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P.b.b. 14Z039972 M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

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Konventionelle versus digitale Abformung – 04 Regeneration der Pulpa – 07 Unangenehme Folgen bei Schmelzdefekt – 12

Das Journal der Universitätszahnklinik Wien

SOFORTIMPLANTATE Durch Sofortimplantate und Sofortversorgung soll die Alveole nach atraumatischer Extraktion aufrechterhalten werden.


Editorial

Sehr geehrte LeserInnen!

U

nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.

Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf Sofortimplantaten. Nach atraumatischer Extraktion soll durch Sofortimplantation und Sofortversorgung die Alveole aufrechterhalten werden. Im Idealfall können Sofortimplantate eine spätere Augmentation ersparen und somit auch die Zahl der nötigen Eingriffe für die PatientInnen reduzieren.

Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand

Ein weiteres Thema dieser Ausgabe ist der Schmelzdefekt mit unangenehmen Folgen. Hier untersuchte eine Wiener Forschergruppe einen neuen klinischen Ansatz in Bezug auf die Behandlung der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

Wir möchten Sie mit dem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der ­PatientInnen!

Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätszahnklinik Wien GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43 1/400 70, Fax: +43 1/400 70-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 5.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Marianne Kitzler (Leitung), Mag. Andrea Fallent, Mag. Sabine Karrer, Julia Parger Grafik & Produktion: Julia Proyer Verlagsleitung: Otto Koller Designkonzept: Julia Proyer Lektorat: www.onlinelektorat.at Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: NÖ Pressehaus, 3100 St. Pölten Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert Zahnärztinnen, Zahnärzte, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.

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Inhalt

Inhalt

04

Forschung 04 Festsitzende Versorgung: konventionelle versus digitale Abformung 07 Regeneration der Pulpa: neue experimentelle Ansätze in der Endodontie

Praxis 09 Sofortimplantate in der ästhetischen Zone 09 Damals: Von den Anfängen der Zahnheilkunde in Österreich: Gerhard van Swieten

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12 Schmelzdefekt mit unange nehmen Folgen: Behandlung der Molaren-Inzisiven-Hypo mineralisation (MIH)

Menschen 14 Gut zu wissen

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16 Gut gelaufen: Mit einem guten 28. Platz endete der heurige Vienna City Marathon für die Studierenden-Staffel 18 Kluge Köpfe

Lehre 19 Mit dem Alumni Club bestens vernetzt

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20 Vertreter der Universitäts zahnklinik Wien international unterwegs 22 Geschafft! Erste Absolven tinnen der PAss-Ausbildung nahmen ihr Diplom entgegen

In den Kalender SOLA Modul II (Laser Workshop) In Kooperation mit Pluradent Austria Kursleitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 22. 6. 2017, 8.30–16.00 Uhr 23. 6. 2017, 9.00–16.00 Uhr 24. 6. 2017, 9.00–13.00 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: m.mueller@pluradent-austria.at ZFP-Fortbildung: 23 Punkte Basiskurs Implantologie mit Live-OPs, Vorträgen über Anatomie, Histologie und chirurgisches Vorgehen, Prothetik und Übung am Phantom Leitung: Ao. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm Datum: 17. 11. 2017 Uhrzeit: 7.30–16.30 Uhr Ort: Orale Chirurgie, Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: oralechirurgie-kurse@meduniwien.ac.at ZFP-Fortbildung: 11 Punkte SOLA-Laser Modul III (Mastership Certificate) Kursleitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 13.–16. 12. 2017 Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Kursdauer: 4 Tage; Ausbildung basierend auf Modul I und II inklusive Diplom; Kleingruppen (max. 5 Personen) Inhalt: Kennenlernen von verschiedenen Forschungsabteilungen, Hands-on und Demonstration von Therapiemethoden an PatientInnen (live) Information: www.sola-laser.com ZFP-Fortbildung: 30 Punkte

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Forschung

Festsitzende Versorgung: konventionelle versus digitale Abformung Die fehlerhafte marginale Passung einer Restauration führt meistens zu parodontalen Entzündungen, Sekundärkaries und Zementauflösungen. Das Ziel einer aktuellen Studie bestand darin, die marginale Passgenauigkeit von Zirkonoxidkäppchen zu vergleichen, die mitmilfe von konventioneller und digitaler Abformung (LavaTM C.O.S.) hergestellt wurden.

N

eben Biokompatibilität und Ästhetik stellt die Passgenauigkeit einen der wichtigsten Faktoren für den Langzeiterfolg festsitzender Versorgungen dar. Im Gegensatz zu den physischen und chemischen Eigenschaften der verwendeten Materialien, die strikt definiert sind, ist die marginale Passgenauigkeit im Hinblick auf das Käppchen-Stumpf-Verhältnis und wegen der verschiedenen messbaren Stellen am Rand schwerer definierbar. Holmes et al. versuchten in einer Studie, die Messparameter zu standardisieren und geometrisch zusammenhängend darzustellen, um eine Vergleichbarkeit der Werte von verschiedenen Studien zu erzielen. Laut Holmes sind die absolute marginale Diskrepanz (AMD) und der marginale Spalt (MS) die geeignetsten Messparameter, die auf Fehler am Rand der Versorgung hinweisen.

Grenzwerte des Randspaltes Der Randschluss stellt idealerweise eine lineare Berührungslinie zwischen Krone und Zahnstumpf dar. Aufgrund verschiedener Faktoren ist es unmöglich, den idealen Randschluss oder den spaltfreien Übergang von der Krone zum Zahnstumpf zu erreichen. Demzufolge ergibt sich die Frage, wie groß der erlaubte Abstand sein sollte. Rehberg et al. forderten eine Grenze von 20 μm; Christensen et al. berechneten, dass Randspalten größer als 39 μm im sichtbaren Bereich als klinisch inakzeptabel gelten. Andererseits wurden diese Werte von vielen anderen Autoren als klinisch und praktisch unerreichbar bezeichnet. Derzeit wird von wissenschaftlicher Seite ein Randspalt von 50 μm bis 100 μm gefordert und gilt als technisch realisierbar. Spiekermann et al. stellten in einer Studie an 81 humanen 04 DentUnique 2/2017

Ober- und Unterkieferpräparaten für die Zementspaltbreite einen Mittelwert von 382 μm fest. Davon waren nur 20 Prozent der Kronen mit klinisch korrekter Passform und Zementspaltbreite unter 80 μm. Eine fehlerhafte marginale Passung der Restauration führt meistens zu parodontalen Entzündungen, Sekundärkaries und Zementauflösungen. In weiterer Folge kann ein Verlust der Restauration oder des Zahnes auftreten. Durch die Platzierung einer Krone kommt es immer zu einem mehr oder weniger starken Eingriff in die physiologischen Gegebenheiten des marginalen Parodontiums. Größere marginale Diskrepanzen bedeuten schließlich auch größere Nischen für Bakterien. Bei marginalen Spaltbreiten von mehr als 150 μm wird auch die Auflösung des Befestigungszements signifikant erhöht.

Abformung als wichtiger Parameter der Passgenauigkeit Die Abformung als informationstragendes Medium zwischen der zahnärztlichen und der zahntechnischen Tätigkeit ist ein sehr wichtiger Schritt in der Prozesskette der Restaurationsherstellung. Sie sollte möglichst dimensionsund detailtreu die dreidimensionale Situation des präparierten Zahnes wiedergeben, um die Passgenauigkeit und somit auch die Qualität der Restauration zu gewährleisten. Die konventionelle Abformung wird mithilfe von Abformmaterialien durchgeführt. Das LavaTM C.O.S. (Lava Chairside Oral Scanner) ist ein System zur intraoralen digitalen Abformung, das an der Universitätszahnklinik Wien im Jahr 2010 vorgestellt wurde. Das Ziel der vorgestellten Studie bestand darin, durch den Vergleich der marginalen Passgenauigkeit von Zirkonoxidkäppchen, hergestellt nach


O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon Kieferorthopädie Kursort: Universitätszahnklinik Wien Universitätszahnklinik Wien www.unizahnklinik-wien.at Sensengasse 2a, 1090 Wien

konventioneller und digitaler Abformung (LavaTM C.O.S.), einen Aufschluss über die Qualität der digitalen Abformung zu geben.

Ergebnisse der Studie Anhand eines präparierten Kunststoffzahnes (Molar 36) wurden 40 Replikas aus hochpräzisem Kunststoff hergestellt, die in zwei Gruppen zu je 20 Stück geteilt wurden. Zirkonoxidkäppchen wurden nach konventioneller und digitaler Abformung hergestellt und auf die Stümpfe zementiert. Mittels Dünnschlifftechnik nach Karl Donath (80) wurden Schliffe für die Analyse im RE- und optischen Mikroskop vorbereitet. Die Messungen der marginalen Parameter basierten auf Erkenntnisse von Holmes et al. Dabei wurden der marginale Spalt (MS) und die absolute marginale Diskrepanz (AMD) erhoben. In unserem Versuch stellte sich heraus, dass die Zirkonoxidkäppchen der LavaTM-C.O.S.-Gruppe eine ähnliche Passgenauigkeit mit den Zirkonoxidkäppchen der konventionellen Gruppe aufweisen. Aus den Messwerten und Berechnungen geht hervor, dass sowohl der MS als auch die AMD bei den beiden Gruppen keinen signifikanten Unterschied zeigten. Die berechneten Mittelwerte für den marginalen Spalt waren bei der LavaTM-C.O.S.-Gruppe 96.283 μm (optisch) bzw. 99.265 μm (REM) und bei der konventionellen Gruppe 94.845 μm (optisch) bzw. 83.376 μm (REM). Die Mittelwerte des MS von den beiden Gruppen liegen im klinisch akzeptablen Bereich.

Schlussfolgerung Die digitale Abformung und die Evaluierung der Passgenauigkeit der LavaTM-C.O.S.-Käppchen wurden in unserem Versuch unter idealen Laborbedingungen durchgeführt. ‣

Do. 14. 9. 2017 (8.30-18.00 Uhr) Fr. 15. 9. 2017 (8.30-13.00 Uhr) Dr. Roland Männchen, PhD / SCHWEIZ

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THE SCHUDY PRINCIPLE

VERTICAL DIMENSION AND INITIAL ALIGNMENT; 5 LESSONS

FRIDAY, 13 October 2017 (8.30 - 14.00)

Dr. George Schudy / USA O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon Kieferorthopädie Universitätszahnklinik Wien Sensengasse 2a, 1090 Wien www.unizahnklinik-wien.at Credit hours: 5 Informationen: Maria Strobl, Tel.: +43 1 40 070-4301 Online-Registration: maria.strobl@meduniwien.ac.at www.bit.ly/schudy2017

12 th International Vienna Orthodontic Symposium Sa

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December 8 - 9 ”What are the benefits of early treatment?“ President O. Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon

Abb. 1: Schnitt für die Messung mit dem Elektronenmikroskop (links); Schnitt für die Messung mit dem optischen Mikroskop (rechts)

Department of Orthodontics School of Dentistry – Medical University of Vienna www.ivos.at


Forschung

Demzufolge ist es nicht möglich, den Einfluss der klinischen Schwierigkeiten – wie subgingivale Präparationsgrenzen, Blut- und Speichelkontamination – oder die Reaktion der PatientInnen auf die Messwerte zu übertragen. Die Passgenauigkeit einer Restauration wird von jedem Schritt des Herstellungsprozesses beeinflusst. Die möglichen Fehlerquellen in der digitalen Prozesskette können

beim Scannen der Präparation durch die Software, bei der Herstellung der Restauration und bei der Interaktion des Anwenders mit dem System auftreten. Verglichen mit der konventionellen Methode hat die digitale Abformung den Vorteil der Reduzierung mancher Schritte und somit automatisch die Eliminierung jener Fehlerquellen, die von diesen Schritten ausgehen. •

Studie: Dauti et al., Comparison of marginal fit of cemented zirconia copings manufactured after digital impression with Lava™ C.O.S. and conventional impression technique BMC Oral Health (2016) 16:129, DOI: 10.1186/s12903-016-0323-8. Literaturquellen bei den AutorInnen

Abb. 2: Messung marginale Diskrepanz (a) und marginaler Spalt (b) A: AMD (absolute marginale Diskrepanz) (a) und MG (marginaler Spalt) (b) an überextendierten Käppchen B: AMD (absolute marginale Diskrepanz) (a) und MG (marginaler Spalt) (b) an unterextendierten Käppchen C: Messpunkt bei abgerundetem Präparationsrand

Abb. 3: Messung mit dem optischen Mikroskop (links); Messung mit dem Elektronenmikroskop (rechts)

Das Team Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Leiter der Universitätszahnklinik Wien, Fachbereichsleiter Zahnerhaltung & Parodontologie sowie Fachbereichsleiter Unit – Zahnärztliche Ausbildung Assoc.-Prof. Priv.-Doz. DDr. Barbara Cvikl, Dr. Rinet Dauti, Dr. Lilaj Bledar, Fachbereich für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universitätszahnklinik Wien

06 DentUnique 2/2017


Forschung

Regeneration der Pulpa Neue experimentelle Ansätze in der Endodontie zielen auf die Regeneration der Zahnpulpa über Modulation der Sauerstoffsensoren ab. Das ist einer der Forschungsschwerpunkte des multidiszipinären Teams von Assoc. Prof. DI Hermann Agis.

Experimentelle Strategien zur Pulpa-Regeneration: Neue Ansätze nutzen hierzu trägermaterialfreie Strategien, in denen Zellen als Sphäroide appliziert werden.

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ie Pulpa stellt die Blutversorgung und die Innervation des Zahnes sicher. Bei bestimmten Zahntraumata, die gehäuft bei Kindern und Heranwachsenden auftreten können, kommt es zu Hypoxie in der Pulpa. Auch bei autologen Zahntransplantationen oder experimentellem Tissue Engineering werden die Zellen der Pulpa transienter Hypoxie ausgesetzt. Die zelluläre Reaktion auf diese Hypoxie ist ein Schlüsselfaktor in der Heilung. Aus diesem Grund arbeiten zahlreiche neue experimentelle Techniken daran, die Regeneration des dentalen Pulpagewebes über die Modulation der zellulären Sauerstoffsensoren zu aktivieren.

Studien mit Stammzellen In der Endodontie wird intensiv an Verfahren geforscht, die darauf abzielen, die Pulpa gezielt zu regenerieren. In experimentellen präklinischen Studien werden hierzu zumeist in ein Trägermaterial eingebettete Stammzellen verwendet, die hohes Regenerationspotenzial aufweisen. Da noch kein optimales Trägermaterial gefunden wurde, folgen neue Strategien einem trägermaterialfreien Ansatz unter der Nutzung von Mikrogeweben aus Pulpazellen, sogenannten Sphäroiden. Unter hypoxischen Bedingungen können diese Zellen proangiogene Moleküle freisetzen, die Blutgefäßbildung fördern und so den Prozess der Revaskularisation unterstützen. Durch die Applikation von sogenannten Hypoxiemimetika soll diese proangiogene Kapazität und dadurch die Regeneration weiter gesteigert werden. Folglich ist das Verständnis der Wirkung von Hypoxie und Hypoxiemimetika auf die Pulpa von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapiestrategien. ‣ DentUnique 2/2017 07


Forschung

Sauerstoffmangel und Hypoxiemimetika Dieser Einfluss des Sauerstoffmangels und von Hypoxiemimetika auf Zellen ist einer der Forschungsschwerpunkte von Assoc. Prof. Hermann DI Agis und seinem multidisziplinären Team aus den Bereichen der Biotechnologie und Zahnmedizin im Competence Center Tissue Engineering and Cellbased Therapies der Universitätszahnklinik. Zu dem Thema stehen derzeit mehrere Artikel in international hochangesehenen Journalen kurz vor

der Veröffentlichung. In diesen Arbeiten zeigte die Forschungsgruppe, dass Hypoxiemimetika und Hypoxie in Zellen der Zahnpulpa den Wachstumsfaktor Angiogenin steigern. Weiters bewiesen sie, dass Konditionierung von Zellen der Zahnpulpa die proangiogene Kapazität steigern kann, ohne dabei die Bildung von Spheroiden zu behindern. In einem aktuellen Projekt, das durch die European Society of Endodontology gefördert wird, untersuchen die ForscherInnen des Competence Centers die Wirkung von

Hypoxie auf den Wnt-Signalweg. Zusätzlich bietet die Partnerschaft in einem nationalen Forschungsnetzwerk zu den Themen Additive Manufacturing und 3D-Druck der Arbeitsgruppe viele weiterführende Möglichkeiten, das Methoden-Spektrum der regenerativen Endodontie zu erweitern, um so PatientInnen zu helfen. •

Zur Person Assoc. Prof. DI Hermann Agis

Weiterführende Literatur: 1. Müller AS, Janjić K, Lilaj B, Edelmayer M, Agis H. Hypoxia-based strategies for regenerative dentistry − Views from the different dental fields. Archives of Oral Biology. DOI: http://dx.doi. org/10.1016/j.archoralbio.2017.04.029. 2. Janjić K, Cvikl B, Moritz A, Agis H. Dental pulp regeneration. International Journal of Stomatology & Occlusion Medicine 2016 DOI: 10.1007/s12548-015-0139-1.

Leiter des Competence Center Tissue Engineering and Cellbased Therapies

Weiterbildung zur Prophylaxeassistenz Unter der Leitung von Assoc.Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan

Ort und Zeit:

Information und Anmeldung:

September 2017 bis April 2018 Universitätszahnklinik, Sensengasse 2a, 1090 Wien

pass-unizahnklinik@meduniwien.ac.at oder telefonisch unter 01 / 40070 – 2624 (Fr. Rutschek) www.unizahnklinik-wien.at

Kosten: € 4.290,– inklusive Instrumentenset und Lernunterlagen € 220,– Prüfungsgebühren (alle Preisangaben inkl. 10% MwSt.)

Begrenzte Teilnehmerzahl!


Praxis

Erklärtes Ziel ist es, nach atraumatischer Extraktion die Alveole durch die Sofortimplantation und Sofortversorgung aufrechtzuerhalten und dem PatientInnenwunsch nach schneller und leistbarer Versorgung entgegenzukommen.

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ie Sofortimplantation kann im Idealfall eine spätere Augmentation ersparen – und somit die Zahl der Eingriffe und damit auch das Trauma deutlich reduzieren. Einen essenziellen Faktor stellt dabei die richtige Indikationsstellung dar. Die Entscheidung, ob ein Sofortimplantat zum Einsatz kommen kann oder doch die klassische Vorgehensweise bevorzugt werden sollte, erfordert fundierte klinische Erfahrung. Eine besondere Herausforderung stellt erfahrungsgemäß die implantologische Versorgung der Oberkieferfront dar, da es sich um die zentrale Zone der Ästhetik, Phonetik und Funktion handelt.

Risikoabwägung und PatientInnenaufklärung In Bezug auf die implantologische Versorgung der ästhetisch sensiblen Oberkieferfront liegt es in der Verantwortung des Behandlers, individuell die richtige Vorgehensweise nach Analyse aller Risiken auszuwählen. Dabei sollten auch den PatientInnen alle Behandlungsalternativen mit Vorund Nachteilen dargelegt werden. Zu berücksichtigen ist, dass weniger das optische Erscheinungsbild der

neu eingesetzten Implantatkronen und -brücken über den Implantaterfolg entscheidet, sondern vielmehr die Überlegung, wie stabil sich die periimplantären Gewebestrukturen über viele Jahre in Bezug auf Rezessionen verhalten. Heute kann man davon ausgehen, dass der Zeitpunkt der Implantation keinen Einfluss auf die bukkale Lamelle und das periimplantäre Knochenniveau hat (Schropp et al., 2014). Vielmehr ist der Schluss zulässig, dass eine beträchtliche Zahl augmentativer Eingriffe eingespart werden kann. Frühere Arbeiten zur Sofortimplantation, die über hochgradige Resorptionen berichteten, stammen überwiegend aus den 1990erJahren. Wie häufig am Bildmaterial erkennbar, wurden dabei meist zu dicke und zu bukkal gesetzte Implantate verwendet, die durch Kompression der dünnen Knochenlamellen zu deren partiellen Verlust führten. Sind Infektionen eine Kontraindikation? Weiters ist die Befürchtung, ein Sofortimplantat in eine infizierte Alveole zu setzen, in den meisten Fällen unbegründet. ‣

Damals Foto: DDr. Johannes Kirchner

Sofortimplantate in der ästhetischen Zone

Von den Anfängen der Zahnheilkunde in Österreich I:

Gerhard van Swieten

(* 7. Mai 1700 in Leiden, † 18. Juni 1772 in Schönbrunn, Wien)

Nach dem Studium von Chemie, Pharmazie und Medizin an den Universitäten Löwen und Leiden, wo er Schüler von Herman Boerhaave (1668–1738) war, wurde er 1745 von Kaiserin Maria Theresia nach Wien berufen. Neben seiner Reform des österreichischen Gesundheitswesens beschäftigte er sich auch mit Zahnheilkunde. 1746 gab er in seinen „Comentarii“ allerdings sehr eigentümliche Meinungen zu den Milchzähnen ab. Obwohl zu seiner Zeit schon Etienne Bourdet (1722–1789) und Robert Bunon (1702–1748) über die Resorption von Milchzahnwurzeln gearbeitet hatten und ihm diese Schriften bekannt gewesen sein dürften, bezweifelte er, dass Milchzähne Wurzeln hätten: „... es scheinen die Beobachtungen zu lehren, dass die Milchzähne, wenn sie nicht zur rechten Zeit ausfallen (...), Wurzeln aus ihrem Körper heraustreiben, mit denen sie später in den Kiefern befestigt, oft das ganze Leben festhalten“. Nichtsdestoweniger ist es ihm zu verdanken, dass er die beiden Wundärzte Adam Anton Brunner (1737–1819) und Josef Georg Pasch (1738–1795) beauftragte, sich mit Zahnheilkunde zu beschäftigen und den damaligen Wissensstand in Österreich erstmals zu heben. Zu diesen beiden Ärzten mehr in den nächsten Ausgaben von DentUnique. • DDr. Johannes Kirchner, Kustos des Zahnmuseums Wien

DentUnique 2/2017 09


Praxis

Fall 1:

Abb. 1: Sofortimplantation bei infiziertem Zahn von links nach rechts; Zähne mit apikalem Infekt in situ (35/36), Sofortimplantate nach Insertion, Abformpfosten, fertige Versorgung Kontrollröntgen. Implantat: Fa. Nobel Biocare

Abb. 2: Okklusale enorale Aufnahme der definitiven Versorgung im Mund

Fall 2:

Abb. 3: OPG – OK-Seitenzahnbereich kariös und parodontal schwer geschädigt

Abb. 4 und 5: Enorale Fotos okklusal, prä- und intraoperativ

Zuallererst muss zwischen dem meist unbedenklichen chronisch asymptomatischem Granulom und akuten eitrigen Infekten unterschieden werden – Letztere erfordern je nach Erfahrung wesentlich mehr Zurückhaltung (Jofre et al., 2012). Chorbella et al. (2013) und Altares-Camino (2013) berichten von Erfolgsraten von 92 bis 100 Prozent bei Sofortimplantaten in infizierten Alveolen. Fugatos (2012) und Jung et al. (2013) sehen idente Resultate von 98 Prozent bei der genannten Indikation. Bell et al. (2011) kamen zur Erkenntnis, dass eine apikale Infektion des Nachbarzahnes eines Sofort-implantates hingegen die Erfolgsrate auf 81 Prozent reduziert. Weiters ist das Einheilverhalten des Sofortimplantates ein bedeutender Aspekt. Zahlreiche Kliniker warnen weiterhin vor der implantologischen Versorgung von PatientInnen mit ent10 DentUnique 2/2017

zündlichen Parodontalerkrankungen. Schou et al. (2006) berichten hierzu von signifikant erhöhten Periimplantitisraten bei ParodontitispatientInnen. Dem stehen die aktuellen Daten von Malo et al. (2014) gegenüber, die mit sofortbelasteten Sofortimplantaten bei Individuen mit nichtbehandelter Parodontitis über eine Erfolgsrate von 99,4 Prozent berichten. Busenlechner et al. (2015) weisen in ihrer Publikation auf einen signifikant höheren marginalen Knochenverlust bei ParodontitispatientInnen nach fünf Jahren hin. Und nicht zuletzt spielt die Überlegung eine Rolle, ob, wann und womit der verbleibende Spalt zur randständigen Alveolenwand aufgefüllt werden soll oder nicht. Im Augenblick sind die Vertreter der „Jumping-GapAuffüller“ und jene der „Nichtauffüller“ in etwa gleichauf. Eine schlüssige

Abb. 6: Blande Einheilung mit idealer Gingivasituation nach 3 Wochen

Datenlage respektive ein Konsensus über die Effektivität simultaner augmentativer Verfahren zeichnet sich nicht ab. Eindeutig geklärt scheint, dass die Sofortimplantation die Regeneration der Extraktionsalveole nicht behindert (Clementini et al., 2015).

Überlegungen zur Primärstabilität Zur Diskussion steht auch die erforderliche Primärstabilität für eine etwaige Sofortbelastung. Neugebauer et al. (2006) postulieren ein Minimum von 35 Ncm2, Norton berichtete 2011 über einen 96-prozentigen Fünfjahreserfolg bei sofortbelasteten Implantaten unter 25 Ncm Primärstabilität. Becker et al. (2011) gehen von einer erfolgreichen routinemäßigen Sofortbelastung bei lediglich 15 Ncm aus. In diesem Zusammenhang weisen Gonzales-Martin et al. (2012) auf die Möglichkeit hin, selbst bei


Praxis

schlechter Knochenqualität durch die entsprechende Adaptation des Bohrprotokolls (Unterpräparation) in beinahe allen Fällen die für eine Sofortbelastung erforderliche initiale Festigkeit des Implantates erreichen zu können.Nicht nur die primäre Verblockung mehrerer benachbarter Implantate spielt eine Rolle, sondern auch die Implantatposition. Ein Seitenzahnimplantat verlangt zum Beispiel eine höhere Primärstabilität als ein Frontzahnimplantat. Auch Knochenqualität und -quantität beeinflussen die Primärstabilität. Wichtig ist zudem die möglichst belastungsfreie Einheilung mithilfe prothetisch sorgfältig angefertigter provisorischer Brücken und Kronen. Bedeutender als absolute Zahlen sind die biologischen Faktoren im Knochenstoffwechsel, die wir erst allmählich zu verstehen beginnen.

Die Erfolgsfaktoren Zahn raus, Implantat rein – das ist das falsche Konzept. Der hauchdünne Knochen, der die Außenseite der Alveole begrenzt, darf nicht einmal berührt werden. Platziert man das Implantat bündig in die Extraktionsalveole, wird Druck auf den Knochen ausgeübt, der dann resorbiert, was folglich auch zu ästhetisch störenden

Weichgewebsdefekten führt. Deshalb inseriert man bei der Sofortimplantation durchmesserreduzierte Implantate nach palatinal (OK) bzw. lingual (UK) versetzt. Die Erfolgsfaktoren lauten: durchmesserreduzierte Implantate, palatinal versetzt, ohne Druck auf die dünne bukkale Kortikalis. •

Das Team Ao. Univ.-Prof. DDr. Gabor Tepper Ao. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm, Fachbereichsleitung Orale Chirurgie

Die Event-Highlights der Region DACH 2017 Wir laden Sie herzlich zu unseren Veranstaltungen der Region DACH 2017 ein. Halten Sie sich jetzt schon folgende Termine frei: – 2. Nobel Biocare Gipfeltreffen Schweiz Weggis / Schweiz, Freitag, 23. Juni bis Samstag, 24. Juni 2017 – 5. Nobel Biocare Gipfeltreffen Österreich Saalfelden / Österreich, Donnerstag, 13. Juli bis Samstag, 15. Juli 2017 – 7. Nobel Biocare Ostseesymposium Rostock / Deutschland, Freitag, 29. September bis Samstag, 30. September 2017 Mehr Informationen zu den Programmen und der Anmeldung erhalten Sie unter fortbildung@nobelbiocare.com Freuen Sie sich auf interessante Vorträge und Workshops mit renommierten Referenten. Wir freuen uns auf Sie! Ihr Nobel Biocare Team

www.for.org Jetzt freier Zugriff auf alle Videos, Patientenfälle, Checklisten und vieles mehr. © Nobel Biocare Deutschland GmbH, 2017. Alle Rechte vorbehalten. Nobel Biocare, das Nobel Biocare Logo und alle sonstigen Marken sind, sofern nicht anderweitig angegeben oder aus dem Kontext ersichtlich, Marken von Nobel Biocare. Haftungsausschluss: Einige Produkte sind unter Umständen nicht in allen Märkten für den Verkauf zugelassen. Aktuelle Informationen zur Produktpalette und Verfügbarkeit erhalten Sie von Ihrer Nobel Biocare Niederlassung.

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Praxis

Schmelzdefekt mit unangenehmen Folgen Behandlung von hypersensiblen MIH-Molaren: Wiener Forschergruppe untersuchte einen neuen klinischen Therapieansatz.

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as Phänomen und die Problematik der Molaren-InzisivenHypomineralisation (MIH) beschäftigt schon seit geraumer Zeit die Kinder- und Jugendzahnheilkunde. Es handelt sich dabei um eine Strukturstörung der Zähne, die einen qualitativen Schmelzdefekt aufweisen. Folglich wird ein verringert mineralisierter, anorganischer Schmelzanteil gebildet, der zu Verfärbungen und Schmelzabbrüchen bei den betroffenen Zähnen führen kann. Üblicher-

weise wurde das Krankheitsbild für die ersten bleibenden Molaren und die Inzisiven definiert (Abb. 1). Die Ausprägung und die daraus resultierende Problematik des Krankheitsbildes können stark differieren. Insbesondere die Molaren neigen häufig zu Hypersensibilitäten, die eine Behandlung dieser Zähne erschweren können. Betroffene Kinder klagen über Schmerzen beim Genuss kalter und heißer Nahrungsmittel sowie bei der Mundhygiene.

Abb. 1: Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH): Ein verringert mineralisierter, anorganischer Schmelzanteil führt zu Verfärbungen und Schmelzabbrüchen bei den betroffenen Zähnen. Die Abbildung zeigt eine Patientin mit MIH an den Zähnen 16 und 26 in unterschiedlicher Ausprägung.

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Präsentation eines neuen Therapieansatzes Im Rahmen des jährlichen Weltkongresses der International Association for Dental Research wurde nun eine kürzlich abgeschlossene klinische Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Katrin Bekes, Fachbereich Kinderzahnheilkunde der Universitätszahnklinik Wien, vorgestellt, die einen neuen Ansatz bei der Behandlung der Hypersensibilitäten darstellen könnte. Bislang werden auftretende Über-

Abb. 2: In die Studie wurden Kinder mit mindestens einem hypersensiblen MIH-Molaren eingeschlossen.


Molaren-InzisivenHypomineralisation (MIH) empfindlichkeiten bei MIH-Zähnen mit Fluoriden oder CPP-ACP-Produkten (Casein Phosphopeptid/amorphes Calciumphosphat) behandelt. Das Ziel der nun veröffentlichten Studie war es, die Effektivität von einem auf Pro-Argin™ basierenden Produkt (elmex® Sensitive Professional™) über einen Zeitraum von acht Wochen zu testen.

Ablauf der Studie In die Studie wurden Kinder mit mindestens einem hypersensiblen MIHMolaren eingeschlossen, der positiv auf einen thermischen (Luftbläser) und einen taktilen Stimulus (Sonde) reagierte (Abb. 2). Die betroffenen Zähne wurden in der zahnärztlichen Praxis in einer Sitzung mit der Desensibilisierungspaste elmex® Sensitive Professional™ behandelt, und die PatientInnen wurden für weitere acht Wochen angewiesen, elmex® Sensitive Professional™ und die dazugehörige Mundspüllösung zweimal täglich zu verwenden. Das Schmerzempfinden wurde unmittelbar nach der Behandlung sowie nach 1, 2, 4 und 8 Wochen nachkontrolliert. Insgesamt konnten 19 Kinder mit 56 MIH-Zähnen für die klinische Studie gewonnen werden.

Reduktion der Hypersensibilität In den Ergebnissen zeigte sich, dass unmittelbar nach der Behandlung eine signifikante Reduktion der Hypersensibilität erreicht werden konnte. Dieser Effekt blieb über die 8 Wochen hinweg stabil (Tab. 1). Somit konnte von der Arbeitsgruppe geschlussfolgert werden, dass Präparate, die auf 8 Prozent Arginin und Kalizumkarbonat beruhen, die Schmerzempfindlichkeit von stark hypersensiblen MIH-Molaren über einen Zeitraum von 8 Wochen reduzieren können.

Eine detaillierte Aufschlüsselung und Diskussion der Ergebnisse kann in der kürzlich veröffentlichten Publikation nachgelesen werden: Bekes K, Heinzelmann K, Lettner S, Schaller HG: Efficacy of desensitizing products containing 8 Prozent arginine and calcium carbonate for hypersensitivity relief in MIH-affected molars: an 8-week clinical study. Clin Oral Investig. 2016 Dec 21. DOI: 10.1007/ s00784-016-2024-8. [Epub ahead of print]. •

Tab. 1: Unmittelbar nach der Behandlung mit der Pro-Argin™-haltigen Desensibilisierungspaste konnte eine signifikante Reduktion der Hypersensibilität erreicht werden. Dieser Effekt blieb über die 8 Wochen des Untersuchungszeitraums hinweg stabil.

Strukturgeschädigte MIH-Zähne zeichnen sich klinisch durch eine Veränderung in der Transluzenz des Schmelzes aus. Geringgradig veränderte Zähne zeigen eher weißgelbliche oder gelbbraune unregelmäßige Verfärbungen der Kauflächen und/ oder Höcker, schwere Hypomineralisationsformen hingegen abgesplitterte oder fehlende Schmelz- und/ oder Dentinareale unterschiedlichen Ausmaßes. Klinisch können Hypomineralisationen an den Sechsjahrmolaren in drei Schweregrade (nach Wetzel) eingeteilt werden: Schweregrad 1 kennzeichnet einzelne Schmelzareale, die weißcremige bis gelbbraune Verfärbungen im Bereich der Kaufläche und/oder der Höcker bzw. des oberen Kronendrittels aufweisen. Bei Schweregrad 2 erfassen die Opazitäten fast alle Höcker und das obere Kronendrittel bei geringem Substanzverlust. Schweregrad 3 ist durch großflächige gelbbraune Verfärbungen mit Defekten der Kronenmorphologie aufgrund ausgeprägter Schmelzverluste gekennzeichnet. Alle diese Schweregrade können mit oder ohne Beteiligung der Schneidezähne auftreten. In Österreich sind mehr als zehn Prozent der Kinder betroffen, die Mineralisationsstörungen sind primär bei Vorliegen der Schweregrade 2 und 3 schmerzhaft. Die MIH-Zähne sind dann stark temperatur- und berührungsempfindlich, wie z. B. beim Zähneputzen oder beim Verzehr heißer oder kalter Nahrungsmittel, weshalb sie meist schon frühzeitig zahnärztlich behandelt werden müssen. Die Ursache der MIH ist unklar. Vermutet wird ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren, die während des Zeitraums der Zahnentwicklung der befallenen Zähne (8. Schwangerschaftsmonat bis etwa zum 4. LJ) einwirken. Besonders chronische Erkrankungen des Kindes (v. a. Atemwegserkrankungen), Medikamenteneinnahmen (v. a. Antibiotika) sowie Umwelttoxine (v. a. Kunststoffbestandteile, wie Bisphenol A) werden diskutiert. DentUnique 2/2017 13


Menschen

Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien ANFAHRT: Öffentliche Verkehrsmittel: • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto: Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Beachten Sie die Kurzparkzone im gesamten 9. Bezirk! FACHBEREICHE: • Zahnerhaltung und Parodontologie • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Kieferorthopädie • Orale Chirurgie • Prothetik • Radiologie • Kinderzahnheilkunde SPEZIALAMBULANZEN: • Spezialambulanz für ästhetische Zahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323

• Spezialambulanz für Bulimie Ansprechpartnerin: Kerstin Geister Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz für Endodontie Ansprechpartnerin: Selma Sulejmanovic Tel.: +43 1/400 70-2145

• Spezialambulanz für Funktions störungen Ansprechpartnerin: Alexandra Wolfer Tel.: +43 1/400 70-4930 • Spezialambulanz für Implantologie Ansprechpartnerin: Maria Hafner Tel.: +43 1/400 70-4121 14 DentUnique 2/2017

• Spezialambulanz für Laserzahn heilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz für Mund- und Schleimhauterkrankungen Ansprechpartnerin: Maria Hafner Tel.: +43 1/400 70-4121

ANSPRECHPARTNERINNEN – KONTAKTE: Zentrale Aufnahme Natascha Fuchs, Agnes Font, Nadine Gnadlinger, Bettina Lackner, Monika Saffer, Cornelia Schmid, Katharina Celar-Vojtechovsky Tel.: +43 1/400 70-2000 E-Mail: aufnahme-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at Allgemeine Ambulanz Gabriele Pleininger, Karoline Schweinberger Tel.: +43 1/400 70-2020 E-Mail: notfallambulanz-unizahnklinik@meduniwien.ac.at

Klinische Bereiche • Zahnerhaltung und Parodontologie Sekretariat: Edda Gsell Tel.: +43 1/400 70-2101 E-Mail: zahnerhaltung-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Leitstelle: Nina Filzwieser Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: parodontologie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at

• Prophylaxe-Center Leitstelle: Tamara Hauptmann Tel.: +43 1/400 70-4725 E-Mail: prophylaxecenter-unizahn klinik@meduniwien.ac.at

• Kieferorthopädie Leitstelle: Marion Zink-Schlöggl Tel.: +43 1/400 70-4321 Sekretariat: Maria Strobl Tel.: +43 1/400 70-4301 E-Mail: kfo-unizahnklinik@meduni wien.ac.at • Orale Chirurgie Leitstelle, OP-Organisation: Maria Hafner Tel.: +43 1/400 70-4121 Sekretariat: Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1/400 70-4101 E-Mail: oralechirurgie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at

• Prothetik Sekretariat: Bettina Haruksteiner Tel.: +43 1/400 70-4901 E-Mail: prothetik-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at

• Radiologie Leitstelle: Christine Niziolek Tel.: +43 1/400 70-2420 E-Mail: radiologie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Leitstelle Tel.: +43 1/400 70-2820 Organisation: Susanne Preis Tel.: +43 1/400 70-2825 E-Mail: kinder-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at

ÖFFNUNGSZEITEN: Immer nach Terminvereinbarung! • Aufnahme von PatientInnen Zentrale Aufnahme und Notbehand lungen: Montag–Freitag 7.30–13 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 8–13 Uhr • Behandlungszeiten in den klinischen Bereichen Montag–Donnerstag 8–18 Uhr, Freitag 8–16 Uhr nach Terminvereinbarung • Kieferorthopädie: Montag–Donnerstag 8–17 Uhr, Freitag 8–13 Uhr


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Gut gelaufen Mit einem guten 28. Platz endete der heurige Vienna City Marathon für die Studierenden-Staffel. Diese und die HalbmarathonläuferInnen waren zum dritten Mal gestartet. Auswahl der TeilnehmerInnen ist Edelmayer seit jeher wichtig, dass sowohl Frauen als auch Männer an den Staffeln teilnehmen. So wird auch die Universitätszahnklinik möglichst gut repräsentiert. Auch bei den HalbmarathonläuferInnen achtet er immer darauf, dass beide Geschlechter vertreten sind.

(v. l.) Gerhard Dorner (Pluradent) mit den HalbmarathonläuferInnen Marian Klinger, Jasmin Holl, Alexander Zuber, Claudia Rudelsdorfer und Michael Edelmayer

D

as Frühjahr ist für LäuferInnen eine ganz besondere Zeit. Nicht nur, weil die Wetterbedingungen in dieser Jahreszeit wieder verstärkt zum Training im Freien einladen, sondern vor allem auch, weil dann mit dem Vienna City Marathon der größte Laufevent Österreichs über die Bühne geht. So auch am 23. April, als sich wieder viele tausende SportlerInnen aus aller Welt bei der Wiener Reichsbrücke versammelten und dem Startschuss entgegenfieberten. Rund eine Million Menschen verfolgte das Geschehen live vor Ort und vor den Bildschirmen. Die Anspannung unter den TeilnehmerInnen war auch für die ZuschauerInnen spürbar, denn für die ehrgeizigen LäuferInnen ging es wie immer um viel: um die erfolgreiche Bewältigung der Marathon- oder Halbmara-

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thon-Distanzen, um ein möglichst gutes Abschneiden oder um persönliche Bestzeiten; und natürlich ging es für alle, die als Staffel antraten, um den vielbeschworenen Teamgeist.

Ausschließlich Studierende Mittendrin unter den tausenden TeilnehmerInnen warteten am Startpunkt auch heuer wieder Studierende der Universitätszahnklinik Wien darauf, ihr sportliches Können unter Beweis zu stellen. Seit drei Jahren organisiert DDr. Michael Edelmayer, Leiter der Spezialambulanz Mundschleimhauterkrankungen, die Staffel und die HalbmarathonläuferInnen, die sich wie gewohnt ausschließlich aus Studierenden zusammensetzten. Manche der 22- bis 30-Jährigen hatten ihr Studium zum Zeitpunkt des Marathons bereits beendet. Bei der

„Könnten auch zehn Staffeln sein“ Das Interesse an einer Teilnahme war von Anfang an groß und steigt sogar von Jahr zu Jahr, erzählt der Zahnmediziner: „Vermutlich könnte man inzwischen auch zehn Staffeln mit interessierten Läufern organisieren.“ Waren im ersten Jahr noch eine Staffel mit vier Personen und zwei HalbmarathonläuferInnen angemeldet, gingen im zweiten Jahr bereits drei und in diesem Jahr zusätzlich zur Staffel vier HalbmarathonläuferInnen an den Start. Zur Teilnahme motivieren muss Edelmayer die Laufsportbegeisterten daher nicht mehr wirklich. Dennoch nimmt die Suche nach geeigneten Team-Mitgliedern Zeit in Anspruch. „Vor allem aber zählen zu den Aufgaben des Organisators das Design der eigens gestalteten Laufshirts sowie das Bestellen von T-Shirts und Hosen. Auch heuer wurde das Team wieder von einem Sponsor unterstützt. „Ohne die großartige Unterstützung von Pluradent Austria und Gerhard Dorner hätte das Ganze in dieser Form nicht stattfinden können“, sagt Edelmayer. Gelegentlich traf man sich auch zum gemeinsamen Trainieren, wobei die künftigen TeilnehmerInnen ohnehin immer geübte LäuferInnen und sogar Halbprofis darunter sind.


Menschen

mehr als 3.000 Vierer-Teams angemeldet.

Laufen als Ausgleich Das Laufen als Sportart hat Michael Edelmayer vor etwa zehn Jahren entdeckt, erzählt er. Für ihn sei das ein sehr guter Ausgleich zum Alltag. Meistens bewältigt er mehrmals im Monat große Distanzen, läuft Strecken in der Länge von bis zu zehn Kilometer. Ebenfalls vor zehn Jahren startete er auch zum ersten Mal beim Vienna City Marathon: Damals nahm er noch an der Staffel teil, wechselte aber später zum Halbmarathon. Mit dem Training für Österreichs größte Sportveranstaltung beginnt Edelmayer stets bereits mehrere Monate vor dem großen Tag. Wenngleich er kein Spezialist für Trainings­tipps sei, wie er ausdrücklich betont, habe er für sich selbst das Intervalltraini-

ning als eine gute Methode entdeckt. Dabei wechseln LäuferInnen immer zwischen zwei Phasen hin und her. In einer wird der Körper stark belastet, in der anderen kann er sich erholen.

Für 2018 wird bereits geplant Für den Vienna City Marathon 2018 plant Edelmayer bereits. Erneut sollen Staffel-Teams und HalbmarathonläuferInnen der Universitätszahnklinik antreten. Der Sponsor habe bereits zugesagt, und er rechne mit „bestenfalls zwei Studierenden-Staffeln“. Für ihn hat der Event eine große Bedeutung: „Ich sehe das als gesunden Zeitvertreib und Teambuilding an, bei dem man das als Studierender der Zahnklinik auch bei einem sportlichen öffentlichen Wettbewerb stolz zeigen kann.“ Für die Teilnahme am nächsten Event nimmt er gerne persönliche Anmeldungen entgegen. •

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Tolles Ergebnis für die Staffel Wie jedes Jahr war die Aufregung der teilnehmenden Studierenden vor dem Start entsprechend groß, denn alle waren sehr motiviert, unter die Ersten zu kommen; beziehungsweise im Fall der Vierer-Staffel möglichst nahe an das tolle Vorjahresergebnis – damals belegte das Team den 13. Platz – heranzukommen oder dieses sogar noch zu übertreffen. Das gelang zwar nicht ganz, doch auch der erreichte 28. Platz kann sich sehen lassen. Entsprechend freuten sich die vier StaffelläuferInnen – Clemens Ganger, Ina Mayer, Roland Schuster und Lukas Sulan – am Ende sehr darüber, mit einer Gesamtzeit Zeit von 03:09:48 unter die Top 30 gekommen zu sein. Insgesamt waren für den gemischten Staffellauf über die klassische Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer


Menschen

Kluge Köpfe Katalin Máté

Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner

Dr. Gülümser Altinkaynak

Dr. Gülümser Altinkaynak ist Leiterin der Spezialambulanz für Mikroskopische Zahnheilkunde an der Universitätszahnklinik Wien. Neben ihrer Lehrtätigkeit in der studentischen Ausbildung ist sie auch in die postgraduelle Ausbildung involviert. Nach ihrer Anstellung 2007 als Universitätsassistentin im Fachbereich für konservierende Zahnheilkunde folgte das Curriculum „Spezialistin für Endodontie“, das sie mit Erfolg absolvierte. 2009 folgte eine Hospitation an der University of Pennsylvania sowie in einer Privatpraxis in Philadelphia mit dem Schwerpunkt Endodontie und Ästhetik. 2010 erwarb Dr. Altinkaynak das Diplom als „Micro Dentistry and Micro Surgery Specialist“ der Schweizer Carl-Zeiss-Akademie.

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Univ.-Prof. DDr. Werner Zechner ist Stellvertretender Leiter des Fachbereiches Orale Chirurgie und Implantologie der Universitätszahnklinik Wien. Seine Schwerpunkte liegen auf der Augmentationschirurgie und den schablonengeführten Implantationsprotokollen. Zudem ist DDr. Zechner Navigated Group-Leiter der Arbeitsgruppe für Digital Dentistry. Der Arzt hat bislang sieben wissenschaftliche Preise erhalten und ist Autor von 60 „peerreviewed“ Publikationen in internationalen und nationalen Fachjournalen und Lehrbüchern. Sein Tätigkeitsprofil umfasst Forschungs-, Lehr- und Referententätigkeiten sowie die Ausrichtung von Kongressen und post-promotionellen Fortbildungsveranstaltungen mit den Schwerpunkten implantologische Augmentationstechniken, perikrestale Knochenveränderungen und 3D-Schablonen.

Katalin Máté ist seit 13 Jahren als zahnärztliche Assistentin im Fachbereich Prothetik der Universitätszahnklinik Wien beschäftigt. Zudem arbeitet sie als Prophylaxeassistentin. Bei ihrer Arbeit schätzt Frau Máté den Kontakt zu Menschen. Unter Kolleginnen und Kollegen und bei PatientInnen ist sie für ihr „zartes Händchen“ und ihr Einfühlungsvermögen bekannt. So können Mundhygienesitzungen auch mit AngstpatientInnen meist problemlos durchgeführt werden. In ihrem Fachbereich ist Katalin Máté außerdem als Hygienebeauftragte tätig.

Kerstin Geister

Kerstin Geister war seit ihrem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur Zahnärztlichen Ordinationshilfe 2009 im Fachbereich Prothetik beschäftigt. Sie betreute die Kiefergelenk​ambulanz und übernahm Assistenztätigkeiten. Durch die Tätigkeit in verschiedenen Fachbereichen, wie Chirurgie oder Sterilisation, konnte Frau Geister ihr Wissen erweitern. Zudem absolvierte sie den Kurs zur Prophylaxeassistentin sowie den Fachkundelehrgang Sterilgutversorgung. Ihre Weiterbildungen ermöglichen ihr die eigenständige Arbeit an PatientInnen, die ihr sehr am Herzen liegt. Seit 2016 ist Kerstin Geister in der Spezialambulanz für Bulimie und CAD/CAM-Abformungen tätig.

Fotos: NYC Global Symposium 2016, Peter Tuma

Hier stellen wir Ihnen einige MitarbeiterIn­nen der Universitäts­ zahnklinik Wien vor:


Bestens vernetzt Der Alumni Club bringt Human- und ZahnmedizinerInnen, MitarbeiterInnen und Studierende zusammen.

Auch für AbsolventInnen der Unizahnklinik bietet der Alumni Club zahlreiche Vorteile.

Foto: Ernst-Georg Hammerschmid, Wien

D

er Alumni Club der MedUni Wien lädt Sie zum Mitmachen im großen Netzwerk der Medizinischen Universität ein. Dabei sein können Sie als wissenschaftliche MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik, als Studierende ab der Vorklinik oder nach dem abgeschlossenen Studium. Es erwartet Sie ein vielfältiges Angebot an fachspezifischen Diskussionsrunden, InfoVeranstaltungen, Trainingsseminaren und MentoringProgrammen. Zum Club-Leben gehören auch Aktivitäten im Bereich Kunst und Kultur, wie zum Beispiel das große Semester-Eröffnungskonzert am 2. Oktober 2017, die Dichterlesung mit Joseph Lorenz am 16. Oktober 2017 oder eine Exklusivführung durch die Rubens-Sonderausstellung im Kunsthistorischen Museum am 19. Oktober 2017. Das Wiedersehen mit ehemaligen Studienkolleginnen und Kollegen wird im Rahmen von Jahrgangstreffen gefeiert. Unter www.alumni-club.meduniwien.ac.at können Sie sich über den Club informieren und erfahren, welche Vorteile Sie dort nutzen können. Werden Sie Mitglied! •­

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Lehre

International unterwegs SOLA-Kongress in Indien Vom 23. bis 25. Februar fand die neunte jährliche SOLA-Konferenz in Neu-Delhi statt. Die Veranstaltung der International Society for Oral Laser Applications wurde im Anschluss an die Ausbildungsmodule I und II abgehalten, die von 20. bis 23. Februar 2017 angeboten wurden. Drei Referenten der Universitätszahnklinik Wien hielten Vorträge zum Thema Laseranwendungen. Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz sprach über „Latest Scientific Results in Dental Hard Tissue Preparation“. Dr. Christoph Kurzmann hielt einen Vortrag zu „Modern Methods of Disinfection – Laser in Endodontics“. „Subgingival Calculus

Detection and Removal with Lasers“ war das Thema, das DDr. Markus Laky behandelte. Von SOLA International sprach außerdem Dr. Peter Verheyen zum Thema „Insight in the Photochemistry of Laser and Light Activated Dental Systems“. Die Referenten der Universitätszahnklinik Wien waren auch die Hauptvortragenden im Modul I + II. Themenschwerpunkte der Ausbildung waren unter anderem Endodontie, Parodontologie, Orale Chirurgie und Ästhetische Zahnheilkunde (Bleaching, Composite). Zudem wurden in der Ausbildung Lasergrundlagen, Biophysikalische Wechselwirkungen und Lasersicherheit vorgetragen.

Am Stand der Universitätszahnklinik Wien: Dr. Christoph Kurzmann, Regina Klaus, Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes (v. l.)

20 DentUnique 2/2017

Wiener Wissen in San Francisco Der Hauptkongress der International Association for Dental Research – „95th IADR General Session & Exhibition“ – fand heuer vom 22. bis 25. März 2017 in San Francisco, USA, statt. Von der Universitätszahnklinik Wien nahmen neben Klinikvorstand Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz auch Univ.-Prof. DDr. Andreas Schedle, Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes, Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov, Dr. Christoph Kurzmann und Regina Klaus teil. Univ.-Prof. DDr. Schedle referierte über das Thema „Initial Shearstrength Testing Failures of Self-etch Bondings“. Univ.-Prof. Dr. Bekes präsentierte ein Poster über „Efficacy of Pro-Argin for Hypersensitivity Relief in MIH Affected Molars“. Der Titel des Posters von Priv.-Doz. Dr. Andrukhov lautete „Effect of Soluble CD14 on the Response of Human Periodontal Ligament Stem Cells to TLR2 Agonist“. Die Universitätszahnklinik war mit einem eigenen Stand am Kongress vertreten. Dort wurde für den bevorstehenden CED-IADR/NOF-Kongress die Werbetrommel gerührt. Der Kongress findet vom 21. bis 23. September 2017 in Wien statt und wird von der Central European Division der International Association for Dental Research (CED-IADR) organisiert. Freundschaftlicher Besuch aus China Eine hochrangige 17-köpfige Delegation aus China besuchte am 30. März 2017 die Universitätszahnklinik Wien. Die Delegation wurde von Prof. Zhao Haifeng, Präsident von Shanxi Datong Hospital Medical Dentistry, angeführt. Unter anderem nahmen

Fotos: Regina Klaus, SOLA Internatinal/SOLA India

Im Frühjahr war das Team der Universitätszahnklinik Wien im Namen der Forschung international unterwegs.


Lehre

KlinikleiterInnen verschiedener Institutionen teil. Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Klinikvorstand der Universitätszahnklinik Wien, und Frau Assoc. Prof. Univ.Doz. Dr. Xiaohui Rausch-Fan, hießen sie an der Klinik herzlich willkommen. Der Besuch der chinesischen Delegation bot Gelegenheit für Gespräche mit dem Ziel einer engeren internationalen Zusammenarbeit zwischen Österreich und China. Im Rahmen dieses Besuches informierten sich die Gäste über die Universitätszahnklinik Wien, von den historischen Anfängen bis hin zur Gegenwart. Im Rahmen einer Führung durch die Klinik erhielt die Delegation aus China Einblicke in die Organisation des gesamten Klinikablaufes. Auch die Forschungsbereiche der Universitätszahnklinik wurden dem interessierten Besuch nähergebracht. •

Den TeilnehmerInnen der SOLA-Ausbildung wurde anlässlich des Abschlusses von Modul II Urkunden verliehen.

Einrichtung

C. KLÖSS DENTAL Material

Planung

...sympathisch, anders...

Service


Lehre

Endlich geschafft! Stolz nahmen nun die ersten Absolventinnen der Weiterbildung zur Prophylaxeassistenz (PAss) an der Universitätszahnklinik Wien ihre Diplome entgegen. In insgesamt acht Modulen hatten die Teilnehmerinnen seit Herbst 2016 alles gelernt, was sie wissen und können müssen, um die professionelle Zahnreinigung ab sofort eigenständig durchzuführen.

Auf sehr hohem Niveau fand die erste PAss-Weiterbildung an der Universitätszahnklinik Wien statt. Dass die Absolventinnen das auch so empfanden, sieht Kursleiterin Prof. Xiaohui Rausch-Fan als Bestätigung für die Qualität, die man bieten wollte – und weiterhin bieten will.

I

m September hatte für 22 Teilnehmerinnen die erste PAss-Weiterbildung an der Universitätszahnklinik Wien begonnen. Nun konnten sie diese abschließen, vier von ihnen sogar mit ausgezeichnetem Erfolg. Ein wenig Wehmut schwang bei der Verleihung der Diplome zwar mit, denn die Stimmung im Kurs war sehr gut. Doch natürlich überwog bei allen die Freude darüber, es geschafft zu haben. Gegliedert waren die insgesamt acht Module in unterschiedlichste Themenbereiche rund um die professionelle Zahnreinigung: vom Erheben von Plaque- und Zahnsteinbefall 22 DentUnique 2/2017

über Mund- und Gesichtsfotografie, oralprophylaktische Ernährungsberatung, Erkennen von Veränderungen der Mundschleimhaut bis hin zur fachgerechten Wartung von Apparaten und Entsorgung von Materialien.

Von der Theorie zur Praxis Anfangs hatten die durch und durch motivierten zahnärztlichen Assistentinnen viel Theorie zu bewältigen; später wurde es praxisorientierter. Besonders gut kamen das Praktikum in der Vorklinik und das supervidierte Praktikum an den PatientInnen an. Dadurch gewannen die Teilnehmerin-

nen mehr Sicherheit bei der Behandlung und beim Umsetzen in der Praxis. Auch das Üben an den Phantomköpfen kam bestens an. Die Erwartungen an die moderne Infrastruktur, das hohe Niveau und die Erfahrung der Lehrenden, bestehend aus Zahnärztinnen und -ärzten, Dentalhygienikerinnen und erfahrenen Prophylaxeassistentinnen, sahen die Teilnehmerinnen allesamt erfüllt. „Uns war es ein Anliegen, die Weiterbildung anzubieten, um unsere Expertise nicht nur in der studentischen Lehre weitervermitteln zu können“, sagt Assoc. Prof. Univ.Doz. Dr. Xiaohui Rausch-Fan, die den Kurs leitet. „Das Anforderungsniveau wurde als sehr hoch empfunden, was unseren Anspruch an eine qualitätsvolle Weiterbildung bestätigt.“ Für die Zukunft plane man nun auch weiterführende Module für zertifizierte ProphylaxeassistentInnen. •

Information Die nächste Weiterbildung zur Prophylaxeassistenz beginnt im September 2017. Mehr Infos finden Interessierte unter www.unizahnklinik-wien.at/ studium-aus-weiterbildung/ weiterbildung-zur-prophylaxeassistenz, eine Anmeldung ist bis 30. Juni 2017 möglich.


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Klinisches Satellitensymposium

Samstag, 23.9.2017, Messe Wien & Universitätszahnklinik Wien in Kooperation mit

CED-IADR/NOF Oral Health Research Congress Vienna/Austria | September 21-23, 2017 An international multi-disciplinary research meeting hosted by the Continental European & Scandinavian divisions (CED-IADR/NOF) of the International Association : for Dental Research (IADR) DATE THE 7 SAVE il 21, 201 pr 7 1 A 0 : 2 e , adlin June 14 e d n : io dline miss t sub ration dea c a r t ist Abs g reg eetin m y l Ear

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MAJOR MEETING FACTS AND HIGHLIGHTS SUMMARIZED IN BRIEF: • Largest multi-disciplinary scientific meeting in Europe organized by the CED-IADR and Scandinavian (NOF) division of IADR (over 1.500 members). • 2.5-day parallel-session program with oral presentations, posters, keynote and symposium lectures. • Meeting venue in modern congress venue (Messe Wien). • Platform for clinical case posters to enable clinicians to present their latest clinical cases, while networking with researchers. • A new “My first research” award enabling young researchers to communicate about their first research experience at an international CED-IADR/NOF meeting. • A clinical satellite symposium on Saturday (including hands-on workshops) organized by the School of Dentistry in cooperation with the Austrian Society of Esthetic Dentistry (OEGED) österreichische gesellschaft für esthetic dentistry

Promoting High-Quality Oral Health Research in Europe www.ced-iadr.eu

Dentunique 2 2017  
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