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Alpenpost 02/2023

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Ausgabe Nr. 2 26. Jänner 2023 47. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14tägig – Preis: € 1,80 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Skispringen ist voll einfach! Simon Ammann

Der Kulm ist bereit...

27.-29. Jänner 2023

1 Tag Nur noch

bis zum Skiflug-Weltcup am Kulm. Jetzt Tickets reservieren: skiaustriaticket.at

Auf zum Kulm!

Neben dem Loser, den Seen und dem Narzissenfest ist der Kulm wohl eines der bekanntesten „Wahrzeichen“ des Ausseerlandes. Kommendes Wochenende werden sich auf dieser geschichts- und erfolgsträchtigen Schanze (den Schanzenrekord hält mit 244 Metern seit 2016 Peter Prevc) wieder die besten Skiflieger der Welt ein Stelldichein geben. Das Organisationskomitee hat nichts unversucht gelassen, um die Besucher dieser Skiflugveranstaltung voll auf ihre Kosten kommen zu lassen: Von Weltcup-Partys im Zentrum von Bad Mitterndorf mit Live-Musik und Teampräsentationen bis hin zu einer Flugshow von den „Flying Bulls“ wird ein wirklich spannendes und umfangreiches Programm geboten. Grund genug, zum benachbarten Kulm zu fahren, um im wahrsten Sinne des Wortes „Flagge zu zeigen“: Mit ihrem Besuch unterstützen Sie die Ambitionen, den Kulm langfristig im Weltcup-Kalender der FIS einzutragen. Seinen Sie dabei, wenn am Kulm Geschichte geschrieben wird!

Der richtige Zeitpunkt für eine Reflexion

...für die weltbesten Skiflieger ebenso wie für deren Fans. Von Freitag bis Sonntag blickt die Sportwelt auf Tauplitz/Bad Mitterndorf.

Hannes Androsch gibt Rücktritt aus „Kulturkomitee“ der Kulturhauptstadt 2024 bekannt Nur kurz nach der ersten Veranstaltung, einer Lesung von Birgit Minichmayr im kühlen Lehár-Kino in Bad Ischl (siehe Seite 21), gab einer der wohl einflussreichsten Proponenten des von der künstlerischen Leiterin, Elisabeth Schweeger, zusammengestellten „Kulturkomitees“ seinen sofortigen Rücktritt aus diesem Gremium bekannt, da er sich mit dem „global-exotischen“ Programm nicht identifizieren könne.

Das ehrenamtlich tätige Komitee, welches von der künstlerischen Leitung eingeladen wurde, sollte laut Definition von Elisabeth Schweeger als „Botschafter und Botschafte rinnen in der Verbreitung der Kultur hauptstadt-Idee und -Philosophie unterstützen“. Eingeladen dazu wurden unter anderem Aleida Assmann, Klaus Maria Brandauer, Hubert von Goisern, Xenia Hausner, Johanna Mitterbauer, Thomas Neuwirth (Conchita Wurst), Helga RablStadler, Franz Welser-Möst und eben Hannes Androsch, dessen Rücktritt aus diesem Gremium umso

schwerer wiegt, als dass er sich über seine Unternehmungen auch finanziell in die Projekte einbringt. Androsch dazu: „Medienberichten war zu entnehmen, dass in einer Pressekonferenz das Programm für die ‘Europäische Kulturhauptstadt 2024’ vorgestellt wurde. Ein für dieses Programm immer wieder erwähntes, so genanntes Kultur komitee existiert jedoch bis heute nicht, da es nie konstituiert wurde. Es hat weder Regularien, noch einen Vorsitz, sodass es mit dem inzwischen veröffentlichten Programm gar nicht befasst werden konnte,

vielleicht auch gar nicht befasst werden sollte, wodurch es nur als behübschende Werbestrategie bezeichnet und interpretiert werden kann. Dies trifft auch für die für dieses Komitee nominierten Mitglieder zu, die von den Programminhalten weder in Kenntnis gesetzt, noch auf irgendeine Weise informiert wurden“, so Hannes Androsch, der aufgrund dieser „nicht akzeptablen Vorgangsweise seine Bereitschaft, in einem Kulturkomitee mitzuwirken, welches in Wahrheit gar nicht existiert“ zurückzog. Fortsetzung auf Seite 3

Der Austritt von „Salzbaron“ Hannes Androsch aus dem so genannten „Kulturkomitee“ zur Kulturhauptstadt 2024 hat zu Wochenbeginn und genau ein Jahr vor Eröffnung dieses Kultur hauptstadtjahres erneut die enormen Fliehkräfte aufgezeigt, die rund um die Organisationsleitung herrschen. Es bleibt spannend abzuwarten, ob die künstlerische Leiterin, Elisabeth Schweeger, zu deren „Behübschung“ dieses Komitee laut Hannes Androsch dient, nun wieder umgehend zur Tagesordnung übergeht, wie sie es bei sämtlichen Fehlern bei der Organisation in der Vergangenheit tat, oder diesen schmerzlichen Verlust eines Netzwerkers und Gönners als Anlass für Reflexion nutzt. Nur eine schonungslose Selbstreflexion könnte angesichts dieses Tiefpunkts einen Wendepunkt markieren, um nicht noch mehr Sympathisanten der Kulturhauptstadtidee vor den Kopf zu stoßen und zu verjagen. Aber wahrscheinlich wurde – wie gewohnt – „...alles richtig gemacht!“ EGO


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