Page 1

Österreichische Post AG MZ14Z039972M Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

1 | 2019

Der Einfluss von mesenchymalen dentalen Stammzellen auf das Immunsystem – 08 Auflösung von Zahnengständen ohne Extraktionen – 10

Das Journal der Universitätszahnklinik Wien

INNOVATIV Das Competence Center Orale Biologie an der Universitätszahnklinik Wien feiert sein vierjähriges Bestehen

Ein Patient, der wieder lächeln kann – 14


Sehr geehrte LeserInnen!

U

nser Journal DentUnique gibt Ihnen einen exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der Universitätszahnklinik Wien.

Wir berichten über aktuelle Forschungserkenntnisse, schildern PatientInnenfälle und informieren über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der Universitätszahnklinik Wien. Thema dieser Ausgabe ist u. a. das Competence Center Orale Biologie an der Universitätszahnklinik Wien. Vor vier Jahren gegründet, steht es für exzellente wissenschaftliche Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und internationale Kooperation.

Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz, Vorstand

Interessant sind auch die vielfältigen Forschungsaktivitäten des Competence Center for Periodontal Research. In dieser Ausgabe beschäftigen sich unsere ExpertInnen mit mesenchymalen Stammzellen aus dentalem Gewebe und ihrem Einfluss auf das Immunsystem. Zur Auflösung von Zahnengständen ohne Extraktionen stellt das Loca-System eine effektive Behandlungsstrategie dar. Wichtig ist, die PatientInnen dafür sorgfältig auzuwählen. Wir möchten Sie mit dem Journal DentUnique an unserem klinischen Alltag teilhaben lassen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen – zum Wohle der ­PatientInnen!

Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Universitätszahnklinik Wien GmbH, 1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43 1/400 70, Fax: +43 1/400 70-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 4.000 Verlag: Albatros Media GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Marianne Kitzler (Leitung), Sabine Fisch, Mag. Sabine Karrer, Mag. Daniela Purer Grafik & Produktion: Julia Proyer Verlagsleitung: Otto Koller Designkonzept: Julia Proyer Lektorat: Mag. Eva Kainrad Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien Druck: Druckerei Janetschek GmbH, 3860 Heidenreichstein Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz Die Universitätszahnklinik Wien GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert Zahnärztinnen, Zahnärzte, Studierende und MitarbeiterInnen der Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.

02 DentUnique 1/2019


04

In den Kalender

10

SOLA-Laserworkshop Modul I – Laserschutzbeauftragter

14

22

Kursleitung: Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz Datum: 10. Mai 2019, 12–20 Uhr, 11. Mai 2019, 9–17.15 Uhr Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: office@sola-laser.com ZFP-Fortbildung: 18 Punkte

Zum 5. Mal: Universitätslehrgang Parodontologie: Parodontologisches Spezialwissen und klinische Fertigkeiten

Inhalt 04

Vier Jahre Competence Center Orale Biologie an der Universitätszahnklinik Wien

07

Damals: Theophrastus Bombastus von Hohenheim (Paracelsus 1493–1541)

08

Mesenchymale Stammzellen aus dentalem Gewebe und ihr Einfluss auf das Immunsystem

10 Das Loca-System: Auflösung von Zahnengständen ohne Extraktionen 14 Ein Patient, der wieder lächeln kann 17

Alumni Club: Alumni Shopartikel günstiger kaufen

18

Junge Talente, exzellente Führungskräfte: Karriere nach Plan an der MedUni Wien

19

Kluge Köpfe: erfolgreich an der Universitätszahnklinik

22

Erfolgreicher Start des ersten Universitätslehrgangs an der Universitätszahnklinik Wien

Kursleitung: Dr.in Corinna Bruckmann, MSc Beginn: Herbst 2019 Ort: Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: www.meduniwien.ac.at/paromaster

26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (DGKiZ) Tagungspräsidentin: Univ.-Prof.in Dr.in Katrin Bekes, MME Datum: 26.–28. September 2019, Wien Information: www.dgkiz-wien2019.de

Distalisation und Expansion in Zeiten digitaler Fallplanung (Hands-on Course) Kursleitung: Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Datum: 16. November 2019, 9–17 Uhr Ort: Großer Hörsaal der Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien Anmeldung: www.kfo-wien.at Information: Maria Strobl, +43 1/400 70-4301 ZFP-Fortbildung: 9 Punkte

DentUnique 1/2019 03


Vier Jahre Competence Center Orale Biologie Exzellente wissenschaftliche Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und internationale Kooperation: Das sind die Eckpfeiler, auf denen das vor vier Jahren gegründete Competence Center Orale Biologie an der Universitätszahnklinik Wien aufgebaut ist.

D

as Competence Center Orale Biologie sieht seit der Berufung von Dr. nat. techn. Reinhard Gruber zum Professor für Orale Biologie im Oktober auf die ersten vier Jahre seines Bestehens zurück. Das interdisziplinäre Zentrum hat sich der exzellenten wissenschaftlichen Forschung und Ausbildung verpflichtet. Ein zentrales Element der Arbeitsgruppe ist die Förderung und Umsetzung von Karrieremodellen und die Vernetzung nationaler und internationaler Kontakte im Bereich von Universität und Industrie. Unter diesem Prinzip wurden seit 2014 insgesamt 86 Originalarbeiten

04 DentUnique 1/2019

und Reviews in internationalen Zeitschriften veröffentlicht. Die Forschung wird durch die Universitätszahnklinik Wien unterstützt und weitgehend durch Drittmittel wie Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und Osteology Foundation sowie durch zahlreiche weitere nationale und internationale Stiftungen und Stipendien gefördert. Schwerpunkt Regenerative Zahnmedizin Im Competence Center Orale Biologie werden zellbiologische Methoden, präklinische Modelle und klinische Studien zur Entwicklung kausaler therapeutischer

Strategien in der regenerativen Zahnmedizin angewandt. Der Fokus liegt dabei auf der Einheilung von Zahnimplantaten und Biomaterialien mit besonderem Schwerpunkt auf Knochenbiologie und Pathophysiologie. Die Forschungsthemen beschäftigen sich mit der Aufklärung molekularer und zellulärer Mechanismen der oralen Wundheilung und Knochenregeneration bei gesunden und kranken PatientInnen. Das Ziel ist es, die klinische Relevanz von natürlichen und synthetischen Molekülen sowie biologischen Flüssigkeiten in der zahnärztlichen Forschung zu untersuchen.


Die Forschungsgruppe ist international und interdisziplinär zusammengesetzt aufgestellt. Das Office wird von Frau MMag.a Hirschegger geleitet. Für das Management des Labors sind Frau Dr.in Wiederstein und Frau Haar, BSc, verantwortlich. Aktuell führen Frau Dr.in Panahipour (Iran), Herr Dr. Strauß (Chile) und Herr Dr. Talebian (Iran) mehrjährige Projekte im Rahmen ihrer Dissertation durch. Frau Mag.a Di Summa von der Universität in Parma ist postgraduelle Molekularbiologie-Studentin im Erasmus-Programm. Dr. Magrin (Brasilien) arbeitet im Rahmen seiner PhDAusbildung mit einem Stipendium von FAPESP als Gastforscher. Frau Nasirzade, MSc, und Frau Kargapour, MSc, verstärken seit 2018 das Team als Biologinnen von der University of Tehran Tarbiat Modares, um einen Teil ihrer Doktorarbeit hier zu absolvieren. Frau Dr.in Vaca kam als Stipendiatin aus Mexiko und ist derzeit in Karenz. Frau Kobatake von der Hiroshima University verbringt aktuell einen Forschungsaufenthalt in Wien

und arbeitet mit Herrn Dr. Tangl, um die Trenn-Dünnschliff-Technik zu erlernen. 2019 wird Frau Dr.in Apaza aus Peru das internationale Team der Oralen Biologie als Research Scholar der Osteology Foundation verstärken. Der Anthropologe Herr Schwarze, MSc, wechselte Anfang Jänner 2019 an die Universität Graz, wo er ein Labor zur Herstellung von Dünnschliffen leitet. Als Doktorand bleibt er weiterhin mit der Oralen Biologie verbunden. Starke internationale Vernetzung International setzt sich die Zusammenarbeit mit Frau Dr.in Stähli von der Klinik für Parodontologie der Universität Bern nach ihrem zweijährigen Aufenthalt an der Oralen Biologie fort. Reinhard Gruber ist assoziierter Professor an der Universität Bern, wo er nach wie vor die Vorlesung mit dem Titel „Regenerative Dentistry for Biomedical Engineering“ organisiert und mit Herrn Prof. Sculean, dem Leiter der Klinik für Parodontologie und Adjunct Professor an der Universi-

tätszahnklinik Wien, zusammenarbeitet. Zudem konnte ein wissenschaftliches Seminar mit einer Delegation der Sociedad Científica de Odontológía Implantológica organisiert werden. Eine langjährige enge Zusammenarbeit besteht mit Herrn Univ.-Prof. Dr. Redl, dem Leiter des Austrian Cluster for Tissue Regeneration, der 2018 von der Universitätszahnklinik Wien mit dem Titel „Adjunct Professor“ ausgezeichnet wurde. Mitte März war die Universitätszahnklinik Wien Gastgeber für das Jahrestreffen des Clusters. Als Oralchirurgin ist Frau Assoz. Prof.in DDr.in Kuchler Kooperationspartnerin der Oralen Chirurgie. Weitere Forschungskooperationen bestehen mit Frau Prof.in Dr.in Bekes, Professorin für Kinderzahnheilkunde, bei der Analyse von Speichel bei kleinen PatientInnen mit Mineralisationsstörungen. Die Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen an der Universitätszahnklinik Wien wie z. B. mit Dr. Tangl von der Core Facility Hard Tissue and Biomaterial Research, ‣

DentUnique 1/2019 05


Karl Donath Laboratory, ergänzt die Expertise der Oralen Biologie. Gemeinsam sind sie Gastgeber der internationalen Osteology Research Academy für Hartgewebsforschung. Gewichtig unterstützt wird die wissenschaftliche Arbeit zudem vom Klinikvorstand der Universitätszahnklinik Wien, Prof. DDr. Andreas Moritz. Demnach steht das Zentrum auch Studierenden der Unizahnklinik offen. Seit 2015 wurden 20 Diplomarbeiten abgeschlossen. Etwa ein Viertel der DiplomandInnen sind NostrifikantInnen – ein bewusstes Bekenntnis dazu, ambitionierte Menschen aus Krisenregionen wie dem Irak, Syrien, dem Iran oder Ägypten zu unterstützen. Umtriebiger Leiter Prof. Gruber und sein Team sind aktiv bei wissenschaftlichen Kongressen vertreten. Heuer nimmt Prof. Gruber mit 12 TeilnehmerInnen, davon 9 Studierende, am International Osteology Symposium in Barcelona 2019 teil. Hinzu kommen seine Tätigkeiten als Assoziierter Editor von IJOMI sowie als Mitglied von Editorial Boards, u. a. des Journals of Dental Research, Clinical Oral Implants Research und Tissue Engineering.

06 DentUnique 1/2019

Prof. Gruber ist Stiftungsrat der Osteology Foundation, im erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Osteologie sowie im wissenschaftlichen Beirat der Österreichischen Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel. Als Chefredakteur der Zeitschriften ISOM und Stomatologie, die von der Österreichischen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde herausgegeben werden, war er langjährig tätig und ist für den Verein nach wie vor in beratender Funktion aktiv. Von der European Federation of Periodontology (EFP) wurde ihm die Ehre zuteil, im Rahmen eines Konsensusmeetings 2018 den Wissensstand zur Osteoimmunologie in der Zahnmedizin zusammenzufassen. Zudem ist er als wissenschaftlicher Berater eines EU-Projekts mit dem Akronym Maxibone tätig und auch Ehrenmitglied der La Società di Medicina e Scienze Naturali di Parma. Prof. Gruber ist als geladener Sprecher international tätig, beispielsweise bei den Jahrestagungen der EAO und der DGI. Durch die Abhaltung von Vorlesungen im Curriculum Zahnmedizin, im Doktoratsprogramm „Musculoskeletal

and Dental Research“, das er implementierte und von 2006 bis 2011 leitete, und in den postgraduellen Masterkursen an der Universitätszahnklinik Wien zeigt sich sein großes Anliegen an der Ausbildung der ZahnmedizinerInnen. Rege Publikationstätigkeit In der Literaturdatenbank PubMed finden sich für das Jahr 2018 insgesamt 13 Publikationen zu verschiedenen Themen wie der Wirkung saurer Knochenlysate auf orale Zellen (Strauß et al.) sowie über die Knochenneubildung unter dem Einfluss von bone-conditioned medium (Kuchler et al. und Hatami et al.). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse von Wachstumsfaktoren und der antientzündlichen Wirkung von Milch in Bezug auf orale Mundgesundheit, die von Panahipour et al. veröffentlicht wurde. Mit Cvikl et al. wurden gemeinsame Studien über die Wirkung von Zinnchlorid in Zahnpasten auf die Hemmung von Proteasen publiziert. Auch Studien über das Debonding von Brackets von ’ Grzech-Lesniak von der Universität Krakau wurden von der Oralen Biologie unterstützt. In Kooperation mit der Universität in Araçatuba (Brasilien) wurden unter der Leitung von Mulinar et al. und Faverani et al. Untersuchungen über die Wirkung von Blutdrucksenkern und von Osteoporosemedikamenten auf die Implantateinheilung veröffentlicht. Mit der Gruppe Bruckmoser et al. wurde eine neue Methode zur Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut publiziert. 2018 wurden auf Einladung durch die European Association for Osseointegration (EAO) im Rahmen einer Consensuskonferenz zwei systematische Übersichtsarbeiten über platelet-rich fibrin und plateletrich plasma von Strauß et al. und Stähli et al. veröffentlicht. Aktuell finden sich 174 gelistete Originalarbeiten und Reviews mit Prof. Reinhard Gruber in der ORCID- bzw. Scopus-Datenbank. Das Competence Center Oral Biology steht demnach für die Integration von Forschung und Lehre in einem fächerübergreifenden Umfeld, das sich der exzellenten wissenschaftlichen Ausbildung und der daraus resultierenden hohen Forschungsqualität verpflichtet fühlt. •


Theophrastus Bombastus von Hohenheim / Paracelsus Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493–1541), besser bekannt als Paracelsus (möglicherweise eine latinisierte Form von Hohenheim), gilt für viele MedizinhistorikerInnen als einer der ersten Ärzte, der die Dogmen der griechischarabischen Medizin durch das Studium der Natur und das Sammeln von Erfahrungen direkt am/an der Kranken ersetzte. Im schweizerischen Egg geboren, übersiedelte er nach Villach, wo er mit seinem Vater eine ärztliche Praxis eröffnete und erste Erfahrungen mit PatientInnen sammelte. Mit 16 Jahren begann er sein Medizinstudium in Basel, danach studierte er in Wien und Ferrara. Er nannte sich „Doktor beider Arzneien“ (Leib- und Wundarznei), da er die Verbindung von akademischer Medizin und Chirurgie als unverzichtbar ansah. Er hatte vielfältige Interessen und gilt auch als Alchemist, Astrologe, Mystiker und Philosoph.

Foto: Wikimedia Commons

Seine zahlreichen Veröffentlichungen sind in deutscher Sprache verfasst, was für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich war. Seine Beurteilung der Zahnbehandler der damaligen Zeit war keine gute: So schreibt er 1528: „und sind auch die besten zahnbrecher … dan sie brechen den zan ab und lassen den stumpf darinnen“. Er gilt als Spezialist auf dem Gebiet der Quecksilbertherapie zur Behandlung der Syphilis, sammelte aber auch Erfahrungen mit den Krankheitssymptomen von Quecksilbervergiftungen bei Bergleuten: So beschreibt er deren Schwärzung der Zähne und den sogenannten Tremor mercurialis (mercurius = Quecksilber), ein nervöses Zittern und gesteigerte Erregbarkeit. Mit nur 47 Jahren starb er in Salzburg. Um seinen Tod ranken sich viele Legenden. Manche meinen, er sei ermordet worden oder infolge seines hohen Alkoholkonsums an Leberkrebs gestorben. Neue gerichtsmedizinische Untersuchungen ergaben aber, dass eine bis zu hundertfache erhöhte Quecksilberkonzentration in seinen Gebeinen, eine Quecksilbervergiftung, wohl die Todesursache war. DDr. Johannes Kirchner, Kustos des Zahnmuseums Wien

Website für Medizinisches Fachpersonal

Jetzt registrieren: mambaby.com/professionals Als weltweit tätiger Hersteller von Babyartikeln, beziehen wir Forschungsinstitute, Kinderärzte, Entwicklungspädagogen und Hebammen von Anfang an in unseren Produktentwicklungsprozess mit ein. Profitieren Sie vom weltweiten MAM-Netzwerk und zahlreichen Serviceangeboten! Kontakt: service4professionals@mambaby.com Ihre Vorteile: Umfangreiche Studiendatenbank Onlineshop zu Fachpersonalpreisen Kostenloses Präsentationsset & Broschüren Spezielle Praxispakete Veranstaltungskalender Vierteljährlicher Experten Newsletter

ie Bestellen S ses lo n e Ihr kost sset n o ti ta Präsen von MAM!

MAM unterstützt seit über 40 Jahren Babys in ihrer individuellen Entwicklung.

0+

Oral Care Rabbit

3+

Massaging Brush

6+

First Brush


Mesenchymale Stammzellen aus dentalem Gewebe und ihr Einfluss auf das Immunsystem Die Forschungsaktivitäten des Competence Center for Periodontal Research unter der Leitung von Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov sind sehr vielfältig und decken unterschiedlichste Aspekte der Gesundheit, Erkrankung und Regeneration des Zahnhalteapparates ab.

08 DentUnique 1/2019


D

er Fokus des Competence Center for Periodontal Research liegt in der Erforschung von Entstehung und Verlauf entzündlicher Erkrankungen des Zahnhalteapparates sowie dem Einsatz von mesenchymalen Stammzellen (MSZ) für deren Therapie. Dabei handelt es sich um Stammzellen des Bindegewebes, die überall im Körper anzufinden sind. So können MSZ auch aus dentalen Geweben wie Zahnfleisch, Wurzelhaut oder Zahnmark entnommen werden. Neben ihrer Fähigkeit zur Selbsterneuerung sind MSZ in der Lage, sich in verschiedene Zellarten wie Knochen-, Knorpel- oder Fettzellen umzuwandeln, und beteiligen sich somit erheblich an der Geweberegeneration. Aus diesem Grund sind MSZ Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, um sie in der Therapie verschiedener Knochen- und Knorpelkrankheiten, aber auch bei Parodontitis einzusetzen. Darunter versteht man eine bakteriell bedingte, chronische Erkrankung, die zu einer Zerstörung des Zahnhalteapparates und in schweren Fällen zu Zahnverlust führt. Jedoch wird der Gewebeabbau nicht nur durch Bakterien verursacht, sondern zu einem großen Anteil auch durch eine zu starke Antwort des Immunsystems. MSZ und ihr Einfluss auf das Immunsystem MSZ üben neben ihren regenerierenden Eigenschaften auch einen erheblichen Einfluss auf das angeborene und er-

worbene Immunsystem aus. Durch die Produktion verschiedener Signalproteine, Wachstumsfaktoren oder direkten Kontakt zwischen den Zellen bewirken MSZ in den meisten Fällen eine Hemmung der Immunantwort. Jedoch haben neuere Studien gezeigt, dass aus entzündetem Gewebe entnommene MSZ eine beeinträchtigte immunmodulatorische Wirkung aufweisen. Dies könnte einen Hinweis auf eine mögliche Rolle dieser Zellen bei Entzündungskrankheiten wie Parodontitis geben. Da das Immunsystem eine Schlüsselrolle in der Geweberegeneration einnimmt, könnte die immunmodulatorische Kapazität von MSZ als einer der Hauptmechanismen ihrer Wirkung angesehen werden. Ein prestigeträchtiges Projekt des Competence Center for Periodontal Research, das seit mehreren Jahren vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert wird, beschäftigt sich mit dem Einfluss von Vitamin D auf die Interaktion zwischen mesenchymalen Stammzellen und Immunsystem. Im Zuge dessen werden MSZ von gesunden Individuen und Parodontitis-PatientInnen entnommen und deren Eigenschaften verglichen.

„Periodontology and Dental Implantology“ mit dem Titel „Immunomodulatory Properties of Dental-Derived Mesenchymal Stem Cells“, verfasst von Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov, Christian Behm, MSc, Dr.in Alice Blufstein und Assoc.-Prof.in Priv.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan. Darin wurde die aktuelle Literatur über die molekularen Mechanismen der immunmodulatorischen Fähigkeiten von dentalen MSZ beschrieben. Die Ergebnisse dieser Studie können eine Grundlage zur Entwicklung innovativer Methoden in der Parodontitis-Therapie beitragen, um PatientInnen die bestmögliche Behandlung bieten zu können. •

Impactstarke Veröffentlichung Im Zuge dieser Studie konnte die Forschungsgruppe um Assoc.-Prof. Priv.Doz. Dr. Oleh Andrukhov, bestehend aus MolekularbiologInnen und ZahnärztInnen, mehrere Publikationen veröffentlichen. Dazu zählt ein Kapitel im Buch

Das Team Assoc.-Prof.in Univ.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan leitet das Competence Center Periodontal Research und ist stellvertretende Leiterin der Parodontologie an der Universitätszahnklinik Wien. Sie ist sowohl Human- als auch Zahnmedizinerin und wurde für ihre wissenschaftliche Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Oleh Andrukhov arbeitet mit Assoc.-Prof.in Priv.-Doz.in DDr.in Xiaohui Rausch-Fan am Competence Center Periodontal Research an der Universitätszahnklinik Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Erforschung zellulärer und molekularer Mechanismen, die an der Homöostase von Parodontalgewebe bei Gesundheit und Krankheit beteiligt sind.

DentUnique 1/2019 09


Auflösung von Zahnengständen ohne Extraktionen Das Loca-System stellt eine einfache und effektive Behandlungsstrategie zur Vergrößerung der Zahnbogenlänge dar. Die PatientInnen für diese Therapie müssen allerdings sorgfältig ausgewählt werden, um unerwünschte Folgen zu vermeiden.

larendistalisation, ein Platzgewinn in der Zahnbogenlänge erreicht werden. Eine Methode zur Lückenöffnung bzw. zur Mesial- und Distalbewegung von Zähnen und Zahngruppen ist das 1992 durch Locatelli et al. erstmals beschriebene Loca-System.2 Diese Technik nutzt einen komprimierten superelastischen NickelTitan-Bogen, um Platz zwischen zwei benachbarten Zähnen oder Zahngruppen zu schaffen. Das Verfahren beruht auf dem „Formgedächtniseffekt“ von NiTi-Drähten, die eine niedrigere, dabei aber gleichbleibende kontinuierliche Kraftabgabe ermöglichen.3

Abb 1: NiTi-Schlaufe nach Locatelli: Die Mechanik der Lückenöffnung entspricht der binding-determinierten Geometrie der 3-Bracket-Beziehungen, welche durch Bertl et al. 2012 beschrieben wurde.11

D

ie Behandlung von Zahnengständen zählt zu den häufigsten Aufgaben von KieferorthopädInnen. Zur Auflösung von Engstandsituationen stehen den Behandelnden heute eine Reihe von therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung. Die Methode mit dem größten Potenzial zur Platzgewinnung ist die Extraktion bleibender Zähne, welche im kieferorthopädischen Fachbereich kontrovers diskutiert wird1. Zunehmend wird großer Wert auf das Erreichen eines

10 DentUnique 1/2019

„full smiles“ gelegt. Dafür haben sich verschiedene Therapiemöglichkeiten etabliert. So kann etwa ein Platzgewinn mittels approximaler Schmelzreduktion („Stripping“) oder Expansion des Zahnbogens erreicht werden. Die transversale Expansion allerdings zeichnet sich durch eine schlechte Langzeitstabilität aus. Neben der transversalen Expansion kann auch in der sagittalen Dimension, durch Protrusion der Frontzähne, durch Aufrichtung gekippter Molaren oder Mo-

Für die Mesial- und Distalbewegung von Zähnen wird ein superelastischer NiTiBogen (idealerweise 0,0 14") verwendet. Die Bogenlänge des NiTi-Drahtes wird im Bereich der Zähne, an denen Platz geschaffen werden muss, länger gewählt als die eigentliche Interbracketdistanz. Hierfür markiert man den Bogen an zwei Stellen. Eine Markierung wird am distalen Flügel des anterioren Brackets und eine weitere Markierung distal des posterioren Brackets gesetzt. An den beiden Markierungen wird jeweils ein Klemmstopp auf den Bogen gecrimpt, sodass der Bogen beim Einligieren zwischen den benachbarten Zähnen komprimiert wird. Der Bogenüberschuss bildet eine Schlaufe, welche idealerweise nach gingival verläuft. Der superelastische Draht ist bestrebt, sich wieder in


Abb 2: Intraorale Fotos zu Behandlungsbeginn

seine Ursprungsform zurückzustellen, und drückt dabei die benachbarten Zähne bzw. Einheiten auseinander. Die Lückenöffnung läuft so lange ab, bis der Bogen wieder seine horizontale Ausrichtung erreicht hat (Abb. 1). Neben der Anwendung in der Vollbogentechnik kann die Locatelli-Schlaufe auch als Teilbogensegment zur Anwendung kommen. Das NiTi-Segment kann alternativ an den zu bewegenden Zähnen auch lingual bzw. palatinal in Schlaufenform mit Composite befestigt werden4. Klinischer Fallbericht Der Patient A. H. (16 Jahre, acht Monate alt) kommt 2017 zur kieferorthopädischen Erstvisite. Die Diagnosestellung lautet (Abb. 2): • asymmetrische Okklusion • Molarenbereich rechts und links ¼ Klasse III • Eckzahnbereich rechts ¼ Klasse III und links ½ Klasse II • Skeletale Klasse-II-Relation (SNA 86°, SNB 78°, ANB 8°, APDI 79,5°) • Platzmangel im Unterkiefer von 4,8 mm mit bukkal ausgeblock-

• • • • • • • • •

tem und im Kreuzbiss stehendem Zahn 35 Scherenbiss an Zahn 14 und 24 Mittellinie um UK um 2 mm nach links verschoben leicht vergrößerter Overbite (4 mm) vertikaler Schädelaufbau (WS 400°, GHV 57%, BW 30°, ODI 67,3°) Tiefbiss Retroinklination der oberen Frontzähne (89°) Inklination der unteren Frontzähne innerhalb des Normbereichs (90°) Rotation mehrerer Zähne Leicht protrusives Lippenprofil bei leicht forciertem Lippenschluss

Dem Patienten wurden zwei Therapievarianten vorgestellt: Variante 1 umfasste die Extraktion von vier Prämolaren, Variante 2 beinhaltete die Einordnung des Zahnes 35 und die Ausformung der Zahnbögen. Auf Wunsch von Eltern und Patient wurde Variante 2 gewählt. Eingliederung des Bracketsystems im Oberkiefer Zuerst wurde ein Bracketsystem mit 0,022" Slot und MBT-Presciption in den Oberkiefer eingegliedert. ‣

Das Loca-System Locatelli et al. beschrieben 1992 erstmals eine Methode, die eine Lückenöffnung bzw. Mesial- und Distalbewegung von Zähnen und Zahngruppen durch das Einsetzen eines komprimierten superelastischen Nickel-Titan-Bogens ermöglicht. Das Loca-System stellt eine einfache und effektive Behandlungsstrategie zur Vergrößerung der Zahnbogenlänge dar. Allerdings können mit diesem System auch Nebenwirkungen wie etwa unerwünschte Rotationen auftreten. Die KieferorthopädInnen müssen daher für jede Patientin/jeden Patienten individuell die geeignete Methode zur Platzgewinnung evaluieren. Bei sorgfältig ausgewählten PatientInnen kann die Anwendung des Loca-Systems eine ausgezeichnete Behandlungsstrategie darstellen.

DentUnique 1/2019 11


ist einfach vorzunehmen4. Außerdem ist nur eine minimale PatientInnenkooperation erforderlich, was bei der Anwendung als gebondetes Teilbogensegment bei der Distalisation aufgewanderter Sechsjahresmolaren nach Stützzoneneinbruch von Vorteil ist. Hierbei kann die NiTi-Schlaufe ohne Abformungen in einer Sitzung hergestellt werden und es sind weder Brackets noch Bänder für die Distalisation des Sechsjahresmolaren nötig4, 7. Somit gestalten sich die Behandlungskosten gering und die Behandlungsdauer kann im Vergleich zur Anwendung von Druckfedern gegebenenfalls etwas verkürzt werden.

Abb. 3: Locatelli-Schlaufe initial eingesetzt

Zur Überstellung des Scherenbisses wurden Aufbisse auf den Sechsjahresmolaren angebracht. Nach sechs Wochen wurde die Multibracket-Apparatur im Unterkiefer eingesetzt. Der bukkal ausgeblockt stehende Zahn 35 wurde nicht mit in den initialen Bogen einbezogen. Zur Lückenöffnung regio 35 wurde lingual an den Zähnen 34 und 36 eine Schlaufe aus 0,014" superelastischem NiTi-Draht mit Komposit fixiert, wobei dieser nach gingival verlief (Abb. 3). Zur Kontrolle der Lückenöffnung wurde der Patient alle vier Wochen einbestellt. Nach acht Wochen hatte sich die Lücke bereits um 1,5 mm geöffnet. Zur Unterstützung der Lückenöffnung sowie zur Vermeidung von Rotationen wurde bukkal eine leicht aktivierte NiTi-Druckfeder zwischen 34 und 36 eingesetzt (Abb. 4). Weitere fünf Wochen später hatte sich die Lücke um 2,5 mm geöffnet und die Schlaufe wurde nachaktiviert. Nach insgesamt vier Monaten Behandlungsdauer war die Lücke zwischen 34 und 36 mit 9 mm Breite ausreichend geöffnet, um Zahn 35 einzuordnen. Die NiTiSchlaufe wurde entfernt und Zahn 35 in den Bogenverlauf einbezogen (Abb. 5). Nach weiteren sieben Wochen war

12 DentUnique 1/2019

Zahn 35 in den Zahnbogen eingeordnet (Abb. 6). Die nach 10-monatiger Behandlungsdauer angefertigte Röntgendiagnostik zeigte als einzige Auffälligkeit eine leichte Proklination der UnterkieferFrontzähne (97°). Vorteile der Locatelli-Schlaufe Ein entscheidender Vorteil der LocatelliSchlaufe ergibt sich aus der Superelastizität des Nickel-Titan-Drahtes, welche eine nahezu konstante geringe Kraftabgabe und somit eine gewebeschonende Zahnbewegung ermöglicht5. Da der komprimierte Bogen schon während der Nivellierungsphase als initialer Bogen eingesetzt werden kann, entfällt eine gesonderte Lückenöffnung während der Führungsphase, wie sie z. B. mit Druckfedern auf Stahlbögen erfolgt. Im Vergleich zur größeren Oberfläche von Druckfedern ist die Locatelli-Schlaufe einfach hygienisierbar und weist kaum Plaqueretentionsstellen auf6. Es resultiert ein erhöhter PatientInnenkomfort durch den geringen Zeitaufwand am Behandlungsstuhl. Eine gegebenenfalls notwendige Anpassung oder Erneuerung der NiTi-Schlaufe

Nachteile des Systems Die Anwendung des Loca-Systems zur Platzgewinnung bedingt neben der Distalisierung eine gleich große und entgegengesetzte nach mesial wirkende Kraft. Somit kommt es zu einer Labialkippung der Frontzähne. Nach Durchbruch der zweiten Molaren nimmt der anteriore Verankerungsverlust zu8. Bei der Anwendung im Oberkiefer konnten die vorhandenen Studien eine vermehrte Zunahme des Overjets zeigen. Dies stellt v. a. bei PatientInnen mit vertikalem Schädelaufbau, insbesondere bei PatientInnen mit Zungenhabits, ein Problem dar und kann in einer unerwünschten Bissöffnung resultieren9. In der Literatur wurde die Zahnbewegung mit der LocatelliSchlaufe hauptsächlich als translatorische Bewegung beschrieben, jedoch tritt auch eine geringe Kippung und aufgrund des bukkalen oder lingualen Kraftansatzpunktes eine Rotation an den zu bewegenden Zähnen auf10. Es ist daher wichtig, bei der Behandlungsplanung abzuwägen, ob eine Frontzahnproklination gewünscht ist. Zusammenfassung Derzeit existiert lediglich eine geringe Zahl an wissenschaftlichen Studien zur Anwendung komprimierter NiTi-Bögen zur kieferorthopädischen Lückenöffnung sowie für die Distalisation von Molaren. Da die bislang vorliegenden Untersuchungen mit unterschiedlichen Drahtqualitäten und Dimensionen sowie an verschiedenen Zahnsegmenten durchge-


Abb. 4–6: Lückenöffnung für 35 und Einordnung

führt wurden, ist eine allgemeingültige Aussage bezüglich der Vor- und Nachteile sowie der auftretenden Nebenwirkungen derzeit nicht möglich. In der klinischen Anwendung hat sich das Loca-

System in unserer Therapie bewährt, wenngleich vor Beginn der Therapie die Nebenwirkungen dieses Systems bereits in der Planung berücksichtigt werden müssen. •

„Kieferorthopädische Lückenöffnung mit superelastischen NiTi-Schlaufen nach Locatelli" wurde 2018 in Informationen aus Orthodontie und Kieferorthopädie im Georg-Thieme-Verlag veröffentlicht.

Das Team Dr. Michael Eschrich ist im Fachbereich Kieferorthopädie der Universitätszahnklinik Wien tätig. Dr.in Jana Göhring ist im Fachbereich Kieferorthopädie der Universitätszahnklinik Wien tätig. Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke ist Fachbereichsleiter der Kieferorthopädie der Universitätszahnklinik Wien.

1. Bernstein L, Edward H. Angle versus Calvin S. Case: extraction versus nonextraction. Historical revisionism. Part II. Am J Orthod Dentofacial Orthop 1992; 102: 546–551. 2. Locatelli R et al. Molar distalization with superelastic NiTi wires. J Clin Orthod 1992; 277–279. 3. Gurgel JA et al. Force-deflection properties of superelastic nickel-titanium archwires. Am J Orthod Dentofacial Orthop 2001; 120:378–382. 4. Jung JM, Wi YJ, Koo HM et al. Maxillary molar derotation and distalization by using a nickel-titanium wire fabricated on a setup model. Korean J Orthod 2017; 47: 268–274. 5. Karlsson I, Bondemark L. Intra- oral maxillary molar distalization: Movement before and after eruption of second molars. Angle Orthod 2006; 76: 923–929. 6. Haase A. Untersuchung superelastischer Ni-Ti-Druckfedern und ihre Anwendung in der Kieferorthopädie. Med. Diss. Dresden 2000. 7. Choi KH, Lee Y, Kim M et al. Correction of palatally displaced maxillary lateral incisors without brackets. Korean J Orthod 2013; 43: 201–206. 8. Giancotti A, Cozza P. Nickel titanium double-loop system for simultaneous distalization of first and second molars. J Clin Orthod 1998; 32: 255–260. 9. Scalia A, Perinetti G, Locatelli R et al. Correction of Bilateral Class II Malocclusion Using Heat-Activated Nickel Titanium Wires. J Clin Orthod 2006; 50: 41–47. 10. Dimond HD Jr. A nickel titanium space regainer-retainer. J Clin Orthod 2001; 35: 767–768. 11. Bertl M, Bantleon H-P. Binding-Determined Geometry of a 3-Bracket-Relationship. Inf Orthod Kieferorthop 2012; 44: 3–8.

DentUnique 1/2019 13


Ein Patient, der wieder lächeln kann Beim Kulzer Ästhetik-Projekt 2018 schnitten Studierende der Universitätszahnklinik Wien hervorragend ab. Annika Hecht erreichte den ersten Platz. Sebastian Wabscheg belegte den dritten Platz. Sein Fall – ein Patient mit multiplen kariösen Läsionen – wird hier vorgestellt. Vorher:

Nachher:

14 DentUnique 1/2019


U

nter der Anleitung von Dr.in Anja Jankovic-Pejicic, HomeUnitLeiterin der Universitätszahnklinik Wien, erreichte der Student Sebastian Wabscheg den dritten Platz beim Ästhetik-Projekt 2018. Der Student wählte einen starken Raucher mit multiplen kariösen Läsionen für sein Projekt. Sebastian Wabscheg erzählt vom Patienten, der wieder lächeln kann Vor ziemlich genau einem Jahr wurde mir gesagt, wenn ich möchte, könne ich beim Ästhetik-Wettbewerb mitmachen. Ich war begeistert und beteiligte mich gerne. Heute kann ich sagen, dass die Erfahrungen, die ich im Rahmen dieses Projekts gesammelt habe, sehr umfangund lehrreich sind. Zudem habe ich großartige Tage beim Finale im deutschen Wasserburg verleben dürfen. Dr.in Anja Jankovic-Pejicic und Dr.in Marija Cakarevic kamen als HomeUnit-Leiterinnen auf mich zu und berichteten mir vom Ästhetik-Wettbewerb. Mir war sofort klar, dass ich dabei unbedingt mitmachen möchte. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Schichtungs-Workshop, die Kenntnis konventioneller Füllungstherapien sowie die Kompetenzbestätigung durch die beiden HomeUnit-Leiterinnen. Kostenlose Behandlung Dankenswerterweise wurden allen TeilnehmerInnen das gesamte Material sowie alle nötigen Extras zur Füllungstherapie von der Firma zur Verfügung gestellt. Zu Beginn musste man sich eine Patientin/einen Patienten suchen, die/ der im sichtbaren, ästhetischen Bereich Füllungen benötigte und die/der mit

allen Bestimmungen, darunter auch der ständigen Fotodokumentation, die für ein solches Projekt unbedingt erforderlich ist, einverstanden war. Für die PatientInnen brachte die Teilnahme ebenfalls Vorteile: Die gesamte Behandlung inklusive der Füllungen war für sie kostenlos. Schon nach kurzer Zeit hatte ich einen passenden Patienten ausgewählt. Es handelte sich um einen starken Raucher mittleren Alters mit multiplen kariösen Läsionen. Weiters wies das Gebiss des Patienten unzählige undichte Füllungen und eine große Anzahl freiliegender Zahnhälse auf. Nach der Aufklärung des Patienten konnte ich mit meinem Projekt beginnen. Zuerst wurden anhand einer auf das Füllmaterial abgestimmten Farbschablone die passenden Farben für den jeweiligen inzisalen, bukkalen und cervikalen Bereich sowie die passende Dentinfarbe für tiefere Füllungen ausgewählt. Ich wählte für bukkal eine Mischung aus mehreren Farbtönen, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Acht Zähne verschönert Die Füllungstherapie erfolgte, sofern dies möglich war, unter Kofferdamprominenz und mithilfe von vorher erstellten Silikonschablonen. Meine Therapie umfasste acht Zähne (14–24). Dabei stellten die aufgrund einer früheren chronischen Parodontitis vorhandenen black triangles, die ästhetisch passend zu decken waren, die größte Herausforderung für mich dar. Die zur Verfügung gestellten Materialien ermöglichten mir ausgezeichnete ästhetische Endergebnisse. Mit den richtig ausgewählten Farben konnte man klinisch keinen Unterschied mehr zwi-

schen Zahnhartsubstanz und Füllung erkennen. Besonders faszinierend während der Arbeit an diesem Projekt fand ich, wie einfach die zur Verfügung gestellten Materialien zu verarbeiten waren. Als ich erfuhr, dass ich mit meinem „Ästhetikfall“, dem Patienten mit multiplen kariösen Läsionen und offenen Zahnhälsen, dem ich wieder zu einem schönen Lächeln verhelfen durfte, ins Finale des Ästhetik-Wettbewerbs gekommen war, war die Freude groß. Ich durfte an einer zweitägigen Veranstaltung teilnehmen, die in der Firmenzentrale, im deutschen Wasserburg, abgehalten wurde. Dabei stellten alle StudentInnen, die am Wettbewerb teilgenommen hatten, ihre Projekte vor. Nach einer umfassenden Bewertung der vorgestellten Fälle durch ein Fachkomitee wurde mir mitgeteilt, dass ich den dritten Platz im Wettbewerb erreicht hatte. Darüber freute ich mich sehr. •

Das Team Dr.in Anja Jankovic-Pejicic, Unit – Zahnmedizinische Ausbildung Dr.in Marija Cakarevic, Unit – Zahnmedizinische Ausbildung Sebastian Wabscheg, Studierender an der Universitätszahnklinik Wien

DentUnique 1/2019 15


Alumni Lounge kostenfrei nutzen Neben vielen Vorteilen genießen Mitglieder im Alumni Club seit dem Vorjahr noch einen weiteren: Sie können die neue Alumni Lounge im AKH-Eingangsbereich für ­Besprechungen und Meetings nutzen, ohne dafür zu bezahlen.

W

issen, Dialog, Karriere – um diese drei Themen dreht sich im Alumni Club der Medizinischen Universität Wien einfach alles. Studierende, AbsolventInnen, aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen können vielfältige Veranstaltungen besuchen: Podiumsdiskussionen, interdisziplinäre Symposien, wissenschaftliche Seminare, exklusive Kulturveranstaltungen und vieles mehr. Dazu gibt es für InhaberInnen der Clubkarte Coaching-Angebote und spannende Kooperationen mit PartnerInnen. Die erst im Vorjahr eröffnete Alumni Club Lounge im MedUni Point im Eingangsbereich des AKH ergänzt das bestehende Angebot um ein weiteres

und macht eine Mitgliedschaft nun noch attraktiver. Die neue Lounge steht zwar auch Nicht-Mitgliedern für Besprechungen und Meetings zur Verfügung, diesen jedoch gegen einen Kostenbeitrag von 50 Euro pro Stunde. Mitglieder dagegen können die Lounge vollkommen kostenfrei nutzen. Gebucht werden können Termine unkompliziert und rund um die Uhr unter www.meduniwien.ac.at/ ac-lounge. Auch erhalten Alumi Club-Mitglieder im MedUni Shop nebenan einige Produkte beziehungsweise im Juicepoint Smoothies, Juices und Shakes zu günstigeren Konditionen. •

Mitglieder finden im Alumni Club ein vielfältiges Programm zum Austausch, zur Vernetzung und zum Wissenserwerb sowie tolle Angebote von KooperationspartnerInnen.

Mit Jacken und Pullis aus der Design-Linie sind Alumni Club-Mitglieder immer ­bestens gekleidet – und sparen Geld, denn sie erhalten zehn Prozent Rabatt.

G

egen Stress und rauchende Köpfe hilft oft nur eines: Raus ins Freie! Ob Sonne, Wind oder Regen, die passende Kleidung für alle Wetterlagen hat der MedUni Shop im AKH-Eingangsbereich im Sortiment. Die zeitlose Alumni-Design-Linie kommt mit Steppjacken, Softshelljacken und Pullovern beziehungsweise Cardigans in allen gängigen Damen- und Herrengrößen daher. Tauglich ist die Kleidung für die Frei-

16 DentUnique 1/2019

zeit genauso wie für den Unialltag. Wer im MedUni Shop die Alumni Clubkarte vorzeigt, erhält auf alle Produkte aus der Design-Linie zehn Prozent Rabatt. Auch darüber hinaus lohnt es sich zu stöbern. Das Sortiment reicht von Nützlichem wie Desinfektionsgel, Beatmungstuch, Büromaterial und Labormantel über Bücher bis hin zu kleinen Geschenken wie Arzt-Badeenten, Babybodies und Manschettenknöpfen. •

Foto: Alumni Club MedUni Wien/Martin Hörmandinger, Wien, Alumni Club der MedUni Wien

Alumni Shopartikel günstiger kaufen


Retreat im Loisium Am 15. Februar 2019 fand zum fünften Mal das interne Wissenschaftsretreat der Universitätszahnklinik Wien im Loisium in Langenlois statt.

Z

Die TeilnehmerInnen des Wissenschaftsretreats waren mit dem erfolgreichen Output sehr zufrieden.

iel war es, den wissenschaftlichen Output des vergangenen Jahres zu reflektieren, neue Ideen zu besprechen und Pläne zur Umsetzung zu erörtern. Vor allem soll der Bereich Grundlagenforschung der Forschungsabteilung mit der klinisch-angewandten Forschung noch inniger verbunden werden, um hier Schlagkraft und Output weiter zu stärken. Unter der Leitung von Prof. Moritz, Prof. Sitte und Prof. Jonke arbeiteten und präsentierten 29 wissenschaftlich arbeitende MitarbeiterInnen aus den Fachbereichen, Competence Centers und Core Facilities ihre Ergebnisse im Plenum. Daraus resultierende Task Forces sollen Maßnahmen zur Stärkung der Forschung in der Universitätszahnklinik erarbeiten und umsetzen, die beim nächsten Retreat 2020 beurteilt und geprüft werden. •

Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke Fachbereich Kieferorthopädie Universitätszahnklinik Wien www.unizahnklinik-wien.at

Hands on course • Hands on course • Hands on course • Hands on course • Hands on course

16.11.2019 (9 – 17 Uhr) Dr. Heinz Winsauer

Distalisation und Expansion in Zeiten digitaler Fallplanung Die Verwendung von Minischrauben im vorderen Gaumen hat die kieferorthopädische Behandlung grundlegend verändert. Neue innovative Geräte werden am Behandlungsplatz ohne Abdruck und ohne Labor direkt eingesetzt. Sie ermöglichen bei Bedarf eine gleichzeitige Erweiterung und Distalisierung. Technologische Neuerungen wie Oralscanner und -drucker, digitale Volumentomographie (DVT), und entsprechende Fallplanungssoftware bieten der Kieferorthopädin/dem Kieferorthopäden heute eine bessere Kontrolle der Minischraubenposition und damit mehr Sicherheit bei der Erstellung von Behandlungsgeräten.

Kursinhalt: • Erlernen der genauen anatomischen Verhältnisse • Durchführen einer schmerzfreien lokalen Betäubung • Auswahl der richtigen Minischrauben, deren korrekte Handhabung sowie die Insertion im Mund • Schritt für Schritt Einbau des TopJets und des MICRO2 Expanders sowie wiederholtes Üben am Typodont ermöglichen ein sofortiges und sicheres Anwenden dieser Techniken in der eigenen Praxis • Demonstration der Möglichkeiten digitaler Planung anhand von Fallbeispielen

Kursort:

Kurssprache: Deutsch

Informationen:

Universitätszahnklinik Wien Sensengasse 2a, 1090 Wien www.unizahnklinik-wien.at

Teilnahmegebühr: EUR 450,– pro Teilnehmer

Maria Strobl, Tel.: +43 1 40 070-4301 maria.strobl@meduniwien.ac.at

(inkl. 10 % MwSt.)

Online-Registrierung: www.kfo-wien.at

Der Kurs ist mit 9 Fortbildungspunkten der Österreichischen Zahnärztekammer approbiert.


Karriere nach Plan an der MedUni Junge Talente und exzellente Führungskräfte sind sehr gefragt. Damit diese auch ­möglichst nachhaltig andocken, fördert die MedUni Wien ihr Personal von Anfang an quer durch alle ­Bereiche und Entwicklungsstufen in ganz besonderer Weise.

kräfteprogrammen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen, damit sie aktuelle und künftige Leitungspositionen noch besser ausüben können. Für das allgemeine Personal ist unter anderem eine Zuerkennung des ExpertInnenstatus möglich, erfahrene MitarbeiterInnen können Fortbildungsangebote der PostgraduateProgramme nutzen.

Theresa Maiß (links) studiert seit Herbst 2018 Zahnmedizin und legte damit so wie ihre Kommilitonen aus anderen medizinischen Bereichen den Grundstein für eine gute berufliche Zukunft.

U

m die besten Köpfe für Forschung, Lehre, PatientInnenversorgung und Universitätsservice zu gewinnen und auch zu binden, muss die MedUni Wien selbst vieles leisten. Zwar punktet sie schon mit ihrem exzellenten Ruf, mit einer guten Infrastruktur mit Unikliniken, Instituten, Zentren und Departments in einer der lebenswertesten Städte und im Spannungsfeld von Tradition, Internationalität und Innovation, doch MitarbeiterInnen brauchen noch mehr. Allem voran einen möglichst einfachen Jobeinstieg, frühzeitige Förderung und eine langfristige Perspektive, um sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Karrieremöglichkeiten an der MedUni Damit genau diese hoch qualifizierten,

18 DentUnique 1/2019

engagierten, interdisziplinär denkenden Menschen dauerhaft für die MedUni Wien begeistert werden können, arbeitet diese mit einem modernen, leistungsorientierten Karrieremodell, das sehr strukturiert, dabei aber keineswegs starr ist. MitarbeiterInnen können laufend ihre Fähigkeiten verbessern und zusätzliche Kompetenzen erwerben. Dazu gibt es die Möglichkeit von Qualifizierungsvereinbarungen, Fördermaßnahmen speziell für hochbegabte ForscherInnen, Karrieremodelle für MedizinerInnen, den fachlichen Austausch in internationalen Netzwerken und vieles mehr. Einen eigenen Schwerpunkt wird es künftig auch für wissenschaftliche MitarbeiterInnen in der Lehre geben. LeiterInnen von Organisationseinheiten stärken im Rahmen von Führungs-

Im internationalen Wettbewerb In der Lehre wirkt sich unter anderem sehr positiv aus, dass die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum mit Diplom-, Master-, Doktor- und PhD-Studiengängen sowie mit den postgraduellen Universitätslehrgängen außergewöhnlich autonom agieren und ein zeitgemäßes Curriculum anbieten kann. Bei Studierenden besonders beliebt ist das seit 2009 angebotene Mentoring-Programm. Für die bisher 3.500 Teilnehmenden war es vor allem bei Fragen der beruflichen Orientierung, der persönlichen Entwicklung oder einer Spezialisierung eine große Unterstützung, dass ihnen dabei die mittlerweile 450 geschulten MentorInnen zur Seite standen. Gerade im internationalen Wettbewerb gewinnt die MedUni Wien auch mit ihrem Fokus auf Diversität und Gender. Von der kulturellen, sozialen, geschlechtsspezifischen und fachlichen Vielfalt profitieren Studierende und MitarbeiterInnen genauso wie der Betrieb selbst. Und weil Internationalität in der Arbeitswelt generell immer noch wichtig wird, nutzen viele auch die Möglichkeit, sich für Graduiertenpraktika und Fortbildungsaufenthalte zu bewerben. • www.meduniwien.ac.at/karriere/


Kluge Köpfe Hier stellen wir Ihnen einige MitarbeiterIn­nen der Universitäts­zahnklinik Wien vor: Dr.in med. dent. Marija Cakarevic Dr.in Marija Cakarevic absolvierte ihr Zahnmedizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Seitdem ist sie als Assistenzärztin an der Universitätszahnklinik Wien tätig. Begonnen hat sie ihre Tätigkeit in der Abteilung für Tumorprothetik. Seit 2011 hat Dr.in Cakarevic erfolgreich zahlreiche Fortbildungen in den Bereichen ästhetische Zahnheilkunde sowie Laserzahnheilkunde der International Society for Oral Laser Applications (SOLA) absolviert. Gemeinsam mit Dr.in med. dent. Anja Jankovic-Pejicic ist sie Gründerin der Spezialambulanz Bleaching. Als Betreuungsteam haben sie heuer mit ihren Studenten zum zweiten Mal in Folge beim Ästhetik-Wettbewerb den ersten Platz, und zusätzlich den dritten Platz gewonnen. 2017 absolvierte Dr.in Cakarevic das Curriculum der Endodontie und erwarb das Diplom der University of Pennsylvania in Endodontie. In diesem Bereich der Zahnheilkunde arbeitet sie sowohl in der Ausbildung der StudentInnen als auch in der postgraduellen Ausbildung.

Sinerdeer Sran Sinerdeer Sran ist seit November 2008 im Fachbereich Kieferorthopädie an der Universitätszahnklinik Wien als Zahnarztassistentin tätig. Als solche arbeitet sie eng mit Ao. Univ.-Prof. DDr. Erwin Jonke und Dr. med. dent. Michael Bertl zusammen. Sinerdeer Sran besuchte zwischen 2004 und 2005 eine Polytechnische Schule in Wien. Danach begann sie ihre Lehre als Zahnarztassistentin bei Dr. Bruno Pfeiffer, die sie an der Universitätszahnklinik Wien abschloss. Von Jänner bis November 2013 absolvierte Frau Sran eine Ausbildung zur Prophylaxeassistentin. In ihrem Alltag an der Zahnklinik befasst sich Sinerdeer Sran hauptsächlich mit dem Drahtbogenwechsel bei kieferorthopädischen PatientInnen. Zusätzlich ist sie Hygienebeauftragte und Brandschutzwartin.

Matthias Liemer, MSc, MBA

Marcel Stepan, MSc

J. Matthias Liemer, MSc, MBA, kam mit jahrelanger Erfahrung im Gesundheitswesen Ende 2017 als Leiter des Einkaufs und der Zentralen Materialverwaltung an die Universitätszahnklinik Wien. Die Abschlüsse zum Akademischen Health and Social Service Manager, dem MSc und dem MBA im Jahr 2010 erfolgten berufsbegleitend. 2019 übernahm er die Stellvertretung des Wirtschaftlichen Leiters für Wirtschafts- und Versorgungsdienste, Technik und Bau sowie IT. Wichtig ist ihm, das Miteinander aller Bereiche an der Universitätszahnklinik Wien zu unterstützen und die Serviceleistungen der Verwaltung zu verbessern, um auch über diesen Weg die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Wichtige Ziele sind die Optimierung von derzeit über 16.500 Artikel sowie die Organisation des Investbudgets.

Marcel Stepan, MSc, wurde 2001 vom damaligen Klinikvorstand mit der Implementierung eines digitalen patientInnenzentrierten Kliniksystems betraut. Seither stellt sich Herr Stepan mit dessen 6-köpfigen Team der Herausforderung, die fortschreitende Digitalisierung der Zahnmedizin an die Erfordernisse eines universitären Klinikbetriebs heranzuführen. Die Anzahl von über 2.000 digitalen Endgeräten spiegelt ansatzweise die hohe IT-Durchdringung der Universitätszahnklinik wider. Zudem bildet die hohe Diversität an komplexen fachspezifischen SW-Applikationen einen idealen Nährboden, die im Masterstudium „IT in Healthcare und Life Science“ erworbenen Skills zu entfalten. Seinen Erfahrungsschatz kann Herr Stepan nicht zuletzt als Lehrlingsbeauftragter weitergeben und im Team ausbauen.

DentUnique 1/2019 19


Gut zu wissen Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien

ANFAHRT: Öffentliche Verkehrsmittel: • 37/38/40/41/42 von Schottentor – Haltestelle: Schwarzspanierstraße • 40/41/42 von Währinger Straße – Volksoper – Haltestelle: Sensengasse • 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse • 43/44 Haltestelle: Lange Gasse (kurzer Fußmarsch durch das Alte AKH) Mit dem Auto: Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage in der Sensengasse 3. Beachten Sie die Kurzparkzone im gesamten 9. Bezirk! FACHBEREICHE: • Zahnerhaltung und Parodontologie • Unit – Zahnärztliche Ausbildung • Kieferorthopädie • Orale Chirurgie • Prothetik • Radiologie • Kinderzahnheilkunde SPEZIALAMBULANZEN: • Spezialambulanz Ästhetische Zahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Bulimie Ansprechpartnerin: Kerstin Geister Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Endodontie Ansprechpartnerin: Selma Sulejmanovic Tel.: +43 1/400 70-2145 • Spezialambulanz Funktionsstörungen Ansprechpartnerin: Alexandra Wolfer Tel.: +43 1/400 70-4930 • Spezialambulanz Implantologie Ansprechpartnerinnen: Maja Strainovic, Janina Moisl Tel.: +43 1/400 70-4121

20 DentUnique 1/2019

• Spezialambulanz Laserzahnheilkunde Ansprechpartnerin: Monika Dangl Tel.: +43 1/400 70-2323 • Spezialambulanz Mund- und Schleimhauterkrankungen Ansprechpartnerin: Maja Strainovic Tel.: +43 1/400 70-4121 ANSPRECHPARTNERINNEN – KONTAKTE: Zentrale Aufnahme Natascha Fuchs, Agnes Font, Helga Brixa, Bettina Lackner, Monika Saffer, Cornelia Schmid, Katharina CelarVojtechovsky, Mirija Tosuni Tel.: +43 1/400 70-2000 E-Mail: aufnahme-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at Allgemeine Ambulanz Gabriele Pleininger, Karoline Schweinberger Tel.: +43 1/400 70-2020 E-Mail: notfallambulanz-unizahnklinik@meduniwien.ac.at Klinische Bereiche • Zahnerhaltung und Parodontologie Sekretariat: Nina Filzwieser Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: zahnerhaltung-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Parodontologische Ambulanzen Leitstelle: Nina Filzwieser Tel.: +43 1/400 70-4720 E-Mail: parodontologie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Prophylaxe-Center Leitstelle: Tamara Hauptmann Tel.: +43 1/400 70-4725 E-Mail: prophylaxecenter-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Kieferorthopädie Leitstelle: Barbara Lembachner

Tel.: +43 1/400 70-4321 Sekretariat: Maria Strobl Tel.: +43 1/400 70-4301 E-Mail: kfo-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Orale Chirurgie Leitstelle, OP-Organisation: Maja Strainovic, Janina Moisl Tel.: +43 1/400 70-4121 Sekretariat: Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1/400 70-4101 E-Mail: oralechirurgie-unizahn klinik@meduniwien.ac.at • Prothetik Sekretariat: Bettina Haruksteiner Tel.: +43 1/400 70-4901 E-Mail: prothetik-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Radiologie Leitstelle: Christine Niziolek Tel.: +43 1/400 70-2420 E-Mail: radiologie-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at • Kinderzahnheilkunde Leitstelle Tel.: +43 1/400 70-2820 Organisation: Susanne Preis Tel.: +43 1/400 70-2825 E-Mail: kinder-unizahnklinik@ meduniwien.ac.at ÖFFNUNGSZEITEN: Immer nach Terminvereinbarung! • Aufnahme von PatientInnen Zentrale Aufnahme: Montag–Donnerstag 7.30–17 Uhr, Freitag 7.30–15.30 Uhr • Notambulanz mit Trauma versorgung: Montag–Sonntag 8–13 Uhr, • Kieferorthopädie: Montag–Donnerstag 8–17 Uhr, Freitag 8–12 Uhr nach Termin vereinbarung


Harald Sitte ist neuer Senatsvorsitzender Der neue Vorsitzende will unter anderem den Forschungsstandort weiter stärken.

E

nde 2018 wurde Prof. Harald Sitte zum neuen Vorsitzenden des Senats der MedUni Wien gewählt. Bis zum Ablauf der aktuellen Funktionsperiode im September 2019 wird Sitte, Pharmakologe am Institut für Pharmakologie der MedUni Wien, Leiter des Center for Addiction Research (AddRes) zur Erforschung und Aufklärung auf dem Gebiet der Drogen und süchtigmachen-

den Substanzen und Präsident im Alumni Club der MedUni Wien, diese Funktion im wichtigsten Uni-Leitungsgremium ausfüllen. Harmonisch und konstruktiv möchte Sitte nicht nur die aktuelle Periode zum Abschluss bringen, sondern auch danach in diesem Stil weiterarbeiten, um die MedUni Wien und den Forschungsstandort Wien gemeinsam noch weiter

voranzubringen. Denn die Lehre gehört gemeinsam mit der Forschung und der PatientInnenbetreuung zu den drei wichtigsten Säulen der MedUni Wien – und gerade das offene Lehr- und Forschungsklima möchte der Vorsitzende des Senats weiter stärken. Dabei ist auch das Thema der medizinischen Versorgung ein wesentliches, wofür nicht zuletzt eine Weiterentwicklung des Medizinstudiums gefragt ist. Allerdings sieht Sitte in einigen Punkten auch ganz stark die Politik gefragt, etwa wenn es darum geht, möglichst attraktive Rahmenbedingungen für AbsolventInnen zu schaffen und diese dauerhaft zu halten. Die demnächst endende Legislaturperiode des Senats, die bereits die fünfte ist, sieht Sitte grundsätzlich sehr positiv. Vieles sei bereits in Bewegung gesetzt worden, etwa die Verlängerung des Mandats des Rektorats auf sechs weitere Jahre mit mehr Gestaltungsspielraum für die so wichtige Weiterentwicklung. •

NobelActive® – das Original seit 2008. »

Vielfach kopiert und nie erreicht Seit seiner Einführung im Jahr 2008 haben Implantathersteller auf der ganzen Welt die einzigartigen Vorteile des NobelActive Implantats entdeckt. Heute sind zahlreiche „Doppelgänger“ des NobelActive Implantats auf dem Markt erhältlich, doch keines dieser Implantate verfügt über die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten, das umfassende Prothetiksortiment und die überzeugenden klinischen Nachweise des Originals - die Zahlen sprechen für sich.

42

klinische Studien

98,5% durchschnittliche Überlebensrate* *Folge-Studie über 5 Jahre

Über

14.300 ausgewertete Implantate

Über

2.600 behandelte Patienten

© Nobel Biocare Deutschland GmbH, 2018. Alle Rechte vorbehalten. Vertrieb durch Nobel Biocare. Nobel Biocare, das Nobel Biocare Logo und alle sonstigen Marken sind, sofern nicht anderweitig angegeben oder aus dem Kontext ersichtlich, Marken von Nobel Biocare. Weitere Informationen finden Sie unter www.nobelbiocare.com/trademarks. Die Produktabbildungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu. Haftungsausschluss: Einige Produkte sind unter Umständen nicht in allen Märkten für den Verkauf zugelassen. Bitte wenden Sie sich an Ihre Nobel Biocare Vertriebsniederlassung, um aktuelle Informationen zur Produktpalette und Verfügbarkeit zu erhalten. Nur zur Verschreibung. Achtung: Laut US-Bundesgesetzen dürfen diese Produkte nur an Ärzte oder auf deren Anordnung verkauft werden. Für die vollständigen Informationen zur Verschreibung, einschließlich Indikationen, Gegenanzeigen, Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen, ziehen Sie die Gebrauchsanweisung zu Rate.

nobelbiocare.com


Erster Masterlehrgang erfolgreich gestartet In der zweiten Februarwoche 2019 startete die erste Modulwoche des von vielen KollegInnen erwarteten Universitätslehrgangs „Master in Periodontology and Implantology“ an der Universitätszahnklinik Wien.

Die Freude an der Universitätszahnklinik Wien ist groß: Der erste Postgraduate-Lehrgang „Master in Periodontology and Implantology“ ist gut angelaufen!

D

as intensive Programm erstreckte sich von morgens bis zum späten Nachmittag über sieben Tage und umfasste eine Vielzahl an Vorlesungen und Praktika für das internationale Publikum aus neun Ländern. In dieser ersten Modulwoche wurden vor allem die Grundlagen der Parodontologie und Implantologie abgehandelt, wie beispielsweise die spezielle Anatomie und Histologie der Alveolarfortsätze und umgebenden Weichgewebe, die Physiologie und Pathologie der Kieferknochen sowie Grundlagen der Diagnostik und Dokumentation. Einen weiteren Schwerpunkt stellte die Einführung in wissenschaftliches Arbeiten dar, da alle AbsolventInnen dieses Masterlehrgangs für den positi-

22 DentUnique 1/2019

ven Abschluss eigene wissenschaftliche Abhandlungen vorlegen müssen. Ein ganztägiger Sezierkurs am Institut für Anatomie der MedUni Wien ermöglichte es den TeilnehmerInnen, parodon-

tologisch und implantologisch relevante anatomische Strukturen an unterschiedlichen Schädelpräparaten selber darzustellen und zu vergleichen. In den weiteren sieben Modulen dieses Masterlehrgangs zu je sieben Tagen werden den AbsolventInnen theoretische und praktische Fähigkeiten der Parodontalchirurgie und Implantologie vermittelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Vorstellung und Demonstration innovativer Behandlungskonzepte gelegt wird. In Zukunft sollen Masterlehrgänge zu verschiedenen Thematiken regelmäßig an der Universitätszahnklinik Wien angeboten werden, um eine postgraduelle Fortbildung auf international höchstem Niveau zu ermöglichen. •


Buchtipp

Foto: Quintessenz Verlag

Zahnärztliche Risikopatienten: Erkennen – Beurteilen – Behandeln Die Entwicklung der medizinischen und zahnmedizinischen Versorgung ist durch die Zunahme älterer PatientInnen geprägt. Die steigende Morbidität bedingt eine vermehrte Medikation. Diese Medikamente werden vor allem in ihren Interaktionen und auch ihren unerwünschten Nebenwirkungen immer komplizierter und müssen vor allem bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen entsprechend als Risikofaktor berücksichtigt werden. Das frühzeitige Erkennen der Risiken, die bei diesen PatientInnen eintreten können, sowie deren Vorbeugung und Minimierung ist das Thema des vorliegenden Buches. J. Thomas Lambrecht, Martin von Planta (Hrsg.), Quintessence Publishing Deutschland, 312 Seiten, 212 Abbildungen, ISBN 978-3-86867-379-1

in Kooperation mit dem JWKK

Kinder in der oralchirurgischen Praxis — Entscheidungen treffen Universitätszahnklinik Wien 17. bis 18.05.2019 Freie Vorträge mit Simultanübersetzung ins Russische Workshops, “Ask the experts” Vortragswettbewerb: OCMR-JWKK-Preis (€500)

Programm und Anmeldung unter www.ocmr.at


Dentalprodukte von A bis Z www.plurashop.at Entdecken Sie unseren Webshop mit zahlreichen Dentalprodukten fĂźr Praxis und Labor.

Profile for Universitätszahnklinik Wien

Dent Unique 1 2019  

Dent Unique 1 2019  

Advertisement