Ausgabe Nr. 13 29. Juni 2023 47. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: „Im Reich der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reich der Gedanken.“ A. Schopenhauer
Hundert Jahre und kein bisschen leise ...
Konzertcafé der „Streich“
Am Sonntag, 2. Juli, wird um 19.30 Uhr zu einem bunten Melodienrei gen aus Oper, Operette und Chansons im Rahmen einer großen Operngala durch das Große Streichorchester der Bürgermusik kapelle Bad Aussee in Zusammenarbeit mit internationalen Solistinnen und Solisten geladen. Die Leitung obliegt Kapellmeister CáceresPeñuela, die verbindenden Worte spricht Norman Sambs. Eintritt: Freiwillige Spenden.
Bierzelt und Fetzenmarkt in Obertressen
Das beliebte Bierzelt der Freiwilligen Feuerwehr Obertressen findet heuer am Samstag, 8. Juli, statt. Der Zeltbetrieb startet um 11 Uhr mit einem Frühschoppen mit der „Grundlseer Tanzlmusi“. Startschuss für den Fetzenmarkt um 13 Uhr auf der überdachten Eisbahn sowie im Bereich des Rüsthauses. Abendunterhaltung mit der Gruppe „Hoch Auf“. Es gibt Bier vom Fass, Grillhendl, Bratwürstel, hausgemachte Mehlspeisen, Almkaffee und eine Waldbar. Die Obertressenstraße ist an diesem Tag im Bereich Rüsthaus Obertressen von 11 bis 15 Uhr für den Verkehr gesperrt (ausgenommen Einsatzfahrzeuge), eine Durchfahrt nach Grundlsee ist daher zu dieser Zeit nicht möglich! Die Kameraden der FF Obertressen freuen sich auf Euren Besuch.
Das GalileoSyndrom ... so feierte die Feuerwehrmusikkapelle Strassen letztes Wochenende ihr hundertjähriges Gründungsjubiläum.
Foto: DoBi
Gesundheitssystem: Und sie bewegt sich doch! Mit 130 Millionen Euro und einigen Sofortmaßnahmen soll das arg in Bedrängnis geratene Gesundheitssystem in der Steiermark „geflickt“ werden. Im Ausseer Spital wurde der Personalstand aufgestockt und drei neue Ärzte werden die Situation hoffentlich entspannen.
Die Ausseer Chirurgie, derzeit als Fünf-Tages-Klinik geführt und die „Interne“ werden derzeit aufgrund des Personalmangels als interdisziplinäre Einheit geführt. Die drei neuen Mitarbeiter, die in den nächsten Wochen ihre Arbeit aufnehmen werden, sollen dabei helfen, die Situation bei der chirurgischen Versorgung zu entspannen. Indes gab es am 19. Juni das bereits dritte Treffen der „Arbeitsgruppe LKH Bad Aussee“, bei dem Vertreter des Gesundheitsfonds Steiermark, die Direktoren für Medizin, Pflege, Personal und Recht der Stmk. KAGes, ein Team aus dem LKH Bad Aussee (ärztliche Versorgung, Pflege, Verwaltung und Betriebsrat), das
Forum „Pro LKH Bad Aussee“ und Bgm. Franz Frosch (in Vertretung seiner Amtskollegen) zusammentrafen. Die Projektgruppe trägt dazu bei, in der Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung des Bezirks Liezen alle Perspektiven zu berücksichtigen. Das Forum „Pro LKH Bad Aussee“ forderte mit Nachdruck eine zusätzliche Auslastung, respektive einen Schwerpunkt für die Chirurgie Bad Aussee, damit es bis zur Inbetrieb nahme des Zentralkrankenhauses in Stainach-Pürgg zu keinen weiteren Versorgungseinschränkungen der Bevölkerung kommt. Um die interdisziplinäre Zusammen arbeit bis zur Eröffnung des Hauses im Ennstal so erfolgreich wie möglich
zu gestalten, wurde ein Besuch des LKH Feldbach vereinbart, um aus dem dortigen Konzept Schlüsse zu ziehen. Ein weiterer Punkt umfasste eine verstärkte Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten im chirurgischen Bereich. Im Detail wird darüber – und auch über die Nachnutzung – laut Aussendung im nächsten Treffen gesprochen, das für September vereinbart wurde. „Wichtig ist, dass die Mitarbeiter der beiden Abteilungen in Bad Aussee wieder an einem Strang ziehen und allfällige Befindlichkeiten über Bord werfen, um sich für die künftigen Aufgaben bestmöglich zu rüsten“, so einer der Teilnehmer der Arbeitsgruppe.
Als Galileo Galilei vor über 400 Jahren die Erkenntnisse von Kopernikus bestätigte, dass sich die Erde um die Sonne dreht, wollten das viele Entscheidungsträger in der katholischen Kirche nicht wahrhaben, weil dies angeblich der Heiligen Schrift widersprach. Gegen ihn wurde ein Inquisitionsverfahren eingeleitet und 1633 musste er seiner Lehre der Erdbewegung abschwören. Als schon vor Jahren mahnende Stimmen, die sich immense Sorgen um das Gesundheitssystem machten, abgekanzelt und belächelt wurden, fühlten sich diese in die damalige Zeit zurückversetzt, als nämlich nur ein Weltbild zu gelten hatte: Das, welches diktiert wurde. Galileo Galilei wird zugeschrieben, dass er im Verfahren selbst „... und sie bewegt sich doch!“ gesagt habe. Gut, dass dies nun der amtierenden Gesundheitslandesrätin ebenfalls nachgesagt werden kann, denn die Mär der Unfehlbarkeit in staatlichen und geistlichen Einrichtungen hat sich wohl schon längst selbst ad EGO absurdum geführt.