Advantage Ausgabe Nr. 1 / Feber 2023

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Südösterreich

12 für unser Klima!

Der Klimawandel macht deutlich, wie wichtig langfristiges (Um-) Denken ist.

Ökologisches

Bauen hat Zukunft

Nachhaltige Bausto�e wie Holz sind nicht nur CO2neutral, sondern steigern auch die Lebensqualität.

Miteinander auf Augenhöhe Zwischenmenschliche Kompetenzen spielen in der mobilen Pflege eine wesentliche Rolle.

Die letzte Meile bezwingen

Die Koralmbahn birgt auch Zukunftspotenzial für die Regionen außerhalb des Kerngebietes.

KÄSEGENUSS MIT TRADITION

Ausgezeichnete Käsespezialitäten

Die Kärntnermilch Meisterkäser stellen mit Sorgfalt, Know-how, traditionellem Handwerk und der weltbesten Rohmilch unvergleichbar g’schmackige Käsespezialitäten her.

Der Drautaler

Der edelmilde Schnittkäse begeistert Groß und Klein durch seine Vielseitigkeit und eignet sich nicht nur hervorragend für die herzhafte Jause, sondern auch für die feine Küche.

Aufgrund seiner großen Beliebtheit ist der „Drautaler“ nicht nur als klassische oder leichte Variante, sondern auch als naturgereifte oder geräucherte Spezialität erhältlich.

Der Lesachtaler Bergkäse

Der Lesachtaler Bergkäse ist eine Hommage an die Kärntner Naturlandschaft. Die Meisterkäser der Kärntnermilch bewahren die traditionelle Käseherstellung des Lesachtals. Die ursprüngliche Herstellung der Lebensmittel hat hier, im naturbelassensten Tal Europas, eine lange Tradition. Erhältlich sind die Kärntnermilch-Käsespezialitäten in den GenussMeiereien und im Frischemarkt der Kärntnermilch sowie im gut sortierten Lebensmittelhandel.

REIF FÜR DEN GENUSS.

Die naturgereiften Kärntnermilch Käsespezialitäten sind besondere Meisterstücke der Drautaler Traditionskäserei. Der würzige Mölltaler Almkäse, der exquisite Mölltaler Almkäse Selektion und der bei der Käsiade mit dem „Peak of Quality“ ausgezeichnete Bio Wiesenmilch Almkäse gehören zu den erlesenen Kreationen der Kärntnermilch Meisterkäser. Jeder Kärntnermilch Käse ist ein Qualitätsprodukt, das mit viel Know-how und Liebe zum Detail hergestellt wird.

Der Umwelt verbunden.

Natur und Genuss sind eng miteinander verbunden. Miteinander verbunden sind jetzt auch Milchpackung und Verschlusskappe. Mit dieser neuen EU-Verordnung wird dafür gesorgt, dass der Deckel zusammen mit der Tetra Pak-Verpackung dem Recycling zugeführt werden kann, anstatt in der Umwelt zu landen.

Mit der neuen Verschlusskappe setzt die Kärntnermilch ihre umweltschonende Verpackungsstrategie zuliebe stellte die Kärntnermilch bereits 2021 ihre Milchverpackungen auf über 90 % pflanzenbasiertes Verpackungsmaterial um.

Der Deckel bleibt dran! erschlusskappe fort. Der Umwelt

Gut verpackt. Besser recycelt. Ab sofort bleibt der Deckel dran!

bleibenWirdran, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht!

Vorwort

Kommen wir ins Tun!

Erst vor kurzem– so scheint es zumindest – haben wir das 25­Jahr­Jubiläum des advantage Verlages gefeiert. Nach wie vor ist es uns ein wichtiges Anliegen über alle Branchen hinweg aus Kärnten und der Steiermark zu berichten. Dabei haben wir die Kernwerte des Magazins – Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung – nie aus dem Auge verloren und holen die Menschen, die diese Werte ebenso leben wie wir, vor den Vorhang. Jeden Tag wird uns ein Stück mehr bewusst, wie wichtig das Leben und ein friedvolles Miteinander sind.

Die Beziehung zwischen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft spielt dabei eine essenzielle Rolle! Nur durch das gemeinsame Tun verändern wir wirklich etwas –jeder Tag ist eine neue Chance! Nehmen wir daher gerade jetzt die Verantwortung wahr und unser hart erkämpftes Wahlrecht in Anspruch. Kärnten hat es verdient, weiterhin mit Respekt geführt zu werden!

In Hoffnung und Demut, Ihr Walter Rumpler

SOCIAL MEDIA

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OFFENLEGUNG nach § 5 ECG, § 14 UGB, § 24 , 25 Mediengesetz. IMPRESSUM: Gründung 1997. Herausgeber: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Verlag & Medieninhaber: advantage Media GmbH. Geschäftsführer: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Chefredaktion: Petra Plimon, BA MA, petra@plimon.at. Redaktion: Anna-Maria Lang; Anna Maria Orasch; Monika Unegg. Medien- & Anzeigenleitung: Oliver Zussner, o.zussner@advantage.at. Fotos: advantage, pixelio.de, pixabay.com, unsplash.com bzw. beigestellt lt. FN. Büroanschrift: advantage Media GmbH, Bahnhofplatz 5/Top 9, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, T: +43 (0)650 7303400. Die Meinungen von Gastkommentatoren müssen sich nicht mit der Meinung der advantage-Redaktion decken. Alle Rechte, auch Übernahme von Beiträgen gem. §44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. AGB/Haftungsausschluss/rechtlicher Hinweis: www.advantage.at

Inhalt

4 Wir haben keine zweite Erde Andrea Steiner, Leiterin des Wegener Center, im advantage Zukunftsgespräch über Ursachen und Folgen des Klimawandels.

8 Nachhaltigkeit als Überlebensformel Lösungsansätze und Antworten für Industrie und Wirtschaft liegen bereits in der Schublade.

10 Klimaneutral Bauen mit Holz Über die Notwendigkeit des Wandels in der Bauwirtschaft spricht Landesinnungsmeister Fritz Klaura.

12 Fit für die Betriebsübergabe Allein in Kärnten werden jedes Jahr rund 450 Betriebe in neue Hände übergeben.

25 Den Zentralraum gestalten Der Wirtschaftsraum Südösterreich ist auch für die Kommunen der Bezirke Klagenfurt­Land und Villach­Land von großer Bedeutung.

44 Transformation der gebauten Umwelt Nachhaltiges Bauen ist an der TU Graz zu einem Schwerpunkt in Forschung und Lehre geworden.

52 Innovatives Bauen der Zukunft Mit einem nachhaltigen Dachziegel setzt das Startup „Solution Zero“ ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung.

56 Mobile Pflege im Fokus Jennifer Wallner begleitet Menschen, um in den eigenen vier Wänden würdevoll alt zu werden.

62 YA zum Leben

Das Mindset hilft uns, besser mit Veränderungen umzugehen.

Mithilfe von Satellitenmessungen können natürliche Klimaeinflüsse von menschengemachten Auslösern unterschieden werden.

© Eumetsat

INTERVIEW

mit Univ.-Prof. Mag. Dr. Andrea Steiner, Leiterin Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz

Der Klimawandel macht deutlich, wie wichtig langfristiges (Um-)Denken ist. Andrea Steiner untersucht Veränderungen in der Atmosphäre und deren Ursachen. Im Zukunftsgespräch mit advantage erklärt die Klimaforscherin, welche Trends die aktuellen Messungen zeigen. Von Petra Plimon

HABEN KEINE ZWEITE ERDE!

Die Pasterze 1920 und 2022: Der Gletscherschwund setzt sich kontinuierlich fort und ist einer der sichtbaren Effekte des Klimawandels. © OeAV/ Lieb

advantage: Warum verändert sich das Klima?

Andrea Steiner: Der derzeitige Klimawandel ist hauptverursacht durch menschliche Aktivitäten, in erster Linie durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen und Energieträgern seit Beginn der industriellen Revolution und damit einhergehend mit der Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre. Man kann durch Analysen klar nachweisen, woher dieses CO2 stammt. Dadurch gerät das Klimasystem der Erde – die Energiebilanz zwischen ein­

Andrea Steiner, Leiterin des Wegener Centers der Universität Graz, wurde 2022 in der Kategorie Forschung zur Österreicherin des Jahres gekürt.

© Furgler

gehender Sonnenstrahlung und ausgehender Wärmestrahlung – aus dem Gleichgewicht. Die Erde erwärmt sich.

Wie kann der Klimawandel gemessen werden?

Beim Wegener Center arbeiten wir hauptsächlich mit Satellitendaten, wo wir uns die Atmosphäre genauer anschauen. Die globale Erwärmung beträgt seit der vorindustriellen Zeit um mehr als ein Grad im Mittel mehr. An Land ist diese deutlich höher. Wir stellen aber auch eine Erwärmung in den Ozeanen fest. Das führt zu einem Meeresspiegelanstieg, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat. Gleichzeitig misst man auch das Abschmelzen der Eisschilde sowie einen massiven Gletscherrückgang, was ebenfalls zu einem Anstieg des Meeresspiegels führt.

Was sind die Folgen?

All diese Veränderungen haben Auswirkungen auf die Atmosphäre und damit auf das Wetter. Wettermuster etwa verschieben sich. Das bedeutet, dass wir im Sommer auch in Europa vermehrt Hitzewellen und Dürren bekommen sowie stärkere Gewitter, Stürme und Starkniederschläge gepaart mit Überflutungen. Die Extreme werden häufiger und auch intensiver. Mehr Erwärmung bedeutet mehr Extremereignisse. 

Gleichzeitig nehmen die Frosttage ab, weil es im Mittel wärmer wird. Dadurch verlängern sich die Vegetationsperioden, dennoch können Spätfröste mit Ernteausfällen auftreten. Diese Ereignisse sind schwer vorhersehbar und wirken sich direkt auf Mensch und Umwelt und damit auch auf die Wirtschaft aus, verursachen hohe Kosten. Der Klimawandel hat letztlich Auswirkungen auf das gesamte soziale Gefüge.

„Wir müssen in Richtung klimafreundliche Strukturen umbauen und investieren. Es braucht ein koordiniertes Vorgehen von allen Akteuren.“

Andrea Steiner, Klimaforscherin

Wie können natürliche Klimaeinflüsse von menschengemachten Auslösern unterschieden werden? Natürliche Ereignisse haben andere Zeitskalen, als die durch den Menschen verursachte Erwärmung. Die menschgemachten Ursachen bewirken einen langfristigen Klimatrend, ein Ansteigen der Temperatur. Hauptreiber im derzeitigen Klimawandel sind eindeutig die Treibhausgase. Die

natürlichen Faktoren haben nur einen ganz geringen Anteil an der aktuell beobachteten Erwärmung.

Was müssen wir Menschen verändern, damit die Transformation gelingen kann?

Es braucht ein langfristiges (Um­)Denken. Jede Tonne CO2 verursacht weitere Erwärmung. Und diese Treibhausgasemissionen kommen eindeutig durch unser Tun in die Atmosphäre: Durch Mobilität, Industrie, Konsum. Wenn ich als Klimaforscherin sage, wir müssen auch einsparen, das ist halt nicht opportun. Es ist eine unangenehme Nachricht, aber es ist eine Tatsache. Wir müssen sozusagen in Richtung klimafreundliche Strukturen umbauen. Da braucht es ein koordiniertes Vorgehen von allen Akteuren: Von staatlichen, von nicht staatlichen, von den Regierungen über die Unternehmen, die Sozialpartner, die Gesellschaft bis hin zu den Medien. Es braucht Rahmenbedingungen, um eine solche Transformation in Gang zu bringen. Da müssen alle zusammenhelfen.

Green Deal und SDGs: Welchen Beitrag kann die Wirtschaft, die Politik zur Erreichung der Klimaziele leisten?

Es ist wichtig, die Energiekrise und die Klimakrise gemeinsam zu denken, in klima­

Extremwetter wie Hitzewellen, Dürre oder Starkregen haben durch den Klimawandel zugenommen.

„Hauptreiber im derzeitigen Klimawandel sind die Treibhausgase. Die natürlichen Faktoren haben nur einen ganz geringen Anteil an der aktuell beobachteten Erwärmung.“

Andrea Steiner, Klimaforscherin

freundliche Strukturen, in erneuerbare Energiesysteme zu investieren. Wir brauchen ein bundesweites Klimaschutzgesetz, eine koordinierte Raumplanung, öffentliche Infrastrukturen für die Mobilität. Und schon auch eine Bepreisung von klimaschädigenden Emissionen, sprich eine Kostenwahrheit! Natürlich muss man das alles sozial verträglich gestalten. Es braucht auch Mut langfristige Entscheidungen zu treffen, die vielleicht kurzfristig nicht so schön sind. Es muss uns ja allen um die zukünftigen Generationen gehen. Das heißt, es gilt die Erde zu bewahren. Denn unsere Ressourcen sind die Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft.

Was bedeutet für Sie persönlich nachhaltiges Handeln?

Dass man bewusst konsumiert, mitunter den Konsum einschränkt, regional einkauft, Wege einspart, mehr öffentliche Verkehrsmittel benutzt, mit dem Fahrrad fährt. Dass man Sachen repariert und wieder verwendet. Es umschließt alle Lebensbereiche. |

Jedes Jahr ruft das Netzwerk Verantwortung zeigen! soziale Organisationen auf, Wünsche einzureichen.

© Verantwortung Zeigen!

Landesweiter Teameinsatz

für die gute Sache

Ab sofort sind Firmenteams gesucht: Von 31. Mai bis 30. Juni finden die bereits 14. landesweiten Engagementtage des Netzwerks Verantwortung zeigen! statt.

Unternehmen aller Größen und Branchen werden sich auch 2023 einen Tag in den Dienst einer gemeinnützigen Organisation stellen und Hochbeete bauen, Zimmer ausmalen und Ausflüge organisieren. Bis 20. April können sich Firmen ab sofort zur Mitwirkung anmelden!

Teambuildingevent

Jedes Jahr ruft das Netzwerk Verantwortung zeigen! soziale Organisationen auf, Wünsche einzureichen. Dabei geht es nicht um materielle Hilfe, sondern tatsächlich um Zeit und Aufmerksamkeit, die die Klienten der Einrichtungen gemeinsam mit Firmenteams verbringen. Die Wünsche sind vielfältig und reichen von Ausflügen, über Gartenarbeit, sportlichen Aktivitäten bis hin zu einer Jause bei einer Buschenschank. Im Vordergrund steht immer der Gedanke: Einfach Spaß und Freude miteinander zu haben!

Zu kleine Teams gibt es nicht

Damit die vielen Projektwünsche gemeinnütziger Einrichtungen aus ganz Kärnten, die für die landesweiten Engagementtage

2023 im Netzwerkbüro von Verantwortung zeigen! heuer wieder eingegangen sind, auch verwirklicht werden können, werden ab sofort engagierte Firmenteams gesucht: Gartenhütten wollen aufgestellt werden, alte Menschen wünschen sich Begleitung bei einem Ausflug, Kinder ein gemeinsames Sommerfest. Auch Projekte im Naturschutz sind dabei. Mitmachen können alle – vom Kleinbetrieb bis zum Konzern. Alles, was es braucht ist, eine Portion Offenheit und einige Stunden Zeit und manchmal ein bisschen handwerkliches Geschick.

Corporate Volunteering Teambuilding und Betriebsausflug, Persönlichkeitsbildung und Horizonterweiterung – alles in einem. Gleichzeitig dient die Teilnahme einem guten Zweck. Rund 60 Firmenteams waren in den Vorjahren jeweils einen Tag lang im Arbeits­ und Ausflugseinsatz für und mit zahlreichen Organisationen. Wer einmal mitmacht, wird meist zum „Wiederholungsgeber“! Ob Teams von Kelag oder den Naturel Hotels, Sto und Hirsch Servo, die Wietersdorfer Gruppe, das Kollegium der FH Kärnten

und das Deutsch Ordens Krankenhaus Friesach und viele mehr – sie alle machen immer wieder begeistert mit. Zudem wird dieses einzigartige landesweite Miteinander von Wirtschaft und Gesellschaft beim gemeinsamen Offiziellen Auftakt am 30. Mai auf Einladung von LH Dr. Peter Kaiser im Spiegelsaal der Landesregierung auch gebührend gefeiert werden. |

SEIEN SIE MIT DABEI!

Es wird eine Erfahrung, die noch lange nachwirkt und gut tut!

Kontakt: VZ Netzwerkbüro, 0463/507755-0.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.verantwortung-zeigen.at

Vertreter von Unternehmen und Institutionen, die 2023 mitmachen möchten, erhalten alle Informationen zu Zeitplan, Organisationsbeitrag sowie die aktuelle Projektliste ab 2. März 2023 online oder im Netzwerkbüro von Verantwortung zeigen! in Klagenfurt unter 0463/507755-0 oder yasmine. benischke@verantwortung-zeigen.at

INTERVIEW

mit

„Wir

kennen unsere Überlebensformel bereits“

Kooperation statt Konfrontation als Antwort auf Klimawandel, Artensterben und Pandemien. Von Petra Plimon

Im Interview mit advantage spricht Ulrich Eberl über sein aktuelles Buch „Die Überlebensformel“ und möchte Mut machen: Es gibt bereits Lösungsansätze für Industrie und Wirtschaft.

advantage: Was ist aus Ihrer Sicht die „Überlebensformel“, um die Herausforderungen der Jetzt-Zeit zu bewältigen?

Ulrich Eberl: Als Physiker habe ich gelernt, ganzheitlich zu denken. Bei den Umweltkrisen hängt alles mit allem zusammen. Beispiel Energiewende: Hier sind erneuerbare Energien der wichtigste Hebel. Würden weltweit alle fossilen Kraftwerke durch Wind­ und Solarstrom ersetzt sowie Benzin­ und Dieselmotoren durch Elektroantriebe, dann würden die Klimagase aus Kohle, Öl und Erdgas um zwei Drittel sinken. Dafür muss ein komplexes Puzzle gelöst werden: Wir brauchen intelligente Stromnetze, effektive Speicher und Kraftwerke für die Dunkelflauten. Insgesamt steigt der Stromverbrauch, schon weil künftig viele E­Fahrzeuge unterwegs sind und Wärmepumpen die Häuser heizen. Und weil die Stahl­ und Chemieindustrie auf grünen Wasserstoff setzt, der mit überschüssigem Wind­ und Solarstrom erzeugt wird.

„Der nötige Wandel ist wirtschaftlich, ökologisch und sozial sinnvoll. Dabei geht es gar nicht vorrangig um Verzicht, sondern um mehr Lebensqualität.“

Ulrich Eberl, Physiker

Für die Industrie ist aber entscheidend: Sind die klimafreundlichen Lösungen auch wirtschaftlich nachhaltig?

Anders als vor zehn Jahren ist das heute oft der Fall. Wind­ und Solarstrom sind jetzt überall auf der Welt billiger als Kohlestrom. 70 Prozent des globalen Zubaus der

Stromerzeugung entfallen auf Erneuerbare. China und Indien besitzen schon mehr erneuerbare Kraftwerksleistung als Europa und die USA zusammen. Die Elektromobilität boomt, weil die Preise für Lithium­Ionen­Akkus seit 2010 um 90 Prozent gesunken sind. Auch grüner Wasserstoff wird bald günstiger sein als der aus Erdgas.

Ein Drittel der CO2-Emissionen stammt aus dem Gebäudesektor. Wie kann hier Klimaneutralität erreicht werden?

Die bei uns durch Gebäude verursachten Klimagase gehen auf Heizung und Warmwasser zurück sowie auf Hausgeräte, Beleuchtung und Computer. Wenn künf­

Dr. Ulrich Eberl promovierte an der TU München in Biophysik, arbeitete bei Daimler und leitete 20 Jahre lang bei Siemens die Innovationskommunikation. Seit 2016 ist er als selbstständiger Zukunftsforscher und Buchautor tätig. © Eberl

tig mehr Wärmepumpen für die Heizung sorgen, der Verbrauch intelligent gesteuert wird und all der Strom aus klimaneutralen Quellen stammt, ist ein Großteil des Problems gelöst. Es bleibt die Zementindustrie. Wäre sie ein Staat, läge sie beim CO2­Ausstoß an vierter Stelle, hinter China, den USA und Indien. In Pilotprojekten wird das CO2 mit grünem Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe für Lkws, Schiffe und Flugzeuge umgewandelt und so sinnvoll genutzt. Noch wichtiger ist das Bauen mit Holz: Würde global ein Viertel des Betons durch Holz oder Bambus ersetzt, würde

dies jedes Jahr zehnmal mehr Klimagase sparen, als Österreich emittiert. Dass das geht, belegen Holz­Hybrid­Hochhäuser: etwa das 84 Meter hohe HoHo in Wien.

Sind nachhaltiges

Bauen und leistbar Wohnen nicht ein Widerspruch?

Bauen mit Holz bringt noch weitere Vorteile. So werden dank 3D­Computerplanung die Holzmodule präzise vorgefertigt und vor Ort nur noch wie Legosteine zusammengefügt. Die Folge: Weniger Staub, weniger Lärm, weniger Abfall und ein weit schnelleres Bauen. Für bestehende Gebäude gibt es auch gute Lösungen: Mit dem „Energiesprong“­Konzept aus den Niederlanden können alte Häuser binnen acht Tagen auf Passivhaus­Standard gebracht werden. Und in Deutschland würde die Sanierung des ältesten Drittels der Gebäude deren Wärmebedarf um 80 Prozent verringern – was so viel an Heizkosten spart, dass sich die Sanierung allein dadurch rechnet. Auch Solaranlagen amortisieren sich heute binnen weniger Jahre.

Welche Rolle spielt die Politik in der Umsetzung der SDGs?

Die Politik muss die Rahmenbedingungen für eine „grüne“ Industrie setzen. Sie muss Innovationen und Investitionen fördern, die Preise für Klimagase und Müll stetig

„Würde global ein Viertel des Betons durch Holz oder Bambus ersetzt, würde dies jedes Jahr zehnmal mehr Klimagase sparen, als Österreich emittiert.“

Ulrich Eberl, Physiker

steigen lassen und soziale Härten ausgleichen. Das erfordert internationale Zusammenarbeit und eine Finanzindustrie, die ihre Gelder aus der fossilen Wirtschaft abzieht. Bürokratische Hemmnisse müssen abgebaut und der Fachkräftemangel behoben werden. Die Bildung ist wie so oft der Schlüssel.

Was bedeutet für Sie persönlich nachhaltiges Handeln?

Wir haben zu Hause einen naturnahen Garten, Solarzellen auf dem Dach, Batterien im Keller und ein E­Auto in der Garage. Außerdem achten wir auf fair gehandelte Produkte und regionale Biolebensmittel. In meinen Büchern und Vorträgen will ich Mut machen: Der nötige Wandel ist wirtschaftlich, ökologisch und sozial sinnvoll – wir kennen „unsere Überlebensformel“ bereits, wir müssen sie nur endlich umsetzen. Dabei geht es gar nicht vorrangig um Verzicht, sondern um mehr Lebensqualität: In einer Stadt der kurzen Wege mit wenig Autoverkehr und großzügiger Begrünung lebt es sich stressfreier. Weniger Fleisch und weniger Fertigprodukte sind gesünder. Strom vom Solardach ist gut fürs Klima, für den Geldbeutel und für eine sichere und unabhängige Energieversorgung – und ein Wald oder ein Korallenriff mit reichem Tierleben hilft nicht nur der Artenvielfalt, sondern beschert auch wunderbare Urlaubserlebnisse. |

INTERVIEW

mit

„Es braucht einen Wandel in der Bauwirtschaft“

Bauen mit Holz ist klimafreundlich und gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Fritz Klaura, Landes­Innungsmeister Holzbau Kärnten, spricht im Interview mit advantage über die Vorteile des nachhaltigen Baustoffs Holz und welche Potenziale sich mit dem modernen Holzbau in punkto Klimaschutz ergeben.

advantage: Warum ist Holz ein umweltfreundliches Baumaterial?

Fritz Klaura: Der größte Vorteil liegt beim Holz in der dauernden Erneuerung, also dem Nachwachsen. Beim Wachstum bindet der Baum CO2, wandelt es in Holzmasse um und gibt Sauerstoff ab. Wenn wir mit Holz bauen, so speichern wir den gebundenen Kohlenstoff in unseren Bauten so lange wie diese bestehen bleiben. Eigentlich konservieren wir dieses gebundene CO2 noch länger, denn wenn wir ein Gebäude nach der Nutzung rückbauen (nicht abreißen!) und die dort vorrätigen Holzteile wiederum in anderen Bauten verwenden, so sprechen wir von einer Nutzung in Kaskaden und können ein und das selbe Material über mehrere hundert Jahre wegpacken. Im Bereich der tragenden Bauteile kann das nur Holz bewerkstelligen. Ein weiterer Punkt ist das besondere Wohlfühlen in einem Holzbau. Denn Holz ist der älteste Baustoff den wir haben

„Wollen wir die Klimaerwärmung eindämmen, so müssten wir ab sofort den Wandel der Bauwirtschaft hin zu erneuerbaren Rohstoffen vollziehen.“

Fritz Klaura, Landes-Innungsmeister Holzbau Kärnten

und der Mensch hat sich in seiner Entwicklung mit diesem Material „arrangiert“. Holzoberflächen entziehen uns keine Wärme, daher fühlen wir uns in Holzbauten sehr wohl.

Welche Trends gibt es aktuell im Holzbau?

Derzeit gibt es einen regelrechten Wettbewerb um das höchste Holzhochhaus der Welt. In Wien haben wir beispielsweise das HoHo (HolzHochHaus) mit 24 Geschossen und 84 m Höhe gebaut. Im Schweizer Winterthur wird gerade am 100 m hohen Roket Tigerli. Ein weiterer Trend liegt in der Revitalisierung, dem Zubau und der Aufstockung von Gebäuden, welche oftmals nur mit Holzbauteilen möglich sind. Der Bodenverbrauch, die steigenden Baukosten und der Leerstand von Gebäuden, wie auch brachliegende Geschoße – Dachboden ist der günstigste Baugrund – zwingen uns gerade zu dieser Vorgangsweise.

Die Bau- und Gebäudewirtschaft liegt beim CO2-Ausstoß auf Rekordniveau und hinkt damit den Klimazielen hinterher. Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen? Wollen wir den Klimawandel, wie in den Vereinbarungen der Klimakonferenzen fest­

Furgler

geschrieben, eindämmen, so müssten wir ab sofort den Wandel der Bauwirtschaft hin zu erneuerbaren Rohstoffen vollziehen. Das ist zu schaffen, wenn die Regierungen die von ihnen selbst beschlossenen Maßnahmen endlich umsetzen würden. Es gibt einen riesengroßen Haufen Papier, worin schon alles niedergeschrieben ist, wie wir dieses Ziel erreichen. Doch bisher wurde alles in den Schubladen abgelegt. Es ist nicht verständlich, dass die Entscheidungsträger der Öffentlichen Hand und die Regierenden ihrer selbst auferlegten Pflicht nicht nachkommen. Eine Umkehr zu nachhaltiger Wirtschaftsweise, zur Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit wird nicht durch den Einzelnen vollzogen. Es müssen die Rahmenbedingungen sofort und unumkehrbar in diese Richtung geändert werden. Natürlich ist auch die Akzeptanz der Bevölkerung wichtig und notwendig. Doch wenn kein „sanfter Druck“ durch Rahmenbedingungen erfolgt, wird sich nichts ändern.

Welche Lösungsansätze gibt es?

Allein schon der Umbau von Erdreich gibt erdgebundenes CO2 frei. Die Erzeugung der meisten Baustoffe erfordert sehr viel Energie und verursacht dabei auch wieder hohe Schadstoffmengen. Da müssen wir

„Der größte Vorteil liegt beim Holz in der dauernden Erneuerung. Beim Wachstum bindet der Baum CO2, wandelt es in Holzmasse um und gibt Sauerstoff ab.“

Fritz Klaura, Landes-Innungsmeister Holzbau Kärnten

uns auf Naturmaterialen besinnen. Tragende Bauteile können wir sehr gut mit dem nachwachsenden Material Holz ausführen. Bei Dämmungen sieht es ähnlich aus. Hier ersetzen wir die synthetischen Dämmstoffe mit Recyclingzellulose, Holzweichfaser, Hanffasern oder Stroh. Naturmaterialien sind ohnehin viel leistungsfähiger als künstlich hergestellte. Auch die Architektur ist maßgebend. Mit der richtigen Vorgangsweise können wir wirklich CO2­neutral bauen: Vielmehr noch, wir können CO2 wegpacken und somit den Schadstoffausstoß total umkehren.

Wo gibt es speziell in Kärnten noch Nachholbedarf?

Schenkt man den Aussagen vieler Entscheidungsträger in der Politik Glauben, so soll Kärnten Vorreiter hinsichtlich Holznutzung und nachhaltiger Bauweisen werden. Da gibt es viel zu tun und man sollte diesem Ziel auch Taten folgen lassen. Fährt man durchs Land, sieht man viele Baustellen zu mehrgeschossigen Wohnbauten in alter Technik ausgeführt, aber keinen Holzbau. Sollten wir die vorgegebenen Klimaziele nicht erreichen, so werden Strafzahlungen des Landes und des Bundes fällig, die ein Vielfaches der kleinen Mehraufwendungen betragen als bei den primären Baukosten anfällt. |

KONTAKT

Landesinnung Holzbau / Sparte Gewerbe & Handwerk Ing. Friedrich KLAURA Koschutastraße 4 9020 Klagenfurt am Wörthersee

T: +43 5 90 90 4-120

F: +43 5 90 904 114

E: innungsgruppe2@wkk.or.at

Holzbauten: Holzbau ist aktiver Klimaschutz. © Privat

Gut vorbereitet für die Betriebsübergabe

Die Initiative „Betriebsnachfolge – fließend übergeben, erfolgreich übernehmen“ unterstützt mit wertvollen Tipps und Angeboten.

Am 9. Feber informierte die Wirtschaftskammer Kärnten in Kooperation mit dem Land Kärnten, der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen Kärnten, der Rechtsanwaltskammer Kärnten und der ExpertsGroup Übergabe Consultants rund um das Thema Betriebsübergabe und ­übernahme.

„Ob Übergabe oder Übernahme, ob internationales Business oder regionaler Familienbetrieb – dieser Prozess muss immer gut vorbereitet sein.“

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

Professionelle Unterstützung ist gefragt

Rund 6.000 Unternehmensübernahmen erfolgen jährlich in Österreich. Allein in Kärnten werden jedes Jahr rund 450 Betriebe in neue Hände übergeben. „Ob Übergabe oder Übernahme, ob internationales Business oder regionaler Familienbetrieb – dieser Prozess muss immer gut vorbereitet sein“, betont Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Denn wenn Übergaben scheitern oder kein Nachfolger gefunden wird, müssen Betriebe zusperren und über Jahrzehnte aufgebaute Erfahrung, vorhandene Infrastruktur, Know­how und viele wertvolle Arbeitsplätze stehen am Spiel. Eine professionelle Begleitung ist daher sowohl für

die Betriebe als auch für den Standort von immenser Bedeutung.

Über den Tellerrand blicken

Die Veranstaltung bot wertvolle Inputs und Expertenwissen aus erster Hand. Wie die Betriebsnachfolge innerhalb der Familie gelingt, darüber referierte Unternehmensberaterin Anna Prinz. Steuerberaterin Irina Lindermüller erklärte, wie der Wert des eigenen Unternehmens ermittelt werden kann. Vorgestellt wurden auch die Finanzierungsangebote der Raiffeisen Continuum & Startinvest der Kärntner Sparkasse. Gleichzeitig diente die Veranstaltung als interaktives Netzwerkevent für Interessierte über alle Branchengrenzen hinweg. Denn nicht immer kann die Übergabe innerhalb der eigenen Familie oder intern im eigenen Unternehmen geregelt werden.

Vernetzung von Übergebern mit Interessierten

So wurden auch Kärntner Betriebe, die aktuell einen Nachfolger suchen, vorgestellt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen durch die Veranstaltung Übergeber und Interessierte miteinander zu vernetzen. Wir stehen mit einem großen Beratungsangebot zur Seite“, erklärt Lucija Wakounig, Leiterin des Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten. Wakounig und ihr Team sind DIE zentrale Anlaufstelle für das Thema Betriebsnachfolge.

Fit für die Nachfolge

Das Gründerservice der Wirtschaftskammer unterstützt mit einem umfangreichen Angebot. „Wir helfen bei der Suche nach einem passenden Nachfolger –

„Wir stehen mit einem großen Beratungsangebot zur Seite. Dies reicht von Orientierungsgesprächen über Möglichkeiten der Beratungsförderung bis hin zur Nachfolgebörse.“

Lucija Wakounig, Leiterin des Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten

auch durch eine Nachfolgebörse – bieten kostenlose Orientierungsgespräche sowie Möglichkeiten der Beratungsförderung,“ so Wakounig. Bis zu 50 % bzw. mit maximal 500 € werden Beratungskosten des Rechtsanwalts, Steuerberaters und der ExpertGroup Übergabe Consultants übernommen. Aktuell finden in allen Bezirksstellen der Wirtschaftskammer Kärnten Sprechtage statt, zu denen man sich ab sofort vorab online oder telefonisch anmelden kann. Es gilt das Prinzip „First Come – First Serve“. |

WEITERE INFORMATIONEN

Wirtschaftskammer Kärnten

Gründerservice

Mag. Lucija Wakounig, B.Sc. T: 05 90 90 4 - 740

E: lucija.wakounig@wkk.or.at wko.at/ktn/betriebsnachfolge

Am 9. Feber gab es bei der Veranstaltung „Fit für die Betriebsübergabe“ wertvolle Tipps von namhaften Experten. © Thomas Hude

Das war die Agrarmesse Alpen-Adria in Klagenfurt

Als Schaufenster und Branchentreffpunkt der heimischen Landwirtschaft lockte die Fachmesse über 25.000 Besucher nach Kärnten.

Heuer wurde erstmals der Innovationspreis, ein Agrarpreis für innovative Landwirtschaft, verliehen. Im Rahmen der Genussland Erfolgsgeschichten wurden zudem außergewöhnliche heimische Betriebe vor den Vorhang geholt und für ihre Leistungen geehrt. Vom ersten bis zum letzten Messetag punktete die Agrarmesse Alpen­Adria mit positiver Stimmung und kauffreudigen Messebesuchern.

Treffpunkt der internationalen Agrarbranche

Mit 320 Ausstellern aus insgesamt sechs Nationen konnte die Agrarmesse dieses Jahr noch stärker zur internationalen Fachmesse heranwachsen. „Die vergangenen drei Jahre haben es gezeigt: Es ist nicht die internationale Agrarindustrie, sondern es sind die bäuerlichen Familienbetriebe vor Ort, auf die sich die Menschen in Krisenzeiten verlassen können“, so Kärntens LK­Präsident Siegfried Huber die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für die Lebensmittelversorgung und Energieproduktion.

Land- und Forstwirtschaft als Wirtschaftsfaktor

Wie wichtig die heimische Land­ und Forstwirtschaft für den Wirtschaftsstandort Kärnten nach wie vor ist, zeigt eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien (IHS): Die rund 18.000 landund forstwirtschaftlichen Betriebe in Kärnten tragen mehr als 1,1 Mrd. Euro zur regionalen Wertschöpfung bei, jeder zehnte Arbeitsplatz in Kärnten steht in Verbindung mit der Land­ und Forstwirtschaft. „Die Land­ und Forstwirtschaft ist mit der Lebensmittel­ und Holzproduk­

tion DER Motor für die Wirtschaft außerhalb des Zentralraums. Ohne die Bewirtschaftung durch die Bauern wäre auch das Tourismusland Kärnten nicht möglich“, rief Huber in Erinnerung.

Neu: Verleihung des Innovationspreises

Der Innovationspreis 2023 ­ ein Agrarpreis für innovative Landwirtschaft – wurde von Innovation Farm gemeinsam mit den Kärntner Messen, „Unser Lagerhaus“ WHG, der Landwirtschaftskammer Kärnten und dem Land Kärnten ins Leben gerufen, um innovative Ideen aus der Land­ und Forstwirtschaft vor den Vorhang zu holen. Unter 20 Einreichungen wurden fünf Preise in den Kategorien Landtechnik, Landwirtschaft und auch ein Sonderpreis für landwirtschaftliche Bildungsstätten verliehen.

Genussland Kärnten prämierte Aushängeschilder

Inzwischen ist das Genussland Kärnten mit über 400 Genussland Kärnten Produzenten, 112 Kärntner Genuss Wirten, 72 Genussland Kärnten Handelspartnern und 15 Kärntner Genuss Schulen zu einem kulinarischen Netzwerk gewachsen, das nicht nur in Kärnten, sondern weit über die Grenzen hinaus seinesgleichen sucht. Für Agrarlandesrat Martin Gruber zeigen die Erfolgsgeschichten, wie viel persönliches Engagement, Fleiß und Herzblut die Genussland Kärnten­Betriebe in ihre Arbeit stecken: „Sie alle sind Aushängeschilder für geprüfte, regionale Qualität und Botschafter für unsere heimische Landwirtschaft. Regionalität macht uns unabhängiger, Regionalität sichert unsere Versorgung auch in Krisenzeiten.“ |

Denzel Südring als neuer Ford Partner

AUTO AG ist mit über 20 Marken einer der führenden Automobil­Mehrmarkenhändler in Österreich. Zum aller ersten Mal startet Denzel nun auch mit der Marke Ford am neuen Standort in der Triplatstrasse 1 am Südring in Klagenfurt durch. Kundenorientierung und perfekter Service, sind für Marc Reiter, Kundencenter Leiter von Denzel Klagenfurt, wegweisend für die Positionierung als neuer Ford Partner in Kärnten.

„Wir sind dabei, das Autohaus umzugestalten und auf neue Beine zu stellen. Unser Ziel ist es, die Marke Ford an diesem Standort zu etablieren und als Ford Kompetenzzentrum in den kommenden Jahren der Ansprechpartner in Sachen Mobilität zu werden“, schildert Marc Reiter, Kundencenter­Leiter von Denzel in Klagenfurt.

„Die ersten Ford Modelle können bereits im Schauraum bestaunt als auch Probegefahren werden“, so Walter Otto, der als neuer Kundencenter Leiter den Betrieb mit seiner langjährigen Erfahrung in der Automobilbranche bereichern wird.

Ford sortiert seine Händler neu Getrieben durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen sowie sich permanent verändernden Ansprüchen der Kunden, die auf ihrer Erlebnisreise Online­ und „Rund­umdie­Uhr“ ­Lösungen erwarten, durchläuft auch die Marke Ford einen tiefgreifenden Wandel. In diesem Umfeld hat sich Ford das Ziel gesetzt, sämtliche Prozesse entlang der Kundenbeziehung auf deren Bedürfnisse, Erwartungen und Mehrwerte neu auszurichten. Vor diesem Hintergrund plant Ford ein neues Agentur­Vertriebskonzept für das PKW­ und das NFZ­

Geschäft einzuführen, wo in einem ersten Schritt mit 01. April 2023 alle Partnerverträge gekündigt und im DACH­Raum ab diesem Zeitpunkt die ersten Bestandteile des Agenturmodells in Europa eingeführt werden. Die Erarbeitung der neuen Verträge erfolgt durch die Arbeitsgruppe „Zukunftsplan“ bestehend aus Ford Vertretern und aus Ford Händlern unterschiedlicher Größe der drei DACH Regionen. |

WEITERE INFORMATIONEN

Denzel Südring

Triplatstraße 1

9020 Klagenfurt am Wörthersee Kundencenter Leiter Walter Otto, Mobil: +43 664 807416900

Startups und Unternehmer vernetzten sich beim SKI ME UP!

Über 80 Entrepreneure, Innovatoren, Startups und Unternehmer trafen sich zur zweiten Auflage des B2B-Skitages organisiert vom Team des see:PORT am Sportberg Goldeck.

Einen Tag voller Sport, Spaß, Inspiration mit der Gelegenheit zum erfolgreichen Netzwerken und Gedankenaustausch erlebten über 80 Teilnehmende aus ganz Österreich sowie Slowenien am Sportberg Goldeck.

Skifahren als verbindendes Element

Bereits zum zweiten Mal fand der B2B­Skitag organisiert vom Team des Innovationsraums see:PORT Pörtschach und mit Unterstützung vom Land Kärnten (Referat für Wirtschaft, Tourismus und Mobilität), der Wirtschaftskammer Kärnten und den Kärntner Linien statt. SKI ME UP ist mittlerweile fixer Bestandteil des ganzjährigen see:PORT­Programms. „Besonders nach einer Pandemie ist es wichtiger denn je, die Menschen wieder zusammenzubringen. Für ein funktionierendes Ökosystem braucht es die richtigen Rahmenbedingungen sowie die Vernetzung von Entrepreneuren, Innovatoren, Startups, Unternehmen und Investoren. Durch Kooperationen entstehen neue Projekte,“ so Initiator Walter Prutej vom see:PORT.

Spannende „Pow(d)er“-Impulse

SKI ME UP! überzeugte nicht nur mit bestens präparierten Pisten und einem sagenhaften Fernblick auf die Kärntner Bergwelt, sondern auch mit einem spannenden und informativen Rahmenprogramm für Startups, Gründer und Unternehmer. Lucija Wakounig, Leiterin des Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten, gab wertvolle Tipps rund um Gewerbeanmeldung und Betriebsnachfolge. Marion Kanalz, COO der mehrfach prämierten Firmenfitness­App MOVEVO, erzählte vom richtigem „Move“ am Berg und motivierte zur „Schranzhocke“­Challenge, was den Teilnehmern brennende Oberschenkel garantierte. SportbusinnessEventmanager Michael Kummerer beleuchtete in seinem Impulsvortrag die Erfolgsfaktoren und Parallelen in Wirtschaft und Sport: „Rausgehen, mutig sein und einfach machen!“

„Pioneers Summit“ in der Goldeck Lounge

„SKI ME UP ist eine Initiative, von der Kärnten über die Landesgrenzen hinweg profitiert und große Beachtung findet. Wenn unsere landschaftlichen Vorzüge als Bühne dienen, so entspricht das exakt unserem Verständnis einer lebendigen und unverwechselbaren Maßnahme zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes. Es ist wichtig von Seiten der Politik nicht nur in den Zentralraum, sondern vor alle auch in die ländlichen Regionen zu investieren,“ betonte Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig. Beim „Pioneers Summit“ diskutierte er gemeinsam mit Vertretern der heimischen Wirtschaft über die Entwicklung der Region Oberkärnten und aussichtsreiche Projekte. Christoph Kulterer, CEO der Hasslacher Gruppe, gab Einblicke in seine Pläne für Schloss Drauhofen im Lurnfeld und stellte dort den Ausbau zu

einem vielseitigen Bildungscampus in Aussicht. Martin Maitz berichtete über das Projekt „Bildungshub Kärnten“ und über die Möglichkeit, schon bald ortsunabhängig „Zukunft“ an der FH Kärnten studieren zu können. Lukas Patschg stellte den Verein zur Förderung der regionalen Entwicklung „Kollektiv Zukunft“ vor, der im Ortskern von Obervellach einen CoWorking­Space betreibt. Ziel ist es die Ressourcen des Mölltals zu bündeln und die Region zu stärken. |

WEITERE INFORMATIONEN

see:PORT

Hauptstraße 204 9210 Pörtschach am Wörthersee www.seeport.at

Save the Date!

Das nächste SKI ME UP – Gipfeltre�en findet am 26.01.2024 statt.

Das Netzwerk-Event am Goldeck überzeugte mit bestens präparierten Pisten und einem spannenden Rahmenprogramm für Startups, Gründer und Unternehmer. © see:PORT/ advantage Media

Werner Stein, Vizepräsident der Notariatskammer

Kärnten und Erfried

Bäck, Präsident der Notariatskammer

Kärnten

Notariatskammer für Kärnten

Wertvolle Tipps für den Immobilienkauf

Beim Notar erhalten Sie alles aus einer Hand – vom Kaufvertrag, über die Beglaubigung bis zur Eintragung im Grundbuch!

Die Abwicklung eines Kaufvertrages samt der Übernahme einer Treuhandschaft durch einen Notar dient der Absicherung aller Beteiligten und schützt vor unliebsamen Überraschungen. Ihr Notar prüft für Sie im Vorhinein, ob das Vertragsobjekt mit Krediten belastet ist, und klärt die Bedingungen einer Lastenfreistellung. Er stellt sicher, dass die Zufahrt gewährleistet ist oder Rechte Dritter bestehen und sichert auch den Grundbuchstand. Soweit notwendig, werden erforderliche behördliche Genehmigungen rasch eingeholt.

Die gesamte Abwicklung der Bezahlung des Kaufpreises, der allenfalls erforderlichen Lastenfreistellung und Auszahlung des Kaufpreises erfolgt treuhändig durch den Notar. Dazu bedient er sich einer eigenen

Bank des österreichischen Notariats, die nur Treuhandgelder verwaltet. Selbstverständlich kümmert sich der Notar auch um die Abwicklung einer Bankfinanzierung über das Treuhandkonto, wenn dies erforderlich sein sollte.

Alles aus einer Hand

Die Berechnung der Grunderwerbsteuer, der gerichtlichen Eintragungsgebühr und einer allfälligen Immobilienertragsteuer erfolgt durch den Notar im Wege der Selbstberechnung, wie diese Beträge auch in Ihrem Namen an das Finanzamt abgeführt werden. Wenn alle Voraussetzungen zur Eintragung im Grundbuch vorliegen, werden das Eigentumsrecht sowie gegebenenfalls ein Pfandrecht für eine finanzierende Bank im Grundbuch eingetragen.

Von Erhebung der Grundstücksdaten, Einholung von Genehmigungen, Beglaubigung des Kaufvertrages und treuhändige Abwicklung bis hin zur Abfuhr von Steuern erfolgt alles sicher und rasch für Sie aus einer Hand durch Ihren Notar – als moderner und unkomplizierter Dienstleister.

Wir sprechen mit Ihnen ausführlich über Ihre persönlichen Anliegen und machen dann eine auf Sie zugeschnittene Lösung in vertraglicher Form. Dabei nehmen wir Rücksicht auf steuerliche Aspekte, prüfen allenfalls gemeinsam mit Ihrem Steuerberater und klären alles Notwendige mit dem Finanzamt. Damit es keine bösen Überraschungen gibt! |

KONTAKT

Die Kärntner Notare stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung: www.notar.at

Notariatskammer für Kärnten: 0463/ 51 27 97

Der Verein ist Mitglied des ÖZIV Bundesverbandes und des Österreichischen Behindertenrates und bietet Sozialberatung und Coachings an.

So hilft der ÖZIV Kärnten Vertraulich, individuell und kompetent. Die Sozialberaterinnen klären die Mitglieder über ihre Ansprüche auf. Danach helfen sie, die entsprechenden Anträge bei österreichischen Behörden und Ämtern zu stellen. Auf Bewilligung oder Ablehnung kann allerdings kein Einfluss genommen werden. Das ÖZIV SUPPORT­Team unterstützt Menschen mit Behinderungen

Im Zeichen der Menschlichkeit

Der ÖZIV Kärnten ist ein seit 1967 bestehender, gemeinnütziger Verein und als Interessensvertretung für Menschen mit Behinderungen tätig.

und chronischen Erkrankungen im arbeitsfähigem Alter. Coachings bis zu neun Monaten sind möglich. Dieses Projekt wird vom Sozialministeriumservice finanziert und ist für die Klienten kostenlos. In den Bezirksgruppen wird geselliges Vereinsleben gepflegt. „Wir sind keine Behörde und wissen durch den direkten Kontakt mit den Menschen, wo der Schuh drückt und wo wir als Interessensvertretung ansetzen müssen“, erklärt ÖZIV Präsident Rudolf Kravanja.

Mitglied werden ist ganz einfach Einfach anrufen unter der Telefonnummer

0720 208 200 und den Rückruf einer Sozialberaterin vereinbaren. In der telefonischen Erstberatung wird abgeklärt, um welche Anliegen es geht. Der Beitritt erfolgt beim ersten persönlichen Termin im Büro Klagenfurt oder Villach oder bei den Sprechtagen in Spittal, Wolfsberg oder Hermagor. „Jeder kann Mitglied werden, ob mit oder ohne Behinderung, als Angehöriger oder als Förderer und Gönner. Unser Mitgliedsbeitrag beträgt für heuer € 33,­ bzw. € 16,50 für Kinder und Jugendliche. Gerne können Sie unsere Arbeit unterstützen – AT22 2070 6045 0050 1137“, so Kravanja abschließend. |

Kärnten befindet

sich im Aufwind

Das Bundesland wächst kontinuierlich und punktet österreichweit mit dem höchsten Wirtschafts-Plus und den niedrigsten Mieten.

Der Zuzug junger, sehr gut qualifizierter Personen stärkt den Wirtschafts­ und Lebensstandort Kärnten. Das belegt eine aktuelle Studie der FH Kärnten (IARA Institut). Die sehr gute Arbeits­, Bildungs­ und Lebensqualität gilt dabei als wesentlicher Anziehungsfaktor. In punkto Wirtschaftswachstum kletterte Kärnten in den letzten fünf Jahren im Österreich­Vergleich auf Platz 1. Dank gefördertem Wohnbau und Mietensenkungsprogramm weist Kärnten zudem nach wie vor die niedrigsten Mieten bundesweit auf. Der Süden befindet sich auf Erfolgskurs.

„Wir haben Kärnten aus den negativen Schlagzeilen geholt, unser Land auf die Überholspur gebracht und uns als stabiles, sicheres und offenes Land mit Zukunft positioniert.“

Landeshauptmann Peter Kaiser

Trendumkehr von Brain Drain zu Brain Gain

Kärnten wächst und wird immer attraktiver. „Auf Grund der vorliegenden Daten ist eindeutig von einem Brain Gain in den Jahren 2011 bis 2020 nach Kärnten zu sprechen, also dem Zuzug von hochqualifizierten Fach­ und Führungskräften, jungen Menschen und jungen Menschen mit Kindern. Denn 48 % der Zugezogenen haben eine akademische Ausbildung. Die neuen Jobmöglichkeiten, die Lebensqualität unseres Landes und die Kinderbildung und ­betreuung sind Anziehungspunkte für gut ausgebildete Personen. Diese sind wiederum ein Standortfaktor und stärken unse­

ren Wirtschaftsraum“, betonte Landeshauptmann Peter Kaiser bei der Präsentation der Studie, die er gemeinsam mit Professorin Birgit Aigner­Walder und dem Leiter der strategischen Landesentwicklung, Markus Bliem, vorstellte.

Offenes Land mit Zukunft

Die demographische Studie zeigt einen positiven Binnenwanderungssaldo seit dem Jahr 2020: Zuzug gab es bereits in den Jahren davor – im Durchschnitt 5.400 Personen pro Jahr, doch mehr Menschen sind aus Kärnten ausgewandert, Know How und Fachkräfte gingen verloren (Brain Drain). Die Daten belegen eindeutig eine Trendumkehr von Brain Drain zu Brain Gain: Seit 2020 ziehen mehr Personen aus anderen Bundesländern nach Kärnten zu, als das Land verlassen. „Kärntens tertiärer Sektor hat enorm aufgeholt. Unsere Aktivitäten, unseren Standort zu bewerben, tragen Früchte, große Investitionen, wie bei Infineon oder in die Verkehrsinfrastruktur (Koralmtunnel), sind ebenso ausschlaggebend wie die günstige Wohnsituation oder unsere Investitionen in die Elementarpädagogik und die flächendeckende Kinderbetreuung. Wir haben Kärnten aus den negativen Schlagzeilen geholt, unser Land auf

1 | Markus Bliem, LH Peter Kaiser und Professorin Birgit Aigner-Walder.

© Jannach/ LPD Kärnten

2 | In punkto Wirtschaftswachstum kletterte Kärnten in den letzten fünf Jahren im Österreich-Vergleich auf Platz 1.

© Stabentheiner

„Die

neuen Jobmöglichkeiten, die Lebensqualität unseres Landes und die Kinderbildung und -betreuung sind Anziehungspunkte für gut ausgebildete Personen.“

Landeshauptmann Peter Kaiser

die Überholspur gebracht und uns als stabiles, sicheres und offenes Land mit Zukunft positioniert“, betont Kaiser.

Solide Finanzpolitik und Krisenbewältigung

Die Finanzdaten sprechen eine deutliche Sprache: Die Entwicklung der Schulden und der Landeshaftungen kann als positiv bewertet werden. Die 2013 eingeschlagene Sanierungspolitik hat – trotz vieler unvorhergesehener Herausforderungen –Früchte getragen. „Der Kassasturz 2013 war ernüchternd. Die Landesschulden haben sich zwischen 2002 und 2012 verdreifacht – von knapp einer auf über drei Mrd. Euro. Zeitgleich ist Landesvermögen im Umfang von 1,56 Milliarden Euro verkauft und riskante Finanzinstrumente abgeschlossen worden. All das haben wir abgestellt und mit dem Beschluss eines Spekulationsverbotsgesetzes auch für die Zukunft unterbunden“, erklärt LHStv.in und Finanzreferentin Gaby Schaunig.

Höchstes Wirtschaftswachstum Lag Kärnten zwischen 2000 und 2012 beim Wirtschaftswachstum je Einwohner österreichweit noch auf Platz sechs, so lag es von 2013 bis 2022 ganz knapp hinter

Vorarlberg an zweiter Stelle. In den letzten fünf Jahren, zwischen 2018 und 2022, gelang es Kärnten mit +22,31% Wirtschaftsleistung schließlich Platz 1 im ÖsterreichVergleich zu erklimmen. Mit 42.000 Euro liegt Kärnten in punkto Medianeinkommen mittlerweile gleichauf mit der Steiermark und Tirol und vor dem Burgenland und Niederösterreich.

Niedrigste Mieten in Österreich Dank gefördertem Wohnbau und Mietensenkungsprogramm weist Kärnten im Österreichvergleich nach wie vor die niedrigsten Mieten auf. „Leistbares Wohnen und Wohnversorgung sind ein Grundbedürfnis“, betont LHStv.in und Wohnbaureferentin Gaby Schaunig. Waren im Jahr 2013 die Genossenschaftsmieten in Kärnten rund 60 Cent pro Quadratmeter günstiger als im Bundesschnitt, so betrug dieser Abstand 2021 bereits einen Euro. „Dank des großen Angebots an gemeinnützigen Wohnungen in Kärnten kann auch der Preisanstieg im privaten Bereich bis zu einem gewissen Grad gedämpft werden. Allerdings nur über Angebot und Nachfrage, in die Preisgestaltung der Privatvermieter können wir aktiv nicht eingreifen“, so Schaunig. |

Mehr Mut zur Selbstständigkeit!

Als APlusB Zentrum forciert das build! Gründerzentrum die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit und möchte speziell weibliche StartupGründerinnen in Kärnten motivieren und stärken.

Seit Beginn des Jahres ist Theresa Omann nicht nur als Marketing & PR­Managerin im build! Gründerzentrum tätig. Die Villacherin verantwortet ab sofort auch alle Female­EmpowermentProjekte im Rahmen der AplusB Zusammenarbeit mit den Inkubatorenzentren aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg für das Bundesland Kärnten.

Innovation durch Kollaboration

fördern. Ich freue mich daher sehr, dass Theresa Omann, als kompetente und motivierte Managerin, jetzt noch mehr Fokus auf weibliche Gründerinnen bei uns setzen wird“; erklärt Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer build! Gründerzentrum.

Female Empowerment

Die Unterstützung von Gründerinnen bei der Etablierung von innovativen Business-Ideen ist für Theresa Omann ein Herzensanliegen.

© Daniel Waschnig

Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten bilden das AplusB South­West Konsortium und forcieren gemeinsam die erfolgreiche Entwicklung von innovativen StartupIdeen. Das erste gemeinsames Projekt im AplusB Netzwerk ist eine 7­wöchige bundesländerübergreifende Female­Empowerment­Workshopreihe initiiert seitens Tirol. Dieses kostenlose Angebot richtet sich an angehende Startup­Gründerinnen, die bereit sind, ihre Business­Idee umzusetzen und sich persönlich weiterzuentwickeln. „Es gibt so viele Frauen, die gute Ideen haben, doch im Vergleich wenige, die diese auch im Business umsetzen. Unser Ziel ist, Frauen mit innovativen Geschäftsideen zu

Im Zuge des Female­EmpowermentProgramms wird interessierten Teilnehmerinnen von 10. März bis 20. April 2023 Hands­on­Wissen zu Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Geschäftsmodell­ 

„Mein Ziel ist es in Zukunft mehr Frauen und potenzielle Gründerinnen mit guten Ideen in die Kärntner Startup-Szene zu bringen.“

Theresa Omann, build! Gründerzentrum

1 | Das build! steht Gründungsinteressierten mit Rat und Tat zur Seite. © Daniel Waschnig

2 | Angehende Startup-Gründerinnen in Kärnten zu fördern ist einer der Schwerpunkte des build! Gründerzentrums. © pexels-christina-morillo-1181533

entwicklung oder Entrepreneurship sowie wertvolles Experten­Feedback zu ihren Gründungsvorhaben geboten. „Frauen neigen leider immer noch dazu, sich zu unterschätzen. Sie haben das gleiche Potenzial wie ihre männlichen Kollegen und Mitstreiter, aber sie machen sich oft kleiner, als sie sind. Ich möchte sie mit verschiedenen Initiativen – beispielsweise mit Workshops oder mit einer starken Vernetzung mit Expertinnen und anderen Gründerinnen – dabei unterstützen, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Mein Ziel ist es in Zukunft mehr Frauen und potenzielle Gründerinnen mit guten Ideen in die Kärntner Startup­Szene zu bringen“, bekräftigt Theresa Omann. Seit 2022 ist build! auch Partner des Business Frauen Center (BFC). Im Zuge der BFC­Mitgliedschaft konnte mit Helga Pattart­Drexler eine renommierte Vortragende für die Female Empowerment Workshopreihe zum Thema „Mindset und Glaubenssätze“ gewonnen werden.

AplusB Status bringt Vorteile „AplusB“ gilt als das größte Inkubatorennetzwerk in Österreich und unterstützt österreichische Technologie­Startups mit

„Es gibt so viele Frauen, die gute Ideen haben, doch im Vergleich wenige, die diese auch im Business umsetzen.“

Jürgen Kopeinig, Geschäftsführer build!

KONTAKT

Du hast eine innovative Idee und möchtest selbstständig werden?

Dann informiere dich im build! Gründerzentrum über deine Möglichkeiten!

Lakeside B01, 9020 Klagenfurt

T: +43 463 2700 8740

E: startup@build.or.at www.build.or.at

hohem Wachstumspotenzial und akademischen Hintergrund, um nachhaltig erfolgreich zu werden. Der AplusB Status bringt zahlreiche Vorteile für Startups mit sich. Der zielgerichtete Austausch mit AplusBPartnern, Vernetzungsmöglichkeiten mit Startups aus weiteren Bundesländern und ein zusätzliches Förderbudget spreche für sich. Zudem gibt es auch die Chance auf Sonderförderungen für Startups mit Green­Tech Bezug oder wenn eine Gründerin eine tragende Rolle im Startup hat (Female Startup).

Schitte in die Selbstständigkeit Individuelle, fachkundige Beratung steht für das build! Gründerzentrum seit nunmehr 20 Jahren im Vordergrund. Mit einem umfassenden Netzwerk an Partnern und Mentoren werden im Kärntner Gründerzentrum derzeit ca. 30 Unternehmen und Gründungsprojekte betreut. Zu den Gesellschaftern zählen AlpenAdria­Universität Klagenfurt, BABEG Kärntner Betriebsansiedlungs­ und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Fachhochschule Kärnten, Stadt Klagenfurt am Wörthersee, Stadt Villach sowie die Technische Universität Graz. |

Wirtschaftsraum Südösterreich

Die Weichen für den zukünftigen Zentralraum stellen

Die Koralmbahn birgt auch Potenziale für die Regionen außerhalb des Kerngebietes. Von Petra Plimon

Der bisher größte Meilenstein der Koralmbahn befindet sich auf der Zielgeraden: Der gesamte Kärntner Bereich zwischen Klagenfurt und St. Paul im Lavanttal wird schon Ende 2023 in Betrieb gehen. Im Jahr 2026 wird der Koralmtunnel die Bundesländer Steiermark und Kärnten bzw. die urbanen Agglomerationen Graz und KlagenfurtVillach schließlich direkt miteinander verbinden. Reisende können dann klimafreundlich in nur 45 Minuten zwischen den Landeshauptstädten verkehren. Neben vielen Chancen gilt es für die einzelnen Regionen bis dahin auch zahlreiche Herausforderungen – gerade in punkto Infrastruktur und Raumplanung –zu meistern.

Wirtschaftsraum Südösterreich

Das advantage Medien­Projekt „Wirtschaftsraum Südösterreich – zwei Wirtschaftsund Lebensräume wachsen zusammen“ ist ein klares Bekenntnis für eine nachhaltige Zukunft. Es ist uns ein Anliegen, diesen Transformationsprozess durch objektive und authentische Berichterstattung kontinuierlich zu begleiten und die Entwicklungsmöglichkeiten, Wachstumspotenziale, aber auch Herausforderungen entlang der Achse Graz­Klagenfurt in allen Facetten aufzuzeigen.

Auf der Zielgeraden

Ende 2023 wird die Koralmbahn ihren bisher größten Meilenstein am Weg zur Gesamtinbetriebnahme mit vielen Vorteilen für Reisende erreichen. Im Fokus

stehen für die ÖBB dieses Jahr die technische Ausrüstung der Hochleistungsstrecke sowie Fertigstellungsarbeiten am neuen Bahnhof St. Paul im Lavanttal oder der Jauntalbrücke. Des Weiteren sind in Kärnten bereits zahlreiche Projekte im Gange oder in Vorbereitung, die das Bahnsystem noch attraktiver für die Reisenden machen und die Verkehrssicherheit weiter erhöhen. Ende 2023 beginnt die Modernisierung des Villacher Hauptbahnhofs. Er ist eine der größten und wichtigsten Bahnverkehrs­Drehscheiben in Österreich und wird im Zuge der Vorbereitung zur Inbetriebnahme der Koralmbahn attraktiver. In Pörtschach wird im Sommer 2023 die neue Unterführung im Westen der Gemeinde eröffnet.

Regionen wachsen zusammen

Auch für die Gemeinden des Kärntner Zentralraums – wie etwa in den Bezirken Klagenfurt­Land und Villach­Land – kann sich das Jahrhundertprojekt zu einer Chance entwickeln, wenn es richtig genutzt wird: Sei es in Form von Wohnraumschaffung oder etwa in der Flächensicherung von Betriebsgrundstücken. Für Beschäftigte wird sich zudem der Suchradius ausdehnen. Es wird möglich sein, neue Arbeitsplätze in derzeit nicht in Tagespendlerdistanz liegenden Regionen anzunehmen. Die Vielfalt an Möglichkeiten, steigt signifikant – und zwar in beiden Bundesländern. |

Die Kärntner Seite der Koralmbahn geht Ende 2023 in Betrieb. © ÖBB/ Isochrom

Koralmbahn stellt Kommunen vor neue Herausforderungen

Bei den Bürgermeisterkonferenzen in Villach und Klagenfurt standen die Auswirkungen der Koralmbahn auf die Umlandgemeinden im Fokus.

Die Fertigstellung der Koralmbahn und ihre Auswirkungen sind auch für die Kommunen der Bezirke Villach und Klagenfurt von immenser Bedeutung. Damit die Umlandgemeinden zeitgerecht auf den Zug aufspringen können, müssen die richtigen Weichen gestellt werden. Im Rahmen von Bürgermeisterkonferenzen erhielten Gemeindevertreter in den Bezirksstellen der Wirtschaftskammer in Villach und Klagenfurt Einblicke in bevorstehende Entwicklungen.

Wichtiger Taktknotenpunkt „Regionen außerhalb des Kerngebietes müssen durch Attraktivierung der letzten Meile eingebunden werden“, unterstreicht Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten. In Verbindung mit dem erst kürzlich mit Italien vereinbarten Zollkorridor TriestFürnitz sieht Draxler ein zusätzliches großes Potenzial. „Eine intensive und starke Kooperation von Verwaltung und Wirtschaft ist das Gebot der Stunde“, so Draxler. Reinhard Wallner, Bereichsleiter ÖBB Personenverkehr Kärnten, klärte über die geplanten Änderungen in der Taktung der Züge: „Villach wird neben

Wien und Salzburg der dritte Taktknotenpunkt in Österreich.“ Regionen, die noch abseits der Achse liegen, werden an den öffentlichen Verkehr angebunden. Wallner: „Dafür investiert die ÖBB in Summe 19 Milliarden Euro.“ Für Tagespendler wird die Strecke nach Graz kein Problem mehr darstellen. „Man kann in Kärnten wohnen und zur Arbeit nach Graz pendeln und natürlich auch umgekehrt“, so Wallner.

Villach-Land erkennt Chancen

Die 24 Gemeinden im Bezirk VillachLand haben bei der Bürgermeisterkonferenz die Bedeutung der Koralmbahn unterstützt. „Die Gemeinden erkennen das große Potenzial durch die Inbetriebnahme des Koralmbahn­Tunnels“, unterstrich Josef Haller, Bürgermeister der Gemeinde Ferndorf und Obmann der Leader­Region Villach­Umland. Er sieht auch gute Chancen für eine positive Weiterentwicklung der Region für die nächsten Generationen.

Potenziale im Bezirk Klagenfurt-Land

Auch für die Gemeinden im Bezirk Klagenfurt­Land eröffnet sich ein spannendes

1 | Gemeindevertreter erhielten einen Überblick über die bevorstehenden Entwicklungen im Bezirk Klagenfurt-Land. © WKK /Peter Just 2 | Die Fertigstellung der Koralmbahn birgt auch Chancen für die Kommunen im Bezirk VillachLand. © WKK Jutta Kometer-Belohuby

Umfeld. „Die Profiteure werden sicherlich die Wörthersee­Gemeinden sein“, so Markus Perdacher, Bürgermeister von Maria Wörth. Andreas Scherwitzl, Ortschef der Gemeinde Magdalensberg: „Wir werden unser Ortsentwicklungskonzept überarbeiten, in der Vergangenheit haben wir vorwiegend Gewerbeflächen rund um den nächstgelegenen Autobahnknoten entwickelt. Künftig werden wir in direkte Anbindungen, wie etwa jene an den Bahnhof Grafenstein, investieren.“ Auch Herbert Gaggl, Bürgermeister von Moosburg, sieht viele Möglichkeiten für eine positive Weiterentwicklung. „Ein neuer, international sichtbarer Ballungsraum entsteht. Es ist wichtig, dass man die Menschen zu den wichtigsten öffentlichen Verkehrsknotenpunkten bringt, und natürlich auch umgekehrt. Je weniger oft umgestiegen werden muss, umso attraktiver ist die Benützung“, so Gaggl. |

Südweststeiermark blickt optimistisch in die Zukunft

Vertreter der Region Südweststeiermark stellten die Projektschwerpunkte für das Jahr 2023 vor.

Obwohl wir uns in herausfordernden Zeiten befinden, gelingt es uns als Region positive und zukunftsorientierte Maßnahmen zu setzen. So stärken wir unsere Region Südweststeiermark nachhaltig als Wirtschafts­ und Lebensraum,“ so Regionsvorsitzender NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel.

Energiewende und Mobilität

Bereits seit Anfang 2022 hat die Südweststeiermark, als erste Region Österreichs, einen Wegweiser zum Photovoltaikausbau vorliegen. Mit dem Masterplan Energienetzausbau wird ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Die Themen sanfte Mobilität und

Alltagsradverkehr gewinnen seit der Einführung des Klimatickets weiter an Bedeutung. Zudem wurden flächendeckende Planungen zum Alltagsradverkehrsnetz gestartet. Mit der Erarbeitung eines regionsweiten Radkonzeptes, das auch die Anbindung von Siedlungs­ und Potenzialräumen ländlicherer Gemeinden an die S­Bahnstationen fokussiert, nimmt die Region eine Vorreiterrolle ein.

Klimafi tte Südweststeiermark

Die regionale Strategie zur Klimawandelanpassung wurde im letzten Jahr ausgearbeitet. Die Auftaktveranstaltung „Klimafitte Südweststeiermark“ findet am 6. Mai in der Steinhalle Lannach statt. Im Frühjahr wird eine Weidenaktion angeboten, bei der für Kindergärten, Schulen sowie öffentlich zugängliche Orte regionale Weiden zum Bau von Weidentunneln, ­zelten und zäunen ausgegeben werden. Viele weitere Maß­

nahmen zur Bewusstseinsbildung, wie die Verteilung von regionalem Wiesensaatgut, Workshops für unterschiedliche Zielgruppen und Landschaftspflegeaktionen sind geplant.

Automatisierungstechnik

Die FH CAMPUS 02 hat in enger Zusammenarbeit mit der Region Südweststeiermark das Bildungsangebot für Erwachsene um einen zentralen, akademischen Baustein erweitert. So stehen schon ab Herbst 15 bundesfinanzierte Studienplätze für das Bachelorstudium der Automatisierungstechnik zur Verfügung und ermöglichen eine international anerkannte Aus­ und Weiterbildung für Fachkräfte in der Region.

Weitere Schwerpunkte

NRAbg. Bgm. Joachim Schnabel stellte gemeinsam mit LAbg. Bernadette Kerschler Projektschwerpunkte der Regionalentwicklung für das Jahr 2023 vor.

© Regionalmanagement

Südweststeiermark

Das regioMOBIL, Österreichs umfassendstes und erfolgreichstes Mikro­ÖV System (2022 mit dem VCÖ­Mobilitätspreis Steiermark ausgezeichnet) soll 2023 weiterentwickelt werden. Auch im Bereich Bildung gibt es weitere Schwerpunktsetzungen. Neben etablierten Angeboten wie den regionalen Bildungsmessen (Deutschlandsberg: 6. Oktober 2023 / Leibnitz: 13. Oktober 2023), wird – wie schon im Jahr 2022 – auch heuer wieder eine Messe für Erwachsene im Sonderformat Weiterbildung angeboten: 11. Mai 2023, Deutschlandsberg. „Eine nachhaltige und gerechte Entwicklung für alle Bewohner der Südweststeiermark muss das oberste Ziel sein. Mit den Regionalentwicklungsprojekten, die uns hier im Schulterschluss gelingen, stechen wir immer wieder hervor – und das bis weit über die Regionsgrenze hinaus,“ so LAbg. Mag.a Bernadette Kerschler. |

INTERVIEW

mit StB Kristin Grasser, B.A. MBA, KSW-Landespräsidentin Kärnten

StB Mag. Peter Katschnig. KSW-Landesvizepräsident Kärnten

WP Mag. Friedrich Möstl, KSW-Landespräsident Steiermark

StB Mag. Klaus Gaedke, KSW-Landesvizepräsident Steiermark

„Wir wollen unsere gemeinsamen

Potenziale

nutzen“

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) lebt die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zwischen Kärnten und der Steiermark vor.

Kärnten und die Steiermark wachsen durch die Koralmbahn noch enger zu einem Wirtschafts­ und Lebensraum zusammen. Im advantage­Interview erzählen die KSW­Landesvertreter aus Kärnten und der Steiermark über neue Chancen und warum nachhaltiges Handeln das Gebot der Stunde ist.

Welche Chancen bringt der Wirtschaftsraum Süd aus Sicht der KSW?

Kristin Grasser: Kärnten und die Steiermark haben das enorme Zukunftspotential erkannt, das in Kooperationen und in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum Süd liegt. So haben auch wir als Landesvertreter:innen der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen im Süden Österreichs vor, die gemeinsamen Potentiale, die sich mit der Koralmbahn eröffnen, zu nutzen. Indem wir unsere Stärken weiter bündeln und koordinieren, haben wir die Möglichkeit, gemeinsam erfolgreich zu sein: Sichtbar und attraktiv sowohl für Unternehmen als auch für dringend benötigte Arbeitskräfte zu werden.

Landespräsidentin Kristin Grasser und Landesvizepräsident Peter Katschnig führen die KSW-Geschicke in Kärnten. ©

„Kärnten und die Steiermark haben das enorme Zukunftspotential erkannt, das in Kooperationen und in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum Süd liegt.“

Kristin Grasser, KSW-Landespräsidentin Kärnten

Wie ist die Zusammenarbeit der Kollegen aus Kärnten und der Steiermark?

Peter Katschnig: Auch wenn böse Zungen behaupten, dass der liebe Gott schon gewusst hat, warum er die Pack zwischen diese beiden wunderbaren Bundesländer positioniert hat, ist die Kooperation schon immer eine sehr gute gewesen. Nicht nur, dass viele Kärntner:innen ihre Studienzeit in Graz verbrachten, trägt dazu bei, sondern auch die gelebte Offenheit zwischen den beiden Landeskammern. Auf dieser Ebene wurde immer versucht, Synergien zu suchen – sei es bei Einladungen zu gemeinsamen Veranstaltungen oder durch die Nutzung von Ressourcen bis hin zu einem gemeinsamen Kontaktkomitee gegenüber der Finanz­

Gleiss

Landespräsident Friedrich Möstl und Landesvizepräsident Klaus Gaedke vertreten die KSW in der Steiermark.

© Fischer

verwaltung, um auch hier Geschlossenheit zu zeigen – als Gegengewicht auf Augenhöhe. Damit war und ist auch die Zusammenarbeit der Kolleg:innen eine traditionell gute.“

Welche Synergien gibt es bzw. können genutzt werden?

Friedrich Möstl: Die Synergien waren schon immer in einem kooperativen Umgang zwischen Kanzleien zum Wohl unserer Klienten. Manchmal ist es notwendig, dass man Spezialisten zu Rate zieht, die man in dieser Form nicht im Hause hat. Manchmal reicht schon ein kleiner Ratschlag von Kolleg:innen, um weiterzukommen. Besonders intensiv stimmen wir uns bezüglich des Angebotes der Landesakademien ab. Gemeinsame Lehrgänge und Tagungen sollen das Angebot für den Berufsstand im Süden Österreichs attraktiv halten. Daher wird es an uns liegen, dass wir Fortbildungen, Beratungen und vor allem das Kolleg:innengespräch in Zukunft noch verstärkter in Präsenz abhalten und nicht nur mittels Videokonferenz, wie es seit 2020 Standard wurde. Das gute Gespräch „face­to­face“ hat dadurch wieder eine veritable Chance zur Renaissance – auch über Landesgrenzen hinweg.“

Nachhaltiges Wirtschaften und Handeln gewinnt immer mehr an Bedeutung. Welche Aspekte sind für die KSW in diesem Zusammenhang besonders wichtig?

„Die Synergien waren schon immer in einem kooperativen Umgang zwischen Kanzleien zum Wohl unserer Klienten.“

Friedrich Möstl, KSW-Landespräsident Steiermark

Kristin Grasser: Berufsvertretungen unterschiedlichster Disziplinen haben sich dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Gerade unser Berufsstand kann einen wesentlichen Beitrag zu verantwortungsvoller Unternehmensführung unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte leisten. Dementsprechend ist auch nachhaltige Entwicklung auf der Agenda der FEE, dem Europäischen Dachverband der Wirtschaftstreuhänder.

Die Richtlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) wurde auf viele Unternehmen ausgeweitet. Welche Konsequenzen bringt das aus Sicht der KSW mit sich?

Klaus Gaedke: Obgleich von der derzeitigen gesetzlichen Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung noch nicht alle Unternehmen umfasst sind, wird diese mittelfristig auf die gesamte Wirtschaft Auswirkungen haben. Entlang der Wertschöpfungskette wird eine wechselseitige Verpflichtung allein aus der Geschäftsbeziehung heraus entstehen, von der zukünftig nicht nur die Groß­, sondern auch die Klein­ und Mittelbetriebe betroffen sein werden. Auch Stakeholder wie Banken werden zukünftig bei der Kreditvergabe einen stärkeren Fokus auf diese Form der Berichterstattung ­ neben der klassischen Jahresabschlussanalyse –legen. Wichtig wird es daher sein, das betriebliche Berichtswesen um Kennzahlen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ergänzen. Die Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (www.akademie­sw.at) hat die Notwendigkeit nach Aus­ und Fortbildung in diesem Bereich schon sehr früh erkannt und bietet ihren Mitgliedern Speziallehrgänge zum Thema Nachhaltigkeit an. |

Regionale Betriebe im Klassenzimmer

Im Arbeitgeber- und Bildungskatalog präsentiert sich die Wirtschaft des Lavanttales in ihrer ganzen Bandbreite.

Gemeinsam mit den Unternehmen des Tales stellt der Verein der Lavanttaler Wirtschaft (VLW) den Arbeitgeber­ und Bildungskatalog in den Schulen vor.

Schulvorträge und mehr

Eine solide Ausbildung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches und fruchtbares Berufsleben. Die über 70 teilnehmenden Unternehmen, Institutionen und Schulen bieten eine breite Palette an Angeboten quer durch alle Branchen. Dies ermöglicht es den jungen Menschen, praktische Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in die unterschiedlichen Berufsbilder zu erlangen. Praktika, Schnuppertage und Betriebsbesichtigungen erhöhen nachweislich die Chance, die gewünschte Lehrstelle

Graz lud zur Häuslbauermesse

oder den gewünschten Job zu finden und im Beruf erfolgreich Fuß in der Region zu fassen.

Quer durch alle Branchen

In allen Mittelschulen des Lavanttales fanden Vorträge statt, die spannende Einblicke in das Wirken der Leitbetriebe der Region gewährten. Stellvertretend für die Arbeitgeber der Lavanttaler Wirtschaft informierten Vertreter von Konrad Forsttechnik GmbH, Hermes Schleifmittel GmbH, Mondi Frantschach GmbH, Stugeba Mobile Raumsysteme GmbH, ASCO Anlagenbau Consulting GmbH, PMS Elektro­ und Automationstechnik GmbH, Schwing GmbH sowie ASTAM Gmbh über Berufsbilder, Karrieremöglichkeiten und mehr. |

Egal ob selber bauen oder Eigenheim kaufen:

Rund 30.000 Besucher bekamen die benötigte (Entscheidungs-)Hilfe.

Ein perfektes Duo zum Start ins neue Messejahr: In Graz präsentierte sich vom 19. bis 22. Jänner die größte Baufachmesse im Süden Österreichs gemeinsam mit der steirischen Immobilienmesse Lebensraum.

Pures Bauvergnügen und kompetente Beratung

Auf der bereits zum 38. Mal stattfindenden Fachmesse fand wirklich jeder Häuslbauer, was er gerade in seinem individuellen Bauabschnitt benötigt. Je nach Stadium des Hausbaus konnte man sich die richtigen Partner für Finanzierung, Baustoffe, Interieur oder Gartengestaltung aussuchen. Auch die Themen Photovoltaik und erneuerbare Energien fanden großen Anklang.

Die Fachkräfte von Morgen nutzen die Gelegenheit sich persönlich über die Vielfalt an Karrieremöglichkeiten zu informieren.

© Verein Lavanttaler Wirtschaft

WEITERE INFORMATIONEN

Verein Lavanttaler Wirtschaft

Schießstattgasse 2

9400 Wolfsberg

T: +43 (0)664 1071132 sabrina.kohler@lavanttaler-wirtschaft.at www.lavanttaler-wirtschaft.at

Hier geht es direkt zum Bildungskatalog!

„Lebensraum“ als attraktive Ergänzung MCG­Vorstand Armin Egger freute sich sehr über den Erfolg: „Wir sind mit dem Verlauf der Häuslbauermesse sowohl aussteller­ als auch besucherseitig sehr zufrieden. Es hat sich gezeigt, dass die Menschen wieder bereit sind für Bauen und Wohnen Geld auszugeben. Auch die Kombination mit der parallel stattfindenden Lebensraum hat sich als sehr attraktive Ergänzung erwiesen.“ Die gleichzeitig abgehaltene Europäische Biomassekonferenz sorgte mit über 1.000 Teilnehmern zusätzlich für wichtige Impulse. |

Wer von der Häuslbauermesse Graz nicht genug bekommen kann, der muss sich den Termin für 2024 –18. bis 21. Jänner –gleich in den Kalender eintragen.

TIPP
Mehr als 400 Aussteller präsentierten auf der auf 60.000 m2 ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Renovieren, Sanieren, Bauen und Energie.
© MCG Graz/ Messe Graz

Grüne Startups auf dem Vormarsch

Die Landkarte „Green Tech Startups Austria 2023“ zeigt 165 Tech-Unternehmen für die Energie- und Klimawende.

Die Startup-Szene in Österreich bleibt weiter auf Wachstumskurs.

© Green Tech Valley

WISSENSWERT

Über das Green Tech Valley

Das Green Tech Valley im Süden Österreichs gilt als #1 TechnologieHotspot für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft mit 20 globalen Technologieführern sowie 2.300 HochschulForschenden. Die Steiermark und Kärnten stehen für geballte Innovationskraft in den Sektoren Biomasse, Solar, Wasserkraft und Recycling. 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten im Cluster gemeinsam an grünen Lösungen der Zukunft.

Green Tech Startups Austria 2023: Alle 165 Startup-Profile sind unter www.greentech.at/ green-tech-startups-austria online verfügbar.

technologiebasierte junge Unternehmen engagieren sich in den Sektoren Energie, Mobilität, Lebensmittel & Landwirtschaft, Building, Digital und Kreislaufwirtschaft, um die Weichen für eine grüne Zukunft zu stellen. „Das Green Tech Valley, der Süden Österreichs, ist ein besonders guter Boden für innovative, grüne Entrepreneure,“ so Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Clusters im Green Tech Valley.

Nachhaltige Startups im Vormarsch

Zehn nationale Partner rund ums Green Tech Valley bündeln ihre Kräfte, um Startups bei der benötigten Finanzierung, der Unternehmens­Vernetzung und Pilotprojekten zu unterstützen. Der Green Tech Valley Cluster hat gemeinsam mit zehn Partnern – aaia, AplusB Zentren, Austrian Startups, aws, Climate Lab, ECN, EY, Glacier, Impact Hub Vienna, Klima­ und Energiefonds – die „Green Tech Startups

„Das Green Tech Valley, der Süden Österreichs, ist ein besonders guter Boden für innovative, grüne Entrepreneure.“

Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Clusters im Green Tech Valley

2023“ vor den Vorhang geholt. Diese auf Technologie fokussierten Startups „jünger“ als zehn Jahre und mit Fokus auf Umwelttechnologien bedeuten eine Steigerung von 30 % im Vergleich zur Vorjahres­Erhebung.

Ökosysteme als Basis

Zwei Drittel der Startups sind in Wien (40 %) und in der Steiermark (30 %) beheimatet. Gemessen an allen Startups finden sich in der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich besonders viele Umwelttechnik­Gründungen. Es zeigt sich also erneut, dass starke InnovationsÖkosysteme aus Forschung, Bildung und Unternehmen mehr Gründungen forcieren. „Für nahezu alle befragten Startups wird externe Unterstützung bei der Finanzierung des Unternehmensaufbaus, für 85 % wird die Vernetzung mit Industriepartnern sowie für 70 % Projektvermittlung benötigt“, so Projektleiterin Greta Ziegler vom Green Tech Valley Cluster.

Lösungen für die grüne Wende 22 % der Entrepreneure sind im Bereich Lebensmittel/Landwirtschaft tätig, gefolgt von Energie (20 %), Mobilität (17 %), Kreislaufwirtschaft (16 %), „Digital“ (13 %) und Gebäude/Bau (11 %). So vielfältig diese Green Tech Startups sind, so innovativ sind sie auch, wie die Landkarte beweist. |

INTERVIEW

mit Johann A. Weinberger, Geschäftsführer Weinberger Holz GmbH

„Der Baustoff Holz wirkt positiv auf das Klima“

Qualität und Tradition rund um den nachhaltigen Baustoff Holz stehen beim Lavanttaler Leitbetrieb Weinberger seit 1854 im Fokus.

Geschäftsführer Johann A. Weinberger spricht im Interview mit advantage über die positiven Klima­Effekte des Baustoffes Holz, welche Werte das Familienunternehmen prägen und über neue Chancen durch die Koralmbahn.

advantage: Welche Potenziale bringt der Wirtschaftsraum Südösterreich speziell für die Holzbranche in der Region?

Johann A. Weinberger: Je näher eine Region zusammenrückt, desto mehr Synergien ergeben sich – was wiederum zu einer Erhöhung des Wohlstandes führt. Die Region wird also attraktiver – nicht nur für Betriebe, sondern auch für die benötigten Arbeitskräfte samt deren Familien. Beim Personentransport wird die bessere Verbindung den Pendlern das Leben erleichtern und Distanzen werden relativiert. Der Gütertransport auf Schiene und die Logistik der „letzten Meile“

werden für weite Transportwege an Bedeutung gewinnen. Um auf weiter entfernten Märkten konkurrenzfähig bleiben zu können, müssen wir umdenken.

Sie führen den Familienbetrieb in sechster Generation. Welche Werte zeichnen die Firma Weinberger aus?

Verantwortungsbewusstsein für Produkt, Kunden, Mitarbeiter und Umwelt steht bei uns im Fokus. Herkunft und Wurzeln

Weinberger ist in den Bereichen der tragenden Holzleimbauprodukte Bilam, Trilam sowie Brettschichtholz Marktführer in Sachen Qualität und Service. © Weinberger Holz

Davon haben wir zum Glück genug. Holz ist so ein Material, welches Schadstoffe sogar aufnimmt, in Holzmasse umwandelt und diese über viele Jahrhunderte in Bauwerken konserviert. Das ist der eigentliche Nachhaltigkeitsgedanke und spielt die bedeutendste Rolle.

Sie sind seit April des letzten Jahres Obmann von Pro Holz Kärnten. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Was macht die Holz-Qualität im Lavanttal so besonders?

„Aus unserer Leidenschaft, Neugier und Innovationskraft entstehen neue Produkte und Prozesse, die den Standort international konkurrenzfähig halten.“

Johann A. Weinberger

zu schätzen und zu pflegen, dieser Gedanke vervollständigt unser Leitbild.

Warum ist nachhaltiges Bauen wichtiger denn je?

Das Ziel beim Erbauen der eigenen vier Wände ist es, Schutz und Behaglichkeit für die Familien zu schaffen. Umweltgifte, die wir heute freisetzen, wirken noch Generationen nach uns. Es ist daher wichtig, Baumaterialien zu verwenden, die nachwachsen und keine Schadstoffe ausstoßen.

Eines unserer Hauptziele ist es, die positiven Klima­Effekte des Baustoffes Holz möglichst vielen bewusst zu machen. Eine nachhaltige Holznutzung erhöht den Zuwachs in unseren Wäldern. Wald kann nur dann viel CO2 binden, wenn er bewirtschaftet wird. Wenn die Bäume im Wald liegen bleiben, wird das gebundene CO2 wieder freigesetzt. Wir müssen daher dieses gebundene CO2 in Form von Holz aus den Wäldern entnehmen und damit nachhaltige, langlebige Gebäude errichten. Unsere strengen Forstgesetze verlangen eine Wiederaufforstung der Wälder, die von unseren Forstleuten verantwortungsvoll und mit Weitblick auf die Klimaveränderungen gemacht wird. Der Wald kühlt und erzeugt Sauerstoff. Er nimmt das Regenwasser behutsam auf und speichert es im Boden. Er schützt uns vor Lawinen und Steinschlag und gibt uns die Möglichkeit der Erholung in gesunder Umgebung (Waldbaden). Wenn sich der Förster nicht mehr um den Wald kümmern darf, wird ein verwahrloster „Ur“wald ein gefundenes Fressen für den Borkenkäfer werden: Wenn unsere Wälder krank werden, können weniger sie Sauerstoff produzieren. Eine Außernutzungsstellung der Wälder, wie sie von so manchen EU Abgeordneten im vermeintlich guten Glauben angedacht wird, ist da höchst kontraproduktiv. Dass allgemein mehr mit Holz gebaut wird, ist sehr erfreulich –speziell im öffentlichen Bau in Kärnten hinken wir da dem Österreich­Schnitt hinterher.

Im Lavanttal haben wir ein optimales Klima für die Fichte. Als eine der wenigen Täler in Kärnten mit einer Nord­Süd Ausrichtung gedeiht die Fichte bis zu einer Seehöhe von 1.700 Meter Seehöhe. Harzgallen und Buchs sind aufgrund des gemäßigten Windaufkommens seltener als in anderen Regionen. Diesen Qualitätsunterschied kann auch ein Laie mit freiem Auge an den feingewachsenen Fasern erkennen. Dieses Wuchsbild als Qualitätsmerkmal wird von unseren Kunden in ganz Europa geschätzt.

Vor welchen Herausforderungen steht die Holzbranche aktuell?

In der gesamten Baubranche sind die Preisschwankungen aller Baustoffe derzeit eine Erschwernis für viele Bauherren. Hier gilt es, den Schwankungen entgegenzuwirken und diese möglichst rasch wieder auf ein ähnlich konstantes Maß wie vor Corona zu bringen. In einer globalisierten Marktwirtschaft ist das eine große Herausforderung. |

WISSENSWERT

Weinberger Holz in Reichenfels (gegründet 1854) ist ein Hochtechnologie Unternehmen in der Holzverarbeitung mit Forstbetrieb. 2010 ist ein Standort in Abtenau, Salzburg, dazugekommen. Während im Lavanttal vor allem Bilam und Blockhausbohlen hergestellt werden, entstehen in Salzburg vorrangig Brettschichthölzer.

KONTAKT

Weinberger Holz GmbH Bamberger Straße 4 9463 Reichenfels, Österreich T:. +43 4359 2228-0 info@weinberger-holz.at

Der Ukraine­Krieg und die einhergehende Energiekrise haben die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels im letzten Jahr auf schreckliche Weise untermauert und die Alternativlosigkeit dazu aufgezeigt. „Nur wenn wir die Energiewende gemeinsam meistern, können wir eine leistbare und sichere Energieversorgung für die Steiermark sicherstellen“, betont Ursula Lackner, Landesrätin für Klima, Umwelt, Energie und Regionalentwicklung.

„Nur wenn wir die Energiewende gemeinsam meistern, können wir eine leistbare und sichere Energieversorgung für die Steiermark sicherstellen“

Landesrätin Ursula Lackner

250 weitere Windräder in der Steiermark bis 2030 Dahingehend setzt das Land Steiermark unterschiedliche Schwerpunkte. Die Energiewende im Wärmesektor schreitet unvermindert voran. „Alleine bei der ,Sauber Heizen für Alle‘­Förderung sind bis Ende September 2022 mehr als 9000 Anträge eingegangen. Das entspricht einem Plus von 100 Prozent! Damit steht die Steiermark beim Heizungstausch österreichweit an vorderster Front“, so Lackner. Im Bereich des Windkraftausbaus wurden mit dem „Sachprogramm Wind“ bereits wesentliche Schritte gesetzt. „Wir sind an der Spitze der alpinen Bundesländer und gehen weiter mutig voran. Zudem haben wir ein Sachprogramm Wind III in Auftrag gegeben: Mit dem Ziel, dass die Steiermark bis 2030 über 250 Windräder verfügt“, bekräftigt Lackner.

Mit kleinen Schritten

Großes bewegen

Das Land Steiermark treibt den Ausstieg aus fossilen Energieträgern deutlich voran und nimmt in vielen Bereichen bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Photovoltaik-Verpflichtung für Neubauten

Ergänzend zu diesen Schritten ist ein deutlicher Ausbau im Bereich Photovoltaik erforderlich. „Wir haben bereits 2021 im steirischen Baugesetz eine PV­Verpflichtung für Neubauten verankert. So wird jeder Neubau zum Sonnenkraftwerk. Auch hier waren wir eines der ersten Bundesländer, das diesen Schritt gewagt hat“, so Lackner. Zudem werden innovative Doppelnutzungen gefördert, damit so viele versiegelte Flächen wie möglich genutzt werden. Auch dieser Fördercall für innovative PV­Anlagen ist ein Pilotprojekt unter den Bundesländern. „Gleichzeitig ist klar: Um unseren Energiebedarf zu decken, brauchen wir auch Freiflächenanlagen“, so Lackner. Allein 2022 wurden über 170 Hektar PV­Flächen von den steirischen Gemeinden gewidmet und von der Landesregierung genehmigt. „Mit dem Sachprogramm Erneuerbare Energie werden wir auch landesplanerisch aktiv und definieren sogenannte Vorrangzonen. Diese Flächen müssen dann nicht mehr in der örtlichen Raumplanung ausgewiesen werden. Bei ihnen ist ohne weitere Widmungsverfahren klar: Ja – hier kann der PV­Ausbau erfolgen“, so Lackner. Gleichzeitig werden damit wichtige Flächen für den Naturschutz und die Landwirtschaft geschützt.

„Steirischer Klimacheck“

Ein wichtiges Instrument, um Klimaschutz noch intensiver in neuen Gesetzesvorhaben zu verankern, ist der „Steirische Klimacheck“. In einem ersten Schritt prüft der Klimacheck neue Gesetze und Ver­

„Ein wichtiger Partner bei der Energiewende ist die Energie Steiermark als Landes-Energieversorger. Sie hat für den Ausbau der Erneuerbaren Energie Investitionen von mehr als zwei Milliarden Euro budgetiert.“ Landesrätin Ursula Lackner

ordnungen im Hinblick auf Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Er muss vor der Realisierung der jeweiligen Vorhaben durchgeführt werden. Die Verantwortung für die Durchführung der Prüfung liegt in der jeweiligen Organisationseinheit. Die u.a. für Klimaschutz zuständige Abteilung 15 des Landes unterstützt dabei fachlich und koordinativ.

Kürzere und einfachere Behördenverfahren

Mit den Sachprogrammen „Wind“ und „Erneuerbare Energie“ werden die Verfahren in den definierten Zonen vereinfacht und kürzer. „Das ermöglicht einen schnelleren Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Darüber hinaus habe ich im vergangenen Jahr eine Neustrukturierung der zuständigen Abteilung des Landes veranlasst, die die Abläufe noch effizienter macht, zudem haben wir mehr als 20 Mitarbeiter:innen aufgenom­

men, die mit ihren Tätigkeiten – von juristischen bis zu amtssachverständigen Bereichen – wichtige Stützen sind, um die Verfahren zu beschleunigen“, so Lackner. |

WISSENSWERT

Laut Energiebilanz der Statistik Austria hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien in der Steiermark in den letzten Jahren ausgehend von 21,1% im Jahr 2005 auf 32,0% im Jahr 2020 sehr positiv entwickelt. Mit dem 40 Mio. Euro schweren Klimafonds und dem Energieeffizienz-Investitionspaket, das zusätzlich mit 46,5 Mio. Euro ausgestattet ist, fließen in dieser Legislaturperiode insgesamt mehr als 85 Mio. Euro in Investitionen für eine klimaneutrale, energieeffiziente Landesverwaltung. Dazu gehört auch eine PV-O�ensive für landeseigene Gebäude.

1 | Ursula Lackner verantwortet als zuständige Landesrätin die Agenden Klima, Umwelt, Energie und Regionalentwicklung in der Steiermark. © Land Stmk/Purgstaller

2 | Auf der Handalm im Koralpengebiet befinden sich an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten 13 der aktuell insgesamt 104 steirischen Windräder. © Energie Steiermark

Land wird wieder AlleinEigentümer der Energie Steiermark

Der steirische Landesenergieversorger wird schon bald wieder zu 100 Prozent im Landeseigentum stehen.

LH Christopher Drexler und Finanzreferent LH­Stv. Anton Lang haben bekannt gegeben, dass das Land Steiermark sein Vorkaufs­ und Aufgriffsrecht im Verkaufsprozess um die Anteile an der Energie Steiermark AG wahrnehmen und die mehr als 25 Prozent Aktienanteile von der S.E.U Holdings S.à r.l mit Sitz in Luxemburg zurückkaufen wird.

Kaufpreis von 525 Millionen Euro

Der Kaufpreis für die gegenständlichen Anteile von 525 Millionen Euro liegt deutlich unter dem objektivierten Unternehmenswert. Die Finanzierung durch die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur ist sichergestellt und bereits genehmigt. Landeshauptmann Christopher Drexler betont: „Energie ist ein

knappes und besonders wertvolles Gut. Gerade in diesen schwierigen Zeiten wollen wir den Landesenergieversorger weiter absichern. Wir haben uns daher – gestützt auf die Empfehlungen mehrerer Top­Experten in Österreich – dazu entschlossen, als Land Steiermark die zum Verkauf stehenden Aktienanteile zu erwerben. Damit wird die Energie Steiermark zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Steiermark stehen. Dabei geht es uns in keiner Weise um eine Re­Verstaatlichung, sondern um die Interessen der Steirerinnen und Steirer. Denn es ist die absolut richtige Entscheidung, in einer Situation der Unsicherheit an den Energiemärkten und der Unsicherheit rund um die Versorgung, keine Experimente einzugehen, sondern die Zukunft des Landesenergieversorgers aktiv zu gestalten.“ |

Das Land Steiermark wird die zum Verkauf stehenden mehr als 25 Prozent Aktienanteile des steirischen Landesenergieversorgers zurückkaufen.

© Binder

Beratungsstelle Klagenfurt

Kumpfgasse 23-25

Beratungsstelle Villach Gerbergasse 32 / Khevenhüllerg.

Den ganzen Artikel können Sie online nachlesen!

von Mag. Gerda Oborny

Wichtige

Tipps rund um den Steuerausgleich

Lohnsteuerpflichtige Einkünfte werden grundsätzlich nachträglich veranlagt. Gerda Oborny erklärt, was es dabei für Arbeitnehmer zu beachten gibt.

Arbeitgeber berechnen im Rahmen der monatlichen Lohnverrechnung die Lohnsteuer für ihre Arbeitnehmer, behalten diese ein und führen sie an das zuständige Finanzamt ab. Dies ist eine Vorberechnung der Jahressteuer bei monatlicher Betrachtungsweise. Die endgültige Besteuerung von nicht selbständigen Einkünften in Österreich erfolgt jedoch stets für ein Kalenderjahr. Sollte es daher z. B. aufgrund eines Jobwechsels zu schwankenden Bezügen gekommen sein oder konnten nicht alle Abzugsposten im Rahmen der monatliche Lohnverrechnung berücksichtigt werden, so ergibt sich im Regelfall eine Steuergutschrift.

Freiwillige Antragsveranlagung

Seit dem Veranlagungsjahr 2016 wird ein Steuerguthaben für Dienstnehmer automatisch vom Finanzamt berechnet und bei Bekanntgabe der Bankverbindung an den Steuerpflichtigen zurückbezahlt. Im Rahmen dieser antragslosen Arbeitnehmerveranlagung wird alles berücksichtigt, was der Behörde bekannt ist. Sollte es außer dem Finanzamt via Lohnzettel oder automatisiert übermittelten Sonderausgaben (Spenden und Kirchenbeiträge) noch zusätzliche Abzugsposten geben, so empfiehlt es sich, aktiv eine freiwillige Antragsveranlagung über Finanzonline durchzuführen.

Zusätzliche Abzugsposten

Diese kann bis zu fünf Jahre nach Ende des Veranlagungszeitraumes beantragt werden. Es können dabei beispielsweise folgende Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden: Kosten für Fortbildung, für Fachliteratur und Ähnliches, Alleinverdiener­ und Alleinerzieherabsetzbetrag, Unterhaltsabsetzbetrag, Pendlerpauschale und Pendlereuro, Familienbonus, Aufwen­

dungen/pauschale Kosten im Zusammenhang mit einer Behinderung, Krankheitskosten, u. s. w.

Das Ergebnis der Steuererklärung wird bei Eingabe der relevanten Daten in Finanzonline automatisiert vorausberechnet und kann vor Übermittlung an das Finanzamt geprüft werden. Ergibt sich dabei ausnahmsweise eine Steuerschuld, so besteht keine Pflicht zur Abgabe der Erklärung.

Pflichtveranlagung bis 30. Juni des Folgejahres

Darüber hinaus gibt es aber auch Fälle, in denen das Finanzamt die Steuerpflichtigen aktiv zu einer Einkommensteuererklärung auffordert. Diese sogenannte Pflichtveranlagung ist bis 30. Juni des Folgejahres vom Steuerpflichtigen durchzuführen. Ergibt sich dabei eine Nachzahlung, muss diese auch entrichtet werden. Gründe für eine Pflichtveranlagung können sein, dass ein Freibetragsbescheid bei der laufenden Lohnverrechnung berücksichtigt wurde, dass zumindest zeitweise gleichzeitig mehrere Dienstverhältnisse nebeneinander bestanden haben oder sonstige Einkünfte über EUR 730,00 zugeflossen sind. Auch bei der Lohnverrechnung nicht berücksichtigte Änderungen bei Pendlerpauschale und Familienbonus oder der Zufluss bestimmter Bezüge (Insolvenz­Entgelts­Fonds, Rehabilitationsgeld, Dienstleistungsscheck, etc.) verpflichten zu Abgabe einer Steuererklärung. |

KONTAKT

Mag. Gerda Oborny

Aicher & Partner Steuerberater OG

Tel. 04212/2211

office@aicher.biz

Kärntner Landesversicherung

begleitet EPUs zum Erfolg

Unter dem Titel „Sei du selbst. Ständig“ wurde eine Info-Kampagne für Unternehmerinnen gestartet.

Rund 60 Prozent aller Unternehmen in Österreich sind EPU. Allein 2021 wurden in Kärnten mehr als 2.500 Ein­Personen­Unternehmen gegründet, mehr als die Hälfte von Frauen.

Bewusstsein schärfen

Eine smarte Idee, fachliches Können, ein Businessplan, Fleiß und eine Portion Mut sind gute Voraussetzungen, um den Traum von der Selbstständigkeit wahr zu machen. Was aber, wenn auf dem Weg zum Erfolg etwas völlig Unerwartetes passiert? „Im schlimmsten Fall kann ein einziges Scha­

denereignis das Aus für ein Unternehmen bedeuten,“ erklärt Jürgen Hartinger, KLVVorstandsdirektor. Ziel der Info­Kampagne ist es, EPUs für die Risiken und Gefahren im Zusammenhang mit ihrer selbstständigen Tätigkeit zu sensibilisieren, betont Kurt Tschemernjak, KLV­Vorstandsdirektor: „Ob Betriebsunterbrechung, teurer Haftpflicht­Schaden oder technisches Gebrechen: Nur wer sich und sein Unternehmen gegen drohende Gefahren schützt, kann sich voll und ganz darauf konzentrieren, die eigenen Erfolgsgeschichte zu schreiben.“

v.l.n.r. Vorstandsdirektor Jürgen Hartinger, Jasmine Wurian und Agnes Weiß (alle KLV), Jennifer Weiß (ShootInk Star Tattoo), KLV Vorstandsdirektor Kurt Tschemernjak; vorne: Bianca Grubelnik (Die Erzählerei), Anna-Maria Kropfitsch (Die Gravur), Sonja Steger (KLV). © KLV

Mit Sicherheit Mut machen Auf www.unternehmerin.klv.at finden Interessierte die wichtigsten Infos. Zudem bietet die KLV unverbindliche Beratungsgespräche inklusive Bedarfs­Checks, bei dem ermittelt wird, was für eine vernünftige Absicherung tatsächlich gebraucht wird. |

Ein echter Landeshauptmann

Am 5. März 2023

Peter Kaiser & die SPÖ Kärnten

AMS-Kärnten Geschäftsführer

Peter Wedenig und seine Stellvertreterin Melanie Jann.

© AMS Kärnten / C. Knauder

Zeitenwende am Arbeitsmarkt

Ein langfristiger Trend vom Arbeitgeberzum Arbeitnehmer-Markt zeichnet sich ab.

Auch 2023 unterstützt das AMS Kärnten mit zielgruppenspezifischen Qualifizierungs­ und Beschäftigungsmaßnahmen.

Den Aufschwung nutzen

„Trotz Ukrainekriegs, Teuerungs­ und Energiekrise und entgegen den Wirtschaftsprognosen hat sich der Kärntner Arbeitsmarkt 2022 außerordentlich gut entwickelt. Monat für Monat konnten Beschäftigungsrekorde und sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnet werden“, resümierten Peter Wedenig, Geschäftsführer des AMS Kärnten und Stellvertreterin Melanie Jann. Mit 7,1% wurde die Arbeitslosenquote auf einen in Kärnten historisch niedrigen Wert gesenkt (2021: 8,8%).

Veränderungen am Arbeitsmarkt

Die Besetzung offener Stellen und offener Lehrstellen wird 2023 – und darüber hinaus – zur immer größeren Herausforderung. „Denn während wir grundsätzlich mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach Arbeitskräften rechnen, nimmt das Erwerbspotenzial ab“, so Wedenig und Jann. Schon 2022 gab es Branchen mit einem ganzjährigen Überhang an offenen Stellen. Beispiel Metall/Elektro: Hier

kamen 1.588 offene Stellen auf 933 Arbeitsuchende. „Der Markt hat sich vom Arbeitgeber – zum Arbeitnehmer­Markt gewandelt. Diese Veränderung ist markant und – mit Blick auch auf die demographische Entwicklung – gekommen, um zu bleiben.“

Neue Wege in der Vermittlung

Um das Matching – also das Zusammenführen von offener Stelle und Arbeitskraft – zu verbessern, beschreitet auch das AMS Kärnten neue Wege in der Vermittlung und rückt informelle Kompetenzen von Arbeitsuchenden in den Fokus. „Personen, die über entsprechende informelle Kompetenzen verfügen, werden in Kooperation mit potentiellen Arbeitgebern gezielt auf den künftigen Arbeitsplatz hin qualifiziert“, betonen Wedenig und Jann.

Individuelle Maßnahmen

Ziel ist es, das vorhandene Arbeitskräftepotenzial zu heben und auch Menschen mit Vermittlungshemmnissen möglichst nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Die AMS­Kurse werden individueller, modularer und noch betriebsnäher. Um Chancen auch für Arbeitsuchende in nicht zentrumsnahen Gegenden zu schaffen, setzen wir auf regionale

„Um Chancen für Arbeitsuchende in nicht zentrumsnahen Gegenden zu schaffen, setzen wir auf regionale Projekte. Ein Beispiel sind hier die Zukunftskonferenzen“.

AMS-Kärnten Geschäftsführer

Peter Wedenig und Stellvertreterin Melanie Jann

Projekte. Ein Beispiel sind hier die Zukunftskonferenzen zur Förderung der Gleichstellung und Schaffung von Arbeitsplätzen für Frauen in den Regionen. Stichwort: Frauen als Fachkräfte.“ Mit einem Maßnahmenmix soll es gelingen, dass 2023 auch jene Personen am Arbeitsmarkt Fuß fassen können, die aufgrund diverser Vermittlungshemmnisse von der geänderten, positiven Arbeitsmarktlage bisher nicht profitieren konnten. Die Prognosen für 2023 gehen von einer Zunahme der Beschäftigung auf jahresdurchschnittlich 223.000 Beschäftigte (+1.100/+0,5%) aus sowie von einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit auf 17.400 Arbeitslose (+390 Personen/+2,3%). |

INTERVIEW

mit Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

„Vor

uns eine neue Zeit“

Die Pensionswelle trifft auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer. Doch nicht nur ihre Betriebe, auch der Lebens- und Wirtschaftsstandort steht vor tiefgreifenden Veränderungen, mahnt WK-Präsident Jürgen Mandl im advantage-Interview.

advantage: Herr Präsident, die Wirtschaftskammer kümmert sich intensiv um das Thema Betriebsübergabe. Warum?

Jürgen Mandl: Weil in den kommenden Jahren bis zu 7000 Betriebe in Kärnten einen Nachfolger brauchen. Das sind rund 20 Prozent aller Unternehmen in Kärnten, und vor allem die mittelständischen, familiengeführten Betriebe sind von der anschwellenden Pensionierungswelle der Boomer­Generation genauso betroffen wie die unselbstständig Erwerbstätigen oder die Beamten.

Den Betrieben fehlen nicht nur Nachfolger, sondern auch Mitarbeiter. Wie kommen wir aus der demografischen Abwärtsspirale heraus?

Indem wir alle Möglichkeiten entschlossen nutzen. Das bedeutet, über die Rot­WeißRot­Karte mehr qualifizierte Zuwanderung zu ermöglichen. Dazu müssen wir arbeitswillige Menschen im Pensionsalter durch kräftige steuerliche Anreize länger in Beschäftigung halten. Und Frauen muss die Politik durch bessere Kinderbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, damit sie – auch im Interesse der eigenen Absicherung in der Pension –wieder mehr Vollzeit arbeiten können. Aber das wissen wir alles schon lang, und die Fortschritte sind überschaubar.

Auch die Energiekosten sind eine schwere Belastung. Ist der Wirtschaftsstandort Kärnten noch konkurrenzfähig?

Wir halten uns gut, auch wenn die horrenden Energiepreise für viele Unternehmer aktuell schwer zu stemmen sind. Wir sprechen ja nicht von ein paar Euro, sondern von Preissteigerungen im teils dreistelligen Prozentbereich für de facto alle Branchen. Der Energiekostenzuschuss 2 wird für 2023 Erleichterung bringen.

„Wir müssen alle Alternativen nutzen, wenn wir die Energiewende schaffen wollen.“

Am 5. März sind Landtagswahlen. Was erwarten Sie sich von der künftigen Regierungsspitze?

Ich bin im Großen und Ganzen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden. Ich hoffe, dass nach den Wahlen rasch weitergearbeitet wird. Vor uns liegt eine neue Zeit mit großen Chancen, aber auch ein paar Herausforderungen. Darauf müssen wir uns vorbereiten. |

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

Keine Wahl-Diskussion ohne das Thema Energiewende. Was kritisiert die WK?

Dass zu wenig weitergeht. Wir müssen alle Alternativen nutzen, wenn wir die Energiewende schaffen wollen: Bestehende Wasserkraft effizienter nutzen, Windräder bauen, wo es sinnvoll ist, Photovoltaik auf Dächern und geeigneten Freiflächen zulassen, Biogas verstärkt für Hochtemperaturanwendungen der Industrie einsetzen. In Biomasse sind wir schon sehr gut. Aber die Landespolitik kommt von der Bremse nicht herunter, mit zum Teil hanebüchenen Argumenten.

SEEIMMOBILIEN IN KÄRNTEN

Mag. Alexander Tischler Tel. 04248 3002

office@atv-immobilien.at atv-immobilien.at @seelage

Als Spezialist für Seeimmobilien seit über 50 Jahren, informieren wir Sie gerne über neue Immobilien am & um Ossiacher See, Faaker See, Wörthersee und Millstätter See. Sollten Sie ein Anwesen am See oder in Seenähe suchen, werden wir Ihnen ebenfalls mit unserem diskreten Angebot dienen. Nachstehend ein Auszug aus unserem Angebot:

• Cloud P, das Seeresort. 3 Villen mit Panoramawohnungen am Ufer des Faaker Sees. Designed by Architekt Peter Pichler. KP a. A.

• Hermitage. Seeterrassenwohnung am See beim Golfplatz. Große 3 Zimmer Wohnung. KP a. A.

• Seejuwel am Ossiacher See mit Zweitwohnsitzerlaubnis. Große oder kleine Variante. KP a. A.

• Seewohnungen am Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See und Faaker See. KP a. A.

Faaker See, Cloud P

Ossiacher See, Seejuwel

Wörthersee, Hermitage

Seewohnungen Kärnten

LAND LEUTE LEBEN

G’schichteln, Geschichten und Geschichte aus der heimischen Wirtschaftswelt,

gesammelt von Isabella Schöndorfer

Gemeinsam besser trennen mit der Digi-Cycle-App

Mit Digi-Cycle wird jede Verpackung richtig gesammelt!

Alltagsbegleiterin Jennifer Pöcher inmitten des großzügigen Lisa FilmTeams. © Lisa Film

Die Saubermacher AG ist neuer Gesellschafter der Digi­Cycle GmbH, einem Tochterunternehmen der Altstoff Recycling Austria (ARA). Der Start der App markiert einen Meilenstein am Weg zur Erreichung der EU­Recyclingquote, speziell für Leichtverpackungen. Digi­Cycle­GF

Felix Badura: „In Umfragen hat sich gezeigt, dass vor allem bei Jüngeren oft das Wissen zum Recycling noch ausbaufähig ist. Mit der App wollen wir nicht nur zeigen, wie man recycelt, sondern auch was danach damit passiert und warum richtige Mülltrennung sinnvoll ist.“

Neue kaufmännische Direktion der Lebenswelten Steiermark

Mit Manuela Dank holen die Barmherzigen Brüder eine Grazer Expertin ins Team der Lebenswelten der Barmherzigen Brüder Steiermark und der Therapiestation für Drogenkranke WALKABOUT. Ihr Vorgänger Bertram Gangl wurde zuvor schon nach Wien zur Österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder abberufen. Dank ist studierte Sozial­ und Wirtschaftswissenschafterin und verfügt über langjährige Erfahrung in kaufmännischen Führungspositionen.

© Fotografie Carolin Bohn

Der Wörthersee-Film zu Gast in Patergassen Im Zuge des Adventkalenderprojektes „Verantwortung Zeigen!“ besuchte das Team der Lisa Film die BewohnerInnen des von der AVS geführten Betreubaren Wohnens in Patergassen und verbrachte ein paar TV­Stunden mit den älteren Menschen. Entsprechend deren Herzenswunsch wurde ein TV­Gerät (bereitgestellt von Cavinnash) und ein Blu­Ray­Player für ihren Aufenthaltsraum überreicht. Neben einem persönlichen Videogruß von Uschi Glas war auch ein „Ein Schloss am Wörthersee“­Koffer gefüllt mit 50 DVDs – alles Lisa Film­Produktionen, die am Wörthersee gedreht wurden – mit dabei. Das Team der Veldener Filmfirma hatte große Freude daran, zu sehen, wie die BewohnerInnen während der gemeinsamen Zeit in Erinnerungen schwelgten. Es war ein Nachmittag voller Lach­Momente und herzlichem Beisammensein. Ganz nach dem Lisa Film­Motto „Unterhaltung aus Leidenschaft“!

© Saubermacher

Pflege sichert Wald von morgen

Anfang 2020 gründete die Absolventin der Gesundheitsinformatik (eHealth an der FH Joanneum) mit Armin Dax-Sinkovits das Start-up Quickticket. © Quickticket

Quickticket-Gründerin

unter den Top 30 unter 30

Um die Herausforderungen des Klimawandels und die neue Dynamik bei der Zerstörung der heimischen Wälder durch den Borkenkäfer zu bewältigen, brauche es eine klare Priorisierung, raten Waldexperten. Konkret: den Wald fortwährend zu beobachten und frisch befallenes Käferholz vor altem Schadholz so rasch wie möglich aus dem Wald abzufrachten. Dozent Gernot Hoch vom Bundesforschungszentrum für Wald erinnert: „Ohne Forststraße keine Bewirtschaftung. Ohne aktive Bewirtschaftung kein gesunder Wald.“ Christian Benger, Obmann der Land & Forstbetriebe Kärnten, unterstreicht die Bedeutung der aktiv, nachhaltigen Bewirtschaftung: „Durch unsere tägliche Pflege und den zukunftsweisenden Waldbau sichern wir den Wald von morgen, denn wir können Wald!“ © Isabella Schöndorfer

JUMP DOME investiert in Nachhaltigkeit

„Wir freuen uns, aus eigener Kraft unseren Beitrag für eine enkeltaugliche Zukunft leisten zu können.“ JUMP

DOME-GF Manuel Fritz. © Jump Dome

Auf dem knapp 8.000 m² großen JUMP DOME­Areal in Klagenfurt soll ab jetzt die Hälfte des Energiebedarfes eingespart werden. So wurde die Halle thermisch saniert, abgedichtet und gedämmt, zudem die Lüftungs­ und Kühlsysteme erneuert. Geheizt wird nicht mehr mit Öl, sondern klimafreundlich mit Fernwärme der Stadtwerke Klagenfurt. Auch der Strom der Energie Klagenfurt ist zu 100% grün. Bei der Beleuchtung setzt man nun auf energiesparende LEDs.

Katharina Feiertag wurde vom US­Magazin „Forbes“ zu den „30 einflussreichsten Leaderinnen unter 30 Jahren“ in Österreich gewählt. Die 26­jährige gebürtige Steirerin spart mit ihrem Start­up vielen Menschen Zeit, denn Quickticket ist eine „digitale Warteschlange“ für Arztpraxen. Die von den Steirern entwickelte Software bietet ÄrztInnen ein Programm, über das sich Patienten auf der Arzt­Website eine Nummer auf das Smartphone ziehen können. Mit dem Ticket weiß man genau, wann man an der Reihe ist – und kommt erst dann in die Praxis.

Bildungsarbeit des Biosphärenparks Nockberge voller Erfolg

2022 haben die Biosphärenpark­Ranger im Rahmen der mobilen Schule, der Projekttage und dem Biosphärenpark­Unterricht über 4.700 SchülerInnen erreicht. In Zusammenarbeit mit nunmehr 20 BiosphärenparkSchulen und ­Partnerschulen gelingt es, wichtige Bildungsarbeit zu leisten. Mit dem Biosphärenpark­Unterricht, dem „Schlaufux on Tour“ und den Projekttagen vor Ort fasziniert der Biosphärenpark Klassen der 1. bis 12. Schulstufe. Die Themenpalette reicht von der Orientierung in der Bergwelt, über die Entdeckungen im Bergwald bis hin zur Welt der Bionik. © Kärntner Biosphärenparkfonds Nockberge

Die Transformation der gebauten Umwelt

Nachhaltiges Bauen ist an der Technischen Universität Graz zu einem zentralen Schwerpunkt in Forschung und Lehre geworden. Von Petra Plimon

Wenn die Pariser Klimaziele eingehalten werden sollen ist es unumgänglich, dass neben der Energieversorgung und der Mobilität auch das Bauwesen einen entscheidenden Beitrag leistet. © Studio Herzig / Eigner Bauunternehmung GmbH

Das „Graz Center of Sustainable Construction“ (GCSC) wurde im Juni 2022 als disziplin­ und fakultätsübergreifendes Forschungszentrum für eine klimaneutral gebaute Umwelt ins Leben gerufen.

Ein „Grundauftrag“ der Disziplinen Mit den Pariser Klimazielen von 2015 wurde als wichtiges Klimaziel eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° vereinbart. Dies erfordert eine enorme und zeitnahe Reduktion der weltweiten CO2Emmissionen. Ca. 43% dieser Emissionen können direkt mit Bauwirtschaft und Betrieb von Gebäuden in Verbindung gebracht werden, rund 15 % der weltweiten Emissionen gehen allein auf das Konto der gebauten Strukturen und Materialien. Wenn die Pariser Klimaziele eingehalten werden sollen ist es unumgänglich, dass neben der Energieversorgung und der Mobilität auch das Bauwesen einen entscheidenden Beitrag leistet. In den Fakultäten für Architektur und Bauingenieurwissenschaften der TU Graz ist das nachhaltige Bauen daher in den letzten zehn Jahren zu einer Art „Grundauftrag“ der Disziplinen geworden. Die Dringlichkeit der Entwicklung der Klimakrise hat die Angebote deutlich erweitert und spezifischer werden lassen, diese Veränderungen sind auch noch nicht abgeschlossen.

Bauen gemeinsam neu denken

Seit Juni 2022 widmet sich das Graz Center of Sustainable Construction in übergeordneter Motivation der Forschung

„Das Graz Center of Sustainable Construction widmet sich der Forschung zur Reduktion der Umweltwirkungen von Baumaßnahmen.“

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Peters

zur Reduktion der Umweltwirkungen von Baumaßnahmen. Eine möglichst direkte und zeitnahe Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die Praxis und das Bauwesen neu zu denken, sind wichtige Ziele des an der TU Graz etablierten Forschungsnetzwerkes. „Gemeinsam befassen sich Forschende unterschiedlicher wissenschaftlicher Hintergründe mit Themen des Bauens, angefangen bei der Architektur, über das Bauwesen bis hin zur Digitalisierung von Bauprozessen, der Planung und Möglichkeiten zur Einsparung von Baumaterialien“, erklären Stefan Peters und Marcella Ruschi Mendes Saade, Sprecher des GCSC. Die gemeinsame Arbeit im GCSC ist in fünf strategische Handlungsfelder (HF) gegliedert.

Fünf Handlunsgsfelder

Das HF 1 „Städte und Regionen“ betrachtet Bauwerke in Bezug zu den übergeordneten Skalen Quartier, Stadt und Land sowie zu der nachhaltigen und sozial gerechten Organisation der sozialen

WISSENSWERT

In entsprechenden Lehrveranstaltungen und Übungen treibt die TU Graz die Auseinandersetzung mit dem Thema „Nachhaltiges Bauen“ voran. Zudem werden im Rahmen der universitären Weiterbildung Kurse angeboten wie z. B.:

• Microcredential mit MOOC: ‚Auf dem Weg zum Klimaneutralen Unternehmen‘

• DeCarb – Empowering enterprises towards zero carbon – from science to action. GRETA – Green Tech Academy Austria

• EMBA Twin Green Digital Transition

• ULG – Universitätslehrgang Nachhaltiges Bauen

KONTAKT

Technische Universität Graz

Graz Center of Sustainable Construction

Ing. Mitra Mitteregger Technikerstraße 4 8010 Graz

T: +43 316 873 1349 office.gcsc@tugraz.at tugraz.at/go/sustainableconstruction

Sprecher*in des Centers:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Stefan Peters

Mestra Dr. Marcella Ruschi Mendes Saade

Realisierung einer CO2-reduzierten Flachdecke (Kooperation TU Graz, Baumit, Eigner Bauunternehmen).

© Studio Herzig / Eigner Bauunternehmung GmbH

und öffentlichen Infrastruktur. Das HF 2 „Entwurf und Konstruktion“ bildet im funktionalen und technischen Kontext ein nachhaltiges Ganzes aus Material, Ressourcen, Baukomponenten und Bauteilen, das nicht zuletzt durch den dramatischen Klimawandel in einen bedeutsamen Fokus mit akutem Handlungsbedarf gerückt ist. Das HF 3 betrachtet Ressourcen und Baustoffe in Stoffkreisläufen, um nachhaltige Werkstoffe, Bauteile, Bauwerke sowie Städte und Regionen zu entwickeln. Das HF 4 rückt die Nutzung digitaler Methoden im Bauwesen in allen Phasen von Planung, Ausführung, Betrieb und Umbzw. Rückbau in den Fokus. Das HF 5 widmet sich der Ent­ und Weiterentwicklung von Bewertungsmethoden sowie Planungs­ und Entscheidungsprozessen im Nachhaltigen Bauen, der systemischen Modellierung sowie der lebenszyklusbasierten Nachhaltigkeitsanalyse von Demonstrationsbauvorhaben.

Vielfältige Forschungsprojekte

„Von Mobilität (z. B. im Projekt Trans:formator_in zur Umstellung vom Auto auf aktive Mobilität), Typologien in der Architektur (z. B. im Projekt ON/ON zur bauphysikalisch optimierten Erweiterung von Bestandsgebäuden), materialsparenden Bauweisen (z. B. im Projekt 3B3D

„Die gemeinsame Arbeit im GCSC ist in fünf strategische Handlungsfelder (HF) gegliedert. Für jedes der Handlungsfelder sind Fokusthemen identifiziert, welche den tatsächlichen inhaltlichen Rahmen bilden und größere Flexibilität in der Forschung ermöglichen.“

Mestra Dr. Marcella Ruschi Mendes Saade

zur weiteren Optimierung von StahlbetonLeichtbauweisen), der Erforschung neuartiger Baustoffe (z. B. im Projekt BitKoin zur Entwicklung CO2­reduzierter Bindemittel mit Mineralwolleabfällen) bis hin zu allgemeingültigen Bewertungsmethoden von Baumaßnahmen (z. B. im Projekt CBT zur Integration von Kreislaufwirtschaftsansätzen bei der Umnutzung von Handels­ und Gewerbeimmobilien). Wir decken ein breites Spektrum ab“, so Peters und Ruschi Mendes Saade abschließend. |

„Der Hilferuf nach professioneller

Unterstützung wird immer lauter, aber diese muss für Studierende leistbar sein.“

Bernadette Frech, Instahelp

Jeder zweite Studierende stuft die eigene mentale Gesundheit jedoch als nicht gut bis schlecht ein.

Soziale Kontakte beeinflussen die Lebensqualität

Während 2021 nur 18 Prozent der Studierenden von einer guten Lebensqualität berichtet haben, sind es 2022 über zwei Drittel. „Nachdem die letzten Semester von der COVID­19­Pandemie bestimmt wurden, konnte man 2022 wieder an den Hochschul­Campus und zum gemeinschaftlichen Studierendenleben zurückkehren. Die Lebensqualität der Studierenden ist daraufhin stark gestiegen – was aus unserer Sicht an mehr sozialen Kontakten und weniger Isolation liegt“, so StudoGeschäftsführer Lorenz Schmoly. Über die Hälfte (52 %) der Studierenden in Deutschland und Österreich beschreibt den eigenen mentalen Gesundheitszustand jedoch als weniger gut bis schlecht. Weibliche Studierende stufen ihren Gesundheitszustand wesentlich schlechter ein als männliche Studierende.

Über 8000 Studierende befragt

Das Mental­Health­Barometer ist eine Online­Umfrage, an der über 8.000 Studierende in Deutschland und Österreich teilgenommen haben. Die Studie wurde bereits zum zweiten Mal nach 2021 von

Das Mental HealthBarometer 2022 ist da!

Die Online-Studie von Studo und Instahelp zeigt, dass die Lebensqualität bei Studierenden nach der Pandemie gestiegen ist.

Studo, der meistgenutzten StudierendenApp im deutschsprachigen Raum, und Instahelp, der Plattform für psychologische Online­Beratung, durchgeführt.

Stress im Studium

Überforderung und Arbeitsaufwand im Studium, die eigene finanzielle Situation, psychische Probleme und Prüfungen sind die häufigsten Belastungsfaktoren für Stu­

„Die Lebensqualität der Studierenden ist stark gestiegen – was aus unserer Sicht an mehr sozialen Kontakten und weniger Isolation liegt“ Lorenz Schmoly, Studo

dierende im Jahr 2022. Über 80 Prozent der Studierenden fühlen sich aktuell in ihrem Studium gestresst. Die Belastungen des Studiums, aber auch Sorgen aufgrund der COVID­19­Pandemie und der aktuellen Weltgeschehnisse wirken sich stark auf die mentale Gesundheit der Studierenden aus. 52 Prozent fühlen sich durch die Pandemie und über 60 Prozent durch die aktuellen Weltgeschehnisse in ihrer mentalen Gesundheit beeinträchtigt.

Mentale Gesundheit ist kein Tabu! 86 Prozent würden bei mentalen Herausforderungen professionelle Hilfe annehmen. „Das Bild des Studierendenlebens ist oft ein romantisches. Die Realität zeigt aber, dass Studierende psychisch belastet sind. Der Hilferuf nach professioneller Unterstützung wird immer lauter, aber diese muss für Studierende leistbar sein“, fordert Instahelp­Geschäftsführerin Bernadette Frech. |

INTERVIEW

Das Talto Team weiß, was sich junge Talente wünschen: Nämlich authentische Einblicke zu für sie passenden Arbeitgebern. © Talto

„Wir verbinden Arbeitgeber mit den Talenten von morgen“

Talto ist die größte Employer Branding Plattform für Studierende und Absolventen in Österreich.

Das rund 20­köpfige Team unterstützt bereits rund 170 der spannendsten Arbeitgeber in Österreich dabei, ihre Employer Brand bei einer Talent Community von rund einer Million Usern zu positionieren, wie Carla Kowanda, CSO von Talto, im Interview mit advantage verrät.

„Durch erfolgreiches

Content Marketing

erreicht Talto Studierende ab Tag Eins im Studium bis hin zu ihrem Berufseinstieg nach dem Studienabschluss.“

Carla Kowanda, CSO Talto

advantage: Was macht Talto in punkto Employer Branding so einzigartig?

Carla Kowanda: Wir haben uns auf die Zielgruppe von Studierenden und jungen Absolventen spezialisiert. Das Talto Team weiß genau, was sich diese jungen Talente wünschen: Nämlich authentische Einblicke mit Insider­Charakter zu für sie passenden Arbeitgebern. Durch erfolgreiches Content Marketing erreicht Talto Studierende ab Tag Eins im Studium bis

hin zu ihrem Berufseinstieg nach dem Studienabschluss. Die Content Produkte, welche das Talto Team mit seinen Kunden erstellt und verbreitet, zeigen jungen Berufseinsteiger, was Unternehmen Studierenden zu bieten haben, wie ein typsicher Arbeitsalltag aussieht und was diese Unternehmen zu attraktiven Arbeitgebern für ihren Karriereeinstieg macht.

Wie können Unternehmen durch Talto junge Talente erreichen?

Talto Member werden in drei Schritten mit ihrer Employer Brand bei Studierenden bekannt: Durch das Arbeitgeberprofil, die Content Produkte und die Social Media Präsen. Zuerst können sie selbstständig ihr Arbeitgeberprofil auf talto.com anlegen, um sich bei der Talto Community vorzustellen. Danach geht’s ans Eingemachte. Denn dann wird zusätzlicher Content erstellt, der authentische und tiefgehende Einblicke liefert. Zusätzlich schaltet Talto für jedes Arbeitgeberprofil und jedes Content Produkt Social Media Kampagnen auf Instagram, TikTok oder Reddit – genau auf den Kanälen, die junge Talente so sehr lieben.

Welchen Mehrwert bietet Talto den Unternehmen?

Die Kombination aus Content und Reichweite macht Talto zu einem einzigartigen

Employer Branding Partner für all jene, die in die Köpfe der Studierenden und jungen Absolventen wollen.

Welchen Mehrwert bietet Talto jungen Talenten?

Bei Studierenden in Österreich ist Talto inzwischen die bekannteste Karriereplattform. Sie schätzen die allgemeinen Tipps für ihren Berufseinstieg und Bewerbungen sowie die interessanten Einblicke und Insider­Infos von für sie passenden Unternehmen.

Welche Trends zeichnen sich im Employer Branding ab?

Häufig bewerben sich Talente nicht mehr für eine bestimmte Position, sondern für einen Arbeitgeber. Darum sehen wir auch, dass jene Inhalte, die sich um das Unternehmen, dessen Mitarbeiter, Kultur etc. drehen, deutlich mehr Talente ansprechen. Wir beobachten, dass es darum geht, möglichst früh in die Köpfe der Studierenden zu kommen, um später in der zahlreichen Auswahl an Arbeitgebern herauszustechen. Und das gelingt nur, wenn die richtigen Inhalte auf ansprechende und vor allem zeitgemäße Weise verpackt werden – und genau dabei helfen wir! |

NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE

SAM – GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

SCHAFTLICHE VERANTWORTUNG – NACHHALTIG

ANTWORTUNG – NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE

NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE

SAM – GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

SCHAFTLICHE VERANTWORTUNG – NACHHALTIG

ANTWORTUNG – NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE

SAM – GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

SCHAFTLICHE VERANTWORTUNG – NACHHALTIG

ANTWORTUNG – NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE NACHHALTIG – ACHTSAM – GESELLSCHAFTLICHE

SAM – GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

SCHAFTLICHE VERANTWORTUNG – NACHHALTIG

Mitten im Dreiländereck Österreich, Italien und Slowenien, in unmittelbarer Nähe zu Villach und an den Schnittpunkten zur Baltisch-Adriatischen Achse sowie zur Tauernachse, bietet das LCA-Süd eine moderne, internationale Drehscheibe.

Die Welt der Logistik erleben

Im Rahmen von „Log4School“ bringt die LCAS Schülern zukunftsreiche Berufsbilder aus Transport und Logistik näher.

WISSENSWERT

NEU: Kompetenzatlas Logistik Kärnten

LCAS hat sich als Standortagentur und Logistik-Kompetenzpartner gemeinsam mit dem Medienverlag advantage entschlossen, den „KOMPETENZATLAS LOGISTIK KÄRNTEN“ als Sonderpublikation zu entwickeln und ins Leben zu rufen. Die Erstauflage soll rechtzeitig zur weltweiten Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management „transport logistic“ in München erscheinen und der nächsten Printausgabe des advantage Wirtschaftsmagazins im April beigelegt werden. Ziel dieser Fachpublikation ist es, die Leistungsfähigkeit und die Kompetenzen der Kärntner Logistikbranche gebündelt in einem übersichtlichen Nachschlagewerk zu veranschaulichen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die am Logistikstandort Kärnten ansässigen Betriebe; Innovationen, Visionen und Projekte der Branche in Kärnten als auch die vielfältigen Berufsbilder sowie Ausund Weiterbildungsmöglichkeiten.

Die LCA Logistik Center Austria Süd GmbH (LCAS) startete eine Berufsschnupper­Initiative der besonderen Art. Ziel der Imagekampagne „Log4School“ ist es, Schulen unterschiedlichen Niveaus auf den spannenden Logistik­ und Transportsektor aufmerksam zu machen und das Interesse an einem der vielfältigen und zukunftsreichen Berufsbilder zu wecken.

Die Logistik-Fachkräfte der Zukunft

Mit der Initiative „Log4School“ bringt die LCA Logistik Center Austria Süd GmbH Schüler, die eine Berufsorientierung durchführen bzw. einen Ausbildungsplatz suchen, direkt vor Ort nach Fürnitz bzw. zu einem der zahlreichen Spartenunternehmen finden ihre zukünftigen Lehrlinge mit Hilfe der Berufsschnupper­Initiativen. Das bedeutet auch, dass sich durch das Schnuppern die Chance auf einen Lehrling bzw. Lehrplatz deutlich erhöhen kann. Im Rahmen von Schnupper­ bzw. Probetagen erklären engagierte

Mitarbeiter der unterschiedlichsten Unternehmen der Branche die Arbeitsprozesse im Speditions­ bzw. Logistikbetrieb, wie die Lehrlingsausbildung abläuft und was eine abwechslungsreiche Arbeit im Bereich Transport und Logistik ausmacht.

Nachhaltige Jobchancen

Die Schnuppermöglichkeit soll künftig auch an Volksschulen vorgestellt werden, um auch die Kleinen mit der spannenden Welt der Logistik spielerisch vertraut zu machen. Gerade nach den Herausforderungen der letzten Jahre und dem aktuellen Fachkräftemangel ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen Einblicke in die facettenreiche Welt der Logistik zu geben und das Interesse für die attraktiven und nachhaltigen Jobmöglichkeiten zu wecken: Vom Lageristen, über die Disponenten und Zolldeklaranten bis hin zur Geschäftsführung.

Einblicke in die Welt der Logistik

Ende Jänner wurden Schüler des slowenischen Bundesrealgymnasiums Klagenfurt

am Terminal in Fürnitz empfangen und Einblicke in die Welt des Speditionswesens und der Logistik im Rahmen der Berufsschnuppertage gewährt. Die Schüler nutzten die Gelegenheit, um hinter die Kulissen der LCAS, der TSA Terminal Service Austria und der internationalen Drautrans Spedition zu blicken. Gemeinsam wurde ein Rundgang durch den Terminal Villach Süd|Fürnitz gemacht und der vielfältige Wirkungsbereich der Spedition Drautrans näher angeschaut. Die Schüler der dritten und vierten Klasse des slowenischen Gymnasiums zeigten großes Inter­

esse, vor allem für den riesigen, modernen Reachstacker (Greifstapler) der TSA. Nach einem informativen Rundgang im Terminal wurden die Eindrücke mit den Organisatorinnen der LCAS, Nerma Hamzic und Natascha Zmerzlikar, vertieft.

Interesse an einem Besuch des Logistik-Hubs Fürnitz? Melden Sie sich einfach bei: office@ lca­sued.at! Gerne werden Besuche von Delegationen aus der Wirtschaft, aus Schulen und Universitäten, etc. organisiert. |

KONTAKT

LCA LOGISTIK CENTER Austria Süd GmbH

Hart 100 9586 Fürnitz

T +43 4257 20610

E office@lca-sued.at

INTERVIEW

„Wir müssen schonend mit unseren Ressourcen umgehen“

Mit der Entwicklung eines nachhaltigen Dachziegels wollen Julien Presland und Joseph Gansger ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung setzen.

Die beiden Gründer haben sich zum Ziel gesetzt, innovative Baumaterialen zu entwickeln:

Nicht nur in der Hoffnung, dass die Klimaziele und eine CO2 Neutralität in absehbarer Zeit erreicht werden, sondern um das Bauen und das Leben auf natürliche und nachhaltige Weise zu verbessern. Ihr Startup „Solution Zero“ befindet sich derzeit in der Vorbereitung für die Unternehmensgründung.

advantage: Wieso ist nachhaltiges Bauen wichtiger denn je?

Julien Presland: Wie mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, ist

„Unsere Lebensweise wird unser Erbe sein und unser gebautes Umfeld das Abbild dessen.“

Joseph Gansger, Gründer

die zunehmende Anreicherung der Treibhausgase in der Atmosphäre auf die Aktivitäten seit Beginn der Industrialisierung zurückzuführen. Der Mensch greift massiv in die Umwelt und das Ökosystem ein, das gleichzeitig die Grundlage für alles Leben bedeutet. Die Baubranche ist leider einer der großen Verursacher dieser Problematik. Wir müssen aktuell und in Zukunft schonend mit den Ressourcen umgehen, die uns noch zur Verfügung stehen! Bezogen auf das Bauen sollten wir grundsätzlich dem Bestand mehr Aufmerksamkeit widmen und sinnvoll sanieren und umnutzen. Dennoch muss auch neu gebaut werden, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Joseph Gansger: Es bedarf in unserer Zeit cleverer Lösungen und einer starken Überzeugung diese auch umzusetzen. Nur mit einer nachhaltigen Denkweise können wir die Erde als Lebensraum für zukünftige Generationen bewahren. Unsere Lebensweise wird unser Erbe sein und unser gebautes Umfeld das Abbild dessen. Es muss ein Umdenken und eine Veränderung stattfinden. Wir wollen mit Solution Zero unseren Teil dazu beitragen.

Wie ist die Idee zur Entwicklung eines „klimafreundlichen Ziegels“ entstanden?

Presland: Wir haben während unseres Studiums an der FH Kärnten beide in Dachgeschosswohnungen gelebt und wis­

sen aus erster Hand wie unangenehm heiß diese im Sommer sind. Als wir uns in einer Lehrveranstaltung – unter der Leitung von FH­Prof. DI Dr. Martin Schneider – etwas genauer mit der Thematik überhitzender Wohnräume und Städte beschäftigt haben, war das Grund genug den klassischen Dachziegel zu hinterfragen und ihn neu zu denken.

Gansger: Wir sind dann auf eine sehr interessante Studie mit dem Namen „Projekt Kelvin“ von Joanneum Research gestoßen, die uns zeigte welches Potential eine solche Lösung bei flächendeckender Anwendung auf Städte und auf das globale Klima hätte. Unserem Tatendrang stand fortan nichts mehr im Wege!

„Wir müssen aktuell und in Zukunft schonend mit den Ressourcen umgehen, die uns noch zur Verfügung stehen!“

Julien Presland, Gründer

Welches Problem wird mit eurem Produkt gelöst?

Presland: Mit unserem innovativen Dachziegel wird es möglich die Sommersonne zu reflektieren und die Wintersonne zu absorbieren. So wird im Sommer, wenn wir uns vor der Sonne schützen wollen, 

ein Großteil der solaren Strahlung direkt in das Weltall zurück reflektiert. Hingegen fangen wir im Winter die Energie der Sonne ein und verhindern ein Auskühlen. Vorteile sind dadurch natürlich, dass in Dachgeschossen weniger gekühlt und geheizt werden muss.

„Der

Mensch greift massiv in die Umwelt und das Ökosystem ein, das gleichzeitig die Grundlage für alles Leben bedeutet. Die Baubranche ist leider einer der großen Verursacher dieser Problematik.“

Julien Presland, Gründer

Gansger: Zudem werden aber auch die Umgebungstemperaturen und somit das Stadtklima maßgeblich beeinflusst. Das macht sich vor allem bei einem großflächigen Einsatz positiv bemerkbar. Was für uns ebenso überraschend war, ist jedoch, dass durch die Erhöhung der Albedo städtischer Strukturen mittels Geoengineering auf das Globalklima eingewirkt werden kann und sich somit enorme Energiemengen einsparen lassen.

Wie verlief euer Weg vom Ursprung eurer Idee bis zum Startup?

Presland: Wir haben unsere Idee mit der Unterstützung der Gründergarage unter der Leitung von FH­Prof. DI Dr. Erich Hartlieb geschärft und uns schließen auf ein UiG Gründerstipendium des Kärntner Wirtschaftsfonds (KWF) beworben und eine Zusage bekommen. In diesem 9­monatigen Programm haben wir dann erste Experimente im Baulabor der FH­Kärnten durchgeführt um unsere Hypothese zu belegen.

Gansger: Ebenso haben wir uns ein großes Netzwerk zu Experten*innen von anderen Institutionen und Forschungseinrichtungen aufgebaut um die Idee immer wieder kritisch zu betrachten und iterativ weiterzuentwickeln. Auch das Build! Gründungszentrum hat uns auf unserem bisherigen Weg sehr unterstützt und wir sind froh in das Move­Programm sowie in die A+B Förderung aufgenommen worden zu sein.

In welcher Phase befindet sich euer Startup aktuell bzw. was ist der aktuelle Status in punkto Patente?

Presland: Im Startup­Jargon würde man behaupten, dass wir aktuell im „Incubator“­Status sind. Wir sind stark mit der Produktentwicklung und der strategischen Planung beschäftigt und schreiben

Julien Presland und Joseph Gansger beschreiten mit der Entwicklung eines klimafreundlichen Dachziegels nachhaltige Wege. © pexels

„Es bedarf in unserer Zeit cleverer Lösungen und einer starken Überzeugung diese auch umzusetzen.“

Joseph Gansger, Gründer

parallel fleißig Förderanträge. Wir werden voraussichtlich im ersten Quartal 2023 unser Unternehmen gründen und hoffen dann gemeinsam mit einem Industriepartner voll durchzustarten. |

WISSENSWERT

Julien Presland und Joseph Gansger haben gemeinsam an der FH Kärnten Architektur im Master in Spittal/Drau studiert und von Beginn an gemeinsam an Projekten gearbeitet. 2021 haben die beiden mit ihrem Studiengang den Kärntner Menschenrechtspreis für ein soziales Projekt (eine Minimalunterkunft für Menschen in Not) verliehen bekommen, das in einem Design Build Projekt sogar als Prototyp gebaut wurde. Mit dem Startup „Solution Zero“ befinden sich Julien und Joseph in der Vorbereitung für die Unternehmensgründung.

INTERVIEW

mit Kurt Strasser, Projektentwickler

„Nachhaltiges Bauen ist ein klares Bekenntnis für mehr Lebensqualität“

Im Herzen des Dreiländerecks wird gerade ein europaweit einzigartiges Wohnprojekt realisiert.

„Wir sind keine Weltuntergangsverschwörer, sondern es geht darum das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.“

Kurt Strasser, Projektentwickler

Projektentwickler Kurt Strasser spricht im Interview mit advantage über die Revitalisierung eines aufgelassenes Bauernhofareals nähe Villach. Das Wohndorf Pöckau 1 vereint nachhaltigen Holzbau und Energieeffizienz mit BlackoutSicherheit.

advantage: Warum ist nachhaltiges Bauen wichtiger denn je?

Kurt Strasser: Neben der notwendigen CO2Reduktion geht es stark um die regionale Wertschöpfungskette: Für die Wohnanlage Pöckau 1 wurden hochwertige, regionale Baumaterialien wie Holz, Stein und Tondachziegel, aber auch biozertifizierte Dämm­

Die nachhaltige Bauweise der Häuser beruht auf Regionalität, Qualität und Ressourcenschonung. ©

1/

stoffe verwendet. Zudem stammen alle ausführenden Partnerunternehmen aus der Region, Transportwege werden verkürzt. Mit einer auf die menschlichen Grundbedürfnisse angepassten Architektur wird das Konzept abgerundet.

Welche Vorteile bietet Holz als umweltfreundliches Baumaterial? Holz ist speziell in unserer Region ein vor Ort ausreichend vorhandener und nachwachsender Rohstoff, der sowohl von der Bauweise als auch vom Raumklima her zahlreiche Vorteile aufweist. Holzbau ist sehr rasch zu realisieren, wenn er effizient geplant und gut vorbereitet ist. Zudem gibt es keine Trocknungszeiten für Beton.

Die Bauwirtschaft liegt beim CO2-Ausstoß ebenfalls auf Rekordniveau. Welche Lösungsansätze sehen Sie? Neben einer radikalen Anpassung der behördlichen Rahmenbedingungen darf Energieeffizienz nicht nur am Papier stehen, sondern muss in der Praxis gelebt werden. Das Optimum ist das Minimum: Eine nachhaltige, energieeffiziente Planung und Bauweise bilden die Basis. Wir setzen in Pöckau 1 zudem auf dezentrale Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen zur eigenen Stromproduktion (inklusive Speicher) sowie auf die Schaffung eines Mikroklimas durch den Bio­Schwimmteich und die Grünflächen. Im Sommer kann bei Bedarf mit Eigenstrom umweltschonend nach unten temperiert werden.

Was macht die Wohnanlage „blackoutsicher“?

Wir sind keine Weltuntergangsverschwörer, sondern es geht darum das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Jede der 49 Wohnungen verfügt über einen Kamin, einen stromunabhängigen Tischherd zum Heizen und Kochen sowie Holzkojen. Wir organisieren zudem getrocknetes Hartholz, um die Emissionen hintanzuhalten. Es existiert ein separater Trinkwasserbrunnen als auch eine zentrale Notstromversorgung mit großdimensionierten Photovoltaik Akku Modulen, wodurch alle Wohnungen mittels Zweitstromkreis im Notfall versorgt werden können. Das alles macht unser Wohnprojekt nicht nur nachhaltig, sondern auch „blackout­safe“ und somit in seiner Art und Weise bisher einzigartig in Europa. |

WISSENSWERTES

Leben wie früher, wohnen wie heute! In Pöckau 1 entsteht nähe Villach ein Wohndorf mit insgesamt 49 Einheiten, aufgeteilt auf neun nachhaltig errichtete Wohnhäuser (35 davon barrierefrei). Die Wohnungen haben eine Größe zwischen 48 bis 102 Quadratmetern. Das Projekt wurde vom Architekturbüro Skape Architekten geplant.

NÄHERE INFORMATIONEN

Kurt Strasser

T: +43 676 47 566 86

E: info@poeckau1.com www.poeckau1.com

Pöckau
Strasser

INTERVIEW

Würde kennt kein Alter!

Der Bedarf an mobiler Betreuung und Pflege steigt: Immer mehr Menschen möchten in den eigenen vier Wänden alt werden. Von Petra Plimon

Die Diakonie begleitet mit mobiler Pflege und Betreuung daheim. © Petra Plimon

*Hinweis: Die Corona-Schutzmaske wurde lediglich zum Zwecke der Fotoaufnahmen von der Mobilen Pflege abgenommen.

„Ich befasse mich mit betagten Menschen schon mein ganzes Leben und es gibt bis jetzt noch keinen einzigen Tag, wo ich meine Berufsentscheidung bereut habe.“

Montag früh an einem eisig kalten Tag Ende Jänner: Ich treffe Jennifer Wallner am Stützpunkt der Diakonie de la Tour in Spittal an der Drau und darf die Pflegeassistentin einen Tag lang begleiten. Die 27­Jährige gibt im Interview berührende Einblicke in ihren Berufsalltag.

advantage: Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen in der mobilen Pflege?

Jennifer Wallner: Neben den alltäglichen Pflegeaufgaben bestehend aus Körperpflege, Katheterpflege, Mobilisation, Vitalzeichenkontrolle und Medikametengabe sind besonders auch zwischenmenschliche Kompetenzen von Nöten, die in Summe erst eine professionelle Pflege auf Augenhöhe ermöglichen können. Einsamkeit, Isolation, Familienzerwürfnisse, soziale Ausgrenzung sind nur einige der Schlagworte, worunter zu Pflegende und deren Angehörige leiden. Viele unserer Klienten sind alleinstehend. Und gerade hier besteht besonders in der ambulanten Pflegeversorgung die Herausforderung: Wahrnehmen –Abschätzen – Reagieren. Denn anders als in stationären Einrichtungen wird für etwaige Fehler, welche es natürlich zu vermeiden gilt, einzig und allein die zuständige Pflegekraft zur Verantwortung gezogen.

Was hat Sie im Alter von 17 Jahren motiviert einen Pflegeberuf zu ergreifen?

Die Liebe zu meinen Großeltern – definitiv. Ich bezeichne mich in Zeiten wie diesen als wahren Glückspilz, in einem Mehrgenerationenhaus aufgewachsen zu sein. Von klein auf hegte ich das große Bedürfnis, meinen Großeltern unterstützend zur Seite zu stehen. Ich befasse mich mit betagten Menschen somit schon mein ganzes Leben und es gibt bis jetzt noch keinen einzigen Tag, wo ich meine Berufsentscheidung bereut habe.

Welche Voraussetzungen benötigen Menschen, die in der Pflege tätig sein möchten?

Neben einer guten medizinisch­ pflegerischen Grundausbildung, welche gerade im ambulanten Pflegeversorgungssektor von Nöten ist, braucht es ein hohes Maß an Selbstreflexion und spürbarer Willensstärke. Was motiviert mich in den Pflegeberuf einzusteigen? Was glaube ich dort zu finden oder bereits gefunden zu haben? Welche Grundwerte gegenüber älteren Menschen vertrete ich, möchte ich mich am System bedienen oder den Menschen nach besten Wissen und Gewissen „dienen“?

Wie bereits erwähnt und in der Praxis wahrnehmbar, spielt die psychisch – soziale Ebene eine immer bedeutendere Rolle. Die medizinische Versorgung und das Wissen diesbezüglich garantiert schon lange nicht mehr einen erfolgreichen Pflegeabschluss, vielmehr entscheidet die persönlich soziale Grundkompetenz, das Einsetzen erworbener Techniken im sozialen Miteinander über den Abschluss einer Pflegesituation, sowohl auf Seiten des zu Pflegenden als auch auf Seiten der Pflegeperson.

Warum also ein hohes Maß an Selbstreflexion? Wenn ich selbst keinerlei Zugang zu meinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen habe, wie soll mir dann ein Erkennen von psychischer Not gelingen?

Welche Qualifikationen haben Sie sich zusätzlich zu Ihrer Grundpflegeausbildung angeeignet, die Ihnen im Beruf hilfreich erscheint? Bereits während meiner Ausbildung zur Pflegekraft habe ich für mich subjektiv wahrgenommen, dass mein Wissen und meine Grundkompetenzen nicht ausreichen, um betagte Menschen ganzheitlich betreuen zu können. Dies führte dazu, dass ich mich für eine Ausbildung zur Lebens­ und Sozialberaterin (nach Viktor Frankl) entschied. Welche zusätzliche Qualität mir diese Qualifikation bringen würde, war für mich damals nicht abschätzbar. Heute empfinde ich es als die beste Entscheidung meines Lebens. Mittlerweile bin ich im vierten Berufsjahr im mobilen Sektor tätig. Das Wissen um das Innere des Menschen ermöglicht es mir jeden Tag aufs Neue, die Herausforderungen, die der Beruf mit sich bringt, gesund und glücklich abzuschließen.

Warum ist die Mobile Pflege für Sie ein Modell, das immer wichtiger wird?

Zum einen die steigende Lebenserwartung der Menschen. Das wird künftig dazu füh­

„Neben den alltäglichen Pflegeaufgaben sind besonders auch zwischenmenschliche Kompetenzen von Nöten, die in Summe erst eine professionelle Pflege auf Augenhöhe ermöglichen können.“

ren, dass eine ausreichende Versorgung im stationären Langzeitbereich nicht mehr für jedermann gewährleistet werden kann. Zum anderen auch der wahrnehmbare gesellschaftliche Wandel des Individuums hin zu Autonomie und Selbstbestimmtheit. Viele bevorzugen jetzt schon, gerade im Alter, ein Mitspracherecht bei der Pflegegestaltung. Ein Mal Duschen in der Woche? Für viele unvorstellbar geworden. Personenzentrierte Pflege wird erwünscht, der Rahmen hierzu wird dabei von der jeweiligen Tagesverfassung bestimmt.

Was ist Ihre Botschaft in Richtung der Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft was die Zukunft der Pflege betrifft?

Wir schreiben bereits fünf nach 12. Was muss passieren, dass endlich jemand Verantwortung übernimmt für ein Thema, das jeden von uns früher oder später betreffen wird? Warum werden Schuldige gesucht statt Taten gesetzt? Ich selbst schätze mich außerordentlich glücklich, als Pflegeassistentin in der Diakonie De La Tour Kärnten arbeiten zu dürfen. Denn diese Botschaft, die nach außen getragen wird, auf vielen Plakaten zu lesen ist, wird auch umgesetzt und dies mit Achtung, Respekt und Wertschätzung dem Nächsten Gegenüber! |

Jennifer Wallner ist seit vier Jahren in der mobilen Pflege tätig. © Petra Plimon

Geben für Leben: Raiffeisen sucht Stammzellspender

Gemeinsam mit dem Verein „Geben für Leben –Leukämiehilfe Österreich“ werden Stammzellspender für Leukämiepatienten gesucht.

Seit dem Start der Typisierungsaktion in der Raiffeisenbank Brückl wurden bereits an die 100 potenzielle neue Lebensretter mit Unterstützung von Raiffeisen gefunden.

Stammzellspende für Leukämiepatienten Für viele Leukämiepatienten ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung und es braucht dringend mehr Stammzellspender. Das ist eine Frage der Solidarität. Für Raiffeisen ist dieser Wert aktueller denn je. Stammzellen können nicht künstlich hergestellt werden. Die Patienten sind daher auf eine lebensrettende Spende angewiesen.

WIR retten Leben. Die Vorstände der Raiffeisenbank Brückl und Julia Neugebauer vom Verein Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich freuen sich über die erfolgreiche Typisierungsaktion. © RLB Kärnten

Mittels eines einfachen Wangenabstriches kann hierbei herausgefunden werden, ob jemand als Lebensretter in Frage kommt. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, den passenden Spender oder die passende Spenderin für an Leukämie erkrankte Personen zu finden.

Solidarität zeigen

„Bei Raiffeisen steht das Füreinander im Mittelpunkt. Eine Typisierung geht ganz schnell und kann das Leben eines Menschen retten,“ so Martin Valentinitsch, Geschäftsführer vom Kärnten Raiffeisen Marketing. |

Die Termine für die Typisierungs aktion in den Kärntner Rai�eisenbanken gibt es unter: www.rai�eisen.at/ ktn/de/meinebank/aktuelles/2022/wirrettet-leben.html

Jeder Beitrag zählt

Der Together Verein sammelt gemeinsam mit der türkischen Community in Kärnten Geld- und Sachspenden für Erdbebenopfer.

SPENDENAUFRUF!

Das Erdbeben hat in der Türkei und in Syrien unermessliches Leid verursacht. Tausende Menschen haben ihr Leben verloren, wurden verletzt und Millionen sind obdachlos. Der Together Verein hat sich entschlossen, gemeinsam mit der türkischen Community in Kärnten Geld- und Sachspenden zu sammeln, um den Opfern zu helfen.

Geldspenden am hilfreichsten

Spenden können auf das Konto des Vereins unter dem Verwendungszweck „Kärnten hilft Erdbebenopfern“ überwiesen werden.

Spendenkonto Verein Together: AT89 3948 7000 0002 1089 Verwendungszweck: Kärnten hilft Erdbebenopfern

Sachspenden sind ebenfalls willkommen

Diese können in allen Together Points abgegeben werden. Die Standorte und Ö� nungszeiten sind unter www.act2gether.at abrufbar. Dringend benötigt werden Hygieneartikel, Babynahrung, Winterzelte, Decken, Heizgeräte (bevorzugt gasbetrieben) und Generatoren sowie Winterjacken in allen Größen. Jeder Beitrag zählt, um den Opfern des Erdbebens zu helfen. |

12 Neues Format für Startups rückt Pflege in den Fokus

Techhouse und der Unicorn Start-up & Innovation-Hub luden zu drei innovativen Tagen rund um die Pflege nach Graz.

Startups und über 30 Mentoren und Speaker diskutierten und arbeiteten zwischen 31. Jänner und 2. Feber gemeinsam an Zukunftslösungen im Bereich Pflege.

Pfl ege betriff t uns alle Eröffnet wurden die „3DAYS für die Pflege“ von Helga Pattart­Drexler (Geschäftsführerin Techhouse) und Bernhard Weber (Geschäftsführer Unicorn). Ziel der Veranstaltung war es, dem Thema Raum zu geben und Start­ups, die sich mit Problemstellungen in der Pflege beschäftigen, die Möglichkeit zu bieten sich mit Hilfe von Experten aus ihrer Zielgruppe auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen. „Im Pflegeberuf ist ein neues Gesamtkonzept notwendig, dieses beginnt mit fairer Bezahlung und einer einheitlichen Ausbildungsbasis. Auch muss das evidenzbasierte Wissen aus der Forschung zur Praxis kommen“, so Dr.in Daniela Schoberer, Stellvertretende Vorständin des Instituts für Pflegewissenschaften der Med Uni Graz.

Pfl ege-Utopie oder Dystopie

Am dritten Tag präsentierten die teilnehmenden Startups im Finale des Hackathons ihre Lösungen dem Publikum. Als SiegerStartup mittels Online­Voting wurde „Zeit­

„Anstatt Konkurrenzdenken braucht es mehr solche Veranstaltungen und Partnerschaften zwischen Universitäten, Institutionen, öffentlichen Trägern und Startups, um Versorgungslücken zu schließen und Pflegekräften Perspektiven zu schenken!“

HeldYn, Startup

polster“ gekürt. Den Schlusspunkt setzte eine Podiumsdiskussion „Pflege­Utopie oder Dystopie: Zukunftskonzepte auf dem Prüfstand“ mit dem ehemaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober, dem Vizerektor des FH Technikum Wien Stefan Sauermann, Elisabeth Potzmann, Präsidentin des ÖGKV und Ulrike Lackner, COO von Instahelp.

12 Start-ups mit innovativen Ideen

Die teilnehmenden Startups empfanden die Veranstaltung als durchwegs positiv. „Die 3DAYS für die Pflege waren eine super Möglichkeit Start­ups kennen zu lernen,

1 | Startups arbeiteten in Graz gemeinsam mit Corporates an innovativen Lösungskonzepten für den Pflegebereich.

© Unicorn/ Techhouse

2 | Mit Bernhard Weber diskutierten Dr.in Regina Roller-Wirnsberger, Dr.in Daniela Schoberer, Martina Obermayer (pflegende Angehörige) und Robert Hochstrasser (SteadySense GmbH).

© Unicorn/ Techhouse

die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Gesundheitsversorgung der Zukunft zu sichern!“ so das Startup „Ilvi – smart health solutions“. „Anstatt Konkurrenzdenken braucht es mehr solche Veranstaltungen und Partnerschaften zwischen Universitäten, Institutionen, öffentlichen Trägern und Startups, um Versorgungslücken zu schließen und Pflegekräften Perspektiven zu schenken!“ betonten die Gründer von HeldYn.

Wertvolle Erkenntnisse

Die Veranstaltung brachte zwei wesentliche Erkenntnisse. Einerseits muss der Mensch im Mittelpunkt der Innovationen und Änderungen stehen. Andererseits muss das Thema in der Gesamtheit gesehen werden und nicht nur an einzelnen Schrauben gedreht werden („den Elefanten im Raum sehen“). |

DIESE STARTUPS WAREN

BEIM HACKATON MIT DABEI:

Zeitpolster, Herzensapp GmbH, HeldYn, MiiCare, Opus Novo GmbH, CAATS, ilvi – smart health solutions, Instahelp, Golden Mind, VitaBlick, digitAAL Life GmbH und SBS Software.

KLC-Helden siegreich bei Kärntner Meisterschaften

Vom 16. bis 18. Februar fanden in Lienz die Kärntner Tennis Jugend Landesmeisterschaften statt.

Die KLC Tennisschule unter der Leitung von Josko Skugor fördert seit vielen Jahren junge Kärntner Talente in einem professionellen Umfeld. Das advantage Magazin begleitet die KLC Sektion Tennis bereits seit Längerem sowohl mit Print­ als auch mit Online­Beiträgen.

Spannende Finalspiele

Die Vorbereitungen auf die Kärntner Jugend Meisterschaften fanden in Klagenfurt statt. Neben Josko Skugor waren auch die Trainer Peter Debeljak und Stipe Skugor mit dabei, um die Tennishelden von morgen gemeinsam vorzubereiten. Bei den Finalspielen der Kärntner Jugend Meisterschaften in der Dolomitenhalle in Lienz konnten die KLC­Talente sowohl Siege im Einzel als auch um Doppel mit nach Hause nehmen. Als Kärntner Meister im Doppel U12 gingen Lino Klauser und Gabriel Schmidt hervor. Lino Klauser triumphierte auch im U12 Einzel. Das advantage Media Team gratuliert recht herzlich! |

Die Schatztruhen der Menschen mit Kräuterwissen füllen

Der Verein „Freunde Naturgemäßer Lebensweise (FNL)“ bietet ein vielfältiges Weiterbildungs- und Seminarangebot.

Die hohe Qualität und Transparenz der Kräuterakademie ist österreichweit anerkannt. Basis der Aus­ und Weiterbildungsangebote ist der „Volksheilkundliche Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni“. In rund eineinhalb Jahren lernen die Kursteilnehmer bis zu 400 Kräuter und Wildpflanzen inmitten der Natur kennen und erfahren Wissenswertes über den traditionellen Gebrauch in Volksheilkunde und Kräuterlehre.

Lernen bedeutet wachsen

Des Weiteren wird eine Ausbildung zum Kräuter­Experten für Kinder und Jugend­

liche nach Mag. Iris Lins angeboten, die am 23. Juni in Kärnten startet. „Füllen wir die „Schatztruhen“ unserer Kinder mit traditionellem und neuem Wissen –und nutzen die resilienzfördernden Kräfte von Wald und Wiese. Durch die Beschäftigung mit Kräutern wird die Natur für Kinder mit allen Sinnen greifbar“, so FNL­Bundesobfrau Sieglinde Salbrechter. Ziel ist es, persönliche Erfahrungen im Umgang mit heimischen Wildkräutern zu sammeln und sich der Natur und der Welt der Kräuter ein Stück verbundener zu fühlen, um Kinder auf einfache Weise für dieses traditionsreiche Wissen zu begeistern. |

Wer Heilpflanzen kennt und keine Berührungsängste im Umgang mit Natur hat, der entwickelt auch Eigenverantwortung und Selbstvertrauen.

NÄHERE INFORMATIONEN

FNL – Freunde Naturgemäßer Lebensweise

Hunnenbrunn / Schlossweg 2 9300 St. Veit an der Glan zentrale@fnl.at www.fnl.at www.fnl-kraeuterakademie.at

Die KLC-Talente Lino Klauser und Gabriel Schmidt holten in Lienz den Kärntner Landesmeistertitel im Tennis. © KLC

Transformation kann eine Chance sein, wenn wir sie nutzen. © Pixabay

Mindset: Der Schlüssel liegt in unserer

Hand!

Über die innere Haltung können wir beeinflussen, WIE wir mit Veränderungen umgehen.

Von Petra Plimon

„Wende Dein Gesicht der Sonne zu und die Schatten fallen hinter dich. Sprichwort aus Uganda

Wie die Natur befindet sich auch der Mensch im stetigen Wandel. Wir durchschreiten einen lebenslangen Prozess der Transformation und Entwicklung, der von inneren und äußeren Faktoren beeinflusst wird. Aktuell sind es Megatrends wie die Digitalisierung, aber auch die vielschichtigen Folgen von Pandemie, Krieg und Klimaerwärmung, welche zu einem tiefgreifenden Wandel unserer Lebens­ und Arbeitswelt führen. Neben dieser kollektiven Transformation gilt es parallel dazu individuelle Veränderungsprozesse im persönlichen und beruflichen Alltag zu bewältigen. Oft scheint es, als bliebe kein Stein auf dem anderen.

„Sei

du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Mahatma Gandhi

Selbst am Schräubchen drehen

Doch (wie) kann Transformation überhaupt gelingen bzw. was kann der Einzelne dazu beitragen und welche Spielregeln braucht es? Unsere innere Haltung – das Mindset – spielt dabei eine wesentliche, wenn nicht die alles entscheidende Rolle. Sie ist jenes Schräubchen, an dem wir selber drehen können. Denn wie wir denken und welche Werte­ und Moralvorstellungen wir vertreten, prägt die Art und Weise, wie wir kommunizieren, handeln und schließlich mit unseren Mitmenschen und der Außenwelt interagieren.

Damit Transformation zur Chance wird, braucht es vor allem eines, nämlich eine zukunftsorientierte innere Haltung und einen Perspektivenwechsel.

Impulse für den Perspektivenwechsel

Den Schlüssel, WIE wir mit Veränderungen umgehen, hält demnach jeder selbst in der Hand: Über die innere Haltung können wir unser Handeln in hohem Ausmaß mitbeeinflussen. Die nachfolgenden Impulse sollen Inspirationen und Anregungen liefern:

• Neuen Erfahrungen, Situationen und Menschen offen und unvoreingenommen gegenüberstehen: Indem wir versuchen Veränderungen ohne Angst und feste Erwartungen zu empfangen und den involvierten Personen wertschätzend, respektvoll und auf Augenhöhe begegnen, setzen wir den ersten wichtigen Schritt.

• Veränderung als Dynamik des Lebens akzeptieren: Wenn wir Veränderung als stetigen Begleiter und Bestandteil des Lebens akzeptieren, können neue Möglichkeiten sichtbar werden, weil wir Platz schaffen für das Neue – neuer Handlungsspielraum entsteht!

• Dem aufrichtigen Miteinander mehr Aufmerksamkeit schenken: Wenn es gelingt, den eigenen Fokus weg vom Ich und hin zu einem starken Wir zu richten, so können positive Synergien erkannt und genutzt werden. Das gemeinsame Handeln im Sinne einer Sache rückt damit in den Mittelpunkt. |

Petra Plimon aka YAvida, advantage Chefredakteurin und Transformationsbegleiterin.

© Sommeregger-Baurecht

WISSENSWERT

Die Entwicklung des Mindsets bzw. der inneren Haltung eines Menschen wird von drei Parametern beeinflusst. Basis bildet die erste Lebenswelt, in welcher der Mensch als Kind und Jugendlicher heranwächst. Eltern wie auch Personen aus dem unmittelbaren Umfeld sowie der jeweilige Kulturkreis dominieren diesen Abschnitt. Zweitens wird die Entwicklung des Mindsets durch das soziale Umfeld mitgeformt, dem der Mensch in und auch nach seiner Kindheit und Jugend ausgesetzt ist wie etwa Freunde, Schule oder Beruf. Der dritte und mitunter entscheidendste Faktor in Bezug auf die Reifung des Mindsets ist die Bereitschaft zur Selbstentwicklung. Der Mensch ist in der Lage seine innere Haltung und seine Potenziale aufgrund von Eigenmotivation und mithilfe unterschiedlichster Methoden stetig weiterentwickeln zu können. Quelle: „Haltung entscheidet“ von Martin Permantier (2019)

Nachhaltiges Wohnglück für Generationen

ATV Immobilien schätzt Kärntens schönste Lagen –und das nicht nur rund um Seen. Nachhaltiges Wohnen bildet dabei eine wichtige Säule.

Exklusivität, Diskretion und persönliche Beratung stehen beim Familienunternehmen ATV­Immobilien stets an erster Stelle – und das seit mehr als 50 Jahren. Wer in hochwertige Immobilien investiert, sichert damit die Zukunft seiner Kinder und Enkelkinder.

„Wir möchten Familien und Kinder unterstützen für nachfolgende Generationen einen Erholungs- und Lebensraum zu schaffen!“

Alexander Tischler, Immobilienexperte

Pure Lebensqualität

Das Team von ATV­Immobilien beschäftigt sich seit 1971 intensiv mit hochwerti­

gen Privatimmobilien und hier speziell mit Seeimmobilien. „Uns liegt viel daran, die Kunden zu Wohlfühlimmobilien zu begleiten, die zu einem familiären Kraftplatz werden. Umgeben von der sauberen Luft und dem glasklaren Wasser der Kärntner Seen finden Sie unvergleichliche Ruhe und Erholung. Wir möchten Familien und Kindern die Möglichkeit geben für nachfolgende Generationen einen Erholungsund Lebensraum zu schaffen“, betont Immobilienexperte Alexander Tischler, der von den Vorzügen des österreichischen Südens begeistert ist.

Neue Wege beschreiten

Nicht zuletzt aufgrund der bevorstehenden Fertigstellung der Koralmbahn werden sich auch für die Investoren & Familien weitere neue Chancen in Kärnten auftun. „Der Zentralraum Kärnten wird aufblühen. Aufgrund der optimalen Lebensqualität werden viele künftig die Möglichkeit

„Ältere Menschen können im MaxPalais selbstbestimmt leben und finden gleichzeitig eine einzigartige Infrastruktur in bester Innenstadtlage vor.“

Alexander Tischler, Immobilienexperte

nutzen, zwar in Graz zu arbeiten, aber an den Kärntner Seen zu leben“, so Tischler.

Selbstbestimmt Leben

Ein weiterer Bereich, der ATV Immobilien am Herzen liegt, ist das würdevolle Altern. Auch hier werden bereits Projekte umgesetzt. Mit dem „MaxPalais“ in Villach unter Federführung von Gerhard Mosser und der AHA Gruppe ein Leuchtturmprojekt entstanden, das österreichweit seinesgleichen sucht. „Auch ältere Menschen können hier selbstbestimmt leben und finden gleichzeitig eine einzigartige Infrastruktur in bester Innenstadtlage vor, die sie nutzen können,“ so Tischler. Das „MaxPalais“ zeichnet sich vor allem durch den Einsatz modernster Technologien und künstlicher Intelligenz aus, was den Alltag speziell für die ältere Generation erheblich erleichtert und ein langes eigenbestimmtes Leben ermöglicht. Außerdem bietet das Wohnkonzept eine Rundumversorgung durch die vielen Zusatzleistungen, wie Reinigungs­ und Haushaltsdienste, Conciergeservice und Betreuungs­ und Pflegeangebote im hohen Alter. Der Vertrieb der Liegenschaften erfolgt gemeinsam mit Immobilien Nageler. |

LUXUSPENTHOUSE IM ZENTRUM VILLACHS

Beeindruckendes Design Penthouse mit traumhafter Terrasse mitten im Herzen von Villach. Eleganz, Raffinesse und Zukunftsvorsorge –ein neues Leben mit einem Mehr an Lebensqualtität: Concierge, Reinigungs- und Wäscheservice, Nahversorgung und Smart Living. Penthäuser mit 2-4 Zimmer | Preis auf Anfrage

#THINKABOUT

von Iris Straßer

Eine klare Definition des Begriffs „nachhaltig“

Um die Klima- und Energieziele der EU zu erreichen, müssen Investitionen in nachhaltige Aktivitäten und Projekte gelenkt werden. Dafür wurde die Taxonomie geschaffen.

Mit der Taxonomie­Verordnung hat die Europäische Union als Teil des Green Deals im Juni 2020 ein rechtsverbindliches Klassifizierungssystem festgeschrieben, das klar regelt, was als ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivität ausgewiesen werden darf. Denn es ist das Ziel Europas, bis 2050 klimaneutral zu werden. Und das ist nur möglich, wenn die Dekarbonisierung massiv vorangetrieben und – vereinfacht ausgedrückt –auch privates Kapital europaweit in grüne Investitionen umgeleitet wird; ein zentraler Hebel, um die Treibhausgasemissionen rasch zu reduzieren.

Was beschreibt die Taxonomie?

Die Taxonomie umfasst derzeit den Bereich der Umweltauswirkungen, den Bewertungsmaßstab des gemeinsamen Klassifizierungssystems bilden die sechs EU­Umweltziele:

• Klimaschutz

• Klimawandelanpassung

• Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser­ und Meeresressourcen

• Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

• Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung

• Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

3. unter Einhaltung sozialer Mindestkriterien (z. B. Wahrung der Menschenrechte) ausgeübt wird und 4. technischen Bewertungskriterien, die die Kommission festgelegt hat, entspricht.

Bis jetzt sind nur wenige Branchen von der Taxonomie betroffen; nämlich jene mit hohen Umweltauswirkungen, wie Energieversorger, Transportunternehmen, Land­ und Forstwirtschaft oder die Bau­ und Immobilienbranche. Die Branchenliste soll schrittweise erweitert werden, auch eine soziale Taxonomie ist in Diskussion und mittelfristig in Vorbereitung.

Für wen gilt die Taxonomie?

Derzeit haben jene Unternehmen taxonomierelevante Wirtschaftsaktivitäten auszuweisen, die unter die europäische Non­Financial­Reporting­Directive und das österreichische Nachhaltigkeits­ und Diversitätsverbesserungsgesetz fallen; aktuell rund 100 Unternehmen öffentlichen Interesses (PIE) mit mehr als 500 Mitarbeitenden. Sie sind seit 2021 verpflichtet, den Anteil des Umsatzes sowie den Anteil der Gesamtinvestitionen (CapEx) und den Anteil der Betriebsausgaben (OpEx) im Zusammenhang mit ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten auszuweisen.

ZUR PERSON

IRIS STRASSER leitet Verantwortung zeigen!, ein Unternehmensnetzwerk für Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie erreichen die Autorin unter iris.strasser@ verantwortungzeigen.at

Bis dato sind zu den ersten Klima­relevanten Zielen detaillierte Vorgaben für die Kategorisierung festgeschrieben, in den kommenden Monaten sind delegierte Rechtsakte für die weiteren vier Umweltziele zu erwarten.

Es ist ein durchaus kompliziertes System, das die Unternehmen aufbauen müssen, um Auskunft geben zu können. Gemäß der Verordnung wird eine Wirtschaftstätigkeit als nachhaltig eingestuft, wenn sie

1. einen substanziellen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer Umweltziele leistet, 2. nicht zu einer bestimmten erheblichen Beeinträchtigung eines oder mehrerer Umweltziele führt,

Das betrifft unser Unternehmen nicht, werden Sie sagen. Das stimmt nur bedingt. Mit dem Geschäftsjahr ab 1.1.2025 werden alle Unternehmen mit über 250 Mitarbeitenden und/oder einer Bilanzsumme über 20 Mio. bzw. einem Umsatz von 40 Mio. ihren Anteil an taxonomiefähigen und ­konformen Wirtschaftsaktivitäten ausweisen müssen.

Sie sehen, es geht klar in Richtung Transparenz und einheitlicher Systematik, nach der die Leistungen von Unternehmen hinsichtlich ihres Beitrags zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklung beurteilt werden. Bis dahin ist für viele Unternehmen allerdings noch ein steiler Anstieg zu bewältigen; wenn Sie (potenziell) betroffen sind, lohnt es sich, sich rasch auf den Weg zu machen. | © Mike Kampitsch

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Die smarte Sicherheitsuhr für Alleinarbeiter.

Das SafeMotion-Sicherheitssystem für Alleinarbeiter wird international eingesetzt und basiert auf den Erkenntnissen bei Arbeitsunfällen. Es enthält daher nur Funktionen, die für die Arbeitssicherheit unerläss-

lich sind. Dies trägt zur Akzeptanz im Arbeitsalltag bei. Die Verfügbarkeit des Systems auf einer Vielzahl von Geräten, einschließlich Smartphones, ermöglicht flexibele und breite Einsatzmöglichkeiten.

auf Knopfdruck bei Nichtbewegung

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