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mobil! Clubmagazin des ACS beider Basel

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Trauriger Staustunden-Rekord

Das Schweizer Nationalstrassennetz ist zunehmend ĂŒberlastet | Seite 2

Zukunftsweisender

Entscheid steht an

Warum die Autobahnen auch um Basel ausgebaut werden mĂŒssen | Seite 5

Autos anzĂŒnden zwecks Weiterbildung

Spannende Einblicke in das erste ACS-Jufala vor 53 Jahren | Seiten 8-9

03/2024

STAUSTUNDEN: ZUNAHME SCHWEIZWEIT UND AUCH IN DER REGION BASEL

Wie leider schon zur Gewohnheit geworden, haben auch im vergangenen Jahr die Staus auf den Autobahnen weiter zugenommen. Fast 40'000 Stunden haben die Verkehrsteilnehmenden im 2022 im Stau verbracht.

2022 wurden auf dem gesamten Nationalstrassennetz 29,3 Milliarden Fahrzeugkilometer zurĂŒckgelegt. Davon entïŹ elen 2,8 Milliarden Fahrzeugkilometer beziehungsweise 9,4 Prozent auf die NEB-Strecken, also jene rund 400 Kilometer Strassen, die der Bund per 1. Januar 2020 von den Kantonen ĂŒberommen hat. GegenĂŒber dem Vorjahr hat die Fahrleistung auf dem Nationalstrassennetz um 1,9 Mrd. Fahrzeugkilometer zugenommen. Dies entsprach einer Steigerung von +6,7 Prozent.

Auf die Nationalstrassen entïŹ el ein ĂŒberproportional grosser Anteil aller auf Schweizer Strassen erbrachten Fahrleistungen. Auf einer LĂ€nge von weniger als 3 Prozent des gesamten Strassennetzes wurden gut 41 Prozent des Strassenverkehrs der Schweiz abgewickelt.

Massive Zunahme bei den Staus –auch in der Region Basel Im Jahr 2022 wurden auf dem Nationalstrassennetz 39’863 Staustunden erfasst. GegenĂŒber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von +22.7 Prozent!

Die Staubelastung auf dem Nationalstrassennetz (ohne NEB-Strecken) hat mit Ausnahme der Covid-Jahre kontinuierlich zugenommen. Quelle: ASTRA; Grafik:BFS

Bei den Stauursachen nahm die Â«Ăœberlastung» erneut eine dominante Stellung ein: Mehr als 85 Prozent aller Staustunden waren im Jahr 2022 auf Überlastung zurĂŒckzufĂŒhren.

Wie dem Bericht «Verkehrsentwicklung und VerkehrsïŹ‚uss 2022» zu entnehmen ist, fokussierte sich in der Region Basel das Stauaufkommen wie in den Vorjahren auf die A2 und die A3 zwischen der Landesgrenze via Osttangente bis zur Verzweigung Augst und weiter bis nach Rheinfelden. Stauschwerpunkt blieb der Abschnitt zwischen den Verzweigungen Wiese, Hagnau und Augst, wobei insbesondere zwischen den Verzweigungen Wiese und Hagnau auch deutlich höhere Staustunden als vor der Corona-Pandemie beobachtet wurden. Weiterhin ausgeprĂ€gt war der Stauschwerpunkt auf der A18 rund um den EggïŹ‚uetunnel.

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2 Clubmagazin ACS 03/2024

02 Stau-Rekord

Die Staustunden nehmen von Jahr zu Jahr sozusagen ungebremst zu

04 Ladestationen

FĂŒr die Dekarbonisierung braucht es deutlich mehr Ladestationen in der EU

07 Blockiert

Strassen-Sperren durch Super-Blocks stossen auf Widerstand

12 Classic-Gruppe

Wie ein «Neuling» seine erste SchlauchprĂŒfung bestand und die Kurzausfahrt genoss

15 Motorrad-Gruppe

Über den geglĂŒckten Saison-Start und was im 2024 noch alles zu erwarten ist

Titelfoto: Osttangente, Christian Greif

Impressum

Herausgeber Automobil Club der Schweiz

ACS Sektion beider Basel

Hofackerstrasse 72, CH-4132 Muttenz

Telefon +41 61 465 40 40

Fax +41 61 465 40 41 info@acsbs.ch, www.acsbs.ch

Redaktion Christian Greif, ACS beider Basel

Hofackerstrasse 72, CH-4132 Muttenz

Telefon +41 61 465 40 40 christian.greif@acsbs.ch

Inserate Regina NeuschĂŒtz

ACS beider Basel, Hofackerstrasse 72 CH-4132 Muttenz

Telefon +41 61 465 40 40 regina.neuschuetz@acsbs.ch

Druck Kromer Print AG

Karl Roth-Strasse 3, CH-5600 Lenzburg

Telefon +41 62 886 33 33

Fax +41 62 886 33 34

«ACS mobil!», das Verbandsorgan des ACS beider Basel, ist eine Beilage zur Publikation «AUTO».

Verlag und Redaktion von «AUTO» = Automobil Club der Schweiz (ACS), Wasserwerkgasse 39, 3000 Bern 13

BEREIT FÜR DIE ABSTIMMUNG UM

DEN RHEINTUNNEL

Nach einer Abstimmung ist vor einer Abstimmung. Durften wir uns nach der gewonnenen Abstimmung gegen die schĂ€dlichen «Stadtklimainitiativen» im letzten November noch freuen, so steht in diesem Herbst wieder eine Abstimmung an, bei der alle vernĂŒnftigen verkehrspolitischen KrĂ€fte gefordert sind. Im Herbst stimmt die ganze Schweiz ĂŒber den dringend notwendigen Ausbau der Nationalstrassen ab. Dabei geht es darum, dass KapazitĂ€tsengpĂ€sse und Staustunden verringert werden. In der Region Basel geht es um den Rheintunnel. Lesen Sie dazu unseren Beitrag auf Seite 5 und auch als Schwerpunktthema im nationalen Magazin «Auto».

Die Gegnerschaft hat sich bereits gegen den Rheintunnel eingeschossen. Obwohl durch den Tunnelbau eine starke Entlastung der unmittelbar von der ĂŒberfĂŒllten Osttangente betroïŹ€enen Quartiere unbestritten ist, stellt sich RotgrĂŒn grundsĂ€tzlich gegen jeglichen Ausbau der Strasseninfrastruktur. Argumentiert wird mit der anfallenden grauen Energie beim Bau und mit dem Klimawandel. WĂŒrde man das Argument weiterdenken, dĂŒrften in der Region aber auch kein HerzstĂŒck fĂŒr die Eisenbahn realisiert werden, denn Beton und Baumaterial braucht es sowohl fĂŒr einen Eisenbahn- als auch fĂŒr einen Strassentunnel.

Wie schön eine Ausfahrt hinter dem Steuer eines Oldtimers durch die Strassen des Baselbiets ist, durfte ich Anfang April bei meiner ersten Ausfahrt mit der ACS Classic-Gruppe erleben. Es ist schön zu sehen, wie mit viel Herzblut und Begeisterung in den ACS-Kommissionen geplant, gefahren und anschliessend auch ĂŒber eine Ausfahrt diskutiert wird. Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr unsere Motorrad-Gruppe und gehört auch heute noch zur DNA vom Automobil Club der Schweiz.

Damit die Menschen auch in Zukunft ihre MobilitĂ€t frei wĂ€hlen und ihren Hobbies nachgehen können, braucht es einen Ausbau der Nationalstrasseninfrastruktur und eine starke Interessensvertretung der Automobilistinnen und Automobilisten. DafĂŒr setzt sich der ACS ein. FĂŒr vernĂŒnftigen Fahrspass heute und morgen. Danke, dass Sie uns dabei unterstĂŒtzen und den ACS auch weiterempfehlen.

Herzlich, Ihr

beider Basel

PS: Ich freue mich auf Ihre Anregungen. Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf: daniel.seiler@acsbs.ch

Clubmagazin ACS 03/2024 3 Editorial

MEIN LIEBLINGSAUTO

Die Aufnahme ist am 6. September 2014 entstanden. Wir sind damals mit dem Raid nach BrĂŒssel mitgefahren und haben danach noch eine Woche Ferien in Frankreich verbracht. Auf dem RĂŒckweg in Paris haben wir das Foto gemacht. Es ist ein Peugeot 203 Werkscabriolet von 1954 (deshalb die Nummer BS 20354). Ich habe den Wagen 1979 als Ruine erhalten und als Gymnasiast wĂ€hrend zwei Jahren unter Mithilfe eines befreundeten Karosseriespenglers restauriert und kurz nach der MaturprĂŒfung im Herbst 1981 fertiggestellt und eingelöst. Nach 45 Jahren macht der Wagen immer noch gleich viel Spass wie am ersten Tag. In dieser Zeit habe ich rund 300'000 km mit dem Wagen zurĂŒckgelegt. Er hat unglaublich geschmeidige Fahreigenschaften und hat mich in der langen Zeit nur zwei Mal stehen gelassen. In Sachen Nachhaltigkeit dĂŒrfte er jedes neue Elektromobil schlagen. Simon Gautschi, Basel

ABLENKUNG IST OFT UNFALLURSACHE

ELEKTRONISCHER FAHRAUSWEIS IN APPENZELL AUSSERRHODEN

Wer im Kanton Appenzell Ausserrhoden erfolgreich die TheorieprĂŒfung Kategorie B (Personenwagen) bestanden hat, kann den Lernfahrausweis seit Anfang Mai 2024 neu auch elektronisch beziehen. Der elektronische Lernfahrausweis wird vom Strassenverkehrsamt Appenzell Ausserrhoden ausgestellt und von den Lernfahrenden in einer elektronischen Brieftasche auf dem Smartphone aufbewahrt. Das Bundesamt fĂŒr Justiz, das Bundesamt fĂŒr Strassen zusammen mit der Vereinigung der Schweizerischen StrassenverkehrsĂ€mter und dem Strassenverkehrsamt Appenzell Ausserrhoden lancieren das Pilotprojekt im Hinblick auf die EinfĂŒhrung des staatlich anerkannten IdentitĂ€tsnachweises (E-ID).

Detaillierte Informationen zum Projekt «Elektronischer Lernfahrausweis» ïŹnden Sie mit nebenstehendem QR-Code.

IN DER EU SIND 8 MAL MEHR LADESTATIONEN NOTWENDIG!

GemĂ€ss Beratungsstelle fĂŒr UnfallverhĂŒtung gibt es jedes Jahr rund 1΄100 Schwerverletzte und 54 Getötete bei UnfĂ€llen, die auf Ablenkung und Unaufmerksamkeit zurĂŒckzufĂŒhren sind. WĂ€hrend der Fahrt kann uns vieles ablenken: Smartphone, Navi, Radio oder das Greifen nach GegenstĂ€nden. Wer abgelenkt ist, braucht lĂ€nger, um auf eine Gefahr zu reagieren. Die Reaktionsgeschwindigkeit im Fahr zeug verlĂ€ngert sich so um etwa einen Drittel. Darum: Multitasking vermeiden, Smartphone in der Tasche lassen, Verkehrsgeschehen im Blick behalten, Navi im Auto vor der Fahrt programmieren. FĂŒr wichtige Erledigungen: Kurz anhalten. Weitere Infos erhalten Sie mit nebenstehendem QR-Code.

BEV: 18-fache Zunahme seit 2017

Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) nutzen als alleinige Energiequelle eine Antriebsbatterie, die per Stecker oder Stromabnehmern aufgeladen wird

Ladestationen: 6-fache Zunahme seit 2017

Ein neuer Bericht des EuropĂ€ischen Automobilherstellerverbandes (ACEA) zeigt eine alar mierende LĂŒcke zwischen der aktuellen VerfĂŒgbarkeit Ă¶ïŹ€entlicher Ladestationen fĂŒr Elektroautos in der EU und dem, was tatsĂ€chlich benötigt wird, um die CO2-Reduktionsziele zu erreichen. Die VerkĂ€ufe von Elektroautos in der EU wuchsen zwischen 2017 und 2023 dreimal schneller als die Installation von Ladestationen. Mit Blick auf die Zukunft benötigt die EU bis 2030 aber jĂ€hrlich achtmal mehr Ladepunkte. Berichtdetails mit nebenstehendem QR-Code.

Clubmagazin ACS 03/2024 4
News

AUTOBAHNAUSBAU UND BASLER RHEINTUNNEL SIND EIN MUST!

Gegen den Beschluss des Parlaments, das Nationalstrassennetz gezielt zu modernisieren und auszubauen, haben links-grĂŒne Kreise das Referendum ergriïŹ€en. Voraussichtlich im September oder November wird das Volk an der Urne darĂŒber entscheiden. Der ACS zeigt, weshalb ein Ausbau unumgĂ€nglich ist.

Unsere Autobahnen sind das RĂŒckgrat des Schweizer Strassennetzes. Sie binden die Schweiz an das europĂ€ische Strassennetz an, verknĂŒpfen die Landesteile untereinander und nehmen einen erheblichen Teil des Verkehrs in den StĂ€dten und Agglomerationen auf. Das Schweizer Nationalstrassennetz wurde vor 60 Jahren geplant. Seither haben sich die Anforderungen allerdings massiv geĂ€ndert: Nicht nur die Bevölkerung ist massiv gewachsen, sondern auch das BedĂŒrfnis nach MobilitĂ€t insgesamt (siehe Kasten). Und sĂ€mtliche Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum aus.

Weitsichtiger Entscheid

Darum hat das Parlament beschlossen, das Autobahnnetz gezielt auszubauen, wogegen links-grĂŒne Kreise allerdings das Referendum ergriïŹ€en haben. Darum wird das Schweizervolk noch in diesem Jahr darĂŒber beïŹnden, ob die N1 zwischen Wankdorf und SchönbĂŒhl, zwischen SchönbĂŒhl und Kirchberg, der Rosenbergtunnel in St. Gallen, der FĂ€senstaubtunnel in SchaïŹ€ hausen und der Rheintunnel in Basel realisiert werden sollen, wobei fĂŒr unsere Region selbstredend das letzte Projekt von grösster Bedeutung ist.

Der Basler Abschnitt der Nationalstrasse A2 zwischen dem Schwarzwaldtunnel und der Verzweigung Hagnau ist schon seit langem insbesondere an Werktagen stark ĂŒberlastet. Aufgrund der Verkehrszunahme wird sich die Situation kĂŒnftig noch weiter zuspitzen.

Rheintunnel bringt Entlastung Ohne Gegenmassnahmen werden Staustunden sowie Ausweichverkehr in Quartiere und umliegende Agglomerationsgemeinden weiter zunehmen. Um die Situation zu entschĂ€rfen, hat das Bundesamt fĂŒr Strassen zusammen mit den beiden Basler Halbkantonen das Projekt Rheintunnel erarbeitet. Es handelt sich dabei um zwei neue, zweispurige, rund 3,7 Kilometer lange Tunnels, die den Rhein in mehr als 18 Meter Tiefe ab Flussgrund unterqueren.

Der Rheintunnel wird einen grossen Teil des Agglomerations- und des Durchgangsverkehrs aufnehmen. Dadurch werden auf der Osttangente der A2 KapazitĂ€ten frei, um den auf das untergeordnete Strassennetz verdrĂ€ngten Verkehr wieder zurĂŒck auf die Nationalstrasse zu verlagern. Die Kantons-, Stadt- und Gemeindestrassen werden entlastet und können dem Ă¶ïŹ€entlichen Verkehr und

Der Rheintunnel besteht aus mehreren Tunnelabschnitten, die an die bestehenden Achsen von und nach Deutschland und Frankreich anknĂŒpfen. Grafik: ASTRA

FAKTEN ZUM NATIONALSTRASSENNETZ

‱ Bevölkerungswachstum Schweiz 1990-2021: +29.4 %

‱ Erhöhung der Fahrleistung im selben Zeitraum: +34.1 %

‱ Entwicklung der Staustunden zwischen 2013 und 2022: +100% auf ca. 40’000 Staustunden, obwohl Fahrleistung nur um +5.3 % gestiegen ist. Hauptursache: Â«Ăœberlastung»

‱ Verkehrsleistung Schweiz: 75 % aller Personenkilometer entfallen auf den Strassenverkehr. 40 % des Motorisierten Individualverkehrs und 70 % des StrassengĂŒterverkehrs werden ĂŒber die Nationalstrassen abgewickelt.

‱ Anteil Nationalstrassen am gesamten Strassennetz: 3 %

dem Langsamverkehr zur VerfĂŒgung gestellt werden. Insgesamt erhöht sich die Verkehrssicherheit. Zudem steht mit dem Rheintunnel bei Störungen auf der Osttangente eine Alternativstrecke zur VerfĂŒgung.

Aus Erfahrung lernen! Strassenbauprojekte wurden in Basel seit jeher bekĂ€mpft, so damals auch die Basler Nordtangente. Wie eine Untersuchung fĂŒnf Jahre nach ErĂ¶ïŹ€ nung im Jahre 2008 allerdings zeigte, hat dieses StadtautobahnteilstĂŒck ganz erhebliche Verbesserungen fĂŒr die Stadt gebracht: Die Basler Nordtangente hat Wohn- und LebensqualitĂ€t verbessert, LĂ€rm- und Luftbelastung sowie Unfallzahlen vermindert. Auch der Rheintunel wĂŒrde fĂŒr Basel-Stadt aber auch die gesamte Region zu einem Segen werden.

Clubmagazin ACS 03/2024 5 Verkehrspolitik
Clubmagazin ACS 03/2024

ANWOHNER HABEN KEINEN BOCK

AUF SUPER-BLOCK-TESTS

Die «Super-Idee» des Basler Baudepartementes, im MatthĂ€us und St. Johann im Herbst testmĂ€ssig sogenannte «Superblocks» einzufĂŒhren, ist auf Widerstand gestossen. Es seien je Quartier drei Rekurse eingegangen. Über das weitere Vorgehen könne erst nach deren Behandlung informiert werden.

Anfang 2024 teilte das Basler Bau- und Verkehrsdepartement freudig mit, ab Herbst wĂŒrden in den Quartieren St. Johann und MatthĂ€us wĂ€hrend eines Jahres sogenannte «Superblocks» getestet. Darunter sind mehrere Wohnblocks zu verstehen, die zusammengezogen und en bloc mit Tempo 20 ver kehrsberuhigt und fĂŒr den Durchgangs verkehr gĂ€nzlich gesperrt werden . Auch sĂ€mtliche Ă¶ïŹ€entliche ParkplĂ€tze werden aufgehoben. Die Behörden machen geltend, solche Superblocks wĂŒrden einen «signiïŹkanten Beitrag zu mehr LebensqualitĂ€t» leisten.

Berechtigter Widerstand

Das sehen nicht alle so. Wie das Basler Baudepartement Ende April mitteilte, sind aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Publikation der zur Umsetzung

sollen, ersteht

auch bei Superblocks – mĂŒssen im Rahmen einer schriftlichen Umfrage mindestens zwei Drittel der betroïŹ€enen Haushalte ihre Zustimmung zum geplanten Verkehrsregime erteilen.

Suchverkehr einBehörden Strassenver-

notwendigen verkehrstechnischen Massnahmen Einsprachen eingegangen. Wann die Tests tatsĂ€chlich beginnen können sei deshalb derzeit noch oïŹ€en. Inwiefern solche Quartier-Blockaden zu einer Verbesserung der LebensqualitĂ€t und des Stadtklimas beitragen sollen schliesst sich nicht jedermann. Es s nĂ€mlich ganz im Gegenteil ausser Frage, dass infolge Strassensperrungen und Park platzabbau unnötiger Umweg- respektive Suchverkeh entstehen werden. Auch ist nicht ei sehbar, warum – wie von den Behörd behauptet – dadurch der Strassen kehr generell abnehmen sollte.

Begegnungs-

Demokratische AbstĂŒtzung fehlt Vor der Realisierung einer Begegnun zone – und das gilt selbstverstĂ€ndlich

ACS-125-JAHR-JUBILÄUMS-MÜNZE ZU GEWINNEN!

Wir verlosen unter unseren Mitgliedern drei ACS-125-Jahr-JubilĂ€umsmĂŒnzen.

Automobile Leidenschaft. Seit 1898. Mit unserer JubilĂ€umsmĂŒnze stellen wir die Leidenschaft fĂŒr das Auto und die MobilitĂ€t ins Zentrum. Die Freude am Autofahren ist auch nach 125 Jahren ungebrochen und auch im 21. Jahrhundert nicht wegzudenken.

Der ACS lebt deshalb die Leidenschaft fĂŒrs Automobil und setzt sich entschlossen und proaktiv fĂŒr die Interessen seiner Mitglieder ein.

Der ACS beider Basel verlost unter den Einsendungen bis zum 10. Juni 24 drei dieser JubilĂ€umsmĂŒnzen. Mitmachen mit Mail an info@acsbs.ch oder Postkarte mit Stichwort «JubilĂ€ums-MĂŒnze» an ACS beider Basel, Hofackerstr. 72, 4132 Muttenz.

Viel GlĂŒck!

Verkehrspolitik
Clubmagazin ACS 03/2024 7

« DUET EINE UMMEDOTTELE, DENN

ISCHS DR WAGEBACH BIM FOTTELE »

Urs Wagenbach aus Biel hat 1971 als 17-JÀhriger am ersten Jufala des ACS beider Basel im bernischen Finsterhennen teilgenommen. Michael SchÀufele, Jufala-KommissionsprÀsident, und Christian Greif, Redaktor des «ACS mobil!», haben den begeisterten Erstteilnehmer mit seinem breitem Berndeutsch interviewt.

Herr Wagenbach, erzÀhlen Sie uns doch bitte, wie das erste ACS-Jufala entstanden ist?

Der Fahrlehrer RenĂ© Mendelin mit seiner Frau hat fĂŒr den ACS beider Basel das erste Jugendfahrschullager auf die Beine

malige ACS-Direktor Emil Ulli hatte gute Beziehungen und fand auf dem GelÀnde der Firma Marolf, die landwirtschaftliche AnhÀnger produzierte, einen idealen Standort. Auf dem Fabrikareal war es erstens möglich, diese Kurse durchzu-

Auf dem GelĂ€nde des Fahrzeug- und Maschinenbau-Unternehmens Marolf wurde 1971 das erste ACS Jugendfahrlager in Finsterhennen durchgefĂŒhrt. Foto: Urs Wagenbach

gestellt. Die Idee fĂŒr ein solches Ausbildungsprogramm stammte allerdings vom damaligen ACS-Direktor Emil Ulli.

Wie sind Sie dazu gekommen, am ersten Jufala teilzunehmen? Stand Ihr Vater oder Ihre Familie dahinter? Nein. Mich hat das Auto und das Autofahren schon immer interessiert. Ich habe mir einfach gesagt, ich möchte möglichst frĂŒh damit anfangen. Dann habe ich mitbekommen, dass es entsprechende Kurse gibt, und als ich dann feststellte, dass der ACS Basel ein solches Angebot hat, habe ich mich einfach spontan angemeldet. Und dass das erste Jufala in Finsterhennen im Bieler Seeland stattfand, kam mir als Bieler natĂŒrlich sehr gelegen.

Ja, wie kommt es denn, dass der ACS beider Basel so weit weg einen Anlass plant und durchfĂŒhrt?

Die grosse Herausforderung war, einen geeigneten Standort zu ïŹnden. Der da-

fĂŒhren und zweitens konnten die MĂ€dchen separat bei einheimischen Familien und die Burschen im Kantonnement untergebracht werden. FĂŒr die Lagerleitung

und Instruktoren gab es auch Zimmer im Hotel Kreuz, in dem man ĂŒbrigens auch herrliche «GĂŒggeli» essen konnte. Jeden zweiten Tag galt es Landdienst zu leisten. Die damalige Idee dahinter war, dass es auch StĂ€dtern und Gymnasiasten gut tue, ein bisschen Landluft zu schnuppern und eine praktische Arbeit zu verrichten.

Ihnen hat das erste Jufala in Finsterhennen oïŹ€ enbar gut ge fallen. Oder? Ja. Ich war 1971 als Teilnehmer mit dabei und dann ab 1973 auch noch sechs Mal als Instruktor. Eine unvergessliche Zeit, die ich nicht missen möchte. Es war immer sehr interessant und man hat sich immer wieder aufs nĂ€chste Lager gefreut.

Schon bald fand das Jufala aber nicht mehr in Finsterhennen statt. Warum? Der Werkverkehr auf dem GelĂ€nde der Firma Marolf war nicht ideal. Und dank guter Beziehungen zum EMD entstand schnell einmal die Idee, auf einen WaïŹ€enplatz zu gehen. 1978 fand das Jufala in Bremgarten, 1979 in Bure, spĂ€ter dann auch in S-chanf oder 1980 auf dem Waf-

Auch die korrekte Montage von Schneeketten gerhört bereits in den AnfÀngen des «Jufala» zum ordentlichen Ausbildungsprogramm. Foto: Urs Wagenbach

8 Clubmagazin ACS 03/2024
Das aktuelle Interview

DAS ACS-JUFALASEIT ÜBER 50 JAHREN

1971 hat der ACS beider Basel das erste Jugendfahrlager ins Leben gerufen. Es hat ĂŒber die Jahre zahlreiche VerĂ€nderungen und Verbesserungen erfahren – ist aber nach wie vor das Leuchtturmprojekt in Sachen Verkehrssicherheit.

Die praktischen Übungen mit dem Feuerlöscher gehörten zu den spektakulĂ€rsten Elementen des Ausbildungsprogramms im Jufala.

fenplatz Herisau statt. Damals schon wurde der Nothelferkurs und auch ein Sehtest ins Jufala integriert, um einen Mehr wert zu schaïŹ€en.

Und was wurde im Lager ausbildungsmÀssig sonst noch geboten?

Im Lager demonstrierte Fahrlehrer Mendelin jeweils die diversen Bremsarten. Aber man lehrte seiner Zeit auch, wie man einen Feuerlöscher gezielt einsetzen

und Instruktor der ersten Stunde. Foto: zVG

muss. In einem Steinbruch wurde ein Schrottwagen mit Benzin angezĂŒndet –das habe ich immer sehr gern gemacht –und dann wurde das Löschen sehr real geĂŒbt. Heute alles nicht mehr denkbar. Gegen Schluss des Lagers gab es dann auch einen Theorie- und Geschicklichkeitstest. Aber auch FahrzeugpïŹ‚ ege, Radwechsel und Kettenmontage standen auf dem Programm, ebenso wie kleinere Reparaturen.

Foto: Urs Wagenbach

Bot das Jufala auch etwas VergnĂŒgen, Sun und Fun?

Ja, klar. Schon nach dem ersten Jufala, das zwei Wochen dauerte, entstand die Idee, im Herbst nach dem Lager eine Jugendgruppe zu grĂŒnden. Praktisch alle Teilnehmenden haben sich in diesen Anfangsjahren der Jugendgruppe angeschlossen, die bereits 1979 mehr als 120 Mitglieder aufwies. Man traf sich zu diversen AnlĂ€ssen, so auch zum Eisslalom auf der Kunsteisbahn in Sissach. Solche Veranstaltungen wurden dann spĂ€ter auchauf der Kunsteisbahn Basel durchgefĂŒhrt. Aber da war ich nicht mehr dabei.

Und zudem wurde am Ende jeden Jufalas, am Freitagabend, jeweils so richtig gefeiert. Am Schlussabend traten in typischer Basler-Manier auch PfeiïŹ€er und Tambouren auf, wurden SchnitzelbĂ€nke vorgetra-

Heute umfasst das einwöchige Ausbildungspaket eine praxisorientierte Fahrausbildung mit attraktiven Übungs fahrzeugen, sowohl Auto als auch Motorrad, eine umfassende Vorbereitung auf die TheorieprĂŒfung mit der Möglichkeit, diese am Ende des Lagers auch gleich abzulegen, eine fundierte, sicherheitsorientierte Verkehrssinnbildung, ebenfalls die Nothelferausbildung – und last but not least ein begeisterndes Lagerleben im Sportcamp Melchtal mit viel Sun & Fun!

gen und Helgen gezeigt. Ich war damals auch fĂŒrs fotograïŹsche Festhalten der Lager und die entsprechenden FotobĂŒcher zustĂ€ndig. Das hat mir 1973 dann auch einen Schnitzelbank eingetragen, der so ging: «Der Mendelin, dĂ€ HĂ€rzigi, het viely UntergÀÀbeni. Duet eine ummedottele, denn isch es dr Wagebach bim Fottele»

Besten Dank, Herr Wagenbach, fĂŒr diese sehr interessanten Einblicke in die AnfĂ€nge des Jufalas.

Gegen Ende des Lagers konnte man das Erlernte bei einem Geschicklichkeitsparcours unter Beweis stellen. Man beachte das «Branding» auf der Wagenseite. Foto: Urs Wagenbach

9 Clubmagazin ACS 03/2024
Das aktuelle Interview
Urs Wagenbach, Jufala-Teilnehmer

JUBILÄUMS-ANLASS: 50 JAHRE ACS

AlljĂ€hrlich ehrt der ACS beider Basel in einem separaten Anlass jene Mitglieder, die ihm bereits seit 50 Jahren die Treue halten. Ein Bericht ĂŒber einen fĂŒr alle Beteiligten «gfreuten» Event.

Die Treue der Jubilarinnen und Jubilare, die seit 50 Jahren Mitglied beim ACS beider Basel sind, wurde am JubilÀums-Event verdankt. Foto: zVg

Am 15. April 2024 fand der diesjÀhrige Jubilaren-Anlass in bewÀhrter Tradition im Pantheon in Muttenz, dem Sitz des ACS beider Basel, statt. Eingeladen wurden jene Mitglieder, die seit 50 Jahren dem ACS beider Basel die Treue halten. Darunter befanden sich auch einige Mitglieder, die Ihre «ACS-Karriere» im «ACS-Jugendfahrlager» begannen.

Der JubilĂ€umsakt startete mit einer FĂŒhrung durch die aktuelle Ausstellung im Museum Pantheon Basel – Forum fĂŒr Oldtimer. Der Oldtimerexperte Ruedi Wenger hatte so einige Geschichten zu den besichtigten Preziosen zu erzĂ€hlen.

Anschliessend blickte ACS-PrĂ€sident Andreas DĂŒrr auf die vergangen 50 Jahre zurĂŒck und der ACS-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Daniel Seiler, orientierte ĂŒber aktuelle verkehrspolitische Projekte. Vor dem gemeinsamen ApĂ©ro wurde den langjĂ€hrigen treuen Mitgliedern persönlich ein Geschenk ĂŒberreicht.

10 Clubmagazin ACS 03/2024 Events

AUCH BEIM MODALSPLIT

IST BASEL SPEZIELL

PETITION GEGEN

PARKPLATZ-ABBAU IM WETTSTEIN-QUARTIER

Der Modalsplit beschreibt die prozentuale Aufteilung des Verkehrsaufkommens auf einzelne Verkehrsmittel oder Verkehrsmittelgruppen. Der jĂŒngste StĂ€dtevergleich MobilitĂ€t zeigt, dass sich 2021 der Modalsplit auf Wegen der Stadtbevölkerung gegenĂŒber 2015 aufgrund der Covid-19-Pandemie in allen StĂ€dten deutlich verĂ€ndert hat. Besonders deutlich ist die Abnahme beim ÖV-Anteil. WĂ€hrend er in den grösseren StĂ€dten Basel, Bern und ZĂŒrich im Jahr 2015 noch höher lag als der Anteil des Motorisierten Individualverkehrs (MotIV), fĂ€llt 2021 der ÖV-Anteil kleiner oder gleich gross aus. Mit nur gerade 20 Prozent ist der Anteil des MotIV in keiner anderen Stadt der Schweiz derart gering wie in Basel. DafĂŒr brilliert Basel mit dem schweizweit höchten Anteil an Veloverkehr, was wohl auch auf die topograïŹsch gĂŒnstige Lage zurĂŒckzufĂŒhren ist.

GraïŹk: StĂ€dtevergleich MobilitĂ€t 2021

Die von der Basler Regierung geplante Umgestaltung im Bereich Peter Rot-Strasse und Wettsteinallee hat Wider stand aus der Bevölkerung hervorgerufen. Sie ist nicht damit einverstanden, dass wegen einer noch breiteren Velospur, mehr Rabatten und BĂ€umen 32 Auto-ParkplĂ€tze auf Allmend abgebaut werden sollen. Mit einer von rund 350 Personen unterzeichneten Petition wird die Regierung aufgefordert, mit dem kontinuierlichen Abbau von ParkplĂ€tzen endlich aufzuhören. Die Nachbarschaft bestehe nicht nur aus Fahrradfahrern, wird geltend gemacht. Automobilisten fĂŒhlten sich diskriminiert und benachteiligt. Die ParkplĂ€tze im Quartier – in unmittelbarer NĂ€he zum Messeplatz – seien durchgehend belegt und wĂŒrden von der Bevölkerung dringend benötigt. Jeder weiterer Abbau werde unnötigerweise den Parkplatzsuchverkehr und die damit verbundenen negativen Auswirkungen erhöhen. Die Basler Regierung mĂŒsse endlich einsehen, dass viele Basler Einwohnerinnen und Einwohner auf das private Auto angewiesen seien und es auch weiterhin benĂŒtzen wollten.

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Personenkilometer betrug die Verkehrsleistung des Motorisierten Individualverkehrs 2022 in der Schweiz. Plus 5 Prozent gegenĂŒber Vorjahr.

PARKPLATZABBAU BEIM ALLSCHWILERPLATZ

Im Rahmen anstehender Sanierungsarbeiten will die Basler Regierung den Allschwilerplatz zum Begegnungsort mit mehr GrĂŒnïŹ‚Ă€chen und BĂ€umen umgestalten. Der Strassenverkehr soll kĂŒnftig um den zentralen Platz herumgefĂŒhrt werden. Im Rahmen der in fĂŒnf Jahren geplanten Umgestaltung sollen 25 ParkplĂ€tze und fĂŒnf TaxistandplĂ€tze aufgehoben werden. Das GeschĂ€ft wird demnĂ€chst im Grossen Rat behandelt werden.

Der ACS Newsletter wird jetzt noch attraktiver und informativer. Gemeinsam mit dem ACS Schweiz wird der ACS beider Basel kĂŒnftig allmonatlich kurz und knapp ĂŒber das wichtigste Geschehen im Bereich Verkehr, Motorsport und Reisen berichten. Lassen Sie sich diesen Informationskanal nicht entgehen und melden Sie sich ĂŒber nebenstehenden QR-Code an.

11 Clubmagazin ACS 03/2024
News

« MEIN ERSTER SCHLAUCHTEST UND MEINE ERSTE KURZAUSFAHRT»

Daniel Seiler, seit Mitte 2023 neuer GeschĂ€ftsfĂŒhrer des ACS beider Basel, berichtet ĂŒber seine ersten Erfahrungen, die er im Schosse der ACS-Classic-Gruppe gewinnen durfte.

Samstagmorgen, 8:30 Uhr, auf dem Magnet Areal in Pratteln. Ich war schon etwas nervös. Das erste Mal durfte ich mich hinter das Steuer eines Oldtimers setzen. Und zwar nicht einfach hinter irgend ein Steuer, sondern ans Steuer eines Rover 3500 – V8, Jahrgang 1974. Ein Auto voller Geschichte. Der leider viel zu frĂŒh verstorbene Lori Imhof hatte mit diesem Auto viele Oldtimer-Rallyes bestritten. Nach der StĂ€rkung fĂŒr den Tag mit KaïŹ€ee und Gipfeli und den Instruktionen von KommissionsprĂ€sident Matthias Killer und Florian Meier ging es auch schon los. Erstes Vertrautmachen mit dem Auto und ab zu den Übungen an den SchlĂ€uchen.

No-Go: Auf dem Schlauch stehen FĂŒr alle Nicht-Experten: Beim Schlauchtest geht es einfach gesagt darum, die Dis tanz zwischen zwei oder mehreren am Boden verlegten SchlĂ€uche in einer vor-

Erinnern an ein Flugzeug: Blick ins Cockpit des just 50 Jahre alten Rover 3500, ausgestattet mit allen denkbaren Zeitmessinstrumenten. alle Fotos: Daniel Seiler

gegeben Zielzeit zurĂŒckzulegen. Die SchlĂ€uche melden dabei entsprechend die Zeiten an einen angeschlossen Com-

Bei einer «SchlauchprĂŒfung» ist höchste Konzentration und PrĂ€zision gefragt, geht es doch wie beim Skifahren um Zehntelssekunden.

puter. Es geht also darum, das GefĂŒhl fĂŒr die Zeit und die LĂ€nge einer SchlauchprĂŒfung zu ïŹnden.

Ich lernte also, worauf es bei der SchlauchprĂŒfung ankommt. Erst zaghaft, einmal mit zu viel, einmal mit zu wenig Gas. Beim x-ten Anlauf hat es dann geklappt, die anvisierte Strecke von rund 75 Metern legten wir in exakt 20 Sekunden zurĂŒck. FĂŒr mich eine stolze Leistung. NatĂŒrlich wird es bei höherer Geschwindigkeit entsprechend schwieriger. Man munkelte, dass einer die Strecke in 6 Sekunden schaïŹ€ te. Es ist also fast wie beim Jassen: 6 Punkte angesagt, 6 Punkte gemacht.

Herrliche Blueschtfahrt durchs schöne Baselbiet

Nach der SchlauchprĂŒfung ging es dann bei wunderschönem FrĂŒhlingswetter los mit der rund zweistĂŒndigen Kurzausfahrt durchs Baselbiet. Von Pratteln ĂŒber den Eglisgraben auf die Schönmatt. Die KirschbĂ€ume waren in vollem Blust. Einfach herrlich.

Auf dem ersten Aufstieg Richtung Eglisgraben war ich wohl etwas zu langsam –so bildete sich hinter mir eine kleine Schlange und ich liess die anderen Fahrzeuge auf dem Sulzkopf vorbei. Weiter ging es nach Gempen und beim Schul-

Classic-Gruppe
12 Clubmagazin ACS 03/2024

haus vorbei. Erinnerungen an das Gempen Memorial vom letzten September kamen auf. Vom Gempen ging es Richtung St. Pantaleon. Auf schmalen Strassen vorbei an glĂŒcklich winkenden Menschen – Gross und Klein.

Kilometer ĂŒber Kilometer fand ich mich besser zurecht mit dem roten Rover, so dass wir bald die Fahrer vor uns wieder einholen konnten. Nach einer kurzen Pause ging die Fahrt weiter Richtung Obersdorf, Bennwil, Wittlinsburg und ThĂŒrnen. Das alles bei herrlichem Wetter – vorbei an grĂŒnen Wiesen mit gelb leuchtenden Löwenzorn und wunderschön blĂŒhenden BĂ€umen.

Das Roadbook war sehr gut und fehlerlos – so haben wir uns nur einmal kurz verfahren und dies auch nur, weil mein Co-Pilot sich mehr auf ein GerĂ€usch an seinem Fahrzeug als auf das Navigieren konzentrierte. Von Sissach ging es dann nochmals hoch zum Nusshof und anschliessend Richtung Arisdorf und dann nach Augst ins Restaurant Römerhof. WĂ€hrend dem leckeren Mittagessen wur-

Die Blueschtfahrt mit dem Oldtimer durchs blĂŒhende Baselbiet war einfach herrlich.

Daniel Seiler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer ACS beider Basel

de viel gefachsimpelt und man liess die tolle Ausfahrt durch das schöne Baselbiet Revue passieren. Meine erste Ausfahrt mit der Classic-Gruppe vom ACS hat sehr viel Spass gemacht und war ein ganz spezielles Erlebnis. Ich freue mich bereits auf das nÀchste Mal.

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GUT IN DEN FRÜHLING GESTARTET UND MIT VORFREUDE AUF DIE SAISON

Die Motorrad-Gruppe startet mit der Vollmondfahrt im Mai in den MotorradfrĂŒhling und ist voller Vorfreude auf die kommenden Ausfahrten.

Die Motorrad-Gruppe des ACS beider Basel hat das neue Jahr traditionsgemÀss mit einem Trockentraining ohne Motorrad begonnen.

EindrĂŒckliches Tram-Museum Besucht wurde im Januar das kleine, aber feine Tram-Museum mit Depothalle in der MĂŒnchensteinerstrasse in Basel. Dabei konnten interessante Einblicke in die mehr als 125 Jahre Basler Tram-Geschichte gewonnen werden und auf dem Tram-Simulator eine Runde durch die Stadt gedreht werden.

Trainings- und Vollmond-Fahrten Im MĂ€rz fand das traditionelle FrĂŒhlingsAufwĂ€rmtraining in Anneau du Rhin statt. Es wurde organisiert und durchgefĂŒhrt von den MAZ-Fahrlehrern.

Und am 24. Mai wurde die Vollmondfahrt mit anschliessendem Nachtessen im Gasthof «Alpbad» oberhalb von Sissach durchgefĂŒhrt.

RegelmÀssiger Monatshock Neben den Ausfahrten organisiert die ACS Motorrad-Gruppe auch einen Mo-

LĂ€sst Jung und Alt staunen: Das Basler Tram-Museum, das Einblick in die mehr als 125 Jahre alte Basler Tram-Geschichte und noch viel mehr bietet. Foto: Tram-Club Basel

natshock im Restaurant Pantheon in Muttenz. Er ïŹndet in der Regel am zweiten Dienstag im Monat um 18:30h statt. GĂ€ste sind herzlich willkommen.

Die kommenden Daten sind: 11. Juni / 9. Juli / 13. August / 10. Sept. / 8. Oktober / 12. November / 10. Dezember

Im Restjahr 2024 sind die in untenstehendem Kasten zusammengestellten weiteren Ausfahrten geplant. Auch hier sind GĂ€ste zum Mitfahren herzlich willkommen.

Mehr ĂŒber die ACS Motorrad-Gruppe ĂŒber nebenstehenden QR-Code.

JAHRESPROGRAMM 2024 DER DER ACS MOTORRAD-GRUPPE

Sa. 15. Juni 2024

Spargelfahrt in den Schwarzwald

24. - 25. August 2024

Kulturfahrt «Alphorn»

14. - 21. September 2024

PÀssefahrt «Pfalz»

Fr. 22. November 2024

Schlussessen in der Region Basel

Clubmagazin ACS 03/2024 15 Motorrad-Gruppe
Das ErstĂŒrmen von Gipfeln, das gesellige Zusammensein und die Pflege des gemeinsamen Hobbies bilden das HerzstĂŒck der ACS Motorrad-Gruppe. Foto: Thomas Richard

Das Original:

Autofahren schon mit 16!

ACS-JugendFahrlager

‱ Praxisorientierte Fahrausbildung

‱ Attraktive Übungsfahrzeuge (Auto & Motorrad)

‱ Umfassende Vorbereitung auf die TheorieprĂŒfung

‱ Fundierte, sicherheitsorientierte Verkehrssinnbildung

‱ Nothelferausbildung

‱ Begeisterndes Lagerleben

‱ Sun & Fun!

Eckdaten:

Samstag, 29. Juni – Samstag, 6. Juli 2024

Sportcamp Durrenbach, Melchtal (OW)

Kosten:

CHF 1'175.– Eltern, Grosseltern, Gotte/Götti beim ACS

CHF 1'275.– ohne ACS-Mitgliedschaft

CHF 120.– Nothelferkurs (freiwillig)

Anmeldung:

Mail an jufala@acsbs.ch

Weitere Infos unter: www.acsbs.ch/jufala oder 061 465 40 40

Inklusive VerkehrstheoriePrĂŒfung!

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