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GEbW-GB_2024

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GESCHÄFTSBERICHT

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INHALTSVERZEICHNIS

In die Zukunft investiert Die GEbW hat den CO2-Ausstoss ihrer Liegenschaften gegenĂŒber 2023 um knapp 17 Prozent reduziert.

> mehr ab S. 4

Andi Keller Fotografie; P-ART Kommunikation & Grafikdesign; Adobe Stock © GEbW, Winterthur, MÀrz 2025 BERICHT DES

Impressum Herausgeberin Aktiengesellschaft fĂŒr Erstellung billiger WohnhĂ€user in Winterthur (GEbW) Konzept, Redaktion und Gestaltung

P-ART Kommunikation & Grafikdesign, Winterthur Fotos

EDITORIAL

GrĂŒezi

Die GEbW hat 2024 erneut bewiesen, dass wirtschaftliche StabilitÀt und nachhaltige Investitionen sich nicht ausschliessen, sondern ergÀnzen. WÀhrend steigende Mieten weiterhin ein gesellschaftliches Thema sind, verfolgt die GEbW konsequent eine langfristige Strategie: energieeffiziente Modernisierungen, den Ausbau erneuerbarer Energien und zukunftsfÀhige MobilitÀtslösungen.

Durch die Installation neuer WĂ€rmepumpen und Solaranlagen konnte der COÂČ -Ausstoss der Liegenschaften deutlich reduziert werden – ein Fortschritt, der ĂŒber den Standard hinausgeht. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur fĂŒr ElektromobilitĂ€t gezielt erweitert, indem zehn Tiefgaragen mit E-Ladestationen ausgestattet wurden. Nachhaltigkeit bedeutet fĂŒr uns zudem, naturnahe AussenrĂ€ume zu schaffen und die Gemeinschaft zu stĂ€rken.

Erfreulicherweise fiel das Jahresergebnis erneut positiv aus. Finanzielle StabilitĂ€t bleibt der SchlĂŒssel, um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern.

Unser besonderer Dank gilt den AktionĂ€rinnen und AktionĂ€ren fĂŒr das entgegengebrachte Vertrauen und den Mitarbeitenden der Auwiesen Immobilien AG fĂŒr ihr Engagement im Dienste der GEbW. Auch bei energetischen Sanierungen und der Aussenraumgestaltung setzen wir auf starke Partnerschaften – mehr dazu in diesem GeschĂ€ftsbericht.

Viel Freude beim Lesen!

«Wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung können sich sehr gut ergÀnzen.»

Markus Casanova PrÀsident des Verwaltungsrats

«Die schweizweite Leerwohnungsziffer sank zum vierten Mal in Folge.»

CO 2 -AUSSTOSS REDUZIERT, E-LADESTATIONEN INSTALLIERT

Die GEbW investierte 2024 erneut in energetische Sanierungen, was den CO2-Ausstoss ihrer Liegenschaften weiter reduzierte. In zehn Tiefgaragen liess sie E-Ladestationen installieren. VerĂ€nderungen am Immobilienmarkt fĂŒhrten dazu, dass die GEbW ihre Mieten leicht erhöhte.

Im Jahr 2024 verzeichnete der Schweizer Immobilienmarkt mehrere bedeutende Entwicklungen, die durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Angebot und Nachfrage sowie die Mietpreisentwicklung geprÀgt waren.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte den Leitzins in vier Schritten von 1,75 Prozent auf 0,5 Prozent, um auf den schnellen InflationsrĂŒckgang, die schwache Wirtschaftsdynamik und die StĂ€rke des Frankens zu reagieren. Bis Dezember 2024 fiel die Rendite fĂŒr zehnjĂ€hrige Bundesobligationen auf nur noch 0,3 Prozent. Dennoch blieb das Wirtschaftswachstum mit 0,8 Prozent unterdurchschnittlich. WĂ€hrend der Industriesektor, insbesondere die chemisch-pharmazeutische Industrie, ein moderates Wachstum verzeichnete, entwickelte sich der Dienstleistungssektor im historischen Vergleich schwĂ€cher. Die durchschnittliche Teuerung

lag ĂŒber das gesamte Jahr hinweg bei 1,1 Prozent und damit innerhalb des Zielbands der SNB.

Auf dem Wohnungsmarkt stieg die Anzahl der Baubewilligungen fĂŒr Mietwohnungen im Jahr 2024 um 24 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Dennoch blieb das Angebot begrenzt, da viele der neu auf den Markt gebrachten Wohnungen aus Projekten der Jahre 2022 und 2023 stammten – ZeitrĂ€ume mit niedrigen Bewilligungszahlen. Die anhaltende Knappheit fĂŒhrte zu einem deutlichen Anstieg der Angebotsmieten um 4,7 Prozent. Die schweizweite Leerwohnungsziffer sank zum vierten Mal in Folge und lag bei 1,1 Prozent des Gesamtwohnungsbestands.

WĂ€hrend die Angebotsmieten in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen sind, erfolgte der Anstieg der Bestandsmieten aufgrund gesetzlicher Regulierungen deutlich moderater. Anpassungen sind nur unter bestimmten Bedingungen zulĂ€ssig, beispielsweise bei Änderungen der Inflationsrate oder des Referenzzinssatzes. Nachdem dieser zwischen 2008 und 2022 schrittweise von 3,5 auf 1,25 Prozent gesenkt wurde, konnten viele Mieterinnen und Mieter von gĂŒnstigeren Mieten profitieren. Allerdings stieg der

63 %

erneuerbare Energie ab 2024

68 %

erneuerbare Energie ab 2025

2024

63 % der EnergiebezugsflÀchen wurden mit erneuerbarer Energie beheizt.

2025

Bereits 68 % der EnergiebezugsflÀchen werden mit erneuerbarer Energie beheizt.

Referenzzinssatz im Juni 2023 auf 1,5 Prozent und im Dezember 2023 weiter auf 1,75 Prozent. Dies ermöglichte es Vermieterinnen und Vermietern, die Bestandsmieten gemĂ€ss Mietrecht um 3 Prozent pro 0,25-Prozentpunkte Anstieg zu erhöhen. ZusĂ€tzlich konnten Teuerungsausgleiche geltend gemacht werden, was zu einer Mietzinssteigerung im Zeitraum von 2023 bis 2024 fĂŒhrte.

In WÀrmepumpen und E-MobilitÀt investiert

Die kontinuierliche Reduktion des CO2-Ausstosses blieb ein zentrales Ziel, an dem die GEbW konsequent arbeitete. 2024 ersetzten wir zwei fossile Heizungen durch WÀrmepumpen. Dadurch konnte der Anteil der mit erneuerbarer Energie versorgten FlÀchen auf 68 Prozent erhöht werden, rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison.

BERICHT DES VERWALTUNGSRATS

«Projekt â€čEichwaldhofâ€ș: Ersatzwohnungen fĂŒr langjĂ€hrige Mieterinnen und Mieter der GEbW gefunden.»

Die spezifischen Emissionen des Immobilienportfolios sanken auf 10 kg CO2 pro Quadratmeter und Jahr, was deutlich unter dem ebenfalls gesunkenen schweizweiten Durchschnitt von 19 kg CO2 pro Quadratmeter und Jahr liegt.

Im Zuge der fortschreitenden ElektromobilitĂ€t liess die GEbW zehn grössere Tiefgaragen gezielt fĂŒr die Nutzung durch Elektrofahrzeuge vorbereiten. Obwohl die aktuelle Nachfrage nach E-LadeplĂ€tzen noch moderat ist, wird die Transformation hin zur ElektromobilitĂ€t weiter voranschreiten. Die bestehende Infrastruktur ist daher so konzipiert, dass sie bei Bedarf der Mieterinnen und Mieter auf bis zu 190 StellplĂ€tze mit E-Ladestationen ausgeweitet werden kann.

Gebohrt und gerodet fĂŒr das Projekt «Eichwaldhof»

Der Immobilienbestand der GEbW blieb im Berichtsjahr konstant bei 889 Wohnungen. Es wurden weder KĂ€ufe noch VerkĂ€ufe getĂ€tigt. Viel zu tun gab es hingegen fĂŒr das Grossvorhaben «Eichwaldhof» auf dem Areal des heutigen Tegerloowegs. Die GEbW ist eine von drei EigentĂŒmerinnen und wird auf ihrem GrundstĂŒck 125 Wohnungen realisieren. Insgesamt sind 330 Wohnungen geplant. Die Stadt Winterthur erteilte zwar die Baubewilligung – doch die EigentĂŒmerinnen legten dagegen selbst Rekurs ein, um mit den Behörden eine angemessene Lösung fĂŒr die finanziellen Auswirkungen der Auflagen zu er-

arbeiten. Schliesslich wurde im Januar 2025 die Baubewilligung erneut erteilt, seit Ende Februar ist sie rechtskrÀftig.

Besonders am Herzen lag uns der Umgang mit den teils langjĂ€hrigen Mieterinnen und Mietern in den 76 bestehenden, sehr preisgĂŒnstigen Wohnungen. Wir sind dankbar, dass wir fĂŒr alle Betroffenen eine zufriedenstellende Ersatzwohnung gefunden haben.

Im Rahmen einer Submission wĂ€hlten die EigentĂŒmerinnen die Firma Allreal Generalunternehmung aus, die fĂŒr die schlĂŒsselfertige Erstellung der Bauten verantwortlich ist. Sie koordiniert die Leistungen aller am Vorhaben Beteiligten. Erste bauliche Massnahmen wie Rodungen und Testbohrungen fĂŒr die neuen WĂ€rmepumpen wurden bereits ausgefĂŒhrt. Die Übergabe an die ausfĂŒhrenden Firmen erfolgt im April 2025. Zu Baubeginn stehen Schadstoffsanierungen sowie anschliessende Abbrucharbeiten an. Die Planung der Baustelle, einschliesslich der Verkehrsregelung und des Bauablaufs, ist in vollem Gange.

Die Bauphase wird sich ĂŒber die Jahre 2025 bis 2028 erstrecken. Die Neuvermietung der Wohnungen ist fĂŒr Anfang 2028 geplant.

Finanzielles Ergebnis

2024 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresgewinn von CHF 5,7 Millionen und ĂŒbertraf

damit das letztjĂ€hrige Ergebnis um CHF 500’000. Die Nettoeinnahmen aus der Vermietung stiegen primĂ€r aufgrund der Referenzzinssatzanpassungen in bestehenden MietverhĂ€ltnissen. Mit CHF 14,5 Millionen sind diese 5,1 Prozent höher ausgefallen als 2023. Die Aufwendungen fĂŒr Unterhalt und Reparaturen betrugen CHF 1,5 Millionen. Im Vorjahr lag der entsprechende Wert bei CHF 1,6 Millionen. Im GeschĂ€ftsjahr 2024 investierte die GEbW insgesamt CHF 3,1 Millionen in laufende Projekte. FĂŒr den direkten Ersatz fossiler Heizungen, fĂŒr neue Solaranlagen und fĂŒr E-MobilitĂ€t wurden rund CHF 1,4 Millionen verwendet. Das Hypothekarvolumen stieg dabei um CHF 1,7 Millionen, der Finanzierungsaufwand um CHF 20‘000 gegenĂŒber dem Vorjahr. 2024 wurden im Erneuerungsfonds rund CHF 1,7 Millionen RĂŒckstellungen gebildet und CHF 1,2 Millionen aufgelöst.

Die Gesellschaft verfĂŒgt ĂŒber eine solide Eigenfinanzierung und eine stabile finanzielle Basis. Diese beruht auf bestĂ€ndigen Einnahmen, einer konservativen Bewertung des Anlagevermögens sowie einem geringen Anteil an Fremdkapital.

Das WirtschaftsprĂŒfungsunternehmen KPMG hat die Verwaltungskosten der GEbW im Rahmen einer Benchmark-Analyse ĂŒberprĂŒft und deren MarktkonformitĂ€t bestĂ€tigt. Trotz des niedrigen Mietniveaus und der konservativen Marktwerte erweist sich die GEbW im Kostenvergleich als effizient.

Gewinnverwendung

In Anbetracht des wiederholt guten GeschÀftsjahrs und des auch mittelfristig erwarteten Cashflows beantragt der Verwaltungsrat bei der Generalversammlung, die Dividende um CHF 100 auf CHF 2600 pro Aktie zu erhöhen.

Baubewilligung erteilt: Bis 2028 sollen die neuen Wohnungen des Projekts «Eichwaldhof» fertiggestellt sein.

BLUMEN

UND

SPIELPLÄTZE

FÜR MEHR LEBENSQUALITÄT

Erfahrener GÀrtner: Thomas Schnelli weiss, worauf es bei SpielplÀtzen und Blumenwiesen ankommt.

Der Umschwung der GEbW-Liegenschaften bietet Platz zum Spielen, ist Erholungsraum und trĂ€gt zur BiodiversitĂ€t bei. GĂ€rtner Thomas Schnelli erklĂ€rt im Interview, wie sich dieses Potenzial optimal nutzen lĂ€sst. Er unterstĂŒtzt die GEbW seit vielen Jahren im Gartenbau.

Die GEbW legt Wert auf BiodiversitĂ€t und möchte versiegelte FlĂ€chen möglichst vermeiden. Was bedeutet das fĂŒr die SpielplĂ€tze?

Um versiegelte FlĂ€chen auf dem Spielplatz zu vermeiden, kann man auf natĂŒrliche Materialien zurĂŒckgreifen. Rasen, Kies oder Holz zum Beispiel bieten eine durchlĂ€ssige OberflĂ€che, die den Wasserhaushalt nicht negativ beeinflusst. Unversiegelte FlĂ€chen fördern ausserdem die BiodiversitĂ€t, da Pflanzen und Tiere in und um den Spielplatz herum gedeihen können.

Sie haben 2024 fĂŒr die GEbW zwei SpielplĂ€tze saniert. Worauf haben Sie besonders Wert gelegt?

Auf die Sicherheit und BedĂŒrfnisse der Kinder. Es ist uns wichtig, dass der Spielplatz barrierefrei und fĂŒr alle Altersgruppen geeignet ist. Wir achten auf hochwertige Materialien, die sowohl langlebig als auch umweltfreundlich sind. Zudem sorgen wir fĂŒr eine abwechslungsreiche Gestaltung, die die KreativitĂ€t und den Wunsch der Kinder nach Bewegung fördert.

Welchen Erholungsraum bietet der Umschwung fĂŒr Erwachsene?

Der Spielplatz und seine Umgebung bieten auch fĂŒr Erwachsene einen wertvollen Erholungsraum. Durch die Integration von ruhigen, grĂŒnen Zonen, SchattenplĂ€tzen und Sitzmöglichkeiten können sich Erwachsene entspannen und die Natur geniessen. Auf dem Spielplatz haben Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen, mit ihren Kindern zu spielen und ihnen gleichzeitig Raum fĂŒr eigene Entdeckungen und Abenteuer zu lassen. SpielplĂ€tze können als Treffpunkt fĂŒr soziale Interaktionen dienen, sei es bei einem GesprĂ€ch mit anderen Eltern oder

beim gemeinsamen Entspannen. Die NÀhe zur Natur fördert das allgemeine Wohlbefinden, reduziert Stress und trÀgt zur mentalen Erholung bei.

Welche Rolle spielen Blumenwiesen in der Aussengestaltung?

Sie schaffen eine natĂŒrliche und ruhige AtmosphĂ€re, die zur Entspannung und Erholung beitrĂ€gt. Die Farbenpracht und die Vielfalt der Blumen wirken beruhigend und helfen, Stress abzubauen. Das Beobachten von Schmetterlingen, Bienen oder anderen Insekten fördert die Achtsamkeit und kann dazu beitragen, den Kopf frei zu bekommen. Zudem wirken sich Blumenwiesen positiv auf das lokale Klima aus, indem sie die LuftqualitĂ€t verbessern und die Umgebung durch Verdunstung kĂŒhlen.

Worauf sollte die GEbW bei der Pflege der Blumenwiesen achten, damit diese ihr volles Potenzial entfalten können?

Die Pflege von Blumenwiesen ist entscheidend, um ihre Schönheit und ihre positiven ökologischen Auswirkungen langfristig zu erhalten. Dabei ist es wichtig, einen möglichst natĂŒrlichen Pflegeansatz zu wĂ€hlen, um die BiodiversitĂ€t zu fördern und die Wiese gesund zu halten. Die wichtigsten Aspekte der Pflege: Die Blumenwiese sollte zweimal im Jahr geschnitten werden. Im besten Fall Mitte Juni und im FrĂŒhherbst. Das Schnittgut wird drei Tage liegengelassen. So wird eine optimale Versamung gewĂ€hrleistet. Ein DĂŒngen und BewĂ€ssern der Blumenwiese ist nicht nötig. Von Zeit zu Zeit ist es erforderlich, die Blumenwiese auf invasiv wachsende Pflanzen oder UnkrĂ€uter zu kontrollieren. Diese mĂŒssen entfernt und fachgerecht entsorgt werden.

MEHR

EFFIZIENZ,

WENIGER EMISSIONEN

2024 liess die GEbW weitere WĂ€rmepumpen und Photovoltaikanlagen sowie erstmals E-Ladestationen installieren. Was bringen die energetischen Sanierungen? Beteiligte Fachleute geben Auskunft.

Thomas Scheiwiller und Cédric Werder, Planforum

Sie haben die WĂ€rmepumpen und Photovoltaikanlagen fĂŒr die GEbW konzipiert. ErfĂŒllt die GEbW den «normalen» Standard der energetischen Sanierung oder geht sie darĂŒber hinaus?

Thomas Scheiwiller: Die GEbW hat bereits frĂŒhzeitig vor Corona und der Ukraine-Krise den Entschluss gefasst, alle fossilen WĂ€rmeerzeugungen durch Alternativsysteme wie WĂ€rmepumpen oder Holzfeuerungen zu ersetzen. Erste Anlagen an der Auwiesen-, der WĂ€sserwiesen- und der Schaffhauserstrasse wurden 2020 realisiert. Zu diesem Zeitpunkt galten die gesetzlichen Vorschriften «Ersatz fossile Feuerung nicht erlaubt» noch nicht. Die Sanierungen ĂŒbertrafen somit den Standard.

Wie stark wird Ihrer EinschĂ€tzung nach der COÂČ -Ausstoss der 2024 sanierten Liegenschaften durch die WĂ€rmepumpen reduziert?

Cédric Werder: Bei einer Umstellung von fossilen Heizungen auf WÀrmepumpen mit ErdwÀrmesonden reduziert sich der CO2-Ausstoss um mehr als das 30-Fache.

Wie wirken sich WĂ€rmepumpen und Photovoltaikanlagen langfristig auf die Betriebskosten der Liegenschaften aus?

Überblick: Die Karte auf S. 15 zeigt, welche GEbW-Liegenschaften 2024 energetisch saniert wurden.

Mit den Firmen Planforum, simplee und WIN Elektro unterstĂŒtzten uns starke Partner bei den Sanierungen.

Thomas Scheiwiller: Auf jeden Fall positiv. Mit WĂ€rmepumpen werden die Heizkosten gegenĂŒber Erdgas oder Heizöl um 20 bis 50 Prozent gesenkt. FĂŒr die Mieterinnen und Mieter werden die Jahresheizkosten um einen zweistelligen Prozentsatz reduziert. Achten sie darauf, ElektrogerĂ€te bei Sonnenschein einzuschalten, können sie ihre Nebenkosten weiter senken.

Philipp Zogg, simplee

Sie haben die E-Ladestationen fĂŒr die GEbW konzipiert. Weshalb braucht es diese Anlagen zuhause? WĂŒrden öffentliche auch ausreichen? Öffentliche Ladestationen sind eine wertvolle ErgĂ€nzung. Doch fĂŒr den Alltag braucht es eine zuverlĂ€ssige, kostengĂŒnstige und bequeme Lösung – genau das bieten private E-Ladestationen. Wer zuhause lĂ€dt, kann sein Elektroauto abends parkieren, an die Steckdose anschliessen und morgens wieder mit voller Batterie starten.

Woher stammt der Strom, der ĂŒber die E-Ladestationen in den GEbW-Liegenschaften bezogen wird?

Er stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Über die Herkunft des Stroms sind wir bestens

im Bild, da wir circa fĂŒnf bis acht Wochen vor Installationsbeginn bei Stadtwerk Winterthur das gewĂŒnschte Stromprodukt explizit angemeldet hatten.

Mit zunehmender E-MobilitÀt steigt auch der Strombedarf in der Schweiz. Wie lÀsst sich dieser decken?

Die ElektromobilitĂ€t wird Teil der Lösung fĂŒr diese Herausforderung sein. Elektrofahrzeuge können bald als mobile Batteriespeicher agieren, die das Netz erheblich entlasten. Zu Zeiten, in denen das Netz stark belastet wird, lĂ€sst sich Energie aus den Fahrzeugen zurĂŒck ins Netz speisen. Dank Strom aus nachhaltigen Quellen, intelligenten Energiemanagementsystemen und weiteren Aspekten bildet die ElektromobilitĂ€t einen Teil des effizienten und stabilen Energiesystems von morgen.

Urim Muharemi, WIN Elektro

Sie und Ihr Team haben die Photovoltaikanlagen und E-Ladestationen installiert. Wie hat sich die Nachfrage nach diesen Technologien in den letzten Jahren verÀndert?

Die Nachfrage ist stark gestiegen, insbesondere seit den Energiepreiserhöhungen und der Lancierung von Förderprogrammen fĂŒr erneuerbare Energien.

Viele Immobilienbesitzerinnen und -besitzer setzen auf Photovoltaik, um unabhĂ€ngiger von steigenden Stromkosten zu werden. Besonders gefragt ist die Einbindung von WĂ€rmepumpen und E-Ladestationen in ein Energiemanagementsystem, damit diese GerĂ€te gezielt mit ĂŒberschĂŒssigem Strom aus Photovoltaikanlagen betrieben werden können.

Welche Wartungsarbeiten sind nötig, um Photovoltaikanlagen und E-Ladestationen in Schuss zu halten?

Photovoltaikanlagen sind relativ wartungsarm, aber regelmĂ€ssige Kontrollen der Wechselrichter, Sicherungen und Verkabelungen sind wichtig. Wir ĂŒberwachen alle installierten Photovoltaikanlagen ĂŒber unser Monitoringsystem. Bei E-Ladestationen sollten die Software aktuell gehalten und die AnschlĂŒsse regelmĂ€ssig ĂŒberprĂŒft werden, um eine zuverlĂ€ssige Funktion sicherzustellen.

Haben Sie VerbesserungsvorschlĂ€ge fĂŒr zukĂŒnftige Projekte dieser Art?

Ja, eine frĂŒhzeitige Einbindung aller Beteiligten –vom Bauherrn ĂŒber den Netzbetreiber bis hin zu den Installateuren – erleichtert die Umsetzung. Zudem sollte bei Photovoltaikanlagen der Eigenverbrauch durch Speicherlösungen optimiert werden.

CORPORATE GOVERNANCE

VERWALTUNGSRAT

Der Verwaltungsrat der Gesellschaft vereinigt breite Erfahrung in den Bereichen Architektur, Baumanagement, UnternehmensfĂŒhrung, Recht, Asset Management und Finanzwesen.

Thomas Anwander VizeprÀsident lic. iur. HSG / Rechtsanwalt

Markus Casanova PrÀsident unabhÀngiger Vermögensberater, Winterthur Consulting Group

JĂŒrg Burkhard dipl. Arch. ETH / MBA UNIL, Immobilienberatung JĂŒrg Burkhard

Matthias Hugi dipl. Architekt ETH/SIA, Bauherren- und Immobilienberatung, GeschÀftsleiter, Brandenberger + Ruosch AG

Daniel HÀcki MAS in Corporate Finance HSLU / Betriebsökonom FH HSLU, Head Transactions, Real Assets

AXA Investment Managers Schweiz AG

Peter Strassmann dipl. WirtschaftsprĂŒfer / Betriebsökonom FH ZHAW, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Sulzer Vorsorgeeinrichtung

Christian Wenger MAS Real Estate Management, GL / Leiter Real Estate Operation, Pensimo Management AG

«Die Gesellschaft setzt sich insbesondere dafĂŒr ein, erschwingliche und nach ökologischen Prinzipien gestaltete Familienwohnungen zu erstellen, zu vermieten und zu verkaufen.»

Zweck der 1872 gegrĂŒndeten Gesellschaft

GESCHÄFTSLEITUNG, GESELLSCHAFTSSITZ

Die Gesellschaft beschĂ€ftigt keine eigenen Mitarbeitenden. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung und die operativen TĂ€tigkeiten werden im Mandat von der Auwiesen Immobilien AG wahrgenommen.

Christof Schmid CEO Markus Bai CFO

Robert Goedicke Portfoliomanager

AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE

LangjĂ€hrige HauptaktionĂ€rinnen und HauptaktionĂ€re sowie sich mit dem Zweck und Winterthur identifizierende KleinaktionĂ€rinnen und KleinaktionĂ€re sichern die KontinuitĂ€t in der Ausrichtung der Gesellschaft und sorgen dafĂŒr, dass die Mittel der GEbW zur ErfĂŒllung des Unternehmenszwecks eingesetzt werden.

Nadja Biabiany Leiterin GeschÀftsstelle

Liste Liegenschaften LIEGENSCHAFTEN

Schlosstalstrasse / Grafenstein

WallrĂŒtistr. 76 / 78 / 80, 117, 117a / 119, 119a / 121

Die Ölheizung wurde 2024 durch eine WĂ€rmepumpe ersetzt.

Ruchwiesenstr 57 – 59

Ruchwiesenstr 12 – 18

Tegerlooweg 8 – 12, 18 – 22, 31 – 35

WĂŒlïŹ‚ingerstr. 307 / 309 / 311 / 315

GuggenbĂŒhlstr 8 – 12

Unterwiesenstr 1 / 3

WĂ€sserwiesenstr. 61 / 63, 70 / 72

Schiltwiesenweg 8 – 18

Überbauung «Eichwaldhof» am bisherigen Tegerlooweg

Die GEbW erhielt 2024 die Baubewilligung fĂŒr 125 Wohnungen.

Römerstr. 95 – 99

Talackerstr. 96 / 98 / 100

Schlosstalstr / Grafenstein

ZĂŒrcherstr 63

Tösstalstr. 103 /105

Endlikerstr 2 / 4

Landvogt-Waser-Str. 28

GrĂŒnmattstr. 28 / 30 Oberseenerstr 43 – 49 Wasserfuristrasse (Wiesendangen)

In Wannen, DĂ€ttnau

BrĂŒhlgartenstr. 7/ 9 / 11

Rychenbergstr. 33 / 35

JĂ€gerstr. 25 – 47

Obere Schöntalstr. 20 – 22, 25 – 27

LĂ€rchenstr. 33 / 35

Auwiesenstr. 3 – 9

Salomon-Bleuler-Weg 4 – 16

Mattenbachstr. 35 – 43

Auwiesenstrasse 3–9

Die Liegenschaften wurden 2024 mit Photovoltaikanlagen ausgerĂŒstet.

Im Jahr 2024 installierte E-Ladestationen in GEbW-Liegenschaften.

WallrĂŒtistr. 76 / 78 / 80, 117, 117a / 119, 119a / 121

Ruchwiesenstr 57 – 59

Ruchwiesenstr 12 – 18

Tegerlooweg 8 – 12, 18 – 22, 31 – 35

Wasserfuristrasse (Wiesendangen)

GuggenbĂŒhlstr 8 – 12

Schiltwiesenweg 8 – 18

Römerstr. 95 – 99

Talackerstr. 96 / 98 / 100

Tösstalstr. 103 /105

Endlikerstr 2 / 4

Landvogt-Waser-Str. 28

Römerstrasse 95–99

Die Ölheizung wurde 2024 durch eine WĂ€rmepumpe ersetzt und die Liegenschaften wurden mit Photovoltaikanlagen ausgerĂŒstet.

GrĂŒnmattstr. 28 / 30 Oberseenerstr 43 – 49

Klosterstrasse 17 8406 Winterthur info@gebw.ch www.gebw.ch

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