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D AS M AGAZIN FÜ R DI E Ö STLI C H E ALTSTAD T

2,- Euro

R OS TOC K S Nr. 38

Frühjahr / Sommer 2019 Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.


INHALT

Liebe Leserinnen und Leser der OSTPOST!

Die Rostocker Hafenbahn

S. 4

Die Werkstatt des Volkstheaters

S. 6

Altstadtgalerie

S. 7

Kap Horn in der Wollenweberstraße

S. 8

Die Lange Nacht der Wissenschaften S.12 Das Parkhaus am Küterbruch

S. 14

Buchtipp

S. 14

Agile Projektwerkstatt

S. 15

Märkte in der Altstadt

S. 16

Veranstaltungstipps

S. 18

OSTPOST – Das Magazin für die Östliche Altstadt Rostocks HERAUSGEBER Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V. (V.i.S.d.P.) Bei der Nikolaikirche 5 18055 Rostock · Tel.: 0381-12765821 E-Mail: verein@oestliche-altstadt.de Internet: www.oestliche-altstadt.de

REDAKTION Hinrich Bentzien, Sebastian Bielke, Jürgen Möller

Wieder einmal ist es geschafft - diese Zeilen vollenden eine neue Ausgabe Ihres Altstadtmagazins. In den letzten Wochen wurden Artikel geschrieben, historische Bilder herausgesucht, aktuelle Entwicklungen in der Altstadt beobachtet. So ist ein - wie wir finden - schöner Überblick ­entstanden. Das Titelbild zeigt zur Abwechslung mal kein Foto, sondern eine Zeichnung des Künstlers Otto Schoeck. Die hier abgebildeten, überdachten Verkaufsstände, auch „Scharren“ genannt, waren die Vorläufer des vor nicht allzu langer Zeit in der Nachbarschaft geschlossenen Fleischerladens. Sie finden sich auch in dem uralten Namen der Großen Scharren­straße und belegen eine jahrhundertealte Tradition. Wichtig ist es, nicht stehenzubleiben, sondern immer wieder etwas Neues zu Entdecken. Manchmal kommen die Geschichten auf uns zu, oft müssen wir aber auch hinterfragen und recherchieren. So entdeckten wir längst Vergessenes und freuen uns, Ihnen liebe Leser, diese interessanten Informationen neu zu präsentieren. Diesmal geht es in unserem Leitartikel um die Rostocker Hafenbahn, die durch die Grubenstraße und damit quer durch unser Viertel fuhr. Viele alteingesessene Altstädter wissen es noch - Kap Horn lag in der Wollenweberstraße. Was es damit auf sich hat, erzählt Vereinsmitglied Peter Horn und gibt uns dadurch einen sehr intimen Einblick in seine ­Familiengeschichte. Tradition ist wichtig und ihre Pflege ein wichtiger Bestandteil der OSTPOST. Aber auch über Neues und Innovatives möchten wir berichten. So freuen wir uns, dass die Lange Nacht der Wissenschaften rund um unser Altstadtgebiet Station macht, u.a. bei Centogene, AIDA und auch in der Hochschule für Musik und Theater.

Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.

Wo Wissenschaft, Forschung und Lehre stattfindet, liegt auch der Blick auf Kunst und Kultur. Am Gerberbruch, in den Theaterwerkstätten des Volkstheater Rostocks, entstehen große Bühnenbilder. Dafür sind die Dekorateure, Schlosser, Theatermaler und Tischler in vollem Einsatz. Und in der Nähe im Fischerbruch ist die „Agile Projektwerkstatt“ entstanden. Um was es da genau geht, erzählt ein weiterer Artikel. Vollenden möchten wir diesen Absatz ebenfalls in den Brüchen. Am Küterbruch entsteht gerade das neue Parkhaus „Altstadt“. Nachdem der Altstadtverein die Nachricht im November veröffentlicht hatte, kam es zu hitzigen Diskussionen. Einige Pro- und Kontrameinungen haben wir beispielhaft herausgesucht. Enden möchten wir diese Einleitung mit einer Einladung. Kommen Sie in unsere Östliche Altstadt und besuchen sie eine der vielen geplanten Veranstaltungen, von BachFest kontrapunkte (10. - 19. Mai) über den KUNSTMARKT (24. - 26. Mai) bis zum Töpfermarkt (5. - 7. Juli)! Haben Sie Lust und Interesse an der Östlichen Altstadt? Informationen bekommt man sehr aktuell im Internet unter

www.oestliche-altstadt.de und bei Facebook unter

www.facebook.com/Oestliche.Altstadt Genießen Sie das Frühjahr und den Sommer in der Altstadt! Ihre Redaktion

HERSTELLUNG, BILDER & HISTORISCHE FOTOS Hinrich Bentzien Rembrandtstr. 4, 18057 Rostock Tel.: 0381-2006987 E-Mail: hinrichbentzien@web.de Internet: www.hinrichbentzien.de

VERTRIEB & ANZEIGEN n:da – nordpower design agentur Tel.: 0381-1274931 E-Mail: info@nordpower.de Internet: www.nordpower.de

BILDINDEX Titel: Die Große Scharrenstraße mit Fleischscharren, um 1900, Zeichnung von Otto Schoeck (Sammlung H. Bentzien) S. 3: Blick über die Grubenstraße 2019 (Foto: H. Bentzien) · Mittelblatt: Blick vom Turm der Nikolaikirche über die Lohgerberstraße in Richtung Gerberbruch (Foto: Gisbert Wolf, Ende der 70er Jahre)


Eisenbahnverkehr im Stadthafen um 1900 (Sammlung H. Bentzien)

In der Grubenstraße, 30er Jahre (unbekannter Fotograf, Sammlung H. Bentzien)

In der Grubenstraße (30er Jahre, Foto: Karl Eschenburg)

Die Rostocker Hafenbahn und der Eisenbahnverkehr in der Grubenstraße

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Die Viergelindenbrücke nach 1840 (aus „Mecklenburg in Bildern“, Herausgeber F. Liesch)

Die Viergelindenbrücke (Grafik von Arthur Eulert)

ostocks Anschluss an das deutsche Bahnnetz erfolgte durch die Friedrich-Franz-Eisenbahn über Schwerin im Jahre 1850. Die Gründung einer gesamtdeutschen Staatsbahn sollte erst nach dem I. Weltkrieg erfolgen. Vorerst existierten eine Vielzahl regionaler Eisenbahngesellschaften in einem bunten Flickenteppich großer und kleiner Teilstaaten des Deutschen Bundes. In der Warnowniederung, ­direkt vor der Stadtbefestigung, wurde Rostocks ­erster Bahnhof angelegt und ebenfalls nach dem regierenden Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, Friedrich-Franz II., benannt. Rostocks Schifffahrt befand sich zu dieser Zeit in einem enormen Aufschwung und suchte nach einer Lösung der drängenden Transport-Probleme beim Güterumschlag. Im Stadthafen war die größte Segelschiff-Flotte der gesamten Ostsee beheimatet - 263 Handelsschiffe waren es im Jahre des Anschlusses an die Eisenbahn. Der Bahnanschluss des Hafens sollte durch die Grube erfolgen. Sie durchfloss ein schmaler Mündungsarm der Warnow - er wurde auch „Schnellgraben“ genannt. Hier verlief die Grenze zwischen Altstadt und Mittelstadt (der Begriff „Östliche Altstadt“ gelangte erst in späten DDR-Zeiten in den allgemeinen Sprachgebrauch). In Rostocks Frühzeit soll der nördliche Abschnitt der Grube auch als Hafen gedient haben. Der Wasserlauf war Standort von Wassermühlen und wurde durch mehrere Brücken gekreuzt. Im Namen der Viergelindenbrücke findet sich ein Hinweis auf eine mit vier Mahlgängen ausgestattete Mühle wieder. Als Verbindung von Mühlenstraße und Großer Wasserstraße blieb sie als einzige zu Zeiten des Eisenbahnbetriebes erhalten. Sie ist in einer ersten Ausführung 1852 als hölzerne Klappbrücke neu errichtet worden. Die Grube fing nicht nur Regen- und Abwasser auf, hier wuschen auch an 30 Waschbänken die ­Frauen der Umgebung ihre Wäsche. Begrenzt wurde dieser Wasserlauf im Norden und Süden durch die Stadtbefestigung. Bis zum Jahr 1867 galt die Stadt Rostock als Festung und besaß noch ihren geschlossenen Mauerring mit vorgelagerten Bastionen. Für die Eisenbahn mussten deshalb zwei verschließbare Durchlässe beim Herings- bzw. Kuhtor geschaffen werden. Wie bei vielen kleineren und größeren Neuerungen gab es auch bei dem von der Stadt mitfinanzierten Anschluss des Stadthafens an den Friedrich-Franz-Bahnhof Verzögerungen und Widerstände. Die Fuhrleute wehrten sich gegen die unliebsame Konkurrenz und auch der Rat der

Stadt und weite Teile der Anwohnerschaft waren zunächst nicht begeistert von dem Projekt. Es kam sogar wegen Streitigkeiten in dieser Sache zu einem Rücktritt der Stadtverordnetenversammlung. Im Sommer des Jahres 1855 konnte die Gleisverbindung nach relativ aufwendigen Arbeiten entlang der 300 m langen, nun als „Grubenstraße“ bezeichneten Strecke in Betrieb genommen werden. Die Einzelheiten des Verkehrs waren genau geregelt. Die Strandbahn schließt den Ring Der Ausbau des Eisenbahnnetzes im Raum Rostock schritt schnell voran. Nach der Wismarer Strecke (1883) war auch eine Verbindung nach Stralsund (1889) fertig gestellt worden. Obwohl Rostock im Vergleich mit anderen Hafenstädten nach einem Höhepunkt um 1860 stark an Bedeutung verloren hatte, gab es im geeinten Deutschland weitere Bestrebungen, den Rostocker Hafen an das deutsche Bahnnetz anzuschließen. Ab 1886 führte eine Bahnlinie von Neustrelitz über Rostock nach ­Warnemünde. Am Rande der bereits projektierten Steintor-Vorstadt wurde ein neuer Bahnhof geschaffen, welcher nach seinem Betreiber, dem Deutsch-Nordischen-Lloyd, benannt wurde. Diese Gesellschaft dachte nicht nur an eine schnelle Verbindung Berlin - Kopenhagen, sondern auch an den eigenen Anschluss zum Rostocker Stadthafen. Dieser wurde von der Bahngesellschaft selbst finanziert und 1889 in Betrieb genommen. Er fiel zusammen mit einem umfangreichen Ausbau der Hafenanlagen und der Anlage der Straße „Am Strande“. Die sogenannte „Strandbahn“ führte vom westlichen Ende des Lloyd-Bahnhofs - dem späteren Hauptbahnhof - nordwärts, kreuzte die St.-Georg-Straße, die Anlagen am Vögenteich und die Helenenstraße. Nach Unterquerung der Karlstraße verkehrte die Bahn im Wallgraben. Bis zum Erreichen des Stadthafens auf Höhe der Fischerbastion unterquerte sie die Brücke vor dem Kröpeliner Tor und die Straße Beim Grünen Tor. Ab 1890 gingen die privaten mecklenburgischen Bahnen in staatliche Hand über. Bis 1924 war die Zusammenfassung des Betriebes der deutschen Bahnen in der „Deutschen Reichsbahn Gesellschaft“ abgeschlossen. Ab dem Jahr 1896 kam es zu einer Aufgabenteilung und Umbenennung der beiden Rostocker Bahnhöfe. Der Lloyd-Bahnhof wurde zum „Centralbahnhof“ (1919 „Hauptbahnhof“) und übernahm den Passagierbetrieb. Als reiner Güterbahnhof diente fortan der Friedrich-Franz-Bahnhof.


Der I. Weltkrieg hatte die Pläne zur Erweiterung des Hafens und seiner Bahn unterbrochen. Mit der Verlegung des Warnowlaufes unterhalb von St.Petri und dem Bau einer neuen Petribrücke war aber die Voraussetzung für das Entstehen der Holzhalbinsel und einen Ausbau der Bahn über die Warnow geschaffen worden. Sehr weitreichende Pläne zur Erweiterung von Hafen und zugehöriger Bahn auf der Höhe von Dierkow wurden nicht verwirklicht. Sie hätten wohl zu einer Entlastung der Grubenstraße vom Eisenbahnverkehr geführt. Auch in Richtung Westen schritt der Hafenausbau voran. 1919 stieß der Ausbau der Gleise bis zur Eschenstraße vor (eine Verbindung nach Bramow kam nur für kurze Zeit nach dem II. Weltkrieg zustande). 1935 wurde der seit langem vorbereitete Anschluss über die ­Petribrücke verwirklicht. In dieser Zeit entstanden auch die großen Getreidespeicher an der ­Strandstraße. Die Bombardements des II. Weltkriegs hatten besonders das Gebäude des Güterbahnhofs und seine Gleisanlagen schwer getroffen. Am 7. November 1944 war zudem bei kriegsbedingter Verdunkelung und Nebel die Viergelindenbrücke in der Gruben­straße durch den Aufprall einer Lok zerstört worden. Ein Mensch verlor dabei sein Leben. 1944 wurde der Verkehr der Strandbahn auf Grund von Zerstörungen fast völlig eingestellt. Ein Abschnitt des Wallgrabens ist danach durch Auffüllung mit Trümmern eingeebnet worden. Gleichzeitig mit dem Wiederaufbau im Jahr 1945 begann allerdings auch der großangelegte Abbau von Reparationsgütern für die S­ owjetunion,

welche über den Stadthafen verschifft werden mussten. Die sowjetische Besatzungsmacht übernahm hier nach dem Krieg zunächst die Regie. Auch in den späteren DDR-Jahren diente der Stadthafen der Versorgung der Sowjetischen Armee. Mit der Verfestigung der Deutschen Teilung im Jahr 1961 war Rostock für die DDR „das Tor zur Welt“ geworden. Ein neuer Überseehafen entstand am Breitling, die Tage des Stadthafens und seiner Hafenbahn schienen gezählt. Ehrgeizige Pläne zur Errichtung eines sozialistischen Stadtzentrums bezogen den Bereich des Hafens bereits mit ein. Statt einer Öffnung der Stadt zum Warnowufer ist das Hafengelände jedoch in den 60er Jahren zum Grenzgebiet erklärt worden. Es war damit für die Rostocker nicht mehr zu betreten. Bis in die 80er Jahre hinein wurde in den Ausbau und die Modernisierung des Stadthafens investiert. Erst nach dem politischen Umbruch von 1989/90 verlor der Hafen seine Bedeutung und wurde zur beliebten Bummelmeile der Rostocker. Der letzte Zug der Hafenbahn verkehrte im Jahre 1992 durch die Grubenstraße. Auch der Güterbahnhofes hatte seine Funktion eingebüßt. Er diente noch einige Jahre als Abstellplatz für ausgemusterte Waggons.

Text: Hinrich Bentzien · Quellen: Lothar Schulz, Klaus Pfafferott, Hans-Georg Tack: „Die Eisenbahn im Rostocker Stadthafen“, Lothar Schulz: „Die Lloyd-Bahn: Neustrelitz-Rostock-Warnemünde“, Zeitzeugen Peter Horn, Jürgen Möller, Max Braatz

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o mancher Bewohner der Altstadt erinnert sich noch an den Zugverkehr der Hafenbahn in der Grubenstraße. ­Berichtet wird von langen Waggon-Reihen, welche regelmäßig den Verkehr der Strandstraße und die Querungen der Grubenstraße stilllegte. Die Züge krochen im Schritttempo zum Hafen oder zum Güterbahnhof, begleitet von einem akustischen Signal. Für übermütige oder eilige Anwohner war die Versuchung groß, den Zug zu durchklettern, um auf die andere Seite der Grubenstraße zu gelangen. Auch eine Gratis-Zugfahrt war bei machen Kindern und Jugendlichen beliebt (Zeitzeugenbericht in der OSTPOST 24). In Erinnerung geblieben sind auch abgestellte Züge oder Waggons mit Kohlen, Rüben, Apfel-Ladungen. Während der Nachkriegszeit boten sie willkommene Ergänzung an Nahrung und Heizmaterialien. Laut einem Zeitzeugenbericht, kam es darauf an, bei dieser illegalen Tätigkeit im Team zu arbeiten. Eine Person musste den Zug erklettern und einem Begleiter die Kohlen oder Rüben zuwerfen. Andernfalls musste man mit ansehen, wie die reichlich vorhandene Konkurrenz die eigene Beute von der Straße sammelte. Mehrfach berichtet wurde vom „Melken der Grubenkuh“, einem Tankwagen, welcher eine Spirituosenfabrik mit Wein bzw. hochprozentigem Alkohol oder Sirup versorgte. Die vorhandenen Tankreste haben in den späten DDR-Jahren vermutlich einen willkommenen Beitrag zum frohen Jugendleben in der studentischen Hausbesetzerszene der Östlichen Altstadt geleistet.

Bild links: Siel unter der Grubenstraße 2001 (Foto: H.-O. Möller) · Bild Mitte: Güterbahnhof 1993 (Foto: Hinrich Bentzien) · Bild rechts: Waggons im Stadthafen, etwa Höhe Friedrichstraße, 1991 (Foto: Hinrich Bentzien)


Im Gerberbruch wird der Sommer vorbereitet Die Werkstatt des Volkstheaters stellt sich vor

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as Gebäude Oberhalb des Gerberbruchs 1/2 ist ein äußerst geschichtsträchtiges. Gebaut wurde der ehemalige Speicher bereits 1851. Im Laufe der Jahre variierte seine Nutzung: Nachdem er lange Zeit als Gerberei in Betrieb war, beherbergte er ab 1894 eine Branntwein- und Likörfabrik, bis 1936 ein Großhandel mit Rohprodukten einzog, schließlich abgelöst vom SGB (Sozialistischer Großhandels-Betrieb) Möbel, Kulturwaren und ­Sportartikel. Sicher hätte das Haus Oberhalb des Gerberbruchs 1/2 auch zukünftig als Fabrik-, Lager- oder Handelsgebäude gedient, wäre es nicht im April 1984 vollständig ausgebrannt. Zehn Jahre später entschied sich das Rostocker Volkstheater, die Ruine wieder aufzubauen und fortan als Werkstatt zu nutzen. Nachdem 1997 der Neubau weitestgehend abgeschlossen war, zogen die Mitarbeiter des Theaters 1998 endgültig ein, um sich in Schlosserei, Tischlerei, Dekorationsabteilung und Malsaal der benötigten Bühnenbilder anzunehmen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und so basteln und tüfteln sie bereits jetzt, um die Halle

207 für den Volkstheatersommer 2019 ins Chicago der 80er Jahre, in die Ufer des Mississippi oder in die Stadt Venedig zu verwandeln. Denn die ehemalige Schiffsschlosserei in der Halle 207 auf der alten Neptunwerft wird diesen Sommer wieder zur Theaterspielstätte. Mit Bühnenteilen und Kulissen, die sich entweder drehen, aus dem Boden wachsen oder zur einen Seite hereinkommen und zur anderen wieder verschwinden, werden Szenenwechsel dargestellt. Für die passende Stimmung sorgen Lichter, die in den Dekoelementen verbaut werden. Diese Veränderungen kreieren immer wieder neue Orte: Ein Kanal in Venedig, eine Kirche oder eine Bar sind nur drei der Szenerien, die entstehen wer-

den. Besonders das Kinderstück „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ arbeitet mit ständigem Wandel: Die DarstellerInnen spielen in einem riesigen Würfel aus Traversen, der sich dreht, von Vorhängen umschlossen werden kann und über verschiedene Lichter verfügt. Noch entsteht dies alles in den Theaterwerkstätten im Gerberbruch, bevor es dann in den Stadthafen umzieht. Bis zur Eröffnung des Volkstheatersommers bleiben die ­Dekorateure, Schlosser, Theatermaler und Tischler dafür in vollem Einsatz. Um danach sogleich die neue Saison des Volkstheaters im Herbst in Angriff zu nehmen. Alle Informationen unter:

volkstheater-rostock.de/volkstheatersommer/ Text: William David Laße


ALTSTADTGALERIE Fotos aus der Östlichen Altstadt und ihrer Umgebung von Hinrich Bentzien und Ingrid Remshardt


Kap Horn lag in der Wollenweberstraße Vom schweren Neuanfang einer Familie in der Rostocker Altstadt

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ein Großvater Heinrich Horn (1854 - 1927) wurde in Dändorf am Saaler Bodden geboren. Seine Eltern und weitere Vorfahren kamen aus dem nahen Körkwitz. Sie scheinen dort seit langem ansässig gewesen zu sein, denn in der Dorfchronik zum 755. jährigen Dorfjubiläum (herausgegeben von Dr. Margot Krempien, 2012) wird im Jahr 1777 ein Hans Joachim Horn als Dorfschulze genannt. Dändorf war wie das nahe Fischland eng mit der Segelschifffahrt verbunden. Die Gegend brachte nicht nur viele Kapitäne, Schiffsoffiziere und Eigentümer hervor, es wurde auch vor Ort der Nachwuchs für die Seefahrt ausgebildet und Fortbildung für Seeleute betrieben. So gab es in Dändorf eine „Navigationsvorbereitungsschule“. Nach dem Besuch der Seefahrtsschule im nur 10 km entfernten Wustrow war Heinrich als Steuermann und Kapitän über Jahrzehnte auf allen Ozeanen unterwegs. Während seiner letzten Kapitäns-Jahre heiratete er im Jahr 1900 Anna ­Klünder (1878 - 1960). Wie Postkarten in die Heimat belegen, waren vor seinem Abschied von der Seefahrt vorwiegend Ostseehäfen das Ziel seiner Reisen. Drei gemeinsame Kinder hatte das Paar: Else (1901) und Erich (1904) wurden in Dändorf geboren, Walter (1906) in Rostock. 1905 zog die Familie in die Rostocker Borwinstraße und das Ende der Seefahrt begann sich abzuzeichnen. 1906 kaufte Heinrich Horn das Haus Wollenweberstraße 24 mit dem Restaurant „Altstädter Börse“. Von See an Land und vom Dorf in die Stadt - es muss für Vater, Mutter und die drei kleinen Kindern eine große Umstellung gewesen sein. Zunächst wurde aus der „Altstädter Börse“ die Gaststätte „Kap Horn“. Mein Großvater hatte ja in seinem ersten Berufsleben oftmals dieses Kap umsegelt. Die Kundschaft bestand aus übernommenen Stammgästen und Händlern der Rostocker Umgebung, welche die Märkte belieferten und diese auch betrieben. Im Angebot waren nur Getränke und Tabakwaren und manchmal wurde auch angeschrieben und mit Naturalien wie Speck oder Eiern bezahlt. Das Haus hatte einen kleinen Bierkeller mit Platz für maximal drei kleinere Holzfässer von Mahn & Ohlerich und Natureisblöcke von Eis-Bölte (die Ostpost berichtete in Ausgabe 23 über die winterliche Tätigkeit

der Rostocker Bruchfischer, welche auf der Warnow Eisplatten für die Kühlung von Lebensmitteln gewannen). Im Erdgeschoss der Altstädter Börse gab es eine schmale Gaststube mit Tresen und Ofen. Auch ein Musikschrank stand hier. Dieser war mit einer Stiftwalze versehen, welche mittels eines Gewichtes angetrieben wurde. Es musste per Hand hoch gekurbelt werden. Zeitweise war auch ein amerikanischer Billardtisch mit Elfenbeinkugeln in Betrieb. Ein schmaler Gang ging in den Hof mit zwei WC-Möglichkeiten - Rinne und Sitz-WC. Zum Obergeschoss führte eine enge Treppe. Dort gab es zur Hofseite eine kleine Küche mit Austritt auf einen Balkon. Neben der Küche lag das Hinterzimmer mit Seiteneingang vom Flur. Über den Flur gelangte man auch zur Straßenseite in die gute Stube. Sie hatte zwei Fenster und war gut bürgerlich eingerichtet. Hier waren Seefahrer-Souvenirs wie die typischen englischen Porzellanhunde ausgestellt. An der Wand hingen nebeneinander zwei Gemälde, welche den Golf von Neapel mit Vesuv bei Tag und bei Nacht darstellten. Neben der guten Stube gab es ein Zimmer mit einem Fenster. Von diesem ging es durch einen Alkoven zum Hinterzimmer. Vom Flur führte eine Treppe zum doppelstöckigen Boden. Auf dem unteren Boden gab es zwei Kammern mit Schlafstätten. Sie wurden von einigen Gästen gerne in Anspruch genommen und waren sehr karg eingerichtet. Oft waren schlechte Verkehrsverbindungen ins Rostocker Umland oder der Alkohol Grund für so eine Übernachtung. Ich glaube, meine Großeltern hatten sich ihr Leben und Tagesablauf etwas anders vorgestellt. 1908 verkauften sie das Haus an einen Herrn Auer. Dieser übernahm auch die Gastwirtschaft und führte wieder den Namen „Altstädter Börse“ ein. Meine Großeltern zogen mit den Kindern nach Schwaan, wo sich mein Großvater als Warnowfischer versuchte. Nun hatte er wieder Planken unter den Füßen. Die neue Heimat der Familie lag in der Marienstraße am Ostufer der Warnow, nur wenige Meter vom Schwaaner Bahnhof entfernt. Von der Warnow führen noch heute mehrere schmale Kanäle durch eine Wiese zu den Grundstücken der Marienstraße. Möglicherweise waren hier noch mehr Schwaaner Fischer ansässig. Gleich hinter den Schienen der Bahnstrecke nach Rostock, in nur 150 m Entfernung, hatte zwei Jahre zuvor die heute noch existierende Fischverar-

Foto links oben: Anna Horn, geb. Klünder (ca. 1908) oben rechts: Blick in die Wollenweberstraße (um 1970) Bild darunter: Familie Horn (etwa 1907) Bild darunter: „Kapitänshunde“ oder „Kaminhunde“ waren typische Seemanns-Mitbringsel aus England. Bild unten: Erich Horn (links) als Wirt der Gaststätte Horn (vor 1959) · Fotos: Sammlung Peter Horn


beitungs-Fabrik von Franz Janzen (heute Sywan) ihren Betrieb aufgenommen. Auch sie stammte aus Rostock und besaß sogar eine Produktionsstätte in Norwegen. Möglicherweise hat sich ihre Existenz nachteilig auf den geschäftlichen Erfolg der kleinen Warnowfischer ausgewirkt, welche beim Vertrieb ihrer Fische eine übermächtige Konkurrenz in dieser Firma hatten. Die Familie merkte bald, dass mit der Fischerei der Gürtel enger geschnallt werden musste. Gastronomie brachte doch mehr ein. Man suchte sich aber eine ruhigere Umgebung für den Aufbau einer neuen Existenz und fand das „Heidberghotel & Restaurant“ vor den Toren Sternbergs. Als man sich eingelebt hatte, kam jedoch die Nachricht, dass Herr Auer das Rostocker Haus nicht abbezahlen konnte. Im Jahre 1912 ging die Familie zurück nach Rostock in die Wollenweberstraße 24. Das Leben in einer großen Stadt hatte doch auch seine Vorteile. So konnten die drei zum Teil gerade schulpflichtig gewordenen Kinder die fast in Rufweite befindlichen Schulen der Altstadt besuchen. In Sternberg wäre das wohl umständlicher gewesen. Es blieb jetzt beim Namen „Altstädter Börse“ - zu häufige Umbenennung war möglicherweise schlecht fürs Geschäft. Auch waren lizenzrechtliche Probleme und Kosten zu befürchten. 1927 verstarb mein Großvater. Die Kinder heirateten und gingen aus dem Haus. Bis zum Ende des Krieges führte meine Großmutter die Gaststätte weiter. Die Ecke zur Harten Straße wurde bei Bombenangriffen zerstört. Hier lagen schon vor den Großangriffen des April 1942 einige Häuser in Trümmern. Die südliche Seitenwand der Wollen-

weberstraße 24 stand jetzt frei an einer Bombenlücke und erhielt einen Schriftzug, welcher auf die „Gaststätte Horn“ hinwies. Dieser blieb auch noch lange nach ihrer Schließung sichtbar. Von 1945 bis 1959 übernahm Sohn Erich, eigentlich Mechaniker von Beruf, die Gaststätte. Damals wurde das Bier nicht mehr vom Fass gezapft, sondern nur in Flaschen verkauft. Die Nachkriegsbedingungen waren keine leichte Zeit für selbstständige Gastwirte. Erich blieb aber in der Gastronomie und wurde Angestellter der Ostseegaststätte in der neu erbauten Langen Straße. Nach dem Tod meiner Großmutter im Jahre 1960 verkauften die Erben das Haus an den Kreisfilmvertrieb, welcher seinen Hauptsitz auf der nahen Holzhalbinsel hatte. Nach der Wende wurde in der Wollenweberstraße 24 eine Drogerie eröffnet. Das Haus war entkernt und die Front mit einem einzelnen, großen Schaufenster versehen worden. Das geschäftliche Konzept ging nicht auf. Danach bezog der bekannte Musikprofessor von Bülow das Haus für einige Zeit. Er lehrte an der Hochschule für Musik und Theater. Der Einzug der „Galerie Wolkenbank“ von Holger Stark war ein Lichtblick für die Östliche Altstadt. Leider währte er nicht lange. Danach lösten sich von Zeit zu Zeit Wohngemeinschaften ab, die Mühe hatten, ihre Computertechnik und Verkabelung in dem großen Schaufenster vor neugierigen Blicken der Passanten zu verbergen. Zur Zeit weist ein Schild im Fenster auf die b/a-group, eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft hin. Text: Peter Horn, Hinrich Bentzien

Foto oben: Familie Horn vor ihrem Haus in der Marienstraße in Schwaan (1908), Sammlung Peter Horn unten links: die Wollenweberstraße heute · unten rechts: die Schwaaner Marienstraße (2019) Fotos: Hinrich Bentzien


Verein zur FĂśrderung der Ă–stlichen Altstadt e.V.


Die Lange Nacht des Wissens am 25.4.2019 Wenn 800 Jahre Stadtvermächtnis einem 600-jährigen Jubilanten begegnet

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ie Rostocker Wissenschaft feiert ihre Alma Mater und mitten drin im Campus Stadtmitte ist auch die Östliche Altstadt als Gastgeberin vertreten! Wieder findet das größte Public-Science-Event unseres Bundeslandes in der Regiopole Rostock am letzten Donnerstag des Aprils statt. Auch in diesem Jahr wird der Eintritt kostenfrei sein, dank des Schwerpunkts „Doppeljubiläum“ der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Den über 6000 erwarteten Wissenshungrigen eröffnen sich viele Themen bei über 300 Beiträgen. An sechs Schwerpunktstandorten von der Warnemünder Wasserkante bis zur Südstadt oder den historischen Gassen der Östlichen Altstadt werden 6 mal 100 besondere Dinge, besondere Menschen, besondere Minuten, Türen und Thesen locken. 600 Glückwünsche in einer Flaschenpost werden von der Jugend der Universität präsentiert. Die Rostocker Kunsthalle beteiligt sich mit ihrer Sonderschau zur Wissenschaft in unserer Hansestadt, das Max-Planck-Institut für Demografie am Werftdreieck wird genauso locken wie die großen Fakultäten in Stadtmitte, Südstadt oder Gartenstadt. Das Themenspektrum ist so breit wie eh und je Es reicht von Debatten wie „Facebook versus Datenschutz“ hin zu Themen aus der Weltraumforschung, präsentiert von unseren Partnern aus dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum. Schiffbauer werden dem Wasser auf den Grund gehen und Physiker zu ihren berühmten Schauvorlesungen einladen. In der Östlichen Altstadt lockt das Bermudadreieck aus AIDA-Kommunikationslounge, WissensPier, Centogene und der HMT. Es wird gelockt zu Science Slamern und Hidden Champions des Rostocker Wissenshafens sowie Schauvorlesungen. Stadt und Universität gehen weiter gemeinsam durch den besonderen Veranstaltungsmarathon in unserer Wisssensstadt. Wir möchten vor allem zu den wunderbaren Angeboten in der Östlichen Altstadt einladen. In der HMT laden um 18.00 Uhr zu „1-4-1-9. - Musik ist eine geheime arithmetische Übung“ oder „Wofür braucht die Musik Zahlen?“ die Professoren

Wasserloos und Lang in den Orgelsaal ein. Bereits um 17.30 Uhr beginnt Prof. Dr. Nicolai Petrat mit dem Vortrag „Alles nur neuro? - Wie unser Musikgehirn funktioniert“. Des weiteren lockt die Ausstellung im Kreuzgang „George Gershwin: Zwischen Broadway und Carnegie Hall.“ Hierzu wird um 19.00 Uhr eine Führungen durch die Ausstellung zum Leben und Werk von George Gershwin angeboten, gestaltet von Studierenden des Lehramts Musik an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. George Gershwins (1898-1937) besondere musikgeschichtliche Bedeutung zeigt sich in der Entwicklung einer genuin amerikanischen Musik unter anderem durch die Synthese aus Popular- und Kunstmusik. Werke wie „Rhapsody in Blue“ oder „Porgy and Bess“ sind dafür bis heute bekannte Beispiele. Die Ausstellung mit dem Titel „George Gershwin: Zwischen Broadway and Carnegie Hall“ zeigt, welche persönlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren Gershwins kompositorische Entwicklung beeinflusst haben. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Yvonne Wasserloos, Prof. Dr. Oliver Krämer und Felix Prochnow. Die Ausstellung ist vom 15. April bis 10. Juli 2019 in den Kreuzgängen der Hochschule für Musik und Theater Rostock zu sehen. Ein Konzert zur Ausstellung, in dem Studierende der Lehramtsabteilung Lieder, Instrumentalstücke und Improvisationen zu Ehren George Gershwins aufführen, steht am 28. Mai 2019 um 20.00 Uhr im Kammermusiksaal auf dem Programm.   Die Welt der Kleinen Forscher aus der Grubenstraße ist zu Gast im Foyer vor dem Katharinnensaal. Die ganz Kleinen beschäftigen sich mit Themen wie „Müll im Meer“ von 16.00 bis 20.00 (Marieke Beugel, Mareike Weingärtner). Der Vortrag „Können Dinosaurier wieder zum Leben erweckt werden?“ wird von Johannes Kaelke von 17.00 bis 17.30 und von 18.00 bis 18.30 angeboten. Im Centogene und auch bei AIDA erwarten die Besucher weitere umfängliche Angebote. Text: Robert Uhde, Fotos: SPINX ET und H. Bentzien

www.lange-nacht-des-wissens.de


Buchtipp Miene Kinnertied in Rostock Annelie Oeberst, 67 Jahre alt, in Rostock geboren und im Eltern­ haus mit der plattdeutschen S­prache aufgewachsen, schreibt die Erinnerungen an ihre Kindheit auf und hält so kurze G ­ eschichten aus dem alten Rostock fest. Das Buch erhalten Sie - gerne auch signiert - direkt bei der Autorin, rufen Sie an (0176 - 95610781) oder schreiben Sie Ihr eine E-Mail an WAOeberst@web.de

Baustart des Parkhauses am Küterbruch Gemischte Reaktionen unter den Rostockern

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eit November 2018 verkündete ein Schild den baldigen Baubeginn. Mitte Februar war es dann soweit: Die Altstadt bekommt ein Parkhaus mit 263 Parkplätzen. Bis zum Ende des Jahres plant die WIRO die Fertigstellung. Autofahrer können Kurzzeit- oder auch Dauerstellplätze anmieten. Da der Baugrund nicht tragfähig ist, wird das Parkhaus »Altstadt« auf Pfählen gegründet. Auch Elektroladesäulen wird es geben. Nachdem der Altstadtverein die Nachricht im November auf seinen Facebookseiten veröffentlicht hatte, kam es zu hitzigen Diskussionen. Einige Pro- und Kontrameinungen möchten wir hier veröffentlichen: Thomas Stein: Was wird seit Jahren bloß aus Rostock gemacht und überall mischt die WIRO mit! Was für eine Schande! Jetzt auch noch den jahrhundertelangen freien Blick auf Stadtmauer und St. Petri verbauen, sowie den ursprünglichen Blick ins Warnowtal... Mir fehlen einfach die Worte... Was machen hier gewisse Kräfte nur mit unserer Stadt.

Wi wahnten in dei Molkenstrat Nägenteinhunnertdreiunsömzich sünn wi in dei Molkenstrat treckt. Wi wiern jung verheirat un freuten uns öwer ne lütt Tweirumwahnung mit Köck un Toilett. Sei wier baben int Dackgeschoss. Zwor har sei wie üblich Kachelabenheizung, un dei Kahlen dor hochschleppen wier ok nich so einfach, äwer man har süss alls, watt man bruckte. Gaut wier ok, dat wi taun Inköpen alls up dei Dör harn. Denn Bäcker, Fliescher, Melkladen, Frisör, Drogerie un Kopmann. An dei Oltstadt-Drogerie erinner ick mi noch besonners. Dei Chef wier ein netter, etwas öllerer Herr, dei offensichtlich mit Leiw un Seel Kopmann wier. Hei bildete ok Lierlings ut un dei harn dat gor nich so einfach bi em. Käm taun Biespiel jemand rin un käk hinner dei Ingangsdör, denn wüsst hei, dei will Kahlenanzünder köpen. Wenn sien Lierling dat nich glieck richtig düdete, denn gäw dat sofort ne Kritik von em. Hei har alls in Blick. Wenn olle Lüd oder jeman mit vulle Hänn denn Laden verläten, wür dei Dör uphollen. Hei wier noch einer , wie man so secht, „von dei ollen Schaul“. Hei har för alls dat richtige Mittel un dei richtige Lösung. Annelie Oeberst

Mike Gehrhardt: Da war vorher kein Grün sondern hässliche Flachbauten. Ich hoffe auch, dass an die Anwohner gedacht wird und dass dadurch die Parkplatzsituation in der Östlichen Altstadt etwas entschärft wird. Zur Zeit wird da kreuz und quer geparkt und das ist auch nicht schön. Hubertus Lecht: Die „Falschparker“ werden das Parkhaus dennoch nicht nutzen und weiter die Gehwege etc. zuparken. Es wurden schon genügend Falschparker angesprochen, die nicht gewillt waren, mehr als ein paar Meter zu den eigenen vier Wänden gehen zu wollen. Karl-Bernhardin Kropf: Ist ja viel los hier zu dem Thema - aber fairerweise muss man eines feststellen: Der Punkt, von dem aus der Blick auf die

Stadtmauer verstellt wird, ist lediglich ein Abschnitt der neuen Warnowstraße zwischen den Abgängen Gerberbruch und „Beim Holzlager“. Nur von dort, also als Spaziergänger, Autofahrer (fahrend...!) oder aus den unmittelbar anliegenden neuen Häusern aus gesehen, steht das Parkhaus dazwischen. Von der Rövershäger Chaussee aus kommend findet wenig Beeinträchtigung statt. Damit möchte ich allerdings keineswegs sagen, dass ich das Parkhaus für eine optische Bereicherung halten würde...! Alexander Jakobs: Bissl Efeu drum rum - dann geht das schon. Diese Meinungen sind beispielhaft ausgewählt aus den über 100 Kommentaren. Natürlich ist es schwierig, wenn viele verschiedene Meinungen zusammen kommen. Letztendlich ist immer ein Kompromiss wichtig und wir vom Altstadtverein freuen uns, dass sich möglicherweise die Parkplatzsituation etwas verbessert und Besucher und Einheimische das neue Parkhaus nutzen und ganz bequem zu Fuß durch unsere Altstadtgassen schlendern werden.

Leserpost von Hans Georg Bauer aus Hennef

H

err Bauer beschreibt in seinem Leserbrief kurz seine Rostocker Lebensjahre. Er ist Jahrgang 1932 und wuchs in der Kleinen Bäckerstraße auf. Später zog er nach Dierkow-West, als die Siedlung noch in Bau war. Ostern 1938 erlebte er seine Einschulung am Alten Markt. Noch heute, mit 86 Jahren, schaudert ihn bei der Erinnerung an die Bombardierungen und Brände, die er zwischen 1940 und 1942 von Brink-

mannsdorf und Roggentin mit ansehen musste. Später ging es zur Kinderlandverschickung nach Süd-Mecklenburg. Im Februar 1945 gelangte er nach zweitägiger gefahrvoller Fahrt zurück nach Rostock. Ab 1946 ging Herr Bauer am Beginenberg in die Lehre. Er berichtet, dass sein Bruder beim Wiederaufbau des Kirchenschiffs der Petrikirche den Fußboden gelegt hat. Auch den Alten Markt hätte er neu gepflastert.


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· Keramikatelier Feuermale Fischerbruch 23

· Hugendubel, Kröpeliner Straße 41 · Altstadt-Kaufeck Hoàng Long Weißgerberstr. 6 · BioBalsam, Große Wasserstraße 6

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· EDEKA Holzhalbinsel · Mediationsstelle Rostock im Kuhtor, Hinter der Mauer 2

· Grubenbäckerei Grubenstraße 38 · Rosenrot Wohnen - Schenken - Dekorieren Lange Straße 5 · Grüne Kombüse, Grubenstraße 47

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Gerne können Sie die OSTPOST auch innerhalb Rostocks bestellen, telefonisch unter: 0381/127 49 31 oder Sie schreiben uns einfach Ihren Bestellwunsch als E-Mail an die Adresse: verein@oestliche-altstadt.de Die OSTPOST erhält man ebenfalls im Rahmen der verschiedensten Veranstaltungen in der Nikolaikirche (u.a. Ostermarkt, Kunstmarkt, Martinsmarkt, Weihnachtsmarkt), während des großen Töpfermarktes auf dem Neuen Markt, zur KUNSTNACHT und zum Altstadtfest. Möchten Sie ebenfalls eine Verkaufsstelle des Altstadtmagazins OSTPOST werden? Schreiben Sie uns einfach!

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Frühjahrsputz in der Östlichen Altstadt Sonnabend 13. April

A

lljährlich ruft der Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V. die Altstadt-Bewohner zum Frühjahrsputz. Vieles konnte in den letzten Jahren erreicht werden, die Östliche Altstadt ist schöner und auch sauberer geworden. Dennoch gibt es immer noch einige unansehnliche Ecken. Daher heißt es auch in diesem Jahr: „Macht mit beim Altstadtputz am 13. April 2019“. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr vor der Gaststätte „Albert & Emile“ in der Altschmiedestraße 28.

www.oestliche-altstadt.de

Ein Neuzugang in der Östlichen Altstadt

b­ efähigen, ihre Kinder allein oder mit Unterstützung bestmöglich zu fördern.

„Agile Projektwerkstatt“ im Fischerbruch 23

Welche Ressourcen sind vorhanden?

„Agile Projektwerkstatt“ – Was ist das? Die „Agile Projektwerkstatt“ ist das jüngste Kind des Bildungsträgers Küstenmühle e.V.. Im Rahmen dieses Projekts wird langzeitarbeitslosen Eltern, in deren familiärem Umfeld bereits die Familienhilfe und/oder andere soziale Unterstützungsangebote installiert sind, die Möglichkeit geboten, ihren Weg ins Leben zurück zu finden. Im Speziellen soll dabei eine Annäherung an bzw. eine Vermittlung auf den Arbeitsmarkt erreicht werden.

Wie wird das Ziel erreicht? Erfahrungsgemäß haben von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene mehrere Baustellen, die es zu bearbeiten gilt. Es sollen hier vor allem Eltern in ihrer Rolle als Vorbild, Stütze und Motivator*innen ihrer Kinder gestärkt werden. Konkret bedeutet es, die individuellen Problemlagen näher zu beleuch-

ten, um deren Ursachen auf den Grund zu gehen. Auf diese Weise werden die jeweiligen Bedarfe festgestellt. Dies geschieht in enger Netzwerkarbeit mit den jeweils bereits vorhandenen sozialen Unterstützungsangeboten. Die Begleitung, Beratung und Unterstützung umfasst auch das (Re-)Etablieren und Festigen regelmäßiger Tagesstrukturen sowie das Fördern und Stärken individuell vorhandener Kompetenzen. Damit auch aus Schwächen Stärken werden können, werden verschiedene Instrumente genutzt. Das Wichtigste ist und bleibt hierbei jedoch die Freiwilligkeit. Sie ist Ausgangspunkt für eine gelungene Zusammenarbeit. Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit sind weitere wichtige Stützpfeiler der Arbeit in der Agilen Projektwerkstatt. Nur so kann es gelingen, den Teilnehmer*innen langfristig den Weg zurück ins Leben bzw. den Ausbildungs-/Arbeitsmarkt zu ebenen und sie zu Saisonales Gemüse soll demnächst in „Biokisten“ durch die Agile Projektwerkstatt vertrieben werden.

Foto: © Cornelia Kalkhoff - Fotolia.com

Auf dem Gelände der Metallbaufirma HUP im Fischerbruch 23 befindet sich eine von drei Schulungsstätten des Küstenmühle e.V.. Seit dem 1.1.2019 werden hier in einem neugestaltetem Schulungsraum die Teilnehmer der Agilen Projektwerkstatt durch zwei Mitarbeiter des Küstenmühle e.V. in den unterschiedlichsten Lebenslagen beraten. In der angeschlossenen Küche werden Fertigkeiten, wie z.B. die regelmäßige Zubereitung vegetarischer Mahlzeiten trainiert. Aktuell wird die angrenzende Werkhalle einer ehemaligen Boots- und Yachtwerft renoviert, um Praxisprojekte im Kreativ- und Handwerkbereich durchzuführen. In Vorbereitung befindet sich weiterhin der Vertrieb von „Biokisten“ durch die Teilnehmer der Agilen Projektwerkstatt am Standort Fischerbruch. Die „Biokisten“ enthalten frisches saisonales Gemüse, das zuvor am Standort Küstenmühle in Neu Hinrichsdorf durch zwei weitere Mitarbeiterinnen und Teilnehmer der vereinseigenen Bioland Gärtnerei angebaut wurde.


Großer Ostermarkt in der Nikolaikirche vom 28. bis 30. März 2019 Saisonauftakt in der Rostocker Nikolaikirche - für viele Rostocker ist er wahrscheinlich der ­langersehnte Start in den Frühling - der Besuch des Ostermarktes, der in diesem Jahr vom 28. bis 30. März stattfindet. Das gesamte Kirchenschiff ist gefüllt mit österlicher Kunst. Fast 50 Aussteller laden zu dem farbenfrohen, abwechslungsreichen Ostermarkt ein. Insgesamt wird sich das Thema „Ostern“ an vielen Ständen widerspiegeln und was wäre dazu besser geeignet, als das Thema „Ei“ in seinen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Liebevoll graviert, di-

rekt am Stand zu erleben, aus schöner Keramik oder einfach naturbelassen. Natürlich wird das Sortiment der kreativen Handwerker viele weitere schöne und handgefertigte Dinge, wie fachkundig gestaltete Edelhölzer, handgefertigten Keramikschmuck oder meisterhaft „Gefilztes“ umfassen. Fast schon ein „Muss“ sind die handgesiedeten Naturseifen in fast allen erdenklichen Duftnoten. Naturbürsten, tolle Landschaftsfotografien oder Schmuck aus Kieselsteinen sind weitere Beispiele des breiten Angebotes und laden herzlich zu einem Besuch der Nikolaikirche ein. Musikalisch wird es am Freitag und Samstag jeweils um 15.00

Uhr zugehen. Klassische Klänge im wunderschönen Ambiente des Kunsthandwerker-Ostermarktes. Dazu lässt sich der selbstgebackene Kuchen, ein duftender Kaffee oder ein kleiner Imbiss in der österlich geschmückten Cafeteria gut genießen. Alle kleinen Besucher können sich täglich ab 13.00 Uhr auch auf ein Kinderbasteln in der Gerberkapelle freuen. Der Ostermarkt ist am Donnerstag den 28. März, von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am Freitag und Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist wie immer frei.

13. Kunstmarkt in der Rostocker Nikolaikirche vom 24. bis 26. Mai 2019 Vom 24. – 26. Mai, traditionell am letzten Maiwochenende, treffen sich auch in diesem Jahr über 20 Maler und Grafiker, um die Rostocker Nikolaikirche in eine riesige und einzigartige Werkschau ihres Schaffens zu verwandeln. Das umfangreiche Repertoire wird von ausgesuchter Portrait-Malerei, über wunderbare Landschaftsbildnisse bis zu Natur-Design-Bildern aus unbearbeitetem Strandgut reichen. Im Altarbereich erwarten großformatige Bilder, oft abstrakt oder expressiv, aber immer auch authentisch und emotional die kunstinteressierten Besucher. Bilder aus Naturwolle, geht das? Ja es geht. Zu sehen und zu erleben exklusiv beim Rostocker Kunstmarkt. Besonders gefreut haben sich die Organisatoren auch über die erneute Teilnahme der Gewinnerin in der Kategorie „Gemälde“ bei „Rostock Kreativ“, in der Kunsthalle. Neu in diesem Jahr sind Fotos von Gebäuden und Landschaften, aufgenommen durch die Objektive eines Quadrocopters. Die Eröffnung des 13. Kunstmarktes St. Nikolai, findet am 24. Mai ab ca. 17.00 Uhr statt, die Einbettung in die Rostocker KUNSTNACHT wird beibehalten. Eine kleine Abschlussveranstaltung um 23.00 Uhr wird den Veranstaltungstag in der Nikolaikirche beenden. Bis einschließlich Sonntag bleibt es dann allen Besuchern der Nikolaikirche ermöglicht, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen oder das ein oder andere „Kunststück“ zu erwerben. Am Samstag und Sonntag erklingt jeweils um 15.00 Uhr die Orgel der Nikolaikirche, drei Tage Kunstgenuss in einmaliger Kulisse. Der Kunstmarkt ist zur KUNSTNACHT, 25 Mai, von 17.00 Uhr bis 23.30 Uhr geöffnet, am Samstag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie am Sonntag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Ein Eintrittsgeld wird an allen drei Tagen nicht erhoben.


Cafe – Restaurant – Bar feinstes Frühstück französisch süß oder hanseatisch deftig Kaffee- & Kuchenspezialitäten selbst gebackene Torten

19. Rostocker KUNSTNACHT am 24.5.2019 Die Erfolgsgeschichte in der Altstadt geht weiter. Was im Jahr 2000 als Experiment begann, geht nun bereits in die neunzehnte Runde. Ende Mai - genauer am 24. Mai 2019 - findet wieder die große Nacht der Künste statt - unser Jahreshöhepunkt, die ROSTOCKER KUNSTNACHT. In diesem Jahr öffnen in der Östlichen Altstadt über 40 Einrichtungen für eine Nacht ihre Türen, für Kunst in breiter Vielfalt. Ob Büro oder Laden, Galerie oder Gaststätte die Veranstaltungsorte liegen dicht beieinander und bieten Raum für alle künstlerischen Gattungen. Die Vorbereitungen sind angelaufen, erste Kunstorte und Künstler haben sich zusammengefunden und planen bereits ihre Beiträge. Die vollständigen Programminformationen, Zeiten und genaue Orte finden sich demnächst auf

feinste Teesorten Tapas & Wein Longdrinks Familien- & Betriebsfeiern Buffets raffinierte Tagesgerichte individuelle Menüs

www.kunstnacht-rostock.de

Am Wendländer Schilde 5 18055 Rostock (bei der Nikolaikirche)


Programm Frühjahr / Sommer 2019

(Auszug)

c-Moll spielen, dessen Ungarische Melodie und die Tanzsuite von Béla Bartók. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Am 27. und 28. April wird Péter Nagy zudem einen öffentlichen Meisterkurs für Studierende in der hmt Rostock (Raum S2 05) geben, zu dem interessierte Zuhörer herzlich eingeladen sind. Péter Nagy nahm sein Studium an der Liszt-Akademie in Budapest bereits im Alter von acht Jahren auf. Inzwischen führten ihn Konzerttourneen um die ganze Welt, und er ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. „hmt: Fokus Film“ geht in die nächste Runde Für die zweite Veranstaltung seiner neuen Reihe „hmt: Fokus Film“ hat der Filmregisseur Andreas Dresen den Schauspieler Alexander Scheer an die Hochschule für Musik und Theater Rostock eingeladen. Die Violinistin Uljana Katushonak wird die Introduktion und Tarantella op. 43 von P. de Sarasate aufführen. Foto: Margit Wild

Junge Stars im Konzert Ein Konzert mit Talenten der Young Academy Rostock und der Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von GMD Sebastian ­Tewinkel findet am Samstag, den 13. April 2019 um 19.30 Uhr in der Nikolaikirche Rostock statt. Auf dem Programm stehen u.a. Sätze aus den Klavierkonzerten von Grieg und Schumann, dem Violinkonzert von Mendelssohn Bartholdy und Flötenkonzert G-Dur von Mozart. Eine Wiederholung des Konzerts folgt am ­Sonntag, den 14. April um 16.00 Uhr in der Konzertkirche Neubrandenburg. Die Young Academy Rostock bietet dem musikalischen Nachwuchs ein facettenreiches Frühstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Eine besondere Auszeichnung ist es, als Solistin oder Solist mit Orchester auftreten zu können. Um solistisch an dem Konzert mitwirken zu können, mussten sich die jungen Musikerinnen und Musiker einem Auswahlvorspiel stellen. Alexander Scheer · Foto: Stefan Klüter

Péter Nagy · Foto: Julia Becker-Bender

Internationales Pianistenforum mit Péter Nagy Der Pianist Péter Nagy ist am Freitag, den 26. April 2019 beim Internationalen Pianistenforum im Barocksaal Rostock zu Gast. Er gehört zu den jüngsten Vertretern einer international bekannten neuen Generation von ungarischen Pianisten. Die Werke für sein Rostocker Konzert hat er passend auf seine Herkunft abgestimmt. So wird er von Franz Schubert die Sonaten in f -Moll und

Zuletzt machte Alexander Scheer durch seine mehrfach preisgekrönte Darstellung des Rock­ poeten und Baggerfahrers Gerhard Gundermann in dem gleichnamigen Kinofilm auf sich aufmerksam. Bekannt geworden durch Leander Haußmanns „Sonnenallee“, gilt er seit Jahren als einer der größten Verwandlungskünstler der jüngeren Schauspielergeneration, spielte Mick Jagger („Das süße Leben“), Blixa Bargeld („Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!) oder auch Dieter Degowski („Gladbeck“). Darüber hinaus war Alexander Scheer über viele Jahre einer der Protagonisten der Volksbühne unter Frank Castorf, seit Herbst vergangenen Jahres ist er am Hamburger Schauspielhaus als David Bowie zu sehen. Er spielt auch in verschiedenen Bandprojekten. Andreas Dresen wird sich mit Alexander Scheer über seinen Werdegang und die Arbeit auf der Bühne und vor der Kamera unterhalten. Dabei werden auch Filmausschnitte zu sehen sein. Das Gespräch findet am Mittwoch, dem 24. April 2019 um 19.30 Uhr im Katharinensaal statt. „hmt: Fokus Film“ ist eine neue Veranstaltungsreihe der hmt Rostock und findet zweimal im Semester statt. Der nächste Termin ist für Juli 2019 geplant.

Rostock feiert Bach Unter dem Motto „Kontrapunkte“ bietet das Bachfest Rostock 2019 vom 10. bis 19. Mai 2019 ein vielfältiges Programm. Es vereint dazu zahlreiche Veranstalter und Veranstaltungen unter einem Dach. Mit dabei ist die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die insgesamt zehn verschiedene Konzerte und ein Programm für Schulen ausrichtet. Bachs grandiose h-Moll-Messe wird am 11. und 12. Mai um jeweils 19.30 Uhr im Katha­ rinensaal der hmt Rostock mit dem Kammerchor „Voacalisti Rostochienses“, dem Jugendkammerchor des Goethe-Gymnasiums Schwerin und Solisten der hmt, begleitet durch Instrumentalisten des Hochschulorchesters unter der Leitung von Professor Christfried Göckeritz erklingen. Die Aufführung von Antonín Dvořáks D-Dur-Messe folgt am 13. Mai um 20.00 Uhr in der Universitätskirche Rostock. Es singt der Hochschulchor der hmt unter der Leitung von Bernd Spitzbarth. „Original und Bearbeitung“ lautet der Titel des Konzerts mit Werken für Violine, Violoncello, Klavier und Gitarre am 14. Mai um 17.00 Uhr im Orgelsaal der hmt. Am gleichen Tag um 18.00 Uhr führen Studierende und Lehrende der hmt die Brandenburgischen Konzerte und Strawinskys Konzert Es-Dur unter der Leitung von Hansjörg Albrecht im Barocksaal auf. Das Werk für Violine solo sowie Violine und Cembalo steht am 15. Mai um 17.00 Uhr im Kammermusiksaal der hmt auf dem Programm. Am 17. Mai um 17.00 Uhr spielen Schülerinnen und Schüler des Netzwerks sowie Frühstudierende der Young Academy Rostock (yaro) im Kammermusiksaal alle Inventionen und Sinfonien für Klavier. Die Ergebnisse aus dem Improvisationsworkshop Klavier werden am 18. Mai um 19.30 Uhr unter dem Titel „Bach and More“ auf der Hinterbühne des Katharinensaals vorgestellt. Bis zu vier Flügel stehen am 19. Mai um 15.00 Uhr auf der Bühne des Katharinensaals. Dann heißt es „Bach goes Köthe“. Aufgeführt wird u.a. Bachs Konzert a-Moll für vier Klaviere in einem Arrangement für Violine, Klaviere und P ­ opgruppe. Es moderiert das Klavierduo Hans-Peter und Volker Stenzl. Für alle Konzerte gibt es bereits Karten im Vorverkauf. Weitere Informationen unter www.bachfest-rostock.de. Natalie Clein mit dem Hochschulorchester Die Hochschule für Musik und Theater Rostock hat eine neue Professorin für Violoncello. Die britische Cellistin Natalie Clein, die regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern und mit namhaften Orchestern weltweit konzertiert, tritt im Sommersemester 2019 ihre Professur an und wird im Rahmen des Hochschulorchesterkonzerts ihr Antrittskonzert geben. Hierfür hat sie das Violoncellokonzert e-Moll op. 85 von Edward Elgar ausgewählt. Das Hochschulorchester wird zudem die Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60 von Antonín Dvořák spielen. Die musikalische Leitung hat Daniel Huppert, der sich mit diesem Konzert als Professor von der Hochschule verabschiedet. Huppert


wird ab der Spielzeit 2019/20 Generalmusikdirektor der Bergischen Symphoniker der Städte Remscheid und Solingen und gibt daher sowohl seine Professur an der hmt, als auch ab 2020 seine Funktion als GMD des Mecklenburgischen Staatstheaters auf. Somit ist das Hochschuleorchesterkonzert am 12 und 13. Juni 2019 im Katharinensaal sowohl ein Willkommen als auch ein Abschied. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Natalie Clein schlug schon früh eine beeindruckende Karriere ein. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie erstmals, als sie mit 16 Jahren sowohl den „BBC Young Musician of the ­ Year“-Wettbewerb als auch den ­Eurovisions-Wettbewerb für junge Musiker in Warschau gewann. Als Studentin erhielt sie den Queen Elizabeth-Preis und das Queen Mother Stipendium des Royal College of Music, ehe sie ihre Studien bei Heinrich Schiff in Wien abschloss.

· Fortbildungen · Umgang mit Zeit und Aufgaben Stressprävention 14.3.2019 von 10:00 bis 15:00 Uhr · Umgang mit der eigenen Kraft Burnoutprävention 15.3.2019 von 10.00 bis 15.00 Uhr · Führungsstärketraining Prinzipien guter Führung 18. und 19.3.2019 von 10.00 bis 18.00 Uhr · Supervision für Mediatoren gemäß §2 (5) sowie §4 ZMediatAusbV 21.3.2019 von 16.00 bis 20.00 Uhr 13.6.2019 von 9.00 bis 13.00 Uhr 26.9.2019 von 12.00 bis 16.00 Uhr 18.11.2019 von 14.00 bis 18.00 Uhr · Abendworkshop non-direktive Methoden Zum Umgang mit aufgeregten Kindern 24.6.2019 von 17.00 bis 21.00 Uhr · Visualisierung in der Mediation für MediatorInnen 24.6.2019 von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr · Verhandlungstraining 25.06.2019 von 11.30 bis 17.30 Uhr · Deeskalation in schwierigen Gesprächen 27.06.2019 von 11.30 bis 16.30 Uhr · Provokation in der Mediation für MediatorInnen 28.6.2019 von 11.30 bis 16.00 Uhr · Bedürfnisorientierung in der Beratung 27.6.2019 von 17.00 bis 21.00 Uhr

Natalie Clein gibt ihr Antrittskonzert als Cello-Professorin an der hmt Rostock. · Foto: Neda Navaee

Hochkarätige Meisterkurse und Konzerte beim Internationalen Sommercampus Der internationale Sommercampus an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bietet die optimale Verbindung aus Meisterkursen, Orchesterpraxis für Solisten und Konzerten. Zwölf hochkarätige Künstlerinnen und Künstler kommen für die Meisterkurse für Gesang, Violine, Viola, Violoncello, Flöte, Fagott, Klavier, Schlagzeug, Kammermusik und Verfemte Musik für Klavier solo und Klavierduo an die Rostocker Hochschule. Vom 22. bis 30. August 2019 erteilen sie den jungen Talenten intensiven Unterricht und bereiten sie auf Soloauftritte, Wettbewerbe und Probespiele vor. Mit dabei sind z. B. der Stargeiger Christian Tetzlaff, der Pianist Lars Vogt, der Schlagzeuger Alexej Gerassimez und die in Rostock neu berufene britische Cellistin Natalie Clein. Aus den USA reisen der Soloflötist des Los Angeles Philharmonic Orchestra Denis Bouriakov und der Fagottist Frank Morelli an. Bestandteil der meisten Kurse ist es, als Solisten mit Orchester zu proben und eines der drei Abschlusskonzerte im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mitzugestalten. Jeder Meisterkurs gibt darüber hinaus mindestens ein eigenes Konzert. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Meisterkursen und den Konzerten herzlich willkommen.

www.hmt-rostock.de

· Moderation Kurs Besprechungen moderieren 13. bis 17.5.2019 jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr · Moderation Kurs Prozesse moderieren 12. bis 16.8.2019 jeweils von 11.30 bis 18.30 Uhr · Umgang mit Konflikten - Mediation ab 20.9.2019 um 14.00 Uhr

Informationsabend Mediation Prinzip, Verfahren und Anwendungsgebiete der Mediation, mit Informationen zur Mediationsausbildung: 18.3., 28.6, 16.8, 13.9, 16.9.2019 jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr in der Mediationsstelle Rostock, im Kuhtor; kostenfrei

Informationsabend Problemlösung Strukturen und Methoden transformativer systemischer Problemlösung, mit Informationen zur Moderations- und zur Beratungsausbildung: 6.3., 13.5., 31.7., 5.9., 19.9.2019 jeweils 19.30 Uhr in der Mediationsstelle Rostock, im Kuhtor; kostenfrei Informationen und Anmeldungen jeweils unter 0381-20389906 oder

www.mediationsstelle-rostock.de

· Feedbackkultur entwickeln 25.9.2019 von 10.00 bis 17.00 Uhr

· Ausbildungen · Systemisch transformative Therapie ab 14.3.2019 um 16.00 Uhr

Nikolaikirche Rostock (Programm-Auszug) · 12.4. 20.00 Uhr 49. Rostocker Stummfilmnacht

· 24.5. Kunstnacht in der Östlichen Altstadt

· 13.4. 19.30 Uhr Hochschulkonzert der hmt

· 25.+26.5. 11.00 - 18.00 Uhr 13. Kunstmarkt St.Nikolai

· 10. bis 19.5. 94. Bachfest alle Konzerte unter www.bachfest-rostock.de

· 11.6. 18.00 Uhr Ausstellungseröffnung Bilder von Falko Böttcher

· 10.5. 20.00 Uhr Eröffnungskonzert des 94. Bachfestes Bach: Kantate „Wir müssen durch viel Trübsal“ Dvořák: Stabat Mater Solisten: Allhelgona Motettkör (Schweden) Figuralchor St.-Johannis-Kirche Rostock Rostocker Motettenchor

· 6.7. 19.30 Uhr Freies Studentenorchester Rostock - Sommerkonzert

· 13.5. 20.00 Uhr Bach-Schemelli Modern Reflections - Lieder aus Schemellis Gesangbuch, Thomas Klemm - Saxophon u. Flöten Wolfgang Schmiedt - Gitarren Karl Scharnweber - Orgel · 16.5. 20.00 Uhr Bach und seine Söhne Barock-Kantaten mit Reinhard Göbel Benjamin Appl: Bass-Bariton Berliner Barock Solisten

· 20.+21.7. Abschlussprüfung der Floristen der Industrie- und Handelskammer zu Rostock · 15.8. 18.00 Uhr Ausstellungseröffnung Felix Büttner · 10.9. 16.00 Uhr Gesellenfreisprechung Kreishandwerkerschaft Bad Doberan-Rostock · 13.9. 20.00 Uhr 20. Dance Fashion Show - Rostock

www.nikolaikirche-rostock.de


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