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Ein Produkt der ZT Medien AG

an der A1 im Kanton Aargau


Jetz t Mitglied werden: paraplegie.ch

ICH SITZE U N S C H U L D I G. STEPHAN

Es kann jeden treffen. Die Unachtsamkeit eines anderen kann Ihr Leben entscheidend verändern. Wir helfen Querschnittgelähmten zurück ins Leben. Im Ernstfall auch Ihnen.


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Die Zofinger Siegfried AG füllt im deutschen Hameln Covid-19-Impfstoff ab.

Liebe Leserschaft

Vorwort

Die A1 prägt Landschaft und Gesellschaft, von Genf bis St. Margrethen ist sie Fluch und Segen zugleich. Die Bevölkerung entlang der längsten Nationalstrasse erträgt die Auswirkungen des Strassenverkehrs und profitiert gleichzeitig von den Chancen, die der Anschluss an die Autobahn mit sich bringt. Wo die A1 durchgeht, ist Arbeit, sind spannende Firmen; die Region Zofingen ist der beste Beweis dafür. Mit dem Magazin «A1» wollen wir Ihnen die hiesige Wirtschaft und ihre innovativen Unternehmen näherbringen. Wir freuen uns über die erste Ausgabe und wünschen Ihnen viel Lesevergnügen!

Rivella muss vieles richtigmachen. In einer repräsentativen Umfrage der «Handelszeitung» und der Zeitung «Le Temps» wurde der Rothrister Getränkehersteller Anfang März zum besten Arbeitgeber der Schweiz gekürt. Fragt man den Rivella-CEO Erland Brügger nach einem Rezept, Mitarbeitende zu motivieren und bei der Stange zu halten, erhält man als Antwort kein Manager-Kauderwelsch, sondern eine bestechend einfache Formel: «Ankämpfen gegen Gewohnheiten, immer mal wieder etwas Spezielles bieten, regelmässig Impulse geben und Veränderungen anstreben.» Und vor allem: «Wir sagen jetzt sicher nicht, judihui, wir sind die Besten!» Heisst: Es ist gut, zu den Besten gehören zu wollen. Es ist richtig, Erfolge zu feiern. Und es ist gefährlich, sich auf Lorbeeren auszuruhen. Das galt schon immer, und es gilt in der Pandemie noch viel mehr. Und sicher ist auch: Die Post-Pandemie wird für viele Unternehmen nicht weniger herausfordernd sein wie die Pandemie selbst. Wie sich verhalten, wie sich wappnen? Die Sätze des Rivella-CEO – in riesigen Lettern auf Plakate übertragen – könnten für jeden Strategie-Workshop ein guter Startpunkt sein.

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ZT Medien AG

Siegfrieds heisse Sohle auf dem Parket

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Dem Produzenten von Pharmaprodukten füllt in der Pandemie eine besondere Rolle aus.

Das IGZ den Menschen, die Wirtschaftsförderung den Unternehmen 10 Adrian Borer unterstützt etablierte Firmen und Leute mit zündenden Ideen. Rivella ist eine Energielieferantin der beson-

Mensch und Maschine kombiniert

deren Art.

Die Digitalisierung unterstützt Sparer

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beim Beantworten von Anlagefragen.

69 und ganz schön cool

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Rivella ist die «beste Arbeitgeberin 2021» und fühlt sich den Bewegungsmenschen verbunden.

Pioniergeist liegt in der Luft

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Die Entsorgung Region Zofingen erzo will ab 2026 dem Klärschlamm Phosphor entziehen.

Repräsentanten der regionalen Wirtschaft

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Persönlichkeiten, die ihren Unternehmen ein Gesicht geben. Beim Geldsparen sorgt der persönliche Kontakt für Vertrauen.

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Philippe Pfister, Chefredaktor ZT Medien AG

Impressum Das Magazin «A1» ist ein Bestandteil des «Zofinger Tagblatt/Wiggertaler/Landanzeiger» ZT Medien AG Henzmannstrasse 20 4800 Zofingen Telefon 062 745 93 93 info@ztmedien.ch, www.ztmedien.ch

CEO: Sabine Galindo Director Marketing/Verlagsleitung: Ramona Hodel Director Sales: Bruno Hollenweger Layout: Hajnalka Hajdu Redaktion: Philipp Kissling

Copyright: Text, Bilder und Inserate sind in Teilen oder als Ganzes urheberrechtlich geschützt. Jegliche Verwertung, auch in Onlinediensten, ist nur mit Einwilligung des Verlages oder der Redaktion erlaubt. Verstösse werden gerichtlich verfolgt.


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Siegfrieds heisse Sohle auf dem Parkett Als Produzent von Pharmaprodukten gehört Siegfried zu den systemrelevanten Firmen und rutschte deshalb schon zu Beginn der Coronapandemie in eine besondere Rolle. In diesen bewegten Monaten musste das Traditionsunternehmen sowohl das Tagesgeschäft aufrechterhalten als auch seine ganze Innovationskraft unter Beweis stellen. Heute ist Siegfrieds Position stärker denn je, was sich nicht zuletzt am Aktienkurs ablesen lässt, der von rund 500 Franken je Aktie Anfang 2020 zwischenzeitlich auf über 900 Franken angestiegen. Von Philipp Kissling

Bewegte Zeiten in der Pandemie Tagesgeschäft: Am 27. Januar 2020, Wochen bevor die breite Öffentlichkeit das neue Coronavirus als ernste Bedrohung wahrnahm, setzte die Siegfried AG einen Krisenstab ein. Grundlage der Massnahmen bildete ein im Jahr 2003 anlässlich der Sars-Pandemie erstelltes Pandemie-Krisenkonzept. Hersteller von Pharmaprodukten gelten als systemrelevant, also musste das Arbeitsumfeld des Personals sicher gestaltet werden, um die Produktion aufrechterhalten zu können. Dank vorausschauendem Handeln tangierte die allgemein herrschende Ressourcenknappheit die Siegfried AG weniger stark als ursprünglich befürchtet. Schon unter dem Einfluss des Brexit hatten die Einkäufer begonnen, die Belieferung mit wichtigen Grundstoffen breiter abzustützen. Zudem beschäftigte Siegfried in China extra zwei einheimische Mitarbeitende, die Kontakt hielten zu den chinesischen Rohmateriallieferanten. Dienst an der Allgemeinheit: Zu Beginn der Pandemie im Frühling 2020 stellte Siegfried an seinen Standorten der öffentlichen Hand der jeweiligen Länder kostenlos tonnenweise Desinfektionsmittel zur Verfügung, um mit-

zuhelfen, den rasant gestiegenen Bedarf zu decken. Impfstoffherstellung: Siegfried füllt im 24/7-Betrieb Impfstoff für Pfizer/Biontech sowie Novavax ab. Bereits im August 2020 war dazu eine neue Produktionsanlage bestellt worden; zu einem Zeitpunkt notabene, als noch gar kein Impfstoff gegen Covid-19 zugelassen war. Ab Ende Januar 2021 wurde die Anlage am deutschen Siegfried-Standort Hameln aufgebaut, getestet und von den Behörden abgenommen, sodass der Betrieb im Juni aufgenommen werden konnte. Um die Heraus-

forderungen in Hameln zu meistern, brauchte Siegfried 60 neue Mitarbeitende, vor allem Pharmatechnologen und -laboranten. Ein Kraftakt, wie sich herausstellte. Unter anderem eine Kampagne über verschiedene Medienkanäle ermöglichte es, kurzfristig so viele Fachkräfte zu rekrutieren. Expansion: Die Wachstumsstrategie des Unternehmens stand während der Pandemie nicht still. Im September 2020 gab Siegfried bekannt, von Novartis zwei pharmazeutische Produktionsstätten in Spanien zu übernehmen. Damit stieg der Personalbestand auf

einen Schlag um rund 1000 auf gesamthaft rund 3500 Mitarbeitende. Besondere Herausforderungen: Der Fachkräftemangel beschäftigt auch die Siegfried AG, derzeit ist es schwierig, genügend Personal zu finden. Siegfried bildet die Kernberufe für die chemische Produktion und das Pharmalabor deshalb laufend selber aus. Dafür werden interessierte Berufsleute aus anderen Branchen – zum Besipiel aus dem Lebensmittelbereich – rekrutiert und anschliessend umgeschult. Foto: zvg


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Als Siegfried schon 52 war: Der Schweizer Flugpionier Walter Mittelholzer machte im Jahr 1925

Bald 150 und topfit Damals: Das von Samuel Benoni Siegfried 1873 als Apothekenbelieferer gegründete Unternehmen entwickelte sich über die Jahrzehnte zur Pharmafirma inklusive eigener Forschungsabteilung. 1991 entschied Siegfried sich bewusst gegen die Weiterführung der Forschung an eigenen Produkten und für die Konzentration auf die Fertigung von Fremdprodukten. Eine Pionierleistung, denn Lohnfertiger gab es in der Branche damals nicht. Heute: Siegfried spielt in der internationalen Liga der Lohnfertiger in der Spitzengruppe, gemeinsam mit Konzernen wie Lonza oder Thermo Fischer. Zur Kundschaft zählen Pharmafirmen aus der ganzen Welt. Siegfrieds Innovationskraft hilft ihnen, den Produktionsablauf ihrer Wirkstoffe und Medikamente möglichst effizient zu gestalten. Morgen: Das Zofinger Unternehmen will ein führender Lohnfertiger bleiben und strebt deshalb stetiges Wachstum an. Typisch schweizerische Zuverlässigkeit, Flexibilität und Kundenorientiertheit sind Schlagworte, die Siegfried sich auf die Fahne schreibt.

aus 300 Meter Höhe dieses Bild. Siegfrieds Firmenareal war damals bereits prägnant. Quelle: ETH-Bibliothek, Bildarchiv

Siegfrieds Standorte Lokal: Am Hauptsitz in Zofingen beschäftigt Siegfried rund 600 Mitarbeitende. Der Standort gehört zum Pharmacluster Nordwestschweiz, der in erster Linie von den Basler Grossbetrieben geprägt wird. Zuwachs erhielt der Cluster in der jüngeren Vergangenheit durch die Ansiedlung des US-Biopharmaunternehmens Biogen im solothurnischen Luterbach. Weltweit: Siegfried betreibt elf Standorte in sieben Ländern: Schweiz (Zofingen, Evionnaz), Deutschland (Hameln, Minden), Frankreich (St. Vulbas), Spanien (Barberà del Vallès, El Masnou), Malta, USA (Irvine, Pennsville), China (Nantong). In der CDMOBranche, die die Pharmazulieferer umfasst, gibt es keine sogenannten Ländermärkte, sondern es gibt die

USA und Europa, wo die meisten Pharmafirmen daheim sind, und den «Rest der Welt». Standortsicherheit: Siegfried investierte am Hauptsitz Zofingen gemäss eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren rund 200 Millionen Franken. 2023 feiert das Unternehmen seinen 150. Geburtstag. Der Standort scheint nicht grundsätzlich in Frage gestellt zu werden. Eine schleichende Gefahr besteht trotzdem. Als Unternehmen, das geografisch keine Grenzen kennt, sind ein liberaler schweizerischer Arbeitsmarkt und der Zugang zum internationalen Markt zentral. Zunehmende Regulierung und die hohen Kosten hierzulande drohen die Standortattraktivität zu beeinträchtigen.


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Mittlerweile ist die Firma Siegfried 148-jährig, die Gegend hat sich verändert. Der Zofinger Kameramann und Videoproduzent Peter Schurte liess an einem prächtigen Oktobertag seine Kameradrohne steigen, um aus der Perspektive Walter Mittelholzers die Sicht der Dinge im Jahr 2021 für die Ewigkeit festzuhalten.

Quelle: videobilder.ch

Zofingens Pharma-Cluster Vielfalt: Der Pharmapark Siegfried an der Unteren Brühlstrasse 4 ist Zofingens Pharma-Hotspot, an dem sich eine hohe Zahl an Fachkräften konzentriert. Hier treffen Unternehmen, die sich in der Pharmabranche und deren Umfeld bewegen, auf eine Umgebung mit allerlei Vorzügen inklusive abgeschlossener Campus mit entsprechend hoher Sicherheit, Einkaufsvorzügen, Sitzungs- und Konferenzräumlichkeiten und Parkplätzen. Neben der Gastgeberin betreiben aktuell folgende Firmen im Pharmapark Siegfried einen Standort: Bilfinger Industrial Services, Primeo Energie, Bristol Myers Squibb, NovoMof, Elvetix Pharma und das junge Unternehmen HINE, das im

Prozess-Engineering tätig ist. Mietflächen für weitere Ansiedlungen sind vorhanden.

Industrie- und Handelskammer sowie Präsident des Verbands Wirtschaft Region Zofingen.

Leitung: Peter Gehler, 63, ist seit 2014 das Gesicht des Pharmaparks Siegfried. Er ist der Ansprechpartner für die bereits integrierten Unternehmen und für potenzielle Zuzüge. Gehler stiess 1999 als Berater zur Siegfried AG, war ab dem Jahr 2000 Leiter der Unternehmenskommunikation und sass als Head Corporate Center mehrere Jahre in der Konzernleitung. Ende April 2021 übergab er die Unternehmenskommunikation seiner Nachfolgerin Miriam Anton, den Pharmapark leitet er weiterhin. Peter Gehler ist Vizepräsident der Aargauischen

Peter Gehler ist seit 1999 für Siegfried tätig.

Foto: Philipp Kissling


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Das IGZ den Menschen, die Wirtschaftsförderung den Unternehmen Adrian Borer leistet Unterstützung bei ganz unterschiedlichen Anliegen Von Philipp Kissling

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ie Wohnbevölkerung nimmt leicht zu, ein paar interessante Unternehmen siedeln sich an, die gute Verkehrsanbindung ist nicht mehr der Hauptgrund, hierherzuziehen, und ja, «vielleicht reden wir über den Anschluss an das visionäre Logistiksystem Cargo Sous Terrain». So könnte es laut Adrian Borer in den nächsten fünf bis zehn Jahren hierzulande aussehen. Borer ist Leiter des Innovations- und Gründerzentrums Zofingen, als designierter Nachfolger von Andreas C. Brändle wird er ab 1. Januar 2022 zudem die Leitung der Wirtschaftsförderung Oftringen Rothrist Zofingen übernehmen.

Gute Geschäftsideen weiterentwickeln Die Zukunft mag zuweilen visionär sein, die Gegenwart ist geprägt von Realismus, von innovativem Realismus, wenn man so sagen will. Als Leiter des Innovations- und Gründerzentrums Zofingen hilft Adrian Borer, Ideen konkret zu entwickeln. Seine Kundschaft sind Personen, die eine Geschäftsidee haben und sich überlegen, eine eigene Firma zu gründen. Einem ersten Gespräch folgt oft ein paar Wochen später ein zweites. Für die Beratung stehen unter anderem Fachleute für Recht und Treuhand zur Verfügung; manchmal vermittelt das IGZ zusätzliche Fachleute, die die Jungunternehmer im Fall

der Firmengründung weiterbegleiten. Die Dienstleistung des IGZ selbst ist kostenlos. «Wir wollen mit unserem Angebot Leute, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen möchten und eine gute Geschäftsidee haben, unterstützen», erklärt Borer. Natürlich, im Idealfall findet die Firmengründung dann in der Region Zofingen statt, beeinflussen lässt sich das aber nicht. Die Geschäftsideen, mit denen Adrian Borer sich beschäftigt, sind vielfältig. In der jüngeren Vergangenheit unterstützte er zum Beispiel einen Zofinger, der in der kommerziellen Nutzung von Privatparkplätzen eine Chance sah. Das IGZ half, das Geschäftsmodell zu entwickeln, worauf der

Jungunternehmer sich entschloss, gemeinsam mit zwei Partnern eine Firma zu gründen, wenn auch im Baselbiet und nicht in Zofingen. Aussergewöhnlich war der Fall eines Künstlers, der ein internationales Kunstprojekt auf die Beine stellen wollte. Er erörterte das Vorgehen mit dem IGZ mit dem Resultat, einen Verein zu gründen, um als Empfänger von Kulturförderegelder aus dem Inund Ausland infrage zu kommen. Die Zofinger Wirtschaftsförderung strahlt sogar über die Region hinaus, wie das dritte Beispiel beweist. Ein Kaminfeger, der mittlerweile ein Unternehmen für Brandschutzkonzepte führt, reiste extra aus Aarau zum Beratungsgespräch an, weil er auf Umwegen

Adrian Borer Geboren und aufgewachsen in Zürich, studierte er Chemie an der ETH. Borer arbeitete während zehn Jahren in der Wirkstoffproduktion des Basler Pharmaunternehmens Roche, davon drei Jahre in South Carolina, USA. Nach der Rückkehr in die Schweiz kam er nach Zofingen und arbeitete vier Jahre bei der Siegfried AG als Abteilungsleiter in der Produktion. Danach wechselte er zu Celgene, die von Siegfried einen Gebäudeteil samt Maschinen kaufte. Borer blieb zwölf Jahre Niederlassungsleiter der amerikanischen Pharmafirma und machte sich 2019 als Unternehmensberater selbstständig. Der 59-Jährige ist verheiratet und sitzt für die Grünliberalen im Einwohnerrat der Stadt Zofingen. Foto: Philipp Kissling


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auf das IGZ aufmerksam geworden war.

Kontakt zu ansässigen Firmen und potenziellen Neuzuzügen Im Innovations- und Gründerzentrum Zofingen hat Adrian Borer in erster Linie mit Einzelpersonen zu tun. Als Wirtschaftsförderer hingegen geht es um Ansiedlungen oder um in der Region ansässige Firmen, die mit ihren Anliegen an die Wirtschaftsförderung Oftringen Rothrist Zofingen herantreten. Aktuell beschäftigt ihn ein KMU aus dem Oberaargau, das mittelfristig umziehen will, weil einerseits die Platzverhältnisse knapp geworden sind und andererseits der Standort Oftringen,

Rothrist oder Zofingen für den Grossteil der Mitarbeitenden besser erreichbar wäre. Borer will nun mithelfen bei der Vermittlung geeigneter Objekte, in die das Unternehmen zur Miete einziehen könnte. Die Wir tschaftsförderung beschäftigt sich nicht nur mit ansiedlungswilligen, sondern auch mit der Kontaktpflege zu den ansässigen Firmen. Was die Pandemie erschwerte, soll bald intensiviert werden: «Wir wollen vermehrt wieder Firmen besuchen und erfahren, was sie beschäftigt, um die geeignete Unterstützung, zum Beispiel durch das Hightech Zentrum Aargau (HTZ), bieten zu können», sagt Adrian Borer. Er will den Unternehmen zeigen, was es

braucht, um eine innovative Stimmung zu erzeugen. Beispielsweise müssten Mitarbeitende aktiv zur Mitwirkung eingeladen werden, «das ist eine Frage der Firmenkultur», sagt Borer. Hierzu hat er im Frühling zusammen mit dem HTZ einen Workshop organisiert.

Für die Wirtschaftsregion Zofingen spricht einiges Die gute Anbindung sowohl an den individuellen als auch den öffentlichen Verkehr als grosser Pluspunkt der Region Zofingen ist hinlänglich bekannt, sie ist aber längst nicht das einzige Argument, das für einen Firmensitz in der Region Zofingen spricht. «Wir verfügen über einen qualifizierten Arbeitsmarkt, zu dem rund

eine Million Arbeitnehmende gezählt werden können, nimmt man die Pendeldistanz als Massstab», rechnet Adrian Borer vor. Ausserdem seien innovative Unternehmen von internationaler Bedeutung (z. B. Franke, Siegfried, Müller Martini) ansässig, vier Universitäten und zwei Fachhochschulen in Pendeldistanz erreichbar und das Lohn- und Preisniveau im Vergleich zu den grossen Zentren moderat. Nicht zuletzt lasse es sich hier gut leben eingebettet in eine «attraktive Wohn-, Kulturund Freizeitregion». Mit so zahlreichen Vorzügen besitzt die Region Zofingen eine ausgezeichnete Ausgangslage, um innovativ bleiben und visionäre Ziele ins Auge fassen zu können.

Inserat

Liquidität: so viel wie nötig, so wenig wie möglich Steuern Sie den Cashbestand Ihres Unternehmens auch im Negativzinsumfeld optimal. Liquidität ist für jedes Unternehmen lebensnotwendig. Cash zu halten, bedeutet aber auch, auf • Rendite zu verzichten oder sogar Negativzinsen in Kauf zu nehmen. Liquidität für das operative Geschäft Die Grundlage für das kurzfristige Liquiditätsmanagement bilden die Erfahrungswerte, wie auch die Budgetplanung. • •

Was sind die monatlich anfallenden Ausgaben? Welche weiteren regelmässigen Ausgaben wie Dividendenzahlungen oder Steuern fallen an? Wie stark schwanken

über das Jahr gesehen Einnahmen und Ausgaben? Wann treffen die Zahlungen der Kunden ein und wie rasch müssen Forderungen beglichen werden?

Je unsicherer die Liquiditätsplanung, desto höher die nötige Liquiditätsreserve. Und je konjunktursensitiver und zyklischer die Branche, desto konservativer sollte das Liquiditätsmanagement sein. Auf Basis dieser Aspekte kann der operative Cashbedarf bestimmt werden. Die entsprechenden Mittel gehören auf ein Bankkonto oder in kurzfristige Festgeldanlagen. Kurzfristige Liquiditätsspitzen

können durch Kreditlinien abgedeckt werden. Mittel für Innovation und Expansion Wie viel Liquidität braucht Ihr Unternehmen, um sich kurz- bis mittelfristig weiterentwickeln zu können? •

• •

Sind neue Standorte oder ein Ausbau des Personalbestandes geplant? Sind Erweiterungsoder Ersatzinvestitionen vorgesehen? Stehen Transaktionen wie zum Beispiel der Kauf oder Verkauf von Firmenteilen oder Immobilien an? Hat die Unternehmung Zugang zu Kreditlinien?

Diese Überlegungen führen zum strategischen Liquiditätsbedarf. Bei der Anlage dieser Reserve ist Ihr Unternehmen freier. Neben dem Bankkonto kann auch eine Anlage in kürzer- oder längerfristiges Festgeld oder gar in liquide Finanzmarktanlagen wie Obligationen oder Aktien in Betracht gezogen werden. Entscheidend ist, wann das Geld gebraucht wird und ob auch Kreditlinien gezogen werden können.

Kostenlose LiquiditätsplanVorlage Machen Sie Ihre Geldströme sichtbar und erkennen Sie so frühzeitig Liquiditätsengpässe. ubs.com/liquiditaetsplan

Bankkonto dürfte dabei im aktuellen Umfeld eine wenig attraktive Option sein. Wir beraten Sie gerne.

Werner Wetzstein Leiter Firmenkunden Aargau 062 835 92 33 werner.wetzstein@ubs.com

Andrea Panichella Firmenkundenberater 062 835 90 66 andrea-carmine.panichella @ubs.com

Überschüssige Liquidität investieren Liquidität, welche über den operationellen und strategischen Bedarf hinausgeht, kann «frei» angelegt werden. Das

Diese Publikation dient nur zur Information. Sie ist nicht als Empfehlung, Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten zu verstehen. Sie stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar und sollte nicht als Grundlage für Anlageentscheide dienen. Sie sollten sich professionell beraten lassen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen. UBS behält sich das Recht vor, Dienstleistungen, Produkte und Preise jederzeit ohne Vorankündigung zu ändern. Einzelne Dienstleistungen und Produkte unterliegen rechtlichen Restriktionen. Sie können deshalb nicht uneingeschränkt weltweit angeboten werden. Diese Publikation ist nicht zur Verteilung ausserhalb der Schweiz bestimmt. Die vollständige oder teilweise Reproduktion ohne ausdrückliche Erlaubnis von UBS ist untersagt. © UBS 2021. Das Schlüsselsymbol und UBS gehören zu den geschützten Marken von UBS. Alle Rechte vorbehalten.


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Nachholbedarf spürbar Aargauer Konjunktur aktuell Einschätzungen von Michael Seiler*

Foto: zvg

* Michael Seiler ist Projektleiter von Aargau Services, der Standortförderung des Kantons.

Die Pandemie hatte wirtschaftlich für den Kanton Aargau weniger starke Folgen als für andere Teile der Schweiz. Für 2020 rechnet das Seco für die Schweiz mit einem Rückgang von 2,4 Prozent; der Kanton Aargau geht für sich von minus 2,1 Prozent aus, dies aus zwei Gründen: Der Kanton Aargau ist stark von der Industrie geprägt und profitiert von deren erstaunlich robusten Entwicklung. Nach Zulieferproblemen zu Beginn der Pandemie sind die Aussichten der Industrieunternehmen generell gut. Hinzu kommt, dass im

BIP (nominal) nach Wirtschaftssektoren 2020 BIP (nominal) nach Wirtschaftssektoren Quelle BAK Economics 80.0%

Aargau einige grosse Pharmaund Chemieproduzenten tätig sind, Siegfried in Zofingen, aber auch Novartis, DSM, Lonza, Syngenta, Roche und BASF im Fricktal, die wirtschaftlich gar von der Pandemie profitierten. Zweitens litten während der Pandemie der Tourismus, die Hotellerie und Gastronomie besonders stark. Diese Branche trägt im Kanton Aargau weniger zum BIP bei als in anderen Regionen der Schweiz. Die Entwicklung der nächsten Jahre hängt sehr stark vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Die

Beschäftigte Entwicklung Beschäftigte

Quelle BAK Economics 1.2 1.15

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Quelle BAK Economics

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Region Zofingen

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Tertiärsektor

BIP nominal 2020 in (in Mio. BIP nominal Mio.CHF) CHF 2020

Quelle: BAK Economics

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Schweiz

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Kanton Aargau

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Region Zofingen

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2000

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Lieferengpässe aus Asien bremsen die schnelle Erholung im Industriesektor, das Tempo wird sich daher wohl konsolidieren. Der Kanton Aargau wird deshalb vergleichsweise etwas weniger stark wachsen, bevor sich ab voraussichtlich 2023 das Wachstum wieder in gewohnten Bahnen bewegen sollte. In der Region Zofingen dürfte der Rückgang des BIP im Jahr 2020 zwischen dem des Kantons und dem der Schweiz liegen. Der im Vergleich zum Kanton höhere Anteil an kleineren Investitionsgüterproduzenten und Logistikunter-

Kanton Aargau

BIP nominal 2020 (in Mio. CHF) Region Zofingen BIP nominal 2020 (in Mio. CHF) ausgewählte Branchen, Quelle BAK Economics

Gummi, Kunststoff Energieversorgung Chemisch-pharmazeut. Industrie Sonstige Industrie Bau Investitionsgüter Sekundärsektor IT/Kommunik ation Finanzsektor/Unt ernehmensdl. sonstige DL Öffentliche Dienstleistung Handel, Verkehr, Lagerei Tertiärsektor Gesamtwirtschaft Zofingen -

1’000

2’000

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nehmen dürfte etwas auf die sonst generell robuste Stimmung drücken. Aus Sicht der Beschäftigung begann diese Konsolidierung schon früher; sie stieg im Vergleich zum Kanton stärker,

weshalb die Beschäftigten der Region Zofingen weniger von der Pandemie betroffen sein dürften. 2021 dürfte die Region aber ähnlich stark vom Nachholbedarf im Industriesektor profitieren.

Beschäftigte nachWirtschaftssektoren Wirtschaftssektoren 2020 Beschäftigte nach Quelle BAK Economics

Beschäftigte Vollzeitäquivalent Beschäftigte VZÄ 20202020 Quelle BAK Economics

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Mensch und Maschine kombiniert Das persönliche Gespräch und digitale Hilfsmittel liefern Antworten auf Finanzfragen

Von Philipp Kissling

A

lle reden von der pulsierenden Start-up-Szene mit ihren tollen Ideen. Doch gescheite Köpfe gibt es auch in der altehrwürdigen Bankenwelt. Frage an den Regionalleiter der Aargauischen Kantonalbank AKB in Zofingen, Mark Schönenberger: Sind Sie eher der konservative Verwalter oder der Draufgänger mit Abenteuerlust? «Als Konservativen», antwortet er, «würde ich mich nicht bezeichnen, aber als Banker einen Draufgänger? Dann lieber den langweiligeren Part. Es gibt genügend Persönlichkeiten, die mit ihrem Wagemut gescheitert sind und unseren Ruf beschädigt haben.» Schönenbergers Vorteil sei seine Arbeitgeberin: «Die AKB hat einen guten Ruf und wird nicht in denselben Topf geworfen wie die Finanzzampanos, von denen man in der Presse liest.» Mögen den persönlichen Kontakt mit der Kundschaft: Mark Schönenberger (links), Regionalleiter der AKB Zofingen,

Beliebte Strukturierte Produkte

und Ivan Jelic, Leiter Private Banking.

Also solid und eher langweilig, aber nicht innovativ? «Es ist in der Finanzbranche nicht ganz einfach, innovativ zu sein», hält Schönenberger fest. Die Produkte seien mehrheitlich austauschbar, Hypotheken und Anlageprodukte überall erhältlich, die Maestro- und Kreditkarte ebenso. «Alle machen ähnliche Sachen», und bringe eine Bank etwas Neues, werde das von den Mitbewerberinnen rasch kopiert. Das neuste Anlageprodukt der AKB ist das Actively

Managed Certificate für die Strukturierten Produkte. Hier legt die Bank das Geld in neue Produkte an, ohne dass die Kundschaft nach dem Endtermin des Produkts sich über das weitere Vorgehen Gedanken machen muss. Die angestrebte jährliche Ausschüttung beträgt ca. 6 Prozent, rund 1 Prozent beansprucht die AKB für ihre Dienstleistung. Übrigens, waren Strukturierte Produkte nicht der Grund, weshalb in der Finanzkrise 2008 viele Leute

Foto: Philipp Kissling

viel Geld verloren? «Das ist richtig», sagt Mark Schönenberger, «aber das lag nicht am Produkt, sondern am Emittenten.» Das Anlageprodukt sei den Risiken des Aktienmarkts ausgesetzt, aber der Mechanismus an sich funktioniere. Wer also nicht das Pech hat, an Emittenten wie damals Lehman Brothers zu geraten, findet in Strukturierten Produkten Chancen, sein Geld zu vermehren. In Zeiten, in denen das Sparkonto keinen Zins abwirft, ist es

die vordergründige Aufgabe der Bankfachleute, Möglichkeiten aufzuzeigen. Der Anlageentscheid schliesslich liegt immer bei der Kundschaft – die hierzulande nach wie vor zurückhaltend ist gegenüber offensiven Strategien. «Uns fehlt das Schulfach Finanzen», sagt Schönenberger. «Gerade bei den Anlagen kennt jeder jemanden, der jemanden kennt, der Geld verloren hat. Man müsste aber nachfragen, warum dieser Jemand Geld verloren hat.»


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Drei Tipps vom Experten Ich möchte das wegen den Corona-Massnahmen übriggebliebene Feriengeld gewinnbringend anlegen. Was soll ich tun? Mark Schönenberger: «Die optimale Geldanlage gibt es nicht, nur die optimale Geldanlage für Sie persönlich. Nicht die Höhe des Betrags steht im Vordergrund, sondern die Bedürfnisse, die Risikofähigkeit und der Anlagehorizont. «Warum nicht mit 100 Franken monatlich und einem Fondsparplan anfangen und das Vermögen sukzessive aufbauen?» Was wird aus dem Geld in drei, fünf oder zehn Jahren? Mark Schönenberger: «Wenn Sie es auf dem Sparkonto liegenlassen, erzielen Sie sicher keinen Mehrwert. Mit einem ausgewogenen Anlagefonds kann langfristig mit einer jährlichen Durchschnittsrendite von 3,5 Prozent gerechnet werden. Strukturierte Produkte, die aus ausgewählten Aktien bestehen, bringen teilweise markant mehr Zins, bergen aber auch ein höheres Risiko.» Ich könnte mein Geld selbstständig in Aktien anlegen, das geht via Smartphone-App im Handumdrehen. Mark Schönenberger: «Erste positive Erfahrungen sind wichtig. Einige Leute treffen falsche Entscheidungen und wollen danach nichts mehr vom Geldanlegen wissen. Sie sind auf Ihrem Gebiet der Spezialist, wir auf unserem. Deshalb rate ich Ihnen, sich von Fachpersonen Ihrer Bank beraten zu lassen.» Grafik: Shutterstock

Auf das A und O der Geldanlage komme es an: Risikobereitschaft herausfinden, Anlagen breit abstützen (Zauberwort: diversifizieren) und den Anlagehorizont möglichst langfristig festsetzen.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt Wann ist der richtige Zeitpunkt, in eine Anlage zu investieren? Wer diese Frage beantworten kann, sollte sofort ins Beratungsfach wechseln und sich an den dicken Provisionen erfreuen. Vielleicht

hilft bei der Beantwortung folgendes berühmtes Sprichwort: «Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.» Geld auf dem Konto liegenlassen ist die denkbar schlechteste Anlage, also lieber heute als morgen mit Wertschriftensparen beginnen. Ein Tipp für Eltern sowie Gottis und Göttis: Das Jugendsparkonto ist gut gemeint, aber ein Fondssparplan verspricht deutlich mehr Rendite.

Die Banken bespielen heutzutage selbstverständlich alle Kanäle, um ihre bestehenden und potenziellen Kundinnen und Kunden anzusprechen. Trotz der Digitalisierung bleibt der zwischenmenschliche Kontakt am Ende aber elementar. «In wegweisenden Momenten will ein Mensch mit einem Menschen sprechen», sagt Ivan Jelic, Leiter Private Banking bei der AKB Zofingen. Im persönlichen Gespräch werden die Bedürfnisse

aufgelistet, und erst dann kommt die Künstliche Intelligenz in Form eines Coumputerprogramms zum Zug. Jelic: «Wir haben ein eigenes Tool entwickelt, das uns bei der Ausarbeitung der individuellen Anlagelösung unterstützt.» Die AKB dreht den Spiess sozusagen um: Erst das traditionelle persönliche Gespräch als Basis, dann das innovative digitale Werkzeug.


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69 und ganz schön cool Rivella will nahe an den Bewegungsmenschen sein

Text: Philipp Kissling, Fotos: zvg

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er bekannte Journalist Urs Wälterlin beisst bei Reisen in die Schweiz schon am Flughafen Zürich-Kloten in eine Cervelat. Ob er im Alltag in seiner Wahlheimat Australien auch den Thomy-Senf vermisst oder das Aromat, ist nicht überliefert. Sicher ist, dass reisende (Heimweh-) Schweizer/-innen Heimat eben auch mit beliebten Produkten und Unternehmen verbinden. Erland Brügger kennt Leute, die nach der Rückkehr aus Weltstädten wie New York oder Bangkok zuallererst ein Rivella trinken: «Es ist fast wie einst mit der Swissair oder heute der Swiss, Rivella ist eine coole Marke, mit der persönliche Geschichten und Emotionen verbunden werden.» Nun ist Brügger

als Geschäftsführer der 1952 gegründeten Rivella AG natürlich befangen, aber er übertreibt nicht, wenn er sagt: «Rivella gehört zum kulinarischen Erbe der Schweiz.» Die Rothrister Firma gehört zu den Top-Marken des Landes und ist längst das geworden, was gemeinhin als Traditionsunternehmen bezeichnet wird.

Vom Etikettensammeln bis Social Media Tradition allein genügt nicht. Die Herausforderung besteht darin, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen und die Traditionsmarke zukunftsfähig zu halten. Nebst der Entwicklung der Produkte ist vor allem das Marketing mitentscheidend für den Erfolg. Generation um Generation muss an die Getränke herangeführt und

bei der Stange gehalten werden. Erreichte man früher die Bevölkerung via die Skinationalmannschaft oder die Sammelaktionen auf der Rückseite der Rivella-Fläschli, gibt es heute zahlreiche Kanäle mehr, die bespielt werden müssen, Stichwort Social Media. Die Positionierung als Marke aber soll unverändert bleiben, erklärt Erland Brügger: «Wir wollen der Brand sein, den man konsumiert, wenn man selber aktiv ist. Im Leben braucht es Energie, und Rivella gibt diese Energie.» Die Marke Rivella wurde und wird von den Getränken Rivella Rot und Rivella Blau getragen. In der jüngeren Vergangenheit steckten die Spezialisten viel Aufwand in die Entwicklung zusätzlicher Standbeine. Während sich

Wandelbare Hülle, gleicher Inhalt: Seit 1952 wird Rivella Rot nach demselben Rezept hergestellt.

Rivella Grün etablierte, ist das auf Soja basierende Rivella Gelb wieder verschwunden. Der Zeitgeist, die Innovationskraft und die Lust der Konsument/-innen auf zuckerärmere Getränke waren es, die nun quasi zum Rivella der Zukunft geführt haben: Rivella Refresh, das gemäss Etikette mit 40 Prozent weniger Zucker auskommt.

18 Monate tüfteln im Labor Erste Tests mit Rivella Refresh gehen auf das Jahr 2015 zurück. Der Auftrag hatte beinhaltet, im Vergleich zum «originalsüssen» Rivella Rot eine dezente und doch angenehme Geschmacksnote zu entwickeln. «Wir wollten ein Getränk, auf das man nicht nur gelegentlich Lust verspürt, sondern immer wieder», erklärt Erland


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Brügger. Als Orientierung diente etwa die Apfelschorle, die ihrerseits einst als verdünnte Version des Apfelsafts den Markt eroberte. Das Resultat, das sich nach 18-monatiger Labortätigkeit herauskristallisierte, überzeugte. Rivella Refresh kam 2018 auf den Markt und ist auf dem besten Weg dazu, zum Stützpfeiler in der Produktepalette zu werden. Seither sind mit Rivella Grapefruit und Rivella Schweizer Minzen weitere Geschmacksrichtungen auf Basis des Refresh-Rezeptes lanciert worden. Parallel zur Rivella-Palette war in der jüngeren Vergangenheit auch bei den andern Marken Bewegung drin. Neben den herkömmlich aus Konzentrat hergestellten «Michel»-Fruchtsaftgetränken gibt es nun auch die

gekühlten Frischsäfte «Michel Pure Taste», also «kalt gepresst, nie erhitzt, ganz natürlich und ohne Konservierungsstoffe». Ausserdem akquirierte die Rivella AG das Vitamingetränk «Focuswater» und entwickelte ein Getränkekonzept unter der Marke «eau&moi». Bei «eau&moi» setzt man Püree in das Sieb einer speziellen Flasche, befüllt die Flasche mit Hahnenwasser und fertig ist das fruchtige Erfrischungsgetränk. 2022 soll es wiederum Neuheiten aus dem Hause Rivella geben, Genaues ist Erland Brügger aber nicht zu entlocken. Sicher ist: Das Rothrister Getränkeunternehmen ist – genau wie seine Zielgruppe – stets in Bewegung.

Foto: Philipp Kissling

Erland Brügger Der Rivella-CEO ist 55-jährig und besitzt einen Abschluss der Hochschule St. Gallen. Zu Beginn der beruflichen Laufbahn war er drei Jahre im Marketing von Unilever tätig. Danach folgten 15 Jahre bei Wander, wo Brügger im Verkauf arbeitete und Mitglied der Geschäftsleitung war. Dass er dauerhaft in der Lebensmittelindustrie arbeitet, ist kein Zufall, wie er sagt: «Meine Mutter, eine Österreicherin, gab mir ein Faible für das Essen und die Nahrungsmittel mit. Ich koche auch gerne und finde es cool, mich mit etwas zu beschäftigen, das tagtäglich stattfindet.»

ERLAND BRÜGGER ÜBER ... ... das Rivella-Rezept: «Ich habe Vermutungen, kenne es aber nicht. Das Rezept ist seit 1952 unverändert und wirklich nur einem erlauchten Kreis bekannt.» … die Automatisierung im Betrieb: «Die Mechanik ist im Laufe der Jahre zunehmend von der Elektronik abgelöst worden, die Anlagen können heute viel mehr. Es gibt kein Schleppen oder Abräumen von Harassen mehr, alles ist automatisiert. Das ist der technologische Fortschritt respektive der Wandel der Zeit. Es braucht deshalb nicht unbedingt weniger Mitarbeitende, aber es gibt im Haus weniger Arbeit für nicht qualifizierte Personen.» … Innovationen, die er gerne realisieren möchte: «Ich wäre gerne im Teebereich stärker vertreten. Weniger mit herkömmlichem Eistee als mit Tee als Naturprodukt kombiniert mit Fruchtsäften. Das finde ich spannend.» … den Geschäftsgang: «2019 betrug unser Umsatz rund 140 Millionen Franken, 2020 waren es wegen Corona noch 125 Millionen Franken. 2021 sieht es nicht besser aus, denn wir hatten nicht nur mit abgesagten Veranstaltungen und der geschlossenen Gastronomie zu kämpfen, sondern auch noch mit dem schlechten Wetter. 2022 bringt ein neues Jahr und eine neue Chance.»


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Wer wagt, gewinnt ... ... wenn auch nicht überall

Pioniergeist Ein Süssgetränk, dessen Grundstoff die Molke, ein Abfallprodukt aus der Käseproduktion, ist? Darauf wartet 1952 niemand. Robert Barth wagt es trotzdem und bringt Rivella Rot auf den Markt. Schon der Firmengründer will mit seinem Getränk dort sein, wo Menschen aktiv sind und sich (sportlich) bewegen. In den Anfängen fährt

Nebst den traditionellen Rivella Rot und Blau gehören Refresh, Grüntee und Grapefruit zur aktuellen Palette.

liche niederländischen Rivella-Sorten auf dem Rezept von Rivella Blau, Rivella Rot ist in Holland nicht erhältlich.

Tradition vs. Innovation

Das Rezept von Rivella Refresh dient als Grundlage für neue Geschmacksrichtungen.

Barth deshalb auf die Fussballplätze, um den Tschüttelern eine Harasse Rivella hinzustellen und zu sagen: «Probiert mal!» Rivella polarisiert auch, damals wie heute, sei es wegen des Inhalts oder des Geschmacks.

schweizweit Wer in einem klassischen Verdrängungsmarkt 70 Jahre überlebt, verkauft seine Haut zweifellos gut und teuer. Rivella gehört nicht zuletzt dank den vielfältigen Marketingaktivitäten zur Schweizer DNA. Rivella ist seit Jahrzehnten präsent an zahllosen Veranstaltungen und in jeder Beiz erhältlich. «Sportler trinken Rivella», heisst es in den 1970er- und

1980er-Jahren. Skirennen sind Strassenfeger, und die Schweizer Skistars singen zur Melodie von «Alles fährt Ski» werbewirksam das Rivella-Lied.

Die zwei Begriffe schliessen sich nicht aus. Rivella wäre kaum zur Traditionsmarke geworden, hätte man sich nach dem ersten Erfolg auf den Lorbeeren ausgeruht. Schon Anfang der 1960er-Jahre wird Passaia, das Saft der Passionsfrucht beinhaltet, lanciert. Entwicklung durch Zukauf heisst es 1983, als Rivella von Chocolat Villars die Michel-Fruchtsäfte übernimmt. Ab 1999 gibt es Rivella Grün mit Grüntee-Extrakten. Später hinzu kommt Rivella Gelb auf Sojabasis, das mittlerweile nicht

mehr produziert wird. Neue Rezepte werden laufend kreiert, manche wie Rivella Rhabarber und Rivella Pfirsich vorübergehend eingeführt. Statt auf künstlich gesüsste Getränke setzen die Rivella-Macher bei Neuheiten seit 2018 auf die Reduktion des natürlichen Zuckers. Nun ist Rivella Refresh (40 Prozent weniger Zucker als Rivella Rot) der neue «Leuchtturm», dessen Rezept aktuellen Geschmacksvarianten wie Rivella Grapefruit zugrunde liegt.

Genuss vs. Gesundheit Auch die Diskussion über den (zu hohen) Zuckerkonsum der Gesellschaft hält Rivella auf Trab. Das Unternehmen macht einen gewissen Wandel durch mit der Entwicklung von zuckerärmeren Getränken. Hinzu kommt die Erweiterung der Palette durch Zukäufe wie das Vitamingetränk Focuswater oder die Entwicklung von «eau&moi», das auf mit Püree angereichertes Hahnenwasser setzt. Rivella lässt sich aber nicht verbiegen. Statt in der Gesellschaft zu missionieren, sollen Konsument/-innen aus verschiedenen Varianten der Produkte frei wählen können.

weltweit Das Ausland ist selten gelobtes Land. Rivella tat und tut sich eher schwer, sich international zu etablieren, Anspruch und Wirklichkeit sorgen verschiedentlich für Rückschläge. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. 1958 wird in den Niederlanden Rivella Blau, der erste Light-Softdrink Europas, eingeführt, nachdem die dortige Diabetikervereinigung einen entsprechenden Wunsch deponiert hatte. Noch heute basieren sämt-

Rivella Blau war 1958 das erste Light-Softgetränk Europas. Foto: Philipp Kissling


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Mit Hand, Hirn und Herz Rivella ist die «Beste Arbeitgeberin 2021»

Die Auszeichnung «Bester Arbeitgeber 2021» freut den CEO Erland Brügger bis heute sehr. Dem Erfolg lägen «viele Ingredienzen» zu Grunde, anders als beim Rivella-Rezept gibt es hier keine Geheimnisse. Die repräsentative Befragung war von der Handelszeitung und Le Temps durchgeführt worden, Zielgruppe waren Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitenden. «Wir mussten uns nicht einmal anmelden, das macht es auch noch besonders», sagt Brügger. Scheints habe die Handelszeitung 200 000 Bewertungen aus der ganzen Schweiz ausgewertet, so genau kennt er den Ablauf bis heute nicht. Ein Jahr zuvor lag die Rivella schon weit vorne in der Rangliste, auf dem achten Platz. Eben, die «vielen Ingredienzen», was macht Rivella denn besser als andere? «Es hat sicher viel mit der Marke zu tun, wir heissen gleich wie unser Produkt und sind ein Familien-KMU einer Grösse, in der sich die Mitarbeitenden noch kennen. Wir müssen uns anstrengen und ihnen etwas bieten, damit sie nach Rothrist zur Arbeit kommen. Viele kommen aus Zürich, Luzern oder Bern und nehmen täglich

gen kennenlernen. In den ersten drei Tagen empfängt Erland Brügger zum einstündigen persönlichen Gespräch, in dem es nicht nur um die Sache, sondern auch den Menschen geht. «Wenn man

«Wenn man acht Stunden täglich etwas machen muss, sollte man es gern machen.» 1 Million Portionen Rivella werden täglich getrunken.

etwas auf sich, um für uns zu arbeiten.» Die Anstrengungen der Firma gehen über das Alltägliche hinaus, wie der Erlebnisweg in Rothrists Wald beweist. Der Weg wurde durch die Rivella-Belegschaft gebaut und ist heute eine «kleine touristische Attraktion», sagt Brügger, der selber mitanpackte. «Beim Bau des Erlebniswegs wurde ich vom Chef zum Mitarbeiter, da sagten andere, wie es geht.» Das trage ebenso zum Zusammenhalt bei wie die Begegnung aller Mitarbeitenden auf Augenhöhe. Natürlich gebe es

auch bei der Rivella AG eine Hierarchie, aber die Geschäftsleitung wisse längst nicht alles besser. «Es gibt einen Haufen Sachen, die ich anders machen würde, aber das ist okay. Wir haben gute Leute, die sich ganzheitlich sollen entfalten können. Wir wollen nicht nur von ihren Händen profitieren, sondern sie sollen Hände, Hirn und Herz brauchen.» Rivellas Bestreben, die Angestellten lange an sich zu binden, zeigt sich schon beim Eintritt. Es gibt ein vierwöchiges Einführungsprogramm, während dem neue Mitarbeitende sämtliche Abteilun-

acht Stunden täglich etwas machen muss, sollte man es gern machen, dann ist es auch kein Müssen», sagt Brügger. Nach oben zu kommen, ist einfacher, als oben zu bleiben, das gilt auch für die Herausforderung, die Mitarbeitenden bei der Stange zu halten. Brüggers Rezept diesbezüglich: «Ankämpfen gegen Gewohnheiten, immer mal wieder etwas Spezielles bieten, regelmässig Impulse geben und Veränderungen anstreben. Wir sagen jetzt sicher nicht, judihui, wir sind die Besten!» Es werde laufend an der Arbeitsplatzkultur gefeilt.

Grosse Freude über eine besondere Auszeichnung. Linkes Bild von links: CEO Erland Brügger, Personalleiter Markus Krienbühl und Verwaltungsratspräsident Alexander Barth. Bild rechts: Produktionsleiterin Martina Pfeiffer.


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Pioniergeist liegt in der Luft Die Entsorgung Region Zofingen stellt die Weichen für die Zukunft Von Philipp Kissling

E

s riecht, wie es vor den Toren der erzo manchmal riecht an einem nebligen Herbstmorgen: unangenehm stark. Und doch, der Ort, der für allerlei Dinge Endstation bedeutet, verbreitet auch Aufbruchstimmung, Pioniergeist gar. Die Entsorgung Region Zofingen prüft einen Neubau, will sich als Energie- und Fernwärmelieferant entwickeln und künftig dem Klärschlamm den Phosphor ent-

ziehen, um ihn als Düngemittel der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Das Projekt Enphor soll Investitionen in der Höhe von 400 Millionen Franken auslösen. Im vergangenen Juni wurde die Bevölkerung über das innovative Kreislaufwirtschaftsprojekt informiert. Die Resultate der angekündigten Machbarkeitsstudie sollen 2022 vorliegen.

Bedeutende Energie- und Fernwärmeproduktion Die erzo will sich neu erfinden.

Verbrennen ist nicht gleich verbrennen Die Qualität der Abfallverbrennung wird von der Mischung der zugeführten Stoffe bestimmt. Ziel ist eine kontinuierliche Heizleistung, Schwankungen verursachen Ineffizienz. Die Schweiz produziert jährlich hunderttausende Tonnen der Stoffe, die schwierig zu entsorgen sind: Ausschuss aus Recyclingprozessen, Siebreste aus der Grüngutverwertung, Resch (geschredderte Autoabfälle), Bahnschwellen, Kunstrasenbeläge, Schleifstaub, Baustoffe sowie Ölabscheiderschlamm und Antico. Antico genannt wird der Inhalt alter Deponien, von denen es allein im Kanton Aargau noch 447 sanierungsbedürftige Standorte gibt. Die genannten Stoffe werden heute in kleineren Mengen auf die verschiedenen KVA verteilt, Resch wird gar exportiert. «Die Schweiz sollte langfristig in der Lage sein, diese Stoffe selber entsorgen zu können», sagt erzo-Geschäftsleiter Friedrich Studer.

Friedrich Studer Er ist studierter ChemieIngenieur und besitzt einen Mastersabschluss in Wirtschaftschemie der Universität Zürich. Der 41-Jährige arbeitete unter anderem für die Omya AG in der Produktentwicklung und -innovation in einem internationalen Umfeld. Am 1. März 2020 begann er bei der Entsorgung Region Zofingen als Projektleiter Phosphorrückgewinnung, seit 1. April 2021 ist Studer der Geschäftsleiter der erzo. Mission Phosphorrückgewinnung: erzo-Geschäftsleiter Friedrich Studer steht vor einem Haufen «ausgefaultem» (ohne Methan etc.) Klärschlamm, in den Händen hält er ein Gefäss mit Phosphorsäure. Die Rückgewinnung des in Klärschlamm enthaltenen Phosphors ist das Herz des Projekts Enphor. Die Phosphorsäure soll dereinst in grossen Mengen der Düngemittelindustrie zur Verfügung gestellt werden können.

Foto: Philipp Kissling


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Trockener Haufen

Fotos: zvg

Energiegewinn durch Verbrennung

Foto: Philipp Kissling

Der Klärschlamm aus der Abwasserreinigungsanlage

In einem Rundofen der Kehrichtverwertungsanlage wird der Klärschlamm bei 900 Grad Celsius

wird getrocknet, um ihn «fit» zu machen für die

verbrannt, die dadurch gewonnene Abwärme speist zusammen mit der KVA das Fernwärmenetz.

weitere Verarbeitung.

So weit das bereits seit den 1970er Jahren praktizierte Verfahren.

Aber einfach eine neue Anlage aufstellen und weitermachen wie bisher, ist keine Option. Vom Plan, die Anlage am Ende ihres Lebenszyklus 2027 ersatzlos abzuschalten, rückte die erzo ab. Nicht zuletzt, weil Lücken bei der Energieund Fernwärmeversorgung entstünden; schon heute produziert die erzo Strom aus Abfall und Klärschlamm und speist Abwärme in das Fernwärmenetz ein. In Zukunft soll die Produktion sowohl von Ökostrom als auch von Fernwärme markant gesteigert werden. Ein starkes Argument für die Vor-

wärtsstrategie der erzo liefert der Standort. Die zentrale Lage in einer lebhaften Region an der Autobahn soll wesentlich dazu beitragen, dass genügend Abfall zur Energieproduktion angeliefert wird. Die kurzen Wege machen es zudem möglich, die Verkehrssituation nicht noch stärker zu belasten. Das Konzept einer optimierten Logistik eröffnet Chancen, dass der Verkehr sogar rückläufig oder zumindest neutral ausfallen wird. So weit, so traditionell, dieses Geschäft beherrscht die erzo, der die elf Verbandsgemeinden Aar-

burg, Brittnau, Murgenthal, Oftringen, Reiden, Rothrist, Safenwil, Strengelbach, Vordemwald, Wikon und Zofingen angeschlossen sind. Richtig aufhorchen lässt der Begriff Phosphorrückgewinnung. Phosphor als Hauptbestandteil von Düngemittel fand in früheren Jahren via Klärschlamm den Weg auf das Kulturland. Das Ausbringen des Klärschlamms auf die Felder und Wiesen ist längst verboten, weshalb er nun mit all seinen Bestandteilen verbrannt wird. Ab 2026, so will es das Gesetz, muss Phosphor aus dem Klärschlamm

rezykliert werden. Phosphor ist lebenswichtig für Mensch, Tier und Pflanzen. Das chemische Element wird bergmännisch abgebaut und importiert; grosse Vorkommen gibt es zum Beispiel in Marokko und Kasachstan. Der in Oftringen rezyklierte Phosphor soll dereinst 25 Prozent der heutigen Importmenge ausmachen. In der erzo soll der Phosphor aus der Asche der Klärschlammverbrennung herausgelöst und als Phosphorsäure den Düngerproduzenten verkauft werden. Anders als «normaler» Phosphor ist

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Phosphorsäure leicht wasserlöslich und gut dosierbar, Eigenschaften, die den Herstellerfirmen helfen werden, die Zusammensetzung des Düngers auf die Bodenbeschaffenheit abzustimmen. Die Technik für das Phosphorrecycling ist vorhanden, nun gilt es, die Prozesse wirtschaftlich zu gestalten. Die laufende Machbarkeitsstudie übrigens soll nicht etwa das Bauchgefühl bestätigen,

sondern den Kenntnisstand erhärten. Von der Machbarkeit des Projekts Enphor, das für «Energie», «Phosphor» und «Recycling» steht, sind die Initianten sehr überzeugt. Nun muss der Funke auf die Politik, die Wirtschaft und die Öffentlichkeit überspringen. Erste sehr positive Reaktionen aus allen Kreisen lassen darauf schliessen.

CO2-Recyling in der erzo? Die Welt schreit nach Lösungen, die zur Reduktion des Ausstosses des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids (CO2) beitragen. Die Wirtschaft ist zunehmend gefordert, einen Weg zu finden, um die Vorgaben der Politik erfüllen zu können. «Innovationsdruck gegenüber Regulatorien», nennt das Friedrich Studer, der Geschäftsleiter der erzo. «Man sollte das CO2 dort abscheiden, wo es konzentriert anfällt», sagt Studer. Die Kehrichtverwertungsanlagen seien deshalb der richtige Ort, einzugreifen, die KVA könne «als CO2-Senker funktionieren». Technolo-

In der Asche liegt der Dünger

Keine Deponie mehr notwendig

Nun erst folgt die eigentliche

Heute muss die Asche, die durch die

Innovation: Die Asche kommt in

Verbrennung des Klärschlamms anfällt,

ein Reaktionssilo und wird

fachgerecht in Deponien gelagert werden.

vermischt mit einer anorganischen

Das erledigt sich, sobald der Asche der

Säure, die den Phosphor

Phosphor entzogen wird. Nebst der

herauslöst. Bei einer Menge von

Phosphorsäure, die den Düngerproduzen-

zehn Kubikmetern Klärasche

ten verkauft werden kann, bleibt nämlich

dauert dieser chemische Prozess

nur ein Stoff übrig, den man gemeinhin als

gien zur CO2-Filterung sind vorhanden, doch es fehlt der Durchbruch in der Breite. Die grosse Frage ist ausserdem: Wohin mit dem CO2? Alleine die Menge CO2, die täglich in der erzo herausgeholt werden könnte, würde einen ganzen Tankwagenzug füllen. Wohl kann rezykliertes CO2 zum Schweissen, Trockeneisstrahlen oder für

vier bis fünf Stunden, als

Sand bezeichnen kann; dieser Sand kann

die Herstellung von Trockeneis verwendet werden; der Bedarf ist aber niemals so hoch wie die Menge, die anfällt. Ähnlich wie bei den radioaktiven Abfällen müsste

Endprodukt resultieren daraus 300

als Zusatzstoff in der Zementherstellung

also auch für das CO2 ein Endlager gefunden werden.

Kilogramm Phosphorsäure.

weitere Verwendung finden.

Inserat

«erzo – Ihr zukunftsorientierter Entsorgungsbetrieb»

enphor.ch

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Gesichter, die Sie Wirtschaftspersönlichkeiten an der A1

Alexander Barth VRP Rivella, Rothrist

Löste im Jahr 2000 seinen Vater und Firmengründer Robert Barth an der Spitze des Verwaltungsrats ab. Seither wurden bedeutende Investitionen getätigt in Infrastruktur und Produktentwicklung. Als einer der wenigen kennt Alexander Barth das Rivella-Rezept. Sein Unternehmen hat 255 Angestellte (Vollzeitstellen).

Thierry Burkart Ständerat und FDP-Präsident

Der 46-Jährige wurde 2019 für den Kanton Aargau in den Ständerat gewählt, nachdem er eine Legislatur im Nationalrat und davor über 14 Jahre im Kantonsparlament gesessen hatte. Am vergangenen 2. Oktober wählten ihn die Delegierten seiner Partei mit 296:3 Stimmen zu ihrem Präsidenten und damit zum Nachfolger von Petra Gössi, die die FDP.Die Liberalen Schweiz seit 2016 geführt hatte.


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sich merken müssen

Beat Bechtold

Christian Binder

Simon Bolliger

Direktor Aargauische Industrie- und Handelskammer AIHK

VRP Binder Interior AG, Zofingen

CEO CP Pumpen AG, Zofingen

Trat sein Amt am 1. Januar 2020 an, nachdem er zuvor das Nuklearforum Schweiz in Olten geleitet hatte. Die AIHK berät ihre Mitglieder unter anderem in Rechts- und Exportfragen.

Ralph Bürge Geschäftsführer Lindenhof, Oftringen Trat 2008 mit der Vision an, aus dem klassischen Altersheim einen Generaldienstleister zu machen. Heute ist der Lindenhof ein Gesundheitszentrum mit 260 Mitarbeitenden und vielfältigen Angeboten in den Bereichen Wohnen, Pflege, Aktivierung, Therapie und Gastronomie.

Jung und dennoch erfahren, so charakterisiert sich das Unternehmen mit 25 Mitarbeitenden selber. Christian Binder gründete seine Firma 2012, indem er im Zuge der Nachfolgeregelung die H. J. Zimmerli AG übernahm. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Ladenbau, weshalb Binder Interior in dieser Sparte denn auch über die Landesgrenzen hinaus tätig ist.

2015 als CFO gestartet und seit 2019 Geschäftsführer. Er trat in die Fussstapfen von Urs Würsch, aktuell Vizepräsident des Verwaltungsrats. Die CP stellt in Zofingen Chemieprozesspumpen zur Förderung von Flüssigkeiten her und beschäftigt weltweit rund 100 Mitarbeitende. Diese Präsenz wird unter anderem durch Vertriebsstandorte in Deutschland, Frankreich, Thailand und ein enges Agentennetzwerk unterstützt.

Janine Flückiger

Rolf Freiermuth

Geschäftsführerin E. Flückiger AG, Rothrist

Partner der Kanzlei Freiermuth Studer Rechtsanwälte, Zofingen

Sitzt gemeinsam mit ihrem Vater Heinrich Flückiger in der Geschäftsleitung und führt die Firma in der vierten Generation. Der Gründer Ernst Flückiger sammelte in den Anfängen 1924 mit Ross und Wagen Alteisen ein; er selbst und seine Nachfolgergenerationen entwickelten das Rothrister Unternehmen nach und nach zum vielseitigen Recyclingspezialisten. Janine Flückiger ist Vorstands– mitglied des Verbands Wirtschaft Region Zofingen und im Vorstand der Sektion Zürich im Schweizerischen Marktverband tätig.

Verfügt über umfassende Erfahrung als Rechtsanwalt und ist tätig in Rechtsgebieten wie IT-, Gesellschafts-, Arbeitsrecht, internationale Vertriebsvereinbarungen, Liquidationen, M&A-Transaktionen, Corporate Governance, Nachfolgeplanungen etc. Er ist mit seiner Kanzlei in Wirtschaft und Gesellschaft bestens vernetzt.


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Gesichter, die Sie sich merken müssen Wirtschaftspersönlichkeiten an der A1

Benjamin Giezendanner Geschäftsführer Giezendanner Transport AG, Rothrist Das 1934 gegründete Unternehmen beschäftigt 230 Mitarbeitende, 176 Giezendanner-Fahrzeuge sind auf den Strassen unterwegs. Benjamin Giezendanner war 2001 als 18-Jähriger das jüngste Grossratsmitglied überhaupt, seit 2019 sitzt er für die SVP im Nationalrat.

Ariella Jucker Standortleiterin Spital Zofingen AG

Stefan und Michel Hunkeler VRP und CEO Hunkeler AG Paper Processing, Wikon Sind «in der Welt zu Hause», wie man bei Hunkeler gerne sagt. Die Brüder Stefan und Michel führen die Herstellerin von Papierweiterverarbeitungsanlagen in dritter Generation. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 270 Mitarbeitende.

Wechselte vor gut einem Jahr vom Kantonsspital Winterthur nach Zofingen. Die Spital Zofingen AG mit über 750 Mitarbeitenden ist eine der wichtigsten und grössten Arbeitgeberinnen der Region. In ihrer Funktion als Standortleiterin des Spitals Zofingen ist Ariella Jucker auch Mitglied der Geschäftsleitung der Kantonsspital Aarau AG.

Paul Marbach

Bruno Müller

Marco Negri

Geschäftsführer StWZ Energie AG, Zofingen

CEO Müller Martini AG, Zofingen

Geschäftsführer NEBA Unternehmungen AG, Zofingen

Führt StWZ mit über 70 Mitarbeitenden. Seit 2002 ist StWZ eine privatrechtliche Aktiengesellschaft. Das Unternehmen versorgt die Region mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser sowie mit Dienstleistungen von der Energieberatung bis zur Installation von Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen.

Führt das in der grafischen Branche weltweit bekannte Unternehmen für Anlagen zur Herstellung von gedruckten Produkten wie Büchern, Magazinen, Katalogen, Werbeprospekten oder Zeitungen. Aktuell bilden Systeme zur vollautomatischen Herstellung von Kleinstmengen bis hin zum individuellen Einzelexemplar den Kern der Entwicklungstätigkeit. Weltweit beschäftigt Müller Martini rund 1300 Mitarbeitende. Müller Martini produziert in Zofingen, Hasle LU und Rahden, Deutschland. Kunden werden weltweit lokal durch firmeneigene Vertriebs- und Servicegesellschaften betreut.

Steht seit 2016 in dritter Generation an der Spitze der 1947 von Bruno Negri gegründeten Firma. Ihre Spezialitäten sind das Bearbeiten von Böden, Wänden und Decken mit verschiedensten Materialien im Innenbereich sowie das Erstellen von Fassaden und Dächern jeglicher Art im Aussenbereich. Rund 200 Mitarbeitende sind für die NEBA tätig.


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Gesichter, die Sie sich merken müssen Wirtschaftspersönlichkeiten an der A1

André Rötheli

Daniel Schöni

Felix Schönle

Geschäftsführer Stiftung azb, Strengelbach

Patron Schöni Transport AG, Rothrist

CEO Wernli AG, Rothrist

Leitet die Stiftung seit Oktober 2005. Das Unternehmen hat sich seit der Gründung 1962 zu einem wichtigen und über die Region hinaus bekannten Anbieter von sozialen Leistungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf entwickelt. Die Stiftung bietet rund 390 Menschen umfassende Leistungen in den Bereichen Wohnen, Tagesstruktur sowie Berufliche Integration. Gleichzeitig ist sie ein kompetenter Produktionspartner für viele regionale, aber auch international tätige Wirtschaftsunternehmen.

«Yes, we can!» stand auf den Schöni-LKW geschrieben, lange bevor Barack Obama den Slogan für den US-Präsidentschaftswahlkampf weltberühmt machte. Yes, I can! sagte sich 2002 wohl auch Daniel Schöni, als er als 31-Jähriger die Firma von seinem Bruder Heinz übernahm. Seither ist das Unternehmen zu einem bedeutenden Logistikplayer gewachsen.

Kaufte 2009 die Verbandstoffherstellerin von Bernhard Wernli, der das 1932 in Aarau gegründete Familienunternehmen in dritter Generation geführt hatte. 2020 reagierte die Wernli AG auf die Auswirkungen der Pandemie mit der Anschaffung und Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von medizinischen Gesichtsmasken. Felix Schönle ist Vorstandsmitglied der Aargauischen Industrie- und Handelskammer sowie Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten. Seit 2015 ist er Präsident der Genossenschaft Borna in Rothrist.

Urs Widmer Geschäftsleiter Aargauischer Gewerbeverband AGV

Jörg, Beat und Heinz Senn Geschäftsleitung Senn AG, Oftringen Führen das Vermächtnis des Gründers und Patrons Heinz Senn sen. in die Zukunft. Das 1957 gegründete Unternehmen entwickelte sich zum bedeutenden Stahlbau-, Metallbau-, Blechbearbeitungs-, Kran- und Schwertransportunternehmen. «Heben, senken, schwenken, immer an SennKrane denken.» Dieser Spruch ist auch heute noch weit über die Region und die Kantonsgrenzen hinaus zu hören.

Natalie und Marco Steinmann-Stöckli Geschäftsleitung PREMA Cash Handling Systems, Oftringen Das Ehepaar führt das Familienunternehmen mit rund 30 Mitarbeitenden in dritter Generation. Prema stellt in Oftringen Hightech-Geräte zum Prüfen, Zählen und Sortieren von Münzen her und deckt mit seinem Sortiment alle Bedürfnisse im Bereich der Bearbeitung von Banknoten und Münzen ab. Zudem verfügt Prema über ein Service-Team, das die ganze Schweiz abdeckt.

Setzte sich gegen 80 Mitbewerbende durch und trat seinen neuen Posten am 1. April 2021 an. Der ehemalige Gemeindepräsident von Habsburg war zuvor bei einer Bank tätig und ist FDP-Mitglied. Zum AGV gehören 69 Gewerbevereine, 36 Berufsverbände und rund 11 000 Mitglieder.



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