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11/2012

F端r Lebenswerk ausgezeichnet V

ergangenen Dienstag wurde ZisterzienserPater August Janisch f端r sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der ehemalige Pfarrer von Hartberg war Opfer des Briefbombenanschlages durch Franz Fuchs im Dezember 1993, trat nach einem Sabbatjahr 2001 in das Stift Rein als Novize ein und legte 2005 legte die Profess ab. Sein ganzes Engagement gilt neben der Seelsorge den Ausstellungen und den Renovierungsarbeiten in der Stiftsbasilika. Die Auszeichnung nahm LH-Vize Hermann zz Sch端tzenh旦fer vor.

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Aus dem Bezirk

Aus für Papierfabrik – 100

Liebe Leserinnen und Leser! Die Papierfabrik Hamburger wird im April 2013 in Frohnleiten geschlossen. Überkapazitäten und eine verschärfte Wettbewerbssituation sollen laut Geschäftsleitung schuld daran sein. Soweit die eine Seite der Medaille. Bei dieser Schließung verlieren rund 100 Mitarbeiter ihre Arbeit. Das ist die andere Seite. Natürlich wird es einen Sozialplan geben und natürlich leben wir in einem Sozialstaat mit Auffangnetzen. Trotzdem kann sich jeder in die Situation dieser Menschen versetzen. Vor allen für die Älteren ist es schlimm, von einem Tag auf den anderen ohne Arbeit dazustehen, mit dem Wissen, dass man plötzlich zum schwer vermittelbaren „alten Eisen“ gehört. Sozialplan hin oder her. Jeder dieser Menschen hat Lebensund Zukunftspläne auf der Basis eines gesicherten Einkommens erstellt. Pläne, die nun hinterfragt und hintangestellt werden müssen. Wir leben ja noch in einem relativ gelobten Land. Aber man hat das Gefühl, dass sich die Spirale immer weiter nach unten dreht. Die Zeiten werden kälter und ein rauer Wind weht uns entgegen. Politik und Wirtschaft wären gut beraten dem Rechnung zu tragen. Wenn den Menschen ihre Lebensbasis aufgrund von Gewinnmaximierung großer Konzerne entzogen wird, kann die Unzufriedenheit plötzlich gefährliche Früchte tragen. Das klingt sozialromantisch, doch die Vergangenheit lehrt uns auf solche Signale zu achten.

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iobsbotschaft für die Beschäftigten der Papierfabrik Frohnleiten. Die 2010 vom Hamburger-Konzern des Industriellen und Ex-FPÖPolitikers Thomas Prinzhorn übernommene Fabrik wird im April 2013 stillgelegt, die erste Papiermaschine steht bereits. Der Grund: Überkapazitäten am Markt, verschärfter internationaler Wettbewerb und Verluste von 2,5 Millionen Euro seit Oktober 2011. In der Gerüchteküche brodelte es schon seit einiger Zeit, doch dass es so schlimm kommen würde, damit hat niemand gerechnet. „Wir haben befürchtet, dass für ein halbes Jahr die PM 1 abgestellt wird“, hören wir in der Nachtschicht. Doch als in der Betriebsversammlung Cord Prinzhorn, Finanzvorstand der Prinzhorn Holding, und Harald Ganster, Managing Director der W.Hamburger GmbH, das endgültige Aus für das Werke verkünden, herrscht Betroffenheit und vorerst beängstigende Stille. Wie ein brutaler Hammerschlag treffen die 101 Mitarbeiter des Werkes die Worte der Konzernspitze. Die Ankündigung eines Sozialplanes und die Errichtung einer Arbeitsstif-

Vor 125 Jahren legte Carl Schweizer mit dem Kauf der Stengerschen Maschinen-, den heutigen Standort. Noch im Sommer 2012 beging man das 125-Jahr-Jubiläum.

tung sind im ersten Moment Nebensache. Die Gedanken kreisen um die Zukunft, wie finanziere ich das auf Kredit gebaute Haus fertig, wie zahle ich die Schulausbildung meiner Kinder weiter, was sage ich heute zuhause?

Fehlende Aufträge

Hauptgrund für die Entscheidung sei die verschärfte Wettbewerbssituation, bedingt durch nachhaltige Überkapazitäten auf den europäi-

Ihr

Wolfgang Kasic Herausgeber

zz

Der Nachtschicht nach der Betriebsversammlung war nicht wirklich zum Scherzen aufgelegt, es war so etwas wie Galgenhumor, der sich breit machte. Wie geht es bloss weiter, war das Thema jeder Gesprächsrunde. Foto: W.K.

schen Märkten, der die Fabrik in Frohnleiten nicht mehr gewachsen war. Allein in Großbritannien und Polen gehen innerhalb der nächsten Monate zwei neue Papiermaschinen mit einer Gesamtkapazität von 900.000 Tonnen und einer Arbeitsbreite von 7,5 Meter in Betrieb. Frohnleiten mit 170.000 Jahrestonnen und nur 2,5 Meter Arbeitsbreite konnte nicht mehr mit – 2,5 Millionen minus in zwölf Monaten ließ den Konzern den Schlüssel umdrehen. Gleichzeitig versicherte man, alles unternommen zu haben, um die Papierfabrik durch Synergien mit dem Werk im niederösterreichischen Pitten sowie durch Reorganisation aus der Verlustzone zu führen. Man sei aber „nicht innovativ genug gewesen“, sagt Prinzhorn. Überlegungen, den Betrieb mit nur einer Maschine weiterzuführen, waren nicht zielführend. Und auch ein Verkauf sei derzeit unmöglich. Die Maschinen wolle man am Sekundärmarkt verkaufen, was mit dem über zehn Hektar großen Areal passiere sei noch völlig offen.

Sozialplan mit Arbeitsstiftung

Mit dem Betriebsrat soll es in den nächsten Tagen erste


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Aus dem Bezirk

Jobs weg

1887 Gründung des Betriebes durch die Familie Schweizer 1974 Übernahme durch Leykam 1984 Übernahme durch Bauernfeind 2004 Übernahme durch Mondi Packaging 2010 Übernahme durch Hamburger Containerboard Mitarbeiter derzeit: 78 Arbeiter 21 Angestellte 2 Lehrlinge

Papier- und Kartonfabrik den Grundstein für

Foto: KK

Gespräche über einen Sozialplan und eine einzurichtende Arbeitsstiftung geben. Ein Großteil der Mitarbeiter sei nämlich in einem Alter, in dem eine neue Arbeitsstelle schwer zu finden sei. „Wir haben uns sofort österreichweit verschiedene Modelle angesehen, um das Bestmögliche für unsere Kollegen zu erreichen“, setzt Arbeiterbetriebsrats-Vorsitzender Thomas Schwindsackl auf faire Verhandlungen.

Hoher Konzerngewinn

Die Entscheidung von Prinzhorn passiert vor dem Hintergrund durchaus respektabler wirtschaft-

licher Daten. Denn der Konzerngewinn kann sich sehen lassen. Im Vorjahr setzte man laut Firmenbuch mit 352 Mitarbeitern 286 Millionen Euro um, das EGT – Ergebnis der gewöhnlicher Geschäftstätigkeit betrug 19,7 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn der im Eigentum einer Familienstiftung stehenden Prinzhorn Holding betrug sogar 151 Millionen Euro.

Kraftwerk wird gebaut

Die Schließung des Werkes habe mit dem geplanten Kraftwerksbau nichts zu tun, an diesem wolle man festhalten, betonte Prinzhorn. Allerdings in einer abgespeckten Variante mit 35 Gigawatt Leistung, da MM Karton für eine Großvariante mit 47,5 GW nicht zu haben war. Sogar ein diesbezüglicher kürzlich stattgefundener Schlichtungstermin mit Landesrat Johann Seitinger scheiterte. Derzeit laufe die Ausschreibung, sollte es zum Bau kommen, könnten die Turbinen 2015 anlaufen. W.K. zz

Thomas Schwindsackl um Mitternacht in seinem Büro. Er kennt den Berieb seit fast 15 Jahren, seit 2008 auch als Betriebsrats-Chef. Foto: W.K.

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Waldstein: Statt 30er-Beschränkung Zebrastreifen entfernt F assungslos ist man in Deutschfeistritz über eine Anordnung der BH Graz-Umgebung. Statt die gewünschten 30 Km/h vor der Volksschule Waldstein zum Schutz der Kinder zu verordnen lässt die Behörde sogar den bestehenden Schutzweg entfernen. Begründung: Die Autofahrer seien zu schnell unterwegs, ausserdem benützen „nur“ sechs Kinder den Zebrastreifen. Was ist der Behörde ein Menschenleben wert?

Eigentlich nimmt man an, dass ein Schutzweg dazu diene, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Tut er auch, vorausgesetzt die Autofahrer halten sich an die Geschwindigkeit. Sind sie aber zu schnell unterwegs verschwindet der Zebrastreifen. Denn die Schutzwegrichtlinie besagt, dass die V85 –das ist jene Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer nicht überschritten wird – nur 60km/h betragen darf. In Waldstein rasten die Autofahrer aber mit 63 beziehungsweise 64 km/h durch die Gegend – deswegen wollte man ja die 30erBeschränkung. Doch die BH beruft sich auf die Richtlinie und läßt den Schutzweg entfernen. Die unglaubliche Begründung: Fährt man schneller als 60 km/h sinke die Bereitschaft stehenzubleiben, ausserdem steige die Tötungsrate überproportional an. Und

ausserdem benützen sowieso nur sechs Schüler pro Tag den Schutzweg. „Aufgrund des vorliegenden Sachverhaltes ist der Schutzweg als gefährlich einzustufen und gehöre daher entfernt!“, liest sich das im Amtsvermerk der Bezirkshauptmannschaft.

Nacht- und Nebel-Aktion

Statt des Schutzweges und der 30er-Beschränkung schlägt die BH das Anrbingen von Randlinien zur optischen Einengung sowie das Anbringen von Verkehrszeichen mit Hinweis auf die Schule und ein paar Bodenmarkierungen vor. Eltern und Gemeindevertreter sind entsetzt. „Trotz heftigen Protestes wurde der Zebra-Streifen in einer Nacht- und Nebel-Aktion entfernt. Wir sind schockiert, dass dies passiert ist, hoffen aber, dass das Land sein Versprechen hält, Maßnahmen für die Sicherheit in diesem Bereich zu setzen“, versteht VP-Bgm. Michael Viertler die Welt nicht mehr. In einer ersten Reaktion hat er alle Kinder, die mit dem Zug zur Schule fahren, mit Warnwesten ausgestattet. Als Gemeindeführung werde man alles unternehmen, um diesen Gemeindeabschnitt sicherer zu machen. zz


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Aus dem Bezirk

Durchbruch: Sappi-Fernwärme für Gratwein

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ach vielen Gesprächen seit dem Frühjahr vergangenen Jahres ist es nun fix: Ab Herbst 2013 werden das Gemeindeamt sowie das gesamte Schulzentrum einschließlich Kindergärten, Musikheim, Feuerwehr, Wirtschaftshof und Jugendzentrum ClickIn mit Sappi-Fernwärme versorgt. Gratweins SP-Bgm. Gerald Murlasits kann aufatmen. Nach vielen Gesprächen wurde ein

Durchbruch erzielt und ist schon im nächsten Jahr mit der Fernwärme-Lieferung zu rechnen. Mit den beiden Geschäftsführern der Wärme Graz Nord WGN wurde vereinbart, dass das Projekt in den kommenden Tagen eingereicht wird. Ein Baubeginn der Leitungen von Gratkorn nach Gratwein ist für das Frühjahr 2013 geplant, die Inbetriebnahme, also somit die Wärmelieferung ist für den Spätherbst 2013 vorgesehen. Die Gemeinde habe somit ihre „Haus-

aufgaben“ gemacht, und nach der gesamten thermischen Sanierung der neuen Mittelschule, die nächstes Jahr abgeschlossen wird, nun auch mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der WGN ein weiteres sehr umweltbewusstes Vorhaben in Angriff genommen“, so Murlasits. Parallel dazu gibt es auch Gespräche zwischen der WGN und der Siedlungsgenossenschaft ennstal. Hier sollen die Wohnhäuser im

Bereich Kreuzstraße, Siedlungsstraße und Anna Köck-Straße mit sappi-Fernwärme versorgt werden. Zusätzlich sind noch geplant, das Betreute Wohnen sowie die „neue“ Siedlung in der Anna Köck-Straße ebenfalls an das Fernwärmenetz anzuschließen. Interessenten an einem Fernwärme-Anschluss können sich direkt mit der WGN unter 0664 4633040 oder unter bl@waermegraznord. at in Verbindung setzen. zz

Vollwärmeschutz für Neue Mittelschule R und 600.000 Euro wird Gratwein gemeinsam mit den eingeschulten Gemeinden in die thermische Sanierung für die Neue Mittelschule im nächsten Jahr investieren. Darauf haben sich die Gemeindevertreter in der jüngsten Schulausschuss-Sitzung, vorbehaltlich der Gemeinderatsbeschlüsse in den jeweiligen Gemeinden, geeinigt.

Der Vollwärmeschutz ist die größte finanzielle Investition in der Geschichte des 1976 eröffneten Schulgebäudes. Gleichzeitig wird der zweite Teil der Dachsanierung sowie der Austausch der gesamten 36 Jahre alten Fenster erfolgen. Damit setzen die Gemeinden die im heurigen Jahr begonnenen thermischen zz Sanierungsarbeiten fort.

Zufriedene Gesichter

Kürzlich wurden in Gratwein zehn Wohneinheiten, davon acht kleinere und zwei große, als Betreutes Wohn-Projekt an die Mieter, ausschließlich Frauen, übergeben. Errichtet wurde das Haus von der Siedlungsgenossenschaft ennstal, für die Architektur ist DI Schwarzl verantwortlich.

Foto: KK


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Aus dem Bezirk

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Preise für Ortsbildschutz verliehen

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anz im Zeichen des Ortsbildes stand der vom Steirischen Volksbildungswerk ausgerichtete Wettbewerb „Zukunftsgemeinde Steiermark“. Auf den Stockerlplätzen die Gemeinden Deutschfeistritz und Frohnleiten sowie Pater August Janisch vom Stift Rein und DI Gernot Axmann aus Judendorf.

Der Wettbewerb ist der größte Gemeindewettbewerb des Landes, was auch durch 168 Einreichungen eindrucksvoll unterstrichen wird. Umso erfreulicher, dass zwei Vorzeigegemeinden aus Graz-Umgebung auf ihre Leistungen nun noch stolzer sein können. So wurde Frohnleiten von einer unabhängigen Fachjury in der Kategorie „Ortsbild als Lebensraum“ auf den ersten Platz gereiht. Der Grund: Der Gemeinde sei es gelungen, das Ortszentrum mit den anein-

die Ortserneuerung in der Steiermark auf und leitete bis 2005 das Revitalisierungsprogramm des Landes. In seiner Pension ist er trotz Erkrankung noch aktiv für den Ortsbildschutz unterwegs.

Die Silhouette von Frohnleiten beeindruckte die Jury.

andergereihten Gebäudefassaden entlang der Mur in seiner baulichen Identität und Einzigartigkeit zu erhalten und als Mittelpunkt der Begegnung weiter zu entwickeln. Beispielhaft wurden als städtebauliche Juwele die Wehrmauer, der Tabor, das Kurhaus, das Bezirksgericht als ehemaliges Rathaus sowie der Marktplatz von der Jury angeführt.

Fotos (2): KK

Auf dem dritten Platz in der Kategorie „Ortsbild als Tourismusmagnet“ landete Deutschfeistritz für sein Engagement, das Sensenwerk als gewachsene Bausubstanz zu erhalten und Basis für Qualitätstourismus zu sein. Dank der ehrenamtlichen Arbeit des Kulturvereines konnte die 1984 stillgelegte Werksanlage erhalten werden. Das Prinzip „Neues Leben in alten Mauern“ werde durch einen Museumsbetrieb und ein umfassendes Kulturprogramm in vorbildlicher Weise gelebt. Die Kosten für die Erhaltung werden durch die Veranstaltungen großteils selbst aufgebracht.

Pater August war so etwas wie ein Glücksfall für Stift Rein. Der hinterhältige Briefbombenanschlag am 3.Dezember 1993 durch Franz Fuchs stellte sein Engagement für Menschen mit Migrationshintergrund plötzlich in die Medien-Öffentlichkeit. Nach einer Erkrankung im Jänner 2000 reifte sein Wunsch nach dem Mönchtum. Heute ist er für die Renovierungsarbeiten im Stift, die gesamte Ausstellungstätigkeit, Patensuche für die Reiner Engel und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des Stiftes, einem Juwel weit über die Grenzen der Steiermark hinaus, verantwortlich. zz

Langjähriges Wirken ausgezeichnet

Der Sensenhammer als touristischer Magnet wurde wieder mit Leben gefüllt. Foto: Harry Schiffer photodesign/Region Graz

Mit Mag. Pater August Janisch und DI Gernot Axmann wurden zwei Persönlichkeiten geehrt, die sich jahrelang nachhaltig für den Erhalt und die Restaurierung von Bauwerken engagiert haben. Axmann baute den Ortsbildschutz und

Von der Gleinalm bis zum Schöckl E in vielfältiges Ausflugsprogramm absolvierte das 60plus Team der Frauenbewegung Übelbach in den vergangenen Monaten. Bei herrlichem Wetter ging es etwa auf die Gleinalm und in den Volkshauspark Frohnleiten mit anschließender Stärkung in der Mostschenke. Auch eine Schöckelfahrt und das Almenland mit

einem musikalischen Abschluss im Gasthof Haider standen am Programm. Und beim Kircherl zum Hl. Wasser in Kainach gab es Gelegenheit zu einer Dankes-Anzz dacht. Die Ausflüge wurden mit großer Begeisterung angenommen, insgesamt nahmen 280 Personen daran teil. Foto: KK

Ohne Gernot Axmann gäbe es keinen Ortsbildschutz in der Steiermark.


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Aus dem Bezirk

Nationalfeiertag: Die Region feiert

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Stift Rein gedachte

eit 45 Jahren ist der 26.Oktober ein Feiertag. Zuvor als „Tag der Fahne“ gefeiert, ist der Anlass des Festtages die im Jahr 1955 erfolgte Unterzeichnung des Gesetzes zur Österreichischen Neutralität. Ganz unterschiedlich wurde der arbeitsfreie Tag in der Region begangen. Die BEZIRKSREVUE war dabei.

Gratwein und Frohnleiten wanderten

Nebel und Sonne begleiteten die Wanderer am diesjährigen Frohnleitner Fitmarsch, der nach langjähriger Tradition wieder am Nationalfeiertag stattfand. Sportreferent SP-GR Jürgen Jaritz hatte eine ausgesprochen familienfreundliche Route ausgewählt, die ausgehend vom Volkshaus über Wannersdorf und Maria Ebenort zum Schlöglmoar führte. Dort, gerade recht nach dem einzigen

Feierten den Nationalfeiertag mit der SPÖ Gratkorn: Theresia Scherzel und ihre ältere Schwester Philomena Perstaller. Foto: Edith Ertl

etwas anstrengenderen Steilstück, konnten sich die Teilnehmer für den zweiten Teil des Weges stärken. Im Ziel wurden Gutscheine von heimischen Gastronomie- und Handelsbetrieben verlost.

Gute Stimmung beim diesjährigen Frohnleitner Fitmarsch.

ihre langjährigen Mitglieder. SPBgm. Ernest Kupfer überreichte zahlreichen Parteijubilaren Urkunden und Geschenke. Philomena Perstaller (89) ist seit vielen Jahrzehnten Parteimitglied. Sie erzählte von ihrer Kindheit, als „wir noch im Spätherbst barfuß zur Schule gingen, wir haben keine Schuhe gehabt.“ Theresia Scherzel legt ihren Arm um die ältere Schwester. „Wir waren 13 Geschwister“, ergänzt die Gratweinerin. Die hohe Politik interessiert Philo, wie sie im Pflegezentrum Gratkorn liebevoll genannt wird, jetzt nicht mehr besonders. Der Partei aber bleibt sie treu, „hab‘ halt schwere und gute Zeiten erlebt.“ Mit den Jubilaren feierten knapp 200 Parteifreunde

Foto: Ullrich, Frohnleiten

einen unterhaltsamen Vormittag, bei dem auch der neue Film über Gratkorn vorgeführt wurde.

Im Stift Rein wird am Nationalfeiertag des Stifters Leopold I., der am 26. Oktober 1129 starb, gedacht. Die Stiftermesse wurde von Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari und Abt Christian Feurstein gelesen. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes kam vom Wöhrer-Chor Gratkorn. Im Anschluss brachten 150 Musiker des Musikbezirkes Weiz die Klangwolke, komponiert von Rudolf Bodingbauer, zur Aufführung. Das war höchster Musikgenuss, nicht nur für Freunde der gehobenen Blasmusik. Und im Stiftshof wurden Klostersuppe und Leopoldibrot aus der Bäckerei Viertler in Deutschfeistritz gereicht. F.K./E.E. zz

Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari mit Bezirkskapellmeister Peter Forcher, der 13 Foto: Edith Ertl Musikkapellen dirigierte.

Stolz auf Österreich

Traditionell wurde auch in Gratwein gewandert. Die Strecke führte von der Mehrzweckhalle zum Bäckerseppl, weiter über die Murfeldstraße, vorbei beim alten „Steg-Gebäude“ zur Bahnhofstraße. Beim Ziel angekommen, gab es für die rund 50 Wanderer ein stärkendes Gulasch.

Gratkorn ehrte

Die Sozialdemokraten in Gratkorn ehrten am Nationalfeiertag

Es war noch nebelig, als sich die ersten Wanderer beim Treffpunkt vor der MehrFoto: Edith Ertl zweckhalle einfanden.

Kleine Österreicher in der Volksschule Eisbach-Rein. Foto: KK


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Aus dem Bezirk

Die besten Honige kommen aus Gratkorn, Übelbach und Hitzendorf

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edes Jahr im Herbst küren die steirischen Imker ihre Landessieger. Von über 1.000 eingereichten Honigproben wurden 104 Imker in sechs Kategorien mit Gold und Silber ausgezeichnet. Gleich vier Goldmedaillen blieben in der Region. Zum vierten Mal hintereinander erhielt Johann Walkner die Goldmedaille. Der Blütenhonig des Gratkorners hielt den strengen Richtlinien nach Farbe, Inhaltsstoffen und Enzymanteil stand und gilt wieder einmal als bester im Land. Die eingereichten Honige durchlaufen zuerst eine labortechnische Prüfung in der Imkerschule sowie eine Verkostung durch Fach- und Laienjuroren. Einer von ihnen ist der Bibliothekar Klaus Weiss. „Ich brauche im Jahr mehr als 20 Kilogramm Honig“, sagt der Grazer. „Bei mir muss die Harmonie passen, die Farbe des Honigs und wie er auf der Zunge zergeht“, so Weiss, der den Kastanienhonig aufs Frühstücksbrot bevorzugt. Was macht Walkners Honig zum besten Blütenhonig der Steiermark? „Es gehört auch ein wenig Glück dazu“, sagt der Imker bescheiden. „Wichtig ist, dass man auf die Qualität und auf die Rein-

Info

Es war kein gutes Jahr für die Imker. Schuld daran war die „kalte“ Sophie. Die Eisheilige brachte im Mai Nachtfröste. Selbst in tieferen Lagen froren die Kirschblüten, die als Bienenfutter dienend. In höheren Lagen verursachten die Minustemperaturen im Frühling einen Ausfall bei Waldhonig von mehr als zwei Drittel. Ein positiver Trend zeichnet sich aber bei den Imkern ab. Der Steirische Landesverband für Bienenzucht zählt mehr als 3.300 Mitglieder, Tendenz steigend.

Präsident Maximilian Marek (links) und Honigkönigin Petra Rauch mit den GratFoto: Edith Ertl korner Imkern Johann Walkner und Herbert Gössl (rechts).

heit schaut.“ Und Geduld muss man wohl auch haben. Denn für Walkner ist es wichtig, den Honig vor dem Schleudern ausreifen und nach dem Schleudern ruhen zu lassen. Der Gratkorner ist seit 65 Jahren Imker mit Herz und Seele. Als Obmann des Bienenzuchtvereins Judendorf, Eisbach, Gratkorn, Gratwein und St. Oswald freut es

ihn besonders, dass sein „Schüler“ und Vereinskollege Herbert Gössl ebenfalls mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Goldmedaillen gingen weiters an Simon Rechling, Übelbach und Friedrich Pranger, Hitzendorf. Mit Silber wurden der Blütenhonig von Herann Uller, Semriach und der Waldhonig von Peter Winterleitner, Frohnleiten ausgezeichnet. E.E. zz

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Foto: Ulli Foto, Frohnleiten

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Aus dem Bezirk

Bahnbetrieb im Modell: Nur die Uniformen fehlen…

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ie sind Fahrdienstleiter, Lokführer oder werken als Verschubpersonal, und sie wickeln den Zugsverkehr streng nach Fahrplan ab. Aber sie sind „nur“ Modellbahner – und zum Fahren kommen sie bestenfalls zwei- bis dreimal pro Jahr. Zum 20-JahrJubiläum ihres Modellbahnvereins hatten sie in der Sporthalle Frohnleiten eine große Anlage im Maßstab H0 (1:87) aufgebaut.

Die Eisenbahnfans gehören dem Modellbahnverein Graz an, Obmann Gerald Gottlieb ist in Schrems bei Frohnleiten zu Hause. Rund 50 aktive Mitglieder zählt der Verein, für eine eigene Anlage daheim hat keiner von ihnen genügend Platz. Doch mit viel Fachkenntnis und Geschick haben sie Module gebaut: Jeweils ein Stück Bahnstrecke samt Landschaft und Gebäuden. In der Sporthalle Frohnleiten haben sie für zwei Tage 120 solcher Module zu Bahnstrecken von insgesamt 250 Meter Länge zusammengebaut. Darunter vorbildgetreue Bahnanlagen wie den Bahnhof Neustadt, Teile der Strecke von Friedberg nach Aspang und Motive vom Semmering.

Auch eine Dampflok Reihe 52 zieht ihre Runden.

Überwiegend orientiert sich die Anlage am Vorbild der Sechziger-

Bahnbetrieb nach großem Vorbild.

jahre, Dampfbetrieb eingeschlossen. „Die Suche nach geeigneten und leistbaren Räumlichkeiten für den Aufbau einer kompletten Anlage ist halt sehr schwierig“, sagt Gottlieb. In der Sporthalle ergab sich zum Jubiläum des vor 20 Jahren gegründeten Vereins diese Möglich-

Fotos (2): KK

keit. In der Halle waren sie aber nicht allein. Zahlreiche Kiebitze, ob Kind oder Großvater, bestaunten die modellgetreuen Fahrzeuge und Bauwerke und verfolgten den vorbildgerechten Betrieb. Fazit: Die Modellbahn hat nichts von ihrem Reiz verloren und ruft vergangene Jahrzehnte in Erinnerung. F.K. zz

Volkshilfe baut stationäre Pflege in Frohnleiten aus D as Volkshilfe Seniorenzentrum Frohnleiten im Ortsteil Adriach ist fertig saniert. „Mit dem Umbau, der im Juli heurigen Jahres endgültig abgeschlossen wurde, haben wir das Haus um 26 Pflegeplätze erweitert", so Hausleiter Gregor Gambutz. Das mehrgeschossige Gebäude bietet ab sofort 73 alten und pflegebedürftigen Menschen in 45 Einbettzimmern und 14 Zweibettzimmern Platz zum Wohnen. Im Erdgeschoss des Hauses ist eine Cafeteria untergebracht, die Raum für gemeinschaftliche Erlebnisse bietet. Zusätzlich zum Speisesaal und zu einem Multifunktionsraum finden sich auch in den Stockwer-

Das neu errichtete Volkshilfe Seniorenzentrum in Frohnleiten setzt neue Maßstäbe in der Betreuung mit insgesamt 45 Einbett- und 14 Zweibettzimmern. Fotos (2): KK

ken kleinere Aufenthaltsbereiche. Rund um das Seniorenzentrum ist eine Gartenanlage mit Sitzbänken angelegt, die zum Spazieren und Entspannen einlädt. Es sind nur mehr wenige Plätze frei.

Offenes Haus

„Interessierte haben die Möglichkeit jederzeit das Haus zu besichtigen und sich ein Bild vom Angebot und der Qualität zu machen“, lädt Pflegedienstleiterin Ingeborg

Fank ein. Auf www.meinpflegeplatz.at gibt es alle wichtigen Informationen zu den Volkshilfe Seniorenzentren, aktuell alle freien Pflegeplätze und Angebote in der Pflege Zuhause. PR zz


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Aus dem Bezirk

Stattegg mauert für Generationen M it zwei Investitionen schreibt Stattegg Gemeindegeschichte. Kürzlich wurde das Generationenhaus seiner Bestimmung übergeben und erfolgte der Spatenstich zum Rückhaltebecken für den Andritzbach.

Schutzmauern für Andritzund Höllbach

Aufatmen im Bezirk Andritz und wohl auch in Stattegg: Die Überschwemmungen durch Hochwasser sollten bald der Vergangenheit angehören. Zwei Hochwasserrückhaltebecken werden gebaut. Die Kosten von sieben Millionen Euro teilen sich Bund, Land und die Gemeinden Graz und Stattegg. Während beim Höllbachgraben die Arbeiten bereits aufgenommen wurden, erfolgt der Aushub für das Rückhaltebecken Andritzbach erst im kommenden Jahr. Nach Vorstellung der Planer wird es sorgsam in die Landschaft integriert. „Wir wollen den Damm bewirtschaften und die Krone begehbar machen“, so der Wunsch von Statteggs VPBgm. Ing. Karl Zimmermann anlässlich des Spatenstichs. Begleitend wird auch ein neuer Gehund Radweg entlang des Höllbachs errichtet.

Der Anfang ist gemacht. SP-LAbg. Renate Bauer, VP-LAbg. Eduard Hamedl, DI Gerhard Baumann von der Wildbach- und Lawinenverbauung, VP-LR Hans Seitinger, VP-Bgm. Karl Zimmermann, der Grazer VP-Bgm. Siegfried Nagl und VP-Vzbgm. Ing. Richard Fotos (3): Edith Ertl Kohlbacher beim Spatenstich zum Rückhaltebecken.

Schlüsselübergabe im Generationenhaus Mit einer Investitionssumme von 3,2 Millionen Euro entstand im Ortskern ein Haus, das Alt und Jung unter einem Dach vereint. Das Generationenhaus mit 1.300 Quadratmeter Wohnfläche beherbergt 16 be- Viel Applaus bekam das Jugendorchester Stattegg für die musikalische Umrahmung des Festaktes. treute Seniorenwohnungen, drei Startwohnungen, gung des Musikvereins St. Veiteine Kinderkrippe und eine Zahn- Andritz-Stattegg, dem Jugendarztpraxis. Die Eröffnung wurde orchester, den Hahnkoglern und E.E. zz mit einem Dorffest unter Beteili- Jazz-Gitti gefeiert.

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RECHTS ANWALT

Unterhalt bei Mitbetreuung durch den geldunterhaltsverpflichteten Elternteil Die Eltern haben zur Deckung der ihren Lebensverhältnissen angemessenen Bedürfnisse des Kindes nach ihren Kräften anteilig beizutragen. Der Elternteil, der den Haushalt führt, in dem das Kind betreut wird, leistet dadurch Mag. Wolfgang Klasnic seinen Beitrag. Der andere Elternteil ist generell geldunterhaltspflichtig. Die Betreuung im Rahmen des üblichen Besuchsrechts (das heißt etwa zwei Tage alle zwei Wochen sowie vier Wochen in den Ferien) mindert die Verpflichtung nicht. Eine zeitlich ausgedehntere Betreuung rechtfertigt hingegen eine Minderung der Unterhaltspflicht. Generell ist die Rechtsprechung bei der Minderung des Geldunterhaltsanspruches relativ zurückhaltend. Als Faustregel galten immer Pauschalabzüge von 10 Prozent pro zusätzlichem Wochentag. So hat der OGH in der Vergangenheit beispielsweise bei einem Betreuungsverhältnis von 4:3 eine Kürzung des Unterhaltes um 20 Prozent zugelassen. In einer jüngst ergangenen Entscheidung kam der OGH jedoch zu einer deutlich großzügigeren Kürzung der Unterhaltsverpflichtung. Bei einem Betreuungsverhältnis von 4:3 zu Lasten des Geldunterhaltsverpflichteten sah das Gericht in diesem Fall eine Kürzung um 40 Prozent als angemessen an. PR zz

In bester Feierstimmung zeigten sich die Stattegger, allen voran VP-Bgm. Ing. Karl Zimmermann SP-LR Mag. Elisabeth Grossmann und SP-LAbg. Renate Bauer.


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Laufnitzdorf: Aus Volksschulgebäude werden Wohnungen an einem ‚Kraftort’

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usammen mit 30 weiteren steirischen Kleinschulen wurde die Volksschule Laufnitzdorf mit Ende des Schuljahres 2010/11 geschlossen. Doch dem schmucken Gebäude in bevorzugter Lage winkt eine neue Zukunft: Private Unternehmer haben den „Kraftort“ auserkoren, um leistbare Wohnungen in Premium-Qualität zu schaffen. Die Bauunternehmer Ing. Heinz Hoppaus und Rainer Haßlinger hatten im Vorjahr das Gebäude von der Stadtgemeinde Frohnleiten erworben, gemeinsam mit dem langjährigen Bürgermeister von Röthelstein, Heinz Glössl entwickelten sie ein Projekt, um

den Baubestand für die Errichtung hochwertiger Wohnungen zu nützen. Glössl ist überzeugt, dass der Standort ein besonderer Platz ist, ein „Kraftort“, der bereits vor Generationen bevorzugt bebaut wurde: „Die Leute damals hatten noch das Bewusstsein für solch besonders geeignete Siedlungsplätze“. Daran wollen die Planer heute anknüpfen. Das besondere Raumgefühl in den hohen Räumen und die höchsten technischen Standards im Ausbau versprechen hohe Wohnqualität. Im bestehenden Trakt werden vier Wohnungen in der Größe zwischen 52 und 72 Quadratmeter geschaffen, in einem Zubau weitere fünf Wohnungen:

Ehemalige Volksschule in Laufnitzdorf: Bevorzugter Sonnenplatz.

im Obergeschoß drei Wohneinheiten mit überdachten Balkons, im Erdgeschoß zwei Wohnungen mit je einer Terrasse und eigener Grünfläche. Zu alledem haben die Betreiber ein Finanzierungsmodell für Miete und Eigentum entwickelt, das für Normalverbraucher erschwinglich ist – auch dank kostengünstiger Baumaßnahmen und dem Einsatz von Mitteln aus der Landesförderung. Zusätzlich sind die Voraussetzungen für Wohnbeihilfe gegeben.

Im Frühjahr bezugsfertig Durch Umbau und Zubau werden neun Wohnungen geschaffen.

In diesem Tagen wird mit den

Foto: Franz Köhldorfer

Arbeiten am Zubau begonnen, die Wintermonate sollen für den Innenausbau genützt werden, und bereits im kommenden Frühjahr sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. PR zz

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Führungswechsel im Faschingsclub Frohnleiten

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inen Führungswechsel gab es im Faschingsclub Frohnleiten, der seit Jahren mit Faschingssitzungen die Höhepunkte im närrischen Treiben der Stadt bildet. Und dabei soll es auch bleiben, versicherte der neue Präsident, Ex-SP-Kulturreferent Johann Vidalli. Er löst den bisherigen Präsidenten Louis Kraxner ab, der die Doppelbelastung zwischen Beruf in der Kartonfabrik Mayr-Melnhof und Organisationsarbeit im Faschingsclub nicht mehr auf sich nehmen wollte. Kraxner hatte das Frohnleitner Faschingsgeschehen

gemeinsam mit einem engagierten Team gewissermaßen aus dem Winterschlaf geholt. Vidalli, vorige Woche von der Generalversammlung einstimmig gewählt, gehörte schon bisher zum engsten Führungskreis, die Kontinuität im Club gilt also als gesichert. Als neue Stellvertreterin wird Maria Sobl fungieren, die kürzlich as Wirtin des Gasthauses Sauzipf in Pension ging. Auch sie war bei den Faschingssitzungen bereits in den vergangenen Jahren voll integriert. Weiters mit im Team: Walter Kornschober als Säcklwart, Hans Dorfer, Margret Hiebaum und Thomas Harrer. F.K. zz

Johann Vidalli folgt Louis Kraxner als Faschingspräsident.

Foto: Franz Köhldorfer


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Aus dem Bezirk 11

Der Stattegger Hut steht allen gut

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50 Freiwillige gesucht

racht liegt im Trend. Bei den Feierlichkeiten in Stattegg sah man Dirndlkleider in allen Farben und Lederhosen von blitzblank bis speckig. Auffallend viele Stattegger tragen das Wahrzeichen der Gemeinde am Kopf: den Stattegger Hut. Die BEZIRKSREVUE fragte nach, warum gerade in Stattegg der Hut so gerne getragen wird. Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Köpfe der Hutträger. Der Stattegger Hut ist ein modisches Accessoire, ein Zeichen der Gemeindezugehörigkeit, hält den Kopf warm, schützt vor Regen und versteckt die Glatze. E.E. zz

Rückenschmerzen? Nein Danke! Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung hat Rückenschmerzen. Das bedeutet für Betroffene eine unvorstellbare Einschränkung der Lebensqualität.

Gerhild Hubmann

Georg Schlegl

Dora Herz

Ing. Richard Kohlbacher

Johannes Obenaus Martina Gruber

Caroline Immerl: "Ich litt seit Jahren unter Rückenschmerzen, die mir sogar den Schlaf raubten. Alle nur erdenklichen Therapien haben mir nicht geholfen. Mit der perfekten Betreuung und 2 mal 20 Minuten Power Plate pro Woche war ich nach nur 3 Wochen völlig schmerzfrei. Zusätzlich habe ich auch Foto: KK noch 5 Kg abgenommen."

In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass ein Vibrationstraining signifikante Verbesserungen bei Rückenschmerzempfinden bringt.

Jörg Steger

Benefiz-Aktion D er Erlös aus dem diesjährigen Knödelfest der VP-Frauenbewegung in Frohnleiten wurde für den Ankauf eines 300 Euro-Bausteines zur Kirchturm-Sanierung verwendet. Der Baustein wurde vom Frohnleitner Künstler Peter zz Angerer gestaltet.

Silvia Neuhold

Fotos: Edith Ertl

Tanja Köck, zertifizierte Power Plate-Trainerin, gibt 50 freiwilligen Frauen die Chance, vier Wochen lang am erfolgserprobten Rückenprogramm teilzunehmen. Zwei mal 20 Minuten pro Woche werden die Teilnehmerinnen betreut, die Resultate protokolliert und analysiert. Und eines zeigt die Erfahrung: Alle Teilnehmerinnen werden sich viel besser fühlen und zum Teil völlig schmerzfrei sein. Die Platzvergabe erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung. Wer kostenlos teilnehmen will, erreicht Tanja Köck unter Tel. 0664 43 43 714 PR zz


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12 Aus dem Bezirk

Judendorf: Spatenstich in Reha-Klinik

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esttagsstimmung in der Klinik Judendorf-Straßengel: die MARE-Gruppe als Eigentümer und Betreiber der Rehabilitationsklinik blickt auf zehn erfolgreiche Jahre zurück.

2002 erwarb das Ehepaar Dr. Peter Grieshofer und Renate Remta-Grieshofer das ehemalige Reha-Zentrum der Eisenbahnerversicherung und baute es zur modernen Klinik für Neurologie, Orthopädie, Schmerztherapie und Kinderrehabilitation aus. Die Erfolgsgeschichte begann mit einem Rucksack voller Schulden, wie Remta-Grieshofer von den Anfängen berichtet. Heute gehören zur MARE-Gruppe neben der Klinik in Judendorf, Stolzalpe und Wilhering auch die Kurhotels Fontana und Triest sowie das Landhaus Vier Jahreszeiten in Radkersburg. Die Grieshofers sichern 630 Arbeitsplätze, investierten 85 Millionen Euro und zählen insgesamt 290.000 Nächtigungen pro Jahr.

nischen Universität zusammen“ so Grieshofer, 14 Diplom- und Promotionsarbeiten wurden bisher von der MARE-Gruppe unterstützt.

Für den zu errichtenden Andachtsraum griffen zur Schaufel: Peter Grieshofer, Kristina Edlinger-Ploder, Renate Remta-Grieshofer, Abt Christian Feuerstein, LH Franz Voves, Bgm. Harald Mulle und Gen. Dir. Dr. Winfried Pinggera von der PVA.

Die Klinik Judendorf schreibt medizinische Geschichte. Als ein nach außen hin sichtbares Zeichen der Dankbarkeit für die erfolgreiche Entwicklung baut die Familie Grieshofer einen Andachtsraum, eine Kapelle, die für Patienten aller Religionen und Weltanschauungen offen sein soll. Der Spatenstich ist getan, im Sommer 2013 soll der Klinikpark um ein Schmuckstück reicher sein.

Faszinierend lesen sich auch die wissenschaftlichen Erfolge. Auf die Entwicklung des Lokomat, eine Art Geh-Unterstützung sowie des Kinderhand-Roboters, für den die Klinik mit dem österreichischen Staatspreis für Forschung und Entwicklung ausgezeichnet

Gratulationswünsche zum zehnjährigen Bestehen überbrachten SP-LH Franz Voves, VP-LR Kristina Edlinger-Ploder, Judendorfs SP-Bgm. Harald Mulle, Gratweins SP-Bgm. Gerald Murlasits, SP-GR Karlheinz Pöschl aus Gratkorn und Abt Christian Feurstein vom Stift Rein. E.E. zz

Foto: Peter Melbinger, Graz

wurde, blickt die gesamte Fachwelt. Grieshofer setzt auch auf neue Medien. Auf iPhone sind Informationen für die häusliche Pflege von Schlaganfallpatienten abrufbar, weitere Hilfestellungen sind in Planung. „Wir arbeiten mit der technischen und medizi-

LKH Hörgas: Kleine Feier für zehn Jahre Akutgeriatrie Vor zehn Jahren wurde die erste Station für Akutgeriatrie und Remobilisation im Großraum Graz im LKH Hörgas errichtet. Grund genug für eine kleine Feier, an der auch die geplante Schließung offen angesprochen wurde.

gaser Leistungsangebot hervorragend angenommen wurde. Mittlerweile gilt die Station österreichweit als vielbeachtete Benchmark-Einrichtung und wurde im heurigen Jahr mit der Iso-Zertifizierung die hochwertige organisatorische Qualität dokumentiert.

Die hohe Inanspruchnahme mit 3.600 Patienten und knapp 72.000 Belegstagen in den vergangenen zehn Jahren belegen, dass das Hör-

Selbstständigkeit statt Selbstaufgabe

LR Edlinger Ploder: Die Auflassung des LKH Hörgas-Enzenbach ist beschlossene Sache, Prim. Dr. Bernd Bauer muss dies wohl zur Kenntnis nehmen.

Ziel der Therapie ist die bestmögliche Wiedereingliederung der Patienten in das häusliche Umfeld und eine Verbesserung ihrer Funktionalität nach Schlaganfällen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, nach orthopädisch-chirurgischen Eingriffen oder auch bei altersbedingten Mehrfacherkrankungen. Die Station am LKH Hörgas umfasst insgesamt 24 Betten, für die Betreuung steht ein qualifiziertes

Skeptisch und reserviert verfolgten die Mitarbeiter die Ausführungen. Fotos (2): KK

Team unter der Leitung von Oberarzt Dr. Peter Mrak zur Verfügung.

Schließung ist beschlossene Sache

Obwohl der Anlass ein freudiger war, blieb die Stimmung unter der Belegschaft gedrückt. Der Grund ist die bevorstehende Schließung des LKH Hörgas-Enzenbach mit 2015. Ob dies bereits der

1. Jänner oder ein späterer Termin sei, konnte VP-Gesundheitslandesrätin Mag. Kristina EdlingerPloder noch nicht sagen, man werde jedoch rechtzeitig mit den Mitarbeitern kommunizieren. Die Übersiedelung in das LSF Graz sei notwendig, weil dort auch Disziplinen für ältere Menschen angeboten werden, die es in Hörgas derzeit nicht gebe, so Edlingerzz Ploder.


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Wirtschaft / Promotion 13

Peggau: Modernes Fachmarktzentrum im Entstehen

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ach der Ansiedelung des internationalen HightechBetriebes AMES und der Eröffnung einer neuen Billa-Filiale steht die Errichtung eines rund 2.000 Quadratmeter großen Fachmarktzentrums bevor. Peggau hat in den vergangenen Jahren einen eher bescheidenen Dornröschenschlaf geführt. Doch jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die Unternehmensgruppe Sager nutzt ihre Grundstücke um einen Betrieb nach dem anderen anzusiedeln. Rund um den bestehenden Kreisverkehr wird ein neues zusammenhängendes Einkaufsareal entstehen, das nicht nur die örtliche Nahversorgung sichert, sondern Peggau auch als regionales Zentrum stärkt. Das Besondere dabei: Es ist eine Entwicklung auf der grünen Wiese, aber dennoch im Ortszentrum. Philipp Sager, Mastermind und Kopf der Unternehmensgruppe, weiß genau wie er das rund 15.000 Quadratmeter große Areal optimal entwickeln kann. Der bisher Richtung Deutschfeistritz eher abseits gelegene Billa-Markt wurde neu errichtet und bereits eröffnet, ein Fachmarktzentrum mit Handels- und Dienstleistungsbetrieben

modernem Shop-Design, breitgefächerter Produktvielfalt, hohem Einkaufskomfort und ist besonders umweltfreundlich.

So wir das neue Fachmarktzentrum nach der Fertigstellung aussehen.

ist im Entstehen. Gesamtnutzfläche: rund 2.000 Quadratmeter. Fix sind bereits BIPA und NKD, mit weiteren Mietern gibt es intensive Verhandlungen. Dazu kommen Friseur, Blumenfachgeschäft, eine Pizzeria, Kaffeehaus und vieles mehr. Der erste Stock ist als Bürotrakt konzipiert, Flächen ab 45 Quadratmeter stehen hier zur Verfügung. Ein guter Mix soll für hohe Attraktivität im südlich des Gemeindeamtes gelegenen Ortsteil sorgen. Einige wenige Geschäftslokale zwischen 45 und 150 Quadratmeter sind noch frei, Interessenten sollten sich rasch bei Sager unter 03127 2208 melden. Das neue Fachmarktzen-

Das Billa-Team mit Marktmanager Rudolf Wendelmaier.

Foto: REWE International AG/APA-Fotoservice/Jamnig

Grafik: KK

trum ist durch den Kreisverkehr und die Zufahrt über die L 121 gut erschlossen. Nutzen will Sager auch den alten Billa-Markt. Das Areal, rund 5.000 Quadratmeter, hat er kurzerhand gekauft, das Gebäude könnte als Lagerhalle oder Fläche für verschiedene Dienstleistungen – rund 700 Quadratmeter – genutzt werden. Die Vermarktung dafür hat er der Firma REMAX übertragen.

Billa hat eröffnet

Nach nur zehn Wochen Bauzeit wurde kürzlich die neue BILLAFiliale eröffnet. Sie punktet mit

„Mit der Filiale in Peggau schaffen wir ein neues Einkaufserlebnis, das die Nahversorgung sichert und 20 Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bietet“, erklärte Billa-Vertriebsdirektor Josef Holzleitner anlässlich der Eröffnung. Ein breit gefächertes Obst- und Gemüsesortiment, eine umfangreiche Feinkostabteilung auch mit regionalen Produkten sowie eine frische Vielfalt an Fleischwaren soll die Kunden anlocken. Die Produktvielfalt präsentiert sich mit mehr als 8.500 Artikel auf rund 168 Laufmetern. Die Gesamtinvestitionen betrugen rund zwei Millionen Euro, ein Teil davon ging in den Klimaschutz. So ist die Filiale mit einer Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet, die Heizenergie kommt zur Gänze aus den Kühlgeräten, auf fossile Brennstoffe wird daher zur Gänze verzichtet. Billa möchte bis 2015 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2006 um 30 Prozent senken. W.K. zz

In der neuen Filiale wurden architektonische Erkenntnisse optimiert.

Foto: REWE International AG/APA-Fotoservice/Jamnig


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14 Wirtschaft

Frohnleiten: Erweitertes Angebot für Waldbauern im Mayr-Melnhof-Kompetenzzentrum

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ei strahlendem Wetter präsentierte kürzlich das regionale MM Kompetenzzentrum für Forstwirtschaft sein erweitertes Angebot und steht damit als Komplettanbieter – auch für die heimischen Bauern – zu Verfügung. Im Rahmen einer Hausmesse stellte die Mayr-Melnhof Forsttechnik

Franz Mayr-Melnhof mit Waldverband-Steiermark-Vizeobmann Hannes Pirstinger.

GmbH ihre neue Produktpalette vor. Durch eine Kooperation mit der Sommersguter GmbH, Spezialist für Land- und Forsttechnik, kann von Landmaschinen bis hin zur Traktorseilwinde alles direkt im MM Kompetenzzentrum bezogen werden. Damit etabliert sich der größte private Forstbetrieb Österreichs auch als Komplettanbieter für die heimischen Bauern. Die Erweiterung des Angebots sei auf zunehmende Arbeiten im Zusammenhang mit der Holzmobilisierung zurückzuführen, betonte Ofm. Dipl. Fw. Mathias Hoesch. Sie erfordern entsprechende Geräte bis hin zum Krananhänger und Holzspalter. Abgerundet wird das Angebot durch Motorsägen, Waldarbeitswerkzeug und Forstarbeiter-Bekleidung. zz

Die Seilkranvorführung bei der Hausmesse zog die Besucher an. Ansprechpartner ist Christian Pabst, Meister der Landmaschinentechnik. Fotos (2): KK


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Wirtschaft 15

Der Wandel einer Deponie: ‚Offene Tür’ am ABEZ Frohnleiten

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er die Einladung zum Tag der offenen Tür auf dem Abfallbehandlungs- und Entsorgungszentrum ABEZ am Dürrnberg bei Frohnleiten genützt hatte, konnte die neueste Errungenschaft, die neue ACBAnlage, bereits ein paar Tage vor der offiziellen Eröffnung besichtigen. Aber auch sonst gab es Unerwartetes. Mit dem Bummelzug aus Semriach ging es durchs Gelände, und Besucher, die vor Jahren zuletzt auf dem Deponiegelände gewesen waren, erkannten dieses nicht wieder.

Offenlegungspflicht des Jahresabschlusses beim Firmenbuch

Riesige Anlagen zur Aufbereitung und Behandlung von Reststoffen dominieren heute die „Deponie“ am Dürrnberg. Fotos (2): Köhldorfer, Frohnleiten

Statt der Maschinen, die damals den frisch angelieferten Müll ins Gelände einarbeiteten, stehen

Mitarbeiter der Gemeindebetriebe GmbH sowie Geschäftsführer DI (FH) Wolfgang Pölzl selbst erläuterten den interessierten Besuchern die verschiedenen Einrichtungen.

heute unter anderem eine riesige Anlage zur Abfallbehandlung, ein Blockheizkraftwerk zur Gewinnung elektrischer Energie aus Deponiegas und die neue Anlage zur Torrefizierung (siehe gesonderten Bericht auf Seite 17). Anlass für den Tag der offenen Tür: Vor 25 Jahren hatte man die gemeindeeigene Deponie auf dem Dürrnberg in Betrieb genommen, die Frohnleiten jahrelang üppige Einnahmen aus dem Müllgeschäft bescherte. F.K. zz

Seit 1. Jänner 2012 gelten nunmehr die neuen Regelungen zur fristgerechten Offenlegung von Jahresabschlüssen beim Firmenbuch. Dabei kam es zu einer deutlichen Verschärfung der Zwangsstrafen hinsichtlich der nicht fristgerechten Einreichung der Jahresabschlüsse. Legen Vertreter von Kapitalgesellschaften gemäß § 277 UGB Unternehmensgesetzbuch nicht spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag alle geforderten Unterlagen beim Firmenbuch vor, so werden ohne vorherige Androhung Zwangsstrafen in Höhe von € 700,-- bis € 3.600,-- vorgeschrieben. Außerdem werden wiederholt in einem 2-Monats-Rythmus Zwangsstrafen verhängt sofern der Offenlegungspflicht nicht nachgekommen wird. Diese Zwangsstrafen werden sowohl gegenüber dem gesetzlichen Vertreter der Kapitalgesellschaft als auch gegenüber der Gesellschaft selbst verhängt. Bei stichhaltigen Gründen kann gegen die Zwangsstrafenverfügung innerhalb von 14 Tagen Einspruch erhoben werden. Dafür müssen jedoch unabwendbare bzw. unvorhergesehene Ereignisse vorliegen. PR zz


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16 Wirtschaft

NOTARIAT FROHNLEITEN Nebenkosten bei der Übertragung von Liegenschaften

Bei jeder Übertragung von Liegenschaften (Grundstücke, Häuser, Wohnungen), also Kaufverträgen, Schenkungsverträgen, Übergabeverträgen, usw. – fallen Nebenkosten an. Diese sind einerseits die Grunderwerbsteuer und die Mag. Daniela Graf gerichtliche Eintragungsgebühr, andererseits die Vertragserrichtungskosten des Notars oder Anwalts. Die Grunderwerbsteuer beträgt bei Liegenschaftsübertragungen unter bestimmten Familienangehörigen 2 Prozent ansonsten 3,5 Prozent. Die gerichtliche Eintragungsgebühr beträgt 1,1Prozent. Bei Kaufverträgen wird die Grunderwerbsteuer und die gerichtliche Eintragungsgebühr vom Kaufpreis berechnet, bei Schenkungsverträgen derzeit vom drei-fachen Einheitswert. Nach der im Entwurf vorliegenden Grundbuchsgebührennovelle soll die gerichtliche Eintragungsgebühr bei Schenkungen künftig vom Verkehrswert der Liegenschaft berechnet werden. Die schenkungsweise Übertragung von Liegenschaften würde sohin empfindlich teurer werden. Die Notars- bzw. Anwaltskosten sind im Notariatstarifgesetz geregelt und betragen im Regelfall zwischen 1,5 Prozent und 3 Prozent vom Kaufpreis bzw. drei-fachen Einheitswert. PR zz

Hauptplatz 4, 8130 Frohnleiten T +43.(0)3126/20 400 F +43.(0)3126/20 400-20 office@notar-graf.at www.notar-graf.at

Sappi heizt den Grazern ein

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ach jahrelangen Verhandlungen ist es fix: Sappi Gratkorn wird ab 2016 Abwärme nach Graz liefern.

Die Stadt Graz strebt mit der Abwärme aus der Papier- und Zellstoffproduktion ein zweites Standbein an. Zur bestehenden Südleitung der Fernwärme aus Mellach kommt ein zweiter Versorgungsstrang aus Gratkorn. 30 Millionen Euro werden in das Projekt fließen. Geld, das der Grazer VP-Bgm. Siegfried Nagl gut investiert sieht. „Wir schlagen mit einer Klappe gleich mehrere Fliegen“ so Nagl, der die Vorteile in der Unabhängigkeit vom Ausland in der Wärmeversorgung, in der Preisstabilität und in der Verbesserung der Schadstoff-Emission im Großraum Graz sieht. „Wenn in Russland wieder einmal jemand den Gashahn zudreht, darf es deshalb in den Grazer Wohnungen nicht kalt werden“.

verschiedenen Anlagen anfallende industrielle Abwärme über ein Fernwärmetransportsystem in das Grazer Fernwärmenetz eingespeist wird.

Mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ zwischen der Holding Graz, Energie Steiermark, Energie Graz und Sappi Austria ist der erste Schritt getan. In Graz werden derzeit 46.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt, bis 2030 sollen es 80.000 sein. Dieser zusätzliche Wärmebedarf soll größtenteils aus industrieller Abwärme gewonnen werden. Geplant ist, dass die bei Sappi an

Die Unterzeichner kennen einander und ziehen seit vielen Jahren in der Lehrlingsausbildung an einem Strang. „Wir bilden derzeit 75 Lehrlinge aus“, sagt Sappi-Chef Dr. Max Oberhumer. Darunter auch die Lehrlinge der Holding Graz. „Künftig liefern wir grüne Energie in die Landeshauptstadt“, setzt der Sappi-Geschäftsführer nach und verweist auf den Beitrag des Unternehmens zur Ver-

Besiegeln die Zusammenarbeit: DI Christian Purrer/Energie Steiermark, Dr. Max Oberhumer/Sappi Gratkorn und DI Wolfgang Malik/Holding Graz. (1. Reihe v.l.n.r.) Foto: Edith Ertl

besserung der Luftgüte. Sappi hat Erfahrung in der Versorgung mit Fernwärme. „Wir liefern seit Jahrzehnten Fernwärme an die Nachbargemeinden und es hat keinen einzigen Versorgungsengpass gegeben“. Freilich, das neue Projekt wird ein Vielfaches der bisherigen Abwärme für Gratwein und Judendorf übersteigen. Der Absichtserklärung sollen bald Taten folgen. Die Stadt Graz drängt zu einer raschen Umsetzung. Für Frühjahr wird mit dem Baubeschluss gerechnet, danach folgen die Behördenverfahren. E.E. zz

Das Carport, das auf der Koralpe wächst K ennen Sie das: Kaum werden die Tage kürzer und kälter, dann ist ein Schutz für Ihr „geliebtes“ Fahrzeug nötig. Kein Wunder, wenn Ihr PKW ungeschützt im Freien stehen muss. Ein Carport muss her! Verkaufsleiter Karl Schmitt vom Holzfachmarkt Liechtenstein Mohik in Frohnleiten weiß, worauf es ankommt: „Neben der soliden Statik denken wir auch an die

Ästhetik, damit Carport und Haus eine harmonische Einheit bilden“, ist Schmitt von seinen Produkten überzeugt. Als absolutes Highlight gibt es nun ein Carport in den Maßen 3x6m fix fertig abgebunden, mit Verbindungsmaterial, Dacheindeckung und Dachrinnen ab 1695 Euro. Carports aus dem Hause Liechtenstein sind aus Massivholz von Forstbetrieben auf der Koralpe, die

nachhaltig bewirtschaftet werden Nähere Informationen und ein Angebot gibt es im Holzfachzentrum. PR zz


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Wirtschaft 17

Österreichische Spitzentechnik „veredelt“ Biomasse am Dürrnberg bei Frohnleiten

Die Torrefizierungsanlage der ABL, in der Biomasse für die Verbrennung ‚veredelt’ wird. GFG-Geschäftsführer Wolfgang Pölzl: Weiteres Standbein in der Reststoffverwertung. Foto: KK

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eit die Deponieverordnung von 2004 das Ablagern von unbehandeltem Restmüll verboten hat und das konventionelle Deponiegeschäft des ABEZ am Dürrnberg bei Frohnleiten damit zu Ende war, suchen die Gemeindebetriebe Frohnleiten (GFG) nach intelligenten Methoden der Abfall- und Reststoffverwertung. Der internationale Technologiekonzern Andritz AG und die Gemeinde Frohnleiten haben kürzlich eine Pilotanlage zur Aufbereitung von Biomasse offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage basiert auf dem von Andritz Separation neu entwickelten ACB-Verfahren (ACB: Accelerated Carbonized Biomass) und erzeugt aus Biomasse mittels Torrefizierung hochwertigen Brennstoff für Kraftwerke. Eine „Weltpremiere“, wie VP-Umweltlandesrat Johann Seitinger anerkennend vermerkte. In der Anlage wird holzartige Biomasse wie Hackschnitzel oder Sägespäne sozusagen „geröstet“ und zu dichten Briketts gepresst, die eine weit höhere Energieausbeute ergeben als das Ausgangsprodukt und durch die hohe Dichte geringere Transportkosten verursachen: Ideal, um in der Industrie und in Kraftwerken zum Beispiel

an Stelle von Kohle verheizt zu werden.

Von Andritz AG entwickelt

Das Verfahren wurde von einem österreichischen Konsortium unter Federführung der Andritz AG entwickelt und im Rahmen der ABL, einer hundertprozentigen Tochter der Gemeindebetriebe Frohnleiten GmbH, erstmals in einer Großanlage eingesetzt. Projektleiter DI Klaus Trattner: „Da haben wir einen innovationsfreudigen Partner gefunden“. Der Presse und der Öffentlichkeit wurde das Projekt im Volkshaus Frohnleiten präsentiert, anschließend erfolgte die offizielle Eröffnung der Anlage vor Ort. AndritzVorstand Mag. Humbert Köfler

zeigte sich stolz, dass es gelungen sei, damit die erste kommerziell nutzbare Anlage dieser Art weltweit in Betrieb zu nehmen. GFGGeschäftsführer DI (FH) Wolfgang Pölzl sieht in dem Verfahren einen „Beitrag, um den globalen Energiehunger auf etwas appetitlichere Weise zu stillen“. Genau diesen brauche es, bekräftigte Seitinger, sei doch die Energiegewinnung im fossilen und atomaren Bereich bereits „angezählt“. Ausdrücklich bekannte er sich zur Förderung innovativer Projekte zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen und mahnte, diesbezügliche Hemmnisse in der Verwaltung und in der Gesellschaft zu beseitigen: „Wir brauchen raschere Verfahren und müssen uns gegen Auswüchse der Demokratie bei der Bekämpfung von Projekten wehren!“

Frohnleiten als Kompetenzzentrum

SP-Bgm. Johann Ussar sah in seiner Rede die Eröffnung der neuen Anlage als weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg Frohnleitens zu einem Kompetenzzentrum in Sachen Reststoffverwertung und nannte in diesem Zusammenhang auch die hier ansässige Firma Komptech, die mit Maschinen zur Abfallbehandlung weltweit reüssiere.Wie es auf dem Dürrnberg weitergehen wird, erläuterte Pro-

Das Band ist durchschnitten: LR Johann Seitinger, Bgm. Johann Ussar und Andritz-Vorstand Humbert Köfler. Fotos (2): Köhldorfer, Frohnleiten

jektleiter Trattner. Neben der Optimierung der ACB-Anlage wolle man an Möglichkeiten forschen, auch „minderwertige“ Reststoffe aus Agrar- und Forstwirtschaft einzusetzen. Stolz zeigte er sich über das enorme Interesse der Fachwelt an der Pilotanlage: „In den vergangenen Wochen hatten wir bereits Besucher aus buchstäblich allen Erdteilen da!“ F.K. zz

Wussten Sie, dass...

Torrefizierung ein thermisches Verfahren zur Steigerung der Energiedichte von Biomasse ist, mit dem der Heizwert erhöht wird. Mit der innovativen Torrefizierungstechnologie von ANDRITZ wird auf dem Gelände der Frohnleitner Abfallbehandlungsanlage holzartige Biomasse wie Hackschnitzel oder Sägespäne verdichtet und veredelt. Die Brennstoffeigenschaften der Biomasse werden damit verbessert, sodass in Kraftwerken mehr fossile Brennstoffe durch CO2-neutrale Biomasse ersetzt werden können. Künftig sollen auf den schlüsselfertigen Torrefizierungsanlagen (Kapazität rd. 50.000 t/a) auch andere kostengünstige Biomasserohstoffe und -abfälle zu besonders energiereichen Brennstoffen veredelt werden.

Auf Besichtigungstour: VP-Vzbgm. Wolfgang Kasic und Johann Seitinger. mit PL Trattner und Andritz Spartenleiter Pedratscher


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18 Kultur

Frohnleitner Künstler für den Kirchturm

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enn es um die Renovierung der Kirchturmfassade geht, die gerade im Gange ist, wollen auch die Frohnleitner Kunstschaffenden ihren Beitrag leisten. Zwölf heimische Künstler tun dies, indem sie Werke für eine Benefiz-Kunstausstellung im Kloster bereitstellen. Neben einer Bausteinaktion mit Bildern nach einem Entwurf des Künstlers Peter Angerer sollen verschiedene Veranstaltungen – vom Konzert bis zum Flohmarkt – Geld zur Auffüllung der noch bestehenden Lücke im Sanierungsbudget hereinspielen. Herausragend unter den geplanten Veranstaltungen ist eine Ausstellung im Kloster, in deren Rahmen man Werke aus dem Schaffen hei-

mischer Künstler erwerben kann: Sie wird am 29. November um 19 Uhr eröffnet und bleibt anschließend bis 16. Dezember täglich von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr zugänglich. Ausgestellt und hoffentlich verkauft werden Werke von Helmut Schweiger, Helmut Kozar und Michael Raimann (Skulpturen), Anton Jauk, Harald Zöchling, Helga Zöchling, Marisa Koiner, Christine Herrmann und Maria Pesdicek-Wagner (Zeichnungen und Malerei), Ulli Gollesch (Drucke) und Armin Pressler (Foto). Ebenfalls zur Teilnahme bereit erklärte sich der angesehene akademische Maler Edwin Eder, der sich eigentlich schon vor Jahren aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte. F.K. zz

Die ausstellenden Künstler vor dem Garteneingang zum Frohnleitner Kloster (nicht im Bild: Edwin Eder, Maria Pesdicek-Wagner). Foto: KK

Auf Augenhöhe mit dem Jaguar N

ein, Angst hatte Richard Kunz nicht, als er in zehn Meter Entfernung auf den Auslöser drückte. Das Bild schoss er vom Boot aus. Nach dem Tiger und dem Löwen ist der Jaguar die drittgrößte Raubkatze der Welt. Dieses und andere beeindruckende Bilder hat der pensionierte Lehrer des BG Rein in einer DiaShow zusammengestellt, die am 18.November in Graz und am 2.Dezember in Gratwein gezeigt wird. Das Pantanal im Südwesten Brasiliens beherbergt eine einzigartige Tierwelt. Millionen von Kaimanen, Anakondas, Wasserschweinen und über 600 Vogel-

arten leben in diesem Binnenlandfeuchtgebiet. Wochenlang war der Biologe und Naturfotograf vor Ort auf der Suche nach den faszinierendsten Motiven. E.E. zz

Sonntag, 18.November Heimatsaal, Paulustorgasse Graz Beginn um 17:00 und 19.30 Uhr Sonntag, 2.Dezember Mehrzweckhalle Gratwein Beginn 17.00 Uhr

Nirgendwo in ganz Südamerika gibt es bessere Chancen, den Jaguar in freier Wildbahn beobachten und fotografieren zu können, Richard Kunz war begeistert.

Foto: Kunz

Semriach: 25. Jubiliäumsausstellung der Kunstschaffenden

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m 24. und 25.November wird in Semriach gefeiert. Die Kunstschaffenden laden zum Bestandsjubiläum in den Pfarrsaal.

Im Rahmen einer Ausstellung werden Handarbeiten, Schnitzereien, Blumenkunst, Schmuck und Bilder gezeigt. Die Eröffnung ist am Samstag, 24.Nov-

ember um 10:30 Uhr mit einer Verlosung unter den anwesenden Besuchern. Dazu stellt jeder Künstler eine seiner Arbeiten zur Verfügung.

Die Ausstellung ist am Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr und am Sonntag, 25.November von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. zz


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Kultur 19

Stattegger Liebesleid mit Happy End W

er sich auf die Suche nach der Liebe begibt, wird in Stattegg fündig. Und hat jemand Liebeskummer, dann könnte es sein, dass er in der knapp 2.800 Einwohner zählenden Gemeinde Trost findet. Stattegg eröffnete seinen Literaturpfad.

letzten Stück zum Burghügel gibt es eine leichte Steigung.

Literarisch-kulinarische Eröffnung

Von Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt

Auf Asphalt- und Wiesenwegen wandert man eineinhalb Kilometer am Literaturpfad auf den Spuren von Rudolf von Stadeck (1230 – 1262). An sechs gut beschilderten Stationen lassen sich die Sehnsüchte, Liebeshoffnungen und Enttäuschungen des Minnesängers nachvollziehen. Rudolf lässt nichts unversucht, das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen. Sie aber lässt ihn zappeln. Wohl eine Spur zu lange, denn bei der letzten Station am Burghügel ist die Schmerzgrenze Rudolfs erreicht. Jetzt erkennt er, dass eine andere Mutter auch eine schöne Tochter hat. Neue Liebe, neues Glück und Happy End für den Minnesänger; was aus seiner zuvor

Der Eintritt in den Literaturpfad ist frei und jederzeit zugänglich. Die Schautafeln Fotos (2): Edith Ertl beschreiben die Geschichte.

Angebeteten wurde, verschweigen die Geschichtsbücher.

Wegbeschreibung

Der Stattegger Literaturpfad beginnt beim Gemeindeamt. Es lohnt sich, einen Blick auf den Brunnen zu werfen, denn er zeigt die Uhrzeit an. Zur Viertelstunde sprudelt eine Fontäne, zur vollen Stunde sind es vier. Durch liebliche Landschaft geht es weiter

zum alten Kalkwerk und zum Sportplatz. Dort gibt es bald ein Rendezvous des Mittelalters mit dem Jahr 2013. Der Spatenstich zum neuen Rückhaltebecken für den Andritzbach ist bereits erfolgt, im Frühjahr werden dort die Bagger anfahren. Nach Überquerung der Stattegger Straße gelangt man hinter der Volksschule auf den Schlossberg. Die ganze Strecke ist rollstuhltauglich, nur auf dem

Mehr als hundert Stattegger wanderten mit VP-Bgm. Ing. Karl Zimmermann und SP-LAbg. Renate Bauer bei der Eröffnung nach dem von Theresa Zifko gestalteten Konzept. Dr. Werner Hofmeister las in perfektem Mittelhochdeutsch die Liebesschwüre Rudolfs von Stadeck. Die Schautafeln sind zweisprachig. Vor der Übersetzung ist es reizvoll, den Minnesang in der Sprache des Mittelalters zu lesen, der Klang ist das Verführerische. E.E. zz

Schreiben heute Gemeindegeschichte: SP-Bauer und VP-Zimmermann.

Aufenthalt in Rein

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alentin Silberschneider zog alle Register. Der Künstler holte aus der Orgel in der Marienkapelle von Stift Rein Töne hervor, die man so wohl kaum von diesem

Instrument kennt. In seiner Improvisation entstanden Klänge von tieftrauriger Sentimentalität bis hin zu walzerähnlichen Hochgefühlen. Silberschneider ist ein Meister darin, Gefühle mit Orgelmusik auszudrücken. Er setzte die Lyrik von Heinz Zach in Töne um. Zach ist ein sensibler Künstler, der sich in seinen Gedichten auf die Suche macht. Sehnsuchtsvoll spürt er dem Verlorenen nach, Heinz Zach trägt seine Gedichte beeindruckend vor. sucht den inne-

Die begrenzte Zeit auf Erden stellten Heinz Zach und Valentin Silberschneider (Foto) in „Aufenthalt“ mit Lyrik und Orgelmusik in den Mittelpunkt.

Fotos (2): Edith Ertl

ren Frieden, die Hoffnung und die Liebe. So kurz nach dem Allerseelentag passten auch die Gedanken zum schmerzvollen

Abschied, von Heinz Zach beeindrucken vorgetragen. Da vermeinte man, den kühlen Atem des Todes förmlich zu spüren. zz


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20 Kultur

2. Frohnleitner Literaturherbst: Von

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iteratur erleben mit allen Sinnen – unter diesem Motto kann man die kürzlich stattgefundene Veranstaltungwoche bei Buch & Co in Frohnleiten bezeichnen. Namhafte Autoren und interessante Themenlesungen wurden dem zahlreich erschienenen Publikum präsentiert. Rund 500 Besucher zählte die kleine Bibliothek am Frohnleitner Hauptplatz in dieser Woche. Vor allem die große Dame der österreichischen Literaturszene Barbara Frischmuth begeisterte die Zuhörer mit ihrer feinen stilvollen Art.

Barbara Frischmuth begeisterte Ihre Foto: KK Leser.

Nächste Veranstaltungen: Donnerstag, 22.November, 19:00 Uhr Herbert Lipsky liest aus seinem neuesten Krimi „Mord im Kunsthaus“ Freitag, 14.Dezember, 19:00 Uhr „Gedanken zur Zeit“. Andrea Sailer liest Gedichte und Kurzgeschichten Eine Hommage an Italien boten die kulinarischen Anekdoten.

Foto: Ullrich, Frohnleiten

Ganz anders die mediengeschulte Eva Rossmann, die auf sympathische Weise auf die zahlreichen Fragen ihrer Zuhörerschaft einging. Als besonderer Publikumshit entpuppten sich die „schönen-schaurigen-erotischen“ Geschichten. Von Edgar Allan Poes „Berenice“ über Auszüge aus Baudelairs „Blumen des Bösen“ bis hin zu den erotischen Gedichten von E.E. Cummings, Hermann Tödtling schaffte es, den Spannungsbogen

perfekt zu gestalten. Gepaart mit der sinnlichen Stimme von Rikki Kotzmaier wurde der Abend zum Gesamtkunstwerk und das Knistern im Publikum spürbar.

Auch Kasperl und Petzi waren da

Als netter und familiärer Abend gestalteten sich die „Kulinarischen Anekdoten aus Italien“. Italienische Volksweisen, kleine Kostproben und nicht zuletzt Literatur aus und über Italien von Hannes

Schwab ausgewählt und vorgetragen rundeten diese Hommage an unser südliches Nachbarland ab. Die Bibliothekarinnen selbst spielten für die Kinder Kasperltheater und lasen aus Werken steirischer Autoren. Die Bandbreite reichte dabei von Reinhard P. Gruber bis Alfred Kolleritsch, von Mundartgedichten bis hin zu Werken von jungen Autoren. Die Lesewoche zeigt, dass das Interesse am Buch durchaus nicht verlorengegangen ist. Auch in Zeiten der schnellen Information

Leykam-Chor jubilierte in Gratkorn M

it musikalischen Leckerbissen feierte der LeykamChor seinen 90. Geburtstag. Als Reminiszenz an den allerersten Auftritt im Jahr 1922 sang der Chor zum Jubiläumskonzert aus dem damaligen Programm „Bet‘ und arbeit“. 1922 gründeten 36 Sänger den Chor, erst sieben Jahre später wurden auch Frauen als Chormitglieder zugelassen. Neun Jahrzehnte später besteht der Chor wiederum aus 36 Mitgliedern, nur sind es heute zwei Drittel Frauen, die sich zur Chorprobe zusammenfinden. Kamen die Sänger zur Zeit der Gründung ausschließlich aus der Papierfabrik, ist der Chor heute für alle Berufsgruppen offen.

Vera Lehrhofer ist die gute Seele des LeykamChors. Sie sucht nach Sponsoren, verteilt Programmzettel und sorgt für gute Stimmung. Foto: Edith Ertl

Das langjährigste Chormitglied ist Vera Lehrhofer. Sie singt seit 35 Jahren im Chor und gibt auch bei den administrativen Arbeiten den Ton an. „Noch bevor ich lesen hab‘ können, war ich schon beim Kinderchor in meiner Heimatge-

meinde Selzthal“, so die Obfrau des Leykam-Chors. „Ich musste alles auswendig lernen, und das ist bis heute so geblieben. Zum Jubiläumskonzert wurde Vera Lehrhofer vom Landesvor-

sitzenden des Österreichischen Arbeitersängerbundes Erich Drosg geehrt. Für 25jährige Chormitgliedschaft wurde Erika Gaksch, Brigitte Sahlender, Ingrid Jabbour und Fritz Winter gedankt. Als Gratulanten stellten sich neben 350 Konzertbesuchern SP-Bgm. Ernest Kupfer, SP-LTPräs. Ursula Lackner, VP-LAbg. Waltraud Schiffer, Pfarrer Pater Benedikt Fink und Judendorfs SP-Vzbgm. Gudrun Wagner ein. Der Leykam-Chor probt jeden Donnerstag um 19:30 Uhr in der Musik- und Kunstschule Gratkorn. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. E.E. zz


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Roßmann bis Tödtling

Neuerscheinungen bei BUCH & CO. Böser Wolf Nele Neuhaus, Ullstein, 480 Seiten

Eva Rossmann – eine sympathische Autorin zum Anfassen. Foto: Ullrich, Frohnleiten

Knisternde Stimmung bei der Lesung mit Hermann Tödtling.

Foto: Ullrich, Frohnleiten

durch das Internet sind das fantasieanregende Lesen und die Lust am Abenteuer im Kopf bei vielen Menschen noch vorhanden. Buch & Co, die Bibliothek am Frohnleitner Hauptplatz bietet ihren Lesern eine ständige Erneuerung des Medienbestandes. Die aktuellen Bestseller sind vorhanden und werden auch gut und gerne ausgeborgt. Mit rund 7.000 Medien von Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften und Cds platzt die kleine Bibliothek auch schon aus allen Nähten. A.K. zz

Sichtlich begeistert verfolgten die Kinder die Erlebnisse von Kasperl und Petzi.

Foto: KK

Narrisch Guate Weihnachtszeit mit Dietlinde und Hans Wernerle

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a bebt die Bühne, da tobt der Saal! Wenn am 27. Dezember die zwei Spaßgranaten Dietlinde und Hans Wernerle live in der Mehrzweckhalle Judendorf mit ihrem Narrisch Guaten Weihnachtsprogramm „Zum Blöd sein braucht man Hirn“ das Publikum zum Toben bringen.

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it kindlicher Ironie schießen die Beiden ein Pointenfeuerwerk der Extraklasse auf ihr Publikum, welches mit Lachanfällen und Bauchmuskelkrämpfen ausreichend bedient wird. Schnappen Sie sich ihre Familie, packen sie Oma, Tante, Onkel und alle Freunde ein und gönnen Sie sich einen Abend

voller Humor, den Sie nie vergessen werden. Sichern Sie schon jetzt für Ihre Liebsten ein Weihnachtsgeschenk, denn damit können Sie zwei Stunden Lachen schenken.

Rasch Karten sichern, damit Sie diesen unvergesslich humorvollen Abend nicht versäumen. Karten gibt´s bei allen steirischen Sparkassen, allen Raiffeisenbanken, bei Ö-Ticket sowie im Straßenglerhof in Judendorf. PR zz

An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität.

Wir lassen sie verhungern Jean Ziegler, Randomhouse, 320 Seiten

Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Dieser Massenvernichtung begegnet die öffentliche Meinung mit eisiger Gleichgültigkeit – solange die alltäglichen Katastrophen nicht allzu „sichtbar“ werden, wie etwa die Hungersnot, die seit Sommer 2011 in fünf Ländern am Horn von Afrika eine tödliche Bedrohung zz darstellt.


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Ronacher: Musicals haben Hochsaison

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it einem besonderen GalaKonzert des berühmtesten Musicals der Welt, das Phantom der Oper, feiert das VBWOrchester im November sein 25jähriges Bestehen im Wiener Ronacher. Und noch bis 31.Dezember gibt es das himmlische Musical „Sister Act“. 24 Jahre nach seiner deutschsprachigen Erstaufführung durch die Vereinigten Bühnen Wien wird das „Phantom der Oper“ ab 29.November für 10 Termine in einer konzertanten Version zu sehen sein. Präsentiert wird die große, neue Orchestrierung für 45 Musiker, die Andrew Lloyd Webber persönlich für die Jubiläumsaufführung des Musicals 2011 in der Londoner Royal Albert Hall erstellte. Die musikalische Leitung für das Galakonzert im Ronacher übernimmt VBW-

untergebracht wird. Die Mutter Oberin hat ein strenges Auge auf den munteren Neuzugang und verpflichtet Deloris kurzerhand, dem Klosterchor beizutreten.

Nur noch bis 31.Dezember steht Sister Act, das fröhliche Musical mit Choreografie, einem farbenprächtigen Bühnenbild, viel Komik und grandiosen Songs auf dem Programm. Foto: VBW Brinkhoff Mögenburg

Musikdirektor Koen Schoots, für die Regie zeichnet der Operndirektor des Landestheaters Salzburg, Andreas Gergen verantwortlich. Die Galakonzerte werden in deutscher Sprache zu sehen sein und finden am 30.Novemer, 1., 2., 3., 4., 6., 7., 8. und 9.Dezember statt.

Letzte Chance für Sister Act

Wer liebt sie nicht, die turbulente Geschichte um die quirlige aber nicht besonders erfolgreiche Nachtclubsängerin Deloris van Cartier, die Zeugin eines Mordes und von der Polizei zum Schutz vor Gangstern in einem Kloster

Fiebern Sie mit, wie Deloris - dank ihres mitreißenden Charmes – den liebenswerten Nonnenchor auf Vordermann bringt, Seite an Seite mit ihren Schwestern ihre Verfolger zur Verzweiflung treibt und sich mit himmlischer Musik mitten in die Herzen des Publikums singt. Tickets: www.musicalvienna.at, bei allen Vorverkaufsstellen der Vereinigten Bühnen Wien sowie bei Wien-Ticket unter 01 588 85. zz

Frohnleitner Fotokünstler in der Galerie Raimann Werk von Armin Pressler zu bekommen, schaut auf seine Homepage: www.Armin-Pressler.at Die Ausstellung wird am Samstag, 10.November 2012 um 11:00 Uhr eröffnet, danach ist die Schau bis 28.November jeden Samstag und Sonntag von 11.00 bis 18.00 sowie nach Vereinbarung geöffnet. Noch bis 7.November sind Werke von Franz Wieser in der Galerie zu sehen. Wieser lernte das Gerade im richtigen Augenblick abgedrückt …

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rohnleiten war schon immer ein guter Boden für Fotokunst. Nun stellt zum ersten Mal Armin Pressler in seiner Heimatstadt in der Galerie Raimann am Hauptplatz 42 aus. Pressler ist erfolgreicher Teilnehmer des Frohnleitner Fotowettbewerbs, des Trierenberg Super Circuits und des Al Thani Awards. Zu seinem umfangreichen

Schmiedehandwerk im elterlichen Betrieb, studierte anschließend an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, Klasse Metallgestaltung. Zahlreiche Auftragsarbeiten sind in historischen Gebäuden sowie in Sammlungen in Österreich, Deutschlang, der Schweiz, Ungarn, Irland, New York und Finnland zu sehen. Mehrmals war Wieser mit seinen Arbeiten beim Steirischen Landeskunstpreis ausgestellt. Von 1996 bis 2003 war er Präsident der Berufsvereinigung

Foto: Armin Pressler

Oevre gehören Reise- und AstroFotografie, Portraits, Akte, Street Photography und Reportagen. Seit vier Jahren stellt Pressler den Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Er ist immer dem Modell verpflichtet, authentisch, sensibel und auch emotional, im Stil der Fine-Art arbeitend. Wer Lust bekommen hat, einen kleinen Vorab-Einblick in das

Kulturlandesrat Christian Buchmann eröffnete die gut besuchte und gelungene Ausstellung „All that goes around comes back around“ der Künstler Kastner und Foto: KK Raimann.


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Starpianist weiht SteinwayFlügel ein

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it dem russischen Starpianisten Grigory Sokolov feiert der Musikverein die Anschaffung seines neuen Steinway-Konzertflügels. Am Programm stehen die „Suite in re“ von Jean-Philippe Rameau, Mozarts Sonate in a-Moll KV 310 sowie Beethovens Große Sonate für Hammerklavier. Sokolov wurde bereits als 16jähriger groß ausgezeichnet und etablierte sich in den folgenden Jahrzehnten als einer der weltweit renommiertesten Pianisten.

Do. 22.November 2012, 19:45 Uhr Amabile Künstlergespräch mit Vesselina Kasarova (Mezzosopran) und Musikverein-Generalsekretär Michael Nemeth Mo. 26.November 2012, Di. 27.November 2012, jeweils 19:45 Uhr Orchesterkonzert Grazer Philharmonisches Orchester, Vesselina Kasarova (Mezzosopran)

Ausgewählte Werke von Schubert, Brahms, Dvořák, Schostakowitsch und Piazzolla bieten die Philharmonics, die durch das Neujahrskonzert 2012 der Wiener Philharmoniker weltweite Bekanntheit erlangt hatten. Foto: Wiener Konzerthaus, Prieler, Wagner-Strauss

Foto: Marco Borggreve, Sony Music

Mi. 7.November 2012, 19:45 Uhr Solistenkonzert Grigory Sokolov (Klavier) Do. 8.November 2012, 19:45 Uhr Kammerkonzert Minguet Quartett

Traum und Resignation Das Orchesterkonzert am 26. und 27.November mit dem Grazer Philharmonischen Orchester steht unter dem Motto Traum und Resignation. Neben Wag-

Berührend-intensiv:VesselinaKasarova.

November-Programm

ners Rienzi-Ouvertüre und Berlioz Symphonie fantastique bildetet dessen lyrische Szene „La mort de Cléopâtre“ das Hauptwerk des Abends. Die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova schildert in dieser Kantate die letz-

ten Minuten der ägyptischen Königin besonders berührend-intensiv. Am Pult des Grazer Philharmonischen Orchesters steht Patrick Lange, ehemaliger Chefdirigent zz der komischen Oper Berlin.

Mi. 28.November 2012, 19:45 Uhr Kammerkonzert The Philharmonics Alle Konzerte finden im Grazer Congress statt. Karten: Konzertkasse Sparkassenplatz 2, 8010 Graz 0316 / 82 24 55 tickets@musikverein-graz.at www.musikverein-graz.at

Besonders umtriebig

„Ein roter Faden“ war das Motto in der von Michael Raimann in der Deutschfeistritzer Galerie Sensenwerk organisierten Ausstellung. Diesen Roten Faden nahm in seiner beachtenswerten Eröffnungsrede Wolfgang Kasic (re) auf, um den Anspruch von Foto: KK Kunst an die heutige Gesellschaft und umgekehrt zu hinterfragen.

der Bildenden Künstler Steiermark, erhielt das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark und wur-

de mit dem „Ernst und Rosa von Dombrowski Kunstpreis“ für Bildhauerei ausgezeichnet.

Raimann ist in den vergangenen Wochen und Monaten künstlerisch aber auch Ausstellung organisierend besonders aktiv. So stellte er gemeinsam mit Florian R. Kastner seine Werke auf Burg Rabenstein aus. Der freischaffende Künstler, der eigentlich aus der Portait-Malerei kommt, ist derzeit mit Kollagen, Skulpturen, Installationen und Mischtechniken vorwiegend im Metall-, Acryl- und Bitumenbereich unterwegs. Parallel dazu stellte er in der Galerie Sensenwerk aus und plant ab 7.Dezember mit Adolf Bachler eine weitere Ausstellung in seiner Galerie. W.K. zz

Wer kannte das Frohnleitner „Original“ Foto: Armin Pressler nicht?


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Mais und Kürbis in Stift Rein

QUICKIES zz Blasmusik

Am 18.November findet im Kulturhaus Gratkorn ein Konzertwertungsspiel des Blasmusikverbandes Graz-Nord statt. Ab 9:00 Uhr konzertieren die Musikkapellen.

zz Sir Oliver Mally

Am Freitag, 30.November präsentiert um 20:00 Uhr im Frohnleitner Café meLounge der wohl beste Bluessänger des Landes mit seiner attraktiv beschlagenen Stimme und seiner flexiblen Intonation seine CD „Strong Believer“. Karten: ÖTicket € 10,00, AK € 12,00.

zz Narrenkastl

Ein kleiner Auszug aus dem jungen Schaffen des belgischen Fotografen Augustin Schoenmaeckers ist im Frohnleitner Narrenkastl in der Passage Nr. 24 am Frohnleitner Hauptplatz zu sehen. Er illustriert in seinen analogen Fotografien die Korrespondenz zwischen Natur und Stadt. Ort Foto: KK und Zeit sind unabhängig voneinander, einzig die Atmosphäre soll eine Verbindung schaffen und individuelle Erinnerungen hervorheben. Schoenmaeckers verwendet für seine Aufnahmen eine kleine Kamera aus Kunststoff, mit der er nur wenige Einstellungen machen kann.

zz Fotoclub

Der Fotoclub Frohnleiten veranstaltet im Rahmen seines 50jährigen Bestehens eine Fotoausstellung und Diashow im Kreuzgang des Klosters Frohnleiten. Geöffnet ist die Schaunoch von 09.November bis 11.November von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 18:00 Uhr. zz

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as kommt wohl auch nicht alle Tage vor: Standing Ovations für die Interpreten von „Herbstliches von Woaz und Bluza“ im Steinernen Saal des Stifts.

„Genau so war es damals“, sagt eine Besucherin, die sich rasch eine Widmung von Peter Rinner in den Band „Gedichte & Geschichten“ schreiben lässt. Der Gratkorner SP-Vizebürgermeister las in Semriacher Mundart Kindheitserinnerungen aus eigener Feder und sorgte für viel Heiterkeit.

Tosender Applaus von 120 Besuchern für v.l.n.r. Erwin Weingrill, Peter Rinner, Sebastian Durdis, Lisa Hauser, Karl Pelzmann, Manfred Böhmer und Christian Hartl. Foto: Edith Ertl

Die kugelrunde Welt der Kürbisse zeigte Erwin Weingrill. Der Gratweiner versteht es, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Von den Tautropfen auf der Kürbisblüte über die sattgelben Kugeln am

Feld führte der Filmemacher die Zuseher hin zum Kernöl. Die passende Musik kam vom Volksmusikensemble der Musik- und Kunstschule Gratkorn. Mit den Klarinetten begeisterten Lisa

Hauser, Sebastian Durdis und Karl Pelzmann, das Quintett komplettierten Manfred Böhmer mit seiner Harmonika und Mag. Christian Hartl auf der Tuba. E.E.zz

Junge Geigerinnen wollen mit Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten’ auftrumpfen

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on den berühmten „Vier Jahreszeiten“ des italienischen Barockkomponisten Vivaldi existieren hunderte Einspielungen, doch die für 24.November angesetzte Aufführung des Schweizerorchesters im Volkshaus Frohnleiten verdient besondere Beachtung: Vier blutjunge heimische Geigerinnen spielen die Solopartien aus Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die musikalische Leitung des Konzertabends hat Bernadette Schmutz, die an der Musikschule Frohnleiten unterrichtet. Keine Frage, dass sie auf die vier Jungmusikerinnen stolz ist, die auch als Zeichen dafür gelten können, dass das traditionsreiche Schweizerorchester mit jungen Kräften für die Zukunft gerüstet ist. Im zweiten Teil des Abends erwartet die Musikfreunde ein weiterer außergewöhnlicher Genuss: Eine

Interpretation des klassischen Themas durch Astor Piazolla im Stil des ‚Tango nuevo’, von dem international tätigen Violinisten Igmar Jenner für Solovioline und Streichorchester arrangiert. Er spielt selbst die Geigensoli in dieser Aufführung. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf beim Tourismusverband Frohnleiten und bei Ö-Ticket sowie an der Abendkasse. F.K. zz

Junge Spitzentalente: Bernadette Schmutz mit den Solistinnen Juliane Oberegger, Anna Schwab, Magdalena Schmutz Foto: KK und Theresa Hartleb.


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Debüt mit Neunzehn: Philipp Fischer beweist sich als Jungautor

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zuge. Soziale Netzwerke sind in der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Die menschliche Abhängigkeit von Facebook, Twitter & Co. sollte jedoch kritisch in Frage gestellt werden.

it 19 Jahren einen Ratgeber fürs Leben schreiben? Unvorstellbar. Für viele zumindest. Nicht so für den in Waldstein aufgewachsenen 19-jährigen Germanistik- und Sprachwissenschaftsstudenten Philipp Fischer. Mit dem Jungautor sprach BEZIRKSREVUEMitarbeiter Oliver Egger über sein kürzlich erschienenes Buch „Das Prinzip vom Tennisball“. Seit 1.Oktober ist Ihr Buch „Das Prinzip vom Tennisball“ auf dem Markt. Wie ist die erste Bilanz? Fischer: Man sagt ja, aller Anfang ist schwer. Ich bin jedoch erfreut, dass das Buch bislang auf durchwegs positive Resonanz gestoßen ist. Auch die Verkaufszahlen lassen sich sehen. Es ist für mich aber wichtig, dass die vergangenen, doch sehr zeit- und arbeitsintensiven Monate mit der Veröffentlichung des Buches „belohnt“ werden. Mit 19 Jahren einen Ratgeber fürs Leben zu schreiben kann nicht jeder. Wie kamen Sie auf diese Idee? Fischer: Jeder kann – unabhängig vom Alter – einen Ratgeber schreiben. Natürlich vertritt ein Jugendlicher eine andere Einstellung zum Leben als beispielsweise ein 80-jähriger Kriegsveteran. Ich wehre mich aber bewusst gegen das Vorurteil, dass junge Menschen „keine Ahnung vom Leben“ hätten, nur weil sie weniger Lebensjahre hinter sich haben. Erfahrungen und Weisheiten sind relativ – oftmals würde ich einem „gedankenlosen“ Gleichaltrigen eine größere philosophische Intelligenz attestieren als so manch „altehrwürdigem“ Universitätsprofessor. Es ist spannend als 19-Jähriger gegen diesen „Klischeestrom“ zu schwimmen und meine Sicht der Dinge zu präsentieren. Viele Autoren lassen eigene Erfahrungen einfließen. Fischer: Natürlich ist es sehr hilf-

Jungautor Philipp Fischer machte seine ersten Schreibversuche in der Volksschule Waldstein. Foto: Philipp Fischer, Hausmannstätten

reich, persönliche Erfahrungen und Erlebnisse beim Verfassen eines Ratgebers einfließen zu lassen. Die Glaubwürdigkeit und Authentizität von Erzählungen wird verstärkt, wenn man sich in gewisse Situationen zurückversetzen kann. „Das Prinzip vom Tennisball“ basiert auf den Stationen meines Lebens. Dadurch bot sich mir während des Schreibens auch die Gelegenheit, Erfahrungen und Erlebnisse nochmals zu reflektieren und zu verarbeiten. Dabei spielt keine Rolle, ob ich diese als gut oder schlecht interpretiere – sie alle haben die gleiche entscheidende Bedeutung. Sie promoten, wie ich gesehen habe, größtenteils über Facebook. Wie wichtig sind soziale Netzwerke? Fischer: Facebook macht nur einen Teil meiner Promote-Offensive aus: Interessierte können auch über Werbeunterlagen Leseproben und Textausschnitte ergattern. Auch Lesungen und Buchvorstellungen wird es geben. Aber es ist praktisch, wenn man Bilder, Texte und Informationen per Internet oder Facebook einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen kann – obwohl ich persönlich die gute alte Mundpropaganda bevor-

Wie schwierig ist es als „No-Name“ einen Verleger zu bekommen? Fischer: Das ist eine gute Frage. Auch lässt sich der Begriff „Schwierigkeit“ individuell definieren: Wenn jemand sein Manuskript an 500 verschiedene Verlage schickt und verzweifelt auf eine Zusage hofft, dann verstehen wir darunter wohl „schwierig“. Ein Anderer sieht seine Bemühungen wohl eher als „notwendige Investition“, um seinen Traum von der Buchveröffentlichung zu verwirklichen. Ich persönlich habe das Manuskript – eigentlich aus einer Laune heraus – an drei Verlage geschickt, nach dem Motto „Hast ja nichts zu verlieren!“. Umso glücklicher war ich, als mir gleich von allen dreien ein Vertragsangebot vorlag. Damit hatte ich nicht gerechnet und doch war es Wirklichkeit geworden. Natürlich steht als „No Name“ ein steiniger Weg bevor, doch darf man sich von seiner Überzeugung nicht abbringen lassen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren! Wie viel Zeit hat das gesamte Projekt beansprucht? Fischer: Im März 2012 habe ich während des Zivildienstes mit dem Verfassen des Manuskriptes begonnen. Zwei Monate später erfolgte die Zusage durch den „Vindobona Verlag“. In den weiteren Monaten waren wir mit dem ganzen „Rundherum“, also Layout, Gestaltung, Korrekturen, Feinschliff, Druck und Produktion beschäftigt. Auch die für Oktober geplante Veröffentlichung lief in mehreren, zeitaufwendigen Phasen an. Zwischendurch drängte sich eine gewisse Ungeduld in den Vordergrund, doch habe ich das Ziel nie aus den Augen verloren.

Steckbrief: Name: Philipp Fischer Geburtsdatum: 2. 12. 1992 Studium: Germanistik/Sprachwissenschaft Hobbies: Schreiben, Lesen, Laufen, Fußball Lieblingsbuch: „Die Weise von Leben und Tod des Cornets Christoph Rilke“, Rainer Maria Rilke Lieblingszitat: Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. (Pearl S. Buck) Und jetzt lassen sich endlich die Früchte der harten Arbeit ernten. zz Danke für das Gespräch.

Inhalt des Buches:

„Das Leben spielt Tennis mit uns!“ In allen Bereichen des Lebens ist es von entscheidender Bedeutung, wie wir auf bestimmte Situationen reagieren! Das Prinzip vom Foto: KK Tennisball stellt, aufgebaut in zehn abwechslungsreichen Prinzipien, alle „Tools“ zur Verfügung, um die positiven, aber auch negativen Aspekte unseres Daseins im erfahrenen Bewusstsein wahrnehmen zu können. Egal ob Partnerschaft, Berufsleben, Natur oder Sport – mit dem gewissen Know-how und ehrlicher Leidenschaft haben wir alle die Möglichkeit, den „Tennisspieler“ in uns zu erwecken und jeden Moment nach dem Motto „Spiel, Satz, Sieg“ zu genießen!


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Grünes Licht für Seniorenorchester

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er letzte Ton ist doch nicht verklungen. Im Frühjahr schien der Schlussakkord für das Grazer Seniorenorchester gekommen zu sein, jetzt geben die engagierten Musiker der Großvatergeneration ein kräftiges Lebenszeichen. Aus dem Probenraum klingt wunderbare Musik. Ich tippe auf Haydn und liege damit richtig. Es ist die Maria Theresien Symphonie, die meine musikalischen Gefühle streichelt. „Wir könnten noch ein paar Streicher brauchen“, sagt der Dirigent zu mir, „Hörner, Holz- und Blechbläser auch“. Der Frohnleitner Adolf Winkler legt den Taktstock weg und stimmt mit den Musikern ab, welches Musikstück als nächstes gespielt wird. Der frühere Leiter der Musikschule Frohnleiten hat jahrzehntelange Orchestererfahrung. Dr. Martin Dechant kann aufatmen. Eine Zeitlang schaute es nicht gut aus für das Orchester, dessen Mitglieder aus dem Bezirk Graz-Umgebung und Graz kom-

Info

Ing. Gottfried Rösler spielt die zweite Geige. Der Gratkorner pensionierte Elektrotechniker hat sein Instrument in der Musik- und Kunstschule Gratkorn erlernt.

Foto: KK

men. Fehlende Sponsoren aus der Wirtschaft und der Zukauf professioneller Gastmusiker bei Auftritten führten zur Einstellung des Orchesters, das ob seiner musikbegeisterten Senioren wohl einzigartig ist. Mit Dechant, Winkler und Prof. Gerhard Brandstätter steht das außergewöhnliche Orchester unter neuer Leitung. Sie stellen das musikalische Können und die Freude am Musizieren der Senioren in den Vordergrund. Damit bli-

cken sie mit ihrem Hauptsponsor in dieselbe Richtung. Wir wollen den Senioren die Möglichkeit geben, als Orchester wirken zu können“, begründet Friedrich Roll die finanzielle Unterstützung durch den Seniorenbund. Wesentlich mitgetragen wird dieses Anliegen von Bundesratpräsident i.R. Gregor Hammerl, der für die musikalische Aktivität der Senioren nicht nur höchste Anerkennung, sondern auch eine offene Brieftasche hat.

Das Grazer Seniorenorchester, 1977 gegründet, erfuhr unter der Leitung von Alarich Wallner (1922 – 2005) seine Hochblüte. Die Werke des bedeutenden steirischen Komponisten stehen nach wie vor im Repertoire des Grazer Seniorenorchesters. Die Musiker haben Berufserfahrung als Musiklehrer, spielten in europäischen Ensembles, bei den Philharmonikern, kommen aus der Blasmusik oder haben sich in Musikschulen ihr Können erworben. Geprobt wird jeden Mittwoch ab 14:30 Uhr im ABC Andritz neben der Kirche. Künftige Auftritte der im Herzen jung gebliebenen Musici wird es geben. Knapp 40 Musiker umfasst das Orchester, Mitglieder sind herzlich willkommen. Wer mitmachen will, wendet sich an Friedrich Roll, Telefon 0316/8221-30, friedrich.roll@stvp.at. E.E. zz

Österreichisch-russisches Klangerlebnis

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inen musikalischen Höhenflug bot das Russische Philharmonische Kammerorchester „Klassika“ unter der Leitung von Adik Abdurachmanov im Rahmen seiner Konzerttournee durch Österreich. Auf Einladung von A.R.C.O.

– Austrian Russian Culture Organisation gastierte das Ensemble, das eines der führenden Kammerorchester im Ural ist, in Graz, Weiz, Bad Radkersburg und Wien. An den Klavieren waren Ksenia Neznanova und Theocharis Feslikidis, in Bad Radkersburg Martina Padinger zu hören.

Rund 1.000 Besucher genossen die Konzerte, die insbesondere in der Besetzung von Klavier und Kammerorchester unvergessliche Eindrücke bei den Zuhörern hinterließen. Einen besonderen Merkur General Alois Sundl (re) empfing anlässlich Charme verlieh dem Prodes Konzertes in Graz ÖGB Chef Horst Schachner sowie Russlands Botschafter in Österreich, Sergej gramm das ZusammenJ. Netschajew. Foto: Leodolter, Graz treffen von russischen

Voller Elan agierten nicht nur die Musiker, sondern auch Dirigent Adik AbdurachFoto: Leodolter, Graz manov.

und österreichischen Kompositionen. So harmonierten Werke von Rachmaninoff, Tschaikowsky und Schostakowitsch sowie eine kleine Auswahl russischer musikalischer Erzählungen mit der unvergleichlichen Musik Mozarts.

Unterstützt durch: Merkur Gesundheitsversicherung, AVL Foundation, Kunstforum Bad Radkersburg, dem Novomatic Forum Wien, Café Polanz sowie Stadt Graz, Stadtgemeinde Weiz und Land Steiermark. zz


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Musikantenstammtisch lockt

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igentlich sollte er jeden ersten Donnerstag im Monat stattfinden, doch wegen des Allerheiligentages startet der nächste Musikantenstammtisch im Gasthof Weingrill in Friesach am kommenden Donnerstag, 08.November um 18:00 Uhr. Mit dabei die Brunner Vagabunden, das Heimatland Quintett aus Salzburg, SteirerKraft, Steirerschwung und Die munteren Oberkrainer. Organisiert wird der Musikantenstammtisch von der Stübinger Künstlerargentur Wolfgang Klug. Info: 0676/ zz 5204038

13.550 Euro übergab kürzlich Künstleragentur-Chef Wolfgang Klug gemeinsam mit Irdnings Wirt Peter Rudorfer und Moderator Sepp Reich (v.li.) den Unwetter-Opfern Foto: KK von St. Lorenzen.

Tierisch gut! N

ach dem 10-jährigen Jubiläumskonzert im Vorjahr setzt der Singkreis St. Oswald bei Plankenwarth seine musikalische Arbeit kraftvoll fort. Mit einem „tierisch guten“ Programm wollen Obmann Konrad Gürtler und Chorleiterin Christa Hofer diesmal vor allem die Jugendarbeit in den Vordergrund rücken. Neben dem Singkreis treten der Kinderchor und die Young Voices des Singkreises am 9.November, um 20:00 Uhr in der Volksschule St. Oswald auf und werden gemeinsam mit dem Jungbläserensemble des Musikvereins musizie-

Schon bei den Proben hatten die Young Stars beste Laune.

Foto: KK

ren, zwitschern, trompeten, miauen, brummen,…

Bogen, sodass für jeden Besuchergeschmack etwas dabei sein wird.

Die ausgesuchten Lieder umspannen einen weiten musikalischen

Karten: VVK 6 Euro, Abendkasse: zz 8 Euro.

Vorhang auf für Gratkorner Heimatdichter

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einz Mahr ist zum Zerkugeln. Wenn der Gratkorner aus seinen Gedichten und Geschichten liest, dann bleibt kein Auge trocken. Immer wieder hält er versteckt seinen Zuhörern einen Spiegel vor und nimmt sich manchmal auch selbst auf die Schippe. Mit empfindsamer Feder schreibt Erika Riemer Lebensweisheiten in Reimen. Behutsam führt sie die Zuhörer mit ihren Gedichten an hehre Werte, macht mit einem Augenzwinkern auf das Schöne und Gute aufmerksam. Der Dritte im Bunde ist Peter Rinner.

Seine Geschichten führen ein halbes Jahrhundert zurück in die Heimatgemeinde seiner Kindheit nach Semriach. Seine Erzählungen, zumeist Detailgetreu bis in die derbe Sprache, sind humorvolle Zeugen vergangener Zeit. Die Gratkorner Heimatdichter stellen ihr neuestes Buch „Gedichte und Geschichten“ am 30.November in der Musik- und Kunstschule Gratkorn vor. Beginn ist um 19.30 Uhr, mit dabei auch Reinhold Gurmann und Inge Kladosek. Die Musik kommt von Manfred

Heinz Mahr und Erika Riemer sind ein Duo, das aus der Gratkorner Mundartliteratur nicht mehr wegzudenken ist. Foto: Edith Ertl

Böhmdorfer, durch das Programm führt Anton Wilflinger. E.E. zz


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Gewohnte – und ganz ungewohnte – Töne von den Adriacher Sängern

Neue Töne hörte man von der Adriacher Sängerrunde.

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iniges war anders beim diesjährigen Konzert der Sängerrunde Adriach. Unter dem Motto „Singan is unser Freud“ hörte man auch Töne, die man bisher von diesen Sängern nicht gehört hatte. Doch zunächst einmal war alles wie gewohnt. Die Sängerrunde sowie ihre Gäste Sonntagsmusi, Rosenholz und Friesacher Frauenzimmer-Musi sangen und musizierten aus dem reichen Schatz echter Volksmusik, Ernst Zwanzleitner moderierte charmant und routiniert. Doch dieses Mal hatten die Adriacher unter der Leitung von Helge Mayr und am Klavier begleitet von Lynn Ammerer-Ford auch gefällige Schlagermelodien ins Programm gerückt. Ein Repertoire, das die Sangesbegeisterten neben

Fotos (2): Ullrich, Frohnleiten

ihrem Schwerpunkt, der weltlichen und sakralen Volksmusik, unter ihrem neuen Obmann Herbert Bodlos auch weiterhin pflegen wollen. Schließlich wurden die Ausflüge in dieses Genre in diesem Konzert vom Publikum mit demonstrativem Beifall bedacht. F.K. zz

Etwas Neues haben sich die Adriacher Sänger unter dem neuen Obmann Herbert Bodlos (links) einfallen lassen.

Mitarbeiter gesucht D as Rote Kreuz Gratkorn sucht ehrenamtliche Mitarbeiter für den Vormittagsdienst.

Garantiert wird eine kleine Aufwandsentschädigung, gute Ausbildung und kollegiales Ar-

beitsklima in einem engagierten Team. Bei Interesse kontaktieren Sie Hrn. Weber unter 0664 / 2125585 oder unsere Ortsstelle in Gratkorn, Bruzz cker Straße 21.

Lieboch FF Do, 08.11., 16:00–19:00 Uhr

Blutspenden

Frohnleiten Volksschule Mo, 19.11., 16:00–19:00 Uhr

Semriach Pfarrheim Mi, 07.11., 16:00–19:00 Uhr

Mixnitz Volksschule Mo, 26.11., 15:00–19:00 Uhr


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TERMINE

November

Fr, 09. Vernissage V: Leib&Söl Ort: Raiffeinsenbank Frohnleiten Beginn: 12:00 Uhr

von Sanela Besic

Maroni und Sturm Ort: Hauptplatz, Frohnleiten Beginn: 09:30 Uhr Sa, 10. Kirschenball V: Sportunion SV Raiffeisen Ort: Kirschenhalle Hitzendorf Maroni und Sturm Ort: Hauptplatz, Frohnleiten Beginn: 09:30 Uhr Faschingssitzung Ort: Kulturhaus Gratkorn Beginn: 20:00 Uhr Bockbieranstich V: ÖVP Judendorf-Straßengel Ort: Gemeindezentrum Beginn: 20:00 Uhr Fr, 16. Krampuslauf V: René Zettl Ort: Eisbach Beginn: 18:00 Uhr Abstrakte Momente V: Kulturreferat Gratkorn Ort: Musik- u. Kunstschule Beginn: 19:30 Uhr Sa, 17. Musikkabarett „Die Gimpel“ Ort: VS Semriach Beginn: 19:30 Uhr 4. Hausball V: Stt Hoaterwirt Ort: GH Hoaterwirt Beginn: 21:00 Uhr Konzertwertungsspiel V: Blasmusikverband GrazNord Ort: Kulturhaus Gratkorn Beginn: 09:00 Uhr So, 18. Klementimesse V: Pfarre Frohnleiten Ort: Pfarrkirche Beginn: 09:00 Uhr Fr, 23. Adventkranz binden V: Freilichtmuseum Ort: Freilichtmuseum Stübing Beginn: 13:00 Uhr V: Veranstalter

Fr, 23. Gratkorner Krampus- und Perchtenlauf V: Trachtenverein Schraußkogler Beginn: 15:00 Uhr Sa, 24. 25. Jubiläumsausstellung V: Kunstschaffende Semriach Ort: Pfarrheim Semriach Beginn: 10:00 Uhr So, 25. 25. Jubiläumsausstellung V: Kunstschaffende Semriach Ort: Pfarrheim Semriach Beginn: 09:00 Uhr Fr, 30. Sachen zum Lachen V: Bund Steir. Heimatdichter Ort: Musik- & Kunstschule Gratkorn Beginn: 19:30 Uhr

Dezember Sa, 01. Weihnachtsmarkt V: kath. Frauenbewegung Ort: Pfarrzentrum Frohnleiten Beginn: ab 09:00 Uhr Musical „Die Sternstunde“ Ort: Mehrzweckhalle Gratwein Beginn: 16:00 Uhr So, 02. Weihnachtsmarkt V: kath. Frauenbewegung Ort: Pfarrzentrum Frohnleiten Beginn: 07:00 Uhr

Im CD Player

Kultur 29

ALLESSA Allessa ist wohl Österreichs Schlagerexport des Jahres 2012. Dort belegte die fröhliche Künstlerin aus Graz mit dem Titel "Mein Herz" in diesem Sommer wochenlang die Airplaycharts und konnte sich so bereits auch eine erste Fanbase in Deutschland erarbeiten. Künstlerkollege Nino de Angelo steuertebei. „Allessa“ ist ein Schlageralbum, mit vielen musikalischen Färbungen, abwechslungsreich, spannend und herzlich – ganz wie die lebensfrohe Künstlerin Allessa selbst. OLIVER HAIDT „Geradeaus ins Glück“ Das aktuelle Album kommt passend zur Weihnachtszeit am 16.11. in einer limitierten We i h n a c h t s auflage mit vier weiteren Bonustracks und 2 neuen Weihnachtstiteln auf den Markt! Der Sänger, Texter und Komponist bringt eine neue Auswahl an Songs, die moderne Schlager und allesamt perfekt tanzbar sind. Die erste Single „Gegen den Wind“ stürmte bereits in den ersten Wochen die Nummer eins der regionalen Airplay-Charts.

ZU GEWINNEN CDs

Wer kommenden Freitag, den 9.November, zwischen 12:05 und 12:10 Uhr die BEZIRKSREVUE-Hotline wählt, kann eine unserer vorgestellten CDs gewinnen. 03126/3640-21 zz


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30 Jugend

Die Fische beißen auch bei Regenwetter...

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ngemütliche acht Grad, dazu den ganzen Tag über leichter Nieselregen – und trotzdem ließen es sich die rund 35 Kinder und Jugendlichen beim Anglerparadies Hubertusteiche nicht entgehen, zusammen mit den Profis vom Angelcenter Graz den einen oder anderen Fisch aus dem Wasser zu holen. Zum fünften Mal stand diese Jugendveranstaltung in Kooperation mit dem Jugendtreff ClickIn bereits am Programm, auch ein kleines Wettfischen ist fixer Be-

standteil dieses Nachmittags. Ein ganz junger Nachwuchsfischer hatte diesmal die Nase vorn. Jan Sommer aus Judendorf nutzte die Gunst der Stunde und zog mit einem sechs Kilogramm-Karpfen den größten Fisch an diesem Tag an Land. In der Teamwertung arbeiteten die Freunde um Maximilian Rinner am besten zusammen. Sie holten sich den ersten Platz in zz der Mannschaftswertung. Nachwuchsfischer Jan Sommer ist stolz auf sein sechs Kilo-Prachtstück.

Foto: Helmar Haas

BG Rein hebt ab

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as BG Rein startet am 10.November in den Kammersälen den Ballflieger in Richtung Matura. Die 8.a und 8.b veranstalten unter dem Motto „Final Destination – Fasten seatbelt, 8ab are ready for Take-Off“ eine Ballnacht für Überflieger. Beginnend mit der in rot, weiß und blau ausgerichteten Polonaise über ein Schätzspiel mit Reisegutscheinen für die Gewinner bis hin zum obligatorischen Abschluss im Übergangslokal bleibt in dieser Nacht kein Auge trocken. Für musikalische Unterhaltung

sorgt die Band High Five. In der Disco umsorgt Noise Pollution alle Jungen und Junggebliebenen. zz

Samstag, 10.November Kammersäle Einlass: 19:00 Uhr Polonaise: 20:30 Uhr Eintritt: VVK € 15,Abendkasse € 17,-


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Kinderflohmarkt der Kinderfreunde R

egen Zuspruch fand der Kinderflohmarkt der Kinderfreunde Judendorf. „Es ist oft schade, gute Kleidungsstücke, aus denen die Kinder herausgewachsen sind, wegzuwerfen“, begründet Silvia Hadler das Engagement der Kinderfreunde. Denn bei anderen Familien entlasten diese Schnäppchen das Haushaltsbudget. Viel Spaß hatten die Kinder, die ihre aussortierten Spielsachen verkauften. Und so wechselte ein Trampolin, eine Pferd und sogar ein Schloss seinen Besitzer. E.E. zz

von Sanela Besic

Leonie (9) aus Gratkorn und Sofie (8) aus Stiwoll bewiesen Verkaufstalent.

Fotos (3): Edith Ertl

Das Puppenhaus wird nicht mehr gebraucht. Corina (11) und Rahel (11) sparen auf eine Vespa.

Papa Michael Hiden war mit den Söhnen Lukas (6) und Moritz (9) beim Flohmarkt.

In Gratwein "wuzzelt" wieder Jung & Alt ... E s ist fast schon Tradition – das Gratweiner Tischfussball-Turnier für alle, das jährlich Mitte November in der Mehrzweckhalle Gratwein stattfindet.

in einer Allgemeinen Klasse um den Sieg. Spielberechtigt sind die ersten 48 angemeldeten Teams, mitspielen kann natürlich jeder – egal ob Profi oder Anfänger,

egal ob 5 oder 85 Jahre alt. Auf die Sieger warten wieder schöne Preise, für die Erstplazierten in der Allgemeinen Klasse sogar etwas zz ganz Besonderes.

Heuer ist es am 17.November soweit. Verschiedenste Doppelteams „wuzzeln“ in einer eigenen Kinder- und Jugendwertung sowie

Im DVD Player

Jugend 31

Ice Age 4 – Voll verschoben Manni, Diego und Sid machen die Leinen los für ihr größtes Abenteuer, nachdem eine Katastrophe einen ganzen Kontinent in Bewegung setzt. Auf einem Eisberg schippern sie getrennt vom Rest der Herde in eine aufregende Reise auf hoher See. Sie treffen dabei auf exotische Meereskreaturen, entdecken eine neue, unbekannte Welt und versuchen, skrupellose Piraten in die Flucht zu schlagen. Das perfekte Weihnachtsgeschenk! Ab 26.11 auf BLU-RAY 3D, BLU-RAY und als DHD ! NEW GIRL – Season 1.1 Der neue US-Erfolgshit - eine charmante, unkonventionelle Comedy-Serie über Beziehungen, Freunde und Affären! Nach einer Trennung zieht Jess bei drei Junggesellen ein, die mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben. Das Zusammenleben mit den drei Singles ist eine echte Herausforderung - und ein extrem spaßiges Abenteuer. Ab 23.11 im Handel erhältlich!

ZU GEWINNEN DVDs

Samstag, 17.November Mehrzweckhalle Gratwein Anmeldung bis 12:00 Uhr 12:30 Uhr: Auslosung 13:00 Uhr: Eröffnungsspiel 17:00 Uhr Siegerehrung team@clickin.cc oder 0664 2521444

Das Tischfussball-Turnier wird jährlich vom Jugendtreff ClickIn organisiert.

Foto: KK

Wer kommenden Freitag, den 9.November, zwischen 12:00 und 12:05 Uhr die BEZIRKSREVUE-Hotline wählt, kann eine unserer vorgestellten DVDs gewinnen. 03126/3640-21 zz


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32 Politik

ÖVP-Bezirkskonferenz: Erfahrungsaustausch zur Gemeindereform

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s ist das für die steirischen Gemeinden und ihre Funktionäre derzeit wohl heißeste Thema: Die Gemeindestrukturreform. Die jüngste Konferenz der ÖVP Graz-Umgebung diente dem Erfahrungsaustausch – Pro und Contra wurden diskutiert. Bei den im Land eingeleiteten Reformschritten gehe es nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern auch bestehende Strukturen an die Entwicklung der Bevölke-

Klare Worte findet Ridi Steibl…

Fotos (3): Jörg Moser

rungszahlen anzupassen. Unter diesen Gesichtspunkten sei auch die Reform der Gemeindestruktur unvermeidbar, wird LH-Vize Hermann Schützenhöfer nicht müde zu betonen und hebt gleichzeitig die Wichtigkeit der Gemeinden hervor. „Wir brauchen starke Gemeinden, die jene Aufgaben, die die Bürger von ihnen erwarten, selbstständig erfüllen können, ohne vom Nachbarn abhängig zu sein. Wir wollen deshalb die Gemeinden stärken, damit sie für die

… genauso wie Hermann Schützenhöfer für die eigenen Gemeindefunktionäre.

nächsten 50 bis 60 Jahre gerüstet sind“, so Schützenhöfer. Auch in Graz-Umgebung tut sich diesbezüglich einiges – die BEZIRKSREVUE berichtete. Wegen der bevorstehenden Gemeinderatswahl in Graz wurden je- Gespannt lauschen die Gemeindevertreter den Ausführungen zur Gemeindestrukturreform. doch zahlreiche Verhandlungsrunden Argumenten gäbe es kein richtig verschoben, andere finden hinter oder falsch. Allerdings plädiert sie, verschlossenen Türen statt. Völlig die verlängerte Frist für freiwillige offen ist noch das Match Peggau- Gemeindevereinigungen bis Ende Deutschfeistritz, auch ob Gsch- November zu nutzen, um die komnaidt mit Eisbach zusammen geht pletten finanziellen Mittel aus dem oder doch eine große Lösung Grat- Reformfonds zu lukrieren. korn, Gratwein, Judendorf, Eisbach und Gschnaidt in Sicht ist. Oder Der Zeitplan für die Gemeindeob Stattegg weiterhin selbstständig strukturreform wird jedenfalls bleibt oder den Grazern einverleibt eingehalten. So soll bis spätestens wird. Ende Jänner 2013 der Vorschlag des Landes für eine neue GemeinFür NRAbg. Ridi Steibl, ge- destruktur präsentiert werden. schäftsführende Bezirkspartei- Schützenhöfer und sein Pendant obfrau von Graz-Umgebung ist Franz Voves hoffen, dass der Weg klar, dass das Thema so kontro- überwiegend gemeinsam mit den versiell wie kein anderes ist. Bei Gemeinden beschritten werden zz den unzähligen Facetten und vielen kann.

FCG-Fraktion in Graz-Umgebung neu aufgestellt H arte Arbeit und zeitaufwendige Tätigkeiten fordern in der heutigen Zeit immer mehr von den Arbeitnehmern. Die Fraktion Christlicher Gewerkschafter will helfen.

FCG Graz-Umgebung Peter Kirchengast p.kirchengast@stvp.at Tel 0664/3661013

Gerechte Löhne, geregelte und erträgliche Arbeitszeiten sowie ausreichender Urlaub sind oft keine Selbstverständlichkeiten mehr. Die im Bezirk Graz-Umgebung neu aufgestellte FCG tritt deshalb für ein siebenstufiges Wertefundament ein. Neuer FCG-Regionalvorsitzender ist Magna-Betriebsrat Peter Kirchengast aus Gössendorf. Er ist auch Arbeiterkammerrat und Laienrichter am Arbeits- und So-

Die in den ÖGB delegierten FCG-Regionalvorstandsmitglieder von Graz und Umgebung v.l.n.r.: Mag. Gerhard Weswaldi (G), Manfred Kaltenegger (GU), Johann Hatzl (G), Werner Höfer (GU), Peter Kirchengast (GU), Jörg Schuster (GU), Anton Ninaus (GU), Ing. Siegfried Kroisenbrunner (GU) und Christian Kleppernik (GU).

Foto: KK

zialgericht und arbeitet mit einem 30-köpfigen Regionalvorstand. Gemeinsam mit seinen Stellvertretern Manfred Kaltenegger (Gratkorn), Dr. Brigitte Robert-

son (Thal), Mag. Herbert Erhart (Gratkorn), Thomas Galik und Werner Höfer (Gschnaidt) steht Kirchengast für Fragen und Anliezz gen zur Verfügung.


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Freizeit 33

Eine Prise Glück zum Mitnehmen

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ie Jungfernfahrt des Glücksgartens hat funktioniert. Mit einem „Norgerltrinken“ Ende Oktober ging die Premierensaison zu Ende. Eine erste Schneedecke gab dem mystischen Ort zu verstehen, dass nun Winterschlaf angesagt ist.

norddeutsche Urlauber tankten hier ein wenig Glück“, so Popp. Eine ganz besondere und spezielle Führung bekamen Besucher aus China. Über Skype präsentierte und erklärte Höller seinen Glücksgarten. Eine „gelbe Invasion“ steht also im nächsten Jahr bevor.

„Herzlich, familiär und man kommt einfach nicht nach Hause“, lautete die positive Reaktion eines Gastes nach dem Besuch im Glücksgarten. Eine Rückmeldung, die Gastgeber Werner Höller und Margit Popp schon öfters zu hören bekamen. Zu recht. Denn der Verein Waldsteiner LebensART mit mittlerweile rund 350 Mitgliedern ist wie eine große Familie.

High Touch statt High Tech

„Immer wenn ich in den Glücksgarten komme, bin ich in einer Traumwelt“, zitiert Höller einen Gast. Viele Besucher gehen also eine besondere Beziehung mit dem Garten ein. So mancher ließ sogar seinen Lebensbaum in Waldstein pflanzen.

Das war los…

Die Schüler der VS Waldstein hatten mächtig Spaß.

Private Feiern, Schwammerlsuchen, Töpfern, Kaffeerösten und Salzveredelung waren die Highlights der Saison. Auch die Schüler aus Waldstein und die Kinderbetreuung Deutschfeistritz erkundeten das Gelände. Zwischendurch wurde der Glücksgarten auch als Zwischenstopp für Hochzeitspaare verwendet, die ihren Fotos den passenden Touch verleihen wollten.

Wussten Sie, dass…

Das erwartet uns im nächsten Jahr…

Der Waldsteiner Glücksgarten bildet eine herrliche Kulisse für Hochzeitsfotos. Fotos (3): Höller, Waldstein

Gästezustrom aus Gratwein, Gratkorn und Judendorf

„Die Gäste kommen von überall, auch ein Bus aus Kärnten und

„Man trifft hier so viele inspirierende Menschen“, so Hausherr Höller. Verantwortlich für volle Mägen und zufriedene Gäste: Margit Popp. Fotos (2): O.E.

Geöffnet wird der Glücksgarten zu Ostern. In Planung sind die Installierung einer Gartenbibliothek und der Bau eines Weinkellers. Dazu kommt die Fertigstellung des Gästehauses. Über die Saison hinaus wird es dann auch einen ARTvent geben. Höller denkt auch an einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten. Zuerst mitarbeiten und dann selbst ernten ist das Motto. Realisiert wird diese Idee aber erst, wenn sich genügend Interessierte melden. O.E. zz

Anmeldung unter: 0664/2245853 oder hoeller@gmx.at www.waldsteiner.at

Magisches Treiben in Waldstein.

der Begriff High Touch nach John Naisbitt zu den acht Megatrends gehört, die unsere Welt verändern? Er bezieht sich auf den Umgang mit Menschen im Gegensatz zum Umgang mit Technik (d.h. "High Tech"). Laut Naisbitt wird "High Touch" auch im Zeitalter des High Tech ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens bleiben. Denn die völlige Automatisierung aller geschäftlichen Beziehungen wird früher oder später scheitern und es gibt keinen Ersatz für die "persönliche Note".


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BÜCHERWURM - TIPPS ZUM LESEN 200 HäkelIdeen Jan Eaton, Leopold Stocker Verlag, 128 Seiten, € 14,95

Der neue Hit zum Thema bringt über 200 spannende Muster in den verschiedensten Häkel-Techniken, die Schritt-für-Schritt erklärt werden und so das Buch auch für Einsteigerinnen interessant machten. Die Vielzahl neuer Muster wird aber auch alle Häkel-Profis und Granny-Square-Fans begeistern: Blumenmotiv, Rautengitter, Noppen, Netze, Streifen aller Art finden sich im Buch, aber auch Muster wie Alt-Wien, Baby-Schleife oder Licht-Kreuz.

Alpenländische Winterzeit Martha Höfler, Leopold Stocker Verlag, 128 Seiten, € 19,90

Dieses etwas andere Nähbuch besticht durch traumhafte alpenländische Dekorationen aus Stoff, Filz und Holz. Lassen Sie sich durch eine Fülle von Ideen verzaubern, versehen Sie Ihre Winterzeit mit neuen Akzenten und bereiten Sie sich mit vielen Anregungen und großer Freude auf das Weihnachtsfest vor.

Meine 25 Lieblingsgedichte Erwin Steinhauer, Styria Verlag, 64 Seiten, € 16,00

Meine 25 Lieblingsgedichte – Ervin Steinhauer, wortgewaltiger Sprachkünstler und Schauspieler, beherrscht die Kunst des Ausdrucks meisterhaft. Ob auf der Bühne, im Film oder im Hörspiel – er geht den Worten auf den Grund und erschließt tiefere Bedeutungsschichten. In seiner Auswahl der

Gedichte zeigt er ein Spektrum zwischen gefühlvoller Lyrik und engagierter Poesie, diese Texte berühren und treffen.

Kerzen ziehen und gießen Klaus Nowottnick, Leopold Stocker Verlag, 166 Seiten, € 19,90

Lichterpracht einfach selbstgemacht. Der Herstellung von Kerzen in den unterschiedlichsten Größen, Techniken und Formen widmet sich der Schwerpunkt dieses Praxisbuches, doch auch die Anwendung von Bienenwachs in der Naturkosmetik und für die Holz- und Lederpflege wird erläutert.

denschaften und Ängste, und sie erzählt die Geschichte der „Firma Strauß“, des ersten Unternehmens der modernen Unterhaltungsindustrie.

Gestalten Sie prachtvolle Wohnaccessoires aus dieser Riesenauswahl von über 200 gestrickten Quadraten. Eine Fülle an Mustern, Strukturen und Farben lädt Sie zum kreativen Kombinieren ein. Geometrisch-abstrakt, spielerisch-bunt – erlaubt ist, was Ihnen gefällt.

Alles Walzer – Die StraußDynastie Hanne Egghardt, Kremayr & Scheriau Verlag, 224 Seiten, € 22,90

Das Musikimperium Strauß dominierte die Tanzsäle des 19. Jahrhunderts. Detailreich und einfühlsam beschreibt Hanne Egghardt das Leben der vier „Sträuße“ – Johann Vater & Sohn, Josef und Eduard. Sie schildert ihre Stärken und Schwächen, Rivalitäten, Lei-

Beginn Gabriel Barylli, Styria Premium Verlag, 264 Seiten, € 24,99

Wenn man trotzdem lacht Georg Markus, Amalthea Verlag, 352 Seiten, € 24,95

Georg Markus hat sich wieder auf Spurensuche begeben und dabei ein faszinierendes Kapitel der österreichischen Geschichte aufgespürt. Anhang zahlreicher Beispiele beleuchtet er den österreichischen Humor und zeigt, dass das Lachen hierzulande von geradezu existenzieller Bedeutung ist.

So war’s der Brauch

Granny Squares Stricken Jan Eaton, Leopold Stocker Verlag, 128 Seiten, € 14,95

Kooperation mit dem ORF, herausgegeben von Roland Adrowitzer.

Inge Friedl, Styria regional Verlag, 160 Seiten, € 24,99

„So war’s der Brauch“ erzählt von Sitte und Brauchtum auf dem Land, von Ritualen zu den Festtagen und im Alltag. Es geht um tief verwurzelte Bräuche, die für die Menschen, die sie pflegen, noch Sinn ergeben. Rezepte für Brauchtumsspeisen, Gstanzltexte und Anleitungen für alte, traditionelle Spiele machen das Buch zu einem wahren Erlebnis.

Mit eigenen Augen Roland Adrowitzer, Styria Premium Verlag, 304 Seiten, € 29,99

Die Auslands-Stars des ORF beschreiben ihren Arbeitsalltag, erzählen die Geschichten hinter der Geschichte, die sie in den USA, in Moskau, Tel Aviv, Brüssel, Berlin usw. erleben. Die Auslandskorrespondenten des ORF zum ersten Mal in einem gemeinsamen Buch. Ein Projekt des Styria Verlages in

„Beginn“ erzählt von der Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit in der Liebe. „Beginn“ erzählt von der Sucht einer jungen Frau nach den Wurzeln ihres Bewusstseins. „Beginn“ führt in die Zukunft von Liebe und Beziehung.

Wunderbare Bärenzeit Erwin Moser, Residenz Verlag, 64 Seiten, € 14,90

Erwin Moser Bärenwelt steckt voller Überraschungen. Er teilt sein Bett mit dem Elefanten, reitet auf dem Nilpferd, er trifft nette Kraken, bestaunt Kunststücke, trägt gerne Sombreros, lässt sich vorlese und träumt schöne Träume. Wer hätte das gedacht? Reime und Bilder für die ganze Bärenfamilie zum Brummen schön.

Die Wahrheit ist ein Heer Katharina Tiwald, Styria Verlag, 208 Seiten, € 24,99

Seit Musils „Törleß“, Torbergs „Schüler Gerber“ oder Hermann Hesses „Unterm Rad“ weiß man es – die Schule ist für viele junge Menschen ein Ort der Existenzkrise, der Suche nach sich selbst. In diesem Buch der jungen österreichischen Autorin wird mit meisterhafter Lakonie der Weg eines Mädchens gezeichnet, dem wir alle schon begegnet sind. Ein Weg, der ins Leben führt – oder ins zz Scheitern…


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Freizeit 35

Wirte als Botschafter des guten Geschmacks D

ie Steirmark regional genießen – Mit diesem kurzen Slogan lässt sich das Kulinarium Steiermark bestens umschreiben. Jene landesweite Initiative, die seit 2005 die Belebung und Wertschätzung heimischer Produkte und Rezepte vorantreibt. Diese regionale Identität setzt die Vernetzung steirischer Wirte mit den umliegenden bäuerlichen Produzenten voraus. Einige davon sind in Graz-Umgebung beheimatet und wurden als Botschafter des guten steirischen Geschmacks kürzlich von LHVize Hermann Schützenhöfer ausgezeichnet. Einer davon ist der Frohnleitner Wirt Karl Papst, der gemeinsam mit seiner Gattin Rosi das Gasthaus Kainz in der Gams betreibt. Bis 17.November schnattern die Gänse, die Speisekarte ist wieder prall gefüllt mit leckeren Angeboten. Eine große Auswahl an Vorspeisen bis hin zum klassischen Martinigansl lässt das Wasser im Mund zusammenrinnen. Für Papst ist das Wichtigste das Rohprodukt. So verwendet er als heimische Besonderheit die Weidegans und

Fischerwirt: Küchenchef Willi Teibinger und Souschef Gerhard Gessler freuen sich, Sie mit kulinarischen Leckerbissen rund um die herbstliche Steiermark, verwöhnen zu dürfen!

setzt, dem Trend entsprechend, auch auf die Bio-Gans.

Auf Wild folgt Gans

Auf regionales Essen hat schon immer das Landhaus Rois gesetzt. Das seit über 100 Jahren bestehende Gasthaus wurde vor acht Jahren von Reinhard Rois übernommen und die bestehende Tradition des Wildessens weitergeführt. Bis 11.November zieren Wildspezialitäten die Speisekarte, parallel dazu werden vom 09. bis 11.November Gansl-Gerichte angeboten. Auserlesene Gourmetfreuden, saisonale Spezialitäten, frische Zutaten und

Landhaus Rois: Ob Wildspezialitäten oder GanslEssen – der passende Wein gehört dazu.

Gasthaus Kainz: Aus der Küche von Rosi und Karl Papst kommen köstliche Ganslgerichte von der Weide- und der Bio-Gans auf den Teller. Fotos (3): KK

die frische Zubereitung aller Gerichte sind dem Team um Reinhard Rois ein besonderes Anliegen.

Bartholomäer Jagapfandl

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Bartholomäer Kirchenwirt. Gerhard Jölli kredenzt bis 18.November alles rund ums Wild, der Renner ist das Barholomäer Jagapfandl. Am Samstag, 24.November lädt er zur Junkerverkostung mit Weinen vom Dreisiebnersstammhaus, Stocker und Lambauer. Dazu gibt es Musik, Tanz und kulinarische Spezialitäten, alles um 24 Euro. Beginn ist um 19:00 Uhr. Christtag und Stefanitag geöffnet Dass es dem Bartholomäer Kirchenwirt seit fast 10 Jahren gibt, ist ein Verdienst der Gemeindevertretung. „Uns war klar, dass wir einen Wirt im Ort brauchen“, erklärt VP-Bgm. Josef Birnstingl die Initiative, vorerst das Gebäude selbst zu errichten und zu verpachten. Die Option, das Wirtshaus zu kaufen hat Familie Jölli kürzlich angenommen, womit der damals eingeschlagene Weg der Gemeinde als richtig bestätigt wird.

Gastronomisches Juwel

Bartholomäer Kirchenwirt: Gerhard und Heike Jölli laden zum köstlichen Wildessen ein.

Seit drei Generationen im Familienbesitz ist der Fischerwirt heute nicht nur ein angesehenes Hotel, sondern auch als erstklassiges Restaurant weitum bekannt. Das steirische Herbstkulinarium, das Wolfgang und Andrea

Reinpreicht kredenzen, umfasst köstliches Wild, g´schmackige Schwammerl- und Kürbisgerichtes, sowie leckere Naschereien. Seit vergangenen Dienstag wird frisches Gansl in verschiedensten Variationen angeboten, einen kulinarischen Erlebnisabend gibt es am kommenden Samstag, 10.November um 18:00 Uhr mit frischer Weidegans und steirischem Junker und Candlelight-Weinverkostungim gwoelb um 36 Euro pro Perzz son.

Auszeichnung Kulinarium Steiermark Hotel-Restaurant Fischerwirt Bahnhofstraße 40 8112 Gratwein 03124/51276 fischerwirt@aon.at www.hotel-fischerwirt.com Gasthaus Kainz Gams 2 8130 Frohnleiten 03126/2609 info@gasthauskainz.at www.gasthauskainz.at Bartholomäer Kirchenwirt 8113 St. Bartholomä 140 03123/37877 derwirt@aon.at www.der-hochzeitswirt.at Landhaus Rois Gschwendt 7 8130 Frohnleiten 03126/8217 rois@aon.at www.landhausrois.at


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36 Freizeit / Feste

Feste trotzten

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St. Pankrazen: Die Jugend fühlte sich beim Ruamkirtag wohl.

Foto: Harry Hörzer

iele schöne Sonnentage war den Festveranstaltern heuer beschert, doch in jüngster Vergangenheit mussten sich einige auch mit kaltem Wind und Regen herumschlagen – der Stimmung tat dies zumeist keinen Abbruch. Unsere BEZIRKSREVUE-Reporter waren wieder für Sie quer durch den Bezirk unterwegs, um die gute Stimmung einzufangen und mit ein paar Schnappschüssen das Erlebte zu dokumentieren.

Ruamkirtag in St. Pankrazen

St. Pankrazen: Der 14jährige Patrick Prantl kurbelte Kartoffel für die Ruamschlangerl. Foto: Harry Hörzer

Judendorf: Manfred und Sarah Matjasic versorgten die Gäste mit knusprig-warmen Laugenbrezen. Foto: Markus Hörzer Hitzendorf: Das Marktfest in Hitzendorf stand unter dem Motto „musikalischliterarisch-kulinarisch“. Aber auch was die Oldtimer-Freunde in Hitzendorf zeigten, war ein Leckerbissen, wenngleich ein PS-starker. Foto: Edith Ertl

Gratwein: Dir. Johann Quenz von der Neuen Mittelschule Gratwein machte am Laufsteg gute Figur und präsentierte TrachFoto: Edith Ertl tenmode von Hiden.

Mit Schmankerln aller Art versorgten die Gastwirte und die heimischen Vereine die Besucher: Schwammerlsuppe, Maroni, Sturm, Schilchermischung und Co und dazu das absolute MUSS bei dieser Veranstaltung: Ruamschlangerl. Diese gab´s am Stand der Freiwilligen Feuerwehr, die die Spezialität seinerzeit in Gamlitz „abgeschaut“ haben. Diesmal wurden wieder rund hundert Kilo Kartoffeln mit einer Spiralschneidemaschine heruntergekurbelt, frittiert und von den Besuchern verzehrt. Mit Spannung wurde die Gewinnermittlung aus dem Losverkauf verfolgt. Den Hauptpreis, einen Jungstier im Werte von 800 Euro, ergatterte Polizeijurist Mag. Johann Ganotz, ein gebürtiger Pankrazener. Über Buchenbrennholz im Werte von 300 Euro freute sich OBI Wolfgang Gössler.

Gratwein: Für die Jüngsten war das Kinderschminken ein Hit. Papas Herzerl ließ sich das ins Gesicht malen. Foto: Edith Ertl

St. Pankrazen: Ein Prosit der Gemütlichkeit

Oktoberbierfest in Judendorf

Zahlreiche Gäste fanden sich beim von SP-Bgm. Harald Mulle und seinem Team organisierten Oktoberbierfest in der Mehrzweckhalle ein. "Wir sind besonders stolz, dass wir ein Fest für Jung und Alt zur Herbstzeit in Judendorf etablieren konnten", freute sich dieser sichtlich. Mit Oktoberbräu und Schilchersturm ließ es sich dann auch zünftig feiern und das Tanzbein schwingen! Musikalische Unterhaltung lieferten "Die Euro Steirer".

Pensionisten am Ball

Die Ballsaison ist eröffnet. Den Anfang machte der Pensionistenball in Eisbach. Beim Schusterbau-

Gratkorn: Im Seniorenzentrum werden die Feste gefeiert, wie sie fallen. Die gute Stimmung ist kein Vorrecht der Jugend, wie das Herbstfest im Altersheim bewies. Foto: Edith Ertl


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Freizeit / Feste 37

Regen und Wind Herbstfest im Seniorenzentrum

Foto: Harry Hörzer

er wurde getanzt, dass es einem beim Zuschauen schon schwindelig wurde. Rund 100 Senioren fegten über den Tanzboden. Bei einer Überzahl an Damen wurde kein Mann sitzen gelassen. FPBgm. Dr. Wolfgang Lagger hatte zum Glück seine Tanzschuhe an, um ihn war ein echtes Griss. Als Weltmeister im Organisieren erwies sich Rudolf Langmann. Der Obmann vom PVÖ Eisbach war wochenlang unterwegs, um für den Glückshafen respektable Preise zu organisieren. Mit den Eisbachern tanzten die Ortsvorsitzenden des PVÖ Erwin Eibisberger aus St. Oswald, Erich Jauk aus Rohrbach und Eduard Schweiger vom Seniorenbund St. Bartholomä.

Erich Scheiber weiß, was schmeckt. Der Küchenchef im Senioren- und Pflegezentrum Gratkorn kochte für das Herbstfest auf wie in einem Haubenlokal. Das gefüllte Schweinsbrüstl mit Rotkraut und Serviettenknödel schmeckte himmlisch, die Polentanockerl hätte die Oma auch nicht besser machen können und die Kastanienschnitte war ein krönender süßer Abschluss. Der Maronibrater sorgte für den heißen Herbstgenuss zum Sturm, aber auch die Bierliebhaber unter den Senioren kamen auf ihre Rechnung. Die Tische im Seniorenheim waren liebevoll herbstlich dekoriert, „schöner“

St. Pankrazen: Und die Musi spielte dazua …

sagte Philomena Perstaller (89) „könnt‘ man es zu Hause auch nicht machen“.

Oktoberfest St. Bartholomä

Mit Marschmusik holte der Musikverein St. Bartholomä die Kirchgänger nach der Sonntagsmesse ab. Selber kochen brauchte an

Foto: Harry Hörzer

diesem Tag niemand. Die Musiker hatten bei ihrem Oktoberfest mit Schweinsbraten und Knödel vorgesorgt, da ließen sich die Bartholomäer nicht zweimal bitten und langten zu. Mit dem Erlös finanziert der Musikverein Notenmaterial und Musikinstrumente. Fortsetzung auf nächster Seite

Judendorf: Conny (5.v.r) wurde von ihrer Polterrunde zum Oktoberbierfest gelotst, um die letzten Tage in "Freiheit" zu genießen. Foto: Markus Hörzer

Gratkorn: Willkommene Gäste waren auch die Nachbarn vom betreuten Wohnen. Heimleiter Wolfgang Schieghofer begrüßtmit herzlicher Umarmung Wilhelmine Pinter. Foto: Edith Ertl

Eisbach: Ohne sein Dreimäderlhaus geht nichts: Der Ortsvorsitzende des PVÖ Eisbach, Rudolf Langmann mit den Töchtern Rosemarie und Veronika sowie Ehefrau Veronika. Foto: Edith Ertl

Eisbach: Die Pensionisten machten auch beim Linkswalzer gute Figur.

Foto: Edith Ertl


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38 Freizeit / Feste

St. Bartholomä: Der MV St. Bartholomä spielte am Kirchplatz auf, bevor es zum Oktoberfest ging. Foto: Edith Ertl

St. Bartholomä: Der Schweinsbraten zerging auf der Zunge.

Foto: Edith Ertl

Gratwein: Anna Hierzer servierte Blutwurstgröstl. Foto: Edith Ertl

Erntedankfest in St. Bartholomä

Dir Kirche in St. Bartholomä war beim Erntedankfest gesteckt voll, sodass bei offener Tür noch im Freien einige Gottesdienstbesucher den Schlusssegen von Pater Paulus Kamper empfingen. Nur das Wetter hielt sich nicht an die Festtagsstimmung. Der Hlg. Petrus zeigte sich wankelmütig und schickte Regentropfen und Sonnenschein, zeitweise sogar gleichzeitig.

Schmankerlfest Gratwein

Das Gratweiner Schmankerlfest bot eine Vielfalt an Handwerkskunst, Kulinarik und Unterhaltung. Höhepunkt war wohl die Modeschau, bei der SP-Bgm. Gerald Murlasits, FP-Bgm. Dr. Wolfgang Lagger, SP-Bgm. Harald Mulle, Gemeinderäte und Vereinsobleute als Models am Laufsteg Mode aus der Trachtenstube Hiden vorführten. Schmalz, Zwiebel, Blutwurst, Salz und Majoran waren das kulinarische Highlight.

Auch von den Weintrauben durfte nach dem Erntedankfest genascht werden. Foto: Edith Ertl

St. Bartholomä: mit Brot wurde für die Ernte gedankt.

Foto: Edith Ertl

Die Gsullerkogler tischten Blutwurstgröstl auf.

Judendorf: „Ausg`steckt‘

Nehm ich den Regenschirm mit oder lass ich ihn da? So genau konnte das bei „Ausgsteckt‘ is“ der Trachtenmusikkapelle JudendorfStraßengel niemand beantworten. Am Ende des Tages hatten jene recht, die den Schirm mithatten. Aber der guten Stimmung taten die Regentropfen keinen Abbruch. zz

Judendorf: Franz Dorner, Obmann der Trachtenmusikkapelle Judendorf, hat Talent als Maronibrater. Foto: Edith Ertl

St. Bartholomä: Das verteilte Brot ließ sich auch VP-Bgm. Josef Birnstingl beim Erntedankfest schmecken. Foto: Edith Ertl

Gratwein: Die Gratweiner verstehen es, den Herbst zu feiern. Das Schmankerlfest war wieder sehr gut besucht. Foto: Edith Ertl

Judendorf: Die einen servierten den Sturm … Foto: Edith Ertl

… und die anderen ließen sich den Sturm schmecken. Fotos (2): Edith Ertl


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Aus dem Bezirk 39

Tulwitz: Der ganze Feuerwehrabschnitt feierte das neue Löschfahrzeug

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ass der Abschnittsfeuerwehrtag in Tulwitz durchgeführt wurde, hatte seinen guten Grund. Denn gleichzeitig konnte die örtliche Feuerwehr die Segnung des neuen Rüstlöschfahrzeugs feiern. „Damit ist für unsere Kameraden in Tulwitz eine Vision wahr geworden“, sprach Abschnittskommandant Willibald Wurzinger diesen aus der Seele. Nach der Messfeier im großen Festzelt unterhalb des Gasthofs Pröllhofer nahm Pfarrer Geistlicher Rat Josef Jandl vor den angetreten Wehren die Segnung des neuen Fahrzeugs vor. „Wir haben schon seit Jahren darüber geredet, dass diese Anschaffung notwendig ist“, erläuterte VPBgm. Hermann Gschaidbauer – selbst aktiver Feuerwehrmann – die Vorgeschichte. Dass man den Kauf im Vorjahr schließlich fixieren konnte, lag nicht zuletzt an der Eigenleistung der FF Tulwitz, wie Bereichsfeuerwehrkommandant BR Gerhard Sampt hervorhob. Hatte doch die Wehr in Eigenregie rund zwei Drittel des Kaufpreises von mehr als 400.000 Euro aufgebracht. Land und die Gemeinden Tulwitz und Tyrnau mussten – anders als das zumeist der Fall ist – „nur“ den Rest beisteuern. Kein Wunder, dass sich der Ortschef in seiner Rede voll des Lobes

für den Feuerwehrkommandanten HBI Johannes Walcher zeigte, der neben der Leitung seines Elektrounternehmens noch die Zeit finde, die Wehr zu führen: „Dass er eine außergewöhnliche Führungspersönlichkeit ist, zeigt die Stärke unserer Wehr“. Ein Lob, dem sich VP-NRAbg. Ridi Steibl und SP-LAbg. Werner Breithuber in ihren Grußadressen anschlossen – „aus vollem Herzen“, wie Steibl sagte.

Auszeichnungen überreicht

Anlässlich des Abschnittstages wurden eine ganze Reihe von Feuerwehrkameraden aus dem Abschnitt I für langjährige oder besondere Verdienste ausgezeichnet: FW Friesach-Wörth: BI Gernot Rieger (Verdienstzeichen 2. Stufe). FW Frohnleiten: EOBI Richard Kuhn, EHFM Günther Kink (50 Jahre); EHLM Karl Möstl (60 Jahre). FW Kleinstübing: HFM Harald Hofbauer Verdienstzeichen 3. Stufe) FW Semriach: EHLM Peter Glettler (Medaille für verdienstvolle Zusammenarbeit des LFW-Verbandes in Bronze); LM Franz Ferstl, HBI Johann Prügger, LM Markus Glasser, HFM Franz Gschaider (40 Jahre). FW Übelbach-Markt: HFM Franz Hopfer (25 Jahre), HFM Komm. Rat Martin Zuser (50 Jahre).

Alle Hände voll zu tun hatten Steibl, Breithuber und Sampt bei der Überreichung der Auszeichnungen.

Bereichskommandant Sampt vor den zur Fahrzeugweihe angetretenen Mannschaften. Fotos (4): Franz Köhldorfer

BFW Mayr-Melnhof: OBI Johann Harrer, BMK Wolfgang Barth (Verdienstzeichen 3. Stufe); OLM Franz Priedl (50 Jahre). – FW Tulwitz: OBI Franz Rainer, OLM Robert Harrer-Glück, OLM Christian Reiter (Verdienstzeichen 3. Stufe); OLM d.V. Aegidius Harrer, OLM Adolf Harrer (Verdienstzeichen 2. Stufe): LM JohannWittgruber, LM Johann Rainer, HLM Karl Reiter, LM Franz Mandl, LM Karl Schaufler, LM Hermann Gschaidbauer, LM Raimund Edlinger, LM Konrad Prietl, OLM Johann Pabst, LM Karl Luttenberger, LM Martin Hirschbauer, HFM Augustin Tengg, HFM Willibald Wittgruber, HFM Johann Zangl, HFM Peter Gschaidtbauer, HFM Sigfried Fröhlich (40 Jahre); LM Ferdinand Brunnegger, LM Jo-

hann Hyden, HFM Franz Rainer (50 Jahre); HLM Markus Loidolt, EOBI Karl Schinnerl (60 Jahre). F.K. zz

Bgm. Gschaidbauer ist stolz, dass die Feuerwehr einen großen Teil selbst finanzierte.

Abschnittskommandant Wurzinger, dahinter der Tulwitzer Kommandant Walcher: „Eine Vision ist Wirklichkeit geworden“


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40 Advent

Klosterladen feiert Jubiläum E

in Geheimtipp für feine Geschenke, edle Tropfen, gute Literatur und erlesene Köstlichkeiten ist der Klosterladen im Stift Rein. Der Gesangsverein von Zettling weiß das, der Sparverein von St. Veit an der Glan auch. Der Klosterladen von Stift Rein ist aber weitaus mehr als ein Souvenirshop, die BEZIRKSREVUE begab sich auf Spurensuche. Am Anfang war ein Fenster Der Klosterladen gehört heute zum Erscheinungsbild von Stift Rein. Aber wer erinnert sich noch, wie es früher dort ausgesehen hat? „Stiftspforte, Information“ stand auf einem großen Plakat mit einem Pfeil, der die Richtung anzeigte. Hinter dem Eisengitter wurde ein

Neue Öffnungszeiten täglich von 10:00 -12:45 und 13:15 -16:00 Uhr

Pater Gerhard Spix empfiehlt einen Besuch im Klosterladen. Im Dezember gibt es Foto: Edith Ertl ein spezielles Angebot für Weihnachtsbillets.

Fenster geöffnet, wenn jemand eine Ansichtskarte kaufen wollte. Broschüren lagen zur freien Entnahme auf, Heiligenbildchen und einige Flaschen Wein wurden zum Verkauf angeboten.

Der Umbau

2002 wurde umgebaut. Ein Grund dafür war wohl der Beginn der Stifts- und Bibliotheksführungen. 2003 wurde die erste große Aus-

stellung eröffnet, seither suchen Besucher aus aller Welt nach einem passenden Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Architekt DI Manfred Fuchsbichler hat aus der ursprünglichen Pforte einen Verkaufsraum geschaffen, der durch die großzügige Verwendung von Glas hell und einladend wirkt.

Sonntags geöffnet

Im Klosterladen gibt es Waren,

die es sonst nirgendwo zu kaufen gibt, wie etwa die Reiner Oblaten. Ähnlich, aber nicht so süß wie die Schnitten in der rosa Verpackung, gibt es die Oblaten in Schachteln mit dem Aufdruck von Stift Rein in den Geschmacksrichtungen Vanille, Kakao, Nuss oder Zimt. Als Geschenk sind die Oblaten ein netter Gruß aus der Region, aber man darf diese Köstlichkeit ruhig auch selbst vernaschen. Eine Packung kostet 3,60 Euro. Im November gibt es zu drei gekauften Packungen ein Stift Rein-Kaffeehäferl gratis dazu. Gern greifen Besucher auch zum Reiner Gnadenschlüssel, der weltweit eine Besonderheit ist, weiters zu Schnaps, Salz und Lebkuchen. In fünf Wochen sind wir mitten im Advent. Fern von der Hektik der Einkaufszentren zuerst in der Region nach passenden Aufmerksamkeiten zu suchen, ist den Versuch auf jeden Fall wert. Und noch ein Geheimtipp: Der Klosterladen ist auch am Sonntag geöffnet. E.E. zz

Gratkorner Christkindln am Werken I

Adventmarkt in St. Bartholomä Der grau-grüne Bartholomäer Trachtenschal entsteht in Häkeltechnik und passt gleichermaßen zu Tracht und Jeans.

m Herbst organisierte das Frauenkomitee Gratkorn einen Flohmarkt und machte Brauchbares zu Barem. Am Samstag, 1.Dezember werden Katharina Wess und ihre Damen am Andreas-

Leykam Platz ihr ChristkindlStandl aufbauen und Gebasteltes, Genähtes und Gebackenes verkaufen. Mit dem Erlös wird die Weihnachtsfeier für behinderte Freunde finanziert. E.E. zz

Foto: Edith Ertl

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en Duft von Bratäpfeln mit Zimt und Zucker in der Nase, die Hände an heißen Maroni wärmend, lässt es sich gut durch die alte Kegelstatt schlendern. Am Sonntag, 2.Dezember findet ab 9:30 Uhr

der St. Bartholomäer Adventmarkt statt. Neben kulinarischen Genüssen wird Handwerkskunst angeboten. Der Bartholomäer Trachtenschal nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. E.E. zz

Seit 30 Jahren setzt sich das Gratkorner Frauenkomitee für Menschen mit Behinderung ein. Foto: Edith Ertl


09/12 11/12

Advent Sport 41

Stattegger Advent: Vom Konzert bis zum Perchtenlauf

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tattegg lädt zu einem vielfältigen Programm im Advent. Es reicht vom Weihnachtsmarkt über besinnliche Weihnachtsgeschichten bis hin zum Kasperltheater, musikalisch untermalt von den Schul- und Kindergartenkinder und dem örtlichen Musikverein. Ein besonderes Highlight bildet das Benefizkonzert von Resurrexit, dem Absolventinnenchor der Usulinen, zugunsten des SOSKinderdorfes. Den Abschluss macht der Perchtenlauf der Sulmtaler Perchten am Dorfplatz. „Da ist für jeden etwas dabei!“, freut sich Bgm. Karl Zimmermann. zz

Das Programm: Freitag, 30. November 14:00 Uhr: Eröffnung 17:00 Uhr: Lichterentzünden am Christbaum 19:00 Uhr: Konzert MV St. Veit-AndritzStattegg Samstag, 1.Dezember 10:00 bis 18:00 Uhr: Kinderprogramm 10:45 Uhr: Weihnachtsgeschichten für Kinder 14:00 Uhr: Adventkranzweihe in der Kapelle 18:00 Uhr: Konzert mit dem UrsulinenAbsolventinnenchor

Sonntag, 2.Dezember 10:45 Uhr: Weihnachtsgeschichten 14:45 Uhr: Kasperltheater 15:45 Uhr: Spendenübergabe an SOS-Kinderdorf Steiermark 16:00 Uhr: Kinderdorfchor Stübing Weihnachtsmarkt durchgehend von Freitag bis Sonntag. Montag, 3.Dezember 17:00 Uhr Perchtenlauf der Sulmtaler Perchten

Traditioneller Adventmarkt beim Kesselfall in Semriach V

Zauberhafte Weihnacht-Atmospähre kann man beim Gasthof Sandwirt in Semriach genießen. Foto: F.K.

orweihnachtliche Stimmung tankt man heuer am Besten in Semriach. Der Sparverein Kesselfall hat sich ins Zeug gelegt um beim Gasthof Sandwirt festliche Weihnachtsstimmung beim Adventmarkt zu versprühen. Am 24. und 25.November kann man sich zwischen 13:00 und 22:00 Uhr am liebevoll gefertigten Kunsthandwerk, lieblichen Weihnachtsschmuck und aromatischem Punsch erfreuen. Neu sind die Kartoffelspiralen, die

die Maroni ablösen. Der Adventmarkt beim Sandwirt ist also immer einen Besuch wert, freut sich das Team des Sparzz vereins Kesselfall.

Adventmarkt 24. und 25. November 13:00 bis 22:00 Uhr Gasthof Sandwirt


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42 Schule / Bildung

VS Eisbach: "Nimm und bring" motiviert zum Lesen

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in alter grüner Bücherkasten ist in der Volksschule Eisbach zum Treffpunkt für Bücherfreunde geworden. Kinder, Eltern, Lehrer dürfen von dort ungeniert Bücher entwenden, ganz ohne administrativen Aufwand. Und ebenso darf jeder, der möchte, Bücher dort hineingeben. Mit „nimm und bring“ gehen Direktorin Monika Seeliger und ihr Lehrerteam neue Wege, um Kinder zum Lesen zu motivieren. Damit der Zugriff noch leichter wird, hat der alte Schrank auch keine Glasscheiben. Im Rahmen der Aktion „Österreich liest“ wurde in der VS Eisbach vorgelesen. FP-Bgm. Dr. Wolfgang Lagger eröffnete den Reigen mit der Geschichte vom kleinen Ritter Rotzlöffel und hatte damit die Aufmerksamkeit der 70 Kinder auf seiner Seite. Als weitere Vorleser stellten sich Pater Maximilian Geier sowie die

ehemalige Schulleiterin Renate Proßnegg ein. E.E. zz

Hitzendorf: Erfolgreiches Schulprojekt "HaltGewalt"

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emeinsam stark gegen Gewalt lautete im vergangenen Schuljahr das Motto für die Schüler der 2c Klasse der Neuen Mittelschule Hitzendorf, die am Projekt „HaltGewalt“ teilnahmen. In verschiedenen Workshops ging es um Mädchenpower, Gewaltprävention und Konfliktma-

nagement. Gemeinsam mit einem geschulten Projektteam wurden Themen wie Respekt, gegenseitige Unterstützung und Gerechtigkeit behandelt. Aufgrund des Erfolges soll das Projekt im heurigen Schuljahr fortgesetzt werden und sowohl die unterrichtenden Lehrer als auch die Eltern mit einzz schließen.

Kinder lieben es, wenn spannende und lustige Geschichten vorgelesen werden.

Foto: Edith Ertl


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Schule / Bildung 43

Autofahrer bekamen Süßes und Saures

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ie Idee ist zwar nicht neu, aber wirkungsvoll und wurde erstmalig in Deutschfeistritz durchgeführt. Die Schüler der 4.Klasse Volksschule führten unter Mithilfe der Deutschfeistritzer Polizei eine Geschwindigkeitsprävention durch. Sie teilten Schokoriegel (Süßes) aus, wenn die Autolenker die Geschwindigkeit einhielten und gaben Saures (Zitrone), wenn die Fahrzeuglenker zu schnell unterwegs waren. Initiator dieses Projektes war der Sicherheitsbeauftragte von Deutschfeistritz, VP-GR Dietmar Jantscher: „Die Autofahrer

waren vorbildhaft, es musste nur ein einziges Mal eine Zitrone ausgeteilt werden.“ Die Aktion war jedenfalls ein voller Erfolg. Die Kinder konnten hautnah miterleben, wie die Arbeit der Polizei auf der Straße abläuft, und auch die Autofahrer hatten vollstes Verständnis für diese Aktivität. VP-Bgm. Michael Viertler, der Jantscher tatkräftig bei der Planung unterstützte, kündigte eine Wiederholung dieser Aktion im nächsten Jahr an. E.E. zz Initiator Jantscher „fuhr“ gleich mit gutem Beispiel voran und bekam dafür von den Schülern und der Polizei einen Schokoriegel. Foto: KK

NMS Hitzendorf: Tanzen für alle! Gelebte Gemeinschaft D urch das „All You Can Dance“ – Prinzip der Tanzschule Ratswohl ist der Einstieg sowohl bei den Tanzkursen für Paare, bei Zumba als auch bei Hip Hop und Breakdance jederzeit möglich. Ob Anfänger, Fortgeschrittene, Silberkurs oder Tanzen als Hobby im Paare-Club – in äußerst gemütlicher und lockerer Atmosphäre kann das Tanzbein in jedem Alter zu günstigen Monatsbeiträgen und unter professioneller Anleitung geschwungen werden. Sie starten mit dem schönsten Hobby zu zweit und lernen Standard- und lateinamerikanische Tänze neu oder frischen ihre Tanzkenntnisse auf. Besondere Highlights waren ein abendliches Lagerfeuer mit Würstelgrillen, die Beobachtung eines Steinadlers und eine Schneeballschlacht. Foto: KK

E

in zweitägiger Wandertag führte die 2 a Klasse der Neuen Mittelschule Hitzendorf zur Köhlerhütte am Fuße des Zirbitzkogels. Gemeinsame Outdoor-Spiele, kleine Wanderungen und das Schlafen in einfachen Matratzenlagern stärkten das Gemeinschaftsgefühl und schärften den Blick für die Schönheit der Natur – in unserer technisierten Welt ein außerge-

wöhnliches Erlebnis für Schüler und Erwachsene. Insgesamt war es ein gelungener Auftakt ins neue Schuljahr, der durch strahlenden Sonnenschein und eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Lehrer Peter Geyer, Liselotte Kugi, Eva Nikodem und zz der Eltern verstärkt wurde.

Zumba – das Tanz-Fitness-Workout mit den temperamentvollen Zumbainstructorinnen ist Tanzen, Fitness, den Körper formen und Spaß haben. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es „Kids Dance Fitness Zumba“, Hip Hop und Breakdance. Fast jedes Kind bewegt sich, sobald irgendwo Musik erklingt. Diese natürliche Fähigkeit sollte gefördert werden, daher stehen Freude und

Foto: KK

Spaß an Musik und Bewegung im Vordergrund. PR zz

Information: Tanzschule Ratswohl Statteggerstrasse 32, 8045 Graz 0650/234 5 234 www.ts-ratswohl.at


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44 Gesundheit

BÜCHERWURM KÜCHE & KELLER Termine Frohnleiten Fit mit Mr.Move it! ®

(Lifecoach und Bewegungskünstler Masara Dziruni) Fitness mit Zumba, Aerobic, Spass, Action, Schwitzen. Termin: ab 9. November, 18:15 Uhr, 6 Einheiten je eine Stunde. Ort: Volkshaus Frohnleiten Kosten: € 10,-- pro Einheit Anmeldung und Info: Gertrude Paar, Tel. 0699 / 12336319 (ab 16 Uhr).

Vortrag: Bienenprodukte aus medizinischer Sicht

Termin: 27.November 2012, 19.00 Uhr Ort: Murapotheke Römerstraße 30, 8130 Frohnleiten Vortragende: Dr. Evelyne Wieser-Erlitz, Allgemeinmedizinerin in Frohnleiten Weitere Informationen: Annemarie Schweiger Tel. 0650 / 6203030

Das Stevia Weichnachtsbackbuch Gina Martin-Williams, Kneipp Verlag, 96 Seiten, EUR 14,99

Backen ohne Histamin Heide Steigenberger, Kneipp Verlag, 132 Seiten, EUR 19,99

Die Autorin Heide Steigenberger zeigt, wie man aus histaminfreien und histaminarmen Zutaten wunderbare Kuchen und Torten bäckt. Im Buch findet man aber auch Rezepte für Kekse, Gebäck und Pikantes – und praktische Tipps, die das histaminfreie Backen zu einem kinderleichten Vergnügen machen.

Der aus dem Süßkraut Stevia gewonnene Süßstoff ist inzwischen in aller Munde, denn er wurde nun von der EU zugelassen. Für viele Menschen ist Stevia gerade zur Weihnachtszeit eine willkommene Alternative zu Zucker & Co., denn es enthält überhaupt keine Kalorien. Somit werden die weihnachtlichen "Sünden" zum leichten Genuss. Gina Martin-Williams präsentiert in diesem Weihnachtsbackbuch ihre besten Plätzchen, Weihnachtskuchen, Pralinen und Konfekte.

Süße Weihnachtsklassiker Dietmar Fercher, Residenz Verlag, 112 Seiten, EUR 14,90

Konditormeister Dietmar Fercher verrät seine besten Rezepte für die schönste Zeit des Jahres. Aus Zucker, Honig, Nüssen, Butter, Marzipan und viel Schokolade kann nun unwiderstehliche Weihnachtsbäckerei entstehen. Und der feine Adventstollen gelingt mithilfe der leicht verständlichen Fachtipps aus der Meisterbackstube ebenso wie der klassische Lebkuchen.

Gratweiner Gesundheitstag

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ratwein veranstaltete seinen ersten Gesundheitstag. 30

Aussteller präsentierten eine Fülle von Informationen und Aktionen

Gratweins Ortschef SP-Bgm. Gerald Murlasits ließ sich auch am Kneipp-Stand Foto: W.K. beraten.

Auch die Nachbarn kamen nach Gratwein: VP-LAbg. Waltraud Schiffer, VP-Bgm. Josef Bringstingl aus St. Bartholomä, VP-NAbg. Ridi Steibl und Judendorfs SP-Bgm. Harald Mulle. Foto: Edith Ertl

zum Thema Gesundheit und Wohlbefinden. Die gesunde Jause und ein Schaukochen mit Kerstin und Markus Frewein waren ebenso

vertreten, wie ein Seh- und Hörtest, Blutzuckermessung und die Möglichkeit, eine Massage auszuprobieren. Mit dabei auch die


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Gesundheit 45

Sofort rauchfrei mit Gewichtskontrolle durch Emia Softlaser-Therapie! D

enken Sie schon lange daran, mit dem Rauchen aufzuhören? Aber Sie wissen noch nicht wie? Mit Emia SoftlaserTherapie haben Sie die richtige Lösung für ein rauchfreies Leben! Eine einzige schmerz- und nebenwirkungsfreie Anwendung nimmt allen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, das Verlangen nach einer Zigarette. Andere Entzugserscheinungen wie Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Schwitzen u.a. werden minimiert bzw. treten nicht auf. Auch die Angst vor einer Gewichtszunahme ist unbegründet. Durch Stimulierung bestimmter Akupunkturpunkte,

Herbstaktion: Als Ansporn zur Raucherentwöhnung gibt es für Terminvereinbarungen bis zum 17.11.2012 einen Rabatt von 20.- €! die für das Gewicht, Hunger und Stoffwechsel stehen, wird die Gefahr einer Gewichtszunahme minimiert. Die Erfolgsquote liegt bei 90%! Garantie: Eine zweite Behandlung ist innerhalb eines Jahres kostenfrei! Eine ausführliche, speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Beratung ergänzen die Therapie. Das einzige, das Sie mitbringen müssen, ist Ihr Wille.

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8152 Stallhofen Södingberg 90 Tel. 0664 5270705 info@emia.at www.emia.at

Emia Softlaser-Therapie wird auch sehr erfolgreich bei Gewichtsreduktion ohne JoJo Effekt, Stressbewältigung sowie Unterstützung bei Wechseljahresbeschwerden angewendet. Ein ProNutriNahrungsmittelunverträglichkeitstest rundet das erfolgreiche Emia-Programm ab. PR zz

AUVA, mit dem Schwerpunkt auf Unfallverhütung und das richtige Heben von schweren Lasten. Bei Fachvorträgen, wie beispielsweise der Pflegemediation, erhielten die Besucher Informationen, die es so gebündelt an einem Ort wohl

kaum wo gibt. Organisiert wurde der Gesundheitstag von SP-GR Edith Haas, Richarda Mandl, Helga Pusterhofer und Monika Rieder An eine Fortsetzung des Gesundheitstages ist gedacht. E.E. zz

Vor allem ältere Menschen nutzten die Gelegenheit eines kostenlosen Sehtests. Foto: W.K.

Weitere wirkungsvolle Anwendungsgebiete sind Gewichtsreduktion, Stressbewältigung und ProNutri Nahrungsmittelverträglichkeitstest sowie Hilfe bei Wechseljahresbeschwerden. Foto: KK


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46 Gesundheit

„Best Beauty“ bringt Ihre Haut zum Strahlen

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ei unregelmäßiger, erschlaffender oder gestresster Hautstruktur, störenden Fältchen, unschönen Narben, Unreinheiten, lästiger Akne oder großporiger Haut ist die Diamant-MikrodermabrasionBehandlung genau das Richtige. Sabine Ferschinger vom Studio „Best Beauty“ bietet diese Luxusbehandlung an. Was ist Diamant-Mikrodermabrasion? In einem regelmäßigen Zyklus erneuern sich die Hautzellen. Diese Fähigkeit lässt mit zunehmendem Alter nach. Die

Best Beauty by Sabine Ferschinger St. Veiterstraße 6-8 8045 Graz Tel. 0664/1390388 www.best-beauty.at

Folge ist eine Verschlechterung des Hautbildes durch die fehlenden Neubildungen von Zellen. Die abgestorbenen Hautschichten müssen abgetragen werden, um

Gratkorn: Neues Nagelstudio

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eit kurzem gibt es in Gratkorn eine neue Anlaufstelle für Nagelpflege, Wimpernverlängerungen und einiges mehr. In Eggenfeld hat sich eine junge Dame namens Sandra Senekowitsch unter dem Firmennamen „Seductive Glamour Nails“ selbständig gemacht und lockt ihre Kunden seither mit qualitativer Arbeit und dem passenden Preis- Leistungsverhältnis. „Die Zufriedenheit meiner Kunden liegt mir am Herzen und es freut mich am meisten, wenn ich meine Kunden ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann“, meint die 23-jährige Jung-Unternehmerin. Wer sich von der freundlichen Atmosphäre und der feinfühligen

Fotos (2): KK

Arbeit überzeugen will, kann von Montag bis Freitag einen Termin unter 0664 / 4411403 vereinbaren. zz

eine Verbesserung des Hautbildes zu erzielen. Mit der Diamant Mikrodermabrasion wird eine sanfte und schmerzfreie Abtragung der obersten Hautschicht vorgenom-

men. Die natürliche Hautregeneration wird dadurch angeregt und die Haut wird glatt, zart und rosig. Diese Luxusbehandlung gibt es noch bis 30.November 2012 bei Best Beauty um nur € 49,00 statt um € 69,00. PR zz


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Sport 47

Wir suchen die „Sportler des Jahres“ D

ie BEZIRKSREVUE-Leser werden wieder aufgerufen ihre beliebtesten Sportler zu wählen. Neu sind diesmal Zusatzpreise für die Sportler des Jahres, die von einer Promi-Jury gekürt werden. Für rasch eingesandte Kupons unserer Leser zählt wieder der Stimmen-Verdoppler! Für unsere Leser gilt, dass sie für Sportler, die im Bezirk GU-Nord zu Hause oder bei einem Verein in dieser Region tätig sind, Kupons einschicken können. Gültig Die bisherigen Sieger: 2006: Matthias Benedikt (Fußball/FC Übelbach) 2007: Holger Graf (Tischtennis/ SG Judendorf-Eisbach) 2008: Sebald Kreiner (Laufsport/ Hurtig&Flink) und Nicole Miko (Gespannfahren/Pferdesport Graz-Nord) 2009: Markus Blümmel (Kickboxen/ATUS Gratkorn) und Nicole Miko 2010: Markus Blümmel und Nicole Miko 2011: Hannes Schwarz (Fußball/ SV Frohnleiten) und Valentina Gruber (Mountainbike/RC bikespeak)

sind jedoch nur Originalkupons, keine Kopien. Diese senden Sie bitte an die BEZIRKSREVUE, Schießstattweg 1, 8130 Frohnleiten. Mit der Stimme für Ihren persönlichen Favoriten haben Sie als Einsender auch die Chance, bei der traditionellen Siegerehrung im VIP-Club des FC Gratkorn einen Preis zu gewinnen. Diese findet am 24.Jänner statt. Wie bereits im Vorjahr haben wir auch heuer folgende Regel: Alle ausgefüllten Kupons, die noch im November bei uns einlangen, zählen doppelt. Natürlich kann auf jedem Kupon für eine Dame und einen Herrn gestimmt werden. Außerdem können die Kupons direkt in unserer Redaktion abgegeben werden. Prominente küren Sieger Während die Leser die beliebtesten Sportler wählen, wird eine PromiJury in einer eigenen Wertung die „Sportler des Jahres“ wählen. Sie werden aus einem erlesenen Kreis von Sportlern, die aufgrund ihrer Leistungen von den Bürgermeistern des Bezirks nominiert werden, ihre Sieger ermitteln. Wer in dieser Jury sitzen wird, verraten wir in unserer nächsten Ausgabe. H.H. zz

Zum Sportler des Jahres 2012 wähle ich:

Zur Sportlerin des Jahres 2012 wähle ich:

....................................................... ....................................................... ....................................................... ....................................................... Sportart: ....................................... Sportart: ....................................... Verein: .......................................... Verein: .......................................... Absender: .............................................................................................. ................................................................................................................ Besonders die Jüngsten freuten sich über eine Urkunde als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen. Im Bild Christoph Amhofer flankiert von BEZIRKSREVUEFoto: Harry Hörzer Lady Sanela Besic und Moderator Werner Höller.

Einsendeschluss 18. Jänner 2013 An der Einsendung nehmen nur Origialbons teil Kupons, die bis 30.11.2012 bei der BEZIRKSREVUE einlangen, zählen doppelt


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48 Sport

Alexandra Reisinger umjubelte Alpencup-Siegerin

einen Doppelstart machten. Der Vater holte sich den Tagessieg, vor Eiber (!) – Tochter Alexandra den Gesamtsieg.

Heimvorteil Ob im Fußball, Eishockey, Basketball oder auch jeder anderen Sportart: Das Spiel im eigenen Stadion, auf oder in der Heimstätte sollte in jedem Bewerb ein Vorteil sein. Ein richtiges Heimspiel erhöht die Siegeschance und die Hoffnung auf einen Punktegewinn. Dazu müssen aber auch die Klubs einiges beitragen. Natürlich ist es dabei von Vorteil, wenn im jeweiligen Team auch Einheimische stehen. Die Zuseher sollen sich ja mit der Mannschaft identifizieren können. Die Eishockeycracks der Styrian Flyers Deutschfeistritz sind ein klassisches Beispiel dafür, wie man die Fans in seinen Bann ziehen kann. Sieben Spieler wohnen in Deutschfeistritz, dazu sind noch fünf Peggauer, vier Stübinger, vier Frohnleitner und drei Übelbacher im Team. Einziger „Auswärtiger“ bei der Deutschfeistritzern ist ein gebürtiger Peggauer, der nach Graz gezogen ist. Durch den Umstieg von der NHL Graz in die obersteirische Eishockeyliga tragen die Flyers ab sofort ihre Heimspiele in Frohnleiten aus. Ein Fanansturm ist da wohl vorprogrammiert. Einen echten Heimvorteil genießt aber auch unser BasketballLandesligameister aus Gratkorn. Wenn Kapitän Marc Rinner und Kollegen aufs Parkett treten, ist die Sporthalle Gratkorn immer gut gefüllt. Spieler aus Gratkorn und Graz ergeben eine erfolgreiche Mischung. Die Gratkorner Fans gehen gerne in die Halle und bilden mit der Mannschaft so etwas wie eine große Familie. Viele gemeinsame Aktivitäten bestätigen das. Was gibt es Schöneres, als eine von den Fans gebackene Meistertorte zu erhalten, die man dann gemeinsam zz verzehrt?

Vielseitiges Talent

Mit viel Gefühl unterwegs: Alpencupsiegerin Alexandra Reisinger mit Vater Walter als Beifahrer. Foto: Wolfgang Winter

A

ls einzige Dame am Steuer zeigte die PS-Lady aus Großstübing dem „starken Geschlecht“, wo der Hammer hängt. Mächtig stolz darauf ist der entthronte Titelverteidiger aus dem Vorjahr – ihr Vater Walter Reisinger. Der Alpencup ist ein Trial-Bewerb für geländegängige Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Bruttogesamtgewicht. Sieben Läufe fanden statt, wovon die fünf besten Ergebnisse für die Jahreswertung zählten. Walter Reisinger aus Hörgas war in der Klasse F schon zweimal Gesamtsieger,

dazu auch je zweimal Zweiter und Dritter. Nach dem Vorjahressieg beschloss er seine 32jährige Tochter Alexandra, die ihn bis dahin als Beifahrerin unterstützte, zur Siegespilotin zu pushen. Die Rechnung ging auf – gleich in ihrem ersten Jahr als Fahrerin sicherte sie sich mit dem rund 200 PS starken Puch G den Gesamtsieg. Beim letzten Bewerb in Gaissau (Salzburg) sicherte das VaterTochter-Duo den Erfolg noch ab. Günther Eiber, der größte Konkurrent, durfte keinen Tagessieg landen, weswegen die Reisingers

Alexandra ist Absolventin der Landwirtschaftsschule für Pferdezucht und Weinbau. Nach abgeschlossener Lehre als Technische Zeichnerin verdient sie sich nun mit diesem Beruf ihre Brötchen. Sportlich war die Pferdebesitzerin bereits in ihrer Jugend in der Haflinger-Dressur erfolgreich: zweimal Steirische Landesmeisterin und einmal Vizestaatsmeisterin. Zu ihren Hobbys zählt auch Motorradfahren. Da hatte die „wilde Henne“ mal zu viel Seitenlage erwischt. Das ramponierte Motorrad war kein Problem – das hat sie danach selbst repariert. H.H. zz

So sehen Sieger aus! Walter Reisinger mit dem Pokal für den Tagessieg, Alexandra mit der Cuptrophäe.

RC Frohnleiten: Tolle Erfolge

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eim Abschlussbewerb zum Steirischen Fahrercup in Heiligenkreuz am Waasen waren 36 Gespanne am Start. Die beiden Frohnleitner Susanne Prietl und Christian Berner konnten sich auch nach dem vierten Teilbewerb im Spitzenfeld etablieren. Prietl wurde mit ihrem Pferd Buddy Zweite in der Cup-Gesamtwertung, Berner mit seinem Nachwuchspferd Inas hervorragender Dritter. Im Springreiten konnte sich eine junge Dame des RC Frohnleiten

sehr erfolgreich in Szene setzen. Nicole Berner landete mit ihrer Stute Lady Stallion in diesem Jahr zehn Siege und konnte zudem noch zahlreiche Platzierungen erreichen. Ein weiterer Saisonhöhepunkt war für Nicole die Teilnahme mit der Ponymannschaft bei der Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft. Als jüngste Steirerin war sie auch erfolgreichste steirische Reiterin. H.H. zz

Die 12jährige Nicole Berner ist ein Naturtalent im Springreiten und harmoniert bestens mit „Lady Stallion“. Foto: KK


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Sport 49

Frohnleitner Faustballer auf der Erfolgsspur

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ang zwei in der Bundeliga B – damit hat sich der SV MM Frohnleiten am Feld einen Platz für das Aufstiegs Play Off in die erste Bundesliga im Frühjahr erkämpft. Dazu war man auch in der Landesliga äußerst erfolgreich. Die Frohnleitner Faustballer nahmen ihre gute Form aus den Aufbauturnieren – Sieg in Inzersdorf und einige weitere Platzierungen im Spitzenfeld – in die Herbstmeisterschaft mit. Mit Platz zwei in der zweithöchsten österreichischen Spielklasse wurde das Ziel „Play Off“ erreicht. In der Landesliga war Frohnleiten ohne Konkurrenz: SV MM II mit Kapitän Stefan Eisenberger gewann alle Spiele. SV MM II mit Kapitän Niko

QUICKIES zz Laufstark

Leider sieglos blieb die Jugendmannschaft, die nur an einer Meisterschaftsrunde teilnahm. Vor der zweiten Runde hatten plötzlich alle Spieler Terminprobleme. Obmann Wieser hofft, dass Ende April wieder interessierte Jugendliche zum Schnuppertraining kommen.

Mehr als 10.000 Teilnehmer waren beim Graz-Marathon am Start. Sowohl bei den Herren wie auch bei den Damen waren Läufer aus Kenia erfolgreich. Aber auch unsere Asse präsentierten sich in Bestform. Mag. Cornelia Wiesenhofer aus Semriach wurde als beste Steirerin Vierte der Gesamtwertung. Marika Huber vom HRC Jaritzberg gewann den Cityrun über 11,5 Kilometer.

Hallensaison beginnt

zz Premiere

Wieser erlitt zwei knappe Niederlagen und wurde Zweiter.

Am 24.November findet ab 15:00 Uhr ein Heimspiel in der 2. Bundesliga statt. Im Anschluss daran sind die Landesligateams im Wettkampfeinsatz. Weiter geht es in Frohnleiten am 2.Dezember mit einer weiteren Landesliga-Runde ab 9:30 Uhr. Am 9.Dezember findet ab 10:00 Uhr ein Bundesligaheimspiel statt. H.H. zz

Obmann Ing. Niko Wieser lebt für den Faustballsport, für den er auch sehr gerne ambitionierten Nachwuchs gewinnen möchte. Foto: Harry Hörzer

Panthers und Eisbären sorgten für Fanansturm

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arauf haben viele Eishockeyfans wohl schon lange gewartet. Zum Derby der beiden Nachbarn kamen rund 250 Zuseher in die Frohnleitner Eishalle. Sie sahen, wie die Panthers aus Frohnleiten die Peggauer Eisbären mit 5:2 besiegten. Nachdem der Panthers-Vorstand aus Kostengründen entschieden hat, nicht mehr in der ehemaligen Eliteliga mitzuspielen, sind nunmehr drei Klubs aus der Region in der Landesliga vertreten. Das bringt spannende Derbys, worauf sich auch die Eisbären Peggau und die Ruffnecks Gratwein freuen. Zwei dieser Lokalschlager fanden bereits statt – immer mit dem besseren Ende für die Panthers. Wobei schon klar zu sehen war: Ein Schaulaufen wurde und wird es für

zz Gebremst

EisbärenGoalie Christian Hammerl brachte die Frohnleitner mit seinen Abwehrreaktionen oft zur Verzweiflung. Foto: Gerhard Kleinbichler

die Raubkatzen nicht – und Kindergeburtstage sehen auch anders aus. Schon die Ruffnecks wehrten sich im ersten Derby, wo die Gratweiner das Heimrecht hatten, recht erfolgreich. Sie verloren das Spiel nur knapp mit 4:6. Auch das Aufeinandertreffen zwischen Panthers und Eisbären am vergangenen Wochenende war lange Zeit offen, stand nach dem

Der Gratweiner Schwimmstar Christian Scherübl war erstmals im Weltcupeinsatz. Beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin war für die steirische Auswahl jedoch nicht viel zu holen. Es gelang keine Finalteilnahme. Erwähnenswert Rang zehn für die 4x50m-KraulMixed Staffel mit Martin Spitzer, Uschi Halbreiner und Christian Scherübl.

zweiten Drittel noch 2:2. Zwischenzeitlich führte Peggau gar durch Tore von Matthias Valent und Johannes Pfaller mit 2:1. Dazu „hexte“ Christian Hammerl im Tor der Eisbären. Im Schlussdrittel jubelten die Panthers aber noch dreimal. Zweimal war Dominik Kraxner erfolgreich, dazu traf Christian Kohlhuber mit einem sehenswerten Schuss genau ins Kreuzeck. H.H. zz

In der Gebietsliga Mitte starteten die Kicker aus Fernitz fulminant: Acht Spiele, acht Siege. Dann gastierte Stiwoll in Fernitz und entführte mit einem 4:4 verdient einen Punkt. Der Ausgleich der Heimischen fiel erst in der Schlussminute. Damit war die blütenweiße Weste des Spitzenreiters erstmals bekleckst. Eine Woche später knöpfte Stattegg den Fernitzern mit einem 2:2 den nächsten Punkt ab. Ab Jänner 2013 steht der Waldsteiner Radprofi Georg Preidler beim holländischen Rennstall-Team Argos-Shimano unter Vertrag. Da sein alter Rennstall nur mehr auf Fahrer mit Diabetes Typ 1 setzt, unterschrieb er einen Einjahresvertrag bei den Holländern. Nun winken Preidler auch Teilnahmen bei dreiwöchigen Landesrundfahrten. zz

zz Rennstallwechsel


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50 Sport

Stocksportturnier in St. Oswald Turnier zu spielen. Den Turniersieg sicherte sich Seppl´s Eck Gratwein mit den Spielern Sepp Schweiger, Hubert Maier, Joachim Hell und dem „LastMinute-Mann“ Karl Leist. Nach einem Ausfall in Schweigers Team ist der St. Oswalder Leist kurzfristig und erfolgreich eingesprungen.

Die strahlenden Sieger vom Team Seppl´s Eck, flankiert von SP-Bgm. Andreas Foto: Harry Hörzer Staude (li) und seinem Vize, Leo Klimacsek.

N

eun Teams folgten der Einladung der SPÖ St. Oswald

um am Parkplatz des örtlichen Altstoffsammelzentrums ein

Platz zwei für RC Union Deutschfeistritz

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n Farrach wurden kürzlich die Landesmeisterschaften im Reiter-Vierkampf sowie der HorseIronman Bewerb, der aus den Disziplinen Dressurreiten, Springreiten, Laufen und Schwimmen besteht, ausgetragen. Ursprünglich war geplant, 3 Mannschaften vom RC Deutschfeistritz zu entsenden, verletzungsbedingt konnte aber nur eine Mannschaft an den Start gehen. Diese errang jedoch von 17 teilnehmenden Mannschaften den hervorragenden zweiten Platz. Die erfolg-

reichen Teilnehmer: Schwimmen: Richard Klima, Dressurreiten: Beatrice Freund auf Quick Step, Springen: Marlene Mayer auf Kenzo und Laufen: Helmut Speer.

Weihnachtsreiten

Den krönenden Abschluss der Saison im RC Union Deutschfeistritz, bildet, wie jedes Jahr das traditionelle Weihnachtsreiten, am Sonntag, 16 Dezember. Neben Reitvorführungen ist auch für das leibliche zz Wohl gesorgt.

Platz zwei ging an den ESV P.E.C.H. Andritz, vor dem ESV St. Oswald und dem Oldtimerclub. Wie immer bei diesem Turnier waren auch wieder einige Damen aktiv dabei. Das Damenteam des ESV belegte Rang acht vor dem Mixed-Team des GSV, in dem auch Obmann Adi Schlatzer mitwirkte. H.H. zz

Haltungsnoten ausgezeichnet! Nicole Schlatzer vom Damenteam des ESV St. Oswald. Foto: Harry Hörzer

QUICKIES zz Turbo gezündet

In der Basketball-Landesliga der Herren verlor ATUS Gratkorn das Auftaktspiel gegen den GAK mit 64:78. Danach aber präsentierte sich der Titelverteidiger wieder meisterlich. Mit Siegen in Graz ge-

Zum Sportler des Jahres 2012 wähle ich:

gen UEG (75:68), Fürstenfeld (87:75) und daheim gegen den ATSE (75:63) sprangen die Scorpions an die Tabellenspitze. Nächstes Heimspiel am kommenden Samstag ab 19:00 Uhr gegen ATUS Weiz.

Zur Sportlerin des Jahres 2012 wähle ich:

....................................................... ....................................................... ....................................................... ....................................................... Sportart: ....................................... Sportart: ....................................... Verein: .......................................... Verein: .......................................... Absender: .............................................................................................. ................................................................................................................ Foto: KK

Einsendeschluss 18. Jänner 2013 An der Einsendung nehmen nur Origialbons teil Kupons, die bis 30.11.2012 bei der BEZIRKSREVUE einlangen, zählen doppelt


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Sport 51

Styrian Flyers Deutschfeistritz wechselten die Liga Alle Heimspiele der EC Styrian Flyers Deutschfeistritz: 10.November gegen Rangers Langenwang II 24.November gegen Gösser Black Panthers 8.Dezember gegen EC Vipers 22.Dezember gegen EC B&B Murkanadier 19.Jänner gegen EC Black Knights II 2.Februar gegen Sibeca Torpedo T. II 16.Februar gegen EHV Aichfeldkicker

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ie Eishockeycracks aus Deutschfeistritz wechselten von der Nationalen Hobby Liga Graz (NHL) in die obersteirische Liga (OEHL). In der NHL fanden alle Spiele in Hart bei Graz statt. Nun haben die Flyers „echte“ Heimspiele – immer samstags um 20:45 Uhr in Frohnleiten.

Auf den Saisonstart in der OEHL bereiten sich Obmann Reinhard Stampler, der auch Torhüter des Teams ist, und seine Mannen professionell vor. Am Wochenende vor der Premiere gibt es ein viertägiges Trainingslager in Brünn. Ob sich da wohl auch die Verkostung eines guten tschechischen Biers ausgehen wird?

Jedenfalls fiebert das Flyers-Team schon dem Saisonstart entgegen. Dieser erfolgt am 10.November mit einem Heimspiel gegen die Rangers Langenwang II. Mit einem Eishockeyfest, unterstützt von den eigenen Fans, wollen die Deutschfeistritzer starten. Die vereinsinterne Parole ist bereits ausgegeben: „Lets go Flyers“! H.H. zz

Stürmer Thomas Eisenberger (li) und seine Flyers-Kollegen hoffen auf einen erfolgreichen Saisonstart in der neuen Liga. Foto: Gerhard Kleinbichler

styrian-flyers.at oder facebook.com/ styrianflyers

Lange Gesichter beim FC Gratkorn – Jubel in Frohnleiten I

n der Regionalliga ging der FC Gratkorn mit der vierten Heimniederlage im Herbst enttäuscht in die Winterpause. In der Landesliga setzte Frohnleiten den Lauf fort und sprang noch auf Rang fünf. FC Gratkorn II überwintert auf dem 10. Tabellenrang.

Samir Muratovic (li) war immer bemüht, oft aber auch angeschlagen – und übte auch Selbstkritik, was seine eigene Leistung betraf. Foto: Harry Hörzer

Gratkorn hatte sich in der Hinrunde weit mehr erwartet. Die 1:3-Niederlage gegen den Villacher SV war leider ein weiterer Mosaikstein einer mehr oder weniger verkorksten Saison. Dabei lief es zuvor ganz gut, war man drei Spiele ungeschlagen. Doch die Hoffnung, dass der Gegner vom Cupdebakel gegen die Wiener Austria (0:4) noch müde sein könnte, ging leider nicht auf. Die Kärntner erwiesen sich als die reifere Mannschaft und siegten nicht unverdient. Enttäuscht zog danach FCG-Regisseur Samir Muratovic Bilanz zur abgelaufenen Herbstsaison: „Wir haben uns alle viel mehr erwartet – hatten manchmal aber auch Pech.“ Aus der Sicht von Präsident Josef Schenkirsch „kann es im Frühjahr nur besser werden.“ Bestimmt dachte er dabei auch an den geheimnisvollen ausländi-

Klarer Sieger im „Duell der Dreier“: Frohnleitens Dominik Traxler (li) krönte seine tolle Leistung mit dem Tor zum 3:0-Endstand gegen Kindberg. Foto: Harry Hörzer

schen Gönner mit dem Geldkoffer. Derweilen aber nicht mehr, als ein Gerücht …

Neun Spiele unbesiegt

Nach sechs Runden noch Vorletzter, kam für Frohnleiten mit dem ersten Saisonsieg (2:1 in Pachern) der Umschwung. Mit sieben Siegen und zwei Remis rückte man sogar noch der Spitzengruppe nahe. Herbstmeister Weiz ist nur drei Punkte vor den Frohnleitnern, die sich mit einem 3:0-Heimsieg gegen Kind-

berg in die Winterpause verabschiedeten. Für Trainer Ewald Ratschnig war es ein „traumhafter Herbst“ und „ein Wahnsinn, was da abgelaufen ist.“ Kapitän Manfred Mandl brachte es auf den Punkt: „Nach unserem holprigen Start haben wir noch sehr viel erreicht.“ Beim FC Gratkorn II weiß man, dass 18 Punkte kein Ruhepolster sind. Der Vorletzte hat nur vier Punkte weniger als das Team von Paul Steiner. H.H. zz


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52 Sport

Heißes Fußballderby in Rein endete 2:2

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ier Tore, elf Gelbe Karten und einmal Gelbrot: Beim Derby in der 1. Klasse Mitte A war was los. Im letzten Spiel des Herbstdurchgangs verlor Tabellenführer Judendorf gegen TUS Rein II erstmals Punkte. Oder hat auch einen gewonnen – das ist Ansichtssache … Es war ein rassiges Spiel, das den Zusehern beider Lager einiges zu bieten hatten. Zuerst zwei Elfme-

Lukas Pichler (li) und der TUS Rein II konnten den Judendorf-Express mit Goalgetter Manuel Sysel (Bild) stoppen.

Fotos (3): Harry Hörzer

Zufrieden lächelte Judendorfs Erfolgstrainer Roland Kollmann nach Schlusspfiff.

Diese „Umarmung“ von Dominik Smogautz (re) brachte den Judendorfer Mario Ilic zu Fall und führte zum zweiten Elfmeterpfiff im Derby.

tertore: Die Führung der Heimischen durch Dominik Smogautz (8.) glich Benjamin Pötz (25.) aus. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte René Krinner für die Führung der Gäste. Sechs Minuten nach der Pause glich Rein durch Michael Stoimaier aus. Das sollte dann bereits der Endstand gewesen sein.

Schiedsrichter hat sicher nicht alles gesehen. Wie sollte er auch? Ohne Assistent – in der 1. Klasse eben ein Normalfall – ist er oft doch ein „armes Schwein“. Unter dem Strich dürfte sich das aber ausgeglichen haben, sodass letztendlich beide Teams mit dem Unentschieden zufrieden sein müssten.

Es gab einige strittige Szenen – der

Bis zu diesem Derby war der

Serie gerissen

GSV Judendorf in den insgesamt 28 steirischen Fußballklassen die einzige Mannschaft ohne Punkteverlust. Judendorf-Trainer Roland Kollmann war dennoch nicht unzufrieden: „Wir sind immerhin noch immer ungeschlagen“. Damit ist Judendorf auch Herbstmeister vor dem SV Andritz AG, der im Schlager der achten Runde auswärts mit 4:2 bezwungen werden konnte. H.H. zz

Tischtennis: SG Judendorf/Eisbach in der 2. Bundesliga könnte und zudem zu viert auch wesentlich einfacher wäre.

Das junge Bundesligateam der Spielgemeinschaft (v.l.): Philipp Buchreiter, Lukas Nepozitek und Johannes Dirnberger. Foto: Harry Hörzer

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ie haben den Aufstieg aus eigener Kraft geschafft und kämpfen nun in Österreichs zweithöchster Spielklasse um Punkte. Das junge Team sucht einen Sponsor, um sich den gewünschten Spielertrainer leisten zu können. Heimo Dirnberger, der Präsident der Spielgemeinschaft, hat seit

jeher immer alle Energie in die Jugendarbeit investiert. Das trug auch Früchte, wie der Aufstieg mit einem „Jungbrunnen“ in die 2. Bundesliga bestätigte. Das Trio, das jetzt in der Bundesliga um das sportliche Überleben kämpft, hat einen Altersschnitt von knapp über 20 Jahren. Ein Spielertrainer wäre von großem Vorteil, da das Training viel professioneller laufen

anderen Punkt zu erreichen, um im Abstiegsturnier mit Bonuspunkten starten zu können. H.H. zz

Überraschend erreichte die SG Judendorf/Eisbach in Wien gegen Flötzersteig ein 5:5-Remis. Beim ersten Antreten in der heiSponsor-Angebote an: mischen Halle in Eisbach unterlag Heimo Dirnberger, man Guntramsdorf (3:6) und Wr. 0664/2589209 Neudorf (0:6). Dennoch waren die Fans begeistert von der jungen Truppe. Die 2. Bundesliga spielt in zwei Zehner-Gruppen. Die drei Letzten jeder Gruppe spielen im Frühjahr ein Turnier gegen den Abstieg. In der Gruppenphase ist es sehr wichtig, Johannes Dirnberger (21), einer der „jungen Wilden“ vom Fotos: Thomas Semanek den einen oder TTC Judendorf/Eisbach.


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Sport / Menschen 53

Gratweiner verschreiben sich pferdegerechter Reitweise

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em eher seltenen Thema der Biomechanik des Reitpferdes verschrieb sich kürzlich das Team des Reit- und Fahrvereines Gratwein. Dabei geht es um ein gesunderhaltendes Training des Pferdes. 60 Teilnehmer wurden in Theorie und Praxis über die Grundlagen der Biomechanik des Pferdes informiert. Vortragende war Alexandra Kuehs, die auf langjährige Erfahrung in der klassischen Reitweise und Pferdeausbildung zurückgreifen kann. Ihr reichhaltiges Wissen beruht auf Aufenthalten und Training bei den wirklich großen Pferdemenschen wie Anja Beran, Marc de Broissia, Philippe Karl, Bea Borelle und Dr. Gerd Heuschmann. Durch die Veranschaulichung der Bewegungslehre des Pferdes und die Erklärung der anatomischen Zusammenhänge im Pferdekörper erfuhren die Teilnehmer wertvolles Basiswissen für das tägliche Training mit dem Pferd. Bestätigt wurde dies in den Praxiseinheiten.

Menschen aus dem Bezirk Engagiert

net. Bereits als junger Mann hat er Verantwortung sowohl in der Feuerwehr als auch beim Roten Kreuz übernommen. Für eine ganze Generation Übelbacher war und ist er die prägende Persönlichkeit der Feuerwehr. Bereits 1972 wurde er Kommandant der Feuerwehr, 1992 Abschnittsbrandinspektor und 2002 Bezirksfeuerwehrkommandant. Seit 2012 lenkt er die finanziellen Geschicke des Landesfeuerwehrverbandes und wurde zum Landesfeuerwehrrat ernannt.

Foto: KK

Foto: KK

Sechs komplett unterschiedliche Pferd-Reiter-Paare wurden unter der professionellen Anweisung von Kuehs trainiert. Sie schaffte es in kurzer Zeit durch gezielte Übungen, jedes Pferd besser zu balancieren und somit den Rücken anzuheben. Das positive Echo auf den Kurs bestärkt den Reit- und Fahrverein, schon in nächster Zeit weitere Ausbildung zur pferdegerechten zz Reitweise anzubieten.

Mit dem Ehrenring der Gemeinde Übelbach wurde kürzlich Anna Wolf für ihr besonderes soziales Engagement ausgezeichnet. Neben vielen Rettungsdiensten mit weit über 1.300 Dienststunden jährlich lässt sie auch sonst keine Gelegenheit aus, sich für Mitmenschen einzusetzen. Vielen älteren und kranken Menschen gibt sie täglich Hilfestellungen, erledigt Einkäufe oder begleitet sie bei Spaziergängen. Seit das Pflegeheim eröffnet hat, ist sie auch dort zur Stelle, wenn Menschen sie brauchen. Oder steht einfach hinter dem Herd, um für die Veranstaltungen der Vereine köstliche Mehlspeisen zu backen. Mit der Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde Übelbach wurde Alois Rieger ausgezeich-

Foto: KK

Goldene Hochzeit

Foto: Edith Ertl

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten Hans und Erna Geiger Fortsetzung auf Seite 54


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54 Menschen in Gratkorn. Das Jubelpaar hatte sich seinerzeit in einer Silvesternacht kennengelernt. Im tiefen Neuschnee fuhr Hans mit einem alten Moped zum Feiern in ein Gasthaus, in dem er zuvor noch nie gewesen war. Da sah er seine Erna und es hatte sofort gefunkt. Berufsbedingt – Hans war in der Hackher-Kaserne beschäftigt – kam das Paar nach Gratkorn. Erna Geiger ist Ortsvorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Pfarrgemeinderätin und Kommunionspenderin. Hans Geiger macht mit dem ÖAMTC-Gurtenschlitten aufmerksam, welch fatale Folgen das Nichtangurten im Auto haben kann. Das Ehepaar hat vier Kinder und bringt sich ehrenamtlich stark in die Pfarre Gratkorn ein.

Platzhirsch Beim SV MM Karton Frohnleiten ist Winny Dulzky eine Institution. Seit 30 Jahren zapft er bei Heimspielen im Stadion Ungersdorf Bier und schenkt Mischungen aus. Zuerst im Stadionbau, sehr bald danach in einer wohl eigens für ihn aufgestellten Holzhütte vis a vis. Dort fühlt sich der ehemalige Jugendleiter mit seinen Damen, die ihn unterstützen, wohl. Allein der Verbrauch an weiblichem Personal scheint böse Zungen stutzig zu machen. Gut und gerne 15 Damen waren es, die Winny in dieser Zeit „verbrauchte“. Wohl alles nur Neider, wie einem die logische Erklärung von Dulzky klarmachen kann: „Die meisten wurden mir weggeheiratet.“ Fest steht, dass ihm die fleißigen Damen nicht nur

in welches Land der Welt. Ihre zahlreichen Reisetagebücher sind voll von imposanten Erinnerungen und Anekdoten, aber auch gefüllt mit viel Wissenswertem. Daher verwundert es auch nicht, dass sie von ihren Lieben Anfang Jänner fünf Wochen Richtung Antarktis einschließlich „Kurzvisite“ in Chile und Argentinien geschickt wird. Auch eine große Abordnung der ÖVP Frohnleiten mit Vzbgm. Wolfgang Kasic stellte sich als Gratulanten ein. Die frischgebackenen Fünfzigerin ihren Kindern Christoph und Carina.

beim Ausschenken helfen. „Winny – dein Bier geht bereits über …“, hören er und seine schmunzelnden Gäste öfters, wenn er mal zu direkt beim Spiel ist. Und da ist er live dabei. Selbst als ihm einmal nach einem Schiunfall mit Kieferverletzung die „Klappe zugenäht“ wurde, konnte man ihn noch aus der Menge heraushören.

Geburtstag I Unglaublich aber wahr! Die aktive und umtriebige Frohnleitnerin Ingrid Neubauer feierte kürzlich im Café Aufschlager ihren 50. Geburtstag. Familie und Freunde ließen die in zahlreichen Vereinen Tätige hochleben. Ihre sprichwörtliche Hilfsbereitschaft beweist die quirlige 50erin immer wieder als guter Geist bei verschiedenen Festen und Bällen. Vor allen das Tanzen hat es ihr angetan. Ob beim Line-dance, bei den Faschingssitzungen oder bei den legendären Tanzeinlagen beim Feuerwehrball – Ingrid war immer dabei.

Winny Dulzky live – mit Hilde (li) und Tamara bewirtet er die Fußballplatzbesucher und sorgt für Unterhaltung. Foto: Harry Hörzer

Foto: KK

Geburtstag II Ihren 60er feierte kürzlich die ehemalige Frohnleitner VP-Gemeinderätin Margret Friedrich. Ihr größtes Hobby: Reisen, egal

Geburtstag III Zu einer großen Mitarbeiter-Party hat der Leiter des Klinikums Theresienhof in Frohnleiten, Prim. Dr. Klaus Engelke geladen. Engelke wurde 1952 in Schleswig geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend hin Husum, wo auch Theodor Storm beheimatet war, und wurde nach dem Abitur drei Jahre lang zum Schiffstechnischen Offizier ausgebildet. Erst als 25-jähriger begann er mit dem Medizinstudium. Seit März 1995 ist er Ärztlicher Leiter im Theresienhof und des heuer eröffneten Therapiezentrums Frohnleiten. Als Mitglied in wissenschaftlichen Gesellschaften und Buchautor hat er wesentlich die Orthopädische Rehabilitation in Österreich beeinflusst und geprägt. Dies dokumentiert sich auch in zahlreichen wissenschaftlichen Auszeichnungen.

Foto: Ulrike Friedrich

Mitarbeiter und Freunde ließen es sich nicht nehmen, Dr. Klaus Engelke entsprechend hochleben zu lassen. Foto: Ullrich, Frohnleiten


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