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StroM, LUFt, HYbrID ALTERnATIVE AnTRIEBE AUf DEM VoRMARSCH. seite 19

D A S

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D I E

FErDINAND pIテ気H INtErNAtIoNALE AUtoMobIL AUSStELLUNg 2013

Die Gesichter der IAA 2013. seite 30

porSCHE 918 SpYDEr Hybrid-Sportler aus Zuffenhausen. seite 21

DIE AUtoMobILStE

shoW der Welt bAYErISCHEr trENDSEttEr Mit dem i3 will BMW die deutsche Elektromobilitテ、t in die Zukunft fテシhren. seite 18

SUV So wEIt DAS AUgE rEICHt Der brandneue Mercedes GLA zeigt den Trend zur Spezialisierung im Boom-Segment. seite 24


systemleistung: 223 Ps, Kraftstoffverbrauch: 4,3–4,7 l/100 km , Co2-emissionen: 99–109 g/km. symbolfoto.

Schönheit entdecken, k raft kraft erleben

der neue Lexus is VoLLhybrid. entdecken sie das athletische design des neuen is. spüren sie sein präzises handling. erleben sie die Kraft des Vollhybrid-Antriebs. und genießen sie den großzügigen innenraum mit der fahraktiven sitzposition. Am besten bei einer Probefahrt. Mehr dazu unter www.lexus.at

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Zahlenspiele 20 KILoMEtEr Fußmarsch musste man einplanen, wenn man sämtliche Messestände der IAA besuchen wollte. Bei normalem Schritttempo wäre man schon allein dafür rund fünf Stunden unterwegs.

2.350

Scheinwerfer mit einer gesamtleistung von 1,7 Megawatt rückten den Vw-Messestand ins rechte Licht. Auf dem Mercedes-Areal wurden insgesamt 1.200 Quadratmeter LED-Fläche installiert. Im Audi-Pavillon wurden 150 Kilometer Kabel verlegt.

300 MEtEr

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Schnelle wägen

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Die aktuellen Kleinen

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golfklasse runderneuert

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Autos der Mitte

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Alternative Antriebe

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Die besten Shows

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ganz oben

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SUV: auf allen Vieren

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paradiesvögel

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IAA-gesichter

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schlug das dreisteste Hotel in Frankfurt während der IAA auf den normalerweise üblichen Zimmerpreis auf. Selbst das „preiswerteste“ Hotel verlangte während der Autotage noch satte 79 Prozent mehr als üblich.

157 EUro MIEtE Fotos: Gerhard BerGer (1), shutterstoCk (4); Quellen: iaa-Presse, automoBilWoChe

Das war die IAA

370 proZENt

lang war die i3-testfahrbahn auf dem Messestand von bMw. Insgesamt spulten die i3-Modelle während der Messetage über 9.100 Kilometer ab.

Die 65. IAA pkw zog einmal mehr die Massen an: 950.000 Besucher sahen die Angebote von 1.098 Ausstellern aus 35 Ländern. 11.500 Journalisten aus 99 Ländern berichteten über die „automobilste Show der Welt“.

kostete ein quadratmeter Ausstellungsfläche während der Messetage 2013. Je nachdem wie viele Seiten eines Standes offen waren, kamen zwischen 20 und 40 Prozent Aufschlag hinzu. Zum Nachrechnen: Mercedes-Benz hatte rund 11.000 Quadratmeter gebucht, bei Hyundai waren es 3.166 Quadratmeter, bei VW 8.893 Quadratmeter.

Der Anteil der ausländischen Aussteller lag bei 42 Prozent und damit deutlich höher als 2011 (32 Prozent).

Inhalt

20.000

Lkw-Ladungen Material wurden auf das Messeareal geliefert.

15 Tonnen Pommes Frittes wurden von den Besuchern verspeist, dazu kamen etwa 250.000 Würstel und rund 150.000 Liter Bier.

120 MoNtEUrE

beschäftigte toyota zum Aufbau seines 2.100 Quadratmeter großen Standes in Halle 8. IAA // 2013

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perfekt in Szene gesetzt: die IAA 2013

IAA 2013

Zukunft ist morgen

159 Weltpremieren und Präsentations­Shows der Superlative: Die 65. Internationale Automobil­ ausstellung in Frankfurt (IAA) 2013 zog die Blicke der Autowelt auf sich. Das Angebot war gediegen, echte Alltags­Innovationen musste man allerdings suchen. Von Klaus Erler

Bezahlbare Innovation bleibt zukunftsmusik

Kaum hatte sich der Rauch der Premieren-Shows in den mit Sicherheit utopisch teuren Pavillons der großen

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IAA // 2013

IAA-Gastgeber Matthias Wissmann: „Mehr Automobil finden Besucher nirgends!“

Hersteller gelegt, war der Blick frei für die großen Themen der IAA 2013: alternative Antriebskonzepte, SUVs in allen Klassen und – mit wesentlich mehr Bodennähe ausgestattet – die Verbrauchs- und CO2-Reduktion bei herkömmlichen Antrieben. Im Rampenlicht standen dabei der erste Serien-Elektro-BMW i3, der Plug-InSupersportler Porsche 918 Spyder, der Mini-SUV Mercedes GLA und das wohl 230.000 quadratmeter Ausstellungsfläche: das Messegelände der IAA in Frankfurt

Matthias wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), über die Umwelt-Fortschritte der deutschen Automobilindustrie: „Gegenüber dem Jahr 2000 haben wir die Partikelemissionen um 94 Prozent gesenkt. Unsere Autos sind damit oftmals sauberer als die Umgebungsluft!“

Fotos: Gerhard BerGer (5), GraFik: monika CiChon

M

atthias Wissmann, als Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Gastgeber der 65. IAA 2013, war zu Beginn der per Eigendefi nition „automobilsten Show der Welt“ auch um weitere Superlative nicht verlegen: „Mehr Premieren, mehr Neuheiten, mehr Innovation gibt es weltweit auf keiner anderen Automobilmesse. Mehr Automobil fi nden Besucher nirgends!“ Zahlen belegten diese Aussagen dann allerdings eindrucksvoll: IAA-Besucher konnten sich 2013 über 159 Weltpremieren freuen, 1.098 Aussteller aus 35 Ländern gaben auf rund 230.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche detaillierte Einblicke in den momentanen Stand der Auto-Technik und in die automobile Zukunft.


und Luxuswägen in die Bresche. Die Optik der Stände gestaltete sich dementsprechend attraktiv, die mitgelieferte Message war weniger spannend: „Echte, für Otto Normalverbraucher bezahlbare Neuheiten bringt erst die Zukunft!“ Auch die Jugend als Zielgruppe blieb weitgehend unadressiert: Kaum ein Kleinwagen feierte Premiere, junge, bezahlbare Ideen, die das alte Thema Automobil befruchten könnten, blieben Mangelware.

Strom und Vernetzung

schönste Auto der ganzen Ausstellung, das Mercedes S-Klasse-Coupe in einer seriennahen Konzept-Version. Hier zeigte sich auch eine Tendenz der heurigen IAA: Dort, wo den Herstellern sichtbar neue Alltags-Modelle fehlten, sprangen Concept-Cars, Supersportler

Kein Mangel herrschte an ElektroAutos: Kaum ein Hersteller verzichtete auf die Präsentation eines Schaustücks zum Thema Elektromobilität. Eine Frage konnte dabei allerdings auch die IAA 2013 – noch nicht – beantworten: Wer kann es sich bei dessen momentan noch eingeschränktem Alltagsnutzen leisten, ein teures E-Mobil zu kaufen? Präsentationen zu anderen alternativen Antrieben blieben dennoch Mangelware. Das Thema „Wasserstoff“

Concept-Car: Nissan Friend-ME

– vor wenigen Jahren noch ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit – war genauso eine Randerscheinung wie Erdgas als saubere Alternative zu Diesel und Benzin. Ein zentrales IAA-Thema lieferte dann noch die Vernetzung des Autos: Aufmerksame Standbesucher fanden Hinweise für dramatische zukünftige Veränderungen: Das Auto wird zur mobilen Kommunikationsplattform mit einem Fahrer, der stets online ist und in Echtzeit alle wichtigen Informationen zu Fahrzeug und Umgebung bekommt. Die Richtung ist klar erkennbar: Sie geht hin zum automatisierten Fahren. Den Andrang auf die Stände der IAASupersportler konnte diese Aussicht allerdings nicht stoppen. •


Licht gestal Sportwagen

Trotz aller Elektro-Mobilität waren sie die Superstars der IAA: Sportwagen, deren grandios gezeichnete Linien die Besucher fast noch mehr erfreuten‚ als der Anblick ihrer kraftstrotzenden Motoren. Leistbar nur mehr für die oberen Zehntausend, definieren Ferrari, Porsche, Aston Martin, Mercedes und Cadillac nach wie vor die automobilen Wunschträume der Massen.

D

as Mercedes Concept S-Class Coupé bringt mit hinreißenden Linien einen Ausblick auf das zukünftige Spitzenmodell der gesamten Mercedes-Flotte. Mit fließender Silhouette, langer Motorhaube mit prägnanten Linien und betonten

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Radhäusern ist das mehr als fünf Meter lange Coupé ein großer Designentwurf. Angetrieben wird das Concept S-Class Coupé von einem V8-Biturbo-Aggregat. Aus 4663 cm3 Hubraum schöpft dieser Motor 335 kW (455 PS). Das maximale Drehmoment beträgt 700 Nm.  •


Straßen-Formel 1:

Der auf der IAA präsentierte Ferrari 458 Speciale ist eine bis ins Detail überarbeitete Version des 458. Befeuert wird er von mehr als 600 PS aus einem Achtzylindermotor, auf der Straße bleibt er dank seiner be­weglichen Aerodynamik­ elemente an Front und Heck.

God shed His grace on thee ...

Cadillac präsentierte auf der IAA mit dem Elmiraj Concept eine hinreißende Interpretation des alten amerikanischen Themas „klotzen statt kleckern“. Mit V8-Twin-Turbo und rund 500 PS kein Problem ...

50 Jahre 911:

Der Porsche 911 erblickte 1963 das Licht der Autowelt. Porsche würdigt das Jubiläum des Heckmotor-Klassikers mit einem auf der IAA präsentierten und auf 1963 Exemplare limitierten Sondermodell.

IAA // 2013

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Fotos: Werk (4)

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Kleinwagen

Nissan Note 1,2 DIG-S Hubraum: 1200 ccm Leistung: 98 PS Getriebe: 5-Gang 0-100 Km/h: 11,7 sec. Verbrauch: 5,2 Liter/100 km

Optisch ansprechend, sicherheitstechnisch führend: der Nissan Note

Preis: ab 17.490 Euro

Urbane Lösungen

Kleiner Großkombi

Der neue Nissan Note will nicht nur Polo und Co. gefährlich werden, sondern auch Minivans wie dem Opel Meriva. Vollgepackt mit klugen Detaillösungen könnte ihm das auch gelingen. Von Klaus Erler

D

as Innenraumkonzept des neuen Nissan Note hat es in sich. Auf nur 4,10 Metern Gesamtlänge bietet er ein Raumgefühl, das man sonst in dieser Klasse nicht kennt. Auch bei der Beladung verspricht der Note, vorbildlich zu sein. Die hinteren Türen können bis zum rechten Winkel geöffnet werden, in den höheren Ausstattungslinien lässt sich die Rücksitzbank verschieben.

Bei komplett umgeklappten Hintersitzen haben dann bis zu zwei Kubikmeter Gepäck Platz: Diesen Wert schaffen sonst nur große Kombis.

Sicherheit über alles

Angetrieben wird der neue Nissan Note entweder durch einen 1,5-LiterVierzylinder-Diesel mit 90 PS oder einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit wahlweise 80 oder 98 PS. Neue Maßstäbe setzt der Note beim Thema

Sicherheitsausstattung. Ein „Around View Monitor“ sorgt für eine 360°Rundumsicht und bietet am Display drei Ansichten – Rückansicht, Frontansicht und Vogelperspektive. Das „Safety Shield“ überwacht den Wagen rundum und warnt optisch und akustisch, wenn sich etwas im toten Winkel oder hinter dem Fahrzeug bewegt oder wenn das Fahrzeug droht, von der Fahrbahn abzukommen. •

Ebenfalls noch eine Studie, bietet der smart fourjoy ganz smart-untypisch Platz für vier. Mit seinen kompakten Maßen (Länge/Breite/Höhe: 3.494/1.978/1.494 mm) und einem Wendekreis von 9,1 Metern setzt der smart fourjoy auf Wendigkeit, dank des aktuellen electric drive mit 55-kWE-Motor bewegt er sich emissionsfrei.

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Citroën Cactus

Als weiteres Concept Car bietet der Citroën Cactus eine Vorschau auf die künftigen Modelle der C-Linie. Wichtige Details: die vorderen Sitze sind wie ein breites Sofa gestaltet, angetrieben wird der Cactus mit Druckluftunterstützung als „Hybrid Air“.

Fotos: Werk (1), Gerhard Berger (4)

smart fourjoy


Koreanischer Stadtfloh

Neue Größe

Optisch wirkt der neue Hyundai i10 zwar noch immer eher unauffällig, bei Ausstattung und Qualitätsanmutung ist der koreanische Klein­ wagen aber den Kinderschuhen entwachsen.

N

ach fünf Jahren Bauzeit präsentiert Hyundai auf der IAA den Nachfolger des i10. In Länge und Breite gewachsen, bietet der ab November 2013 erhältliche Kleinwagen nicht nur deutlich mehr Innenraum, auch bei der Qualitätsanmutung von Sitzen und Armaturen hat sich einiges verbessert.

Luxus-Extras

Als Basismotorisierung dient ein Dreizylinder mit

einem Liter Hubraum und 68 PS, eine Klasse höher sorgt der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 86 PS für dynamischere Fahrleistungen. Ungewöhnlich in dieser Fahrzeugklasse sind Extras wie ein beheizbares LederLenkrad und ein Tempomat. ESP ist erstmals in der Serienausstattung inkludiert, ein Reifendruckkontrollsystem und sechs Airbags sind Teil des Sicherheitspakets. Die Österreichpreise stehen derzeit noch nicht fest. •

Länger, breiter, niedriger und das größte Platzangebot seiner Klasse: Der Einstiegspreis für den neuen Hundai i10 wird in Österreich unter 10.000 Euro liegen.


goLFKLASSE

Volkswagen-CEO Martin winterkorn im N24-IAA-Interview über die Wichtigkeit der E-Mobilität: „Wir glauben, dass die Kombination aus Elektromotor und Verbrennungsmotor das ist, was die Kunden haben wollen!“

wird seinen Konzernbrüdern das Leben schwermachen: der brandneue Seat Leon Kombi

NEUES AUS SpANIEN

Heißes Heck Motor: Vierzylinder-Diesel HUbrAUM: 1.598 ccm LEIStUNg: 66 kW/90 PS gEtrIEbE: 5-Gang VErbrAUCH: 4,1 Liter Diesel LADErAUMgröSSE: 587 bis 1470 Liter prEIS: 20.290 Euro

D

er Seat Leon ST Kombi kommt als dritte Variante des aktuellen Seat Leon. 590 Liter Kofferraumvolumen sind zwar etwas weniger, als Octavia Combi (610 Liter) und Golf Variant (605 Liter) bieten, dafür punktet der heiße Spanier bei der Optik: Sportlicher ist momentan kaum ein Kombi gezeichnet und auch die inneren (Verarbeitungs-)Qualitäten des Leon ST Kombi können überzeugen.

Sicherheit großgeschrieben

Hightech-Optionen gibt es im Leon Kombi zuhauf: Voll-LED-Scheinwerfer und Abstandsradar sind ebenso bestellbar wie eine adaptive Fahrwerksre-

gelung mit Progressivlenkung. Bei den Motoren bedient sich Seat aus dem großen Fundus von VW: Zur Wahl stehen TDI- und TSI-Motoren von 1,2 bis 2,0 Liter von 86 PS bis 184 PS. Dass sich der Leon beim Thema „Sicherheit“ keine Patzer erlaubt, ist für ein Auto des Modelljahrgangs 2013 selbstverständlich: Er ist serienmäßig mit einer Multikollisionsbremse ausgestattet, die nach einem Crash das Fahrzeug automatisch abbremst und weitere Kollisionen verhindert. Eine Müdigkeitserkennung sowie die kamerabasierten Systeme Fernlicht- und Spurhalteassistent sind optional erhältlich. Markteinführung ist Ende November 2013, die Preise beginnen bei 16.990 Euro. •

golf im Hoch

In seiner zweiten generation wird der Vw golf plus zum Sportsvan. Die Haupttugenden bleiben, neu sind schärfere optik und hohe qualitätsanmutung. Er hat sich gut verkauft, so richtig sexy war der golf plus allerdings nie. Das soll sich jetzt ändern. VW nennt die auf der IAA präsentierte zweite Auflage des Golf-

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IAA // 2013

Vans ab sofort Sportsvan und schärft die Linien nach. Der ab Anfang 2014 erhältliche Sportsvan behält die hohe Sitzposition und gute Rundumsicht seines Vor-

gängers, die hintere Sitzbank ist verschiebbar, auf eine dritte Sitzbank muss er nach wie vor verzichten. 15 Zentimeter höher als ein Standard-Golf.

Fotos: Gerhard BerGer (3), GraFik: monika CiChon

SEAt LEoN St KoMbI 1,6 tDI Cr

Der Seat Leon ST Kombi steht als brandneuer Familienkombi in direkter Konkurrenz zu den Konzern­Brüdern Golf Variant und Skoda Octavia Combi. Seine großen Pluspunkte: messerscharfe Optik und gediegene Qualität. Von Klaus Erler


WERBUNG

Interview

Spezialisierung im Trend Wolfgang Rötzer, Gremialob­ mann des Tiroler Fahrzeug­ handels, im Gespräch über die diesjährigen Highlights der IAA. Das Interview führte Klaus Erler.

Welche Trends am Auto­mobilsektor greift die diesjährige IAA auf?

Thema alternative Antriebe: Ist das E-Auto, das heuer auf der IAA wieder im Rampenlicht steht, bereits alltagstauglich?

Wolfgang Rötzer: Solange beim E-Auto die Kosten noch so hoch sind wie derzeit, wird diese Art von Antrieb wohl eine Randerscheinung bleiben. Trotzdem macht die Entwicklung von E-Autos über den Umweltgedanken hinaus auch wirtschaftlich Sinn: Sollte sich zum Beispiel an den politischen Rahmenbedingungen in der EU etwas ändern und E-Autos stärker gefördert werden, dann will jeder Hersteller ein alltagstaugliches Modell anbieten können. Und alltagstauglich sind E-Autos als Zweitwagen mit einer durchschnittlichen Reichweite von 150 und 200 Kilometern schon jetzt.

Wie zukunftssicher sind Benzinund Dieselmodelle?

Wolfgang Rötzer: Diese IAA zeigt uns ganz deutlich, welche Einsparungspotenziale bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben noch stecken. Wenn man schaut, bei welchen Treibstoff-Verbräuchen wir

Foto: Emanuel kaser

Wolfgang Rötzer: Es gibt einen ganz klaren Trend in Richtung Spezialisierung und Nischenprodukt. Ein kleines Beispiel: Wenn ein Kunde vor einigen Jahren einen SUV wollte, musste er meist ein großes und starkes Auto wählen. Inzwischen ist die Auswahl wesentlich vielfältiger, SUVs gibt es von der Kleinwagen-Kategorie bis hin zum Luxus-Segment. Bei den Vans ist die Situation ähnlich. Für beinahe jedes Bedürfnis des Kunden gibt es heute das passende Fahrzeug. momentan angelangt sind, sieht man den enormen Fortschritt der letzten Jahre. Wenn das Thema Leichtbau – Stichwort Karbon – und Motoroptimierung noch weiter vorangetrieben wird, sind noch einmal Verbrauchsreduzierungen von 15 bis 20 Prozent

Wolfgang Rötzer: „Im leistungsstärkeren Segment werden es die Hybrid-Varianten sein, die immer besser nach Tirol passen.“ erzielbar. Einziger Wermutstropfen dabei: Fahrzeugoptimierungen sind technisch aufwändig, billiger werden die Fahrzeuge dadurch nicht.

Welche Modelle der diesjährigen IAA eignen sich besonders gut für den Tiroler Markt?

käufer wollen beim Verbrauch sparen, auch wenn das höhere Anschaffungskosten bedeutet. Hybridfahrzeuge verbinden hohe Leistung mit geringem Verbrauch bei vollem Komfort. Durch die Variante „Plug-in-Hybrid“ ist es schon jetzt möglich, Kurzstrecken rein elektrisch zu fahren. Danach kann die Batterie auch konventionell über die Steckdose wieder geladen werden. Der Vorteil: Für weitere Strecken kann sich der Kunde trotzdem auf die Reichweiten-Sicherheit der gekoppelten Dieseloder Benzinmotoren verlassen. Der Nachteil: Man transportiert immer zwei Antriebe mit dem Auto, die müssen zuerst bezahlt und dann bewegt werden.

Steht ein persönliches Lieblingsauto von Ihnen heuer auf der IAA?

Wolfgang Rötzer: Würde Geld keine Rolle spielen, es wäre wohl der Aston Martin Vanquish Volante. •

Wolfgang Rötzer: Im leistungsstärkeren Segment werden es die Hybrid-Varianten sein, die immer besser nach Tirol passen. Unsere FahrzeugIAA // 2013

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Mit pfiffigen Details und guter Verarbeitung wird der Honda Civic Tourer zur echten Konkurrenz für Golf und Co.

Japanischer Lademeister

Reisepartner

Die Kombiversion des Honda Civic punktet als „Tourer“ mit einem großen Gepäckabteil und eigenständigem Design. Von Klaus Erler hoch ist und der Civic Tourer über ein adaptives Hinterachs-Dämpfersystem verfügt: Es reagiert auf unterschiedliche Belastungs- und Beladungszustände. Bei den Motoren gibt es keine Überraschungen: Zur Wahl stehen vorerst der 1,8-Liter-Benziner mit 142 PS sowie der 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS. Marktstart ist Anfang 2014.  •

Peugeot 308: Der Rivale

Die nächste Generation des 308 präsen­ tiert sich optisch und technisch komplett neu. Auch bei der Ausstattung gibt sich der französische Golfgegner keine Blöße.

K

ürzer, leichter und flacher als der gleichnamige Vorgänger bietet der ab Herbst erhältliche Peugeot 308 trotzdem mehr Platz für Insassen und Gepäck. Die Serienausstattung ist umfangreich: Bedien-Touchscreen, sechs Airbags, LED-Heckleuchten, Klimaanlage, Audioanlage, Bordcom-

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IAA // 2013

puter und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sind von Anfang an mit an Bord. Als Basismotorisierung dient ein Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum und 82 PS. Der sparsamste Diesel soll laut Peugeot nicht mehr als 3,6 Liter/100 km verbrauchen.  •

Golfes Bruder

Mit dem Rapid Spaceback stellt die tschechische VW-Tochter Skoda einen ernst zu nehmenden GolfRivalen vor. Knapp 18 Zentimeter kürzer als die Rapid-Limousine und wesentlich günstiger als der aktuelle SiebenerGolf, ist der Spaceback ein echter Geheimtipp in der Kompaktklasse. Ab Herbst erhältlich, punktet der kompakte Tscheche mit einem im Vergleich zur Limousine aufgewerteten Innenraum, guter Verarbeitung und gekonnt abgestimmtem Federungskomfort.

Fotos: Werk (2), Gerhard Berger (5)

M

it 4,52 Metern ist der Civic Tourer bei gleicher Höhe und Breite 24 cm länger als der fünftürige Honda Civic. Seine groß dimensionierte Heckklappe macht das Beladen leicht, der Kofferraum nimmt 624 bis 1668 Liter auf. Da trifft es sich gut, dass die Ladekante mit nicht einmal 60 cm knapp knie-


Cinquecento wird erwachsen

Langes Leben

Fiat opulent: Die 500L Living-Variante offeriert 5 + 2 Sitze auf nur 435 Zentimeter Außenlänge.

Der Fiat 500L ist die Langversion des Fiat 500. Auf der IAA wurde das Modell „Living“ mit einer dritten Sitzreihe präsentiert.

S

ieben Passagiere in einem Fiat 500? Was bis vor Kurzem undenkbar war, wird mit dem

500L „Living“ Realität. Ab Herbst beim Händler, ist die Vanversion der italienischen Retro-Knutschkugel „500“

um 80 Zentimeter länger als das Original. In der ersten Sitzreihe geht es luftig zu, nutzt man die verschiebbare Rückbank, dann haben auch die Gäste im Fond keinen Grund zur Klage. Hinter der zweiten Reihe beginnt der 638 Liter große Kofferraum mit zwei versenkbaren Zusatzsitzen. Klappt man die mittlere Bank nach vorne, entsteht ein 1704 Liter fassender Kofferraum: Mehr

schaffen auch MittelklasseKombis nicht. Bei den Motoren haben die Kunden die Qual der Wahl: Der einzig erhältliche Benziner ist zunächst der zweizylindrige Turbo mit 0,9 Litern Hubraum und 105 PS. Sparsamer sind die beiden Diesel mit 85 PS und 105 PS (1,3 und 1,6 Liter Hubraum).  •


c4 Picasso streckt sich

Edler Transporteur Der neue Citroën Grand C4 Picasso ist bei Platzangebot und Verbrauch Bester seiner Klasse. Von Klaus Erler

M

it einer Länge von 4,60 Metern, einer Höhe von 1,63 Metern und einer Breite von 1,80 Metern ist der optisch selbstbewusste Citroën Grand C4 Picasso alles andere als ein Van zum Übersehen. Das Kofferraumvolumen von 645 Litern ist Klassenbestleistung, der durchschnittliche Verbrauch von nur 3,8l/100 km beim e-HDi 90 mit elektronisch gesteuertem 6-Gang-Getriebe ebenfalls. Zur Markteinführung im Herbst stehen zwei Benziner (120 und 156 PS) und zwei Dieselmotoren (92 und 115 PS) zur Verfügung. Ab Basisausstattung

Van streckt sich: der große C4 Picasso

Der C4 Picasso erfüllt in neuer Länge perfekt Familienbedürfnisse.

gibt es einen 7-Zoll-Touchscreen, Klimaautomatik, AUX- und USB-Anschluss sowie BluetoothFreisprecheinrichtung und eine Weitwinkel-Panorama-Frontscheibe. Ein kleiner Auszug aus der Zubehörliste: ein 360-Grad-Park-Assist-Paket mit Parklückendetektor und Toter-Winkel-Assistent, ein Style-Paket mit 3D-Rückleuchten, ein aktiver Geschwindigkeitsregler und Spurassistenten. •

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Peugeot 3008/5008: Polierte Löwen

Vier Jahre nach dem Marktstart bekommt der Peugeot 3008 ein Facelift: Das neue Modell ist unter anderem an geänderten Scheinwerfern, Nebelleuchten und Frontgrill erkennbar. Auch der Peugeot 5008 erstrahlt in neuem Glanz: Der Frontgrill des Kompaktvans ist ab sofort am Chromrahmen zu erkennen.

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Mazda 3: Eigensinniger Herausforderer

Er ist nicht nur sparsamer als sein Vorgänger, sondern auch wesentlich eleganter: Der neue Mazda 3 hat das Zeug zum echten Herausforderer in der Kompaktklasse. Dabei geht Mazda ganz eigene Wege: Die Hubräume der Motoren wachsen, statt zu schrumpfen, ungewöhnliche Verdichtungsverhältnisse helfen, trotzdem Treibstoff zu sparen.

Pummelig war gestern: Das auf der IAA vorgestellte A3 Cabrio ist mit 4,35 Metern Länge groß genug für ein elegantes Stufenheck, das hinter dem elektrisch zu öffnenden Stoffdach beginnt. Ein echtes Sicherheits-Plus: Die versenkten Überrollbügel schießen bei einem Unfall – ähnlich wie beim A5 Cabrio – blitzschnell heraus.

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Fotos: Werk (2), Gerhard Berger (2)

Audi A3 Cabrio


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Mittelklasse

Mit dem BMW 4er haben die Bayern ein neues Kapitel in der Geschichte sportlich-eleganter Zweitürer aufgeschlagen. BMW 4er Coupé (428i)

Überholprestige eingebaut: der

Motor: Reihen-Vierzylinder Hubraum: 1997 ccm

neue 4er BMW

Leistung: 180 kW/245 PS Getriebe: 6-Gang- Schalter/ 8-Gang-Automatik 0-100 Km/h: 5,9 sec. Verbrauch: 6,6 Liter/100 km Masse (L/B/H): 4.638/1.825 /1.377 mm Eigengewicht: 1.450 kg (1.545 kg)

BMW 4er Coupé

Neuer Bayern-Stürmer

Preis: ab 41.900 Euro

Der Premium-Fahrzeughersteller BMW hat gut lachen, schließlich können die Bayern trotz Wirtschaftskrise der letzten Jahre auf ein starkes Absatzplus verweisen. Von Walter Mair

M

it ideal ausbalancierten Proportionen, einem tiefen Fahrzeugschwerpunkt und kraftvollen Motoren setzt der Lückenschließer zwischen dem BMW 3er und dem BMW 5er neue Maßstäbe für Ästhetik und Fahrdynamik in seinem Segment. Als neues Design-Element weist das 4er Coupé hinter den vorderen Radläufen sogenannte Air Breather auf, die den Luftwiderstand im Bereich der Radhäuser reduzieren.

Fahrdynamik auf Top-Niveau

Zur Markteinführung des BMW 4er Coupés stehen ein Reihen-Sechszylinder für das 435i Coupé und zwei Vierzylinder-Motoren (428i Coupé

Eleganter Power-Hybrid

Der weltweit erste Luxus-Diesel-Plug-in-Hybrid lässt sich bis zu 50 Kilometer emissionsfrei fahren.

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er Volvo V60 Plugin-Hybrid kombiniert einen ebenso leistungsstarken wie effizienten Dieselmotor mit 158 kW (215 PS) und einen 50 kW (68 PS) starken Elektromotor. Diese Verbindung sichert eindrucks-

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IAA // 2013

volle Verbrauchswerte von nur 1,8 Litern je 100 Kilometer. Fünf dieser alternativ angetriebenen Fahrzeuge standen auf einer rund 130 Quadratmeter großen Außenfläche vor der Halle 5 sogar für Probefahrten bereit.  •

Opel-Boss Karl-Thomas Neumann: „Der Monza Concept zeigt eindrucksvoll, dass wir bei Opel eine klare Vision haben, in welche Richtung wir unsere Technik und unser Design entwickeln.“

Fotos: Werk (4), Gerhard Berger (2); Grafik: Monika Cichon

Spritsparer: Volvo V60 Plug-in-Hybrid, MJ 2014

Mit der Einführung des neuen BMW 4er haben die Münchner den Startschuss für die geplante Modelloffensive gegeben.

und 420d Coupé) zur Auswahl. Die TwinPower Turbo-Motoren decken einen Leistungsbereich von 135 kW/184 PS bis 225 kW/306 PS ab. Sechsgang-Handschalter sind Serie, optional bietet BMW für alle Motorisierungen eine Achtgang-Sportautomatik an, mit der sich die Gänge auch manuell über Schaltwippen am Lenkrad wechseln lassen. Darüber hinaus steht für die beiden Benziner optional der intelligente Allradantrieb xDrive zur Verfügung. Neben der Basisausführung werden außerdem die Ausstattungslinien Sport Line, Modern Line und Luxury Line sowie das M-Sportpaket angeboten. Markteinführung: Oktober 2013, Preise: ab 41.900 Euro (420d Coupé) •


Kraftpaket Opel Insignia OPC: Im frischen Gewand und mit modifiziertem Fahrwerk hatte der 325 PS-starke Allradler in Frankfurt seinen ersten großen Auftritt.

Blickfang auf dem Stand der Rüsselsheimer: Opel Monza Concept.

der blitz zukunftsfit

Alles neu bei Opel Mit gleich sieben Weltpremieren zeigte Opel auf seinem mehr als 3.200 Quadratmeter großen Stand, wohin die Reise des Fahrzeugherstellers aus Rüsselsheim geht.

Alles drinnen. Bei der größe

Mehr Komfort, ausgefeiltes Design

Hyundais Schwestermarke KIA präsentierte auf der IAA die geliftete Mittelklasse-Limousine Optima. Mit elegantem Look, neuen Infotainment-, Komfort- und Sicherheitselementen und modifizierten Motoren will KIA mit dem runderneuerten Optima im hart umkämpften europäischen D-Segment neu durchstarten.

eigentlich kein wunder.

Unterberger Denzel

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MINI Countryman: von 66 kW (90 PS) bis 135 kW (184 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 4,4 l/100 km bis 7,7 l/100 km, CO2-Emission von 115 g/km bis 180 g/km.

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Der MINI Countryman. 4 Türen, 5 Sitzplätze und viel Platz. Sowohl im Kofferraum, der sich auf satte 1.170 Liter erweitern lässt. Aber auch für 5 Passagiere, die bequem über 4 Türen einsteigen. Und mit dem ALL4 Allradantrieb genießen Sie pures GoKart-Feeling auch abseits der Straße. www.MINI.at

des Markenflaggschiffs waren die Weltpremieren von Insignia Country Tourer, dem Abenteurer der neuen Insignia-Familie, sowie von Fließheck, Stufenheck und Sports Tourer – alle in neuem Design und mit klassenbesten Motoren. Last but not least zeigte das visionäre Konzeptfahrzeug Opel Monza eindrucksvoll auf, was die Autofahrer von Opel in Zukunft erwarten dürfen. Konkrete Serienpläne gibt es derzeit aber noch nicht. •

Symbolfoto

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u den Leckerbissen aus dem Opel Performance Center zählt der neue Insignia OPC, der mit frischem Look, überarbeitetem Fahrwerk und innovativem Infotainment erstmals die Bühne betrat. Der 325 PS starke 2,8-Liter-V6-Turbomotor katapultiert den Spitzensportler mit einem maximalen Drehmoment von 435 Newtonmetern in 6,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Ebenso aufsehenerregend wie die OPC-Version


IAA-Star bMw i3 fährt ab Ende des Jahres rein elektrisch vor.

Stiefkind gas-Antrieb

Ungeachtet der längst bewiesenen Alltagstauglichkeit und des Kostenvorteils vor allem für Vielfahrer fand man auf der diesjährigen IAA wenig zum Thema „Autos mit Erdgasantrieb“. Spannende Ausnahme war der neue Lifestyle-Kombi Seat Leon ST TGI. Sein 1,4-Liter-Motor leistet 110 PS, seine 200 Nm Drehmoment sind schon fast auf Dieselniveau, sein Verbrauch von 3,5 kg auf 100 Kilometer bleibt konkurrenzlos niedrig.

trENDSEttEr UNtEr StroM

Fahrt in die Zukunft

Mit herkömmlichen Antriebskonzepten kann in Zukunft kaum mehr ein Verbrauchsvorteil erzielt werden. Auf der IAA waren spannende Alterna­ tiven zu Benzin­ und Dieselmotoren zu sehen.

Von Klaus Erler

D

en großen Automobilkonzernen gelang es in den letzten Jahren eindrucksvoll, konventionelle Benzin- und Dieselmotoren in Richtung Sparsamkeit weiterzuentwickeln: Kleinere Hubräume, weniger Zylinder,

18

IAA // 2013

Turbo- und KompressorAufladung und Leichtbau waren dabei Mittel der Wahl. Mit solchen Maßnahmen sind in Zukunft allerdings bei vertretbarem Kostenaufwand keine großen Einsparpotenziale mehr zu erreichen. Zudem sehen die EU-Umweltziele vor, dass die Flotten europäischer Autohersteller ab 2020 durchschnittlich nicht mehr als 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer ausstoßen dürfen. Dieses Ziel ist nur dann erreichbar, wenn wesentlich mehr Fahrzeuge als bisher mit alternativen Antrieben verkauft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen die Hersteller momentan verschiedene Wege. •

Mit Strom nach vorn? Auch wenn auf der IAA vor allem die deutschen Hersteller – allen voran bMw und Vw – ihre wenigen E-Autos medienwirksam in das Scheinwerferlicht rücken: Eine Lösung für die grundsätzliche Problematik der Auto-Elektromobilität war auch auf der diesjährigen Automobilmesse nicht zu finden. Als Fallbeispiel kann der brandneue BMW i30 dienen: Witzig designt und größenmäßig perfekt auf urbane Metropolen zugeschnitten, lässt er sich mit beeindruckenden Fahrwerten Kleinwagen-untypisch bewegen. Bei einer durch-

schnittlichen Reichweite von 160 Kilometern eignet er sich jedoch nur als Zweitwagen, daran können auch die 150 km/h Höchstgeschwindigkeit nichts ändern. Als solcher ist er allerdings mit einem deutschen Einstiegspreis von rund 35.000 Euro bei derzeitiger Förderungslage zumindest im europäischen Raum kaum finanzierbar. Dieses grundsätzliche Problem lässt sich auch auf alle anderen neuen E-Modelle (z. B. VW E-Golf, VW E-Up) übertragen, üppige Serienausstattung und beeindruckende Serienausstattung hin oder her.


Der Druckluftbehälter wird unterflur verbaut.

gENIALES KoNZEpt

Luft tanken

Das mit Sicherheit spannendste Antriebskonzept der IAA kam vom französischen PSA­Kon­ zern: der Hybrid­Air­Motor.

Z

ukünftige Peugeot- und Citroënmodelle wollen ab 2016 einige der wesentlichen Nachteile von Elektro-Hybridmodellen überwinden. Statt Strom aus teuren und schweren Batterien zu beziehen, bekommen sie von einem Hybrid-Air-Antrieb zusätzliche Kraft durch Druckluft: diese wird im Fahrbetrieb in Drucktanks

Luft statt Strom: faszinierende Idee Hybrid-AirMotor

gespeichert und kann – immer dann, wenn zusätzliche Power gefordert wird – Antriebskraft über eine Hydraulikpumpe an die Antriebsräder abgeben. Im städtischen Stop-and-go-Verkehr soll dieser Motor den CO2-Ausstoß um fast die Hälfte verringern und einen Gesamtverbrauch von unter drei Litern auf 100 Kilometer ermöglichen. •

„Wir sind der festen Überzeugung, dass sich Sportlichkeit, Reichweite und ElektroMobilität ergänzen müssen!“ Audi-Chef rupert Stadler im N24-IAA-Interview über Hybrid-Antriebe als beste Möglichkeit, den Elektro-Antrieb im Automobil zu realisieren.

Fotos: Werk (2), Gerhard BerGer (4), klaus erler (1), GraFik: monika CiChon

Kraft der zwei Herzen

Konzept-Auto: toyota Yaris Hybrid-r

plug-in-Hybridantriebe waren die wahren EcoStars der IAA 2013. Man fand sie in Sportwagen (BMW i8, Porsche 918 Spyder), in SUVs mit Dieselantrieb (Range Rover), in Luxuslimousinen (Lexus, Mercedes, BMW) oder im KleinwagenConcept-Car mit unglaublich viel Power (Toyota Yaris Hybrid-R mit Allradantrieb, 420 PS und drei Motoren). Sie bieten ein realitätsnahes Antriebskonzept, das die Kraft von Elektro- und Benzinmotoren bündelt und auch rein elektrisches Fahren bis rund 30 Kilometer zulässt. Aufladbar sind die Batterien dann über das Fahren und Bremsen oder in vielen Fällen an der Haushaltssteckdose.

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2013

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Journalistenandrang bei der Präsentation des brandneuen Seat Leon ST

gLANZ UND gLorIA

Showtime bei der IAA Für die wichtigste Autoshow des Jahres scheuten Automobilproduzenten keine Mühen und Kosten: die besten Shows auf einen Blick. Von Walter Mair der Decke und es entstand der Eindruck, einen Rundgang unter „hängenden Städten“ zu vollziehen. Diese wurden mit aufwändigen Beamer-Projektionen bespielt. Spiegel an Boden und Decke erweiterten die Stadt-Landschaften ins Unendliche und setzten die 28 ausgestellten Audi-Modelle ins Rampenlicht.

Audi stellte die IAA auf den Kopf

Pulsierende Metropole

Ganze Stadtviertel und Hochhäuser wuchsen im Hallen-Inneren von

Die Show von Mercedes wurde mit viel Aufwand ins rechte Licht gerückt.

20

IAA // 2013

Für seinen IAA-Markenauftritt verwandelte Mercedes die Frank-

furter Festhalle in eine faszinierende Welt unter dem gestalterischen Leitmotiv „Urban Experience“. Wie bei einem Spaziergang durch eine pulsierende Metropole erlebten die Besucher auf drei Ausstellungsebenen mit insgesamt 8.000 Quadratmetern Fläche die neuen MercedesModelle. Emotionales Highlight war das Concept-S-Class-Coupé, das den aktuellen Stand des modernen Luxus definiert und einen Ausblick

Unendliche Fahrfreude: Die besucher konnten den Elektrostromer bMw i3 in der Halle 11 erstmals probe fahren.

Fotos: Werk (4), Gerhard BerGer (2)

M

it einem spektakulären Messeauftritt überraschte Audi das Publikum: In einem kubusförmigen Gebäude, das auf einem vier Meter hohen Sockel über der zentralen Fläche zu schweben schien, lud Audi dazu ein, die Rahmenbedingungen für urbane Mobilität näher zu erforschen.


SUpErSportLEr UNtEr StroM

plug-in-Hybrid extrem

Menschenauflauf bei Porsche, alle wollten ihn sehen: den Supersportwagen 918 Spyder, der bei der IAA erstmals als Serienversion gezeigt wurde. Von Walter Mair

F auf das im nächsten Jahr erscheinende Serienmodell gab.

Elektroautos auf der Endlosschleife

Unter dem Leitgedanken „Unendliche Fahrfreude“ präsentierte BMW bei der IAA die aktuellen Trends und technischen Neuheiten. Die Münchner rückten insbesondere die Zukunft der urbanen Mobilität in den Vordergrund und errichteten dafür in der Halle 11 eine 300 Meter lange Straße in Form einer Endlos-Schleife. Den Besuchern wurde hier die Möglichkeit geboten, erstmalig den neuen Elektrostromer i3 in voller Fahrt zu erleben. •

ast 900 PS Systemleistung katapultieren das Geschoss in unter drei Sekunden auf 100 km/h, Schluss ist erst bei Tempo 345. Neben einem 4,6-Liter-V8Motor mit 608 PS verfügt der 918 Spyder über eine Elektromaschine mit 85 Watt an der Vorderachse, sowie ein mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verschraubtes Hybridmodul (Leistung 115 kW) an der Hinterachse. Eine Beschleunigung in 2,8 Sekunden von null auf 100 km/h ist damit genauso möglich wie ein Normverbrauch zwischen 3,0 und 3,4 l/100 km. Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 6,8 Kilowattstunden und

kann über das Plug-in-Ladesystem an der Steckdose aufgeladen werden.

Spyder pulverisiert Rundenrekord

Der 887-PS-starke Supersportwagen mit Straßenzulassung hat erst vor kurzem die knapp 21 Kilometer lange Runde um die Nürburgring-Nordschleife in neuer Rekordzeit absolviert: Mit exakt sechs Minuten und 57 Sekunden unterbot der neue 918 Spyder den bisherigen Rekord um 14 Sekunden. Bittere Pille für Interessenten: Wer einen der auf 918 limitierten Spyder-Einheiten haben will, muss zuvor 760.000 Euro hinblättern. Mit der Auslieferung des neuen Supersportlers kann dann bereits Anfang 2014 gerechnet werden.

Der weitgehend aus Carbon gefertigte Zweisitzer stellt das potenzial des zukunftsweisenden plug-inHybridkonzeptes aus Zuffenhausen eindrucksvoll unter beweis.

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Oberklasse

Der Mercedes-Benz S 500 Plug-in-Hybrid ist die erste Oberklasse-Limousine, die sich Drei-Liter-Auto nennen darf.

Luxuriöser Umweltstar

Konzern-Flaggschiff im Rampenlicht Die Mercedes S-Klasse gibt es nun auch als Dreiliter-Auto: Die S 500 Plug-in-Hybrid-Variante sorgte auf der IAA für Aufsehen. Von Walter Mair

Vier Hybrid-Modi

Für den Fahrer stehen vier HybridModi per Tastendruck zur Verfügung

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IAA // 2013

(Hybrid-, E-Modus, E-Save-Modus und Charge-Modus). Die neue S-Klasse ermittelt mittels „Comand Online“ sogar den Streckenverlauf (Steigungen, Gefälle, Kurven oder Tempolimits) der nächsten acht Kilometer. Mit der Markteinführung des noblen Schwaben ist Anfang 2014 zu rechnen, ein Preis für den Mercedes 5 500 Plug-in-Hybrid steht derzeit noch nicht fest. •

Lexus GS 300h

Seine Europapremiere feierte der neue hocheffiziente Vollhybrid Lexus GS 300h. Die mit einem 2,5-Liter-Benzinmotor ausgestattete Premium-Limousine kombiniert niedrige Emissionen und geringen Spritkonsum mit höchstem Komfort und luxuriöser Ausstattung.

Quattroporte mit Diesel

Der Maserati Quattroporte ist zum Jahresende auch als Selbstzünder-Variante erhältlich. Der Dreiliter-Sechszylinder-Turbodiesel leistet 202 kW/275 PS und offeriert ein Drehmoment von 600 Newtonmetern. Damit spurtet der elegante Dreizack mittels Achtgang-Automatik in 6,4 Sekunden auf 100 km/h und erledigt seinen Vortrieb bei Tempo 250. Und: Zwei Sound-Generatoren werden bei der Diesel-Variante den typischen Maserati-Klang nicht vermissen lassen.

Fotos: Werk (2), Gerhard Berger (3)

S

-Klasse und Dreiliter-Auto? Die scheinbar unmögliche Kombination haben die Stuttgarter jetzt mit ihrem dritten Hybrid umgesetzt. Der S 500 Plug-in-Hybrid verfügt über ein 245 kW/333 PS starkes 3,0-Liter-V6-Aggregat, das von einem 80 Kilowatt (109 PS) starken Elektromotor unterstützt wird. Mit Hilfe der elektrischen Synchronmaschine kann die S-Klasse so bis zirka 30 Kilometer weit rein elektrisch fahren. In Summe bringt es der Plug-in-Hybrid auf einen Verbrauch von nur drei Litern Sprit pro 100 Kilometer, was einem Emissionswert von nur 69 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Damit erreicht die neue SKlasse einen noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehaltenen Verbrauchsbestwert für Luxuslimousinen.


Beeindruckt mit stilvoller Eleganz und zahlreichen neuen Technologien: BMW 5er-Reihe.

business-limousine aus ingolstadt

Von der Leichtigkeit des Seins

Die renovierte Variante der Oberklasse-Limousine hat erneut abgespeckt. Der neue Audi A8 fährt jetzt mit einer Fülle an Highend-Features vor.

E

ine der herausragenden Stärken der modifizierten Limousine ist ihr geringes Gewicht: Mit dem normalen Radstand wiegt das A8-Flaggschiff 3.0 TFSI quattro leer gerade mal 1.830 Kilogramm. Der entscheidende Leichtbau-Faktor ist die Karosserie, die mit Ausnahme der

B-Säulen vollständig aus Aluminium gefertigt ist. Darüber hinaus verfügt der noble Ingolstädter mit 5,14 Metern Länge, 2,99 Metern Radstand, 1,95 Metern Breite und 1,46 Metern Höhe den sportlichsten Auftritt im Wettbewerb. In der gestreckten A8 L-Variante kommen bei Radstand und Länge jeweils 13 Zentimeter dazu.

Mehr Leistung

Audi stellte in Frankfurt erstmals sein renoviertes A8-Flaggschiff vor.

Neben den Modellen S8, A8 L W12 quattro und A8 Hybrid wird der neue Audi A8 mit zwei TFSI-Benzinmotoren und zwei TDI-Aggregaten angeboten. Optional können auch die Scheinwerfer in der Matrix LED-Technologie geliefert werden. Der neue Audi A8 startet im Spätherbst ab rund 86.000 Euro. •

Frischer Schwung

Der BMW 5er, weltweiter Bestseller im Premium-Segment der oberen Mittelklasse, will seinen Erfolgskurs mit einem detailliert modifizierten Design, einer Erweiterung der Motorenauswahl und zahlreichen Innovationen von BMW ConnectedDrive fortsetzen. Als neues Einstiegsmodell wird der BMW 518d angeboten. Sein Vierzylinder-TwinPowerTurbo-Diesel leistet 105 kW/143 PS, der sowohl für die Limousine als auch für den neuen 5er Touring erhältlich ist. Die Auswahl der allradgetriebenen Modelle wird um den BMW 520d xDrive ergänzt. Dem ebenso luxuriösen wie variablen 5er GT verhilft die Neugestaltung seines Hecks nicht nur zu besonderer Eleganz in der Linienführung, sondern auch zu einem um 60 Liter erweiterten Gepäckraum.

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SUV Der neue Mercedes GLA übernimmt das schneidige Design der A-Klasse.

Mercedes – SUV im Kompaktsegment

Motor: Vierzylinder CR-Diesel Hubraum: 2.143 ccm Leistung: 100 kW, 136 PS Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe, wahlweise DoppelkupplungsAutomatik 7G-DCT Drehmoment: 300 Nm Verbrauch: 4,3 Liter/100 km Masse (L/B/H): 4.417/1.804/ 1.494 mm Laderaum: 421–836 Liter Preis: n.b., erhältlich ab Beginn 2014

Viermal Allrad war noch lange nicht genug: Mit dem auf der IAA vorgestellten Mercedes GLA auf Basis der A-Klasse sind die Stuttgarter Premium-Hersteller nun in jeder Fahrzeugkategorie mit einem SUV vertreten. Von Klaus Erler

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in Transportkaiser ist der GLA bei seiner Länge von 4,42 Metern naturgemäß nicht, auch das Kofferraumvolumen mit 421 bis 836 Liter eignet sich eher für zwei als für eine ganze Familie. Trotzdem ist die geglückte Optik nicht der einzige Pluspunkt des Mercedes GLA: Die Lehnen der Rücksitze lassen sich wahlweise komplett umlegen oder in der Neigung verstellen, ein Unterfahrschutz ist ebenso erhältlich wie Seitenschweller.

Mit dem neuen GLA schließt Mercedes die letzte Lücke in seinem SUVAngebot.

Allrad gegen Aufpreis

Der Innenraum kann (und will) die Verwandtschaft zur A-Klasse nicht

Hochbeinige Katze

verbergen. Die verfügbaren Motoren sind alte Bekannte: Zum Start Ende 2013 kommt der GLA mit Benzinund Dieselmotoren, wobei die wichtigsten Motoren der 200 CDI mit 136 PS und der 220 CDI mit 170 PS sein dürften. Wahlweise kann der GLA mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit einer DoppelkupplungsAutomatik mit sieben Gängen bestellt werden. Den Allradantrieb gibt es – für einen SUV etwas befremdlich, aber ganz im Trend der Zeit – nur für die stärkeren Aggregate und gegen Aufpreis. Die Preise sind mercedestypisch selbstbewusst. •

Als weitere Konzeptstudie zeigt der Jaguar C-X17, wie die britische Nobelmarke im SUV-Segment mitmischen will: Mit einem Auto, das den Praxisnutzen eines SUVs mit dem Fahrerlebnis eines Sportwagens verbindet. Dass dabei typischer Jaguar-Luxus nicht zu kurz kommen darf, versteht sich von selbst.

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IAA // 2013

Fotos: Werk (2), Gerhard Berger (1), Grafik: Monika Cichon

Mercedes GLA 200 CDI

A-Klasse auf allen Vieren


ErStEr SUV MIt DIESEL-HYbrIDANtrIEb

Mit Strom ins gelände

Für seine Modelle Range Rover und Range Rover Sport bietet der britische SUV­Pionier einen neu entwickelten Diesel­Hybridantrieb an, der ab Frühjahr 2014 erhältlich sein soll.

Bullenkraft und Spatzendurst

Über eine Achtgangsautomatik wird die enorme Kraft des Hybrid-Antriebs an alle vier Räder weitergeleitet, dabei soll der Range Rover nicht mehr als 6,4 Liter Diesel verbrauchen. Beinahe

unglaublich sind auch die anderen Daten des britischen HybridSUVs: Von null auf 100 vergehen nur 7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt bis zu 225 km/h. Ebenfalls neu auf der IAA: der optisch und technisch überarbeitete Range Rover Discovery mit neuen Motoren, Acht-Stufen-Automatikgetriebe von ZF und neuem Gesicht: In England ist dieser Geheimtipp aller Offroad-Fahrer ab November 2013 erhältlich.

Mercedes-Chef Dieter Zetsche über das automatische Zukunftsauto: „Meine persönliche Einschätzung: Noch in dieser Dekade werden wir in einem Mercedes autonom fahren können.“

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Der neue range rover Sport

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Mit dem neuen Range Rover Sport setzt die Marke Land Rover völlig neue Maßstäbe.

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ür geballte Kraft auch im Gelände sorgt ein Dreiliter-V6Turbodiesel (292 PS), der mit einem 48 PS starken Elektromotor kombiniert wird. Das derart erzielbare maximale Drehmoment von 700 Nm müsste reichen, um den steilsten Berg im Eiltempo zu erklimmen.


Der BMW x5 geht in seine nächste generation

Bayer der X-traklasse

Auf der IAA wurde der BMW X5 in seiner dritten Modellgeneration präsentiert. Optisch nur behutsam verändert, gibt es wichtige Änderungen bei den Motoren und der Ausstattung. Von Klaus Erler

Neuer BMW in altbekannter Größe: der stattliche X5 in seiner dritten Generation

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icht nur optisch, auch bei den Abmessungen bleibt sich der neue BMW X5 treu: Radstand und Abmessungen wurden nur unwesentlich verändert, dafür konnte das Gewicht um knapp 100 Kilo gesenkt werden. Das neue Frontdesign erinnert

an den ebenfalls auf der IAA präsentierten Facelift5er. Die Heckbeleuchtung wurde an die Optik des X3 angepasst. Passagiere sitzen im neuen X5 höher, die Rücksitzlehne bietet mehr Variabilität und das Kofferraum-Volumen steigt auf 650 bis 1.870 Liter. Für die große Familie lässt sich

eine dritte Sitzreihe im Fahrzeugfond bestellen.

Neuer Basisdiesel

Zur Markeinführung kommt der X5 mit drei Motoren, am meisten nachgefragt wird vorerst wohl der Dreiliter-Sechszylinder mit 258 PS und 560 Nm werden. Ende des Jahres gibt es

dann ein neues Basistriebwerk – einen Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 218 PS. Erstmals ist der X5 auch als 2WD mit reinem Hinterradantrieb erhältlich. Ein Fahrerlebnisschalter ist serienmäßig, aufpreispflichtig sind unter anderem das adaptive Fahrwerk und die Aktivlenkung. Neu sind auch viele As­s­istenz­systeme: Das Head-­ up-Display zeigt mehr Infor­ mationen an, das Nachtsichtsystem erkennt jetzt Tiere, der adaptive Tempomat wird durch eine Stop&Gound eine Staufolgefunktion aufgewertet. Verkaufsstart ist der November 2013, die billigste Möglichkeit, einen X5 zu fahren, ist der Ende des Jahres erhältliche BMW X5 sDrive25d mit Hinter­ radantrieb. •

Kia Soul: Der Stadtindianer

Auf der IAA war erstmals die zweite Generation des Kia Soul zu sehen. Die Verwandtschaft zum Vorgänger ist zwar deutlich erkennbar, technisch wurde der Soul jedoch komplett überarbeitet. Ein Allradantrieb ist für das UUV – „Urban Utility Vehicle“ – nicht in Sicht und wohl auch nicht notwendig. Die Markteinführung ist für Anfang 2014 geplant.

Dacia Duster Facelift: Rumänisch kraxeln

Dacia erneuerte die Optik des Duster markant in Richtung Offroad. Die Frontpartie des kleinen SUV wurde ebenso modifiziert wie die Bereifung mit 16-Zoll-Leichtmetallrädern.

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IAA // 2013

Ab jetzt gibt es den Skoda Yeti in zwei Varianten: Die City-Version verzichtet auf technische Spielereien, die Outdoor-Version weist mit schwarzer Beplankung klar in Richtung Abenteuer. Insgesamt sieben Diesel- oder Benzinmotoren sind bestellbar, der Allradantrieb mit Haldex-Kupplung ist als Option erhältlich. Lieferbar ist der neue Yeti Ende 2013.

Fotos: Gerhard Berger (4)

Skoda Yeti Facelift: Variantenreich


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Erdgasfahrzeuge sind für nur 4 Euro pro 100 km sehr sparsam und um rund 50 % günstiger unterwegs!

Erdgas im Auto

Mit Erdgas die halben Treibstoffkosten sparen! Erdgasfahrzeuge überzeugen durch niedrige Treibstoffkosten sowie hohe Umweltfreundlichkeit.

I

m Jahr 2013 erhöht die TIGAS die Förderung für Erdgasfahrzeuge auf 1.310 Euro: Förderungsvoraussetzungen sind die erstmalige Zulassung des Fahrzeugs nach dem 1. 1. 2005, die Anmeldung in Nordtirol und das Anbringen des Aufklebers für zwei Jahre.

Eine saubere Sache: sparsam & feinstaubfrei

Erdgasfahrzeuge verursachen keine Feinstaub- und

Rußpartikel-Emissionen. Ein Erdgasauto kostet in der Anschaffung etwa so viel wie ein vergleichbares Dieselfahrzeug. Erdgasfahrzeuge sind allerdings um rund 50 Prozent günstiger unterwegs! Der Betrieb eines Erdgasfahrzeuges ist ebenso sicher wie der von Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Zudem ist das Parken von Erdgasfahrzeugen in Tiefgaragen und Parkhäusern problemlos möglich.

Immer mehr renommierte Autohersteller wie Fiat, Volkswagen, Opel, Seat, Skoda und Mercedes Benz produzieren Erdgasmodelle, die sich durch starke Motoren, ausgereifte Technik und hohen Fahrkomfort auszeichnen.

Eine Erdgastankstelle ist immer in Ihrer Nähe

Um der steigenden Nachfrage zu entsprechen, hat die TIGAS vergangenen Monat

die 26. Erdgastankstelle in Tirol eröffnet. Alleine in Innsbruck gibt es nun fünf Erdgastankstellen. Auch in den anderen Bundesländern und im benachbarten Ausland besteht ein gutes Erdgastankstellennetz. •

Nähere Infos

Serviceline 0800 / 828 829 oder auf www.tigas.at


pArADIESVögEL Der bMw i8 ist der moderne Enkel des Kult-Sportwagens BMW M1 aus den Siebzigerjahren.

Sport UND StroM : KEIN wIDErSprUCH

bMw i8: in 2,5 auf 100

Ob der i8 der „progressivste Sportwagen unserer Zeit“ wird, wie BMW behauptet, muss jeder für sich selbst entscheiden: Mit Flügeltüren, einem der derzeit modernsten Antriebe und einem sensationellen Verbrauch hat er in jedem Fall das Zeug dazu. Von Klaus Erler

renault Initiale: Der neue Espace

gegenläufig öffnende türen, elektrische trittstufen, parkettboden innen, Startmelodie: Der Renault Initiale nimmt den nächsten Renault Espace vorweg. Hausmannskost ist hier nur der Motor: ein Vierzylinder-Diesel mit 130 PS.

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Norbert reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, zum ElektroautoSchwerpunkt der Marke: „Gemeinsam mit meinen Kollegen zeige ich Ihnen, wie wir das Tor zur Zukunft aufstoßen.“

besitzt er eine Systemleistung von 362 PS. Mit 570 Nm beschleunigt er in rund 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und schafft dann locker Tempo 250.

Schnell ohne Benzin

Durch die vorne und hinten montierten Motoren und die mittig angeordneten Batterien bringt der BMW zudem beste Voraussetzungen für eine optimale Straßenlage mit. Das Schalten übernimmt eine Sechsgang-Automatik, die

Subaru: traktion mit Zukunft

Subaru präsentierte auf der IAA den wrx Concept. Er zündet erstmals in Europa die nächste Evolutionsstufe der Rallye-Legende Subaru WRX mit runderneuerter Optik.

mit dem E-Antrieb bestens zusammenarbeitet. Dieser E-Antrieb ist es auch, der den i8 dann endgültig einzigartig macht: Rein elektrisch schafft er Tempo 120 und muss erst nach 35 Kilometern an die Steckdose. Dort laden sich seine Lithium-Ionen-Batterien in weniger als drei Stunden wieder auf. Wird der i8 im Kombibetrieb mit dem Benzinmotor bewegt, erhöht sich der Ladezustand der Batterie automatisch während der Fahrt. •

Lexus LF-Nx: Scharf auf Neukunden

Die SUV-Studie Lexus LF-Nx sollte zeigen, wie die Nobelmarke aus dem Hause toyota in Zukunft Neukunden beeindrucken will. Die Technik wird vom aktuellen Toyota RAV4 übernommen und mit einem Hybridantrieb kombiniert.

Fotos: Werk (1), Gerhard BerGer (5), klaus erler (1), GraFik: monika CiChon

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ein Gewicht ist mit 1490 Kilo für einen Sportwagen mit zwei Motoren konkurrenzlos niedrig und sein Verbrauch kann mit nur 2,5 Litern auf 100 Kilometer als zukunftsweisend bezeichnet werden: Der Plug-inHybridsportwagen BMW i8 macht schon als Prototyp klar, dass er nicht einfach ein weiterer schneller BMW sein will. Angetrieben von einem Elektromotor und einem neu entwickelten Dreizylinder-Benziner


Vorschau auf den nächsten Ford S-Max

Schöner laden Geht es nach der aktuellen Stu­ die S-Max Concept, dann wird der Ford S-Max auch in Zukunft bleiben, was er bisher war: Der wohl fescheste aller Vans.

D

ie zweite Generation des Ford S-Max soll bereits 2014 bei den Händlern stehen. Ford zeigt auf der IAA mit dem S-Max Concept schon jetzt, was zukünftige Käufer erwartet: eine noch weiter geschärfte Optik mit flacherer Frontscheibe, dazu jede Menge technologische Neuheiten: Dazu zählen drahtloses Internet im Innenraum des Van, Docking-Stationen für Tablet-PCs und ein fähiger Einpark-Assistent, der beim Ausparken vor dem Querverkehr warnt. Auch eine „Car-to-Car“-Kommunikation ist mit an Bord: Sie tauscht

Audi Sport Quattro Concept: Wahnsinn auf allen Vieren

Auf der IAA präsentierte Audi mit dem Sport Quattro Concept ein Auto der Superlative mit 700 PS, Allradantrieb und Plugin-Hybrid. 2016 soll er erhältlich sein.

sich mit anderen Fahrzeugen über Gefahrensituationen und Staus aus. Weniger realitätsnah ist wohl der EKGSitz, der den Pulsschlag des Fahrers kontrolliert und bei gefährlichen Abweichungen ärztliche Hilfe alarmiert. Dass dieses On-Board-Gesundheitssystem auch die Überwachung des Blutzuckerspiegels ermöglichen soll, verwundert dann schon nicht mehr. Angetrieben wird der Ford S-Max Concept unter anderem vom neuesten Downsize-1,5Liter-EcoBoost-Motor mit rund 140 PS. •

Volvo: Concept Coupé

Das Concept Coupé nimmt die Optik zukünftiger Volvos vorweg: Schmale Lichtschlitze, großer Kühler, viel Chrom. Nordische Kühle wird hier richtig heiß!

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„Super Séb“ startet durch

Citroën-werksfahrer Sébastien Loeb präsentierte am Stand seines Arbeitgebers den zukünftigen WTCC-Renner C-Elisée und beantwortete geduldig die Fragen von unzähligen Journalisten.

bärtiger porsche-Fan Der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen lukriert seine Kunden nicht nur aus der Vorstandsetage. Bei Porsche wurde auch wuscheligen Bartträgern gerne Auskunft erteilt.

„Mir geht es gut!“

Mit diesem Satz begegnete der Aufsichtsratsvorsitzende des Volkswagenkonzerns Ferdinand piech Gerüchten, dass sein Gesundheitszustand einen baldigen Rücktritt nahelegen würde.

AUtoMobILE proMIS

IAA-gesichter Lambo-boss Stephan winkelmann höchstpersönlich präsentierte den gallardo Lp 570-4 Squadra Corse, der in limitierter Auflage zum preis von 191.100 Euro plus Mehrwertsteuer angeboten wird. Der Name Squadra Corse nimmt auf die kürzlich gegründete Motorsportabteilung von Lamborghini Bezug: Diese präsentiert in Europa, Asien und Amerika unter anderem den Lamborghini Blancpain Super Trofeo. Hier liefern sich Gentleman Driver auf anspruchsvollen Strecken leidenschaftliche Wettkämpfe.

Schöner Aufputz

wer wurde hier in Szene gesetzt? Sie sollten eigentlich nur Blickfang sein, und nicht den Autos die Schau stehlen. Wie auch immer: Eine Vielzahl hübscher Models lächelten – wie hier am Skoda Stand – charmant um die Wette.

DrEI IM EINSAtZ: DAS tArgEt groUp tEAM rECHErCHIErtE AUF DEr IAA 2013 walter Mair

gerhard berger

Klaus Erler

IMprESSUM Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: TARGET GROUP Publishing GmbH • redaktion: Mag. Klaus Erler, Walter Mair grafik: Thomas Bucher, Tanja Mintscheff • Fotos: Gerhard Berger • Anschrift für alle: Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, office@target-group.at, Tel. +43 (0)512 / 58 60 20, Fax +43 (0)512 / 58 60 20-2820 • Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

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IAA // 2013

Fotos: Gerhard BerGer (7); GraFik: monika CiChon

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IAA Magazin 2013