Das Podenhaus erstrahlt in neuem Glanz Ins altehrwürdige Podenhaus, Kirchengasse 28, in Bad Aussee lud Eigentümer Gerhard Paradeiser kürzlich zu einer Eröffnungsfeier, die den Abschluss einer grundlegenden Sanierung des Hauses markierte. Die Besucher waren sich einig: Wenn diese Mauern erzählen könnten, wäre es niemals mehr langweilig. Das Podenhaus hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, viele Besitzer gehabt und war nicht zuletzt Schauplatz dramatischer Ereignisse (siehe nebenstehend).
Eigentümer Gerhard Paradeiser mit seiner Gattin Juni und Gastgeberin Martina Blümel (r.).
„Da dem Haus seit vielen Jahrzehnten keine ordentliche Sanierung widerfahren ist, verfiel es zusehend“, so der Eigentümer, der 2019 den Entschluss fasste, das Podenhaus umfassend zu sanieren, um das denkmalgeschützte Haus in eine glänzende Zukunft zu führen. Mit unglaublich viel Gefühl und Geschmack wurde mit der heimischen Architektin Karin Köberl geplant und abgestimmt, begleitet von Eckart Buss, einem langjährigen Freund Gerhard Paradeisers und eingeschworenem Bad Aussee-Fan. Auf den 1.000 m2 Wohnfläche wurden Ferienwohnungen eingerichtet, die Aussee so noch nicht gesehen hat. „Es haben viele Köpfe geraucht, bis das, was wir hier sehen und anbieten können, entstanden ist“, schmunzelte Martina Blümel, die hinkünftig als Gastgeberin für das Wohlbefinden der Gäste verantwortlich ist. Im Norden wurde ein großes Eingangstor in den steirischen Landesfarben eingerichtet, welches über einen Travertin-Natursteinboden elegant in den Innenhof führt. Dort kann man sich entweder im noch diesen Sommer wiedereröffneten Heurigen lukullisch verwöhnen
lassen, oder man gelangt über eine Stiege in die Rezeption des Gästehauses, welche im Vorraum zur ehemaligen „Sommerküche“ untergebracht ist. Die Holzböden ab dem ersten Stock wie auch die geschichtsträchtigen Stiegen wurden allesamt abgeschliffen und beeindrucken durch die honiggelbe Farbe, wie auch die Atmosphäre, die diese geschichtsträchtigen Wände, Böden und Decken ausströmen, unbeschreiblich ist. „Für uns war es wichtig, die heimischen Handwerksbetriebe für unser Vorhaben zu gewinnen und es ist mir eine große Freude, dass sie mir bei der Umsetzung der Visionen für das Haus so geholfen haben. Wir haben die Räume so, wie sie seit Jahrhunderten gewachsen sind, belassen, denn sie atmen Geschichte“, so Gerhard Paradeiser, der besonders die gute Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Gewerken, aber auch deren interne Koordination betont. Heimische Unternehmen mit solider Qualität Denn nur dem Engagement und dem Einsatz der Firmen Schwarz Wagendorfer (Elektroinstallationen, vor allem Herr Radko), Holzbau
Kieninger, Johannes Gasperl (HKLS – Installationen), dessen Bruder Andreas Gasperl (Tischlerei), der Dachdeckerei und Spenglerei Andreas Mayerl, der Firma Albin Möstl (Fliesen) und den beiden Handdruckerinnen Martina Reischauer (Mautnerdrucke) sowie Tanja Trunkl ist neben vielen anderen zu verdanken, dass aus einer Idee, die Gerhard Paradeiser 2019 entwickelt hat, etwas wirklich Großes geworden ist. Und es ist schön, dass es Investoren gibt, die nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen und auf die grüne Wiese bauen, sondern Häusern mit dieser Geschichte eine
Zukunft sichern. „Es ist mir eine große Ehre, in der Geschichte dieses alten Hauses einen kleinen Teil der Chronik mitgeschrieben zu haben und ich freue mich auf die Gäste, die sich vom Ambiente im Podenhaus ebenso verzaubern lassen wie ich und meine Freunde“, so der Eigentümer abschließend bei seiner Ansprache im Garten vor rund 170 Gästen, die sich allesamt begeistert vom Gelingen der Generalsanierung zeigten. Einen Eindruck und Informationen zur Geschichte des Hauses erhält man unter www.podenhaus.at – die Gastgeberin Martina Blümel freut sich auf ihre Gäste.
Ein Blick in eines der Apartments – mit freier Sicht auf den Kirchturm.
Foto: A. Hofer
Die alten Decken und die Böden wurden saniert, geschliffen und strahlen in neuem Glanz. Foto: A. Hofer
Im Innenhof des Podenhauses wird ab Mitte Juli wieder zum Heurigen geladen. 22
Zum Eröffnungstag konnte Gerhard Paradeiser mit seiner Familie und seinen Freunden rund 170 Gäste begrüßen, darunter auch Nachbar Pfarrer Michael Unger.