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Österreichische Post AG MZ14Z039972M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

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Zahnfleischrückgang: Ursache, Symptome und Behandlung – 4 Bruxismus: Planungsaspekte bei anspruchsvollen prothetischen Fällen – 10

Das Journal der Universitätszahnklinik Wien

Sofortimplantation: State of the Art oder No-Go? – 14

BREITES SPEKTRUM Die Universitätszahnklinik Wien stellt anspruchsvolle Fälle vor und forscht an neuen Behandlungsmethoden


Sehr geehrte LeserInnen!

U

nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.

Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien. Zahnfleischrückgang betrifft alle Menschen und ist mit 75 Prozent die häufigste Ursache von Zahnverlust. Außerdem betrifft Parodontitis nicht nur die Zähne. In dieser Ausgabe lesen Sie u. a. über Ursache, Symptome und Behandlung von Parodontitis.

Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand

An unserem Fachbereich Zahnerhaltung und Parodontologie wird an neuen Methoden zur Fixierung von Brackets, die zur Zahnregulierung eingesetzt werden, an modernen Keramikkronen geforscht. Im Praxisteil stellen wir Ihnen zwei PatientInnenfälle vor: Ein Fall aus dem Fachbereich Prothetik zeigt Planungsaspekte bei anspruchsvoll prothetischen Fällen am Beispiel von Bruxismus. Eine zweite Fallstudie aus dem Fachbereich Orale Chirurgie zeigt, dass eine Sofortimplantation unter den richtigen Voraussetzungen eine erfolgreiche Behandlungsmethode sein kann. Wir möchten Sie mit dem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der ­PatientInnen!

Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätszahnklinik Wien GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43 1/400 70, Fax: +43 1/400 70-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 4.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Marianne Kitzler (Leitung), Barbara Duras, Mag. Sabine Karrer, Mag. Daniela Purer Grafik & Produktion: Julia Proyer Verlagsleitung: Otto Koller Designkonzept: Julia Proyer Lektorat: Mag. Eva Kainrad Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: Druckerei Janetschek GmbH, 3860 Heidenreichstein Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert Zahnärztinnen, Zahnärzte, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.

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In den Kalender 04

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Tag der Universität Datum: 12. März 2020, 8.30–23.55 Uhr Information: www.meduniwien.ac.at Implantate – Weichgewebe – Ästhetik

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Kursleitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm Datum: 20. März 2020 Ort: Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, Währinger Straße 13, 1090 Wien Information: Mag. Tajana Letic, +43 1/600 4930-324 Anmeldung: tajana.letic@dentsplysirona.com ZFP-Fortbildung: 10 Punkte

Save the Date: Lange Nacht der Forschung Die Universitätszahnklinik ist wieder beim größten Forschungsevent Österreichs dabei. Datum: 8. Mai 2020 Information: www.langenachtderforschung.at

Inhalt 04

KFO-Biegekurs / Hands-on-Kurs (Limitierte Plätze)

Zahnfleischrückgang: Ursache, Symptome und Behandlung

07 Damals: George Washington (1732–1799), Teil II 08 Zahnregulierung: Bonding von metallischen Brackets an Zirkonkeramik 10 14

Bruxismus: Planungsaspekte bei anspruchsvollen prothetischen Fällen

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Datenschutz an der Universitätszahnklinik Wien

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Neueröffnung: MedUni Shop mit noch mehr Angebot

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ÖGI-Kongress 2019 an der Universitätszahnklinik Wien

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Krebsforscherin an der Spitze: Maria Sibilia ist die neue Vorsitzende des Senats der MedUni Wien

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Arbeiten an der Universitätszahnklinik Wien

Fallstudie: Sofortimplantation: State of the Art oder No-Go?

Kursleitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Vortragender: Dr. Roland Männchen, PhD Datum: 18. September 2020, 12–17 Uhr, 19. September 2020, 8.30–17.30 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Information: maria.strobl@meduniwien.ac.at Anmeldung: www.kfo-wien.at ZFP-Fortbildung: 15 Punkte

Save the Date: Dentistry 4.0 – Conference of Innovative Technologies in Dentistry Datum: 9. und 10. April 2021 Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien, Van-Swieten-Saal

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Zahnfleischrückgang: Ursache, Symptome und Behandlung Zahnfleischrückgang wird einerseits durch Parodontitis, eine Entzündung des Zahnfleischs, verursacht. Erfolgt keine Behandlung, führt die Entzündung zum dauerhaften Zahnfleischrückgang und Zahnfleischschwund. Andererseits können anatomische Faktoren, Traumen und iatrogene Ursachen zu einem Zahnfleischrückgang führen. Bei solchen medizinischen Problemen sind moderne Mittel der Zahnheilkunde gefragt.

Abb. 1: Rezession und Fehlen keratinisierter Gingiva bei einer Patientin (24 J.) nach KFO

F

ür gesunde Zähne ist ein gesundes Zahnfleisch äußerst wichtig. „Das Zahnfleisch, auch Gingiva genannt, besteht aus unterschiedlichen anatomischen Strukturen, die den Halt des Zahnes im Kieferknochen gewährleisten und einen Abschluss gegenüber der Mundhöhle mit einem immunologischen Abwehrsystem umfassen. Auf der anderen Seite ist das Zahnfleisch in der ästhetischen Zone wichtig für ein gesundes Lächeln und trägt immens zu den natürlichen Proportionen im Gesicht und zur Rot-Weiß-Ästhetik bei“, sagt Dr. Michael Müller vom Fachbereich Zahnerhaltung & Parodontologie der Universitätszahnklinik Wien. Entzün-

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Abb. 2: Patientin (52 J.), Rauchstopp 2014 – parodontale Gesundheit mit reduziertem Parodont nach parodontaler Therapie

Abb. 3: Patient (32 J.), singuläre Rezession Regio 13 – ästhetische Korrektur in diesem Fall möglich

dungen am Zahnfleisch oder am Zahnhalteapparat – die sogenannte Parodontitis – können das Gebiss jedoch bis hin zum Zahnverlust schädigen. Parodontitis betrifft dabei alle Menschen und ist mit 75 Prozent die häufigste Ursache von Zahnverlust. Im Gegensatz zu Karies verursacht diese Erkrankung jedoch selten Schmerzen und wird dadurch häufig übersehen, vor allem wenn sich Plaque in den Zahnzwischenräumen bildet. Doch Parodontitis betrifft nicht nur die Zähne: Die Stoffwechselprodukte der Keime können ein Risikofaktor für Herzerkrankungen und COPD – chronische obstruktive Lungenerkrankungen sein. Nur durch eine regelmäßige Kontrolle

beim Zahnarzt lässt sich Parodontitis schon frühzeitig erkennen. ParodontitisErreger können mithilfe eines Bakterientests nachgewiesen werden und Zahnfleischschwund wird meist bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Ursache der Parodontitis Laut WHO zählt Parodontitis zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Etwa drei Viertel aller über 30-jährigen Erwachsenen leiden an Parodontitis, aber wissen es noch gar nicht. Die wenigsten können die Folgen einschätzen. Erst wenn sich Empfindlichkeiten auf zu heiße oder sehr kalte Nahrungsmittel zeigen oder Zahnfleischbluten auftritt,


gehen die Betroffenen zum Arzt. Aus vielen Studien geht jedoch hervor, dass die meisten Betroffenen die Problematik unterschätzen. Doch Parodontitis ist nicht zwingend „altersbedingt“, sondern hängt vor allem von den individuellen Hygienemaßnahmen und einer genetischen bedingten Empfänglichkeit ab. Auch ein schwaches Immunsystem kann die Infektion begünstigen. Übrigens haben RaucherInnen trotz Vorsorge wesentlich schlechtere Karten: 90 Prozent der Erkrankungen heilen bei RaucherInnen schlechter als bei NichtraucherInnen. Die Ursache sind spezielle Bakterienstämme, die sich im Biofilm vermehren. Sie siedeln sich in der Mundhöhle an und können von Mensch zu Mensch übertragen werden, z. B. durch Benützen derselben Zahnbürste, desselben Bestecks oder durch Küssen. Aber auch ein schwaches Immunsystem, das mit der Bakterienabwehr überfordert ist, kann die Ursache einer Infektion sein. Die Bakterien überleben dann in Zahnzwischenräumen, wo man sie mit der Zahnbürste schwer entfernen kann. Im weiteren Verlauf bilden sich Zahntaschen, wo sich die Bakterien absetzen und vermehren. Stoffwechselprodukte der Parodontitis-Keime greifen das Zahnfleisch an und verursachen eine Entzündung (Gingivitis). Der Hauptunterschied zwischen der Gingivitis und der Parodontitis liegt in der Beteiligung der Gewebe. Während die Gingivitis auf das Zahnfleisch beschränkt ist, werden bei der Parodontitis der Knochen, das Desmodont (Wurzelhaut) sowie das Wurzelzement abgebaut. Symptome und Verlauf Im gesunden Zustand ist das um den Zahn liegende Gewebe hellrosa und gut durchblutet. Beim Zähneputzen oder beim Biss in einen Apfel blutet es nicht. Zahnfleischbluten ist aber das erste Stadium einer Entzündung. Werden diese Symptome jedoch übersehen oder ignoriert, schreitet die Zahnfleischentzündung fort und ein gerötetes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch, das nicht mehr straff am Zahn anliegt, ist die Folge. Treten während des Putzens und der Zahnzwischenraum-Reinigung

Blutungen auf, sind das Zeichen dafür, dass die Zahnzwischenräume entzündet sind. In diesem frühen Stadium einer Zahnfleischerkrankung kann der Schaden wieder völlig behoben werden, da der Knochen und das Bindegewebe, die den Zahn in seiner Position halten, noch nicht betroffen sind. Bleiben die genannten Symptome nach wie vor unentdeckt, dringen sie im dritten Stadium in den Zahntaschen bis zum Kieferknochen vor und zerstören seine wichtigste Funktion, nämlich die Zähne zu halten. So beginnen sie, locker zu werden, zu wackeln und fallen im schlimmsten Fall aus. Je nach Aggressivität des Erregers und Alter des/der Betroffenen beträgt die Zeitspanne zwischen ersten Symptomen und Knochenabbau etwa 5 Jahre. Es ist davon auszugehen, dass die Stoffwechselprodukte der Bakterien über den Blutstrom auch zu anderen Organen (z. B. Herz und Gehirn) gelangen und dort die Gefäße schädigen. Parodontitis ist daher auch ein Risikofaktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall und kann Diabetes verstärken. Weiters kann die veränderte Hormonsituation von Schwangeren in Kombination mit einer ParodontitisInfektion zu Frühgeburten oder verringertem Geburtsgewicht führen. Diagnose und Therapie Im Rahmen der jährlichen Routineuntersuchung kann der Zahnarzt oder die Zahnärztin eine Parodontitis leicht und schmerzfrei feststellen. Mit einer Sonde wird die Sondierungstiefe erhoben, die nicht mehr als 2 bis 3 mm betragen sollte. Aufgrund der Blutungsneigung kann zudem festgestellt werden, wo es mögliche „Krankheitsherde“ gibt. Ein Panoramaröntgen oder rechtwinkeliger Kleinbildstatus zeigt das Fortschreiten der Erkrankung im Detail. Bei familiär gehäuft auftretenden ParodontitisErkrankungen ist dank modernster medizinischer Methoden auch ein Gentest möglich, mit dem sich eine erhöhte Anfälligkeit für die Erkrankung ermitteln lässt. Betroffene dieser genetischen Disposition müssen besonders auf ihre tägliche Mundhygiene achten, häufiger Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrnehmen und regelmäßige indivi-

duell abhängige Dentalhygiene-Sitzung absolvieren. Dabei werden Beläge, die Parodontitis verursachen, durch ein maschinelles oder manuelles parodontales Debridement, mit dem „Scaler“, einem sichelartigen Instrument, und mit einer Kürette entfernt. Ziel jeder ParodontalTherapie ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen, um einem möglichen Zahnverlust vorzubeugen. Richtiges Putzen und Reinigen mit Zahnseide oder Spülungen kann man nach Absprache mit dem Spezialisten auch zu Hause durchführen. Üblicherweise führt eine konsequente Zahnhygiene dazu, dass sich die Erkrankung in acht bis zwölf Wochen merklich zurückzieht. In schweren Fällen können auch Antibiotika das Fortschreiten der Entzündung und Erkrankung verhindern. Übrigens ist es für eine Behandlung von Parodontitis und eine entsprechende Vorsorge nie zu spät. Zahnfleischkorrektur aus ästhetischer Sicht Die medizinische Notwendigkeit einer Zahnfleischkorrektur ist nur bei wenigen Veränderungen des Zahnfleisches gegeben, wenn zum Beispiel Lippen- oder Wangenbändchen an der falschen Stelle mit dem Zahnfleisch verwachsen sind. Des Weiteren bei fehlenden Teilen des Zahnfleisches, die fest mit der knöchernen Basis verwachsen sind, sowie bei eingeschränkter Hygienefähigkeit dieser Areale. Dünne Schleimhautverhältnisse und eine starke Progression bestehender Zahnfleischrückgänge zählen außerdem zu den Behandlungsfeldern. „Letztendlich zählt auch der Wunsch des Patienten/der Patientin, aus ästhetischen Gründen eine Zahnfleischkorrektur durchführen zu lassen. Dies ist aber immer gesondert und auch gesetzlich nach den Richtlinien der plastischen ästhetischen Chirurgie abzuhandeln“, erklärt Dr. Müller. Ein ästhetisches Lächeln hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Der Wunsch nach Korrektur bei Rezessionen, veränderter Rot-WeißÄsthetik und „Gummy Smile“, also einer überdurchschnittlichen Sichtbarkeit des Zahnfleisches, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. ‣

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Die moderne ästhetische Parodontologie stellt mikrochirurgische Zahnfleischplastik-Methoden bereit, mit deren Hilfe auch ein ästhetisch ungünstiger Zahnfleischverlauf korrigiert werden kann. „Die Techniken haben sich zuletzt wieder weiterentwickelt und verfolgen minimalinvasive Ansätze mit Schonung

des Zahnfleisches im Zahnzwischenraum. Zusätzlich gibt es neue erprobte tierische Materialien, die die operative Dauer verkürzen und auch durch Vermeidung zusätzlicher Wunden an der Entnahmestelle eine Heilung unter weniger Schmerzen ermöglichen. Auch an der Universitätszahnklinik beschäftigen

wir uns mit dieser Thematik und versuchen, neue Standards in der plastischen parodontalen Chirurgie zu etablieren. Studien mit Wachstumsfaktoren werden auch in Zukunft neue Wege beschreiten und den Patientenkomfort noch zusätzlich verbessern“, betont der Facharzt für Zahnerhaltung & Parodontologie.•

Hinweise auf Parodontitis bzw. Karies Parodontitis Karies Weiße Flecken an den Zähnen Mundgeruch Kein Mundgeruch Schmerzlos Dauerhafter Schmerz Gerötetes Zahnfleisch Zahnfleisch fehlt zwischen den Zähnen Der Zahn ist hitze- bzw. kälteempfindlich Zahnfleischbluten beim Putzen Tiefe Zahntaschen Zahnhälse liegen nach und nach frei In der Folge entsteht ein Loch im Zahn Veränderte Zahnstellung beim Aufeinanderbeißen Bei fortschreitender Erkrankung bilden sich dunkle Flecken Zähne sind locker Eiteraustritt Im fortschreitenden Stadium: geschwollene Backe, Eiterbildung durch Eindringen der Bakterien in den Wurzel kanal

Das Team OA Dr. Michael Müller, Fachbereich Zahnerhaltung & Parodontologie Assoc. Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan, Stv. Leitung Fachbereich Parodontologie

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George Washington (1732–1799), Teil II Wie ich es erwartet habe, haben einige LeserInnen bei der Auflösung des Rätsels aus DentUnique 3/2019 den Nagel auf den Kopf getroffen. Doch zuerst noch weitere Details zur Zahntragödie Washingtons: Schon während des Unabhängigkeitskrieges schrieb er 1783 an seinen Zahnarzt John Baker: „Ich wäre Euch sehr verbunden für etwas Gips aus Paris oder für jenes weiße Pulver, mit welchem Ihr (in Wachs) das Modell des Mundes für Eure falschen Zähne abnehmt … kann ich Euch einen Abguss geben, mittels welchem Ihr mich mit dem ausstatten könnt, was ich möchte?“ Auch wird berichtet, die Engländer hätten versucht, eine Prothesenlieferung an Washington zu verhindern. Vielleicht ein Tipp für heutige moderne Kriegsführung? Sicher waren die letzten Lebensjahre von Washington beschwerlich und er wollte auch keine öffentlichen Reden mehr halten. Kurz vor seinem Tod beschwerte er sich bei seinem Zahnarzt John Greenwood wegen der Verfärbung seines Gebisses. Dessen Antwort: Diese Flecken seien „entweder durch das Tauchen in Portwein oder dessen Genuss verursacht“.

Foto: Privat

Als 1796 der Künstler Gilbert Stuart Washington porträtieren sollte, verzweifelte er ob dessen eingefallener Wangen und man begann daher, seinen Mund mit Verbandwatte auszupolstern, was dem Gesicht ein gütiges großväterliches Aussehen gab. Dieses Porträt (die Auflösung meines Rätsels) ziert bis heute den 1-Dollar-Schein. Und obwohl ich dem heutigen Präsidenten der USA unterstelle, dass er sehr gerne sein Konterfei auf einer der Dollarnoten sähe, bezweifle ich, dass er ein derartiges Porträt zur Verwendung freigeben würde. Aber wie wir wissen, sind ja Haare und Zähne gleichermaßen Hautanhangsgebilde. Also wer weiß, was in den USA noch alles kommt …

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Bonding von metallischen Brackets an Zirkonkeramik Am Fachbereich Zahnerhaltung & Parodontologie der Universitätszahnklinik Wien wird an neuen Methoden zur Fixierung von Brackets, die zur Zahnregulierung eingesetzt werden, an modernen Keramikkronen geforscht.

Abbildung: Schematische Darstellung der Versuchsgruppen Monobond S und Monobond Etch & Prime. Jeweils die Hälfte der mit Zirkon-Keramikblöcken verbundenen metallischen Brackets wurde mit einem 0,14-Nickel-Titandraht aktiviert.

I

n der Kieferorthopädie müssen Adhäsivsysteme zum Verbinden von Brackets mit Zahnhartgewebe- oder Keramikoberflächen hohe Anforderungen erfüllen. Das Bonding muss den Kräften der kieferorthopädischen Behandlung und den Kaubewegungen in der feuchten, warmen Umgebung der Mundhöhle standhalten. Im Falle einer geplanten Entfernung der Brackets sollten zudem keine Schäden an der Zahnhartsubstanz oder dem Gewebe der Zahnkeramik verursacht

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werden. Studien haben gezeigt, dass eine Haftkraft zwischen sechs und 10 Megapascal erforderlich ist, um eine ausreichende Haftung der Brackets zur Erfassung und Übertragung von kieferorthopädischen Kräften ohne die Gefahr einer Oberflächenbeschädigung beim Entfernen der Halterung zu gewährleisten. Forschungsanlass Dank intensiver Forschung und ständiger Weiterentwicklung ist es einfacher ge-

worden, die zur Bindung der Brackets an Zahnhartgewebe erforderlichen Adhäsionskräfte zu erreichen. Von grundlegender Bedeutung ist erfolgreiches Bonding inzwischen jedenfalls für die Zahnheilkunde. Sie ist eine ehemals rein medizinische Disziplin, die sich von Fragen der Schmerzlinderung und Zahnheilkunde ausgehend zu einer ganzheitlichen Medizin entwickelt hat, in der Mundästhetik und Gesamterscheinung einen immer höheren Stellenwert gewinnen. Rund um die steigende Nachfrage einer Zahnregulierung mit Brackets bei Erwachsenen spielt auch die Qualität der Bracketshaftung auf keramischen Restaurationen wie Kronen oder Veneers eine entscheidende Rolle. Da das häufig verwendete Material Keramik chemisch träge ist und kaum mit Reaktionsmitteln bzw. den gängigen Klebesystemen reagiert, ist ein Bonding mit herkömmlichen Methoden nicht zu erreichen. Eine chemische und/oder mechanische Vorbehandlung zwischen Keramik und Brackets-Verbindung wird benötigt, um die Haftung zu verbessern. Diese Vorbehandlung kann entweder mechanisch mit einem Bohrer, einem Laser oder Sandstrahler erfolgen oder durch chemisches Ätzen mit Flusssäure oder Phosphorsäure. Zielsetzung Zur Beurteilung der Qualität von Klebeverbindungen zwischen Brackets und Zahnhartsubstanz oder Keramik wurden bisher hauptsächlich statische oder zyklische Schertests, Zugtests oder Torsionstests durchgeführt. Da die meisten In-vitro-Methoden die klinische Situation


nur simulieren, war das Testen der oralen Kräfte von verschiedenen Seiten in der Tat eine Herausforderung. Eine Methode, um eine mögliche Adhäsionsschwäche an Kaukräften auszutesten, gibt es nicht. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Haftkraft zwischen kieferorthopädischen Brackets und Zirkonkeramik mit einem neuen Primer (Monobond Etch & Prime, Ivoclar Vivadent, Schaan, Fürstentum Liechtenstein), der eigentlich zur Reparatur von Keramik hergestellt wird, auszutesten. Die Ergebnisse wurden mit jenen eines konventionellen Primersystems vom selben Hersteller (Monobond S, Ivoclar Vivadent) verglichen. Beide Primer wurden im Sinne der PatientInnensicherheit ohne Verwendung von Flusssäure aufgetragen. Versuchsaufbau und Ergebnis Die metallischen Brackets wurden in einer simulierten Nivellierungs-Phase mit zwei verschiedenen Primern (Monobond S und Monobond Etch & Prime) mit Zirkon-Keramikblöcken verbunden. Nur die Hälfte der Metallklammern wurde unter Ver-

wendung eines 0,14-Nickel-Titandrahtes aktiviert (Abbildung). Nach dem Thermocycling wurde ein Schertest durchgeführt. Weiters wurde der Adhesive Remnant Index (ARI) analysiert. Tatsächlich zeigte der Primer Monobond Etch & Prime im Vergleich zu Monobond S signifikant höhere Haftwerte. Die Aktivierung der Brackets zeigte dabei keine unterschiedlichen Ergebnisse im Vergleich zu den nichtaktivierten. Und auch der ARI zeigte keine Zementreste größer als Score 1 auf der Keramikoberfläche an, unabhängig von

der Vorbehandlung und dem Aktivierungsstatus. Die Verwendung von Monobond Etch & Prime birgt ein großes Potenzial für das Bonding von Brackets auf Zirkonkeramik. Aufgrund des steigenden Bedürfnisses nach nicht nur gesunden, sondern auch ästhetisch ansprechenden Zähnen wird auch die Nachfrage von kieferorthopädischen Maßnahmen bei Erwachsenen immer größer. Die vorliegende Studie hat einen neuen Ansatz zur Verwendung eines Primers, zur Fixierung von Brackets auf Zirkonkeramik geliefert. • Literatur: Franz et al. Effect of two different primers on the shear bond strength of metallic brackets to zirconia ceramic. BMC Oral Health, 2019.

Zur Person Priv.-Doz. Dr. Alexander Franz, Fachbereich Zahnerhaltung & Parodontologie

Distalisation und Expansion in Zeiten digitaler Fallplanung Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke lud am 16.November 2019 interessierte KieferorthopädInnen zum Hands-on-Kurs an die Universitätszahnklinik Wien.

D

r. Heinz Winsauer und sein Team stellten sein System zur Distalisation und Expansion in Zeiten digitaler Fallplanung mithilfe von im Gaumen angebrachten Minischrauben vor. Neue innovative Geräte, wie der TopJet® zur Distalisation und der Micro2-Expander® zur transversalen Erweiterung werden am Behandlungsplatz ohne Abdruck und Labor direkt eingesetzt. Die TeilnehmerInnen erhielten eine theoretische Einschulung

und konnten die praktische Anwendung sofort üben. In dem Hands-on-Kurs wurden unter der Anleitung von Sinan Hamadeh, Kamila Swidrak, Clemens Winsauer, Julian Winsauer, Maria Scherfler, Dagmar Böhler und Eva Diem das Setzen von Minischrauben, die Anpassung des Palatinalbogens und das Einbauen eines TopJet®-Distalizers an Typodenten erlernt. In einem anschließenden Vortrag gab es einen Ausblick

auf die durch Digitalisierung eröffneten Möglichkeiten in der kieferorthopädischen Fallplanung und den erleichterten Workflow. Technologische Neuerungen wie Oral-Scanner und 3D-Drucker, digitale Volumentomographie (DVT) und entsprechende Fallplanungssoftware bieten den KieferorthopädInnen heute eine bessere Kontrolle der Minischraubenposition und damit mehr Sicherheit bei der Erstellung von Behandlungsgeräten. •

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Planungsaspekte bei anspruchsvollen prothetischen Fällen Durch Bruxismus werden Stress und psychische Überlastung abgebaut. In Folge können jedoch Attrition und Abrasion, im Zusammenspiel über Jahre, zu massiven Zahnhartsubstanzschäden führen. Zeit für eine prothetische Rehabilitation.

I

n dem vorliegenden Fall handelt es sich um eine komplex ästhetisch-rekonstruktive Rehabilitation einer an Bruxismus leidenden Patientin. Von der behandelnden Ärztin, Dr.in Jelena Simatovic vom Fachbereich Prothetik der Universitätszahnklinik

Wien, wurde eine Full-Mouth-Rehabilitation mit Wiederherstellung der verlorenen vertikalen Dimension im unteren Gesichtsdrittel zur Behandlung der generalisierten Attrition/Abrasion mit Teilkronen und Veneers vorgeschlagen.

Unter Bruxismus versteht man die unwillkürlichen Knirsch- und Pressbewegungen der Zähne des Ober- und Unterkiefers gegeneinander. Als Folgen des Bruxismus treten Zahnhartsubstanzverlust sowie Verspannungen im Bereich

Abbildung 1: Röntgenaufnahme vor einer Gesamtsanierung des Gebisses

Abbildung 2: Ausgangssituation, Abrasionsgebiss, hervorgerufen durch ausgeprägte nocturale Parafunktion

Abbildung 3: Ausgangssituation, aktive Schlifffacetten und der Verlust der Zahnhartsubstanz, Kopf- und Nackenschmerzen, empfindliche Zähne, abgesunkene Vertikale

Abbildung 4: Anfertigung einer Vertikalisierungsschiene mit Inzisalstift-Hebung von 4 mm

Abbildung 5: Anprobe der Kerr-Splints im Mund 4 mm (2)

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Abbildung 6: Diagnostisches Wax-up


der Kaumuskulatur auf. Die Ätiologie des Bruxismus ist multifaktoriell. Stress wird zunehmend als wichtigster ätiologischer Faktor diskutiert. Durch mechanische Ursachen (Attrition und Abrasion) entstandene Veränderungen der Zahnhartsubstanz führen bei den betroffenen PatientInnen vermehrt zu Schäden. Bei diesen PatientInnen ist es notwendig, eine adäquate Therapie und ein Behandlungskonzept zur funktionellen und ästhetischen Rekonstruktion massiv geschädigter Gebisse anzubieten. Häufig steht hier eine Gesamtsanierung des Ober- und Unterkiefers an. Von entscheidender Bedeutung sind eine genaue klinische und radiologische Untersuchung, ein diagnostisches Wax-up und eine Bestimmung der vertikalen Dimension. Die gemeinsame Fallplanung unter Einbeziehung des Patienten/der Patientin und ein systemisches Vorgehen sind die zentralen Elemente zur planmäßigen Umsetzung von PatientInnenwünschen. Anamnese Nachdem die Zahnfüllung 17 ausgebrochen war und die Zähne generalisiert schmerz- und kälteempfindlich waren, suchte die Patientin einen Zahnarzt auf. Sie hatte Myalgien in der Kaumuskulatur, Kopf- und Nackenschmerzen. All dies beeinträchtigte ihre Lebensqualität und Gesundheit sehr stark. Die Patientin litt an einer Depression, ansonsten waren keine allgemeinmedizinischen Erkrankungen bekannt. Es lag keine regelmäßige Medikamenteneinnahme vor und sie war Nichtraucherin. Einzig eine leichte saisonale Pollenallergie und eine GlutenUnverträglichkeit konnten eruiert werden. Für die bevorstehende Behandlung gab es aus allgemeinmedizinischer Sicht keine Kontraindikationen. Zur zahnärztlichen Anamnese machte die Patientin folgende Angaben: Als Jugendliche hatte sie eine kieferorthopädische Regulierung, mit 18 wurden alle Weisheitszähne unter Vollnarkose komplikationslos entfernt, sie bestätigte einen Bruxismus, den sie seit ungefähr sechs Jahren hat und infolgedessen sie eine Bruxierschiene trug. Die spezielle zahnärztliche Anamnese (Okklusalindex) erbrachte ein Ergebnis von 1.86.

Klinische Befunde Die manuelle und klinische Funktionsanalyse ergab eine parafunktionelle Aktivität. Knackgeräusche im Kiefergelenk links bestanden seit ca. einem Jahr und waren nicht mit einer Schmerzempfindung kombiniert. Leichte Druckdolenz bei Palpation der Kiefergelenke, unauffällige Öffnungs- und Schließbewegungen, Verspannungen im Kopf-, Schulter- und Halsbereich. Bei der seitenvergleichenden Muskelanalyse zeigten M. masseter und M. temporalis eine Hypertrophie und auffällige Druckschmerzhaftigkeit. Die bimanuelle Palpation der Mm. pterygoidei mediales und laterales, der Zungen- und Mundbodenmuskulatur, ergaben keinen eindeutigen Hinweis auf pathologische Veränderungen. Beim neurologischen Gesichtsbefund wurden die Austrittsstellen der drei Trigeminus-Äste beurteilt. Diese Untersuchung ergab keinen pathologischen Befund. Auch motorisch war die Beweglichkeit der mimischen Muskulatur und der Augen nicht eingeschränkt. Speichelfluss und Geschmacksempfindung waren nach Angaben der Patientin unauffällig. Die Ober- und Unterkieferzähne zeigten massive Attrition und Abrasion, die bereits vom Vorbehandler mit Komposit aufgebaut wurden (Abb. 2 und 3). Frontzähne im Oberkiefer wurden mit Kunststoff-Veneers versorgt, was aus ästhetischer Sicht ein schöneres Lächeln erzielen konnte, nicht aber die Funktion und ein harmonisches Gesamtbild wiederherstellte. Es zeigten sich fortgeschrittene Zahnhartsubstanzverluste an den Okklusal- und Bukkalflächen vor allem im Seitzahnbereich verbunden mit einem Verlust der Vertikaldimension. Neben den bereits verfärbten Kompositrestaurationen sowie dem abrasiv bedingten massiven Schmelzverlust erscheint die Farbe der Zähne als zu gelb und zu dunkel. Die Patientin wünschte sich im Rahmen der Rehabilitation in dieser Frage eine bemerkbare Verbesserung. Eine AngleKlasse-1-Verzahnung (Neutralbiss) lag vor. Das Okklusogramm wurde mithilfe von dünnen Wachsplatten durchgeführt, um die zahngeführten Bewegungen zu evaluieren und die Artikulation darzustellen.

Problemstellung • Abrasionsgebiss, hervorgerufen durch ausgeprägte nocturale Parafunktion • Aktive Schlifffacetten und der Verlust der ZHS • Kopf- und Nackenschmerzen • Empfindliche Zähne • Abgesunkene Vertikale

Behandlungsziele • Wiederherstellung der verlorenen vertikalen Untergesichtshöhe • Schonende Präparation und Erhalt der Zahnhartsubstanz • Minimales Risiko für die Pulpa • Schutz der TMJ und Entlastung der Muskulatur • Ein gutes ästhetisches Ergebnis

Diagnostik Orthopantomogramm und Parodontalstatus zeigten keinen Attachmentverlust (Abb. 1). Es wurde eine parodontale Grunduntersuchung durchgeführt, die eine insuffiziente Mundhygiene aufzeigte. Der devitale wurzelbehandelte Zahn 17 und alle andere vitalen Zähne wiesen keine Lockerung auf. Die Zähne waren nicht klopfempfindlich. Die elektronische Achsiographie erbrachte keinen pathologischen Befund (Abb. 9). Der Kondylus nahm in Referenzposition eine stabile Ruheposition ein, was eine gute retrale Stabilität bedeutete. Befunde aus der Fernröntgenanalyse (Slavicek-Analyse) zeigten eine Verminderung der Untergesichtshöhe auf: Der Winkel zwischen Spina nasalis anterior, dem Xi-Punkt und dem Pm-Punkt entsprach 34,4°. ‣

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Abbildung 7: Etablierung einer neuen vertikalen Dimension mittels Tiefziehfolie und Komposit

Abbildung 8: Kompositaufbauten

Abbildung 9: Die elektronische Achsiographie, Patientin mit CADIAX-Gerät

Abbildung 10: Frontalansicht der definitiv versorgten Zähne, die gesunde Gingiva ist sehr schön zu sehen.

Abbildung 11: Verbesserung der Lebensqualität, verbessertes Erscheinungsbild, positives Feedback aus dem Bekanntenkreis

Abbildung 12: Okklusalansicht der Oberkiefer-Versorgung

Die Therapie Eine Mundhygienesitzung, eine Oberund Unterkieferabformung mit Alginat für Studienmodelle, eine Bissnahme in IKP und eine Gesichtsbogenübertragung wurden durchgeführt. Der erste therapeutische Schritt bestand darin, eine Vertikalisierungshöhe festzulegen. Die Befunde der Fernröntgenanalyse und die orofaziale Weichteil-Matrix der Patientin bestimmen eine Anhebung der vertikalen Dimension um 4 mm Inzisalstifthöhe. Mittels Kerr-Splints wurde die Höhe von 4 mm im Artikulator (SAM® 2P) vorbereitet und bei der Patientin im Mund anprobiert (Abb. 4, 5). Eine Vertikalisierungsschiene wurde angefertigt und regelmäßig kontrolliert. Zahn 17 wurde mit einem Glasfaserstift (Dentsply) und dualhärtendem Material für Wurzelstiftzementierung und Stumpfaufbau (CoreX flow) versorgt. Nach der individuellen Artikulatorprogrammierung entsprechend den aus der

Achsiographie gewonnenen Parametern (TKN: rechts 0° weißes Insert und links 2° grünes Insert; SKN: rechts 32° und links 34°) wurde ein diagnostisches Wax-up (Abb. 6) erstellt. Das diagnostische Waxup wurde doubliert, tiefgezogen und diente somit als Vorlage für Kunststoffprovisorien. Anhand des Wax-ups wurde mit temporären Kompositaufbauten eine neue vertikale und horizontale Dimension etabliert. Die Provisorien wurden durch Anwendung der Säure-Ätz-Technik mittels Tiefziehfolie mit Komposit auf den unbeschliffenen Zähnen direkt im Mund der Patientin (Abb. 7, 8) aufgesetzt und lichtpolymerisiert. Die Okklusion wurde kontrolliert und angepasst, die Kompositaufbauten ausgearbeitet und poliert. Die Patientin fühlte sich mit der neuen horizontalen und vertikalen Bisslage sehr wohl und es lagen keine Anzeichen oder Symptome einer Kiefergelenksdysfunktion vor. Nach einer Adaptationsphase von

zwei Wochen wurde mit der Präparation für die definitive Versorgung begonnen. Aufgrund der durch Bruxismus stark reduzierten Zahnsubstanz war eine Teilkronenversorgung im Seitzahnbereich und eine Veneerversorgung in der Front notwendig. Als Restaurationsmaterial wurde Lithiumdisilikatkeramik gewählt. Der Beschliff der Zähne wurde sextantenweise durchgeführt, um die eindeutige vertikale Position zu behalten. Die Abformung der Präparation wurde nach der Trockenlegung präzise mit „Impregum™ Penta™ Polyether“-Abformmaterialien genommen. Die provisorische Versorgung der präparierten Zähne wurde mittels Tiefziehfolie und Kunststoff (Protemp™ temporäres Kronen- und Brückenmaterial) in der therapeutischen Höhe angefertigt. Nach der Ausarbeitung und Kontrolle von Randpassgenauigkeit und Okklusion wurden sie als verblocktes Provisorium mit eugenolfreiem, provisorischem Zement

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(TempBond™ NE) befestigt. Die definitive Versorgung wurde mit Säure-Ätz-Technik eingesetzt, wobei Syntac® Classic (Vivadent®) als Dentin-Adhäsiv und Variolink® II (Vivadent®) als Befestigungskomposite dienten. Okklusale und approximale Kontakte sowie funktionelle und ästhetische Parameter wurden kontrolliert. Die Abschlussfotos zeigen eine gelungene Restauration (Abb. 10–12). Abschließend wurde eine neue Bruxierschiene angepasst. Diskussion Der Bruxismus gilt als parafunktionelle Gewohnheit, die meistens unbewusst und spontan abläuft und in unterschiedlichen Abständen repetitiv auftreten kann1. Attrition und Abrasion können im Zusammenspiel über Jahre zu massiven Zahnhartsubstanzschäden führen. Bei Zahnhartsubstanzschäden, die bis ins Dentin reichen und mit einem Verlust der vertikalen Dimension verbunden sind, müssen weiterführende Maßnahmen ergriffen werden. Welche Therapie gewählt wird, hängt vom Bruxismustyp (Schlafoder Wachbruxismus, primärer oder sekundärer Bruxismus), dem Schweregrad und dem Bewusstsein des Patienten/der Patientin ab. Bei PatientInnen mit Beschwerden und Zahnhartsubstanzverlust wird eine individuell gefertigte Schiene zum nächtlichen Tragen angefertigt. Die Schiene hat eine Zahnschutzfunktion und dient zum Brechen von Reflexmustern, zur Entlastung der Kaumuskulatur bzw. zur gleichmäßigen Belastung der Kiefergelenke. Sehr wichtig ist es, beim Anheben der vertikalen Dimension im unteren Gesichtsdrittel die gewünschte Dimension reversibel auszutesten, bevor

irreversible Schäden verursacht werden. Das Einsetzen einer Vertikalisierungsschiene bildet dabei ein probates Mittel, um wieder physiologische funktionelle Bewegungen des Unterkiefers zu gewährleisten2. Bei bezahnten PatientInnen wird ein diagnostisches Wax-up in der idealen vertikalen Position angefertigt. In dem dargestellten Fall wurde anhand der aufgewachsten Situation eine Schiene erstellt und die gesamte Bisserhöhung mit Komposite auf der vorhandenen intraoralen Situation für zwei Wochen aufgebaut. Dabei besteht der Vorteil, dass sofort in der ersten Phase der Bisshebung bzw. des Aufbaus der vertikalen Dimension auch schon eine erste Ästhetikprobe für den Patienten/die Patientin möglich ist. Eine Alternative zu dem beschriebenen Weg kann die von Schirra3 vorgestellte Methode sein: Auf Grundlage des Wax-ups wurde die Sperrung der schon vorhandenen Michigan-Schiene (Aufbissbzw. Äquilibrierungsschiene) überprüft und angepasst. Bei der Auswahl der prothetischen Werkstoffe und Techniken sollten neben der aus PatientInnensicht vorrangigen Ästhetik auch die Faktoren Langzeitbewährung und Substanzerhalt berücksichtigt werden. Keramische Rekonstruktionen besitzen eine dem natürlichen Zahn sehr ähnliche Transluzenz und Tiefenwirkung sowie hohe Biokompatibilität4. Segal5 zeigte bei 546 In-Ceram®Kronen eine Überlebensrate von 99,1 % über sechs Jahre. Abschließend betrachtet, stellt sich das Behandlungsergebnis für die Behandlerin und die Patientin als Erfolg dar. Die Prognose des Falles ist durch die Rehabilitation und die Einfassung der Attritionsund Abrasionsprädispositionsflächen in

Keramik als sehr gut einzustufen. Das Tragen der Bruxierschiene für die Nacht erhöht die Sicherheit und bietet Schutz vor Überlastung in Stressphasen. Patientinnenperspektive Die Patientin war mit der Behandlung sehr zufrieden und erfreute sich am deutlich verbesserten Erscheinungsbild des gesamten Gesichtes. Sie hatte keine Kopf- und Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen mehr. Nach Rückfrage, ob sich die Lebensqualität der Patientin durch die neue Versorgung verändert hat und was ihr Umfeld von der neuen Versorgung hält, gab die Patientin an, dass sie viel positives Feedback aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis erhalten hat. Außerdem habe sich ihr ganzes Auftreten verändert. Sie ist selbstsicherer geworden und fühlt sich sehr wohl.• Literatur 1. Slavicek R, Sato S: Bruxismus als Stressbewaeltigungsfunktion des Kauorgans. Wien Med Wochenschr 154/23-24, 584–589 (2004). 2. Piehslinger E et al. Grundlagen der zahnärztlichen Prothetik, 2. überarbeitete Auflage, Universimed-Verlag, Wien 2006. 3. Schirra C: Veränderte Vertikaldimension: Umfassende Therapie bei Erosions- und Abrasionsgebissen. Quintessenz 63(8):1011–1020 (2012). 4. Böning K, Ullmann U, Wolf A, Lazarek K, Walter M. Dreijährige klinische Bewährung konventionell zementierter Einzelkronen aus Lithiumdisilikat-Keramik. Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift, 2006. 5. Segal BS. Relative retrospective assessment of 546 all-ceramic anterior and posterior crowns in a general practice. J Prosthet Dent 85: 544–550 (2001).

Zur Person Dr.in Jelena Simatovic, Fachbereich Prothetik

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Sofortimplantation: State of the Art oder No-Go? Die Sofortimplantation stellt unter den richtigen Voraussetzungen eine erfolgreiche Behandlungsmethode dar. Ein Fall aus dem Fachbereich Orale Chirurgie zeigt die Vorteile auf.

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ein implantologisches Konzept der letzten Jahrzehnte wird und wurde mehr diskutiert als die Sofortimplantation. Die Anzahl der wissenschaftlichen Arbeiten und die Präsentationen auf Kongressen zeigt, welch wichtigen Stellenwert diese Behandlungsmethode bei ZahnärztInnen und PatientInnen hat. Nach anfänglichen Misserfolgen gilt die Sofortimplantation heute als etabliert. Auch die Universitätszahnklinik Wien hat hier einen Beitrag geleistet. So rangiert eine Publikation der Unizahnklinik von Kuchler et al. 2016 unter den Top 20 der meistzitierten Arbeiten im renommierten „Clinical Oral Implant Research“-Journal. Ziel des folgenden Artikels soll es sein, die Vor- und Nachteile der Sofortimplantation anhand eines konkreten Patientenfalls zu zeigen. Der Patientenfall Ein männlicher Patient im Alter von 32 Jahren wurde mit einer Fraktur der palatinalen Lamelle des wurzelbehandelten Zahnes 15 überwiesen. Das frakturierte Fragment reichte weit unter die Schmelzzementgrenze sogar bis unter das Knochenniveau, daher war der langfristige Erhalt des Zahnes nicht sinnvoll Klinisch zeigte der Patient lokal in der Region 15 eine ausreichende Kieferkammbreite, gesunde parodontale Verhältnisse und eine sanierte Restbezahnung. Der Patient äußerte den Wunsch nach einer festsitzenden und raschen Versorgung und entschied sich gemeinsam mit der Behandlerin für ein

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Implantat. Radiologisch zeigten sich ausreichende knöcherne Verhältnisse (Abb. 1) für ein vorhersehbares ästhetisches Ergebnis als auch für die stabile Insertion des Implantates: Sowohl die Knochenhöhe als auch die Breite zeigten ausreichendes Volumen. Die Voraussetzungen, in dieser Region ein Sofortimplantat zu setzen, waren gegeben. Chirurgisches Vorgehen 1. Extraktion des Zahnes – Kontrolle des Erhalts der bukkalen Knochenlammelle mit einer Sonde (Abb. 2) 2. Achsengerechte Präparation des Implantatbettes (Abb. 3) 3. Setzen des Implantates mit ausreichender Primärstabilität – Aufbringen der Deckschraube 4. Auffüllen des Spaltes zwischen Implantat und Knochenlammelle mit langsam resorbierbarem Knochenersatzmaterial 5. Adaptation der Weichgewebe 6. Die prothetische Versorgung erfolgte nach einer Woche 7. Klinisches Bild und Röntgenbild (Abb. 4 und 5) Die Entscheidung, eine Sofortimplantation durchzuführen, war gegeben. In der Ausgangssituation befand sich über 1 mm Knochen auf der fazialen und palatinalen Seite und an den begrenzenden Zähnen. Der Zahn 15 konnte intraoperativ komplikationslos entfernt werden und zeigte keine purulente Entzündung.

Es war vorab klar, dass das Implantat in einer korrekten dreidimensionalen Ausrichtung stabil gesetzt werden konnte. Der Spalt wurde mit Knochenersatzmaterial gefüllt – eine mögliche Vorgehensweise, aber keine notwendige. Ideale anatomische Voraussetzungen, um mögliche Rezessionen zu vermeiden, sind sowohl stabile Weichgewebsverhältnisse als auch eine faziale Knochenbreite von über 1 mm und das Vorhandensein einer palatinalen Lamelle. Laut Literatur erfüllen 27 Prozent der Prämolaren diese Anforderung. Im Frontzahnbereich liegen diese Zahlen bei um die 10 Prozent. Es konnte gezeigt werden, dass es bei knöchernen Verhältnissen von <1 mm die faziale Lamelle bis zu 62 Prozent seiner Höhe innerhalb der ersten 8 Wochen resorbiert. Präklinische Studien bestätigen, dass es zu einer Resorption der bukkalen Lamelle kommt, wenn diese zu schmal ist oder wenn Implantate zu knapp an die faziale Alveolenwand gesetzt werden. Das Ergebnis In der Studie von Kuchler et al. 2016 konnte klar gezeigt werden, dass trotz optimaler Positionierung der Implantate in 25 Prozent der Fälle kein Knochen an der fazialen Seite des Implantates radiologisch nachgewiesen werden konnte. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass eine geringe Spaltbreite zwischen Implantat und fazialem Knochen ebenfalls die Resorption des Knochens begünstigte. Diese Beobachtung ging mit einer


Abbildung 1: CT-Aufnahme bestätigt ausreichende knöcherne Verhältnisse

Abbildung 4: Abschlussröntgen

Verminderung der Breite der keratinisierten Mukosa einher. Aus biologischer Sicht scheint heute klar zu sein, dass eine dünne bukkale Lamelle und ein zu nahes Setzen des Implantates an die faziale Knochenla-

Abbildung 2: Klinisch ausreichende Alveolarkammbreite nach schonender Extraktion

Abbildung 3: Achsengerechte Implantation

Abbildung 5: 3 Monate postoperativ

melle zu deren Resorption führen und somit Rezessionen der Mukosa begünstigen kann. Der Vorteil der Sofortimplantation liegt klar in der minimalen Behandlungsdauer und dem damit verbunde-

Zur Person Assoc. Prof.in Priv.-Doz.in DDr.in Ulrike Kuchler, Fachbereich Orale Chirurgie

nen PatientInnenkomfort. Auch ist eine Kostenreduktion möglich, da zusätzliche Sitzungen und die Anfertigung von Provisorien vermieden werden können. Abschließend kann gesagt werden, dass unter der Voraussetzung, dass alle Indikationen und Kontraindikationen richtig abgewogen werden und das Implantat in korrekter Position gesetzt werden kann, die Sofortimplantation eine erfolgreiche Behandlungsmethode ist. • Literatur: Kuchler U, Chappuis V, Gruber R, Lang NP, Salvi GE. Immediate implant placement with simultaneous guided bone regeneration in the esthetic zone: 10-year clinical and radiographic outcomes. Clin Oral Implants Res. 2016 Feb; 27(2): 253–7.

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Datenschutz an der Universitätszahnklinik Vertrauen ist wichtig, besonders wenn es um Daten geht. Daher werden personenbezogene Daten an der Universitätszahnklinik Wien nur im Einklang mit den gesetzlichen Datenschutzvorschriften der EU-Datenschutz-Grundverordnung sowie des Datenschutzgesetzes verarbeitet.

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it den Daten von anderen Menschen sollte immer so umgegangen werden, wie man selbst möchte, dass mit den eigenen Daten umgegangen wird. Wenn alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen diese Regel befolgen, ist auch schon ein wichtiger Teil des Datenschutzes beachtet“, erklärt Thomas Reisinger vom Technologie- und Personalberatungsunternehmen VACE Engineering. Der Security Consultant ist Experte für die IT-Sicherheit von Unternehmen und Organisationen und ist auch bestens mit den rechtlichen Rahmenbedingungen zur adäquaten Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten vertraut. „Beim Datenschutz geht es im Wesentlichen darum, dass man nicht einfach Daten auf Vorrat speichert, sondern ein Bewusstsein dafür hat, woher die Daten kommen, wofür man die Daten braucht und dass sie vertrau-

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lich bleiben. Es geht um den Schutz der Privatsphäre der Menschen dahinter“, erklärt er. Art der Daten Im Rahmen des täglichen Betriebs der Universitätszahnklinik Wien gibt es drei große Bereiche, wo (digitale) Daten anfallen, verarbeitet und gespeichert werden. Wie bei jedem Arbeitgeber/jeder Arbeitgeberin gibt es MitarbeiterInnendaten und eine Personalverwaltung. Dort werden klassische Personalverwaltungsdaten wie die Stammdaten der MitarbeiterInnen, die Gehälter, Zeitaufzeichnungen usw. erfasst und gemanagt. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Universitätszahnklinik auch rechtlich nicht von anderen Unternehmen. „Die Tatsache, dass wir uns hier aber auch im medizinischen Sektor bewegen, ist etwas Besonderes. Gesundheitsdaten werden in der

Datenschutz-Grundverordnung als Daten besonderer Kategorie gewertet und damit zu den sensiblen personenbezogenen Daten gezählt. Deren Verarbeitung ist nur unter eingeschränkten Voraussetzungen zulässig“, erklärt Reisinger. Zu den personenbezogenen Gesundheitsdaten zählen alle Daten, die sich auf den Gesundheitszustand einer Person beziehen und aus denen Informationen über den früheren, gegenwärtigen und künftigen körperlichen oder geistigen Gesundheitszustand der betroffenen Person hervorgehen. Daten dieser Art dürfen nur zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen oder zur Erfüllung eines Behandlungsvertrages verarbeitet werden. Will man diese Daten noch für andere Zwecke verwenden, dann ist eine ausdrückliche Einwilligung des Patienten/der Patientin erforderlich. „Auch besonders interessante Fälle dürfen beispielsweise ohne die Einwilligung des Patienten/der Patientin nicht der medizinischen Fachwelt präsentiert werden“, erklärt der diplomierte Rechtswissenschaftler. Der dritte Bereich, bei dem Daten an der Universitätszahnklinik aufgenommen und verarbeitet werden, ist der Lehrbetrieb. Die Stammdaten und insbesondere die Prüfungsergebnisse der StudentInnen sind in rechtlicher Hinsicht ebenfalls als durchaus „heikle“ Daten zu werten, da die Studierenden als besonders schützenswerte Personen gelten, und auch ihre Daten dürfen nur auf gesetzlich zulässiger Grundlage gespeichert und weitergegeben werden.


Das Sicherheitssystem In der IT-Abteilung der Universitätszahnklinik wird laufend dafür Sorge getragen, dass alle anfallenden Daten durch entsprechende Maßnahmen und Sicherheitssysteme verantwortungsbewusst verarbeitet und vor dem Zugriff Unbekannter geschützt werden. „Die DSGVO schreibt grundsätzlich vor, dass jedes Unternehmen angemessene Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten treffen sollte. Ein großes Krankenhaus muss hier natürlich mehr investieren als eine kleine Praxis, damit die Maßnahmen in Relation angemessen sind“, erklärt Thomas Reisinger. Um den technischen und organisatorischen Sicherheitsanforderungen der DSGVO gerecht zu werden, sind an der Universitätszahnklinik moderne Anti-VirenSchutzsysteme und eine entsprechende Firewall aktiv. Die zur Datenverarbeitung verwendeten Betriebssysteme werden stets auf den neuesten Stand gebracht. Im Sinne der Informationssicherheit werden alle Daten nicht auf lokalen Rechnern,

sondern verschlüsselt auf hauseigenen Servern gespeichert, die von der IT-Abteilung zentral gesteuert werden können. Sollte mit diesen Servern etwas Unvorhergesehenes passieren, gibt es für sensitive Bereiche noch ein Backup, das als Sicherheitskopie in einem externen Rechenzentrum gesichert ist und aus dem die Daten sofort wiederhergestellt werden können. Übrigens ist auch das Löschen von Daten nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum eine Anforderung der DSGVO. Mit der VACE Engineering, für die Thomas Reisinger seit 2018 tätig ist, arbeitet die Universitätszahnklinik zudem mit einem kompetenten, externen Partner zusammen und auch eine interne Datenschutzbeauftragte kümmert sich um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Berechtigung und Awareness Um sicherzugehen, dass (sensible) personenbezogene Daten nur von autorisierten Personen und MitarbeiterInnen eingesehen und verwendet werden können, setzt

die Universitätszahnklinik Wien darüber hinaus auf ein ausgeklügeltes Zugangsund Berechtigungsmanagement. „Ein Datenverarbeitungssystem, das nur sichere, komplexe Passwörter zulässt, ist meistens schon die halbe Miete. Viele Sicherheitsvorfälle sind darauf zurückzuführen, dass zu einfache Passwörter verwendet wurden“, erklärt der IT-Sicherheitsexperte. Datenschutz beginnt für ihn bei der Awareness, die den MitarbeiterInnen im Rahmen entsprechender Schulungen vermittelt wird. „Es ist wichtig, die Belegschaft darauf aufmerksam zu machen, dass Datenschutz-Pannen unverzüglich den Verantwortlichen gemeldet werden müssen“, warnt Reisinger und führt aus: „Hackerangriffe, Datenverlust oder schon fälschlich versendete E-Mails müssen im Ernstfall innerhalb von 72 Stunden an die Datenschutzbehörde gemeldet werden. Auch Bußgelder sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und werden zusehends im sechsstelligen Bereich verhängt.“•

MedUni Shop mit noch mehr Angebot

Foto: MedUni Wien/Matern

Nach der Neueröffnung wartet der beliebte Shop im Eingangsbereich des AKH Wien nicht nur mit einer breiteren, frischen Produktpalette auf, sondern auch mit ­verlängerten, ­kundenfreundlicheren Öffnungszeiten.

V. l. n. r.: Herwig Wetzlinger (Direktor AKH Wien), Rektor Markus Müller, Gabriela Kornek (Ärztliche Direktorin AKH), Vizerektor Oswald Wagner, Walter Karger (Geschäftsführer Ankerbrot GmbH), Harald Sitte (Präsident Alumni Club der MedUni Wien)

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ie BesucherInnen sind sich einig: Dem MedUni Shop im Eingangsbereich des AKH Wien hat die Runderneuerung gutgetan. Nach einer kurzen Umbauphase wurde er im Oktober neu eröffnet. Vor allem das erweiterte Angebot im neuen Shop kann sich sehen lassen. Neben dem gewohnten Sortiment bestehend aus praktischen und schönen Dingen, kleinen Geschenksartikeln, Kleidung aus der MedUni Wien-Linie und vielem mehr gibt es dank der Partnerschaft mit Ankerbrot GmbH nun auch täglich eine breite Palette an frisch zubereiteten Imbissen und Säften, Mehlspeisen und Kaffee. Und die verlängerten Öffnungszeiten machen den MedUni Shop noch kundenfreundlicher: Geöffnet ist immer von Montag bis Freitag, täglich von 6.30 bis 17.30 Uhr. •

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ÖGI-Kongress 2019 Die Österreichische Gemeinschaft für Implantologie (ÖGI) lud am 8. und 9. November – unter Tagungspräsident Priv.-Doz. DDr. Christoph Vasak – in die Universitätszahnklinik Wien zur jährlichen Tagung ein.

Mittels dreidimensionaler Planung und in Echtzeit navigierter Bohrung kann fehlerhaften Implantatachsen und der Verletzung anatomischer Risikostrukturen vorgebeugt werden.

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ber 350 TeilnehmerInnen waren zum ÖGI-Kongress in die Universitätszahnklinik gekommen. Die Nationalitäten – sowohl KongressbesucherInnen als auch Vortragende – waren bunt gemischt und erstreckten sich von Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien bis hin zu den Niederlanden, Schweden und der Türkei. Risikofaktoren erkennen Der Kongress stand unter dem Thema „Risiko Management 2020 – Risiken erkennen, erfolgreich minimieren“. So wurde in jeweils eineinhalb- bis zweistündigen Sessions das Bewusstsein der TeilnehmerInnen dafür geschärft, dass nicht nur der Patient/die Patientin,

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sondern auch Material und Behandelnde als Risikofaktoren bei oralchirurgischen Eingriffen in der zahnärztlichen Praxis angesehen werden müssen. Neben den Hauptvorträgen wurde ein Sezierkurs am Humanpräparat angeboten. Weiters boten die Industrieforen und die vielfältige Industrieausstellung ausreichend Zeit zum Austausch mit den IndustriepartnerInnen. Sezierkurs überbucht Als erster Punkt auf dem Programm der ÖGI-Tagung 2019 stand der vierstündige Sinus-Lift-Kurs am Humanpräparat im Anatomischen Institut der MedUni Wien unter Anleitung von Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm, Univ.-Prof. Dr. Georg

Strbac und Dr. Florian Beck. Die 22 verfügbaren Plätze waren restlos ausgebucht. Da so großes Interesse an diesem Sezierkurs bestand, wurden nun auch weitere Kurse für Februar, März und April 2020 angesetzt. Parallel dazu fanden im Großen Hörsaal der Universitätszahnklinik die Industrieforen statt. Einsatz neuester Techniken im OP Im Anschluss an die offizielle Eröffnung durch Klinikvorstand Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, den ÖGI-Vorsitzenden Priv.-Doz. DDr. Christoph Vasak und die inspirierende Eröffnungsrede von Mag. Toni Innauer fanden die penibelst im Voraus geplanten Live-OPs statt. Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner vom


Fachbereich für Orale Chirurgie der Universitätszahnklinik Wien beeindruckte mit einer in Echtzeit, voll digital geführten Implantation einer Freiendlücke, bei welcher gänzlich auf den Einsatz von Bohrschablonen verzichtet werden konnte. Aus der Akademie für Orale Implantologie wurde ebenso eine OberkieferLive-OP übertragen und die Meduni Graz präsentierte einen komplexen Fallbericht in Form eines Dokumentarfilms.

GMT 60782 DE © Nobel Biocare Services AG, 2019. Alle Rechte vorbehalten. Nobel Biocare, das Nobel Biocare Logo und alle sonstigen Marken sind, sofern nicht anderweitig angegeben oder aus dem Kontext ersichtlich, Marken der Nobel Biocare Gruppe. Weitere Informationen �inden Sie unter www.nobelbiocare.com/trademarks. Die Produktabbildungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu. Haftungsausschluss: Einige Produkte sind unter Umständen nicht in allen Märkten �ür den Verkauf zugelassen. Bitte wenden Sie sich an Ihre Nobel Biocare Vertriebsniederlassung, um aktuelle Informationen zur Produktpalette und Ver�ügbarkeit zu erhalten. Gemäß US-Bundesgesetz darf dieses Produkt nur an Zahnärzte oder auf deren Anordnung verkauft werden. Für die vollständigen Informationen zur Verschreibung, einschließlich Indikationen, Gegenanzeigen, Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen ziehen Sie die Gebrauchsanweisung zu Rate.

Neues ÖGI-Curriculum Implantologie Das ab dem WS 2019/20 angebotene Curriculum Implantologie soll durch strukturierte implantologische Ausbildung Standards für chirurgisch versierte Zahnärzte und Zahnärztinnen definieren. Abgehalten wird das aus acht Modulen bestehende Curriculum in sechs verschiedenen Ausbildungszentren. Im Speziellen werden die Themengebiete Behandlungsplanung, PatientInnenselektion, Chi-

rurgie, Parodontologie, Prophylaxe und Recall, Implantat-Chirurgie, Hart- und Weichgewebs-Augmentationstechniken,

Verkippte Implantatachse mit Verletzung  des Nachbarzahns

präprothetische Chirurgie und Implantatprothetik behandelt. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer mündlichen Prüfung und einer Präsentation von fünf selbst behandelten PatientInnenfällen. Sozialprojekt-Ehrung und PosterPrämierung Im Rahmen des ÖGI-Kongresses 2019 fanden zum Abschluss auch einige Ehrungen und Prämierungen statt. So wurde Univ.-Prof. DDr. Haas die Ehrenmitgliedschaft der ÖGI verliehen. Die Sozialprojekte „Dentist the World“ in Tansania von Dr. Daniel Domig und „MOMO Kinderhospiz“ von Dr.in Martina KronbergerVollnhofer wurden jeweils mit einem Preis in der Höhe von 2.000 € prämiert. Preise wurden auch an Dr. Tobias Lang, Dr. Dino Tur und Dr. Manuel Reinisch für die drei besten Poster, die im Rahmen des Kongresses präsentiert wurden, vergeben. •

Zellen und Ober�läche – hier stimmt die Chemie! Xeal und TiUltra: zwei neue bahnbrechende Ober�lächen, in deren Entwicklung unser jahrzehntelang erworbenes Wissen zum Thema Anodisierung ge�lossen ist. Wir haben die Ober�lächenchemie und Topogra�ie vom Abutment bis zur Implantatspitze neu konzipiert, um auf jedem Niveau eine optimale Gewebeintegration zu erreichen. Damit starten wir nun in die Ära der Mucointegration™.

Die neue Xeal Ober�läche ist jetzt �ür die On1™ Basis und das Multi-unit Abutment ver�ügbar. TiUltra wird mit unseren meistverkauften NobelActive® und NobelParallel™ CC Implantaten angeboten.


Krebsforscherin an der Spitze Maria Sibilia ist die neue Vorsitzende des Senats der MedUni Wien. Die ­Molekularbiologin und Leiterin des Instituts für Krebsforschung übernimmt damit die Leitung des wichtigen Leitungsgremiums der U ­ niversität bis zum Ablauf der ­Funktionsperiode Ende September 2022.

Professorin für zelluläre und molekulare Tumorbiologie Maria Sibilia studierte Biologie an der Universität von Pavia und spezialisierte sich bereits im Doktoratsstudium auf Genetik und Molekularbiologie. Für sie war nicht zuletzt aus familiärer Betroffenheit bald klar, dass sie Krebs erforschen möchte, erzählte sie in einem Interview mit wien.at über Frauen in der Forschung. Danach wechselte sie nach

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Wien ans Institut für Molekulare Pathologie (IMP), wurde 1999 Assistenzprofessorin der Abteilung für Dermatologie und 2007 Professorin für zelluläre und molekulare Tumorbiologie am Institut für Krebsforschung. Der neue Senat der MedUni Wien Zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Senats der MedUni Wien wurde Dr.in Regina Patricia Schukro (Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin) gewählt. Zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde Eren Eryilmaz (Vorsitzender der Studienvertretung

Zahnmedizin Wien in der ÖH Med Wien), dritter stellvertretender Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Klaus Markstaller (Leiter der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien). Dem Senat gehören VertreterInnen der UniversitätsprofessorInnen (dreizehn Personen), der UniversitätsdozentInnen sowie wissenschaftlichen MitarbeiterInnen im Forschungs- und Lehrbetrieb (sechs Personen), eine Vertreterin des allgemeinen Universitätspersonals und sechs VertreterInnen der Studierenden an. •

Foto: MedUni Wien/Matern

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it Prof.in Dr.in rer. nat. Maria Sibilia wurde eine renommierte Zell- und Tumorbiologin zur Senatsvorsitzenden gewählt. Es ist bereits die sechste Funktionsperiode des Senats der MedUni Wien. Seit 2010 leitet Sibilia das Institut für Krebsforschung an der Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien. Seit 2019 ist sie außerdem interimistische Leiterin des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Vienna der MedUni Wien und des AKH Wien. Auch ist die Molekularbiologin seit 2019 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Eines von Sibilias Forschungsgebieten – neben Mausgenetik, Tumorbiologie und -immunologie – ist die Immuntherapie. Gemeinsam mit ihrem Team verfolgt sie einen innovativen Forschungsansatz: Das angeborene Immunsystem soll so weit moduliert werden, dass es sich gegen die Tumorerkrankung wendet und sie besiegt. Für diese Forschung erhielt sie sogar den hoch dotierten „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC).


Arbeiten an der Unizahnklinik Wien Zwei MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien erzählen von ihrem Werdegang und ihren Aufgaben im Arbeitsalltag.

Christian Behm, BSc., MSc.

Ingrid Palzer Ingrid Palzer ist seit 40 Jahren an der Universitätszahnklinik Wien beschäftigt. Ihre Ausbildung zur zahnärztlichen Ordinationshilfe begann sie am 4. September 1978. Fast genau ein Jahr später, am 5. September 1979, wurde Frau Palzer in der Abteilung für Kieferorthopädie angestellt, wo sie mit der Assistenz, der Abrechnung der Materialbestellung und der Ausbildung der zahnärztlichen Ordinationshilfen für die gesamte Universitätszahnklinik Wien betraut wurde. Nach acht Jahren wechselte Ingrid Palzer in die Verwaltung und baute mit Renate Matsch unter der Leitung von Prof. Dr. Slavicek die zentrale Materialverwaltung auf. Gemeinsam koordinierten sie die Ausbildung der zahnärztlichen Ordinationshilfen in Praxis und Theorie sowie die Urlaubs- und Krankenkarteiführung des allgemeinen Personals. Mit 1. Juli 2004 wurde die Universitätszahnklinik Wien in eine GesmbH umgewandelt und die Notwendigkeit eines eigenen Betriebsrates war gegeben. Seit November 2004 ist Ingrid Palzer Vorsitzende des kleinen Betriebsratteams an der Universitätszahnklinik Wien. Gleichzeitig ist sie Mitglied des bestehenden Betriebsrates der Medizinischen Universität Wien.

Foto: Erwin Muik

Am 1. Jänner 2014 wechselte Ingrid Palzer in das Personalservice der Universitätszahnklinik Wien und ist hier Ansprechperson für das allgemeine Personal sowie die Lehrlinge. Zusätzlich betreut sie die MitarbeiterInnen der Reinigung und der Wäschekammer sowie das Sekretariat der externen ZAss-Ausbildung, des Lehrgangs zur zahnärztlichen Assistenz. Das Aufgabengebiet von Ingrid Palzer hat sich in all den Jahren stark verändert, aber der Umgang miteinander zum Wohl der PatientInnen und MitarbeiterInnen sowie für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ein offenes Ohr zu haben und diese nach besten Wissen zu unterstützen und zu fördern, sind ihr immer ein großes Anliegen.

Seit beinahe drei Jahren ist Christian Behm, BSc., MSc. als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Zahnerhaltung & Parodontologie an der Universitätszahnklinik Wien tätig. Nach dem Masterstudium der molekularen Biologie mit Vertiefung auf molekulare Medizin an der Universität Wien entschied sich der Südburgenländer, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Im Doktorratsstudium für angewandte medizinische Wissenschaften arbeitet Behm seit Anfang 2017 an seiner Doktorarbeit im Bereich der parodontalen Regeneration unter der Anleitung von Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Erforschung der immunomodulatorischen Mechanismen von mesenchymalen Stammzellen des Parodonts und deren Anwendung in der parodontalen Regeneration von an Parodontitis erkrankten Patienten. Erste daraus resultierende Ergebnisse stehen dabei kurz vor der Publikation. Während dieser Zeit erhielt Behm einen tiefen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten und konnte den Forschungsprozess von A bis Z kennenlernen. Wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten, die die Lebensqualität von PatientInnen positiv beeinflussen können, war die Motivation von Christian Behm, sich in den letzten drei Jahren mit Parodontitis auf zellulärer und molekularer Ebene auseinanderzusetzen. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Behm durch die Betreuung von zahlreichen DiplomstudentInnen und der Beteiligung an Seminaren im Zahnmedizinstudium auch in der wissenschaftlichen Ausbildung der ZahnmedizinstudentInnen involviert.

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Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

ANFAHRT: Öffentliche Verkehrsmittel: • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto: Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Beachten Sie die Kurzparkzone im gesamten 9. Bezirk! FACHBEREICHE: • Zahnerhaltung und Parodontologie • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Kieferorthopädie • Orale Chirurgie • Prothetik • Radiologie • Kinderzahnheilkunde SPEZIALAMBULANZEN: • Spezialambulanz Ästhetische Zahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Bulimie Ansprechpartnerin: Kerstin Geister Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Endodontie Ansprechpartnerin: Selma Sulejmanovic Tel.: +43 1/400 70-2145 • Spezialambulanz Funktionsstörungen Ansprechpartnerin: Alexandra Wolfer Tel.: +43 1/400 70-4930 • Spezialambulanz Implantologie Ansprechpartnerinnen: Maja Strainovic, Janina Moisl Tel.: +43 1/400 70-4121

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• Spezialambulanz Laserzahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Mund- und Schleimhauterkrankungen Ansprechpartnerin: Maja Strainovic Tel.: +43 1/400 70-4121 ANSPRECHPARTNERINNEN – KONTAKTE: Zentrale Aufnahme Natascha Fuchs, Agnes Font, Helga Brixa, Bettina Lackner, Monika Saffer, Katharina Celar-Vojtechovsky, Mirija Tosuni, Yusuf Günes Tel.: +43 1/400 70-2000 E-Mail: aufnahme-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at Allgemeine Ambulanz Gabriele Pleininger, Karoline Schweinberger Tel.: +43 1/400 70-2020 E-Mail: notfallambulanz-unizahnklinik@meduniwien.ac.at Klinische Bereiche • Zahnerhaltung und Parodontologie Sekretariat: Nina Filzwieser Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: zahnerhaltung-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Leitstelle: Nina Filzwieser Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: parodontologie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Prophylaxe-Center Leitstelle: Tamara Hauptmann Tel.: +43 1/400 70-4725 E-Mail: prophylaxecenter-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Kieferorthopädie Leitstelle: Barbara Lembachner

Tel.: +43 1/400 70-4321 Sekretariat: Maria Strobl Tel.: +43 1/400 70-4301 E-Mail: kfo-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Orale Chirurgie Leitstelle, OP-Organisation: Maja Strainovic, Janina Moisl Tel.: +43 1/400 70-4121 Sekretariat: Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1/400 70-4101 E-Mail: oralechirurgie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Prothetik Sekretariat: Bettina Haruksteiner Tel.: +43 1/400 70-4901 E-Mail: prothetik-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Radiologie Leitstelle: Christine Niziolek Tel.: +43 1/400 70-2420 E-Mail: radiologie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Leitstelle Tel.: +43 1/400 70-2820 Organisation: Susanne Preis Tel.: +43 1/400 70-2825 E-Mail: kinder-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at ÖFFNUNGSZEITEN: Immer nach Terminvereinbarung! • Aufnahme von PatientInnen Zentrale Aufnahme: Montag–Donnerstag 7.30–13 Uhr, Freitag 7.30–13 Uhr • Notambulanz mit Trauma versorgung: Montag–Sonntag 8–13 Uhr, • Kieferorthopädie: Montag–Donnerstag 8–17 Uhr, Freitag 8–12 Uhr nach Termin vereinbarung


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