda BMW Peugeot Mercedes Benz Fiat/Abarth Kia Citroën Toyota Nissan Dacia Suzuki Mitsubishi Land Rover Chevrolet Volvo Honda Porsche Jeep Mini Subaru Alfa Romeo Lancia Smart Jaguar Maserati Lexus Bentley Ferrari Lamborghini Aston Martin SsangYong Saab Cadillac Daihatsu Infiniti KTM Lada Lotus Rolls-Royce Sonstige Summe

4.406 15,97 2.403 8,71 2.102 7,62 1.707 6,19 1.668 6,05 1.552 5,63 1.444 5,23 1.388 5,03 1.296 4,70 1.052 3,81 924 3,35 871 3,16 861 3,12 806 2,92 624 2,26 575 2,08 568 2,06 505 1,83 485 1,76 380 1,38 362 1,31 276 1,00 268 0,97 209 0,76 158 0,57 144 0,52 114 0,41 97 0,35 87 0,32 55 0,20 51 0,18 45 0,16 22 0,08 20 0,07 19 0,07 8 0,03 7 0,03 6 0,02 5 0,02 1 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 18 0,07 27.589 100,00

15,28 88,47 36,49 38,33 25,41 34,61 38,05 30,57 108,03 24,06 28,69 10,53 7,36 17,84 18,86 -0,35 -33,57 23,47 51,56 90,00 57,39 13,11 30,10 46,15 167,80 128,57 -19,72 125,58 -9,38 -8,33 10,87 136,84 0,00 66,67 850,00 33,33 0,00 0,00 0,00 0,00 -100,00 0,00 -100,00 -100,00 -100,00 0,00 0,00 >999 30,16

Jän.–Feb. 2014 Stück

MA in %

8.516 3.766 3.506 3.081 3.232 3.403 3.122 2.400 2.222 2.018 1.758 1.998 1.679 1.484 1.299 1.012 959 1.219 773 652 604 541 545 322 237 231 195 151 177 93 119 84 32 49 22 16 8 8 9 1 1 0 5 0 0 0 2 28 51.579

16,51 7,30 6,80 5,97 6,27 6,60 6,05 4,65 4,31 3,91 3,41 3,87 3,26 2,88 2,52 1,96 1,86 2,36 1,50 1,26 1,17 1,05 1,06 0,62 0,46 0,45 0,38 0,29 0,34 0,18 0,23 0,16 0,06 0,09 0,04 0,03 0,02 0,02 0,02 0,00 0,00 0,00 0,01 0,00 0,00 0,00 0,00 0,05 100,00

Jän.–Feb. 2014 (inkl. Kzl)

+/ – in % z. Vorjahr

männl.

weibl.

betriebl.

Taxi1

Vermietung1

-6,07 41,15 7,48 20,45 25,32 35,25 -33,81 -10,28 70,79 -12,03 19,19 2,51 -4,17 19,01 10,93 -24,59 -30,20 36,97 33,51 9,76 37,90 7,13 13,54 15,00 62,33 90,91 -12,56 86,42 -23,38 -19,83 -41,09 95,35 0,00 28,95 266,67 77,78 0,00 0,00 0,00 0,00 -66,67 -100,00 -54,55 -100,00 -100,00 0,00 0,00 600,00 5,36

1.675 702 587 739 585 759 729 389 828 532 540 465 326 675 403 448 217 690 288 187 101 295 147 162 60 35 39 66 37 9 41 13 13 16 2 3 0 5 3 0 1 0 2 0 0 0 0 11 12.825

1.029 717 330 342 293 388 371 290 476 114 376 159 241 443 228 229 146 396 183 101 42 184 50 64 13 9 38 29 30 8 31 0 2 7 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 7.362

5.812 2.347 2.589 2.000 2.354 2.256 2.022 1.721 918 1.372 842 1.374 1.112 366 668 335 596 133 302 364 461 62 348 96 164 187 118 56 110 76 47 71 17 26 19 13 8 3 6 1 0 0 3 0 0 0 2 15 31.392

15 5 1 8 42 4 28 7 4 4 1 53 2 1 1 19 1 6 0 0 0 3 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 205

616 62 193 31 79 476 364 197 7 157 47 323 80 28 65 55 139 0 9 0 1 1 12 0 4 3 18 0 0 1 3 17 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 2.990

Diplomatie1 10 0 4 1 1 2 0 0 0 36 0 16 0 0 0 6 1 0 0 0 1 0 7 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 88

in betrieblichen Zulassungen enthalten

Marke

MA +/ – in % in % z. Vorjahr

1

Feb. 2014

Gewinner und Verlierer nach Segmenten Jänner–Februar 2014: 51.579 Kleinwagen

Stadtwagen

Microvans

Familyuntere vans Mittelklasse +/-0,0 %

2.370

9.165

1.374

-9,2 %

-7,2 %

-9,0 %

10.662

3.645

Mittelklasse

Oberklasse

Luxusklasse

Sportwagen

Geländewagen

+0,6 %

+7,3 %

+111,7 %

+68,2 %

+27,7 %

+28,3 %

+23,3 %

5.114

1.338

163

328

2.559

10.044

2.627

Geländew. Minivan medium

-3,1 %

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

37


MANAGEMENT

Das halbe Dutzend ist voll Im Februar wurde bereits im sechsten Monat in Folge eine steigende Zahl an Neuwagen abgesetzt. Gleich 18 der 20 größten Hersteller lagen damit im Plus. Die Anzeichen, dass die Krise überwunden ist, mehren sich.

E

s sind Zahlenspielereien, mehr nicht: Doch sie verdeutlichen, wie positiv die ersten beiden Monate dieses Jahres im europäischen Neuwagenhandel verlaufen sind. Nur 7 der insgesamt 30 registrierten Länder verbuchten bisher ein Minus. Doch in all diesen 7 Ländern (Belgien, Estland, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Schweiz und Zypern) zusammengerechnet wurden nur 8.328 Neufahrzeuge weniger verkauft als im Vorjahr – was nicht einmal dem Neuwagenabsatz in Wien in dieser Zeit (10.785 Einheiten) entspricht. Andersrum gesagt ist es noch viel BMW-Vorstand Dr. Nor- erfreulicher: Im Jänner und Febbert Reithofer präsenruar stieg der Neuwagenverkauf in tierte positive Zahlen 23 Ländern Europas, und zwar um 6,1 Prozent oder exakt 50.582 Stück. Insgesamt war der Februar bereits der sechste Monat in Folge mit einem steigenden Neuwagenabsatz: Das wirkt sich auch bei den einzelnen Marken aus, denn kumuliert weisen alle Top-10-Hersteller heuer ein positives Ergebnis aus, wobei Audi mit einem Plus von 9,2 Prozent besonders hervorsticht. Insgesamt gibt es bei 18 der 20 stärksten Marken Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr: Bei Suzuki, Mazda und Dacia liegen sie sogar jenseits von 20 Prozent. Bei den Modellen rollt der VW Golf weiterhin einsam voran: Mit 73.629 Stück und einem Plus von 16,3 Prozent in den ersten beiden Monaten ließ er den Zweitplatzierten (VW Polo mit 42.783 Stück) weit hinter sich. Damit überholte der erneuerte Polo den Renault Clio, der auf 42.271 Neuzulassungen kam.

BMW will auf mehr als 2 Millionen Stück kommen Gute Nachrichten gibt es auch von BMW: 90.324 Stück in Europa in den ersten beiden Monaten bedeuten einen Zuwachs von 2,9 Prozent. Nach den Rekorden im Vorjahr (1.655.138 BMW sowie 305.030 Mini und 3.630 Rolls-Royce) rechnet Vorstandsvorsitzender Dr. Norbert Reithofer heuer mit neuerlichen Zuwächsen: „Voraussichtlich werden wir die Marke von 2 Millionen Stück heuer übertreffen.“ Im Vorjahr war BMW mit 1.963.798 Neuwagen nur knapp an dieser Zahl gescheitert. • (MUE)

38

Länderstatistik Land Feb. 14 Belgien* 43.497 Dänemark 14.755 Deutschland 209.349 Estland 1.424 Finnland 8.165 Frankreich 141.290 Griechenland 4.358 Großbritannien 68.736 Irland 12.753 Island* 486 Italien 119.124 Kroatien 2.225 Lettland 903 Litauen 1.044 Luxemburg 4.123 Niederlande 33.995 Norwegen 11.298 Österreich 27.589 Polen 23.584 Portugal* 8.446 Rumänien 5.108 Schweden 21.525 Schweiz 21.562 Serbien* 1.545 Slowakei 5.076 Slowenien 4.047 Spanien 70.105 Tschechische Republik 12.779 Ungarn 5.017 Zypern 610 Total 884.518 * geschätzte Volumina für Februar

Feb. 13 45.400 12.242 200.683 1.364 7.865 143.255 4.118 66.749 10.579 380 109.836 1.808 773 782 4.090 32.457 11.369 21.196 24.109 7.523 4.213 17.860 22.188 1.254 4.395 3.807 58.636 10.562 3.864 579 833.936 2014

Veränd. in % -4,20% 20,50% 4,30% 4,40% 3,80% -1,40% 5,80% 3,00% 20,60% 27,90% 8,50% 23,10% 16,80% 33,50% 0,80% 4,70% -0,60% 30,20% -2,20% 12,30% 21,20% 20,50% -2,80% 23,20% 15,50% 6,30% 19,60% 21,00% 29,80% 5,40% 6,10%

kum. 14 kum. 13 93.081 96.084 31.014 26.988 415.345 392.773 3.046 3.077 20.854 18.111 266.744 268.053 10.527 9.645 223.298 210.392 35.666 27.821 978 839 237.849 224.737 4.445 3.609 1.871 1.549 2.220 1.783 7.538 7.465 79.001 80.822 22.719 23.044 51.579 48.957 50.756 50.354 17.713 14.546 8.963 7.547 40.198 33.581 41.652 43.450 2.567 2.301 9.969 8.703 8.693 8.190 124.535 108.603 26.417 22.633 9.425 7.567 1.310 1.351 1.849.973 1.754.575

Veränd. in % -3,10% 14,90% 5,70% -1,00% 15,10% -0,50% 9,10% 6,10% 28,20% 16,60% 5,80% 23,20% 20,80% 24,50% 1,00% -2,30% -1,40% 5,40% 0,80% 21,80% 18,80% 19,70% -4,10% 11,60% 14,50% 6,10% 14,70% 16,70% 24,60% -3,00% 5,40%

Top-Ten-Marken Volkswagen Renault Peugeot Ford Opel/Vauxhall Audi Citroën Fiat BMW Mercedes

Feb.14 105.723 60.536 58.936 58.654 56.709 48.093 46.561 46.551 41.612 40.399

Veränd. in % -2,00% 3,10% 4,60% 8,60% 14,60% 10,80% -0,90% 6,50% 4,70% 3,00%

kum. 14 228.467 119.865 120.859 126.528 111.804 102.339 96.733 92.301 90.324 86.135

kum. 13 221.788 115.866 112.950 116.610 109.309 93.705 95.034 90.726 87.787 84.684

Veränd. in % 3,00% 3,50% 7,00% 8,50% 2,30% 9,20% 1,80% 1,70% 2,90% 1,70%

Veränd. Feb. 13 in % 32.720 4,90% 22.384 -5,10% 19.551 2,30% 15.509 19,30% 19.035 -9,20% 13.837 21,20% 10.725 39,30% 13.993 2,90% 14.623 -3,40% 15.811 -16,70%

kum. 14 73.629 42.271 42.783 40.925 35.782 30.957 31.841 26.404 30.268 25.993

kum. 13 63.322 43.868 40.444 36.160 38.778 29.959 23.514 28.539 32.305 32.789

Veränd. in % 16,30% -3,60% 5,80% 13,20% -7,70% 3,30% 35,40% -7,50% -6,30% -20,70%

Feb.13 107.920 58.691 56.327 54.033 49.487 43.397 46.961 43.721 39.739 39.231

Top-Ten-Modelle Volkswagen Golf Renault Clio Volkswagen Polo Ford Fiesta Peugeot 208 Opel/Vauxhall Corsa Skoda Octavia Fiat Panda Ford Focus Nissan Qashqai

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Feb. 14 34.318 21.236 20.001 18.508 17.285 16.766 14.941 14.402 14.130 13.171


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E

s ist immer das Wetter, auf das sich die Veranstalter ausreden, wenn die Besucherzahlen nicht ganz so gut waren, wie man es ursprünglich erhofft hatte: Regnet es, dann wurden die Leute „vom schlechten Wetter vom Messebesuch abgehalten“. Aber auch mit Sonnenschein geben sich die Veranstalter nicht immer zufrieden: In Genf war es nämlich das „milde Frühlingswetter“, das für Besucherschwund sorgte. Anstelle der rund 690.000 Besucher wie im Vorjahr kamen heuer um 20.000 weniger. Sie sahen, dass das Auto nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat. Auch im Zeitalter der elektronischen Medien will es befühlt, bestaunt und Probe gesessen werden – und das kann man am einfachsten auf einem Salon (später natürlich bei einem Händler).

Die Boten der Zukunft Eine kurze Bilanz des Genfer Autosalons? Schwer zu sagen angesichts der Fülle an neuen Autos, den vielen Gesprächen und Interviews. Auffällig war die Abkehr der Massenhersteller von unnötigen Showcars und die Rückbesinnung aufs Wesentliche: nämlich Autos für Kunden zu bauen, die auch gekauft werden und die das Fortkommen einer ganzen Branche sichern.

Viele Interviews mit Top-Managern Das Team von AUTO &Wirtschaft nützte den Autosalon nicht nur für unzählige Gespräche mit den Vertretern der österreichischen Kfz-Branche, sondern auch für Interviews mit hochrangigen Managern von Autoherstellern und Zulieferern wie beispielsweise Prof. Ulrich Hackenberg, Technikvorstand von Audi. Seiner Meinung nach ergeben reine Elektroautos, wie sie derzeit beispielsweise BMW mit dem i3 anbietet, für Audi keinen Sinn: „Aber wenn die Kapazität der Batterien besser wird und die Reichweite steigt, ist das natürlich auch für uns ein Thema.“ Bis dahin könnte, so die Hoffnung von Hackenberg, auch die Infrastruktur für Elektroautos in wichtigen Märkten wie Deutschland und China verbessert werden.

Von Mag. Heinz Müller, Philipp Hayder und Dr. Nikolaus Engel

„Neuwagenlieferung bis Ende 2015“ Dr. Thomas Sedran kann die Entscheidung, den Vertrieb von Chevrolet in West- und Zentraleuropa einzustellen, gut begründen: Die Qualität und der Aufwand, die Modelle den europäischen Vorschriften anzupassen, seien auf Mainstream-Niveau gelegen. Die Preisbereitschaft der Kunden lag aber darunter. Wie Sedran betont, soll jeder Händler bis Ende 2015 alle Modelle bestellen können, wenn auch nicht zu den Sonderkonditionen, die zu Jahresbeginn 2014 galten. Cadillac soll eine globale Luxusmarke werden und das Internet im Vertrieb eine wesentliche Rolle spielen.

„Profitable Geschäfte“ Chantal Breitinger (M.) wurde von den Schweizer Kollegen zur „Miss Auto-Salon“ gekürt

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AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

„Während ein Markteinbruch oft nicht länger als 18 Monate dauert, nimmt die Erholung 5 bis 7 Jahre in Anspruch“ sieht Roelant de Waard, Vice President für Marketing,


AUTOSALON GENF

Vertrieb und Service bei Ford of Europe, keine rasche Besserung am europäischen Automarkt. Vor diesem Hintergrund setzt er auf eine konsequente Ertragsorientierung. 2013 seien zwar die Absatzzahlen der Marke ähnlich stark gesunken wie der Gesamtmarkt, dafür habe man den Marktanteil im Privatkundengeschäft um einen Prozentpunkt verbessern können: „Wir haben einerseits verstärkt Privatpersonen und Flottenbetreiber, die ihre Fahrzeuge mindestens 2 bis 3 Jahre lang nutzen, ins Visier genommen. Andererseits haben wir uns bei typischen volumensteigernden Maßnahmen wie Mietwagenverkäufen oder Vorführfahrzeugen zurückgehalten. Das hat uns geholfen, die Margen zu verbessern.“ Unterstützt von Modelleinführungen wie dem überarbeiteten Focus oder dem neuen Mondeo, will de Waard diese Politik heuer fortsetzen. Gleichzeitig kommt im 3. Quartal mit dem C-Max Plugin Hybrid das erste derartige Auto von Ford auf den Markt.

Aufsteiger aus Fernost Mit einem Marktwachstum von 1 bis 2 Prozent rechnet heuer Michael Cole, Chief Operating Officer von Kia Europe. Vor diesem Hintergrund soll die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt werden: „Wir sind sehr zufrieden damit, dass wir unseren europäischen Marktanteil in den letzten 5 Jahren von 1,7 auf 2,7 Prozent ausbauen konnten – und das während der schlimmsten Wirtschaftskrise der letzten 20 Jahre.“ 2014 strebt Cole eine neuerliche

Auf dem Weg zur Nummer eins Als „am schnellsten wachsende Premiummarke“ soll Mercedes-Benz bis 2020 die deutsche Konkurrenz überrunden, unterstreicht Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Daimler. Um die Marktführerschaft bei Stückzahlen und Renditen zu erreichen, müssen die Stuttgarter freilich vor allem in China noch Boden gut machen. „Produktionsseitig entsteht in China derzeit eine Werksstruktur, die sich im Bezug auf Fläche und Ausbringung mit einer Kombination von Sindelfingen und Untertürkheim vergleichen lässt. Absatzseitig sind wir erfreulicherweise dabei, mehr Dynamik zu entwickeln, wenngleich wir noch deutlich vom Volumen unserer Mitbewerber entfernt sind“, so Zetsche in Genf. Die Aufwärtsentwicklung von Mercedes-Benz, die aktuell vor allem von den Kompaktmodellen getrieben wird, soll mit den Generationswechseln bei S- und C-Klasse fortgesetzt werden. Große Erwartungen setzt Zetsche darüber hinaus in das Carsharing: „Wir sind heute mit smart in 25 Städten und haben über 600.000 Kunden. Wir glauben, dass sich das bis zum Jahresende dramatisch schnell in eine Größenordnung von 1 Million Kunden entwickeln wird.“ Am Ende des Jahrzehnts soll allein in diesem Geschäftsbereich ein Umsatz von rund 800 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Frühling in Rüsselsheim Die Zeiten, in denen Opel um das Überleben kämpfen musste, sind vorbei. Unter dem seit rund einem Jahr amtierenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Karl-Thomas Neumann stehen die Zeichen wieder auf Wachstum: „Wir haben 2013 zum ersten Mal seit 14 Jahren keinen Marktanteil verloren. Das ist sehr wichtig – auch für unsere Mitarbeiter, die gesehen haben, dass man nicht immer nur verlieren muss, sondern auch kämpfen und gewinnen kann. Unsere Händler sehen Opel mittlerweile ebenfalls mit anderen Augen.“ Neumann zeigt sich zuversichtlich, Opel bis 2016 in die schwarzen Zahlen führen zu können. Für die Zeit danach steckt er sich noch ehrgeizigere Ziele: „Unser Anspruch für 2022 lautet, nicht mehr der drittgrößte Automobilhersteller in Europa zu sein, sondern der zweitgrößte.“ Dass General Motors das konkurrierende Fabrikat Chevrolet vom Markt nimmt, ist dabei zweifellos dienlich. „Auf die Frage nach der Positionierung der beiden Marken gab es bis zuletzt keine schlüssige Antwort“, gesteht Neumann ein: „Im Gegenteil, in vielen Fällen standen ähnliche Fahrzeuge mit unterschiedlichen Preisen bei den Händlern quasi nebeneinander.“

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Absatzsteigerung von 339.000 auf 360.000 Einheiten an. Mindestens 10.000 Stück sollen dabei auf den neuen Soul entfallen, weitere 25.000 bis 30.000 Verkäufe soll die seit einem guten halben Jahr verfügbare zweite Generation des Carens einbringen. Während manche europäische Hersteller nach wie vor mit Überkapazitäten kämpfen, plagen Kia genau gegensätzliche Sorgen: Die beiden europäischen Werke des Konzerns nähern sich trotz des Dreischichtbetriebs ihrer Kapazitätsgrenze. „Pläne für zusätzliche Kapazitäten in Europa gibt es derzeit noch nicht, aber irgendwann werden wir zweifellos darüber nachdenken müssen“, sagt Cole.

Führungsanspruch in Europa „Ein sehr gemischtes Bild aus funktionierenden und nicht funktionierenden Märkten“ hat Andy Palmer, Executive Vice President von Nissan, bei seiner Betrachtung des weltweiten Automarktes vor Augen. Er strebt heuer eine weitere Absatzsteigerung von 4,8 auf rund 5,2 Millionen Autos an. In Europa erwartet er, dass sich das Wachstum des Bruttosozialprodukts von zuletzt 0,5 Prozent auf 1 Prozent verbessern wird und parallel ein sanfter Aufschwung im Automobilgeschäft Einzug hält: „Der Pkw-Markt wird heuer wahrscheinlich auf das Niveau von 2012 zurückkehren, doch die weitere Erholung wird noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.“ Nissan habe sich schon in den vergangenen Jahren „gegen den Strom“ entwickelt, unterstreicht Palmer:

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AUTOSALON GENF

Kurt Egloff (Geschäftsführer BMW Austria) geht optimistisch in ein Jahr mit vielen Neuheiten

Roland Berger (l.), Geschäftsführer des österreichischen Honda-Importeurs, und Francois Launaz kennen sich von Honda

Prof. Ulrich Hackenberg, Technikvorstand bei Audi

Für Stephan Rissi, Verkaufs- und Marketingdirektor bei Stieger Software, ist der Genfer Salon quasi ein „Heimspiel“ Alain Favey (Porsche Holding, l.) fachsimpelte am Salon mit Ing. Peter Spatzierer von Castrol Austria

Peugeot sieht sich auf gutem Weg zum Erfolg Laurent Blanchet, Direktor der Produktreihe Peugeot im PSA-Konzern, sieht die in den vergangenen Jahren arg gebeutelte französische Marke wieder auf einem guten Weg: „Dazu trägt auch der sehr gute Anlauf des neuen 308 bei, wo die Verkäufe von Monat zu Monat steigen.“ Aber auch die übrigen Modelle – wie beispielsweise das kleine SUV namens 2008 – würden sich sehr gut verkaufen, so Blanchet. „Und beim 208 sind wir die Nummer 3 in diesem Segment.“ Ob auch die nächste Generation des Sportwagens RCZ bei Magna-Steyr in Graz gebaut wird, wollte Blanchet nicht beantworten.

Umgekehrte Vorzeichen

Erik Vecchiet (Marketingmanager von Pirelli in Österreich) präsentierte in Genf die aktuellen Neuheiten

Ing. Roman Sobotka, Markenleiter Lexus bei Toyota Frey, plant in den nächsten Jahren eine deutliche Absatzsteigerung in Österreich

„Nicht die Größe allein ist unser Ziel“ Es sei realistisch, dass man heuer die bisherige Rekordzahl von 460.000 Fahrzeugen übertreffen werde, sagt Hakan Samuelsson, Vorstandsvorsitzender von Volvo. Das einstige Ziel von 800.000 Neuwagen pro Jahr ist für Samuelsson aber nicht prioritär: „Wir müssen diese Zahl nicht erreichen. Ziel ist vielmehr, die Marke zu stärken, neue Produkte aufzubauen und eine gute Organisation in China aufzubauen. Wenn wir alles richtig machen, werden wir letztlich die geplanten 800.000 Einheiten schaffen.“ Seit Volvo chinesische Eigentümer (Geely) habe, sei alles unglaublich positiv verlaufen, wenn man dies mit anderen Übernahmen in der Autobranche vergleiche, so Samuelsson.

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„Angesichts der Einführung des neuen Qashqai, des Facelifts beim Juke sowie einiger weiterer bevorstehender Modellstarts gehe ich davon aus, dass wir bald wieder die stärkste asiatische Marke in Europa sein werden. Diese Position hatten wir schon einmal inne, diese Position steht uns auch zu.“ Kein Thema sei dagegen die Einführung der „Günstigmarke“ Datsun auf westlichen Märkten.

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In den vergangenen Jahren haben viele Autohersteller auf den „Emerging Markets“ ihre schwächelnden Geschäfte in Europa ausgeglichen. Dieser Trend könnte sich nun umkehren, meint Jerome Stoll, Chief Performance Officer sowie Verkaufs- und Marketingdirektor von Renault: „Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass sich die Nachfrage in Europa wieder positiv entwickelt. Bei unserer ursprünglich stabilen Einschätzung für die Emerging Markets sind wir uns dagegen nicht mehr so sicher. Was derzeit in Russland, Argentinien oder der Türkei passiert, macht Vorhersagen sehr schwierig.“ Verlass scheint einzig auf China zu sein, wo Stoll nach wie vor mit einem kontinuierlichen Marktwachstum rechnet. Um davon zu profitieren, wird gemeinsam mit dem chinesischen Partner Dongfeng ein neues Werk errichtet. Dieses soll Mitte 2016 in Betrieb gehen und im Folgejahr bereits 150.000 Fahrzeuge herstellen. Langfristig wollen die Franzosen im Reich der Mitte pro Jahr sogar 650.000 Autos absetzen. Zurück nach Europa: Hier setzt Renault heuer ganz auf den neuen Twingo, der mit Heckmotor und Hinterradantrieb Konventionen im Kleinwagensegment in Frage stellt. „Mit der dritten Generation sind wir wieder dort, wo wir beim ersten Twingo waren – echte Innovationen und außerordentliches Design“, freut sich Stoll, der von einem „Eroberungsauto“ mit besonders großem Potenzial bei jugendlichen und weiblichen Kunden spricht. Kein Wunder, dass der fesche Kleinwagen in Genf eine der am meisten beachteten Neuheiten war.


AUTOSALON GENF

Das eierförmige Dingsda auf vier Rädern Auto und Umwelt: Wer mit dem Auftrag, ein paar Zeilen zu diesem Thema zu verfassen, auf einen Spaziergang durch den Genfer Automobilsalon geschickt wird, stellt fest, dass die Unverträglichkeit geblieben ist. Sie liegt im Wesenskern der Dinge begründet. Das Auto verkörpert Oskar Linder, Auto-Experte mit auch heute noch die Idee der Österreich-Bezug Selbstbestimmung, das Private schlechthin (auch wenn es diesem Anspruch zunehmend weniger genügt und sich – Stichwort driverless cars – schon sehr weit zur ferngesteuerten Fahrgastkabine hin entwickelt hat). Die Umwelt ist das Gegenteil davon: Sie bildet die Sphäre der Allgemeinheit. Je entwickelter eine Gesellschaft ist, desto mehr übernimmt sie auch für diese die Verantwortung; sie erweitert die Verbindlichkeit ethischen Handelns über das private Terrain hinaus.

Gewissensberuhigung Dies manifestiert sich beispielsweise in Vorschriften zum durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Fahrzeuge eines Herstellers oder in übergewichtigen Hybridfahrzeugen, deren Antrieb einzig der Gewissensberuhigung oder zumindest der Vermeidung von Schamgefühlen beim Aussteigen auf einem öffentlichen Parkplatz genügt. Die Umweltverträglichkeit ist bei Autos nur aufgrund des gesellschaftlichen Drucks auf den Käufer zu einem mitbestimmenden Faktor geworden. Für die Industrie ist sie nichts anderes als ungeliebte Auflage. Kurz: Das Ideal des Enthusiasten bleibt das Rennauto, nicht das elektrische, eierförmige Dingsda auf 4 Rädern.

Toyota will emotionalere Fahrzeuge bauen Eine Verstärkung der Online-Aktivitäten – stets unter Beteiligung der Händler – und der Emotionalität der Fahrzeuge kündigte Karl Schlicht, Executive Vice President von Toyota Motor Europe, an: Stand Toyota in der Vergangenheit für hochqualitative, verlässliche Autos, bei denen Emotion eine untergeordnete Rolle spielte, so bereitet sich der Hersteller quer durch das Programm bereits vor, um im nächsten Jahrzehnt mit emotionaleren Autos auf dem Markt zu reüssieren: Die Produkte werden sich punkto Komfort, Fahrdynamik, Lenkverhalten, Sitzposition und Design teilweise sofort, beziehungsweise mit der neuen Plattform-Strategie, verändern. •

Jerome Stoll, Verkaufs- und Marketingdirektor von Renault


AUTOSALON GENF

Einst bei Fiat in Österreich, jetzt Chef von Lamborghini: Stephan Winkelmann freut sich über die Erfolge

Wiesenthal-Vorstand Dr. Alexander Martinowsky schaute in Genf, welche Neuheiten er in den kommenden Wochen in seinen Schauräumen anbieten kann

Auch Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf (nun in Russland tätig) war auf dem Salon präsent

Ursula und Ferdinand Piëch sahen sich die Neuheiten des VW-Konzerns schon bei der traditionellen Veranstaltung am Vorabend des Salons an

Mag. Alexander Struckl (Geschäftsführer von General Motors Austria, r.) besprach mit Stefan Binder (A&W-Verlag) die erfolgreiche Zusammenarbeit

Mit dem neuen Aygo (Premiere im Herbst) rechnet sich ToyotaChefimporteur Dr. Friedrich Frey auch in Österreich gute Chancen auf hohe Stückzahlen aus

Was gibt es Neues? Die österreichischen EurotaxVerantwortlichen Emma Abid und Martin Novak gingen am Salon von Stand zu Stand

Starkes Team mit großen Erfolgen in Österreich: Mag. Wolfgang Wurm (Chef des Seat-Importeurs) mit Seat-Pressesprecherin Gudrun Glück

Dr. Peter Ballé, Global Manager von Audatex, ließ sich den Genfer Salon nicht entgehen

So ähnlich wird der neue Mazda2 aussehen: Importeurschef Günther Kerle (l.) und Bundesgremialobmann Burkhard W. R. Ernst, größter Mazda-Händler in Wien

Elisabeth Schaljo, Nissan-Sprecherin in Österreich, und ihr scheidender Chef Bruno Mattucci

Österreichs oberster Skoda-Importeur Max Egger schaute, welches Design die tschechische Marke anbieten wird

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Auch Komm.-Rat Wilhelm Keusch drehte in Genf seine Runden, nicht nur bei „seinen“ Marken

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014

Seit Jahrzehnten bekannt: Mag. Michaela Rockenbauer (Castrol) und A&W-Verlag-Geschäftsführer Gerhard Lustig

Mag. Christoph Stummvoll, neuer Sprecher von Peugeot Austria, hatte in Genf seinen ersten großen Auftritt auf der internationalen Bühne

Dr. Felix Clary (Vorsitzender der Autoimporteure, r.) und Dr. Christian Pesau (Geschäftsführer der Importeure, l.) am Rundgang, hier bei Mag. Wolfgang Wurm (Seat, M.)


April 2014

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2014 wird es ernst Ö

sterreich ist gemeinsam mit Deutschland ein Paradies für die Karosserie- und Lackbranche. Nirgends auf der Welt wird so viel Wert auf das Erscheinungsbild des Fahrzeuges gelegt. Schon in Italien und Frankreich fahren die Autos mit Schäden herum, vom Zustand der Fahrzeuge in Spanien oder Griechenland ganz zu schweigen. Doch ein kleiner Rundgang über heimische Supermarkt-Parkplätze zeigt den Wandel in Österreich auf. Kleine Schrammen und Parkrempler werden oft nicht repariert, sofern man selber dran schuld ist und es selber zahlen müsste. Einerseits sind solche Reparaturen für die Leute nicht mehr leistbar, andererseits sinkt der Stellenwert des Automobils. • Die anderen Sorgen sind alte Bekannte: Neuwagenzulassungen sinken, Unfallzahlen gehen ebenso zurück wie die Schwere der Unfälle und der Schäden. Und wenn es etwas stärker kracht, wird daraus schnell ein Totalschaden. Das liegt natürlich an den Versicherungen und der Wrackbörse, aber auch an der teuren Technik und Elektronik. Und nicht zuletzt liegt es an günstigsten Fahrzeugen, die in den letzten Jahren in den Markt gepresst wurden: Kleinwagen deutlich unter 10.000 Euro. • Auch wenn die Karosserie- und Lackbranche noch immer auf einem guten Niveau unterwegs ist, wird es enger. 2014 wird ein spannendes und schwieriges Jahr, speziell was die Auslastung betrifft. Die Schadenssteuerung wird bei uns zwar nicht den Stellenwert bekommen wie in anderen Ländern, aber sie wird in den nächsten Jahren noch deutlich stärker werden. Die Lackhersteller versuchen seit Jahren, ihre Kunden fit für die Zukunft zu machen: Effizienzsteigerung, Auslastungssteigerungen durch Kooperation und Fuhrparks, Erweiterung des Angebots in andere Branchen. Das dürfen keine Schlagwörter sein, sondern müssen umgesetzte Maßnahmen werden. • Auf der Habenseite bleibt die Innovationsfreudigkeit und -notwendigkeit der Branche. Die Farbtöne werden immer komplexer, Reparaturmethoden, Reparaturelektronik und Fahrzeugelektronik immer komplizierter. Das hilft in Wirklichkeit den Betrieben, die technologisch auf einem sehr hohen Niveau arbeiten müssen. Da ist kein Platz für Trittbrettfahrer, hier zählen nur die Profis – sowohl bei den Herstellern wie auch bei den Unternehmern und den Lackierern selbst.

Gerald Weiss, Redakteur: „Der Stellenwert des Automobils sinkt und damit auch das Reparaturinteresse.“

AUTO & Wirtschaft • APRIL 2014


LACK EXTRA

Hohes, doch weiter sinkendes Niveau

Rudolf Luxbacher, Spies Hecker

Im Vergleich zu anderen Kfz-Branchen ist der Karosserie-und Lackbereich noch immer auf hohem Niveau unterwegs. Dennoch hat die Branche mit rückläufigem Markt, sinkendem Stellenwert des Automobils und mehr Totalschäden einige Herausforderungen. A&W: Der vorletzte Winter war zu lang, der letzte nicht vorhanden. Wie zufrieden sind Sie mit dem Geschäftsverlauf und wie sehen die Prognosen aus?

Klaus Steinwender, Glasurit

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Rudolf Luxbacher, Spies Hecker: Sollten die Meldungen zum Klimawandel stimmen, liegen Prognosen auf der Hand. Jänner und Februar sind bekannt für schwache Monate. Viele unserer Kunden und als logische Konsequenz auch wir sind mit einem damit verbundenen Geschäftsverlauf nicht zufrieden. Mit dem zunehmend schöneren Wetter sind wir aber sehr optimistisch. Klaus Steinwender, Glasurit: Regional stellt sich die Situation sehr unterschiedlich dar. Im Süden gab es extreme Schneefälle, im Norden hatten wir einen milden Winter. Insgesamt hatten wir aber einen stabilen Geschäftsverlauf, die etwas geringere Auslas-

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tung der Betriebe konnte durch Neukunden wettgemacht werden. Andreas Bäurle, Sikkens: Wie schon letztes Jahr läuft das Geschäft auch in diesem Jahr etwas schleppend an. Der Winter war verhältnismäßig kurz, die saisonbedingt hohe Anzahl an Reparaturen war dementsprechend niedriger. Trotzdem sind wir zuversichtlich, denn aus Erfahrung können auch das Frühjahr und der Sommer den Betrieben gute Zahlen einbringen und das Geschäft ankurbeln. Der Stellenwert des Fahrzeuges sinkt, das merkt auch das Reparaturgeschäft. Wie kann man diesem Trend entgegenwirken? Andreas Bäurle, Sikkens: An dem Drang zur Mobilität hat sich grundsätzlich nichts geändert. Es gibt aber besonders bei den jüngeren Führerscheininhabern auch einen Trend zum Carsharing. Eine weitere Tatsache ist auch, dass für eine Reparatur ein privat zahlender Auftraggeber immer tiefer in die Tasche greifen muss und letztlich nicht mehr alle Reparaturen an Fachwerkstätten vergeben werden. Ein guter Tipp für Betriebe ist, diesen Trend aufzugreifen und sich das Berufsfeld von Smart- bzw. Kleinschadenreparatur zu eröffnen. Diese Reparaturmethode ist eine gute Möglichkeit, neue Kunden zu generieren


LACK EXTRA

und bestehende Kunden zu binden. Mit diesem zusätzlichen Serviceangebot erreicht der Betrieb genau die Kunden, die im „Normalfall“ aus Kostengründen auf eine Reparatur von kleinen Lackschäden verzichten würden. Wir bieten auch spezielle Seminare für diese sehr flexible Reparaturmethode an. Es rechnet sich für die Betriebe aber meist nur, wenn Smartrepair neben dem normalen Reparaturprozess angeboten wird. Rudolf Weismann, Cromax: Die Betriebe müssen versuchen, so viel wie möglich selbst bzw. in Zusammenarbeit mit guten Partnerbetrieben Reparaturen und Servicearbeiten durchzuführen. Dazu gehören neben den Karosserie- und Lackierarbeiten auch die Glasverklebung und die Expressreparaturen wie die Dellenreparatur. Wir unterstützen unsere Betriebe mit hervorragenden Schulungen und Produkten für alle Bereiche. Jan Kelemen, Standox: Das ist eine Entwicklung, die verstärkt zu beobachten ist. „Weg vom Investitionsgut hin zum Gebrauchsgegenstand“, dies scheint ein gesellschaftliches Phänomen zu sein. Es wird entscheidend sein in Zukunft, dem Autofahrer die Wertigkeit des Fahrzeuges und der individuellen Mobilität zu vermitteln und mit innovativen Serviceangeboten rund um die Reparatur ein positives Erlebnis zu schaffen.

Werner Lanzerstorfer, PPG & Nexa Autocolor

Andreas Bäurle, Sikkens

Martin Lobert, Lechler: Alle Unternehmen müssen marktgerechte Lösungen anbieten; für die Autoreparaturbetriebe bedeutet dies, die Prozesse zu optimieren. Lechler bietet hierzu hervorragende Produkte für den Nass-in-Nass-Aufbau und einen bei Raumtemperatur trocknenden Klarlack an. Damit werden für einen KTL-grundierten Kotflügel nur noch 2,5 Stunden einschließlich des Polierens benötigt. Ein weiterer Vorschlag ist, professionell ausgeführtes Spotrepair für einen kundengerechten Preis anzubieten. Klaus Steinwender, Glasurit: Wir haben in Österreich den Trend zu immer mehr Leasing-/Firmenfahrzeugen und damit weniger Privatkunden. Hier gilt es für die Werkstätten, neue Kundengruppen zu erschließen. Werner Lanzerstorfer, Nexa: Das mag subjektiv richtig sein. Tatsache ist, dass der Fahrzeugbestand in Österreich ein Rekordniveau erreicht hat und auch das Mobilitätsaufkommen nicht wirklich schwächer wird. Mit Ausnahme von Ballungszentren mit guter öffentlicher Infrastruktur werden Kfz noch täglich benutzt. Mehr Einfluss auf das Reparaturgeschäft werden die immer höheren Sicherheitsstandards in den Fahrzeugen haben, die eine Unfallmöglichkeit schon im Vorfeld ausschalten. Diesen Trends kann die Reparaturwirtschaft aber schlecht entgegenwirken.


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In vielen Betrieben wurde in den letzten Jahren der Generationswechsel vollzogen. Wie unterstützen Sie als Lackhersteller die Betriebe und die jungen Unternehmer, um für die Zukunft gewappnet zu sein?

Manfred Grohmann, R-M

Rudolf Weismann, Cromax

Martin Lobert, Lechler

Jan Kelemen, Standox

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Jan Kelemen, Standox: Der Generationswechsel findet statt und wir sind mittendrin. Die „neuen“ UnternehmerInnen haben vielfach andere, moderne Ansprüche an einen strategischen Partner im Lackbereich. Wir möchten der bevorzugte Partner professioneller Lackierunternehmer sein und stehen unseren Partnern im technischen Bereich mit modernem Training, persönlicher Beratung und individuellem Service zur Seite, darüber hinaus bei unternehmerischen Themen wie Personal oder Controlling bis hin zur Neukundenakquise für unsere Netzwerke. Sich mit den Herausforderungen der Zukunft auseinander zu setzen, hat bei Standox schon vor einiger Zeit begonnen, und das teilen wir mit unseren Partnern. Werner Lanzerstorfer, Nexa: Hierzu bieten wir im Zuge unserer Trainings entsprechende Module, die die Unternehmer in Anspruch nehmen können. Meine Erfahrung ist jedoch, dass die Betriebsübergaben sehr professionell erfolgen und manche unserer Kunden hier sogar Mediatoren einsetzen, um diesen Wechsel so reibungslos wie möglich zu vollziehen. Rudolf Weismann, Cromax: Unsere Erfahrung mit den Nachfolgern ist eine sehr gute. Die Nachfolger sind meist sehr gut vorbereitet vor der Übergabe und top motiviert. Wir unterstützen diese selbstverständlich mit diversen Schulungsprogrammen auch in wirtschaftlichen Bereichen und mit unserem neuen 5 Star Partnerprogramm. Manfred Grohmann, R-M: Unsere Kunden erhalten mit unserem Netzwerk R-M Premium Partners die individuelle Betreuung in den Bereichen, auf die sie aktuell ihren Fokus legen. Das bezieht Themenbereiche wie Nachfolgeregelung, Marketing, Flottenakquise u. v. m. mit ein. Rudolf Luxbacher, Spies Hecker: Abgesehen von betriebswirtschaftlichen und technischen Beratungen unterstützen wir unsere Kunden auch im Zusammenhang mit Behörden. Für lacktechnische Schulungen ist gerade ein neues sensationelles Schulungszentrum im Entstehen, welches ab September verfügbar sein wird. Einen äußerst erfolgreichen USP haben wir mit unseren Netzwerken Identica und Colors unlimited international. Martin Lobert, Lechler: Das Fortbildungsprogramm von Lechler deckt die gesamte Breite der lackbetreffenden betrieblichen Notwendigkeiten ab: Kurse über die neuesten Technologien bis zur Prozessoptimierung. Darüber hinaus stehen die Lechler-Vertriebspartner mit ihrem langjährigen Erfahrungsschatz den Einsteigern beiseite; Knowhow-Transfer von Mittelständler zu Mittelständler sozusagen.

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Die Zahl der Totalschäden steigt weiter und entzieht damit der Reparaturwirtschaft Aufträge. Wie kann man hier gegensteuern? Rudolf Luxbacher, Spies Hecker: Meiner Meinung nach kann das nur über individuell reduzierte Reparaturkosten und in Abstimmung mit der Versicherungswirtschaft eingedämmt werden. Fahrzeughandel und -reparatur sind bekanntlich häufig eine wirtschaftliche und überlebensnotwendige Einheit, welche auch Versicherungen vermittelt. Ich würde keine Versicherung vermitteln, welche mein Überleben nachhaltig gefährdet. Andreas Bäurle, Sikkens: Das ist natürlich für die Branche nicht erfreulich. Aber auch wenn Versicherungen Schäden auszahlen, entsteht in der Branche ein großer Schaden! Hier appellieren wir an die Beteiligten, diese Möglichkeit einzuschränken. Denn diese Methode hat einen negativen Effekt auf die Branche, denn häufig sind ausbezahlte Autofahrer auf der Suche nach dem günstigsten und schnellsten Angebot – das aber nicht immer angemessenen Qualitäts- und in manchen Fällen sogar Sicherheitsansprüchen entspricht. Die Folgen, wenn Reparaturen nicht fachgerecht durchgeführt werden, können für den Autofahrer und die Verkehrssicherheit dramatisch sein! Manfred Grohmann, R-M: Es ist natürlich wichtig für unsere Kunden, den Markt zu beobachten. Auch hier haben wir regionale Unterschiede. Versicherungen und Fahrzeugflotten sind eine wichtige Kundengruppe. Mit R-M Premium Partners unterstützen wir unsere Kunden auch in diesem Bereich. Jan Kelemen, Standox: Wichtig sind reibungslose Prozesse in der Werkstatt, während des gesamten Reparaturverlaufs. Mit hochqualitativen Materialien, modernsten Techniken in Verbindung mit gut ausgebildeten Anwendern kann man als Werkstatt flexibel agieren und somit stark in Richtung Werterhaltung arbeiten. Elementar ist allerdings die Gewinnung von Zusatzgeschäft und Neukunden, das bedeutet neue Ideen und innovative Serviceleistungen, um mehr vom „kleiner werdenden Kuchen“ zu bekommen. Martin Lobert, Lechler: Differenzierung ist eine Möglichkeit. Die Lechler-Vertriebspartner bieten ein hervorragendes, universelles Industrie-Mischlacksystem an, mit dem kleine bis mittlere Aufträge aus dem Gewerbe und der Industrie flexibel und schnell mit außerordentlich breiter Technologieund Farbtonbreite ausgeführt werden können. Wir beobachten, dass die Industrie zunehmend immer kurzfristiger technisch anspruchsvolle Lackieraufträge zu erledigen hat, für die die Handwerksbetriebe die notwendige Flexibilität mitbringen. • (RED)


Produktivität hat einen neuen Namen

DuPont Refinish heißt jetzt Cromax Der Unabhängigkeit unserer Muttergesellschaft Axalta Coating Systems verdanken wir die Chance, uns neu am Markt zu positionieren – mit einem aufmerksamkeitsstarken und zukunftweisenden Markennamen. Die bewährte Qualität unserer bekannten Produkte bleibt

davon unberührt, ebenso wie unser Bekenntnis zu Produktivität, Transparenz, Service und Wachstum. Davon profitieren Sie weiterhin, von der Werkstatt bis ins Büro, im gesamten Betrieb. Ab sofort unter dem Namen Cromax. Erfahren Sie mehr unter www.cromax.com

Das Axalta Logo, Axalta™, Axalta Coating Systems™, Cromax®, das Cromax® Logo und alle anderen mit ™ oder ® gekennzeichneten Worte oder Zeichen sind (registrierte) Warenzeichen der Axalta Coating Systems, LLC bzw. mit ihr verbundener Unternehmen und dürfen für keinerlei andere Produkte oder Dienstleistungen verwendet werden.


LACK EXTRA

Optimale Arbeitsbedingungen sorgen für langjährige Mitarbeiter Berufen deutlich besser als bei Hochschulabsolventen. Hier sollte also rasch ein Umdenken bei den Eltern passieren. Und natürlich sind Politik und Interessenvertretung gefordert, das Image des Lehrlings – trotz aktueller Bemühungen – noch deutlich zu verbessern.

Die Branche leidet unter zu wenig qualifizierten Mitarbeitern. Über die Gründe zerbrechen sich viele den Kopf. Und sind sich uneinig.

Fachkräfte- oder Lehrlingsmangel ? I

n manchen Betrieben sagt der Lackierer, was passiert, nicht der Chef“, spricht ein Lackvertreter Klartext. Dabei ist es grundsätzlich absolut zu begrüßen, wenn der Unternehmer seine Mitarbeiter in Entscheidungen mit einbezieht. Doch im konkreten Fall ist es anders: Der Chef hat Angst, seinen Mitarbeiter zu verlieren. Fakt ist: Die Branche hat zu wenig (gute) Lackierer. Woran liegt es und was kann man dagegen tun? Das Problem beginnt natürlich bei den Lehrlingen. Es wird diskutiert, ob zu wenige oder die falschen jungen Leute die Ausbildung zum Karosseriebautechniker beginnen. Die Zahlen sind großteils stabil, also muss es doch eher an der Qualität liegen. Seit vielen Jahren geht der Trend eindeutig zur Schule statt zur Lehre. Und dann bleiben für die Lehre jene jungen Leute, die es nicht in die Oberstufe schaffen.

Schule oder Lehre ? Die aktuelle Generation möchte, dass es ihre Kinder „besser“ haben, im Büro sitzen statt handwerklich arbeiten. Mittlerweile hinkt der Vergleich gewaltig, sowohl die Einkommenssituation (vor allem über die Lebensarbeitszeit gerechnet) wie auch die Entwicklungsmöglichkeiten sind bei vielen handwerklichen

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Dabei ist noch zu ergänzen, dass die Branchen rund ums Kfz ohnehin bevorzugt werden. Wenn eine Lehre ins Auge gefasst wird, ist es oft ein Beruf, der mit dem Automobil zu tun hat. Ältere Berufsschullehrer lassen den Vorwurf der Minderqualifikation nicht gelten. Wenn man den Lehrstoff von heute mit jenem von 1985 betrachtet, sind gewaltige Anforderungen dazugekommen. Aus einem reinen Handwerker ist heute ein komplexer Techniker mit viel Elektronik-Anteil geworden. Das führt uns gleich zum nächsten Problem: Viele ausgelernte Karosseriebautechniker bleiben nicht im Beruf. Die Branche verliert Fachkräfte, die bereits die Basis ihrer Ausbildung erhalten haben. Manche sind einfach mit der Elektronik, den Anforderungen und der Verantwortung überfordert. Eine weitere Theorie ist, dass nicht alle behalten werden können, weil die Branche einfach sehr viele Lehrlinge ausbildet. Bei einer Mitarbeiterzahl von 7.500 bis 8.000 im Karosserie- und Lackbereich werden zwischen 1.500 und 2.000 Lehrlinge ausgebildet. Vielleicht verliert man auch die Falschen. Oft wechseln junge Leute in die Industrie, weil sie im Schichtbetrieb mehr verdienen. Gerade in dieser Phase müssen die jungen Gesellen weitergebildet werden, um richtig gute und unersetzliche Mitarbeiter zu werden.

Mitarbeitergespräche zur Weiterbildung Und an diesem Punkt liegt es oft an den Betrieben selbst, weil sie nicht das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen. Hat der junge Mann Interesse an einer Meisterprüfung oder Spezialausbildung? Viele Unternehmer haben Angst davor, den Handwerker gut auszubilden, er könnte ja später zur Konkurrenz wechseln oder selbst zur Konkurrenz werden. Der letzte, wichtige Aspekt: Wir schauen zu wenig auf optimale Arbeitsbedingungen. Dauerndes Bücken und Niederknien macht dem jungen Lackierer gar nichts aus. Aber im Laufe der Jahre macht es den Mitarbeiter kaputt. Was wäre, wenn man den hochqualifizierten Lackierer nur ein paar Jahre länger – gesund – im Betrieb im Betrieb halten könnte? • (GEW)

Foto: Standox

Gutes Image beim Automobil


Sie möchten Ihre Rentabilität verbessern, Ihre Prozesse optimieren oder Ihre Produktivität steigern?

Dann sind Sie bei uns genau richtig! Acoat Selected – das Sikkens Premium-Netzwerk für Karosserieund Lackierfachbetriebe. Wir sind für Sie da: sikkensde-info@akzonobel.com www.acoatselected.de www.acoatselected.at www.acoatselected.ch


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Nexa-AutocolorTeam (v. l.): Werner Lanzerstorfer (Geschäftsführer), Sebastian Struber (Daisy-Verantwortlicher) und Hans Niederegger, technischer Leiter

Dank einer engen Kooperation mit Fillon-Pichon kann Nexa Autocolor seinen Kunden ein vollautomatisches Lackmischsystem empfehlen.

Daisy dreht das Rad A

ls ersten Quantensprunge seit der Einführung der Wasserlacke bezeichnet Hans Niederegger, technischer Leiter Nexa Autocolor, das vollautomatische Lackmischsystem von Fillon-Pichon. Nexa war enger Kooperationspartner und hat das System mit dem französischen Hersteller zur Serienreife gebracht. Nexa-Autocolor-Geschäftsführer Werner Lanzerstorfer: „Unser Lack hat hier einen technischen Vorteil, weil er vor der Verwendung nicht gerührt werden muss.“ Niederegger ergänzt: „Die Grundviskosität ist bei unseren Lacken relativ gleich, das macht die Verarbeitung für die Maschine um vieles einfacher und bringt uns einen deutlichen Startvorteil.“ Nach einigen Testläufen in Deutschland ist „Daisy Wheel“, so der Name der Anlage, die in Form eines Rades ausgeführt ist, erstmals in Österreich zu sehen.

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Die Farbbehälter werden seitlich eingesteckt und bei Bedarf aufgefüllt

nau.“ Anwendungstechniker Sebastian Struber, Produktmanager und so etwas wie der österreichische Taufpate der Daisy, ergänzt: „Eine Mischwaage geht auf eine Kommastelle genau, Daisy kann auf zwei Kommastellen genau mischen. Abgesehen davon, dass so geringe Mengen händisch immer äußerst schwierig bis unmöglich zu dosieren sind.“ Der Lackierer kann bei Daisy keinen Fehler machen, der Ausschuss ist also nicht mehr vorhanden. Nachdem der Lackierer den Farbton definiert hat, gibt er diesen in den Mischcomputer ein, der übrigens auch für herkömmliche Berechnungen verwendet werden kann. Nach der Definition gleicht der Mischcomputer die Daten mit der Fillon-Online-Datenbank ab. Danach kann der Lackierer die Daten an Daisy senden. Dort wird der Lack gemischt, ein herkömmlicher Tropfen kann noch auf vier kleine Teile aufgespalten werden. Die kleinstmögliche Menge des fertigen Lacks beträgt übrigens 50 g. Während Daisy mischt, kann sich der Lackierer anderen Arbeiten widmen. Und vor allem: Er kann keine Fehler machen. Nach der Fertigstellung kommt der Becher noch auf einen eigenen Rüttler, um auch perfekt vermischt zu sein. Die Farben werden in eigenen Gebinden in die Maschine eingesetzt. Die Erstbefüllung übernimmt Nexa, danach wird je nach Bedarf und Verbrauch das Behältnis einfach aus dem eigenen Farbschrank aufgefüllt. Wie schon eingangs erwähnt: Wie bei Nexa üblich, ohne zu rühren. Das ist nach Angeben von Fillon beim momentanen Entwicklungsschritt ein essenzieller Vorteil.

Attraktives Leasingmodell

Großes Interesse

Aufgrund der vorerst hohen Anschaffungskosten und der laufenden Entwicklungsfortschritte bietet Hersteller Fillon-Pichon ein Leasingmodell für fünf Jahre an. Niederegger: „Die Leasingrate wird etwa 350,– Euro pro Monat betragen, außer einem jährlichen Service kommen auf den Betrieb keine weiteren Kosten zu.“ Die laufenden Updates und Verbesserungen werden kostenfrei eingesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand. Lanzerstorfer: „Es spart wertvolle Zeit des Lackierers, es ist fehlerfrei und es ist 100 Prozent ge-

Das Interesse ist groß, in Deutschland ist Daisy seit zirka einem Jahr im Einsatz, mittlerweile sind 10 Geräte installiert, es gibt 70 Vorbestellungen, pro Woche werden ein bis zwei Anlagen von den französischen Technikern installiert. Daisy Wheel ist momentan für größere Betriebe mit entsprechender Auslastung interessant. „Aber auch technikinteressierte Lackierunternehmer sind potenzielle Kunden“, schätzt Niederegger die Innovationskraft der heimischen Betriebe.• (GEW)

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SATAjet®4000 B

Gemacht für die Besten Perfekt bis ins kleinste Detail Modernste Technologie trifft Leidenschaft. Das Ergebnis: Exzellente Lackierergebnisse durch ein einmalig weiches Spritzbild, perfekte Passform und eine hervorragende Zerstäubung. Mehr Informationen unter: www.satajet4000.com


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Privatkunden, Autohäuser und Fuhrparks – und das möglichst ausgewogen. Dank der variablen Lacksysteme für Pkws, Nutzfahrzeuge und Industrie können Lackierungen in vielen Anwendungsbereichen angeboten werden. „Standox bietet dafür die maßgeschneiderten Produkte“, ist Kelemen überzeugt.

Elektronisches Schulungsprogramm

Elektronik gehört heute zum Berufsbild eines Lackierers

Standox bietet ein umfangreiches Schulungsprogramm, das nicht nur Lackierung und Coloristik umfasst. Die Lehrlinge werden in ihrer Ausbildung langfristig begleitet und im Standox-Trainingscenter in Wels regelmäßig geschult und überprüft. Als innovative Lösung ist ein E-Learning Programm unmittelbar vor der Fertigstellung. Dieses System dient als Ergänzung zur physischen Schulung. „Über das Internet gibt es ein interaktives Programm mit Videos, Anwenderbeispielen und Fragen. Das ist sehr modern und macht wirklich Spaß“, so Kelemen. Mit diesem Weiterbildungsangebot spricht Standox auch die jungen Unternehmer an und trägt dem Generationenwechsel Rechnung. Kelemen: „Wir unterstützen die Betriebe sowohl bei wie auch nach der Übergabe vom Senior- an den Junior-Chef.“ Oft erfahren die Betriebe durch die Übernahme einen notwendigen Strategiewechsel, die Jungunternehmer legen ihre Schwerpunkte auf andere Bereiche. Dafür bildet Standox auch seine Außendienstmitarbeiter ständig weiter. „Wir sind strategischer Partner unserer Kunden. Unsere Mitarbeiter begleiten den Geschäftspartner in allen unternehmerischen Lebenslagen. Die Betreuung, der enge persönliche Kontakt sind uns sehr wichtig.“

Mehr als guter Lack Die Anforderungen an einen Lackierbetrieb werden immer höher. Daher muss auch der Außendienst der Lackfirma immer mehr Kompetenz mitbringen. Standox bildet beide Seiten noch besser aus.

Veranstaltungen als Kommunikationsplattform

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Standox-Vertriebsleiter Jan Kelemen

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ur guten Lack anzubieten ist längst zu wenig“, weiß Jan Kelemen, Vertriebsleiter Standox in Österreich. Dabei sieht er das hervorragende Produkt als Grundvoraussetzung für einen guten Lieferanten und als Basis für die gute Zusammenarbeit. „Die Anforderungen an einen Lackierbetrieb sind heute sehr vielfältig und wir versuchen, das Unternehmen optimal zu unterstützen.“ Um den Anforderungen gerecht zu werden, muss auch das Standox-Team heute wesentlich mehr Kompetenz mitbringen als nur technisches und kalkulatorisches Wissen über den Lack. Die Lackiererei muss mehr können als hervorragende, handwerkliche Arbeit. Die Kommunikation mit dem Kunden ist mindestens ebenso wichtig und bei alldem darf die betriebswirtschaftliche Komponente nicht außer Acht gelassen werden. Der Lackierer muss heute sehr gut auf den Kunden eingehen, professionell und transparent das richtige Angebot machen. „Er muss sein Handwerk verstehen und dem Kunden das Richtige und Passende anbieten.“ Der Betrieb muss heute alles im Portfolio haben:

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Ein Bestandteil der strategischen Partnerschaft ist die Kommunikationsplattform, die Standox zur Verfügung stellt: „Mit Repanet bieten wir ein Netzwerk unabhängiger Karosserie- und Lackierfachbetriebe für Großauftraggeber an. Ein wichtiger Bestandteil sind Veranstaltungen, wo wir neben den Lackierbetrieben auch Fuhrparkbetreiber und Leasinggesellschaften einladen.“ Sind die Hausaufgaben bei Strategie, Betriebswirtschaft und Marketing schließlich gemacht, schließt sich der Kreis mit neuen Anforderungen bei der Technik. Schließlich hat die Elektronik nicht nur in den Fahrzeugen, sondern auch in der Lackiertechnologie Einzug gehalten, wie zum Beispiel bei der elektronische Farbtonfindung. Kelemen: „Neue Farbtöne, ein komplexerer Aufbau und damit komplexere Reparaturen brauchen auch neue Technologien, aber die Werkstätte muss sie auch beherrschen.“ Die neuen und komplizierteren Farbtöne sieht Kelemen als Chance für die Branche. „Da braucht es gute und gut ausgebildete Lackierer. Und es braucht auch die besten Partner.“ • (RED)


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High-Speed-Klarlack Spies Hecker stellt mit dem Permasolid HS Speed 8800 einen extrem schnelltrocknenden Klarlack vor, mit dem die Lackierbetriebe ihre Effizienz weiter verbessern können. Spies Hecker Österreich-Verkaufsleiter Rudolf Luxbacher

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it dem Permasolid HS Speed Klarlack 8800 ist uns ein echter Quantensprung gelungen, vergleichbar mit dem Permahyd Hi-Tec Basislack vor 4 Jahren“, erklärt Rudolf Luxbacher, Verkaufsleiter Spies Hecker in Österreich. Basis des neuen Klarlacks ist eine innovative Bindemitteltechnologie, bei 60° Objekttemperatur liegt die Trocknungszeit bei nur fünf Minuten. Die Standzeiten der Kabine werden dadurch verkürzt, der Lackierer kommt schneller zum Finish. Insgesamt ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Wirtschaftlichkeit. Doch nicht nur der schnelle Weg zum Finish, sondern auch das Ergebnis soll durch den neuen Klarlack von Spies Hecker noch brillanter werden: brillanter Glanz, erstklassige Fülle sowie sehr harte Lackoberfläche bereits nach einem Tag. Trotz neuem Klarlack ist keine Veränderung beim Lackieren und im System notwendig, die Umstellung geht entsprechend rasch. Dank zweier unterschiedlicher Härter kann sich der Lackierbetrieb den Klarlack sehr individuell auf seine Anforderungen einstellen und damit optimal wirtschaftlich arbeiten. Neben der Ofentrocknung kann das Produkt auch bei niedrigeren Temperaturen oder bei Lufttrocknung eingesetzt werden.

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Spies Hecker Produktmanager Franz Mayer und Verkaufsleiter Rudolf Luxbacher

Variable Verarbeitungsmöglichkeiten Neben Trocknungszeit und hochwertigem Ergebnis ist natürlich auch die Verarbeitung ein wichtiger Punkt. Der neue Permasolid HS Speed Klarlack 8800 lässt sich leicht und sicher applizieren und ermöglicht ein sehr gleichmäßiges Verspannen der Oberfläche. Nach 90 Minuten ist der Klarlack polierbar und in seiner Anwendung sehr variabel. Die Einsatzpalette reicht von Speed-Repair bis zu größeren Unfallreparaturen.

Moderne Palette Luxbacher vervollständigt damit seine moderne Produktpalette: „Mit dem neuen Klarlack haben wir unser komplettes Produktsystem mit Füller, Basislack und Klarlack auf jeweils einen Arbeitsgang reduziert. Das spart Zeit und Energiekosten und erhöht damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebes.“ • (RED)

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Hausaufgaben gemacht Für BASF Coatings-Geschäftsführer Peter Valenta wird 2014 ein spannendes Jahr, in dem jene Betriebe erfolgreich sein werden, die sich rechtzeitig auf die Herausforderungen vorbereitet haben.

BASF Coatings Österreich-Chef Peter Valenta ist für die Marken R-M und Glasurit verantwortlich

Glasurit 183-90 1K Express Grundfüller dunkelgrau

A&W: Wie sehen Sie die aktuelle Marktentwicklung? Valenta: Der Markt hat 2014 stabil begonnen, aber wir merken schon, dass die Auslastung teilweise nicht so gut ist. Man kann die Probleme nicht regionalisieren oder verallgemeinern, die Situation ist sehr durchwachsen. Importeursbetriebe von Porsche oder die BMW-Betriebe, wo wir mit Glasurit stark vertreten sind, haben eine sehr gute Auslastung. Aber auch freie Betriebe, die sich in den letzten Jahren den Herausforderungen gestellt haben, sind meisten zufrieden. Es ist sehr stark davon abhängig, wie sich die Betriebe auf die aktuelle Situation vorbereitet haben. So haben manche freie Lackierbetriebe schon rechtzeitig Fuhrparkkunden gewinnen können. Und für mich beginnt ein Fuhrpark bei zwei Autos vom Bäcker ums Eck. Sie sehen also eine sehr differenzierte Entwicklung? Es gibt Betriebe, bei denen es nicht so gut läuft, nicht unbedingt aus eigener Schuld. Rückläufige Pkw-Zulassungszahlen schlagen sich in 6 bis 8 Monaten im Reparaturmarkt nieder, somit wird 2014 sicher ein interessantes Jahr mit großen Herausforderungen. Wir haben

versucht, unsere Kunden darauf vorzubereiten. Jene, die das genutzt haben, stehen heute besser da. Weiterhin erfolgreich sind diese Betriebe, die bereit sind, in neue Technologie und Prozesse zu investieren. Wir bemühen uns seit vielen Jahren, die Themen rund um den Lack anzusprechen. Offenbar sind Importeursniederlassungen und große Betriebe bei diesen Investitionen im Vorteil? Auf jeden Fall, aber auch kleine Betriebe sind bereit zu investieren, wenn sie die Zeichen der Zeit erkennen. Es müssen nicht immer große Investitionen sein, um Prozesse zu optimieren, oft reichen kleine Schritte. Können Sie uns Beispiele nennen? Da geht es um Abläufe, um Energieeffizienz oder einfach um den Tausch der Pistolen oder um den Tausch der Filter. Generell ist das richtige Zubehör sehr wichtig, wir machen mittlerweile ein Viertel unseres Umsatzes mit Zubehör. Aber wir beraten unsere Kunden in nahezu allen Bereichen. Wie sieht diese Beratungstätigkeit aus? Das läuft grundsätzlich über unseren kaufmännischen beziehungsweise technischen Außendienst. Diese langjährigen Mitarbeiter erkennen den Bedarf oder das Verbesserungspotenzial oder werden von den Kunden direkt angesprochen. Dann wird je nach Bereich ein spezialisierter Berater geschickt und eine gemeinsam eine Lösung ausgearbeitet. Wo liegt der Entwicklungsschwerpunkt von BASF? BASF hat sich in den letzten Jahren intensiv mit den Grundmaterialien beschäftigt, um Arbeitsschritte einzusparen und die Effizienz zu steigern. Mit dieser Prozessbeschleunigung sind wir auf gutem Niveau. BASF sieht sich als Innovationsbringer, das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Wir schaffen einen Mehrwert für den Kunden, das geht über den Lack hinaus und betrifft auch Bereiche wie Energie und Energie-Rückgewinnung, Infrarot-Technologie oder Multiarbeitsplatz. Was ist die jüngste Neuheit? Der Glasurit 183-90 1K Express Grundfüller dunkelgrau, denn auch kleine Neuerungen können den Lackierprozess effizienter machen. So gibt es den Express Grundfüller gebrauchsfertig in der Sprühdose, als schnelle Lösung bei kleineren Durchschliffstellen oder für Spotrepair. Er stellt eine Ergänzung zum bewährten Glasurit 183-70 1K-Express-Grundfüller hellgrau dar. • (GEW)

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Zeitmanagement-Seminar Sikkens präsentiert sein Partnerprogramm Acoat Selected neu. Österreich-Vertriebsdirektor Andreas Bäurle erzählt im Interview über neues Design, strukturiertes Programm, etabliertes Werkstättennetzwerk und bewährte Vorteile. A&W: Acoat Selected hat einen neuen Auftritt. Wie lange gibt es das Partner-Programm, wie viele Mitglieder haben Sie heute? Bäurle: Acoat Selected, unser Premium-Partner Club, besteht seit 1976, wir können also sagen, dass wir die Ersten waren, die so ein System begonnen haben. Heute besteht das Netzwerk aus 2.000 Partnern, in der D-A-CH Region sind es 350 und Österreich allein zählt 42 Acoat-Selected-Betriebe. Was kennzeichnet das Leistungsspektrum von Acoat Selected? Ein sehr wichtiger Bestandteil ist die Managementkonferenz, die einmal im Jahr stattfindet, heuer übrigens in Österreich – in Salzburg. Das ist eine hochkarätige Veranstaltung mit hochkarätigen Referenten aus der Automobilwirtschaft, Karosseriewirtschaft, Betriebswirtschaft, aber auch prominente Motivationssprecher gehören dazu. Der Austausch mit Kollegen aus ganz Europa ist ebenso wichtig und dem wird bei der zweitägigen Veranstaltung auch genügend Platz gegeben. Zu diesen Veranstaltungen sind auch potenzielle Partner zum Schnuppern eingeladen. Sind bestimmte Grundvoraussetzungen nötig? Ja, es gibt ein Partnerprofil als Basis. Aber der Betrieb muss zum Zeitpunkt der Mitgliedschaft nicht alle Punkte erfüllen. Wir holen den Partner dort ab, wo er gerade steht. Das Ziel ist natürlich, das Profil zu erfüllen und alle auf dasselbe Niveau zu bringen. Wir müssen für Flotten, Leasingfirmen und Versicherungen eine standardisierte Leistung bringen. Wie sehen die weiteren Pläne aus? Wir haben seit zwei Jahren ein Reparaturnetzwerk, wo wir nun in die Akquise gehen können. Im Sommer haben wir die erste Veranstaltung für Fuhrparkbetreiber. Für einen Fuhrparkverantwortlichen ist es das Schlimmste, wenn durch einen Unfall ein Fahrzeug längere Zeit ausfällt. Hier können wir ihm die Sorge nehmen und als Partner flächendeckend und innerhalb kürzester Zeit helfen. Die Neuerungen betreffen auch das Layout des Programms? Das Programm ist sehr umfangreich und deshalb wurde mit dem neuen Design auch eine neue Präsentationsform gewählt. Das Angebot wird nun in einem Ordner dargestellt, wo alle Aktualisierungen

selbst ergänzt werden können. Mit klaren Symbolen sind die einzelnen Rubriken gekennzeichnet: Produkte & Verarbeitung, Prozesse, Management, Vision & Strategie.

Andreas Bäurle, National Sales Manager Sikkens Österreich

Was ist Ihr persönliches Highlight bzw. was wird gerne gebucht? Mit „Zeitmanagement im Reparaturprozess“ haben wir einen sehr interessanten und exklusiven Workshop. Im Gegensatz zu typischen Anwendungsschulungen, wo der richtige Umgang mit dem eigenen Produkt gezeigt wird, beleuchten wir hier den kompletten Ablauf vom Reinigen und Entfetten bis zum Finish. Wir stellen verschiedene Methoden gegenüber, das ist sehr umfassend und ist nicht auf unseren Lack beschränkt. Ein sehr gutes Beispiel ist die Abdeckung, also die Maskierung des Fahrzeuges. Hier haben wir zur Präsentation einen Profi eingeladen. Meistens wird noch mit verschiedenen Abdeckbändern und viel Papier gearbeitet. Die moderne Methode verwendet hauptsächlich Folie, spart viel Material und bietet ein unglaubliches Einsparungspotenzial von 50 Prozent der Zeit. Und es gibt hier viele Beispiele zur Effizienzsteigerung. Genau das ist unser Zugang, unabhängig vom Lack wollen wir das Unternehmen beim wirtschaftlichen Arbeiten unterstützen. • (RED)

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Kärntens Nachwuchs Die Karosseriebautechniker der Landesberufsschule Villach werden von Lechler und dem Lechler-Importeur für Südösterreich, der Firma Ragfa, unterstützt.

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Erwin Pinter (Berufsschule), Günther Peturnig (Ragfa), Harald Gamberger (Berufsschule) und Stefan Ragger (Ragfa)

ir wollen der zukünftigen Lackierergeneration die neuesten Produkte zur Verfügung stellen“, erklärt Stefan Ragger, Geschäftsführer der Firma Ragfa, Klagenfurt, und Vertriebspartner von Lechler für Österreich Süd. Seit Beginn dieses Jahres sind Ragfa und Lechler Kooperationspartner der Karosseriebautechniker der Landesberufsschule Villach. Lehrer Harald Gamberger ist von der Partnerschaft überzeugt und sehr zufrieden: „Mir gefällt die persönliche Betreuung durch die Firma Ragfa, Günther Peturnig kommt regelmäßig in der Schule vorbei, informiert uns über Neuheiten und Entwicklungen und steht für Fragen zur Verfügung, sowohl für die Schüler wie auch für uns Lehrer.“ Die Berufsschule wird bei Ragfa als Kunde wie jeder andere Lackierbetrieb gesehen. So fährt Gamberger demnächst zur Lackierer-Schulung in die italienische Lechler-Zentrale an den Comer See. Die Bedeutung einer solchen Kooperation bringt Lehrer Ing. Erwin Pinter auf den Punkt: „Wir müssen immer am neuesten Stand sein, es gibt einen permanenten Wandel.“

Technologisch vorn mit dabei Bei der Einführung von neuen Lacken und Systemen ist die Berufschule somit immer ganz vorn mit dabei. Der lufttrocknende Klarlack MA380 AirTech wurde bereits in der Lehrwerkstätte eingeführt. Ragger: „Dieser Klarlack ist in 30 Minuten bis maximal einer Stunde trocken und in zwei Stunden schleifbar.“ Routinier Gamberger ist vom Ausgießsystem des Basislacks begeistert: „Mit den fertig gelieferten Behältern kann man punktgenau, in Zehntelgramm gemessen,

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ausgießen.“ Das persönliche Engagement der Firma Ragfa, das für Ragger Farbenhandel steht, ist hier überall zu spüren. Der traditionsreiche Familienbetrieb ist seit über einem Jahr Lechler-Vertriebspartner für den Süden Österreichs. Ragger ist mit dem italienischen, mittelständischen Lackprofi ebenso zufrieden wie seine Kunden: „Lechler kann aufgrund seiner Struktur sehr schnell reagieren.“ Hinsichtlich Unterstützung der Lehrlinge verbindet Lechler und Ragfa die gleiche Philosophie.

Lehrlingszahl stabil Die Landesberufsschule Villach bildet Karosseriebautechniker für ganz Kärnten aus, pro Lehrjahr sind mindestens 30 Schüler im Einsatz, hochgerechnet auf 3,5 Jahre Lehrzeit sind also regelmäßig 120 Lehrlinge in Ausbildung. Gamberger: „Diese Zahl ist stabil, der befürchtete Rückgang ist bei anderen Berufen in der Schule zu spüren, bei den Karosseriebautechnikern nicht.“ Offenbar sind die Jugendlichen weiterhin für das Automobil zu begeistern.“ Nahezu 100 Prozent der Lehrlinge wollen den Beruf auch wirklich lernen“, ergänzt der Pädagoge. Das sei in anderen Berufen absolut nicht der Fall. Die Zusammenlegung der Berufe Karosseriebauer und Lackierer sieht Gamberger positiv: „Früher gab es eine Front zwischen den beiden Berufen, heute muss jeder beides lernen und hat daher viel mehr Verständnis für den anderen, egal in welche Richtung er sich spezialisiert.“ Ein niedrigeres Niveau können die Lehrer in der Berufsschule nur bedingt feststellen. Pinter: „Der Stoff, der Lehrinhalt ist in den letzten 25 Jahren schon deutlich umfangreicher und schwieriger geworden. Aber es ist natürlich schon lange Zeit spürbar, dass die Eltern ihre Schüler drängen, in die Schule zu gehen und nicht in die Lehre. Die ElternGeneration hat oft ein Handwerk gelernt und möchte, dass es die Kinder besser haben.“ Ob das heute tatsächlich so ist, wird vielfach bezweifelt. Gamberger: „Der Stellenwert und die Entlohnung der Lehrlinge sollten sich verbessern.“ Die heutige Komplexität des Berufes sollte ein Grund sein, warum sich noch mehr dafür entscheiden. • (GEW)


LACK EXTRA

Schneller Totalschaden Fachkräftemangel, zufriedenstellende Auslastung und Zeitwert-Reparatur sind die aktuellen Themen der Branchenvertretung.

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rik Papinski, Unternehmer in Linz, ist Bundesinnungsmeister der Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und der Wagner. „Egal ob Karosseriebauer oder Lackierer, das größte Problem ist der Facharbeitermangel.“ In den vergangenen Jahren habe sich alles verschoben, früher hätten die jungen Leute eine Lehre absolviert, heute gingen sehr viele länger in die Schule. Das, was für die Lehre übrig bleibe, sei weniger für den Beruf geeignet. „Hier müssen wir neue Ideen und Zugänge finden und flexibler sein“, so Papinski. Die Zeit, um auf einer Messe für Berufsnachwuchs zu werben, sei vorbei, die Branche müsse an die Eltern herankommen. Eine junge Frau oder einen jungen Mann von Auto, Lack und Karosserie zu begeistern, ist nicht sehr schwer. Papinski: „Aber zuhause angekommen, drängen die Eltern wieder zu Schule und Studium. Der Lehrberuf hat ein Erik Paul Papinski, sehr negatives Image, das wir speziell bei den BundesinnungsmeisEltern verbessern müssen.“ ter der KarosseriebauFür die Betriebe wird es nicht einfacher. Wenn techniker, Karosserielackierer und der durch die wirtschaftliche Situation die Leute Wagner weniger Geld zur Verfügung haben, erhält die Branche weniger Aufträge. „Wir haben schon gehofft, dass die Karosserie den Handwerkerbonus bekommt.“

Fahrzeuge länger im Einsatz Positiv sei zu erwähnen, dass die Fahrzeuge immer länger im Einsatz seien, davon profitierten die freien Werkstätten, die Karosseriebauer- und Lackierer, die Auftragslage sei also in Ordnung. Was die Auslastung betrifft, ist der Funktionär realistisch. „Natürlich spüren wir die wirtschaftliche Situation und den fehlenden Winter bei den Aufträgen, aber wir dürfen nicht jammern. Man muss akzeptieren, dass ein gewisser Plafond erreicht ist.“ „Eine große Herausforderung und gleichzeitig unsere Aufgabe ist es, die Fahrzeuge im Verkehr zu halten. Bei den klassischen Familienfahrzeugen (gebrauchte Vans wie VW Sharan oder Ford Galaxy) ist aufgrund der umfangreichen Technik bei kleineren Unfällen sehr schnell ein Totalschaden gegeben. Hier ist schon viel Technik verbaut, die zu hohen Reparaturkosten und damit sehr rasch zum Totalschaden führt.“ • (RED)

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Schneller Lack im neuen Kleid Cromax stellt einen neuen, schnelltrocknenden Klarlack vor und bringt neue Etiketten für alle Produkte.

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ach dem DuPont die Lack-Sparte verkauft hat (siehe auch Artikel Seite 19), wurden Änderungen in der Namensgebung und Markenkommunikation nötig. So sind die drei Marken unter dem Kommunikationsdach Axalta tätig, die Lack-Marke DuPont Refinish musste naturgemäß geändert werden und läuft jetzt unter dem kraftvollen Namen Cromax. Während wir in LACK & Wirtschaft 11/2013 bereits über die neue Marke und deren Ziele berichtet haben, komplettieren jetzt neue Etiketten auf den Lackdosen das neue Erscheinungsbild. Lack-&-Technik-Chef Rudolf Weismann, österreichischer Importeur der Marke: „Die frische Gestaltung gehört zur neuen, starken visuellen Identität der Marke Cromax.“ Dabei wurden die bekannten Produktlinien von DuPont Refinish weitergeführt und erscheinen nun in einem jeweils eigenen Erscheinungsbild: Cromax Pro Basecoat, Cromax Basecoat, Centari und Imron Fleet Line. Um im Mischraum die Dosen leicht zu erkennen und auch richtig einzuordnen, ist jedes Gebinde mit einem breiten Farbstreifen auf der Vorderseite gekennzeichnet. Dieser enthält den fett gedruckten, gut lesbaren Produktcode. Die Produktbezeichnung ist natürlich ebenso aufgedruckt wie der Farbname, sofern es sich um Mischlackkonzentrate handelt. Nicht zuletzt sind bei Bedarf Lagerungshinweise als Piktogramm vermerkt bzw. die relevante Stufe von ValueShade angegeben, dem konzerneigenen System für die Verwendung von Grautönen bei durchsichtigen Pigmenten. Doch die neue Etiketten-Lösung von Cromax enthält noch weitere, äußerst praktische Informationen. So können die jeweiligen Produkttypen mit einer Farbcodierung unterschieden werden: Bindemittel (dun-

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kelrot) von Mischlackkonzentraten (Regenbogenfarben), Grundierungen (grün) von Klarlacken (blaugrau), Verdünner (blau) von Härtern (ocker) und Entfettungsmittel (türkis) von Additiven (grau).

Schneller Klarlack

Cromax Importeur Rudolf Weismann (Lack & Technik)

Nicht nur die Verpackung ist bei Cromax 2014 neu, die Klarlackdosen bekommen einen komplett neuen Inhalt. Der Cromax Ultra Performance Energy Klarlack CC6700 zeigt mit Spitzenqualität und ultraschneller Trocknungszeit auf. Das innovative Produkt trocknet in nur 5 Minuten, bereits nach 15 Minuten sind die lackierten Teile montagefest. Cromax-Importeur Weismann ist vom neuen Produkt überzeugt: „Der neue Cromax Klarlack ist damit der leistungsfähigste Klarlack, den es momentan auf dem Markt gibt.“ Bei Bedarf trocknet der Ultra Performance Energy Klarlack auch ohne zusätzlichen Energieaufwand bei Raumtemperatur. Mit dieser Flexibilität können die Arbeitsabläufe im Lackierbetrieb neu geplant und natürlich optimiert werden. Egal ob rasche Trocknung in der Kabine oder Lufttrocknung außerhalb, die Kabinenkapazität kann in jedem Fall erhöht werden. Die Anwendbarkeit ist unverändert einfach, als Härter können AR7701 Energy Activator Fast oder AR7702 Energy Activator Standard eingesetzt werden.

Wirtschaftlichkeit und hoher Glanz Dass nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch der außergewöhnlich hohe Glanzgrad zu den Grundeigenschaften zählt, wurde bei umfangreichen Anwendungstests in den Niederlanden und in Deutschland bestätigt. Weismann: „Eine so makellose Oberflächenoptik war mit dieser Trocknungsgeschwindigkeit vor dem neuen CC6700 Klarlack im Markt nie erreicht worden.“ • (RED)

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Kommunikations-Dach Nachdem DuPont seine Lacksparte verkauft hat, ist Axalta die neue Dachmarke von Spies Hecker, Standox und Cromax (ehemals DuPont Refinish).

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n Österreich sind Spies Hecker und Standox in einem Haus zusammengefasst, das von Peter Kalina geleitet wird. Kalina, der seit knapp 30 Jahren in der Branche tätig ist, freut sich über eine sehr positive Entwicklung unter dem neuen Eigentümer. „Wir sind ein eigenständiges Unternehmen und das einzige, das weltweit nur Lack anbietet – in Industrie, Auto-Reparatur und Auto-Serienfertigung. Alle anderen Anbieter sind entweder nicht global tätig oder müssen im Konzern auf andere Bereiche Rücksicht nehmen. Entscheidungen bei Axalta laufen nur für das Thema Lack.“ Um die globale Ausrichtung zu komplettieren, wurde der Grundstein für eine Lackfabrik in Asien gelegt. Denn ein Lackhersteller muss dort sein, wo seine Kunden sind. Weitere Investitionen betreffen Brasilien und die größte den wichtigen Europa-Standort Wuppertal. Trotz globaler Expansion bleibt das Geschäft regional. Kalina: „Die Entscheidungen werden in den Regionen für die Regionen getroffen, um das Wachstum zu fördern.“ Dabei räumt Kalina ein, dass er selbst positiv überrascht ist: „Von Investoren erwartet man, dass das Unternehmen filetiert und verkauft wird, das Gegenteil ist hier der Fall. Axalta investiert ins operative Geschäft.“ Positive Auswirkungen sind laut Kalina bereits spürbar: „Wir sind schneller mit unseren Entscheidungen, das wird am Markt bereits wahrgenommen.“

Leitet die AxaltaMarken Standox und Spies Hecker in Österreich: Peter Kalina

Diskussion. Die Positionierung von Standox und Spies Hecker hat sich entwickelt, ist gefestigt und macht Sinn. Axalta wird zukünftig aber als Kommunikations-Dach eingesetzt, etwa bei Leasingfirmen und Flotten. Unter dem Titel Axalta UnfallreparaturNetz werden die Reparaturmarken-Programme von Standox und Spies Hecker in der Kommunikation zusammengefasst. • (RED)

Regionale Orientierung Für Kalina und sein Team ist die regionale Positionierung eine Notwendigkeit und ein Erfolgsfaktor. „Alles, was wir umsetzen, hat eine österreichische Ausrichtung. Aus dem Standardsortiment der Marken nehmen wir das, was der heimische Markt braucht.“ Dabei muss auf die Vorlieben der Lackierer ebenso Rücksicht genommen werden wie auf klimatische Bedingungen, die Struktur des Marktes oder die Philosophie, die man mit der Marke umsetzen möchte. Dabei ist Österreich ein extrem innovativer Markt. „Die zwei innovativsten Märkte in Europa sind Holland und Österreich“, erklärt Kalina. Das liege an der Mentalität der heimische Lackierer. Dem technischen Fortschritt kann sich dabei kein Lackierer entgegenstellen. Der Markt verlangt ständige Weiterentwicklung. Kalina plakativ: „Er muss es leisten können und er muss es sich leisten können.“ Die Mehrmarkenstrategie steht dabei außer

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Online-Schadenabwicklung Die Firma Speiser in St. Pölten hat mit Pkw-Lackierungen und Lkw-Aufbauten zwei Standbeine. Die Software ist mit WerkstattManager, RepairEstimate und QuickCheck durchgängig von Eurotax.

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Firmenchef Reinhard Speiser und Lackierermeister Andreas Neumayer

ie eigentliche Basis des Gewerbes „Karosseriebautechniker, Karosserielackierer und Wagner“ ist sehr selten geworden. Kaum jemand baut heute noch Fahrzeuge auf. Eine der wenigen Ausnahmen stellt die Firma Speiser in St. Pölten dar. Der traditionsreiche Betrieb hat den Spezialaufbau und Umbau von Lkws und Transportern als eines seiner beiden Standbeine. Die Fahrzeuge werden hier zum größten Teil als Fahrgestell mit Kabine geliefert, der restliche Aufbau, egal ob Plane, Pritsche, Kühlaufbau oder Ladebordwände, wird von Speiser geplant und umgesetzt. Dabei wird besonderer Wert auf individuelle und maßgeschneiderte Lösungen

Selber kalkulieren Mit den Programmen von Eurotax können Lackierbetriebe die Kalkulationen direkt an die Versicherungen schicken und viel Zeit sparen.

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Sachverständiger muss nicht mehr ins Haus kommen Schon seit 2003 ist Speiser Eurotax-Kunde und setzt mit dem WerkstattManager, RepairEstimate und QuickCheck die gesamte Palette für Lackierbetriebe ein. Pkw-Meister Andreas Neumayer ist für das zweite Standbein der Firma Speiser verantwortlich, die klassische Reparaturkalkulation: „Jeder Kostenvoranschlag, jeder Lieferschein, jede Rechnung, alles läuft über den WerkstattManager.“ Dabei versucht Neumayer, jeden Schaden selbst zu kalkulieren. „Das macht Sinn, sofern es die Zeit erlaubt. So genau kann auch mit viel Erfahrung niemand schätzen.“ Die Abwicklung mit dem Sachverständigen wird damit vereinfacht. Der nächste Schritt ist die Teleexpertise, wo gar kein Sachverständiger ins Haus kommen muss. „Die Kalkulation wird mittels QuickCheck zur Versicherung überspielt und in den meisten Fällen sehr schnell zur Reparatur freigegeben.“ Verwendet wird die Teleexpertise bei den meisten Windschutzscheiben-Schäden sowie bei Versicherungen, mit denen intensiv zusammengearbeitet wird bis zu Schäden in Höhe von 4.000 Euro.“ • (GEW)

Werkstätte kann das Fahrzeug schneller reparieren, der Kunde hat das Auto schneller zurück. Und das würde bei einem Großteil der Schäden funktionieren“, erklärt Novak. Für den österreichischen Durchschnittsschaden, der unter 2.000 Euro liegt, wäre das System also bestens geeignet.

Rechnung direkt geschickt

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s sind noch immer zu wenige Betriebe, die Versicherungsschäden selbst kalkulieren und mittels Teleexpertise online abwickeln“, erklärt Martin Novak, Eurotax-Verkaufsdirektor. Mit der Teleexpertise kann man dem Kunden und sich selbst echt Zeit sparen. Dazu muss nur die Kalkulation über QuickCheck an die Versicherung geschickt werden. Das von Eurotax angebotene Programm ist kostenlos und dient als Schnittstelle zwischen Werkstätte und Versicherung. Bis zu einem Schadenwert von 3.500 Euro, bei manchen Versicherungen auch höher, können Reparaturen über die Teleexpertise freigegeben werden. Die Kommunikation mit dem Schadenreferenten passiert ebenfalls online über dieses System, mühsame Telefonate mit problematischer Erreichbarkeit entfallen ebenso wie Verzögerungen durch das Warten auf den Sachverständigen und das Gutachten. „Die

gelegt. Reinhard Speiser, Geschäftsführer in der dritten Generation: „Meine Philosophie lautet: Wir brauchen keine Probleme, sondern Lösungen: flexibel, pragmatisch und schnell.“

Eurotax-Verkaufsdirektor Martin Novak

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Komplettiert wird die digitale Schadenabwicklung mit dem EurotaxWerkstattManager, dem Karosserie Inhouse System. Mit diesem System kann (aus der Kalkulation) gleich die digitale Rechnung erstellt werden und elektronisch an die Versicherung geschickt werden. Damit fällt nicht nur der Postweg für die Rechnung weg, auch die Verteilung innerhalb der Versicherung ist nicht nötig, weil die zuständige Person die Rechnung direkt bekommt und die Zahlung schneller freigeben kann. Mit Teleexpertise und digitaler Rechnung können die Schadenabwicklung und die Zahlung an die Werkstätte um mehrere Tage verkürzt werden. • (RED)


Zur sauberen Übergabe Mit dem Finish ist es nach der Lackierung nicht getan. Der Kunde möchte ein Auto mit schönem Gesamteindruck übernehmen.

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ie Zeiten, in denen ein perfekt lackierter Teil auf einem schmutzigen Auto mit Kleberesten und Lackstaub ausgeliefert wurde, sind natürlich längst vorbei. Heute ist die Herausforderung, den Rest des Fahrzeuges möglichst an den glänzenden, neu lackierten Teil anzupassen. Und das mit wenig Zeitaufwand und Kosten. Denn der Kostendruck betrifft den gesamten Prozess, nicht nur jenen des Lackierens. Selbst wenn nicht der Lackierer selbst die Reinigung des restlichen Fahrzeuges durchführt, sondern ein anderer Mitarbeiter. Ludwig Holzinger, Geschäftsführer von Blimax clean&care: „Es gibt heute Schnellpolituren, die ohne großen Aufwand einen schönen Glanz erzeugen und damit ein gleichmäßig sauberes und glänzendes Auto ermöglichen.“ Der lackierte Teil sticht nicht heraus. Eine weitere Zeitersparnis liegt in der Verwendung der Poliermaschine. Wie zahlreiche Lackhersteller hat auch Blimax die innovativen Maschinen von Rupes im Programm. „Bisher hat man zuerst mit Lammfell gearbeitet und dann mit Schwamm poliert. Rupes ist eine Mischung aus Exzenter und Schleifmaschine in einem und man erspart sich einen Arbeitsgang.“

Reinigungsscheibe aus Gummi gegen Lackstaub, Schmutz und Insekten

Effiziente Reinigung mit der Gummischeibe Eine Neuheit betrifft die Reinigung der Nachbarteile nach dem Polieren. Mit einer Gummischeibe für die Schleifmaschine können einfach und effizient Lackstaub, Teer oder Insekten entfernt werden. Bei Bedarf werden die Nachbarteile auch geschliffen, um Kratzer im Klarlack zu entfernen. Hier gibt es seit einiger Zeit neue Gefahren. Mit eingefärbtem Klarlack, der bei bestimmten Autoherstellern für bestimmte Farben verwendet wird, gibt es Probleme. Beim Schleifen dieses Klarlacks kommt es zu Fleckenbildung, es darf also nicht geschliffen werden. Dieser spezielle Klarlack ist aber optisch nicht erkennbar, die Information gibt es nur über den Farbcode. • (RED)

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LACK EXTRA

Dieter Steinbichler vertraut mit seiner Firma GSB1 auf Sata-Lackierpistolen

Meine erste Pistole Der innovative Lackierunternehmer Dieter Steinbichler hat vor 23 Jahren seine erste Lackierung mit Sata durchgeführt und ist der Marke bis heute treu geblieben.

Lebensphilosophie Qualität

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Die österreichischen Arrow Copter werden bei GSB1 lackiert

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„Wir haben heuer schon wieder vier neue Sata-Pistolen gekauft.“ Das Team ist sowohl von der Anwendung wie auch von der Qualität überzeugt, Probleme gibt es nie. Manchmal wird ein Reparatur- oder Düsensatz bestellt und eingebaut, schließlich wird die Pistole ohnehin jeden Tag zerlegt.

or 12 Jahren hat Dieter Steinbichler seinen ersten Lackierbetrieb in Strengberg eröffnet, seit einem Jahr ist er auch in Amstetten mit einer Filiale tätig. „Für mich war immer schon klar, dass ich einmal mein eigener Chef sein möchte“, erklärt der dynamische Unternehmer. Nach der kaufmännischen Lehre hat er Lackierer gelernt und den Meister gemacht. Die erste Pistole, die er vor mittlerweile 23 Jahren in die Hand genommen hat, um seine ersten Lackierungen zu machen, war eine Sata-Pistole: „Ich war vom ersten Tag an zufrieden und habe seither nur Sata verwendet.“ Nur der Vergleich macht sicher und so hat Steinbichler natürlich auch immer wieder andere Modelle ausprobiert, ist aber der Marke bis heute treu geblieben. Dabei trifft die Entscheidung heute gar nicht mehr der Chef selbst: „Meine Mitarbeiter sollen selber aussuchen, womit sie lackieren wollen. Wie und womit das gemacht wird, ist mir egal, das Ergebnis muss stimmen.“ Mehr als erfreulich, dass die Lackierer mit dem Chef einer Meinung sind und jeder für sich von Sata überzeugt ist. Steinbichler:

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Die Sata-Pistole entspricht der Philosophie von Steinbichler. Denn auf die Frage, was sein Unternehmen ausmache, kommt ohne zu zögern und mit vollster Überzeugung das Wort Qualität: „Wir setzen auf Qualität, das ist das, worauf ich mein Leben lang schaue. Dazu kommen persönlicher Service und Ehrlichkeit.“ Der Qualitätseindruck zieht sich bei GSB1, so der Name der Firma, von Anfang bis Ende durch. Der gesamt Betrieb ist nicht nur modern, sondern blitzsauber, der Chef fordert extreme Sauberkeit als Basis für die Arbeit. Aber auch in der Kommunikation mit Beschriftung, Werbefolder oder Homepage wird eine professionelle, saubere Linie durchgezogen.

Fluggeräte-Lackierung Während die Branche von der Geschäftserweiterung spricht, hat sie GSB1 bereits umgesetzt: Scheibenreparaturen sind ebenso selbstverständlich wie kleine Servicereparaturen. Unter dem Motto „Wir lackieren – fast – alles“ geht Steinbichler auch über Kfz-Lackierungen hinaus und ist mit der Lackierung von Fluggeräten wie den Arrow-Copter sehr erfolgreich. Mit dem Betrieb in Amstetten ist GSB1 noch im Aufbau: „Hier sind wir neu und müssen uns noch etablieren.“ Da ist die Firma noch auf der Suche nach Fuhrparks und Autohändlern, die Wert auf Qualität legen. • (GEW)


LACK EXTRA

Für alle Wetter Mit der richtigen Kombination aus Luftstromkappe und Düse kann die DeVilbiss GTi Pro Lite Pistole für alle Bedingungen aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lack richtig eingestellt werden.

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ie Anforderungen an die Lackierspritzpistole haben sich massiv verändert. Die Palette an professionellen Reparaturlacken reicht von Wasch- und Ätzgrundierungen mit geringer Viskosität bis zu höherviskosen Lackfüllern und extrem hochsoliden Klarlacken. Außerdem gibt es Kombinationen aus wasserverdünnbaren Basislacken und Auffüllmaterialien, welche allesamt unterschiedlich atomisieren und so durch die vorherrschenden Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen, also Wetter und Klima, beeinflusst werden. Bei der Entwicklung der GTi Pro LITE Sprühpistole hat DeVilbiss deshalb den Schwerpunkt auf die Atomisierung gelegt. Neben der gesamten Palette der führenden Lackhersteller wurden alle klimatischen Bedingungen berücksichtigt.

Kombination aus Kappe und Düse Damit kann DeVilbiss den Kunden garantieren, dass jeglicher Reparaturlack präzise aufgetragen werden kann, während gleichzeitig ein optimaler Materialübergang und die passende Verarbeitungsgeschwindigkeit beibehalten werden können. Denn für eine möglichst kurze Verarbeitungszeit sind genau diese beiden Punkte entscheidend. Mit dem richtigen Einsatz und der richtigen Kombination aus Düsen und Luftstromkappen kann der Lackierer die Leistung seiner Pistole exakt anpassen. Dazu gehören auch der Pressluftverbrauch sowie die Durchflussrate. Damit kann die Pistole auf der ganzen Welt bei jedem Wetter eingesetzt werden. • (RED)

Das Zusammenspiel aus verschiedenen Luftkappen und Düsen sorgt für die richtige Performance


LACK EXTRA

Energiesparmodus Dank Blowtherm-Lackierkabine von Kastner sind die Lucky-Car-Betriebe kostengünstig und umweltfreundlich.

bestens geklappt hat, sowohl Franchisenehmer wie auch Lackierer optimal zufrieden sind, wurden mittlerweile drei weitere Standorte damit ausgerüstet: Wien 21, Wien 3 und Baden.

Drei Einsparungsmodule

Foto: Zwazl

Das erste Modul der Energieeinsparung betrifft den Frequenzumformer. Früher konnte eine Kabine nur 0 oder 100 Prozent leisten. Mit dem Frequenzumformer ist ein langsamer Anlauf möglich. Flatischler: „Zwei Drittel der Zeit passiert in der Kabine nichts, der Lackierer macht noch Vorbereitungen.“ Während dieser Phase bleiben die Druckverhältnisse und die Temperatur erhalten, aber der Luftaustausch läuft auf Minimalbetrieb. Sobald das Lackieren beginnt, schaltet der Lackierer auf Vollbetrieb um und erhält die ganze Leistung. Gegenüber einer normalen Einstellung werden hier ein Drittel Wärme und zwei Drittel Strom gespart. Das zweite System ist ein Wärmerückgewinnungssystem mittels Plattenwärmetauscher. Die kalte Zuluft wird mit der warmen Abluft gekreuzt und damit erwärmt. Das erspart im Durchschnitt 51 Prozent Wärme. Die dritte Energiesparmöglichkeit bei Blowtherm nennt sich Hyperventilation: Beim Lackieren muss die Luft möglichst gleichmäßig über die gesamte Kabine verteilt werden. Beim Trocknen werden die Lochbleche im Deckenplenum durch Übereinanderschieben verkleinert und auf das Fahrzeug zentriert. Durch die Verkleinerung ergibt sich ein Düseneffekt, der die Geschwindigkeit der Luft erhöht. So kann die Trocknungszeit bis zu 50 Prozent reduziert werden.

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ie Luftleistungen moderner Lackierkabinen wurden in den vergangenen Jahren drastisch erhöht, damit wäre ohne entsprechende Maßnahmen auch der Energieverbrauch dramatisch gestiegen. Kastner, der Spezialist für Werkstättenausrüstung hat mit der Firma Blowtherm nicht nur den weltweit größten Lackierkabinenhersteller als langjährigen Partnern, sondern auch einen der innovativsten. Die Qualität spricht für sich. „Wir haben in Österreich über 600 Kabinen unterschiedlichster Generationen von Blowtherm im Einsatz“, berichtet Kastner-Gebietsleiter Rudolf Flatischler. Bei den aktuellen Modellen kann Kastner gleich drei verschiedene Energiesparlösungen anbieten, die natürlich auch gleichzeitig eingebaut werden können. So geschehen bei Lucky Car (hat bislang bei vier Standorten das gesamte Paket gekauft). Lucky-Car-Franchisegeber Ossi Matic: „Das Energiethema ist extrem wichtig, hier wollen wir die modernste Lösung.“ Damit fiel die Entscheidung für Kastner leicht: „Die Kompetenz und das Angebot haben gepasst. Und nicht zuletzt auch die Chemie zu den Mitarbeitern wie Herrn Flatischler.“ Die erste Kabine wurde vor knapp zwei Jahren im Betrieb Triester Straße eingebaut. Nachdem dort alles

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Sasa Kos (Franchisenehmer Lucky Car Wien 23), Kastner-Gebietsleiter Rudolf Flatischler und Lucky-CarGeschäftsführer Ossi Matic vor der BlowthermLackierkabine (v.l.n.r.)

Franchise auf Expansion

Lucky-Car-Standort Triester Straße, Wien 23

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Der umtriebige Matic will mit seinem Franchise-System noch weiter expandieren: „Ich will in die Bundesländer. Nur so können wir unsere Kooperation mit Leasingfirmen und Fuhrparks flächendeckend ausbauen.“ Für diesen Bereich wird nun ein eigener Key Accounter eingesetzt. Momentan investiert Matic sogar in die Radiowerbung bei Ö3. „Nicht nur für den Endkonsumenten, sondern auch für potenzielle Franchisenehmer in ganz Österreich, die uns noch nicht gekannt haben.“ • (RED)


LACK EXTRA

Kleine Schäden, schnell repariert: Das Unternehmen aus Bratislava hat Techniker aus der Slowakei, Tschechien, Italien und Österreich

Wenn Not am Mann ist Wenn ein Hagelsturm übers Land fegt, muss es schnell gehen mit den Reparaturen, denn dann ist jeder verfügbare Dellendrücker gefragt. Ein neues Unternehmen mit Hauptsitz in Bratislava ist seit Kurzem auch in Österreich aktiv: Es hat 51 freiberufliche Dellendrücker, die bis zu 100 Schäden pro Tag reparieren können.

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Philipp Hallwirth leitet das junge Unternehmen

igentlich kommt Philipp Hallwirth (33) ja aus der Luftfahrtbranche – und kennt sich daher aus mit meteorologischen Phänomenen wie Hagel: Als er im Ausland eine auf Hagelschäden spezialisierte Firma kennenlernte, beschloss er, diese Tätigkeit auch in Österreich anzubieten. Dass er sein Unternehmen in Bratislava gründete, liegt an den Steinen, die ihm die Bürokratie in Österreich in den Weg legte, und an privaten Bindungen an die Slowakei. Seit Jänner ist das Siloinvest Dellenteam aktiv: Hallwirth schaut anhand der Wetterkarten schon vorab, wo ein Hagelgewitter niedergehen könnte, und ist

daher vorbereitet, wenn es tatsächlich passiert. Dann bietet er seine Dienste den Autohändlern in der Region an: Für Fahrzeuge auf den eigenen Parkplätzen ebenso wie für Kunden, die in den folgenden Tagen mit ihren Autos zur Reparatur kommen. Hallwirth verspricht einen mobilen Service innerhalb von 24 Stunden: „Wir kommen, wenn Not am Mann ist.“

Auch für Großereignisse vorbereitet Zuerst verschafft sich ein – natürlich Deutsch sprechender – Projektleiter aus Hallwirths Team einen Überblick, wie viel zu tun ist. Dann ruft er die freiberuflichen Dellendrücker, die mit ihrer Arbeit beginnen. Ein „mittlerer Schaden“ an einem Fahrzeug habe 600 Dellen, sagt Hallwirth: Das schaffe ein Techniker in einem halben Tag. Der Jungunternehmer will sein Service auch Versicherungen anbieten und denkt bereits einen Schritt weiter: Bei wirklichen Großereignissen will er Zelte aufbauen, in denen die beschädigten Fahrzeuge repariert werden. Der Kunde kommt in der Früh, gibt sein eingedrücktes Auto ab, erhält einen Mietwagen und holt das reparierte Fahrzeug am Abend wieder. • (MUE)


LACK EXTRA

Große Kompetenz bei kleinen Schäden: Darauf macht das Autohaus Schmidt auch mit auffällig folierten Autos (im Bild unten bei der Salzburger Automesse) aufmerksam

Ein Konzept für alle Kunden Am Stammsitz der Autohandelsgruppe Schmidt wird neben Ford, Mazda und Volvo seit Kurzem eine weitere Marke vertreten: ChipsAway, das maßgeschneiderte Lizenzsystem für die professionelle Reparatur kleiner Schäden. Von Philipp Hayder

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Standorte in Salzburg und Tirol, über 3.500 Fahrzeugverkäufe und gut 70 Millionen Euro Umsatz pro Jahr: Diese Zahlen beweisen, dass die Firma Schmidt zu den größten Automobilunternehmen in Westösterreich zählt. Das gilt auch für das Werkstattgeschäft. Allein in der Salzburger Alpenstraße werden jährlich beinahe 15.000 Autos gewartet und repariert. Freilich gibt es auch im erfolgreichsten Unternehmen Verbesserungsbedarf, weiß Kundendienstleiter Wolfgang Bartik: „Wir haben zum Beispiel nach Möglichkeiten gesucht, verstärkt Fremdmarkenfahrer in unsere Werkstatt zu bekommen.“ Gleichzeitig wollte man die Kompetenz im Lack- und Karosseriebereich schärfen und dem Vorurteil entgegenwirken, wonach Reparaturen in Markenbetrieben prinzipiell teurer seien. Diese Überlegungen führten Bartik und Geschäftsführer Josef Nußbaumer zum Kleinschadenkonzept ChipsAway.

Partner der Autohäuser Das ursprünglich aus den USA stammende System wird hierzulande von Ing. Mag. Less Ayasch umgesetzt. Der branchenerfahrene Manager hat das Konzept in den vergangenen Jahren konsequent auf die Zusammenarbeit mit renommierten Autohäusern ausgerichtet. „Der bekannte Markenname eröffnet unseren Partnern die Chance, neue Zielgruppen

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anzusprechen“, unterstreicht Ayasch. Unterstützt werde dies von reichweitenstarken Marketingmaßnahmen. Außerdem lege man großen Wert auf die individuelle Einschulung der Werkstattmitarbeiter und die laufende Optimierung der Partnerschaften.

Keine starren Standards Beim Autohaus Schmidt unterstreicht man, dass dieses Konzept aufgeht: „Schon in den ersten Wochen kamen zahlreiche neue Kunden von Opel bis Porsche zu uns“, berichtet Bartik. Zwei Mitarbeiter seien in Wien eine Woche lang kompetent eingeschult worden, weitere Spezialtrainings – zum Beispiel in Sachen Innenraumreparatur – seien in Vorbereitung. Darüber hinaus lobt Bartik die Individualität des Lizenzkonzepts: Pylon und Fassadenband sind zwar eine (sinnvolle) Vorschrift, ansonsten gibt es aber keine bürokratischen Standards.

„Schnell, effizient und preisgünstig“ „Unsere Kunden wissen zu schätzen, dass Reparaturen bei ChipsAway schnell, effizient und preislich attraktiv durchgeführt werden“, freut sich Bartik über die zunehmende Mundpropaganda. Betriebswirtschaftlich positiv seien die dennoch hohen Deckungsbeiträge, die weiter wachsende Werkstattauslastung – und nicht zuletzt die Tatsache, dass auf diese Weise auch das „klassische“ Karosseriegeschäft mehr Zulauf erhält. Beim Autohaus Schmidt ist man daher überzeugt, mit dem neuen Kleinschadenschwerpunkt den richtigen Schritt zu richtigen Zeit gesetzt zu haben. •

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Less Ayasch (l.) und Wolfgang Bartik freuen sich über den erfolgreichen Start der Zusammenarbeit


Professionelle KFZ Lackierer fordern weltweit führende Leistung, Effizienz und Verlässlichkeit.

Von PKWs, Busse bis LKWs bietet die DeVilbiss-Technologie eine optimale Performance bei Lackierungen, Druckluft-Reglern, Filtern und Atemschutz.

INTELLIGENTES, PRÄZISIONSGEFERTIGTES DESIGN

Finishing Brands Germany GmbH, Justus-von-Liebig-Str. 31, D-63128 Dietzenbach. Tel: +49 (0) 6074 403 251 Fax: +49 (0) 6074 403 281 Email: info-de@devilbisseu.com Web: www.devilbisseu.com


Schneller fertig!

Mit Permahyd® Hi-TEC.

Der innovative Wasserbasislack Permahyd® Hi-TEC 480 bringt sie schneller ans Ziel. Mit nur einem Arbeitsgang wird der Hi-TEC Basislack deckend aufgetragen, also ohne Zwischenablüftzeit. Danach kann nach kurzer Endablüftung direkt der Klarlack appliziert werden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Es entfallen unnötige Wartezeiten und die Prozesszeiten werden reduziert.

Spies Hecker – näher dran.

An Axalta Coating Systems Brand

Spies Hecker Autolacke · Bahnstraße 41 · 2353 Guntramsdorf · www.spieshecker.at


Findet man die passenden Mittel, können Händler auch gegen die Konkurrenz des Internets bestehen.

Claus-Christian Schramm und D-A-CHChef George Rietbergen von Goodyear (v. l.)

Online-Monster richtig bekämpfen O nline-Direktverkäufe sind ein Trend unserer Zeit, sie liegen vor allem Einzelhändlern schwer im Magen. George Rietbergen, Verantwortlicher für die DA CH-Region bei Goodyear/Dunlop, sieht die Möglichkeiten des Onlinehandels jedoch auch begrenzt. So meint Rietbergen: „Aufgrund der großen Transparenz für den Endkunden und den daraus resultierenden günstigen Preisen wächst der Bereich Onlinehandel sehr rasch. Aktuell werden schon 7 bis 8 Prozent aller Endkunden mit Produkten aus dem Internet bedient. Dennoch rechnen wir damit, dass die 20-Prozentmarke langfristig nicht überschritten wird.“

Händler an der Straßenecke wird bleiben Den Einzelhandelsbereich sieht Rietbergen nicht bedroht, denn: „Die emotionale Bindung des Kunden zum Händler wird immer ausschlaggebend sein.“ Der Verantwortliche der D-A-CH-Region setzt in diesem Bereich jedoch voraus, dass Händler ihre Kunden mit dem entsprechenden Service bedienen können. „Viele Kunden sind gerne bereit, etwas mehr zu zahlen als für die Produkte zu Dumpingpreisen, die man im Internet erhält, denn zwei E-Mails im Jahr genügen nicht, um Kunden ausreichend zu binden. Nur wenn der Händler die emotionale Anknüpfung schafft, werden auch höhere Margen akzeptiert.“ Ein weiterer Vorteil, den Händler nutzen können, ist ihr Fachwissen und das Spezialwerkzeug. „So könnte man als Händler, wenn ein Kunde mit Billig-Reifen in der Tür steht, für nicht im Haus gekaufte Produkte eigene Montagepauschalen verlangen“, schlägt Rietbergen den Partnern abschließend vor. • (MKR)


MANAGEMENT

Denn sie wissen, was sie tun Während Standesvertreter noch über Protestmaßnahmen gegen die Kfz-Steuererhöhungen laut nachdachten, schritten Bürger zur Tat.

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icht nur reden, sondern handeln, dies ist die Maxime der Privat-Initiative „Gegen die Erhöhung von NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer“, die im März mit einer Auto-Demo mit hunderten Fahrzeugen durch die Wiener Innenstadt lautstark auf sich aufmerksam machte. In mit Fähnchen und Transparenten verzierten Fahrzeugen protestierten deren Lenkerinnen und Lenker gegen die am 1. März in Kraft getretenen Kfz-Steuererhöhungen. Vor dem Parlament hielt der Konvoi an. Mit einem lauten Hupkonzert vor dem Parlament taten die Teilnehmer einmal mehr ihren Unmut kund.

Michael Ortner (r.) und Maximilian Divischek sammelten via Facebook Proteststimmen

Autofahren wird für viele unleistbar Wobei es den Initiatoren Michael Ortner und Maximilian Divischek, die via Facebook auch weit über 100.000 „Likes“ für ihr Anliegen sammelten, nicht um Politik geht. Für viele Menschen, die das Auto benötigen, um ihr täglich Brot zu verdienen, ist die Steuerlast mittlerweile untragbar und ein Fahrzeug bald unleistbar. Sie wollen einfach nicht hinnehmen, dass die marode Staatskasse zu einem überproportional hohen Anteil mit ihrem Steuergeld saniert werden soll. Schade eigentlich, dass die Bürger (fast) auf sich allein gestellt sind: Bis auf den Arbeitskreis der Automobilimporteure und Reed Messe Wien, die sich auf dem Protest-Flyer solidarisch erklärten, fehlte vor allem die Unterstützung durch Automobilhandel und Medien, allen voran den ORF. • (DSC)

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Der Konvoi vor dem Parlament auf der Wiener Ringstraße, wo die Bürger mit einem Hupkonzert lautstark protestierten

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MANAGEMENT

Supermacht der Teile? Noch vor der offiziellen Eröffnung des Genfer Automobilsalons 2014 haben sich 50 der größten Teileversorger über die neue Marktgröße Nexus Automotive International informiert. Einen Teilehandelsriesen, der sich nicht allein auf Europa konzentriert und im Entstehen ist, beschreibt der Vorstand Gael Escribe.

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llgemein geht die Branche mit Nexus von einer weiteren Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs auf der Ebene der Einkaufskooperationen im Teilehandel aus. Escribe war vor der Tätigkeit bei Nexus Automotive International jeweils 8 Jahre bei den Automobilzulieferern Valeo und Delphi tätig. Nun plant er, seine Erfahrungen mit den Anforderungen des freien Ersatzteilemarkts zu verknüpfen. Als Finanzvorstand fungiert Thierry Mugnier, als Marketing- und Einkaufsvorstand Bas Donders sowie Philippe Guyot als Executive Director Business Development. Escribe wundert, dass sich der Teilehandel bisher außer auf Westeuropa nur auf Wachstumsmärkte wie

Sie managen Nexus Automotive International: Thierry Mugnier, Bas Donders, Gael Escribe und Philippe Guyot (v. l.)

China stürzt – und andere, ebenso wachstumsträchtige Regionen auslässt. Nexus sehe Möglichkeiten zur Expansion globaler, schon aufgrund der 10 Gründungsmitglieder, zu denen mit dem Genfer Salon drei weitere dazugekommen sind, multinational. Daher gehören außer der Türkei auch Russland, Jordanien, der Libanon sowie die Emirate dazu.

Verbreiterung der Mitgliederbasis läuft Mit „extrem positiv“ beschreibt Escribe das Feedback der Veranstaltung in Genf, „ohne übermäßig optimistisch zu sein“. Es sei anerkannt worden, dass mit Nexus Automotive erstmals seit Jahren ein neuer Ansatz für eine Autoteile-Einkaufs- und Vermarktungskooperation gewählt wurde. 17 der anwesenden Teileversorger haben laut Escribe bereits einen Vertrag mit Nexus unterschrieben. Er sei optimistisch, die komplette Versorgungsbasis der Teilegrossisten mit Juni etablieren zu können. Im 2. Quartal 2014 soll die Mitgliederbasis erweitert sein, und darunter könnten auch Österreicher sein. Am 1. Juli 2014 soll dann auch die Gesellschaft für das Geschäft in Afrika und im Nahen Osten gegründet werden. • (ENG)


MANAGEMENT

Zeuge der Anklage – oder nicht? Aus der Sicht des Verfassungsjuristen Univ.-Prof. DDr. Heinz Mayer widerspricht die österreichische Praxis der gerichtlichen Sachverständigenbestellung – und deren faktische Unantastbarkeit – den Grundsätzen der Europäischen Menschenrechtskonvention.

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achverständige sollten unabhängig sein. Wenn sie von Gerichtsaufträgen leben, sind sie von den Aufträgen ihrer Kunden – Richter und Staatsanwälte – abhängig. Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) räumt jedermann das Recht ein, dass über zivilrechtliche Ansprüche sowie über strafrechtliche Anklagen in billiger Weise von einem unparteiischen Gericht entschieden wird. Nach dem Grundsatz der Waffengleichheit hat die Ladung von Entlastungszeugen unter denselben Bedingungen wie die der Belastungszeugen zu erfolgen. Diese Waffengleichheit sollte auch bei der Bestellung von Sachverständigen gelten.

Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit

Univ.-Prof. Heinz Mayer hat eine klare Meinung zu Sachverständigen

Sind Sachverständige ausreichend neutral? Es kommt immer wieder vor, dass ein SV gegenüber den Parteien eines Verfahrens nicht ausreichend neutral, sondern vielmehr mit einem „Zeugen der Anklage“ gleichzusetzen ist. Dann muss der Angeklagte das Recht bekommen, seinen Standpunkt in gleicher Weise wie die Anklage zu vertreten. Insbesondere durch einen SV in der Rolle des „Zeugen der Verteidigung“, dessen Position der des als „Zeugen der Anklage“ agierenden SV entspricht. „Kommt dem Angeklagten dieses Recht nicht zu, widerspricht das Verfahren dem Grundsatz der Waffengleichheit und verletzt somit Artikel 6 EMRK“, verweist Mayer dabei auf die einschlägige Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes (EGMR).

Nach der Strafprozessordnung ist bei der Auswahl der SV und der Bestimmung ihres Gutachtensauftrages „nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit vorzugehen“. Ähnliches gilt auch im Zivilverfahren. Welcher SV konkret vom Justizorgan bestellt wird, liegt im Rahmen dieser Vorgaben aber in deren Ermessen. Ein Abweichen vom diesem Gutachten ist nur mit nachvollziehbarer wissenschaftlicher Begründung und unter Auseinandersetzung mit dem Gutachten gestattet. Ein Sachverständiger ist jedoch nur zu bestellen, wenn für die Beweisaufnahmen ein besonderes Fachwissen erforderlich ist, über welches dieses Justizorgan eben nicht verfügt. „Damit wird deutlich, dass die gerichtliche Würdigung des Gutachtens häufig auf eine Plausibilitätskontrolle beschränkt ist“, kritisiert Mayer den blinden Glauben an die Gerichtsgutachten.

Privatsachverständige haben wenig Rechte Daher setzt er sich auch mit der verfahrensrechtlichen Position sogenannter Privatsachverständiger auseinander. Eine Verlesung von Privatgutachten ist im Strafprozess grundsätzlich unzulässig. Privatsachverständigen kommt höchstens die Stellung eines Zeugen zu. Sie dürfen keine rechtlich relevanten Schlussfolgerungen ziehen, da dies den vom Gericht bestellten SV vorbehalten ist. Sie dürfen vor ihrer Vernehmung daher auch nicht im Verhandlungssaal sein. Im Zivilprozess dürfen sie auch keine Fragen – weder an Zeugen noch an den Gerichts-SV – stellen. Eine relevante Kontrolle gerichtlicher Gutachten ist daher meist nicht möglich. Mayer hat die Mängel der derzeitigen Rechtslage aufgezeigt, mit welcher der Gesetzgeber Fehlurteilen Vorschub leistet. Eine rechtliche „Entfesselung“ der Privatgutachter könnte da sicher Abhilfe schaffen. • (KNÖ)

Anschein von Parteilichkeit Dabei kommt es nicht darauf an, ob dem SV im konkreten Einzelfall Parteilichkeit nachgewiesen werden kann. Es kommt darauf an, „ob im konkreten Fall aus der objektiv nachvollziehbaren Sicht der Betroffenen der Anschein von Parteilichkeit des Sachverständigen entstanden ist“, verweist Mayer auf das vom Verfassungsgerichtshof formulierte „Prinzip der sichtbaren Gerechtigkeit“. Der EGMR hat einen gerichtlich bestellten SV, dessen Gutachten die Erhebung der Anklage ausgelöst hat und der im Verfahren eine dominante Rolle eingenommen hat, bereits einem „Zeugen der Anklage“

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gleichgesetzt. Dies betrifft besonders jene SV, die ohne Einbindung der Verteidigung von der Anklagebehörde bestellt wurden. Eine in Österreich äußerst gängige Praxis, die den „Platzhirschen“ unter den Sachverständigen eine dominante Position ermöglicht.

Lesen Sie bitte dazu auch das „Thema“ auf Seite 14!

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MANAGEMENT

Batteriekompetenz geht offline Als Komplettlösung für das Batterieservice bietet Johnson Controls eine neue Generation des Varta Start-Stop Service Programms, das VSSP 2.1, an.

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b sofort ist die neue Generation des Batterieservice-Werkzeugs von Johnson Controls erhältlich. Dipl.-Ing. Peter Szutta, Länderverantwortlicher für Österreich, sagt: „Die Beratung dazu bieten die Varta Power Zones, deren neueste mit April in GrazSeiersberg gestartet ist.“ Johnson Controls als führender Anbieter von Autobatterien macht damit Knowhow den Werkstätten mit Mehrmarkenkompetenz, die sich auch über neueste Fahrzeuge mit StartStopp-Systemen „drübertrauen“, zugänglich.

Herausforderung oder einfach Teil der Kompetenz Der Wechsel einer Batterie bei einem Fahrzeug mit kraftstoffsparendem Start-Stopp-System kann für Werkstätten eine große Herausforderung darstellen, sofern der Betrieb dafür nicht entsprechend ausgerüstet ist: Die Batterie ist in die Bordelektronik eingebunden, um batterieabhängige CO2-relevante und Komfort-Funktionen zu unterstützen. Das macht die (dank VSSP für Kunden mittels Ausdruck darstellbare) Diagnose, Speicherrücksetzung und Batterie-Neuanmeldung in der Fahrzeugelektronik aufwendiger.

Schnell und zielgerichtet durch den Batterieaustausch Das erweiterte VSSP 2.1 ermöglicht den raschen und einfachen Batterietausch. Durch die neue OfflineFunktionalität arbeitet das Tablet unabhängig von einer Internetverbindung und ermöglicht so den Einsatz in jeder Werkstatt. Mit optimierter Menüführung, schnellerer Navigation und einer bebilderten Schrittfür-Schritt-Austausch-Anleitung sind komplexe Batteriewechsel benutzerfreundlich durchführbar. „Mit

Varta VSSP 2.1, die weiterentwickelte Batteriediagnose, die auch zur Bestimmung des richtigen Batterietyps und zum geführten Einbau genutzt werden kann, ist jetzt erhältlich, sagt Dipl.Ing. Peter Szutta. Ganz neu beim VSSP 2.1 ist der Offline-Modus, in dem das Gerät unabhängig von einer Internetverbindung arbeitet. Damit lässt es sich in jeder Werkstatt einsetzen.

der nächsten VSSPGeneration bieten wir eine Komplettlösung für den Batterieservice im Markt an“, sagt Ruben Gomez Fernandez, Marketing Director von Johnson Controls Power Solutions EMEA. „VSSP 2.1 führt bei allen Fahrzeugen schnell und zielgerichtet durch den Batterieaustausch, sodass auch Batteriewechsel bei Start-Stopp-Fahrzeugen und integriertem Batteriemanagementsystem problemlos möglich sind. Durch die neue Offline-Funktionalität lässt sich VSSP 2.1 überall einsetzen. Wir haben großen Wert auf möglichst flexible Bedienbarkeit und absolut sichere Handhabung gelegt, damit jede Werkstatt in der Lage ist, komplexe Batteriewechsel fach- und sachgerecht durchzuführen.“ • (ENG)


ANSICHT

Streng geheim U

nter dem Motto „Gläserner Staat statt gläserner Bürger“ fordert eine Interessengemeinschaft zum Transparenzgesetz die Abschaffung des Amtsgeheimnisses. Da auch im Bereich des Kfz-Wesens und der Verkehrstechnik viele datenschutzrechtlich unbedenkliche Daten unter Verschluss bleiben, erscheint eine Unterstützung der Initiative überlegenswert. Eine diesbezügliche Petition kann auf der Webseite www.transparenzgesetz.at unterstützt werden. • Vorweg sei klargestellt, dass es nicht darum gehen kann (und darf), persönliche Daten von jedermann öffentlich zugänglich zu machen, sondern schlicht um Daten zur eigenen Person sowie um allgemeine Transparenz behördlicher Entscheidungen. Grundsätzlich sollen Akte, die keine persönlichen Daten beinhalten (etwa die Zulässigkeit einer bestimmten Reifendimension oder die Verordnung einer 30km/h-Zone) der Allgemeinheit frei zur Verfügung stehen. Die Schaffung eines Informationsfreiheitsgesetzes steht als Absichterklärung im Regierungsübereinkommen, aber es existieren kaum zu bewältigende Hürden. Es müssen Verfassungsbestimmungen geändert werden und außerdem würde das Gesetz nur für die Bundesverwaltung gelten. Die weitere Durchführung den Ländern zu überlassen, würde ewig dauern und 10 verschiedene Gesetze erzeugen. Eine derartige Bestimmung müsste einheitlich bis zur kleinsten Gemeindeverwaltung greifen. • Jede Telefonverbindung wird heute gespeichert und manche Internetunternehmen wissen mehr über uns, als wir ahnen. Dennoch meint die staatliche Allmacht noch immer, uns vor unseren eigenen Daten schützen zu müssen. Da ist doch etwas faul an diesen Überlegungen, insbesondere als die wahren Gründe ganz wo anders zu suchen sind. Unter dem Vorwand, Bürgerrechte schützen zu wollen,

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„Unter dem Vorwand, Bürgerrechte schützen zu wollen, haben es findige Verwaltungsjuristen verstanden, zweifelhafte oder sogar fehlerhafte Entscheidungen vor dem Zugriff durch die Öffentlichkeit zu verbergen“, sagt Dipl.-Ing. Heinz Lukaschek, Ziviltechniker mit Schwerpunkt Verkehr

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haben es findige Verwaltungsjuristen verstanden, zweifelhafte oder sogar fehlerhafte Entscheidungen vor dem Zugriff durch die Öffentlichkeit zu verbergen. Amtspersonen wurden in ihrer Glaubwürdigkeit und Unfehlbarkeit weit über den Normalbürger gestellt. Die Tatsache, dass man als Bürger nicht einmal an seine eigenen Daten heran kann, grenzt eigentlich schon an Sittenwidrigkeit. • Auf der einen Seite können Bürokräfte einer Zulassungsstelle in den technischen Datensatz eines bestimmten Fahrzeugs Einblick nehmen, der Besitzer selbst oder das überprüfende Organ bei einer §-57a-Kontrolle kann dies aber nicht. Von Sachverständigen, die bei einem Gerichtsverfahren die sicherheitsrelevanten Details von Verkehrsunfällen beurteilen sollen, soll erst gar nicht gesprochen werden. Noch ärger stellt sich der Zustand im verkehrstechnischen Bereich dar, wo die StVO unklar und die Auslegung von Normen dem subjektiven Empfinden der handelnden Personen entspricht (Stichwort Mariahilfer Straße). Hauptsache ist, dass alle Betroffenen als Steuerzahler zur Finanzierung aufwändiger Verkehrsbauten und Softwarelösungen beitragen dürfen. • Wie lange hat es doch gedauert, bis die ersten Erlässe über technische Details der Genehmigung von Fahrzeugen und Zubehör ins Internet gestellt wurden. Das juristische Gegenargument war, es handle sich doch um Verwaltungsanweisungen an behördliche Organe, die die Öffentlichkeit nicht beträfen. Die Inhalte der Erlässe waren jedoch Einzelheiten über die notwendigen technischen Erfordernisse zur Genehmigung von Fahrzeugen. Jemand, der ein Fahrzeug oder Änderungen dazu genehmigt haben wollte, konnte sich nie sicher sein, dass dies auch gelingen würde. Leider hat sich die Konsequenz in der Veröffentlichung der Erlässe seit 2008 wieder massiv verschlechtert, darüber hinaus finden sich gar nicht mehr zutreffende Regelungen (Erlässe zum Fahren mit Licht) auf der Homepage des BMVIT. Die Protokolle der Länderkonferenzen, bei denen etwa die Auslegung von EU-Recht besprochen wird, bleiben nach wie vor im Bereich der Geheimwissenschaften. • Im Lichte der Überlegungen müssen auch die Bestrebungen der Automobilhersteller zur lückenlosen Vernetzung von Fahrzeugen mit großer Skepsis gesehen werden. Solange wir nicht sicher sein können, wozu anfallende Daten noch verwendet werden, sollten wir die Vernetzung nicht zu weit gehen lassen. Der Datenfluss darf kein „way of no return“ bleiben. •


Valeriu Vasile-Weber, BusStore Österreich, mit dem Europachef Dr. Bernhard Neef (r.)

Im Europaverbund „Wir geben dem Gebrauchtwagengeschäft neuen Glanz!“, sagt Till Oberwörder, Vorstand für Marketing, Sales & Aftersales der EvoBus in Neu-Ulm, zur Konzentration der Gebrauchtbusaktivitäten.

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it der neuen Struktur werden die 14 Gebrauchtbus-Standorte in Europa, darunter auch der in Wiener Neudorf, unter anderem mit einer 11-sprachigen Homepage miteinander verbunden. Mittelfristig will Daimler Buses ein europäisches Geschäft betreiben. Das stets mehrere hundert Autobusse umfassende Gebrauchtfahrzeugangebot wird mit Dienstleistungen auf dem Niveau von Neubussen vermarktet: Nach der Eingangskontrolle laut einheitlichen Richtlinien werden die Fahrzeuge in die Kategorien Gold (nur für die Marken Mercedes-Benz und Setra), Silber und Bronze klassifiziert.

Till Oberwörder, EvoBus Marketingund Salesvorstand

Größere transparente Auswahl für die Buskunden Dr. Bernhard Neef ist europaweit für Gebrauchtbusse verantwortlich. Für Österreich, bestätigt Valeriu VasileWeber, Leiter BusStore Österreich, sei der Konzentrationsschritt bereits Ende 2012 mit der Konzentration am EvoBus-Standort Wiener Neudorf passiert, der für BusStore umsignalisiert werde. Tatsächlich aber biete die neue europaweite Struktur optimierte Transparenz über den gesamten Fahrzeugbestand, der statt bisher unter OmniPlus nun unter BusStore im Internet zu finden sei. „Habe ich nicht das vom Kunden gewünschte Fahrzeug, so kann ich nun auch auf den gesamten Bestand des BusStore-Europaverbunds zurückgreifen.“ Kaufe ein Kunde solch ein Fahrzeug, dann bekomme er das importierte Fahrzeug mit der vollen Dienstleistung von EvoBus einschließlich der Homologation/Typisierung. • (ENG)

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MANAGEMENT

Daten-Flut im Auto: Bleiben freie Werkstätten auf der Strecke? Die zunehmende Vernetzung in Fahrzeugen, die in der EU durch den verpflichtenden Einbau eines automatischen Notrufsystems (eCall) in Neufahrzeuge ab Oktober 2015 weiter zunimmt, könnte zu einer neuen Hürde für freie Werkstätten werden. Hersteller werden in Zukunft verstärkt den „direkten Draht“ zum Kunden nutzen und versuchen, diesen mit sanftem Druck in die von ihnen vorgeschlagenen Reparaturbetriebe zu lotsen. Bleiben „die Freien“ dabei auf der Strecke?

Viele Kunden gegen Vernetzung

Druck wird weiter steigen

„Es gibt Kunden, die eine totale Vernetzung und Überwachung durch Automobilhersteller ebenso ablehnen wie Ratschläge durch die Mitarbeiter von Callcentern, im Falle einer Panne oder eines bevorstehenden Service die nächste Vertragswerkstatt anzufahren“, sagt Martin Haueis, Geschäftsführer der Haueis KfzFachwerkstätte/Nüziders. Dies sollten die Hersteller in jedem Fall bedenken wie auch den Wunsch der Kunden nach freier Wahl, in deren Rahmen sie die Werkstätte ihres Vertrauens aussuchen dürfen. Haueis glaubt, dass im Zuge der Vernetzung seitens der Hersteller weiter versucht werde, Kunden in die Vertragswerkstätte zu lotsen. „Diesem Wettbewerb werden wir uns stellen müssen.“

„Aufgrund der fortschreitenden Vernetzung wird es auch für freie Werkstätten immer schwieriger, mithalten zu können“, sagt Rupert Kendlbacher, Geschäftsführer Kendlbacher Kfz-Technik/Tamsweg. „Um Schritt halten zu können, müssen wir laufend in die neuesten Testgeräte investieren und auch unsere Mechaniker zu weiterführenden Schulungen schicken“, so Kendlbacher. Letztendlich werde der Druck auf freie Werkstätten weiter steigen, „auch wenn wir die meisten Fahrzeuge in der Regel zumeist erst nach Ablauf der Werksgarantien servicieren oder reparieren.“ Letztendlich werden Hersteller weiter versuchen, Fahrzeuge in ihre Vertragswerkstätten zu bringen.

Qualität der Arbeit entscheidet

Werkstätten brauchen Partner

„Die Hersteller werden natürlich in Verbindung mit der immer stärkeren Vernetzung versuchen, Kunden an ihre Vertragswerkstätten zu binden“, sagt Christian Brunner, Geschäftsführer Kfz-Brunner/Mils. Dies setze daher freie Werkstätten unter Druck, auch finanziell, weil dadurch auch der Investitionsdruck steige. Dennoch glaubt Brunner, dass freie Werkstätten bei den Kunden punkten können. „Es hängt von der Qualität der Arbeit ab und auch davon, möglichst viele Stammkunden an den Betrieb zu binden.“ Gleichzeitig sei es auch wichtig, sich ständig um die neuesten Upgrades für Testgeräte, aber auch markenspezifische Programme zu kümmern.

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„Ich bin überzeugt davon, dass Werkstätten, die sowohl bei der Marke als auch was die Fahrzeugelektronik betrifft, ohne Partner arbeiten, über kurz oder lang nicht überleben können“, sagt Bernhard Plasounig, Geschäftsführer Renault Plasounig/Villach. Die zunehmende Vernetzung wirke sich bei allen Reparaturen aus. Wenn das Knowhow fehle, könne ein simpler Öl- oder Bremsklotzwechsel dazu führen, dass ein Fahrzeug nicht mehr anspringe. Wobei Plasounig glaubt, dass alle Werkstattbetriebe eine Chance haben. „Denn die eigentliche Marke sind heutzutage der Chef und seine Mitarbeiter. Gelingt es ihnen, Vertrauen bei den Kunden zu schaffen, werden sie erfolgreich sein.“

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Gelassen bleiben

Vernetzung birgt Gefahren „Grundsätzlich glaube ich schon, dass von der zunehmenden Vernetzung eine Gefahr ausgeht, bei der freie Werkstätten massive Nachteile erleiden könnten“, sagt Michael Breneis, Kfz Service & Reparatur Breneis/Mondsee. „Mittlerweile ist es bei einzelnen Marken teilweise nicht mehr möglich, Reparaturen durchzuführen, weil der Zugriff auf Daten unmöglich gemacht wird.“ Letztendlich könnte sich dieser Trend verstärken. „Was für uns bedeutet, dass wir immer höhere Investitionen tätigen müssen, um mithalten zu können.“ Wenn Hersteller Zugänge nur ihren zugehörigen Markenwerkstätten öffnen, entspreche dies nicht dem freien Wettbewerb, denn auch den Kunden bleibe keine andere Wahl.

„Mit der Etablierung von On-Board-Systemen in Fahrzeugen standen freie Werkstätten bereits vor ähnlichen Herausforderungen, heutzutage ist das Auslesen von Fahrzeugdaten kein Thema mehr“, sagt Gerhard Zeiner, Geschäftsführer Autodienst Zeiner/Senftenberg. „Weshalb ich die zukünftige stärkere Vernetzung von Fahrzeugen und deren Folgen – etwa für Service und Reparatur – gelassen sehe.“ Auch freie Werkstätten könnten entsprechende Services anbieten, darüber hinaus finden viele Kunden nach Ablauf der Garantie und Gewährleistungspflichten ihren Weg dorthin,weil viele Dienstleistungen günstiger als in den Markenwerkstätten angeboten werden. „Daran wird sich wohl auch nichts ändern.“

Zwangsrouting schwer vorstellbar „Freie Werkstätten standen bereits mehrmals vor großen Herausforderungen“, erklärt Gerhard Zeiner

„Bei einzelnen Marken sind Reparaturen teilweise nicht möglich, weil der Zugriff auf Daten unmöglich gemacht wird“, meint Michael Breneis

„Für mich ist ein Zwangsrouting derzeit schwer vorstellbar“, sagt Komm.-Rat Ing. Josef Puntinger

„Es hängt ganz davon ab, welche Meinung sich auf EU-Ebene durchsetzen wird“, sagt Komm.Rat Ing. Josef Puntinger, Innungsmeister-Stellvertreter der steirischen Kfz-Techniker. Derzeit sei es noch zu früh, von Gefahren oder neuen Chancen zu sprechen. „Da ich diesbezüglich in mehrere Gespräche selbst involviert war, kann ich mir derzeit nicht vorstellen, dass auf europäischer Ebene ein Zwangsrouting gewünscht wird“, sagt Puntinger. Es würde derzeit demnach eher danach aussehen, dass sich die Meinung durchsetze, dass der Kunde selbst entscheiden könne, ob er weitergeroutet werden wolle oder auch nicht und ihm die Möglichkeit, frei wählen zu dürfen, erhalten bleibe.

Vernetzung bietet Chancen

Vorteile für Markenwerkstätten „Die Vernetzungssysteme – Stichwort eCall – werden Vorteile für die Markenwerkstätten bringen, nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Anwendungen, etwa Upgrades von diesen zukünftig auch online durchgeführt werden können“, sagt Komm.-Rat Josef Wiener, Landesinnungsmeister der burgenländischen Kfz-Techniker. Die Vorteile für Markenwerkstätten würden aber nur innerhalb der Garantie- und Gewährleistungspflicht bestehen, da viele Kunden danach mit ihren Fahrzeugen in freie Werkstätten wechseln würden. „Weshalb auch in Zukunft freie Werkstätten die Chance haben, ausreichend Kunden für sich zu gewinnen“, glaubt Wiener.

„Als großer Konzern mit weltweit über 3.000 Standorten sehen wir in der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge eine Chance“, sagt Robert Dörr, Geschäftsführer von Midas Österreich. Bei Midas werde dem Rechnung getragen und an entsprechenden Software-Lösungen gearbeitet. Wobei Dörr einräumt, dass es für kleinere Werkstätten schwieriger werden könnte. Dennoch habe sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass die EU-Kommission letztendlich den freien Wettbewerb forciere und gegen eine Monopolisierung des Geschäftes auftrete. „Weshalb ich auch glaube, dass längerfristig auch freie Werkstattketten und Werkstätten gute Chancen haben.“

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„In wenigen Jahren spielt die Musik auch in Amerika und vor allem in China“,

WIRTSCHAFT

meint Dr. Rolf Bulander (Bosch) auf Seite 58 zum Spritsparen

„Aufgrund der üblichen Behaltedauer wurden die Folgen der Krise der Jahre 2009 und 2010 schlagend“, analysiert Dr. Alexander Nekolar (Leasingverband) auf Seite 62

BMW i3 spricht viele Kunden an – Run auf i8 Aus allen Schichten stammten die mehr als 300 österreichischen Kunden, die einen Kaufvertrag für das Elektroauto BMW i3 abgeschlossen hätten, betont Kurt Egloff, Geschäftsführer von BMW Austria. Viele Käufer hätten den i3 auch als Zweitauto zu einem stärkeren BMW gewählt, um damit mit gutem Gewissen unterwegs zu sein. Eine rege Nachfrage herrscht auch nach dem BMW i8: Das Österreich-Kontingent des 129.900 Euro teuren Plug-in-HybridSportwagens, der demnächst auf den Markt kommt, ist so gut wie vergeben.

Zoe nun auch über Schuko-Stecker aufladbar Ein knappes Jahr nach der Markteinführung bietet Renault nun für den Zoe auch ein Notladekabel an, mit dem sich das E-Auto an einer gewöhnlichen Schuko-Steckdose laden lässt. Damit reagiert Renault auf die Kritik der Kunden, die das Fahrzeug bis dato nur über ein Ladekabel mit Mennekes-Typ2Stecker laden konnten. Zoe-Fahrer können Kabel, 14-Ampere-Steckdose und Schutzschalter ab sofort als Zubehör erwerben, über das neue Kabel soll das Aufladen der Akkus in rund 10,5 Stunden möglich sein.

Bike Austria: über 40.000 Besucher erwartet 130 Aussteller, die 230 nationale und internationale Marken sowie 55 E-Bikes präsentieren, sind auf der diesjährigen „bike-austria“, die vom 11. bis 13. April auf dem Tullner Messegelände stattfinden wird, vertreten. Mag. Karin Munk, Generalsekretärin der Arge2Rad: „Wir erwarten auch heuer wieder deutlich mehr als 40.000 Besucher.“ Weil Probefahrten ein „essenzieller Anteil jedes Zweiradevents“ seien, „wird heuer der Parcours für Probefahrten massiv erweitert, Kurven und Freigelände werden einbezogen“.

Partslife: starkes Wachstum in Österreich Auf Wachstumskurs in Österreich befindet sich das deutsche Unternehmen Partslife, das im Auftrag von Teile- und Schmierstoffhändlern die Entsorgung von Altstoffen organisiert. 2013 konnte Partslife 80 neue Werkstattkunden gewinnen und ist nun für 500 heimische Kfz-Betriebe tätig, ein Marktanteil von 25 Prozent. „Wenn man bedenkt, dass wir erst seit 2008 in Österreich tätig sind, können wir also sehr zufrieden sein“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Steube (B.). Langfristiges Ziel sei eine Marktdurchdringung von 50 Prozent.

Toyota: Brennstoffzellen-Tankstellen bei Händlern? Weil Toyota ab 2015 auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Österreich anbieten wird, gibt es intensive Überlegungen über eine Verbesserung des Tankstellennetzes für FCV-Fahrzeuge. Laut Dr. Friedrich Frey, Geschäftsführer von Toyota Frey Österreich, führt man derzeit Gespräche, den Wasserstoff an herkömmlichen Tankstellen anzubieten. Gleichzeitig erwägt Frey auch die Eröffnung von Wasserstoff-Tankstellen im Händlernetz, 140 Stützpunkte stünden zur Auswahl: „Es ist denkbar, dass wir selbst aktiv werden.“

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Matthias Kreutzer

Direktvertrieb: ein Schauermärchen Das Schreckgespenst Direktvertrieb geistert durch die Hallen der Automobilhändler und wird zu unrecht gehasst. Heute bieten fast alle „großen“ Marken im Rahmen ihrer Multi-Channel-Systeme auch Direktvertrieb an. Einer der letzten war der Sportartikelhersteller adidas. In dieser Branche wurde das Produkt lange ausnahmslos von Händlern vertrieben. Nun erhält man alle Produkte auch direkt bei adidas online. Gerade jetzt können jedoch Qualitätshändler punkten, denn gezahlt wird immer die unverbindliche Preisempfehlung. Ein Webshop kann nicht rabattieren, beraten, kaum Cross-Selling betreiben und nicht reparieren. Passt das Service, bleiben die Kunden oder werden mehr. Händler, die sich nicht um Käufer bemühen, sollten aber zu Recht Angst vor dem Gespenst haben.


WIRTSCHAFT

Die Uhr tickt! Ab November 2014 müssen alle neu zugelassenen Pkws mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Für Reifenspezialisten bedeutet dies eine Chance, mit Kompetenz und Service zu punkten – sofern sie sich rechtzeitig vorbereiten.

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Quelle: GfK via VRÖ

ensoren, die den Autofahrer jederzeit über den Druck seiner Pneus informieren, werden nach dem Willen der EU-Kommission schon bald Alltag sein. Die Fachbetriebe müssen sich einerseits auf längere Wechselzeiten und anspruchsvollere Arbeiten einstellen. Andererseits erhalten sie die Chance, sich wirksam von weniger qualifizierten Konkurrenten zu differenzieren.

Service von Experten „Keinesfalls sollten Betriebsinhaber den Fehler machen, das Thema RDKS allzu lässig anzugehen“, mahnt Renate Okermüller, Generalsekretärin des Verbands der Reifenspezialisten Österreichs. Um rechtzeitig das nötige Wissen zu vermitteln, hat der VRÖ schon im vergangenen Herbst eine Tagung in Wien abgehalten. Weitere Veranstaltungen sind geplant, darüber hinaus wird den Mitgliedern detailliertes Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. „Außerdem werden wir die Einführung von RDKS mit einer groß angelegten PR-Kampagne in Richtung der Endkunden begleiten“, kündigt Okermüller an.

Vor dem Hintergrund eines fordernden Marktes (s. Grafik) unterstütze der VRÖ seine Mitglieder mit Kompetenz und Service, betont Generalsekretärin Renate Okermüller

Fordernde Rahmenbedingungen Die technischen und betriebswirtschaftlichen He-

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rausforderungen, die mit RDKS verbunden sind, treffen den Einzelhandel in einer sensiblen Zeit. Nach der passablen Umstecksaison 2013 sind die Reifenverkäufe im Jänner und Februar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11 Prozent gesunken. Bei Pkw-Reifen betrug der Rückgang 11,4 Prozent, bei Allradreifen 10,1 Prozent und bei Pneus für leichte Nutzfahrzeuge 8,6 Prozent. Bezogen auf den Verkaufswert habe der Gesamtrückgang 12,1 Prozent betragen, teilt der VRÖ mit. Für das kommende Sommerreifengeschäft zeigen sich dennoch 6 von 10 Mitgliedsbetrieben zuversichtlich. Die Chance auf höhere Umsätze könnte auch mit höheren Erträgen verbunden sein – vorausgesetzt, die Reifenfirmen wissen mit dem Zukunftsthema RDKS richtig umzugehen. • (HAY)

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WIRTSCHAFT

Wie viel darf es kosten? Versicherungen, die mithilfe von Sachverständigen Haftpflichtschäden in Totalschäden zu verwandeln versuchen, liegen im Streit mit der Arbeiterkammer, die vor dieser Praxis warnt. Ein Urteil sollte Klarheit schaffen.

Altes Urteil aus dem Jahr 1985 herangezogen

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s ist klar, dass die Standpunkte in dieser Frage auseinanderklaffen: Die Versicherungen pochen auf die „Schadensminderungspflicht“ der Geschädigten. In einem Urteil des Landesgerichtes Wien (64 R127/13v) wurde der Generali Versicherung nun „Im Namen der Republik“ die aktuelle Rechtslage erläutert. Die Arbeiterkammer kritisiert, dass die Versicherungen bei der Beurteilung der „Tunlichkeit“ einer Reparatur meist die Wünsche des Geschädigten zugunsten einer für sie billigeren Totalschadensabrechnung unberücksichtigt lassen. Ebenso dessen Möglichkeiten, mit der Verwendung von Nachbauteilen und gebrauchten Ersatzteilen und mit einer Selbstreparatur die Kosten erheblich zu mindern. Mit der Folge, dass im Grenzbereich ein Totalschadensfall vermieden werden kann, falls die so reduzierten Reparaturkosten die „Tunlichkeitsgrenze“ von 110 Prozent des Zeitwertes nicht überschreiten.

Rechtsanwalt Dr. Martin Brenner

Versicherung lehnte ab, Anwalt klagte Im konkreten Fall wurde ein Mitsubishi Canter 41 aus dem Jahr 1994 schwer beschädigt. Die Reparatur in einer Fachwerkstätte wurde von der Generali auf rund 15.000 Euro geschätzt, der Zeitwert des Fahrzeugs mit 1.500 Euro und der Restwert mit 200 Euro ermittelt. Der Geschädigte führte die Reparatur in Eigenregie durch und wollte dafür 6.105 Euro erhalten. Der Kfz-Anwalt Dr. Martin Brenner klagte die Kosten der Zeitwertreparatur ein. Die Generali lehnte ab. Sie habe lediglich den von ihr ermittelten Zeitwert zu ersetzen, da die Kosten der Zeitwertreparatur diesen Betrag um 300 Prozent überschritten. Der Geschädigte hätte sich ein ähnliches Fahrzeug eines anderen Typs besorgen können, habe daher seine Schadensminderungspflicht verletzt. Ein unabhängiger Sachverständiger ermittelte aufgrund des relativ niedrigen Tachostandes und des Zustands des Fahrzeuges den Wiederbeschaffungs-

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wert des Fahrgestells mit ca. 4.000 Euro. Für den Umbau des Kofferaufbaus samt Typisierung wurden weitere 2.000 Euro veranschlagt, worauf das Bezirksgericht die Generali zur Zahlung verurteilte. Diese Entscheidung wurde nun vom Berufungsgericht bestätigt. Wie schon zuvor die Arbeiterkammer verwies es auf den § 1323 ABGB. Um den verursachten Schaden zu ersetzen, muss alles in den vorigen Stand zurückversetzt werden Wenn dies nicht tunlich ist, muss der Schätzwert vergütet werden. Das Gericht verwies auf das „Primat der Naturalrestitution“, weil „dieses dem den Schadenersatz innewohnenden Ersatzgedanken am Besten entspricht.“ Nur wenn die Naturalherstellung nicht möglich oder nicht tunlich ist, muss Geldersatz geleistet werden.

Dr. Johann Kriegner, Arbeiterkammer Oberösterreich

Die fiktiven Reparaturkosten von 15.000 Euro würden den vom Gericht ermittelten Zeitwert wesentlich übersteigen. Im konkreten Fall wurde jedoch eine Zeitwertreparatur unter Verwendung gebrauchter Ersatzteile – durchgeführt. Das Berufungsgericht zog daher eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (8Ob82/85) aus dem Jahr 1985 zu Rate. Und kam zu dem Ergebnis, dass „von einer Untunlichkeit der Reparatur, welche die Abrechnung auf Totalschadensbasis rechtfertigen würde, keine Rede sein kann“. Bei diesem alten Streitfall wurde die Reparatur „zwar sparsam, aber dennoch ordnungsgemäß durch eine Werkstätte durchgeführt. Durch Ausrichten beschädigter Teile und Verwendung von gebrauchten Ersatzteilen konnte der Reparaturaufwand mit 100.950,48 Schilling besonders niedrig gehalten werden. Eine Wiederherstellung des vor dem Unfall bestehenden Zustands unter Verwendung von Neuteilen hätte rund 130.000 Schilling erfordert. Der Zeitwert betrug ATS 100.000 Schilling. Ausgehend von diesen Erwägungen waren für das Berufungsgericht die von Anwalt Brenner eingeklagten Kosten der Zeitwertreparatur durchaus „tunlich“. Schließlich lagen sie nur knapp über dem Wiederbeschaffungswert von 6.000 Euro. Generali wurde auch in zweiter Instanz zur Zahlung verurteilt.

Alle Eventualitäten abklären Dr. Johann Kriegner als Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich rät daher allen Geschädigten, sich nicht mit Totalschadensabrechnungen der gegnerischen Versicherung abspeisen zu lassen. Und empfiehlt den Sachverständigen, „mit dem Geschädigten allfällige Reparaturvarianten abzuklären, damit dieser eine für ihn passende Entscheidung treffen kann“. Eine derartige konkrete Reparaturvariante sollte anschließend – zusätzlich zur „Standardschätzung“ – im SV-Gutachten aufscheinen. • (KNÖ)

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Glas ist nicht gleich Glas! Sekurit Original-Autoglas wird speziell nach den Bedürfnissen des Servicemarktes und der Erwartung der Kunden hinsichtlich Transportsicherheit verpackt.

Christoph Mader, Geschäftsführer Saint-Gobain Autover Österreich GmbH Brown-Boveri-Straße 8/B17-BT2, 2351 Wr. Neudorf Tel.: +43 2236 90320 E-Mail: autover.wien@saint-gobain.com www.autover.at www.theoriginalsparepart.com www.classicwindscreen.com Online Informations- und Bestellportal: www.b2bautover.com

A SAINT-GOBAIN SEKURIT Company


WIRTSCHAFT

Weltweit setzen Autobauer auf kleinere Motoren, die dank Direkteinspritzung und Turbolader dennoch mehr Fahrfreude bieten

Weniger Sprit, mehr Fahrspaß Im vergangenen Jahrzehnt hat die Direkteinspritzung den Dieselmotor revolutioniert. Jetzt steht beim Ottomotor ein ähnlicher Technologiewandel bevor: Moderne Einspritzsysteme von Bosch versprechen 15 Prozent weniger Benzinverbrauch bei gleichzeitig besserer Leistung. Von Philipp Hayder

L Dr. Rolf Bulander sieht weltweit großes Potenzial

Dr.-Ing. Roger Busch leitet die Entwicklungsabteilung

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aufend strenger werdende CO2-Vorgaben zwingen die Autohersteller zur Entwicklung immer sparsamerer Antriebskonzepte. Dem „Downsizing“ von Benzinmotoren in Verbindung mit modernen Direkteinspritzungssystemen kommt dabei große Bedeutung zu. In Europa wird bereits 2016 jeder zweite Neuwagen mit einer Benzindirekteinspritzung ausgestattet sein, prognostizieren die Experten von Bosch.

Weltweit im Trend Während Europa als Wiege und Leitmarkt der Technologie gilt, wächst in anderen Weltregionen ebenfalls die Nachfrage nach der Benzindirekteinspritzung. „In wenigen Jahren spielt die Musik auch in Amerika und China“, sagt Dr. Rolf Bulander, der für Antriebstechnologien zuständige Geschäftsführer von Bosch. Beispielsweise müsse in den USA der durchschnittliche Pkw-Spritverbrauch bis 2025 auf umgerechnet 4,3 Liter pro 100 Kilometer sinken. Dies werde mit sich bringen, dass jeder zweite Pkw von einem Ottomotor mit Direkteinspritzung angetrieben werde. In China, wo das Verbrauchsziel 5 Liter im Jahr 2020 betrage, sei ein Anteil von immerhin einem Drittel der Neuzulassungen zu erwarten.

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Internationaler Hoffnungsmarkt Bulander und seine Kollegen sehen dieser Entwicklung erwartungsvoll entgegen: Schließlich war Bosch bereits 2012 mit über 5 Millionen verkauften Systemen Weltmarktführer bei der Benzindirekteinspritzung. Neben den europäischen Standorten Bamberg, Nürnberg und Bursa (Türkei) werden in Charleston (USA), San Luis Potosi (Mexiko), Wuxi (China) und Gunpo (Korea) entsprechende Komponenten gefertigt. Auch Wien spielt eine wichtige Rolle: Hier erfolgt die Entwicklung hochmoderner Motorsteuergeräte.

Auf die Elektrifizierung vorbereitet „Während einerseits die Normen strenger werden, bleibt andererseits der Wunsch der Autofahrer nach mehr Fahrspaß bestehen“, sieht Benzinentwicklungsleiter Dr.-Ing. Roger Busch langfristig exzellente Perspektiven für die Benzindirekteinspritzung. In diesem Zusammenhang spielt auch die Kombination von kompakten Drei- oder Vierzylindermotoren mit elektrischen Komponenten eine wichtige Rolle. Das „Boost Recuperation System“ von Bosch, das ein 48-Volt-Hybridsystem mit einem im „Segelmodus“ abschaltbaren Triebwerk kombiniert, macht die Potenziale dieser Technologie deutlich: Weitere Verbrauchsreduktionen bis zu 25 Prozent erscheinen durchaus realistisch. Bei all der Innovationsfreude darf freilich die Reparaturfähigkeit nicht in Vergessenheit geraten. Seitens Bosch sieht man diesbezüglich keinen Grund zur Beunruhigung: Die zukunftsweisenden Direkteinspritzungssysteme seien weder anfälliger noch in der Werkstatt komplizierter als Aggregate mit klassischer Saugrohreinspritzung. •


WIRTSCHAFT

Aus dem Reifen-Entwicklungslabor In Zusammenarbeit mit dem Bordsteuergerät kann der Reifenchip das Fahrverhalten verbessern

Doppelte Lauffläche beim SUV-KonzeptReifen von Goodyear Dunlop

Goodyear Dunlop stellte am Automobilsalon in Genf zwei zukunftsweisende Reifenkonzepte vor.

E

s klingt relativ simpel, was Goodyear Dunlop auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt hat: ein Mikrochip, der im Inneren des Reifens eingebettet ist. Und doch ist es eine kleine Revolution. Denn obwohl auch der Reifendruck übertragen wird, ist der Chip keine innovative RDKS-Lösung, sondern viel mehr. So werden zusätzlich zum Druck die Reifentemperatur und Reifenidentifikationsdetails an den Bordcomputer gesendet. Aufgrund dieser Informationen kann

das zentrale Computersystem die Längs- und Querkontroll-Algorithmen des Fahrzeugs anpassen und so zu verbesserten Fahreigenschaften beitragen. So können damit Bremswege mit dem ABS verkürzt oder Stabilitätsprogramme noch feiner geregelt werden. Eine Markteinführung ist noch nicht geplant.

Doppelte Lauffläche Eine weitere Innovation stellte Goodyear Dunlop mit einem SUV-Reifenkonzept vor. Im Prinzip wird eine doppelte Lauffläche eingesetzt, die den Rollwiderstand reduziert und damit Verbrauch und CO2-Ausstoß verringert. Der Reifen wird zwar auf der Karkasse eines SUV-Reifens aufgebaut und kann das Gewicht dieser Fahrzeugklasse tragen, es wird jedoch beträchtlich weniger Gummi verwendet, was Gewicht und Produktion zugute kommt. Die weiteren Vorteile des Konzepts: besserer Nassgrip, wasserabweisende, selbstreinigende Strukturen, die Matsch und andere Feststoffe vom Profil abstoßen sowie geräuschabsorbierende Strukturen in den Profilrillen, die den Reifen leiser machen. • (RED)


WIRTSCHAFT

Glänzende Gebrauchte Gleich drei Preise nahm Ing. Mag. Johann Egger von Mercedes-Benz entgegen. Die von Mag. Karin Schmalzer und Richard Mieling vertretene Porsche Holding erhielt zwei Awards, ebenso Reinhard Brillinger von BMW/Mini. Für Olivier Wittmann von Renault und Oliver Zepf von Volvo gab es jeweils einen Award. Unsere Collage zeigt die Preisträger im Uhrzeigersinn, stets flankiert von Mag. Martin Ruß und Christoph Wolf von Dekra.

Zum ersten Mal zeichnete Dekra in Österreich die zuverlässigsten Gebrauchtwagen aus. Die Preisverleihung war Anlass für ein illustres Branchentreffen, bei dem eines deutlich wurde: Das Gebrauchtwagengeschäft wird sowohl für Händler als auch für Importeure immer bedeutender.

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ie Zeiten, in denen aus der Werkstatt die anderen Geschäftsbereiche eines Autohauses quersubventioniert werden konnten, neigen sich dem Ende zu. „Durch längere Serviceintervalle, Komplettpakete und nicht zuletzt durch die Schadenssteuerung der Versicherungen gerät das Aftersales-Geschäft immer mehr unter Druck“, weiß Mag. Martin Ruß, Geschäftsführer von Dekra Austria Automotive. Umso wichtiger wird der professionelle Gebrauchtwagenvertrieb. Um vor allem markengebundene Händler dabei zu unterstützen, arbeitet Dekra mit zahlreichen Importeuren zusammen. Das jahrelang aufgebaute Knowhow des Unternehmens wurde beim ersten „Dekra Gebrauchtwagen-Forum“, das Ende März in Wien stattfand, in den Mittelpunkt gerückt.

Horst Pohl mahnt zu mehr Professionalität im Tagesgeschäft

Seriöse Auszeichnung

Knowhow von Experten „Mittel- und langfristig werden nur jene Händler überleben, die auch im Gebrauchtwagengeschäft kompetent agieren“, unterstrich Horst Pohl, Betriebsberater der Dekra, vor den rund 70 Tagungsteilnehmern. Dies beginne beim professionellen Fahrzeugeintausch samt genauer Zustandsprüfung und reiche über Aufbereitung sowie Präsentation bis zum Preismanagement. „Gegen einen anfänglichen Markenhändleraufschlag ist nichts einzuwenden, doch in der Folge sind regelmäßige Preisanpassungen nötig, damit ein Fahrzeug nach spätestens 90 bis 120 Tagen verkauft werden kann“, so Pohl. Immer wichtiger werde das Internet: Deshalb seien Autohändler gut beraten, einen eigenen

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„E-Commerce-Manager“ einzustellen. Die Bedeutung virtueller Informationskanäle sei gar nicht hoch genug einzuschätzen, ergänzte Derek Finke, Leiter Business Development beim Onlinespezialisten Modix: Moderne Kunden würden sich nämlich nicht nur vor einem Fahrzeugkauf im Internet informieren, sondern auch danach via „Social Media“ ihre Erfahrungen austauschen. „Als Händler kann man nur dann gefunden werden, wenn man dort ist, wo die Kunden suchen“, forderte Finke die Branche zu mehr Präsenz im Netz auf. Facebook sei dabei ebenso wichtig wie die optimierte Präsenz bei Google – schließlich sollten Sucheingaben wie „Audi A6 Graz“ nicht nur auf die Importeurshomepage, sondern gleich zum regionalen Autohaus führen.

Derek Finke weiß, was beim Onlinemarketing zu beachten ist

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Im Mittelpunkt der Dekra-Tagung stand freilich die Premiere der „Gebrauchtwagenawards“: Nach deutschem Vorbild wurden damit jene Fahrzeuge prämiert, die bei den (deutschen) Hauptuntersuchungen des Prüfkonzerns die geringste Zahl relevanter Mängel aufwiesen. Audi A1, BMW 1er und Z4, Mercedes B- und E-Klasse sowie GLK, Renault Master, Skoda Roomster und Volvo S60/V60 konnten dabei ihre Konkurrenten in den jeweiligen Segmenten auf die Plätze verweisen. Angesichts einer Datenbasis von 15 Millionen Überprüfungen binnen zwei Jahren steht die Seriosität der Auszeichnung außer Frage – ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber vielen anderen Preisen, das die Awards auch in Österreich zum Fixpunkt in der Gebrauchtwagenbranche machen könnte. • (HAY)


WIRTSCHAFT

Auto und Computer fusionieren Wenige Tage nach dem Tod von Helmuth H. Lederer ergriff VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn zum Thema „Das Auto als Datenkrake“ das Wort.

B

evor Helmuth H. Lederer am 4. März 2014 auf dem Genfer Automobilsalon für immer von dieser Welt gegangen ist, hinterließ er uns 14 Tage vor Dr. Martin Winterkorns CeBIT-Verdikt „Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden“ in der März-Ausgabe von AUTO & Wirtschaft dazu sein Schlusswort. In der Tat, seine Ansichten zu diesem Thema um Vernetzung und Digitalisierung im Auto müssen auch dem Autohandel unter den Fingernägeln brennen. Wenn der Datenhype beim Auto so rasant vor sich geht wie bei iPhone & Co, haben wir es bald mit gigantischen Datensammlungen zu tun, und er machte sich berechtigt Sorgen um die KfzBranche, die rasch von den Entscheidungsfindungen ausgeklammert bleiben könnte. Während Google, Apple usw. eifrig Tatsachen schaffen, üben sich die Verbände maximal in Resolutionen. „Die beiden Jahrhunderterfindungen Auto und Computer rücken noch enger zusammen“, sagte der VW-Vorstandsvorsitzende anlässlich der Eröffnung der CeBIT 2014 in Hannover: „Wir müssen die Mobilität der Zukunft noch intelligenter und vernetzter gestalten.“ Dass dabei die Interessen des qualifizierten Autohandels auf der Strecke bleiben können, fand bis dato nur in Lederers intelligenten Gedanken Zuflucht.

Mit dem gleichen Pflichtbewusstsein werden wir unsere Kunden auch vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen. Ich sage deutlich: Ja zu Big Data. Ja zu mehr Sicherheit und Komfort. Aber Nein zu Bevormundung und Big Brother. An dieser Stelle ist die

gesamte Branche gefordert. Wir brauchen eine Art Selbstverpflichtung der Automobilindustrie.“

VW-Chef Dr. Martin Winterkorn auf der CeBIT im Hannover

Das Geld zum Lobbying fehlt Lederer hatte schon recht, als er meinte, dass der Händlerverband CECRA gegen die Interessen des Herstellerblocks ACEA nie anstinken kann, wenn das Geld zum Lobbying fehlt. Das fehlt an allen Ecken und keiner will auch nur einen Euro pro verkauftes Auto zur Wahrung künftiger Händlerinteressen beisteuern. Allein der VW-Konzern beschäftigt eine Unzahl bestens qualifizierter IT-Fachleute. Winterkorn sprach das Thema Datensicherheit aus seiner Sicht präzise an: „Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden. Wir schützen unsere Kunden vor unzähligen Gefahren – vor Aquaplaning, vor dem Sekundenschlaf, vor langen und zeitraubenden Staus.

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Der Handel muss sich seinen Platz sichern Der Volkswagen-Konzern steht laut Winterkorn dafür bereit. Und der Autohandel? Wie schützt sich der vor dem Datenmissbrauch der Autos seiner Kunden? Im geforderten engen Schulterschluss von Automobilindustrie und IT-Branche, von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist kein Wort von jenen Partnern zu finden, die am Ende der Kette das Funktionieren der neuen Mobilität sicherstellen: Autohandel und Service kommen in Winterkorns Urteil nicht vor, obwohl sich im Sinne eines noch sichereren, komfortableren und intelligenteren Autos die Mobilität der Zukunft für alle Beteiligten lohnen werde. Auto und Computer zu fusionieren ist die eine, den Wandel einer hochtechnischen mechanischen zur hypermodernen IT-orientierten Autohauskultur zu schaffen, eine andere Sache. Autohandel und -service müssen sich im CockpitPrototyp der Zukunft jetzt schon ihren Platz erkämpfen, sonst machen die Taten zu den Daten andere und neue Berufsgruppen. • (LUS)

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WIRTSCHAFT

Stabilität in stürmischen Zeiten D

as Mobilien- und das Immobilienleasing haben den heimischen Finanzierungsunternehmen im vergangenen Jahr ein signifikantes Wachstum des Neugeschäfts beschert. Im Kfz-Leasing stagnierte das Neugeschäftsvolumen dagegen bei 3,468 Milliarden Euro, die Zahl der Neuverträge ging um 2,4 Prozent auf 151.139 Stück zurück. Dafür gab es beim Vertragsbestand mit 477.450 Stück einen neuen Höchstwert. „Beim Bestandsvolumen haben wir mit 7,444 Milliarden Euro den zweithöchsten Wert nach 2008 verzeichnet“, berichtete Vizepräsident Dr. Alexander Nekolar bei der Jahrespressekonferenz des Verbands Österreichischer Leasinggesellschaften (VÖL).

Der rückläufige Neuwagenmarkt hat sich 2013 auch auf die Leasinggesellschaften ausgewirkt. Beim Vertragsbestand wurden dennoch zwei Rekorde erzielt. Von Philipp Hayder

Pressekonferenz über den Dächern von Wien: Mag. Klaus Klampfl, Dr. Michael Steiner und Dr. Alexander Nekolar (v. l.)

Bestandsrekord im Flottenmanagement Noch ein zweiter Rekord freut die Branche: Der Bestand im Fuhrparkmanagement stieg um 4,4 Prozent auf 75.472 Verträge. Zwar ging das Neugeschäft parallel um mehr als 12 Prozent zurück, doch ist dies laut Nekolar nicht beunruhigend: „Aufgrund der üblichen Behaltedauer von 3 bis 4 Jahren wurden die Folgen der Krise in den Jahren 2009 und 2010 schlagend.“ Heuer sei wieder ein deutlich höheres Neugeschäft zu erwarten.

Das Neugeschäftsvolumen im KfzLeasing insgesamt war 2013 stabil, die Zahl der Neuverträge ging zurück

Regionale Unterschiede Wo werden eigentlich die meisten Autos geleast? Auch diese Frage kann der VÖL beantworten: Kärnten und Vorarlberg lagen im Vorjahr mit einer Leasingquote von 38 Prozent an der Spitze des Bundesländervergleichs. Am anderen Ende der Skala lagen das Burgenland (30 Prozent) und Oberösterreich (28 Prozent). Bundesweit wurden, ähnlich wie schon in den Jahren davor, 33 von 100 Neufahrzeugen mittels Leasing finanziert.

Beim Kfz-Leasingbestand wurden dagegen deutliche Zuwächse erreicht

Vorsteuerabzug und Ökoprämie Aus Sicht des Autohandels ist die auf hohem Niveau liegende Leasingquote durchaus positiv: Schließlich erweitern Finanzierungsangebote den Kreis der potenziellen Käufer und bieten eine Chance auf mehr Kundenbindung. Zudem ziehen die Kfz-Branche und die Leasingunternehmen am gleichen Strang, wenn es um Wünsche an die Politik geht. Zu den wichtigsten Forderungen von Dr. Michael Steiner, Präsident des VÖL, gehört ein genereller Vorsteuerabzug für Firmenautos: „Die Einschränkung auf einige wenige ‚Fiskalfahrzeuge‘ ist sachlich nicht im Geringsten nachvollziehbar.“ Darüber hinaus gibt Steiner seine (bereits im Vorjahr geäußerte) Forderung nach einer Neuauflage der Verschrottungsprämie nicht auf – so ungünstig die Ausgangsbedingungen derzeit auch sein mögen. •

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Ähnlich war das Bild im Flottenmanagement: Auch hier gab es Rückgänge bei den Neuverträgen, ...

... aber eine positivere Entwicklung bei den Bestandszahlen

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WIRTSCHAFT

Die Bank der kurzen Wege Ob Gebietsleiter, Innendienstreferent oder Vorstand: Die Mitarbeiter der AutoBank kennen die Kfz-Branche aus jahrzehntelanger Erfahrung. Gemeinsam arbeiten sie an der Zukunft der Autofinanzierung.

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icht immer entscheidet die Größe eines Unternehmens über den wirtschaftlichen Erfolg. „In Zukunft werden vor allem die Schnellen die Langsamen schlagen“, ist Gerhard Dangel, Vorstand der AutoBank, überzeugt. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Markus Beuchert hat er das Unternehmen daher konsequent auf Flexibilität und Kundenorientierung ausgerichtet: Die Kombination aus persönlicher Betreuung durch branchenerfahrene Experten einerseits und rascher Abwicklung durch automatisierte Prozesse andererseits steht dabei im Mittelpunkt.

immer wichtiger: „Besonders die ‚Generation Facebook‘ sucht nach möglichst einfachen und komfortablen Mobilitätsangeboten.“ Dies erfordere auch ein Umdenken im Autohandel: „Der Verkauf von Finanzund Versicherungsleistungen wird künftig vom Nebengewerbe zum unverzichtbaren Kerngeschäft.“ Mit der AutoBank an ihrer Seite sind Kfz-Betriebe in der Lage, die Kundenwünsche von heute wie auch von morgen zu erfüllen – und das so individuell und unkompliziert wie mit kaum einem anderen Finanzierungsinstitut. • (HAY)

Zukunftssicher aufgestellt „Je besser das Geschäft unserer Händlerpartner läuft, desto erfolgreicher werden auch wir sein“, unterstreichen Dangel und Beuchert ihre Orientierung an den Bedürfnissen der Branche. Konkrete Beispiele dafür gibt es genug: So hat die AutoBank 2013 ein zukunftsweisendes System zur automatisierten Verwaltung von Lagerfahrzeugen eingeführt. Gleichermaßen hat man das deutsche Spezialunternehmen HLA Fleet Services übernommen, um zukünftig „Fuhrparkmanagement beim Händler“ anbieten zu können. Eine weitere Übernahme wird es der AutoBank darüber hinaus ermöglichen, in den Zukunftsmarkt „Factoring“ einzusteigen: Gerhard Dangel (l.) und Markus Beuchert Dies bedeutet, dass Austehen an der Spitze der AutoBank tohändler künftig offene Forderungen an die Bank abtreten können.

„Vom Nebengewerbe zum Kerngeschäft“ Mit ihrem stetig wachsenden Leistungsportfolio reagiert die AutoBank auf die Änderungen im Mobilitätsverhalten. „Die Jagd nach der günstigsten Rate wird in Zukunft in den Hintergrund treten“, meint Dangel. Stattdessen würden ganzheitliche Servicepakete

Gerhard Dangel (m.) und das Vertriebsteam der AutoBank


WIRTSCHAFT

Eine Teilkasko nach Maß

zeugkauf weiterhin im eigenen Betrieb betreuen zu können.

Kundenbindung im Mittelpunkt

© JSB - Fotolia.com

Klaus Edelsbrunner unterstreicht die Notwendigkeit einer modernen Gebrauchtwagenversicherung

Die Branche hat den Wunsch nach einer maßgeschneiderten Versicherung für das Gebrauchtwagengeschäft geäußert. Die Garanta hat geantwortet: Ab sofort bietet sie die innovative „Unfallteilkasko“ an.

D

ie Orientierung an den Bedürfnissen des Autohandels gehört zu den wesentlichsten Merkmalen eines Branchenversicherers. Wie ernst die Garanta diese Rolle nimmt, zeigt ihr neuester Versicherungstarif: Die „Unfallteilkasko“ wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesgremium des Fahrzeughandels entwickelt.

Neuartiges Angebot „Uns war es wichtig, unseren Mitgliedsbetrieben für die große Zahl an Gebrauchtwagenkunden eine Versicherungslösung anzubieten, die bisher am Markt nicht verfügbar war“, sagt Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner, steirischer Landesgremialobmann und Leiter des bundesweiten Fachausschusses für den Gebrauchtwagenhandel. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass Gebrauchtwagenkäufer eine Vollkaskoversicherung oft als zu teuer erachten. Doch auch bei gebrauchten Fahrzeugen sind die finanziellen Folgen eines Schadens groß, sodass die Kunden nach Sicherheit streben. Gleichzeitig suchen Autohändler nach einer Möglichkeit, die Kunden nach dem Fahr-

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„Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Unfallteilkasko konzipiert“, erläutert Kurt Molterer, Hauptbevollmächtigter der Garanta. Die neue Versicherung deckt Unfall-, Park- und Wildschäden an gebrauchten Fahrzeugen ab einem Alter von 12 Monaten ab. Ausgenommen sind lediglich Glasschäden und durch Naturgewalten verursachte Reparaturen. Geschickt gewählte Produktmerkmale sorgen dafür, dass jene Fahrzeughalter belohnt werden, die bei einer Reparatur wieder in „ihr“ Autohaus zurückkehren: Für sie reduziert sich der Kasko-Selbstbehalt von 1.000 auf 500 Euro. 300 Euro werden dabei von der Garanta aufgebracht, 200 Euro entfallen auf einen „Reparaturgutschein“ des jeweiligen Autohauses. „Das sorgt für zusätzliche Werkstattumsätze“, unterstreicht Edelsbrunner den Vorteil für die Kfz-Betriebe. Zudem sei die neue Versicherung ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber privat gehandelten Gebrauchtwagen sowie ein wichtiges Hilfsmittel bei der Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Zahlreiche weitere Vorteile

Kurt Molterer betont die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Autobranche

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Für die Unfallteilkasko gelten darüber hinaus auch all jene Alleinstellungsmerkmale, mit denen sich die Garanta seit jeher von ihren Wettbewerbern unterscheidet: So verzichtet das Tochterunternehmen der Nürnberger-Gruppe zur Gänze auf Ablösezahlungen und Wrackbörsen, vertraut bei der Restwertermittlung ausschließlich auf gerichtlich beeidete Sachverständige und ermöglicht Kasko-Totalschadenreparaturen bis zu 100 Prozent des Wiederbeschaffungswertes. Kunden, die sowohl eine Haftpflicht- und Unfallteilkaskoversicherung als auch eine Insassenunfall- oder Verkehrsrechtsschutzversicherung abschließen, erhalten 15 Prozent Rabatt auf die Haftpflicht- und Kaskoprämien. Der Verzicht auf den Einwand der „groben Fahrlässigkeit“ sowie die Übernahme der Leihwagen- und Abschleppkosten komplettieren den Strauß an Vorteilen, die Autofahrer und Autohändler gleichermaßen zu schätzen wissen. • (HAY)


WIRTSCHAFT

Leichter Anstieg bei Kfz-Verträgen Allianz-Unternehmenskommunikation. Wobei es in der Haftpflichtversicherung einen Zuwachs um 0,31 Prozent von 908.174 auf 911.028 Verträge, in der Kaskoversicherung einen Rückgang um 0,10 Prozent von 463.421 auf 462.942 Verträge gab. Eine Steigerung verbuchte Allianz auch im Bereich der Kfz-Prämien: Diese erhöhten sich 2013 um 2,54 Prozent von 404,5 Mio. auf 414,8 Mio. Euro. In der Kfz-Haftpflichtversicherung erhöhten sich die Prämieneinnahmen von 233,7 Mio. um 0,16 Prozent auf 234,0 Mio. Euro. In der Kaskoversicherung gab es einen Zuwachs um 5,8 Prozent von 170,8 Mio. auf 180,7 Mio. Euro.

Ergebnis im Kerngeschäft gesteigert

Eine positive Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr zog Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich.

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llianz habe, so Littich, den erfreulichen Trend der vergangenen Jahre fortsetzen und auch 2013 wieder 6.000 Kunden dazugewinnen können. Über alle Geschäftsbereiche gerechnet, wurde mit 1.349,2 Mio. Euro (2012: 1.345,8 Mio. Euro) um 0,3 Prozent mehr eingenommen als im Vorjahr. Auch im Kfz-Bereich verzeichnete das Unternehmen einen leichten Anstieg. „In der Kfz-Versicherung haben wir insgesamt bei den Verträgen zugelegt – von 1,372 Mio. Verträgen auf 1,374 Mio. Verträge, ein Plus von 0,17 Prozent “, so Elisabeth Rashid von der

Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich

Zu einem leichten Rückgang der Leistungen kam es bei der Kfz-Versicherung: Insgesamt sanken diese gegenüber 2012 um 0,64 Prozent von 302,8 Mio. Euro auf 300,9 Mio. Euro. Die Leistungen aus der Kfz-Haftpflichtversicherung reduzierten sich um 4,42 Prozent von 165,1 Mio. Euro auf 157,8 Mio. Euro. In der Kaskoversicherung wurde ein Anstieg um 3,9 Prozent von 137,8 Mio. auf 143,1 Mio. Euro an Leistungen verbucht. Zuwächse gab es insgesamt sowohl im Bereich Schaden-Unfall (+2,5 Prozent) als auch bei der Krankenversicherung (+6,8 Prozent). Auf gleichbleibendem Niveau hielten sich die Prämieneinnahmen bei der Lebensversicherung (-0,6 Prozent). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe das Unternehmen das Ergebnis im Kerngeschäft weiter gesteigert und das beste versicherungstechnische Ergebnis nach der Jahrtausendwende erzielen können, das von 52,7 Mio. Euro auf 61,1 Mio. Euro gestiegen sei, so Littich. • (DSC)


WIRTSCHAFT

Den Kunden binden statt jagen K

unden von garantiegebenden Betrieben bleiben während der Garantielaufzeit auch diesen Unternehmen in Reparatur- oder Servicefällen treu, heißt es seitens der Car-Garantie Versicherungs AG. Genau hier kann der Händler den Kundenkontakt nutzen, um aktuelle Angebote, Aktionen oder zusätzliche Dienstleistungen anzubieten. Auch in den Bereichen Teile und Zubehör steckt für Verkäufer noch Potenzial, Umsatz zu generieren. Bei den oft geringen Margen beim Fahrzeugverkauf sind diese Zusatzverkäufe für viele Unternehmen geradezu „überlebensnotwendig“ geworden.

Wenn Kunden regelmäßig ins Autohaus kommen, garantiert das die Bindung zum Unternehmen und trägt zur Liquiditätssicherung bei. Garantieprodukte für Neu- und Gebrauchtwagen sind dabei ein effektives Instrument. Von Matthias Kreutzer

Gebrauchte richtig absichern Wichtig ist es nun, den Kunden schon beim Autokauf, ob gebraucht oder neu, von den Langzeitgarantiekonzepten zu überzeugen, die als Grundlage für den regelmäßigen Kontakt dienen sollen. Den Zahn der Zeit treffen die Produkte von CarGarantie. Laut dem Versicherungsunternehmen ist die durchschnittliche Haltedauer von Fahrzeugen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Dadurch bleibt für den Kunden auch nach einigen Jahren der subjektive Wert des Fahrzeugs erhalten. Durch diese Wertstabilität entsteht das Bedürfnis, auch im Schadensfall das Fahrzeug noch entsprechend abgesichert zu haben. Um den Kunden genau dieses Sicherheitsgefühl zu geben und gleichzeitig für Kundenbindung bis zum nächsten Fahrzeugkauf zu sorgen, sollten Garantieverlängerungen schon beim Kauf aktiv seitens der Verkäufer angeboten werden.

Auch die Großen verlängern schon Mittlerweile greifen auch immer mehr Hersteller und Importeure zu professionellen Garantiesystemen. CarGarantie gewann damit auch immer mehr Kunden von markenbezogenen Gebraucht- und Neuwagenkonzepten. Dabei erkennt man, dass Garantien über längere Zeit immer beliebter werden. Wie stark der Trend wirklich ist, zeigen die prominenten Beispiele für zertifizierte Gebrauchtwagenprogramme in Österreich wie Volvo Selekt, Renault 7 Sterne, Ford A1, Peugeot Löwenauto, Citroën Select sowie Opel G2. Bei den Neuwagen-Anschlussgarantien ist CarGarantie Partner der Renault Nutzfahrzeugaktion, der Mazda-Anschlussgarantie, der 2 + 2 = 4 TriumphGarantie sowie von Fiat Extension Plus und der Opel Anschlussgarantie.

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Besser fix als nix

Peter Bachmaier sieht in Garantien einfache und langfristige Kundenbindungsmöglichkeiten

Eine besondere Attraktivität für den Kunden stellt das Sicherheitspaket dar. Hier handelt es sich um ein Finanzierungsprodukt, das in Verbindung mit Garantieleistungen steht. Dieses Sicherheitspaket ist vor allem aufgrund des monatlichen Fixbetrages und dem damit gleichbleibenden und somit planbaren finanziellen Beitrag besonders komfortabel. Meist richtet sich hier die Laufzeit der Garantie nach der Finanzierung und beträgt im Normalfall mehrere Jahre. Peter Bachmaier, Direktor Vertrieb Importeure, Banken, Versicherungen von CarGarantie, erklärt das System: „Mit den Kombi-Paketen gibt CarGarantie dem Fachhändler ein maßgeschneidertes Programm zur Bindung seiner Kunden in die Hand. Zusammen mit den Vorteilen der Garantie ermöglichen sie ihm eine einfache, aber langfristige Kundenbindung, die ihre Wirkung auch in einer höheren Werkstattauslastung zeigt.“

Keine Angst vor Reparaturen Außerdem im Produktportfolio finden sich Serviceund Wartungsverträge. In diesem Paket werden Ausgaben für Wartung und Service planbar, und man erhält zusätzlich eine Absicherung vor Reparaturkosten im Falle von Beschädigungen am Fahrzeug. •

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WIRTSCHAFT

Autowünsche wahr gemacht Kredit- und Leasingfinanzierungen sind unverzichtbare Absatzverstärker für den Autohandel. Dank attraktiver Produkte haben die Finanzierungsgesellschaften der Hersteller und Importeure auch 2013 gute Geschäfte gemacht.

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ie Branchenstatistik des österreichischen Leasingverbandes kennt eine klare Nummer eins: Die Porsche Bank brachte es im Vorjahr auf beinahe 27 Prozent Marktanteil. Jeder dritte Neuwagen des VW-Konzerns wird von den Salzburger Spezialisten finanziert, auf den Auslandsmärkten in Zentral- und Osteuropa liegt der Finanzierungsanteil sogar bei mehr als 40 Prozent. Dazu beitragen würden maßgeschneiderte Produkte vom „Privatkundenpaket“ bis zum kompletten Fuhrparkmanagement, erklärt Vorstand Mag. Hannes Maurer: „Beispielsweise entscheiden sich schon 50 Prozent der österreichischen Privatkunden für die entsprechende Paketlösung.“

Stabile Aussichten 2013 konnte die Porsche Bank das österreichische Neugeschäft von 47.158 Finanzierungsverträgen (789 Millionen Euro) auf 49.581 Verträge (824 Millionen Euro) steigern. In Zentral- und Osteuropa gelang ein Plus von 39.138 Stück (518 Millionen Euro) auf 39.571 Stück (558 Millionen Euro). Der österreichische Finanzierungsbestand stieg parallel von 130.012 Verträgen (1,697 Milliarden Euro) auf 144.567 Verträge (1,860 Milliarden Euro). Lediglich im Ausland musste die Finanztochter der Porsche Holding einen krisenbedingten Rückgang von 123.684 Verträgen (1,055 Milliarden Euro) auf 116.869 Verträge (1,033 Milliarden Euro) hinnehmen. „Für 2014 erwarten wir trotz herausfordernder Marktbedingungen in Österreich und den CEE-Ländern, Stichwort Ukraine, eine Geschäftsentwicklung auf dem Niveau von 2013“, zeigt sich Maurer ungebrochen zuversichtlich.

Kundenbindung im Mittelpunkt Mit einer deutlichen Steigerung des Neuwagenfinanzierungsanteils von 18,6 Prozent auf 22,6 Prozent schloss die österreichische Niederlassung der Banque PSA Finance das Jahr 2013 ab. Lediglich aufgrund des schwächeren Gesamtmarkts und der rückläufigen Verkäufe der Konzernmarken Peugeot und Citroën sei man hinter den Neugeschäftszahlen des Jahres 2012

zurückgeblieben, berichtet Managing Director Dipl.Kfm. Oliver Mang: „Insgesamt konnten 4.700 Neuwagen- und 3.100 Gebrauchtwagenfinanzierungsverträge aktiviert werden.“ Heuer rechnet Mang bei stabilen Finanzierungsanteilen wieder mit deutlich höheren Abschlüssen und einem folglich wachsenden Bestandsvolumen. Zwar werde der österreichische Pkw-Gesamtmarkt stagnieren, doch eröffne die aktuelle Modelloffensive bei Peugeot und Citroën neue Chancen: „Die ersten 3 Monate haben unsere Erwartungen bestätigt. Die bevorstehende Einführung des Peugeot 308 SW und das innovative Modell Citroën C4 Cactus werden diesen positiven Trend weiter beschleunigen.“ Parallel plant die Banque PSA Finance eine „konsequente Weiterentwicklung“ der bereits angebotenen Mobilitätspakete. Mang kündigt drei neue Produkte an, die „primär die Erhöhung der Kundenbindung beim Händler“ zum Ziel haben sollen.

Hannes Maurer (Porsche Bank)

Oliver Mang (Banque PSA Finance)

Von Rekord zu Rekord Seit die Denzelbank vor einigen Jahren neben dem Kredit- auch das Leasinggeschäft aufgenommen hat, zeigt die Geschäftsentwicklung steil nach oben. 2013 konnte das Neugeschäftsvolumen um weitere 3,5 Prozent auf rund 95 Millionen Euro verbessert werden. Der Finanzierungsbestand wuchs parallel um 10 Prozent auf 225 Millionen Euro. „Angesichts des rückläufigen Neuwagenmarktes haben wir überproportional Marktanteil gewonnen“, zeigt sich Vorstand Mag. Heinz Gruber zufrieden. Er verweist zudem darauf, dass man dank attraktiver Zinsen im Sparbereich das Einlagenvolumen von 175 auf rund 200 Millionen Euro gesteigert habe. Zufrieden sind wohl auch die Eigentümer des primär bei Mitsubishi und Hyundai tätigen Bankhauses: Schließlich gelang es Gruber und seinem Team, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 12 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,8 Millionen Euro zu verbessern. Angesichts des hart umkämpften Marktes ist dies alles andere als eine Selbstverständlichkeit. • (HAY)

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Heinz Gruber (Denzelbank)

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WIRTSCHAFT

Dipl.-Ing. Dr. Michael Schlögl (l.) und Dr. Franz F. Gugenberger punkten mit maßgeschneiderten Versicherungen für Gebrauchtwagen bis hin zum neuen Kaufpreisersatz

nern im Fahrzeughandel vorbehalten ist“, erläutern Gugenberger und sein Geschäftsführerkollege Dipl.Ing. Dr. Michael Schlögl. Die jüngste Ergänzung ist die „Kaufpreisersatz-Deckung“ für privat erworbene, maximal 48 Monate alte Fahrzeuge: Sie stellt sicher, dass dem Fahrzeugbesitzer nach Totalschaden oder Diebstahl nicht nur der Zeitwert, sondern der komplette Anschaffungspreis ersetzt wird. Dies erleichtert den Kauf eines gleichwertigen Ersatzfahrzeugs oder den Einstieg in die Finanzierung eines höherwertigen Modells.

Voller Schutz für Gebrauchte Der Gebrauchtwagenexperte Gerhard Jantscher verstärkt seit Anfang April das Team von carplus

Ob Neuwagen oder Auto aus Vorbesitz: Immer mehr Kunden wünschen sich die Sicherheit einer Kaskoversicherung. Mit der Kombination aus Vollkasko und Kaufpreisersatz kann der Fachhandel dieses Bedürfnis bestmöglich erfüllen, unterstreichen die Experten von carplus.

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ahrelang galten Kaskoversicherungen vor allem als Produkt für Neuwagenkäufer. „Mittlerweile liegt der durchschnittliche Fahrzeugwert aber auch bei Gebrauchten deutlich über 10.000 Euro“, weiß Dr. Franz F. Gugenberger, Geschäftsführer von carplus. Hinzu kommen die zunehmenden Schäden durch Naturereignisse (Stichwort Hagelunwetter) sowie die immer höhere technische Komplexität der Fahrzeuge, die Reparaturen teurer macht. Mit einem Wort: Der Kaskoschutz liegt auch am Gebrauchtwagenmarkt im Trend.

Für alle Ansprüche Bei der branchenorientierten Tochter der Wiener Städtischen trägt man dieser Entwicklung mit einem außerordentlich breiten Produktprogramm Rechnung. „Das Versicherungsangebot von carplus reicht von der kostengünstigen Variante ‚Natur & Tier‘, die auch Sturm- und Hagelschäden beinhaltet, über Teilkaskoversicherungen mit und ohne Parkschaden bis hin zur eigenen ‚GW-VOLLkasko‘, die exklusiv unseren Part-

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Zahlreiche Vorteile „Mit Kaskoversicherungen für Gebrauchtwagen erfüllt der Fahrzeughandel nicht nur die Wünsche seiner Kunden, sondern kann sich auch effektiv von der Konkurrenz der Privatverkäufe abheben“, unterstreicht Gerhard Jantscher. Der Branchenkenner, der auf jahrzehntelange Erfahrung bei führenden Grazer Autohäusern zurückblickt, verstärkt seit Anfang April das Team von carplus. Seine Aufgabe ist es unter anderem, Partnerhändler bei der Optimierung ihres Gebrauchtwagengeschäfts zu unterstützen. „Nahezu jeder kaskoversicherte Unfallschaden wird beim Profi repariert und geht nicht zum Pfuscher“, betont Jantscher einen weiteren wesentlichen Vorteil professionell angebotener Versicherungen. Gleichzeitig suche gerade der Gebrauchtwagenkäufer nach Dienstleistungen aus einer Hand: „Kaufen und Wegfahren sind gefragt. Wer sich als Mobilitätsdienstleister versteht, kümmert sich daher auch um Versicherung und Anmeldung.“

Chance auf mehr Ertrag Über 823.000 Gebrauchtwagen wurden im Vorjahr in Österreich umgemeldet. Heuer zeigt der Trend weiter nach oben. „Selbst wenn man davon ausgeht, dass nur 40 Prozent der Gebrauchten vom gewerblichen Handel verkauft werden, ist dieser Markt deutlich größer als das Neuwagensegment“, rufen die Experten von carplus die Größenordnungen in Erinnerung – eine Chance auf zusätzliche Geschäfte, die umso ertragreicher sind, je stärker der Fahrzeugverkauf mit zusätzlichen Dienstleistungen wie einer maßgeschneiderten Kaskoversicherung verbunden wird. • (HAY)


WIRTSCHAFT

Garantie nach Wunsch Ob Rundumservice mit einer Garantieversicherung oder Liquiditätssteigerung mit einer professionellen Eigengarantie: Real Garant kann die unterschiedlichsten Wünsche der Händlerschaft erfüllen.

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ichael Erb, für Österreich und mehrere osteuropäische Länder zuständiger Regionalmanager von Real Garant, kennt die Autobranche seit Jahrzehnten. Deshalb weiß er, dass sich die Bedürfnisse der Autohäuser voneinander unterscheiden. „Viele Händler schätzen es, wenn sie sich bei Gebrauchtwagen- oder Anschlussgarantien auf einen kompetenten Partner verlassen können und keinerlei finanzielles Risiko tragen müssen“, berichtet Erb aus seinen Gesprächen. Diesen Bedarf deckt Real Garant, ein Tochterunternehmen der renommierten Zurich-Gruppe, mit maßgeschneiderten Produkten für Pkw, Lkw und Transporter bis hin zu Langzeit-, Service- und Mobilitätsgarantien ab.

Einzigartige Software Andere Autohausbetreiber bevorzugen die Vergabe von Eigengarantien „Das kann durchaus Vorteile haben, weil die Liquidität im Betrieb verbleibt“, weiß Erb. Um eine sinnvolle Risikostreuung darstellen zu können, sei aber ein jährliches Verkaufsvolumen von mindestens 1.000 Fahrzeugen nötig. Auch für diesen

Fall hat Real Garant ein passendes Managementtool parat: „Givit“ heißt die Software, deren Funktionsumfang am Markt seinesgleichen sucht. Sie ermöglicht beispielsweise eine tagesaktuelle Information über die Höhe des Garantierisikos.

Kundenbindung leicht gemacht Dass seriöse Garantieprodukte für zukunftsorientierte Händler längst unverzichtbar geworden sind, steht für Erb außer Frage: „Das gilt umso mehr in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ Schließlich geht es nicht nur darum, das eigene Gewährleistungsrisiko abzudecken, sich vom Privatmarkt abzuheben sowie gegenüber den Endkunden Qualität und Kompetenz zu demonstrieren: Ein derart effektives und gleichzeitig leistbares Kundenbindungsmittel wie eine Fahrzeuggarantie gibt es wohl kein zweites Mal. • (HAY)

Michael Erb unterstreicht die Garantiekompetenz von Real Garant


„Konventionelle Riemen sind in modernen Dieselmotoren schnell am Ende“,

GEWERBE

warnt Pietro Sanna (Dayco) auf Seite 76

„Die Verfügbarkeit von immer mehr Teilen ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg“, sagt Sebastian Müller (W+M) auf Seite 81

Die Fibel als Bibel Wer den „Bestseller der Reifenbranche“ bislang nicht in der neuesten Auflage im Büro stehen hat, sollte schnell zugreifen: Noch gibt es beim Verband der Reifenspezialisten Österreichs ausreichend viele Exemplare der „VRÖRechtsfibel“. Das knapp 130 Seiten starke Nachschlagewerk informiert über alle relevanten Themen rund um Rad und Reifen, und zwar sowohl für Pkws, Transporter und Lkws als auch für Landmaschinen und Zweiräder. Die Fibel kann für 14 Euro (exkl. Versandkosten) unter www.vroe.at bestellt werden.

Ultimative Härtetests für Fahrer und Motoren Castrol begleitet die Einführung der neuen Schmierstoff-Generation „Edge mit Titanium FST“ mit einer Reihe von Härtetests für Fahrer und Motoren: Einer davon heißt Titanium Blackout. Das heißt, dass der Wettbewerb auf einer völlig verdunkelten Strecke stattfindet: Die vier Piloten (unter ihnen der amtierende DTM-Champion Mike Rockenfeller) müssen einige Aufgaben, die noch nicht verraten werden und teilweise eine Weltpremiere darstellen, lösen. Gewertet wird nicht jeder einzelne, sondern die Teamleistung.

Oldtimer-Batterien: alte Optik, neue Leistung Bosch Automotive Tradition hat nun die klassische schwarze Starterbatterie neu aufgelegt: Die Optik entspricht dem historischen Vorbild, beim Innenleben wird jedoch neueste Technik verwendet. So ergibt sich eine leistungsstarke Batterie und eine lange Lebensdauer; außerdem kann die Batterie fast vollständig recycelt werden. Vorerst ist die klassische Starterbatterie in 6 Varianten mit jeweils 6 Volt lieferbar; Versionen mit 12 Volt sind bereits angedacht. Die ersten Autobatterien brachte Bosch im Jahr 1927 auf den Markt.

Bohnenkamp übersiedelte nach Klagenfurt Mit Ende März ist der Reifenspezialist Bohnenkamp Austria GmbH von Linz nach Klagenfurt übersiedelt: Geschäftsführer Marcel Führer (B.) plant nun eine konzentrierte Marktbearbeitung. Laut seinen Angaben gibt es in Österreich bereits rund 1.000 Kunden aus der Reifenhandels- und Landmaschinenbranche. Mit den drei Handelsmarken BKT, Alliance und Windpower habe man zwischen Jänner und März bereits erhebliche Mengensteigerungen verzeichnet, sagt der Chef des Österreich-Tochterunternehmens.

Texa und TecRMI vereinbaren Kooperation Eine groß angelegte Kooperation bei der Verwendung von Einstelldaten für den Nutzfahrzeugsektor haben der Diagnosegeräte-Hersteller Texa und TecRMI, Spezialist für Reparatur- und Wartungsinformationen unter der Dachmarke TecAlliance, vereinbart. Nutzfahrzeug-Werkstätten und andere Anwender werden bei der Verwendung eines Diagnosegeräts auf die Einstelldaten von TecRMI zugreifen können. Geplant ist auch eine Website, auf der Texa-Partner über eine App Zugang zu den Daten von TecRMI haben.

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Dr. Nikolaus Engel

Wenn das Geld ausgeht In der Reparatur, wo mit guter Arbeit noch Geld verdient werden kann, gestalten sich die Geschäfte mit immer weniger zahlungskräftigen Kunden täglich schwieriger. Dank der Belastungswelle, die sich nun auszuwirken beginnt, gelingt es der Regierung, die Schuld an der Leere im Geldbörsel von sich abzulenken. So sind die Kunden grantig, wenn sie die Nachzahlung von der Versicherung bekommen. Aber sie zahlen. Sonst sind die Kennzeichen weg. So einfach geht das bei der Reparatur nicht. Zwar bleiben zeitweise Mechaniker mit manch repariertem Auto, dessen Besitzer sich die Instandsetzung nicht mehr leisten kann, „über“. Die Politik gewöhnt dem Publikum eh gerade das Auto ab – und dankt die Belastungen den Bürgern durch intensive Bürokratisierung.


GEWERBE

Die Anhängersaison steht vor der Tür: Wer als Kfz-Betrieb davon profitieren will, kann sich mit den starken Partnern Rameder und Birner als Spezialist für Anhängerkupplungen positionieren.

Über 80 Werkstätten beteiligen sich bereits am Anhängerkupplungskonzept von Birner und Rameder

Von Philipp Hayder

Kuppeln für Profis

Zwar sind die nötigen Löcher an der Karosserie bereits vorgebohrt, doch im Bereich der Auflageflächen sollte aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen auch der Unterbodenschutz weichen. Nur so ist später ein optimaler Sitz gewährleistet. Danach werden per Drehmomentschlüssel die Schrauben angezogen und die „offengelegten“ Stellen wieder mit Unterbodenschutz versiegelt, um keine Angriffspunkte für Korrosion zu schaffen. Zuvor abmontierte Anbauteile und Räder können nun wieder befestigt werden. Weiter geht es mit dem Elektrosatz: Rameder bietet für viele Fahrzeuge spezifische Lösungen an, teilweise auch mit CAN-Bus-Anbindung. Diese werden in der Regel im Heckbereich direkt mit dem Bordnetz verbunden. Empfohlen wird übrigens die Verwendung von dreizehnpoligen Elektrosätzen, die im Gegensatz zu den früher üblichen siebenpoligen Varianten jederzeit abwärtskompatibel sind.

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eien es Wohnwagen, gewerblich genutzte Anhänger an Firmenfahrzeugen oder Pferde-, Bootsund Motorradtransporter: Gerade in der warmen Jahreszeit werden viele Autos als Zugfahrzeuge genutzt. Dies erfordert den Einbau von Anhängerkupplungen, doch so mancher Fahrzeughalter schreckt vor den hohen Kosten von Originalteilen in Markenwerkstätten zurück. Eine Alternative bieten die Qualitätskupplungen von Rameder: Das deutsche Unternehmen, das als europaweit größter Spezialist für Transportzubehör gilt, hält laufend über 50.000 Anhängerkupplungen der unterschiedlichsten Fabrikate vorrätig.

Professionelle Unterstützung Eine eigene Niederlassung in Wels kümmert sich um die Betreuung österreichischer Kunden. Darüber hinaus konnte Rameder mit Birner, dem führenden heimischen Teilehändler, einen renommierten Partner für die Betreuung der Werkstätten gewinnen. Gemeinsam wurde die „Plus-Modul-Partnerschaft“ ins Leben gerufen: Daran teilnehmende Betriebe erhalten ein Logo, das sie als Profis für Anhängerkupplungen kennzeichnet. Professionelle Schulungen sorgen dafür, dass beim Kupplungseinbau alle technischen Feinheiten beachtet werden. Schließlich geht es um mehr als nur das Anschrauben einer Metallstange, wie unser Praxistest beweist.

Zusatzgeschäfte leicht gemacht

Schritt für Schritt Mit hoher Verfügbarkeit und telefonischer Bestellunterstützung sorgen Rameder und Birner dafür, dass die Werkstattkunden so rasch wie möglich mit den benötigten Teilen versorgt werden. Ist die Lieferung eingetroffen, beginnt mit dem Auspacken und Zurechtlegen der Teile sowie die Durchsicht der Montageanleitung der Einbauprozess. Zuweilen kann am Kundenfahrzeug die Demontage gewisser Teile nötig sein, bei unserem Musterfahrzeug vom Typ Renault Espace reicht jedoch das Abnehmen von Hinterrädern und Innenkotflügeln aus. In der Folge wird zuerst die Quertraverse befestigt.

Schritt für Schritt: Die kompetente Montage von Anhängerkupplungen ist kein Hexenwerk

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Unser kurzes Praxisbeispiel zeigt, dass die Anhängerkupplungsmontage bei Beachtung gewisser grundlegender Regeln kein Hexenwerk ist. Wird dabei ein höhenverstellbarer Montageteller verwendet, ist sogar nur ein einziger Monteur nötig. Für engagierte Reparaturbetriebe bedeutet dies attraktive Zusatzgeschäfte mit vergleichsweise geringem Aufwand – und das gerade in der Sommersaison, in der es um die Werkstattauslastung vielerorts ohnehin nicht allzu gut bestellt ist. •

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GEWERBE

Veedol kommt zurück Nils Blunck (l.) und Dietmar Neubauer suchen mit geeignetem Vertriebs-Knowhow ausgestattete Vertriebspartner in Österreich info@veedol.com

Ex-Shell-Manager Nils Blunck und Ex-FuchsVertriebsleiter Dietmar Neubauer kommen mit der traditionsreichen, jedoch 2003 vom damaligen Eigentümer Castrol vom Markt genommenen Schmierstoffmarke Veedol zurück nach Deutschland, Schweiz und Österreich.

der Marktstart unmittelbar bevorsteht, suchen Blunck und Dietmar Neubauer (53) in Österreich und in der Folge in der Schweiz nach geeigneten Vertriebspersönlichkeiten, die ihren Markt kennen und per 2. oder 3. Quartal 2014 eine neue und selbstständige Herausforderung suchen. Das in Hamburg angesiedelte Veedol-Management ist sich zwar der Gefahren der Marktverdrängung bewusst, erblickt jedoch im persönlichen Engagement, in der Historie und Reputation der Marke gute Wiedereinstiegschancen.

Nachhaltige Strategie Blunck und Neubauer haben keine Bau- und Supermarktketten im Visier. Vielmehr möchten sie wieder im klassischen Kfz-Betriebsszenario Fuß fassen, das vor 10 Jahren unter der Hegemonie von Castrol abrupt verlassen wurde, erläutern sie ihre geplante Vorgehensweise. Veedol, im Besitz der indischen Tide Company, Calcutta, will keine Mengenexperimente eingehen, sondern mit geeigneten und eigenständigen Vertriebsprofis das Geschäft mit qualitativen Produkten im D-A-CH-Cluster aufbauen. • (LUS)

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er Markt wird wie früher, ist Nils Blunck (51) überzeugt, im traditionellen Kundenfeld der Kfz-Werkstätten die Schmierstoffmarke premiumnah positionieren zu können. Während in Deutschland

Von einer Idee zum Welterfolg Theodor und Peter Wähning entwickelten Mitte der 70er-Jahre den ersten batteriebetriebenen Kühlschrank – bis jetzt ein Erfolgskonzept.

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eit nunmehr 40 Jahren besteht Waeco, seit 2007 in der Dometic Group integriert. Aus diesem Grund wird heuer das Jubiläum mit Aktionen und speziellen Angeboten rund um das Produktportfolio von Waeco gefeiert. Profitieren sollen dabei vor allem aktuelle und potenzielle Kunden des Unternehmens.

Vier Jahrzehnte mit einem Ziel Seit 1974 zählt Dometic Waeco zu den Herstellern von Kompressor-, Absorber- und thermoelektrischen Kühlboxen sowie mobilen Kühlschränken und -aggregaten. Auch in Sachen Fahrzeug-Klimatisierung und mobiler Elektronik im Erstausrüster- als auch Nachrüstmarkt findet man das Unternehmen unter den Marktführern. Seit Beginn hat sich das Hauptaugenmerk der Entwickler nicht verändert und lautet nach wie vor: beste

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Alle Aktionen zum Jubiläum werden auf www.waeco.at rechtzeitig bekanntgegeben

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Qualität und besten Anwendernutzen schaffen. So garantiert Waeco mit seinem Produktportfolio immer für Komfort, ob im unbeschwerten Urlaub oder beim sicheren Einsatz im Berufsleben. Aktuell möchte das Unternehmen erneut Maßstäbe in Sachen Qualität und Funktionalität setzen: mit den neuen Designer-Mini-Kühlschränken, der weltweit stärksten Kompressor-Kühlboxenserie oder den Klimaservicestationen für Kfz-Werkstätten. So konnte man sich in den Jahren auch bei namhaften Herstellern im Pkw-, Lkw- oder Reisemobilbereich einen Namen machen. • (MKR)


GEWERBE

Kampfansage gegen Gerüche Mit einer ganzen Reihe von Produkten bietet Birner den Werkstätten im Bereich Klima-Service eine große Auswahl, um eine reibungslose Funktion der Klimaanlage zu gewährleisten.

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etzt, wenn die warme Jahreszeit beginnt, dringen sie wieder stärker in die Innenräume der Autos vor: Die Rede ist von den unangenehmen Gerüchen, die durch Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen in den Komponenten einer Klimaanlage entstehen können. Betroffen ist nicht nur der Innenraumfilter, sondern auch der Verdampfer. Profis wissen, was dagegen hilft, nämlich ein Service: Die Bauteile sollten einmal jährlich gereinigt werden – das hat sich mittlerweile auch bei den meisten Kunden herumgesprochen.

Ohne synthetische Desinfektionsmittel und Alkohol Für eine gründliche Reinigung hat Birner eine ganze Reihe von Produkten im Programm: So gibt es beispielsweise ein „Klima-Spülkit“, nach dessen Anwendung die ursprüngliche Funktionsweise der Klimaanlage – also jene nach der Auslieferung des Neuwagens – wieder hergestellt werden kann. Die Durchflusswege werden mit diesem Mittel frei gehalten und alle in den Verengungen enthaltenen Späne sowie Schmutz und Feuchtigkeit entfernt. Völlig auf Wirkstoffkombinationen aus naturreinen, ätherischen Ölen setzt hingegen Car-Wax ClimaClean: Da dieses Produkt auf synthetische Desinfek-

Für jeden Bereich das richtige Mittel: Birner hat eine breite Palette im Programm

tionsmittel, Alkohol und andere möglicherweise schädliche Stoffe verzichtet, greift es auch keine Buntmetalle an und kann von den Werkstätten völlig unbedenklich eingesetzt werden, weil es auch für Gummis und Kunststoffe unschädlich ist. Unerlässlich für die regelmäßige Wartung der Klimaanlagen ist aber natürlich eine Klimastation: In diesem Bereich empfiehlt Birner die ECK 1090 UP. Diese ist laut Angaben des Unternehmens einfach in der Handhabung. Probleme in der Klimaanlage werden schnell erkannt, und durch den integrierten Drucker kann ein Diagnoseprotokoll mit allen Arbeitshinweisen für den Kfz-Techniker sofort erstellt werden.

Auf Schulungen nicht vergessen! Apropos Mitarbeiter: Natürlich sollten die Werkstätten nicht auf gründliche Schulungen vergessen. Das weiß man auch bei Birner und bietet deshalb in Kooperation mit dem Klimaanlagen-Experten Andreas Lamm ein dreistufiges Programm zum Thema Klimaservice an. Nach der positiven Absolvierung des ersten Moduls der Klimaschulungsserie wird an die Teilnehmer auch die Sachkundebescheinigung vergeben, die laut der EG-Verordnung gesetzlich verpflichtend vorgeschrieben ist. • (MUE)


GEWERBE

Gute Geschäfte mit dem Klima Auch wenn der viel diskutierte, aber nicht endgültig fixierte Wechsel zum Kältemittel R1234yf für eine gewisse Unsicherheit in der Branche sorgt, machen Hersteller und Verkäufer gute Geschäfte.

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omentan ist es etwas ruhiger geworden, was das Ende des derzeitigen Kältemittels R134a und den Wechsel zum Nachfolger R1234yf betrifft. Wie auch immer die Entscheidung letztlich ausfällt: Einige Modelle mit dem neuen Gas sind bereits am Markt, weitere folgen – und die Branche tut gut daran, sich darauf einzustellen.

Vollautomatische Prüfung Eine ganze Reihe von Klimaservicegeräten bietet WM Fahrzeugteile – bis hin zur vollautomatischen Klimaservice-Station ACS 751 WM: Der gesamte Ablauf erfolgt ohne Zutun eines Kfz-Technikers. Bei jeder negativen Prüfung einer Systemkomponente erfolgt eine Meldung. Durch seine hochpräzise Messtechnik erfüllt das ACS 751 WM auch alle Anforderungen des für Klimaservicegeräte maßgeblichen US-Standards und besitzt integrierte separate Datenbanken für Pkws und Nutzfahrzeuge. Natürlich gibt es bei Wessels + Müller aber auch günstigere Geräte, die alle Anforderungen erfüllen.

Klimaservicegeräte verkaufen sich derzeit sehr gut: Auch beim neuen Kältemittel R1234yf sind schon einige im Einsatz

Kombinierte Geräte: ja oder nein? „Derzeit verkaufen wir zwar noch 134er-Geräte in großer Stückzahl“, sagt Thomas Posch, Leiter Werkstattausrüstung bei Derendinger: „Doch einige Hersteller haben die neuen Geräte bereits für die Erstausrüstung bestellt.“ Die Preise dafür reichen – je nach Ausstattung (z. B. Gasspür-Detektor) – von 3.600 bis 5.000 Euro. Natürlich gibt es auch kombinierte Geräte: Doch sind diese teurer und eine Werkstatt muss sich stets entscheiden, ob man gerade R134a oder R1234yf prüft. Hat man aber für jedes Gas ein Gerät, kann man 2 Autos gleichzeitig prüfen und damit auch mehr Umsatz machen. Seit Neuestem hat Siems & Klein Servicestationen des italienischen Herstellers FRAL im Programm: Die

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Arbeitsphasen werden beim Modell FAST 200 vollautomatisch kontrolliert; es gibt auch eine Version für das neue Kältemittel R1234yf. Umfangreich ist auch das Angebot von Kastner, wo Verkaufsleiter Wernfried Horn darauf verweist, dass Techniker auf das spezielle Öl achten müssen, das bei Fahrzeugen mit elektrisch angetriebenen Klimakompressoren notwendig ist: „Durch eine falsche Ölmischung kann es zu Kriechströmen oder gar zu einem Kurzschluss im Kompressor kommen.“ Man sollte also stets die Richtlinien der Hersteller beachten.

Generationswechsel bei Sun

Seit mehr als 10 Jahren gibt es das PAO-Öl 68 von Behr Hella Service

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Mit der bewährten Klimagerätereihe „Koolkare“ ist Sun in vielen Werkstätten vertreten. Nunmehr steht ein Generationswechsel bevor: „In den nächsten Wochen werden wir eine komplett neue Gerätefamilie auf den Markt bringen“, kündigt Hannes Krell, Koordinator von Sun Electric Austria, an. Neben Servicestationen für R134a und R1234yf werde es nun auch Bigas-Lösungen geben. Bei Hella verweist man auf das neue Kompaktklasse-Gerät Husky 150; ab Sommer soll es auch ein Gerät für R1234yf geben. Von Hella stammt auch das PAO-Öl 68, das sich seit mehr als 10 Jahren in der Praxis bewährt hat und zur Steigerung der Effizienz der Klimaanlagen beiträgt. Das Öl ist auch für den Einsatz in Klimaservicestationen geeignet. • (MUE/HAY)


Gut gerüstet für die Zukunft Beim Kauf eines Klimaservicegerätes kommt es nicht nur auf die richtige Beratung an, auch Nachbetreuung und Service spielen eine entscheidende Rolle.

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as in Wien-Liesing beheimatete Unternehmen KfzTechnik Ginner ist auf den Verkauf, die Wartung und die Reparatur von Klimaservicegeräten spezialisiert. Laufend werden neue Trends und Entwicklungen in Sachen Klimatechnik beobachtet und individuelle Lösungen für die Werkstätten gesucht. Derzeit steigt der Anteil an Fahrzeugen mit dem neuen Kältemittel HFO-1234yf stark an. Nahezu jeder Fahrzeughersteller hat bereits ein oder mehrere Fahrzeuge am Markt und die Nachfrage der Werkstätten an Klimaservicegeräten wird höher. „Vor dem Kauf ist zu beachten, dass das Klimaservicegerät jedoch auf für die Herausforderungen der Zukunft ausgerüstet ist“, sagt Harald Simonovsky, Verkaufsleitung Ginner.

Mehr E- und Hybridfahrzeuge Auch der Anteil an alternativen Antrieben wie Hybrid- und Elektrofahrzeuge wächst und verlangt sowohl beim Klimaöl als auch bei Kontrastmittel/UVAdditiv einen gesonderten Ölkreislauf sowie eine interne Reinigungsfunktion vom Klimaservicegerät. Bei Neuanschaffungen von R134a-Geräten sollte die Möglichkeit nicht außer Acht gelassen werden. Genauigkeit und Umweltfreundlichkeit sind zwei weitere wichtige Bausteine, die an Bedeutung zunehmen. Mit nahezu 100 Prozent Rückgewinnungsquote zählen die Modelle ISC Ice Sonic und ISC Ice Star Eco im Angebot von Ginner zu den Innovationstreibern. Ginner bietet individuelle Lösungen mit der 3-JahresGarantie für Klimaservicegeräte der ISC-Reihe und bis zu 5 Jahre Garantie bei allen HFO-1234yf-Geräten für Neuanschaffungen im Jahr 2014. „Mit der verlängerten Garantie wollen wir unseren Kunden zeigen, dass in die Qualität der Geräte vollstes Vertrauen gesetzt wird“, so Simonovsky. Für weitere Fragen und Vorführungen vor Ort stehen vier Außendienstmitarbeiter österreichweit zur Verfügung. • (DSC)


GEWERBE

Für alle Ansprüche Die Klimaservicegeräte von Texa punkten nicht nur mit ihrer flexiblen Eignung für „altes“ und „neues“ Kältemittel: Dank einer innovativen Schnittstelle können sie auch zur Steuergerätediagnose verwendet werden.

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eit dem Jahr 2010 setzt Texa mit der Gerätereihe „Konfort 700“ Maßstäbe am Klimaservicemarkt. 8 internationale Patente beweisen den technologischen Vorsprung des italienischen Werkstattausrüsters, der sich rühmen kann, eine Servicestation für beinahe jeden Anspruch anzubieten. Beispielsweise handelt es sich beim Modell 710R um eine Einsteigerlösung für das bisherige Klimagas R134a. Die Modelle 720R, 760R und 760R Bus werden dagegen je nach Kundenwunsch entweder auf die Verwendung von R134a oder auf das Nachfolgemittel R1234yf ausgelegt. „Mittels eines entsprechenden Kits kann jederzeit eine nachträgliche Umrüstung vorgenommen werden“, erklärt Werner Arpogaus, Geschäftsführer der auch für Österreich zuständigen Vertriebsgesellschaft Texa Deutschland. Mit dem Modell 770S hat Texa darüber hinaus eine R1234yf-Station im Angebot, die von vielen Herstellern empfohlen wird. Das Topmodell heißt schließlich

780R: Diese Station verfügt über zwei getrennte Kältemittelkreisläufe, sodass sie unmittelbar hintereinander sowohl R134a als auch R1234yf verarbeiten kann.

Diagnose mittels Schnittstelle

Die Verbindung zwischen Klimaservicegerät und Diagnosemodul erfolgt via Bluetooth

Stets unter Hochspannung Pietro Sanna ist als Key Account Manager von Dayco für Österreich zuständig

In modernen Motoren müssen Zahnriemen Belastungen standhalten, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Für dieses anspruchsvolle Anforderungsprofil hat Dayco eine eigene Produktlinie entwickelt.

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as Kürzel „HT“ kennzeichnet die Hochleistungsriemen des traditionsreichen italienisch-amerikanischen Zulieferers. Die Abkürzung steht für „High Tenacity“, also höchste Zugfestigkeit, und bezieht sich auf die Verwendung eines teflonbeschichteten Spezialgewebes. Aufgrund dieses besonders abriebfesten Materials nützt sich das Schicht- und Flankenmaterial der Zahnriemen deutlich weniger ab als bei herkömmlichen Produkten,

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Ab dem Modell 760R sind die Klimaservicegeräte von Texa auch diagnosefähig

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Seit einigen Monaten bieten alle Klimaservicegeräte ab der Baureihe 760R einen weiteren Vorteil: Sie können durch eine Koppelung an die Diagnoseschnittstelle „Nano Service“ zur Steuergerätediagnose verwendet werden. Die Verbindung erfolgt via Bluetooth, für die Anzeige wird das große Farbdisplay der Stationen verwendet. Arpogaus ist überzeugt, dass diese Option in Zukunft weiter an Beliebtheit gewinnen wird: „Die Komplexität der modernen Fahrzeugelektronik macht schließlich vor der Klimaanlage nicht halt.“ • (HAY)

was zu einer außerordentlich langen Lebensdauer führt. Ein weiterer Vorteil der HT-Riemen ist ihre geringere Ausdehnung, was sich in einer beeindruckenden Laufruhe niederschlägt.

Für Erstausrüstung und Aftermarket „Gerade moderne Dieselmotoren spannen den Riemen aufs Äußerste und belasten ihn im Extremfall mit sehr hohen Einspritzdrücken über 2.000 bar. Da sind konventionelle Riemen schnell am Ende“, weiß Key Account Manager Pietro Sanna. Aufgrund dessen entscheiden sich immer mehr Autohersteller für die HT-Linie von Dayco: Ab Werk werden die Zahnriemen beispielsweise in vielen gängigen Modellen von VW und Audi verbaut. Darüber hinaus kommen sie in Fahrzeugen der PSA-Gruppe sowie bei Ford, Fiat und Opel zum Einsatz. Optisch sind die HT-Riemen an ihrer hellen Innenseite erkennbar. Dies gilt auch für die Ersatzbedarfsartikel, mit denen Kfz-Betriebe dafür sorgen können, dass ihre Kunden weiterhin die gewohnte Zuverlässigkeit und Laufruhe genießen. Wer neben dem Riemen selbst auch alle erforderlichen Kleinmaterialien bei der Hand haben möchte, greift am besten zu einem Zahnriemenkit aus dem Hause Dayco: Das aktuelle Sortiment umfasst bereits 45 dieser praktischen Reparatursätze. • (HAY)


IMMER GUT GERÜSTET! WM bietet Ihnen ein Komplettprogramm von Werkstattausrüstungsgeräten. Vom Abgastester und Diagnosegerät über Hebebühnen und Reifensevicegeräte bis hin zum Zündungstester statten wir Sie vollständig aus. Unsere Spezialisten bieten Ihnen professionelle Hilfe bei Planung, Lieferung, Inbetriebnahme und technischer Einweisung in alle Geräte.

WM Fahrzeugteile Austria GmbH Wien, Tel. 01/250 33-100 • Linz, Tel. 0732/78 18 01-0 • Graz, Tel. 0316/71 11 12-0 • Innsbruck, Tel. 0512/39 42 63 www.wm-fahrzeugteile.at


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Der Weg dahin ist weit Günter Klein steht im Ruf, seine Führungsrolle dominant auszufüllen. Nun hat der begnadete Produktmanager neben seiner Frau Doris seinen Langzeitvertriebsleiter Rudolf Bayer und – ganz neu – Markus Biechl in die Geschäftsführung berufen. Kann das gut gehen?

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lein Autoteile-Vertriebs-Boss Günter Klein ist im freien österreichischen Kfz-Teile-Business eine Ausnahmeerscheinung. Das 1978 von seinen Eltern Gerhard und Eleonore Klein gegründete und von Günter mit Gattin Doris 1999 übernommene Kfz-Teilehandelshaus mit Sitz in Grödig hat aktuell 295 Angestellte, momentan 13 Filialen und nennt keine Jahresumsatz-Millionen. Das Ergebnis ist dennoch unübersehbar und Klein stetes Gesprächsthema bei Mitbewerbern und bei allen namhaften Lieferanten. Während seine Frau die Buchhaltung und alles Drumherum samt den zwei gemeinsamen Kindern schupft, gilt Vertriebs- und Marketingleiter Rudolf Bayer als sein kongenialer Partner, d e r Ruhepol im Unternehmen und von seinen Mitarbeitern geschätzt. Nebenher macht er die Öffentlichkeitsarbeit. Bayers Tun, so der Nachhall in der Szene, würde gut zu jedem Kfz-Teilevertriebskonstrukt internationaler Prägung passen. Er will nur nicht, er fühlt sich gut bei Günter Klein aufgehoben.

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Bei 13 Niederlassungen ist noch lange nicht Schluss. Mittelfristig sollen 18 Filialen im KleinLogo ihre lokale Präsenz zeigen.

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zielsicher durch die unberechenbaren Marktzustände. Rauswürfe, Beförderungen, neue Produkte, Filialprojekte, vor allem aber Innovationen – nichts davon geschieht bei Klein in Grödig ohne das Zutun von Günter Klein. Nun also Biechl, ein bei Dorma Austria (Systemanbieter rund um die Tür) im internationalen Umfeld gereifter Organisator an der Seite des begnadeten hemdsärmeligen Salzburger Produktmanagers. Das verspricht ein gutes Gespann zu werden, wenn der Wiener Bayer die Zügel in der Hand behält.

Wachstumsorientierter Managementstil Die geschäftsführenden Gesellschafter Günter Klein (75 %) und Doris Klein (25 %) stellen in Zeiten stabilen Wachstums ihr Kfz-Teilehandelsunternehmen auf neue organisatorische Beine. Rudolf Bayer (l. o.) und Markus Biechl (l.) vervollständigen das Geschäftsführungsquartett.

Das wird neu Klein und Bayer. Ein Team, das 2002 zusammengefunden hat und in dieser Zeit neben Birner sich zum zweitgrößten familiengeführten Teilehandelsunternehmen entwickelt hat. Das Wachstum war nahezu ungebremst und hat natürlich in den Strukturen des Hauses Klein Spuren hinterlassen, die jetzt bereinigt werden sollen. Diesen Part übernimmt Markus Biechl, international erfahrener und mit Günter Klein langjährig in Freundschaft verbundener Manager. Als Geschäftsführer untersteht ihm die Interne Organisation mit den Bereichen Logistik, Standorte, Lagerund Fuhrparkmanagement. Nur der alteingesessene Vertriebs- und Marketingstratege Bayer navigiert

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Doch wie lange kann Günter Klein seinen eigenen Strukturen folgen? Sein Managementstil ist wachstumsorientiert. Ist Platz für begleitende Konsolidierungsmaßnahmen? Derzeit geht es seiner Firma hervorragend, selbst milde Winterzeiten lassen seine Bilanzen blühen. Im 1. Quartal 2014 schaut das Ergebnis auch schon wieder sehr gut aus, strahlt Klein Zuversicht aus, seine Konzentration auf Einkauf, Produkt, Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Ausbau des Produktportfolios legen zu können. Biechl hat sein Büro neben Klein bezogen, um dem Hauptgesellschafter die Tagesprobleme weitgehend vom Hals zu halten. Bayer kann Entlastung in seiner internen Organisation gut brauchen, um seine Marketingaktionen zielgerecht in den stressigen Markt setzen zu können. Dabei stützt er sich auf zwei bestens im Markt verankerte Vertriebsleiter: Alfred Allerstorfer an der Alpennordseite und Gerhard Werginz an der Südflanke der Republik. Darunter platziert wirken die Niederlassungsleiter, die neben drei Schwer-Lkws auf aktuell 107 Zustellfahrzeuge vertrauen können, um trotz Verdrängungswettbewerb die Kunden in Preis und Zustellleistung zufriedenzustellen. Nach einer wilden Wachstumsphase ist Konsolidierung angesagt, damit das Klein-Imperium weiter solide zulegen kann. Die Feuertaufe des neuen Managementquartetts kommt, wenn die Zahlen nicht stimmen. Klein nimmt es gelassen. Er habe das ideale Team für die kommenden Jahre gefunden. • (LUS)


GEWERBE

Im Designcenter Linz feierte die oberösterreichische Firma Lack & Technik ihr zwanzigjähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte.

Buntes Jubliäum G

eschäftsführer Rudolf Weismann begrüßte rund 300 Gäste zur Feier des zwanzigjährigen Bestehens seines Unternehmens. Gestartet wurde mit einem kurzen Rückblick der vergangenen und sehr erfolgreichen Jahre. Auf die Frage nach Höhen oder Tiefen antwortete Weismann: „Wirkliche Tiefen hatten wir glücklicherweise nie, da wir versucht haben kontinuierlich und gesund zu wachsen, was uns sehr gut gelungen ist.“ Auch einen Ausblick auf die Zukunft der Werkstätten wagt Weismann, der aktuell mit dem „Five Star“Konzept, eine Gemeinschaft rund um qualitativ hochwertige Lackierwerkstätten, welche mit Produkten von Cromax arbeiten, in allen Bundesländern Partnerbetriebe finden will. Aktuell ist dieses Konzept in Ober- und Niederösterreich sowie in Salzburg und der Steiermark vertreten. In Sachen Kundenbindung hatte Weismann auch Tipps auf Lager, zum Beispiel über zusätzliche Zeitinvestitionen in der Fahrzeugannahme, bei welchen

Foto links: Geschäftsführer Rudolf Weismann mit seinen Mitarbeitern bei der Begrüßung der Gäste Foto rechts: Bundesinnungsmeister Erik Papinski (r.) gratuliert Familie Weismann zum Jubiläum (v. l. Rudolf, Andreas und Irene Weismann)

der Kunde intensiv über die zu erledigenden Reparaturen informiert und über die Kostenzusammensetzung aufgeklärt werden soll.

Wirklich lernen Besonders stolz ist Weismann auf die Lehrlingsakademie, die seitens Lack & Technik ins Leben gerufen wurde und aktuell in Kooperation mit dem WIFI Oberösterreich durchgeführt wird. Als besonderes Qualitätsmerkmal dieser Ausbildung sieht der Initiator die Möglichkeit der Lehrlinge, auch „Arbeiten zu erledigen, die im Unternehmen aufgrund der NullFehler-Toleranz von diesen nicht durchgeführt werden dürfen, wie eine Komplettlackierung“. Hier seien die zu Schulenden sogar so motiviert, dass auch abends freiwillig weitergearbeitet werde. • (MKR)

Verlängertes Leben Mit neuen Schutzölen für Klimakompressoren startet Berner in die Frühjahrssaison: Diese Produkte haben eine ganze Reihe von positiven Eigenschaften.

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urch den Verkauf dieser neuen Schutzöle, die eigens für Klimakompressoren entwickelt wurden, können Werkstätten bei den Kunden punkten. Nämlich mit dem Argument, dass durch den Einsatz der Öle nicht nur die Lebenszeit der Klimakompressoren verlängert, sondern auch die Effizienz der Klimaanlage gesteigert wird.

Spezielles Öl für Hybrid- und Elektroautos Die in den Ölen enthaltenen Additive verhindern Oxidablagerungen und die Rostbildung im System. Außerdem sind die neuen Produkte sauerstoffabweisend, bieten eine extrem gute Schmierung und bilden einen Schutzfilm, sodass der Kompressor sich weniger stark abnutzt. Berner bietet eine Reihe verschiedener Schutzöle für Kompressoren an, darunter auch ein speziell für Kompressoren in Hybridund Elektroautos entwickeltes POE-Öl. • (MUE)

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GEWERBE

Für alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1/M1G wird die Serienausstattung mit Reifendruckkontrollsystemen erst ab 1. November dieses Jahres Pflicht; Hans Lorenz (l.) und Karl Mattes haben für ihre Kunden dennoch schon den nötigen Vorausblick geschaffen

Heute Überschrift, morgen Realität Sechs Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern: So lautet die Bilanz der von Trost Auto Service Technik zum Thema RDKS ausgeschriebenen Schulungsserie.

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llein in Deutsch-Wagram saßen 150 Kfz-Spezialisten aus Wien, Niederösterreich und Burgenland im Saal, um den Ausführungen von Alligator und VDO zu lauschen. Sie hofften, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, denen sie in ihrem Tagesgeschäft mit dem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) bereits zunehmend ausgesetzt sind. Ebenso war es um Innsbruck, Salzburg, Sattledt, Unterpremstätten und Klagenfurt bestellt. Hans Lorenz, frisch gekürter Country Manager von Trost in Österreich, addierte zufrieden über 500 Teilnehmer. „Ein Zeichen, dass wir zur Umrüstzeit für unsere Kunden das richtige Schulungsthema gewählt haben.“ Was die Werkstätten-Betreiber zu hören bekamen, war auf dem letzten Informationsstand, aber für viele in der Umsetzbarkeit ein Buch mit sieben Siegeln.

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Karl Mattes von Trost sieht sich angesichts der Fülle von Ersatzteilen (170 verschiedene Sensorentypen samt Zubehör, elektronische Helferlein usw.) im RDKS-Komplex als kompetente Anlaufstelle für kleinstrukturierte Kfz-Betriebe: „Rechtzeitig zum Umrüstgeschäft müssen unsere Kunden dafür fit gemacht sein. Landesweite Schulungen tragen dazu bei.“

Kostenfalle oder zeitverzögerter Umsatzgenerator

Ing. Karl Kaltenbrunner, Eckartsau, Trost-Kunde

Mit Hans Lorenz als Country Manager Österreich ist nun der richtige Mann vor Ort, freuen sich Kunden und Mitarbeiter von Trost

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Wichtig ist, dass ein im Rahmen der neuen EU-Gesetzgebung verbautes RDKS/TPMS funktionsfähig sein muss, also nicht ausgeschaltet oder deaktiviert werden darf. Dies gilt unabhängig vom verbauten Radsatz (also Sommer- oder Winterreifen) und empfiehlt sich auch für bisher optional verbaute Systeme. Im Rahmen der Fahrzeug-Überprüfung wird die Funktionalität überprüft, allenfalls als Mangel eingestuft, der vom Fahrzeughalter unverzüglich beseitigt werden muss. Ob ein Fahrzeug bereits serienmäßig mit RDKS ausgestattet ist, kann man durch Blick auf die Angaben zur Fahrzeugklasse (M1/M1G), das Datum der Erstzulassung und/oder der Typengenehmigung erkennen, die im Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung angeführt sind. Ing. Karl Kaltenbrunner aus Eckartsau sieht bis zur Kundenreife noch einen langen Weg, insbesondere in der Kompatibilität der Angebote: „Trost verhilft mir zu geeigneten Zugängen bei Produkt und Informationen. An uns liegt es, dem Autofahrer den Eindruck einer weiteren Kostenfalle zu nehmen.“ „Do it yourself“ beim Reifenwechsel wird durch RDKS zunehmend zum Auslaufmodell. • (LUS)


GEWERBE

Gebaut für die Zukunft Ab Mai werden vom neuen Logistikzentrum von Wessels + Müller in Hedemünden bei Kassel im Nachtsprung auch die vier Niederlassungen in Österreich mit Kfz-Teilen versorgt.

Gerhard Lorber, WM Autoteile Österreich, ist ab sofort mit seinem Angebot noch präsenter

trieben ein Gesicht verliehen wird, um via Werkstattsuchmaschine „werkstatttube“ dem Autofahrer präsentiert zu werden. Ein voll automatisiertes Kleinteilelager (AKL) kann im Sekundentakt täglich 149.000 Bestellungen ausstoßen. Das Logistikzentrum sei bereits auf die Generation 2020 ausgelegt und könne dem jeweiligen Wachstumserfordernis angepasst werden, sieht Sebastian Müller, für die Logistik im Familienunternehmen zuständig, den Weg des Autos in einem tiefgreifenden Wandel: „Die Verfügbarkeit von immer mehr Kfz-Teilen ist der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.“ • (LUS)

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it imposanten Zahlen wartet Wessels + Müller AG, Osnabrück, einer der leistungsstärksten Großhändler für Kfz-Teile, -Zubehör, Reifen und Werkstattausrüstungen Europas, zur Eröffnung des Logistikzentrums auf. Auf 100.000 m2 Grundfläche ragt das logistische Herzstück in den Himmel. 175.000 Teile sind täglich vorrätig, eine Verdoppelung der Kapazitäten in den kommenden Jahren ist möglich. 95 Niederlassungen in Deutschland, je 4 in den Niederlanden und in Österreich werden täglich beliefert. Lediglich die 5 Stützpunkte in den USA werden nicht von Hedemünden aus bedient. Frank Schröder, Vorstandsvorsitzender Vertrieb, Marketing und Personal, bezifferte in seiner Eröffnungsrede den Jahresumsatz 2013 mit insgesamt 841 Mio. Euro „bei bester Profitabilität im Branchenvergleich“.

Automatisiertes Kleinteilelager Felix Greiner, Vorstand Einkauf und Vertrieb International, dankte zunächst seinen 500 Lieferanten für ihre Liefertreue und Unterstützung auf dem Weg zu „neuer Produktivität“, um neues Potenzial für die Kunden im Kfz-Service zu generieren. Greiner rechnet bis 2015 vor allem bei den ungebundenen Werkstätten mit einem weiteren Wachstum. Dazu beitragen soll eine Medienoffensive, in der zunächst in Deutschland filmisch rund 8.000 (!) Be-

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GEWERBE

Frisches für den Sommer Mit einem Runflat-Reifen und einem Reifen für Klein- und Kompaktwagen stellt sich die Falken Tyre Europe GmbH breit auf für die warme Jahreszeit.

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samu Ishida ist zuversichtlich. Der Managing Director von Falken Tyre Europe (FTE) nimmt für den Sommer 2014 zwei neue Reifen ins Programm auf, die vor allem in der wichtigsten Region, D-A-CH, gut ankommen werden. Bisher hat sich Falken vor allem mit UHP-Reifen einen Namen gemacht, nun soll dieses Image mit dem Credo „Vom Rennsport auf die Straße“ auch auf kleinere Wagen übertragbar sein. Dazu gibt es den Sincera SN832 Ecorun, der in Klein- und Kompaktautodimensionen erhältlich ist: Über Geschwindigkeitsindex T (190 km/h) geht der Sincera nicht hinaus. Ein optimierter Rollwiderstand stand bei der Entwicklung im Mittelpunkt und obwohl durch diesen Fokus ein echter Energiesparreifen entstand, überzeugt der Pneu besonders auch auf nasser Fahrbahn.

Isamu Ishida setzt auf den Motorsport als wichtigen Imageträger

Direktor FTE, kann die Kraftstoffeinsparung in der Praxis abhängig von Reifengröße, Fahrweise, Streckenprofil, Fahrbahnbeschaffenheit und Fülldruck bei mehreren Prozent liegen. „Der Falken Sincera SN832 Ecorun ist ein Reifen der neuesten Generation, der zeigt, dass ein hochmoderner rollwiderstandsoptimierter Reifen auch eine überzeugende Straßenhaftung haben kann.“

Niedriges Gewicht hilft den Monteuren Der im Moment nur für BMW erhältliche Azenis FK453 Runflat ist die zweite Neuheit. Im Vergleich zu bisherigen Reifen dieser Art, die auch beschädigt noch 80 Kilometer mit 80 km/h zurücklegen können, fällt der neu definierte Dämpfungskomfort auf. Über das niedrige Gewicht freuen sich die Monteure, die noch einen weiteren Grund zur Empfehlung des Falken-Runflat-Reifen bekommen: Die zukunftsweisende Wulst-/Seitenwandkonstruktion gestaltet die Montage und Demontage reifenschonend und schneller. Ist die Luft wirklich einmal draußen, sorgen patentierte Vertiefungen in der inneren Seitenwand für eine effiziente Wärmeableitung. • (MSK)

Kürzerer Bremsweg bringt Vorteile Falken Tyre Europe spricht hier von einem um 27 Prozent kürzeren Bremsweg im Vergleich zum Vorgänger. Verantwortlich dafür sind breite umlaufende Profilrillen und großvolumige Querrillen für den Abfluss des Wassers. Laut Markus Bögner, Sales und Marketing

Exklusive Kombination Borbet stattet das futuristische Concept-Car von Rinspeed mit einem eindrucksvollen Reifen aus.

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ine besonders exklusive Paarung war heuer auf dem Genfer Automobilsalon in Halle 6 zu sehen. Das futuristische Fahrzeug-Konzept von Spezialist Rinspeed wurde vom Familienunternehmen Borbet mit den passenden Rädern ausgestattet. Beim „Project XchangE“, einem futuristischen Concept-Car zum Thema „autonomes Fahren“, kam eine Sonderausführung der Borbet BLX in einer ganz besonderen Farbvariante zum Einsatz. Dabei fällt zuallererst natürlich die eindrucksvolle Dimension von 275/35 R20 ins Auge, die aufgrund des edlen Designs sehr souverän

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Rinspeed Project XchangE mit Borbet ReflecticFelgen

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wirkt. Die Farbgebung mit dunkel-schimmernder und dennoch hochglänzender Wirkung wird mit der Oberflächenveredelung „reflectic“ erreicht. Dabei handelt es ich um eine einzigartige Kombination aus Glanzbeschichtung und Hochglanzpolierung. Abseits der Konzept-Schiene ist das Rad in den ebenfalls stolzen Größen von 8,5 x 18 bis 9,5 x 20 bereits verfügbar und zwar in zeitlos-klassischem „brilliant silver“ und souveränem „black polished matt“. • (RED)


GEWERBE

Wer rasch hilft, hilft doppelt Der Dieselpartikelfilter-Reiniger von Liqui Moly erfreut sich mittlerweile bei den Werkstätten höchster Beliebtheit: Den Kunden bleibt damit der Einbau eines neuen Filters erspart.

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s war auf der Urlaubsreise, als das Auto eines Mannes plötzlich in den Notlauf-Modus schaltete. In der Werkstatt diagnostizierte man ein Problem mit dem Dieselpartikelfilter, der aufgrund der vielen Kurzstreckenfahrten verstopft war. Doch ein Ausbau war nicht nötig: Denn mit dem Partikelfilter-Reiniger von Liqui Moly konnte der Kunde seine Fahrt nach kurzer Zeit fortsetzen.

Maximal 45 Minuten für eine Reinigung

Liqui-Moly-Sprecher Tobias Gerstlauer auf dem Autosalon in Genf

„Ein Produkt, auf das der Markt offensichtlich gewartet hat“, sagt auch Tobias Gerstlauer, Pressesprecher von Liqui Moly. Mittlerweile wird der Dieselpartikelfilter-Reiniger seit gut drei Jahren vertrieben und vor allem in einem Dieselland wie Österreich von vielen Werkstätten angewandt.

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Anwendungstechniker Rainer Schönfelder zeigt, wie einfach die Partikelfilter-Reinigung erfolgt und was man dazu braucht Sie schätzen die rasche Hilfe, mit denen sie bei den Kunden punkten können. Das bestätigt Anwendungstechniker Rainer Schönfelder: „Wenn der Mechaniker leicht zum Partikelfilter kommt, ist alles in 20 Minuten erledigt. Wenn er schwerer zugänglich ist, dauert es 45 Minuten.“ Die Werkstatt benötigt eine Sprühpistole, eine Lanze und unterschiedliche Sonden, die zu jedem Partikelfilter passen. Die Reinigungsflüssigkeit (1 Liter pro Pkw) ist nach 15 Minuten eingewirkt und kann dann mit einem halben Liter Spülflüssigkeit ausgewaschen werden. • (MUE)

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GEWERBE

Fette Kugelköpfe leben länger Die Wulf Gaertner Autoparts AG bietet ab sofort optimierte Meyle-HD-Spurstangenköpfe für populäre Opel-Modelle an. Die Ersatzteile sind deutlich weniger verschleißanfällig.

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achdem Wulf Gaertner Autoparts vor Kurzem die Meyle-HD-Querlenker für die gesamte Klein- und Mittelklasse-Palette des VW-Konzerns deutlich verstärkt und mittels einer neuen GummiMischung optimiert hat, bietet das Unternehmen ab sofort auch neue Meyle-HD-Spurstangenköpfe für populäre Opel-Modelle an. Für die Fahrzeuge Astra H, Zafira B und Mervia A/B haben die Hamburger Ingenieure den Kugelkopf der Spurstangen um 3 Millimeter (von 22 mm auf 25 mm gegenüber herkömmlichen Ersatzteilen) vergrößert. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit der Ersatzteile, weil die auf das Bauteil wirkenden Kräfte auf einer größeren Oberfläche verteilt werden und dadurch die Flächenpressung auf den Kunststoffsitz des Gelenks reduziert wird.

Gleichmäßigere Belastung Um den Verschleiß der stark beanspruchten Bauteile weiter zu reduzieren, setzt Wulf Gaertner Autoparts neuerdings in allen Gelenken ein neues Hochleistungsfett ein, das gemeinsam mit dem Spezialisten Fuchs Lubritech GmbH entwickelt wurde. Der vollsynthetische Schmierstoff auf Basis einer Kalzium/Lithium-Komplexseife ist speziell auf den im Gelenk eingesetzten Stahl, Kunststoff und Gummi abgestimmt und sorgt dafür, dass die Reibung unter Belastung gleichmäßiger verläuft. Dadurch reduzieren sich Losbrechmomente, die teilweise zu lästigen Geräuschen führen können. Eine spezielle Additivkombination verleiht dem Fett außerdem eine hohe Oxidations- und Korrosionsbeständigkeit. Die Meyle-HD-Spurstangenköpfe für die Opel-Modelle sind unter der Artikelnummer 616 020 0005/HD zusammengefasst und werden mit einer Garantie von vier Jahren gehandelt. • (PSP)

Zahlreiche Verbesserungen verleihen den Meyle-HD-Spurstangenköpfen nun auch in Opel-Modellen eine längere Lebensdauer

Atmen ohne Angst In Städten erhöht sich der Schadstoffausstoß, und immer mehr Menschen sind Allergiker. Gesundheitlichen Schäden kann man durch richtige Filter und regelmäßige Wartung vorbeugen.

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peziell durch mildes Klima steigt die Pollenbelastung von Jahr zu Jahr, schon 20 bis 30 Prozent der EU-Bürger leiden an allergischem Schnupfen. Weitere Symptome erstrecken sich von juckenden Augen bis hin zu Niesattacken, die im Straßenverkehr die Unfallgefahr erhöhen, denn während des Schließens der Augen legt man bei 80 km/h 22 Meter blind zurück.

Allergen- und schadstofffrei

Auch die aktuelle Werbelinie soll zur Aufklärung der Kunden dienen

Besonders Allergiker sollten auf die richtige Filterwahl achten, um während Autofahrten das Fahrzeuginnere zur gesunden Frischluftzone zu machen. Mit den hochwertigen Innenraumfiltern von Mann-Filter reduziert man nicht nur Allergene, sondern filtert auch gesundheitsschädliche Partikel wie Feinstaub, Dieselruß und Reifenabrieb zu fast 100 Prozent. Besonders geeignet sind dafür Kombifilter von MannFilter, die mit einer Aktivkohleschicht sogar unangenehme Gerüche und Schadgase wie Ozon abfangen. Ein Lüftungssystem kann bis zu 540.000 Liter Frisch-

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luft pro Stunde in den Fahrgastraum befördern. Schwerstarbeit für Filter, denen nur Produkte von höchster Qualität standhalten können. Aufgrund der Zulagerung von Partikeln ist ein Wechsel jährlich oder alle 15.000 Kilometer zu empfehlen. Tatsächlich werden diese jedoch nur alle fünf Jahre getauscht, weiß Jörg Engels, Leitung Markenmanagement bei Mann+Hummel, und ergänzt: „Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig.“ • (MKR)

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Ausbauen einfach auslassen

Zündstoff für Erdgas

Bei einem Leistungsverlust bei Dieselfahrzeugen ist nicht immer der Rußpartikelfilter schuld. Oft können auch Verschmutzungen von Injektoren, Kraftstoffpumpe oder Saugrohr verantwortlich sein. Besonders effektiv ist hier der BG inject-a-flush, der eine Reinigung im eingebauten Zustand ermöglicht. H. Heinzer GmbH; www.bgprod.de

Ab sofort bietet NGK mit der SIZFR6A6D eine neue Doppel-Edelmetall-Zündkerze in Erstausrüsterqualität. Serienmäßig ist diese in den 1,4-Liter-TSI-Motoren von Volkswagen ab 2009 verbaut und eignet sich auch für erdgasbetriebene Fahrzeuge. NGK Spark Plug Europe GmbH; www.ngk.at

ContiTech Headline

Schutz in flüssiger Form

Das komplette Produktprogramm wird von ContiTech zum ersten Mal in einem Zuordnungskatalog veröffentlicht. Aktuell wurde dieser an die neue Corporate Identity von Continental angepasst und das Inhaltsverzeichnis übersichtlicher gestaltet. Der Katalog beinhaltet neben einer kompletten Zusammenfassung aller Produkte auch ein ausführliches Abmessungsverzeichnis mit Stücklisten und Bildern ContiTech AG; www.contitech.de

Hochleistungsfähig und außerdem noch kraftstoffreduzierend präsentiert sich das neue Motul Motorenöl Specific 229.52 5W30. Die Freigabe wurde durch die spezielle Entwicklung für „BlueTec“Dieselmotoren der Daimler Gruppe erreicht. Bereits in der Kaltstartphase bietet das Öl hervorragenden Verschleißschutz durch perfektes Kaltfließverhalten. Motor und Umwelt werden durch synthetische Rohstoffe besonders geschont. Die ascharme Formulierung erhöht die Lebensdauer von Partikelfiltern. Motul Deutschland GmbH; www.motul.at

Alles auf einen Blick

Neues Kleid für bewährte Qualität Durch die Übernahme von Behr durch Mahle lautet der aktuelle Firmenname nun Mahle Behr. Geändert haben sich auch die Verpackungen, diese werden im Mahle Aftermarket Design verkauft. Während der Umstellungsphase kann es vorkommen, beide Verpackungsvarianten im Handel zu erhalten. MAHLE Aftermarket GmbH; www.mahle.com

Pünktlich zur Frühjahrssaison präsentiert Borbet eine technische Gesamtübersicht der Produkte. Die umfangreiche VerwendungsÜbersicht ermöglicht eine sach- und fachgerechte Kundenberatung. Mit dem aktuellen Katalog wird auch die aktuelle Fachhandelspreisliste verschickt. Auch online werden die Druckunterlagen zur Verfügung gestellt. Borbet GmbH; www.borbet.de

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MENSCHEN

Maria Grazia Davino ist seit März die Geschäftsführerin der Fiat Group Automobiles Austria GmbH, nachdem ihr Vorgänger Martin Rada das Unternehmen nach acht Jahren ,für das Händlernetz überraschend, verlassen hat. Davino war zuvor Leiterin des herstellereigenen Retailbetriebes in Rom.

Christian Rothböck hat im März die Stelle als Vertriebsdirektor für Österreich bei CarGarantie übernommen. Er war zuletzt als Distriktsleiter für Wien, Niederösterreich und das Burgenland zuständig und steuert nun den gesamten Vertrieb im Handelsbereich. Gerlinde Hofer ist seit März neue Leiterin von BP Austria und folgt damit auf Patrick Wendeler (M.), der die Leitung des Tankstellengeschäfts bei BP Deutschland übernommen hat. Neuer Fuels Operations Manager in Österreich ist Tino Cronenberg (r.), der gleichzeitig Leiter von BP in der Schweiz bleibt.

Alexander Schmidecker (B.), CEO von Raiffeisen Leasing, wurde am 11. März zu einem weiteren Vorstandsmitglied des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) gewählt. Präsident des Leasingverbands bleibt Michael Steiner, Geschäftsführer der EBV-Leasing.

Karriere bei Infiniti Francois Bancon wechselte mit 1. April von Nissan zu Infiniti: Er leitet von Hongkong aus die Produktpalette von Infiniti, die in den kommenden Jahren um 60 Prozent erweitert werden soll.

Seit 1. April ist Mag. Bernhard Bauer (B.) neuer Sprecher von Mercedes in Österreich. Der 38-Jährige arbeitete in den vergangenen viereinhalb Jahren im Bereich Marketing und PR bei ElectroDrive Salzburg. Er folgt auf Mag. Gregor Waidacher, der ins Marketing von Audi gewechselt ist.

Neuer kaufmännischer Gebietsleiter für Salzburg, Tirol und Vorarlberg bei Peugeot Austria ist Gerhard Partl (B.). Er war zuvor als Gebietsleiter für West- und Südösterreich bei Subaru tätig, wo ihm Günter Kowatsch (früher Auto Nowak in Spittal an der Drau) gefolgt ist.

Seit Anfang März ist Markus Gold, der bisher für Lada gearbeitet hat, bei Subaru Österreich für die Händlernetzentwicklung zuständig. Er betreut als Gebietsleiter auch die Händler in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland.

Ford mit neuem Chef und Personalchefin Danijel Dzihic leitet seit März die Ford Motor Company (Austria); der gebürtige Bosnier wuchs in Eisenstadt auf und war bisher für Nutzfahrzeuge verantwortlich. Neue Personalchefin bei Ford ist Patricia Reiger.

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Dipl.-Ing. Albert Lidauer ist neuer President von Magna Interiors Global. Der gebürtige Oberösterreicher ist für die weltweite Produktion von Fahrzeug-Inneneinrichtung zuständig. Er hat zuvor Magna Exteriors und Interiors in Europa geleitet.

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Mag. Henrik Kinder hat im März die Funktion des Country Managers Österreich und Schweiz für Jato Dynamics übernommen. Jato ist weltweiter Anbieter für Spezifikationsund Preisdaten in der Autobranche – unter anderem auch für Autohändler.

MENSCHEN Komm.-Rat Julian Wagner, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Rosenbauer International AG, ist im März nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben. Wagner hat sein Vorstandsmandat 2011 zurückgelegt. Rosenbauer hat das Unternehmen zu einem führenden Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen aufgebaut.

Neue Vertriebsstruktur Mag. Wilfried Weitgasser (1. R., l.), Geschäftsführer von Porsche Austria, hat den Vertriebs- und Servicebereich umstrukturiert. Seit 1. April ist Ing. Mag. Thomas Sablatnig (1., M.), neuer Markenleiter VW Pkw (bisher war dies Weitgassers Aufgabe). Ing. Thomas Beran (1., r.) ist neuer Markenleiter Audi; bisher war er für Servicevertrieb, -marketing und Zubehör zuständig. Mag. Gabriela Bittermann (2., l.), bisher Audi-Markenleiterin, ist Leiterin der Hauptabteilung Vertrieb Services. Den von Beran geleiteten Bereich hat nun Mag. Walter Geiger (2., r.) übernommen, der bisher das Marketing für VW Pkw verantwortet hat.

Porsche Austria ordnet Pressearbeit neu Richard Mieling(1. R. l.), Leiter der Presseabteilung, hat Mag. Karin Angerer (1., M.) zu seiner Stellvertreterin bestellt; sie betreut nun VW. Rudolf Glass (1., r.) ist für Seat zuständig, Mag. Gudrun Glück (2., l.) für Audi. Für Skoda spricht Sebastian Scheibl, MSc (2., M.), Mag. Birgit Dehm (2., r.) betreut Projekte im Corporate-Bereich.

Neu bei Yokohama Seit März ist Helmut Wieser, MBA, neuer Vertriebsleiter von Yokohama Austria und damit in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung für alle Verkaufsagenden in Österreich zuständig. Wieser hat zuvor bei Kumho gearbeitet.

Kommerzialrat Neverla Helmut J. Neverla (r.), stellvertretender Landesinnungsmeister der Kfz-Techniker in Wien, erhielt von Dr. Paulus Stuller, Vizepräsident der Wirtschaftskammer, das Kommerzialratsdekret verliehen.

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Betrifft: Glosse „Pro-Auto-Demo? Net amoi ignorieren!“ von Gerhard Lustig in info4you vom 6. März Sehr geehrter Herr Lustig! Ich kann mich oftmals Ihrer vorlauten Meinung nicht anschließen – diesmal ist es aber ok. Liebe Grüße, Komm.-Rat Ing. Josef Puntinger, Leoben

In der Kolumne „Der A&W-Papierkorb“ sind Inhalte zu lesen, die zum Schmunzeln anregen können, ohne dass sie unbedingt immer mit der Automobilbranche zu tun haben.

• Lieber Herr Lustig, Danke für diese wahren, direkten und zynischen Worte! Es wird wirklich Zeit, dass dieses „Pfründedenken“ endlich aufhört. Letztendlich, wenn sich keiner mehr das Auto leisten kann, aber braucht, kommt das Erwachen. Blöd gelaufen, denn auf einmal gibt es noch mehr Arbeitslose … Mit freundlichen Grüßen, Ing. DI (FH) Christian Eissner, allg. beeid. und ger. zert. Sachverständiger, Oggau

Betrifft: Glosse „Putz“ig – wisch und weg von Gerhard Lustig in info4you vom 13. März Lieber Herr Lustig, Gratulation ............ einfach genial ............ bitte weiter so ............ Mit besten Grüßen, Komm.-Rat Michael Heilmann, Hyundai Import Gesellschaft m.b.H., Wien

pierkorb -Pa W &

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LESERBRIEFE

Nicht gelb, sondern rosa

Es hat einmal einen mit Stars nur so gespickten Film gegeben, in dessen Mittelpunkt ein gelber Rolls-Royce stand. 1964 war das und ein Teil des Films wurde sogar in Österreich gedreht. Jetzt, fünf Jahrzehnte später, steht ein andersfarbener Rolls-Royce im Mittelpunkt des Geschehens: Das Auto ist diesmal in leuchtendem Pink lackiert und soll mit seiner grellen Farbe vor allem Aufmerksamkeit erregen. Der Hintergedanke: Der rosa Rolls-Royce soll helfen, eine Million Pfund für Brustkrebsvorsorge zu sammeln. Der Ghost mit verlängertem Radstand wird rund um die Welt auf verschiedenen Autoshows seine Aufwartung machen – stets um zum Sammeln von Geld anzuregen. Zum Beispiel war das Auto bei der Classic Motor Show in Birmingham zu sehen. Das Auto kann für spezielle Anlässe aber auch tageweise gemietet werden.

Betrifft: Artikel „Zahlt es sich noch aus?“ in A&W 1/14 Sehr geehrte Damen und Herren ! Ich nehme Bezug auf Ihren Artikel in der Ausgabe 01/2014 und halte einleitend fest, dass der angesprochene Sachverständige Dr. Wolfgang Pfeffer von mir durchaus geschätzt wird, ja ich sogar mit ihm befreundet bin. Mit der in-

kriminierten Berufungsschrift wollte ich Herrn Dr. Pfeffer keinesfalls die mindeste Befangenheit unterstellen oder seine fachliche Kompetenz in irgendeiner Weise in Zweifel ziehen. Mit freundlichen Grüßen, Rechtsanwalt Dr. Georg Döcker, Wien

Der elektronische Informationsdienst für die österreichische Automobilbranche

Für die Fachwelt ...

... und für Endkunden

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